Donnerstag, 7. März §935 185. Jahrgang Nr. 5b Erstes Blatt Gießener Anzeiger 9er Weg der Wehrmacht ins neue Reich. Weißbuch eine so tadelnde Ermahnung an Deutschland enthalte. Das Heraus- suchen einer einzigen Macht, um ihr eine Art Strafpredigt zu halten, bedeute kerne glückliche Art und Weise, eine schwierige und gefährliche Frage zu behandeln. Es könne auch nicht "gesagt werden, daß das Datum der Ber - ö f f e n t l i ch u n g der Erklärung klug gewählt roor- den sei: unmittelbar vor der Reise Simons nach Berlin und der britischen Abrüstungsdebatte. über Deutschland absichtlich in das Weißbuch ausgenommen worden seien, um der deutschen Regierung und Öffentlichkeit bekanntzugeben, was man in England von der deutschen Aufrüstung denke. Die Veröffentlichung am Vorabend der Abreise Simons sei kein zufälliges Zusammentreffen, sie habe vielmehr bezweckt, eine Grundlage der Wirklichkeit für die Be- prechungen zu schaffen. „Daily Mail" erklärt sich mit dem Inhalt des Weißbuches einverstanden, fragt aber, warum das Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr1 Ermäßigte Grundpreise: London,?. März. (DNV.-Funkspruch.) „Times" veröffentlicht einen Brief des schottischen Generals Sir John Hamilton, der im Weltkriege den Oberbefehl über die britischen Truppen auf Gallipoli geführt hatte. Der Brief besieht aus einem einzigen Sah: „Darf ich mir, nachdem ich seit dem Versailler Vertrag ständig in bescheidener und unvollkommener Weise für Frieden und Versöhnung gekämpft habe, die Freiheit nehmen zu sagen, daß es d a s s ch l e ch t e st e S t ü ck A r b e i t ist, das seit vielen Jahren für den Frieden gelei- st e l worden ist, wenn die ganze Schuld an der Aufrüstung unter Ausschluß anderer Länder auf Deutschland geschoben wird?" Times" erklärt selber, das Weißbuch sei schon vor einiger Zeit vorbereitet worden, kein Teil seines Inhaltes sei durch den geplanten Berliner Besuch britischer Minister veranlaßt worden oder habe Bezug darauf gehabt. Der b r i t i s ch e Wunsch nach einem kollektiven Friedenssy- st e m sei so lebhaft wie je. Dieser Wunsch sei tatsächlich das wesentliche der Denkschrift und verdiene weiter größere Beachtung als gewisse vereinzelte Absätze, die in gekürzter oder zusammengezogener Form den Leser vielleicht verwirrt hätten. Nichts gehe dadurch verloren, das Bemühungen zur Beseitigung des bestehenden Gefühls der Unsicherheit mit der Feststellung eingeleitet würden, daß dieses Gefühl vorhanden sei. Kurz gesagt, die britische Denkschrift sollte als Ganzes behandelt werden. Wenn dies geschehe, dann könne man hoffen, daß der Austausch von Mitteilungen, der jetzt zwischen der britischen und der deutschen Regierung im Gange sei, zu einer offenen und freundschaftlichen Zusammenkunft fuhren werde, sobald der Reichskanzler wieder herge- London, 7. März. (DNB.-Funkspruch.) „Dally Telegraph" schreibt, nach der Prüfung der diplomatischen Lage, die durch den Aufschub der Berliner Besprechungen entstanden sei, habe die britische Regierung am Mittwoch Schritte getan, um festzustellen, ob Sowjetrußland und Polen noch immer ähnliche Besprechungen in Moskau bzw. Warschau wünschten. Es verlaute, daß die Botschafter beider Mächte sich beeilt hätten, die Versicherung zu geben, daß, soweit ihre eigenen Regierungen in Frage kämen, die Lage sich nicht geändert habe. Der britischen Regierung sei es somit möglich, ihre Absicht bekanntzugeben, einen Regierung s v e r t r e t e r nach beiden Hauptstädten zu senden, eine entsprechende Mitteilung werde wahrscheinlich vor der Unterhausaussprache am nächsten Montag erfolgen. Der britische Botschafter in Berlin ist beauftragt worden, sich zu erkundigen, wann der Führer in der Lage sein dürfte, ein neues Datum für die deutsch-englischen Besprechungen festzusetzen, falls sie noch gewünscht würden. Es sei möglich, daß angesichts der bedauerlichen Verzögerung eine Art Teilung notwendig sein werde. Vielleicht werde Simon nach Berlin und Eden nach Moskau und Warschau gehen, doch sei über diese Frage noch nicht entschieden worden. Nach einem Reuterbericht über die Kabinettsitzung erwägt man in London, sich an das ursprüngliche Programm zu halten, Berlin zuerst zu besuchen. Man will einige Zeit ab warten, ob die Gesundheit Hitlers sich bessert, bevor die Reise nach Nordosteuropa endgültig unternommen wird. Frage ur.dAmwo.timLlÄerhMs London, 6. März. (DNB.) Der Führer der Opposition, Lansbury, befragte im Unterhaus den Staatssekretär des Aeußeren über die Verschiebung seines Besuches nach Berlin. Simon erwiderte: „Das deutsche Auswärtige Amt hat dem britischen Botschafter in Berlin gestern mitgeteilt, daß der deutsche Kanzler, da er sich während seines Besuches im Saargebiet eine Erkältung zugezogen hat, unter großer Heiserkeit leidet und daß daher auf Anordnung seiner Aerzte die Besprechungen die diese Woche mit den britischen Ministern in Berlin stattfinden sollten, zum großen Bedauern ; der deutschen Regierung auf einen späteren i Zeitpunkt verschoben werden mußten. Was w»d aus den Kmißerbrsuchen? Englische Anfragen in Berlin, Warschau und Moskau. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ --2# Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern • infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen poftscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 teilt sei. „Evening News" (liberal) wendet sich gegen die Auffassung eines deutschen Blattes, daß das britische Weißbuch ein „unfreundlicher Akt er ff en Ranges" fei, was die Deutschen m i t R e ch t übelnahmen, sei die Tatsache, daß das Weißbuch das Gefühl der Unsicherheit in Europa der deutschen Wiederaufrüstung und dem „kriegerischen Geist in Deutschland" zuschreibe, während kein derzeitiger Nachdruck auf die Tätigkeit anderer Länder gelegt werde. Als Beweis dafür nennt das Blatt Italien, „wo jeder männliche Italiener von feiner Geburt bis zum Alter von 55 Jahren Soldat fein müsse , und fragt: Sind diese Maßnahmen eine geringere Bedrohung für den europäischen Frieden als die Deutschlands? Weiler erwähnt „Evening News" Sowjetrußland, wo die Jugend mit kriegerischem Geist erfüllt werde und wo das Heer vor kurzem auf 950 000 Mann erhöht worden fei. „Weshalb", so schließt das Blatt, „muh die britische Regierung sich Deutschland allein als eine Quelle internationalen Unbehagens aussuchen?" MorningPo ft" (konserv.) erklärt im Gegensatz zu anderen Blättern, daß die Bemerkungen Einsatz der ersten Truppen in Berlin, im Ruhrgebiet und in Oberschlesien einem bolschewistischen Ehaos enigegengangen. Im Jahre 1923, also nach wenigen Jahren der Friedensarbeit, stellte die nächste schwere Krise des Staates die Wehrmacht wieder in den Vordergrund. Es war nach dem Zusammenbruch des Ruhrwiderstandes, damals, als das Reichsgebäude unter dem inneren und äußeren Ansturm in seinem Gefüge erbebte. In Sachsen und Thüringen schlugen die Flammen des Kommunismus hoch. Die planmäßig angesetzte Reichswehraktion mußte den Aufstand niederwerfen. Damit war der nächste Vorstoß der Kommune abgewogen. Erst neun Jahre später erhob sie wieder ihr Haupt. Die Wehrmacht hatte sich in der Stunde der höchsten Not als die f e st e K l a m m e r des Reiches erwiesen, das ohne sie damals zerfallen wäre. Seine Erhaltung aber war die unerläßliche Vorbedingung für den Aufbau des Deutschland von heute. Im Frühjahr 1924 trat das Heer wieder in den Hintergrund zurück. Noch war die Zeit nicht reift dem Schicksal eine andere Wendung zu geben. Noch waren die inneren und äußeren Voraussetzungen nicht vorhanden, noch stand Volk gegen Volk, Partei gegen Partei im unentschiedenen Ringen. DlS Wehrmacht aber hielt sich bereit im Hintergrund, als der Garant einer leg a l e it Entwicklung. Sie bewahrte durch ihr Dor« handensein den Staat vor einem gewaltsamen Unv stürz, der seine Wiederaufrichtung in Frage gesiells hätte. Sie hielt damit die Wege offen für die Entwicklung einer besseren Zukunft, rote sie 1933 m Erfüllung gegangen ist. Sie hielt das Haus bereit und intakt für den Einzug eines neuen Geistes, der sich draußen unter Adolf Hitlers Führung langsam die Voraussetzungen zur Machtergreifung erkämpft^ Erst als die Weltwirtschaftskrise ihre dunkletz Schatten über Deutschland warf, als unter den eins setzenden Erschütterungen die Arbeitslosenziffern u* die Millionen stiegen, als der Weimarer Staat mW mer augenfälliger seine Unfähigkeit bewies, bei wachsenden Schwierigkeiten Herr zu werden, trat Di* Reichswehr das Hindernis für die Durchführung ihrer Pläne sahen. Wer in dieser Haltung der Wehrmacht einen Mangel am nationalen Wollen erblickt, der wird der ureigensten militärischen Auffassung nicht gerecht. Der junge Mann, der sich damals im freiwilliaen Entschluß zum Waffendienst drängte, der Soldat, der als lebender Protest gegen den Pazifismus mit Stolz seine Waffe trug, im Herzen die Liebe zum Daterlande, war immer national im besten Sinne, auch wenn er in chweigender Gehorsamspflicht zunächst abseits stand. Warum empfand man im Weimarer Staat die Reichswehr immer wieder instinktiv als einen Fremdkörper? Weil man ihrer Wesensart mißtraute, weil sie aus einem anderen Stoffe gebildet und von einem anderen Geiste erfüllt war als das verschwommene Wehrideal einer demokratischen Wehrmacht, wie es den Vätern der Verfassung vorgeschwebt hatte. Man fühlte: Hier wuchs etwas Neues im Staate, auf das man nur bedingten Einfluß hatte, hier waltete soldatischer G"ist der eimm anderen Gesetz untertan war und feine/eigenen Wege ging. Man bekämpfte die Wehrmacht, aber man konnte sie nicht entbehren. Darin lag der springende Punkt. Sie war durch ihre eiserne Geschlossenheit zu einem Machtmittel geworden, das immer mehr ein eigenes Schwergewicht bekam, ie verwirrter die innerpolitischen Zustände des Reiches wurden. Wenn die Autorität des Staates versagt, tritt als letzter Halt die bewaffnete Macht in den Vordergrund des Geschehens-, ob sie es will oder nicht, das ist gleichgültig. So wurde die Reichswehr durch die Entwicklung, die der Staat von Weimar nahm, allmählich zwangsläufig zu einem, zuletzt z u dem ausschlaggebenden Tragerder Staatsgewalt. Wenn sie aber diesen Staat trug, durch die Jahre des Zwischenreiches so tat fie es nicht für den Staat der November-Revolution sondern für ein Ziel, das weiter lag, dem ihre ganze militärische Arbeit diente, für das damals aber die Voraussetzungen erst im Werden waren. Schon im Jahre 1919 wäre Deutschland ohne den lange Sicht. , .. In den ersten zwanziger Jahren, als die Reichswehr als Söldnertruppe verfemt, wegen der Unzulänglichkeit ihrer Zahl und Ausrüstung vergastet, beim Staat und großen Teilen der Bevölkerung keinerlei Verständnis fand, schuf sie sich in strenger Aufbauarbeit ihre militärische Grundlage und damit überhaupt erst die Voraussetzung für jede Nolle, wie sie ihr in Zukunft zufallen konnte. Im Staat herrschte Verständnislosigkeit, Gleichgültigkeit oder Pazifismus, die junge Reichswehr aber, die mit ihren Papptanks und Holzgeschützen in ihre Wenn man heute seinen Blick zurückwendet auf den Weg, den die deutsche Wehrmacht durch die Jahre des Weimarer Zwischenreichs gegangen ist, so darf man es nicht lediglich aus dem Gesichtswinkel der heute abgeschlossenen Entwicklung tun. Es ist leicht den Entschluß eines Feldherrn aus - der nachträglichen Kenntnis des Operationsverlaufs 1 — also gewissermaßen vom sicheren Port aus — zu ; kritisieren. Anspruch auf historische Sachlichkeit kann , ein solches Urteil erst dann erheben, wenn es die - Voraussetzungen und die besonderen , Verhältnisse mitberücksichtigt, auf deren ( Grundlage und in bereit Atmosphäre seinerzeit die ■ Entscheidungen getroffen werden mußten. Die n a t i o n a l s o z i a l i st i s ch e B e w e - ' gung, die heute der Staat ist, und die Wehr- 1 macht, der Waffenträger dieses.Staates, gehen in ihrem Ursprung a u f dieselbe Grund- ; läge zurück, auf jenes Deutschland, dessen Männm viereinhalb Jahre einer Welt von Feinden die Stirne boten. Beide entstanden aus der grauen Schar, die in den dunklen Novembertagen von 1918 in eine von Revolte und Umsturz Durchtobte Heimat zurückkehrten, im Stich gelassen, verraten, geschmäht und begeifert. Damals brannte in dem Herzen eines noch namenlosen Frontkriegers, der erblindet in einem der überfüllten Lazarette der zusammengebrochenen Heimat lag, ein Funke auf, der später zum Feuersturm über ganz Deutschland anwachsen sollte. Damals bildeten sich auch in dem Chaos einer hilflos treibenden Staatsgewalt, in der Not der deutschen Grenzlande im Osten, aus den Trümmern der. aufgelösten alten Armee und dem Zustrom opferbereiter Jugend die Ansätze eines neuen militärischen Machtmittels,' Freikorps und Grenzschutzverbände. Sie wurden praktisch das erste Sammelbecken eines neuen nationalen Geistes, der nicht gewillt war, zu verzichten und das Spiel endgültig den anderen zu überlasten. In harter soldatischer 'Arbeit, trotz kümmeruchster Mtttel, wurde die erste O r d n u ng im Staate geschaffen und die große-Gefahr des Bolschewismus im Lande niedergeworfen. H^er bewies das ungebrochene Kxiegertum der besten Kräfte des Volkes' daß es den verlorenen Krieg und den Umsturz überstanden hatte und daß es nicht gewillt war, vor Schwäche und vazifistischen Theorien abzutreten Hier, in diesen Kräften, die in der größten Not des Vaterlandes in die Bresche traten, lag der Ansatzpunkt einer Bewegung, die, wenn sie sich frei weiter entfalten konnte, aus einer inneren zvangsläufigen Entwicklung heraus emftmal den Staat der Novemberrevolution hinwegschwem- men mußte. Der Fehlschlag des Kapp - Putsch e s bewies, daß zu dieser Entwicklung Z et t gehörte, daß sie erst langsam reifen mutzte. Auch eine Revolution ist an eine äußere Voraussetzung gebunden, ohne die sie scheitern muß. Der entscheidende Einschnitt war die Durchführung der militärischen K l a u s e l d e s V e r - sailler Vertrages, der damit auch aus dieser Ebene Deutschlands vorläufiges Schicksal bestimmte. Die Beschränkung auf ein kleines langdtenendes Berufsheer spaltete die hoffnungsvoll anwachsende Bewegung des ersten nationalen Erwachens zwangsläufig in zwei Lager, in die Wehrmacht und m den anderen Teil der von glühender Vaterlandsliebe beseelten Dolkskräfte, die nun gezwungenermatzen draußen blieben. Hinter den Sperrmauern, mit denen Versailles ben Torso der deutschen Wehrmacht umgab, stand der Soldat, Träger einer großen Tradition, innerlich durchaus volksverbunden, aber eingeengt m seinen Kreis, beschränkt auf seine eigentlichen Berufsaufgaben. Jenseits aber blieb die Masse der anderen, denen nun das Recht genommen war, dem Daterlande mit der Waffe zu dienen, denen nber die Not und Schmach des Landes gleichfalls au der Seele brannte/So war die hier abspaltende Bewegung gezwungen, ander e W e g e zu gehen. Die Wehrmacht ging mit bem 6 t a a t an beffen Entwicklung sie ihren unmerklichen Einfluß zu wahren wußte. Die nationale Welle draußen blieb zu- Sam?! "aus