tä=?:s Dienstag. 12. Februar 1935 i85. Jahrgang Nr. 3b Erstes Blatt Jahres. handelt, die 2.$ o « 3 5 D 3 dH cpo 3 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite 60 Rps..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermähigte Grundpreise: ■ C CS- » rf 3 _ ' wanden geben, vor allem keinen verantwortlichen Politiker, der nicht aus ehrlichem Herzen eine Verständigung und einen Ausgleich mit den ^Jacflbar- völkern wünschte. Daß dab'i die Ehre und das Nationalbewußtsein Ungarns unangetaftet bleiben müssen, ist allerdings ebenso für jeben Ungarn eine Selbftverstänblichkeit. Während nun °ber bisher verschiedentlich eine schwer erfüllbare Wunschpolitik verfolgt wurde, macht sich jetzt auch hier auf außenpolitischem Gebiete eine neue Wenbung bemerkbar eine Entwicklung zu ruhigerem, nüchternerem und vor allem realpolitischerem Denken. Hier sind es nun bemerkenswerterweise gerade öie Kräfte der innerpoli tischen Opposition, die außenpolitisch eine neue for^ schrittlichere Entwicklung anstreben. Dies zeigte sich erst in diesen Tagen deutlich in den von dem früheren Ministerpräsidenten Gr a f Veth le n veröffentlichten grundlegenden Aufsatz in dem Vuda- vester Blatt „Pesti Naplo". In diesem Aufsatz betonte Graf Bethlen einmal die Notwendigkeit, daß fid) Ungarn einer Beteiligung an jenem mittel^ europäifdjen Nichteinmifchungspakt nicht verschließe und zum anderen, daß die ungarftche Revisionspolitik in Zukunft realpolitischere Formen anneh- men müsse unter Vermeidung ftder unnötigen Schärfe. Zum ersten Male wurde so von einer wirklich maßgebenden politischen Persönlichkeit ein neuer Weg für die Fortführung der ungarischen ^t’nÄ^ud) fein Zufall >>°h der zu dem innerpalitifchen Freundeskreis B-thIens gebärende ehemalige Ministerpräsident Gr a s 3u_ Iltus Karolyi ebenfalls zu den Verfechtern Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- jpaltige Gelegenhettsanzei- aen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Gießen. Schriftleitung und SeschSftsftelle: Schulstrahe 7 M-ng°n°bfchiusi°Staff-lk e o 2 . 1 er; Gin • 3 Sn* 3 --2 2 q Ij i.' äs« '• 5*’. Z? 5 W-’A a cf n 2 C 3 r* K2.CP 5 ? ww rJ 5 L A -'■'1 d 0 «l1) *5^ml s sZ Dunkle Wolken über Mika Was dies Verfassungsgesetz enthält, sieht zwar „ “l1?: Mun,öln^n1 ^we-e oes b t r a n s- nach einer 23erfaffuna aus aber es ist n fiinfirht L° r ts n,a.^ Dftafrita mobilisiert worden sind, aus Freiheit und Unabhängigkeit himmelweit ver- ™ f pnmi P^in^nbSupfe ni(^t !° bei& schieden von der Verfassung für Kanada und Austra- SniT f’J \^mmfrfen.Sar b£* lien oder gar für die Südafrikanische Union Im pe-{l^e r.^e®^^ne^,r abessinischer Streit- , ' < . . 1 2.J. u lu ' *9 " traftß auf hpn tfrthpmfrhpn ß\rt>nannUort nnn Offhitfc Line Warnung, kein Ultimatum ? die Be° ob- auf Ge- Jmperiums ausgebrochen wird. Es sind bestimmt nicht Gewissensbisse gewesen, die die Regierung veranlaßt haben, das indische Verfassungsgesetz dem Parlament vorzulegen. Was die englische Kriegsregierung 1917 Indien und Aegypten versprach, steht in gar keinem Verhältnis zu dem, was gegenüber Indien e i n g e l ö st werden soll. England hat sich zwar schon 1919 daran erinnert, allerdings erst auf die nachdrücklichen Zurufe aus Indien selbst, daß das in höchster Kriegsnot feierlich gegebene Gelübde oingelöst werden müßte. Aber es hat länger als 15 Jahre gedauert, bis aus dem Hin und Her, bis aus den Untersuchungen und Berichten, bis aus den Verhandlungen um den Runden Tisch so etwas wie ein Verfassungsgesetz für Indien zusammengebraut wurde. streit der europäischen Kolonialmächte zunutze zu machen. Ohne direkte Mitwirkung Äthiopiens wurde am 13. Dezember 1906 zwischen Eng- lanö, Frankreich und Italien ein Vertrag geschlossen, in dem sich die eifersüchtigen Kolonialstaaten gegenseitig die Unabhängigkeit und den territorialen Status quo Abessiniens versprachen. Im Jahre 1925 wurde dieser Vertrag aufs Es ist für die militärischen Führer Italiens der Ueberlegung wert, ob ein nur mit höchsten Opfern an Gut und Blut durchzuführender Feldzug gegen das Reich des Regus die Vorteile aufwiegt, die die Beherrschung Abessiniens in wirtschaftlicher Hinsicht mit sich bringen könnte. Es dürfte den Römern Die Italiener sind mit Teilmobilisationen ihres Heeres immer sehr schnell bei der Hand. Wir wissen das noch von den österreichischen Ereignissen im vergangenen Sommer her, und wir erfahren es wieder in diesen Tagen, da zwei italienische Divisionen zum Zwecke des A b trans- führen. Von allem unnötigen Beiwerk und weitgehenden Einzelheiten ist abzusehen. Es muß den Anstaltsleitern im Zusammenarbeiten mit den Lehrern der einzelnen Fächer überlassen bleiben, d i e richtige Auswahl zu treffen. Bei sachgemäßer Auswahl und Wertung der Stoffe wird der Bildungsstand der Schule nicht sinken, zumal wenn der Anstaltsleiter einen sorgfältig durchdachten Stundenplan aufstellt, und wenn die zur Verfügung stehenden Stunden entsprechend ausgenützt werden." gen Angreifern schwer eingenommen werden kann. Auch die modernen Hilfsmittel der Kriegstechnik, Flugzeuge und Tanks, müssen in diesem geogra. phisch zerrissenen Gebiet versagen, zumal das eigent. liche Hochland von weiten Sümpfgebieten umgeben ist, die nur schwer zu überqueren sind. Außerdem herrscht der König der Könige, jetzt Ras Tafarj, über ein Volk, das seine Freiheit bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen entschlossen ist und das über eine zum Teil mit guten modernen Waffen ausgerüstete Armee von 400 000 Mann verfügen soll. So beunruhigend sich die Lage in Ostafrika durch die italienische Teilmobilisierung zu gestalten scheint, so wenig wahrscheinlich ist es, daß sich der faschistj. sche Staat in ein militärisches, diplomatisches unfinanzielles Abenteuer einlassen wird. Dagegen ist anzunehmen, daß Italien, ohne seine internationale Stellung durch unberechenbare Wagnisse zu ge. fährden, von seinen Bemühungen zu einer unblutigen Durchdringung Abessiniens auf keine Weise ab- zuhalten sein wird. den persönlichen und räumlichen Verhältnissen möglich ist. Die Hausaufgaben für den auf den Staatsjugendtag folgenden Montag sind so einzurichten, daß sie am Freitagnachmittag von den Schülern erledigt werden können. Die Wissens st offmenge ist zugunsten geistiger Schulung allenthalben auf das UKüs-ivgt aotwsn-is« Watz -»rückzu* abessinischen Grenze, die von einer sehr scharfen und herausfordernden Sprache der römischen Presse begleitet wurden. Verschiedene Zwischenfälle, die ja an einer nicht genau bestimmten Grenze leicht entstehen können, gaben den Italienern den erwünschten Anlaß, im Namen der Zivilisation und des Friedens für eine italienische Ordnung der Dinge im „Barbarenland" zu plädieren. Vor einer gewaltsamen Durchsetzung seiner Wünsche aber wird man sich in Rom wohl hüten. Einerseits würden die beiden andern Kolonialanlieger, England und Frankreich, gegen einen allzu starken Ausbau der italienischen Stellung in Ostafrika Einspruch erheben, andererseits wäre schon rein militärisch die Eroberung Abessiniens ein Unternehmen, das leicht zu einem Mißerfolg und damit zu einer völligen und vielleicht endgültigen Ausschaltung Italiens aus der europäischen Großmachtpolitik führen könnte. Denn Aethio- pien bildet im Kern eine schwer zugängliche natürliche Felsenfestung, die von der einheimischen Bevölkerung leicht verteidigt, aber von den wegunkundi- Berlin, 11. Febr. Der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Pg. Gauleiter Schemm, hat an die Führer der HJ.-Gebiete Hochland, Franken, Bayerische Ostmark und Hessen-Nassau ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt: „Um eine Ueberlastung unserer Jugend zu verhindern, habe ich die Direktorate der baye- Umweg über den Vizekönig in Delhi der unbe = dingte Herrscher über Indien, der sich ' von den ScbattennarlaniPnfpn in SXnhion *n.,nin / 4U des Glaubens für die Zukunft. Sie alle, die durch die schwere Schule gehen mußten, seien gewappnet, um auch beharrlich zu sein gegenüber allen Prüfungen in der Zukunft. t Rom. 11. Febr. (DRV.) Rach einer amtlichen > Mitteilung der „Agenzia Sfefani“ find in der Zeit zwischen dem 5. und 11. Februar zwelilalienl- i s ch e Divisionen mobilisiert worden. Die Mobilisierung wird als eine Vorsichtsmaßnahme bezeichnet, die ausschließlich wegen der sich häufenden Zwischenfälle im abessinischen Grenzgebiet erfolgt ist. Die Mobilisierung umfaßt nach amtlicher Auskunft etwa 2 5 0 0 0 Mann. Wesentlich höher liegende Schätzungen, die von mehr als 30 000 Mann sprechen wollen, werden als übertrieben bezeichnet. Die Sammlung der beiden Divisionen soll in Florenz und in Messina erfolgen. Die Verschiffung dieser Truppen wird vorerst nicht vorgenommen. Die zuständigen Stellen treffen jedoch alle Vorbereitungen, um im Falle einer weiteren Häufung der Zwischenfälle und der Verschärfung der Beziehungen diese vollständig ausgerüsteten Truppen sofort in die Grenzgebiete von Jtalienisch-Ostafrika entsenden zu können, wo an den Hauptpunkten bereits seit längerer Zeil Material und Proviant für große Truppenverbände angesammelt worden sind. Die in den letzten Monaten gleichzeitig in die Grenzgebiete entsandten italienischen Freiwilligen belaufen sich auf wenige tausend Mann, die bei einem weiteren Umsichgreifen der Gärung unter den abessinischen Grenzsiämmen nur einen ungenügenden Schuh der seit Jahren von Italien besetzten vorgeschobenen Posten bilden können. Von italienischer Seite wird deshalb größter Wert auf die Feststellung gelegt, daß die getroffenen Maßnahmen ausschließlich vorbereitenden und Abwehrcharakter tragen, und daß darüber hinaus weder Über diplomatische Schritte, noch über eine militärische Aktion etwas Bestimmtes gesagt werden könne. Es wird ausdrücklich versichert, daß zur Zeit keine Absicht bestehe, ein Ultimatum an Abessinien zu richten. Sollten sich aber die Ereignisse weiter zuspihen und die Beziehungen sich noch kritischer gestalten, so sei es durchaus nicht ausgeschlossen, daß Italien im weiteren Verlaufe ■ ZU diesem Verfahren greifen werde, nachdem die vom Völkerbundsrat vor Monatsfrist anempfohlenen direkten Verhandlungen zwischen । Italien und Abessinien bis heute nicht in- < gang gebracht werden konnten. scheu Parlament und von Politikern regiert werden. Wir wollen von einem nationalen Führer befehligt werden, der mit po litis ch'en Vollmachten versehen ist und dem ein Staatsrat zur Seite steht, dessen verschiedene Berufsabteilungen er um Rat fragen würde, bevor er eine Entscheidung trifft. Der Staatschef muß durch eine Volksabstim - mung gewählt werden." Nach einer entsprechenden Aenderung der Verfassung müßte man P stain oder Weygand als Kandidaten für diesen Posten aufstellen. Der Führer in Nürnberg. Persönliche Glückwünsche zum 50. Geburtstage des Frankenführers Julius Streicher. Entlastung her Schüler. Eine Anordnung des bayerischen Kultusministers Schemm. unbeirrbar hinter ihm stehe. Der Führer wandte sich dann noch mit besonderer Wärme an die versammelten alten getreuen Kampfgenossen. Es fei sehr schön,, wenn man sich unter solchen Umständen wie heute einmal wieder treffen könne, es sei dies eine (Erinnerung kN dis Vergangenheit und eis ftart-s Baad und in Genfer Kreisen (Erregung ausgelöst habe. Die Stellung Italien-Abessiniens lasse sich mit der Japans in Mandschukuo vergleichen. Die Zeitung ..Quotidien", die stets gegen die von Laval in Rom getroffenen französisch-italienischen Abmachungen war, nimmt den Vorfall zum Vorwand, um aufs neue gegen die französisch-italienische Annäherung, öie mit französischen Verzichtleistungen verbunden gewesen fei, Stellung zu nehmen. Italien verberge seine militärischen Pläne nicht mehr. Man dürfe daher wohl annehmen, daß Italien von Laval außer den Gebietsabtretungen auch noch Handlungsfreiheit in Abessinien erreicht jabe. In welche schwierige Lage gerate dadurch ber Völkerbund! Italien würde natürlich behaupten, Opfer eines Angriffes gewesen zu sein und die Abessinier würden entgegnen, daß fie sich auf abessinischem Gebiet befänden. Der Völkerbund habe schon zugelassen, daß China und Japan, daß Bolivien und Paraguay kämpfen. Werde er jetzt gezwungen fein, auch noch zu sehen, wie Italien und Abessinien sich schlagen? Soll die Welt begreifen, daß den Großmächten alles erlaubt fei und die kleinen Mächte Höch- stens das Recht hätten, den Mund zu halten? 0 preffestfmmen aus Loudon. Italien mobilisiert für Ostafrika Zuspitzung des Grenzkonflikts mit Abessinien. Schutz des Iungafbeiters. Berlin, 11. Febr. (NdZ.) Wichtige Forderungen zum Schutze des Jungarbeiters vor gewerblichen Schädigungen veröffentlicht der Leiter des Univerfitätsinstitutes für Berufskrankheiten und beratende Arzt der Berliner Hitlerjugend Dr. Baader in der Sozialpolitischen Zeitschrift der Hitlerjugend. Geeignete ärztliche B e - rufsberatung, geeignete Lebensführung während der Berufsarbeit und richtige Aufklärung über die jeweiligen Berufsgefahren. Durch eine ärztliche Einftellungsunterfuchung ließe sich viel unverdientes Siechtum vermeiden. Fast noch wichtiger fei die geeignete Lebensführung währeno der Berufsarbeit. Das Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront habe ermittelt, daß unter 200 000 Lehrlingen und Jungarbeitern 23 v. Hs überhaupt feinen Urlaub, 46,3 v. H. unter sechs Tagen und 11,4 v- H über zehn Tage Urlaub im Jahr erhalten. Hier werde der Gesetzgeber eingreifen müssen, um die Verständnislosigkeit für die Rechte des jugendlichen Körpers zu brechen. Zum letzten Punkt erklärt der Referent, daß viele Arbeitsmaterialien, die stark giftige Bestandteile enthalten, unter Phantasienamen unb Patentbezeichnungen in den Handel kommen und schon viel unverschuldetes Unglück verursacht haben. Gerade der Jungarbeiter sei genau so wie bie Frau ben meisten Giften gegenüber besonders empfänglich. Das Wissen um biefe Dinge zu oer- breiten, fei eine ernste unb verantwortungsvoll« Aufgab« bet HttleHugenb. Das Echo in Paris. Paris, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Teilmobilisierung in Italien im Hinblick auf bie Vorgänge in Abessinien f)at in französischen Kreisen Aufsehen erregt. Im übrigen sieht man bie Lage nicht als gefährlich für ben Frieden an. Der „Petit Parifien" berichtet, daß die Handlungsweise Italiens in mehreren europäischen Hauptstädten Dazu schreibt der Reichs-Jugend-Presse- dienst: Die Anordnungen des Pg. Gauleiter Schemm, die eine Entlastung der Schüler ohne Benachteiligung der der Schule gestellten Aufgaben zur Folge haben, zeigen, daß der Lehrplan einer Schule bei richtiger Ausnutzung der ihr jetzt zur Verfügung stehenden Zeit (b. h. vorwiegenb öer Vormittagsstunden) gut durchgeführt werden kann. Daraus ergibt sich eindeutig, daß auch eine zeitliche Überschneidung von Schuldienst unb HI. - Dienst gar nicht möglich ist, unb der Schüler den Anforderungen beider vollständig zu genügen vermag, ohne der Familie entfremdet zu werden. Alle Behauptungen, die für ein Sinken Öer Leistungen in der Schule die HI. verantwortlich machen wollen, find so von neuem widerlegt. Ausfall des Berufsschulunterrichts während des Reichsberufswettkampfes «x J rJ in, 11. Febr. (DNB.) Reichsminister N u st hat bie Unterrichtsverwaltungen ber Länber ersucht, auf bie Gemeinben einzuwirken, baß bie Jxaume unb bie Einrichtungen ber Berufsschulen in b er Zeit vom 18. bis 23. März kosten- 105 für ben Berufswettkampf zur Verfügung ge st eilt werden unb die Leiter und Lehrpersonen der Berufsschulen sich unb tatkräftig ta ben Dienst dieses begrüßenswerten Wettkampfes der deutschen Jugend stellen. Soweit bie Veranstaltungen innerhalb ber i?e/uXs'.d,uIcn stattfinben, ist bafür Sorge zu tragen, vaß Leiter unb Lehrer ber Schulen zur Verhütung von Personen- und Sachschäden die Aussicht führen. Anläßlich des Berufswettkampfes hat an ben gewerblichen, kaufmännischen, hauswirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Berufsschulen ber Unterricht in bem erforderlichen Umfang auszufallen. 91 ü r n b e r g, 11. Febr. (DNB.) Der Führer stattete am Montag überraschenb, von München kommend, Nürnberg einen Besuch ab, um ben Frankenführer Julius Streicher am Vorabend seines 50. Geburtstages persönlich zu beglückwünschen. Da Streicher diesen Abend mit den 100 ä 11 e ft e n unb ärmften Parteigenossen und Parteigenossinnen verbrachte, die er zu einer schlichten Feier geladen hatte, ließ es sich ber Führer nicht nehmen, feinen Glückwünschen gerabe in diesem Greife ber Treue st en Ausdruck zu geben. ©runbe bleibt iüd) n°chdem'Verf°!sun^-s°tz für kr°s^°uf den it°-i°ni,chen Grenzposten oon Asdnb Jnbien die englische Regierung in London auf dem uaJ fu* &Je faf$ifttM|e Negierung em wun- Umweg über den Vizekönig in Delhi der u n b e - ^bnswerter Anlaß, um die Aethopier unter dingte Herrscher über ^n bi en, ber sich ""l'tarifche n Dr u ck zu setzen. Ob es tatsäch- von den Schattenparlamenten in Indien wenig rinnenberf 9Cs oder garnichts dreinzureden lassen braucht. Es gibt nnh0p,it~7^nnn Eingeweihten Zwar viele Engländer, bie überzeugt davon sind, $1 hhr ?mpi?pVhnH7^«°° 3?Q1?n “ ?ommt, /st daß sich auf die Dauer gerade Indien nicht im ® ferner «^ewarte Reichsverband halten lassen wird, aber die englische 7n?sür maI£ National-Regierung ist gerade deshalb entschlossen, ^all daß. die geforderten Sanktio- jeden Widerstand in Indien selbst mit größter "?r f be." flbe^iern nicht erfüllt »erben, Strenge nieberzuwersen. ?V1 einen ® r i e g gegen ben freiheits- „Was auf dem Spiel steht, was Indien IIlcJ?.nb£n Staat entfesseln wird. für England bedeutet, das führt die englische Presse ihren englischen Lesern gerade in diesen Tagen sehr eindringlich vor Augen. Allein Britisch-Jndien ist zwanzigmal größer als Großbritannien, wobei die Bevölkerung oon 350 Millionen fast so zahlreich ist Außer in Indien gibt es nur noch in China gebiets- frif$.er Erinnerung fern, daß bie weise eine Dichtigkeit der Bevölkerung, wie sie selbst I 9roKe Niederlage, bie einer europäischen Kolonial- bie Jndustriebezirke Deutschlands und Englands /emals beigebracht wurde, bieienige war, die nicht kennen. Die Herrschaft über Indien ist für I$ *aL1/” l.m öur^ ^aifer Menelik II. England gleichbedeutend damit, im Fernen Osten A" ^e sinlen bei Adu a erlitt. Das italienische die englische Flagge zeigen und englische Waren wurde damals vernichtend geschlagen, und verkaufen zu können. 0 ’ Menelik II. konnte in feiner Hauptstadt Adis Abeba Als die indischen Nationalisten empört über ben ^eiUrem£ei] den Frieben biftieren. Wortbruch der englischen Regierung, aber auch in Seitdem hat die Politik der abessinischen Herrscher Auswirkung des Willens zur Freiheit unb Unab- ?ur . w einzigen Ziel gegolten, bie bis bahin stets hängigkeit über englische Erzeugnisse ben Verruf siegreich oerteibigte Unabhängigkeit des Landes auch verhängten, wurde das in Liverpool und Birming- im Zeitalter der modernen Kolonisationsmethoden Ham, in Sheffield und Glasgow wie ein harter pu®ar;.ren’ Schlag ins Kontor empfunden. Um diesen Verruf Abessinien, das neben Liberia noch ber einzige unwirksam zu machen, um ben britischen Waren unabhängige Eingeborenenstaat in Afrika ist, hat wieder den Weg nach Indien zu ebnen, hat es die 65 bubei sehr geschickt verstanden, sich den Widerenglische Regierung nun mit dem Verfassungsgesetz für Indien versucht. Es wird auch nichts unterlassen, um dafür zu sorgen, daß sich in Indien Gruppen fmöen, die angeblich mit dem Verfassungsgesetz zufrieden sind. Daß es andere Gruppen gibt, die in offener (Empörung verharren, das wissen wir nicht nur aus den Berichten des New Statesman. Nur ist es schwer, die Wahrheit aus Indien über Indien, - - - , ---- -----—-y selbst zu erfahren, denn das englische Kolonialamt nßUe beftatigt. Aber dazwischen lag der Welt- vesitzt eine jahrhundertealte unb geschulte Erfahrung krieg unb der geheime Londoner Vertrag darin, über die britischen Kolonien nur das bekannt 00m 26. April 1915, in bem Italien zur Belohnung werben zu lassen, was ben Englänbern in ben für seinen (Eintritt in ben Krieg „bie Befreiung Kram paßt. aller unerlösten Gebiete, die Herrschaft in ber ------ Adria unb große Kompensationen in unb Afrika" versprochen würben. Das JtU| Udo) einem FÜyref. Versprechen ist von ben einstigen Waffengefährten für bie JöäM einet, 3"si.ochst "ur in ganz bescheidenem Umfange ein» Oie etttC* nationalen gelost worden, wenigstens was die koloniale Seite Staatschefs in Frankreich. betrifft. Italien ging in Afrika leer aus, Paris, 12. Febr. (DNB. Funkspruch) fZßenn ™ä^rßnb England unb Frankreich als Mandatare auch der Einfluß der Zeitung „La Victoire" nicht „ ^maligen deutscken Kolonialbesitzes eine wertgroß ist, so kann man einen Artikel ihres Direktors e Abrundung unb Verbindung ihrer verstreut Gustave Heros, der in der Sehnsucht gewisser Fran- !le9tn «A Kolonien erreichen konnten. An dem zosen nach einer Persönlichkeit zum Ausdruck b ess. ni e n s wurde nicht gerüttelt, bringt, als Zeiterscheinung verzeichnen. Es heißt in fld) bte ^'enischen Hoffnungen außer dem Artikel, man könne in Frankreich keine Volks- Zugang zum Tschadsee gerade auf dieses abftimmung veranstalten, um etwa Marschall Ps- gerichtet hatten. tain ober General Weyganb auf ben Schilb zu er- An biefer Situation hat sich auch durch heben. Man könne aber bei ben Kammerwahlen italienisch-französischen Abmachun- im nächsten Jahre einfach folgenbes Programm auf- 9 ? n vom Januar 1935 nicht viel geändert, stellen: „Wir wollen nicht mehr von einem politi- Die territorialen Zugeständnisse Frankreichs an die w'*~1 x lateinische Schwester stellten sich bei näherem Zusehen als ein recht dürftiges Geschenk heraus. Die paar tausend Quadratkilometer Sand haben in Rom keineswegs befriedigt, und die italienische Kolonialpolitik sah sich deshalb bemüßigt, auf eigene Faust und mit eigenen Mitteln bem Ziele der wirtschaftlichen Durchdringung Abessiniens näher zu kommen. Als erstes Zeichen einer neuen Aktivität in Ostafrika galt die (Ernennung des bisherigen Kolonialministers De Bona zum Oberkommissar von Erythräa und Somaliland, die Abessinien von Norden und Süden einfassen. Es folgten dann beachtliche Truppenverschiebungen und Verstärkungen der italienischen Streitkräfte an der London, 12. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Nachrichten aus Rom über militärische Vorsicht- umßnahmen im Zusammenhang mit den abessinisch- italienischen Schwierigkeiten werden von der Londoner Presse ausführlich besprochen. Die Lage wird allgemein zwar als unerfreulich, aber doch nicht als besorgniserregend bettachtet. 