Hr.93 Erstes Blatt 185. Zahrgang Samstag, 20. April 1935 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Bietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüsse i unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zranfturt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche UniversttatsVuch- und Sleindruckerei R. Lange in Giehen. 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Wenn eine junge irnd unsterbliche Kraft die Gräber sprengt, so ist nicht die Tatsache das Wunderbare und Äroße, sondern die Wirkung, die von Ueser Tatsache aus uns ergreift und glauben macht. Wenn alljährlich das Frühlings- und s sterwunder sich vollzieht, so sind es nicht nur hie hoffnungsvollen Farben des jungen Lau- I25, die uns fröhlich stimmen, sondern dann itt es das Wissen um eine eigene Verpflichtung und eine eigene Fähigkeit zum Jungsein, das uns isseligt. Wären die Dinge der Natur und die 5aten der Menschen nur immer für sich, dann l'äre der Frühling lediglich eine Angelegen- !»it der Biologie, dann wäre der Mensch nur im zoologisches Wesen, dann wäre eine Fahne richts anderes als eine Holzstange mit bun- t:m Tuch daran, und dann wäre eine Revolution schließlich nichts weiter als ein gewalt- f mer Akt der staatlichen Umorganisation. Beil wir aber wissen, daß nur dort wirkliches lseben ist, wo wir oder das Volk über uns hinaus gestalten und befruchten, deshalb fit Ostern mehr als ein Kalenderfest und ist tme völkische Revolution mehr als ein Berti altungsakt. Wir wollen uns vor billiger Selbstver- gvtzung hüten. Aber wir wollen und dürfen sdlz darauf sein, daß nach unendlich langer jeeit totenähnlichen Schlafes das deutsche Volk d«e Grabsteine der Uebersremdung und der eggeneu Zwietracht gesprengt und zu seinen Werten zurückgefunden hat. Es waren nicht mr die vierzehn Jahre marxistisch-liberalisti- cher Demokratie, die die deutsche Seele nie- l-rhielten und die deutsche Staatlichkeit lahm- im, es ist der Wust und Schutt eines ganzen i ^rihrhunderts, der beiseite geräumt werden ii uß. Als die Ideen der französischen Revo- i Litton wie fremde Heere in den deutschen !seichsraum eindrangen, da zerstörten sie die Bindungen, die das eigentliche Wesen der Liiolksgemeinschaft ausmachen? Das große „Wir" der Gemeinschaft wurde zum kleinen „Ich" der Einzelpersönlichkeit. Diese Einzel- Persönlichkeit wurde für „frei" erklärt. Aber bi es nur dort wahre Freiheit geben kann, ö® strengstes Maß und innerste Gesetzlichkeit llmlten, endete dieser Versuch beim Gummiknüppel der Polizei und bei den „Jnteressen- tmhaufen", von denen sogar ein Demokrat sprach. Marxismus, Standesdünkel, Parteienzer- Mterung, Mammonismus, Neidinstinkte, Jch- v-rgötzung, und wie die Kennzeichen eines e rgangenen Zustandes alle heißen, sind weg- gifegt. Das Volk bekennt sich zu einer neuen Ordnung. Im Dienste dieser Ordnung werden laten voll Größe und Selbstentäußerung getan. Aber wohlgemerkt: geschichtebildend und sartzeugend ist noch nicht die Beseitigung von Ergangenem, sind nicht die Bekenntmsse des Wortes und selbst die Taten, die vollbracht llTrden, sondern entscheidend und schöpferisch i|: die Anerkennung dieser Taten als V o r - diilder, ist die eigene Fähigkeit zu Opfer und Dienst, ist die seelische Ausrichtung am Geist und Handeln derer, die uns o «rausgingen. Die Millionen Blutzeugen des Taeuen Reiches würden bald vergessen sein, aaenn wir nicht mehr d i e W i r k u n g i h r e s Opfers verspürten, und wenn wir nicht die k^rpslichtung fühlten, sie uns und den kom- iraenden Geschlechtern auferstehen zu lassen. Um Auferstehung des deutschen Menschen geht es in der deutschen Revo- liütion, und erst, wenn dieser ewige Deutsche riedererstanden und in seiner seelischen Zukunft gesichert ist, sind auch die Formen dieser Menschen von Bestand. 'Wir schauen an Ostern über Gräber vorwärts. Wir haben den Willen zum Leben, mb zwar zum Leben über uns hin- t j s. Das gilt für den einzelnen wie für die Nation. Im Dienste von Volk und Staat an )(ir Stelle, die der eigenen Befähigung ent- pricht, über sich hinaus wirken und Vorbild r»rden für Künftige, das ist in einem Satz )< Wesenskern der nationalsozialistischen X -ee. Das bedingt, daß Worte wie „Erneuerung" und „Wiederauferstehung" nicht äußerlich gemeint werden, sondern daß sie verpflichten. Unser Volk ist in seiner wechselvollen Geschichte schon so manchmal wieder- auferstanden, aber auch wieder schlafen gegangen. Nur, wenn wir den Willen und die Kraft haben, immer und immer wieder uns zu erneuern und jung zu halten, wenn wir mehr wollen, als nur die Gegenwart, wenn wir uns opfern für die künftigen Geschlechter, dann bleibt das deutsche Osterwunder bestehen. Krieg ... es ist, als ob Zum-Tode-Verurteilte untereinander ein Gemetzel veranstalten wollten. Und ein Europa, dem nichts anderes mehr einfällt, als übereinander herzufallen, i ft zum Tode verurteilt. Wenn hier unser deutsches Auferstehungswunder nicht über sich hinaus wirkt und auch die andern ergreift in Wirkung und Vorbild, dann ist die Gefahr groß. Gerade hier aber liegt die gewaltige übernationale Möglichkeit der deutschen Erneue- (Ausnahme E. Hase-Frankfurt a. 9)1.) ■ | w. - 4 ifl ■ -< ? y* dann geht Zeugniskraft aus von unfern Worten, dann üben die deutschen Bekenntnisse Allgewalt, und dann zwingen wir zur Ausrichtung im Geiste der Neuen Nation. Denn auch dies gehört zu einer ehrlichen Osterbetrachtung: wir Deutsche im Herzen Europas gleichen heute einem wiedererstandenen Toten inmitten eines trostlosen Völkerfriedhofes. Ties drunten, zugedeckt von den Felsblöcken der staatlichen Bürokratien, der vergifteten öffentlichen Meinung, des gegenseitigen Mißtrauens, der überalterten Ideen, der vertrockneten Institutionen ruhen die Völker Europas und wissen nicht, soll sie der lebensfrische Schritt des erwachten Deutschlands erschrecken oder zur Abschüttelung des vergangenen Spuks anfeuern. Wahnwitzige reden von rung. Der Imperialismus will andere Völker überfremden und unter eine artfremde staatliche Form und Kultur zwingen. Der Nationalsozialismus will den andern Völkern l e - diglich zum Vorbild dienen, wie segensreich es ist, zu den eigenen Formen und Werten zurückzufinden. Imperialismus bringt Unterdrückung und Tod. Nationalsozialismus aber sichert Frieden und Erneuerung aus eigener Kraft. Das sei unsere Ostererkenntnis: werden wir neue Menschen, dann wächst das neue Volk! Sind wir ein neues Volk, dann richtet sich an unserm gräbersprengenden Vorbild ein neues Europa aus. Ein neues Europa aber sichert den Frieden der Welt! F.W.Heinz. Osterglanbe. In diesen Ostertagen reden wir wieder von dem Sieg des Lebens über den Tod, von dem ewig neuen Wunder der Auferstehung. Wo ist das Menschenherz, das nicht mit ergriffen würde von dem Zauber der erwachenden Natur, wenn die Ostersonne die Welt segnet und ihre goldnen Lichtbrücken über die Täler und Berge spannt, wenn der Frühling sein Blütenbanner über die neu erstandene Erde schwingt. Und mitten hinein in die werdende Frühlingspracht tönt mit dem jubelnden Schall der Osterglocken die alte Kunde, die einst am ersten Ostermorgen trauernde und verzagte Menschenherzen froh und frei gemacht, und die bis auf den heutigen Tag nichts von ihrer Kraft eingebüßt hat: Der Herr ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden! Ist uns doch in diesen Tagen jedes die Erdscholle durchbrechende Samenkorn, jede die enge Hülle sprengende Knospe ein lebendiges Gleichnis jener frohen Botschaft, die die Osterglocken über die Lande läuten: Das Leben ist st ä r f e r. als der Tod! Ins kalte Nebelland der altgermanischen Völker kam vor tausend Jahren der neue Geistes- und Glaubensfrühling, als es auch unter deutschen Buchen und Eichen verkündet wurde: Christ ist erstanden — auch für das deutsche Land und Volk. Und der Frost und das Eis der alten graugewaltigen, winterharten Volksüberlieferungen schmolz dahin wie Märzschnee in der Frühlingssonne, die düstere Religion versank, und das dunkle Wolkenheer zerrann vor der neuen Sonne des Auferstandenen, der ihm zum „Heliand", zum Heiland geworden war. Das war die erste Auferstehung des Lebendigen in unserer Mitte, das erste Ostern unseres Volkes, das war der Beginn der deutschen Auferstehung. Mag auch im Laufe der Jahrhunderte zu Zeiten für Tausende und aber Tausende, weil sie einer materialistischen Geistesverwirrung zum Opfer gefallen waren, der Auferstandene in geistige Ferne und Fremde gerückt worden sein, er ist immer wieder neu erstanden in unserem Volke, und heute steht er ihm innerlich näher denn je. „Aufgerissen durch die Pflugschar Gottes, die Geschichte" — so schreibt Otto von Leixner —, sind die Furchen deutschen Geistes. Sie harren des Säemanns. Und schreiten wird er, der neue, alte Christ, über das Feld und auswerfen das Korn. Und reifen wird die Saat, wird Wetter Überstehen, und in nicht ferner Zukunft kommt die Ernte, die stillen wird den Hunger der Menschheit. Wieder leuchten wird den Völkern das Antlitz des „Vaters". Sie werden wieder tiefere Freuden des Gemüts kennenlernen und aus ihnen Kraft schöpfen, das Leiden des Lebens zu tragen, tief im Herzen gewiß, daß nicht Geburt und Tod das Sein der Geister umschließen, sondern daß jedes Kind einmal im Vater finden werde die Auferstehung." Nun, das deutsche Kind des „Vaters" hat die neue Auferstehung gefunden! ... „Denn fie find selber außerstande n", so sagt in Goethes „Faust" auf dem Osterspaziergang der Meister zum Schüler, im Blick auf die frohe, freudewogende Menge, die in das neue Leben des Ostertages hinausdrängt. „Denn sie sind selber auferstanden", so sagt auch die Geschichte diesmal von den deutschen Menschen unserer Tage in dem gewaltigen Geschehen dieser gegenwärtigen Zeit. Erst jetzt, vom wirklichen Ostern des deutschen Volkes aus, sehen wir, wie dunkel und grausig der Passionsweg gewesen ist, den wir gegangen sind, und wie schwer diese Auferstehung uns geworden ist. Wie ungeheuer schwer und lastend der versiegelte Stein auf unferm Grabe lag, wie er scharf bemacht wurde von den uns bestellten, bewaffneten Hütern, wie hart und hoffnungslos das Grab war ... Und doch: wie stark in heimlicher Stille der Wille zur Auferstehung gewesen sein muß, wie er immer stärker und heißer, immer kraftvoller und lebendiger und unaufhaltsamer geworden ist, bis der von Gott unserm Volke geschenkte Führer kam, der den Willen zur Tat machte, daß die Riegel und Siegel der „Verträge" brachen und das Wunder der deutschen Auferstehung in den hellen Frühlingstag hinausschritt! So sind wir der Welt und uns selber ein Wunder geworden. Aber doch nur dadurch, weil wir wieder gelernt, unser ganzes Ver- trauen auf den Gott zu setzen, der einst dem, der ihm auch ganz vertraut hatte, das Leben und den Sieg gegeben hat gegen alle seine Feinde. Und nun braust diese Kunde unaufhaltsam durch ufle Lande und Gaue: Es hat a u ch f ü r uns eine Auferstehung gegeben aus dem Grabe, In das man uns gelegt hatte, denn es gibt einen Gott, der die Steine zerbricht, unter denen man die guten Geister begräbt; Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Treue find nicht im Tode geblieben. Und dieser Glaube lebt jetzt in ungezählten Herzen, deren Perle er ist. Und wenn auch die Schalen der Perlen einmal zerbrechen, so lebt er doch weiter, denn immer neue Hände greifen nach ihm. Er ist zur lebendigen Seele unseres Volkes geworden, zu dem Geiste, der schließlich doch alles andere überwinden wird, weil er selbst überwunden hat. Und wer unferm Volke diesen Glauben nehmen wollte, der stößt es wieder zurück in den Winter der Hoffnungslosigkeit und des Grabes. Wir haben in solchem Auserstehungsglauben e i n neuesLebenbegonnen, von der äußeren Revolution unseres Staates und der inneren Reformation unserer Seele an bis zur letzten Tat der Wiederwehrhaftmachung des ganzen Volkes für die Auferstehung deutschen Lebens in der Welt. So wollen wir denn Ostern halten, draußen und drinnen, in der Kraft unseres Glaubens: Er lebt, darum sollen wir auch leben! Wacht auf, die ihr im Winterschlummer Roch müd' und bang und zagend klagt, Wacht auf aus Nacht und schwerem Kummer, Die heil'ge Osterfrühe tagt! Empor, ihr Brüder und ihr Schwestern, Aus Haus und Hütte, fern und nah, Hinweg das sorgendunkle Gestern, Der heil'ge Ostertag ist da! Vergehen und Auferstehen. Von Rudolf pau'sen Werden und Vergehen sind das Doppelrätsel unseres Wesens, das die Menschen von jeher mit einem Mysterium hat erschauern lassen. Schon die alte orphische Mystik sah jene zwei Seiten des Ja- nushauptes der Entwicklung und symbolisierte sie (nach Bachofen) in einem halb weißen, halb schwarzen Urei. Leben und Tod, Tag und Nacht bezeichnen hier mit ihrer Farbe den ewigen Wechsel als die Voraussetzung dafür, daß überhaupt etwas geschieht. Im Grunde war solche Anschauung pessimistisch bezüglich des Individuums: Dauer lag nur in der Folge der Generationen, die durch das Ei verbürgt schien. Erst das Christentum findet die Lehre von der Auferstehung der Einzelseele und schlägt jenes Ianushaupt zugunsten eines eindeutigen, lichten Antlitzes vom Rumpfe der Natur. So entsteht dann eine metaphysche Welt unerschütterlichen Seins jenseits des zeitlichen Ablaufs, dessen Zeichen der auferstehende Christus ist. Wie in diesem Siegel der Verbürgung das ewige Leben der Einzelseele sich gestalte, danach braucht eine begründete Hoffnung nicht zu fragen. Wenn wir ein mitleuchtender Teil des strahlenden Geist-Leibes Gottes werden, so können wir dessen zufrieden harren, indem wir uns eines so großen Zieles würdig zu machen suchen. Schöner ist nirgends dieses glänzende Osterlicht gemalt worden als auf Grünewalds Auferstehungstafel vom Jfenheimer Altar. Dort ist das metaphysische Angesicht der Ewigkeit in einem symbolischen Anthropomorphismus schaubar geworden, und der Schrecken des Grabes wie der Fesseln des Irdischen scheint völlig überwunden. Unsere deutschen Mystiker haben um das Problem des Todes als das Kosegment-Problem eines höheren Lebens herum die wundertiefsten Gedanken gedacht, allerdings Gedanken von stärksten sittlichen Forderungen voll. Jakob Böhme nennt den kreatürlichen Leib die „Bauhütte" des himmlischen Leibes, sein Grabmal nur für die, die in die „Schiedlichkeit" fallen. Böhme läßt im äußeren und zufälligen Menschen den inneren und eigentlichen schlummern, den wir aufwecken sollen. Dieser das Höchste fordernden Meinung entspricht Grünewalds meteorgleich auffahrender Christus aufs Beste, in- Ostereier im Schützengraben. Ich sehe ihn noch vor mir, den krümmsten Soldaten, der je die feldgraue Uniform getragen hatte, den Hutterer Franz. Sein Beruf? Ja, angegeben hatte er, daß er Holzer sei droben in den Bergen. Aber glauben tut ihm das keiner. Im Hauptberuf war er trotz seiner unglaublichen Gutmütigkeit einer der gefährlichsten Wilderer. Nein, nachweisen hat ihm noch keiner etwas können. Aber wenn man sah, wie er die Knarre anpackte, wie seine sonst richtig gütigen Augen stahlhart wurden, wenn sie über Kimme und Korn nach dem Ziel sahen, und wenn man sah, daß er dort hintraf, wo er hinsah, dann war man überzeugt davon, daß das Gerücht auf Wahrheit beruhte. Mochten seine Hände noch so sehr zusammengezogen sein, braun und rissig und hart wie sein Holz, daß es fast aussah, als wüchsen auch schon die Flechten darauf, das tat nichts. Wenn es der Augenblick verlängte, dann wurden sie weich, und fast müßte man sagen — mütterlich. So war er auch, der Hutterer Franz, die flandrische Mutter, so haben wir ihn genannt. Er war nicht nur einer von denen, die immer bereit waren, einem anderen zu helfen mit Rat und Tat, wenn man zu ihm kam. Nein, er kam aanz von selbst. Er hatte seine Augen offen und seine Ohren, und sein Jägerinstinkt fühlte, wenn bei einem etwas nicht in Ordnung war. Dann wußte er es so zu drehen, daß das Gespräch immer auf die Sorgen des einzelnen kam. Und irgendwie konnte er helfen und raten. Und irgendwo fand er immer eine Gelegenheit, Freude zu machen. Wer hellhörig war, der sah aber auch hinter allen Scherzen einen tieferen Sinn, eine Philosophie, die man auf den ersten Blick dem Hutterer Franz nie zugetraut hätte. So kam einmal Ostern. Der Franz kam ganz früh morgens in den Unterstand und erklärte, daß heute — Ostereier gesucht würden. Wir haben alle furchtbar gelacht: Im flandrischen Schützengrabendreck Ostereier suchen, das war mehr als ein Witz. Aber er ließ nicht ab, und während fo einzelne gut liegende Salven oben den Grabenrand be- harkten, suchten unten graue, dreckige, verwitterte Männer Ostereier. Und fanden sie! Ueberall lagen sie versteckt, wo nur noch ein Plätzchen war. Und schön gefärbt in allen Tönen: rot und blau und gelb und grün. Da haben wir nicht mehr gelacht über den Hutterer Franz, wie wir nachher beieinandersaßen im Unterstand und den gefundenen Segen auf den Tisch gelegt haben. Noch weniger allerdings, als wir erst gemerkt hatten, daß auf jedem Ei etwas anderes stand! Mit feiner schweren, ungelenken Hand hatte da der Franz draufgeschrieben: Friede, Deutschland, Heimat, Freiheit, Zukunft, Front, Soldaten, Pflicht, Ehre, Gesetz, Disziplin usw. Es war uns zuerst nicht klar, was er damit wollte; aber der heimliche Sinnierer ließ uns nicht lang im Zweifel. Als in feiner Pfeife ein unglaubliches tabakähnliches Kraut brannte, fing er an: „Ja mei, das ist nun mal fo, da braucht ihr gar nicht fo zu schauen. Wenn wir heut' am heiligen Ostersonntag die Ostereier gesucht haben, dann ist das ja wohl jetzt vorbei. Aber ich mein', daß wir ja doch all das, was da draufsteht auf den Eiern, erst noch richtig suchen müssen, wenn's mal einmal aus ist hier heraußen. Weil ich mir halt nicht denken kann, daß wir dann nur wieder ein anderes G'wandl anziehen, und dann ist wieder der Frieden da, wie vor anno 14. Schließlich sind wir doch andere Menschen hier g'worden, als wie wir waren. Das hier kann einer doch nicht fo einfach mir nichts dir nichts vergessen, das Leben, wo wir jetzt hier haben. Davon braucht man net zu red'n, daß wir hier fei' Angst net hab'n, wenn's amal fo richtia herhalten, die Schlawiener, die unverschämten. Aber daß wir hier eben andere Menschen g’roorö’n sind, des ist klar; das werden wir aber doch wohl bleib’n, solang' als wir leben. Daran kann doch keiner was machen. Wie aber schaut nachher die Welt in Deutschland aus, wann wir wieder drin sind? Die daheim, die ha'm nicht gemerkt vont dem, was hier unser Leben so ist. Denen ist des fremd. Mit denen kann doch unsereiner gar nicht red'n. Da versteht eben einer den anderen nicht mehr. Aber die da drin werden auch weiter mitreben woll'n. Aber wir wollen auch was fag’n. Wir woll'n auch red'n, und wir haben das größere Recht da^u. Also dann wird's eben zwei Parteien geben: die, wo nicht Soldaten waren, und die, wo Soldaten waren, hier vorn an der Front, da, wo's kracht. Daß wir dabei die Stärkeren sind, das glaub' ich selber. Aber das andere ist wichtig: daß wir weiter das suchen, was auf den Ostereiern steht, das, wo uns überhaupt erst g'macht hat. Denn wenn der Schwindel hier vorbei ist, dann ist er noch lang net vorbei. Jetzt stehen da deutsche M. G.'s gegen französische, englische, amerikanische und, was weiß ich, was da noch für wilde Völker drüben find. Aber nachher stehen Menschen gegen Menschen. Und wenn unser Herrgott den Krieg hat in die Welt kommen lassen, dann hat er auch a'wußt, warum. Dann droht er halt mit dem Stecken, daß wir endlich einmal an das denken, was wichtiger ist als so an lackierter, g'schniegelter Aff'. Dann sagt er zu uns: „Jetzt hast du's halt wieder einmal g'sehn, wozu daß du ein Mensch bist und überhaupt's auf der Welt." Dazu, daß wir die Ostereier such'n und net auslassen mit Suchen so lang’, bis wir's halt finden. Und es find schon recht viel, die wo wir noch finden müssen. Und ein anderer kann uns da auch nicht helfen zum Suchen. Ich mein' halt, des müssen wir Frontsoldaten schon allein machen. Denn ein anderer, der glaubt nimmer an Ostern. Aber wir glauben noch dran, daß wir die Ostereier finden werden. Und wenn wir die Sach' nur ein bisserl anpacken, dann wird's schon gehen. Wir sind ja net farb'nblind. Und drum sind ja die Ostereier so bunt, daß man’s besser finden kann, wie g'sagt, wenn einer net grab blinb ist. Aber es wirb keiner basteh'n wie ich jetzt ba heraußen unb wirb sag'n: Such! Es muß sich schon an jeber selber rühr'n, wenn er zu uns unb net zu die Zivilisten baheim g'hör'n will." Ja, so hat uns ber Hutterer Franz bamals bie Leviten gelesen. Manchem ist wohl erst hinterher aufgegangen, was er alles gemeint hat, ber Sinnierer, ber alte, verholzte. Aber fein Staatsmann unb fein Pfarrer hätten uns eine bessere Öfter» prebigt halten fönnen. K. w. bem feine Gesichtsprägung blonb unb göttlich-son- nenhast ist, währenb auf besfelben Malers Kreu- zigungsbilb ber leibenbe Jesus ganz ber schmerzver- frümmten bunfefijaarigen Kreatur ähnelt, bie auf Erden furze Zeit wandelt unb schnell bahinsinft. Oster-, Frühlings- unb Auserstehungsbilb finb immer eines für bas andere zu setzen. In ihnen triumphiert die ewige Jugend jenseits von jung und alt im geschöpflichen Sinne. Urjung — uralt: diese Synthese ist in Grünewalds grabentrücktem Heiland Form geworden. Ein Kind-Gesicht, ein Greifen-Gesicht, ein unzerstörbares Gesicht. Die 23er- förperung der nicht erlöschenden Sonne der Seele. Und bemerfensroert ist obendrein, daß auch kunst- historisch gesehen dieses Antlitz ebenso der Antife und der Vergangenheit wie der Zukunft und der neuen Zeit, die mit Christus beginnt, anzugehören scheint. Christus als Sonne, die das Dunfel durchbricht, bedeutet eine Erneuerung des Schöpferwortes: E s werde Licht! in seelischer Hinsicht. Und das ist unser Ostererlebnis. Wie das Korn ein Grab des Halmes, das Ei die finstere Gruft des Hühnchens ist, aus denen frisches Leben drängt, fo will sich die enge Umhegung unseres Herzens unter dem Anhauch des feimweckenden Wortes: Es werde Licht! auftun. Freitisch: geschenft wird uns nichts, ohne daß wir uns bemühen. Jene Böhmesche „Bauhütte" ist dazu da, daß wir selbst zu bauen beginnen, einen Dom der hehrsten Gedanfen und des höchsten Glaubens aus uns zu formen. Nur in einem solchen Dom getrauen sich die Engelreigen, und nur hier wird die Taube des heiligen Geistes Einfehr halten. Unsere Aufgabe ist, aus dem Chaos einen Kosmos zu schaffen. Das ist eine Forderung, bie wir nie ganz erfüllen; aber in den besten Werfen der ausgeformten Kunst ist die uns Menschen irdisch mögliche Annäherung erreicht und der Sinn des Wiederaufbaues und der Auferstehung heilig gedeutet. Denn die Gestalt, deren Bildruhe nicht die des Grabes ist — sonst würde sie nicht zu uns sprechen — ist tiefer als das Ungestaltete. Der äußere Abgrund der wirbelnden Welt ist nie so tief wie der innere Gehalt. Die vollendete Gestalt ist nach innen unendlich, während alles Ungestaltete sein Ende findet, im Raum ober im Tob. Christus aber ist der Mittler, der die Hölle über« minbet, auch für uns, so wir guten Willens sind, ber ben Tob tötet, auch für uns, so wir zu folgen uns Mühe geben. Nietzsche, ber Antichrist, fanb bas Unsterblich« feitsoerlangen bes Menschen „zudringlich". Aber es «kommt doch wohl darauf an, was wir von der Aui- erstehung erhoffen, wozu wir sie uns wünschen, 06 wir unsere Erbärmlichkeit ober unser Bestes unvernichtbar benfen, unser Bestes in Gott, ob wir uns Läuterung wünschen ober Fortbauer unserer ver- gnüglichen Sünben unb bösen Unzulänglichfeiten, ob wir bequemes Weitergenießen träumen ober wie Goethe höhere Wanblungen unb Aufgaben. Der Bogen, ben bie beutsche Mystif spannt, reicht ba boch unausbenfbar viel höher, unb wir beschei- ben uns nicht bamit, auf Erben etwa fertig werben zu fönnen. Wenn Eckeharb ben Menschen mit einem Konsonanten vergleicht, ber aus bem göttlichen Vokal ausgeschieben sei, sich selbst ausspreche, eine eigene Selbstheit entfalte, aber mit ber Bestimmung als Teil ber göttlichen Vokalität sich biefer roieber einzueignen, bann ist biefes Gebot, aus bem Geräusch ins Getön zurückkehren, be- glückenb hoch unb tief religiös; auch paßt es treff« sich in unsere Gegenwart, wie schwer es auch zu befolgen sein mag. Sinb Dftergebanfen nicht höchstzielenb, bann würben wir nur ein billiges Fest feiern. Aber wir wollen besinnlich sein, unb so erfreulich bem Kinde sein Osterei ist, so naiv es sich an seinem Genüsse ergötzt — wir Erwachsenen fassen bie Symbolik ernsthaft auf. Der alte Hans Thoma muß etwas geahnt haben vom Rätsel bes Eis; benn er malte ben Rembranbt-Deutschen mit bem ooum in ber Hanb. Beibe, Langbehn unb Thoma wußten, baß bas novum bes ovum bebarf, bas Neus bes Eis. Das Ei als Lebensheger unb Gestaltkeimhüter ist aber bas Ewige: alt unb jung in einem. Wenn nun bie alte Philosophenfrage, ob erst bie Henne ober erst bas Ei sei, unbeantwortet geblieben ist, unb stets unbeantwortet bleibt, bann führt uns bie Betrachtung über bas Osterei, das wir in ber Hanb wägen, aus ben Bezirken bes Denkens in die weit glücklicheren des Glaubens. Krühlingsbüder—Osierbllder. Dankbare Motive für den Photo-Liebhaber. Von Walther Appelt. Auch bem Photo-Sportler fangen nun bie „Blütenträume" wieder zu reifen an. Er freut sich über das Nahen der schöneren Jahreszeit, wenn auch die immer mehr verbesserte Lichtstärke der Optik und die gesteigerte Empfindlichkeit der Platten, sowie die vielen Arten von Kunstlicht den Winter für die „Licht"-Bildnerei erschließen helfen. Aber ber Frühling läßt manches roieber aufleben, was ber Winter ruhen ließ. Dazu gehört bie lebenbigere Verbunbenheit mit ber Natur, ihrem Blühen unb Wachsen. Hieraus ergeben sich bie alten unb boch ewig neuen Motivgruppen für unser Photographieren. Ostern wirb immer, trotz gelegentlicher Unterschiebe zwischen Kalenber unb Wirklichkeit viele ber typischen Frühlingsmotive bieten. Das Erwachen ber Flur aus bem Winterschlaf scheint manchem photographisch weniger lockenb zu sein, ba es noch nicht bie üppige Pracht schimmern- ber Blüten unb ben Dom geschlossener Laubbächer hat. Aber gerabe baraus sollen wir, als O st e r - unb Frühlingsbilber, wirksame Bilb- motive gewinnen! Sie haben meistens nicht bie großen, klaren Linien ber verschneiten Winterflur. Sie finb auch nicht fo überreich an Kraft bes reifen Wachstums wie ber Sommer. Aber bie stille, von taufenb Ahnungen unb Verheißungen erfüllte Sprache bes Frühlings in beutschen Gauen läßt sich gut photographisch einfangen. Der MonatApril steht im Lichtwert ber freienLanb- fchaft etwa in ber Mitte zwischen ben höchsten unb ben niebrigften oorfommenben Werten. Aber vieles ist jetzt besser zu erfassen als in anbern Jahreszeiten. Darauf sollte jeber achten, bem fein öfter« ausflug in Gegenben führt, wo er vielleicht schon im Sommer photographieren wollte, aber sich nach bem Mattscheibenbilbe zum Verzicht entschloß. Die Kronen der Bäume lassen jetzt noch soviel Licht durch, Wälder und Alleen bilden noch keine so kompakten, die Belichtungszeiten vervielfachende Lichtschlucker. Was für eine Fülle von Motiven erschließt sich damit auch demjenigen, der eine mittlere Kamera besitzt. Hierbei ist gedacht an Wald- bäche, die bei nicht gar zu schnellem Laufe mit Blende 4,5, jetzt im Mittagslicht an günstigen Osterkind. Von Johan Luzian. Sie gehen Arm in Arm und des Weges bedächtig über die Wiese mit ihren Grasbuckeln und Maulwurfshügeln, mit dem gelben Huflattich und den ersten tiefblauen Enzianen und bleiben am Unterholz eine Weile stehen vor dem rotblühenden Seidelbast und im Walde weiter oben vor Leberblümchen und Anemonen und am Weiher vor ben Ringelnattern, bie zufammengerollt auf bem gelben Schilfhaufen liegen. Unb sie lauschen bem schrillen Schrei ber Raubvögel unb bem Glücksruf bes Grünspechts, bem Zitzewitz ber Meisen unb Zaunkönige unb bem schallenden Gesang ber Amseln. Sie sehen gemeinsam von ber Höhe über bie weiten Felber, auf benen bie Sonne blenbet unb zeigen einander bie bicken braunen Knospen ber Buchen, an benen ber Saft klebt. Denn es ist halb Ostern, unb bas junge, grü» nenbe Jahr kommt auf ben warmen Wellen bes Winbes, die heimkehrenben Vögel tragen es in ihren Schnäbeln. Die Frau ist gesegneten Leibes. Sie wollte in diesen letzten Tagen noch einmal hier heraus und bie Welt umarmen. Jetzt geh nur roieber, sagt sie zu ihrem Mann, der sie begleitet hat nach dieser Bank auf dem Aus- fichtsplatz unter ber Höheneiche. Geh nur unb vielen Dank. Der Mann war mitten aus einer Arbeit von ihr fortgerufen worben, er war habet, einen Stall zu bauen, er hat bie Hänbe voll Harz. Aber es ist ihm nun hoch nicht recht, baß er fortgeschickt wirb. „Dann hole ich bicb also roieber ab." Er zögerte zu gehen. „Ja, ja, es hat keine Eile, laß bir nur Zeit!" Die Frau ist mit ihren Gebauten ganz wo- anbers, gar nicht mehr bei ihm. Nun, oa geht also der Mann, aber die Arbeit, bie er roieber aufnimmt, will ihn nicht mehr freuen. Er blickt oft hinauf nach ber Höhe über bem Buchenroalb. Er kommt sich beiseite aescho- ben vor. „Es", brummt er, immer nur „®sy< . . . Es ist ihm noch meilenfern. Es ist etwas, an bas man nicht mit feinen harzigen fingern rühren kann. Es ist meinetwegen ein kleines weißes Wölkchen in der Ferne. Die Frau indessen blickt über bas Tal, in bem bie Dorfhäuser liegen, aus benen ein behaglicher Rauch auffteigt, in denen kleine Kinber spielen. Aus ben Ställen muhen bie Kühe. Aus ben Höfen hallt ber Osterfchrei ber Hähne. Schwärme von Staren, bie keinen Nistkasten fanben, bie von Ort zu Ort irren, fliegen an ihr vorüber. Ihr Flug ist ein schönes, tanzenbes Spiel in ber Luft, wo ber Schwarm, halb enger, halb weitgezogen, bie Höhe umkreist. Die Frau sitzt ganz still. Hier gibt es oft Rehe zu sehen. Sie treten hort unter bem Tannicht aus unb wechseln zum Wiesenbach hinunter. Sie haben jetzt ihre Kitzchen unb brauchen bie kräftige Nahrung ber jungen Gräser. Es gibt hier viel stilles unb munteres Leben. Einen kleinen Acker, auf bem ber Roggen grünt, weite Wälber, bie schon bas frische Laub ahnen lassen. Lerchen über ben Wiesen hoch in ber blauen Luft bes April, unb Kuckucksruf unb Taubergurren, Finkengezwitscher unb Spechtgehämmer, unb mittenbrin einmal ben Ruf bes Golb- pirol. Alles hat Liebeszeit, gute Zeit. Die junge Mutter sitzt ba in ber Mitte biefer Welt unb lauscht. Lauscht auf bie Rufe über ben Wölbern unb auf bas leise Pochen bes ungeborenen Kinbes. Sie neigt ben Kopf unb spricht in sich hinein. Menschlein, spricht sie, kleines Menschlein . . . Osterkinbchen, gerabe am Festtag wirst bu erwartet, wenn ber Herrgott aufersteht. Aus mir wirst bu kommen, mich wirst bu abstreifen wie bie Dunkelheit. Den Tob rufst bu mir ans Bett, weil bu ins Leben willst . . Wie bu wohl aussehen wirst? Was bu für Fingerlein haben wirst? Was für Augen? Traumkinbchen, kleines, verborgenes, geliebtes . . . Nun gehst bu immer weiter von mir fort, jebe Stunbe, jeben Tag . . . Am Morgen bist bu um ein roinaiges gewachsen, währenb ich schlief. Aber bu bist doch noch ganz mein, noch gehörst bu nicht bem Vater unb niemandem, nur mir. Hörst du, wie laut der Star dort pfeift und siehst du, wie dort die Schwalben flitzen? . . . Alles hörst bu, siehst bu nur burch mich? Ja, bie ganze Welt rauscht durch mich in bich hinein, nichts wäre ba für dich, wenn ich nicht lebte, ach, wie ist es schön unb gut zu leben . . . Wieder schwärmen kleine Wolken von Staren über das Land, bie Sonne wirb röter, es kommt ber Abenb. Eine Kette Wilbenten zieht nach dem großen See dort unten, nach bem braunen Moos, wo bie Nester finb . . . Die ganze Welt . . . sagt bie junge Mutter unb breitet ihre Arme über bie Lehne Der Bank, als wolle sie etwas Unsichtbares umarmen. Legationsrat Goethe versteckt Ostereier in seinem Garten. Wenn bas Osterfest nahte, erinnerte sich ber neue Legationsrat Goethe mit geheimer Seynsucht an bas österliche Eiersuchen im Haus ber Mutter in Frankfurt, unb er faßte ben Entschluß, nun ben Weimarer Kinbern einen Abglanz jener Freuben zu verschaffen. Aus einem Bericht Karl von Lynkers wissen wir, baß Goethe gerabezu als ein (Erneuerer alter Ofterfreuben gerühmt werben kann unb baß er bem Osterhasen Den Weg in bie großherzogliche Resibenz bereitete. „Ein in Weimar noch nie gesehenes Fest gab ber neue Legationsrat, ber ein bejonberer Patron ber Kinber war, am Osterheiligabenb in seinem soeben erst bezogenen, an ben oberweimarischen Wiesen gelegenen Garten", heißt es ba. „In allen Winkeln bes ©artens waren Drangen und bunte Eier versteckt, die wir aufsuchen mußten. Alles war erlaubt. Unsere Hofmeister (Hauslehrer), bereu es bamals viele gab, weil es nicht Sitte war, baß Söhne angesehener Eltern auf das Gymnasium gingen, schmausten an einem befonberen Tische und Durften uns nicht stören. Gegen Abend ließen sich bann zwei hohe wanbelnbe Pyramiben sehen, welche mit Eßwaren aller Art, namentlich mit Bratwürsten, Karbonnaben unb begleichen behangen waren. An biesen sprang bie muntere Jugenb in bie Höhe, rupfte sich nach Belieben herunter, was ihr annehmlich erschien unb geriet vor Lust berart außer sich, daß sie die eine umwarf, aus welcher ber letztverstorbene Bauinspektor Götze, bamals Paul genannt, zu allge- meinem Gelächter hervorkroch." An biefer Dfterfitte hat Goethe auch weiterhin festgehalten; benn Matthiffon erzählt uns von einem solchen österlichen Kinberfest in bem Jahre 1783, bas Goethe in seinem ©arten veranstaltete unb bei bem er wie ein „roohlgeroogener, aber ernster Vater" erschien. Daß ber Dichter aber noch bis ins ©reisenalter bie Rolle bes guten Osterhasen nicht verschmähte, beweist uns ein Tagebucheintrag Riemers unter bem 31. März 1825: ,Bruno zum Eiersuchen bet Goethe im ©arten", unb Riemer fügte stolz hinzu, daß sein Junge bie meisten Eier gefunben habe. Dazu gab bann noch seine Frau Caroline eine ein- gehenbe Schilberung biefer ©oetheschen Kinberfeste: „Einige Jahre nach Goethes Ankunft in Weimar stellte er für bie Kinber feiner Bekannten in weiter Ausbehnung ein Eiersuchen an, bas meistens im Freien an ber sog. Schnecke gehalten würbe, bie auf bem freien Platz am (Eingang bes Parks stand und aus zwei kolossalen Linden gebildet war, die ein Gebäude überzogen, auf dessen auffteigenben Doppelgängen man sich nie begegnete. Bei plötzlich eingetretenem Regenwetter wurde das Fest im Theatergebäude gehalten, was jedoch nur selten geschah. Entweder waren die Frühlinge damals warmer und zeitiger als jetzt ober, was wahrscheinlicher ist, das Fest ber roten Eier fanb nach Ostern, vermutlich um Himmelfahrt, statt, benn immer grünten bie Linden unb bie Hecke um bie Schnecke, auch konnte bie Gesellschaft einiger (Eltern ber Kinber unb einiger Freunbe Goethes im Freien stunben- lang ausbauern. Die Familie Herber fehlte nie babei. Die in allen Farben prangenben Eier waren an zwei Orten in ben Hecken verteilt, niebriger für bie kleinen, höher für bie größeren Kinber. Das Nest, mit bem bie Eier legenben Hasen, hier aus Zuckerteig geformt, fehlte nie. Wie jubelte ber ober die, welche es fanben! Pyramibenartige Erhöhungen ber geschnittenen Hecken waren mit Bratwürsten unb ähnlichen eßbaren Dingen behangen. Danach sprangen bie größeren Knaben, bie sich bei bem Wettlauf, bie Gänge ber Schnecke herab, sehr munter erwiesen. Nach geenbigtem Eiersuchen würben bie Kinber mit Backwerk, Manbelmilch, Himbeersaft unb ähnlichen ersrischenben Getränken bewirtet. Spiele jeber Art würben auf ber nahen Wiese unb im engeren Kreis bes Schneckenbezirks betrieben. Erst mit einbrechenber Nacht 30g bie frohe Schar heim, im voraus sich auf bie Wiederholung im nächsten Frühling freuend." Auch der alte Geheimrat Goethe war mit diesem Osterfest zufrieden, durfte er boch in aller Stille für sich die Genugtuung haben, baß Mutter Aja sich dieses Äinberjubels gefreut hätte. B 61r»ifl 6,1»«»r" 's •sä le" trSuN'^'«. «s* °^ieZK- S M?4* * l'Uft »5 *• «ber M'ch. i“rt<’^ren®"’5' auch pQc.rn- be= 081J WÄ* tii-i T„««Ä Ä'ttx 1". unbeanhooftet °L°r,i, dlL 1 “bet das Dfterei ,\ben8'M 5 ’ d-- ©lautens. ^sierbilder. >hoto.Liebhaber ppelt igen nun die „Zlij. l>r freut sich über M't, wenn auch chtstarke der Optik m der Mn, Wllcht den Winter 'ehen helfen. Aber eder aufleben, was hört die lebendigere r Natur, ihrem rgeb.en sich die alten jruppen für unser Mer, trotz gelegen!