185. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 57 Erster Blatt 185. Jahrgang Freitag, 8. März 1955 Ä Annahme von Anzeigen Erscheint täglich, außer für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags a I ▲▲ bis 8'/,Uhr des Vormittags «SXÄäSÜ |4AtA|b4A4tA^| *-**»•■-<* SS (DlCnCnCi MjLMz WS von einzelnen Nummern I\Z Stellen-, Vereins-, gemein. Z-s General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger Gietzen v w 1 behördlicheAnzeigenSRpf. SronffudÄ'in 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Buch- und Steindruckerei «.Lange in Eietzen. Schriflleilung und Geschäftrstelle: Schulftrahe 7 MengenabschlM Staffel» Die Trauer um Minister Schemm Vortrag. Dr. Ley Die Aufbahru^ des Staatsministers Hans S ch e m m in Bayreuth. Organisationen, nicht selber zerbrochen ist, d. h. nicht hoffnungslos geworden ist. Es gehörte schon ein ungeheurer Mut dazu, vor dem wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch der Gewerkschaften nicht selbst den Mut zu verlieren. Nicht allein, daß nichts mehr vorhanden war, nein, es waren nur Schulden vorhanden. Und doch erklärten wir dem Arbeiter: „Wir werden alle deine' Rechte wahren." Wir haben sie gewahrt. Wenn die Arbeitsfront überhaupt einen Sinn und Der deutsche Arbeiter war niemals Marxist, man redete ihm das nur ein, und niemals war der deutsche Unternehmer irgend jene profit- gierige Hyäne, zu der man ihn an der Börse machen wollte. Gerade das unerhört große Maß von Anstand, das ich beim deutschen Schaffenden, ganz gleich in welcher Stellung, antraf, gab mir die Kraft, den Kampf in der von uns eingeschlagenen Weise fortzusehen. amtjahreseinkommen betrage bei über 20 Millionen Mitgliedern rund 300 Millionen. Unter den neuen Einrichtungen, die die Gewerkschaften nicht hatten, zählte der Reichsleiter die Rechtsberatungsstellen, die Dolksgefundheitsstellen und schließlich die national- ozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freude" auf und kennzeichnete diese Einrichtung in ihrem Werken und ihren Erfolgen. Die vornehmste Aufgabe, fuhr Dr. Ley fort, war der WerbefeldzAg durch die breite Masse der Arbeitsfront. Es galt zu beweisen, daß der Gedanke der Gemeinschaft nicht allein auf dem Papier stand, sondern daß der Klassenkampfgedanke auf beiden Seiten keinen Platz mehr in den Deutschen hat. Als Erfolg unserer Bestrebungen können wir feslstellen, daß ein neuer Geist in den Betrieben herrscht. Der Arbeiter fühlt sich selber nicht mehr als Prolet und als Kuli, und ebenso wagt es kein Unternehmer mehr, ihn als solchen zu betrachten. Der Lohn ist zudem gehalten worden. Wenn wir auch keine Lohnerhöhung haben durchführen können, so müssen wir immer wieder sagen, wir haben viereinhalb Millionen Menschen in Arbeit gebracht. Und solange noch zwei Millionen arbeitslos sind, kann man nicht an eine Lohnerhöhung denken. Tausende von gab zunächst einen historischen Ueberblick über die Entwicklung der Gewerkschaften, die im Laufe der Jahrzehnte zu rein materiellen, ja z. T. betrügerischen Versicherungsunternehmungen herab- gesunken seien, und kam zu der Schlußfolgerung, daß sie unter diesen Umständen selbst dann, wenn der nationalsozialistische Staat 1933 nicht gekommen wäre, an dem wirtschaftlichen Ballast Izusammengebrochen wären. Dr. Ley kam [bann auf den Auftrag des Führers und Reichs- Bayreuth, 7. März. (DNB.) In feierlichem Zuge wurde am Donnerstagvormittag der Leichnam Hans Schemms vom Städtischen Krankenhaus in die Ehrenhalle des Hauses der Deutschen Erziehung übergeführt. Den Trauerzug eröffneten Schüler der Bayreuther Motorsportschule, ihnen folgte der von alten Parteigenossen und Freunden des Gauleiters flankierte Leichenwagen. Den Sarg deckte die Flagge des neuen Reiches und die Dienstmütze des Verstorbenen. Im Trauergefolge sah man die Angehörigen, die führenden Persönlichkeiten der Bewegung der bayerischen Ostmark und Vertreter der Wehrmacht. Es folgten dann der Gaustab und die politischen Leiter, sowie Abordnungen der SA., SS. und HI. Ueberall in den Straßen, durch die sich der Zug bewegte, grüßte die Bevölkerung den Toten mit erhobener Hand. Dor dem Gauhaus, der Wirkungsstätte des Gauleiters, hielt der Trauerzug kurze Minuten an. Sodann ging der Zug zum Hause der Deutschen Erziehung weiter. In der Ehrenhalle, die eine würdige Ausschmückung erhalten hatte, vereinigten sich dann die Teilnehmer am Trauerzug zu einer stillen Gedenkfeier. Görings Beileid. Berlin, 7. März. (DNB.) Ministerpräsident General Göring hat an die Witwe des verunglückten bayrischen Staatsminister Hans Schemm folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Tieferschüttert über den schweren Schicksalsschlag, der Sie und ausgeglichen wenden. Der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. G o e r d e l e r hat bereits vor einigen Tagen auf die Notwendigkeit hingewiesen, das Preisniveau der deutschen Exportwaren zu senken, ohne dabei von dem Prinzip der L l e f e- rung höchster Qualität abzuweichen. Die Möglichkeit hierzu wird durch die Schaffung von Ausgleichskassen geschaffen werden, durch die die Lasten dieser Preissenkung auf die getarnte deutsche Wirtschaft verteilt werden sollen. Der Reichs- bankpräsident begründete die Notwendigkeit dieser Opfer des einzelnen für das Allgemeinwohl vor allem durch die Feststellung, daß die fetzige Kon- I iunktur nur dauern kann, wenn sich die 'brnstche Wirtschaft der Notwendigkeit des Außen- Handels bewußt bleibt. Die Leipziger Messe hat diesmal einen starken Einschlag von N o h st a f s w i r t s ch a ft- Deutschland ist durch Devisenknappheit und auch durch handels- volitische Maßnahmen des Auslandes gezwungen, lauf alle inländischen Lohjtoijqu.eües »muctjUflreijc» unser ganzes Vaterland betroffen hat, übermittle ich Ihnen meine innigste Anteilnahme. Unvergeßlich wird uns das Andenken an den getreuen Mitkämpfer unserer Bewegung als leuchtendes Beispiel vor Augen stehen. In herzlichstem Mitgefühl Ihr Hermann G ö r i n g." Gleichzeitig hat Ministerpräsident General G o • ring dem Reichsstatthalter General von Epp und dem bayerischen Ministerpräsidenten Sievert im Namen der preußischen Staatsregierung und iit seinem eigenen Namen das aufrichtigste 'Beileid zu dem schweren Verlust ausgesprochen, den die bayerische Staatsregierung durch den Tod ihres hervor- ragenden Mitgliedes, des Staatsministers Schemm, erlitten hat. Das Beileid der hessischen Erzieher. Darmstadt, 7. Marz. (LPD.) An Frau Staatsminister Schemm hat Ministerialrat R i n g s h a u s e n als Gauobmann des N S L B.» Hessen-Nassau folgendes Beileidsschreiben gerichtet: „Die Kunde von dem tragischen Ableben Ihres Herrn Gemahls hat alle Erzieher des Gaues Hessen-Nassau aufs tief sie erschüttert. Wir sprechen Ihnen zu dem unersetzlichen Verlust unser tiefstempfundenes Beileid aus. Was uns Hans Schemms Wirken in Tat, Wort und Schrift war, wird ihn unvergeßlich weiterleben lassen im Ge- dächtnis der deutschen Erzieher." Kraft vertrauen. , . Diesen Weg der Selbsthilfe weiter zu gehen har Dr. Schacht in Leipzig die deutschen Unternehmer aufgerufen: der nächste Schritt, der auf diesem Wege getan werden muß, ist der freiwillige Zusammen- schluH der deutschen Wirtschaft zur gemeinsamen Verteidigung und Steigerung des deutschen Exports. Das Mittel zur Erreichung dieses Ziels ist die Senkung des Preisniveaus der auf dem Weltmarkt angebotenen deutschen Erzeugnisse, also die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwaren. Das bedeutet keine Aufforderung zur Schleuderkonkurrenz oder zum Dumping. Denn es satten ja auf diese Weise nur die Dumpingwirkungen der Währungsentwertungen in den Konkurrenzländern in einem zu solcher Aktivität erwachten Volk wie dem deutschen, wagemutige, nach außen strebende Kräfte gibt, denen außerhalb der Heimat ein Betätigungsgebiet geschaffen werden muß. Aufgab« einer weisen Staatsfiihrung ist es, dafür zu sorgen, daß diese Menschen in jeder Beziehung, d. h. kulturell und staatlich, dem Volkstum erhalten bleiben und gleichzeitig eine Besserung der wirtschaftlichen Ausstattung der Heimat einleiten. Das ist der Sinn -der Aeuße- rungen, die Dr. Schacht in Leipzig über die Kolonialfrage tat. Als die Entente seinerzeit Deuts.ch- land aus der Reihe der Kolonialstaaten verdrängte, hafte sie, in jeder Beziehung unser Erbe antreten zu können. Sie hat sich hierin getäuscht. Deutschland ist in bezug auf die Kaufkraft an kolonialen Rohstoffen ungleich schlechter daran als zu der Zeit, in der Deutschland noch Kolonien besaß. In den überseeischen Gliedern des britischen Weltreiches hat man längst diese Folgen einer verfehlten Politik ihrer Heimatregiexung erßanpt Em Teil der 4000 Ausländer, die diesmal über den Durchschnitt früherer Jahre hinaus nach Leipzig gekommen sind, dürfte sich besonders für die Fortschritte interessieren, bie Deutschland auf dem Gebiete der inländischen Rohstoffversorgung gemacht hat. Bei früherem Anlaß hatte Dr. Schacht geäußert, daß jedes Volk gegenüber den Schätzen, die im Schoße der Erde' ruhen, ein Zugriffsrecht haben müsse, und daß es ungerecht sei, ein großes entwicklungsfreudiges Volk auf die Bahnen der Ersatzstoffwirtschaft zu drängen. In seiner Leipziger Rede hat Dr. Schacht seine Ueberzeugung ausgesprochen, daß für einen Industriestaat der Besitz kolonialer Rohstoffgebiete als Ergänzung sei- ner heimischen Wirtschaft unerläßlich sei. Gewiß denkt Deutschland nicht daran, wertvolle Teile seines Volkes planlos über die ganze Welt auszu- streuen oder sie unter ungünstigen klimatischen Um- stände irgendwo in den Tropen anzusiedeln und körperlich zu ruinieren. Es ist aber nicht zu be- Itaten, bgßes iA jedem großes Doll uyb bejonLers Außenhandel ist not. । Das Wesen und 3id der Deutschen Arbeitsfront Den Höhepunkt der diesjährigen Leipziger Messe- 1 H: Dr.Ley spricht vor den Diplomaten und der Auslandspreise. Handelspolitik der Reichsregierung. Der Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister hat von einer hohen Warte aus die Entwicklungstendenzen B e rl i n, 8. März. (DNB.) Die Deutsche Arbeits- der Weltwirtschaft überprüft und die Fehler dieser fronf un& bas Außenpolitische Amt der Na- Entwicklung aufgezeigt. Er hat sich aber nicht mit tionalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ver- der Kritik einer Politik der anderen, bei der falteten am gestrigen Donnerstagabend im Hotel Deutschland der leidende Teil war, begnügt, son- Kaiserhof für die Diplomatie und Auslandspresse dern auch den Weg gewiesen, auf dem bie Ljncn großen Empfang, bei dem der Reichsorgani- deutsche Wirtschaftspolitik ben Außenhandel des ^jg^^iter der NSDAP, und Leiter der Deutschen eigenen Landes wiederaufbauen und die durch bie Arbeitsfront, Dr. Ley, über Wesen und Ziel Maßnahmen der anderen zerstörte Konkurrenz- & e r Deutschen Arbeitsfront sprach. Dem fähigkeit Deutschlands auf dem Weltmarkt wieder- Empfang, der in dem mit einer Büste des Füh - Herstellen will. Irers sowie ben Bannern ber NSDAP, und der Dr. Schacht ging von der Tatsache aus, daß ber | Arbeitsfront festlich geschmückten Saale des Kaiser- Welthandel auf etwa ein Drittel seines frühe- hg^s stattfand, wohnten die Reichsminister General- ren Höchstmaßes zusammengeschrumpft ist. gberst von Blomberg und Dr. Frank sowie Er zeigte, daß die Ursachen dieses Niedergangs in Lafy[reid)e Angehörige des diplomatischen Korps, der der Politik liegen, und zwar in der Politik, bie ine unö auslänbischen Presse, führenbe Persönlich- vom Versailler Diktat ausgegangen ist unb in bem ^iten des deutschen öffentlichen Lebens bei., Ausschluß Deutschlands aus dem weltwirtschaftlichen geiler des Außenpolitischen Amtes ber Güteraustausch gipfelt. Die Beweise, bie der Reichs- ^DAP., Reichsleiter Alfreb Rosenberg, be- dankprüsibent für feine Behauptung, baß die wirt- ^e zahlreichen Ehrengäste unb insbesonbere Me Schwächung Deutschlands Erschütterungen $ al5 den Redner des Abends mit herzlichen .twirtschaft herbeigefuhrt hat, sind sci R’ ©orten und erteilte ihm darauf das Wort zu seinem genb, baß fie nicht roiberlegt unb nicht unbeachtet । - gelassen werben können. Der letzte Schlag, den biefe Politik bem Welthandel versetzt hat, war die Schaffung der Clearingverträge, die ben Außenhandel Deutschlands in das Prokrustesbett bürokratischer Formeln zwangen unb ihn auf diese Weise verstümmelten. Die unvermeidbare Folge davon war ein weiterer Rückgang des Welthandels, weil ein Deutschland, das man beim Verkauf feiner Waren b e - hindert, notgedrungen auch weniger ein- kaufen muß. Dr. Schacht zeigte die Widersinnigkeit dieser Politik — die neuerdings sogar dazu ge- ö°n'aÄ S°°erk,ch°st°n zu einem bah Deutschland die Waren nicht in fremder Wäh- von ihm zu bestimmenden Termin zu übernehmen, mng wird bezahlen können - in so handgreiflicher und stellte mit Befriedigung fest daß- «mnerhalb Weile batz bie in Leipzig anwesenben fremden von vier Tagen die gesamten 169 Arbeiter und Wirtschaftler sich der Folgerichtigkeit dieser Dar- Angestelltenverbände übernommen habe und so dem Icqunqen nicht entziehen konnten. Aber nicht die Führer melden konnte, daß es wirtschaftliche Einsicht, sondern die Politik der Ge- in Deutschland keinerlei Gewerkschaft, ob marxiwalt und des Eigennutzes beherrscht heute noch die christlich ober national, gäbe, die nicht in anderen Völker. Deutschland bleibt daher in der I nationalsozialistischer Hand sei. Abwehr dieser ihm °usg°zwung-nen Notlage nichts erkannter Organi- ÄÄi ' geW kb®cenmÄ« ‘ Au-?au7ch gegen gen e ^rz-u gni,s ° gingen seien, in einem Betrieb zns-mm-nzu- ^Der^Reichsbankpräsident betonte sehr scharf, daß Mit erhöhtem Nachdruck erklärte Dr. Ley: Es ist die deutsche Handelspolitik sich der Primitivität und sicherlich eins der größten Wunder aller Zetten, daß der großen Mängel dieser Tauschwirtschaft, die der d e u t s ch e A r b e l t e r in dem Zusammenbruch ihrerseits wieder große und wichtige Gruppen der seines Staates, seiner Gewerkschaften, all ferner ausländischen Produzenten und des ausländischen > fofhor »erbrocken ist. Handels von der Belieferung Deutschlands mit Rohstoffen ausschließt, vollkommen bewußt ist. Sie würde es begrüßen, wenn im Wege internationaler Vereinbarungen wieder bie allgemeine Zusammenarbeit und der allgemeine Wettbewerb an die Stelle ber zweiseitigen Tauschverträge gesetzt werden könnten. Aber es hängt nicht von Deutschland allein ab, diesen Weg der Weltwirtschaft- Ä' WÄÄI cinen'Smed WoUte, genügte es nicht ollein, der Weltwirtschaft einen ganz anderen W e g den Arbeitnehmer zu gewinnen sondern in gegangen sind, um ihre Volkswirtschaften den Aus- gleichem Sinne galt es, den Arbeitgeber zu Wirkungen der Weltwirtschaftskrise nach Möglichkeit werben, zu entziehen, nämlich den Weg der Wührungs-' * - abmertung. Deutschland hat es stets abgelehnt, diesen verhängnisvollen Weg, dessen Gefährlichkeit heute auch im Ausland vielfach erkannt w^d, zu betreten Aber es kann sich — das sagte Dr. Schacht besonders nachdrücklich - setzt um 1° wemg-r d°> von abholten lassen, seine eigene Wirtschaft zu schützen und zu stützen, als d,e anderen Lander la kein Bedenken getragen haben, durch ihre chandels- Politik und durch ihre Währungsabwertungen ruck- Wirtschaft wieder m Gang zu brmgm, die Arb f 'Oralen Verwaltung. Die Betriebsgemein- »i hffi; ygssR&K »esst SÄT.Ä- sfiÄ eys äaWf * ---» - rechnet zu ihnen vor allem die (He a rJ ” 9 o e r e träge), müssen beseitigt ober unschädlich gemacht werben. Die beutsche Wirtschaftspolitik kann nicht ruhig zusehen unb abwarten, bis die anderen die Verkehrtheit ihrer Politik erkannt haben uno zur Einkehr entschlossen sind. Deutschland mutz stcy jetzt selbst helfen unb barf nur der eigenen -- U' 'M Fabriken sind durch unser Wirken menschenwürdig gemacht worden. Der Gemeinschaftsgeist offenbart fich in- und außerhalb des Betriebes. Ebenso ist das weitere Ziel: Schaffen eines neuen Typs eines Sozialführers weitestgehend durchgeführt. Und auch das Letzte ist erreicht worden: die Masse der schaffenden Menschen hat eine neue Blickrichtung bekommen. Wirtschaftskämpfe gehören in Deutschland der Vergangenheit an, während wir überall bei allen Völkern Gärung, Streit, Aussperrung usw. beobachten, herrscht in Deutschland sozialer Frieden. Unser Ziel ist ein glückliches und zufriedenes Volk, lleber all unserem Tun steht der Gedanke der Gemeinschaft. Arbeitnehmer und Unternehmer gehören auf Gedeih und verderb zusammen, und wir werden sie zufammenschliehen und werden nicht loslassen, bis diese Erkenntnis Allgemeingut auch des letzten Deutschen geworden ist. Weiter wollen wir den Menschen das Gefühl der Geborgenheit geben, und schließlich muß unser Ziel sein, den Menschen nicht nur einen Arbeitsplatz zu geben, sondern seinen Arbeitsplatz. Als Letztes müssen wir die Menschen zur größtmöglichen Mitarbeit heranziehen. Das Volk darf uns nicht Objekt sein, über das man despotisch herrscht, und ebenso ist der Staat keine Wohlfahrtseinrichtung, sondern Sozialismus heißt Gerechtigkeit und nicht Mitleid. Vor allem aber werden wir dieses Jahr darangehen, die Unterlagen für eine wirklich fruchtbringende Sozialpolitik zu schaffen. Der nationalsozialistische Staat will weder Despot, noch Amme der Menschen sein, sondern er will der väterliche Pädagoge feines Volkes fein, und er sieht das Wesen der höchsten Demokratie darin, die Menschen zur höchsten Mitarbeit an den zu lösenden Aufgaben herauszuziehen. Das neue Deutschland unter seinem Führer Adolf Hitler ist das Deutschland der Gemeinschaft, der Treue, der Kameradschaft, ist das Deutschland der Leistung und der Anerkennung dieser Leistung und ist das Deutschland einer gemeinsamen Ehre. Wir wollen in Frieden unserer Arbeit nachgehen, wir wollen aber ebenso frei und gleichberechtigt unter den Völkern der Erde leben. Die Ausführungen Dr. Ley s, der in seinem fast zweistündigen Vortrag einen eingehenden Ueber- blick über Werden und Aufbau der Millionenorganisation der alle schaffenden Deutschen umfassenden Arbeitsfront gab, wurden von der zahlreichen Zuhörerschaft mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Oie Verirauensratswahlen. Berlin, 7. März. (DNB.) Der Reichsarbeitsminister hat unter dem 4. März die 10. Durchführungsverordnung zum Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit erlassen. Diese Durchführungsverordnung enthält Bestimmungen, die für die oe- vorstehenden Dertrauensratswahlen von Wichtigkeit sind. Der Reichsarbeitsminister wird im Interesse einer rechtzeitigen und gleichmäßigen Durchführung der Abstimmung ermächtigt, für die Vertrauensratswahlen bestimmte Abstimmungstage festzusetzen, sowie im Zusammenhang damit gewisse Fristen in dem die Abstimmung vorbereitenden Verfahren entweder selbst abzukürzen oder andere Stellen damit zu beauftragen. Als A b - st i m m u n g s t a g e hat der Reichsarbeitsminister in der gleichzeitig ergangenen Anordnung vom 5. März 1935 für das Jahr 1935 den 12. und 13. April bestimmt. Die Durchführungsverordnung sieht weiter vor, daß in Betrieben, in denen ein Betriebszellenobmann nicht vorhanden ist, der Betriebswalter der Deutschen Arbeitsfront bei Aufstellung der Liste mitzuwirken hat. Diese Bestimmung wurde erforderlich, weil in einer großen Anzahl von Betrieben, bei denen die Voraussetzungen für die Bildung eines Vertrauensrates vorliegen, ein Betriebszellenobmann 'nicht vorhanden ist. Schließlich bringt die 10. Durchführungsverordnung noch eine Sonderbestimmung für das ehemalige oberschlesische Abstimmungsgebiet. Im Saarland finden zur Zeit noch keine Vertrauensratswahlen statt, da hier die Vorschriften des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit über den Dertrauensrat noch nicht eingeführt sind. Nationalsozialistischer deutscher Marinebund. Berlin, 7. März. (DNB.) Dem Wunsche des Führers und Reichskanzlers entsprechend, sollen die ehemaligen Angehörigen derReichs- marine und der alten Marine in dem R a - tionalsozialistischen deutschen Mari n e b u n d einheitlich zusammengefaßt werden. Im Einvernehmen mit dem Chef der Marineleitung hat der Bundesführ^r deutscher Marinevereine, Fregattenkapitän a. D. Hintzmann, angeordnet, daß der Bund deutscher Marinevereine in Zukunft den Namen Nationalsozialistischer deutscher Marinebund führt. Dieser Bund soll die Träger der großen Tradition der alten Marine und die Träger der jungen Tradition der Reichsmarine durch das einigende Band der Kameradschaft auf der Grundlage nationalsozialistischer Weltanschauung zu einer großen soldatischen Marinegemeinschaft zusammenschweißen und diese Gemeinschaft in den Dienst der Aufgaben für die Wirkung und Erhaltung des Willens zu deutscher Seegeltung stellen, gemeinsam mit allen großen Verbänden ehemaliger Soldaten der alten Armee und Schutztruppe und des neuen Reichsheeres wehrhaften Geist wachhalten und stärken und in sozialer Fürsorge und Wahrnehmung der besonderen Interessen der ehemaligen Angehörigen der Kriegsmarine, soweit sie nicht als Kriegsopfer durch die NSKOV. betreut werden, in enger Zusammenarbeit mit dem „Reichsbund ehemaliger Berufssoldaten" den Kameraden des Bundes Rat und Hilfe geben. Alle Verbände, Vereine, Kameradschaften usw. ehemaliger Angehöriger der Kriegsmarine, die bisher dem Bunde deutscher Marinevereine nicht angehört haben, werden aufgefordert, dem NSDMB. beizutreten. Anfragen und Anmeldungen sind an die Geschäftsstelle des Bundes deutscher Marinevereine in Bremen, Philosophenweg 20, zu richten. Uraufführung des Reichsparteilag-Films am 28. Wärz. Wie NSK. meldet, sind die umfangreichen Arbeiten an dem monumentalen Film vom Reichsparteitag 1934 „Triumph des Willens" soweit abgeschlossen worden, daß die Uraufführung, die in Berlin im Ufapalast am Zoo ftatt= findet, auf den 28. März feftgelegt wurde. Oer falsche Dreh der englischen Außenpolitik. Ein Engländer sagt London die Wahrheit. London, 7. März (DNB.) Der Sonderberichterstatter der „ D a i l y Mail", Ward P r i c e, schreibt seinem Blatt aus Berlin, die Erhöhung der Rüstungen habe nicht in Deutschland, sondern in anderen Ländern, und zwar schon vor mehreren Jahren, begonnen, als Deutschland vollkommen entwaffnet war und bevor Hitler die Macht ergriff. Deutschland habe bestimmt die Absicht, ausreichend zu rüsten, um sich gegen einen Angriff zu sichern: aber es beabsichtige auch, sich in ein freundschaftliches und friedliches Verhältnis zu England und Frankreich zu setzen. Um so schmerzlicher sei es, wenn jemand, auf dessen Freundschaft man Wert legt, einen öffentlich anklage, daß man den Weltfrieden bedrohe. Wenn ein Vorwand notwendig sei, um eine Erhöhung der Rüstungen zu begründen, warum sei dann nicht auf die umfangreichen Rü st ungen von Sowjetrußland hingewiesen worden? Diese seien zweifellos verantwortlich für viele deutsche Vorbereitungen, denn wenn auch Rußland vielleicht keine Gefahr für Großbritannien sei, glaubten einige Leute in Deutschland, daß es eine Gefahr für Deutschland bilde. Wenn Deutschland auf gleichem Fuße behandelt werde, würden die Engländer und die Franzosen keinen ehrlicheren Freund als Hitler haben, wenn sie aber Deutschland weiter als Nation zweiten Ranges behandelten, dann werde es niemals eine Annäherung geben. „Die größte moralische KataUophe" London, 7. März. (DNB.) Die einzige weibliche Vertreterin Englangs auf der Abrüstungskonferenz, Mrs. (Sorbett Ashby, ift auf Grund der Veröffentlichung des englischen Rüstungs- Weißbuches zurückgetreten. Nach ihrem Rücktritt, deti sie Ministerpräsident Macdonald schriftlich mitteilte, erklärte sie: Die Veröffentlichung des Weißbuches im gegenwärtigen Augenblick ist der letzte Schlag gegen die Möglichkeit einer erfolgreichen Abrü st ungsvereinbarung. Es war mir daher unmöglich, weiterhin mit der Abrüstungspolitik der englischen Regierung übereinzustimmen. Ich betrachte die Veröffentlichung des Weißbuches als die größte moralische Katastrophe, die wir seit dem Versailler Vertrag in England erlebt haben. Die liberalen Parteiorganisationen haben eine außergewöhnliche „Notstandssitzung" für Donnerstag abend einberufen, um die durch die Veröffentlichung des Weißbuches geschaffene Lage zu erwägen. Der großbritannische Baptistenverband hat in einer öffentlichen Erklärung seine Enttäuschung über die Absichten der englischen Regierung, die englischen Rüstungen weitgehend zu verstärken, ausgesprochen. Weißbuch und Sterling-Kurs. London, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Im Laufe der gestrigen Unterhausaussprache kam das Mitglied der Arbeiterpartei Dr. Ad d i f o n, der unter Lloyd George Wohlfahrtsminister und im ersten Kabinett Macdonalds Landwirtschaftsminister war, auf das Sinken des Sterling- Kurses zu sprechen und erklärte, einen Teil der Schuld an diesem Ereignis trage das am Montag veröffentlichte Weißbuch. Wenn eine Regierung ein solches Schriftstück veröffentliche, unmittelbar bevor sie ihren Staatssekretär des Aeußeren auf eine Friedensmission entsende, wenn eine Regierung der Macht, die der Staatssekretär besuchen wolle, erkläre, sie sei eine Friedensstörerin und eine Gefahr für die Ruhe der Welt — dann sei dies eine riesige Dummheit, für die man kaum eine Parallele finden könne. Die pariser presse verteidigt das Weißbuch. Paris, & März. (DNB.