Berlin, 13.März (DNB.) Nachdem der Reichsminister des Auswärtigen letzten Samstag dem englischen Botschafter Sir Eric Phipps mitgeteilt hatte, daß der Besuch des englischen INinisters in ungefähr 14 Tagen erfolgen könnte, hat der englifche Botschafter der deutschen Regierung hierfür den 2 5. und 2 6. März vorgeschlagen. Der englische Botschafter wurde dahin unterrichtet, dah die englischen Gäste der Reichsregierung zu diesem Zeitpunkt willkommen sein werden. Deutschland braucht Facharbeiter. Von Reichsarbeitsminister Franz Seldte. Im Hinblick auf den Reichsberufs- wettkampf veröffentlicht der Reichsarbeitsminister in der sozialpolitischen Fachzeitschrift der Hitlerjugend „Das junge Deutschland" folgende Ausführungen. Volksabstimmung a b g e s ch a f f t werden soll. Der Senat besteht zu drei Vierteln aus Veniselisten. Veniselos kommt nach Rhodos. Annahme von Anzeigen füL die Mittagsnummer bi5 81 /,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermähigte Grundpreise: Athen, 14. März (DRB. Funkspruch). Der : Kriegsminister, General Kondylis, der nach der Riederwerfung des Aufstandes nach Athen zurück- gekehrt ist, erklärte dem Vertreter des Deutschen Rachrichtenbüros: „Dank der Hilfe und dem Vertrauen des griechischen Volkes liegt ein schweres Abenteuer siegreich hinter uns. Unsere Gegner verübten systematische Sabotage gegen das Merk der Regierung und versuchten, mit brutaler Gewalt die Regierung an sich zu reihen. Jetzt aber gehen wir einer neuen Wiedergeburt der Ration mit einer Stärkung der autoritären Staatsgewalt entgegen. Das Vertrauen des Volkes zur Regierung ist bewiesen durch seine Haltung, die es lehhin dem Ministerpräsidenten Tsaldaris gegenüber eingenommen Hal. Diesem halten wir, Volk sowohl wie Militär, Disziplin. wie der grohe Führer der edlen befreundeten deutschen Ration, auf den willen des Volkes sich stützend, w u n d e r in der Reu- Organisation des deutschen Volkes vollbrachte, so wollen auch wir versuchen, auf das vertrauen des griechischen Volkes gestutzt» der griechischen Seele neues Leben und zeitgemäße Ideale einzuflöhen. Alle Zwistigkeit und Uneinigkeit muh in Zukunft verschwinden. Unser innenpolitisches Programm wird sich nicht viel unterscheiden von dem Programm c® ®®' tzen Formers des neuen Deutschland, Adolf Hitler." General Kondylis, der der deutschen Sprache unkundig ist, gebrauchte das deutsche Wort Führer mit besonderem Rachdruck. Der Kriegsminister sprach weiter seinen Dank für die objektive deutsche Berichterstattung über die griechischen Ereignisse aus und fchloh: „Mit der gleichen Gesinnung werden auch wir versuchen, die gluck- , licherweise bestehenden freundschaftlichen > Beziehungen zu dem grohen Deutschland noch weiter auszubauen und den Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und Griechenland im Interesse beider Völker einen neuen Sine Unterredung mit Kondylis. Grötzte Sympathie für das Aufbauwerk des Führers. Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild - Die Scholle Monats-Vezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 180 Zustellgebühr .. » --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Stattfturt am Main 11686 Die Reorganisation Griechenlands Das neue Deutschland als Vorbild und Beispiel. stiegen innerhalb Jahresfrist von 32,2 auf 42,5 Millionen Mark. Trotz bedeutender Steuersenkungen ist der Haushaltsplan 1935 ausgeglichen. Die Vorarbeiten für den Bau der zweiten Saaletalsperre, der H o h e n w a rte sp err e, haben jetzt begonnen. Es handelt sich dabei um die Er- etzuna von Straßen, Ortsverbindungen und Holzabfuhrwegen, die durch den Stausee unterbrochen werden. Hauptaufgabe der Hohenwartesperre tft es im Zusammenwirken mit der vor mehreren Jahren errichteten Bleiloch-Talsperre den Niedrigwasserstand der Elbe zu regulieren. Der Fassungsraum beider Talsperren wird rund 400 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Bei richtiger Verwendung eines solchen Wasser- Vorrates wird es nicht mehr vorkommen, daß die Elbeschiffahrt eingestellt werden muß. Der Bau der Hohenwartesperre mit allen Nebenanlagen wird 315 Millionen Mark erfordern. Die Bauzeit ist auf vier Jahre veranschlagt worden. Der Bau wird als Notstandsarbeit erstellt, wobei mit einer Million Tagewerke, bezogen auf die 48-Stunden- Lohnwoche, zu rechnen ist. Der Vorstand der Sparkasie Hannover wird die Ersparnisse aus der Senkung der Spareinlagenzinsen in voller Hohe zur der aus Anlaß des Aufruhrs eingezogenen Heeres- angehörigen begonnen. Sechs Generale, die mit den Revolutionären sympathisiert haben, sino von der Regierung entlassen worden. Letzter Widerstand aufständischer Truppen an der bulgarischen Grenze. Sofia, 13. Marz. (DNB.) Wie aus P - t r i t f d) an der bulgarisch-griechischen Grenze von den bub garischen Behörden gemeldet wird, war dort am Mittwochnachmittag von 3 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit anhaltendes starkes Geschütz- und M a s ch i n e n g e w e h r f e u e r zu vernehmen. Nach Mitteilungen griechischer Grenzposten handelt es sich um ein schweres Gefecht z wisch e n g r i e ch i s ch e nR e gi e r u ngs tru p p e n und den zum aufständischen IV. A r m e e - korps gehörenden 22. Infanterieregiment das bisher seine Uebergabe ab gelehnt hat. lieber den Ausgang des Kampfes, der sich m der Gegen von Drama abgespielt hat, liegen bis zur Stünde noch keine Meldungen vor. Athen, 13. März. (DNB.) Folgende Maß. nahmen zur endgültiger.Unterdrückung des Aufstau- des werden ergriffen: Die öffentlichen aem t e r werden von verdächtigen oder regierungsfeindlichen Funktionären g e r e i n i g t, alle reaktiv- narenOrganifationen werden aufgelöst, Wahlen zu einer Nationalversammlung werden ausgeschrieben, der Senat wird aufgelöst Das Kriegsrecht wird bis zur Beendigung der Verhandlungen der Kriegsgerichte gegen die Aufstandsteilnehmer a u f rech t er halt e n. Die Kriegsgerichte werden ihre Tätigkeit fobe wirtschaftspolitischen Erfolge. Dem « °.u markt sind im vergangenen Jahr über 32 Millionen Mark zuge- Hotten Der seewärtige Guterums ch l a g des Königsberger Hafens hat seit der Machtübernahme eine Steigerung von 61,19 v. H. erfahren und hat mit rund 2,7 Millionen Tonnen sogar dl-e D o r k r i e g s u m s ch l a g s z l f f e r überschritten. Die Zahl der Besucher der Deutschen O st m e s s e ist von 1932 bis 1934 u m m ehr als troei Drittel gestiege n Der Fremden- v - r k - h r hat -ine erheblich- St-'S-rung -rsahren. Die Spareinlagen bet der Stadtsparkasie Die Nationalstaaten der Gegenwart stehen sich einander gegenüber wie große Persönlichkeiten. Heber die Persönlichkeit des einzelnen Menschen bildet sich eine allgemeine Meinung, die Wertschätzung oder Nichtachtung, die Vertrauen oder Mißtrauen ausdrückt. Nicht anders tft es mit der öffentlichen Meinung über eine Nation. Nichts formt aber so stark und entscheidend bte Weltmeinung über diese, als das, was sie schaffend hervorbringt. Angesichts der Industrialisierung der Welt prägen das Gesicht der deutschen Nation für die anderen nach außen hin nicht zuletzt auch die Leistungen seiner industriellen und gewerblichen Produktion. Deshalb hängt von der Qualität der deutschen Arbeit mit die Weltgeltung unserer Nation ab. Diese Feststellung gilt zunächst für die Außenseite unseres nationalen Lebens. Aber sie besagt noch Der Sennin für den Besuch Simons und Edens in Berlin aus den 25. und 26. Mär; sestgelegt. Oie konservative -Daily Mail" fordert bei dieser Gelegenheit die Beseitigung veralteten Plunder«^ - Entwaffnungsbestimmungen, Reparationen und * Kriegsschuldklausel - aus dem Versailler Vertrag. Senkung der Zinsen für Hypotheken und Kredite verwenden. Die Zinsen für Hypotheken, die im Jahre 1933 bereits dreimal freiwillig gesenkt wurden, indem auch gleichzeitig der Zinsfuß für Aufwertungshypotheken, der gesetzlich auf 6 v. H. festgesetzt ist, entsprechend ermäßigt wurde, betragen mit Wirkung vom 1. April 1935 an 4 v. H. Die hannoversche Sparkasse hat damit als erste öffentliche Sparkasse in Deutschland den Zinsfuß für Hypotheken auf 4 v. H. gesenkt. Oie Saarspende der deutschen Studenten. B e r l i n , 13. März. (DNB.) Die Saarspende bet* Deutschen Studentenschaft, die anläßlich des einmütigen S e m e st e r - S ch l u ß - A p p e l l s a Her deutschen Studenten am 8. Februar 1935 nur an den Hochschulen vorgenommen wurde ergab einen Betrag von 20000 RM Diese Summ« wurde im Anschluß an die Feierlichkeiten zur Wie- dereingliederung des Saargebietes ms Reich in einem offiziellen Empfang dem ©auleiterJB u r tf e l durch einen Vertreter der Deutschen Studentenschaft übergeben und wird nach der Aussage des Saav» bevollmächtigten des Führers dazu verwendet wer» den, hn Saargebiet 4 Arbeitersiedlu n g s< Häuser aufzustellen. Athen, 14. März. (DNB.) Ein italienisches Torpedoboot bringt den ehemaligen Ministerpräsidenten Veniselos nach der Insel Rhodos. Auf Samos wurde der frühere Ministerpräsident S o f u l i s , der unter Veniselos lange Jahre Präsident der Kammer gewesen war, verhaftet, da er unter dem Verdacht der Teilnahme an der Revolution steht. Er wird mit einem Torpedoboot nach Athen gebracht werden. Die griechische Regierung hat um die Erlaubnis nachgesucht, ein Torpedoboot nach der Insel Patmos (Dodekanes) zu entsenden, um ein von Öen Rebellen verlassenes Unterseeboot abzuholen. — Veniselos telegraphierte der Regierung, daß er die aus der Staatskasse von Kreta mitgenommenen Gelder, etwa 10 Millionen Drachmen, zurückerstatten wolle. Er betrachte diese Summe als seine persönliche Schuld Am heutigen Donnerstag wird mit der Demobilisation Die „Times" sagt zu der Reuse von Simon und Eden nach Berlin u. a.: Die britischen Minister seien der Meinung, daß die vier Gegenstände^ die zur Erörterung stünden — Luftpakt, Dstpakt, Möglichkeit eines mitteleuropäischen Paktes und Ru- stungsabkommen — gleichzeitig geprust werden sollten, denn alle seien Teile eines logischen Ganzen. Die Minister betrachten den Abschluß von Nichtangriffsvertragen zwischen zwei besonderen Nationen nicht als günstig, da sie der Ueberzeugung seien, daß der Frieden E u - ropas ein unteilbares Ganzes bilde. Das britische Kabinett betrachte den Besuch in Moskau als eine sehr wichtige Angelegenheit und keineswegs als ein Anhängsel der Berliner Besprechungen, er könne unmöglich vor dem Besuch in Deutschland stattfinden. Es sei am heften, wenn Eden und Simon zusammen nach Berlin führen, damit Eden, wenn er nach Moskau weiterfahre, über die Berliner Besprechungen vollauf unterrichtet fei. Von Moskau werde Eden nach Warschau gehen. Unwahrscheinlich sei es jedoch, daß er noch Zeit zum Besuch eines der baltischen Staaten haben werde. „Daily Mail" führt zu der Berliner Reife Simons aus, es werde so viel von diesem Besuch abhängen, daß feine Mühe gef ch-ut werden füllte, ein Gefühl aufrichtiger Freund- fdjaft' zwifchen Großbritannien und Deutschland su toaffen. Dies würde der britifch-sranzofifchen Freundschaft in feiner Weife abträglichNachdem d-r Versailler Vertrag im Wände der Zeit zu einem beträchtlichen Teil veraltet sei, dürfe man fragen, ob irgendein Grund dagegen unseres nationalen Lebens. Aber sie besagt noch - mehr. Ihr Kern enthält eine noch wichtigere Wah^ 1 heit. Denn was für den einzelnen gilt, gilt auch für die Nation: sie wächst mit ihren Zielen. Nur ; ein Volk, das dauernd echte und beste Arbeit, - alfo Qualitätsarbeit, schaffen will, erzieht ft£p , felbft. In einem solchen Volke wird Gifte und Echtheit immer mehr Geltung bekommen und schließlich um ihrer selbst willen gewertet werden. Dadurch werden neue sittliche Energien und Kräfte geweckt, die das ganze Lebender Nation befruchten. Welche, volkswirtschaftlichen Wert die gute Facharbeit in sich birgt, haben uns deutlich die großen Aufstiegszeiten, dann Krieg und Nachkriegszeit bewiesen. Und als dann der Hauptwertmesser der Welt das Gold, aus dem Verkehr verschwand, da kam weiten Kreisen zum Bewußtsein, daß die guten gewerblichen Erzeugnisse, die der einzelne befaß auch die Eigenschaften von Wertträgern Habern Und zwar maß sich deren Wert weniger an dem Material, aus dem der Gegenstand gemacht war — Dtm Ausnahmen natürlich abgesehen — als danach, welchen handwerklichen, künstlerischen und kulturellen Gehalt der Gegenstand hatte. Eine eingehende Betrachtung dieser Tatsache würde deutlich machen, daß tatsächlich eine Nation um so reicher ist, je mehr Qualitätsarbeit im Saufe der Zeil zu ih-^m Besitze geworden ist. Diese Tatsache ist für uns Deutsche, deren Land nicht reich an allen Bodenschätzen ist, gewiß erfreulich. Sie weift jedoch gleichzeitig auf eine ernfte nationale Verpflichtung hin, nämlich mit allen Mitteln die deutsche Qualitätsarbeit zu fördern und zu pflegen. Die erste Voraussetzung dafür tft eine gründliche F a ch a r d e i t e r e r z i e hun g und Schulung. Deshalb besteht die Notwendigkeit, die m unserer Jugend vorhandenen Befähigungen auf- zusuchen und zu den entsprechenden Berufen zu leiten. Die Auslese der Besten einem blind wirkenden Zufall zu überlaffen, wäre gewisfenlos und kurzsichtig — gewisfenlos der Jugend gegenüber, , die einen Anspruch daraus hat, daß ihre Begabungen i und Talente ausgebildet werden, kurzsichtig, weil die beste Grundlage des wirtschaftlichen Ausstieges l einer Nation ihre schaffenden leistungsfähigen Men- Icken find. Deshalb ist die Heranbildung von Facharbeitern eine Lebensfrage für die deutsche Wirtschaft. Jugenderziehung, Lohnpolitik, Lehrlingsausbildung und gewerbliches Bildungswesen müssen e i n h e i t U ch in den D i e n st dieser Ausgabe g e st e l l t werden. Es war ein entscheidender Fehler der Nachknegs- »eit daß der Staat aus diesen Erkenntnissen nicht Sie'notwendigen Folgerungen zog und sich daher nicht genügend um seine Jugend kümmerte. Der nattonalsoz?alistische Staat hat dieses Wmms auf der ganzen Lime aufgeholt. Durch eine sRpihe von Maßnahmen, die hier tm einzelnen W ou g- Ühr? werden sollen. Hot dl- Regierung • ?.* a.ml'l > -»»->»-«!» "S j™" ää sk ?. Rede am ersten Tage d-r nationalen Arb->t am l.Mai 1933, sand im ganzen deutschen D°lk- al Bekenntnis zur echten und felbftlofen 2Irb f Volksgemeinschaft ein freudiges Echo Seit dieser Zeit arbeiten eng und harmonisch bte berufenen Stellen des Staates und der Partei an b f cp- lichen Erziehung der Jugend: Reichsarbeitsmin f - rium, Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung Arbeitslosenversicherung, Reichsjugendsuhrung u die Deutsche Arbeitsfront. Dies Zusammenarbeit fand soeben erst feinen sichtbaren Ausdruck m oem Aufruf zum Reichsberusswettka m p b Daß dieser ein voller Erfol 6 wird, ist m Wunsch und meine Ueberzeugung. Der Wettkampf wird mithelfen, die Besten zu finden und m iyrer weiteren Ausbildung zu fördern. Er. wird aberaucy weiter erkennen lasten, wo Fehler der Ausbildung vorliegen und so wichtiges Material für wertere Fortschritte liefern. Sein Ergebnis wird aber auch die Frage mitbeantworten, ob die Betriebe, bte immer im Mittelpunkt fachlicher Ausbildung stehen muffen, ihrer Aufgabe gewachsen sind. . Die Krönung aller bisherigen Maßnahmen wird das Reichsberufsausbildungsgefetz spreche, gewisse Artikel, die in Deutschland besonderes Mißfallen erregten, formell auf- zuheben. Die Entwaffnungsartikel feien bereits so gut wie tot. Die britische Regierung konnte sehr wohl erwägen, ob sie nicht die Beseitigung dieses veralteten „Plunders einschließlich der Kriegsschuld klausel aus dem Vertrage vorschlagen soPe. Nachdem die Reparationszahlungen vor vier Jahren endgültig aufgehört hätten, passe dieser Artikel nicht mehr zu den modernen Verhältnissen, bilde aber einen dauernden Anlaß zur Gereiztheit für Deutschland und eine Ursache internationaler Reibungen. Um b e s Friedens Europas willen fei es unbedingt notwendig, daß Großbritannien und das Deutsche Reich die besten Beziehungen zueinander unterhielten. In England sei keine Spur von Uebelwollen für Deutschland, und in Deutschland würden alle britischen Besucher freundschaftlich ausgenommen. Wenn Deutschland auf- gerüstet habe und dies auch weiterhin tun werde, so folge es damit nur dem Beispiel aller anderen Staaten der Welt mit Ausnahme Großbritanniens. Hoffentlich würden tut britischen Staatsmänner darauf verzichten, Deutschland wegen seiner Rüstungen Vorhaltungen zu machen. Sie würden bamit Schaden an« richten. Nicht weniger gefährlich fei der Gedanke, daß ein Pakt mit Moskau einen Erfatz für den Verlust der deutschen Freundschaft bieten würde. Niemand in England habe Vertrauen zu den Bolfchewisten,und sogar die radikalsten Sozialisten des Landes wurden zögern, den „treulosen" Sowjets irgendwelches Der- trauen zu schenken. Störungsfeuer aus Paris. Paris, 14. März. (DNB. - Funkspruch.) Die t Mitteilung des Foreign Office über den Berliner Besuch Simons und Edens gibt der französischen Presse Anlaß zu einer geradezu fieberhaften Tätig- । feit Die Blätter bemühen sich, den englischen Ministern klar zu machen, welche Marschroute sie bet - den Berliner Besprechungen zu befolgen hatten. [ Dabei tritt das Bestreben zutage, aus den deut- t schen Erklärungen zur Luftfahrt- i frage Kapital zu schlagen. Die Unterredung des Nr 62 Crites Blatt ,85. Zahrgang Bonnetsta«, ll-Mörz,955 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesten Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Ministerpräsidenten Göring mit dem Vertreter der „Daily Mail" wird nicht nur als einen Verstoß gegen den Versailler Vertrag, sondern auch als unvereinbar mit der franziMch-englischen Erklärung vom 3. Februar hingestellt. Nicht alle Blätter gebärden sich freilich so aufgeregt wie der „Matin", der den W'Gsch nach einem gemein» fernen Schritt Englands, Frankreichs und Italiens in Berlin oorbringt. Ebenso gereizt spricht „Echo de Paris" von einer Erpressung und verlangt, daß die drei Mächte zu einer Beratung zu- farnmentreten. Etwas vernünftiger sagt „Figaro" u. a., es sei eigentlich nicht angebracht, ein großes Geschrei anzustimmen, da die Tatsachen läng st bekannt seien. Es sei ja auch klar gewesen, daß eine Großmacht wie Deutschland sich nicht ständig mit einer militärischen Unterlegenheit abgefun- den haben würde. Wer sich einbilde, daß ein so anormaler Zustand ewig andauern könnte, laste einen seltsamen Mangel an Urteilsfähigkeit erkennen. Angesichts der Zwangsläufigkeit dieser Dinge wäre es sicher bester gewesen, wenn man über den Teil V des Versailler Vertrages zu einer Zeit verhandelt hätte, in der sich noch die Möglichkeit ergab, die deutschen Rüstungen zu stabilisieren. Das Blatt schreibt dann jedoch, daß England und Frankreich sich Zehntausende von Kampfflugzeugen zulegen könnten, ohne daß der Friede dadurch im geringsten gefährdet würde, während der geringste Bruchteil einer solchen Luftflotte im Besitz eines nationalsozialistischen Deutschlands höchst gefährlich werden müsse. Diese seltsame Auffassung wird vom „Figaro" mit der abgedroschenen Behauptung zu stützen versucht, daß in Deutschland ein „Geist der Gewalt" regiere. Oer Kampf um die zweijährige Dienstzeit in Frankreich. Don Rechts und Links Schwierigkeiten für Flandin. Oie Volkstagswahlen in Oanzig. Berlin, 13. März. (DNB.) Zur Eröffnung des Wahlkampfes für die Danziger Dolkstags- wahlen gab der Danziger Gauleiter der NSDAP., Staatsrat Albert F o r st e r, der Presse Erklärungen über den Zweck dieser Wahlen. Er hob hervor, daß die nationalsozialistische Regierung den Volkstag eigentlich gar nicht aufzulösen brauchte, da hinter der Regierung im Parlament eine Mehrheit v o n 5 6 v. -. stand und die nächsten Wahlen verfassungsmäßig erst im Jahre 1937 stattzufinden brauchten. Wenn die nationalsozialistische Fraktion sich gleichwohl zur vorzeitigen Auflösung entschlossen habe, so, weil der heutige Volkstag in seiner Zusammensetzung nicht mehr dem Willen der Danziger Bevölkerung entspreche. Während die Danziger Bevölkerung in ihrer übergroßen Mehrheit die Aufbauarbeit der NSDAP, auf allen Gebieten aner» kenne, hätten die Führer der in Danzig noch immer bestehenden roten, schwarzen und reaktionären Splitterparteien eine unsachliche Mid unverantwortliche Kritik an allen Maßnahmen der NSDAP, geübt. In der Innenpolitik hätten diese Kreise planmäßig gegen das Bestreben der NSDAP, zur Pflege der Volksgemeinschaft und zur Erhaltung der Ruhe und Ordnung gearbeitet. Nicht weniger bedenklich sei es, daß den erwähnten Oppositionsgruppen jegliches Verständnis für die Außenpolitik der Danziger NSDAP, gegenüber Polen abgehe, die darauf abziele, zur Erhaltung des Friedens im Osten beizutragen. Auch die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik, durch die es möglich gewesen fei, von 40 000 Arbeitslosen über 20 000 in Arbeit und Brot zu bringen, werde von diesen Parteien unablässig schlechtgemacht. Die nationalsozialistische Kulturpolitik werde von ihnen fortgesetzt bekämpft, da sie darauf gerichtet sei, in Danzig das Deutschtum besonders stark zu pflegen. Forster erwähnte dann, daß die Oppositionsparteien sich auch nicht schämten, durch fortgesetzte B e ■ chwerden bei internationalen Inta n z e n unter Mißbrauch der Danziger 23er« affung gegen das verfassungsmäßige nationalsozialistische Regime zu arbeiten. Da das Zentrum die Aufhebung der wichtigsten Maßnahmen und Gesetze der letzten Jahre verlangt habe, sei die nationalsozialistische Fraktion zu dem Entschluß gekommen, die Bevölkerung Danzigs durch eine Neuwahl zu befragen, wie sie über diese separatistischen Parteien denke. Die Oppositionsparteien, die immer wieder behauptet hätten, daß hinter der NSDAP, nicht mehr die Mehrheit der Danziger Bevölkerung stehe, hätten den Auflösungsantrag abgelehnt. Dadurch sei bewiesen, daß die Opposition sich nur auf Lüge und Schwindel aufbaue. Die NSDAP, verspreche sich von der Wahl einen ansehnlichen Gewinn, der erweisen werde, daß die Danziger Bevölkerung die Maßnahmen und Gesetze der nationalsozialistischen Regierung billige. Das Wahlergebnis werde auch dem Völker- bunb beweisen, daß hinter der NSDAP, dis übergroße Mehrheit der Danziger Bevölkerung stehe. Das Deutschtum Danzigs werde durch eins nationalsozialistische Wahl von neuem vor aller Welt unter Beweis gestellt werden. Sicherung ausreichender Arbeitskräfte für die Landwirtschaft. Paris, 14. März (DNB. Funkspruch). Die Sitzung des Heeresausschusses der Kammer, der sich mit der Frage der Dienstzeit beschäftigen sollte, ist ziemlich stürmisch verlaufen. Ein Mihtrauens- a n t r a g, den die Rechte gegen die Regierung wegen allzu großer Nachgiebigkeit gegenüber den Wahlsorgen der Radikalsozialisten gestellt hatte, konnte nur mit Mühe abgebogen werden. Die Presse erwartet für Freitag eine lebhafte Auseinandersetzung in der Kammer über die Frage der Dienstzeit. Ministerpräsident Flandin wird, wie angekündigt, eine Erklärung abgeben. Die Sozialisten haben einen Jnterpellations- antrag einbringen lassen. L6on Blum gibt im „Populaire" zu verstehen, daß seine politischen Freunde sich mit einer Verschleppungserklärung nicht zufrieden geben würden. Ob die Regierung einen Gesetzentwurf über die zweijährige Dienstzeit ein« bringe oder auf dem VerordnunHSwege eine Verlängerung der Dienstzeit plane, sei gleichgültig. Die Sozialisten würden auf jeden Fall gegen d i e Pläne der Regierung Stellung nehmen und eine sofortige Entscheidung herbeiführen. Die Rechte beabsichtigt, am Freitag den Antrag auf sofortige Einführung der zweijährigen Dienstzeit zu unterstützen. Der Vorsitzende des Heeresausschusses der Kammer, Oberst Fabry, hat bereits angekündigt, daß er seiner Verwunderung über das Zögern der Regierung Ausdruck geben werde. Auch der bekannte Deutschenhetzer Franklin Bouillon hat sich London, 13. März. (DNB.) Im Oberhaus brachte Lord P o n f o n b y , der Führer der Opposition, einen Mißtrauensantrag gegen die Regierung ein, in dem die Veröffentlichung des Weißbuches bedauert wird, da es geeignet fei, die internationalen Schwierigkeiten zu vergrößern und den Rüstungswettbewerb zu vermehren. Lord Povsonby nannte das Weißbuch einen Ausdruck des Mißtrauens gegenüber den europäischen Nationen, von denen behauptet werde, daß sie gewillt seien, im nationalen Interesse Gewalt anzuwenden oder anzudrohen. Er bezeichnete es als eine regelrechte Heuchelei, vorzugeben, daß ibie englische Wiederaufrüstung in der Welt mit Befriedigung begrüßt werde. Unter Hinweis auf die deutschen Entrüstungen sagte der Redner, feit ben Tagen von Versailles sei England verpflichtet gewesen, bis auf den Stand Deutschlands abzurüsten, oder es sei unvermeidlich gewesen, daß eine Macht vom Range Deutschlands die W i e= iberaufrüftung bis zum Stande der anderen Nationen verlangen würde. Unterstaatssekretär Lord Stanhope erklärte, der Vorredner werde nicht leugnen können, daß die sowjetrussifche Armee erheblich d e r ft ä r 11 worden sei, und daß Sowjetrußland die am besten mechanisierte Armee der Welt besitze. Lord Stanhope wiederholte den Wunsch der Regierung nach einer Abrüstungskonvention und der Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund und bezeichnete ein Abrüstungsabkommen vor dieser Rückkehr als völlig unmöglich. Die britische Regierung bemühe sich, Abkommen nach dem Muster der Locarnoverträge zustande zu bringen, deren Unterzeichner sich gegenseitige Hilfe für den Fall eines Angriffes gewährleisteten. Das sei