- ilenber und Wirk- »lmgsmotioe bieten. 5 dem Winterschlaf weniger lockend zu i Pracht schimmern- [(offener Laubdächer i wir, als Oster- wirksame Bild- meistens nicht die weiten Winterstur, n Kraft -es reifen der die stille, von eifcunyn erfüllte tfchen Gauen läßt i. aertder steienLand- n den höchsten und Werten. Aber Die« i in andern Jahres- >n, dem (ein Öfter« i er vielleicht schon ollte, aber sich nach -zicht entschloß. Die t noch soviel Licht den noch keine Io en vervielfachende le von Motiven er- aen, der eine mitt' gedacht an Wald- hnellem Saufe mit ilicht an günstigen isUeistnälttr nicht verschmäh e, ; Riemers ime um Eiersuchen bet r fügte stolz M ier gefunden Habe- Caroline eine ein» heschen Kinderfeste- Ankunft in Mannte» »fE das meistens jj *SÄ b e0ni d Ä ''N irde das v .e, edoch njftfo Da5T lt(r' b nach^i . grün' denn n die Sch ^„der im ^ ' fehlte n« Herder rfn r&z täte waren Dinge» jch be iöen pahen 6^ ft »T Stellen mit Vas bis 1/40 Sekunde zu erhaschen sind, wozu allerdings auch ein bißchen Glück im Sin- Öen eines solchen Motivs gehört. Wir erinnern aber auch an die Leberblümchen des Laubwaldes, an die Anemonen unter Buschrändern, die Narzissen und Krokusse im Garten oder an frühe Zierpflanzen eines Parkes. Mit dem jetzt vorhandenen Spiel der Lichtreflexe erfaßt, erhalten sie über die botanische Treue hinaus noch Lebendigkeit. Wegen der Farben wird Gelbfilter unentbehrlich fein, vielleicht auch oft ein Abblenden auf 6,5, ober 7,7. Dennoch geben Belichtungen mit 1/io Sekunde ausgeglichene Bilder. Da äu diesem „langen Moment" Windstille gehört, scheiden die ewig unruhigen Anemonen hier aus. Für sie ist, zumal aus großer Nähe und gar mit der Vergrößerung des doppelten Bodenauszuges, Vso Sekunde im allgemeinen der rechte Wert. Aber auch außer den genannten Aufnahmen gibt es noch viele, an die mancher sich bisher nicht herangetraute, und die ihn wohl auch im Falle des Wagens hätten enttäuschen müssen. Es soll aber für den Photo-Sportler — soweit es sich nicht um aanz ausgesucht schwierige Motive handelt — an feinem Wege nichts geben, worauf er verzichten muß. Und die beginnende Lichtzeit des Jahres soll ihn erst recht nicht in diese Lage versetzen. Diese Lichtzeit des Jahres, deren Beginn in unferm Osterfest seine sinnfällige Bekundung und Feier findet, ist auch in Durch- und Ausblicken gut zu photographieren. Der Lichtdurchlaß, der uns Kleinmotive erhellen Hilst, gibt auch selber ein oft willkommener und schönes Motiv ab. Sind die Wiesen noch blumenleer und wogen die Felder noch nicht — so richten wir ganz einfach unfern Apparat höher. Baum und Strauch, deren Zweige jetzt nicht mehr kahl und schmal vom umgebenden Lichte verschluckt werden, ziehen mit den jungen Blättern jetzt schon vielfältige Linien in den Hintergrund des Himmels. Anderseits geben sie Aufnahmen von Bauwerken erhöhten Reiz, ohne doch wesentliche Teile oder Einzelheiten von ihnen ganz zu verdecken. ' Es gibt Aufnahmen von Baulichkeiten, Denkmälern, Ruinen in Parks, Brunnen in Gärten und dergleichen, die können überhaupt nur jetzt gemacht werden. Im Sommer hüllen dichtbelaubte Zweige das Motiv ein, im Winter wirkt es nüchtern und langweilig. Die Sonne scheint noch nicht so kräftig, daß ihre Schatten im Bilde zu schwer ausfallen, und davon profitiert der, den Bilder von Straßenzügen ober Stabtwinkeln reizen. Die Belichtungszeiten finb hier schon so kurz, baß selbst bei Abblenbung bis 8 ober 9 oft auf bas Stativ verzichtet werben kann. Der Erfahrene rät bem Anfänger zwar meistens mit gutem Rechte bas Gegenteil, aber bei Aufnahmen der genannten Art kann oft mit Rücksicht auf ben Verkehr an Aufstellen bes Stativs am günstigsten Stanbpunkt für unsere Ausnahme nicht gebacht werben. Solche Silber sind jetzt auch in den Mittagsstunden weniger grell und dadurch ausdruckslos als im Sommer, außerdem schafft auch schräger Lichtfall keine so scharfen Kontraste zwischen Licht und Schattenpartien, daß diese nur schwarz wirken. Da eben von kurzen Momentaufnahmen die Rede war, die nun auch für den Durchschnittsamateur wieder möglich finb, seien noch Sie rasch zu erfassenden Szenen in Stadt und Dorf genannt, die das episodenhaft erfaßte Leben von Mensch und Tier, aber auch andere Themen umschließen können. Fahrende Eisenbahnzüge, die srühlingshell in eine irgendwie angedeutete Osterlandschast hineinfahren, sind viel lohnendere Motive als diese kurze Erwähnung vielleicht ahnen läßt. Ein pflügender Bauer wirkt charakteristischer, wenn Die für fein Tun wichtige Jahreszeit durch kleine Bildmomente erkannt wird, die geschickt neben der Hauptszene stehen, ohne sie zu stören. Es kommt auch hier auf das Finden eines solchen Standpunktes an, der die Geschehnisse nicht ganz von der Erde loslöst. Aber der Kenner seiner Heimat wird ' solche Motive, die alle Wünsche erfüllen, sowohl planmäßig suchen wie auch an Ort und Stelle mit Aussicht auf Erfolg erwarten können. Zufallstreffer sind nun mal nicht immer in jeder Hin- \ sicht vollkommen. Unser Streben aber soll dahin \ gehen, auch für Momentszenen (spielende Kinder, halbflügge Vögel im Strauchwerk, junge Enten ober Hühner, Menschen in ihrem Alltag) nach Mög- Ilichkeit einen Hintergrund zu bekommen, der ^harmonisch zum Vorgänge paßt. Hierfür ben Blick ,zu schärfen, sollen auch bie zahlreichen Photo-Anfänger von Anfang an sich bemühen. Vielleicht ist ies deshalb gut, im Frühling mit bem Photographieren anzufangen. Ein blühenber Wiesenteppich, iein Aehrenselb, eine früchteschwere Obstallee spre- ichen für sich. Wie ein Netz knospender Zweige photographiert sein will, um es richtig unb mit Ge- ffchmack zu tun ober welchen Hintergrunb mir sonst ldafür wählen müssen, bas will überlegt fein. Früh- Hingsftimmung, Dfterftimmung in Bilbwerte umzu- fsetzen, ist mehr als ein bloßes, bequemes Knipsen. Wer es lernte, ber kann auch ben weiteren Aufgaben bes höher fteigenben Jahres getrost entgegengehen. »Ein Offerttrort desReichsbischoss. Berlin, 18. April. (DNB.) Der Reichs- gb i s ch o f hat ein Karfreitag- unb Osterwort an bie •Oemeinben gerichtet, inbem es u. ä. heißt: Wieber verkünbigt uns Karfreitag unb Ostern sine Botschaft, in ber wir unerhörte Wirklichkeiten -Denen, bie Ohren haben zu hören, hörbar machen sollen. Die Botschaft vom Kreuz war von Anfang an ben Ichsüchtigen ein Aergernis unb ben Werstandesklugen eine Torheit unb wird es bts ans Enbe ber Erbe bleiben. Die Verkündigung vom Kreuz ist ein Kreuzesweg burch zwei Jahrtausende. Werabe ber Apostel, ber wie keiner vom Kreuz Zeugnis abzulegen wußte, hat in ber großen Sorge Mstanben, nicht mit klugen Worten davon zu zeugen, ,.,bamit nicht bas Kreuz zunichte würde." Ist bei ber Botschaft vom Kreuz nicht bie Tat- ,'achß bes Tobes, fonbern ihre Deutung bas Aerger- mis, so ist umgekehrt bei der O st e r b o t s ch a f t Die Tatsache der Auferstehung das Aergernis, wählend die Deutung meistens nur zu willig entgegen* genommen wird von der Unsterblichkeitssehnsucht :oer Menschen. Wir neigen in unserer Wirklichkeitsscheu dazu, die Wirklichkeiten des Todes und bes i Lebens zu verwässern. Im Gotteswort haben biese Wirklichkeiten Tod unb Leben eine ungeheure realistische Wucht. Die Osterbotschast ist nicht bazu ba, uns ein wenig mit frommen Illusionen über bas Sterben hinwegzutrösten. Die Osterbotschast täuscht nicht mit bem „ewigen Kreislauf bes Lebens in ber Natur" hinweg über bie Tatsache unserer Vergänglichkeit. Die Osterbotschast erklärt bem Tob ben Krieg, bie Osterbotschast fällt bas Tobesurteil über ben Tod. Das alles soll nun aber harte Wirklichkeit für unser Alltagsleben werben. Die Botschaft am Karfreitag unb in ben Dftertagen umschließt konzentriert bas ganze Aergernis, aber auch die beseeli- gende Kraft der frohen Botschaft von Christus als dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Wir geben uns keinen Täuschungen darüber hin, wie stark die Auflehnung gegen diese Botschaft in unserem Volke ist, — übrigens in allen Zeiten gewesen ist. Umso ernster ist unsere Verantwortung. Wie klein vor dieser Verantwortung, solch eine gewaltige Botschaft unserem Volke sagen zu dürfen, ist alles Andere! Es gibt für mich keinen anderen Weg, in der Kirche ins Reine zu kommen, als daß die Größe der Botschaft von Karfreitag und Ostern alles Kleine, was uns trennt, zum Tode verurteilt. Der Wahlerfolg -er NGB. in Holland. Beträchtliche Verluste der alten Parteien. Amsterdam, 18. April. (DNB.) Die 528 Sitze der zehn neugewählten Provinzialversammlungen verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt: Römisch-katholische Staatspartei 154 Sozialdemokraten 114 Antirevolutionäre 68 Christlich-Historische Union 52 Nationalsozialistische Bewegung 39 Liberale 29 Freisinnig-Demokraten 26 Kommunisten 11 Staatspolitisch-Resormierte Partei 1 Katholische Demokraten 5 Christlich-Demokratische Union 10 Revolutionär-Sozialisten A Uebrige Parteien 3 (- 5) (- 9) (+39) (-21) (- 7) (+ 3) ( 0) (+ 3) (+10) ( 0) (- 6) Der Führer der nationalsozialistischen Bewegung (NSB.) Ingenieur Mussert gab in einer großen Versammlung, in der bie NSB.-Anhänger ihren Wahlerfolg feierten, bie Erklärung ab, baß bie NSB. fein Wahlverein sei, fonbern baß ihre A r - beit jetzt erst beginne. Die Provinzialwahlen seien nur als ein Zwischenspiel zu betrachten, bas einen Ueberblick über bie Ausbehnung ber Bewegung ermögliche. Es habe sich gezeigt, baß die von der NSB. ausgestreute Saat auf einen Boden gefallen fei, ber große Aussichten für bie Zukunft biete. Die 40 000 Mitglieber ber NSB. hätten etwa 300000 Wähler mit s i ch gerissen. Mustert gab barauf unter bem Beifall ber ganzen Versammlung bie Parole aus, baß bex Kampf um bie Einigung bes holländischen Volkes ungeschwächt fortgesetzt werbe. Die nächsten zwei Jahre würden über bie Zukunft bes niederländischen Staatswesens entscheiben. Aus Grund der Wahlergebnisse wird erwartet, daß bei den im kommenden Sommer stattfindenden E r - gänzungswahlen zur ersten Kammer die dort noch nicht vertretenen Parteien ihre ersten Vertreter in diese Körperschaften entsenden werden. Von den 25 neu zu wählenden Senatoren dürsten mindestens 2 aus die Nationalsozialisten und 1 auf die Kommuni st en entfallen. Moskau erzwingt in Holland die Freilassung deutscher Kommunisten. Amsterdam, 20. April. (DNB.) Das Organ der Nationalsozialistischen Bewegung (NSB.) „Volk en V a d e r l a n d" gibt bekannt, daß die vor mehreren Tagen verfügte plötzliche Freilassung einer Anzahl früherer deutscher Kommuni st en aus bem Internierungslager Honswyk, bie in ber hollänbischen Öffentlichkeit große Ueberraschung herdorgerufen hat, ba sich unter ihnen auch ber frühere deutsche Reichstagsabgeordnete Creutzberg befanb, auf Druck ber Sowjetregierung h i n erfolgt fei, bie gedroht habe, alle nach Hollanb vergebenen Aufträge zu annullieren, wenn bie festgenommenen Kommunisten nicht unverzüglich wieber auf freien Fuß gesetzt würben. Der Justizminister habe diesem sowjetrussischen Verlangen entsprochen, obwohl die Amsterdamer Staatsanwaltschaft abgeraten habe. „Volk en Vaderland" bezeichnet es als äußerst wichtig, daß das niederländische Volk ben wahren Hergang biefer Angelegenheit erfahre unb gibt fol- genben Kommentar: „Die Freilassung ist erfolgt, ohne baß eine Ausweisung stattgefun- b e n hat, so baß biese höchst gefährlichen Jndivi- buen jetzt frei in Hollanb umherlaufen, ohne baß man weiß, wo sie finb unb was sie unternehmen. Aus welche Weise schützt bie nieberlän- bische Justizminister bie öffentliche Sicherheit? Aus aller Well. Hunderttausend Mark für die Belegschaft gestiftet. H a 9 n a u, 17. April. (DNB.) Während einer Gedenkfeier für den verstorbenen Papierfabrikdirektor Karl Hopp wurde vor der Belgschaft das T e st a m e n t bes Verstorbenen bekanntgegeben. Der Verstorbene hat unter bem Namen „Carl- Hopp-Stiftung" 100000 Mark für bie B e - l e g s ch a s t ber Papierfabrik hinterlassen. Die Hälfte ist als Beihilfe für Betriebsferien ausgesetzt in ber Form, baß jährlich 5 v. H. Amortisation bes Kapitals unb bie Zinsen als Beihilfen gezahlt werben, so baß jährlich minbeftens 4500 Mark zur Auszahlung gelangen. Ferner sorgt bie Stiftung auch für arbeitsunfähig geworbene Angestellte. Ihnen soll ein freies Wohnrecht bis an ihr ßebensenbe in den Werkswohnungen gesichert sein. Adolf-Hitler-Geburtstagsspende der Frankfurter Universität. LPD. Frankfurt a. M. 19. April. Die soziale Verbundenheit der Johann-Wolsgang- Goethe-Universität mit den übrigen Volksgenossen hat sich anläßlich bes Geburtstages unseres Führers erneut bewährt. Aus Veranlassung bes NS.-Stu- bentenbunbes haben Stubenten- unb Dozentenschaft ber Kreisleitung ber NSV. eine Adolf- Hitler-Geburtstagsspenbe in Höhe von 600 R M. überreicht. Diese burch bie soziale Hilfsbereitschaft ber Universität zustanbe gekommene Spende ist bazu bestimmt, armen Kindern ber Stabt Frankfurt einen Lanbaufenthalt zu ermöglichen. Die Geburtstagsgabe der westmark für den Führer. Ein einzigartiges Geschenk bringt ber Gau Koblenz-Trier-Birkenfelb am 20. April bem Führer dar. Ein im Gaugebiet bei Jdar-Oberstein in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gefundener Achatblock in der Größe eines Kinderkopfes wurde in mühseliger und kunstvoller Arbeit zu einem herrlichen Pokal verwandelt. Die Varus- Schlacht und Bilder unserer Altvorderen sind von den Künstlern in den Stein eingearbeitet worden. Gekrönt wird das Ganze vom flammenden Sonnenrad des Hakenkreuzes. Reicharbeitsgemeinfckiaft für heilfpflanzenkunde unb für Heupflanzenbeschaffung. Das Hauptamt für Volksgesundheit in ber Reichsleitung ber NSDAP, patte zu einer Aussprache über bie beutsche Heilpflanzenfrage in das Haus der Deutschen Aerzte nach Berlin einge- laden. Unter Beteiligung der zuständigen Reichsministerien, bes Reichsnährstands, von Wissenschaftlern, Berufsverbänben unb wirtschaftlichen Organisationen, wurde eine Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung ins Leben gerufen. Dieser gehören alle an der Heilpflanzenfrage interessierten Kreise, wie Sammler, Anbauer, Berufsverbände und wirtschaftliche Organisationen an. Aufgabe ber Gemeinschaft ist bie Zusammenfassung aller Bestrebungen unter einheitlichen Richtlinien unb einheitlicher Leitung, bie Prüfung unb Bearbeitung bes deutschen Heilpflanzenprojektes nach volksgesundheitlichen, wissenschaftlichen unb wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Mit ber Leitung würbe Gesundheits-Kommissar für Thüringen, Pg. Ministerialrat Dr. Klipp, Weimar, beauftragt. Zum Geschäftsführer wurde ernannt: Der Hauptstellenleiter in ber Reichsleitung ber NSDAP, bes Hauptamtes für Volksgesundheit, Pg. G. Wege n e r , München. Erholungsheim für deutsche Musiker in Boppard. Das Schlößchen Engelbert Humperdincks in Boppard am Rhein, das sich noch heute im Besitz der Familie des Komponisten befindet, wird ab 1. Mai vom Berufsstand der deutschen Musiker genachtet und zu einem Erholungsheim für Deutsche Musiker ausgestaltet werden. Es soll als „Humperdinck-Alters- und Erholungsheim" Komponisten oder deren Witwen aufnehmen. Der Komponist des Badenweiler Marsches scheidet aus dem aktiven Heeresdienst aus. Obermusikmeister F ü r st, der Komponist des Badenweiler Marsches, scheidet demnächst aus dem aktiven Heeresdienst aus. Aus diesem Anlaß wird das Musikkorps des Infanterie-Regiments München unter feiner Leitung während der Ostertage in Berlin spielen. Am Geburtstage des Führers spielt das Musikkorps von 10 bis 11 Uhr vor der Reichskanzlei, um 16 Uhr — verstärkt durch die Kapelle der Wachttruppe — im Lustgarten. Am Nachmittag des Ostersonntag wird Öbermusikmeister F ü r st ein Gartenkonzert im Berliner Zoo dirigieren. Berufung in die Reichsjugendführung. Der Reichsjugendführer hat Staatsrat Schmidt- Badenstedt mit Wirkung vom 20. April 1935 zum Gebietsführer ernannt und in den Stab der Reichsjugendführung z. b. V. berufen. Staatsrat Schmidt-Bodenstedt ist. Regierungsrat und Referent für das Landjahr im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. Schweres Unwetter im westlichen Mittelmeer. Das westliche Mittelmeerbecken ist von einem U n- ro etter heimgesucht worden, wie man es seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Der Schiffsverkehr wurde stark behindert. Besonders schwierig gestaltete sich der Verkehr zwischen Frankreich und Korsika. Sämtliche Dampfer trafen mit vielstündiger Äer- spätung an ihren Bestimmungsorten ein. Von an Bord ber „Ile de Beautd" befindlichen Passagieren sind 24 infolge des hohen Seeganges, bei bem das Schiff hin und her geschleudert würbe, mehr oder weniger schwer verletzt worden. Einige Dampfer haben gegen das Unwetter überhaupt nicht ankämpfen können: sie mußten in ihre Heimathäfen zurückkehren. Kabelbrand im Londoner haupigefchästsviertel. Ein Kabelbrand in der Londoner Oxfordstreet verursachte eine teilweise Unterbrechung der Licht- und Kraftstromversorgung in den hauptsächlichsten Geschäftsvierteln Londons. Der Kabelbrand führte zu einer Reihe Explosionen in ben un- terirdischen Kabelstationen. Stellenweise würben bie schweren Deckel der Einsteigschächte emporgeschleudert und gefährdeten die Fußgänger. 20 Abteilungen der Feuerwehr mußten zur Bekämpfung einer Reihe von kleinen Bränden herbeigerufen werden. Verheerende Feuersbrunst in einer schwedischen Stabt. Aus bisher noch nicht völlig geklärter Ursache brach am Karfreitagmorgen in dem sogenannten Bazar-Viertel in der schwedischen Stadt Gotenburg ein Feuer aus, bas schnell um sich griff. Erst nach breistünbigen Löscharbeiten gelang es, bie weitere Ausbreitung bes Brandes zu verhinbern. Fast ein Drittel bes ganzen Viertels, etwa 20 Geschäftsbetriebe, finb von ber Feuersbrunst vernichtet worben. Der Branb fanb reiche Nahrung an ben auf* gestapelten Oelvorräten. Ein Feuerwehrmann trug durch Glassplitter schwere Verletzungen bavon. Von ben Löschmannschaften muhten auch einige wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werben. Vier Kinder von einer Granate zerrissen. In der Nähe von Stalingrad an der unteren Wolga ereignete sich ein Explosionsunglück, dem fünf Kinder zum Opfer fielen. Die Kinder fan* den in der Nähe einer Arbeitersiedlung einen Blindgänger, mit dem sie zu spielen begannen. Plötzlich explodierte die Granate. Vier Kinder wurden von den Splittern auf ber Stelle getötet, eins schwer verletzt. Drei Personen bei einem Autozusammenstoh verbrannt. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in Frankreich bei Nogent-le-Rotrou. Ein Personenkraftwagen raste in voller Fahrt auf ben Anhänger eines Lastzuges auf. Es gelang nicht mehr, ben brei Insassen bes Autos zu Hilfe zu kommen, bie burch bie Entzündung ber feuergefährlichen Ladung des Lastzuges verbrannten. Briefträgerstreik in Nizza. In Nizza sind dieser Tage 190 Briefträger in den Streik getreten. Die Streikenden versammelten sich im Hof des Hauptpostamtes und sangen die Internationale. Postminister Mandel hat an- geordnet, daß alle Beteiligten sofort vorläufig ihres Dienstes zu entheben sind. Es sind im übrigen Maßnahmen getroffen worden, daß die Verteilung der Post keine Verzögerung erleidet. Das amerikanische Schnellflugzeug in Honolulu gelandet. Das Schnellflugzeug „Panamerican Clipper" ist nach einer Flugzeit von 17 Stunden 45 Minuten in Pearl Harbour (Honolulu) glatt gelandet. Das Flugzeug flog nach Zurücklegung der halben Strecke im Zickzack-Kurs, um den neuen Radio- Kompaß auszuprobieren. Auf dem letzten Teil der Flugstrecke wurde es von einer Marineflugstafsel begleitet. Internationaler Frauenbund tagt In Istanbul. In Istanbul wurde der XII. Kongreß des internationalen Frauenbundes in Anwesenheit von Vertreterinnen von 30 Nationen mit großer Feierlichkeit eröffnet. In den Ansprachen wurde die Emanzipation der türkischen Frau besonders hervorgehoben, welche die Präsidentin als den größten weiblichen Fortschritt seit hundert Jahren unterstrich. Die anwesenden Vertreterinnen der türkischen Frauen wurden sehr gefeiert. Die lieber* füllung des Verhandlungssaales bedeutete einen ausgesprochenen Erfolg der Frauenbewegung. Die erste Sitzung war den Eröffnungsansprachen und der Vorstellung der Delegationen gewidmet. Die Kongreßverhandlungen dauern bis zum 25. April. Norwegisches Tourlsten-Flugzeug abgestüczl. — vier Osterausslügler in den Flammen umgekommen. Aus bisher noch unbekannter Ursache stürzte ein Flugzeug mit Oster-Ausslüglern über Hallingdal ab und geriet in Flammen. Vier Passagiere verbrannten. Wird der Mont-BlancTunnel gebaut? Der Kammerausschuß für öffentliche Arbeiten in Paris hat einem Bericht zugestimmt, der die Untertunnelung Des Mont Blanc für den Autoverkehr zwischen Frankreich und Italien vorschlägt. Der eigentliche Tunnel würde 12 Kilometer lang sein. Frankreich und Italien sollen sich die auf 250 Millionen veranschlagten Baukosten teilen. Die französische Regierung wird aufgefordert, mit der italienischen Regierung wegen der Durchführung des Planes in Verbindung zu treten. Wetterbericht des Relchswetterdienstes Ausgabeort Frankfurt. Im Bereiche absteigender Luftbewegung hat sich auch bei uns zur Zeit heiteres Wetter eingestellt. Die bei verhältnismäßig niedrigem und noch fallendem Luftdruck am Samstag zu erwartende spätere Erwärmung wird voraussichtlich bereits am Sonntag einen leichten Rückschlag auslösen, der aber keine nachhaltige Störung des aufkommenden freundlichen Witterungscharakters bringen wird. Aussichten für Sonntag: Bewölkungszunahme und aufkommende Neigung zu einzelnen, teilweise gewittrigen Niederschlägen, bei süolichen Winden ziemlich warm. Aussichten für Montag: Wieder häufige Aufheiterung, doch zunächst etwas frischer und noch nicht ganz beständig. Lufttemperaturen am 19. April: mittags 14,1 Grad Celsius, abends 10,1 Grad; am 20. April: morgens 5 Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. April: abends 10,5 Grad: am 20. April: morgens 7,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 2,4 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- and Steindruckerei R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. werden durch chre Leistung für deutsche wert-strdeit M,ick-ÄÜ0 BenJ^ VW Achtet Kinder. mm-B Jj'rCW?' yy? 0O Einjährige Höhere Handelsschule für Schüler mit Obersekunda- und Prima-Reife, Schulgeld RM 19.— keine Nebengebühren. Zweijährige Handelsschule für Schulentlassene m. 8|ähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife (früher Einjähr.-Exam. genannt). Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld RM 17.—, keine Nebengebühren. Ein- u. halbjährige Handelsfachschule Schulgeld RM19.-, keine Nebengebühren. Abendkurse für Berufstätige .(.Maschinenschreiben,Stenographie und allen Handelsfächern. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte In Gießen jederzeit im Schulgebäude Goethestr. 32, in Herborn v. 8-13 Uhr im Schulgebäude Schlageterstr. 11. Der OPTIKER am Bahnhof Brillenlieferant all. Krankenkassen. 231?D ien der groht derbare, aber gehalten, so Volk in seine : dieser Rasse i wir ihn der gibt es zu a ' Nation geeig l : des Schicksalreichen, muß ! ehe sie als F Unbekannten war es. von aber beschloß, j Es ift für i bejeidjnenb fü Wolfes, bafi im geborene Wefel), standen, „Tesch Zuerst nur aus Kirche. Ns q' die ausgerissem Wider der W gestellten Teg, der Mönchsku Worms trotze mator. Zwai Kriege, besser I s hoben schien, melshaus uns heute al V' lichen Ringe hl treibt das dc 11 von einer „G 11 bar einen o 'n Fülle die I ausgezeichnete | l Staat, die K nach Jahrzeh^ d-Ach° Nnh. 6*6en tnai JWn Faden ,r ihn in Et°ff des Elchen Wock V"°i-Tinbr! «"easpton üb, 7 x°°i bis d k"ch-n und ft srA IM Noolf |gt »«f fceml tift Eelbfti anmuten Webt- n< ^tte öfnf6ar J e’’ vor öer ®OrtQu' lichkch "" eg 9d)oE A.beu «i*. LU s)* Wit UN» dl- Ehlennalnen diesen Weh urfl 61*«, * j* a®2. nch d-r ®r“ ftlsIchlW" 11 heben. nichts" und Wort. Es ist em eines großen und die Kra sein plötzlich« tnir dankbar ren können, füllt sein r Gralsritter s hervortritt. Das Heldi kraft und Ei lyle das b schichte gen Haftes in die denn unter d bringen oder niinftino n95, o kiher' »Ian, ich°Pser SÄ febut,8 bo» ?ei 'n den finnbeIt ^litike^r 9 Hub die 5 J «niste Nennte 8udufd V.f.B.-Reicli8baIin Gießen Am 23. 4. 1935, 20.30 Uhr, find, im Vereinsheim Waldsportplatz Hauptversammlung statt. [2372D Tagesordnung: 1. Genehmigung d. neuen Sat-' zungen, 2. Wahl d. Vereinsführers, 3. Ernennung d. Mitarbeiter, 4. Verschiedenes. Zahlreiche Beteiligung erwart. Der Vereins- führer. Herren und Damen aller Kreise bietet große Aktiengesellchaft lohnende Existenz ohne geldliches Risiko. Fachkenntnisse nicht erforderlich, da Unterstützung durch Fachmann. Beschäftigung auch vom Schreibtisch aus. Mitarbeit auch in Form von Nebenbeschäftigung. Aufstiegmöglichkeiten in gehobene Positionen bei Bewährung. Schriftliche Bewerbung unter F. B. 380 an „Weira“ Werbegesellschaft m. b. H„ Frankfurt a. M. (2379V Wohnungswechsel Umzug, Wegzug, Zuzug Personenstands-Veränderungen Haushaliungsgründungen, Todesfälle sowie alle übrigen Aenderungen, die gegen* über den eingeholten Angaben für das Adreßbuch 1935 entstanden stnd, bitten wir uns sofort mitzuteilen 1725d Oberhessischer Adreßbuchverlag Brühssche Üniversttäts-Äuch- und Steindruckerei, X Lange, Gießen, Schulstraße 7/9 — Zftuf 2251 Bekanntmachung. Die Aufnahme der Schulanfänger in die Volksschule findet statt am Dienstag, dem 30. April 1935, und zwar: um 10 Uhr für die Goetheschule, Horst-Wessel-Wall, Schillerschule, Schillerstraße, alle peslalozzischule, Wernerwall. um 11 Uhr für die 2367D neue peslalozzischule. In den Eichgärten. Gießen, den 15. April 1935. Stadtschulamt. I. V.: Ne b eling. Vremistoffbeschaffung 1935/36. Die Lieferung von Brennstoffen (Kohlen, Koks und Anfeuerholz) für den Heizabschnitt 1935/36 für das Finanzamt, Hauptzollamt, Versorgungsamt, sowie die Reichsbankstelle Gießen wird hiermit öffentlich ausgeschrieben. Die für die einzelnen Dienststellen erforderlichen Mengen und Sorten, sowie die Lieferungsbedingungen sind unter Beifügung von Rückporto und 20 Rpf. für Vordrucke bei der unterzeichneten Stelle bis spätestens 25. April 1935 schriftlich zu erfragen. 23440 Die Angebote müssen bei dem unterzeichneten Amte portofrei und verschlossen, äußerlich als Brennstoffangebot gekennzeichnet, bis spätestens 10. Mai 1935, vormittags 10 Uhr, eingegangen sein. Später eingehende Anfragen bzw. Angebote können nicht mehr berücksichtigt werden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Vergebung der Brennstoffe als Vergebung einer öffentlichen Stelle den Bestimmungen der Verordnung zur Ergänzung der Verordnung über Preisbindungen und gegen Verteuerung der Bedarfsdeckung vom 29. März 1935 (Reichsgefetzblatt I, Seite 488) unterliegt. Finanzamt Gießen. Mahnung. Die Beiträge für den Monat März 1935 können noch bis zum 25. April 1935 ohne Kosten bezahlt werden. 23770 Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglich an unserer Kasse oder auf Postscheckkonto Nr. 10833 Frankfurt a. M. erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen. Moos, Rechner. 4 m Weine Heinrich Kalbfleisch 2. Feiertag, 2402V 10.30 Uhr: Aauarium. Liebigstr. 66 2398D lei. 3685 StMWlel Gießen. 238?d Sonnt., 21. Ävr. 19 bis 22 Uhr Autz. Abonnem. Kl.Pr.0,50-2,50 Der Zigeunerbaron. Romant. Operette in 3 Akten v. Job. Strauß. Mont., 22. Avr. 19.30 bis 22 Uhr Auß. Abonnem. Kl.Pr.0,50-2,50 Der Vetter aus Dingsda. Operette i. 3 Akt. v. Ed. Künneke. Dienst., 23.Avr. 20 bis 22 Uhr 27. Dienstag- Abonnement Gewöhnl. Preise So ein Mädel (Extemporale) Ein Lustsp. in 3 Akt. v.H. Sturm und M. Färber. Mont., 22. 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Berufsfchulpflichtia werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1935 aus der Volksschule entlassen worden, sowie diejenigen, die aus höheren Schalen nach achtjährigem und mehr als achtjährigem Schulbesuch, aber vor vollendetem 10. Schuljahr ausgetreten sind. 2368D Es wird besonders daraus aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Beschäftigung stehenden Berufsschulpflichligen, ohne Rücksicht aus ihren Wohnort, zum Besuche der Schule in Gießen verpflichtet sind. Für Schulpflichtige, die in ein Lehrverhältnis treten, besteht die Schulpflicht unabhängig davon, ob sie zunächst eine Probedienstzeit durchlaufen oder nicht. Im übriaen beginnt der Unterricht für diejenigen Berufsschüler, die nicht in die Berufsschule neu eintreten, erst am Dienstag, dem 30. April 1935. Gießen, den 15. April 1935. | Mietgesuche""] Wohnungen i.jed.Größe,sucht ständig [2391D Büro Sitter Seltersweg 8. Bekanntmachung. Betr.: Den Besuch der Berufsschule zu Äiehen durch auswärtige Schüler. Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß alle in Gießen beschäftigten Berufsschulpflich- tigen, einerlei ob sie aus den benachbarten hessischen oder preußischen Orten kommen, die Berufsschule zu Gießen zu besuchen haben. (Artikel 17, Absatz III des Volksschulgesetzes.) Die Arbeitgeber werden gemäß Artikel 24 und 25 des Volksschulgesetzes aufgefordert, die in Frage kommenden Schüler (-innen) zum Besuche der Fortbildungsschule Gießen anzuhalten. Arbeitgeber, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, unterliegen der Bestrafung gemäß Artikel 25 Absatz III des Volksschulgesetzes. 2366D Gießen, den 2. April 1935. Stadtschulamt. I. V.: Nebeling. Wer wandern will.. der sollte jetzt an all das denken, was ihm unterwegs gute Dienste leisten kann: Brot- und Butterdose, Wanderkocher, Isolierflasche, Feldflasche, Wandermesser, Trinkbecher, Kunstharz-Geschirre. Ergänzen Sie, was Sie noch brauchen. 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In all tiefen Beziehungen wiederholt sich der germanische ;inÖ ritterliche Begriff des „Helden", den wir verehren, mag er sich wie Schiller in geistigen Bluten am Schreibtisch verzehren oder wie' Friedrich der Große unter den betäubendsten Schick- ^lsschlägen trotzig die Stirn zum Widerstand erleben. Immer heißt ihr Wahlwort „Alles oder nichts" und ihre Ehre ist die Treue zu diesem 2ort. Es ist ein tiefes Geheimnis um die Erscheinung anes großen Mannes, um sein eigenstes Wesen md die Kräfte, die ihn treiben. Wir empfinden fitn plötzliches Auftreten als ein Wunder, das Dir dankbar hinnehmen, aber nicht weiter erklä- ttn können. Nur daß immer „die Zeit erfüllt fein muß", ehe der Held, nun aber wie der kiralsritter strahlend gewappnet, aus dem Dunkel l-srvortritt. Das Heldische als die im Genie geeinte Tat- haft und Einsicht hat vor bald 100 Jahren Car- tMe das bewegende Prinzip der G e ° Ich i ch t e genannt. „Kein Mensch, der etwas Nam- l^ftes in dieser Welt vollbringen will, es sei l:nn unter dieser Bedingung: Ich will es voll- ringen oder sterben." („Geschichte Friedrichs des großen.") Hat die allgemeine Ansicht das Auftre- in der großen Persönlichkeit meist für eine raun- lirbare, aber doch zufällige Gnade des Schicksals clhalten, so sehen wir es heute anders. Ist das !wlk in feinem rassischen Kern gesund, und eignet isefer Rasse überhaupt der schöpferische Drang, wie lir ihn der nordischen Rasse zusprechen, dann (i)t es zu allen Zeiten und für jede Aufgabe der Nation geeignete Männer genug. Nur der Ruf tes Schicksals, einer drängenden Not muß sie erlichen, muß wie ein Befehl von innen aufzucken, ese sie als Freiwillige der Tat aus der Front der Unbekannten heraustreten. Ein solcher Augenblick cnr es, von dem Adolf Hitler berichtet: „Ich Hier beschloß, Politiker zu werden". VEs ist für uns Deutsche eine erhebende Tatsache, bfzeichnend für den rassischen Wertgehalt unseres Lslkes, daß immer wieder, wenn der aus der Not tporene Befehl sie erreichte, diese Männer bereit- ftmben, „Geschichte zu machen". Luther zielte zuerst nur auf Abstellung sittlicher Mängel in der Hrche. Als aber der Lärm nach den 95 Thesen b! ausgerissene Kluft zeigte, und sich im Hin und Lider der Meinungen die auf klare Entscheidungen geteilten Gegensätze offenbarten, da schlüpfte aus b- Mönchskutte der harte, allen Teufeln zu $Drm5 trotzende heldische Kämpfer und Refor- nitor. Zwanzig Jahre nach dem Dreißigjährigen Kiiege, dessen Glut alles Leben ausgedörrt zu hLen schien, schoß der gewaltige Roman G r i m = rselshausens auf, der, lange unverstanden, s heute als ein tiefster Ausdruck des menfch- (u)en Ringens um Erlösung erscheint. Dann hübt das deutsche Geistesleben so stark, daß wir D.m einer „Genieperiode" sprechen. 1806 läßt scheinbar einen völlig leeren Raum zurück, da treten ir Fülle die durch Charakter, Geist und Willen iisgezeichneten Männer auf, wie das Heer, der Enat, die Kultur, die Religion sie brauchen. Als naf) Jahrzehnten, in denen alles Ringen um die fatttfdje Einheit nur Redeschwall und Druckpapier I ^lieben war, das Schicksal den schleswig-holstei- iiiihen Faden spann, da war auch der Mann da, fr ihn in sein Gewebe einschlug, um daraus kn Stofs des Reiches zu schaffen. In den ersten Irdischen Wochen des Weltkrieges, als der gut beregnete Einbruch der Russen den ganzen deutschen iüegsplan über den Haufen zu werfen droht, reifet zwei bis dahin unbekannte Generale nach Ost- ht ufeen und schlagen ein weltgeschichtliches Cannä, dc-- den Russen für immer die Führung entreißt. Nhrend der furchtbarsten Jahre des inneren und eiferen Zusammenbruchs nach dem Kriege fam- nät ein einziger Mann im kleinsten Punkt, tn riiaer Handvoll' Männer, die größte Kraft in Ge- M’t einer Idee und spannt eine nach Napoleon nifgt wieder erlebte Willenskraft vor diese Idee, ü zwingt die heillos aus allen Fugen geratene Mksmasse in eine klare, feste Form, richtet sie in erneuertem Selbstgefühl zu Mut und Tatkraft u.. Er durchschlägt den gordischen Knoten der hroeitslofigteit. Er' nimmt die seinem Volke ver- oicgerte Selbstbestimmung über sein Schicksal zurück, stampft ein Heer aus dem Boden, stellt es als Minbilb der deutschen Freiheit offen ms Licht r- die Augen Europas und überläßt den Zu- 't wem ihre Proteste. Diese Entwicklung in einem, geschichtlich gesehen, iihzesten Zeitraum würde uns wie ein Wunder irmuten, hätten wir sie nicht selbst in ihren Stufen rtebt; denn wer hätte, Hand aufs Herz, diesen jcuf der Ereignisse vor zwei Jahren auch nur als icitbar vorausgesehen! Uns bleibt nichts, als uns :o der unbegreiflichen Macht der großen Persön- fdfieit zu beugen und in unser Volk, aus besten jcuofc solche Kräfte erwachsen, für bie Zukunft ein Diizenloses Vertrauen zu setzen. Allerdings, gerade das Unberechenbare, aller ver- rünftigen Deutung Unzugängliche im Wesen des 'Knies beirrt viele, ja ängstigt sie. Da dieses, von teuer schöpferischen Phantasie hingerissen, Ziele, Mine verfolgt, die aus anscheinend zwingenden 'stünden unmöglich sind, beschuldigen sie es der pnntaftif. Da bas Genie aus einer ganz persön- wten, aus der Tiefe quellenden natürlichen Ein- Ijung handelt, vermissen sie die Objektivität. Auch Len 60er Jahren waren es die „vernünftigen" üitifer, die Bismarck die größte Unbesonnenheit > schlimmste Willkür zutrauten Heute bat es - Geschichtsschreiber leicht, ihm geniale Eigensten zuzuschreiben, „politische Begabung, die stärkste Willenskraft mit geschmeidigster Beweglichkeit, nüchternsten Realismus, schöpferische Phantasie, Elastizität von federndem Stahl in der Entschließung und einen durchdringenden Weitblick in der Schätzung aller Dinge, ob sie seinen Weg förderten oder störten" Dieses Bild enthält im Grunde die für jedes politische Genie zutreffenden Züge. Der Rembrandtdeutsche hat das Wesen des Genies als eine „Mischung höchster Besonnenheit und höchster Leidenschaft" gekennzeichnet. Nur jene eisgekühlte Objektivität mit der theoretisch so ratsamen, aber im Rollen der Begebenheiten unmöglichen Abwägung aller Umstände — die darf man nicht von ihm erwarten. Die Aengstlichen sollen beachten, wie geradezu sinnbildlich hinter der großen politischen Leidenschaft des Führers die Schlichtheit und Selbstlosigkeit des Menschen Adolf Hitler steht, der nun seit Kriegsanfang fein ganzes persönliches Leben mit einem einzigen Gedanken erfüllt hat: Deutschland! Das .ist die Kehrseite seiner Leidenschaft, seines „Fanatismus", eine Entsagung für seine eigene Person, wofür alle Vergleiche aus der Vergangenheit fehlen. Seine Gestalt ist so einzig, wie seine Ausgabe und unsere Not einüg und unerhört war. Was könnte uns stärker als diese Erscheinung bestärken in dem Glauben an die unerschöpfliche Quellkraft unseres völkischen Kerns, aus dem, wenn die Zeit erfüllt ist, immer wieder die Retter erstehen. „Denn der Boden zeugt sie wieder. Wie von je er sie gezeugt." | Phot. Reichsparteitag-Film im Ufaleib Hitler, der Soldat. Von Oberstleutnant a. O. Benary. Unter dem Triumphbogen in Paris ruhen, von ewigen Flammen umloht, die Gebeine eines unbekannten Soldaten. Das französische Volk will in ihm das Andenken jener Millionen seiner Frontkämpfer ehren, deren Namen kein Gedenkstein und kein Heldenlied zu bewahren vermag. Ein großer, ein schöner Gedanke, der in vielen Völkern und Ländern Nachahmung gefunden hat! In Deutschland ist er Wirklichkeit geworden. Denn der Mann, der Deutschland aus der tiefsten Schmach zu Ehren und Ansehen brachte, der Führer, der ihm wieder den Weg aufwärts wies, ist einer aus jener namenlosen feldgrauen Menge, die im Weltkriege an allen Fronten still ihre Pflicht tat und mit der Waffenruhe ohne großen Lohn in das bürgerliche Leben wrücftrat, ist der unbekannte (Befreite des Weltkrieges: Adolf Hitler! Als Freiwilliger meldete er, der Oesterreicher, sich voll heiliger Begeisterung für Deutschland und seine gerechte Sache, bei Kriegsausbruch zum Eintritt in das deutsche Heer. Mit dem 16. bayrischen Infanterie-Regiment, dem Regiment List, zog er ins Feld. Vier Jahre — unterbrochen nur durch eine kurze Lazarettzeit nach seiner ersten Verwundung — stand er an der vordersten Front bis zu jener Nacht, in der ein tückisches Gasgeschoß ihn fast um sein Augenlicht brachte und ihn zum zweiten Male auf das Verwundetenlager zwang. Aus dem kampf- begeisterten Kriegsfreiwilligen war der kampferprobte Soldat geworden, dessen eiserner Wille Herr über alle Schwächen des Geistes und Körpers geworden war, dem sein Kämpfertum selbstverständliche Pflichterfüllung bedeutete. Kühn und kühl, unerschrocken und üelbewuht in seinem Denken und Handeln tat er den größten Teil seiner Kriegszeit aus dem gefährdeten und verantwortungsvollen Posten eines Meldegängers Dienst und ist mit dem E. K. II und I ausgezeichnet worden. Flandern, jene im Kern so deutsche Landschaft, ist die Kampfstätte geworden, um die seine größten soldatischen Erinnerungen kreisen: Hier stürmte er jauchzend, das Deutschlandlied auf den Lippen, im Herbst 1914 in den Feind. Hier lag er drei Jahre später im Feuerwirbel der Abwehrschlacht und sah die Trümmer seines Regiments im Schmutz und Schlamm des Trichterfeldes jeden Fußbreit des einst mit so vielem besten deutschen Blut erkämpften Bodens verteidigen. Hier stand und focht er mit zusammengebissenen Zähnen, als in den Monaten vor dem Waffenstillstand ringsum alles zu schwanken und wanken begann. Auch als die Front zusammengebrochen war, als die Masse der Feldgrauen dem Heere den Rücken wandte, blieb er Soldat, bis das Frtedensdiktat seinem Waffendienst ein Ziel setzte. Aber mochte er nun auch notgedrungen den Rock des Bürgers anziehen, im Herzen war er Soldat. Das Heer hatte ihm jene innere Haltung, jene Festigkeit des Wollens gegeben, bie den Sieg seines Denkens verbürgten. Adolf Hitler selbst hat dies in tiefer Dankbarkeit stets anerkannt und sich in Ehrfurcht vor dem deutschen Heer geneigt, von dessen Mannes- und Heldentum man reden und fingen wird, wenn auch Jahrtausende vergehen. Ihm war das Heer die gewaltig st e Schule der Nation, die in der Zeit der beginnenden und sich langsam weiter verbreitenden Zersetzung des Volkskörpers seine Wurzeln, die wehrhafte deutsche Jugend, gesund erhielt. Er fand auf die Frage: „Was das deutsche Volk dem Heere verdanke?" die stolze Antwort: „Alles!" Für ihn selber aber hieß auch das Leben fortan Kampf, nicht Kampf für das eigene Ich, sondern Kampf für die Gemeinschaft, für Deutschland. Der Kampf um die Seele feines Volkes ist vielleicht schwerer und härter, leidvoller, aber auch köstlicher als der Kamps gegen seine äußeren Feinde gewesen. Hitler hat ihn als Soldat in der Erkenntnis geführt, daß die innere Gesundung und der Wiederaufstieg Deutschlands nur möglich seien im Geist der Frontkameradschaft, die das Du vor das Ich, den Gemeinnutz vor den Eigennutz stellt. Heute ist dieser Kamps siegreich zu Ende gekämpft, heute steht der (Befreite des Weltkrieges neben dem Marschall des Weltkrieges unverrückbar fest im Herzen des Volkes. Aber ein anderer Kampf geht weiter: der Kampf um den Lebensraum, um die Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes. Hitler, der Frontsoldat, der die Schrecken eines Krieges, die Greuel seiner Verwüstungen, die seelischen und körperlichen Nöte der Kämpfer und Nichtkämpfer kennt, will diesen Kampf nicht mit der Waffe in der Hand in neuen Material- schlachten, unter neuen Blutopfern führen. Er will in bestehen im friedlichen Ringen der Kräfte und Geister. Keinem Volke neidet er seine Schätze und Gaben. Sein Ziel ist nur, daß sein Volk gleichberechtigt die Stellung in der Gemeinschaft der europäischen Völker einnimmt, die ihm um seiner erdräumlichen Lage, seiner Dolkszahl und seines sittlichen Wertes willen zukommt. Er weiß, daß die Voraussetzung solcher Gleichberechtigung die unbedingte Wehrhoheit ist. Denn er hat aus der Geschichte aller Zeiten und in Sonderheit der letzten 17 Jahre gelernt, daß nur dann ein Volk geachtet und unangetastet inmitten seiner Nachbarn steht, wenn es gewillt und in der Sage ist, jederzeit für feine Ehre mit der Waffe in der Hand einzutreten. Darum hat ihm die Erstarkung des Wehrgeistes des deutschen Volkes schon vor der Machtübernahme am Herzen gelegen und ist ihm, seitdem er an der Spitze des Staates steht, zum A und O seiner völkischen Erziehung geworden Gleichzeitig setzte er alles Daran, dem Volke auch wieder eine Wehrorganisation zu geben, in der sein Wehrwille sichtbar zum Ausdruck kommt. Vergebens hat er gehofft und versucht, sein Ziel durch Verhandlungen von Mund zu Mund in gemeinsamer Abänderung des Friedensdiktates zu erreichen. Die Urheber und Mitunterzeichner des Diktates wurden immer wieder darauf hingewiesen, daß Deutschland seinen Verpflichtungen zur Abrüstung im vollen Umfange nachgekommen sei und daß nur, weil die anderen Mächte entgegen ihrem feierlichen Versprechen Deutschland auf diesem Wege nicht gefolgt seien, bas waffenlose Deutschland zwischen roaffenftarrenben Nachbarn als machtmäßig leerer Raum eine ftänbige Gefahrenquelle für Europa bilbe. Man hat nicht auf ihn gehört. So büeb ihm nur eins übrig: Die Tat! Unb er hat kühn biefen Schritt getan. Als Sol- bat, aus «eigenem Entschluß unb auf eigene Verantwortung gab er bem Volke in ber allgemeinen Wehrpflicht fein ältestes unb ureigenstes Ehrenrecht roieber. In stiller Arbeit schuf ec bie Vorbebingungen unb (Brunblagen für ben Aufbau bes Heeres. Noch kennen wir nur feinen äußeren Rahmen, wissen noch nichts von seiner inneren Ausgestaltung, seiner Bewaffnung, seinem Ausbil- bungsgang. Aber wir finb gewiß, baß ber Führer' mit bem sicheren Blick bes alten Frontsolbaten bas Richtige treffen wirb. Er hat seine Kriegserfahrungen nicht einrosten lassen. Durch häufige Besuche bei ber Wehrmacht überzeugte er sich bis in Einzelheiten hinunter von ben Fortschritten neuzeitlicher Taktik unb Waffentechnik unb ließ sich von Sachverstänbigen über bie Wanblungen ber Kriegskunst in ben hochgerüsteten Staaten Vortrag halten. Er hat sich hineingefühlt in bie Seele bes Berufs- folbaten, ber etwas anberes ist als ber Wehrpflichtige ber Vorkriegszeit, aber auch als der Soldner vergangener Tage, der nicht aus staatlichem Zwang, aber auch nicht um Geld und äußere Ehren, sondern aus heißer Liebe zu Volk unb Vaterland den feldgrauen Rock angezogen hat. Er erkannte ihn als den „einzigen Waffenträger der Nation", der, vereint mit dem Träger des politischen Willens, der Nationalsozialistischen Partei das neue Deutschland aufbauen wird Dem Heere der Zukunft umriß er schon klar unb scharf feine Aufgaben: Nach außen soll es ber starke Schild werden, hinter dem die gesamte Nation bereit steht, aus eigener Kraft sich für bie Wahrung ihrer Ehre unb Freiheit einzusetzen, soll es ber Hort ber Sicherheit Deutsch- l a n b s , ein Machtfaktor werben, an ben zu rühren ein Wagnis für jebermann sein wirb. Weit entfernt von einem uferlosen Rüstungsehrgeiz, will er für biefes Heer gern auf alle Ueberma'ffen neuzeitlicher Technik verzichten, vorausgesetzt, baß seine Nachbarn bas gleiche tun Nach innen soll es wieder b i e große Lebensschule fürDeutsch- lanbs Iugenb werben, in ber sie zu Mut und Verantwortung, zu Selbstverleugnung unb Volks- gemeinschaft erzogen wirb, in ber alle ihre Kräfte unb Anlagen zu geistig unb körperlich gefunben und starken Persönlichkeiten entwickelt werden, in der sie heranwachsen zu wahren, zum Einsatz für die Zukunft ihres Volkes bereiten Männern. Für Adolf Hitler ist der Neubau des Heeres weniger eine militärische ols eine moralische Notwendigkeit, ein Mittel, bas nationale Selbstbewußt- fein bes eigenen Volkes zu heben unb bas materielle Machtmittel zu schaffen, bas einzig unb allein für bas Reich unb bamit wohl auch für Europa ben Frieben verbürgt. Ein langer unb bornenvoller Weg liegt noch vor ihm. Wir alten unb jungen Solbaten geloben an feinem 46. Geburtstag, ihm, unserem Kamera ben aus großer Zeit, ihm, unserem Vor- bilb in ben Tagen ber Schmach unb bes Wiederaufstieges, ihm, dem soldatischen Führer der Nation und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, der als Musketier des Weltkrieges den geistigen Feldmarschallstab im Tornister trug, der durch Gehorchen zum Befehlen kam, durch dick und dünn zu folgen. Das Ziel steht leuchtend vor uns: Ein waffenfrohes und waffenstarkes Deutschland inmitten einer Welt des Friedens und der gemeinsamen Arbeit am Glück der Völker! Die Wehrmacht zum Geburtstag ihres obersten Befehlshabers. Reichswehrminister (Beneralofrerft von Blomberg schreibt im „Völkischen Beobachter" zum Geburtstag des Führers unb Reichskanzlers: „Zum brüten Male begeht heute Abolf Hitler seinen Geburtstag als Kanzler, zum ersten Male als alleinverantwortlicher Führer bes Deutschen Reiches unb damit als oberster Befehlshaber ber Wehrmacht. Aus Millionen beutscker Herzen schlägt ihm wärmste Verehrung unb Dankbarkeit entgegen. Mit bem Werk Abolf Hitlers auf Leben unb Tob verbunden grüßt heute auch die Wehrmacht in ihm den Mann, der mit starker Hand das neue Deutschlanb der Ehre schuf und aus seinem Pariadasein wieder auf den Platz zurückführte, der ihm in ber Welt zukommt. Sie grüßt in begeisterter Hingabe unb Treue ben Mann, ber einst f e l b ft aus ihren Reihen kam unb innerlich ftets einer ber ihren geblieben ist. Mit bem persönlichen Eib, den der deutsche Soldat als Waffenträger der Nation beim Heimgange des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg leistete, band er sich unb bas von ihm durch die Jahre des Niederganges gerettete Werk unlösbar an ben Führer. Mit ber allgemeinen Wehrpflicht, die Deutschland seine Wehrhoheit roiebergab, legte Abolf Hitler bie Erziehung der gesamten waffenfähigen TI a n n > schäft vertrauensvoll in bie Hände ber Wehrmacht unb machte bamit den Soldaten- dienst wieder wahrhaft zum E h r e n d i e n st des ganzen deutschen Volkes. Dank stattet man nicht mit Worten ober Wün- e Rückwirkungen aus die Donau-Konferenz Fragen geregelt würden. v ner Schuhe, Bettwäsche im 87 000 RM. verausgabe. Oei Aiichi baren Aufbauwillens zum Ausdruck und übersandte eine silberne Teemaschine, die einem alten Danziger Samowar nachgebildet worden ist. nis zugleich. Weitere Glückwünsche und Gaben. Der Leiter des Hauptamtes für Beamte der Reichsleitung der NSDAP, und .Reichswalter des Reichsbundes der deutschen Beamten, Pg. Hermann Neef, hat dem Führer die unwandelbare Treue, Gehorsam, Liebe, Verehrung und Dankbarkeit der deutschen Beamtenschaft versichert und ihm als äußeres Zeichen der Dankbarkeit eine Million RM. zum Zwecke der Ertüchtigung des deutschen Volkes überreicht. Der regierende Bürgermeister von Bremen bringt in dem Glückwunschschreiben des Bremer Senates das erneute Gelöbnis unverbrüchlicher Mündlicher Protest der deutschen Regierung dem englischen Botschafter in Berlin überreicht. £ o n b o n, 18. April. (DRV.) Nach einer Reuter- Meldung aus Berlin hat Staatssekretär von Bülow am Mittwochabend dem Berliner britischen Botschafter, Sir Eric Phlpps, einen mündlichen Protest gegen die vom Völkerbund auf der Genfer Ratssitzung Deutschland gegenüber eingenommene Politik zum Ausdruck gebracht. von selbst auf ihre letzte Aenderung verzichten, sobald sie die Folgen eines derartigen „Bruches" ermesse. Mit einem Schlage würden fünf Länder von Frankreich abrücken. Außer Sowjetrußland auch die Tschechoslowakei, die bereit sei, mit den Sowjets den Pakt zu unterzeichnen, vor dem Laval zurückschrecke, ferner Süd sla Wien, Rumänien, die Türkei und Griechenland. Und was würde dann aus der Annäherung an Italien und dem Donauplan, von dem diese Annäherung abhänge? Keiner dieser Staaten wolle vom Donaupakt etwas wissen, so lange der französisch-sowjetrussische Vertrag nicht unterzeichnet sei. Das Blatt greift Laval scharf an, der noch immer nicht wisse, was er wolle, der noch immer von einer Verständigung mit Deutschland träume. Spende des Kameradschastsbundes deutscher Polizeibeamten. Berlin, 18. April. (DNB.) Der Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamten (im Reichsbund der Deutschen Beamten EV.) übergab derReichs- leitung der NSV. den Betrag von 500 0 Mark zur Verwendung für notleidende Volksgenossen am Geburtstage des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. NSKK.-Führer und Männer! Was wir still im Herzen tragen — in guten wie in schweren Stunden, in Not, im Kampf und Sieg gleich unwandelbar und fest — unsere Treue, unsere Liebe und unsere Dankbarkeit zum Führer, zu dem Manne, der Deutschland emporriß aus tiefster Schmach au neuer Kraft und Ehre, das schließen wir ein in unsere heißen Wünsche, die wir dem Führer zu seinem 46. Geburtstag heute darbringen. Uneigennützig und unermüdlich wie er, unsere Pflicht zu erfüllen an Volk und Nation, das ist unser Streben, ihm zu dienen mit Leib und Leben, wo immer es sei — heute wie einst — unser heiliger Wille. Es lebe der Führer! Der Aeichsknegsopferführer zum Geburtstag des Führers. Berlin M April. (DNB.) Der Reichekriegs, opferfuhrer Oberlindober hat, wie die NSK meldet, dem Führer zu seinem Geburtstag im Namen der Frontsoldaten und Kriegsopfer ein von Professor Vollbehr entworfenes Bild von der Entstehung der Reichsautobahn bei Rosenheim am Inn zusammen mit folgendem Brief als Geschenk übersandt: Mein Führer! Angesichts der Genfer Vorgänge und der erneuten Schuldlüge gegen unser deutsches Volk sind zu Ihrem heutigen Geburtstage die Wünsche der fast l1/, Miktionen Soldaten und Soldatenfrauen in der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung verbunden mit dem heiligen Gelöbnis unbeding- terGefolgschaft. Sie haben den Kämpfern des Weltkrieges ihre Soldatenehre zurück- gegeben. Sie danken Ihnen das heißen Herzens und kämpfen mit Ihnen um die Ehre der Nation. Frankreichs Bündnis mit Moskau macht erneut Schwierigkeiten. Laval will keine Verpflichtung eingehen zur automatischen Hilfeleistung ohne Befragung des Völkerbundes. schen ab, sondern durch Taten und Leistung. Die deutsche Wehrmacht wird das in sie gesetzte Vertrauen vor ihrem obersten Befehlshaber und der Geschichte rechtfertigen durch treue und hingebungsvolle Arbeit an dem ihr an- vertrauten Werk. Mit diesem Gelöbnis grüßt sie den Führer an seinem heutigen Ehrentag." ,. $en v öleleir $.?,efen » Q[ SWeic feh Ä 6!"Skn Alex, Aerhandl Zeichen t wolteg j) der Klage englische « Siebe Mrung f Mem ■p, S.Nie "Men l‘Qnbe, ich M ander Aeidung i Teschs n 'M klagte d, 11,11 < Gemüse, Schokolade usw. zur Verteilung gelangen. An Textilien werden Kleidungsstücke aller Art, fer- Gesamtwert von etwa Oie zweite Gchuldlüge. Die vergangene Woche stand in dem beherrschenden Zeichen eines neuen Versuches der Weltkriegs- Alliierten, die nicht mehr zugkräftige Kriegsschuld p a r o l e aufzufrischen und zu ersetzen durch ein zweites moralisches Verdammnisurteil, das Deutschland vor der Welt als eine Vertragsbrüchige Nation erscheinen lassen und das zugleich die militärische Vorherrschaft der Ententemächte in Europa, ihre Bündnisse und Pakte, innerlich rechtfertigen sollte. Die Absicht ist mißlungen, denn der einzige Erfola dieser Unternehmung besteht darin, daß der Völkerbund als politisches Instrument der ehemaligen Feindstaaten sich selb st gerichtet hat. Zwischen der ersten und der zweiten Schuldlüge besteht ein tiefgreifender Unterschied. Damals vor 16 Jahren wurde eine wehrlose Nation unter Androhung militärischer Sanktionen zur Anerkennung ihrer Schuld am Kriegsausbruch gezwungen. Deutschland unterzeichnete das Versailler Diktat, das auf dieser Schuldlüge aufgebaut ist, „buchstäblich unter Bedrohung mit einer Bajonettspitze", wie die „Times" sagt. Zum Beweise ihrer Behauptung weist die Londoner Zeitung auf die damaligen Proteste der deutschen Delegation in Versailles und auf die Tatsache hin, daß die Deutschen sich erst zur Unterzeichnung entschlossen, als Marschall Foch Weisung erhalten hatte, den Einmarsch in Deutschland binnen drei Tagen vorzubereiten. Nachdem so das Zustandekommen der Versailler Schuldlüge aller Welt offenbar geworden ist, sollte nun die Genfer Schuldlüge den verlorenen Faden wieder aufnehmen. Sie ist aber ohnejedeprak- tische Wirkung gewesen, sie ist weder von Deutschland anerkannt worden, noch hat sie die wiedergewonnene deutsche Wehrfreiheit rückgängig gemacht. Ihr Erfolg ist rein stimmungsmäßiger Art, insofern sie der Liga der Nationen endgültig die Befähigung abspricht, als Friedensrichter und Ordnungshüter in Europa aufzutreten. Nicht das Recht, sondern die Macht hat in Genf das entscheidende Wort gesprochen, was sich schon in dem Umstand zeigt, daß mit Ausnahme eines einzigen Ratsherrn, des dänischen Außenministers Munch, sämtliche Vertreter der kleinen Staaten im Verlaufe von 24 Stunden umgestimmt werden konnten. Die Vergewaltigung der Kleinen durch die Großen von Stresa wird in den Annalen der Liga als der schwärzeste Tag der an Fehlschlägen so reichen Völkerbundsgeschichte verzeichnet stehen. Mit der Lüge, daß Deutschland sich mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht der einseitigen Verletzung des Versailler Vertrages schuldig gemacht habe, hat der Völkerbundsrat die Brücke zum Reich abgebrochen. Es ist nicht unsere Sorge, ob und wie der Völkerbund diese Brücke wieder aufzubauen gedenkt. Eine besonders wirkungsvolle Rolle auf dem Völkerbundstheater hatte sich der russische Außenkommissar Litwinow ausgedacht. Die Komödie der Genfer Irrungen, bei der die Verkleidungskünste der Schauspieler den Engel als Teufel und den Teufel als Engel erscheinen lassen, erreichte mit dem Auftreten Litwinows gewissermaßen ihren Höhepunkt. Es mußte selbst bei dem an allerhand Theatereffekte gewöhnten Genfer Publikum Bewunderung erregen, wie dieser Bolschewist, die Frie- densfahne schwingend und poetische Vergleiche ge- Starhemberg bei Mussolini. Rom, 19. April. (DNB.) Mussolini empfing am Freitag den österreichischen Vizekanzler Fürst Starhemberg zu einer Unterredung, die über eine Stunde dauerte. Der römische Vertreter des „Matin" berichtet, die Besprechungen zwischen Starhemberg und Mussolini hätten sich hauptsächlich auf die D o n a u k o n f e r e nz und auf die Aufrüstung Oesterreichs bezogen. Starhemberg als Führer der Heimwehren habe dem Duce einen genauen Plan unterbreitet. Oesterreich müsse, so habe Starhemberg erklärt, etappenweise vorgehen; es dürfe nicht sofort die allgemeine Wehrpflicht einführen, weil sonst mit den jungen für den Nationalsozialismus gewonnenen Jahrgängen „zweifelhafte Elemente^ in die Wehrmacht hineinkommen würden. Die Vaterländische Front ziehe vielmehr das S y st e m freiwilliger Gestellung vor, deren Kern die Heimwehrorganisation sein werde. „Daily Telegraph" meldet, man glaube in Rom, daß die italienische „Zusammenarbeit" mit Oesterreich nach der Donaukonferenz sehr verstärkt werden würde. Es werde sogar von der Ernennung einer italienischen Militärkom- mision gesprochen, die nach Wien fahren solle, um bei der Ausbildung und Ausrüstung der neuen österreichischen Armee mitzuwirken. Paris, 20. April. (DNB. Funksvruch.) Die Verhandlungen über den ftanzösisch-sowietrussischen Vertrag sind in letzter Minute auf solche Schwierigkeiten gestoßen, daß Litwinow es vorgezogen hat, n i ch t n ach Paris zu kommen, sondern unmittelbar nach Moskau zurückaukehren. Sämtliche Veran- taltungen, bei denen das Abkommen paraphiert bzw. gebührend gefeiert werden sollte, mußten a b - gesagt werden. Die Schwierigkeiten berühren im Grunde genommen Fragen, die für Frankreichs Europa-Politik von ausschlaggebender Bedeutung werden können. Die Sowjetregierung wünscht nichts mehr und nichts weniger als Frankreich automatisch, ohne den Beschluß des Völkerbundsrates abzuwarten, im Falle eines flagranten Angriffs Zur Hilfeleistung zu zwingen. Frankreich hat nach anfänglichem Sträuben dem Wunsche der Sowjetregierung nachgegeben, aber nach einer Ministerberatung am Freitag sich eines ande- ren besonnen aus der Erwägung heraus, daß s damit mit seinen Locarnoverpflichtun- e n in Konflikt geraten würde. Die Aussprache, die Staatsminister Herri o t auf Bitten Lavals Freitag nachmittag mit Botschafter P o t e m k i n hatte, vermochte die Sowjetregierung ebenso wenig ge- ügig zu machen, wie eine Unterredung Lavals am Freitagabend. Litwinow wird nun mit Stalin persönlich Fühlung nehmen. „Oeuvre" glaubt nicht, daß die Sowjetregierung nachaeben werde. Unter diesen Umständen würden die Franzosen klein beigeben oder nach einer neuen Formel uchen müssen. Die Schwierigkeiten seien entstanden durch das og. „ A u s f ü h r u n g s p r o t o k o l l ", in dem Laval verlangt, daß für alle Fälle die Empfehlungen des V ö l k e r b u n d s r a t s a b g e w a r t e t werden müßten. „Echo de Paris" erklärt, die französische Regierung werde > brauchend, auf der Genfer Bühne umherspazierte. , Da aber jedermann im Zuschauerraum wußte, was > es mit den Idealen der Sowjetunion auf sich hat, t dachte man sich sein Teil. Man dachte z. B. an die , kürzlich von Stalin gemachte Erklärung: „Unter : dem Banner Lenins wird unsere proletarische V"> wegung die ganze Welt erobern. Es Pbe der Leninismus (d. h. die Weltrevolution)", oder an v , den Leitartikel einer führenden russischen Zeitung, 1 die das Genfer Theater mit den Worten einl"itote: j „Unser Land ist die Stoßbrigade des Pro- I letariats aller Länder — in diesen War- I ten des Genossen Stalin ist die kolossale Bedeutung der Sowjetunion als der Avantgarde der ffl proletarischen Weltrevolution ausge- J drückt", oder an den Beschluß des Polit-Büros vom 1 3. April 1*35, in dem es u. a. heißt: „Das Polit- I Büro WKPB. teilt in vollem Umfang den Standpunkt des Genossen Stalin, daß das System der Garantiepakte, der Sicherheit und gegenseitigen Hilfeleistung für die Sowjetunion in keiner Weise einen Selbstzweck darstellt, ... sich aber unter gewissen Umständen als die e r st e Etappe der Reaktivierung der revolutionären Weltbewegung unter dem Banner der Dritten Internationale erweisen kann." Vielleicht sind sich die kleinen und großen Staaten, die in Genf über Deutschland zu Gericht saßen, für einen Augenblick auch der Tatsache bewußt geworden, daß sie damit die Geschäfte der kommunistischen Internationale, die Geschäfte der Weltreoolution, besorgten. Aber die Welt des Scheins war stärker. Das tragikomische Stück wurde zu Ende gespielt. Es wurden keine Zwischenrufe laut, aber auch der Beifall war nur schwach. Inzwischen haben sich die Schauspieler abgeschminkt und ihrer Kostüme entledigt. Die Teufel sind wieder Engel und die Engel wieder Teufel geworden, was die künftige Ausgestaltung der internationalen Beziehungen in dem einen oder anderen Sinne nur erleichtert. Die „Verurteilung" Deutschlands durch den Rat, die an der praktischen Wiedergewinnung der deutschen Wehrhoheit und der tatsächlichen Erringung der deutschen Gleichberechtigung nichts ändert, leitet eine bedenkliche Entwicklung ein. Roch in Stresa hat England, aum Teil mitz Erfolg, eine Mittlerrolle gespielt, freilich nicht ohne weitgehende Zugeständnisse an das Solidaritätsbedürfnis der beiden anderen Mächte. Um so weniger war es zu erwarten, daß England den französischen Entschließungsentwurf, dieses Produkt des Geistes von Versailles, der einen Rückfall in die Methoden Poincarös und Barthous bedeutet, mit seiner Unterschrift decken und damit seine frühere Stellungnahme desavouieren würde. Noch im Anschluß an die Schlußerklärung von Stresa hatte die „Times" zutreffend betont, daß die Verletzung eines diktierten „Vertrages" ganz etwas anderes fei, als die Verletzung eines in Freiheit abgeschlossenen Abkommens und an das nicht eingehaltene Abrüstungsversprechen der ehemaligen Alliierten sowie an die durch die Fünfmächteerklärung vom Dezember 1932 erfolgte Zubilligung einer deutschen Gleichberechtigung erinnert! Auf der durch die Entschließung des Völkerbunds- rates geschaffenen Grundlage weiter über die „Organisierung des Friedens" zu verhandeln, wird nicht leicht sein. Englands Hauptziel war es, Deutschlands Rückkehr in die Gemeinschaft der Dol- erbundsmächte zu ermöglichen. Indem sich der Gen- er Bund erneut als das „Syndikat der Sieger erwiesen, sich zum willfährigen Werkzeug der französischen Machtpolitik und zum Büttel des Der- mller Diktats gemacht hat, hat er selbst den Weg ur Deutschlands Rückkehr nach Genf verbaut. Die Genfer Entschließung bezeichnet „die gewissenhafte Einhaltung aller Verpflichtungen aus den N-i-sg- L-d-n» K- miitie« fdjulM te heimische« Raubvogel kjääs. tsnsa °u7d taf-ln und 26 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmark 4,-. Derfasier gibt ein umfassendes Lebensbild aller in Deutschland heimischen Arten, sch wert ihre Bedeutung im Haushalt der Natur, Körperbau, Gefieder Lebensweise, ihre geistige Verfassung und vor allem den Flug. Eine Bestimmunas- tabell« für Raubvogelfänge unü Abbildungen von Federn bringen ein« will, kommen« Ergänzung des Textes. Zu beziehen durch jede Buchhandlung ' Sug» Bermühler Verlag » Berlin-Lichterfelde Statt Karten 1935 Altdorf bei Nürnberg LLL. 01695 Wir haben uns verlobt Friedrich Höchst 01710 Ostern 1935 Kesselbach Kesselbach 2360 D Statt Karten! 