¥ ch ISM- 1 LE cviQctjbar« üttag ein absprang, vorüber- iren. Gr üche und m er eine Gastwirt, nimiunq 11 ü I) | e) Hölz, ^ohan, chaftsbe, urde der hresrech. 'M Rech, gossen, atümern die Besen, W ä Mahl. Zentnei ier Brot, n unbe- Öorftanb ebhafter lossen. Montag, 18. März 1935 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat tm Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main llb86 Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzer- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. „„„ um, wlto„to.°>ch. .» SKh.tn.tod I. «KM SchMKUM, -n« SdchW-«.to Stoltod- - Ur. 65 Srjtes Blatt i85. Zahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oer Toten Dermächtnis Die Animst des Zührer« Das weite Rund des Flugplatzes Oberwiesenfeld ist von SS.-Mannschaften abgesperrt. An den hohen Fahnenmasten leuchten die Fahnen des Reiches, das Schwarzweißrot, unter dem die Helden des Weltkrieges fielen, und die Zeichen der Bewegung, deren Führer dem deutschen Volk die Wiederherstellung seiner Ehre erkämpft hat. Der Flor der Trauer um die Toten des Weltkrieges ist gefallen. Sieghaft leuchten nun die Flaggen, als wollten fre das Ende einer Zeitspanne künden, in der das deutsche Volk Spielball fremder Mächte war, einer Zeit, die nun unwiderruflich der Vergangenheit angehört. Als Ehrengäste haben sich u. a. em- gefunten die Reichsleiter Amann, Schwarz, Fiehler und Bormann, Reichs st atthalter General Ritter von Epp, Ministerpräsident Siebert mit den Mitgliedern der bayerischen Staatsregierung, Stabschef Lutze, dann als Vertreter des Reichsheeres Generalleutnant Adam, der Befehlshaber im Wehrkreis VII, ferner Generalleutnant Eberth, der Kommandeur im Luftkreis V, mit seinem Stabschef, die Spitzen der San- despolizei und der Schutzpolizei sowie viele alte Kampfgefährten des Führers aus München. ländern. Während aber Polen in die dargebotene Hand des Führers und Reichskanzlers einschlug, hat Frankreich auch den feierlichen Verzicht Deutschlands auf irgendwelche territoriale Forderungen nach Rückkehr des Saargebiets zum Reich lediglich zur Kenntnis genommen, ohne daraus die Verpflichtung zu folgern, nun auch seinerseits die Hand zu einem ehrlichen Ausgleich zu bieten. Die großen Militärmächte der Welt haben auf alle Anregungen des Führers keine andere Antwort gewußt, als blind und stur auf dem eingeschlagenen Wege gegenseitigen Wettrüstens zu beharren, ohne aber dem entwaffneten Deutschland das Recht zuzu- Oer Führer bei den Heldengedenkfeiem in der Berliner Giasisoper. Um 16.45 Uhr kommt die Maschine des Führers von Norden her in Sicht. Wie eine Flutwelle brandet, als das Flugzeug seine letzten Schleifen über dem Flugplatz zieht, die Begeisterung der Massen empor. Kurze Kommandos, und dann grüßen die Klänge des Badenweiler Marsches und Stürme der Begeisterung den Führer, als er als erster dem Flugzeug entsteigt. Ern Wald von kleinen Hakenkreuzsähnchen, eine unabsehbare Phalanx erhobener Arme hebt sich, vom Flugfeld aus gesehen, gegen den schwach bewölkten Himmel ab Das Deutschlandlied erklingt als machtvolles Bekenntnis der Zehntausende zu Deutschland und seinem Führer. Dann begrüßt Reichsstatthalter General Ritter v o n E p p den Führer in einer bewegten Ansprache, in der er dem Führer und Reichskanzler den Dank f ür seine geschichtliche Tat ausspricht Als pichen dieses Dankes brachte der Reichsstatthalter ein Siegheil auf den Führer aus, in das die Massen in jubelnder Begeisterung ernstimmen. München, 17. März. (DNB.) In den Abendstunden des historischen 16. März war in der Gc- burtsstadt der Bewegung bekannt geworden, daß der Führer am Sonntag, nachdem die geschichtliche Entscheidung getroffen war, von Berlin wieder nach München zurückkommen werde. Hunderttausende hielten die weiten Flächen um den Flugplatz Oberwiesenfeld schon Stunden vor der festgesetzten Ankunftszeit belagert, und in den Straßen, durch die der Führer seinen Weg nehmen sollte, harrten weitere Tausende in dichten Mauern, stellenweise zehn und zwanzig Glieder tief, dem Kommen des Erweckers der deutschen Freiheit. So wurde dem Führer ein Empfang bereitet, wie ihn München noch niemals erlebt hat. Auf dem Flugplatz. DieTnumphschrldurchdieStadl' Der ganze viele Kilometer lange Weg vom Flug- j platz hinein in die Stadt und hier weiter durch die Ludwigstraße, vorbei an der Feldherrnhalle mit dem Mahnmal und der Residenz, hinein m Die Maximilianstraße gleicht einer einzigen via triumphalis. Von allen Häusern grüßten Fahnen in den Nationalfarben, die Straßen selbst waren in kurzen Abständen von Girlanden mit unzähligen Fähnchen der Bewegung überdacht, so daß man von weitem den Eindruck gewann, unter einem Baldachin in Rot dahinzufahren, von dem sich immer und immer wieder das Hakenkreuz auf weißem Grunde sieghaft abhob. Die verschiedenen Formationen der Bewegung, denen die Absperrung anvertraut war, konnten nur mit Mühe und äußerster Anstrengung die Massen zurückhalten, die dem Führer zusubelten und in ihrer überschäumenden Begeisterung immer wieder versuchten, dem Wagen des Führers so nahe wie möglich zu kommen. Kein Fenster, kein Balkon aus dieser schier endlosen Strecke, die nicht von begeisterten Menschen besetzt gewesen wären, die dem Führer Huldigungen von nie erlebter Herzlichkeit bereiteten. Der Dank des ganzen Volkes für die Erlösung von schwerstem Alpdruck kam hier zu einem elementaren Ausdruck und legte Zeugnis für die unbedingte Bereitschaft, ab, dem Führer in seinem Kampf um Deutschlands Weltgeltung unbedingt Gefolgs ch a f t zu leisten. Einen unvergeßlichen Eindruck für alle, die an dieser Triumphfahrt teilnehmen konnten, gab das Bild, das die Scharen der deutschen Ju- ae nb — es waren rund 9000 Hitlerjungen und Pimpfe, ebenso Tausende von BdM.-Mädels — mit ihren vor Begeisterung leuchtenden Augen boten. Besonders dichte Scharen hatten auf den zur Lu d-- w i g s k i r ch e führenden Stufen, auf der Freitreppe der Staatsbibliothek und vor dem ehemaligen K r i e g s m i n i st e r i u m Aufstellung genommen. An den Säulen dieses Gebäudes hingen die Schaulustigen gleich riesigen.. Trauben, und selbst die Dächer der Residenz waren von wagemutigen Begeisterten besetzt. An de? Feldherrnhalle Ein Bild von grandioser Schönheit entrollt sich, als die Wagen in die Ludwigstraße eingebogen sind und der durch die Absperrungen m seiner vollen Breite freigehaltene Straßenzug den Blick auf die Feldherrnhalle freiglbt. Schon von weitem sieht man die Flammen emporlodern, die an beiden Seiten des Katafalks zum Gedächtnis der Gefallenen aus mächtigen Qpferschalen züngeln. Ihr Schein spiegelt sich wieder in den Feldzeichen der alten bayerischen Armee, die in zahllosen Schlachten und Gefechten das alce Heer von Sieg zu Sieg geführt hat. Die Wagenkolonne hält an. Der Führer entsteigt seinem Wagen, begibt sich inBeg le i - tung des Stabschefs der SA. Lutze über die Stufen z u dem Katafalk und legt einen riesigen Lorbeerkranz für alle Toten Deutschlands nieder, während 16 Salutschüsse das Gedächtnis der gefallenen Kämpfer der Bewegung . vom 9. November 1923 ehren. Das Deutschlandlied - begleitet den feierlichen, in seiner Einfachheit er- Ein Blick in die Ehrenloge während des Festaktes in der Staatsoper: In der Mitte der Führer und Reichskanzler, rechts von ihm der Reichswehrminister Generaloberst v o n Blomberg, der Ches der Marineleitung Admiral R a e d e r und der Chef der Heeresleitung General der Artillerie F r e i h e r r v o n F r i t s ch. — Links vom Kanzler Generalfcldmarschall v o n Ma ck e Men, Reichs- luftfahrtminister General der Flieger Göring, die Reichsminister Rudolf Heß, Dr. Goebbels. Griff das Lügengewebe zerriß, das man um unser ehrliebendes, mannhaftes deutsches Volk gesponnen hat, um es einzugaukeln in trügerische Phantastereien und es damit im innersten Kern seines nationalen Selbstbewußtscins zu treffen. Mit der deutschen Wehrhaftigkeit ist auch Deutschlands Ehre wiederhergestellt. Frei und stolz kann das deutsche Volk wieder den Blick heben unter den andern Völkern der Erde, nicht um überheblich und dünkelhaft irgendwelchen abenteuerlichen Herrschaftsplanen nachzujagen, sondern um in der neugewonnenen, auf der eigenen nationalen Kraft ruhenden Sicherheit mit ihnen zu-wetteifern in Werken des Friedens und der allgemeinen kulturellen Wohlfahrt. Feierlich hat die Reichsregierung ihr Bc- kenntnis zu einer aufrichtigen Politik des Friedens erneuert, in deren Dienst auch das neue deutsche Volksbeer stehen wird. Wahrung der Ehre und Freiheit des deutschen Volkes, so lautet die Aufgabe, die der Führer und Reichskanzler der deutschen Wehrmacht, deren Grundstein am 16. Marz gelegt wurde, als ihr Oberbefehlshaber gestellt hat, getreu dem Testament, das Deutschlands tote Hel- denföhne uns, ihren Kameraden, und unfern Nachfahren hinterlassen haben. Der Führer dankt dem Reichsstatthalter in kurzer Ansprache für die Begrüßung und hebt her- vor. wie glücklich er fei, heute in Sun. chen sein zu können. Dann klingen di- Weifen des Kampfliedes der Bewegung zum Himmel empor Unter Sturmen der Begeisterung und des Jubels schreitet der Fuh- rer die Front der Ehrenformationen ab, wahrend die Mafien hinter den Linien in immer stärkere Bewegung geraten. Dann setzt sich die lange Reihe der Wagen in Fahrt, an der Spitze die W°gen des Führers und feiner Begleitung. Und nun hebt me triumphale Fahrt an, wie st- auch die Hauptstadt der Bewegung noch niemals gesehen bat ein Einzug, wie er selbst dem Führer und Reichskanzler in der Geburtsstadt seiner Bewegung noch mcht bereitet worden war. In stolzer Trauer gedachte das deutsche Volk am gestrigen Sonntag der zwei Millionen seiner Hel- « densöhne, die mit ihrem Leib die Heimat vor dem - Ansturm des vielfach überlegenen Feindes schützten und durch ihren Opfertod auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges ihren zurückgebliebenen Kameraden die heilige Pflicht überließen, weiterzukampfen für ein Deutschland der Ehre und Freiheit auch dann s noch, als alles verloren schien. Freiheit und Ehre I und Leben der Nation, untergegangen in einem > stickigen Sumpf von müder Resignation, Verzweis- I hmq, Bruderhaß und Selbstzerfleischung. Niemand i hat dies heilige Vermächtnis der gefallenen Kameraden brennender und zwingender empfunden, als der bayerische Kriegsfreiwillige, der als Gefreiter geschmückt mit der ersten Klasse des Eisernen Kreuzes aus dem Schützengraben zurückkam in em Deutschland, das sich selbst auf gegeben hatte, und nun mit fanatischem Willen und in unerschütterlichem Glauben an die ihm gewordene Sendung den Kamps um die Seele seines Volkes begann. Er hat ihn gewonnen. Das deutsche Volk hat wieder zurückgefunden zu seinem eigentlichen Ich, zu den Tugenden, die es einst groß und stark gemacht Haden. Und mit diesem Volk, das alle Keime der sittlichen Fäulnis abgestoßen, das wieder gesundet ist und Selbstvertrauen, Stolz und Ehrgefühl wieder gewonnen hat, konnte der Führer den schweren Gang wagen, der dem Deutschland seiner gefallenen Kameraden, unserm ewigen Deutschland den Weg m die Freiheit bahnen soll. Als am gestrigen Helden- qedenktag der Führer in der Reichshauptstadt das Ehrenmal Unter den Linden verließ und im Glanz der Frühlingssonne zu den präsentierenden Truppen der jungen deutschen Wehrmacht trat, die Fahnen hochgingen und das Spiel gerührt wurde, wußte das deutsche Volk: das Vermächtnis seiner toten Helden ist erfüllt, Deutschland nimmt die Wahrung seiner Ehre und Sicherheit als das höchste Lebensrecht jedes freien Volkes wieder in die eigene Hand und vertraut sie wieder der Kraft seiner Söhne an in dem gewissen Glauben, daß sie an Treue und Opferbereitschaft bis zum Tode denen nichts nachgeben werden, die einst ihr Leben gaben für dies ewige Deutschland. u Es war eine geschichtliche Stunde, als der Führer in kühnem Entschluß Deutschland das Rechc wreder- nahm, selbst zu bestimmen über die Wahrung seiner Ehre und Sicherheit. Wie es seit Urväter Tagen höchstes Recht, aber auch höchste Pflicht jedes deutschen Mannes gewesen ist, wehrhaft zu fern, so steht die Wehrfreiheit an der Spitze der Lebensrechte eines jeden freien Volkes und nichts hat das deutsche Volk bitterer und entehrender empfunden als die schmachvollen Entwaffnungsbestimmungen _ des Versailler Diktats, die ihm unter heuchlerischen , Vorspiegelungen Schild und Schwert aus der Hand • schlugen und es zu einer Nation minderen Rechts, > beschränkter Souveränität degradierten. Der Aufruf , der Reichsregierung, der dem deutschen Volk und der , ganzen Welt die aus eigenem Entschluß zurückge- • nommene Wehrfreiheit verkündet und die in jeder Zeile die persönliche Diktion des Führers und Reichskanzlers erkennen läßt, geht noch einmal den Weg der Schmach und Schande zurück bis zu jener Stunde, als das deutsche Volk im Vertrauen auf die Ehrlichkeit der 14 Punkte Wilsons die Waffen streckte und die ihm auferlegten Entwaffnungsbestimmungen bis zum letzten Gewehr und zur letzten Handgranate erfüllte, um damit sein Teil beizutragen zu der allgemeinen Abrüstung, die der Versailler Vertrag als Ziel hingestellt und die das Völkerbundsstatut ausdrücklich festgelegt hatte. Anderthalb Jahrzehnte hat Deutschland auf die Erfüllung dieses förmlichen und feierlichen Abrüstungsversprechens der Vertragspartner von Versailles gewartet. Jahre vergingen, bis man sich überhaupt dazu bequemt hat, eine internationale Konferenz einzuberufen, die die Bedingungen für eine allgemeine Abrüstung prüfen und brauchbare Vorschläge für eihe Abrüstungskonvention ausarbeiten sollte. Bald genug wurde aus der Abrüstung die Rüstungsbeschränkung und schließlich zwang das Fiasko von Genf die Regierungen der Großmächte, in direkten Verhandlungen das Rüstungsproblem zu erörtern. Herausgekommen ist auch dabei nichts. Deutschland hat in Genf ehrlich mitgearbeitet an dem Versuch, zu einer brauchbaren Konvention zu kommen. Es hat gemahnt und gewarnt, aber die Gegenseite hat in frivoler Verkennung des deutschen Willens nach Ehre und Gleichberechtigung Deutschlands Worte in den Wind geschlagen. Das nationalsozialistische Deutschland verließ Abrüstungskonferenz und Völkerbund, nachdem es deutlich geworden war, daß die in der Londoner Fünfmachteerklärung theoretisch anerkannte deutsche Gleichberechtigung nach dem Willen der Unterzeichner praktisch nie verwirklicht werden sollte. Aber immer noch hat sich die deutsche Regierung zur Verfügung gestellt, sobald es galt, für den Frieden Europas neue Garantien zu schaffen. Ja, ihrer eigenen Initiative entstammen nicht nur brauchbare Vorschläge für eine allgemeine Konvention zur Beschränkung der Rüstungen, sondern auch Angebote zum Abschluß von Nichtangriffspakten mit den Nachbarerkennen, nun auch seinerseits ferne nationale Sicherheit inmitten hochgerüsteter Staaten durch eine dem deutschen Volkscharakter entsprechende Wehroerfassung und ein in Stärke und Bewaffnung den besonderen Bedürfnissen Deutschlands entsprechendes Heer sicherzustellen. Erst in den letzten Wochen war die Welt Zeuge der Ankündigungen von Aufrüstungen gewaltigsten Ausmaßes die die großen Militärmächte vorgenommen haben oder planen. Die Sowjetunion hat durch ihre maßgebenden Männer erklären lassen, daß sie über em Friedensheer von annähernd einer Million Marrn verfügt. Italien hat verkündet, daß alle seine wirtschaftlichen Kräfte nach genauem Plan m Den Dienst des Krieges gestellt werden wurden, L n g - land schreitet zur gewaltigen Steigerung seiner Luftflotte und umfangreichen technischen Verbesserungen seines Landheeres, dessen Zusammenarbeit mit Dem französischen schon seit Jahren durch gemeinsame Generalstabsreisen in Nordfrankreich sicher gestellt wird, und schließlich hat F r a n k r e ich in den letzten Tagen dem allen durch den lieber gang zur zweijährigen Dienstpflicht die Krone aufgesetzt. " Die Reichsregierung hat aus allen diesen Maßnahmen der andern Mächte den berechtigten Schluß gezogen, daß die in Versailles einst verkündete Ab- Deutschlands Dank an den Führer. München, die Geburtsstadt der nationalsozialistischen Bewegung, bereitet dem Führer des deutschen Volkes zu Freiheit und Ehre einen triumphalen Empfang. rüstungsidee nunmehr fallen gelassen ist, und in dem Gefühl der Verantwortlichkeit für die Sicherheit der Nation hat sie die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht beschlossen, indem sie gleichzeitig das Ausmaß der deutschen Rüstung bekanntgibt, um damit ein für allemal die durchsichtigen Behauptungen zu entkräften, Deutschlands Streben nach militärischer Vorherrschaft in Europa zwinge die andern Mächte zu so gewaltigen Rüstungen. Damit ist dem deutschen Volke jenes unvergleichliche und unersetzbare Instrument der Erziehung von Deutschlands wehrfähiger Jugend zur Selbstzucht und Unterordnung, zu letzter Einsatzbereitschaft und Treue gegen Ka meraden, Volk und Vaterland wiedergegebeu worden das wir in den Jahren nach Versailles oft so schmerzlich vermißt haben. Unsere kleine Reichswehr hat in der uns aufgezwungenen Form des langdienenden Berufsheeres in stiller, hingebender Arbeit die großen Traditionen der alten herrlichen deutschen Armee bewahrt, gehegt und gepflegt um sie nun weiterzugeben an die junge deutsche Wehrmacht das neue Volksheer, das der große Entschluß des Führers und Reichskanzlers an diesem ewig denkwürdigen 16. März uns geschenkt hat Ganz Deutschland dankt ihm für diese Tat, die mit festem 15 Kanzler folgt. Erst mit dem Sturz der alten heiteren Gotter- welt duxch das Christentum begann für die Akropolis jener schauerliche Verfallsprozeß, der um so tragischer wirkt, als er nicht von bewußten Zerstörungen begleitet, sondern ein langes einsames Sterben, ein Versinken in den Zustand der Ge- schichtslosigkeit war. Seit der Teilung des römischen Reiches wurde Hellas eine byzantinische Provinz, Athen Sitz» eines griechischen Patriarchen, und die von den Göttern verlassene Burg verwandelte sicy in eine neu ummauerte Festung, die stark genug war, den Stürmen der Westgoten, der Slaven uno Avaren Trotz zu bieten. Die jungfräuliche Tochter des Zeus aber trat ihre alten Rechte an die Gottesmutter Maria ab, die unter dem Namen der Göttlichen Weisheit (Hagia Sophia) und spater der Panama Atheniothissa (Allerheiligste Jungfrau von Athen) sieben Jahrhunderte auf der Akropolis verehrt wurde Für den Parthenon war das ein Glvck, da durch den Umbau, den der orthodoxe Gottesdienst erforderlich machte, der Tempel erhalten blieb wenn auch der Jnnenraum wesentliche Veränderungen erlitten haben muß. In diesem Zustande besuchte der große Mazedomerkaiser Basilius II. nach feinem entscheidenden Siege über die Bulgaren im Jahre 1018 die Marienkirche und ließ sie mit neuen Wandgemälden schmücken. Im übrigen fliehen die verbürgten Nachrichten in byzantinischer Zeit überaus spärlich. Wir wissen nur, daß in den Thronwirren des byzantinischen Mittelalters die Akropolis als Staatsgefängnis diente. Die Eroberung Konstantinopels 1204 und die ihr folgende Unterjochung Griechenlands durch das beutegierige Kreuzheer der Lateiner führte für Athen ein neues Zeitalter herauf: die lange Aera wechselnder Fremdherrschaften, zunächst der Franken, der Katalanier und der Italiener, unter denen Attika ein selbständiges „Herzogtum Athen" bildete, dann der Türken. Mit der fränkischen Invasion mußte die Jungfrau Maria als Nachfolgerin der Jungfrau Athena ihren byzantinischen Namen ablegen und richtete sich auf römisch-katholische Weise in dem nun zum dritten Male feine gottesdienstliche Bestim- vier Jahren des Großen Krieges. Nie war deshalb auch die Dankesschuld der Nachfahren schwerer und drückender als die, die wir Lebenden abzustatten haben. Denkmale und Monumente blieben nur toter Stein und klangloses Erz, wenn wir