-Funkspruch.) Die französische Presse beschäftigt sich weiterhin mit dem- englischen Weißbuch und den Reiseplänen der britischen Minister. Die Art, wie sie es tut, ist immer dieselbe. Es erübrigt sich daher, näher daraus einzugehen. Man spielt, sich in den einzelnen Presse- öußerungen, wie es z. B. der „Matin" versucht, als Verteidiger Englands auf. Das Blatt glaubt, die englischen Rüstungsausgaben feien die Antwort auf die Erhöhung der deutschen Rüstungen, andere Blätter wieder richten mehr ober minder heftige Angriffe gegen Deutschland. Der Phantasie wird dabei weitester Spielraum gelassen. Es werden wahrhaft großzügige Zahlen über die angeblich deutsche Aufrüstung genannt, von „Kriegsplänen" des Reiches gesprochen und selbstverständlich auch — zum wievieltenmale wohl schon? — das Gespenst der drohenden „Vorherrschaft der deutschen Macht" zitiert. Immer- hin fügt der „Excelfior", der die Redewendung diesmal benutzt, hinzu, daß die „verantwortlichen Hüter des europäischen Friedens" in Paris und London sehr wünschten, daß Deutschland einem Sicherheitssystem beitrete, aus dem das Reich als erstes mit Ehren Nutzen ziehen würde. Eden führt nach Warschau und Moskau. L o n d o n , 7. März. (DNB.) Außenminister S i m o n bestätigte am Donnerstagnachmittag im Unterhaus, daß Lordsiegelbewahrer Eden sich voraussichtlich im Anschluß an die Reise nach Berlin nach Warschau und Moskau begeben werde. Diese Mitteilung war durch eine Frage des Oppositionsführers Lansbury über die Aussichten eines englischen Ministerbesuches nach Moskau und anderen Hauptstädten hervorgerufen worden. Simon antwortete wörtlich: „Nachdem der Besuch in Ber- Im vereinbart worden war, erhielten wir die Mitteilung, daß anschließend ein britischer Ministerbesuch in der Sowjetunion und in Warschau besonders begrüßt werden würde. Die englische Regierung hat erwidert, daß sie sich glücklich schätze, diese Einladung anzunehmen, und es ist beabsichtigt, daß der Lordsiegelbewahrer Eden diese Besuche wahrnimmt." Ein Arbeiterabgeordneter erkundigte sich hierauf, ob der Besuch in Moskau vor der Reise nach Berlin vonstatten gehen werde oder ob der Außenminister gezwungen sei, hiermit bis nach bem, Berliner Besuch zu warten. Simon antwortete, daß von Zwang keine Rede sein könne, weil England ein freies Land fei. (Gelächter.) Es fei beabsichtigt gewesen, daß die anderen Besuche nach demBesuch in Berlin stattfinden sollten. Das werde voraussichtlich die Reihenfolge der Ereignisse sein. Die Reise Edens nach Moskau und Warschau wird nicht ganz 14 Tage dauern. Eden wird in Moskau Besprechungen mit Stalin und dem Volkskommissar Litwinow haben und sich insbesondere in Warschau mit dem Außenminister Beck besprechen. Darüber schweigt London. Die militärische und fliegerische Ausbildung der Frau in LowjeLrutzland. Moskau, 7. März. (DNB.) Der Vorsitzende der Gesellschaft Ossoaviachim, Eide mann, gab bekannt, daß zur Zeit 2,5 Millionen Frauen und Mädchen Mitglieder der Gesellschaft sind. Die Zahl wachse dazu noch von Tag zu Tag. Zur Zeit würden in der Sowjetunion 4 6 0 0 0 0 Frauen und Mädchen von der Gesellschaft Ossoaviachim unterrichtet. Unter den ausgebildeten Frauen und Mädchen befänden sich 100 Scharfschützen, die das sog. Abzeichen der Woroschilow-Schützen für ihre Schießleistungen erhalten haben. Im vergangenen Sommer hätten 20 0 0 0 Frauen und Mädchen ihre Ferien in militärischen Lagern verbracht, wo sie von Fachleuten i m Kriegsdienst unterrichtet worden seien. Eine große Rolle spiele die Frau auch im Luftschutz und bei der Abwehr von Gasangriffen auf Städte und Fabriken. Zur Aus- und Weiterbildung würden dauernd Hebungen veranstaltet. Weiter nehme die Frau auch im Flugwesen schon einen bedeutenden Platz ein. Viele Frauen hätten Ausbildung im Fallschirmabsprung, im Segelfliegen und als Führerinnen von Motorflugzeugen erhalten. Zur Zeit seien 14 Frauen als Lehrer an Fliegerschulen tätig. Einige hundert Mädchen seien als Konstrukteure in Konstruktionsbüros für Flugzeuge beschäftigt. Japan zieht die Folgerungen. Tokio, 7. März. (DNB.) Ein hoher Beamter des japanischen Außenmini st eriums erklärte, das englische Weißbuch sei von großer politischer Bedeutung für Europa und für den Fernen Osten. Das Weißbuch beweise, daß das Schwergewicht der Außenpolitik Englands zur Zeit in Europa und nicht im Fernen Osten liege. Die Agentur Shimbun Rengo veröffentlicht eine Aeußerung eines hohen japanischen Militärs. Dieser ist der Ansicht, daß JapansWehr- macht die Folgerungen aus dem Weißbuch ziehen werde. Sie werde von der Regierung die Bewilligung von Krediten zur Modernisierung des japanischen Heeres verlangen. Die Zeitung „Jomuri" schreibt, daß nach dem Zusammenbruch der Londoner Flottenkonferenz wohl England, Amerika und Frankreich eine neue Welle der Rü st ungen in der Luft und auf See erleben werden, die nicht ohne Rückwirkungen auf Japan bleiben dürfte. Die japanische Marine würde jetzt das japanische Kabinett ersuchen, für den Ausbau der Luftfahrt Kredite zur Verfügung zu stellen. Nach den nunmehr geplanten englischen Luftrüstungen wird sicher die javanische Regierung ihre ablehnende Haltung gegenüber der Forderung des javanischen Marineministeriums aufgeben, das 200 Millionen Pen für die Aufstellung von 31 Luftgeschwadern gefordert hat. Vormilitärische Ausbildung der japanischen Jugend. Tokio, 8. März. (DNB. Funkspruch.) In ganz Japan werden im April dieses Jahres 15 0 0 0 Schulen für etwa 2,5 Millionen Jugendliche eingerichtet werden. Die Einrichtung dieser Schulen soll der körperlichen Ertüchtigung der japanischen Jugend dienen mit dem Zweck, auch in Japan eine vormilitärische Ausbildung einzuführen. Erhöhung des stehenden Heeres in Nordamerika. Washington, 7. März. (DNB.) Der Senat hat in seiner Sitzung am Donnerstag einer E r - Höhung des stehenden Heeres von 118 760 Mann auf 165 000 Mann zugestimmt. Die Annahme der Regierungsvorlage erfolgte nach einer lebhaften Aussprache, in der Japan und Großbritannien als mögliche Feinde bezeichnet wurden, wobei jedoch allgemein zugegeben wurde, daß die Vereinigten Staaten überhaupt nicht mit irgendeiner Aussicht auf Erfolg angegriffen werden könnten. London hoffl ans Berlin. London, 8. März. (DRB.Funkspruch.) Der parlamentarische Berichterstatter der „Times" schreibt, man hoffe nach wie vor, daß es nach einer Erklärung des Standpunktes der Regierung durch Baldwin und Simon im Unterhaus am nächsten Montag möglich fein werde, eine Vereinbarung über den Berliner Besuch zu erreichen. Man sei allgemein der Ansicht, daß es die Dinge vereinfachen würde, wenn der Berliner Besuch stattfände, bevor Eden nach Marschau und Moskau gehe. Andererseits wünsche man nicht, den Besuch in Polen und Sowjetrußland länger hinauszuschieben, als unbedingt notwendig sei.' Der Berichterstatter führt weiter aus, das Kabinett habe die Entscheidung getroffen, daß die Reise nach Warschau und Moskau in erster Linie i n - formatorischer Art sein solle. Eden werde dann nach London zurückkehren, und das Kabinett werde entscheiden, ob ein persönlicher Besuch des Staatssekretärs des Aeußeren folgen folle. Der liberale „Rews Lhronicle" äußert in einem Leitauffah Bedenken gegen die Entsendung Edens anstatt Simons nach Moskau und Warschau und bemerkt, die Aussichten der Verhandlungen würden zu mindesten nicht gebessert werden, wenn die britische Regierung auch nur den Anschein erwecke, als ob sie die beiden anderen Mächte nicht mit der gleichen Art von Achtung behandele. Das Blatt sagt ferner, der Schlüssel zur ganzen Lage liege jetzt in Berlin. Hoffentlich werde die britische Regierung keine Mühe sparen, um das durch die Veröffentlichung des Weißbuches verlorene Gelände wiederzugewinnen und einen möglichst frühen Tag für die aufge f ch obenen Besprechungen festzusehen. Die Anterhausdebatte am nächsten Montag sollte von der Regierung dazu benutzt werden, mit einer Geste den bedauerlichen Eindruck zu beseitigen, den das Weißbuch hervorgerufen habe, hoffentlich werde sie diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen. 3n britischen diplomatischen Kreisen hofft man noch immer, daß in Berlin eine Zusammenkunft zwischen dem Führer und Reichskanzler Hiller und dem englischen Außenminister Sir John Simon stattfinden werden, und zwar ohne zu lange Verzögerung. „Sprung nach rückwärts." Die Meinung in Italien. Rom, 7. März. (DNB.) Die italienische Presse hatte sich bisher mit dem englischen Weißbuch nicht auseinandergesetzt. Sie hatte sich mit Meldungen über das Echo im Ausland begnügt. Um so bemerkenswerter ist der Artikel, mit dem das römische Mittagsblatt „T e v e r e" nunmehr das Schweigen bricht. In Uebereinftimmung mit der öffentlichen Meinung Italiens wird darin ausgeführt: In einer Form, die endgültig aufgegeben schien, ist die R ü st u n g s f r a g e plötzlich wieder auf die Tagesordnung gekommen. Die Nachricht, daß bei der französisch-englischen Begegnung die Möglichkeit eines Widerrufes der militärischen Bestimmungen des Versailler Vertrages geprüft worden sei, hatte den Eindruck einer wesentlichen Aende- rung der Methoden bestärkt. Run wirft die Veröffentlichung des englischen Weißbuches unversehens Europa mindestens um ein halbes 3ahr zurück. 3n diplomatischer Form wärmt das englische Schriftstück die alte und nutzlose pazifistische Polemik wieder auf. Beim Lesen erhält man den Eindruck eines Sprunges nach rückwärts, so sehr hatte man sich schon von dieser unfruchtbaren Polemik entfernt. Selbst wenn das englische Dokument keinen anderen Zweck gehabt hätte, als den, vor dem eigenen Land die Erhöhung der Mehrausgaben zu rechtfertigen, würde es ebenso unzeitgemäß sein für jeden, der sich der Erkenntnis der offenen Aufrüstungstendenz der Regierung Macdonalds nicht verschließt. Dabei schien es, daß diese Literatur mit ihrem Gegensatz zwischen einem theoretischen und ausschließlich papiernen Pazifismus und den konkreten militärischen Notwendigkeiten der einzelnen Länder endlich in den Archiven von Genf verschwunden sei, und daß die Abrüstungsfrage endgültig auf dem Boden der Tatsachen behandelt werden soll. So ist es auch in Wirklichkeit, aber alte Gemeinplätze und sinnlose Formeln kehren immer noch einmal an die Oberfläche zurück und versuchen, die notwendige Klärung der internationalen Beziehungen zu verzögern, die die unerläßliche Voraussetzung für eine tatsächliche und fruchtbare Zusammenarbeit der Völker auf bem Boden der geschichtlichen Realität sind. Ein Rechtseriignngöversuch Edens. $ür Vörterbund und Kollektiv-Friedenssystem. London, 7. Mörz. (DNB.) Lordfiegelbewahrer Eden hielt am Donnerstag in Swindon eine Rede, in der er die Wehrpolitik der englischen Regierung verteidigte und den Vorwurf zurückwies, daß die in dem Weißbuch der Regierung ausgestellten Grundsätze ein Abweichen von der Politik des Völkerbundes darftellten. Eden führte im einzelnen aus: Ich bedauere außerordentlich, daß die Krankheit des deutschen Kanzlers unseren Besuch nach Berlin aufgeschoben hat. In den letzten Tagen hat die Regierung in einem Weißbuch eine Erklärung über ihre Webrpolitik veröffentlicht. In gewissen Kreisen ist diese Politik ungewöhnlichen Angriffen ausgesetzt gewesen. Rach meiner Ansicht ist in Rüstungen nicht die Sicherheit zu finden, die mit einem wirksam arbeitenden Friedenssystem verglichen werden könnte. Die Außenpolitik der englischen Regierung gründet sich unveränderlich auf den Völkerbund als den wirksamsten Mechanismus, der bisher für ein solches System gefunden werden konnte. Die gemäßigten Maßnahmen für unsere Landesverteidigung, bte das Weißbuch vorsieht, stellen an sich kein Abgehen von dieser Politik dar. Unsere Ergebenheit gegenüber dem Völkerbund und dem Kollektiosriedenssystem ist in der jüngsten Geschichte oft unter Beweis gestellt worden. Aber wir müssen auch die nackten Wirklichkeiten bet gegenwärtigen Lage in Bettacht ziehen. Nach mei- nem Dafürhalten kann ber Friebe auf Erben nicht völlig gesichert werben, solange nicht alle Nationen nicht nur Mitglieder bes Völkerbunbes finb, sondern auch in ihrer nationalen Politik von dem Geist Vf®, fei Uli* '""t,, §ir dürse^chjr schließen. Negiert sich Melung fälschenjirb, k-ß'S s-x'.r x«>»-»»-« der Oie tznmds Paris, 7. ' jklandin lst Fabinettsrat beg eine leichte Du« weniger leitete ei Les Nachmittags nat, um auf die über den Stand gung ju antwort auf, seine Anfra lagen. Lemery e Diese Dertagui ivrausgesehen hc heutigen Kab! nach' Mitteilung! grundsätzlich fu Nilitärdien Da der Ministei Anbringung eine zu beschließen, c kommender Wort Vertagung bis 1 Grund der bis ten kann. M sucht I Paris, 8. 5 scheint in Regier die Einführung und später der der außenpo beariinben. Die , Wmgenbcn 2lnt Anfang nädtfter 3 gegenwärtig in Süd Mtfnmin'gi« Lo jn den Regierun Laval soll dann ■ vor allem für bas snatischen Pe oienflzeiterhöhunc scheint, baß Origen Kabinett bat. Denn er hat Ministers bi französische 33er Die Gefecht« Velrilsch ( »M.» N-chrichs ÜA"1 ®tei Wn den qriedii 2 ini ,fnje heran, ”en hch In h h-°r In 4 KchN & ®re" ?! 'M feil ***.■;■ lem^.a«6er| •onifuJ^bai] ««ft**- Me bet n> 'LZL b°K ba, to 3eit iit »eMa- e.rJWn, 'O'te zur Optanten panische >ber der ms auf- Wellung der 3n ganz 15 000 lgend« '9 dieser der japa, h in 9a. Übung w Senat ner Er- 1 118760 Annahme t lebhaf. oßbri. : würben, baß die t irgend« werben ssert wer- nur den anderen hlung be- chlössel Berlin, mg keine jenllichung wiederzu- en lag redjun- nädjffen l bmV tilgen zbuch her- liefe Mg- hofft man mmenkunft zier Hit- Sir John - ohne ;v , rottbi« »l Am n» icl' ÖS d-r u»r otWLbt« Ä nan M entfernt inen ande- em e>ge' isgaben p itqemaB Aeg-/' Gegensatz isschlieW , militan* inbcr end' lunben M sM E eß ffer?ete iber al rt ormel" ich- C der *' iie die W gliche nnb Ta tat P' der ständen für den territorialen Status quo ein. durch den B u d a p e st, 8. März. (DNB.) Die in Der Mntelen-Prozeß vom Stapel. Auch das La LANOLIN Cholesterin- und lecithinhaltig. In Dosen u.Tuben von RM.0,15 bist-» Ende 1934 etwa 83 OOO Tonnen, hat sich also im Laufe von zwei Jahren verdoppelt. Der türkische Gesandte in Bern und ständige Vertreter beim Völkerbund Kemal Husni gab daraufhin der internationalen Presse und auch dem Generalsekretär des Völkerbundes gleichlautende Erklärungen ab, wonach der Schritt des bulgarischen Völkerbundsvertreters in den amtlichen türkischen Kreisen in Genf starkes Erstaunen hervorgerufen habe. Weder die Türkei noch einer seiner Rachbarn hegten kriegerische, oder auch nur unfreundliche Absichten gegenüber Bulgarien. Bulgarien habe an der griechifchen Grenze militärifche Maßnahmen ergriffen, und die Türkei habe als Mitglied des Balkanbundes und als Teil der griechisch-türkischen Entente gegenüber diefen Maßnahmen nicht gleichgültig bleiben können. Die Türkei trete unter allen vm- burger Freihafen zeigt h e b l i ch e n Aufschwung. Nach den von der Hamburger Freihafen - Lagerhausgesellschaft veröffentlichten Zahlen betrug der Lagerbestand Ende 1932 41 000 Tonnen, Ende 1933 56 000 Tonnen und Sofia, 7. Marz. (DNB.) Ein Kriegsschiff der Aufständischen versuchte am Donnerstag in der Gegend von K a v a l l a Truppen tu landen. Die Bombenflugzeuge der griechischen Regieruns« den Balkanpakt gewährleistet werde, pessimistische Berichte der ungarischen presse. Wien, 7. März. (DNB.) Im Rintelen- Prozeß war heute von besonderer Bedeutung die Erklärung des Unterstaatssekretärs für Justiz Kar- winsky. Danach wurde Rintelen im Auftrag von Dollfuß bei seinem Aufenthalt in Wien polizeilich überwacht, ohne daß diese Ueberrvachung aber irgendwelche Ergebnisse zeitigte. Karwinski bezeichnete das Verhältnis zwischen Dollfuß und Rintelen als keineswegs vertrauensvoll. Er schließe das aus den Gesprächen mit dem Kanzler und vor allem aus der Anordnung der Ueberwachung. Im übrigen habe Dollfuß im Juni 1934 ihm und Minister Stockinger gegenüber geäußert, er könne Rintelen nur im Ausland verwerten. Im Inland gebe es nur einen Ort, wo er ihn brauchen könne, nämlich in Wöllersdorf. Diese Aeußerung von Dollfuß wurde auch von Minister Stockinger bestätigt. Das Verhältnis zwischen Dollfuß und Rintelen bezeichnete auch dieser Zeuge als denkbar schlecht. Stockinger äußerte die Ansicht, daß die Gegensätze zwischen Rintelen und Dollfuß unüberbrückbar waren. Mit Rintelen selbst habe der Zeuge keinerlei Berührung. Auf die Frage des Verteidigers, ob Dollfuß auch gegenüber anderen Ministern eine so ablehnende Haltung eingenommen habe, antwortete der Zeuge, das sei nicht ausgeschlossen. Minister Neustätter-Stürmer bestätigte, daß zwischen Dollfuß und Rintelen erhebliche Gegensätze vorhanden gewesen seien. Dollfuß habe starkes Mißtrauen gegenüber Rintelen gehegt. Die Einstellung Rintelens gegenüber Dollfuß ist ihm nicht bekannt. Der Chef des Bundespressedienstes in Wien, außerordentlicher Gesandter Ludwig gab an. daß die Berufung Rintelens nach Rom am 28. August 1933 erfolgt sei. Am 30. August war bereits das Aggrement erteilt. Rintelen trat seinen Dienst aber erst am 24. Oktober an. In dieser Zeit war in der Weltpresse und auch in der österreichischen Presse eine lebhafte Beunruhigung wahrzunehmen. Es wurden allerlei Kombinationen an diesen verspäteten Amtsantritt geknüpft. Die gleiche Unruhe war im Frühjahr 1934 festzustellen. Es verging kein Tag, wo nicht irgendwo in der Weltpresse die Nachricht auftauchte, es stände ein Regierungsumsturz bevor, und Rintelen würde Bundeskanzler. Auf eine Frage des Vorsitzenden meint der Gesandte Ludwig, es fei nicht anzunehmen, daß diese fortgesetzten Nachrichten in der Weltpresse ohne ein Dazutun Rintelens selbst erfolgt seien. Der Gesandte Ludwig sprach Das Ende des „(Schiffsfriedhofs in Hamburg. Petriisch (Bulgarisch-Mazedonien), 7. März. (DRV.) Nachrichten von der bulgarisch-grie- chischen Grenze zufolge find die Kämpfe zwischen den griechischen Regierungstruppen und den Aufständischen bereits in eine Entfernung von etwa 23 Kilometer von der bulgarischen Grenze herangerückt. Besonders heftige Gefechte spielen sich in der Gegend von Poroi ab. Man erwartet hier in den nächsten Tagen den llebertritt zahlreicher Flüchtlinge aus Griechenland. Dix g r i e- chifchen Grenztruppen haben sich teils für die Regierung, teils für die Aufrührer erklärt. Zwischen einigen griechischen Grenzwachen im Bola- siha-Gebirge an der bulgarischen Grenze kam es im Laufe des Mittwochnachmittag zu heftigen Auseinandersetzungen. Ein Olsizier aus dem Regierungslaaer, der an aufständische Soldaten eine Ansprache richtete, wurde blutig geschlagen. Der Eisenbahnverkehr auf der Linie Saloniki—Bemirhiffar, die sich zum größten Teil m Händen der Aufständischen befindet, ist noch immer unterbrochen. Der einzige Ilebergangspunkt an der bulgarisch-griechischen Grenze, Kula, ist von griechischer Seite geschloffen. Einigen ausländischen Berichterstattern, die sich von Sofia über Kula nach Griechisch-Mazedonien begeben wollten, wurde der llebertritt nicht gestattet. Der Offizier des Grenzpostens erklärte, daß er ohne besondere Genehmigung des Gouverneurs von Saloniki die Einreise nicht gestalten könne. ______ Verstärkte Unruhe auf dem Balkan. Oie Gefechte auf griechischem Boden. - Bulgarisch-türkische Auseinandersetzung vor dem Völkerbund. Die Verlängerung -es französischen Militärdienstes. Oie grundsätzliche Zustimmung des Kabinetts soll bereits beschlossen sein. Paris, 7. März. (DNB.) Ministerpräsident 5 l a n d i n ist Donnerstagfrüh, als er sich zum Kabinettsrat begeben wollte, gestürzt. Er zog sich eine leichte Quetschung am Bein zu. Nichtsdestoweniger leitete er die Ministerberatung. Im Laufe des Nachmittags begab sich F l a n d i n in den Senat, um auf die Anfrage des Senators Lemery über den Stand der französischen Landesverteidigung zu antworten. Flandin forderte den Senator auf, seine Anfrage bis zum 21. Marz zu vertagen. Lemery erklärte sich einverstanden. Diese Vertagung, die man in politischen Kreisen vorausgesehen hatte, ist in Zusammenhang mit dem heutigen Kabinettsrat zu bringen, der sich nach" Mitteilungen aus gut unterrichteter Quelle grundsätzlich für die Verlängerung der M i l i t ä r d i e n st z e i t ausgesprochen haben soll. Da der Ministerrat, der allein berechtigt ist, die Einbringung eines dahingehenden Gesetzesvorschlags zu beschließen, erst am Dienstag oder Mittwoch kommender Woche zusammentritt, hat Flandin die Vertagung bis Donnerstag verlangt, damit er auf Grund der bis dahin gefaßten Beschlüsse antworten kann. Man sucht nach außenpolitischen „Gründen". Paris, 8. März (DNB. Funkspruch). Man scheint in Regierungskreisen die Absicht zu haben, die Einführung der anderthalbjährigen und später der z we i j ä h r i g e n Dienstzeit mit der außenpolitischen Entwicklung zu begründen. Die letzte Entscheidung über den einzubringenden Antrag soll von der Regierung erst Anfang nächster Woche gefällt werden, wenn der gegenwärtig in Südfrankreich zur Erholung weilende Außenminister Laval wieder in Paris ist und an den Regierungsberatungen teilnehmen kann. Laval soll dann nach der Pressevorbereitung, die vor allem für das Inland gedacht ist, die diplomatischen Begründungen liefern, um die Dienftzeiterhöhung vor der Welt zu rechtfertigen. Es scheint, daß Staatsminister H e r r i o t im gestrigen Kabinettsrat diese Methode herausgefunden hat. Denn er hat nach dem Vortrag des Kriegs- m i n i ft e r 5 die Frage nach dem Stande der französischen Sicherheit aufgeworfen. Nach dem „Echo de Paris" hat Ministerpräsident Flandin im gestrigen Kabinettsrat ein Schreiben des Kriegsministers, General Maurin, verlesen, in dem dringend die Einbringung des Gesetzentwurfes zur Erhöhung der Militärdienst- z e i t gefordert wird. Die parlamentarische Handhabung ist folgendermaßen gedacht: Die Regierung würde ihren Gesetzentwurf am Dienstag oder Mittwoch in der Kammer einbringen und die beschleunigte Verabschiedung beantragen. Wenn der Heeresausschuß der Kammer seinen Bericht innerhalb von fünf Tagen fertigstellen könnte, so würde die Beratung im Plenum der Kammer um den 20. März beginnen, also um die gleiche Zeit, zu der Ministerpräsident Flandin auch im Senat dem Senator Lemery versprochen hat, über die Dienstzeitfrage Rede und Antwort zu stehen. Das „Echo be Paris" behauptet, daß gewisse radikalsozialistische Kreise ihre Stimme zugunsten der Dienstzeiterhöhung sich allerdings nur durch eine Verlängerung des Mandats der jetzigen Kammer um zwei Jahre erkaufen lassen wollen. Abweichend von den meisten Pariser Blättern glaubt „Le Jour" berichten zu können, daß die Einigung innerhalb des Kabinetts nicht so fest sei, denn gewisse Mini st er seien unentschlossen, befehdeten einander und wollten sich vor allem keine Feinde auf der Linken schaffen. Die Radikalsozialisten wollten die Reform bis nach den Stadtratswahlen hinausgeschoben wissen. Das „Oeuvre" behauptet, man habe die einjährige Dien st zeit absichtlich sabotiert, um zu der zweijährigen Dienstzeit zurückkehren zu können. Noch schärfer drückt sich der Sozialist L6on Blum im „Populaire" aus. Er behauptet, der Anschlag wegen der zweijährigen Dienstzeit sei nur ausgedacht worden, um Flandin entweder zu stürzen oder ihn „gefangen zu nehmen". Wenn Flandin Widerstand leiste, dann wäre seine Regierung entweder zersetzt oder gestürzt worden. Jetzt, nachdem er nachgegeben habe, sei er der Gefangene seiner schlimmsten Feinde. Die Radikalsozialisten würden sich spalten. Die Achse der Mehrheit des Kabinetts werde sich nach rechts verschieben; Leon Blum nennt im Sinne dieser Verschiebung bereits die hinter den Kulissen auftauchenden Namen Doumergues und T a r d i e u s. dann über die Beziehungen Dr. Rintelens zur österreichischen Presse und erklärte, daß Rintelen zahlreiche juristische Vertrauensleute hatte. Nun stellte der Verteidiger einen Beweisantrag in der Richtung, daß Staatssekretär Dr. Karwinski am 25. Juli keineswegs ein solches Mißtrauen gegen Dr. Rintelen geäußert habe wie jetzt. Damals habe er einem Aufständischen feine Visitenkarte übergeben. (Dr. Karwinski war bekanntlich im Bundeskanzleramt eingeschlossen) und habe erklärt, er müsse sofort mit Dr. Rintelen in einer hochpolitischen Sache sprechen. Er habe diesen Wunsch bann mehrfach wieberholt. Dr. Karwinski gab an, baß bte Mitteilungen des Verteidigers richtig feien, jedoch könne daraus keineswegs der Schluß gezogen werden, den der Verteidiger ziehen zu können glaubte. Er fei um etwa 18 Uhr der Ansicht gewesen, daß der Putsch gelungen sei. Er habe sich und seine Leute noch immer von den Pistolen der Aufrührer bedroht gesehen und habe das