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Damit soll das Osterfest aber nickt erschöpft sein. 3m Kreis der Familie können alte Bräuche gepflegt werden, z. B. gegenseitiges Schenken, das Osterfestessen, der Osterspaziergang usw. Die Geschlossenheit der Dorfaemeinschaft kommt darüber hinaus in verschiedenen Veranstaltungen zum Ausdruck, die, über die Feiertage verteilt und dem Brauch der Landschaft entsprechend, sehr verschieden gestaltet werden können. Ueberall aber wird es üblich sein, Wettkämpfe der Dorf- fugend zu veranstalten, bei denen sich auch die Aelteren beteiligen können. Auch hier liegt es vielfach an der Jugend, die alten Dorfspiele wieder aufleben zu lassen und sie dort weiterzupflegen, wo sie noch bis in die Gegenwart üblich waren. Zu den Vorbereitungen der Jugend für das Osterfest gehört auch das Färben und Bemalen der O st e r e i e r, bei dem Kunstsinn, Gefühl für Formenschönheit und Geschicklichkeit zum Ausdruck kommen kann. Nester für den Osterhasen müssen gebaut werden, die „Hasengärtlein", wie man in Südwest, deutschland sagt. Am Ostermorgen vor Aufgang der Sonne ziehen die Mädel und Frauen des Dorfes zur Ofterquelle, schweigend Wasser zu schöpfen, an der Quelle zu baden oder zu waschen und schließlich einen Krug mit Quellwasser mit nach Hause zu nehmen. Welche Möglichkeiten festlicher Ausschmückung bietet dann das Ostereiersuchen mit der Viel- zahl der anschließend möglichen Eierspiele! Der Kranz österlichen Brauchtums ließe sich noch vielfältig weiterflechten. Doch dürfen diese Hinweise allein schon genügen, die verantwortlichen Führer der jungen Dorfgemeinschaft zu veranlassen, ein Osterfest durchzufuhren, wie es germanisch-deutscher Art und dem Lebensempfinden des deutschen Volkes entspricht. Die Landjugend wird am Osterfest zeigen, daß sie Träger arteigenen Volkstums tft. Volksfeste und Volksbräuche sind oft von Land- schäft und Natur bestimmt. Und der Frühling, dem im germanischen Volksleben schon immer eine stark symbolische und mythologische Bedeutung zukam, hat sich besonders lebendige Formen im Brauchtum men. Aus der Verschüttung langer Jahrzehnte ahrhunderte sind die überkommenen Feste des Volkes mit all ihren heiligen Handlungen und Zeichen wiedererweckt, um wieder in den Mittelpunkt der Dinge zu treten. Entscheidender Träger neuer deutscher Festgestaltung ist die Jugend, und da vor allem wieder die Jugend auf dem Lande, wo Feste und Feiern stets ihre Verknüpfung mit den Gesetzen der Natur und der Eigenart des Volkscharakters bewahrt haben. Das Osterfest steht vor der Tür. Sorgen wir dafür, daß das Osterfest in diesem Jahr in allen deutschen Gauen ein Bekenntnis zu deutscher Art und Sitte wird! Man kann natürlich in dieser Hinsicht keine „Anordnungen" treffen. Man kann nicht schablonenhaft „Feierformen" finden, nach denen in allen Gauen gleichmäßig an der Ausgestaltung ibes Festes gearbeitet werden soll. In jedem Gau, ja fast in jeder einzelnen Landschaft, hat sich die >Eigenart des Volkslebens eigene Formen geprägt, wenn auch Grundgedanken und innere Be° ibeutung überall dieselben sind. Wenn also Hinweise .gegeben werden auf die Dinge, die bei der Gestal- itung eines Osterfestes beachtet werden sollen, so kann die Art ihrer Anwendung natürlich landschaft- Ilich abweichen. Im Mittelpunkt aller Volksbräuche des Osterfestes stteht — und das wohl in allen Gauen Deutschlands — das Osterfeuer. Verschieden ist die Zeit, da »es abgebrannt wird; teils am Osterfarnstag, teils »am Frühmorgen des ersten Oftertages. Wochen vorder schon hat'die Jugend des Dorfes Brennmaterial »gesammelt. Das wird sich doch keine Dorfjugend lbieten lassen, daß die Jungen aus dem anderen Dorf ein größeres Feuer hätten! Wird das Oster- feuer in der Nacht des Ofterfamstags errichtet, dann »verden gegen Abend die Herdfeuer bis auf das Les Dorfschulzen' gelöscht. Von seinem Herdfeuer «vird mit einer Fackel der Brand in feierlichem Zuge zum Festplatz getragen und mit ihr das Öfter» feuer entzündet. Aufgabe des HI. - Führers im Dorf ist ces, gemeinsam mit allen anderen Organisationen Der Partei und des Reichsnährstandes dieser Feier seine finntragenbe Folge zu geben. Im Lied, Spruch mnb Spiel, überall bedarf es der Anpassung an Wesicht und Umgebung des deutschen Osterfestes. Eine kurze Rede mag auf den Sinn des heiligen Zrühlingsfestes . Hinweisen. Sinnbildhafte Reigen tunt) Tänze bürfen nicht vergessen werben. Vielfach ist es Sitte, vom Osterfeuer ein bren- menbes Scheit mitzunehmen unb damit das Herd- 'feuer wieder anzubrennen. Ueberall aber ist das Neuer Sinnbild ewiger Lebenskraft, die Segen □ringt für Mensch und Tier und Flur. Ueblich ist Ls auch in vielen Landschaften, brennende Oster- Gruß der lugend an den Frühling. bcherl-Büdmaterndienst Wa H > .< x W \' s«a p? * 1 MW > . H M ;■> ' , 'X < • ■ • ■■■ ■ ' (f £ V/ x-' ; WM «BZ' 'ZÄ X '' ''' ' Kampf. In unseren Fahnen lodert Gott, Drum wir sie heilig nennen. Drum gegen Lug und Trug und Spott Zum Sturme wir anrennen. Und wer da fällt, der stirbt für Gott, Zu dem wir uns bekennen. Der hat zu ihm sich nie bekannt, Der bleibt, wenn wir marschieren. In dem ist Gott noch nicht entbrannt, Der will, daß wir verlieren! Doch Er durchglüht das ganze Land, Wird uns zum Siege führen! So pressen unsre Hände wir Nur fester um die Waffen. So wie wir kämpfen, beten wir; So wie wir fallen, glauben wir! Gott segne Wehr und Waffen, Die Er zum Kampf erschaffen! Herybert Menzel Forderungen an junge Führer. Aus einem Brief. „Ich bin Stammführer geworden und habe aller- Hand zu tun. Gestern war ein Fähnleinführer bei mir, ein ganz neuer, aber älter als ich. Er sprach sehr viel und wollte andeuten, daß er doch mehr Recht auf die Stammführung hätte durch sein Alter. Verfluchte Einbildung. Ich schickte meinen Adjutanten aus dem Zimmer und sagte ihm, er solle erst in einer Viertelstunde wiederkommen. Dem älteren Fähnleinführer sagte ich, daß die Jungen gelernt hätten nach Leistungen zu werten. Ich wollte nicht, daß sie eine andere Meinung von ihren Führern hätten. — Er wurde rot unb ging. Weißt du noch, wie wir zu britt hier in unferm Heim saßen und über den Begriff des Jungenführers sprachen? Du sagtest: Der Jungenführer muß der neue, entscheidende Typ werden. Vor kurzem ließ- ich einmal alle Führer des Stammes antreten unb sagte ihnen: Ich verlange von euch alles. Ihr seid verantwortlich für andere. Ihr müßt immer wissen, daß ihr verantwortlich seid. Euch folgen Jungen. Erringt ihr Vertrauen. Eure Jungenschaften, eure Fähnlein müssen ganz feste Einheiten des Vertrauens und der Kameradschaft fein. Denkt daran, daß unser Stamm „Kadetten" heißt. Ihr seid jung. Eure Jugend nimmt die Härte der Verantwortung auf sich. Haltet eure Begeisterung rein von Ehrfurcht, von Einbildung. Ihr seid Kadetten, ihr wollt Soldaten werden. Eure Jungenschaft sieht auf euch. Wie der Führer, so ist sie selbst. Merkt ihr, wie ihr immer besser werden müßt? Merkt ihr, wie eure Haltung unb eure Gesinnung immer größer und reiner werden muß? Ich fordere von euch: Disziplin und Stolz. Das ist Haltung. Ich fordere von euch: Kameradschaft und Mut unb ftänbige Arbeit. Das ist Gesinnung. Ihr müßt wissen, baß euer schärfster unb unerbittlichster Kampf gegen die Faulheit eurer eigenen Person geht. Kritisiert immer vor allem an euch selbst. Seid nie zufrieden. Verlangt keine Leistungen, die ihr nicht selber auszuführen imstande seid. Nur die Leistungsfähigsten können Führer sein. — Du siehst, ich weiß meine Rede noch ganz genau. Du wolltest ja von mir gern wissen, was ich verlange. Ich kann Dir außer diesem nicht viel über meine Gedanken und Ziele mehr schreiben. Ich will auch keine Probleme. Kannst Du es noch ergänzen? Ich will Dir noch schreiben, daß ich fast krank bin, wenn nicht irgendwie Arbeit für den Stamm zu leisten ist. Heil Hitler! Dein Hans." Rugby und die Fensterscheibe. Turnen. Prima, trotzdem wir nur alle 14 Tage !,mei Stunden in der Halle sind, freuen wir uns : hrlich auf die Stunde. Besonders in der letzten Zeit matten mir immer mächtigen Spaß. Letzten Freitag naben mir Rugby, oder auf gut deutsch: Raufball, gespielt. Herrliche Sache. Wir mären alle in Schwung. In unserer Schar sind die stärksten der Gefolg- chaft Wir teilen uns also in zwei Parteien, der Ball kam In die Mitte, ein Pfiff, und es ging los. Da, untere „Kanone", ein Kerl mit Bärenkräften, Hat den Ball. Dicht an die Brust gepreßt, versucht -ir, auf das feindliche Tor zu stürmen. Ader 6 bis 7 Mann, darunter feine eigenen Leute, bedrängen ihn. Man weiß ja selbst nicht mehr im Eifer des Ge° sech'tes, wer Freund ober Feind ist. Aber das macht n nichts. Nun, der Dicke ist bedrängt. Alle Hände wollen den Ball ergreifen; da, der ganze Haufen Üllt um. Einige, denen die Sache nicht geheuer war und die daneben standen, halten sich jetzt den Zauch vor Lachen. Ja, Spaß muß fein. Aber das chönste ist: Die sich da im Gewühl wälzen, wessen qar nicht, daß der Ball längst fort ist, und erst im Geschrei von uns: „Tor, Tor", bringt sie auseinander. Mit erhitzten Gesichtern stehen sie auf. Der Dicke hat sich bis zum Schluß eingebildet, er iiätte den Ball noch, und wir müssen herzlich über sin wenig geistreiches Gesicht lachen. Wieder Mitte. Wurf aufs Tor. Aus unser Tor. Ich laufe vor, stelle nid) in der Nähe des gegnerischen Tores auf, erhalte lien Ball, blitzschnelles Umdrehen und Tor. Abgenachte Sack)e. „Ne, das war kein Tor", brüllt die cllso in Nachteil gekommene Partei. „Der Schuß kiing über die Latte." Aber der Schiedsrichter entscheidet: Tor. Weiter geht das Spiel. Nun spielen wir schon (ine Stunde. Bisher ging alles gut. Außer einem iserstauchten Zeh unb ein paar Schrammen am Arm wie durch ein Gedränge an der Zentralheizung ent» fianben waren) ist nichts passiert. Bauz. Da klafft auf einmal ein großes Loch in der Scheibe der Tür, lie den Raum vom anderen Saal trennt. Ich hab's c$nau gesehen. Ein hoher Wurf, in die Mitte der j Scheibe, gerade fest genug, um sie zu zertrümmern. Cs schien, als habe der Ball sich es noch einmal ilberlegt, fo gemächlich ging es. Große Aufregung. Llfjer schon meldet sich ein Kamerad als Täter „Natürlich legen wir alle zusammen." Das ist doch ganz selbstverständlich. Das Spiel geht weiter. Immer feste durchziehen. Auch meine Sache mit dem Torwächter klappt. Feine Sache. Natürlich gewinnen wir. Nachher, beim Herausgehen, liefert jeder seinen Groschen für die Fensterscheibe ab. Angst gibt es nicht. Wenn Pimpfe boxen .. Als sich Kurt die kurze Hose anzog und fein Hemd geraderückte, schüttelte Tante Frieda mit dem Kops und meinte beleidigt: „Also Du willst wieder einmal nicht zum Kaffee zu Hause sein. In meiner Jugendzeit wäre so etwas nicht oorgefommen." Kurt schien wie immer nicht daraus zu hören, denn er stand gerade vor dem Spiegel. Plötzlich legte er sich auf die eine Seite, ging in Boxstellung unb schmiß einen Arm nach bem anberen gegen bie Spiegelseite. Er prüfte feine Stellung unb seine Schläge. Tante Frieda sah das unb schüttelte ver- stänbnislos ben Kopf. „Was habt ihr benn heute roieber vor?" Da brehte sich ber Junge um unb klopfte stolz auf feine Brust: „Wir boxen heute!" Ehe Tante Frieba sich von dem Schrecken erholt hatte, war der Junge schon aus der Tür heraus und rannte die Treppe herunter. * Emil verschlang sein Butterbrot und suchte feine Turnsachen zusammen. Der Vater war gerade aus ber Fabrik gekommen unb schaute auf seinen Jun- fen, ber in strammer Haltung vor lhn trat und agte: „Ich muß heute zum Boxen". Obwohl ber Vater nicht ganz verstand, was der Junge damit meinte, nickte er wohlwollend. „Boxen wollt ihr? Du meinst wohl, ihr wollt euch utereinander mal richtig verkloppen?" Der Junge schüttelte mit bem Kopf. „Nee! Unser Stamm hat jetzt eine richtige Boxabteilung eingerichtet, an der jeder mitmachen kann, ber Lust hat. Da sind Boxhandschuhe und sogar ein richtiger Ring." Das gefiel dem Vater, der in seiner Jugend auch mal im „Turn- und Fußballbund Grüne Hoffnung" gewesen war, er klopfte Emil auf die Schul- ter und meinte freundlich: „Dann schlag dich aber tapfer!" Selbstverständlichkeit lag in den Augen des Jungen. Unten traf er Kurt. Schlag auf Schlag begann der große Kampf. In den vorigen Uebungsstunden hatten die Jungen die Grundlagen des Boxens bekommen, hatten am Sandsack geübt, hatten schon mal miteinander gekämpft. Aber heute fand der erste Großkampf statt: Kurt gegen Emil. Als der Pfiff zur ersten Runde ertönte, bekam Kurt Herzklopfen. Er hatte oft ein Angstgefühl empfunden, aber diesmal fühlte er erstmalig sein Herz in die Hosen rutschen. Sekunden waren es nur. Schon stand Emil vor ihm, er deckte sich ab, federte auf ben Füßen, wich aus, ging bann vor, unb bann lanbete ber erste Treffer. Seine Brust ging auf unb ab. Da hatte er schon roieber einen Schlag von Emil weg. Die Kameraben johlten. Der Ausdilber griff ein. Eine Minute war vergangen, noch 30 Sekunben mußte gekämpft werben Bisher lag Emil als Sieger vorn. Doch Kurt hatte nun bie Angst verloren. Er ging sofort zum Angriff vor, trieb Emil in bie Ecke, ber war nicht feig, brehte roieber zur Mitte bei unb im letzten Augenblick gelang Kurt ber große Treffer, Emil schlug gegen bie Seile, blieb aber stehen unb unter bem Jubel ber Kameraden verkündete der Schieds» richter: Unentschieden. Die nächsten Jungen stiegen in ben Ring. Ein neuer Kamps begann. Emil unb Kurt hatten in» besten die Handschuhe ausgezogen, lagen Schulter neben Schulter auf der Bonk und schauten bem neuen Ringen zu Als es zu Hause klingelte, glaubte Tante Frieda, ber Junge würbe auf ber Bahre gebracht. Als er aber mit roten Backen im Zimmer ftanb, war auch biefe ihre Voraussicht nicht eingetroffen. So glaubte sie benn wirklich, baß bie Welt verdreht wäre. G.D. Landmädel turnen... „Freitag abend, 8 Uhr, ist Sportabend..lasen wir in dem Schaukasten, der an einem großen Scheunentor anaebracht war. „Ach, bitte", bettelte Käte, „laß uns hingehen, ich möchte gern mal wieder richtig turnen!" (Sie macht nämlich einen Unterschied Zwischen Sport und Turnen, und zum Turnen gehören Geräte.) „Na, Käte", meinte ich zweifelnd, „eine Turnhalle haben die hier bestimmt auch nicht!" Wirklich, am Abend standen wir in einem furchtbar feucht riechenden Tanzsaal. Mir lief ein Schauer ben Rücken herunter; aber als ich mit ber Führerin gesprochen hatte, mußte ich einsehen, baß bie Möbel froh sein konnten, überhaupt einen Raum gefunben zu haben, in bem sie sich bei schlechtem Wetter nach Herzenslust bewegen unb spielen können. Meine Mädel befreundeten sich sehr schnell mit den Dorf» möbeln, unb hier unb ba hörte ich aus den Gesprächen, daß sie sich „immer möchtig auf den Sport- abend freuen". Ich suchte Käte. Die sah sich verzweifelt in dem Saal um unb konnte gar nicht begreifen, baß man hier „turnen" sollte. — „In Linie zu einem Glied der Größe nach antreten!" Wir reihten uns ein. Ich hörte noch, wie Käte einem unserer Mädel zuflüsterte: „Du, das geht beinahe schneller als bei uns." Dann war alles still. „Rechts um! — Jrn Laufschritt marsch!" — Nanu, das ging ja zur Saaltür hinaus. Ein Stück Dorfstraße, unb bann bogen wir in ben bunklen Wald ein. Nach fünf Minuten waren wir auf einer Wiese angelangt. Es war beinahe taghell, benn ber Mond stand als riesige große Scheibe über den Tannen. „Abteilung — halt!" Wir machten ein paar Atemübungen, um bie „Puste zu regulieren". Dann stieg ein Lied... Und nun Körperschule, Arm- unb Bemühungen, Rumpf beugen unb strecken. Jetzt alle in einer langen Linie Purzelbaum über bie ganze Wiese schießen! Wer wohl zuerst brüben war? Natürlich Käte. — Dann kam ein Wettspiel an die Reihe. Zwei Abteilungen wurden gebildet, jede hatte ein Stück Holz. Das erste Mädel mußte es wegschaffen, ungefähr hundert Meter vom Startpunkt entfernt, das zweite Möbel mußte es holen, unb so ging es weiter, bis alle Möbel bas Holz geholt unb weggebracht hatten. „Fertigmachen — los!" Hei, wie ba die Beine flogen! Die Zurückbleibenden spornten ihre Säuferin durch lautes Rufen an. Ick) beobachtete im stillen Käte. Sie hopste von einem Bein auf das andere unb rief am lautesten: „Schneller — schneller!" Kätes Gruppe siegte. So, nun bie Plötze wechseln unb das Spiel wiederholen. — Eine Stunde später im Stroh. — „Jetzt schlaft aber, gute Nacht!" — „Nein, ,ch kann nod) nicht schlafen, obgleich ich todmüde bin, ich muß immer noch an den feinen Abend denken! Du, unb dabei hab ich immer gedacht, die ßanbmäbel können nicht richtig Sport treiben!" Es war Käte, die dies sagte! Lo. rn k) Kraftfahrtruppen. Gewandte und gel- Malta und Suez den Weg in die Weltweite hegt Grenze Eine Briefmarke der deutschen Jugend. e) einer mit verscherzten Freundschaften an der seiner Kräfte steht. Vorerst aber bekommt der Schlehdorn am braunen Feldgemäuer Süßigkeit, Blust und Keime zu spüren- lichterloh brennt er, ein weißes Feuer, in das die Insekten hineinschießen. Mitten im Feld, wo bäuerliche Rüben wachsen sollen, prangt ein Aprikosenbaum, als sei sein Ort eine Stelle des Paradieses. Ein Pfirsichbäumchen flammt ergriffen, als stünde es mitten in einem persischen Garten. An allen Höhen, in allen Gärten, in allen Auen und Gehegen wallt das silbrig weiße Gewölk der Baumblüte; Gerüche von Veilchen, Düfte von Harzen und Nachrichtentruppen. Geistig geweckte Wehrpflichtige und Freiwillige mit guter schneller Handschrift. Farbenschwache sind nur in beschränktem Umfange zuzuteilen. silbrig weiße Gewölk der Baum- Veilchen, Düfte von Harzeti und Hölzern vermengen sich mit den weichen und herben Balsamen der Wiesen, durch die der Wind strudelt. nun den Apollo von Delphi, den Parthenon von Athen, die Hagia Sophia in Konstantinopel, die Hohenstaufengräber im Dom von Palermo, oder den Campanile von Venedig grüßt, an diesen Stätten die ungeheure Umwertung der Werte im Gefolge des Zeitalters der Entdeckungen. Von Columbus bis Cecil Rhodes sind vier Jahrhunderte vergangen Soviel Zeit brauchte es immerhin, bis man am atlantischen Rande von Europa lernte, „in Kontinenten zu denken". Vielleicht kann man es auch an der Nordsee lernen — am Mittelmeer wird man es nie! Es ist ringsum geschlossen, seine Küsten liegen einander zu nahe, der Erdkreis rundet sich nicht mehr, wie im Altertum, von Spanien bis Kleinasien, er rundet sich erst beim Kop der Guten Hoffnung, bei Panama und Singapore. Jeder Gebildete weiß, was ihn mit Rom und Griechenland verbindet, und käme einmal die Zeit, wo man Perikies und den Kaiser Augustus in einem zukünftigen Konversationslexikon so nachschlägt, wie heute Hammurabi und Asoka, so wäre damit mehr zu Grabe getragen, als nur unser alter klassischer Schulranzen. Und auch In ihm stecken immer noch mehr Kulturwerte, als in allen Pferdekräften des Niagara. Die wirklichen Mit- telrneerländer von heute sind aber nicht die mittel- rneerischen Halbinseln, sondern England und Frankreich: England, weil es mit Gibraltar, Barchen Eine Ostergesckicbte von Gertrud Aulich Mit fünf Jahren bekam ich eine Katze. Sie war braun und wollig, ich nannte sie Bärchen und liebte sie sehr. Ich hatte sie selbst aus einem Wurf oan vier oder fünf Stück ausgesucht, das kleinste und schwächste von allen; darum hatte ich es für mid) bestimmt. Es wollte in der Folge nicht recht gedeihen, es war so mager und schwach; die Mutter ging kopfschüttelnd umher und schoß aus ihren Augen Blitze nach der Küchenecke, wo ich aus einer Brotschüssel und einigen Lappen das Katzen-Bett- chen hergerichtet hatte. Sie fand unsre enge Woh- nung für vierbeinige Gäste nicht geeignet und drohte, das „elende Vieh" beim Fenster hinauszuwerfen. Ich steckte mich hinter Vater, er war nicht halb so streng wie Mutter, er half und vermittelte. Einige Wochen später, am Ostersamstag, sollte ich zum letzten Male mit Bärchen gespielt haben. Es war die Tage vorher schon krank und hinfällig, wollte nicht mehr nach dem Ball springen und von seiner Milch trinken; es lag nur auf meinem Schoß und gab manchmal einen weichen Laut von sich, eigentlich entblößte es nur ein wenig die Zähne. 2lber auch das war schon Wohlwollen und Zärtlich- ^lt für mich. Ich besaß keine Geschwister, und mein Kinderherz gehörte außer Vater und Mutter meinem kleinen Spielgefährten. Nie werde ich diesen Tag vergessen. Am Abend, da mich die Mutter zum Fest badete und wusch, Gang unter Blütenbaumen. Von Friedrich Schnack. In der grünen schwellenden Wiese, die gesprenkelt ist mit Feuertropfen von Gelb, Weiß und Blau, lodern brünstige Erdflammen. Aus den Büschen atmet der süße Hauch zarter keimender Legenden. Es ist die ungestüme Zeit der Kreatur, der Pflanze, des Insekts, der Fische und Vögel, des Leibes, der Erde, die sich im Zeugungs- und Schöpferdrang über die Sphäre ausbreitet. Die pflanzenhaften und die tierischen Kräfte entfalten sich mit Macht; das Wachsen geschieht fieberhaft, rücksichtslos, leidenschaftlich. Die grüne, bunte Lebenswoge überbrandet die Hügel und Berge, entzündet die Wälder mit Knistern und schlägt mitten in den Himmel hinein. Die Farben Gelb, Weiß und Blau herrschen. Die Sonnenglut ist noch nicht stark genug für heftigere Töne. Rollt sie steiler empor, schießt Rot auf: die Inbrunst tritt zur Gläubigkeit, die Schwingungen werden stärker, die Rhythmen leidenschaftlicher. Die Sonne ist der himmlische Spieler, die Erde ist das Instrument, der Klang ist die Farbe. Sieben Farben: sieben Töne. Das Rot ist die Fanfare des Sommers. Die Bläue: der Flötenton des Frühlings. Die Schöpfungslust öffnet alle Geheimnisse: die Kräfte des Lebens setzen sich durch. Der Wille der Keime imb Wurzelsäfte schafft sich Bahn, selbst die Steine alter Gemäuer und verwitterter Türme übergrünt ein lebendiger Hauch. Ist dies alles getan, sind alle Frühlingstaten verrichtet, strotzen die Bäume im Laub, prunken die ländlichen Gärten und Auen, bann sind vierzig Tage seit Ostern vergangen, Pfingsten ist da. Die Schwinge des Geistes schwebt hoch über der tierischen und pflanzenhaften Leidenschaft. II*. Geschichtliche Erinnerungen von Venedig bis tzorinth. Im Golf von Korinth, Mitte April 1935. So oft ich über das Mittelmeer fuhr, stets hatte ich das Gefühl: alle großen Gesten und großen Worte der neuen Römer — was helfen sie ihnen? das Mittelmeer hat keine eigne Weltbedeutung mehr, und kein bloßer Mittelmeerstaat wird je Großmacht im modernen Sinn werden. Etwas anderes ist es mit den Kulturdenkmälern in den Ländern ums Mittelmeer Sie bilden e i n ewiges Erbe unseres abendländischen Geistes, von den Ruinen Griechenlands bis zur italienischen Renaissance, und aus besonderen Gründen noch etwas darüber hinaus, denn das Papsttum zog eine Zeitlang noch große Mittel nach Italien, als Welthandel und Weltverkehr das Mittelmeerbecken schon verließen Ich fuhr auf dem Canale Grande in Vene- d i g zwischen der doppelten Reihe seiner Paläste, ich ging über den Markusplatz, und gab mich ganz dem Eindruck der Prachtbauten hin, die ihn umgeben, und ich fragte mich dabei: Wie groß war denn der Handel Venedigs zu feiner Blütezeit, als all das Geld zusammenkam, das dieser Prunk gekostet hat? Man hat versucht, es zu berechnen, und ist auf 15 bis 20 Millionen Mark im Jahr nach heutigem Gelde gekommen, wovon ein Viertel Gewinn war. Nach jetzigen Maßstäben sind das für eine Seehandelsstadt nur kleine Beträge. Ihre regelmäßige Häufung durch die Jahrhunderte bedeutete aber sehr viel in Zeiten, die überhaupt kleinere materielle Maßstäbe hatten, als unsere Gegenwart. Und womit wurden diese Millionen verdient? — Mit Luxuswaren aus dem Nahen und Fernen Orient, die ihren Weg über Venedig nahmen, solange Indien noch nicht auf dem Seewege erreicht war, — Waren, die heute eine verschwindende Rolle im Welthandel spielen. Wem von uns würde es einfallen, für den Kaufmann als typischen Spitznamen den „Pfeffersack" zu erfinden? Als man die jetzigen narkotischen Genußmittel, vor allem Tabak und Kaffee, noch nicht kannte, war der Gebrauch von Gewürzen zur Anregung der Lebensgeister bei allen, die den kostspieligen Genuß bezahlen konnten, allgemein; und weil jene Stoffe viel Jahrhunderte lang auf dem Weg durchs östliche Mittelmeer kamen, entstanden daraus, auf eine etwas verkürzte Formel gebracht, Venediger und Genueser Reichtum und Macht Wir fuhren gestern durch die Meerenge von Otranto aus der Adria hinaus ins Jonische Meer und hielten an zum Besuch von Korfu. Vor der alten Zitadelle steht ein merkwürdiges Denkmal des • venetianifchen Feldmarschalls Hans vonder Schulenburg: der märkische Junker in römischer Jmperatorentracht! Die Inschrift sagt, der Senat von Venedig Habe ihm das marmorne Standbild noch bet Lebzeiten setzen lassen, wegen seiner Verdienste um die Republik. Schulenburg hatte, am Anfang des 18. Jahrhunderts, eine schwere Türkenbelagerung abgeschlagen,, aber bie Insel Korfu war der letzte R e st des venetianifchen Kolonialreichs im Orient! Eben haben wir die Straße von Le- panto, den Eingang des Korinthischen Golfs, hinter uns. Hier siegte Don Juan d'Austria, Kaiser Karls V. Sohn von der schönen Regensburgern Patrizierstochter, in einer großen Seeschlacht über b i e Türken. Der zwanzig Meter lange, blauseibene Wimpel seines Abmiralschiffes wirb noch in ber Kathebrale von Tolebo aufbewahrt. Es war auch ein glänzenber Türkensieg, aber was bebeutete er, auf eine geschichtlich nicht ferne Zu- funft gesehen, neben ben Cortez unb Pizarro, ben Drake unb Hubson? Wer burchs Mittelmeer fährt, ber erlebt, ob er ' * Vgl. ben ersten Reisebericht in Nr. 82 bes 1 Gießener Anzeigers vom 6. April. i Wer ist tauglich für den Dienst in der Wehrmacht? Gtreifzüge im Mittelmeer Von Dr. Paul Rohrbach Wehrpflichtige unb Freiwillige. Berufliche Vor- bilbung ist weniger wichtig als Neigung zum Sanitätsbienst. Ist ein Untersuchter zwar tauglich, aber auf Grunb ber vorstehenben Sonberforberungen für eine bestimmte Waffengattung nicht geeignet ist bies im Urteil zum Ausbruck zu bringen. 