die Dankesschuld nicht als Herzenspflicht trügen. Dazu aber tut eines not: Wir Heutigen, zumal die Jugend, die das Geschehnis nicht erlebte, müssen dem Opfer unserer Gefallenen den rechten Sinn geben, wir müssen ihr Vermächt- im Zweifrontenkampf gegen Versailles und das System von Weimar, verband sich mit dem stürmischen Erneuerungsdrang der Nationalsozialistischen Partei. Die Aufgabe, die das vergangene Jahrhundert gestellt und um die es vergeblich sich abgemuht hatte, wurde jetzt gelöst: Der Nationalsozialismus vereinigte den nationalen Willen zur Wieder- herstellung der außenpolitischen Geltung des Reiches mit dem nicht minder wichtigen sozialistischen Streben nach einer grundlegenden Neuordnung des inneren und gesellschaftlichen Lebens des deutschen Volkes. Es ist an dieser Stelle und zu dieser Stunde nicht nötig, den Kampf Adolf Hitlers und das Werden des neuen Staates zu schildern. Wohl aber können wir heute im Rückblick auf die Vergangenheit mit gutem Gewissen sagen: „Unsere Toten sind nicht u m s o n st gefallen, das Leid und die Opfer waren nicht vergeben s!" Wir haben jetzt das einige Volk im geeinten Staat. Klassenhaß und Kastengeist sind überwunden von der Erkenntnis der Schicksalsgemeinschast aller Deutschen. Mit aller Zähigkeit und ungeahntem Erfolg wurde der Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Not geführt. Wie dem deutschen Bauern neue und gesunde Grundlagen für seinen Dienst am Volk gegeben' wurden, so werden wir auch nicht ruhen in der Verfolgung des Zieles, dem deutschen Arbeiter einen wohnlichen Platz im Haus der Nation zu schaffen. Aus dem Selbstvertrauen, dem Glauben und der Zuversicht des Volkes schöpfte eine zielsichere Außenpolitik die Kraft, um auf friedlichem Dege Deutschland den gebührenden Platz in einem befriedeten Europa zurückzugeben. Indem die Reichsregierung am gestrigen Tage das Gesetz über den Aufbau der deutschen Wehrmacht verkündete, mit dem die a l t - gemeine Wehrpflicht wieder eingeführt Ueberall aber regten sich gesunde Gegenkräfte, männliche Entschloffenheit und nüchterner Arbeitssinn, die einen starken und sauberen Staat, ein gleichgesinntes und ehrliebendes Volk erstrebten. Allein der innere hader, Klassenkampf und Standesdünkel verhinderten immer wieder den Durchbruch zum neuen Deutschland, hier ist aber die Wehrmacht zu nennen, die ab- geseht von den politischen Wirren, eine Tätigkeit des Wirklichen treiben durfte, der es vergönnt war in unscheinbarer Arbeit die Grundmauern zu richten, auf denen ein gottgesandter Baumeister dann bauen konnte. Denn dieser Mann kam. Er, der mit seiner Willenskraft und Geistesschärfe der Zwietracht das verdiente Ende bereitete und das wieder gut machte, was ein ganzes Geschlecht verfehlt hatte. In dem Führer der revolutionären Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und in der Gestalt des Feldmarschalls v. Hindenburg trafen sich symbolisch jene beiden Kraftströme, die im Fronterlebnis des Weltkrieges geboren, auf getrennten Wegen dem gemeinsamen Ziel zustrebten. Am 30. Januar 1933 mündete alles, was gut und stark war im alten Deutschland, in die mächtige Bewegung ein, die das neue Deutschland schuf. Die Tradition der alten preußisch-deutschen Wehrmacht, wohl behütet von der Reichswehr Aus den Schlachtseldern des WelilnegeS wurde die Saat für das neue Reich gelegt Die Leiden der Akropolis. Wandlungen der Athener Stadtburg. Von Ernst v. Nieberschüh. Die jüngsten Vorgänge in Griechenland haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Stadt des Ke- krops und der Athena gelenkt, besonders aber auf ihre heilige Felsenburg und ihre fast dreitausendjährige Geschichte, in der sich der Glanz und das Elend des hellenischen Volkes widerspiegelt. Zwar gibt es überall, wo Griechen wohnten und das Gelände zur Anlage einer befestigten Oberstadt nötigte, solche „Akropolen", aber wer heute von der Akropolis spricht, denkt doch immer nur an die eine durch künstlerische Taten geweihte Stadtburg von Athen. Ihr Aussehen in der klassischen Zeit des Altertums ist so oft beschrieben worden, daß wir es hier als bekannt voraussetzen dürfen. Um so weniger bekannt dagegen ist ihre lange Leidensgeschichte, die schon in der späten Antike anhebt und erst an jenem denkwürdigen 31. März 1833 endet, an dem die abziehende türkische Besatzung den Burgberg als einen Ruinenhaufen hinterließ. Die Eroberung Athens im Jahre 86 v. Ehr. durch Sulla besiegelte zwar den Verlust der politischen Freiheit Griechenlands, doch hat die römische Herrschaft, wenn wir die gelegentlichen Beraubungen an Bildwerken durch die Cäsaren übersehen, den Hei- ligentümern auf der Akropolis jahrhundertelang keinen nennenswerten Schaden zugefügt. Unter Hadrian erfreute sich die Stadt sogar noch einer blühenden Bautätigkeit, als deren wichtigstes Re- Jahre freilich mußten vergehen, bevor wir diese Fraaen klar und wahr beantworten konnten. Es waren die Jahre der Widerstandslosigkeit, der Beschönigung der Niederlage, der Zufriedenheit mit der Ohnmacht, des mangelnden Glaubens cm die Idee des Vaterlandes. Manchmal konnte es scheinen, als seien aller Heldenmut, alle Opferbereitschaft vergeblich gewesen. Unter den Folgen des Zusammenbruchs, der Wirtschaftsnot und der moralischen Zerrüttung drohten der Selbstbehauptungswille und die Kraft zur Erneuerung von Staat und Volk mehr als einmal zu ersticken. Nie zuvor in der Weltgeschichte hat ein Kulturvolk größere Blutopfer gebracht und keines -u —»-• hat tieferes Leid erlebt als das deutsche in den I d i e Opfer ? würdigste Aussicht auf den blauen saronischen Golf gewährend, das Dionysostheater in öen I)ier anft geneigten Felsenberg der Stadtgöttin. Diese Herrlichkeit aus pentelischem Marmor beherrschte das Riesenstandbild der Athene Promachos deren goldene Lanzenspitze den heimkehrenden Schiffern chon am Kap Sunion entgegenblinkte, und ihre gleichfalls von P h i d i a s gemeißelte Schwester im Inneren des Haupttempels, die weltberühmte Goldelfenbeinstatue der Athene Parthenos, die Schutzgottheit des attischen Landes. mmung wechselnden Parthenontempel ein, anscheinend ohne daß größere bauliche Veränderungen notwendig wurden. Dagegen wurden die Propyläen durch Zumauerung der Säulenzwischenräume und Aufstockungen zum Herzogsschloß umgestaltet und neue Befestigungen errichtet, unter denen der „Frankenturm" am Westhang bis in unsere Zeit hinein als das Wahrzeichen der mittelalterlichen Akropolis gelten konnte. Das Altertum war so ganz vergessen, daß selbst der Name Akropolis in den wenigen Beschreibungen, die wir besitzen, nicht mehr auftritt. Die Burg wird mehrfach als „Kastell Se- tines" bezeichnet. . Mit dem Einzug Mohammeds II. in der von den Türken eroberten Festung im August 1458 hebt das traurigste Kapitel in der Leidensgeschichte des Burgberges an. Erst Tempel der Athena, dann griechischer und römischer Mariendom, wurde der Parthenon jetzt als Moschee hergerichtet, von deren schlankem Minarett aus der Muezzin täglich der in Todesschlaf versunkenen Stadt verkündigte, daß Allah der alleinige Gott sei. Eine gewaltsame Zerstörung war damit nicht verbunden. Diese geschah erst, als bei der Beschießung der Akropolis durch die ,Venezianer im Jahre 1687 eine Brandbombe in die Munitionsvorräte des Parthenon flog, die das er- Deutschlands Totenopfer war nicht vergebens! Der Reichswehrminister gedenkt beim feierlichen Staatsakt in der Gtaatsoper Deutschlands gefallener Heldensöhne. nis richtig erkennen, um es ganz z u erfüllen. „Ich will kämpfen und vielleicht auch sterben für den Glauben an ein schönes, großes, erhabenes Deutschland, in dem Schlechtheit und Eigennutz verbannt, wo Treue und Ehre wieder in ihre alten Rechte eingesetzt sind." So schrieb einer unserer Kriegsfreie- williqen nach Hause und starb wenige Tage danach den Tod fürs Vaterland. Was dieser eine in Worte faßte, dafür haben Millionen deutscher Soldaten gekämpft und geblutet. Diesem Beispiel müssen wir n a ch l e b e n ; diesen Glauben und Willen gilt es in dieHerzen unserer Jugend zu senken, damit wir das Werk vollenden, zu dem unsere Toten die Grundsteine legten. Von diesem Inhalt erhält der Heldengedenktag seinen Sinn. Von hier aus ergibt sich auch die Antwort auf die oft gestellten Fragen: „Wozu das Leid? Wofür neu, wenn uns aus den politischen Stürmen zweier Jahrtausende wengstens ein Schatten der perikleischen Herrlichkeit geblieben ist. Ein Kind spielt. Bon Julius Kreis. Was sind sie später alle geworden? Buchhalter, Aerzte, Mechaniker, Rechtsanwälte, Händler, Maurer, Hausfrauen, Lehrerinnen, Modedamen, Verkäuferinnen — Erwachsene sind sie alle. Klug geworden im Kampf und Umgang mit dem Leben, mancher reicher, mancher härter, der tüchtiger und jener weniger. Eines haben sie alle verloren die Erwachsenen: die seltsame, wunderbare Kraft ihrer Kinderjahre, sich eine Welt, viele Welten selbst zu bilden, im Spiel Schöpfer zu sein, es sei denn, daß manchmal der Künstler, verwandt dem Kinde, in ihnen steckt. Es fehlt nicht an Phantasie zu spielen — es fehlt der Glaube, der Ernst des Kindes daran. Ein Kind spielt. Aus Klötzchen werden Städte und Burgen, aus Fadenspulen Eisenbahnen, aus einem Holzpüppchen macht es ein Wesen aus Fleisch und Blut, aus einer Schachtel eine Höhle und aus einem Stiefelzieher einen Drachen. Für das Kind gibt es keine Unmöglichkeit. — Himmel und Erde ist ihm zur Hand und läßt sich willig formen. Auch der kälteste, abgebrühteste Rationalist, der nüch- ternste Pedant, der langweiligste Spießer, sie alle waren einmal — vor ihrer Wandlung — schöpfe- rische Menschen, Kinder, deren Sinne allem Leben zugetan waren, wach und mit Freuden bereit, jeden Tag aus nichts etwas, aus wenig viel zu schaffen. Der Erwachsene, klug, wissend, erfahren, vernünftig, in seiner Kanzlei, in seinem Geschäft mag tüchtig sein. Er wird nie über das Alltägliche, über die „Normal"-Leistung steigen, wenn ihm ein gutes Geschick nicht das Beste seines Lebens, die schöpferische Kraft des Kindes, Phantasie und Glauben, ins Erwachsene hinübergerettet hat. Ein Kind spielt. Es baut sich was es will, auf Boden oder Tisch, hier ein Häuschen, dort ein 'Schäflein, hier einen Baum und da eine Hürde. Darüber gebeugt ist der Vater. Er spielt mit. Anfangs, weil er nett mit seinem Kleinen sein will, aber dann kommt Wärme und Dabeisein ins Spiel, dann ist ganz sachte aus dem großen Vater der kleine Bub geworden, der sich mit dem Bübchen streitet, wo man den Schäfer am besten hinstellt, und einen roten Kopf bekommt und Diskont und alle Verordnungen und sonst noch was vergißt und am Ende einsehen muß, daß der Schäfer in die Mitte gehört, nicht auf die Seite. — Ganz leise ist er ins Paradies gerutscht. Berlin, 17. März. (DNB.) Das Haus der S t a a t s o p e r war lange vor Beginn der Feierstunde zum Gedenken der Gefallenen bis auf den letzten Platz besetzt. In der Ehrenloge hatte das gesamte Reichskabinett und als Vertreter der alten Wehrmacht G e n e r a l f e l d - mar sch all von Mackensen in der Uniform der Schwarzen Husaren mit dem Band des Schwarzen Adlerordens, ferner der Chef des Stabes der SA., der Reichsführer der SS. und die Leiter aller Parteigliederungen Platz genommen, wahrend die linke Rangseite vom Diplomatischen Korps besetzt war. Die übrigen Rangplätze waren für tue Staatssekretäre, die Reichsleiter, die Heerführer des Weltkrieges und das hohe Offizierskorps der alten und neuen Wehrmacht vorbehalten. In den vorderen Parkettplätzen hatten die Ritter des Pour le merite Platz genommen, hinter ihnen die Militärattaches der ausländischen Mächte, Abordnungen der Kriegervereine usw. Auf der Bühne standen in einem gewaltigen schwarzen Rahmen vor einem großen Eisernen Kreuz auf samtbraunem Hintergründe, eskortiert von Offizieren der Wehrmacht im Stahlhelm und mit gezogenem Degen, die 80 Träger der ruhmreichen Fahnen, die nach dem Staatsakt tm Lustgarten mit dem Kriegsehrenkreuz dekoriert werden. Um 12 Uhr erhoben sich die Teilnehmer der feierlichen Stunde von ihren Plätzen und grüßten schweigend mit erhobener Rechten den Führer, der in Begleitung des Reichswehrministers Generaloberst von Blomberg, des preußischen Ministerpräsidenten General Göring, des Chefs der Heeresleitung General der Artillerie Freiherrn von Fritsch und des Chefs der Marineleitung Admiral Dr. h. c. Raeder das Haus betrat und zwi chen dem Generalfeldmarschall von Mackensen und dem Reichswehrminister Platz nahm. Von der Staatskapelle unter Leitung von Profesior Heger gespielt ertönte Beethovens Trauermarsch aus der Eroica. Anschließend hielt der Reichswehrmlnlster schütternden Gedenkakt. Noch eine Minute stillen Gedenkens — dann setzen sich die Wagen wieder in Bewegung und in immer wieder aufflammenden, gleich einer Brandungswelle sich von Straße zu Straße fortpflanzenden Kundgebungen und Begeisterungen grüßen die Tausende und aber Tausende, die zu Dem Vorbeimarsch in der Maxunilian- strahe zusammengeströmt sind, den Wahrer der deutschen nationalen Ehre. Fast eine Stunde dauert diese Fahrt vom Flugfeld bis zu ihrem Endpunkt in der Maximilian- ( straße, wo vor dem Hotel „D i e r Jahres- \ »eiten" der Vorbeimarsch der an dem Emp- I fang beteiligten Formationen erfolgen soll. Zahl- i reiche Musikzüge waren auf der ganzen Fahrtstrecke verteilt, verkürzten den Wartenden, die stellenweise stundenlang ausharrten, die Zett bis zur Ankunft des Führers, um dann dem Führer . mit dem Deutschlandlied bei der Vorbeifahrt zu huldigen, das überall von den Massen mit erhobenen Armen in ergriffener Begeisterung mtt- gefungen wurde, eine Huldigung, die immer wieder zutiefst packen und ergreifen mußte. Der Vorbeimarsch. Zu dem Vorbeimarsch hatten sich in der Maxi- milianstraße und ganz besonders in der Nähe des Hotels „Vier Jahreszeiten" die Menschenmassen zu einer festen Mauer geballt, in der-zeitweise buchstäblich auch keine Nadel hätte zu Boden fallen können. SS. und Polizei, die hier tue Absperrung durchführten, hatten immer wieder ganz Außerordentliches zu leisten, um die Straße freizuhalten. Zu beiden Seiten des Hotels dursten die F a h n e rinn d Wimpelabordnungen d e r HI. und des Jungvolkes Spalier bilden. Sie bekamen auf diese Weise das vielbeneidete Vorrecht, während des folgenden Vorbeimarsches gegenüber dem Führer zu stehen, dessen Auto auf der Südseite der Maximilianstraße vorfuhr. In der Zeit bis zum Eintreffen der Marschkolonnen ließen es sich die Münchener und vor allem die Jungen nicht nehmen, immer wieder nach dem Führer zu rufen, der auch mehrfach am Fenster oder auf dem Balkon erschien, um für alle Liebe, die ihm hier entgegenschallte, zu danken. Um 18.30 Uhr trat der Führer mit feiner Begleitung und feinem Stabe und mit den füfyrenöen Persönlichkeiten der Bewegung und ihren Gliederungen, der Wehrmacht, des Staates und der Stadt aus dem Hotel und bestieg seinen Kraftwagen. Die begeisterten Heilrufe, die ihm nun dargebracht wurden verstummten erst, als um 18.30 Uhr Die Spitze des Marschzuges eintraf. Generalmajor Halder führte die Wehrmacht, die mit allen in München vertretenen Waffengattungen unter den Klängen des Badenweiler Marsches vorbeimarschierte. Ihre glänzende Marschdisziplm zeigte, daß das Reich eine Wehrmacht besitzt, die den hohen Anforderungen des Führers gerecht wird. Auch die nachfolgenden Formationen der Luftwaffe durften dieses Lob für sich in Anspruch nehmen. Ihnen schloß sich die L a n d e s p o l i z e i an, ihren berittenen Hundertschaften folgten S S., ferner mit ihren Standarten und Fahnen SA., NSKK. und der Arbeitsdienst mit geschultertem Spaten, sichtlich setzten sie alle ihren ganzen Ehrgeiz em, ihrer Geschlossenheit im Einsatz für das Werk Adolf Hitlers den besten Ausdruck zu geben. Nach über einer Stunde war dieser eindrucksvolle Aufmarsch zu Ende. Unter abermaligen stürmischen Zurufen der Massen kehrte der Führer ins Hottl zurück. Die Menge wollte freilich noch lange nicht weichen, sie rief immer wieder nach dem Führer, und als sie schließlich das Deutschlandlied anstlmmte, zeigte sich Adolf Hitler noch einmal. So fand der erhebende Tag wie er begonnen wiederum einen Ausklanq in einem jubelnden Bekenntnis der Hauptstadt der Bewegung zu dem Führer und feiner Politik der Wiederauf r i ch t u n g der deutschen Ehre, das zusammengenommen mit den Huldigungen, welche die Reichshauptstadt dem Führer bereitet hatte und dem Echo seiner geschichtlichen Tat in allen deutschen Landen, wiederum dafür zeugte, daß das deutsche Volk in unzerstörbarer Geschlossenheit und m unwandelbarem Glauben an den Endsieg in {einem Kampfe um Recht und Freiheit seinem Führer und lauchte Bauwerk in zwei Teile riß, nachdem kurz zuvor die Türken den Tempel der Nike abgetragen und eine neue Bastion daraus gebaut hatten. Noch früher, im Jahre 1645, hatte ein Blitzschlag die als Pulvermagazin dienenden Propyläen in Trümmer gelegt. In dieser Gestalt, von Resten niedergemähter Säulen und herabgefallener Gebälke bedeckt, bot sich im Jahre 1803 der athenische Burghügel den Augen des Lords Elgin dar, eines begeisterten- Griechenfreundes, der mit vorausschauendem Blick die einzigartige Gelegenheit ergriff, den größten Teil der noch vorhandenen Skulpturen des Parthenon käuflich erwarb und so , den Grund zu der großartigen Antikensammlung des Britischen Museums in London legte. Man hat ihm das sehr verdacht, und sicher wäre es schöner, wenn die von der griechischen Regierung nach den Grundsätzen moderner Denkmalpflege neu aufgebauten Heiligtümer der Akropolis noch heute im Schmucke ihrer Giebelreliefs, ihrer Metopen und des herrlichen Frieses mit dem panathenäischen Festzuge prangten Auf der anderen Seite muß man fragen, ob bei der bekannten Schlamperei der türkischen De^ waltung ohne die Elginschen Plünderungen auch nur eine Spur von dem allen hätte gerettet werden können. Die künstlerische Ausbeute auf der Stadtburg von Achen, diesem köstlichsten Freilichtmuseum der Welt, ist noch heute so groß, daß wir dem Schicksal nicht dankbar genug dafür sein kon- folgende Gedenkrede: Die Rede des Aeichswehrmimsiers. „Mein Führer! Kameraden! Deutsche Männer und deutsche Frauen! Zum zweiten Male im neuen Reich gedenken wir an einem nationalen Feiertag der Toten des Weltkrieges. Die Wehrmacht ist nach dem Willen ihres Oberbefehlshabers die Trägerin der Feier. Aber indem wir Soldaten unsere gefallenen Väter und Brüder ehren, sind wir nichts anderes als die Vollstrecker des Willens und die Dolmetscher des Denkens und Fühlens der ganzen Nation. Helden- g e d e n k t a g nennen wir den heuten Tag, der im Kalender der Sonntag der Erinnerung heißt. Erinnerung ist die erste Pflicht in dieser Weihestunde, Erinnerung im tiefsten Wortsinne als innerlichstes Erfassen und innerste Sinndeutung der für uns gebrachten Opfer. So erinnern wir uns der zwei Millionen toter deutscher Soldaten, die in allen Ländern und allen Meeren des Erdballs ruhen. So gedenken wir der um ein Vielfaches größeren Zahl der Verwundeten, und besonders jener Kriegsopfer, die einen dauernden Schaden an Leib oder Geist davontruaen. So gilt unsere Anteilnahme jenen unzähligen Volksgenossen, die der würgenden Blockade erlagen. Die schwere Todesstunde, die viele Deutsche während des Krieges und auch nach dem Waffenstillstand in feindlicher Gefangenschaft erlitten, steht vor unserem geistigen Auge. In Ehrfurcht neigen wir uns vor dem unermeßlichen Leid, das die deutschen Frauen, die Mütter, Witwen und Waisen erduldeten. Wir schließen in unser Ge- denken ein sowohl die große Armee der deutschen Soldaten, die in früheren Kriegen ihr Leben für das Vaterland gaben, als auch die Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung, denen wir das neue Reich und auch die Sinngebung des heutigen Tages als Heldengedenktag mit verdanken. Angesichts