IIU57 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 15. Juni M5 I • • Deutschland trauert um die Toten von Neinsdorf I E 'v. : noch im vorbereitenden Stadium. Der Kabinetts- I I j." | L|J Uv; 5 ih E 1 a ! ?g2- S o 5 tS hh 53 “ E' Mittagstagung sprach Pg. Dr. Leibbrandt vom außenpolitischen Amt der NSDAP, über die Grundsätze nationalsozialistischer Außenpolitik. In ausführlichen Darlegungen wurde die Stellung des nationalsozialistischen Deutschlands zu den anderen Staaten und Völkern der Welt, die weltanschaulichen, rassischen, geographischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in der Außenpolitik durch den Redner dargetan. Nach dem sich anschließenden Bericht des Stabsführers der obersten SA. - Führung, Gruppenführer Marxer, über die Grundprinzipien der SA.-Arbeit in den kommenden Monaten sprachen die einzelnen Amtschefs der obersten SA.- Führung über die Aufgaben ihrer Aemter. In einer Schlußansprache ging Stabschef Lutze noch einmal ausführlich auf die im Verlaufe der Tagung aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen ein, und dankte gleichzeitig den Gruppenführern für die im letzten Jahre geleisteten nicht immer leichten Arbeiten. „Wir können und dürfen", so führte der Stabschef u. a. aus „in unserer SA.-Arbeit immer nur eins sehen: Eine Arbeit für den Führer Wir wollen nichts anderes können, als u m den deutschen Menschen zu kämpfen, zu werben und zu arbeiten für die Idee Adolf Hitlers." Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den obersten SA.-Führer fand die Arbeitstagung chren Abschluß. ^3 5 iS* Bisher 45 Tote geborgen. Wittenberg, 14. Juni. CDKB.) Die Anzahl der bisher bei den Aufräumungsarbeiten an der Unglücksstätte insgesamt geborgenen Toten beträgt nach Angabe der Betriebsleitung 4 5. Die Verlustliste ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Die erste Aamenslifte der Opfer. Berlin, 14. Juni (DNB.) Bei dem Explosionsunglück in Reinsdorf bei Wittenberg sind bisher folgende achtzehn Volksgenossen als tödlich verunglückt f e st g e st e l l t worden: K r o e h l, Willi, Kotzenau Schneider, Friedrich, Schmiedeberg R o e ß l e r, Paul, Elsterwerda Luther, Hermann, Dobien Neumann, Max, Dobien G r a b o , Wilhelm, Zoernigal B e l l e r i ch , Otto, Dobien Thomas, Karl, Belgern Kleinschmader, Richard, Wittenberg Heide, Fritz, Wittenberg Horn, Otto, Trebitz O e h m e, Kurt, Piesteritz B e st, Karl, Coswig (Anhalt) G u l i n g , August, Coswig (Anhalt) Linke, Arthur, Wittenberg T a m m e l, Kurt, Piesteritz Schmitt-Kling, Klara, Piesteritz B a l l m a n n , Rudolf, Lammsdorf. Das Beileid des Führers. 100000 Wart zur Linderung der Not. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Anläßlich der Ex. plosionskatastrophe in Reinsdorf Hal der Führer und Reichskanzler an die Leitung der Westfälisch-Anhaltinischen Sprengstoffabrik das nachstehende Beileidstelegramm gerichtet: Die Explosionswolke über dem Wafag-Werk nach der ersten Detonation. Erstes Bild von dem schweren Explosionsunglück in dem Wasag-Werk in Reinsdorf in der Nähe von Wittenberg. Die Aufnahme wurde kurz nach der ersten Explosion gemacht. — (Associated Preß-M.) Ganz Deutschland trauert um die Opfer der Arbeit, die in Reinsdorf bei Wittenberg in der Westfälisch-Anhaltinischen Sprengstoffabrik plötzlich von der Stätte der Arbeit in den Schlund des Todes gestürzt wurden. Es ist ein altes und doch im Augenblick des blühenden Lebens oft vergessenes Wort: „Mitten in dem Leben sind wir vom Tod '5 = D '4 »'S* -u «• 3 e umfangen." Eine Kleinigkeit, ein winziger Zufall, eine Nachlässigkeit genügt, um durch zerschmetternde Gewalt die Menschen aus der Reihe der Lebenden zu reißen. Die Männer der Arbeit, die morgens an ihre Arbeitsstätte gegangen waren, hinter sich wissend das Glück des Heimes, den Segen reicher Kinderschar, die ihr Tagespensum verrichteten, um die sehnlich erwartete Freizeit genießen zu können, sind wenige Minuten vor Feierabend auf dem Schlachtfeld der Arbeit geblieben. Und unermeßlicher Jammer, zerrissene Familienbande, zerstörte Hoffnungen sind an die Stelle bescheidenen Glücks getreten. Man tröstet sich damit, daß das Unglück nicht den Umfang annahm, von dem zuerst geredet wurde. Aber das ist nur ein kümmerlicher Trost, denn jeder der Toten ist an sich unersetzlich, und dieser Trost lindert den brennenden Schmerz der Hinterbliebe nen nicht. Wenn im Kriege Leben verloren gingen, dann war das selbstverständlich, und das Sterben im Kriege war und blieb den Mitkämpfern eine Selbstverständlichkeit. Aber aus der Arbeit herausgerissen zu werden durch den Tod ist ein Furchtbares, das mit jäher Gewalt die Ueberlebenden ergreift. Die Toten von Reinsdorf haben ihr Leben dahingegeben, und das im tiefsten Herzen erschütterte Deutschland kann nichts tun, als um sie trauern und die Fahnen Halbmast senken. Aber im neuen Deutschland wird für die Hinterbliebenen tatkräftig gesorgt. Einer steht für alle und alle für einen, und die Sprößlinge derer, die im täglichen Kampf um die Sicherung des Notwendigen ihr Leben ließen, werden den Dank des Vaterlandes hilfreich verspüren. Denn sie vor allem sind diejenigen, auf die sich das neue Gefühl für die Heldenhaftigkeit der Arbeit konzentriert, weil ihre Väter auf der Arbeitsstätte als Helden fielen. Es ist gut und zeugt von einem edlen Gemüt, um die Toten zu trauern, die aus dem schaffenden Leben eingingen in die ewige Ruhe. Aber es ist auch ebenso löblich, daß diejenigen, die noch im Arbeitskampf stehen und von denen jeder Einzelne nicht weiß, ob auch ihn ein zerschmetternd Geschick einmal trifft, in ernstem Gedenken durch die Tat beweisen, daß sie der Gefallenen würdig sind. Die Ursache des Unglücks. Reinsdorf bei Wittenberg, 14. Juni (DNB.) Heber die Ursache des Reinsdorfer Lxplosions- Unglücks macht der Sonderberichterstatter des DNB. folgende Mitteilung: Durch einen Betriebsunfall im Spreng ff offbetrieb, wahrscheinlich in der Wäscherei für Rückstände, entstand ein Brand. Dieser Brand war die Ursache einer dann folgenden Explosion. Durch diese erste Explosion wurden infolge Uebertragung durch Sprengstücke weitere Teilexptosionen und Brände verursacht. E' t- Zusiellgebühr .. , -.25 V V ■ B H M W M- ■ W Hm W KORps..PIatzv°rschriftoder Auch bei Nichterscheinen ~ ~ ” “ ▼ ■ ▼ ▼ ™ schwieriger Satz 25°/„ mehr °m?°lgN"^ »VF V W« srunh-r-.se- MM Seneral-Anzeiger für (Öbcrljeffen WW Postscheckkonto: behördliche AnzeigenßRpf. Franisuri am Main liess Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStrvuch- und Steindnukerei B. Lange in Siehrn. Schristleiiung und Seschüsisftelle: Schlllftrahe 7 M-ng-nabschlüss- Staffel b Italien und Abessinien können sich Verwicklungen ergeben, von denen auch die europäische Politik nicht unberührt bleiben würde. Kompliziert wird die gesamtpolitische Situation weiter durch das neueste Vorgehen Japans in Nordchina, durch das das gesamte Problem des Fernen Ostens wieder in ein schärferes Blickfeld rückt. Ganz durchsichtig ist die Lage nicht. Im wesentlichen laufen die japanischen Pläne darauf hinaus, Nordchina, südlich etwa bis zum Hoangho, in eine riesige „entmilitarisierte Zone" unter der Oberaufsicht lapam- cher Truppen und unter Verwaltung japansreund- licher Personen zu verwandeln. Amerika und die europäischen Mächte verfolgen das japanische Vorgehen mit größter Aufmerksamkeit, aber sie müssen, mit sich selbst und ihren eigenen Schwierigkeiten beschäftigt, gute Miene zum bösen Spiel machen und Zusehen, wie Japan, das unbeirrt seinen Weg geht, jede äußere Einmischung, jede Jnterventionsabsicht „gewisser Mächte" entschieden ablehnt. , Freiheit, Frieden und Sicherheit, sowohl für uns selbst, wie für alle übrigen Völker", hat Baldwin in seiner Antrittsrede als Ziel der britischen Politik bezeichnet. Ein Blick in die Weltpolitik laßt erkennen, daß sie oon diesem Jdealzustand noch wett entfernt ist. Mit der Rede unseres F u h r e r s hat Deutschland einen neuen Beitrag zum Weltfrieden geliefert. Daß auch England seine Bemühungen um Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen £0 slh ai 3. » p O 2 k 2dS,cr «4 2? D ‘O '*1 M ■3" 2? "ei % 2r<*> § & Mi wechs-k iw Frankreich bringt um so weniger eine Aenderung des Kurses der französischen Politik gegenüber Deutschland, als ja der bisherige Außenminister Laval auch die Ministerpräsidentschaft übernommen hat. Mag Laval persönlich auch als Vertreter einer deutsch-französischen Aussöhnung gelten, die. Widerstände in Frankreich gegen ihre Verwirklichung sind auch heute noch stark. Das Schwergewicht liegt heute mehr denn je auf der Bündnispolitik, deren wesentlichster Faktor das französisch>fowjetrussische Militärbündnis ist. Kein Wunder, daß Paris die tschechoslowakisch-sowjetrussische Verbrüderung, die der Besuch Dr. Bene s ch s in Moscau jetzt besiegelt hat, als weitere wichtige Etappe der von Frankreich eingeleiteten Europapolitik freudig begrüßt. Vor den Gefahren, die die Einschaltung Sowjet- rußlands die europäische Politik nach sich ziehen kann, verschließt Frankreich geflissentlich die Augen. Mit aller Deutlichkeit hat der frühere ungarische Ministerpräsident Graf B e t h l e n diese Gefahren erneut aufgezeigt: Mit dem Vertrag zwischen Moskau und Prag muß der panslawistische Gedanke wieder aufleben: er kann eine katastrophale Verschiebung der bestehenden Kräfteverhältnisse in Mitteleuropa bedeuten. Die Tschechoslowakei wird durch den Vertrag zur Basis für die sowjetrussische Luftflotte, was eine Bedrohung sowohl Deutschlands, wie Polens, Ungarns und auch Rumäniens, des ganzen Donaubeckens, bedeutet. Fühlt Europa nicht, daß es das trojanische Pferd in das Herz Mitteleuropas hineinließ, aus dessen Magen die Soldaten des brachen aussteigen werden, um die Völker des Donaubeckens in ihr Joch zu zwingen? Auch Italien kann eine bis an die Adria reichende russische Vormachtstellung in Mitteleuropa nicht gleichgültig sein. Rückwirkungen auf die Beziehungen Italiens zur Kleinen Entente und in weiterer Folge auf die junge französisch-italienische Freundschaft können nicht ausbleiben. Schon deutet der „Temps"- Korrespondent in Rom die Möglichkeit einer Wiederannäherung Italiens an Deutschland an, die gleichbedeutend sein würde mit einem Scheitern des französischen Planes, eine Annäherung der Kleinen Entente und Italiens auf Kosten der deutschen Mitteleuropapolitik zu betreiben. Aus der Besorgnis, die neugewonnene Freundschaft mit Italien mietet zu verlieren, erklären sich auch die Bemühungen Frankreichs, im Abessinien- konflikt den Mittler zu spielen, sowohl zwischen Italien und Abessinien selbst, als auch zwischen Italien und England, das dem