Gefühl gehabt, daß diese auf alle Fälle nur untergeordnete Organe ein nunmehr zweckloses Blutbad anrichten könnten. Er habe Dr. Rintelen deshalb bitten wollen, die vollkommen unschuldigen Beamten freizulassen. Es stehen noch einige Zeugen aus, doch ist es immerhin möglich, daß das Beweisverfahren am Freitag geschlossen werden kann. späten Abendstunden des Donnerstags den Budapester Blättern zugegangenen fernmündlichen Berichte sprechen von einer besorgniserregenden Verschärfung der Lage in Griechenland. Entgegen anderslautenden Nachrichten hätten danach die Aufständischen bereits ganz Thrazien besetzt. Dedeagatsch, Tanthi, Seres, Gümürdjina und Kavalla seien in den Händen der Aufständischen, die jetzt in Richtung auf Saloniki vordrängen. Im Laufe des Nachmittags sollen die aufständischen Truppen nach einer längeren Artillerievorbereitung an dem Fluß Struma zum Angriff übergegangen fein. Die Blätter berichten ferner, daß in Belgrader militärischen Kreisen die Lage der Regierungstruppen als außerordentlich ernst beurteilt werde, falls es der Flotte der Aufständischen gelingen sollte, bis an die mazedonische Küste oorzudringen. Im Falle eines längeren Andauerns des griechischen Bürgerkrieges würden jetzt schwere internationale Verwicklungen und eine Gefährdung des Friedens auf bem Balkan befürchtet. Man rechne allgemein damit, daß im Falle eines Sieges ber Aufstänbi- schen Veniselos ben Balkanpakt kündigen würde. Weiter wollen die Blätter berichten können, daß es in Athen angeblich zu kommunistischen Unruhen gekommen sei. Die Kommunisten hätten Flugblätter unter ber Bevölkerung verteilt. Die Polizei sei mit ber Waffe gegen bte Bevölkerung vorgegangen, unb es habe mehrere Verwunbete gegeben. Drei Generäle hätten bem Ministerpräsibenten empfohlen, mit den Aufständischen Verhandlungen aufzunehmen. (Anmerkung des DNB.: Die Verantwortung für diese Meldungen muß natürlich den ungarischen Blättern überlassen werden.) Türkische Freuudschasts- versicherung für Griechenland. Hamburg, 7. März. (DNB.) Am 1. Januar 1933 waren im sogenannten „S ch i f f s s r i e d h o s" in Hamburg nicht weniger als 145 Schiffe aufgelegt. Im Zeichen des wirtschaftlichen Wiederaufbaues durch die nationalsozialistische Regierung hat sich diese Zahl ständig verringert. Nach den amtlichen Feststellungen waren es am 1. Januar 1935 nur noch 16 Schiffe. Auf den Hamburger Werften liefen im Jahre 1934 insgesamt 13 Schiffsneubauten ' ' " gerg«schüft im Harn- Mitte 1933 einen er« der Völkerbundspakte beeinflußt werden. Die Wahrheit ist, daß sich das Kollektivsystem zur Zeit in einem Zustand der Evolution befindet Wir werden mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln fortfahren, das Ansehen des Völkerbundes zu mehren. Wir dürfen nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, daß in Europa im Laufe der letzten Jahre eine wachsende Nervosität um sich gegriffen hat. Um dieser Nervosität zu begegnen, bemüht sich die Regierung in diesem Augenblick, eine europäische Regelung zustandezubringen, die schließlich dahin führen wird, daß alle Länder aktive Mitglieder des Völkerbundes werden. Es ist nickt immer leicht für uns in England, die volle Kraft der Furcht und die argwohnerregenden Einflüsse in der europäischen Politik auf unsere eigene Sicherheit zu würdigen. Die Wissenschaft hat unsere geographische Abgeschlossenheit gemindert, so daß die Folgen europäischer Ereignisse sich unmittelbarer als bisher auf England auswirken. Unser politischer Ausblick hat sich den veränderten Umständen noch nicht angepaßt. Wir können nicht übersehen, daß, während eine wachsende Beunruhigung in Europa und in vielen Ländern zu einer Vermehrung der Rüstungen geführt hat, unsere eigene Rüstung keine gleich- geartete Verstärkung aufzuweisen hat. Als Beispiel führte Eden die englische Luftflotte an, die bei Kriegsende jeder anderen Luftflotte überlegen gewesen sei, während sie heute unter den Luftmächten an fünfter Stelle stehe. Diese Tatsache, fuhr Eden fort, berechtigt nicht zum mindesten zu der phantastischen Behauptung, daß England ein Rüstungswettrennen eingeleitet habe. Im Gegenteil haben wir lange Zeit die elementarsten Maßnahmen für unsere Landesverteidigung fjinausgexögert in ber Hoffnung, daß ein internationales Abkommen sie schließlich überflüssig machen würde. Der Lordsiegelbewahrer behandelte alsdann mehr vom technisch-militärischen Standpunkt die Erhöhung der drei Wehrhaushalte und bestritt, daß die Vorschläge irgendeinen revolutionären Charakter trügen, da sie lediglich die untere Grenze für die Notwendigkeiten der Landesverteidigung darstellten. Wenn die internationale Lage sich bessere, könnten auch die in dem Weißbuch vorgesehenen Maßnahmen gemildert werden. Die Versammlung, die von dem weiblichen Bezirksausschuß der Landesvereinigung der Konservativen und unionistischen Verbände einberufen war, sprach der Regierung hierauf in einer einmütig angenommenen Entschließung ihr Vertrauen aus. daß die leitenden griechischen Staatsmänner die Schwierigkeiten überrointen würden. Ismet Jnönü fügte hinzu, daß auch der Präsident der Republik, Kemal Atatürk, lebhaften Schmerz über die Ereignisse in Griechenland empfinde. General Metaxas betont Griechenlands Unabhängigkeit. A t h e n, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Im Zu- sammenhang mit den Gerüchten über eine etwaige Einmischung fremder Mächte erklärte der vor einigen Tagen als Minister ohne Geschäftsbereich in das griechische Kabinett eingetretene General Metaxas, daß Griechenland ein unabhängiger Staat fei, der keine fremde Einmischung dulden werde. Die Vorbereitungen gegen die Aufständischen in Mazedonien gehen immer weiter. Die mazedonische Hauptstadt Saloniki ist in ein Heerlager verwandelt. Truppen aller Waffengattungen sind in den Straßen der Stadt zu sehen. Die Lage aus Kreta. Bericht eines englischen Kapitäns. Alexandria, 8. März. (DNB.) Von der hier eingetroffenen Yacht „Jmperia", die der britischen Luftfahrtgesellschaft Imperial Airways gehört, ist ein Bericht über die Lage auf Kreta veröffentlicht worden. Die „Jmperia" war bei Kreta stationiert und durfte mit besonderer Erlaubnis die kretischen Gewässer verlassen. Nach diesem Bericht sollen zwei Regierungsflugzeuge während des Fliegerangriffes in ber letzten Woche auf die Kriegsschiffe der Aufständischen in der Suda-Bucht von dem Kreuzer „Aweroff" getroffen und in Flammen gehüllt abgestürzt sein. Am gleichen Tage seien zwei Matrosen des „Aweroff durch eine auf den Kreuzer geschleuderte Fliegerbombe getötet worden. In einer Unterredung mit dem Reuter-Vertreter erklärte der Kapitän der „Jmperia", die gesamte Bevölkerung von Kreta fühle sich sicher und sei be- reit, Veniselos bis zum Ende zu unterstützen. Wenn die Aufständischen, so meinte der Kapitän, in Mazedonien besiegt würden, so beabsichtige Ve- niselos, Kreta als unabhängigen Staat zu erklären und sich in dieser Angelegenheit an den Völkerbund zu wenden. KioS und Samos von den Aufständischen beseht. Athen, 7. März. (DNB.) Nach der Besetzung von Mythilene durch die Aufständischen sind auch die Inseln Kios und Samos durch den Kreuzer „Aweroff" und zwei Torpedoboote der Auftührer besetzt worden. Die Regierung hat diesen ■ Handstreich der Aufständischen vorausgesehen und mißt der Besatzung dieser beiden Inseln kein besondere Bedeutung bei. Mißglückter Landungsversuch bei Kavalla. Athen, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Der türkische Ministerpräsident Ismet Jnönü sprach dem griechischen Gesandten in Ankara sein Be----- dauern über die Vorgänge in Griechenland aus und truppen brachten diesen Versuch zum Schellern, in- hob hervor, daß d i e T ü r kei st e t s ein treuer dem sie das Aufruhrer-Kriegsschlff so stark mit Freund Griechenlands bleibe. Er hoffe,1 Bomben belegten, daß es eiligst Die Flucht ergriff. Einberufung bulgarischer Reservisten. $ o f i a, 8. März. (DNB.) Wie erst jetzt mit Bestimmtheit bekannt wird, sind im Laufe des Donnerstag die Reservisten, die im Oktober vorigen Jahres aus dem aktiven Militärdienst entlassen worden waren, wieder unter die Waffen gerufen worden. Wie es heißt, verfolgt diese Maßnahme den Zweck, die durch die Entsendung verschiedener Einheiten an die griechische Grenze entstandenen Lücken aufzufüllen. Gegenseitige Anklagen. Genf, 7. März. (DRV.) Der ständige Vertreter Bulgariens in Genf, Antonoff, hat Donnerstag mittag den Generalsekretär des Völkerbundes auf gewisse Gefahren hingewiesen, die durch militärische Vorbereitungen der Türkei in Thrazien nach bulgarischer Ansicht entstanden sind. Man könne in der ganzen Provinz eine fieberhafte Tätigkeit feststellen wie am Vorabend eines Krieges, und man spreche in Ostthrazien unter den Truppen und innerhalb der Bevölkerung ganz offen von einer Offensive, durch die Südbulgarien in 2 4 Stunden beseht werden könne. Schließlich wies der bulgarische Vertreter noch darauf hin, daß in der türkischen Presse gegen Bulgarien gehetzt werde. SS Studium und Arbeitsdienst. Eine Verfügung des Reichsministers Rust. Berlin, 8. März. (DNB.) Das Amt für Arbeitsdienst in der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft gibt, dem „Völkischen Beobachter" zufolge, die Verfügung des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 7. März 1935 bekannt über das Arbeitsdienst- halbjahr der Abiturienten und Abiturientinnen 1935 mit späterer Studiums- absicht. Für den Eintritt reichsdeutscher Abiturienten (-innen) arischer Abstammung in eine Universität oder andere Hochschule ist der Nachweis der Teilnahme am Arbeitsdienst verbindlich. Daher sind die Abiturienten (-innen) von Ostern 1935, die zu studieren beabsichtigen, verpflichtet, vom 1. April 1935 bis 30. September 1935 mit Zustimmung des Reichsarbeitsführers ein halbes Jahr Arbeitsdienst zu leisten. Die Abiturienten (-innen), die zu studieren beabsichtigen, erhalten nach Ableistung der Arbeitsdienstpflicht das Pflichtenheft der Deutschen Studentenschaft, welches zusammen mit dem Abiturientenzeugnis als Ausweis für die Zulassung zum Studium gilt. Alle Abiturienten (-innen) 1935, welche zu studieren beabsichtigen, müssen sich bis zum 10. März bei den Meldeämtern für den Freiwilligen Arbeitsdienst ihres Heimatortes melden. Diejenigen Abiturienten (-innen) 1935 mit Stu- diumsabsicht, die bei der Untersuchung durch den Arbeitsdienstarzt als untauglich befunden werden, haben umgehend das Unterfuchungsergebnis mit einem Lebenslauf und Lichtbild an das Amt für Arbeitsdienst der Deutschen Studentenschaft, Berlin SW 68, Friedrichstraße 235, einzusenden Zurückstellungen bzw. Befreiungen vom Arbeits- diensthalbjahr für die tauglichen Abiturienten (-innen) 1935 mit Studiumsabsicht werden in keinem Falle oorgenommen. Bauernkalender und Reichsnährstand. Eine Verfügung des Reichsbauernführers. Berlin, 7. März. (DRB.) Zu den Stellungnahmen über den Deutschen Bauernkalender 1935 hat der Reichsbauernführer R. Walter Darre am 26. Februar 1935, der „Nationalsozialistischen Landpost" zufolge, folgende Verfügung er- lassen: „3u den Stellungnahmen in der Oeffentlichkeit zu dem Bauernkalender 1935, für welchen derR e i ch s- nährstand als Herausgeber zeichnet, ist zunächst festzustellen, daß der Kalender in einem Privat- vertag, nicht im Reichsnährstandverlag, erschienen ist. Da der Kalender in der Kampfzeit unter meinem Namen als Herausgeber erschienen war, dies aber für 1934 aus allgemeinen Gründen abgestellt werden mußte, wurde dem Verlag zum Zwecke des propagandistischen Ausgleiches gestattet, den Reichsnährstand als Herausgeber zu bezeichnen. Aus diesem Grunde, aber auch weil der Kalender bereits zu dem dicht bevorstehenden Weihnachtsfest zum Versand gelangen mußte, konnte die lieber» Prüfung nur in aller Eile vorgenommen werden. Das Kalendarium wurde nicht überprüft, weil niemand auf den Gedanken kam, daß dieses anders als sonst üblich sein könne. Gesetzlich trifft für den Inhalt des Kalendariums nicht den Reichsnährstand der Schuld, sondern den Bearbeiter. Dieser gehört dem Reichsnährstand nicht an, kann also auch nicht vom Reichsnährstand verantwortlich gemacht werden. Die Dienststellen des Reichsnährstandes werden hiermit angewiesen, Beschwerden über den Kalender an den Verlag zu verweisen." Rechtsgleichheit aller Verkehrsteilnehmer. DNB. Berlin, 7. März. Am 7. März tagte im Preußenhaus in Berlin der durch den Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Hans Frank, bei der Akademie für Deutsches Recht eingesetzte Ausschuß für Kraftfahrzeugrecht. Die Sitzung erhielt ihre besondere Note durch die Anwesenheit des Korpsführers Hühnlein. Der Ausschuß unter Vorsitz von Rechtsanwalt Dr. Lechner (München) stellte sich einhellig auf den Standpunkt, daß der derzeitige Rechtszustand für Kraftfahrer nicht mehr tragbar sei und dringend einer Abänderung unterzogen werden müsse. Der Kraftfahrer habe ein Recht darauf, in der Rechtsprechung gleichwertig neben den anderen Verkehrsteilnehmern behandelt zu werden. Der nationalsozialistische Grundsatz, daß Recht und Rechtsprechung auch der Moral entsprechen sollten, müßte auch hier Anwendung finden. Das Prinzip der Gefährdungshaftung des Kraftfahrers, wie es im Gesetz verankert fei, sei reformbedürftig, lieber die Abänderungsmöglichkeiten wurden verschiedenartig gelagerte Vorschläge gemacht, die im einzelnen einer näheren Prüfung unterzogen werden sollen. 13S8 Eisenbahnunfälle in 2 Monaten. Moskau, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Der neue Derkehrskommissar der Sowjetunion Kaganow i t s ch hat einen Sonderausschuß eingesetzt, der die unhaltbaren Zustände an der Perm-Eisenbahnlinie untersuchen und abstellen soll. Inden Monaten Januar und Februar haben sich auf dieser Linie nach amtlicher Mitteilung 13 5 8 kleinere und größere Unglücksfälle ereignet, die auch Menschenleben forderten. So stürzte kürzlich infolge Unachtsamkeit der Beamten ein Güterzug mit dreißig Waggons in die Tiefe. Die gesamte Verwaltung der Bahn soll neu organisiert und eine große Reihe neuer Beamter berufen werden. Aus aller Welt. Feierliche Beisetzung des Bischofs von Berlin. In einer eindrucksvollen Feierlichkeit ist der Bischoivon Berlin, Dr. Nikolaus Bares, in der Gruft der Berliner St. Hedwigskathedrale b e i g e s e tz t worden. Die Domherren von St. Hedwig, die auswärtigen Prälaten und Bischöfe und die Familienangehörigen hatten sich in der Hauskapelle eingefunden, wo ter päpstliche Nuntius Orsenigo mit Assistenz der Bischöfe feierlich die Exequien vollzog. Dann wurde der tote Bischof in feierlichem Zuge zur St. Hedwigskathedrale geleitet. Abteilungen ter Lantespolizei, Abordnungen der Reichswehr, katholische Jugendverbänte, Ordensschwestern und katholische Gesellenvereine geleiteten den Zug. Tausende bilden Unter den Linden Spalier. Der Führer und Reichskanzler hat als feinen Vertreter den Staatssekretär Meißner entsandt, außerdem sah man u. a. Reichsminister E l tz von Rüben ach, Staatssekretär Grauert, Oberbürgermeister Dr. Sahm, die Botschafter von England, Frankreich und Polen. Das feierliche Requiem zelebrierte Kardinal Bertram unter Assistenz ter Domherren Dr. Lichtenberg und H e u f e r s. Der Domchor sang ein Requiem von Haller. Nach dem Evangelium hielt der Bischot von Hildesheim Dr. Machens die Trauerrede. An das Requiem schlossen sich die großen Feierlichkeiten ter letzten Aussegnung an. Der Sarg wurde tenn, geleitet von den Bischöfen und begleitet von der Familie und der Domgeistlichkeit, in tee Gruft ter St. Hedwigskathedrale getragen. Flugzeugunglück in Pommern. In der Nähe von Schieoelbein (Pommern) verunglückte ein Flugzeug. Hierbei wurden Flugkapitän Otto W i l l u h n und Funkermaschinist Gürtet sowie ein Fluggast, Direktor Molken- b u h r aus Königsberg, getötet. Der Goldschatz im Küchentopf. Daß Geldbeträge zu Hause im S p a r ft r u m p f aufbewahrt werden, ist auch heute leider noch nicht ganz selten. Einen Sonderfall dürfte aber die Auffindung von 19 000 Mark bei einer alten Witwe in Mittelwalde (Grafschotz Glotz) darstellen. Bei einer Haussuchung wurden dort über 4 0 0 0 Mark in Gold und etwa 15000 Mark in Silber und Wertpapieren gefunden, die sie in Säcken und Küchentöpfen aufbewahrte. Die Ortspolizeibehörde ordnete mit Rücksicht auf die drohende Gefahr eines Einbruchsdiebstahles bei der alleinstehenden alten Frau und auch die dadurch gefährdete öffentliche Sicherheit die Sicherstellung des Geldes bei der Sparkasse an; gegen die Frau wurde ein Entmündigungsverfahren eingeleitet. Zugentgleisung in der Pfalz. — 1 Toter. 5 Verletzte. Bei der Einfahrt im Bahnhof Winnweiler (Pfalz) entgleiste der Personenzug 465 Kaiferslautern —Bad Münster am Stein. Ein Personenwagen hat sich quer gestellt und fiel um. Ein Reifenter, der Händler Otto Ult es aus Wefelstadt, wurde getötet. Fünf Reisende erlitten anscheinend leichtere Verletzungen und wurden in das Krankenhaus gebracht. Der Hilfszug Kaiserslautern ist sofort an die Unfallstelle abgefahren. Die Ursache der Entgleisung ist noch nicht geklärt. Tod eines Weltrekord-Fallschirmspringers. Der dänische Fallschirmspringer John Tr anum, Inhaber des Weltrekordes im Fallschirmabsprung und des Weltrekords im Fall mit geschlossenem Fallschirm, hatte dieser Tage einen Weltrekordversuch unternommen, den er jedoch infolge der großen Kälte in den höheren Luftschichten abbrechen mußte. Bei einem zweiten Versuch büßte er sein Leben ein, ohne überhaupt abgesprungen zu sein. Wie der Flugzeugführer mitteilte, befand sich der Apparat in über 8000 Meter Höhe, als Tranum ihm auf die Schulter klopfte, zum Zeichen, daß er niedergehen solle. Der Führer ging daraufhin so rasch nieder, daß das Flugzeug sich bereits in anderthalb Minuten in niedrigen Luftschichten befand. Nach Ankunft auf dem Lufthafen Kastrup kam der bewußtlose Tranum sofort in ärztliche Behandlung, lieber eine Stunde lang wurden Wiederbelebungsversuche an- gestellt. Darauf wurde Tranum nach dem Krankenhaus gebracht. Bei der Ankunft war er jedoch bereits tot. Man nimmt an, daß Tranum den Inhalt feiner Sauerstoff-Flasche zu schnell verbraucht hat und das Bewußtsein verlor, ehe er eine Reserveflasche in Gebrauch nehmen konnte. Tranum hielt den Höhenweltrekord im Absprung aus dem Flugzeug mit 7 850 Meter und den Weltrekord im Fall mit geschlossenem Fallschirm mit 5 900 Meter. Rätselhafte Brandstiftungen In spanischen Schnellzügen. An einem der letzten Tage ist in fast sämtlichen Schnellzügen der spanischen Süd - Eisenbahngesellschaft, die den Dienst auf der Strecke zwischen der Hauptstadt und Sevilla, Granada, Alicante, Saragossa und anderen Städten versieht, fast zu gleicher Stunde Feuer ausgebrvchen. Die bisher dekannt- geroorbenen Nachrichten sind sehr widersprechend. Nach Mitteilungen aus der einen Quelle wurden die Postwagen der Züge vom Feuer erfaßt und die gesamten Postsendungen zerstört. Nach anderen Meldungen sind die Packwagen Opfer der Brand- st i f t u n g geworden. Obwohl nähere Mitteilungen fehlen, nimmt man wegen der eigenartigen Begleitumstände an, daß es sich um wohlvorbereitete Sabotageakte handelt, an denen auch das Zugpersonal nicht unbeteiligt gewesen sein dürfte. Personen scheinen nicht zu Schaden gekommen zu fein. Sprengladung explodiert zu früh. — Acht Todesopfer in USA. Durch eine verfrüht losgegangene Sprengladung wurden in Saint George im Staate Utah (USA.) acht Personen getötet. Die Zahl der Schwerverletzten ist noch nicht ermittelt, soll aber bedeutend sein. Es handelte sich um die Erweiterung eines Petroleumbohrloches durch Herablassen einer Dynamitladung. Der Sprengstoff entzündete sich jedoch schon unterhalb der Bohrlochzundung, so daß die Explosion nach außen wirkte. Neuer Weltrekord Campbells. Der bekannte Rennfahrer Malcolm Campbell hat jetzt nach mehrfachen Versuchen mit seinem Ueber- rennroagen „Blauer Vogel" einen neuen Weltrekord ausgestellt. Er erzielte in Dayton Beach (USA.) auf einer Strecke von einer englischen Meile (1,6 km) die phantastische Geschwindigkeit von 445,593 Stundenkilometer. Achtzehn japanische Arbeiter bei einem Erdrutsch getötet. Bei Kanalbauten in ter Nähe der japanischen Stadt Gifu (Provinz Aichi) ereignete sich ein Erdrutsch, bei dem 18 Arbeiter verschüttet wurden. Die Verschütteten konnten nur als Leichen geborgen werden. Drei Tote bei einem kraftwagenzusammenstoh. In der Nähe von Dornburg an der Saale ist ein Unternehmerkraftwagen der Reichsbahnlinie Halle— Pößneck mit einem Personenkraftwagen zusam » menge ft ofeen, wobei der Personenkraftwagen zertrümmert wurde. Drei Insassen dieses Wagens wurden getötet. Wetterbericht des Reichsmetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Witterung Deutschlands wird auch weiterhin durch das mächtige mit feinem Kern im Ostseegebiet liegende Hochdruckgebiet bestimmt. Dabei kann bei östlichen Winden mit überwiegend heiterem und nachts recht kaltem Wetter gerechnet werden, wobei vereinzelt auftretende im allgemeinen leichte Schneefälle aber nicht ausgeschlossen sind. Aussichten für Samstag: Vielfach heiter und im wesentlichen trocken, nachts starke Fröste, lebhafte nördliche und östliche Winde. Aussichten für Sonntag: Fortdauer der vielfach heiteren und nachts recht kalten Witterung. Lufttemperaturen am 7. März: mittags 1,5 Grad Celsius, abends —2,5 Grad; am 8. März: morgens — 2,9 Grad. Maximum 2 Grad, Minimum — 4,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. März: abends 1,5 Grad; am 8. März: morgens 0,5 Grad. — Sonnenscheindauer 9,7 Stunden. Wintersport. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, —14 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verweht, Ski und Rodel gut. Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 13 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Sauerland. Winterberg: Schneefall, — 9 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, — 12 Grad, 190 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Harz. Schierke: Schneefall, —12 Grad, 65 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Ski und Rodel gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Schneefall, —6 Grad, 70 cm Gesamtschneehöhe, 18 cm Neuschnee, Ski und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. LangH für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 35: 11 790. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerek R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf«, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig«. Gießen (Löberstraße 19 I), am 7. März 1935. 1336 Die Beerdigung findet am Samstagvormittag 11 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. — Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Todesanzeige. Mittwoch abend 10 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Dorothea Andreas, geb. Sudheimer im 81. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Karl Andreas und Frau Agnes, geb. Heyden Ludwig Kahl und Frau Marie geb. Andreas. Fichten - Stammholz - Verkauf. Aus dem Gemeindewald Krofdorf-Gleiberg wird folgendes Fichtenstammholz auf Schriftgebot verkauft: 1347D Distrikt 8b Krokelberg. Los 1: 175 Stück, N, Kl. la = 28,21 fm „ 2: 193 „ „ „ 1b = 72,44 „ „ 3: 55 „ „ „ 2a = 38,73 „ „ 4: 8 ,, „ „ 2b = 10,07 „ „ 5: 3 „ „ „ 3a = 4,29 „ Das Holz ist zur Deckung des Bedarfs von Schreinern, Zimmerleuten und Selbstverbrauchern bestimmt, Händler usw. sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Gebote sind je Los und je Festmeter unter Anerkennung der Verkaufsbedingungen bis Dienstag, den 19. Wärz 1935, 10 Uhr vormittags, an den Bürgermeister in Krofdorf einzureichen._____________ Brennholzversteigerung. Aus dem Gemeindewald Krofdorf-Gleiberg kommen am Donnerstag, dem 14. Wärz 1935, vormittags von 10 Uhr ab, bei Gastwirt Dender in Krofdorf öffentlich meistbietend zum Verkauf: 1346D Distrikt 5 Steinbusch, 8a und b Krokel, 11a Kornstück und ganzes Revier: Eiche: 202 rm Scheit und Knüppel, 408 rm Reiser, Buche: 194 rm Scheit und Knüppel, 239 rm Reiser; Nadelholz: 180 rm Scheit und Knüppel, 113 rm Reiser. Nutzholzversteigerung der Gemeinde Lrda, kreis Wetzlar. Eiche: Klasse 1 = 51,66 fm; Kl. 2 = 78,22 fm; Kl. 3 = 9,44 fm; Kl. 4 = 12,13 fm; Kl. 5 = 10,90 fm; Kl. 6 = 5,92 fm; Kl. 7 = 5,01 fm. Buche: Klasse 2 = 18,41 fm; Kl. 3 = 10,50 fm; Kl. 4 = 0,69 fm. Kiefer: Kl. la = 8,55 fm; Kl. 1b = 110,80 fm; Kl. 2a = 73,88 fm; Kl. 2b = 30,96 fm; Kl. 3a = 4,47 fm; Kl. 3b = 1,39 fm. Fichtenstangen: 73 Stück 1. Klasse; 238 Stück 2. Kl.; 577 Stück 3. Kl.; 1470 Stück 4. Kl.; 760 Stück 5. Kl.; 1170 Stück 6. Kl.; 380 Stück 7. Kl.; 600 Stück 8. Kl. Lärche: Klasse la = 7,89 fm; Kl. 1b = 7,81 fm; Kl. 2a = 0,52 fm. Erle: Nutzknüppel = 16 rm, 1,5 m lang. Das Nadelholz ist geschält. 