-25 (93) war zu §reitag,15.8ebruar 1935 185. Zahrgang Nr. 39 Erster Blatt richten: Anzeiger Siesten unter Sammetnummer 2251 Anschrift für Drcchtnach- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/2W)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger snr Oberhessen Stellen-, Vereins-, gemein- ' nützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. . , ..... _ „ behördliche Anzeigen6Rpf. SrenöÄn«!nll686 Druck und Verlag: vrLHNche Unioerfitäts-Vuch- und Steindruckerei «.Lange >n Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle- Schulftrahe 7 M°ng°n°b,chW° Staffel Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Lietzener Familienblätter Heimattm Bild ■ Die Scholle endböch Kundoerliner Far- "ontan- !erlehr, ‘ Zogen Berliner ^bant Eiberger 12 (zu- en Kur- n später erhöht, ach, vier- 147,50 loch um 102, Alt. 6proz. p. Lank Liquid, l, BHT. dresdner r 99,50. heutigen igenüber ch stiller ie Müh- ZU Festles fort- achlässigt )em Anlag ab- ibrige je 206,50, ( 166,50, ihandcls- sgebiets. G XII '0, alles •Labung fte für 27,50, R XV , Bei« i, Wei- geiülcie ireije ab er Lan- iyaschrot m. M. Fabrik- Irocfem ,n- und >,00 bis heutigen reife be> 6 Mark, i bis 12 Austrieb t. rbericht.) austrieb: Färsen), kosteten: 7, Schafe Ilarktoev telmäßig. m. jot _ »tierung 58-29 0.1 3-053 54- 81 -4 'Ä 16« 168- r'L 0-712 5-6 61- 49- 11-$ 62. 80 88 34.18 10-42 2.500 'M- iS-Z & 1*8 21 *1 81-28 62-x 80- Oer Führer eröffnet die Berliner Autoschau Durch Leistung und Gemeinschaftsarbeit zur Motorisierung Deutschlands. _ .. ______G l.in.r haben aute f>offnuna. bafi ber arofie ffiurf aelingen 5n unterem Banbe mürbe b e r ß r a f t t»a g e n Deutschland ist stolz aus seine Aulomobilindustrie Das deutsche Volk ist zufriedener als zuvor, arm ist es an Gold, doch an Kräften reich, es ist fröhlich, weil nun d i e Arbeit wieder Sinn hat, es ist stolz, weil die solange unterdrückte Liebe zur Heimat wiedererweckt wurde, und es ist glücklich, weil es für alle endlich wieder ein großes Ziel ist: ein hochgemutes aber arbeitsames, ein wehrhaftes aber friedliebendes Vaterland. Fragt Männer und Frauen aller Stände, fragt jung und alt, fragt, wen ihr wollt, alle werden freudig antworten im Sinne der Worte des Führers: „Es ist herrlich, in einer Zeit zu leben, die den Menschen große Aufgaben stellt." der Exportkasse einer Kürzung seiner Verdien st spanne zugestimmt hat, bezeugt er damit den Dank für die wohlgelungene Ordnung auf dem Automobilmarkt. Was man im Auslande vergeblich versucht, was man dort als undurchführbar abgetan hat, in Deutschland unter nationalsozialistischer Wirtschaftsführung ist es gelungen. Internationale Geltung haben unsere neuen Rennwagen erlangt. Bei den zwölf wichtigsten großen Rennen Europas im Jahre 1934 stiegen am Schluß d i e deutschenFahnen an den Siegermasten hoch. Siegreich auch unsere Sport- und Tourenwagen, die Adler, Opel, BMW., Röhr, Hansa- Lloyd, Hanomag, Stoewer, DKW., Wanderer, Mercedes, in zahlreichen Konkurrenzen. Eine Aufgabe aber, die uns der Führer im Vorjahre gestellt hat, die Aufgabe, „den Wagen zu konstruieren, der zwangsläufig eine Millionen- schicht neuer Käufer erschließt", haben wir noch nicht lösen können — den Volkswagen bringt diese Ausstellung nicht. Eine Gemeinschaftsarbeit hat sich ergeben, deren große Tragweite noch gar nicht abzusehen ist. Wir haben bedeutende Mittel aufgebracht und die Konstruktion in bewährte Hände gelegt. Die Arbeit ist vorgeschritten, drei verschiedene Modelle sind im Bau, wir Der Führer und Reichskanzler eröffnet dann die Ausstellung mit einer Ansprache, in der er folgendes ausführte: Männer und Frauen! Als ich am 11. Februar 1933 zum ersten Male die Ehre hatte, von dieser Stelle aus zu sprechen, befanden sich der deutsche Verkehr und die deutsche Verkehrswirtschaft in einem fast unaufhaltsam erscheinenden Niedergang. Während über 6 Millionen Menschen ohne Erwerb und eigenen Verdienst die immer kleiner werdende Zahl der noch produktiv Schaffenden auf das schwerste belasteten, ging eine Industrie nach der anderen dem Zusammenbruch entgegen. Besonders grauenvoll wirkte sich dieser in derVerkehrswirtschaft aus. Eine Industrie, die in anderen Ländern an der Spitze der produktiven Arbeit stand, schien in Deutschland langsam einzugehen. Der Verkauf von 46 000 Wagen in einem Jahr war noch nicht einmal genügend, den jährlichen Abgang von der an sich so bescheidenen Zahl unseres Kraftwagenbestandes auszugleichen. Von einer Vermehrung unserer Motorfahrzeuge konnte keine Rede mehr sein. Diese Entwicklung war aber zugleich ein beängstigendes Symptom für die immer mehr um sich greifende allgemeine Lähmung und schien geradezu denen recht zu geben, die planmäßig und bewußt im deutschen Volk einen Minderwertigkeitskomplex hochzüchten wollten. Nun mögen wohl alte Industrien und Erwerbszweige auch wieder absterben, allein es ist traurig, wenn ein Volk keinen Anteil mehr nimmt an einem sonst fast überall in junger und frischer Entwicklung begriffenen Wirtschaftsteil, und es ist doppelt schlimm, wenn dadurch eine solche zukunftsreiche Wirtschaftsbelebung nicht nur zum Stillstand kommt, sondern am Ende sogar noch zu- rückgeht. gab seiner Freude Ausdruck, den Führer und Reichskanzler zum drittenmal an dieser Stelle begrüßen zu können. Nach einem Hinweis auf die Tatsache, daßvor50Jahren im Frühjahr 1885, Carl Benz den ersten Kraftwagen der Welt zum Lausen gebracht hatte, fuhr der Redner fort: Die deutsche Automobilindustrie kann in diesem Jubiläumsjahr d e n Re ko r d d e s A b - s atz e s aufweisen, brachten doch die letzten zwölf Monate eine Umfatzhöhe, wie sie bisher Nicht erreicht worden ist. Die Ersatzbeschaffungsmaßnahmen der Regierung hatten die Wirkung, daß unsere Werke auch im Winter gut b e s ch as t i gt waren, ja, der De z e m b e r, sonst stets der schwächste wurde in bezug auf Auftragseingänge einer der besten Monate des ganzen 3.af)re5.J)er Januar 1935 ergab an Zulassungen für Personen kraftwagen das Viereinhalbfache für Last- waaen das Fünffache des Januar s 1 9 o 3. Von einem Jnlandabsatz von 44 ^0 Automobilen im Jahre des Tiefstandes 1932 auf , 1.59 000 imJahre 1934, das bedeutet eine Verdreiemhalbfachung von 36 000 Motorrädern auf ^ 000 kann es ein glänzenderes Zeugnis geben für die Kraft n tionalfozialistifcher Wirtschaftsführung? Es ist uns gelungen, die Ausfuhr von Lastwagen um rund 4 v. h-, die von Per- fonenwagen um 24 v. h. zu steigern; doch das genügt uns nicht. Wir wissen, daß wir tn Konstruktion und Qualität führend find in der Welt, man gibt das draußen zu, aber was nützt uns bloße Anerkennung, von schönen Worten kann kein Schornstein rauchen. Wir brauchen g e st e i g e r t e A u s f u h r, um ausländisches Rohmaterial kaufen zu tonnen. Daher ist die Aulomobilindustrie zur S e l b st h i l f e geschritten. Sämtliche Fabriken, auch die nicht oder wenig exportierenden, haben einmütig beschlossen, bedeutende Wittel in eine Ex portkasse zu zahlen, die den exportierenden Werken ermöglichen soll, dem Wettbewerb auf dem Weltmarkt zu begegnen. Treu steht der deutsche Automobilhandel seiner Industrie zur Seite; indem er zugunsten haben gute Hoffnung, daß der große Wurf gelingen wird, aber es wäre leichtfertig, ohne genügend lange und scharfe Erprobung mit den Konstruktionen herauszukommen. Gelingt technische und wirtschaftliche Bezwingung der Riefenaufgabe, fo wird der Volkswagen nicht allein breite Schichten unseres Volkes erfassen, er wird auch ein Exportobjekt von größter Bedeutung werden. Seien Sie überzeugt, mein Führer, daß Sie uns nicht kleinmütig finden werden, daß wir den sehnlichen Wunsch haben, unseren Dank für die ftarfe Förderung durch Bewältigung der schwierigsten aller Aufgaben zu erweisen, daß wir mit allem Eifer arbeiten und auch im Dollbewußtsein der wirtschaftlichen Verantwortung. In unserem Lande wurde der Kraftwagen erfunden. Die Namen Daimler und Benz gehören zu den großen Verkehrspionieren der Menschheit! Das deutsche Volk selbst besitzt im Durchschnitt eine außerordentlich hohe t e d) - nische Fähigkeit und Veranlagung. Unsere Ingenieure gehören und gehörten zu allen Zeiten zu den tüchtigsten und fähigsten Technikern der Welt. Der deutsche Arbeiter wird gerade in seinem Oualitätswert von keinem anderen Arbeiter übertroffen. Der Wagemut unserer Unternehmer hat uns auf vielen anderen Gebieten die größten wirtschaftlichen Einrichtungen aufgebaut. Auch die Art unserer Besiedlung läßt von vornherein auf ein großes Verkehrsbedürfnis schließen. Die deutschen Reichsbahnen z. V. waren vergleichsweise nicht nur die größten, sondern auch weitaus mustergültigsten Anlagen. Warum soll nun unser Volk, das in seinen Eisenbahnen, in seinen Schiffahrtslinien und seit den letzten V/z Jahrzehnten auch in seiner Luftpost eine außerordentliche Intensität des Verkehrs entwickelt hat, gerade mit dem Verkehrsmittel in einem entwürdigenden Rückstand bleiben, das es einst selbst erfunden hat? 23 e rH n, 14. Febr. (DNB.) Das Herz von Berlin j scheint am Donnerstagvormittag auf dem riesigen Ausstellungsgelände der Reichshauptstadt am Kaiserdamm zu schlagen. Nach letzten unermüd- | liehen nächtlichen Arbeiten ist hier heute auf 70 000 Quadratmeter Fläche die größte Autoschau jder Welt fertiggestellt worden. Die ganze Umgebung weist auf "einen großen Tag hin. Zu Hunderten" und tausenden schlängeln sich die Automobile auf den vielen Zufahrtsstraßen nach dem Messe- gelände, verstopfen zeitweilig die Straßen, um dann im Nu die großen Parkplätze ringsherum zu füllen. Die Nummernschilder an den Fahrzeugen zeigen, daß sie aus allen Landen Deutschlands und vielen ! ausländischen Staaten kommen. Das größte Interesse richtet sich naturgemäß auf die Autohalle I, in der d e r Eröffnungsakt abgehalten wird. Die Außenseite ist vollkommen hinter Tannengrün (versteckt. Herrliche Blumenausschmückungen zieren I das Innere der Ehrenhalle, die in riesigem Ausmaß von der eigentlichen Ausstellungshalle abge- i schlagen ist und ein Musterbeispiel architektonischer | Schöpfung darftellt. An der Stirnseite erhebt sich ! das Podium für die Ehrengäste und für das Red- | nerpult. Den Hintergrund bildet ein roter Tuchvorhang, und ein silbernes, etwa 20 Meter breites j Hoheitszeichen scheint über dem Ganzen zu schweben. Diese Halle ist zugleich auch als Ehrenhalle des deutschen Konstrukteurs und Arbeiters gedacht. An den Wanhseiten der Ehrenhalle sind "sämtliche Siege und Weltre- korde aus dem Jahre 1934 verzeichnet, und auf einer besonderen Platte stehen die großen historischen Siege, die bisher der deutsche Automobilsport errungen hat. Inzwischen füllt sich immer mehr der Ehrenraum mit Taufenden geladener Gäste. Man bemerkt fast sämtliche R e i ch s m i n i st e r, die Botschafter von Frankreich, England, Italien, Polen und Spanien, sowie fast sämtliche Gesandte; ferner samt- | liehe Reichs- und Gauleiter, den Reichsfuh- rer der SS. Himmler, den Chef des Stabes der SA. Lutze, den Reichsorganifationsleiter Dr. Ley, Reichsjugendführer Baldur von Schirach, die Reichsstatthalter, weiter den Chef der Heeresleitung General von Fritsch, den Chef der Marineleitung Admiral Rae der, den Chef des Kraftfahrwesens der Reichswehr Generalleutnant Lutz, den Generaldirektor der Reichsbahn Dr. Dorpmüller, den Generalinspektor des deutschen Straßenwesens Dr. Todt, sowie führende Persönlichkeiten der Wirtschaft und Industrie. Der Führer und Reichskanzler wird bei seiner Ankunft von dem Präsidenten des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie, All- m e r 5 und dem Korpsführer des NSKK., Hühnlein begrüßt. Unter den Klängen des Präfentiermarsches "schreitet der Führer die NSKK.-Formatio- nen ab und unterschreitet unter den Klängen der „Kreuzritter-Fanfaren" den Raum zu feinem Platz auf dem großen Podest. Der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie, Geheimrat Dr. Atlmers, Wenn ich damals von dieser Stelle aus die Entschlossenheit des neuen Regimes verkündete, dem langsamen Verfall unseres Kraftverkehrs Einhalt zu gebieten, dann war ich mir darüber klar, daß eine solche Wendung nur im Rahmen einer allgemeinen Wiederbelebung unserer Wirtschaft gelingen kann. Aber wenn die Gesundung unseres Kraftverkehrs und der an ihm beteiligten Wirtschaft nur in Verbindung mit einer allgemeinen Belebung stattfinden kann, darf man auch umgekehrt nicht vergessen, daß diese allgemeine Wiederherstellung unseres wirtschaftlichen Lebens mißlingen müßte, ohne die einzelnen Teilmaßnahmen zur Heilung wirtschaftlicher Schäden auf den verschiedenen zahlreichen Einzel- gebieten. Wenn mir nach knavp zwei Jahren in der Förderung des deutschen Automobilwesens so große und durchschlagende Erfolge aufzuweisen vermögen, dann soll man erkennen, daß dies nicht einem Zufall oder einer Hexerei zu verdanken ist, sondern einem sehr umfassenden Angriff gegen bestimmte Ursachen des früheren Verfalls auf diesem Wirtschaftsgebiet einerseits und einer Reihe weiterer Maßnahmen, deren Wirkung aus dem Gefamtzufammenhang dieser Aktion rein psychologisch schon nicht wegzudenken ist. Die Automobilfabrikation nimmt mit ihren Nebenindustrien eine sehr entscheidende Schlüsselstellung ein. Die durch sie in Verkehr gesetzten Werte erreichen in den meisten Staaten hohe Prozentsätze der in der Wirtschaft fließenden Gesamtsummen. Warum gerade in Deutschland die Entwicklung dieser Industrie so ungünstig verlief, ist auf "ben ersten Blick schwer verständlich. Die Gründe kennen, heißt hier die Voraussetzung schaffen für die Beseitigung dieses unmöglichen Zustandes. Wenn der Weltkrieg durch seine Ab chließung Deutschlands von den übrigen Volk-m sowohl als durch die Stellung ganz besondrer und andersgearteter Aufgaben uns zum ersten Male aus dem Rahmen, dem Fluß der internationalen Entwicklung dieses Verkehrsinstrumentes h e r a u s r i ß , dann war es nach ihm der Vertrag von Versailles, der durch ferne moralische, politische und -wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands die nachfolgenden Bedingungen für den Zusammenbruch unserer Automu- bilwirtschaft schuf. Unkluge Maßnahmen der Regierungen taten im Bunde mit einer zur Primitivität hinsteuernden marxistischem Weltanschauung das übrige, um Produktion und Käufer zu bedrücken und abzuschrecken. Ich habe Ihnen, meine Herren der Kraftver- kehrswirtfchaft, daher vor zwei Jahren meine Muffaffungen über dieses Problem offen mitgeteilt und angegeben, was meiner Ansicht nach zur lieber* Windung dieses Zusammenbruches wird geschehen müssen. Es waren eine Anzahl von Maßnahmen, teils wirtschaftlichen, teils psychologischen Charakters, die — und dies möchte ich heute besonders laut betonen — nur bei gemeinsamer Inangriffnahme und Durchführung eine Behebung dieser Not schaffen konnten. Wenn das erste, was getan werden mußte, die Beseitigung der zum Teil geradezu unvernünftigen behördlichen Hemmungen sowie die Abschaffung einer Anzahl wahrhaft verkehrsmörderischer Beladungen war, dann war aber nicht minder wichtig die allgemeine Wiederherstellung des $ e l b ff o erfreuens unseres Volkes und in diesem besonderen Fall die wirkungsvolle demonstrative Hervorhebung und Unterstreichung dieser uns gestellten Aufgabe sowie die sichtbare Feststellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung derselben. Ich hielt es daher damals für notwendig, daß parallel der Entlastung des Kraftwagenverkehrs von den staatlichen Bedrückungen eine bewußte Förderung desselben in der Form eines pfycho- logisch wirksamen Anreizes durchgeführt werden muß. Die Stärkung des Automobilfpor - - tes gehört in das Kapitel der Wiedererweckung des Interesses der Nation an diesem wunderbaren Instrument modernster Derkehrstechnik der Menschheit. Aber ebenso ist dann notwendig der Bau eines Straßennetzes, das ja eine der Voraussetzungen für eine wirklich zukunftsreiche Modernisierung unseres Verkehrs überhaupt ist. Ein Kraftwagenbestand von 2 bis 3 Millionen Wagen führt unter Zugrundelegung unseres bisherigen in Trassierung und Material ungeeigneten Straßennetzes eher zu einem Verkehrsverfall als zu einer Verkehrsverbesserung. Wenn wir bedeuken, daß in der deutschen Auto- mobilinduslrie und in den Zubehör- und Reparaturwerkstätten sowie im Baugewerbe, das für Fabriken und Garagen tätig ist, jährlich schon jetzt über 600 000 Menschen beschäftigt sind, und wenn wir zu ihnen noch rechnen die rund 400 000 direkt oder indirekt am Bau der Reichsautobahnen und am Ausbau unserer Straßen Beschäftigten, dann ergibt dies eine Zahl von rund einer Million Menschen, die heute in dieser Wirtschaft ihr Brot verdienen. Bei einem Andauern der früheren Verhältnisse würden vielleicht keine 20 v. H. von dieser Zahl Arbeit und Auskommen finden, d.h. die gesamte Krafts verkehrswirtschaft, einschließlich den Straßenbau, entlastet dasReich umwinde st ens4 bis 500 Millionen Mark dank der heutigen Ent< i Deutschlands Stellung zu den Londoner Vorschlägen rung e n -Ochreibmaschinenseiten umfasse, ziemlich allgemein I „Ordnung gebracht" habe gehalten if-ei. „Petit Parisien" erklärt, die deutsche | 21 b r ü ft u n g würde auf t auf dem Fuß folgen. daß sowohl die Fragen des synthetischen Gummi, als auch die des s y n '‘ , Benzins im Prinzip gelöst sind. Wo sich aber n und allgemeine 1 N und di CttoBHjti Sonbon, 14. 5 M Ha/ bas Floren" - n kWrauensan üikiteroppof 8^- gegen die nc Antwort sei höflich und nehme das Londoner Pro. tokoll als Unterlage für weitere freie, gleichberechtigte Verhandlungen an. Berlin begrüße den Plan eines Luft, locarnos mit ausgesprochener Sympathie, spiele aber auf die anderen Punkte, die in der französisch, englischen Anregung enthalten seien, kaum an und vermeide namentlich die Stellungnahme zum O st pakt und zum Donaupakt. Immerhin rege die Reichsregierung an, die Verhand« lunaen auf diplomatischem Wege fort« zusetzen, um den Rahmen der Ansprüche genau festzulegen. Vielleicht werden die französische und die englische Regierung sich aufs neue ins Benehmen setzen und zunächst einmal einen genaueren Plan für die diplomatischen Verhandlungen ausarbeiten. Der Berliner Berichterstatter des „Journal" deutet — in Übereinstimmung mit anderen Blättern — lose zureisen in der Hoffnung, im Saargebiet Arbeit zu finden. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Arbeitslosigkeit im Saargebiet weit über dem deutschen Durchschnitt liegt und daß deshalb mit einer Unterbringung von Arbeitskräften, die von auswärts zuwandern, unter gar keinen Umständen zu rechnen ist. sie kw®? Die deutsche Mitteilung wird morgen veröffentlicht. Eine Erläuterung des „Völkischen Beobachters". Berlin, 14. Febr. (DAV.) Der Reichsminisler des Auswärtigen, Freiherr von Aeuralh, hat Donnerstagnachmittag den englischen Botschafter Sir Eric P h i p p s und unmittelbar daraus den französischen Botschafter Francois Poncet empfangen und ihnen die deutsche Stellungnahme zu den Londoner Vorschlägen mitgeteilt. Eine Role i st nicht überreicht worden. Eine Veröffentlichung des Inhalts dec deutschen Mitteilung ist für Samstag früh vorgesehen. lisch-französischen Besprechungen in London lägen in einer Linie mit den monatelangen Bemühungen der englischen Regierung, den Faden, der im April vorigen Jahres abgerissen war, wieder aufzunehmen und irgendwie einen Weg zu finden, zu einem Gedankenaustausch über die Europa bewegenden aktuellen Probleme zu gelangen. Man werde daher annehmen dürfen, daß England diese glücklich eingeleitete Aktion fortführen werde. Von deutscher Seite werde gewiß nichts verabsäumt werden, um solche Gespräche, die erfahrungsgemäß rascher zu positiven und praktischen Ergebnissen zu führen pflegten, als Verhandlungen im größeren Rahmen im Sinne der weiteren europäischen Entspannung einem outen Ende näher zu bringen. Es liege im Interesse aller, den durch die rasche deutsche Antwort in Fluß gebrachten Problemen in voller Loyalität und mit gutem Willen jede Förderung zuteil werden zu lassen. „Die Völker erwarten, daß vor allem die Probleme, deren Lösungen nach gesundem Menschenverstand erreichbar und praktisch lösbar erscheinen, von den Regierungen unverzüglich einer Regelung zugeführt werden. Denn die Lösung der einen vitalen Aufgabe wird, rein psychologisch, manche Hindernisse beseitigen und die Ausräumung schwieriger Probleme zu erleichtern vermögen." Oie Neuwahlen in Nanzig. Danzigs 14. Febr. (DNB.) Die Danziger Regierung und die nationalsozialistische Fraktion des Danziger Volkstages haben sich aus freien Stücken entschlossen, das Danziger Parlament a u f z u l ö s e n, obwohl die Legislaturperiode an sich noch über zwei Jahre läuft und bis dahin keine Partei in der Lage gewesen wäre, die Stellung des auf die absolute Mehrheit der NSDAP, im gegenwärtigen Volkstag gestützten nationalsozialistischen Senates zu erschüttern. Der Grund zur Ausschreibung von Neuwahlen ist darin zu suchen, daß das Danziger Zentrum und einige Parteigrüppchen immer wieder der Regierungspartei Knüppel zwischen die Beine warfen und sich beim Völkerbund als Angeber und Querulanten betätigten. Der Danziger Senatspräsident hatte seine Bereitwilligkeit erklärt, auf dem Wege unmittelbarer Verhandlungen mit dem Zentrum eine Einigung zu versuchen. Diese Verhandlungen sind nun an dem völligen Mangel an Einsicht der Zentrumsvertreter gescheitert, während die Besprechungen mit der katholischen Geistlichkeit einen zufriedenstellenden Verlauf zu nehmen scheinen. So forderte u. a. das Zentrum die Aufhebung einer Verordnung aus dem Jahre 1933, nach der die nationalen Verbände einen be- Die deutsche Anwort „günstiger, als angenommen worden ist" Das Echo im Ausland. Wicklung allein an Arbeitslosen- und Fürsorgeunter- ftützungen. Sie schafft darüber hinaus aber ein Steueraufkommen, das insgesamt diesem Betrage nur wenig nachstehen dürfte! Also die Summen, die für die direkte und indirekte Förderung dieser zukunftsreichsten Industrie aufgebracht werden, stehen — auch unter Einrechnung der Kosten unseres Straßenbaues — in keinem Verhältnis zu dem schon heute in Erscheinung tretenden Gewinn. Ich erwähne dies, um gegen die Meinung Stellung zu nehmen, man könne von diesem umfassenden Programm der Belebung unseres Kraftverkehrs nach Belieben den einen oder anderen Teil wegstreichen, weil er finanzielle Belastungen mit sich bringt, ohne den Nutzen des Gesamten dadurch einzubüßen. Nein, es sind sehr große Anstrengungen notwendig, um eine blühende Industrie in ihrer Blüte zu erhalten. Sie müssen aber noch vervielfacht werden, wenn man einen bereits dem Ruin ausgelieferten Wirtschaftszweig, der zu allem Ueber- fluß noch abhängig ist von der inneren psychologischen Einstellung eines Volkes, wieder retten und neu befruchten will. 3d) kann mich daher auch heute nur wieder zu dem Programm bekennen, das vor zwei Jahren ausgestellt wurde und das unterdessen so überaus reiche Früchte getragen hat. höchstes behördliches Entgegenkommen und h ö ch st e Rücksichtnahme auf den Kraftwagenverkehr und die Kraftwagen- i n d u st r i e, starke psychologische und materielle Förderung des-Kraftwagens im Sport und endlich Förderung und Sicherung des Verkehrs durch die psychologisch überhaupt nicht zu ermessende Bedeutung des Baues unserer Reichsauto st raßen. Sie werden in wenigen Jahren eines der gewaltigsten Propagandamittel nicht nur für eine heute vielleicht im ganzen Umfang gar nicht vorausgeahnte Steigerung des Kraftverkehrs und damit der Produktion sein, sondern auch ein jährlicher Anziehungspunkt für viele hunderttaufende Fremde, denn: nach Fertigstellung der Reichsautobahnen wird Deutschland das weitaus modernste Autostraßennetz der Welt sein eigen nennen; ein gewaltiges Dokument friedlichen Fortschrittes. Zu diesen Maßnahmen kommt als weitere Aufgabe die Schaffung eines Wagens der breiten Massen. Ich freue mich, daß es der Fähigkeit eines glänzenden Konstrukteurs und der Mitarbeit seines Stabes gelungen ist, die V o r e n t w ü r f e für einen deutschen Volkswagen fertigzustellen, um die ersten Exemplare ab Mitte dieses Jahres endlich erproben zu können. Ich habe bei der letzten Automobil- aussiellung schon erklärt, daß die Erfüllung dieses Auftrages Jahre erfordern kann; allein die Aufgabe muh gelüst werden und daher wird sie auch gelöst. Es muh möglich fein, dem deutschen Volke einen Kraftwagen w schenken, der im preis nicht mehr kostet, als ,cüher ein mittleres Motorrad und dessen Brennstoffverbrauch mähig ist. Es ist dies nicht nur eine Aufgabe der Automobilindustrie, sondern auch eine Aufgabe un = ferer Rohstoffproduktion, die in diesem ganz besonderen Falle in ihrer Preisgestaltung nicht nur einen eminent volkswirtschaftlichen, sondern auch einen nationalen Zweck zu berücksichtigen hat. Indern wir aber diese große Zielsetzung vornehmen, ergibt sich zwangsläufig und von selbst die weitere Aufgabe der S i che rung unseres Brenn- stosfbedarfs. Wir befinden uns aber gerade hier mitten in einer Serie ich kann schon sagen umwälzender Erfindungen. Wir wissen es alle, Botschafter Francois-Poncet die Führung übernommen. An den Ständen der anderen ausländischen Firmen sah man ebenfalls Angehörige der diplomatischey Vertretungen. Der Führer begrüßte überall die auf den Ständen anwesenden Arbeiter und Monteure und unterhielt sich mit ihnen. Während der Besichtigung konzertierten in den einzelnen Hallen Kapellen des NSKK. Mit besonderem Interesse besichtigte der Führer die Hallen der ßaftfraftroagen und die Ausstellung „Die S t r a ß e ", die eine hochinteressante Uebersicht gibt über das Reichsautobahn-Programm und den Stand der Arbeiten. Als der Führer gegen 15 Uhr von den Autohallen abfuhr, goß es in Strömen. Trotzdem hatten sich Tausende von Menschen an der Funkhalle angesammelt, die den Führer begeistert begrüßten, als er die Halle verließ. Reichsleitertagung in Berlin. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Im Preußenhaus in Berlin fand am Donnerstag, wie NSK. berichtet, unter dem Vorsitz des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß eine Reichsleitertagung der NSDAP, statt. Die Tagung befaßte sich mit einer Reihe aktueller politischer Fragen, die zur Zeit im Vordergrund der Parteiarbeit stehen. Im Anschluß an eine ausgedehnte Aussprache wurden Maßnahmen innenpolitischer parteiorganisatorischer Art besprochen, die für die Durchführung der staatspolitischen Aufgaben der Partei von Bedeutung sind. Elternabende der HI. im ganzen Reich. 2luf Anordnung der Reichsjugendführung werben im Monat März in allen Standorten der Hitler- Jugend Elternabende durchgeführt, an denen die Jungen oder Mädel gemeinsam mit ihren Eltern teilnehmen. Durch diese Abende soll die Zusammenarbeit der HI. - Führung mit der Elternschaft weiter ausgebaut werden. Die Gestaltung der Elternabende übernehmen die Führer der veranstaltenden Einheiten, d. h. die Ge- folgschaftsführer der HI., die Fähnleinführer des Jungvolks, die Mädelgruppenführerinnen des BdM. und die Jungmädelgruppenführerinnen der Jungmädel im BdM. Alle Veranstaltungen werden den -Eltern einen Ausschnitt aus der Arbeit dec Organi- Zusammenarbeit auf gleichem Fuß. — Gleiche Sicherheit für alle. — Besonderes Interesse für das Lustlocarno. ein Wille einer Aufgabe ernstlich widmet, wird immer ein Weg zur praktischen Erfüllung gefunden. Wir werden damit erneut der deutschen Volkswirtschaft einen großen Auftrag und unzähligen deutschen Menschen Arbeit und Brot geben. Es ist wichtig, daß die deutsche Kraftwagenindustrie auch hier erkennt, wie groß ihre nationale Aufgabe ist und wie sehr sie auf die Konstruktion der Verkehrsmittel Rücksicht nehmen muß, auch auf die Möglichkeit der Heranziehung und Verwendung deutscher Betriebsstoffe, um damit, wenn möglich, einen neuen deutschen Wirtschaftszweig ins Leben zu rufen. Richt minder groß ist bann aber auch die Verantwortung jedes einzelnen Deutschen diesen gemeinsamen nationalen Anstrengungen so vieler bester Männer gegenüber, denn was die deutsche Wirtschaft hier geleistet hat, werden Sie in wenigen Minuten besehen können. Es ist eine wahrhaft stolze Gemeinschaftsarbeit von Konstrukteuren, Technikern, Werkmeistern, Arbeitern und Kaufleuten, die hier vor Ihren Augen enthüllt wird! Unsere Wagen und Motorräder sind nicht nur d i e schnellsten, sondern wir können mit Stolz sagen, auch mit die besten der Welt. Möge sich dieser Leistung einer einzigartigen Solidarität der deutschen Arbeit nun aber auch der deutsche Konsument anschließen. Unsere Ingenieure und Arbeiter können stolz sein, solche Wagen zu bauen. Möge der Deutsche stolz genug sein, sich ihrer auch zu bedienen! Im übrigen prüfen Sie die Leistung des deutschen Kraftwagenbaues im Rahmen einer internationalen Produktion alle selbst, denn ich eröffne hiermit die Internationale Aulomobil-Ausstellung 1935 zu Berlin! Der Führer besichtigt die Ausstellung. Der Führer wird in seinen Ausführungen des öfteren von lebhaftem Beifall unterbrochen, der sich am Schlüsse seiner Rede zum Orkan steigert. Auch Präsident A l l m e r s nimmt nochmals Gelegenheit, dem Führer seinen und der deutschen Automobilindustrie Dank auszusprechen. Nach dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied spielt das Musikkorps den Aufzug der Meistersinger. Der Führer begibt sich dann mit einem Teil der geladenen Ehrengäste in die Halle zur Besichtigung der Ausstellung. Er besichtigte sämtliche neun Hallen. An allen Ständen ließ er sich von den Vertretern der Firmen die Erzeugnisse erklären. Er besuchte u. a. in der Halle der Personenwagen auch die Stände der ausländischen Firmen. An den französischen Ständen hatte der französische Unter der Ueberschrift „Deutschlands Wille zur Verhandlung" befaßt sich der „Völkische Beobachter^ mit der deutschen Haltung zu den im Londoner Kommunique enthaltenen Vorschlägen. Das Blatt setzt sich zunächst mit den Methoden auseinander, die von einem Teil der französischen Presse bei der Behandlung der durch das Londoner Programm aufgeworfenen Probleme angewandt werden. Gewisse Aeußerungen in der Pariser Presse ließen Zweifel aufkommen, ob „die Methoden der Versöhnung und der Zusammenarbeit", von denen das Londoner Kommunique spreche, auch als Realität Anwendung finden sollten oder nur als heute angemessener Deckmantel sehr alter und wohlbekannter Methoden. Der „Temps" habe geglaubt, in der Stunde, wo die deutsche Antwort erwartet wurde, mit Deutschland immer noch im Tone des Siegers gegenüber einem Besiegten verhandeln zu können. Dies zeige, wie gründlich falsch offenbar immer noch die Situation an einzelnen Plätzen gesehen werde. Demgegenüber könne Deutschland darauf Hinweisen, daß die Politik der Reichsregierung die Methode der Zusammenarbeit schon immer ohne Vorbehalt mit offener Klarheit befolgt habe. Mit dieser klaren Linie seiner Politik könne Deutschland auch ohne Bedenken jede unter gleichen Bedingungen angebotene Verhandlung annehmen. Auch aus der deutschen Antwort auf die Londoner Vorschläge werde sich ergeben, daß Deutschland jederzeit bereit sei, feinen Teil zur Sicherung des allgemeinen Friedens beizutragen, daß es aber nicht gewillt fei, mit dieser Sicherung des Friedens ein leichtfertiges Spiel treiben zu lassen, was jeder tue, der die klare Angelegenheit des Friedens mit unklaren Problemen und Paktvorschlägen verquicke. Daß neue Pakte nur als Vereinbarungen souveräner Staaten abgeschlossen werden könnten, dürfte allgemein bekannt sein. Diese Souveränität beziehe sich aber nicht nur a u f d i e Rüstungsziffern, sondern auch auf jenes S y st e m der Sicherheit, auf das Paris auch jetzt wieder Hinweise. Bei der Grundlegung des Systems der allgemeinen europäischen Sicherheit müßten die deutschenSicherheitswünsche ebenso berücksichtigt werden, wie die der anderen Völker. Die „Deutsche Diplomatisch-politische Korrespondenz" schreibt u. a.: Der Gedanke eines Luftverteidigungsabkommens auf Gegenseitigkeit, begegne in Deutschland begreiflicherweise dem größten Interesse. Dieser Plan bringe auf der einen Seite gewiß höhere Opfer u n o erhöhtes Risiko, sei auf der anderen Seite sicherlich aber auch in der Lage, die von allen gewünschte e r - höhte Sicherheit zu bringen. Die letzten eng- Englische Berichte. London, 15. Febr. (DNV.-Funkspruch.) Der Berliner Reuteroertreter meldet, die vom Freiherrn von Neurath dem britischen und dem französischen Botschafter mitgeteilte deutsche Stellungnahme zu den Londoner Vorschlägen besage, daß Deutschland bereit sei, diplomatische Verhandlungen über die englisch-französischen Vorschläge zu beginnen, die sich auf den Londoner Luft - Lo - carnoplan beziehen. Die deutsche Haltung sei noch günstiger, als in manchen Kreisen angenommen worden sei. Als Deutschlands Ziel werde die allgemeine Befriedung Europas bezeichnet. Allerdings würden in einigen Punkten Aufklärungen gewünscht, besonders hinsichtlich des Ost - und des Donaupaktes. Diese beiden Fragen müßten als in der Schwebe befindlich betrachtet werden. Der Vorschlag für ein Luft-Locarno werde in Deutschland'am allergünstigsten ausgenommen, da er klar begrenzt und leicht verständlich sei. In dieser Frage werde wohl am leichtesten ein greifbares Ergeb- n i s zu erreichen sein. Der Berliner Berichterstatter der „Time s" teilt mit, daß ein allgemeine sRü stungsabkom- m e n eine längere Erörterung erfordern werde, die aber durch den vorherigen Abschluß des Luftabkommens erleichtert werden würde. Die Pläne für einen zentral europäischen Pakt, dessentwegen Deutschland bereits Fragen an die zuständigen Regierungen gestellt habe, und für einen Ost pakt, der mit Unterbrechungen seit neun Monaten erörtert worden sei, schienen in der deutschen Antwort kaum mehr als erwähnt zu werden; es sei aber zu verstehen gegeben, daß die Vorschläge zur Kenntnis genommen worden seien und genau überprüft würden. Nichts in der deutschen Antwort könne als eine Verwerfung eines Teiles des Londoner Programms ausgelegt werden. Wahrscheinlich werde es sich Herausstellen, daß die Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund überhaupt nicht erwähnt werde. Nach Deutschlands Ansicht könne dieser Schritt nur am Ende einer ganzen Reihe von Verhandlungen erwogen werden, wie dies ja auch indirekt in der Londoner Mitteiluna zugegeben werde. Man glaube in Berliner Kreisen, daß jetzt nach der deutschen Antwort britische Minister Deutschland einen Besuch a b ft a t = ten sollten. Man sei der Ansicht, daß ein solcher Besuch dazu beitragen würde, die Verhandlungen i n G a n g zu bringen. Der Widerhall m Paris. sonderen Ehrenschutz genießen. In einer weiteren Beschwerde behauptete das Zentrum, daß die Gründung von Beamten- und Lehrerbünden gegen die in der Verfassung zugesicherte gesetzliche Freiheit verstoße, obwohl Die Verfassung Berufsverbindungen ausdrücklich vorsieht. Weiter beschwert sich das Zentrum über die weitgehende Identifizierung von Partei und Staat. Paris, 15. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Bei der Besprechung der deutschen Stellungnahme zum Londoner Protokoll unterstreicht die Pariser Morgenpresse, daß die deutsche Antwort, die nur zwei W '^Mandate b@ fesF Mck zu f« "' ILfeitcn unö Kpf um diese de En! Mit unerho 1 lettischen^ Weben. B « § smngsgesetz tn Jin, nahm die W »»"gswege de i M ihr angeftan r -ihunderte Hindu |Mr Kultur | jlr Der Einspruch Un rechtswidrig ff 1 Protest des leit Hantwort auf das l lErlegte, nützte nicht l sie deutsche eoangel Gottesdienst u I Dofjl ihr im Verma I. Drittel der Sitze e I Bermaltung des Dl ! |ren Protest gegen I runderen. Sie hat I find) mehrere Male ’ bi spüren müssen, pjen alles Rech grräte enteig otng des lettischer ö halttoten ab u ftpitel deutschen liege. Staaten zur Beteiligung an dem Luftabkommen und damit zur Stellung eines entsprechenden Anteils an der gemeinsamen Verteidigungsstreitkraft eingeladen werden sollten. Wenn Einigkeit über den Grundsatz der geaen- seitigen Verteidigung erreicht sei, dann würde Dies nach seiner Meinung am wirksamsten durch eine zentrale Luftmacht unter direkter Aufsicht des Völkerbundes zum Ausdruck kommen. Europa würde dann sein Haus in Saarbrücken, 14. Febr. (DNB.) Der Reichskommissar für die Rückgliederung des Saarlandes, Abteilung Wirtschaft, teilt mit: Aus der Stadt Saarbrücken und aus anderen Städ-1 Partei und (______ ten des Saarlandes wird gemeldet, daß aus ver- Angesichts einer derartigen Einstellung einer jchiedenen Gebietsteilen Deutschlands A r b e i t s = I Gruppe, die schon im gegenwärtigen Volkstag noch Für Verallgemeinerung des Lustabkommens. London, 15. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Lord Davies erklärte in einer Rede, es sei ermutigend, daß die britische Regierung, nachdem sie in der Frage der internationalen Sicherheitstruppe an der Saar die Führung übernommen hatte, jetzt gemeinsam mit Frankreich und hoffentlich auch mit anderen Ländern Vorschläge, den gleichen Grundsatz auf die Luft a n z u w e n d e n. Er betrachte dies als einen ersten Schritt in Richtung auf die Bildung einer europäischen Luft Polizei, die dem „tollen Wettrüsten" in der Luft ein Ende machen werde. Um aber das neue System wirksam zu machen, sollten alle Mitglieds st aalen des Völkerbundes zur Teimahme eingeladen werden. Es sei nicht einzusehen, warum nicht außer den vier Großmächten auch die kleineren sation und einen Einblick in die Aufgaben der kommenden Monate geben. In einem zweiten Teil haben die Eltern Gelegenheit zur Aussprache mit den Führern oder Führerinnen der Einheiten. Dazu schreibt der Reichs - Jugend - Pressedienst: Diese neue große Aktion der HI. wird auch nach außen das bestehende harmonische Verhält- n i s zwischen Hitler-Jugend und Elternschaft zum Ausdruck bringen. Längst ist die Zeit vorüber, in der sich ein Teil der Eltern gegen den Dienst ihrer Söhne und Töchter in der Hitler-Jugend, im Jungvolk und im Bund deutscher Mädel wandten. Heute haben alle erkannt, daß in den Jugendorganisatio- nen des Nationalsozialismus eine neue Jugend heranwächft, die erfaßt ist von dem Willen zum Dienst am Volk, und die diesen Dienst in der großen Gemeinschaft der Kameraden ausübt. Welche umfassende Anerkennung die Arbeit der HI. auch bei der Lehrerschaft findet, haben zahlreiche Zeitungsmeldungen erst in der letzten Zett wieder bewiesen. — Am 1. März: (Saarfeier in allen Schulen. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Am 1. März dieses Jahres kehrt das Saarland, das durch das Diktat von Versailles dem deutschen Vaterlande entrissen war, in die Reichsgemeinschaft zurück. Es ist dies ein Tag der,Freude und des nationalen Stolzes, dessen Gedächtnis unsere Jugend der Nachwelt erhalten soll. Reichserziehungsminister R u st hat daher durch Erlaß angeordnet, daß in allen Schulen seines Geschäftsbereiches am 1. März um 9 Uhr der Rückkehr der Saar in einer kurzen würdigen Feier gedacht wird, daß im übrigen an diesem Tage der Unterricht aussällt. Keine Arbeitsmöglichkeit für auswärtige Arbeitslose im Saargebiet. die Tatsache, daß der Reichsaußenminister den englischen und den französischen Botschafter gesondert empfangen hat, dahin, daß Deutschland auf diese Weise absichtlich habe unterstreichen wollen, daß es für kollektive Schritte, selbst wenn es sich um freundschaftliche handele, keine große Vorliebe habe. — Der „Figaro" erklärt, die Denkschrift sei theoretisch günstig; daß der englische Botschafter z u e r st empfangen worden sei, bedeute, daß man in Berlin der englischen Regie- eine Vermittlerrolle zuerkenne. Die Internationale Automobil-Ausstellung Iber ton u dem hpitel deutschen Minderheitenschicksales nach kriege. tcht den siebenten Teil der Wähler ertritt, will die Danziger Regierung vor aller Delt den Beweis erbringen, daß die national« izzialistische Staatsführung über die zur Anglei« aung der Verfassung an die Lebensbedürfnisse der Sevalkerung erforderliche Zweidrittelmehrheit im neuen Volkstag verfügen wird. Diese Klärung wird nicht zuletzt auch aus außenpolitischen Gründen segensreich sein. Der Hohe jommissar des Völkerbundes wird es bestimmt begrüßen, wenn die Danziger Regierung durch eine ' |are demokratische Entscheidung der Danziger Bevölkerung die verfassungsmäßigenHand- jaben erhält, die sie braucht, um diesen unwür- ligen Zustand zu beenden. Es kommt hinzu, daß liefe Quertreibereien unter Umständen dazu äuge« [in sind, die auch vom Völkerbund anerkannte Danziger Außenpolitik, die zu dem freund- sich im einzelnen mit den Fragen der Kontrolle der Waffenfabrikation, des Handels usw. beschäftigen. Der amerikanische Gesandte Wilson erörterte den amerikanischen Plan. Er sieht vor, daß jede Einzelheit auf dem Gebiete der privaten wie staatlichen Waffenherstellung und des Waffenhandels im Inland und im Auslande — Gründung von Fa- ruch.) Lord ermutigend, fie in der *ruppe an Hatte, D । aud) mit i @rnnfr betrachte au\ die poiizei, t ein Ende schen Vorschläge zur Kontrolle der Waffenher- " ...g und des Waffenhandels anzufangen. In kommenden Woche werden die Unterausschüsse briken, Erteilung und Ausführung von Aufträgen, Ein- und Ausfuhr von Waffen — von der (Erteilung einer Lizenz begleitet und daß jede Lizenzerteilung gleichzeitig der internalen Kontroll st eile in Genf mit geteilt werden solle. Diese Kontrollstelle solle die ständige Berufskommission sein, die erst noch zu schaffen ift Der französische Vertreter Senator Aubert betonte, daß Frankreich bereit sei, den amerikanischen Entwurf als Grundlage für einp Aussprache an» zunehmen, daß sich jedoch nicht allein der Was- fenhandelsausschuß mit den amerikanischen Vorschlägen zu beschäftigen habe, sondern auch der Ausschuß, der sich mit der Einrichtung eines ständigen Abrüstungsausschusses beschäftigt. Der englische Vertreter, Stanhope kritisierte die amerikanischen Vorschläge ziemlich scharf, wobei er davon ausging, daß es notwendig sei, alle Vorschläge auf dem Gebiete der Abrüstung so stark wie möglich zu vereinfachen. Es handele sich bei den gegenwärtigen Arbeiten der Konferenz ja nicht darum,' ein allgemeines Abrüstungsabkommen zu schaffen, sondern die Kontrolle und Qeffent- lichkeit der Rü st ungen vorzubereiten. Der italienische Vertreter Ruspoli kritisierte ebenfalls die amerikanischen Vorschläge, die zu weit gingen. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, wird am 15. Februar 45 Jahre alt. Die Gauverwaltung Hessen-Nassau sandte folgendes Telegramm an Dr. Ley: „Der Gau Hessen-Nassau entbietet dem Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Robert Ley, dem genialen Kämpfer und Gestalter der Deutschen Arbeitsfront, zu seinem Geburtstag dis aufrichtigsten Wünsche für ein segensreiches Schaffen in voller Gesundheit, allen Arbeitskameraden zum Wohle. Der Gau Hessen-Nassau dankt dem Leiter der Arbeitsfront durch unbedingte Gefolgschaftstreue und mit dem Gelöbnis des vollsten Einsatzes seiner Kräfte für die Arbeit an dem herrlichen Werke der deutschen Arbeit. In der großen Aula der Universität München wurde am Donnerstagabend d i e deutsche Gr» ziehungs - Akademie durch Gauamtsleiter Joseph Streicher eröffnet. Das neue Institut wurde gemeinsam vom NS.-Lehrerbund und der NS.-Kulturgemeinde ins *Leben gerufen. Die Leiter und je ein Beamter der Saarbrücker Polizeireviere überreichten dem scheidenden Polizeikommandanten von Saarbrücken, dem norwegischen Hauptmann Dr. Lie, als Abschi e d s g e s ch e n k ein silbernes Relief des Win- terber-ges. Hauptmann Lie hatte sich bei Polizei» beamten und Bevölkerung größter Achtung und Beliebtheit erfreut. Ihm war es besonders zu verdanken, daß es beim Empfang der Amerika-Deutschen am 10. Januar in der Bahnhofstraße nicht zu schweren Ausschreitungen kam. Besonders verdient hat sich Hauptmann Lie durch Unterdrückung der Polizeirevolte am 15. Januar gemacht. Er wird in den nächsten Tagen in seine norwegische Heimat zurückke>hren. erklärt, di! der eng worden sei chen Regi«: kenne. H vH s.6?'«. »n« Pi,. on, Luit, m spie,. swuzW on un 1 l gnah nm Pakt. 5111.1 e Verhäng 9e fort.! W genau i.osrsche uni >us Beneh- genaue« Handlungen^ urnal" den. Blättern - er den eng« r geson- schland auf )en wollen, selbst wenn erhalten. Es gibt zu denken, daß der Kilogramm- preis des Kraftwagens in Europa etwa 150 v. H. höher ist als in Amerika und die Kosten der Rohstoffe zur Herstellung eines Kraftwagens in Deutschland beispielsweise jene von USA. um 36 v. H. überragen. Diese Zahlen beweisen, daß bei allen Erfolgen, die der Durchbruch einer neuen Wirtschaftsauffassung der Kraftfahrzeug- inbuftrie ermöglichte, noch viel zu kämpfen bleibt, die allgemeine Motorisierung des Verkehrs auf nationaler Grundlage zu verwirklichen. Das vielbesprochene Problem des Volks wagens wird in diesem Rahmen eine große Aufgabe zu erfüllen haben. Volkswagen und Autobahn beschäftigen heute viel die Gedankenwelt von Berufenen und Unberufenen, und wenn auch heute noch um die Erstellung beider gerungen wird, so darf doch gesagt werden, daß sie dem Zweck einer nationalbewußten und volksgesunden Wirtschaft zu dienen haben und somit utopische Erwartungen Phantasiebegabter außerhalb der gewollten Absichten liegen. Die bestehenden ft e u e r l i d) e n Erleichterungen, der zusehends fortschreitende Bau der Autobahnen und die große Belebung, die das Baugewerbe im allgemeinen erfahren hat, werden weiterhin ihre Wirkung auf dem Automobilmarkt im Inland nicht verfehlen. Mögen zur Belebung des Exportes durch Handelsabkommen neue Wege bereitet werden! Die auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Berlin gewonnenen Erfahrungen, die in der Schau der besten Erzeugnisse der Länder ihren Ausdruck findet, lassen uns mit erhöhtem Krafteinsatz weiter arbeiten im Sinne des Führers, der einmal den Satz gesprochen hat: „Ick liebe das Automobil leidenschaftlich, denn durch Den Kraftwagen habe ich Deutschland kennengelernt." wurde. Der Regierung wird vorgeworfen, daß sie keine Po.litik der Erwerbsbeschaffung für die große und wachsende Zahl der Arbeitslosen betreibe und das Haus über die finanziellen Wirkungen der Arbeitslosenunterstützungsbestimmungen irregeführt habe. Unter dem tosenden Beifall der Arbeiterbänke beschuldigte Laus- bury die Regierung politischer Unzulänglichkeit. Premierminister Macdonald gab zu, daß die Regierung nicht das Arbeitslosenproblem gelost hat, warf aber der Opposition vor, daß es viel besser sein würde, statt Parteikapital daraus zu schlagen, mit d e r Regierung zusammenzuwirken, um praktische Pläne zur Beendigung der Arbeitslosigkeit zu entwerfen. Diese Worte Macdonalds losten Beifallsstürme auf den Regierungsbänken aus. Die zahlreichen ironischen Zwischenrufe der Arbeiteropposition während der Ausführungen Macdonalds und dessen erregte Erwiderungen waren ein Beweis für die gespannte Stimmung, in der der Mißtrauensantrag erörtert wurde. Macdonald mußte sich verschiedentlich erregt gegen „beleidigende Bemerkungen" verwahren. Er schloß unter lautem Beifall mit der Erklärung, daß es der Opposition nicht gelungen sei, Beweisgründe für ihren Mißtrauensantrag anzuführen. Der Führer der Oppositionsliberalen, Sir Herbert Samuel, behandelte die Ausführungen Macdonals ironisch, indem er erklärte, der Premierminister habe mit neuer Kraft und willkommener Energie gesprochen. Wenn man sich jedoch überlege, was der Inhalt seiner Rede sei, so sei man zu dem Schluß gezwungen, daß sie keinen Inhalt habe und nichts an Der Lage ändere. Der Mißtrauensantrag wurde vom Unterhaus mit 3 7 4 gegen 68 Stimmen abgelehnt. Die Gesetzesvorlage über die Arbeitslosenunterstützung, die bereits vom Unterhaus in allen drei Lesungen angenommen worden war, wurde auch vom Oberhaus angenommen. Die Z u - stimmung des Königs zu dem Gesetz wird für Freitag erwartet. Kontrolle von WaffensaSrikation und Waffenhandel. Die Genfer Ausschüsse nehmen ihre Arbeit auf. Genf, 14. Febr. (DNB.) Der Ausschuß der Abrüstungskonferenz für die Kontrolle der W a f- fenherstellung und des Waffenhandels versammelte sich zu seiner ersten Sitzung, die vom dänischen Präsidenten des Ausschusses, Sva- venius, geleitet wurde. Man beschloß, mit einer allgemeinen Aussprache über die amerikani - ein Markstein im ivirischastlichen Ausstieg Von 3- Werlin, München, Leiter der Fachgruppe Automobilindustrie. Dem Dritten Reich, seinem Begründer und Führer blieb es vorbehalten, der Welt ein unvergleichliches Beispiel zu geben, wie man eine zusammenbrechende Wirtschaft einem neuen Aufschwung wieder zuführen kann. Die Nutzbarmachung der arbeitslosen Kraft, die Belebung des Verkehrs und im Dienste beider der Wettbewerb der Technik, das sind die Aufgaben, die der Führer aufzeigte, als Voraussetzung für eine Gesundung der Wirtschaft. Die nationalen Kräfte in diesem Rahmen zu messen, veranstaltet die Automobilindustrie, der eine bevorzugte Stellung an der Wirtschaftsfront zukommt, alljährlich internationale Ausstellungen, die als Mark- steine d e r Motorisierung in der Geschichte des Kraftwagens zu werten find. Der Angriff gegen die Arbeitslosigkeit findet die Automobilindustrie in vorderster Stellung. Vermöge ihres Einflußbereiches für Vor- und Nachindustrien bis zum Hütten- und Bergwerksbetrieb ist mit Recht zu sagen, daß der Kraftfahrzeugabsatz eines Landes das Barometer seiner Gesamtwirtschaft ist. Die deutsche Wirtschaft kann somit aus Der Produktionszahl Der Kraftwagen für 1934 von 174 400 Stück mit einem Wert von 718,8 Millionen Mark gegen 105 500 Stück mit einem Wert von 480 Millionen Mark im Jahre 1933, welche wiederum Das Doppelte Der Bilanz von 1932 Darfteüen, einen ganz großen Erfolg buchen. Dieser Erfolg ist ein Vertrauensbeweis für Das nationalsozialistische Deutschland und seine wirtschaftliche Zukunft. Von dem Aufschwung, den die Automobilindustrie in Deutschland genommen hat, konnte die ausländische Automobilindustrie großen Nutzen ziehen, während für das deutsche Auslandsgeschäft keineswegs ähnlich günstige Voraussetzungen vorlagen. Vielmehr läßt sich die deutsche Automobilausfuhr überhaupt nur mit größten Opfern seitens der deutschen Industrie aufrecht- Macdonald und die Arbeiterpartei. Ein Mitztrauensantrag abgelehnt. London, 14. Febr. (DNB.) „Die Regierung S. M. bat Das Vertrauen des Landes verloren" — mit diesen Worten schließt Der Iclfotrauensantrag, Der vom Führer Der jrbeiteroppofition, Lansbury, im Unterhaus gegen Die nationale Regierung eingebracht r3iiQ[ lanziger Außenpolitik, Die zu Dem freunD- rben chaftlichen Ausgleich mit Polen führte, zu stören, wird Die 72 Mandate Des im Mai 1933 gewählten en unh ? "anziger Volkstages setzen sich folgenDermaßen zu- erZlf i:mmen: NKDAP. 