3" der „Time s" heißt es, die militärischen Vor- sichtsmaßnahmen der italienischen Regierung würden sicher in Genf Enttäuschung hervor- rusen, sie seien bedauerlich, aber sie könnten nicht a * ® ,u »^gerechtfertigt verurteilt werden angesichts der ungeordneten Lage an der Grenze, wo die örtlichen Häuptlinge täten, was sie wollten. Von einer Regierung, der es nicht gelinge, ihre Stam- mesmitglieder zu hindern, die Untertanen eines Nachbarlandes niederzumetzeln, könne man schwerlich erwarten, daß sie ben Streitkräften ihrer selbständigen Häuptlinge und ungenügend unterworfenen Stamme strenge Disziplin auferlege. Auch dürfe man nicht vergessen, daß sich der Kaiser durch feine Bemühungen, bie Sklaverei abzuschaffen unb bie Macht des Adels zu beugen, viele ijeinbc gemadjt habe, bie nur zu froh fein wurden, ihn in weitere Schwierigkeiten mit Italien zu verwickeln. — „News Chronicle" bezwei- feit, baß Italien, beffen finanzielle Lage erschüttert jei, auf einem fernen Kriegsschauplatz mit schwie- rigem Gelände alles aufs Spiel setzen werde unb daß es sich im Gegensatz zu ben Interessen Frankreichs und Großbritanniens bringen werde ber beiden Länber, auf beren Freundschaft Italien neuerdlnps so viel Wert lege. Abgesehen davon, beginne in Abessinien bald d i e R e g e n z e i t die Operationen umfangreicher Art unmöglich machen. Italiens Schritt sei wohl nur als Warnung aufzufassen. Nach ber Ansprache Julius Streichers, ber auf "te rlfcrcn Zähre des gemeinsamen Kampfes , .......... v tuCl v « v c- zuruckblickte unb den Sinn dieser seiner Geburts- rischen höheren Unterrichtsan st alten tagsseier bahm deutete, daß er unter seinen älte- ermächtigt, soweit nötig, in der Schule nach Maß- ften Kampfgenossen immer roieber die Kraft finde, gäbe folgender Grundsätze Erleichterungen ^^Äa»iipfen, sprach der Führer mit Herz- eintreten zu lassen. Eine Kürzung des wis- lichen Worten zu seinen alten Kampfgefährten und s e n s ch a f t l i ch e n Unterrichts soll zwar seinen Getreuen. So wie sie alle in den Jahren moglichst unterbleiben: erscheint aber zur der Not unerschütterlich an den Sieg der Bewe- Entlastung der Schüler ein Ausfall von Unterrichts- gung geglaubt hatten, so habe insbesondere s e i n stunden unvermeidlich, so müssen auch die wis- Freund und Kampfgenosse Streicher senschaftlichen Fächer herangezogen allez ei ttreu an seiner Seite gest an- werden, doch darf sich die Kürzung nicht auf R e- öen. Dieser unerschütterliche Glaube sei es ge- l i g i o n, Deutsch, Geschichte, Biologie wesen, ber Berge versetzt habe. Es fei für Streicher erstrecken. sicherlich ein erhebendes Gefühl, daß dieser 50. Der Unterricht im Turnen ist durch ben Weg- c fc u r *a 9 für ihn nicht nur bie Wenbe eines fall bes Spielnachmittags unb bie Einschränkung halben Jahrhunderts, sondern wohl e i n e s der Wandertage für die Klassen 1 bis 4 bereits § a h r t ausends deutscher Geschichte sei. stark gekürzt, eine weitere Kürzung i ft Zsi Streicher habe er einen Gefährten, von dem er n i ch t z u l ä s f i g, insbesondere ist die dritte Turn- wisse, daß hier in Nürnberg ein Mann sei, der stunde überall da durchzuführen wo dies nach keine Sekunde wanke und in jeder Lage den persönlichen und räumlichen Verhältnissen mög- Aus aller Welt der Angeklagte Koß zu 8 Jahren 8 Jahren Ehrverlust, Rathje und 6 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren übrigen 17 Angeklagten wurden Kraft, Ernst Reinald zu je Ehrverlust. Die zu niedrigeren verurteilt. Die In dem Hochverrats - und Sprengstoffprozeß vor dem 1. Senat des Volksgerichtshofes, der fünf Tage in Hamburg tagte, wurde das Urteil verkündet. Die Anklage lautete auf V o r - bere.itung zum Hochverrat, Verbrechen München gegenüberzustehen: „Unser Zweiggeschäft in Kölle, will mit München sich vermähle. Ich hoffe, daß ein Jahr verrinnt, daß die zwei noch einig sind. Denn es ist ein alter Kitt: Der Preuh versteht den Bayer nitl" Unmöglich, die treffenden Witze und den lachenden Spott, die immer wieder schallende Heiterkeit erregten, im einzelnen aufzuzählen. Gemeinsame Lieder, künstlerische Vorträge und Tänze brachten reiche Abwechslung, und bei aller Lust fehlte da und dort nicht eine tiefer klingende Saite, die erkennen ließ, wie der rheinische Frohsinn seinen tiefsten Quell in der Vaterlands- und Heimatliebe besitzt: — Eine besondere Note gab der Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins die Anwesenheit der Düsseldorfer Narrhallesen, die mit dem Prinzen Franz III. und seiner Prinzessin De- netia an der Spitze viele hundert Personen stark mittels Sonderzug zum „Staatsbesuch" nach Mainz gekommen waren. Nach einem herzlichen Empfang am Mainzer Hauptbahnhof rückten die Düsseldorfer pünktlich um 17,11 Uhr in die „Gut Stub" zur Damensitzung ein. Der Einzug der vereinigten Düsseldorfer und Mainzer Karnevalsvereine gestaltete sich zu einem Triumph des rheinischen Karnevals der beiden verbündeten Städte. Die Veranstaltung zog sich bis weit über Mitternacht hin, worauf die Düsseldorfer in den ersten Stunden des neuen Tages in ihre Heimat zurückkehrten. Entführungsnacht in der Bronxer Bäckerei und die Nacht, in der das Lösegeld ausgeliefert wurde, in seiner eigenen Wohnung verbracht habe, könne als erwiesen'gelten. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen warf der Verteidiger der Neuyorker Polizei vor, die Adresse und die Telephonnummer C o n d o n s selbst auf Hauptmanns Schrankbrett geschrieben zu haben. Dieses Vorgehen sei das ,',üb elfte Beispiel von Gemeinheit", das er seit vielen Jahren bei der Polizei gesehen habe. Der Name Isidor F i s ch s sei noch keineswegs rem- gewaschen. Die bisher noch nicht gefundenen 35 000 Dollar Lösegeld befänden sich wahrscheinlich noch dort, wo Fisch sie seinerzeit verborgen habe. Am Schluß seiner Rede dankte Reilly dem Vorsitzenden des Gerichts für seine unparteiische Verhandlungsleitung, drückte Lindbergh sein aufrichtiges Beileid aus und forderte die Geschworenen auf, den Angeklagten im Sinne der Gerechtigkeit fr ei zusprech e n. Die Verhandlung wurde dann vertagt. Der Prozeß gegen den jugendlichen Raubmörder John in Görlitz. Unter starkem Andrang des Publikums und einem großen Aufgebot von Zeugen und Sachverständigen begann in Görlitz der auf zwei Tage berechnete Prozeß gegen den jugendlichen Kurt John, der am 9. November 1934 auf dem Landweg zwischen Geibsdorf und Pfaffendorf in brutaler Weise den Autovermieter Kurt Pietsch aus Seidenberg (Oberlausitz) ermordete und ausraubte. An den Fahndungen nach dem flüchtigen Mörder beteiligte sich ein großes Aufgebot von Landjägern und Kriminalbeamten sowie Formationen der SA. und SS. in Stärke von über 1000 Mann. Erst am 16. November konnte der Flüchtige dann von der sächsischen Gendarmerie im Walde von Königswartha bei Bautzen, wo er von einem Ar- beitsdtenstmann entdeckt worden war, festgenom- Die Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins am letzten Sonntag erfüllte alle Erwartungen, die man nach den vorhergehenden Proben närrischer Fastnachtslaune aufs höchste gespannt hatte. Schon das Vorspiel „Was m e r hat, hat m e r" schuf die fröhliche Stimmung, die im Verlaufe der Sitzung von Stufe zu Stufe bis zur närrischen Ausgelassenheit gesteigert wurde. Dann begrüßte Präsident Bender vor allem die Frauen und Mädchen: Im goldenen Mainz gibt's keine Altersgrenzen, im goldnen Mainz sind alle Frauen schön. Das Protokoll des närrischen Sekretärs G l ü k - k e r t reihte sich würdig an seine Vorgänger. Der Narr Gottron erzählte, was er alles sein möchte, und er hatte wirklich nicht wenig Wünsche. „Ich wollt ich wär ein Emigrant, der braucht kein Geist und kein Verstand, braucht kein Charakter nachzuweisen, so'n Kerl braucht bloß mit Dreck zu schmeißen. Er kimmt auch in der Welt herum, zieht jedes Jahr zwei-dreimal um und ist für dreißig Silberlinge zu alle Schandtate zu bringe. Dann wollte er ein Saarfranzose sein wegen der Rarität : „Entweder hat der Franzos sich verzählt, oder die meisten haben Hitler gewählt." Schließlich wollte er gar d e r V ö l k e r b u n d sein, um sein probates Mittel gegen den Krieg anzuwenden: „Wer hetzt, kommt in den Schützengraben. Der Krieg wär aus, ihr könnt mir's glauben!" Ob die Saarländer wüßten, was Kraft durch Freud e ist, fragt ein Redner. Die Antwort war von Land und Leuten Im Widukind- land erzählt und dessen besonderer Wert darin besteht, daß es nur in einem Exemplar vorhanden ist. Das Buch wurde von Ravensberger Bauern und Heimatforschern gestaltet und von Ravensberger Bauernkindern mit der Hand geschrieben. Auf etwa 300 Seiten erzählt es von der Geschichte des Widukindlandes, des Kreises H e r f o r d , von der Geschichte der Sattelmeierhöfe und anderen Erbhöfen, vom Bauernleben und Bauernsinn. Ein längerer Abschnitt ist der B a u e r n k u l t u r, vorgeführt am alten Bauernhaus und Bauernhausrat, gewidmet. Zahlreiche Handzeichnungen und handgemalte Initialen begleiten die gleichmäßige Handschrift der Schulkinder. In der einleitenden Widmung heißt es, daß das Buch erdacht, entworfen und geschaffen ist von Ravensberger Menschen. Es soll dem Reichsbauernführer von der unerschütterlichen Treue zum Deutschtum und von der Wesensart, den Lebensweisen der Bauern im Widu- kindland künden. Eine kleine Abordnung Herforder Bauern wird das einzigartige Geschenk in nächster Zeit überreichen. Rheinischer Karneval. Düsseldorfer Narrhallesen als Gäste bei der Oamensihung des Mainzer Karneval-Vereins. gegen das Sprengstoffgesetz, versuchten Mord und verschiedene andere Delikte. Es werden verurteilt die Angeklagten Grupe und Borstelmann zu je 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, Zuchthaus und SÄ Hauswirtschaft Umfang ans W* ”e Nh mit d« np $ie Zeitung Ql in Abmachungen wand, um aut; )e Annäherung Wn verbunden Wien verberg! ch- Man dürfe von Lava! * nach Hand- nien erreich! gerate dadurch fe, natürlich be- 115 gewesen entgegnen, doh biet befände >en, daß Chine aguay kämpfen. | noch zu sehen, lagen? Soll di, ächten alle- ^ächte Höch, n Mund zu iters. s-s Sozias" jge' -- Ä» .ÄAÜ %)000£* jStf s s*,« d«r iSr! untt |lar! HÄ verarg son)l! Wnjs««1“ Zuchthaus- und Gefängnisstrafen Untersuchungshaft wurde den Angeklagten angerechnet. Im Mittelpunkt der Verhandlung standen der geplante Anschlag auf den SA. - Auf- mar s ch in Altona am 19. Februar 1933, sowie der Bombenanschlag auf das SA.-Lokal Wucher- vfennig in Hamburg am 1. April 1933, an denen Die Angeklagten teilweise beteiligt gewesen waren. Während es im ersteren Falle nicht zur Ausführung des Planes kam, wurde in letzterem Falle nur erheblicher Sachschaden angerichtet. Personen kamen Trotz der unermüdlichen und aufopfernden Tätig- feit auf Grube „Laurweg" war es bis jetzt nicht möglich, die noch vermißten sechs Bergknappen aufzufinden. Da das Wasser das gesamte Stutz- material, das die Stollen sicherte, sortgespult hat, - können die Rettungsmannschaften nur in dem gleichen Umfang Vordringen, in dem sie sich wenigstens notdürftig gegen Nachsturz sichern können. Der Eschweiler Bergwerksverein und Arbed Luxemburg 'haben für die Hinterbliebenen der verunglückten Bergleute 10 0 0 0 Mark zur Verfügung gestellt. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Rheinland, Staatsrat B o e r g e r, traf auf der Unfallgrube ein und unterrichtete sich eingehend über den Stand der Rettungsarbeiten. Die Stiftung für die Opfer der Arbeit hat den Hinterbliebenen des Grubenunglückes einen Betrag von 4000 Reichsmark zur Linderung der ersten Not überwiesen. * Bekanntlich ist die Stiftung „Opfer der Arbeit" vom Führer selbst am 1. Mai 1933 ins Leben gerufen worden. Sie dient der Steuerung der Rot von Opfern der Arbeit und ihrer Hinterbliebenen. Die Stiftung wird vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda verwaltet. Spenden für die Stiftung können an das Postscheckkonto Nr. 120 der Reichskreditanstalt Berlin unter der Bezeichnung: „Für Stiftung Opfer der Arbeit" ein- gezahlt werden. Lin schlechter Scherz. Der britische Kreuzer „Australia" mit dem Herzog von Gloucester, dem drittältesten Sohn König Georgs, an Bord ist möglicherweise das Opfer eines schlechten Scherzes geworden. Der kleine amerikanische Schoner „SethPar- k e r" meldete durch Funkspruch, er befinde sich m der Nähe von Tahiti bei schwerer See tn großer Gefahr. Die „Australia" änderte daraufhin sofort ihren Kurs und ging unter Volldampf nach der bezeichneten Stelle. Als der Kreuzer den Schoner erreichte, zeigte es sich aber, daß an Bord alles in bester Ordnung war. Die ausgespannten Segel, die Rettungsboote und alles übrige zeigte keinerlei Beschädigung. Der Kapitän des Schoners dankte mit folgendem Funkspruch : Wir wünschen , dem Herzog von Gloucester zu huldig en und dem Kapitän, : den Offizieren und der Mannschaft der „Australia für ihre Freundlichkeit und ihre Hilfe zu danken. Wir sind j e tz t a 11 r i g h t unö ihre Hilfe ist nicht , länger nötig. Ihre Ankunft hat wie die eines Arztes gewirkt: Die Beschwerden sind kurz vor i seiner Ankunft vorüber." Der Schoner hat am folgenden Tag erneut einen drahtlosen Hilferuf i ausgeschickt mit dem Erfolg, daß die „Australia" . trotz der nach dem ersten Notsignal gemachten Er- i fahrungen wiederum ihr en Kurs geän- i dert hat und unter Volldampf döm Amerikaner - zu Hilfe eilt. Der neue Hilferuf besagt, daß die - „Seth Parker" die Tak.elage eingebüßt er ihn fragte, was er mit den Sachen wolle, antwortete Lipka sehr verstört: „Heute vassiert noch was, ihr werdet noch von mir hören!" Darauf lief der Bekannte sofort zur Polizei, wo er den Vorfall meldete. Der Kriminalbeamte, der sich sofort Der Sache annahm, kam jedoch schon zu spät. Sicherungsverwahrung für einen geisteskranken Gattenmörder. Die Bluttat, die im Oktober vorigen Jahres in Ludwigshafen von dem 43 Jahre alten Franz P h ü l d verübt wurde, wird nicht vor dem Schwurgericht zur Verhandlung kommen, da der Täter nach längerer Beobachtung in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster als geisteskrank erkannt wurde.Phülb hatte seine Ehefrau aus unbegründeter Eifersucht erwürgt und dann an der Türklinke aufgehängt, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankenthal hat nunmehr gegen Phülb Antrag auf dauernde Sicherungsverwahrung gestellt. Die Bergungsarbeiten auf Grube „Laurweg". — Stiftungen für die Hinterbliebenen. Der Landrat des Kreises Husum hat zusammen mit dem Nachbarkreis Süd-Tondern umfangreiche Meliorationsarbeiten an der schleswig- holsteinischen Westküste in die Wege geleitet. Die Gesamtkosten werden auf etwa 1,5 Millionen Mark veranschlagt. In der Nähe von Husum wird ein großes Schöpfwerk errichtet, das das Wasser der Marsch in die Nordsee pumpen soll, wodurch große Flächen fruchtbaren Landes für eine intensive Bewirtschaftung gewonnen werden. Auch die Kanaldeiche müssen erhöht und die Gräben des fraglichen Gebietes verbessert werden, womit bereits im Wege von Notstandsarbeiten begonnen worden ist. Bei der Ausführung des Projektes werden für längere Zeit rund 500 Volksgenossen Arbeit und Brot finden. — Auch auf den Inseln Föhr und Nordstrand werden demnächst durch das Landesarbeitsamt Nordmarsch größere Entwässerungsarbeiten in Angriff genommen werden, für die ein Zuschußbetrag von mehr als 100 000 Mark vorgesehen ist. Ein Arbeitsfront-Dorf wächst aus der Erde. Im Rahmen des großen Siedlungsprogramms der DAF. im Notstands- und Grenzgebiet O bersch l e s i e n sind in dem Gleiwitzer Vorort Z e r m i k bereits 80 Siedlerstellen im Rohbau fertiggestellt. Insgesamt sind hier 400 Siedlerftellen geplant, während sich in Beuthen weitere 459 Stockwerkwohnungen im Bau befinden. Die Siedlungshäuser gruppieren sich, von einem großen Garten umgeben, in lockerer Aufteilung und in verschiedener Bauart um einen gemeinsamen Dorfanger herum. Die neuen Siedler, die in ihrer Freizeit auf ihrer Stelle für den häuslichen Bedarf an Obst, Gemüse und Viehfutter selbst sorgen sollen, werden vorher in einer Lehrsiedelei geschult Beginn der Plädoyers im Hanpimann-Prozeß. Im Hauptmann-Prozeß begann die letzte Verhandlung mit der Anklagerede des Staatsanwaltes Hauck, der zunächst den Geschworenen für das Interesse dankte, mit dem sie sechs Wochen lang den Zeugenaussagen von insgesamt IV2 Millionen Worten zugehört hätten. Anschließend gab er eine eingehende Uebersicht über Die Zeugenaussagen und erklärte, es sei überzeugend nachgewiesen, daß Hauptmann des Mordes schuldig sei. Im Anschluß an die Rede des Staatsanwalts ergriff der Verteidiger des Angeklagten, Reilly, das Wort. Er führte u. a. aus: „Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet! Hauptmann sei unschuldig. Trotz der gesellschaftlichen Stellung der Betroffenen könne der Fall nur nach dem Beweismaterial entschieden werden. Der Verteidiger suchte dann zu beweisen, daß niemand in das Haus Lindberghs hätte gelangen können, ohne Hilfe von Personen, die dem Haushalt angehörten und es sei deshalb für ihn klar, daß die Hausangestellte Betty Gow und der verstorbene Diener Whateley an der Entführung mitschuldig seien. Die Person, die das Lindberghkind entführte, sei dem Kind gut bekannt gewesen, da es sonst geschrien hätte. Auch der Hund habe nicht ge- bellt. Die angeblich zur Entführung verwendete Leiter sei überhaupt nicht benutzt worden, da man sonst Spuren auf der Erde unter den Fenstern gefunden hätte. Vielmehr sei das Kind die Treppe hinuntergetragen worden. . Die Verteidigungsrede Reillys dauerte vier Stunden. Reilly warf dem Polizeichef S h w a r z k 0 p f vor, den Lindbergh-Fall völlig verwirrt zu haben. Die Polizei habe Photographien und Beweisstücke künstlich zurechtgemacht, um den schwachen Indizien nachzuhelfen. Daß Hauptmann die hier nicht zu Schaden. * Vor dem Obersten Landesgericht München fand seit 15 Tagen ein Hochverrats prozeß g e - gen 60 Personen statt, die mit Prager SPD.-Emigranten in Verbindung getreten waren und in ihren Heimatstädten Nürnberg, Fürth, Regensburg, Schwandorf usw. i n s Inland geschmuggelte Hetzschriften verbreitet hatten. 52 Personen wurden verurteilt. Sie erhielten Strafen von 5V2 bis zu 2V2 Jahren Gefängnis. Neuland an der Nordseeküste. men werden. Schon lange vor Beginn der Der» Handlung war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz besetzt. Als der Angeklagte in die Anklagebank geführt wurde, brach die Mutter des Angeklagten in Schreikrämpfe aus. Die Vernehmung des Angeklagten gestaltete sich außerordentlich schwierig. Erst auf Drängen des Vorsitzenden bemühte sich der Angeklagte nach sichtlicher Ueberlegung zum Sprechen. Er widerrief zur allgemeinen lieber- raschung seine bisherigen Geständnisse vor der Polizei und dem Untersuchungsrichter, die er infolge Uebermübung gemacht haben will. Daraufhin wurden John seine sämtlichen niedergeschriebenen Geständnisse vorgelesen, in denen er sein Verbrechen bis ins kleinste schilderte. Furchtbare Bluttat eines abgewiefenen Freiers. Im Schlafzimmer ihrer Wohnung in Berlin- Moabit wurde die Witwe Elisabeth Weiß mit einem Beil erschlagen aufgefunden. Der Täter, der Neffe der Ermordeten, der 33jährige Max Lipka aus Pankow hatte sich vor dem Schlafzimmer erhängt. Der Grund der Tat dürfte Eifersucht fein, da Lipka von der Erschlagenen und ihrer 19jährigen Tochter abgewiesen worden war. Das Mädchen hatte die Wohnung bereits verlassen und war zu ihrer Arbeitsstelle gegangen. Kurz zuvor traf ein Bekannter des Lipka diesen mit einem neuen Beil und einem neuen Strick. Als Mop, unkspnich.) Ns mische Vorsicht, den abessinisch- ; von der Lon- Die Lage wird iber doch nicht Hfarifäen 3or> ’ffieruna wur- ung r/erüM' 'nnten nidjt werden an= t Grenze, wo wollten. Von e, ihre Starn- tertanen eines e man schwer- ten ihrer selb- id unterworse- iferfege. Auch der Kaiser ü abzuschaffen luyn, viele : p froh sein len mtM [ich“ teN* Lage erMck !atz mit schmutzen werde und [teressen Framen werde, der idschaft Italien .gesehen daoeri, genzeit, d>e möglich mach^ 5 Tarnung Destruktive Elemente. Urteile des Bottsgerichtshofes. Berlin, 11. Febr. (DNB.) Wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung verurteilte der Volksgerichtshof am Montag den 30jährigen früheren kommunistischen Reichstagsabgeordneten Wilhelm Agatz zu dreiJahrenZuchthaus, feine Mitarbeiterin Frau Märta C w a l e k zu drei Jahren Gefängnis. Auf diese Strafen wird jeweils ein Jahr Untersuchungshaft angerechnet. Eine dritte Mitangeklagte wurde auf freien Fuß gesetzt, da die gegen sie wegen Beihilfe verhängte Strafe von einem Jahr Gefängnis als durch Die Untersuchungshaft verbüßt gilt. Die Angeklagte Cwalek ist die Ehefrau des im August 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilten früheren Reichstagsabgeordneten und Reichsleiters Cwalek der Revolutionären Gewerkschafts-Opposion, der berüchtigten gewerkschaftlichen Unterorganisation der KPD. Nach der Verhaftung ihres Mannes hatte sie die Kassengeschäfte.dieser illegalen Organisation weitergeführt und auch Agatz, der später zum Nachfolger ihres Mannes berufen wurde, bei feinen Bestrebungen, die verbotene Organisation weiter auszubauen, tatkräftig unter st ützt. Agatz war vorher als politischer Leiter im Bezirk Düsseldorf der RGO. tätig und hatte sich dort so „ausgezeichnet", daß er in das illegale Reichskomitee der RGO. nach Berlin geholt wurde. Agatz und Frau Cwalek hatten sich mit gefälschten Ausweispapieren polizeilich unter falschen Namen angemeldet. und von einem Gartenfachmann betreut, so daß sie vor Enttäuschungen und wirtschaftlichem Schaden bewahrt bleiben und Freude an ihrem Grund und Boden behalten. Oer 14. Schornstein raucht. Der 14. Schornstein des Leunawerkes, der in kurzer Bauzeit fertiggestellt wurde, ist nunmehr in Betrieb genommen worden. Die Betriebsführung des Leunawerkes hat sich im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht und mit Rücksicht auf größere kurzfristige Auslandsaufträge veranlaßt gesehen, in einzelnen Wechselschicht-Betrieben die 48-Stundenwoche (statt bisher 40 Stunden) wieder einzuführen. Land und Leute im Widukindland. Als im vergangenen Jahr Reichsminister Darre in der Widukindstadt Enger (Westfalen) weilte, entstand der Plan, den Reichsbauernführer durch Ueberreichung einer Erinnerungsgabe zu ehren. In monatelanger Arbeit ist das Geschenk jetzt fertig- gestellt worden. Es ist ein H e i m a t b u ch, das 7 auf 1«Ct£efcl diese kleine Menge Franck Spezial, die feine Kaffee würze in Grießform, reicht aus, um jedem Kaffee, fei es Sodnenkaffee, Malzkaffee oder anderer Getreide- kaffee, kräftigen, pikanten Geschmack, köstlichen Duft unschöne, goldbraune Zarde zu geben. Ser Kaffee wird dabei billiger, weil man weniger an Kaffeemenge braucht, wenn man Franck Spezial zufetzt ! k ihiQ ? ! Meten US> sind. ! sen ist 1ln?R £ernen Ä ,ai D!ann Ata Sri 1 e,ner nnMA überzeugend: „Am 13. Januar, da gab's und am 15. Januar, da war Freude!" Ziemlich skeptisch scheint der Narhallese Mosner dem Karnevalbündnis Köln- und ein Leck erhalten habe. Der Kapitän des Schoners ist ein amerikanischer Rundfunksprecher namens Lord, der sofort nach seiner ersten Begegnung mit dem Kreuzer „Au- stralia" an zwei amerikanische Rundfunkstationen eine ausführliche Schilderung des Erlebnisses gegeben hat. Man vermutet, daß es sich bei dem neuen Notruf um eine Fortsetzung des schlechten Scherzes handelt, den sich der Kapitän der Seth Parker allem Anschein nach mit der „Australia" gemacht hat. Das amerikanische Schiff hatte es vermieden, das SOS-Signal auszusenden, sonst würde es zu Schadensersatz verpflichtet sein. Deuksche Wagen im Ausland. Die deutsche Automobilindustrie hat wie im Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung, so auch in den Bemühungen um Ausweitung des deutschen Außenhandels eine Schlüsselstellung inne. Höchst erfolgreich, wie vor kurzem in London, Paris und Brüssel hat die Daimler-Benz AG. auch auf dem vor wenigen Tagen eröffneten Internatio- nalen Automobiksalon in Amsterdam durch die hohe Qualität und die Fortschrittlichkeit ihrer Erzeugnisse den Marktkampf mit den Spitzenfabrikaten aller Länder bestanden. Der P r ä s i - dent der deutschen Handelskammer für die Niederlande telegraphierte der Firma: „Beglückwünsche Sie zu Ihrem großen Erfolg auf Amsterdamer Ausstellung. Ähr Stand dauernd dicht belagert. Mercedes-Benz zeigt unbedingt die fortschrittlichsten Konstruktionen und schönsten Karosserien in reichster Auswahl, die allgemein Bewunderung erregen. Rettungsmedaille für einen hitlerjungen. Der Führer und Reichskanzler hat dem Hitler- jungen Karl R e u f ch aus Niederböhl bei Rastatt (Bann 111) die Rettungsmedaille verliehen. — Reufch hatte im vergangenen Sommer einen sechsjährigen Jungen unter Einsatz des eigenen Lebens vom Tode des Ertrinkens gerettet. Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Der zehnjährige Frede Nielsen brach aus dem „Damm" in Haüersleben durch das E i s. Ein zwölfjähriger Schulfreund versuchte ihn zu retten, versank aber ebenfalls in den Fluten. Die Leichen beider Kinder sind geborgen worden. Lin Unglückssonntag für den Wiener Wintersport. Der letzte Wiener Sportsonntag war für die Wiener Bevölkerung ein Rekordtag an Un- gl ü ck s f ä l l e n. In den Bergen der näheren Umgebung Wiens verunglückten rund 300 Skifahrer. 