1343D Schriftliche Anaebote je Sortiment bis Wontag, den 18. d. W.. nachmittags 3 Uhr, an Bürgermeisteramt Erda. Der Versteigerung liegen die Verkaufs- und Zahlungsbedingungen der Staatsforstverwaltung zugrunde. I Einspaltige ] werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Meinanzeigen Mlllimeterzeil* veröffentlicht! Das Einlagebuch unserer Kasse: Nr. 5193 Emma Dickel, Werlau ist angeblich in Verlust geraten. Gemäß § 39 unserer Satzung sind etwaige Ansprüche an die Einlage innerhalb 3 Monaten bei uns geltend zu machen, widrigenfalls das Sparbuch für kraftlos erklärt und die Auszahlung ter Einlage verfügt wird. 1342D Grünberg, den 7. März 1935. Bezirkssparkasse Grünberg. Gewinnauszug 5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klasien-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 24. Ziehungstag 7. März 1935 3n der heutigen Vormitta^ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 1OOOO M. 72460 360967 2 Gewinne zu 5000 M. 41893 10 Gewinne zu 3000 M. 2284 92380 118837 120967 269616 16 Gewinne zu 2000 M. 109957 143833 171565 181248 285003 335927 373851 393914 38 Gewinne zu 1000 M. 29515 94532 105431 106912 116737 118059 132713 159809 222397 225515 250118 297062 299536 336233 357431 359590 360768 383900 395768 102 Gewinne zu 500 M. 1710 14980 21216 24654 28212 41105 43940 45627 64063 75091 75167 77944 79876 104578 106087 107427 112744 114344 117597 118199 123056 128596 132161 145554 146552 149902 153294 191425 196860 198497 201167 202820 209934 232244 247179 254826 257360 263006 272558 280766 283341 292570 292841 301394 311894 331768 351342 366609 374745 383533 359442 390 Gewinne zu 300 M. 2147 9460 9877 13293 16517 16815 17713 22911 28778 30743 32259 33632 33772 35382 35387 36166 37825 42006 42880 43790 48624 48780 49337 51466 53838 54599 54724 56379 56460 56687 58277 58553 59269 63844 71305 72393 75080 77652 77791 78115 79271 80727 83221 89068 89802 90117 91098 91323 92945 94289 96368 99159 101015 107189 107584 109204 109313 109325 110160 111382 118191 125655 128295 129519 129790 129950 130711 132588 137317 142665 150839 156050 159155 159548 161794 162127 163067 164288 164713 176714 177005 179857 182493 183327 183346 186102 186403 190032 190280 191486 197228 198084 198129 198604 199756 202743 203953 208024 208077 214830 215021 215135 216712 218179 220161 220434 221370 221826 222830 222963 227703 227997 229278 229874 231253 233479 233748 233954 234193 235181 235755 238938 240210 241783 242116 249343 253815 253952 254079 256129 256601 256911 257834 257887 260204 261991 264228 264884 265626 266787 270207 281012 281799 284274 286160 287249 295954 298919 302712 303496 303880 304011 304855 305621 305852 311635 313866 320112 320761 322884 324841 325485 326295 328475 329554 331138 331486 332602 332832 333305 334705 337635 342V12 343146 34673o 347350 349663 351453 351618 356425 358784 363493 364870 368459 382673 384679 386098 388705 388754 391063 386361 397836 338416 886682 391611 Reidisfachfiraiipe Imker e. V. OrtsfadUr. Bieten Sonntag, 10. März nachmittags 2 Uhr Versammlung bei Hopfeld. i3?8d Tagesordnung wichtig, s. Biene. Bedeutender. Ommer, preisen verschwinden durch poucmt» Schwanenweiß Die Haut reinigt, belebt und erfrisd* ^/iA«fr*ö^erAPMDODITE Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 5000 M. 200682 212415 8 Gewinne zu 3000 M. 38513 193704 237381 261992 20 Gewinne zu 2000 M. 1185 129987 169614 223561 245371 327896 329917 361277 379584 28 Gewinne zu 1000 M. 30775 46215 56490 79089' 134514 138384 160755 187495 280094 293224 305063 319164 340282 358295 66 Gewinne zu 500 M. 12950 15660 23918 ! 52984 63901 66657 69426 73326 76031 78152 78740 84430 100843 104887 131687 143898 155634 168441 174025 184164 189910 196177 218406 227327 228319 250378 269584 303998 313941 316375 332759 356974 383677 354 Gewinne zu 300 M. 3127 7095 8824 9179 11214 12000 22881 23252 31530 31979 32551 32928 35233 37194 37521 38384 39315 39725 41590 42798 44323 45606 46256 49131 49201 55238 55299 56815 58085 60605 60622 61215 61758 67774 67923 69528 71953 74758 75659 76386 77867 78396 78954 80983 82183 83259 84040 84789 88638 89533 90186 91080 95893 99633 106326 108821 109471 110366 112372 116753 117071 123271 129400 131720 133838 134412 134443 140697 141070 143981 144549 148304 148809 150579 150589 152887 153081 161026 163632 165646 166123 171268 171749 172312 175179 176506 178172 186504 188902 193690 195745 197868 201739 205927 206581 207121 207225 208971 209685 210609 212637 215964 220386 222520 227533 229087 229521 230209 231747 235246 235877 239685 241252 248268 249467 250503 251768 254916 256004 263457 263666 267139 267519 268152 270031 272873 275207 275929 282292 284188 284626 286365 287426 290896 291661 295091 299679 299972 300100 304220 304407 310697 310839 313436 318018 318646 319435 323885 324109 324758 335048 336111 339756 345272 347686 351493 352078 356399 356890 358556 359233 359661 361698 362129 362289 367736 368907 371176 387794 373614 388927 374923 393494 374962 397432 377929 381738 w . 20 Tagesprämten. auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu fe 1000 RM gefallen, und zwar fe eine auf die Stofe Sicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: qnRRA7 9^0 "99-08 230733 259925 261346 305867 344903 358684 380050 Gewinnrade verblieben: 120 Taqespramieu 8U Mar?, 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu !e bOOOO, 2 zu je 30000, 2 zu je 20000, 14 zu !e 10000, 30 zu je 5000, 76 zu je 3000, 142 zu ■e 346 ]e 1000, 828 zu je 500, 3248 zu Nr. 57 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-AnzeigersürGberWen) 5reitag,8.Mrzl935 Der Gartenbau in -er Volkswirtschaft. Zur neuen Marktregelung für den Gartenbau. Von Professor Dr. Ebert-Äerlin. Die Auffassung des Reichsministers und Reichsbauernführers Darre, daß die Marktordnung die Grundlage nationalsozialistischer Wirtschaftsführung sei, ließ erwarten, daß auch für die bisher nicht genügend berücksichtigten Teilgebiete des Reichsnährstandes ebenfalls die Voraussetzungen für eine durchgreifende Marktordnung geschaffen werden würdet. Mit der Bildung der „Hauptvereinigung der beugen Gartenbauwirtschaft" wird ein weiteres solches Teilgebiet angepackt, das besondere Beachtung verdient. Man wird nicht leugnen können, daß der Gartenbau von sehr erheblicher wirtschaftlicher und bevölkerungspolitischer Bedeutung ist. In ihm herrschen Betriebsgrößen gärtnerischer und kleinbäuerlicher Art vor, die unter der bäuerlichen Erbhofgrenze liegen und demnach infolge ihrer intensiven Arbeit und Flächennutzung u n - endlich vielen Familien Lebensunterhalt gewähren, ja darüber hinaus noch zahlreiche Arbeitskräfte beschäftigen, weil alle Zweige des Gartenbaues in stärkstem Maße auf Handarbeit eingestellt sind. Die in den Gartenbaubetrieben investierten Kapitalien gehen in die hunderttausende von Mark, und der Umsatz belief sich vor wenigen Jahren noch auf fast zwei Milliarden Mark, an dem der Gesamtgemüsebau mit etwa 50 v. H., der Obstbau und die übrigen Zweige des Gartenbaues mit etwa je 25 v. H. beteiligt waren. Es besteht mithin ein Volksinteresse daran, daß diese Betriebe lebensfähig bleiben. Der Gartenbau hat und wird auch in Zukunft immer gewisse Opfer im Interesse der deutschen Außenhandelsbeziehungen bringen müssen Um so notwendiger erscheint es, daß ihm durch Ordnung des Binnenmarktes eine stetige A r - beits- und Absatzgrundlage gegeben wird. Es darf nicht so bleiben, daß alljährlich große heimische Erzeugungswerte nur deshalb verlorengehen, weil der gegenwärtige Zustand des Marktgeschehens und die Verteilung der Erzeugnisse auf den Märkten unzulänglich ist. Es geht nicht an, daß einzelne Märkte ü b e r l a st e t und dicht daneben Märkte unzureichend beliefert werden. Es ist auch für die Verbraucherschaft durchaus unerwünscht, daß oerkaufsunwürdige Ware die Wege verstopft, die gute, einwandfreie Erzeugnisse brauchen, um zum Verbraucher zu gelangen. Das Schwergewicht der Arbeit der neuen Hauptvereinigung wird mithin darin liegen, unter Zusammenfassung aller Kräfte, die an der Erzeugung, der Be- und Verarbeitung und der Verteilung beteiligt sind, zunächst eine Zufuhrregelung zu d en Märkten nach klaren, eindeutigen Gütebestimmungen durchzusetzen und die Verteilung so zu regeln, baß eine gleichmäßige Versorgung der Märkte stattfindet. So dient ihre Arbeit der Aufgabe nationalsozialistischer Bedarfsdeckungswirtschaft. geschlossen, ebenso «die Tasche. Roch fünf und eine halbe Minute. Da brüllt einer: ,D 11 nach Hannover, ab, los, los!4 Rusch verschwindet der Nachschub in einer Sondertasche, die auf dem vorderen Gepäckhalter Platz finden muß, und hast du nicht ge- sehn, geht's durch die Straßen. Roch fünf Minuten, knapp gerechnet! Also heißt es einheizen! Die Lampe brennt, das ist Ehrensache! Aber dort an der Kreuzung gibt die Verkehrsampel den Weg nicht frei. Das passiert sicher noch einmal, wenn man Pech hat. Wir wählen deshalb schon die weniger belebten Zufahrtstraßen, aber immer geht das auch nicht. Geschafft werden muß es. Muß es! Manchmal bleibt wahrhaftig zwischen dem Abgeben am Bahnpostwagen und der Abfahrt des Zuges nur noch kurze Zeit für ein kurzes Nicken mit dem Postbeamten. Wir kennen uns ja ganz genau, und wie oft ist es schon vorgekommen, daß er den Rucksack noch im Anfahren ausgekippt und ihn mir wieder leer auf den Bahnsteig geworfen hat. Das ist eine Sache von Sekunden. Und diese Sekunden sind wichtig für uns. Wie gut, daß die Postwagen hinten oder vorn auf dem Bahnsteig stehen. Wir wissen genau, wo wir sie bei den einzelnen Zügen zu suchen haben, manchmal auf den Meter genau kennen wir die Stelle des Haltens." Rur einmal zu spät! üings zugeben, aber das lag nicht an mir. Da war im Lustgarten ein Aufmarsch. Hun-derttausende von Menschen hörten Dr. Goebbels. Unbeschreiblich war das. Die ganzen Linden waren von Menschen besät, alle Zufahrtstraßen schwarz. Unmöglich, da durchzukommen. Da hieß es also umfahren! Weit um den Lustgarten herum. Junge, Junge, da habe ich erst mal richtig gemerkt, was es heißt, wenn hunderttausend Menschen aufmarschieren. Ich habe, haste was kannste, in die Pedale getreten und kam trotzdem zwei Minuten zu spät." „Was wird dann aus den Sendungen?" fragte ich weiter. „Ja, die müssen eben dann mit dem nächsten Zug gehen, d. h. ich erkundige mich da telephonisch noch einmal bei unserem Botenmeister, ob wichtige Post etwa mit Eilboten nachgeschickt werden soll. Die muß ich dann zur Nachfrankierung zurückbringen, die andere bekommt das Bahnpostamt. Ja, fix müssen wir sein, uns schnell entschließen und handeln. Und deshalb veranstalten wir Radfahrer unter uns zusammen mit den Zeitungsfahrern aus den Betrieben auch jedes Jahr unser Radrennen. Das hält in Form! Mancher von uns hat auch schon in anderen Sportrennen seinen Mann gestanden!" „Willi, fertigmachen!" ruft eine Stimme. Entschlossen verabschiedet er sich. Kaum eine Minute später fährt er aus dem Tor bes großen Betriebes, und die Straße nimmt ihn auf mit ihrem Tempo und ihrem Leben. Fred Ritter. „Na, und wieviele Male haben Sie den Zug schon versäumt?" — „Nee, Herr, das kommt ja nun nicht in Frage! Ein einziges-mal, das muß ich aller- Der Kampf um Sekunden. Ein Berliner Zeitungsfahrer erzählt von seiner Berufsarbeit. „Große Leute werden nur ausgefragt — oder, wie man so sagt, .Prominente werden interviewt^ — denke ich. Was wollen Sie denn also von mir wissen? Ich bin ja nur Radfahrer, ein ganz gewöhnlicher Radfahrer." So empfängt mich der junge Bursche und winkt ab, als ich ihn bitte, mir etwas von seiner Tätigkeit zu erzählen. Er sitzt auf einem breibeinigen Eisenschemel vor einem langen Tisch, dessen Platte mit Blech beschlagen ist. Auf einem Papier hat er sein Frühstück ausgebreitet, und daneben steht dampfend die offene Thermosflasche mit warmem Kaffee. Essen zwischendurch ... „Essen muß man so zwischendurch mal einen Happen, d«I Zeit dazu gibt's bei uns nicht, weil wir ja immer b. u. sind. Dauernd unterwegs", setzt er lachend hinzu. Während er noch mit vollen Backen kaut, packt er seine Brote ein, schließt die Flasche und verpackt sie sorgsam in einen schmalen, hohen Eisenschrank, der neben vielen anderen eine Wand des langen Versandraumes einnimmt. Nr. 9 steht über dem seinen und unter der Ziffer meldet ein aufgeklebter Zettel seinen Namen: Willi S t ö w e r. Willi Stöwer kommt auf seinen Sessel zurück. „Sehen Sie sich da drüben auf dem Tisch mal die Post an, Briefe und Zeitungen, Manuskripte und Rollen, und was weiß ich noch. Bergeweise wandert das Zeug von einer Hand zur anderen, wird abgezählt, sortiert und eingeteilt. Das ist sozusagen das, wofür wir da sind, und wenn diese Post erst hier gelandet ist, dann beginnt unsere Arbeit!" Er zeigt auf seine Tasche, die an langer, über die rechte Schütter führender Schlaufe an seiner linken Seite hängt. „Und hier, sehen Sie sich das Riesending von Rucksack an. Da geht gut und gern der Wochenproviant für eine zehnköpfige Familie rein, und wenn Sie ihn umhängen, sitzt er Ihnen fast auf der Kniekehle. Er ist nämlich weniger zum Tragen bestimmt. Wenn er vollgepackt ist, setzen wir ihn auf den Gepäckhalter über dem Hinterrad, und bann kriechen wir in die Schlaufen. Vorn die Tasche bepackt, und hinten den Rucksack, so geht's mit dem Stahlroß los. Hört sich eigentlich ganz einfach an, nicht? Manchmal ist das auch so, das kommt ganz darauf an." Worauf es onkommi! „Worauf denn?" will ich wissen. „Na, vor allem erst mal auf das Wetter. Bei trockenen Straßen läuft ja die Karre von allein, aber bei Schnee und Schlackwetter oder auf nassem glattem Asphalt gleiten die Gummireifen manchmal mehr zur Seite als nach vorn, und hast du nicht gesehn, hängt man am Bordstein oder auch wo anders. Nach und nach hat man ja den Bogen rausbekommen, aber manch- ; mal heißt es doch verflucht aufpassen. Stellen Sie sich mal vor: Ich fahre zum Bahnhof Friedrichstraße in normalem Tempo genau sechs Minuten. Da ist der Start von diesem Raum, wo wir die Post bekommen, mit eingerechnet und ebenso die Ankunft vor dem Postwagen des Zuges auf dem Bahnsteig. Das Rad ist in Ordnung — große Hauptsache! — der Rucksack, die Tasche, alles fertig. Es ist genau, sagen wir 9.01 abends. Die Uhr dort zeigt genaue Bahnzeit. Der Zug fährt pünktlich 9.10. Also noch neun Minuten sind Zeit. Ich sitze und warte. 9.02. Noch acht Minuten. Der erste Schwung von Postsachen kommt und wird eingepackt. Da klingelt das Telephon. Kurz und bestimmt meldet sich eine Stimme: ,Der Bote für D 11 ab Friedrichstraße muß noch eine S ne düng nach Hannover mitnehmen. Sie muß auf alle Fälle raus/ Schluß! Eingehängt. Da gibt's keine lange Erklärung, ,es geht nichts oder ,es ist keine Zeit mehr* und so, die Sendung muß raus! Aber wo ist Sie jetzt? Sie landet natürlich hier in diesem Zimmer. Aber wann? Ich habe inzwischen noch sieben Minuten zur Verfügung, stehe fix und fertig zur Abfahrt bereit. Noch sechs Minuten! Jetzt müßte ich eigentlich los! Und die Sendung nach Hannover? Der Rucksack wird OKB.-Zugendführertagung in Gießen Die Vereinsjugendführer und Jungführer (Jugend- mannschaftsführer) treffen am Sonntag zur zweiten Besprechung zusammen. Der Kreisjugendführer, W. Presber, Stockhausen (Lahn), wirb diese Besprechung, bie auf bem Sportplatz ber Spielvereinigung 1900 e. V. stattfinbet, leiten. Hierzu haben folgenbe Vereine bie entsprechenden Vertreter zu entsenden: Alten - Buseck, Großen - Buseck, Treis (Lumda), Lollar, Wißmar, Launsbach, Krofdorf-Gleiberg, Kinzenbach, Heuchelheim, 1900 Gießen, VfB.-R. Gießen, Leihgestern, Watzenborn- Steinberg, Nieder-Ohmen, Steinbach und Lich. Wegen ber Wichtigkeit biefer Zusammenkunft wird erwartet, baß alle Vereine bie bestimmten Führer schicken. Bei biefer Gelegenheit sollen hauptsächlich bie Aufbaufragen besprochen werben, ferner wirb ber Kreisjugenbführer wegen bes bevorstehenden Leinberger-Kursus berichten. Am 16. und 17. März b.I. ist Sportlehrer Leinberger in Gießen. Zu biefem Kursus haben alle Jugenbführer und Jungführer zu erscheinen. VfB.-Veicksbahn-Leichtathletik. Der Turn- und Sportverein Fritzlar (Bezirk Kassel) veranstaltet kommenden Sonntag ein Halle n s p o r t f e st. Der VfB.-Reichsbahn ist durch Otto Luh im Kugelstoßen sowie im Sprinter- Dreikampf über 50, 60 und 80 Meter vertreten. Es wird viele überraschen, Luh auf den kurzen Sttecken zu sehen. Aber Luh ist auch als Sprinter ein gefährlicher Mann, der durch seinen schnellen Start und seinen raumgreifenden Schritten auf der Strecke nicht- leicht zu schlagen ist. Im Kugelstoßen konnte seine Form beim letzten Training nicht überzeugen. Trotzdem sollte er in Fritzlar gewinnen können. Nimmt auch Gugel von der Spielvereinigung 1900 in Fritzlar teil, bann steigt roieber ber Zweikampf Gugel — Luh. Der Sieger ist im voraus nicht zu bestimmen. Kreisklaffenspiele des Sonntags. Pflichtspiele: Heuchelheim — Lich (Küster, Berghausen); Grünberg — Wieseck (O. Rüspeler, Gleiberg); Kroborf — 1900 II (Miller, Wetzlar); Hohensolms — Vetzberg (Benber, Fellingshausen); Aßlar II — Wetzlar III (Schneiber, Gießen). Gesellschaftsspiele: VfB. II — Sport- freunbe Wetzlar; Garbenteich — Hungen; Treis — Wißmar; Lich II — Londorf; Großen-Linden — Allendorf. Das Programm der Verbandsspiele ist sehr mager geworben, benn diese sind soweit zu Ende. Das Spiel Heuchelheim gegen Lich hat viel Anziehungskraft verloren, denn die Punkte des Spieles Lollar gegen Heuchelheim wurden Heuchelheim zugesprochen. Damit ist die Meisterschaft den eifrigen Heu- chelheimern sicher, trotzdem wird der Platzverein sich Mühe geben, das letzte Spiel für sich zu entscheiden, was ihm auch gelingen sollte. Wieseck muß nochmals in Grünberg antreten, durch Herausstellung ist Wieseck sehr geschwächt, so daß ein Sieg Grünbergs durchaus möglich erscheint. Krofdorf hat 1900 II zu Gast und wird versuchen, dem Abstieg durch einen Sieg über die Gäste zu entgehen, was evtl, möglich sein wird, zumal das Vorspiel auch für Krofdorf siegreich endete. Einen offenen Kampf dürfte es in Hohensolms geben, denn Vetzberg versagte am vergangenen Sonntag. Gesellschaftsspiele: VfB. II hat sich viel vorgenommen und ein Freundschaftsspiel mit den sehr spielstarken Sportfreunden aus Wetzlar abgeschlossen. Die Gäste haben eine sehr große , Verstärkung erhalten und können sich heute mit jedem Bezirksklassenverein messen. Es dürfte ein spannendes Spiel zu erwarten sein, das die Gäste für sich entscheiden werden. Garbenteich hat Hungen zu Gast, zwei gleichwertige Gegner treffen hier aufeinander. Der eigene Platz wird eine Rolle spielen, das Spiel kann knapp für den Gastgeber enden. Treis hat sich Wißmar, einen alten Rivalen aus den Verbandsspielen verpflichtet, und sollte auf eignem Platz zu einem knappen Siege kommen. Londorf reift nach Lich und ist mit einem ausgeglichenen Kampf zu rechnen. Großen-Linden hat eine Fußballmannschaft ins Leben gerufen und sich gleich zu Anfang einen spielstarken Gegner ausgesucht. Da Allendorf spielerfahren ist, kann man dem Gastgeber keine Chance aus Sieg geben. Kurze Sportnotizen. In neun Gauen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen werden in diesem Sommer erstmals Gaufeste gefeiert. Es sind dies die Gaue Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrschtsschutz: Fünf-Türrne-Verlag, Hatte (S.). Nachdruck verboten. Schluß. Dies Buch fand ich, als ich das Treibhaus durchstöberte, unter dem Fuß eines Ofens vergraben. Wieso ich überhaupt Verdacht schöpfte und wieso ich gerade ein besonderes Interesse für die Neuanpflanzungen und das ganze Treibhaus hatte, ist sehr einfach zu erklären. Ich fand, als ich das Schlafzimmer des verstorbenen Barons inspizierte, daß ein eigentümlich bitter-würziger Geruch in dem Raume lag. Er ließ sich nicht, wie Helma meinte, dadurch erklären, daß Blattpflanzen und Trauerkränze in dem Raum gewesen. Es war em anderer, sozusagen exotischer Dust. Er erinnerte mich an etwas, ohne daß ich gleich darauf kommen konnte, was es wäre. Dann fand ich in einer Ecke ein Stückchen von einem Nadelzweig; icf) erfannte lhn sofort als zur Familie der Orikarie gehörig - einer Nadelstrauchart, die in Südamerika wachst. .. ..< Aber dieses Stückchen hatte eine eigentunttich fahle, verbrannte Farbe, als wäre irgendein Gift oder eine Krankheit darüber hinweggegangen. Das war das erste Glied in der Kette, die sich nun endlich um die Verbrecher legte. , Nun hatte, wie Helma mir bei Ankunft erzählte de Sanzo einst dem alten Herrn Daran em Mittel zur Afthmalinderung gegeben. Dies Mittel, das er fuhr ich aus meinen chemischen Studien der le^t Nacht, wird aus dem Saft dieser Onkarien gewonnen. Aber noch etwas anderes wird aus den vrt= karien gewonnen: eine tödliche Waffe, wenn man sie richtig zu gebrauchen weiß. Charles sowie jein Hintermann, Bastieni, haben sie zu gebrauchen gewußt. Bestreut man nämlich die Zweige der un- karien mit einer bestimmten Salpeteimiischung, |o strömen sie im geschlossenen Raum einen fliftflas« ähnlichen Dunst aus, dem der Mensch unfehlbar unterliegt. Wie lange er den tödlichen Duft der so imprägnierten Orikcwien ertragen kann, hängt von seiner Konstitution ab. Schwache und kränkliche Menschen, Menschen mit kranken Atmungsorganen werden ihm bald erliegen, und so —" Mit stockender Stimme unterbrach der junge Baron Horst den Redenden: „Wollen Sie damit sagen, Herr Doktor Hopman, daß mein lieber Vater —?" Hopman nickte schwer: „Ja, Herr Baron, Ihr Herr Vater war das erste Opfer! Und das zweite —" Hier schwieg auch er. Und Helma verbarg erschauernd ihr Gesicht in den Händen. Nach einem Schweigen fuhr Hopman fort: „Die Tatsache, daß der Tod des Barons von Gernsheim zusammentraf mit dem Diebstahlsversuch und der Fund des wie verbrannt aussehenden Okarienzweigleins im Zimmer des Toten gaben mir sehr zu denken. Ich fand in der Versuchspflanzung diese Orikarie —, und ich hatte die Indizien beisammen. Das ganze Komplott war angezettelt, um in den Besitz des Kelches und mit Hilfe der aufklärenden Hinweise aus dem alten Buch in den Besitz des Schatzes zu gelangen. Da der alte Herr Baron den Kelch in feinem Schlafzimmer fest eingelassen hatte, blieb nur ein Weg: den Besitzer aus dem Wege zu räumen. Als der Raub nicht gelang, weil die Verbrecher offenbar gestört wurden, wartete man eine bessere Gelegenheit ab. Nur de Sanzo ist vorzeitig aus dem Spiel ausgeschieden. Er wollte die Pläne bis zum glatten Mord nicht mitmachen. Nun machte Helma einen Strich durch die Rechnung, indem sie den Kelch zu sich in Verwahrung nahm. Das wäre dir beinahe zum Verhängnis geworben, Helma!" Er sah sie liebevoll an. Sie streckte Hopman in tiefer Bewegung die Hand entgegen: „Wie genial hast du dies alles durchdacht und vorausgeahnt!" „Aber in einem habe ich falsch kalkuliert, nämlich in dem Zeitpunkt, zu dem die Verbrecher losschlagen wollten. Ich hatte geglaubt, sie würden warten, bis sie das Geheimnis des verborgenen Schatzes genau erkannt hätten. Aber sie fürchteten ein weiteres Herauszögern durch Ihre Ankunft, Herr Baron! So entschlossen sie sich, den Kelch zu stehlen, und hofften auf eine fernere Zeit, wo sie durch ihre Studien genau den Ort des Versteckes bestimmen konnten, um gleich an der richtigen Stelle zu graben. Dadurch, daß Charles als Gärtner in den Treibhäusern fungierte, wäre ja eine Grabung dort leicht möglich gewesen. Ich danke Gott, daß ich noch zur Zeit gekommen bin. Die Verbrecher haben ihre gerechte Strafe gefunden. Und Sie, Herr Baron, werden mit Hilfe von sachverständigen Schriftgelehrten sehr bald die Stelle finden, wo der Schatz vergraben liegt!" „Da bin ich aber wirklich neugierig!" lachte Helma. „Du, Horst, eine Aufbesserung des Gerns- heimer Vermögens könntest du gut gebrauchen, wenn unser lieber Vater auch sehr gut und vorsichtig gewirtschast hat! Vollkommen spurlos konnte die schwere Krise auch an ihm nicht vorübergehen. Er hat so vieles an Verbesserungen und Neueinrichtungen unterlassen müssen, was ihm am Herzen lag. Vor allem das neue Kinderheim hätte er zu gern in Angriff genommen." „Nun — das alles werden wir nachholen, Helma! Vorausgesetzt, daß dieser Schatz wirklich etwas wert ist und man ihn findet. Vielleicht gehört er aber auch nur zu den Schlössern, die im Mond liegen." Hopman schüttelte den Kopf: „Das glaube ich nicht! Wenn ein Verbrecher wie Bastieni soviel Zeit, Geld und Gefahr an eine Sache setzt, dann hat sie Hand und Fuß. Ich schlage vor, daß Sie, Herr Baron, sobald wie möglich sich an einen ausgezeichneten Kenner vom Orientalischen Seminar wenden! Geheimrat Dörnfeld, dem ich das kostbare Buch zur Verwahrung übergab, wird Ihnen sicher jemand nennen können!" „Würden Sie das für mich vielleicht auch übernehmen?" bat Horst. „Ich möchte jetzt den Kopf frei haben, um hier mein Besitztum zu übernehmen. Es wird doch da allerhand zu ordnen geben. Außerdem", hier lächelte er beinah etwas schüchtern, „Sie dürfen es mir nicht verübeln — mehr als der Schatz, den wir noch finden wollen, liegt mir der Schatz am Herzen, den ich schon gesunden habe. Die Sorge um meine kleine' Myra ist mir vor allem anderen wichttg. Ich möchte bald mit ihr zu einem tüchtigen Arzt, damit sie mit ihrer Seele in Ordnung kommt." Helma meinte: „Wie wäre es, wenn wir das eine mit dem andern verbänden, Horst? Will hat ohnehin den Wunsch, daß ich nach Berlin mitkomme; ich soll einmal schauen, ob ich mit seinem Junggesellenheim als Wohnung zufrieden bin. Aber ich weiß schon im voraus" — sie strich Hopman leise und glücklich über bie Stirn —, „daß alles sehr schön sein wird. Nur — was wird Frau Werner sagen, wenn ihr da eine Frau ins Haus geschneit kommt?" Da lächelte auch Hopman: „Was sie sagen wird? Endlich!, wird sie sagen. Sie behauptet nämlich schon seit Jahren, daß es höchste Zeit für mich wäre, zu heiraten. Sie ist der Ansicht, ein Einspänner ist nur ein halber Mensch. Nur — was machen wir mit Martins? Der ist an Haus und Brot gewöhnt. Es wird ihm schwer werden, von mir fortzugehen Aber auch dafür wird vielleicht Rat werden. Die Etage über meiner Wohnung wird frei." Helma fand das ausgezeichnet Dann war ja alles, leicht zu machen. Wenn Martins sich entschließen würde, diese Wohnung zu nehmen, so konnte die Verbindung mit seinem alten Freunde Hopman genau so innig bleiben wie vorher. Auf keinen Fall wollte Helma, daß Martins, Hopmans bester Kamerad in vielen gefährlichen Situationen, sich durch sie irgendwie verdrängt fühlte. „Wollt ihr denn sobald heiraten?" fragte Horst. „Sobald wie möglich!" war Helmas energische Erwiderung. „Wenn ich bei Will bin, wird er hoffentlich nicht mehr so tollkühn sein. Er hat mir selbst zugegeben, daß der Ueberfall im Zuge neulich sehr gefährlich hätte werden können. Ich hoffe, daß er also diesen jugendlichen Leichtsinn ein wenig oblegen wird." Die Männer lachten. Hopman küßte seine schöne Braut. „Ich verspreche alles, was sich irgendwie mit meinen Berufspflichten vereinbaren läßt, meine Helma! Aber freilich, an Gefahren wirst du dich gewöhnen müssen!" Da nickte sie ernst und tapfer. Hopman wußte, er würde an Helma nicht nur die geüebtefte Frau, sondern auch die tapferste, hingehendste Kameradin haben. „Nun bliebe wohl nichts mehr zu besprechen — nur eines noch", meinte Horst. „Wir beide, lieber fropman, müssen doch endlich von dem förmlichen Sie fort — und zu dem verwandschaftlichen Du kommen!" „Von Herzen gern!" sagte Hopmann und schlug in die bargebotene Hanb Horsts. In biefem Augenblick öffnete sich bie Tür. Der Diener Josef erschien unb einer eisbeschlagenen Bowle, burch beren Kri- stallwanbung es gofben leuchtete. „Was ist benn bas?" fragte Horst erstaunt. „Hast bu bas bestellt, Helma?" Helma schüttelte ben Kopf unb sah ben Diener fragenb an. Der alte Josef lächelte etwas verlegen: „Die Mamsell unb ich haben gebucht", sagte er halb schüchtern, halb mit vertraulichem Respekt, „baß heute abenb bie Bowle richtig wäre. Es ist bas alte Rezept, Herr Baron, nach bem hier im Hause alle Derlobungsbowlen gebraut würben." „Das haben Sie recht gemacht, Josef!" Helma nickte bem treuen Diener freunblich zu. „Also, Horst, schenk ein auf unser aller Wohl! Du mußt hoppelt trinken, nämlich für beine Myra mit!" Hell klangen bie Gläser aneinanber, unb helles Glück strahlte aus ben Augen ber brei Menfchen, bie nach Gefahr unb Wirrnis einer hellen Zukunft entgegensahen. 