41, SPD. 12, Zentrum 10, Kommunisten 5, Deutschnationale 2, Polen 2 Sitze. Sas Schicksal des Rigaer Domes 21m Ende Des Jahres hat das lettländische Kabinett ein neues Gesetz über Die Rigaer Dom- Irche verabschiedet. Danach wird der Dom zur ^athedralkirche Des lettländischen >. jrzbischofs bestimmt. Da dieser auch Die Veraltung Der Domkirche ernennt, ist er Der alleinige ab unbeschränkte Herr des Rigaer Domes. Damit | ijeint fürs erste das Schicksal des Rigaer Domes | siegelt zu sein. Eine Kette von Ungesetz- chkeiten und Gewalttaten, bas war der | ämpf um diese deutsche Kirche in Den Nachkriegs- k,hren. Mit unerhörter Skrupellosigkeit wurde von m lettischen Chauvinisten der Raub Des Domes ? trieben. Als es nicht gelang, das Enteign pungsgesetz im lettischen Parlament Durchzusitzen, nahm die Regierung auf Dem VerorD- iu n g 5 ro e g e der deutschen evangelischen Ge- neinde ihr angestammtes Gotteshaus, das durch die Jahrhunderte hindurch ein Wahrzeichen beut« icher Kultur im Baltenlanbe gewesen Dar. Der Einspruch des Weltprotestantismus gegen iefen rechtswidrigen Raub verhallte ungehört, auch ir Protest des lettischen Bischofs Dr. Jrbe, der als Antwort auf das Enteignungsgesetz sein Amt nie« Drlegte, nützte nichts. Am 10. Dezember 1931 feierte de deutsche evangelische Gemeinde ihren letzten । Sottesbienft im Dom. Sie zag sich dann, ob« llohl ihr im Verwaltungsrat der Domgemeinde ein Drittel der Sitze eingeräumt war, völlig von der Serroaltung des Domes zurück, um vor aller Welt i^ren Protest gegen das angetane Unrecht zu doku- nentieren. Sie hat dann in den folgenden Jahren Noch mehrere Male Die Willkür Des lettischen Stan« t(s spüren müssen, besonders als ihr — ebenfalls gegen alles Recht — die wertvollen Altar- I! gerät e enteignet wurden. Die neue Verordnung des lettischen Kabinetts schließt die Kette der temalttaten ab und beendet eines Der traurigsten Die Hielt feit 1918! . QU * SK njen stiert ONg „-ch Neue, hochinteressante Bilder liegen jetzt den Eckstein-Zigaretten bei: farbige Bilder nach Originalphotos. Wer sie sammelt, wer sie einordnet in das Sammelalbum di«MlikviLy82eit!A schafft sich eine ungewöhnliche Chronik all jener Nachkriegsereignisse, die wir miter- lebten und die alle Welt bewegten. Diese Bildersammlung wird Eckstein No. 5 ihren Freunden noch wertvoller machen! EiklteinS die deutfene Volkszigarette! m wirksam Staaten eingdaben nicht ach.' keinem tabkoiM lenöen Air- zsstreittraft der gegen- wiirde dies urch eiae birettef zum in Haus - igemeii1 igen-^ i Saargech Darauf E j t im .n Durch' einer IW n auswarö instand lauzig W9tr S Aktion vn eien rr/onien rperiobe a dahin teW L SteM SDAP-.'f tionalsoz'""' mxBiihlen ger s ’ i i» tWJI'AWVAllillU Vermietungen MiMiner mitZentralheiz., fliehend. Wasser zu vermiet. 0590 Wartweg 50 vt. Der „Neue“ ist da! Freuen Sie sich, denn mit dem alten haben Sie doch unheimlich viel Gas verbraucht. Diese modernen Gasherde u. Kocher haben Sparbrenner und andere Neuerungen. Es lohnt sich also, ein neues Gasgerät anzuschaffen. Lassen Sie sich ohne Kaufzwang diese Herde und Kocher zeigen bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 746a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 6-ZimmJölin. im Zentrum der Stadt verl.April oder später zu vermieten. Schr. Anfragen unter 882D a. d. G. A. Arterienverkalkung hohen Blutdruck/Rheuma, Gicht, Magen-, Darmstörungen, Nieten-, Blasenleiden, vorzeitige Alterserscheinungen, Stoffwechsel- beschwerd,beug.Sievord. Knoblauch-Beeren Geschmack- und geruchlos! Monatspackung 1.— RM. DrogerieWinterhoff,Kreuzplatz10; Drogerie Kilbinger, Seltersweg 69; Central-Drogerie,Schulstr. 596d Eewinnauszug 5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klassen-Lotterie Ofjnc Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden _____________Abteilungen I und II 6. Ziehungstag 14. Februar 1935 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 29742 362120 43916 127254 151868 192428 224869 300 M. 1020 7664 9703 9829 10551 62443 266090 81435 371668 174990 387050 19398 33129 42348 62673 68434 72627 99901 22532 33457 46154 63169 69650 79110 102501 114962 126342 132473 140219 151979 167388 188303 203544 213959 228538 241067 254209 262026 269636 279713 291225 308776 319441 333141 347979 356658 372344 387168 118673 170119 234899 275159 342571 395945 23492 35004 46566 63990 71380 81619 103288 115413 129886 133491 143327 152642 171231 188542 208591 214024 230136 242055 254735 263631 269680 280610 295834 310084 319486 333730 349646 358440 373521 394611 24104 36167 49101 64424 71396 81954 105036 120726 130512 135086 145524 162869 180173 191952 209738 217172 231433 242580 255532 264766 273111 282900 301060 310303 325308 335070 352785 361714 380974 398099 14388 29956 38349 57932 67404 72186 87099 144557 229135 259231 329202 381710 17463 30167 38797 60566 68251 72538 91467 114477 124626 132049 140067 150119 166559 187283 199539 213816 226399 239952 249377 261212 268223 275150 285290 306768 317889 330828 342873 356006 368255 385843 158935 232528 259551 342081 386513 14113 29299 36381 55056 65642 72102 83217 135412 225988 249610 299389 378078 113670 124616 130874 138311 146672 163021 181685 195498 213630 223799 237846 246137 259647 268205 273747 285140 305423 317305 326754 342462 353302 367103 384241 106263 121211 130623 137961 146306 162944 181049 194116 213364 220608 233319 244100 256823 267301 273524 284557 303779 314661 325633 337753 353198 363457 383418 235348 243868 278210 293115 367913 371691 10340 16484 18893 58481 191162 196708 196836 301460 306965 315420 395448 388 Gewinne zu 12607 12866 " 12035992! 3461Q49* 1-9-34?■ l^44-109378 4 Gewinne zu 5000 M. 10 Gewinne zu 3000 M. 251090 376021 18 Gewinne zu 2000 M. 189608 230033 235120 40 Gewinne zu 1000 M. 70636 174530 188261 209522 214470 224414 317761 357175 384145 ^96 Gewinne zu 500 M. 6198 21423 24974 27853 33071 38385 45462 50679 53407 55006 64577 N Gtt Nger uni Göbelnrod, Butzbach, den 12. Februar 1935. 878 D Verschiedenes | Giej 877D 13216 25399 iW 36605 48837 57722 77746 102764 116344 122262 134330 143108 159404 176083 203865 226293 239064 254589 266622 283711 310263 320185 326599 346156 365919 380560 399246 36673 49420 59728 77878 199325 14837 50340 136235 34247 43571 54278 69524 97252 383125 47093 52537 140734 231104 348317 381238 > 10226 35801 48076 55627 74062 100895 114218 121339 134186 142975 157798 175387 199820 225856 235372 253510 263623 281211 307827 317433 323782 343770 354958 380500 399076 27148 41988 52053 67081 117151 124997 135130 145721 159892 178655 212259 229554 242344 255336 275481 284442 314058 320414 326987 351181 367918 383405 30952 43455 53749 112658 119574 130743 141776 154791 173958 195483 221385 231653 249274 263040 279455 301690 316976 322499 341332 354169 377955 393639 37302 51814 60919 106170 117655 128576 137680 149726 168440 185087 212750 229635 246185 257512 277667 299273 315647 320584 327263 351999 368652 384390 110286 118982 129003 139904 152816 171518 191139 219087 231426 248660 262632 278276 300713 316939 321135 330525 353969 375037 391011 Mädchen für tagsüber gesucht. 0594 Bäckerei Lange Neustadt 37. Frau mit Hilfe des Führers und den anderen Te!. nehmern an der Partie schnell gelang, sich zu bi. freien, blieb der Professor unter den Schneemassen begraben. Erst zu später Stunde konnte der Ver. unglückte geborgen werden, der noch Lebenszeichen von sich gab. Trotz künstlicher Atmung und anbenr Hilfsmaßnahmen war es nicht mehr möglich, btn Verunglückten am Leben zu erhalten, er starb bald darauf. Der Tote wurde nach St. Cristiria gebracht und wird von hier nach Deutschland übergeführt. RUlzbrandseuche in einem Wiener Zirkus. In einem Wiener Zirkus ist eine schwere M il^, brandseuche ausgebrochen. Zn kurzer Zeit verendeten mehrere Pferde und Löwen. Sieben Personen — die Krankheit überträgt sich vom Tier auf den Menschen — wurden mit schweren Kran!- heitserscheinungen in das Seuchenkrankeu» Haus eingeliefert. Winter ab, um dann, als das Flußwasser wieder gefroren war, seine Herde nach dem Ostufer zu bringen, wo es ausgedehnte und reiche Weideplätze gibt. Ungefähr die Hälfte der Renntiere hatte unterwegs den Tod gefunden, aber in jedem Jahr der Wanderung waren zahlreiche Junge geboren worden, so daß die Herde nicht weit hinter ihrer ursprünglichen Stärke zurückbleibt. Für die notleidenden Eskimos ist der Erfolg der Expedition des beharrlichen Lappländers ein hochwillkommenes Ereignis. Zugvögel mit dem Zeichen der Vogelwarte Roffitten in Griechenland gefangen. An der Küste von Platanos bei Krathidos am Meerbusen von Korinth hat ein griechischer Fischer eine weiße Möve gefangen, die am Fuße einen Aluminiumring mit dem Zeichen E. 104 261 Vogelwarte Rossitten Germania trug. Eine Zeitung bemerkt bei Veröffentlichung dieser Meldung, daß man auch schon öfter einige der zur Erforschung des Vogelfluges in Deutschland beringte Störche in Griechenland gefangen habe. Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen tödlich verunglückt. Auf dem Flüßchen Haßlach bei Sonneberg (Thüringer Wald) vergnügten sich mehrere Kinder mit Schlittschuhlaufen. Plötzlich löste sich eine große Eisscholle, die flußabwärts trieb. Auf der Scholle befanden sich ein 7jähriger Junge und ein 6jähriges Mädchen. Als die Scholle in Stücke zerfiel, gerieten die Kinder unter das Eis und konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Ein Kind vom Zuge erfaßt und getötet Drei etwa sechs Jahre alte Kinder in Neuwied waren von^hren Eltern zu einer Besorgung in das Stadtinnere geschickt worden. Um den Weg abzukürzen, überschritten sie den Bahndamm der Hauptlinie Köln—Frankfurt in der Nähe der Blockstation Heimbach. Sie ließen zunächst einen Güterzug vorbeifahren und sahen beim Ueberschreiten der Gleise nicht, daß aus entgegengesetzter Richtung ein Personenzug kam. Eines der Kinder, Christel Stümper, wurde von der Lokomotive erfaßt und zwischen die Schienen geschleudert. Das Kind war auf der Stelle t o t. Die beiden andern Kinder kamen mit dem Schrecken davon. Wieder deutsche Briefmarken an der Saar. Vom 1. März ab werden im Saarland ausschließlich die deutschen Po st Wertzeichen gelten. Anstelle der Hindenburg-Marken zu 3, 6, 12 und 25 Pfennig sollen jedoch im Saarland zunächst nur die bekannten schönen Saarmarken der Deutschen Reichspost mit der Inschrift: „Die Saar kehrt heim" vertrieben werden. Die Herausgabe neuer Rückgliederungsmarken oder von Ueberdruckmarken ist nicht beabsichtigt. Neuer Lawinensturz in Südtirol. Ein Reichsdeutscher tödlich verunglückt. Aus Ortini in Südtirol wird ein neues Lawinenunglück gemeldet, dem der reichsdeutsche Professor Erdmann-Windisch aus Kirchahorn zum Opfer gefallen ist. Der Professor nahm an einem Skiausflug teil. Während des Marsches bemerkte der Führer der Gruppe plötzlich, daß sich Schneemassen von einer steilen Wand loslösten und ermahnte die Teilnehmer, sich in Sicherheit zu bringen. Allen gelang es, der niedergehenden Lawine auszuweichen, nur Professor Erdmann und seine Frau wurdqn verschüttet. Während es der Es wäre n bürget ober die ihm eigen zujühren, per eines Wochen da mußten \ Schonenjahre mit den Klei sehen, »cnn Dutzend her damals noch beroegte fid) Sehen! Damals roa bejtyiben. Del so Heinen Mus ligener Person tinem hambm flamen Vico v der Hansestadt obwohl er nad wirklicher Gros ein eigenhändic schäst Gewand' Nirgends lie alters große waren auch enge Grenzer Jahrhundert macherei des beswert kam Zweifel an Hauptmanns Schuld. Amerikas öffentliche Meinung über das Todesurteil sehr geteilt. — ^Gitter der größten Zustizirrtümer". — Hoffnung auf Revision. Vermeiden Sie den „Waschtag“ MangelwäschePfd.25^ Naßwäsche... Pfd.18^ (Trockengewicht) Großwäscherei Edelweiß Gießen 59d Ruf 3467 Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem Heimgange unseres Neben Entschlafenen, für die Hilfe während der Krankheit, dem Gesangverein und Kriegerverein für die letzte erwiesene Ehre, Herrn Pfarrer Volz für die erbauenden Worte am Grabe, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie K. Enners. | Mietgesuche | Ml.MM für die Zeit vom 22. Febr. bis 15. März gesucht. Schr. Angeb.mit Preisangabe u. 8811) an d. G.A. Grabgarten in der Stadt mit Wasserleitung zu verpachten. Schr. Anfr. unt. 0581 a.d.Gieß.A. Das Justizministerium erklärte, daß Präsident Roosevelt im Falle Hauptmann kein Begnadigungsrecht besitze, da es sich bei dem Urteil nicht um einen Spruch des Bundesgerichts, sondern eines Gerichtes des Staates New Jersey handele. Das Ministerium hat, wie man vermutet, diese Erklärung nach Erhalt eines Gnadengesuches von Hauptmanns Mutter abgegeben. Der Verwalter des Gefängnisses von Flemington gab bekannt, daß Hauptmann am Samstag nach Trenton übergeführt und in der Todeszelle des dortigen Gefängnisses untergebracht werden wird. Der Angeklagte Hauptmann erklärte Pressevertretern auf Anfrage, ob er irgendein Geständnis abzulegen habe, wenn dies der Fall wäre, so hätte er das Geständnis bereits vor Monaten abgelegt und seiner Frau und seinem Kinde alle diese Aufregungen erspart. Er besitze keinen Cent und müsse sich auf seine Anwälte und auf die Oeffentlichkeit verlassen, um die Berufungsverhandlung in finanzieller Hinsicht zu ermöglichen. Ein Mittäter Hauptmanns? Die Neuyorker Zeitung „Daily News" behauptet, daß das Justizamt der Neuyorker Polizei seit langem darüber unterrichtet sei, daß Hauptmann einen Mittäter gehabt habe. Die Behörden warteten nur eine günstige Gelegenheit ab, um ihn zu fassen. Lindbergh habe diesen Mittäter auf dem Friedhof von Bronx gesehen, als er London das Lösegeld überreichte. Aus aller Wett. Fünf Jahre mit einer Renntierherde unterwegs. Ein mehr als 60jähriger Lappländer Andy Bahr hat ein langweiliges Unternehmen von erstaunlicher Schwierigkeit zum erfolgreichen Abschluß gebracht. Im Jahre Jahre 1929 hatte die kanadische Regierung in Alaska eine Herde von 30 00 Renntieren gekauft und Bahr beauftragt, sie nach dem Ostufer des Mackenzie-Flusses nahe dem Delta zu treiben, wo die Rennttere die L e b e n s m i t t e l v e r s o r u n g der in der arktischen Zone lebenden Eskimos bessern sollten. Im Dezember 1929, also vor mehr als fünf Jahren, setzte sich die Expedition in Bewegung. Sie umfaßt außer Bahr noch sechs Eskimos, drei andere Lappländer, einen Arzt und einen Geographen. Im Laufe der Zeit mußten aber außer Bahr alle Teilnehmer durch neue ersetzt werden. Die große Herde konnte sich nur sehr langsam fortbewegen, da ihr jeden Tag reichlich Zeit zum Füttern gegeben werden mußte und das subarktische Klima große Schwierigkeiten verursachte. Schneestürme im Winter und Moskito sch wärme im Sommer hielten die Herde auf und trieben sie sogar wiederholt zurück. Rudel von Wölfen erbeuteten viele Renntiere. Aber Bahr setzte den Marsch Jahr für Jahr beharrlich fort. Im letzten Frühjahr traf er am W e st u f e r des Mackenzie-Flusses ein. Das Eis begann aber bereits aufzubrechen, und nach mehreren vergeblichen Ueber- gangsversuchen wartete der beharrliche Mann den Samstag, den 23. Februar 1935 vormittags 10 Uhr portofrei an uns einzureichen, wo anschließend die Oeffnung der Angebote erfolgt. Zufchlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 13. Februar 1935. Provinzialdirektion Oberhessen. Tiefbauamt. ^'■icflUnn 9Qnq »fit w Unl W' k Mm Mit; 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteüungen I und II: 40023 71959 98642 128180 189629 225826 295768 304186 310004 312674 0020 Im Gewinnrade verblieben: 480 Tagesprämien zu je 1000 Mark. 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu ie 100000, 2 zu je 75000, 2 zu je 50000. 6 zu je 30000, 10 zu je 20000, 46 zu je 10000, 166 zu je 5000, 332 zu je 3000, 774 zu je 2000, 1634 zu je 1000, 3872 zu je 500, 15520 zu je 300 Mark. Die Verurteilung Hauptmanns wurde fast im ganzen Land mit großer Ueberraschung ausgenommen. Der Eindruck in weiten Kreisen geht dahin, daß Hauptmann vielleicht irgend etwas mit dem Lösegeld zu tun gehabt habe,- daß aber seine Schuld keineswegs zweifelsfrei erwie- f e n sei. Der Richter habe daher auch in seiner Rechtsbelehrung an die Geschworenen eindringlich erklärt, daß Hauptmann freigesprochen werden müsse, falls sie Zweifel an seiner Schuld hätten. Der gesetzliche Ausdruck hierfür ist „reasonable doubt , also vernünftige oder verständliche Zweifel, ein Begriff, der vöm Richter selbst als schwer definierbar bezeichnet wurde, und man darf wohl annehmen, daß die aus einfachsten Kreisen stammenden Geschworenen, auf die wochenlang von beiden Seiten mit Kreuzverhören und aufsehenerregenden Behauptungen und Widersprüchen eingehämmert wurde, noch weniger in der Lage waren, den Begriff des „reasonable doubt" richtig auszulegen. Mit dem Urteil, das der Richter auf den Spruch der Geschworenen hin nach dem Gesetz fällen mußte, ist jedenfalls das letzte Wort in dieser geheimnisvollen Kindesraubangelegenheit noch nicht gesprochen. Die große Mehrheit des amerikanischen Volkes ist jedenfalls gegen Hauptmann, an dessen Schuld viele „verständliche Zweifel" haben, viel weniger feindselig eingestellt als seinerzeit gegen den rein amerikanischen Verbrecher Dillinger. Verschiedene Blätter, auch in der Provinz, sind der Ansicht, daß der Richter im Hauptmannprozeß zwar bei der Verhandlung und dem theoretischen Teil seiner Rechtsbelehrung vollkommen korrekt und unparteilich gehandelt habe, daß aber derjenige Teil seiner Belehrung, in dem er die konkreten Anklagepunkte behandelte, ungünstig für den Angeklagten gewirkt habe und bei den Geschworenen den Eindruck habe erwecken müssen, als sei der Richter von Hauptmanns Schuld überzeugt. Insbesondere seine Fragen innerhalb der Belehrung, ob die Geschworenen diese oder jene Behauptung der Verteidiger oder der Entlastungszeugen glaubten, seien Suggestivfragen gewesen, bie er in dieser Form nicht hätte stellen sollen. Man nimmt an, daß die Verteidigung u. a. hierauf ihren Revisionsantrag stützen wird. Die öffentliche Meinung über das Todesurteil ist jedenfalls zum mindesten sehr geteilt. Anhänger von Hauptmann haben, wie erst jetzt bekannt wird, nach der Urteilsverkündung verschiedene Fensterscheiben des Gerichtsgebäudes eingeworfen. Der Verteidiger R e i l l e y erklärte gegenüber zahlreichen Aeußerungen bekannter Persönlichkeiten, die sich gegen Hauptmann richteten, baß bas Urteil seiner Ansicht nach einen der größten Ju st iz Irrtümer darstelle, der je vorgekommen sei. Die Geschworenen hätten zahlreiche unumstößliche Tatsachen unberücksichtigt gelassen. Die Verteidigung sei gegenwärtig damit beschäftigt, zahlreiche Berufungspläne auszuarbeiten. Auch die Schaffung eines „Hauptmann-Berufungsfonds" sei in die Wege geleitet worden, da die Verteidigung gegenüber der Staatsanwaltschaft durch Geldmangel stark benachteiligt sei. „----- ----- 69012 - 79284 85840 93871 103793 ------ ------ Arbeits- u. LieserungsvergebiW. Die Lieferungen von Stücksteinen, Splitt, Pflaster« sand und Zement, sowie die Arbeitsausführungen (Erd- und Pflasterarbeiten) für die Fahrbahnver« breiterung der Reichsstraße Gießen—Frankfurt, Ab teilung Butzbach—Vilbel (Landesgrenze) und Reichs« straße Friedberg—Hanau, Abteilung Nieder-WM« stadt—Ilbenstadt, sollen auf Grund der Verdingungs« ordnung für Bauleistungen in 10 Losen im offenl- licken Wettbewerb vergeben werden, und zwar: a) Lieferung von insgesamt 1750 cbm Stücksteinr, b) n „ „ 3240 „ Betonsplik. c) h „ „ 6875 t Pflastersand (Flußsand). d) ,, „ „ 16420 Zentner Zemeirt. e) Ausführung von insgesamt 18220 qm Fahr« bahnverbreiterung in Vollpflaster. Angebotsvordrucke sind ab ZHontag, den 18. b. 21T, auf unserem Büro, Gießen, Hitlerwall 371, erlM- lich, wo auch nähere Auskunft erteilt wird. Angebote sind verschlossen und mit entsprechende Aufschrift versehen für jedes Los und jede Baustelle getrennt bis ■“*' 9-6®e258nMU -4-2- .L30-8-2-B-07_299_5 • - — • u zuoyy zo < 2. ( 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen „Die Ho Willibald ! oer Mark P, eingegangen cllWend < Äs* ferner &nli 'ÜLS fier“" Men » rsK Uq.irfh? die b »litt,^,9«' in politis (iii5 de" t M tnh der 2 im 3* nnfeib6"5, flSS i,“ StaatsM" Susfall W “ Betrag «er erzen ijlur Unvernunj weniger Me lcsiqkeit verrin- Jn Italien t her Geburtenn gemacht oi einen der gros aber damit w und Geld a höheren Ethik, völkischen - kann allenfalls Mstod zu in 2 Gewinne zu 5000 M. 78161 6 Gewinne zu 2000 M. 53466 12 Gewinne zu 1000 M. 5482 258426 284664 380208 60 Gewinne zu 500 M. 43615 62641 70582 108015 128832 ______ 141360 168010 186476 190233 204378 232639 248356 251910 253512 274640 351456 355038 359671 376686 377794 383547 392981 39R320 Nachlässe vmz bi- 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholten Auf. nahmen einer Anzeige | Verkäufe Einige Men-taliime billig zu verkauf, -ckottstr. 10 vt. Für ein neues, reich illustriertes, geschichtlich., nationales Werk, welches von der Presse aufs beste beurteilt wurde, suchen wir für größere Bezirke in Hessen fleißige, tüchtige Buchvertreter bei hoher Provision. Schriftliche Angebote mit Empfehlungen und Einsendung des Lichtbildes erbeten. Chr. Belfer A.-G., Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Augustenstraße 13. gssD [Stellenangebote Keine Ursprungszeugnisse, londern nur Zeugnisabschriften dem Werbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbunAsuntev lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die vom Ozean ausgehende und über Skandinc» Dien hinwegführende lebhafte Wirbeltätigkeit sich fort. Dabei wurden die in der Nacht zum Dvn. nerstag unter Regenfällen eingedrungenen feuchs. milden subtropischen Luftmassen durch kältere man« I time Luft zersetzt, wobei es im Gebirge wieder 511 Frost und teilweise auch Neuschneefällen gekommen I ist. An der Vorderseite eines neuen Atlantikwirbelz stößt zunächst wieder unter Regenfall wärmere LuftI nach Deutschland vor. Aussichten für Samstag: Ueberroiegcnbl bedeckt und anfänglich auch verbreitete Regenfälle. I Bei lebhaften südwestlichen Winden- wieder milder. I Später mehr abwechselnd bewölktes Wetter. Aussichten für Sonntag: Bei Luftzufuhr r aus West im ganzen Fortdauer der unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 14. Februar: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 15. Februar: morgens 4,2 Grad. Maximum 9,8 Grad, Minimum 3,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm .Tiefe am i 14. Februar: abends 0 Grad; am 15. 'Februar; \ morgens 0 Grad. — Niederschläge 0,4 mm. — Son« nenscheindauer 1,3 Stunden. Wintersport. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —2 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verharscht, Gft und Rodel gut. Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, — 3 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Rc« del gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, — 3 Grad, 180 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski uni Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedlich W. ßangt, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beik, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12195. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Mädchen vom Lande für kleine Landwirtschaft und Haushalt fof. gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d.Gieß.Anz. «583 Ordentl., fleißig., MUI für täglich von 8 bis 3l/2 Uhr nachmittags gesucht. 0591 Löberftr. 11 vt. (Stellengesuche} Snatlönöer 26 Jahre, sucht Beschäftigung irgendwelch.Art, am liebsten Kost u. Logisi.Hause. Bin groß, stark u. redegewandt. Schr.Angeb.unt. 0589 an d. G.A. Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an Butter. 21Ä Fleisch-, Wurst- und Backwaren für das Rj. 1935 sowie des Bedarfs an sonstigen Verzehrungsgegen- ständen und an Reinigungsmaterial für die Zeit vom 1. 4. 1935, bis 30. 6. 1935 (Verlängerung des Vertrages von Vierteljahr zu Vierteljahr bis zuiv 31. März 1936 ist bei im Wettbewerb festgestelltea preiswerter Lieferung nicht ausgeschlossen) soll füi die Universitätskliniken in Gießen vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen für Derzehrungs- gegenstände können an Werktagen von 10 bis 12 Uhr (außer Samstags) bei der Verwaltung der Universitätskliniken, Klinikstraße 32, 1. Stock, Zimmer 5/7, diejenigen für Reinigungsartikel Zimmer 10 eingesehen, die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. Angebote und Warenproben sind getrennt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen., an bie obige Verwaltung bis Mittwoch, den 6. IHäri 1935, 10 Uhr, einzureichen. 843D Zum gleichen Termin sind die Angebote über das anfallende Gespül einzureichen. Eröffnung der Angebote für Verzehrungsgegenstände 10 Uhr, für Reinigungsartikel IVA Uhr. Zufchlagsfrist bis zum 20. März 1935.__________ Versteigerung von Abfallbott. Am Wontag, dem 18. Februar 1935, soll das 2lb- allholz an der Friedhofsallee (sehr gut zu Erbsen- reifig geeignet) meistbietend versteigert werden. Verkaufsbedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. 8790 Zusammenkunft: 9 Uhr vormittags am Haupt- eingang des Neuen Friedhofs. Gießen, den 14. Februar 1935. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a d c r t Mikl» Anf.40,mitAus- Üeuer, wünscht dieBekanntschaft mit Herrn (auch Witwer) zwecks sväterer Heirat. Schriftliche Angebote unt. 0582 andenGieß.Anz. AliMlnrbel kurz v. Rodheim a. d. Bieber verloren gegangen. Geg.Belohnung abzug. Gießen, Linoenvl. 11II. stflötmeotet Gießen. 78oD Sa., 16. Febr., 20 b. 22.30 Uhr: lGefchl.Borftell. NS.