150 von ihnen hatten ausgesprochen schwere Verletzungen erlitten. An dieser Riesenziffer trug vor allem die Vereisung des Geländes schuld, wodurch sich zahlreiche gefährliche Stürze ereigneten. Ein vermißter Wiener Skifahker wurde auf der Schneealpe in Steiermark t o t aufgefunden. Ein zweiter Skifahrer konnte lebend geborgen werden. Von den 23 Rettungsmannschaften haben 19 zum Teil schwere Erfrierungen erlitten. Flammentod eines sechsjährigen Mädchens. Die sechsjährige Tochter des Arbeiters F a - s ch i n s k i aus Vorheide bei Neu-Strelitz spielte am offenen Herdfeuer, als ihre Kleider plötzlich Feuer fingen. Das Kind lief, laut um Hilfe schreiend, auf die Dorfstraße. Da die Leute aber alle auf dem Hofe arbeiteten, wurde es nicht gehört und rannte wieder in die Wohnung zurück. Hier versuchte die schon betagte Großmutter, ihre Enkelin durch Uebergießen mit Wasser zu retten. Die Hilfe kam jedoch zu spät. Trauriges Ende eines verdienten allen Kapitäns. Bei Baggerarbeiten im Vorhafen zur Bremerhavener Kaiserschleuse wurde die Leiche des Kapitäns Po lack an die Oberfläche gespült und geborgen. Polack wurde seit dem 16. November o. I. vermißt. Er hatte damals an der Feierstunde auf dem Lloydschnelldampfer „Bremen" teilgenommen, die anläßlich der Zurücklegung von 100 Rundreisen über den Nordatlantik und des 60. Geburtstages des Kapitäns der „Bremen", Kommodore Ziege n b e i n , stattfand. Er hatte sich wahrscheinlich auf dem Heimweg im Dunkeln verirrt und war bei einem Schleusenübergang in den Hafen gestürzt. Polack, der im 75. Lebensjahr stand, war zuletzt der Kapitän des Lloydschnelldampfers „Kronprinzessin Eäcilie", mit der er, vom Kriegsausbruch auf der Heimreise von Neuyork überrascht, die berühmten Fahrten vom englischen Kanal nach Amerika und zurück machte, die ein Beispiel kühnen Seemannsgeistes sind. Dienststrafverfahren gegen einen Jenaer Universitätsprofessor. Gegen den Ordinarius an der Friedrich-Schiller- Universität in Jena, Professor Dr. Johannes Albert Debrunner, ist ein Dienststrafver- fahren eingeleitet worden, bis zu dessen Erledigung Professor Debrunner auf Beschluß der thüringischen Staatsregierung von seinem Lehramt entbunden wurde. Debrunner wurde beschuldigt, sich am Tage der nationalen Solidarität über das Winterhilfswerk abfällig geäußert zu haben. Die Jenaer Studentenschaft hatte deshalb die Vorlesungen des Professors boykottiert. Liebenköpfige Familie durch Kohlengas vergiftet. Im Dorfe Wiecburk im Posener Gebiet wurde eine siebenköpfige Familie infolge eines schadhaften Ofens durch Kohlengas vergiftet aufgefunden. Drei Kinder waren bereits tot, zwei andere und die Eltern wurden in sehr bedrohlichem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Reue Expedition zur Hebung des sagenhaften Goldschatzes auf den Kokosinseln. Der englische 45-Tonnen-Schoner „Vera City" hat mit einer Gruppe von Schatzsuchern an Bord eine Fahrt nach den Kokosinseln angetreten, die etwa 500 Kilometer von Costarica entfernt im Stillen Ozean liegen. Das Ziel der Schatzsucher ist der berühmte Goldschatz im Werte von angeblich einer halben Milliarde Reichsmark, der vor mehreren hundert Jahren dort von Seeräubern vergraben worden sein soll. Eine ähnliche Expedition hatte im vorigen Jahre ein unrühmliches Ende genommen. Sie war von einer Polizeiabteilung aus Costarica verhaftet und abgeschoben worden. Die neue Expedition hat solche Schwierigkeiten durch Abschluß eines Vertrages mit der Regierung von San Jose ausgeschlossen. Nach diesem Vertrag soll die Regierung ein Drittel aller gefundenen Schätze erhalten. Zehn Polizisten werden zum Schutze der Schatzgräber mitgehen und wohl auch, um sie im Auge zu behalten. Unter den Mitgliedern der Expedition befinden sich ein Geologe, zwei Bergbauingenieure und ein Sachverständiger für Bohrungen. Mißbrauch mit einem Schlafmittel mit dem Tode bezahlt. In ihrer Wohnung in Kassel wurde eine Frau leb los im Bett vorgefunden. Ein Arzt stellte fest, daß die Frau eine größere Menge eines Schlafmittels zu sich genommen hatte, was ihren Tod herbeiführte. Die mittels Sauerstoffapparat vor- genommenen Wiederbelebungsversuche blieben leider ohne Erfolg. Kunst und Wissenschaft. Hans Tannert wird Schauspieldirektor in Dortmund. Der frühere Gießener Bonviant und Spielleiter Hans Tannert, zur Zeit Intendant des Stadttheaters in Krefeld, ist als Oberspielleiter des Schauspiels mit der Bezeichnung Schauspieldirektor auf zwei Jahre an das Stadttheater in Dortmund verpflichtet worden. Adele Kern geht an die Berliner Staatsoper. Die bekannte Sopranistin und Koloratursängerin Adele Kern von der Wiener Staatsoper, die früher an der Frankfurter Oper tätig war, ist für Idie kommende Spielzeit an die Berliner Staatsoper 1 verpflichtet worden. Gastspiele des Saarbrückener Stadttheaters. Das Stadttheater Saarbrücken, das deutsche Kulturbollwerk an der Saar, wird einer ehrenvollen Einladung folgend in Karlsruhe mit feiner Aufführung des „Wilhelm Tell" in der Inszenierung des Intendanten Heinz Huber am 10. März gastieren. Am gleichen Tage wird das Badische Staatstheater mit einer Aufführung der „ M e i st e r f i n g e r " i n Saarbrücken zu Gast fein. Weiter erhielt das Saarbrücker Stadttheater eine Einladung nach Frankfurt. Dort wird es am 21. März, am Tag von Potsdam, mit „Wilhelm Tell" gastieren, und die Frankfurter Oper wird in Saarbrücken Wagners „Walküre" zeigen. Günstiges Ergebnis der ersten Versteigerung auf Schloß Sibyllenort. Auf Schloß Sibyllenort kamen im Verlaufe der Versteigerung die vielen vergoldeten Stühle aller Stilarten zur Versteigerung. Die Taxwerte wurden durchschnittlich um das Doppelte und Dreifache überschritten. Ein Ausziehtisch, der angeblich ein Geschenk Friedrichs des Großen an den Herzog von Braunschweig sein soll, fand das besondere Interesse und erzielte statt 300 Mark 1000 Mark. Sehr verschieden war das Ergebnis bei dem Ausgebot der Marmorstatuen. Durchschnittlich wurden auch hier die Taxen um das Drei- bis Vierfache gesteigert. Einen großen Kampf gab es um die etwa 300 Kupferstiche. Meistens wurde eine ganze Serie von Kupferstichen geschlossen ausgeboten. Das Fünf- bis Zehnfache war hier das übliche Ergebnis. In einem Falle wurde sogar das Achtzehnfache der Taxe erreicht. Das Interesse der Bieter hielt bis zum Schluß an. Viel Interesse fanden die Hofwagen und Schlitten. Die erzielten Preise betrugen durchweg das Doppelte bis Dreifache des Taxwertes. Tapeten, Waschgeschirre, Portieren und Bodenbelag fanden reißend Absatz. Bis auf die beiden Hauptpositionen, den venetianischen Speisesaal, das Prunkbett des Herzogs von Braunschweig und einige wenige Dinge, über deren Verkauf allerdings Verhandlungen schweben, ging alles weg. In einigen Wochen wird in Sibyllenort eine zweite Versteigerung stattfinden. Daneben laufen die Verhandlungen der Schloßverwaltung über die Verwendung des riesigen Gebäudes. Kleine politische Nachrichten. Wie die hessische Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum mitteilt, ist bei ihr folgendes Telegrammdes Reichserziehungsministers eingegangen: „Hiermit verbiete ich bis auf weiteres sämtlichen mir unterstellten Beamten und Lehrpersonen jegliche Teilnahme an den Veranstaltun- gen des Deutschen Phil-ologenver- b a n d e s". * Der Führer und Reichskanzler hat Seiner Heiligkeit dem Papst zum Krönungstage drahtlich herzliche Glückwünsche übermittelt. Aus Anlaß des 13. Jahrestages der Krönung Pius XI. findet in der Sixtinischen Kapelle ein feierliches Hochamt statt, an dem die hohe Geistlichkeit, das beim Heiligen Stuhl akkreditierte diplomatische Korps sowie das römische Patriziat teilnehmen. In der Lateran-Basilika wird ein feierliches Tedeum gesungen. * Das deutsch-französische Zollabkommen über die Zusammenlegung der Zollgrenze mit der politischen Grenze des Saargebietes ist im italienischen Außenministerium von den Botschaftern Deutschlands und Frankreichs unterzeichnet worden. Die Aende- rung der Zollhoheit tritt um Mitternachtzum 18. Februar in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt wird die Währungsverordnung in Krofl treten. * Der rumänische Außenminister Titulescy wurde auf ein Jahr zum Präsidenten der Balkan-Entente bestimmt. Da er bis zua, 6. Juni 1935 außerdem Präsident der Klei, n e n Entente ist, ist der Vorsitz dieser beiden Bündnissysteme somit in einer Hand vereint. Die Regierungen Lettlands, Estlands und Litauens haben den Generalsekretär des Völkerbundes darauf aufmerksam gemacht, daß dis baltischen Staaten in den ständigen Aus, schüssen des Völkerbundes nicht Der, treten seien und sich infolgedessen in einer wem, ger günstigen Lage befänden als andere kleine Staaten, deren jährliche Beiträge an den Völker» bund geringer seien als die der baltischen Staaten. Lettland, Estland und Litauen seien dahin überein» gekommen, sich in den Genfer Körperschaften g e, m e i n s a m vertreten zu lassen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. In Süddeutschland und im Alpengebiet hat sich das heitere Wetter mit starkem Frost noch gehalten Weiter nördlich ist auch Mitteleuropa bis nach Nordskandinavien hin von einer kräftigen Westströmung überflutet worden. Sie bringt im Norden allgemein Tauwetter und vielfach Regenfälle, in Mitteldeutschland und in unserem Bezirk hält sich über der Schneedecke noch leichter Frost, der aber wahrscheinlich noch am heutigen Dienstag von Tau» wetter verdrängt wird. Ein Gebiet steigenden Luft« drucks bringt dann vorübergehend Aufklaren und nochmals Abkühlung, doch wird sich insgesamt mildes Westwetter mit Regenfällen fortsetzen. Aussichten für Mittwoch: Nach weiterer Milderung und einzelnen Regenfällen vorübergehend Aufklaren, stellenweise nochmals etwas Frost, späterhin weitere Milderung, lebhafte südwestliche Winde. Aussichten für Donnerstag: Unbeständiges und mildes Westwetter. Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags —1,4 Grad Celsius, abends —2,3 Grad; am 12. Februar; morgens —4,1 Grad. Maximum —1 Grad, Mini« mum —5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Februar: abends —0,8 Grad; am 12. Februar: morgens —0,6 Grad. — Niederschläge 0,2 mm. — Schneefall 2 cm. Wintersport. Rhön: Wasserkuppe: heiter —7 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verharscht, Skt und Rodel gut. Vogelsberg: Hoherodskopf: Nebel, — 9 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Skt und Rodel sehr gut. Sauerland: Winterberg: Nebel, —6 Grad, 62 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwald: Feldberg: heiter, —15 Grad, 180 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Harz: Schierke: heiter, —8 Grad, 90 cm Ge* samtschneehöhe, 8 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12195. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Mw diw^aü.. Bestimmt, diesmal werden Sie es gewiß nicht vergessen. Nägel. Schrauben, Haken, passendes Werkzeug: Hammer, Zange, Schraubenzieher usw. zu besorgen. Also heute, oder spätestens morgen deshalb gleich zu J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 746a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Äla Anzeigen-Aktiengesellschast 9. Eisenacher Geld-Lotterie zum Besten des Thüringer Museums I 3386 Geldgewinne, zusammen Mk 1250® Hochstgewinn auf Doppellos: 5000 2500 toSlrill. Doppellos 1-Mk Porto und Liste 3Ö Pfg. extra Zu haben bei- A. Dinkelmann, Worms Postscheck; 20 060 Frankfurt a. M. und allen durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. 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Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem sämtliche Steuerbescheide als zu« gestellt zu gelten haben, der 6. Februar 1935 hiermit fef^esetzt. 8296 Gießen, den 6. Februar 1925. ________Bürgermeisterei Gießen: Ritter. Arbeitsvergebung. Die Lieferung von Grabeinfasfungen'für 53 Ein» fassungsgräber aus Natur- oder Kunststein soll öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke sind hier erhältlich. 833D Die Angebote sind verschlossen bis zum Freitag, dem 22. Februar 1935, vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Oeffnung erfolgt im Beisein etwa erschienener Bieter. Gießen, den 11. Februar 1935. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: G r a v e r t. Nuhholz-Gubtmssion Die Gemeinde Steinheim verkauft auf dem Weg- schriftlichen Angebots folgende Holzsortimente: Eichenstämme: 2. Kl. 0,95 km, 3. Kl. 8,80 km, 4. Kl. 8,64 km, 5. Kl. 1,77 km. Vuchenstämme: 3. Kl. 3,80 km, 4. Kl. 7,66 km, 5. Kl. 3,89 km. Fichlenstämme: la-Kl. 0,90 km, Id-Kl. 17,46 km, 2a-Kl. 56,05 km, 2b-Kl. 63,20 km, 3a-Kl. 33,28 km, 3d-Kl. 6,32 km. Angebote sind in Reichsmark pro Festmeter, getrennt nach Sortiment und Klasse, verschlossen, mit Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnern tag, den 14. Februar, nachmittags 2 Uhr, bet dem unterzeichneten Amt einzureichen, woselbst auch die Bedingungen zur Kenntnis genommen werden können. 8310 Man bittet, das Holz vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden können. Auskunft erteilt die unterzeichnete Stelle und Förster Diehl, Ober-Widdersheim. Steinheim, den 11. Februar 1935. Hessische Bürgermeisterei: Schmidt. 1 ■7 Grad, 50 cq !' verharscht, A f: Nebel, -f Pulverschnee, 6Ü lebet, -6 Grad, 'schnee, Ski und ‘Otl Swnffutl K* fa rin»?'9''1 ■Äe.genfaUe, j w fe I 8™ft, bet ahei «»9 oon I«! LH Waren Jlfl) insgesM .sMsetzen? ™ ;■ weitere, ^vorübergehe^ tw°s Frost, \S afte südwestliÄ $ta9: Unbesta» r: mittags -ii am 12. Februan ~1 Grad, Mi. Kren in 10 ar “0,8 Grad: on - Niederschläge - ntbersN ’Ö diese, ^ri. A°cht, Ltz 'gen W\ 5 Nicht s "urD KL Nitttr. eiter,-15 Tra^ rschnee, Ski uni Arad, 90 cm 6h Pulverschnee, 6fi Wilhelm Lange, iedrich M Lange, für Den übrigen 'Her: f)ans Tech teigen: Theobtr ' und Verlag: Slemdruärred Tietzen. Mich 25 Pf. i 15 Pf. mehr. Wstags 15 Pf, , mehr Juli 1934 gültig. ung. euerbefcheide uW jatjlungspflW’S“ Äl & b,ts°°rdruck^ ew° e#eni"“ (taurant heiHof 13. febrou | W izeitig Saal fut nen für jeM m«’1* .-ssr m,38 3 uft aufDe“. °K»-- sS-X- Id)«'“ Oie Beisetzung von Professor Lunkers alle, alle für einen, ich für dich, du für mich, wir «en- '«asten und .h-°r-Mch-n Form, em-- nlnnn .,+t f.iv ht/4i hu für rntrfc rnir Und nun also, am 1. Februar, sind die Carabinieri, die prächtigsten Farbtupfen der grauen Städte, ins Nichts versunken' In eine alltägliche Uniformierung. Ja, sie tragen einen weißen Kragen mit einer schwarzen Krawatte, eine breitschirmige Mütze, eine offene Jacke und einen Allerweltsumhang. Sic transit gloria mundi. Was ist ein Gendarm ohne Uniform? Er ist ein Apollo ohne Schönheit. Nebenbei gesagt, hat das Ausland früher als Italien selber Gelegenheit gehabt, die fachliche neue Uniform mit dem bisherigen Napoleonsglanz zu vergleichen, denn ihr Debüt feierte sie bei der Abstimmung im Saargebiet, und mancher Rompilger dort wird nun vielleicht den Kopf schütteln, wenn er hört, daß diese Truppe eins ist mit den herrlichen Bühnenerscheinungen seiner südlichen Erinnerung. In Rom fallen die Carabinieri nun überhaupt nicht mehr auf, denn in der Hauptstadt wimmelt es von Uniformen aller Art, die aber nun durchweg militärischen Zuschnitt aufweisen. Noch vor zchn oder zwölf Jahren beklagte man die zerschlissenen bürgerlichen Kleider der Briefträger und Depeschenboten, jetzt kommen die Herren von der Post wie Offiziere daher, feldgrün, mit Aufschlägen und Abzeichen. Sogar die Straßenkehrer mußten sich t1i einheitliches' Blau werfen, und auf ihrer Mütze prangt das zweitaufendjährige S. P. Q. R. der Quiritenftadt. Die Kutscher, die Taxichauffeure oder Autisti, wie sie nun heißen, denn Italien hat entschlossen dem Fremdwort nicht bloß den Krieg er- denzstückes oder einer Propagandareportage, son-s dern in Gestalt einer einfachen, klaren und fesselnden Spielhandlung. Es ist, wie mehrfach gesagt wurde, ein Film der jungen Generation in Deutschland, er schildert in schlichter und ungekünstelter Weise ihr Leben, ihr Denken und Fühlen, ihre Sorgen und Nöte und ihre Arbeit. Und alles, was geschieht, geschieht unter der Devise, die dem Film seinen Namen gab: Ich für dich — du für mich wir für das ganze Volk; so muß die zusammenfassende Steigerung lauten. Es sind die Ideen und Gedankengänge, die heute Besitz der ganzen Nation geworden sind, welche die inneren Triebkräfte der Handlung bilden: die Gedanken der Gemeinschaft, der sozialen Hilfsbereitschaft, der auf Leben und Tod verbundenen Kameradschaft und eines Lebens der Arbeit und des Dienstes am Volke. Das alles wird aber nicht gesagt oder gesungen oder gepredigt, sondern, darauf kommt es ja wohl an, stillschweigend und selbstverständlich verwirklicht, aus innerer Bereitschaft und Ueberzeugung heraus erlebt und gelebt. Das gibt dem Film — m einem höheren Sinne freilich — den volkserzieherischen Impuls, seine Werbekraft und Vorbildlichkeit. Den Inhalt Szene für Szene zu erzählen, erscheint weder ganz leicht noch auch besonders wünschenswert; man muß dies vielmehr sehen und hören und auf sich wirken lassen; dann wird jeder sogleich verstehen, wie es gemeint ist, und worauf es ankommt. Der größere Teil des Films spielt in einem Lager des weiblichen Arbeitsdienstes, und es ist ebenso lehrreich wie erfreulich, einen tiefen Blick zu tun in das Leben dort im kleinen und großen, in den Alltag, die Arbeit und die vielfältigen praktischen Aufgaben der jungen Menschen, die sich da aus freiem Willen zusammengefunden haben. Man sieht sie da schaffen im Haus, im Stall, bei der Ernte, bei der Siedlerhilfe und bei der Wochenpflege, man sieht sie aber auch nach Feierabend, beim Essen, bei Spiel und Sport und gemeinsamem Fest. Und wenn auch das aus dem Ich und dem Du organisch sich bildende Wir allezeit im Vordergründe steht, so ist doch zuvor und zwischendrin immer wieder gezeigt worden, wie das Ganze sich in seine Teile gliedert. Immer wieder heben sich aus der Menge einzelne Gesichter, Köpfe und Gestalten, einzelne Stimmen und einzelne Schicksale heraus; es wird der Weg und der Kampf des jungen Menschen um seine Arbeit, um eine Existenz, um ein Stück Lebensglück geschildert mit großer Eindringlichkeit, aber immer so, daß dieser Einzelweg so oder so in die Gemeinschaft, - " " t und die Lebenswerte und traf. In Wirklichkeit behielten die Carabinieri ihre wirklich etwas unzeitgemäße Uniform deswegen so lange bei, weil sie ihre historischen Verdienste hat, weil sich ihre Träger, das auserlesene königliche Gendarmeriekorps, oft hervorgetan haben. Sie trugen in der Uniform ein betontes Ehrenkleid, das für das Volk unantastbar war. Das „Non lo so“ und das zwillingshafte Auftreten hat auch seine Gründe. Die Carabinieri sind nämlich keine Auskunftspersonen, der Straßenverkehr geht sie überhaupt nichts an, mit dem Verkehrspolizisten haben sie nichts gemein. Sie können sich deshalb auf das Recht berufen, im Stadtplan weniger zu Hause zu sein, als auf dem Kasernenhof, sie wissen oft nicht einmal näher, in welchem Quartier sie sich befinden, weil sie kein ständiges Revier haben. Ebenso gut könnte man also den nächstbesten Soldaten fragen. Und mit der ständigen Platzverschiebung hängt auch ihr Zwillingstum zusammen, das übrigens ein täglich wechselndes ist. Die beiden sollen einander möglichst wenig kennen, und sie sollen immer zu zweien sein aus den gleichen Gründen, weshalb die Richter auf mindestens zwei Zeugen Wert zu legen pflegen. Wer bedenkt, daß die Geschichte Italiens durch Jahrhunderte hindurch die Geschichte von Geheimbünden ist, wer sich an Maffia und Camorra erinnert, wird den tieferen Sinn der Einrichtung leicht erkennen. Junge Männer, die sich zu den Carabinieri melden, werden einer ftrengcn Auslese unterworfen und müssen sich zeit ihres Lebens oder ihres Dienstes des Gedankens entschlagen, etwa mit einem Kollegen Kippe machen zu können. Die Carabinieri sind für Auch auf dem Lande treten sie natürlich paarweise auf, dort trugen sie aber schon immer eine zweckmäßigere Uniform und einen Karabiner (daher ihr Name). Sie sind der Schrecken des lichtscheuen Gesindels, und in den kleinen Ortschaften ist der maresciallo, der Feldwebel der Carabinieri, der Inbegriff der Obrigkeit.________________ „Ich für dich - du für mich." Festvorstellung im Lichtspielhaus. Ein Mann schrieb 240 Bände Kriminalgeschichten! Wer kann sich rühmen, der in England meist* gedruckte Autor zu fein? Man wird alle möglichen Namen nennen, aber der kürzlich im Alter von zweiundsiebzig Jahren verstorbene I. S. Fletcher ist der wohl produktivste Geschichtenschreiber der letzten Jahrzehnte in der englischen Literatur gewesen. Er schrieb so viele Bücher, daß er eines Tages selbst nicht mehr wußte, wie viele es waren, und sich an das Britische Museum wandte, in dem alle Werke englischer Autoren aufbewahrt werden, um von dort eine genaue Auskunft zu erhalten. Zu seiner größten Befriedigung teilte man ihm mit, daß er mit zweihundertundvierzig Büchern an der Spitze aller Berufsgenosfen stehe. Diese Rekordleistung läßt sich aber auch noch in einer anderen statistischen Berechnung ausdrücken, die man zu Fletchers Genugtuung daraufhin angestellt hat: Er schrieb nämlich in einer Schriftstellertätigkeit, die rund dreiundfünfzig Jahre dauerte, nicht weniger als zweihundeertundfünfzig Millionen Worte, und zwar Wort um Wort mit der eigenen Hand. Dabei find nicht einmal alle die kleineren Geschichten, die in Zeitungen und Zeitschriften verstreut waren, mit eingerechnet worden. Jedermann wird nun nach dem Fachgebiet des emsigen Schriftstellers fragen, und wirklich gibt nur dies eine Erklärung für eine solch umfangreiche Produk- tion: Fletcher schrieb nämlich Tag um Tag, friedlich am Schreibtisch sitzend, Kriminal- und Detektivgeschichten! Nicht nur in England wurden diese „Fletchers" mit Spannung verschlungen, sie sind zum großen Teil in viele fremde Sprachen übersetzt worden und haben in der ganzen Welt eifrige Leser gefunden. Als der frühere amerikanische Präsident Wilson einmal von einer schweren Krankheit genas, vertrieb er sich die Zeit mit der Lektüre eines Fletcherschen Kriminalromans, und als ein Wort darüber bekannt wurde, daß er sich dabei recht gut erholt habe, wurden alle Werke Fletchers auf dem amerikanischen Büchermarkt in riesigen Auflagen abgesetzt. Edgar Wallace hatte in Fletcher seinen gefährlichsten Konkurrenten, der zudem sorgfältiger und bedächtiger arbeitete und das erworbene Gut nicht so rasch verrinnen ließ wie der weltbekannte Rennstallbe- sitzer unter den Schriftstellern. Ehe das Britische Museum aber nun bas Register der Bücher von I. S. Fletcher abschließt, wird es den letzten Roman, den Zweihunderteinundvierzigsten, noch aufnehmen müssen, bei dessen Abfassung der Tod dem unermüb- lichen Autor die Feder aus der Hand nahm. Frau Fletcher, die selber verschiedene Bücher geschrieben hat, wird dieses Nachlaßwerk vollenden, damit kein« Zeile von Fletchers Hand ungedruckt blecht. Die ZwMngsnapoleone find verschwunden Es wimmelt von Uniformen in Rom. Von unserem römischen E.