185. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 183 Erstes Blatt 185. Jahrgang Donnerstag, 8. August 1935 . Ä Annahme von Anzeige« Erscheint täglich, außer A ■ V für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags M I ▲ bis 8>/,Uhr des Vormittags jssfÄses !«<AtAAr MW IDlviwIlvl ZlllwlUvl SM- Auch bei Nichterscheinen ■ ■ H Ermäßigte Grundpreise: von -inz-ln-n Nummern fX^ Stellen-. Verein-., gemein, üs General-Anzeiger für Oberhessen BZW richten: Anzeiger Gießen v " behördliche Anzeigen 6Rpf. SronBmmdn:il686 Druck und Verlag: Srühl'sche llnw.rfitStr.vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 M-ngenabichlüsie Staffel« in hölzernes Mut« chem Wert z e r - wurde. „Unheilbar deutsch!" Don Dr. Dr. Friedrich Lange. Ein zündendes Wort fiel am 1. August 1935 im nglifchen Unterhaus anläßlich einer außenpolitischen ilussprache. Der Redner sagte dabei von den Süd- i r o l e r n, die Italien in vorderster Linie in strömte eine Menge von Neugierigen in die Unruheviertel, wo sie von den Festungswällen aus die Zusammenstöße verfolgten und sich bei den zahlreichen Angriffen und Sonderaktionen der Polizei jedesmal in die benachbarten Gärten flüchtete. Die Zahl der verletzten an beiden Tagen wird auf 50 angegeben. Im Militärkrankenhaus sollen einige Schwerverletzte gestorben sein. Muttergotiesbild von französischen Kommunisten zerschlagen. Paris, 7. Aug. (DNB.) In Mary-le-Roi, unweit von Paris, ist, vermutlich von kommu- Lügen eines Korfaniy-Blat^e^. Breslau, 7. Aug. (DNB.) Das Korfanty- Blatt „Poloni a" in Kattowitz, das seine schwindende ' Bedeutung durch gewissenlose Lügen- und Hetzmeldungen über Deutschland hintanzuhalten sucht, hat vor einigen Tagen eine besonders niederträchtige Falschmeldung verbreitet, indem es behauptete, in Oppeln seien 1 5 polnische Kinder wegen geistiger Minder« Wertigkeit sterilisiert worden. Die Perfidie die« ser Meldung hat uns veranlaßt, sofort bei der Regierung in Oppeln und auch bei dem zuständigen Kreisarzt Rückfrage zu halten. Beide Stellen haben mit Entrüstung erklärt, daß auch diese Meldung der „Polonüi" vonA bis F erlogenA. Keine Lohnbewegung, sondern politische Revolte Die pariser presse gibt den revolutionären Charakter des Aufruhrs und die kommunistische Agitation zu. Mvng°-°n und Türken ablehnten haben felbft bie Stürme des Weltkrieges überstanden. 600 Jahre lang haben die Deutschen der Kramer Sprachinsel <8 o t s ch e e Väterart und Muttersprache ,n srem- der Umwelt erhalten. 700 Jahre legt das B a l » t-ntum für deutsche Lebenskraft Zeugnis ab Das gibt uns die Gewißheit daß auch künftig d - D-rlucke eines teildeutschen Separatismus Schist- b/uch erleidens daß sich ..Blut stärker a,s P°P'-r" "mach"dem^inhei,lich-n deutschen Volkstum wer- Den wir unser Geschichtsbild und unser Kulturwollen aussen Wichtiger als das Kommen und Gehen der Herrscherhäuser ist uns dre Beständigkeit Fori-auer her kommunistischen Unruhen in Brest. Zusammenrottungen in den Wohnvierteln.-Mit Pflastersteinen und Flaschen gegen Polizei und Militär.-Mitternächtliche Gtraßenkämpfe. Moskaus Kampsparole sm die sranzöslschen Kommunisten. Die Einheitsfront alter Faschistengegner auf dem Kominternkongreß. Paris, 8. Aug. (DNB. Funkspruch.) Während sich die Pariser Blätter in ihren Meldungen aus Berlin darüber beschweren, daß die Unruhen in Brest und Toulon mit besonderer Aufmerksamkeit in der deutschen Presse verfolgt würden und als Meute-rei und Revolution bezeichnet würden, berichtet die Pariser Presse selbst nicht mehr spalten-, sondern seitenlang über die Brester Ereignisse, wobei mit Ueberschriften, wie „Meuterei", „Aufruhr und „Revolutionäre Bewegung", nicht mehr zurückgehalten wird. Die Rechtspresse ist sich einig in der Verurteilung der Aufruhrbewegung, für die man die Kommunisten verantwortlich macht. Der „M a t i n" fordert unerbittliche,Strafen gegen die Drahtzieher der Meuterei. Der Tag von Brest, so schreibt das Blatt, sei nicht eine spontane Explosion gewesen, sondern die Behörden hätten die Tätigkeit kommunistischer Agitatoren nachweisen können. „La I o u r n e e Indust r i e l l e" erklärt, daß die Kommunisten durch ihre eigenen Agenten und durch die von ihnen beherrschten Gewerkschastsorganisationen die Opfer der Notverordnungen ausbeuteten. Sie hätten nicht sofort eine offene und allgemeine Revolte wagen wollen, daher lösten sie an den empfindlichsten Stellen Frankreichs Unruhen aus, von deren Ergebnissen sie ihr weiteres Vorgehen abhängig machten. Pie gegenwärttge Aktion m Brest fei also sowohl politischer wie revolutionärer Natur. Auch „Le Jour" erklärt, daß es sich bei den Ereignissen von Brest und Toulon nicht um Arbeiterforderungen, sondern um wohlvorbereitete politische Kundgebungen gehandelt habe, die die ersten Signale der Revolutton bedeuteten. „Ami du P e u p l e" schreibt, daß seit Monaten berufsmäßige Agitatoren der Sozialisten und Kommuni st en das Volk a u f p e i t s ch e n und es zu Meuterei und zum Aufruhr führten. Diese Agitatoren seien für das in Brest und Toulon vergossene Blut verantwortlich. In der marxistischen Presse hingegen versucht man, die Verantwortung für die blutigen Unruhen der Regierung zuzuschieben. Im offiziellen Blatt der sozialistischen Partei „Le Populaire" verteidigt L6on Blum die Kommunisten. Die Presse der Reaktion, so erklärt er, habe auf eine Parole von einem revolutionären Anschlag und von einer kommunistischen Verschwörung gesprochen. Wenn es einen kommunistischen Drahtzieher des Brester Dramas gebe, so könne dieser nur der Brester Marinepräfekt s e l b st sein. Das Blatt behauptet, daß Brest d e n Feuerkreuzlern ausgeliefert sei, denn die rechte Hand des Marinepräfekten, ein Leutnant zur See, Noel, sei aktives Mitglied der Feuerkreuzler, und seine beiden Adjutanten gehörten gleichfalls diesem Frontkämpferverband an. Der nach Brest entsandte Sonderberichterstatter des „Populaire", der bei den Zusammenstößen selbst durch zwei Kolbenhiebe verletzt worden ist, schätzt die Zahl der Verletzten auf 280. Die sozialistische Gewerkschaftsorganisation hat mit einer Entschließung des Derwaltungsrates die Brester Kundgebungen für gerechtfertigt erklärt. Die kommunistische „ H u m a n i t d " meldet, daß aus Anlaß der Beisetzung der Brester Todesopfer am Donnerstag der General streik in Brest durchgeführt werden würde. Arbeiterklasse" nannten. Ihr lagen folgende Leitsätze zugrunde: Ablehnung einer Zusammenarbelt der Klassen; Verwandlung des imperialistischen Krieges in einen Bürgerkrieg; Verteidigung der Sowjetunion mit allen Mitteln und in allen Fällen; revolutionärer Sturz der Bourgeoisie; Errichtung der Diktatur des Pro- l e t a r i a t s und der Sowjetherrschaft. Thorez berichtete, daß unmittelbar nach dem Abschluß des französisch - sowjetrussischen Bei- standspaktes und besonders nach der Herausgabe des amtlichen Berichtes über die Unterredung Lavals mit Stalin von verschiedenen Linksgruppen heftige Angriffe gegen die französische Kornmuni- stische Partei gerichtet worden seien. Daraufhin habe das Politbüro der Kommunistischen Par- tei Frankreichs die Pariser Kommunisten aufgeklärt, und diese hätten selbst Plakate bei Kundgebungen und in Versammlungen getragen, die die Worte Stalins an Laval „richtig a u s l e g t e n". Im Ausblick auf die nächste Zukunft Frankreichs sagte Thorez: „Wir gehen in Frankreich großen Kämpfen ent- g e g e n." n i st i s ch e n F r e i d e n k e rn , ein hölzernes Muttergottesstandbild von künstlerischem Wert zer« schlagen worden. Das Bild war das Ziel einer jährlich wiederkehrenden Wallfahrt. In diesem Jahr hatte der Bürgermeister die Wallfahrt verboten, weil er Zwischenfälle befürchtete. Das Standbild verschwand vor einigen Tagen und wurde später zufällig von einem Kind auf dem Dach eines Elektrizitätswerkes gefunden. Der Kopf der Muttergottes und das Jesuskind waren a b - gebrochen. Der Bürgermeister hat Klage gegen den Täter eingereicht, der bisher vergeblich gesucht Moskau, 8. Aug. (DNB.) Der Kominternkongreß brachte am Mittwochoormittag mit einer Rede eines „deutschen" Kommunisten, des früheren Reichstagsabgeordneten Walter, eine Enthüllung über b i e Kominternpläne in Deutschland. Walter gab Kenntnis von den Versuchen, sich mit katholischen Organisationen Deutschlands zur Herstellung einer gemeinsamen „Kampffront gegen den Nationalsozialismus" in Verbindung zu setzen. Walter sprach von „neuen Methoden im Kampf der arbeitenden Klassen und im besonderen von einer der Formen dieses Kampfes vom p a s s i v e n W i d e r st a n d". Jetzt müsse man zum halblegalen Kampf übergehen. Der Weg zum Sturz des Faschismus führe nur über die antifaschistische proletarische Einheitsfront über eine Volksfront aller Faschistengegner. Walter erklärte, wie die Kommunisten „Schulter an Schulter mit den katholischen Werktätigen gegen das faschistische Regime gekämpft" hätten. „Wir erklärten ihnen", so sagte Genosse Walter nach dem sowjetamtlichen Bericht, „daß wir bereit sind, gemeinsam mit ihnen für die Gewissensfreiheit zu kämpfen." . , ßin chinesischer Kommunist befaßte sich mit der Frage der Weltrevolution in kolonialen und halbkolonialen Ländern. Er erklärte, daß die Unzufriedenheit in den Koloniallandern und Die Gegensätze zwischen den Kolonialmächten besser im Sinne der Komintern ausgenützt werden mußten Die revolutionäre Bewegung sei in den kolonialen und in den halbkolonialen Ländern immer weiter fortgeschritten, als allgemein angenommen werde. Als Beispiel führte er China an, wo die Leitung der Kommternsektton sich verpflichte", die Stärke der revolutionären Roten Armee" auf 1 Million und den von den chinesischen Sowjets beherrschten Raum bis auf 100 Millionen Einwohner zu vergrößern. Der französische Kommunist Thorez sagte u. a/ Noch in Mai haben wir Vorschläge ausgearbeitet die wir die „Plattform für die Einheit der ttnfach als Ausländer. Erst in der Not des Zusam- nicht in die Krankenhäuser einlieferten. inenbruchs erneuerte sich der volksdeutsche 21m 23 Uhr schien die Ruhe einigermaßen wie- Zedan k e, wurde die Erkenntnis wach, daß öer fjßtg€f(eUf zu sein. Aber um Mitternacht Deutschsein nicht von Staatsgrenze oder Staatszu- L annen bie Zwischenfälle von neuem. Dies z-hörigkeit bestimmt wird f°nd°rn daß ®cul f J- mal wandten die Meuterer eine neue Taktik an. 'uriTt und"d «n t I ü b lt Vollends ^ber Aust Da das Zentrum der Stadt inzwischen von Polizei »euch des deutschen Volkes unter dem österreichischen und Militär so stark gesichert war, daß dort keine Grenzlandsohn aus Bauerngeschlecht hat dann d a s Kundgebungen mehr möglich waren, verlegten die 6 o l k in den Mittelpunkt unseres Denkens, Füh- Aufrührer ihre Tätigkeit in die Wohnviertel, lens und Handelns gestellt, hat allen Blutsgenossen Dort wird augenscheinlich nach einheitlichem Plan diesseits und jenseits der Weltmeere gezeigt, daß gearbeitet: An den Ecken bilden sich Ansammlungen, t>ie Staatsgrenzen von heute nicht die Volksyrenzen H & Internationale wird gesungen. Einschreitende ind und niemals Kulturgrenzen merben burfem ml( einem Hagel von Pfla- Die neue Grunban chauung vom gesamtbeutschen ' Tlaicken empfangen. Leben und Arbeiten kann nicht dadurch Wirklich- ft er ft ei neu un afjen empfange feit werden, daß wir dem älteren kleindeutschen Sobald Verstärkungen an Polizei und Ritt ar ei Denken einige Vorstellungen vom Grenz- und Aus- treffen, zerstreuen sich die Aufruhrer, um sich nach ondsdeutschtum anhängen. Wir brauchen vielmehr wenigen Minuten einige Straßen entfernt von eine neue Gesamtschau, einen Neubau von Grund neuem zu ähnlichen Zwischenfällen zusammenzu- iuf, auf der Grundlage eines neuen Volks- und hMen. Alles spielt sich im Scheinen on Feuern Weltbildes. Solch eine Gesamtschau zu erlangen, I b bie b$e Anführer auf den Straßen von Reisig ist aber keineswegs schwierig. Wir brauchen uns m^r ' & «. b Festunggräben geholt Augen zu halten, wieweit „die deutsche Zunge I wieder Barrikaden aus um «UNS "h'erum° vollbracht worden ist. Wir sehen die Bänken, Tischen und umgelcglcn Bäumen errichtet, phrfurchtgebietenden Gotteshäuser früherer Kraftwagen werden umgestürzt und in Jahrhunderte, bie herrlichen Bauten, die sich stolzer Brand gesteckt. Bürgerftnn zum Schutz ober zur Freube schuf 3tn volkshaus fand eine Versa mmlungder jnb bie wir jetzt noch in alten Rathausern oder Arsenalarbeiter statt. Die Redner, von denen Rasthäusern, in Speichern, Wehrgängen, Mauern, aU6 Paris gekommen waren, for- lürmen und Toren bewundern. Wir schätzen die bei bcn ganzen Kundgebungen lauVn -°in° U°b«rli°s»ung welch?d7- „mehr würde' gewahr, werden möge. Aach Schluß Jahrhunderte hindurch über alle Wandel der Zeiten der Tkrfammlung versuchten mehrere Gruppen, und ^Verhältnisse hinweg in ganz Mitteleuropa einen Umzug zu veranstalten. Es kam zu einem deutscher Handwerkerarbeit eine festgefügte, be- heftigen Zusammenstoß mit der Polizei und mehrere währte Eigenart verliehen hat, an die anzuknüpfen Beteiligten mußten festgenommen werden. der im Reich geeinte Polksteil sich mit Erfolg be- ^ec C^ratter der Zusammenstöße hat sich gegenmühte. , , , . . ,, über Dienstag geändert. Es sind nicht nur die Arse- Ein Bürge S°!°mtdeutfch-rErlebmsg°memfchcht an den Zufammcnraltungen be- hältniffen einer übernommenen „liberalen" Wirt- der. Die Bevölkerung ist ziemlich erregt. Trotzdem schaftsauffassung ging ihr Blick auf weite Zusam-1 - menhänae und kann es heute um so mehr, wo der--- " selbstmörderische Klassenkampf ersetzt worder> k e g freut^en Erb gutes an 5ßluiSprache hurch die Gedanken organischer Volksverbundenheit, Gemeinschaftsbewußtsein. Mr wollen keine | bei denen niemand mehr danach eingeschatzt wird, Nückkehr von Zeiten, in denen — wie im 30iahrl- mas er arbeitet, sondern danach, wie er seine Ar- ber Deutsche am Deutschen ob (eines beitspflichten erfüllt. anderen Religionsbekenntnisses irre wurde. Wir Eine Hauptgrundlage neuer gesamtdeutscher wollen keinen Aberwitz der .Klassenverhetzung, bei Lebensordnungen bildet das deutsche Bauern- der e5 nur einen Besiegten gibt: das deutsche Volk ium. In ihm liegt die Wurzel unserer Kraft al» Irinnen und draußen. Wir wenden uns; leidenschaft- Volk unter Völkern Mit seinem Pfluge hat ber gegen bie Rückkehr einer Zersplitterung, di deutsche Baulr gezeichnet, wie weit ber Segen derbem Deckmantel von Parteien und Part^ deutscher Arbeit reicht. Man überschreite die Me- Eigennutz vor Gemeinnutz stellt. ^nb, ^r9^' Deutfcper aroeu itui) m-----I Versucher innerhalb ober außerhalb ber Versailler Grenzen Volksgenossen an unserem gesamtdeutschen Denken und Fühlen irre machen will, dann wird er - früher ober spater - die Aussichtslosigkeit seines Beginnens einsehen müssen und sein Vorhaben aufgeben in ber Erkenntnis: „U n - heilbar deutsch!" Entspannung im Danzig- polnischen (Streitfall. Verhandlungen in Sicht? ftSKr. °KLr^°Lt!°L 7Äb£n p°ri -.«.-lug. -unkfpruch.) 3n Brest politischen Anlaß hinaus im Kulturellen — jenseits sind am Rttttwochabend die Rnruhen wieder iller Politik — eine Fernwirkung bester Art haben aufgeflackert. Obwohl jede Ansammlung auf ann und haben muß. den Straßen verboten war und obwohl die Lokale Allzu lange glaubte vor dem Kriege ein kleines hatten schließen müssen, sammelten sich zunächst i m ind selbstbenügsam gewordenes Geschlecht, die wert- z e n t r u m der Stadt wieder Aufrührer, die in -olle und notwendige Zwischenstufe des Bismarck- pVötyutyin Angriffen gegen bie Polizei, eichs fei die Erfüllung des nationalen Wunfchbil- ? Mobilgarde und das Militär vor- P65: DerStaat verdeckte dem^E^smenschenIgingen Etwa 20 mal muhten die Angreifer ausein- m'JrientUrkr'tffäffWrNotable?' würbe ^rgdrieben W -uf Grund feiner Staatszugehörigkeit als „Deut- der an anderen Orlen zu ammenschlofferu Die Zahl cher" bezeichnet, der Volksgenosse aus dem Balten- der bei diesen Zusammenstößen verletzten Personen anbe, Deutschböhmen ober Siebenbürgen dagegen ist nicht bekannt, da die Meuterer ihre Verletzten mel und besuche die Grenzgebiete zwischen dem. Memelland und Altlitauen! Mit untrüglicher Sicherheit wird der Wanderer erkennen wie wett das deutsch-eingestellte Bauerntum mtt seiner ordentlichen, pflichttreuen, vorforaenden Arbett Da» | Land bestellt hat und wo'der Geltungsbereichj bin- nenlitauischer, mehr als bescheidener Landwir schatt beginnt, ein Beispiel, das sich für bie verschieben- ften Himmelsrichtungen (außer dem Grenzgebl gegen den stammverwandten germanstchen Norden) ! bis zu den deutschen Siedlungen m Südafrika un Südbrasilien verfolgen läßt. . . So erhalten wir d a s n e u e W e l t b i l d umer- . 7 Aug. (DNB.) Im Danzig-polni- ftetlen wir uns dem stttlichen. ^uiperattv der d Streitfall ist eine Entspannung emgetreten, scheu Landschaft, der allen kleinlichen Versuchen f ich |elnber Utamensumtaufen, 2IufWrtftenneranbe^ bi> 9 3 ßage3eröffnct. Eine gegen- rer unb -nberer Enlbeutschungsapo st-l em eben ° e N'gu n9 Un“nal)me zum Zwecke ber gelassenes wie sels-nfest-s "Unhellbar beutsch^ »„"Berhanblungen bürsiü unmittelbar ! entgegensetzt. Wir sstauben an die Artbestand q S Bei diesen Verhandlungen durfte man feit und Unteilbarkeit der deutschen Kultur D-.e bevor' .its davon ausgehen, daß die im Verlaufe Niedersachsen die allen ,We tkonnrnk ren beide st * DOön beiden Seiten getroffenen zum Trotz ihrer Arbeit treu blieben und sich f"r ste der letzten eine Lösung des Gefieder totschlagen ließen als sie zu verraten, ^bi.n Maß h au | der Grundlage doch gesiegt. Die aus Luxemburg gekommenen samt P 1 . . Verständigung ersetzt Siebenbürger Sachsen, die allen Lockungen einer ey r 11 aj und Drohungen zum Trotz jede Rastemmschung mit werden m ß . NSDAP., der „Danziger Vorposten" ist der Ansicht, daß sowohl Danzig wie Warschau inne Li g u i d i e r u n g der beiderseitigen Maßnahmen für nützlich halten Es läge im Rahmen der von der national ozialistt chen Regierung ^sttebttn ^Verständigung, daß alle. Versuche unternommen würden, um Streitfälle 1^ Ausmaßes auf direktem Wege zu regeln, fo daß ein Anrufen der Dölkerbundsmstanzen erst nach dem Schei ern der unmittelbaren Emigungsverhandlun- aen in Frage käme. Im Interesse der durch den Streitfall in Mitleidenschaft gezogenen Danziger Wirtschaft müße für die Wiederherstellung des alten Zustandes Vorsorge getroffen werden. Aegypten. Je mehr sich der italienisch-abessinische Streitfall 3u einem Machtkampf zwischen England und Jta- Lien entwickelt, desto deutlicher tritt die große Rolle hervor, die Aegypten in den diplomatischen Hintergründen der Angelegenheit spielt und die es bet einem Ausbruch des Krieges noch in erhöhtem Maße zu fvielen berufen ist. Italien hat die Bedeutung Aegyptens für seinen Vorstoß in Afrika schon frühzeitig erkannt und seit längerer Zeit große Anstrengungen gemacht, den italienischen Einfluß in Aegypten mit allen Mitteln 3U stärken und auszubreiten. Es stand hierfür eine sehr große italienische Kolonie im Nilland als Basis zur Verfügung, die mehr als 50 000 Italiener umfaßt, nach der griechischen Kolonie die größte und mit den Verhältnissen des Landes am meisten verwachsene. Die Handelsbeziehungen zwischen Italien und Aegypten sind von altersher sehr reae, und wie in allen Mittelmeerländern unterscheidet sich die italienische Kolonie in Aegypten von den anderen fremden dadurch, daß sie alle Klassen, vom Straßenhändler und Schuhputzer bis zum reichen Exportkaufmann umfaßt. Die faschistische Regierung hat insbesondere durch Gründung italienischer Schulen planmäßig der Ausbreitung der italienischen Sprache und Des italienischen Einflusses ooraearbeitet: sie besitzt für ihre Propaganda ein besonders in Kairo und Alexandrien sehr verbreitetes Blatt, das „G i o r n a l e d ' O r i e n t e" und hat im vergangenen Juni eine offizielle f a s ch i st i s ch e Telegraphenagentur eingerichtet, von der aus das italienische Propagandamaterial an die ägyptischen Zeitungen aller Sprachen hinausgeht. Zweifellos hat diese kluge Vorarbeit des faschistischen Regimes, die übrigens beweist, daß das Vorgehen gegen Abessinien von langer Hand vorbereitet wurde, gewisse Erfolae zu verzeichnen, wie dies 3. B. in der ungewöhnlich freundlichen und herzlichen Aufnahme zutage trat, als vor zwei Jahren das italienische Köniaspaar die Städte Kairo und Alexandrien und Oberäaypten besuchte. Nach den aus Aegypten vorliegenden Nachrichten scheint jedoch der italienische Einfluß noch nicht so weit gedrungen zu sein, daß er die natürlichen Gefühle und Interessen abzuleiten vermag, die Aegypten mit dem Gegner Italiens, mit Abessinien, verbinden. Diese sind histo - risch, rassisch und religiös so tief verwurzelt, daß sie auch durch die geschickteste Propaganda nicht ohne weiteres aufgehoben werden können. Die christlich-koptische Bevölke- r u n g Abessiniens lebt in kirchlicher Gemeinschaft mit den Kopten Aegyptens, die mehr als eine Million Gläubige zählen, und beide gehorchen der Autorität des koptischen Patriarchen Johannes von Ajexandrien. Die Abessinier, die in der Zahl von mehreren Tausenden dem griechisch-orthodoxen Glauben anhängen, leben in enger religiöser Verbindung mit ihren Glaubensgenossen in Aegypten, besonders mit dem Monsignore Nicolas, dem Metropoliten von Aksum, der ein persönlicher Freund des Kaisers von Abessinien ist. Die abessinischen orthodoxen Griechen Huben bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und bei dem Bau der französisch-abessinischen Eisenbahn eine große Rolle gespielt, und einer ihrer Führer, Dr. Seroas, gilt als einer der einflußreichsten Ratgeber des Negus. Auch zwischen der mohammedanischen Bevölkerung Abessiniens und den 13 Millionen ägyptischer Muselmanen bestehen alte religiöse Beziehungen, die bis auf die Zeiten Mohammeds und der Eroberung Aegyptens durch den Islam zurückgehen. Es