der Allgewalt des Todes ehrt der deutsche Frontkämpfer auch die gefallenen Soldaten aus dem Lager des Gegners. Es gab und es gibt für die deutsche Wehrmacht und für unser Volk keine Schuld am Weltkriege und keine in diesem Kriege. Wit blankem Schild sind wir in den Kamps gezogen, mit reiner Ehre gingen wir daraus hervor. Und wie der deutsche Soldat im Kriege nur seine Pflicht erfüllte, ohne den Haß zu kennen, der den Gegner herabwürdigte, so bietet er auch heute dem einstigen Feind die Hand zur Versöhnung, die getragen sein muß von gegenseitiger Achtung und von der Anerkennung der Ehre und der natürlichen Lebensrechte jeder Ration. sultat das Odeion am Südwesthang des Burgberges au nennen ist. Aus der Zeit der antoninischen Herrscher haben wir die unschätzbare Reisebeschreibung des Pausanias, aus der wir erfahren, daß der Baubestand auf der Akropolis unter den Römern wohl einige Veränderungen durch Neubauten erlitten hatte, die glorreichen Tempel des P e r i k l e s aber noch unversehrt dastanden, allen voran das §rofje Nationalheiligtum des Pallas, der von k t i n o s und K a I1 i f r a t e s um die Mitte des fünften Jahrhunderts errichtete Parthenon mit feinen acht dorischen Säulen auf jeder der beiden Fronten und je siebzehn auf den Langseiten, ferner die beiden etwas jüngeren Kultstätten ionischen Stils, das dem Parthenon nördlich vorgelagerte Erechtheion und das Tempelchen der Athena Nike am Westhang, und schließlich das dorische Burgtor, die Propyläen des Mnesikles mit der bereits aus römischer Zeit »stammenden Freitreppe. Im Südosten des Burghßgels schmiegte sich, die preis- her Geyr v. Schweppenburg und andere Mit- Aorft^ glieder der Botschaft eingefunden hatten. Bor der deutschen Kolonie in L i s s a b o n sprach der Reichs- trativen Charakter, mit dem Deutschland das Der- maß abgestaltet werben. „News Kf>ro„telc" (liberal) sagt, neue riesige § i rrnvrl1Af^ ffrft ^icberbeit dann Abrüstung" Hindernisse feien der europäischen Verständigung IN, kannten Formel Erst Sicherheit dann E^I^n Weg gelegt worden. Zwei Tatsachen hätten dazu entgegengestellt, deren^ klarer unheilverkündender > besonders beigetragen, 1. die^roße^des^Fneden^ und der Welt auf friedlichem Wege, sofern sie den natürlichen Lebensgesehen der Nationen Rechnung trägt und nicht aus starrer Beharrung auf überholten Zwangsmaßnahmen ihr Unrecht ableitet. Wir wollen den Ausgleich und die Versöhnung unerträglicher Spannungen in einem Frieden, der allen Völkern gleiches Recht und gleiche Sicherheit bietet. So sehen wir in Klarheit und rückhaltlosem Vertrauen zu unserem Führer die Saat reifen, die unsere toten Helden ausstreuten und deren Erntetag uns geben wird: ein Reich der Einigkeit, der Starke und der Ehre, ein Deutschland des Friedens in einem befriedeten Europa. So deuten wir das Opfer der Gefallenen. Zu ihrem Gedächtnis wollen wir uns erheben und sie in Ehrfurcht und unauslöschlicher Dankbarkeit mit den alten ruhmbedeckten Fahnen grüßen. Das Kommando: „Fahnen auf, Fahnen senkt!" ertönt Die Musik intoniert das Lied vom guten Kameraden, das ganze Haus erhebt, sich von den Blähen, reckt den Arm und gedenkt der Toten. Mit dem Deutschland- und dem Wessel-Lied schloß die Feierstunde. — die jetzt notwendiger seien als je zuvor — wüßten nunmehr genau um den Standpunkt der anderen Bescheid, und zwar infolge des britischen Weißbuches, der französischen Kammerabstimmung über die zweijährige Dienstzeit und des letzten deutschen Schrittes. Deutschland wolle ein Volk in Waffen haben und auf die Frage, zu welchem Zweck, sei eine deutliche Antwort nötig. Wenn der deutsche Schritt auch eine ziemlich grobe Methode sei, die deutsche Gleichheit durchzusehen, so sei doch kein unwleder- herstellbarer Schaden angerichtet worden und dieVerhandlungenkönntenwelter- gehen. Der Besuch in Berlin sollte plange- Heldengedenkseiern der Deutschen im Ausland und für eine Konferenz frei werde. Unter der Ueberschrifft „In schimmernder Wehr" sagt „M o r n i n g Po st" (kons.), die deutsche Regierung habe mit einem Streich den Knoten langwieriger Verhandlungen zerschnitten. Es sei klar, daß keine weitere Hoffnung auf Begrenzung der Armeen bestehe. Mit diesem Grundsatz sei es ebenso wie mit den Rüstungsklauseln von Versailles zu Ende. Dies bedeute die Rückkehr zu dem Vorkriegszustand, wo jede Nation die Freiheit gehabt'habe, solche Rüstungen zu schaffen, wie ihr zukomme, oder der Schutz ihrer Grenzen erforderlich mache. Deutschland habe sich genommen, was es gefordert habe, und habe der Ungleichheit, über die es sich beschwert habe, ein Ende gemacht. Etwas anderes sei noch wichtiger. Der Weltkrieg liege hinter Europa. Sogar der Deutsche, der schwere Schläge so gut vertrage, werde vielleicht bei einem Rückblick auf diese Katastrophe die Wahrheit der Versicherung des Generals von Blomberg fühlen, daß Europa zu klein fei, um einem neuen Schlachtfeld R a u m zu bieten, hierin liege die wahre Hoffnung auf Frieden, und dieser Umstand erlaube die Anregung, daß das Verschwinden der Hoffnung auf Rüstungsbegrenzung kein hindernisfürdieZufamme narbeit Sinn darauf hinauslaufe, daß man erst aufrüsten wolle und dann das Weitere abwarte. Die holländische Presse ist ruhig in ihrem Urteil. Das liberale „Allgemeen Handelsblad" schreibt, der Besiegte von 1918 nehme sich nach 16 Jahren seine Rechte zurück in dem Gefühl der wiedergefundenen eigenen Kraft. Es müsse anerkannt werden, daß die Gegenpartei es den Deutschen moralisch sehr leicht gemacht habe, sich durch einen einseitigen Beschluß den seinerzeit gegebenen Versprechungen zu entziehen, da die früheren Alliierten ihren eigenen Abrüstunqsverpflichtungen nicht nachgekommen seien. Was sich jetzt ereigne, hatte früher oder später doch geschehen müssen, denn es sei nicht möglich, ein so großes Volk wie das deutsche auf die Dauer in einem Zustand der Minderwertigkeit zu halten. Das italienische „P o p o l o di Roma" bemerkt, die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland sei oorauszusehen gewesen und von vielen erwartet worden. Der Versailler Vertrag sei nur noch ein leerer Schatten, nicht mehr. Wer sich auf ihn berufe, klammere sich an einen Leichnam. Die Geschichte schreite vorwärts, und Friedensverträge könnten Bemerkenswert ist der Versuch einzelner Blätter, jetzt, nachdem es .in den Jahren der deutschen Wehrlosigkeit nicht gelungen ist, eine Regelung über die Abrüstung und die bessere Gestaltung des Friedens herbeizuführen, den Eindruck zu erwecken, als ob das deutsche Wehrgesetz die Bemühungen um eine Neuordnung der Völkerbeziehung beeinträchtigen könnte. So spricht „Journal" „von einem Bruch des gegebenen Wortes" (!) und von einer „unerhörten Gewalttat" und erwartet, daß jetzt endlich die „durch die neue deutsche Drohung" gebotenen Sicherheitsmaßnahmen beschlossen wurden. „Excelsior" fragt, ob die Franzosen, Engländer, Italiener, Russen usw. weiterhin eine nicht endenwollende Verhandlung mit Deutschland fortzusetzen gedächten. Regierungen und Generälstäbe müßten die Entente zwischen Frankreich und Sowjetrußland mit Hochdruck betreiben. „Oeuvre" rat zur Ruhe und warnt vor einer systematischen Einkreisung Deutschlands. Allerdings müßten die friedfertigen Völker Deutschland Vorschlägen, über em Rrn stüngsbeschränkungsabkommen zu verhandeln. Auch Herve tritt für eine Verständigung mit Deutschland ein. Es gebe kein großes Volk, das die Demütigung auf sich' nehme, abqerüftet zu sein, wenn um es herum alle Welt bis an die Zähne bewaffnet sei. Heute gebe die deutsche Nation ihren Besiegern den Willen kund, nicht einen Tag länger im Zustand der militärischen Unterlegenheit zu verharren. Das sei eine schöne Lehre der Energie und der Vaterlandsliebe für die französische Regierung und das französische Parlament, die um die' Wiedereinführung der zweijährigen Dienstzeit oraanisationsleiter Dr. Ley an Bord der „St. Louis" zum Heldengedenktag. Ueber ein einiges Deutschland und über die Volksgemeinschaft sei der deutsche Arbeiter aus Proletarier zum Herrenmenschen geworden. So könne und müsse Deutschland stolz und friedliebend seinen Platz in der Welt ausfüllen. Dr. Ley schloß seine Ansprache mit einem Dank an den portugiesischen Staat und seinen Präsidenten. Der Feier wohnten neben dem deutschen Gesandten auch mehrere Persönlichkeiten Portugals bei. — In Washington vereinigten sich am Sonntag in der lutherischen Concordiakirche Deutsche und Amerikaner zur Ehrung der deutschen Helden. Die Kirche war mit Abordnungen aller deutschen Vereine und deutschamerikanischer Verbände aus Washington und Baltimore überfüllt. Auch eine Abordnung d e s Bundes verwundeter amerikanischer Weltkriegßveteranen war erschienen. Sie legte nach Verlesung einer An- sperache durch ihren Kommandeur einen großen Kranz für die gefallenen tapferen Deutschen, die früheren Gegner, auf dem Altar nieder, worauf Botschafter Dr. Luth er in einer kurzen Rede herzlichst dankte. Neben der französischen Presse kann die Moskauer „Prawda" als besonders gehas- s i g gekennzeichnet werden. Sie betont den demon- Wie rasch verflacht oft das Bewußtsein vom ge- totmnenen Großen, wie scharf ist manchmal der , Blick für das noch nicht ganz Gelungene, wie sehr wächst aber auch die Erkenntnis, daß der Gehalt einer tragenden Idee stärker ist als das Unzulängliche im Menschen. Das Erkennen und Begreifen der Idee des Neuen Reiches, allerpersönlichste Vertrauen zum Führer, dann aber auch z u sich selbst, zu ihrer Geschlossenheit und reinem Wollen, das sind die Grundpfeiler unserer Wehrmacht. Der Tod unserer Soldaten konnte das Alte nicht bewahren, aber wir wissen jetzt, daß auf den Schlachtfeldern eine Saat für ein neues Reich gelegt wurde. Eine Niederlage ist nichts Endgültiges, sie ist kein Schickfalsfchlag, der zwangsläufig zum Niedergang führen oder den begonnenen Niedergang zu Ende führen muh. Wichtig ist nur, was ein Volk aus einer Niederlage macht. Wahr ist, und die Welt muß sich daran gewöhnen, daß Deutschland nicht an seiner Niederlage starb. Es ist uns bestimmt, daß Deutschland wieder den gleichberechtigten Sih unter den großen Völkern einnehmen wird, gleichberechtigt in allen Bezirken des politischen und wirtschaftlichen Handels und Wandels, völlig gleichberechtigt aber auch in dem elementaren Bedürfnis eines Volkes, für feine Sicherheit, Verteidigung und Ehre mit den Mitteln zu sorgen, die jedem Volke als natürliches Lebensrecht zuftehen. In allem unseren Tun, in allem Handeln und Dulden wollen wir aber nicht müde werden, uns des Opfertodes unserer gefallenen Brüder würdig zu erweisen. Wir müssen im Leben die gleiche Hingabe und Vaterlandsliebe bewähren, die sie uns im Sterben bewiesen. Wir wollen in dieser Stunde abschwören dem Ungeifte des Eigennutzes, der Selbstsucht und der Ueberheb- lichkeit. Wir wollen uns bekennen zu den Idealen eines starken, wehrhaften und stolzen Deutschlands, das nie mehr kapituliert und nie mehr feine Unterschrift unter Verträge und Abmachungen setzen wird, die seine Ehre, seine Sicherheit und sein Lebensrecht beeinträchtigen. Wir wollen aber auch im Weltkrieg eine Katastrophe sehen, deren Wiederholung wir unserem und kommenden Geschlechtern ersparen müssen. Europa ist zu klein geworden als Schlachtfeld für einen zweiten Weltkrieg; zu wertvoll sind seine Kulturgüter, um sie aufs neue der zerstörenden Wirkung neuzeitlicher Waffen aus- zusehen. Da alle Staaten über diese Kriegsmittel verfügen, käme ein neuer Krieg der Selbstzerfleischung gleich. Wir Deutschen brauchen keine Revanche, weil wir in den vier Jahren des Großen Krieges Ruhm genug für kommende Jahrhunderte geerntet haben. Wir glauben an die Möglichkeit einer Neuordnung Europas Nicht ohne Grund die meistbegehrte Marke! Nichtraucher werden Im Freundeskreise Eckstein - Raucher ausfindig machen, die für sie mitsammeln. Weil das neue Sammelwerk Die Nachkriegszeit 1918-1934“ so spannend, lehrreich u. in Wort ü Bild so anschaulich ist, sollte es in keiner Hausbücherei fehlen! Ruhige Beurteilung in England. „Kein Hindernis für die Zusammenarbeit im Interesse des Friedens."' wird, ist die Grundlage für die Sicherheit des Reiches geschaffen. Für das innen- und außenpolitische Leben unseres Volkes aber ist die deutsche Wehrmacht im Begriff wieder das zu werden, was sie einst war und was sie sein muß: nach innen eine Schule der Nation für die Erziehung unserer Jugend im Geiste der Wehrhaftigkeit und ovf er bereiter Vaterlandsliebe, nach außen der völlig gleichberechtigte und gleichbefähigte Hüter und Wächter des Reiches. Wenn heute auf Befehl des Führers und Reichskanzlers an den Fahnen und Standarten der alten Armee das Ehrenkreuz für Frontkämpfer angebracht wird, dann grüßt damit die junge Wehrmacht die toten und die lebenden Kameraden des alten deutschen Feldheeres auf tausend Schlachtfeldern, die Männer vom Skagerrak, von Coronel und von der U-Bootwaffe, die Kampfgenossen von Richthofen, Boelcke und Jmmelmann. Die Wehrmacht dankt aus tiefstem Herzen ihrem Oberbefehlshaber für diese Ehrung der ruhmbedeckten Feldzeichen. In stolzer Trauer gedenkt sie und mit ihr das deutsche Volk in dieser Feierstundtz des großen S o l d a t e n, der diesen Fahnen auf den Schlachtfeldern von königgräh und St. Privat folgte, der im Weltkrieg unverwelNichen Lorbeer um sie flocht, der ihnen vor zwei Jahren mit dem neuen Staat eine neue würdige Heimat gab und der jetzt im Denkmal von Tannenberg inmitten seiner toten Soldaten ruht. Der Feldmarschall von Hindenburg ist heimgegangen. Noch leben viele seiner Kampfgenossen. Wir gedenken ihrer in Ehrfurcht und Dankbarkeit. Wir gedenken zumal des Mannes, der vom glorreichen Beginn bei Tannenberg an durch den heroischen Ablauf des Großen Krieges hindurch an feiner Seite stand, des Mannes, dessen Kraft wie Atlas eine Welt auf seinen Schultern trug; wir neigen uns vor dem Feldherrn Ludendorff. Das geht alle an — Raucher und Nichtraucher! Raucher greift als Kenner natürlich der fachlichen Vorzüge wegen zu ■ Eckstein 8 ohne Mdst., dick und rund, SVs Pf. feilschten. Staatsminister Herriot sprach in Tourcoing über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland. Die Verteidigung des Friedens verlange mehr als Worte. Sie fordere eine ernste Arbeit. Doch müsse man zwei Extreme vermeiden: zu provozieren und sich selb st aufzugeben. Wenn man sich selbst aufgeben wollte, würde das eine sehr starke Versuchung für Nachbarn fein, die ein Ablenkungsmanöver für ihre innere Politik suchten; das könnte die schlimmsten Folgen haben. Man werde fälschlicherweise behaupten, daß Frankreich den Rüstungswettlauf beginne. Frankreich wolle sich aber lediglich ein Mindestmaß von Effektivbeständen sichern, das für die Verteidigung des Landes notwendig fei. Frankreich verfolge dabei nicht die geringsten Angriffsabstchten. Andere Auslandsstimmen. Das Ausland zur Verkündung der deutschen Wehrfreiheit Heeres", das Deutschland aufrecht zu erhalten gedenke und 2. die Bekanntgabe des neuen Gesetzes unmittelbar vor der Berliner Reise Simons. Andererseits zeige die neue Lage auch gewisse mildernde Faktoren. Nur die Mannschaftsstärke, aber nicht die Dienstzeit seien festgesetzt worden. Nichts deute auf ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm zu Wasser hin. Ferner fei nichts über die Offensivwaffen der neuen deutschen Truppen gesagt worden. Schließlich habe man die Versicherungen Hitlers und des Generals von Blomberg, daß diese Ausrüstung friedlicher Natur fei. Alles dies berechtige zur Wiederaufnahme der Berliner Perhandlungen. Die Besprechungen müßten fortgesetzt werden, damit der Weg für formelle Verhandlungen sie nicht aufhalten, denn nicht die Verträge gäben die Macht, sondern die Macht schaffe die Verträge. Die japanische Presse betont, daß es sich um eine Angelegenheit handele, die Europa zunächst angehe, die Japan aber aufmerksam verfolgen werde. „Tokio Asahi Schimdun" macht das Versailler Diktat und besonders die Haltung Frankreichs für die gegenwärtige Lage verantwortlich. Während man auf der einen Seite Deutschland die Teilnahme an internationalen Besprechungen zur Aufrechterhaltung des Friedens erlaubt habe, habe Fr ank- reich im Hintergrund die Politik der Einkreisung Deutschlands weiter verfolgt. Diese Politik sei mit den Grundsätzen des Völkerbundes, den Frankreich als Grundlage für den europäischen Frieden betrachte, unvereinbar. Wenn Frankreich sich über den deutschen Schritt erstaunt zeige, und ihn als Störung des Friedens bezeichne, so könne dies nur als eine Verkennung der wahren internationalen Lage bezeichnet werden. Das Blatt schließt: „Wir teilen nicht die Ansicht, daß Deutschlands Schritt eine kritische Lage für den Frieden Europas herbeiführt." KemelleberraschunamFrankreiO Paris, 17. März (DNB.) Der Beschluß der Reichsregierung, die allgemeine Dienftpslicht em- zuführen, wurde schon am Samstagabend durch Sonderausgaben in Paris bekannt. „Die Oeffentlich- keit scheint", so stellt Havas fest, „auf diesen Beschluß gefaßt gewesen zu sein. Auch m amtlichen Kreisen wird versichert, daß man die deutsche Erklärung nicht überraschend finde, weil man seit langem Bescheid gewußt habe. In der letzten Ministerratssitzung habe Außenminister Laval seinen Kollegen bereits höchst aufschlußreiche Mitteilungen gemacht. London, 18. März (DNB.-Funkspruch). In Downing-Street wurden am Sonntag z w e t Beratungen abgehalten, von denen die eine am Vormittag, die andere am Abend stattfand. Es nahmen teil: Ministerpräsident Macdonald, Baldwin, Sir John Simon, Eden und der ständige Unterstaatssekretär des Aeußeren, Sir Robert V a n \ i 11 a r t. Die englische Morgen- presse steht ganz im Zeichen der denkwürdigen Entscheidung des Führers. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß die englische Presse die bedeutungsvolle Nachricht aus Berlin mit Ueber« raschung, aber mit großer Kaltblütigkeit ausgenommen hat. Vielfach wird die Forderung ausgesprochen, daß in den Bemühungen um Organisation der europäischen Sicherheit nicht nachgelassen werden sollte. In der „Times" heißt es u. a.: Aus allge- meinen Gründen spreche manches dafür, die deutschen Karten auf dem Tisch zu haben. Die Teilnehmer an den kommenden Verhandlungen Auch in den deutschen Kolonien im A u s- [ a n b sanden überall würdige Heldengedenkfeiern statt, wobei meist der Missionschef an den Gräbern deutscher Soldaten einen Kranz niederlegte. Eine besonders erhebende Feier fand auf dem Friehof von Potters Bar statt, wo die Besatzung der im Jahre 1916 über England 3er ft orten beiden deutschen Luftschiffe L 31 und LU bestattet sind. Im Beisein mehrerer hundert Reichsdeutscher legte Botschafter v. H 0 e s ck im Namen aller Deutschen in England einen Kranz an den Gräbern der Gefallenen nieder, nachdem vorher ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer der Toten und ihres fortlebenden Werkes gedacht hatten Das Lied vom guten Kameraden beschloß die Feier, zu der sich u. a. auch der Landesgruppenleiter der NSDAP, für Großbritannien und Irland, Bene, der deutsche Militärattache, General Frhr. Protest gege" Hindenburg Rim Echo der deutschen preffe. Der „Angriff", der schreibt: „Die Welt soll nicht mehr im Unklaren sein, daß wir klare Verhältnisse wünschen", fragt: Ist das die Wiederkehr des preußischen Militarismus? Werden die Kürassierstiefel wieder angezogen? Wird man Säbelrasseln hören von Potsdam? Das alles ist es nicht. Das deutsche Volk ist dem Führer gerade darum gefolgt, weil es selbst den Frieden nach vier- jährigem Krieg an der Front und nach vierzehnjährigem Krieg im Innern so bitter nötig hat. Wenn also die neuen Mannschaften jetzt in die Kasernen einrücken, dann tun sie es nicht mit aufgepulverter Abenteuerlust, sondern sie tun es, weil sie wissen, daß es nötig ist, der Welt nicht mit Schwäche, sondern mit Stärke gegenüberzutreten, und weil sie sich sagen, daß das schönste Land und die friedlichste Arbeit morgen schon vernichtet sein können, wenn nicht alle bereit sind, sie zu schützen. Etwas Selbstverständliches geschieht also, was jeder Engländer, Franzose, Russe und Italiener für sich und sein Land anerkennt. Die „Kreuzzeitung" sagt, schöner und würdiger können wir diesen Sonntag, der unseren gefallenen Soldaten gilt, nicht feiern. Der unbekannte Soldat des Krieges, der große Führer des deutschen Volkes hat uns die äußeren Voraussetzungen der nationalen Ehre wiedergegeben, nachdem er das deutsche Volk innerlich von der Novemberschande befreit und wieder ehrlich gemacht hatte. Hätte er nichts geschaffen und geleistet als das, was diesen historischen Tag kennzeichnet, — es würde genügen, ihn unter die Größten unserer nationalen Geschichte einzureihen und uns alle, die dieses gewaltige Ereignis erleben dürfen, zu bedingungsloser Gefolgschaft zu verpflichten. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" betont, daß die Freude, die bei uns herrscht, nichts zu tun hat mit militaristischer Begeisterung. Sie ist die Genugtuung des a n st ä n d i g e n Mannes, der sein Recht wiederhergestellt hat. Am Tage des Heldengedenktages paarte sich der W e h r w i l l e mit dem F r i e d e n s w i l - len. Wir wollen keine Wiederholung der Katastrophe von 1914. Wir wollen die materielle und moralische Macht, eine solche Katastrophe gemeinsam mit den anderen zu verhindern. Die „Germania" spricht von einer „geschichtlichen Stunde". Die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht sei ein entscheidender Schritt auf dem Wege zur inneren und äußeren Konsolidierung des Reiches. In dem uns auf- gezwungenen Berufsheer, der deutschen Reichswehr, sei unter weitsichtiger Führung eine Kern- und Elitetruppe entstanden, welche die ruhmreichen Traditionen der alten deutschen Armee in eine neue Zeit hinüberrettete. Die „Kölnische Zeitung" erklärt, es werde innerhalb und außerhalb der deutschen Grenze kaum jemand geben, der die grundsätzliche und praktische Bedeutung der beiden Akte vom 15. und 16. März,- des Aufrufes und des Wehrpflichtgefetzes, verkennen wollte. Dazu geselle sich in Deutschland das Gefühl, von einem 'Albdruck befreit zu sein und eines der übelsten Schandmale des Versailler Vertrages getilgt zu haben. Ein Zweifel über die unverminderte Friedfertigkeit des deutschen Volkes und seiner Regierung kann nirgendwo aufkommen, wenn man nicht Gedankengänge ins Gegenteil verkehrt und unter dem Vorwand, die Regierung des Deutschen Reiches fei unglaubwürdig, jede sachliche Erörterung ablehnt. im 3nmeHe bes Jtlebetts ünb bet Befriedung zu bilden brauche. 3n dieser Beziehung könnten die Mächte Europas ein- schließlich Deutschland» noch immer darauf Einarbeiten, um etwas zu verhindern, was für alle Beteiligten ein gleich großes, wenn nicht ein endgültiges Unglück sein würde. „Daily Mail" schreibt, die Proklamation des Reichskanzlers bringe keine Ueberroschung. Es bestehe kein Grund zur Hysterie oder Pa- n i k. Der leitende Gedanke Deutschlands, für den viel spreche, sei, daß es die erste Pflicht einer Nation sei, zur Selbstverteidigung fähig zu sein. Deutschland habe, wie dies auch General von Blomberg gestern erklärte, stets an die wohltätige erzieherische Wirkung der Dien st pflicht geglaubt. Sein Standpunkt werde von Hitler und seinen Mitarbeitern, die alle Frontkämpfer seien, sehr entschieden geteilt. Das Klügste, was das britische Kabinett tun könne, sei, auf alle weiteren Versuche zu verzichten, „Formeln" und „Verhältniszahlen" und „Maßstäbe" zu entdecken. Es sei viel besser, wenn jede Macht sich die Verteidigung s m i t t e l z u l e g e, die sie im Interesse der eigenen Sicherheit für erforderlich halte. Das Arbeiterblatt „Daily Herold" ermahnt zur Kaltblütigkeit und sagt, „von einem Blitz aus heiterem Himmel" könne bei der deutschen Erklärung vom Samstag nicht gesprochen werden. Von jetzt ab ist D e u t,s ch l a n d wieder eine voll bewaffnete Großmacht und muß als solche in Rechnung gestellt werden. Das Versailler System ist endgültig zusammengebrochen worden. Es könnte nur durch einen Krieg wiederhergestellt werden, und ein Krieg zur Wiederaufrichtung eines Systems, dessen Abschaffung die „Alliierten" bereits versprochen hatten, ist undenkbar. Zwei Wege stehen jetzt offen: entweder müssen die anderen europäischen Mächte sich an den unsinnigen Grundsatz halten, daß Sicherheit nur in bewaffneter Ueberlegenheit gefunden werden kann, und die deutsche Erklärung als Aufforderung betrachten, ihre eigenen Rüstungen noch weiter zu erhöhen, oder sie können den Anlaß zu einer Gelegenheit für einen neuen Anfang benutzen und sich um eine allgemeine Rüstungsverminderung und Begrenzung bemühen. Angesichts dieser beiden Wege kann es nur eine vernünftige Entscheidung geben. Die Hitlererklärung sollte als eine Aufforderung nicht zu weiterer Aufrüstung, sondern zu einer neuen und ernsten Bemühung um allgemeine Abrüstung benutzt werden. Lloyd George zeigt Verständnis. London, 18. März. (DNV.-Funkspruch.) 3n einer Unterredung mit einem Vertreter von „Jleros Lhronicte" erklärte Lloyd George unter Bezugnahme auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland, man dürfe den Kopf nicht verlieren. Ls bestehe kein Grund zur Panik. Die Mitunterzeichner des Versailler Vertrages hatten kein moralisches Recht, die Teile des Vertrages durchzusehen, die sie selbst in flagranter und herausfordernder Weise gebrochen haben. Soweit Großbritannien in Betracht komme, habe die britische Regierung nicht das Recht, nach der Ausgabe des Weißbuches Klage darüber zu führen, daß Deutschland diesen Schritt vor den kommenden Besprechungen getan hat. „Wir stehen seht der Wirklichkeit gegenüber. Und wenn es uns ernst ist mit unserem Wunsch, den Frieden zu organisieren und zu befestigen, dann sollten wir die letzten Entwicklungen einschließlich des Weih- buchss, des Beschlusses Frankreichs, sein Heer zu verstärken und schließlich die Erklärung Hitlers als eine von der Vorsehung gewährte Gelegenheit betrachten, Ordnung in den ganzen Wirrwarr zu bringen." Oer Aufmqrsch der alten SA.-Garde verschoben. Stabschef Lutze gibt bekannt: Der für den 21. und 22. März angesetzte Aufmarsch der alten SA.-Garde in Berlin findet zunächst nicht statt. Der Führer hatte bei diesem Anlaß Gelegenheit nehmen wollen, den Männern, die im Kamps- gewande der SA. als erste in ihren Gebieten die Fahne und den Glauben des Nationalsozialismus auf -die Straße getragen haben, selber ins Auge zu sehen und durch eine persönliche Ansprache zu beweisen, daß sein Herz nach wie vor der SA. gehört. Da die Erkrankung des Führers noch nicht behoben ist und er seinen ältesten SA.-Männern nicht die Enttäuschung bereiten wollte, daß sie aus dem ganzen Reich zusammenkämen, ohne ihn zu sehen und sprechen zu hören, wird der Tag der alten SA.-Garde auf einen gelegeneren Zeitpunkt verlegt. Keine Sondersteuer mehr für mitverdienende Ehefrauen. Die bisherigen Bestimmungen über die L o h n - st euer für mitverdienende Ehefrauen haben dazu geführt, daß die Eheleute in vielen Fällen weit höhere Beträge an Lohnsteuer zu entrichten hatten als für den Ehemann in Frage gekommen wäre, wenn er ein Gehalt in Höhe seines Gehaltes zuzüglich des Gehalts seiner Ehefrau bezogen hätte. Wenn z. B. der Ehemann und die Ehefrau je ein Gehalt von 200 Mark bezogen, dann hatten sie nach der bisherigen Lohnsteuerregelung einen Steuerbetrug von zusammen 14,82 Mark zu bezahlen. Wenn jedoch der Ehemann allein ein Gehalt von 400 Mark erhielt, dann wäre als Lohnsteuer nur der Betrag von 11,44 Mark in Frage gekommen. Der Reichsfinanzminister hat angeordnet, daß in solchen Fällen von nun an die Eheleute beantragen können, daß die Lohnsteuer nur bei dem Ehemann erhoben wird, bei der Ehefrau nicht mehr. Zur Berechnung der Steuer ist dann dem Gehalt des Ehemannes das Gehalt der Ehefrau hinzuzurechnen. Doller Erfola der Zinsermähiaung. Berlin, 16. März. (DNB.) Das Angebot auf Z i n s e r m ä ß i g u n g auf die öffenlichen Anleihen gemäß Gesetz vom 27. Februar 1935 ist nach den bisher vorliegenden Meldungen in der im Gesetz vorgesehenen Frist von inländischen Gläubigern in Höhe von nur wenig mehr als 12Vs Millionen Mark abgelehnt worden. Das Gesamtkapital, das unter die Zinsermäßigung fällt, beläuft sich auf 2 054 100 000 Mark. Mithin ist das Angebot auf Zinsermäßigung nur für rund 0,6 v. H. abgelehnt worden. Dem Angebot auf Zinsermäßigung ist demnach ein voller Erfolg beschieden. Vereinbarung zwischen Preußen und Hessen über Aenderung der Landesgrenze. Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht die Verordnung über das Inkrafttreten einer Vereinbarung zwischen Preußen und Hessen über Aenderung der Landesgrenze. Preußen tritt an Hessen aus der Gemarkung Oberrad, Stadtkreis Frankfurt a. M., zur Gemarkung Offenbach a. M. elf Gebietsteile in Größe von zusammen 73 Ar 16 Quadratmeter ab. Hessen tritt dagegen an Preußen aus der Gemarkung Offenbach a. M. zur Gemarkung Oberrad, Stadtkreis Frankfurt a. M. neun Gebietsteile, zusammen ebenfalls 73 Ar 16 Quadrat- I meter ab. Aus aller Wett. Oie „Tannenbergs getauft. — Stapellauf verschoben. Samstag sollte auf dem Gelände der Stettiner Oderwerke der Stapellauf des neuen Schnell- Dampfers „Tannenberg" für den Seedienft Ostpreußen stattfinden, jedoch mußte nach voraufgegangenem Festakt, bei dem an Stelle des verhinderten Reichsverkehrsministers Eltz v. Rübenach der Staatssekretär im Reichsvevkehrsministenum Königs die Weihe des neuen Schiffes vornahm und die 12jährige Enkelin des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg, Gertrud von Hindenburg, das Schiff auf den Namen „Tan« nenberg" getauft hatte, der Stapellauf verschoben werden. Die kalte Witterung hatte das auf dis Ablaufteile aufgebrachte Schmiermaterial so erhärten lassen, daß der Reibungswiderstand zu stark war und nicht genügend Ablaufsgeschwindigkeit zustande kam. 3000 deutsche Arbeiter mit «Kraft durch Freude" in Portugal. — Der portugiesische Staatspräsident empfängt Dr. Ley. Reichsorganisationsleiter Dr. L e y und seine Begleitung wurden in Lissabon von dem portugiesischen Staatspräsidenten Carmona empfangen. Nach der Vorstellung durch den deutschen Gesandten, Frei- herrn von Hoyningen-Huene, dankte der Staatspräsident Dr. Ley für den Besuch der 3000 deutschen Arbeiter in Portugal. Dr Ley lud den Präsidenten zum Besuch der „Kraft-durch-Freude"-Schiffe ein. Das portugiesische Staatsoberhaupt nahm diese Einladung mit Dank an. Der Empfang nahm einen außerordentlich herzlichen Verlauf. Zur Abfahrt der drei deutschen Urlauberschiffe hatten sich die deutsche Kolonie und das portugiesische Gastvolk zahlreich eingefunden und bereitete den abfahrenden Urlaubern einen begeisterten Abschied. Dr. L e y dankte von Bord aus. in einer kurzen Ansprache, worauf die Schiffe un« ter dem Klang der Nationalhymne in See stachen. Wetterbericht bes Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die am Sonntag über Skandinavien nach Frankreich sich erstreckende Tiefdruckrinne hat sich ostwärts verlagert und in ihrem südlichen Teil rasch aufgefüllt. Sie brachte auch unserem Bezirk stärkere Bewölkungszunahme und besonders in der Nacht zum Montag vielerorts auch leichte Regenfälle. In einem Zwischenhof wird vorübergehend leichte Beruhigung eintreten, doch wird dann rasch der neue und kräftige Ostatlantikwirbel auf unser Wetter Einfluß nehmen. Aussichten für Dienstag: Nach anfänglicher Aufheiterung freundlich, Bewölkungszunahme und zeitweise auch Regen, auf Süd drehende Winde, tagsüber recht mild. Aussichten für Mittwoch: Im ganzen Fortdauer der unbeständigeren Witterung. Lufttemperaturen. Am 17. März, mittags 14,5 Grad Celsius; am 17. März, abends 5,4 Grad; am 18. März, morgens 5,6 Grad; Maximum 15,3 Grad, Minimum 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 17. März, abends 6,4 Grad; am 18. März, morgens 5,0 Grad; Sonnenscheindauer 4,3 Std. Hauptschristleiterk Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lang^ für Feuilleton: Dr. Hans Thymol für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck- verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 35: 11790. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig- Lichtspielhaus Gießen Heute Montag beginnen die Aufführungen des Filmes, auf den auch Sie wartenI MIT HANS ALBERS Das Schicksal des nordischen Abenteurers, frei nach Motiven von Ibsens „Peer 6 y n t" Weitere Hauptrollen: Lucie Höflich (Mutter Aase), Marie- luise Claudius (Solveig), Olga Tschechowa (Baronin Agga), Ellen Frank (Ingrid), Luzi Waldmüller (Tatjana), Zera Achmed (Anitra), Friedrich Kayssler, Otto Wernicke. Ferner Beigrogramm und Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30 Uhr. Karten -Vorbestellung u.4O77 erbeten. Arabit DR. ALBERSHEIM • FRANKFURT A. M. GEGR. 1892 Cafe Amend Sauers' Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei | OBERAU E R H X L T LI CH~| Torfstreu -> Torfmull? Kunstdünger stets aut Lager. 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Zu seiner Rechten schritt der greise Feldmarschall von Mackensen, zur Linken der Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg. Viermal schritt der Führer mit feiner Begleitung die Front der unter präsentiertem Gewehr stehenden Truppen ab, jede Formation mit erhobenem Arm grüßend. Rach dem Abschreiten der Front nahm der Führer mit seiner Begleitung vor der Fahnenkompanie Aufstellung. Dumpfer Trommelwirbel ertönte. Die Fahnen senkten sich. Schwer hallten die Schüsse der Salutbatterie über den Platz. Der Führer selbst, der Reichswehrminister, Generalfeldmarschall von Mackensen, General Göring, General von Fritsch und Admiral Raeder hefteten das schwarzweißrote Band des Frontkämpferabzeichens, das Ehrenkreuz des Weltkrieges mit Schwertern an 81 Feldzeichen der alten Armee. Rach dem eindrucksvollen Akt im Lustgarten gab sich der Führer mit seinem Gefolge, dem nun auch die Minister, die hohen Offiziere, Führer der Bewegung, der SÄ. und SS. schlossen, zu Fuß z u m E h r e n m a l. Die Ehrung der alten hessischen Mgimentssahnen Das neue Äolksheer ein lebendiges Denkmal für die Helden des Weltkrieges. LPD. Darmstadt, 17. März. In Anwesen- heit des Reichsstatthalters Gaulelter Sprenger und einer Abordnung der Wehrmacht fand heute in Darmstadt eine Heldengedenkfeier statt, die mit einer Ehrung der alten hessischen Reaimentsfahnen verbunden war. An dieser Kundgebung nahmen Abordnungen sämtlicher Gliederungen der Partei sowie sämtlicher Regiments- und Militärvereine teil. Unter den Klängen des alten hessischen Präsentiermarsches nahmen die ehrwürdigen Feldzeichen der früheren hessischen Regimenter, von Angehörigen der Wehrmacht getragen vo r dem Museum Aufstellung. Rach dem Rieder? ländischen Dankgebet gedachte General Lüdle als Vertreter der Wehrmacht Dem Ehrenmal gegenüber haben auf einer Tn- büne, die den ganzen Platz zwischen der Staatsoper und der neuen Universität aussullt, die Ehrengäste aus der Staatsoper, die Ritter des Pour le mente und des Goldenen Militärverdienstkreuzes,, die Mitglieder der Offiziers- und Kriegervereine, Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene einen bevorzugen Mall gefunden. Dom Ehrenmal zum Brandenburger Tor hin haben Arbeitsdienst, Luftschutzbund und Technische Nothilfe, unmittelbar vor der Universität der Stahlhelm, der Kyffhauserbund, der Reichstreuebund ehemaliger Berufssoldaten das Rote Kreuz und die studentischen Verbände Aufstellung genommen. v r., ,. Der Führer betritt jetzt, wahrend sich die Formationen zum Vorbeimarsch ordnen, em kleines, mit Tannenreisern geschmücktes Podium, zu seiner Rechten Generalfeldmarschall von Mackensen, zu seiner Linken der Reichswehrminister. Den Vor- b e i m a r s ch befehligt Generalleutnant v o n W i tz- leben, der Kommandeur des Wehrkreises HI, per den Stäben voranreitet. Die von Major Selle geführte Fahnenkompanie grüßen die Zehn- tausende, die dem prachtvollen militärischen Schauspiel beiwohnen, mit erhobener Rechten. Dann erinnerte daran, daß auf dem Rückmarsch der Front- Kämpfer jeder einzelne vor der bangen Frage stand: Was nun? Aber ein unbekannter Gefreiter, der gas- krank im Lazarett lag, schwor sich, daß die Saat Der in strahlenden Sonnenschein getauchte weite Blall vor dem Schloß zeigte em prachtvolles null- Lisches Bild wie es Deutschland seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Ern ununterbrochenes feldgraues Spalier zog sich von den Linden her über die Schloßbrücke hinweg bis zum Lustgarten. Vor der Schloßrampe standen je: eineJBe- reitichaft des Feldjägerkorps, der Leibstandarte Adolf Hitlers, der Schutzpolizei, der Landespolizei und ein SA.