282 456 (708 530) Mark vorzutragen bleiben. Im l ganzen noch klein war. Don allgemekner Anregung abaelaufenen Geschäftsjahre habe die Gesellschaft waren einige Industrie-Abschluß e, vor allem vereine erhebliche Umsatzsteigerung gegenüber 1933 er- wies man auf den Abschluß der RobertBosch AG, mieten können. Der Auslandsumsatz des Vor,ahres Stuttgart, die nach neunjähriger Pause bie Dtm- konnte gehalten werden. Die Zahl der Gefolgschafts- dendenzahlung mit 6 v. $). aufnehmen, daneben Wirtschaft Am Sonntag findet in Gießen der O p f e r t a g der Radfahrer für das Winterhilfswerk statt. Vormittags läuft im Gelände von Wieseck, Hangelstein und Badeburg das erste Querfeldeinrennen des Bezirks Gießen. Hierbei kommt es nicht nur auf die Schnelligkeit der Fahrer, sondern auch auf ihre Geschicklichkeit an. Die Fahrt geht über eine Rundstrecke von zweimal 7,5 Kilometer und beginnt an der Karlsruhe, biegt sofort hinter dieser von der Straße ab und geht dann auf Feldwegen nach Wieseck. Nachdem die Möserstraße überquert ist, führt die Strecke wieder auf Feldwegen zur Badenburger Hohle, welche die Fahrer im Laufschritt nehmen müssen, weiter am Friedhof in Wieseck vorbei auf die Straße von Alten-Buseck. An der Jttrnanns- burg zweigt die Strecke links ab über den Hangel- stein, hier müssen die Fahrer zu Fuß durch den Wald, um dann über die Daubringer Straße die Badenburg zu erreichen. An der Badenburg vorbei über eine schlechte Wegstrecke zur Wißmarer Straße, welche die Teilnehmer an der Gärtnerei Koch wieder verlassen, um durch die Bahnunterführung wieder in das Blickfeld der Zuschauer zu gelangen. In der Nähe der Karlsruhe fahren die Teilnehmer rechts ab, um dann die Sandgruben zu durcheilen, wobei es auf die beste Klettereigenschaft der Fahrer ankommt. An der Karlsruhe haben die Teilnehmer zwei Hindernisse zu nehmen, um dann die zweite Runde in Angriff zu nehmen. Die besten Fahrer unseres Bezirks haben ihre Meldungen abgegeben. Auch die drei Olympiakandidaten Preiß, Mebus und Becker sind mit von der Partie, um sich gegenseitig die Spitzenposition des Bezirks streitig zu machen. Im ganzen fand die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei der Mittelstahl starke Beachtung, ebenso die Abschlüsse der norddeutschen Zementgruppe. Lebhafteres Geschäft hatten wieder AEG. auf Publikumskäufe mit 32.90 bis 33 (32,65), ferner im Freiverkehr neue Stahlvereins-Aktien mit 75 bis 75,25 bis 75,13 (74,75); auch die übrigen Montanwerte erzielten Besserungen bis zu 0,40 v. H. Im übrigen blieben die erhöhten Berliner «chluß- kurse gut behauptet. Am Kassamarkt zogen Commerzbank auf 82,50 (82,25) an. Von Auslandswerten erhöhten sich Chade A bis C auf 197,50 (197), IG. Chemie Basel 100 v. H. auf 156,75 (156), AKU. auf 54,13 (53,90), 4 o. H. Schweizer Bundesbahn bei rationierter Zuteilung auf 165,50 (164,75) und 3,50 o. H. auf 157 (155,50). Am Rentenmarkt waren Altbesitz und Stahlverein-Bonds je 0,13 o. H. fester, Zinsoergütungs- scheine stiegen auf 90,50 (90,40), ferner blieben frühe Reichsschuldbuchiorderunaen gefragt. U. a. notierten: Altbesitz 111,65, 7 v. H. Stahlverein 98,13, Adca 76,75, Ov-Bank 82, Reichswerden ungefähr 25 Fahrer an den Start gehen. Da dieses Rennen das erste dieser Art ist, das hier ausgetragen wird, ist der Sieger sehr schwer zu tippen. Hoffen wir, daß der beste Fahrer den Sieg daoonträgt. Der Sieger dürfte um 10 Uhr das Ziel passieren. Am Nachmittag finden im Saale des Cafä Leib saalsportliche Wettbewerbe statt. Zunächst werden sich die besten 2er Radballmannschaften des Bezirks treffen, die um einen gestifteten Wanderpreis kämpfen werden. An den Start gehen: 1885 Gießen, Wieseck, Krofdorf und Wetzlar-Niedergirmes. Da der Wanderpreis in Punktspielen ausgetragen wird, sind spannende Kämpfe zu erwarten. Den Sieger wird wohl Krofdorf oder Gießen stellen, doch sind Ueberraschungen gerade im Radball sehr leicht möglich. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden im R e i g e n f a h r e n die Jüngsten der Vereine von Krofdorf. Wieseck und Gießen schöne Leistungen zeigen. — Aber auch im Kun st fahren und Kun st reizen sind die besten des Bezirks vertreten. Bezirksmeister Göbel (Niedergirmes) und Haas (1885 Gießen), werden in ler-Kunstfahren durch schwierige Hebungen und meisterhafte Geschicklichkeit zu glänzen wissen. — Im 2er-Kunst- fahren werden die Jüngsten von Niedergirmes prächtige Leistungen vollbringen — Die 6er-Kunst- reigenmannschaft des RV. 1885 Gießen mit ihrem Kunstreigen wird den Abschluß der Veranstaltung bilden. Da der Reinertrag des Opfertages dem Winterhilfswerk zugute kommt, ist der Veranstaltung voller Erfolg zu wückschen. 24 Obstbaumdiebe ermittelt LPD. Frankfurt a. M., 7. März. Zum Nachteil der Reichsautobahn und eines Gärtnereibesitzers in Frankfurt a. M.-Griesheim wurden seit einiger Zeit junge Ob st bäume und Sträucher im Werte von 800 bis 1000 Mark entwendet. Die Ermittlungen führten zur Feststellung von 24 Dieben, die die Bäume für ihre Grundstücke gebrauchten. Ein großer Teil der Bäume und Sträucher konnte sichergestellt werden. Schlesien, Mitte, Sachsen, Nordmark, Niedersachsen, Südwest (in Saarbrücken), Nordhessen (Gießen), Württemberg und Baden. Mit Genehmigung des Generals der Landespolizei Daluege wird in diesem Jahre in der Zeit vom 27. bis 31. Juli die 6. Polizei-Sternfahrt durchaeführt. Ziel der Fahrt ist diesmal Frankfurt a. M. Major Campbell wird am Strand von Daytona Beach in diesem Jahre nur noch eine Weltrekord-Versuchsfahrt unternehmen können, da seine Reifenbestände durch die bisherigen Starts fast erschöpft sind. Der Weltrekord im Eisschnellauf, den die Amerikanerin Kit Klein in Horten (Norwegen) mit 1:44,8 Minuten für 1000 Meter auf- stellte, wurde vom Internationalen Eislauf-Verband anerkannt. * Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei der Robert-Bosch-AG., Stuttgart. In dem jetzt vorliegenden Abschluß für das Geschäftsjahr 1934 weist die Gesellschaft nach Vornahme von 2,59 Millionen Mark Abschreibungen auf Anlagen einen Reingewinn von 3 510 040 Mark aus, der sich um den Gewinnoor- trag auf 4 218 571 Mark erhöht (im Vorjahr ergab sich nach Abzug der Geschäftsunkosten von 25,09 Millionen Mark einschl. 182 953 Mark Gewinnvortrag ein Reingewinn von 1 816 574 Mark). Hieraus wird die Ausschüttung einer Dividende von 6 (0) v. H. vorgefchlagen, so daß nach Zuweisung von 2,14 Millionen Mark (1,11) an die „Boschhilfe^ konnte gehalten werden. Die Zahl der Gefolgschaftsmitglieder wurde auf 14 980 erhöht. Das neue Jahr lasse eine stetige Entwicklung erhoffen. *11. Baugeldzuteilung der Oeffent- l j ch e n Bausparkasse. Die 11. Baugeldzuteilung der Öffentlichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunalbank - Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am 2. April in Darmstadt im Sitzungssaal der Landeskommunalbank - Girozentrale statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Januar 1935 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1934) begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. Jeder Bausparer, der sich als solcher ausweist, kann der Zuteilungshandlung beiwohnen. — Alle Öffentlichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende 1934 insgesamt 67 900 Bausparverträge über zusammen 347 Millionen Reichsmark abgeschlossen. Bisher wurden an 15 300 Bausparer 93 Millionen Reichsmark zugeteilt (ohne Zwischenkredite), ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffent- lichen Bausparkassen dem Bau- und Hypotheken- Daten für den 8. März. 1823: der ungarische Staatsmann Graf Julius Andrafsy in Kaschau geboren (1890 gestorben); — 1887: der Rassenforscher und -Hygieniker Fritz Lenz in Pflugrade in Pommern geboren; — 1917: Ferdinand Graf v. Zeppelin in Berlin gftorben (geboren 1838). markt zugeführt haben. Hhem-Mainische MittagSbörje. Tendenz: erholt. Frankfurt a. M., 7. März. Die Börse nahm einen außerordentlich ruhigen Anfang, um nach den ersten Kursen auf einzelnen Spezialgebieten wesentlich lebhafter zu werden, wobei die Bewegung ihren Ausgang von der Börse selbst nahm. Die berufsmäßigen Kreise schritten zu einigen Rückdeckungen. Die Stimmung war nach den gestrigen Rückschlägen beruhigt und die Kurse trotz gewisser Uneinheitlichkeiten zumeist erholt. Die außenpolitische Lage sand eine' erheblich bessere Beurteilung, zumal da das englische Weißbuch im eigenen Lande scharfer Kritik begegnet ist und man zudem zuversichtliche Hoffnungen hegt, daß der englische Ministerbesuch in Kürze stattfinden werde. Einer größeren Unternehmungslust stand einmal die nur geringe Publikumsbeteiligung und zum anderen die fortdauernd unsichere Bewegung des englischen Pfundes gegenüber, so daß im großen und ganzen die Umsatztätigkeit kein größeres Ausmaß hatte. Gegen die schon etwas beruhigtere Abendbörse ergaben sich durchschnittliche Erholungen von 0,50 bis 1 v. H. So eröffneten am Aktienmarkt: IG. Farben 139,13 (138,65), Deutsche Erdöl 99,40 (99), Deutsche Lionoleum 145,25 (144,50), Kunstseide AKU. 53 (52,50), Hanfwerke Füssen 78 (77,25), Reichsbank 166,50 (166,25), Daimler Motoren 52,75 (52,50), Holzmann 87,25 (86,25) und Zellstoff Aschaffenburg 81,50 (80,50). Spezialinteresse, insbesondere aus der Kundschaft heraus, erhielt sich für AEG. mit 31,90 bis 32,25 (31,50), wovon aud) die übrigen Elektroaktien etwas beeinflußt wurden, wenn auch die Erholungen sich in engen Grenzen hielten. Gffürel mit 113,75 (114,25) und Rheag nach Pause mit 114,50 (115,50) lagen noch etwas leichter. Am Montanmarkt entwickelte sich lebhaftes Geschäft in neuen Stahlvereins-Aktien (Freiverkehr) mit 73,25 bis 74,25 (Berliner Schlußkurs 72,90), Gelsenkirchen, die jetzt die Bewertung des umgestellten Stahlvereins-Kurses tragen, waren mit 73 bis 74 (72,75) mitgezogen, auch andere Montan- werte konnten sich etwas erholen, so u. a. Rheinstahl mit 92,75 bis 93,50 (93,50) und Mannesmann mit 75,65 bis 76 (75,40), nur Harpener lagen mit 96,50 (97) noch schwächer Etwas niedriger lagen ferner AG. für Verkehrswesen mit ca. 83,75 (85). Schiffahrtswerte lagen behauptet. Am Rentenmarkt war die Haltung gleichfalls gebessert, das Geschäft blieb allerdings gering. Altbesitz 111,65 (111,50), Stahlverein-Bonds 98,13 (98), Zinsvergütungsscheine lagen mit 90,40 gut behauptet, Kommunal-Umschuldung waren nach knapp behauptetem Beginn mäßig höher. Späte Reichsschuldbuchsorderungen schwächten sich dagegen auf 96,50 (96,75) ab, während frühe Fälligkeiten, insbesondere 1936er mit 101,25 Geld und 1937er mit 103, als kurz- bzw. mittelfristige Anlage gesucht blieben und bis 0,50 v. H. höher lagen. Bei etwas kleiner gewordenen Umsätzen blieb die Haltung im Verlaufe freundlich und zumeist stellten sich noch Besserungen um ca. 0,25 bis 0,50 v. H. ein. Etwas stärker gefragt waren IG. Farben mit 139,50 bis 140 (139,13). Montanaktien blieben auf erhöhter Basis gut gehalten, neue Stahlverein und Gelsenkirchen bis 74,65, höher ferner AKU., Hanf Füssen, Daimler, Gesfürel, Scheideanstalt und AEG. bis 32,50. Am Kassamarkt zogen Odenwälder Hartstein auf 96 (95) an. — Am Rentenmarkt blieben die variablen Anleihen unverändert. Pfandbriefe lagen etwas uneinheitlich, aber meist bis 0,25 freundlicher, ferner waren Stadtanleihen gesucht und bis 0,75 v. H. fester. Abendbörse weiter erholt. An der Abendbörse war die Haltung freundlich. Die Kurse erfuhren überwiegend eine weitere Erholung, wenn auch das Geschäft im großen und bank 167, Buderus 91,40, Gelsenkirchen 74,75, Harpener 97,50, Klöckner 86,25, Mannesmann 76,13, Rheinstahl 93,90, AKU. 54,13, AEG. 32,90 bis 33, Conti Gummi 149 Br., Deutsche Erdöl 99,50, Scheideanstalt 207, Licht & Kraft 119. Frankfurter Schlachwiehmarkt Frankfurt a. M., 7. März. Auftrieb: 2 Ochsen, zum Schlachthof direkt 9 Ochsen, 13 Bullen, 56 Kühe, 4 Färsen. Kälber 881 (am letzten Donnerstagsmarkt, 28. Febr., 963), Schafe 102 (127), Schweine 403 (372). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 53 bis 54 (am 28. Febr. 47 bis 50), b) 45 bis 52 (39 bis 46), c) 39 bis 44 (33 bis 38), d) 30 bis 38 (25 bis 32). Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 37 bis 38 (36 bis 37), c) mittlere 35 bis 36 (32 bis 35). Schafe e) beste 34 bis 36 (—), f) mittlere 30 bis 33 (30 bis 32), g) geringe 24 bis 29 (26 bis 29). Schweine b) 49 bis 52 (48 bis 52), c) 47 bis 52 (46 bis 52), d) 45 bis 50 (44 bis 50). Marktverlauf: Kälber flott, ausverkauft. Härnrnel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1229 Viertel Rindfleisch, 224 ganze Kälber, 10 ganze Schafe bzw. Hämmel, 708 halbe Schweine. Preise pro 50 kg in RM.: Ochsenfleisch b) 62 dis 66, c) 58 dis 62. Bullenfleisch b) 56 bis 60. Kuhfleisch b) 48 bis 54, c) 34 bis 42. Fäfenfleisch b) 62 bis 66, c) 58 bis 62. Kalbfleisch b) 67 bis 75 (am 4. März 62 bis 70), c) 61 bis 67 (56 bis 62). Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck aus hiesiger Schlachtung, unter 7 cm 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Mit Ausnahme der Preise für Kalbfleisch blieben die Preise gegen den letzten Montagsmarkt vom 4. März unverändert. Marktverlauf: langsam. Schweinemarkt in Lanft-Göns. s. Lang-Göns, 7. März. Zum heutigen Fer- k e l m a r k t, der auf dem Platze vor der Turnhalle abgehalten wurde, waren auswärtige und hiesige Händler mit reichhaltigem Tiermaterial erschienen. Der Handel wickelte sich rasch und flott ab Rach einigen Stunden war der Markt geräumt Die Preise waren ansehnlich. Für sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden durchschnittlich 19 bis 23 Mark bezahlt. Der Krämermarkt war — bis auf einen Stand — schwach beschickt. Schweinemarkt in Butzbach. pb. Butzbach, 7. März. Der heutige Schweinern a r k t war mit 180 Ferkeln befahren. Es wurden gezahlt bis 6 Wochen alt 17 bis 22 Mark, von 6 bis 8 Wochen 22 bis 27 Mark. Der Handel war sehr gut, der Markt ausverkauft. Beim Neuyorker Sechstagerennen liegen die deutschen Teilnehmer bis auf den Stettiner C a r p u s, der aufgegeben hat, recht gut. Der Kölner Hürtgen steht mit S p e n c e r mit zwei Runden Rückstand an vierter Stelle; mit ,CI,ner teren Verlustrunde folgt der Berliner Wissel mit dem Belgier Debaetsan fünfter Stelle, wahrend Kormeyer - Ehmer mit fünf Runden Rückstand den achten Platz einnehmen. Nach 43 Stunden waren 1156,930 Kilometer gefahren. Radfahrer im Dienste des Mnierhilssiverks Erstes Querfeldein kennen. - Saalsportwettbewerbe. Die Deutsche Reichsbahn im Januar 1935. Im Güterverkehr trat ein saisonbedingter Rück gang ein. Dementsprechend sind die Betriebsleistungen gegenüber dem Vormonat um 7,28 v. H. zurück- gegangen. Auch der Personenverkehr blieb hinter dem des Vormonats zurück, überstieg aber, ebenso wie beim Güterverkehr, den des Vorjahres zum Teil nicht unbedeutend. Die Betriebseinnahmen d^r Reichsbahn belaufen sich im Januar auf 253,88 Millionen Reichsmark. Die Gesamteinnahmen waren im Januar rund 15 Millionen Reichsmark höher als im entsprechenden Monat des Vorjahres. Die Ausgaben stellen sich insgesamt auf 283,63 Millionen Reichsmark. Der Personalbestand ist gegenüber dem Vormonat leicht auf 634 948 (637 295) Köpfe gesunken. DieReichsauioÄahnenimZanuarl 935 Im Januar wurden 49 Kilometer der Reichsautobahn neu in Bau genommen. Die Zahl der bei den Unternehmern Beschäftigten ermäßigte sich auf 35 421 gegen 80 294 im Vormonat, was durch das Frostwetter bedingt wurde. Es wurden 10 489 qm Betondecke und 18 000 qm Schwarzdecke verlegt. An Ausgaben sind zum Schluß des Geschäftsjahres 1934 sowie im Januar 1935 30,5 Millionen Reichsmark verrechnet worden. Der Personalbestand bei den Geschäftsstellen der Reichsautobahnen erhöhte sich auf 4309 gegen 4206 Ende Dezember. Die Leipziger Texittmesse ein Erfolg. Die Leipziger Textilmesse, die am Donnerstag ihre Pforten schloß, erbrachte einen vollen Erfolg. Als Leistungsschau der deutschen Tex- tilindustrie hat sie die große Bedeutung der deutschen Kunstspinnfaser aller Welt vor Augen geführt und bewiesen, daß alle Mischgarne und Stoffe für den praktischen Gebrauch gut geeignet sind. Die vielen Neuheiten haben dem in großer Zahl erschienenen Auslande gezeigt, wie schöpferisch unsere Industrie ist. Die fremdländischen Einkäufer begnügten sich keineswegs mit der Information, sondern gaben Musteraufträge und vielfach auch reguläre Bestellungen auf. Es waren europäische Interessenten und auch solche aus Uebersee. Die Umsatztätigkeit war auf der Textilmesse recht rege, das Vorjahr wurde häufig übertroffen. Die Jnlandskundschaft war in großer Zahl erschienen und gab zwar meist kleine, dafür aber viele Aufträge. Das geschäftliche Ergebnis gestaltet sich ungefähr wie folgt: Gardinen und Dekorationsstoffe hatten gutes Geschäft, auch mit dem Auslande. In Wollmusselinen und Druckstoffen hielt die Nachfrage unvermindert an. Kleiderstoffe, auch aus Mischgeweben, gingen gut. Große Nachfrage bestand nach Weißwaren. Die Damenkonfektion schnitt besser ab als die Herrenkonfektion, die auf der Messe schwach vertreten war. Berufskleidung und Uniformen machten recht gute Geschäfte. Teppiche erbrachten höhere Umsätze als vor einem Jahr und erzielten auch viele Auslandsverbindunqen. Strümpfe hielten die Vorjahreshöhe. In Wollgarnen kamen viele in- und ausländische Aufträge zustande. Plauener Artikel hatten gute Umsätze. Trikotagen waren ruhiger, Strickwaren konnten den vorjährigen Umsatz halten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren Jranffurt a.M. Berlin Schluß» iurs Schluß!. Abend» börse Schluß» Iurs Schluß!. Mittag» börie Datum | 63 | 7.3 6.3- 7 3 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100 100 99,9 ! 99,9 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 96,25 96,25 96,25 96,25 101,65 101,75 — —— 111,5 111,65 111,5 111,5 4’/,% Deutsche Reichspostschatzanweisungen von 1934, 1....... — 6% et)em.8% Hess. BolkSstaat 1929 (tüdjaf)lb. 102%) ............ 97,25 97 _ 96,75 4%% ehcm. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96 96 96 96 554% ehem. Hess. Landcä^Hypo- tbekenbank Darmstadt Liaui ... 99,75 99,5 4y2% ehem. 8% Darmst. komm. Landesb.Goldschuldverichr. R.6 _ _ Obcrhessen Provinz-Anleihe mit Auvlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 113,25 112,65 113 112,75 4%% ehcm.8% Franks. Hhp.-Bank Göldpfe. 15 unkündbar bis 1935 95,75 96 95,5 5y.% ehem. 4%% Franks. Hhp.- Bank.Liqu.-Psandbriefe....... 99,5 99,75 5yz% ehem. 4'/r% Rheinische Hyp.-Bank»Ltgu.-GoIdpfe..... 99,75 99,75 99,9 99,9 4ft% ehem. 8% Pr. Landeüpfand- briefanstatt, Pfandbriefe R. 19 97 97 97 97 4>/2% ehern. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. £6(.V1 97 97 97 97 Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39 105,9 105,9 105,9 I 105,9 4% Oesterretchtfche Goldrente.... 27,25 26,75 26,25 I 26,75 4,20% Oesterretchtfche Silberrente 1,2 1,2 — — 4% Ungarische Goldrente ....... 7,7 7,6 7,65 I 7,65 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 7 7,05 7,13 I 7,2 4*4% desgl. von 1913.......... 7,4 7,25 7,25 — 5% abgest. Goldmexikaner von 9t 10,5 10,4 10,6 10,4 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1.................... 8,5 8,5 — — angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. 201 SJerlin Schluß» kurs Gchluvl. Abend- börs- Schluß« lur» Schluß!. Mittag- börse Datum 6-3 7 d 63 7-3 4% deSgl. Serie 11 ........... 8,5 4,3 4,05 35 30,13 33,25 85 116 82,75 83 83 166,25 31,5 141,75 107 118,25 86,5 114,25 98,25 139,5 121,5 90,5 99 12,75 97 — >1 1'24,25 1 85,5 >1 75,4 8,5 4,4 6,75 4,05 35,25 30,13 33,25 84 115,25 82,5 82 82 167 33 142,25 106,65 119 86,5 114,5 115,75 ' 98,5 139,5 121,5 91,4 99,5 74,75 97,5 125 86,25 76,13 — — 5% Rumän. verelnh. Rente v. 1903 4!4"/oRumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereint). Rente .. 2'4% Anatolier .............. Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelzgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Tisconto- Gesellschaft................. Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................ A.E.G....................... Bekula.................... 10 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... ß yt Felten & Guilleaume.........0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schustert L Co............... 4 Siemens L HalSke............ 7 LahmeyerLLo......... 7 BuderuS .................... Deutsche Erdöl .............. Gelsenkirchener.............. Harpener................... Hoesch Eisen—Köln-Neuesten . Ilse Bergbau ....... . Ilse Bergbau Genüsse........ Klöcknerwerke ............. Mannesmann-Röhren........ 6,75 4,05 35,5 30,13 26,75 33,4 84 115 82,75 83 83 166,13 31,4 142,5 107 118 86,4 114,4 115 98,65 139,75 120 91 98,5 97.25 86 145,5 124,5 86 75,13 4,6 6,7 4 35,25 29,9 26,25 32,75 84,5 115,5 82,25 82 82 167 32,65 142,75 107 119 86,5 114,4 112,75 98,5 139,25 121,75 91 99,75 97,25 86,25 145,25 126 86 75,9 Frankfurt a. M. | 25erfln Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag» börse Datum 6-3. 7-3 6 3 7 3. Mansselder Bergbau....... . 8 92,5 93 92,75 92,5 Kokswerke................ . 5 —— — 104 104,75 Phönix Bergbau........... . 0 — —— — — Rheinische Braunkohlen .... 13 208,75 209 209 208,25 Rheinstahl................ oy, 93,5 93,9 94 94 Bereinigte Stahlwerke...... . 0 —— — 72,9 74,75 Otavi Minen ............. . 0 12 12,13 12,25 12,13 Kaliwerke Aschersleben...... . 5 112,13 111,75 112,25 111,75 Kaliwerke Westeregeln...... . 5 — 110,5 112 110,75 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7Vt — 147 147,75 147,25 3. G. Farben-Jndustrie..... . 7 138,65 140 138,5 140 Scheideanstalt............. . 9 206,5 207 — — Goldschmidt .............. . 0 88,75 89,5 88,75 89,5 RütgerSwerke ............. . 4 104,5 104,5 104,13 104,75 Metallgesellschaft........... . 4 — 90 90,75 90,25 Philipp Holzmann......... . 