ist hiernach nicht verwunderlich, daß d i e ägyptische Regierung, die bemüht war, in dem italienisch-abessinischen Konflikt sich völlig zurückzuhalten und vollkommene Neutralität zu wahren, immer mehr unter dem lebhaften Druck der abessinienfreundlichen öffentlichen Meinung des Landes gerät. Sie hat deswegen die Auswanderung ägyptischer Arbeiter gesperrt, die durch italienische Unternehmer für den Bau von Straßen und für strategische Arbeiten in Eritrea angeworben wurden. Ebenso hat sie die Ausfuhr von Zugtieren nach den italienischen Kolonien verboten und sieht sich zur Zeit einem heftigen Feldzug in der arabischen Presse gegenüber, der das Heber- fliegen Aegyptens durch italienische Flugzeuge als unvereinbar mit der Neutralität und als einseitige Unterstützung eines Kriegführenden behandelt wissen will. Aber ganz abgesehen von diesen Stimmungsmomenten, die Aegypten bei Ausbruch eines Krieges mehr zur Parteinahme für Abessinien neigen lassen, wird die wirkliche Stellung Aegyptens bei einer etwaigen Ausbreitung des Konflikts durch die beherrschende militärische Stellung Englands im Lande bestimmt. Bei aller Abneigung, die die englische Fremdherrschaft in zunehmendem Maße im Lande findet und die natürlich auch das Verhalten der ägyptischen Regierung beeinflußt, sind doch gerade im abessinischen Streitfall auch die tatsächlichen Interessen Eng- lands und Aegyptens auf das engste miteinander verbunden. Die Frage einer geregelten Bewässerung des Nils ist für den englisch-ägyptischen Sudan wie für Aegypten gleich wichtig. Jede Veränderung der politischen Karte in den Gebieten der Nilquellen, besonders die Ausdehnung des italienischen Einflusses auf das Gebiet des Tana-Sees, bekanntlich das Quellgebiet des Blauen Nils, bedeutet für Aegypten wie für England eine Lebensfrage. Dazu kommt, daß Italien unvorsichtigerweise sehr frühzeitig umfangreiche wirtschaftlichePläne enthüllt hat, die es gerade im Gebiet des Tana- Sees nach der Eroberung durchführen würde. Der frühere italienische Gesandte in Kairo, Eanta- l u p o, hat neulich in der Zeitschrift „Italia Musul- mana" davon gesprochen, daß Italien aus Abessi- nien ein Baumwollproduktionsland machen werde, das auf dem Weltmarkt neben Aegypten auftreten würde. Da die Bevölkerung Aegyptens und des Sudans fast ausschließlich von der Baumwolle lebt und in ihrer Lebenshaltung schon durch die amerikanische Baumwollproduktion auf das äußerste heruntergedrückt ist, würde das Erscheinen dieses neuen Konkurrenten den völligen Ruin für viele Millionen bedeuten. Es ist unter diesen Umständen wenig wahrscheinlich, daß der englischen Herrschaft in Aegypten aus Anlaß des abessinischen Konflikts wirkliche Schwie- rigkeiten drohen. Immerhin wird in England die Tätigkeit Italiens in Aegypten und die aufreizende Sprache des dortigen italienischen Propagandablatts mit größter Aufmerksamkeit verfolgt, wie überhaupt die Entscheidungen der englischen Politik, nachdem der Vorhang des Völkerbundes sich als allzu brüchig erwiesen hat, mehr und mehr von der Notwendigkeit bestimmt werden, seine Stellung in Aegypten als dem SchlusselzuAfrikaund Indien auf- rechtzuerhalten- Das amerikanische Staatsdepartement weist kommunistischedeschwerdeüberDeuMIand zurück Oie Kommunisten kündigen Massenversammlungen und neue lleberfälle auf deutsche Schiffe an. Washington, 7. August, (DNB.) Eine Gruppe kommunistischer „A n t i n a z i" - I ü n g e r suchte am Mittwoch den Leiter der Westeuropaabteilung des Staatsdepartements Dünn auf und protestierte gegen die Festhaltung des amerikanischen Matrosen Simpson vom amerikanischen Dampfer „Manhattan" in Hamburg. Dünn erwiderte, Simpson sei am 28. Juni verhaftet worden, weil er aufrührerische Literatur bei sich führte und kommunistische Agitation betrieb. Es timme nicht, daß er von der deutschen Polizei ent- ührt oder mißhandelt worden sei. Simpson be- inde sich in einem Konzentrationsage r, wo er gut behandelt und gut verpflegt werde und jederzeit brieflich mit dem amerikanischen Generalkonsulat in Hamburg verkehren könne. Ein Beamter des amerikanischen Konsulats habe Simpson im Lager aufgesucht und sich persönlich von seinem Ergehen überzeugt. Simpson sei vollkommen gesund und habe sich in keiner Weise über die Behandlung beklagt. Das Staatsdepartement weist also die Beschuldigungen der Neuyorker Kommunisten gegen Deutschland im Simpson-Fall als vollkommen h a l t- l o s zurück. Auch die Beschwerden gegen die Verweigerung des Einreisevisums an einen Rabbiner durch das deutsche Konsulat in St. Louis wurden zurückgewiefen, da es sich um eine rein zur deutschen Zuständigkeit und Souveränität gehörende Angelegenheit handele. Bekanntlich haben amerikanische Konsulate im Auslande in den letzten zehn Jahren viele Einreisevisa abgelehnt, besonders wenn es sich um kommunistische Agitatoren handelt. Die kommunistische „Anti-Nazigruppe" erklärte sich von den Ausführungen Dünns vollkommen unbefriedigt. Sie teilte mit, daß sie am Donnerstag im Madison Square Garden eine Massen- prote st Versammlung veranstalten und alle Anwesenden verpflichten werde, fortan das E i n- laufenjedes deutschen Schiffes in amerikanische Häfen zu verhindern. In allen Häfen, sowie in größeren Städten sollen in nächster Zeit Kundgebungen abgehalten werden. Tumultszenen im Neuyorker Polizeigericht. N e u y o r k, 7. Aug. (DNB.) Im Neuyorker Polizeigericht kam es zu lärmenden Tumult s z e n e n , als sieben im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf die „Bremen" V e r h a f t e te zur Vernehmung vorgeführt werden sollten. Das an sich schon starke Polizeiaufgebot mußte noch weiter verstärkt werden. Der Verteidiger der Verhafteten verglich das Polizeigericht mit einem Gericht in „Fa- schi ten-Jtalien" und im „Nazi-Deutschland". Er ver uchte mit allen Mitteln dem Polizeirichter zu trotzen und erklärte, man werde nicht den Mut haben, ihn aus dem Gerichtssaal zu weisen. Zahlreiche im Zuhörerraum anwesende Personen begleiteten die dreisten Ausfälle des Verteidigers mit zustimmenden Zurufen und Trampeln. Nach längerem Hin und Her mußte die Verhandlung vertagt werden. Keine Zwischenfälle bei der Ausreise der „Hamburg". N e u y o r k, 8. August. (DNB. Funkspruch). Bei der Ausreise des Hapag- Dampfers „Hamburg" erfolgte kein Zwischenfall. 2 0 0 Polizisten b e > wachten das Schiff und die vier gehißten Hakenkreuzflaggen. Unter Den Fahrgästen der „Hamburg" befindet sich auch Paul K r e f f s, dem der Neuyorker Bürgermeister bekanntlich die Ausübung feines Masseurgewerbes versagte. Kreffs kehrt nach Deutschland zurück, wo er die Wäscherei seiner Eltern übernehmen will. Oeutschlandreise des gn'echischen Ministerpräsidenten. Tsaldaris versichert Griechenlands Interesse an der Organisierung des europäischen Friedens. Athen, 1. August (DNB.) Ministerpräsident T s a l d a r i s und Gemahlin sind Donnerstag über Bled nach Wiessee bei München ab- a e r e i st. Am Bahnhof hatten sich zur Verabschiedung Kriegsminister K o n d y l i s, der während der Abwesenheit des Ministerpräsidenten die Regierungsgeschäfte führt, ferner viele Kabinettsmit- glieder, der deutsche Geschäftsträger Dr. K o r d t fowie das gesamte diplomatische Korps eingesunden. Eine große Volksmenge wünschte dem Ministerpräsidenten gute Reise und Erholung. Die Versicherung von Tsaldaris, daß sich die inner- politische Lage während seiner Abwesenheit ruhig entwickeln werde, rief bei den Versammelten große Begeisterung hervor. Tsaldaris empfing kurz vor seiner Abreise den Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros in Athen und gab ihm folgende Erklärungen: Die Kleine Entente und die Balkanentente sind zwei geographisch getrennte Gruppen, die wegen der besonderen politischen und wirtschaftlichen Fragen eigene diplomatische Wege gehen. Es ist aber bekannt, daß wegen der vielseitigen zwischen den beiden Peripherien Europas vorhandenen Bindungen eine enge Zusammen- arbeit zwischen beiden Gruppen besteht. Es gibt viele Probleme, die beiden Gruppen gemeinsam sind und im Geiste der Freundschaft und Zusammenarbeit studiert werden. Außerdem sind zwei Mitglieder des Balkanpaktes gleichzeitig Mitglieder der Kleinen Entente und deshalb ist der Kontakt durch freundschaftliche Zusammenarbeit mit hervorragenden Vertretern Rumäniens und Südslawiens automatisch. Gegenüber Deutschland hat Griechenland die freundlichsten Absichten. Die wirtschaftlichen und geistigen Bindungen mit diesem großen Reich schaffen die beste Grundlage für eine Zusammenarbeit beider Völker. Gewiß hak Griechenland seine Außenpolitik auf die Basis des Valkanpaktes und der engen Freundschaft zu den Rlittelmeer - Großmächten gestellt. Das hat aber nicht den Sinn, daß wir uns auf die Seite von Gruppen stellen, die Deutschland feindlich sind oder so oder so deutsche Interessen berühren. Griechenlands Haltung gegenüber den großen europäischen Fragen ist zwangsläufig die Neutralität. Griechenland erhofft nichts anderes als einen Erfolg der Anstrengungen für die Organisierungdeseuropäischen Friedens. Die Organisation dieses Friedens in Europa läßt es nicht zu, die Interessen und auch nicht die Ansichten eines der größten und fortgeschrittenen Volkes, wie es das deutsche Volk ist, zu vernachlässigen. Ich gehe nach Deutschland, um mich zu erholen. Deshalb werde ich keine offizielle Begegnungen haben. Aber ich bin sehr glücklich, daß mir Gelegenheit gegeben wird, das Land wiederzusehen, mit dem mich viele (Erinnerung e*n meines Studentenlebens verbinden und demgegenüber ich so viel Achtung und Freundschaft hege. Ich weiß, daß die Griechen in Deutschland ruhig und produktiv m i t w i r k e n am Fortschritt dieser großen Nation. Mein aufrichtigster Wunsch ist es, daß sie wie bisher weiter erfolgreich arbeiten sowohl für ihr Vaterland wie auch für die wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit unserem Lande. Das militärische Zusammenspiel zwischen Paris und Rom. Paris, 8. Aua. (DNB. Funkspruch.) Der Berichterstatter des „Matin" in Rom erklärt, daß die Ernennung des italienischen Generalstabschefs B a - b o g I i o zum Offizier der französischen Ehrenlegion mit der kürzlichen Reise des französischen General- Itabschefs G a m e l i n nach Rom in Verbindung tehe. Bei dieser Gelegenheit sei es zu b e d e u t e n - ien technischen Besprechungen gekommen. Demnächst werde sich nun Badoglio nach Varis begeben, um die in Rom begonnenen Meinungsverschiedenheiten mit Gamelin f o r t z u - setzen. Das freundschaftliche Einvernehmen zwischen Paris und Rom, so bemerkt der „Matin" zu dieser Meldung seines Korrespondenten, scheine sich auf militärischem Gebiete in einer Reihe greifbarer Tatsach en auszudrücken. Den großen italienischen Manövern an der öfter- reichischen Grenze werde als Operationsgedanke ein von Norden kommender Angriff zugrunde gelegt werden. Etwa 500 000 Mann sollen daran teilnehmen. Dadurch werde die italienisch-französische Alpengrenze teilweise von italienischen Truppen entblößt. Auch die zwei neu mobilisierten Divisionen, die für Afrika bestimmt seien, rekrutieren sich aus Städten an der französischen Grenze. Nur eine dieser Divisionen werde durch eine neugebildete ersetzt, während d i e anöere vollkommen motorisiert in den Drennerbezirk geschickt werde. Diese Maßnahme scheine ein Teil einer allgemeinen plan« mafjigen Um grupp i erring der italienischen Streitkräfte zu sein, Die auf der militärischen Zusammenarbeit mit Frankreich beruhe. An den großen italienischen Manövern am Brenner dürften auf Anordnung des Kriegsministeriums weder italienische noch ausländische Journalisten teilnehmen. Die neuen französischen Regimenter. P a r is, 8 August. (DNB. Funkspruch.) Die vor einigen Tagen vom Präsidenten der französischen Republik unterzeichnete Verordnung über bie Neubildung von Regimentern und Umgruppierung gewisser Truppenteile ist im Zuge Der Modernisierung der Armee mit Rücksicht auf die Sicher- Helt der französischen Ostgrenze erfolgt. So sind einige besonders starke Festungsre- gi meuter geteilt worden, um ihre Beweglichkeitsmöglichkeit zu erhöhen. Außerdem werden e neue Jnfanterieregimenter und ein Artillerieregiment an der Ostgrenze ge» bubet, sowie e i n m a rokkanisches Schützenregiment nach Belfort gelegt. Ferner werben sieben Gebirgsfestungsbataillone neu gebildet. Die bisherige IV. Kavallerie- division, deren Stab in Reims liegt, wird in eine leichtmotorisierte Division umgewandelt. Englands Lufirüstnng. O U? 5 bir° ü' ? Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Luft^hrtsachverständige der „Times" schreibt, daß die Plane des Luftfahrtministers hinsichtlich der Auswahl geeigneter Typen und der genügenden An- 2uhl der Flugzeuge für die Geschwader, die bis Ende 1937 gebildet werden sollen, jetzt so gut wie fertig seren. Insgesamt würden erheblich mehr als 2000 Flugzeuge benötigt werden. Derschie- Dein neu« Flugzeugtypen feien dem Publikum bereits bekannt, andere würden bald von bet Geheimliste gestrichen werden. Es gebe allerdings noch eine Anzahl von Typen, die bis nach der Be. enbigung der Probeflüge geheimgehalten werden müßten, jedoch würde das kaum über das Ende der Jahres hinausgehen. Unter den letztgenannten Typen sollen sich erheblich verbesserte schwere Bombenflugzeuge befinden. Verschiedene Typen des Heimatschutzes würden beseitigt werden, die zwar Gutes geleistet hätten, aber inzwischen veraltet seien. Mit Ersatzbauten sei bereits begonnen worden. Rassische (Spannungen in Abessinien. In dem großen Gegensatz zwischen Abessinien und Italien, der seit einiger Zeit zu einer die ganze Welt angehenden Gefahr geworden ist, muß zur Beurteilung des abessinischen Kräfteeinsatzes in einer vielleicht kaum mehr zu vermeidenden kriegerischen Auseinandersetzung in Betracht gezogen werden, daß im Reich des Negus Negesti starke rassische Spannungen vorhanden sind, die ein geschlossenes Handeln außerordentlich erschweren. Die gegenwärtig politisch herrschende Schicht sind die semitischen Amhara. Amhara bedeutet soviel wie „bie auf den Bergen wohnen" Die Amhara sind, wie Max Grühl in der „Leipziger Jllustrirten Zeitung" ausführt, Nachkömmlinge der sabäßisch-semetischen Habaschat oder H a b e s ch i (= Abessinien), die in der Zeit vom 7. bis 5. Jahrhundert v. Ehr. aus dem sudarabischen Reich Saba über die Straße von Bel-el-Mandeb ins Hochland eingewandert sind und dort das Reich T i g r o gegründet haben. Durch die Jahrhunderte hindurch haben sie erbitterte Kämpfe mit den hamitischen Kasfitscho oder G o n g a geführt, die erst dadurch ihr Ende gesunden Haden, daß Menelik II. das Reich ftaffa Abessinien einverleibte. Mit den hamitischen Kaf» fitscho sind die A g a u in den Gebieten von Agau- meder und Begemeder in Mittelabessinien verwandt. Beide Völker sind unversöhnliche Gegner der semitischen Amhara und von ihnen in fast allen kultischen Vorstellungen und Ueberiieferungen, in Siedlunasweise, Lebensführung, Tracht und Sitte unterschieden. Während die Kultur des Ha- mitentums mutterrechtlich ist, gilt bei den semitischen Amhara das Vaterrecht. Die Geschichte Abessiniens ist von diesem Gegensatz zwischen Semiten und Hamiten beherrscht. Die bedeutendsten Feinde des Hamitentums sind die Galla ober Oromo, die auch zahlenmäßig die größte Rolle spielen, anderseits allerdings durch eine weitgehende Stammeszer- fplitterung gekennzeichnet sind. Man hat sie auch die „Germanen Afrikas" genannt. „Zweifellos ist das Gallatum das kulturell stärkere Element im Äthiopischen Reich. Es schafft in produktiver Arbeit wirkliche Werte, während die semitischen Amhara niemals eigentlich Kulturbringer waren. Dem hamitischen Gallatum wird die Zukunft des Landes gehören, wenn es ihm gelungen fein wird, das am- harifche Joch abzuschütteln." Britische Vorsichtsmaßnahmen. London, 8. Aug. (DNB. Funkspruch.) Eine Nachricht, wonach die Abreise des britischen Oberkommissars für Aegypten aus Kairo und die gleichzeitige Abreise des britischen Gesandten im Irak aus Bagdad mit einer in London geplanten Konferenz über den italienisch - abessinischen streit Zusammenhänge, wird von der „Times" für unzutreffend erklärt. Es handelt sich um g e • wöhnliche Urlaubsreisen. Beide Beamten würden aber wohl xu einem kurzen Meinungsaustausch im britischen Außenamt vorsprechen, wie dies jedes Jahr üblich sei. Um für den Fall kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Abessinien und Italien d i e A ch t u n g der britischen und ägyptischen Neutralität zu sichern, haben bie zustänbigen Regierungsstellen in London und die örtlichen britischen Behörden in Nordostafrika dem „Star" zufolge bestimmte Pläne ausgearbeitet. U. U. wird es sich als notwendig erweisen, die militärischen und polizeilichen Streitkräfte an den m Frage kommenden Grenzen zu verstärken. Als em Hauptgefahrenpunkt werde d i e Grenze zwischen Abessinien und dem Sudan angesehen. Vielleicht müßten 6- bis 8000 Mann Verstärkungen entsandt werden und mindestens eine volle Brigade Artillerie und andere technische Trup- pen. Eine weitere Sorge sei die fortgesetzte Heber- fliegung ägyptischen und sudanesischen Gebietes durch italienische Flugzeuge. Das würde in Kriegszeiten eine Neutra l i t ä t s v e r l e tz u n g darstellen mb sehr ernst betrachtet werden. Besondere Vorsichtsmaß. nahmen würden ferner von der britischen Mittel- meerflotte getroffen werden, im Hinblick auf bie seltsamen Drohungen der faschistischen Presse gegen britische Krongebiete, besonbers gegen bie Insel Malta. General Kundt nichtreichsdeutscherStaatsangehöriger Berlin, 7. Aug. (DNB.) Nach der Meldung eines römischen Blattes soll der aus dem Chaco- krieg her bekannte General Kundt in Addis ^.beba eingetroffen fein, um in Abessinien militärische Dienste zu leisten. Dazu kann feftqefteüt werden, daß General Kundt nicht die reichsdeutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Er selbst hat, als er vor mehreren Jahren in die bolivianische Armee eintrat, Die ausdrückliche Erklärung abgegeben, daß er nicht Reichsdeutscher, sondern Danziger Staatsangehöriger sei, und er hat bann. Der Bedingung der bolivianischen Regierung nachkommend, bie bolivianische ©taateanae- Hörigkeit angenommen. ©r. Ley bei den verletzten Steinbrucharbeitern vom Taschenhos. Reichsoryanisationsleiter Dr. L e y stattete den bet dem Unglück im Basaltsteinbruch Taschenhof in Flesten Schwerverletzten im Krankenhaus Gold- berg einen Besuch ab. Sein überraschendes Erscheinen löste bet allen Arbeitern dankbare Freude aus. Nachdem sich Dr. Ley vom leitenden Arzt über den Zustand der Verletzten und die Aussichten der Wie- Derherstellung hatte unterrichten lassen, begrüßte er bie Verunglückten und sprach ihnen Trost zu, nicht ohne jeden einzelnen nochmals der tätigen Unter- tutzung der Deutschen Arbeitsfront zu versichern und ihnen damit die Sorge für die nächste Zukunft auch für bie Angehörigen abzunehmen. Dom Kran- enhaus begab sich Dr. Ley nach der Unglücks- telle Er begnügte sich nicht nur mit dem Bericht i»es Betriebsleiters, sondern ließ sich auch von Dee» duebenen Arbeitern ausführlich ben Hergang her Katastrophe barlegen. Dr. Ley betonte, daß nichts unterlassen werden dürfe, was zur restlosen Klärung der Hnglücksursache beitragen tonne. en an- r ge- Kunft und Wissenschaft. Internationales Schachturnier Vad-Nauheim. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, August 1935. nationalen Verdienste der Familie Krupp um die W e h r h a f t m a ch u n g des deutschen Volkes, die sich heute in so würdiger Weise auf ihren Namen vereinigen. — Der Reichsminister Dr. Frick sandte folgendes Telegramm: „Zu Ihrem 65. Geburtstag spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus und gedenke dabei dankbar ihrer hervorragenden Verdienste um die Kai-1 ser-Wilhelm-Gesellschaft und die deutsche Forschung.^ ♦ Der polnische Außenminister Beck hat sich über Gdingen nach Helsingfors begeben, um dem finnischen Außenminister Hackzell den bereits ange- kündigten Gegenbesuch abzustatten. * Der polnische Ministerpräsident Oberst S l a w e k emfing den Vorsitzenden des Rates der Deutschen in Polen, Senator Haßbach, zu einer Unterredung über die Wünsche der polnischen Staatsbürger deutscher Nationalität. Der Ministerpräsident bemerkte, daß sie einer eingehenden Prüfung bedürften, die ihm bisher nicht möglich gewesen sei. Er versprach nach den Parlamentswahlen eine wohlwollende Prüfung. leieuiupyi u., -nr bellenlekten Grob urto umsra es gewannen vujul Glückwünsche ausgesprochen. Reichsminister Dr. oeuemeswn^^ Stoltz und Andersen. Die Goebbels hat an Herrn Krupp von Bohl n n»artic Grob gegen Andersen wurde in klarer Ge- ..... — <■ Schwedens Seerüstung Kann Schweden seine Neutralität schützen? Von unserem G B.