-Ehrensturm. Mit der Front zum Schloß war die Wehrmacht angetreten. An der Schloßbrücke standen die Ehrenformationen der HI und des NSKK. Den Rahmen bildete eine nach vielen Zehntausenden zählende Zuschauermenge, die die Treppen des Doms und des Alten Museums sowie sämtliche Zugangsstraßen besetzt hielt. Vom Domturm herab verkündeten zwölf Glockenschläge den Beginn des Staatsaktes in der Staatsoper. Unmittelbar darauf fetzte die U ebertragung Im schönsten Dorfrühlingssonnenschein blickt der schlichte S ch i n k e l b a u, das Ehren- mal Unter den Linden. Nur an den Stirnseiten trägt er große Kranze aus ftischem Grün An der Pforte stehen die beiden Wachposten unbeweglich. Don der Bordschwelle bis zu den Stufen die zum Ehrenmal hinauffuhren, bilden Offiziere Spalier. Soweit das Auge reicht, sind Fen- fter und Dächer besetzt. Hinter den Absperrungen drängen sich Die Schaustigen Kopf an Kopf. Vom Lustgarten her klingt der Prasentiermarsch herüber. Dann dröhnen die Salutschüsse los, die verkünden, schwenkt das Musikkorps der W a ch t r u p p e em, die als erste, mustergültig ausgerichtet und strammen Schrittes, an ihrem Oberbefehlshaber vorbelmar- schiert. Dann folgen die ganzen Formationen, die an dem Festakt im Lustgarten teilnahmen, die Infanterie, die Fähnrichskompanien, die Marinekompanie, die Fliegergruppe Döberitz, das Kraftfahrlehrkommando Zossen, die Pioniere, das Reiterregiment Potsdam, die Abteilungen der Artillerie, die Kraftradschützenkompanie und die motorisierte Abteilung des Artillerieregiments Jüterbog. Der Vorbeimarsch ist beendet, der Führer dankt dem Reichswehrminister und heftet dann persönlich dem Generalfeldmarschall von Mackensen das Ehrenkreuz an. Mackensen d a n k t in bewegten Worten und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß er dieses Ehrenkreuz aus den Händen eines Front- k ä m p f e r s empfange, der nicht nur vier Jahre im Weltkriege höchsten Mut bewiesen, sondern diesem Mut auch durch seine gestrige historische Tat Ausdruck verliehen habe. Ein Orkan des Jubels umbrandet den Führer, als er in die Reichskanzlei zurückfährt. Mit gerührtem Spiel marschieren die Formationen zurück m die Quartiere. Der große Kranz der Deutschen Wehrmacht wird m das Ehrenmal „Unter den Linden" getragen. Dahinter von links: Admiral Raeder, General von Fritsch, General Göring, Feldmarschall von Mackensen, der Führer und Generaloberst von Blomberg. dankt es dem Führer, daß er die Freiheit des Haydelns ihm wieder zurückgegeben hat. Der Führer hat heute zum Heldengedenktag das Gesetz zum Aufbau der Wehrmacht proklamiert. Ein neues Volksheer ist snijtanden. Die Arbeit des deutschen Volkes ist wieder gesichert. Der Führer hat damit der Welt Klarheit gegeben über das Wol- len des ganzen Volkes. Das Volksheer wird die Hochschule für Treue und Opferwillig- feit sein. Diese Tugenden braucht em Volk, wenn es in der Welt bestehen will. So hat unser geliebter Führer den Helden des Weltkrieges ei n lebendigesDenkmal gesetzt, das unsere Generation zu tragen gewillt und verpflichtet ist und heute und in aller Zukunft getragen werden soll Der Reichsstatthalter schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Vaterland und Führer, in das die Menge begeistert einstimmte. Spontan wurde das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Unter den Klängen des Präsentiermarsches ruckten dann die Fahnen und Standarten wieder ab. Die Heldengedenkseiern im Reich In allen Städten Deutschlands wurde der Tag des Gedächtnisses an die Gefallenen in würdigster Weise begangen. In den Standorten der Reichs- wehr stand die Wehrmacht im Mittelpunkt der Feiern. Ueberall erhielten die Gedächtniskundgebun- gen ihr besonderes Gepräge durch die Proklamation über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Bei der Heldengedenkfeier auf dem Dberrotefenfelö in München betonte Reichsstatthatter General Witter von Epp den Dank de» ganzen deutschen Volkes an den Führer. Zukunft auf dem Wege, den uns Der From- folbet Adolf Hitler als Wegbereiter gewiesen hat. Dann heftete General Lüdke an die alten hessischen Regimentsfahnen zu ihren bisherigen Ehrenzeichen dasEhrenkreuzder Frontkämpfer an, das der verewigte Schirmherr des Reiches Generaifeldmarschall von Hindenburg gestiftet hat. Es sind die Fahnen der folgenden ehemaligen Regimenter: Großherzogliches Leib-Garderegiment Nr. 115, Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, Leibregiment Großherzogin Nr 117, Infanterie-Regiment Prinz Karl Nr. 118, Infanterie-Regiment Nr. 168, die Reserve- und Landwehr-Jnfanterie-Regimenter der 49 unD 50. Brigade, sowie die Standarten des Garde-Dragonerregiments Nr. 23 und des Leib-Dragonerregiments Nr. 24. der Gefallenen des Weltkrieges. In soldatischer Verbundenheit als Vertreter der alten und der neuen Wehrmacht begrüßte er zugleich die Angehörigen der ehemaligen hessischen 25. Division, Der Reservedivision, der 25. Kavallerie-Brigade und ihrer Kriegssormationen. Man hat uns, so führte General Lüdke u. a. aus, viel geschmäht, man hat uns gedemütigt und, solange wir es uns gefallen ließen, als Volk zweiter Klaffe behandelt. Kemem unbekannten deutschen Soldaten haben die früheren Regierungen der Nachkriegsjahre das symbolische Grabmal eines dankbaren Gedächtnisses errichtet. Um so fester hat in all den vergangenen Jahren die neue Wehrmacht als Hüterin des Erbes der alten Armee ihrer Toten Gedächtnis wach- gehalten. Es ist heute nicht mehr Sache ein3elner Teile des Volkes, sondern vornehme Pflicht der deutschen Nation als solcher sich einmal im Jahr am Heldengedenktag m stolzer Trauer um die Opfer des Sett negep i n G ft r- furcht und Dankbarkeit zu find en. lieber Deutschland weht heute nicht mehr die schwarze Fahne der Not, der Erbitterung und Demütigung, es flattern über uns wieder die alten sieghaften Fahnen Schwarzweißrot, für die der deutsche Frontsoldat geblutet hat, und es wehen über uns die Hakenkreuzbanner des neuen Deutschland, das entschlossen ist, die Nation zu retten und das Reich zu bewahren. Die heutige Feier möge nicht bloß eine Kundgebung sein, die morgen wieder verklingt, vielmehr solle hinter ihr stehen der ernste, feste männliche Wille, mitzuhelfen am w e i- t«r«n Aufstieg für Gegenwart und ft auf dem Wege, den uns der Front- dolf Hitler als Wegbereiter gewiesen hat. deutsche Volk steht heute zu dem Führer. Im Vertrauen auf das Volk begann der Neuaufbau. Die Ordnung zog in Den deutschen Staat ein, und Das Deutsche Volk hat seine Freiheit wie- Dergemonnen. Es rourDe ihm Durch Adolf Hitler der Frieden gegeben. Was bedeutet aber Macht und Friede im I n i^e r n, wenn em Volk jederzeit vonaußen der Willkür preisgegeben ist? Deutschland hat einseitig jenen Vertrag von Der» sailles erfüllt, indem es abgerüftet hat. Aber wir sprechen nie von einem Friedensvertrag und haben nie davon gesprochen, denn die anderen haben diesen Vertrag nicht respektiert, sie haben ihn selbst zerrissen. Mit Recht hat daher der Führer Gleichberechtigung gefordert, und er hat nunmehr Deutschland die Freiheit des Handelns zurückgegeben. Jede Diskussion über den Versailler Vertrag, Der von Den anDern zerrissen rourDe, ist hinfällig. Das ganze Deutsche Volk Der Führer schmückt die Fahnen des allen Heeres mit Dem Frontkämpferkreuz. Der Feier ein. In lautloser Stille rourDe Der Verlaus Der Feier unD Die Totenehrung angehort. Wenige Minuten nach Der BeenDigung des Staatsaktes erschienen auf Der westlichen Rampe des Schlosses in kurzer Folge sämtliche Reichsmmi- fter und Staatssekretäre, die hohe Generalität Des alten Heeres unD Der neuen Wehrmacht, Die führenden Männer Der nationalsozialistischen Bewegung. Nach Der Ankunft Des Führers unD des Reichswehrministers marschierte die F a t) ne n * fompanie, aus dem Schloßhofe kommend, m Den Lustgarten ein. Feierliches Glockengeläut ehrte Die 81 ruhmreichen Fahnen unD StanDarten des 15 ÄK 11 H • >*#-*" ■ r {yw . < H )y- V-(. < - W > M ; V. ’ . ! .... . Der Vorbeimarsch her mit Dem Frontkämpferehrenkreuz geschmückten F^nen vor ^mÄ^nkn"zu Reichskanzler am Ehrenmal Unter Den LinDen. Neben dem Führer Feldmarsch ■ Pferd der Kommandeur des Wehrkreises III, Generalleutnant o. Witzleben. £ Ü Mp. H - ■ .W" AM F< ■"» ’■ «s,S“ '""A.S", Mit Goethe blutsverwandt... Eine Betrachtung aufschlußreicher Ahnenreihen. Hans Majer-Leonhard, der Frankfurter Sippenforscher, dem wir schon manche schöne und aufschlußreiche Arbeit zu verdanken haben, legt jetzt 12 Tafeln vor, auf denen gezeigt wird, daß mit Goethe 12 Männer und Frauen blutsverwandt sind, deren Namen in der Geschichte ihrer und unserer Zeit einen Klang haben. Die urkundlichen Grundlagen sind teilweise von anderen deutschen Forschern entliehen. Die Zusammenstellung ist- Original. Forschungsergebnisse haben u. a. überlassen Dr. Walter Tröge in Weimar, Professor Ottfried Praetorius in Darmstadt und ganz besonders Dr. K n e t s ch, der Direktor des Staatsarchivs in Marburg.. Diese Ahnenreihen sind bunt wie das Leben selbst. Da lebte um 1540 in Frankfurt a. M. ein Metzger Conrad von Carben. Hans von Carben war ebenso Metzger wie Matthäus von Carben. Vier Metzger folgten aufeinander in der Linie des Hans von Carben. Und dann treffen wir 1748 auf Catharina, Elisabeth T e x t o r , die in diesem Jahr Johann Caspar Goethe heiratete. In der Ahnenreihe des Matthäus von Carben stoßen wir auf ein Geschlecht, das die Handwerkstradition hochhielt und schließlich endete in dem Strafrechtslehrer Karl B i n d i n g , um feine Fortsetzung in Rudolf G. B i n d i n g, dem Dichter zu finden. Reitz Kornmann war um 1500 Bürgermeister in Kirchhain. Johann Kornmann war Der Wirt „Zum Stiefel" in Marburg. Heinrich Kornmann war Bürgermeister in Kirtorf. Und es ergibt sich aus dieser Reihe, daß Goethe und Charlotte Buff, Werthers Lotte, in Reitz Kornmann einen gemeinsamen Ahnherrn haben. Und so stellen wir weiter eine Ahnengemeinschaft fest zwischen den Gebrüdern Jakob und Wilhelm Grimm und Goethe, dargestellt durch Sisrid R o tz m u l, 1858 Bürger in Alsfeld. Ernst H a e k - k e l, der Naturforscher und Goethe haben einen gemeinsamen Ahnherrn in Johann Lauck, um 1560 Bürgermeister in Frankenberg. Eine Generation früher — und es ist festgestellt, daß auch durch Henne Lauck, um 1520 in Frankenberg, Goethe und der Philosoph Friedrich Hegel blutsverwandt sind. An Hand der weiteren Tafeln wird gezeigt, daß blutsverwandt mit Goethe noch sind Georg Alexander Carl Henschel, der Kasseler Lokomotiv- Fabrikant, Bertha Eichhof, die Gattin Alfred Krupps, Max Planck, der Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Fritz Rausenber- g e r, der Konstrukteur des 42-Zentimeter-Mörsers und schließlich Manfred Freiherr von Richt- Hofen, der Flieger. Einen berühmten Ahnherrn haben Goethe und Friedrich und August Wilhelm von Schlegel, die Romantiker, gemeinsam in dem Maler Lucas Cranach. Hans Majer-Leonhard weist einleitend darauf hin, daß es allerdings keine Vettern und Cousinen sind, auch keine Nachvettern des Dichterfürsten, die hier genannt sind. Schon früh zweigen die Linien, die von einem Ahnen herunterführen zu den beiden Blutsverwandten, voneinander ab. Bis ins fünfzehnte, ja bis ins vierzehnte Jahrhundert reichen die Trennungen zurück. Gar mancher wird fragen, was solche historische Spielerei bedeutet. Alle die, die moderne Familienforschung treiben und wissen, daß wir heute erst in den allerersten Anfängen sind, werden einen Augenblick innehalten und nachdenken und staunen. Wir haben Bilder, alte Kupferstichporträts oder Holzschnitte, die vor drei ober vier Jahrhunderten gefertigt sind, und wir haben Nachkommen der in diesen Bildern dargestellten Persönlichkeiten: nicht nur La vater und die Physiognomen, sondern auch der absolute Laie ruft häufig bei solcher Betrachtung aus: dieser An- Herr aus der Reformationszeit, der trägt ja genau die gleichen Züge wie fein Nachkomme, unser heutiger Zeitgenosse Soundso. Solche Aehnlichkeiten können in großer Zahl urkundlich belegt werden, in den Mrseen finden sich der Beispiele genug. Wird aber das Körperliche in solcher Form durch die Jahrhunderte vererbt, daß es jedem greifbar vor Augen tritt, ist dann nicht der zwingende Schluß gegeben, daß auch das G e i st i g e sich in ganz anderer Weise fortpflanzt, als uns unsere heutige Kenntnis Allgemein offenbart? Gewiß wird viel geredet von Genie und von Talent und von beider Wiederauftreten bei Enkeln und Enkelkindern, gewiß befaßt sich die Wissenschaft in umfangreichem Maße mit den Gesetzen des Benediktinerpaters M e ndel und' sucht nachzuweisen, wie sich Erbgut in Dominanz fortsetzt. Darum soll man aber auch anerkennen, daß solchen Forschungen, wie den hier in Frage stehenden, doch ein tieferer Sinn inne- wobnt und daß das Nachgehen verwandtschaftlicher Zusammenhänge auch zurück in die Jahrhunderte unter Umständen zu überraschenden Ergebnissen führen kann. Es soll nicht Aufgabe der Zusammenstellung sein, aus ihr zugleich Schlüsse zu ziehen. Solches wird späteren Geschlechtern vorbehalten bleiben müssen, denen andere Grundlagen dieser Zusammenhänge zur Verfügung stehen werden. Aber ganz leise darf doch darauf hingewiesen werden, daß gerade die hier vorliegenden zwölf Tafeln fast sämtlich, soweit Goethes Abstammung in Frage kommt, über die gleichen mütterlichen Großeltern des Dichters gehen, über den ReichskammergerichtLproku- rator Cornelius Lindheim er und seine Gattin, geborene S e i p. Obwohl eine umfangreiche Sammlung noch weiterer Blutsverwandtschaften Goethes zur Verfügung stand, die auch über andere Ahnen hinauf zum Zusammenhang führen, ist es nicht gelungen, Persönlichkeiten von gleicher Bedeutung aus den anderen Ahnensträngen herzuleiten, wie Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier erstattete seinen Bericht über den Stand des Feuer- loschwesens im Kreise Gießen im Jahre 1 93 4. Der Bericht, dem wir nachstehend das Wesentlichste entnehmen, läßt erkennen, daß man allenthalben in den Städten und Gemeinden des Kreises mit großem Verantwortungsbewuht- sein um die Erhaltung wertvollen Volksvermögens bemüht ist. Im vergangenen Jahre wurden insgesamt in 42 Gemeinden Besichtigungen der Feuerlöscheinrichtungen vorgenommen, mit denen gleichzeitig Hebungen verbunden waren. In einer Reihe von Gemeinden wurden die Einrichtungen als „sehr gut", in anderen Gemeinden als „gut" befunden. Interessant ist eine Hebersicht über die Mitgliederzahlen in den einzelnen Wehren. Freiwillige Feuerwehren: Allendorf (Lahn) 30, Birklar 49, Daubringen 62, Großen-Linden 78, Hausen 29, Heuchelheim 97, Leihgestern 48, Nieder-Bessingen 52, Watzenborn- Steinberg 60, Wieseck 62, Klein-Linden 40 und Reiskirchen 50 Mitglieder. Pflichtfeuerwehren: Albach 64, Allertshausen 63, Alten-Buseck 110, Bellersheim 80, Bersrod 80, Beuern 115, Climbach 51, Garbenteich 106, Harbach 80, Inheiden 87, Kesselbach 77, Langd 83, Lindenstkuth 58, Lumda 75, Muschenheim 85, Rabertshausen 40, Reinhards- Hain 68, Rodheim a. d. Horloff 67, Rüddings- hausen 111, Ruttershausen 101, Saasen 92, Stangenrod 57, Staufenbera 131, Steinbach 167, Stockhausen 45, Treis a. d. Lda. 95, Htphe 64, Weickartshain 72 und Weitershain 85. Bei den Besichtigungen und Hebungen nahmen bei den Freiwilligen Feuerwehren 82,9 v. H. der Mitglieder, bei den Pflichtfeuerwehren 90,4 v. H. der Mitglieder teil. Erfreulicherweise erfolgte auch im vergangenen Jahre in einer Reihe von Gemeinden eine Verbesserung der Ausrüstung. In Klein-Linden wurde ein geräumiges Gerätehaus erstellt. In den Gemeinden Hungen und Langsdorf wurden je eine Kleinmotor-Spritze angeschafft. Leihgestern bekam eine mechanische Patentschiebeleiter „Magirus". In Lollar wurden neue Hakenleitern, in Hausen und Garben- teich je eine neue Schiebeleiter angeschafft. In Wieseck wurde aus einer früheren Autohalle ein geräumiges Gerätehaus hergerichtet. In vielen Gemeinden war man bestrebt, das Schlauchmaterial zu ergänzen bzw. zu erhöhen. Im vergangenen Jahre waren insgesamt 23 Bränbe zu verzeichnen, darunter drei Großfeuer. Als Großfeuer waren der Brand des Sägewerks in Watzenborn-Steinberg und her Brand des Sägewerks Abendstern, sowie der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in.Dorf-Gill anzusehen. In vier Brandfällen wurde nachbarliche Hilfe in Anspruch genommen. Die Vornahme von Prüfungen derLösch- wasserversorgunq in den einzelnen Gemeinden des Kreises hat mit wenigen Ausnahmen zu größeren Beanstandungen keinen Anlaß gegeben, die mit dem Dezernenten für das Feuerlöschwesen des Kreises Gießen. Regierungsrat Grein am 14. und 24. Mai, ferner am 27. Juni durchgeführten Besichtigungsfahrten in 35 Gemeinden, die in der Hauptsache der Löschwasserversorgung galten, hatten ein befriedigendes Ergebnis. Die Löfchwasferverhällniste im kreise konnten als gut bezeichnet werden. sie in vorstehender Zusammenstellung gezeigt werden. Interessant sind zwar auch diese anderen Zusammenhänge, sie. führen in den deutschen Adel, in den österreichischen, in deutsche und ausländische Fürstenhäuser, in die Magnatengeschlechter Ungarns usw., ober Persönlichkeiten besonderer Prägung; waren da überall nicht zu finden. Und bei solcher; Feststellung darf wohl an die Tatsache erinnert | werden, daß schon vor dreißig Jahren der Gießener Psychiatiker Professor Sommer das Ehepaar Lindheimer-Seip für den wertvollsten Bestandteil der nächsten Ahnenschaft des Dichters hielt und daß er gerade aus dieser Linie her auch physische Aehnlichkeiten Goethes mit seinen Vorfahren aufzeigen konnte. Erwägt man noch, daß unter den hier vorgezeigten Blutsverwandten auch Haeckel erscheint, dessen biogenetisches Grundgesetz gerade allen unseren Betrachtungen so besonderen Wert verleiht, so darf man wohl zusammenfassend sagen, daß dem Denkenden hier große Perspektiven offen liegen. Möge die Wissenschaft nicht achtlos an alledem vorbeigehen. Lediglich in der Gemeinde Harbach wurden die Löschwasserverhältnisse als sehr unzureichend erkannt In vielen Gemeinden wurden an den Brandteichen Verbesserungen durchgeführt. Die Gemeinden Großen-Buseck, Garbenteich und Annerod haben neue Hochbehälter erbaut. Rabertshausen hat einen sehr großen massiven Löschteich errichtet. Die meisten Arbeiten wurden durch Geldzuschüsse der Hessischen Brandversicherungskammer unterstützt. Das Hessische Kulturbauamt hatte die technischen Ausführungen zur Zufriedenheit der Gemeinden übernommen. Im vergangenen Jahre wurden wieder staatliche Ehrenzeichen verliehen. Für 40jährige Dienstzeit freien je 1 Auszeichnung nach Grünberg und Lollar und 2 nach Gießen. Ehrenzeichen für 25 Dicnstjahre wurden vergeben: Lang-Gons 1, Heuchelheim 3, Lollar 4, Annerod 1, Birklar 6 und Gießen 6. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich die Feuerschuhwoche, die in der Zeit vom 17. bis 22. September durch- geführt wurde. In sämtlichen Gemeinden des Kreises sanden Vorträge und Hebungen der Feuerwehren statt. Besonders in den größeren Orten und Städten wurde die Bevölkerung täglich auf den Feuerschutz aufmerksam gemacht und in geeigneter Weise belehrt. Auch hier hieß die Losung: „Alles für Deutschland!" Unter der Mitwirkung des Kreisfeuerwehrinspektors Bouffier und mit Unterstützung des Dezernenten für das Feuerlöschwesen, Regierungsrat Grein, und anderer Feuerwehrführer wurden in sechs Gemeinden des Kreises Freiwillige Feuerwehren gegründet, und zwar in Ettingshausen, Langsdorf, Londorf, Muschenheim, Ober-Bessingen und Rabertshausen. Weitere Gründungen stehen für das Jahr 1935 in .Aussicht. Außerdem wurden noch drei Werkfeuerwehren ins Leben gerufen, und zwar in Mainzlar, bei Schunk & Ebe,' Windhof bei Heuchelheim, und für die Firma Poppe & Co. in Gießen. Insgesamt läßt sich sagen, daß im Laufe der zwei Jahren, da das Geschick des deutschen Volkes von der nationalsozialistischen Regierung in die Hand genommen wurde, auch die Freiwilligen Feuerwehren eine Entwicklung erfahren haben, die von einschneidender und richtunggebender Bedeutung waren. Das, was von bett Freiwilligen Feuerwehren schon immer gefordert wurde: staatliche Anerkennung und besondere Grundlagen für bas Feuerlöschwesen und die Brandbekämpfung überhaupt, wurde seit der Machtübernahme Adolf Hitlers ohne viel Aufhebens in die Tat umgeseht. Der Jahresbericht des Kreisfeuerwehrinspektors schließt mit Worten des Dankes an alle, die am Aufbau und Ausbau unseres Feuerlöschwesens im Kreise Gießen mitgearbeitet haben. Amtdsunkproaramm Dienstag, 19. März. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.45: Gymnastik. 6 55: Du höchstes Licht und ewger Schein. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik.. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittags- fomert. 13: Nachrichten Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen im Jahre 1934. Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18: Italienischer Sprachunterricht. 18 15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.30: Als Bismarck entlassen wurde . . Eine historisch-politische Betrachtung von Dr. H. Braun, Frankfurt a. M. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.40: Zum 70. Geburtstag von Fritz Rupp, Mainz. 19.50: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. — Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation. Martin Plüddenwnn. Ein deutscher Balladenmeister (1854 bis 1897). 20.55: Nordischer Humor. Eine heitere Textfolge 22.10: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendeb"zirk. 22.20: Volksmusik. 23:' Orchester-Konzert. Neue deutsche Musik. 24 bis 2: Nachtmusik. ' WirisckKß. Mem-MainMe Fest. Frankfurt a. M., 16. März. Die Börse hatte auch am Wochenschluß eine feste Haltung, das Geschäft vermochte sich aber nicht nennenswert zu beleben. Die Kundschaft hatte nur mcnme Aufträge gegeben, dagegen beteiligte sich die Kulisse, nachdem sie gestern teilweise realisiert hatte, wieder lebhafter am Geschäft, wobei sie sich weiterhin von den günstigen Abschlüssen der Industrie leiten läßt. Am Aktienmarkt traten einige Spezialwerte wieder mehr hervor. So waren Zellstoff Woldhof auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 5 v. H. lebhafter gefragt und zum ersten Kurs auf 113 (110,50) erhöht. Ferner blieben dement Heidelberg in Nachwirkung her Dividendenerklärung gesucht und zogen auf 119,75 bis 120 (118,75) an. Eine Sonderbewegung wiesen außerdem am Chemiemarkt Rütgerswerke mit 106,50 bis 107,50 (105,50) auf. IG.