der Grundsatz, auf dem der Luftpakt, das Ostlocarno und die anderen Vorschläge fußen, die der Außenminister und der Lordsiegelbewahrer Deutschland im Laufe dieses Monats vorzulegen hofften. Der Erzbischof von Canterbury betonte den Wunsch, Deutschland in den Völkerbund zurückzubringen. Es müßten alle Anstrengungen unternommen werden, um Deutschland zu überreden, den Platz einzunehmen, ohne den weder das kollektive System des Völkerbundes, noch irgendein allgemeines Abrüstungssystem errichtet werden könne. Der Erzbischof wandte sich dagegen, Deutschland für die gegenwärtige Lage allein verantwortlich zu machen. Er sei der Meinung, daß d i e Alliierten ein sehr großer Teil des Tadels treffe, da sie folange brauchten, um der feierlichen Erklärung von Versailles nachzukommen. Sobald klar gewesen sei, daß die Alliierten keinen ernstenDersuch unternähmen, ihren Rüstungsstand auf den Deutschlands herabzusetzen, fei es auch sicher gewesen, daß Deutschland darauf b e - stehen würde, seinen Stand auf den der Alliierten zu erhöhen. England sei bereit, Deutschland in der Gemeinschaft der Nationen im G e i st e völliger Gleichberechtigung zu empfangen. Dies sei seiner Meinung nach die Auffassung, mit der sich der Staatssekretär des Auswärtigen nach Berlin begebe, und in der ihm alle Erfolg wünschten. Lord Noel-Buxton (Arbeiterpartei) kritisierte stark, daß nach der günstigen deutschen Antwort eine solche Mitteilung w i e das Weiß, buch veröffentlicht worden fei, die in Deutschland Verstimmung erzeugen mußte. Die mildeste Er- klärung sei, dies einen Mißgriff zu nennen. Aber man könne sagen, daß, wenn es nicht Sabotage sei, es sich um verbrecherische U n - Verantwortlichkeit handele. Auch Lord L o t h i a n gab seinem Bedauern über die Veröffentlichung des Weißbuches Ausdruck, das er bereits zum Wort gemeldet. „Petit Journal" erwartet, daß die Kammer der Regierung trotz dieser Vorstöße das Vertrauen aussprechen werde. Die Regierungsvorlage werde an die zuständigen Ausschüsse gehen. Das Parlament werde erst nach den Gemeindewahlen dazu Stellung zu nehmen haben. Das Verhalten Flandins lasse sich erklären einmal aus der Notwendigkeit, d i e im April einzuberufenden Rekruten durch eine kurze Erklärung darauf aufmerksam zu machen, daß sie 18 Monate zu dienen haben würden und zum anderen aus dem Wunsch, den eigentlichen Gesetzentwurf bis nach den Gemeindewahlen zu verschieben, um der radikalsozialistischen Partei, die in der Regierungsmehrheit eine große Rolle spiele, Schwierigkeiten bei den Gemeinde« wählen wegen der Unvolkstümlichkeit der geplanten Maßnahmen zu ersparen. ‘ Riesengewinne der Rüstungsfirma Vickers. London, 13.2Hän. (D71B.) Die englische R6- stungssirma Vickers Ltd., die über ein Aktienkapital von 4,1 Millionen Pfund verfügt, hat im vergangenen Geschäftsjahr nach Abzug aller Steuern einen Nettoverdienst von 543000 Pfund erzielt. Die Dividende, die im vorhergehenden Jahr 4 v. h. betrug, konnte a u f 6 v. h. erhöht werden. „höchst unglücklich" nannte. Das Letzte, was Deutschland tun werde, sei, seine Probleme durch Krieg zu lösen. Das Problem Europas sei, einen angemessenen und gerechten Platz für Deutschland zu finden. Der Kriegsminister Lord hailsham behauptete, daß die Meisten, die das Weißbuch angriffen, es überhaupt nicht gelesen hätten, und de- tonte, daß die anderen Regierungen ihre Rüstungen in einem viel größeren Maße erhöht hätten. In Deutschland gebe man sich jetzt kaum noch die Mühe, zu verhehlen, daß es seine Vertragsverpflichtungen unberücksichtigt lasse. Die Ausgaben der Sowjetunion seien um einen riesigen Betrag gestiegen. Auch die Vereinigten Staaten hätten chr Heer und ihre Luftstreitkräfte in größerem Maße als England vergrößert, aber niemand verdächtige deshalb Amerika, einen Angriffskrieg zu planen. Wolle man etwa die Schweiz als eine angriffslustige Nation bezeichnen ober glauben, daß Belgien Krieg gegen seine Nachbarn führen wolle. Wenn es sich ergebe, daß trotz aller Bemühungen die kollektive Sicherheit zusammenbreche und das System regionaler Pakte unwirksam sei, bann müsse Groß-Britannien bie Mittel haben, um sich zu verteidigen. Das Oberhaus lehnte den Antrag Lord Ponson- bys, der Regierung das Mißtrauen auszusprechen, ohne Abstimmung ab. Besserung im Befinden Macdonalds. London, 14. März. (DNB.-Funkspruch.) Mac- bonalb, ber nach dem gestrigen Kabinettsrat wieder nach Chequers gefahren ist, wirb erst wieder am Sonntagabend nach London zurückkeh- ren. Man hofft, baß er bis dahin bie Nachwirkungen seiner Erkältung vollständig überrounben haben werde. Seine Kollegen berichteten, daß er viel besser aussehe. Er habe an den gestrigen Besprechungen einen lebhaften Anteil genommen. In poli- tischen Kreisen wurde gestern viel weniger über die Möglichkeit einer Umbildung des Kabinetts gesprochen als an den Vortagen. Man glaubt, daß es vordem Sommer keine Neubesetzungen von Ministerposten geben werde. Der Streit um den Gouverneur von Buenos Aires. Buenos Aires, 13. März. (DNB.) Nachdem der Senat der Provinz Buenos Aires, wie gemeldet, beschlossen hat, Den Gouverneur der Provinz Martinez de Hoz feines Amtes ä u entheben, hat auch die Provinzial- abgeorbnetenfammer einstimmig dem Antrag auf Absetzung zugestimmt. In bem von ben Nationalbemokraten eingebrachten Antrag wirb bem Gouverneur schlechte Verwaltung, Un- terschlagung und Verfasfungsverrat vorgeworfen. Anbererseits galt Gouverneur Martinez be Hoz bisher in ganz Argentinien a l s musterhafter Beamter unb burchaus sauberer Charakter, so baß es ben Anschein hat, als ob bie Angriffe gegen ihn aus rein politischen Grün« ben erhoben worben finb. Der Oberst Kinkelin hat mit seinen Legionären, bereu Zahl inzwischen auf 500 angewachsen ist, im Regierungs- P a l a st z u La Plata Biwak bezogen. Weitere 500 Legionäre burchstreisen bie Stadt. Die Polizei, die zum Gouverneur hält, hat sich aus bem Regierungspalast zurückgezogen. Der Ausnahme- zustanb wurde bisher nicht erklärt. Die Legionäre gehören sämtlich faschistischen Gruppen an. Berlin, 13. März. (DNB.) Der Reichs- und preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft hat an die Reichs- und preußischen Minister, an bie ßanbesregierungen, die Reichsbahn unb ben Generalinspekteur für das deutsche Strahenwesen ein Schreiben gerichtet, in dem er mit allem Ernst auf den Arbeiter- mangel in der Landwirtschaft hinweist. In diesem Schreiben heißt es u. a.: Die außenhandelspolitische Lage unb die bamit verbundene Devisenverknappung zwingt zur Sicherung der Ernährung aus eigenem Boden und zur Erweiterung der eigenen Rohstoffgrundlage für Gewerbe und Industrie. Ich habe deshalb die deutschen Bauern zur Erzeugungsschlacht aufgerufen, um durch Zusammenfassung aller Kräfte dieses Ziel zu erreichen. Diese Aufgabe ist aber nur zu lösen, wenn der Landwirtschaft die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Das ist nicht der Fall. Durch die Maßnahmen der Reichsregierung haben Gewerbe und Industrie eine starke Förderung erfahren, die nicht nur die Zahl ber Erwerbslosen verminbert, sondern gleichzeitig zur Ab- Wanderung von ßanoarbeitern und »arbeiterinnen in Gewerbe und I n - buftrie geführt haben. Als Ersatz werben ber ßanbwirtschaft Erwerbslose aus den Städ- t e n angeboten, die aber ben Verlust nicht aus» gleichen können, ba sie körperlich nicht leitungsfähig genug sind oder aus anderen Gründen für die landwirtschaftliche Beschäftigung nicht geeignet erscheinen. Schon der vor einiger Zeit veröffentlichte Jahres- abschluß der beiden Siemens»Gesellschaften hatte einen starken Aufschwung der Konjunktur in der deutschen Elektrizitätsindustrie erkennen lassen. Aber in den Siemensberichten wurde auch bereits hervorgehoben, daß sich die Absatzsteigerung im wesentlichen auf das Inland beschränkt. Immerhin ist es bem Siemens-Konzern, ber sich auf manchen Gebieten der Elektrotechnik einer Monopolstellung erfreut und über außergewöhnlich gute und alte Auslandsbeziehungen verfügt, gelungen, auch sein Exportniveau während der Weltwirtschaftskrise mit Erfolg zu verteidigen. Das gilt insbesondere für die auf dem Gebiet der Schwach« stromtechnik arbeitende SiemMs 6- Halske A. G. Aber auch in dem Geschäftsbericht der Sie- mens-Schuckertwerke wurde betont, daß es der Gesellschaft trotz schlechter Preise unb der bekannten, die Ausfuhr hemmenden Schwierigkeiten möglich gewesen sei, die Ausfuhr wertmäßig etwa auf der Höhe des Vorjahres zu halten. Es wurde dort auch darauf hingewiesen, daß das in Wirklichkeit schon eine Steigerung des Mengenexports bedeutet, weil ein gleicher Wert infolge der inzwischen eingetretenen Preissenkungen einer größeren Absatzmenge entspricht. Bei der A E G., dem zweitgrößten deutschen Elektrizitätskonzern, fällt dieser Gegensatz zwischen dem stark gesteigerten Jnlandgeschäft und dem unter großen Hemmungen arbeitenden Exportgeschäft noch stärker ins Auge. Die AEG., die wegen ihres schwächeren finanziellen Rückhalts von der Krise erheblich stärker als der Siemenskonzern in Mitleidenschaft gezogen worden ist, hat im letzten Geschäftsjahre eine sehr bedeutende Absatz st eigerung erzielt. Der Gesamtumsatz hat sich von 180 Millionen Mark im vorangegangenen Geschäftsjahre auf 234 Millionen Mark erhöht. Der Inland- Umsatz allein stieg aber von 112 auf 177 Millionen Mark. Der Export hingegen verminderte sich von 68 auf 57 Millionen Mark. Noch deutlicher ist das Auseinanderklaffen von Inland- und Auslandgeschäft der AEG. an Hand der Auftragseingänge in ben beiben letzten Geschäftsjahren wahrzunehmen. Die Jnlanbsaufträge erhöhten sich von 123 auf 196 Millionen Mark, bie Aus- lanbsaufträge bagegen gingen von 62 auf 57 Millionen Mark zurück. Der Exportrückgang ist sicherlich nicht bedeutend. Wenn man die im Bericht der Siemens-Schuckertwerke gemachten Ausführungen, in Betracht zieht, so wird man annehmen dürfen, baß sich auch ber Auslanbabsatz ber AEG. mengenmäßig nichtverminbert hat. Das ist angesichts der Gesamtentwicklung auf den Ex° Der für bie Landwirtschaft unb für die Ernährung gefahrvollen Entwicklung kann nur dann mit Erfolg entgegengetreten werden, wenn alle Behörden unb Organisationen, die irgendwelche a e • werbliche Aufträge vergeben oder ausführen, tätig mitarbeiten. Erste Voraussetzung ist, daß alle Arbeiter ausschließlich durch die zuständigen Arbeitsämter vermittelt werden, die allein in der Lage sind, nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten die Arbeitskräfte planvoll anzusetzen. Deshalb ist es auch erforderlich, daß den mit der Vermittlung betrauten Beamten der Arbeitsämter jeder Zeit Zutritt zu den Arbeitsstellen gewährt wird, damit sie sich an Ort unb Stelle von der Zusammensetzung der Belegschaft überzeugen können. Es muß davon ausgegangen werden, daß vom ßanbe stammende Arbeitskräfte, gleich welcher Art, grundsätzlich nicht mehr eingestellt werden. Arbeitskräfte, die in den letzten drei Jahren eingestellt wurden und aus der ßanbwirtschaft stammen, müssen ben Ar- beitsämtern gerne Ibet werden, damit so bie Möglichkeit gegeben wirb, diese Arbeitskräfte wieder in bie ßanbwirtschaft zurück zu vermitteln. Bei der Vergebung von Aufträgen an private Firmen müssen diese verpflichtet werden, keine vom ßanbe stammenden männlichen ober weiblichen Arbeitskräfte neu e i n 3 u ft e 11 e n. Der Reichsernährungsminister bittet, anzuorbnen, daß alle Nachgeordneten Dienststellen vorläufig für das Jahr 1935 keine vom ßanb stammenden als Arbeiter oder Arbeiterinnen verpflichten. portmärtten zweifellos schon als ein befriedigendes Ergebnis zu werten. Im Gegensatz zu dem behaupteten Auslandsgeschäft haben die Jnlandumsätze der AEG., wie schon erwähnt, einen bemerkenswerten Aufstieg genommen. Dieser ist ausschließlich ein Ergebnis ber nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, der es gelungen ist, den deutschen Binnenmarkt zu beleben und kräftig emporzureißen. Ihr verdankt die AEG. die Steigerung ihres Jnland- absaßes um mehr als 50 v. H. Sie hat infolgedessen ihre Belegschaft van rund 30 000 auf 37 500 Köpfe verstärken können. In finanzieller Hinsicht hat sich die bedeutende Steigerung des Inland« absatzes und damit auch Der Gesamtproduktion dahin ausgewirkt, daß die Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr keine weiteren Verluste mehr erlitten hat. Wenn auch ein Gewinnüberschuß diesmal bei der AEG. noch nicht erzielt werden konnte, so liegt doch Grund zu der Annahme vor, daß auch hier die Aera der Derlustwirtschaft nunmehr überwunden ist. Eine sinanzielle Reorganisation der AEG. wird über kurz oder lang nicht zu vermeiden sein. Die Verwaltung hält jedoch den geeigneten Augenblick für eine solche Umstellung und Neuordnung noch nicht für gekommen. In ber letzten Bilanz konnten bereits beträchtliche Abschreibungen auf die Beteiligungen und auf Forderungen ge.« macht werden. Zweifellos befindet sich also auch Die Finanzlage Der AEG. jetzt im Stadium fortschreitender Besserung. Die bedeutungsvolle Belebung des Jnlandgeschäfts ber beutschen Elektrizitätsindustrie wird sie instand- setzen, ihr Exportniveau künftig mit doppel- tem Eifer und mit verbesserter Erfolgsaussicht zu verteidigen. Die Verwaltung der AEG. erklärt in ihrem Bericht ausdrücklich, daß sie ungeachtet der mit der Ausfuhr verbundenen Verluste der zukünftigen Entwicklung ihres Auslandgeschäfts besondere Aufmerksamkeit zuwende. Sie hat nicht nur ihre Auslandvertretungen trotz der in manchen ßänbern eingetretenen erhöhten Absatzschwierigkeiten sämtlich aufrechterhalten, sonbern ihre Auslanbwer- bung sogar noch verstärkt. Anbererseits weist sie freilich in ihrem Bericht barauf hin, baß bie zur Zeit bestehenbe Preisspanne zwischen ihren Erzeugnissen unb benen ihrer Konkurrenten in ben ßänbern mit abgewerteter Währung kaum überbrückt werben könne. Reichsbankpräsibent Dr. Schacht hat aber bie beutsche Jnbustrie in letzter Zeit mehrfach barauf aufmerksam gemacht, baß ihr aus ber Erleichterung ihrer finanziellen Lage, bie sie ber Konjunkturpolitik ber nationalsozialistischen Regierung verbankt, auch bie Verpflichtung erwachst. Weißbuch-Debatte im britischen Oberhaus. Lord Lothian: Für Deutschland muß „ein angemessener und gerechter Platz" gefunden werden. Das Auslandsgeschäft der deutschen Elektrizitätsindustrie. Ium IahreSabfchluß der ASS. Der Die rechnen. Oie Gräber unserer Helden. Das Werk des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Richtlinien deutscher Baukultur. Ein Vortrag Rosenbergs auf dem Schinkel-Iest der Berliner Architekten. Reichssendeleilung feilt mit: Reichssender Berlin überträgt am Sonntag, den 17. Rlärz, um 12 Uhr für alle deutschen Sender die Heldengedenkfeier der Reichsregie- rung aus der Staatsoper in Berlin. Rach dem Trauermarsch aus der Dritten Symphonie ((Eroka) von Beethoven hält Reichswehrmini ft e r Generaloberst von Blomberg die Gedenkrede. Rach dem Lied „Ich halt' einen Kameraden" beschließen die Rationalhymnen die Feier. Im Anschluß an die Gedenkfeier in der Staats- oper übernehmen alle deutschen Sender vom Reichssender Berlin ein Konzertdeskleinen Funkorchesters unter Leitung von Willi Steiner. Dieses Konzert wird durch Hörberichte und Reportagen etwa zu folgenden Zeiten unterbrochen werden: Gegen 12.45 Uhr Warsch der Fahnenkompanie zum Schloß. 13 Uhr Paradeaufstellung vor dem Schloß. Verleihung der Ehrenkreuze, 13.30 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal, 13.35 Uhr Beginn des Vorbeimarsches. Gegen 14 Uhr ist mit dem Ende der Kundgebung zu Verdunkelungs- und Lustschutz-Vottübung in Berlin. Berlin, 13. März. (DNB.) In Groß-B er- l i n findet am 19. März auf Anordnung des Re'chs- luftfahrtministers zwischen 22 und 24 Uhr eins große B erd unkelungs Übung statt, die in der ersten Stunde eingeischrankte Beleuchtung, in der zweiten vollständige Verdunkelung bringt. Am 20. März wird im Bezirk Kreuzberg eine Luftschutzvollübung durchgeführt die ernstfallmähigen Charakter trägt. Auf der Straße wie an den Fenstern sind Neugierige nicht zugelassen. Das Uebungsgebiet wird vollkommen ab gesperrt. Die Vollübung beginnt um 10 Uhr mit dem „Fliegeralarms der durch große Alarmgeräte ausgelöst wird. Der Verkehr wird stillgelegt, die Straßen werden freigemacht, dis Bevölkerung sucht Sammelschutzräume, Wohnhau- ser, Treppenhäuser, Keller usw. auf. Alle Fahrzeuge, die im Uebungsgebiet noch verkehren, halten in den Nebenstraßen. Die im Uebungsgebiet liegenden Schulen werden teils geschloffen, teils in ditz Uebung einbezogen. Dank des Reichelinnenministers. Reichsinnenminister Dr. Frick veröffentlicht fol- qende Danksagung: Zu meinem Geburtstag sind mir aus allen Kreisen der Bevölkerung vieleZeichen der Anhänglichkeit zugegangen, die Mich außerordentlich erfreut haben. Da es mir nicht möglich ist, allen denen, die meiner gedachten, persönlich zu danken, bitte ich sie, meinen Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. Der Reichshaushalt. Berlin. 13. März. (DNB.) Nach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums betrugen im o r den t- lichen Haushalt im Januar 1935 die Einnahmen (alle Angaben in Millionen Mark) 771,0 (695,9 im Dezember 1934) und die Ausgaben 622,6 (627,1); mithin ergibt sich für Januar 1935 t eine Mehreinnahme von 148,4 (68,8). Für den abgelaufenen Teil des Rechnungsiahres 1934 i errechnet sich eine Mehrausgabe von 50,7. Um die- . sen Betrag erhöht sich der aus dem Vorjahr über- i nommene Fehlbetrag auf 1847,4. Im außer- (ordentlichen Haushalt waren nur Aus« : gaben in Höhe von 0,4 (Dezember 1,4) zu ver- Berlin, 13. März. (DNB.) In althergebrachter Weise feierte der Architekten- und Jnge- nieurverein Berlin im Preußenhaus das Schinkel-Fest. Zu einem besonders feierlichen Akt gestaltete sich die Ueberreichung der Staats - preise und Schinkel-Plaketten durch Finanzminister Professor Dr. Popitz an den Regierungsbaumeister Hans Adolf Lott (Berlin) für seinen Entwurf zu einem Deutschen Volksmuseum; an den Regierungsbaufuhrer Gerhard Sommer (Breslau) an den Regierungsbaufuhrer Hans Baumann (Hamburg) für Entwürfe für eine Talsperre; und an den Reichsbahnbaufuhrer Claus Bernhard Han ff (Altona) für einen Entwurf zur Umgestaltung der Bahnanlagen bet Wunstorf und bei Minden. Darauf nahm Reichsleiter Alfred Rosenberg das Wort zu dem Festvortrag „Richtlinien für die Ausdehnung des deutschen Exports wirklich Opfer zu bringen. Das gilt für tue Elektrizitats- induftrie in besonders hohem Maße, da sie auf Grund ihrer allgemein anerkannten technischen und qualitativen Höchstleistungen die besten Aussichten hat, die Exporthindermsse zu überwinden. Die diesjährigen Abschlüsse der großen deutschen Elektrizitätskonzerne zeigen, daß sie dank der Der- I besserung ihrer finanziellen Lage und der erhöhten i Ausnützung ihrer Produktionskapizitat imstande . find die Bemühungen der Reichsregierung um eine Ausweitung des deutschen Exportniveaus kräftig zu . unterstützen. Das nationalwirtschaftliche Allgemein- : Interesse und das eigene Interesse an der Verteidigung ihrer weltwirtschaftlichen Position machen es ihnen in gleicher Weise zur Pflicht, alle ihre Kräfte für die Erreichung des Zieles einer Stärkung des deutschen Auslandgeschäfts einzusetzen. Kreislagswahlen in Dänemark. Mandatsgewinne der Deutschen in Nordschleswig. K o p e n h a g e n, 13. März (DNB.) Am Dienstag fanden in Dänemark Wahlen zu den Kreistagen statt. Die Bauernlinke hat im Vergleich zu der bisherigen Zusammensetzung der Kreistage insgesamt 40 und die Demokraten 18 Mandate verloren, Durch die Verluste der beiden Parteien haben die Sozialdemokraten 41 und die Konservativen 5 Mandate gewonnen. Sehr beachtlich ist das Abschneiden der Deutschen in Nordschleswig. Bisher hatten sie in den Kreistagen von Apenrade und Tondern je ein Mandat. In dem neuen Kreistag für Tondern werden sie jedoch über drei, in Apenrade über zwei und in Sonderburg über einen Vertreter verfügen. Die dänischen Nationalsozialisten haben fast überall eigene Listen aufgestellt, ihre Stimmzettel reichten jedoch nur in den Kreisen Tondern, Hadersleben und Apenrade zur Gewinnung von je einem Mandat aus. Den Erfolg der Deutschen in Nordschleswig nennt die dänische Presse ein ernstes Memento. „Ber- lingske Tidende" bezeichnet die Mandatsgewinnung der deutschen Liste als eine bedauerliche Tatsache. Die deutsche Agitation, so schreibt das Blatt, habe alle Mann mobil gemacht, wahrend aus dänischer Seite niederdrückend schwach gewählt worden sei. Das Ergebnis der Wahlen ermahne zu einer dänischen Revanche, die durch eine tatkräftige dänische Politik vorbereitet werden müsse. Das große Ziel der inneren Arbeit des Volks- i bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist erreicht: : der von ihm 1921 geschaffene und alljährlich durchgeführte Volkstrauertag zum Gedenken an i unsere Gefallenen ist von der Regierung Adolf Hitlers alsHeldengedenktagzumgesetz- lichen Staatsfeiertag erklärt worden und wird künftig am 5. Sonntag vor Ostern, Reminifzere, feierlich begangen werden. (Gesetz vom 27. Februar ^Mit einem Schlage ist Wirklichkeit geworden, was unter früheren Regierungen durchzusetzen nicht möglich war. Ja, damals konnte es der Volksbund nicht einmal erreichen, daß an diesem Tage im ganzen Reich die Lustbarkeiten verboten und die Flaggen auf Halbmast gesetzt wurden. Dieser Wandel aber ist Symbol für die Wiedergeburt heldischer Lebensauffassung im deutschen Volke. Bewußt und absichtlich hat der Volksbund diesen Tag des Gedenkens in das Frühjahr gelegt, und mit der Bestätigung des Tages hat die Regierung Adolf Hitlers den ihm zugrunde liegenden Gedanken als echt und wahr anerkannt: Wir wollen n i ch t h i l f l o s e K l a g e an diesem Tage. Wie draußen in der Natur neues Leben sich entfaltet, so wollen wir werken und wirken mit allen unseren Kräften, daß die heldische Saat des Opfers aufgeht und Frucht tragt. Em jedes Grab der zwei Millionen Toten ruft uns diese Verpflichtung zu. Vor einem jeden Grabe neigen wir uns in ehrfürchtiger Andacht und geloben- Euer Heldentod ist Euer heiligstes Vermächtnis Seht, es ist lebendig! Kraftvoll und stolz ist das Reich, für das Ihr Euch hingabt, aufer- standen. — „ _ ., . Kann es ein ergreifenderes äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Verpflichtung gegenüber unseren . Helden geben, als ihre Gräber zu hegen i und zu pflegen und über ihnen Mahnmale deutscher Art zu bauen, die bis in fernste 3ahr» hunderte von ihrem Opfermut zeugen? Das deutsche : Volk weiß es: der Volksbund Deutsche Kriegsgraber- i fürforqe ist am Werk. Vor Staat und Volk, vor l Regierung und Partei steht der Volksbund da als Ergebnislose Verhandlungen im Abessinienkonflitt London, 14. März. (DNB.) Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Addis Abeba meldet: Im italienisch-abessinischen Streit sei eine heikle Lage entstanden. Die seit zwei Wochen geführten Verhandlungen über die Frage einer neutralen Zone und Italiens Schadensersatzforderungen seien ergebnislos geblieben. Abessinien schiebe die Schuld auf Italien. Inzwischen dauerten die militärischen Vorbereitungen der Italiener in Afrika an. Es verlaute, die abessinische Regierung habe am Mittwochabend eine Note nach Rom gesandt, in der sie sich weigere, die italienischen Forderungen weiterhin zu erörtern, wenn es nicht vorher eine unparteiische Untersuchung gebe. In der Note werde eine eindeutige Antwort Italiens vertan g t, ob es den Streit schiedsrichterlich er. Entscheidung zu unterbreiten willig sei, wie dies in ö^r italienisch-abessinischen Vereinbarung vorgesehen sei. deutscher B aukultur". Schinkel fei einer jener umfassenden Künstler, die noch vor ber (Er» ftarrung der klassischen Form und vor der Nachahmung romanisch-gotischer Bildungen das i n einer Einheit darstellte, was war als die zwei Endpunkte des deutschen Strebens kennen: Klassik und Romantik. Schinkel sei nie von abstrakter Formenwelt und vom rem Technischen ausgegangen, sondern stets von einer ideellen Ganzheit. Gerade das mache ihn für uns so groß und lasse ihn uns so eng verwandt mit. allen echten Bestrebungen unserer Zeit er- cheinen. _,. . , . Zwischen das heroische Schaffen Schinkels und unsere Zeit schiebt sich die z e r s p l i 11 e r t e G eist i g k e i t des 19. Jahrhunderts, tn dem die Kunst zur Archäologie wurde, Künstler zu Kopisten und aus dem Berlin Schinkels ein großer Steinhaufen. Nach einem Wort Goethes bestehl Architektur nicht in Häuserbau, sondern in der G e * sinnung. Das 19. Jahrhundert hatte aber keine gemeinsame Gesinnung, daher konnte es keine Häuser, geschweige denn Städte bauen. Erst das revolutionäre Bekenntnis der Einheit von Leib und Seele, von Blut und Charakter konnte den Boden bereiten für eine neue deutsche Baukultur. Die Spielereien auf dem Gebiete der Baukunst sind vorbei? Wir wollen weder den Protz des 19. Jahrhunderts, noch die betonte Aermlichkeit des Dessauer Bauhauses, weil wir begriffen haben, daß Einfachheit nicht Aermlichkeit bedeutet und daß Protzentum nichts mit Monumentalität zu tun hat. Eine Weltanschauung wird ihrs Echtheit erst dann erweisen, wenn sie der ganzen deutschen Künstlerschaft eine einheitliche innere Haltung vermittelt, aus der ein neuer Lebensstil entsteht. Unser Glaube ist es, daß aus dieser Sehnsucht eine Ganzheit des de urschen Lebens wächst, mit der dann auch die Wiedergeburt einer großen deutschen Kunst verbunden ist. Diesem großen Ziel zu dienen, ist Ausgabe unseres Lebens. der Hüter unserer Helden st ätten daheim und in fremder Erde. Bald wird es wieder grünen und blühen über den Gräbern. Von Jahr zu Jahr sich mächtiger entfaltend, mit der Natur als besten Helferin, werden die Heldenhaine sich zusarnrnenschließen, in deren Schatten unsere Toten zur ewigen Ruhe gebettet sind. Im Geiste aber marschieren sie alle, alle mit uns in die deutsche Zukunft. Dr. Hallbaum, Berlin. Der Heldengedenttag im Rundfunk. llllllllllllllllllllllllTTTTTm M K ® 5 niiiiiiiiniiiitiiimiiii M MM WA W x ■p .......................b.'i.