italienischen Vorgehen in Abessinien mit Sorge gegenubersteht. Mussolini scheint, wie seine letzten Ansprachen ertönen lassen, seine Rechnung mit Abessinien mit Gewalt begleichen zu wollen: er will sich von niemand dreinreden lassen. Mit deutlicher Spitze gegen England erklärte der italienische Staatschef in seiner Rede in Cagliari: „Wir haben alte und neue Rechnungen zu begleichen, und wir werden sie begleichen. Was man außerhalb unserer Grenzen sagen mag, wir rechnen nicht damit, da wir selbst und nur mir selbst die Beurteiler unserer wahren Interessen sein können." Das Verhalten Englands im italienisch abessinischen Konflikt wird einmal bestimmt durch die imperialen Interessen der britischen Weltmacht, die die Festsetzung einer anderen Macht, hier Italiens, in einem Lande nicht dulden kann, das nicht nur dem Roten Meere, sondern auch dem Sudan gegenüber eine strategisch wichtige Stellung einnimmt, zum anderen durch seine Einstellung zum Völkerbund. „Italien würde", so heißt es im „Daily Telegraph", der damit die amtliche englische Auffassung wiedergeben dürfte, „einen kardinalen Fehler machen, wenn es sich, nachdem es die Vermittler- tätigkeit des Völkerbundes angenommen habe, nunmehr einbilde, daß es sich in Widerspruch mit der öffentlichen Meinung setzen und Verpflichtungen beiseite schieben könne, die es übernommen habe. Jy seiner ersten Rede als Ministerpräsident hat Bald- w i n ausdrücklich die Bedeutung unterstrichen, die Englund der Doktrin des Völkerbundes beimißt: „Unsere Politik basiert auf der Zugehörigkeit zum Völkerbünde, und es ist gut, wenn das deutlich hervorgehoben wird (durch oie Ernennung Edens zum Minister für Völkerbundsangelegenheiten)." Wie dem aber auch fei, Italien ist in Nordafrika auf die Engländer gestoßen. Aus der zunehmenden Spannung zwischen Rom und London, aus der Möglichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Außenpolitischer Querschnitt. Die deutsch-englischen Flottenbesprechungen, die Rede des Prinzen von Wales, in der er für eine deutsch-englische Verständigung eintritt, die Bemühungen der Frontkämpfer für eine internationale Aussöhnung, die Ansprachen des neuen englischen Ministerpräsidenten Baldwin, Macdonalds Abgang, die Uebernahme der französischen Ministerpräsidentenschaft durch Laval, die englisch-italienische Spannung wegen Abessinien, die Reden llKussolinis, Beneschs Besuch in Moskau mit den verschiedenen Auswirkungen, der neue Memelprotest der Signatarmächte, die durch Japans neues Vorgehen in Nordchina bedingte Komplizierung der Dinge im Fernen Osten, die anscheinend bevorstehende Lösung des Chacokon- flikts geben der außenpolitischen Lage das Gesicht. Die Weltpolitik ist wieder einmal in starker Bewegung. Betrachtet man die außenpolitische Lage unter dem Gesichtswinkel der großen europäischen Befriedungsaktion, wie sie seit sechs Monaten im Gange ist, so ruhen allerdings — mit Ausnahme der d^utsch-ermlischen Flottenbesprechungen, die während der Pfingsttage unterbrochen waren, nun wieder ausgenommen worden sind — die direkten zwischenstaatlichen Verhandlungen. Sie befinden sich, auch die Besprechungen über den Donaupakt, den Frieden fortsetzen will, zeiaten die letzten Reden Baldwins, zeigte der Appell des Erzbischofs von Canterbuy, der sich im Oberhause für Deutschlands Gleichberechtigung einsetzte, zeigte die Rede des Prinzen oon Wales, die mehr als eine freundliche Geste war. Nichts kann wirksamer die internationale Aussöhnung fördern, als eine Zusammenarbeit der früheren Frontkämpfer. „Wenn der Frontkämpfergeist auch in der Außenpolitik der verschiedenen Länder mehr und mehr zum Durchbruch kommt, so wird", um mit den Worten oon Rudolf Heß, dem Stellvertreter des Führers, zu sprechen, „ein großer Schritt zum europäischen Frieden getan sein/' Oie GA.-Jührertagung in Schandau. Berlin, 15. Juni. (DNB.) Die NSK. meldet: Im Rahmen des durch Stabschef Lutze einberufenen Gruppenführerappells in Schandau fand am Freitag eine Arbeitstagung der SA. - Gruppenführer und Amtschefs der ober ft en SA. - Führung statt. Nach Eröffnung der Tagung durch den Stabschef berichteten die Führer der Gruppen über die Arbeit der SA. in ihrem Gruppenbereich. Zu Beginn der Nach- 3ÜTEKB' H6EM BITTERFELD ROSKSLAU REINS DO e des Reichsministers des Innern. Wir Deutschen im Reiche blicken heute auf unsere Volksgenossen im Danziger Freistaat mit voller Zuversicht und stehen in vollster Volksverbundenheit zu den Interessen, Wünschen und Hoffnungen dieses von uns leider getrennten Gebietes. Nachmittags unternahm Reichsbankpräsident Dr. Schacht unter Führung des Legationsrates Weyers von der diplomatischen Vertretung Polens eine Fahrt nach Gdingen. Dr. Schacht besichtigte bei einer Hafenrundfahrt eingehend die Einrichtungen des polnischen Hafens. Aechsbünlpräsident Dr. Schacht sprach am Freitagabend im Artus-Hof vor der Danziger Kaufmannschaft. Er betonte, daß sich das deutsche Volk im Reich mit den deutschen Volksgenossen, die den Freistaat Danzig bilden, eng verbunden fühle. Danzig dürfe überzeugt sein, daß das Reich, so weU es in seinen Kräften stehe, an der wirtschaftlichen Entwicklung Danzigs auch weiterhin mitzuhelfen gewillt sei. Außerdem werde das Deutschland Adolf Hitlers seine volle moralische Unterstützung in die Wagschale werfen, wenn es gelte, das Vertrauen der Danziger Bevölkerung zu befestigen. „Ich komme", so fuhr Dr. Schacht fort, „zu Ihnen in keiner irgendwie politischen Eigenschaft und keiner irgendwie gearteten politischen Absicht. Das bezieht sich sowohl auf die innere, wie auf die äußere Politik Ihres Freistaates. Ich komme außer als deutscher Volksgenosse zu Ihnen in der Eigenschaft des Präsidenten der Reichsbank, dem durch das Vertrauen unseres Führers die Leitung der deutschen Währungspolitik verantraut ist. Diese Währungspolitik bei den derzeitigen weltwirtschaftlichen Verhältnissen im Deutschen Reich erfolgreich zu führen, ist gewiß eine Aufgabe nicht geringen Ausmaßes. Sie konnte in den letzten Jahren nur dadurch gelöst werden, daß W i r t - schafts- und Währungspolitik nach völlig einheitlichen Gesichtspunkten geleitet wurden, eine Uebereinllimmung und Zusammenarbeit, die von dem Willen und der Kraft unseres Führers getragen wird. Den Segen einer solchen einheitlichen Willensführung mögen Sie in einer Stunde unleugbarer Schwierigkeiten nicht verkennen. Dr. Schacht mahnte die Danziger zum Zusammenstehen und erörterte dann die Gründe, die für die Danziger Währungspolitik von entscheidender Bedeutung waren bzw. noch sind. Er verwies darauf, daß ln einer Dell, die Währungsenlwertungen und Wäbrungsfpekula- tionen zu einem Mittel der Politik erniedrigt W, es für ein so kleines und eingeengtes Währungsgebiet wie Danzig ganz besonders schwer ist, seine Währung gegen inkernalionale A"sniib"ng zu schöben. Auch wenn ich feslslelle, daß die gegenseitigen Beziehun- aen zwischen Danzig und Polen freundschaftlich sind, so fuhr Dr. Schacht fort, so sind doch die verschiedenartig oelaaerten Interessen zwischen dem Danziger WirEchastsgebiet und dem mit ihm zollvolitisch verbundenen polnischen Wirtschaftsgebiet nicht wegznleugnen. Außerdem war in ein und demselben Wirtschaftsgebiet eine hochbewertete Währung mit einer niedriger bewerteten zufammengekoppelt, was sich lähmend auf die Konkurrenzfähigkeit der Danziger Wirtschaft auswirken mußte. Genau so wie es dem Deutschen Reich mit seiner hochbewerteten Währung erhebliche Schwierigkeiten bereitet, gegen die niedrigeren Währungen seiner Konkurrenzländer auf dem Weltmarkt sich zu behaupten. Dr. Schacht in Danzig. Das Reich wird auch weiterhin zu Danzig stehen und praktischen Beistand leisten. der dänische Gesandte Zahlet d°r österreichische Gesandte Tauschnitz und der bolrmamsche Ge- sandte Anze Soria. $rouerfeier am Dienstag. Berlin, 15.Juni. (DNB.) Wie der Sonderberichterstatter des „D.B." meldet, wird am fom- menden Dienstag voraussichtlich in den frühen Morgenstunden für die Opfer der Reinsdorfer Katastrophe ein feierlicher Trau erakt stattfinden, bei dem Partei und Staat, Betriebsfuhrung und Gefolgschaft ihr Zusammengehörigkeitsgefühl beweisen werden. Die Feier findet vor den Toren des Werkes statt, im Anschluß daran werden die gefallenen Kameraden in ihre Heimatorte übergefuhrt werden. Dresden, 14. Juni. (DNB.) Der Kreis Dresden der DAF. hatte für Freitagabend zu einer Massenkundgebung aufgerufen, die sich im Hinblick auf das furchtbare Explosionsunglück in Reinsdorf spontan zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung gestaltete. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand eine Ansprache des Reichsmimfters des 3nnern Dr. Frick, der gerade von der Unglücksstätte in Reinsdorf gekommen war. Er führte aus: „Ich komme oeben von Reinsdorf, wo sich am Donnerstagnachmittag das gräßliche Explosionsunglück ereignet hat. Ich stehe noch völlig unter dem Eindruck euer Stätte der Verwüstung und des Grauens. 26 Tote betrauern wir bis jetzt. 73 Schwerverletzte liegen in den Krankenhäusern. Es ist zu be- Ürchten, daß noch mehr Tote sich unter den Trümmern befinden. Die loten Kameraden sind auf dem Felde der Arbeit und der Ehre geblieben. Das ganze deutsche Volk fühlt mit den Hinterbliebenen dieser Helden der Arbeit den ganzen Schmerz und die ganze Trauer. Die Katastrophe von Reinsdorf ist ein nationales Anglück, wie wir es Gott sei Dank nur selten zu verzeichnen haben. Die Regierung wird ihr Möglichstes tun, um die Betriebssicherheit auf das größtmögliche Maß zu erhöhen. einer Besprechung mit den Vertretern der Behörden und den Direktoren des Werks die Unglückstätte in Augenschein nahm. Die bisher geborgenen Toten, die in einem zur Totenhalle umgewandelten Schuppen auf dem Werkgelände provisorisch auf- gcbahrt sind, ehrte Dr. Goebbels durch stummen Gruß. Dann begab er sich in das Paul-Ger- Hard-Stift, um jedem einzelnen der 86 Schwerverletzten persönlich die Hand zu drücken. Es war er= chütternd und erhebend zugleich, zu sehen, wie diese Männer und Frauen, die zum Teil furchtbare Schmerzen zu erdulden haben, als deutsche Arbeiter heldenhaft ihr Schicksal ertragen und mit dankbaren, strahlenden Augen den Besuch des Ministers begrüßten. Zum Schluß richtete Dr. Goebbels an das Personal des Krankenhauses eine kurze An- prache und dankte ihm im Namen des Führers und der ganzen Nation für die aufopfernde Arbeit, mit der es feit dem Eintritt der Katastrophe unermüdlich zur Linderung des Unglücks beigetragen hat. Auch die Bevölkerung von Wittenberg, die eben bange Stunden durchgemacht haf, bewies Dr. Goebbels ihre Dankbarkeit für seinen Besuch, indem sie ihm überall begeistert zujubelte, wo immer er sich zeigte. Für die Bevölkerung der durch die Katastrophe geschädigten Dörfer hat der Minister besonders gesorgt, indem er einen sofortigen Einsatz des Arbeitsdienstes zur Behebung der Schäden anordnete. Zur Milderung der ersten Notlage für die Hinterbliebenen und Schwerverletzten übermittelte Reichsminister Dr. Goebbels dem Kreisleiter einen vorläufigen Betrag von 10 000 Mark. DieSomefürdieHmterWebenen Die Werksleitung sorgt in vollem Umfange für die Hinterbliebenen. Die Bestattung, die besonders feierlich in Anwesenheit von Vertretern der Reichsregierung und der Partei gestaltet werden wird, findet auf Kosten der Werksleitung statt. Die Hinterbliebenen erhalten die volle Höhe des Lohnes bis zum Eintreten der Versicherung ausgezahlt. Ferner ist das Werk bereit, den Hinterbliebenen auf Lebenszeit eine Rente auszusetzen. Die Deutsche Arbeitsfront wird unabhängig davon noch eine Sonderaktion zugunsten der Hinterbliebenen einleiten. Spenden an die für Opfer der Arbeit '. B e r l i n, 14. Juni. (DNB.) Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit: Es wird gebeten, Spenden, die zur Linderung der Notlage der Opfer des Unglücks bei Wittenberg bestimmt sind, an die beim Reichsminifterium für Volksaufklärung und Propaganda bestehende „Stiftung" für Opfer der Arbeit" (Konto Nr. 120) bei der Reichskreditgesellschaft Berlin W 8, Behren- Straße 20/21 mit dem Vermerk „Für Wittenberg" einzuzahlen. Die (Stiftung für Opfer der Arbeit wird für die sachgemäße Verwendung dieser Mit- ret Sorge tragen. Veileidskundaebunaen. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick hat an den Betriebsführer der Westf.-Anhal- tinischenSprengstoffabrik inReinsdorf(Wittenbg.) folgendes Beileidstelegramm geschickt: „Tief erschüttert von dem entsetzlichen Unglück in Reinsdorf bitte ich Sie, den Hinterbliebenen der auf dem Felde der Arbeit gefallenen Kameraden mein herzliches Beileid aussprechen zu wollen. Das Unglück trifft das ganze Volk bitter schwer. Zur Linderung der ersten Not lasse ich dem Regierungspräsidenten die Summe von 10 000 Mark zugehen. Ich bitte ferner, den Verletzten meine besten Wünsche für eine baldige Genesung zu übermitteln." hat, gehen unausgesetzt zahllose Beileidsbezeugungen von sämtlichen Regierungsstellen und aus der Bevölkerung ein. Die Telegramme häufen sich. Nicht weniger großen Anteil nimmt die Deutsche Evangelische Kirche, was in einem Beileidstelegramm des Reichsbischofs zum Ausdruck kommt. Das Beileid der Diplomaten. Berlin, 14. Juni. Anläßlich des Explosionsunglückes in Reinsdorf haben am heutigen Tage der Reichsregierung teils persönlich, teils schriftlich ihr Beileid zum Ausdruck gebracht: Der apostolische Nuntius; der französische Geschäftsträger Arn al; der italienische Geschäftsträger Diana; der Botschaftsrat L u b o m i r f t i namens der polnischen Botschaft, der tschechoslowakische Gesandte M a st n y. nach Bekanntwerden des Unglücks in Reinsdorf < den Betrag von 50000 Mark. Hauptamtsleiter Pg. Hilgenfeld richtete nachstehendes Telegramm an die Betriebsführung und Gefolgschaft: ! „Der Betriebsführung und der Gefolgschaft der 1 Firma Wasag in Reinsdorf spreche ich als einem der ersten Firmenmitglieder der NSV. zu dem schweren Betriebsunglück mein tiefempfundenes Beileid aus, das ich auch den Hinterbliebenen der auf dem Feld der Arbeit in treuer Pflichterfüllung Gefallenen zu übermitteln bitte. Zur ßinflerury^ der ersten Not überweise ich namens der NSV. 25 000 Mark. Gez. Hauptamtsleiter H i I g e n f e I d." Weitere 25 000 Mark spendete der Gau Halle- Merseburg der NS.-Dolkswohlfahrt. S00ü0-Rark-Spenoe der „Stiftung für Opfer der Arbeit". Berlin, 14.Juni (DNB.) Die „Stiftung für Opfer der A r b e i t " hat zur Linderung der Notlage der Opfer des Unglücks bei Wittenberg einen Betrag von 50 000 Mark zur Verfügung gestellt. (Sie hat sich gleichzeitig mit den örtlichen Stellen in Verbindung gesetzt, um eine planmäßige Betreuung der Hinterbliebenen der Opfer herbeizuführen. Beileid des Königs von Italien. Der Dank des Führers. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Anläßlich des Unglücks in Reinsdorf hat der König von Italien an den Führer und Reichskanzler das nachstehende Telegramm gerichtet: „Mit tiefem Bedauern habe ich die Nachricht von dem schweren Unglück bei Reinsdorf gehört und bitte Euer Exzellenz, den Ausdruck meines lebhaften Beileids zu der Trauer, die so viele Familien schmerzlich betroffen hat, entgegennehmen zu wollen. V i 11 o r i o Emanuele." Der Führer hat telegraphisch wie folgt gedankt: „Euer Majestät bitte ich, für die Anteilnahme an dem schweren Unglück, das so viele Familien durch die Explosionskatastrophe in Reinsdorf betroffen hat, namens des deutschen Volkes meinen aufrichtigsten Dank entgeaennehmen zu wollen. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler. Die Ausiaumungsarbeiten. Wie der Sonderberichterstatter des DNB. von der Unglücksstätte am Freitaamittag meldet, steigt immer noch Rauch von den schwelenden Trümmern des zerstörten Betriebsteiles auf. Nur den Ingenieuren und den Rettungsmannschaften wurde das Vordringen gegen den Katastrophenherd gestattet. Zu wirren Knäueln ineinandergetriebene Eisenträger, geborstene Kessel, große Lachen Säuren begegnen die Stelle, an der kaum 24 Stunden vorher noch Tätige am Werk waren. Die Absperrungen wurden auch in den Vormittagsstunden noch streng aufrechteryalten, weil man von vornherein durch etwa erneut austretende Explosionen Opfer vermeiden wollte. Auf den Trümmern sieht man die Rettungsmannschaften, Sanitäter und Werksangehörige damit beschäftigt, ihre toten Arbeitskameraden zu bergen. Ueberall sieht man die über das Gelände verteilten Hydranten mit Schläuchen versehen. Es ist erstaunlich, mit welcher Geistesgegenwart die Arbeiter im Augenblick der Katastrophe noch alles taten, um eine Ausdehnung und ein Weitergreifen der Explosion zu verhüten. Todesmutiger Opfersinn und wagemutige Einsatzbereitschaft für die Arbeitskameraden zeichneten die ganze Rettungsaktion aus. Eine besondere Gefahr bildeten im Augenblick der Katastrophe einige große Behälter mit Sprengstoffen. Unter Einsetzung ihres Lebens drangen mehrere Betriebsangehörige vor, um ihren Arbeitskameraden, der dort ständige Wache hält, zu bergen. Auf mehrmaliges Rufen erschien der Arbeiter wohlbehalten und erklärte, nicht eher vom Platz zu weichen, bis die gesamte Anlage vollkommen unter Wasser gesetzt sei. Diese Pflichterfüllung bis zum Letzten hat eine Ausbreitung des Unglücks und die Vermehrung der Zahl der Opfer verhindert. An vielen Stellen drangen auch Arbeiter, die ihre Werkstellen noch rechtzeitig verlassen konnten, trotz der durch herumfliegende Glassplitter und Steine erlittenen Verletzungen in andere Werkstätten ein, um Arbeiter, denen durch Einsturz oder schwere Verwundungen das Entkommen unmöglich war, zu Ministerpräsident General Göring hat an die Werksleitung folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „Tief erschüttert über die traurige Nachricht von dem entsetzlichen Explosionsunglück, das so viele blühende Menschenleben dahinaerafft und die Familien zahlreicher schaffender Volksgenossen in tiefe Trauer und schwere Sorge gestürzt hat, spreche ich Ihnen in aufrichtigem Mitgefühl mein Beileid aus. Ich bitte Sie, den Hinterbliebenen der Verstorbenen meine warme Anteilnahme zu übermitteln und ihnen, sowie den Verletzten und deren Angehörigen zu versichern, daß ich gemeinsam mit den anderen dazu berufenen Stellen für die Linderung und Behebung der durch das Unglück entstehenden schweren Not Sorge tragen werde." An die Deutsche Arbeitsfront richtete Ministerpräsident Göring ebenfalls ein Telegramm folgenden Wortlauts: „Die Nachricht von der schweren Explosionskatastrophe in Reinsdorf bei Wittenberg, der so viele treue Arbeitskameraden ihr Leben opfern mußten, hat mich mit tiefer Trauer erfüllt. Ich bitte Sie, den Hinter- bliebenen meine aufrichtige Anteilnahme auszusprechen und den Verletzten meine besten Wünsche für baldige Genesung zu übermitteln." * Der Reichsaußenminister Freiherr von Neurath hat an den Betriebsführer der Westfälisch- Anhaltinischen Sprengstosfabrik folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „Anläßlich des schweren Unglücks, durch das so viele brave Arbeiter das Leben verloren haben, spreche ich Ihnen meine aufrichtige Teilnahme aus und bitte Sie, den Hinterbliebenen den Ausdruck meines herzlichen Beileids zu übermitteln. Freiherr von Neurath." Der Reichs- und preußische Wirtschaftsminister und der Reichs- und preußische Arbeitsminister haben dem Betriebsführer und der Gefolgschaft der Westfälisch-Anhaltinischen Sprengstosfabrik zu dem Explosionsunglück im Werk ihre wärmste und aufrichtige Anteilnahme ausgesprochen. Der Reichsarbeitsminister hat sich ferner sofort mit der D-'rufsgenossenschaft der Ehemischen Industrie in Verbindung gesetzt, damit durch beschleunigte Auszahluna r>on Vorschüssen auf die entstehenden Rentenansprüche der dringendsten Not in den Familien der Verunglückten gesteuert wird. bergen. lieber die vielen Taten echter Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und der Formationen der Bewegung wird ergänzend noch berichtet, daß z. B. die Arbeiter, die vielfach barfuß von der Unglücksstätte geflüchtet waren, sofort notdürftig mit Schuhzeug versorgt wurden. Ein großer Teil, deren Fahrräder an der Unglücksstätte zerstört worden waren, fand in den umliegenden Dörfern Unterkunft. Schon in den ersten Morgenstunden war von der Kreisleitung in Wittenberg für die notwendige Verpflegung Sorge getroffen worden. Schlächtereien und Gast- wirtschaften organisierten mit Unterstützung des Schlachthofes einen Essenträgerdienst. Um die Arbeiterschaft mit den notwendigen Geldmitteln zu versorgen, wurden auf den Arbeitsämtern und teilweise auch auf freiem Felde die Löhne ausgezahlt. Aus Kreisen der Bevölkerung und auch von den Behörden laufen immer wieder Spenden ein als Zeichen der tiefen inneren Anteilnahme und der Veroundenheit mit den Arbeitern. Wnister besuchen die Lnglücksstätte. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick traf am Freitag gegen 11 Uhr in Begleitung von Generalleutnant D a I u e g e an der Unglücks- ftätte in Reinsdorf ein. Dr. Frick begab sich sofort an den Herd der Explosion und ließ sich dort eingehend Bericht Über die Entstehung des Unglücks erstatten. Seine besondere Sorge galt dem ungehinderten Fortgang der schweren Bergungsarbeiten und der schnellen Unterbringung der Verletzten. Reichsminister Dr. Frick beschleunigte durch persön- Iid)cs Eingreifen die Maßnahmen, die für die Versorgung der Hinterbliebenen und besonders für die augenblickliche Behebung der ersten wirtschaftlichen Not getroffen waren. Es fand sodann unter seiner Leitung eine besondere Besprechung sämtlicher anwesenden Behördenoertreter statt, in der das Ergebnis der Besichtigung behandelt und die weiteren Maßnahmen festgelegt wurden. Minister Frick gab eingehende Weisungen für den Fortgang der Ermittlungen und unterstrich auch die besondere Notwcn- digkeit, den benachbarten Dörfern und Arbeitersiedlungen, die durch das Unglück zu Schaden ge- kommen sind, alsbaldige Hilfe zukommen zu lassen. Im Lause des Freitagnachmittag traf auch der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels in Reinsdorf ein, der nach Danzig, 14.Juni. (DNB.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht traf heute um 12 Uhr von Berlin im Sonderflugzeug in Danzig ein. Aus dem Flugplatz in Danzig-Langfuhr hatten sich zur Begrüßung u. a. eingefunden Gauleiter Forster, Senatspräsident Greiser, der deutsche Generalkonsul von Radowitz, der Präsident der Bank vyn Danzig Dr. Schaefer und Handelskammerpräsident Schnee. Der Präsident der Bank von Danzig, Dr. Schäfer, gab ein Frühstück, an dem die offiziellen Danziger Persönlichkeiten mit dem Gauleiter Forster und dem Senatspräsidenten Greiser an der Spitze teilnahmen. Außerdem waren der Präsident des Danziger Hafenausschus- es, Dr. Neederbragt, der deutsche Generalkonsul von Radowitz, sowie der diplomatische Vertreter der Republik Polen in Danzig, Minister Dr. Papse, anwesend. Dabei richtete der Präsident der Bank von Danzig. Dr. Schäfer, eine Ansprache an den Reichsbankpräsidenten, in der er sagte: „Ich spreche Ihnen meinen aufrichtigen Dank dafür aus, daß Sie Ihre schon seit längerer Zeit gehegte Absicht, in Erwiderung meines Besuches der Danziger Notenbank einen O e g e n b e - s u ch abzustatten, verwirklicht haben. Ihr Besuch ist uns umso willkommener, als er gerade in eine Zeit fällt, in der sich die Bank von Danzig und die Danziger Währung in einer zweifellos besonders schwierigen Lage befinden, die zu meistern den Einsatz der ganzen Kraft Danzigs erfordert. Die Danziger Wirtschaft steht bereits seit einer Reihe von Jahren in einem schweren Existenzkampf, der sich durch den Verfall der internationalen Wirtschaftsgemeinschaft immer mehr verschärft hat. Ihr heutiger Besuch muß uns daher mit neuer Hoffnung und Zuversicht erfüllen, denn er beweist, daß unser Mutterland, Deutschland, nicht nur den stärksten Anteil an dem schweren Schicksal Danzigs nimmt, sondern daß es gerade in kritischen und entscheidungsvollen Augenblicken bereit ist, das Gefühl der unslösbaren Zusammengehörigkeit zwischen den Volksgenossen Danzigs und des Deutschen Reiches, die durch Bande des Blutes und der Geschichte verbunden sind, zu betonen und zu stärken." Äeichsbankvrcisident Dr. Schacht erwiderte u. a.: Auch für mich ist es eine Freude und Genugtuung, daß ich heute die langgehegte Absicht meines Besuches in Danzig ausführen kann. Die Rei ch s b a n f hat das größte Vertrauen zu der Umsicht und Energie, mit der die Politik der Danziger Bank geführt wird. Durch h i st o r i s ch e Fehler größten Ausmaßes, die nicht der Kontrolle des deutschen Volkes unteHeg-m haben, sind Sie mit Ihrem Institut zur Zeit in Schwierigkeiten hineingeraten, die eine besonders starke Hand erfordern. Sie können diese starke Hand nur zeigen, wenn die Danziger Regierung mit Ihnen den festen Millen beweist, das währungspolitische Schicksal Danzigs selbst zu meistern. Ich freue mich, baß dieser Mille vorhanden ist, und ich kehe in dem engen Zusammenwirken eine sichere Gewähr dafür, daß Sie die augenblicklichen Schwierigkeiten in vollem Umfange überwinden werden. In einer Zeit, in der viel stärkere Gemeinwesen unter den währungspolitischen Verhältnissen der Welt leiten, bedeutet es für Sie hier in Danzig keine Schande, wenn Sie in Ihrem kleinen Freistaat sich ähnlichen Schwierigkeiten nicht haben entziehen können. Aber Sie werden in derselben Weise, wie es das Deutsche Reich bewiesen hat, zeigen, daß deutscher Behauptungs- wllle aller Schwierigkeiten Herr wird. Die zweite wesentliche Ursache der Danziger Schwierigkeiten liegt darin, daß die Danziger Währung bei ihrer Schöpfung auf das englische Pfund gegründet war. Dr. Schacht erinnerte dann an die Entwertung des Zloty in den Jahren 1925/26 und an die L o s l ö s u n g des Pfundes vom G o l d st a n d. Es sei der Fehler gewesen, daraufhin den Gulden vom Pfund abzulösen. Seitdem sei der Gulden zu dem Kampf verurteilt gewesen, der nach Lage der Dinge schließlich zu der Abwertung habe führen müssen, die am 2. Mai vorgenommen worden sei. Die Auslösung der unvermeidlichen Abwertung des Guldens, d. h. die Wiedergutmachung des 1931 begangenen Fehlers, sei beschleunigt worden durch die internationalen Währungsvorgänge dieses Frühjahrs. Dr. Schacht erinnerte dabei an die Angriffe auf die Währungen von Belgien, Holland, Frankreich und der Schweiz. Diese Angriffe hätten überall zu Schwierigkeiten geführt, denen sich eine so kleine Notenbank wie die Bank von Danzig am wenigsten gegenüber hätte behaupten können. Jehl, nach den Maßnahmen der Bank von Danzig sehe er, Dr. Schacht, den Gulden als in seinen Grundlagen gesund an. Wenn die Bank von Danzig ihre Außenstände auch nur zu einem Teil eintreibe und nur einige neue Kredite gebe, so werde sie ihren Notenumlauf so verringern können, daß der Gulden bald feinen Seltenheitswert gewinne, der sich in einem Aufgeld ausprägen könne. Als man im Jahre 1924 versucht habe, die Rentenmark kaputt zu schlagen, habe er sich dieses Mittels bedient und binnen acht Wochen erreicht, daß so viel Devisen zuflossen, daß alle Devisen voll zugeteilt werden konnten. Dr. Schacht betonte bann, daß die Energie, mit der die Danziger Regierung und die Notenbank dem Wahnsinn der Dis- kreditierung der Danziger Währung entgegengetreten seien, seine volle An. erkennung habe. Der stark aufgeblähte Haushalt müsse auf ein geringeres Ausmaß abgestellt werden. Insbesondere werde man die Anleihe- Politik des früheren R e g i e r u n g s s y - sterns für manche Fehler verantwortlich machen müssen. Die Danziger Regierung habe sich als Berater auf dem Gebiet des Finanz- und Verwaltungswesens die Mitwirkung des Präsidenten Hel- ferich, eines sachkundigen Fachmannes, gesichert. Dr. Schacht schloß: 3n feiner Volkslagsrede hal der Präsident eine Reihe von Maßnahmen erwähnt, mit denen auch die Reichsregierung die dem Freistaat Danzig obliegenden finanziellen Lasten erleich- tern kann. Ich glaube, es darf von Ihnen aöen mit Genugtuung enkgegengenommen werden, daß in so schwieriger Zeit Ihnen die Reichs- reaierung auch praktisch denjenigen Beistand leistet, den sie in ihrer eigenen, nicht leichten Situation zu gewähren in der Lage ist. Ich weiß sehr wohl, daß Selbstbehauptung in schwieriger Zeit Opfer fordert. Diefe Opfer so gerecht und gleichmäßig wie möglich auf alle zu verteilen, ist notwendig. Uns Deutschen hat eine über tausendjährige Geschichte das Leben niemals leicht gemacht. Im Her- zen Europas verankert, haben wir uns jederzeit nach allen Seiten kräftig wehren müssen und haben nur dadurch unser Volkstum und unseren Boden behauptet. Danzigs Volkstum und Boden wird nicht vergehen und nicht vermindert werden, weil uns zufällig im Augenblick ein paar Devisen fehlen, und niemand soll glauben, daß derartige vorübergehende Schwierigkeiten an den Bestand des deutschen Danzig und an seinem Willen zur Selbstbehauptung nur das ge- ringste ändern könnten. i Eine Erklärung des Kardinalerzbischofs Schutte, Köln. Köln, 14. Juni. (DNB.) Das Erzbischöfliche Generalvikariat veröffentlicht folgende Erklärung: „S. E. der Herr Kardinal Schulte, Erzbischof von Köln, hat der S t a a t s r e g i e r u n g gegenüber bezüglich der Devisenoergehen von Ordenspersonen aus der Erzdiözese Köln folgende Erklärung abgegeben: Die bei den Augustinerinnen in der Seoerinstraße und bei den Vin- zentinerinnen in Köln-Nippes vorgekommenen Vergehen gegen die Devisengesetze, sowie jedes Devisenvergehen verurteile ich vollkommen und beklage sie schmerzlich. Es gehört zu den schlimmsten Ueberraschungen und Enttäuschungen in meinem Leben, daß bei den genannten Schwestern zwei leitende Persönlichkeiten jenen Einflüssen nachgegeben haben, vor denen ich bereits in einem Erlaß vom 10. Dezember 1931 gewarnt habe. Köln, den 11. Juni 1935. (gez): C. I. Kardinal Schulte, Erzbischof von Köln." MeASordniW derVriüfhKgwn kommt nach Deutschland. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Die British Legion hat am Freitag eine offizielle gemeinsame Einladung der großen deutschen Frontkämpfer- verbänd' erhalten, und zwar von der Naüonal- sozialistischen Kriegsopferversorgung e. V., dem Kyff° Häuserbund, dem Nationalsozialistischen Frontkämpferbund (Stahlhelm) und dem Reichsverbgnd deutscher Offiziere. Diese Einladung wurde von der British Legion angenommen. Am 13. Juli wird eine Delegation der British Legion von London nach Deutschland kommen, um die freundschaftlichen Beziehungen mit den genannten Verbänden aufzunehmen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. D.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr Hans Thyrlot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt d^r Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlag: Brühl iche linioerstmts Buch- inD Steindruckerei R Lange, K-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit her Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Spreawen ser r-ievattion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. SamMagnacfj- mittag geschlossen. OPEL 'M * ,v. »TYP OLYMPIA«! Fortschritt, der Ihrem Fortschritt dient. Wo bekommen Sie so viele Vorzüge und Leistungen für rm2500? • »Opel Synchron-Federung«, die aus dem schlechtesten Weg eine gute Autostraße macht. • Geräumiger Kofferraum, in einem Stück mit der Karosserie fugenlos verbunden, gegen Straßenstaub, Witterungseinflüsse und Diebstahl vollständig gesichert. • Zugfreie Entlüftung, die Frischluft liefert und Stickluft beseitigt. • Von der Federung unabhängige, dadurch absolut ruhige Lenkung. Größtmögliche Verringerung der unabgefederten Massen. • Größte Kurvensicherheit durch besonders tiefe Schwerpunktlage. 