-Kulturgem. Ring Deutsche Bühne KeinKartenverk. Tie Hofen des Herrn v.Bredow Komödienspiel in 3 Akten von Paul Beyer. MENMMM' WM? 8reitag,l5.8ebruarl9Z5 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hr. 39 Zweites Blatt n fall. 19. Jahrhundert. * rufsstand. Deutlich aber bleibt auch h-eute noch für den Bankier die Bindung an den berufsständischen Werdegang und die Entwicklung in der Frühzeit des wirtschaftlichen Geldverkehrs. Auch heute noch ist es für ihn unerläßlich, daß er sich mit Handel und Gewerbe vollkommen verwachsen und vertraut weiß. Wie einst die ersten Vertreter des Berufsstandes selbst noch als ehrbare Warenkaufleute mitten im gewerblichen Leben ihres Wohnbezirks standen, so muß auch der Bankier von heute in engster Verbindung mit seiner Umwelt stehen. Er kennt die Nöte und Sorgen der Wirtschaft, wird sich berechtigten Kreditwünschen nicht versagen, wie es anderseits aber zur Erfüllung seiner Aufgaben unumgänglich notwendig ist, daß das Vertrauen des Publikums ihm die entbehrlichen Gelder zur Verwaltung und Weiterleitung an die Kreditwürdigen zur Verfügung stellt. Die Warenversorgung eines auf hohem Lebensstand stehenden Volkes von 60 Millionen ist zu erheblichen Teilen ohne die Mittel des Kredits nicht zu bewerkstelligen. Nur mit einem genau eingespielten Vermittlungsapparat läßt sich der Verkehr von Geld und Kredit den weitgreifenden Anforderungen der Neuzeit entsprechend regeln, ganz ähnlich wie auf einem anderen Gebiet von Wirtschaft und Verkehr die gemächlich über die Landstraße dahinrollende Postkutsche dem engmaschigen Netz des modernen Eisenbahn-, Auto- und Jugendspiel Gießen-Sladt und -Land verschoben. Das für kommenden Sonntag vorgesehene Jugendauswahlspiel der Jugendmannschaften (Gießen- Stadt und -Land kombiniert) gegen Friedberg (Stadt und Land kombiniert) fällt aus, da das Spiel im März ausgetragen werden soll. In Anbetracht der gegenwärtigen ungünstigen Witterung ist diese Der- wohl als eine Wolke übers Haus und landeten im Ententeich — kurz, sie sind verschwunden, und der Ritter muß, mit Respekt zu sagen, im Hemd die beschwerliche Reise nach Berlin antreten, um sich vor seinem kurfürstlichen Herrn zu verantworten. Rom, im Februar 1935. Der Begriff des „übervölkerten Italien" kann aus den politischen Betrachtungen heute schon ausscheiden, und wenn der Geburtenrückgang auf der Apenninenhalbinsel den Rhythmus der letzten Jahre beibehält oder gar, wie es den Anschein hat beschleunigen sollte, wird aus dem Volk ohne Raum sehr bald ein Raum ohne Volk werden. Wohl hat Mussolini schon vor geraumer Zeit die battaglia demografica befohlen, die Bevölkerungsschlacht, aber es sieht nicht darnach aus, als ob der Sieg in greifbare Nähe gerückt wäre. Im Gegenteil, die Verlustlisten sprechen eine erschreckende Sprache. Nach der jüngsten Statistik ist der Hundertsatz der Lebendgeburten in Italien von 12,2 im Jahre 1922 nach und nach auf 9,8 gesunken, das heißt, daß die Nation in der kurzen Zeitspanne von 12 Jahren 2 377 000 Söhne verloren hat. Nun haben die Volkswirtschaftler verschiedener Staaten sich darüber geeinigt, daß man für jeden Erdenbürger bis zum Eintritt ins Verdienstalter eine Ausgabe von durchschnittlich 1000 Lire im Jahr einsetzen kann. Somit ergibt sich in der Staatsbilanz allein für Italien ein jährlicher Ausfall von rund 2,5 Milliarden Lire! Um diesen Betrag wird weniger verbraucht, weniger erzeugt, gibt es weniger Arbeit. Nur Unvernunft kann im Gegenteil behaupten: gäbe es weniger Menschen, so würde sich auch die Arbeitslosigkeit verringern. In Italien wird der Wirtschaftsausfall, wie ihn der Geburtenrückgang verursacht, allerdings roett« gemacht durch den Fremdenverkehr, einen der großen Einnahmeposten im Hauptbuch, aber damit werden eben doch bloß Ziffern und Geld ausgeglichen, nicht die Verluste einer höheren Ethik, nicht die Abstriche an der völkischen Zukunft. Wer sehr bescheiden ist, kann allenfalls einen Trost darin finden, daß der Volkstod zunächst nur in den Städten um- Von diesen Romanen ist der von den „Hosen des Herrn von Bredow" bis heute der berühmteste geblieben. Er spielt in Brandenburg um 1520, zur Zeit des Kurfürsten Joachim I., und bot die Grundlage für die Fabel der drei Akte von Paul Beyer. Die Hosen des edlen Ritters Götz von Bredow auf Hohenziatz, die sind, mcnn man so fugen darf, die Ursache des ganzen Unglücks, das über bas Haus des Ritters hereinbricht, bis sich vor dem peinlichen Gericht in Berlin alles in Wohlgefallen auflöst. * Und von Berlin wiederum hat auch die Geschichte ihren Ausgang genommen, aus der Beyer eine Mischung von Fastnachtsspiel und Rrtterballade gemacht hat. Als der Bredow, ermüdet von den Anstrengungen des Berliner Landtages auf feine Burg heimgekehrt und in einen volle sechs Tage währenden Ärännerschlaf gesunken ist, hat seine liebe Frau Brigitte die Gelegenheit wahrgenommen, sich der Hosen (keineswegs bildlich gesprochen) bemächtigt und sie gewaschen, was jedenfalls nichts schaden konnte. Leider wacht der Gestrenge zu früh auf: die Hosen sind nicht allein noch naß, sondern, viel schlim- nter, sie sind überhaupt nicht mehr da; weiß der Teufel, wo der Wind sie hingeweht fyat, sie flogen Großer Kaufmann — kleiner Umsatz. Fugger und Welser begründen das Bankgeschäft. — Bon den Anfängen des modernen Kreditwesens. jener Zeit, die man mit guten Gründen die gro- bianische genannt hat. Das gefiel den Leuten so, daß sie nicht nur lachten, sondern vor Vergnügen kreischten und quiekten. * Rose Stirl spielte die resolute Hausfrau, die übrigens in allen Weiberschlichen wohl erfahrene Brigitte. Lorle Pflug und Peter Schorn bildeten als Burgfräulein und Junker ein munteres Pärchen. Elisabeth W i e l a n d e r machte mit derbkomischen Gebärden, mit viel Gekicher und vielen Tränenbächen die Hausmagd Hille. Heini Göbel hatte sich in einen hasenherzigen Ritterknecht vermummt, Kurt L ü p k e gab betriebsam und geschäftig den Händler Hedderich; Wilhelm Dieten war ein weiser und würdiger, obwohl noch jugendlicher Kurfürst, Will Q u a d f l i e g der höfisch-geschmeidige und intrigante Ritter von Lindenberg, Hans Seitz ein grotesker Gerichtsschreiber. — * z. B. in Augsburg und in Ulm, hier die Bank des Ott R u h l a n d , dort die des Jost Kramer. Ein neuer Berufsstand war in das Wirtschaftsleben eingetreten, ein Berufsstand, der das Vertrauen der Bevölkerung als fein größtes Aktivum ansprechen konnte und der so in die Lage gesetzt war, die in den künftig wirtschaftenden und sparenden Familien zur Ansammlung gelangten Kapitalien zur Verwaltung zu übernehmen und sie in bester Kenntnis des gewerblichen Lebens nutzbringend und sicher anzulegen. Irrig wäre es freilich, anzunehmen, daß diese „Kaufleute des Geldverkehrs" gleich von Anbeginn an als Lenker und Leiter des Kreditwesens aufgetaucht wären. Sie waren zunächst selbst auch nichts anderes als W a r e n k a u f l e u t e. Mit der Zeit räumte ihnen das überragende Format ihrer kaufmännischen Persönlichkeit, ihre besondere Erfahrung in allen Geldfragen und das große Vertrauen, das man ihnen von nah und fern entgegenbrachte, eine Ausnahmestellung ein. Zu diesem Kaufmann, dem man in Stadt und Land die größte Wertschätzung entgegenbrachte, kamen dann Nachbarn, Geschäftsfreunde und schließlich auch Fremde, um Rat und Rücksprache in finanziellen Fragen zu suchen. Aber man hatte auch das Vertrauen, diesem Manne Geldbeträge zur Aufbewahrung und darüber hinaus zur nutzbringenden Verwaltung zu übermitteln. Denn von ihm wußte man, daß er den sicheren Blick besaß, aber auch die Lauterkeit, das ihm anvertraute Geld sicher und doch nutzbringend anzulegen. Es bedurfte dann nur noch eines weiteren Schrittes vorwärts, um den „Bankier" im modernen Dieweil er nämlich schlief, hat sich noch Aergeres ereignet als nur die große Wasche der Brigitte von Bredow: eine blutige Gewalttat ist geschehen, und Götz wird schwer beschuldigt und in Ketten vorgeführt. Aber diesmal spielen weniger die Hosen als vielmehr seine Rüstung eine beinahe verhängnisvolle Rolle. Wie das zugeht und zusammenhängt, mag man sich im Theater erzählen lassen. Dem Verfasser des Stückes jedenfalls ist zu bescheinigen, daß er sein Pulver nicht zu früh verschossen hat: während sich die ersten beiden Akte noch im Gewände des historischen Schwankes präsentierten wird es im dritten gefährlich ernst, es geht um Kopf und Kragen, und Beyer hat alle dramatischen Energien, deren er fähig war, m der großen Szene des Gerichts versammelt. Aber dann kommt die Unschuld des schlafenden Götzen unwiderleglich an den Tag, er erfahrt eine glanzende Rechtfertigung, er kriegt endlich die geliebten Hosen wieder und auch etwas Rechtes zu essen, ganz Hohenziatz versammelt sich im Schloß, sein Neffe Jürgen hat sich als Held bewährt, bekommt den Ritterschlag und die Braut dazu, und alles das ist, wenn man'es genau betrachtet, den Hofen des Herrn von Bredow zu verdanken. Gießener Giabitheaier. Paul Beyer: „Die Hosen des Herrn von Bredow." Willibald Alexis, der als der „Walter Scott der Mark Brandenburg" in die Literaturgeschichte eingegangen ist, hieß eigentlich Wilhelm Häring, entstammte einer Refugiefamilie namens Harenc, wurde 1798 in Breslau geboren, studierte als Schüler von Savigny und Raumer Jurisprudenz und Geschichte, wurde Referendar am Berliner Kammergericht, verließ den Staatsdienst, war eine zeitlang Redakteur und ist später durch die Herausgabe des „Neuen Pitaval" einer Sammlung berühmter 'Kriminalfälle, bekannt geworden. Seinen literarischen Ruhm hat er freilich als Romancier begründet: er begann mit Uebersetzungen und mit einer hervorragend gelungenen Mystifikation des Lesepublikums, indem er, auf Grund einer Wette, seinen Roman „Walladmor" als eine Uebersetzung aus dem Englischen des Walter Scott ausgab. Sein eigentliches Feld entdeckte Alexis erst spater: die Reihe seiner Erzählungen aus der brandenburgisch-preutzi- schen Geschichte bezeichnete einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des historischen Romans im Mehr Särge als Wiegen — in Italien Von unserem römischen E.-Korrespondenien. Maskenbälle in der Geschichte. Schon aus der Frühzeit der Menschen besitzen wir Kunde von dem Gebrauch der Maske, die bei den Urvölkern Verwendung für Kultzwecke fand. Dieselbe Verwendung finden wir auch heute noch bei den primitiven Volksstämmen in Afrika und Australien. Bei großen religiösen Festen verwenden viele Völker Asiens sehr tunst- und wertvolle Masken. Künstler in der Herstellung von Masken waren auch die alten Griechen. Erst später bediente man sich der Masken auch bei heiteren Festen, bei Bällen, auf denen die teilnehmenden Damen und Herren maskiert zu er- scheinen hatten. Auf den Maskenbällen der Fürstenhäuser ging es durchaus nicht immer heiter und harmols zu. Unter dem Schutz der Maske wurden manche hinterlistigen Ränke geschmiedet, Verschwörungen angestiftet, ja, es sei bloß an die Maskenfeste in Florenz am Hofe der Medici erinnert, die so mancher nicht überlebte. Ein Maskenfest, das für die preußische Geschichte von größter Wichtigkeit wurde, war das vom 15. Dezember 1740, das Friedrich der Große sieben Monate nach seiner Thronbesteigung im Berliner Schloß gab. Nach der strengen Zeit des Soldatenkönigs, der für Maskenfeste und Bälle kein Verständnis zeigte, hoffte man unter dem jungen, kunstsinnigen Preußenkönig das jahrelang Entbehrte nachholen zu können. So ging es auf diesem Fest sehr lustig zu, und nur die wenigsten bemerkten das plötzliche Verschwinden des Königs, während das Fest weiter ging. Friedrich der Große begab sich geradeswegs vom Tanzsaal zu seiner Armee und überschritt schon am nächsten Tage mit ihr die schlesische Grenze. Der Kampf um Schlesien hatte begonnen. Auf einem Maskenfest im Stockholmer Schlosse im Jahre 1792 wurde König Gustav III., ein Neffe Friedrichs des Großen, ermordet. Er war tags vorher gewarnt worden, das Fest zu besuchen, schlug aber die Warnung in den Wind. Dramatisch verlief auch ein Maskenfest unter der Zarin Katharina II. im Winterpalast zu Petersburg. Im Festsaal tauchte plötzlich ein Mann auf, der sowohl in der Uniform als auch in den Gesichtszügen dem auf Veranlassung der Zarin ermordeten Zaren Peter III. zum Verwechseln ähnlich sah. Wo noch eben fröhlichste Stimmung war, herrschte plötzlich Schweigen und entsetzt starrten alle auf den unheimlichen Fremden. Katharina schrie laut auf und verlor zum ersten Male in ihrem Leben die Fassung. Es war der Thronfolger, der in der Maske feine? Vaters erschienen war, und den Katharina sofort bi Gefangehschast setzen ließ. Es wäre wohl heute undenkbar, daß ein Hamburger oder Bremer Großkaufmann die Waren, die ihm eigene Frachtdampfer aus fernen Erdteilen zuführen, persönlich in dem kleinen Verkaufsstand eines Wochenmarkts feilhält. Aber es gab eine Zeit, da mußten sich angesehene Schiffsherren, wie die Schonensahrer zu Rostock, in eigener Person mit den Kleinverkäufern des Markts auseinandersetzen, wenn es um den Verkauf von ein paar Dutzend Heringen ging. Die Kleinverkäufer hießen damals noch „Hökerer". In welch engen Grenzen bewegte sich doch im Mittelalter das wirtschaftliche Leben! .. Damals waren überall Läger und Umsätze recht bescheiden. Der Warenverkehr vollzog sich noch in so kleinen Ausmaßen, daß oft der Chef in höchsteigener Person seine Ware verteilte. So wird von einem Hamburger Kaufmann berichtet, der den Namen Vico von Gelderfen trug und der in der Hansestadt das höchste Ansehen genoß, daß er, obwohl er nach den Anschauungen seiner Zeit em wirklicher Großkaufmann war, doch jahraus, jahrein eigenhändig und höchstpersönlich in seinem Geschäft Gewand nach der Elle schnitt. Nirgends liefen im Wirtschaftsleben des Mittelalters große Geldbeträge um. Dementsprechend waren auch dem Warenumsatz verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt. Ein Bericht aus dem 14. Jahrhundert besagt, daß in der gesamten Tuchmacherei des mächtigen Florenz nach heutigem Geldeswert kaum 15 000 Mark zirkulierten. Im 15. geht, doch scheinen die Berechnungen, er werde das Land verschonen, wenig stichhaltig. Wenn zum Beispiel die Zeitungen jetzt auf die erfreuliche Bevölkerungsoermehrung in der neuen Provinz L i t t o - r i a, die aus den pontinifchen Sümpfen hervorgegangen ist, Hinweisen, so läßt sich das zum Teil aus den hohen Staatszuschüssen an die Siedlerfamilien, zum Teil aus der von den Bauern erkannten Zweckmäßigkeit, mit den Kindern billige Arbeitskräfte zu erhalten, erklären. Wo aber auch auf dem Lande d i e Not herrscht, man denke nur an die fast vernichtete Seidenindustrie, wird der malthusianischen Lehre willig Tor und Hof geöffnet. In vielen Städten sind der Särge bereits mehr als der Wiegen. So in Genua, das im ersten Halbjahr 1934 auf 4048 Tote nur 3868 Geburten verzeichnete. Turin, das feit dem Einsetzen der Krisis den Eindruck einer absteigenden Stadt macht, meldet sogar nur 3788 Geburten auf 4216 Tote, also eine Unterbilanz von 428 Seelen. Im Niedergang befindet sich Florenz, ebenso Bologna und T r i e st. Die Ursachen? Es sind die gleichen wie anderswo. Nach einem settsamen Naturgesetz scheint es, als ob je besser die Lebenshaltung eines Volkes, um so rascher der Bevölkerungsabstieg wird. Demgemäß beginnt der Schwund in Italien im Norden, der noch in seinen „rückständigen" Überlieferungen befangene Süden zeigt sich hingegen noch fast immun. Soll man also den kulturellen Fortschritt aufhalten? Muß man vor der Naturgewalt demütig die Waffen strecken? Weder das eine, noch das andere. Auch Pest und Cholera waren zuerst fremde Naturgewalten und wir sind ihrer doch Herr geworden. Das alte Rom ist an dem Geburtenrückgang zugrunde gegangen, das dritte Reich aber hat gezeigt, wie man das Massenelend überwinden und Freu de an der Familie zurückgewinnen kann. Sonja Henie in München. Sonja Henie absolvierte ihren zweiten Start in München am Mittwochabend vor 5500 Zuschauern, die von dem Können der neunfachen Weltmeisterin wieder restlos begeistert waren. Im letzten Kampf des Eishockey-Turniers um den Ehrenpreis der Stadt München standen sich die beiden deutschen Meisterschaftskandidaten SC. Riessersee und EV. Füssen gegenüber. Bei beiderseitig guten Leistungen endete der Kampf 0:0 unentschieden. Turniersieger wurde der EHE. Davos, der seinen Sieg bereits am Vortage sichergestellt hatte. Kilian führt in St. Moritz Am Donnerstag begann in St. Moritz die Weltmeisterschaft im Viererbob mit den ersten beiden Läusen. Als Bester der elf Schlitten schälte sich Bob „Deutschland I" mit dem Titelverteidiger Kilian (Garmisch) heraus. Kilian durchfuhr die schnelle 1610 Meter lange.Strecke in 1:23,1 und 1:22,1 Min. und führt mit knappem Vorsprung vor Bob „Schweiz I" mit 2:46,1 für beide Läufe. Mit je 2:47,1 Min. nehmen Bob „Deutschland" (Grau) und Bob „Schweiz II" (Musy) den dritten Platz ein. ,$(£. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Watzenborn-Steinberg I — Dillenburg I. Nach längerer Ruhepause tritt am kommenden Sonntag wieder die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg auf den Plan. Sie empfängt zum letzten Verbandsspiel auf eigenem Platze die gleiche Mannschaft des Reichsbahn-Sportvereins Dillenburg. Obwohl die Einheimischen infolge Erkrankung einiger Spieler diesen Punktekampf mit Ersatz bestreiten müssen, erwartet man ein spannendes Spiel. Wesentlichen Einfluß auf die Tabelle hat der Ausgang dieses Spieles nicht mehr. Oie Spiele der Kreisktassen. Grünberg — Wieseck (Volkmar, Wetzlar); Krofdorf — Großen-Buseck (Kaletsch, Wetzlar); Nauborn — Burgsolms (Post, Wieseck); Naunheim II — Wetzlar II (H. Rüspeler, Gießen); Garbenteich — Steinberg II (O. Rüspeler, Gleiberg); Aßlar II — Wetzlar III (Bernhardt, Tiefenbach); Ehringshausen — Hermannstein (Niersbach, Wetzlar); Fellingshausen — Rodheim (Kreiling, Gießen); Heuchelheim II — Launsbach (Schneider, Gießen); Alten-Bufeck — VfB. II (Gesellschaftsspiel). Wieseck reist zum letzten Verbandsspiel nach Grünberg. Die Gäste sind sehr spielstark und werden einen sicheren Sieg mit nach Hause bringen. Krofdorf empfangt Großen-Buseck. Wenn sich Krofdorf nicht mehr anstrengt wie am Vorsonntag, so dürfte der Sieger Großen-Buseck heißen. Lokalderby in Garbenteich: Steinbergs zweite tritt dort zum letzten Spiel dieser Serie an. Das Vorspiel sah Steinberg als hohen Sieger, doch haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben, so daß mit einem sicheren Sieg des Gastgebers gerechnet werden kann. Rodheim fährt zum Lokalgegner Fellingshausen und dürfte trotz aller Bemühungen den Vorsieg kaum wiederholen können. Heuchelheim II hat Launsbach zu Gast und wird dem Gegner keine Chance auf Sieg einräumen, damit rückt die Mannschaft der Meisterschaft sehr nahe. In Alten-Buseck findet ein Gesellschaftsspiel gegen VfB. II statt, was VfB. in jetziger Form gewinnen sollte. „CRegen und Wind" im Frankfurter Schauspielhaus. Im Frankfurter Schauspielhaus kam das Schauspiel „R e g e n u n d W i n d" von Merton H o d g e, bearbeitet von Detlev S i e r ck, zur Erstaufführung. Der Autor bringt in seinem Spiel das Studentenmilieu auf die Bühne. Ort der Handlung ist die Häuslichkeit einer Wirtin, die möblierte Zimmer an Mediziner vermietet. Zu den Stammgästen stößt eines Tages ein Neuling, der zum erstenmal von Heimat und Mutter getrennt ist und Heimweh fühlt. Ein junges Mädchen, das er kennenlernt, ersetzt ihm aber schließlich beides durch ihre Liebe und ihr Verständnis. Don der Braut, die zu Hause auf ihn wartet, entfernt er sich innerlich immer mehr. Als die Studienjahre vergangen find, steht er schließlich vor der Entscheidung, ob er sein Versprechen einlösen soll, das er Mutter und Braut in der Heimat gegeben hat, ober ob die Bindung mit der Kameradin seiner Studienjahre stark genug ist, um ihm eine neue Heimat zu geben. Schließlich fühlt er, daß die neue Wahlverwandtschaft stärker ist als die der Gewohnheit und des Herkommens. Der guten Darstellung verdankt das Stück feinen größten Reiz: Verhoeven, Seyferth, Thauer, Luise Glau, Cläre Winter und Cläre Kaiser spielten fein und nuanciert. Das Publikum spendete noch jedem Akt reichlich Beifall. Das gut besuchte Haus dankte mit reichem Bei- Die Aufführung wurde von Herrn Hub in Szene gesetzt. Er hat ein rechtes historisches Spektakelstück daraus gemacht, in dem es was zu sehen und zu hören und vor allen Dingen zu lachen gab. Es ging laut und lärmend zu, und es herrschte ein ziemlicher Betrieb auf der Bühne, in der Halle des Schlosses Hohenziatz vor allem, die von Herrn Löffler zweistöckig und im altdeutsch-malerischen Stil aufgebaut und ausgeftattet worden war. * Herr Hub hatte auch den Herrn von Bredow zu spielen, eine Hosenrolle im wahren Sinne des Wortes, und wenn sie ihn fast anderthalb Akte ins Bett hinter die Szene verbannte, so hat er gleich nach dem Aufstehen beim ersten Frühstück reichlich nachgeholt, was ihm bis dahin an Aktionsmoglichketten entgangen war. Bei diesem Frühstück entfaltete er alsbald die ganze, nicht bloß animalische Fülle einer Gestalt von falstaffischen Qualitäten, wenn auch im Hemd, so doch gestiefelt und gespornt, mit einem ritterittchen Mppettt und Durst begabt, ein Kind und 16. Jahrhundert erschöpfte sich die Arbeit eines Tuchmachers in Köln oder Plauen in der Herstellung von 40, allerhöchstens 50 Stück Tuch auf das Jahr. Eine Chronik des Jahres 1432 zeigt, daß in der Stadt Frankfurt a. M. auf den einzelnen Tuchmacher nur durchschnittlich 25 Stück Tuch für das ganze Jahr kamen. , Für den Gewerbetreibenden gab es keine anderen Barmittel als die, die er sich selbst erarbeitet hatte. Man erblickt heute rückwärtsschauend in dem Fehlen eines ausgebildeten Kreditwesens das Haupthemmnis, das durch Jahrzehnte und Jahrhunderte hindurch der Entwicklung des wirtschaftlichen Lebens im Wege stand. Und doch wäre eine Kreditgewährung an vorwärtsstrebende Geschäftsleute, die in unserer Zeit zum normalen Arbeitsbereich des modernen Bankunternehmens gehört, unzweifelhaft möglich gewesen. In vielen Familien waren Geldbeträge vorhanden. Ungenutzt wurden sie in primitivster Form in Spinden und Truhen aufbewahrt, fehlte doch der Mittler, der sie dem durch seine kargen Betriebsmittel eingeengten gewerblichen Leben der Stadt hätte zuführen können. Erst ganz allmählich ist mitten aus dem kaufmännischen Leben der Stadt heraus der „Kaufmann des Geldverkehrs" entstanden. In der Wirtschaftsgeschichte taucht der Begriff der großen oberdeutschen Geldhändler auf, die wie die Fugger und die Welser die weitere Entwicklung der Wirschaft maßgebend beeinflußt haben. Angesehene Bankunternehmungen entstanden, so Sinne zu schaffen, indem allmählich zu diesem weit über seinen Wohnsitz hinaus geachteten und geschätzten Kaufmann auch Gewerbetreibende kamen, denen eine Erweiterung ihrer Betriebsmittel durch die . Aufnahme eines Kredits willkommen war. In I Flugzeugverkehrs hat weichen müssen. immer wiederkehrenden Einzelfällen läßt sich bis in die jüngste Zeit hinein verfolgen, wie auf diese Weise Schritt für Schritt aus dem ursprünglichen Warenkaufmann der Bankier wurde. Im Ablauf der Tagesarbeit blieb nun immer weniger Zeit für das eigentliche Warengeschäft übrig. In wachsendem Umfange galt es, den natürlichen Geld- und Kreditverkehr eines aufstrebenden Handels und Gewerbes zu vermitteln, und so entstand aus den Aufgaben der Kreditvermittlung ein neuer, eigener Be - b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Bullenfleisch b) 52 bis Wirtschaft Hans Kilian am Steuer die Führung mit einer C samtzeit von 2:45,2 Minuten vor Bob „Schweiz (Capadrutt) und Bob „Schweiz II" (Musy). war klei- >e- I" über Universität Frankfurt. Uni Erlangen steht damit wieder im Endspiel. Universität Erlangen siegte am Donnerstag in der Vorschlußrunde zur deutschen Hochschul-Fußballmeisterschaft in Offenbach mit 3:2 (2:0) erster und letzter Patrouille der SS. beträgt 16 Minuten 45 Sekunden, wobei die beste Mannschaft 1:51,33 lief. Im Vergleich dazu holte die Patrouille 20 der SA., Gruppe Bay. Ostmark III, eine Zeit von 1:35,56 heraus, gegenüber der langsamsten Patrouille 27, Mitte, mit 2:01,10. Hier beträgt die Zeitdifferenz sogar 25 Minuten 14 Sekunden. Auf den Durchschnitt umgerechnet sind die SS.- Patrouillen der Mittelgebirgsklasse eine Zeit von 1:43,56 gelaufen, während die SA.-Patrouillen derselben Klasse 1:44,22 benötigten. Also stehen hier die SS.-Patrouillen, sowohl mit der Bestmannschaft als auch in bezug auf ihre Durchschnittsleistung, an der Spitze. Die Durchschnittszeit der SS.-Mittelgebirgs- patrouillen unterscheidet sich nur um Sekunden von der Durchschnittszeit der SA.-Hochgebirgsklasse, das bedeutet für die Mittelgebirgler der SS. einen besonders guten Erfolg. Sowohl in der Hochgebirgs- als auch in der Mittelgebirgsklasse wurde von der SS. die Bestzeit gelaufen. Dem Vorjahr gegenüber bedeutet das einen gewaltigen Fortschritt. 54. Kuhfleisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40. Färsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck unter 7 Zentimeter aus hiesiger Schlachtung 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: ruhig. Als LeWMpflanrrn baue Jlactis und stank an! Rhein-Mainische Mittaasbörse. Tendenz: wenig verändert. legung auch sehr am Platze. In Verbindung mit dem Jugendspiel wird eine Städtemannschaft Gießen — Friedberg nach diesem Jugendspiel antreten. Kurze Sportnotizen. Ein Weltmeisterschaftskampf im Halbschwergewicht wird in Berlin zwischen dem Bonner Adolf Heuser und dem amerikanischen Weltmeister Bob Olin geplant. Im Weltergewicht soll bekanntlich in Hamburg Gustav Eder gegen Weltmeister Jimmy Mac Lamin boxen. Es hat also den Anschein, als werbe sich der Schwerpunkt des internationalen Boxsports von Amerika nach Europa verschieben. Leistungskameradschast im Schnee Ein Rückblick auf die SA.- und SS.-Skimeisterschasten 1935 in Garmisch-Partenkirchen. Schaffe Kleidung für uns'r Uolk aus ebener Schotte - Bauer! Fort mit der unnötigen Milliardeneinfuhr an Faser-Rohstesfen! Frankfurt a. M., 14. Febr. Die Börse im Grundton freudlich, hatte aber wesentlich .... nere Umsätze als gestern. Lediglich am Renten- markt entwickelte sich in späten Reichsschuldbuchforderungen zu 98 bis 98,25 (97,25) lebhafteres Geschäft, auch Kommunal-Umschuldung waren mit plus 0,25 v. H. beachtet. Reichsaltbesitz zogen auf 112,40 (112,13) und Stahlverein-Bonds auf 97,65 (97,40) an. Zinsoergütungsscheine lagen mit 90,05 (90) gut behauptet. Das Wiedererwachen des Interesses für den deutschen Rentenmarkt bot auch den Aktienmärkten gegenüber der herrschenden Geschäftsstille eine Stütze. Die Publikumsbeteiligung blieb klein. Nach den ersten Notierungen zeigte sich für Montanpapiere etwas Nachfrage, im übrigen war die Kursentwicklung bei nur kleinen Veränderungen uneinheitlich. Schon anfangs etwas fester lagen Mannesmann mit plus 0,75 v. H. und Klöcknerwerke mit plus 0,50 v. H. Stahlvereinswerte, wie Gelsenkirchen, Phönix und Stahlverein, zogen nach behauptetem Beginn leicht an. Rheinstahl waren um 0,25 o. H. gedrückt. Die Farben-Aktie erhielt von der Tatsache des befriedigenden Stickstoff-Absatzes etwas Anregung und lag mit 143 um 0,40 v. H. freundlicher. Scheideanstalt eröffneten mit 206 unverändert, während Deutsche Erdöl 0,50 v. H. verloren. Elektroaktien lagen vorwiegend nur knapp behauptet-, so gingen Licht & Kraft 0,50 v. H., Mainkraftwerke 1 v. H., Gesfürel 0,13 v. H. und Schuckert 0,50 v. H. zurück, Siemens und Lechwerke Augsburg konnten sich behaupten. Zellstoff Aschaffenburg lagen mit 76 (75,25) wieder etwas fester. Schiffahrtsaktien lagen knapp behauptet. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 0,25 v. H., Daimler 0,40 v. H. und Moenus Maschinen 0,75 v. H. leichter, andererseits waren Deutsche Linoleum zu 131 (128,50) gesucht. Cement Heidelberg zogen 0,25 v. H. an. Am Auslandsrentenmarkt neigten mexikanische Anleihen zur Schwäche; 4prozentige Gold von 1904 7,25 (8), 5 v. H. äußere Gold von 1899 ca. 11,25 Brief (11,50). Äon Freioerkehrswerten blieben Pokorny zu 96,50 bis 97,50 (96,25), NSU. zu 22,50 (22) und Wayß & Freytag zu 92,50 bis 93 (92,25) beachtet. Im Verlaufe blieb die Haltung sehr ruhig, auch die Kurse lagen gegen den Anfang kaum verändert. Die zwischendurch eingetretenen leichten Erhöhungen bei einzelnen Montanpapieren konnten sich nicht behaupten. Weiter fest, aber ohne besonderen Umsatz waren Deutsche Linoleum bis 133 (131), ferner waren Kaliwerte nach zunächst unverändertem Beginn später etwas fester. Höher lagen außerdem Kunstseide AKU. mit 52 .bis 53,25 (51,40), Feinmechanik Jetter mit 72 (71,90), Rütgerswerke mit 103,75 (103,50), dagegen gingen Zellstoff Waldhof auf 51,40 (52) zurück. Am Kassamarkt kamen Heidelberger Straßenbahn nach Briefstreichung mit 12 (15) NSK. Durch die Fülle der Veranstaltungen während der Deutschen Wintersportmeisterschaften 1935 war es nicht immer möglich, die überaus spannenden Kämpfe und ihre Ergebnisse mit der Ruhe zu betrachten und zu würdigen, die sie eigentlich verdient haben. Wenn auch bei allen Kämpfen zweifellos die vollen Kräfte zum Einsatz kamen, so verdienen immerhin einige der Sonderveranstaltungen im Rahmen der Deutschen Wintersportmeisterschaften nochmals nachträgliche Betrachtung. Dies gilt insbesondere von den SA.- und SS.-Skimeisterschasten. Die Austragung dieser Skimeisterschaften war wiederum ein lebendiger Beweis für den Kampfes- mut und die Kampfesfreudigkeit der SA. und SS., die sich diesmal auf sportlichem Gebiet zeigten. Die Ergebnisse sind so gewesen, daß man von wirklich hervorragenden Leistungen sämtlicher Teilnehmer sprechen kann. Sowohl innerhalb der SA.- Mannschaften und der SS.-Mannschaften, wie auch in der gegenseitigen Hilfsbereitschaft zwischen SA. und SS. wurden erhebende Beispiele treuester Kameradschaft gegeben. Wenn auch in keiner Weise beabsichtigt war, den Wettbewerb als Messung der Kräfte zwischen SA. und SS. anzusehen, so blieb es doch nicht aus, daß die SA.- und SS.-Mann- schaften einen Ansporn für ihre Leistungen auch im Gedanken daran besaßen, daß sie nicht nur die besten Zeiten innerhalb ihrer eigenen Organisation, sondern möglichst die Spitze der Gesamtleistungen erreichen möchten. Es ist daher außerordentlich interessant, die Ergebnistabelle einmal nach dieser Richtung hin umzugestalten. (Die Flachlandpatrouillen bleiben dabei außer Ansatz, da sich die SS. an ihnen nicht beteiligt hat.) Es ergibt sich danach folgendes Bild: Hochgebirgspatrouillen: 1. SS.-Patr. 15 Süd I 1:30,34; 2. SA.-Patr. 2 Hochland 1/84 1:34,30; 3. SA.-Patr. 6 Hochland 11/85 1:35,55; 4. SS.-Patr. 14 Süd II 1:36,20; 5. SA.-Patr. 8 Hochland IV/87 1:38,57; 6. SS.- Patr. 16 Süd I/SS. I 1:39,21; 7. SS.-Patr. 17 Süd III 1:40,40; 8. SA.-Patr. 11 SA.-Hilfswerl Nordwest I 1:41,51; 9. SA.-Patr. 3 Hochland III/86 1:42,50; 10. SS.-Patr. 5 SS.-Sammelstelle II/SS. I 1:44,47; 11. SS.-Patr. 13 Südwest 1:48,07; 12. SA.-Patr. 7 SA.-Hilfswerk Nordwest III 1:52,56; 13. SA.-Patr. 9 NSKK. 85/1 1:53,04; 14. SA.- Patr. 4 NSKK. 85/11 1:55,17; 15. SA.-Patr. 12 Südwest I 1:58,49; 16. SA.-Patr. 1 SA.-Hilfs- werk Nordwest II (T:52,38) (3 Strafmin., 3 Mann durchs Ziel). Durchschnittszeit der SS.-Patr. 1:39,09; zeitliche Leistungsdifferenz bei der SS. 17,33 Min. Durchschnittszeit der SA.-Patr. 1:43,24; zeitliche Leistungsdifferenz der SA. 24,19 Min. rNiikelgebirgspatrouillen: 1. SS.-Patr. 34 Süd 1:34,48; 2. SA.-Patr. 20 Bay. Ostmark III 1:35,56; 3. SA.-Patr. 18 Schlesien I 1:36,39; 4. SA.-Patr. 21 Bay. Ostmark I 1:37,19; 5. SS.-Patr. 35 Südwest 1:37,46 (3 Strafpunkte); 6. SA.-Patr. 30 Thüringen I 1:37,56; 7. SS.-Patr. 41 Mitte I 1:40,37; 8. SA.-Patr. 26 Niedersachsen 1:41,09; 9. SS -Patr. 23 Mitte II 1:41,26; 10. SA.-Patr. 24 Bay. Ostmark II 1:42,46 (3 Strafpunkte); 11. SA.-Patr. 37 Sachsen II 1:42,53; 12. SA.-Patr. 39 Sachsen I 1:43,24; 13. SA.-Patr. 22 Südwest II 1:43,42; 14. SA.-Patr. 31 Hessen I 1:44,17; 15. SS.-Patr. 28 SD. u. RFSS. 1:47,11-; 16. SA.-Patr. 25 Thüringen II 1:47,36; 17. SA.-Patr. 36 Schlesien II 1:48.54; 18. SS.- Patr. 29 Südost II 1:48,58; 19. SS.-Patr. 33 Nordwest I 1:49,11; 20. SA.-Patr. 38 Westfalen 1:50,20, 21. SA.-Patr. 32 Südwest III 1:51,29; 22. SS.- Patr. 19 Südost I 1:51,33; 23. SA.-Patr. 27 Mitte 2:01.10; 24. SS.-Patr. 40 Nordwest II 1:57,34 (1 Strafpunkt, 3 Mann durchs Ziel). Durchschnittszeit der SS.-Patr. 1:43,56; zeitliche Leistungs- Fiir unser Volk schaffst Du dadurch Arbeit und Kleidung — für Deinen Hof Eeld und wertvolles Futter. — Das Volk aber muß wissen, daß der deutsche Bai'er in der Erzeugungsschlacht für uns alle kämpft. Oie Kirchenbesucher bestohlen. Festnahme einer raffinierten Handtaschendiebin. Frankfurt a. M., 14. Febr. (LPD.) Seit Dezember vorigen Jahres wurden in hiesigen Kirchen den Kirchenbesucherinnen wahrend der Morgenandacht fortgesetzt die Handtaschen entwendet. Jetzt konnte die Diebin in der Person der 58jährigen Therese Klein, die seit ungefähr einem halben Jahr unangemeldet und ohne Arbeit in Frankfurt weilt, ermittelt und f e ft» genommen werden. Die Klein bestritt ihren Lebensunterhalt in der Hauptsache durch Betteln. Wenn ihr diese „Tätigkeit" nicht genügend einbrachte, verbesserte sie ihre „Einnahmen" durch die Diebstähle in den Kirchen. Um die Diebstähle möglichst unauffällig ausführen zu können, setzte sie sich in die Nähe von anderen Kirchenbesucherinnen, die ihre Handtaschen abgelegt hatten. Im geeigneten Augenblick nahm sie dann die Handtasche an sich und entfernte sich unauffällig. Auf diese Weise ist ihr eine ganze Anzahl von Diebstählen gelungen. Nachdem die Diebin das in den Handtaschen befindliche Geld an sich genommen hatte, verkaufte sie die Handtaschen zu geringen Preisen an ihre Bekannten. Andere Sachen, die ihr weniger wertvoll schienen, hat sie regelmäßig verbrannt. Die Klein wurde dem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. differenz bei der SS. 16,45 Min. Durchschnittszeit der SA.-Patr. 1:44,22; zeitliche Leistungsdifferenz bei der SA. 25,14 Min. Die vorstehende Uebersicht enthält die Ergebnisse des Patrouillenlaufs in der Reihenfolge der Sieger. Hochgebirge.- und Mittelgebirgspatrouillen stellen zwei verschiedene Klassen dar. Die im allgemeinen geringen Differenzen der besten und schlechtesten Patrouillen lassen erkennen, daß auf der ganzen Linie ein Kampf um Minuten und Sekunden stattgefunden hat. Die beste Zeit des Tages lief die SS.-Hochge- birgspatrouille Oberabschnitt Süd I mit 1:30,34. Die wieder zur Notiz, Frankfurter Bank waren angeboten und gingen auf 107,50 (110) zurück. Die Umsatztätigkeit am variablen Rentenmarkt wurde später klein, späte Schuldbuchforderungen zogen noch 0,13 v. H. an, im übrigen blieben die Kurse etwa behauptet. Goldpfandbriefe waren etwas angeboten, Liquidationspfandbriefe und Kommunal- Obligationen lagen behauptet. Stadtanleihen waren nicht ganz einheitlich, schwächer u. a. Frankfurter. Staatsrenten lagen ruhig. Tagesgeld war mit Rücksicht auf den Medio zu 3,25 (3 v. H.) gefragt. Abendbörse: behauptet. An der Abendbörse blieb die Geschäftstätigkeit auf allen Marktgebieten mangels geeigneter Anregungen klein. Bei freundlicher Grundstimmung konnten sich die Mittagsfchlußkurfe meist gut behaupten. Verschiedentlich setzten sich leichte Erhöhungen durch, so bei AKU., IG. Farben, Scheideanstalt und Zement Heidelberg. Weiter gesucht, aber ohne Umsatz und Notiz blieben Deutsche Linoleum zu 133,25 (132,75). Zellstoff Waldhof blieben von dem Berliner Börsenprospekt unberührt. Auch Kaliwerte zeigten auf die Meldung, daß beim Salzdetfurth- Konzern wahrscheinlich die Vorjahres-Dividendensätze aufrecht erhalten bleiben sollen, keine Kursveränderung, was indes bei der Marktenge begreiflich ist. Arn Kaffarnarkt bröckelten von Bankaktien VO-Bank und Dresdner Bank je 0,25 v. H. auf 83,25 v. H. ab, Commerzbank blieben mit 82,75 unverändert. Voigt & Häffner gingen auf 11,50 (11,75) zurück. Am Rentenmarkt konnten sich die erhöhten Mittagskurse gut behaupten, späte Schuldbuchforderungen blieben mit 98,50 gefragt, auch Kommunal- Umschuldung waren beachtet. Von Auslandswerten waren Schweizer Bahnanleihen weiter erholt, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 161 (159), 3,50 v. H. 152,75 (150). U. a. notierten: Altbesitz 112,40, 7 v. H. Stahlverein 97,65, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 90,90, 5,50 v. H. Rheinische Hypotheken-Liquidation 99,50, Buderus 91, Gelsenkirchen 71,25, Mannesmann 78,75, Phönix 56,40, Rheinstahl 96,50, Stahlverein 47, AKU. 53,50 bis 53,75, AEG. 30,50, Zement Heidelberg 113,75, Scheideanstalt 206,50, Licht und Kraft 119, IG. Farben 142,65, Holzmann 85,25, Lahmeyer 119, Siemens 144,25, Voigt & Häffner 11,50, Feinmechanik Setter 72, Reichsbahn - VA. 118,50, Hapag 31,25. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Febr. Auftrieb: Großvieh 34 (gegen 17 am 8. Febr. 1935), darunter 21 Ochsen, 4 Bullen, 5 Kühe und 4 Färsen. Zum Schlachthof direkt wurden zugeführt: 2 Ochsen, 28 Kühe und 1 Färse. Kälber 1060 (935), Schafe 286 (165), Schweine 382 (412). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 46 bis 50, b) 38 bis 45, c) 31 bis 37, d) 23 bis 30. Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 37 bis 38, c) mittlere 33 bis 36. Schafe e) beste Zeitdifferenz zwischen bester und schlechtester Leistung der SS. beträgt 17 Minuten 33 Sekunden. Die zweitbeste Mannschaft der Hochgebirgspatrouillen, die SA.-Hochgebirgspatrouille 2 aus Gruppe Hochland 1/84, lief 1:34,30. Die zeitliche Leiftungsfpanne zwischen bester und schlechtester SA.-Patrouille beläuft sich demgegenüber in der Hochgebirgsklasse der SA. auf 24 Minuten 19 Se- Für b i e Holmenkol-Sk trennen am 27. Februar, 2. und 3. März wurden von Deutschland 23 Meldungen abgegeben. Unsere stärksten Hoffnungen find Willi Bogner, Walter Motz, Herbert Leupold, Meinet Haselberger, Dietl und Stoll. ♦ D i e Viererbob-Weltmeisterschaft nahm am Donnerstag in St. Moritz bei herrlichem Wetter ihren Anfang. Nach den ersten zwei Läufen hielt Bob „Deutschland I" mit dem Titelverteidiger 34 bis 36, f) mittlere 30 bis 32, g) geringe 22 bis 29. Schweine a2) 50 bis 53, b) 50 bis 52, c) 48 bis 52, d) 47 bis 51. Im'Preisvergleich zum Markt vom 8. Februar zogen Kälber a) 2 Mark an, die übrigen Kälberpreise biteben unverändert. Hämmel erhöhten sich bis 2 und Schafe um 1 bis 2 Mark, Schweine blieben unverändert. Marktoerlauf: Käl. ' ber mittelmäßig, ausverkauft. Hämmel und Schake lebhaft, bei Schafen verblieben 8 Stück Ueberftanb. Großhandelspreise für Fleisch und für Dettmaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1142 Viertel Rindfleisch, 174V- ganze Kälber, 58 ganze Hämmel, 707 halbe Schweine. künden. Hieraus ergibt sich, daß die Schutzstaffeln nicht nur die beste Zeit der Hochgebirgspatrouillen gelaufen sind, sondern daß auch der Leistungsdurchschnitt aller Mannschaften einheitlicher und das Feld geschlossener war als bei der SA. Im Durch- „ „ schnitt liefen die SS.-Patrouillen 1:39,09, während Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch die SA.-Patrouillen durchschnittlich 1:43,24 brauchten/ Ein ähnliches Ergebnis liegt bei den Mittelgebirgspatrouillen vor. Der Zeitunterschied zwischen < *1 ß q Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M Berlin Schluß« fürs Schluß!. Abend« börsc Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Schlußkurs Schluß!. Abend« börsc Schluß« lurs Echlußk. Mittagbörse 'Datum 13-2 | 14 2. 13.2- 14/2- Datum 13-2- 14-2 13:2- 14.2 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 99.13 99.25 99.5 99-5 4% desgl. Serie II ............ 8-5 8-4 6% etjem.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 —— — — 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4.5 4.65 4 45 6%% Boung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 102 101.5 102 101.5 4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .. 4.05 7.05 4.05 7-25 4.05 34.4 7.25 4-05 34-13 Nusios.-Rechten ............ 112.13 112.4 112-13 112-25 2V*% Anatolier 34.5 34-25 Desgl. ohne Auölos.-Rechte...... 6% ehein.8% Hess. Bolköstaat 1929 Hamburg-Amerika-Paket ..... o srückzahlb. 102%) ........... 97 97 97.25 97.25 31-5 31.25 31.4 31.25 6% Hess. Qanbcöban! Darmstadt Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 29 27-4 Gold R. 12....... 95.75 95.75 Hansa-Dampfschtff........... y —— •— 6Vt% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Lioui.... Norddeutscher Lloyd ......... o 33.9 31.13 33 75 34 13 99.5 99.4 A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 _ 86.25 86.65 87 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Berliner Handelsgesellschaft . 4 115 114.75 114.25 Auelos.-Rechten ......... 113 113 Commerz- und Prtvat-Bank .. 0 83.5 82.75 83.75 82.5 Deutsche Komm. Sammelabl. An- — Deutsche Bank und DtSconto- leihe Serie 1 mtt Auslos.-Nechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 113.25 113.5 113.5 113.75 Gesellschaft................ o Dresdner Bank .........o 84-25 84-25 165.5 83.25 83.25 84-25 84.25 165.5 82.5 83.5 165.25 96 95.75 96 95.75 Retchsbank ................ 12 Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 96 95.75 A.E.G..................... 0 30.65 141 30.75 1409 107 67t% ehem. 4%% Franks. Hyp.- _ 30-25 140.9 107.13 99.25 99.13 Bekula.................... 0 141 107 6Y2% ehem. 4yt% Rheinische — — GJeltt. Lieferungsgesellschaft... 6 107 Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe..... 6% ebem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 8% ehem. 7% Pr. Landespfand- 99.5 97 99-5 97 99.5 97 99-5 97 Licht und Kraft ............ 6 Felten & Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität . ..... 5 Schuckert 8 Co.............. r 119.5 86 115 119 87-25 114 75 119.5 86.9 114.75 110 119 87 114.75 109.5 briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 97 105.13 97 105.13 100 145 119 91.75 101 100.5 145 99.5 144.4 118.75 97 105.13 97 105.13 Siemens 8 Halske........... 7 Lahmeyer LLo............. 10 144.25 119 91.13 100.5 4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische SUberrente 27 25.25 27.5 25.5 Buderus ................. n 91.25 100-65 1.2 7.9 7.75 7.8 11-4 1 2 7.75 7-7 7.65 11 1.25 8 7.75 7.7 11.4 1-2 7.85 7.75 Deutsche Erdöl............... 100.5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 Gelsenkirchener..............ö Harpener ............... 0 71.65 99-5 71.25 71-13 99.25 71 99.5 6% abgest. Goldmexikaner von 99 7.65 11.25 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. ö Ilse Bergbau .............c Zlse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ................ Mmmecmamr-Rohrea 0 — 87.65 88 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahw-Anlethe Q.R M M 122 86.5 121.75 87 122 87 122 87.25 77.5 78.3 n.s 78.75 Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. TU. Schluß« turs Schlußk. Abend« börsc Schluß« kurs Schluß!. Mittagbörse 13-Februar 14-Februar Datum 13.2 14.2 13-2- 14.2- Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Mansselder Bergbau.........0 Kokswerke ................ 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Ascheröleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....iy$ I- G. Farben-Jndustrte.......7 Schetdeanstalt............... 9 Goldschmidt .....2.......... 0 Rütgerswerke ...............O Metallgesellschaft.............O Philipp Holzmann....... O Zementwerk Heidelberg ......O Eementwerk Karlstadt.........O Schultheis Payenhofer ....... O Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................O Zellstoff Waldhos ............O Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ......... 7 Daimler Motoren............O Deutsche Linoleum...........O Orenstetn & Koppel..........O Leonhard Tietz ..............O Ehade................ 10 Aecu mulatoren-Fabrll........0 Contt-Gumml........... O Gritzner....................O| Mainkraflwerke Höchst a.M^.. 41 SüddeutscherZuÄ« H 92.65 56.5 206 96.75 47 12.5 105 105 153 142-65 206 93 103-5 95.5 84 113-25 127 51-4 118 52 75.25 52-75 128.5 39-65 145 34.9 90-5 164.25 92 56.4 205-5 96.5 47 12.4 105.5 105.5 150.5 142.65 206 5 92-5 103.75 95.5 85.25 113-75 127 53-75 118 51.75 76 52.5 40 145 341 92.75 102-65 56.13 206 96-75 469 12-5 104-5 104 149.9 143 93-25 103 65 95-9 *= 103 51-75 117 51-9 75-75 127-13 52.13 128.75 83-5 39-65 197 145-25 34-65, K5 92 102.25 56.25 206 97-25 46.75 12 5 105 105 151 142.5 92.5 102.75 95.75 85.75 103 53.25 116.5 51.75 75.75 127.4 52.5 132.75 84.4 39.75 195 144 34 - Buenos Stirer Brüssel..... Rio de Jan. . Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Helsingfors.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japcnu...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork... __________3t. Amerilamicye Belgische Note Dänische Note Englische Note Französische N Holländische N Italienische N Norwegische N Deutsch Oeste Rumänische N Schwedische N Schweizer No Spanische Not Ungarische No 0.639 58.17 0.194 3.047 54.37 81-26 12-175 5.377 16.42 168-19 21-20 0.710 5-649 61.20 48.95 11.05 62-78 80-72 34-04 10-40 2-496 rlin,14.Febru Noten....... n........... n .......... n .......... ölen........ oten........ )ten......... oten ....... rreich, h 1OO oten........ oten........ en.......... en.......... öl eeeeeeee» 0-64: 58.2k 0-196 3-05: 54.4' 81.45 12 20° 5-387 16 4k 168-5: 21.24 0.712 5.661 61-32 49 05 11-07 62-90 80.88 34-10 10-42 2.500 Banfno ir Schilling ten 0.638 58.17 0.194 3-047 54.28 81-26 12-155 5.367 16-42 168-19 21-20 0-709 5-649 61.10 48 95 11.03 62-68 80.72 34-04 10-40 2.493 Geld 2-445 57-96 54.07 12-12 16.375 167.77 21-33 61.94 62.46 80-44 33.60 0 642 58.29 0-196 3.053 54-38 81-42 12-185 ' 5-377 16-46 168-53 21-24 0-711 5-661 61-22 49.05 11-05 62 80 80-88 34-10 10-42 2.497 Bries 2-465 58-20 54 29 12-16 16-435 168-45 21.41 61.18 62-72 80.76 33.74 — Nr. 39 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejfen)Zreitag, (5. Februar (935 Hauptausschuß für Berufserziehung jetzt Berufsgruppenamt der Deutschen Arbeitsfront. Im Einvernehmen mit dem Präsidenten des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages Professor Dr. Carl L ü e r änderte der im Dezember 1933 vom Bezirkswalter der DAF. Pg. Willi Becker und Professor Dr. L ü e r gemeinsam unter der Leitung von Professor Dipl.-Jng. Richard B o t s ch eingesetzte „Hauptausschuß für Berufserziehung beim 'Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag, Sitz Frankfurt a. M." ab 1. Februar dieses Jahres seinen Namen. Der „Hauptausschuß" trägt von diesem Tage an die Bezeichnung: Die Deutsche Arbeitsfront Abteilung des Verufsgruppenamtes Gau Hessen- Nassau, Sih beim Rhein-TNainischen Jndustrie- und Handelstag. Der „Hauptausschuß für Berufserziehung" wurde seinerzeit für unser Wirtschaftsgebiet ins Leben gerufen, um den Aufbau des bereits 1933 von Gauleiter Sprenger und Professor Dr. Lüer gebildeten Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebietes von der Seite der Berufserziehung und Arbeitsschulung her wirksam zu unterstützen. Wie die wirtschaftliche Zusammenfassung des Rhein-Maingebietes, so war auch die einheitliche Führung der Berufserziehung durch den Hauptausschuß bis dahin ohne Vorbild in anderen Gauen des Reiches. Nur durch das Bestehen des Hauptausschusses war z. B. im Frühjahr 1934 die Einführung der ersten Kaufmannsgehilfen- Pflichtprüfung im neuen Deutschland über ein Gebiet von 13 Handelskammern nach einheitlichen nationalsozialistischen Grundsätzen möglich. In dem neuen Namen des Hauptausschusses kommt lediglich auch für unser Gebiet die im letzten Jahre im Reiche vollzogene Entwicklung zum Ausdruck. Durch die Verordnung des Führers über die DAF. vom 24. Oktober 1934 muß das Durcheinander und die Mannigfaltigkeit der Vergangenheit auch auf dem Gebiete der beruflichen Schulung einer klaren Führung nach nationalsozialistischen Grundsätzen durch eine Parteigliederung weichen. Danach mußte auch im Gau Hessen-Nassau die gesamte Berufserziehungsarbeit dem berufenen Leiter des Berufsgruppenamtes der DAF., Gau Hessen-Nassau, Pg. Richard Stein, unterstellt werden. Da jedoch jegliche Verufserziehung ohne den Einfluß auf eine ordentliche Gestaltung der Lehrlingsausbildung, ohne Einfluß auf die Meister- und Betriebslehre auf unsicheren Grundlagen ruht, kann Berufserziehungsarbeit immer nur in eng st er Verbindung mit der Wirtschaft geleistet werden. Um in der Berufserziehung eine einheitliche Führung und Planung sowie eine enge Gemeinschaftsarbeit mit der Wirtschaft zu gewährleisten, dient der Personal- und Sachapparat des „Hauptausschusses für Berufserziehung" der Einrichtung einer Abteilung des B e r u f s g r u p p e n a m t e s der DAF. mit dem Sitz beim Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag in der Frankfurter Kammer. Die Leitung dieser Abteilung übernimmt im Auftrage des Leiters des Berufsgruppenamtes, Gau Hessen-Nassau, der Pg. Walter Dettmer. Im Zusammenhang mit der Einreihung des Hauptausschusses in das Berufsgruppenamt hat Professor Dipl.-Ina. B o t s ch sein Amt als Leiter des Hauptausschusses zur Verfügung gestellt und den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung um seine Wiederverwendung im Staatsdienst gebeten. Demgemäß kehrt Professor Dipl.-Jng. Bot sch schon in diesen Tagen wieder in den Staatsdienst zurück. Der Führung des Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebietes aber liegt es am Herzen, Professor Dipl.- Jng. B o t s ch für seine überaus tatkräftige, nationalsozialistischen Gedanken folgende Aufbauarbeit in der Berufserziehung aufs wärmste zu danken. Sein Angriffsgeist hat unseren Gau in einem Jahr auf diesem Gebiete allen anderen Gauen weit voraus gebracht. Wir haben den Wunsch und Willen, seiner vorbildlichen Arbeit auch über unser Gebiet hinaus im großen Rahmen der Berufserziehungsarbeit Geltung zu verschaffen. Wir trennen uns von Professor Dipl.-Jng. B o t s ch in dem Bewußtsein, daß er auf seinem Gebiete im Reich recht bald noch größere Aufgaben zu lösen haben wird. Diese Abteilung des Derufsgruppenamtes wird alle vom hauptausschuh für Berufserziehung begonnenen Arbeiten ohne jede Unterbrechung sortführen. Insbesondere werden die vom Hauptausschuß mit allen beteiligten Instanzen bereits durchberatenen Lehrverträge, Lehrlings- rollen, Ausbildungsrichtlinien und Lehrlings- überwachungsstellen sofort im gesamten Wirtschaftsgebiet eingeführt. 