2. Marine. Für die Wehrpflichtigen und Freiwilligen der Marine gelten hinsichtlich der allgemeinen körper« lichen und geistigen Eigenschaften die gleichen Bestimmungen wie für das Heer. Für verschie« bene Dienstzweige werben mit Rücksicht auf ben langjährigen Borbbienst unb bie Ausbilbung an ben hochentwickelten Anlagen ber heutigen Kriegsschiffe Freiwillige gebraucht, bie neben allgemeiner Gesunbheit unb kräftigem Körperbau in einer Beziehung hervorragen: Seh- unb Hörvermögen, geistige Regsamkeit und Ausdauer usw. 3. Lustwaffe. Bei ber Luftwaffe finb bie Anforberungen je nach ber Verwenbung verschiebenartig. Geistige Regsamkeit unb gute Auffassungsgabe sind notroenbig. Das fliegenbe Personal soll möglichst eine Große von 165 cm unb nicht mehr als 190 cm haben. Farbentüchtigkeit unb normales Sehvermögen (ohne Glas) wirb verlangt. Die enbgültige Auswahl bes fliegenben Personals erfolgt erst nach eingehenber Untersuchung in de« fonberen Fliegeruntersuchungsstellen. Für bie ßuft« schutztruppen ist ebenfalls unbedingte Farben» tüdjtigfeit unb befonbers gutes Seh- unb Hörvermögen erfvrberlich. Brillenträger unb Leute mit einer Größe unter 165 cm sollen nur in he« fonberen A u s n a h m e f ä l l e n zugeteilt merbem Beschränkte Tauglichkeit Haden Unter- suchte mit erheblichen körperlichen Fehlern unb Gebrechen, bie bie Leistungsfähigkeit zwar herabsetzen, jeboch noch eine beschränkte bienstliche Verwenbung zulassen. Hierunter fallen auch Untersuchte, bie eine Hilfsschule besucht haben, sofern sie nicht auf Grunb anberer Fehler als „untauglich" ober „völlig untauglich" zu bezeichnen sind. Bei Beurteilung der U n t a u g l i ch k e i t muß der Arzt prüfen, ob der festgestellte Fehler den Untersuchten nur für den Wehrdienst untauglich macht. Denn die Ergebnisse der militärärztlichen Untersuchungen sollen auch für andere Zwecke (z. B. Arbeitsdienst, allgemeine berufliche Verwendbarkeit) nutzbar gemacht werden können. Ein Untersuchter kann auch mit einem erheblichen körperlichen Fehler oder einer nicht heilbaren Erkrankung im bürgerlichen Erwerbsleben sehr gut noch eine voll leistungsfähige Arbeitskraft darstel- len, auch wenn er den Sonderanforderungen des Dienstes in der Wehrmacht nicht gewachsen ist. Als völlig untauglich sind Untersuchte zu bezeichnen, die infolge hochgradiger geistiger ober körperlicher Fehler und Gebrechen dauernd berufsunfähig sind oder nur unter besonderen Voraussetzungen eine beschränkte berufliche Tätigkeit ausüben können. Es sind tauglich für: 1. Heer. a) Infanterie. Wehrpflichtige und Freiwillige, die den Anstrengungen der Märsche gewachsen sind. b) Artillerie. Schlankwüchsige, aber kräftige Wehrpflichtige und Freiwillige. c) Kavallerie. Wehrpflichtige und Freiwillige mit nicht zu hohem Körpergewicht. Das Gewicht soll 65 kg möglichst nicht übersteigen. Da das Gewicht mit Körpergröße eng verkoppelt ist, fall die Größe 172 cm möglichst nicht überschreiten. Kurzen Oberkörper und lange Beine wird man meistens unter Bewerbern von schlankwüchsiger Form finden. Geistige Begabung ist notwendig, Gewandheit und eine gewisse Schreibfertigkeit erwünscht. d) Pioniere. Muskelkräftige Wehrpflichtige und Freiwillige. „Muskuläre" ober „runbe Korper- bauform". Untersuchte mit einer Körpergröße unter 165 cm finb nur in beschränktem Maße zuzuteilen. einen verbeckten unb verschlossenen Korb, unb wieder nickte er mir zu unb bas war wie bas beste Versprechen. Beim Osterumgang nach bem Hochamt hielt er an ber Kirchtür feinen Korb bem Sprengel bes Pfarrers hin, ich sah, wie bas heilige Oster- wasser auf ben Deckel spritzte, ich horte bie segnen- öen Worte bes Priesters. Ein golbener Nebel wogte oor meinem Gehirn ...ich erschrak, als Vater mich am Arm ergriff, meinen Kopf zu bem verschlossenen Äorbe hmneigte unb leise befahl: Horch einmal! Ich horchte mit angehaltenem Atem, es kratzte und raschelte im Korb, und da tat Vater noch mehr: er ueß mich durch einen Spalt hineinsehen...Ich sah em braunes Fell und grünliche Augen... Bärchen lag tm Korb, gesund und lebendig... Gott hatte me^in Gebet erhört. Ach, das war ein gesegnetes 3ch wurde älter, und eines Tages fingen die Wunder vor der Wirklichkeit zu verblassen an. Da geschah es, daß ich wieder einmal mit einer Frage nor meinen Vater hintrat. Ich forschte nach dem Osterwunder: Gott hatte doch wohl nicht wirklich Barchen wieder aufgeweckt? Ich lächelte klug und überlegen. Aber Vater lächelte diesmal nicht, er sah nuch ernst und gut an und sagte etwa folgendes: Glaubst du, daß Gott sich zu allem und jedem per- onUrf; herbeiläfet? Wozu hätte er dann feine tau- fenb Mittel unb Umwege? Unb was bir wie ein Wunber war unb Leid aus deinem Kinderherzen sortnahm, sollte dir das heute nichts mehr sein? Da ließ ich den Kopf sinken und dachte über Va- ters Worte nach, und später lernte ich, ein wie großes Wunder Ostern sei ... eine Neuerschaffung ber Welt, eine Neuerschaffung unserer Herzen. Sochschuinachnchten. Professor Dr. von Möllendors von ber Unwersitot Freiburg i. Br. hat einen Ruf auf den anatomischen Lehrstuhl an der Universität Zürich angenommen. Geheimrat Professor Dr. Max Busch, Ordinarius für Pharmazie unb chemische Technologie an ber Universität Erlangen, tritt zu Beginn bes Sommersemesters in ben Ruhestanb. ^deutliche Professor ber Theologie D. Dr. mfreb 910^1 fg an ber Universität (Böttingen ift nn 70. Lebensjahr g e ft o r b e n. Rahlfs, der aus Hannover stammte, hat zahlreiche Arbeiten über die Septuagintaforfchung veröffentlicht. Professor Dr. Rudolf Sieverts, Ordinarius jus Strafrecht unb Kriminalpolitik an ber Univer» iaoE Aumburg, würbe für bas Sommersemester 1935 beurlaubt, um bie Leitung bes Anglo-German Academic Bureau in London zu übernehmen^ Ich habe mich in bem Kräftestrom der Frühe und gehe hinab an den alten Weiher, der in der Wildnis der Anemonen und Butterblumen, im Kunterbunt der Bäume, Büsche und Sträucher liegt. Er hat sich mit einer firmamentenen Lasur blau gefärbt. Seine Einsamkeit lieben die wippenden koketten Bachstelzen, die über seinen Spiegel flitzen, schätzen die Finken und Grasmücken, die ihre klang- hellen Sätze von morgens bis abends ohne Auf- Hören hämmern. Mit langen Gassenpfiffen ruft die Amsel mich an und wirst mir aus einem Kastanienwipfel eine Handvoll überraschender süßer Töne auf dem Kopf. Jetzt platzt sie in Schelmerei beinahe vor lauter kullernden runden Locksignalen. Mitten in ber Sommerstille bichtet sie ein zärtliches Liebesabenteuer in ben blauen Vogeltag. Nun flötet sie schlep- penb lange, akzentuiert eigensinnige Synkopen, benkt noch ein wenig voller Rührung unb Trauer über ihr blitzenbes Walberlebnis nach, läßt noch ein paar achtlose Tone brauftropfen, huscht auf unb ist fort. herrscht, nach Jnbien unb bem Großen Ozean, — unb Frankreich, weil bie See zwischen Marseille unb Algier nur ber Wassergraben zwischen bem europäischen und dem afrikanischen Machtgebiet der Franzosen ist. Ein Volk, das Großmacht werden will, kann sich dazu im Mittelmeergebiet nicht mehr entwickeln, unb will es sich außerhalb ausbehnen, so wird es auch damit von denen abhängig bleiben, die Aus- und Eingänge des Beckens beherrschen. Die Geschichte kann nicht an gegen die Geographie, das hat schon der alte Napoleon gesagt, und alle Schönheit dieser blauen Wogen, aller Ruhm, den eine vergangene Geschichte an ihren Küsten gehäuft hat, können nicht an dagegen, daß wir überall" schon nach wenigen Tagesfahrten an ein Gestade stoßen, an dem es heißt: Nicht w e i - t e r! Dagegen hilft keine Pose und kein Waffenklirren; es macht nur den Augenblick bitterer, wo In Verbindung mit dem Gesetz über die Allgemeine Wehrpflicht wird eine Dienstvorschrift besonders beachtet werden, die soeben veröffentlicht ist und eine „Anleitung zur Untersuchung Wehrpflichtiger und Freiwilliger für bie Wehrmacht" barstellt. Die Vorschrift bie im Verlag „Offene Worte", Berlin W 35 erschienen ift, gibt Einzelheiten über bie ärztliche Untersuchung unb bie Bebingungen fürbie Tauglichkeit für bie einzelnen Waffengattungen an. Um ben hohen Ansorberungen bes Dienstes in ber Wehrmacht zu genügen, sollen als tauglich nur bie Untersuchten bezeichnet werben, bie kräftig gebaut, gut entwickelt unb frei von solchen Fehlern sinb, bie bie Gesunbheit, bie Beweglichkeit unb Ausdauer beeinträchtigen. Geistige Frische unb Regsamkeit, Sinn für Kamerabschaft unb Charakterfestigkeit, sowie erhöhte und gestählte Leistungsfähigkeit durch körperliche Ertüchtigung in den Jugendjahren sind Vorzüge, die in gewissen Grenzen einen Ausgleich für etwa vorhandene körperliche Fehler schaffen. Die Mindest große für den Dienst in ber Wehrmacht beträgt 154 Zentimeter. Wehrpflichtige unb Freiwillige mit einer Körpergröße unter 160 Zentimeter werben jeboch nur eingestellt, wenn befonbere Verhältnisse bies erfor- bern. Ist ber Untersuchte körperlich unb geistig völlig gefunb, von hinreichenber Große unb kräftigem Körperbau, ift er als „tauglich 1" zu bezeichnen. Werben bei ben Untersuchten stärkere Fehler fest- gestellt, ober hat er eine Körpergröße unter 160 Zentimeter, so ist er als „tauglich 2" zu bezeichnen, sofern ber übrige Befunb nicht ein anberes Urteil bebingt. Als tauglich 1 ober tauglich 2 finb auch Untersuchte zu bezeichnen, bie an vorübergehenden Krankheiten leiben, bie mit größter Wahrscheinlichkeit bis zum Zeitpunkt ber Einberufung behoben finb. Ist eine Brille nötig, um auf einem Auge volle ober fast volle Sehschärfe zu erreichen, so ist bem Urteil stets hinzuzufügen: „?B rillenträge r". Bebingte Tauglichkeit wirb burch Fehler unb Gebrechen begrünbet, bie zwar bie Gesunbheit nicht beeinträchtigen, bie Leistungsfähigkeit aber, wenn auch nicht erheblich, hevabsetzen. Zeitlich untauglich finb solche Wehrpflichtigen unb Freiwilligen, bie in ber körperlichen Entwicklung stark zurückgeblieben finb, ober bie infolge überftanbener Krankheiten noch nicht roieber im Vollbesitz ihrer Leistungsfähigkeit finb, ober bie zur Zeit ber Untersuchung an heilbaren Krankheiten leiben, beren Heilung bis zur Einberufung aber noch nicht mit Sicherheit erwartet werben kann. Aus Anlaß bes zweiten Reichsberufswettkampfe» ber deutschen Jugend, der Endkämpfe im Saargebiet und der am 1. Mai durch den Führer erfolgen» den Siegerehrung hat das Reichspostministerium einem Wunsche der nationalsozialistischen Jugend entsprochen und eine Sonderbriefmarke herausgegeben. Es ist die erste Briefmarke der deutschen Jugend. Der neue Staat bekennt sich mit der Ausgabe einer solchen Briefmarke sichtbar und vor aller Welt zu dem Leistungswillen und zu ber Einsatzbereitschaft seiner Jugend. Die Reichsberufswettkampf-Briefmarken sollen in Werten zu 6 und 12 Pfennigen nach Ostern zur Ausgabe bei den Postanstalten kommen. Kunst und Wissenschaft. Augenarzt Dr. Axel vossius f. In einem Darmstädter Krankenhaus ist dieser Tage der bekannte Augenarzt Dr. med. Axel Vossius im Alter von 43 Jahren nach einer Operation gestorben. 1891 als Sohn des Geheimrat Professor Dr. Vossius in Gießen geboren, stu- bierte unb promovierte er in seiner Vaterstabt und war anschließend auch an ber Gießener Unioerfi« tats-Augenklinik als Assistenzarzt tätig. Dr. Vossius, ber ben ganzen Krieg mit bem Gießener Regiment 116 m oorberfter Linie mitgemacht hatte, ließ sich im Jahre 1922 als Augenarzt in Darmstadt nieder und hat sich hier durch seine bedeutenden spezial« ärztlichen und menschlichen Qualitäten einen ausgezeichneten Namen gemacht. jlieft der Vater die Tür auf unb sagte mit einiger Bewegung: „Wofür nun alft Mühe? Nun ist sie doch hin. Schade!" — Ich verstand nichts von diesen Worten, aber Mutter begann in ihrer harten Art zu schimpfen, sie blitzte und donnerte auf mich herab. Sie sagte, daß ich nun meinen kindischen Willen mit diesem elenden. Vieh durchgesetzt hätte, das keinen Napf Milch wert gewesen sei, und ob fie zum heiligen Dftertag noch Aerger unb Schere- reien bamit haben solle? Merkwürdigerweise bebte trotz ber schlimmen Worte ihre Stimme unb in ihren Augen glänzte Wasser ... später verstaub ich meine Mutter gut. Ich lief in bie Stube, wo auf Blechen ber Öfter» kuchen hustete: ba lag Bärchen in meinem Bett unb rührte sich nicht. Es war weich unb warm, aber es lag mit merfroürbig gespreizten Beinen ba, unb leine Augen waren ganz oeränbert, unb als ich es auf bie Füße stellte, fiel es um. Vater sprach mit mir, unb bann meinte ich mich in ben Schlaf. Ich hatte begriffen, baß Bärchen tot sei. Am anbern Morgen läuteten bie Osterglocken bie Mutter staub zum Kirchgang gerüstet ba. Beim Frühstück las ber Vater aus bem Evangelium von ber Auferstehung ber Toten vor, aber ich bachte an Barchen, baß es tot sei unb nicht mehr herum- Ipnugeu werbe, unb bie Tränen liefen mir über bie Backen Daun begann ein Gebaute in mir zu rei» fcn, ich trat zum Vater bin unb fragte: Kann Bär- cheri nicht auch von ben Toten aufersteheu? Alle sahen mich an. Das Gesicht ber Mutter ver- schattete sich, boch ber Vater schnitt mit einem Lächeln und einer Hanbbewegung ihre Antwort ab. Er kratzte sich hiuterm Ohr, es war nicht leicht, auf meine Frage mit Ja ober Nein zu antworten- es bandelte sich um mehr als um ben Vorwitz'ber kleinen, es Haubelte sich um eine Frage auf Glauben unb Unglauben, auf Leben unb Tob. Nach langem Nachbeukeu meinte Vater zu mir, unb ba |d)ien er einen umfaffenben Gebauten zu Enbe gedacht zu haben: Ich weiß es nicht. Aber wenn du aus ganzem Herzen zu Gott bittest, glaube ich, daß er ein Wunder tun könnte, es ist ja Ostern! Mutter lächelte nicht, sie verstand in Glaubens- olugeu keinen Scherz, es zuckte und huschte über ihr Gesicht. Da mußte Vater ihr etwas zuflüsteru, denn mit einem Male sah sie in meine großen Augen, mrfte unb forberte mich auf: Komm mit in bie Kirche! — Sie fleibete mich an unb nahm mich mit ms Gotteshaus. Ich betete aubächtig, mein Herz roar schwer unb hoffnungsvoll zugleich, ber Auf- erftanbene thronte herrlich im Licht ber Kerzen, in Weihrauch unb Blumen unb sah mild auf mich herab. Später kam Vater dazu, er trug einen Korb, ftig geweckte Wehrpflichtige unh Freiwillige mit gutem Hör- und Sehvermögen und unbehinderter Nasenatmung. Farbenschwache unb Brillenträger finb nur in beschränktem Umfange zuzuteilen. (5 a n i t ä t s truppen. Geistig rege und kräftige Festlegen de iigi h . tiar im teS SÄ 3ubeite iCt5<1 i ?oten ?u ren Mer vc iw Beweg"' Um IruPP" eilvillioen x L1 % Sä s Z2Ü 1U5bQuer uslv. »* * S; Ur- uunfl aum Sft Iw Äung in be. ).ur die Lu f t. )in9te Farben. un& Körner. “ uls iw cm "°rmalez er und Leute -n nur in be. geteilt werdem klugen-. ^fswellkampfe» se im Saarge. ührer erfolgen« poftminifterium tischen Lugend fmarke her« iarfe der deut« kennt sich mit ke sichtbar und !en und zu der e Reichsberusr« den zu 6 und »gäbe bei den w IS t. laus ift hielt! ’r. med. Axel lach einer Dpe« des Geheimrat geboten, stu- Vaterstadt und jener Unioerfi« g. Dr. Dofsius, jener Regiment hatte, ließ sich irmftabt nieder lenden spezial« en einen aus« Korb, und wie« wie das beste i dem -ochoim dem Sprengel i heilige Oster- irte die segnen- er Nebel wogte als Vater mich n verschlossenen rch einmal! A ts fragte wj noch mehr- er den - Ml0» X - Bärchen ’ . Gott Halle ein geseg"^ ges singe» die nil «i"trÄ •wS * ' mehr $fl, tttt w ttu „ von 11 Iar! «(.( jiii ■*> ’Ä; w* <4 ■r ÄM • 2HM 7 MD * DU k» y :. yÄ. sM<<- j -4 < -- r < \- u - 'OML T- % / 7 '*<-? '-S • / •> 77 -•< ; > ■ \ ° ? ■ M a<- lii DM S.' 4>:M ;7 >x7MM > l "M i,-' /7 z ' • - '' ' '/ , , 'MM' MA ?' '■ z 11 1 7 '^/ZtZ' / ;•■ } < 7:. WiliiiÄ >''.% * z ■-1» 7-> 7,'te ^777/ siiOM -2.. - ■: ' •••.. Samstag, 20. HpriH935 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 03 viertes Blatt Der Blinker bei der Durchgabe 5 as Abschicken einer Meldung durch den Meldehund Auferstehungsglauben den lon vielen, die Aus der provinzialhauptstadt seine ihnen gesellt sich ein Wanderer, der durch Kompanie-Gefechtsstand mit Entfernungsmesser, Beobachter, Fernsprechanschluß und Melder. Worte ihre Herzen zum Brennen bringt, bei ihnen Einkehr Hält, mit ihnen ißt und betet, bis sie erkennen: Es ist der Herr! Er lebt und führt uns zu neuem Leben! — Don diesem Osterglauben ist jede Zeile des Neuen Testaments erfüllt. Und der größte unter diesen Osterzeugen des Auferstandenen, der Apostel Paulus, hat solchem Osterglauben wohl den herrlichsten Ausdruck verliehen in den Worten: „Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren Herrn Christus." (1. Kor. 15, 57.) Christus ist immer wieder als Sieger durch die Völker gegangen. Wir brauchen nur an unser Volk zu denken. Ihm nahte der Auferstandene in der unserm deutschen Volk eigenen Art — als der Heiland in Kraft und Ritterlichkeit, so daß unsere Ahnen ihm als ihrem gnadenreichen Herzog gerne als getreue Mannen Gefolgschaft leisteten. Denn sie sahen in ihm all das auferstandene, was sie geahnt und ersehnt hatten: Wahrheit, Gerechtigkeit, Reinheit, Bruderliebe und Gottvertrauen. Fragen wir nach dem Grund des Sieges, der dem Auferstandenen immer wieder in der Welt zuteil wird, so müssen wir zwei Tatsachen angeben: Der Auferstandene gibt den Menschen Todestrost und Lebenskraft. Durch Christi Auferstehung haben wir Todestrost. Denn durch ihn ist die Macht des Todes gebrochen. Der Tod ist durch Jesus verschlungen in den Sieg. Wir brauchen ihn nicht mehr zu fürchten, diesen Fürst der Schrecken, als brächte er uns das Ende. Er bringt uns nur jene herrliche Verwandlung, die nach oben führt, die uns mit dem Gott vereinigt, der unseren Heiland nicht im Tode ließ und darum auch die Nachfolger dieses Jesus mit Vaterhänden zu sich führt. Gewiß, auch Menschen ahne diesen Glauben sind tapfer gestorben, wenn- in ihrem Leben verspotteten, in der Todesstunde ähnlich ging wie jenem englischen Schriftsteller, der vor Angst zitternd, seinen Geist aushauchte mit den Worten: „Ich bin dabei, einen Sprung ins Finstere zu tun". Aber ob sie auch tapfer starben, keiner von ihnen, die den Osterglauben ablehnten, ist als Sieger über den Tod gestorben. Das bringen nur die Christen fertig, weil sie, wenn ihnen am allerbängsten um das Herz ist, ihres Heilands Stimme hören: „Fürchte dich nicht! Ich bin mit dir und helfe dir!" Das gibt Ewigkeitsgewißheit und Siegeskraft über den Tod. Zum andern beschert uns der Sieger über den Tod Lebenskraft. Wir brauchen diesem harten und erbarmungslosen Leben nicht mehr schwächlich ober verzweifelt gegenüberzustehen. Wir kennen ja jenen Sinn des Lebens, den der Apostel Paulus mit den Worten beschreibt: „Leben wir, so leben wir dem Herrn". Unsere Auferstehung beginnt nun nicht erst im Jenseits, sie fängt schon auf Erden an. Als Nachfolger unseres Heilandes sind wir Sieger über des Lebens Leid und Sorge, über des Lebens Schuld. Darum können wir unsere Lebensarbeit getrost und freudig tun, weil wir den Punkt außerhalb der Welt kennen, von dem aus wir diese Welt meistern. Für uns ist Ostern seligste Wirklichkeit und Gegenwart. Ist es das für uns wirklich? Ist nicht unser Öfter» glaube so matt, daß er die Osterbotschast wohl hört, aber sich an ihr nicht erheben kann? Ist nicht unsere Osterhoffnung so schwach, daß wir von ihr weder Todestrost, noch Lebenskraft erhalten? Gleichen wir nicht den verzagten Enzmausjüngern viel mehr als den Helden, die' die erste Christenheit als Boten in die Welt sandte? Wenn dem so ift, dann wollen wir des Siegesfürsten Osierbotschaft vernehmen: Meine Zeit ist nahe, ich will Ostern bei d i r halten! Wie einst von ihm, so geht noch heute von seinem Bild im Evangelium Sonnenlicht aus. Laß dich davon erleuchten, du glaubensarme Seele! Und blicke auf einer Meldung. (Aufnahmen: Photo-Pfaff) Oie Osterbotschast Es war im bolschewistischen Rußland zur Zeit d:r stärksten Gottlosenpropaganda. Lunatscharsky h»elt in Moskau eine große Versammlung gegen bee christliche Religion. Mit Fanatismus eiferte er g- gen den Christenglauben. In der folgenden Aus- flache meldete sich auch ein Geistlicher zum Man wollte es ihm nicht geben. Aber er Derfprpd), rur zwei Sätze zu sprechen. Die wurden ihm fchlietz- lch zugestanden. Der Geistliche begann mit Dem ur- c:ten russischen Ostergruß: „Christ ist erstanden, lanb die Volksmenge, wie ein Mann sich erhebend, gabelte ihm trotz allen Terrors entgegen: „Er ist wahrhaftig auferstanden!" „Ich habe dem nichts hmzuzufügen!" lautete der zweite Satz. Nicht er erließ als Sieger die Rednertribüne. Man spurte, Ctyriftus war hier der Sieger. Christus ist Sieger! — das ist die Botschaft von Citern. Er ist Sieger über Grab und Tod, Sünde und Schuld und damit — über das Menschenherz. Ims beweisen uns die Menschen, die den Auserstan- b nen zuerst als Sieger erlebten, seine Jünger und Nngerinnen, die durch das Ostererlebnis neue Men- iqjen werden. Da gehen am Morgen des Ostertages 0 rängstete Frauen zum Grabe, um den Leichnam , ihres Meisters zu salben, und sie verlassen das offene Grab als Boten des Auferstandenen: Wir b auchen den Lebendigen nicht mehr unter den loten zu suchen. Da steht Maria Magdalena an b m Grab Jesu und weint, aber ihr begegnet der fcrr, um den sie weint, und aller Zweifel, alle lirauer, alle Hoffnungslosigkeit versinkt in dem etrom der Freude: Jesus ist Sieger! Da gehen Lunger über Feld nach Emmaus, „ihre Augen sind v'll Tränen, ihre Herzen voll Verdruß", und zu die Menschen, die wirklich Ostern erlebt haben und nun als Sieger das Leben und den Tod bezwingen. Ihnen schließe dich an, schau auf ihr Lebenswerk! Es wird auch dich zur Ostergewißheit führen, denn es ist das Osterlied des Lebens, das Siegerlied: „Nun schmückt das Kreuz mit Palmen und trauert ferner nicht! Singt dem Erlöser Psalmen, denn Jejus hat gesiegt!" Dozentenjubiläum. Der weit über die Grenzen unserer Landesuniversität hinaus bekannte Rechtsgelehrte Professor Dr. jur. Otto Eger beging in diesem Monat sein 25jähriges Dozentenjubiläum. Einige Studenten sind durch das Vorlesungsverzeichnis darauf aufmerksam geworden, und so hatten sich vergangene Woche junge Juristen, der Führer und einige Amtsleiter und Mitarbeiter der Gießener Stuoentenschast und des Studentenwerks im Gießener Studentenhaus eingefunben, um im kameradschaftlichen Kreise mit Professor Eger diesen Ehrentag zu begehen. Nach einer kurzen Begrüßung sprach der Geschäftsführer des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, Hochschulgruppe Gießen, cand. jur. Fritz Friedrich die Glückwünsche und den Dank der Gießener Studentenschaft aus. Er würdigte die jahrelange Tätigkeit des Jubilars als Hochschullehrer an unserer Landesuniversität und betonte stark die kameradschaftliche Verbundenheit zur Studentenschaft, welche die Wirksamkeit Professor Egers vor allem auszeichnete. Sein Einsatz bei der Aufstellung und Führung der im Jahre 1923 gegen die in Mittel- und Westdeutschland ausgebrochenen kommunistischen Unruhen hier aufgestellten Studentenkompanien, seine nun 14jährige uneigennützige Arbeit als Vorsitzender des Stuben- tenwerks Gießen E. V. am Ausbau ber ftubenh- schen Fürsorgeeinrichtungen und bei der Schaffung des Gießener Studentenhauses, seine Sorge um die Aufrechterhaltung und Weckung des Wehr- Der MchrichieMenst im Reichsheer. Bilder von der Nachrichtentruppe unserer Gießener Garnison. Der Bewegungskrieg 1914 zeigte deutlich, von meld)’ ausschlaggebender Bedeutung für das Ge- lingen einer Schlacht eine schnelle und sichere Nach- ichtenübermittluna ist. (Meldung von der kämpfenden Truppe zur Führung und umgekehrt. Befehle !Festlegen des Fernsprechkabels an einem Baum. von der Führung an die vorderste Front.) Es ist deshalb verständlich, daß man dem Ausbau der technischen Nachrichtenmittel auf Grund dieser ersten Beobachtungen schon während des Krieges erhöhte Aufmerksamkeit schenkte. Doch die gewaltigen Materialschlachten, durch die die schon lichten Reihen der kämpfenden Truppen fast auseinander» gerissen wurden, in denen die Verbindung nach hinten durch eine Sperrfeuerwand fast vollständig abriß, also Drahtleitungen fast restlos zerstört wurden, Meldeläufer kaum durchkamen, zeigten, daß noch andere Nachrichtenmittel, wie Meldehunde, Brieftauben, Flieger usw., in bas Nachrick- tensystem eingegliebert werben mußten, um so eine ständige Verbindung zwischen Führung und Truppe zu gewährleisten. Ein weiterer Ausbau des Nachrichtenwesens war auch schon deshalb notwendig, weil man bis zum Kompanieverband herab gezwungen war, die Truppe nach Breite und Tiefe weiter auseinanderzuziehen, um dadurch größere Verluste zu vermeiden An den Nachrichtenmann wurden bei diesen mörderischen Kämpfen überaus hohe Anforderungen an Mut, Ausdauer, Kaltblütigkeit und Unerschrockenheit gestellt. Die im Weltkrieg gesammelten Erfahrungen wurden richtunggebend für die Arbeit in der Nachkriegszeit. Heute nimmt das Nachrichtenwesen bei allen Heeren einen bevorzugten Platz ein. Kleine Einheiten, wie Bataillon, M.-G.-Kompanien usw., hat man mit Nachrichtenzügen bzw. -staffeln ausgerüstet, um jederzeit über eine gut ausgebildete Nachrichtentruppe schnell verfügen zu können. Für die weitere Vervollkommnung des Nachrichten- Die Ankunft eines Meldehundes. Beobachter am Scherenfernrohr mit Fernsprechstelle. Der Störungssucher beim Beseitigen einer Leitungsstörung. wesens, für die Ausbildung und bewußte Erziehung des erforderlick;en Personals, werden die beste'n Kräfte eingesetzt. Nicht jeder körperlich gut veranlagte Soldat gibt einen guten Nachrichtenmann ab Der Nachrichtenmann muß daneben technisches Verständnis haben und muß einen gewissen Grad von Intelligenz besitzen; denn der Dienst stellt nicht nur hohe Anforderungen an den Körper, sondern vorwiegend an den Geist. Der Nachrichtenmann wird zuerst in der Wasfen- und Kampftechnik seiner Truppengattung ausgebildet, damit er mit dem gesamten Geländedienst und der Waffenwirkung vertraut wird und die taktischen Grundsätze für das Gefecht kennen lernt. Der Nachrichtendienst muß sich der eingesetzten Formation eingliedern bzw. anschmiegen. Anschließend daran beginnt die Einführung in den technischen Dienst, wie -Gerätekunde, Legen von Leitungen, Beseitigung von Störungen usw. Die Grundlage für den praktischen Dienst bildet neben der Gerätekunde die Kenntnis und völlige Beherrschung des Morsealphabetes, das für Funk- und Blinkdienst die Voraussetzung ist. Die Ausbildung des Mannes, die auch weiterhin im Geländedienst, Exerzieren usw. eine Förderung erfahren muß, ist, wie auch die beigefügten Bilder zeigen, eine recht vielseitige und interessante, so daß, wie schon an anderer Stelle hervorgehoben wurhe, nur gut veranlagte und passionierte Soldaten für diesen technischen Dienst geeignet find. Gießen am Geburtstag des Führers. willens in der studentischen Jugend, die durch bereits in den Jahren 1929 und 1930 eingerichtete Kurse ihren Ausdruck fand, haben ihn schon zur 3eit seines ersten Rektoramtes an der hiesigen Universität im Jahre 1923 den Ehrennamen eines Führers und väterlichen Freundes der Studentenschaft gebracht und bis zum heutigen Tage erhalten. Dank und Wunsch der Studentenschaft klang in der Hoffnung aus, Professor Eger als Führer, Freund und Kameraden der studentenschaftlichen Arbeit weiterhin verbunden zu wissen. Großbetrieb beim Standesamt. Am heutigen Samstag, 20. April, finden beim Standesamt in Gießen 21 Eheschließungen statt, am dritten Ostertag eine, am Mittwoch, 24. April, drei, im ganzen also fünfundzwanzig Dftertrauungen. Nie Gießener Spende für die Innere Mission. Die Sammlung für die Innere Mission, die in der Zeit vom 8. bis 14. April in Gießen erhoben wurde, hatte ein Ergebnis von 3882,99 Mark. Hiervon entfielen auf die Haussammlung 2207,46 Mark, auf die Strahensammlung 1675,53 Mark. Erwachsene Gemeindeglieder hatten bereitwillig die Haussammlung übernommen, die Straßensammlung wurde von jugendlichen Gemeindegliedern durchgeführt. Eine Anzahl von Studenten der Theologie hatte sich gleichfalls in den Dienst dieses Liebeswerkes gestellt. Warnung vor unberechtigter Lehrlingseinstellung im Handwerk. Der Kreishandwerksmeister in Gießen teilt uns mit: Wiederholt in letzter Zeit festgestellte Fälle, in denen von nicht zur Anleitung von Lehrlingen befugten Handwerkern Lehrlinge unter der Bezeichnung „Volontär" usw. eingestellt worden sind, geben Veranlassung, vor der Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen über das Lehrlingswesen zu warnen. Zur Anleitung von Lehrlingen ist nur derjenige oefugt, der die Meisterprüfung abgelegt hat oder dem die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen durch die untere oder höhere Verwaltungsbehörde verliehen worden ist. Wer entgegen diesen Bestimmungen Lehrlinge einstellt, kann mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mark belegt werden, an deren Stelle im Unvermögensfalle Haftstrafe tritt. Die Verschleierung des Lehrverhältnisses durch die Bezeichnung „Volontär" kann ihn vor dieser Strafe nicht schützen. Aber auch an die Eltern und Vormünder der zu Ostern zur Entlassung kommenden Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen, ergeht der dringende Rat, die jungen Menschen nur bei solchen Handwerkern in die Lehre zu geben, welche die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besitzen, damit sie vor Schäden und Unannehmlichkeiten bewahrt bleiben. Ebenso wird davor gewarnt, sich durch Versprechungen anderer, welche keine Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besitzen und angeben, sich die erforderliche Berechtigung noch zu erwerben, nicht verleiten zu lassen, ihr Kind, bezw. Mündel dort in die Lehre zu geben. Diesen Lehrlingen wird späterhin die Lehrzeit nicht angerechnet und sie daher auch zur Gesellenprüfung nicht zugelassen. Die Unterbringung bei zur Anleitung von Lehrlingen nicht befugten Handwerkern bedeutet somit eine große Gefahr für das Weiterkommen des Lehrlings. Auskünfte über die Personen, welche die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besitzen, erteilt die Kreishandwerkerschaft Gießen, Goethe- straße 7, 1. Stock, oder die für das Handwerk zuständige Innung. Eignungsprüfung und Lehrlingseinstellung im Handwerk Es wird wiederholt auf die Anordnung der Kreis- Handwerkerschaft Gießen sowie des Arbeitsamtes, Abteilung Berufsberatung, hingewiesen, nach der nur solche Lehrlinge in Handwerksbetrieben ein« In unserer Stadt wehen am heutigen Geburtstag unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in allen Straßen die Fahnen. Obwohl eine Beflaggung nur für die behördlichen Gebäude angeordnet worden war, kamen heute früh ganz spontan auch an den Privathäusern in allen Stadtgegenden die Fahnen des Dritten Reiches heraus, um als äußeres Zeichen der dankbaren Verbundenheit und treuen Gefolgschaft der Gießener Volksgenossen den Mann, dem wir allen mit Vertrauen folgen, zu seinem 46. Geburtstage herzlich zu grüßen. Geburtstagsappell der Wehrmacht. Unsere Garnison beging den Geburtstag des Führers und Reichskanzlers, ihres Oberbefehlshabers Adolf Hitler heute vormittag mit Appell in der Kaserne. In soldatisch eindrucksvollen Worten wurde dieses Geburtstagsfest gebührend gewürdigt, der unlöslichen festen Verbundenheit zwischen der Wehrmacht und ihrem Oberbefehlshaber Ausdruck gegeben und das innige Band der gegenseitigen Treue im Dienste des deutschen Vaterlandes mit dreimaligem kräftigem Hurra auf den Oberbefehlshaber Adolf Hitler bekräftigt. Die Geburtstagsfeier der SA. Die SA. des Standortes Gießen wird die Feier einem Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 am heutigen Nachmittag von 16 bis 17 Uhr an der Ecke Plockstraße-Johannesstraße gestellt werden dürfen, die sich vor dem zuständigen Arbeitsamt, Abteilung Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung, einer Eignungsprüfung bzw. Eignungsuntersuchung unterzogen haben und für das betreffende Handwerk als geeignet vermittelt worden sind. Die von dem Arbeitsamt, Abteilung Berufsberatung, ausgestellte Bescheinigung hat sich der Lehrherr von dem eingestellten Lehrling aus- händigen zu lassen. Diese muß den Lehrverträgen bei Anmeldung des Lehrlings zur Lehrlingsrolle beigefügt werden. Die Innungen haben in den Fällen, in denen die Bescheinigung nicht beigebracht werden kann, die Eintragung des Lehrlings in die Lehrlingsrolle abzulehnen und die Entlassung des Lehrlings zu fordern. Lehrmeister, welche die Einstellung von Lehrlingen zu Ostern d. I. noch beabsichtigen und nach den gegebenen Bestimmungen hierzu berechtigt sind, werden aufgefordert, die Meldung der freien Lehrstellen umgehend bei dem Arbeitsamt, Abteilung Berufsberatung, Bahnhofstraße, vorzunehmen. Kein Verbrechen. Angst vor dem verspäteten Heimgehen. Zu dem Verschwinden und Wiederauffinden der 15 Jahre alten Marie Hengst aus Kinzenbach, worüber wir im Gießener Anzeiger vom 15. April berichteten, übermittelt nunmehr die Kriminal- polizeistelle Gießen der Oeffentlichkeit folgenden Polizeibericht: Aufklärung in der Vermihlenauffindung bei der Vieberlalbahn. Die 15jährige M. H. aus Kinzenbach wurde am 4. April 1935 von Angehörigen bei der Kriminal- polizeiftelle Gießen als vermißt gemeldet. Die sofort angestellten Nachforschungen blieben erfolglos. Am 13. April 1935 wurde sie dann, wie bereits in der Presse berichtet, in einer außer Betrieb gesetzten Lokomotive der Biebertalbahn aufgefunden. Die in den Presseberichten ausgesprochenen Vermutungen über das Vorliegen eines etwaigen Verbrechens (Der Gießener Anzeiger hatte solche Vermutungen nicht geäußert. D. Reo.) haben sich, nach den umeinleiten. Für das Platzkonzert ist die nachstehende Vortragsfolge vorgesehen: 1. Alt-Niederländisches Dankgebet. 2. Marsch „Graf Zeppelin" von Teike. 3. „Dem deutschen Volke", Vaterländische Ouvertüre von Karl Zimmer. 4. „Die kleine Truppe" von Löhr. 5. „Houns Zauberboon" aus „Oberon" von C. M. v. Weber. 6. „Deutschlands Ruhm", Marsch von Schröder. ♦ Als Hauptfeier der Gießener SA. folgt am heutigen Samstagabend um 2 0 Uhr der SA.-Appell mit Großem Zapfenstreich auf Oswaldsgarten. Hierzu werden alle Stürme des Standorts Gießen aufmarfchieren. Die Ansprache wird Standartenführer Lutter halten. Nie 7lGV. speist 400 Hilfsbedürftige. Aus Anlaß des Geburtstages des Führers Adolf Hitler speist die NSV., Kreisamtsleitung Gießen, am heutigen Samstagmittag 400 hilfsbedürftige Volksgenossen im Caf6 Leib. Die Gäste werden mit einem Mittagessen, ferner mit Kaffee und Kuchen, bzw. Bier und Zigarren bewirtet. Verschiedene hiesige Firmen haben diese Sonderaktion der NSV. mit namhaften Warenspenden unterstützt. Es sind dies die Firmen Denninghoff, Rinn & Cloß, Schirmer, I. B. Noll, Gailsche Zigarrenfabrik, Gustav Geiße, Kaffee-Schlüter und die Molkerei Grieb. Die Sondermaßnahme der NSV. wird sicherlich bei allen Beteiligten große Freude auslösen. fangreichen Ermittlungen nicht bestätigt. Es liegt keineswegs ein Sittlichkeitsverbrechen, noch sonst eine andere strafbare Handlung vor. Das Mädchen ist ohne jegliche Beeinflussung allein in die Lokomotive eingeftiegen, da es sich verspätet und Angst zum Nachhausegehen hatte. Eine eingetretene Bewußtlosigkeit hielt die H. in dem Führerstand der Lokomotive zurück. Nach dem Erwachen hatte sie aber nicht mehr die Kraft, die Lokomotive durch das hochgelegene Fensterchen, durch das sie eingeftiegen war, zu verlassen. Der Gpielplan des Stadttheaters. Aus dem Stadttheater-Büro wird uns geschrieben: Sonntag, 21 April, 19 Uhr auf vielfachen Wunsch die romantische Operette: „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß. Leitung haben Wrede — Cuj 6 — von Rabenau. — Montag, 22. April, außer Abonnement um 19.30 Uhr die Schlager-Operette: „Der Vetter aus Dingsda" von Künneke; Leitung Hub—- C u j 6 — von Rabenau. — Dienstag, 23. April, das Lustspiel: „So ein Mädel! (Extemporale)" von Sturm und Färber; Spielleitung hat Karl Volck. Dauer von 20 bis 22 Uhr. — Mittwoch, 24. April, Erstaufführung der Operette: „Graf von Luxemburg" von Lehar; Leitung Wrede — Cujs — von Rabenau. Dauer von 19.30 bis 22.15 Uhr. — Donnerstag, 25. April, geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne: „Die armseligen Besenbinder", altes Märchen von Carl Hauptmann; Spielleitung Anton Neuhaus. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Freitag, 26. April, 20 Uhr Wiederholung: „Der Graf von Luxemburg", Operette von Franz Lehär; Leitung Wrede — Cuj 6 — von Rabenau. Dauer bis 20.45 Uhr. — Samstag, 27. April, geschloffene Vorstellung für die NS.'-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, die Operette: „Der Vetter aus Dingsda" von Künneke; Leitung Hub — Cuj6 — von Rabenau. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. Spielplan und Dienslag-Abonnemenl. Aus technischen Gründen sollten ursprünglich die Dienstag-Abonnenten das Schauspiel: „Vertrag um Karakat" nicht im Abonnement haben und als Aus« gleich dafür das Lustspiel: „So ein Mädel! (Ertem- porale)". Es ist der Intendanz nun gelungen, durch Spielplan-Dispositionen doch zu erreichen, daß die Dienstag-Abonnenten neben dem Lustspiel: „So ein Mädel" am 23. April, auch das Schauspiel „Vertrag um Karakat" als 28. Dienstagsoorstellung am 30. April erhalten. Das Lustspiel „So ein Mädel!" kommt jedoch nur einmal, und zwar am 23. April, zur Aufführung. Daten für den 20. April. 1839: Karl I., König von Rumänien, in Sigmaringen geboren (geft. 1914); — 1889: der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Braunau am Inn (Oberösterreich) geboren. Daten für den 21. April. 1488: Ulrich von Hutten auf Burg Steckelberg bei Fulda geboren (gestorben 1523); — 1736: der österreichische Feldmarschall und Staatsmann Prinz Eugen von Savoyen in Wien gestorben (geboren 1663); — 1782: der Pädagoge Friedrich Fröbel in Oberweißbach in Thüringen geboren (gestorben 1852); — 1918: der Flieger Manfred von Richthofen fällt bei Sailly-le-Sey (geboren 1892); — 1920: Gründung der ersten Ortsgruppe der NSDAP, außerhalb Münchens in Rosenheim. — 1924: die Schauspielerin Eleonore Düse in Pittsburg (Pa.) gestorben (geboren 1859). Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 20. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing (gelb), das Pfund 15 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 28 bis 30, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 25, Unterkohl, rabi 8 bis 10, Grünkohl 10 bis 15, Feldsalat 90 Pf., bis 1 Mark, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 50 bis 60, Schwarzwurzeln 25, Rhabarber 25, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 35 bis 40 Pf., Honig 40 Pf. bis 1,10 Mark, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Enten 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 60 bis 70 Pf., Blumenkohl 40 bis 60, Salat 28 bis 30, Salatgurken 60 bis 70, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 45, Rettich, Bündel 20 bis 45, Radieschen 15 Pf. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag: SA.« Appell mit Großem Zapfenstreich um 20 Uhr am Oswaldsgarten. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Oberwachtmeister Schwenke". — Astoria-Licht- spiele, Seltersweg: „Schatten der Unterwelt". — „Zum Feldschlößchen", Rodheimer Straße: Preis- schießen. — Bavaria: Hotel Köhler. — Tageskalender für 1. Öfter feier- tag: Stadttheater: 19 bis 22.15 Uhr: „Der Zi- geunerbaron". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Oberwachtmeister Schwenke". — Astoria-Licht- spiele, Seltersweg: „Schatten der Unterwelt". — -Zum Feldschlößchen", Rodheimer Straße: Preis- schießen. — Bavaria: 11 Uhr Hotel Kobel. — Wal- deslust: Saison-Eröffnung. — Tageskalender für 2. Ofterfeier- tag: Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr: „Der Setter aus Dingsda". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Barcarole". — Astoria-Lichtfpiele, Selters- weg: „Schatten der Unterwelt". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr II. Ausstellung aus Gießener Privatbesitz. — „Zum Feldschlößchen", Rodheimer Straße: Preis- schießen. — Bavaria: 11 Uhr Caf6 Amend. ♦ ** D i e Museen bleiben am ersten Ostertag geschlossen. Am zweiten Ostertag sind sie zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Straßensperrung. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Wegen Vornahme von Kanal- bauarbeiten wird die Straße Am Nahrungs- »».... Vornan von Charlotte prenzel. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). 3 Fortsetzung Nachdruck oerboten! Fhr Blick schweifte ab. Seine Frau! Oh, wie hatte sie monatelang, jahrelang auf eine Frage von ihm gewartet, denn der Sohn des reichen Leder- Händlers konnte feiner Frau alles gestatten, was das Leben lebenswert machte. Wie oft war sie Hohe daran gewesen, ihm die Worte in den Mund Zu legen, und hatte immer wieder gezögert, aus Furcht, denn sie wußte nicht, was sie hätte beginnen sollen, wenn diese einzige große Chance, die ihr das Leben bis jetzt geboten, plötzlich wie eine Seifenblase zerplatzte. Nun fragte er! Wie Hütte sie noch gestern, noch vor wenigen Stunden mit erleichtertem Seufzer ihm ihre Hand gegeben. Fetzt aber war alles anders, jetzt war ein Mann in ihr Leben getreten, der einer Frau keine glänzende Wohnung zu bieten brauchte, der ihr fein Auto, keine Dienstboten zu stellen nötig hatte, und dem sie schon heute bedingungslos gefolgt wäre. „Deine Frage trifft mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel! begann sie endlich, und in ihre schwankende Stimme kam langsam Festigkeit. „Lieber Kurt, wir kennen uns seit Jahren, wir sind sozusagen Jugendfreunde, und du haft nie auch nur die leiseste Andeutung gemacht, daß du mich zur Frau begehrst!" Auf fein breites, nicht sehr intelligentes, aber gutmütiges Gesicht trat ein Lächeln. „Ich habe in dir eigentlich immer meine zukünftige Frau gesehen, und meine Mutter hat mich in dieser Meinung unterstützt. Du weißt, du hast bei ihr einen Stein im Brett. Nun heiratet doch meine Schwester näch- jles Frühjahr nach Hamburg, da möchte meine Mutter Ersatz für die verlorene Tochter." „Aber dein Vater? Er weiß doch, daß ich kein Vermögen besitze!" „Gewiß! Und ich muß dir offen sagen, daß Vater gegen unsere Verbindung war! Er wollte natürlich eine Schwiegertochter, die ihm das wieder ins Geschäft brachte, was die Tochter nehmen würde. Nun ist mir aber vor zwei Monaten die Erbschaft einer Tante zugefallen. Mir ganz allein — und nun hat der alte Herr auch nichts mehr gegen dich einzuwenden. Gefallen hast du ihm übrigens immer." Irenes Brust entrang sich ein zitternder Seufzer. Warum griff sie nicht zu? Hinhalten!, raunte ihr eine Stimme in ihrem Innern zu — Hinhalten, es auf keinen Fall mit ihm verderben. „Ich kann nichts anderes sagen, als daß ich maßlos überrascht bin. Du hast niemals eine Bemerkung fallen lassen, daß etwa aus unserer Freundschaft jemals Liebe werden könnte. Ich muß mich erst daran gewöhnen, in dir meinen zukünftigen Mann zu sehen." „Es eilt ja noch nicht, es ist ganz gut, wenn meine Schwester erst aus dem Hause ist, bevor wieder ein Brautpaar auf der Bildfläche erscheint." ♦ An ihrem Geburtstage war Liane sehr enttäuscht, daß der Vater diesmal — wohl zum ersten Male — ihren Wünschen nicht nachgegeben hatte und sie als Gaben nichts weiter fand als Bücher, Parfüm und ein Schmuckstück, aber kein Auto. So lanae Liane denken konnte, wurde ihr Geburtstag festlich begangen. Frau Widemann, eine Schwester von Lianes ftüh verstorbener Mutter, kam schon zum Mittagessen und fühlte sich, wie immer, wenn irgend etwas Außergewöhnliches im Haufe Scholz geschah, als Mittelpunkt alles Geschehens, sehr zum Aerger von Frau Keppler, der Hausdame, die, zwar nie sonderlich gut aufgelegt, an solchen Tagen ihr mürrischstes Gesicht zur Schau trug. Bald nach Disch kamen schon die ersten Freundinnen. „Kleinchen wird neunzehn Jahre alt?" wunderte sich Irene. „Du siehst immer noch wie ein Backfisch aus!" Die jungen Damen lachten und schwatzten durch- einander, halfen Frau Widemann die letzten Lampions im Garten befestigen, denn es war, wenn das Wetter gut war, Brauch, Lianes Geburtstag durch eine italienische Nacht zu feiern. Abends stellten sich die männlichen Besucher ein: Brüder von Freundinnen Lianes, Freunde von Herrn Scholz — auch Kurt Lechner durfte nicht fehlen. Es waren feit Jahren immer fo ziemlich dieselben Gesichter, daß ein fremdes auffallen mußte; außerdem hatte Liane dafür gesorgt, die Neugierde ihrer Freundinnen auf ihren Lebensretter zu schüren. „ Eigentlich aber enttäuschte Fred Morland. Er überging alle Bemerkungen, die sich auf Lianes Unfall bezogen, begann mit keiner der jungen Damen ein Gespräch und hielt sich überhaupt mehr zu den älteren Herrschaften. Bei Tisch hatte Liane einen sehr schweigsamen Tischherrn, und Irene hätte wer weiß was darum gegeben, an seiner Seite zu sitzen. Nach Tisch verteilte sich die Gesellschaft: im Festsaal der Villa wurde getanzt, im Garten wurde gespielt,, und die älteren Herrschaften blieben auf der Veranda sitzen, einige mischten die Karten, andere disputierten. Da die meisten derselben Branche entstammten, waren sie bald bei dem Gespräch angelangt, womit fast alle Gespräche beschlossen wurden: das Geschäft. Lianes Onkel, der vielbeschäftigte Rechtsanwalt Widemann, hatte seine Nichte zum ersten Tanz lhrem Tischherrn entführt, was sich dieser ohne Widerrede hatte gefallen lassen. So saß Fred bei den Heiteren. , „Was halten Sie eigentlich von der neuen Mode, die Paris dieses Frühjahr gebracht hat?" sagte ein Fabrikant. „Verrückt, völlig verrückt diese Taschen!" „Wer weiß, ob sich die Mode nicht Bahn brechen wird!" meinte Scholz. „Wir ha^en es schon oft erlebt, daß sich etwas durchgesetzt hat, woran man am Anfang stark zweifelte. Ich erinnere nur an die Kästchen, die einmal aufkamen und dann wieder verschwanden; aber jede Dame hat doch solch ein Ding getragen. Wer die Sache damals sofort brachte, hat viel Geld verdient." „Nun, die Partycases, wie sie genannt wurden, erfüllten im Vergleich zu den Dingern, die jetzt Mode werden sollen, immer noch den Zweck der Tasche."' „Ich persönlich halte auch nichts davon, aber... Was ist Ihre Meinung, Herr Morland? Sie sind der Jüngste in unserem Kreise, Sie müssen den heutigen Geschmack am besten kennen!" Fred lachte. „Ich fabriziere sehr viel gegen meinen Geschmack und gegen meine Meinung." „Also — halten Sie etwas von der neuen Mode?" „Nein! Es gibt viele Modetorheiten, die man nicht mitmachen muß. Die Partycases damals waren zwar auch eine Modetorheit, aber immerhin eine angenehme Abwechslung in den Auaen der Dame." „Ja — das meine ich auch!" „Lassen wir Geschäft - Geschäft fein!" schnitt Franz Scholz das Gespräch ab. „Genießen wir lieber die herrliche Nacht. Haben Sie eigentlich unseren Garten schon näher in Augenschein genommen, Herr Morland? Wie mär's, wenn wir alle erst mal einen Rundgang machen würden?" Allein die übrigen Herren zogen vor, nach den Karten zu greifen. So ging Scholz allein mit Fred. „Tanzen Sie nicht?" fragte Scholz den Gast. „Gerade so viel wie ich muß!" „Also nicht mit sehr großer Freude?" „Offen gestanden, ich habe noch nicht darüber nachgedacht. Wenn man wie ich aus kleineren 93er- hältnissen kommt und es zu etwas bringen will, dann drehen sich die Gedanken immer nur um das eine — das Vorwärtskommen." „Aber Sie sollten doch nicht vergessen, daß die Jugend schneller entschwindet, als man off denkt. Ehrgeiz ist ja sehr schön, aber man sollte doch nicht alle Freude des Lebens darüber vergessen." „Sie mögen wohl recht haben, und wenn ich mit eigenem Kapital an ein Wagnis gegangen wäre, hätte es mich wohl kaum so vorwärtsgetrieben. So aber lag das mir anvertraute Geld eines Freundes in meiner Hand. Das war Ansporn." „Schade, daß unsere Bekanntschaft nicht schon etliche Jahre zurückliegt. Meine Tochter hat mich so dringend beauftragt, meine Dankbarkeit Ihnen gegenüber durch eine Tat zum Ausdruck zu bringen, und ich selbst habe den Wunsch, Ihnen meinen Dank zu beweisen. Ich fürchte nur, ich komme zu spat. Ich werde Ihnen auch geschäftlich nicht mehr von Nutzen sein können." ,^Jch danke Ihnen, Herr Scholz! Ich werde mich auch gewiß Ihrer Worte erinnern, wenn ich einmal eines Rats bedarf!" „Inzwischen hoffe ich Sie recht oft bei uns zu sehen; auch ohne formelle Einladung sollten Sie kommen!" „Ich will es versuchen, aber es wird mir nicht ieicht fein. Ich habe sehr einsam gelebt und bin auch viel auf oer Reise." „Herr Morland — ein Mann wie Sie in den besten Jahren, unverheiratet, mit einem aufblühen- den Geschäft, der sollte sich nun auch gesellschaftlich die Stelle sichern, auf die er gehört. Sehen Sie nur, wie die Jugend da in den Garten stürmt. Da müssen Sie mitmachen. Ich wette, die Damen warten nur darauf, die Bekanntschaft mit Ihnen zu befestigen!" Vom Hause her, die Verandatreppe hinunter eilten die Freunde und Freundinnen Lianes. Helles Lachen wurde laut, vielstimmiges Geplauder ertönte. Irenes scharfe Augen erblickten die beiden Herren; sie kam näher. „Herr Scholz, Sie werden Herrn Morland doch nicht wieder auf die Veranda mitnehmen? Uns fehlen sowieso Herren. Die Hälfte unserer Tischherren sitzt nun schon beim Skat; auch Herr Wide- mann kann nicht mehr tanzen", beklagte sie sich in drollig weinerlichem Ton. „Ich denke gar nicht daran, ihn mitzunehmen! Ich habe im Gegenteil diesem Herrn die Leviten gelesen und verschwinde sogleich allein. Viel Vergnügen, Herr Morland — und meine Worte vergessen Sie nicht!" Während Scholz seinen Weg fortsetzte, gingen Irene und Fred quer über den Rasen zu den anderen. „Irene, Irene!" tönte es ihnen entgegen. „Dein Pfand, du mußt Kirschen pflücken." „Wer muß Kirschen pflücken?" kam es von den Stufen der Veranda her, und Herrn Widemanns untersetzte Gestalt tauchte zwischen dem jungen Volk auf. „Fräulein Irene? Da mache ich mit! Irene lachte, löste sich von Freds Seite und trat auf Widemann zu. „Onkel Widemann, bei Ihnen mache ich den Anfang — lassen Sie mich nicht im Stich!" „Nein, nein, Jrenchenk" Er bot ihr die Lippen, sie drückte die ihren schnell auf die seinen. „Sauer!" lachte er und schüttelte sich. Alle lachten hellauf, Irene aber stampfte wütend mit dem Fuß auf. „Erbärmlich, nie wieder dürfen Sie mitspielenk" „Weiter, weiter!" lachten die anderen. (Fortsetzung folgt!) berg zwischen Keplerstraße und Bismarckstraße, sowie des Alten Feldweges zwischen Nahrungsberg und der Eisenbahn Gießen—Fulda vom 23. April ab auf die Dauer von 6 Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. ** Das neue Schuljahr. Am Dienstag, 30. April, findet die Aufnahme der Schulanfänger in die Volksschule statt. Für die Berufsschule beginnt das neue Schuljahr am Montag, 29. April. Der Besuch der Berufsschule durch auswärtige Schüler, soweit sie in Gießen beschäftigt sind, ist Pflicht. Näheres ist aus den heutigen Bekanntmachungen des Staotfchulamts ersichtlich. ** Geschlossene Kolonnen dürfen nicht durchbrochen werden. In letzter Zeit ereigneten sich mehrere Unfälle, darunter auch ein tödlicher Unfall dadurch, daß sich Fahrzeuge oder Fußgänger durch fahrende Kraftwagenkolonnen des Reicksheeres hindurchdrängten. Es wird ausdrücklich Darauf aufmerksam gemacht, daß nach § 32 der Reichsstraßen-Verkehrsordnung geschlossene Kolonnen der Wehrmacht, Polizei und der NSDAP, nur durch Fahrzeuge im Feuerwehrdienst unterbrochen, oder sonst in ihrer Bewegung behemmt werden dürfen. Wer trotz dieses Verbotes marschierende Kolonnen durchbricht, macht sich strafbar und wird zur Anzeige gebracht. ** Steuerfreiheit von Lotterie- gewinnen. Nach einer Entschließung des Reichsministers der Finanzen gehören Lotteriegewinne auch unter dem Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 grundsätzlich nickt zu den steuerpflichtigen Einkünften. Eine Steuerpflicht kommt jedoch dann in Betracht, wenn Lotteriegewinne in einen B e - trieb fallen. An der Steuerfreiheit der Lotteriegewinne privater Spieler hat sich durch das Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 nichts geändert. ** Die Reichspost stellt kriegsbeschädigte Postbetriebsarbeiter als Beamte an. Als weitere Maßnahme zugunsten der Kriegsbeschädigten hat das Reichspostministerium die Reichspostdirektionen ermächtigt, mehrere Hundert vollbeschäftigte kriegsbeschädigte Postbetriebsarbeiter mit anerkannter meßbarer Erwerbsminderung zu Hilfspostschaffnern anzunehmen, oder als Postboten planmäßig anzustellen. Die beabsichtigte Annahme zum Hilfspostschaffner usw. wird den hierfür in Betracht kommenden Postbetriebsarbeitern am Geburtstag des Führers und Reichskanzlers bekanntgegeben. ** Noch Plätze für d i e ersten Seefahrten frei. Für die ersten Nordfeefahrten der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" vom 27. April bis 5. Mai, Dampfer „Der Deutsche" ab Bremerhafen, Kosten 59,50 Mark, und vom 6. bis 14. Mai, Dampfer „Ozeana", ab Hamburg, Kosten 59 Mark, sind noch einzelne Plätze frei. Anmeldungen von DAF.-Mitgliedern können bis Dienstag, 23. April, mittags bei den zuständigen Kreisdienststellen der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" angenommen werden. ** Kameradschaftsabend der ehemaligen Kameradschaftshaus-Studenten. Einige ehemalige Kameradschaftshaus-Studenten fanden fick am Mittwochabend vor dem Gießener Studentenhaus ein, um nach einem Bummel in den Bergwerkswald sich im Hotel Kobel zu einem Kameradschaftsabend zu versammeln. Viele der ehemaligen Kameradscha tshaus-Jnsassen waren der Einladung gefolgt, und o war denn bald auch der echte alte Kameradschaftshausgeist aufgekommen. Bei frohem Lied und Wort vergingen nur allzu schnell die Abendstunden. Es wurde beschlossen, sich künftig alle 14 Tage zu einem solchen Treffen zusammenzufinden, um die Kameradschaft in diesem Kreise noch weiter zu fördern. ** D i e Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß die Beiträge für Monat März noch bis zum 25. April ohne Kosten bezahlt werden können. Auf die Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. ** Lieferungsvergebung. Das Finanzamt Gießen schreibt in unserem heutiaen Anzeigenteil die Lieferung von Brennstoffen für den Heizabschnitt 1935/36 aus. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. ** Freie Lehrer st elle. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen et). Lehrer an der Volksschule in Freienseen, Kreis Schotten. Dienstwohnung ist vorhanden und wird demnächst frei. Bewerber müssen seit mindestens acht Jahren die Prüfung abgelegt und eine Anwärterdienstzeit von mindestens fünf Jahren zurückgelegt haben. ** Lernt Kurzschrift und Maschinen- schreiben! Die Deutsche Stenografenschaft Gießen schreibt uns: „Was ist Ihr Vater?" „Welchen Beruf haben Sie?" Nein, die Zeiten, in denen man Wie wir bereits gemeldet haben, findet dte 12. Tagung der Deutschen Studenten- H i st o r t k e r an Ostern in Gießen statt. Alle Studenten-Verbände an den deutschen Universitäten und Hochschulen sind vor kurzem in der Ge- meinschaft studentischer Verbände" unter der Führung des Staatssekretärs in der Reichskanzlei Dr. Lammers zusammengefaßt worden. Damit sind die Verbände, die, wie Corps und Burschenschaft, teilweise über 100 Jahre bestehen, in das Gefüge des neuen Deutschland eingefügt worden. Und so werden die alten und die jungen Träger der bunten Mützen und Bänder auch in der Zukunft die Hüter guter, ehrwürdiger Tradition sein, die Verbindungen werden auch weiterhin die gegebenen Pflegestätten charakterlicher Ausbildung bleiben. Der Farben- und Waffenstudent im Arbeitsdienst, in der SA. und SS. und im Heer wird das Gedankengut seiner Verbindung, das sich auf die kurze Formel: „Alles für das Vaterland" bringen läßt, weiter pflegen und sich feiner studentischen Ahnen von den Freiheitskriegen bis heute würdig erweisen. Die Alten Herren aber, die bei Stiftungsfesten und bei Gelegenheiten, wie die kommende Ostertagung ihre alten Mützen aufsetzen, tun das nicht, um sich von den anderen Volksgenossen abzuheben, sondern weil sie wissen, daß sie, denen Tausende von Bundesbrüdern mit dem Band über der nackten Brust für Deutschland gefallen sind, mit ihren Bestrebungen in derselben Richtung gehen, wie der Führer. Und deshalb gehört ihre Pflege der Geschichte des deutschen Studenten- und Verbindungslebens in den großen Rahmen der deutschen Kulturgeschichtsforschung. Man braucht als einziges Beispiel nur daran zu erinnern, was die damaligen Studenten- Verbände für die Einheit des Deutschen Reiches durch Bismarck geleistet haben, um auch einem größeren Kreis offensichtlich zu machen, daß die Stu- denten-Historiker eine nicht gering zu achtende Arbeit für die gesamte deutsche Geschichtsforschung geleistet haben und leisten. Die Ostertagung in Gießen beginnt am Samstag mit einem Eröffnungsabend auf dem Haus der Burschenschaft Germania, bei der Landgerichtspräsident Dr. Schneider aus Mainz (Germania) einen Vortrag halten wird. An diesem Abend werden auch an die Teilnehmer und Gäste die Festgaben der Verbände, bzw. Verbindungen verteilt werden. — Daß alle jungen und alten Verbindungsstudenten an sämtlichen Veranstaltungen, die unter der Leitung des Oberkriegsgerichtsrates a. D. Ko ch (Haffia) stehen, teilnehmen können, sei hier ausdrücklich bemerkt. Der Ostersonntag beginnt 9.15 Uhr mit einem Vortrag von Oberkriegsgerichtsrat a. D. Koch auf dem Hessenhaus. Um 11 Uhr findet eine Führung darauf Gewicht legte, sind vorüber. Immer mehr tritt das Leistungsprinzip in den Vordergrund. Wer vorwärts kommen will, der muh etwas können, der muß sich weiter bilden. Für die meisten sind Kurzschrift und Maschinenschreiben unerläßliche Voraussetzungen für ihren Beruf. Der Kaufmann muß gute Fertigkeiten in Kurzschrift und Maschinenschreiben haben. Von den Beamten wird die Kenntnis der Deutschen Kurzschrift gefordert. Für jeden sind gute Leistungen in Kurzschrift und Maschinenschreiben von allergrößtem Wert. Darum: Lernt Kurzschrift und Maschinenschreiben! Die neuen Kurse der Deutschen Stenografenschaft beginnen am 29. April in der alten Pestalozzifchule und am 30. April in der OeHL. (Oeffentliche Handelslehranstalt). Man beachte die heutige Anzeige! ** Preußisch - Süddeutsche Staatslotterie. Die Ziehung der 1. Klasse der neuen Lotterie (45./271.) findet am 26. und 27. April statt. durch die Universitäts-Bibliothek statt, bei der Oberbibliothekar Universitäts-Professor Dr. H e p - ding (Alemannia), den der Rektor mit feiner Vertretung beauftragt hat, wertvolle Erinnerungsstücke zur Geschichte unserer Universität und ihres Studentenlebens zeigen wird. Um 15.15 Uhr Vortrag von Universitätsprofessor D. Dr. Freiherr von Gall (Wingolf) auf dem Starkenburghaus, 16.30 Uhr von Professor Dr. F a b r i c i u s und Studienrat Scheunemann auf dem Starkenburgerhaus. Nach der Besichtigung des Studentenhauses der Universität wird Professor Decker (Darmstadtia) Im Bebauungsplan für den östlichen Teil unserer Stadt ist schon seit Jahren die Erschließung des Geländes in den Eichgärten vorgesehen. Dieses Vorhaben erfährt nunmehr in den kommenden Monaten einen Teil seiner Verwirklichung. Seit Montag ist eine große Zahl von Arbeitern, die durch das Arbeitsamt Gießen vermittelt wurde, in den Eichgärten und den Wiesen an der Wieseck mit umfangreichen Erdarbeiten beschäftigt. Lorenzüge, leer und gefüllt, fahren hin und her, gezogen von schweren Oelmotorschleppern. Im Wiesengrund wird Erdreich ausgehoben, das an anderer Stelle aufgeschüttet wird. Es handelt sich bei diesen Arbeiten um den Auftakt für eine Neugestaltung, die der Einwohnerschaft unserer Stadt viel Freude bereiten soll. In den Eichgärlen wird eine große Erholungsanlage geschaffen, außerdem wird durch den Ausbau der Schlagelerstrahe Bauland erschlossen, ferner soll durch diesen Ausbau für Fußgänger eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, zum Philosophenwald zu gelangen, ohne die Steigung der Kaiserallee überwinden oder den schattentosen Weg vom Amtsgericht her benutzen zu müssen. In der weiteren Fortführung soll eine Verbindung zum Flughafen geschaffen und die Straße links entlang dem Philosophenwald vorbei am Arbeitslager und an der Sandkaute ausgebaut werden. Diese Straße wird dann am Flughafen auf die Rödgener Straße münden. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik! Das, was näher liegt und nunmehr in Angriff genommen wurde, ist die große neue Grün- auf dem Darmstädterhaus sprechen. Den Abend verbringen die Teilnehmer zwanglos in einem noch bekanntzugebenden Gasthaus. Am Ostermontag um 9 Uhr beginnen die Veranstaltungen auf dem Alemannenhaus mit einem Vortrag von Geheimrat Heer, der Material aus feiner eigenen Sammlung vorlegen wird. Nach ihm spricht Archivdirektor Professor Dr. W e n tz ck e. Zwischen 11 und 13 Uhr haben die Teilnehmer Gelegenheit, die Häuser folgender Verbindungen zu besuchen: Chattia, Adelphia, Frankonia, Silvania, Merovingia, V.D.St. und anderer, die noch mündlich bekanntgegeben werden. Nach der Besichtigung des Arminenhauses fahren 14.45 Uhr Post- kraftwagen nach dem Gleiberg, wo Burg und Schulungslager besichtigt werden und Studienreferendar Gräf (Chattia) einen Vortrag halten wird. 16.30 Uhr ist Weiterfahrt nach dem Schiffenberg geplant. Dort wird Rechtsanwalt Ullmer sprechen. Die für den Dienstag vorgesehene gemeinsame Fahrt nach Frankfurt zur Besichtigung der hochschulkundlichen Sammlung des Kösener SC- Perbandes und des Archivs der Deutschen Burschenschaft ist fraglich geworden- Das reichhaltige Programm verspricht eine anregende Tagung. Mögen die Studenten-Historiker unter der Leitung des Vorsitzenden der Vereinigung, Regierungsrat Schmid gall (Burschenschaft Nomannia-Tübingen), schöne Tage am Wohnort der Ludoviciana verbringen und gern an die Stunden zurückdenken, die sie in unserem Gießen und auf dem Gleiberg und Schiffenberg weilen werden, und nie den Wahlspruch der Gießener Universität vergessen: „Literis et armis ad utrumque parati“. anlage unmittelbar in den Eichgärten und den Wiesen an der Wieseck. Der Plan sieht im einzelnen folgendes vor: Die S ch lag e t er* straße, die von der Moltkestraße aus gegenüber der Roonstraße bisher nur bis zum Häuschen des Eisvereins ausgebaut ist, wird auf einer stattlichen Strecke, voraussichtlich bis an den Weg, der vom Amtsgericht her über die Wiesen zum Philosophenwald führt, fertingeftettt. Die Straße wird sich in verschiedene Teile gliedern. Vorgesehen ist ein b r e i- ter Kiesweg für Fußgänger, der von zwei Baumreihen, einer Allee gleich, beschattet, eine ausgezeichnete Promenade darstellen wird. Ferner ist, von der Stadt aus gesehen, rechts neben diesem breiten Kiesweg die Anlage eines Radfahrweges und eines Reitweges geplant. Rechts des Reitweges wird außerdem eine Autofahrbahn geschaffen, die allerdings nur für Personenkraftwagen (nicht etwa für Lastkraftwagen) bestimmt sein soll. Entlang der Schlagelerstrahe zwischen dem Kiesweg und dem Laus der Wieseck wird ein Teich angelegt, in den sich vom Kiesweg aus direkt erreichbar einige kleine Halbinseln vor- > schieben, die mit Bänken bestellt werden, so daß - sich von hier ans ein völlig unbehinderter Ausblick über den Teich und die Wiesen nach Wieseck, nach dem Hangelstein, dem Lollarer Kops nsw. bietet. Der Teich wird die stattliche Länge von etwa 450 Bieter erhalten und an seiner breitesten Stelle 95 Meter, an seiner schmälsten Stelle 53,5 Meter breit sein. Es ergibt sich eine Wasserfläche von etwa 10 Morgen Größe. Der Wasserstand des Teiches soll Oie Tagung -er Gtudenten-Historiker. Die Gartenstadt Eichgärten im Entstehen. Oie umfangreichen Vorarbeiten im Gange. - 30000 cbrn Erdbewegung. Fertigstellung der Grünanlagen bereits im Herbst. — Promenade und Teich. 01719 01732 im Alter von 61 Jahren. 2382 D 2396 D Heute nacht entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Frau Therese Schäfer, geb. Schmidt Wieseck, Alten-Buseck, Tennstedt, den 19. April 1935, Die Beerdigung findet am 2. Feiertagnachmittag um 2 Uhr vom Sterbehause, Alicestraße Nr. 49, aus statt In tiefer Trauer: Philipp Heinrich Schäfer Familie Wilhelm Jung Emma Schäfer Ludwig Dechert Danksagung. Für die wohltuenden Beweise der Anteilnahme beim Verlust meiner unvergeßlichen Gattin, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und die letzten liebevollen Handreichungen in der Klinik danke ich herzlichst Im Namen aller Hinterbliebenen: Karl Gustav Schmidt Gießen, den 18. April 1935. Danksagung! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Heimganges unseres lieben Entschlafenen sagen wir der Freiw. Feuerwehr für das ehrenvolle Geleit dem Gesangverein ,.Liederkranz“ für den erhebenden Grabgesang, Herrn Pfarrer Weisel für seine trostspendenden Worte, sowie allen denen, die dem lieben Entschlafenen das letzte Geleit erwiesen, unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Kehr Heuchelheim, den 19. April 1935. Statt Karten! Es hat Gott gefallen, meinen lieben Lebensgefährten, meinen herzensguten, stets treubesorgten Vater, unseren unvergeßlichen geliebten Bruder, Schwager und Onkel Postassistent Heinrich Münch nach schwerem Leiden im fast vollendeten 62. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit heimzurufen. In tiefem Leid, im Namen der Hinterbliebenen: Lina Münch, geb. Launspach Gießen, den 18. April 1935, Rolf Münch, Gerichtsreferendar Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 23. April, nachmittags um 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. _______________________________________________________________________________________2381 D Danksagung Für die zahlreichen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Heimganges unserer innigstge- liebten, unvergeßlichen Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Karoline Luise Leuning Ww., geb. Krämer sagen wir allen auf diesem Wege, besonders dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen W orte unseren herzlichsten Dank jn tiefem Schmerz: Die Hinterbliebenen Gießen (Wolkengasse 12), den 19. April 1935 O 85 Klein-Linden, den 20. April 1935. 2369 D Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Georg Gilbert Familie Wilh. Gilbert Friedhof statt. Die Kameraden werden um zahreiche Beteiligung gebeten. mooD Näh- and Binderiemen Hermann Röhrig, Lederhandlung,Gießen,Neustadt43 Danksagung! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, insbesondere des Beistandes der Krankenschwester, sowie der trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und der überreichen Kranzspenden bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Am 18. d. M. starb unser lieber Kamerad Heinrich Münch Postassistent Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. April, 14 Uhr, auf dem Neuen |l||l|ll|llll|ll|lllll|lll|li||||||lll||l|llllllllllll|||||||l Iteibtiemen Das Zeichen für Deutsche WK-Möbel, die beste deutsche Wohnkultur verkörpern und trotzdem sehr wohlfeil sind, bietet Ihnen sichere Gewähr für restlose Zu- f riedenheit. Interessenten lassen wir auf Verlangen gern den Katalog kostenlos zugehen Frankfurt am Main WAXILDWIEIBIEM Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, dazu ein lebendiger und aufschlußreicher Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele za Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens.Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Ffeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zu solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf. Trotz hervorragender Ausstattung auf holzfreiem Papier in künstlerischem Oanzleinenb., Or.: 20 X26 cm, nur RM.4.80. Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bebilderte Werbeblätter kostenlos. Hugo Bermühler Verlag Berlln-Llchterfelde weren Geriet Dienstag. 23. April. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.45: Gymnastik. 6.50: Restaurant Boller 1. Osterfeiertag 238lD 1. Kleiner Osterpreis 3. Punktefahren 2. Jugendrennen Otierwathhneister Schwenke 2363 D Gießener Radfahrer-Verein von 1885 der beliebte nahe 2370D 24O0Ö 01693 Vorher 2401D BI. T. V. 2 — V.!. B.— Reichsbahn 2. Waldeslust am Flughafen Morgen, 1. Osterfeiertag Saison - Eröffnung LanMaMchlößchen 24'3 D Wieseck 1. Osterfeiertag nachm. 