-Korrespondenten. schultern nicht bloß die Hellebarde, sondern haben: am Einlaß zur souveränen Kirchenstadt das Bajonett aufgepflanzt. In den Höfen des Vatikans kann man regelrechte Bajonettübungen bewundern. Dann ind da die Palastgarden, die Nobelgarden, dis päpstlichen Carabinieri — der Ring schließt sich. Es ist etwas Eigenartiges um die Freude am bunten Tuch der Männer. Oie Goethe-Medaille für Geheimrat Stubben. Unter außerordentlicher Beteiligung wurde auf dem Münchner Waldfriedhof Professor H u g o Junkers der Pionier der deutschen Luftfahrt, zu Grabe geleitet. An der silbernen Urne, die die Asche des Toten barg, wurden im Auftrage des Führers und Reichskanzlers des Reichsluftfahrtministers, des Reichswehrministers und zahlreicher Behörden und Vereinigungen eine Fülle von Kränzen niedergelegt. Die Idee der Gemeinschaft nämlich, der dieser Film dient, kommt sehr betont auch in seinem Darstellungsstil zum Ausdruck. Selbst der erfahrene Filmbesucher wird hier kaum ein bekanntes Gesicht oder einen ihm geläufigen Namen entdecken. Inge Kick, Maria W a n ck , Ruth E w e l e r, Heinz Rippert, Eleonore Stadie, Liselotte Wahl — noch nie gehört. Hier spielen lauter oder doch fast lauter junge Menschen, die zum ersten Mal vor der Kamera stehen und gar keinen schauspielerischen Ehrgeiz haben keine „Rolle spielen" wollen, sondern nur sich selbst und ihr eigenes Leben darstellen und mitteilen wollen. Und gerade das gibt dem Film seine Lebensnähe, seine ungeschminkte Natürlichkeit und Gegenwärtigkeit. — * Für die Festvorstellung hatte sich dankenswerterweise der Musikzug der Standarte 116 zur Verfügung gestellt, der unter der bewährten Leitung von Musikzugführer Herrmann mit Schwung und Schneid zwei Stücke zum Vortrag brachte und für feine vortreffliche Leistung lebhaften Beifall erntete. Im Beiprogramm sah man ferner einen von der Reichspropagandaleitung herausgebrachten, sehr schönen Kulturfilm von der alten deutschen Hansestadt Danzig. Außerdem die neue Wochenschau der Ufa und je einen Vorspann zu „Cleopatra" und zum „Abschiedswalzer". Bei außergewöhnlich starkem Besuch wurde ge- f ftern abend in einer Festoorstellung des Licht- s spielhauses der von der Reichspropagandalei- j tung, Abteilung Film, gemeinsam mit der Deut- ( scheu Arbeitsfront herausgebrachte Film „Ich für । d i ch — d u für m i ch" zum ersten Male in Gie- , ßen gezeigt. Der Aufführung ging eine kurze An- , spräche des Kreiswalters der DAF., Pg. Wagner, Gießen, voraus, der zunächst ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer ausbrachte und nach dem gemeinsamen Gesang der ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes u. a. etwa Folgendes ausführte: Der Totalitätsanspruch des Nationalsozialismus bedinge es daß er in alle Regungen des völkischen Lebens eindringe — auch in die Kunst. Was die Masse des Volkes'noch vor nicht langer Zeit abgelehnt habe, sei nicht wahre Kunst gewesen, sondern etwas Artfremdes, was dem Volke von geschäftstüchtigen Menschen als Kunst angepriesen und vorgesetzt worden sei. Kunst könne aber nie als etwas Fremdes von außen her in das Volk hineingetragen werden; Kunst sei vielmehr etwas, was organisch aus dem Volke herauswächst, als innerster Ausdruck unseres Wollens, Fühlens und Kämpfens. Gerade auf dem Gebiete des Films gebe es auch heute noch manches, was nicht gegenwärtig und aus dem wirklichen Leben der Nation empfunden und entstanden |ei, sondern was eine Scheinwelt darstelle und em Leben zeige, das es nicht gibt, oder wie es in Wirklichkeit nicht ist. Noch immer wurden Dinge und Verhältnisse vorgeführt, die es eigentlich nicht oder nicht mehr gibt. Solche Filme konnten nicht der Volksgemeinschaft dienen und dem einzelnen Volksgenossen etwas geben. Wir wollen aber auchi im Film das Leben so, wie es wirklich ist. Aus diesem Geiste heraus wurde der Film „Ich für dich, u für mich" geschaffen. Hier soll das Leben lunger Menschen in freiwilliger Arbeit am deutschen Volke gezeigt werden; nicht nur die äußere Form, sondern auch das innere Erlebnis soll in diesem Film erfaßt und gestaltet und dem Beschauer vor Augen geführt werden. Diese jungen Menschen erkennen die große Aufgabe ihrer Generation: Erfüllung der jahrtausendealten Sehnsucht aller deutschen Vken- schen, sich zusammenzuschließen und ein Volk zu werden. — Heil Hitler! — Rom, im Februar. Wieder ist eine hohe Säule der Romantik geborsten, wiederum Italien, das einstige Land der Sehnisucht, um ein charakteristisches Bild ärmer geworden. Das, wds dem Fremden zuerst in die Äugen stach und ihm ein halb staunendes, halb gutmütig überlegenes Lächeln zu entlocken pflegte: die ebenso farbenprächtige wie anachronistische Zwillingspracht der Carabinieri hat ihr Ende gesunden. Malerisch standen die beiden Unzertrennlichen, steif und korrekt im Straßengewühl, sie g:ngen nicht, sie schlenderten nicht, nein, wenn sie sich in Bewegung setzten, dann war es ein würdevolles Schreiten. Der Ausländer witterte gleichwohl instinktiv hinter der pompösen Uniform die Polizeigewalt und da die Polizisten, man weiß nicht recht warum, im Gerüche stehen, eine Art unentgeltliches Auskunftsamt zu sein, wurden sie nach der und jener Straße gefragt. Und dann kam, so behauptete einmal eine ungarische Reiseschriftstellerin, mit Sicherheit der lapidere Satz: Non lo so. Ich weiß es nicht! So lernte man das erste Italienisch. Das Weißichnicht kriegte man in Mailand wie in Palermo, in Perckgia genau so wie in Genua zu hören, und da diese eigenartigen Könige der Straße auch niemals den Arm hoben, um den Verkehr zu regeln, und sich überhaupt etwas statistenhaft benahmen (immer nach Meinung der Uneingeweihten), wurden sie in den Augen vieler zu einer Operettenfigur, wozu der Dreispitz, dieser Napoleons- Hut, die breiten roten Generalsstreifen und nicht selten ein hoher Federbusch wesentlich beitrugen. Ein Rätsel blieb es aber allen ohne Ausnahme, warum man sie immer nur paarweise andern Geheimen Oberbaurat Professor Dr.-Jng. h.e« Josef Stüb den in Frankfurt a. M. wurde an« läßlich seines 9 0. Geburtstages am 10. Februar in Anerkennung seiner Verdienste auf bem Gebiete ber Stäbtebaukunst im In- unb Auslands vom Führer unb Reichskanzler die Goethe-Mei b a i 11 e für Wissenschaft unb Kunst verliehen. Tagung der Gau-Studentenbunds-Führer. LPD. Frankfurt a. M., 11. Febr. Im Aböls- Hitler-Haus fanb am Samstag die letzte große Führerbesprechung sämtlicher Hoch- und Fachschulgruppen des NSDStB. Gau Hessen-Nassau in diesem Semester statt. Der Gau-Studentenbundsführer referierte über die politische Schulung während der Ferien und betonte dabei, daß nach dem Reichsschulungslager in Bernau ebenfalls zwei Lager für die politische Erziehung der Schulungsleiter der Gaue Hessen-Nassau, Kur- Hessen und Pfalz in Oberursel und auf dem Gleiberg bei Gießen durchgeführt werden. Sodann sprach er über das Verhältnis des NSDStB, zur Deutschen Studentenschaft. Auch der NSDStB. müsse als Parteiorganisation mit seiner Führerschicht die Studentenschaft maßgeblich beieinflussen und diese mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus durchdringen. Die Hauptaufgabe des NSDStB. im nächsten Semester liege im Aufbau und in ber Umgestaltung ber Häuser bes Stubentenbunbes (Kameradschaftshäuser). Schon wahrend der Ferien wird die Zusammenarbeit zwischen Hoch- und Fachschule so gestaltet, daß die Kameraden der Kunstschulen die Häuser der Studenten besonders künstlerisch ausgestalten. Diese Maßnahme dient vor allem auch dazu, den sozial schlechter gestellten NSDStB.-Kameraden die Möglichkeit zu bieten, sich bas Notwendigste für die Lebensbedürfnisse zu verdienen. Daten für den 13. Februar. . 1419: Stiftung ber Universität Rostock; — 1511? Herzog Albrecht von Preußen wirb Hochmeister bes Deutschen Ritterorbens; — 1754: ber Diplomat Fürst Talleyrand in Paris geboren (gestorben 1838); — 1848: ber Generalfelbmarschall Hermann von Eichhorn in Breslau geboren (1918 ermorbet in Kiew); — 1883: Richard Wagner in Venedig gestorben (geboren 1813)._____________ klärt, sondern überall sofort, oft über Nacht, eigene neue Wörter geschaffen, müssen fich genau so wie bie Verkehrspolizisten, die Metropolitan! ober kurzweg Metro, zur divisa bekennen, wobei eine Sommer- unb eine Winteruniform vorgeschrieben ist. In den heißen Tagen strahlen bie Verkehrsregler in blenbenbem Weiß unb tragen einen ebensolchen Tropenhelm. Verschwunben ist die schöne Zeit, wo sie sich, sowie es regnete ober ber Verkehr unbequem arg würbe, seitwärts in die Osteria schlugen. Hält Mussolini schon unten, in den mehr häuslichen Graden seines Millionenheeres strenge Zucht, um wie viel mehr bei der Miliz und beim Heer! Auch bei diesen beiden Waffengattungen sind die Uniformunterschiede verblaßt, man muß oft scharf Hinschauen, um unter dem Militärrock das Schwarzhemd zu bemerken. In der Hauptstadt strömt wie im alten Rom alles zusammen, was Dienst oder Urlaub hat, Flieger und Matrosen mischen sich unter das gelbgrün, der schwarze Fes trobbelt neben dem Stahlhelm, zuweilen tauchen bie roten turmhaften Kopfbedachungen der Kolonialtruppen auf, bie Wüste schickt ihre braunen Sohne, die meisten so lang unb schlank wie bes Königs Grenabiere. Achilleshelme funkeln, .Roßschweife wehen, bei ben Paraden gehen einem die Augen über vor so viel kriegerischer Pracht unb Herrlichkeit — und an solchen Festtagen dürfen auch die Napoleonshüte und Carabinieri vorübergehend erscheinen. Wer nun aber glaubt, daß dieses Waffengewühl typisch sei für eine Nation, deren Führer das Wort prägte, was für die Frau die Mutterschaft, das sei für den Mann der Krieg, wer in der militärischen Uniform schon ein Liebäugeln mit dem Schrecken ber Menschheit erblickt, ber braucht nur über bie Tiberbrücke zu gehen und sich im Vatikan umzusehen: dort wimmelt es noch weit mehr von Männern, die sich durch ein Kämpfergewand auszeichnen. Schweizer in ihrer zwiefarbigen Landsknechttracht für das ganze Volk. Dieser Film hat seine äußere Form von einem der begabtesten, bekanntesten und erfahrensten deutschen Regisseur erhalten: Carl Froelich setzt hier eine Tradition fort, die mit Filmen wie „Reifende Jugend" und „Mädchen in Uniform" begründet worden ist, und er hat es auf eine ausgezeichnete, künstlerisch überzeugende Weise verstanden, die Werte im Bild lebendig zu machen, die hier ans Volk herangetragen werden sollen. Sein Film ist vom Rhythmus der Arbeit unb ber Gemeinschaft, vom Geist einer neuen Zeit erfüllt. Die 'Silber, bie er gestaltet, finb großzügig unb natürlich gesehen, er gibt keine Scheimpelt, sondern Gegenwart und wirkliches Leben, wie es heute tausendfältig um uns her in Deutschland am Werke ist. Er beherrscht bie bewegte Masse ebenso sicher wie bie profilierte unb bramatifd) zugespitzte ober bie gefühlsbetonte Einzelszene, unb er braucht dazu erstaunlicherweise fast keinen „gelernten" Schauspieler. Schon der eindringlich-schlagkräftige Titel des Films läßt erkennen, daß hier der Geist einer neuen QPit Grundsätze unb Gebankengut bes national- uieid v-u^^.y -7 io3ialiftifd)en Staates bildhaft und dramatisch ver- ins Dolksganze mundet — Dirklicht wurden — und zwar nicht in der abftrat-1 Maximen verwirklicht von denen oben schon e v ll Ein mahnendes Wort an das Handwerk Wirischast 2,80 meist unverändert, nur späte Schuldbuchforderungen Ferner selten von Zellstofspapieren Aschaffenburg i waren angeboten und gingen auf 96,75 (97,13) zu- if)re Befestigung auf 77,75 (76,50 v. H.) fort,! rück. Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse bei Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Banknoten. 8*85 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 27-7 1.3 8-1 7.85 7-9 Ib4 5,40 RM. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend bis 2,90 Mark per 50 kg bei Waggonbezug. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Am Aktienmarkt machte sich im Hinblick auf die bevorstehende Automobil-Ausstellung für Autowerte etwas Interesse bemerkbar, wobei Daimler-Motoren auf 52,90 (51,50) und im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer auf 86,50 (86) anzogen. 27.5 12 7.9 7.65 7.75 10-5 27.8 1.25 8.1 7.75 7.75 10.9 27.75 1.2 8 7.75 7.9 1175 *% Oesterreichtsche Goldrente.... <20% Oesterreich,sche Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... *% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913 .......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% TlirHsche Zollanleihe von 1911 4^Wtifd)e Bagdadbaho-Anlethe Mit Freude dem Eist ms ein richti geht eich W Die A kich'n davon \\ Frankfurt a. M., 11. Febr. Auftrieb: Großvieh 1214 (gegen 1083 am 4. Februar), darunter 370 Ochsen, 113 Bullen, 380 Kühe, 351 Färsen. Kälber 456 (509), Schafe 138 (60), Schweine 3636 (3861). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 36 bis 39, b) 31 bis 35, c) 26 bis 30, d) 22 bis 25. Bullen a) 33 bis 35, b) 29 bis 32, c) 26 bis 28, d) 23 bis 25. Kühe a) 33 bis 36, b) 27 bis 32, c) 21 bis 26, d) 13 bis 20. Färsen a) 37 bis 40, b) 32 bis 36, c) 26 bis 31, d) 22 bis 25. Kälber a) 46 bis 48, b) 38 bis 45, c) 31 bis 37, d) 23 bis 30. Lämmer und Hammel b2) 36 bis 37, c) 33 bis 35. Schafe nicht notiert Schweine al) 50 bis 53, a2) 50 bis 53, b) 48 bis 53, c) 47 bis 52, d) 45 bis 51, gl) 44 bis 47, g2) 37 bis 43. Gegen den Markt vom 4. Februar gaben Ochsen und Bullen bis 1 Mark nach, Kühe a) zogen 2 Mark, Kälber sämtlich 2 bis 3 und Hämmel 1 Mk. an, Färsen und Schweine blieben unverändert Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer Ueberstand (33 Ochsen, 7 Bullen, 7 Kühe und 4 Färsen). Käl- ber, Hämmel, Schafe und Schweine mittelmäßig. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 531 Viertel Rindfleisch^ 60 ganze Kälber, 5 ganze Hämmel, 125 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Bullenfletsch b) 54 bis 56. Kuhfletsch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40. Fär-senfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm aus hiesiger Schlachtung 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: belebt. brauchte Sprichwort erst richtig zur Geltung: „Freie Bahn dem Tüchtigen". Denn nur der Tüchtigste der Tüchtigen soll den Titel „Meister" führen dürfen und diesen dadurch wieder zu Ehren bringen. Für die llebergangszeil bis zum Jahre 1939 find für alle selbständigen Handwerker, die keine ordnungsmäßige Lehrzeit hinter sich haben, Erleichterungen vorgesehen, um auch ihnen die Gelegenheiet zu geben, den Befähigungsnachweis anzutreten, damit sie in ihrem Beruf weiter tätig fein können. Aber hier sei ein ernstes und mahnendes Wort an alle Handwerker gerichtet, die diesen Befähigungsnachweis antreten wollen. Es wäre grundfalsch, sich nun sofort auf diese Prüfung zu stürzen und zu glauben, wenn die Gebühren bezahlt sind, sei die Hauptsache erledigt. Handwerker! Diese Zeit ist endgültig vorbei. Ausschlaggebend ist die Qualitätsarbeit und Leistung jedes Einzelnen, und wer noch nicht ganz auf der Höhe ist in Bezug auf dieselbe, der trete kurz und bnütze die Zeit zur Vervollkommnung seiner Kenntnisse, denn dadurch wird vielen Handwerkern manche bittere Stunde und den Prüfungskommissionen viel Verdruß erspart. Es wäre ungerecht, bei Nichtbestehen der Prüfung den Prüfungskommissionen, wie dies leider zu oft geschieht, Vorwürfe zu machen. Deshalb prüfe sich jeder selbst vor der Meldung, ob er den Anforderungen gewachsen ist. Entscheidend für die Prüfung ist das Leistungsprinzip: Wer ist Meister? — wer was ersann, wer ist Geselle? — wer was kann, doch Lehrling ist jedermann. In den Hauptversammlungen (Bezirksoersammlungen) dens Monats Februar werden von feiten der Obermeister die Handwerksabzeichen und Fragebogen zur Vorbereitung der Handwerkerkarte ausgegeben. Es ist deshalb Pflicht sämtlicher Handwerker, auf diese Mitteilung und auf die schriftliche Einladung der Obermeister bzw. deren Beauftragte, an den Versammlungen teilzu- nechmen. Jnnungsmitglieder, die trotz dieser Aufforderungen den Versammlungen fernbleiben, und dadurch die organisatorische Vorbereitungsarbeit zur Ausgabe der Handwerkerkarte sabotieren, sind von den Obermeistern laut § 15 der Satzungen in eine Ordnungsstrafe zu nehmen. Bo ErzA Der Bam Lemberg be nacht in sei sechzig Kilc |;unb JBonin bewältigen, waren. $er Schliti 1. Und das @e I.-Mes Trat Wer bem ( fe ?m Mi U. die Kai Ser'in ben !en !>e es, was , .^ern, die ei damit fit Me-Leb Seinen ft, ??fe« Harzen bi te9t VQr m 4?ntben tzZL Xufen 0 war polterte tiuN d Nbte S pc «"d Ä Preußen. Unausgeglichener Haushaltsplan in Marburg für 4935. LPD. Marburg, 11. Febr. Der jetzt vorliegende Haushaltsplan der Stadt Marburg für 1935 schließt bei einer Gesamteinnahme von 3 591 500 Mark und einer Gesamtausgabe von 3 793 600 Mark (nach Abzug einer vorzutragenden Vorbelastung von 3 344 Mark) mit einem ungedeckten Defizit von 202 000 Mark und, wenn man den Vortrag von 1933 mit einrechnet, von 235 000 Mark ab. Als Steuereinnahmen sind für 1935 269 545 Mark indirekte Steuern und 1 383 500 Mark direkte Steuern vorgesehen. Von einer Erhöhung der Bürgersteuer, die jetzt 500 Prozent beträgt, ist vorerst abgesehen worden, obwohl die erforderliche Genehmigung dafür vorliegt. Zur Deckung des Defizits würde auch eine Erhöhung derselben um 300 Prozent nicht ausreichen. Man hofft, durch besondere Zuwendungen aus staatlichen Härtefonds für die unverschuldeten Rückgänge bzw. Mehrbelastung einen Ausgleich zu erhalten. Im Rechnungsjahre 1935 werden die gleichen Steuersätze wie im Vorjahre erhoben. Fast 49 OOO NM. unterschlagen. LPD. Wetzlar, 11. Febr. Unter Ausnutzung des ihm entgegengebrachten Vertrauens beging der 33jährige Fr. B e p l e r aus Wetzlar in den Jahren 1929 bis 1934 bei seiner Firma Unterschla« g u n g e n , hie eine Höhe von fast 19 000 Mark erreichten. Das Schöffengericht Wetzlar verurteilte ihn wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Unterschlagung zu einer Gefängnis» st rase von einem Jahr drei Monaten, auf die zwei Monate der Untersuchungshaft ange- rechnet werden. Eine historische Mühle niedergebrannt. LPD. Wetzlar, 11. Febr. Die in dem landschaftlich reizvollen Siebenmühlental bei Nauborn gelegene uralte W e i ß m ü h l e, die mit zwei anderen Mühlen dieses Tales schon im i Lorscher Kodex erwähnt wird und sich seit Generationen im Besitz der Familie Friedrich befindet, wurde in der Nacht zum Sonntag ein Raub der Flammen. Die Besitzer sind obdachlos geworden; an den Gebäuden waren erst im vergangenen Jahr Erneuerungen vorgenommen worden. Das Vieh und der Hausrnt konnten gerettet werden. Kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. Bieber, 11. Febr. Gestern abend hielt die hiesige Ortsgruppe des K y f f h ä u - serbundes im Bechtoldschen Lokale ihre Jahreshauptversammlung ab, die gut besucht war. Sie wurde eröffnet durch eine Begrüßungsansprache des Vereinsführers Kam. Oskar Müßener, an die sich eine Gefallenenehrung unter dem Gesang des Liedes vom guten Kameraden anschloß. Es folgten dann der Jahresbericht und der Kassenbericht. Im Anschluß hieran wurde eine Reihe von Anregungen entgegengenommen, interne Angelegenheiten des Vereins in kameradschaftlicher Weise besprochen, ein mit soldatischer Begeisterung aufgenommener Heilgruß an den Führer und Reichskanzler ausgebracht, dann der offizielle Teil der Versammlung geschlossen. Im Anschluß hieran saßen die Kameraden noch einige Stunden beieinander, tauschten Erinnerungen aus, die nie schwinden, sangen die lieben alten Soldatenlieder und waren froh, Kamerad unter Kameraden zu fein. Erwähnt fei hier noch, daß der Kriegerverein Rod» heim auch in diesem Jahre wieder, wie stets am Sonntag Reminiszere, in der gewohnten feierlichen Weise am Ehrendenkmal eine Gedächtnisstunde für die Gefallenen der Gemeinde abhalten wird. während Waldhof ihre Erhöhung vom Wochenschluß nicht behaupten konnten (—0,50 v. H.). Die Großwerte des Aktienmarktes lagen sehr still, insbesondere IG. Farben (—0,50 v. H.) und Montanaktien. Von diesen eröffneten Gelsenkirchen 0,65 v. H., Phönix und Klöcknerwerke je 0,25 v. H. schwächer, Mannesmann lagen 0,40 v. H. freundlicher, und Stahlverein blieben behauptet. Elektroaktien lagen uneinheitlich. Weitere Nachfrage zeigte sich für Lechwerke Augsburg mit 99,90 (99,25), auch Schuckert setzten 0,13 v. H. höher ein, während AEG. 0,40 v. H., Licht und Kraft und Lahmeyer je 0,25 v. H. verloren, Bekula bröckelten 0,40 v. H. ab. Kunstseideaktien tendierten merklich stiller, AKU. mit 56,25 nur knapp gehalten, dagegen Bemberg noch etwa 1,50 v. H. fester. Von Schiffahrtsaktien waren Norddeutscher Lloyd gefragt und 0,65 v. H. höher, Hapag lagen mit 32 v. H. unverändert. Im einzelnen eröffneten u. a.: Moenus-Maschinen 0,50 v. H., Deutsche Linoleum 0,25 v. H. freundlicher, Deutsche Erdöl 0,50 v. H. und Reichsbank 1,25 v. H. niedriger, Scheideanstalt mit 205 unverändert. Das Renten g e schäft blieb ohne Anregung. Altbesitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforderungen, Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine lagen behauptet, Stahlverein-Bonds bröckelten 0,25 v. H. ab, während Reichsbahn-VA. um weitere 0,13 v. H. erholt waren, da sich Gerüchte über eine Einbeziehung in die Zinskonversion als nicht zutreffend herausgestellt hatten. Im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Ausdehnung, auch die Kurse wiesen gegen den Anfang nur unbedeutende Veränderungen auf. Etwas schwächer waren AKU., bis 55,50 (56,25), dagegen Bemberg bis 122 (121,50). IG. Farben stiegen bis auf 144,75, gaben aber wieder nach auf 144,25, Mannesmann gingen um 0,65 v. H. zurück. Schwächer lagen Rheinische Braunkohlen (—3 v. H.), Zement Heidelberg (—1,25 v. H). Der Kassamarkt lag im großen und ganzen still, Bankaktien wurden schwächer genannt. Am Rentenmarkt lagen die variablen Anleihen Günstige Lage im Eisensteinbergbau. Die Bezirksgruppe Wetzlar der Fachgruppe Eisenerzbergbau (Berg- und Hüttensteinbergbaues an Lahn, Dill und in Oberhessen) teilt folgendes mit: Förderung und Absatz haben im Januar ihre Steigerung absolut und arbeitstäglich fortgesetzt. Die Förderung {Heg auf 57 717 (52 735) Tonnen, der Absatz auf 61085 (58 191) Tonnen. Die eingeklammerten Zahlen sind die des Monats Dezember 1934. Di^ Belegschaft ist weiter verstärkt worden, sie beträgt heute 2400 Mann. Für den nächsten Monat wird mit einer weiter erhöhten Förderung und entsprechendem Absatz gerechnet. Die Förderung im Jahre 1934 betrug rund 600 000 Tonnen. Nach dem Durchschnitt der letzten Monate ergibt sich aber bereits eine Jahresförderung für 1935 von 660 000 Tonnen. Nach vorsichtiger Schätzung darf aber die Jahresförderung von 1935 mit 800 000 Tonnen wenigstens angenommen werden, womit sie um ein Drittel über der von 1934 läge. Ein Absatzbedürfnis in dieser Höhe ist angemeloet worden. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Tendenz: uneinheitlich. Frankfurt a. M., 11. Febr. Auch zu Beginn der neuen Woche hielt die allgemeine Zurückhaltung an der Börse an. Die Grundstimmung war jedoch weiter freundlich, die Kursgestaltung aber weiterhin uneinheitlich. Nennenswerte Verkäufe lagen nicht vor, anderseits zeigte sich auch nur für wenige Spezialpapiere weiteres Interesse. Die Kulisse blieb zurückhaltend, das Publikum hält im großen und ganzen an seinem erworbenen Besitz fest. Die Umsatztätigkeit war mangels besonderer Anregungen weiter klein. kleinem Geschäft durchweg gut gehalten. In Stadtanleihen lag weiter kleines Angebot vor, das die Kurse um etwa 0,50 bis 0,75 v. H. drückte. Industrie- Obligationen lagen uneinheitlich, Staatsanleihen sehr still. Am Auslandsrentenmarkt waren mexikanische Anleihen stark gesucht und fest, so 5 v. H. äußere Gold 11,25 bis 11,75 (10,50), 4 v. H. Gold von 1907 7,65 (7,10), 4,5 v. H. Irrigation 7,50 bis 8 (7,13), 5 v. H. Silbermexikaner mit 5,13 v. H. nur mäßig höher. — Tagesgeld blieb zu 2,90 v. H. unverändert. Abendbörse still. Im Abendbörsenoerkehr entwickelte sich bei etwa behaupteten Kursen nur unbedeutendes Geschäft. Die Zurückhaltung der Kulisse hielt'an, zumal Anregungen und Aufträge fehlten. Unter leichten Schwankungen schwächer lagen IG. Farben mit 144,25 bis 144,40 bis 144 (144,4). Kunstseide AKU. waren auf schwache holländische Meldungen an- aeboten und gingen auf 53,75 (55,25) zuruck, auch Zellstoff Aschaffenburg ließen auf 76 (76,75) nach. Sonst waren die Kursveränderungen gegenüber dem Berliner Schluß geringfügig. Für Autowerte hielt etwas Nachfrage an, Daimler 52,50 (52,40), Ädlerwerke Kleyer im Freiverkehr 87 (86,50). Am Kaffamarkt wurden Hindrichs-Auffermann mit 92,13 (am 8. Febr. 87,50) wieder notiert, Voigt & Häffner bröckelten auf 12,50 (12,75) und von Bankaktien Ov-Bank auf 85,25 (85,75) ab. Der Rentenmarkt lag bei unveränderten Kursen geschäftslos. Von fremden Werten lagen mexikanische Anleihen auf Basis des etwas ermäßigten Berliner Schlusses gehalten. Schweizer Bahnanleihen gaben nach, 4 v. H. SBB. 161 (162,50), 3,50 v. H. do. 152 (154). U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,90, 5,50 v. H. Poung-Anleihe 102, 6 v. H. Franks. Hyp.