3n unveränderter Fortführung der Zielsetzungen des hauptausschusses wird es Aufgabe dieser Abteilung des Berufsgruppenamtes fein, in engster Zusammenarbeit auch mit dem Handwerk für alle Industriezweige die Möglichkeit zum Ablegen von Gesellen- und Meisterprüfungen zu schaffen, um damit auch in der Industrie den Aufstieg tüchtiger Facharbeiter aller Art zu gewährleisten, und so auch hier den Aufstieg nach dem nationalsozialistischen Leistungsprinzip sicherzustellen. Der Präsident des Rhein-Mainischen Jndustrie- und Handelstages Professor Dr. Carl Lüer hat Deutsches Frühjahrsbrauchtum. Fastnacht war einst eine mehrere Wochen umfassende Frist,'die bisweilen schon am 26. Dezember, am 1. Januar oder am Dreikönigstag begann. Die Festlegung ihres heutigen Termins erfolgte erst nach Einführung der kirchlichen Fastenzeit. In ihr vermischen sich am stärksten Elemente uralten Frühlingsbrauchtums mit seinen mannigfachen Fruchtbarkeitsriten mit Festsitten der Sonnenfeste, wie dem Abbrennen von Höhenfeuern, Fackelumzügen, rollenden Feuerrädern und Scheiben und ähnlichen Gepflogenheiten, die wir aus dem Brauchtum zahlreicher Jahresfeste kennen. Der Jubel über das allerwärts neu erwachende Naturleben, der für den schollenverwurzelten Menschen bei seiner ursprünglichen gläubigen Hingabe an das Erdleben, dem er sich aus Gedeih und Verderb verbunden fühlt, eine heute kaum noch nachfühlbare Stärke der seelischen Wallung erreichte, bildet den religiösen Unterton der ausgelassenen Fastnachisfreude. Alle Schranken, die menschliche Willkür zwischen den Menschen errichtete, fallen, und insonderheit dem Witz und Spott ist freier Lauf gelassen. Träger des Spottes und rügender Neckereien, die sich, wie das in Bayern verbreitete Haberfeldtreiben bisweilen besonders gegen die ortsansässigen Mädchen richten, sind zu Fastnacht vorzüglich die Bruderschaften der Jungmannen. Sie stellen die Besatzung des Narrenschiffes, das sich zurückführt auf den Schiffskarren, auf dem einst eine Gottheit des Natursegens durch die Gemarkung zog. Sie stellen die seit alters zu dieser Zeit üblichen Festumzüge und führen festliche Tänze auf, die meist ihren Ursprung in den Kulttänzen germanischer Zeit nur noch mit Mühe erkennen lassen, ihn in anderen Fällen aber auch noch deutlich widerspiegeln. . Ganz besonders einzelne Fastnachtsbräuche sind als besondere Privilegien auf die mittelalterlichen Zünfte übergegangen-, vor allem die ursprünglich kultischen Tänze werden in ihnen nach alter Ueber- lieferung geübt, so daß sie sich häufig genug einzig und allein bei ihnen erhalten haben. So wird der Ueberlinger Schwerttanz, der Münchener Schäfflertanz, das Schembartlaufen der Nürnberger Metzger und der Münchener Metzgersprung noch heute geübt. Ebenso kennt heute, wie ehedem, das Maskentreiben der Fastnacht ganz bestimmte Gestalten, die ihm übrigens nicht immer ursprünglich zugehören, sondern bisweilen aus anderen Festkreisen übernommen sind. So finden wir bisweilen den gleichzeitig alle Kammern und deren Bezirksstellen angewiesen, alle Berufserziehungsfragen, einschließlich Lehrvertragswesen, Lehrlingsausbildung und Prüfungswesen nur nach vorheriger Beratung mit und unter der Führung dieser Abteilung des Berufsgruppenamtes zu regeln. Auch alle Fragen, die die Zusammenarbeit der Wirtschaft mit beruflichen und fachlichen Schulen berühren, sind mit dieser Abteilung zu klären. Nur durch eine solche Gemeinschaftsarbeit von DAF. und Wirtschaft wird die Arbeitsgesinnung, die der Nationalsozialismus von jedem Schaffenden verlangt, in dem jungen Nachwuchs des deutschen Arbeitertums fest verankert und damit der deutschen Wirtschaft die Schlagkraft für ihren Kampf um die Daseinssicherung der Volksgemeinschaft gegeben. Um dieser letzten großen Ziele willen, die hier verfolgt werden, wird auch an alle Parteistellen und Behörden der Appell gerichtet, die wichtige berufserzieherische Arbeit dieser Abteilung des Berufsgruppenamtes auf das stärkste zu unterstützen. Frankfurt a. M., 9. Februar 1935. Lüer. Der Präsident des Rhein-Mainischen Jndustrie- und Handelstages. W. Becker. Bezirkswalter der DAF., Bezirk Hessen. R. Stein. Leiter des Berufsgruppenamtes der DAF., Gau Hessen-Nassau. Julbock oder den Sommervogel in diese Zeit übertragen; häufiger treten das süddeutsche Hänsele, der norddeutsche Schimmelreiter, der schlesische Erbsenbär, der „wilde Mann" und wie dgl. immer wiederkehrende Figuren mehr heißen, jetzt auf. Sie alle stellen durchweg Geister des Wachstums und der Fruchtbarkeit dar, die, wie wir das aus zahllosen Frühlingsbräuchen kennen, symbolisch getötet und wieder zum Leben erweckt werden, Sinnbilder des immer sich verjüngenden und erneuernden Naturlebens. Am stärksten aber tritt in ihren eigenen Gaben die Fruchtbarkeit des mütterlichen Erdschoßes vor Augen; daher gehört denn auch reichliches Essen und Trinken von jeher zur Fastnacht. Heute beginnt die in den Gliederungen des neuen Reiches gesammelte junge Mannschaft allenthalben, die alten Ueberlieferungen völkischen Festbrauches aufzunehmen und im Rahmen ihres Gemeinschaftslebens umzuformen und auszugestalten. So bietet die Fastnachtszeit willkommene Gelegenheit, in der Anküpfung an frühere Bräuche heiterer Geselligkeit und fröhlicher Selbstverulkung zu frönen und sich so auch innerlich zu bereiten auf den kommenden Frühling, der mit der erneuerten Natur auch eine Erneuerung des Menschen erringen soll. Reichsbund Volkstum und Heimat. Der Deutsche Gruß Das Personalamt des Hessischen Staatsministers hat allen unterstellten Behörden, Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts ein Rundschreiben des Reichsund Preußischen Ministers des Innern vom 22. Januar 1935 über den Deutschen Gruß zur Kenntnis gebracht mit dem Auftrag, die Beamten, Behördenangestellten und -Arbeiter entsprechend zu verständigen. In dem Rundschreiben wird mitgeteilt: Das Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. 8. 1934 und das Gesetz über die Vereidigung der Beamten und der Soldaten der Wehrmacht vom 20. 8. 1934 haben die Verbundenheit der deutschen Beamtenschaft mit dem Führer und Reichskanzler zu einem höchstpersönlichen und unlösbaren Treueverhältnis ausgestaltet, dem in besonderer Form des deutschen Grußes Ausdruck zu geben die Beamten-, Angestellten- und Arbeiterschaft Der öffentlichen Verwaltung, wie ich überzeugt bin, freudig gewillt ist. In Erweiterung des Rundschreibens des Reichsministers des Innern vom 27. 11. 1933 ordne ich daher an, daß fortan die Beamten, Behördenangestellten und -Arbeiter den Aus der Provinzialhauptstadt. Deutschen Gruß im Dienst und innerhalb der dienstlichen Gebäude und Anlagen durch Erheben des rechten — im Falle körperlicher Behinderung des linken — Armes und durch den gleichzeitigen deutlichen Ausspruch „Heil Hitler" ausführen. Ich erwarte von den Beamten, Behördenangestellten und -Arbeitern, daß sie auch im außerdienstlichen Verkehr in gleicher Weise grüßen. NGLB., Kreis Gießen. Fachschaft körperliche Erziehung. Zusammenkunft der Geländesport-Arbeitsgemeinschaft am Samstag, 16. Februar, 15 Uhr am Schützenhaus: Geländekunde, Sport, Schießen Leistungsbuch, sowie Karte 1:100 000 mitbringen. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Hosen des Herrn von Bredow". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Cleopatra". — Astoria - Lichtspiele, Seltersweg: „Cimarron". — Stickerei- und Spitzen-Werkschau: 14 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brandplatz. — Stadttheater Gießen. Heute abend Wiederholung des Komödienspiels „Die Hosen des Herrn von Bredow" von Paul Beyer. Spielleitung Heinrich Hub. ** Dienstjubiläum. Herr Konrad Röhrig, aus Großen-Buseck gebürtig, kann am heutigen Freitag, 15. Februar, auf eine 25jährige Tätigkeit Spenden für das Wmterhilsswett Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Winterhilfswerk 1 934/35 betreffen (Spenden, Strahenfammlungen, hausfammlungen, Eintopfgerichte ufro.), find nur auf Konto der B e z i r k s f p a r k a f f e Gießen, Nr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt a. IN. Nr. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen. bei der Firma Eis- und Bierhandlung H. K e m v f (Inhaber: Albert Merlau), Ludwigstraße 26, zurückblicken. Der Jubilar hat sich durch vorbildliche Treue und ernste Pflichterfüllung, wie auch durch seine Zuvorkommenheit nicht nur die Wertschätzung des Inhabers der Firma, sondern auch der Kundschaft und der Gäste erworben. ** Justizpersonalie. Ernannt wurde durch Urkunde des Herrn Staatsministers und unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Kanzlisten der Kanzleigehilfe beim Amtsgericht Gießen Walter G e i l f u s mit Wirkung vom 16. Dezember 1934 an. ** Musikalische Abendfeier in der Johanneskirche. Nachdem bei der letzten musikalischen Abendfeier, die in der Johanneskirche stattfand, Johann Sebastian Bach zur Geltung kam, sollen am nächsten Sonntagabend die Meister der Kirchenmusik — Georg Friedrich Händel, der wie Bach vor 250 Jahren, und Heinrich Schütz, der vor 350 Jahren geboren ist — auf die Gemeinde wirken. Organist N e b e l i n g wird das Allegro aus dem Konzert in F=Dur von Händel darbieten. Ein aus ehemaligen Schülerinnen des hiesigen Lyzeums bestehender Chor wird die Lieder von Heinrich Schütz „Kommt herzu, laßt uns fröhlich fein" und „Frohlockt mit Freud" fingen und musikalisch begleiten. Die übrigen Komponisten, die an diesem Abend zu Gehör kommen (I. G. Walther, A. Hammerschmidt, I. Rosenmüller und Chr. Bernhardt) gehören dem 17. Jahrhundert bzw. der Zeit Bachs und Händels an. Gemeindegesang, Ansprache und Gebet werden in diese Feier eingegliedert werden. ** Arbeits - und Lieferungsvergebung. Das Tiefbauamt der Provinzialdirektion Oberhessen veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil ein Ausschreiben zur Arbeitsund Lieferungsvergebung zwecks Verbreiterung der Fahrbahn auf der Straße Gießen—Frankfurt. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. Agrippa von Nettesheim. Arzt und Abenteurer vor 400 Jahren. Äon Professor Dr. Erich Ionisch Dos Zeitalter der Reformation, das Zeitalter eines Umbruchs und Anbruchs von ungeheurem Maße, hat die Gestalt Fausts geformt. Die Zeit, in der Ulrich von Hutten das Wort sprach von den Geistern, die erwachen, von den Wissenschaften, die aufblühen, in der das Leben eine Lust sei, ist ober auch gekennzeichnet durch die Umwertung von Werten deren Geltung unerschütterlich zu sein schien. Ohne die Gestalt Luthers, der ihr die Richtung wies und Form gab, indem er ihr religiöses Gewissen weckte, erschiene sie als das Zeitalter einer geistigen Anarchie und zugleich eines mächtigen, grüblerischen, leidenschaftlichen suchens nach einer Wahrheit, die höher steht als alles menschliche Wissen. Diese Zett schuf faustische Gestalten, Menschen, die den Würzburger Abt T r i t h e i m , den gefeierten Gelehrten, den großen Historiker und berühmten Kenner aller geheimen Wissenschaften, wie Par a- zelsus, den großen Arzt und Naturphilojophen, und wie Agrippa von Nettesheim, den Mystiker und Scharlatan, den Betrüger und inbrünstigen Wahrheitssucher. Unklar in unklarer Zeit erscheint uns seine Gestalt. Er zeigt sich als Abenteurer, der schließlich doch seine Ruhe findet, zwar nicht in dieser Welt, die ihn umtrieb bis in den Tod hinein, aber in einem Glauben, der ihm Rettung war aus langem Forschen und Zweifeln. Wie Faust rühmte er sich des Studiums aller Fakultäten, und wenn ihm auch der dreifache Doktortitel, den er sich m seinen Büchern anmaßt, nicht zukommt, so steht doch fest, daß er Philosophie und Medizin, Juristerei und Theologie mit heißem Bemüh'n studiert hat. Viele Jahre hat er in der Schweiz, in Frankreich und den Niederlanden als Arzt gewirkt, in Lyon wußte er sich sogar die Bestallung eines Leibarztes der Königin-Mutter von Frankreich zu verschaffen, — nur hat er wohl nie den akademischen Grad eines Doktors der Medizin besessen. Weder in Paris noch in Padua erwarb er sich den juristischen Doktortitel, wenn er auch Aemter versah, die nur ein juristisch Gebildeter verwalten konnte. Und war er auch einmal für kurze Zeit Mitglied eines Konzils, Doktor der Theologie ist er nie gewesen. Sein abenteuerliches Leben führte ihn nach Spanien und Frankreich, nach England und der Schweiz, nach Italien und den Niederlanden. Oft war er auch in Deutschland, in Köln, seiner Heimatstadt, wo er 1486 geboren worden war, und in Bonn. Auf der Universität in Paris gründete er einen Geheimbund, dessen Mitglieder durch einen Schwur gebunden waren, das geheime Wissen, das sie besaßen, an niemand zu verraten. In Spanien rettet er mit seinen Bundesfreunden ein Schloß, das von Rebellen genommen worden war, angeblich durch magische Künste. In Metz tritt er als Rechtskundiger in den Dienst des Magistrats und bewahrt eine Hexe vor dem Feuertod. Immer ist um ihn das Halbdunkel des Wundertätigen, des Mannes, der ein übernatürliches Wissen von astrologischen und alchimistischen Künsten besitzt, ein Zwielicht, das ihn in der Volksüberlieferung als Schwarzkünstler erscheinen läßt, der während des Mailändischen Krieges in Paris weiß, was in Mailand vorgeht und zu einer Stunde in Freiburg in der Schweiz und in der nächsten in Pont-a-Mousson bei Metz Vorlesungen hält Ein Scharlatan, ein Betrüger ist er ohne Zweifel gewesen, aber er war auch mehr als das Ein echter, faustischer Drang ist in* ihm lebendig nach einem Wissen, das höher ist als das der Fakultäten, das dem Menschen nicht nur Macht über die Natur gibt, sondern das ihn auch zu der Weisheit und dem Frieden Gottes führt. Früh schon arbeitet er fein Werk über die „Geheime Philosophie" aus. Drei Wellen bilden das All, das irdische Reich be$ Elemente, die himmlische Welt der Gestirne und die oberste Welt der reinen Geister oder, nach christlicher Bezeichnung, der Engel. Die höchste Kraft des Alls, die alles beherrschende göttliche Allmacht, wirkt durch die höheren Welten stufenweise, vermittelt durch die Engel und Gestirne, hinab in die untere, so daß ein einheitlicher Geist das ganze All durchflutet. Der Mensch vermag ihn zu erkennen und durch ihn die wahre Herrschaft über die Natur zu erlangen, freilich nur dann, wenn er sich zu ihrem Ursprung erhebt, sich in reiner Beschauung von der sinnlichen Welt löst und mit dem göttlichen Geiste einigt. Dies sind Ideen, die Agrippa sich nicht zusammenphanta- sierte, sondern die ihn die Philosophie des Neuplatonismus und der Kabbala vermlltelle und die er zu einer philosophischen Begründung der Magie zusammenfügte. Dieser Mensch, der sich ganz der Magie ergeben, schreibt wenige Jahre später ein Buch der Skepsis, das seinen Namen der Nachwelt erhallen hat, das noch der junge Goethe las: das Buch von der „U n - gewißheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften". Dieses Werk bedeutet den Bruch Agrippas mit allen weltlichen Wissenschaften und Künsten, allen staatlichen und kirchlichen Einrichtungen und in gewisser Weise auch die Preisgabe seines hochgespannten Ideals einer magischen Erkenntnis. Und mehr noch als der Nachweis der Erfolglosigkeit alles Strebens nach Erkenntnis ist das Buch die Klage eines Enttäuschten über die Verderbtheit der Welt. Das Nichtwissen, das der nie endende Streit um das Wissen offenbart, zeigt die Eitelkeit und Ohnmacht alles Bemühens, aus menschlicher Kraft zur Wahrheit zu kommen. Dieses angebliche Wissen dient nicht dem Guten, sondern dem'Bösen, der Ungerechtigkeit, dem Betrug, der Unterdrückung der Arglosen und Frommen. So kommt Agrippa, nachdem er die Nichtigkeit aller geheimen und bekannten Wissenschaften entlarvt hat, zu dem Schluß: es gibt nur eine Wahrheit, die selig macht, die Wahrheit der göttlichen Offenbarung,' die die Heilige Schrift enthält. Den Willen Gottes zu tun, ist die einzige Wahrheit, und zu ihr führt keine Wissenschaft, kein? Philosophie und keine Theologie, sondern allein der Glaube Die Rückkehr zum schlichten Christenglauben, zur Demut und Herzensinnigkeit, zur Gemeinschaft mit Gott ist der letzte Schluß dieses Magiers. Mit dem Lobe des Esels, der geistig arm, friedfertig und geduldig ist, endet sein Werk: „So will ich Euch nun, Ihr trefflichen Meister der Wissenschaften, erinnert haben, daß, wofern Ihr nicht mit Sack und Pack der menschlichen Wissenschaften die Löwenhaut abziehet und eine Eselhaut an euch nehmet, so werdet Ihr die göttliche Weisheit und Geheimnisse zu tragen recht ungeschickt und nichts nütze sein ..." Dieser Mann starb, nur 49 Jahre alt, im Elend. Er reifte 1535 nach Frankreich und wurde in Lyon wegen Schmähungen des Herrscherhauses verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Freunde verwandten sich für ihn, er wurde freigelaffen und starb bald daraus in Grenoble am 18. Februar. An seinen Tod knüpft die Sage an. Sein Lieblingshund, „Mon- sieur" genannt, der auf feinem Schreibtisch lag und oft in seinem Belle schlief, habe sich nach seinem Tode in die Jsere gestürzt und sei spurlos verschwunden. Er sei der leibhaftige Böse gewesen, den Agrippa durch ein Halsband mit magischen Zeichen in' feinen Dienst gebannt habe. - Das Land der Hundertjährigen. Eine solche Bezeichnung darf mein wohl dem Lande geben, das bei einer Bevölkerung von rund 4 Millionen über 1200 Hundertjährige zählt. Dieses Land ist Bolivien, ein südamerikanischer Staat von der dreifachen Größe Deutschlands. Die Eisenbahn steigt vom Stillen Ozean bis zum Titicacasee auf 3854 Meter an, der der höchstgelegene Binnensee der Erde ist und eine Ausdehnung von 6900 Quadratkilometer besitzt. Die Dampferüberfahrt auf diesem See dauert 12 Stunden. Sucre ist zwar offiziell die Hauptstadt des merkwürdigen Landes, aber die wichtigste Stadt ist jedenfalls La Paz, das auf einem Hochplateau in 3700 Meter Höhe liegt und somit die höchste Hauptstadt der Wett ist. Die Lust in dieser Hauptstadt und in der Höhe st zwar von einer für den Europäer kaum vorstellbaren Reinheit, aber um sich darin wohl zu fühlen, muß man wohl Eingeborener sein. So lange die Sonne scheint, ist es behaglich warm, doch nachts herrscht eine empfindliche Kälte. Holz und Kohle gibt es dort oben nicht. Die europäischen Häuser werden mit Elektrizität geheizt, aber die Eingeborenen besitzen überhaupt keine Heizung. Die Luft hier oben ist schon so dünn, daß viele Europäer das Klima nicht vertrugen und wegen der Bergkrankheit das Land verlassen mußten. Auf die Eingeborenen scheint dagegen die dünne Lust lebensverlängernd zu wirken, denn 80 v. H. der Einwohnerschaft wohnt auf dem Hochplateau. Das Land hat eine große Zukunft, denn es ist unermeßlich reich an Bodenschätzen, deren Ausbeutung erst bei besseren Bahnverhaltnissen möglich sein wird. Die Bahnen könnten leicht mit Elektrizität getrieben werden, wenn die zahlreichen reißenden Bäche und Flüsse, die von den Höhen der Anden in die Tiefe stürzen, ausgenutzt würden. Auch landwirtschaftlich hat das Land eine große Zukunft. Deutsche Zagend im Reichsberusswettkampf. Zum zweiten Mal ruft die Hitler-Jugend ihre berufstätigen Jungen und Mädel auf zum großen Appell der Arbeit, der den Willen zur beruflichen Leistung der neuen Jugend beweisen soll. Nicht nur die Berufstätigen innerhalb der Hitler-Jugend, sondern alle Jugendlichen vom 15. bis 18. Lebensjahr, bei den kaufmännischen Berufen vom 15. bis 21. Lebensjahr und alle Mädel vom 15. bis 21. Lebensjahr werden der Welt durch ihre freiwillige Meldung zu diesem friedlichen Wettstreit der Arbeit wieder zeigen, daß die deutsche Jugend bestrebt ist, ihre Arbeitsleistung zu steigern und sich ihre Gedanken nicht auf dem Gebiete der Aufrüstung und Kriegführung bewegen. Der Reichsberufswetlkampf ist die größte berufliche Aktion, die jemals durchgeführt worden ist. Zum erstenmal im Vorjahr vom 9. bis 15. April veranstaltet, hat der Reichsberufswettkampf schon damals die gesamte berufstätige deutsche Jugend erfaßt. Er hat sich als ein Mittel erwiesen, das, auf weite Sicht gesehen, wirksam dem deutschen Facharbeitermangel entgegentreten kann, den beruflichen Leistungswillen stärkt und das ganze berufliche Ausbildungswesen fördert. Noch größer ist die nationalpolitische Bedeutung des RBWK. dadurch, daß er der Jugend aller Berufsschichten das gemeinschaftliche Schaffen an einem großen Werk, den Zusammenklang aller Teilarbeiten im Dienst am Volk in lebendiger Form vor Augen führt und vor ihr das Ideal der Arbeit aufrichtet. Darum hat der Nationalsozialismus den RBWK. zur Sache des ganzen Volkes gemacht und darum hat der Reichsjugendführer erklärt: „Das Ideal der Jugendbünde war die Fahrt, das Ideal der Hitler- Jugend ist der Reichsberufswettkampf." Der Reichsberufswetlkampf wird immer eine Form der freiwilligen Selbstprüfung und ein Ausdruck der beruflichen Leisiungsbereitfchaft fein. Er wird sich deshalb nie in eine Reihe mit Schulprüfungen, handwerklichen Zwischenprüfungen u. ä. stellen jassen: noch weniger wird er sie ersetzen wollen. Er bleibt Mittel und Kraftquelle der deutschen außerschulischen Jugenderziehung. Niemand anders kann berufener sein, als die Hitlerjugend, diese Großtat auf beruflichem Gebiet durchzuführen. Aus der schaffenden Generation wird sie sich die Fachkräfte heranziehen, die in der Lage sind, Meister und Prüfer der Jugend zu sein. Deutsche berufstätige Jugend! Diene deinem Berufe und somit Deutschland! IHelbe dich sofort an! Letzter Termin ist der 28. Februar! Anmeldeformulare durch die Jugendwalter der DAF., die Berufsschule und die Betriebe. Steinerne Zeugen mittelalterlichen Rechtslebens besonders auf hessischem Boden. lieber dieses Thema sprach in der letzten Sitzung des Oberhessischen Geschichtsoereins am gestrigen Donnerstagabend Universitätsprofessor Dr. Frölich. Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. G l ö ck- ner, den Vereinsfllhrer. wies der Vortragende einleitend auf die zahlreichen Ueberrefte deutscher Rechtsvergangenheit im hessischen Raume hin, zugleich aber auch auf die Gefahren, von denen diese Rechtsdenkmäler bedroht sind, und auf die Notwendigkeit ihrer Sicherung und Erhaltung. Er erwähnte in Verbindung damit den Plan der Schaffung einer Anstalt für rechtliche Volkskunde bei der Juristischen Fakultät der Landesuniversität, zu deren Ausgaben mit in erster Linie die Sammlung und Ausdeutung der vorhandenen Rechtsaltertümer, sowie die Nutzbarmachung der gewonnenen Ergebnisse für die Zwecke des Heimatschutzes und der Heimatpflege gehören soll. Anschließend gab der Vortragende zunächst einen Ueberblicf über den gegenwärtigen Stand der rechtsgeschichtlichen Forschung in bezug auf die in Frage stehenden Erscheinungen, wobei er namentlich der Arbeiten des Göttinger Rechtshistorikers Herbert Meyer gedachte. Es ist davon auszugehen, daß ursprünglich Opferplatz, Dingort und Richtstätte zusammenfielen. Als Mittelpunkt des dafür vorgesehenen, in bestimmter Weise abgegrenzten kreisförmigen Raumes ist zu Anfang ein lebender Baum zu denken, an dem die als Gerichtswahrzeichen dienenden Gegenstände — Schwert, Dingfahne oder »Dingschild — aufgehängt, an dem aber auch Kriegsgefangene und Verbrecher zu den Göttern geopfert wurden.Später ist an die Stelle des lebenden Baumes ein Holzpfahl in einer Steinaus- schüttung getreten, der die Dingsymbole trug und der zu diesem Zweck mit einem Querholz versehen war. Er wurde in der beschriebenen Form auch als Kreuzgalgen — aber nicht erst christlicher, sondern bereits heidnischer Prägung — zum Aufhängen der Opfer benutzt. Im Laufe der Zeit ist der Holzpfahl durch eine Steinsäule ersetzt. Die anfängliche Stätte dieses Gerichts aber ist das Ahnengrab, das auf dem Stammgut des Edel- freien, dem „Handgemal", dem Odal lag. Dieses Stammgut ist der Erbhof, der sich regelmäßig im Besitze des Geschlechtsältesten befindet. Er ist verbunden mit dem Ahnengrabe, der Grabhügel in der Nähe des Herrenhofes gilt als Kult- und Gerichtsplatz. An dem Gerichtspfahl, der als Ersatz des lebenden Baumes am Ahnengrabe errichtet war, werden — gewissermaßen in Gegenwart des toten Ahnen — Urteile gefällt und vollstreckt, sowie sonstige Rechtshandlungen vollzogen. Die Gerichtsstätte am Ahnengrabe dient zwar zunächst der Sippengerichtsbarkeit, an ihr wird aber auch das öffentliche Gericht für die Dorfschaft oder noch weitere Bezirke abgehalten. Von diesen in ihrem letzten Grunde mit dem Totenkult zusammenhängenden und in zauberischen Vorstellungen mannigfacher Art verwurzelten Einrichtungen nimmt die weitere Entwicklung ihren Ausgang. Der Vortragende zeigte, wie zunächst der den Fuß des Kult- und Gerichtspfahles umgebende Steinhaufen umgestaltet wird zu einem erhobenen Unterbau, den die französischen Quellen als „Perron" bezeichnen, und an den zu denken ist, wenn die deutschen Quellen von Dingstuhl, Richterstuhl ober Königsstuhl reden. Den gleichen Sinn haben die sogenannten Staffel- und Wendelsteine, die ihren Namen der Treppe des Unterbaues verdanken. Die Gerichtssäule auf dem Stufenbau, der zunächst „hölzerne Stock" wird auch zur Schaustellung des Verbrechers und zum Vollzüge von Körperstrafen benutzt und wandelt sich damit zum Pranger. Neben der Gerichtssäule, die sich zum eigentlichen Galgen entwickelt, erscheint vielfach ein besonderer Stein zum Vollzüge der Blutstrafen. Er bleibt auch später, als keine Hinrichtungen mehr an ihm vollzogen werden, für Handlungen der Straf- und Zioilrechtspflege bedeutsam, wie namentlich das Beispiel des Blauen Steines, der Hochgerichtsstätte des Kölner Erzbischofs am Dom zu Köln dartut. Indem man dem Gerichtspfahl menschliche Züge gab, gestaltet er sich um zum Roland, dessen Name ursprünglich nichts mit Roland, dem Paladin Kaiser Karls, zu tun hat, sondern einfach das rote Land, d. h. die Stätte der Ausübung der Blutgerichtsbarkeit, bedeutet. Mit dem alten Gerichts- und Kreuzpfahl hängen auch die vielfach an Wegen, namentlich Kreuzwegen, errichteten Holz- und Steinkreuze auf einem Stufenfockel zusammen und schließlich auch die zahlreichen, noch heute vorhandenen Marktkreuze, bei denen allerdings eine Vermengung mit dem christlichen Kreuz eintrat. In den damit gewonnenen Rahmen wurden alsdann die in Hessen begegnenden Erscheinungen und Gegenstände der mittelalterlichen Rechtspflege eingereiht. Es kommen in Betracht die Gerichtsstätten unter lebenden Bäumen, auf Anhöhen, bei Gewässern, bei gewissen Höfen oder vor Kirchen, ferner die als Hinkelsteine bekannten Monolithe, soweit sie Beziehungen zum Rechtsleben aufweisen, die Staffel-, Wendel- und Spindelsteine, sowie sonstige Steine ähnlicher Art, die vor allem auch in Flurnamen bezeugt sind. Eine besondere Erwähnung fanden einige Gerichtssteine in Rheinhessen, namentlich der sog. Pfalzstein zu Alzey. Weiter wurde gedacht der noch vorhandenen Gerichtstische, von denen der bemerkenswerteste der des ehemaligen Freigerichts zu Kaichen in Oberhessen ist, sowie der Nachrichten über Königsstühle in Hessen. Schließlich wurden noch die in Hessen erhaltenen Hochgerichte, insbesondere die Galgen bei Herbstein, Hopfmanns» felden und Münzenberg, sowie in Beerfelden und Pfungstadt, und weiter das sog. Zentgerichtskreuz in Neustadt i. O. erwähnt. Die Ausführungen des Vortrags wurden durch eine Anzahl von Lichtbildern über die behandelten Stätten ergänzt. Reicher Beifall dankte dem Vortragenden, den ihm auch Herr Dr. Glöckner noch einmal im Schlußwort aussprach. Die jüngste Obstbaumzählung. Lehren aus den Ermittelungen in Gießen. Von der Obstbaumzählung 1932, die sich über das ganze Reich erstreckte, hatte man die Feststellung einer beträchtlichen Zunahme des Obstbaumbestandes erwartet. Die Enttäuschung war daher allgemein, als eine über alle Erwartungen große Abnahme seit der Zählung von 1913 bekannt wurde. Wie konnte das bei den umfangreichen Neupflanzungen möglich fein? Es wurden grobe Fehler in der Organisation des Zählgeschäftes angenommen und eine Nachzähluna angeordnet, die im letzten Sommer stattfand. Ihr Ergebnis ist als Beispiel aus der beigedruckten Tabelle ersichtlich, die sich auf das Gebiet der Stadt Gießen bezieht. Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich ein Mehr von rund 6000 Bäumen bei einem Gesamtbestande von 29 000, das sind nicht ganz 20 o. H. Zieht man davon diejenigen Bäume ab, die in den beiden Winterhalbjahren 1932/33 und 1933/34 gesetzt worden sind, so dürfte der Prozentsatz sich auf 15 v. H. ermäßigen. Das ist sehr wenig im Verhältnis zu den erwarteten 40 v. H., wie sie von Sachverständigen als wahrscheinlich angenommen worden waren. Der Rückgang seit 1913 ist demnach als festgestellt zu betrachten und kann nicht wundernehmen, wenn man die Kriegsjahre mit ihren Folgeerscheinungen in Betracht zieht. Als die Männer heimkehrten, hatte man mehr zu tun, als an die Obstbäume zu denken, und wer etwa hätte pflanzen wollen, bekam keine Bäume oder nur zu unerschwinglichen Preisen. Zahlen beweisen dem, der sie zu lesen versteht. Aus der Zusammenstellung geht einleuchtend hervor, daß tnel mehr Sauerkirschen gesetzt werden müssen, um den Bedarf an dieser beliebten Einmachfrucht einigermaßen decken zu können. Wer die S ch a t t e n m o r e l l e der Monilia wegen nicht mehr aufbringen kann, weil das Spritzen mit Kupferkalk sich nur zögernd einführt, pflanze die widerstandsfähigere Weichsel auf Zwergunterlage der Steinweichsel (Prunus Mahaleb). Auch dis Süßkirsche, die als Einmachfrucht noch zu wenig gewürdigt wird, gedeiht auf dieser Zwerg« unterläge in Buschform gut und paßt sich den Raumverhältnissen des kleinen Gartens an. Diese Form hat noch den Vorzug, daß man sie durch Ueberhängen von Netzen oder alten Gardinen gegen Vogelfraß schützen kann. Auch die Zahl von noch nicht 500 Stück Mirabellen ist viel zu gering. Das Fünffache würde vielleicht genüaen. Es könnten aber noch mehr fein, da man Den Bedarf nicht an der Nachfrage auf dem Markte bemessen soll. Wer die große schöne Frucht der Mirabelle von Nancy im Garten hat, wird sie zu verwerten wissen, besonders wenn Kinder im Hause sind. Man setze jedoch nicht die aroße, sehr frühe von Flotow: sie ist eine verlockend schöne Frucht für Rohgenuß, taugt aber nichts zum Einmachen, weil sie dann schwarz und wertlos roirtK Mirabellen wachsen leicht auf Zwetschenunterlagen, die überall leicht zu haben sind. Es geht aber nichts über einen gut bewurzelten Baum aus der nächsten Baumschule. Die Zahl der vorhandenen Pfirsiche hat zwar zugenommen, kann aber leicht vervielfältigt werden. Warme Wände zum Anbringen von Spalieren gibt es fast an jedem Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Der Ertrag setzt meist schon im zweiten, sicher aber nach dem dritten Jahre ein. Nur Säm- Obstbaumbestand der Stadt Gießen nach der Zählung vom Sommer 1934. Obstarten Aepsel.......... Birnen ......... Süßkirschen ..... Sauerkirschen.... Zwetschen, Pslau- 6 7 8 9 10 men ........ Mirabellen ..... Renekloden .... Aprikosen...... Pfirsiche....... Walnußbäume .. Baumform In Grasgärten, auf Baumstücken und Feldern An Straßen und Böschungen In Klein- und Hausgärten Q ? 436 4 552 3 115 21945 5748 1197 4328 356 400 18943 1370 88 7896 492 272 139 8733 3738 478 82 2303 2457 840 357 272 63 18 30 7 4 20 1 1 31 30 26 3 4 5008 5325 356 350 1406 71 69 15 a 2056 561 24 148 -ß a S « ä St- 298 66 36 6499 421 268 134 498 84 L a G 774 512 39 20 38 33 e ä a c Im ganzen 11876 6552 478 518 7896 492 272 139 552 115 28890 Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrochtsschutz: Fünf-Türrne-Verlag, Halle (S.). 7. Fortsetzung Nachdruck verboten! Da stutzte er. Die Karte trug unten noch einen kleinen Vermerk: das Datum des heutigen Tages und die Worte: „Hamburg, den 20. September." Er ging ans Zimmertelephon und verlangte den Portier: „Ich habe in meinem Zimmer einen Strauß Rosen mit einer Karte meiner Adoptivschwester Fräulein von Bodenberg vorgefunden... Wie sind die Blumen abgegeben worden?" „Durch einen Boten, Herr von Gernsheim. Einen Augenblick bitte. Da kommt ein Telephonanruf für Sie durch. Darf ich verbinden lassen?" „Hier Gernsheim!" meldete sich Horst. Sein Gesicht nahm den Ausdruck ungläubigen freudigen Erstaunens an, denn eine weiche, dunkle, etwas schwermütige Stimme klang an sein Ohr: „Willkommen, Horst, in der Heimat! Hier spricht Helma!" „Helma, du?" fragte er freudig. „Wie lieb von dir, mich anzurufen. Wie freue ich mich, deine Stimme zu hören! Sie klingt, als wärest du nicht viele Meilen entfernt in Gernrode, sondern mir ganz nahe." „Würdest du es denn nett finden, Horst, wenn ich nicht viele Meilen entfernt, sondern dir nahe roäre?^ „Db ich das nett fände? Aber, Helma, natürlich! Entzückend. Ich habe ja so Sehnsucht nach einem Menschen, der zu mir gehört — und vor allem Ich ja schon so gespannt, wie du ausstehst! Ich habe dich ja nur noch aus der Kinderzeit in der Erinnerung." "Also, ich bin in einer Stunde bei dir, Horst!" sagte wieder die süße Stimme durch den Apparat. „Was bist du?" fragte er entgeistert. "In einer Stunde bei dir, Horst. Ich bin nämlich nach Hamburg gekommen, um dich zu begrüßen Aber ich wollte es nicht am Dampfer, zwischen all den fremden Leuten." „Helma!" sagte er beglückt. „Welch eine schöne, wunderbare Idee von dir. Wo bist du denn jetzt?" „3n einer Fremdenpension, Horst. Draußen in Uhlenhorst!" ,,Aber warum in Uhlenhorst, Helma? Warum so weit? Wenn du mich überraschen wolltest, warum hast du dich dann nicht gleich im .Atlantik' einquartiert? Dann hätten wir uns doch sofort sehen können?!" Ein kleines Schweigen folgte auf Horsts Frage, dann kam Helmas Stimme, ein wenig verlegen scheinbar; „Das schien mir nicht richtig, Horst. Es ist vielleicht schon nicht passend, daß ich dir allein nach Hamburg entgegengefahren bin ..." Wieso nicht passend?, wollte er gerade fragen, da besann er sich. Herrgott, er war ja nicht mehr draußen in der Welt, wo man wenig nach Etikettefragen ging, er war in Deutschland — und da schien es für ein junges Mädchen immer noch andere gesellschaftliche Gesetze zu geben als für die internationalen Mädels draußen. Schon vernahm er auch schon wieder die sanfte Stimme am Apparat: „Vielleicht erscheine ich dir dumm und altmodisch, Horst; aber ich bin nun einmal so ausgewachsen. Und ich glaube, Onkel würde es auch für richtiger halten, wenn ich nicht in einem Hotel mit dir zusammen wohnen würde. Es gäbe vielleicht Klatsch — und das wollen wir doch nicht. Hältst du mich für sehr kindlich, Horst?" Ihre Stimme hatte jetzt etwas so Unsicheres, daß es Horst warm durchströmte. „Nein, kleine Helma, wirklich nicht! Ich vergaß nur einen Augenblick, daß wir in Deutschland sind, mit seinen festgefügten Sitten und Ueberlieferuru gen. Da draußen ist alles ganz, ganz anders. Aber vielleicht haben unsere alten (Überlieferungen ihr Gutes. Die Mädels in anderen Ländern, vor allem drüben in Amerika, mit ihrer unerhörten Freiheit, find ganz und gar nicht nach meinem Geschmack." »Ach, ich fürchtete schon, daß ich dir mit meinen Bedenken wie ein Gänschen vom Lande vorkommen würde." „Kleine Helma! Seit wann bist du so unsicher? — Nein! Niemals werde ich etwas falsch und unrichtig finden, was du tust. Aber nun sage mir, Helma, wann kann ich dich sehen?" „Ist es dir recht, wenn ich in einer Stunde unten in dem Gesellschaftszimmer des .Atlantik' bin?" Horst hatte schon sagen wollen, wieviel lieber er Helma allein hier oben, nicht unter anderen Menschen hätte wiedersehen wollen; aber das ging wohl auch nicht nach deutschen Sitten. Leicht seufzend erwiderte er: „Natürlich Helma! Bitte, komm so schnell du kannst! Ich gebe unten im Hotel Bescheid. Aber das sage ich dir, wenn wir beide erst zusammen auf Schloß Gernrode sind, da kümmern wir uns den Teufel um die Etikette — nicht wahr, meine kleine Helma?" Er hörte ihr leichtes, etwas scheues Lachen. „Auf Wiedersehen, Horst, klang es dann — und Stille war. Horst stand noch einen Augenblick sinnend da. Die ganze Heimat war ihm durch Helma nahegebracht. Welch ein schöner Gedanke von ihr, ihm entgegenzureisen! Nun würden die Tage in Ham- sUriaTfe^enb .werden. Helma kannte nicht viel von oer Welt. Sein Vater hielt nichts von dem Herum- ttizeü junget Mädchen. Bei seinem Zusammensein mit Horst — damals in Aegypten — hatte er au Horsts Frage, warum er Helma nicht mitgebracht, geantwortet: „Die jungen Mädels sollen warten, bis sie die Hochzeitsreise mit ihrem Mann machen. Ich war auch der erste, der deiner lieben Mutter die Welt gezeigt hat — und so ist es in Ordnung. Die Weiber gehören ins Haus, so lange, bis sie der Ehemann fortholt. So war es früher, und so halte ich es auch. Mit dem Herumirrlichtern in der Welt geschieht zu viel Unheil. Die Mädels fallen dann auf den ersten besten Lassen herein und bringen einem am Ende noch irgendeinen Südsee-Jnsulaner ins Haus. — Nee! Erst muß der Stammbaum gesichert sein, ehe man die Deems herausfliegen lassen kann." Helma in ihrer fügsamen, sanften Art hatte wohl auch niemals aus Gernrode herausbegehrt und sich stets widerspruchslos den etwas verschrobenen Erziehungsmethoden des Onkels gefügt, von dem sie genau wußte, wie gut er es trotz feiner Bärbeißigkeit mit ihr gemeint. So war wohl die Fahrt jetzt allein nach Hamburg ein großes Wagnis für Helma — und er mußte ihre gewisse Aengstlichkeit daraus zu begreifen suchen. Nun, unter feinem Schutz würde sie schon wieder sicher werden. Wie freute er sich darauf, ihr Hamburg zu zeigen! Nun, er mußte sich beeilen, wollte er vor Helma unten in dem Gesellschaftszimmer fein. Ein paar Blumen mußte er auch noch für sie besorgen — und aus seinem großen Koffer die Geschenke für sie auspacken: einen altertümlichen Ring, den ihm ein Sirdar auf Sumatra geschenkt, dann die weichen indischen Seidenstoffe, die er auf dem Basar von Kalkutta für die kleine Adoptivschwester ein- gehandekt hatte. Er klingelte dem Zimmermädchen, befahl ihr, in dem zu seinem Appartement gehörigen Badezimmer ein Bad einzulassen, und erledigte inzwischen die telephonischen Anfragen. Das Tropeninstitut erwartete nach einer kurzen telephonischen Besprechung seinen Besuch am nächsten Tage. Die Zeitung wollte den Reporter in zwei Stunden ins Hotej senden. Kaum hatte Horst von Gernsheim dieses Gespräch beendet, als bas Telephon schon wieder klingelte. Es meldete sich Senhor Bastieni, der Inhaber einer großen südamerikanischen Zeitung, ob er Herrn von Gernsheim heute abend vielleicht wegen des Uebersetzungsrechts des geplanten Radiovor- trags sprechen könnte. „Heute abend?" meinte Horst zögernd. „Verzeihen Sie, Senhor, ich habe eigentlich die Absicht, heute abend privat zu sein — mit meiner Adoptiv- schwester!" „Aber vielleicht konnten wir das doch verbinden, Senhor Gernsheim?" gab der Zeitungsmann in feiner südlichen Liebenswürdigkeit lebhaft zur Antwort. „2)acj ich Sie vielleicht mit Ihrer Verwandten zu einem Abendbrot im Ratskeller einladen und zu einem kleinen Abend in der Trocadero?" „Ich weiß doch nicht", war die immer noch zögernde Antwort Horsts. „Ich muß erst mit meiner kleinen Adoptivschwester sprechen, Senhor. Sie ist ein wenig cheu, und ich glaube, Sankt Pauli wird ihr aus be timmten Grünoen ein wenig gegen den Geschmack ein." Schien es nur so, oder lag in dem Auflachen des südamerikanischen Zeitungsmannes etwas Spöttisches! Nein, er hatte sich wohl getäuscht, denn genau so verbindlich wie vorher sagte nun Senhor Bastieni: "Ich werde mir erlauben, später nochmals anzurufen, Senhor von Gernsheim. Vielleicht würde Ihrs sehr verehrte Verwandte doch meiner ehrfurchtsvollen Einladung Gehör schenken, um so mehr, als ich selbst morgen beruflich abreifen muß und somit keine Gelegenheit haben würde, die Besprechung mit Ihnen, die mir so am Herzen liegt, führen zu können. Horst versprach, Helma von der Einladung Senhor Bastienis zu unterrichten, sowie er sie gesprochen hätte. Dann nahm er eilig sein Bad und packte aus dem Koffer die notwendigsten Gegenstände heraus. Die Seide lag obenauf. Den Ring hatte er in feiner Brusttasche in einem kleinen Kästchen. Knapp ehe die Stunde herum war, nach deren Verlauf er Helma treffen wollte, war er fertig. Eilig ließ er sich im Lift in die Halle hinunterfahren. Glücklicherweise war dort ein Blumenstand mit außerordentlich schönen Blumen. Er wählte lange — entschloß sich dann zu einem großen Busch schöner Parmaveilchen; ihre scheue Zartheit erinnerte ihn an Helma. Das Gesellschaftszimmer des Hotels war jetzt um diese Stunde vollkommen leer. Durch die Spitzenvorhänge sah Horst aufmerksam auf die Straße, auf der ein lebhaftes Treiben herrschte. In jeder Dame, die am Fenster oorüberging oder den Damm in Richtung des Hotels überquerte, glaubte er Helma zu sehen. Jetzt, wo er dauernd nach Aehn- lichkeiten suchte, wurde ihm so recht bewußt, wie sehr die wirkliche Vorstellung von Helma sich durch die lange Zeit doch in ihm verwischt hatte. Wie würde sie auch innerlich sein? Ob sie noch das sonnige, warmherzige Geschöpf war, das er gekannt? — Eigentlich, recht einsam hatte sie gelebt, seitdem er fortgegangen. Nun, er würde alles tun, ihr Leben freundlich zu gestalten — und sie auch die tiefe Erschütterung vergessen machen, die sie durch den Tod des Onkels erlitten. Jetzt kam eine junge Dame in einem schwarzen, gut gearbeiteten, diskreten Trauerkostüm über die Straße, sah sich scheu und ängstlich um. Unter dem dichten Trauerschleier konnte er das Gesicht nicht erkennen — ging auf die Drehtür des Hotels zu. Horsts Herzschlag ging lebhafter. War das Helma, seine kleine Schwester und Kindheitsgespielin? (Fortsetzung folgt!) Anzahl der Obst- Oberheffen Der Llhu in unseren Wäldern BerwaMchastsversWung der Wer In Dosen ood loben «h» RM 0,15 bis ätfoMüßM’ CREME 'w 3ur Aufklärung, die die Eltern der zu verschickenden Kinder erhalten sollen, erhalten dieselben Richtlinien über Verwandtschaftsverschickung, die von der Gauamtsleitung noch ausgearbeitet werden. Gleichfalls erhalten die Lehrkräfte Unterlagen (Richtlinien), aus denen die Arbeit der Schu- len, betreffs dieser Aktion, genauestens ersichtlich ist. Die Verteilung geschieht ebenfalls durch unsere unteren Dienststellen. Wir betonen hierbei ausdrücklich, dah die Verschickung nur während der großen Ferien (Sommerferien) in Frage kommt und spätestens am letzten Tage der Ferien beendet wird. Anträge auf längeres Verbleiben werden grundsätzlich abgelehnl. Unsere Dienststellen haben Anweisung, in bester Zusammenarbeit mit den Schulen diese Aktion durchzuführen. Ausgeschlossen von dieser Verschickung sind die von uns kostenlos in Erholung kommenden bedürftigen Kinder, die auch wiederum, wie im vergangenen Jahr, in den Ferien und während der Schulzeit aufs Land zu opferbereiten Volksgenossen kostenlos verschickt werden. Die Auswahl dieser erholungsbedürftigen Kinder obliegt der VS.-Volkswohlfahrt. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen. Kal- tus, Kunst und Volkstum hat den Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrrchtsanstal- ten und den Kreis- und Stadkschulam ern em Schreiben der Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NSDAP, über Verwandtschaftsverschickung der Schüler bekanntgegeben in der Erwartung, daß die Lehrerschaft sich tatkräftig für d^eAktionem- setzen wird. In dem Schreiben an das Hessische •stsssssMweä* Volkswohlfahrt beabsichtigt tn den groben Sommer, ferien eine großzügige Berw an dich a ft so er- s ch i ck u n g neben der L a n d v e r s ch i ck g zuziehen. » Die Verwandtschaftsverschickung hat den Zweck, allen Kindern der Volks- und höheren Schulen Gelegenheit zu geben, zu ermäßigtem Aohrprew zu Verwandten, die innerhalb des Datschen Reiches wohnen, zu fahren. An der Verschickung werden hauptsächlich solche Binder teilnehmen, die die RS.-Volkswohlfahrt nicht in Pflegestellen, die von Volksgenossen kostenlos für bedürftige Kinder zur Verfügung gestellt wurden, untev- bringen kann. Auf der anderen Seite soll auch das Kind in Erholung geschickt werden, wo die Mittel der Eltern nicht ausreichen, um dem Kind durch Bezahlung eine Erholung zu gewähren. __ _L Allendorf (Lahn), 14. Febr. Wer in dieser Zeit unser sonst so schönes Dörfchen besuchen will, der wird die Zufahrtsstraße in einem Zustand oorfinden, dem man weit und breit nicht mehr begegnet. Durch die andauernden Niederschläge und'durch das plötzlich eingetretene Tauwetter sind die Feldwege — anders kann man unsere Zufahrtsstraßen nicht bezeichnen — nahezu unpassierbar geworden. Hier wäre baldige Abstellung des Uebels 'dringend erforderlich, in der Hauptsache im Interesse der arbeitenden Bevölkerung. Maßnahmen zur Abhilfe dürften sicher mit nicht allzu hohen Kosten verknüpft sein, zumal das Material in der Gemarkung selbst gebrochen und die Arbeit im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms ausgeführt werden könnte. > Holzheim, 14. Febr. Der kirchlichen S t a t i st i k vom vergangenen Jahre entnehmen wir folgendes: 20 Kinder wurden getauft (10 Mädchen und 10 Knaben), 24 wurden konfirmiert (13 Mädchen und 11 Knaben), 15 Paare wurden getraut und 17 (6 weibliche und 11 männliche) Gemeindeglieder wurden beerdigt. Es fanden 63 Haupt- und 37 Nebengottesdienste statt. Die Gottesdienstg würden von 39 569 Personen besucht. Der Durchschnittsgottesdienstbesuch betrug 68,32 v. H. bet evangelischen Bevölkerung wöchentlich. An den Hauptgottesdiensten nahmen 29 273 Personen teil = 48,11 v. H. An den Nebengottesdiensten 10 296 Personen = 20,21 v.H. Das Missionsfest im Juli war von etwa 2500 Personen besucht. Es gingen dabei an Kollekte 448 RM. ein. An Kollekten und Geldspenden wurden im verflossenen Jahre 5078,07 RM. geopfert. Die Kartoffelsammlung für die Rheinische Mission ergab etwa 260 Zentner. Kreis Schotten. )_( Ruppertsburg, 14. Febr. Dieser Tags fand die 53. ordentliche Generalversammlung unseres Gesangvereins statt. Der Vorsitzends Wilh. Port gedachte zunächst in ehrenden Worten der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder Gg. Schad, Friedrich Diehl L, Johs. Lein und Heinrich Konrad. Der Jahresbericht zeugte von der regen Tätigkeit des Vereins im Jahre 1934. Der Hessische Sängerbund hatte die Ehrennadel verliehen für 25jährige Sängertätigkeit den Mitgliedern Friedrich Diehl III., Wilh. Lein, Hch. Müller, Hrch. H a b e r m e h l III., für 40jährige Jakob B ö ch e r und Friedr. Högy II-, für 25jah- rige Chormeistertätigkeit PH. D e b u s. Die Rechnungsablage, die der langjährige, treue Verems- Es ist selbstverständlich, daß ein bestimmter Maßstab angelegt wird, wer an der Verschickung teilnehmen kann. Um nun ben Jungen und Madels Gelegenheit zu geben, sich an dieser Verschickung zu beteiligen, wäre es zweckmäßig, wenn bei dieser Aktion die NS.-Volkswohlfahrt als Trägerin derselben in gemeinsamer Arbeit nut ben Schulen diese Verschickung durchfuhren wurde. Unsere Ortsgruppen bekommen entsprechende Anweisung, daß sie sich mit den in ihrem Bereich liegenden Schulen in Verbindung zu setzen haben. Den Schulen obliegt lediglich die Aufgabe den Kindern in den Klassen ab achtes Lebenswahr tue Verschickung verständlich zu machen und die von der NS.-Volkswohlfahrt zugestellten Per onal- dogen an die Kinder zu verteilen. Der Personalbogen enhält alle Fragen, die betreffs der Verschickung auftreten. Zu einem von der NS.-Volks- wohlfahrt festgesetzten Termin haben die Kinder, die an der Verschickung teilnehmen wollen, den Personalbogen wieder bei ihrem Klassenlehrer ab- zuqeben. Derselbe stellt die Bogen der Schulleitung zu Die NSV.-Ortsgruppe holt dieselben dort ab. Eine unnötige Arbeitsbelastung für die Lehrkräfte kommt durch diese Verschickung nicht in Frage. Lang, daß diese auf dem Lande meist zu einseitig sei und Eiweiß und Kraftfutter fehle. Der Bauer könne geben, was er habe, Magermilch als Eiweißfutter, jedoch nicht in Metallgefäßen, früh Weichfutter und mittags und abends Frucht. Die Unterbringung der Tiere solle in gesunden Ställen erfolgen; hier müsse noch sehr viel geschaffen werden, denn die Tiere brauchen Luft, Licht und Sonne. Auch die Setzstanaen müßten mindestens 5 cm breit und in gleicher Höhe angebracht sein. Der Stall müßte stets sauber sein. Heber Krankheiten der Tiere gab die Rednerin Auskunft. Sehr interessante Lichtbilder bildeten den Abschluß des Vortrages. Einige Fragen aus dem Zuhörerkreis wurden beantwortet. Darauf schloß der Vorsitzende des Geflügel- und Vogelzuchtvereins Wiefeck den lehrreichen Abend in üblicher Weife. 8 Alten-Bufeck, 14. Febr. Die in unserer Ortsgruppe Alten-Buseck mit Rödgen und Trohs durchgeführte Wurst - und Specksammlung erbrachte nahezu einen Zentner Wurst unb Speck für das Winterhilfswerk. — Dieser Tage wurde im Saale von Philipp E i n h ä u s e r durch die Gaufilmstelle der NSDAP, der Tonfilm „Der Tunnel aufgeführt. Er zeigte die rein geschäftsmäßige Einstellung der amerikanischen Unternehmungen und den schweren Daseinskampf der für bas Volkswohl wirkenden Arbeiterschaft. Das Beiprogramm brachte die Wochenschau und schöne Landschaftsbilder unsrer deutschen Heimat. wg. Großen-Buseck, 14. Febr. Der Ob stund Gartenbauverein Großen-Buseck hielt in der Wirtschaft „Zum Schwanen" seine Hauptversammlung ab. Vereinsführer Karl Pfeif- f e r gab zunächst einen kurzen Ueberblick über die Tätigkeit des Vereins im vergangenen Jahre. Durch die Feldbereinigung sei die Tätigkeit des Vereins sehr beeinflußt worden. Die Arbeit könne jetzt aber wieder ausgenommen werden. Besonderer Wert werde auf die Schädlingsbekämpfung gelegt. Rechner Konrad Münch erstattete den Kassenbericht, der einen kleinen Ueberschuß aufwies. Die Kasse wurde von den Rechnungsprüfern Heinrich Volk und Heinrich Größer in Ordnung befunden, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Zum Schluß wurde eine Kommission bestimmt, die auf einem Gemarkungsrundgang alle schadhaften und kranken Bäume feststellen soll. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" cuf Führer und Vaterland wurde die Versammlung beschlossen. — Bei der jüngsten Holzversteige- rung im hiesigen Gemeindewald wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheite 17 bis 19 Mark, Buchenknüppel 12 bis 13 Mark, Stock- holz 5 bis 7 Mark, Eichenscheite 10 bis 12 Mark, Eichenknüppel 8 bis 9 Mark, Fichtenscheite 4 bis 5 Mark je 2 Raummeter. Buchenreisig kostete 6 bis 7 Mark, Eichenreisig 2 bis 3 Mark, Fichtenreisig 2 Mark je 5 Raummeter. Turnverein Grünberg. + Grünberg, 14. Febr. Am Mittwochabend । hielt der hiesige Turnverein im Gasthaus j „Taunus" seine Hauptversammlung ab. j Aus den Berichten des Vereinsführers und der ein- i zelnen Fachwarte war zu entnehmen, daß im Jahre j 1934 der turnerische Betrieb gegen das Vorjahr \ eine Belebung erfuhr. Durch rege Werbetätigkeit \ konnte eine größere Zahl Schulentlassener gewonnen ; werden, ebenso wurde eine Frauenabteilung ins , Leben gerufen, als deren Uebungsleiterin die Vor- < turnerin Gertrud Bock tätig ist, die gemeinsam j mit der Jugendturnerin Gertrud Kappes auch 1 die starke Schülerinnenabteilung leitet. Der früheren Leiterin dieser Abteilung, der technischen Anwärterin 1 Martha Zipp, die infolge Verheiratung nach auswärts verzog, wurde für ihre erfolgreiche Arbeit gedankt. Mit Genugtuung kann der Verein auf das im vorigen Jahre (25. bis 26. August) hier durchgeführte 1. Kreisfrauenturnen des Kreises Lahn-Dill zurückblicken, das einen guten Verlauf nahm und durch den zu gleicher Zeit hier durchgehenden Saar- Staffellauf ein turnerisches Ereignis von besonderer Art wurde. In der Reichsschwimmwoche trat die Schwimmriege werbend auf, besonders wirkte die stattliche Zahl der jugendlichen Schwimmer und Schwimmerinnen. Bei den turnerischen Veranstaltungen des Kreises konnten 22 Siege errungen werden. Die Diplome wurden den Siegern und Siegerinnen ausgehändigt und auf diese ein dreimaliges „Gut-Heil!" ausgebracht. Während der Verein, wie alljährlich üblich, am zweiten Weihnachtstage mit. einer größeren Veranstaltung vor die Oeffentlichkeit trat, wirkte er im Laufe des Jahres mehrmals bei Veranstaltungen anderer Vereine und Verbände mit turnerischen Vorführungen mit. Aus dem Bericht des Kassenwarts ergab sich eine Einnahme von 3721,96 RM. und eine Ausgabe von 3014,24 RM., mithin ein Ueberschuß von 707,72 RM., wobei freilich noch Zinsen von etwa 500 RM. in Abzug kommen, die vereinbarungsgemäß erst nach Ablauf 1934 ausbezahlt werden. Die einzelnen Berichte wurden genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Hierauf wurde die vom Reichsbund für Leibesübungen herausgegebene Einheitssatzung nach kurzer Besprechung einstimmig angenommen und damit die alte Satzung, die seit dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900 gültig war, außer Kraft gesetzt. Die hierauf nach § 9 dieser Satzung vorzunehmende Wahl des Vereinsführers fiel mit Einstimmigkeit auf den seitherigen Vereinsführer, Lehrer Wenzel. Dieser ernannte zu seinem Stellvertreter den Kassewart C. Schmidt, so daß diese beiden den Vorstand im Sinne des § 26 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches bilden. In den wichtigsten Aemtern sind weiterhin tätig: Oberturnwart Karl Schmadel, Presse- und Werbewart Friedrich Frank, Dietwart und Leiter der Turnerinnenabteilung Friedrich Geh ring er, ihm zur Seite als Vorturnerin Gertrud Bock, die auch die Frauenabteilung und die Schülerinnen betreut, als Leiter der Schüler Heinrich Schmadel und Otto M a t t h i e s. Der Voranschlag für 1935, der 2100 Mark Ausgaben vorsieht, wurde gutgeheißen. Die etwa 30 000 Mark betragenden Bauschulden erfordern eine jährliche Zinsenlast von 1460 Mark, das übrige sind aufzubringende Steuern (zirka 350 Mark), Verbands- 1 beiträge usw. Mit Rücksicht auf diese Belastung kann die Halle nur gegen Entgelt an Vereine u. a. überlassen werden, beispielsweise wurde sie im Jahre 1934 20mal anderweitig benutzt, dabei mehrmals bei nationalen Veranstaltungen unentgeltlich zur Gestern nachmittag wurden von der forstzoologr- schen Abteilung des Forstinstituts unserer Unwer- fität die beiden Uhus, die wir gestern bereits im Bilde zeigen konnten, einem großen Kreis unserer Volksgenossen zur Besichtigung zugänglich gemacht. Die stattlichen Tiere waren in ihrem großen Käsig in den Hörsaal des Forstinstituts gebracht und wurden dort mit großer Aufmerksamkeit betrachtet Die beiden Tiere legten, als sie ihren Käsig so heftig umdrängt fahen, keine übertriebene Scheu an den Tag, und manchmal hatte es fast den Anschein, als wäre das Interesse zwischen Mensch und Uhu ein durchaus gegenseitiges. Viele Volksgenossen, die sich zu dieser Besichtigung eingefunden hatten, brachten in richtiger Erkenntnis der Bedeutung einer Zurschaustellung solch seltener Tiere ihre Kinder mit, die den Uhus natürlich ganz besonderes Interesse entgegenbrachten. In Verbindung mit der Besichtigung fand ein Vortrag statt. ©r. Kari Rudolf Fischer, der Mentor unserer oberhessischen Vogelwelt sprach über die Wiedereinbürgerungsversuche des Uhus in unseren heimischen Wäldern. Er hieß die Zuhörer zunächst im Namen des Direktors des Forstinsti- tuts Prof. Dr. D i n g l e r , willkommen und schilderte in der Folge die Zustände in deutschen Waldern wie sie sich durch die gesteigerte forstliche Kultur ergaben. Der Uhu sei eigentlich nur noch im Memelgebiet, in den kaum begehbaren Waldungen und Sumpfflächen, d. h. da, wo sich auch der Elch noch aufhalte, zu Hause. In unserer engeren Heimat sei er noch in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts festzustellen gewesen. 