SUsTi““1 iur Deutschland der Freiheit und der Ehre. Einhunderttausend Mann, dazu ^nhehntausend Mann Marine, sind wenig inmitten einessechz g Millionenvalkes, zumal wenn sie m Garnisonen über das Land verstreut sind und wenn der häufige, lebendige Kontakt fehlt, wie er s ch s h aus dem jährlichen Wechsel von Rekruten u - servisten ergab. Es galt zunächst, E der uns von Versailles aufgezwungenen Organisation b Hächstmaß an Leistungen herauszuholen. Es galt, etwas gänzlich Neues zu schaffen, ein Berufsheer, für bas ganz anbere Voraussetzungen unb innere Gesetze beftimmenb sind, als mir 1« bisher aus unserer Erfahrung kannten. Dazu mutzte das Führererbe der deutschen Armee hinüber- gerettet werden in eine junge, aber im alten t geschulte Generation. Das bedeutete Arbeit auf Manöver zog, trug auch in den dunkelsten Zeiten mit sich das stolze Bewußtsein: Nie war einer Armee in der preußisch-deutschen Geschichte e i n e schwerere Ausgabe gestellt worden als ihr, deren Organisation, Bewaffnung und Starke der Feind diktiert hatte, die bei den Trägern des Staates eine entscheidende Unterstützung nicht fand, der ein großer Teil des eigenen Volkes ablehnend gegenüberstand, die aber dennoch ein stolzes Erbe durch die Schmachzeit als Hoffnung mit sich in die Zukunft trug. Was heute oder in künftigen Jahren auf dem Gebiete der Wehrmacht neu geschaffen oder ausgebaut werden kann, wird immer auf der Grundlage der Arbeit stehen, die damals geleistet worden ist, dabei darf nicht vergessen werden, welche fast unüberwindlichen Schwierigkeiten sich ihr in den Weg stellten. Erinnert sei nur an die Arbeit der Kontrollkommission, die bis zum Frühjahr 1927 durch alle Garnisonen fuhren, von den Landesverrätern aus dem Volke weitestgehend unterstützt. Für den Soldaten steht die militärische Seite des Berufs im Vordergrund, die Arbeit für den Schutz des Landes gegen den äußeren Feind. Dieser maßgebende Gesichtspunkt ist wichtig .für das Verständnis der Haltung, die die Wehrmacht in dem innerpolitifchen Ringen des letzten Jahrzehnts eingenommen hat. An dem Kampf der inneren Gegensätze, wie er von den Parteien mit zunächst wechselndem Erfolg ausgetragen wurde, konnte der Soldat als einzelner aktiv nicht teil- nehmen. Auf welcher Seite er mit dem Herzen stand, dürfte er oft genug mit dem Herzen bewiesen haben. Seine politische Pflicht aber erfüllte er dadurch, daß er sich als Soldat bewährte. Ohne Grund ist ihm das Wahlrecht nicht genommen, heute sowohl wie auch in der Vorkriegszeit. Erne Armee ist ein geschlossener Körper. Ihre Starke liegt in der bedingungslosen Disziplin. Jedes Abweichen von dieser Linie führt zum Ausemanderfall der Wehrmacht als geschloffenes Organ und wäre mit Jubel von all den zerfetzenden und pazifistisch verseuchten Elementen begrüßt worden, die in der Widersprechendes Echo der britischen Wehrdenkschrist Lebhafte Debatte Über die Zweckmäßigkeit der Veröffentlichung des Weißbuches. Lansbuy fragte hierauf: „Ist irgendwie bekannt, wann die Zusammenkunft stattfinden wird?" Simon erwiderte: „Ich stehe mit der deutschen Re- gierung über diese Frage in Verbindung. Hieraus fragte Lansbury weiter: „Darf ich fragen, ob Simon seinen Kollegen anraten wird, das Weißbuch bis nach Abhaltung der Besprechungen zurückzuziehen?" (Beifall bei den Arbeiterabgeordneten.) Simon antwortete unter dem Beifall der Regierungsanhänger: „Rein, bestimmt nicht. Ich kann mir kaum umstellen, daß irgend jemand den Vorschlag ernst nehmen würde, eine Erklärung, die man abzugeben hat, zurückzuhalten, bis die vorgesehenen Besprechungen stattgesunden haben." Lansbury fragte hierauf weiter: „Glaubt Simon wirklich, daß es für freundschaftliche Der- Handlungen förderlich ist, ein fo unfreundliches Dokument zu veröffentlichen, wie das, das der Premierminister aus« .legeben hat?" Simon antwortete: „Dies ist eine o'rage, die, wie ich glaube, am Montag zur Erörterung gelangen wird." Oie Mehrausgaben für die Flotte. London, 6. März (DNB.) Der Voranschlag für den Marinehaushalt 1935 sieht für die Flotte 60 050 000 Pfund vor, gegenüber dem Vorjahr eine Vermehrung von 3,5 Millionen Pfund. 535 000 Pfund sollen für die Verstärkung der See- f l u g st r e i t k r ä f t e verwandt werden, weitere 2,5 Millionen Pfund für die .Ausbesserung und Modernisierung der G r o ß k a m p f s ch i s f e, die auf Grund des Londoner Flottenvertrages eine längere Lebenszeit haben als unter normalen Verhältnissen. Der Personalbestand der Flotte wird um 2000 Mann vergrößert, was teils auf den Ersatz alter Schiffe durch neue Schiffe, teils auf den Ausbau der Seefliegerei zurückzufuh- ren ist. Das Neubauprogramm für 1935 steht vor: Drei Kreuzer, ein Zerstörer-Führerschiff und drei Zerstörer, drei Unterseeboote und ein Unterseeboot- Mutterschiff sowie zwölf kleinere Fahrzeuge. Dieses verhältnismäßig kleine Bauprogramm wird noch van den Grundsätzen bestimmt, die der noch bis zum 31. März 1936 geltende Londoner Flottenver- traq aufgestellt hat. — Die Gesamterhöhung des eng- I lischen Wehrhaushalts beträgt 10,5 Millionen j Pfund, etwa 120 Millionen Mark. - ~ Stellen-, Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Oberhessen V ~ 1 behördliche Anzeigen 6Rpf. Druckt und Verlag: vrühl'sche Univerfitätsvuch- und Steindrucke«! R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 M°ng°n°bMüss°Steff.iB Wehrmacht noch einmal auf die politische Bühne. Ihre Stellung war — gerade durch ihre innere Geschlossenheit — jetzt so stark, daß im Juli 1932 die Geste des Ausnahmezustandes in und um Berlin ausreichte, um im raschen Zugriff die Macht in Preußen durch einen Leutnant und wenige Soldaten den roten Machthabern atnunehrnen und damit den Eckpfeiler des marxistischen Regimes in Deutschland zu zerbrechen. Es war — historisch gesehen — die erste große Gleichschaltung. Als der Führer am 30. Januar 1933 auf legalem Wege die Führung Deutschlands in seine starke Hand nahm, stand in dem sonst an so vielen Stellen angefaulten Staatswesen eines geordnet zu seiner Verfügung bereit, die deutsche Wehrmacht. Sie brauchte nicht umzulernen. Sie kam als das, was sie war: als das militärische, hochqualifizierte, disziplinierte Machtmittel der Staatsgewalt. Nicht mehr einer Staatsgewalt, die von einem Mehrheitswillen hin und hergeschoben die Wehrmacht als letzten Halt benutzte, sondern nun einer starken Staatsführung, eines zielbewußten Führerwillens. Was die Vereinigung der beiden Faktoren, nationalsozialistische Bewegung und Wehrmacht für den Staat bedeute, dem hat der Führer selbst Ausdruck gegeben: „Die schönste Hoffnung von einst ist in Erfüllung gegangen. Der Nationalsozialismus und das Heer sind eins geworden, haben sich zu einer Einheit zusammengefunden, die in Deutschland niemals mehr zerbrechen wird. Mein Dank gilt denen, die die Wehrmacht in den neuen Staat hineingeführt haben." Mit der Tatsache der Machtergreifung durch Hitler verschob sich auch der Aufgabenkreis der Wehrmacht. Als Instrument der inneren Politik, als ultima ratio der Staatsgewalt, war sie widerwillig auf den exponierten Posten getreten. Nun waren die Voraussetzungen dafür weggefallen. Die Sturmtruppen der nationalsozialistischen Revolution, die politischen Soldaten des neuen Deutschland, trugen jetzt sicher ihren Staat, den sie sich erkämpft hatten. Diesem Staat brauchte die Wehrmacht nicht mehr den inneren Rückhalt zu geben. Er stand von sich aus fest. Damit traten für die Wehrmacht wieder ausschließlich ihre eigenen, die rein militärischen Aufgaben in den Vordergrund. Diese Verschiebung des äußeren Bildes, wie sie sich aus der Einschaltung der machtvollen nationalsozialistischen Bewegung in den Staat als selbstverständlich ergab, bedeutet kein A b - seitsstehen. Wir wissen aus der Rede des Führers am ersten Jahrestage der Revolution, welchen Einfluß die' Haltung der Wehrmacht bereits bei seinem Entschluß zur Machtübernahme gehabt hat: „Es ist ein einzigartiger geschichtlicher Vorgang, daß zwischen den Kräften der Revolution und den verantwortlichen Führern einer auf das äußerste disziplinierten Wehrmacht solch herzliche Verbundenheit im Dienste des Volkes in Erscheinung trat, wie zwischen der Nationalsozialistischen Partei und mir als ihrem Führer einerseits, und den Offizieren und Soldaten des deutschen Reichsheeres und der Marine andererseits... Die Armee und ihre Führung hat in den zwölf Monaten in bedingungsloser Treue und Gefolgschaft zum neuen Staate'gestanden und uns vor der Geschichte Überhaupt erst den Erfolg unserer Arbeit ermöglicht." Wenn heute die Wehrmacht nach dem Willen des Führers das Hoheitsabzeichen der nationalsozialistischen Bewegung an Stahlhelm und Uniform trägt, so vollzog sich damit ein symbolischer Akt von historischer Bedeutung. Wehrmacht und Nationalsozialismus haben in den Jahren nach dem Zusammenbruch den Staat der Zukunft, jeder auf seinem Weg mit heißem Herzen gesucht. Sie haben ihr gemeinsames Ziel gefunden im Staate Adolf Hitlers, im Deutschland des Dritten Reiches. Generalleutnant a. D. Ribbentrop f. 3n Bad Sooden-Allendorf verstarb an den Folgen einer Grippe mit Lungenentzündung im 74. Lebensjahr Generalleutnant a. D. Ribbentrop, im'Kriege Führer einer aus kurhessischen und südhannoverschen Regimentern gebildeten Infanterie-Division und Ritter des Ordens pour le mgrite. Generalleutnant a. D. Ribbentrop lebte feit 1921 in Bad Sooden-Allendorf im Ruhestand. Oer rätselhafte Anruf. Von Olas Bergström Daß der Zufall auch in der Kriminalistik eine wesentliche, ja entscheidende Rolle zu spielen vermag, davon zeugt ein eigenartiger Fall, der sich vor zwei Jahren in der Reichshauptstadt zugetragen hat. Es war in einer Winternacht, als auf den Glockenschlag zwei das Ueberfallkommando ange- grufen wurde. ..Hier Juwelier Miller, Steinstraße 9!" rief eine heisere, aufgeregte Stimme. „Hilfe! Man bricht bei mir ein!" Es folgte ein kurzer Aufschrei und dann war alles still. Der Beamte hängte den Hörer ein. „Hoffentlich nicht zu spät", murmelte er. Dann rief er seme Leute und schon sauste das Polizeiauto durch die Straßen der Weltstadt. In wenigen Minuten war das Ziel erreicht. Die Schupos sprangen ab und stürzten vor den Laden. „Stimmt", sagte der eine und wies auf den eifer- nen Rolladen, der nicht ganz heruntergelassen war. Im Nu war das Ding in die Höhe geschoben. Die Tur war unverschlossen. Im Laden war Licht. Zwei sm tere Burschen waren gerade daran, einen Juwelenkasten aufzubrechen. „Hände hoch!" Die Beiden waren vollkommen überrascht. „Verdammt!" brüllte der eine und versuchte die Ture im Sprung zu erreichen. Die drohend auf ihn gerichteten Revolverläufe ließen ihn jedoch sein Vorhaben aufgeben. Schimpfend ergab er sich in sein Schicksal. Die Beiden bekamen Handschellen angelegt. Dann suchte man nach dem Ladeninhaber und fand ihn, am Boden liegend und geknebelt in einem hinter dem Laden gelegenen Raum. Es war ein älterer Mann. Man nahm ihm den Knebel und versuchte ihn aufzurichten. Das gelang nicht. Der Mann war bewußtlos, schien einen schweren Schlag auf den Kopf bekommen zu haben. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Es dauerte einige Tage, bis er vernehmungsfähig wurde. „Ich soll das Ueberfallkommando angerufen ha- bcn?" fragte er, aufs höchste überrascht den Kommissar, der ihn verhörte. „Ausgeschlossen." „Aber natürlich, wer soll es denn getan haben? Besinnen Sie sich nur mal richtig", redete ihm der Beamte zu. „Da gibt es nichts zu besinnen. Die Kerle haben mich doch im Schlaf überrascht!" Im Schlaf überrascht? Der Kommissar stutzte. Das hatten die beiden Burschen auch angegeben. Aber, zum Teufel, wer sollte denn sonst das Ueberfallkommando angerufen haben? Lag vielleicht ein ZUM Tode des Staatsministers Schemm Oie Anordnungen für die Trauerfeierlichkeiten. B e r l i n , 6. März. (DNB.) Wie die NSK. rnit- teilt, hat der Führer folgende Anordnung erlaßen: Arn Samstag, dem 9. März, dem Tage der Beisetzung meines tödlich verunglückten Gauleiters Hans Schemm haben die Gebäude sämtlicher Dienststellen und Gliederungen der NSDAP. und ihrer Nebenorganisationen die Flaggen auf Halbmast zu setzen. — Der Leichnam des Gauleiters Hans Schemm wurde am Donnerstag um 7.30 Uhr vom Krankenhaus Bayreuth i n d i e Weihehalle des Hauses der Deutschen Erziehung übergeführt. Freitag werden alle Reichsleiter und Gauleiter in Bayreuth eintreffen. Die bayerische Staatsregierung wird am Samstag im Sonderzuge von München kommen. Die am Samstag um 11 Uhr im Hause der Deutschen Erziehung beginnende Trauerfeier wird auf den Reichssender München übertragen,- ferner durch Lautsprecher auf die Straßen, durch di« sich der Trauerzug bewegen wird und in denen die Bevölkerung Aufstellung nimmt. Auf dem Wege zum Friedhof wird von sämtlichen Untergliederungen der Partei im Gau bayerische Ostmark Spalier gebildet. Am Samstag um 11 Uhr ist am S i tz jeder Kreisamtsleitung des NSLB. eine würdige Trauerkundgebung zu veranstalten. * Reichsminifter R u st richtete an die Reichsleitung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes in Bayreuth folgendes Telegramm: Die deutsche Erzieherschaft hat mit Hans Schemm einen unersetzlichen Vorkämpfer, der Nationalsozialistische Lehrerbund seinen Begründer und Führer, wir alle haben einen vorbildlichen Kameraden von seltener Lauterkeit und Gesinnung verloren. Ich spreche der Reichsleitung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes meine herzlichste Teilnahme aus, in der Hoffnung, daß das Erbe Schemms in uns allen stets lebendig und wirksam bleiben möge, (gez.) Rust, Reichsminifter für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. * Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg hat an die Witwe Minister Schemms folgendes Telegramm gerichtet: „Tieferschüttert von dem tragischen Ableben Ihres von mir besonders geschätzten Gatten übermittle ich Ihnen mein herzlichstes Beileid. An der Bahre dieses aufrechten Mannes und vorbildlichen Nationalsozialisten gedenke ich in Schmerz und Dankbarkeit seiner großen Verdienste für die Erneuerung von Volk und Staat." * Der Reichsjugendführer sandte zum Ableben Hans Schemms das nachstehende Beileidstelegramm an Frau Schemm: „Im Namen der -deutschen Jugend spreche ich Ihnen erschüttert unsere herzliche Teilnahme an ihrem tiefen Leid aus. Das junge Deutschland wird das Andenken Hans Schemms stets in hohen Ehren halten, gez. Baldur von Schirach." Masaryk und sein Staat. Zum 85. Geburtstag des Präsidenten der tschechoslowakischen Republik. Von unserem Ao.-Berichterstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Prag, den 5. März 1935. Am 7. März feiert der Präsident der tschechoslowakischen Republik, Thomas G. Masaryk, seinen 85. Geburtstag. Das tschechische Volk hat ihm den Namen „Tatitschek" gegeben, das heißt auf deutsch: das Väterchen. Wie bei allen Staatsoberhäuptern, die ein derartiges Alter erreichen, schwebt auch die Gestalt dieses ehemaligen Kutschersohnes, dessen Lebenslauf aus einfachsten Verhältnissen bis zur menschlich denkbar höchsten Stufe für eine Hönze Reihe neuzeitlicher Staatsführer so kennzeichnend ist, wie ein mystisches Wesen über der Politik seines Staates und seines Volkes. Man könnte darüber philosophieren, ob es für die Entwicklung eines Staatswesens mehr nützlich oder mehr schädlich ist, wenn der berufene Lenker seiner Geschicke als solcher bis zu dem Zeitpunkt ausharrt, wo die Natur einem tatkräftigen Eingreifen selbstverständliche Schranken gesetzt hat. Auch in der Tschechoslowakei wird man feststellen müssen, daß das bloße Dasein des Staatsschöpfers — und das ist Masaryk in der Tat gewesen — mit zunehmendem Alter ein desto wichtigeres Band wird, das auseinanberftrebenbe Verhältnisse unb Menschen burch bie Notwenbigkeit ber Rücksichtnahme zusammenhält. Jedermann in der Tschechoslowakei weiß, daß die ursprüngliche Staatsform, die Demokratie, die Ndasaryk für das Endergebnis einer im Weltkrieg gipfelnden revolutionären Entwicklung hält, wenig- stens formell solange erhalten bleiben wird, als Masaryk am Leben ist. Nur so ist es zu erklären, daß in dieser Beziehung die Tschechoslowakei tatsächlich in gewisser Beziehung eine Insel geblieben ist, wenn auch die geistigen Wellen aus den Staaten rings umher naturgemäß herüber- ge sch lagen haben und auf die staatsrechtliche Entwicklung — von der ursprünglichen Demokratie zur Parteienherrschaft — nicht ohne Einfluß blieben. Längst gibt es in der Tschechoslowakei Ma- saryks nicht mehr die unbedingte Freiheit der politischen Willensbildung und Meinungsäußerung, die der Staatsschöpfer als fein philosophisches Ideal erhofft hat. Sie konnte hier ebensowenig wie anderswo erhalten bleiben, weil auch hier den in demokratischer Weise die Macht ausübenden Personen die notwendige Einsicht unb innere Disziplin gefehlt hat. Längst ist dem Staatsbürger nur jene Meinung erlaubt, die bie Regierung für zulässig hält. Aber ber Grundgedanke, den Ausdruck der Volksmeinung durch ein vielfältiges System parlamentarischer Parteien zu vermitteln, von denen die diesem Staatsgedanken am treuesten Dienenden die Regierungsmehrheit bilden, blieb vorläufig erhalten. Niemand glaubt, daß dieser Zustand in der Tschechoslowakei dauernd sein kann. Die menschliche Entwicklung geht überall andere Wege. Wie stets, zeigt auch in der Tschechoslowakei ein ab ft e rbenbcs politisches System seine wenig schönen Seiten: Männer und Parteien, die wissen, daß ihre Zeit in Wirklichkeit vorbei ist, geraten in Versuchung, die ihnen noch zugemessene Macht nicht im Staats- und Gesamtinteresse, sondern für sich Racheakt vor? Diesbezügliche Ermittlungen führten zu keinem Resultat. Ein merkwürdiger Fall! Und er wurde noch merkwürdiger, als sich im Verlauf der nächsten 14 Tage noch zwei analoge Fälle ereigneten. Auch hier war das Ueberfallkommando angerufen, die Täter gefaßt worden, unb auch hier bestritten bie schwer verletzten Geschäbigten, angerufen zu haben. Die Polizei stand vor einem Rätsel. Nach einigen Wochen kam plötzlich Licht in die Affäre. Und zwar in dem Augenblick, als die Juweliere aus dem Krankenhaus entlaßen wurden. Denn jetzt stellte sich heraus, daß die wertvollsten Stücke aus den Läden inzwischen entwendet worden waren, das heißt, daß dem ersten ein zweiter Einbruch gefolgt war, der sich nun ohne weiteres mit dem geheimnisvollen Telephonanruf in Verbindung bringen ließ. Die gefaßten Verbrecher waren offenbar die Opfer eines anderen geworden. Der Kommissar traf seine Maßnahmen. Jetzt würde ihm der Bursche nicht mehr entwischen. Aber leider war er schon entwischt. Der rätselhafte Anruf wiederholte sich nicht wieder. Und es schien keine Aussicht mehr, dieses Burschen habhaft zu werden. Da trat eines Tages der Zufall in Aktion. Der Kommissar hielt Uch 'u einem anderen Fall gerade in Paris auf. „Ich habe hier einen eigenartigen Fall", erzählte ujm fo nebenbei ein französischer Kollege, „da wird neulich nachts das Ueberfallkommando angerufen, oon einem Juwelier, der entsetzt um Hilfe ruft, es |eien Einbrecher bei ihm im Laden. Meine Leute fahren Hin, verhaften richtig zwei Kerle, schaffen •£n .?er Juwelier ins Krankenhaus, unb wie la, ihn nach ein paar Tagen verhöre, behauptet ber BeutfVÄ mci!Lt.e ?er Franzose betroffen. «Aber, wie kommen Sie darauf?" „Sehr einfach", lachte ber Kommissar und erzählte seinem Kollegen seine Fälle... Drei Taae sväter wurde ber Verbrecher gefaßt. 9 ,pater brei Jahrzehnte fang als Lehrer, vor allem aber auch als staatlicher Denkmalpfleger in Hessen und als Kirchenbaumeister der hessischen evangelischen Landeskirche eine überaus reiche unb verbienstvolle Tä- tigfeil entfaltet. Von feiner charaktervollen Bau- gefinnung, bie auf eine gute handwerkliche Tradi- tion und ausgezeichnete technische Durchbildung gegründet ist, zeugen zahlreiche Wohnbauten und öffentlichen Gebäude, besonders in Darmstadt unb Frankfurt a. M. Als einer ber besten Kenner ber hessischen Baukunst unb Baugeschichte hat Geheimrat Walde in jahrzehntelanger unermüdlicher Arbeit das schwierige unb verantwortungsvolle Amt eines hessischen Denkmalpflegers verwaltet: zahlreiche ehrwürdige Baudenkmäler besonders in Oberhessen unb Starkenburg verdanken seiner Umsicht und Sachkenntnis ihre Erhaltung ober eine roürbige Erneuerung. In vielen Gemeinden unseres Hessenlandes hat Walde so manches alte Gebäude — Wohnhäuser, Rathäuser, Kirchen und Kapellen — vor dem Untergang gerettet. Von seinen wißenschaft- lichen Arbeiten, die aufs engste mit diesem seinem eigentlichen Lebenswerk verbunden sind, seien vor allem die „Kunstdenkmäler im Freistaat Hessen" und „Kloster Arnsburg" genannt. Die Leser des „Gießener Anzeigers" sind mit der schöpferischen und erhaltenden Tätigkeit Waldes aus mancherlei Beiträgen in unserer „Heimat im Bild" seit langem vertraut. In neuerer Zeit ist ber umsichtigen Tätigkeit Geheimrat Waldes bie Instandsetzung bes alten Hospitals in Wimpfen unb des alten Mainzer Amtshofes in Heppenheim, sowie der Lorscher Torhalle zu verdanken. Die Theologische Fakultät der Hessischen Landesunioersität in Gießen hat Professor Walde in dankbarer Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit auf dem Gebiete der kirchlichen Denkmalpflege 1932 die Würde eines Ehrendoktors der Theologie verliehen. »Kommt nach Hessen-Waldeck!" Geheimrat Professor D. Walbe Z’O Jahre alt. SfUn' QU5 L^ban in Schlesien stammt und in im eXnhrf,ion9n’eits- gefunden hat, wurde Steilung für Architektur der Darmstadter Hochschule berufen unb hat hier über Als einer der ersten deutschen Landesverkehrsver- bänbe übergibt Heßen-Walbeck einen bunten Blumenstrauß von acht gut ausgestatteten Werbeschriften der Oeffentlichkeit. „Kommt nach Hessen- Waldeck, in den schönen Kurgarten im Herzen Deutschlands mit seiner jahrtausendalten Kultur, feinem heimatgebundenen Volks- unb Brauchtum" auf dem Titelblatt ein Schwälmer Bauernbursche in feiner Festtracht in alle Welt hinaus. komL?nmrut)rt "egt dieser herrliche, große kur- yefsische Bergpark, dessen Tore durch diese Werbe- Ichristen weit geöffnet werden, im uralten katti chen ötammlanb mit seinen bunten Trachtenträgern unb ’ selbst auszunützen! An der Macht aber tönnett sie sich nur mit Mitteln der Gewalt erhalten, die den auffteigenben Widerspruch jener Kräfte unb neuer Gebauten so lange als möglich zurückzuhalten versucht. Diese Mittel aber, die die Demokratie vermeintlich zu ihrem Schutze anwendet, sind ein Widerspruch in sich und gegen ihr Wesen. Wenn die Mehrheit eines Volkes nur durch Zwang daran verhindert werden kann, seine innere Abkehr von dem herrschenden Staatssystem zum Ausdruck zu bringen, härt natürlich die Demokratie auf. Bleibt das System starr, so nähert sich die Gefahr der Explosion. Das ist, unparteiisch betrachtet, der innerpolitische Zustand der Tschechoslowakei am 85. Geburtstag ihres Präsidenten. Längst haben führende tschechoslowakische Staatsmänner, darunter auch der linksstehende Schüler Masaryks, Dr. B e n e s ch , erkannt und öffentlich ausgesprochen, daß auch für die Tschechoslowakei die Zeit des Liberalismus und des Individualismus vorbei ist. Sie haben ausgesprochen, daß Einzel- interessen hinter das Wohl der Gesamtheit zu treten haben. Gerade in ber letzten Zeit werben von diesen Staatsmännern Vorschläge für wirtschaftliche Planarbeit ausgesprochen, die, wenn sie durchgeführt werden, ber Wirtschaftsdemokratie ein Enbe setzen. Niemanb kann sich einbilben, baß sie bann politisch erhalten bleiben kann. Auch in ber Tschechoslowakei brängt alles nach größerer Machtvollkommenheit ber bie Herrschergewalt Ausübenben. Da bie Tschechoslowakei ein Nationalitätenstaat ist, barf man annehmen, baß ein totalitäres Regierungssystem zunächst ausgeschlossen ist. Die Tschechen bilden eine knappe Mehrheit, auch nach ben offiziellen Statistiken. Ohne Staatskrise konnten sie ein System nicht einführen ober erhalten, das hierzulande die Vernichtung der Minderheiten bedeuten müßte. Man darf daher wohl annehmen, daß der gangbare Weg der Entwicklung — zu einem Absolutismus einer oder mehrerer herrschender Parteien mit möglichster Ausschaltung des Parlaments oder zu einem Präsidentenabsolutismus führen wird. Die nächsten Wahlen werden darüber noch kaum entscheiden, denn die einander widerstrebenden Kräfte halten sich noch zu sehr die Waage. Daß die tschechischen Agrarier Anspruch auf die Diktatur erheben, hat einer ihrer Führer vor kurzem öffentlich ausgesprochen. Daß die Wahl des jetzigen Außenministers Dr. B e n e s ch zum Nachfolger Masaryks ebenso zu einer mehr oder weniger verhüllten Personaldiktatur führen könnte, fürchten seine Gegner. Die Tschechen gelten als ein politisch kluges Volk. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß ihre führenden Männer aus allen Lagern versuchen werden, einen Ausgleich zu schaffen, der innere Erschütterungen ausschließt. Ob es nicht besser gewesen wäre, wenn Masaryk selbst mit seinem überraschenden Einfluß dieser notwendigen Entwicklung den Weg gebahnt hätte, statt dogmatisch an unhaltbaren Formen festzuhalten, wird die kommende Entwicklung zeigen. Die Deutschen der Tschechoslowakei jedenfalls sehen ihr mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie fürchten auf der einen Seite, daß sie unter neuen Verhältnissen in noch größerem Maße Objekt der Staatspolitik fein werden, als sie es bisher schon waren. Wenn sie daher, deren Parlamentarier schon bei der Präsiden- feiner kerndeutschen Bauerngesittung. Jeder Fremde, der ausspannen will, findet das, was er sucht unb braucht, gleichgültig ob er am Steuerrad sitzt, wandert, angelt, jagt, paddelt, radelt ober fliegt: In ber kernigen Rhön mit ihrer stolzen weltberühmten Wasserkuppe, in bem burgenreichen romantischen Werratal, im lieblichen Fulbatal, in ber trachtönbunten Schwalm, im fröhlichen Ober- lahntal, im blühenden, lachenden Kinzigtal oder in ber anmutigen Edersee-Landschaft in Wal- d e ck. lieber all diese Erholungsgebiete geben die schönen, farbigen Werbeschriften, bie von bem Lan- besverkehrsverband Heßen-Walbeck in Kassel bezogen werben können, sowie sämtliche örtlichen Reise- unb Verkehrsbüros erschöpfende Auskunft. Unb man wird um so lieber in dieses klimatisch denkbar günstige Mittelgebirge fahren, als es dort Pensionspreise schon von 3 Mark an gibt und Hessen-Waldeck von den west-, nord-, mittel- und südwestdeutschen Industriegebieten aus wegen seiner zentralen Lage schnell und billig erreichbar ist. . Zeitschriften. — Im Märzheft von VelhagenScKlasinas Monatsheften findet sich, was unsere Leser besonders interessieren dürfte, u. a. eine aufschlußreiche Abhandlung des Historikers unserer Landes- Universität, Professor Dr. Gustav Roloff, über den französischen Minister Kardinal Herzog von Richelieu. In einer gründlichen Schilderung der militärischen unb biplomatischen Lage Europas im 17. Jahrhundert entwickelt Prof. Roloff bas Bild Richelieus als bes ersten französischen Staatsmannes, ber „Eroberungen auf rein deutschem Boben nicht nur geplant, fonbern vollzogen hat; er hat bie Grenzfrage zwischen Deutschland) unb Frankreich aufgeworfen unb in einer Weife beantwortet, die in Deutschland) als ungerecht unb schmachvoll empfunben werben mußte. So ist er ber Urheber des seitdem bestehenden deutsch-französischen Gegensatzes geworden, der in allen großen politischen Fragen, nwgen sie scheinbar den rheinischen jmb elsässischen Dingen noch so fernliegen, offen ober verborgen mitschwingt". In ber Schilderung Ro- los s, die so von der Darstellung des historischen Bildes beziehungsvolle Verbindungslinien zu un- t?rer nächsten Gegenwart aufweift, scheint uns die Darstellung der diplomatischen Methoden des Kardinals, semer Stellung in den Hugenottenkämpfen, feines Verhältnisses zu Gustav Adolf und zum Herzog Bernhard von Weimar besonders lehrreich für die Geschichte der französischen Annexionspolitik m den deutschen Grenzlanden am Rhein, in Elsaß unb Lothringen. Zusammenschluß derGartenbauwirtschast Horst Wessel als Korpsstudent e n 0 rn- Hcmdel Handel A p o - ist der Aus korpsstudentischen Kreisen wird uns geschrieben: Am 23. Februar 1935 waren es fünf Jahre, daß Horst Wessel, der tapfere und symbolhafte Vorkämpfer des Nationalsozialismus, von feigen Kommunisten dahingemordet, sein junges und hoffnungsreiches Leben aushauchte. Horst Wessel, der durch sein Beispiel und sein Lied zum unsterblichen Kämpfer und Sänger des Dritten Reiches geworden ist. Ihm, der als der Treuesten einer unter uns fortlebt, find wir es schuldig, daß ihm auch als Korps st udent und deutscher Waffe n st u d e n t sein Recht widerfährt. Es gilt zu brechen mit dem Gerücht, der Nationalsozialist und SA.-Sturmführer Horst Wessel habe sich innerlich nicht mehr mit seinen Korps verbunden gefühlt, er habe sein Band niedergelegt, seinen Korps den Abschied gegeben und ähnliches. Alle diese Ausstreuungen sind unrichtig. Ein Korpsbruder Horst Wessels, Dr. RudolfSabath (Normanniae-Berlin), hat'in seiner am 30. September 1934 an der Horst- Wessel-Eiche auf der Nudelsburg bei Kosen gehaltenen Ansprache hierzu folgendes ausgeführt- „Ich will nicht näher darauf eingehen, wie nach unsren Ehrbegriffen und nach nationalsozialistischer Auffassung die Verbreitung von Gerüchten, die lediglich der Verkleinerung oder Verächtlichmachung dienen, zu bezeichnen ist. Ich halte es an dieser Stelle vielmehr nur für meine Pflicht, derartige Behauptungen mit aller Entschiedenheit als unwahr zurückzuweisen. Die Verbundenheit Horst Wessels mit seinem Korps hat bis zu seinem Tode bestanden und wird in aller Ewigkeit weiter- bestehen. Beweis dafür ist, daß er als SA.