-Farben lagen mit 142 bis 142,25 (141,25) ebenfalls etwas lebhafter. Von Montanaktien eröffneten Stahlverein bei größeren Umsätzen mit 78 (77,50), auch Mannesmann waren mit 79 (78,65) mehr beachtet, Nheinstahl blieben mit 98 (97,75) voll behauptet, während Harpener auf 102,50 (102,75) nachgaben. Fest lagen auch Kunftseideaktien, wobei Bembcrg mit 117,75 1,25 v. H. und AKu mit 53,25 0.25 v. H. gewannen. Hoher lagen ferner Eßlingen Maschinen mit 69 (68), AG. für Verkehrswesen mit 84 Vis 84,25 (83,90), Reichsbank exkl. Dividende mit 161,50 (plus 0,75 v. H.). Am Elektromarkt gewannen Gesfürel 1 v. H., AEG. 0,13 v. H., dagegen gingen Siemens um 1,25 v. H. auf 140 zurück. Daimler Motoren gaben bei kleinen Umsätzen auf 96,25 (97) weiter nach, auch Hapag bröckelten wieder um 0,50 v. H. ab. Angeboten waren Deutsch-Atlanten-Telegraph auf die Dividendensenkung um 1 v. H. auf 6 v. H. Der Rentenmarkt lag zwar still, aber freundlich. Altbesitzanleihe zogen um 0,50 v. H. auf 112,75, Zinsvergütungsscheine um 0,10 v. H. auf 90,60 v. H. an. Kommunal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut behauptet, öprozentige Stahlverein gingen leicht auf 98,90 (99) zurück. Im Verlaufe blieb das Geschäft klein, auch die Kursveränderungen hielten sich in engen Ganzen. Etwas lebhafter waren am Montanmarkt M"ns- fclder mit 93,75 bis 94 (93) und Stahlverein rvf 78,25 nach 78. Harpener gingen auf 102 noch 10? 50 und Laurahütte auf 21,75 (22,40) zurück. Et^as leichter lagen auch Reichsbank mit 160,5^ irdi 161,50. Weiter befestigt waren Rütgerswerk' ""f 108 (107,50), ferner kamen Afcha^enburaer ftoff mit 80,90 <79) zur Notiz. dWtrömerM b >, , ’n» ; MH v z M, MW W •. ZMM >■ Der Aufmarsch der Garnison und der nationalen Verbände auf Oswaldsgarten. Die Gießener SA. bewirtet Kriegsopfer Der Kommandeur bei seiner Ansprache im Verlaufe der Gedenkfeier auf Oswaldsgarten. Kriegsopfer als Gäste bei der Gießener SA. — (Ausnahme: Photo-Pfaff.) Die SA.-Standarte 116 stattete in besonderer Form einen Teil des Dankes an die gefallenen Helden des Weltkrieges ab. Die Standarte hatte etwa 250 Kriegerwitwen, Kriegerwaisen, Kriegsverletzte, Väter und Mütter von gefallenen Söhnen zu einigen kameradschaftlichen Stunden in das Studentenhaus eingeladen, gleichzeitig auch zu einem gemeinsamen Eintopf-Mittagessen, sowie zu Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung nahm einen sehr schönen und abwechselungsreichen Verlauf. Standartenführer Lutter hieß die Teilnehmer willkommen. Das Andante cantabile von Beethoven, gespielt von einem Teil des Musikzuges der Standarte 116, leitete nach dem Mittagessen den ernsten Teil >der Zusammenkunft ein. Standartenführer Lutter Oer weitere Verlauf der Stunden. Der weitere Verlauf der kameradschaftlichen Stunden brachte eine Reihe ausgezeichneter musikalischer Darbietungen. Ein Chor, der sich aus Angehörigen des Sturmbannes II zusammensetzte, brachte unter Leitung von Paul Nieren einige Lieder zum Vortrag. Paul Nieren wartete mit zwei Gedichtvorträgen auf („Das Bauernhaus" von Ilse Franke und „Auch dies wird einst vorübergehen' von Klara Prieß). Richter sang einige Lieder (eine Arie aus dem „Glöckchen des Eremiten , „Grün ist die Heide", „Rolandsbogen", „Der Kuckuck", „Die Mühle", und das Auftrittslied des Barinkai' aus dem „Zigeunerbaron"). Paul Nieren wußte einige unterhaltsame Anekdoten um Friedrich den Großen zu erzählen. Verschiedene Lieder wurden gemeinsam gesungen. Ein Soldaten- lieder-Potpourri, unter Leitung von Paul Nieren gesungen, unterhielt ausgezeichnet. Ortsgruppenleiter H o r st dankte im Namen der Kriegsopfer für die unterhaltsamen Stunden. Zum Andenken an diese Veranstaltung wurde jedermann ein Bild des Führers, mit dem Namenszug des Standartenführers auf der Rückseite überreicht. Gegen 18 Uhr sprach Standartenführer Lutter das Schlußwort. Die schönen Stunden werden allen, die daran teilnehmen konnten, in guter Erinnerung bleiben. rungenen Sieg mitzufeiern. Er fährt fort: „Als der Geistliche das Schlußgebet sprach, sanken alle Anwesenden, junge Soldaten und alte Landstürmer, unter dem gewaltigen Eindruck des Erlebten auf die Knie. Ein würdiger Abschluß ihrer Heldentaten. So ist es auch ein rechter Abschluß unseres Gedenkens an die Opfer der großen Zeit, daß wir hintreten zum Kreuz unseres Heilandes, um unter seinem Kreuze uns die Kraft zu holen, m seiner Nachfolge den Weg der opferbereiten Pflichterfüllung zu gehen nach seinem Wort: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde." Amen. Nach dem Vater Unser und anschließender weiterer Choralmusik des Musikkorps folgte bie Ge- denkanjprache des Katholischen Standortpfarrers Or. Hernmes der in seiner Ansprache u. a. sagte: Eine einize große Familie stehn wir still und erheben unsere Totenklage. Mit welch aufflammender Begeisterung sind sie, hoch und niedrig, jung und alt, einst hin- ausgezogen, um für die Ehre Deutschlands zu streiten. Wir erinnern uns, wie die allen voranleuchtende große Idee Deutschland war. Deutschland schützen zu dürfen, gilt als eine selbstverständliche Pflicht. Da gibt es kein Prahlen, kein hohles Phrasengeklingel, aber auch kein Abmarkten, ferne Schlappheit. Eine geschlossene Phalanx, echte germanische Brudertreue! Wie zart und tief waren unsere Kameraden mit Gott verbunden. Und doch, es war ein schweres Sterben. Jede Nation, die etwas auf sich hält, weiht ihren toten Helden ein unauslöschliches Andenken. Das Sterben unserer Krieger war aber auch ein b e i - hielt eine Ansprache, in der er den Geist des Frontsoldaten kennzeichnete, in kurzen Umrissen schilderte, und dabei betonte, daß es die Aufgabe der Frontkämpfer sei, der heutigen Jugend das ^ronterlebnis nahezubringon, damit es nicht mit den Frontkämpfern ins Grab sinke. Die SA. glaube, den Heldengedenktag nicht besser begehen zu können als mit einem Zusammensein mit den Angehörigen der Gefallenen und mit den Kriegsopfern. Einem Frontsoldaten, unserem Führer Adolf Hitler, sei es gelungen, unser Volk von dem drohenden Abgrund zurückzureißen und ihm seine Ehre wiederzugeben. Die ersten SA.-Männer seien Frontsoldaten ge-. wesen. Der Frontsoldat hasse das Maulheldentum, das Bonzentum, die fadenscheinige Persönlichkeit, er dulde nichts Halbes, er wolle nur ein klares „Ja oder ein klares „Nein". Der Frontkämpfer werde nie ein Sklave sein. Adolf Hitler habe deshalb auch die Frontkämpfer zuerst bei sich gefunden. Mit der Verkündung der Allgemeinen Wehrpflicht habe der Führer bewiesen, daß unser Volk nicht wehrlos sein solle. Es könne auch niemals wieder einen g 1Q1R aphf>n .hinter dem Führer aber müsse sich eine Front aus dem ganzen Volke auf- bauen. Den Müttern und Vätern, besonders den Frauen aber sei an diesem Tage dafür gedankt, daß sie ihr Liebstes gaben, den Mann, den Sohn, die im Weltkriege fielen, damit Deutschland leben könne. Mit einem erneuten Treugelöbnis zum Führer und mit dem Dank an den Führer, daß er mit der Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht dem deutschen Volke die Ehre wiedergegeben hat, schloß Standartenführer Lutter seine Ansprache. Die Musik spielte sodann das Lied vom guten Kameraden. Der gestrige Heldengedenktag gestaltete sich auch in unserer Stadt zu einem großen Erleben, das Tausende von Volksgenossen im gleichen Geiste vereinigte. Schon zu früher Morgenstunde wurden an den meisten Häusern die Fahnen auf Halbmast gehißt. Etwa von 9 Uhr ab erfolgte der Anmarsch unserer Garnison, die nach dem Willen des Führers die Heldengedenkfeier veranstaltete, der PO., der SA., der SS., des Arbeitsdienstes, des NSDFB. (Stahlhelm), der Polizei, der Militär- und Rcgi- mentsvereine und zahlreicher weiterer Organisationen nach dem Platze der Feier, dem Oswaldsgarten, zur gleichen Zeit versammelte sich dort eine nach Tausenden zählende Menschenmenge, um in inniger Volksgemeinschaft mit der Wehrmacht und den nationalen Verbänden unserer gefallenen Brüder zu gedenken. Die Reichskriegsflagge, die Fahnen des Dritten Reiches und die Fahne des Dolksbundes Deutsche Kriegsqräberfürsorge waren auf Oswaldsgarten Halbmast gehißt. Die Soldaten und die Formationen der nationalen Verbände füllten nahezu den ganzen Platz. Das Musikkorps der Garnison unter Leitung von Obermusikmeister Krauße eröffnete die eindrucksvolle Feierstunde mit weihevoller Choralmusik. Hierauf sprach der Evang. Gtandoripfarrer AuSfeld. Er sagte u. a.t Wenn am heutigen Gedenktag die Helden des Weltkrieges vor unsere Seele treten, so verstehen wir das, was sie getan und gelitten haben erst dann in seiner ganzen Bedeutung, wenn wir daran denken, daß es Opfer sind, für uns gebracht, wenn über all dem Geschehen dieser großen Zeit das Wort leuchtet: Für dich! Für uns haben sie gekämpft, für u n s haben ri- i <•; v v» r. (tnh Ha noffnrhpn Sie lind Vorbeimarsch vor dem Kommandeur am Gefallenendenkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz. (Sämtliche Aufnahmen: Photo-Pfaff.) liges Sterben. Das klasfifche Wort: „Uns treibt nicht Eroberungslust, uns beseelt der unbeugsame Wille, den Platz zu behaupten, auf den Gott uns gestellt (jat zuckte wie ein elektn^er Funke durch unsere Heere und zündete von Herz zu Herz die Liebe zum Vaterlande zur hellodernden Flamme, die Liebe, die stärker isi als bte Liebe zum Leben, die stärker ist als der Tod. So weilen am heutigen Tage unsere Gedanken bei den toten Kameraden. Aber wir gedenken auch voller Dankbarkeit und Verehrung aller derer, Die glücklicherweise noch unter uns leben, nachdem sie auf der Walstatt für Deutschlands Ehre gestritten oder tatkräftige Helfer im großen Ringen gewesen sind. Es ist ja angeordnet worden, daß sie durch Ehrenzeichen aus dem Volke herausgehoben werden, damit man, Ehrfurcht im Herzen, sich freue, mit Helden und verdienten Männern des Krieges Zusammenwirken zu dürfen. Unter diesen sei be- onders des unbekannten Soldaten gedacht, den ein Heldengeist nimmer rasten ließ, bis er tn bet» pielloser Zähigkeit die höchste Höhe erklommen, um das zerrissene Volk zu einen und mit machtvoller Hand zum Frieden zu führen, und zum Schluß soll noch eines Heldentums Erwähnung geschehen: Es ist das stille Heldentum der Mutter! Wir alle erneuern nunmehr das Gelöbnis und weihen es als geistigen Jmmortellenkranz den Toten: Wir wollen Nachahmer sein der erhabenen Tugenden, der Vaterlandsliebe, Kameradschaft und zutiefst der Religion, der Wurzel alles wahrhaft Großen und Segensvollen. Dann ist Gott mit uns. gestorben, damit wir leben sollten. Wenn wir das fassen, dann verstehn wir erst etwas von dem Wort unseres Herrn und Heilands: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben löstet für seine Freunde." Dann wissen wir aber auch, daß ihr Opfer uns zu unauslöschlichem Dank verpflichtet, einem Dank, Der sich nicht darin erschöpft, daß wir hie und Da einmal an sie denken, der vielmehr im ganzen Leben bewährt sein will durch die gleiche Opferbereitschaft, die nicht an sich denkt, die nicht das Ihre sucht, sondern hingibt, was wir haben und was wir find, als Opfer für unser Vaterland, für unsere Brüder. Man hat in der Zeit nach dem Kriege gar manchmal das irrige Wort hören müssen von den vielen vergeblich gebrachten Opfern des Kriegs. Wir wissen, daß diese Opfer eine Saat gewesen sind, die. aufgegangen ist, ohne die wir wohl in unserem Volk und Vaterland nicht einig geworden wären. Wir ernten, was jene Helden gesät haben. Sie ruhen im Frieden Gottes, und über ihren Gräbern erhebt sich das Kreuz, dieses Zeichen des höchsten Opfers und zugleich des vollkommenen Sieges. Wohl denen, die draußen im Blick auf den gekreuzigten Heiland selig gestorben find, deren opferbereite Liebe ein Widerschein war von der Liebe, die Christus getrieben hat, sich für uns selber zu opfern. Unser Heimgegangener Reichspräsident und Gene- ralfeldmarschall erzählt, daß er nach der Schlacht bei Tannenberg in die Kirche zu Allenstein eingetreten um den Dankgottesdienst nach dem er- Nach dem Willen des Führers und Reichskanzlers soll der heutige Tag ein Tag des Erinnerns an jene 2 Millionen Helden sein, die in dem gemaltigett Völkerringen auf Frankreichs blutgetränktem Boden, in den weiten Steppen und Wäldern Rußlands, auf allen Kriegsschauplätzen, auf der Erde, auf Dem Wasser und in der Luft starben, Damit wir leben können, und an jene, die nach dem Kriege Ddes linksrheinischen Gebirges eine solche große „Wolke" von Bergfinken beobachtet, die von ihm beobachtete Dvgelansammlungen selbst in vogel- reichen Gebieten übertroffen hat. Auch im Winter 1905/06 sind gewaltige Mengen von Bergfinken im südwestlichen Deutschland beobachtet worden. Vereinzelte Bergfinken bleiben im Winter bei uns und gesellen sich dann mit Buchfinken zusammen. Mehr- mals kamen solche kleine Gesellschaften an den Futterstellen in den hiesigen Anlagen zur Beobachtung. Auf ihren Durchzügen folgen die Bergfinken sichtlich den Laubwäldern der Mittelgebirge. Sie neh- men sich Zeit auf ihrer Frühjahrsreise und treffen gewöynlich nicht vor Ende Mai auf ihren Brut- Plätzen ein. In Buchenwäldern kann der Bergfink, wenn er in riesigen Schwärmen dort einfällt, durch Verzehren der Bucheckern Schaden veruchachen. Aber dieser Umstand war sicher kein Grund dafür, daß man früher in Südwestdeutschland stellenweise die „Böhämmer" oder „Quäker", wie sie nach ihrem Lockruf genannt werden, nachts beim Laternenschem Jeder Volksgenosse muß das Gießener Hlofaif- abzeichen des WHW. tragen! mit dem Blasrohr von den Bäumen herunterholte und in den Kochtopf wandern ließ. Unfern nordischen Gästen und Durchzüglern, die uns zeitweise die Natur unserer Heimat bereichern, gebührt ebenso Schutz und Hege, wie unfern einheimischen Singvögeln. Oeuische Arbeitsfront. Berufsgruppenamt. Am Dienstag und Mittwoch dieser Woche fallen sämtliche Lehrgänge wegen dringender Arbeiten zum Reichsberufswettkampf aus. Reichslufischutzbund, Ortsgruppe Gießen. Vom 19. März bis 23. März wird in Berlin eine große Luftschutzübung mit Verdunkelungen eines Stadtteiles durchgeführt. Anläßlich dieser Luftschutzübung werden verschiedene Rundsunk- Uebertragungen stattfinden. Am 19. März 1935 findet die erste Sendung in der Zeit von 21.50 bis 1 Uhr statt. Der Reichsluftschutzbund weist alle Volksgenossen, insbesondere seine Mitglieder und Amtsträger, auf diese Uebertragung hin und bittet alle Rundfunkhörer, die Teilnahme an der Sendung möglichst vielen Volksgenossen zugängig zu machen. VHC. Gießen. Man berichtet uns vom VHC.: Mit banger Sorge hatten viele von uns das Wetter beobachtet, wollte uns doch VHC.-Bruder Geh.-Rat Sommer auf der Märzwanderung am vergangenen Sonntag im Freien einen Vortrag halten. Bis zum Sonntagmorgen hatte sich der starke Sturm, der die Tage vorher gewütet hatte, gelegt, und die Sonne lachte uns schon freundlich zu, als wir mit der Kleinbahn nach Bieber fuhren. Von dort erstiegen wir auf steilem Pfad den Rimberg. Auf der Höhe vor dem Wald sahen wir zu unseren Füßen Bieber und entfernt, im Gegenlicht, wie mächtige Schattenbilder die Burgen Gleiberg und Vetzberg liegen. Nach kurzem Gang durch Buchenbestand bogen wir rechts ab, und unerwartet sahen wir Hof Haina von der strahlenden Sonne überflutet, einige hundert Meter weiter, an den schützenden Wald geschmiegt, das Forsthaus Haina. An beiden vorbei wanderten wir Die Lfflandstöchter und ihre Freier. CRoman von 3. Schneider-Ioerstl Copyright by Verlag Oskar Meister. Werdau i. Sa. 7. Fortsetzung Nachdruck verboten! Für Bob waren alle diese Vorbereitungen nicht weiter verwunderlich. Ueberall, wohin die Mutter kam, und wenn es auch nur in einem Hotelzimmer war, das sie vierzehn Tage bewohnte, vollzog sich diese Umwälzung. Die Betten wurden gerückt, Schränke verschoben, die Sessel anders angeordnet, Bilder herabgenommen und wieder aufgehängt, Nippes und Bronzen künstlerisch verteilt. Man wußte nicht, wenn man abends nach Hause kam, ob man nicht an ein Möbel stieß, das am Morgen noch gar nicht dagewesen war. Möglicherweise stammte daher auch die Unsicherheit, mit der Bob sich innerhalb und außerhalb der mütterlichen Wohnung bewegte. Sie nannte ihn scherzweise — manchmal war es ihr auch bitter ernst — ein „Viereck". „Denn du hast tatsächlich lauter Ecken, Bob", kritisierte sie, „überall stößt man sich an dir!" Selbst Niels, der doch die verkörperte Nachsicht und Geduld war, hatte dazu gelacht und gemeint, so unrecht hätte die „Gnädige" nicht einmal. Aber das werde schon noch. Das Leben schleife einen jeden zurecht. — K^gudines Gesicht erschien unter der Tür und hatte einen komischen Ausdruck, der halb Staunen, halb Aerger verriet. Klaudine zankte: „Da sitzt ihr nun, und ich weiß nicht, wo ich zuerst sein soll! Sieh doch ein wenig nach den Packern, Bob! Die wissen ja gar nicht mehr, wo sie alles hinstellen sollen. Und du könntest dich ein bißchen um das Silber kümmern, Luzie. Ich möchte nicht, daß etwas abhanden kommt." Unten am Tor aber stand James Pick und wartete auf Margot. „Zieht ihr um oder aus?" fragte er belustigt, als sie erschien. „Keines von beiden. Meine Stiefmutter zieht ein", belehrte sie ihn, raffte den Bademantel enger zusammen und ging mit James nach dem Fluß hinunter. ♦ „Gare du Nord." Da war man also! Bob Pöttmes nahm seinen Lederkoffer aus dem Gepäcknetz und schloß eilig den letzten Knopf des Mantels. Die Gegend um Paris war so eintönig gewesen, daß er eingeschlafen und erst knapp vor der Ankunft erwacht war. Seine Hände suchten nach der Innentasche des Mantels, spürten etwas mollig Warmes und eine rauhe Zunge, die über seine Finger leckte. „Brav sein, Luzie! In einer halben Stunde bekommen wir ein Zu-Hause, mit Milch, Zucker, Weißbrot und was sonst noch ein junges Hundeherz erfreuen kann. Steck' deinen Kopf hinein, mein Liebling, sonst kriegst du einen Stups auf die Nase!" Bob winkte einem Gepäckträger, nannte das Hotel, in dem er ein Zimmer bestellt hatte und dankte im stillen zum ersten Male seiner Mutter für das tadellose Französisch, mit dem er gedrillt worden war. Noch ehe der Träger nach dem Koffer greifen konnte, hatte ihn schon eine andere Hand an sich genommen. ,Tag, mein Junge! Was staunst du denn so? Du haft mir doch geschrieben: Eintreffe in Paris am 16. Oktober. Da bin ich von Brüssel herübergefahren." „Niels! — Niels!" Bobs beide Hände preßten die Rechte des Stiefbruders. „Daß du ba bist, Niels!" „Du freust dich also?" „Ueber die Maßen, Niels!" Der ältere Pöttmes bekam nachträglich zwei brüderlich herzliche Küsse auf jede Wange. „Was ist denn das?" fragte er, als eine feuchte Schnauze an feinem Halse schnupperte. „Früher hast du immer Teddybären mit dir herumgeschleppt. Jetzt muß es schon etwas Lebendiges sein. Seit wann erlaubt die ,Gnädige' das?" „Eben, weil sie's nicht erlaubt, habe ich ihn bei mir." „Ach so!" Der Gepäckträger bekam nun den Koffer ausgehändigt, sowie den Gepäckschein. Bob sah eine dunkel-grüne Limousine vor dem Bahnhof stehen und erkannte sofort Niels Chauffeur, der die Hand an die Mütze legte. „Ich wohne im Continental", sagte er zu seinem Stiefbruder gewandt. „Ich weiß." „Auch das weißt du?" staunte Bob. „Woher hast du denn alles, Niels?" „Von deiner Mutter. Sie hat sich nämlich bewogen gefühlt, mir zu schreiben." Bobs Gesicht zeigte Verblüffung. „Nicht möglich!" „Das habe ich mir im ersten Augenblick auch gedacht. Aber es ist doch so." Niels schob Bob in den Fond des Wagens und kam dann selber nach.