Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Hr. 264 Erster Blaff 185. Zahrgang Montag, U November 1955 Gietzener Anzeiger Erscheint tag lief), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieyener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrprels: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt „ DZM General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: e 1 1 Sraniflirt am Main liess Druck unft Verlag: Srühl'sche Unioerfitäts vuch- und Steindruckerei «.Lauge In Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Bauernpolitik und Arbeitsschlacht. 3um 3. Reichsbauerntag in Goslar. Don Dr. Kurt Haußmann, Sachbearbeiter im Reichsnährstand. Eröffnung des Reichsbauerntages in Goslar. Oer Reichsbauernführer K W. Darre erklärt: Es ist das Arbeitsziel des deutschen Bauern, die Wehrfreiheit ernährungswirtfchastlich zu untermauern. Reichsbauerntag versammelte Führerkorps des deut- Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit scheu Reichsnährstandes begrüßt bei Beginn seiner dem Horst-Wessel-Lied fand die eindrucksvolle Kund- Arbeit ehrfurchtsvoll den Führer und gelobt Pflichterfüllung bis zum Aeußerften. Darre. dankte zunächst der Stadt Goslar und ihrer Bevölkerung, dem Gau Südhannover - Braunaus neu Hessens Staatshaushalt 1934 ohne Fehlbetrag abgeschlossen. der übrigen Landesverwaltung 19,226 Millio- (20,524). unter harter Arbeit des deutschen Landvolks — gewährleisten." sondern dem Aufbau des nationalsozialistischen Staates Adolf Hitlers gilt. gebung ihren Abschluß. An den Führer und Reichskanzler wurde das folgende Telegramm geschickt: „Das in Goslar zum Dritten Darmstadt, 10. Nov. (LPD.) Wie das „Amts- oerkündungsblatt" im Jahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen im Rechnungsjahr 1934 mitteilt, hat das Rechnungsjahr 1934 in seinem Rechnungsergebnis ohne Fehlbetrag abgeschlossen. Aus den Ausgaben ergibt sich, daß der eiserne Sparwillen der Regierung auch in diesem Jahr in die Tat umgesetzt wurde. Der ordentliche Haushalt verzeichnet an Einnahmen insgesamt 99,417 Millionen RM. (gegenüber einem Jahres-Soll von 97,167 Millionen RM.), und zwar aus Reichssteuern 45,784 Millionen RM. (Soll 38,841 Millionen), an Landessteuern 35,804 Millionen (35,530). Davon wurden an d i e Gemeinden und Gemeindeverbände überwiesen 17,280 Millionen RM. (15,684). Aus den Betrieben verbleibt ein R e i n- Überschuß von 4,016 Millionen (3,115); an sonstigen Einnahmen werden verzeichnet: Rechtspflege 4,502 Millionen (6,738), Schulwesen, Wissenschaft, Kunst und Kirchen 7,365 Millionen (8,103), Acht Jahre Zuchthaus für e neu Landesverräter. Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die Jusiizpressesielle Berlin keilt mit: Durch Urteil des Dritten Senates des Volksgerichtshofes wurde der 33jährige Iofef Szymanski aus Reichenthal wegen Landesverrats und versuchter Verleitung zur Fahnenflucht z U acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Gleichzeitig wurde auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt. Szymanski hatte während eines in Schlesien abgehaltenen Manövers versucht, Soldaten der Wehrmacht zum Verrat militärischer Geheimnisse zu verleiten und hat dabei an einen von diesen das Ansinnen gerichtet, seine Truppe zu verlassen, um im Auslande in fremde Dienste zu treten. Jedoch sind diese Versuche des Verurteilten erfolglos geblieben. Todesurteil im Rudolstädter Ver- sicherungSmordprozeß. Im Dersicherungsmordprozeß gegen den 43jährigen Heinrich A l b e r d i n g verurteilte das Schwurgericht Rudolstadt den Angeklagten wegen Mordes zum Tode. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt und die Kosten des Verfahrens auferlegt. Der Vertreter der Anklage hatte die Todesstrafe beantragt, während der Verteidiger auf Freisprechung plädierte. In der Urteilsbegründung heißt es, daß Alberding des vorsätzliche n Mordes an dem unbekannten Toten im Wittmannsgereuther Tal überführt fei, obwohl er leugne. In Würdigung aller Umstände müsse man zu der Ueberzeugung kommen, daß der Angeklagte der Täter gewesen ist. Wenn er aussage, daß er ein begangenes Verbrechen benutzt habe, so sei diese Darstellung erfunden. Alles, was er angebe, fei Lüge. Es fei zweifellos, daß er den Unbekannten erschossen habe, um sich in den Besitz der Versicherungssumme zu bringen. Vorher hatte der Oberstaatsanwalt das Ergebnis der Ermittlungen bekannt gegeben, nach denen der von dem Angeklagten als Mörder bezeichnete ©offom nicht in Deutschland lebt. 1 sichtigt werden, daß ein Teil der Düngemittel Preissenkungen erfahren hat. Auch die Landmaschinen - Industrie konnte erst vor wenigen Tagen berichten, daß der Beschäftigungsgrad im Landmaschinenbau im ersten Halbjahr 1935 von 66 v. H. auf 92 v. H. gestiegen ist, er lag damit um 24 v. H. über dem Vorjahr. Gerade diese Zahl ist nicht nur im Hinblick auf die Arbeitsschlacht, sondern ganz allgemein von Bedeutung, weil sie zeigt, daß die nationalsozialistische Bauernpolitik alles andere als maschinenfeindlich ist. Uebrigens wirken sich nicht nur die Maßnahmen der Erzeugungssteigerung auf die Arbeitsschlacht aus. Allein die Marktordnung in der Milchwirtschaft hat zum Beispiel im Jahre 1934 einen Aufwand von rund 26 Millionen Mark für die Neuanschaffung und Ergänzung von Anlagen in Käsereien und Molkereien sowie für die Neuerrichtung von Rahmstationen und Milchsammelstellen erfordert. Zu diesen mittelbaren Auswirkungen kommen die unmittelbaren Anteile der landwirtschaftlichen Betriebe an dem Arbeitseinsatz. Diese zeigen sich im Rückgang der arbeitslosen Landarbeiter und der . erheblichen Zunahme der Landhelfer, deren Zahl in diesem Sommer rund 140000 betrug. Berücksichtigt man gerade diese Zahlen, so wird man erkennen, daß auch die Arbeit des 3. Reichsbauerntages nicht zugunsten eines einzelnen Standes getan wird, Der NSK. zufolge hat der Reichspropagandaleiter der NSDAP, und Reichsminifter für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels eine Bekanntmachung veröffentlicht, in der darauf hingewiesen wird, daß in dem Kampf gegen den Kitsch die Anzahl der kitschigen Darstellungen der Symbole der Bewegung, der Nation und des Staates auf Grund des Gesetzes zum Schutze der nationalen Symbole 1934 und im laufenden Jahre eine fortlaufende Senkung erfahren haben und in den hinter uns liegenden Monaten die Zahl der Beanstandungen nur noch einzelne Fälle im Reichsgebiet umfasse, innerhalb des letzten Halbjahres im Monatsdurchschnitt etwa 10. Damit fei bewiesen, daß das Gesetz den höchsten Erfolg erreicht habe, der einem Gesetz überhaupt zuteil werden könne, nämlich allmählich entbehrlich zu werden. Das Gesetz habe bewirkt, daß das Empfinden für die Würde der nationalen Symbole geweckt, Verantwortungsbewußtsein und Geschmack bei Händlern und Publikum gehoben worden sei. Neuerdings freilich zeigt sich, so heißt es in der Bekanntmachung u. a. weiter, auf einem anderen Gebiete als dem der Gegenstände des Handelsverkehrs eine Erscheinung, die zwar kein Gesetz, wohl aber eine Warnung nötig macht. Seit einigen Monaten werden die Dienststellen der Partei vielfach mit Verlagsprospekten über „Festspiele für nationale Feiertage", „Nationalsozialistische Feiern" und ähnliches überschwemmt. In sehr vielen Fällen handelt es sich hier um billig st eKonjunk- turware, deren Verfasser in dem großen Irrtum befangen sind, die Zeit des „patriotischen Theaterstücks für Vereinsbühnen", wie es in der Vorkriegszeit massenweise produziert wurde, sei er-' Die Ausgaben betragen insgesamt 99,239 Millionen RM. (97467 Millionen), und zwar für die allgemeine innere Verwaltung einschließlich Polizei 13,081 Millionen (12,897), für die Rechtspflege 8,726 Millionen (8,996), für Verkehrswesen 0,238 Millionen (0,258), für Schulwesen, Wissenschaft, Kunst und Kirche 32,604 Millionen (31,161), für soziale Maßnahmen und Gesundheitswesen 9,117 Millionen (9,213), für Wohnungswesen 0,653 Millionen (1,478), für den Schuldendienst 4,248 Millionen (4,979), für Ruhegehälter 20,211 Millionen (18,155), sonstige Ausgaben 10,365 Millionen (10,030). Der außerordentliche Haushalt beträgt in Einnahme und Ausgabe 11,784 Millionen RM. (23,011). Die Ausgaben verteilen sich wie folgt: Landeskultur und landwirtschaftliches Siedlungswesen 2,855 Millionen (2,937), Verkehrswesen 0,832 Millionen (1,202), Wohnungswesen 2,637 Millionen (2,850), sonstige Ausgaben der Hoheitsverwaltung 4,315 Millionen (14,972), Zuschüsse und Neuinvestierungen für Betrieb und beim Vermögen 1,145 Millionen RM. (1,050). Kamp? gegen KW Md Konivnktnrware Eine Warnung der Reichspropagondaleitung. Der Lese- und Redeverein der deutschen Hochschüler in Prag „Germania*, der bereiets im Jahre 1933 nach einer Haussuchung seine Tätigkeit einstellen mußte, wurde auf An- ordnung