Ü........... ""........-............ """"............ - 2 - • : • M .■<<2 2 E M ^\pn ganz Deutschland, ist jetzt unsere GÜLDENRING zu haben! Sie brauchen, nicht mehr zu fürchten,, dass Sie vergebens, danach fragen. GULDENRING Stillt Qoßdmundstück, GÜLDENRING hat eine echte SMacedonentiMischung und wird durch die neueSropen -9hch,u vtg vollkommen frisch erhalten zeichnen, seit Veginn des Rechnungsjahres also insgesamt 9,6. Der im letzten Rechnungsjahr vorhandene Plusbestand von 14.2 verringert sich daher auf 4,6. Für beide Haushalte wird also für Ende Januar 1935 ein Fehlbetrag von 1842,8 ausgewiesen. Der Kassenbestand beträgt 173,0. Aus aller Wett. „Dir Jungen." — Line Veranstaltung der HI. in Warschau. Die Verhandlungen über die Austauschsendungen zwischen der Jugend Deutschlands und Polens find zu einem erfolgreichen Abschluß geführt worden. Die Eröffnung der Reihe der Austauschsendungen erfolgt am Sonntag, 2 4. M ä r z 1 9 3 5, in ber Zeit von 19.10 bis 19.45 Uhr durch eine SendungderHitlerjugend, die vom gesamten polnischen Rundfunk übertragen wird. Auf deutscher Seitz schließen sich der Deutschlandsender und mehrere Reichssender an. Die Sendung trägt den Titel „Wi r Jungen". Die Spielschar der Abteilung Rundfunk der Reichsjugendführung singt und spielt vor der polnischen Jugend in Warschau deutsche Volkslieder, Volks- tänze und Lieder unserer Zeit. Die deutsche Jugend wird diese Sendung an den Lautsprechern abhören. Kreuzer „Karlsruhe" auf großer Fahrt. Kreuzer „Karlsruhe" hat am Dienstag San Franzisko verlassen und seine Ausbildungsreise fortgesetzt. Als nächster Hafen wird Vancouver (Kanada) angelaufen, Familientag der Utsche. Rund 400 Mitglieder der im Siegerland und im Westerwald weit verbreiteten Familie Utsch versammelten sich in Eiserseld zu einem „Tag der Utsche". Im Verlauf der Feier wurde auch die Geschichte der Utsche vorgetragen, die sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen läßt. Um 1170 waren die Utsche als Ritter und Edle in Steiermark ansässig. Um 1600 wanderten sie nach Deutschland aus und machten sich in der Kurpfalz und im Siegerland seßhaft. Während in den Kreisen Altenkirchen und Siegen noch zahlreiche Vertreter der Familie wohnen, ist die Kurpfälzer Linie fast aus- Sestorben. Ihr bekanntester Vertreter war Johann tsch, der im Liede unsterblich gewordene „I ä - ger aus Kurpfalz", dem Kaiser Wilhelm 1913 auf den Entenpfuhl im Soonwald ein Denkmal setzen ließ. Feuersbrunst in einem ägyptischen Dorf. — Drei Tote, neun Schwerverletzte. In dem Dorfe Zankaloun in Unterägypten sind 600 Häuser durch ein großes Feuer zerstört worden. Dabei fanden drei Eingeborene den Tod, sieben Eingeborene und zwei Feuerwehrleute erlitten schwere Verletzungen. Der Schaden wird auf 8000 Pfund Sterling geschätzt. kommunistischer Funktionär wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der frühere kommunistische Funktionär Hans Julius Link in Chemnitz wurde wegen vollendeten Totschlages in zwei Fällen und versuchten Totschlages in drei Fällen zu insgesamt 15 Jahren Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre verurteilt. Der mitangeklagte frühere kommunistische Funktionär Max Viertel wurde freigesprochen. Beide Ange- Oie Vandalen, wie sie wirklich waren. Die Zerstörung einer Legende. Die Geschichte hat die Vandalen mit einem ausgesprochen schleckten Ruf bedacht. Ebenso wie die Hunnen, die unter Attilas Führung wie ein Sturmwind über Europa dahingebraust sind, galten die Vandalen als die Verkörperung barbarischer Zerstörungswut und sinnlosen Vernichtungsdranges. Dor allem wollte das katholische Abendland diesem ostgermanischen Dolksstamm, der dank G e i s e r i ch s überragender Persönlichkeit im 5. Jahrhundert von Nordafrika aus eine beherrschende Stellung im Ausstrahlungsgebiet des Mittelmeeres einnahm, niemals verzeihen, daß er nicht nur den Katholizismus in seinem Einflußbereich zurückgedrängt und die Lehre der Arianer oeroreitet hat, sondern daß er, wie behauptet wurde, das heilige Rom verbrannt und verwüstet habe. Entspricht dieses vernichtende Urteil der geschichtlichen Wirklichkeit oder entstand es aus einer Legende, die sich in den Köpfen der Menschen eingenistet hatte und die sich dort mit der Beharrlichkeit solcher Voreingenommenheiten über die Jahr- hunderte hinweg bis in die Gegenwart behauptet hat? Der französische Historiker E. F. Gautier, Professor an der Universität Algier, der Nordafrika wie seine Westentasche kennt, hat in einem soeben im Societätsverlag Frankfurt a. M. erschienenen Buch „Geiserich. König der Vandalen" die Spuren dieser so arg verleumdeten Ostgermanen auf ihrem Zuge von der ursprünglichen Heimat Jütland über die Ostsee durch das Gebiet der Oder zum heutigen Schlesien, von den ungarischen Ebenen über Mainz, Gallien nach Spanien und endlich nach Nordafrika verfolgt, wo Geiserich mit einer Armee von nur 16 000 Mann ein Land eroberte, das in der Achse von Tanger bis Karthago ungefähr 3000 Kilometer mißt. Die Ehrenrettung durch den Lateiner Gautier hat für die Geschichte der germanischen Völkerwanderung ein besonderes Gewicht und läßt die Vandalen in einem ganz neuartigem Licht erscheinen. Wir wissen, daß sie von allen germanischen Völkerschaften die Überzeugtesten und leidenschaftlichsten Arianer waren, während die „Irrlehre" des Arius von der katho- lifchen Kirche heftig bekämpft wurde. Dieser Gegen- satz, der in den beiden aroßen Gestalten des Heiligen A u g u st i n u s , der selber ein geborener Afrikaner war, und des weitsichtigen und tatkräftigen Staatsgründers Geiserich leibhaftige Gestalt annahm, hat auf den geschichtlichen Ruf der germanischen Eroberer Nordafrikas und der Bedränger des römischen Weltreiches starken Emslutz gehabt. Bereits alle zeitgenössischen Chronisten haben die Vandalen mit Beschimpfungen überschüttet. Man hat ihnen vorgeworfen, daß sie bei der Einnahme von Karthago, dem späteren Hauptsitz der gewaltigen kriegerischen Unternehmen der Vandalen, die furchtbarsten Verwüstungen angerichtet hätten. In Wirklichkeit haben diese Zerstörungen gar nicht statt- gefunden oder sind doch bedeutend übertrieben worden Ebensowenig haben die Vandalen Rom in Schutt und Asche gelegt. Natürlich erregte die Ein- nähme dieser Stadt damals ungeheures Aufsehen und die Berichte darüber sind außerordentlich verworren. Tatsache ist jedenfalls, daß Geiserich am 2. Juni 455 ohne Schwertstreich in Rom eingezogen ist, nachdem er mit seinem Heer das Mittelmeer überquert hatte. Gautier schreibt: Zwei Wochen ist er dort geblieben; wir können sein Tun und Lasten sehr gut verfolgen. Er hat kein Blutbad, keine Feuersbrünste, keine Der- Wüstungen angerichtet. Darin stimmen alle Quellen ungefähr überein. Eine sehr viel spätere Stelle aus dem 6. Jahrhundert erwähnt kurz zahlreiche, an Römern begangene Mordtaten. Einzig Enagrus spricht von einem Brand der ganzen Stadt, aber das ist ein offenbarer Unsinn ... Das Zeugnis des Pap st es Leo I. liefert den besten Beweis. Nach dem Tod des Kaisers Maximus war der Papst der einzige noch in Rom weilende offizielle Vertreter der Macht. Er ging Geiserich an das Tor der Stadt, zur Porta Portuensis, auf welche die Via Portu- ensis mündete, entgegen; er versicherte ihm, daß ihm kein Widerstand geleistet werden würde, er beschwor ihn, sich aller Gewalttätigkeiten zu enthalten; sein Einschreiten berichten die Chronisten, war von Ersolg gekrönt ... Das muß gesagt werden, denn die Vandalen haben in der öffentlichen Meinung noch immer den Ruf, vor allen anderen Barbaren einen besonderen Geschmack an der Zerstörung, eine ausgesprochene Zerstörungslust besesten zu haben. Die Erinnerung an die Einnahe von Rom hat vor allen Dingen diesen Rklf des Vandalismus genährt." klagten waren beschuldigt, am 7. Juli 1931 zwei SS.-Männer, Edgar Steinbach aus Chemnitz und Heinrich Gutzsche aus Mittweida, erschossen zu haben. Die Anklage lautete auf gemeinsam be- Senen Mord und Mordversuch. In dem Prozeß en fast 170 Zeugen und 3 Sachverständige vernommen. Schwere Bluttat in Schlesien. — Lin Polizeibeamter erschossen. In Groß-Wartenberg (Schlesien) erhielt der Gendarmeriehauptwachtmeister Melzig bei dem Versuch, einem übelbeleumdeten Burschen, dem 23 Jahre alten, schwer vorbestraften Paul Kozschiol, eine Schußwaffe abzunehmen, einen Schuß in den Kopf. Der Beamte erlag nach einer Stunde den schweren Verletzungen. Der Täter bemächtigte sich des Revolvers des Getroffenen und flüchtete. Po- lizei- und Zollbeamte haben sofort die Verfolgung des Mörders ausgenommen. Im Stradamer Walde bei Groß-Wartenberg wurde er von dem ihn verfolgenden Förster G r o s ch k e entdeckt. Als er auf den Förster anlegte, schoß ihn dieser nieder. Koz- schiol war sofort tot. Der ermordete Gendarmeriehauptwachtmeister hinterläßt vier unmündige Kinder. Er wurde von seinen Vorgesetzten als besonders pflichtbewußter und eifriger Beamter geschätzt. Familiendrama in Jtimes. — Vier Todesopfer. In Nimes hat sich die 40jährige Frau B o l ch a t mit ihren drei Töchtern im Alter von 18, 6 und 4 Jahren mit Gas vergiftet. Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Polizeiliche Nachforschungen ergaben, daß N a h r u n g s f o r g e n bte Un- glücklichen in den Tod getrieben haben. 24 lote bei einem Verkehrsunglück in China. Ber der chinesischen Stadt Lungtschu in der Pro- vinz Tschekiang fuhr auf einer Brücke em Kraft- omnibus in einen Demonstrationszug. Der Wagen durchbrach das Geländer und stürzte in den Fluß Heber 200 Personen fielen ins Wasser. Bisher sind 2 4 Tote geborgen worden. Unter ihnen befindet sich auch der Führer des Wagens. Schwere Schneestürme in Sibirien. — Vierzehn Züge steckengeblieben. In den letzten zwei Tagen haben starke Schneestürme den gesamten Eisenbahnverkehr auf den sibirischen Strecken lahmgelegt. Nicht weniger als 14 Züge blieben im Schnee stecken. 11000 Mann und 2000 Fuhrwerke wurde zur Hilfeleistung abkommandiert. Bisher konnten 6 Züge freigeschaufekt werden. Wetterbericht des Reichswellerdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Das skandinavische Hochdruckgebiet wird fortgesetzt von Tiefdruckwirbeln umwandert, die seinen langsamen Abbau herbeiführen. Immerhin beherrscht es noch die Witterung des europäischen Kontinents, wenn auch mit der herrschenden JDft- strömung zeitweilig etwas feuchte Luftmassen bis zu uns gelangen. Sie begünsttgen vor allem Dunstoder Nebelbildung, doch bleibt ttotzdem der trockene und heitere Witterungscharakter im wesentlichen noch erhalten. Aussichten für Freitag: Abgesehen von Dunst- oder Nebelbildung noch vielfach heiter, mittags ziemlich warm, östtiche Winde. Aussichten für Samstag: Teilweise nebelig, sonst aber noch vielfach heiteres Wetter. Lufttemperaturen am 13. März: mittags 8,8 Grad Celsius, abends 2 Grad; am 14. März: morgens —1,2 Grad. Maximum 9 Grad, Minimum —1,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends 1,8 Grad, am 14. März: morgens 0,9 Grad. — Sonnenscheindauer 8,6 Stunden. Wintersport. Schwarzwald. Feldbery: Heller, — 9 Grad, 185 cm Gefanllschneehöhe, gekörnt; Ski und Rodeln sehr gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Heiter, — 3 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lang^ für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigem Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodoq Kümmel. DA. II. 35: 11790. Druck und Verlags Prühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckereß R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zell ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig» im Alter von 52 Jahren 1.50 Mk. Btl. 55 Pf. 1484A Dose Rnv.75.ta.2tt Dose Bm. 140 194 D Drogerie, Kreuzplatz 10 JkDamenbart JtOgUlOlOr TT(6esldittiiaare) ru verkaufen. Zu u.al.läst,Haarew. 1479 D Gefest Großen-Linden, Sieben (Steinstrabe 62), den 13. März 1935. Die Trauerfeier findet Freitag, den 15. März, nachmittags 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Kranzspenden dankend verbeten. Ebus-Tec...... Pfefferminztee feinste Blattware. Kamillen, fränk. . ¥< Pfd. 55 Pf. Auch alle anderen Heükräuter kaufen Sie stets gut und frisch beim Fachmann Beim Bohnern sollst Du Dich nicht plagen. Nimml—— -----ist.Haarew. nur d die von mir zu verkaufen. Zu erfrag, in der Ge- schäftsst. d.G.A. Die Zeit des Frühlingserwachens ist die günstigste für eine durchgreifende Reinigung des Blutes. Führen Sie deshalb jetzt eine Kur durch. Meine Kräutertees werden Ihnen die besten Helfer sein. Richters Frühstückstee 1.00,1.80 und 2.25 Mk. Nachlässe so«,ßi- 20 v. S. erhalten 6te bei wiederholten Aul- nahmen einer «nreiae Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t Ewald Weil und Frau Willi Weil. Gestern mittag 12.30 Uhr wurde plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Susanne Weil, geb. Jäger im Alter von 49 Jahren durch den Tod von uns genommen. StdSU. ei'hotwwtetiuftiqui vu*dL 36Uuiew, Trcistellen. uwVwfaquuQ / stetsan MW Bohner. WL . tagen! J g angew.,einz.sich. Meth. unt. Gar imm.mitd.Wurz. 'chmer^l.entfernt Frau B. Gulden. Svrechstd. leden FreitagOießen, Hindenburgw.15 9-7 Ubr durcbg. L-ukrholungswerk . Professor Dr. Fritz Rong, Ordinarius für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Kiel hat einen Ruf als Nachfolger von Professor Caspar an die Universität Berlin erhalten. Professor Dr. Hans Mortensen, Ordinarius für Geographie an der Universität Freiburg irn Breisgau, hat den an ihn ergangenen Ruf auf den geographischen Lehrstuhl in Göttingen als Nachfolger von Professor Meinardus angenommen. Wrangel betrachtet zufrieden die saubere Han schrift und sagt: „Brav, mein Sohn, du schreib! wie 'n Buchdrucker. So, un nu dreh mal den Bogen um un schreib, wat ick dir diktiere!" Und Wrangel diktiert dem Unteroffizier sein Me- morandum für die Kaiser-Geburtstagsfeier: „Wieder ist mich die hohe Auszeichnung zuteil ... Der Unteroffizier schüttelt leise mit dem Kops. Also schreib: ,ist . wir .. / und denn weiter: ,ats Äeltester von die hier weilende Generalität ... Wieder ein KopsjchüUeln. „Wat wackelste denn, uni st Das letzte Mal hatte ich vor X Jahren auf so einem meterhohen „Gewitterbock" gesessen, als ich noch Schulgöre war und mich auf Besuch bei Tante Berta in Kleinpiepeneichen befand. Ob man denn auch heute noch radfahren kann, ob man nicht, kaum daß man oben fitzt, wieder herunterkegelt? Ach was, sagte ich mir, das beste ist doch, man verkauft das Rad. Es steht ja bloß im Wege, und was würden die Leute sagen, wenn ich radfahre und mich dabei scheußlich blamiere?______________ nalist in Nachkriegseuropa", übersetzt von Franz Arens; Fritz Schumachers" „Stufen des Lebens, Erinnerungen eines deutschen Baumeisters; Der deutsche Mensch: Mit Beiträgen von Naumann, Andreas, Feulner, Fricke, Rothacker; Karl Alexander von Müller: „Zwölf Historikerprofile", Aufsätze; Hermann Swoboda: „lieber den Umgang mit uns selbst", Ein Führer durch das Reich der Seele; Walter Zechlin: „Diplomatie und Diplomaten". Zeitschriften. — Staatsminister Dr. Hartnacke räumt in einem Aufsatz: „Der Anteil der geistig Schwachen am Volksganzen" im Märzheft der Monatsschrift „Volk und Rasse" (München, I. F. Lehmanns Verlag, Einzelheft 70 Pf.) mit der landläufigen Ansicht auf, daß die Hauptaufgabe bei der Durchführung der Gesetze zur Verhütung erbkranken Nachwuchses den Irrenanstalten zufällt. Daß positive Arbeit nötig ist, zeigen zwei weitere Beitrags dieses Heftes: „Rassendämmerung und ihre Meisterung als Schicksalsfrage der weißen Völker" von Prof. Dr. Karl Astel und „Zur Bedeutung der Bildung von Auslesegruppen unter züchterischen Gesichtspunkten für den Staat" von Dr. K. V. Müller. Besondere Bedeutung bekommt das Heft durch die Wiedergabe des neuen Erlasses des Neichskultusministers über Vererbungslehre und Rassenkunde im Unterricht, der ausführt, wie dev ; gesamte Unterricht, also auch Erdkunde, Geschichte, । Singen, Sport usw. im Sinne der Rassenkunds zu gestalten und zu beleben ist. hätte herunterleiern können ... Im Schloß aber findet ein Lakai auf den Fliesen des Vorzimmers einen weißen Bogen Papier. Er liest: „Euer Majestät, Allergnädigster Kaiser und Herr'" Eine Glückwunschadresse, denkt der Diener, sie muß mir aus der Mappe gefallen fern. Und eilig rafft er den Bogen auf, legt ihn in feine Mappe und bringt ihn mit einem dicken Stoß von Glückwunschschreiben dem Kaiser. Wilhelm I. blättert eine Weile in der Mappe, da fällt sein Blick auf ein Schriftstück seltsamen Inhalts' „Mein Schatz heißt Charlotte Ullrich, sie ist die Tochter des verstorbenen Bildhauers Ullrich, 22 Jahre alt und aus Berlin gebürtig. Franz Neumann, Unteroffizier im 1. Garde-Ulanen-Regiment. Der Kaiser lieft verwundert diese merkwürdige Mitteilung, wendet schließlich den Bogen um und findet Wrangels Memorandum mit allen leinen Strichen und Verbesserungen ... Am selben Tage bringt ein Flügeladjutant des Kaisers dem Kommandeur des 1. Garde-Ulanen- Reqiments den Befehl, „Bericht zu erstatten über Existenz, Führung und Privatverhaltnisie eines Unteroffiziers Franz Neumann, welcher einen Schatz namens Charlotte Ullrich habe." Der umgehend abqefanbte Rapport des Regiments lautet im wesentlichen dahin, „daß der betreffende Franz Neumann eine tadellose Führung habe, daß er den SRilitar» dienst zu verlassen gedenke und auf eine Zwilanstel- lung warte, um sich dann mit besagter Charlotte Ullrich zu verheiraten; daß aber bet der großen 2ln= zahl von Bewerbern um Zivilversorgungen er noch lange keine Aussicht habe, feinen Wunsch -.füllt zu Einige Wochen später erscheint auf dem Hebung«,. „Iah der Oarbe-Utanen der Regimentskommandeur und läßt sich den Unteroffizier Neumann oorfuhrem Unteroffizier Neumann, ich habe Ihnen etwas mit» zuteilen: Sie haben sich um eine Zivilanstellung beworben, weil Sie einen Schatz haben, der 22 Jahre alt, Tochter des verstorbenen Bildhauers Ullrich aus Berlin gebürtig ist. Süumü i&s?" Kopp? Wat haste jeschrieben? Von die Generalität? Mensch! Der Generalität muß es doch heißen. Und so geht es weiter. Nach einer halben Stunde steht das Memorandum sauber und makellos aus dem Papier. „So, mein Sohn", sagt Wrangel freundlich, „bet haste janz jut jernacht. Nur mit die Grammatik, da klappt es noch nich recht, Da ube dir man drin!" Damit ist der Unteroffizier entlassen. Am nächsten Vormittag verläßt Wrangel in strahlender Laune das königliche Schloß. Die Rede hat Austehen erregt, nicht ein Verstoß gegen tne kniff- lichen beiden Fälle war zu vermerken! Noch im Vorsaal hatte Wrangel sein im Helm verborgenes Memorandum durchgelesen, obschon er es un Schlafe Die Deutsche Gesellschaft für innere Medizin hält ihre 47. Tagung vom 25. bis 28. März in Wiesbaden unter dem Vorsitz von Professor Dr. Schott müller (Hamburg) ab. Der erste Tag ist gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung, der letzte Tag sieht eine gemeinsame Sitzung mit der Deutschen Gesellschaft für Bäder- und Klimakunde und der Gesellschaft für Rheumabekämpfung vor. Das wissenschaftliche Programm des Kongresses enthält u. a. folgende Referate: Aeronautisch-Medizinische Fragen; lieber das Sportherz; Die Bedeutung der Thoraco- cauftit bei Lungentuberkulose; Die Bedeutung spezifischer serologischer Reaktionen für Klinik und Praxis; Bioklimatik. Frühjahrserscheinungen der Deutschen Verlags-Anstalt. Wie im vergangenen Jahre hat die Stadtver- walving Gießen auch in diesem Winter, im Einvernehmen mit dem örtlichen Führer im Obstbau, die Nachwinterspritzung der Kern- und Steinobstbäume im Stadtgebiet durch arbeitslose Gärtner in die Wege geleitet. Die Maßnahme bezweckt einerseits die Förderung des einheimischen Obstbaues. Insbesondere soll diirch eine allgemein durchgeführte Spritzung eine verbilligte und im Gegensatz zu Einzelaktionen wirksamere Bekämpfung der an den Dbftbäumen überwinternden Schädlinge herbeigeführt werden. Bor allem sollen der immer stärker auftretende Apfelblattsauger und die Zwetschenschild- laus, die in den vergangenen Jahren eine leider viel zu wenig beachtete Schädigung unsrer einheimischen Dbftbäume hervorgerufen hatten, zurückgedrängt werden Aus der anderen Seite soll durch dieses Vorhaben arbeitslosen Gärtnern in der geschäftsstillen Zeit Arbeit und Brot verschafft werden! Mit dieser Zielsetzung ist diese Spritzaktion eine Teilmaßnahme in der Arbeits-und Erzeugungsschlacht 1935! Bei der großen Bedeutung, die gerade hier in Hessen auch dem Kleingartenbau für die Versorgung der Bevölkerung mit einheimischem Obst zukommt, ist dieses Vorhaben ganz besonders zu begrüßen. Im Kampf um die Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes kann auf feine Mitarbeit nicht verzichtet werden! Es muß einmal mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß sich jeder, der heute den Vorzug hat, ein Stück deutschen Bodens sein Eigen zu nennen, darüber klar sein muß, daß er die Verpflichtung hat, dieses nach besten Kräften zu bewirtschaften! Es ist nicht mehr angängig, wenn heute immer noch Feld- und Gartengrundstücke total vernachlässigt liegen, während mancher Volksgenosse Auf dem Gebiete der Schönen Literatur wird die Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart-Berlin demnächst folgende Werke veröffentlichen: Peter Bammy: „Kleine Weltlaterne", mit Zeichnun- qen von Olaf Gulbransson; Hanns Nickol: ,Der letzte Kadett", Erzählung; Ernst Wurm: "Seine Kraft war in ihm mächtig", ein Händel- toman; Hans Henning v. Grote: „Ein Ruf erging" der Roman Albert Leo Schlageters; Tania B 11 x e n : „Die Sintflut von Norderney" und andere seltsame Geschichten, aus dem Englischen übersetzt von Martin Lang; „Aus einem köstlichen Leben" Ausgewählte Briefe von Kurd von Sch l ö- , c r. Ferner wird das bekannte Buch des Dichters Waldemar Bo ns eis „Mario und die Tiere" in einer neuen billigen Ausgabe erscheinen. Weitere in Vorbereitung befindliche Werke: Baron Julius Evola: „Erhebung wider die moderne Welt", übersetzt von Friedrich Bauer; H. R. Bruce Loühart; „2lls Diplomat, Bankmann und >)our= Das Memoranvum. EineunbekannteGeschtchtevomaitenWrangel < on O. G Ioerster Die Zahl der Anekdoten von „Papa Wrangel" ist längst dreistellig. Die Geschichte die hier von dein gütigen und klugen Mann erzählt wird, fehlt in allen Anekdotensammlungen um Wränget. Am 21. März 1876 saß Wrangel voll Mieren Verdrusses in seinem Zimmer. Vor ihm lag ein Bogen Papier, den er mit fernen großen Schrift- züaen bedeckte. Aber wenn er einige Satze durchlas, geriet er im Zweifel. Hieß es nun: ..... und als Lstester von die Generalität - ober von der? -r\nc. Donnerwetter sollte die ganze Grammatik holen' SKorqen ist Kaisers Geburtstag, und Wrangel n/üb als ältester General in Berlin eine Geburts- halten. Das Memorandum aber BSfeas« C&onnanat Gesicht. „Hör mal, mein Sohn , fast er jreunona). -""'Mä; 'SW* " ■“S?M■*. -'"B-SVinS an den Tisch und schreib irgend wat! Der Unte Offizier setzt sich und betrachtet hilf schreib Papier. „Na/ los!" drängt Wraugeb „Nu sthreiv schon irjenb wat! Du haft sicher ooch nen todjas, wat?" Der Unteroffizier errötete. . . ft „Also, denn schreib mal uff, wie sie he^ß, und woher sie ist un denn deinen Nam , Neumann gehorcht und Übersicht nach Zwri Minuten dem Feldmarschall ein Schriftstück mck f 9 dem Wortlaut: „Mein Schatz heißt Charlotte Ull ch, sie ist die Tochter des verstorbenen Bildhauers rich, 22 Jahre alt und aus Berlln gebürtig, iV 3 Neumann, Unteroffizier im 1. Garde-Ulanen-R g Xi er- Ully. also Vorsicht! e. D. Oie Hitler-Jugend: gez. Heim,Bannführer. herausge- Umtausch 1935 auch Wer also Oie Deutsche Arbeitsfront: gez. Wagner, Kreiswalter. sere Unterstützung erhalten. Um nochmals jedem Gelegenheit zu geben, sich Die vom Zentral-Berufsbildungsamt oebenen Berufsausweise werden durch bei den Arbeitsämtern eingezogen. Durch Anordnung fallen ab 1. April Morgen Freitag, den 15. März, findet um 20,30 llhr im Lase Leib zu Gießen die Eröffnungskundgebung des T.ReichsberusswettkampfeS statt. - Es sprechen: der stellvertretende Gebietsführer Oberbannführer Erich Seiffert, Wiesbaden, sowie der Kreiswalter der OAI. pg. Wagner, Gießen. einstellen können, dürfen nur durch das Zentral- Berufsbildungsamt in Berlin vorgenommen werden. Um eine statistische Feststellung über Neueinstellungen von Lehrlingen vornehmen zu können, ind sämtliche Gau-Berufsbildungsämter verpflichtet, bis spätestens 15. April 1935 zu melden, wieviel Neueinstellungen von Lehrlingen (Kellner, Köche usw.) im Gaststättengewerbe in den einzelnen Gauen vorgenommen wurden. Die ausgefüllten Stammrollenscheine aller Kreis- und Gau-Berufsbildungsämter sind spätestens am 31. Mai 1935 an das Zentral-Berufsbildungsamt einzusenden. Wir bitten die Betriebsführer und Lehrmeister, in dieser Hinsicht die Berufsbildungsämter, vor allem bei der Ausfüllung der Stammrollenscheine, bestens unterstützen zu wollen. Wirtschaftsgruppe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes Der stellv. Leiter: Gez.: R. Schöpwinkel. Zentral-Berufsbildungsamt für das deutsche Gaststättengewerbe. Der Leiter: Gez.: L. M e tz l e r. Jugendamt der DAF. I. A.: Gez.: K. A k e m a n n. Oie Deutsche Arbeitsfront. Kreisbetriebsgerneinschaft Handel 17. Fachgruppe Gaststättengewerbe Kreisberufsbildungsamt. Betr. Arbeitsbuch im Gaststättengewerbe. Hierzu gibt das Kreis-Berufsbildungsamt des deutschen Gaststättengewerbes folgendes bekannt: Laut Beschluß des Reichskabinetts vom 26. Februar 1935 wird die Einführung eines Arbeitsbuches (durch das ein einheitlicher, amtlicher Ausweis über die Berufsausbildung und die berufliche Entwicklung der Arbeiter und Angestellten geschaffen wird) ab 1. April 1935 bestimmt. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Handel, Fachgruppe Gaststättengewerbe, hat zur Klärung über die Einführung des Arbeitsbuches die sofortige Verhandlung mit dem Reichsarbeitsministerium und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung ausgenommen, wobei folgende Vereinbarungen getroffen wurden: Ab 1. April 1935 werden durch die Berufsbildungsämter des deutschen Gaststättengewerbes keine Berufsausweise mehr ausgestellt. Die ausgestellten Berufsausweise behalten ihre volle Gültigkeit. Das neue Arbeitsbuch wird durch die Arbeitsämter vorzugsweise gegen Umtausch der Berufs- bzw. Betätigungsausweise ausgestellt. Wer also bis jetzt noch nicht im Besitz des Berufs- bzw. Beschäftigungsausweis ist, muß dafür sorgen, daß er im Laufe dieses Monats seinen Ausweis erhält. Es wurde vereinbart, daß zwischen den zuständigen Arbeitsämtern und den Berufsbildungsämtern der Fachgruppe Gaststättengewerbe bei der Einführung des Arbeitsbuches auf das engste zusammengearbeitet wird, damit die Uebergabe des Arbeitsbuches nicht an Berufsfremde erfolgt. Zwecks Teilnahme an der Heldengedenkfeier des Regiments versammeln sich die Mitglieder der Ortsgruppe Sonntag, 17. März, vormittags 8.45 Uhr, auf dem Oswaldsgarten. Vollzähliges Erscheinen erwünscht. Dunkler Anzug. Der Obmann: M ö l l. Chorleiterkurse in Hessen. Der NS.-Lehrerbund, Fachschaft Musik, teilt mit: Der Gau XII des Deutschen Sängerbundes veranstaltet in der Zeit vom 23. März bis 7. April in verschiedenen Orten des Gaugebiets Chorleiterkurse, die jeweils IV» Tage dauern, von Samstags nachmittags bis Sonntags m den Abendstunden. Erstmalig sollen in diesen Kursen außer den praktischen Fragen der Chorleitung und Schulmusik auch Gemeinschaftssingen und offene Singstunde behandelt werden. Mit Absicht wurden größere Städte ausgeschaltet, um den Bedürfnissen auf dem flachen sämliche Berufseignungsprüfungen fort. keinen Berufsausweis, oder eine Eignungsprüfung noch nicht abgelegt hat, hat keinen Anspruch auf ein Arbeitsbuch als qualifizierter Facharbeiter im Gaststättengewerbe. Wir werden auch mit aller Strenge darüber wachen, daß diejenigen, die bis jetzt unsere Anordnungen betr. Eignungsprüfung und Berufsausweis sabotiert haben, keinesfalls un- Oeffeutliche Kundgebung aus Anlaß der Eröffnung des 2. Reichsberufswettkampfes 1935 Am Sonntag fand im Gefolgschaftsheim. der Gefolgschaft 4/116 in der Heil- und Pflogeanstalt eine Führertagung statt. Es waren wieder einmal wichtige Dinge zu erledigen, in deren Mittelpunkt vor allen Dingen der Reichsberufswettkampf und die im Sommer zur Durchführung kommenden Zeltlager standen. Der Gefolgschaftsführer ließ sich zuerst einen Bericht über die Arbeit der einzelnen Scharen geben und ermahnte die Führerschaft, weitere äußerste Disziplin sowie einwandfreie dienstliche Haltung zu wahren. Sodann wurden die Fra- aen über die Sommerzeltlager aufgerollt. Der Gefolgschaftsführer gab bekannt, daß im Sommer jeder Junggenosse ohne Ausnahme 14 Tage m einem großen Zeltlager zu verbringen hat, in einem Lager draußen in der Natur, unter Kameraden, bei gesundem Sport, fernab von aller Arbeit des Alltags. Eine finanzielle Stütze dieses Sommerzeltlagers soll ein Sparkonto fein, das neu zu um diesen Ausweis zu bemühen, weisen wir darauf hin, daß in Gießen letzmalig am 22. Marz 1935 und in Bad-Nauheim am_25. März 1935 Berufseignungsprüfungen für Servierfräuleins unter den bekannten Bedingungen abgehalten werden. Soweit wir informiert find, mirb das Arbeitsbuch im Gaststättengewerbe als erstes eingeführt. Das Arbeitsbuch selbst dient zum Schutz des Berufes und zur Bekämpfung von Schwarzarbeitern und Berufsfremden. Betriebsführer, die nach Einführung des Arbeitsbuches Gefolgschaftsleute ohne Arbeitsbuch beschäftigen, werden mit Gefängnis und hohen Geldstrafen belegt. Achtung! Lehrlingseinstellung im deutschen Gaststättengewerbe. Auf Grund verschiedener Anfragen betr. Lehrlingseinstellung geben wir nochmals folgendes bekannt: , , , Sämtliche Kellner- und Kochlehrlmgsvertrage (auch die der weiblichen Lehrlinge) können nur durch das zuständige Berufsbildungsamt abgeschlossen werden. Anträge auf Einstellung von Lehrlingen, sowie Auskünfte erteilen die Berufsbildungsämter. Vor Abschluß eines Lehrvertrages hat der Antragsteller eine Berufseignüngsprüfung vor der zuständigen Dienststelle auf Anordnung des Berufsbildungsamtes abzulegen, hierfür gelten die Ausführungsbestimmungen des Zentral-Berufsbildungsamtes und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung. Für das gesamte Reichsgebiet, einschließlich Danzig, gilt der Lehrvertrag, herausgegeben vom Zentral-Berufs- biloungsamt für das deutsche Gaststättengewerbe. Aenderungen in diesem Vertrag sind strengstens untersagt. Die uns bekannten Fälle werden durch die Dienststellen der DAF. verfolgt. Aenderungen in speziellen Notfällen, die sich im Laufe des Vertrages Ich schwankte in meinen Entschlüssen hin und her. Ob man nicht doch mal ein ganz klein bißchen versucht, von der einen Ecke zur anderen zu fahren? Hier in unserer verkehrsarmen Straße könnte ein solcher Versuch doch kaum mit Gefahren verknüpft sein. Endlich hatte ich mich zu einem Entschluß durchgerungen. Ich nahm mein Fahrrad unter den Arm, trug es vorsichtig die Treppen hinunter und versuchte dann, auf der Straße aufzusteigen. „Wenn jetzt jemand kommt, der dich kennt, versinkst du glatt in die Erde", sagte ich mir. Fünfmal sah ich mich um; denn ich wünschte keine Zeugen bei meinem sensationellen Start ins Ungewisse. Ich gab mir einen Ruck, schwang mich in den Sattel und setzte die Pedale in Bewegung, in der Erwartung, daß im nächsten Augenblick der „Kahn umkippt"; aber er kippte nicht. Es ging. Ein bißchen wacklig zwar, doch es ging. Ich bekam Respekt vor mir. Mein Selbstgefühl wuchs beträchtlich. Man sitzt sowieso zuviel in der Stube, sagte ich mir, ein bißchen Bewegung kann durchaus nichts schaden; und so radelte ich von einer Straßenecke zur anderen, immer geradeaus; denn einen Bogen zu fahren, umzulenken, dazu fehlte mir vorläufig auch mit Rücksicht darauf, daß die Bienen die De« ruchtung in den Blüten unserer Obstbaume be» argen. Besonders werden die Schulen gebeten, dir Jugend im Sinne des Naturschutzes zu erziehen uns vor dem Abreißen und Abschneiden von Bluten» kätzchen zu warnen. Oie evangelische Bewegung in Oesterreich. Die Ortsgruppe Gießen des Evangelischen Dun» des versammelte gestern ihre Mitglieder und eine Reihe von Gästen zu einem Bundesabend im Saale der JohanneskirA. Nachdem der Leiter der Orts» gruppe, Pfarrer Trapp, die gutbesuchte Versammlung mit Begrüßungsworten eröffnet hatte, folgte der gemeinsame Gesang eines Chorals. Anschließend sprach Pfarrer K n a b aus St. Goarshausen über das Thema „Die evangelische Bewegung in Oesterreich". Nach einigen allgemeinen Betrachtungen über mancherlei Zeitfragen des evangelischen Volkes berichtete der Vortragende aus eigener Kenntnis der Verhältnisse, aus Briefen und Gemeindeblättern über die Lage und den schweren Kampf der evangelischen Kirche in Oesterreich. Aus seinen Berichten ging hervor, daß die Machthaber des gegenwärtigen politischen Systems in Oesterreich den evangelischen Bevölkerungsteil Oesterreichs in schwerster Weise bedrücken und die freie Entfaltung der evangelisch-kirchlichen Bewegung möglichst weitgehend zu unterbinden suchen. Der Redner erklärte, daß heute in Oesterreich eine ausgesprochene Gegenreformation im Gange sei, aber auch die Los-von- Rom-Bewegung allen Hemmungen, Bedrückungen, ja Terrors' zum Trotz Boden gewinne. Als Ziel des Kampfes bezeichnete der Redner das Bestreben des katholischen Klerus und der Machthaber des jetzigen politischen Systems in Oesterreich, die dortige evangelische Bevölkerung mit allen Mitteln zur römisch-katholischen Kirche und damit unter die Herrschaft des Papsttums zurückzubringen, während auf der anderen Seite die evangelische Kirche sich bemühe, nach besten Kräften den Bestrebungen der Gegenseite entgegenzuwirken und darüber hinaus für den Protestantismus neuen Lebens- und Schaf» Jk Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung Ortsgruppe Gießen. AS.-Gemeinschast,/Krast durch Freude" Aufführung der Neunten Sinfonie am 30. April. Alle Sänger und Sängerinnen (solche, die sich gemeldet haben und solche, die sich noch nicht gemeldet haben), die bei der Ausführung der Neunten Sinfonie am 30. April Mitwirken, werden für Freitag, 15. März, 20.15 Uhr, zur ersten Probe in dem großen Hörsaal der Universität, 1. Stock, gebeten. * Das Stadttheater Gießen führt auf Anraten des Reichsdramaturgen im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda die Nachkriegstragödie von S. Graffs „Die Heimkehr des Matthias Bruck" am Heldengedenktag, Sonntag, 17. März, auf. Der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat das Stadttheater für diesen Tag besonders günstige Preise gewährt, und zwar sind die Preise von 0,60 bis 1,20 Mark (2. Rang 1. Reihe bis 1. Sperrsitz Reihe 1 und 2). Sonntag, 24. März, das Lustspiel „Frischer Wind aus Kanada". Preise der Plätze von 0,60 bis 1,30 Mark. Die Karten sind auf unserer Geschäftsstelle abzuholen. f noch der Mut. ! So fing's an. Es blieb nicht bei diesem Fünf- Minuten-Ausflug. Er hatte mir bereits großen Spaß gemacht, und so ging's am Sonntag darauf richtig los. Zwei Stunden lang tummelte ich mein Stahlrößlein, warf mich dann ins grüne Moos und blickte in die im Sonnenschein glänzenden Baumwipfel. Wie herrlich ist es doch, sich so lang ausstrecken zu können, und die Ruhe hier im Walde. Kein Stadtlärm, kein ewig nörgelnder Bürovorsteher, nur oben in den Zweigen piept und trillert es. Sonst herrscht Ruhe, wundervolle, nervenstärkende Ruhe. Ich freue mich, daß ich hier so liegen kann und mir niemand die Ohren vollsäuselt. Die Stadt ist weit weg, ich liege hier im Moos und stehe nicht mehr auf, vorläufig jedenfalls nicht. Es ist zu schön, so zu dösen und an nichts zu denken. — „Bitte, Fräulein, schreiben Sie." — Ich hörte die knarrende Stimme des Bürovorstehers. Montag wieder, dachte ich, heute nicht. Heute bin ich mit meinem Fahrrad hinaus ins Freie geradelt, heute gehöre ich mir selber, heute bin ich für niemand zu sprechen. Ich denke darüber nach, was die anderen jetzt wohl machen würden. Vielleicht sind sie beim Tanztee, beim Flirt, bei irgendeiner Modenschau. Vielleicht sind sie gerade dabei, sich zu verschönern. Puder, Lippenstift, wichtige Dinge — gewesen. Wozu das alles. Es ist ja so unwichtig. Wie konnte man nur daran Gefallen finden! Warum ist man noch nie hinausgxfahren? Mit der Eisenbahn, das ist ja wohl nicht das richtige; aber so, wie ich jetzt, mit dem Fahrrad, ja, das ist schon eine Sache! Ein Käfer krabbelt mir übers Gesicht. „Beeil dich, du, sonst puste ich dich weg!" Mit sanftem Brummerton fliegt er davon. Hoch oben in den Zweigen gibt ein Vöglein ein Solo zum Besten. Ein Solo für mich. Ruhe und Sonne um mich her. Weiße Wölkchen über den Bäumen. So liege ich hier im Wald und träume ... Und der Sommer verging, und der Herbst zog ein. Ich hatte ihn noch nie so erlebt, wie jetzt, wo ich Radfahrerin geworden war. All die bunten, leuchtenden Farben, in denen die Blätter der Laubbäume im Herbstsonnenschein glänzten, hatte ich vorher nie gesehen. Erst durch mein Fahrrad, das mich treu und brav aus dem Stadtlärm hinaus in den Wald trug, waren mir diese Schönheiten des Herbstwaldes voll zum Bewußtsein gekommen. Und dann zog der Winter ein. Es war kalt und die Straßen oftmals schmutzig; aber meine Sonn- tags-Vormittags-Fahrten ließ ich mir auch im Winter nicht nehmen. Ich hatte nur noch ein mitleidiges Lächeln für die, die am Sonntag in der Stube hocken oder — wie ich früher selber — bis mittags im Bett liegen und dann mit einem dicken Oelkopf aufstehen. Das war einmal. Jetzt wird nur noch frische Luft genossen, in jeder freien Minute. Ein ganz anderer Mensch bin ich geworden. Durch mein „Eisen-Pony" habe ich die Natur kennen und lieben gelernt. Ich muß manchmal lächeln, wenn ich an meine frühere Abneigung gegen das Radfahren denke. Und eins weiß ich ganz bestimmt: Wenn ich mal heirate, kommt nur ein „Wettesauser" in Frage; lich wäre. Orge.bau- und Gtockensachverftändiger ELP. Nachdem der Pfarrer Theodor Wißmül- ler zu Nieder-Beerbach bei Darmstadt vor einiger Zeit zum ehrenamtlichen Orgelbausachverständigen der Evangelischen Landeskirche Nassau Hessen ernannt worden ist, hat ihn Landesbischo Lic. Dr. Dietrich nunmehr auch zum ehrenamt lichen Glockensachverständigen der Landeskirche er nannt. Bei allen Orgelbauvorhaben und Neubeschaf- sungen von Glocken ist Pfarrer W i ß m ü 11 e r frühzeitig zu benachrichtigen und sein Rat nachzusuchen. Schonet die Blütenkätzchen!! Jedes Frühjahr muß der Naturfreund zu seinem Schmerz beobachten, daß die Blütenkätzchen der Salweide (Palmkätzchen), der Aspe und anderer Pappeln, der Hasel und der Erle, besonders in der Nahe der Stadt, rücksichtslos abgerissen ober auch abgeschnitten werden, und der Vorübergehende, der sich gerne über diese ersten Boten des Frühlings freuen möchte, trifft vielfach heruntergeschlitzte Aeste und förmliche Ruinen der Sträucher und Bäume an. Jeder, der sich versucht fühlt, sich an diesen Kätzchen zu vergreisen, sollte daran denken, daß er seinen Nebenmenschen etwas wegnimmt, daß er die Natur schändet und das Landschaftsbild verunstaltet. Dazu kommt, daß der Blütenstaub dieser Kätzchen zu der ersten Nahrung der Bienen gehört und daß der Bienenzüchter gerade diese Bienenweide besonders hoch einschätzt. In einer Zeit, in der wir uns bemühen, die Dolksernährung aus dem Ertrag des eigenen Landes sicherzustellen, muß auch an diesen wirtschaftlichen Gesichtspunkt gedacht werden. Denn die Bienenzucht ist von großer Wichtigkeit, nicht bloß wegen der Erzeugung des Honigs, sondern ensraum zu gewinnen. Durch die politische Spannung zwischen dem Reich und Oesterreich sei in den Kampf der beiden Kirchen eine starke politische Note hineingetragen worden, da alle führenden Stellen in Oesterreich dem neuen Deutschland mit ausgesprochener Feindschaft gegen- überstünden, die evangelische österreichische Bevölkerung aber gerade im Dritten Reich nicht nur den einzigen, festen Rückhalt für den Protestantismus ehe, sondern im Deutschland Adolf Hitlers auch die Zewähr für die Erhaltung des unverfälschten beut- chen Volkstums erblicke. Daraus ergebe sich in Oesterreich eine Kampflage, bei ber bas evangelische Volk unb mit ihm alle deutschbewußten Menschen unenblich schwere Leiben zu ertragen hätten, von benen ber Vortragenbe aus Briefen unb Gemeinde- blättern, wie auch aus eigenen Erlebnissen zahlreiche Ausschnitte mitteilte. Er forberte am Schlüsse seines Vortrages zu einigem Zusammenstehen bes evangelischen Volkes auf, um dadurch unb burch an« bauernbe Opfer bie beutsche Kirche in Oesterreich zu stärken in ihrem schweren Ringen für ben Protestantismus unb für bas Deutschtum überhaupt. Mit Choralgesang, einem kurzen Schlußwort von Pfarrer Trapp unb mit dem Segen bes Herrn fanb ber Abenb seinen Abschluß. Moden- und Schmuckschau. Die Deutsche Mobc-, Industrie- unb Markenartikelwerbung veranstaltete gestern im Caf6 Amend eine Modenschau, bie sich eines starken Interesses erfreute. Die Schau ist als eine Werbeschau für ben Einzelhanbel gedacht. Eingeleitet würbe sie burch bie Vorführung von Morgenröcken unb Morgenkleibern, bie burch ihre Derschiebenartigkeit ber Gestaltung auffielen unb guten Geschmack verrieten. Hauskleiber in praktischen Formen unb Farben fanden sodann viel Beachtung. Man sah ferner eine Reihe von handgearbeiteten Pullovern, deren Modelle manche Anregung zu eigenem Schaffen gaben. Die Vorführung brachte außerdem eine Fülle von Nachmittagskleidern aus bedruckten Stoffen, die in geschmackvoller Weise Verwendung gesunden hatten. Außerordentliche Wirkungen wurden, ohne übermäßig großen Aufwand an Material, mit den Abendkleidern erreicht. Sehr gut gefielen die schönen luftigen Sommerkleider, die durch ihre einfachen Formen sicherlich bei mancher Frau lebhafte Wünsche wachgerufen haben mögen. Den Abschluß der Modenschau bildete die Vorführung von vielen bunten, zum Teil sehr originellen Strandanzügen, Strandkleidern, Strandkomplets, von Kostümen für den Tennis-, den Ruder- und den Segelsport. Eine Bereicherung erfuhr die Schau durch eine in ihrer Form sehr geschickte Vorführung von Schmucksachen der Gemeinschaftswerbung der deutschen Edelmetall- und Schmuckwaren-Jndustrie. Im Zusammenhang mit den Vorführungen wurde auch auf Erzeugnisse der Waschmittel-, ber Nähmaschinen- Jnbustrie unb ber Jnbustrie ber Schönheitspflege hingewiesen. Eine Ansagerin gab zu allem kurzgefaßte Erklärungen unb förberte bamit bas Ser» stänbnis unb bie Kenntnis für alle gezeigten Dinge. Die Hauskapelle im Cafe Amend begleitete bie Vorführungen mit bezenter Musik unb trug so ihr Teil zum Gelingen ber unterhaltsamen Veranstaltung bei. Gießener Wochenniarktpreise. * Gießen, 14. März. Aus bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, bas Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25, Birnen 15, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 60 bis 70, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 18 bis 20, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf. Bornotijen. — Tageskalender f ü r Donnerstag: NS.-Frauensckaft, Ortsgruppe GießenNord, 20.30 Uhr, im Cafö Ebel, Ortsgruppenabend. — Stadttheater (Deutsche Bühne), 20 bis 23 Uhr „Salambo". । — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Brand in der Oper". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg, „Zwischen Himmel und Erde". — Verein Creditreform, 17 Uhr, ' in der Geschäftsstelle, Generalversammlung. — : Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen, Ortsgruppe Gießen, 20 Uhr, in der Gastwirtschaft Boi- ' ler, Lichtbildervortrag. — Frühjahrs-Modenschau, I 16 bis 20.30 Uhr, im Cafe Amend. — Oberhessi» i scher Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 • bis 17 Uhr, 3. Jahresausstellung. . — Stadttheater Gießen: Heute Abenb 1 geschlossene Vorstellung für die NS.-KulturgemeindH Lande Rechnung zu tragen. Am 23. unb 24. März inNidda, Ingelheim, Groß-Bieberau, Höchst i. £)., Waldmichelbach, am 30. und 31. März in Vilbel, Osthofen, Groß-Gerau, am 6. und 7. April in A l s- feld, Bürstadt, Ober-Roden. Es wird vorausgesetzt, daß die Teilnehmer den ihrem Wohnort nachst- gelegenen Schulungsort besuchen. Den Teilnehmern wird eine teilweise Vergütung ihrer Auslagen gewährt. Näheres ist bei den Kreissachberatern für Musik im NSLB. zu erfragen. Meldungen müssen bis zum 15. März über den Kreissachberater für Musik an die Gaugeschäftsstelle des Deutschen Sängerbundes, Darmstadt, Stadthaus, Zimmer 70, erfolgt sein. Iührertagung der Gefolgschaft 4/116 der HZ. richten sei. Es wurden dann weiter ber Dienst für die kommende Woche durchgesprochen und die Vorbereitungen für den Reichsberufswettkampf getroffen. Geaen Ende der Führertagung sprach nochmals der Gefolgschaftsführer. Er ermahnte die Führer, weiterhin in ehrlicher Mitarbeit der Aufbauarbeit der HI. zu dienen, immer aber den Junggenossen Vorbild zu fein. Wir wollen, so führte der Gefolgschaftsführer aus, alle freie Zeit, die uns zur Verfügung steht, hingeben für die Arbeit in der HI., damit wir eine Jugend formen und erziehen können, auf die unser Führer stolz fein kann. Wir wollen uns gegenseitig ein Vertrauen entgegenbringen, das die Garantie einer unbedingten Kameradschaft bildet. So wollen wir weiter für unseren Führer arbeiten und ihm durch unfere selbstverständliche und ganze Einsatzbereitschaft danken. Mit bem Lied der Jugend und dem „Sieg-Heil" auf den Führer fand die Gefolgfchaftsführertagung ihr Ende. Stiftung für die Stadtkirche. Von einem unbekannten Spender wurde den Pfarrern der Matthäus- und der Markusgemeinde eine Spende von 500 Mark zur Ausschmückung der Stadtkirche überwiesen. Mit Hilfe dieser dankbar begrüßten, vorbildlichen Stiftung war es möglich, für den Altarraum einen neuen Teppich anzu- schafsen, der eine erfreuliche Verschönerung des Altarraums gebracht hat. Der Frauenverein der Matthäusgemeinde legte zu den Beschaffungskosten für diesen Teppich einen Betrag hinzu, außerdem stiftete der Frauenverein noch einen neuen Altarbelag, zwei silberne Vasen und vier neue Liedtafeln. Die Vasen stellen eine handgetriebene Arbeit einer Werkstatt in Schwäbisch-Gemünd dar, sie wurden durch Juwelier Karl Noll von hier geliefert und tragen die Widmung „Gestiftet vom Frauenverein der Matthäusgemeinde 1935". Mit Hilfe der neuen Liedtafeln wird es nun möglich fein, daß die Gemeinde beim liturgischen Gottesdienst jederzeit selbst sieht, welches Lied und welcher Vers in der Reihenfolge der Liturgie gesungen werden, ohne daß die bisherige Ankündigung durch den Geistlichen, die immer im gewissen Maße störend wirkte, erforder- Amtsverkündigungsblatt für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen Nr. 12 Erscheint Dienstag und Freitag. IS.März Aur durch die Post zu beziehen. 1935 Inhaltsübersicht. Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung im Kreise Gießen im Jahre 1935. — Untersuchung ausländischer Trockenhäute aus Milzbrand. — Polizeiverordnung über die Ausführung von Arbeiten an den Gas- und Wasserrohrleitungen des Städtischen Gas- und Wasserwerks Gießen sowie an den Anschlußleitungen. — Militärische Schießübungen. — Dienstnachrichten. Bekanntmachung, betreffend die 7Naß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Racheichung im kreise Gießen im Jahre 1935. Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich vorgeschriebene Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte (das sind Längen- und Flüssigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 kg) soll im Kreise Gießen demnächst beginnen und nach dem untenstehenden Rundreiseplan durchgeführt werden. Jeder Besitzer eichpflichtiger Gegenstände, soweit er namhaft gemacht worden ist, erhält durch das Eichamt eine Aufforderung zur Nacheichung, worin Tag und Tageszeit der Einlieferung angegeben ist. Die Einhaltung des Eichtermins ist zur raschen Abwickelung der Eichgeschäfte dringend erforderlich. Interessenten, die keine Aufforderung erhalten, sind ebenfalls verpflichtet, ihre eichpflichtigen Gegenstände zum obengenannten Zeitpunkte zur Nacheichung vorzulegen. Die Gegenstände sind gehörig hergerichtet und gereinigt zu der auf dem Aufsorderungszettel festgesetzten Zeit einzuliefern. Sind Reparaturen an Waagen nötig, so empfehlen wir, solche von einem zuverlässigen Fachmanne, tunlichst unter vorheriger Preisvereinbarung ausführen zu lassen. Die Auftragserteilung für die Reparatur ist Sache des Besitzers. Die Eichbeamten haben damit nichts zu tun, und die Waagenreparaturschlosser sind nicht Beauftragte der Eichbehörde, sondern private Gewerbetreibende. Die Neigungswaagen, Schaltgewichtswaagen sowie solche Gegenstände, die wegen ihrer Größe oder Befestigung am Aufstellungsort oder ähnlichen Gründen nicht eingeliefert werden können, werden auf besonderen Antrag am Standort des Gegenstandes nachgeeicht. Eichungen, die nm Aufstellungsort der Gegenstände stattfinden sollen, sind während der Eichtage beim Eichamt zu beantragen, widrigenfalls der nicht ermäßigte Mindestgebührenzuschlag (5,— RM.) in Ansatz gebracht wird. Es empfiehlt sich, daß die Bürgermeistereien den Beginn der Eichtage in ortsüblicher Weise bekanntgeben lassen und kurz vorher nochmals darauf Hinweisen. Eine Benachrichtigung betreffs Tag, Tageszeit und Anzahl der je Tag abzufertigenden Interessenten wird den Bürgermeistereien durch das Eichamt Gießen rechtzeitig zugehen. Zur Durchführung der Nacheichung werden örtliche Eichtage in nachstehender Reihenfolge abgehalten: Vom hessischen Eichamt Gießen aus: am 8. April in Lollar, zugleich für Ruttershausen, Staufenberg, Mainzlar, Daubringen. „ 24. April in Treis an der Lumda. „ 25. April in Allendorf an der Lumda, zugleich für Climbach. „ 6. Mai in Londorf, zugleich für Allertshausen, Kesselbach, Odenhausen, Geilshausen, Rüddingshausen, Weitershain. „ 8. Juli in Grünberg, zugleich für Lauter, Stangenrod, Lumda, Beltershain, Reinhardshain, Göbelnrod. „ 15. Juli in Villingen, zugleich für Nonnenroth. „ 22. Juli in Hungen, zugleich für Utphe, Inheiden, Trais-Horloff, Rodheim, Steinheim, Rabertshausen, Langd. „ 5. August in Bellersheim. „ 7. August in Obbornhofen. „ 8. August in Langsdorf, zugleich für Bettenhausen. „ 12. August in Lich, zugleich für Nieder-Bessingen. „ 19. August in Muschenheim, zugleich für Arnsburg, Birklar. „ 21. August in Eberstadt, zugleich für Ober-Hörgern, Dorf-Güll. „ 25. September in Lang-Göns, zugleich für Holzheim, Grüningen. „ 3. Oktober in Watzenborn-Steinberg, zugleich für Garbenteich, Hausen. „ 10. Oktober in Leihgestern. „ 14. Oktober in Großen-Linden. „ 17. Oktober in Klein-Linden, zugleich sür Allendorf an der Lahn. „ 21. Oktober in Heuchelheim. „ 25. Oktober in Steinbach, zugleich für Albach. Im Bedarfsfälle mehr als einen Tag. Anmerkung. Annerod hat feine eichpflichtigen Gegenstände nach Aufforderung dem Eichamt Gießen vorzulegen. In gleicher Reihenfolge und angemessenem Abstande wird die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden. Gießen, den 11. März 1935. Hessisches Kreisamt. I. V.: Dr. S ch ö n h a l s. Bekanntmachung. Betr.: Untersuchung ausländischer Trockenhäute auf Milzbrand. Wir verweisen auf nachstehende „Viehpolizeiliche Anordnung über die Untersuchung ausländischer Trockenhäute auf Milzbrand" und die dazu gehörige Dienstanweisung vom gleichen Tage, beides abgedruckt im Hess. Regierungsblatt Nr. 3, S. 26 und 28. Falls in Gemeinden des Kreises getrocknete Rinderhäute aus dem Ausland eingeführt zu werden pflegen, so empfehlen wir den betreffenden Bürgermeistereien, die Unternehmer auf die Anordnung und insbesondere auf die Verpflichtung, das Eintreffen von ausländischen Häuten innerhalt 24 Stunden uns zu melden, aufmerksam zu machen. Die Gendarmerie ist mit der Ueberwachung beauftragt. Gießen, den 7. März 1935. Hessisches Kreisamt. I V.: Weber. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung über die Untersuchung ausländischer Trockenhäute auf Milzbrand. Vom 20. Februar 1935. Auf Grund des § 7 des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (Reichsgesetzblatt S. 519) wird hiermit für das Land Hessen folgendes bestimmt: § 1. Die Einfuhr getrockneter Rinderhäute aus dem Auslande ist nur unter folgenden Bedingungen zulässig: 1. Die getrockneten Rinderhäute dürfen von der Grenze nur nach dem auf dem Frachtbrief angegebenen Bestimmungsort befördert werden. Eine Aenderung des Bestimmungsortes unterwegs ist unzulässig? 2. Am Bestimmungsorte sind die getrockneten Rinderhäute vom Empfänger in einem der Ortspolizeibehörde anzugebenden Raum einzulagern und daselbst bis zu ihrer Freigabe durch die Ortspolizeibehörde aufzubewahren. Vor der Freigabe ist die Bearbeitung der getrockneten Rinderhäute untersagt. Nach der Probeentnahme dürfen die Häute in den Aufbewahrungsräumen auch nicht umgelagert werden, bis sie von den Ortspolizeibehörden freigegeben worden sind. Bis dahin ist auch die Entfernung der an ihnen amtlich angebrachten Zeichen vor der Freigabe der Häute verboten. 3. Die Empfänger haben das Eintreffen der getrockneten Rinderhäute am Bestimmungsort der hierfür zuständigen Ortspolizeibehörde innerhalb 24 Stunden zu melden*. 4. Die getrockneten Rinderhäute unterliegen am Bestimmungsort einer amtlichen Untersuchung auf Milzbrand. Die Art der Untersuchung wird durch Ausführungsanweisung geregelt, lieber die Freigabe der getrockneten Rinderhäute entscheidet die Ortspolizeibehörde nach Anhörung des beamteten Tierarztes. 5. Die auf Grund der Untersuchung wegen Milzbrand beanstandeten getrockneten Rinderhäute sind nach Anweisung des beamteten Tierarztes unter polizeilicher Aufsicht entweder unschädlich zu beseitigen vder zu entseuchen. Auf Beschwerden entscheidet die Abteilung Ib des Hessischen Staatsministers, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, nach Einholung eines Obergutachtens. Die Bestimmungen der vorstehenden Ziffern 1 bis 5 gelten nicht für Kalbfelle im Gewicht bis zu 4 kg. Die Kalbfelle südamerikanischer Herkunft sind bis zum Höchstgewicht von 6 kg von diesen Bestimmungen befreit. § 2. Durch die Bestimmungen des § 1 werden die veterinärpolizeilichen Einfuhrverbote für getrocknete Rinderhäute nicht berührt. § 3. Auf die unmittelbare Durchfuhr von getrockneten Rinderhäuten unter Zollkontrolle finden die Bestimmungen des § 1 keine Anwendung. § 4. Die entstehenden Kosten fallen dem Empfänger der Häute zur Last. Dies gilt auch von den Kosten einer unbegründeten Beschwerde. § 5. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung unterliegen den Strafvor- schriften der §§ 74 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (Reichs- gefetzblatt S. 519). * Außerdem wird die Ortspolizeibehörde des Bestimmungsortes von Amts wegen von dem bevorstehenden Eintreffen der getrockneten Rinderhäute benachrichtigt werden. Beden von räumen. Hierauf gab der Kreisjugendwalter der DAF., Walter Fritz g es, einige Erklärungen über die technische Durchführung des Wettkampfes. Die w- sprechung schloß mit einem „Sieg-Heil!" auf Zum Reichsberufswettkampf wird dem LPD. zuständiger Stelle mitgeteilt: Zehntausende deutscher Jungen und Mädels haben sich in den Städten und Orten im Gau Hessen- Nassau freiwillig dazu entschieden, daß sie diesen großen Wettbewerb der deutschen Jugend mitmachen wollen. Es gibt auch noch Zögernde und Unschlüssige. Sie haben zwar von den „Vorjährigen" schon gehört, daß es gar nicht so schlimm sein soll, und mancher von ihnen wird sich durch das Beispiel seiner Kameraden mitreihen lassen. Jedoch, es gilt, auch die letzten Zweifel zu beseitigen, um alle restlos dafür zu begeistern. Und da ist es in erster vviviuiyvu, v.v !•*•/ ~"l ----------- -----v ihre Qualität unbedingt durchsetzen. Der Sinn des Reichsberufswettkampfes ist der, dem deutschen Volke besonders zu zeigen, daß die deutsche Jugend auf dem Gebiete ihrer beruflichen Arbeit etwas leisten kann. Wir in der HI. lassen der deutschen Jugend heute eine berufszusätzliche Schulung zuteil werden, wir erziehen deutsche Jugend in sportlichen und weltanschaulichen Dingen. Wir wollen den Soldaten des Dritten Reiches formen, jenen Menschen, der in politischer Hinsicht sowie durch seine Arbeit Stütze am Aufbau des Reiches sein soll. Und diese Erziehung in politischen Dingen können wir nur erreichen, solange diese jungen Menschen noch in unseren Reihen stehen. Die Aufgabe des Ehrenausschusses bei diesem Reichsberufswettkampf ist es, einmal der Jugend zu zeigen, daß sich Leute, die nicht in den Reihen der HI. stehen, für ihr Arbeiten Interesse zeigen, dann aber auch irgendwelche Schwierig- feiten, die sich bei der Durchführung des Berufswettkampfes einstellen sollten, aus dem Wege zu wichtiger Bestandteil des Volkes, später Träger der deutschen Nation, bestrebt, das Beste zu leisten , und zu schaffen, sei es nun durch geistige oder kör- - perliche Tätigkeit. Wir in der HI. haben es uns zur Aufgabe ge- ' macht, unseren Kameraden und Kameradinnen . ganz neue Formen und Auffassungen über den Begriff der ..Arbeit" zu bringen und zu lehren. In früheren Zeiten galt sehr oft die Regel daß jeder Mensch etwas verdient, wenn er arbeitet, und das ist immer ein liebel, das die Welt mit sich bringt. Wir haben heute erkannt, daß lene Ge- dankSn fast immer nur um den einzelnen Menschen kreisen. Jeder arbeitet, um fein ßeben auf eine möglichst angenehme Art und Bequemlichkeit zu gestalten, und die Arbeit war ihm nur das Mittel, sich das, was ihm zu feinem Lebensunterhalt notig war, zu beschaffen. Von einer solchen .Weltausfassung sind wir heute weit entfernt. Der einzelne Mensch muß für seine Arbeit ganz besonderes Interesse haben, er muß in seiner Arbeit ein Ideal sehen, dem er mit seinem ganzen Sein nacheifert, um ihm Die bestmöglichste Gestaltung zu verleihen. Wenn wir heute irgend etwas tun, so tun wir das nicht sür uns, sondern es muß sein und ist immer von dem Bewußtsein durchdrungen, das Schaffen und die Tätigkeit der Allgemeinheit und dem volksganzen dienstbar zu machen. Er muß sich feine Arbeit vor Augen führen und muß sich darauf einstellen, die Güte einem gleichgültigen Arbeiten vorzuziehen. Wir selbst wollen in unsere Jungen die Erkenntnis einhämmern, daß sie alles, was sie arbeiten, nur für Deutschland tun. Legt doch auch dieser zweite Berufswettkampf wieder in aller Welt Zeugnis dafür ab, daß die deutsche Jugend ganz besonders bestrebt ist, in friedlichem Aufbau und Schaffen der Nation zu dienen. Jeder Junge, der in einen Beruf eintreten will, muß sich darüber im klaren fein, welcher Berufsart seine besonderen Eigenschaften am besten l hr r Alles an die Front! JIUIUCUUHUUH.IU/IV.U..H “ — . worben, und zwar entfallen auf Grunmgen 6, auf Eberstadt 6 und auf Dors-Gill 9. Auch hierin mar- chiert, wie meist, unsere Zelle Dorf-Gill an der Svisie * Dorf-Gill, 13. März. Der Eigentümer der elbständiqen Gemarkung Hof-Güll, Fürst zu Solms-Braunfels, hat deren Auflösung beantragt. Der Herr Hessische Staatsminister hat die Auflösung mit Wirkung vom 1. April 1935 ab genehmigt. Die die Gemarkung bildenden Grundstücke wurden aufgeteilt unter die Gemarkungen Dorf-Gill, Muschenheim, Trais-Münzenberg und Eberstadt. * Eberstadt, 13. März. Ferdinand L ö b r i ch von hier ist zum Rechner der evangelischen Kirchengemeinde bestellt und verpflichtet worden. Kreis Friedberg. 4- Butzbach, 13. März. Im „Deutschen Haus" hielt die Ortsgruppe der NSDAP, ihre Mitgliederversammlung ab. Nach dem Gesang des Liedes „Volk ans Gewehr" begrüßte Ortsgruppenleiter Schneider die Parteigenossen und gedachte in einem ehrenden Nachruf des in der vorigen Woche tödlich verunglückten Staatsministers und Gauleiters Hans Schemm. Anschließend sprach Feldmeister Hahn vom NS.-Arbeitsdienstlager in Wickstadt über das Thema „Arbeitsdienst und Arbeitsdank". Er gab einen Ueberblick über die Entwicklung zunächst des heutigen NS.-Arbeitsdienstes aus dem Freiwilligen Arbeitsdienst. Dann wußte er in den Geist, das Gemeischaftsleben, das seinen Ursprung im Frontsoldatentum habe, die Arbeitsweise und dergleichen mehr der „Soldaten der Arbeit" einzuführen. Eine größere Anzahl Lichtbilder ergänzte wirkungsvoll die mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Herr Hahn sprach in besonderer Würdigung über die Einrichtung und die Zielsetzung des „Arbeitsdankes", für den eine Reihe neuer Mitglieder geworben werden konnte. Nach dem Dank des Ortsgruppenleiters an den Vortragenden wurde noch eine Reihe Verfügungen und die Neueinteilung der Blockbezirke bekanntgegeben. Sodann schloß er die Versammlung mit dreifachem 0.55: Musik aus Tonfilmen. 22.20: Pol- Der. 22.45: Der Zeitfunk bringt die Sport- Woche. 23: „Kindheitsträume — Jugend- legeljahre." 24 bis 2: Nachtmusik. iel wollen Hochzeit halten ... deshalb bringt elliebhaber einen Nistkasten am Baume an. W k M en. ,eil" auf Führer und Vaterland. Gemeinsam )ann das Horst-Wessel-Lied gesungen. Kreis Schotten. aubad), 13. März. Dieser Tage wurde von ndesarbeitsamt Frankfurt a. M. eine wei - totftanösarbeit für unfere Stabt igt, die 4500 Tagewerke umfaßt. Zur Durch- j kommen die Errichtung einer neuen Ver- zsstraße zwischen der Langen Hohl und der ner Straße, die Chaussierung der verlänger- tiftstraße, die restliche Kanalisierung der Langgasse und deren Pflasterung, die Leines stärkeren Wasserleitungsrohres nach den r am Hellenberg mit Kanalisation und Er- ; eines Fußsteiges daselbst, sowie die Stra- sterung am Untertor. Diese Arbeiten, die Kostenaufwand von 27 000 Mark ausmachen, voraussichtlich bis Ende August d. I. und fast allen Arbeitslosen unserer Gemeinde igere Zeit Arbeit und Brot bringen. Kreis Alsfeld. Häufungen, 13. März. Die N S. - G e - schäft „Kraft durch Freude" ver- :te im Saale von Gastwirt Rudolf Reitz einen en Abend. Der Frankfurter Humorist Fritz und seine drei luftigen Kilians brachten > Volkslieder und andere Weisen mit Gitarren (aoierbegleitung zu Gehör, für die sie reichen ernteten. Bei Tanzmusik blieb man noch Stunden zusammen. — Bei der Samm - für den VDA. wurden in Flensungen IM. aufgebracht. Ober-Ohmen, 13. März. Die hiesige s s ch u l e veranstaltete unter Leitung von Jung in der „Krone" einen Eltern- d. Lehrer Jung betonte in seiner Begrü- ansprache, daß der Elternabend ein Binde- zwischen Schule und Elternschaft öarftellen Im Verlaufe der Veranstaltung sah man Märchenspiele, die von den Buben und Mä- mit vieler Hingabe dargestellt wurden, r gelangten einige Einakter zur Auf- ig, die des tieferen Sinnes nicht entbehr- nd — da sie zum Teil sehr humorvoll gehal- aren — viel Freude auslöften. In den Pau- mröen unter Leitung von Lehrer M ö b u s » -Seibertenrod einige Volkslieder gesungen. — Im Rahmen der Erzeugungsschlacht fand hier unter Leitung des Ortsbauernführers Jäger eine Vortragsveranftaltung mit Filmvorführungen statt. Diplom-Landwirt B ö 11 e r i ch sprach über die Notwendigkeit der Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes und gab habet eine Fülle von praktischen Anregungen, die auch im Filmbild veranschaulicht wurden. Die Ausführungen des Redners fanden allgemeine Zustimmung. # Aus dem oberen Ohmta 1, 11. März. Die im Rahmen der Arbeitsbeschaffung geplanten Aenderungs- und In ft a nd - fetzungsarbeiten an der O-Straße Mück e— Ermenrode find zwischen Mücke und Ruppertenrod am „Roten Berg" in Angriff genommen worden. Um den notwendigen Verkehr nicht zu hemmen, wird zuerst die eine, dann die andere Stra- ßenhälfte in den Arbeitsgang einbezogen. Jrn Zuge der Arbeiten sind auch größere Erdbewegungen notwendig. Der gewonnene Grund wird zur Auffüllung in der Nähe liegenden Privatgeländes verwendet. Bei Besserung der Wetterlage werden die Arbeiten auch an den anderen vorgesehenen Punkten der Straße in Angriff genommen, da das Stein- material fortlaufend von der Lieferfirma Keil-Ober- Ohmen angefahren wird. Diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme dürfte, wenn sie in vollem Gang ist, sämtliche Arbeitslosen der angrenzenden Dörfer in Arbeit und Brot bringen. st. Kirtorf, 13. März. Der Zweigoeretn Kirtorf des OberhessischenJmkerbun- d e 5 hielt im Gasthaus „Zum offenen Helm" ferne Frühjahrsversammlung ab. Der Vereinsführer, Lehrer Bernhard, berichtete über die Bewegung im Verein. Es waren vier Neuaufnahmen zu verzeichnen. Der Verein zählt 54 Mitglieder, die insgesamt 427 Bienenvölker betreuen. Im vergangenen Jahre betrug die Honigerzeugung im Vereinsgebiet 6680 Pfund. Der Vereinsführer berichtete sodann über die Aufgaben der Bienenzüchter im Rahmen der Erzeugunqsschlacht und forderte zur Erhöhung der Zahl der Bienenvölker auf. Nach verschiedenen Mitteilungen erfolgte durch Förster Pfeil-Hei« 2 — Ich schwankte in meinen Entschlüssen hin und Ob man nicht doch mal ein ganz klein bißchen sucht, von der einen Ecke zur anderen zu fak Hier in unserer verkehrsarmen Straße tönnti solcher Versuch doch kaum mit Gefahren verki I Endlich hatte ich mich zu einem Entschluß d gerungen. Ich nahm mein Fahrrad unter den ' trug es vorsichtig die Treppen hinunter und suchte dann, auf der Straße aufzusteigen. „Wenn jetzt jemand kommt, der dich kennt, sinkst du glatt in die Erde", sagte ich mir. Fun sah ich mich um; denn ich wünschte keine Ze bei meinem sensationellen Start ins Ungewiße. Ich gab mir einen Ruck, schwang mich in Sattel und setzte die Pedale in Bewegung, in Erwartung, daß im nächsten Augenblick der „5 umkippt"; aber er kippte nicht. Es ging. Ein bis wacklig zwar, doch es ging. Ich bekam Respekt mir. Mein Selbstgefühl wuchs beträchtlich. Man sitzt sowieso zuviel in der Stube, sagt mir, ein bißchen Bewegung kann durchaus r schaden; und so radelte ich von einer Straße zur anderen, immer geradeaus; denn einen B zu fahren, umzulenken, dazu fehlte mir vorli noch der Mut. So fing's an. Es blieb nicht bei diesem ? Minuten-Ausflug. Er hatte mir bereits gr Spaß gemacht, und so ging's am Sonntag dc richtig los. Zwei Stunden lang tummelte ich Stahlrößlein, warf mich dann ins grüne ll und blickte in die im Sonnenschein glänze Baumwipfel. Wie herrlich ist es doch, sich so lang ausstr zu können, und die Ruhe hier im Walde. Stadtlärm, kein ewig nörgelnder Bürovorst nur oben in den Zweigen piept und trillert Sonst herrscht Ruhe, wundervolle, nervenstärk Ruhe. Ich freue mich, daß ich hier so liegen kann mir niemand die Ohren vollsäuselt. Die Stad weit weg, ich liege hier im Moos und stehe mehr auf, vorläufig jedenfalls nicht. Es ist zu fi so zu dösen und an nichts zu denken. — „L Fräulein, schreiben Sie." — Ich hörte die k rende Stimme des Bürovorstehers. Montag wi dachte ich, heute nicht. Heute bin ich mit mei Fahrrad hinaus ins Freie geradelt, heute ge ich mir selber, heute bin ich für niemand sprechen. Ich denke darüber nach, was die anderen wohl machen würden. Vielleicht sind sie beim T tee, beim Flirt, bei irgendeiner Modenschau. 1 leicht sind sie gerade dabei, sich zu verschön Puder, Lippenstift, wichtige Dinge — gew. Wozu das alles. Es ist ja so unwichtig. Wie ko man nur daran Gefallen finden! Warum ist noch nie hinausg^fahren? Mit der Eisenbahn, ist ja wohl nicht das richtige; aber so, wie jetzt, mit dem Fahrrad, ja, das ist schon eine Sc Ein Käfer krabbelt mir übers Gesicht. „2 dich, du, sonst puste ich dich weg!" Mit san Brummerton fliegt er davon. Hoch oben in Zweigen gibt ein Vöglein ein Solo zum Be Ein Solo "für mich. Rühe und Sonne um mich Weiße Wölkchen über den Bäumen. So liege hier im Wald und träume ... Und der Sommer verging, und der Herbst ein. Ich hatte ihn noch nie so erlebt, wie jetzt, ich Radfahrerin geworden war. All die bur leuchtenden Farben, in denen die Blätter der L« bäume im Herbstsonnenschein glänzten, hatte vorher nie gesehen. Erst durch mein Fahrrad, mich treu und brav aus dem Stadtlärm hinau; den Wald trug, waren mir diese Schönheiten Herbstwaldes voll zum Bewußtsein gekommen. Und dann zog der Winter ein. Es war kalt die Straßen oftmals schmutzig; aber meine Sc tags-Vormittags-Fahrten ließ ich mir auch im T ter nicht nehmen. Ich hatte nur noch ein mitleid Lächeln für die, die am Sonntag in der Sl hocken ober — wie ich früher selber — bis i tags im Bett liegen und dann mit einem di Oelkopf aufstehen. Das war einmal. Jetzt wird nur noch frische 1 genossen, in jeder freien Minute. Ein ganz and Mensch bin ich geworden. Durch mein „Eisen-Po habe ich die Natur kennen und lieben gelernt, muß manchmal lächeln, wenn ich an meine frül Abneigung gegen das Radfahren denke. Und eins weiß ich ganz bestimmt: Wenn ich heirate, kommt nur ein „Wettesauser" in Frc also Vorsicht! Ulli § 6- „Ortspolizeidehörde" im Sinne dieser Anordnung ist in den Städten Darmstadt, Mainz, Worms, Offenbach und Gießen bte Polizeidirektion, im übrigen das Kreisamt. § 7- Diese Anordnung tritt am 1. Oktober 1935 in Kraft. Darmstadt, den 20. Februar 1935. Der Hessische Staatsminister. Jung. Bekanntmachung. Betr • Erlaß einer Polizeiverordnung über die Ausführung von Arbeiten an den Gas- und Wasserrohrleitungen des Städtischen Gas- und Wasserwerks sowie an den Anschlußleitungen. Auf Grund des Artikels 64 des Gesetzes über die innere Verwaltung und Vertretung der Kreise und Provinzen vom 1. Juli 1911 in Verbindung mit der Verordnung über Vermögensstrafen und Buhen vom 6. Februar 1924 wird unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vorn 4. 3 35 zu Nr. T. b. 17 773 für die Stadt Gießen und die Landgemeinden Wieseck, Heuchelheim, Klein-Linden, Lmdenftruth und Queck- born angeordnet: § 1 ' Das Verlegen, Verändern oder Ausbessern der Rohre an den Gas- unb Wasserleitungen bes Stäbtischen Gas- unb Wasserwerks Gießen darf nur noch von solchen Personen unb Installateuren ausgeführt werden, bie ausbrücklich von ber Leitung bes Stäbtischen Gas- unb Wasserwerks hierzu ermächtigt bzw. zugelassen sinb. Dasselbe gilt für bie Ausführung von Anschlußarbeiten von Gasgeräten unb Wasserentnahmestellen an bie Hausleitung mit Rohrverbinbungsstucken. Anberen Personen ist bie Vornahme jeglicher Arbeiten an ben Leitungen bes Stäbtischen Gas- unb Wasserwerks sowie an ben Gas- und Wassermessern verboten. § 2. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht auf ®™nb beftimmungen eine härtere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis z 150 RM., im Unvermögensfalle mit Haft bestraft. § 3. Die Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Veröffentlichung im Amtsverkündigungsblatt in Kraft. Gießen, den 12. März 1935. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein. Bekanntmachung. Betr.: Militärische Schießübungen. Nach Mitteilung des Kreisamts Friedberg findet am 26., 27. unb 28 Ulan b. 3., täglich von 7.30 bis 17 Uhr, Gefechtsschießen ber Reichswehr mit scharfer Munition mit Feuerstellung am Galgenberg (nordöstlich Griebel) statt. Schußrichtung Obbornhofen—Wohnbach. Gefährbet ist bas Gelänbe füblich Ober horgern, sublich Munzenverg, westlich Obbornhofen unb Wohnbach, sowie nörblich Oppershofen unb ^Während der Schießtage werden die Straften Rockenberg—Münzenberg unb wohnbach—Münzenberg gesperrt. Gießen, ben 12. März 1935. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein. Dieustuachrichten des Kreisamts. Abteilung Ib (Innere Verwaltung). 1. Dem Lanbesverbanb bayerischer Pferdezüchter e. V. in München ist die Erlaubnis erteilt worden, 2000 Lose zu je 1,— RM. der 52. Münchener Pferdelotterie 1935 in ber Zeit vom 4. Marz bis 16. April 1935 im Volksstaat Hessen zu vertreiben. . 2 Der Bürgermeisterei der Stabt Gießen ist bie Erlaubnis erteilt worben, 30 000 Losbriefe zu je -,50 RM. der Gießener Pferbemarktlotterie in ber Zeit vom 30. 4. bis 12. 10. 1935 im Volksstaat Hessen zu vertreiben. Oie Deutsche Arbeitsfront Kreisbetriebsgemeinschaft Handel 17 Fachgruppe Gaflstättengewerbe Kreisberufsbildungsamt. Betr. Arbeitsbuch im Gaststätten g e w e r b e. Hierzu gibt das Kreis-Berufsbildungsamt des deutschen Gaststättengewerbes folgendes bekannt: Laut Beschluß des Reichskabinetts vom 26. Februar 1935 wird die Einführung eines Arbeitsbuches (durch das ein einheitlicher, amtlicher Ausweis über die Berufsausbildung und die berufliche Entwicklung der Arbeiter und Angestellten geschaffen wird) ab 1. April 1935 bestimmt. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Handel, Fachgruppe Gaststättengewerbe, hat zur Klärung über die Einführung des Arbeitsbuches bie sofortige Verhanblung mit bem Reichsarbeitsministerium unb ber Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung ausgenommen, wobei fol- genbe Vereinbarungen getroffen mürben: Ab 1. April 1935 werben burch bie Berufs- bilbungsämter bes beutschen Gaststättengewerbes keine Berufsausweise mehr ausgestellt. Die ausgestellten Berufsausweise behalten ihre volle Gültigkeit. Das neue Arbeitsbuch wirb burch bie Arbeitsämter vorzugsweise gegen Umtausch ber Berufs- bzw. Betätigungsausweise ausgestellt. Wer also bis jetzt noch nicht im Besitz bes Berufs- bzw. Beschäftigungsausweis ist, muß bafür sorgen, baß er im Laufe bieses Monats feinen Ausweis erhält. Es würbe vereinbart, baß zwischen ben zuständigen Arbeitsämtern unb den Berufsbildungsäm- tern ber Fachgruppe Gaststättengewerbe bei ber Einführung bes Arbeitsbuches auf bas engste zusammengearbeitet wirb, bamit bie Uebergabe bes Arbeitsbuches nicht an Berufsfremd erfolgt. Die vom Zentral-Berufsbilbungsamt herausgegebenen Berufsausweise werben burch Umtausch bei ben Arbeitsämtern eingezogen. Durch Anorbnung fallen ab 1. April 1935 auch sämliche Berufseignungsprüfungen fort. Wer also keinen Berufsausweis, ober eine Eignungsprüfung noch nicht abgelegt hat, hat keinen Anspruch auf ein Arbeitsbuch als qualifizierter Facharbeiter im Gaststättengewerbe. Wir werben auch mit aller Strenge barüber wachen, baß biejenigen, bie bis jetzt unsere Anorbnungen betr. Eignungsprüfung unb Berufsausweis sabotiert haben, keinesfalls unsere Unterstützung erhalten. Um nochmals jedem Gelegenheit zu geben, sich Druck der Drühl'lchen Universität»-Duch- und Steindruckerei. A. Lange. Gießen aufklärung und'Propaganda bie Nachkriegstragödie von S. Graffs „Die Heimkehr des Matthias Bruck" am Helbengebenktag, Sonntag, 17. März, auf. Der NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freude" hat das Stadttheater für diesen Tag besonders günstige Preise gewährt, unb zwar sinb bie Preise von 0,60 bis 1,20 Mark (2. Rang 1. Reihe bis 1. Sperr- itz Reihe 1 unb 2). Sonntag, 24. März, bas Lustspiel „Frischer Winb aus Kanaba". Preise ber Plätze von 0,60 )is 1,30 Mark. Die Karten sinb auf unserer Geschäftsstelle abzuholen. f /jk Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung e. B. •*£=£ Ä Ortsgruppe Metzen. w er Zwecks Teilnahme an der Heldengedenkfeier bes Regiments versammeln sich bie Mitglieber ber Ortsgruppe Sonntag, 17. März, vormittags 8.45 Uhr, auf bem Oswalbsgarten. Vollzähliges Erscheinen erwünscht. Dunkler Anzug. Der Obmann: M ö ll. Chorleiterkurse in Hessen. Der NS.-Lehrerbunb, Fachschaft Musik, teilt mit: Der Gau XII bes Deutschen Sängerbundes veranstaltet in ber Zeit vorn 23. März bis 7. April in verschobenen Orten bes Gaugebiets Chorleiterkurse, bie jeweils l1/« Tage bauern, von Samstags nachmittags bis Sonntags in ben Abenbstunben. Erstmalig sollen in biefen Kursen außer ben praktischen Fragen ber Chorleitung und Schulmusik auch Gemeinschaftssingen unb offene Singstunbe behanbelt werben. Mit Absicht würben größere «Stabte ausgeschaltet, um den Bedürfnissen auf dem flachen uci ijuiuuyuuyyernetnue luvv . 