4 Uhr: floföerWöiirfl Hirschtiiälen! Heithelheimer Mnhldien 4. Großer Osterpreis 50 km Mannschaftsrennen nach G-Tage-Art ^lm 3. Oster-Feiertag gut besetzte Tanzmusik Ab 2. Feiertag: Der grandiose Ufa- Spitzenfilm # Steinbach, 19. April. Die Witwe des am 31. Januar 1928 verstorbenen Landwirtes Heinrich Gerhard III., Katharina, geborene Horn, hatte dieser Tage einen Unfall. Die im 80. Lebensjahre stehende Frau, die mit ihrer Tochter zusammen noch ihre Haus- und Landwirtschaft besorgt, fiel beim Kleieholen so unglücklich auf der Treppe, daß sie das Bein brach. Das Befinden sundheitlich noch gut auf dem Posten war, wird hoffentlich der Bruch trotz ihres hohen Alters gut heilen. Vor acht Jahren konnte Frau Gerhard am 2. April 1927 das Fest der goldenen Hochzeit feiern. = Saasen, 19. April. Am zweiten Osterfeiertag werden in der Kirche Veitsberg k o n f i r - Pl’lFV 7 Knaben und 10 Mädchen, zusammen 17 Kinder. Die Konfirmation, die in den vergangenen Jahren immer am Nachmittag stattfand, Uegt jetzt auf dem Vormittag, da die Konfirmation der Konfirmanden von Wirberg, die sonst vormittags lag, jetzt schon am Sonntag Palmarum vorgenommen wird. wurden also in Steinbach in summa 71,85 Mark 3n Elbach ergab die Haussammlung 15,10 Mark, 8,40 Mark gingen durch Abzeichenverkauf ein, die Kirchenkollekte brachte 3 Mark. In Albach gingen somit insgesamt 26,50 Mark ein. Wetterbericht. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Schleswig unsere Heimat. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozial- dkenst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. An. schließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13 15* Mlttagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30 Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau! 16: Kleines Konzert. 16.30: 70 Jahre Küstenret- tungswerk der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Ein Vortrag von Kontreadmiral a. D. Kühlenthal, Frankfurt a. M. 16.45: Quer- schnitt durch den Haushalt einer modernen Groß- stadt, ein kommunalpolitischer Bericht. 17: Nach- mittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18.30: Zur Welthundeausstellung in Frankfurt a. M. vom 26. bis 28. April: Mensch und Hund. Von A. Göschel, Hanau a. M. 18.45: Punkt, Komma, Strich und wie sie alle heißen ... Eine vergnügliche Plauderei. 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation: Bauern suchen das Reich. Ein Funkbild aus deutscher Geschichte. 20.45: Mit Strauß auf Konzertreisen. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sende- bezirk. 22.20: Der goldene Grund. 23: Alte und neue Schlager. 24 bis 2: Nachtmusik. Zungen erlegen. Dieser Fall ist um so tragi- jcher als im vergangenen Sommer der Vater des Verstorbenen durch Sturz vom Dache ebenfalls tödlich verunglückte. Gegenwärtig werden an der Arbeitsstelle 90 Arbeiter in zwei Schichten beschäftigt. Sobald es technisch möglich ist. werden 150 Mann zur Arbeit eingesetzt. Die notwendigen Erdbewe- gungen belaufen sich auf etwa 30 000 Kubik- meker. Das bedeutet allein über 7000 Tagewerke. ©in großes Maß Arbeit wird auch durch den Ausbau der S ch l a g e t e r - und der W o l f st r a ß e an fallen. Man hofft, die Anlage bis zum Herbst fertigzustellen. Die Anpflanzung der Bäume, die im Sommer den Fußgängerweg beschatten sollen, kann nicht vor dem Herbst dieses Jahres geschehen. Vor- 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.20: Gymnastik. 8.40: Bauer, hör zu! 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Franz-Schubert-Stunde. 10.45: Deutsches Volk — Deutsches Erbe. 11.30: Eine Osterkantate für Kinder- chor und Soloinstrumente. 12: Mittagskonzert. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: „Sonniges Leben — Sonniges Land ..." 14: Kinderstunde. 14.30: „Lustige Osterreise". Ein musikalisches Potpourri mit verbindendem Text. 15.30: Das Plätzchen an der Sonne. Eine Plauderei mit Schallplatten 16: Nachmittagskonzert. 18: „Frühlingsfahrt". Früh- lmgslieder von Schumann. 18.30: „Es lenzt bereits bedenklich .." Allerlei Beziehungsvolles zur Jahreszeit. 19: Kunterbunte Spielerei. 19.30: Großer Preis von Monaco. Originalberichte von dem Autonennen. 20: Lifelott. Singspiel in 6 Bildern. Oberhessen. Mit dem Motorrad tödlich verunglückt. Landkreis Gießen. * Lollar, 19. April. Ein tragischer Vorfall ereignete sich gestern in unserem Orte. Die zwanzig Jahre alte E. M., die von einer Schwester zwecks Ueberführung in eine Anstalt abgeholt werden sollte, erregte darüber derart daß das bedauernswerte Mädchen aus dem dritten Stockwerk in bie liefe sprang und dort mit einem Unterschenkelbruch und inneren Verletzungen liegen blieb. Die Bedauernswerte mußte der Klinik in Gießen zugeführt werden. Dor dem Haus des Eisvereins wird ein Boots- plafj angelegt; einige Boote werden dort zur Vermietung bereitgehalten, so daß auch in unserer Stadt, wie bereits in vielen anderen Städten, Gelegenheit gegeben sein wird, zu rudern, wenn man dazu Lust verspürt. Auf diese Weise wird gleichzeitig das Haus des Gießener Eisoereins Inehr benützt, das bisher nur Dann feiner Bestimmung dienen konnte, wenn auf Der Eiswiese Schlittschuh gelaufen werden konnte. Das Häuschen wird dann eventuell zu einer kleinen Gaststätte ausgestaltet werden können. Erwähnenswert ist ferner, daß hinter dem großen Teich, ebenfalls an der Schlageterstraße, eine Spielwiese angelegt wird, die zu jeder Tageszeit von den Kindern aufgesucht werden kann. Mit dem Ausbau der Schlageterstraße wird gegenwärtig auch der Ausbau der W o l f st r a ß e belieben Die Erdmassen, die durch den Aushub des Teiches anfallen, werden sofort für den Unterbau Der Wolfstraße aufgeschüttet. Zum Teil wird das Erdreich auch zur Aufschüttung des Dammes entlang der Wieseck verwandt. Wenn es möglich ist, soll der Damm in seiner geplanten Höhe bis zur Moltkeltraße durchgeführt werden, so daß auch von der Moltkestraße aus ein direkter Zugang zum -^eich geschaffen wird. Vorgesehen ist ferner die Schaffung von Grünflächen an den Straßen, bie zur Pestalozzifchule führen. Der Plan ber gesamten Anlage stammt von Stabtbaurat Gravert. Die Bauleitung obliegt Dem -vtabtischen Hoch- unb Tiefbauamt. Die Bauausführung ist ber Firma Lubwig Schneiber (Tief-, Hoch- unb Eisenbetonbau) in Heuchelheim übertragen worben. Rundfunkprogramm Sonntag, 21. April. 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.20: Osterkonzert. Jauch- zet Gott in allen Lanben. Solokantate von Johann Sebastian Bach. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. Ansprache: Ostern. Universitätsprofessor D. Dr. Theobor Steinbüchel, Gießen. Große Messe in h-Moll von Anton Bruckner. 10.30: Deutsches Schatzkästlein. „Unb erlöse uns..." Eine österliche Betrachtung. 11: Chorgesang. 11.30: Alte unb neue Österlicher. 12: Mittagskonzert I. 13: Ein Volk erzählt. 13.15: Mittagskonzert II (Schallplatten). 14: Kinberstunbe. Eine Oster - Ueberraschung. 15: Stunbe bes Lanbes. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugenbfunk. 18.30: Heitere Musik. Alte liebe Bekannte. 19: Das Apostelspiel. 19.50: Sportbericht. 20: Opern-Festkonzert. 22: Nachrichten. 22.20: Volksmusik. 22.45: Der Sportspiegel bes Sonntags. Montag, 22. April. Tafelbestecke 72teil. Garnitur, 100 Silberaufl., 30 I. Garantie, RM. 80-, Monatsraten ä RM. 10.-. Schriftliche Anfr. unt. 2386V an d. Gieß. Anz. <£ Wirberg, 19. April. Am Sonntag Palmarum würben in ber hiesigen Pfarrkirche konfirmiert: aus Göbelnrob 7 Knaben unb 2 Mäbchen, aus R e i n h a r b s h a i n 5 Knaben unb 4 Mäbchen, aus Beltershain 3 Knaben unb 3 Mäbchen, aus Harbach 5 Knaben unb 3 Mädchen, zusammen 20 Knaben unb 12 Mäbchen. Sie in biefem Gottesbienst erhobene Kollekte war für bie Innere Mission bestimmt unb zeitigte bas Ergebnis von 20,50 RM. — Die Sammlung für bie innere Mission, bie von ben Kirchenvorstehern unb zum Teil auch von Mitgliebern Der Frauenhilfe burchgeführt würbe, hatte in ben einzelnen Gemeinben bes Kirchspiels folgenbes Ergebnis: Göbelnrob: 28,30 RM. (gegen 18,25 lNt Vorjahr), R e i n h a r b s h a i n 25,45 RM. 20,70), Beltershain 21,20 RM. (15,60), Har- (6-50 RM.), Saasen 27,05 RM. (12,95 RM.): zusammen: 119 RM. gegen 74 RM. im Vorjahr. Kreis Wehlar. △ Ruttershausen, 18. April. In diesem A?yse fand die Konfirmation im Kirchspiele Kirchberg, umfassend die Gemeinden Daubringen, Lollar, Mainzlar, Ruttershausen und Staufenberg (mit Fnedelhausen) in der schön geschmückten Kirche zu Kirchberg statt. Es waren zusammen 109 Konfirmanden, nämlich 53 Knaben und 56 Mädchen. p e i n b a cf), 19- April. Die Sammlungen anläßlich des Volkstages der Inneren Mission, die hier von Mitgliedern des Evangelischen tfrauendjores oorgenommen wurden, ergaben 48 25 Ole ehern. Kriegsfreiwilligen fahren Pfingsten zum Befreiungsappell an die Saar! Feuer im Dorf * SeHnroö, 18. April. Gestern brach in un- lercm Orte Feuer aus. Ein Schuppen des Landwirts H. Merz war in Brand geraten, und Die Flammen fanden in den Holz- und Stroh- o o r röten, bie im Schuppen lagerten, reiche Nahrung. Das Feuer griff sofort auf bie S ch e u n e bes Lanbwirts Dietz über. Die Freiwillige Feuerwehr, bte in kurzer Zeit am Branbherb erschien, konnte glücklicherweise ein weiteres Umsichgreifen bes Feuers verhinbern. Nach einftünbiger ange- ftrengter Arbeit war ber Branh auf feinen Herb beschrankt. Immerhin fielen ben Flammen ber •TlP£.c,n Lanbwirts Merz (einschl. lanb- wirtschaftlicher Maschinen) ferner ein Schuppen unb bie Scheune bes Lanbwirts Dietz zum Opfer. 0 ZMMWM Rodheimer Strafte. oi728 Gr. Preisschieben täglich bis zum 28.4. abends 6 Uhr. 1. Preis: 1 Fahrrad und weitere wertvolle Preise. Es ladet ein Karl Horstkötter. Gleichzeitig empfehle Vereinen u. Ausflügler» meine Lokalitäten. 2350 D Adam DSbus. r, . ---- 2405D Erstklassige Stimmungs-Kap ehe. Ostersonntag L S. V. Herrnsheim (Gauliga) gegen V. f. B.- Reichsbahn Spielbeginn 3 Uhr. Dutenhofen OI7I4 WWnWe Hator- WeuWsk in reichbebilderten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzeug- nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er- höhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probe- hefte der Zeitschrift „Der Naturforscher" < 0ngoBetmQölet Ausflugsort Durchrenoviert,Gesellschaftszimmer-tägl.frischer Kuchen, Waffeltage, ff. Weine u. Biere. Spezial.: la. Apfelw. u. Handkäse.—Bdfshaltest.d.Biebertalbahn . V e tz b e r g, 20. April. Beim Fußballspiel ereignete sich, gestern ein Unfall. Der 15jährige Arthur M u h l i ch von hier erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte in die Klinik nach Gießen ge- I bracht werden. gesehen ist bte Anpflanzung von Ebereschen. Der Damm entlang ber Wieseck soll nicht mit Bäumen bepflanzt werben, bamit bie Aussicht in bas Tal ber Wieseck ungehinbert möglich ist. Das Gelände zwischen der Schlageterstraße und der Pestalozzifchule bzw. der Kaiserallee soll dem Wohnhausbau erschlossen werden. Dort soll sich dereinst die „Gartenstadt Eichgärten" entwickeln. . D £ o u bad), 18. April. Gestern nachmittag ereignete sich auf ber Straße Groß-Eichen—Larben- bachem schwerer U n a l ü ck s f a l l. Der hiesige Dachbeckergeselle Karl Lebermann, ber sich mit (einem Motorrab auf bem Heimwege befanb, niurbe vor Larbenbach beim Sturz berartig auf bie Straße geschleubert, baß er neben einer G e- Erschütterung noch einen schweren Schabelbruch erlitt. Hinzukornrnenbe Personen nahmen sich bes Verunglückten an, ber mittels Autos ins Laubacher Krankenhaus gebracht würbe. Ohne bas Bewußtsein roieber zu erlangen, ist er heute vormittag seinen sch Zungen erlegen. Dieser F. 2. Osterfeiertag: TANZ bei Wilhelm Dorfeld. mit Gustav Fröhlich Lida Baarova Hilde Hildebrandt Erstklassiges Beiprogramm u. Ufa-Tonwoche Spielzeiten,- 2375A Werktags 4, 6, 8.30, Sonn- und Feiertags 3, 5.30, 8.30 Uhr. Am Ostermontag in Waldgirmes TANZ 24,0 d bei Gastwirt Hermann Schmidt. | fuhren jeder Art, auch Langholz, Ackern von Gelände und Kartoffelfetzen wird prompt u. bitt. ausgeführt. Schwarz ! & Krausgrill, Fuhrgeschäst, Grefte«, Rodh. Str. 50. [oi723 Hotel Köhler Horst-Wessel-Wall 35, Telephon 4215 Zimmer mit fließendem Wasser Zentralheizung Auto-Garage Stadtküche Uebernahme von Hochzeits- und Gesellschaftsessen, Lieferung von kalten und warmen Speisen im und außer dem Haus Menüvorschläge unverbindlich cfroa 1,15 bis 1,20 Meker betragen. Die Wasser- Zufuhr und der Ablaus wird durch die Wieseck erfolgen. Auf der der Schlageterstraße gegenüberliegenden toeite rotrb ber Teich von einem Damm begrenzt. Der ihn von bem Lauf ber Wieseck trennt. Dieser Damm bestanb bisher bereits, er wirb jetzt wesentlich erhöht werben. Der neugeschaffene Damm wirb Fußweg ausgebaut, ber vier Meter breit fern unb bte ganze Länge bes Teiches entlangführen wird. Auch von biefem Damm aus werben zwei Inseln mäßiger Größe in ben Teich vor- nebaut. Im Teich selbst werben zwei Inseln geschaf- sen, bie mit Büschen bestauben einigen Schwänen zum Aufenthaltsplatz bienen sollen. ' en 22. April 1935, nachm. 3 Uhr, Sportplatz 1900 Bahn-Radrennen 3. Osterfeiertag: TANZ Gleichzeitig empfehle ich meine Lokalitäten für Vereine und Ausflügler. 2380d Großen-Buseck 2. Osterfeiertag- gut besetzte Tanzmusik! Anfang 4 Uhr. Es ladet freundlichst ein oie?» Wilh. Wagner, Zur Germania. 2. Osterfeiertag nachm. 4 Uhc: Tanz Lichtspielhaus Giefeen Unser Osterfest-Programm Heute und am 1. Feiertag: Gustav Fröhlich Emmy Sonnemann, Mariane Hoppe, Sybille Schmitz in dem Europa-Grofifilm: Waldsportplatz i Wellersburg KÜr lft bereits gemacht. An ber u—uu^Hummen wuroen, ergaoen 48 25 Dip H-Än WÄnÄ bA? hrrIini9l üeue ?a^er- Dazu kommt bie Kirchenkollekte mit 12 Mark ?,e beiden Plane des Städtischen Hoch- und Tief- und aus verkauften Abzeichen 11,60 Mark Es bauamtes lassen die zukünftige Gestaltung des Eich- ' -• • ' J gärten-Geländes klar erkennen. Wieseck Am 2. Osterfeiertag: TANZ bei Gastwirt H. Hermann. 2867d Fahrpreisermäßigung, Freiquartiere. — Näheres Berlflfl äurc^?imer*d WilliJSteiger,Marburg a. d.Lahn, Bpflin-fitfifprfplfipinkfurter Straße 3811. Zur Antwort Postkarte DEillu llulieneioe I mit genauer Anschrift beilegen. Blick in |‘ Morgen läuten |;n prangen ii ’n Tischen. Oste r erwachenden ‘ en auf dem Tis- m dringt ein E iume. Tulpen irzisse und ihre chen, Blumen, i ren zum Öfters- rte eierlegende ' Narzisse wird iannt. Der Na itenbldttern dr )(fe hervor, ler )oet den Frühling Hi.1 Blume seit M Hit ihrer strahlen . Noch andere Bl Anden den Frühl Mos Veilchen, die tone Gäyseblümche Ust - das ift faf i?f)er zu geben i Setter war zu sch! iurchsetzen, und de «r einen Frühlir so muß man Osterfest Vlu Rmürfen sollen. einmal mit de *r sind besinnlich ®°i)er dies komn „2er Beruf des Mtners, ist ein i W auf das Geld, «gen selbst: „Mil! Doorben! und „W setzen wir vie weden smd wir . Mr eimgerma^r ^r innere Fr llltrn vom Gesicht Ur. 93 fünftes Blatt Tletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zamrtag, 20. April M5 Heger und Pfleger der erwachenden Natur Der Gießener Gartenbau bei her Frühjahrsarbeit Blumen als Ostergaben - Die gelbe Narzisse, die „Osterglocke , blüht fetzt in voller Pracht. 2384D iitoi nachdem sich das Wetter iwllllini vAuinaüinen: Neünee, Giebejiur Anzeiger) er-tägl.frischer iere. Spezial.: Is- IBiebertalbahn Mitte oben: Das fachmännische Auge überprüft die Form des Blumenstockes. Rechts oben: Tausende von Pflänzchen wuchsen unter dem schützenden Glasdach heran: nun stehen sie zu dicht und werden gelichtet. Links unten: Rote und gelbe Tulpen werden geschnitten und zum bunten Strauß vereint. Rechts unten: Ein ganzer Schubkarren voll Blumen für das Osterfest gelüftet oder schattiert, je gestaltet. Noch können die Links oben: Schöne und prächtig entwickelte Hprtensien mit großen Blütendolden warten darauf, den Ostertisch schmücken zu dürfen. vom Geldoerdienen, sondern aus der engen Verbindung mit Gottes ewig-schöpferischer Natur, deren Güter sie an ihrem Teil treulich verwalten, fördern, hegen und pflegen. Man mag es einem Gärtner glauben, wenn er sagt, daß er seine Freude daran hat, wenn er die Bäume sieht, die er vor Zwanzig oder gar dreißig Jahren als dünne Stämmchen pflanzte, die sich entwickelten, stattliche Bäume wurden, Früchte tragen und ihrem Besitzer Freude machen. Kinder spielen darunter, lieben den Baum und behall.'n ihn für alle Zeit ihres Lebens in Erinnerung. Vielleicht erzählen Vater und Großvater auch, wer den Baum gepflanzt hat. Die seelischen Perspektiven tragen weit... Der Gärtner hat aber auch nicht weniger Freude an dem stetigen, sorgsam behüteten Wachstum in seinem eigenen Garten. Jedermann, der einen Garten besitzt, kennt diese stille und oft unausgesprochene Freude. Aber Gärtner sein ist nicht nur ein schöner, sonOer Beruf des Gärtners, auch der des Erwerbs- flrtners, ist ein ideeller Beruf. Es darf ihm nicht nur auf das Geldverdienen ankommen. Die Gärtner fapen selbst: „Millionär ist noch keiner von uns ge- wrrden!" und „Was wir in einem Jahre gewinnen, da> setzen wir vielleicht im nächsten wieder zu. Zu- fti>den sind wir aber doch, wenn uns unser Beruf nur einigermaßen die Existenz ermöglicht!" Oer innere Friede und die Ruhe, die den Gärt- nern vom Gesicht abzulesen sind, kommen auch nicht viel Arbeit. Während sonst um diese Zeit die Gewächshäuser längst nicht mehr geheizt zu werden brauchten, müssen sie in diesen Tagen noch Tag und Nacht unter künstlicher Wärme stehen. Die Pflanzen in den glasbedeckten Kästen müssen noch jeden Abend zugedeckt werden. Am Morgen werden sie dann wieder abgedeckt, sort ■ die Saar! .re< - Näheres biirga. d-Lata wort Postkarte w. garten Pflanzen nicht Tag und Nacht ungeschützt im Freien sein. Gleichzeitig muß aber auch darauf geachtet werden, daß die Pflanzen keine Verweichlichung erfahren. Sie würden dann nach dem Verpflanzen ins Freie zugrunde gehen. Ein strenger Winter und ein rechter Frühling wäre den Gärtnern lieber gewesen. Die Vermehrung vieler Blumen geschieht aus Stecklingen, aus abgesenkten Zweigen oder Blättern, manchmal nur aus Teilen von Blättern. Interessant ist es für den Laien, zu hören, daß man Geranien zum Beispiel bis zu 30 Jahre lang immer wieder aus eigenen Stecklingen vermehren kann, ohne daß die Kraft des Wachstums beeinträchtigt wird. Andere werden aus Samen in künstlich erwärmten Keimbeeten gezogen, die mit einer Erde von ganz bestimmter Beschaffenheit gefüllt find. Mit Blumenzüchtungen befaßt man sich in den Gießener Gärtnereien nicht: es ist dies auch ein dern auch ein schwerer Beruf. Wer diesen Beruf wählt, darf nicht nach dem Ausmaß der körperlichen Arbeit fragen. Der Tag beginnt früh und enoet spät. In besonders kalten Winternächten gibt es auch einmal „Nachtschicht", denn die Temperatur in den Gewächshäusern darf nicht unter einen bestimmten Stand sinken. Frisch angekeimte oder junge, kaum entwickelte Pflänzchen sind empfindlich. Eine Unachtsamkeit kann hier dem Gärtner Tausende von Pflänzchen kosten. Das bedeutet manchmal einen unwiederbringlichen Verlust. In diesem Frühjahr haben die Gärtner besonders 4IX hsf ein zu spezielles Gebiet, das den Gärtnereibetrieb einer ganz anderen Art zur Voraussetzung hat. Neuerscheinungen werden von den Gießener Gärtnereien zum Zwecke von Anbauversuchen meist aus Quedlinburg am Harz bezogen. Das Hauptbestreben des Gärtners geht immer dahin, seiner Kundschaft Pflanzen zu vermitteln, die von guter und bester Qualität und ständige Freudebringer sind. Ein schönes Ziel sieht der Gärtner vor allem auch darin, eine Blume, einen Strauch oder ein Bäumchen in systematischer Pflege zu voller Entfaltung und zu gesunder Kraft und Größe zu bringen. Damit ist oft viel Arbeit verbunden, die dem Gärtner nicht immer vergütet werden kann. Das hält ihn — hier erweist er sich als Idealist — aber nicht ab, trotzdem alle Mühe und Arbeit für diese Ziel aufzuwenden. Hinzu kommt, daß fast jede Pflanze, jede Blume, jeder Strauch oder Baum eine irgendwie von anderen verschieden geartete Behandlung erfordert, anSorgfältig werden die jungen Weiden an den Pfählen festgebunden. dere Lebensbedingungen erfüllt sehen will, besonderen Boden oder spezielle Düngung verlangt. Diese Pflanze liebt säuerlichen Boden, jene kann darauf nicht bestehen, die eine liebt Kalk, die andere braucht besonders Phosphor zu ihrem organischen und gesunden Aufbau, eine Blume muß zu diesem Zeitpunkt umgepflanzt werden, eine andere würde die Umpflanzung zum gleichen Zeitpunkt heftig Übelnehmen und sofort den Kopf hängen lassen. Dies alles läßt erkennen, daß der Gärtner ein umfangreiches und gut fundiertes Wissen haben muß. wenngleich auch in diesem Beruf das Probieren oftmals über das Studieren geht. Von der hohen Schule des Gärtners, dem Okulieren, dem Veredeln von Rosen, von Beerensträuchern oder Obstbäumen sei hier ganz abgesehen. Wetzn man den Gärtner einmal fragt, wie sich das Publikum zu seiner Arbeit und zur Blume, zur Pflanze im allgemeinen stellt, dann kann man die erfreuliche Antwort hören, daß das Interesse und die Freude der Kundschaft an Blumen immer größer geworden sind, so daß auch der Gärtner — so materiell es in diesem Zusammenhang auch klingen mag — von einer fühlbaren Geschäftsbelebung sprechen kann. Das ist nicht nur für ihn erfreulich, vielmehr zeugt es auch davon, daß die Bevölkerung wieder mehr und mehr Sinn gewinnt für schöne, natürliche Umgebung. Der Blumenschmuck-Wettbewerb, der alljährlich vom Derkehrsverein unserer Stadt veranstaltet wird, hat sehr dazu beigetragen, Freude an Blumen und frischem Grün zu' fördern. Vom Samenkorn zum Keimling, vom behüteten Wachstum früher Jugend der Pflanze bis zur vollen Entfaltung und der Krönung des Lebens in Blüte, Frucht und wieder Samenkorn, erlebt der Gärtner täglich das Wunder schöpferischer Natur. Es ist gut, daß wir alle, die wir dem Gärtner und seinem schönen Beruf tn der Regel nur aus einiger Ferne Zusehen können, während des Osterfestes auch einmal einige Gedanken widmen und uns damit dem großen Walten der Natur erschließen, das sich täglich neu vollzieht und gerade in diesen Tagen sinnfällig in Erscheinung tritt. Qhim (at°nDon rrflk Kneift. M ä 3 Sonntag" Elastik Mn-, »J- w Stal), ; I9'30: Mer 0 Zubern. !>"*. 6.50; tboral. 7- Wn. 8 Qt- 10.45: Praf, Achten. An. ndebezuk. 13.15. teV4'30 Wirb die Frau! We Kustenyt. Zur Rettung , ' Kontreadmiral '• 16.45: Qu«, modernen Groß. * 17: Rach, ü kmstbericht der ;0ung in Frank-: J: Mensch und • 18.45: Punkt, I heißen ... (Fine/ tungskonzert.20:; Isunk bringt den Nation: Bauern ■ to deutscher Ge> onzertreisen. 22: xi as dem Sende- '• 23: Alte und : if. sburg eierW Hl !ehle»e": Verein6 J 3iiseC* « Blick in ein großes Gewächshaus. Morgen läuten die Osterglocken im Land! Mor- ?n prangen in jeder Familie Blumen auf en Tischen. Ostern, das Fest des Frühlings und ?r erwachenden Natur können wir uns ohne Blu- rcn auf dem Tisch fast nicht denken. Mit den Blu- en dringt ein Schimmer des Frühlings in unsere ciume. Tulpen und Hortensien, die feine, weiße «arzisse und ihre gelbe Abart, das Himmelsschlüs- ilchen, Blumen, wie sie uns der Gärtner gibt, ge- iren zum Osterfest, wie für die Kinder der sagen- :fte eierlegende Hase. Uebrigens, jene gelbe Art d.r Narzisse wird im Volksmund auch „Osterglocke" gmannt. Der Name paßt gut. Unter den freien klütenblättern drängt eine wundersam geformte Nocke hervor, leuchtend in reinem Gelb, und kün- dlt den Frühling. Der Gärtner hegte und pflegte db Blume seit Monaten, und nun dankt sie es ihm mit ihrer strahlenden Pracht, Noch andere Blumen draußen in Feld und Wald künden den Frühling. Aber noch sind ihrer wenige. Das Veilchen, die kleine Waldanemone, das bescheidene Gänseblümchen, an seltenen Stellen der Seidel- b st — das ist fast alles, was der jetzige Frühling bsher zu geben vermochte. Nicht viel also! Das Wetter war zu schlecht, die Sonne konnte sich nicht d rchsetzen, und der anhaltende Regen schuf bisher n r einen Frühling des Mißvergnügens. So muß man zum Gärtner gehen, wenn man z m Osterfest Blumen haben will, die das Zimmer schmücken sollen. Just auch eine gute Gelegenheit, fidi einmal mit dem Gärtner zu unterhalten! Gärt- 11 r sind besinnliche Leute. So etwa wie der Bauer. Woher dies kommt, ist nicht schwer zu sagen i Wirtschaft. Oie Fndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 669: Wortlaut des neuen rumänischen Devisen- gesetzes. 67Q: Das Zahlungsabkommen mit Portugal. 671: Neue Ursprungsbezeichnungen für englische Textilwaren. Forderungen der Baurnwoll- industrie. 672: Der Einzahlungskurs für Postanweisungen aus Deutschland nach Italien ist wie folgt geändert worden: 100 Lire = 21,00 RM.; 1 RM. = 4,7619 Lire. ♦ * Günstige Entwicklung der Lahn- schiffahrt im März. Nach der soeben veröffentlichten Statistik über die Schiffahrt auf der kanalisierten Lahn hat sich das Frachtengeschäft im Monat März weiter günstia entwickelt. Im Berichtsmonat wurden insgesamt 10 753 Tonnen verfrachtet, davon 1035 Tonnen zu Berg und 9688 Tonnen zu Tal. Im März wurden 80 Güterschiffe zu Berg und 79 Güterschiffe zu Tal geschleust. Die Zahl der geschleusten Klemfahrzeuge belief sich lahnaufwärts auf 28, lahnabwärts auf 15 Boote. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ist eine Besserung zu verzeichnen. Im ersten Vierteljahr 1935 wurden 23 150 Tonnen verfrachtet gegenüber 22 763 Tonnen in der gleichen Zeit des Vorjahres. Besonders ist ßu bemerken, daß die Entwicklung der Lahnschiffahrt im Laufe des ersten Vierteljahres 1935 um so höher zu bewerten ist, weil das Verfrachtungsgeschäft im Monat Februar 1935 infolge des Hochwassers der Lahn längere Zeit zum Erliegen gekommen war. Nhein-Mainische Mittagsbörse. Freundlich. Frankfurt a. M., 18 April. Die letzte Börse vor den Osterfeiertagen lag freundlich, aber ziemlich ruhig. Nur einige Spezialbewegungen traten hervor, so wiederum Schifffahrtswerte, die bei ziemlich lebhaften Umsätzen aus dem Markte genommen wurden. Nordd. Lloyd um 0,5, Hapag um 1 Prozent über Vortag. Daneben Buderus in Auswirkung auf den Bericht gefragt und 1,25 Prozent höher. Jrn übrigen lagen die Aktienmärkte still, die wenigen Glattstellungen vor Ostern wurden durch Anlagekäufe glatt ausgeglichen. Eine Reihe günstiger Jndustrie- abschlüsse stützte die feste Grundstimmung. J.-G. Farben unverändert 149, Scheideanstalt und Rüt- gers je 40, Erdöl V» Prozent höher. Elektrowerte kaum verändert, so AEG., Siemens, Lechwerke, Licht und Kraft behauptet, Betula 0,65 Prozent fester, Lahmeyer 0,65 Prozent niedriger. Am Montanmarkt bestand für Rheinstahl etwas Interesse mit 107,75 nach 107,50, Stahlverein 80,25 (80,40). Bau- und Zementwerke etwas angeregt, Heidelberg 0,50 Prozent höher. Auch Daimler um 0,25 Prozent gebessert, sonst noch Reichsbank 0,25, AG.- Verkehrswesen 0,50 Prozent erhöht,- unverändert lagen Zellstoffwerte und Kunstseide. Odenwälder Hartstein auf die Dividendenerhöhung weitere 4,50 Prozent höher gesucht. Sehr ruhig waren die Umsätze am Rentenmarkt, Altbesitz auf 113,25 (113), Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsschein gehalten, letztere 89,65, späte Schuldbücher 96,90. Mexikanische Anleihen bröckelten teils 0,13, teils 0,25 Prozent ab. Der Börsenverlauf blieb freundlich. Interesse hatten nach wie vor Schiffahrtswerte, Rheinstahl und JG.-Farben. Deutsche Linoleum, die anfangs um 3 Drozent auf 149,50 Prozent gedrückt waren, holten später die Hälfte ihres Verlustes wieder ein. Recht fest lagen fast alle Freiverkehrswerte, so Bamag-Meguin 52, Ess.-Bad. Wolle 38, Pokorny 108,50, Adlerwerke 80, Ufa 74,75. Pfandbriefe ausgeglichen und gut gehalten, Städteanleihen ohne Bewegung. Der Börsenschluß war fest. Tagesgeld 2,75 Prozent. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt, 18. April. Auftrieb : Rinder 51, darunter 22 Ochsen, 1 Bulle, 13 Kühe, 10 Färsen, 920 Kälber, 65 Schafe, 430 Schweine. Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 60 (gegen den 11. April 59 bis 60), b) 54 bis 59 (53 bis 58), c) 46 bis 53 (45 bis 52), d) 36 bis 45 (35 bis 44); Lämmer und Hämmel al) 40 bis 45 (40 bis 45), b2) Weidemafthämmel 37 bis 38 (38 bis 40), c) 33 bis 36 (34 bis 37); Schafe heute nicht notiert; Schweine b) 46 bis 51 (48 bis 52), c) 45 bis 50 (47 bis 51), d) 44 bis 48 (44 bis 49). Marktverlauf: Kälber lebhaft, ausverkauft. Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend, Ueberstand (123 Tiere). Großhandelspreise für Fleisch und Fettwaren: Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1072 Viertel Rindfleisch, 279 ganze Tiere Kalbfleisch, 7 ganze Tiere Hammelfleisch, 851 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 66 bis 72, c) 58 bis 62; Bullenfleisch b) 62 bis 66; Kuhfleisch b) 53 bis 60, c) 38 bis 50; Färsenfleisch b) 66 bis 72, c) 58 bis 66; Kalbfleisch b) 74 bis 82, c) 64 bis 72; Hammelfleisch 75 bis 78; Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren d) roher Speck 65 bis 68, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: mittel. Schweinemarkt in Butzbach. ♦ Butzbach, 18. April. Zum heutigen Schweinemarkt waren insgesamt 224 Ferkel aufgetrieben. Bei flottem Handel kosteten bis zu sechs Wochen .alte Ferkel 17 bis 21 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 21 bis 26 Mark. Der Markt wurde geräumt. SJl.-$pOTt Radrennsport aus der Aschenbahn. Oie Veranstaltung des Gießener Nadfahrervereins 1885. Am Ostermontag eröffnet der Gießener Rad- fahrer-Derein von 1885, wie schon kurz berichtet, seine diesjährige Bahnrennsaison. Auch in diesem Jahre ist es dem Verein gelungen, erstklassige Fahrer aus Westdeutschland zu verpflichten. Wegen Erkrankung eines Fahrers ist noch eine Veränderung in der Startliste eingetreten. Dem Verein ist es gelungen, für die Fahrer Flörchinger und Klappert die Mannschaft Rohrbach-Gänßler (Frankfurt) zu gewinnen. Mit dem Fahrer Gänhler startet ein Mitglied der Nationalmannschaft, der im großen Rennen Berlin—Kottbus—Berlin Sechster wurde. Das abwechslungsreiche Programm bringt als erstes den „kleinen Oslerpreis-, ein Fliegerrennen über 1000 Meter. Im ersten Vorlauf treffen sich Schorn, Eude (Köln), Thomas (Neuwied), Rohrbach (Frankfurt) und K. Muhl (Gießen). Hier wird wohl Schorn siegen. Im zweiten Dorlauf starten Zacharias (Koblenz), Gelpke (Neuwied), Klütsch (Köln), Preis und E. Muhl (Gießen). Im dritten Vorlauf stehen sich gegenüber: H o h b e i n (Frankfurt), Müller (Koblenz), Göbel (Wetzlar), Gassenmeyer (Offenbach), Faust (Gießen). Im vierten Vorlauf kämpfen Kerp (Köln), Trinks (Westig), Gänßler (Frankfurt), Geyer (Offenbach), Mebus (Gießen). Nach dem Fliegerrennen wird ein Jugend- fahren gestartet. Im Anschluß daran starten im Punktefahren die Unplacierten des Fliegerrennens. Den Abschluß und zugleich den Höhepunkt der Veranstaltung bildet der „Große Oslerpreis-, ein Mannschaftsrennen über 50 Kilometer (125 Runden) nach Sechs-Tage-Art. In jeder 15. Runde ist Wertung und find außerdem bereits drei Prämien gestiftet, so daß noch drei Prämienspurts ausgefahren werden. Bei diesem Rennen gehen folgende Mannschaften an den Start: Schorn-Kerp (Köln), Zacharias-Müller (Koblenz), Thomas-Gelpke (Neuwied), Göbel-Trinks (Wehlar-Weftig), Mebus- E. Muhl (Gießen), Hohbein-K. Muhl (Frankfurt- Gießen), Preis-Faust (Gießen), Rohrbach-Gänßler (Frankfurt), Eude-Klütfch (Köln), Gassenmeyer- Geyer (Offenbach). Wenn man die Startliste durchsieht, findet man verschiedene bekannte Namen. I. Schorn fährt in diesem Jahre nicht mit seinem Bruder, sondern hat einen jüngeren Fahrer als Partner. Zacharias- Müller, eine in Gießen beliebte Mannschaft, ist auch wieder mit dabei. Die Mannschaften Göbel- Trinks, Gassenmeyer-Geyer und Hohbein-Muhl waren ebenfalls im letzten Jahre am Start. Die Gießener Mebus-E^ Muhl und Preis-Faust als die Lokalmatadoren sind mit der Bahn vertraut und werden in diesem Jahre bestimmt mehr in den Vordergrund treten. Da die Mannschaften fast gleichwertig sind, wird nur die Tagesform entscheidend sein. TSV. Herrnsheim in Gießen. Der VfB.-Reichsbahn hat am 1. Osterfeiertag den TSV. Herrnsheim zu Gast. Die Gäste gehören zur Gauliga (Gau XIII, Südwest). In diesem Gau befindet sich die Handballhochburg Darmstadt. Herrnsheim konnte im letzten Verbandsspiel Polizei Darmstadt 6:3 schlagen. Das beweist ihre derzeitige Spielstärke. Schon fünf Jahre spielt diese Mannschaft in der höchsten Handballklasse. Den größten Erfolg konnten Die Turner im Jahre 1932 buchen, als sie in Hannover die DT.