- Bank Gold R. 1 bis 4 96, 5,50 v. H. do. Liquidation 99,75, 6 v. H. Stadt Hanau RM.-Anleihe 89,75, 5 v. H. innere Mexikaner 5,25, 4,50 v. H. Irrigation 8, Aden 76, Commerzbank 83,75, OO-Bank 85,25, Dresdner Bank 85,75, Gelsenkirchen 71,50, Harpener 101,50, Klöckner 86,50, Mannesmann 78, Phönix 56,25, Rheinstahl 96,75, AKU. 53,75, Bekula 141, Bemberg 120,25, Zement Heidelberg 113,25, Conti Gummi 144 Daimler 52,50, Scheideanstalt 205, Deutsche Linoleum 127,25, Licht & Kraft 120, IG. Farben 144,25 bis 144,40 bis 144, ©effürel 115, Holzmann 85,13, Feinmechanik Jetter 71,65, Siemens 146,50, Voigt & Häffner 12,50, Zellstoff Aschaffenburg 76, Reichsbahn-VA. 118,50 Hapag 31,75. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 11. Febr. Die Geschäftstätigkeit im Getreidegroßverkehr blieb gering. Roggen war angesichts des unverändert schwachen Rog- genmehlabsatzes schwer verkäuflich, zumal die Mühlen im Monat Februar bekanntlich nur 4 v. H. ihres Kontingents vermahlen fönnnen. Dagegen fand das herauskommende Weizenangebot gute Aufnahme, wenngleich das in der Vorwoche lebhaftere Weizen- mehlgefchäft wieder wesentlich stiller geworden ist. Am Futtergetreidemarkt und für Futtermittel aller Art hielt die starke Nachfrage bei nur ungenügendem Angebot an. Hafer war nur im Tausch gegen Kraftfuttermehl erhältlich. Am Gerstenmarkt kamen in Erwartung der Durchführungsbestimmungen zur neuen Gersteverordnung für Brau- und Jndustrie- gerste Umsätze kaum zustande. Von Rauhfuttermitteln gab Heu auf 10,50 (11) Mark pro 100 kg nach. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W IX 206,50, W XIII 210,50, WXVI 214,50, Roggen R IX 166,50, R XIII 170,50, R XV 174,50, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 168,50, G XI 171,50, G XII 173,50, Hafer H XIII 166,50, H XIV 168,50, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W XIII 27,50, W XVI 27,95, Roggenmehl R XIII 23,60, R XV 24, alles plus 50 Pf. Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 17, Weizenfuttermehl 13, Weizenkleie W XIII 10,73, W XVI 10,95, Roggenkleie R XIII 9,99, R XV 10,23, alles Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallen. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 13, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen 14,50, alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation. Treber—, Trockenschnitzel 9,62 bis 10,02, Heu 10,50, Weizen- und Roqgenstroh draylgepreßt ober gebündelt 5 bis Von der Kreishandwerkerschaft Gießen geht uns folgende Mitteilung zu: Seit dem 30. Januar 1933, dem Tag der nationalsozialistischen Regierungsübernahme, ist im ganzen deutschen Volke grundlegend Wandel geschaffen worden. Auf allen Gebieten des öffentlichen und rechtlichen Lebens hat die revolutionäre Idee Fuß gefaßt, und neue Formen und Gesetze bauen ein neues Deutsches Reich, das Reich Adolf Hitlers auf. Dem Handwerk wurde in der ersten Verordnung 3um vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks der Grundstein gelegt durch Zusammenfassung sämtlicher Handwerker in Berufsgruppen, so daß endlich mit den „Außenseitern" aufgeräumt wird. Der ehrliche Handwerksmeister kann und darf auf die Dauer von diesen Elementen nicht als Schind- luder betrachtet werden. Die zweite Verordnung befaßt sich in der Hauptsache mit organisatorischen Fragen der Handwerkskammern. Die dritte Verordnung ist das wichtigste Gesetz der ganzen Handwerker-Gesetzgebung seit hundert Jahren. Hat doch diese Verordnung endgültig Schluß gemacht mit der schrankenlosen Gewerbefreiheit und Zügellosigkeit und verhindert nunmehr den weiteren Zustrom von solchen Handwerkern, die eine geeignete Vorbildung nicht besitzen. Der große Befähigungsnachweis und die Handwerkerkarte sind da — wenn auch letztere aus organisatorischen Gründen noch kurze Zeit auf sich warten laßt —, und nun muß jeder Handwerker, glxich welchen Berufes, wenn er einen Handwerksbetrieb eröffnen will, eine ordnungsmäßige Lehrzeit durchlaufen, die Gesellenprüfung ablegen, eine mindestens fünfjährige Gesellentätigkeit nachweisen können, und bei Ablegung der Meisterprüfung das 24. Lebensjahr vollendet haben. Damit hat der Handwerker seinen großen Befähigungsnachweis angetreten. Nach Ausführungen des Reichshandwerksmeisters wird man in Kürze auch wieder damit beginnen, die jungen Leute auf die Wanderschaft zu schicken, damit sie in anderen Städten und fremden Werkstätten ihre beruflichen Kenntnisse erweitern und fördern. Dann können wir mit Recht und Stolz sagen: ein neues Geschlecht wächst im Handwerk heran, und kommt das in den früheren Jahrzehnten marxistisch-liberalistifcher Zeit so oft miß- jfyAni" llfr£,rn «"r i V ben te |l x bevölkert- te- e*- I l’tl _ (y/* ; eomii As । »i'4 & 7» «* Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abend» börse Gchluß- kurs Schlußt. Mittag» börse Datum 9.2- 11 2. 9-2. 11.2 6% Deutsche ReichSanIeihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Retchsanl. v. 1929 b/2%Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 99.25 102 112 97.5 95.75 99.65 96 96 99.9 100 97 97 104.9 99 4 102 111.9 97.5 95.75 99.65 113.5 113.9 96 96 99.75 100 97 97 105 99 5 102 112-25 97-5 113.75 96.25 99.9 97 97 104.9 99.5 102 111.9 113.75 100-25 97 97 105 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volköstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12......... 6Va% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyv.-Bank Goldpse. 16 unkündbar biS 1936 614% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriefe....... 6Va% ehem. Xyt% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. .. 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs.. Frankfurt a. M. Serlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß« kurs Schluvl. Abend- börse Schluß- lurs Scblußk. Mittagbörse Echluß- kurs Schlußl. Abendbörse Gchluß- kurs Gchlußk. Mittag« börse Datum 92. 11-2 9.2 11.2 Datum 9.2 11.2 9.2- 11-2. 4% desgl. Serte 11 ............ 6.25 4.7 4.3 35.25 32 34.13 83 115 5 85 86.5 865 167 31.5 142 108.5 119.9 86.75 115-25 100-25 146 121 92.25 103.13 72-25 101.5 121-75 88 18-86 8.25 4.5 7 4.3 35.25 31-75 34.65 88 5 114,5 83.75 85.25 85.75 165-75 31 141 108.5 120 87 115 100.4 146-5 120.5 92.5 102.5 4.4 7.1 4.25 35.9 31.65 29.25 34.5 88.25 114-75 85 86.5 86.5 166.25 3b4 141-9 108.75 119.25 87 5 116.25 109.5 100.25 146 121 92.25 103.25 4.3 7.13 4.25 35.9 31.75 28.5 34.5 87.5 115 83. 5 85-75 85-75 166 31 141-25 108 119-5 86.75 115.25 11175 100.13 146-13 120 91.5 102-5 Mansselver Bergbau.........0 Kokswerke ............. 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl.............. 0 Vereinigte Stahlwerke........0 Otavt Minen .......... 0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........ 6 Kaliwerke Salzdetfurth.....iy2 9. ®. Farben-Jnvustrie.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ............ 0 RütgerSwerke ...............0 Metallgefellschaft............. 0 93 56.75 209 97.75 47.65 12.4 108.5 108 155 144.5 205 92-75 106.25 95.75 86 114.25 127 56.5 120.13 53 76.5 51.5 126-75 93 56.25 206.25 96.75 47.65 12.5 108.5 108 155 144 205 92.9 106 95.65 85-13 113-25 127 53.75 120.25 52.5 76 52.5 127.25 93 102.9 56-65 209 97-25 47.5 124 108.25 155 144.5 93.75 106.4 96 s 103.25 56.4 121 52.25 77 128-5 51.9 126.5 85 40.13 92-9 102-5 56.5 205.75 96.75 47.13 12.75 108 108 155 144.4 93 105.65 95 85.5 104.25 55-25 120.5 5175 76 127.5 52.4 127.4 84.4 39-75 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Rumcin.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket ..... o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff .. ........ o Norddeutscher Lloyd ......... o A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................ 0 Dresdner Bank.......___ n Retchsbank .................. A.E.G.................... 0 Bekula....... 0 Philipp Hohmann...... 0 -Zementwerk Heidelberg ......0 Cem entwert Karlstadt.........0 Elekn.Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. g Felten & GuUleaume.........0 Akl^A-l-Mektr.llnternehmung. b Rheinische Elektrizität ....... 5 Schuckert & (So.............. 5 Siemens & Halske............ 7 Lahmeyer L Co.......... jo Schultheis Patzenhofer .......0 Aku < Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Deutsche Linoleum...........0 Orenstein L Koppel .......... 0 cuoetui ....•••••••••••••.. 0 Deutsche Erdöl............... Leonhard Tietz ..... 0 40.25 39-75 Gelsenkirchener...... n 71.5 101.5 148.25 122.25 86^5 72-4 101 89.25 146 121.5 88 A.« 71.75 Chade......................10 —— 204 144 33-75 Harpener...........5 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... e Ilse Bergbau Genüsse........e Klöcknerwerke ........... 0 101-25 38,13 148.5 122 »11 Attumulatoren-FabrS........0 Conti-Gummt...............0 Grttzner............ 0 Mainkraktwerke Höchst 4 144.5 33^ 144 "J 144-25 Pl ale ihre Jahresucht war. Sie ißungsansprache Unterschl«, 19000 Marku gen) bemühen sich um die Anfangsgründe auf der glatten Fläche. Das bringt zwar manchen Sturz, aber mit der Zeit lernen sie es in diesem Alter alle. Die „Fortgeschrittenen" beobachten zunächst mit prüfenden und zugleich etwas neidischen Blicken die Erwachsenen, die Bogen laufen, Springen vor und rückwärts usw., können, um es dann schließlich selbst zu probieren. Meister fallen auch auf dem Else nicht vom Himmel. Die einen fernen es schnell, die ande- erschreckt durch die neben ihnen einschlagenden Geschosse, rasten an dem erstarrten Bauern vorbei in das schützende Gehölz, wo sie verschwanden." * Als sich die Männer aus dem Himmelschiff Bonin näherten, zuckte es in seinen Knieen. Er war aus dem Schlitten gestiegen und lehnte sich an die zitternden Pferde. Die Soldaten sprachen auf ihn ein, aber der Bauer schwieg und hielt demütig seine Mütze in der Hand. „Die Heilige Jungfrau hat die Herren geschickt", sagte er leise „und ich danke den Herren." Am nächsten Sonntag tat Anton Bonin dreihundert Zloty in den Opferstock der Kirche, und er atmete auf, als er das letzte Geldstück in den Kasten fallen hörte. Wie die alten Aegypter die Toten einbalsamierten. Bonin und die Wölfe. (Erzählung von Adolf Nowatowsky. Der Bauer Anton Bonin hatte seine Geschäfte in Lemberg beendet und beeilte sich, noch vor Mitter- nicht in seinem Dorf zu sein. Es waren fünfund- slchzig Kilometer von Lemberg bis Brezeczewo, u,d Bonin hoffte, sie in vier bis fünf Stunden zu b wältigen, falls keine Schneewehen eingetreten Sonnenblumenkernen und Hanfsamen auf Blechrand des Fensterbrettes gestreut, kommt schon das ganze Volk der frierenden Vögel herbei... Und da ist's ein Hin- und Hertrippeln, ein gegenseitiges Sichdrängen und Stoßen, ein fortdauernd fast rhythmisches Picken. Bald aber reckt ein Emmerling das Köpfchen hoch, bald die aufgeplusterte Amsel und so werfen sie einen Blick zur Scheibe, ob niemand ihre fröhliche Mahlzeit stört. Manchmal gelüstet es wohl die Hausfrau, leise und sachte den Vorhang beiseite zu schieben, doch im Augenblick ist das Idyll dann gestört. Aufflattert die ganze Gesellschaft, und schon ist das Geäst der alten Obstbäume wieder voll dunkler und großer Punkte. Sehnsüchtig mögen die kleinen Augen herübersehen nach dem zurückgelassenen Futter! Aber nur wenige Minuten — schon fliegt der gefiederte Schwarm wieder herbei ... , r _ . Was an dem einzigen Kuchenfenster da zu schauen ist, das wird tausendfaches Erleben an einem einzigen Wintertag. Mensch und Kreatur sind aus gleicher Schöpferhand. Und Hunger und Not treibt sie alle, einer des andern Liebe zu suchen! 0.639 58.17 0.194 3.047 54.4 81-24, 12-185 5-38 16.415 tu 0 711 5.6J 61- 48- 11-06 62-82 80-72 34- lOj9 2.497 etzlor oerudcili- chung in lateir. Gefängnis' ei Monaten, lchungshast anp dergebnml ie in dem W ühlental bei; ißmühle, hh Tales fdjon im j fid) jeit dkncrc- j riebrid) 6e=l Sonntag erd sitzer sind oben roam erst l not genommen :üt tonnten ge- Jn Paris macht zur Zeit eine kleine Geschichte die Runde, aus der sich unschwer eine Tragi- komödie verfassen ließe. Frau Susanne, eine seit Jahren verheiratete Beamtengattin, erhielt eines Tages von ihrem Freund ein Lotterielos geschenkt, wobei ausgemacht wurde, daß, falls sie gewänne, der Betrag geteilt werden sollte. Susanne war einverstanden. Bald darauf fand der Gatte zufällig das Los und war begeistert. Er hatte schon immer die Absicht gehabt, ein Los zu kaufen, aber dann fehlte ihm das Geld dazu. Er notierte sich dis Nummer des Loses und belehrte seine erschrockene Frau, daß es mit einer Million im Höchstfälle herauskommen könne. Als der Gewinn von einer Million aus der Urne gezogen wurde, trug er oid Nummer des Loses der Frau Susanne. Der Gatts hatte natürlich sofort in der Zeitung nachgeschaut und verkündete seiner Frau freudestrahlend am Fernsprecher den Gewinn. Auch der Freund strahlte, wurde aber sehr nachdenklich, als ihm Susanne rntt- teilte, daß ihr Mann von dem Los wüßte, nicht aber von wem sie es hätte. Aber der Freund besteht nun hartnäckig auf der Hälft- des Gewinns. Su- saune beichtet ihrem Mann, aber der will eher auf seine ehebrüchiqe Frau verzichten, als auf die Mik. lion Der Freund klagt vor dem Gericht — wegen Betruges. Die Pariser Oeffentlichkeit ist empört wi- der den Freund, der die Freundin verrat, ift empört auf den Gatten, der bereit ist, die ungetreue (Battirt und die Million zu behalten, und auf Susanne, der 57-9« 54-2® tr" ri-Z jj.08 4 *4 w 58-2 o.'J 3.0Ö 54.51 y 16-455 168-51 21-9j Die Zeremonien, die bei den alten Aegyptern die Einbalsamierung der Toten begleiteten, sind uns aus den altägyptischen Ritualen bekannt, aber die Technik der Einbalsamierung selbst ist uns nur sehr lückenhaft überliefert; wir sind im wesentlichen aus die Fingerzeige angewiesen, die Herodet und Diodor uns hinterlassen haben. Die Sitte der Einbalsamierung muß sich während eines Zeitraumes van mindestens zweitausend Jahren erhalten haben, und zwar allem Anschein nach von der 17. Dynastie bis um das siebente Jahrhundert v. Ehr. Zur Zeit der 21 Dynastie gipfelte das Verfahren der Einbalsamierung in einer bewundernswert ausgebildeten Technik deren Aufgabe die Erhaltung der Haut und die Bewahrung der äußeren Körperfarmen war Den Zweck der Einbalsamierung hat man darin gesehen daß die erhaltenen Körper an die Stelle der Statuen treten sollten, die vordem mit dem Leichnam gemeinsam begraben zu werden pflegten Die Mumien vor der 21. Dynastie repräsentieren sich einfach als ein von getrockneter zerknitterter Haut umhülltes Skelett. Seit der 21. oder mit Beginn der 20. Dynastie kam man dazu, die Mumien mit fremdem Material auszufullen, sozusagen zu „füttern", um das Zusammenschrumpfen aufzuhalten-, meist wurden zu diesem Zwecke Schlamm, Sand, Harz und Sägespäne verwendet, zuweilen auch mit Beimischung aromatischer Vege- tabilien. Nach der 21. Dynastie geriet die Einbal- samierunaskunst nach und nach in Verfall. Die Füllung des Körpers wurde aufgegeben, die Ober- fläche des Leibes wurde dadurch erhalten, daß man Glieder und Rumpf durch kunstvoll geschnürte Ban- Seit Tagen schon: köstlich, was die Hausfrau an ihrem Küchenfenster schaut ... Ein Stück Frohsinn beim Aufwaschen der Teller, Abwechselung beim Kochen durch einen Blick zur spitzenvorhangbezog^ nen Scheibe. Und selbst wenn ihr Blick die Milch zum Nachmittagskaffe vor dem Auslaufen behütet, bringt ein leises Klopfen die Kameradschaft von Mensch und Kreatur in Erinnerung. Dieser Blick durch die Scheibe ... Zu jeder Jahreszeit hat er irgendwie einen heimlichen Zauber. Im Frühling, wenn die Baumäste den ersten Anhauch des grünen Lebens zeigen; im Sommer, wenn sie laubdunkel schier zum Fenster hereinreichen; im Herbst, wenn sie den Segen der Fruchtreife tragen; jetzt, wo nur kahles Geäst zum Garten herauf sich dehnt oder bet Neuschnee unter der weißen Last einer Winters- nacht sich biegt, da ist jenes tägliche Erleben am Fensterbrett weit mehr als Ersatz für das Geschenk der wärmeren Zeit ... . Unbeweglich fitzt auf Viertelstunden oft im Geäst das hungrige Volk der kleinen Vogel. Einton^ im graubraunen Röcklein die Spatzen, gelbleuchtend m________A.y. Pin halt Die in wahnsinniger Angst auf die Pferde ein, die den Zügeln kaum mehr gehorchten. Zeitungsbericht: „Die Bedrohung Ostpreußens durch große Rudel von Wölfen nimmt allmählich Formen an, wie sie nur noch legendär aus dem i Anfang des vorigen Jahrhunderts berichtet werden. ' Die marodierenden Raubtiere streifen zuweilen in Rudeln von beträchtlicher Stärke über schneever- ; wehten Felder. In Warschau tarn ein Bericht zur Meldung, der geradezu märchenhaft klingen wurde, wenn er nicht amtlich bestätigt wäre Ein Militärflugzeug befand sich auf dem Flug von Lemberg nach Warschau, als seine Insassen, die wegen geringer Dichtigkeit ^^H^ief gegangen waren unter sich ein Bauerngefahrt quer über einen schneebedeckten Acker rasen sahen, dessen Lenker wie wild auf die weitausgreifenden Wbe ein= schlug. Ungefähr hundert Meter hinter dem Schlitten hetzten acht graue Schotten über den Schnee^ Anfangs glaubten die Militärflieger, daß es sich um eine Schar von Hunden handelte, die hinter ihrem Herrn herliefen, dann aber wußten sie aus der Art, in der sich der Bauer umdrehte und wieder auf feine Tiere einschlug, erkennen daß es Wölfe waren. Sie überflogen, kaum zehn Meter über dem Erdboden, den Bauern und sahen nun, daß hier schnellst- Hilf- notwendig war. Die Wolfe konnten im nächsten Augenblick die ermatteten Pferde eingeholt haben. Als die Soldaten ihre Maschine wendeten, schien die Gefahr vorüber. Durch den Schatten des tieffliegenden Flugzeuges und wohl auch durch das Lärmen der beiden Motors waren dfe Wölfe erschreckt und hatten sich zur-Erbe gekauert. Die Flieger sahen letzt, daß es sich um acht ungewöhnlich große Tiere handelte. Sie beschlossen zu landen, denn es war unsicher, ob die Wölfe nicht doch wieder zum Angriff übergehen würden, wenn das Flugzeug sich Entfernte. Statt wie beabsichtigt neben dem Schlitten setzten sie , ihre Maschine zwischen diesem und den Wolfen zur Erde. Bevor sie aber aus dem Flugzeug geklettert ■ waren, umringten die Wölfe sie deufenb, sprangen am Flugzeugrumpf hoch und schnappten nach ihnen. In ihrer gierigen Wut verbissen sie sich sogar in . das Fahrgestell und in die Tragflachen. Ihr An- ! griff auf das Flugzeug dauerte jedoch nur wenige Sekunden, dann jagten die Wölfe auf ihre ursprüngliche Beute zu, den Bauernschlitten, der nunmehr in einer Entfernung von gut Zweihundert Meter am Rande eines Wäldchens hielt. Die Militärflieger hatten jedoch das Maschinengewehr im Beobachtersitz fertiggemacht, und ehe noch die Wolfe die halbe Strecke bis zum Schlitten h^rcheilten, gerieten sie in die Geschoßgarbe des Gewehrs^ Fünf Wölfe wälzten sich sofort am Boden, die übrigen, Der Schlitten glitt leicht klopfend über den Schnee, 1 uib das Geläut der Glöckchen sang die Pferde in r higes Traumen. Die Lichter der Stadt versanken hmter dem Gefährt. Dort begann die Dämmerung ,c»on um Mittag, und sie brauchten das elektrische L cht, die Kaufleute und die Beamten und die Fa- nnlien, in den Straßen und auf den Platzen brauchte sie es, weil sie sich voreinander fürchteten Auf d m Lande aber beleuchteten der Mond und der C-Hnee, was man tat. Gott ist gerecht. Er laßt die dauern die er liebt, arm bleiben, wie der Pfarrer s-qt damit sie nicht in die Stadt ziehen und em °>tt'lol-s Leben führen, ein gattlo -s Leben wie Bo- llslaus Kmwwjki, der Großbauer und B-z.rks°er- n-alter, Don dem Josef Sczech wie Hiafchinen steige, die am er«un, (Frf-hiffe im Wasser Das haben sie im Kriege erjun dE und i^t fahren sie darin spazieren, w,e .n euer Britjchka, von Warschau bis nachl Sobj. Nächstes Jahr wird Bonin auch reifem Er wird nach Czenstochau fahren und d°r ^würzen M t tu Gottes zehn K-rz-n opfern, wenn die Ernte gu vird. Ihr Bild über dem Hausaltar war stets m einem Kranz aus Himmelfahrtsblümchen und A - r>gt schnaubend an den Sielen, als hemme e^)erte$auernbMtef aur Seite fal) nad)। 5n einer Entfernung von etwa hundert Wer fegte ein graugelber Schatten hinter dem hrr, nein, mehrere waren es. fheiliae Maria, — Wolfe! . . Sonin schlug auf die Pferde ein. Sie jagten ongfterfüUt über den Schnee. Bonin besann sich- i-gendwo war hier ein Forsthaus in der Nahe^ D Susen polterten über die gefrorenen Erdschollen, nrg Nonin den Weg dorthin über den Acker nahm. Großer Gott das Forsthaus lag weit zurück, er war schon lange daran vorbei. Entsetzen packte den Bauern, als er sich um- vcmdte.' Sieben, acht Wölfe hetzten hinter 'Hw her, rnd kaum noch siebzig Meter trennten sie von dem Gelitten. Bonin stammelte Stoßgebete. Er peitschte Gestern vormittag fand in der überfüllten Kirche zu Watzenborn-Steinberg eine Abschieds, feier für den verstorbenen dortigen Pfarrer Stau- bad) statt. Der Sarg war vor dem würdig ge- . schmückten Altar aufgebahrt. Ein Konfirmanden- chor eröffnete die Feier. Nach dem gemeinsam gesungenen Liede „Jesus meine Zuversicht", hielt Dekan Sattler (Wieseck) die Gedächtnisrede über Hebräer 13, 7, 8 („Gedenkt an eure Lehrer die euch das Wort Gottes gesagt haben, 'hr Ende schauet an und folgt ihrem Glauben nach ). Als persönlicher Freund des Entschlafenen zeichnete et in ergreifenden Worten das Lebensbild des Cnta chlafenen und forderte die Gemeinde auf, im Glauben an Jesus Christus — gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit — ihrem vollendeten Seelsorger nachzueifern. Am Altar widmete der Spezialvikar Pfarrer S t e i n e r (Hausen), ebenfalls dem Heimgegangenen in persönlicher Freundschaft nahestehend, einen herzlichen Abschiedsgrutz und gab dabei die Daten seines Lebensganges kund. Nach dem Liede „Unseren Ausgang segne Gott sprach der Dekan den Segen über dem Sarg unö zur Gemeinde. . ... Der Sarg wurde dann auf den Neuen Friedhof zu Gießen gefahren, wo gestern nachmittag die Trauerfeier stattfand. Pfarrer G u ß m a n n (Kirch- berg), als früherer Dekan und Vorsitzender des Oberhessischen Vereins für die Basler Mission, mit dem Verewigten als Rechner dieses Vereins per, sönlich verbunden, hielt die Trauerrede über Jesma 43, 1 („Fürchte dich nicht, denn ich habe dich er. löset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, ött bist mein!"). . - . Die Geistlichen des Dekanats waren im Ornat erschienen und gingen mit Propst Irommersi hausen-Frankfurt hinter eine Deputation deS Kriegervereins Watzenborn-Steinberg an öer <5pitfe des Zuges zum Grabe. Ihnen folgte der Kirchen- vorstand, der Kirchenchor, der bei der Feier feinem Vorsitzenden zwei Lieder unter Leitung feines (Ipor- meifters Sommer gesungen hatte. Es folgten ferner die Frauenhilfe, der Mädchenbund und dis letzten Konfirmanden des entschlafenen Geistlichen. Eine Reihe von Kranzniederlegungen folgte am Grabe. Das erste Dankeswort sprach der Propst Trommershausen, zugleich im Namen der Landeskirche Nassau-Hessen. Auch die frühere Ge- meinbe des Entschlafenen (Groß- und Klein-Eichen) war durch ihren Pfarrer König vertreten, der m seinen Worten betonte, daß der Heimgegangen auch dort unvergessen bleiben werde. Neben dem Kl^ chenvorstand von Grüningen, wo Pfarrer Staubach mehrere Jahre Spezialvikar war, wurden vom Ge- meinbeoorftanb von Watzenborn-Steinberg, ber dick gute Zusammenarbeit von Kirchengemembe unb politischer Gemeinbe betonte, unb auch von ber NS.