der Landesbehörde aufgelöst. Damit verschwindet einer der ältesten auf völkischem Boden stehenden Hochschulverbände der deutschen Unk» versität Prag. Goslar, 11. Nov. (DNB.) Seit Sonntag steht die Harzstadt Goslar ganz im Zeichen des Dritten Reichsbauerntages, zu dem aus allen Gauen des Reiches die Bauernführer zusammengekommen sind. Wie in den verflossenen Jahren, so hat auch diesmal die Stadt reichen Flaggenschmuck angelegt und zeigt damit schon rein äußerlich ihre Verbundenheit mit dem deutschen Bauerntum und zugleich den Charakter einer wirklichen Reichsbauernstadt. Schon die Eröffnung dieses Dritten Reichsbauerntages im Goslarer Kaisersaal, der mit den Mitgliedern des Reichsbauernrates und Bauernführern bis auf den letzten Platz besetzt war, gestaltete sich überaus eindrucksvoll. Vor Beginn der Sitzung hatte sich vor dem Kaisersaal eine erwartungsvolle Menge zusammengefunden, die den Reichsbauernsührer und seine engeren Mitarbeiter begrüßen wollte. Die Eröffnung selbst erfolgte durch den Sprecher des Reichsbauernrates, Ministerpräsidenten a. D. Granzow, der auf die besondere Bedeutung des Reichsbauerntages für die zukünftige Entwicklung des Reichsnährstandes und damit des gesamten Volks hinwies. Er begrüßte befoners die Vertreter der Stadt, der Partei und der Behörden. Oer Reichsbauernführer R. Walther Oarr6 neut angebrochen. Bezeichnend ist, daß die Verlagsprospekte über solche Machwerke fast ausschließlich an die unteren Dienststellen der Partei gerichtet und oft nur in den Teilen des Reiches verbreitet werden, die von der engeren Heimat des Verfassers ausreichend entfernt liegen. Aus diesem Anlaß stelle ich fest: Die Programmgestaltung für öffentliche Veranstaltungen der Partei an nationalen Feiertagen ist Angelegenheit der örtlichen Propagandaleitungen der NSDAP., die von den zuständigen HoheitsTrä- gern der Partei generell mit dieser Aufgabe betraut sind. Das Kulturamt ber Reichspropagandaleitung hat die Aufgabe, laufend alle Neuerscheinungen auf dem Gebiete des Schrifttums und der Musik unter dem Gesichtspunkt ihrer Verwendbarkeit im Rahmen der nationalsozialistischen Feiergestaltung zu überprüfen. Die Propagandaleiter und deren Kulturabteilungsleiter bis herunter zur Ortsgruppe erhalten allmonatlich die „Vorschläge der Reichspropagandaleitung zur national- sozialistischen Feiergestaltung", die neben positiven Programmvorschlägen auch eine „W arnungs- täfel" zur Brandmarkung des schlimmsten nationalen Kitsches auf diesem Gebiete enthalten. Da die Propagandaleiter und deren Kulturabteilungsleiter in der Feiergestaltung sich an diese Richtlinien der Reichsprogandaleitung halten, ist Sie Zusendung von Verlagsprospekten über Dichtung und Musik „für nationale Feiertage" an die unteren Dienststellen der Partei in jedem Falle überflüssig. Was sich für diesen Zweck am besten eignet, wird vom Kulturamt der Reichspropagandaleitung ohnehin vorgeschlagen. schweig und allen Parteigenossen für die Mitarbeit , und tatkräftige Unterstützung. Das Jahr 1935 sei - nun endlich ein Jahr der Erfüllung geworden; denn der Führer habe mit der Wiedererrichtung der deutschen Wehrmacht dem Reiche die Unabhängigkeit wiedergegeben. Aber dieses Jahr habe noch eine weitere Erfüllung gebracht: Deutschland habe nun eine einheitliche |5 tagge, unter der eine geeinte Nation mar« , schiere. Dieses neue geeinte Deutschland sei allein । aus der nationalsozialistischen Bewegung erstcm- jden, und es gelte, mit allen Mitteln diesen Staat . und sein Volk für alle Zukunft zu sichern. So ; bürfe es auch niemals wieder eintreten, daß — wie vor dem Kriege — das Reich in seinem Bestände durch eine mangelhafte Organisation in seiner Ernährungspolitik gefährdet werde. Wenn der Reichsnährstand in allen feinen Gliederungen ft raff organisiert sei, so habe das aus den Erfahrungen der Vergangenheit schon seinen Sinn und Zweck. Der Reichsbauernführer gab seiner Befriedigung Ausdruck über die in der Erzeugungsschlacht des letzten Jahres geleistete Arbeit. Es sei klar, so führte er aus, daß wir bei der Lage unseres Vaterlandes, um die uns vom Führer gegebene Wehr- freiheit ernährungswirtschaftlich untermauern zu können, eine straffe, einheitlich geführte Organisation der gesamten Ernährungswirtschaft aufbauen mußten. Auch für den kommenden Zeitabschnitt der Erzeugungsschlacht habe er den festen Willen, diese Schlacht siegreich zu schlagen, und er dürfe mit Stolz bekennen, daß er sich dabei auf das vor ihm sitzende Führerkorps des deutschen Bauerntums und damit auf das gesamte deutsche Landvolk verlassen könne. Wenn in dem großen Deutschland der Friedenszeit die Sicherung der Ernährung nicht möglich gewesen sei, dann aus dem ganz einfachen Grunde, weil zu jener Zeit nicht diejenigen Voraussetzungen vorhanden gewesen seien, unter denen wir im Dritten Reich die Schlacht zur Sicherung unserer Nahrung schlagen können. Unter lautem Beifall feiner Zuhörer sagte der Reichsbauernführer 3um Schluß: „Diese Voraussetzungen aber hat der Führer und seine herrliche Bewegung uns gegeben, und durch sie werden wir die Nahrungssicherung unseres Volkes — wenn auch Heute ist es schon selbstverständlich geworden, daß im November, wenn die Herbststürme über die tagten Felder wehen und die Feldarbeit ruht, das Führerkorps des Reichsnährstandes dem Ruf des Reichsbauernführers folgt und zum Reichsbauerntag nach Goslar eilt. Vor einem Jahre noch schien der Begriff der Reichsbauernstadt, zu der die alte Kaiserstadt am Harz erhoben worden war, etwas Künstliches zu sein: inzwischen hat sich aber dieser Gedanke überall durch- aesetzt. Zahlreiche Arbeitstagungen und Zusammenkünfte von Untergliederungen des Reichsnährstandes oder von angeschlossenen Verbänden, die seit dem letzten Reichsbauerntag in Goslar stattfanden, haben diese Stadt mehr und mehr in den Gesichtskreis des bäuerlichen Lebens treten lassen. Nun werden sich wieder für eine Woche lang die Gedanken aus allen Gegenden des Deutschen Reiches nach Goslar richten, wo die Landesbauernführer, Kreisbauernführer und Ortsbauernführer mit den Amtsftellen des Reichsnährstandes zufammenkommen, um Rechenschaft über die Jahresarbeit abzulegen und die Parole für das kommende Jahr zu empfangen. Schon im Laufe des Jahres hat es sich mehrfach gezeigt, daß die Reichsnährstandspolitik, stärker als es früher der Fall war, auch außerhalb des Reichsnährstandes Anerkennung und Beachtung findet. Hier fei nur erinnert an die grundsätzlichen Ausführungen, die der Reichsbauernführer auf Einladung der Akademie für Deutsches Recht über bodenrechtliche Fragen und vor dem Hamburger Senat über Bauerntum und Hanse machen konnte. Der, Reichsbauerntag selbst erhält eine besondere Note, dadurch, daß der Reichsarbeitsführer Hierl, der Mitglied des Reichsbauernrates ist, über die Z u« fammenarbeit von Reichsarbeits- dienst und Reichsnährstand sprechen wird. Gerade diesem Referat wird man im Hinblick auf die neuen Aufgaben bei der Fortführung der Er-; ßeugukigsschlacht und die besonderen Möglichkeiten, die für den Einsatz des Arbeitsdienstes nach Ein-! führung der Arbeitsdienstpflicht geschaffen worden sind, mit besonderem Interesse entgegensehen. Noch zwei andere Männer, die nicht! eigentlich zum Reichsnährstand gehören, die aber auf Grund ihrer Mitwirkung bei der nationalsozialistischen Bauernpolitik Mitglieder des Reichsbauernrates sind, werden im Rahmen der zweiten Haupttagung grundlegende Ausführungen machen. Es sind dies Reichsminister K e r r l, der über „Der Raum als Grundlage des deutschen Volkes", und Reichsführer SS. Himmler, der über die „Schutzstaffel als antibolschewiftifche Kampforganisation" sprechen wird. Der Arbeitsplan des Reichsbauerntages sieht im übrigen neben eingehenden Sondertagungen, in denen Einzelstagen beraten werden, grundlegende Ausführungen über den Ordnungsgedanken in der Erzeugung und Verteilung und über den Blutsgedanken vor, der nach wie vor einen wichtigen Teil der Reichsnährftandsarbeit einnimmt. Die Zusammenfassung aller dieser Fragen erfolgt in dem Referat des Stabsamtsführers Dr. R e i f ch l e über „Gesittung aus dem Blut" und dem Referat des Staatssekretärs des Reichsund Preußischen Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Backe über „Volksgebundene Wirtschaft im Gegensatz zur jüdischen Wirtschaftsweise". Während die Sondertagungen die Tage vom 11. bis 13. einnehmen, finden diese Vorträge vom 14. bis 16.11. statt. Den Höhepunkt wird der Reichsbauerntag dann am Sonntag mit den grundlegenden Reden des Reichsobmannes M e i n b e r g und des Reichsbauernführers R. Walther Darre erreichen. Man würde den Arbeiten des Reichsbauerntages nicht gerecht werden, wenn man nicht der Wirkungen der bisherigen Maßnahmen der nationalfozia- listifchen Bauernpolitik