-Meisterschaft errangen. In Gießen erscheinen die Gäste mit ihrer stärksten Aufstellung. Kissel Ernst Johnson Uhl Seeberger Flörsch Embach Embach Köstner Wiegand Worms Der Halblinke Embach ist vereidigt als Olympiakandidat. Seeberger und Worms spielten schon öfters in der Gauauswahlmannschaft. Die 1. Handballmannschaft des DfB.-Reichsbahn wird mit dem großen Gegner wachsen und mit Energie und Kampfkraft ein möglichst ehrenvolles Resultat herauszuholen suchen. VfB. - Reichsbahn spielt mit: Fischer Hof Kaiser Baganz Göckel Preß Klaß Herrmann Krämer Langenohl Heberer Vom Gau XII werden die Gäste durch Herrn Seibert, den Bezirkshandballfachwart, begrüßt. Schiedsrichter Bauernschut leitet das Spiel. Vor diesem Kampf treffen sich die beiden zweiten Mannschaften des Mto. und des VfB.-Reichsbahn Gießen in einem Freundschaftsspiel. Da beide Mannschaften in verstärkter Aufstellung antreten, ist der Spielausgang offen. Lippert als Ersatzmann für das Länderspiel Deutschland-Belgien. Für die deutsche Mannschaft, die am 28. April den Fußball-Länderkampf gegen Belgien zu bestreiten haben wird, wurde nach neuesten Meldungen der Gießener Lippert (Spielvereinigung 1900) als Ersatzmann eingestellt. Heuer Gegelflug-Rekord für Frauen. Die Königsberger Medizinstudentin Lisel Zange- meister hat am Donnerstag in Rossitten einen neuen Segelflugrekord für Frauen mit einem Dauerflug von zwölf Stunden 5 7 Minu- t e n ausgestellt. Fräulein Zangemeister stieg am Donnerstag früh um 6.04 Uhr mit ihrem Flugzeug auf und landete wohlbehalten um 19.01 Uhr. Das Flugzeug ist als Schulmafchine nach eigenen Ideen und Angaben der Fliegerin in Rossitten erbaut worden. Handball«» den beiden Osterfeiertagen. Auf Grund gegenseitiger Vereinbarung wird das Aufstiegspiel TV. Garbenheim — TV. Dorlar am 1. Osterfeiertag ausgetragen. Das Spiel sollte schon die Vorentscheidung bringen und vor allen Dingen beweisen, daß Dorlar tatsächlich die größten Chancen hat, Meister zu werden. Bei den Freundschaftsspielen gibt es, besonders am 1. Osterfeiertag, einige interessante Begegnungen: TV. Dutenhofen — TV. Launsbach. Die Gäste, die das vor einiger Zeit ausgetragene Vorspiel knavp gewinnen konnten, werden in Dutenhofen alle Mühe haben, sich zu behaupten. Die Ergebnisse haben gezeigt, daß sich die Gastgeber auf eigenem Platz nur sehr schwer schlagen lassen. Auch das Spiel der beiderseitigen Jugendmannschaften dürfte einen interessanten Kampf bringen. TV. Lollar — TV. Heuchelheim. Die Einheimischen dürften trotz ihres eifrigen Spiels wenig zu bestellen haben. Die Gäste verfügen über die größere Spielerfahrung. TV. L i ch — TV. Wetzlar II. Lich hat die Reserve des TV. Wetzlar zu Gast. Wenn es auch in den letzten Spielen wieder eine starke Formverbesserung gezeigt hat, wird es zu einem Siege doch nicht langen. Das Spiel der beiderseitigen Jugendmannschaften sollte Wetzlar gewinnen. TV. Alsfeld — TV. Vilbel. Es wird für Alsfeld schwer werden, sich durchzusetzen, denn die Gäste stellen eine der besten Mannschaften des Kreises 11 dar. Das größte Interesse der Feiertage nimmt naturgemäß das Auftreten des früheren DT.-Meifters Tufpo. Herrnsheim in Anspruch. Es ist den beiden Vereinen (VfB.-Reichsbahn und TV. Münchholzhausen) hoch anzurechnen, daß sie sich einen derartigen Gegner verpflichtet haben. Am 1. Feiertag gastiert Hörnsheim in Gießen, am 2. Feiertag in Münchholzhausen. Der zweite Feiertag bringt noch folgende Begegnungen: TV. Ruttershausen — TV. Hausen. Es wird ein spannendes Spiel erwartet, über dessen Ausgang eine Voraussage schwer zu treffen ist. TV. Münchholzhausen II — TV. Dutenhofen. In Münchholzhausen herrscht am zweiten Osterfeiertag Hochbetrieb. Vor dem Hauptspiel gegen Herrnsheim treffen sich Münchholzhausen Jugend und TV. Allendorf (Lahn) komb. und die 2. von Münchholzhausen und Dutenhofen. Während in dem ersten Spiel Allendorf sicherer Sieger bleiben sollte, ist das zweite Treffen vollständig offen. Mannschaften des 8. Turnkreises auf Reisen! Der TV. Hochelheim fährt mit seiner ersten Mannschaft nach Offenbach, um gegen die dortigen Kickers ein altes Rückspiel auszutragen. Man sollte annehmen, daß Hochelheim, auf Grund seiner derzeitigen guten Form den heimischen Kreis würdig vertreten wird. Auch der TV. Holzheim ist auswärts. Seine 1. Mannschaft ist in Neu-Isenburg zu Gast und löst damit ebenfalls eine Rückspielverpflichtung ein. Gpielvereinigung Fürth in Lollar. Die Mannschaftsaufstellung. Am zweiten Osterfeiertag wird in Lollar, wir machten bereits darauf aufmerksam, eine Sondermannschaft der Spieloereinigung Fürth in einem Gesellschaftsspiel der ersten Elf des Sportvereins Lollar gegenüberstehen. Die Fürther Haben für diese Begegnung folgende Mannschaft gemeldet: Birner; Schöller, Stahlmann; Weidinger, Schönleben Pfau; Sticht, Pitzer, Zeilein, Warst, Tüll. Schneider. Der vielfache Internationale Hagen wird voraussichtlich während der ersten Halbzeit spielen. Fast sämtliche Spieler gehörten der ehemaligen Meisterelf an. Lollar wirb durch die folgende Mannschaft vertreten: Ziegler K.; Hörstel, König; Sommer, Schaaf, Römer; Gabriel, Klein, Löhr, Ziegler A., Ziegler W. Fußball im Turnverein Treis a. d. Lda. Treis konnte für den zweiten Osterfeiertag die Ligareserve der Spieloereinigung 1900 Gießen zu einem Freundschaftsspiel verpflichten. Die Platzbesitzer, die nach langer Zeit wieder einmal komplett auf den Plan treten, werden ihren Stolz darein- setzen, ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Die Einheimischen haben für den zweiten Feiertag die erste Mannschaft von „Germania" Frankfurt-Enkheim verpflichtet. Die Gäste, die am Ostersonntag in Naunheim spielen, gehören der Bezirksklasse an. Da die süddeutschen Bezirksklasse-Mann- schaften einen erstklassiaen Fußball spielen, dürften die Gäste für die hiesigen Verhältnisse einen sehr spielstarken Gegner darstellen. Die Einheimischen, die in letzter Zeit nicht immer glücklich gekämpft haben, werden auch diesmal eine harte Nuß zu knacken haben. Die Elf wird in veränderter Aufstellung antreten, hauptsächlich der Sturm. Die übrigen Mannschaftsteile haben sich bei den seitherigen Kämpfen bewährt. Die erste Jugendelf erwartet am ersten Feiertag die gleiche Mannschaft von Waldgirmes. Die einheimische Jugend spielt zur Zeit einen Fußball, der zu den besten Hoffnungen berechtigt. Für die Gäste werden bei diesem Treffen nicht allzuviel Sieges- aussichten bleiben. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenteich I — Steindorf I. Die 1. Elf von Steindorf (Kreis Wetzlar) weilt am 1. Osterfeiertag zu einem Freundschaftsspiel in Garbenteich. Die Gäste haben in ihrer ersten Krcis- klasse einen sehr guten Platz inne. Garbenteich muß zu diesem Spiel leider mit zwei Mann ersatzgeschwächt antreten. Die Gastgeber werden sehr zu kämpfen haben, wenn sie ehrenvoll bestehen wollen. Vor diesem Spiel messen die Kleinsten der beiden Vereine ihre Kräfte. Für den Ostermontag ist eine Begegnung der ersten Schülermannschaften von Garbenteich und „Union" Niederrad vorgesehen. F.-Gp.-B. 1926 Gteinbao Rieder-Florstadt in Steinbach zu Gast. Am ersten Osterfeiertag weilen die erste Mannschaft und die Jugendmannschaft von Nieder- Florstadt in Steinbach. Die aktive Mannschaft der Gäste zählt zu den besten in der Wetterau und konnte besonders im vergangenen Jahre zu schönen Erfolgen kommen. Man erwartet deshalb in Steinbach einen anregenden Kampf. Wer Sieger werden wird, ist nicht vorauszusagen. Vorher spielen die Jugendmannschaften der beiden Vereine. Fußballabteilung des Tv. Kinzenbach. Am 2. Osterfeiertag lösen die 1. und die Jugend- Mannschaft Rückspielverpflichtungen in Waldgirmes ein. Das Vorspiel der 1. Mannschaften wurde damals von Kinzenbach gewonnen, das Jugendspiel endete mit 2:2 Toren. Gäste und Gastgeber spielen in gleichen Klassen. Waldgirmes nimmt im Wetzlarer Bezirk einen guten Mittelplatz ein. Die Kin- zenbacher werden auf einen starken und schwer zu schlagenden Gegner treffen. Sie werden gut tyn, komplett anzutreten. Im Spiel der Jugendmann- schäften rechnet man mit einem knappen Ergebnis. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Frankfurt a.271. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Mittag- börse Datum 17-4. 18-4 17 4 18 4 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,13 100,13 100,4 100,4 4% Deutsche Netchsanl. von 1984 97,6 97,6 97,75 97,75 6Yi% Dmmg-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 102,3 102,75 103 103,25 Äuslos.-Rechten ............. 113 113 112,9 113,1 4*/,% Deutsche Reichspostschatzan. Weisungen von 1934, 1....... 6% ehern.8% Hess. Volksstaat 1929 100 100 100 100,1 (rückzahlb. 102%) ............ 98 98 98 97,9 4 /i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96,25 96,25 5Vi% ehern. Hess. Landes-Hypo- thekenbank Darmstadt ßiaüi ... 454% ehern. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 100,3 100,25 — — 92,5 92,25 _ Oberhessen Provtnz-Anleihe mit Auslos. »Rechten ............. 115,9 Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4y2%^hem.8% Franks. Hyp.-Bank 115 115 115,5 115,5 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 96,25 96,25 — 96 6’/i% ehern. 4*/,% Franks. Hyp.- Bank-Ligu.-Pfandbriefe....... 100,5 100,75 6Vi% ehern. 4 /t% Rheinische Hyp.-B^.k-Ltau.-Goldpfe..... 101,25 101 101 100,9 ehern. 8% Pr. Landeöpfand- vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 — 96,25 96 — *Vi% ehern. 7% Pr. LandeSpfand- vriefarrsl., Gold Komm. Obl.VI 96 96,25 96 _ Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-89 105,9 105,9 105,9 105,9 4% Sesterreichische Golbrente.... 26,25 25,75 25,75 26,25 4,20% Lefterreichifche Silberrente 1,13 1,13 1,13 1,2 4% Ungarische Goldrente ....... 7,5 6,65 7,6 6,55 7,55 7,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgi. von 1913 ......... 6,85 13,25 6,9 13 6,8 13,25 5% öbgest. Koldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbohn-Anleihe 13,3 Serie I..................... 8,5 8,5 — 8,7 Frankfurt a. M «Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schluß« kurS Schlußk. Mittagbörse Datum 174 184 17.4 18.4- 4% desgl. Serie II ........... 8,5 8,5 _ — 6% Rumän. vereirch. Rente v. 1903 4,4 4-4 — 4,4 4tz%Rumän.vereinh.Rentev.iS18 6,5 6,5 6,7 4% Rumänische verctnh. Rente 4,15 4,13 4,2 4,2 2’4% Anatolier ............. 33,4 33,25 33,65 33,5 Hamburg-Amerika-Paket ..... 0 34 35 35 35 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 27,5 29 Norddeutscher Lloyd ......... 0 36,75 37 37 37,13 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 81,5 82 81,75 82,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 108 108,5 108,75 109 Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- 0 89,75 90 89,5 90 Gesellschaft................ 0 92,5 94 92,25 94 Dresdner Bank.............. 0 92,5 94 92,25 94 Reichsbank ................ 12 160,5 161 160.5 161,4 A.E.G...................... 0 38 38,25 38 38,65 Bekula.................... 10 135,75 136,25 136 135,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 107,75 107,5 107,75 107,25 Licht und Kraft ........... 6% 125,5 —— 125,5 125,5 Felten« Guilleaume......... 0 89,9 90,65 89,5 92 Gefellsch.f.Elektr.Unlernehmung. 5 122,5 123 123 123,25 Rheinische Elektrizität ........ 5 125 124 125,25 124 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 — — Schlickert L Co............... 4 106,5 106,5 107 107 Siemens L Halske............ 7 150,25 150 150,4 150,5 Lahmeyer LCo.............. 7 122 122,9 121 Buderus ......... ....... 0 96 97,5 96,5 98 Deutsche Erdvi .............. 4 106,75 106,65 106,9 107,5 Gelsenkirchener.............. 0 Harpener................... 0 106 106 106,75 106,25 Hoesch Eisen—Köln-Neuessea .. 0 — 955 96,75 Zlse Bergbau ............... g 149,75 — 150 147 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 121 121,4 121,65 121,65 Klücknerwecke ............. e ManneSmann-Röhrn»........ *0 92,4 77,75 92,25 78 92 77,75 92,75 77,9 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schlußk. Mitiag- börse Datum 17 4 18 4 17-4 18.4. Mansfelder Bergbau .. ..... .. 8 101,4 101,5 101,13 102,25 Kvkawerke........... .. 6 — 109,9 111 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen .. 0 — — eee e . 12 217 — 218,25 217,25 Rheinstahl ........... . .... 8’/? 107,5 107,75 107,4 108,25 Vereinigte Stahlwerke. .. 0 80,4 80 80,4 80,13 Otavi Minen ........ .. 0 15,2 15,4 15,4 15,5 Kaliwerke Aschersleben. .. 5 112,9 113 113,25 113,5 Kaliwerke Westeregeln . .. 5 114 113,75 113,75 113,75 Kaliwerke Salzdetfurth iya 159 159 159,5 I. G. Farben-Jnbustrie .. 7 149 149 149,25 148,9 Scheideanstalt........ .. 9 214,5 214,9 Goldschmidt ......... .. 0 105 106 105,25 106,25 Rütgerswerke........ .. 4 111 111,5 111,5 113 .. 4 97,75 97,75 97,9 98 Philipp Holzmann .... .. 0 91,5 92 91,75 92,25 Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. .... .. 6 .. 4 122 Schultheis Pahenhoser .. 4 _ _ 109,25 108 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 53,9 53,75 54,13 53,75 Bemberg............ .. 0 115 — 115 116,5 Zellstoff Waldhof ..... .. 0 112,5 112 112,75 114 Zellstoff Aschaffenburg .. 0 80,75 81 80,5 81,25 Dessauer Gas ........ .. 7 — — 124,5 Daimler Motoren..... .. 0 94 94,5 93,75 94,5 Deutsche Linoleum .... .. 6 152 150,25 151,5 150 Orenstein & Koppel ... .. 0 88 Westdeutsche Kaufhof.. .. 0 36,4 36,5 36,25 36,4 Chade ............... .. 0 249,5 249,5 250 249,75 Accumulatoren-Fabrik. . 12 — 161,75 160,65 Conti-Gummi ...... .. 8 148 147,5 147 147,5 Gritzner............. .. 0 38 37,5 37,75 37,9 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 94 94 Süddeutscher Zucker .. .. • 169 169 168 168 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2R. 17. April 18. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Bries __ Buenos attei 0,658 0,662 0,658 4), 662 Brüssel..... 41.98 42,06 41,98 42,06 Rio de Jan. 0,201 0,203 0,201 0,203 Sosta ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 53,85 53,95 53,79 53,89 Danzig..... 81,10 81,26 81,10 81,26 London ..... 12,06 12,09 12,045 12,075 HelsingforS.. 5,32 5,33 5,32' 5,33 Paris ...... 16,38 16,42 16,38 16.42 Holland ... 167,58 167,92 167,68 168,02 Italien..... 20,68 20,72 20,68 20,72 Japan ...... 0,709 0,711 0,718 0,710 Jugoslawien 5,649 5,661 5,649 3,661 Oslo..... : 60,62 60,74 60,54 60,66 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 10,94 10,96 10,93 10,95 Stockholm... 62,19 62,31 62,12 62,24 Schweiz .... 80,72 80,88 80,72 80,88 Spanien.... 33-95 34,01 33 95 34,01 Prag....... 10,375 10,395 10,375 10,395 Budapest ... Rsüyork ... — -—■ 2,484 2,488 Bantnoten 2,485 2,489 ___________Berlin, ig. April_________[ Amerikanische Noten.......... Belgische Noten Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten . Spanische Noten ........ Ungarische Noten Geld 2,437 41,82 53,58 12,01 16,32 167,26 20,76 60,33 61,91 80,24 33,48 62,15 80,56 33,62 ■»_ 2^457 41,98 53,80 12,05 16,38 167,94 20-84 60,57 NASS-SCHNEIDEREI GIESSEN P LOCK STR. 7 AUSKÜNFTE ERTEILT BadSalzhausen." Das nervenberuhigende Heilbad Herz-u. Gefäßleiden - Rheuma Erschöpfungszustände -Katarrhe RAUSCH AL- Ü.VERG ÖH S.TI GUN S KU R E N ! ersten Feiertag irmes. Die einen Fußball, der . Für die Taste llzuviel Sieges« 'benieich. >rf I. Wetzlar) weilt rdschastsspiel in r ersten Krcii- arbentexd) M dann * ottbtn \g. ’n 1 bestehen kV e Kleinsten ta len VsternMüi HermannfN" rrad vorgesehr. inbat l ZV Gast, die erste Mas I von M' Mannschast • Wetterau r Zähre zu D' eshalb in b r Sieger wen rher spiele»» reine. SWiN und die Äugen! : in MM' asten mürbe » da- W* lastgeber sp» immt im M . ein. Du * und schA erben fljJJ . Jugend^ ippen Elgn »u|en -b bi, 7«-»d ’Jt'nb °°" 1 kr« n die hDrt ften en. N^'gen nb S?n !°llte fJ.einer bet- Rrt,= »ürbig *w. n tollor, »9. n .Lollar, toir d"e.Sonbe «inetn i ith,r,’s Wr -ÄS“ r .^maligen solqende ’W König; 1 Klein, Löhr, lsa.r.^ fc^rtag die 00 Tießen zu n- Die Platz, 'lunal komplett ?lolz darein- rzrelen. Alheim. Beiten Feier« mania" Frank« die am Öfter- 'n der Bezirks, rk-klasse-Mann« spielen, dürsten lisse einen sehr , Einheimischen, äcklich gekämpft harte Nuß zu eränderter Aust r Sturm. Die h bei den |eib kräftig und gesund durch gerglachee KralHuHerwerk 0. m. b. H.. Straff im Text Nur eo können Sie Ihre Zeitungsanzeigen durch zeitgemäße, gepflegte Einprägsam in derForm Werbedrucksachen Wirksam in der Farbe gut unterstützen. 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Apotheke: Hirsch-Apotheke. 2. Osterfeiertag, den 22. April. A e r z t e : Dr. Geyer und Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. Kockerbeck. Apotheke. Engel-Apotheke. schäft der Spielvereinigung die $leid)i Hungen zum Gesellschaftsspiel. Die Gäste trotzten „Union"-Aiederrad bei 1900 zu Gast. Da sich eine Osterreise der Blauweißen nicht er- ■ möglichen ließ, wurde ein Gesellschaftsspiel für den 1 eigenen Platz abgeschlossen. Mit „Uwon,'=3Hei)er= rad dürften die Gießener nicht nur die Mannschaft ■ mit den jüngsten Spielern, sondern auch eine der besten süddeutschen Gauligamannschaften verpflichtet haben. An diesem Gegner kann die junge 1900-Elf beweisen, was sie kann. 1900 tritt mit folgender Aufstellung an: Schlarb; Zeller, Lippert; Mank, Heilmann, heinbach; Dörr, Wilhelmk, Schmelz, Koch, Kaps. Die Gäste bringen: Blickhahn; Bonsig, Duseck; Allermann, Rink, Hochstadt; Berger, Pflug, Leichter, Kirsch, Sack; und außerdem zwei hervorragend talentierte Junioren als Ersatzleute mit. Leichter, Allermann, Kirsch, Sack, Pflug, Bonfig und Blickhahn waren zum Teil schon für den süddeutschen Fuhballverband oder in der Frankfurter Städteelf gegen Mannheim, Köln, Kassel und Hamburg repräsentativ tätig. Man kann die Gäste als Frankfurts beste Vertretung ansprechen, denn sie verlor in dieser Saison gegen Eintracht und Fuß- ballsportverein Frankfurt kein Spiel, erzielte jedoch gegen „Wormatia" Worms ein 3:2, gegen FC. Pirmasens ein 3:0, gegen „Kickers" Offenbach ein 2:2 und gar gegen den Gaumeister „Phönix" Ludwigshafen einen überragenden 4:0-Sieg. Die Gästeelf steht unter der Trainingsleitung des Stadion- fportlehrers Gebhardt. Sie beherrscht das ele- aante schottische Flachspiel, das ihr von ihrem früheren Trainer, dem Engländer T o u w n l e y , beigebracht wurde. Die Platzbefitzer werden gegen diesen großen Gegner einen sehr schweren Stand haben. Man hofft aber, daß die Elf um fo ehrgeiziger um die Erzielung eines tragbaren Ergebnisses kämpft, wenn sie auch mit ziemlicher Sicherheit nur zweiter Sieger bleiben wird. 1900 II — TV. Treis I. Dem Ligafpiel voraus geht diese Begegnung, die recht ausgeglichen verlaufen follte. Der Platzvorteil sollte 1900 als Sieger sehen, während umgekehrt im Rückspiel am 2. Feiertag in Treis der Platzverein die größere Chance zum Sieg haben sollte. Den Gießenern dürfte dabei zugute gehalten werden, daß es bereits ihr drittes Spiel innerhalb vier Tagen ist, denn bereits am Karfreitag siegten sie in Groden-Linden 3:0. 3ugenbfpiele. Alle Jugend- und Schülermannschaften spielen an Ostern auswärts Freundschaftsspiele. Die 1. Jugend spielt in Aßlar und Hermannstein, die 2. Jugend in Großen-Buseck und Londorf, während die Schüler nur in Aßlar antreten. Spiele im Gau XII — Kreis Gießen. 1. Feiertag. 1900 Gießen I — Union Frankfurt-Niederrad (Zitzer-Gießen); 1900 Gießen II — Treis (Seitz- Heuchelheim); Steinbach I — Nieder-Florstadt I (Weinandt-Leihgestern); Steinbach Jgd. — Nieder- Florstadt Jgd. (Holzapfel-Lich); Großen-Buseck I — Ruppertsburg I (Krelling-Gießen); Allendorf I — Großen-Linden I (Böcher-Gießen); Allendorf Jgd. — Großen-Linden Jugend (Hofmann-Wieseck); Leihgestern I — Steinberg I (Rüspeler-Gießen); Vetzberg I — Lang-Göns I (Rinn-Rodheim); Rod- Heim I — Lich I (Schneider-Gießen); Heuchelheim Jugend — Waldgirmes Jugend (Lotz-Launsbach). 2. Feiertag. Londorf I — VfB.-Reichsbahn Gießen II (Eisen- trauth-Grünberg); Heuchelheim I — Frankfurt-Enkheim I (Offenbacher-Gießen); Treis I — 1900 Gießen II (Deibel-Gießen); Leihgestern I — Dillenburg I (Zitzer-Gießen); Leihgestern II — Dillenburg II (Schnabel-Wieseck), Lollar I — Sondermannschaft der Spv. Fürth (Rüspeler-Gleiberg); Lollar-Jugend — Wißmar Jugend (Brück-Treis); Lollar Schüler — Treis Schüler (Wiffemann-Lol- lar); Daubringen Jugend — Butzbach Jugend (hil- lebrecht-Großen-Bufeck). auf Reifen. Zu Ostern befinden sich sämtliche Mannschaften (mit Ausnahme der dritten Elf) auf Reisen. Man hofft, daß die hiesigen den Gießener Fußball würdig vertreten. VfB.-R. I — Reichsbahn Vad Homburg I. In diesem Spiel stehen sich zwei Vertreter der Interessengemeinschaft der Reichsbahn-Turn- und auf bedacht sein, die Niederlage nicht zu hoch aus- den Einheimischen ein unerwartetes 1:1 ab, obwohl ' ll».. die Leihgesterner ständig überlegen waren und nur Am vergangenen Sonntag empfing die 1. Mann- auf ein Tor gespielt wurde. Die Jugendmannschaft " " ' ~ ' .....>e des SV. hatte ebenfalls die Jugend von Hungen zu Gast und schlug sie glatt mit 3:1. händelstraße 1 — Ederstraße 13. 1. Osterfeiertag, den 21. April. 9.30 Uhr: Gottesdienste; 16: Gottesdienste. Mittwoch, den 24. April. 20.30 Uhr: Gottesdienste. katholische Gemeinden. Samstag, den 20. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 21. April. Ostersonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Vesper; 16.30, 19: Beichte. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7: Beichte und Kommunion; 10: Hochamt mit Predigt; 14: Vesper. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 22. April. Ostermontag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt; 11: Messe; 14.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.15: Hochamt mit Predigt; Erstkommunionfeier und Entlassungsfeier; 14.30: Taufgelübde-Erieuerung. — Laubach. 9: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 13.30: Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Pre- Evangelische Gemeinden. 1. Osterfeiertag, den 21. April. Gießen. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Propst Knodt; 18: Pfr. Becker; Beichte für die Konfirmanden der Markusgemeinde und deren Angehörige.— Johanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kin- derkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 18: Pfr. Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Beichte für die Konfirmanden (Mädchen) der Luthergemeinde und deren Angehörige. — Pelruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 15: Beichte für die Konfirmanden der Petrusgemeinde und deren Angehörige; Pfr. Trapp. — Wiefeck. 9.30: Hauptgottesdienst (Sängervereinigung); Kollekte für die Diakonie; 10.45: Kinderkirche. — Alten-Vuseck. 10: Festgottesdienst; Kollekte. — Großen-Buseck. 10.30: Gottesdienst; anschließend Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst unter Mitwirkung des Ev. Frauenchors; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; anschließend Beichte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors; Kollekte; anschließend Vorbereitung und hl. Abendmahl für die Fünfzig- bis Sech- zigjahrigen. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 13.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kollekte für dic Innere Mission; 11: hl. Abendmahl für junge Männer und Frauen von Lollar sowie die alten Gemeindeglieder von Staufenberg; 13.30: Kirchberg; Kollekte; 14: Mainzlar; hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder. — Treis a. d. Lda. 9.30: Beichte; 10: Hauptgottesdienst; anschließend hl. Abendmahl für die älteren Leute; Kollekte; Posaunenchor. — Garbenteich. 10: Gottesdienst; Mitwirkung des Gesangvereins Frohsinn. — Hausen. 13: Gottesdienst; Mitwirkung des Frauenchors. — Watzenborn-Steinberg. 10: Gottesdienst. — Lich. 6: Dechant Kahn; Kollekte; 9.30: Studienrat Dr Unverzagt (Gießen); 10.45: Kindergottesdienst. — Nieder-Vessingen. 9.30: Dechant Kahn; Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 20: Gottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte; 13.30: Kindergottesdienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst; Kollekte. — INünzenberg. 10.30: Festgottesdienst mit „Herr Gott, dich loben wir" und hl. Abendmahl für die Mittleren; Kollekte für das Elifabethenstift, Darmstadt; 20: Abendgottesdienst mit Kollekte für das Elifabethenstift. — Trais-Münzenberg. 8.30: Gottesdienst mit anschließender Beichte und bl. Abendmahl für die Heiteren; I Kollekte für das Elifabethenstift. — Kirtorf. 8: j Grabesruhe und Auferstehung, Kinder- und Frühgottesdienst mit feierlicher Entlassung der Konfir- I manben aus dem KG.; 13: Osterfestgottesdienst I (Posaunenchor); 20: Prüfung der Konfirmanden.— I OberGleen. 10: Osterfestgottesdienst (Kinder- und ■ Gemeindegottesdienst gemeinsam) mit feierlicher I Entlassung der Konfirmanden aus dem Kinder- I gottesdienst; anschließend Feier des bl. Abendmahls 1 für die alten Leut->. — Veitsb-'-a. 9: Kollekte. — lÖirberg. 10.30: Kollekte. — B-tt-rshain. 12.15: Kollekte. — Harbach. 13.45: Kollekte. 2. Osterfeiertag, den 22. April. Gießen. SfaMfirM 9.30 Uhr: Pfarrer Becker, Konfirmation der Kinder der Markusgemeinde; Feier des beiliaen Abendmahls; 18: Propst Knodt. — Tobanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kin- derNrcbe für die Johannesaemeinde, Pfarrer Ausfeld; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Jobannesaemeinhe. Pfarrer Ausfeld. — Kapelle de« Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Anthes, Konfirmation der Konfirmanden iMädcbenz der Lutheraemeinde: Feier des heiligen Abendmahls. — Vetrnskapelle. 9.30: Pfarrer Travp, Konfirmation 1 der Kinder der Petrusgemeinde; Feier des beilrgen Abendmahls. — Wiefeck. 9.30: Hauptgottesdienst, Kollekte für den Kleinkinderschulfonds. — Alfen- i Dufeck. 10: Festgottesdienst, Kollekte. — Gro^en- Vuleck. 10.30: Gottesdienst. Kollekte. — Oppenrod. 8.30• Gottesdienst Kollekte. — Steinbach. 9: Gottesdienst. — Albach. 10: Konfirmation, Kollekte. — Heuchelheim. 10: hauvtgottesdienst. Kollekte: 11: [ Kindergottesdienst für die 2. Abteilung. — klein- Linden'. 9: Gottesdienst; 10: Kindergottesdienst. — : Kirchberg. 10- Kirchberg. — Treis a. d. Lda. 10: : Hauptgottesdienst; Kollekte. — Garbenleich. 13: Got- Sportvereine gegenüber. Wenn auch der Gegner in technischer Hinsicht den hiesigen nicht gewachsen sein dürste, so verbürgt doch der Ruf der Mannschaft des Gastgebers eine interessante Begegnung. Die hiesigen werden gut tun, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Gießener fahren mit einem Mann Ersatz. Ein Erfolg der Gäste ist zu erwarten. VfB.-R. II — herbornseelbach I. Diese Begegnung wird kein Spaziergang sein. Die dortigen Vereine pflegen ein typisches Kampfspiel. Das Spiel wird zeigen, wie sich die Gäste mit dieser Tatsache abfinben. Spielerisch besehen bürsten sich zwei gleichwertige Gegner gegenüberstehen. VfB.-R. 1. Jugend — Bad Vilbel 1. Jugend. Der Geyner wirb die Gießener zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingen. Die in der letzten Zeit errungenen Erfolge der hiesigen sollten die Gewähr bieten, daß sie auch in diesem Spiel ihren Mann stellen. VfB.-R. 1. Schüler — Spv. Garbenteich Schüler. Die Spiele am 2. Osterfeiertag: VfB.-R. Liga — „Phönix" Vilbel Liga. Das Vorspiel wurde von den hiesigen gewonnen. Die Vilbeler zeigten damals sehr gute Leistungen, und nur ihr Sturm konnte sich nicht finden. Sollten die Gastaeber die damalige Form noch besitzen, so werden die komplett antretenden Gießener einen sehr schweren Stand haben. Es wird darauf ankommen, wie der neu zusammengestellte Sturm sich bewährt. Der Ausgang des Kampfes ist offen. VfB.-R. II — Londorf I. Die Gastgeber haben schon öfter mit den hiesigen im Kampfe gestanden und dabei sich als eine Mannschaft mit gutem spielerischen Können erwiesen. Ob es den hiesigen gelingen wird, sich erfolgreich zu behaupten, ist fraglich. VfB.-R. l.Igd. gegen Reichsbahn „Rot-Weih" Frankfurt Is-Jgd. Vielleicht haben sich die hiesigen mit diesem Spiele zu viel vorgenommen. Die Mannschaft des Gastgebers ist als sehr gut bekannt. Die Gäste werden sich darauf beschränken müssen, ein annehmbares Resultat zu erzielen und zu lernen. VfB.-R. 2. Jgd. — Dillenburg 2. Jgd. Die zweite Jugend wird auch in Dillenburg zu keinem Erfolge kommen können, da sie körperlich dem Gastgeber nicht gewachsen ist. VfB.-R. 1. Schüler — W.-Niedergirmes 1. Schüler. Großes Osterprogramm der Spielvereinigunq Leihgestern. Spvgg. 1926 Leihgestern I — Teutonia Steinberg I. Arn 1. O ft e r f e i e r t a g gastiert wieder einmal die „Teutonenelf" aus Watzenborn-Steinberg in Leihgestern auf dem Sportplatz an der Rindsmühle, um der 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern einen Revanchekampf zu liefern. Das Spiel am „Dicken Mittwoch", bas die Blauweißen 3:21 gewannen, ist noch in bester Erinnerung. Die Teutonen werden auf einen starken Gegner treffen. Die Spielvereinigung 1926 Leihgestern wird ihre beste Vertretung (Fischer; Peucker. K. Laux; Brunotte, Funk, Textor; Väth, Faber, Arnold, Schneider und G. Laux) ins Feld schicken. Falls Held an den Oster- feiertagen zur Verfügung steht, dürften die Leihgesterner wohl einige Aussichten auf einen Sieg haben. Man erwartet einen spannenden und vor allem fairen Kampf. Spielvereinigung 1926 Leihgestern Jugend gegen Teutonia Steinberg Jugend. Vor diesem Kampf treffen sich die beiden Jugendmannschaften beider Vereine ebenfalls zum Gesellschaftsspiel. Der Ausgang des Spieles ist nicht vorauszusehen. Vielleicht ist der Vorteil des eigenen Platzes ausschlaggebend. Spielvereinigung 1926 Leihgestern I gegen SV. Dillenburg (Ligamannschaft). Für den 2. Feiertag hat sich die Spieloereinigung ebenfalls einen spielstarken Gegner aus der Bezirksklasse Gießen-Wetzlar verpflichtet: die Mannschaft des SV. Dillenburg. Die Gäste aus dem Dillkreis werden wohl alle Register ziehen müssen, wenn sie die Blauweißen niederringen wollen. Ein knapper Sieg der Gäste liegt im Bereich der Möglichkeit. Spielvereinigung 1926 Leihgestern II gegen SV. Dillenburg (Ligareserve). Die neu aufgestellte Zweite tritt vor dem Spiel der ersten Mannschaften geryn die zweite des SV. • Dillenburg an. hier dürfte ein Sieg der Gäste fest- i stehen. Die Spielvereinigungsleute sollten nur bar- tesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst. — Wahen- born-Sleinberg. 9.30: Konfirmation, anschließend Beichte und heiliges Abendmahl. — Lich. 9.30: Dechant Kahn; Kollekte. — Nieder-Vessingen. 14: Dechant Kahn, Kollekte, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden. — Hungen. 9.30: Gottesdienst. — Langd. 11: Konfirmation; anschließend Feier des hl. Abendmahls. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst, Kollekte. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst, Kollekte. — Münzenberg. 10.30: Gottesdienst; 14: Prüfung und Vorstellung der Konfirmanden beider Gemeinden. — Trais-Münzenberg. 8.30: Gottesdienst. Die Prüfung der Konfirmanden findet um 14 Uhr in Münzenberg statt. — Kirtorf. 9: Osterfest- und Missionskindergottesdienst, Missionar Blümer; 10: Osterfest- und Missionsgottesdienst, Missionar Blümer; 13.30, 14, 14.30, 15: Trauungen; 20: Missionsstunde, Missionar Blümer — Oberkleen. 13: Osterfest- und Missionsgottesdienst, Missionar Blümer; 14: Osterfest- und Missionskindergottesdienst, Missionar Blümer; 18: Mijsionsstunde: Missionar Blümer. — Veitsberg. 10: Konfirmation und Feier des hl. Abendmahls. Dienstag, 23. April. Wiefeck. 14.30 Uhr: Ofterfeier der Kinderkirche. Evangelische Stadtmission (Löberstrahe 14). iffurtji®/ IhSf 0,20 3,047 8:3 «Ä 20.« 0,3 «'S «'S 02- $ 1,5* Erholung und Dauerunterbringung für Kinder und Säuglinge im Kinderheim Waldkolonie Wirtheim bei Gelnhausen Leiterin: M. Schulze, Jugendleiterin. Fernruf: Kassel, Kr. Gelnhausen Nr. 11 2238 D Höhere Privatschule Gießen Oberrealschullehrplan, realgym- nasiale und gymnasiale Kurse. Gründliche Vorbereitung für die Reifeprüfung u. Obersekundareife. Tägliche, gewissenhaft beaufsichtigte Arbeitsstunden. Aufnahme in alle Klassen (auch Sextai jederzeit. wasD Sprechstunden täglich von 11V, bis 13 Uhr. — Fernsprecher 2129. Die Schulleitung: Dr. Fuchs Mündlich können Siees nurwenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Tanz- unterricht in Kursen u. Ein- zelstunben erteilt zu jed. Tageszeit [1991D Tanzschule Bäulke Wolfstraße 31 Telephon 3835. Mercedes Mk. 182.- sohonf.montl. 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