-Mann noch nach Wien gegangen ist, um dort sich sein zweites Korps-Band, das Band der Alemannen zu erwerben; Beweis ist, daß niemals der Gedanke bei seinem Korps bestanden hat, ihn auszuschließen; Beweis ist, daß er noch zwei Tage, bevor er den Meuchelmördern zum Opfer fiel, mit mir als feinem väterlichen Freund und Korpsbruder stundenlange Zwiesprache hielt, in der er mir sein Innerstes erschlossen hat, und er die Veranlassung war, daß mein Sohn sich der SA. anschloß. Beweis ist ferner seine eigene Familie, die sicherlich mehr Einsicht in die Beziehungen Horst Wessels zu seinem Korps hat als die, die vielleicht Horst Wessel persönlich nie kennengelernt haben. Und wenn wir heute an dieser Horst-Wessel-Eiche einen Kranz zu seinem Gedächtnis niederlegen, so geschieht es nicht nur, um ihn als den Wegbereiter des Dritten Reiches und als den Dichter seines zur Nationalhymne gewordenen Liedes zu ehren, sondern um ihm zu danken, daß er sich bis zu seinem Ende auch stets zu seinem Korps bekannt hat, wie wir auch stets uns zu ihm bekennen werden. Treue um Treue!" gewußt: daß der deutsche „Saargänger", der Arbeiter, der rings im Lande wohnte, im Hunsrück vor allem, weiterhin sein Brot unten an der Saar, in den Hüttenwerken und Gruben fände. Und auch die einzige Feldfrucht, die viele der Hunsrückbauern auf ihrem mageren Boden anbauen konnten, die Kartoffel, durfte nicht mehr ihrem einzigen Absatzmarkt, eben dem Jndu st riebe cken der Saar, zugeführt werden. Dafür wurden Erzeugnisse aller Art von Frankreich her eingeführt. Elend und Arbeitslosigkeit, Mutlosigkeit, Verzweiflung waren in die Hochwalddörfer und in die Eifeldürfer am Rande des Saargebietes eingezogen. Auswanderung setzte ein, manche suchten in fremden Ländern neue Existenzmöglichkeiten. Die Sterblichkeitszisfer war hoch, die Krankenhäuser in den Städten füllten sich mit erbkranken und unterernährten Menschen, denen ein sinnlos gieriges Diktat die natürliche Ernährungsgrundlage, den Lebensraum, genommen hatte. Und nun das weitere Umkreisland der Saar: das Trierer Land, die Stadt Trier selber! Einst war sie aufgeblüht als Sammelplatz der Randindustrien des Saarbeckens. Alle Erzeugnisse der Trierer Fabriken und Werkstätten hatten eine Beziehung irgendwelcher Art zur Saar. Es waren häufig verarbeitende Industrien für die Schwerindustrie der Saar. Metall, Keramik, Leder, vieles andere mehr wurde dann auch wieder für die eng besiedelte Saarlandschaft verarbeitet. Das alles hörte auf, als 1919 ein Federstrich das Saarland vom Trierer Land, vom mittleren Moseltal trennte. Das bedeutete die Durchschneidung einer Lebensader des deutschen Lebens der Weftmark. Gruppe gehören ferner die Hersteller von Rübensaft, Limonaden, Tafelwasser (mit Ausnahme staatlicher und gemeindlicher Betriebe), Essig und Speis esenf. 3. Die Betriebe, die mit den genannten Erzeugnissen handeln (Verteilergruppe). A u s g men ist aus naheliegenden Gründen der mit ausländischem Rohtabak, sowie der mit den genannten Erzeugnissen durch tenwahl im Vorjahr Masaryk ohne Ausnahme ihre Stimme gegeben haben, diesmal überall an den Feiern zum Geburtstag des Staatspräsidenten mehr als einen nur äußerlichen Anteil nehmen werden, darf man sich nicht darüber wundern. Für sie ist der alte Mann auf dem Präsidentenstuhl eine Art Bürge zwar nicht der ihnen in den Minderheitenschutzverträgen zugesagten Gleichberechtigung — diese wurde nie völlig durchgeführt und in den letzten Jahren immer mehr gemindert — aber doch gegen eine völlige Ausschaltung von der Mitberatung — Mitbestimmung kann man trotz deutscher Ministerposten nicht gut sagen. Auf der andern Seite ist es aber gerade die große Mehrheit der Deutschen in der Tschechoslowakei, die eine neue Zeit auch hier herannahen sieht und daran mit- arbeiten möchte. Daß sie nur ein Mittel haben, nicht völlig unter die Räder zu kommen, nämlich die größtmögliche Einigkeit, dürften sie nun ja wohl alle eingesehen haben. Mutig den Sprung ins Unbekannte zu wagen und ohne ängstliche Deckung hinter einem einzelnen, und sei es auch der Staatspräsident, zu suchen, dem Geist der Zeit Rechnung zu tragen und sich künftig von den Tschechen bei neuen Entwicklungen nicht ausschalten zu lassen, wird die schwere Ausgabe ihrer Führer sein. Auch ein Masaryk kann der Zeit nicht gebieten, still zu stehen, und bei der „gottgewollten Ordnung von 1919" — wie es Dr. Benesch einmal genannt hat, auf ewig zu verharren. Daß alle Nachbarn und ganz Europa das lebhafteste Interesse daran haben, daß der Uebergang auf politisches Neuland auch in der Tschechoslowakei mit möglichst geringen Erschütterungen vor sich gehe, ist klar. Trier wurde eine stille, wirtschaftlich scheinbar bent Untergänge geweihte Stadt. (Es hatte ja außerdem auch noch seine starke deutsche Garnison verloren.) Der Bischof von Trier aber sah einen bedeutenden Teil seines Kirchenvolkes unter fremde politische Herrschaft geraten — wobei die Gefahr entstand, daß sich der französische Klerus die Lage zunutze machte und das Saarland dem nächsten französischen Bischofssitz unterstellte. Dies wurde durch kluge Taktik vermieden. Und so geht nun ein Aufatmen durch das Grenzland,'dem die Wege hinüber ins Saarbecken wieder erschlossen werden. Schwere Sorgen sind jetzt in Hoffnungen verwandelt: es wird wieder ein einheitliches Wirtschaftsgebiet entstehen — wenn auch nicht unter den sorglos günstigen Bedingungen der Vorkriegszeit, so doch unter einem neuen ernsteren Zeichen: den Fahnen des Dritten Reiches. Was das menschlich, völkisch, nationalpolitisch für die Weftmark bedeutet, das ist noch mit Worten schwer zu beschreiben. Hier bricht ein neues Zeitalter für ein schwer geprüftes deutsches Land an, für einen Menschenschlag, der zäh an seiner Heimat hängt und seit Jahrhunderten um dieser Liebe willen zu leiden hatte. Seine unbesieg- liche Heiterkeit hat einen neuen Auftrieb erhalten. Zerrissene Familien werden wieder zur Einheit kommen, keine Grenze trennt mehr die drüben an der Saar von denen hüben an der Mosel. Keine Zollschranke und keine fremde Polizei kann mehr trennen, was von Gottes und Natur wegen zufam- t h e k e n. Gartenbau im Sinne dieser Verordnung . Anbau von Obst, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen, sowie von Gemüse- und Blumensamen. Zum Gartenbau gehören auch die Baumschulen mit Ausnahme der forstlichen Baumschulen. Aufgabe dieser Zusammenschlüsse ist die Durchführung der Marktordnung durch Regelung der Erzeugung, des Absatzes und der Verwertung, sowie der Preise und Preisspannen für Erzeugnisse der Gartenbauwirtschaft. Um den Absatz zu regeln, können Gütebestimmungen getroffen,Marktverordnungen für einzelne Gebiete erlassen, eine angemessene Vorratshaltung vorgeschrieben, M i n d e st u m s a tz m e n g e n für die Verteilergebiete festgesetzt werden usw. Die Festsetzung von Preisen und Preisspannen bedarf der Zustimmung des Reichsministers für Ernährung. Die Neuerrichtung von Betrieben der Verarbeiter- und Verteilergruppe ist mit Ausnahme des Einzelhandels genehmigungspflichtig. Die Verordnung tritt am 15. März 1935 in Kraft. Eine Grenze fällt.... Ein Aufatmen bei den Nachbarn des Saarlandes. Von (Surf Hotzel. Das Saarland kehrt heim ... Parole für einen die ganze Welt angehenden Sieg deutschen Willens zur Volksgemeinschaft. Weittragendes außenpolitisches Ereignis, Fanfare des Selbstbehauptungswillens über ganz Deutschland hin ... So sieht sich diese Heimkehr vom Fern- st e n her an, so wirkt sie auf die Welt. Aber alle Bewegungen der Völker haben auch ein N ä ch - ft e s, haben ein anderes Gesicht von der Nähe. So auch die Saar. Da war es schon ein ungewohnter Anblick auf den Bahnhöfen des Trierer Bezirks, die deutschen Wagen zu sehen mit der weißen Anschrift „Saar". Da kamen die Autos mit derselben Schlußmarke. Da kamen die Briefe, da kamen die vielen anderen Merkmale eines selbständigen „Landes" außerhalb unserer Grenzen, das hieß: „Die Saar". Immer ein Anstoß uns allen. Immer ein Menetekel für die, die meinten, es würde uns was geschenkt. Das ist nun überwunden. Das ist nun Vergangenheit. Was aber heißt das für die nächste Nachbarschaft? — Wer einmal in vergangenen Jahren durch den Hochwald des Hunsrück gewandert ist und Einkehr gehalten hat in den stillen Dörfern dort oben, der weiß, was es für diese Nachbarn des Saarlandes heißt, wenn von jetzt ab keine fremde „Besatzungsbehörde" (denn was war die ,Saarregierung" anderes?) mehr dreinreden kann, wenn es darum handelt, etwas nach dem Saarbecken dort unten für die vielen arbeitenden Menschen zu verkaufen, wenn es darum handelt, dort unten am Ende selber wieder Arbeit zu finden rote ehedem in alten Zeiten. Denn das hatten ja die fremden Machthaber an der Saar zu verhindern mengehört. Und dann stehen wir als Wiederkehrer und Wan- derer auf einem der grünen Berge und schauen hinaus ins Land an der Saar, und uns will das Herz aufgehen in der Schönheit dieses herrlichen deutschen Landes: wir werden dankbar hinabschauen auf das Gewimmel feiner Arbeit, denn wir verdanken es seinen Menschen, unseren deutschen Volksgenossen an der Saar, daß wir wieder auf' ein zurückgewonnenes Stück deutscher Heimat blicken dürfen. Gruß an die deutsche Bauernfrau. Die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz- Klink schreibt in der Korrespondenz des Reichs- nährstandes: Die nationalsozialistische Bewegung ist der Garant für das Leben des deutschen Volkes. All unser Tun in den einzelnen Gliederungen der Bewegung gilt der Sicherstellung dieser Lebensgarantie für unser Volk. In diese gewaltige Ausgabe schaltet sich beraubt die deutsche Frau durch immer engere Zusammenarbeit aller Frauen ein. Das Abkom - men d e s Reichsnährstandes mit der NS. -Frauenschaft, als Trägerin der welt- anschaulich-politischen Schulung der Frau, erhält eben daraus seine besondere Bedeutung; denn wir wissen, die Ausgabe, die uns als Frauen gestellt ist, ist allen deutschen Frauen gemein- s a m. Und wir werden sie nur dann bewältigen, wenn wir alle s i e in dem gleichen Glauben und Willen anpacken. In diesem Sinne grüße ich die deutschen Bauernfrauen. Wir wissen um die Schwere eurer täglichen Arbeit. Die engere Zusammenarbeit mit der NS.-Frauenschast soll diese Arbeitslast nicht vermehren; die Zusammenarbeit soll nur über unsere tägliche Arbeit hinaus eine Stelle schaffen, wo wir uns alle miteinander klar darüber werden, wie unsere politische Haltung sein muß, wenn aus unserer täglichen Arbeit das deutsche Volk leben soll. Gäste im Jungvolk. Der Reichs-Jugend-Pressedienst veröffentlicht Ein- zelheiten über die Aufnahme von Gästen in das Jungvolk. Danach wird als Gast am Jungvolkdienst in Zukunft teilnehmen können jeder deutsche Junge arischer Abstammung vom Beginn des 11. bis Ende des 14. Lebensjahres. Er'hctt bei der Aufnahme als Gast sogar die Wahl, ob er nur am Dienst beim Staatsjugendtag oder am Gesamtdienst teilnehmen will. Selbstverständlich ist, daß der Gast für die Dauer feiner Teilnahme am Jungoolkdienst diefelbenPslichten wie jeder andere Jungvolkjunge hat. Berechtigt ist er, die Gleichtracht des Jungvolkes zu tragen, jedoch ahne Jungvolkabzeichen, Aermelfcheibe, Jungoolk- Koppelfchloß, Schulterriemen und Fahrtenmesser. Auch die Bestimmungen der Jugendpflegeverstche- rungen gelten für den Gast ebenso wie für das Vollmitglied. Besonders hervorzuheben ist, daß die eventuelle Mitgliedschaft in einem anderen Jugendverband durch das Gastsein im Jungvolk nicht be« rührt oder unterbrochen wird. Mit der Ausnahme von Gästen hat die HI. ein neues Gebiet der air- beit an der deutschen Jugend beschritten. wechsel in der Obergauführung des Bb2IL in Hessen-Nassau. Die bisherige Obergauführerin des BdM. Gau Hessen-Nassau, Therese Walcher, die in zielbewußter Arbeit die nationalsozialistische Mädelorganisation Hessen-Nassaus aufgebaut hat, wurde von der Reichsjugendführung in ein größeres Arbeitsgebiet berufen. Die Reichsreferentin des BdM., Trude Mohr, würdigte anläßlich einer Führerin- Berlin, 6. März. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Gartenbauwirtschaft erlassen, die soeben im Reichsgesetzblatt veröffentlicht wird. Der neue Zusammen- chluß ist ebenso wie die Marktordnung für Getreide, Vieh, Milch usw. aufgebaut. Alle an der Gartenbauwirtschaft beteiligten Gruppen, also Erzeuger, Verarbeiter und Verteiler, werden zu Gartenbau-Wirtschaftsoerbänden zusammengeschlossen und zwar wird für das Gebiet jeder Landesbauernschaft ein Wirt- chaftsverband gebildet. Die Gartenbau-Wirtfchafts- oerbänbe werden ihrerseits wiederum zur Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft vereinigt. Die Rechte und Pflichten der wirtschaftlichen Vereinigung der deutschen Obst- und Gemüse-Verwertungsindustrie gehen auf die neue Hauptvereinigung der Gartenbauwirtschaft über. Im einzelnen gehören zu den Gartenbau-Wirt- schaftsverbänden 1. die Betriebe, die Gartenbauerzeugnisse, Gewürzpflanzen, sowie Heilpflanzen oder Arzneikräuter anbauen und in den Verkehr bringen. Ferner die Betriebe, die Tabak anbauen und ihn als Rohtabak in den Verkehr bringen (Erzeugergruppe). 2. Die Betriebe, die O b st und Gemüse aller Art einschließlich der Südfrüchte und Pil^e oer arbeiten (Derarbeitergruppe). Zu dieser Der Nmielen-Prozeß Wien, 6. März. (DNB.) Im Rintelen - Prozeß kam es zu erregten Auseinandersetzungen bei der Vernehmung des Chefredakteurs der „Reichspost", Staatsrat Dr. Funde r. Er gab an, daß er in den ersten Jahren der politischen Tätigkeit Rintelens vertrauensvoll zu ihm gestanden habe. Erst später, als er von feinen hochfliegenden Plänen erfahren habe, habe sich diese Einstelluna geändert. Im Oktober 1924, als die Frage der 'Wiederwahl von Hainisch aktuell war, habe Rintelen ihm auseinandergesetzt, daß er gern Bundespräsident werden möchte. Am 15. Mai 1932, vor der Beauftragung von Dollfuß mit der Kabinettsbildung habe Rintelen aufgeregt zu einem seiner Redaktionskollegen geäußert, das könne doch nicht sein, daß Dollfuß Bundeskanzler würde. Er selbst müsse es werden. Im Juli 1934 habe der Zeuge Rintelen um eine klare Stellungnahme gebeten. Dieser habe mit Empörung solche Verdächtigungen zurückgewiesen, aber dabei geäußert, wenn Dollfuß die ihm gestellte Aufgabe nicht vollenden wollte oder könnte, dann werde er in die Bresche springen und die Diktatur aufrichten. Dollfuß habe sich wiederholt beunruhigt über Rintelen ausgesprochen, besonders als Rintelen nach Rom gegangen fei. Rintelen erklärt dagegen, daß er nie nach der Bundespräsidentschaft gestrebt habe. Man möge die Bundespräsidenten Hainisch und Miklas darüber vernehmen. Rintelen wandte sich auch gegen die Aussage, wonach er geäußert hätte, falls Dollfuß versage, würde er in die Bresche springen. Diesen Ausspruch habe er bestimmt nicht gemacht, da er sich auch nie um die Kanzlerschaft beworben hatte. Funder erzählt weiter, wie er von Schuschnigg den Auftrag erhalten habe, Rintelen in das Heeres- minifterium zu bringen, fei dieser sehr aufgeregt gewesen. Er sei bereits fertig zum Ausgehen gewesen und habe gesagt, er wolle zu Schuschnigg. Erst durch dieses Verhalten Rintelens fei er zu der Mutmaßung gekommen, daß Rintelen b e t e i l i g t fei. Daran fei auch schuld gewesen ein telephonischer Anruf des Generals Wagner. Rintelen habe aus eine Anfrage von diesem eine ausweichende Antwort gegeben, etwa des Sinnes, daß er nicht reden könne. Dann wurde der Generaldirektor der Rawag (Oefterreichische Rundfunkgesellschaft), C z e j a , vernommen. Diesen hatte der Angeklagte knapp nach 13 Uhr fernmündlich angerufen und ihm gesagt, es sei mit feinem (Rintelens) Namen e i n M i ß - brauch geschehen. Czeja erwiderte, er sei im Rundfunkhaus eingefchlossen und es werde wie wahnsinnig geschossen. Dr. Rintelen müsse i h m helfen, worauf dieser sagte, er könne gar nichts machen, Czeja möge sich an die zuständige Stelle wenden. Der frühere Leiter der Rundfunksendestation in Graz, Franz Huber, der vor kurzem feinen Posten wegen des Verdachtes nationalsozialistischer Gesinnung verloren hat, war mit dem Angeklagten im Hotel „Imperial" zusammen, als um 13.15 Uhr die Nachricht von der bekannten Rundfunk- b o t f ch a f t über Rintelen kam. Dr. Rintelen sei darüber furchtbar erregt gewesen und habe erklärt es sei ein Mißbrauch mit feinem Namen geschehen und habe ihn zum Bundeskanzleramt geschickt, um nachzusehen, was los fei. Der Zeuge fuhr dorthin, fand aber bereits alle Türen geschlossen und Panzerautomobile vorgefah- rem Er eilte zu Dr. Rintelen zurück, teilte ihm seine Wahrnehmungen mit uni) trennte sich bann von ihm. Rückk unter General $,e0re,che^TK~~^ LettoLv.VorbeckhUlZ‘rUp Immer wieder von neuem begeistert I o. Mdst, dick u. rund, 31/s Pf. Eine vorbildliche Zigarette! Auch die neue Bildersammlung: „Die Nachkriegszeit 1918-1934“ wird jedermann lebhaft interessieren, weil sie das Weltgeschehen einer Epoche zeigt, von der das eigene Schicksal mehr oder minder stark bestimmt worden ist. ist jeder Raucher, der Wert auf guten Tabak legt u.ein volles, griffiges Format liebt, von öbEik steinS 1331 D 1321 D Lang-Göns, Trais-Münzenberg. Frankfurt am Main, den 6. März 1935. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Anton Velten XVI. Die Beerdigung findet Freitag, den 8. März, nachmittags 2l/a Uhr, vom Trauerhause in Lang-Göns aus statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Gattin, unsere innigstge- liebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Luise Velten, geb. Spies nach schwerem Leiden im 62. Lebensjahre heute morgen gegen 8 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, mein treusorgender Vater, Schwager und Onkel _ , Herr Wilhelm Müller I. nach kurzer, schwerer Krankheit und überstandener Operation in der Klinik zu Gießen gestern abend 11 Uhr sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: L d. N.: Dorothea Müller, geb. Feuser. Reiskirchen, den 6. März 1935. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 8. März, nachmittags 2% Uhr, in Reiskirchen statt 0930 Heute mittag 3% Uhr entschlief*nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Hermann Hofmann im 57. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Hofmann Familie Mogk. Giessen (Frankfurter Straße 140), den 5. März 1935. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2% Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. den, daß schaffen s> die, schon Landsman Die gric genen M fräste sta Schissen b Kreuzer , aus dem > aus der Grundrep worden. ! eine verhc Kanonen > 23 Seeme griechische ger „Hel 1914 von Building aus der g nifierf uni worden. G und einer An Ze vier ältere in Genua 2000 lot kleine ! (78 Stdkr 4-cm-Flug Frankreich sind auch i Itarfen Io. fäütj unb ei 17 kleine ält Teil aus De bestand der Unteroffizier Jahres veri das an 9 Kreuzer ui wert, wie i Wie mc sich wirkl Regierung ebenso w Wehrpf Für das Monate.: hat der $ sionen un der Ober! Chef d der vier Saloniki neu erric st e l l u n Zu drei F zeugen ui ston vor. hon, bi W ihre, iör fftegec Mgf 51 noch , Die Be Östlich. Ne iMengervc Aeg SonS Die ft SM* vor den To in d-e en T' ausgebroch über W kraft unb 1 man mit öi nicht der IP Unzusneden! bereiteten Es schem Hauptträger sich hatte । laffung, W gerade m ftrengunge spielen. Wetterbericht entqter re am Luunroua) gegen 4.4. uyi jiuhqm- y V7 7 . s ex,,», (.»tw . fifdjer Zeit zwischen den Stationen Ambes unb । einen Unfall vorgetaufcht unb jebe Schulb beftrit- Nachdnick verboten Gewähr 6. März 1935 23. Ziehungstag 342354 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 117001 33734 16938 285105 347096 2842 4114 9575 35362 13995 209719 238765 84821 34 Gewinne zu 80840 300240 315922 347978 7874 8762 8853 9780 20925 U WERBESSSII 399558 78151 88625 141660 219694 161015 35845 235442 363556 88659 I 134798 210724 259655 281234 309714 24563 40826 62289 79944 92033 30664 41929 65037 83065 l 92193 104258 82783 367796 49877 325941 84379 126500 205031 252451 275461 306859 335989 383713 141970 222272 werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht! 157583 225999 121039 140695 159202 193260 204953 214721 244091 258438 268043 282353 296240 317821 334636 358336 366582 373884 136189 119980 350823 102333 127523 141230 169675 195013 207790 215268 246639 259127 268384 282445 300872 320491 337970 358773 366826 375929 12927 34953 1 48554 . 70906 89097 ■ 96164 $ 105418 122522 128413 141345 149290 166641 178589 192597 203048 220107 234439 243604 269342 284775 293222 301635 311947 323443 335092 348600 361256 379497 32345 42130 68561 85214 92388 105052 116584 126123 140153 148395 162353 178528 191851 199925 217690 233365 240997 266746 283578 292786 300498 311843 322560 332376 346602 359505 370665 399280 11401 34411 52943 76464 87390 108242 127827 143507 165207 198786 208506 219970 247126 259945 273957 287703 310819 322395 341040 359275 368033 379061 88752 111323 138382 148319 184091 201046 210911 228955 254918 264614 278525 290604 316696 324246 353815 362708 368816 390591 119856 6784 111620 139900 153232 188152 203467 211353 230965 256653 266130 281940 291988 317475 325934 357957 364479 369421 397444 22407 114993 162603 256743 397777 37016 51843 71775 165586 227228 264765 292393 325204 358745 38535 52560 79860 91998 111285 131789 144427 180032 199219 209321 228629 251672 260617 275708 289669 315274 322530 341181 359932 368402 389149 16196 36677 49317 71692 89924 97023 136416 215422 264107 290610 316103 108191 124713 134527 144485 149820 170850 183932 194481 203535 222116 236047 252164 271059 286872 294117 307486 317787 327944 336296 349815 369238 390036 228225 270700 298298 327132 371647 116252 125835 139122 147808 160649 177789 191385 196885 214301 232917 237061 257782 278730 289151 296807 309092 319120 332196 343125 351977 370047 398205 112267 125308 135992 147282 154346 172746 190947 195512 213735 231837 236213 256895 273126 287798 296074 308515 318891 329599 336600 351051 369483 392962 237566 271478 300689 331158 379636 106653 123607 132215 142260 149717 170387 180632 194001 203520 220675 234440 245553 270510 286742 293652 306857 315122 323824 336080 348612 368466 379952 | Einspaltige | Kleinanzeigen 4 Gewinne zu 10000 M. 4 Gewinne zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. Auf der Strecke von Bordeaux nach Libourne e n t g l e i ft e am Mittwoch gegen 22 Uhr franzö- Gewinnauszug 5. Klaffe 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Prerch.) Klaffen-Lotterie Der Einwohner Risch aus Traßdorf bei Arnstadt (Thüringen) wurde wegen Mordes an seiner 33jährigen Ehefrau ins Gefängnis in Rudolstadt eingeliefert. Er hatte auf der Heimfahrt von Arnstadt nach Traßdorf seine neben ihm im Kraftwagen sitzende Frau, die eingeschlafen war, aus dem Wagen gestoßen, um sich ihrer zu entledigen. In der Nacht war er zu seiner Geliebten nach Arnstadt gefahren. Der Mörder hatte zunächst 86 35686 40193 64271 251271 251374 293167 335076 357348 364837 ten können. Acht Kuriere der „Schwarzen Sronf* vor dem Volksgerichtshof. Berlin, 6. März. (DNB.) Acht Anhänger der „Schwarzen Fro nt" Otto Straßers haben sich vor dem Zweiten Senat des Volksgerichtshofes wegen Verbreitung illegaler 1878 Altersvereinigung 1928 Am 5. März verschied nach längerem Leiden unser lieber Alterskollege Hermann Hofmann. Wir werden dem Entschlafenen ein ehrendes Andenken bewahren. — Die Beerdigung findet am 8. März, nachm. 2x/2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Der Vorstand. _________________________________________________ 1325 D 22 Gewinne zu 2000 M. 110070 137492 172145 349693 399184 2 Gewinne zu 100000 M. 296583 " " ' ------- 98353 251389 iroinne zu 1000 M. 100471 212292 ------ 321364 a.iäst.Haare, Leberfleck., Mutter» mal. Narben, Pickel, Sommer- ivross. uiw. entf. u. Gar. f. immer. Frau B. Gulden Svreckst.Areitag Gießen, Binden- bnrgwall 16. 9—7 ühr dnrehgehend. nentagung nachdrücklich der Arbeit Therese Wal- < chers. Gleichzeitig führte sie die neue Obergau- - sührerin Else Riese in ihr Amt em. Aus aller Wett. Oer „letzte König der Blutrache". — \ OaS Ende eines korsischen Banditen. । Der korsische Bandit Spada, der „letzte K ö - nig der Blutrache", wie man ihn auf der Insel zu nennen pflegte, ist vom Schwurgericht Bastia wegen vielfachen M 0 r d e s zum T 0 d e verurteilt worden. Spada, der zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen hat, flüchtete nach seiner ersten auf Familienstreitigkeiten zurückgehenden Mordtat ins Dickicht im Innern der Insel und war lange Zeit hindurch der Schrecken der Bevölkerung. Monatelang setzten ihm die Gendarmen nach. Als er von seinen Anhängern verlassen und dem Hunger preisgegeben sich freiwillig der Polizei stellte, trug er um den Hals ein großes Kruzifix. Trotz aller mildernden Umstände, die die Verteidiger Spadas für ihn geltend machten, haben ihn die Geschworenen einmütig zum Tode verurteilt. Die französische Polizei hatte übrigens ein schweres Stück Arbeit, denn für einen Nichteingeborenen bietet der korsische Busch viele Schwierigkeiten und Gefahren. Der Räuber Spada benahm sich im Untersuchungsgefängnis zu Marseille sehr unheroisch: er simulierte Geistesgestörtheit, aber die Aerzte waren anderer Meinung und bezeichneten ihn für v 0 l l v e r a n t w 0 r t l i ch. Der Prozeß ist sehr besucht, denn nicht nur Korsika, sondern auch das europäische Festland nimmt lebhaften Anteil an den Gerichtsverhandlungen. Die Anklageschrift wirft Spada vor, daß er 1922 einen Gendarmen ermordet und 1923 einen Mordversuch begangen habe; 1924 folgte ein dreifacher Mordversuch, 1925 em Doppelmord, 1926 Mißhandlung eines Gendarmen und ein weiterer Mordversuch, 1933 beging Spada drei Morde an einem Tage, wobei zwei der Opfer Gendarmen waren. Spada ist auch durchaus geständig aber keineswegs von Reue ergriffen. Er handelte, so behauptet er, „auf göttliche Eingebung" und kann sich von dem Glorienschein eines „Nationalhelden" immer noch nicht trennen. Er sonnt sich sichtlich in seinem zweifelhaften Ruhm als .furchtbarer Bandit", wie ihn der Vorsitzende anredete. Jedenfalls darf man heilfroh sein, daß diese Landplage jetzt ausgerottet werden soll. Für solche „Romantik" haben wir heute nichts mehr übrig. Ilugzeug stürzt in eine Straße von Madrid. — Ein Toter, 15 Schwerverletzte. In einer belebten Straße in Madrid st ü r z t e ein mit zwei Mann besetztes, sehr tief fliegendes Sportflugzeug ab. Das Flugzeug hatte mit einem Flügel ein Transformatorenhaus gestreift und kam über einer Schule zu Fall. Das Dach des Schulgebäudes wurde zerschlagen, wobei ein Flieger auf der Stelle getötet und sein Begleiter sch w e r verletzt wurde. Von den Schulkindern liegt eins im Sterben, die Lehrerin und zwölf weitere Kinder sind schwer verletzt. Eisenbahnunglück bei Bordeaux. 5 Tote, 12 Verletzte. Hetzschriften zu verantworten. Der National- bolschewist Otto Straßer war nach dem nationalen Umbruch ins Ausland gefluchtet. In Prag ließ er bis zum Juli 1934 eine große Anzahl von Hetz schriften erscheinen, bei deren Verbreitung und Em führung in Deutschland die Angeschuldigten behils lich g-w-ftn finb. Die Angeklagten °rh-°l en d'° Schriften in verschlossenen und bereits mit Anschriften versehenen Umschlägen ausgehandigt bet regelmäßigen „Treffs", zu denen sie sich in der Tschechoslowakei einfanden. Bei der Strafzumessung wird der Umstand, daß sich unter den Schriften auch an deutsche Reichswehroffiziere gerichtetes Hetz- und Propagandamaterial befand, eine wichtige Rotte 2 Gewinne zu 10000 M. 387601 4 Gewinne zu 5000 M. 29189 393722 18 Gewinne au 3000 M. 1cno° 097 161962 263060 265569 smimeiitt Gießen 1233D Fr., 8. März, 20 b. 22.80 Uhrr 20. Freit.-Abon. xDücrettenürene* Frischer Wind aus Kanada. Heit. Begebenh. in 4 Tagen von Hans Müller» Nürnberg. 20 Tagesprämtea. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu fe 1000 NM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 49617- 74728 104167 118735 123285 133382 168619 243371 297486 358930 80888 80929 81782 82451 ----- 92317 99423 399922 278 Gewinne zu 300 M. 108 2477 • - ----- ----- ----- 19087 19785 21527 22338 34054 p In der Mitte: Ministerpräsident und Außenminister Ts Admiral Hodjikyriakos und rechts Kriegsminister sitzung. Die Gesichter der Minister tragen aldaris, links von ihm Marineminister General Kondylis nach einer Kabinetts- den Ausdruck großen Ernstes. Sie griechische Wehrmacht. Von Konteradmiral a. O. Brüninghaus Die sehr weitgehenden, imperialistischen Pläne des „großen" Kreters V e n i s e l o s , zu deren Verwirklichung er Griechenland in den Krieg gegen die Mittelmächte getrieben hatten, fanden ein jähes Ende, als der jetzige Diktator der Türkei, Kemal Pascha, der „graue Wolf", die griechische Armee vor den Toren Angoras vernichtend schlug. Wenn in diesen Tagen eine Revolution in Griechenland ausgebrochen ist, deren Drahtzieher offenbar der über siebzigjährige, aber auch heute noch mit Tatkraft und Ehrgeiz geladene Veniselos ist, so kann man mit Sicherheit annehmen, daß der Staatsstreich nicht der spontane Ausdruck irgendeiner politischen Unzufriedenheit ist, sondern auf einem wohl vorbereiteten Plane beruht. Es scheint, daß die Kriegsmarine der Hauptträger der revolutionären Bewegung ist. An sich hätte die griechische Wehrmacht alle Veranlassung, die jetzige Regierung zu stützen; denn gerade in der letzten Zeit hat diese ernsthafte Anstrengungen gemacht, die Landesverteidigung zu verstärken. Es darf aber nicht übersehen werden, daß ein beträchtlicher Teil der Flottenmannschaften sicherlich aus Jnselgriechen besteht, die, schon rein gefühlsmäßig, mit ihrem engeren Landsmann Veniselos sympathisieren. Die griechische Marine ist in den jüngst vergangenen Jahren mit Bezug auf die leichten Streitkräfte stark ausgebaut worden. An großen Schiffen besitzt sie nur den vielgenannten schweren Kreuzer „Georgiers Averoff". Er stammt aus dem Jahre 1910, ist aber in den Jahren 1927/29 auf der französischen Werft „La Seyne". einer Grundreparatur und Modernisierung unterworfen worden. Das Schiff verdrängt 9450 Tonnen, hat eine verhältnismäßig starke Armierung (12 schwere Kanonen und einige'Flugzeugabwehrkanonen), läuft 23 Seemeilen und hat 670 Mann Besatzung. Die griechische Marine hat außerdem den kleinen Kreuzer „ Helli ", der, ursprünglich für China gebaut, 1914 von den Griechen bei