0 86,25 87,25 87 87,5 Zementwerk Heidelberg .... . 5 117 117 - Cementtverk Karlstadt....... .. 4 127 127 — Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 102,25 103,9 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 52,5 54,13 53 53,9 Bemberg................. .. C 117 117,25 117,5 117,5 Zellstoff Waldhof .......... Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 .. 0 106 80,5 107 81,5 106,5 80 107,5 81,75 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 125,25 126 Daimler Motoren.......... .. C 52,5 52,75 a 7,5 88,5 Deutsche Linoleum......... .. 6 144,5 147 144,5 147 Lrenstein & Koppel ........ .. 0 — 85,5 85 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 40 40,5 39,75 40,5 Chade.................... .- ( 191,25 197,5 193 197 Accumulatoren-Fabrik...... . 12 157 — 157,5 159,5 Contt-Gummi ............ .. 8 150 149 150 149 Grttzner.................. .. 0 . 35 I 34,5 1 34,9 I 34,25 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 91,25 90,5 — Süddeutscher Zuster....... .. 1 - I 167 I >65,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 6.Mörz 7-März Amtliche Jloticrunq Amtliche JTollcrunq Geld Brief Geld Brief Buenos Aire. 0,623 0,627 0,633 0,637 Brüssel..... 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. . 0,194 0,196 0,196 0,198 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 51,78 51,88 51,98 52,08 Danzig..... 81,22 81,38 81,12 81,28 London ..... 11,605 11,635 11,625 11,655 Helsingfors.. 5,125 5,135 5,135 5,145 Paris ...... 16,43 16,47 16,43 16,47 Holland .... 168,33 168,67 168,33 168,67 Italien..... 21,14 21,18 21,14 21,18 Japan ...... 0,683 0,685 0,683 0,685 Jugoslawien 5,649 5,661 5,649 5,661 Oslo..... : 58,28 58,40 58,49 58,61 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .... 10,53 10,55 10,55 10,57 Stockholm... 59,79 59,91 60,02 60,14 Schweiz .... 80,72 80,88 80,72 80,88 Spanien.... 33,93 33,99 33,93 33,99 Prag....... 10,39 10,41 10,38 10,40 Budapest ... — — Reuyork ... 2,455 2,459 Banknoten 2,455 2,459 Serlin,7.M2rz | Geld Lriek * Amerikanische Roten.............. 2,407 2.427 Belgische Roten.................. 57,96 58,20 Dänische Roten ................. 51,78 51,98 Englische Roten ................. 11,59 11,63 Französische Roten............... 16,42 16,48 Holländische Roten............... 167,91 168,59 Italienische Roten................ • 21,33 21,41 Norwegische Noten .............. 58,33 58,57 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... 59,81 60,06 Schweizer Roten.............. 80,44 80,76 Spanische Noten............... 33,49 33,63 Ungarische Noten................ Ueberall Wettkams M i itt Dem Ka fahr. Ak richtig sac e nicht errat ' ßieferante stellen fön März und Und weite Dagegen „In Das denn: „Ei „Märzensti „Ire 3ftb Mzu mar W, denn: „ Md,^rüt)e meinen mirt im März n recht optimi heißt: „De Manamas „Am Soll Nur am K oder „W Gib Das) 2 Dr. Ian, gen Sei he cher wür Pfod unfe; heile gehe, schne Nen, bie ?y?' ^"dek. E§ ?? er in 9 » bie ? le Nit1» top; S’eji SS Nr.57 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)8reitag,8.Mrz(M < . ' . . BWP' H "/v M. xW&... .. E • H ,x 4 //'/■> W > x-, W WWW KW ;HÄ ■'? v's E k W I Eindrucksvoller Zugendappell zum Reichsberussweittamps herbei.' ,Je und oder: Aus -er Provinzialhauptsta-t und: oder: der Die Wie und: obre: „Der Sommer ernährt, Der Winter verzehrt!", „Man muß im Sommer sammeln, Was man im Winter haben will!", „Vor Johannis bitt' um Regen, Nachher kommt er ungelegen!" „Schön zu Sankt Paul (30. Juni), Füllt Taschen und Maul!". vier Tage vor und die vier Tage nach Uüberall in Deutschland finden jetzt große Kundgebungen der deutschen Jugend für den Reichsberufs- Wettkampf statt. Unser Bild zeigt den eindrucksvollen Jugend-Appell vor dem Deutschen Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. „Ist der April schön und rein, Wird der Mai wilder sein." es denn überhaupt heißt: „Lenz kühl und naß, Füllt Scheuer und Faß". Wenn sie zum Himmer fährt, Gewiß sie guten Wein beschert." „Laurentius (10.) heiter und gut, Einen schönen Herbst verheißen tut", „Wie Bortholomätag sich hält (24.), So ist der ganze Herbst bestellt." „Nasser April und trockener Mai, Verheißen viel Früchte, Most, Obst und Heu.' „Kalter April Bringt Brot und Wein viel!", „Schnee im April darf nicht lang währen, Soll er die Knospen nicht verzehren." Wetter-Prophetie im Frühling und Sommer. Dem Kalender nach beginnt nun bald das Frühjahr. Aber, wie ein russisches Sprichwort sehr richtig sagt: „An Kalenderwärme kannst du dich nicht erwärmen" und weiterhin: „Es gibt keinen Lieferanten, der den Frühling zum Termin fertig- stellen könnte". Recht winterlich kann's noch sein im März und: „Märzenschnee — tut dem Bauern weh." Und weiter heißt's: ' „Ein feuchter, fauler März Ist des Bauern Schmerz." Dagegen: melfahrt, denn: „Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, So der ganze Herbst werden mag." Auch der Jakobitag ist ein sogenannter „Lostag", von dem es heißt: „Jakobi klar und rein, Wird's Christfest frostig sein." Dom Pfingstwetter heißt's: „Wenn's an Pfingsten regnet. Wird keine Frucht gesegnet", anderseits aber auch: „Psingstregen — reicher Wein- egenl" Von den Sommermonaten sagt die hier ziemlich banale Weisheit des Volkes: Füllt 'n Buern Böen, Keller un Fatt!". Dagegen: „Trockener Mai, dürres Jahr!" — wärmer der Mai, desto kälter und nässer der Ium." Acht haben muß man auch auf das Wetter zu Him- „Jst Siebenbrüder ein Regentag, So regnet es sieben Wochen danach." Beliebt dagegen ist der Regen am St.-Annenta- (26.): „Bringt die heilige Anna Regen, So wird er zum Himmelssegen." Der August ist halb noch zum Sommer, halb schon zum Herbst zu rechnen; er vollendet, was bte vorhergehenden Monate vorbereitet haben, er ist der Erntemonat. Das herrschende Wetter ist wichtig fut die folgenden Monate, denn: „Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter". Nordwinds im August bringen beständiges Wetter. „Nasser August macht teure Kost", aber: „Der Tau ist dem August so not, Wie jedermann sein täglich Brot." Wichtig ist der Tag von Mariä Himmelfahrt: „Hat unsere Frau gut Wetter, An Ostern soll's schön sein, denn „Regen am heiligen Ostertag, bringt alle Sonntage einen Regen bis nach Pfingsten" und „Osterregen bringt magere Kost; Ostersonne fette und reichliche". Dom M a i wissen die Wetterregeln mancherlei zu künden, was dem Städter, der ihn sich so recht als „Wonnemonat" wünscht, nicht recht behagen mag. So z. B.: „Mairegen auf die Saaten, Dann regnet es Dukaten!" oder „Väl Gewidder in'n Mai, Singt de Bur: Juchhei!", anderwärts: Sonnenwende zeigen die Witterung an, die bis nach Michaelis herrschen wird. „Juli ist des Sommers Gipfel" sagt der Russe, und ein deutscher Spruch bemerkt sehr geistreich: „Sobald der Juni abgetan, Fängt allsogleich der Juli an." Heiß muß es sein, denn: „Nur in der Juliglut Wird Obst und Wein dir gut", t dagegen: „Juliregen — nimmt Erntesegen", und wenn's in diesem Monat erst einmal anfängt zu regnen, so hört's sobald nicht wieder auf: „Wenn Juli fängt mit Tröpfeln an. Wird man lange Regen Han." Im besonderen ist im Juli der Marientag verhängnisvoll: „Mariä Heimsuchung mit Regen, Tut sich vierzig Tag nicht legen", I oder: „Trockener Mai - Feuchter Mai — k und Mai kolt un natt, Ferner: „Wenn der April Spektakel macht, Gibt's Heu und Korn in voller Pracht! Diese Beispiele ließen sich ins Unendliche vermeh- ren. Sie kehren — für alle Monate des Jahres —- in allen Sprachen und bei allen Völkern wieder und decken sich häufig nicht nur inhaltlich, sondern sogar im Wortlaut fast völlig. Nicht ganz selten stehen aber auch, wie aus manchen der vorstehenden Proben erhellt, Wetterregeln nebeneinander, dis ganz Gegensätzliches behaupten: dann hat der Wissensdurstige freilich die Qual der Wahl. Das Ergebnis der Edelweiß- Sammlung in Stadt und Kreis Gießen Die Edelweiß-Sammlung in Stadt und Kreis Gießen erbrachte einen Betrag von insgesamt 5745,31 Mark. In der Stadt Gießen wurden davon 3572,90 Mark aufgebracht. Der VOA. im Nahmen des Winterhilfswerkes. Am 9. TNarz verkauf von Sinnbildern der großen Volksgemeinschaft. Die wirtschaftliche Not der Deutschen außerhalb der Grenzen des Reiches ist noch viel schwerer als bei uns, weil dort kein großzügiges Hilfswerk besteht, das dem reichsdeutschen gleichgesetzt werden könnte. Freilich haben die einzelnen Gebiete — angeregt durch das Vorbild des großen deutschen Winterhilfswerkes — auch für sich gesammelt, und hier sei namentlich des Deutschtums in Polen und seiner Winterhilfe, der Sudetendeutschen Volkshilfe in der Tschechoslowakei und des eigenen Winterhilfswerks im Banat gedacht. Auch in diesen Hilfswerken spricht sich das starke Gefühl der Schicksals- gemeinschast und der opferwilligen Verbundenheit aus. Die volksdeutsche Einigkeitsidee steht leuchtend über jedem einzelnen Opfer. Zweifellos ist die Not jenseits der Grenzen härter und strenger als bet uns, haben doch gerade die Pioniere des Deutschtums im Grenzland und in den deutschen Randgebieten neben dem täglichen Kampf um deutsche Art, Sprache und Sitte einen ungeheuren Daseinsund Wirtschaftskampf zu bestehen, der die höchsten Kräfte in Anspruch nimmt. Allein schon das Bewußtsein der auf sich selbst gestellten Volksgenossen, die Zuversicht der ganzen Nation lindernd und helfend hinter sich zu wissen, mag da Trost und Ansporn sein. Der VDA. hat im Gedenken an diese Volksnot seinen zweiten Opfertag für das Winterhilfswerk — den 9. März — auf den Verkauf solcher Sinnbilder abgestimmt, deren Herstellung Grenzdeutschen Arbeit und Hilfe gibt. Bernsteinnadel aus Ostpreußen, Kinderfiguren aus dem Erzgebirge, holzgeschnitzte Köpfe aus anderen Randgebieten sollen zum Abzeichen des volksdeutschen Kampfes gegen Hunger und Kälte werden. Jeder Deutsche muß ein solches Sinnbild tragen und sich zur Pflicht des Opfers bekennen, die die Deutschen in aller Welt in selbstverständlicher Bereitschaft auf sich genommen haben. und etwas wehmütig: „Es ist nur ein Sommer im Jahr", wozu der Kleinrusse noch zu sagen weiß: „Man möchte zwei Winter für einen Sommer abgeben." Vom Juni heißt's: „Wenn kalt und naß der Juni war, Verdarb er meist das ganze Jahr!" „Viel Donner im Juni bringt ein fruchtbares Jahr" und „Nordwinde im Juni wehen Korn und Wein ins Land hinein", sowie: „Bringt der Juni trockne Glut, So gedeiht der Wein uns gut!" Dagegen: „Macht Medardus (8.) naß, So regnet's ohn' Unterlaß!" „Regnet's am Johannistag, Eine nasse Ernte man erwarten mag!" „Im März soll es so kalt sein, Daß den Raben die Eier erfrieren", denn: „Ein trockener März füllt den Keller" oder „Märzenstaub ist Goldes wert." „Trockner März, nasser April, Ist des Bauern Will." Allzu warm aber soll der März, wie gesagt, nicht sein, denn: „Donnert's im März, schneit's im Mai", und „Früher Donner, später Hunger". Im allgemeinen wird man sich ja auch über zu große Wärme im März nicht beklagen können; und es ist schon recht optimistisch, wenn es in der Lüneburger Heide heißt: „De März hett nägen (neun) Sommertäg". Manchmal scheint sie eben doch, die Sonne, und: „Am Palmsonntag Sonnenschein, Soll ein gutes Zeichen sein." Nur am Karfreitag darf's regnen, denn: „Wenn es am Karfreitag regnet, Ist das ganze Jahr gesegnet!" oder , „Wenn's dem Herrn Christo ins Grab regnet, Gibt's einen trockenen Sommer", wohingegen es anderwärts heißt: „Karfreitag und Ostern Regen, Bringt selten Erntesegen." Man mißt also dem März und seinen „Lostaaen" großen Einfluß auf das Wetter der folgenden Monate und auf die Ernte des Jahres bei. Vom April sagt man in Schwaben ganz reizend: „Im April, da hat's unser Herrgott am besten, Da kann er's Wetter machen, wie er will." In der Lüneburger Heide heißt's: „De April Dait, wo Hai will!", und anderwärts: „Der April ist ein Schalk!". Der Städter schimpft meist kräftig auf den vielen Regen im April, aber: „Wat den Eenen fin Uhl is, bat is ben andern fin Nachtigal", denn: „Aprilregen — Bauemsegen", oder „Viel Aprilehägele bringet en gute Mai", und „Auf nassen April folgt ein trockener Juni". Dagegen mittelbare Gefahr. Nur zog sich die Krankheit einige Wochen hin. Die Patientin verlor die Geduld. Ein Konsilium löste das andere ab. Zuletzt mußte ich einen Professor aus Berlin kommen lassen. Es blieb alles beim Alten, die Wissenschaft hatte scheinbar versagt. Jetzt kamen heilkräftige Amulette, Jordanwasser usw. Gerade als ein Schäfer zum Besprechen der Krankheit im Anzug war, heilte die Rose über Nacht. Sollen wir diese Einstellung der Kranken verurteilen? Wer sich in einen leidenden Körper, in eine verängstigte Seele hineinversetzt, wird es nicht über sich bringen. Ueberdies, der Arzt ist als Kranker in der gleichen seelischen Verfassung wie der Laie. Wir sollten daher im Urteil über die Dummheit und die Wundergläubigkeit der Masse recht vorsichtig sein. Schopenhauer hat sich in seinem Hauptwerk des längeren ausgelassen über das „metaphysische Bedürfnis des Menschen". Der Boden für das Wunder ist immer vorhanden, wartet des Sämanns und der Saat. r r, r Gehen wir zu den Wunderheilern, so stoßen wir Überall auf das gleiche Bild: Im Mittelpunkt ein Mensch, der sich berufen fühlt, Kranke zu heilen; berufen, entweder auf Grund einer besonderen, ihm von Gott verliehenen Gnade oder auf Grund einer eigenen Entdeckung. Was die Entdeckung anlangt, ich habe nirgends etwas gefunden, was sich auch nur annähernd den unzähligen Großtaten der wissenschaftlichen Heilkunde an die Seite stellen konnte. Entweder sind es Entlehnungen aus der verlästerten Schulmedizin oder es sind alte, längst Überwundene Irrtümer, manchmal auch selbstfabrizierter Unsinn. Aber wir sehen immer wieder, die Vernunft spielt hier gar keine Rolle, an das Gefühl wendet sich der Wunderheiler. Hat er die Kraft, andere Seelen zu beeinflussen, dann siegt er, zieht, wie ein Magnet die Eisenspäne, die stets bereiten Scharen der Wunderheischenden an. Hat er die Kraft nicht, dann spielt er die kläglichste Rolle des Betrügers. , . L .... Ein bekannter Arzt sagte einmal sehr richtig: „Heilen heißt Einfluß gewinnen auf die Kräfte welche die Substanz formen." Wir wissen heute, daß geistig-seelische Energien den Stoff formen. Das wußte, nebenbei, schon Vergil: „Mens agifat molem“, wußte auch der Arzt Schiller: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut." Wir können diese Kräfte physikalisch-chemisch angreifen, aber wir können sie, oft sehr viel nachdrücklicher, auch seelisch beeinflussen. Es ist nach dem Gesagten sehr verständlich, daß der gläubige, ver- DasWunder in -erHeilkun-e. Don Or. med. Erwin Liek t- Der vor kurzem verstorbene Danziger Arzt Dr. med. Erwin Liek hat sich jahrzehntelang mit der Frage der seelischen Beziehungen zwischen Arzt und Kranken beschäftigt. Sein Buch: „Das Wunder in der Heilkunde" (I. F. Lehmanns Verlag, München. Lwd. 4,50 Mark) berichtet von merkwürdigen Wunderheilungen und deckt die psychologischen Gründe dafür auf, daß in unseren Zeiten Wundertäter und Wunderheiler wie Zeileis, Cous u. a. jahrelang ungeheure Erfolge haben, bann aber ebenso schnell wieder verschwinden. Unser Zeitalter, beherrscht vom Intellekt und von der Technik, Übersieht eins: Die äußeren Lebensformen haben sich geändert, zum Besseren gewendet, wir leben heute sicherer, und wir lebenLanger, aber die inneren Lebensformen slnd die gleichen geblieben, die Seele des Menschen hat sch mch^ geändert. Geblieben ist der Glaube an etmas Ueber- natürliches, geblieben ist das Verlangen nach dem Wunder. Es'scheint, der Mensch müsse etwas haben, was er anbetet, ein höheres Wesen zudessen Fußen er in Not und Kummer fluchtet. Der Mensch kann ohne einen Gott nicht leben. Die französische Revolution setzte den Neben Gott kurzerhand ab, aber sie errichtete lm gleichen Augenblick der „Göttin Vernunft" einen . Die Sowjets wüten gegen das Christentum, smd fanatische Atheisten; Lenin und seinem Propheten Marx erweisen sie göttliche Ehren. Gerade unsere nüchterne Zeit, unsere Wissenschaft, die keine Geheimnisse, kein (staunen, feine (Arsurcht kennt, macht den MenschenHeer unbein- sam. „Die Sehnsucht sucht Wege äus ser furchtbaren Trostlosigkeit des rein Mechanischen. Die Menschheit hat die Vernunft, das Wissen um Altern und Tod, teuer genug bezahlt. Die heutige Welt ist entgöttert, und so wirft sich der Mensch, verwirrt, haltlos hin und hergenssen, dem Wunoer in die Arme; der Arme wie der Reiche, der Dummkopf wie der Gebildete. Und nun erst der kranke Mensch! Alle Kranken haben etwas Gemeinsames, das Wissen um die Not, die Hilflosigkeit, das Suchen nach einem Führer und Erlöser. Alter, Geschlecht, Bildungsstufe machen keinen Unterschied. Dor einigen Jahren behandelte ich eine gebildete junge Frau an einer Rose. Es bestand keine un» trauende Kranke besser zu behandeln und leichter zu heilen ist als der Zweifler. „Alle aufsteigenden Perioden sind gläubige, alle absteigenden ungläubige gewesen." (Goethe.) Asuero, ein spanischer Arzt, heilte alle Krankheiten des Leibes und der Seele durch Kauterisation (Aetzung) der Nase. Wenn man die Liste der Krankheiten lieft, die Asuero auf diese Weise heilte, ist man sofort im Bilde. Es können nur seelische, d. h. nur Wunderheilungen sein. Sehr bezeichnend ist, daß Asuero bei einem Besuch in Rom völlig versagte. Ein Wunderdoktor braucht eine auf ihn eingestellte Gemeinde. Der Römer ist ungläubiger, kritischer eingestellt als der spanische Mensch. Mussolini antwortete auf eine Eingabe der römischen Aerzteschaft: „Asuero habe ein Universalmittel, also ein Wunder; für Wunder fei das Innenministerium nicht zuständig." Ein sehr vernüns/ tiger Standpunkt, den man-stets in solchen Fällen einnehmen sollte. „Serien vom Jd>/' Die hübsche Idee des vielgelesenen Romans von Paul Keller erweist sich auch vor der Kamera als ein dankbares Motiv für einen Film, der ebenso heiter und unterhaltsam stimmt wie zum Nachdenken anregt. Manche mögen sich ja den sagenhaften Millionär aus Amerika etwas anders vorgestellt haben, aber es ist nicht uninteressant, einen .Blick hinter die Kulissen zu werfen und ihn auf der Europatour zu begleiten, seine Geschäfte, sein mühsam bewahrtes Inkognito und sein Privatleben zu beobachten. Der vielgeplagte, geldschwere Mann ist begreiflicherweise mit den Nerven ein bißchen herunter; er bedarf dringend einer Ausspannung, und da trifft es sich gut, daß er einen Arzt zuzieht, der nicht nur Mediziner, sondern auch Menschenkenner ist. Und das ländliche Erholungsheim mit dem verheißungsvollen Aushängeschild „Ferien vom Ich" ist gerade das Richtige für den strapazierten Jndustriekönig aus USA. Für die anderen, die hier einkehren, übrigens auch; sie haben es alle nötig: der entsetzlich nervöse Jnstizrat, der kleine Angestellte, der Mann mit der unmöglichen Frau. Das Generalrezept, nach dem die Leute, die vom Betrieb, vom Geschäft und von der Großstadt halb tot sind, tariert werden: sie müssen nicht nur die Brieftasche, Uhr und Schlüsselbund, sondern sozusagen auch ihr ganzes bisheriges Ich in der Garderobe abgeben, and sie werden gesund bei Arbeit, Sonne und Landluft, ohne Geschäfte, ohne Sorgen und ohne Geld. Außerdem bewähren sich noch allerlei Spezialkuren für besonders schwierige Fälle: dem Justizrat drücken sie einen jungen Dackel in die Hand, einem andern hoffnungslosen Zivilisationsleidenden ein Melkstüyl- chen und einen Milcheimer; mit dem geht der arme Mann auf die Weide, stellt ihn dem nächsten besten, vierbeinigen und gescheckten Wesen unter den Bauch und spricht erwartungsvoll: Nun gib schön! (Aber mit Gewalt gibt auch der Bulle keine Milch.) Peter Francke, der Verfasser des Drehbuches, bat übrigens dafür Sorge getragen, daß der Film nicht im Idyll stecken bleibt, sondern durch eine herzhafte Liebesgeschichte mit dem nötigen Drum und Dran dramatischen Austrieb erhält. Hans Deppe hat die Spielleitung und bringt eine Menge hübscher und heiterer Einfälle, auch gute, weite, sommerliche Landschaftsbilder mit allerlei vierbeiniger Staffage, so daß man schon jetzt Lust bekommt, in Urlaub und aufs Land zu fahren. Marc Roland hat eine melodische Begleitmusik dazu geschrieben. Speel - m a n 5 , sonst in Kriminalfällen sehr bewährt, macht einen wirklich sympathischen Millionär. Carold Höhn und Gina Falckenberg stellen die beiden wesensverschiedenen Frauengestalten einander kontrastreich gegenüber. Eine Reihe humorvoll ausgestatteter Feriengäste: Henckels, Steinbeck, Genschow Finck und W e s e n e r , der früher in Gießen spielte. Auch G. H. Schnell als Arzt und Hans Z e s ch - B a l l o t als Generalsekretär stehen darstellerisch am rechten Platz. — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus; ein Lustspiel, ein Farbenfilm und die Wochenschau runden das Programm ab Hochsckrilnachnchten. Der bekannte Völkerrechtslehrer der Universität Würzburg, Geheimrat Professor vr. für. et pliiL Christian Meurer, ist im 80. Lebensjahr gestorben. Der 1856 zu Camberg im Nassauischen geborene Gelehrte habilitierte sich 1885 an der Universität Breslau Seit 1890 wirkte er an der Universität Würzburg, besonders auf dem Gebiete des Kirchen- und Völkerrechtes. Eine Reihe hervorragender Werke machten seinen Namen bekannt. Nach dem Kriege war er in völkerrechtlichen Fragen wiederholt als Gutachter der Reichsregierung tätig. Am 1. April 1934 war Geheimrat Meurer in den Ruhestand getreten Professor Dr. Hans Würdinger, Ordinarius für Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht und englisches Zivilrecht an der Universität Göttingen, ist in gleicher Eigenschaft in die rechts- und staits- wifsenschaftliche Fakultät der Universität B r e s \ n tt berufen worden. *1 Oberheffen die der Zum Großkonzert der fünf Musikkorps des Reichsheeres ist die Volkshatte geheizt. "tteichslustschuhbun d, Ortsgruppe Gießen. Gemeinschaftsfahrl nach Frankfurt zum Besuch der großen Luftschuhausstellung. Da sich wider Erwarten für den geplanten Sonde r.zug nicht genügend Interessenten gemeldet haben, soll eine Gesellschaftsfahrt für Sonntag, 17. März, vorgesehen werden. Abfahrt ab Gießen 12.34 Uhr (D=3ug), Rückfahrt ab Frankfurt a. M 19.54 Uhr (Eilzuq). Fahrpreis bei genügender Beteiligung einschließlich Zuschlag und Eintrittsgeld für die Ausstellung 3,30 Mark. Von den bereits für den Sonderzuq gemeldeten Teilnehmern wird durch unsere Blockwarte der Mehrbetrag von 0,90 Mark in den nächsten Tagen erhoben. Weitere Anmeldungen können noch bis Mittwoch, 13. März, mittags 12 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle Lindenplgtz 1, 1. Stock, erfolgen. Alle Teilnehmer werden auf die letzte Bekanntmachung in der Samstag-Nummer vom 16 März hinaewiesen. Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Gießen. 1 Gau-Sängerfest des Sängergaues Nassau. 19. bis 21. Juli in Wiesbaden. Das in der Zeit vom 19. bis 21. Juli d. I. in Wiesbaden stattfindende 1. Gau-Sängerfest des Sängergaues Nassau verspricht ein Fest größten Ausmaßes zu werden. Die durch die einzelnen Ausschüsse begonnenen Vorbereitungsarbeiten find bereits so weit vorgeschritten, daß sich ein ungefährer Uaberblick über den Verlauf des Festes heute schon ermöglichen läßt. Am Freitag, 19. Juli, findet um 20 Uhr im Kurhaus das Begrüßungskonzert des Sängerkreises Groß-Wiesbaden statt. An dem Konzert beteiligen sich etwa 2000 Sänger, die in drei Gruppen Romantik, Volkslied und Neuzeit zu Gehör bringen werden. Voraussichtlich wird das Begrüßungskonzert durch ein Präludium des bekannten Wiesbadener Kirchenmusikdirektors U tz eingeleitet werden. Für Samstag, 20. Juli, find die großen Chor- Um nun möglichst alle typischen Ausdrücke und Wendungen unserer Gießener Mundart zu erfassen, werden alle Gießener Volksgenossen, besonders die eingesessene Bevölkerung, zur Mit- arbeit aufgerufen. Auch die Schulen aller Art haben Gelegenheit, durch Feststellung und Sammlung aller bei den Schulern auftretenden mundartlichen Eigentümlichkeiten unsere Arbeit wirksam zu unterstützen. Dabei wäre es wertvoll, wenn bei einem festgestellten Ausdruck dieser sofort in den Lehrkörpern zur Sprache gebracht würde. Es lassen sich dann oft leicht hessische Abarten und das Verbreitungsgebiet feststellen. Herr Oberstudiendirektor Dr. R o l o f f an der Studienanstalt hat sich zur Sammlung und Bearbeitung des Sprachschatzes unserer heimischen Mundart bereit erklärt, an ihn bittet der Ortsringleiter Dr. Michel alle Beobachtungen einzusenden. Das Ergebnis der Sprachschatzsammlung wird zu gegebener Zeit unter Nennung der Mitarbeiter der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hof 21, eintreffen. Die Beförderungskosten bis Hamburg sind vom Absender zu trugen. Mit der Freigebühr muß bei der obne-hmen'den Postanstalt für Verpackung und Verladung im Seehafen eine Reichsmark durch Aufkleben von Freimarken auf die Paketkarte entrichtet werden. Weiterbeförderung der Pakete von Hamburg auf dem Seewege erfolgt kostenlos. Ein Dolksschädling vor Gericht. LPD. Herborn, 7. März. Ein Einwohner aus Odersburg (Dillkreis) hatte sich vor dem Amtsgericht Herborn zu verantworten. Der Angeklagte, der sich in einem auswärtigen Gefängnis in Untersuchungshaft befindet, war auf seinen Antrag hin wegen der weiten Entfernung vom Erscheinen im Haupttermin befreit worden. In der Zeit vom November 1933 bis März 1934 werden dem Angeklagten neun Betrugsfälle und fünf Falle des versuchten Betruges, begangen in Münchhausen, Nenderoth, Odersberg, Gießen, Elsoff, Driedorf, Burg, Herborn, Mademühlen und Holzhausen zur Last gelegt. Es handelt sich meist um kleinere Beträge, die der Angeklagte erschwindelte. Ferner war er bei einem alten hilflosen Menschen in Odersberg eingebrochen und hatte das letzte Geld des armen Mannes gestohlen, um sich dafür Schnaps zu kaufen. Später hatte er diesen sogar noch bedroht mit den Worten, er werde ihm den Hals abschneiden. Der Anklagevertreter forderte für einen solchen Volksschädling, rote es der Angeklagte sei, eine nachdrückliche Bestrafung. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zehn Monaten und zwei Wochen. Der grüne Streifen „Extra fein" und der Name Snorr auf den gelb- braunenSuppemvürfeln bürgen für den reinen, unverdeckten Geschmack. Die Smorr Suppen enthalten alle erforderlichen Zutaten richtig aufeinander abgestimmt! Sie können über 1 Monat lang jeden Tag eine andere &norr Suppe kochen ; denn es gibt 34 Sorten, also für jeden Geschmack das Richtige! 1 Würfel -» 2 reichliche Teller = 10 Pfennig. Schon feit 50 Jahren, T&WVi Suppen - gute Suppen! **DieZahlungrückst8ndlgerStroM» und Gasgelder vom Monat Januar wird von der Direktion der städtischen Werke in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil angemahnt. Interessenten seien besonders daraus hingewiesen. „ ** Paketnachsendung für Kreuzer ,,E m d e n". Privatpakete für die Besatzung des Kreuzers „Emden" können bis zu einem Höchstgewicht von zehn Kilo mit dem Dampfer „Smyrna ab Hamburg, 16. März, Ankunft in Alexandrien am 3. April, nachgesandt werden. Die Pakete müssen bis 14. März 1935 bei Matthias Rohde & Co. Frachtkontor G. m. b. H , Hamburg 1, Gertruden - Kirch- Trauerkundgebung für Giaatsmmister Gchemm Der Nationalsozialistische Lehrer- bund im Kreise Gießen gedenkt am morgigen Samstag in einer Feierstunde des verstorbenen Staatsministers Hans Schemm, des Reichsamls- leiters des NS. - Lehrerbundes. Die Trauerkundgebung findet vormittckgs um V2II Uhr im Saale des (Safe Leib statt. Neben der Kreisleitung der NSDAP, sind die Behörden und die Dozenten der Universität eingeladen. Die Kundgebung erfährt durch ernste musikalische Darbietungen des Orchesters des NSLB. eine Vertiefung des feierlichen Charakters. Die Erzieher erscheinen im dunklen Anzug, oder in Uniform. Es wird als Ehrenpflicht angesehen, daß alle Erzieher im Kreise Gießen an dieser Kundgebung teilnehmen. Musikalische Darbietungen am Heldengedenktag verboten LPD. Auf Grund des Reichsgesetzes über Feiertage vom 27. Februar 1934 und des § 6 Verordnung des Herrn Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda vom 16. März 1934 find am Heldengedenktag verboten: 1. In Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art. 2. Alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen, sofern bei ihnen nicht der diesem Tag entsprechende ernste Charakter gewahrt ist. Im Zweifelsfällen wird hinsichtlich der und Ziffer 2 genannten Veranstaltungen den Unternehmern anheimgestellt, rechtzeitig schriftliche Anfragen über die Zulässigkeit ihrer Darbietungen an Die Polizeibehörde zu richten. Die Anfragen müssen eine vollständige Angabe des Programms enthalten. Hierbei ist zu bemerken, daß auch Veranstaltungen ernsten Charakters, die mit musikalischen Darbietungen in Räumen mit Schankbetrieb verbunden sind, nicht genehmigt werden können. Sammlung des Sprachschatzes der Gießener Mundart Ne^es Oiensthaus des Bannes 116 der HZ. Die Diensträume der HI. wurden vom Asierweg (Jugendherberge) in das neue Diensthaus des Bannes und Jungbannes 116 der HI., Wartweg 19, . verlegt. Alle dienstlichen Angelegenheiten sind daher in der Folge im Hause Wartweg 19 zu erledigen. Deutsche Arbeitsfront. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Am kommenden Samstag, 9. März, nachts 12.30, also Sonntag früch 0.30 Uhr, treffen sich die M a - deirafahrer der Kreise Gießen, Wetzlar, Unterlahn, Dillkreis, Biedenkopf, Schotten auf dem Gießener Bahnhof. Der Zug, der die Teilnehmer nach Hamburg bringt, läuft um 1.07 Uhr in Gießen ein und fährt 1.08 Uhr weiter. Die Gießeper SA.-Kapelle unter Leitung des Musikzugführer Herrmann, hat es sich nicht nehmen lasten, von 0.45 Uhr bis zur Weiterfahrt des Zuges ein Platzkonzert in der Vorhalle ober am Bahnsteig zu machen. Die Abfahrt des Madeirazuges ist für uns Gießener die offizielle Eröffnung der diesjährigen Ferienreisen. Alle Volksgenossen find herzlichst dazu eingeladen, die ältesten und verdientesten Arbeiter aus den Betrieben Hessen-Nassaus, die an der Madeira- Fahrt teilnehmen, bei der Abfahrt auf dem Gießener Bahnhof zu begrüßen. Aus dem kreis Gießen nehmen drei Volksgenossen an der Fahrt teil, und zwar aus dem Betrieb Vänninger, Heinrich Weiß aus Gro- ßen-Linden, aus dem Betrieb Poppe & (So. Heinrich Wilh. Buffer, Gießen, aus dem Betrieb Rinn & Eloos Hermann Wobker, Heuchelheim. Durch den Vertrauensrat der jeweiligen Betriebe wurden die Glücklichen als die Verdienstvollsten ausgewählt. Im Fall Popve unterschied unter mehreren das Los. Die Betriebsführer der drei Betriebe haben sich in hochherziger Weife bereilerklart. außer 3 Wochen bezahlten Urlaub noch die Fahrtkosten von 82.— Wart und dazu ein Taschengeld zu übernehmen. noch ein I u g e n d s i n g e n, veranstaltet von der Hitlerjugend, und ferner ein Gemeinschafts- i n g e n. Für Sonntag, 21. Juli, ist das große Gau - konzert auf dem Festplatz „Unter den Eichen" vorgesehen, an dem voraussichtlich 10 000 Sänger teilnehmen werden. Der Nachmittag bringt einen großen Festzug, zu dem bereits eine große Anzahl Festwagen in Aussicht gestellt ist. Diese Wagen werden jeweils das Gepräge der Landschaft desjenigen Kreises zum Ausdruck bringen, der den Festwagen stellt. Am Montag, 22. Juli, werden eine Reihe von Sängerfahrten durchgeführt werden. Das Großkonzert in der Volkshalle. Das Winterhilfswerk, das großartige soziale Werk unserer Volksgemeinschaft, erfaßt alle Volksgenos- en zu tätiger Mitarbeit. Das Militär hat sich bisher schon immer nach besten Kräften zur Verfügung gestellt. Am morgigen Samstagabend soll nun eine weitere Schlacht für das WHW. geschlagen werden. Es findet in der Volkshalle ein Großkonzert statt, ür das eine ausgezeichnete Vortragsfolge zusammengestellt wurde. Bei diesem Konzert spielen fünf Musikkorps des Reichsheeres, die unter der Leitung unseres hiesigen Obermusikmeisters K r a u ß e zu einem gewaltigen Klangkörper zusammengefaßt worden sind. Der Freund guter Musik wird dieses Konzert nicht versäumen, um so mehr, als die Veran- taltung dem besten Zwecke dient. Ausstellung im Fröbel-Senünar. Das hiesige Fröbelseminar, das sich seit Jahrzehnten um die Ausbildung junger Mädchen für den Beruf der Kindergärtnerin und der Kinderhortnerin in den letzten Jahren auch um die Ausbildung von Hausgehilfinnen verdient gemacht hat, beschließt in diesen Tagen einen zweijährigen Lehrgang für Kinderhortnerinnen und Kindergärtnerinnen. Aus diesem Anlaß wurde eine Ausstellung konzerte in verschiedenen Sälen der Stadt vorgesehen. Bis heute haben sich bereits 5 Kreise geschlossen und etwa 15 Vereine einzeln für Konzerte gemeldet. Auf Grund der eingereichten Vortragsfolgen ist zu sagen, daß die Konzerte für jeden Freund der Männerchorkunst einen großen Genuß bedeuten werden. Der Samstag bringt außerdem Gemeinderat in Grünberg. 4- Grünberg, 7. März. Vor Eintritt in die Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Gemeinderats widmete Bürgermeister Wagner dem verstorbenen Beigeordneten Karl Möller einen ehrenden Nachruf. Der Gemeinderat ehrte das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen und eine Minute Schweigen. fieber die in der vorigen Sitzung schon behandelte Errichtung von Freianschlag st ellen konnte der Bürgermeister mitteilen, daß nach einer Mitteilung des Kreisamtes die Beschaffung derartiger Stellen nicht in Frage komme, da hier ein Plakatinstitut öffentliche Anschlagstellen untethalte. Das Vermessungsamt Gießen, dem jetzt nach Aushebung des hiesigen Vermessungsamtes Grünberg zugeteilt ist, ersuchte um Anschaffung von Meßgeräten durch die Gemeinde. Das Ansinnen wurde abgelehnt. Hierbei teilte Bürgermeister Wagner mit, daß vorerst mit einer Rückverlegung des Vermessungsamtes nach Grünberg nicht zu rechnen sei. Einem Gesuch des Studentenwerkes Gießen um Bewilligung eines Jahresbeitrages für 1935 in Höhe von 10 Mark wurde entsprochen. Nach der jetzt in Kraft tretenden neuen Verkehrsordnung für den Kraftfahrzeugverkehr entfallen sämtliche Bestimmungen, die für die Straßen innerhalb der Gemeinden verminderte Geschwindigkeiten oorschreiben. Derartige Sonderbestimmungen für einzelne Straßen haben nur dann Aussicht auf behördliche Genehmigung, wenn besonders gelagerte Verhältnisse vorliegen. Der Gemeinderat sieht daher vorerst von einer derartigen Beschlußfassung ab. Das seither schon bestehende Verbot des Lastkraftwagenoerkehrs für einige Nebenstraßen bleibt weiter bestehen. Für die in der letzten Zeit neu in den Dienst der Stadt einaetretenen Beamten und Angestellten wird eine vorläufige Urlaubsregel u n g im Anschluß an diejenige der schon länger tätigen Beamten in folgender Weise gutgeheißen Bürgermeister drei Wochen, Schuldiener und Hauptnachtwächter je zehn Tage, Hilfsnachtwächter sieben Tage. Landkreis Gießen. < Ruttershausen, 7. März. Heute feierte die hiesige Witwe Elisabethe Klinkel, geborene Hofmann, bei voller geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. ch Dorf-Gill, 7.März. DieserTage fand im Rathaus eine gut besuchte Bauernversammlung statt, in der der Geschäftsfürer der Viehverwertung, Morr- Butzbach über Nutzviehverwertung sprach. Er betonte in der Hauptsache, daß die Genossenschaft für gerechte Preise und für erstklassiges, preiswertes Zuchtvieh garantiere und forderte auf, ge- schloffen für die Verwertung einzutreten. Der stellvertretende Ortsbauernführer Rudolf Matern, der die Versammlung eröffnet hatte, dankte dem Redner für seine trefflichen Ausführungen. — An Edelroeißabzeichen wurden vom BdM. 100 Stück verkauft. oo Langsdorf, 7. März. Die zur Zeit offen- liegende Gemeinderechnung für das Rechnungsjahr 1933 weist eine erfreuliche Entwicklung unserer finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf. Die Einnahmen des ersten Teiles belaufen sich auf 72 784,65 Mark, die Ausgaben auf 59 150,60 Mark. Dem Laien fällt die geringe Rentabilität unseres großen Waldes auf. Er bedurfte eines Zuschusses von 843,52 Mark, wobei allerdings der Wert des unentgeltlich an die Ortsbürger abgegebenen Losholzes, d. h. etwa 11000 Mark, in Anrechnung zu bringen ist. Beachtenswert ist, daß drei Werke wirtschaftlich-kultureller Art in der Rechnung ihren Niederschlag gefunden haben: durch Notstandsarbeiten wurde einerseits der Arbeitslosigkeit gewehrt, anderseits wurden längst notwendige Straßenbauten verwirklicht. Sodann trat durch die Anschaffung einer Motorspritze verbunden mit der Gründung einer freiwilligen Wehr unser Feuerlöschwesen in ein neuzeitliches Stadium. Endlich wurde durch Rodungen Neuland geschaffen. Im zweiten Teil der Rechnung, der vom Vermögen handelt, betrug die Einnahme 15 004,64 Mark, die Ausgabe 9477,77 Mark. Die vor zehn Jahren kontrahierte Schuld zur Errichtung der Wasser- leitung und Kanalisierung ist zu drei Vierteln getilgt, so daß man von einer guten Vermögenslage sprechen kann. Die Rechnung bietet insgesamt das Bild einer sparsamen und doch weitblickenden Gemeindeverwaltung. Kreis Friedberg. * Gambach, 7. März. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der langjährige Gemeinderechner i. R. Heinrich Schmidt gestern zu Grabe getragen. Der Verstorbene gehörte jahrzehntelang dem Gemeinde-, Schul- und Kirchen- vorstand unseres Ortes an und ist erst im vorigen Jahre in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Pfarrer Christian gab in seiner Grabrede eilten Einblick in das reich gesegnete Leben des Entschlafenen, wobei dessen Verdienste in gebührender Weise gewürdigt wurden. Bürgermeister Buß ehrte den Heimgegangenen im Namen der Gemeinde. Der Kriegerverein und der Gesangverein gaben ihrem verstorbenen Mitglied die letzte Ehre. Kreis Alsfeld. st Kirtorf, 7. März. In einer Mitgliederversammlung der hiesigen Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes gab der Ortsgruppenleiter Wilhelm Lat her einen Rückblick auf das verflossene Jahr. Er konnte dabei mitteilen, daß die Mitgliederzahl der Ortsgruppe bis jetzt auf 110 gestiegen ist. Propagandawart Karl Ramge berichtete sodann über Feuerschutzmaßnahmen auf Grund der Ausbildung in einem Kursus in Frankfurt. — Die NS.-Gaufilmstelle Hessen-Nassau veranstaltete hier einen Tonfilmabend, bei dem als Hauptstück der Tonfilm „Heideschulmeister Urne Karsten", ein Lebensbild aus der Lüneburger Heide, gezeigt wurde. Der Abend wurde in üblicher Weise mit einem Treugelobnis zum Führer geschlossen. * Ober-Ohmen, 8. März. Der hiesige Männergesangverein veranstaltete dieser Tage im Saale des Gastwirts Krebs unter der Leitung des weit und breit bekannten Chormeisters Dau» pert - Ulrichstein ein großes Konzert. Für die Veranstaltung war eine ausgezeichnete künstlerische Vor- tragsfolge zusammengestellt. Das Konzert wurde Das Verhalten beim Auftreten von Gasgeruch. In jedem Fall, in dem Gasgeruch wahrgenom- men oder auch nur vermutet wird, ist größte Vorsicht geboten. Wenn der Geruch nicht durch die nachstehenden Maßnahmen alsbald und endgültig beseitigt werden kann — man verlasse sich dabei nicht nur auf den eigenen Geruchssinn, sondern ziehe auch andere Personen hinzu —, dann benachrichtige man sofort den Störungsdienst der technischen Werke. Bei Gasgeruch auf der Straße sowohl wie im Gebäude ist unter allen Umständen Licht und Feuer fernzuhalten-, elektrische Schalter, die sich in einem Raum befinden, dürfen wegen der Funkenbildung nicht betätigt werden. Bis zum Eintreffen sachverständiger Hilfe sorge man durch Oeffnen der Türen und Fenster (namentlich auch der oberen Flügel) für ausgiebige Durchlüftung oller Raume, in denen sich Gasgeruch bemerkbar macht. Besteht die Vermutung, daß das Gas von der Straße her in das Haus einbringt, so ist besondere Vorsicht nötig; in diesem Falle sind auch in den anliegenden Häusern alsbald die Kellerfenster zu offnen und in den Keller- und Erd- geschoßräumen die Feuerungen zu löschen. Wenn eine Leitung im Innern des Hauses undicht ist, so muß sofort der vor dem Gasmesser befindliche Absperrhahn bzw. der im Keller- oder Erdgeschoß für das ganze Haus eingebaute Haupthahn geschloffen und nachgesehen werden, ob auch alle übrigen Gashahnen an den Gasgeräten geschlossen sind. Das Aufsuchen undichter Stellen an der Gäsleitung mittels Licht ist mit der größten Gefahr verbunden und daher streng verboten. aufgebaut, in der ein Ueberblid über die geleistete Arbeit gegeben wird. Die Bemühungen des Frobelfeminars um eine sorgfältige Ausbildung der jungen Mädchen für ihren zukünftigen und ureigenen weiblichen Beruf sind hinlänglich bekannt. Die Ausstellung beweist iieje Bemühung aufs Neue. Vor allem fallen immer wieder die Dinge auf, die für das Kinderzimmer als Spielzeug geschaffen wurden. Sie zeichnen sich fast durchweg durch eine sehr geschmackvolle, sichere und zweckmäßige Gestaltung aus und tragen außerdem immer eine starke persönliche Note, die die lebhafte Anteilnahme der Schülerin an ihrer Arbeit erkennen läßt. Viel des geschaffenen Spielzeuges erscheint unverwüstlich und für Generationen bestimmt. Immer wieder ist gleichzeitig berücksichtigt, daß mit denkbar geringsten Mitteln Wertvolles und Schönes gestaltet werden soll. Die Ausstellung beweist es, daß dies in den weitaus meisten Fällen gelungen ist. Neben diesem Werkunterricht, neben den Bastelarbeiten, mit denen auch immer eine verschieden geartete zeichnerische, selbstschöpferische Arbeit verbunden ist, wurden die Schülerinnen auch sehr stark zur reinen weiblichen Handarbeit, zur Herstellung von Kinderkleidern, Leibwäsche usw. an- gehalten. Was in dieser Hinsicht in der Ausstellung gezeigt wird, läßt ebenfalls erkennen, daß man mit allem Eifer bei der Sache ist und den Forderungen des täglichen Lebens gerecht wird. Die Ausstellung gibt den Besuchern einen Einblick in das wertvolle Wirken der Schule und wird weite Kreise der hiesigen Elternschaft interessieren. — Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß das Fröbelseminar demnächst das Arbeitsgebiet insofern erweitert, als ein Mütterschulungskursus veranstaltet werden soll. vornottzen. — Tageskalender für Freitag. NSLB. Fachschaft Höhere Schule, Biologische Arbeitsgemeinschaft: 17 Uhr, im Lehrerzimmer des Realgymnasiums Vortrag über „Organismus und Ganzheit in der Biologie" von Studienassessor Trapp. — Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr: „Frischer Wind aus Kanada". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ferien vom Ich". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Das Privatleben des Don Juan". — Stadttheater Gießen: Heute abend die Spielplan-Neuhoit: „Frischer Wind aus Kanada"; eine heitere Begebenheit in vier Tagen von Hans Müller (Nürnberg), der Intendant Hanns König als Spielleiter beschwingtes Tempo, und Albert Krämer als musikalischer Leiter Rhythmus gibt. — Der Reichssender Frankfurt in Gießen. Der Reichsverband deutscher Rundfunkteilnehmer, Kreisgruppe Gießen, veranstaltet am Samstag, 30. März, 20 Uhr, in der Volkshalle einen großen Bunten Abend, der von Kräften des Reichssenders Frankfurt bestritten werden wird. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. — Die Ausstellung des Fröbelseminar s ist am Samstag und Sonntag in der Zeit von jeweils 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr geöffnet. Auf die heutige Anzeige fei besonders hingemiesen. * Der Ortsring Gießen des Reich s b u n - des Volkstum und Heimat versendet an eine Mitglieder folgendes Rundschreiben: Der Reichsbund Volkstum und Heimat sieht eine einer Hauptaufgaben darin, unsere althergebrachten bodenständigen Lebensformen auf ollen Gebieten vor drohendem Untergang zu bewahren. Wie er suy beispielsweise für die Erhaltung unserer typischen Gießener Fachwerkhäuser einsetzt, so plant er nunmehr auch, den Sprachschatz der Gießener Mundart zu sammeln, um auf diese Weise typische Ausdrucke und Wendungen festzuhalten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So wurde z. B. in einer hiesigen höheren Schule festgestellt, daß den Schülern dex .Merdes- m a n n" (Martinsmann), em Gebackstuck, nicht mehr bekannt war. „K e u p s" ist eine typische Bezeichnung für einen Schlag mit dem Zeigefingerknochel auf' den Kopf. „Aalt G e l ä r r" sind baufällige Häuschen, auch jede Art Gerümpel. ® d-n Sfr Ss k-LZ IgW' “«rnteto Sie Dfti Sonntag, si Hose der SA- eine große Öffnung ® dieser Knndge deren aber die Die Kundgei sein, da Gaule' und Landesb werden. Die Kapell 200 Rann zerlleren. So Ich darf e gebung die die Bauernfi zugehörigen! heil h Kreisleitei obmann d ♦ Friedl ernkundgebun und Reichssta berg kommen sichrer Pg. 1 Persönlichkeit! schäft bei de Musikkorps t Motto „Die im Kurhaus in der Zeit i Gesamtstärke konzert Di strotze. Ansck musiker zur großen Tribi bis zum Ein pelle wird bb gebung durch die große Kun und her ßanbi wirb, beteiligt, und Ulebenorgt Msbienst mit Uüeddng vers gerechnet wird Bärtigen Pech wird im Hofe Schützemain । unter BewaS freie Reichsst Sonntag gQn Gebung stehen wird, für jeb Erlebnis wer für die beteil gen und Usii Sur großen l U)a frei Schl Ges KJ « — jr 3toa io $r SÄ': K WSW ■ -l M ■■HW > 'WM /MM» >L z^?‘ '4 7GM : großen Fröbel-Seminar rJeder> Ehemann V sollte/ Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Ausstellung von Sdnilerinnen-Arteilen Samstag und Sonntag. 11—13 und 15—18 Uhr. Gartenstraße 30. 1949 Leupin-Lreme unö Seife vorzügliches Lauwftegemittel, seit langen Jahren bewährt bei ZIechle-Hautjucken AUS schlag. Wundsein usw. Drogerie Winterboff, KremvUlttr Lötven-Trog.W.KilbrngerNamf., Zellersweg 60.__^sV in W WM An- der euer- Mich 3m logen , bie fjren [[er« ge. W dar Gr« lnteil« ?hrige t ge- ehörte irchen- origen treten. eihen itschla' Weise te den Der ihrem - Weise [feff. tzav' Tage leitung Dau- te Der- ie DM- wurde 1U5 -yr- :fite, ter« hin im No« nge« Jnf gen en, und neist eite, ichen letzte □für >gar den für agte ver- MS- hen. »erver« ichs- nleiter s Jter- aß die Jf 11° ge be- n «« Frank- u oer« ei dem r U«e Die erste Siromlinien-Lokomostve der Wett für den Verein ein voller Erfolg. Ein Lied des Iden mußten. Den Höhepunkt des Abends bildete Kinderchores leitete den Abend ein. Der Vereins-!die Wiedergabe eines Straußschen Walzers (Man- Rückfahrt Hinfahrt ab an an Gedern—Nidda—Friedberg. Rückfahrt Hinfahrt ab an an Mücke—Hungen—Friedberg. Hinfahrt ab an ab Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Stationen Grünberg Beltershain Lumda Geilshausen Odenhausen Kesselbach Londorf Allendorf Treis Mainzlar Daubringen Lollar Gießen Gießen Großen-Linden Lang-Göns Kirch-Göns Butzbach Ostheim Bad-Nauheim Friedberg Im Auftrage des Hessischen Amtsgerichts: Karl«, Ortsgerichtsvorsteher. nerchor und Orchester), der stürmischen Beifall aus« löste. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hielt der Kreiswalter des Sängerbundes Gengnagel- Grünberg eine Ansprache, in der er auf die Aufgaben der Gesangvereine im Dritten Reich hinwies und seiner Anerkennung über die Leistungen des gastgebenden Vereins Ausdruck gab. Zum Schluß übte Herr D a u p e r t in lebendiger und humorvoller Weise mit der ganzen Zuhörerschaft einen vierstimmigen Kanon, mit Unterstützung von Instrumenten, ein, was von den Teilnehmern mit großer Freude begrüßt wurde. Das von Herrn Dau» pert geleitete Orchester trug ebenfalls zur Verschönerung des Abends bei. Stationen Gedern Merkenfritz Hirzenhain Lißberg Eckartsborn Ortenberg Selters Stockheim Ranstadt Nidda Bad Salzhausen Geiß-Nidda Häuserhof Grundschwalheim Echzell Gettenau-B. Reichelsheim Weckesheim Beienheim Dorheim Friedberg Stationen Mücke Stockhausen Weickartshain Freienseen Laubacher Wald Laubach Wetterfeld Dillingen Hungen Inheiden Obbornhofen Berftadt-Wohnbach Wölfersheim-Södel Melbach Beienheim Dorheim 22.04 Uhr 21.55 „ 21.48 „ 21.35 „ 21.30 „ 21.24 „ 21.17 „ 21.02 „ 20.55 „ 20.41 „ 20.36 „ 20.34 „ 20.28 „ 20.23 „ 20.19 „ 20.15 „ 20.10 „ 20.06 „ • 20.01 „ 19.56 „ 19.50 „ 7.02 Uhr 7.09 „ 7.13 „ 7.18 „ 722 „ 7.25 „ 7.31 „ 7.37 „ 7.44 „ 7.51 „ 7.54 „ 8.02 „ 8.09 „ 8.19 „ 8.30 „ 8.38 „ 8.44 „ 8.54 „ 9.00 „ 9.09 „ 9.15 „ Der Fahrplan der Gonderzüge Grünberg—Gießen—Friedberg. Aufruf an die Bevölkerung derKreifeFriedberg,Gießen,Büdingen und Usingen. Sonntag, 10.März, findet in Friedberg im Hofe der SA.-Geländesportschule vor der Reithalle eine große Bauernkundgebung zur Eröffnung der Erzeugungsschlacht statt. Ich lade zu dieser Kundgebung alle Volksgenossen, im besonderen aber die bäuerliche Bevölkerung ein. Die Kundgebung wird von besonderer Bedeutung sein, da Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und Landesbauernführer Dr. Wagner sprechen werden. Die Kapelle der S2l.-Standarte 222, sowie eine 200 Mann starke Reichswehrkapelle werden konzertieren. Sonderzüge sind eingelegt. Ich darf erwarten, daß an dieser großen Kundgebung die gesamte Bevölkerung, besonders aber die Bauernschaft aus den der Kreisbauernschaft zugehörigen Kreisen teilnimmt. heil hitlert Gez.: Seipel, Kreisleiter des Kreises Friedberg, Landesobmann der Landesbauernschafthessen-Rassau. 7.56 Uhr 8.02 „ 8.05 „ 8.10 „ 8.17 „ 8.25 „ 8.30 „ 8.38 „ 8.49 „ 8.54 „ 9.01 „ 9.06 „ 9.14 „ 9.19 „ 9.25 „ 9.30 „ Gutschein a 3154 fin Äugust 3aeo6i Ä.-G. Darmstadt Scnben Sie mir Kostenlos eine Versuchs- Packung Burnus Name----- .. -- .. - -............— ©rt--------------------------------- Straße ....................... . 