11x11 5)iife oer neuen Liebtafeln wirb es nun möglich sein, baß bie Ge- meinbe beim liturgischen Gottesdienst jeberzeit selbst sieht, welches Lieb unb welcher Vers in der Reihenfolge der Liturgie gesungen werden, ohne daß die bisherige Ankündigung durch den Geistlichen, die immer im gewissen Maße störend wirkte, erforderlich wäre. Orgelbau- und Glockensachverständiger ELP. Nachdem der Pfarrer Theodor Wißmül- ler zu Nieder-Beerbach bei Darmstadt vor einiger Zeit zum ehrenamtlichen Orgelbausachverständigen der Evangelischen Landeskirche Nassau- Hessen ernannt worden ist, hat ihn Landesbischof Lic. Dr. Dietrich nunmehr auch zum ehrenamtlichen Glockensachverständigen der Landeskirche ernannt. Bei allen Orgelbauvvrhaben unb Neubeschaf- fungen von Glocken ist Pfarrer W i ß m ü 11 e r frühzeitig zu benachrichtigen unb sein Rat nachzusuchen. Schonet die Blütenkähchen!! Jedes Frühjahr muß ber Naturfreunb zu seinem Schmerz beobachten, baß bie Blütenkätzchen ber Salmeibe (Palmkätzchen), ber Aspe unb anberer Pappeln, ber Hasel unb ber Erle, besonbers in ber Nahe ber Stabt, rücksichtslos abgerissen ober auch abgeschnitten werben, unb ber Dorübergehenbe, ber sich gerne über diese ersten Boten des Frühlings freuen möchte, trifft vielfach heruntergeschlitzte Aeste und förmliche Ruinen der Sträucher und Bäume an. Jeder, der sich versucht fühlt, sich an diesen Kätzchen zu vergreifen, sollte daran denken, daß er seinen Nebenmenschen etwas wegnimmt, daß er die Natur schändet und das Landschaftsbild verunstaltet. Dazu kommt, daß der Blütenstaub dieser Kätzchen zu der ersten Nahruna der Bienen gehört und daß ber Bienenzüchter gerade biese Bienenweibe besonbers hoch einschätzt. In einer Zeit, in ber wir uns bemühen, bie Volksernährung aus bem Ertrag bes eigenen ßanbes sicherzustellen, muß auch an diesen wirtschaftlichen Gesichtspunkt gedacht werben. Denn bie Bienenzucht ist von großer Wichtigkeit, nicht bloß wegen ber Erzeugung bes Honigs, sondern ou|urninennang mir oen Vorführungen wurde auch auf Erzeugnisse ber Waschmittel-, der Nähmaschinen- Jndustrie unb ber Jnbustrie ber Schönheitspflege hingewiesen. Eine Ansagerin gab zu allem kurzgefaßte Erklärungen unb förberte damit das Verständnis und die Kenntnis für alle gezeigten Dings. Die Hauskapelle im Cafe Amend begleitete die Vorführungen mit dezenter Musik und trug so ihr Teil zum Gelingen der unterhaltsamen Veranstaltung bei. (ßieftener Dochenmarktpreise. * Gießen, 14. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, ßanbbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unter- kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25, Birnen 15, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 60 dis 70, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 18 bis 20, Endivien 10 bis 15, ßauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf. vornottzen. — Tageskalender f ü r Donnerstag: NS.-Frauenschaft, Ortsgruppe GießenNord, 20.30 Uhr, im Caf6 Ebel, Ortsgruppenabend. — Stadttheater (Deutsche Bühne), 20 bis 23 Uhr „Salambo". — ßichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Brand in der Oper". — Astoria-ßichtspiele, Seltersweg, „Zwischen Himmel und Erde". — Verein Creditreform, 17 Uhr, in der Geschäftsstelle, Generalversammlung. — Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen, Ortsgruppe Gießen, 20 Uhr, in der Gastwirtschaft Boller, ßichtbildervortrag. — Frühjahrs-Modenschau, 16 bis 20.30 Uhr, im CafL Amend. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, 3. Jahresausstellung. — Stadttheater Gießen: Heute Abenß geschlossene Vorstellung für die NS.-KulturgemeinÜH U A, D M '9 im - erteilt demarkt- * zu 'nberg, n und ünchen Mün- il 1935 uröe auch naschinE icitspW n kurzge' ws Derrn Dinge- ’itete dre heutigen ;Ä h“ 95 Unter' K'L < 95 blS @2 S-ll-n- 1° LI ■& ^“"V' *A mW»1 Oberheffen. Landkreis Gietzen. ten waren — viel zugute kommen, und er darf sich nicht leiten lassen von irgendwelchen Aussichten auf ein bessergestelltes Auskommen. Er mutz in diesem Arbeitsgebiet em- springen, in dem Mangel an Facharbeiterkraften oorliegt, das heißt wenn gerade das Arbeitsgebiet ihm zufolge seiner charakterlichen Eignung und Veranlagung besonders liegt. Und hierbei spielt die Berufsberatung innerhalb der HI. eine große Rolle. Zielt doch ihre Arbeit darauf hm, den verschiedensten Arbeitszweigen die notigen Arbeitskräfte zuzuführen. Es gilt, das Reich unseres Führers in dem Leben der Völker wieder zur Geltung zu bringen. Wir können nur in der Welt bestehen, und dies bewies seither immer die Geschichte, wenn wir Menschen besitzen, die solche Arbeiten hervorbringen, die sich auf dem Weltmarkt durch ihre Qualität unbedingt durchsetzen. 00 Klein - Linden, 13. März. Frl. Schulz (Berlin) von der B l i n d e n m i s s i o n sprach am Dienstagabend vor den Mitgliedern der Evangelischen Frauenhilfe über das mohammedanische Persien. Sie schilderte, wie Frauen und Blinde dort mißachtet werden, und zeigte das Elend bei der gewerbsmäßigen Kinderarbeit. Kinder vom 5. Lebensjahre ab müßten in Persien 12 Stunden täglich in den Teppichwebereien arbeiten. Die Rednerin sprach dann vom Segen des Christentums, das sich der Aermsten annehme. Im christlichen Blindenheim fänden viele eine neue Heimat und neuen Lebenszweck. Jetzt habe die Mission auch die Betreuung der aus Südrutzland vertriebenen Deitt- schen übernommen. Der Erlös aus verkauften Buchzeichen mit Blindenschrift und Karten aus Persien kommt der Blindenmission zugute. X Wieseck, 13. März. Der 80. Geburts- t a q unseres Mitbürgers Johannes Deibel VIII., Faselwärter i. R., genannt „Ochsenhannes", zeigte die allgemeine Beliebtheit des biederen Alten, der noch güte Erinnerungen an 1866 und 1870/71 hat. Unter den Gratulanten überbrachte dem regelmäßigen Kirchgänger Dekan Sattler ein künstlerisches Glückwunschblatt, unterschrieben von Probst Drommershausen, und von der Kirchengemeinde em gerahmtes Bild „Kreuz im Gebirge". Der Jubilar kennt noch sehr gut seinen Katechismus und ist noch recht heimisch in seiner Bibel. — Am Freitag, 15. d. Mts., kommt in unsere Gemeinde Evangelist Gehring von Möttlingen und spricht abends m Die Vögel wollen Hochzeit halten ... deshalb bringt «der Vogelliebhaber einen Nistkasten am Baume an. sen wurden unter --------„ Unter-Seibertenrod einige Volkslieder gesungen. Im Rahmen der Erzeügungsschlacht fand hier unter Leitung des Ortsbauernführers Jäger eine Vortragsveranftaltung mit Filmvorführungen statt. Diplom-Landwirt B ö t t e r l ch sprach über die Notwendigkeit der Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes und gab dabei eine Fülle von praktischen Anregungen, die auch im Filmbild veranschaulicht wurden. Die Ausführungen des Redners fanden allgemeine Zustimmung. Aus dem oberen Ohmtal, 11. Marz. Die im Rahmen der Arbeitsbeschaffung geplanten Aenderungs- und In ft a n d - setzungsarbeiten an der O-Straße Mück e— Ermenrode sind zwischen Mücke und Ruppertenrod am „Roten Berg" in Angriff genommen worden. Um den notwendigen Verkehr nicht zu hemmen, wird zuerst die eine, dann die andere Stra- tzenh'älfte in den Arbeitsgang einbezogen. Im Zuge der Arbeiten sind auch größere Erdbewegungen notwendig. Der gewonnene Grund wird zur Auffüllung in der Nähe liegenden Privatgeländes verwendet.' Bei Besserung der Wetterlage werden die Arbeiten auch an den anderen vorgesehenen Punkten der Straße in Angriff genommen, da das Steinmaterial fortlaufend von der Lieferfirma Keil-Ober- Ohmen angefahren wird. Diese Arbeitsbeschaffungs- Maßnahme dürfte, wenn sie in vollem Gang ist, sämtliche Arbeitslosen der angrenzenden Dörfer in Wenn wir heute irgend etwas tun, so tun wir das nicht für uns, sondern es mutz sein und ist immer von dem Bewußtsein durchdrungen, das Schaffen und die Tätigkeit der Allgemeinheit und dem Volksganzen dienstbar zu machen. Er mutz sich seine Arbeit vor Augen führen und mutz sich darauf einstellen, die Güte einem gleichgültigen Arbeiten vorzuziehen. Wir selbst wollen in unsere Jungen die Erkenntnis einhämmern, oatz sie alles, was sie arbeiten, nur für Deutschland tun. Legt doch auch dieser zweite Berufswettkampf wieder in aller Welt Zeugnis dafür ab, datz die deutsche Jugend ganz besonders bestrebt ist, m friedlichem Aufbau und Schaffen der Nation zu dienen. Jeder Junge, der in einen Beruf eintreten will, muß sich darüber im klaren sein, welcher Berufsart seine besonderen Eigenschaften am besten Der Sinn des Reichsberufswettkampfes ist der, dem deutschen Volke besonders zu zeigen, daß die deutsche Jugend auf dem Gebiete ihrer beruflichen Arbeit etwas leisten kann. Wir in der HI. lassen der deutschen Jugend heute eine berufszusatzl l ch e Schulung zuteil werden, wir erziehen deutsche Jugend in sportlichen und weltanschaulichen Dingen. Wir wollen den Soldaten des Dritten Reiches formen, jenen Menschen, der in politischer Hinsicht sowie durch seine Arbeit Stütze am Aufbau des Reiches sein soll. Und diese Erziehung in politischen Dingen können wir nur erreichen, solange diese jungen Menschen noch in unseren Reihen stehen. Die Aufgabe des Ehrenausfchusses bei diesem Reichsberufswettkampf ist es, einmal der Jugend zu zeigen, daß sich Leute, die nicht in den Reihen der HI. stehen, für ihr Arbeiten Interesse zeigen, dann aber auch irgendwelche Schwierigkeiten, die sich bei der Durchführung des Berufswettkampfes einstellen sollten, aus dem Wege zu orf-Gill, 13. März. Der Eigentümer der selbständigen Gemarkung Hof-Gull, ^urst zu Solms-Braunfels, hat deren Auflösung beantragt. Der Herr Hessische Staatsminister hat die Auflösung mit Wirkung vom 1. April 1935 ab genehmigt. Die die Gemarkung bildenden Grundstücke wurden aufgeteilt unter die Gemarkungen Dorf-Gill, Muschenheim, Trais-Münzenberg und Eberstadt * Eberstadt, 13. März. Ferdinand Lobrlch von hier ist zum Rechner der evangelischen Kirchengemeinde bestellt und verpflichtet worden. Kreis Friedberg. + Butzbach, 13. März. Im „Deutschen Haus" hielt die Ortsgruppe der NSDAP, ihre Mitgliederversammlung ab. Nach Dem Gesang des Liedes „Volk ans Gewehr" begrüßte Ortsgruppenleiter Schneider die Parteigenossen und gedachte in einem ehrenden Nachruf des in der vorigen Woche tödlich verunglückten Staatsministers und Gauleiters Hans Schemm. Anschließend sprach Feldmeister Hahn vom NS.-Arbeitsdienstlager in Wickstadt über das Thema „Arbeitsdienst und Arbeitsdank". Er gab einen Ueberblick über die Entwicklung zunächst des heutigen NS.-Arbeitsdienstes aus dem Freiwilligen Arbeitsdienst. Dann wußte er in den Geist, das Gemeischaftsleben, das seinen Ursprung im Frontsoldatentum habe, die Arbeitsweise und dergleichen mehr der „Soldaten der Arbeit" einzuführen. Eine größere Anzahl Lichtbilder ergänzte wirkungsvoll die mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Herr Hahn sprach m besonderer Würdigung über die Einrichtung und die Zielsetzung des „Arbeitsdankes", für den eine Reihe neuer Mitglieder geworben werden konnte. Nach dem Dank des Ortsgruppenleiters an den Vortragenden wurde noch eine Reihe Verfügungen und die > Neueinteilung der Blockbezirke bekanntgegeben. So- • dann schloß er die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil" auf Führer und Vaterland. Gemeinsam wurde dann das Horst-Wessel-Lied gesungen. Kreis Schotten. □ ßaubad), 13. März. Dieser Tage wurde von dem Landesarbeitsamt Frankfurt a. M. eine ro e i- tereNot st andsarbeitfürunfere Stadt genehmigt, die 4500 Tagewerke umfaßt. Zur Durchführung kommen die Errichtung einer neuen Ber- bindungsstraße zwischen der Langen Hohl und der Schottener Straße, die Chaussierung der verlängerten Stiftstraße, die restliche Kanalisierung der Oberen Langgasse und deren Pflasterung, die Legung eines stärkeren Wasserleitungsrohres nach den Häusern am Hellenberg mit Kanalisation und Errichtung eines Fußsteiges daselbst, sowie die Straßenpflasterung am Untertor. Diese Arbeiten, die einen Kostenaufwand von 27 000 Mark ausmachen, dauern voraussichtlich bis Ende August d. I. und werden fast allen Arbeitslosen unserer Gemeinde für längere Zeit Arbeit und Brot bringen. Kreis Alsfeld. Am Dienstagabend fand im Sitzungssaal des Berufsgruppenhauses, Lonystratze 18, eine Besprechung des Ehrenausfchusses für den Relchsderufswettkampf statt. Bannführer Ernst Heim eröffnete mit kurzen Worten diese erste Arbeitstagung für den Reichsberufswettkampf, indem er auf die grsße Bedeutung, die diesem edlen Wettstreit zukommt, hinwies. Hierauf ergriff der Sachbearbeiter „Reichsberufswettkampf" im Bann 116, Sozialamtsleiter Ludwig Heid Rundfunkprogramm. Freitag, 15. Würz. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozial- öienft. 12: Mittagskonzert I. Italienische Opern- mufif. 13.15: Mittagskonzert II des Philharmonischen Orchesters Karlsruhe. 14.30: Wirtschaftsberlcht. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Aus den Anfängen des Reiches. Eine historische Betrachtung von Dr. H. Braun, Frankfurt a. M. 18.30: Ba Heile Selasfte. Von einem Besuch in der Hauptstadt Abessiniens erzählt Dr. A. Herrlich, München. 19: Abendmusik. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation. Das Leben des Johann Christean Günther. Em Hor- werk von Wilhelm Krämer. Musik von Karl In der vergangenen Woche hat das Berufsgruppenamt der DAF. feine Lehrgänge in der Deutschen Kurzschrift abgeschlossen. Um den Teilnehmern Gelegenheit zu geben, das Gelernte unter Beweis zu stellen, wurden die Kursusteilnehmer am Sonntag zu einem Wettschreiben zusammengerufen. Eine überaus große Beteiligung zeugte von dem neuen Geist Des schaffenden Deutschland. Die nachfolgenden Ergebnisse legen deutlich Zeugnis dafür ab, mit welcher Gründlichkeit die Schulung vorgenommen wurde. Erwähnenswert find die Arbeiten in Verkehrs- und Redeschrift. Diese Leistungen zeigen auch, auf welch systematischer Grundlage der Kursus aufgebaut war und mit welcher Gründlichkeit gearbeitet wurde. Alle Interessenten für Kurzschrift und Maschinenschreiben seien darauf aufmerksam gemacht, daß m der kommenden Woche wiederum neue Lehrgänge eröffnet werden. Sofortige Meldungen erbittet das Berufsgruppenamt der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Lonyftraße 18. Oie Ergebniffe. Schnellschreiben. 150 Silben: 2. und Ehrenpreis: Ludwig Herbert. . 14 0 Silben: 1. und Ehrenpreis: Karl Andermann; 3. Preis: Franz Trauth. 120 Silben: 1. und Ehrenpreis: Karl H. Kuhl; 2. Preis: Rudolf Feddeler; 3. Preis: Grete Stohr. „ , 10 0 Silben: 1. und Ehrenpreis: Ernst Hahn; 1. Preis: Willi Ellermeier, Paul Heidlindemann, Arbeit und Brot bringen. st. Kirtorf, 13. März. Der Zweigverein Kirtorf des O b e r h e s s i s ch e n I m k e r b u n. des hielt im Gasthaus „Zum offenen Helm eine Frühjahrsversammlung ab. Der Veremsfuhrer, Lehrer Bernhard, berichtete über die Bewegung im Verein Es waren vier Neuaufnahmen zu verzeichnen. Der Verein zählt 54 Mitglieder, öie ins- qe amt 427 Bienenvölker betreuen. Im vergangenen Jahre betrug die Honigerzeugung im Vereinsgebiet 6680 Pfund. Der Vereinsführer berichtete sodann über die Aufgaben der Bienenzüchter im Rahmen der Erzeügungsschlacht und forderte zur Erhöhung der Zahl der Bienenvölker auf. Nach verschiedenen Mitteilungen erfolgte durch Förster Pfeil-Hei* wg. Großen-Buseck, 13. März. Im Saale des Gasthauses „Zur Germania" lief dieser Tage auf Veranlassung der L a n d e s f i l m st e l l e der NSDAP, der Tonfilm „Stoßtrupp 1917 , her von den Besuchern mit großem Interesse verfolgt wurde. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!' auf den Führer schloß der Filmwart die Veranstaltung. — Dieser Tage fand im Saale der Wirtschaft „Zum kühlen Grunde" nach langer Zeit wieder eine freiwillige Grundstücksversteigerung statt. Die Preise lagen sehr hoch. c . . # Gr üningen, 13. März. Das Ergebnis Der WH W.-Sammlungen im Monat Februar betrug in unserer Ortsgruppe 184,05 Mark. Für Die KinDerlandverschickung wurDen 21 Pflegestellen geworben, unD zwar entfallen auf Grunmgen 6, aus Eberstadt 6 und auf Dorf-Gill 9. Auch hierin marschiert, wie meist, unsere Zelle Dorf-Gill an Der Willi Arnold, Magarete Kühn, Marie Dünner, Theo Schneider, Karl Adolph, Ruth Wehling; 2. Preis: Otto Frohnhäuser Leni Roth, Ludwig Alffen, Benedikt Simbeck; 3. Preis: Emmy Zimmermann, Heinrich Schnell, Walter Balser. 80 Silben: 1. unh Ehrenpreis: Alma Fackiner, Anneliese Schildwächter, Walter Nickel; 1. Preis: Herbert Langer, Annemarie Bergmann, Grete Jo- chum, Anna Henkel, Otto Theis, 2. Preis: Paula Helmut, Ludwig Heinz. 6 0 Silben: 1. und Ehrenpreis: Alfred Port; 1. Preis: Karl Feuser, Jakob Vogt; 2. Preis: Heinz Pieper; 3. Preis: Robert Langsdorf, Hans Wilh. Pausch. Richtigschreiben. Verkehrsschrift. Leistungsschreiben für Stenographen im Berufsgruppenamt der OAF. Auftakt zum Reichsbemfswettkampf Zusammenkunft des Gießener EhrenausschuffeS. das Wort. Arn kommenden Montag beginnt der Reichsberufswettkampf. Am kommenden Montag tritt deutsche schaffende Jugend in edlen Wettstreit auf Dem Gebiete Der Arbeit. Deutsche Jugend, heute wichtiger Bestandteil des Volkes, später Trager der deutschen Nation, bestrebt, das Beste zu leisten und zu schaffen, sei es nun durch geistige oder körperliche Tätigkeit. Wir in der HI. haben es uns zur Aufgabe gemacht. unseren Kameraden und Kameradinnen ganz neue Formen und Auffassungen über den Begriff der ..Arbeit" zu bringen und zu lehren. In früheren Zeiten galt sehr oft die Regel daß jeder Mensch etwas verdient, wenn er arbeitet, und das ist immer ein Uebel, das die Welt mit sich bringt Wir haben heute erkannt, daß jene @e= dankön faft immer nur um den e in3 ®Jen- fchert kreisen. Jeder arbeitet, um sein ßeben auf eine möglichst angenehme Art und Bequemlichkeit zu gestalten, und die Arbeit war ihm nur dasi Mittel sich das, was ihm zu seinem Lebensunterha notig war, zu beschaffen. Don einer solchen Weltaufmsfung sind wir heute weit entfernt. Der einzelne Mensch muß für feine Arbeit ganz besonderes QntereVe ben, er mutz in feiner Arbeit ein Ideal sehen,dem er mit seinem ganzen Sein nacheifert, um ihm Die bestmöglichste Gestaltung zu verleihen. Linie die Frage nach den Aufgaben. Man djeint sich hier und da davor zu fürchten, als ob es sich bei dem Reichsberufswettkampf um ein ganz besonders schwieriges Examen handele. Diese Befürchtungen sind wirklich nicht berechtigt. Gewiß, an manchen Aufgaben wird man zu knacken haben, aber welcher richtige Kerl hätte nicht gerade daran seine richtige Freude? Dadurch wird Die Sache ja befonbers interessant! Im übrigen aber soll man sich von der Vorstellung freimachen, daß Die Aufgaben mit allen Spitzfindigkeiten ausgetüftelt seien, um möglichst viele Teilnehmer „durchfallen' zu lassen. Das Gegenteil ist richtig. Die Aufgaben smd von Fachleuten aus der Praxis für die Praxis gestellt, und Dem Einfühlungsvermögen und der Auffassungsgabe der Jugendlichen ist m jeder Weise Rechnung getragen. Oder ist es etwa unmöglich, Den Satz: Die bei dem Brandungluck Getöteten kommen am Samstag zur Beerdigung aus fehlerhaftem Amtsstil in vernünftiges Deutsch zu übertragen? Diese Aufgabe wurde beispielsweise im vorigen Jahre in der Leistungsklasse 1 in der 'Berufsgruppe „Büro- und Behördenangstellte gestellt/ Die Schaffung von vier Leistungsklassen bietet zudem die Gewähr dafür, daß jeder Teilnehmer die Aufgaben erhält, die ihrem Schwierigkeitsgrad nach der Dauer seiner Lehrzeit bzw. seiner beruflichen Ausbildung entspricht. 1 und Ehrenpreis: Karl Harnisch; 1. Preis: Karl Heinz Kuhl, Jakob Vogt, Alfred Port, Hans Wilh. Pausch, Ruth Wehling, Willi Arnold, Georg Hellmann, Margarete Kühn, Robert Langsdorf; 2 Preis: Karl Feußer, Walter Balser, Leni Roth, Ludwig Alffen, Alma Fackiner, Heinrich Schnell, Heinz Pieper, Annemarie Bergmann, Rudolf Feddeler, Karl Adolph, Marie Dünner, Emmy Zimmermann, Heinrich Schwarz, Karl Volkl; 3. Preis: Emil Dienelt, Otto Frohnhäuser, Willi Ellermeier, Erna Fischer, Ernst Hahn, Theodor Schneider, Paula Hellmuth, Karl Andermann. Redeschrift. 1. Preis: Franz Trauth, Ludwig Herbert, Hans Rinn; 3. Preis: Friedrich Jung, Karl Andermann. yttng Deutsche Buhne, mit einer Aufführung der Oper „Salambo" von Lukas Böttcher; Spielleitung ■ hat Paul Wrede, musikalische Leitung Der' Komponist. Besetzung Die der Erstaufführung. _ Die Vortragsvereinigung (Goethe- Bund und Kaufmännischer Verein) schreibt uns: Der bekannte Fliegerdichter Peter S u p f wird am kommenden Montag einen Lichtbildervortrag halten über das Thema: „Das neue Welterlebnis", das Luftreich als großes neues Erlebnis des Auges, des Geistes und der Seele. Wer den Dichter Peter Supf und seine Werke kennt, den wird es nicht wundern, daß die Deutsche Lufthansa ihm einen Freiflugschein auf Lebensdauer und damit eine Art „Ehrenbürgerrecht im Luftraum" verliehen hat. Soviel ist sicher, dieser deutsche Schriftsteller und Dichter hat den Flugwillen des Menschen seelisch ganz erobert, hat das Neue, die Welt von oben, die Welt dort oben, wirklich erlebt, mit Auge, Ohr und allen Schwingungen der Seele. Was er von Den Wolken erzählt, ist so hinreißenb, Daß Die Sehnsucht nie mehr enDen roirD, in jenen Luftozean, in Das Gebirge Des Himmels einzuDringen. Es find mehr als 100 LichtbilDer, Die Der Vor- tragenDe zeigt, BilDaufnahmen von einer Schönheit, Die auch in Zukunft wohl kaum zu überbieten fein werben. (Siehe heutige Anzeige.) — Der Tierschutzverein Gießen hält am morgigen Freitag, 20.30 Uhr, im Kaufmännischen Vereinshaus eine Versammlung ab, in Der Schlachthofbirektor Dr. Keller über Das Thema „Ein Jahr Reichstierschutzgesetz" sprechen roirD. Im Verlaufe Des AbenDs roirD auch Die Diplomverleihung an treue Tierpfleger erfolgen. Auf Die heutige Anzeige fei befonDers aufmerksam gemacht. * Sczuka. 20.55: Musik aus Tonfilmen. 22.20: Polnische Lieber. 22.45: Der Zeitfunk bringt die Sportschau ber Woche. 23: „Kindheitstraume — Jugend. Ust — Flegeljahre." 24 bis 2: Nachtmusik. N. Flensungen, 13. März. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ver- anftaltete im Saale von Gastwirt Rudolf Reitz einen geselligen Abend. Der Frankfurter Humorist Fritz Born und seine drei luftigen Kilians brachten deutsche Volkslieder und andere Weisen mit Gitarren und Klavierbegleitung zu Gehör, für Die sie reichen Beifall ernteten. Bei Tanzmusik blieb man noch einige Stunden zusammen. — Bei Der Sammlung für Den VDA. rourDen in Flensungen 9,50 RM. aufgebracht. # Ober-Ohmen, 13. März. Die hiesige Volksschule veranstaltete unter Leitung von Lehrer Jung in her „Krone" einen Eltern- abenb. Lehrer Jung betonte in seiner Begrüßungsansprache, daß her Elternabenb ein Binbe- glieb zwischen Schule unb Elternschaft barftellen solle. Im Verlause ber Veranstaltung sah man einige Märchenspiele, bie von ben Buben unb Mädels mit vieler Hingabe bargefteUt würben. Ferner gelangten einige Einakter zur Aufführung, bie bes tieferen Sinnes nicht entbehr- ten, unb — ba sie zum Teil sehr humorvoll gehal- ' ' Freube auslösten. In ben Pau- Leitung von Lehrer M ö b u s » ** Eine Fünfnndslebzigjährlge. Am morgigen Freitag kann Frau Berta C o m p t e r, Alicenstraße 36, bei guter Gesunbheit ihren 75. Ge- i burtstag begehen. • ** $ri ft ab lauf für bie Ehrenkreuz- i Anträge. Das Kreisamt Gießen weift barauf । hin, daß bie Frist zur Antragstelluna auf Ver- . leihung ber Ehrenkreuze für Frontkämpfer, Kriegsteilnehmer unb Kriegerhinterbliebene am 31. M a r z 1 9 35 abläuft. Alle nach biefem Termin eingereichten Anträge werben abgelehnt. Auf biefe Frist ei noch einmal befonbers hingewiefen. ** D i e Vergebung von Fuhrt eiftun- qen betrifft eine Bekanntmachung bes Stäbtischen Hoch- unb Tiefbauamtes in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien befonbers barauf hin- gewiesen. , ** Anzeigepflicht für M o t o r b e t r i e b e in Hessen. Wie ^.amtlich mitgeteilt wirb, hat jeher Gewerbetreibenbe, in besser» Werkstatt ober Betrieb ein burch elementare Kraft (Dampf, Winb, Wasser, Gas, Lust, Elektrizität usw.) bewegtes Triebwerk in gleichviel welchem Umfang zur Derwenbung kommt, bie erfolgte Aufstellung unb Inbetriebnahme innerhalb acht Tagen nach Beginn ber letzteren ber Ortspolizeibehörbe anzuzeigen. Zuwiberhanblungen werben bestraft. ** Schüler-Ferienkarten auch für viertägige Ferien gültig. Künftig werben Schülerferienkarten auch für Ferien von minbeftens viertägiger Dauer ausgegeben. Diese Regelung hat bie Reichsbahn getroffen, um ben Schülern unb i Stubierenben auch bei ben kürzeren Ferien biefe : Fahrpreisermäßigung zugute kommen zu lassen. : Die Karten werben nur brei Tage vor bis brei Tage nach hem im Antrag bezeichneten Reisetag ausgegeben. räumen. u . _Of_. Hierauf gab ber Kreisjugenbwalter ber DAF., Walter Fritzges, einige Erklärungen über bie technische Durchführung bes Wettkampfes. Die Besprechung schloß mit einem „Sieg-Heil, auf ben Führer. c . Alles an die Front! Zum Reichsberufswettkampf wirb hem LPD. von juftänbiger Stelle mitgeteilt: Zehntausenbe beutscher Jungen unb Mäbels haben sich in ben Stählen unb Orten im Gau Hessen- Nassau freiwillig hazu entziehen, haß sie biejcrt großen Wettbewerb ber beutschen Jugenb mitmachen wollen. Es gibt auch noch Zogernhe unb Unschlüssige. Sie haben zwar von ben „Vorjährigen schon gehört, baß es gar nicht so schlimm sein soll, unb mancher von ihnen wirb sich burch bas Beispiel seiner Kameraben mitreißen lassen. Jeboch, es gilt, auch bie letzten Zweifel zu beseitigen, um alle restlos bafür zu begeistern. Unb ba ist es in erster terung b er»ÄrT Wer ®utier über 8spB. Frankfurt M, 13 Marz. In den Bienenweiden", Kreis-Bienenseuchen-Sachverstan- 1933/34 wurden in Frankfurt a. M. e ne diger Ramge über „Bienenseuchen'. Eine rege Anzahl Einbrüche, Kollidiebstahle Warenhaus-, Aussprache schloß sich an. Im Laufe der' Dersamm- $at)rrabs unö Biehdiebstähle verübt Es gelang lunq wurde beschlossen, 200 Stuck Kubler-Weiden bama[5 nicht, die Täter festzustellen. Umsang ch zu bestellen. Die Versammlung wurde dann m der Ermittlungen führten nunmehr zur Festnayme . .. , • 7 r r - ff ™ r - mrv x m 11 n n A 1* M A 1 Q U V U. ()U ..... üblichen Weise geschlossen. Einbruchstelle, erfaßte den Spielgefährten auch glücklich und zog ihn unter eigener Lebensgefahr an Land. Eine achtköpfige Diebesund Einbrecherbande festgenommen mertshausen die Rechnungsablage, die 'n Einnahmen mit 243,27 Mark, in Ausgaben mit 221,61 Mark abschloß. Die Jahresrechnung wurde m Oro- nunq befunden, dem Rechner Entlastung erteilt. Im Anschluß daran wurden verschiedene Vortrage ge- sprach über die W; Preußen. Geschenk des Führers an einen Hitlerjungen. LPD Biedenkopf, 13. März. In dem Orte Dachsloch hatte sich ein Hitlerjunge mit der Bitte um Ueberweisung eines Radioapparates an den Führer und Reichskanzler gewandt. Dem Jungen wurde nunmehr zu seiner größten Freude der gewünschte Apparat durch den Kreisleiter Thiele (Biedenkopf) überreicht. Ein sechsjähriger Lebensretter. LPD. Dillenburg, 13. März. Im Kreisorte Oberndorf rettete der noch nicht sechs Jahre alte Heinz Lotz seinen um zwei Jahre jüngeren Spielkameraden vom sicheren Tode des Ertrinkens. Beide befanden sich allein auf dem vereisten Weiher oberhalb des Dorfes, als plötzlich der Jüngere einbrach und im Wasser verschwand. Ohne sich lange zu besinnen, legte sich der kleine Lotz auf die brüchige Eisdecke, griff in das kalte Wasser der^ So entwendeten sie einem armen Volksgenossen in Hanau sieben Stallhasen, die die Bande zu Hause gemeinsam verzehrte. Der Bande konnten ferner eine Anzahl von Kollidiebstählen, Fahrraddieb- stählen nachgewiesen werden. Bei^ stählen erbeuteten sie Kisten mit Sekt, Kase, Margarine usw. Die Fahrräder wurden aus verschiedenen Straßen Frankfurts entwendet. Zur Weihnachtszeit 1933 verlegten sie ihre Tätigkeit in Warenhäuser. Sie machten sich den Andrang zunutze und entwendeten Hemden, Pulver, Wolle, Leder u. a. m. Bei einem dieser Diebstähle wurde einer der Täter auf frischer Tat ertappt Er verstand es aber, dem Geschäftsführer gegenüber leid zu erregen, worauf dieser von der Übergabe des Gestellten an die Polizei Abstand nahrm In der Zwischenzeit war ein Komplice mit der Beut verschwunden. Der Bande konnten insgesamt sechs Warenhausdiebstähle nachgewiesen werden Die falsche Rücksichtnahme des betreffenden Geschäftsführers gegenüber den Dieben hat diese zu weit ren Diebstählen ermuntert, denn es stellte sich bei der Untersuchung heraus, daß die Bande sich über den gutmütigen Geschäftsführer lustigl machte und später ihre Diebstähle in dem gleichen Geschäft fortsetzte. Kreis Wehlar. 