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Die ständig entnommenen Proben werben sofort im Laboratorium sorgfältig untersucht, um stets Gewähr bafür zu haben, daß bas zum Abgießen ber Formen erschmolzene Roheisen auch allen Anforberungen genügt. Das flüssige Eisen wird zu ben Formen transportiert und bei genau vorgeschriebener Temperatur vergossen. Beim Fertigmachen ber Formen ist nun von entscheidendem Einfluß auf bas Gelingen des Abgusses bas richtige Einsetzen bes Kerns. Es hanbelt sich auch bei ber Kesselfabrikation um einen bünnroanbigen Hohlguß, so baß also ber Kern genau in ber ungeschriebenen Lage in ber Schwede gehalten werben muß, was burch in ben Sanb eingeformte Kernstützen erreicht wirb. Ein geringes Verschieben bieses Kerns verursacht ungleichmäßige Wanbstärke unb bannt einen Fehlguß. Ist bie Form abgegossen, so wirb bas gegossene Glieb langsam im Sanb abgekühlt, nach vollstan- bigem Erkalten aus ber Form herausgenommen unb ber Putzerei zugeführt, wo es burch Spezialmaschinen von bem inzwischen lose gewordenen Kernsand befreit und von bem äußerlich noch an- haftenben Sanb gereinigt wirb. Das so gereinigte Glieb gelangt nunmehr in bie erste Drückerei, wo es einem längeren Probebruck von 6 bzw. 15 atü ausgesetzt wirb, um festzustellen, ob es auch völlig bicht, also nicht mit kleineren Herstellungsfehlern behaftet ist. Hat es biefe Probe überftanben, so werben zunächst in ber Bearbeitungswerkstatt bie 4 Naben konisch angefräst. Da dieser Beardeitungs- prozeß von größter Wichtigkeit für das spatere Dichthalten des aus den einzelnen Gliedern zusammengebauten Kessels ist, werden die Naben jedes einzelnen Gliedes von dem Kontrollmeister mit Speziallehren nachgemessen, und die Glieder erst bann für ben Zusammenbau ber bestellten Kessel verwen- bet. Jeber Kessel wirb nämlich zu Kontrollzwecken zu- fammengebaut auch bann, wenn er ausdrücklich in losen ©liebem bestellt worben ist. In biefem Fallerfolgt zwar ber Zusammenbau mit leicht miebet herausnehmbaren Nippeln, um bas SBieber^erlegen bes Kessels nicht allzusehr zu erschweren. Die Enb- qlieber erhalten jeboch vorher bie Anbohrungen um Einsetzen ber verschobenen Stiftschrauben unb werben bann nochmals einer Druckprobe von 6 bzw 15 atü ausgesetzt, bamit unoebingt Gewahr dafür besteht, baß auch bie eingesetzten Stilb schrauben kein Wasser burchlassen Die fertig zu- iammengebaut bestellten Kessel werben einer weiteren Druckprobe von mehreren Stunben unter- Aufnahmen (7): Neuner, Gießener Anzeiger. Ein schweres Kesselglieb unter ber Bohrmaschine. 1 M m Kleinere Heizkessel werben am laufenden Band montiert. i M < - II Die Lohn- und Gehaltspfändung nach dem Gesetz vom 24. Oktober 1934 Don Landgerichtsdireltor i. Schudt, Gießen. (Schluß.) Neu ist ferner (§ 850, Abs. 3, ZPO. a. F.) die Bestimmung, daß die Pfändung wegen r ü ck st ä n - d i g e r Unterhaltsansprüche, die länger als ein Jahr vor dem Pfändungsantrag fällig geworden sind, grundsätzlich keinen Vorzug genießt, sondern nur innerhalb der allgemeinen Pfändungsgrenze zulässig ist, es sei denn, daß der Schuldner sich seiner Zahlungspflicht absichtlich entzieht. Bedeutsam ist auch die Bestimmung in § 850, Abs. 4, n. F., daß im Falle einer Aenderuna der Verhältnisse, die für den unpfändbaren Teil, des Bezugs bestimmend waren, auf Antrag des Schuldners oder Gläubigers der Pfändungsbeschluß entsprechend zu ändern ist, und daß diesen Antrag auch ein Dritter stellen kann, dem der Schuldner kraft Gesetzes unterhaltspflichtig ist, selbst wenn er keinen Schuldtitel hat. Dem Gläubigerschutz dienen die Bestimmungen in den neuen §§ 850c und d ZPO., die dazu dienen sollen, die üblichen Gehaltsschiebungen zu bekämpfen und zu beseitigen. Verschuldete Dienstverpflichtete haben häufig, meinend, daß sie nicht verpflichtet seien, ihre Arbeitskraft im Interesse ihrer Gläubiger zu verwerten, mit den Arbeitgebern Abkommen getroffen, die es ihnen ermöglichten, in Anwendung formaler Rechtssätze ihre Arbeitskraft so zu verwerten, daß sie unter Schädigung der Gläubiger sich und ihrer Familie eine standes- mäßiae, wenn auch bescheidene Lebenshaltung sicherten, selbst wenn ihnen dabei mehr verblieb, als ihnen nach den Pfändungsschutzbestimmungen zustand. Hier sind zuerst die sog. 1500-Mark-Verträge zu nennen. Der Schuldner vereinbart mit seinem Arbeitgeber, daß er als Entgelt für seine Arbeit nur einen die Pfändungsgrenze nicht übersteigenden Betrag erhält, der größere Rest aber direkt an seine, des Schuldners, Angehörigen bezahlt werden soll. Hier hat die Rechtsprechung, namentlich der Untergerichte, bisher schon zu helfen versucht; es war aber nicht immer möglich. Das neue Gesetz hat mit klaren Normen durchgegriffen, indem es in § 850c ZPO. a. F. bestimmt, daß in solchen Fällen auf Grund eines Titels gegen den Schuldner der Gläubiger den Anspruch des Drittberechtigten, für den der Schuldner die eigentlich ihm zustehende Vergütung ausbedungen hat, direkt für sich pfänden lassen kann, wie wenn der Anspruch dem Schuldner selbst zustünde, und daß eine Pfändung des Vergütungsanspruchs des Schuldners ohne weiteres den Anspruch des Drittberechtigten mitumfaßt. Im Falle der Gläubiger die Forderung des Drittberechtigten auf Grund seines Titels gegen den Schuldner pfänden läßt, hat das Vollstreckungsgericht bei Erlaß des Pfändungsbeschlusses die Voraussetzungen des § 850c nicht zu prüfen, Es bleibt dem Drittberechtigten überlassen, das Nichtvorliegen derselben zu rügen. Häufig wird die Lohnschiebung auch in der Weise versucht, daß der Schuldner bei nahen Angehörigen (Vater, Ehefrau usw.) in Stellung geht und in deren Geschäft tätig wird und sich dabei gar keinen oder nur einen sehr geringen Lohn ausbedrngt, wohl aber sonstigen Unterhalt und meist auch Wohnung. Die Gläubiger haben dann meist das Nachsehen mit ihren Ansprüchen, weil ein etwa anfechtbarer oder nichtiger Arbeitsvertrag nicht nachweisbar war. Nur in ganz krassen Fällen war ihnen aus dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung zu helfen — § 826 BGB. —. Hier hilft jetzt der neue § 850d ZPO., indem er bestimmt, daß im Verhältnis des Gläubigers zu dem Empfänger der Arbeits- oder Dienstleistungen (also dem Arbeitgeber) eine angemessene Vergütung als geschuldet gilt, wenn die geleisteten Dienste nach Art und Umfang üblicherweise vergütet werden. Die Gerichte haben in solchen Fällen, insbesondere bei Bemessung der Vergütung auf alle Umstände des Einzelfalles, namentlich die Art der Dienstleistungen, die verwandtschaftlichen und sonstigen Beziehungen der Beteiligten Rücksicht zu nehmen. Es kommt nicht mehr darauf an, ob wirklich ein Arbeitsverhältnis zwischen dem Schuldner und seinen Angehörigen vereinbart ist oder nicht, sondern nur auf die Ueblichkeit der Vergütung der Arbeiten. Es kann sein, daß im Verhältnis zwischen Vollstreckungsgläubiger und Drittschuldner eine Vergütung als geschuldet anzunehmen ist auch tn Fällen, in denen der Schuldner zu unentgeltlichen Dienstleistungen nach dem bürgerlichen Recht verpflichtet ist. Der Richter hat auch hier bei Erlaß des Pfändungsbeschlusses nicht zu prüfen, ob eine Vergütung geschuldet wird. Dem vom Gläubiger belangten Drittschuldner bleibt überlassen, das Fehlen einer Verbindlichkeit geltend zu machen. Die bürgerlichrechtlichen Beziehungen zwischen dem Schuldner und dem Drittschuldner, dem Dienstberechtigten, werden durch diese Vorschriften im übrigen nicht berührt. Die neuen §§ 850t—h ZPO. bringen keine wesentlichen Aenderungen, abgesehen davon, daß § 850g bestimmt, daß die nach § 843 BGB. wegen einer Verletzung des Körpers oder der Gesundheit zu entrichtende Geldrente jetzt für unpfändbar erklärt ist, auch gegenüber gesetzlichen Unterhaltsansprüchen der Verwandten und Ehegatten. Die vorstehenden Ausführungen zeigen, daß auch bei dieser Aenderung der ZPO. die jetzige Reichsregierung die Einstellung der alten ZPO., die das Zwangsvollstreckungsverfahren als eine Privatangelegenheit von Gläubiger und Schuldner ansah und diesen gestattete, von den ihnen nach dem formellen Recht zustehenden Rechtsbehelfen ungehemmten Gebrauch zu machen, als im Widerspruch mit der heutigen Rechtsauffassung stehend aufgegeben hat. Auch die Zwangsvollstreckung wird heute als eine Rechtsschutzeinrichtung angesehen, bei der die Privatinteressen der Beteiligten hinter den allgemeinen Belangen zurückzutreten haben. Die neyen Bestimmungen sollen durch diese Regelung Schuldnerschutz und Gtäubigerschutz in Einklang miteinander bringen. Dieser sozialen Forderung entspricht auch das hier gerade noch erwähnte Gesetz vom 13. Dezember 1934 zur Verhütung mißbräuchlicher Ausnutzung von Vollstreckungsmöglichkeiten, das dem Gericht die Möglichkeit gibt, auf Antrag des Schuldners Maßnahmen der Zwangsvollstreckung aufzuheben, zu untersagen oder zeitweilig auszusetzen, wenn das Vorgehen des Gläubigers als eine gesundem Volksempfinden widersprechende Härte erscheint, und damit einen Gedanken ausbaut, der auch schon in dem Entwurf einer ZPO. von 1931 enthalten war. Aordhessens Mannschaft gegen den Gau Mitte. Nordhessens Mannschaft zum Spiel gegen den Gau Mitte am 16. Juni in Bad-Nauheim steht wie folgt: S o n n r e i n-Hanau; E u f i n g e r - Hanau, Lippert-Gießen (Spieloergg. 1900); Reinhardt-Hanau, Maintz, Straßer (beide Bor. Fulda); Markert (Kassel 03), Kammer!, Pletsch (beide Bor. Fulda), M e i s e l (Germ. Fulda), K l e i m (Kassel 03). Spielvereimgung 1900 Gießen. Lippert in der Gauelf Nordhessen. Im Fußball, dem Hauptereignis des Tages, trifft die bewährte Nordhessenelf auf den Deutschen Gaupokalmeister, die auserlesene Elf vom Gau Mitte (Magdeburg, Halle, Erfurt, Merseburg und dergl.). Sportlehrer Nerz vom DFB. wird voraussichtlich anwesend sein, um das Spielermaterial zu prüfen. Für uns Gießener interessiert die Angelegenheit insofern, als endlich einmal die Gelegenheit geboten ist, den jungen Lippert im Spiel gegen einen großen Gegner zu sehen. Wie wichtig man die Bad Nauheimer Veranstaltung betrachtet, geht daraus hervor, daß die Kreisführer in allen benachbarten Kreisen am. Sonntag ab 12 Uhr Spielverbot erlassen haben. Die Jugendmannschasten beabsichtigen bereits am Sonntagvormittag einige Spiele zu absolvieren, sie spielen jedoch auswärts. BfB.-Heichsbahn Gießen. VfB.