gedächte. Auf ernäh- rungswirtfchaftlichem Gebiet ist hier fest- guftetten, daß es trotz einzelner Spannungen bei Der Versorgung mit verschiedenen Lebensrnitteln gelungen ist, einen erheblich gestiegenen Verbrauch aus eigener Erzeugung soweit zu decken, daß trotz der durch Devisen- und Ausfuhrschwierigkeiten bedingten Einfuhrhemmungen d i e Ernährungsgrundlage gesichert ist. Nicht weniger bedeutsam ist die Tatsache, daß die notwendige Erhöhungderland wirtschaftlichen Verkaufserlöse nur in einem der allgemeinen Kaufkraftentwicklung angepaßten Umfang erfolgte. Hier hat sich die wahrhaft sozialistische Ausrichtung der Reichsnährstandspolitik gezeigt, die den Bauern in Zeiten des Ueberflufses vor Kata- strophenpreifen und den Verbraucher in Zeiten mit geringerem Warenangebot vor lleberteuerung schützt. Dabei ist die Erhöhung der Verkaufserlöse' in vollem Umfang d e r Gesamtwirtschaft zugute gekommen. Die Landwirtschaft konnte nicht nur die im Hinblick auf die allgemeine Finanzkraft der deutschen Wirtschaft nicht gering zu schätzende Bezahlung der Steuer- und Zinsrückstände in Angriff . nehmen, sondern darüber hinaus erheblich mehr Aufwendungen an Betriebsmitteln machen, die der : Arbeitsfchlacht zugute kamen. In erster Linie denkt man hier an den gestiegenen Dünger- . mittelverbrau ch. Der Aufwand für künst- : liche Düngemittel ist allein im Wirtschaftsjahr 1 1934/35 um rund 65 Millionen Mark gestiegen, er i übertrifft mit 636,1 Millionen Mark bereits wieder i die Höhe des Jahres 1930/31. Dabei muß berück- < Die,/Ewige Wache" der Helden des 9. November. Die Beisetzung -er an -er Fet-herrnhatte Gefallenen in -en Ehrentempeln am Königsplatz. Der Opfergang zur Feldherrnhalle. München, 9. Nov. (DNB.) Ein grauer Novemberhimmel spannt sich über München, grau roie damals, als der Führer und seine Getreuen vom Bürgerbräukeller aus den Opfergang zur Feld- herrnhalle antraten. Wir fahren durch die Straßen des 9. November. Die dunkelroten Banner mit dem Hakenkreuz und den Siegrunen, die quer über die Straßen gespannt sind, versinnbildlichen den Opfergang, beit die Männer um Adolf Hitler vor zwölf Jahren gegangen sind. Pylon reiht sich an Pylon. Jeder trögt den Namen eines Gefallenen. Die Straßen umsäumt das dichte Spalier der SA. Dahinter steht wie eine Mauer die Münchener Bevölkerung. Bor den Reihen der SA. haben die Münchener HI. mit der Marine-HI., die Jungvolkpimpfe, der BDM., die Jungmädel Aufstellung genommen. Kurz nach 12 Uhr verläßt der Führet seine Wohnung und begibt sich zum Bürgerbräukeller, um sich in die Spitze des Zuges einzureihen. Zum erstenmal hat der Führer auch selbst zu Ehren der Gefallenen den Blutorden angelegt. Bei ihm befinden sich Julius Schreck, der Gründer und erste Führer des SS., Julius Schaub, der langjährige Begleiter des Führers, der auch die Festungshaft mit ihm teilte und Ullrich Graf, der am 9. November 1923 den Führer mit seinem Leibe deckte. Der Stellvertreter des Führers, R u - d o l f Heß, hat den Führer astgeholt und geleitet ihn zum Bürgerbräu und im gleichen Augenblick, Mann Träger des Blutordens ist. Im Norden schließt eine Ehrenkompanie des Infanterieregiments 61 den Platz ab. Die Lafetten werden auf der Theotiner und Nesidenzstraße angefahren. Die Ehrenkompanie präsentiert: die Särge werden von je sechs alten Kämpfern auf die Lafetten gehoben. Dumpfer Trommelwirbel des herannahenden Zuges ertönt. 16 Schüsse künden den Lebenden den Opfertod der Gefallenen des 9. November 1923. Alles ehrt in tiefem Schweigen die Toten. Dann tritt der Führer an das Mahnmal, das in ehernen Lettern die Namen der Gefallenen trägt und legt einen Kranz nieder. Die Lafetten mit den Särgen setzen sich in Bewegung. Die letzte Fahrt der 16 Helden nimmt ihren Anfang. Den Lafetten folgen die zwei Stürme der Leibstandarte und ihnen schließen sich die Teilnehmer des Marsches des 9. November an. Der Siegeszug zum Königsplatz Auf dem Königsplatz sind die zwei gewaltigen Marschblocks, die Fahnen der SA., der SS., des NSKK., des Arbeitsdienstes und der HI. angetreten. Bon den hohen Masten, die die Symbole der Bewegung krönen, wehen die Fahnen des Reiches noch auf halbmast. Das Hakenkreuz in Gold auf rotsamtenem Grund, ist den Bauten der Bewegung einziger äußerer Schmuck. Die Tribünen, die die Nord- und Südseite des Platzes einnehmen, sind schon eine Stunde vor dem feierlichen Akt überfüllt. Langsam und feierlich naht nun der Zug mit den 16 Särgen vom Mahnmal her. Durch das Spalier der 3000 Führer der Partei aus dem ganzen Um die mitternächtliche Stunde, als die Särge in der Feldherrnhalle aufgebahrt worden waren, traf der F ü h r e r ein, um an jedem einzelnen Sarge in stillem Gedenken zu verharren. (Scherl-Bilderdienst-M.) in dem der Führer in die zweite Reihe der Männer vom 9. November getreten ist, setzt sich feierlich der Zug in Bewegung. Aus den Lautsprechern an den Pylonen hallen nun dumpf und schwer die Namen der Toten. Außer den Namen der Helden vom 9. November hören wir dann auch den Namen des 17. Toten: Werner D o e l l e, der nach der Wiederaufrichtung der Bewegung als Erster an einem Hellen Augustsonntag des Jahres 1925 sein junges Leben gab. Die Klänge des Horst-Wessel-Liedes begleiten den Zug, der langsamen, gemessenen, feierlichen Schritts seinen Weg geht. In die verhaltenen Weisen des nationalsozialistischen Kampfliedes tönt wieder und wieder ernst und feierlich der Name eines der Helden, die für die Bewegung, die für Deutschland gefallen sind. Julius Streicher schreitet dem Zug voran; die Blutfahne getragen von Sturmbannführer Grimminger folgt. Um den Führer scharen sich der Stellvertreter des Führers, der Stabschef der SA., der Reichsführer der SS., der Korpsführer des NSKK., der Reichsjugendführer, der Reichsarbeitsführer. Träger bekannter Namen marschieren dann in der Führergruppe, Kriebel, Dr. Weber, Amann, Rosenberg, Frick, Fiehler, Göring, Berchtold und andere. Mitten unter den mehr als 50 Achterreihen der Blutordensträger schreitet S ch w e st e r P i a , die einzige Frau, deren Brust für nimmermüde Hilfe in der Kampfzeit der Blutorden schmückt. N e i ch s le i t e r folgen — Dr. Goebbels unter ihnen —, dann die Gauleiter, die Obergruppenführer und Gebietsführer der HI., die Hauptdienstleiter der Reichsleitung, die Gauarbeitsführer. Nach zwei Stürmen SA. aus dem Traditionsgau München-Oberbayern mit ihren Fahnen, folgt in 150 breiten Reihen die junge Garde jener Hitlerjungen, die heute durch den Stellvertreter des Führers in die Partei ausgenommen werden sollen. Ein Sturm NSKK. in schwarzem Sporthelm folgt. Eine Abteilung Arbeitsdienst marschiert wuchtigen Schrittes vorüber, und dann bildet ein Sturm SS. den Schluß des Zuges. Das Gedenken am Mahnmal In der Feldherrnhalle lodern von den Pylonen zu Häupten der 16 Särge Flammen empor. HI. hält die Wache. Auf dem Odeonsplatz haben auf niederen Tribünen die Träger der Standarten der SA., der SS. und des NSKK. Aufstellung genommen. Züge der Wehrmacht und der Luftwaffe haben Aufstellung genommen, von denen jeder Reich, vorbei an den Führern und Fahnen der Jugend, nimmt die letzte Fahrt der 16 Helden ihren Weg. Nun wandelt sich der Opfergang in den Siegeszug der Bewegung. Sieghaft rauschen über den Platz die Klänge des Liedes der Deutschen, erst getragen und verhalten, dann anschwellend und in einem lebendigeren Rhythmus Symbol des erkämpften Sieges. Zu beiden Seiten der Ehrentempel schwenken die Lafetten ein. Während noch immer das Deutschlandlied erklingt, nehmen alte Kämpfer vor dem Ehrentempel die Särae mit den Gefallenen auf. Rechts und links von jeoem Sarge halten die sechs alten Kämpfer des Ehrengeleits letzte Wache. Die Angehörigen der Gefallenen sammeln sich vor den Särgen. Wieder erheben sich die Arme zum deutschen Gruß. Durch die Masse der Fahnen und Standarten hält der Führer mit der Blutfahne und den alten Kämpfern seinen Einzug. In zwei Marschsäulen schwenkt der Zug rechts und links an dem Block der Bahnen und Standarten vorüber, wieder mit Front zu den Ehrentempeln ein. Unter weihevollen Fanfarenklängen schreitet der Führer, gefolgt von Julius Streicher, der Blutfahne und ihrem Ehrengeleit der alten Kämpfer hinüber zu den Ehrentempeln. Die Fahnen und Standarten, die Front zu den Tempeln genommen haben, senken sich. Der Trauermarsch von Hanfstaengl klingt auf, als der Führer zu den Toten des 9. November spricht. Wenige Sekunden atemlose Stille. Dann klingt der Ruf des Sprechers der Partei, des Gauleiters des Traditionsgaues München-Oberbayern Adolf Wagner, über den Platz. Zum letzten Appell! Während Adolf Wagner die Namen eines jeden- Gefallenen aufruft, antwortet ihm tausendfach das Echo der Hitlerjugend und der Männer der Partei und ihrer Gliederungen mit einem lauten: „Hier!" So