-Äerichierstaiier. Men. uch.) Eint ^tischen t e n aus des bri» 15 Bagdad nfe renj 'niftje n um ge« >e Beamten ’n Mei« lenamt voi> L anderseW- Achtung en Neu« inbigen Re- lichen briti« „Star" au« U. U. wird irischen und m Frage [. Als em nze zwl« ban ange« Mann Der- )estens eine Nische Trup« zte lieber« udanesi« cheFlug« eine Reu- rnb s-hr orsichtmaß' n Mittel« Hinblick aus n Presse ge; en dir Insel verständiger. t „ Die Frage ist berechtigt. Nach dem großen Kriege setzte in Schweden eine starke pazifistische Bewegung ein. Nie wieder Krieg wurde kein Kampfruf gegen den Krieg, sondern ein Glaubenssatz, der heute noch große Massen des Volkes gefangenhält. Dor allem meinte man, daß ein künftiger Krieg, wenn er gegen den Glauben aller doch kommen sollte, in der Luft ausgefochten werden und die Flotte nur eine untergeordnete Rolle spielen würde. Im Jahre 1921, als die schwedische Flotte auf ihrer Höhe stand, zählte sie 69 000 Tonnen. Im Jahre 1931 war sie auf 34 000 Tonnen, also auf kaum die Hälfte, herabgesetzt. Nach den Angaben der Flottenkommission soll diese absteigende Entwicklung fortgesetzt werden so daß die schwedische Flotte in der letzten Hälfte 1940 nur noch 16 000 Tonnen zählen soll. Angesichts dieser Perspektiven ist es nicht zu ver- wundern, daß die vaterländisch gesinnten Kreise der schwedischen Bevölkerung, und allen voran die Marine selbst, Warnungsrufe über das Land ergehen lassen. Zuerst wandte sich der Manne- st a b s ch e f an die Regierung mit dem Verlangen, die nötigen Mittel bereitzustellen, um die Wehrkraft der Flotte auf eine notdürftige Höhe zu bringen. Das Verlangen wurde mit dem Hinweis auf die bedrohliche Entwicklung der allgemeinen politischen Lage in Europa begründet. Nun betrachtet aber die gegenwärtige schwedische Regierung diese Lage mit so großem Optimismus, daß sie das Verlangen des Marinestabschefs zu den Akten legte. > L $ Ä 8 et lehSriger >r iem Ehaco' inAddis i ateiN'" « eichsbeuW hat als er He Am" «geben, daß Danj’0er r hat dann, ierung atsange leinbru*1 W «tfU Zs- ach D°a bef SvS. sein würde. Schließung eines Hoie's in Tölz Bad Tölz, 7, Sttug. Das Bezirksamt hat nach einer Mitteilung des Kreispresseamtes der NSDAP, in Bad Tölz mit Zustimmung der bayerischen Politischen Polizei das in der Hauptsache von Juden besuchte Parkhotel "lit sofortiger Wirksamkeit bisaufweiteresg e ch l o ff en. Anlaß zur Schließung ist der einmütige Einspruch aller arischen Kurgaste und auch der eingeborenen Bevölkerung gegen das m letzter Zeit außerordentlich provozierende und freche Auftreten der jüdischen Hotelgäste. Der Führer und Reichskanzler hat Herrn Dr. K r u p p v o n B o h l e n u nd H a Iba ch telegraphisch zum 65. Geburtstag seine herzlichsten r, n ( rfi p ausaesvrochen. Reichsminister Dr. Das Schreiben der schwedischen Admirale hat natürlich im ganzen Lande beträchtliches Aufsehen erregt. Die Freunde der Flotte sind über ihren Verfall erschrocken und auch die Lauen sind nachdenklich geworden. Um den Pazifisten die Augen zu öffnen, will man jetzt einen Aufklärungsfeldzug durch das Land unternehmen. Hierbei soll auf die große Bedeutung der Flotte für die Landesverteldl- gung hingewiesen werden, die natürlich für em so maritimes Land, wie Schweden, außerordentlich ist. Eine erneute Mahnung des schwedischen Generalstabs. Schwedens Neutralität erfordert eine schlagfertige Flotte. Der Politische Leiter Zimmermeister Meyer aus Trappönen wurde in der Nacht von den beiden Brüdern Fritz und August Klötzing auf der Dorfstraße mit Holzknüppeln niederge- schlagen, mit Messerstichen an den Händen ver- letzt und dann in die Memel geworfen. Meyer beging mit seinen Leuten das R i ch t f e ft eines Neubaues. Auf dem Heimweg ging er noch in eine Ga st wirtschaft, um noch ein Glas Bier zu trinken. Hier wurde er von den Brüdern Klötzing und anderen um einen Schnaps an« gegangen, den er auch ausgab. Als um 24 Uhr Feierabend geboten wurde, verließen alle das Lokal. An einer finsteren Wegstelle erhielt Meyer I plötzlich einen Schlag über den Kopf. Ein zweiter Schlag machte ihn besinnungslos. Er kam erst wieder zu sich durch das kühle Wasser der Memel, in das er von den Ban- diten geworfen worden war. Es gelang dem Ueberfallenen, sich an schwimmenden Baumstchnmen emporzuarbeiten. Auf seine Hilferufe wurde er Inach anderthalb Stunden in völlig hilflosem Zustand geborgen. Die Landeskriminalpolizei Tilsit hat als Täter die bei- den Brüder Klötzing ermittelt. Die I Festgenommenen sind ehemalige Mitglce- der der KPD. und in Trappönen als Raufbolde bekannt und gefürchtet. Zwei Todesopfer in einem Fluß- und Schwerspatwerk. In dem Fluß- und Schwerspatwerk der Firma Doepperschmitt in Tiefenbronn bei Pforzheim hatte ein Arbeiter trotz Warnung in dem 35 Meter tiefen Schacht den Benzinmotor ab gefiel 11, so daß sich Benzindämpfe ent- wickelten. Acht Arbeiter, die nacheinander in den Schacht stiegen, wurden bewußlos. Sie wurden von einer Hilfsmannschaft herausgeschafft, doch waren zwei von ihnen nicht mehr ins Leben zurückzurufen. Frecher Heiratsschwindel. Aus aller Wett. Tagung des IortsehungsauöschuffeS der ökumenischen Bewegung. In Hindegaul (Dänemark) sand die Tagung des Fortsetzungsausschusses der ökumenischen Bewegung für Glauben und Kirchenverfassung ihren Abschluß, die unter d e m Vorsitz des Erzbischofs von Pork (England) vom 4. bis 7. August stattfand. Diese ökumenische Tagung der sogenannten „Lausanner Bewegung" hat sich insbe« । sondere den Fragen des geistlichen Amtes und der Sakramente gewidmet. An der Tagung nahmen u. a. der Leiter des kirchlichen Außenamtes der Deutschen Evangelischen Kirche, Bischof von Heckel, und Oberkirchenrat Dr. Krummacher teil. Die ökumenische Bewegung für Glauben und Kir. chenverfassung ist der Oefesntlichkeit seit der Weltkonferenz von 1927 als „Lausanner Bewegung" bekannt geworden. Sie umfaßt alle nichtrömi- schenchristlichenKirchenoerschiedener Konfessionen und Völker und sieht ihre besondere Aufgabe darin, die innere Einheit der durch Konfessionsunterschiede getrennten Kirchen herauszuarbeiten. Die „Lausanner Bewegung" hat sich in letzter Zeit im besonderen Maße der Frage der Sakramente zugewandt, einer Frage, die zweifellos in der gegenwärtigen Lage der christlichen Kirchen eine besonders verheißungsvolle Aufgabe für die Zukunft bedeutet. Erfreulicherweise beschränkt sich die „Lausannner Bewegung" auf ihre eigentlichen kirchlichen Aufgaben unter Ausschalung jeder politischen Stellungnahme. Die „Lausanner Bewegung" kann deshalb im besonderen Maße als Brücke des Friedens zwischen den Kirchen und Völkern betrachtet werden. Niedergeschlagen und in die Alemel geworfen. S t o ck h o l m, 6. Aug. (DNB.) Der Ches des schwedischen Marinestabes, Admiral Lybeck, hat in einer neuen Eingabe an die Marineverwaltung den Ausbau der Kriegsmarine, insbesondere der Küstenflotte, gefordert. Der Admiral erklärt, die gegenwärtige weltpolitische Lage sei seiner Meinung I nach völlig anders als 1925 als manMn Schweden im Glauben an eine zwischenstaatliche Rechtsordnung und in der Hoffnung auf Abrüstung die Wehrmacht des Landes verringert habe. Der Völkerbund habe sich bis jetzt anscheinend mehr um seinen Bestand als um feinen Zweck bekümmert Die Erwartung einer Rüftungsbegrenzung habe das Gegenteil gezeitigt, und die weltumfassende Solidaritätspolitik sei zerstört. Für Schweden, wie für alle übrigen kleineren Staaten, gelte erneut die Forderung nach N e u t r a 111 a t s« I Verteidigung, die darauf gerichtet fern muffe, Schweden von einem Kriege fernzuhalten. Und sollte dies nicht glücken, dann müsse eben der Krieg von Schweden fernge- halten werden. Aus diesen Gründen sei unbedingt erforderlich, die Schlagkraft der Seestreitkräfte des Landes feiner militargeo- graphifchen Lage anzupaffen und deren Bereitschaft zu erhöhen. Wenngleich er die Bedeutung der modernen Flugwaffe keineswegs unterschätze, so warne er doch vor dem ungerechtfertigten Glauben, sie könne auch nur zum Teil die Seestreitkräfte ersetzen. Die Küstenflotte müsse instand gesetzt werden, im Zusammei^virken mit der Flugwaffe auch auf offener See ztt operieren, z. B. etwa in Anlehnung an die Insel Gotland als Stützpunkt. Es ei ferner vonnöten, daß die operative Schlagkraft der schwedischen Seestreitkräfte aufrechterhalten bleibe, in der Hauptsache was ihre Feuerwaffen belange. Ferner müsse an die Luftabwehr _ dacht werden. Der Admiral erinnert an die laut Flottenplan von 1927 zugestandenen aber immer noch rückständigen 38,5 Millionen Kronen für die Aufrechterhaltung des Fahrzeugbestandes und verlangt, man möge diese Summe etwa in zwei Jahresraten der Marine zur Verfügung stellen. Das Ende der Freimaurerei in Deutschland. Berlin, 8. August. Der „Völkische Beo- h a ch t e r " veröffentlicht an der Spitze feiner Aus- gäbe vom 8. August folgende Meldung: , In der Erkenntnis, daß freimaurerischer Geist und das Ideengut des Nationalsozialismus un- überbrückbare Gegensätze.darstellen und für Freimaurerorganisationen im Dritten Reich fein Platz mehr ist. haben sich nach einer uns zugegange- nen Mitteilung die in.Deutschland noch bestehenden Altpreußischen Logen mit Wirkung vom 21 Juli 1935 a u f g e I ö ft. Die bisher ein Sonderdasein führenden sächsischen Loaen d. h die Große Landesloge von Sachsen in Dresden und die Grohloge „Deutsche Bruderkette" in Leipzig werden sich diesem Vorhaben anschließen und ihre Auflösung zum 10. August 1935 durchführen." Oie gefälschten Klugblätter von Werne. Eine Kanzelerklärung der Pfarrgeistlichkeit. Nach der dritten und vierten Runde ist die Lage noch unübersichtlicher geworden. Die dr i tte Runde brachte drei Sensationen: Enaels (Deutschland) schlug Bogoljubow (Deutschland), Andersen (Dänemark) schlua Stoltz (Schweden) und auch Dr. Rödl (Deutschland) büßte gegen Ahues (Deutschland) einen Punkt ein. Richter (Deutschland) gewann gegen Eliskases (Oesterreich) und Opocenski (Tschechoslowakei) gegen Grob (Schweiz). Die Tabellenletzten Grob und Eliskases gewannen dafür (Bauleiter Adolf Wagner hat an die Stadt Bad Tölz folgendes Telegramm gerichtet: „Ich beglückwünsche d.e Stadt Bad Tölz zu ihrem Entschluß, an Juden kein Kurkarten mehr auszugeben. Ich srE mich, daß die Stadt Bad Tölz durch „btefe Tat künftig sich von Juden freihält und wünsche, daß das ganze bayerNche Oberland diesem Bei> spiel folgen möge." Antijüdische Kundgebungen in Po!nisch-Oberschlesien. Kattowiß, 7. Aug, (DNB,) In So-nowitz (Dombrowoer Revier) tarn es am Montagnachnnt- tafl zu Kundgebungen gegen indische Provokationen, Die Ursache hierzu war das provozierende Auftreten zweier lunger Juden die während einer Schlägerei aus Anlaß eines Fuß- ballspieles einen arischen Sportphotographen durch Messerstiche erheblich versetz t hatten. Zahlreiche Gruppen lunger Leute nahmen gegen die jüdischen Messerstecher Stellung,.S e bildeten Sprechchöre, die sich gegen das unverschämte Auftreten der Juden, die im Dombrowaer Revier besonders zahlreich sind, wandten. Auch m den Straßen der Stadt kam es zu schweren Schlägereien zwischen den Kundgebern und Juden. Die Polizei mußte eingreifen, um die Ruhe wiederherzustellen Berittene Polizeistreifen hatten auch rn der Rächt A tun. um die Ruhe ausrechtzuerhaltem Die beiden iühifrhpn Messerstecher wurden verhaftet. In Kat- Hierauf haben sämtliche kommandierenden Admirale der Flotte vor einiger Zeit in einem öffentlichen Schreiben einen alarmierenden Notruf an die Regierung und gleichzeitig an das Volk gerichtet. In dem gemeinsam unterzeichneten Schreiben decken sie die mißliche Lage der Flotte auf. Eine große Anzahl der Schiffe hat die Grenzen der Lebenszeit von Kriegsschiffen weit überschritten. Inzwischen ist die Entwicklung des Kriegsmaterials im allgemeinen bedeutend fortgeschritten. Infolge der knappen Geldbewilligungen befinden sich manche Schiffe in einem derartigen Zustande, daß sie im Bedarfsfälle nicht mit genügender Schnelligkeit ausgerüstet und klargemacht werden können. Welter widerlegen die Admirale die Behauptung, daß die Flotte keine entscheidende Bedeutung für die Verteidigung des Landes hat. Bei einer eventuellen Invasion muß die Flotte imstande sein, wenigstens zusammen mit den Luftstreitkräften abwehrend wirken zu können, was bald nicht mehr der Fall ein wird. Wird die schwedische Flotte nicht auf der Höhe gehalten, so werden bei einer Blockade Flotten anderer Länder, selbst solche zweiten Ranges, die Seefahrt im schwedischen Fahrwasser kontrollieren und lahmlegen können. Weiter wird die Verbindung mit der Insel Gotland im Kriegs alle nicht aufrechtzuerhalten sein. „Die Verhältni se sind so ernst;, Meßen die Admirale ihr Schreiben, „daß die Kriegsflotte sich der Grenze nähert, wo sie — als Ganzes betrachtet — nicht mehr imstande ist, em effektives Glied in der Verteidigung des Reiches zu Wegen Heiratsschwindels größten Formats sind vor der 15. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts angeklagt Bernhard Sido und fein Helfershefer Waldemar Happe. Beide lernten Anfang 1932 in der Schweiz die spätere Ehefrau Sidos kennen. Happe, der sich als Professor ausgab, stellte seinen Freund Sido als seinen Sekretär vor. We- nige Monate später verlobte sich Sido. Er verstand es, seiner Braut 12 000 Schweizer Franken zum Ankauf eines Kraftwagens abzuschwindeln. Nach einiger Zeit erbeutete Sido erneut 20 OOO Schweizer Franken, da er angeblich Happe 16 000 Mark schuldete. Um die Heirat noch zu verzögern, gingen beide Angeklagten auf Reisen. Der Versuch, nach der Ruck- kehr seiner Braut weitere 7000 Franken zu ent« locken, scheiterte. Da entschloß sich Sido zur Heirat. Einen Tag vor der Hochzeit konnte er aber angeblich zum Ankauf eines Hotels wiederum 20 000 Schweizer Franken von seiner Braut ergaunern. Nach der Hochzeit erzählte er seiner Frau, er benötige für eine „gute Anstellung bei einer Der- sicherung" noch 10 000 Mark Kaution. Die Schmie- germutter Sidos opferte erneut 12 000 Schweizer Franken, denen die Ehefrau noch 500 Franken zulegte. Um die Heirat rückgängig zu machen, redete Sido seiner Frau ein, im Interesse eines Hotelbetriebes wäre es das beste, einen Güterrechtsvertrag zu schließen, der jedoch nur zwischen Unverheirateten Zustandekommen könne. Sidos Frau erklärte sich mit der Ehescheidung einverstanden, zumal Sido ihr versprach, sogleich nach Vertragsschluß dieEheerneuteinzugehen. Da beide Eheleute sich gegenseitig ehewidriger Beziehungen bezichtigten, wurde die Eh ege' schieden. Darüber hinaus ließ sich Sido schriftlich bescheinigen, daß sie auf a 11 e U n t e r b a 11 s - ansprüche usw. verzichte. Kaum hatte Sido die Bescheinigung erhalten, da verschwand er mit Happe. Jetzt erst ging Frau Sido em Licht aus. Sie erkannte, daß sie einem Hochstapler zum Opfer gefallen war und erstattete Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, daß Happe der geistige Urhaber der Machenschaften Sidos ist. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i.V.: Dr. F.W Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, I verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Daß die Lage Schwedens ausgesprochen rnariti- ' mer Natur ist, scheint man im Ausland viel klarer vor sich zu haben als im Lande selbst. „Schweden, Schweden meerumschlungen" können auch die Schweden mit vollem Recht singen, denn nur im Nordosteck und Norden haben sie feste Landgrenzen. In bezug auf die Verteidigung kommen von )iesen Grenzen nur die nördlichen ernstlich in Frage oder, ganz genau, die nordöstliche an Finnland stoßende Grenze. Ein Krieg mit dem- Nachbarn im Westen, Norwegen, wird von Schweden überhaupt nicht in Rechnung gezogen, und auch an der Grenze nach Finnland sind Krieasopera- Hanen nur sozusagen in zweiter Hand denkbar, nämlich, wenn Rußland zuerst die finnischen Streitkräfte niedergerannt hat. Die Sowjetunion ist überhaupt das einzige Land, von dem man in Schweden denken kann, daß direkte kriegerische Verwicklungen möglich sind. Rußland ist der geschichtliche Erbfeind Schwedens, und die Sowjetherrschaft hat diese Tatsache natürlich nicht aus der Welt geschafft. Im Gegenteil, sie hat die Befürchtungen eher gestärkt als abgeschwächt. Ist die maritime Lage Schwedens schon durch die Geographie bestätigt, so wird diese Tatsache durch andere Umstände noch unterstrichen. Das Land ist nicht völlig s e l b st v e r s o r g e n d ; nur im Falle günstiger Ernten, wie den letzten, ist sein Bedarf an Brotgetreide und Futtermitteln gesichert. Die ganze Zufuhr aber, und vor allem die Ausfuhr, geht beinahe hundertprozentig über das Meer. Für die Schiffahrt ist die Lage des Landes überaus günstig. Es ist reich an natür- lichen Häfen und liegt zentral an den aus Handelsund Verkehrsgesichtspunkten so wichtigen baltischen Seestraßen. Ueberhaupt ist das Land im Verkehr mit dem Ausland als eine Insel anzusehen. So günstig diese Lage in Friedenszeiten nun auch ist, so gefährlich ist sie im Falle des Krieges, wenn keine kräftige Flotte die ausgedehnten Küste und den Verkehr mit dem Auslande schützt. Daß diese Lage auch dann ihre Nachteile hat, wenn Schweden nicht selbst in einen Krieg verwickelt ist, sondern nur seine Neutralität wahren will, hat der Weltkrieg zur Genüge gezeigt. Gerade wegen der Lage an der großen Seestraße von der Ostsee zu den westlichen Meeren war die Neutralität des Landes stark gefährdet. Damals war die schwedische Flotte noch in der Lage, dem Neutralitätswillen des Landes Achtung bei den westlichen Kriegführenden zu verschaffen und den Handelsverkehr notdürftig zu schützen. Die Dienste, die damals die Flotte geleistet hat, scheint aber das schwedische Volk vergessen zu haben. „Der Mohr hat seinen Dienst getan; wird er überhaupt noch da sein, wenn er nächstes Mal gerufen werden sollte?", fragte in diesen Tagen ein besorgter schwedischer Marinesach- Flugblätter richtet sich gegen das betrügerische und unmoralische Geschäftsgebaren des Judentums, gegen das sich die Bürger schützen mühten. Stahlhelm im Kreise Beckum aufgelöst Münster, 7. August. (DNB.) Die Staatspol i z e i st e l l e für den Regierungsbezirk Munster teilt mit: Jrn Einvernehmen mit dem Regierungspräsidenten in Münster ist der NSDFB. (Stahlhelm) auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 in Verbindung mit 6 14 des Polizeiverwaltungsgesetzes für das Gebiet des Kreises Beckum (Regierungsbezirk Munster) mit fo artiger Wirkung wegen staatsfeindlicher Betätigung a u f g e l ö st und das Vermögen beschlagnahmt worden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler empfing im Haus Wachenfeld auf dem Obersalzberg d"s Präsidium der S t e u b e n - G e s e 11- schäft von Amerika unter Führung ihres Präsidenten Theodor Hoffmann, Neuyork. * Nach Vortrag beim Führer ist die R e i ch s auto« bahnstrecke Aache n—D ü r e n—K oln zur Ausarbeitung der Baupläne freigege b en worden Die erste, etwa acht Kilometer lange Teilstrecke, soll im Zuge der Umgehung von Haaren und der anschließenden verkehrsengen Ortschaften durchgeführt werden. für Engels abgebrochen und auch die Partie Opo- censki gegen Ahues, die schwer zu beurteilen ist, wurde nicht zu Ende geführt. & ^offenes Segens 'ernitischk« au, sind, tBit Heilung' V1«« nur ‘Wwi 1 M unb en. W erbittert, obet !°e gefun. ?.°n Agau. I’nien ver« )e Gegner « in fast jungen, 'M unb r des ho. den semi, lichte Abes, n Semiten len Feinde Oromo, die len, ander- 'ammeszer- ü sie auch 'eifellos ist iement im wer Arbeit n Amhara Dem hami. Landes ge« ). das am« Essen, 7. August. (DNB.) Im Zusammenhang mit dem neuerlichen Fall verbrecherischer Wühlarbeit des politischen Katholizismus i n Werne an der Lippe veröffentlicht die „National- Zeitung" ein Schreiben des Kaplans Graf Droste zu V i s ch e r in g, der im Auftrage des katholischen Pfarramtes Werne a. d. Lippe Kenntnis gibt von einer Kanzelerklärung der Werner Geistlichkeit, die bei allen Gottesdiensten von der Kanzel verlesen worden ist. In dieser Erklärung heißt es: „In der Nacht zum Donnerstag sind hier in der Stadt Spottgedichte auf den Bisckof und die Ordensschwestern verteilt worden. Die polizeiliche Untersuchung hat einwandfrei fest- gestellt, daß die Täter Mitglieder der deutschen Kolpingsfamilie sind. Wer die Verfasser der Gedichte sind, ist bisher noch nicht mittelt worden. Die Werner Pfarrgeistlichkeit verurteilt die Tat auf das Schär f ft e und das um so mehr, als der Verdachte der Täterschaft auf andere Unschuldige gelenkt worden ist." Weiter wird in der Erklärung gesagt, daß keiner der Werner Geistlichen von dem Plan unterrichtet gewesen sei, und daß auch kein verantwortlicher Laien-' sührer der Kolpingsfamilie um die Sache gewußt habe. Zur Herstellung der Vervielfältigungen seien auch keine Apparate oder Einrichtungen der Werner Kolpingsfamilie benutzt worden. Die in Frage kommenden Gesellen seien bereits von der Reichsführung der deutschen Kol- ping-sfamilie in Köln a. Rh. ausgestoßen worden. Zu dieser Erklärung des katholischen Pfarramtes in Werne nimmt die „Nationalzeitung" wie folgt Stellung: Es kann nicht damit getan sein, daß die Schuldigen aus ihrer der Kirche nahestehenden Or- aanrfation ausgeschlossen werden. Wesentlicher ist, daß der staats- und volksfeindliche Geist ausgetrieben wird, der unzweifelhaft in einigen dieser Organisationen zu Hause ist, wie sich aus der bedauerlichen Häufung der Falle für jeden objektiven Beobachter ergibt. Wich tiger ist, daß die Geistlichkeit und die Laienführer die Angehörigen der ihnen unterstellten Organisationen einer scharfen Nachprüfung unterziehen und alle die Elemente ausmerzen unb dem Staat nahmhaft machen, die solcher und ähnlicher verbrecherischer Handlungen gegen den Staat fähig sind unb die nicht die unbedingte Gewähr bieten, daß sie positiv auf d e m B o - den des nationalsozialistischen Staa- te 5 stehen. Daran müßte die Kirche unb bie Geistlichkeit selbst das größte Inter ese haben, schon um zu vermeiden daß bei einer eventuellen weiteren Häufung der Falle doch in irgendeiner Form die Autorität und das Ansehen der Kirche in Mitleidenschaft gezogen wird. Sollte sie aber zu einer solch durchgreifenden Remigungs- kur nicht gewillt ober nicht in ber Lage sein, so könnte bie Möglichkeit eintreten, baß der Staat eines Tages im Interesse der Ruhe und Einheit der Nation gezwungen sein könnte, ihr diese Aufgabe abzunehmen, und es kann dahingestellt bleiben, ob dieser letztere Weg für die davon Betroffenen angenehmer Die neuen Uniformen -er -euischen Luftwaffe Familienauslese Stellung zu Ls gilt deshalb iw wortungsgefühl der Eltern das Erbgut ist ungesund. Wetterbericht Büchertisch Reste und Tante Frau Hermine EiertänzerWwe In neuer Auflage erscheint soeben geb. Ronstadt Seidenstoffen Waschstoffen Die trauernden Hinterbliebenen Baumwollwaren von Helene Darges Samstag, 10. August 1935 4527 D LetzterTag des Saison-Schluß-Verkaufs Bekanntmachung strafe von 25 RM. evtl. 5 Tagen efängnis und Berlin-Lichterfelde 4521D Amtsgericht. 