der New York Ship Building Company gekauft wurde. Er ist ebenfalls auf der genannten französischen Werft 1927 modernisiert und zum Minenlegen (100 Mine») eingerichtet worden. Seine Armierung besteht aus drei 15,2-cm- und einer 7,6-cm-Flugzeügabwehrkanone. An Zerstörern verfügt Griechenland neben vier älteren über fünf ganz neue, die, 1931/32 in Genua gebaut, bei voller Ausrüstung etwa je 2000 Tonnen verdrängen, also auch eigentlich kleine Kreuzer sind. Sie laufen 42 Seemeilen (78 Stdkm.) und sind mit vier 12-cm- und drei 4-cm-Flugzeugabwehrkanonen bestückt. Die fünf in Frankreich gebauten großen Unterseeboote sind auch ganz moderne Fahrzeuge, die außer ihrer starken Torpedoarmierung mit einem 10,2-crn-Ge- schütz und einer Flugzeugabwehrkanone armiert sind. 17 kleine ältere Torpedoboote stammen zum größten Teil aus Deutschland und Oesterreich. Der Personalbestand der Marine beträgt 757 Offiziere, 1802 Unteroffiziere und 6859 Mann. Im Juli vorigen Jahres veröffentlichte die Regierung ein Programm, das an Neubauten vorsieht: einen leichten Kreuzer und 16 Zerstörer von demselben Gefechtswert, wie die bereits vorhandenen. Wie man sieht, hätte gerade die Marine an sich wirklich allen Grund gehabt, der jetzigen Regierung dankbar zu sein. Für die Marine besteht, ebenso wie für das Heer, die allgemeine Wehrpflicht vom 21. bis zum 50. Lebensjahr. Für das Heer beträgt die aktive Dienstzeit 18 Monate. Die oberste Leitung des Heeres im Frieden hat der K r i e g s m i n i st e r , dem auch zwei Divisionen unmittelbar unterstellt sind. Im Kriege geht der Oberbefehl über die Operationsarmee an den Chef des General ft abs über. Der Sitz der vier Armeekorpskommandos ist Athen, Larissa, Saloniki und Cavalla. Der Siebenjahresplan des neu errichteten Luftministeriums sieht die Aufstellung einer aktiven Luftdioision zu drei Fliegerregimentern mit insgesamt 120 Flugzeugen und eine weitere Reserve-, (Rahmen) Division vor. Die französisch.e Militärmission, die die griechische Armee betreut, läßt durch zwei ihrer Offiziere auch die Ausbildung der Militärflieger überwachen. Die Friedensstärke des Heeres beträgt 5248 Offiziere und 48 048 Mann. Daneben steht noch die Gendarmerie mit rund 16 000 Mann. Die Bewaffnung des Heeres ist nicht einheitlich. Neben französischen sind auch deutsche Maschinengewehre in Gebrauch. Die Geschütze — 7,5- und 12-cm-Kanonen, 15-cm-Haubitzen — stammen von Schneider-Creuzot, Krupp und Skoda. Die Mobilmachung ist nach französischem Muster vorgesehen. Zu ihrer Durchführung bestehen 27 Mobilmachungszentren. Der A u f m a r sch im Ernstfall, in dem mit 600 000 Mann gerechnet wird, bei einer Gesamtbevölkerung von 6,5 Millionen, ist durch das sehr gering entwickelte Bahnnetz wesentlich erschwert, ein Umstand, der sich auch bei dem jetzt ausgebrochenen Bürgerkrieg leicht unliebsam bemerkbar machen kann. Zu erwähnen ist noch, daß die Jugend in den Schulen eine vormilitärische Ausbildung erhält. Vom wehrwissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist die in Griechenland ausgebrochene Revolution geradezu ein Schulbeispiel dafür, daß ohne f e st e innere Bindung zwischen politischer Leitung und Wehrmacht eine gedeihliche ungestörte Entwicklung eines Volkes ein Ding der Unmöglichkeit ist. Veniselos die Seele des pulsches Eine Unterredund mit Tsaldaris» Athen, 7. März (DNB.) Ministerpräsident Tsaldaris erklärte dem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros u. a.: Meine Regierung hatte sich das Ziel gesetzt, die beiden innenpolitischen Gegner zu versöhnen und die bittere Vergangenheit zu überwinden, aber selbst meine treuesten Anhänger legten die Bemühungen um eine innere Befriedung Griechenlands als Schwäche aus. Die Regierung ist hervorgegangen aus den Wahlen, die Veniselos selb st durchgeführt hat. Unmittelbar nach dem Wahlsiege vom 5. März 1933 hatte General P l a st i r a s einen Putsch unternommen, dessen moralischer Urheber Veniselos gewesen ist und der den eindeutig geäußerten Volkswillen zum Schweigen bringen sollte. Dieser Putsch scheiterte an dem Widerstande im Volke und bei der Armee. Wir übernahmen damals die Regierung und damit die Schwierigkeiten. Der neue Anschlag gegen die Sicherheit des Staates ist zum großen Teil von den gleichen Personen unterno m m e n worden. Nur ganz persönliche Interessen leiten diese Männer. Sie haben nur ein Ziel, unter allen Umständen wieder an die Regierung zu gelangen und ihren eigenen Vorteil zu finden. Unsere Regierung ist verpflichtet, das Volk, das uns gewählt hat, gegen diese Anschläge zu verteidigen. Die Ereignisse der letzten Tage haben die Regierung gezwungen, drakonische Maßnahmen zu ergreifen. Es ist alles versucht worden, um Blutvergießen und Bürgerkrieg zu vermeiden. Meine Regierung ist entschlossen, vor keiner Maßnahme zurückzuschrecken, um den von Veniselos bedrohten inneren Frieden zu schirmen. Kondylis berichtet. Athen, 7. März. (DNB.) Aus Saloniki ging am Mittwochabend in Athen folgender telegraphischer Bericht des Kriegsministers Kondylis ein: „Trotz des sehr strengen Winterwetters wurde der Vormarsch der Truppen zur Front ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Verpflegung unserer Einheiten ist nicht behindert. Am Nachmittag begann sich das Wetter zu bessern. Bombenflugzeuge unternahmen meh- M - MMM 1« M Kriegsminister Kondylis wurde von dem Kabinett Tsaldaris zum Oberkommandierenden der Armee ernannt und mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet. rere Flüge. Jeder Gefahr trotzend gelang es ihnen, bis nach Serres zu gelangen. Sie gingen dort bis auf 20 Meter herunter und belegten Kasernen, Truppenansammlungen und den Bahnhof sowie Kavakli - Serres mit Bomben, wodurch sie große Verwirrung hervorriefen. Meldungen aus Ostmazedonien bezeichnen die Lage der Aufständischen als hoffnungslos, was auch an der Front von Urlisko festgestellt wurde, die immer mehr jedes kriegerische Aussehen verliert. Morgen, wenn das Wetter sich bessert, werden wir v o r r ü ck e n , um die Aufständischen zu zerstreuen. Die ganze Angelegenheit ist jetzt nur noch eine einfache Frage der Zei t." lieber den von den Rebellen besetzten Gebieten, insbesondere über Cavalla, sind erneut von Regierungsflugzeugen aus Aufforderungen zur Waffen st reckung abgeworfen worden. — Wie mitgeteilt wird, mehren sich die Zahlen der Aufständischen, die überlaufen und sich ergeben. Ungarn im Ausbruch. Neuwahlen zum Parlament. — Graf Bethlen trennt sich von Gömbös und der Regierungspartei. (Nachdruck verboten.) Mit überraschender Schnelligkeit treiben die Dinge in Ungarn der Entscheidung zwischen den Kräften, die den Staat neu formen wollen, und den alten Gewalten zu. Am Montag demisfionierte Ministerpräsident G ö m b ö s, wurde aber von dem Reichsverweser Hort Hy sofort wieder bestätigt. Am Dienstag löste Gömbös, durch Horthy autorisiert, kurzerhand das Parlament auf. Damit kam der Gegensatz zwischen Gömbös und Graf Bethlen zum Ausbruch, der latente Gegensatz wurde ein offener, und Graf Bethlen trat mit seinen Anhängern aus der Einheitspartei aus. Andererseits verhandelte Ministerpräsident Gömbös unmittelbar nach der Auflösung mit Tibor von Eckhardt und dem Führer der Christlich-Sozialen, Karl von Wolff. Es gelang ihm, die beiden Parteiführer ür sein Reformprogramm zu gewinnen. Denn wenn auch diese beiden Parteien, also die kleinen Landwirte und die Christlich-Sozialen, von der Regierungspartei getrennt marschieren, so haben sie doch die gleichen Ziele wie Gömbös. Alle drei gehören zu den fortschrittlichen Geistern Ungarns, die erkennen, daß mit den Methoden des Grafen Bethlen sowie des Liberalismus und Marxismus gebrochen werden muß, um Ungarn zu erneuern. Als vor 15 Jahren Graf Bethlen daran ging, Ungarn nach dem Wüten der Kommunisten unter Bela Khun wieder zu stabilisieren, ging er allerdings auf die tausendjährige Verfassung insofern zurück, als in dieser Verfassung seit jeher die Macht der großen Magnaten das Hervorstechende war. Die Latisundienbesitzer bildeten eigentlich die Politikerkaste in Ungarn, die sich durch die öffentliche Stimmabgabe an der Gewalt hielt. Diese öffentliche Stimmabgabe machte natürlich die Wahl zu einem Objekt der herrschenden Klasse. In den Städten verband sich diese Schicht mit den reaktionären Kreisen des Liberalismus, dagegen richteten sich seit längerer Zeit eine immer gewaltiger werdende Volksbewegung. Der Führer dieser Volksbewegung war der Leiter der Partei der Kleinen Bauern, Tibor von Eckhardt. Er hatte seinem Lande als Delegierter in Gens große Dienste geleistet, legte aber sein Amt in Genf nieder und richtete schwere Angriffe gegen den Grasen Bethlen und seine Hintermänner, die er bezichtigte, aus reaktionären und kapitalistischen Gründen der Erneuerung Ungarns zu widerstreben. Graf Bethlen, damals noch im Regierungsblock, antwortete ausweichend und berief sich auf feine Verdienste um das Land, die unzweifelhaft vorhanden find. Mittlerweile aber hat sich in Ungarn jener Geist des Durchbruchs bemerkbar gemacht, den Graf Bethlen insgeheim bekämpfte. Immerhin ließen diese Rededuelle erkennen, daß Graf Bethlen sich immer stärker auf die Elemente stützte, die man als reaktionür- liberalistisch bezeichnen kann. Ministerpräsident Gömbös mischte sich zunächst nicht in den Streit, bis die Entscheidung im Parlament Graf Bethlen in die Defensive drängte und er sich zu einem Bruch mit Gömbös entschloß. Inzwischen war dem Ministerpräsidenten eine erfreuliche Verstärkung erwachsen. Karl von Wolff, der Führer der ungarischen Katholiken, nämlich der Christlichsozialen Wirtschaftspartei, hatte pch auf die Seite vom Gömbös gestellt und befürwortete eine deutschfreundlichere Orientierung, nicht nur, weil Deutschland Ungarns bester Kunde ist, sondern auch aus weltanschaulichen Gründen. Er betonte, daß gerade die liberalistische Presse Ungarns den Sowjets Tor und Tür geöffnet hätten. Im übrigen stimmte er dem Reformprogramm des Ministerpräsidenten Gömbös zu. Er will also die geheime Wahl auf dem Lande zur Brechung der Herrschaft der Magnaten, er verlangt, genau wie Tibor von Eckhardt, die Aufteilung der riesigen ^Latifundien und Förderung der Bauernwirtschafte n. Mit diesen beiden Männern beginnt, durch das Vertrauen des Reichsverwesers Horthy gestärkt, der wegen seiner Zurückhaltung in den innerpolitischen Kämpfen im ganzen Lande großes Ansehen genießt, Gömbös den Kampf um die Erneuerung, und das Programm heißt: Reform der tausendjährigen und vollkommen veralteten Verfassung, die dem ungarischen Volke den Atem abschnürt. Es ist geplant, die Macht des Reichsverwesers auszudehnen, das Oberhaus in neuzeitlichem Sinne zu reformieren, ein neues autoritäres Prefserecht einzuführen, das feudale Fideikommißrecht umzugestalten, aroße Siedlungspläne durchzuführen und schließlich auf dem Gebiete der Volkserziehung mit dem bisherigen ungenügenden und Überalterten System zu brechen. Die außenpolitische Linie der neuen w | 4: M■< ; ■ ■ '' i i Das Bild links zeigt Tanks der regierungstreuen Truppen, die in großer Zahl aufgeboten waren, um die Regierungsviertel gegen Angriffe der Aufständischen zu schützen, mif dem rechten Bild sieht man eine Kaserne der (Ed3 0 ne n, jener Glitetruppe, bie Zu Beginn des Aufstandes zu den Veniselisten übergetreten war Nach einem Bombardement mit Geschützen ergab sich bie Besatzung. Man sieht biß vom Geschützfeuer zerstörte Fassade der Kaserne: Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß sich im Regierungslager viele Freunde des neuen Deutschlands befinden. Karl von Wolff ist in diesen Tagen erst ostentativ für eine Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland eingetreten und bemüht sich auch, den Boden für eine Verständigung mit Jugoslawien vorzubereiten. Aus der Gegenseite findet sich alles zusammen, was aus den verschiedensten Motiven dieser staatlichen und völkischen Erneuerung abhold ist. Graf Bethlen will die alte Magnetenherrschaft. Die Liberalen in den Städten erblicken in dem Reformprogramm einen Umbruch, der ihre bisherige Mitwirkung in politischen Dingen und ihre wirtschaftliche Vormacht beschränkt. Aber der Prozeß der Erneuerung des ungarischen Lebens läßt sich durch solche Gewalten nicht verhindern. Der Reichsoerweser hat durch Gömbös dem Reformprogramm seine Zustimmung gegeben, und das ungarische Volk wird am 28. April darüber entscheiden. Kunst und Wissenschast. Vom hessischen Landesthealer in Darmstadl. Generalintendant Franz E v e r t h hat das Schauspiel „Der tolle Christian, Herzog von Braunschweig" von Theodor Haerten, einem bisher noch wenig bekannten Autor, zur alleinigen Uraufführung für das Hessische Landestheater Darmstadt erworben. Die Uraufführung wird voraussichtlich im Rahmen der Festwoche stattfinden, die das Hessische Landestheater zur Feier seiner 125. Spielzeit in der Woche nach Ostern veranstaltet. Aus der Provinzialhauptstadt Weich liegt der Schnee über der Erde in den eften der Waldbäume. Fein und weiß stäubt es, Tagen Gefängnis und in die Kosten des V-cr- mit der Win- und Unterkunft zu gewähren! C. W. ten so der Tierwelt keinen Schutz mehr. Ebenso ist das Abbrennen von Schilf und Rohr in der Zeit vom 1. März bis 1. Juli verboten. Dagegen pflegt und Buschwerk in unverwendbaren Ecken Gartens, um der Vogelwelt, unseren nütz- Gehilfen bei der Schädlingsbekämpfung, Hecken! kahl und bieder Bewegung zu schädigen. Eine andere Sache wurde zwecks Anstellung weiterer Ermittlungen vertagt. Hecken Eures lichen Schutz durch warme Märztage veranlassen, terfütterung gänzlich aufzuhören! Unterlaßt das Abbrennen der Sie werden sonst von unten herauf Vorfrühling und Gchnepfenstrich. Don fc. O. von Bonin-Ponih. Schont die Kröten! Sie gehören zu den nützlichsten Tieren, denn bei ihren nächtlichen Spaziergängen vertilgen sie in großen Mengen die gefräßigen Schnecken. Jeder Gartenbesitzer sollte sich freuen, wenn eine Kröte seinen Garten bewohnt und ihm im Kampf gegen die Schnecken hilft. Unsere gefiederten Freunde kommen jetzt täglich in großen Scharen zurück aus dem warmen Süden. Gerade für diese bieten eintretende Witterungsumschläge große Gefahr und machen eine Fütterung noch unbedingt notwendig. Laßt Euch daher nicht Mit letztem ohnmächtigem heulen des Nordwindes verläßt uns der Winter, nicht aber ohne ge-; legentliche heimtückische Rückfälle, die mit Schnee und Eis unseren stummen Freunden in Haus, Feld, Wald und Flur großen Schaden bringen können. Entfernt daher nicht zu früh die Vorrichtungen, die Ihr zum Schuhe Eurer Haustiere gegen Wind und Kälte getroffen habt. höher steigenden Frühlingssonne überall ein neues Leben erwacht, gibt es für den Naturfreund und -schützer viel Arbeit. Verhindert, daß die jetzt aus ihren Verstecken kommenden Winterschläfer, die Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern, Kröten und Frösche einer unsinnigen Verfolgung ausgesetzt sind! Noch immer gibt es Gegenden, in denen die sog. Froschjäger ihr scheußliches