nimmt die gesamte Bewegung das Vermächtnis ihrer ersten Blutzeugen auf, deren irdische Hülle hier beigesetzt, wird, deren Geist aber als Wache für Deutschland in der Bewegung weiterlebt und wirkt. Immer wieder braust tausendfach das „Hier!" über die weite Fläche, während sechs Kameraden von damals die Särge der Gefallenen aufnehmen und unter den Klängen der Vergatterung in die Ehrentempel tra- a e n. Jeden der Toten grüßen die Taufende, die sich als Träger und Vollstrecker ihres Willens zum Siege bekennen, mit erhobenen Armen zum letzten Mal. An der Stätte, die ihnen zur ewigen Wache Der Zug der Blutordensträger trifft auf dem Königsplatz ein. Vorn Gauleiter Streicher, dem die Blutfahne folgt. Dann der F ü h r e r mit seinen Mitkämpfern. — (Scherl-Bilderdienst-M.) i ■ ; ( W>- - für Deutschland und die Bewegung bestimmt ist, werden die Särge der Gefallenen in die Sarkophage eingelassen, lieber sie breiten sich das Bahrtuch mit dem Zeichen der Bewegung, in dem ihr Geist, nach heldischem Streben, heldische Wiederauferstehung feiert. Der E h r e n s a l u t rollt über die weite Fläche. Noch einmal Fanfaren: Dann betritt der Führer, gefolgt von seinem Stellvertreter und seinen nächsten Mitkämpfern, die Tempel. Er schreitet allein zu den Sarkophagen, grüßt seine Getreuen von damals noch einmal und legt — äußeres Zeichen, und vergängliches Zeichen der Bewegung — an jedem Sarge einen prachtvollen Kranz nieder. Als der Führer die Tempel wieder verlassen hat, marschiert mit klingendem Spiel ein Sturm der Standarte Deutschland vor den Ehrentempeln auf. Unter den Rhythmen des Badenweiler Marsches ziehen die ersten Doppelposten der SS. an den Sarkophagen auf. Und wieder spricht der Sprecher der Partei Adolf Wagner: „Deutschland ist auferstanden, des Führers treueste Kämpfer beziehen ewige Wache für Deutschland. Der letzte Appell ist beendet. Die Rationalsozialislen, die Rotmord und Reaktion am 9. November 1923, heute vor zwölf Jahren erschossen haben, sind im dritten Jahre des Dritten Reiches, im Jahre der Freiheit 1935 auf- erstanden. Sie haben „Am königlichen Platz" in München „Ewige Wache" bezogen! Achtung, die Fahnen hoch!" Die Fahnen des Reiches steigen an den Flaggenmasten empor, während als gewaltiges Bekenntnis der Gemeinschaft die Hymne der Bewegung zum Himmel aufklingt. Die heldische Ehrung der ersten Gefallenen der Bewegung hat ihr Ende erreicht. Aber gleichsam als Symbol dafür, daß der Geist der Toten des 9. November der Jugend der Bewegung als hehres. Vermächtnis und innere Verflechtung weiterlebt, mündet die Auferstehungsfeier aus in der Vereidigung der Jugend. Reichsjugendführer von Schirach meldet dem Führer 1200 Hitlerjungen und 600 Hitler-Mädels als Repräsentanten der Jugend, die heute in die Partei aufgenommen wird und die im ganzen Reich zur Vereidigung an den Lausprecher angetreten ist. An jeden richtet der Reichsjugendführer den Appell, stets eingedenk zu sein, daß die NSDAP, in ihrer alten Garde eine Gemeinschaft dar- stellt, die in Glück und Unglück unzerdeutschen Volkes. Nur mit der durch Blut geheilig- ten Freiheitsbewegung vermochte der Führer ine Freiheit der Nation zu erringen. So dankt ihr diesen 16, daß ihr freie Deutsche seid, daß es euch vergönnt ist, mitzubauen an einem stolzen neuen Reich, daß ihr der Ehre teilhaftig werdet ab heute nun euch zurechnen zu können der gewaltigsten Freiheitsbewegung deutscher Geschichte. Millionen bleibt diese Ehre verwehrt. Ihr seid auserlesen! Erweist euch in eurem ferneren Leben würdig dieser Ehre — würdig unserer Helden. All euer künftiges Handeln sei so, daß ihr bestehen könnt vor den 16 Wächtern am Braunen Haus. Wenn die Jungen im Geiste der Alten, im Geiste der Bewegung und ihrer Helden treu bleiben, dann wird der Herrgott auch weiter mit uns fein. Im Namen des Führers nehme ich euch auf in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Wir kommen 3 um Eide. Sprecht mir den Eid nach: „Ich schwöre Adolf Hitler unerschütterliche Treue. Ich schwöre ihm und den Führern, die er mir bestimmt, unbedingten Gehorsam." Treue diesem Eide sei eures Lebens Inhalt. So wie ihr heute eingereiht worden seid, strömt Jahr für Jahr der Bewegung neues, junges Leben zu. Mit diesem Leben strömt fort das Vermächtnis unserer Helden bis in die fernste Zukunft unseres Volkes. Wir grüßen unser Volk. Wir grüßen unsere Bewegung. Wir grüßen den Führer, der uns Symbol für beides ist. Der Badenweiler Marsch erklingt und dann beschließt das Lied der Deutschen die Siegesfeier. Die Vereidigung der SS.-Anwärler München, 10. Nov. (DNB.) Am 9. November um 22 Uhr fand, wie in jedem Jahre, vor der Feldherrnhalle die Vereidigung der SS.- Anwärter der SS.-Verfügungstruppe statt. In der ganzen Breite des Odeonsplatzes stehen die endlosen Kolonnen der SS.-Anwärter. In der Feldherrnhalle brennen auf den Opferschalen über den Pylonen, vor denen in der Nacht vorher die Särge der 16 Gefallenen gestanden hatten, flammende Feuer und hüllen den Platz in ein düster- rotes Licht. Um 22 Uhr erscheint der Führer. Der Reichsführer SS. meldet dem Führer die Formattonen. Der Führer schrettet, gefolgt vom Reichs- führer SS., die Stufen zur Feldherrnhalle hinauf« ■ Auf dem Königsplatz im Vordergründe die Särge der Gefallenen, die Träger des Blutordens und die alten Kämpfer sowie sämtliche Standarten der NSDAP, während der Ankunft des Führers. Hinter den Särgen die Angehörigen der Toten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) trennlich zusammen steht und dem Führer gehört. Im gleichen Geist solle nun diese Jugend die Fahne des Führers tragen. „M a ch t der HI. Ehre!", so ruft der Reichsjugendführer feiner Jugend zu. Indern ihr in der NSDAP, nach dem Vorbild der Männer lebt, deren eherne Sarkophage als ewige Mahnung und Forderung Zeugen eures Schwurs find." Der Stellvertreter des Führers Rudolf heh nimmt das Wort zur Dereidigungsrede: „Hitlerjungen, deutsche Mädchen, die ihr in ganz Deutschland angetreten seid zum Schwur! 16 eherne Särge, 16 Märtyrer sind die stummen Zeugen eures Einrückens in die große Bewegung, die Deutschland ist. Der Opfertod dieser 16 erhob die NSDAP, zur schicksalhaften Freiheitsbewegung des Das Niederländische Dankgebet leitet die Feier ein. Reichsführer SS. Heinrich Himmler spricht die Eidesformel vor. Tausende von Armen heben sich. Der Führer spricht, schlicht und knapp, zu den neuen SS.-Männern. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied erklingen. Der Führer schreitet durch die Reihen seiner schwarzen Garde. Das Lieder Schutzstaffeln „Wenn alle untreu werden" beschließt die Feierstunde. Oer italienische Botschafter legt Kränze an den Ehrentempeln nieder. München, 9. Nov. (DNB.) Der italienische Botschafter in Berlin A t t 0 l i c 0 hat Samstag nachmittag an den beiden Ehrentempeln am Königsplatz in München zwei Kränze niedergelegt. Beförderungen und Ernennungen im NSKK zum 9. November. München, 9. ^oas ist )ie richtige/ Nicht Vleichsoda, verlangen, sondern: jBmBS Schöne Bestecke werden Ihnen bei jeder Benutzung Freude machen. Darüber hinaus sind Tischbestecke auch nützliche Dinge, die Jahrzehnte halten sollen. Solche schönen und guten Bestecke in so vielen Formen und Arten gibt es preiswert bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 5936 a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Ab heute Montag Weiß Ferdi Äla Anzeigen-Aktiengesellschaft Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gtetzeu/Schulftvatze Z der Kompanie mit Leo Peukert, Grit Haid I und Betty Bird. Vorher: I Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche! I Morgen Dienstag, den 12. November, abends 8 Uhr Eröffnungs- und Festvorstellung Es spricht der Oberbürgermeister der Stadt Gießen sowie: Assessor Schmidt-Halin v. Reichs verband DLTB. Festspruch, vorgetr. von Frl. Margot Gilbert Die Musik wird ausgeführt von dem Musikzug der Standarte 116 u. Leit des Musikzugführers Bruno Herrmann wir den neuesten Spitzenfilm derTerra Volksbildungsstätte (Volkshochschule) Dienstag, den 12. November, ZOVtUhr, Im Stndentenhans Eröffnungs-Abend Es spricht Prof. Dr. Duken. - Musikalische Umrahmung, geleitet von Lehrer Siegler. - Eintritt frei. Beginn der Kurse: Mittwoch, den 13. November, 20'/« Uhr, in der Universität - Der Arbeitsplan ist in allen Buchhandlungen und auf der Geschäfts- steile. Wolfstraße 20. kostenlos erhältlich. 