4501 a OrthopädiidieWerkftätte Brandgaffe 5 Inhaber: Bremer Karl Scheuerlein, orlhop. Schuhmachermeisler Gießen, Telephon 4368 iceeD £. Sartmeh / Aeuenweg 18. Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Bei MMWIi Tierschau täglich ab 10 Uhr vormittags ununterbrochen geöffnet. Reformhaus, Kreuzplatz 5 4517 D UlllllUUlllllllllllllllliHIIIIIUIIUlillllUHIIIIIUIIUIllllUlllllllllliiHIUIHim Die Georg Vierau Ehefrau, Llifabethe, geb. Reumann, in Dieseck wurde mit rechtskräftigem Strafbefehl des unterzeichneten Gerichts zu einer Geld- Prozentsatz Wasser zugesetzt worden war. Gießen, den 6. August 1935. schluß an den Reichsound der Kinderreichen zu bewegen. Sie mögen bedenken, daß die von allen erhoffte Familienpolitik umso kraftvoller einsetzen wird, je deutlicher die gesunde kinderreiche Familie im Volke erkennbar und angesehen ist. zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt, weil sie zum Zwecke der Täuschung im Handel und Verkehr Lebensmittel verfälscht hat, indem sie Vollmilch in den Verkehr brachte, der ein erheblicher Dr. Liek von Freunden und Berufsgenossen, die sein Leben und Wirken, sein menschliches und irzt- liches Wesen darstellen. 6 Sesseln u. v. a. Für das Wohl des ______ Erziehung schlecht, hlksganzen sind diese Familien mit Fl.° (Flieger-) Mütze und Fl.-Bluse mit leinen Rock (mit weißen Aufschlägen und 4268D ENERGETICUM. Allein echt im Ferientage auf Sylt — Jugend i m Dienst. Briefe und Berichte deutscher Arbeitsdienststudenten, gesammelt und zusammengestellt von Karl Rau. Kart. 1,50 Mark. Gerhard Stalling, Verlagsbuchhandlung, Oldenburg l. ■ O./Berlin. — (253) — In langer Arbeit hat ein Heidelberger Student Briefe und Berichte der ersten Arbeitsdienststudenten gesammelt und in einem kleinen Bändchen zusammengestellt, welches durch die Tiefe und Einfachheit der Erlebnisschilderung zu einem Zeugnis der Einsatzbereitschaft deutscher Jugend für Volk und Reich geworden ist. Eingeleitet wird die Sammlung mit zwei grundsätzlichen Abhandlungen von Reichsarbeitsführer H i e r l und dem Schöpfer des studentischen Arbeitsdienstes, Ehrenarbeitsführer F e i ck e r t, dem Führer der Deutschen Studentenschaft. v , .ölte ganz allgemein Kinderreichtum als ein verdächtiges Zeichen von geistiger Gerinawertigkeit oder mangelnder Willenskraft, der Kinoerreiche ist dumm und Halt- Volke darstellen, sind streng die Großfamilien der Verbrecher, der Ajozialen und der Schwachsinnigen zu unterscheiden. Hier fehlt meistens das Derant- der Familie, — A m Kamin. Aus der Sandgrube und anderen Erinnerungen. Von Dr. Erwin Liek. Geh 2,50 Mark, Leinwand 3,50 Mark. I. F. Lehmanns Verlag, München. — (222) — Dr. Erwin Liek ist als Vorkämpfer für ein ideales Arzttum und als aufrechter Mann unvergessen. In diesem nachgelassenen Buch erzählt Dr. Liek aus seinen Erinnerungen: Reisen, Begegnungen mit hervorragenden und merkwürdigen Menschen, Träumereien an seinem Kamin und heitere Begebenheiten. Liek sah die Welt mit kritischen Augen, aber zugleich durchleuchtet ein sonniger Humor seine Erinnerungen. Den Beschluß machen einige kurze Nachrufe auf Herz* und Nervenschwäche nehmen Sie unser bekanntes, natürliches Kraftmittel: minderwertig. Wir haben also neben den hochwertigen Familien, die in der Gefahr des Aussterbens stehen und auf alle Weise gefördert werden müssen, andere, welche besser unterdrückt würden. Selbstverständlich gibt es zwischen beiden tausend Abstufungen, und es ist Aufgabe der Bevölkerungspolitik, möglichst viele Familien, bei denen dies dem Erbgut nach möglich ist, für den Gedanken des Wertes der kinderreichen Familie zu gewinnen und ihnen die Wegrichtung auf ein vorbildliches Familienleb.en zu geben. Die so gewonnenen Familien müssen streng von den minderwertigen abgesondert werden, nur auf diese Weise kann die Schicht der gesunden Kinderreichen tm ganzen von dem Verdacht des geringeren Wertes befreit werden. Die angesehene Stelle, die heute Der kinderreichen Familie zukommen soll, kann sich nur auf die vollwertigen Familien beziehen, denn Kinderreichtum an sich ist kein Verdienst, er wird es erst in Verbindung mit Verantwortlichkeit und Familienleben. Die Abtrennung der vollwertigen kinderreichen Familie ist Aufgabe des Rassepolittschen Amtes, welches mit der Durchführung den Reichsbund der Kinderreichen betraut hat, der dadurch zu einer Auslesevereint gung der gesunden kinderreichen Familien wird. Viele tüchtige kinderreiche Familien, besonders unter den besseren Ständen, haben sich bisher dieser organisatorischen Auslese ferngehalten, da sie eine aus ihrem Kinderreichtum folgende Verpflichtung gegenüber dem Volksganzen nicht anerkannten und auch mitunter den wirklich etwas schäbigen Standpunkt einnahmen. Steuer- ermäßiguna und Aehnliches bekämen sie aucy so. Die Aufgabe des Wiederaufbaues der kinderreichen Familie ist in unserem durch die Geburtenarmut noch sehr schwer bedrohten Volke so ernst, daß man hoffen darf, auch die bisher noch fernstehenden Kinderreichen zum Dienst am Volke und zum An° Gott dem Herrn hat es gefallen, heute früh 1/210 Uhr unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Die Beerdigung findet am Freitag, dem 9. August, nachmittags 3 Uhr, in Grünberg 1. H. statt. Von den amtlichen Uniformtafeln, die in dem Wehrmachtsverlag „Offene Worte", Berlin W 35, erscheinen, liegt die erste Tafel der Offiziere dSr Luftwaffe vor. — Unser Bild zeigt einige der noch weniger bekannten Osfiziersuniformen der Luftwaffe: 1. Hauptmann im Paradeanzug mit Stahlhelm, Achselband, Leibgurt und Schwert. 2. Oberleutnant im Kleinen Dienstanzu^ cw ' mru '" CKf = Ehrenzeichen der HI. diese Ehren-Urkunde verliehen. (Reichsjugendführung-M.) volle Feier. Dank des Führers an die Turner und Sportler begeistertem dreimaligem „Sieg-Heil!" gegrüßt und ihm zugleich das erneute Treugelöbnis dargebracht. Der gemeinsame Gesang des Liedes der Jugend „Vorwärts! Vorwärts!" beschloß die stimmungs- Auf dem Brandplatz vor dem alten Schloß fand gestern abend eine eindrucksvolle Feier der HI. statt. Die Veranstaltung galt der feierlichen Verleihung des von dem Reichsjugendführer gestifteten Ehrenzeichens für die alte Garde der HI. des Kreises Gießen. •wWme* Irene N* rrttWutitN* W ft» e» 6er Wer- lettefthv.tosmp. gegenüber den Gefallenen des großen Krieges und den Opfern des nationalsozialistischen Freiheitskampfes bewußt sind und die die Berufung übernehmen, von den gefallenen Streitern für Deutschland die Waffen zu übernehmen zum weiteren Dienst und Kampf für ein geroßes, schönes und iU.ktzrrrmtKrn Ihr.: öesitzurkunde vtt ftX khrenzeichens Bannführer Schreiber (mit weißem Mützenband) überreicht der vor ihm stehenden alten Garde der HI. die Ehrenzeichen. Nach dem gemeinsam gelungenen Liede „Brüder in Zechen und Gruben" hielt Bannführer Schreiber eine kurze Ansprache, in der er sagte: Meine Kameraden! Deutsche Volksgenossen! Wir sind heute hier zu einer Feierstunde zusammengekommen, um diejenigen zu ehren, die es verdient haben, geehrt zu werden. Ihr, die alte Garde der HI., habt euch zu den Fahnen des Führers geschlagen, als viele noch abseits standen. Der Reichsjugendführer hat euch dafür, daß ihr schon damals an den Nationalsozialismus glaubtet und für ihn kämpftet, das Ehrenzeichen verliehen. Tragt den revolutionären Geist Der alten Garde weiter in das deutsche Volk hinein und tragt das Ehrenzeichen der HI. mit Stolz und bekennt euch immer mutig zum Nationalsozialismus und zu unserem Führer Adolf Hitler! Im Anschluß an diese Worte überreichte der Bannführer jedem einzelnen Kameraden der alten Garde der HI. das Ehrenzeichen. Sodann sagte er weiter: Kameraden! Wir wollen in dieser Feierstunde an die Kameraden denken, die im Kampfe für das Dritte Reich ihr Leben ließen. Wir grüßen die 21 Gefallenen der HI.! Mit dem Deutschen Gruß wurde nunmehr von der großen Versammlung dieser 21 gefallenen Jungen in einer Minute des Schweigens gedacht. Sodann wurde der Führer Adolf Hitler mit Die Ehren-Urkunde für h). und BdM. Die Hitlerjungen und BdM.-Mädel, die bereits vor dem 2. Oktober 1932 der HI. bzw. dem BdM. ange- Die alle Garde der HZ. Den nachstehend genannten Kameraden der alten Garde der HI. des Kreises Gießen ist das Ehrenzeichen verliehen worden: Gefolgschaftsführer Walter Buß, Watzenborn. Karl B r ü ck e l, Watzenborn. Albert Euler, Großen-Linden. Walter Wilhelm, Lang-Göns. Karl S ch m a n d t, Watzenborn (jetzt politischer Leiter). Hans Hubertus Stamm, Gießen (zur Zeit Grenadier). Hermann Schreiber, Trais-Horloff. Wilhelm Schmelz, Gießen. Ewald Nepp, Großen-Linden. Hans Nachtigall, Gießen. Rudolf Krantz, Gießen. Theodor Hofmann, Heuchelheim. Herbert H e r b st, Hungen. Ludwig Henkelmann, Gießen. Fritz Hainer, Heuchelheim. Artur T r ä n k n e r , Gießen. Eckhard Herbert, Gießen. Herbert Ebe, Heuchelheim. Heinz Barth, Gießen. Willi Groß, Grünberg. Adolf Rahn, Grünberg. Wilhelm Euler, Grünberg. Alfred E i d m a n n , Gießen. Heinrich Ianz, Großen-Linden. Georg Schmidt, Hunoen. Karl K ä p p e I e , Gießen Walter Haas. Hungen Fritz K u p k a , Hungen. Erhard Waag, Gießen. herrliches deutsches Vaterland. Mit einem an- feuernden gemeinschaftlichen Lied fand dieser begeisternde erste Teil der Feier seinen Abschluß. Scharführer Krömmelbem der Kulturstellenleiter des Bannes 116, hielt sodann eine kurze Ansprache, in der er unter anderem sagte: Vor fünf Jahren dachte wohl kein Mensch daran, daß die damalige kleine Schar der HI., diese neue Jugendbewegung, einmal zu der größten Jugendbewegung Deutschlands, ja sogar in der ganzen Welt werden würde. Heute stehen in der HI. mehr als 6,5 Millionen Jungens und Mädels, alle kennen nur ein Ziel und nur einen Weg: zu kämpfen für die Idee unseres Führers. Daß es so weit gekommen ist, ist das Verdienst der alten Garde der Partei, der SA., der SS. und auch das Verdienst der alten Garde der HI. Wenn heute abend bei dieser Feier der HI. die alte Garde ihre Ehrenzeichen bekommen soll, dann ist dies eine Anerkennung, ein Ehrenzeichen, das ihr die Bewegung gibt für ihre treuen Dienste, die die alte Garde der HI. für diesen Staat geleistet hat. Gleichzeitig soll dieses Ehrenzeichen aber auch eine Verpflichtung für die alte Garde der HI. fein, immer weiter zu kämpfen und nicht zu ruhen und zu rasten, bis dieses Deutschland, das wir uns alle Jahre ersehnt haben, überall in vollem Umfange Wirklichkeit geworden ist Richten mir heute den Blick zurück auf die Zeiten vor der Machtergreifung, dann erinnern wir uns auch all der Leiden, die die alten Parteigenossen durchzumachen hatten. Wohl keiner ist unter diesen alten Kämpfern, der nicht dutzendweise berichten könnte über die Leiden und den Terror jener Zeit. Aber alle tragen sie in sich, auch heute noch, jene gewaltige Liebe jenes gewaltige Feuer, Di- Fahnengruppe. - Ganz links: der Bannführer. - «Aufnahmen (2]: Ph°t°-M°sf, ' • « © ' Ger Verlaus der Feier. Unter den Klängen ihres Spielmannszuges und mit dem Gesang 'frischer Lieder marschierten die Formationen des Unterbannes Gießen und Oie Abordnungen des Jungvolks und des BDM. zum Brandplatz, wo sie in einem großen offenen Viereck vor dem alten Schloß Aufstellung nahmen. An der Seite des Schlosses waren die Fahnen und Wimpel in einer großen Gruppe zusammengefaßt. Der Einladung der Bannführung folgend, hatte sich auch eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden, die an dieser denkwürdigen Feier der Gießener Hitlerjugend starken Anteil nahm. Die Feier wurde mit Fanfarenklängen eingeleitet. Nach kurzem Spiel des Spielmannszuges hörte man aus dem Hintergrund des Aufmarsches einen Sprecher und einen Sprechchor, die in packender Wechselrede von dem begeisterten Willen der Millionen junger deutscher Menschen in der HI. sprachen, di'e bereit sind zum Aufbruch in eine neue 9ßit jm Geiste Adolf Hitlers, die bereitstehen m unerschütterlichem Glauben an die große Sendung des Führer, die gewillt sind, zu kämpfen für diese N-U- Zeit und damit für Deutschland m deren Herzen und Seelen nur em Glaube herrscht. Deutschland!, Dir llch ihr«* hch-n Verpflichtung das sie damals beseelt hat im Kampfe für den Führer; sie werden auch für die Zukunft dieses Feuer weitertragen. Wenn in verschiedenen Gegenden unseres Vaterlandes, selbst in dieser Zeit, noch ehrgeizige Politiker von früher her ihr armseliges Parteisüppchen weiterkochen wollen und einen Keil in die deutsche Jugend zu treiben versuchen, so agen wir als Hitlerjungen in aller Ruhe: Versucht es tausendmal, es wird euch doch nicht gelingen! Denn die alte Garde der HI. und mit ihr die 51/2 Millionen Jungens und Mädels, die heute in einer Richtung stehen und marschieren, werden nicht ruhen, bis auch diese armseligen Kreaturen verschwunden sind. Wir wollen unser Reich bauen, roie wir es in all den Jahren ersehnt haben. Cs soll ein Reich sein, in dem Regierung und Volk zu gemeinsamer Arbeit zusammenstehen, und es soll nur e i n Ziel kennen, ein Reich zu fein, in dem jeder deutsche Volksgenosse reich ist an Leib und Seele Es soll niemand auch nur den Versuch machen, dieses Reich anzugrelfen, er wird sich sicher die Finger dabei zerquetschen. Wir wollen unser Ziel weiter verfolgen mit dem alten Kampfspruch der HI.: Alle Jungarbeiter der Stirn und der Faust zusammenzuführen in dieser Jugend und uns alle als Arbeiter zu fühlen, als junge Arbeiter für Deutschland' Die Leitung des 1. Gaufestes des Gaues XII (Hessen) im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hatte, wie wir am Montag berichteten, an den Führer und Reichskanzler ein Telegramm gerichtet, in dem sie namens der Turner und Sportler des Gaues XII (Hessen) dem Führer ehrfurchtsvolle Grüße mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue übermittelte. Auf diese Kundgebung ist gestern bei der Leitung des Gaufestes ein von dem Führer handschriftlich unterzeichnetes Schreiben folgenden Wortlauts ein» gegangen: Sehr geehrte Herren! Für die mir namens der Turner und Sportler des Gaues 12 (Hessen) vom ersten Gaufest in Gießen entbotenen Grüße und das Treuegelöbnis danke ich Ihnen bestens und bitte Sie, allen Beteiligten meine Danksagung und den Ausdruck meiner Verbundenheit zu übermitteln. Mit deutschem Gruß! Adolf Hitler. Aus der provinzialhaupistadt. Das Erwachen zum Beruf. Von Heinz Glaß „Der Junge ist ein Taugenichts! Er hat weder Lust zum Lernen, noch Ausdauer — ich weiß nicht, was aus dem Schlingel noch werden soll! Draußen im Garten fühlt er sich wohl, zu Hause läuft er herum wie ein Träumer!" Damit ist der Stab über den jungen Menschen gebrochen. Liebe Eltern, die Zeit, da der Knabe wie ein Träumer einhergeht, ist eine sehr wichtige; denn es ist meistens die Zeit, in welcher er sich den Plan für die Zukunft, für den Beruf zurechtlegt. Dann beobachtet Euer Kind! Kein Mensch ist von Muttter Natur so stiefmütterlich ausgeftattet worden, daß er nicht zu irgend etwas veranlagt wäre. Sucht man dieses Keimchen zu hegen und zu pflegen, wird man die Freude erleben, einen fröhlichen, körperlich und geistig gesunden Menschen zu erziehen. Umgekehrten Falles entstehen die verfehlten Existenzen, an denen so mancher schon zu Grunde ging. Erforscht man des Kindes Wesen nicht oberflächlich, sondern gründlich, und beobachtet sein Tun und Lassen in der freien Zeit, horcht auf seine Zukunftspläne, so wird man bald des Kindes geheimste Wünsche erkennen. So mußte ich an einem Schulfreund, dessen Eltern vermögend waren, feststellen, daß er, während wir zusammen die Schulbank drückten, mit seinen geistigen Leistungen stets unter dem Durchschnitt zurückblieb. Die vielen Dinge, die er lernen mußte, waren ihm eine grausame Belastung, zumal er sich anstrengte, um zu folgen. Der Junge sollte eben durchaus studieren, obgleich er nicht die geringste Lust dazu hatte. Am wohlsten fühlte er sich, wenn er in der Natur Herumsuchen konnte. Er kannte jedes Blümlein und jedes Hälmlein, er ahmte die Stimme der Vögel nach, er war draußen in Wald und Feld ein fröhlicher, ausgelassener Junge, und drinnen in der dumpfen Luft der Schulstube ein halber Mensch, der unter einem unsichtbaren Zwange litt. Eines Tages gestand er mir, daß er es nicht länger aushalten würde. „Was bedeutet mir Mathematik, Chemie, Geschichte! Was kümmert mich Projektionszeichen und die restlichen Albernheiten? Ich werde doch Gärtner werden, und wenn sich meine Eltern auf den Kopf stellen? Fürstenunverstand wollte Schiller auch in die Arztlaufbahn zwingen, und er hat doch feinen Willen durchgesetzt, und wenn mich Elternunoerstand in einen gelehrten Beruf zwingen will, dann ergreife ich eben auch die Flucht!" Nun, er hat es nicht nötig gehabt, denn nach hartnäckigem Kampfe hat er sich behauptet. Die Eltern sahen es mit Grollen, daß ausgerechnet der jüngste Sohn einen nicht „standesgemäßen" Beruf ergreifen wollte. Der Junge aber war wie umgewandelt, seit er in einer Gärtnerei beschäftigt war. Nun sind schon viele Jahre vergangen. Heute besitzt er eine schöne Gärtnerei, hat ein kleines hübsches Häuschen darin, wo er glücklich und zufrieden mit feiner jungen Frau lebt. Seine Gärtnerei ist ein Paradies. Sogar einen botanischen Garten hat er angelegt, und die Schulklassen kommen wöchentlich zu ihm. Heute erteilt er sogar den großen Primanern Anleitung und Auskunft. Aus falschem Stolz wurde schon manches Lebens- alück vernichtet, und die meisten Schiffbrüche der Jugend sind auf den verfehlten Beruf zurückzufuhren. Handwerk hat goldenen Boden, und im neuen Deutschland kommt Gottseidank auch die Handarbeit wieder zu Ehren. Die Söhne des ehemaligen deutschen Kaiserhauses mußten ein Handwerk lernen, lediglich um symbolisch zu zeigen, daß cs ehrenwert fei! Nicht was der Mensch tut, ist maßgebend sondern wie er es tut' Und dort. wo persönliche Lust und Liebe im Berus walten, wird die Arbeit aus Lust und Liebe geboren. Dort nur werden Höchstleistungen vollbracht! Amtliche Anerkennung von Turn- und Svortveremen. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat an alle unterstellten Behörden folgende Verfügung gerichtet: Unter Hinweis auf die nachstehende Bekannt- machung des Reichssportführers, die im Reichsministerialblatt 1935 Seite 546/47 veröffentlicht ist, ordne ich hiermit an, daß zukünftig irgendwelche Unterstützungen und Förderungen nur solchen Turn- und Sportvereinen gewährt werden können, die im Besitze der Anerkennung des Reichssportführers sind und dies durch die ihnen erteilte Bescheinigung nachweisen. In allen Städten und Gemeinden sind bei Ent- scheidungen bzw. bei Beantwortung der Fragen über die Gewährung finanzieller und sonstiger Unterstützungen an Turn- und Sportvereine die Ortsgruppenleiter des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen hinzuzuziehen. Dort wo keine Ortsgruppe des RfL. besteht, ist der zuständige Kreisoertrauensmann des Bezirksbeauftragten des Reichssportführers zu hören. Sprenger. Abschrift Der Reichssporlführer. Tgb. Nr. II 17 196 35/1030 y/La. Berlin-Charlottenburg, den 1. Juni 1935. Bekanntmachung über die amtliche Anerkennung von Turn- und Sportvereinen. 1. Mit Wirkung ab 1. Juni 1935 wird für die deutschen Vereine, die Leibesübungen betreiben, die amtliche Anerkennung eingeführt. Sie erfolgt durch die für den Sitz der Vereine zuständigen Beauftragten des Reichssportführers. 2. Ueber die Anerkennung wird eine besondere Bescheinigung mit Gültigkeit für zwei Kalenderjahre, erstmals bis einschließlich für 1937, ausgestellt. Für jeden Gültigkeitszeitraum wechselt die Farbe der Karte zwischen hellblau und weiß. Bei Bedarf können für größere Vereine mehrere Anerkennungsbescheinigungen ausgestellt werden. 3. Die Anerkennungsbescheinigung gilt als Ausweis für die Berechtigung des Vereins zur Inan, spruchnahme aller den Turn- und Sportvereinen gewährten Vergünstigungen und Unterstützungen. Da die Bescheinigung auch für die Inanspruchnahme von Fahrpreisermäßigungen auf der deutschen Reichsbahn gilt, ist in der linken oberen Ecke zugleich deren Dienststempel eingedruckt. 4. Die Anerkennung eines Vereins kann erfolgen, wenn die Prüfung ergibt, daß der Verein ernsthafte Arbeit für die körperliche Ertüchtigung feiner Mitglieder leistet, gemeinnützig arbeitet und den für feine Betätigung ergangenen Richtlinien Folge leistet. 5. Diese Voraussetzungen gelten im allgemeinen als erfüllt, wenn der antragstellende Verein auf Grund der Einheitssatzungen (Reichsministerialblatt 1935 S. 100) Mitglied des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen geworden ist. Ist dies nicht der Fall, so ist vor der Anerkennung in jedem Falle meine Zustimmung einzuholen. 6. Für reichsdeutsche Sportvereine im Ausland behalte ich mir die Erteilung der Anerkennungsbe- fcheinigung vor. Der Reichssporlführer In Vertretung: gez. Bretmeyer. Vornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: NSG. ,Kraft durch Freude" 18.30 bis 20.30 Uhr Vorbereitung für das Reichssportabzeichen auf dem Unioersitätssportplatz am Kugelberg; 16 bis 18 Uhr: Allgemeine Körperschule auf dem Universitätssport- platz am Kugelberg: 20 bis 21 Uhr für jüngere und 21 bis 22 Uhr für ältere Frauen fröhliche Gymnastik und Spiele in der Schillerschule. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „In goldenen Ketten." — Turnverein 1846 (Altersriege): 20 Uhr Turngang: Treffpunkt Ecke Wiesecker Weg. Sippenforschung und Ariergutachten. In der Öffentlichkeit sind Zweifel darüber entstanden, wie weit sich die Volksgenossen hinsichtlich der Festellung ihrer Ariereigenschaft der Hilfe der Reichsstelle für Sippenforschung in Berlin NW 7, Schiffbauerdamm 26, bedienen können. Dazu hört das Ndz., daß die Reichsstelle unter bestimmten Voraussetzungen jedem Volksgenossen zur Verfügung steht. Gegen eine Gebühr von 5 Mark für das Gutachten und 1 Mark für jede weitere Ausfertigung gewährt die Reichsstelle auf Wunsch Ariergutachten in allen Fällen, in denen die beteiligten Volksgenossen die erforderlichen Urkunden beibringen. Dabei werden entweder sogenannte „Beamtengutachten" ober „Parteigutachten" ausgestellt. Im ersteren Falle muß der Interessent entsprechend den Vorschriften des Berufsbeamtengesetzes usw. sein Ariertum durch die Vorlage von Urkunden bis zu den Großeltern einschl. dartun. Im letzteren Falle müssen, entsprechend den Arierbedingungen der NSDAP., die Urkunden zurückgehen bis einschl. der am 1. Januar 1800 lebenden Ahnenreihe. Auch Nichtparteigenossen können sich eines dieser beiden Gutachten durch Vorlage der Urkunden beschaffen. Im übrigen stellt die Reichsstelle für Sippenforschung fest, daß sie selbst keinerlei körperliche Untersuchungen anstellt und daß sie höchstens anthropologische Untersuchungen vermittelt, die aber nur in ganz seltenen Fällen in Betracht kämen, so z. B. wenn bei Findlingen Eltern nicht feststehen, oder in den wenigen Fällen, in denen die Urkunden aus dem Auslande beschafft werden müßten und in denen dies aus bestimmten Gründen nicht möglich ist, wie z. B. gegenüber in der heutigen Sowjetunion geborenen Deutschen. .... Die deutfdic Rrbcitofront W ' n.5.=Gcrricinf(haft Saft durch freubc" Die Wirte der Stadt Gießen, die Interesse für einen Ausschank bei dem diesjährigen Winzerfest am 31. August und 1. September in der Gießener Volkshalle haben, können die näheren Bedingungen auf unserer Geschäftsstelle, Schanzenstrabe 18, Zimmer 7, bis Samstag, 10. d. M., einsehen. Betriebswanderwarte! Am Sonntag, 11. August, findet in Kloster Arnsburg ein großes Sommerfest statt. Wanderungen an diesem Tage sind nach Kloster Arnsburg zu verlegen und so einzurichten, daß die Gruppen in den frühen Nachmittagsstunden eintreffen. Omnibusfahrten. Für den Monat Auaust find folgende Omnibusfahrten vorgesehen: Am 18. A u g u st: Fahrt nach Königftein im Taunus, Fahrpreis mit Mittagessen 4 RM. — Fahrt in den Vogelsberg, Fahrpreis 3,50 RM. — Fahrt ins Lahntal, Fahrpreis 4,50 RM. — Anmeldeschluß 14. August. Am 2 5. August: Burgenrundfahrt, Fahrpreis mit Mittagessen 2,50 RM. — Fahrt an den Edersee- Waldeck, Fahrpreis 4,60 RM. - Am 24. August: Großer Willy-Reichert- Abend in der Volkshalle, Eintrittspreise 40 Pf. bis 1 RM. Am 2 5. August findet, wie im Mai, nochmals eine Heidelberg-Fahrt statt. Fahrpreis mit Mittagessen 5 RM. Anmeldeschluß 17. August. Am 31. 21 u g u ft und 1. September: Großes Winzersest in der Volkshalle Gießen. Näheres wird noch bekanntgegeben. Die Abwraftprämie für Kraftdroschken kommi! Maßnahmen zur Bekämpfung der Notlage des Krastdroschkengewerbes. Der Reichsverkehrsminister hat zusammen mit dem Reichsfinanzminister eine „Verordnung zur Bekämpfung der Notlage des Kraftdroschkengewerbes" erlassen, die in den nächsten Tagen im „Reichsgesetzblatt" verkündet wird. Die Verordnung ist nach eingehenden Beratungen mit allen beteiligten Stellen zustandegekommen. Die von einem Sachoerständigenausschuß des Treuhänders der Arbeit ausgearbeiteten Vorschläge sind dabei weitgehend berücksichtigt worden. Die Verordnung besagt folgendes: Kraftdroschkenunternehmen, die zürn 1. Oktober dieses Jahres aus dem Gewerbe ausscheiden, kann eine einmalige Entschädigung aus Reichsmitteln gewährt werden. Voraussetzung ist, daß der Kraftdroschkenunternehmer das Gewerbe seit dem 1. Januar 1934 betreibt. Die Höhe der Entschädigung richtet sich danach, ob der Droschkenunternehmer freiwillig fein Gewerbe ausübt, oder ob ihm die Konzession für die weitere Ausübung des Gewerbes durch Beschluß der zuständigen Behörde versagt wird. Bei freiwilligem Ausscheiden erhält der Droschkenbesitzer in den Orten der Sonderklasse (besonders teuren Orten) 3000 Mark für die erste Kraftdroschke, für die zweite und jede weitere erhält er außerdem je 500 Mark. In Orten der Ortsklasse A gibt es 2500 (400) Mark, in allen übrigen Orten 2000 (350) Mark. Wer freiwillig ausscheiden und eine Entschädigung erhalten will, muß sich spätestens bis zum 31. August 1935 bei der für den Droschkenverkehr zuständigen Polizeibehörde melden und einen entsprechenden Antrag stellen. Die ärllichen Organisationen des Reichsverbandes des Kraftfahrgewerbes werden den Drosch- kenbefitzern über die näheren Einzelheiten alle erforderlichen Auskünfte erteilen. In Orten unter 50 000 Einwohnern wird eine Entschädigung für freiwillig Ausscheidende nicht gewährt. Will ein Droschkenbesitzer, dem die weitere Ausübung des Gewerbes versagt wird, eine Entschädigung erhalten, so muß er innerhalb eines Monats, von dem Tage an gerechnet, an dem ihm die endgültige Versagung mitgeteilt worden ist, einen Antrag bei der Polizeibehörde stellen. Eine Entschädigung wird nicht gewährt,, wenn die Genehmigung wegen mangelnder Zuverlässigkeit oder ungenügender Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebs versagt worden ist. Die Höhe der Entschädigung beträgt die Hälfte der Sätze, die bet freiwilligem Ausscheiden gewährt werden. Mit der Neukonzessionierung des gesamten Krastdroschkengewerbes werden die Voraussetzungen Wegfällen, unter den seinerzeit den Kraftdroschkenbesitzern eine laufende Beihilfe aus Reichsmitteln bewilligt worden ist. Die Beihilfe wird daher mit dem 1. Oktober d. I. aufhören. Das Kraftdroschkengewerbe wird so in Zukunft auf eigenen Füßen stehen können und nicht mehr von laufenden Unterstützungen aus öffentlichen Mitteln abhängig fein. Sportturse „Kraft durch $reui>e*. Betrifft geschlossene Kurse. Wir müssen darauf Hinweisen, daß die geschlossenen Kurse, besonders Reiten und Tennis, eine regelmäßige Teilnahme erfordern. Teilnehmer, die ohne zwingenden Grund die angesetzten Uebungs- siunden versäumen, haben keinen Anspruch auf Ersatz, und die Sportmarken verfallen. Diese Maßnahme muß ergriffen werden, um einen geregelten Kursusbetrieb zu gewährleisten. * Das Sportamt Gießen hat bisher folgende Kurse eingerichtet, an denen alle Volksgenossen, ob jung oder alt, teilnehmen können: Fröhliche Gymnastik und Spiele. Nur für Frauen. Dienstags von 20.30 bis 21.30 Uhr: Lollar, „Zur Linde"; Donnerstags von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Schillerschule,' Schillerstraße. Schwimmen. Für Frauen und Männer gemeinsam. Montags von 18 bis 19.15 Uhr: Badeanstalt des Männerbadevereins; Dienstags von 19.30 bis 20.45 und 21 bis 22 Uhr: Wetzlar, Hallenbad: Mittwochs von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Gießen, Volksbad; Samstags von 16 bis 17.15: Lollar, Lahnbad. Achtung! Verlegen von Sportkurfen. Während der Schulferien werden folgende Kurse in die Turnhalle der S ch i l l e r s ch u l e, Schiller- ftraße, verlegt: Donnerstags von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen; Freitags von 20 bis 21 Uhr: Allgemeine Körperschule für Frauen und Männer. Allgemeine Körperschule. Für Frauen und Männer gemeinsam. Dienstags von 19 bis 21 Uhr: Unioersitätssport- platz am Kugelberg; Donnerstags von 16 bis 18 Uhr: Unioersitätssportplatz am Kugelberg; Freitags von 20 bis 21 Uhr: Schillerschule, Schiller- strahe. Reichssportabzeichen. Für Frauen und Männer gemeinsam. Donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr: Univerfi- tätssportplatz am Kugelberg. Tennis. Für Frauen und Männer gemeinsam. Montags von 18 bis 19 Uhr und 19 bis 20 Uhr: Städtische Plätze am Schützenhaus; Dienstags von 6.15 bis 7.15 Uhr: Städtische Plätze am Schützenhaus; Sonntags von 8 bis 10 Uhr: Städtische Plätze am Schützenhaus. Achtung! Reue Tennisstunden! Ab Sonntag, 11. August, ist für Anfänger und Fortgeschrittene von 8 bis 10 Uhr Uebungsmöglich- keit gegeben. Anmeldungen vormittags auf dem Sportamt, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, Tel. 2919. Für Anfängerkurse werden Bälle und Schläger vom Sportamt gestellt. Reiten. Für Frauen und Männet gemeinsam. Montags von 21 bis 22 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz; Dienstags von 21 bis 22 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz: Mittwochs von 20 bis 21 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz: Freitags von 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr: Reitschule Schömbs, Brandplatz. Für den Mittwochkursus sind noch einige Plätze frei. Interessenten wollen sich umgehend an das Sportamt, Schanzenstraße 18, Sprechstunden von 8 bis 13 Uhr, oder Telephon 2919, wenden. Zagdkreis Gießen. Ausbildung der Jungjäger. Die Pressestelle des Kreisjägermeisters teilt uns mit: Nach den Vorschriften des Reichsjagdgesetzes kann nur noch derjenige einen Jagdschein erhalten, der sich mit Erfolg einer Jägerprüfung unterzogen hat, wenn er nicht früher schon einen Jahresjagdschein besessen hat. Es hat sich nun überall, wo solche Prüfungen durchgeführt wurden, gezeigt, daß die Ausbildung der Jungjäger z. T. ganz außerordentlich zu wünschen übrig ließ und daß daher ein großer Teil die Prüfung nicht bestand, d. h. daß ihm der Jagdschein versagt wurde. Da aber die Prüfung nur einmal wiederholt werden kann, liegt die Gefahr nahe, daß bei ähnlich mangelhafter Vorbereitung der junge Jäger sich selbst für immer von der Jagd ausschließt. Es muß anderseits anerkannt werden, daß die vielseitige praktische und theoretische Vorbereitung für manchen nicht leicht ist, wenn er nicht das Glück hat, einen tüchtigen Jäger als Lehrprinzen zu finden, der ihn so gut abführt, daß ihn die deutsche Jägerschaft gern als den Ihren in ihrs Reihen aufnehmen kann. Der Kreisjägermeister betrachtet es aber als feine Pflicht, an der Erziehung eines tüchtigen Jägernachwuchses mihuarbeiten und den Jungjägern zu Helsen. Er beabsichtigt daher, diesen im Laufe des Winters durch die Mitglieder des Prüfungsausschusses über die einzelnen Prüfungsgebiete Vorträge halten zu lassen und Hebungen zu veranstalten. Es kommt allerdings, ehe darüber weiteres gesagt werden kann, darauf an zu wissen, ob dafür genügendes Interesse vorhanden ist. Es werden daher alle etwa vorhandenen Interessenten aufgefordert, sich bis spätestens 1. September schriftlich zu melden bei dem Kreisjägermeister für den Kreis Gießen, Gießen, Stephanstraße 4. „Zirkus der?OOO"«mfOswaldsgarten. Für die kommenden Tage, zum Wochenende, wird wieder einmal ein Zirkus in unserer Stadt Einzug halten, und zwar ein neues deutsches Unternehmen, das zu 95 v. H. deutsche Artisten und Angestellte beschäftigt. Bei dem neuen Zirkus handelt es sich um einen großen Ein-Manegenzirkus, der von jedem, auch von dem billigsten Platze aus, alle Vorgänge genau verfolgen läßt. Namen wie Hagenbeck, Althoff, Mark usw., die auf beste circen- sische Tradition zurückblicken, sind mit dem neuen Zirkus verbunden, so daß man mit außerordentlichen Darbietungen rechnen kann. Das Programm, das drei Stunden in Anspruch nehmen wird, bringt eine Fülle der anregendsten Darbietungen. Die Eröffnungsvorstellung findet am Samstag um 20.15 Uhr statt. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 8. Aug. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Land butter 1,40 bis 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 11, Wirsing (grün), das Pfund 12 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 25 bis 30, (gelb) 25 bis 35, Tomaten 30 bis 35, Zwiebeln 15 bis 18, Rhabarber 8 bis 10, Pilze 40, Kartoffeln (neue) 7 bis 8 Pf., der Zentner 5,50 bis 6 Mark, Frühäpfel, das Pfund 30 bis 45, Falläpfel 8 bis 10, Pfirsiche 45 bis 55, Himbeeren 60, Brombeeren 40 bis 50, Birnen 15 bis 50, Stachelbeeren 25 bis 35, Johannisbeeren 25, Pflaumen 28 bis 35, Zwetschen 35, Mirabellen 30 bis 45, Reineclauden 30 bis 35, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 70 bis 80 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 80, Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken IV2 bis 5, Endivien 5 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Suppengrün 5 bis 8, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. ** Das Obst waschen! Ungewaschenes Obst weist, wenn es dem Staub oder dem Betasten mit den Händen der Verkäufer und Käufer ausgesetzt ist, Unmengen kleinster Lebewesen auf, die beim Verzehren dem Magen und dem Darm Gefahren bringen können. Manche dieser Bakterien sind frei- 1.00 1.20 -r Wik sanden zueinander. Vornan von Klothilde v. Stegmann. Urheberrechtschutz: Fünf-Türme-Derlag Halle (S.) 22 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Auf der anderen Seite waren die Gemüsebeete. Die Bohnen standen sauber aufgebunden. Die Kohlköpfe drängten sich aneinander, der Salat stand fest und lichtgrün. Alles verschmolz in Farben und Duft. Ein stolzes Leuchten kam in Marlens • Augen. Ihre Arbeit hier war gesegnet worden und wurde weiter Segen bringen, Segen und Trost. Diese Gärtnerei hier ringsum hatte sie gekauft. Hier arbeitete sie mit zwei Gehilfen zusammen von früh bis spät. Der eine Gehilfe, ein freundlich älterer, arbeitsloser Gärtner, verkaufte Blumen und Gemüse auf dem Markt in Berlin. Der Erlös reichte gerade aus, um den Lohn und die Kosten für Marlens bescheidenes Leben aufzubringen. Niemand ahnte, daß die Pächterin dieses Landes hier nicht Marlen Korda, sondern in Wahrheit Gräfin Veltheim war. Nur der frühere Be- fitzer wußte es. Aber das war ein schweigsamer alter Mann, der zufrieden gewesen war, sein Land gut verpachtet zu haben, lleberbings war er sofort nach Abschluß des Vertrags zu seinen Kindern ins Rheinland gezogen. So durfte Marlen sicher fein, ihr Geheimnis yüten zu können. Die Briefe von Karla ließ sie sich poftlagernb nach Berlin senden. Ebenso hatte sie Justizrat Niemann ihre Adresse „postlagernd Berlin" angegeben. Einmal wöchentlich fuhr sie herein, um diese Briefschaften in Empfang zu nehmen. Georg sah sich mit frohen Augen um. ,4Tin kleines Paradies, das du dir hier geschaffen hast, Marlen. Aber sicher macht es viel Arbeit." „Das schon, Georg. Aber Arbeit ist das einzige Mittel, um das Leben zu vergessen." Georg sah Marlen erschrocken an. Was sagte sie da? Das klang ja, als ob sie im Grunde ihres Herzens nicht froh wäre. Aber als er sie fragte, schüttelte sie rasch den Kopf. „Ach, Unsinn, Georg, bas war nur so eine Re- bensart. Weißt bu, meine alte schwebische Dame hat bas oft gesagt. Unb ich habe es so übernommen. Aber Arbeit ist wirklich bas Aller-, Allerschönste im Leben. Unb wenn man sieht, uue sie einem unter ben Händen gedeiht, dann ist man schon froh. Du weißt, ich bin mit Leib und Seele Landkind. Für mich gibt es nichts Herrlicheres, als den Boden zu bearbeiten, zu säen, zu pflanzen und zu beobachten, wie alles lebendig wird und sich entwickelt." „Weißt du, Marlen", meinte Georg nachdenklich, als sie dann vor dem kleinen Blockhaus am Kaffeetisch saßen, „du müßtest eigentlich einmal einen Landmann heiraten. Ja, ja, Marlen — weich' mir nicht wieder aus! Ich bleib' dabei! Ein Mädchen kann in seinem Beruf noch so glücklich sein: ihr Leben erfüllt sich doch erst dann wirklich, wenn sie Frau und Mutter wird. Und du, Marlen, du bist geschaffen, eine wirklich frauliche Lebensaufgabe zu haben. Weißt du, den Kerl, der dich mal mir entführt, den haß ich eigentlich schon im voraus. Aber wenn's mal sein muß, bann werbe ich mich fügen." Marlen war blaß geworben. „Ich hole nur noch einmal frische Milch, Georg. Und das mit Heiraten — bas schlag dir nur aus dem Kopf! Ick jedenfalls denk' nicht daran." Georg sah Der schlanken, hellgekleideten Gestalt nachdenklich nach. Warum Marlen wohl immer so abweisend wurde, wenn er auf diese Frage zu sprechen kam? Hatte sie wirklich noch nie einen Mann gern gehabt? Oder war vielleicht irgendeine Enttäuschung in ihrem Leben, die sie selbst dem Bruder nicht anoertraute? Er mußte doch einmal mit ihr darüber sprechen. Doch heute kam man nicht mehr dazu. Georg hatte Marlen noch sehr vieles von seiner Unterredung mit dem Deutschamerikaner, einem Mister Beyer, zu berichten. Er wollte sich auch heute abend wieder mit ihm treffen, um die näheren Bedingungen mit ihm zu verabreden. Das war Marlen sehr recht. Das war der Tag, an dem sie sich ihre Post abholen wollte. „Ich komme mit dir, Georg", sagte sie. „Ich habe einiges in Berlin zu tun? „Fein, kleine Marlen. Ich habe nur ein paar Stunden mit Mister Beyer zu tun. Sag' mal, konntest du nicht heute abend in der Stadt bleiben? Ich fände es so wunderschön, wenn wir morgen gemütlich miteinander frühstücken und dann vielleicht einen schönen Ausflug machen könnten." „Aber wo soll ich denn wohnen, Georg? Zu dumm, daß mein Häuschen so eine kleine Puppenwirtschaft ist, daß du nicht bei mir logieren kannst." „Dann bleibst du eben bei mir im Hotel", schlug Georg vor, „und morgen machen wir uns einen schönen Tag. Wir fahren mit dem Auto irgendwohin, vielleicht nach Chorin, sehen uns die alte schöne Burgruine an und bleiben den ganzen Dag draußen im Grünen beisammen. Ich habe schon einen Vorschuß von fünfhundert Mark von Mister bekommen — ich lade dich feierlich ein." "Nun, bann kann ich es dir wohl nicht abschlagen , lächelte Marlen. „Gedulde dich noch eine bolbe ©tunöe. Ich packe schnell mein Köfferchen unb bespreche bann mit meinen Gehilfen bas Notigste." Sie nickte Georg zu unb verschwanb. Georg blieb behaglich im Korbsessel sitzen unb fab über bas Lanb. Es lag in der scheidenden Abendsonne mild und friedlich da. Wie glücklich hatte sich fein und Marlens Leben doch gefügt! Er würde bald sein Ziel erreicht haben, bann würbe er reich sein, unabhängig, und konnte Marlen all ihre Sorge unb Mühe vergelten. Ob sie bann wohl hier ihre Gärtnerei aufgeben würbe? Fast bezweifelte er es. Er hörte ihre Helle Stimme herüberklingen. Sie gab dem Gehilfen Anweisung. „Vergessen Sie mir nicht, ben Salat noch einmal zu gießen, Franz", sagte sie zu bem jungen Gehilfen. „Ich bin morgen nicht ba. Und passen Sie auch gut auf das Häuschen auf." Nun kam sie zurück. „Wir können gleich fahren, Georg. Ich will mich nur noch ein bißchen auf Stadt zurechtmachen." Lächelnd zeigte sie auf ihr blauweißgestreiftes Arbeitskleid mit der großen Arbeitsschürze davor. Als sie nach kurzer Zeit aus dem Hause trat, staunte Georg wieder einmal über die Verwandlung, die mit seiner kleinen Schwester Marlen vorgegangen war. Sie sah jetzt aus wie eine ganz große Dame in ihrem weißen plissierten Seiden- rock und der rotweißgestreiften Hemdbluse, über die sie eine Smokingjacke aus roter Bastseide gezogen hatte. Ein kleiner Strohhut aus weichem, weißem Stroh mit einer flotten rotweißen Schleife, eine rote Handtasche, weihe Schuhe und Strümpfe paßten sich geschmackvoll dem Anzug an. „Hergott, was hab' ich für eine schöne Schwester!" sagte Georg aus vollem Herzen. Marlen gab ihm einen kleinen zärtlichen Klaps. „Unb was hab' ich für einen verliebten Bruber! Aber von bir will ich mir bas Kompliment schon gefallen lassen." Sie verschloß sorglich bas kleine Häuschen und gab ben Schlüssel bem alten Gehilfen. „Auf Wiedersehen, Kinber. Macht euch morgen einen ruhigen Sonntag. Eine Kiste Zigarren unb eine Flasche Wein habe ich euch hinten in bic Gärtnerwohnung gestellt." Sie gab ben Angestellten freundlich die Hand. Auch Georg verabschiedete sich herzlich. „Es ist mir immer eine Beruhigung, Marlen, daß du so gute und zuverlässige Menschen hier hast. Du wohnst dock wirklich sehr abseits hier." „Bei den beioen aber sicher, wie in Abrahams Schoß, Georg!" Leichtfüßig ging Marlen neben Georg her. Ihr schönes, klares Gesicht trug jetzt den Ausdruck einer stillen Zufriedenheit. „Ich bin ja so glücklich, Georg, daß wir uns jetzt so oft sehen können. Ich bin doch oft sehr einsam." Georg schwieg. Wenn Marlen einmal ihre törichte Abneigung gegen eine Heirat aufgeben und einen lieben Menschen finden würde, der zu ihr paßte, dann würde sie nicht mehr einsam sein. In schneller Fahrt glitt der Wagen die Chaussee über Potsdam nach Berlin entlang. Georg fragte, wo er Marlen absetzen sollte. „Ich habe beim Postamt am Potsdamer Platz einen Augenblick zu tun, Georg." „Schön", entschied Georg, „dann warte ich und bring’ dich dann am besten gleich ins Hotel, um ein Zimmer für dich zu bestellen." Bald umfing sie der brandende Lärm der großen Stadt. Autokolonnen reihten sich an Autokolonnen. Elektrische klingelten. Die Autobusse tuteten, die Radfahrer flitzten eilig hindurch. Geschickt wand Georg den Wagen durch das Gewimmel. Vor dem Postamt hielt er an. Marlen ging hinein. Ein lebhaftes Treiben war hier in diesem Postamt im Zentrum des Großstadtverkehrs. Boten lieferten ganze Stapel von Briefen ab. Telegramme wurden aufgegeben. Fremde holten sich Auskunft. Die Sprachen aller Welt schwirrten durcheinander. An einem Schalter mit der Aufschrift: Briefe — Einschreibsendungen — Telegramme — postlagernd« Sendungen — stand eine junge Dame in elegantem sandfarbenen Schneiderkostüm. Sie war gerade abgefertigt und frankierte ein paar Briefe. Jetzt kam Marlen an die Reihe. „Bitte, postlagernde Briefe für Gräfin Veltheim?" fragte sie. „Jawohl, Frau Gräfin" — der Beamte schien Marlen zu kennen —, „einen Augenblick." Er sah im Fach nach und schob Marlen drei Briefe hin. „Danke vielmals!" sagte Marlen freundlich. Die junge Dame in dem sandfarbenen Schneiderkostüm hatte bitzschnell aufgesehen. Ein scharfer, forschender Blick aus blauen Augen traf Marlen. Als Marlen jetzt das Postamt verließ, folgte ihr die junge Dame unauffällig. Vor dem Postamt ging Georg auf und ab. „Na, das ging ja schnell, mein Liebes", sagte er zärtlich und half Marlen in den Wagen. ,Nun komm, jetzt fahren wir zum Hotel. Ich habe in- Zwischen telephoniert — unsere Zimmer sind frei." Er stieg ein. Die junge Dame winkte hastig ein Auto herbei. „Fahren Sie dem kleinen grauen Wagen nach!" befahl sie. „Jemacht", sagte der Chauffeur des Mietautos und folgte dem kleinen Wagen. Der fuhr über Öen Potsdamer Platz dem Tiergarten zu und hielt bald vor einem großen, eleganten Hotel. Die junge Dame sah gespannt zu, wie Marlen mit ihrem Begleiter in das Hotel hineinging. Ein böses Lächeln lag um ihren schönen Mund. „Das ist ja eine merkwürdige Entdeckung", sagte sie halb für sich. „Das wird meinen teuren Vetter Dietrich ja sehr interessieren. Also, so liegen die Dinge! Deswegen sind die beiden nicht zusammen! Aber ob er wirklich weiß, daß die Frau, die feinen Namen trägt, ganz öffentlich mit einem andern Mann Beziehungen unterhält? Ich bin neugierig, was er dazu sagen wird." Sehr befriedigt kehrte Jutta von Bergfelde von ihrem Besorgungsweg in das Haus einer Schulfreundin zurück, bei der sie feit einiger Zeit zu Gaste war. (Fortsetzung folgt!) 