1883 sei bei Frischborn der letzte Uhu einem Aasjäger zum Opfer gefallen. Er sei fast leidenschaftlich verfolgt worden, weil man allgemein der Meinung war, er sei der Jagd schädlich. Die bisherigen Versuche zur Wiedereinburgerung des Uhus im Vogelsberg, die vor einigen Fahren begonnen wurden, dürften als geglückt bezeichnet werden Die damals ausgesetzten Uhus seien, wie finge verhalten sich unzuverlässig, und das ist ihr einziger Fehler. Wenn man mit gutem Gewissen sagen kann, daß es noch sehr viel Raum gibt, wo ein guter D b ft5 bäum sein Gedeihen finden könnte, so darf man bei der Ausnützung seines Gründstückes nicht in den Fehler verfallen, der als der Krebsschaden unseres Obstbaues betrachtet werden kann: er heißt das Zudichtpflanzen. Ein gesunder Obst- baum braucht zur Ausbreitung seiner Wurzeln zwei Drittel mehr Raum, als die Krone. Die Wurzeln berühren sich eher als die A e ft e, und das führt zur Unterernährung. Unter Obstbäumen, namentlich Zwergobst, ziehe man kein Gemüse, aus dem sowieso nichts Rechtes wird, das aber dem Baum, der auf Zwergunterlage steht, Wasser und Verfügung gestellt. Einige kleinere Vereinsangelegenheiten fanden noch ihre Erledigung, worauf die Versammlung nach dem Gesang des alten Turnerliedes „Ein Ruf ist erklungen" vom Vereinssiihrer mit einem „Gut Heil!" auf das Vaterland und unfern Führer geschloffen wurde. Landkreis Gießen. £ Wiefeck, 14. Febr. Die Kreisbauernschaft hatte bei Gastwirt Georg Keller zu einem Vortrag mit Lichtbildern eingeladen. Die Kreisfachberaterin für Geflügelzucht, Frl. Lang von der bäuerlichen Werkschule Gießen, sprach über ländliche Geflügelhaltung. Sie kam zunächst auf die Erzeugungsschlacht zu sprechen, zu deren Erfolg unbedingt notwendig sei, daß die Mängel bei der Tierhaltung, bei der Fütterung und der Unterbringung der Tiere in schlechten Stallen behoben werden müßten. Wenn man bedenke, dah bei einem Jahresdurchschnitt von 140 Eiern nur 80 eigenes Erzeugnis feien, so müsse jeder einzelne mithelfen, daß hier Wandel geschaffen werde. Notwendig sei vor allem, daß die Tiere nie em höheres Alter als zwei bis drei Jahre erreichen. Die alten Tiere müßten geschlachtet werden, da sich meist die Fütterung nicht lohne. Um rechtzeitig Kucken zu haben, wurde der Bezug von Kücken empfohlen. Der Reichsnährstand vergüte für jedes Kücken von 60 Pfennig beim Ankauf 20 Pfennig, bei Hennen zum Preise von 2,80 RM. würden 60 Pfennig vergütet. Empfohlen wurden Tiere aus der Leistungs- zucht, jedoch sollen reinrassige Tiere den Vorzug erhalten. Auf die Fütterung eingehend, erklärte tfri. Wer selbst Hand anlegt, muß Freude an der Arbeit haben. Sie darf nicht zur Last werden. Dazu sind gut arbeitende und zuverlässige Spritzen erforderlich. Bei kleinen Verhältnissen mit etwa 50 Obstbäumen mittlerer Größe kann man mit der Handspritze auskommen, wenn der Kolben öfter sachgemäß gedichtet wird. Für größere Gärten hat man solche, die, auf die Erde gestellt, das Spritzmittel aus einem danebengestellten Eimer oder der Gießkanne saugen; auch sie sind nicht allzu teuer. Es lohnt sich aber auch, fahrbare Spritzen anzuschaffen, die man in einen vorhandenen Schubkarren montieren kann, wenn eine Anzahl von Gartenbesitzern sich zum gemeinsamen Handeln entschließen kann. Erst wenn die Unzulänglichkeit der Karbolineumspritzung ohne die weiteren Maßnahmen erkannt worden ist, wird die leider allzu häufige Klage verstummen, die sich in den Worten ausdrückt: „Ich habe spritzen lassen, aber es hat nichts geholfen. Schorf und Blutläuse habe ich wie früher". Diese unmittelbare Bekämpfung ist jedoch nur ein Teilgebiet der Obstbaumpflege. Sie versagt, wenn die Obstbäume hungern, wenn nicht genügend ausgelichtet wird, so daß der Baum mehr Fruchtholz ernähren muß, als in seinen Kräften steht, wenn Wildbäume oder zu dichter Stand ihnen den Lebensraum im Boden streitig machen. Wo solche Mängel herrschen, kommt das Ungeziefer immer wieder, und die gleichen Krankheiten treten trotz aller Abwehrmittel von Jahr zu Jahr in erhöhtem Maße auf. Wo aber dafür gesorgt wird, daß der Baum alles das erhält, was feine Lebenskraft und Tragbarkeit steigert, wird man in feinem Garten von Schädlingen und Krankheiten meist verschont bleiben. Nicht die Zahl der Obstbäume ist für unfern deutschen Obstbau das allein Entscheidende. Ebenso wichtig ist sachgemäße Pflege und vor allem die richtige Düngung. Zehn hungrige Bäume tragen weniger, als ein einziger gesunder, der auf der richtigen Stelle steht. * Anmerkung der Redaktion. Bekanntlich ist seit Anfang 1934 das Spritzen der Dbftbäume in Hessen gesetzlich vorgeschrieben. Es erfolgte mit städtischer Unterstützung in der Gemarkung Gießen unter der Oberleitung des Universitätsinstituts für Pflanzenschutz bei etwa 8000 Dbftbäumen. Wegen des etwas verspäteten Erlasses der betr. Verordnung konnte ein Mehr im vergangenen Jahre nicht erfolgen. Die Organisation der Spritzung und Schädlingsbekämpfung für 1935 ist, wie wir erfahren, in vollem Gange und steht in der Ernährungsschlacht unter dem Motto: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! mineralische Nährstoffe streitig macht. Besonders bedenklich muß Die Anzahl der Obstbäume stimmen, die in Haus- und Kleingärten vorhanden sind. Sie beträgt nach der vorliegenden Zusammenstellung in Gießen über 20 000, also etwas mehr als zwei Drittel des Gesamtbestandes. In diesen Gärten ist zu dichter Stand die Regel und die doppelte Ausnützung des Bodens durch Unterkultur ebenfalls. Das zusammengenommen ergibt die doppelte Menge von Ungeziefer und Krankheiten, als bei frei auf dem Felde im Ackerland stehenden Obstbäumen. Es ist vielleicht mehr als das Doppelte an Schädlingen, womit man im engen Raum feines ©artens zu kämpfen hat, denn Zwerg- obftbäume neigen von Natur aus mehr zu Krankheiten. Vielfach ist der Boden auch feit Menschengedenken zur Obstbaumzucht benützt worden. Daß es unter diesen Umständen viel Blut- und Schildläuse, mehr noch Schorf und Monilia gibt, ist einleuchtend. Im letzten Frühjahr sollen 7000 Bäume mit Obstbaumkarbolineum als Winterspritzung behandelt worden sein. Wie groß die Zahl der Bäume ist, die von ihren Besitzern ähnlich behandelt worden sind, läßt sich nicht feststellen. Nimmt man an, daß es bei uns ebenso wie anderwärts geschieht, nämlich in dreijähriger Umlaufzeit, so genügt diese Zahl nur einigermaßen. Sie ist jedoch als vollkommen unzulänglich zu betrachten, sobald man die Uebekzeugung gewonnen hat, daß der Karbolineumspritzung noch vier weitere mit Kupfer- ober Schwefelkalkbrühe mit Giftzusätzen zu folgen haben, die sich gegen das Auftreten von Schorf, Monilia, Meltau, Obftmade, Sägewespe und noch eine Anzahl anderer Schädlinge richten. Um die Unkosten dafür auf dasjenige Maß herabzusetzen, das für den Obstbau noch tragbar erscheinen kann, und um die Durchführung dieser allgemeinen Bekämpfung überhaupt zu ermöglichen, muß die private -tätig5 feit aufgerufen werden. immer wieder fest gestellt werden könne, nicht ab= gewandert. . Der Uhu, an sich ein Klippenbewohner, sei sehr anpassungsfähig. Er habe eine Flügelspannweite von 1,40 bis 1,68 Meter und erreichte ein Gewicht von 2 bis 2^2 Kilogramm. Häufig werde er dem Rufe nach mit der Waldohreule verwechselt. Der Uhu habe, im Gegensatz zum Woldkauz, eine sanfte, verhaltene, in sich abgerundete Stimme, die aber sehr weit klinge. In seinem Familienleben sei er geradezu vorbildlich zu nennen. Die Jungen würden mit Mut und großer Tapferkeit gegen alle Angriffe, auch von feiten der Menschen, verteidigt. Der Jagdschade, den der Uhu anrichtsn könne, stehe in keinem Verhältnis zu dem großen volkswirtschaftlichen Nutzen, den er durch die Vernichtung von Schädlingen in Wald und Flur dem Menschen biete. Der Glaube, daß der Uhu einem Reh den Kopf abreißen könne, sei in das Reich der Fabel zu verweisen. In seinen weiteren Ausführungen berichtete der Redner von den früher, in den Jahren 1907, 1910 und 1914 durchgeführten, aber gescheiterten Ein- bürgerungsversuchen in verschiedenen Gegenden Deut chlands. Die Einbürgerung des Uhus fei ober durchaus möglich. Es fei vorgesehen, neben Wem Paare noch zwanzig weitere Paare m der Rhon, im Spessart, im Wittgensteiner Land usw. anzusiedeln. Für diese Arbeit seien heute die äußeren Voraussetzungen gegeben: Der Staat steye den Bemühungen fördernd und schützend zur Seite. In das Hessische Naturschutzgesetz werde ein Sonderpassuv nufqenommen, der denjenigen, der sich am Uhu oer- nreife, mit schweren Strafen bedrohe. Die offent= liehe Meinung sei durch die Heimatpresse die sich von Anfang an in den Dienst der guten Sache gestellt habe, gewonnen worden. Mit der Auflorderung an die Zuhörer, auch ihrerseits mitzuhelfen, die öffentliche Meinung in breitem Kreise für die Einbürgerung des Uhus in unseren heimischen Wäldern tu gewinnen, schloß der Redner seine aufschlußreichen und mit Beifall aufgenommenen Ausführungen. Wir bitten Sie, die Ihnen unterstehenden Schulen in dieser Hinsicht zu unterrichten und uns Ihren biesbezüdlichen Bescheid baldigst zukommen zu lassen, Damit wir mit den weiteren Arbeiten beginnen können und durch rechtzeitigen Beginn eine reibungslose Abwicklung der Aktion herbei- geführt wird. Zu Ihrer Orientierung teilen wir Ihnen mit, daß im vergangenen Jahr in gleicher Weise für Kinder besser gestellter Eltern diese Verwandtschaftsverschickung in Frankfurt durch die NS.- Volkswohlfahrt durchgeführt wurde und sich zu einem vollen Erfolg gestaltete. Die Gauamtsleitung hat sich daher entschlossen, diese Art Verschickung für das ganze Gebiet Hessen und Hessen-Nassau zu betreiben. Wir bitten Sie um weitgehendste Unterstützung unb um die Mitarbeit der Ihnen unterstellten Lehranstalten. ÖZ’ rechner Wilh. Lehr II. erstattete, ergab einen Kassenbestand von 62,44 Mark und ein bares Vermögen von 376,33 Mark. Der seitherige Vorsitzende kann sein Amt nicht weiter versehen. An seine Stelle wurde Wilh. P a r r VI. von der Leitung des Sängerkreises Chattia ernannt. Ein Sieg-Heil auf das Vaterland und seinen Führer schloß den geschäftlichen Teil. Chorlieder und viele schöne Volkslieder hielten die Mitglieder dann in froher Stimmung noch lange beisammen. — Unser jüngster Schulungsabend war sehr gut besucht. Pg. Lehrer Eucker sprach über „Der neue Orden". Mit großer Aufmerksamkeit lauschten die Besucher den anschaulichen Ausführungen des Redners. rl. G e d e r n, 14. Februar. Im Gasthaus „Zur Traube" fand gestern die Monatsversammlung des NSLV.-Bezirks Gedern statt. Obmann K a l b e r l a h (Niederseemen) behandelte Fragen des Schulungslagers, der Teilnahme der Junglehrer an Schulungskursen anderer Art und ihrer Dienstleistung in Arbeitslagern. Er sprach weiterhin über ben Grundsatz der Einschätzung der Kameraden nach Leistung in Beruf, Arbeitsgemeinschaft, Volksbildungsarbeit, Heimatforschung, wie auch in eigner Weiterbildung und ermahnte zur Pflichterfüllung in jeder Hinsicht zum Nutzen des Standes und Volkes. Dazu gehört auch das Einspringen aller Kameraden bei der Erhaltung der sozialen Wohlfahrtseinrichtungen des NSLB., insbesondere der einstigen „Ludwig- und Alice-Stiftung". Alle Kameraden, die noch keiner Lebensversicherung angehörten, traten ihr bei. Auch der Feuerversicherung der hessischen Erzieher gehören nunmehr fast alle Kameraden an. Kamerad Schnierle (Gedern) brachte den ersten Teil eines Vortrags über den deutschen Westen und warb anschließend für die Förderung des volksdeutschen Gedankens in der Schule und für den VDA. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten des NSLB. und des Reichsbundes Volkstum und Heimat tagte noch die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Heimatkunde unter Leitung von Lehrer Eitel (Gedern). Kreis Büdingen. tz. Nidda, 14. Febr. Die hiesige bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle ver- anstaltete an einigen Tagen einen Lehrgang zur Pflege der in der Landwirtschaft gebrauchten Maschinen. Unterweisungen an der Hand von Lichtbildern und Filmen wechselten mit praktischer Schulung bei einem Schmiedmeister und in einer Maschinenreparaturwerkstätte dahier. In dieser Woche wird ein Fahrkursus abgehalten, wobei theoretische und praktische Ausbildung Hand in Hand gehen. Kreis Alsfeld. -ANieder-Ohmen, 14. Febr. Der hiesige Gesangverein „Eintracht" hielt in der Wirtschaft von Ziegenhain seine diesjährige Generalversammlung ab. Vereinsführer Heinrich Hoffmann gedachte zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Sangesbruders Ernst Kratz. Dann folgte der Kassenbericht durch den Rechner Karl Böck. Nachdem dem Rechner Entlastung erteilt war, wurden noch verschiedene andere Fragen besprochen. Der Vereinsführer, sowie die übrigen Vorstandsmitglieder bleiben auf ein weiteres Jahr in ihrem Amte tätig. An verschiedene Mitglieder, die im vergangenen Jahre die Singstunden regel- mäßig besucht hatten, wurden silberne Ehrennadeln Keine Schädigung des Bauern durch Erzeugungsschlacht! In früheren Zeiten hat der Bauer in Deutschland bei der Verwirklichung der Aufforderung, seine Erzeugung zu steigern, nur ungünstige Erfahrungen gemacht. Preisstürze und Machenschaften einer gewissenlosen Spekulation brachten ihn um den Lohn seiner Arbeit. Heute liegen hie Verhältnisse ganz anders, da die nationalsozialistische Agrarpolitik alle Voraussetzungen geschaffen hat, um den Bauern auskömmliche Preise und feste Absatzverhältnisse zu sichern. Die für die verschiedensten Erzeugnisse eingeführten Festpreise sind so bemessen, daß sie einen gerechten Lohn für die Arbeit und eine Entschädigung für den Aufwand gewährleisten, die nationalsozialistische Marktordnung schafft gleichmäßige Abfatzver- hältnifse und ermöglicht im Verein mit der stark ausgebauten Vorratswirtschaft eine reibungslose Unterbringung der bäuerlichen Erzeugnisse. Die ausländische Konkurrenz wird aber durch die Regelung der Einfuhr (Reichsstellen) — soweit sie in mengen- und preismäßiger Beziehungen den deutschen Bauern schädigen könnte — fern gehalten. Alle diese aufgezählten Momente garantieren dem Bauern den Erfolg der Erzeugungsschlacht. Freilich muh der Bauer bestrebt sein, eine einseitige Steigerung feiner Erzeugung zu vermeiden. Die nationalsozialistische Regierung hat nie einen Zweifel darüber gelassen, dah sie keine Agrarprodukte abnimmt, die nur des privatwirtschaftlichen Vorteils wegen — ohne Rücksicht auf den Bedarf der deutschen Verbraucher — erzeugt worden sind. Daher muß sich der Bauer bemühen, die Erweiterung seiner Produktion auf die verschiedenen Zweige seiner Wirtschaft gleichmäßig auszudehnen und nur das zu erzeugen, was wirklich gebraucht wird. Erst dann hat er die Gewähr für die ungestörte Unterbringung und Abnahme feiner Erzeugnisse unter den oben geschilderten günstigen Bedingungen, die durch die nationalsozialistische Bauernpolitik geschaffen worden sind. Der Bauer muß sich stets vergegenwärtigen, daß eine gleichmäßige Produktionssteigerung auf verschiedenen Gebieten die Unverwertbarkeit von Ueber- schußmengen einzelner Produkte ausschließt. Er muh sich deshalb bemüht fein, dah die deutsche Versorgungslage auf beinahe allen Gebieten eine Steigerung der Eigenerzeugung erfordert, woraus sich ohne weiteres die Schluhfolgerung ergibt, dah eine vielseitige Erzeugungssteigerung eine glatte Unterbringung gewährleistet und eine ungesunde Ueber- produktion unmöglich macht. Weiterhin darf der Bauer nicht vergessen, daß eine ausgeglichene Produktionssteigerung in den verschiedenen Zweigen seines Betriebes die beste Versicherung gegen die unberechenbaren Einflüsse des Wetters und gegen Wetterschäden ist. Jeder Bauer wird wohl beobachtet haben, daß dasselbe Wetter auf die verschiedenen Arten von Kulturen und Früchte des Ackers nicht die gleiche Wirkung ausübt. Es ist daher auch ganz logisch, wenn stets diejenigen Betriebe am besten daran sind, die eine möglichst vielseitige Anbaupolitik treiben. Schließlich muß noch der Bauer an eins denken: Deutschland ist heute ein armes Land, und die Kaufkraft der Bevölkerung verhältnismäßig beschränkt, weswegen auch jeder Preisbesserung für landwirtschaftliche Erzeugnisse bestimmte Grenzen gesteckt sind. Nun erhält aber der Bauer durch die eingeleitete Erzeugungsschlacht die Gelegenheit, eine weitere Steigerung seiner Einnahmen durch die Erhöhung seiner Leistungen — d. h. durch den Mehrabsatz von Produkten und bessere Ausnützung seiner Produktionsmöglichkeiten — zu erzielen. Rlil der Durchführung der Erzeugungsschlacht ist also bei richtiger wirtschaftlicher Einstellung des Bauern eine entsprechende Erhöhung des Lohnes für die geleistete Arbeit und die Steigerung seiner Einnahmen unbedingt verbunden. Der Bauer muß diese Möglichkeiten der Einnahmesteigerung in der Erzeugungsschlacht wahrnehmen. Bessere Einnahmen können ihm doch auch auf die Dauer die Ausnahme von Krediten ersparen und die Schaffung einer Sparfumme für die Ausrüstung und Versorgung seiner Kinder sicherstellen. ausgegeben. Nach Erledigung der Tagesordnung blieb man noch einige Stunden gemütlich beisammen. — Am Samstagabend veranstaltete die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Döllschen Saale einen karnevalistischen Kappenabend. Unter Mitwirkung des Mainzer Ansagers Haut und feiner Humoristen nahm der Abend einen glänzenden Verlauf. Gesangs- und verschiedene karnevalistische Vorträge brachten die Lachmuskeln oft in Tätigkeit. Weiter wurde ein Theaterstück, sowie verschiedene Tänze vvrgesührt. Tanz beendete den Abend. ss. Grebenau, 14. Febr. Nachdem die H o l z - hauerarbeiten in sämtlichen dem Hessischen Forstamt Grebenau unterstellten Gemeindewaldun-s gen zu Ende sind, konnte ein großer Teil der Holzhauer in der ersten Notstandsmaßnahme 1 9 3 5 im Staatswald des Forstamts Grebenau eingestellt werden. Genehmigt sind bei dieser Maßnahme vom Arbeitsamt Gießen 3100 Tagewerke mit einem täglichen Förderungssatz von 3 Mk. Sämtliche Arbeiten erstrecken sich auf Wegebau. Bei dieser Maßnahme können etwa 40 bis 60 Arbeiter längere Zeit beschäftigt werden. Neben dieser Maßnahme sind Notstandsarbeiten in der Gemeinde Schwarz mit rund 1400 Tagewerken genehmigt worden. Auch hier handelt es sich ausschließlich um Wegebauarbeiten. Durch beide Maßnahmen ist es möglich, sämtliche Leute in unserer Gegend in Arbeit und Brot zu bringen. General-Litzmann-Straße in Bensheim LPD. Bensheim, 14. Febr. Der Stadtrat von Bensheim hat beschlossen, eine Straße nach dem General Litzmann, dem Löwen von Brzeziny, zu benennen. Ferner soll eine weitere Straße zur Erinnerung an die Saarabstimmung Saar- Straße genannt werden . Der letzte Leinenweber des Odenwaldes gestorben. LPD. Birkenau, 14. Febr. Nach längerer Krankheit ist gestern morgen der Leinenweber Joh. Weber VI. gestorben. Weber war der letzte Leinenweber des Odenwaldes, der fein Gewerbe noch bis vor kurzem ausübte. Der 69 Jahre alt gewordene Handwerker war weit über feine Heimat bekannt; von überall her kamen Be- "(Ein hübsches Geschenk für jeden Sammler find die IVohlfahrlsbriefmarken der schaffenden Stände. sucher, die den Leinenweber bei feiner Arbeit sehen wollten. Vor einiger Zeit wurde der alte Leinenweber auch von einem Filmoperateur ausgesucht, um die aussterbende Zunft im Bilde festzuhalten. Der Webstuhl des Leinenwebers wird nun für immer stillstehen. Preußen. Kreis Wetzlar. < Groß-Rechtenbach, 14. Febr. Zu Gunsten des Winter Hilfswerkes 1934/33 veranstaltete die Spielschar Weidenhause n im Saale der Gastwirtschaft Beppler einen Deutschen Abend. Ortsgruppenleiter Lang (Groß-Rechtenbach) begrüßte die Besucher und betonte, daß diese Veranstaltung wieder ein Baustein des Winterhilfswerkes fein möge. Volksschullehrer Schneider von Weidenhausen leitete dann das Gudrunspiel mit einer kurzen Ansprache ein, Das Spiel behandelte die Treue der deutschen Frauen. Lieder und Gedichte verschönten den übrigen Teil der Veranstaltung. Ein weiteres Spiel, das dis Aufopferung der deutschen Frauen zeigte, sand ebenfalls reichen Beifall der Zuschauer. Ortsgrup- penleiter Lang schloß dann die Feier in der üblichen Weise. Das Horst-Wessel-Lied und das Deutschland-Lied beendeten die eindrucksvolle Kundgebung. Kreis Warburg. < Sichertshausen, 14. Febr. Bei der Holzversteigerung der hiesigen Waldge- nossenschaft wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 18 Mark, Buchenknüppel 15, Eichenknüppel 12, Kiefernknüppel 7,50 je zwei Raummeter. Buchenreisig kostete 9 Mark, Eichenreisig 7 je zehn Raummeter. Buchenschnittstämme kosteten pro Festmeter 20 Mark, Eichen-Wagnerholz 12 bis 15. Fichtenstangen 1. Klasse 1 bis 1,35 Mark, 2. Klasse 0,70 bis 0,80, 3. Klasse 0,40 bis 0,50, 4. Klasse 0,25 bis 0,30, 5. Klasse 0,15 bis 0,25, 6. Klasse (Bohnen- stangen) 0,10 bis 0,13 Mark. Verlangen Sie 815 V Sekthübe 884 D Prämiierung der heften Masken! Eintritt 50 Pfennig. Anfang 7,6.1 Uhr. 0588 Sie sind so heilkräftig und ergiebig, daß man mit ihnen sparsamer feuert, als mit anderen scheinbar billigen Brennstoffen Russische Stimmungs-Kapelle Bis 4 Uhr nachts geöffnetl fftufn-yiußkoMen (ftuAr-tiformbriketts IMS Kamevalsbilder 873 A Photo - Kino - Kreuzplatz 9. knipsen Sie einfach und billig mit Blitzlicht. Es kann gar nicht schief gehen. Ich führe alle Blitzlichter billig und zuverlässig. Der geschlossene Vacublitz ist für Innenaufnahmen absolut ungefährlich und deshalb dem offenen Blitzlicht vorzuziehen. Sie müssen dieserhalbmalzumirkommen, damit ich Ihnen die Handhabung genau erzähle. Ich erwarte Sie. Lichtspielhaus • Gießen Ab heute Freitag der Film, von dem ganz Gießen sprechen wird: Ziehung bestimmt 20. Februar 9. Eisenacher Geld-Lotterie zum Besten des Thüringer Museums 3386 Geldgewinne, zusammen Mk 12500 Höchstgewinn auf Doppellos: 5000 2500 Los 5L rlg, Doppellos 1- Mk Porto und Liste 30 Pfg. extra Zu haben bei A. Dinkelmann, Worms Postscheck: 20060 Frankfurt a. M. und allen durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen Leupin-Creme und Seife vorzügliches Hautpflegemittel, seit langen Jahren bewährt bei Nechte-Hautjucken Ausschlag, Wundsein usw. Drogerie Winterhofs, Kreuzvl.lv ; Lvwen-L rog.W.KilbingerNachf., Seltersweg 59* M3v CLEOPATRA W1 die Zauberin vom Nil I eine der interessantesten Frauengestalten ■ der Weltgeschichte I Dieses Kolossalgemälde ist ein einzigartiges historisches Filmwerk von dem Zusammenprall zweier Welten. - In grandiosen Bildern vollzieht sich der Entscheidungskampf zwischen Rom und Aegypten, zwischen Okzident und Orient. 875 a „Cleopatra“ von Claudette Colbert faszinierend dargestellt, gestaltet das Schicksal der letzten ägyptischen Königin in Bildern von hinreißender Wucht. Der größte Film des Jahres m deutscher Sprache Im Beiprogramm: I Bootsmanöver und die neue Ufa-Ton-Woche | Werktags 4» 6, Ssv Uhr, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr Postkeller Am Samstag, dem 16. Februar: ockbierfest I^eichsbund Volkstum und Heimat^ Samstag, den 16. syebruar 1935, 20« Uhr, im Katholischen Vereinshaus: HeitererFamilienabend unter Mitwirkung des hessen-nass. Mundart- dichters Rudolf Dieb und unseres Volkstanzkreises unter Leitung von K. Benk. 876d Eintritt s. Mitgl. 25 Pf., für Nichtnutglieder 50 Ps. Alle Aufw.-Gläubiger unserer Kasse, deren Bücher noch nicht vorgelegen haben, bitten wir, dieselben ols 15. Vlärz 1935 zur Abstempelung vorzulegen. Nach diesem Datum werden die kleinen Beträge unter Abzug von Kosten und Porti durch die Post zugesandt. 880D Großen-Linden, 10. Februar 1935. Spar- und Dorschußverein AG. ________ Frankfurter Straße Nr. 68. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für das Rechnungsjahr 1935 liegt vom Samstag, 16. Februar, an acht Tage lang auf der Bürgermeisterei Großen-Linden zu jedermanns Einsicht offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 8870 Großen-Linden, 15. Februar 1935. Bürgermeisterei Großen-Linden; Lang. Versäumen Sie nicht den Großen Maskenball der Spiel Vereinigung 1900 mit zwei Tanz-Kapellen! am Samstag, dem 16. Februar, abends 8 Uhr 11 Minuten im Cale Leib Karten-Vorverkauf: Sporthaus Schwan, Mäusburg; Bäckermeister Bende. Bahnhofstraße 12; August Wallenfels, Marktplatz 17. 872d SänSenereiniSunSWieiecfc Samstag, den 16 Februar.- GroBerMaskenball in allen Räumen der Wirtfehaft Hermann 2 Kapellen - Bayerifche Bierhalle Cale-Beslaura»l „BOryerhol“ • Gieiien Blockstraße 5 885d Samstag, den 16. Februar 1935, die grolle karneval. Veranslallnog mit Tanz Das Schirwitz-Orchester und Mitglieder der RW.-Kapelle sorgen für Stimmung u.Humor Kein Eintrittsgeld! Kein Weinzwang! M Februar 7 Sintopff [i ' Sonntag. Lv . * § ■ ... ... Warum trägst Dum näßt? '■fW