6494d Die Mutter Komplettes 72teiliges IVO Gramm schwerverulb.Besteck mit rostfreien Klingen, fabrikneu, sofort gegen bar für RM. 90- zu verkaufen. Schriftl. Angebote um. 6497V an den Gieß. Anz. erbeten. Swanssvevstetsevmrs Dienstag, 12. November, 14 Uhr, sollen im „Löwen" hier, Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: «4vsp Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 2 Registrier- u. 1 Laden- kaffe, 130 Paar Handschuhe, ein Diwan,2Kasfenschränke,6Teppiche, 8 Pelzmützen, 1 Klavier, 4 Papierkörbe, 2 Liegestühle, 2 Basttaschen, 1 Schnelldruckapp., 2 Eisschränke, 2 Oefen, 1 Grammophon,1 Mörtelmaschine,! Nähmaschine, 3Schrei.b- mafchin., m. Schuhe, Anzugstoffe. Bestimmt: Mehrere Herren-Oberhemden, Selbstbinder und Kra- tvatten, großer Posten Damen- strümvfe, Handschuhe und Schals, 1 Trockenavvarat und 4 Büsten. Scharmann, Gerichtsvollz., Gießen Wernerwall 33 Telefon 3108. Illlllllllllllllllllllllllllll «für bett g8ger und öogelfreunb! OnmMögel an der Jagd Anleitung zum richtigen Ansprache» der heimischen Raut ^ogel mit 35 Abbildungen von Dr.T. Demandt. 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Ang. u.04863a.d.G.A. Ur. 264 Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag. N. November 1935 Des Führers ORehe zur Alien Garde. Das Beispiel der gefallenen Helden des 9. November war das Kanal für den Giegeszug der Bewegung. München 9 Nov (DNB.) Der Führer hielt zum 9. November tm Bürgerbräukeller am Vorabend zu seiner Alten Garde folgende Rede: „Parteigenossen! Nationalsozialisten! Zum zwölften Male versammeln wir uns, und wie wir wissen mit uns das ganze deutsche Volk in einer Feierstunde zur Erinnerung an den Tag, an dem wir zum ersten Male versuchten, das deutsche Schicksal zu wenden 16 Tote waren das Ergebnis dieses Versuches. Mehr als hundert wurden schwerer oder leichter verletzt, und ein weiteres Ergebnis war die scheinbare Vernichtung unserer Bewegung Denn wir diesen Tag Jahr für Jahr gefeiert haben — in der Zeit der Verfolgung nicht immer in der gleichen Form — und wenn wir entschlossen sind, ihn für alle Ankunft zu einem Feiertag für die deutsche Kation zu erheben, so geschieht dies nicht deshalb, weil damals 16 Männer gestorben sind Ls sterben täglich Tausende, und Kriege verbrauchen in Stunden viel mehr. Ls geschieht deshalb, weil diese 16 Männer mit einem wahrhaft gläubigen Herzen einen Tod erlitten, der mit- half, das deutsche Volk wieder auf- znrichten. Diese 16 Männer hatten auch vorher schon ihren Mann gestanden sie waren im Großen Krieg gewesen, viele von chnen sind in ihm ein-, zwei- und mehrmals verwundet worden Sie hatten dem Tode schon oftmals ins Auge gesehen. Im Kriege war es aber nicht dasselbe! Damals stand das ganze deutsche Volk in Waffen seinen Feinden gegenüber, während sich am 9 November 1923 nur ein kleiner Haufen gegen die Vernichter des Vaterlandes und Zerstörer der Nation erhob, gegen jene, die unser Volk verkauft und verraten hatten (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Es war viel schwerer, den Entschluß dazu zu finden, als „ einst hinauszugehen an die Front. Dies war für uns alle selbstverständlich gewesen, jeder stellte dabei feinen Mann, und alle achteten die hinausgezogen zur Verteidigung des Vaterlandes 1914 war das nicht schwer Im Gegent-il, es bedeutete der Entschluß hinauszuziehen für Millionen ein unerhörtes Glück Der innere Entschluß aber, den Kampf gegen die Verderber Deutschlands aufzunehmen, war viel schwerer. Im Kriege wußte jeder, in welcher Abteilung er zu marschieren hatte. Diese großen Maße des Krieges haben uns im Innern gefehlt Dafür aber hatte jeder einen die Nachwelt vielleicht fanatisch anmutenden Glauben. (Erneuter Beifall ) Das eine weiß ich: Alle Entschlüße sind mir leichter gefallen als der, den ich zu dem 8. November faßte. Zum ersten Mal hatte man die Ueberzeugunq, daß es überhaupt nicht um das eigen e Schick- f a l gina, sondern um dasdes ganzen deutschen Volkes. Unser Volk war tn den Jahren des Krieges mehr als heldenmütig gewesen: wir wissen das. feder kennt die Tapferkeit seiner Kameraden Jeder von uns, der damals an der Front stand, weiß, was der deutsche Soldat leistete und leisten mußte. Es ist verständlich- Im Großen Kriege sand sich jeder leichter hinein in seine Aufgabe, und deshalb gewinnt man für jeden Krieg leichter tausend Freiwillige als im Frieden nur zehn Mann, die bereit sein sollen zum Sterben. Es gibt nur die zwei Extreme: Entweder Krieg, dann weiß man, daß das Leben nicht viel Wert besitzt, oder Frieden. Und dann will jeder den Frieden in seinem Sinne genießen Das ist das Wunderbare, daß sich aber aus dem deutschen Volk nach seinem Verfall sofort Männer erhoben, die nicht willens waren zu kapitulieren, sondern bereit, sich den Verderbern Deutschlands entgegenzustellen, nicht nur mit geistigen Mitteln, nein, auch mit der Brust. (Stürmischer Beifall.) < ■ III W v Kl v' Adolf Hitler begrüßt im Bürgerbräukeller einen seiner alten Mttkämpfer vom 9.November 1923. Hinter dem Führer Reichsführer SS. Himmler und Reichsschatzmeister Schwarz. (Weltbild-M.) So kam damals die Zeit, wo jeder einzelne für sich den Entschluß fasten mußte, um in die Bewegung einzurücken Denn wir zum Ziele kommen wollten, konnte es nicht durch theoretische Erörterungen und wissenschaftliche Abhandlungen bei geschlossenen Türen geschehen, sondern nur dadurch, daß man sich dem Gegner auf der Straße, in der Fabrik und bei jeder anderen Gelegenheit entgegenstellte. 36er, der zu uns wollte, wußte, was ihm bevorstand, und doch hat schon damals eine Anzahl deutscher Männer für sich diesen Lnt- schluh gefaßt. Er war um so schwerer, als ihre Arbeit von keinerlei Glorioledes Ruhmes umgeben war. Während jeder, der 1914 ins Feld zog und das feldgraue Ehrenkleid trug, auf allgemeines Ansehen rech nett durfte, konnte der, der die Binde des Nationalsozialisten angelegt hatte, sicher sein, von allen verlacht und verspottet zu werden. Ls war damals noch kein Ehrenab- xeidten: es mußte »ietmehr erff eine« wer den durch die Träger dieser Binde. (Lebhafte Zustimmung.) So war der Entschluß doppelt schwer, weil er nicht verbunden war mit äußerer Anerkennung, sondern nur mit Spott und Hohn Die Bürgerlichen lachten über uns und sahen auf uns herab Sie waren überzeugt, daß es sich um eine Art Tollhäusler handele, und waren be- besonders überzeugt, daß man Deutschland vorerst überhaupt nicht helfen könnte, vielleicht würden es die Kinder einmal machen Wir selbst hätten aber keine andere Aufgabe, als uns mit Würde in den Verfall zu fügen und den Zusammenbruch hinzu- nehmen bürg und haben dort den roten Terror mit brachialer Gewalt niedergerungen zum Entsetzen unserer bürgerlichen Mitwelt, die das nie verstehen wollte und konnte. Und dann begann diese Säuberung, Ort um Ort, und unsere Bewegung wuchs, wurde stärker und stärker. Sie hat nicht zugenommen an Menschen, die die Weisheit gepachtet haben, sondern zuerst kam zu uns die breite Masse, das gesunde Volk. Wenn heute eine Sturmabteilung von 1922 über die Straßen marschieren würde, dann würde alles fragen: Wo sind die ausgelassen worden? (Stürmische Heiterkeit.) Das war noch immer die Zeit, in der die meisten in die Versammlungen gegangen sind ohne Kragen, und es wurde auch Wert darauf gelegt, daß sie ohne Kragen hineingingen. In einer so ^parlamentarischer, Kleidung sind wir damals aufgetreten. Aber wir sind daher auch sehr volkstümlich geblieben. Wir sind so allmählich wirklich — wenigstens in dieser Stadt — so in das Volk hineingewachsen, daß man uns nicht mehr roegleugnen konnte Als das Jahr 1923 kam, war es selbstverständlich: Die beherrschende Bewegung sind wir. Ziffernmäßig haben uns freilich die anderen weit übertroffen. Aber man sah sie nicht. Sie kamen nicht heraus aus ihren Geschäftsstellen und ihren Beratungszimmern, sie hatten riesige Mittel. Aber was damals marschierte, das war die rote Meute oder wir, sonst niemand. Und wir haben zu marschieren begonnen. Die SA. wurde größer und größer. So sah das Jahr 1923 den Ablauf, den wir alle kennen 3m Sommer schon war uns klar, daß nach der einen oder anderen Seite in Deutschland die Dürfet falten muhten. Dir hatten damals die Einsicht, daß wir, die wir Ziffern- ' mäßig vielleicht die Schwächsten waren, wert- mäßig weitaus an der Spitze standen. Als der Herbst kam und hier sich die Ereignisse zu- fammenballten, wurde immer mehr sichtbar, daß unter dem Druck der Ruhrbesehung gewissenlose Halunken versuchten, Deutschland am Ende noch zu zerreißen. Da wuchs bei uns, id) darf es sagen, bei mir, der Enschlnß, wenn es je soweit kommen sollte, dann wenigstens 24 Stunden vorher das Gesetz des handelns an uns zu reißen und nicht zu warten, bis die andere Seite vielleicht den Mut zum Entschluß und damit zur Tat faßt. Denn das war klar: Wer in der Inflationszeit, in dieser Zeit des Zusammenbruches von allem und jedem den Mut zu einem Entschluß aufbrachte, der hatte das Volk hinter sich. Wäre eine andere Fahne aufgezogen worden, dann hätte das Ausland sofort erklärt: Wir werden nicht mehr dulden, daß diese „FreiheitsenLwicklung" — so hat man die deutsche Zersplitterung bezeichnet — wieder unterbunden wird durch den Versuch der Wie» derherstellung der Hegemonie des einzelnen oder anderen Bundesstaates. Wir wußten das. Aus diesem zwingenden Gefühl für die Stunde und aus der Not dieser Stunde kam bei uns der Entschluß zum Handeln. Ich brauche die Einzelheiten nicht zu verraten. Ich werde es tun, wenn ich nicht mehr lebe. Wie das damals kam, — man braucht es heute noch nicht zu misten, aber das kann ich ruhig sagen: Es war der verwegenste Entschluß meines Lebens. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, schwindelt mir davor. Der Entschluß, an einer Stelle Deutschlands loszuschlagen und die gesamte feindliche Macht mit einem Schlag gefangenzunehmen — es war ein kühner Entschluß und zwar deshalb, weil man den Mut haben mußte, mit dem Vorhandenen — und es war wenig — die Macht zu übernehmen. Dieser Entschluß war aber unumgänglich notwendig. Es gab gar kein anderes Handeln als das. Irgendeiner mußte in dieser Stunde dem Verrat entgegentreten und mußte diesen Verrätern die nationale Parole entgegenhalten. Wer es tat, war am Ende gleichgültig. Wir haben es getan. Ich habe es gewagt. Das Schicksal aber hat es dann gut gemeint mit uns. Es hat eine Aktion nicht gelingen lassen, die, wenn sie gelungen wäre, am Ende an der Inneren Unreife der Bewegung und ihrer bnmafiaen manaelbaffen organisatorischen und geistigen Grundlagen hätte scheitern müssen. Dir wissen das heute! Damals haben wir nur männlich und tapfer gehandelt. Die Vorsehung aber hat weise gehandelt. Allein dieses tapfere Handeln ist nicht vergeblich gewesen. Denn aus ihm ist bann am Ende doch die große nationale Bewegung gekommen, d. h. durch diele Ervlofion wurde mH einem Schlag ganz Deutschland aus die Bewegung aufmerksam. Während die Gegner uns vernichtet zu haben glaubten, ist in Wirklichkeit der Samen der Bewegung mit einem Schlage über ganz Deutschland hinausgeschleudert worden. Als dann der große Prozeß kam, hatten wir die Möglichkeit, zum ersten Male vor jenem so gewaltigen deutschen und internationalen Forum für unsere Ideale einzutreten. Wir haben es verschmäht, wie die anderen zu sagen: „Wir haben es nicht so gemeint. „Nein, wir sagten: „Wir wollten die Verräter Deutschlands vernichten, leider nur ist es uns nicht gelungen." Wir haben damals feierlich gesagt: „Wir haben die Verantwortung und w i r tragen d i e Verantwortung. Wir bedauern nur eines, daß es uns nicht gelungen ist." Ein schwerer Entschluß. Es war fürwahr ein schwerer Entschluß für jeden Nationalsozialisten, in den Jahren 1920 und 1921 in eine Bewegung einzutreten, die sich so abhob vor allem anderen, was es in Deutsch and gab. Damals schrieb die Bewegung auf ihre Fahne: „Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben!" Bei den anderen hieß es umgekehrt: „Wir werden leben, auch wenn Deutschland zugrundegeht." Wir schienen den anderen Verblendete zu fein, die nicht wissen, wie man Politik macht, Leute ohne Namen, ohne Vermögen, ohne Herkunft. (Beifall.) Wir wissen, wie damals das kleine Häuflein von dieser Stadt aus gewachsen ist. Wenn wir heute Jahr für Jahr in der Erinnerung vorüberstreichen lassen, so stoßen wir auf etwas Wunderbares: Wir haben den Kampf mit den Verbrechern ausgenommen, einen Kampf gegen eine mächtige Mehrheit um unsere Weltanschauung, um eine Weltanschauung, die uns damals vielleicht selbst mehr als Ahnung erschien als eine in der letzten Auswirkung ausgedachte Klarheit. 1 dieser ahnungslose Konsul, wohl aber Zerny Verdacht geschöpft? gf/) (Fortsetzung fol j. 0ar nicht an» weser Sekre- cr 3u scharf gutgläubige forsche junge die Sommerspiele. Für Zuschauer werden von allen deutschen Bahnhöfen nach Garmisch-Partenkirchen. Berlin oder Kiel Sonntagsrückfahrkarten mit 33% v. H. Fahrpreisermäßigung ausgegeben. Sie gelten für Garmisch-Partenkirchen vom 1. bis 18. Februar, für Berlin und Kiel vom 30. Juli bis 18. August. — Jrn Berliner Stadt-, Ring- und Vorortverkehr werden die „Aktiven" vom 1. Juni bis 30. September frei befördert. Eröffnung des Olympischen Eisstadions. Mit einer Ansprache des verdienten Förderers der olympischen Kampfstätte in Garmisch-Partenkirchen, Staatssekretärs P f u n d t n e r , wurde das Olympische Eisstadion eröffnet. Nachdem auch der Präsident des Organisationskomitees für die IV. Olympischen Winterspiele, Dr. K. Ritter von Halt, einige Begrüßungsworte gesprochen hatte, begann vor 4000 Zuschauern bei schönstem Wetter das Eishockey-Treffen Bayern — Berliner Schlittschuhklub, das unentschieden 1:1 ausging. Durch die Mitwirkung verschiedener Olympiaanwärter erhielt der Kampf eine besondere Note. Kurze Sportnotizen. Schweiz B und Baden trugen in Kreuzlin- gen einen Freundschaftskampf aus, den die Schweizer mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Mit 6:1 schlug Ungarns Fußballmannschaft die Schweiz vor 15 000 Zuschauern in Budapest. Bei Halbzeit stand der Kampf 3:0. * Frankreichs Fußball - Mannschaft feierte im Pariser Prmzenpark-Stadion vor 40 000 Zuschauern gegen Schweden einen 2:0-Sieg. Der 1. FC. Pforzheim spielte am Samstag in Cannes und verlor gegen SA. Cannes unverdient mit 1:2. * Um den Handball-Pokal trafen sich in der Vorrunde Baden und Brandenburg in Mannheim. Dor 1500 Besuchern siegten die Badener mit 11:7 (5:5) Toren. Sie treffen nun am kommenden Sonntag in Hannover auf die Gaumannschaft von Niedersachsen. In Heidelberg fand ein Rugby-Treffen zwischen einer süddeutschen Auswahlmannschaft und der Fünfzehn des Comite des Alpes statt. Die Franzosen gewannen knapp mit 5:3 (0:0). * Die deutsche O l y m p i a - H o ck e y - Gemeinschaft spielte in Jena gegen eine Auswahlelf des Gaues Mitte und enttäuschte trotz eines 3:0- (l:0)-Sieges ziemlich stark. Kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. B., 2. Nov. Am gestrigen Pflichtabend der hiesigen NS.-.Frauenfchaft hielt die Leiterin der Frauenschaft Hohensolms, Frau Klapsch, einen mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag über „Erlebtes und Geschautes auf dem Parteitag der Freiheit" in Nürnberg. — Die Gemeinde Rodheim errichtet soeben in der Nähe des „Kreuzes" eine Diehwaaae. Um den Platz hierfür frei zu bekommen, mußte das alte Leiternhaus abgerissen werden Das Verschwinden dieses nicht gerade zur Zierde unseres Ortes gereichenden, halb zerfallenen Gebäudes wird von denen, die Sinn für die Schönheit des Straßenbildes besitzen, freudig begrüßt werden. Die Feuerlöschgeräte sollen nunmehr in unmittelbarer Nähe des Spritzenhauses Aufstellung finden. Xunöhmfprogramtn. Mittwoch, 13. November. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 9.15: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsberlcht. 15.30: Offenbarung deutscher Landschaft. „Liebes Land an der Lahn". Don Werner Bergengruen. 15.40: Deut» sche Gespräche. „Alte deutsche Dome im Stadtbild der Gegenwart". Von Dr. Hermann Burger. 16: 25 Jahre neues Freiburger Stadttheater. 17: Des bunte Frankfurter Nachmittag. 18.30: Aus Zeit und Leben: Drei Gräber im Frankfurter Dom. 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15! Stunde der jungen Nation. „Ich habe wieder Arbeit". 20.45: Lachender Funk. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.15: Olympia-Dienst. Nach- richten und Berichte. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. Briefkasten der Nedattion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Nidda. Unter den geschilderten Verhältnissen ist die freiwillige Aufnahme der Versicherung ausgeschlossen. Wir verweisen auf § 1243 der Reichsversicherungsordnung. Voraussetzung ist stets das Bestehen eines Beschäftigungsverhältnisses. Eine Ausnahme besteht hinsichtlich der Gewerbetreibenden und anderen Betriebsunternehmer. Diese können sich dann selbst versichern, sofern sie keine ober höchstens 2 versicherungspflichtige Personen beschäftigen. Europameisterschasten im Gewichtheben. Bisher drei deutsche Siege. Mit einer Sitzung des Internationalen Schwerathletikverbandes würben am Samstagvormittag die 6. Europameisterschaften im Gewichtheben in Paris eröffnet. Max Wolff (Essen), der Reichs- sportwart unserer Gewichtheber, wurde einstimmig zum ersten Schiedsrichter des Kampfgerichts' für die Titelkämpfe gewählt. Mit dem Aufmarsch der zehn Nationen — Deutschland, England, Oesterreich, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Schweden, Schweiz und Tschechoslowakei — nahmen die Wettbewerbe in den Abendstunden ihren Anfang. Der französische Minister für Körperkultur Lasont sprach in einer kurzen Begrüßungsrede die Hoffnung aus, daß der Sieg an die beste Nation fallen möge. Schauplatz der Kämpfe ist das Gymnase Voltaire, eine zur Turnhalle umgebaute Markthalle. Am Samstag stand auf dem Programm nur die Entscheidung im Federgewicht. Besonders