-R. Liga — Sportverein 05 Wetzlar Liga. Am Samstag fahren die Gießener nach Wetzlar und gehen damit einem schweren Spiele entgegen. Bei den Kämpfen der vergangenen Verbandsspiele, mußten die Hiesigen die Ueberlegenheit der Wetzlarer anerkennen. Die Gießener haben zur Zeit eine Formverbesserung zu verzeichnen, während die Wetzlarer bei den Aufstiegskämpfen sehr schlecht abgeschnitten haben. Die Gießener fahren mit Heller; Leutheuser I, Lehrmund; Hauptfeld, Knauß, Heß; Ranft, Erb, Wlodareck, Er-ben und Szponick. Diese Mannschaft ist die stärkste Besetzung, die die Hiesigen zur Zeit zur Verfügung haben. Man erwartet, daß die Gießener alles daran setzen werden, um ehrenvoll abzuschneiden und auch spielerisch ihr tatsächliches Können zeigen. Vor allem wird die Mannschaft sich mit der wuchtigen aber fairen Spielweise der Wetzlarer abzufinden haben. Fußball im Turnverein Großen-Linden Am ersten Feiertag weilte die erste Elf von Herbornseelbach in Großen-Linden. Die Gäste aus dem Dillkreis zeigten ein hervorragendes Spiel. Die Platzmannschaft hatte gegen diesen Gegner nicht viel zu bestellen und verlor 2:6. Vorher spielte die zweite Mannschaft gegen die gleiche von Lerh- aestern und schlug die Gäste genau wie im Vorspiel mit 3:2 Toren. — Am zweiten Feiertag emp- sing die Jugend die gleiche aus Großen-Buseck zum Rückspiel. Das Vorspiel am ersten Feiertag verlor Großen-Linden mit nur neun Mann mit 7:0. Diesmal drehten sie den Spieß um und schlugen ihren Gegner aus Großen-Buseck mit 2:0. Sportverein 4920 Lollar. Sportverein 1920 Lollar I — FL. Großen-Buseck I. Am Sonntagvormittag stehen sich auf dem Sportplatz in Lollar zwei alte Verbandsspiel-Rivalen gegenüber. Die Gäste verfügen über eine äußerst spielstarke Mannschaft, so daß der Spielverlauf als offen zu bezeichnen ist. Lollar ist gezwungen, mit einigen Ersatzleuten anzutreten, so daß auch der eigene Platz nicht den Ausschlag geben dürfte. Handball der Gp.-Äg. 4900. Morgen vormittag empfängt auf dem 1900-Sport- platz die neu zusammengestellte Jugendmannschaft der Spielvereinigung 1900 die Jugendelf des To. Staufenberg. Obwohl die 1900er durch Teilnahme einiger Kräfte an den Nationalen Jugendwettkömp- fen des JG.-Sportv. Frankfurt a. M. nicht in stärkster Aufstellung antreten können, hofft man, daß sie einen gleichwertigen Gegner abgeben werden. Faustball im Tv. 4846. Die Pflichtspielreihen zur Ermittlung des Faustballmeisters in Nordhessen setzen im Lahn-Dillkreis am kommenden Sonntag ein mit der Vorrunde zur Kreismeisterschaft. Vier Vereine der ersten Klasse treffen in Herborn zusammen: Steinbach (Westerwald), Ballersbach, Herborn und Gießen. Der To. 1846 als der vorjährige Gaumeister wird, wenn nicht alles trügt, den Sieger abgeben, zumal die Mannschaft wieder ausgezeichnet in Form ist und im Kreis VIII kaum einen ebenbürtigen Gegner finden dürfte. Die Mannschaftsaufstellung hat gegenüber dem Vorjahre nur geringfügige Aenderungen erfahren und bietet die beste Gewähr für ein erfolgreiches Abschneiden in der diesjährigen Meisterschaftsrunde. Gruppenschießen und Aolkspreisschießen des Schützenvereins Gießen. Zu dem am morgigen Sonntag stattfindenden Gruppenschießen, dessen erstmalige Durchführung im vergangenen Jahr begeisterten Anklang gefunden hat, sind auch diesmal so viele Meldungen eingegangen, daß der Wettbewerb sehr interessant zu werden verspricht. Wie erinnerlich waren 1934 im Kleinkaliberschießen der Kriegerverein Gießen und im Wehrmannschießen der Postsportverein Gießen als Sieger hervorgegangen. Ihnen liegt die Verteidigung des Wanderpreises gegen schärfste Konkurrenz ob. Anschließend an dieses Gruppenschießen gibt der Schützenoerein Gießen, wie bereits gestern an dieser Stelle gemeldet, allen ehrbaren Volksgenossen Gelegenheit, sich an einem großen Dolkspreis- schießen au beteiligen. (Näheres siehe das heutige Inserat.) Oer Gau XII (Hessen) in Coburg. Wie bei der Gründung der DT. im Jahre 1860 in Coburg, war unser Heimatgau Hessen auch bei der 75-Jahrfeier der Turnerschaft in der alten Turnerstadt vertreten. Waren vor 75 Jahren 40 Abgeordnete nach Coburg entsandt worden, so betrug in diesem Jahre zu Pfingsten die Zahl der Coburg- Fahrer aus zahlreichen nordhessischen Städten und Dörfern über 250. Die nordhessischen Turner und Turnerinnen, die diesmal mit in Coburg waren, halfen an ihrem Teil mit, die Pfingsttage in der alten Franken- stadt zu dem großen Erlebnis zu gestalten, das sie für alle Besucher aus den deutschen Gauen und den Grenzlanden geworden sind, sei es durch die Teilnahme am Festzuge und den allgemeinen Freiübungen oder an den erhebenden Feierstunden der Jugend, sei es durch die turnerische Arbeit als Wettkämpfer, Kampfrichter und Riegenführer oder auch als Abgeordneter beim 22. Deutschen Turntag. Die Erfolge der nordhessischen Turner in Coburg. Bei der 75-Jahrfeier der DT. in Coburg wurden auch Wettkämpfe durchgeführt, die sich freilich mit Rücksicht auf die beschränkten Raumverhältnisse in bescheidenen Grenzen bewegen mußten. Es waren einfache volkstümliche Wettkämpfe für Turner und Turnerinnen aller Altersklassen und volkstümliche Mannschaftskämpfe für Jugendliche. Für die Mehrkämpfe lagen immerhin 1800 Meldungen vor, und 800 der Bewerber errangen den Eichenkranz. Auf den Gau XII entfielen 20 Siege. Wir finden die heimischen Sieger und Siegerinnen fast ohne Ausnahme auf güten Plätzen. Das erfreulichste Ergebnis für unseren Gau war der 3. Sieg, den Friß Peter von der Turnerschaft Lauterbach mit 80 Punkten im Vierkampf der 1. Turnerklasse errang (der 1. Sieger hatte 82 Punkte). Oie 4. Gießener Lanastreckenwettfahrt der Paddlergilde Gießen. Wieder einmal gibt es am Sonntag auf der Lahn etwas zu sehen. Die von der Paddlergilde Gießen ausgeschriebene Langstreckenwettfahrt hat eine Besetzung gefunden, die als durchaus gut, in einzelnen Rennen sogar als ausgezeichnet angesehen wird. Die Sieger der beiden Seniorenrennen werden Gießen mit'dem Titel „Gaumeister" verlassen. — Nachstehend das Meldeergebnis: Zweier-Faltboot für Junioren? 1. Frankfurter Kanu - Gesellschaft; 2. Kanu - Club Wetzlar. v _ Einer-Faltboot, Jugend : 1. Frankfurter Kanu-Club; 2. Paddlergilde Gießen; 3. Kanu- Gesellschaft Hanau. Auf der langen Strecke ist Zutt (Gießen) Spezialist. Man erhofft ihn als Sieger. Zweier - Faltboot für Anfänger: 1. Paddelsport Kassel; 2. Frankfurter Kanu-Club; 3. Kanu-Club Wetzlar; 4. Limburger Paddler-Vereinigung; 5. Paddlergilde Gießen. In diesem Rennen ist keine Voraussage zu treffen. Einer-Faltboot, Altersklasse: Faltbootoereinigung Sturmvogel Frankfurt erstes und zweites Boot. Einer-Faltboot, Senioren (Gaumelsterschaft): 1. Marburger Kanu-Club; 2. Paddelsport Kassel. Auf den Ausgang dieses Rennens ist man im ganzen Gau gespannt. Wohl hat Grotegut (Kassel) bei der ersten Gießener Kurzstreckenwettfahrt die beste Zeit des Tages gefahren. Ob er sich aber mit seinem außerordentlich schnellen Schlag auf der langen Strecke gegenüber dem langsamen, aber zügigen Arbeiten von Kaphingst (Marburg) durchsetzen kann, muß abgewartet werden. Einer-Faltboot, Junioren: Frankfurter Kanu-Club erstes und zweites Boot. Zweier-Faltboot, Jugend: 1. Paddelsport Kassel; 2. Kanu-Gesellschaft Hanau. Man erwartet Paddelsport Kassel, dessen Jugendmannschaft auf der Kurzstreckenwettfahrt einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hat, als Sieger. Einer-Faltboot, Anfänger: 1. Frankfurter Kanu-Club erstes Boot; 2. Paddlergilde Gießen; 3. Kanu-Gesellschaft Hanau; 4. Frankfurter Kanu-Club zweites Boot; 5. Limburger Paddler- Vereinigung. Man erwartet den Limburger Hettlage als Sieger. Zweier - Faltboot, Senioren (Gau- meifterfchaft): 1. Paddelsport Kassel; 2. Kanu-Gesellschaft Hanau; 3. Kanu-Club Wiesdorf-Leverkusen. In diesem Rennen ist der Zweier aus Leverkusen (Liebrecht-Schorn) als sicherer Sieger anzusehen. Diese Mannschaft hat auf großen Meifterschaftswett- sahrten schon wiederholt erfolgreich abgeschmtten und bereits die deutschen Farben repräsentativ gegen Holland vertreten. Dieses Rennen ist der Höhepunkt der Wettfahrt. — Länge der Strecke 6460 Meter. Die Rennen 2, 4 und 9 führen üher eine Strecke von 2500 Meter. Der Start und das Ziel liegen am Bootshaus der Paddlergilde Gießen. Handball im Gau XII (Lahn-Oillkreis). Aufsiiegfplele. Der Tv. Dorlar hat die Verbandsrunde beendet. Die anderen beteiligten Vereine haben noch eins bis zwei Spiele auszutragen, so daß heute immer noch nichts über die endgültige Placierung gesagt werden kann, lieber den zweiten Platz kann das Spiel Tv. Garbenheim — Tv. Burg-Ge- münden die Entscheidung bringen. Beide Mannschaften find ziemlich gleichstark, so daß mit einem interessanten Kampf gerechnet werden kann. Obwohl Garbenheim den Vorteil des eigenen Platzes hat, sollten die Gäste bei einigermaßen Glück auch dieses Treffen für sich entscheiden. Eine ziemlich einseitige Sache sollte das Zusammentreffen von Tv. Herborn — Mtv. Gießen in Herborn werden. Die Männerturner werden dieses Spiel sicher für sich entscheiden und so ihr.e führende Position weiter verbessern. Freundschaftsspiele. Das größte Interesse nimmt naturgemäß das Spiel der Kreisauswahlmannschaft in Bad-Nauheim für sich in Anspruch, das diese anläßlich der Einweihung der Tschammer-Kampfbahn vor dem Fußball-Gauspiel Nordhessen - Mitte gegen den K r e i s 11 austrägt. Die heimische Mannschaft, die wie folgt spielt: Fischer (VfB.-R. Gießen); Bärwinkel, Krämer (beide Tv. Wetzlar); Ulm, Pausch, Müller (sämtlich Tv. Wetzlar); Al- lendörfer (Tv. Lützellinden), Ries (Tv. Wetzlar), Bechthold (Tv. Krofdorf), Wagner (Tv. Wetzlar), Krüger (1900 Gießen), sollte die zur Zeit stärkste Vertretung darstellen und den Gastgebern, die ebenfalls eine ausgezeichnete Mannschaft ins Feld stellen werden, einen interessanten Kampf liefern. Als Ersatz fahren mit: Engel (Lützellinden) und Sittner (Tv. Garbenteich). Eine Voraussage kann nicht getroffen werden. Tv. Allendorf (Lahn) — Tv. Heuchelheim: Die Einheimischen haben sich etwas vorgenommen. Gegen die Gäste, die zur Zeit wieder im Kommen sind, zu gewinnen, heißt eine Mannschaft zur Stelle haben, die in allen Teilen klappt. Obwohl Ersatz eingestellt werden muß, wird mit einem spannenden Kampf gerechnet werden können. Tv. A l l e n d o r f (Lahn) Jgd. — To. Heuchelheim Jgd.: Nach der katastrophalen Niederlage vom vergangenen Sonntag sollten sich die Einheimischen wieder einmal etwas zusammenraffen. Das Zeug dazu steckt in der Mannschaft. Tv. Holzheim — Tv. Hörnsheim: Auf den Ausgang dieses Spieles darf man gespannt fein. Beide Mannschaften haben sich schon oft und mit wechselndem Erfolg gegenübergeftanben. Das erneute Zusamentreffen sollten die Gastgeber für sich entscheiden. Tv. Lützellinden — Tv. ©rüningen: Die Einheimischen treten mit zahlreichem Ersatz an, so daß es immerhin möglich ist, daß ein offenes Spiel zustandekommt. Der Ausgang ist ungewiß. Auch über das vorausgehende Jugendspiel kann in dieser Beziehung nichts gesagt werden. Tv. Wetzlar - Niedergirmes — Tv. Groß- Rechtenbach: Das Vorspiel konnten die Gäste knapp gewinnen. Das neuerliche Zusammentreffen sollte einen eindeutigen Sieg für die Platzbesitzer Von Jleib erfüllt blickst du auf schlanke Leute — Des Rätsels Lösung: Sport bei „Kraft durch Freude"! geben, zumal sie inzwischen wieder im Kommen, die Gäste dagegen etwas zurückgegangen sind. Tv. Wetzlar - Niedergirmes fomb. — Tv. Groß-Rechtenbach fomb. Hier sollten die Gäste die größeren Chancen haben. Tv. Garbenheim II — Tv. Münchholz - t) auf en II: Garbenheim wird gegen die erfahrenen Gäste kaum etwas ausrichten können. Für sie gilt es, das Resultat möglich günstig zu gestalten. Auch das ovrgehende Jugendspiel wird mit einem sicheren Sieg der Gäste enden. Erste Vorrennen bei der „Großen (Srütimier*. Zürn Büxenstein-Achter bei der „Großen Grün- auer" fanden am Freitag die Vorrennen statt. Im Endlauf stehen die Derbandsmannschaften von Würzburg, Berlin und Leipzig und der Mainzer Ruderverein. Ausgeschieden sind u. a. „Amicitia" Mannheim und die Achterzelle Gießen. Oeutschland führt im Oavis-pokal. v. (Tramm schlägt Lrawford. Der von der ganzen Welt mit größter Spannung erwartete Davis-Pvkalkampf zwischen Deutschland und Australien begann am Freitag auf dem voll- besetzten Rot-Weiß-Platz im Grünewald. Gleich das erste Spiel, dem eine entscheidende Bedeutung unterlegt worden war, brachte Deutschland den ersten wichtigen Punkt. Der deutsche Meister Gottfried v. ©ramm schlug den Australier Jack Crawford in einem hervorragenden Kampf in drei Sätzen 6:3, 7:5, 6:2. Auch das zweite Einzelspiel gewann Deutschland. Heinrich Henkel bezwang Mac Grath 4:6, 6:2, 6:0, 6:2. Rundfunkprogramm. Sonntag, 16. 