6.46 Uhr 6.55 „ 6.59 „ 7-07 „ 7.11 „ 7.18 „ 7.25 „ 7.45 „ 7.52 „ 8.02 „ 8.09 „ 8.12 „ 8.18 „ 8.23 „ 8.28 „ 8.32 „ 8.38 „ 8-43 „ 8.48 „ 8.53 „ 9.00 „ 21.22 Uhr 21.16 „ 21.12 „ 21.06 „ 21.02 „ 20.58 „ 20.51 „ 20.43 „ 20.38 „ 20.31 „ 20.28 „ 20.19 „ 20.10 „ 20.06 „ 19.55 „ 19.49 „ 19.44 „ 19.34 ,, 19.29 „ 19.18 „ 19.12 „ Rückfahrt 20.50 Uhr an 20.45 „ „ 20.41 „ „ 20.36 „ „ 20.26 „ „ 20.15 „ „ 20.11 „ „ 20.00 „ „ 19.48 „ „ 19.43 „ „ 19.36 „ „ 19.31 „ „ 19.24 „ „ 19.19 „ „ 19.12 „ „ 19.07 „ Schätzungsbetrag Flur 18, Rr. 64, Grabgarten, daselbst, 205 qm, Schätzungsbetrag Gesamtschätzungswert Gießen, den 7. Januar 1935. Vermeiden Sie den „Waschtag" Mangelwäsche Pfd. 25^ Naßwäsche... Pfd.18^ (Trockengewicht) Großwäscherei Edelweiß Gießen Ruf 3487 Die große Vauernkmidgebung in Friedberg Oer Gauleiter kommt. - 200 Militärmusiker spielen. (Darumu>ei frei ist und deshalb den Schlaf flicht stören kann. Gesunder Schlaf durch KAFFEE MG Das sind Bürsten... □ararFwerden Sie Ihre Freude haben. Denn das Material und die Verarbeitung ist gut. Das ist sehr wichtig. Waschbürsten, Schrubber, Kleiderbürsten, Schuhbürsten, Besen, Handfeger, Klosettbürsten,Teppichbürsten, Ofenbürsten, Gläserbürsten u. a. In vielen Arten bekommen Sie diese Bürsten bei j. B. Häuser Am Oswaldsgarten 746a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Arterienverkalkung hohen Blutdruck,Rheuma, Gicht, Magen-, Darmstö- rungen Nieren-, Blasenleiden, vorzeitige Alterser- scheinungen, Stoffwechsel' beschwert),beug.Sievord. Knoblauch-Beeren Geschmack- und geruchlos l Monatsvackung 1.— RM. DrogerieWinterhoff.KreuzplatzW; Drogerie Kilbinger, Seltersweg 69; Central-Drogerie,Schulstr. 696d In den Borsig-Werken bei Berlin wurde die erste Stromlinien-Dampflokomotiive der Welt für die Deutsche Reichsbahn fertiggestellt. Nach zahlreichen Vorversuchen ist jetzt eine Konstruktion geschaffen worden die einen geradezu phantastischen Eindruck macht. Die Lokomotive hat eme Gesamtlänge von 26 Meter. Die Oeffnungen in der Verkleidung gestatten den Zugang zu sämtlichen Trtebwerkstetlen. Die Maschine wird am heutigen Freitag abgeliefert. Sie soll eine betriebsmäßige Geschwindigkeit von 175 Stundenkilometer erreichen. Walter Rausch hieß die Teilnehmer willkommen und forderte die stimmbegabten jungen Leute zum Eintritt in den Verein auf. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer beschloß er seine Ansprache. Sodann folgten verschiedene sehr gut vorgetragene Chöre, die reichen Beifall fanden. Auch Die Cello - Soli von Herrn Genanagel jun.- Grünberg gespielt und die schönen Lönslieder, von dem Tenor Herrn Niklaus- Ruppertenrod gesungen, begeisterten die Besucher. Im zweiten Teil des Abends wurden verschiedene Männerchöre zum Teil mit instrumentaler Begleitung, zum Teil unter Begleitung des Kinderchores zum Vortrag gebracht und ernteten soviel Beifall, daß sie wiederholt wer- einmal 8 Stunden Lokomotivführer sein? Wäre jeder Deutsche einmal 8 Stunden Lokomotivführer, dann würde plötzlich in allen Haushaltungen das Waschen leichter und einfacher. Wieso? Jawohl! Gerade weil die Kleidung des Lokomotivführers so recht voll von Schweiß, Schmutz, Ruß, Gl und anderen schwierigen Schmuharten ist! Denn dann wären alle Hausfrauen schon auf die Idee gekommen, das Einweichmittel Burnus zu probieren. Sie hätten sofort am anderen Morgen den Beweis, daß unser organisches Mittel Burnus fast den gesamten Wäscheschmuh herausgezogen hat, — Sie sehen es mit eigenen klugen an der schwarzen Farbe des Einweichwassers! Verlangen Sie von uns direkt eine Dersuchspackung und die begeisterten Urteile von Leuten mit schwieriger Wäsche wie Hotels, Restaurants, Mechanikern, Lokomotivführern usw. * Friedberg, 8. März. Zu der großen Bauernkundgebung am Sonntag wird der Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Sprenger nach Friedberg kommen. Ferner werden der Landesbauernführer Pg. Dr. Wagner und andere führende Persönlichkeiten der Partei und der Landesbauernschaft bei der Kundgebung anwesend sein. Fünf Musikkorps der Reichswehr, die abends unter dem Motto „Die Wehrmacht im Dienste des WHW." im Kurhaus zu Bad-Nauheim spielen werden, geben in der Zeit von 13.45 Uhr bis 14.20 Uhr in einer Gesamtstärke von 200 Mann ein großes Platzkonzert von dem Hotel Trapp auf der Kaiserstraße. Anschließend marschieren die Reichswehrmusiker zur Bergkaserne, nehmen hier vor der großen Tribüne Aufstellung und konzertieren hier bis zum Eintreffen des Gauleiters Als zweite Kapelle wird die SA.-Standartenkapelle 222 die Kundgebung durch ihr klingendes Spiel verschönen. Da die große Kundgebung gemeinsam von der NSDAP, und der Landes- bzw. Kreisbauernschaft veranstaltet wird, beteiligt sich die Partei mit ihren Gliederungen und Nebenorganisationen. U. a. auch der NS.-Ar- beitsdienst mit Spaten. Die gesamte SS. des Kreises Friedberg versieht den Ordnungsdienst. Da damit gerechnet wird, daß eine große Anzahl der auswärtigen Besucher im Omnibus oder Auto eintrifft, wird im Hofe der Augustinerschule, Ecke Goetheplatz- Schützenrain ein großer Parkplatz eingerichtet, der unter Bewachung der SS. stehen wird. Die alte freie Reichsstadt Friedberg wird am kommenden Sonntag ganz im Zeichen Der großen Bauernkundgebung stehen, die in Anbetracht dessen, was geboten wird, für jeden Teilnehmer zu einem einzigartigen Erlebnis werden dürfte. Deshalb lautet am Sonntag für die beteiligten Kreise Friedberg, Gießen, Büdingen und Usingen die Parole: „Auf nach Friedberg zur Bekanntmachung. Die bereits fälligen Strom- und Gelder im Stadt- und Ueberlanbgebiet für den Monat Januar 1935 können noch bis zum 15. Marz 1935 ohne Kosten bezahlt werden. . . Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolg Beitreibung und Sperre auf Kosten des Abnehmers. Gießen, den 6. März 1935. Direktion der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke. 1854,— RM. 410,-RM. 2264,— RM- auf insgesamt 76 Einzelmahnahmen mit 288 500 Tagewerken und 1632 000 RM. kosten. Inzwischen sind hinzugekommen 46 Einzelmaßnahmen mit 110 Tagewerken und 700 000 RM. kosten, so daß vom Beginn der Arbeitsschlacht (etwa von Oktober 1933) bis heute rund 400 000 Tagewerke in 125 Einzelmaßnahmen mit rund 2,3 Millionen RM. kosten geleistet worden sind. An Jnstandsetzungs- und Umbauarbeiten mit Reichs- Zuschüssen (20 bzw. 50 Prozent) wurden in unserem Kreise 3600 Maßnahmen mit 2,6 Millionen RM. Kosten durchgeführt. Der staatliche Zuschuß zu diesen Arbeiten betrug 581 400 RM. Wie steht es nun, so führte der Vortragende weiter aus, mit den weiteren Aussichten der Arbeitsbeschaffung? Mit großen Maßnahmen werden wir vorerst nicht rechnen können. Die Reichsautobahn geht nicht durch unseren Kreis. Doch ist eine Reichs st raße von Butzbach nach Dortmund geplant. Es wäre zu wünschen, daß diese Straße bald in Angriff genommen würde, was insbesondere auch für die Basaltsteinindustrie des Kreises (Ulmtal) von großer Bedeutung wäre. Auch die Durchführung der Lahn- kanalisierung hat gute Aussichten; doch dürfte noch einige Zeit darüber hingehen, bis diese beiden großen Arbeiten in Angriff genommen werden. Unsere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen werden sich in Zukunft mehr auf zahlreiche, dagegen weniger umfangreiche Maßnahmen stützen müssen. Dr. R o m p e l vom Arbeitsamt Wetzlar berichtete anschließend über die Arbeitsmarktlage des Kreises Wetzlar. Er führte u. a. aus: Bei der Machtübernahme hallen wir 6000 Arbeitslose im hiesigen kreis. Arn 31. Dezember 1934 waren es 2000, also ein Rückgang von rund zwei Drittel. Wohlfahrtserwerbslose waren es in unserem Kreise bei der Machtübernahme 1022, am 31. Dezember 1934 181. Es entfielen hiernach auf 1000 Einwohner am 1. Januar 1931 69 Wohlfahrtserwerbslose, auf 1000 Einwohner am 1. Januar 1935 23 Erwerbslose und jetzt nach dem neuesten Stand vom 28. Februar dieses Jahres auf 1000 Einwohner Oer Aufmarschplan. Kreis Büdingen: 1.45 Uhr Aufstellung am Bahnhof. 2.10 Uhr Abmarsch — Reithalle. (Aufmarschleitung Pg. Kruyer.) Kreis Gießen: 2 Uhr Aufftellung auf dem linken Platz an der Stadtkirche. 2.15 Uhr Abmarsch nach der Reithalle. (Aufmarschleitung Pg. Eberhard.) K r e i s U s i n g e n : 2 Uhr Aufftellung am Hotel Trapp. 2,15 Uhr Abmarsch — Reithalle. (Aufmarschleitung Pg. Altenburg.) Kreis Friedberg:.2 Uhr Aufstellung am Adolf-Hitler-Platz. 2.15 Uhr Abmarsch — Reithalle. (Aufmarschleitung Pg. Kunz.) Die Fahnenabordnungen treffen sich um 2 Uhr im Hofe der Kreisleitung. Aufmarschleitung Pg. Ortsgruppenleiter Schneider- Ostheim. SA., HI., Jungvolk stehen Spalier vom Hotel Trapp bis zur Reithalle. Auflösung erfolgt wahrscheinlich im Hofe der Bergkaserne. Die Aufmarschleiter haben unbedingt Sorge zu tragen, daß die ange- setzten Abmarschzeiten innegehalten werden! Aufmarschdisziplin: Es wird in Sechser- Reihen marschiert. Die Arbeitsbeschaffung im Kreise Wetzlar. 0 Wetzlar, 8. März. Im Alten Kreishaus fand eine Tagung der Bürgermeister unseres Kreises statt, an der auch Pg. Kubel von der Gauleitung der NSDAP, in Frankfurt a. M. und der Leiter des Arbeitsamtes, Dr. R o m p e l, ferner Kreisleiter Haus und die Fachberater für Technik und Wirtschaft vom hiesigen Kreisstab der NSDAP, teilnahmen. Landrat G r i l l o begrüßte die Erschienenen und berichtete dann über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die bisher durchgeführt wurden, und über die Aussichten für weitere Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten. Er führte u. a. aus: Zum Jahresschluß 1934 hatte die Kreisverwaltung eine Bilanz über die Arbeitsbeschaffung aufgestellt. Die zusätzlich beschaffte Arbeit auf dem Gebiete des Tiefbaues wurde in dieser Bilanz angegeben -----* K 64/34 Zwangsversteigerung o Am Montag, dem 11. März 1935, vormittags 10 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebaud» m Götzen Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die den a) Goetz, Emil, zu h und b) Goetz, Frieda, geb. Weber, dessen Ehefrau, zu / Sugeschne- denen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gietzen, Band 72, Blatt 423J. Flur 18, Rr. 63, Acker unter den alten Eichen, zwischen der mittelsten und der Walogaß, 927 qm, Bebilderte Monatsschrift f. das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften u. ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Richard Rein Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche,hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberf läch- liehen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u. bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaft Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. Probehefte u. Werbeblätter kostenlos! Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo BermOhler Verlag Berlin-Lichterfelde ZweSSBelampsrmgoer Schwarzarbeit können Arbeits-Ange» bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vortage desSewerbenachweijes ausgenommen werden. Verlag »esStebenerÄnzeigers Atemnot und Weh dann 1122o Kräulerhaus-Tee MeineArneigen im Gießener Anzeiger werden von touienben beachtet und gelesen. fum Einweichen, Waschen, Schrubbenr Putzen, Dr.Thompsnns Schwan WWW 2 Wohlfahrtserwerbslose. Erwerbslose waren im hiesigen Arbeitsamtsbezirk 2600, jetzt sind es noch rund 1000. Der größte Teil der Erwerbslosen mit 450 entfällt auf die Stadt Wetzlar. Auf den übrigen Kreis etwa 1500. Fast alle Erwerbslose konnten in der Privatindustrie untergebracht werden. Es ist damit zu rechnen, daß in diesem Jahre noch die Gruben bei Braunfels-Philippstein und bei Fellingshausen wieder in Betrieb genommen werden, wodurch 150 bis 180 Bergarbeiter neu in Arbeit kommen. Die hiesige Industrie ist zur Zeit noch reichlich mit Aufträgen versehen. Die hiesige Landwirtschaft ist für neue Arbeitskräfte wenig aufnahmefähig. Im Jahre 1934 hat das Landesarbeitsamt für den Arbeitsamtsbezirk Wetzlar 400 000 Tagewerke Notstandsarbeiten genehmigt. Hiervon sind bereits 300 000 Tagewerke geleistet. Die Höchstzahl der Notstandsarbeiter betrug 1700, heute sind noch 800 beschäftigt. Eine besonders begrüßenswerte Maßnahme war die Obstbaumreinigungsarbeit. Ganz besonders erwähnt sei auch der S i l o b a u. Durch die Unterstützung der Kreisverwaltung konnten 100 Silos gebaut werden. Nach einer recht lebhaften Aussprache über die verschiedensten Gebiete der Arbeitsbeschaffung drückte Pg. Kubel von der Gauleitung seine Befriedigung darüber aus, daß hier im Kreise Wetzlar äußerste Anstrengung und innigste Zusammenarbeit aller maßgebenden Stellen herrsche in bezug auf die Arbeitsbeschaffung. Beterinärrat Dr. Zürn befürwortete in einem Vortrag die Einrichtung von Verkaufsstellen für minderwertiges Fleisch in einigen Jndustrieorten. Kreisausschußinspektor Kiel referierte über Polizeifragen. Bürgermeister und Bezirksbauernführer D e s ch sprach grundsätzlich über die M i l ch verso r g u n a und Bürgermeister Langsdorf behandelte Fragen des Piehabfatzes und der Schafhaltung. Nach eingehender Aussprache wurde die Tagung mit einem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler geschlossen. Kreis Biedenkopf. § Gladenbach, 7. März. Die Handwerker des Bezirks Gladenbach fanden sich zu einer Versammlung im Hotel Blankenstein ein. 95 v. H. aller Handwerker waren erschienen. Kreishandwerksmeister Müller begrüßte die Teilnehmer und führte ihnen die Ziele der neuen großen Handwerker-Organisation vor Augen. Sodann sprach der Präsident der Handwerkskammer zu Wiesbaden, Müller, und schilderte den Auf- und Ausbau dex bereits geschaffenen neuen Handwerker-Organisation in allen Einzelheiten. Im weiteren Verlaus des Abends wurden dann noch die Handwerkerabzeichen ausgegeben. Mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer fand die Tagung ihren Abschluß. Der Arbeitseinsatz -er Angestellten. Günstige Entwicklung im Februar. Nach den Beobachtungen der Deutschen Arbeitsfront, Berufsgruppenamt, Stellenvermittlung, hat sich der Arbeitseinsatz der Angestellten im Monat Februar gegenüber den Vormonaten gebessert. Der Eingang an offenen Stellen ist gestiegen. Ebenso weist das Vermittlungsergebnis eine Besserung gegenüber dem Vormonat auf. Im Februar ist ein erheblicher Neuzugang an Bewerbern zu verzeichnen, der sich in der Hauptsache aus ausscheidenden Arbeitsmännern zusammensetzt. Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes für kaufmännisch- Angestellte ergibt auch im Monat Februar ein durchaus zuversichtliches Ergebnis. Zu großen Hoffnungen in bezug auf Neueinstellungen berechtigt wohl der überaus glänzende Erfolg der Autoausstellung. Auch die Leipziger Messe, die in diesem Jahr eine Rekordzahl von Ausstellern aufzuweisen hat, dürfte eine Belebung der Wirtschaft bringen. Der Einzelhandel war im Berichtsmonat weniger aufnahmefähig. Es ist aber zu erwarten, daß, bedingt durch das Oster- und Pfingstgeschäft, sowie außerdem durch den Saisonbeginn für Eisenwaren, Konfektion, Photoartikel, im März eine Besserung eintritt. Im Großhandel hat die in den letzten Monaten beobachtete Belebung angehalten. In der Industrie sind es vor allem die eisen- und metallverarbeitenden Werke, die eine gute Beschäftigung aufweisen und Bedarf an Angestellten hatten. Schiffahrt und Spedition sind ebenfalls gut beschäftigt, so daß es auch hier möglich war, kaufmännische Angestellte, speziell Fachkräfte, zu vermitteln. Weiterhin gute Beschäftigung haben und aufnahmefähig sind: Bauindustrie und die damit verbundenen Handelszweige, chemische Industrie, Schokoladenindustrie, Papier- und Papierwarenindustrie, Maschinen- und Fahrzeugindustrie, Elektroindustrie, Banken und Versicherungen. Verlangt werden gute Buchhalter, möglichst mit praktischer Erfahrung in der Durchschreibebuchführung. Eine leichte Steigerung erfuhr im Bekichts- monat die Nachfrage nach guten Fremdsprachenkorrespondenten und Reisenden mit langjähriger Reiseerfahrung. Der anhaltende Bedarf an guten Stenotypisten mit erstklassigen Leistungen (150 bis 200 Silben) kann leider nicht immer befriedigt werden. Mangel besteht an Drogisten mit Giftprüfung, die gleichzeitig Photofachleute sind. Die Stellenvermittlung für Büro- und Betz ö r d e n a n g e st e l l t e hat sich weiter gut entwickelt und das Vermittlungsergebnis des Vormonats verbessert. In der Vermittlung der Land - und Forst- ange ft eilten hat die Neuregelung des Milchmarktes eine Besserung des Arbeitseinsatzes für Molkerei-Angestellte bewirkt. In der Techniker-Stellenvermittlung wurden Konstrukteure (Statiker) für Eisen-, Hoch- und Brückenbau gesucht. Don Behörden wurden vielfach Hoch- und Tiefbautechniker angefordert. Vermessungstechniker fehlen nach wie vor. Der Bedarf an Wärme-, Gas- und Wasserfachleuten konnte gedeckt werden. Der allgemeine Maschinenbau stellte Konstrukteure ein für Hartzerkleinerungsmaschinen, Transportanlagen und erste Konstrukteure für Lo- komotivbau. Maschinentechniker für Vorrichtungsund Werkzeugbau sind nach wie vor sehr gesucht. Für Dentisten bestanden teilweise günstige Vermittlungsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach angelerntem technischen Hilfspersonal ist noch immer groß. In der Textil-Jndustrie werden jüngere Laboranten und Chemiker gefragt. In der Werkmeister-Stellenvermitt- l u n g konnten vereinzelt auch ältere Kräfte, zum Teil bis über 65 Jahre, vermittelt werden. Die Werkzeugmaschinenindustrie ist nach wie vor aufnahmefähig. Für den Präzisions - Maschinenbau wurden Spezialkräfte verlangt. Die Textilindustrie stellte zum Teil ihre alten Mitarbeiter wieder ein. In der Schwachstrom-Technik ist eine leichte Besserung feststellbar, während die Starkstrom-Technik keine besondere Belebung zeigt. In der Stellenvermittlung für weibliche kaufmännische Angestellte besteht der Mangel an tüchtigen Stenotypistinnen unverändert fort. In der Fachgruppe Haus, Garten, Landwirtschaft konnten nicht alle Stellen für Haushaltspflegerinnen, Wirtschaftsgehilfinnen usw. besetzt werden. Für die ländliche Hauswirtschaft fehlen selbst ältere Kräfte, die für die städtische noch vorhanden, aber wenig begehrt sind. In der Fachgruppe der Volkspflegerinnen sind Anforderungen von Gesundheits-Fürsorgerinnen für Pommern in größerer Zahl bemerkenswert. In der Lehrstellenvermittlung sind gute Erfolge erzielt worden. Das Ergebnis hat sich gegenüber Januar verdoppelt, in einigen Bezirken sogar verdreifacht. Schützt die Vorräte im Haushalt. Von Or. G. Kumte Einlagerung von Vorräten macht in Stadt und Land gleich viel Arbeit. Im ländlichen Haushalt werden allerdings stets größere Vorratsmengen aufbewahrt, bedingt durch die Erträgnisse der eigenen Ernte, durch die Betreuung einer größeren Personenzahl und die Entfernung von den Städten. Um die Vorräte vor dem Verderben zu schützen, ist Verschiedenes zu beachten. Sowohl beim Kauf als auch beim Einbringen eigener Erzeugnisse ist besonderes Augenmerk auf die gute Beschaffenheit zu legen, Ware von geringerer Güte verbraucht man möglichst bald und lagert nur einwandfreie. Dabei muß man sich auch von dem Zustand der Lagerräume bzw. Schränke überzeugen. Eine gründliche Reinigung von Schmutz und Resten ist unbedingt wichtig. Da die tierischen Schädlinge der Vorräte im Haushalt meist das Licht scheuen, gilt es, ihnen die Verstecke zu nehmen. Dies sind alle toten Winkel, Fugen und Ritzen, die sorgfältig zu verspänen, verkitten oder zu verschmieren sind. Alle Vorräte sollen möglichst für Luft und Licht zugänglich gelagert werden. Hierzu eignen sich insbesondere Gazeschränke. Das Sonnen, Klopfen und Lüften vertreibt besonders die Schädlinge der Woll- und Pelzsachen. Vorräte in Kisten und Säcken werden nach Möglichkeit nicht unmittelbar auf den Boden, sondern auf Lattenrosten aufgestellt. Da verschiedene Haushaltsschädlinge nur bei einer bestimmten Feuchtigkeit gedeihen können, ist auch die Austrocknung feuchter Räume wichtig. Erwähnt sei dabei, daß man im Sommer eine Reihe von Schädlingen durch Anbringen von Fliegenfenstern von den Räumen fernhalten kann. Die häufigsten Schädlinge aus den folgenden Gruppen von Vorräten sind: An stärkehaltigen Stoffen wie Mehl, Graupen, Teigwaren usw.: Mehlkäfer, Mehlmotte, Brotkäfer, Diebkäfer, Kornkäfer, Milben. An Dauerwaren, Schinken, Speck, Wurst: Käsefliege und Speckkäfer, Milben. An Stoffen aus Haaren und Federn, Teppichen, Wollsachen, Pelzen: Kleidermotte, Teppich- und Pelzkäfer. Was ist zu tun, wenn sich, trotz aller oben erwähnten Vorsichtsmaßregeln, doch derartige Schädlinge einstellen? Kleinere Mengen befallener Waren sind entweder sofort zu verwerten oder, falls dies nicht mehr möglich ist, zu verbrennen. Größere Mengen können in einer Vergasungskiste von dem Ungeziefer befreit werden. Will man sich nicht eine paffende Kiste aus Zinkblech vom Spengler anfertigen lassen, so kann eine größere Holzkiste mit Zinkblech ausgeschlagen werden. Sie muß am oberen Rande eine Metallrinne haben, in welche der Rand eines Metalldeckels paßt. In dem inneren Rande wird ein Metallkästchen mit dem Vergasungsmittel aufgehängt. Nach der Beschickung wird in die Rinne Wasser gegossen, um sie gasdicht zu machen. In einer solchen Kiste können Vorräte, wie oben aufgeführt, begast werden, da das Vergasungsmittel die genannten Schädlinge einschließlich der zuweilen an Mehl und Dauerwaren auftretenden Milben abtötet. Wollsachen können ferner durch Einstreuen von Schutzmitteln in dichtschließende Schränke oder durch Einbringen in sog. Mottensäcke geschützt werden. Da es bet der großen Zahl und Mannigfaltigkeit dem Laien meist nicht möglich ist, die in einem Haushalt vorgefundenen Schädlinge zu erkennen, empfiehlt es sich, diese unter Angaben des Vorkommens an die Biologische Reichsanftalt, Berlin- Dahlem, Königin-Luise-Straße 19, zu senden. Von dieser wird in allen Fragen der Schädlingsbekämpfung kostenlos Rat und Auskunft erteilt. Noch in diesem Frühjahr Baubeginn des Gibraltar-Tunnels? Puerto L SPANIEN ■ ‘■H.ra Geplante Tunnelstrecke 50 Km St.Fernando ^Tanger V MAROKKO 0 Schon seit vielen Jahren wird das Projekt eines Tunnels zwischen Europa und Afrika unter der Meeresstraße von Gibraltar erörtert. Die Pläne des Artillerieobersten Pedro Juvenois sollen nunmehr der Verwirklichung entgegengeführt und bereits in diesem Frühjahr die Vorarbeiten für den Tunnelbau begonnen werden. Der Tunnel wird eine Länge von 32 Kilometer haben, an der südlichen Spitze Spaniens bei Cabo Tarifa beginnen und an einem bei Punta Allares genannten Punkte in der spanisch- marokkanischen Zone enden. Kunst und Wissenschaft. Hans Albers und Lilian Harvey wieder bei bet Ufa. Hans Albers und Lilian Harvey find von der Ufa in Berlin neu verpflichtet worden. Der Produktionschef E. H. Korrell von der Ufa traf auf einer Geschäftsreise mit Lilian Harvey in London zusammen und hat die in Deutschland so beliebt gewesene Künstlerin neuerdings für die Ufa verpflichtet. Kurz darauf wurden die mit Hans Albers schon seit Wochen im Gange befindlichen Verhandlungen mit einem Vertrag beendet, der Albers wieder für längere Zeit an die Ufa bindet. Ergebnis des Bildhauerwellbewerbs für die Dielrich Eckarl-Areilichlbühne. Zur Erlangung von Entwürfen für zwei Tor- Pfeiler am Haupteingang der Dietrich-Eckart« Freilichtbühne war ein Wettbewerb für Bildhauer, die Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste find, ausgeschrieben worden. Eingegangen waren 250 Entwürfe. Das Preisgericht, bestehend aus Staatssekretär P s u n d n e r, Professor Paul Schultze-Naumburg, Professor Wilh. Gerstel, Ludwig Isenbeck, Professor Joseph W a ck e r l e , Dr. ing. Georg Steinmetz und Professor Ulfert I a n s s o n , kam zu folgender Entscheidung: 1. Preis Konstantin Frick (München): 2. Preis Joseph Walz (Rottenburg/Neckar); 3. Preis Toni Fiedler (München). 1. Ankauf Franz Albermann (Köln); 2. Adolf Kämper (Münster i. Wests.); 3. Arno Breker (Berlin- Dahlem). Eine Anzahl weiterer Entwürfe wurden ebenfalls angekaust. Reidissender Frankfurt m Gießen Samstag, den 30. März 1935, abends 8 Uhr Großer Bunter Abend IN DER VOLKSHALLE Kleine Anzeigen I richten sich an die Wohnungstausch I Bevölkerung der I engeren Heimat! Beinen in die Hei- 13-4-Zim.-Wohn(mg Geboten: rm ab. rm ge- 1344D leistet werden. Änderungen vorbehalten. Reiser III. Fichte: 60 rm Scheit, 56 rm Knüppel. Reoierförfferei Waidhaus: Distr. 56 und 57. Eiche: 7 rm Scheit, 54 rm Knüppel. Buche: 4 rm Scheit, 36 rm Knüppel. Am Schlüsse der Termine können Zahlungen matzeitung, den SießenerAnzeiger Fichte: 5 rm Scheit, 12 rm Knüppel. Lärche: 3 rm Scheit, 1 rm Knüppel. Reoierförfterei Waldhaus: Distr. 31b, 34 und Sammelhieb. Eiche: 24 rm Scheit, 28 rm Knüppel. Buche: 200 rm Scheit, 94 rm Knüppel, 345 Reiser III. Kl. Karten nur im Vorverkauf (keine Abendkasse) zu Mk 0.80, 1.00, 1.20 u. 1.50 bei Radio-Ruhl, Plockstraße; Radiohaus Kuntzemüller, Selters weg: Radio- Mecke, Schulstraße; Radio-Abmann, Ludwigstraße; Hans Kögel, Seltersweg. Karten für RDR.-Mitglieder nur b. Radio-Ruhl, Plockstr. - Saalöffnung 7 Uhr ----- ------------------------------1340 D Fichte: 20 rm Scheit, 21 rm Knüppel. II. Am Freitag, dem 15. März, von 9 Uhr bei Gastwirt Klinket in Odenhausen a. d. Lahn: Reoierförfterei Salzböden: Distr. 60a und b, 61b, 62a, 62c, 66b, 68, 72, 74a, 75 und Sammelhieb. Eiche: 25 rm Scheit, 160 rm Knüppel. Buche: 180 rm Scheit, 400 rm Knüppel, 750 Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer Kreisgruppe Gießen | Vermietungen"! niö.üi. ®otjn- ll. Sdjiafitmmet mit 2 Betten u. kleine Küche fof. zu vermiet. Mockwi. 15, toben Brennkolzverkaufe des Forstamts Krofdorf. I. Am Dienstag, dem 12. 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