erfolgreich gestaltete sich der Auftakt für Deutschland, das im Federgewicht zu einem Doppelsieg kam. Die ausgezeichnete Vorbereitung der deutschen Mannschaft kam schon in der ersten Entscheidung eindeutig zum Ausdruck. Der Deutsche Meister Max Walter (Saarbrücken) und Georg L i e b s ch (Düsseldorf) erfüllten chre Aufgabe mit einer erstaunlichen Sicherheit. Don 18 ihnen zur Verfügung stehenden Versuchen mißglückte lediglich einer. Walter schaffte im Olympischen Dreikampf (beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen) mit 297,5 Kilogramm einen neuen Weltrekord, während Lieb sch als Zweiter die W e l t b e st l e i st u n g ein» stellte. Am Sonntagnachmittag war das Gymnase Voltaire bei seinem geringen Fassungsvermögen von 3000 Personen ausverkauft. Die deutsche Doppelstaffel löste durch ihre erstaunliche Ruhe und straffe Disziplin bei den Franzosen höchste Begeisterung aus. Die deutsche Siegeskette brach auch am Sonn- taanachmittag nicht ab. Im Leichtgewicht wurde Karl Jansen (Wanne-Eickel) vor dem Titelverteidiger Fein (Oesterreich) Europameister. Im Mittelgewicht war Rudolf Jsmayr (München) in Höchstform und verteidigte seine Meisterschaft vor dem Essener Hans Gottschalk erfolgreich. Nach den ersten drei Gewichtsklassen führt Deutschland im Gesamtklassement bereits mit 13 Punkten vor Oesterreich (3 Punkte) und Frankreich (2 Punkte). Damit ist auch bereits der Sieg im Preis der Nationen, den die deutsche Mannschaft zu verteidigen hatte, sicher. Oberheffen. Zuchthaus für einen ilnterstühungsbetrüger. LPD. Herbstein, 10. Nov. Das hiesige Amtsgericht verurteilte den schon 39mal vorbestraften Hermann Schröder aus Magdeburg wegen Rückfallbetrugs zu einem Jahr Zuchthaus und ordnete feine Unterbringung in ein Arbeitshaus an. Schröder war wegen Unterstützungsbetrugs verhaftet worden. Er hatte sich bei der Bürgermeisterei in Herbstein ein Paar Schuhe erschwindelt, diese dann verkauft und den Erlös in Alkohol umgesetzt. Weiter ergab sich in der Verhandlung, daß Schröder ein arbeitsscheuer Mensch ist, der sich nicht in die Gemeinschaft einzufügen vermag. Landkreis Gießen £ W i e s e ck, 10. Nov. Am Samstag und Sonntag verstaltete der Geflügelzuchtverein Wieseck (Mitglied der Gaufachgruppe Hessen) im Saal von Heinrich H o r m a n n seine dritte Allgemeine Schau. Weit über 100 Tiere standen im Wettbewerb. Es waren dabei nur die besten Tiere vertreten. Besonders waren es Wiesecker Züchter, die ausgestellt hatten, jedoch waren auch Züchter aus Gießen, Klein-Linden, Lollar, Allendorf a. d. Lda., Krofdorf und Wißmar mit ihren Tieren beteiligt. Der Besuch der Schau war gut, wenn auch das Interesse an der Geflügelzucht noch nicht so stark ist, wie es in Anbetracht der volkswirtschaftlichen Bedeutung sein müßte. Die Geflügelschau stand unter der Leitung von August Seiber, Wieseck, als Preisrichter war Hördemann -Kassel tätig. Die Bewertung hatte folgendes Ergebnis: Leghorn (weiß): Fachgruppenehrenpreis sowie 2. und 3. Preis Wilhelm Kreiling, Wieseck. R h o - deländer: 1. und 2. Preis Ludwig Zecher, Wißmar. Wyandotten (weiß): 1. Preis Hans Eidmann, Wieseck. Barnevelder (schwarz): 2. Preis Wilhelm Kreiling, Wieseck. Blaue Andalusier: 1. Preis Heinrich Schneider, Wieseck. Rheinländer (schwarz): 2. Preis Heinrich Reinhardt, Allendorf a. d. Lda. Italiener (schwarz): 3. Preis Heinrich Ranft, Allendorf a. d. Lda. Italiener (silberfarbig): 2. und 3. Preis Wilhelm Schlosser, Klein-Linden. Krähenköppe (silber): 2. Preis Friedrich Mandler, Wißmar. Zwerg-Rhodeländer: 1. Preis August Seibert, Wieseck, 2. Preis Otto Kaiser, Wieseck. Zwerg-Wyandotten (gestreift): 1., 2. und 3. Preis Karl Frank, Lollar. Deutsche Zwerge silberhalsig: 1. und 3. Preis Wilhelm Schmidt, Wieseck. Seb right (gold): 3. Preis Wilhelm Peppler, Wieseck. Sebright (silber): 3. Preis Ludwig Spuck, Lollar. Thüringer Flügel- tauben: 1., 2. und 3. Preis August Seibert, Wieseck. El st er Kröpfer: 1. Preis Wilhelm Becker, Lollar. Schönheits-Brieftauben: 1. Preis August Lenz, Klein-Linden und Karl Bittendorf, Krofdorf; 2. Preis Georg Lutz, Klein-Linden; 3. Preis Rudolf Flore, Wißmar. Gold-Fasanen: 2. Preis Wilhelm Böhling, Gießen. £ Rödgen, 11. Nov. Unsere Mitbürgerin Anna ©paar wird am 12. November 83 Jahre alt. Frau Spaar befindet sich körperlich und geistig noch auf voller Höhe, lieber 40 Jahre lieft sie ihr Heimatblatt, den Gießener Anzeiger. * Trohe, 11. Nov. Dem hiesigen Einwohner Ph. Hofmann wurden in der Nacht zum Sonntag sechs Hühner gestohlen. Die Ermittlungen sind im Gange. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Gendarmerie Gießen. '.XV irischast. Einheitliche Versorgung mit Schlack schweinen. Fwd. Die Versorgung der einzelnen Derbrauchsplätze mit Schlachtschweinen war in den letzten Wochen nicht einheitlich. Es konnte nicht an allen Grotzoerbrauchsplätzen der festgesetzte Richtsatz von 70 v. H. der vorjährigen Schlachtmengen erreicht werden. Die Hauptvereinigung der deutschen Dieh- wirtschaft veröffentlicht deshalb im Derkündi-1 gungsblatt des Reichsnährstandes vom 8. Novern- i der 1935 eine Anordnung, durch die der Kontingentssatz allgemein auf 60 v. H. herabgesetzt wird. Diese Maßnahme ist im Augenblick gut durchführbar, da sich auf dem Lande in den Herbstmonaten die Versorgung insofern bessert, als gerade in den Monaten November und Dezember die Hausschlachtungen größere Ausmaße annehmen. Auf Grund dieser Maßnahmen werden sich die Auftriebe auf den Großmärkten weiter in aufsteigender Linie bewegen. In den Fällen, in denen eine Versorgung von über 60 v. H. vorhanden ist, werden die zuständigen Schlachtviehverwertungsverbände Ausnahmen bei der bestehenden Kontingentshöhe zulassen. Rhein-Mainische Börse. Zurückhaltend. Frankfurt- a. M., 9. Nov. Die Börse verharrte auch zum Wochenschluß in ihrer abwartenden Haltung und verzeichnete nur sehr kleines Geschäft. Die Grundstimmung war eher noch etwas schwächer, wobei das weitere Angebot in Montanaktien etwas verstimmte. Am Aktienmarkt kamen zunächst nur wenig Werte zur Erstnotiz, die kein einheitliches Aussehen aufwiesen, aber überwiegend zur Schwäche neigten. In Montanwerten hielt das Angebot der letzten Tage an, Mannesmann verloren 1 v. H., Rheinstahl 0,65 v. H., Stahlverein 0,40 v. H., Hoesch abzüglich 2,7 netto Dividende 0,50 v. H. und Harpener 0,25 v. H. Außerdem blieben IG. Farben im Angebot und gingen auf 145,75 (146,40) zurück. Elek- troattien lagen still und uneinheitlich, AEG. gaben 0,25 v. H. nach, Gessürel 0,40 v. H., Siemens etwa 1,50 v. H. nach, Licht & Kraft zogen 0,25 v. H. an, RWE. lagen gut behauptet. Sonst eröffneten Reichsbank mit unv. 175,75, Zellstoff Aschaffenburg mit unv. 76 und Cement Heidelberg etwas höher mit 116,75 (116,50). Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse eher weiter ab, so Stahlverein auf 76,75 nach 77 und IG. Farben auf 145,50 nach 145,75, während Mannesmann 0,13 höher waren mit 78,75. Der Rentenmarkt lag freundlich, das Geschäft war aber klein. Altbesitz gewannen 0,25 v. H., späte Schuldbuchforderungen 0,13 v. H., Kommunal- Umschuldung und Zinsv'ergütungsscheine lagen behauptet. Der Verlauf der Börse blieb sehr still und abwartend, die Kurse konnten sich zumeist auf dem Anfangsstand behaupten, vereinzelt traten gering- prozentige Erholungen ein. Schwächer lagen'erneut Scheideanstalt mit 208 (209), ferner wiesen Rüt- gerswerke mit 109,75 (111,50) einen größeren Verlust auf. Renten lagen im Verlauf ruhig, aber freundlich. Fester waren Kornrnunal-Urnschuldung, späte Schuldbuchforderungen und Altbesitz mit etwa plus 0,13 v. H. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen bei kleinen Umsätzen meist unverändert. Frankfurter Schlachtviehmartt. Frankfurt a. M., 11. Nov. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Darauftried: 941 Rinder (155 Ochsen, 54 Bullen, 639 Kühe, 96 Färsen) 316 Kälber, 85 Schafe, 1598 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 42 Mark, Bullen 41 bis 42, Kühe 25 bis 42, Färsen 40 bis 42, Kälber 50 bis 75, Hämmel 45 bis 47, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Schafe und Hämmel mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt. Ein Arbeitskamerad will sich beim Treuhä' de - beschweren. Der Treuhänder der Arbeit wird zur Regelung von Streitigkeiten, die sich zwischen Betriebsführer und Gefolgschaftsangehörigen im Betriebsleben ereignen, auf Grund von drei Möglichkeiten tätig, und zwar: 1. auf Anrufung durch den Derttauensrat oder Betriebsführer, 2. auf Grund einer Anzeige des Betriebsführers, der Vertrauensmänner, von Gefolgfchaftsange- hörigen, oder gar betriebsfremden Personen, 3. von sich aus, wenn er bei Ueberwachung der allgemeinen Arbeitsbedingungen ober von Betriebsordnungen auf Mißstände stößt. Der Treuhänder der Arbeit ist nicht für jeden Streit, der zwischen Gefolgschaft und Betriebsführer entsteht, als Entscheidungsinstanz zuständig, denn der Grundgedanke des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit geht von der Betriebsgemeinschaft aus, d. h., so wie Betriebsführer und Gefolgschaft gemeinsam zum Nutzen des Betriebes und des Volkes arbeiten, so sollen sie auch entstehende Streitigkeiten im Betrieb selbst schlichten und beseitigen. Um aber nicht jede Streitigkeit, die sich im Arbeitsleben ereignet, als Anzeige beim Treuhänder der Arbeit zu benutzen, ist es Aufgabe der Vertrauensmänner, nur diese Streitigkeiten an den Treuhänder der Arbeit heranzutragen, die von grundlegender Bedeutung für den einzelnen Betrieb sind und mit denen eventuell eine Verletzung der sozialen Ehre eines einzelnen Betriebsangehörigen, oder der gesamten Betriebsgemeinschaft verbunden ist. Insbesondere 'wird darauf hingewiefen, daß der im Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vorgeschriebene Weg für die Anrufung des Treuhänders der Arbeit unbedingt eingehalten werden muß und Anzeigen grundsätzlich schriftlich mit einwandfreier Begründung und Angabe von Beweismitteln an den Treuhänder der Arbeit weitergeleitet werden sollen, um der Gefahr des Denunzierens entgegenzutreten, die sehr oft die Betriebsgemeinschaft gefährdet und dabei eine Störung des Arbeitsfriedens herbeiführt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Montag, den 11. November. Wieseck. 17.30 und 20 Uhr: Film aus der Arbeit der Inneren Mission in Nassau-Hessen „Segensspuren der Liebe". — Mainzlar. 20: Evangel.-kirch- liche Frauenhilfe. — Lollar. 20.30: Bibelstunde. — Kirtorf. 20: Beginn der Gustav - Adolf - Frauenvereinsabende. Mittwoch, den 13. November. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. — Kirtorf. 20: Bibelstunde. Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskom 4 o H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Frankfurt a.M. Berlin Gchiuß- kurs Schluß«. Abend« börsc Schluß- kur* Schluß!. Mittag« börie Otitum 8-11 9.11 8.11. 9.11. 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 100,4 100,9 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,75 97,65 97,75 97,65 5%% Doung-Anlethe von 1930 .. 101,5 102 102 102 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 112,65 113 112.9 113,13 4x/i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1....... 100,5 100,6 100,75 100,9 6% et)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 97 97 97 96,6 414% ehem.8% Hessische Landesbant Darmstadt Gold fR. 12.... 96,25 96,13 — — 514% ehem. 4tz% Hess. Landes. Hypothekenbank DarmsiadtLioui 100,65 100,65 414% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverfchr. R. 6 91,75 91,75 Oberhessen Provinz-Anleihe mtl Auslol.-Rechten ............. — — Deutlche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 113,25 113,3 113,3 113,25 *14% ehemL% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 96,25 96,25 _ 514% ehem. 414% Franks. Hyp. Bank-Ltqu..Pfandbriese....... 100,5 100,5 — 5%% ehem. 414% Rheinische *Hh!VB"^'biäu.-Goldpse. ... briefaflfflafi% Pr. Landespfand- 100,75 100,75 100,75 100,9 414% ehem. 7°^iandbriefe 8t 19 97 97 97 97 briesanst., Gold r. Landespfand. Steuergutlch.Berrea°"""- Lbl.Vl 97 97 97 97,5 'ungsk. 84-38 107,7 107,65 107,7 107,65 4% Oesierretchilche @01 29,5 30 4,20% Lesterreichische bnte.... — 30 4% Ungarische Goldrentewerrente — —• 1,25 1,4 4% Ungarische Staatsrent....... 9,7 9,6 9,7 9,5 4*4% de Sgl. von 1913 1910 9,5 9,5 9,3 5% abgest. Goldmexikaner...... 9,65 9,5 9,6 — 4% Türkische Bagdadbahn Von 99 10,75 10,7 10,75 10,9 Serie 1............^Anleihe ...... — — 11,5 Frankfurt a. M «trlln Schluß- kur* Gchluyi. Abend- börse Schluß- lurS Schlußk. Mittag- börse Datum 8.11 9.11 - 8.11 9-11 4% vesgl. Serie II ............ —— — 11 11,5 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 — 5,9 4^4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 8,5 8,5 8,6 8,5 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 yt% Anatolier .............. 4,8 4,75 4,75 4,75 39,5 39,5 39,5 39 Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg.Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O 8.G. für Verkehrswesen Mt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................O Dresdner Bank..............0 Retchsbank ................ 12 15 15 15,25 15,13 16,75 16,75 16,75 16,5 76,25 76,5 76 108,75 108,25 109 108,5 82,75 83,25 83 83,25 82,5 82,5 82,5 82,5 83 83 83 83 175,25 175,75 176,5 176,75 A.E.G......................t Bekula.................... 10 Elektr. LteferungSgesellschast... 5 Licht und Kraft ........... 6% Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schlickert S Co............... 4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Co..............7 35,75 35,5 35,75 35,75 141,25 141,4 141,25 141,25 107,75 107,5 107,5 108,65 128,5 128,75 128,25 128,25 —— 101 103 101,13 121,5 121,13 122 122 —— 128 128,5 127,5 120 120,25 120,25 120,5 117 117 117,13 116,75 162 161,25 162,5 161 122,5 121,25 122,75 121,5 Buderus ...................4 Deutsche Erdöl..............4 Harpener...................O Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerrverke............... 8 ManneSmann-Röhrea........ O 98,5 97,75 99,25 98,4 101,75 101,25 101,5 101,25 106,4 106,13 108 107,75 89,5 86,25 89,25 86,25 152,5 — 150,5 — 125 125 126 125,13 83,75 83,75 84,25 83,75 79,65 78,75 80 78,65 Frankfurt a. M. Berkin Schluß- für* Schlußk. Abendbörse Schlußkur* Schlußk. Mittag- börse Datum 8.11- 9.11- 8.11 9.11. ManSfelder Bergbau .. .......5 118 118 118,5 118 Kokswerke........... ....... 6 — 113,25 113 Rheinische Braunkohlen .....12 — 213 212 Rhetnstahl........... .......4 104,13 103,5 104,25 104 Bereinigte Stahlwerke. .......O 77,4 77,25 77,4 77,13 Otavi Minen ........ .......O 18,5 18,5 18,5 18,5 Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . .......5 .......5 126,5 121 126,5 120 126,75 121,65 125.25 120 Kaliwerke Salzdetfurth ..... IVi 177,5 177,5 I. G. Farben-Industrte .......7 146,4 146,5 146,5 146,5 Ccheideanstalt........ ....... 9 209 207 Goldschmidt ......... ....... 5 104 104 104 103,5 Rütgerswerke ........ ....... 6 111,5 109,75 111,25 111 Metallgelellschaft...... .......* 103,5 103,5 104,25 104 Philipp Holzmann...........4I 88,5 I 88 I Zementwerk Heidelberg ...... 7 116,5 I 116,25 Eementwerk Karlstadt......... e| 130 I 130 | 88,5 87,5 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine ftunftfeibe) .. O Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhof ............5 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... g Orenstetn & Koppel ..........0 Westdeutsche Laushof.........0 Chade....................7»/, Accumulatorrn-Fabrü....... 12 Eonti-Gummi...............g 53 103,25 109 76 91 137,75 23,75 294 156,25 52,75 103 108,5 76 90 137,5 23,9 293,5 168,75 156 101 101,25 53,13 52,75 103,25 103,13 109 109 76,25 75 125 125 90,5 90,5 138 137,13 76,75 76 24 24 293,5 294 170,25 169,4 156,75 155,5 Grttzner....................o| 27,25 I 27 I 27,25 I 27 Mainkraftwerke Höchst 4 87,75 87,75 1 — — Süddeutsch« Sud«........1O| 203 1 203 I 203 I 203,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU. Banknoten. 8. November 9 November Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Geld Sries Geld ZJrief Buenos Atre- 0,672 0,676 0,673 0,677 Brüssel .... 42,02 42,10 42,03 42,11 Rio de Ian. 0,141 0,143 0,141 0,143 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,62 54,72 54,66 54,76 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,23 12,26 12,24 12,27 HelstngsorS.. 5,39 5,40 5,395 5,405 Pari* ...... 16,37 16,41 16,37 16,41 Holland .... 168,80 169,14 168,81 169,15 Italien..... 20,20 20,24 20,20 20,24 Iavan ...... 0,715 0,717 0,715 0,717 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,41 61,53 61,46 61,58 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,095 11,115 11,10 11,12 Stockholm... 63,04 63,16 63,09 63,21 Schweiz ... 80,81 80,97 80,84 81,00 Spanien... 33,94 34,00 33,94 34,00 Prag....... Budapest .. 10,265 10,285 10,265 10.285 Reuyork ... 2,486 2,490 2,486 2,490 Serlin,9.November Geld Brief Amerikanische Noten.............. 2,438 2 458 Belgische Noten.................. 41,88 Dänische Noten ................. 54’45 54,67 Englische Noten ................. 12,205 12,245 Französische Noten............... 16,32 16,38 Holländische Noten............... 169 07 Htalienische Noten................ 1946 19,54 Norwegische Noten .............. 61,30 61,54 Deutsch Oesterreich, & 100 Schilling Rumänische Noten............... —- Schwedische Noten............... 62,92 63,18 Schweizer Noten................. Spanische SRoten 33'7$ Ungarische Note« .............. 1 . JTadfbebadften flohhs..,... ------^rh (FrHirr.,