- „Willst du dem Hund nicht ein bißchen Luft lassen, mein Junge? Wir haben doch schließlich noch keine sibirische tote. Wie heißt er denn eigentlich?" „Luzie". Dabei wurde Bob so rot, daß es Niels unmöglich entgegen konnte. „Wir haben ja durch diese Heirat eine Menge Verwandtschaft dazugekriegt", bemerkte er ironisch. „Nun kann deine Mutter sogar mit Töchtern glänzen. Hoffentlich sind es gut geratene Töchter. „Sehr!" war Bobs hastige Erwiderung. „Die jüngste, Luzie, interessiert sich für dich." „Danke." Das hatte derart sarkastisch geklungen, daß Bob erst verschüchtert von dem Bruder abrückte, um sich bann desto enger an seine Schulter zu drücken. „Sie müssen sich ja auch erst an diese Umwälzung gewöhnen. Die Erwiderung bestand nur aus einem Achselzucken. „Uebrigens interessiert dich vielleicht das Schreiben deiner Mutter." Nfels holte es aus seiner Brieftasche und reichte es auseinandergefaltet dem Bruder. „Ich weiß nicht, wieviel daran echt und wieviel falsch ist", meinte er. „Du kannst bas jedenfalls besser beurteilen, Bob. Wird sie denn schon alt?" „Wieso?" fragte Bob, und ließ seine Augen über die Zeilen wandern. „Mein lieber Sohn! Ich zeige Dir hiermit meine Vermählung mit Kaspar Jffland an und bitte Dich, meinem Schritt etwas Verständnis entgegenzubringen. Zugleich bitte ich Dich, daß Du Bob, den Du ja trotz allem in Dein Herz geschlossen hast, auch weiterhin bemutterst, wie Du es bisher tatest, obwohl es vielleicht nicht das Rechte ist, denn er soll doch endlich einmal selbständig werden. Eben deswegen habe ich ihm ein Semester in Paris vorgeschrieben. Wenn es Dir — Du bist ja soviel auf Reisen — möglich ist, für ihn ein nettes Quartier zu besorgen, nicht zu weit von der Sorbonne, dann wäre ich Dir sehr dankbar. Bob ist ja unbeholfen. (Bei dieser Stelle wurde Bob glühend rot.) Dich einmal bei uns zu sehen, darf ich wohl nicht erhoffen. Schon der Umstand, daß drei junge Damen hier sind, läßt Dich sicher ohne weiteres einen großen Bogen um Haslbach machen. Laß Dir also noch einmal Bob empfohlen sein und sei in aller Zuneigung herzlichst geküßt. Henriette. PS. Bob wird fürs erste im „Continental" wohnen." „Ein bißchen sentimental, was?" fragte Niels, den Brief wieder an sich nehmend. Bob war durchaus nicht dieser Meinung. „Warum kannst du sie denn eigentlich nicht leiden?" fragte er naiv. „Das ist ein Irrtum!" sagte Niels etwas heftig. „Das heißt, du hast dich falsch ausgedrückt. Ich habe weiter nichts gegen deine Mutter. Wir sind von so verschiedenem Charakter, daß unsere Meinungen immer aufeinanderprallen, ob es sich nun um Großes oder um Kleinigkeiten handelt." Es gibt einfach kein Verstehen zwischen uns. Sie ist ebensowenig zu Kompromissen geneigt wie ich. Ergo ist es besser, wenn wir eine möglichst große Entfernung zwischen uns legen. Dann geht es leidlich. — Uebrigens sind wir schon da." Ein Hotelboy sprang hinzu, um den Schlag des Wagens zu öffnen, wurde aber zur Seite geschoben. „Haben Herr Pöttmes eine gute Reise gehabt?" Mit diesen Worten neigte sich Niels Diener, Gottfried, in das Wageninnere und legte auch die Samtdecke, die über die Knie der Brüder gebreitet gewesen war, über den Arm. „Du kannst ihm auch den Hund geben", meinte Niels. „Das neueste Spielzeug meines Bruders!" erklärte er lachend, als der Diener den Vierbeiner in Empfang nahm. „Er friert ja!" bedauerte Gottfried bas zitternde Wollbündel. „Soll er Milch bekommen?" „Milch und Brot! Aber kein Fleisch!" mahnte Bob. „Es ist ein Weibchen, heißt ,Luzie' und ist sehr anhänglich. Ich habe solche Angst, daß sie mir hier in Paris kaputt geht. " Das letzte hatte nur noch Niels gehört. Während sie durch die Hotelhalle schritten, Gottfried mit der Decke und dem Hund voran, sagte Niels gleichmütig: „Das weibliche Geschlecht ist immer zäher. Auch bei Hunden. — Hat Brüssel angerufen?" wandte er sich an die junge Dame, die ihn am Treppenabsatz begrüßte. „Dor fünf Minuten, Herr Pöttmes." „Alles in Ordnung?" „Alles, ja. Das Reifebüro hat zwei Plätze erste« und zwei zweiter Klaffe reserviert." „Schön." Sie sah ihm nach, wie er an Bobs Seite nach den Zimmern schritt und Gottfried, der die Türe offenhielt, zunickte. Auf Haslbach ging es wie bei einem Uhrwerk, das frisch geölt wurde. Es kam wieder Schwung in das Ganze. Die Oekonomie erhielt die nötigen Hilfskräfte. Das Gutshaus desgleichen. Stubenmädchen huschten über läuferbedeckte Treppen und Korridore. Die verzweigten Drähte des Klingelwerks liefen jetzt bis zu den Dienstbotenräumen, die im Dachgeschoß liegen. Henriette hatte auch einen Diener ausgenommen, der nun in der alten Livree des Jfflanoschen Hauses seines Amtes waltete. Alles vollzog sich vollkommen reibungslos, als wäre es immer so gewesen. Selbst die Tochter fühlten, wie sehr ihnen die veränderte Atmosphäre zustatten kam. An Humor hatte es ihnen zwar nie gefehlt, aber nun gesellten sich dazu auch noch die Sorglosigkeit und das immer heitere Gesicht des Vaters, dessen Zusammenleben mit der Stiefmutter sich über Erwarten harmonisch gestaltete. Im übrigen störte man sich gegenseitig möglichst wenig. Man sah sich beim Frühstück, beim Mittag- und Abendtisch, und wochentags öfter auch noch beim Nachmittagskaffee. Henriette war gegen ihre Stieftochter von einer Freundlichkeit, die jeden Ueberfchwang entbehrte und doch um deren Zuneigung warb. Luzie hatte sich längst mit der Stiefmutter aus- gesohnt, begleitete sie häufig nach der Stadt oder zu Bekannten, deren Henriette nicht wenige befaß. Gebiete, auf denen man nicht einer Meinung war, berührte man überhaupt nicht, wie man selbstverständlich auch sonst alles vermied, was verhängnisvoll werden konnte. — (Fortsetzung ftigt!) Men Morgen Jeden Abend Mundwasser ■ V^v» •.* ' - U'-v kreuze. Kreis Alsfeld. Kredit- Die 2. Jugend konnte nach ansprechenden Lei- arofteg güfflabT! ftungen ihre Gaste aus Lollar mit 5:1 abfertiaen. (Wetzlar 05) stand vor Begeisterung mitgingen. Als die Frage offen war, ob Frankreich ausgleichen, Deutschland das 2:1 halten oder verbessern würde, wurde jeder Angriff mit Anseuerungsrufen begleitet. Als Schiedsrichter hatte der Belgier L. B a e r t ein leichtes Amt, da beide Mannschaften sehr fair spielten, und auch die Zuschauer so objektiv wie nur möglich waren. Kampf in der ersten Hälfte. Die Spielvereinigung 1900 trat in der bewährten Aufstellung des Vorsonntags an, und zwar mit Deutschlands Fußballsport hat nun auch den ersten Sieg über Frankreich errungen. Am Sonntag schlug die deutsche Nationalelf im Pariser Pvinzenpark- Stadion vor über 40 000 Zuschauern Frankreich sicher mit 3:1 (1:0) Toren. Der deutsche Sieg wurde verdient errungen. Die Leistung der deutschen Mannschaft. Die deutsche Mannschaft war vor allem nach der Pause besser als die französische. Unsere Spieler verfügten über das größere Stehvermögen, wahrend die Franzosen gegen Schluß stark ermüdeten. In der deutschen Elf war kein schwacher Punkt. Jeder Spieler gab sein Bestes. Die besonders angenehmen Ueberraschungen waren Jakob als Torhüter, der sich ganz überragend schlug, Grämlich als Läufer mit seiner durchdachten Aufbauarbeit, Lehner und Ko- lnerski mit ihren rasanten Flankenläusen und Conen als Mittelstürmer, der zwar selbst kein Tor schoß, aber doch großen Anteil am Siege hatte. Die Franzosen enttäuschen etwas ... Bei den Franzosen gab es einige Versager. Von dem vielgerühmten Halblinken Duhart und dem gefährlichen Mittelstürmer Nicolas bekam man kaum etwas zu sehen. Diese beiden Spieler wurden allerdings unter besonderer Bewachung gehalten. Die Läuferreihe der Franzosen war guter Durchschnitt. Am besten schlug sich das Hintertrio. Mattier als linker Verteidiger muß als der beste Mann der französischen Elf bezeichnet werden, und Thepot rechtfertigte seinen Ruf als erstklassiger Torhüter in jeder Beziehung. Der Gesamteindruck des Spiels. LPD. Alsfeld, 17. März. In dem Kreisorte Brauerschwend brach in dem Grundstück des Landwirts und Schmiedemeisters Karl Gröning Feuer aus, dem trotz eifriger Löscharbeit von sechs Feuerwehren die Scheune mit sämtlichen Erntevorräten, die landwirtschaftlichen Maschinen und die Stallungen vollständig zum Opfer fielen. Das Wohnhaus wurde sehr stark beschädigt, so daß seine Reste wohl abgerissen werden müssen. Ferner wurde auch fast das ganze Mobilar em Raub der Flammen. Das Vieh konnte gerettet werden. Die Feuerwehren mußten sich vor allem auf den Schutz der stark gefährdeten Nachbargebäude beschranken. Der Schaden ist groß. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. Wieseck kombiniert — 1846 Gießen I 4;5. Am gestrigen Sonntag standen sich beim schönsten Frühlingswetter beide Mannschaften auf dem Wiesecker Sportplatz im Freundschaftsspiele gegenüber. Wieseck mit drei Spieler seiner ersten und acht Spieler seiner zweiten Mannschaft hatte in der kompletten Mannschaft der Gäste einen Gegner, der ihm ein völlig gleichwerttges Spiel lieferte. Wieseck erzielte wohl eine Anzahl Ecken, die aber nichts einbrachten. Erst in der 20. Minute kam es zum Führungstor, doch zwei Minuten später hatten die Gäste durch das leichtfertige Spiel des Wiesecker Hüters den Ausgleich erzielt. Beide Tore kamen dann öfters in gefährliche Bedrängnis, ohne daß es zu Erfolgen'kam. Ein Elfmeter brachte den Gästen die Führung und kurz vor Halbzeit den dritten Erfolg. Nach Seitenwechsel hatte Wieseck vorerst mehr vom Spiel und konnte durch zwei Strafstöße den Ausgleich wieder Herstellen. Dann wurde das Spiel zusehends härter, ohne daß der Unparteiische eingriff. Die Gäste kamen hierbei zu zwei weiteren Erfolgen. Wieseck verlor einen Spieler. Trotzdem wurde das Spiael weiterhin offen gehalten. Wieseck war sogar noch einmal erfolgreich, zum verdienten Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. Handball im Gau Nordheffen. Im Gau Nordheffen kam nur ein Meisterschaftsspiel zum Austrag, das aber noch keine Klärung der Meisterschaftsfrage ergab. Tufpo. 86/09 Kassel hatte Tuspo. Bettenhausen zu Gast und siegte mit 10:5 (7:1). Zwei weitere angesetzte Treffen, darunter das Spiel zwischen der Kasseler Turngemeinde und Gießen 1900 wurden abgesetzt. HandballimKreis Lahn-Dill (Gau XII) 1900 1. 3gb. — Mainz 05 1. 3gb. 2:1 (2:0). Die Mannschaften lieferten sich das erwartete gute Spiel. Vor dem Seitenwechsel dominierte 1900 und ging durch zwei schöne Treffer von Bingel in Führung. Nach der Pause fiel die Gießener Elf etwas auseinander. Die Hintermannschaft leistete eine Heidenarbeit und ließ die Gäste vorerst nicht zum Zuge kommen. Erst kurz vor Schluß siel durch haltbaren Schuß der verdiente Ehrentreffer. Ein schönes Freundschaftsspiel unter guter Leitung des Schiedsrichters Philipp (Gießen) war zu Ende. 1900 2. 3gb. — Collar 1. 3gb. 5:1. I. kreisklaffe: Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft: Tv. Heuchelheim — Tv. Hochelheim 5:7 (4:3). II. Kreisklasse: Aufstiegspiele: Tv. Dorlar — Tv. Herborn 18:2 (8:1); Katzenfurth — Mtv. Gießen II 5:11 (3:4); Burg-Gemünden — Garbenheim 6:4 (5:1). Freundschaftsspiele: Tv. Allendorf (Lahn) — Tv. Münchholzhausen II 4:10; Tv. Dorlar Jugend — Tv. Herborn Jugend 6:3 (3:1); Tv. Wetzlar II — Tv. Nauborn I 12:5 (5:2); Tv. Hörnsheim — Tv. Groß-Rechtenbach 11:5 (5:4); Tv. Hörnsheim II — Tv. Groß-Rechtenbach II 9:2 (5:0); Tv. Lützellinden — Tv. Wohnbach 11:5 (5:4); Tv. Lützellinden II — Tv. Wahnbach II 10:9 (6:4); Tv. Dornholzhausen — Tv. Kirchgons 6:3 (2:2); Tv. Dornholzhausen Jugend — Tv. Ebersgöns 8:4 (4:1). DeuWand siegt im Länderkamps gegen Frankreich mit 3:1. 19001. bezwingt den Gruppenmeister Vad-Aanheim L 2:0 (0:0) funden. , t Die 3. Mannschaft, die durch die Verhinderung der Soldaten in Lollar mit fünf Mann Ersatz, und nur mit zehn Mann spielend, antreten mußte, erlitt eine hohe Niederlage. Fußbatt-MeisterschastSspiele in Nordheffen. Der Altmeister Kurhessen Kassel sicherte sich am Sonntag durch einen l:0-Sieg in Friedberg einen Verbleib in der Gauliga, so daß also jetzt neben Sport Kassel noch die Spvgg. Langenselbold in die Bezirksklasse absteigen muß. Eine kleine Ueber- raschung gab es in Kassel. Der SC. 03 Kassel schlug den vorjährigen Gaumeister und Tabellenzweiten Borussia Fulda mit 3:1 (1:0). Aus anderen Gauen. Gau Südwest: Sportfreunde Saarbrücken gegen FC. Kaiserslautern 6:1; FSV. Frankfurt gegen Saar 05 Saarbrücken 2:1; Borussia Neunkirchen — Union Niederrad 2:0. Gau Bayern: Wacker München — FC. Schweinfurt 05 0:1; ASV. Nürnberg — Spvgg. Weiden 0:2. Einnahmen und Ausgaben beziffern sich auf je 165 000 Mark. Der Bürgermeister erläuterte die einzelnen Rubriken mit ihren Abweichungen gegen früher. Teilweise sind die Einnahmen gestiegen, z. B. holzerlös, Rechnungsrest, Reichssteuerüberweisungen, anderseits stehen in einzelnen Kapitalien der vermehrten Einnahme größere Ausgaben gegenüber. Die Gemeindeumlagen kannten erfreulicherweise gesenkt werden auf 45 000 Mark (gegen 52 000 Mark im vergangenen Jahr). Der Voranschlag wurde ohne Debatte angenommen, ebenso der Voranschlag 1935 für das städtische Krankenhaus, der mit einem Überschuß abschließt und dessen Einnahmen und Ausgaben auf je 61 000 Mark festgesetzt worden sind. Die Gemeinderechnung aus 1933 wurde ebenfalls angenommen. Im Beisein von Baurat Gilbert, Hochbauamt Schotten, wurde dann das Ehrenmal auf der Warte besprochen. Baurat Gilbert erläuterte die neuen Pläne des Denkmals, das als Ehrentempel im einheimischen blauen Basalt errichtet wird. Der Durchmesser beträgt 8 Meter. Unten ist eine offene Ehrenhalle mit Altar in der Mitte, auf dem ein schmiedeeiserner Kranz liegt, eine Gedenktafel ist eingemauert. Nach oben führt eine breite steinerne Treppe zur Terrasse, die einen herrlichen Rundblick über unser Gebirge bietet. Im Heldenhain ist für jeden Gefallenen eine Linde gepflanzt, die einen kleinen Gedenkstein erhalten. Die Kosten des Denkmals find auf 6300 Mark veranschlagt, die Schmidt Zeiler Lippert Mank Heilmann heinbach Wilhelm! Schmelz Birkenbiel horz Dorr. Nach der Pause wechselten Schmelz und Wilhelm! die Plätze, und für Dörr trat Kaps ein, der aber bald verletzt wurde, so daß sich ein abschließendes Urteil über seine Befähigung auf diesem Posten noch nicht abgeben läßt. Schlarb und Hammer pausierten abermals. 1900 II — Bab-Nauheim II 0:3 (0:1). Es hätte weiter kein Wunder genommen, wenn in diesem Spiel das Ergebnis umgekehrt gelautet hätte, denn im Feldspiel gab 1900 zu jeder Zeit den Ton an, aber vor dem Tore versagte die Treffkunst kläglich. Selbst ein Elfmeter wurde so lasch geschossen, daß dem Gästehüter Zeit zur Abwehr blieb. Es half auch nichts, daß die hiesigen bald eine halbe Stunde lang mit sieben Stürmern drängten Der glücklichere Gegner schpß bei einigen Durchbrüchen die Tore, allerdings nicht ohne Verschulden des Gießener Torhüters, der aufmerksamer und entschlossener sein müßte. Neben großem Kampses- eifer wurden auf beiden Seiten keine Überragenden Leistungen gezeigt. Für den ausgebliebenen Spielleiter sprang Schiedsrichter Hohmann (1900) ein, der zur Zufriedenheit pfiff. Nach den klaren Siegen über den eigenen Gruppenmeister Wetzlar 05 und den Vertreter der Gruppe ! Marburg, Germania 08, mußte nun auch der Meister der Gruppe Oberhessen, der Sportverein 06 Bad-Nauheim, die Spielstärke der Gießener verspüren Die Badestädter haben eigentlich enttäuscht, und die Platzbesitzer hätten, entsprechend den Geschehnissen auf dem Spielfeld, einen weit höheren Sieg verdient. Daß dieser nnyi zustande kam, lag in erster Linie in der Indisposition von Schmelz (1900), der zweimal frei norm Gästetor durch Uebertreten des zugespielten Balles totsichere Treffer vergab. Auch sonst war der Angriff nicht so schußfreudig wie am Vorsonntag, obwohl er sich sonst redlich Mühe gab. Läuferreihe und Verteidigung spielten das gewohnt sichere Spiel. Vor der Pause überragte heinbach seine Mitspieler, wahrend Schmidt'im Tor kaum ernstlich einzugreifen brauchte. Der Gäste Stärke lag in der Abwehr, die einschließlich des Torhüters als der beste Mannschaftsteil anzusprechen war. Der Gasteanansf konnte nicht überzeugen. Lippert und Zeller ließen ihn aber auch nicht zur Entfaltung kommen. 1900 war schon vor der Pause, gegen den Wind spielend, Überlegen. Nach dem Wechsel wurde die Ueberlegen- heit vollends. Trotzdem wurden die zahlreichen Zuschauer auf eine Geduldsprobe gestellt, bis der erste lang verdiente Treffer fiel. Eine der zahlreichen Ecken wurde von dem Linksaußen Kaps gut zur Mitte gegeben, wo plötzlich der Kopf des nach vorn geeilten Verteidigers Lippert auftauchte und durch eleganten Kopfball unhaltbar zum Führungstor für die Blauwelßen verwandelte. Auch weiterhin hielten die hiesigen das heft in der Hand und bestürmten fortgesetzt das Gästetor, ohne aber zu weiteren Erfolgen zu kommen, obwohl es gar manchmal tm Gastestrafraum sehr brenzlich aussah. Der Meister wurde nur hier und da einmal durch schnelle Vorstoße gefährlich, wurde aber immer sehr liebevoll bewacht. Die Entscheidung fiel, als es Kaps auf famose Farlage von Heilmann gelang, entschlossen einen Wertschuß über de« zu weit herausgegangenen Gastehuter hinweg ins Netz zu setzen. 2:0! Das bedeutete den Sieg. Die restliche Spielzeit sah die Gießener weiterhin im Vorteil. Die aufmerksame Deckung der Gaste ließ aber feine weiteren Tore zu. Das Spiel war im allgemeinen recht fair. Schiedsrichter Kalet sch reichung erfolgte im Sitzungssaal des Rathauses durch Bürgermeister Wagner. In einer kurzen Ansprache wies er auf die Taten der Frontkämpfer hin. Leider hätten die Regierungen der Nachkriegszeit das Gedenken an die Großtaten des Krieges künstlich niederzuhalten gesucht. Erst im Reiche Adolf Higers sei das anders geworden, ihm danken wir den Anfang einer neuen, besseren Zeit, ebenso schulden wir Dank dem Stifter des Ehrenkreuzes, dem verewigten Reichspräsidenten vonhindenburg. Die Ansprache schloß mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer. Zur Verteilung kamen rund 200 Ehren- VfB.-Neichsbahn Gießen. Die Gießener verlieren in Wallau 3:0. Die hiesigen wurden in Wallau geschlagen und erlitten damit eine Niederlage, die unter normalen Umständen nie zustandegekommen wäre. Der an- gesetzte Schiedsrichter war ausgeblieben, und ein Herr des Platzvereins leitete das Spiel. Als nach einer Viertelstunde Spielzeit der Gießener Tormann vom Platze getragen wurde und erst die letzte halbe Stunde wieder ins Spielfeld kam, und als Wlodareck gleich nach Halbzeit derart verletzt wurde, daß er den Rest des Spieles von außen ansehen mußte, war die Niederlage der Gießener besiegelt. Die Gäste spielten mit: Janz; Schwarz, Leut- Heuser; Heß, Göbel, Hauptfeld; Ranft, Lehrmund, Wlodareck, Mattern, Fehling. Der Tormann war bis zu seinem Ausscheiden sehr gut. Der Ersatzmann Leutheuser überragte seinen Nebenmann. Die Außenläufer waren gut; Göbel, auf ungewohntem Posten, fand sich überraschend gut zurecht. Der Sturm konnte keine geschlossene Leistung aufbringen. Der Spielverlauf. Beide Mannschaften finden sich sofort und können schöne Angriffe einleiten. Aber die Hintermannschaften zeigen sich vorerst jeder Situation gewachsen. Aus guter Stellung schießt der Gäste-Mittelstürmer über das Tor und vergibt damit eine zwingende Chance. Dann muß Heß in das Tor zurückgehen, hierdurch bedingt, werden die Gastgeber leicht überlegen, und ihre Läuferreihe kann sich dem Ausbau mehr widmen. Eine hohe Vorlage des rechten Läufers schießt der Halblinke, für Heß unhaltbar, ein. 1:0 für Wallau. Diesen Erfolg erwidern die Gaste mit heftigen Gegenangriffen. Als Mattern den Ball freistehend erhält, war die Ausgleichschance da. Er schießt aber über das Tor. Dann ist Halbzeit. Nach Wiederbeginn drängen die Gäste leicht, können aber zu keinem Erfolg kommen. Dann scheidet der Mittelstürmer aus. Mit neun Mann kämpfen die Gießener unverdrossen gegen die immer stärker aufkon.menden Gastgeber. Ein Angriff der Wallauer, und ihr Mtt- telstürmer schießt unhaltbar ein. Noch einmal können die Gießener, nachdem Janz wieder im Tor steht, gefährlicher werden. Aber auch Fehling kann das Tor nicht finden. Durch ein Gedränge im Gießener Strafraum kommen die Gastgeber, als ein Ball von > dem Fuße eines Gießeners in das eigene Gehäuse springt, zu einem billigen Erfolg. Der Schlußpfiff wurde von den Gießenern als Erleichterung emp- an sonnigem Waldrand entlang, dann über das < an.» ental am Schwalbenbach, über chrltten auch i W und kamen aus leicht ansteigendem Waldpsad ,Ur Dicken Eiche". Hier ruhten wir in der wärmenden Sonne aus, frühstückten und kamen bann anfangs dem gelben Strich folgend, durch den Wald und über Wiesen zur Hohe vor Blasbach. Dieses laa Im sonntäglichen Frieden vor uns. Es leuchte- I ten die roten Ziegeldächer. Die Hellen Wände hoben । sich wirkungsvoll von der blauschwarzen Schiefer- . bedachung ab. hufeisenförmig stehen die Hauser um die Kirche des anmutigen Dörfchens, hier hielten wir Mittagsrast. DHC.