3uni. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Evangelische Morgenfeier. 9: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Auftakt zum Eifelrennen 1935, Hörberichte vom Nürburgring. 10: Deutsche Feierstunde der Hitlerjugend. 10.30: Chorgesang. 11: Tag des deutschen Handwerks: Feierstunde in der Paulskirche in Frankfurt am Main. 11.40: Mittagskonzert. Als Einlage: Eifelrennen 1935: Hörbericht vom Nürburgring. 13: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. Als Einlage: Eifelrenen 1935: Hörbericht vom Nürburgring. 14: Kinderfunk von Reinhold Freyberg. 14.30: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Eifelrennen 1935: Hörberichte vom Nürburgring (Start und Lauf der Rennwagen). 17: Tag des deutschen Handwerks: Kundgebung auf dem Sportfelde in Frankfurt a. M.: Eröffnung der Kundgebung durch den Reichshandwerksmeister. 18: Reichssendung: Eröffnung der Reichs-Theater-Woche mit einer Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels. Anschließend: Festauffüyrung des 1. Aktes aus der Oper „Lohen- grin". 20: Großes Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.20: Reichssendung: Eifelrennen 1935: Schlußbericht vom Nürburgring. 22.45: Tanzfunk. 24 bis 2: Buntes Allerlei zu nächtlicher Stunde. Montag, 17. 3unL 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.15: Frühkonzert. In der Pause (7 Uhr): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschaftsbericht. 14.45: Sendepause. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Jugendfunk. 16: Kundgebung aus der Mufikhalle in Hamburg anläßlich der Reichs-Theater- Woche. Es spricht: Reichsminister Dr. Goebbels. 17: Nachmittagskonzert des Landesorchesters Gau Würt- temberg-Hohenzollern. 18.30: Junge Kunstgewerbler im Dienste der Nation: Funkbericht von Der Ausstellung der Kunstgewerbeschule Offenbach a. M. 18.45: Das Leben spricht. 19: Auftakt zur ersten Sammlung der NS. Volkswohlfahrt. 19.20: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: „Waterloo". Ein Funksviel anläßlich des 120. Jahrestages der Schlacht. Don Werner Wilk. 21.40: „Kampf und Sieg". Aus der Kantate zur Feier der Vernichtung des Feindes im Juni 1815 bei Belle-Alliance und Waterloo von C. M. von Weber (Werk 44). 22.10: Nachrichten. 22.20: Nachrichten aus dem Sendebezirk und Sportbericht. 22.30: Volksmusik. 23: Nachtkonzert des Orchesters des OS. Landesorchefters. 24 bis 1.15: Missa solemnis. Don Ludwig van Beethoven. Wirtschaft im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen. »erlin Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M Echlußk. 13.6 I 14.6 börse Datum 14.6- 117,75 8 117,25 96,5 98 I 97,5 115,5 115,13 Bantnoten. Zellstoff Waldhof . Zellstoss Aschaffenburg Dessauer Gas .........■ Lontt-Gummi 's 40,75 I 40,75 41 1 95,75 95,75 — I 189 187 189 Schluß« kurs 101,5 96,75 96,75 106,3 100,13 97,5 103 113,75 100,13 0’ 6 152,25 234,5 105,5 125,75 108 152,13 105 124,75 109 152,5 105 125 108,25 34 1,85 12 11,75 11,9 13,75 34,75 1,85 12,1 12,3 12,5 13,8 101,5 96,75 96,75 106,4 7,65 10,25 6,225 39,5 33 26,5 34,5 90 120 91,9 94.25 94,25 179,75 66,75 127,5 120 89 93,75 165,75 37,4 295 174,5 155,25 235 113,5 84,25 18 237 105 125,5 109 234,25 113 84,25 17,75 123 122,5 175 o 0 0 0 6 0 0 0 12 45,5 139,25 115,5 129,25 102,25 127,75 130,5 128,25 120 177,5 130,65 106,5 112,5 112,5 165 132 99 87 ,5 104,65 111,5 113 164 130,5 99,5 87,25 33 34,65 90 120 91,75 94,25 94,25 180 45,75 138.9 114,5 129 102 128 130 128,25 121 177,65 130,65 40,25 187 100,13 97,2 102,65 113,5 100,25 98,5 96,5 100,5 92,25 127 115,25 96 100,8 101 96,75 96,75 106,4 46 138,5 115,75 129,25 101,25 128 130 128,25 120,5 177 130 33,13 34,65 90,75 120,25 92 94,5 94,5 178 105,75 112,25 112,75 103,75 166 131 99 88 45,9 138,9 115,5 130 101,4 128,25 130 128,25 120,75 178 130,5 105 112,25 113,5 104,5 130,5 99,75 87,25 111,9 67 127 120,5 89 134,25 93,5 165,75 90 37,4 294 174,75 154,5 . 5 .. 0 12 .. 0 .. o; 67 125,5 119,75 88 93,5 165 38 294,5 174,75 155 111,75 67 125,75 120,25 87,5 135 93,9 165 89,5 37,75 294 175 155 Schluß'. Abendbörse Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. 9 o, >u- >er 33,13 35 91 120,5 92 94,5 94,5 177 Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Orenstein L Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. . b! 123,25 . 5 123,5 7%| .. 7i 151,13 Mansselder Bergbau ... Koksmerke ........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rhetnstahl Bereinigte Stahlwerke. Otavt Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth 7,75 10,4 6,3 39,75 8,9 11,25 6,65 39,5 Hamburg-Amertka-Paket ..... Hamburg-Südam. Dampfschiff . Norddeutscher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank , Reichsbank ................ gelernten (—1504) und in den Angestelltenberufen, die insgesamt eine Abnahme von rund 800 zu verzeichnen hatten. Bei den Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen wurden am 31. 2Uai dieses Jahres insgesamt 127 629 Arbeitslose gezählt, davon waren 15140 oder 11,9 v. h. Jrauen. Der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit im Monat Mai ist besonders beachtlich, weil gleichzeitig auch die Zahl der bei Rotstandsarbeiten Beschäftigten planmäßig herabgesetzt wurde, und zwar waren Ende Mai rund 5800 Rotstandsarbeiter weniger beschäftigt, als zu Anfang des Monats. Ende Mai wurden in der Arbeitslosenversicherung 19 345, in der Krisenfürsorge 48 880 Hauptunterstützungsempfänger gezählt. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in beiden Unterstützungseinrichtungen zusammen ist demnach gegenüber dem Stand von Ende April um 4351 oder 6 o. H. zurückgegangen. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen betrug Ende Mai 31563, also 2343 oder 6,9 v. H. weniger als Ende April. Die Zahl der in der werteschaffenden Arbeitslosenhilfe beschäftigten Notstandsarbeiter belief sich auf 20 042 (Ende April 25 823). 34,13 1,8 12,1 11,75 11,75 13,75 Schultheis Payenhoser 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 - —-----'*-*-* 0 0 7 0 6 0 0 0 12 8 LPD. Frankfurt a. M. 14. Juni. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die weitere günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes führte im Mm dieses Jahres zu einer erfreulichen weiteren Abnahme der Zahl der Arbeitslosen um rund 10900 oder 7,9 v. H. des Standes von Ende April. Die Abnahme war fast dreimal so hoch als im Bormonat und doppelt so groh als im gleichen Zeitraum des Borjahres. Bon der Gesamtabnahme entfielen rund 9800 auf die männlichen und rund 1100 auf die weiblichen Arbeitslosen. Mit einer Ausnahme ist in allen Arbeitsamtsbezirken die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen: am stärksten war der absolute Rückgang in den Arbeitsamtsbezirken Kassel (2488), Frankfurt (1774), Gießen (1341), Worms (928) und Wiesbaden (870). In den Berufsgruppen Forstwirtschaft und Nahrungs- und Genußmittelgewerbe trat eine saisonbedingte leichte Abschwächung der Beschäftigung ein, in allen übrigen Berufsgruppen ist eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen: am stärksten war sie im Baugewerbe (—3387), tm Metallgewerbe (—1706), im Holz- und Schnitzstoff- gewerbe (—1118), in der Berufsgruppe der Un- Grttzner 01 Matnkrastwerke Höchst Mit Rücksicht auf die Reichshandwerks-Woche ' hatte der Frankfurter Markt verhältnismäßig gro- ' ßere Zufuhren zu verzeichnen, als sie sonst nach 1 höheren Feiertage« zu sein pflegen. Das Geschäft 1 nahm auf den meisten Märkten einen lebhaften , Verlaus. e , Am Großoiehmarkt blieb das Angebot . mit 598 (994) allerdings wieder sehr tnapp, so daß nur etwa 50 v. H. der Nachfrage befriedigt werden konnten. Besonders Ochsen waren ungenügend zugeführt. In Kühen war das Angebot reichlich, so daß hier die Preise für geringe Tiere bei ruhigem Geschäft leicht nachgaben, während im übrigen der Markt tun nach Beginn bei in sich steigenden Preisen lebhaft geräumt wurde. Die Qualitäten waren allgemein gering. Am Kälbermarkt glichen sich Angebot und Nachfrage ziemlich aus. Das Geschäft nahm einen lebhaften Verlauf, zumal die Qualitäten sich allgemein gebessert haben. Die Preise haben sich um etwa 4 Mark befestigt. Das Angebot von 1211 (1988) Tieren wurde glatt geräumt. Das Schweinegeschäft nahm nicht den erwarteten Verlauf, so daß von der relativ hohen Beschickung von 4354 (4702) etwa 300 Tiere als Ueberstand verblieben und die Preise, insbesondere für schwere und fette Tiere, die schlecht verkäuflich sind, etwas nachließen. Hämmel und Schafe wurden bei leicht erhöhter Zufuhr (69 gegen 41 Stück) und leicht erhöhten Preisen nach ruhigem Handel geräumt. — Das Geschäft am Fleischgroßmarkt war bei unveränderten Preisen lebhaft, so daß die Bestände ausverkauft wurden. Kalbfleisch zog etwas an. Wochenbericht vom Frankfurter Vroduktenmarkt. Auch in der Woche nach Pfingsten war eine Ausweitung des sehr engen Geschäftsumfanges, wie er schon seit einigen Wochen bestand, nicht zu verzeichnen. Am Drotgetreidemarkt hielt die Zurückhaltung der Mühlen, insbesondere der Großmühlen, an. Indes war die Haltung weiterhin stetig, sie hat sich für Weizen eher leicht befestigt. Das Angebot aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet ist sehr klein geworden und wird von den Mühlen zu Festpreisen ausgenommen, dagegen blieben norddeutsche und auch bayerische Offerten