8 Lützellinden, 13. März. Im hiesigen Rathaussaale fand eine D e r s a m m l u n g der O r t s- bauernschaft statt. Die Versammlung wurde von Ortsbauernführer Lenz eröffnet und geleitet. Dr. H e l f e r t von der Bäuerlichen Werkschule und Beratungsstelle Wetzlar sprach im Rahmen der Erzeugungsschlacht über Fütterungsfragen, insbesondere Fragen der Milchvieh-, Schweine- und Geflügelfütterung. Der Redner wies in seinen klaren von fünf Männern und drei Frau-n. Rach längerem hartnäckigen Leugnen legten die Festgenommenen unter der Schwere des herbeige schassten Materials volle Geständnisse ab. Haupttäter sind der 33 Jahre alte Kurt Schuld der 33 Jahre alte Max Bl e s er, der 36 Jahre a te Simon Reinhardt und der 33 Jahre alte Gustav Pauli, alle aus Frankfurt a. M. Die drei festgenommenen Frauen kommen als Mittäter in Betracht. Als Hehler wurde der Siegfried Schilling ermittelt, der sich zur Zeit m einer andern Sache in Untersuchungshaft befindet. Sämtliche Festgenommenen sind geständig, im Dezember 1933 einen Einbruch in ein. Cafe m der Nibelungen- allee verübt zu haben, wobei sie em Rundfunkgerät Schokolade, Kirschwasser, Pralinen, Kuchen, Kleidungsstücke und Silberbestecke erbeuteten. Im gleichen Monat entwendeten sie in der BUbeler Gasse aus einem Keller, den sie gewaltsam öffneten, einen ganzen Schweizerkäse im Gewicht von 160 Pfund und 50 Pfund Schmalz. In Rödelheim öffneten sie gewaltsam ein Wasserhäuschen und entwendeten daraus verschiedene Sachen Ihre Diebesfahrten dehnten sich auch nach außerhalb aus. Ausführungen darauf hin, daß nicht eine StergrJfa ßerunq der Bestände notwendig ist um zum Erfolg zu kommen, sondern richtige und sachgemäße Butterung die Grundlage für die Erzeugungssteigerung sei. Anschließend sprach ein Herr von der Landwirtschaftlichen Auskunft- und Beratungsstelle des Kali yndikats in Kassel über Futtergewmnung im eigenen Betrieb. Der Vortragende ergänzte seine Ausführungen durch die Vorführung eines. Films. Insbesondere betonte der Redner in feinen interessanten Ausführungen die Wichtigkeit der richtigen, sachgemäßen Düngung der Wiesen unö Grundflächen, sowie die in gewissen 3eitabftanben not- wendigen Bearbeitungsmaßnahmen. Nur öurct) Beachtung der verschiedenen Faktoren durch Öen Lanöwirt sei eine Ertragssteigerung unö dadurch die Unabhängigkeit der deutschen Landwirtschaft m der Futterfrage vom Ausland gewährleistet. Nach Bekanntgabe eines Rundschreibens über Flachsanbau und einer Aussprache wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. — Gestern fand im hiesigen Markwald die zweite und letzte Holz- Versteigerung statt. Die Preise waren gegenüber den früheren Holzversteigerungen etwas gedrückt. Es kosteten: Fichtenscheit (3 m lang) 25 bis 30 RM., Fichtenknüppel (3 m lang) 20 bis 21 RM., Fichtenscheit pro rm 5 bis 6 RM., Fichtenknuppel pro rm 3,40 bis 4,50 RM., Buchenscheit pro rm 9 RM., Buchenknüppel pro rm 7 bis 8 RM., Eichen- Wellen 50 Stück 7 bis 8 RM., Buchen-Wellen 50 Stück 8 bis 10 RM., Kiefern-Wellen 50 Stuck 4 RM., Fichten-Wellen 50 Stück 4 RM., Sprcm^unoen der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloffen.__ , Dreiha - Druckstoffe abends 8 Uhr, in der Neuen Aula Montag, 18. März. des bekanntem Fliegerdichters Lichtbildervortrag Das neue Welterlebnis und Hauskleider FrawetießiMeLLSeia Gießen, Marktstraße 4-8 1478A Das Anwesen Neustadt 45 FÜR DEN BODEN WMW LOBA-HochglonzWachs Die Direktion: Schelhor ist zu verkaufen 1450 0 Gießen kaufsstelle: Hindenburg-Drogerie Elges, Seltersweg 68a. Nachdruck verboten Ohne Gewähr Oiplomverleihung Wohnungstausch 13. März 1935 29. 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Vortragsabend Im Gewinnrade verblieben: 20 Tagesprämien zu je 1000 Mark, 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 10000, 12 zu je 2000, 18 zu je 1000, 64 zu je 50Q, 144 zu je 300 Mark. 161344 172363 187051 198135 207965 225649 230874 243994 259934 269419 276508 288503 301367 316923 322643 335002 340705 364992 371328 379915 393362 117627 132706 141485 155854 164476 175275 193340 200782 211617 227822 235260 248361 262438 273822 282675 292380 314861 318377 327763 338336 344417 366956 372937 387138 rn.Küchenbenuh. oder für Büro- zivecke zu verrn. Schriftliche 9lm fragen u. 01047 an d. Gieß. Anz. Tüchtiges und zuverlässiges SiDeltmWeD sauber u. erfahr, in aller Hausarbeit sowie im Servieren für kl. Pillen- Haushalt bei gutem Lolin gesucht. Bildbe- »verbungen mit nur erstklassigen Zeugnissen unter 1492V a.d.G.A. d@eb. WACH [Stellengesuche) 111 adel mit guten Zeugnissen sucht zum 1. April Stelle z. Bedienen, geht auch alsZimm.- Mädcheni.Sais.- 0. Dauerstellung. 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Wollen Sie vielleicht einmal einen Blick auf unsere Getränkekarte werfen?" fragte der Steward und holt ein Preisverzeichnis von einem der vor- schnftsmäßig gedeckten Tische Vom fPWW Uieivl, IlllU U14UI Wil --- — , W , ,, bei ist es oft gar nicht so einfach, den Flaschemnhalt zu konservieren. Durch dell großen D r^ck^mr^er^ schied zwischen der verdünnten Außenluft und dem Flascheninnern geht zum Beispiel bei Ge- tränken, die besonders viel Kohlensäure enthalten, oft ein Drittel des Inhalts trotz größter Vorsicht verloren. könnte ich ihn mitnehmen. Daß ich doch wenigstens etwas Lebendiges um mich habe." In diesen Tagen feiert Georg Witte ' das Jubiläum einer 30jährigenDienst- I , eit a l s Lokomotivführer. Dieser Festtag wird gleichzeitig das Berufsleben dieses ältesten deutschen Lokomotivführers beschließen. Unser kr-Mitarbeiter besuchte den Jubilar und erfuhr folgende Begebenheiten aus dem Tagebuch eines alten Schienenfahrers. Man sieht es Georg Witte nicht an, daß er in diesen Tagen seinen 6 5. Geburtstag gefeiert hat. Vielleicht hat ihn das Leben auf den endlos erscheinenden Schienensträngen so jung erhalten, vielleicht war es dieses hohe Gefühl der großen Verantwortung und Pflichttreue, das diesem Leben im 120-Kilometer-Tempo das Aussehen ewiger Jugend verliehen hat. Wahrscheinlich hat aber die Liebe diesen ältesten deutschen Lokomotivführer so frisch gehalten, die grenzenlose Liebe zu seiner „eisernen Braut", der er seit drei Jahrzehnten den richtigen Weg gewiesen hat. Er hat die Welt vom Führerstand des fauchenden Stahlkolosses aus betrachtet, er sah die Zeitereignisse an sich vorüberjagen und hat längst innige Freundschaft mit jedem Baum und jedem Strauch geschlossen, der an „seiner" Strecke stand, an „seiner" Strecke, die von Berlin nach Leipzig oder Dresden, nach Erfurt oder Halle führte. Und jetzt heißt es Abschied nehmen von diesen blanken Schie- nenkindern, die dem alten Eisenbahner so fest ans Herz gewachsen sind. „Das ist nicht leicht , meint Herr Witte und seine Augen sind erfüllt von zärtlicher Liebe für seine Eisenbraut. 30 Zähre bei der Eisenbahn. ganz allein." . , „ .. Nein' Da wäre sie wieder unter vielen , widersprach Bob wehmütig. „Aber sehen möchte ich die Hunde schon, Luzie." , • Einträchtig gingen sie nach dem Zwinger, wo Tessa die Hündin, gerade ihre Jungen saugte. „Ist das nickt niedlich?" fragte Luzie begeistert, nahm einen der jungen Hunde auf und dielt ihn gegen ihre Wange. „Wollen Sie mal ein bißchen fühlen, wie weich' das ist, Bob?" Gleichzeitig schob ste ihm das warme Tierkörperchen unter den Rock und lachte, weil er solch ein verdutztes Gesicht machte. ®r tut Ihnen nichts! — Sei gut Tessa , beschwich- tiate sie die Hündin, die aufgeregt an Bobs Bem- kleid zu schnüffeln begann. „Gleich kriegst du dein Kindchen wieder!" . Schulter an Schulter sehen sie zu, wie die vier Kleinen tranken. „Würden Sie mir eines grotz- ,iehen, Luzie?" fragte Bob etwas, unsicher. „Für das Futter komme ich natürlich auf." Luzie hatte eine scharfe Antwort auf der Zunge, bezwang sich aber. Sie wollten doch fernen Hund! schon, nur die Mama nicht. Und da dachte ich" wenn ich bei Semesterbeginn nach Paris muß, klärlich, daß die meisten von ihnen wahrend der Fahrt von der Speisekarte Gebrauch machen; denn ein Diner in mehreren tausend Meter Hohe gehörte nun einmal bisher noch nicht zu den täglichen Selbstverständlichkeiten. . .Vielleicht folgen Sie mir einmal m mein Reich, die kleine Pantry", fordert Herr Hove den^ Besucher auf, und wenige Augenblicke spater stehen wir bereits in seiner winzigen weihlackier- ten Küche, in der alle die Speisen, die Die Fluggäste während der Fahrt verlangen, angerich- tet werden. Jeder Gegenstand hat hier m den sinn- voll konstruierten Schränken seinen besonderen Platz, denn Ordnung und S a u b e r k e i t sind die höchsten Gebote für einen fliegenden Küchenchef. Diese Pantry beherbergt aber auch noch sämtliche Geschirr- und Befteckvorräte, ja sogar größere Wäschemengen und ein Heißwassertank sind Küchenchef in 3OOO Meter Höhe Oer Stratosphären-Keilner erzählt. auf den Schienen verbracht, Sommer und Winter, Tag und Nacht auf der Lokomotive gelebt hat, da hat man so allerlei erlebt und mitgemacht", meint der Eisenbahner und beginnt ein paar Ges chlch - tenausseinerDienstzeitzu erzählen. Nerven muß man haben, starke eiserne Nerven , meint Georg Witte. Einmal fuhr ich Die Strecke Berlin—Halle. In der Nähe von Wittenberg springt plötzlich jemand wie ein Wilder aus dem Gebüsch. Ich reihe die Hebel rum, der Zug steht — aber es war z u s p ä t. Der Zylinder der Maschine hatte den Lebensmüden erfaßt und zerschmettert Wie ich später einmal erfuhr, war es em Gutsbesitzer gewesen, der unschuldig des Diebstahls bezichtigt worden war. — Beinahe hätte ich auch mit den furcht- Deutschlands ältester Lokomotivführer erzählt Dreißig Jahre auf Schienen. ^Bei°ncche ging ihre Sympathie für ihn wieder in die Brüche, denn er teilte ihre Ansicht nicht. Die Mama würde das nicht wünschen. Er sei jetzt alt genug, sich selbst umzusehen, wo er bleiben tonne. Die Mutter bezahle selbstverständlich alles. Sie wolle nur nicht, daß er mit seinen dreiundzwanzig Jahren noch immer an ihrem Rock hänge. „Am-Rock-hängen ist gut!" lacht- Luzie. „Dann wird sie uns jedenfalls auch möglichst bald abschut- ^^o^erfcbraf, als hätte er die Pläne der Mutter verraten. „Bei Ihnen ist das natürlich anders, Luzie. Erstens sind Sie junge Damen und kerne Männer, und zweitens haben Sie ja em Recht, hier »u sein, wo Ihr Vater ist. Haslbach gehört doch schließlich den Jfflands und nicht den Pöttmes. Na", meinte sie ehrlich, „sagen wir halb und halb Interessieren Sie sich übrigens für junge Hunde, Bob? - Ja? - Sie dürfen nicht meinen daß es sich um hergelaufene Kater handelt. Alle find sie reinrassig. Wollen Sie einen?" „Die Mutter duldet ferne Hunde m der Wohnung", lehnte er verlegen ab. Jetzt stampfte Luzie zormg auf „Was denn noch alles nicht? Sie duldet Sie nicht! Hunde duldet sie nicht' Uns wird sie nicht dulden! Warum ist sie denn nicht in ein Kloster gegangen? Da war sie „Luzie!" stammelte er, ohne das Mädchen dabei an'5Snetmegen! - Also, Luzie!" Sie schmeichelte dem kleinen Wollbündel und täschelte es. „Du gehörst jetzt dem Bob, verstanden. Gib mal einen schönen Kuß' So!." Sie hielt das noch unbeholfene Tier an die Wange des jungen Pöttmes und lachte, als er unter der Berührung der rauhen Zunge, die darüberfuhr, zusammenzuckte. „Weibchen sind immer anhänglicher", klärte Luzie ihn auf. „Ich^ziehe Ihnen also die „Luzie" groß. Bis Sie nach Pans gehen, ist sie schon zimmerrein." „Bitte!" sagte Bob herzlich. Und plötzlich nahm das „Ekel" wahr und wahr« hastig ihre beiden Hände hoch und küßte sie ... Das war der Gipfelpunkt Der Ueberrafchung, Die Luzie heute mit ihm erlebt hatte. s Fortsetzung folgt!) brGu3ieb5a®ebanten machten wahre tzechtsprüng-. Aber in Den Ferien kommen S"> Doch jeDenfalls nach Haslbach, Bpb?" „Wenn ich Darf?" _ Es war Das erstemal, Daß Luzie em wärmeres Gefühl für ihn empfanD. KlauDine hatte recht: Er war eigentlich ein armer Kerl. „Warum sollen Sie Denn nicht Dürfen?" meinte fie, unD diesmal lag fein bißchen Spott in ihrer Stimme. Wenn Ihre Mutter hier auf Haslbach zu Hause ist, stnD Sie s Lokomotivführer Witte nach seiner letzten Fahrt im Anhalter Bahnhof in Berlin, wo ihn der Vizepräsident der Reichsbahndirektion Berlin, H a r - V brecht, auf dem Führerstand begrüßte. mal, bevor er auf die Maschine steigt vor sich hin sagt- „Mit Gott und Gottes Willen. Ohne Gottes Gunst' ist doch all' Tun umsonst" ... in meinen Wagen gehabt: den Kaiser, Mackensen, Generalfeldmarschall von ^^udenburg, den Kronprinzen und alle die anderen hohen Herren haben sich meiner Obhut anvertraut.. 4 Millionen Schienenttlometer zurüügelegt. Aberglauben kennt dieser rüstige Veteran der rollenden Stahlkolosse nicht. Sein einziger Talisman ist ein kleiner winziger Spruch, den er jedes- schrocken, als die Kleine mit einem Male ganz blaß wurde „Das müssen Sie doch gemerkt haben, Luzie'" Und als das Mädchen nickte, atmete er erleichtert auf. „Mit mir hat die, Mama schon vor Tagen gesprochen: Ich werde in die Verbannung in Frage. „Sobald sich die Maschine in Bewegung sttzt, beginne ich dann mit dem Anrichten der Speisen. Natürlich mußte ich mich im Anfang erst an bi« Schräglage der Pantry gewöhnen. Heute tonnen jedoch Die internationalen Fluggäste bereits eine Viertelstunde nach dem Start, m bequemen Sesseln sitzend, das Mittagsmahl einnehmen. Nun muß ich mich aber leider von Ihnen verabschieden; denn die Pflicht ruft..." Steward Hove zieht sich mit einem freundlichen Lächeln in seine Pantry zuruck... R.t.Y. kanntschaft gemacht. Eine Viertelstunde, nachdem ich die Jüterboger Strecke verlassen hatte, ereignete sich das grauenhafte Unglück, bei Elchen neun Wagen aus Dem Gleis gesprungen unD Die Böschung hinuntergesaust waren. Als ich am gleichen Abend meine Maschinen untersuchte, fanD ich unter beut TenDer Holztrümmer, Die von Der von Matuschka verwenDeten Sprengstofffiste Zerrührten In Diesen Tagen fuhr Georg Witte zum letztenmal seine Eisenbraut. Nun muß er für immer von ihr Abschied nehmen und Darf sie nur noch aus Der Ferne berounDern. „Wenn man dreißig Fahre Lokomotivführer war, fällt einem Der Abschied sehr schwer ..." Wir glauben es gern, aber „Georg, der Unverwüstliche" wird hoffentlich auch über diese ^^Wohin?" fragte Luzie verblüfft. „Wie? — Wohin kommen Sie, Bob?" „In Die Verbannung," wiederholte er. Sie rourDe ernstlich böfe. „So reden Sie Doch schon vernünftig! Wie soll man Denn aus Diesem Ö‘!Ä""r09”erere,nunb nun sah es beinah- aus als wolle auch er meinen, „Die Mama behauptet, id) falle ihr Allmählich auf Die Nerven mit meiner Unbeholfenheit. Ich „müßte e"bh^^eaJ?bX 1* drillt werden, selbständig zu sein. Bis-legt tobe ch in München studiert. Das nächste Semester soll ich in Paris machen. Dann eines in Bonn, emes in Heidelberg, dann eines in Rom, glaube ich. „Sßieoiei denn noch?" .fragte Luzie schnippisch „Bis ich eben fertig bin , sagte er achselzuckend. "Und wann wird das sein?" Darauf wußte Bob nicht gleich Antwort. „Sechs Semester werde ich voraussichtlich noch brauchen Und weil ihr Blick noch immer unverwandt auf ihm ruhte, erklärte er: „Alle Aerzte brauchen so lange. Also Arzt wollte das Ekel werden, und sie hatte . immer gemeint, es wäre gar nichts mit ihm los. - Ihr Kleid zusammenraffend, ruckte Luzie jetzt dichter an ihn heran. „Würden Sie mir was sagen, Bob, wenn ich Sie auf Ehrenwort frage? ÄS&f&T wieder ein $nÖ&ber ich"habe doch nicht ''Nein" gesagt!" wandte er ein. Mas wollen Sie den wissen,.Luzie? Sie hatte gerade nach seinen Schuhspitzen gesehen und so etwas wie Neid empfunden, well diese nicht ein bißchen abgestoßen waren. Die ihren waren immer abgewetzt. Nun ließ sie den Blick mach feinem Beinkleid wandern und dann l) er auf zu dem blauen Tuchjackett, das Bubs schlanken Körper umspannte. Bis ihre Blick- schließlich an 'einen großen.grauen Augen hasten blieben. „Glauben Sie, daß Ihre Mutter meinen Vater liebt? Sicher", meinte er ohne Zögern, „Ihr Vater ist immerhin ein Mann, den eine Frau ahne weiteres ^Luztt "verzog den Mund und sagt- spattend: „Sie sind abelhast gescheit, Bab! Biel gescheiter als ich gedacht habe. Hat Ihr- Mutter uns auch schan Dies- Frage mußte er verneinen. Er kannte Luzidach unmöglich verraten, was ftme Mutter gegen die Töchter ihres zukünftigen Gatten alles varg-° "°L?z"aum und sah unentwegt geradeaus. „Warum haben Sie denn g-wemt, Luzie. ln afZÄ Mama und Ihrem Vater? Um Gatt Si- wiff n dach davan!" r.ef -r er- Was ist denn mit ihm? dachte das Mädchen erschrocken, als er plötzlich die Arme gegen Das Gitter Des Zwingers legte unD Den Kopf hmeinwuhlte. Dann begriff Luzie mit einem Male! Klaudme hatte recht: Bob war genau fo arm wie sie. Sie zürnten seiner Mutter, weil sie ihnen Den Vater nehmen wollte, unD er verlor mit Dieser Mutter eigentlich alles, gab Das letzte her, Das er noch besaß. Bob", flüsterte sie gerührt, Das Gesicht dicht an seiner Schulter. „Bob! — Sie sollen ja einen Erie- gen! Ich ziehe Ihnen einen groß! Den Schönsten— Sein, nicht Den Schönsten, aber Den Treuesten. Den Allertreuesten sollen Sie haben! Reden Sie doch, Bob! — Und wenn Sie dann in die Ferien kommen, bringen Sie ihn wieder mit, ja. Dann erziehe ich ihn ein bißchen. Denn Sie werden ihn ja doch bloß verziehen! Nicht wahr, Bob?" Ja", nickte er und schämte sich fürchterlich seiner Tränen. Luzies Mitgefühl aber wurde immer inniger und stärker. Das hatte sie ja gar nicht gewußt! — Wer konnte auch ahnen, daß Bob so ganz anders war, als er sich gab? Nach außen hin eckim unbeholfen, fast wie ein Klotz, der keinerlei Gefühlsregungen fähig ist. . „ , rx x „Bob!" raunte sie ihm zu und steckte tröstend ihren Arm durch Den seinen. „Wenn unsere alten Herrschaften wirklich heiraten sollten, Dann gehören Sie ja doch gewissermaßen auch zu uns. Ich meine auch hierher nach Haslbach. Sie brauchen keine Be- 1 denken zu haben, wir können Sie alle gut leiden. — ' Nein, gewiß, Bob, ich lüge nicht! Wir haben nur immer gemeint, Sie wären so ein Hampelmann, 1 der gar keine — gar keine — ad)", seufzte sie, als sie Das richtige Wort nicht fanD, „Sie wißen schon, was ich meine, Bob. — Komm!" rief fie Dann und nahm Der Hündin das zierlichste Junge von der Brust. „Das gehört jetzt Ihnen, Bob, wie soll s denn heißen? Sagen Sie, wie es gerufen werden „Angefangen habe ich bei Den Königlichen Eisen- bahnwerkftätten, hab Dort Den Maschinenbau gelernt unD Die Entstehungsgeschichte Der Lokomotive gründlich studiert, Dann kamen ein paar Fahre bei der Deutschen Kriegsmarine, bis ich schließlich als Hllss- heizer bei Der Eisenbahn beschäftigt rourDe. Bald war ich im RangierDienst tätig, unD es Dauerte nicht lange, bis ich meine Prüfung als Lokomotivführer abgelegt hatte. Ach ja, damals war es noch anders auf der Eisenbahn, da hatte die Menschheit noch Zeit und hetzte nicht nach Minuten und Sekunden. Ich fuhr die kleine Borsigmaschme, die kaum 500 PS hatte. Auf eingleisiger Strecke ging Der ganze Betrieb vor sich. Wenn es besonders eilig war, kam Die Maschine auf 60 bis 7 0 Stundenkilometer. Es war eine schone, gemütliche Zeit ." Frau Witte ist ihrem Mann eigentlich ein wenig böse. Sie kann vielleicht seine aufopfernde Liebe zu der eisernen Braut nicht ganz verstehen. „Und Dann, wissen Sie, finD wir in feiner ganzen 30jährigen Dienstzeit nur ein ei n 3 1 g es M al zusammen d e r r e i ft. Auf Den Urlaub hat er oft und gern verzichtet, weil er sich von feiner ruhigen Geliebten so schwer trennen kann unD wenn er frei hat, will er wieder niemals Eisen- bahn fahren. Mein Mann sagte immer, er kann sich nicht als Fahrgast in den Zug setzen. Da bekommt er Sehnsucht nach Dem Führerstand und will selbst fahren. Ja, ja, eine EisenbaMerfrau. hat s nicht leicht, sage ich Ihnen , meint Frau Witte. „ Selbstverständlich hat „Georg der Unverwüstliche , wie er von feinen Kollegen genannt wird, auch den Weltkrieg auf Den Sch i e n e n wltgemacht An Der Westfront hat er vier Jahre ^Dient Ost war es ein fast hundertstünDiger ununterbrochener s yjssxs. >« Oie Ifflandsiöchter und ihre Freier. Vornan von 3- Schneider-^oerstl Verzeihen Sie, kennen Sie zufällig Herrn Hove? Herrn Arthur Hove, Kellner von Beruf. —Wie, meinen Sie, Sie haben noch nichts von Diesem Herrn gehört unD wozu soll man sich auch Den Namen jeDes Kellners merken? Nun, Herr Hove verdient es, daß man sich einmal etwas näher mit ihm beschäftigt; denn er ist d e r „h 0 ch st e Kellner Deutschlands. Er hat die kleine Eigenart, feine Gäste gewissermaßen über den Wolken m ein paar Tausend Meter Höhe zu bedienen. Er ist Deutschlands Luftsteward und sicherlich wird sein Name später einmal in den Chroniken der Gastronomie mit goldenen Lettern eingetragen werden. „Angefangen habe ich bei der Hamburg-Ost- afrikalinie", erzählte der Stratosphären-Kellner, der nun schon der Kilometerzahl nach bald e in dutzendmal um den Erdball geflogen ist, bann kamen ein paar Jahre in führenden Berliner Hotels, bis ich eines Tages zur Mitropa kam und im Jahre 1928 als Steward mit der Junkers G 31 mitflog. Heute versehe ich meinen Dienst nun auf der großen viermotorigen G 38 und ich mutz sagen, die Höhenluft bekommt mir ganz ausgezeichnet! Etwa 500 000 Kilometer habe ich bereits zu- Bob Vöttmes faß noch ^s^f^die^zum^Gar^ Stelle: Auf der zweiten Treppenstufe, 3 gestützt ttn IM>rt°.Er hatte di- Arm-ta& b« JSdta’ef be’f’Ä 4« °r Ich-, daß st- neben Sik'hatt7"7nt°rw°gk°°in° R°I° g-pttu-t und nagte mit weißen Zahlen an dem ,te „„qeftrengt „Worüber grübeln Sie denn wieder jo °ng 1 nach, Bob?" ließ Luzie sich neben ihmin ° . drückte ihm einen Dorn des Rol-nstiels Getränke und Speisen vertragen genau wie mir nur bestimmte Höhen, und erst kürzlich hat ein englischer Fachmann eine besondere Speisekarte für Fluggäste herausgegeben. Nach ihr soll Blumenkohl zum Beispiel als „Wolkenmahl, -eit" wahres Gift für den Reisenden fern, genau so wie ein erfahrener Küchenchef niemals m ein paar tausend Meter Höhe „Garnierte Kalbszunge auf die Speisekarte fetzen wird, da hier das Fleisch bereits lederähnlich geworden ist. Auch unsere ge- liebte Apfeltorte scheint es in sich zu haben. Jeden- falls ist ihr Genuß während einer Flugreise nicht gerade empfehlenswert. Dor allen Dingen muß der fliegende Küchenchef mit besonderer Sorgfalt darauf achten, daß alle Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Aluminiumbüchsen verwahrt werden, Da fie leicht Den Geruch anziehen. Welcher Fluggast wäre wohl Damit einverstanden, daß sein belegtes Brot einen Benzinbeigeschmack hat? „Man muß schon über eine gewisse Praxis verfügen, wenn man in ein paar tausend Meter Hohe ein schmackhaftes, abwechslungsreiches Mittagessen servieren soll", berichtet Herr Hove. „Die frischen, weichen Eier, die der Gast bestellt sind bereits längst vor dem Start gekocht worden und nur durch besondere Methoden ist es möglich, sie em paar Stunden später so zu servieren, als hatten fu eben noch im Wasser gelegen." Kurz vor der Abfahrt werden sämtliche Speisen in einer Dorküche am Schlesischen Bahnhof de- stellt. Dort werden sie in Fünf- und Zehn-Oiter- Thermosflaschen gefüllt und durch Hebel und Schrauben luftdicht verschlossen. Selbstverständlich müssen alle Zutaten ganz besonders fnsch und sauber sein. Schwere Gerichte, etwa Mayonnaisen- salate usw., kommen für eine Flugmahlzett nicht Copyright by Verlag Oskar Meister. Werdau i. Sa. 4 Fortsetzung "^ruck oerbo.en! 1 Luzie drückte ihr Gesicht gegen den Hals d r Schwester Ach, du, muß Denn Das sein? — Muß Schwejier. „, - Immer gleich heiraten. Sie soll m7in°tw°g°n nach HÄb-ch ziehen unb. ach. Zim- Hi? brh einrichten. Sie kann von mir aus auch wer si sch . rperD's schon aushalten mit -ÄSi’fSl Ich will em- & 2|" Tränen stürzten ihr jetzt unaufhaltsam fach mcht. ^ane ^ drei arbeiten wur- aus den Augen^ ,„«°nn w nicht, Klauben, du, die Margot un > Die Ranne WS" «•« 'M und l- Mnigo' jitb um «•- "SÄ' SSy« w. e„ Die Heitere nickte gechwtt. in der schob Die Schwester nach D r ^s Wort. Er ist sie Bob wußte „Sag ihm 9 Willst Du, doch in Der gleichen Lage wie Kleines?" ;mnipr erreichte, wenn sie Die „SÄ’ S“ 'S •" “'S: ms ä unD lächelte verlegen: „Dann wiro ui unser BruDer." . rückgelegt!" 