- Frauenschaft von Watzenborn-Steinberg Kranze nie* Die Siinoer laufen, yiei-c ueynuyvn puj uuu I'UU 7----- «Pinpn frieden, wenn sie geradeaus laufen können (aber weniger vollendete Eislauftechnik zeigen, möglichst schnell!). Die Jüngsten (die 5- und öjahri- IS® 2?.4l 61-32 dergelegt. v , Zahlreiche Einwohner der Gemeinde Watzenborn- Steinberg nahmen an der Feier auf dem Neuen Friedhof zu Gießen teil, obwohl sie bereits am Vormittag der Abschiedsfeier in der eigenen Kirchs beigewohnt hatten. Gießener wochenmarklpreise. * Gießen, 12. Febr. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis trockneten Glieder wurden umwickelt und erstarrten im Pech zu einer festen Masse. Herodot beschreibt die Entfernung des Hirnes durch eine kleine Deff« nung, die man an der Decke der Nasenwölbung anbrachte, ein Verfahren, das von den Forschern sehr angezweifelt worden ist. Zuerst entfernte man durch einen Schnitt in die linke Seite die Eingeweide aus dem Körper; nur das Herz blieb stets im Rumpf. Dann wurde der Körper auf dreißig bis vierzig Tage in Salzwasser gelegt; die Eingeweide wurden auf ähnliche Art in den vier kanopischen Krügen bewahrt, den Gefäßen, die die Form eines mensch- lichen Kopfes aufwiesen. Nach Beendigung des Salzbades wurde der schon stark einaeschrumpfts Körper ausgestopft. Erstaunlich ist die genaue Kenntnis der Anatomie des menschlichen Körpers, welche die alten Aegypter in ihrer Art der Körperbehandlung verraten. Die „Ausstopfung" endete damit, daß man den Inhalt der vier kanopischen Krüge wieder dem Körper eiiwerleibte; in vier Teilen wurden diese Reste in bestimmter Reihenfolge in die Höhlung des Leichnams zurückgegebem Vornotlzen. — Tageskalender für Dienstag: NSLB. Bezirk Gießen-Stadt, 15.30 Uhr, Zusammenkunft ber Schulgruppenobleute in ber Goethe- 5 53.bl>t| 'tzbrilL« > Kichx al W ■Ml ■W Lb0 9dnje 51 3'5De|Uiiuett; i|i rv uic m«- arib, welche bie große Eis- ^Inmter 7 Ache bevölkert. Am Frei- o men 80 k ^nachmittag, am Samstag „id am Sonntag hatte bie tzsbahn Hochbetrieb. Be- fnbers schön würbe es auf tm Eise, als am Samstag, Mftihfatt ne auch am Sonntagmor- flin, bie Sonne in klarer | acht leuchtete unb ben Auf- Nthalt angenehm machte. Tc steife Brise aus Norbost ff rte bie Kinber babei we- einer Erhöhun Ddent beträgt, i; die erforberliä ir Deckung dx 19 derselben ur, 1 dosst, durch ichen härteso^ 1 e bzw. Mehck.; • 3m Rechnung; euersätze mieic >n wM. nd der M* eine interne An? ?amerabi4afM ch-r B-g-A« )«1 Uh«' ! ber v ] Anschluß W > Stunden bei® ,s die nie iolbatenlieher imeraden kriegervere her, wie R. hntenst'eM 'dnchE^ chalten wiro- ?etr M J 4» 1'3! die cheisten waren ja '.Dor3Utragen$;. "'napnackt. Autzer- lit einem uni und. wenn 3 n s. von 235% Iwd für iw 1 1 383 500 Dlar Mit Freude läßt sich seststellen daß bie Jugend o-f dem Eise unübertresstiche Ausdauer bemcift Sf°«°'^'Emmerlinae ein AHsiel"paär. Sa hält die Sas ein richtiger Kerl und was em forsches Madel °'"^tt still und'wartet, bis drei- bis viermal ..... ft geht einfach unter drei Stunden nicht vom G-IEchaft still o w ber Mensch an ^nl^ wAch?S ek mÄt.°'di?Ju: ^^ungek d!nkt'Lum ist eine Handvoll van M Stellt Lehrlinge ein! Begrünung der Bäume feucht, ist durch die Tcj, ' S E fache au widerleaen. bah die Belaubuna im ßhnoJ: 1,1 rufen euch zum i 4. Fortsetzung Nachdruck verboten! Am von Stellt Lehrlinge ein! Gebt der deutschen Zugend an Ostern 1935 soviel Lehr- und Ausbildungsplätze, als sie braucht! 1. April 1935 müssen viele hunderttausende Lehrstellen zur Verfügung stehen, um die hundsrttausende von Jungen und Mädel verlassen am 1. April 1935 die Schulen, hunderttausende junger Menschen wollen einen Beruf ergreifen, sind auf der Suche nach einer Lehrstelle, die ihnen die Möglichkeit gibt, Kenntnisse, und Fertigkeiten zu erwerben, mit deren Hilfe sie später zu ihrem und unseres deutschen Volkes Buhen ihr tägliches Brot verdienen können, hunderttausende wollen sich in die große Front aller Schaffenden eingliedern und haben den festen Dillen, Leistungen zu vollbringen, die ihnen einen ehrenvollen Platz in der Gemeinschaft unseres Volkes sichern. An Meister, Betriebsführer und Dienststellenleiter in Handwerk, handel, Industrie und Verwaltung ergeht darum unser Ruf: streit der Arbeit fehlen! Anmeldeformulare erhaltet ihr durch die rufsschulen, die Jugendwalter der Deutschen beitsfront und die Sprecher der Jugend in den trieben. Be- Ar- Be- sache zu widerlegen, daß die Belaubung im Gegs^, teil das Regenwasser abhält. Wo in feuchten Zjy, mern die Tapeten sich von den Wänden lösen, wij man stets beobachten können, wie das an solche Stellen nicht der Fall ist, wo Spalierbäume ifye Zweige schützend vor die Außenwände breiten. Auch bei Neuanstrich und Verputzen der 2ßänfe brauchen die Spalierbäume nicht als hindern« betrachtet zu werden, weil sie sich ohne Schwier», ketten mit dem Lattenspalier abnehmen und seitljh von der Wand weg befestigen lassen. Allerdin^ ist für erfolgreichen Obstbau am Spalier ein ordert liches Lattengestell notwendig, das bereits vo>I zücht an Häuserwänden und Mauern", ein KaM der Edelobstzucht, das teilweise vernachlässigt Qui bei uns noch im Argen liegt. Der nicht selten vorgehobene Einwand, die Mauern würden buih Snonriimtnn hör fonrhf ift hitrrh ht« a- ' 2. Reichsberufsweltkampf auf, der vom 18. bis zum 23. März stattfindet. Laßt uns auch diesmal wieder dem ganzen Volke zeigen, daß wir die berufliche Leistung der Deutsche berufstätige Zugend! Deutsche Zungbauern! läge). Preis 1,60 Mark (kart.), 1.95 Mark (halbleinen), Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt a. M. 2. „Deutsche Jugend." Neubearbeitung der Fibel „Aus der Jugendzeit", von Schulrat i. R. Dietrich, Verlag Emil Roth, Gießen. NSDAP., Amt für Beamte. Kreis Gießen. Sls Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrschtsfchutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). Masse der fchulentlassenen Jugend aufzunehmen und der deutschen wirtschaft ihren Berufsnachwuchs und den Fortbestand ihrer Leistungsfähigkeit zu sichern. Laßt den Ruf der deutschen Jugend nicht ungehört verhallen! Seid euch der Verantwortung bewußt, die ihr vor dem ganzen deutschen Volke zu tragen habt! Sprenger, Gauleiter Hessen-Bassau, Reichsstatthalter in Hessen. Becker, Landesobmann der BSBO.» Bezirkswalter der DAF. Kramer, Gebietsführer der Hitler-Jugend Hesfen-Baffau. G a m e r, Landeshandwerksmeister Hessen. Z s ch i n h s ch, Regierungspräsident. Kretschmann, Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen. Dr. L ü e r, Präsident des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages, Führer der Hauptgruppe handel. @5 :t Landwirts WB M ! Malles tun, Sieben de i Kl (Leihg j Men Tei ! i Rechnung- । von 2044, Ifti und einem MN °°n \ noehd) «njti j x 03 Mark für i H Nachdem feen) den Pri l h Rechner Ei g elungen mü^ | jias Ende Mm ! >r Vorsitzen 1 r) I.öpril ei 8 ii! örtlichen De Händen sein soll, bevor der Baum gesetzt mir), Das übliche Einschlagen von Nägeln ist ein beben? liches Behelfsmittel. Die Pflanzgrube fei bei W Zentimeter Tiefe wenigstens 1,5 bis 2 Meter t, Geviert. Die Erde, soweit sie schlecht ist, ist zu bj, fettigen und durch andere zu ersetzen. Vorrat» düngung, ausgenommen Kalk, ist verwerflich. Form wähle man die zwanglose, welche man ohy Mühe selbst in Ordnung halten kann. Wo man sis in der Behandlung unsicher fühlt, ziehe man bq Fachmann zu Rate. Wichtig ist der Sornrnerschnih wie er am vergangenen Freitag im Film oji Augen geführt wurde. Hopman setzte den Kelch behutsam hin und sah das junge Mädchen mit einem bewundernden Blick an: „Sie sind doch eine sehr kluge, junge Dame, mein gnädiges Fräulein! Sie haben mich auf eine Möglichkeit gebracht, dir mir selbst nicht gekommen wäre. Sie haben mir eine Fährte aufgezeigt, die ich weiter verfolgen werde. Aber nun habe ich für heute genug gesehen." „Das ist mir auch sehr lieb", meinte Helma lächelnd, „denn ich habe schon den Gong zweimal mahnen hören. Man bittet zum Tee, Herr Professor Schröder!" Im Vorbeigehen blieb hopman vor einer Vase stehen: „haben Sie diese immergrünen Zweige so gern?" Helma sagte: „Mein Onkel wollte sie immer in den Zimmern haben, well sie gesunde Lust geben. Und da stellt sie Charles immer noch hinein." Hopman machte ein verwundertes Gesicht, sagte aber nichts. 1 ' 1 a 6. Kapitel. Als Helma mit dem kurzsichtig an feiner Brille Utucfenoen in das Eßzimmer trat, warteten schon drei Personen auf sie. Vor dem Tisch, der von Silbergeraten und kostbarem französischen Porzel- lan funkelte, wartete der spanische Gelehrte, der sich jetzt beim hereinkommen von Helma und dem unbekannten Herrn höflich oerbeugie. An der schweren Anrichte aus schwarzem Patt- sanderholz, die ebenso wie die übrigen Möbel in flämischem Stil gehalten waren, standen das Stubenmädchen Fanny in korrektem, schwarzem Kleid, das weiße Häubchen über dem blonden haar, und der Diener Charles, in der Livree des Hauses Fanny hielt eine Platte mit zierlich zurechtgemachten Brötchen, auf denen Braten, Schinken, gehacktes Ei, Sardelle, Kresse und Kaviar lager. Charles beobachtete die Teekanne, aus deren silbernem hals das Singen von siedendem Wasser drang. Jetzt, als die beiden hereinkamen, hob er vorsichtig die Kanne und ließ den kochenden Wasserstrahl in eine zweite, kleine Kanne aus dem gleichen französischen Porzellan laufen, mit dem der Teetisch geziert war. Alsbald erfüllte der Duft von edlem Tee den wohligen Raum. „Herr Professor Schröder, von dem ich Ihnen sprach, Senhor!" wandte sich Helma an den Spanier. Und dann, zu dem Detektiv gewandt, stellte sie vor: „Senhor Doktor de Sanzo, ein Freund meines lieben verstorbenen Onkels!" Der Spanier verbeugte sich geschmeidig vor dem alteren Herrn der kurzsichtig durch seine Brille blinzelte und freundlich sagte: „Doktor de Sanw, das ist ein uwunnter Name, mem Herr! Ein sehr berühmter Name — eine alte Künstler- und Wissenschaftlerfamilie, soweit ich unterrichtet bin?" Geschmeigelt verbeugte sich der spanische Gelehrte: „Es ist sehr gütig von Ihnen, Herr Professor, daß Sie für die bescheidenen Verdienste meiner Familie f° lobende Worte finden. In der Tat haben meine Vorfahren einiges für die Wissenschaft und Kunst geleistet." „Und Sie, Herr Doktor, fetzen diese schöne Tradition fort?" gab der angebliche Professor Schröder freundlich zurück, indessen er umständlich den Platz neben Helma einnahm, den sie ihm angeboten. „Ich hörte schon von unserer liebenswürdigen Wirtin, daß Sie so viel Interessen für die mittelalterlichen Kunstwerke der kirchlichen Zeit haben und gelehrte Bücher darüber schreiben!" „Fräulein von Bodenberg urteilt zu schmeichelhaft, Herr Professor!" „Nein, nein", beharrte Schröder und bediente sich von der Schüssel, die Fanny ihm reichte. „Sie sollen da zu ganz neuen Ergebnissen gekommen fein. Vielleicht können Sie mich da sogar ein wenig belehren. Ich möchte gern etwas Näheres über die Symbolbedeutungen der Reliefkunst auf kirchlichen Kunstdenkmälern wissen. Sind Sie darin versiert Herr Doktor?" Der Löffel, den der spanische Gelehrte in der S)anÖ hielt, klirrte gegen das hauchdünne Porzellan der Teetasse. „Leider gar nicht!" versetzte er mit eigentümlich [torfenöer Stimme. „Dieser Seite der Kunstwissenschaft habe ich mich noch wenig widmen können: sie interessiert mich auch nicht so sehr." Professor Schröder zerteilte mit der silbernen Gabel bedächtig ein Brötchen. „Schade, Herr Doktor, Sie sollten sich einmal dafür interessieren! Ich selbst habe leider bisher noch keine rechte Zeit dazu gefunden. Wenn man emen Lehrstuhl innehat, hat man so viel mit den angesetzten Vorlesungen zu tun, daß man zu den eigenen Liebhabereien kaum noch kommt. Nun, vielleicht finde ich hier in der berühmten Bibliothek des verstorbenen Herrn Barons irgend etwas Literatur darüber." $c!moa sollte etwas sagen, aber Professor Schrö- öer bekam einen so plötzlichen schweren Hustenanfall, daß sie erschreckt aufhörte und ihm die Teetaffe zuschob. Endlich hatte sich der alte Herr beruhigt; aber er ftim "ebsrot im Gesicht, als er endlich zu Worte „Das kommt davon", sagte er und räusperte sich, „wenn man beim Essen an was anderes denkt, dann kommt einem jo ein vermaledeiter Bisten in die rüben mit Schweine- oder Rindfleischeinlage; vegetarisches Gemüsegericht. Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur für Gaststätten. Den Hausfrauen bleibt die Auswahl ihrer Eintopfgerichte überlassen. Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen. Nachdem der seitherige kommissarische Leiter des Kreisvereins, Regierungsrat Dr. Krüger vom Kreisamt Gießen, die Geschäfte niedergelegt hat, wurde Erbhofbauer Ferdinand Bopp von Bellersheim von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau zum kommissarischen Vorsitzenden des Kreis-Obstund Gartenbauvereins Gießen bestimmt. Herr Bopp hat als praktischer Baumzüchter einen gB ten Ruf. Sobald die durch den Reichsnährstand in Aussicht gestellten neuen Satzungen für die Kreis- und örtlichen Obst- und Gartenbauvereine erlassen sind, wird die Einberufung einer Generalversammlung in Gießen erfolgen. Dem Kreisverein Gießen sind insgenfamt 43 Obst- und Gartenbauvereine der Landgemeinden des Kreises angeschlossen. Obst- und Gartenbauverein Gießen. Die gestern nachmittag abgehaltene Hauptversammlung war überaus stark besucht. Im geschäftlichen Teil wurde der Jahresbericht erstattet, über den Bezug der neuen Zeitschrift einige Mitteilungen gemacht, die Rechnungen geprüft und über die Verwendung der Einnahmen berichtet, wobei sich ergab, daß alle Einnahmen für notwendige Zwecke zum Nutzen der Allgemeinheit Verwendung gefunden haben. Alles in allem zeigten die Verhandlungen ein erfreuliches Streben nach dem Ziele hin, den Obst- und Gartenbau namentlich in den Kreisen der Klein- und Liebhabergärtner zu fördern. Diesem Ziel entfprad) auch der Vortrag von Obst- bauinspektor R e n t s ch - Friedberg über „Spalier- An Obstsorten, die sich für Spalierzucht eignem wurden genannt: Pfirsich, Birnen, Aepfel, (Sauen kirschen und vor allem Weinreben. Aprikosen, bi sich nur widerwillig dem Zwang durch kurze; Schnitt unterordnen wollen, pflanze man hoch- ob et halbstämmig an einem warmen Giebel und last sie in dessen Schutz nach Belieben sich entwickele Außer Wein ist die Kultur von feinen lafelbirnei besonders zu pflegen, weil die Birne sich williger« die gegebenen Verhältnisse anschmiegt, als der Apsö, Alle Kernobstsorten müssen auf Zwergunterlage do edelt fein. Sauerkirschen auf die Steinweichsel. Nu wo man an sehr hohen Giebelseiten von Wir» schaftsgebäuden die Wandflächen ausnützen möchst ist auch die Wildlingsunterlage ausnahmsweise cit Zum Schluß ging der Redner noch auf die $(« beutung der Zwischenveredlungen und die Busck« obstkultur, mit der neuen Abart des Hochbusche; mit Kesselform, ein und ermahnte die Zuhörer zur Ausnützung aller sich bietenden Gelegenheiten, un den deutschen Obstbau auf die höhe zu bringen, bit unserer würdig ist. Wenn das überall geschieht, wir» die Auslandeinfuhr von selbst zurückgehen. Der Vortrag wurde mit reichem Beifall belohn! Die übliche Gratisverlosung beschloß die anregeii) verlaufene Veranstaltung. Generalversammlung der Imker. Die Ortsgruppe Gießen der Reichsfachschaft hieü am Sonntag in der Wirtschaft Faulstich ihre dies- jährige Generalversammlung, die einen recht guter Besuch aufwies. Nach der Begrüßung widmete her Ortsgruppenvorfitzende, Gotth. Bodendend er, (Gießen) dem vor kurzem verstorbenen Altmeister der hessischen Bienenzucht, Altbürgermeister Freuden stein (Marbach b. Marburg) einen Nachruf und hob besonders dessen Verdienste für die Einwinterung der Bienenvölker hervor, wa- durch er sich bei den Imkern unvergängliche Verdienste erworben habe. Das Andenken des Der- blichenen wurde in üblicher Weise geehrt. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden fei u. «. folgendes wiedergegeben: Der Honigertrag ist bat* friedigend ausgefallen. Einzelne Gegenden tonnen sogar von einer guten Honigernte sprechen, während in anderen Trachtgebieten nahezu Mißernten zu verzeichnen sind. Ganz versagt haben roeiit1 Strecken der Lüneburger Heide, während der Gliben des Reiches als Ueberfchußgebiet angefpra)- eben werden muß. Die Königin-Zucht hat im Vern einsgebiet weitere Fortschritte zu verzeichnen. Zwei Wege sind zu beschreiten, um die Nahrungsfreä. Mit einem freundlichen Lächeln sah der Profe/I« for ihm nach: „Ein interessanter Mann!" sagte er wohlgefällig nickend zu Helma — aber so laut, daß Charles, bef diensteifrig an die Tür geeilt, um sie dem Spanien aufzuhalten, ps hören konnte. „Ich freue mich schm darauf, mit ihm in den nächsten Tagen ein paa:r Fachgespräche anläßlich der Bibliotheksbesichtigun.g fuhren zu können. Es ist doch immer sehr inten« eüant und bildend, Wissenschaftler aus anbereai Ländern kennenzulernen." 7. Kapitel. „Darf ich Ihnen noch eine Zigarre anbieten Herr Professor?" fragte Helma. Der angebliche Professor Schröder nickte. „Gute Gaben soll man nie ausschlagen, gnö-> öiges Fraulein! Aber ich möchte hier in dem Eß" Zimmer nicht gern rauchen. Würde es Ihnen vielleicht etwas ausmachen, wenn wir einen kleine» Spaziergang durch den Park unternähmen? W ich hierher fuhr, sah ich ab und zu ein Stück vor der herbstlichen Schönheit Ihres Schloßparks bat dl die Mauern durchschimmern. Und der Blick, dell sich von hier aus bietet, ist wirklich verlockend." Er blinzelte durch seine mächtige Brille hinaus, wo der Park sich in feinem Gold und Braun des herbstes weit und leuchtend ausbreitete. Der letzt« Dutt von Rosen kam von dem großen Boskett, bas in der Mitte eines englischen Rasenplatzes angelegt war. Weiter hinten sah man einen Weg von breiten Staudenrabatten eingefaßt, auf denen färben- trunkene Dahlien in glühendem Reichtum ftanbeit 1 „Sie haben einen besonders schön gepflegten Park, gnädiges Fräulein!" meinte Professor Schröder. „Ihr Herr Onkel scheint nicht nur ein Liebhaber der Kunst, sondern auch ein Liebhaber bell Natur gewesen zu fein!" „Das war er!" bestätigte Helma. „Wir können ja gern einen Gang durch den Park machen, Herr Professor! Mein Onkel liebte die Natur sehr und sein Besitztum hier konnte ihm immer nicht schön und gepflegt genug fein. Vielleicht interessiert Sie auch der Dersuchsgarten, der an der Südseite beim Fluß angelegt ist." Behaglich seine Importe rauchen-, wanderte bet angebliche Professor Schröder neben dem blühenden 1 jungen Mädchen her und hielt feine Rotte als alter, etwas schwerfälliger Mann aufrecht, solange sie beide m Sehweite der Angestellten waren. Sowie । fie aber tiefer in den Park hineinkamen, nahm hopman feine Brille ab und lachte aus feinen grauen Augen das junge Mädchen fröhlich an: .„Das haben Sie famos gemacht, gnädiges Frcnl- lein, daß Sie so auf alles eingegangen sind! 34 hatte eine Mordsangst, daß Sie in mein Gespräch mit dem spanischen Doktor mit irgendeiner ^rage hmeinkommen würden, denn es muß Ihnen boÄ allerlei sehr unklar vorgekommen fein!" (Fortsetzung folgt!) tyetauf ty i herein $ I lung unter t ' einsstihrers \ '• Dberfetretär 1 1 i P P IV. bi ' vortrug. De würbe eins Inspektor Di nung in der den, Ausbau . Rreisverein, ! ßonifation a ' R°tvieh, ' net- Der La, Zeichsverbani Bezirke her । geteilt. ' : Euerem n ; Arem für Rc einjuj • 5 Mruf ff l«n ™ »'»tollt Ä8 °»d°nl I Ölung jbäw II** l1 i**l)1 ■Sä feÄ ’ "Weill; Jrtin für 'M «* ,SL!ut et, । Dru ,a.9 im = SÄ Kehle, und man verfchuckt sich. Jetzt bin ich aber ganz still, bis ich fertig bin." Helma schwieg gleichfalls. Sie wußte gar nicht, was Schröder-Hoprnan eigentlich mit dieser Anspielung gewollt. Er wußte doch ganz genau, daß gerade die Kunstsragen, die er soeben erwähnt, in jenem Buche behandelt waren, das auch die Aufmerksamkeit des Spaniers erregt hatte. Warum tat denn Hopman so, als wüßte er von der Eistenz dieses Buches in der Schloßbibliothek nichts? Und wie kam wieder der Spanier dazu, fein Interesse für dieses Buch glatt zu leugnen? Helma verstand dies alles nicht. Aber ein warnender Blick hinter den Augengläsern von Professor Schröder ließ fie ihre Fragen für sich behalten. Der Spanier sah mit verkniffenem Gesicht auf feinen Teller — und auch seine sonstige übersprudelnde Geschwätzigkeit schien auf einmal abhanden gekommen zu fein. Es war eine ungemütliche Stille im Raum. Unwillkürlich sah Helma in den großen Wandspiegel, der ihr gegenüber an der seidenbespannten Wand hing — oa sah sie, wie der Diener Charles Fanny em kaum bemerkbares Zeichen machte. Und als wäre damit des Eigentümlichen nicht genug, als Fanny ihr nun zum zweiten Male die Kuchen- Platte mit dem feinen Gebäck reichte, das die Wirtschafterin täglich frisch herstellte, sah Helma, daß die Hand des Mädchens wie im Fieber zitterte. Die Ahnung eines dunklen Unheils senkte sich auf Helma. Und fie mußte plötzlich an den Traum öenfen, den fie letzte Nacht gehabt, und aus dem sie mit einem lauten Schrei angstzitternd aufgewacht: fie hatt sich in einem dunklen Walde gehen sehen, als von hinten ein großes Tuch auf sie geworfen wurde, das einen erstickenden Geruch aus= strömte und sie unter qualvollen Zuckungen dem Erstickunastode preisgab. Sie atmete schwer. Noch sttzt, m der Erinnerung, fühlte fie diese entsetzliche Atemnot — und die Todesangst. Verstohlen blickte sie auf ihren Nachbar, den Professor Schroder. Der schien als einziger von allen dies dumpfe Schweigen der kleinen Tafelrunde nicht zu empfinden. Er widmete sich mit Hingebung der Zerlegung einer köstlichen Birne, die er nach sorgfältiger Wahl von der kristallenen Obstschale genommen. y „®s geht nichts über eine solche gemütliche Stunde meinte er und sah mit seinen kurzsichtig zwinkernden Augen freundlich zu dem verstummten spanischen Gelehrten. „Stundenlang könnte ich wetzen und die Zeit bei einer Tasse Tee verplau- Der Spanier erhob sich brüsk: Een Sie entschuldigen", sagte er ziemlich hastig, „ich habe noch em paar wichtige Briefe ZU schreiben." ' Er verbeugte sich kurz und war im nächsten Moment aus dem Zimmer verschwunden, I K Lezirkes te Heitere D ! lhsgewinnur \ W, die Prär Übte Rammen | lüouvereinen u iiberatern. Die Weist geschloss l6ingliei>er in l Am Samstag l Kreis-Mö, DWnung i ' biejem Zwecke i berKreis-R! (iSimeiithaler ( I oon Bürger - $tr Ackerbautei 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, frische Landeier 11 bis 13, ausländische 10 bis 13, inländische Kühlhauseier 10 bis 13, Wirsing, 15 bis 20, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 8 bis 9, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 30, Feldsalat 80 bis 90, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, der Zentner 3,20 Ms 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 18 bis 25 Pf., Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 Pf bis 1 Mark, Suppenhühner 75 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 40 bis 60, Salat 20, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35. Oer Unterrichtsfilm. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat den Kreis- und Stadtschulämtern und den Direktionen der Gewerblichen Unterrichtsanstalten folgendes mitgeteilt: „Mit Rücksicht auf die Verschiedenartigkeit des Unterrichts in den Berufsschulen und gewerblichen Unterrichtsanstalten ordnen wir an, daß diese Schulen für die Folgezeit zu den Schulfilmvorführungen staatspolitischer Art nicht mehr zuzuziehen sind. Das schließt aber nicht aus, daß bei Vorführung ganz bedeutsamer Filme dieser Art ausnahmsweise die Berufsschulen und gewerblichen Unterrichtsanstalten sich trotzdem an den allgemeinen Pflichtschulfilmvorführungen freiwillig beteiligen können. Ebenso sind diese Schulen bis auf weiteres von er Zahlung des Lernmittelbeitrages befreit, weil die Reichsstelle für den Unterrichtsfilm arbeitstechnisch vorerst noch nicht in der Lage ist, Unterrichtsfilme für die Sonderbedürfnisse der erwähnten Schulen zu bearbeiten. Wenn der Lernmittelbeitrag (1. und 2. Rate) bisher von den Schulen schon geleistet worden ist, ist eine freiwillige Weiterzahlung zulässig. Diese Schulen werden dann in die Belieferung mit Vorführgerät eingeschlossen. Wo die Weiterzahlung nicht erfolgen wird, ist die Landesbildstelle zu benachrichtigen. Eine Rückzahlung bereits abgelieferter Beträge ist aus finanztechnischen Gründen nicht möglich. Die Schulen werden durch die Landesbildstelle gelegentlich mit einer ober zwei Filmvorführungen entschädigt. Diese Regelung ist allen beteiligten Stellen zur Kenntnis zu bringen." Aufbau des Schulfilmwesens. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat den Kreis- und Stadtschulämtem folgende Verfügung zur Kenntnis gebracht: „Infolge der noch vielerorts herrschenden Unklarheiten, Schwierigkeiten und mancherlei Fragen auf dem Gebiete des Schulfilmwesens erscheint es zweckmäßig, alle einschlägigen Fragen in einer gemeinsamen Besprechung zu erörtern und zu behandeln. Der Leiter der Landesbildstelle, Kreisschulrat i. R. Lorentz, ist von uns beauftragt, diese Besprechung — für jede Provinz gesondert — durchzuführen. Die Einladung hierzu mit Angabe des Termins, Ortes und der Tagesordnung wird von der Landesbildstelle aus zugeschickt. Wir empfehlen dringend die Teilnahme an dieser Besprechung, damit die schwebenden Fragen nach Möglichkeit geklärt werden. Die Verrechnung der Tagegelder und Reisekosten der Kreis- und Stadtschulräte erfolgt zu Lasten des Ihnen zur Verfügung stehenden Kredits." Einführung von §ibeln zu Ostern 1933 Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat nach einer Mitteilung an die Kreis- und Stadtschulämter die Einführung folgender Fibeln im neuen Schuljahr genehmigt: 1. „Von drinnen und draußen." Ausgabe B (mit i Schreibschrift — Vorkurs auf synthetischer Grund- ! Sckulungsveranstaltung des „Reichsbundes der Deutschen Beamten, Kreis Gießen", am Montag, 18. Februar, 20 Uhr, im Cafö Leib. Ich rechne auf disziplinierte Haltung der Beamten des Kreises Gießen durch vollzähliges Erscheinen. Redner: Pg. Gustav Ulrich; er spricht über: „Selbstbesinnung eines Volkes". Fachschaftsfahnen inb mitzubringen. Gäste willkommen. Unkostenbeitrag wird biesmal nicht erhoben. AS.-Lehrerbund, Gießen-Stadt. Am 13. Februar, 15.30 Uhr, Zusammenkunft aller Schulgruppenobleute in ber Goetheschule. Donnerstag, 14. Februar, 15.30 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums, Bezirks - Versammlung der Fachschaft 2 (Höhere Schule). — Berichterstattung der Fachfchaftsleiter und des Kreisfachfchaftsleiters. NGLB., Kreis Gießen. Fachschaft: körperliche Erziehung, Bezirk Gießen. Die Pflichtarbeitsgemeinschaft am Mittwoch, dem 13. Februar, fällt aus. Sie findet erst am 20. Februar statt. Oie Eintopfgerichte der Gaststätten. Der Reichseinheitsverband des deutschen Gast- tättengeroerbes teilt seinen Mitgliedern mit, daß ür den kommenden Eintopfsonntag, 17. Februar, olgenbe brei Eintopfgerichte für bie Gaststätten vorgeschrieben finb: Suppentopf mit Einlage nach Belieben; Wirsingkohl ober Mohrrüben ober Kohl- ! p®,? nur/; te M-S-N » ‘«fern » Iß-« Bö 'Kn M Mich dl- 8“? b»! IM. ködern i M *4 erd' »’S ? . CI Die Hitler-Jugend und die Deutsche Arbeitsfront deutschen Jugend immer mehr steigern wollen, ifen euch zum Keiner von euch darf bei diesem friedlichen Wett- I in, Büxler i tonn den Kch J Lmcht von 2 ' Bngner von ! jtomig beschlo 'I «mögen de • verheile' Wiedern. Oie Deutsche Arbeitsfront des Bienen- ver- NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Gießener Ziegenzucht führend im Reich tu Büxler, erstattete den Geschäfts- und so- icin den Kassenbericht. Nach einem ausführlichen ttta aus oiM v. rde einstimmig Entlastung erteilt. Tierzucht- nmsptnr Tir Maoner lvrach über die Neuord- abend. 'i Oberheffen. Landkreis Gießen. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Reichs- bauernführer Darre, das deutsche Vaterland und den Führer wurde die Versammlung beschlossen. Lngliederung der Rinderzuchtvereine in den Reichsnährstand. gebirge. Das Schwartenberg-Gebiet bietet die Vorzüge verschiedenster Art, z. B. Gelegenheit zum Wintersport, zu Ausflügen usw. Unvergeßlich werden die Heimatabende bleiben. Nach den letzten Meldungen liegt der Schnee 1,50 Meter hoch. Die Fahrt beginnt am 23. Februar abends. Auf der Rückfahrt wird den Teilnehmern Gelegenheit zu einem Besuch von Chemnitz geboten, von wo aus nach dem Abendbrot die Heimfahrt angetreten wird. Die Rückkehr in Frankfurt a. M. ist für Sonntagvormittag vorgesehen. Der Fahrpreis beträgt 35,— Mark. Anmeldung umgehend auf der Dienststelle Gießen, Schanzenstratze 18, Zimmer 10. der Kreisverein Gießen mit 897 Kilogramm nicht nur an der Spitze aller oberhessischen Vereine, sondern auch mit mehr als 100 Kilogramm über der Durchschnittsleistung der Provinz Oberhessen. Spreamurrden ver Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. schaftsrat Dr. Wagner. Mit den Dankesworten an alle Mitglieder, die der Zucht der weißen Rasse, der „Saaner"-Ziege, zum Erfolg verholfen haben, verband der Vorsitzende auch Gedenkworte an die verstorbenen Vereinsmitglieder, insbesondere an den kürzlich verstorbenen Züchter Jäger (Queckborn), denen zu Ehren die Versammlung ein kurzes Gedenken widmete. Die Züchter des Kreisvereins werden stch auch in der neuen Organisation mit ganzer Kraft für die Zucht und in diesem Sinne für einen Erfolg in der Erzeugungsschlacht einsetzen. Geschäftsführer Obersekretär Philipp von der Dierzuchtinspektion Oberhessen verlas den Geschäftsbericht, aus dem u. a. hervorging, daß der Kreisverein auf der Ausstellung des Reichsnährstandes 1934 in Erfurt eine große Anzahl von ersten und Ehrenpreisen und mit der hessischen Sammlung einen Staatspreis erringen konnte. Anschließend wurde der Rechnungsbericht verlesen, der Aufschluß über geordnete Finanzverhältnisse gab. Dem Geschäftsführer wurde einstimmig Entlastung erteilt. Der Direktor des Tierzuchtamtes Oberlandwirtschastsrat Or. Wagner dankte besonders dem als Züchter und Freund der Ziegenzucht erfolgreichen Vorsitzenden Wilhelm Fenchel, der seit etwa 30 Jahren seine Tatkraft und Erfahrung dem Kreisverein zur Verfügung stellte. Weiterhin erklärte er, daß die Veranstaltung in Großen-Linden bestehen bleiben soll. Seine Ausführungen galten fernerhin dem großen Erfolg auf der Reichsnährstand-Ausstellung tn Erfurt 1934, bei der die hessische Ziegenzucht bewiesen habe, daß sie an erster Stelle der Ziegenzucht m ganz Deutschland steht, wobei der Gießener KreisvereiN einen erheblichen Anteil hat. Aus diesem Grunde werden die Ausstellungstiere für die große Veranstaltung, für die die hesfen-nassamsche Landes- Weitere Derhandlungspunkte betrafen die Dichsgewinnung, das Einheitsglas, die Seuchen- ka'e, die Prämiierung der ausgewinterten Völker, sichrer K. Zimmer wurde ermächtigt, die erforderlichen Schritte zu unternehmen. Der Vorstand beschloß, aus eingesparten Ausgaben 300 Mark dem Winterhilfswerk zu ubermeiien. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer und das Vaterland wurde die Versammlung geschlossen. * ** Aus dem hessischen Staatsdienst auf Nachsuchen entlassen wurde am 30. Januar mit Wirkung vom 1. Januar 1935 der Direktor der Hessischen Landesbibliothek zu Darmstadt, Dr. Rudolf Blank. Dr. Blank ist bekanntlich, wie wir vor einigen Tagen meldeten, als Oberschulrat an die Regierung zu Kassel berufen ff" Und kW JQfien. sjn. '■ Malier iarub j $ >-cht ist, »n. Verein für Sferbegeldunterstühung Der auf gemeinnütziger Grundlage aufgebaute !!>rein für St-rbeunterstützung Gießen hielt am Mntag im „Frankfurter f>of' eine gutbefuchte ordentliche Generalversammluna ab, der aucy oer bitsgruppenleiter Nord Pg. Thomas beiwohnte. Begrüßungsworten des Derelnsvorsttzenden hrl Zimmer wurde der Geschäftsbericht vorge- trcgen, aus dem u. a. hervoraing, daß der Verein n Jahre 1934 in 44 Todesfällen je eine Unte^ tiitzuna von 370 Mark bezahlen konnte wodurch )i-4e Sorgen gemildert wurden. Durch diese frei« Ege Vorsorge für den Sterbefall hat der Verein ü- e bedeutende soziale Leistung im Ankere se der Ktqlieder und der Allgemeinheit vollbracht weil dadurch die sonst der öffentlichen Hand zufallenden . Marburg) ein" ssen Verdienste r.t 'öltet hervor, cf vergängliche $ü| ibenfen -es M ? geehrt ( tyenben fei u. t MtzNÜQ- h Argenden tonn:: ie sprechen, müj nahezu Mißernk! ersagt haben weil] während der 6c ßgebiet angefprt- jucht hat im Lei verzeichnen. Zw- tie Nahrungsfrei' Kreis Friedberg. + Butzbach, 11. Febr. Im „Deutschen Haus" fand die Generalversammlung des O b st - und Gartenbauvereins statt. Der Vorsitzende, Strafanstaltsoberwachtmeister B u l l m a n n , begrüßte die Teilnehmer und gab einen ausführlichen Geschäftsbericht für das vergangene Vereinsjahr, aus dem hervorzuheben ist, daß die Einrichtung des Obstmarktes sich im verflossenen Herbste als besonders zweckmäßig erwiesen hat. Die Obsterzeuger konnten die zufriedenstellend ausgefallene Obsternte in der Markthalle direkt an die Verbraucher zu äußerst günstigen Preisen für beide Teile absetzen. Die am Schlüsse veranstaltete Obstausstellung hatte zahlreichen Zuspruch aufzuweisen und ihren Zweck vollauf erfüllt. Der Verein zählt fast 100 Mitglieder; eine stattliche Anzahl Neuanmeldungen brachte das Jahr 1934. Der Verein besitzt außer einem Räucherapparat noch zwei große Baumspritzen, die von Mitgliedern und Obstfreunden fleißig benutzt werden. In den kommenden Wochen soll wiederum die erste Winterspritzung mit Karbolineum durch- qeführt werden. Der Vereinsbeitrag ist auf jährlich zwei Mark festgesetzt worden. Der Vereinsrechner brachte die Jahresrechnung zum Vortrag, die einen Ueberschuß von rund 93 Mark zu verzeichnen hat. Diplom-Landwirt E v e l t (Frankfurt a. M.) seigte einen an herrlichen Naturaufnahmen reichen Film „Der deutsche Obstbau", der viel Wissenswertes für die Anwesenden brachte. Eine Verlosung von Baumen, Sträuchern, Blumenstöcken, Stauden, Gegenständen und Werkzeugen im Obst- und Gartenbau usw. schloß sich an. Nach der Ernennung eines verdienten Vorstandsmitgliedes zum EhrenmieAeed wurde die Hauptversammlung in der üblichen Weise geschlossen. - Die Einzeichnungen m das Opferbuch des Deutschen Volkes haben in unserer Stadt ihren Abschluß gefunden. Sie haben das recht ansprechende Ergebnis von rund Lasten erspart blieben. Der Verein weist jetzt noch einen Bestand von 1734 Mitgliedern auf . Die Jahresabrechnung für 1934 schließt in Einnahme und Ausgabe mit Ed 31112. Mark ab. An Unterstützungen für die 44 Sterbefalle wurden rund 16 280 Mark ausgezahlt. DasGesamtvermo- gen betrug am 31.12.1934 rund 15 186 Mark. Vorstand und Rechner wurde Entlastung erteilt. Vereinsführer Karl Zimmer berief folgende Herren erneut in den Vorstand: Stellvertretender Vorsitzender Arth. T r ä n k n e r; Kassierer Jean Dürr, Schriftführer Heinrich I o e d t, Beisitzer Hch. Loos. v .. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Zustimmung zur Angliederung an eine Sterbegeldversicherung. Vereinsführer Zimmer sprach eingehend über die durch Reichsverordnung notwendige Umstellung des Vereins, der damit unter Aufsicht des Reichsversicherungsamtes gestelltwird. Es ist der Wille des Führers, daß alle derartigen sozialen Einrichtungen unter Reichsaufsicht stehen, damit ihre Geschäftsführung eine offensichtliche ist, weil nun das Sterbegeld für das letzte Mitglied garantiert wird. Der Entschluß ist den Mitgliedern um jo leichter gemacht, da der Vereinsmitgliederbestand überaltert ist. Das Durchschnittsalter der Mitglieder ist 58 Jahre, über die Hälfte ist darüber Der Verein bleibt als solcher in alter Form bestehen. Das Sterbegeld wird sofort ausgezahlt. Der Beitrag wird nun monatlich 1 Mark betragen, der daruberstehende Betrag wird vorerst für 1 Jahr aus dem Vereinsvermvgen bezahlt. Die Hohe des Sterbegeldes beträgt etwa 300 Mark. Jeder Einzelne kann eine Nachversicherung nehmen. Durch die Umstellung wird dem Verein sein Vermögen gesichert und bis zum letzten Mitglied das Sterbegeld garantiert. Direktor Weber von der Allgemeinen Ortskrankenkasse sagte hierzu noch, daß das bisherige Um- aaeverfahren vorbei ist. Auf Grund der Reichsoer- Anung haben sich die St-rbeg-ldo-rsicherungcn “Ä^ie^^beÄ^i^Ä.^, Der Kreisziegenzuchtverein Gießen hielt am Samstagnachmittag unter dem Vorsitz von Wilhelm Fenchel (Ober-Hörgern) eine gutbesuchte Generalversammlung zum Zwecke der Einaliede- rung in den Reichsnährstand ab. Der Versammlungsleiter sagte in seinen Begrüßungsworten, daß an Stelle der für Großen-Linden vorgesehenen Generalversammlung diese Hauptversammlung in Gießen notwendig wurde und darum zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt in Großen-Linden eine große Veranstaltung der Ziegenzüchter abgehalten werden wird. Sein besonderer Gruß galt dem bewährten und tatkräftigen Förderer der Ziegenzucht, dem Direktor des Tierzuchtamts Oberhessen, Dr. Wagner. In jahrzehntelanger Zusammenarbeit des Vorsitzenden Wilhelm Fenchel und Dr. Wagners konnte besonders die Zucht im Bezirk des Kreisvereins Gießen große Fortschritte machen. Wenn jetzt die Ziegenzucht im Kreisverein Gießen sogar einen Staatspreis erringen konnte und an führender Stelle im Reich stehe, so verdanke dies der Verein nicht zuletzt seinem Freunde Oberlandwirtworden. . ** Justizperfon alie. Ernannt wurde der Justizinspektor beim Amtsgericht Gießen Karl Derseh mit Wirkung vom 1. Januar 1935 ab zum geschäftsleitenden Justizinspektor beim Amtsgericht Gießen. ** Steuerbescheide über die Bürg e r- steuer. Die Bürgermeisterei gibt in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil oe- tannt, daß als Stichtag für die Zustellung der Steuerbescheide über die Burgersteuer der 6. Febr u a r festgesetzt ist. *♦ Ein Schlüsselbeinbruch. Zu dem am 9. Februar von uns berichteten Sportunfall des Oberinspektors Heinrich Brühl von hier ist berichtigend mitzuteilen, daß es sich dabei nicht um einen Oberschenkelbruch, sondern um einen Schlussel- beinbruch banbelt. . ** Wieder sehens feier ehemaliger Leib gar disten. Die 7. Kompanie des früheren Leibgarde-Regiments 115 veranstaltet am 1L und 12. Mai eine Wiedersehensfeier in der alten Garnison Darmstadt. Kameraden, die an der Feier teck- nehmen, wollen sich bei dem Schriftführer Kamerad L M o t e r Darmstadt, Bismarckstraße 26, melden. e einen recht p So&nbeS Zusammenarbeit mit den Obst- und Garten- torbenen AltM ^vereinen und den landwirtschaftlichen Ortsfach- Wraermeifkr: Katern. Die Tagung wurde dann in üblicher ' D ise geschlossen. ^-bertelegraphensekretär i. R. Pfeiffer (Launs- jflg) hielt bann einen Vortrag über „Verbesserung 2)C Bienenweide", aus dem u. a. folgendes mitge- sei: Neben Zuchtauslese und Jmkerschulung er he ssen mit dem Sitz in Gießen emzu- plisbem. M «vMM hierauf hielt der Kreis - Rinderzucht- it datz SW'W ii r e i n (Vogelsberg) seine Generaloersamm- ' " 1 - luiiq unter der Leitung des stellvertretenden 23er-- Müller (Hattenrod) ab, bei der der Dierjefretär der Tierzuchtinspektion Karl Phi- jq, p IV. den Geschäftsbericht und die Kassenlage ertrug. Dem Geschäftsführer und dem Vorstand y Watzenborn-Steinberg, 11. Februar. 1IU11 . .Dieser Tage fand hier die Jahreschauptversamm- 1 1 ° lung der Vieh Lasse Watzenborn bei Mit- warte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" glied Wilhelm Pfaff („Zur Ludwigshöhe") statt, in den Betrieben entgegen. Jeder sangesfreudige Der Vorsitzende, Ludwig Schäfer, begrüßte die Volksgenosse ist willkommen; gesucht werden beson- Mitglieder. Der Rechner, Karl Hauser, erstattete ders noch Frauenstimmen. Die Proben beginnen in sodann die Rechnungsablage. Die Rechnung 1934 der zweiten Februarhälfte. schließt mit einem Plus ab. Nach einer gemeinsamen «aA hrttt Aussprache über verschiedene Versicherungsangelegen- Wintersportzug nach dem krzgcvrrge. L roJurbe bie Versammlung in der üblichen vom 23. Februar bis 3. März. Weise geschlossen. In der Zeit vom 23. Februar bis 3. März fährt (D (Brün in gen, 10. Febr. In der Turnhalle der letzte Wintersportzug nach dem Sächsischen Erz- sand am Samstag die zweite diesjährige Holz- " 'Versteigerung statt. Hierzu hatte sich eine große Anzahl Käufer von Holzheim, Dorf-Gill und Watzenborn-Steinberg eingefunden. Es wurden gute Preise erzielt; es kosteten: Buchenscheit 1. Klasse 20 bis 23 Mark, Buchenscheit 2. Klasse 16 bis 18 Mark, Kiefernknüppel 12 bis 14 Mark, Buchenastknüppel 12 Mark je zwei Raummeter, Buchenast- reiser 6 Meter 6 bis 8 Mark, Eichenastreiser 3 bis |4 Mark, Kiefernreiser 3 Mark je 5 Meter. | Eberstadt, 11. Febr. Die hiesige Sparund Darlehnskasse hielt im Saale der alten Schule ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende K. Gör lach hieß die Teilnehmer willkommen. Rechner Carl Rühl trug sodann die Bilanz vor. U. a. teilte er mit, daß das von der Sparkasse geführte Warengeschäft ab 1. März 1934 an die Bezugs- und Absatzgenossenschaft übergegangen sei. Die Mitgliederzahl hat sich im Geschäftsjahr um 11 vermehrt und ist auf 52 gestiegen. Die Bilanz wurde einstimmig angenommen. Dem Rechner, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn wird auf die neue Rechnung vorgetragen. Die ausscheidenden | Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden Die Neuordnung bedingt, daß auch der Kreisziegenzuchtverein in den Reichsnährstand eingegliedert wird. An Stelle der Fachgruppe Kleintierzüchter wird er einer eigenen Fachgruppe Ziegenzucht unterstellt. Diese Reichsfachgruppe Ziegenzucht ist in die Landesfachgruppen Lü-Nmܰdem^Sİ?n I L-tzt°r- kargten für die gesanglichen Darbietungen, M <7VI(> PanbesfadioruDüe ist in die von der Kapelle Ly n k e r in bester Weise Mit TO a O n ? r i t 2er Zweck dem Winterhilfswerk überweisen. jst"'’fÄ^Z Ziegenzucht, besserer § Mainzlar,#lt F°br., Am Samstagabend aud) immer besiere Erfolge erzielen müsse. gedankt, als sein Nachfolger wurde Kamerad Dem Antrag des Vereinsführers auf Ein- Ludwig Wilhelm Wagner, Dreschmaschinenbe- gliederung in den Reichsnährstand mit dem fitzer, gewählt. Hierauf erfolgte die Ernennung der Geiamtvermöaen des Kreisvereins wurde ein- Mitarbeiter im Vorstand: Kameraden Christian Nimmia stattaeaeben. Lemmer, L. Grölz, Heinrich Spa ar IV„ . r, . wn n A Wilhelm Spaar. Nach der allgemeinen Aus- Hieraus dankte Oberlandwirtschaftsrat Dr. W a g - < folgte der kameradschaftliche Teil des ner für die Anerkennung. Jßereinsleiter Fen - Abends, der die Mitglieder noch einige Stunden ch e l sagte nicht nur dem Geschäftsführer Ober- Gesang und Humor beisammenhielt. — Auch in sekretär Philipp für die umsichtige und latErap unferem Orte mußte wegen zu ftarEem Auftreten tige Unterstützung und Kassenfuhrung, sondern auch ^er Grippe die untere Klasse geschlos - allen Mitarbeitern und allen Züchtern Dank und L e n tDerj)ßn Anerkennung für die geleistete Arbeit. Aus der > ^arba(f), 10. Febr. Gestern feierte Frau Versammlung heraus wurden dem Vorstand Dank Annemarie Döring, geb. Münch, im Kreise ihrer unb Anerkennung ausgesprochen. I Kinder unb Enkelkinber ben 9 0. Geburtstag. In ber anschließenben angeregten Unterhaltung gub,[arin m noch verhältnismäßig rüstig und gab der Vereinsführer einen Ueberblick über die sehr rege. Ihre sämtlichen Kinder, vier schwierige Arbeit aus der Anfangszeit der Ziegen- ^öhne und zwei Töchter, leben noch, wäh- ‘ J i rend ihr Mann bereits im Jahre 1896 verstarb. Frau Döring kann mit berechtigtem Stolz auf 19 Enkelkinder und 27 Urenkel blicken. Die gesamte Bevölkerung nimmt an dem Ergehen ber Greisin aufrichtigen Anteil und ist stolz auf bie „Kirchgässer Annemoi". Die Jubilarin liest noch gerne täglich ben Gießener Anzeiger. Wir wünschen Frau Döring, ber ältesten Einwohnerin von Harbach, einen ungetrübten, frohen Lebens- Um Samstag fanden die Generalversammlungen le Kreis-Rinderzuchtvereine mit dem Ziele der (imqlieberung in den Reichsnährstand statt. Zu di) em Zwecke tagte im „Hotel Hopfeld zunächst k Kreis-Rinderzuchtverein für das Enimenthaler (Hessische) Fleckvieh unter dem Vor- fiii von Bürgermeister Müller (Ober - Hörgern). $ltr Ackerbautechniker der Tierzuchtinspektion Gie° uernti . efl ?itn«äWei des deutschen Volkes bezüglich des Mei 11 nwMaias zu erringen, einmal muß die Volkszahl «tu MÄBmart und zum anderen in den einzelnen Sto *1* but4ö,«l- > > f I|l0’|n5 au l lllyvii, u u / Jifjrt und zum anderen in den einzelnen Stocken Nihr Honig geerntet werden, was vor allem !»u'ch Wahlzucht ber Stockmutter erreicht werben . v Jung. Jeber Imker muß ein Auslesezüchter hoch- tiger Weisel werben! Die Mitgliederzahl ist mit )ie >3 lui Zeit 241 in stetem Steigen begriffen. Jnsge- Spolirt?11 iÄhrt werden 1416 Völker im Dereinsgebiet betreut, Mänhp noi denen nur sechs auf unbeweglichem Bau sitzen. Puken r&ü ' re«r Durchschnittspreis des Pfundes Honig ergab ‘it ni öer 1211 Mark ohne Glas. Von den Mitgliedern wur- h nhh W blt dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes ins- ledwo Qilimt 277 Pfund Bienenhonig zur Verfügung ge- r.r,n Unb der durch die NSV. des Gaues an minder- Littelte Volksgenossen zur Verabreichung ge= Gigte; ein Teil der Spende wurde an Die Kreistag Gießen weitergeleitet. Aufruf! Am Vorabend des 1. Mai, des Tages der nationalen Arbeit, beabsichtigt die NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" für alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront Beethovens größtes Werk Die neunte Symphonie in der Volkshalle zu Gießen aufzuführen. Als Auftakt für den Ehrentag des gesamten schaffenden deutschen Volkes kann man sich kaum etwas Schöneres denken als Schillers Lied: „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, wir betreten wonnetrunken, Himmlische Dein Heiligtum" im Schlußchor des berühmten Werkes zu hören. Die 23eranftaltung wird ein überwältigendes Bekenntnis des deutschen Arbeiters zur deutschen Kunst sein. Die Aufführung des Werkes steht unter der Leitung von Universitätsmusikbirektor Professor Temesvary. Wir bitten nun vor allem diejenigen Volksgenossen, die sangesfreudig sind und wenn möglich auch etwas Notenkenntnis besitzen, stch z u m Mitfingen zu melden. Anmeldungen nehmen Prof. Temesvary jeden Montag, 20 Uhr, im großen Hörsaal der Universität, und die Betriebs- pE°«t ei •n, Aep el, len- Aprikose! n9 durch ' ■Wnum hoch' ‘ ®lebel unb ,en sich entroi «einen JQfeIbi ^e sich willig i'egt, als ber •®ergunter[am kikiiq»*./* .... ~- —.— -•—, -------- — Steinweichself m ssen alles tun, um die Nahrungsfreiheit zu er- feiten von X »echen. Neben dem Redner wurde noch Baumwart ausnüfoen mi D Will (-Leihgestern) zum Bienenweidewart für ausnahmsweij! fc südlichen Teil des Vereinsgebietes bestimmt. Die Rechnungsablage ergab bei einer Jst-Ein- ■ ^ch auf bie, «cjme von 2044,95 Mark und 1649,03 Mark Aus- 'n unb bie i jec und einem Rückstand von 53,74 Mark einen U des hochbu!.-. iV-Ierschuß von 413,17 Mk., der nach Abzug eines Ü die Zuhörei veizinslich angelegten Guthabens in Höhe von Gelegenheiten, 21,03 Mark für die neue Rechnung vorgetragen öhe zu bringen/ !w7b. Nachdem der Rechnungsprüfer H. D e r n erall geschieht, r (C eßen) den Prüfungsbericht erstattet hatte, wurde urückgehen. dm Rechner Entlastung erteilt. Nach den neuen em Beifall lM Sitzungen müssen die Vereinsbeiträge bis fpäte- chloß bie anret (bis Ende März entrichtet fein. Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß am 6. , üt) 7. April ein Seuchenkurs stattfindet, an dem 1 /ÖHiin, jjj örtlichen Vertrauensmänner ber 42 Gemeinden lleichsfachschast h Bezirkes teilnehmen. Faulstich ihre fe «*-»♦«**<* snorhntihhm ini sie bem 6par luug unter der idi freue mid) I- ck-sführers M m lagen ein ~ — - * bliotheksbefichtf- । immer sehr g m. “s «n 8itf npettor Dr. Wagner sprach über die Neuordnung in der Viehzucht und gab eine Uebersicht über l(n Aufbau der Organisation. Demnach wird der kiLisverein dem dem Reichsnährstand als Spitzenor- ic-iifation angehörenden Reichsverband der ^Dtviehzüchter Deutschlands eingeord- m- Der Landesverband Hessen und Nassau dieses üiiichsverbandes wird in Untergruppen, die die S.zirke der fünf Tierzuchtinspektionen umfassen, UTttergeteilt. Der Antrag des Vereinsführers, den ^Wisverein mit seinem Gesamtvermogen in den ßirein für Rotoieh in Oberhessen mit dem Sitz m SLßen einzugliedern, wurde einstimmig angenom- n:n Vereinsführer Müller brachte anschließend um Ausdruck, daß Oekonomierat Dr. Wagner ncch recht lange der oberhessischen Derzucht, bie ihn wertvolle Anregungen und fachmännische Ve- torung verdanke, erhalten bleiben möge. Sius der Snrfammlung heraus wurde dem Vorstand und lern Geschäftsführer noch einmal der Dank für ihre Mühewaltung und ihre Forderung der Zucht aus Gebrochen. Fernerhin wurde angeregt, bie ßanbe5- douernschaft zu veranlassen, daß alle Züchter ver- sfkchtet werben, bem Tuberkulose-Bekämpfungs. Drfaljren im Stalle beizutreten und keine Bullen ohe diese Vorsorge zu einer Versteigerung zu- zu assen. . . Die Eingliederung dieser Zuchtvereine in den A ichsnährstand bezweckt eine intensivere Forde- nimg der Tierzucht, eine bessere Ausnutzung der Se-ivssenschaftlichen Verwertung und eine für Den 3i d)ter vorteilhaftere Preisgestaltung. ©Jl.-$POTt allzu verteidigen konnte und verlor, holte ihn fick ii Hauptkampf der Berliner Spichernsäl im öle Ohne Gewähr Nachdruck verboten 10206 367217 2940 6899 7850 27650 46336 63826 64447 73301 78542 Rodheim a. d. Bieber, Obbornhofen, den 12. Februar 1935. 50 Gewinne zu 132860 141371 828 D 21232 21551 25922 66326 91334 96292 97636 97726 300 M. 190 350 3986 4807 5214 200894 259146 387045 70488 167690 355335 1000 M. 149712 206983 302623 390413 152168 197308 236699 294014 366320 398310 134565 195023 246200 280323 342178 80459 376456 89735 168845 8142 176870 209182 243821 316992 379402 398908 194947 216554 369245 40351 54560 185497 230258 281160 340511 395367 190025 236310 284147 357528 397950 115616 156521 197742 237137 303968 369225 398743 21140 35212 47441 80054 147169 208566 255557 294332 369995 31783 153762 305650 102175 112211 122999 139338 146566 158209 175867 188890 212133 234399 250748 259198 268178 290360 303834 316699 327758 337044 343484 359141 363852 371445 379614 385818 39618 50069 105100 120319 138155 144172 152407 173922 186388 199645 227650 243350 257444 264734 273728 300248 310269 326329 334728 340572 353375 362653 370194 379160 382928 100067 106182 122253 138410 144530 157329 175045 187575 210900 229139 248541 258114 267322 288979 302822 312280 326355 336026 342985 354947 363404 370526 379546 384743 25379 42399 53211 67870 79264 86509 100720 109262 117367 123625 130533 135280 152752 168741 180241 195329 204450 213564 222780 233971 245009 263816 284785 290058 303538 322802 334452 345732 361085 373775 383518 398441 42180 56663 101436 170373 234463 275128 323944 102648 112747 130605 142617 149678 164506 178257 190100 220648 237358 253871 259254 268826 291818 309379 321879 332004 338470 348462 360197 364705 376132 379875 391501 40497 56483 102853 115511 132859 142969 149689 169887 178851 192436 222130 241302 254696 260265 270723 292100 309896 322231 332132 339735 351062 360279 366467 376963 381827 398013 120218 136786 143090 152360 172531 184343 196654 224213 243210 257098 263177 272240 299828 310118 322272 332684 340271 352404 360508 369672 377989 382050 398830 92925 155017 213782 258070 298851 398137 93619 163745 229461 258435 322960 398501 108088 111938 122859 130035 135188 152146 165857 180165 194935 203119 212878 222103 232695 243309 259273 280659 287675 300972 320602 333849 342316 360909 373231 382507 398208 180774 228380 253558 323074 393232 399252 104130 171066 239343 278200 328119 Sronffurt am Main Telefon: 70891 PoltfchecX.Konlo: Mainzer ttssr. 42 Osnh.Konto: •Ufleulldte LanOrofeoM Tabelle der Bezirksklasse Gruppe Marburg. Auf jede gezogene Nummer sind 36392 39588 64579 69963 163123 186495 188423 208954 210772 216036 313990 341127 367872 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. Februar, nachmittags 21 /4 Uhr statt Gewinnauszug 5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klassen-Lotterie HandballimKreisLahn-OitttGauXH) To. Münchholzhausen — Reichswehr Gießen 4:7 (4:4). Zu einem Gesellschaftsspiel trafen sich beide Mannschaften vergangenen Sonntag in Münchholzhausen. »Die Gegner haben schon manch schönen Kampf ausgefochten und zeigten auch hier wieder ein recht schönes und technisch auf beachtenswerter Höhe stehendes Spiel. Die Mannschaft der Sol- 408 Gewinne 6171 28572 42746 53262 68403 80584 88834 101037 109311 117868 124640 130579 141393 153923 173415 180689 198098 209948 215762 224544 235270 245887 266111 285175 291381 314713 324351 335178 346208 362266 374050 388126 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Bernhard Kratzenberger zuteil wurden, sowie für die vielen Kranzspenden und wohl tuenden Nachrufe sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. !• d. N.: Charlotte Kratzenberger. Gießen, den 12. Februar 1935. --- ----------------------0544 28 Gewinne zu 1000 M. 114100 122587 141058 246558 272163 273448 wieder zurück. Zwischen ihm und dem Berliner Bruch entspann sich ein aufregender Kampf, öe* mit einer ^-Niederlage des Berliners in der achter, Runde endete. Nach ausgeglichenem Kampf bis zu» fünften Runde mußte Bruch in der nächsten zwei» mal bis neun zu Boden, das bereitete die Entscheidung vor. Kurze Sportnotizen. Bei den We st deutschen Hochschulmeisten, schäften im Schwimmen, die am Sonntag entschieden wurden, schnitt die Universität Frankfurt am Main mit vier Siegen in acht Titelkonkurrenzei» am besten ab. Das Kopenhagener 25-Stunden» Rennen wurde mit einer Runde Vorsprung von Rausch-Falck-Hansen vor Buschenhagen-Danholt gewonnen. Drei Runden zurück folgten Wissel-Riege« auf dem dritten Platz. Weltmeisterin im Eiskunstlauf tourte bei den in Wien ausgetragenen Titelkämpfem wiederum die Norwegerin Sonja H e n i e vor de« Engländerin Colledge und der Schwedin Hulthen. Deutschland war an diesem Wettbewerb nicht beteiligt. 39653 76101 130507 222671 257575 265763 302446 345250 363590 384807 Im Gewinnrate verblieben: 640 Tagesprämien zu je 1000 Mark, 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 2 zu je 50000, 6 zu je 30000, 12 zu je 20000, 46 zu je 10000, 184 zu je 5000, 360 zu je 3000, 884 zu je 2000, 1808 zu j- W 4384 z« je üw. 17£H) zu je 300 Mark. ___ ..... zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und Iß Fußballabteilung des Tv. Kinzenbach. To. Kinzenbach — Spo. Fellingshausen 1:1 (1:1). Kinzenbach büßte in diesem Spiel einen wichtigen Punkt ein und konnte zum Schluß schließlich froh sein, wenigstens einen Punkt gerettet zu haben. Die Mannschaft fand sich überhaupt nicht zusammen und mußte vor allem in der ersten Hälfte den Gästen den Vortritt lassen. Diese zeigten vor allem großen Eifer und waren weit schneller am Ball. Daß die Mannschaft nicht zu Erfolgen kam, die der stärkeren Angriffsfreudigkeit entsprochen hätten, lag am schußschwachen Sturm, der nervös operierte. Nachdem Kinzenbach durch einen Fehler der Gästehintermannschaft zu seinem Erfolg gekommen war, fiel bald der Ausgleich, gleichfalls auf einen Fehler der Hintermannschaft der Einheimischen. Bis zum Wechsel lagen dann die Gäste stets im Angriff. Die zweite Halbzeit unterschied sich nicht wesentlich von der ersten. Der Kampf war offen und brachte trotz genügender Gelegenheiten keinen weiteren Erfolg mehr. Das Frankfurter Beitturnier. Die beiden letzten Konkurrenzen des Frankfurter Festhallenturniers bildeten einen eindrucksvollen Abschluß der gesamten Veranstaltung. Um den „Preis des Vereins der Viererzugfreunde", einer Eignungsprüfung für Mehrspänner, kämpften drei Bewerber. Den größten Beifall fanden die beiden Sieger, der Fünferzug Frhr. v. d. Borchs und der Viererzug W. Doerenkamps. Den Abschluß des Turniers bildete eine Dressurprüfung für Reitpferde, Klasse S um den Preis der Stadt Frankfurt. Aus dem sehr guten Feld schälte sich Fr. Gömöris „Lausbub" unter Sattelmeister Eckhard als Bester heraus. Der Sieger wurde mit Riesenbeifall überschüttet, war es doch einem Frankfurter Pferd gelungen, die Konkurrenz aus dem R-eich aus dem Feld zu schlagen. Am Sonntag, dem 10. Februar, verschied infolge eines Schlaganfalls meine liebe Frau, unsere unvergeßliche gute Mutter, Schwiegermutter« Großmutter, Schwester und Tante Frau Luise Dönges, geb. Dudenhöf er im Alter von 69 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; A. Dönges, Werkmeister L R. Rundfunkprogramm Mittwoch, 13. Februar. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9.15: Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Held unbekannt. Eine Hörfolge. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II der NSDFB.-Kapelle. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15: Arien und Duette von Lortzing. 15.15: Kammermusik. 15.30: Lieder von Hugo Wolf. 16: Nachmittagskonzert. 18: Aus Zeit und Leben. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: „Die Hohenstaufen", Hörspiel. 20.45: Das Ueberbrettl, Karneval in aller Welt. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Tanzmusik. Briefkasten der Redaktion. 7N. G. Der von Ihnen beauftragte Geschäftsmann ist verpflichtet, Ihnen die Decke in gebrauchsfähigem Zustande zurückzutzeben. Da die Decke nach Ihren Angaben in ihrem jetzigen Zustand unbrauchbar ist, können Sie Ihrem Beauftragten eine an- messene Frist zur Beseitigung des Mangels setzen. Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist sind Sie verpflichtet, den Mangel auf Kosten des Beauftragten anderweitig beseitigen zu lassen, ober Schadenersatz zu fordern, wenn der Mangel nicht zu beheben ist. Mit dem wirklichen Reiniger haben Sie nichts zu tun. Der von Ihnen Beauftragte ist für Verschulden des Reinigers haftbar. Amnestie. Eine Tilgung der durch Amnestie erlassenen Strafen im Strafregister wird nur bann vorgenommen, wenn es im Amnestiegesetz ausdrücklich bestimmt ist. Da das Amnestiegesetz vom 7. August 1934 keine Bestimmungen darüber enthält, wird Ihre Strafe im Register weitergeführt. 3n der heutigen Nachmittaqsziehung wurden Gewinn» über 150 M. gezogen Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertesWissen erhöhte Freudean den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Ltchtertelde «Ä Hessen-Nassau jrdes 34/35 baten war technisch burchweg besser als ber Gegner unb hatte hauptsächlich nach bem Wechsel ein klares Plus, bas bann auch zum klaren Sieg führte. Die erste Hälfte wogte ber Kampf auf unb ab unb beibe Mannschaften stauben sich in nichts nach. Was bie Gäste hier burch besseres Spiel voraus hatten, ersetzte ber Gastgeber burch Wucht unb Eifer. Nachdem abwechselnd bie Erfolge fielen, ftanb bie Partie bis zum Wechsel auf 4:4, tem Verlauf ent- sprechenb. Die zweite Halbzeit brachte bann ben schon erwähnten Umschwung für bie Gäste, bereu technische Ueberlegeuheit nun zum Durchbruch kam unb noch brei weitere Erfolge hiuzusetzeub. einen ziemlich hohen unb sicheren Sieg herausholten. Das Spiel war stets fair unb hatte vor allem ein schnelles Temvo. Beibe Mannschaften machten hier- burch ben Schiedsrichter fein Amt nicht schwer. ©aufuhrang Äip Mm Öcut 380 Gewinne zu 300 M. 452 520 4900 6209 7550 7992 9331 11327 12299 12485 13334 19110 ' 21232 21551 25922 32399 ----- — - [Stellenangebote} Junger, kräftiger WSWU gesucht. 83sD Wenz Licher Straße 29. Tagung der Postsportvereine in Würzburg. Die Arbeitsgemeinschaft beutscher Postsportvereine hielt anläßlich ihres achtjährigen Bestehens in Würzburg ihre diesjährige Tagung ab, zu ber 306 Vereine stimmberechtigte Vertreter entfanbt hatten. Als Vertreter des Reichspoftministers war ber Sportrefereut in biefem Ministerium, Oberpostrat Lampe (Berlin), auwesenb. Außerbem hatte ber Reichssportführer sich burch ben Sportbeauftragten von Bayern, Oberführer S ch n e i b e r (München), vertreten lassen. Schließlich waren bie Sachbearbeiter von etwa 40 deutschen Reichspostbirektionen erschienen. Wünsche unb Grüße bes Ortsvereius übermittelte in herzlicher Form ber Leiter bes Postsportvereins Würzburg, Ritzel. Wertvoll unb überaus aufschlußreich waren die begeistert angenommenen Ausführungen des Sportbeauftragten, Oberführer Schneider, der hervorhob, daß die Behördenvereiue nie als Konkurrenz der allgemeinen Sportvereine betrachtet werden können. Besorgnisse auf Seiten der einzelnen Vereine seien also grundlos. Die Behördenvereine brächten eine große Zahl von Volksgenossen zu den Leibesübungen, die sonst fernbleiben würden. Ihre Wirksamkeit sei Dienst am Volk, Dienst an der deutschen Jugend und damit nützlich für des Vaterlandes Zukunft. In diesem Zusammenhang interessieren auch die vom Arbeitsgemeinschaftsführer M ö tz gemachten Darlegungen, daß der Postsportverein nie diejenigen „ziehen" werde, die einem anderen Verein angehören. lieber die sportliche Arbeit und die Aufgabe der Postsportvereine unterrichtete eine umfangreiche Tagesordnung und der gegebene Rück- und Ausblick. Danach erfüllt die Arbeitsgemeinschaft, die Ende 1934 320 Postsportvereine mit 1300 Abteilungen umfaßte, das größte Maß in Erziehungsaufgaben auf dem Gebiet der Leibesübungen. Auch in Zukunft erstrebt der Postsportverein Spitzenleistungen der Jugend und die Ueberführung möglichst vieler Förderer in den aktiven Sport. Die Arbeitsgemeinschaft pflegt daneben noch Freundschaft mit anderen Vereinen, insbesonoere mit der Reichsbahn, mit der sie wirtschaftlich verschiedentlich eng verbunden ist, 112 Gewinne zu 500 M 2124 11916 15574 18528 22707 37281 43784 49857 67339 69668 72496 87396 92321 94890 106229 111986 112921 ' ~~~ 124643 142066 143075 147581 ------ 33216 35058 42288 44984 67631 69603 72389 73427 75047 82153 8881? QI-MA ORQQO Q-7RQR O-JOng 99017 103597 ------ sowie gute Kameradschaft unb wertvolle Untep Haltung. Die besondere Förderung des Postsports rourbi durch die Verleihung von 120 Ehrennadeln bestätig Die Kassenverhältnisse erscheinen nach dem BeriH geordnet und ausgeglichen. Die nächste außerorden» liche Tagung findet in Koblenz statt. Nach verschiedenen Kurzvorträgen sprach nvkj der Vertreter des Reichspostministers, Oberpoftrat Lampe (Berlin), der die Grüße und Wünscht des Ministers und des Staatssekretärs Ohnesorgr übermittelte und unter Herausstellung der Bedcu, tung des Sports dazu aufforderte, allen Hemm, nisten zum Trotz auch die letzten Angehörigen ber Post zu den Leibesübungen heranzuziehen. Die gute Entwicklung des Postsportes wird im übrigen auch im Jahre 1935 durch das Ministerium mit «Stiftung von Preisen noch besonders gefördert werden. Oie deutschen Erfolge in <5f. Moritz. Die Akademischen Weltwinterspiel, in St. Moritz wurden in den Skiwettbewerbei ein ganz großer Erfolg für Deutschland, befonberi für unsere Christi Cranz. Sie gewann am Sams, tag wieder zwei Goldmedaillen als Siegerin des Slalomlaufes in 3:16,5 Min. vor der Oesterreichs rin Pembauer mit 3:30,6 und Gräfin Szapary, Ungarn 3:32,7. Christ! wurde auch Kombina» tionsfiegerin und damit Weltmeisterin mit 200 Punkten vor Frl. Pembauer 156,44 und Ros« mini-Oesterreich. Bei den Männern wurde Dr. Vet» ter-Freiburg Slalomzweiter in 2:05,2 hintef Schmiedseder-Osterreich in 2:04,7. Kombination-, fieger und Weltmeister wurde Clyde- England vor Guarneri-Jtalien, Schmiedseder und Dr. Detter. Oie Kraftfahr-Wintermeisterschasten der Wehrmacht. Sieger auf Krafträdern: die Reichsmarine. Im Rahmen der Kraftfahrzeug - Winterprüfuny 1935 vom 29. Januar bis 3. Februar fand in dieses Jahre auch die Austragung der Kraftfahr-Winter' Meisterschaft der Wehrmacht statt. Die ungünstige Witterung stellte ah die Kraft, fahrer außerordentliche Anforderungen. Den Siegern der Kraftfahr - Wintermeisterschaft der Wehrmacht auf Motorrädern gebührt eine besondere Anerkew nung. Den ersten Mannschaftspreis für Kraftrad, fahrer erhielt die Mannschaft des Kommandos bet Marinestation der Ostsee. Sie bestand aus de« Obermaschinistenmaaten Gnerlich, dem Marinv Artillerieobergefreiten O h l m e y e r, dem Marine, Artillerieobergefreiten Klein. Außerdem belegte der Marine-Artillerieobergefreite Sauermanr den 2. Platz und der Obermaschinistenmaat Gnerlich den 3. Platz im Kraftrad-Solofahren. Die Mamv schaften der Reichsmarine liegen hiermit bei ben Wettbewerben ihrer Klasse in der Wehrmacht an erster Stelle. Besselmann wieder Deutscher Meister. Der Kölner Jupp Besselmann, der früher De uh scher Mittelgewichtsmeister der Berufsboxer war, bis er den Titel wegen eines Augenleidens nicht 88 Gewinne zu 500 M. 11420 ----- ----- 3. Ziehungstag 11. Februar 1935 Sn der heutigen Vvnmttagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 M. 281955 8 Gewinne zu 3000 M. 174427 266794 303916 337799 ' 32 Gewinne zu 2000 M. 29204 39756 69307 72401 79831 118061 240556 264634 292770 296526 302635 309985 320823 349818 350852 365291 Ak ein ä“ hundert denkt tionalstaaten. , barunM 1 der enM'll" ladungan Den übrig Belgien oder nicht, m gerungen er® daß von * Einheit m schwachen um zerrissen. Der Tage in einer wo vermerkt r Pazifismus un gung in feiner und der mach müßten den ö geln, und zmm Das Echo genau das der Willen auf bon fo etwas begonnen hab Union, feit län zu fischen, sich Widerausfchlu' Augenblick zui diplomatische abbauen. Die fein Zweifel, an eine w hat offen an Westen sich breiter a Europäer Bei der a ncr Kommui Mjsregieru Dor allem bie Testes ftart, Winifterbefud) wir nicht, abe wirklich und er land ankam. E mal in einer Flandin gegen wegs um ein, Hintergedanken abmachung ha gue der einlei Völkerbun Methode der Sicherheitspak flung, fo daß hängt, aber münden k allem die U europa. I Lu erwarten, nicht, daß m auffuchei teres nicht /eßen werde. Der beka, marvin h ankommt: i leine vol jnn in ein ei tonnen. Des, ft» ®erfaii vnedensfichei Lun? auf Ha ?*natif(be h ?ri* SB*» fiten für b( geifer wird s I-Hr Als? DZ Ä'.K |ei»ier!| Ä?" 9«t»Äe" Miit°Sen haben Nlitä'riu5 Cr hA IUÄ "fei in»* » ,. tag uni I** Die D'E 'Tarr Lis -x'm p«w(d Schönmühl Zimm mit fev. Eingang zu vermiet. 0543 Moltkeftrastc 2 (Gartenh.) 2 St. | Mietgesuche | von jungem Ehepaar gesucht. Schr.Ängeb.unt. 836D a. d. G. A. 1463 Mark zu verzeichnen. Dis jetzt ist noch keine Spende derart reichlich ausgefallen. Einige größere Betriebe zeichneten ansehnliche Beträge. Kreis Alsfeld. # Alsfeld, 10. Febr. Die hiesige Dürer- g e s e l l f ch a f t veranstaltete ihren ersten Vortragsabend im neuen Jahr im großen Saale des „Deutschen Hauses". Der bekannte Gießener Physiologe Professor Dr. Bürker war zu einem Vortrag Über „Die Physiologie des Herzens" gewonnen worden. In außerordentlich fesselnder, und gründlicher Weise gab der Vortragende ein sehr anschauliches Bild über den Aufbau des Herzens und feine enormen Leistungen, die es zur Erhaltung der Lebensfunktionen leisten muß. An Hand von großen Tafelbildern wurde der Aufbau der Funktionen des Herzens erläutert. Der modernen Wissenschaft ist es gelungen, durch Aufnahme der elektrischen Ströme, die vom Herzen ausgehen, ein genaues Bild von der gesunden und kranken Herz- tättgkeit und der einwirkenden Reize zu gewinnen. Unseren modernen Herzinstituten, von denen eines der hervorragendsten in Bad-Nauheim unterhalten werde, komme eine steinende Bedeutung zu. Im weiteren Verlauf des hochinteressanten Vortrags führte Professor Bürker ein aus dem Tierleib entferntes Froschherz vor, das unter der Einwirkung verschiedener Gifte wieder zu schlagen anfing ober bei bestimmten Reizstoffen wieder sttll stand. Die interessierten und aufmerksam folgenden Zuhörer dankten zum Schluffe dem Gießener Gelehrten für feinen wertvollen und tiefgründigen Vortrag mit lebhaftem Beifall. —.— Ruppertenrod, 11. Febr. Dieser Tage wurde der letzte Veteran unseres Dorfes, Georg Finkernagel, zu Grabe getragen. Im Jahre 1874 gründete er mit einigen Kameraden den hiesigen Kriegerverein. Als langjähriger Feldgeschworener kannte er die heimische Gemarkung, wie kaum ein anderer. Die größten Verdienste erwarb er sich um die Dorf- und Heimatgeschichte. Wenn in Ruppertenrod schon seit Jahren i vieles auf diesem Gebiete gesammelt und bereits veröfffentlicht wurde, so ist dies in erster Linie ihm zu verdanken. An seinem Grabe sprachen nach Pfarrer Gußmann noch Lehrer Strack, hier, und Lehrer Roth, Grünberg. — Die kürzlich hier durchgeführte Wurst - und Specksammlung ergab in unserem Dorfe etwa 80 Pfund. die Tabelle keinen besonderen Einfluß. Sie brachten lediglich dem Sportverein Bottenhorn mit einem 2:1-Sieg über den FV. Ockershausen die zweite Tabellenstelle ein, auch der Rasensportverein Germania verbesserte mit einem 4:0-Sieg über den FV. Wallau seinen Tabellenplatz. Das Spiel Gemünden gegen Sarnau mußte wegen Erkrankung der Mehrzahl der Sarnauer Spieler verlegt werden. A. E. Fußball der Kreisklassen. Albshausen — Holzhausen 1:0; Krofdorf — Lollar 1:10; Großen-Buseck — Heuchelheim 2:5; Grünberg — Lich 3:4; Ehringshausen — Waldgirmes 4:0; Kinzenbach — Fellingshausen 1:1; Werdorf II — Berghausen 1:1; Alten - Buseck — Wieseck I 1:7 (Gesellschaftsspiel). Sportverein 1920 Heuchelheim Großen-Buseck I — Spv. Heuchelheim I 2:5. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Heuchelheim hat mit diesem Spiel bewiesen, daß es seine alte Spielform wieder erreicht hat. Großen-Buseck konnte den Vorteil des eigenen Platzes nicht wahrnehmen. Schon nach zwei Minuten Spieldauer erzielte Großen-Buseck das erste Tor. Die Freude dauerte jedoch nur kurze Zeit. Die Gäste spielten in den ersten zehn Minuten zerfahren. In der Folge wurde die Elf aber zusehends besser. Heuchelheim legte seine Vorlagen fast ausschließlich auf die Flügel und die Außenstürmer zeigten das was man von ihnen erwartete. In der ersten Spielhälfte wurden zwei Erfolge erzielt. Nach der Pause machte sich die Ueberlegenheit der Heuchelheimer noch deutlicher bemerkbar. Beide Außenstürmer verwandelten noch je ein Tor. Die Halbstürmer standen weiter zurück und zeigten vorbildliches Verbindungsspiel. Das fünfte Tor konnte der Halbrechte einsenden. Bei einem Stand von 5:1 ließ der Kampf zusehends nach. Großen-Buseck erzielte jetzt seinen zweiten Erfolg. — Schiri Rüspe- ler leitete sicher. 4 Gewinne zu 5000 M. 271304 284827 4 Gewinne zu 3000 M. 10206 367217 20 Gewinne zu 2000 M. 47176 79728 104268 144466 245526 308435 320267 389085 Für gepflegten I Etagenhausy., 2 I Erw., 1 Kind, I wird eins, zuver- I lässiges, ehrliches Mädchen I mit besten Enrv- I fehl.ges. evtl, zur I Erl. der Küche. I 0546Ällcenstr.33II [Stellengesuche] I Haustochter- ■ stelle zum 1.8.35 sucht 18jhr.Mäd- - eben, ev., Ober- i sek.-Rf.,Frauen- , schule, musikal., in nur guter ev. . Fam.m.Kindern : woMädchenvorhanden, schlicht um schlicht. Gießen bevorzugt. , Schr.Ängeb.unt. ; 0547 a. d.G.A. 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Gladenbach 2 1 14 20:71 5:29 Die Spiele des vergangenen Sonntag s hatten auf Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf bie Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II beiden 17586 18710 19189 22147 23339 31444 31601 32560 37970 41211 47554 52287 52582 52589 52926 59021 59658 62501 64024 67697 76407 76534 76612 76665 78923 82369 83026 83074 83927 84566 91342 91877 92199 94914 96763 102226 104332 106730 109448 109930 109964 118509 120008 122233 127127 128664 129347 132562 134583 135012 143346 145669 146308 154378 156838 158952 177738 178373 179922 184565 193995 194907 199616 201172 202785 210127 211995 212543 218108 218827 220733 224669 230184 232451 235492 239449 242516 246373 247474 254223 266773 270101 272770 286052 286347 287626 292687 295932 297100 316286 317269 320070 330616 331104 333126 338815 339362 340205 354166 356526 360810 362691 366584 370629 377778 380995 381135 390741 391203 393648 20 Tagespramien.