7. 10. Ligen Luftströmungen der oberen Schickten und ihre Ausbreitung mit den unteren, weshalb ein Kenner Starkenburg und Meinhessen Aus den preußischen Tlachbargebieten In der einer 5. 6. Kurze Gportnotizen 7. bei Brühl, Schat8tr.7^S^^ toieD 5. 6. das zu bewäl- Es liegt daher 8. 9. Kamerad- schaftsabend. fachwart Zitzer); Rechts- und Strafordnung (Gruppenleiter der Bezirksklasse Otto Michel); Kreisjugendwartes P r e s b e r und eines Oberjungführers); mußte der Wagen einem unbeleuchteten Lieferauto, das wenige Meter von der Straßenecke parkte, ausweichen. Offenbar hat der Wagenführer dieses Hindernis erst in letzter Minute bemerkt. Bei dem Versuch, an dem Hindernis vorbeizukommen, bremste er sehr scharf und warf das Steuer herum. Hierbei geriet der W a g en ins Schleudern und stieß mit voller Wucht seitlich auf das ßaftauto. Bei dem Anprall riß das Verdeck des Personenwagens auf und zwei Insassen flogen auf die Straße. Als der Wagen dann eine Strecke weiter zum Halten gebracht worden war, stellte sich heraus, daß auch die übrigen Insassen — bis auf den Fahrer — schwereVerletzungen erlitten hatten. In der Nähe der Unfallstelle weilende SS.-Männer brachten den Verunglückten die erste Hilfe und sorgten für die Ueberführung der Schwerverletzten in die Krankenhäuser. Einer der schwerverletzten Fahrgäste ist kurz nach der Aufnahme ins Krankenhaus gestorben, während die übrigen vier mit Schädelbrüchen und schweren Schnitt- ren Betriebe können sich daran ein Beispiel nehmen und haben es selbst in der Hand, künftig Volksgenossen, die noch nicht zur DAF. gehören, weder einzustellen, noch zu beschäftigen. Festnahme eines Einbrechers. Lorsch, 7. Aug. (LPD.) In den letzten Monaten wurden in Lorsch und seiner Umgebung zahlreiche Einbrüche verübt, ohne daß es gelang, den Täter zu fassen. Nun hat die Polizei einen aus Düsseldorf stammenden E i n b r e - im Interesse eines jeden Vereinsführers, sich schon heute mit den einzelnen'Punkten zu befassen, damit durch unnötige Anfragen keine Zeitverluste entstehen. | Verkäufe Klavier kreuzsaitig.Elfen- bein, für 350 Mk. zu verkaufen ob. zu vermiet. 03321 Georg Ebert Ludwigstraße 5. nationalen Deutschen Tennismeisterschaften in Hamburg im Männereinzel ermittelt. Es sind bis auf den Ungarn S z i g e t i lauter Deutsche, und zwar von Wetzlar) Turn- und Spieloevein 1920 Bissenberg (Kreis Wetzlar. Ballspiel-Club Sinn (Dillkreis) Reichsbahn Turn- und Sportvereinigung 1911 Dillenburg (Dillkreis) Spiel- und Sportverein „Oranien 1914" Frohns Reisender der wirklich Ber- kaufstalent bat, sofort gesucht. Schrift!. Angeb. unter 4498» a.d. GietzenerAnzeig. wunden darniederliegen. Die Polizei erschien alsbald an der Unfallstelle und nahm die erforderlichen Feststellungen und Vernehmung der Zeugen und des noch jugendlichen Autolenkers vor. Der Fahrer wurde von der Polizei in das Städtische Krankenhaus gebracht, um dort einer Blutprobe unterzogen zu werden. Bei seiner ersten Vernehmung gab er an, den Wagen geliehen und mit einigen Freunden, die wiederum Bekannte mitgenommen hatten, einige Lokale besucht zu haben. Auf der Heimfahrt sei ihm plötzlich ein Radfahrer in die Fahrtrichtung gekommen; diesem habe er ausweichen wollen, wobei dann der Unfall passierte. Unter den Verletzten, deren Befinden durchweg e r n st ist, befindet sich auch eine Frau. Aus dem fahrenden Zug gefallen. Limburg, 7. Aug. (LPD.) Auf der Lahntalstrecke zwischen Limburg und Eschhofen stürzte ein aus Löhnberg bei Weilburg stammender junger Mann aus dem fahrenden Zuge und schlug mit dem Kopf neben dem Gleis auf. Er trug schwere Verletzungen davon, die seine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich machten. Kreis Marburg. LPD. Marburg, 7.Aug. In der Gegend von Hachborn wurde ein bereits jahrelang beobachteter R e h b 0 ck erlegt, der auf der Mitte des Kopfes eine starkentwickeltezackenloseStange trug. Bis jetzt war es dem Tier immer gelungen, den Nachstellungen der Jäger zu entgehen. für den Deutschen Hilfsfond Watzenborn-Steinberg). Aus dem Plan ergibt sich, daß tigende Arbeitsgebiet sehr groß ist. Marine- Kameradschaft M e.V., Gießen Samstag, 10. Ang. 8.30 Uhr 151od Monats-Versammlung Erschein. Pflicht, Neueinteilung der Bezirksklaffe, Gruppe Gießen. Zu der Bezirksklasse, Gruppe Gießen-Dill, sind für bas kommende Spieljahr 1935/36 nachstehende Vereine eingeteilt: , . 1. Verein für Bewegungsspiele-Reichsbahn Gleheu 2. Spielvereinigung 1900 Gießen 3. Fußball-Club „Teutonia" Watzenborn-Steinberg Mit 17 Spielern hat von Reykjavik aus dir isländische Fußballexpedition die Reise nach Deutschland angetreten. Die Nordländer treffen am 14. August in Hamburg ein und tragen dann vier Spiele in Deutschland aus, und zwar in Dresden am 18. August, Berlin am 21. August, Oberhausen am 25. August und Hamburg am 28. August. Beim Degenfechten haben sich bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt von 80 Teil- V _ Erchgärten. Ehemaliges Jagdhäuschen im Lahntal unweit Gießen, als Wochenendhäus- chen gut geeign., billig zu verkauf. Schr.Angeb.ünt. 45240 a. d.G.A. Weljenmühle sucht für Oberhessen tüchtigen Reisenden Sehr. Ang. unt. 03315 an d. G. A. 4. Sportverein 05 Wetzlar Sportgemeinde 03 Niedergirmes (Wetzlar) Turn- und Spielverein Naunheim (Kreis Gesucht Nähe Gießen (Landhaushalt) zuverlässiges, erfahrenes u. perf. HaiHätien für sofort 0. spät. Schr. Angeb. m. §eugn. u. mögl. ichtb.u. 45280 an d. Gieß. Anz. Schwerer Auiounfall in Frankfurt a. M. Lin Toter, vier Schwerverletzte. Hausen (Dillkreis). Es sind die gleichen Vereine der vorjährigen Gruppe, neu hinzugekommen ist die Turn- und Sportgemeinde 03 Niedergirmes. Die Gruppe ist mithin auf zehn Vereine erhöht worden. Man hat in diesem Jahre von einem Abstieg abt gesehen. Dies ist begründet dadurch, daß die Vereine, die eigentlich absteigen sollten, sich doch in irgendeiner Form für die Bezirksklasse bewährt haben. Sei es, daß der Verein auf dem Gebiete der Jugendpflege Anerkennungswertes geleistet hat, fei es, daß die Vereinsführung tadellos gearbeitet hat. Aufgestiegen ist nur die Turn- und Sportgemeinde 03 Niedergirmes, die alle Bedingungen für die Aufnahme in die Bezirksklasse erfüllt hat. Die Vereine haben sich während der-Spielsperre für die kommenden Spiele gerüstet. Viele haben unter Leitung eines tüchtigen Fußballsportlehrers trainiert. In vielen Mannschaften werden neue junge talentierte Spieler auftauchen und es wird sich bei den Meisterschaftsspielen der Serie 1935/36 zeigen, wieviel sie hinzugelernt haben. Der Anfang der Meisterschaftsspiele ist auf den ** Auch Sterne sind Wetterzeichen. Daß auch Sterne Wetter^eichen sind, ist manchem noch unbekannt. Der ruhige Lichtschein deutet auf schönes Wetter, das lebendige Glitzern läßt Sturm erwarten, denn es rührt von starker Bewegung in den oberen dünnen Luftschichten her, die leichter ind und viel mehr erregt werden, was die Luft- chiffer und Bergsteiger am besten wahrnehmen onnen. Erfahrungsgemäß teilen sich aber die hef- iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirtiiitii™ Äla Attzelgett-Äktlenseiellsch ast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gketzen / Schulsivatze s Frankfurt a. M., 8. Aug. (LPD.) ... Nacht zum Donnerstag fuhr ein mit sechs Personen besetzter Kraftwagen kurz nach Mitternacht in außergewöhnlich hohem Tempo durch die Eschersheimer Landstraße nach dem Stadtinnern. In der Kurve am Grüneburgweg Die Organisation des RfL. (Hauptmitarbeiter - ' “ " -..... Albert Pitz, 3. Finanzordnung — Pflichten der Vereine (Kreisführer Henkel); 4. Spielordnung — Haltung der Spieler, Schieds- richterfrage, Erziehung der Zuschauer (Fußball- heit schließen. Jeder kann also sein eigener Wetterprophet sein. Schöffengericht Gießen. Wegen Betrugs wurde der W. A. R., wohnhaft in Heuchelheim, unter Einbeziehung eines Urteils der Großen Strafkammer Gießen zu einer G e - samtgefängnis strafe von 7 Monaten oerurteilt. Der Angeklagte verpfändete einem Gläubiger für ein Darlehen ein Klavier, obwohl dieses noch im Eigentum der Lieferfirma stand. Das Gericht befaßte sich sodann mit den beiden Juden Moses und Ferdinand Sommer cher fest genommen, der bereits zugab, eine ganze Reihe der fraglichen Einbrüche verübt zu haben. Wie er erklärte, logierte er damals bei einem bekannten Hehler in Lorsch, der bereits seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt, und unternahm von hier aus seine Raubzüge. Ein großer Teil der gestohlenen Gegenstände konnte wieder herbeige- schafft und den Eigentümern zugestellt werden. Mit dem gestohlenen Kraftwagen schwer verunglückt. LPD. Nieder-Ramstadt, 7. Aug. Während der am Sonntag und Montag hier stattfindenden Kirchweih wurde der K r a f t w a g e n eines Darmstädter Unternehmers g e st 0 h l e n. In rasender Fahrt muß sich der Dieb aus dem Staube gemacht haben, denn er verlor in einer Kurve die Gewalt über den schweren Wagen und geriet ins Schleu- dem. Schließlich stürzte das A u 10 d i e B ö s ch u n g hinunter und wurde dabei erheblich beschädigt. Der Schwarzfahrer selbst trug schwere Verletzungen davon und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Nach seiner Genesung dürfte ihn zu diesem Unfall noch eine schwere Strafe erwarten. Durch Schreck die Sprache wiedererlangt. LPD. Ober-Ramstadt, 7. Aug. Seit zwei Jahren hatte ein Arbeiter in Ober-Ramstadt die Sprache verloren, und die Bemühungen der Aerzte, ihm die Stimme wieder zu geben, waren bisher umsonst. Am Dienstagnachmittag sah er nun aus dem Fenster und entdeckte plötzlich, daß sein kleiner Sohn von einer Mauer abzu- st ü r z e n drohte. Durch den heftigen Schreck erlangte er wieder d i e Sprache und konnte sein Kind durch Zuruf warnen. 8. September festgesetzt worden. Saugruppenspiele im Faustbatt in Friedberg. Kommenden Sonntag gibt es in Friedberg im Faustball einen Großkampftag. Am Vormittag werden auf den Plätzen der Seewiese und der Turn- gemeinde (am Eisteich) die diesjährigen Pflichtspiele der unteren Klassen des Turnkreises Wetterau- Vogelsberg durchgeführt. Am Nachmittag stehen sich auf dem Platze der Turngemeinde die Gaue XII: Hessen und XIII: Südwest gegenüber. Acht der besten Mannschaften Deutschlands kämpfen um die Berechtigung, an den Endspielen zur Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Diese Tatsache allein dürfte schon genügen, eine große Zuschauerzahl bei dieser weit über die Gaue Hessen und Südwest interessierenden Veranstaltung auf die Beins zu bringen. Und wenn man sich die beteiligten Vereine betrachtet, so kann man feststellen, daß eine solche Veranstaltung und dazu in dieser Besetzung so schnell in Friedberg nicht wieder zu sehen fein wird. Das erste Spiel bestreiten Tgmd. Friedberg — Tv. 1860 Frankfurt a. M. Beide sind Meister ihrer Gaue in der Klasse der Altersturner I. Dann betreten die Aeltesten (Altersturner 2. Klasse) das Feld. CT. Kassel — Tv. Ludwigshafen heißen hier die Gegner. Im nächsten Spiele sieht man die Tu6- nerinnen im Kampfe: Tv. „Jahn" Eschwege — IG.» Sportverein Frankfurt a. M. Als letztes Spiel steigt das Spiel des Tages: To. 1846 Gießen — Licht-Luft Frankfurt am Main, d. h. der mehrmalige Deutsche Meister Licht-Lust und der mehrfache Hessenmeister 1846 begegnen sich. Es wird dies ein scharfes Rennen geben. Wenn auch am Schluffe wohl Luft-Licht knapp in Führung liegen dürfte, so wird das nur nach vollständigem Ausgeben möglich gewesen fein. Auch Tv. 1846 Gießen kann, wie die letzten Jahre immer wieder erwiesen haben, kämpfen und wird sich nur nach stärkstem Widerstand besiegen lassen. Die Sieger aus obigen Begegnungen haben bann die Berechtigung, an den Endspielen zur Deutschen Meisterschaft, die voraussichtlich in Hannover stattfinden, teilzunehmen. Die „letzten Sier" in Hamburg ermittelt. D k e „letzten Vier" wurden jetzt bei den inter- NG.-Gememschast ,Krast durch Freude Kreis Gießen Sonntag, den 11. August 1935: Großes Sommerfest in Kloster Arnsburg Das Gießener Stadttheater führt das Lustspiel „Waldfrieden Underfest u Preisschietzen einen wirklich schöner Tag verleben. Eintrittspreis: 30 Pfennig. Begmn: 15 Uhr. Omnibusverkehr ab Gießen : l.Omnrbus ab Bahnhof Gasthaus Lamm (Horst-Weisel-Wall.) 13.17 uvr, Gnaurymuu (Bahnübergang) 13.18 Uhr: 2. Omnibus ab Ludwrgsplatz 14.au M?/3 Omnibus ab Bahnhof 20.00 Uhr, ab Lamm 20.02 U6r, Gnautbstrabe 20.03 Uhr. ... Rückfahrten: 18.45 Uhr- ab Arnsburg, 21.15 Uhr Arnsburg. Spätere Omnibusse werden ie nach Bedarf noch eingelegt. auch an der Wolkenbildung schon den kommenden _________________________ ____ _ _ ____________ Sturm voraussieht. Achtet man dann noch auf die die Angeklagten zu je zwei Monaten Ge° Windrichtung, so kann man auf Regen oder Trocken- f ä n g n i s und in die Kosten des Verfahrens. Nch an und für sich harmlos und rufen keine lebensgefährlichen Erkrankungen hervor. Aber gerade zur Obstzeit treten Magen- und Darmstörungen, Durchfälle und Verstimmungen häufig auf. Solche Störungen können die Ursache zu schweren Krankheiten fein, indem sie die natürliche Widerstandsfähigkeit des Körpers verringern. Darum lasse man Vorsicht walten, scheue die kleine Mühe nicht und wasche die Früchte vor dem Genuß. Programm-Änderung? In letzter Stunde macht sich eine Programm-Änderung nötig. — Dabei sehen Sie etwas ganz Neues und sparen außer- dem Geld. Die Programm-Änderung betrifft Ihre nächste Wäsche. Dws Neue, das Sie sehen, ist die dunkle Einweichbrühe am Morgen nach dem Einweichen. Die Änderung: statt der bisherigen Em- weichmiüel diesmal Burnus benutzen — dann ist schon aller Schmutz im Einweich - waffer. Sie sparen die Hälfte Wasiy- mittel und Wascharbeit. an Hehler weiter verschachert. Das Gericht kam nach der Zeugenvernehmung und angesichts der Tatsache, daß es sich um ausgesprochen asoziale und vorbestrafte Gewohnheitsverbrecher handele, zu folgendem Urteil: Der 28- jährige Erich L e p p e l aus Frankfurt erhält wegen fünf Bandendiebstähle, zwei einfache Diebstähle und Hehlerei vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, der 23jährige Moritz Klein, ohne festen Wohnsitz, wegen fünf Bandendiebstähle zwei dahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, der 27jährige vorbestrafte Isidor Grünebaum aus Frankfurt wegen Diebstahls im Rückfalle zwei Jahre und sechs Monate Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust und der als Hehler vorbestrafte Paul Hitze aus Frankfurt ein Jahr und sechs Monate Gefängnis sowie drei Jahre Ehrverlust. Fünf Monate Untersuchungshaft werden jeweils angerechnet. An Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe erhielt die 60jährige Herbergsmutter wegen Hehlerei 400 Mark Geldstrafe, ihre 29jährige Tochter wegen des gleichen Vergehens 100 Mark Geldstrafe. Vier weitere Angeklagte wurden freigesprochen. 116 Mainzer Betriebe geschlossen in d-r Deutschen Arbeitsfront GPA. Die nächsten Tage und Monate sehen in allen Gauen des Reiches die Deutsche Arbeitsfront im Kampf um die Letzten, die noch außerhalb der Reihen aller Schaffenden stehen. In einem letzten Appell ergeht noch einmal der Ruf an das Gewissen jener Wenigen, die bislang in ihrem Be- trieb sich der Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und der Erfüllung ihrer Pflicht durch die Mitgliedschaft zur DAF., bewußt oder unbewußt, entzogen haben. , ., . Ohne daß ein Zwang vorliegt, haben bereits in der Wirtschaft und Industrie einzelne Betriebe dieser Erkenntnis Rechnung getragen, indem sie bei Einstellungen entweder die Mitgliedskarte zur DAF ober im anberen Falle die Anmeldung bei der Deutschen Arbeitsfront zur Voraussetzung der Zuteilung eines Arbeitsplatzes machten. Täglich kommen beispielsweise Meldungen aus den Ortsgruppen des Kreises Mainz daß die Gefolgschaften in Groß- oder Kleinbetrieben einschließlich der Betriebsführung restlos Zur DAF. S^ren. Bis jetzt sind im Kreise Mainz 116 Betriebe, Gefolgschaft und Betriebsführung, lOOprozentlg tn der DÄF erfaßt. Mit Genehmigung des Reichspropa- gandaamtes der DAF wird diesen Betrieben eine an gut sichtbarer Stelle auszuhangende Blende verliehet mit der Aufschrift: ''D'eser Betrieb steht ge- schlossen in der Deutschen Arbeitsftont^Alle^ande^ Heute Donnerstag v. 6*/o Uhr nachm. ZwiebeUen Bäckerei Lange Neustadt 37. 4a61p Wer paukt nalurwissenschatt* liehe Fächer zum Physikum ein. Schr. Angeb. u. 03316 a.d. G.A. Junger, kräftiger Arbeiter schulfrei, wird gesucht. Wo? sagt d. Gietz.Anz. 0882 Mündlich können (Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es dien ses Jahres in Darmstadt in ein Tuchgeschäft ein« §ebrochen wurde, konnte die Polizei nach einiger ,eit feststellen, daß die gestohlene Beute zum Teil an eine Person abgesetzt worden war. Die Ermittlungen führten zur Feststellung einer ganzen Einbrecherbande, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hatte. Zu zweien und einzeln unternahmen diese jüdischen Gewohnheitsverbrecher Raubzüge zu ihren Glaubensgenossen in ganz Süddeutschland, wobei sie angeblich mit Ritualgegenständen handelten. Was sie erwischen konnten, wurde mitgenommen und zum Teil in Darmstädter Herberge für jüdische Reisende Zuchthaus für jüdische Gewohnheitsverbrecher. Der Sitz der Bande war in Frankfurt. LPD. Darmstadt, 7. Aug.' Vor der Großen Strafkammer hatten sich zehn Angeklagte aus Frankfurt und Darmstadt, darunter a ch t jüdische Beschuldigte, wegen Diebstahls im Rückfalle bzw. wegen Hehlerei zu verantworten. Leider war es nicht gelungen, alle Mitglieder der Derbrecherbande zu ermitteln. Als im Januar die- Dereinsführertagung int DFB. (Kreis Gießen). Für den kommenden Sonntag hat der Kreisführer des DFB. (Fachamtsleiter für Fußball im RfL.) des Sportkreifes Gießen alle Vereinsführer (Abteilungsleiter) und Vereinsjugendwarte zu einer Besprechung nach Gießen in das Caf6 Ebel einberufen. Es fallen dort in engster Fühlungnahme zwischen den einzelnen zuständigen Leitern die brennendsten Fragen im Hinblick auf die künftigen Spiele erörtert werden. Gleichzeitig werden im Rahmen dieser Besprechung die einzelnen Amtswalter über ihre Aufgabengebiete und über Neuerungen sprechen, damit die Zusammenarbeit auch in der künftigen Spielzeit eine reibungslose und für beide Teile befriedigende wird. Für die Tagung selbst gilt folgender Plan: 1. Vortrag: „Sport und Staat" (Kreisführer Henkel); 2. Verwaltungsordnuna sAufgaben des DFB., Fachamt II im RfL.j (Kreisführer Henkel) ; aus Crainfeld wegen Urkundenfälschung. Die Angeklagten erhielten wegen Verstoßes gegen das Viehseuchengesetz vom zuständigen Amtsgericht einen Strafbefehl über 15 Mark. Sie hatten bei der Kontrolle kein Kontrollhauptbuch. Um sich der Strafe zu entziehen, änderten sie das Nebenkontrollbuch in Hauptkontrollbuch um und legten dasselbe dem Gendarmeriebeamten vor. Das Gericht verurteilte 1 5 Liter Stocw i*3abriolet 2,5 Liter Greif 8, Stoewer- Limonsine (Vorführwagen) zu verkauf. 03329 OttvGöbelLCo. Gießen Schiffenberger Weg 24. Telefon 3021. Nnßhanmpoliertes WgWM 2Betten mit Matratzen, 2 Nacht- fckräntchen mit Marmorplatte, iWafchkommode m.Marmorplatte und Spiegel zu verkaufen. 03320 Stevhanstr.25U [Verschiedenes | Tanzen lehrt in Einzel- stund, u. 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Sie vergelten es durch doppelten Fleiß! Tv. Tv. Tv. Das Programm der Begegnungen. Allendorf (Lahn) — To. Dutenhofen (E. Luh), Allendorf (Lda.) — Tv. Londorf (Dock), Treis (Lda.) — Tv. Staufenberg (K. Nuhn), Dorlar — Tv. Atzbach (Oestreich), Großen-Buseck — To. Beuern (K. Dort), Lang-Göns Igd. — Tv. Holzheim Igd. (Hock), Groß-Rechtenbach — Tv. Ebersgöns und Cleeberg komb. (Herrn. Lang), Garbenheim — Tv. Wetzlar (W. Rupp), Garbenteich — To. Grüningen (Wambsgans), Hausen — Mtv. Gießen (K. Maid), Das Programm für den ausgeschriebenen Handball-Werbetag erfaßt alle Mannschaften unseres Kreises. Es ist aus diesem Grunde allein schon die Möglichkeit gegeben, in jeder Beziehung für diesen Sport zu werben. Die Spiele, die nachstehend aufgeführt sind, können zum größten Teil als Lokalspiele angesehen werden. Es liegt nun bei den beteiligten Mannschaften, alles daranzusetzen, damit der 1. September ein Markstein in der Geschichte des Handballs wird. Die Spielwarte der Platz- Norddeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft. Bayer & Heinze, Sächsische Staatsbank. Gebrüder Bethmann. Frankfurter Bank. Jacob S. H. Stern. erst genannten Vereins statt. Irgendwelche Aenderungen können daran nicht mehr vorgenommen werden. Der Spielbeginn für die Hauptspiele in allen Fällen 15 Uhr, alle übrigen Spiele nach Vereinbarung. A. Luh, Kreisspielwart. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen. M. M. Warburg & Co» Straus & Co. Sal. Oppenheim jr. & Cie. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank. .. Bayerische Vereinsbank. Merck, Finck chnaps und den icuen nach Kon- elegt Sssen, ichen, :n bei if vor mung ; und mmte )rigen zeitig L 'Siubien, Äuge bcr • a. töb. .Führung ’tt Ween *S kam n tumc Jen m ? .wurde .