34 Gäste kann Die G 38 aufnehmen. Es ist er- I prnrfith dok die meisten von ihnen während der 35 ■ nunmehr be- dieser Gruppe sind Die Spiele in tagung. zenfuttermehl W XVI 11,02 gehen, werden nicht angenommen. Pkte. 33:3 28:8 26:10 21:15 16:20 13:23 13:23 11:25 9:27 8:28 Spiele 18 18 18 18 18 18 18 18 18 18 Gießen Alsfeld, 1935 in Gew. 15 13 12 9 6 4 6 5 3 3 >. Verl. 1 3 4 6 8 9 11 12 12 13 Heuchelheim Wieseck Großen-Buseck Lollar Lich VfB. II Grünberg Leihgestern 1900 II Krofdorf nächst 96 (94,50) fort, gingen aber später auf kleine Realisationen auf 95,50 zurück. Adlerwerke Kleyer stiegen auf 88,75 bis 89 (88). Bei etwas größeren Umsätzen konnten sich Reichsbank auf 167,50 bis 168,50 (166,50) befestigen. Verhältnismäßig schwach lagen dac^sen ohne besondere Motive Westdeutsche Kaufhof nut 38,65 bis 38,25 (40). Am Montanmarkt zeigte sich Nachfrage nach Rheinstahl (plus 1 v. H.), auch Mannesmann' lagen bei etwas mehr Geschäft 0,50 v. 5). und Harpener ebenfalls 0,50 v. H. fester. Für Stahlverein hat das Interesse nachgelassen und der Kurs ging auf 77 (77,25) zurück, auch Klöckner verloren 0,50 v. H. Am Elektromarkt bröckelten AEG. weiter um 0,25 v. H. auf 34,50 und Schuckert um ebenfalls 0,25 auf 101,50 ab, während Gesfürel 0,50 v.H. gewannen. Elektr. Lieferungen blieben von der unv. 5proz. Dividende unberührt und lagen mit 109 unverändert. Sonst setzten noch ein: Cement Heidelberg 115,25 (116), Hapag 32,13 (32), Feinmechanik Jetter 74,90 (74,75) und Zellstoff Waldhof mit unv. 111 v. H. Im Verlaufe war die Kursentwicklung weiter uneinheitlich. Bei kleinen Umsätzen hielten sich die Veränderungen aber in engen Grenzen. Es notierten u. a.: Daimler 95 bis 95,25 (95,50), Reichsbank 168 (168,50), AEG. 34,25 (34,50), Stahlverein 76,75 bis 77 (77). Etwas fester lagen Bemberg mit 119,25 (118,75), Holzmann mit 88,50 (88,25), Südd. Zucker mit 169 (168), Buderus mit 92,90 (92,40) und Mansfelder mit 92,90 (.92,50). Zellstoff Aschaffenburg gaben auf 80,50 (81,25) nach. Am Rentenmarkt zeigte sich lebhafte Nachfrage nach Schutzgebietsanleihen, die meist nur zum Teil befriedigt wurde. Stücke erhöhten sich auf 10,65, teilweise 10,70 (10,50) und zertifizierte auf etwa 11,10 nach 10,70 bis 10,80. Ferner waren Gold- pfandbriefe und Kommunal-Obligationen gefragt und bis 0,25 v. H. fester, auch Liquidationspfandbriefe zogen teilweise bis 0,25 v. H. an. Stadtan- teten Kursen weitestgehende Geschäftsstille 6prozen- tige Dollarschätze von 1923 blieben auf der befestigten Mittagsbasis in Auswirkung des Urteils gegen die Reichsschuldenverwaltung mit 97,75 (97,65) voll behauptet. Pfandbriefe lagen bei kleineren Umsätzen unverändert. n „ U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112,13, 6 v. H. Stahlverein 99, 5 o. H. Stahlverein 96,75, 4,50 v. H. Stahlverein 92, 4,50 v. H. Franks. Hyp. Bank Gold R 1 bis 15 96,50, Schutzgebietsanleihe von 1914 10,75, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 170,50, Bank für Brauindustrie 112,50, Rhein. Hyp. Bant 131, Commerzbank 82,75, Harpener 98, Kali Aschersleben 111, Klöckner 86,25, Rheinstahl 95,90, Laurahütte 22,25, Stahlverein 76,40, AKU. 52, AEG. 33,90, Betula 141, IG. Chemie volle 161, Conti Gummi 153, Conti Linoleum 154, Daimler 94,75, Licht & Kraft 120, IG. Farben 140,90, Gesfürel 116,50, Goldschmidt 96,50, Holzmann 88, Lohmener 120,25, Metallgesellschaft 90,25, Rütgerswerke 105, Schuckert 101,25,’ Siemens 140,50, Westdeutsche Kaufhof 38,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 119,90, AG. für Verkehrswesen 82, Hapag 31,90. Der zweite Reichsberufswetikampf wird ein erneuter Beweis dafür fein, daß die deutsche Jugend ihre Lebensfragen nicht durch kriegerische Spiele, sondern durch Aufbauarbeit des Friedens lösen wird. rat der Veranstaltung übernommen. IrühjahrswaldLauf für den Kreis Gießen. Am 31. man 1935. Der Frühjahrswaldlauf für den Kreis (umfassend die politischen Kreise Gießen, Schotten und Wetzlar) sindet am 31. März Gießen statt. Ausrichter ist der VfB.-Reichsbahn. Meldungen sind zu richten an den Kreisfachamts- leiter Gg. Richt berg, Gießen, Mühlstraße 32, bis spätestens 26. März 1935 unter gleichzeitiger Ueberweisung des Startgeldes. Dieses beträgt für jede Einzel- und Mannschaftsmeldung 20 Pf. In der Jugendklasse wird Startgeld nicht erhoben. Meldungen, die verspätet oder ohne Startgeld ein- i. Unentsch. 3 2 2 3 4 5 1 1 3 2 bis 5,40. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 7 Rinder (4 Ochsen, 3 Färsen), 1218 Kälber, 282 Schafe, 410 Schweine. Es kosteten: Kälber 28 bis 53 Mark, Hämmel 35 bis 38 Mark, Schafe 24 bis 36 Mark, Schweine 45 bis 52 Mark. — Marktoerlauf bei allen Viehgattungen mittelmäßig. Schweinemarkt in Schotten. = Schotten, 13. März. Der heutige Schweine markt war mit 380 Ferkeln und Einlegern zum Verkauf beschickt. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 22 Mark, 8 bis 9 Wochen alte Tiere 26 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 30 Mark, Einleger 36 Mark. Der Handel war schleppend, es verblieb etwas Ueberstand. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Freilag, den 15. März. Wieseck. 20 Uhr: Evangelist Gehring, Möttlingen. Sport und Michsschulung. Zwischen dem Reichssportführer und dem Reichs- schulungsleiter der NSDAP., Pg. Max Frauendorfer, wurde folgende Vereinbarung getroffen: . 1. Um eine Einheitlichkeit m der natwnalsozia- listi chen Erziehung des deutschen Volkes herbeizu- führen, wird die Arbeit der Dietwarte des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen in ein Regel- Verhältnis zur Reichsschulungsarbeit der NSDAP, gebracht. 2 Zu diesem Zweck wird von dem Reichsschulungsleiter der NSDAP, der Reichsdietwart zum Beauftragten für die weltanschauliche Schulung im Reichsbund für Leibesübungen ernannt. Die Gau-, Bezirks- und Kreisdietwarte werden von den Gauschulungsleitern der NSDAP, auf Antrag des Gau- Beauftragten des Reichssportführers als Beauftragte für die weltanschauliche Schulung des Reichsbundes für Leibesübungen für ihr Bereich bestätigt. Sie sind gleichzeitig für die Tätigkeit aller weiteren Diet- warte verantwortlich. , ... 3. Diejenigen Dietwarte, die als Beauftrage für die weltanschauliche Schulung vom Reichsschulungsleiter oder Gauschulungsleiter der NSDAP, anerkannt werden, müssen Parteigenossen sein. Ausnahmen sind nur mit besonderer Genehmigung des Reichsschulungsleiters der NSDAP, möglich. 4. Die Schulung der Dietwarte des Reichsbundes für Leibesübungen auf den Schulen der NSDAP, wird auf Antrag des Reichsdietwartes vom Reichsschulungsleiter der NSDAP, bestimmt. 5. Sämtliche Dietwarte des Reichsbundes für Leibesübungen sind verpflichtet, die vom Reichsschulungsleiter herausgegebenen Schulungs-Bnefe der NSDAP, zu beziehen. Berlin, 8. März 1935. (gez.) von Tschammer. (gez.) M. Frauendorfer. Dillard-Wettrampf: Lütgehetmann-Gommer in Gießen. leihen lagen bei kleinem Geschäft wenig verändert, ebenso Staatsanleihen. Von fremden Werten blieben mexikanische Anleihen unverändert. Am variablen Rentenmarkt erhöhten sich spate Schuldbücher auf 97,90 (97,65), im übrigen traten keine Veränderungen ein. — Tagesgeld unv. 3 v. H. Abendbörse still. An der Abendbörse ergaben sich bei sehr geringer Umsatztätigkeit infolge des fortbestehenden Ordermangels keine nennenswerte Kursveränderungen. Die Kulisse hielt weiter zurück. Die Grundstimmung war nicht unfreundlich. Etwas schwächer lagen jedoch noch AEG-, Westdeutsche Kaufhof, Daimler Motoren und Kunstseide AKU. Am Kassamarkt zpgen Commerzbank auf 82,75 (82,65) an, DD.-Bank und Dresdner Bank blieben mit je 83,25 unverändert. IG. Chemie-Basel volle erhöhten sich auf 161 (160). An den Rentenmärkten herrschte bei gut behaup- Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u r t a. M., 13. März. Die ruhige Ge- ischäftslage hielt an. Brotgetreide blieb reichlich angeboten und fand angesichts des geringen Mehlgeschäfts nur wenig Aufnahme; insbesondere für Roggen besteht keine Kauflust. Futtergetreide war kaum vorhanden, auch in ölhaltigen Futtermitteln, sowie in Mühlennachfabrikaten konnte die dringende Nachfrage nicht befriedigt werden. Die Preise Mieten zum letzten Markt unverändert. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramms in Mark: Weizen W IX 208, W XIII 212, W XVI 216, Rvagen R IX 168, R XIII 172, R XV 176, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 170, G XI 173, G XII 175, Hafer H XIII 168, H XIV 170, alles Großhandelspreise ob Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05, Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10, alles plus 0 50 Mark Frachtausgleich. Weigennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W XIII 10,82, W XVI 11,02, Roggenkleie R XIII 10,08, R XV 10,32, alles Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot 13,00, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50, alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstahon. Treber —, Trockenschnitzel 9,50, Heu 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündett 5,00 Am gestrigen Abend konnte man im Billardsaal des Casö Amend Zeuge einer. spannenden Begegnung im Billardspiel sein. Der Amateur Lütgehetmann (Frankfurt a. M.), erst 21 Jahre alt, trat gegen den Gießener Berufsspieler Sommer zu einer Partie über 400 Cadre an. Es standen sich zwei völlig gleichwertige Könner gegenüber. Die Gleichwertigkeit der Gegner ging schon allein daraus hervor, daß Sommer geraume Zeit fichrte und dabei zweimal Serien von über 50 Bällen spielen konnte. Lütgehetmann gelang dagegen nur eine Serie über 50 Bälle. Der Kamps wurde entschieden, nachdem Lütgehetmann gegen Schluß zwei Serien gelangen, die Sommer nicht mehr zum Zuge kommen ließen. Mit 400:334 Bällen endete die Partie für Lütgehetmann. Lütgehetmann und Sommer standen sich mit der gestrigen Partie zum dritten Male gegenüber. Die erste und dritte Partie konnte der Frankfurter, die zweite Sommer gewinnen. Lütgehetmann tritt am heutigen Donnerstag zum Wettkampf um die Deutschen Billardmeisterschaften in Kassel an. Die Deutschen Villardmeisterschaften in Kassel. Zur Durchführung der Deutschen Billardmeisterschaften 1935 ist der Kasseler Billard-Sportverem beauftragt worden. Das Turnier wird vom 14. bis 17. März in der Kasseler Billardakademie zum Austrag gebracht. , _ . , Zum Kampf um den Meistertitel sind acht Spieler zugelassen, und zwar: Förster (Aachen) Dr. H e r b i n g (Hannover), Hahn (Düsseldorf), Joachim (Berlin), Lütgehetmann (Frankfurt), Sorge (Berlin), Thielens (Gelsenkirchen), Wölfel (Nürnberg). Von diesen acht Spielern muß jeder gegen leben spielen. Besonders hervorzuheben ist noch, daß von den genannten Spielern bereits einige im Besitz des deutschen Meister- und Weltmeistertitels waren. Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch hat das Protekto- * Auslosung von Preußischen Gold- Landesrentenbriefen. Am 21. März erfolgen in den Räumen der Kasse der Preußischen Landesrentenbank, Berlin W 8, Markgrafenstr. 38, die Auslosung zum 1. Juli 1935. Es findet statt von 4,5 v. H. (8 v. H.) Preuß. Gold-Landesrentenbriefen die 13. Auslosung der Reihe II J/J, die 10. Auslosung der Reihe III J/J und von 4,5 (7) v. H. die 8. Auslosung der Reihe VI J/J, die 7. Auslosung der Reihe VIII J/J. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 13. März. Die Börse hatte eine überwiegend freundliche Tendenz, die Kurs-, gestaltung war aber weiterhin uneinheitlich. Die Beteiligung der Kundschaft ist nur mäßig und beschränkt sich ausschließlich auf einige Spezialwerte am Aktienmarkt, jedoch in etwas größerem Umfange am deutschen Rentenmarkt. Im Hinblick auf den April-Kupontermin besteht einiges Anlagebedürfnis, das sich in weiterer Nachfrage für Pfandbriefe ausdrückte. Von den variablen Anleihen lagen späte Reichsschuldbuchforderungen mit 97,65 um 0,13 v. H. fester, außerdem gewannen Altbesitzanleihe, 6proz. und 5proz. Stahlverein sowie Kommunal-Umschuldung je 0,13 v. H. Zinsvergütungsscheine blieben zu 90,50 und Reichsbahn- Dorzugsaktien zu 120 v. H. unverändert. Für die Gesamtbörse von Anregung war der Abschluß der Reichsbank mit wieder 12 v.H. Dividende, wovon allerdings 4 v. H. in den Anleihe stock fließen. Daneben boten einige andere Dividendenerklärungen einen gewissen Rückhalt gegenüber der ziemlich ausgeprägten Geschäftsstille Die Ankündigung einer wahrscheinlichen kleinen Dividende bei der Auto-Union hat das seit gestern stärker hervor- actretene Interesse für Automobilwerte vertieft. I Daimler Motoren setzten ihre Befestigung auf zu- Es kommen folgende Wettbewerbe zum 2hj5trag: Aktive: Klasse A (Langstreckler) 5 km, Klasse » (Mittelstreckler) 3 km, Klasse C (Sprinter- einschließlich 400-m-Leute) 2 km. Alte Herren : S piel e r kl a sse (offen nur für Fußball- und Handballspieler) Mannschaftslaus mit 5 Mann, die geschlossen durchs Ziel müssen, 2 Inaendklasse A (Jahrgang 1917/18) 2 km, Jugendklasse B (Jahrgang 1919/20) 1,5 km, Jugendklasse C (Jahrgang 1921 und junger) 1 km. Es erfolgt Einzel- und Mannschaftswertung. Je drei Läufer bilden eine Mannschaft. Ein vierter Läufer ist als Ersatzmann zulässig. !lm den Leistnngs- und Grundschein der OLRG. Die teiden Turnlehrerinnen Frl. Margrit Jäger und Frl. Jdel Hauck, beide aus Gießen, er- hietten nach oorausge^angener erfolgreich abgelegter Prüfung die goldene Nadel mit Urkunde für den Lehrschein der Deutschen Leüensrettungs- endet. Der Sportverein Heuchelheim konnte sich wiederum die Gruppenmeisterschaft sichern. In der vorigen Tabelle war irrtümlich der DfR. Lich vergessen worden; das ist in der vorstehenden Ausstellung nachgeholt. Lehrgang für Kinderturnen >n Gedern. Am Samstag und am Sonntag fand hier zum zweiten Male ein Lehrgang für Kinderturnen in der Deutschen Turnerschaft statt. Es nahmen etwa 50 meist jugendliche männliche und weibliche Turner und Turnwarten daran teil. Die Schulung setzte mit Laufübungen ein und führte über Körperschule und Bodenübungen zum Leistungsturnen an Pferd und Barren (für beide Geschlechter unterschieden). Die Leitung lag in den bewährten Händen des Kreis- turnwartes Betz (Kefenrod) und der Kreisfrauen- turnwartin Frl. Schwarz (Friedberg). Mehrere Tunspiele beschlossen den ersten Teil des Lehrgangs. Nach einer einstündigen Pause versammelten sich die älteren Teilnehmer zu einem Kameradschaftsabend im kleinen Saal des Bergwirtshauses. Der Kreis- dietwart S ch w i ck e r t sprach über das Dietwesen und die Kulturarbeit in den Turnvereinen. Nicht nur der Führer des Vereins, sondern auch jeder Turnwart sei für diese Arbeit verantwortlich. Auf dem Jugendwetturnen des Kreises, das im Juni in Eichelsdors stattfindet, wird auch die völkische Schulung aller Teilnehmer gewertet werden. Nachdem Frl. Schwarz den Turnvater Jahn hatte zu Worte kommen lassen, erlebten die Turnkameraden noch eine Stunde heiterer Geselligkeit. Am Sonntag früh begann die turnerische Weiterarbeit mit einem Lied und einem Spruch von Jahn. Laufübungen, allgemeine Freiübungen für Schüler und für Schülerinnen sowie Leistungsturnen am Pferd und am Barren füllten den Vormittag voll aus. Am Nachmittag wurden dann noch Gruppen-Boden- Übungen, Volkstänze, Seil- und Ballübungen, neuartige Bodenübungen mit Keulen gemacht und die Freiübungen vom Dormittaa wiederholt. Mit dem Lied „Treu unserem Volke" schloß die Uebungs- Gesellschaft. Im Monat Januar und Februar wurden in dem Bezirk Oberhessen weitere Prüfungen für den Leistungs- und Grundschein mit Erfolg abgelegt und zwar erhielten den Leistungsschein: Die Badewärter des Gießener Volksbades Ludwig S ch a r d t und Ernst Jäger. Den Grundschein erhielten: Margot Kühling er, Wetzsteinsttaße; Liesel Lichtenfels, Liebigstraße: Liselotte Fortnagel, Steinstraße; Margot Kreuzburg, Doeringstraße; Erika Schmidt, Alter Feldweg; Willi Brühl, Neustadt. Vom hiesigen Turnseminar die Seminaristinnen: Elsbeth Poths (Weilburg), Thilde Bender (Watzenborn - Steinberg), Helene von Pa umbach (Gießen), Hedwig Jäger (Gießen), Erika S a n b t (Marburg), Hilbegunbe Schmaus (Gießen), Theobore Heinz (Gießen), Sophie K o e 11 s ch a u (Bab-Nauheim) Eva P ä t s ch (Gießen), Lore John (Gießen). Don den Studierenden der Universität: Hanskonrad O h n a ck e r (Butzbach), Hartmut Eberle (Lollar), Ludwig Weber (Straß-Ebersbach), Rudolf Letz (Altenburg, Thr.), Georg Volz (Darmstadt), Otto Kaufmann (Brotterode, Thr.), Karl Syrö (Kempten a. Rh.), Erich Dick le r (Friedberg), Willi Pflieger (Wörrstadt), H. Schmidt (Gießen), Hans Bäder (Nd.-Hilbers- heim, Kr. Bingen), Heinr. Mohr (Mainz-Bretzenheim), Hans Zimmer (Lich), Walter Eh ren- reich (Schöneberg, Pfalz), Willi Staab (Bad- Rauheim), Rudolf Bauer (Rockenberg), Walter I ar rasch (Darmstadt), Helmut Groß (Gießen), Erwin Fall er (Mühlheim a.M.), Jürgens M u l- ler (Gießen), außerdem Hch. Geringer (Grun- berg). Oie endgültige Tabelle der 1. Kreisklasse der Gruppe Gießen. Die hinter den Papieren Frankfurt a.M. Berlin Schluß- kurS Schluß!. Abcnd- bSrse Schluß« kurs Schlußl. Mittag- börse Oalum 12-3 I 13 3 12.3 13 3- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 99,9 100 100 1.00 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 96,25 96,25 96,25 96,25 5'/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 101,75 101,9 101,75 102,5 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 112,25 112,13 112,25 112,25 4l/,% Deutsche Reichspostschatzan- wcisungen von 1931, I....... 99,5 99,5 99,75 99,9 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 97,4 97,5 96,9 97 d’/2% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96,25 96,25 96,25 96 6y2% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liani ... 99,75 99,75 — — 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldvcrlchr, R. 6 93 93 _ — Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. _ _ _ _ Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4 Wo ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 113,25 113,5 113,5 113,13 96,25 96,5 96 96,25 B’/a% ehem. 4’4% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbricse....... 96,25 | 100,13 _ _ 5yz% ehem. 4/t% Rheinische Hyp.«Bank-Liqu.-Goldpfe..... 100 1 100,25 _ 100,4 4%% ehem. 8% Pr. LandcSpfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4y.% ehem. 7% Pr.Landespsand briefanst., Gold Komm. Lbl.V 97 97 97 97 97 l 97 97 I 97 Steuergntsch.Verrcchnungök. 35-3! 105,9 1 105,9 105,9 I 105,9 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4’/>% desgl. von 1913.......... 5% abgest. Gvldmexikaner von 99 4% Tückische BagdaLlrahn-Anleihe Serie l................... 28 I 1,175 । 7,9 7,3 I 7,3 । 10,5 8,5, 28 1,2 7,9 I 7,4 I 7,25 11,7 28,25 1,2 7,85 7,4 7,4 10,5 8,65 28 1,15 7,8 7,4 7,4 10,5 8,5 Kurszettel t angeführten Ziffern geber ter De die Höhe de Frankfurt a. M irliner r zuletzt befchl Berlin und Franksu )fjenen Dividende an. — ? irter Börse. leichsbankdiskont 4 o. H., Frankfurt a. M. | Berlin Schlußk. Mittag« börse Schluß- kurs Schluß«. Abcnd- börsc Schluß« lurs Schlußk. Mittag- börsc Schluß» kurs Abend- börse Schluß- kurs Datum 4% desgl. Serie II ............. 5% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 s'/r%Ruman.vereinh.Renlev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 Wo Anatolier ............... Hamburg-Amertka-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................ 12 A.E.G......................o Bekula.................... 10 Elektr. Lteferungsgefellichast... 5 Licht und Kraft ...........6 Felten & Guilleaume.........0 Gefellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schlickert Q Co............... < Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderus ....... C Deutsche Erdöl............... Gelsenkirchener.............. Harpener................... Hocsch Eisen—Köln-Nsuessen .. Ilse Bergbau ............... ?iie Bergbau Genüsse........ Klöcknerwerke .............2y Mannesmann-Röhren 12-3 | 8,5 4,3 6,75 4 35.75 32 34,9 80,5 111 82 82,5 82,75 166,5 34,75 141,25 109 120,25 88,25 116,75 101,75 141,25 120 1 92,4 99,5 )! — )j 98,5 !| - 126 86,75 ) 78,75 13 3 8,5 4,3 7,13 4 35,65 31,9 34,75 82 111 82,75 83,25 83,25 167,65 33,9 141 109,75 120 88,75 116,5 ' 101,25 I 140,5 I 120,25 92,9 99,5 98 149,5 126,75 86,25 12 3 4 36 32,13 27 34,65 80,13 110,5 81,5 82,75 82,75 166,75 34,65 141,25 109,25 120,5 88,75 116,75 113,5 102 141 120,5 92,65 99,4 98,5 87,75 146 126 86,5 78,65 13.3 4,35 6,7 4 35,75 31,9 27,5 34,9 82,75 110,5 82,5 83,25 83,25 166,5 34,13 141,13 109,5 120 88,75 116,75 115 101,25 140,75 121,25 | 92,9 1 99,25 98,13 87,25 150 126 86 78,4 Datum Mansfelder Bergbau.........8 Kokswerke............... £ Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....12 Rhetnstahl................354 Bereinigte Stahlwerke........0 Ltavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben...... 5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth....."Vt I. G. Farben-Jndustrte.......7 Goldschmidt ................0 Metallgesellschaft............. 4 Philipp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......o Cementwerk Karlstadt......... 4 Schultheis Payenhofer ....... 4 Aku ('Allgemeine Kunstseide) .. 0 Zellstoff Waldhof............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ............... * Deutsche Linoleum........... 6 Dren stein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade......................0 Accumulatoren-Fabrik.......1' Conti-Gummi............... 8 Mainkraftwerke Höchst a.M..,. < Süddeutscher Zucker S 12.3 92.5 210 95 77,25 12,25 111,5 145 141,25 206,75 95,5 105 91 88,25 116 127 33,5 119 111 81,25 94,5 151,5 40 202,5 — 152,25 ' 38,9 | 91,5 1 168 13-3 92,9 95,9 76,4 12,4 111 145 140,9 206,75 96,5 105 90,25 88 115,25 127 52 118,75 111 80,5 94,75 151 38,65 153 I 37,65 91 l 169 12 3 93 105,75 — 206 94,75 77,25 12,4 112 112,65 145 141,4 95,25 105,13 90,75 88,5 104,75 53,25 119 110,5 81,75 126,75 93,9 151,5 85,5 39,75 204 152,25 । 39,25 13 3 93 105,65 207,5 96,25 76,4 12,25 111 111,5 145 140,9 96,75 105 90,25 88,5 104,75 52,75 119 110,9 80,9 126,5 94,9 151 85 38,9 205 159 153 i 38 1 167 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H._____ Banknoten. 12.März 13.März Amtliche Notierung Amtliche JTotlertina Geld Brief Gew 25nef Buenos Aire^ 0,648 0,652 0,653 0,657 Brüssel..... 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. . 0,199 0,201 0-200 0,202 Sofia .“..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. Danzig..... 52,43 81,11 52,53 81,27 52,23 81,11 52,33 81,27 London ..... 11,74 11,77 11,695 11,725 Helsingfors.. 5,185 5,195 5,165 5,175 Paris ...... 16,43 16,47 16,43 16 47 Holland .... 168,24 168,58 168,26 168,60 Italien..... 20,98 21,02 20,98 21,02 Japan ...... 0,690 0,692 0,689 0,691 Jugoslawien 5,649 5,661 5,649 5,661 Oslo..... : 59,01 59,13 58,79 58,91 Wien....... 48,95 10,66 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 10,68 10,62 10,64 Stockholm... 60,54 60,66 60,31 60,43 Schweiz .... 80,72 80,88 80,72 80,88 Spanien.... 33,93 34,01 33,95 34,01 10,376 10,396 10,375 10,395 Budapest ... Neuyork... 2.466 2,470 2,469 2,473 Berlin, 13-März | Geld Zrief Amerikanische Noten.............. 2,421 2,441 Belgische Noten.................. 57,96 58,20 Dänische Noten ................. 52,03 52,23 Englische Noten ................. 11,66 11,70 Französische Noten............... Holländische Noten............... 16.42 167,84 16,48 168,52 Italienische Noten................ 21,16 58,63 21,24 Norwegische Noten .............. 58,87 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling — —— Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 60,10 60,34 Schweizer Noten................ 80,44 80,76 Spanische Noten................. 33,51 33,65