unberücksichtigt. Auch das zweithändige Angebot ist etwas geringer geworden, bleibt aber immer noch reichlich. Roggen wurde ebenfalls aus den umliegenden Erzeugergebieten weniger angeboten und fand bei den Land- mühlen noch gute Aufnahme, während aus Norddeutschland noch starke Angebote vorlagen, die aber keine Beachtung fanden. Das Futtergetreidegeschäft ruht fast vollkommen. In Hafer ist selbst bei Gegenliefe- rung von ölhaltigen Futtermitteln kaum Ware zu haben, der Markt und der Verbraucher bleiben weiterhin nahezu unversorgt. In leichter Futtergerste blieb das Angebot gering, andererseits hat auch die Nachfrage etwas nachgelassen. Schwere, meist ursprüngliche Braugerste bleibt stärker angeboten und findet ebenso wie Futterweizen und Futterroggen kaum Absatz. Am Futter mittel markt sind Kraftfutter- mittel nach wie vor stark gefragt und nicht erhältlich, lediglich in Verbindung mit Eosin-Weizen erfolgten einige Abgaben der RfG. Kleie blieb ebenfalls sehr gesucht, dagegen waren Nachmehle wem- qer gefragt. Zuckerhaltige Futtermittel blieben knapp. Für Treber haben sich die Forderungen aus 17,50 bis 17,30 Mark je Doppelzentner ermäßigt. Rauhfutter war nur in kleinem Umfange angeboten, für drahtgepreßtes Weizen- und JRoggen-- ftrob zog der Preis auf 5,20 bis 5,30 (5,10) Mark an. Das Mehlgeschäft lag wieder sehr still, nachdem die gegen Monatsende stärkeren Abrufe abflauten. Weizenbrotmehle und die dunkle Roggenmehl-Type 997 werden besser beachtet. ♦ ♦ Aus dem Lahmeyer-Konzern. Die Hauptversammlung der M a i n k r a f t w e r k e AG. Frankfurt a. M. - H ö ch st genehmigte den Abschluß 1934 mit wieder 4 v.H. Dividende Die Generalversammlung der R h e i n g a u - EI e f t r i « zitäts-AG. Eltville genehmigte den Abschlutz 1934 mit der Dividendenerhöhung auf 6 v. H. * V h i l i p v Hvlzmann AG^, Frank f u r t a M Die Generalversammlung genehmigte 4 (uj v 5) Dividende für 1934. Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahre bewegt sich, wie mitgetedt wurde, mehr ober weniger im Nahmen des Vor- iahres Der Auftragseingang bis Mitte Ium zeigt gegenüber dem sehr guten Bestand in der gleichen Vorjahreszeit einen mäßigen Rückgang. Die Bemu- Gchlllßk. Mittag- börse 14.6. 118 125,5 233,5 113,5 84,13 17,5 123 123 176 berg. 8.30: Gottesdienst mit Christenlehre. — Albach. 8.30: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst und Christenlehre. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; ll:Kindergottesdienst (erste Abteilung). — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre für die männliche konfirmierte Jugend. — Mainzlar. 13.30: Gottesdienst. — Baubringen. 13.30: Gottesdienst (hl. Abendmahl). — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Christenlehre für die gesamte Jugend; 10.15: Kindergottesdienst. — Watzenborn - Steinberg. 10.45: Gottesdienst. — Garbenteich. 9.30: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lieh. 8: Festgottesdienst anläßlich der Jubelfeier des VHC., Stiftsdechant Kahn, Posaunenchor, Kirchenchor, Kollekte. — Rieder-Bes- fingen. 9.30: Stiftsdechant Kahn. — Langsdorf. 10: Christenlehre; 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst, anschl. Christenlehre; 20.30: Gemeindeabend „Mütterdienst". — Langd. 13: Gottesdienst, anschl. Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls. — Wirberg. 10: Gottesdienst. — Harbach. 10.30: Gottesdienst. — Beltsberg. 10- Gottesdienst. Reuaposlolische Gemeinden, Gießen. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. Sonntag, den 16. Juni. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, den 19. Juni. 20.30 Uhr: Gottesdienst. Baplistengemeinde (Gartenstraße 13). Sonntag, den 16. Juni. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Pred. Falk. Donnerstag, den 20. Juni. 20.30 Uhr: Bibelbesprechung, Pred. Lotz. Evangelische Stadtmission (Löberstraße 14). Sonntag, den 16. Juni. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 9.45: Sonntagsschule; 12.30: Abmarsch zum Ausflug nach Annerod; 20.30: Evangelisations-Vortrag. Mittwoch, den 19. Juni. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 20. Juni. 20.30 Uhr: Evangelisations-Vortrag: Krupka. Die Heilsarmee (Grabenstraße 11). Sonntag, den 16. Juni. 9 Uhr: Heiligungsversammlung; 10: Kindergot» tesdienst; 20.15: Heilsoersammlung. Mittwoch, den 19. Juni. 15 Uhr: Liebesbund für Kinder; 20.15: Heilt- gungsverfammlung. Freitag, den 21. Juni. 20.15 Uhr: Heimbund für Frauen, katholische Gemeinden. Samstag, den 15. Juni. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 16. Juni. Dreifaltigkeitsfest. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. — (Brünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 8: Hochamt mit Predigt; 13: Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. veffenklicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur In dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. W. Klein, Sanitätsrat Dr. Schliep- hake. Zahnarzt: Dr. Gonter. Apotheke: Hirsch-Apotheke. Schlußkurs 13.6- Schluß« lurs 13 6- Schlußkurs 13 6. 117,65 125,25 233 113,4 84,5 17,65 123,65 124.25 176 Schluyr. Abend« börsr 14.6- Datum 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V2"X>RumSn.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . - 2 y*% Anatolier ............... 97,75 | 97 119,5 118 135 I 135 | - Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. D,e h>nt» Den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt deich >°ll°"-n Dividende an. - Reichsbankdisknn,4 ° H, Lnmbardzinsfuß 5 oft. Buderus ® Deutsche * Gelsenkirchener J Harpener " Hoesch Eisen—«öln«Neuessea .. 0 Mse Bergbau ® Ilse Bergbau Genüsse • Klöcknerwerke ” 2 Drannesmanw-Mhre« ——' 9 Schluß!. Dlittag« börse 14-6. Oatum «% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y2% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4l/,% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I 6% ef)em.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ *¥i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ W/o ehem. Hess. Landes-Hypo- thekenbank Darmstadt Staut ... *¥i% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Eammelabl. An. leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *¥i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6¥z% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe....... 6/2% ehem. 4/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe *¥i% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ehem. 7% Pr. Landespsand- brtefanst., Gold Komm. Obl.Vl Steuergutich.VerrechnungSk. 35-89 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211. 13. Juni 14-Iuni Amtliche Geld Jlotierung Brief Amtliche Geld Dotierung »rief Buenos Satte. 0,658 0,662 0,658 0,662 Brüssel..... 41,98 42,06 41,98 42,06 Rio de Jan. . 0,149 0,151 0,149 0,151 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,68 54,78 54,72 54,82 Danzig..... 46,72 46,82 4b,7b 46,8b London ..... 12,245 12,275 12,255 12,285 HelsingforS.. 5,395 5,405 5,40 5,41 Paris ...... 16,34 16,38 16,35 16,39 168,20 Holland .... 167,67 168,01 167,86 Italien..... 20,51 20,55 0,723 20,51 20,56 Japan ...... 0,721 0,720 0,722 Jugoslawien. 5,649 5,661 5,649 b,661 Oslo..... : 61,55 61,67 61,59 61,71 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .... 11,115 11,135 11,12 11,14 Stockholm... 63,15 63,27 63,19 63,31 Schweiz .... 80,82 80,98 80,92 81,08 Spanten.... 33,89 33,95 33,90 33,96 Prag....... 10,335 10,355 10,35 10,37 Budapest ... — — —— — Reuyork ... 2,479 2,483 2,480 2,484 »erlin, 14-Juni Geld »rief 2,432 2,452 41,82 41,98 Dänische Noten ................. 54,51 54,73 12,22 12,26 16,29 16,35 Holländische Noten............... 167,44 168,12 Italienische Noten................ 19,92 20,00 Norwegische Noten .............. 61,38 61,62 Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling — — Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 62,97 63,23 Schweizer Noten»....... ......... 80,69 81,01 Spanische Äoten 33,43 33,57 3525 A (■ o Q.' Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift f. das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften u. ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Richard Rein „Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche,hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberf iäch - liehen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u. bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaft. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. Probehefte u. Werbeblätter kostenlos! Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Ludwig Ioh und Gustel, geb. Zfiober Vermählte Gießen (Hitterwall 51), den 15. Juni 1935 02547 Deutsches Roles kreuz Alice-Zrauenverein / Ortsverein Gießen Einladung zur MttgNedeLvevsammluttg am Mittwoch, dem 19. Juni, nachmittags 2V» Mr im Höriaal des PbM'iol. Instituts, Friedrichstraße Jahresbericht. Vortrag von Prof. Dr. Brüggemann. 353°d DerVorstan^ In s Lotze Spezi al-Ausschank der Actien- brauerei zum Löwenbräu, München Ab heute Maibock im Anstich Großes Glas RM. 0.40. 3557 D Pulvermuhle die schön gelegene Gaststätte mit neu angelegter Terrasse und Pavillon direkt am Lahnufer bietet ihren Gästen einen angenehmen Aufenthalt Die für Sonntag, den 16. Juni, zur sportlichen Veranstaltung durch Plakate angekündigten Eintrittspreise gelten nur für diesbezügliche Interessenten. 3543D MÖBEL Das Zeichen für Deutsche WK-Möbel, die beste deutsche Wohnkultur verkörpern und trotzdem sehr wohlfeil sind, bietet Ihnen sichere Gewähr für restlose Zufriedenheit. 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Juli, nachmittags Die Führer der verschiedenen Vereinigungen werden hiermit zu einer erstenBesprechung am Mittwoch, dem 19. Juni, abends 9 Uhr im Bahnhofsrestaurant freund!, eingeladen 3554c Großer volkprekjchietzen Neuheit: Automatisch anzeigende Scheiben. Sonntag, den 16. Juni 1935 Von 8 bis 18 Ubr für alle Volksgenossen auf denStänden desSchütrenvereins Gießen E.V. (Schühenhaus) 1. Preis: Tin Wanderer-Iubiläums-Fahrrad 2. Preis: Eine Wanduhr 3. Preis: Ein Photoapparat und viele andere wertvolle Preise. Gewehre Neben zur Verfügung. 3 Schutz 30 Pfennig. Wiederholung beliebig. Preiöverteilung 20.30 Uhr in den Räumen des Schützenüauses. Konzert ausgeführt von der Regimentskapelle. Tanz! Eintritt frei! 3M2d Eintritt frei! Stadttheater Gießen Sonimerspielzeit 1935 Lachen im Theater Mittwoch, den 19. Juni Der Hochtourist Schwank in 3Akten v.Kraats n.Neal Sommerpreise von 0,30 bis 1,50 Mk. Anlang: 20 Uhr Ende: 22.45 Uhr Theaterkasse: Montagu.Dienstag von 10 — 13 Uhr und 17—18 Uhr. 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