^elsenden 'öcrung in rjen war. we Leich« wurde an "'"'Ifr "ssen fr bet, bk- fr d°r. be" einer frllta. -4t’ deckt. Der 'nfeld woh. 05 in dem einem Elchen vor wuagel. tter Insasse ommen, ob. Echuhwasst ier Zentner gefallen. - gelang auf dle Auf. ■ret Der ’ sestgenom« Oie Hauptstadt der Bewegung periodische LichterscheinungenamHimmel Von Arthur Rhein. eine Beobachtung. gute 6 I Von nun an interessierte mich auch wissensmäßig die hohe Gesellschaft am nächtlichen Firma- ment: wer jeder wäre, ob ein Planet oder ein Fix- ich ZU Nachts, wann gute Geister schweifen, Schlaf dir von der Stirne streifen, Mondenlicht und Sternenflimmern Dich mit ewigem All umschimmern Scheinst du dir entkörpert schon Wagest dich an Gottes Thron. tragische Vollendung. Der feurig-phantasievolle und dekadent-erregbare Künstlerfürst, der in .einer Welt der Unwirklichkeit und Begeisterung lebte, schuf dem gehetzten, ruhelos umhergetriebenen und finanziell zerrütteten Genie eines Richard Wagner ein königliches Asyl. Wenn auch diese in der Geschichte der Musik unvergleichliche Freundschaft später zusammenbrach, so wird der Name Wagners mit der künstlerischen Entwicklung Münchens für alle Zeiten verbunden bleiben, solange seine heroischdämonische Musik die Herzen der Menschen bewegt und erschüttert. Heute ist München nicht nur als Kunststadt mit einer alten Tradition berühmt und gefeiert. Sein Deutsches Museum, die unvergleichliche tech- nische Schöpfung eines Mannes wie Oskar Miller, ist ein monumentales Denkmal des deutschen Arbeitsgenius. Vergessen wir aber vor allem nicht jenes erhabene und imposante „Hausder Deutschen Kunst", das an Stelle des abgebrannten Glaspalastes durch die Initiative des Führers errichtet wurde: in dieser künstlerisch-baulichen Tat ist das München von heute auf das eindrucksvollste verkörpert. und die Feuerkugeln. Jene bewegen sich meist scharenweise unter sich selbst parallel, in langgestreckten elliptischen Bahnen um die Sonne; sind also Mitglieder unseres Sonnensystems. Diese dagegen kommen aus den fernsten Teilen des Weltalls und nur gelegentlich in unser Sonnensystem, besitzen größere Geschwindigkeiten und laufen meist einzeln. Die Feuerkugeln sind ungleich seltener, aber dafür auch viel prächtiger in ihrer Lichterscheinung. Das Aufleuchten der Sternschnuppen und Feuerkugeln kommt dadurch zustande, daß diese in die Atmosphäre der Erde gelangen und mit ungeheurer Geschwindigkeit, von der Erde angezogen, auf die Luft treffen (bis 40 km pro Sek.). Die einzelnen Sternschnuppen verdampfen! Durch den Aufprall der verdampfenden Moleküle auf die Luftmoleküle werden die äußeren Elektronen der ersteren aus ihrer normalen Lage gerissen, woben starke Lichtausstrahlung eintritt (ein Atom besteht aus einem positiv geladenen Kern und einer je nach dem Element verschiedenen Anzahl von neaativ geladenen Elektronen, welche um den Kern kreisen). In welcher Höhe leuchten nun die Sternschnuppen? Die Atmosphäre der Erde ist rund 500 Kilometer dick. Die Sternschnuppen beginnen ungefähr bei 100 bis 150 Kilometer über der Erdoberfläche zu leuchten und erlöschen bei 50 bis 100 Kilometer Höhe. Das find nur Mittelzahlen, die sich natürlich verschieben können. Bei größerer Geschwindigkeit erfolgt das Aufleuchten früher und umgekehrt: bei Erfolg der Buchbesprechung. Eine schwedische Zeitung hat vor einiger Zeit unter ihren Lesern eine Umfrage veranstaltet, um von ihnen zu erfahren, durch welche Gründe sie zum Kauf von Büchern veranlaßt worden sind. Das Ergebnis dieser Erhebung zeigte, wie Dr. Grünbeck im „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" mitteilt, daß bei 30 v. H. der Leser Buchbesprechungen in der Zeitung, bei 12 v. H. Anzeigen, bei 8 v. H. der Titel, bei 7 v. H. Empfehlungen durch Freunde und Bekannte und bei nur 3 v. H. der Name des Verfassers den Anlaß zum Erwerb des Buches gegeben haben. Don den restlichen 40 v. H. wußte der Hauptteil nicht anzugeben, was eigen!» ftern: wie die Bilder hießen, zu denen sie sich in unserer irdischen Sicht verbinden, und warum sie alle miteinander in so eigentümlich schiefer Kreisung den festen Polarstern umwandeln. Und es stellte sich heraus, daß mein Verhältnis zu den „Blumen der Nacht", wie ein romantischer Dichter die Sterne genannt hat, durch das astronomische Interesse nicht etwa verarmte und an Innigkeit verlor, sondern daß es vielmehr nur noch reicher und lebendiger wurde. Der träumerische Hirtenblick über die lichtblühende Himmelswiese hin wurde von der reifen Andachtsschau des bewußten Auges an Beglückungskraft durchaus Überboten. Je mehr sich mir die namenlose und zerstreute Vielheit der blinkenden Lichter in das klare Bild der unerschütterlich begrenzten und benannten Sternenkarte ordnete, desto faßlicher wurde mir der Nachthimmel, und die Faßlichkeit erhöhte mir feine Schönheit, weil sich das Wunder des Firmamentes nun nicht mehr nur der Seele darbot, sondern zugleich den Geist ansprach. Es war wie die Verwandlung beim Hören der Musik: wenn man sich bisher nur dunkel und unbestimmt im Gemüte von den Wogen der Töne hat mitwiegen lassen, und wenn man dann, eines Besseren belehrt, beginnt, den kunstreichen Tonfolgen und Harmonien mit hell wacher Aufmerksamkeit zu folgen: da wird man auch der vergeistigten Freude gewahr als einer Belohnung für den guten Willen, beim Empfang der Kunstschöp- fung selber auch zu ihrer Erfüllung mitzuwirken. Sternbilder: 1. Adler, 2. Schlangenträger, 3. Schwan, 4. Leier, 5. Cepheus, 6. Cassiopeja, 7. Perseus, 8. Fuhrmann, 9. Stier, 10. Großer Bär, 11. Drache, 12. Kleiner Bär. — Sterne: 13. Polarstern, 14. Wega, 15. Capella, 16. Algol, 17. Plejaden. macht ist ihre Beziehung zu den Kometen. Man kennt einige Kometen, die zu Sternschnuppenfällen Anlaß gegeben haben. Mancher wird sich noch an den 9. Otoder 1933 erinnern, wo ein reicher Sternschnuppenfall ftattfdnb, der auf einen an der Erde vorbeigehenden Kometen zurückzuführen war. Hoffentlich haben auch in diesem Jahre, und besonders am 10. August, die Sternenfreunde 6.30: 8.10: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. Gymnastik. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sende» Rundfunkprogramm Freitag, 9. August: Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. lich der letzte Anlaß zum Kauf gewesen war. Diese schwedischen Ziffern können natürlich nicht ohne weiteres verallgemeinert und vor allem nur mit größter Zurückhaltung auf andere Länder übertragen werden. Ihnen ist aber deutlich zu entnehmen, welche große Bedeutung der Leser den Buchbesprechungen in Zeitungen und Zeitschriften beimißt, eine Tatsache, die gerade für die Neuordnung des deutschen Buchbesprechungswesens von Belang ist. reinen Herrscher der Nächte und milderten die Dunkelheit, wen der Mond sich versagte, durch ihre zartere Macht. Bei klarem und stillem Wetter spiegelten sich die größeren von ihnen auch noch in der ruhenden Tiefe des Sees wider, so daß die Hütte dann zauberhaft in einem nicht nur über ihr, son- dern auch unter ihr gestirnten Welträume lag wie in einer schimmernden Schale der Ewigkeit, die irdische Nähe vom unermüdlichen Sommerlied der Grillen erfüllt oder vom winterlichen Eulenruf aus dem schweigenden Walde durchbebt. Da erlebte ich vielen Malen jene magischen Verse: bezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. Klaviermusik von W. A. Mozart. 16.30: Der Himmel im August. — Wie weit reicht die Macht unserer Sonne? Von Prof. E. Sittig, Frankfurt a. M. 16.45: Deutsche Arbeit und deutsches Ansehen im nahen Osten. Ein Bericht von Dr. K. Klinghardt, Frankfurt a. M. 17: Bunte Musik am Nachmittag. 18.30: „Lob der Eisenbahn in der deutschen Dichtung." Funkfolge von Auaust Kruhm. 18.45: Das Leben spricht! 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Nationalsozialistische Weltanschauung und Rundfunk-Wirtschaft. Von Herbert Packebusch, Geschäftsführer der Reichs-Rundfunk» kammer. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Johann A. Sixt, ein vergessener Klassiker. 21: Altpreußische Märsche. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.20: Das offizielle Rundfunkschrifttum. Sprecher: Dr. H. Waffenschmidt. 22.30: Sportschau der Woche. 22.45: Deutsche Fechtmeisterschaften, Funkbericht von den Säbel-Kämpfen. Zeitschriften. — „Deutsches Volkstum". Monatsschrift für das deutsche Geistesleben. Herausgeber Wilhelm Stapel und Albrecht Erich Günther. Auguftheft 1935. Einzelpreis 1,20, vierteljährlich 3,60 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. Das Heft ist dem Feriencharakter der Jahreszeit entsprechend, der Besinnung auf die tiefen Gründe des Lebens zugewandt. Dr. Albert Schott stellt das älteste der großen Epen der Weltgeschichte, die Gesänge von den beiden Freunden und Helden Gilgamesch und Engidu, als metaphysisches Vermächtnis eines Heiden vor. In dem Aufsatz „Parzival und das Reich" bringt Dr. Friedrich Knorr eine neue Deutung des Wolframschen Parzival. Dr. Wilhelm Stapel zeigt an Wilhelm Raabes großen Werken vom „Hungerpastor", von „Abu Telfan" und vom „Schüdderump", wie das große Lebensrätsel, das Geheimnis des Lebens und des Todes die Herzen heute wie vor Jahrtausenden bewegt. — Wie der Hase läuft, darüber belehrt eine Darstellung in der Abteilung „Erforschung des Tieres" der Essener Ausstellung „Mensch und Tier", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem Menschen den Wert seiner Beziehungen zum Tier wieder stärker zum Bewußtsein zu bringen, lieber diese interessante Schau berichtet die neueste Nummer 4716 der Jllustrirten Zeitung (I. I. Weber, Leipzig) in einem ausführlichen Beitrag von Otto Zielte, der durch zahlreiche Bildbeigaben eine Vorstellung von der Fülle des Gebotenen gibt. Von kulturhistorischem Interesse ist ein illustrierter Aufsatz über die Tätigkeit des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom. Der Artikel „Hochzeit in Japan" zeigt die Zeremonien-Freude des Fernen Ostens. Ein Kunstbeitrag behandelt das Schaffen des Malers und Radierers Otto Quante. alte Tradition fortzuführen. Dieses München, das noch vor wenigen Jahren j als blutleeres Schlagwort einer übriggebliebenen , ßiterätenclique von „Schwabing" dazu verurteilt - war, von der Erinnerung an die einstige Größe und Bedeutung zu zehren, erlebt heute wieder durch den Impuls und die geistige Willensrichtung Adolf Hitlers baulich und künstlerisch eine glänzende Wiedergeburt. Der Aufschwung dieser klassischen Kunststadt, I die in einem liberalistischen Zeitalter Gesicht und Tradition zu verlieren drohte, ist auch national- politisch von größter Bedeutung. Denn München wird gerade durch die Betonung und Herausstellung seiner geschichtlichen und stam- mesmäßigen Eigenart imstande sein, auch für das gesamtdeutsche Erlebnis neue kulturelle Kraftquellen zu erschließen. Jene unselige Mainlinie, die das Deutsche Reich lange Zeit in zwei Lager spaltete und einen unheilvollen Gegensatz schuf, erhält so einen neuen produktiv-verbindenden Sinn. Die historische Luft, die heute noch in Isar-Athen wie eine zauberhafte Atmosphäre den Fremden wie den Einheimischen umfängt, weht noch aus einer Zeit in unsere raschlebige Gegenwart, da München der Hort und das Asyl der größten deutschen Genies und Talente war. Aus dörflich-kleinen Anfängen, aus einer idyllisch-ländlichen Siedlung entstand das organische Wachstum einer der phantasiereichsten und produktivsten Städte der Welt, die Residenz eines mit Kunstsinn und schöpferischer Lebensbejahung begabten Fürstengeschlechts, der Tempel einer bahnbrechenden deutschen Kunst. So wurde München Sehnsucht und Heimweh, Erfüllung und Erinnerung für viele geniale Naturen, die aus dem alten Bauernboden, aus seiner Kraft und naiven Frömmigkeit, aus dem Glanz und der Herrlichkeit seiner Bauten, aus dem fröhlich-vitalen und urwüchsig-derben Wesen seiner Menschen Nahrung und Ansporn für ihr künstlerisches Schaffen sogen. Schon im 15. Jahrhundert erlebte die mittelalter- liche Stadt ihre Blütezeit in Handwerk, Handel und Kunst. Dom und Rathaus wurden erbaut und die Stadt mit einem doppelten Mauergürtel umwehrt. Unter den großen Förderern Münchens, die den Grundstein zu feiner Entwicklung legten, war Her- z o g A l b r e ch t V. (1550—79) einer der bedeutend- ften. Er gründete die Staatsbibliothek, das Münzkabinett, das Antiquarium und die Kunstkammer und zoa außer anderen großen Künstlern einen Orlando oi Lasso an seinen Hof. Der Mann aber, durch den München seinen eigentlichen unvergänglichen Ruf in der Welt erhielt, war König Ludwig!., der München zu einer Kunststadt von euro» päischer Bedeutung erhob. Aus der Zeit dieses musenfreundlicben Königs stammen die zahlreichen Prachtbauten, die heute von den Fremden aus aller Welt bewundert werden. Er zog die hervorragendsten Künstler an seinen Hof und legte damit den Grundstein zu einer schöngeistigen und gesellschaft- lickeu Tradition, aus der die Intimität und der Glanz eines sich stetig steigernden Kunstschaffens entstand. Wissenschaft und Dichtkunst waren es besonders, die in seinem Sohn Maximilian II. einen großzügigen und begeisterten Mäzen sanden. Dieses „Mäzenatentum" erlebte in der Gestalt des Bayernkönigs Ludwig II. eine letzte glorreich- Münchens Wiedergeburt. ! Son Dr. W. Hillbring - Wie bereits berichtet, hat der Führer Mün- ; chen zur Hauptstadt der Bewegung erhoben. । München, organisch emporgewachsen aus einer ; Synthese von Geschichte, Landschaft und Bauerntum, : war jahrzehntelang die klassische Heimstätte des deutschen Kulturlebens, ein Wallfahrtsort der Kunstfreunde, eine Stadt, die berufen war, die Rolle eines Weimar zu spielen. So wurde es im Laufe seiner Entwicklung immer mehr zu einem festen Begriff, der alles enthielt, was irgendwie mit Dingen der geiftigen und schöpferischen Kultur zusammenhing. Die Hauptstadt der Bewegung galt lange Zeit als die städtebauliche Verkörperung eines überlieferten Kulturbegriffes, als eine Stadt mit der Patina einer ehrwürdigen Vergangenheit und einer schöpferischen Tradition. Diese Tradition war es, die der Stadt ihr besonderes Gepräge und ihren arteigenen Charakter gab, einen Charakter, der sich von allen anderen Städten Deutschlands durch die Verschiedenheit des Stils, der Lebensformen und der kulturellen Haltung unterschied. Wenn München zur „Hauptstadt der Bewegung" erhoben wurde, so bedeutet diese „Ernennung" eine Tat von kultureller und symbolhafter Bedeutung. In München nahm die nationalsozialistische Bewegung ihren Anfang, in den kleinen, romantischen Lokalen, der geschichtlich so farbigen und altertümlichen In-1 nenstadt wurden die ersten nationalsozialistischen Versammlungen abgehalten. Aus der verwinkelten Enge historischer Räume und Räumlichkeiten, aus der traditionellen Bäuerlichkeit eines seßhaft-geruhsamen und dennoch künstlerisch bewegten Volksstammes wuchs und entfaltete sich jener neue schöpferische Geist, der heute dazu auserkoren ist, die ver- I sunkene Vergangenheit dieser urdeutschen Stadt mit i einem neuen Kulturethos zu durchbluten und die; größerer Masse ist der leuchtende Weg größer, Da das Verlöschen erst in tieferen Lagen vor sich geht. Selten geht die Lichterscheinung tiefer als angegeben; selbst bei den die Erdoberfläche erreichenden Meteoren tritt vorzeitiges Verlöschen ein; infolge des zu großen Luftwiderstandes wird der Lauf des Meteors so stark gehemmt, daß die Reibung zur Erzeugung einer Lichtwirkung nicht mehr ausreicht. Im allgemeinen ist der Lichtweg der Sternschnuppen 50 bis 100 Kilometer im Mittel lang. Hingegen können die Leuchtkugeln auf einige Hunderte von Kilometer sichtbar fein. Erstaunlich gering ist die Masse einer Sternschnuppe. Sie läßt sich aus der ausge trahlten Energie und der Geschwindigkeit der'Stern chnuppe berechnen. Sie beträgt bei Den in der Luft völlig verdampfenden, in 150 Kilometer Höhe und nur 1,5 Sekunden lang aufleuchtenden Sternschnuppen ungefähr sechs Tausendstel Gramm. Das entspricht einem Radius von 0,6 Millimeter, wenn die Sternschnuppe aus Eisen besteht. Daraus geht hervor, daß es sich nicht um eine Verbrennung handeln kann; denn ein glühender Stecknadelkopf ist schon bei ganz kurzer Entfernung nicht mehr sichtbar. Welche Stoffe eine Sternschnuppe zusammensetzen, ist sehr schwer zu sagen, da, wie schon erwähnt, die Sternschnuppen nicht auf die Erde gelangen und außerdem einer Spektraluntersuchung sehr schwer zugänglich sind. Doch hat sich beweisen lassen, daß sich wahrscheinlich nur Stoffe an ihrem Aufbau beteiligen, die auch auf der Erde vorkommen. Jnteresfant ist noch eine Erörterung des Massen- Zuwachses der Erde durch die Sternschnuppen und Feuerkugeln. Es werden dafür rund 150 Tonnen für das Jahr angenommen; eine Zahl, die natürlich in keinem Verhältnis zum Gewicht der Erde steht. Neben dem Perseidenschwarm und dem im November zu beobachtenden Leoniden- schwärm, dessen Radiationspunkt das Sternbild des Löwen ist, gibt es noch eine ganze Reihe von Radiationspunkten, aus denen in den verschiedenen Monaten Sternschnuppen zu kommen scheinen. Das Ausstrahlen nach verschiedenen Richtungen ist eine Wirkung der Perspektive und ist eine ähnliche Erscheinung, wie sie die parallelen Sonnenstrahlen darbieten, wenn sie zwischen den Wolken durchleuchten. Was die Sternschnuppen weiterhin so interessant Unter (Sternen. Von Ernst Bacnieister. Ein Zeugnis echter dichterischer Besinnlich- feit ist diese im Augustheft des „Inneren Reiches" veröffentlichte Betrachtung, der wir mit Erlaubnis des Verlages Albert Langen/Georg Müller in München den folgen Abschnitt entnehmen. Eigentlich sollte jeder Mensch ein Verhältnis zu den Sternen haben, da er ja selber ein Sternbewohner ist. Aber wer beachtet die himmlischen Lichter in den künstlich überstrahlten Nachten der gro- ßen Städte, wo sie fast nur noch rechnungsweise, auf dem Papier der Astrologen, an die Dasems- anqst und -Hoffnung der Menschen verhökert werden. Freilich hat auch mein Verhältnis zu den Sternen zwischen Häuserwänden und gewissermaßen auch in astrologischem Sinne seinen ersten merklichen Anfang genommen. Es ist schon lange her, daß ich in einer alten norddeutschen Stadt in einer engen Gasse wohnte, die mit ihrem unholden Rainen der Schicksalslage entsprach, in der ich mich damals befand. Sie hieß die Hundegasse. Dort kam ich eines Abends aus dem Theater nach Hause mit einem von der dargestellten Dichtung hochbeweg- ten Herzen und im Geiste über die Massen aufgeregt. Ein ungeheurer Tatendrang verband sich mit einer tiefen Verzweiflung über das Unerreichbare eines solchen Werkes, wie es mich soeben zugleich emporgerissen und niedergeschmettert hatte. Sich selber verzehrend glühte Wunsch und Wille. Aber siehe, als ich meine Augen wie zum Anruf helfender Mächte gegen den Nachthimmel aufhob, da stand im schmalen Giebelausschnitt meiner Hunde- qasse ein einzelner großer, sieghaft heller Stern. War es Hesperus. der Abendstern, ober der Jupiter ober ber Sirius? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, baß bieser Stern zur richtigen Stunbe am richtigen Platze für mich am Himmel ftanb, um mir ein kraft- unb mutspenbenbes Zeichen zu werben burch ben Zusammenklang mit meiner innerlichen Da- Der"unausweichliche Zwang zu schöpferischer Le- bensbaltunq hat mich bann fern von ber Unruhe her Stäbte in bie Stille ber Natur geführt. Eine einsame Hütte auf freier Höhe über einem großen See würbe mein Wohnsitz Dort waren die Sterne unverkürnrnert burch menschliche Zwischenlichter bte Dem zu astronomischen Beobachtungen Neigenben bietet ber Monat August mancherlei Interessantes. Neben ben zur Zeit sichtbaren Planeten (im Gegensatz zu ben selbstleuchtenben Fixsternen, besitzen bie Planeten keine eigene Leuchtkraft; sie strahlen bas Sonnenlicht zurück) Venus, Mars unb Jupiter, gegen Abenb am Westhimmel sichtbar, zieht sich von NO nach SW bas leuchtenbe Banb ber Milchstraße. Sie schließt ein bie Sterubilber Fuhrmann, Perseus, Cassiopeja, Cepheus, gabelt sich im Schwan und zieht einerseits durch Den Adler zu dem Schützen und anderseits durch den Schlangenträger gegen den Skorpion. (Siehe Abbildung.) Die Milchstraße setzt sich aus einer Unzahl von Sternen unb, wie wir von photographischen Aufnahmen wissen, auch aus leuch- tenben Gaswolken zusammen. Das Sternbilb bes Perseus ist es nun, bas Gegenftanb unserer Beobachtungen sein soll. Um ben 10. August herum bemerken wir, scheinbar aus biesem Sternbilb fommenb, eine grofie Fülle von Lichtfunken, bie von einem gemeinsamen Punkte, bem sogenannten Rabiationspunkte, ausstrahlen. Dieser Auguststernschnuppen ber Perseiben, auch „Tränen bes heiligen Laurentius" genannt, scheinen bem Hauptstern bes Perseus, bem Algo l, zu entspringen. Um was hanbelt es sich nun bei biefen Lichterscheinungen? Allgemein bezeichnen wir sie als M e t e o r e. Entsprechen!) ihres kosmischen Ursprungs unterscheibet man aber zwei Hauptgruppen: bie Sternschnuppen Bei ben tragischen Dichtunasgestalten, bie mir in solchen Nächten aus ber gesammelten Seele auf- stauben, wirkte ber sternenhafte Ursprung auch noch in ber tageschwachen Werkausführung groß unb hilfreich nach. Ich wundere mich felber, wie jahrelang ich mir, der leidenschaftliche Nachtspazierer, der ich immer war, den gestirnten Himmel nur eben als bas erheb enbe Schauspiel ber ewigen Lichter über bem Abgrunb ber Finsternis im allgemeinen gelten ließ, ahne mich um bie Namen ber Sternbiiber unb ber einzelnen Sterne, um ihre Bebeutung im Natur- ganzen unb ihr kosmisches Wesen zu bekümmern. Es war wie eine Scheu: als ob bas astronomische Wissen mir bte stumme Heiligkeit bieser menschenfernen Gebilbe beeinträchtigen unb bie bichterische Wogung zerstören würbe, bie ich über allen Verstaub hinaus von ihrer unaussprechlichen lieber» legenheit empfing. Allzulange, scheint mir heute, blieben sie mir nur bie schweigeuben Herzvertrauten wie bem einfältigen Hirten auf bem Felbe. Aber allmählich stellten sich boch unwillkürlich unb uuabwehrbar auch die Namen ein. Vor allem, seit ich mich bazu verstaub, bie göttliche Einsamkeit meiner Hütte burch eine tägliche Zeitung menschlich zu verfärben. Darin kehrte alle vier Wochen bie astronomische Belehrung über ben Sternenhimmel bes Monats wieder unb von biesem Bilbuugsköber ließ ich mich meiner poetischen Einfalt entlocken. Wirtschaft Oberheffen Ein Gesuch der Standarte 254 der SA. Die Kameradschaft der jungen Ration wächst in den Zeltlagern der Hiller-Jugend! eines hiesigen Einwohners handele, erwies sich bald als irrig. Es stellte sich im Laufe des Tages heraus, daß die Tiere einem Bauern in Elpenrod gehören, aus dessen Weidekoppel sie sich entfernt hatten. Die nächtliche Wanderung führte die Tiere £ Klein-Linden, 8. August. Am kommenden Sonntag findet in Klein-Linden der 15. Herbst- nerbandstag der Freiwilligen Feuerwehren im Kreise Gießen verbunden mit der Feier des 40jäh- rigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Klein- Linden statt. Bereits am Samstagabend wird eine Begrüßungsfeier gehalten.' Die Freiwillige Feuerwehr wurde im Jahre 1895 von 16 Mann gegründet, von denen heute noch drei Mann und zwar der Ehrenkommandant Karl Jung, Heinrich Ufer (langjähriger Rechner) und Ludwig'S ch a u m (langjähriger Spritzenmeister) aktiv bei der Wehr tätig sind. Alle drei Genannten besitzen bereits das Hessische Ehrenzeichen für 25jährkge Feuerwehrdienste. Bei der Gründung der Wehr waren die Kameraden Karl Gail (der damalige Kommandant der Gießener Freiwilligen Feuerwehr), Adolf Bourgeois und Fritz Wenzel (heute Kreisverbandsführer) zugegen. Seit dieser langen Zeit sind die freundschaftlichen Beziehungen beider West Willi-Weber-Ehrenmal auf dem neuen Friedhofsteil wurde genehmigt. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende eine Einladung des Katholischen Kirchenvorstandes in Alsfeld an die Bürgermeisterei und den Stadtvor- stand zur Einweihung der neuerbauten katholisch en Kapelle am Sonntag, 11. August, bekannt. Ferner wurde ein Schreiben des Ueberlandwerkes Oberhessen mitgeteilt, wonach dieses über die vertraglichen Abmachungen hinaus bei der Beschaffung des auszutauschenden Rundfunkgeräte den Einwohnern in jeder Weise entgegengekommen ist. Im ganzen wurden 360 Rundfunkgeräte ausgewechselt. Geaen ungerechtferügteMietsteigerung * Alsfeld, 8. Aug. Die Bürgermeisterei Alsfeld veröffentlicht folgende Bekanntmachung gegen ungerechtfertigte Mietsteige- rung: „Mehrfache Beschwerden, geben uns Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß unberechtigte Mietsteigerungen unzulässig sind. Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat den Zentralverband der Haus- und Grundbesitzer-Vereine e. V. erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, alle vorkommenden Fälle eingehend zu untersuchen und für Abhilfe im Benehmen mit den Mieter-Organisationen zu sorgen. Es ist durchaus ungerechtfertigt, die gegenwärtige Wohnungsmarktlage auszunützen und Mieten zu fordern, die unberechtigt sind. Wir warnen solche Volksgenossen. Sie werden so behandelt werden, wie sie es verdienen." Landkreis Gießen. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. Aug. Am Getreidegroh- markt hat sich die Tendenz am Futtermittelmarkt infolge der Trockenheit weiter befestigt. Futtermittel aller Art sind gefragt und werden höher bezahlt. Gesucht sind vor allem ölhaltige Artikel, in denen aber kein Angebot vorliegt, ferner Mischfutter mit hohem Gehalt von ölhaltigen Artikeln. Auch Melassemischfutter sowie Futter- und Nachmehle finden Absatz. Kleie war angesichts des schwachen Mehlgeschäfts kaum angeboten. Am Futtergetreidemarkt war Wintergerste nicht angeboten, auch in Hafer lagen nur kleine Posten vor. Brotgetreide liegt still, das Angebot in Kontingentsgetreide wird ausgenommen, während das starke Angebot von frei verfügbarem Getreide keine Beachtung findet. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 210, W13 214, W16 218, Roggen R12 160, R15 163, R18 167, R 19 169, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste nicht notiert. Hafer H13 170, H14 172, Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Weizenmehl W 13 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl Type 997 R13 23,80, Type 815 R 13 24,30, Type 997 R 15 24,20, Type 815 R 15 24,70 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,25, Weizenkleie W 13 10,92, W16 11,13, Roggenkleie R13 10,20, R15 10,44, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber 18,25, Trockenschnitzel 10,25, Heu 5,50. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. August. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 107 Rinder (29 Ochsen, 17 Bullen, 4 Kühe, 57 Färsen), 760 Kälber, 97 Schafe, 658 Schweine. Es kosteten: Kälber 40 bis 67 Mark, Hämmel 37 bis 40, Schafe 28 bis 38, Schweine 50 bis 54 Mark. — Marktverlauf bei allen Viehgattungen lebhaft. immer die Unterstützung der Gemeinde und im vergangenen Jahr konnte ein seit Jahren gehegter Wunsch, der Neubau eines neuzeitlichen Spritzenhauses zur besseren Unterbringung der Feuerwehr- gerate erfüllt werden. Die Lage des Gerätehauses ist eine sehr günstige und im Ernstfälle können die Geräte schnell an die Gefahrenstelle gebracht werden. Z Großen-Linden, 7. Aug. Gestern ereignete sich am Ortsausgang nach Gießen zu ein Verkehrsunfall. Ein Landwirt wollte mit einem Erntefuhrwerk die Frankfurter Straße kreuzen. Ein Kraftwagenführer hatte dies etwas spät bemerkt, er konnte seinen Wagen aber noch zum Stehen bringen. Eine Motorradfahrerin, die hinter dem Auto herkam, vermochte ihr Kraftrad aber nicht mehr rechtzeitig anzuhalten und fuhr auf das Auto auf. Sie erlitt einen Schlüsselbeinbruch und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. Das Motorrad wurde schwer beschädigt. co Eberstadt, 7. Aug. In einer der letzten Nächte fuhr ein auswärtiger Motorradfahrer mit seiner unbeleuchteten Maschine in der Butzbacher Straße in eine Gruppe junger Leute. Ein Mädchen wurde dabei em Stück mitgeschleift und erlitt Verletzungen, so daß ärzt- Gtadtvorstandssitzung in Alsfeld. I Alsfeld, 7. Aug. In der am Dienstag abgehaltenen Stadtvorstands-Sitzung gelangte die Hauptsatzung der Stadt Alsfeld zur Vorlage. Es wurde beschloffen, den Bürgermeister der Stadt Alsfeld hauptamtlich anzustellen. Die Zahl der ihm beigegebenen Beigeordneten wurde auf 2, die Zahl der Ratsherren wurde auf 10 festgesetzt. Die endgültige Hauptsatzung, in welche noch weitere Bestimmungen über die Gemeindeverwaltung ausgenommen werden können, soll nach Weisung der Regierung erst ausgestellt werden, nachdem die neuen Gemeinderäte berufen sind. Der vorgelegte Entwurf wurde von dem Rat zustimmend begutachtet. Zur Bekämpfung des Handels mitJu- den wurde folgende Entschließung angenommen: „Der Ratsbeschluß vom 28. April 1933 wird dahin erweitert, daß bei der Vergebung gemeindlicher Arbeiten und Lieferungen nur noch solche Personen berücksichtigt werden, die einschließlich ihrer Im Haushalt lebenden Angehörigen keine Geschäfte mit Juden tätigen und keinen Verkehr mit Juden pflegen." Das Anwesen der ehemaligen Alsfelder K a s i n o g e s e l l s ch a f t „Concordia" ist nach deren Auflösung durch Kauf in den Besitz der Stadt Alsfeld übergegangen. Die darin befindlichen Räume sollen zu öffentlichen oder gemeinnützigen Zwecken vermietet werden. Dementsprechend wurde ein Mietvertrag zwischen dem Hessischen Staat und der Stadt Alsfeld über die Vermietung der vier nach der Adolf-Hitler-Straße zu gelegenen Räume vorge- legt, worin das Staatliche Gesundheitsamt untergebracht werden soll. Der monatliche Mietpreis ist auf 70 Mark vereinbart worden. Dem vorgelegten Mietverträge wurde zugestimmt. Hinsichtlich der Regelung des Erlasses von Gewerbe st euern aus Billigkeitsgründen für das Rechnungsjahr 1935 wurde dieselbe Regelung beschlossen, wie für das Rechnungsjahr 1934, d. h. es kann eine Ermäßigung der Gewerbesteuer eintreten, wenn sich bei der endgültigen Veranlagung der Steuer eine Minderung des Gewerbekapitals oder des Gewerbeertrages von mindestens 20 v. H. ergibt. Die für das Pachtiahr 1935 z u gewährenden Pachtermäßigungen der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke werden in derselben Weise bewilligt, wie im Vorjahre mit einer prozentualen Herabsetzung von 20 v. H. bis 5 v. H. der ur- sprünglichen Pachtsumme, je nach dem Jahr der Verpachtung. Don unnotierten Werten erhöhten sich Pokorny auf 108,50 (107,50), Wayß KFreytag auf 94 (93,50) und Growag auf 82 (81). Abendbörse: ruhig. Auch die Abendbörse lag mangels jeglicher Anregung sehr still. Aufträge waren nicht emgetroffen, so dgß auch die Börse in ihrer abwartenden Haltung verblieb. Trotzdem erhielt fick die freundliche Grundstimmung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, zeigten die Kurse gegen den Berliner Schluß nur minimale Abweichungen. Montanaktien lagen dabei etwas niedriger. Von Elektroaktien ließen Bekula auf den Berliner Stand von 141 (142) nach, auch Lahmeyer erreichten mit etwa 137,75 nicht den hohen Berliner Kurs von 138,50. Ferner gingen von chemischen Werten Scheideanstalt auf 240 (241) und Deutsche Erdöl auf 114,25 (114,65) zurück. IG. Farben blieben bei kleinem Umsatz mit 158 unverändert. Befestigt waren Süddeutscher Zucker mit 199 (197,25). Der Rentenmarkt lag gleichfalls außerordentlich still. Altbesitzanleihe notierten mit 111,70 (111,65) geringfügig höher, IG. Farben-Bonds zogen auf 130,25 (130,13) an, während 6 v. H. Stahlverein auf 102,25 (102,50) nachließen. Fremde Werte lagen geschäftslos. U. a. notierten Altbesitz 111,70, 6 v. H. Stahl- oerein 102,25, IG. Farben-Bonds 130,25, 6 v. H. Krupp 104, 4,50 v. H. Rhein. Hyp. Gold R 40 96,65, 4 v. H. Rumänen 5,40, 4 v. H. Ungarn Gold 9,50, Commerzbank 90,50, OV-Bank 90,50, Dresdner Bank 90,50, Zarpener 117,50, Mannesmann 93,25, Rheinftahl 115,50, Stahlverein 88,13, AKU. 62,50, AEG. 40, Bekula 141, Bemberg 118,50, Deutsche Erdöl 114,25, Scheideanstalt 240, Deutsche 'Linoleum 158,25, Licht und Kraft 137, IG. Farben 158, Gesfürel 129,50, Holzmann 93,75, Metallgesell- schäft 113,75, Rheag 140, RWE. 135,50, Schuckert 129, Süddeutscher Zucker 199, AG. für Verkehr 87,75, Hapag 17,13. liche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. — Ein hiesiger Landwirt brachte, nachdem er die Dreschmaschine gehabt hatte, die Dreschrückstände auf einen Stoppelacker und zündete sie an. Das Feuer griff dabei aber auf die noch etwas langen Stoppeln über, und im Nu stand der ganze Acker in Flammen. Glücklicherweise waren die Nachbarfelder mit Hackfrüchten bestellt, so daß das Feuer keine weitere Ausdehnung erfuhr. * Steinheim, 7. Aug. Aus Hamburg kam dieser Tage die Nachricht, daß sich in einem Orte unweit der großen Hafenstadt ein Landwirt unseres Ortes erhängt hat. Der freiwillig aus dem Leben geschiedene Mann wurde bereits seit einiger Zeit hier vermißt. In einem Briefe an seinen Sohn ließ er die Absicht, aus dem Leben zu gehen, erkennen. Die Ursachen für die verzweifelte Tat sind nicht bekannt. kreis Büdingen. tt. Aus dem mittleren Niddatsl, 7. Aug. Die Entwickelung der Frühkartoffeln ist durch die anhaltende Trockenheit sehr nachteilig beeinflußt. Die Dickwurz entwickeln sich auch nur kümmerlich. Auf einen geringen Grasschnitt ist nur in tief gelegenen Wiesen zu rechnen, die späteren Kleearten werden mäßig ausfallen. Auch auf die Obstbäume wirkt die Trockenheit nachteilig.« Von dem teilweise spärlichen Behang der Apfelbäume fällt ein beträchtlicher Teil vorzeitig ab. Mirabellen- und Zwetschen- bäume bringen mehr Früchte, als man noch vor Wochen zu erhoffen glaubte. Das Wachstum der Gemüsepflanzen läßt viel zu wünschen übrig. Vielfach sucht man mit Wafsergießen aufzuhelfen. Dazu kommt noch das fast allgemeine Vorkommen der Kohlhernie. Kreis Alsfeld. <£ Alsfeld, 7. August. Anläßlich des Ueber- ganges der Stromversorgung der Stadt auf die Provinz Oberhessen hatte die Provinzialverwaltung die Anlage einer vollständig neuen Straßenbeleuchtung übernommen. Diese wurde kürzlich vollendet, so daß nunmehr die Stadt im Besitze einer modernen, allen Anforderungen genügenden Straßenbeleuchtung ist. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Anstrahlung des Rathauses und des mächtigen Turmes der Walpurgiskirche mit modernen Scheinwerfergeräten vorgesehen. Die an den beiden letzten Abenden vorgenommenen Probebeleuchtungen des Marktplatzes ergaben ein märchenhaft schönes Bild, als die edlen, künstlerischen Umrisse des altehrwürdigen Rathauses und die mächtige Silhouette des Turmes der Walpurgiskirche aus dem Dunkel der Umgebung in strahlender Helle herausragten. Das ungewohnte Schauspiel hatte eine große Menschenmenge auf den Marktplatz gelockt. Die Anstrahlung soll nur bei besonderen festlichen Veranstaltungen erfolgen. # Ober-Ohmen, 7. August. Gestern morgen wurden in der hiesigen Gemarkung fünf Stück herrenloses Jungvieh fe ft gehalten und in einem Stall untergebracht. Die Annahme, daß es sich bei den Ausreißern um das Eigentum hm ™ n/ rn » c r « \ r • r ö'ZL pno Oie freundschaftlichen Beziehungen beider Weh- m t rC 21 um Ueberlassung der beiden oberen ren immer erhalten geblieben. Die Wehr zählt heute oanen Die nächtliche Wandern (Braberfetber zu beiden Seiten des Weges zum! etwa 40 aktive F-uerm-hrl-ute. Die geuerV«I)r fanb > über einf 3i "müd)^®n^rnung * Neue Höchftzahl In Kraftwagenzulassungen. Nach den vorläufigen Ermittlungen von privater Seite sind in Deutschland im Juli 21 300 Kraftwagen neu zugelassen worden. Damit ist die bisherige Höchstzahl vom Mai d.J. überboten. Darüber hinaus aber stellt die erreichte Ziffer zu gleicher Zeit den größten monatlichen Jnlandsabsatz in der Geschichte der deutschen Automobilindustrie dar. Diese Belebung des Automobil- Handels zu einer Jahreszeit, in der die Saison längst vorüber zu sein pflegt, ist ein Beweis für die gesunde Wirtschaftslage der Industrie und die zunehmende Motorisierung Deutschlands. * Erfolgreicher beut f jb er Wettbewerb in Neuseeland. Wie Reuter aus Wellington berichtet, hat das Hafenamt von Oakland mit 8 gegen 4 Stimmen das Angebot einer deutschen Firma auf Lieferung von Stahldrahttauenden 13 vorliegenden Angeboten britischer Firmen vorgezogen. * Der Stick st offabfatz imJuli. Der Stick- stoffabsatz im Juli hat sich günstig entwickelt und lag über dem des gleichen Monats des Vorjahres. Zur Zeit läßt die Nachfrage etwas nach, da die Landwirtschaft fast ausschließlich mit dringenden Erntearbeiten beschäftigt ist. * Die Barmer Ersatzkasse im Jahre 1 9 3 4. Dem Jahresbericht der Kasse ist zu entnehmen, daß sich in 1934 der Bestand an Stammversicherungen um 10,9 v. H. auf 618 889 erhöhte, an Familienversicherungen trat eine Vermehrung um 24,32 v. Sy. auf 153 701 und an familienversicherten Personen eine Zunahme um 23,42 v. H. auf 285 896 ein. Dagegen betrug der Bestand an Arbeitslosenversicherten nur noch 4 v. H. des Mitgliederbestandes gegen 7,09 v. H. im Vorjahre. Die Beiträge erhöhten sich im Berichtsjahre von 47,8 auf 53,02 Millionen Reichsmark, während die Leistungen von 41,61 auf 46,88 Millionen Reichsmark fliegen. Die Rücklage erfuhr eine Steigerung von 0,13 gegen 1,06 im Vorjahre auf 9,52 Millionen Reichsmark. Mein-Mainische Börse. Mllagsbörfe ruhig. Frankfurt a. M., 7. Aug. Die Börse war ohne Anreaung und eröffnete, wie in den letzten Tagen, in sehr ruhiger Haltung. Die Grundtendenz blieb trotzdem freundlich. Die Kursveränderungen hielten sich am Aktienmarkt nach beiden Seiten in engsten Grenzen. Die Farben-Aktie wurde von dem günstigen Stickstoffabsatz im Monat Juli kaum berührt und eröffnete bei kleinsten Umsätzen mit 157,75 (157,90), zog aber später auf 158 an. Die übrigen Chemiewerte lagen sehr still und zunächst ohne Notiz. Am Elektromarkt blieben Tarif- werte beachtet, Bekula fliegen auf 142 (141,13), Lahmeyer auf 137 (136), Licht & Kraft auf 137,50 (137) und RWE. auf 136 (135,50). Gesfürel gaben andererseits 0,50 v. H. und Siemens 0,40 o. H. nach. Monlanaktien lagen ungleichmäßig. Buderus und Mansfelder zogen bis 0,65 o. H. an, Harpener, Klöckner und Hoesch lagen unverändert, während Rheinstahl 0,50 o. H. und Stahlverein 0,40 o. H. verloren. Zellstoff- und Papierwerte blieben behauptet, auch Reichsbank und Bank für Brauindustrie notierten unverändert. Sonst eröffneten Deutscher Eisenhandel, Hanfwerke Füssen und Feinmechanik Setter behauptet, dagegen AG. für Verkehrswesen 0,75 v. H., Daimler Motoren 0,25 o. H. und Norddeutscher Lloyd 0,25 v. H. leichter. Kunstseide AKU. zogen 0,25 v. H. an. Südd. Zucker notierten exklusive Dividende mit 197,25 (205) knapp gehalten. Der Rentenmarkt hatte weiterhin nur kleine Umsätze bei im allgemeinen unveränderten Kursen. Etwas Nachfrage erhielt sich für Zinsoergülungs- fcheine zu 90,90 (90,80). Kommunal-Umfchuldung waren eher angeboten. Von fremden Werten wurden rumänische Anleihen bei bis 0,50 v. H. höheren Kursen lebhafter umgefetzl. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein. Schwach lagen Westdeutsche Kaufhof mit 30,50 bis 30 (31,75), in denen einiges Angebot vorlag. Auf den übrigen Marktgebieten waren die Veränderungen nach dem ersten Kurs unbedeutend. Fester lagen Zement Heidelberg mit 122,25 (121,25), Scheideanstalt mit 241 (240). IG. Farben blieben mit 158 unverändert. Am Kassamarkt lag etwas Angebot in Pfälz. Hyp.-Bank-AkUen vor, die Taxe lag bei 87,25 bis 87,50 (88,50). An den Renlenmärklen herrschte auch späterhin Geschäflsstille bei meist behaupteten Kursen. 1951er Stahlverein bröckelten auf 95 (95,25) ab. Zinsver- gülungsscheine 90,85 nach 90,90. Pfandbriefe hatten bei unveränderten Kursen kleinstes Geschäft. Auch Stadtanleihen lagen sehr ruhig, etwas schwächer Mainzer mit etwa 92,50 (93) und Heidelberger mit etwa 89 (89,50). Ausländische Anleihen lagen still, Rumänen blieben zu den Anfangskursen behauptet. 5 v. H. innere Mexikaner zogen auf 5,35 (5,25) an. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Die hinter den Papieren Frankfurt a.2Jl. Berlin Schluß« kurs Schluß!. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Datum 6.8. 7-8 6.8 7.8. 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 100,75 — 101 101 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 b'/r°l» Doung-Anleihe von 1930 .. 97,5 97,4 97,65 97,65 104,25 103,65 103,5 103^25 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 4l/i% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, 1....... 111,75 111,7 111,75 111,65 100,4 100,4 100,4 100,4 6% efjem.8% Hess. Bolksstaat 1929 irlickzahlb. 102%) .......... 97,75 98 _ _ 4V2% ehern. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96,5 96,5 _ 5’/2% ehem. Hess. Landes-Hypo- thekenbank Darmstadt Lioui ... 101,25 101 _ 4Vi% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.6 93 93 _ Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .......... Deutschs Komm. Sammelabl. An- 128,75 — — 125 leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 115,5 115,5 115,65 115,65 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 96,65 96,65 _ 6’/j% ehem. 4>/2% Franks. Hyp.. Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 101,25 101,1 — _ 6Vz% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... *¥2% ehem. 8% Pr. Landespfand- vriefanstall, Pfandbriefe R. 19 101,9 101,65 102 101,75 97 97 97 4%% ehem. 7% Pi. Landespfand- briesanst., Gold Komm. £61.VI 97 97 Sleuergutsch. Berrechnungsk. 35-39 107,4 107,4 107^4 1073 4% Oesterrelchische Goldrente.... 28 28 28,25 29,25 4,20% Oesterrelchische Silberrente 1,5 1,425 1,5 4% Ungarische Goldrente ....... 9,5 9,5 9,5 9,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,13 9,25 9,25 9,25 *¥2% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 9,5 11,5 9,4 11,5 9,5 11,4 11,13 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1................ — — 12 — Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Reichsbankdlskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Devijenmarkl Berlin — Frankfurt a. M. kurs börse Datum 6.8. 6.8. 7-8. • 114,5 o Banknoten. 137,5 angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. 107,25 114,13 7 7 107,9 114,25 107,9 114,4 Siemens« Halske. LahmeyerLCo. .. 0 O 12 0 0 6 0 40 141 118 137 110 129,5 140 135,5 129 98,5 158,75 31,75 285,5 186 160 4 O 0 0 0 7 0 6 O 0 0 12 3 62,25 118,5 121,5 90,25 117,5 105,13 175 132 102,5 93,25 40,25 140,75 117,5 137,25 109,9 129,9 140 135,5 129,25 186 136 39,9 141 118 137 109,75 129,75 139,75 135,5 129,13 184 138,5 O 4 O 0 0 117,75 105,13 175 132,5 102,5 93,5 117,65 105 173,5 132,75 102,5 93,25 Schluß- kurs 40 141,13 117 137 109,5 130 14- 135,5 128,75 185,75 136 . 6 o 5 .. O 12 B’/2 . 0 >. 0 . 5 . 6 IV» Gesellschaft.. Dresdner Bant Retchsbank ... Buderus ........... Deutsche Erdbl ....... Gelsenkirchener ........ Harvener. ................’ Hoesch Ajen—Köln-Neuessea .' Ilse Bergbau ............... 223,4 116 89,13 18 134,75 131 200 A.E.G Bekula io Sieht.Lieferungsgesellschast... 5 Llcht und Kraft ........... gy. Felten & Guilleaume o @eidI(rf).^(£ieta.Unternelimunfl. 5 Rheinische Elektrizität ........5 Rhein. Wests. Eleltr 6 Schuckert & So............ 4 7 157,9 V' 240 O 110,75 4i 121 41113,75 107,5 I 114,25 I 118 I 105,13 I 175 132,5 1 102,75 I 93,5 I Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Kapstadt.. I. G. Farben-Jndustrt» Scheideanstalt Goldschmidt Rütgerswerte Metallgesellschaft Mansfelder Bergbau .. Kokswerke........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ........... Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth Hamburg-Amerika.Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd ......... " A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Dtsconto» Ilse Bergbau Genüsse . Klöcknerwerke ....... Mannesmonn-Röbre» . GriNner . gl 33 9 1 aÄerf£ H°