-Bruder Geft-Rat Som- m e r übernahm dann die Führung. Auf ansteigendem Weg ging es zum Hirschkopf. In einem jungen Fichtenbestand liegen auf der hohe des Berges mächtige Felsblöcke; nicht wahllos zusammengetra- i,en sondern unverkennbar sinnvoll zusammenge- üat wenn auch die gewaltigen Steine zum Teil .urch Natur- und Menschenkraft feit ihrer Schichtung zusammengefallen find. Nach Ansicht des Vortragenden handelt es sich um eine Kultstätte, die vielleicht astronomischeBedeutung hatte und die auf dieser früher freien höhe in vorgeschichtlicher Zeit errichtet worden ist. Näheres muß eine weitere Forschung ermitteln. Aus den interessanten Ausführungen sei hier nur erwähnt, daß die Kenntnis astto- nomischer Zusammenhänge bet unseren Vorfahren durch eingehende wissenschaftliche Feststellungen belegt ist. Weiter gingen wir dann nördlich über die höhe auf wenig benutzten Pfaden nach dem Altenberg zu, an einem Stollen vorbei zu der Stelle, an der früher die Siedlung Alt-hohensolms lag. Heber diese, über den naheliegenden Glockenbrunnen, über die Sperrwälle am Altenberg und den Renn- weg berichtete uns Geh.-Rat Sommer; er führte uns an den Bergbaustollen am Altenberg, den er früher entdeckt hat, und erzählte uns von weiteren Stollen und Gängen, die er an Hand einer Karte aus dem Archiv des Fürsten von Lich und durch weitere Forschungen festgestellt hat; er zeigte uns Schlackenhalden im Wald, die auf eine alte Erz- inbuftrie in dieser Gegend Hinweisen. Von Bieber, wo wir Schlußrast hielten, fuhren wir guten Muts nach Gießen zurück, denn wir hatten einen feiten schönen Sonnentag in prächtiger Landschaft verlebt und hatten durch den Vortrag viel Wissenswertes von der Geschichte und Vorgeschichte der durchwanderten Gegend gehört. Generalversammlung der Volksbank Gießen. In der ersten Halbzeit hatte Frankreich etwas mehr vom Spiel. Unsere Mannschaft, hatte zwar einen guten Start, kam aber bann etwas ins Schwimmen. Zum guten Glück befanben sich die Verteidigung und vor allem Jakob im Tor gleich von Anfang an in bester Verfassung, so daß die Franzosen trotz aller stürmischen Angriffe nicht einmal erfolgreich sein konnten. Gegen Mitte der ersten Halbzeit wurde der Kampf ausgeglichen. Unsere Elf hatte sich gesunden und trug nun ihrerseits zahlreiche Angriffe vor. Einer von diesen führte in der 35. Minute auch zum Ziel. Lehner bekam <>ine Vorlage von Conen und schoß unhaltbar zum 1:0 ein. Lin deutscher Sieg. Nach dem Wechsel kam Deutschland in ber 6. Minute bereits zu seinem zweiten Tor. Diesmal war es Kobierski, ber Thepot bezwingen konnte. Dann folgte eine Drangperiode der Franzosen. In ber 15. Minute machte Jakob einen Fehler bei ber Abwehr, so daß nach einigem hin und her Duhart zum französischen Ehrentreffer einköpfen konnte. Frankreichs Vorstöße mehrten sich auf diesen Erfolg hin. Deutschlands Verteidigung stand aber eisern. Gegen Schluß ließen die Franzosen stark nach. Unser Sturm beherrschte bas Feld und stellte in der 86. Minute mit einem dritten Tor von Hohmann den ver- genossenschaft der Volksbank Gießen hielt am Samstag im Cafe Leib in Gießen ihre ordentliche Generalversammlung ab, die von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Kreisbauernführer D ö r r f ch u ck, geleitet würbe unb von 240 Genossen besucht war. Aus bem von Direktor Hartmann erstatteten Geschäftsbericht interessieren folgenbe Angaben: Im Jahre 1934 sinb 29 Genossen beigetreten unb 19 ausgeschieden. Ende 1934 waren 510 Genossen mit 575 Geschäftsanteilen beteiligt. Der Umsatz betrug 32,3 Millionen RM. und ist gegen das Vorjahr um etwa 70 Prozent gestiegen. Die Einlagen haben sich um 112 000 RM. vermehrt unb betragen 695 000 RM. Die Ausstänbe haben sich trotz neuer Kredit- bewilligungen um 230 000 RM. verminbert. Die flüssigen Mittel einschl. Wechsel betragen 230 000 RM. Die Bilanz schließt in Aktiva unb Passiva mit 881 147 RM. unb einem Reingewinn von 5891 RM. ab, ber zux Stärkung ber Reserven und Ausschüttung einer vierprozentigen Dividende verwendet wird. Ab 1. Januar 1935 tritt eine Senkung ber Soll- unb Habenzinsen ein. Als Normalsätze werben bezeichnet: 3,5 Prozent für Einlagen unb 5 Prozent für Ausstänbe, die ungefähr den Vorkriegssätzen entsprechen. Die Volksbank ist Zahlstelle für die Landesbauernkasse und vermittelt den Geldverkehr zwischen dieser und den ländlichen Genossenschaften im hiesigen Bezirk. Die Bilanz und Gewinnverteilung wurden nach Vorschlag genehmigt. Gegen den Revisionsbericht und die Entlastung der Verwaltung hatte niemand etwas einzuwenden. Es wurden verschiedene Statutenänderungen beschlossen unb bie statutgemäß ausscheidenben Vorstanbs- unb Aus- sichtsratsmitglieber wiebergewählt. In ben beiden Monat«« des laufenden Jahres soll eine weitere Steigerung des Umsatzes sowie der Einlagen zu verzeichnen sein. vornottzen. — Tageskalender für Montag: DAF. Fachgruppe Textil und Bekleidung: 20 Uhr im Ortsgruppenheim, Lonystraße 18: Monatliche Zusammenkunft. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Peer Gynt". — Dortragsvereinigung Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein: Lichtbildervortrag des Fliegerdichters Dr. Peter Supf: „Das neue Welterlebnis". Oberhessen. Gemeinderat in Schotten. s. Schotten, 16. März. Der Gemeinderat befaßte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Gemeindevoranschlag für Rj. 1935. Die Der Gesamteindruck des Spiels war gut. Rassig, schnell und abwechslungsreich, voll Dramatik unb Spannung, so baß die Zuschauermassen mit hellster 'dienten Sieg sicher. Die bem Reichsnährstanb angehörende genossenschaft ber Volksbank Gießen h Samstag im Cafe Leib in Gi Stadt leistet hierzu einen Beitrag von 4000 Mark, ber Rest ist sichergestellt. Mit ben Arbeiten wirb sofort begonnen, im August soll bas Denkmal ein- geweiht werben. Landkreis Gießen. I Grohen-Linden, 17. März. Der Volks- bunb für das Deutschtum im Ausland veranstaltete im Saale ber Gastwirtschaft Schaum einen volksbeutschen Abenb. Lehrer Arno l b begrüßte bie Versammlung unb stellte ein kurzes Geleitwort voran. Im Mittelpunkt stanb ein Vortrag ber Reichsrebnerin Frau Degener (Berlin), bie, selbst um hab unb Gut gebracht, es verstaub, bie Nöte bes Auslanddeutschtums zu Herzen gehenb zu schildern. Durch eine große Anzahl hervorragender Lichtbilder wurden ihre Ausführungen veranschaulicht und besonders die Bedeutung ber uns im Versailler Diktat entrissenen Grenzlanbe unb ber ehemaligen Kolonien bargetan. Umrahmt würbe die Veranstaltung durch Gedichtvorträge älterer Schülerinnen. Die Leiterin der Frauenschaft, Frau T e x t o r, schloß den Abend in üblicher Weise mit der Mahnung zur Opferbereitschaft für den VdA. heute morgen hielt Frau Degener auch vor den oberen Schulklaffen einen Lichtbildervortrag, der die Kinder ungemein fesselte. + Grünberg, 17. März, hier wurden jetzt die ersten Ehrenkreuze überreicht. Die Ueber- W n Unser Geschäft bleibt Mittwoch, den 20. März, wegen Trauerfalles geschlossen D< 1589 D 3( oerlür öd' unter! ©ü Wirb: mein Gießen (BleichStraße 6) und Cron berg LT., den 17. März 1935. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 20. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Mein innigstgeliebter Gatte, unser treu sorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager wurde nach eben vollendetem siebzigsten Lebensjahre von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden erlöst zeien M Und du iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Ihre Geschäfts* Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltslch dte Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge, Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen! Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Jnnglmw für das Blut Kwjterhaiß-Kiir Wamolder- ■ Eitrakl ■ Tagung und Lehrgang der Kreisschwinunwarie der ST. in Gießen. ner hielt eine kurze Ansprache, in der er darauf hinwies, daß der Sport heute anders angesehen und betrieben werden müsse, wie es vordem geschehen sei. Er forderte dazu auf, straffste Disziplin zu halten, immer sauber aufzutreten, Anstand und Sitte zu wahren und dadurch das Ansehen der deutschen Sportjugend mehr und mehr zu fördern und zu stärken. Unter der Leitung von Kreisjugendführer Pres - ber wurden dann verschiedene Ordnungsübungen durchgeführt, die keinen militärischen Drill darstellen sollten, sondern lediglich Anleitung zu straffer Haltung bedeuteten und jedem der Teilnehmer bewußt werden ließen, wie sich der Sportler verhalten soll. Anschließend faßte der Leiter des technischen Teiles des Kurses, Bundesfußball-Lehrer Leinberger, die Jugendlichen zur Körperschule zusammen, die eine Reihe der zweckmäßigsten Uebungen brachte. Die Anweisungen für diese Körperschule waren in jeder Hinsicht mustergültig, klar und bestimmt und hinterließen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Ein gemeinschaftliches Abendessen beschloß den Tag. In den Umkleideräumen des VfB.-Reichs- die Jahresberichte der Kreisschwimmwarte zu. Höhepunkte des schwimmerischen Lebens waren in fast allen Kreisen erfolgreich verlaufene, volkstümlich gestaltete Kreisschwimmfeste. Die rege Aussprache, die sich an den Bericht des Gauschwimm- warts und seiner Mitarbeiter in den Kreisen anschloß, zeigte auch manche Schwierigkeiten auf. Der Gauschwimmwart gab dann ein anschauliches Bild von der neueren Gliederung von Turnen und Sport. Eingehend behandelte er auch die hohe Zielsetzung des deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, die Einrichtung der Fachämter und hier besonders den Aufbau des Fachamtes 5: Schwimmen. Wichtig ist, daß ab 1. Juni 1935 alle schwimmerischen Veranstaltungen der DT. (Wettkämpfe sowohl als auch Lehrgänge) offen sein müssen für alle Schwimmer innerhalb des Reichsbun- In tiefer Trauer: Frau Emmy Sauer, geb. Wallenfels Frau Hanna Funk, geb. Sauer Professor Dr. Georg Funk Helga und Fritz Georg Funk Hauptlehrer i. R. Ludwig Sauer. fennii wieder brach. se Sb, litt) s fg Die ) ""di« Unter Leitung des DT.-Gaufchwimmwarts Franz Sauer- Gießen versammelten sich die Kreisschwimmwarte des Turngaues Nordhessen am Samstag und Sonntag in Gießen zur diesjährigen Kreisschwimmwart-Tagung, mit der auch praktische Lehrgangsarbeit verbunden war. DT.-Gauschwimmwart Sauer aab zu Beginn der Tagung einen umfassenden Jahresbericht über die Arbeit des abgelaufenen Jahres. Er erwähnte u. a. die Hauptveranstaltungen. Als sehr fruchtbar habe sich die Lehrgangsarbeit des DT. • Reichsschwimmlehrers Braecklein erwiesen, der in Lehrgängen in Friedberg, Wetzlar, Gießen und Marburg einen erheblichen Einfluß auf die künftige Gestaltung der Lehrarbeit ausgeübt hat. Einen Blick in die immer auf Breitenarbeit gerichtete Kleinarbeit der Kreise und Vereine ließen Benner, Krumm & Sauer, Gießen _________________________________________________________________1591 D Bet ben die tabinef kanzlet fllieber lUäh oberff hell einem brüch Die, deuij Mr bet be schloß sich e Hatei Nid besetz js ßeschich, Suibai Diffa, Hags Sonntag Vellas Heinis HlOllfli Ohne? Ä-ch 2 i-M, Ms alters SnM richte"', Herr Kaufmann Johann Joseph Sauer des. Die DT.-Wettkampfbestimmungen für Schwimmen treten am 1. Juli 1935 außer Kraft. Die Beteiligung der TD. an den Veranstaltungen und Meisterschaften des DSV. ist erwünscht. Nachdem der Gauschwimmwart Bericht über dich Tagung der DT.-Gauschwimmwarte in Hamburg erstattet hatte, wurden Fragen der Werbung und der Bestandserhebung eingehend erörtert. Die DT^ wird, wie im Vorjahr, die für die Zeit vom 1 6. bist 2 3. Juni 1935 vorgesehene Reichssportwoche, in der auch das Schwimmen zur Geltung kommen wird, mit vollem Einsatz aller Kräfte unterstützen. Die Arbeit des neuen Jahres wird wieder durch Lehrgänge an der Deutschen Turnschule, im Gau und in den Kreisen unterbaut werden. Alle Arbeit hat den Blick in erster Linie auf das 1. G a u f e st des Reichsbundes für Leibesübungen (2. bis 4. August in Gießen) zu richten. Es ist alles daran zu setzen, daß im Rahmen der Wettkämpfe des Gaufestes auch das Schwimmen in bezug auf Leistung und als Ausdruck der Vreitenarbeit zur Geltung kommt. Gauschwimmwart Sauer gab wertvolle Mitteilung über den Bäderbau. Dankbar wurde die För- derung anerkannt, die der Bäderbau und das Schwimmen neuerdings durch die hessische Regierung erfahren. Eine wichtige Aufgabe ist es, so führte der Gauschwimmwart zum Schluß noch aus, immer wieder für die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft einzutreten. In den Arbeitsplan der anregend verlaufenen Tagung war auch praktische Lehrarbeit eingeschaltet Samstag abend liefen im „Bayerischen Hof" vor einer größeren Zuschauerzahl die sehr lehrreichen Filme „Meister des Wassers unter der Zeitlupe", „Start und Wende" und „Kinderland — Sonnenland". Am Sonntag machte eine Schwimmstunde im Volksbade mit den neuesten Erfahrungen im Schwimmen und Springen bekannt. Der Toten des Weltkrieges und der Bewegung wurde zu Beginn der Sonntagstagung in feierlicher, erhebender Weife gedacht. Preußen. Kreis Biedenkopf. § Gladenbach, 15. März. Auf Veranlassung des Amtes für Volkswohlfahrt gab die Bühne für Volkshygiene im Saal des Hotels Blankenstein ein Gastspiel. Dr. Haun IL (Gladenbach) sprach einleitend über die Krebs- krankheit und ermahnte, in jedem Falle rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Sodann erfolgte die Aufführung des Schauspiels „Zu spät", das auf die Zuschauer einen tiefen Eindruck machte. Schulungskursus der Ämgsührer im LM Bundeslehrer Leinberger in Gießen. bahn verbrachten die Jungens auf einfachem Lager die Nacht. Der Sontagvormittag brachte einen Vortrag von Leinberger, wie sich ihn die jugendlichen Fußballer nicht umfassender denken konnten. Sie spürten du5 jedem Worte, daß hier ein Mann der Praxis sprach, der sein Wissen und Können in einer schier unendlichen Reihe von schwersten Kämpfen erwarb und aus reicher Erfahrung heraus zu sprechen vermochte. Der Vortrag brachte nach einem kurzen geschichtlichen Abriß Über die Entstehung und Ausbreitung des Fußballsportes eine Fülle der aufschlußreichsten Ausführungen über die Fußballtechnik und Fußballtaktik. Die Zuhörer folgten mit um so größerem Interesse, als Leinberger seine Demonstrationen mit viel Humor zu würzen vermochte. Dem Vortrag folgte ein Waldlauf, der in Spielform festgelegt war und in seiner besonderen Art die Jugendlichen begeisterte und zu großer Leistung anspornte. Die Teilnehmer konnten allen den gestellten Anforderungen gerecht werden. Der Nachmittag brachte neben praktischen Uebungen auch verschiedene Lehrproben, da ja die Teilnehmer des Kurses als Jungführer in den Vereinen tatsächlich führend sein sollen. Den würdigen Abschluß des anregenden und wertvollen Kurses bildete die Ernennung der Teilnehmer z u Jungführern. Nach kurzem kameradschaftlichen Beisammensein reisten die Teilnehmer wieder in ihre Heimatorte ab. Bücher für den Vogelfreund Die Vögel Mitteleuropas in allen Lebens- und Entwicklungsstufen photographisch aufgenommen und in ihrem Seelenleben bei der Aufzucht beobachtet von Dr. Oskar und Frau Magdalena Heinroth. Mit 159 Färb- und 352 Schwarztafeln. 4 Bände in Halbleder gebunden RM. 270.—, in Ganzleinen gebunden RM. 235.—. — Bezug auch in 100 Lieferungen (davon 80 je RM. 2.50 und 20 je RM. 3. -) möglich. — Verlangen Sie Angebot und Probelieferung! Norderoog. Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer von P. F. Weckmann-Wittenburg. Einführender Text von Prof. Dr.F.Dietrich. Mit 64 Kunstdrucktafeln. Preis geb. RM. 4.— Naturdenkmäler aus der Vogelwelt von Oberstleutnant von Lucanus. Broschiert RM.2.-, gebunden RM.3.— Die heimischen, geschützten Raubvögel. Von Dr. Martin Löpelmann. Mit 9 farbigen und 16 Schwarztafeln, 9 Flugtafeln u. 26 Abbildungen im Text. Preis geb. RM.4.— Die heimischen Singvögel. Herausgegeben von der Staatlichen Stelle für Naturaenkmalpflege. Inhalt: Rabenartige, Pirol, Star, Finkenvögel, Lerchen. Stelzen, Baumläufer, Kleiber, Meisen, Würger, Seidenschwänze, Sänger, Braunellen, Zaunkönige, Schwalben. Mit 14 farbigen Tafeln, 60 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln, 5 Karten und 11 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmark 4.80 Unsere Raubvögel auf der Jagd. Anleitung zum richtigen Ansprechen der Raubvögel mit 35 Abbildungen. Von Dr. C. Demandt. Broschiert RM. 0.60 Hugo Bermühler Verlag . Berlin-Lichterfelde | Einspaltige werden zum ermäßigten ■fl . ■ Grundpreis von 5 Pf. für die Meinanzeigen Millimeterzeile veröffentlicht! Der Deutsche Fußballbund ist gegenwärtig mit großer Energie dabei, in seinem gesamten Derbands- gebiet die Jugend neu aufzubauen, neu zu oranisieren und zu aktivieren. Im Zuge dieser Bestrebungen, über die wir in jüngster Zeit mehrfach berichteten, fand am Samstag und am Sonntag auf dem Waldsportplatz ein Wochenend- Sch u l u n g s k u r s u s für Jungführer im Deutschen Fußballbund statt, das heißt, ein Schulungskursus für diejenigen, die in den Vereinen für den Aufbau der Jugend tatkräftig und führend eingesetzt werden sollen. Diese Schulung erfolgte im technischen Teil unter der Leitung des Bundesfußball-Lehrers Lein- berger, des bekannten Mittelläufers der Spielvereinigung Fürth, der in vielen Länderspielen unser Vaterland repräsentativ und immer wirkungsvoll vertreten hatte. In seiner Eigenschaft als Bundes- Fußball-Lehrer ist Leinberger in Gießen auch kein Unbekannter mehr, denn er hatte schon einmal mit dem denkbar besten Erfolg die Fußballjugend unseres heimischen Kreises um sich versammelt und in einem achttäigen Kursus geschult. Leinberger verstand es auch diesmal wieder ausgezeichnet, die Jugendlichen aus den Vereinen unserer engeren und weiteren Heimat, die einmal als Jungführer in ihren Vereinen tätig fein sollen, zu interessieren und für die Sache des Fußballsportes neu zu begeistern. Drr Kursus selbst, der organisatorisch unter der Leitung von Kreisjugendwart Presber - Stockhausen stand, nahm nicht nur einen sehr harmonischen, sondern auch einen sehr anregenden Verlauf. Unter den Teilnehmern, 44 an der Zahl, bildete sich schnell eine Gemeinschaft heraus, die ihnen allen diesen Schulungskursus lange in der Erinnerung bleiben lassen wird. Zu dem Schulungskursus fanden sich aus selbstverständlichem Interesse an der Sache auch der Gaujugendführer Geßner - Kassel, der Kreisjugendführer P r e s b e r, sowie die beiden Jugendgruppenführer Philipp- Gießen und A n - schütz- Wetzlar ein. Der Kursus wurde am Samstag um 15 Uhr mit der Hissung d e r Hakenkreuz- flagge auf dem Waldsportplatz würdig eröffnet. Die Kursusteilnehmer waren schon hierzu im Sportdreß erschienen, so daß sich ein schönes und farbenfreudiges Bild bot. Die Flaggenhiffung stand' unter dem Wahlspruch: „Dem Vaterlands gilts, wenn wir zu spielen scheinen." Der Gaujugendführer Geß - Gießen, den 18. März 1935. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. März, nachmittags um 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 1590 d Todesanzeige. Am 17. März 1935 verschied nach langer, schwerer Krankheit der langjährige Teilhaber unserer Firma Herr Johann Joseph Sauer. Wir verlieren in dem Verstorbenen nicht allein den unermüdlichen Mitarbeiter, sondern auch einen lieben Freund, treuen Berater und guten Menschen. Sein Andenken wird bei uns unvergeßlich sein. Die Inhaber, Prokuristen und das gesamte Personal der Firma Benner, Krumm & Sauer.