Unwesen treiben. Diese Unmenschen schneiden und reißen den lebenden Tieren die beiden Hinterschenkel ab und lassen die verstümmelten Tiere auf der Wiese, oder im Sumpf liegen, wo sie sich noch stunden- und tagelang mit blutendem Körper dahinschleppen. Zeigt dieses Gesindel an, denn nach dem neuen Reichstierschutzgesetz wird dieses ruchlose Treiben streng bestraft. Eine ähnliche Unsitte ist das Aufblasen der Frösche. Meist sind es Kinder, die vielleicht weniger aus Bosheit, als aus Spielerei und Mangel an Ueberlegung dieses scheußliche Handwerk treiben. Unsere Mahnung geht daher an Eltern und Erzieher: Klärt die Jugendlichen über die Roheit einer solchen Handlungsweise auf und belehrt sie über den großen Ser Ahnenpaß als Nachweis der arischen Abstammung. LPD. Weite Kreise der Bevölkerung, die auf Grund der verschiedenen Reichsgesetze — sei es zur Erlangung gewisser Vergünstigungen (Gesetz über Ehestandsdarlehen), sei es zur Zulassung in die für das gesamte Volksleben wichtigen Berufsstände (Rechtsanwälte, Notare, Aerzte, Beamte), vor allem aber auch für die Zugehörigkeit zu den Organisationen der NSDAP. — den Nachweis ihrer arischen Abstammung führen müssen, werden es bisher als Nachteil empfunden haben, daß hierfür jeweils Einzelurkunden vorgelegt werden mußten, die — im Gegensatz zu einem noch weit verbreiteten Irrtum — nur in wenigen Fällen noch gebührenfrei find. Für eine übersichtliche Sammlung dieser Einzelnach- weise besonders geeignet ist der vom Verlag für Standesamtswesen in Berlin kürlich herausgege- bcne, in Taschenformat hergestellte Ahnenpaß' der auch von dem Sachverständigen für Rasseforschung beim Reichsministerium des Innern, Dr. Gercke, empfohlen wird. Dieser Ahnenpaß enthält neben einer eingehenden Gebrauchsanweisung und einer leichtfaßlichen Darstellung die Grundzüge des Abstammungsnachweises, eine Anleitung zur Beschaffung der Urkunden, die dann die Grundlage für die Eintragungen in den Ahnenpaß bilden. Während bisher jede einzelne Eintragung in diesen Paß durch den zuständigen Standesbeamten beglaubigt werden mußte, hat der Reichsminister des Innern neuerdings zugelassen, daß allgemein die Standes- beamten die Richtigkeit jeder Eintragung bescheinigen können, die mit einem ihnen vorgelegten, ordnungmäßig ausgestellten Kirchenbuch- ober Stan- desregisterauszug übereinftimmt. Soweit solche Urkunden vorliegen, wird als Gebühr für jede Be- Sammeln von Kleintieren! Käfer, Frösche und Eidechsen sind keine Spielzeuge! Verschont die an den ersten sonnigen Lenz- tagen hervorkommenden Schmetterlinge, die schönen Zitronenfalter, Fuchsarten und Pfauenaugen! Z. T. sind es Weibchen, die in einem schützenden Winkel überwintert haben und jetzt in taumelndem Flug über die Auen eilen auf der Suche nach den ersten Blumen. Eine Frostnacht, und sie sind dahin. Sie einer Sammlung für „Mutter und Kind" unwahre Behauptungen auf, die geeignet waren, das Ansehen Verkennung der Wesensart und der Aufgaben der Frau erkennen lassen. heute stehe man, da der Verechtigungssimmett stark nachgelassen habe und da das Frauen- studium stark eingedämmt sei, auf dem Standpunkt, daß die deutsche Frau in allererster Linie ihren Ausgaben als Frau und butter voll gewachsen sein müsse. Deshalb werde größtes Gewicht auf eine sorgfältige Erziehung in allen Fächern des Frauenschaffens gelegt. Aller Unterricht habe auf der Grundlage von Vererbungslehre und Rassenkunde zu ruhen. In feinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner den Gießener Schulverhält- n i f f e n zu. In Gießen habe eine Studienanstalt bestanden, die zur Reifeprüfung führte und die einzige Dollanstalt in Oberhessen dargestellt habe. Die Klassen Sexta bis Untersekunda bildeten das Lyzeum, die drei Oberklassen die Studienanstalt. Diese drei Oberklassen seien durch Beschluß des Gießener Stadtrates zu Ostern 1933 aufgelöst worden, fo daß zur Zeit weder in Gießen, noch in der Provinz eine Vollanstalt für Frauenbildung bestehe. Unsere S adt erlebe gegenwärtig einen starken Aufschwung und stelle das Kulturzentrum der ganzen Provinz bar. Es fei deshalb nach der Meinung des Schulkollegiums und nach der Meinung eines großen Teiles der Bevölkerung der Stadt und Kreises eine dringende Rotwendigkeit, wieder eine Vollanstalt für Fraucnbitdung zu schassen, zudem einer großen Anzahl von Mädchen, die von Studienanstalten, Oberlyzeen und Frauenschulen kämen, kein Abschluß ihres Bildungsganges möglich sei. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 7. März, Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, ßanbbutter 1,42, Matte 25, Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund 20 bis 22, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 18 bis 20, Endivien 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf. Vornotizen — Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ferien vom Ich". — Astoria-Lichtfpieljhaus, Seltersweg: „Das Privatleben des Don Juan". — Oberhefsischer Kuu.stverein, Turmhaus am Brandplatz: 3. Jahresausstellung von 16 bis 17 Uhr. Die Frauenoberschule in Gießen. Werbeabend in der Turnhalle des Lyzeums - Lehrreiche Ausstellung. Monaislalender für Tierschutz Aufgaben im März (Lenz ng). ** Vortrag eines Gießener Arztes in Mailand. Der leitende Arzt der Balser-Stif- tung in Gießen, Privatdozent Dr. Erwin S ch l i e p - hake, wurde von der Akademie der Wissenschaften der Lombardei in Mailand eingeladen, dort nm 25. April einen Vortrag über die von ihm angegebene Kurzwellentherapie zu hatten. ** Die SA. - und SS.-Männer der Ortsgruppe Gießen-Mitte seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Anmeldung zur Hilfskasse noch am Freitag, 8. März, und Dienstag, 12. März, von 20 bis 22 Uhr in der Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Kaplansgafse 18, vornehmen können. ** Die 12. Deutsche S t u d e n t e n - H i st o- riker-Tagung findet vom 20. bis 22. April (Osterfeiertage) in Gießen statt. Am Ostersamstag wird die Tagung mit einem Begrüßungsabend und Vortrag eingeleitet. Am Ostersonntag werden die Vorträge vormittags und nachmittags fortgesetzt, außerdem sollen die Käufer von Korporationen besichtigt werden. Ostermontag werden am Vormittag weitere Korporationshäuser besucht, nachmittags schließen sich Fahrten mit Autobussen nach dem Gleiberg und dem Schiffenberg mit anschließendem geselligen Beisammensein an. Am Osterdienstag werden die Teilnehmer der Tagung gemeinsam mit der Bahn nach Frankfurt a. M. fahren, um dort die hochschulkundliche Sammlung und das Archiv der Deutschen Burschenscha t zu besichtigen. Damit findet die Tagung ihren Abschluß. ** Festtagsrückfahrtarten der Reichs- bahn zu Ostern Wie wir hören, werden auch in diesem Jahre zum Osterfeste von der Reichsbahn Festtagsrückfahrkarten nach allen Stationen innerhalb Deutschlands ausgegeben. Die Fahrpreisermäßigung für diese Sonntagsrückfahrkarten beträgt 33‘Vs Prozent. Die Karten gelten für die Zeit vom 17. April 0 Uhr bis 25. April 24 Uhr. Bis zum letztgenannten Zeitpunkt muß die Rückreise beendet sein. ^chöffenqerick^ Es sei ferner zu beachten, daß in Zukunft für die Mehrzahl aller Frauenberufe der Besuch einer dreijährigen Frauenoberschule wahrscheinlich Grundbedingung sein werde und demnach alle Mädchen, die einen solchen Bildungsgang brauchen, nach aus» Ein Einwohner aus Alten-Du seck wurde zu acht wärts zur Schule gehen müßten. _ _ o ... T -, Ü .. v ___.L "... L-.. ~T..- Im Hinblick auf diese Verhältnisse und nach dem fahrens verurteilt. Der Angeklagte stellte anläßlich Abbau der Obersekunda der Studienanstalt sei be» """ " ' reits im vorigen Jahre im Einverständnis mit dem Hessischen Ministerium das erste Frauenschuljahr vorläufig im Rahmen der Alice schule errichtet worden. Ostern 1935 werde im Einvernehmen mit der Ministerialabtei- lung für Bildungswefen und der Stadtverwaltung das zweite Schuljahr beginnen, um endlich im Jahre 1936 die dreijährige Frauenoberschule ausbauen zu Aeften der Waldbäume. Fein und weiß staubt es, wenn der Wind sich rührt oder Meisen in den Zweigen turnen. Märchenhaft ist dieses Bild der Winterlandschaft, aber der einsam wandernde Mensch mit dem Hund mag es nicht mehr sehen. Ein Jäger ist es, der seinem Wilde, das er treulich hegt und pflegt, endlich bessere Zeiten wünscht. Müde stapft er durch den Schnee, will sehen, ob die Fütterungen für das Wild neu beschickt werden müssen. Plötzlich bleibt er stehen: er hat sich nicht geirrt, in der Nähe übt ein Amselmännchen die ersten Töne zu seinem Frühlingslied, mit dem er fein Weibchen und die Menschen erfreuen will. Freundlicher sieht der Jäger jetzt die Wett; da entdeckt er auch die ersten Kätzchen an dem Haselstrauch und an der Weide am Dach, findet im Schnee die kleine, violette Blüte des Seidelbastes und achtet darauf, daß das Zwitschern und Schwatzen der Meisen schon ganz anders klingt als sonst. Das müßten für den Jäger Beweise genug sein, daß sich nun alles wenden wird; aber des Menschen Herz zweifelt gern, glaubt mehr dem Verstand, der sagt, daß von Skandinavien her ein neues Hoch im Anzug ist und daß die Wetterkarten weiterhin Winter voraus- Aber die Meisen und der Seidelbast, die Weide und der Haselstrauch, vor allem aber die Amsel haben recht behalten. Drei Tage später fing der Schnee in der Sonne zu schmelzen an; die letzten Reste, die sich im Schatten einer Fichte oder in einem Erdloch hielten, spülte der Regen gründlich weg. Jetzt kann bald der Frühling mit seinem Werken und Wirken beginnen. Ader vorher ist eine stille Zeit voller Träume und Ahnungen, da sich das wunderbare Geschehen im Vorfrühling vorbereitet. Der Jäger mag nicht an den Frühling glauben, ehe nicht sein Frühlingsbote, die Schnepfe, in deutschen Gauen eingezogen ist. Es hat schon Jahre gegeben, da noch Ende März tiefer Winter war! Da kam die Schnepfe erst im April, denn sie braucht, um nach den Würmern im Erdboden mit ihrem weichen Schnabel — Stecher genannt — zu bohren, offnen Boden. Ehe die langschwänzige Bachstelze mit weißer oder gelber Brust nicht über die Steine im Bach trippelt, liegt auch keine Schnepfe im Bruch oder an feuchten Stellen im Walde. Darum geht der Jäger jeden Tag nach dem Bach und an das Ufer des Sees, um nach der Bachstelze Ausschau zu halten. Am andern Tage ist der Jäger mit seinem Hund schon am frühen Morgen im Revier. Er will sehen, was sich geheimnisvoll vorbereitet, miterleben das wunderbare Geschehen im Vorfrühling. Er fühlt das Drängen, Treiben der Kräfte in den Bäumen, Knospen, den wieder beginnenden Kreislauf des Blühens und Fruchtens in der Natur. Aufatmend bleibt er stehen, als er an den hohen Birkenbestand kommt. Er hat bei seinem Gang auf diesen Augenblick gewartet und ist nicht enttäuscht worden: der ewig schöne Wald steht in dem ersten Wunder des Jahres. Feines, zartes Grün ist zwischen dem Weiß der Stämme, zwischen dem Braun der hängenden Zweige, zwischen dem toten Grau des abgestorbenen Wintergrases. Die geschwollenen Knospen der Birken haben ihre Hülle gesprengt, und wagen sich scheu und zag hervor. Lang ist die Schneise, die der Jäger geht. Mit ihrem Ende hört auch der Wald auf, da find Wiesen, Weiden, Felder, Dorf. Doll Sehnsucht schayt der Jäger, und er sieht wieder das reine, fast ungreifbare Grün, das in der Landschaft ist. Gelb sind die Strohmieten, blau die Dächer der Häuser, schwarz der andere Wald am Horizont. Und doch ist dieses Grün überall zu finden. Der Jäger hört wieder das Abendlied der Drossel, sieht die Bachstelze über die Steine im Wiesenbächlein trippeln und beobachtet das lustig springende Rot eines mausenden Fuchses. Er genießt den Untergang der Sonne in seinen Farben und in feiner Feierlichkeit. Dann kommt der Abend, lind und kühl wie ein Schleier. Da ... die erste Schnepfe huscht laut puitzend am Waldrand vorüber. Der Jäger will schießen, aber er besinnt sich rechtzeitig: das wird ein zu schonendes Weibchen gewesen sein. Dunkler wird die Dämmerung. Die Glocken der Dorfkirche läuten. Das Gebell eines Hundes hallt verschwommen herüber. Die Nacht will kommen, Jäger und Hund sind schon mit dem Waldesrand verwischt. Da ... wieder Schnepfen! Zwei Männchen find es: sie murksen und quarren und stehen aufeinander im Kampf um die Liebe des Weibchens. Der Jäger schießt. Der Hund findet schnell den getroffenen Vogel. Warm ist noch die Beute. Weich, sammetweich sind die Federn. Feucht und wie schwarz glänzt es am Finger: ein Schweißtropfen, der vom Stecher kam. Aufgehender Mond leuchtet dem heimkehrenden Jäger. Dankbar ist der Mensch der Natur, dem Wald, dem Birkenbestand, der Schnepfe, daß sie ihm das wunderbare Geschehen im Vorfrühling gebracht haben. können. Es komme also, wie hieraus hervorgehe, als Schultyp die dreijährige Frauenoberschule in Frage. Diese Schule sei nach der Reichsschulreform der Typ, der allgemein in Deutschland eingeführt »erde. Die dreijährige Frauenoberschule sei die ideale Ausbildungsstätte für unsere zukünftige deutsche Frau. Die Frauenoberschule müsse vor allem von d"n- jenigen Mädchen durchlaufen werden, die sich in Zukunft dem Beruf der Lehrerin, der technische oder der Gewerbelehrerin, her kunstgewerblichen Lehrerin oder den sozialen Berufen widmen wollen. Am Ende der Ausbildung steht das sog. Werkabitur. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit dem Lehrplan der Frau noberschule, wie er bisher im ersten Jahre gehandhabt wurde. Die Fächer, die gelehrt würden, könne man in vier Gruppen einteilen: die erste Gruppe umfasse die deutschkundlichen Fächer und Naturlehre, die zw.ite Gruppe hauswirtschaftliche und pfttgerisch-erziche- rische Fächer, die dritte Gruppe Leibisübungen, Zeichnen und Musik, die vierte Gruppe eine Fremdsprache, und zwar Englisch. Nachdem der Vortragende noch die Arbeitsgebiete in den einzelne Gruppen herausgestellt hatte, schloß er seine Ausführungen. Fräulein B^chtolöheimer sprach dann über die Art der Arbeit in der Frauenoberschule und erläuterte dabei eingehend die Technik des Unterrichts in den einzelnen Gruppen, so daß die Zuhörer ein vollständiges Bild über den Aufbau und die Arbeit an der Frauenoberschule empfingen. Den Abschluß des Werbeabends bildete eine prächtig Hörgerichtete Ausstellung der Schülerinnen des ersten Jahres der Frauenoberschule. Die Ausstellung oertiefte den Eindruck, den die Teilnehmer des Abends von dem Wirken der Frauenoderschule erfahren hatten, und sie ließ erkennen, daß man in wirklichkeitsnaher Arbeit bemüht ist, den Schülerinnen alles Rüstzeug für ihren späteren Beruf als Hausfrau und Mutter zu vermitteln. Man sah eine Fülle von Kleidungsstücken, die mit geschmacklicher Sicherheit und mit ebenso großer handwerklicher Sorgfalt hergestellt waren, ferner sah man verschiedene Handarbeiten in Basteltechniken, die verschiedenartigsten Erzeugnisse der Küche, die sich in appetitlichster Form darboten, schließlich war noch die Materialkunde für den Haushalt in übersichtlicher Weise dargestellt. In einem Erfrischungsraum konnte man sich von der Güte der in der Küche hergestellten Speisen und Getränke über» 3eugen. Der Abend ließ erkennen, daß man mit großem Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Zukunft der weiblichen Jugend an der Arbeit ist. scheinigung nur ein Betrag von 10 Pfg. erhoben. Der vorschriftsmäßig bescheinigte Ahnenpaß bleibt im Besitz des Inhabers, für den er ausgestellt ist, und gilt als Nachweis gegenüber allen Dienststellen der Partei und bei Behörden, letzteren gegenüber jedoch ausschließlich zum Nachweis der arischen Abstammung. Deutsche Arbeitsfront Berufsgruppenamt. Berufsgruppe der Techniker. Am Samstag, 9. März, abends 8% Uhr, im Ortsgruppenheim des Derufsgruppenamtes, Gießen, Lonystraße 18, monatliche Zusammenkunft. Es spricht Regierungs-Oberbaurat Cellarius, Gießen, über „Das Straßennetz der Provinz Ober- hesien und die neuzeitlichsten Bauweisen". Insbesondere wird die Bitumen-Teerdecke behandelt werden. Auch die Mitglieder des Reichsbundes Deutscher Baumeister sind zu dem Vortrag herzlichst eingeladen. Znflationshausverkäufe. Vom Sparerbund, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Der bayerische Landesverbandsführer des Sparerbundes, Rechtsanwalt Dr. Max Frauendorfer (München), hat am 8. Februar dem Reichsjustizministerium einen aus 8 Paragraphen bestehenden Gesetzentwurf eingereicht, dessen §§ 1 bis 3 wie folgt lauten: § 1. Wer in der Inflationszeit von einem deutschen Eigentümer, ein im Deutschen Reich liegendes Grundstück gekauft hat gegen Zahlung eines Geldbetrages, dessen innerer Wert z. Z. der Zahlung in auffäPaem Mißverhältnis zu dem Wert des Grundstückes stand, ist verpflichtet, an den Verkäufer eine Nachzahlung zu leisten, sofern der Käufer heute noch bereichert ist. § 2. Die Nachzahlung besteht in einer monatlich oorauszahlbaren Rente, deren Höhe nach Prüfung aller Umstände und der wirtschaftlichen Lage beider Parteien bestimmt wird. Der Gesamtbetrag der Rente soll ohne Berücksichtigung von Zwischenzinsen nicht mehr als die Hälfte des festgestellten Minder- pretfes betragen. § 3. Ist der Käufer noch Eigentümer des Anwesens, fo kann der Anspruch durch Eintragung einer Hypothek an nächstoffener Rangstelle gesichert werden. In der Turnhalle des Lyzeums fanden sich gestern abend die Ettern der Schülerinnen des Lyzeums und zahlreiche interessierte Gäste ein, um über die Frauenoberschule im Entstehen in Gießen zu hören. Oberstudiendirektor Sch e Ihorn hieß die zahlreichen Besucher willkommen, begrüßte besonders die Vertreter der Stadt Gießen, ferner den Kreis- und Stadtschulrat sowie den Vertreter der Mini- fterialabteilung für Bildungswesen Oberschulrat Dr. Leib. Musiklehrer Nebeliug sprach zunächst kurz über die Technik des Musikunterrichts im Lyzeum, über den Wert des Musizierens überhaupt und über die Bedeutung des Liedes innerhalb der Familie. Seinen Ausführungen folgten verschiedene Lieder, in mehrstimmigem Satz gelungen, einige Kanons, bann Darbietungen leichter Musik für Violine und Blockflöte. Schließlich klangen Musik des Orchesters und Gesang des großen Chores zusammen, so daß den Zuhörern ein starker Eindruck van der Sorgfalt und dem Ernst, mit dem an der Anstalt die Musik gepflegt wird, vermittelt wurde. Die Mitwirkenden (Mädchen der verschiedensten Altersklassen) waren mit großem Eifer und starker innerer Anteilnahme bei der Sache. — Sodann sprach der Leiter des Lyzeums Oberft uöienöireftor Schelhorn über den derzeitigen Stand der Frauenbildung, insbesondere über den Stand der Frauenbildung in der Stadt Gießen. Das Bildunaswesen in unserem Vaterlande, wie es sich im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelt habe, zeige, so führte er u. a. aus, eine große Mannigfaltigkeit in bezug auf Schultyp und Schulziel. Wenn diese Verschiedenartigkeit auch ihre Vorteile habe, so sei es doch auch wünschenswert, daß eine Vereinfachung und Vereinheitlichung im Schulwesen Platz greife, zudem der GrundDom Reichsbund Volkstum und Heimat, Land- । Nutzen der Frösche als Vertilger vieler schädlicher schäft Rheinfranken-Nassau-Hessen, wird uns ge- Insekten. Ueberhaupt: schrieben: | Wehrt dem gedankenlosen Quälen und sinnlosen charakter der deutschen Schulen nach den Grundsätzen des Rationalsozialismus umgewandelt werden solle. Die alte Schule der 90er Jahre sei eine ausgesprochene Lernschule gewesen, die den Schülern einen Schatz von Kenntnissen und Fertigkeiten beizubringen bemüht gewesen sei. Die Lernschule sei abgelöst worden durch die Arbeitsschule, in der man dem Betätigungsdrang der Schüler entgegengekommen sei. Die Schule des Dritten Reiches wolle das Hiel der Lern- und das der Arbeitsschule vereinigen, aber diejenige Seite der Lehrtätigkeit, die bei beiden Schularten bisher zu kurz gekommen sei, nämlich die erzieherische Tätigkeit, in den Vordergrund bringen. An der Spitze stehe das Ziel: Erziehung der Jugend zum gesunden deutschen Menschen, zu anständigen Charakteren. So könne man die Schule des Dritten Reiches gewissermaßen eine Charakterschule nennen. In erster Linie solle ein gesundes Geschlecht herangezogen werden. Der Leibesübung sei deshalb besondere Bedeutung beigelegt. Zweites Ziel sei die Erziehung des nationalen Menschen, der bereit sei, für sein Vaterland alle Kräfte, und wenn es nötig sei, auch das Leben einzusetzen. Endlich walle man den sozialdenkenden Menschen, der sich der Verantwortlichkeit der Allgemeinheit gegenüber bewußt sei und eigene Wünsche hinter die der Gesamtheit zurückzustellen vermöge. Diese Aufgaben der Schule des Dritten Reiches zu lösen und zugleich die erwähnte Vereinfachung und Vereinheitlichung durchzuführen, sei Zweck und Ziel der Reichsschulreform. Bei der Betrachtung des Mädchenschulwesens (von ausgesprochenen Berufsschulen abgesehen) könne man feststellen, daß im liberalistischen Zeitalter die Mädchenschulen lediglich ein Abklatsch der Knabenbildungsanstatten gewesen seien. Die Lehrpläne der Knabenschulen seien mit wenigen Aende- rungen Überträgen worden. Das habe eine völlige Wenn aber jetzt unter den wärmenden Strahlen der । haben dann aber meist ihre einzige Aufgabe, näm- ri.-.-.-'K.- cK-:vt.r.—c-— lid) die Eier abzulegen, vollbracht. Oberheffen Landkreis Gießen dankte dem Redner für seinen aufschlußreichen Vornan Wermertshausen, der sich mit dem 24 Jahre alten dem Motorrad aus der Fahrt nach Hause be- Braüchtum zu fördern, VD.A.OPMG Arobif ca. 1 tb Dose Rm,-.75. ca. 2 tt Dose Rm.1,40. xtahnpukx- Feinste Fischfilets Kochfische aller Art Fluß-Backfische Fischhaus Cuxhaven Marktstr. 23 1322A Teleph.2417 Stta HtBeigenUmengffeafflali Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschriften MW.SSMMU.I 'andere einschlägige Fragen der Geflügelzucht. Zahlreiche Lichtbilder unterstützen den Vortrag. Aus dem Zuhörerkreis wurden viele Fragen gestellt, die vom Redner beantwortet wurden. Der Ortsbauernführer fand dieser Tage eine ein Ortsverband Kulturgemeinde Kreisobmann, Lehrer lich - -------u .... . großen zu lösenden volkswirtschaftlichen, sozialen und'kulturellen Ausgaben zu fördern, als verstärkte Umstellung auf Elektrizität, dann müßte im Interesse der Gesamtheit für die Elektrizität der Weg so breit wie möglich freigegeben werden. lichkeit. Naturgemäß wird die Lleklrizitälsaus- breitung um fo mehr beschleunigt, je wohlfeiler die Elektrizität selbst und die zu ihrer Anwendung immer erforderlichen Einrichtungen und Geräte sind. Die Elektrizität kann am billigsten abgegeben werden, wenn die vorhandenen Erzeugungs-, Ueber- tragungs- und Verteilungsanlagen möglichst ausgiebig ausgenutzt werden. Die gegenwärtige Benutzungsdauer der Aufnahmeleistung, der Abnehmeanlagen lassen noch umfangreiche Möglichkeiten der Preissenkung je Kilowattstunde erkennen, sofern es gelingt, den'bisherigen Kapital- und Anlageleerlauf zu überwinden. Liegt es im Interesse des gesamten Volkes und aller Teile der Wirtschaft, die Elektrizitätsanwendung zu vervielfachen, dann muß es der Sinn der Tarifpolitik fein, daß die elektrische Energie von jedem Betrieb und von jedem einzelnen Homberg der NS.- gegründet wurde. Der Schmoll von Elpenrod, Heinrich Ldg. Gerhard und L. Haas VI konnten die Gaueinzelmeisterschaft, ersterer 1929, letzterer 1934, erringen. Ferner schoß die Mannschaft 1926 den Wanderpreis des Landesverbandes. Das Jahr 1935 sieht am 24. März ein Schießen zu Gunsten des Winterhilfswerks vor, dann im Laufe des Sommers und Herbstes Dereinswettkämpfe, Kreisschießen usw. Zum Schluß dankte Schützen- meister Balser allen Schützenbrüdern für ihre rege Mitarbeit und schloß mit dreifachem Sieg- Heil auf Führer und Vaterland die Versammlung. Liebestragödie zweier Jugendlicher. Wörrstadt (Rheinhessen), 6. März. (LPD.) Montag früh fand ein Weichenwärter auf der Strecke zwischen Wörrstadt und Nieder-Saulheim die Leiche einer weiblichen Person, der der Kopf und das linke Beip abgefahren waren. Auf dem Kilometerstein hingen der Mantel und die Schürze der Toten. In dem Aermelumschlag des Mantels steckte ein Zettel, auf dem der Namen der Unglücklichen stand. Es handelt sich um die fünfzehnjährige Tochter Anni des Willi Brandt in Udenheim. Kurze Zeit darauf wurde in der Nähe des Uebergang der Bahnlinie bei Ober-Saul- Heim der22JahrealtePhilippHammen aus Schornsheim hoffnungslos verletzt aufgefunden. Er wurde in das Mainzer Krankenhaus gebracht, wo er feinen Verletzungen erlegen HL Es wird angenommen, daß es sich um eine Liebestragödie handelt. Auf dem Gebiete der Elektrizitätserzeugung und der Verwertung der Brennstoffe find noch volkswirtschaftlich wichtige Aufgaben zu erfüllen, die ein aktives Mitwirken der Llektrizi- tätswirtfchaft an bestimmten Rohstoff-Fragen und eine engere Zusammenarbeit mit anderen (Energiegruppen als erwünscht erscheinen lassen. Der Elektrizitätsversorgung ist, wie alle allgemeinen Versorgungs- und Verkehrseinrichtungen, vorwiegend kapitalintensiv, wenn auch mittelbar gerade die Steigerung der Elektrizitätsanwendung in stärkstem Ausmaß große Teile des Arbeitsmarktes befruchtet. Dem kapitalintensiven Charakter entspricht es, daß die Höhe des Elektrizitätspreises in erster Linie von Kapitaldiensterfordernissen und weniger von den laufenden Ausgaben bestimmt wird. An dem überall sich vollziehenden Uebergang von reinen Kilowattstunden-Tarifen zu Grundpreis- und Reqelverbrauchstarifen kommt eine Anpassung der Derkaufsform an diese Kostenzusammensetzung zum Ausdruck Die weitere Ausbreitung der Elektrizitätsanwendung ist, von der Verbraucherseite aus gefeiten, in den meisten Fällen eine kostenfrage, vielfach auch eine Frage der größeren Annehm- hielt einen längeren Vortrag über die Ziele und Aufgaben der NS.-Kulturgemeinde und schuf damit alle notwendige Aufklärung. Justizinspektor Stumpf wurde als Führer des Ortsverbandes bestimmt. st. Kirtorf, 5. März. Im Rathaussaale sand dieser Tage eine Bauernversammlung statt, in der Diplomlandwirt Walther über die Erzeugungsschlacht sprach. Der Redner betonte die Die wirtschaftliche Bedeutung des Elektro-Gewerbes. Vergleichsverfahren. lieber das Vermögen des Metzgermeisters und Gastwirts Ludwig Heller in Lich ist am 4. März 1935, 12 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Adwen- düng des Konkurses eröffnet worden. . _ 1323D Der Bücherrevisor Ludwig Schultheiß in Gießen, Bahnhofstraße 51, ist zur Dertrauensperson ernannt Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag ist auf Freitag, den 2S.März 1935, 8^ Ahr vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 204, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst feinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren (Ermittlungen sind auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 4. März 1935. Die Geschäftsstelle des Hessischen Müsgsckchts, Man berichtet uns: In der letzten Monatsversammlung der Berufsgemeinschast der Techniker, die durch das Berufsgruppenamt der DAF. erfaßt werden, hielt Dipl.-Jng. Schlechter, Wetzlar einen Vortrag über das „Elektro-Gewerbe". Die Ausführungen des Redners schilderten die wirtschaftliche Bedeutung des Elektro-Gewerbes, insbesondere die Bedeutung für die Beschäftigung von Volksgenossen. Wenn sich, vorsichtig gerechnet, eine Gesamtziffer von 470 000 Volksgenossen ergibt, die ausschließlich für Zwecke der Elektrizitäts-Erzeugung, -Anwendung und -Verteilung Beschäftigung finden, so dürfte diese Zahl noch keineswegs mit derjenigen identisch sein, die überhaupt dank der Elektrizitätsanwendung in Arbeit stehen. Die Kapital-Investion des in der öffentlichen Elektrizitäts- Versorgung investierten Kapitals kann auf mindestens 8 Milliarden geschätzt werden. In Deutschland wird höchstens ein Fünftel ober ein Sechstel des gesamten Energiebedarfs durch Elektrizitätsanwendung gedeckt. Es bestehen jedoch noch übergenug Möglichkeiten zur weiteren Ausbreitung der Elektrizität. Die sozialen, nationalen und kulturellen Interessen des Volkes verlangen die Lösung großer Allgemeinaufgaben, und es kann stets nur Sinn einer richtigen Energie-Wirtschaft sein, sich restlos in den Rahmen dieser Ausgaben einzuordnen. Für die weitere Ausbreitung der Elektrizitätsanwendung und den weiteren Ausbau der Elektrizitäts-Versorgung ergeben sich folgende Grundbedingungen: 1. Negativ: Sie darf — zumal in der Periode der Arbeitsschlacht — nicht zur Erwerbslos- machung von Volksgenossen, nicht zur Aufreihung neuer sozialer Gegensätze und nicht zur Schädigung der volkswirtschaftlichen Gesamtinteressen führen. 2. Positiv: Sie muh so beschaffen sein, dah die Gesamtinteressen der Nation gefördert werden und jeder einzelne fühlbaren Nutzen hat. Die bisherige Entwicklung läßt erkennen, daß die Elektrizitätsanwendung diese Bedingungen erfüllt: Sie gab nicht nur der Großindustrie und den großen Gütern, sondern auch dem Handwerker und dem Bauer Maschinen und Geräte, die die Wirtschaftlichkeit der Arbeit steigern. Sie ermöglicht eine Nutzbarmachung bis dahin brachliegender Stoffe und Kräfte und trägt maßgeblich dazu bei, die Unabhängigkeit Deutschlands auf dem Roh st off'- und Energiegebiet zu fördern; sie ist geeignet, bei jedem einzelnen die Schaffensund Lebensfreude zu verstärken, sie fördert, geeignete Tarife vorausgesetzt, eine Auflockerung der großen Industrie- und Wohnzentren und erleichtert Die große Vauernkimdgedimg in Friedberg. Aufruf an die Bevö erung der Kreise §r edberg, Gießen, Büdingen und Ufingen fand, fuhr gegen eine Mauer, so daß beide stürzten. Dabei erlitt Lorsch eine schwere KnieVerletzung und B r i e m e r einen Unterschen- felbrud). Beide Verunglückte wurden nach erster ärztlicher Hilfe in die Klinik nach Gießen gebracht. Kreis Friedberg. LPD. Butzbach, 6. März. In dem Nachbarort O st h e i m fanden Spaziergänger in dem kleinen Wäldchen „An der Hölle" unweit des Ortes die Leiche des feit Donnerstag voriger Woche vermißt gewesenen 22jährigen Knechts Alfred Kropp an einem Baum hängend vor. Kropp war bei einem Bauer in Niederweisel beschäftigt und hatte bis zu seinem plötzlichen Verschwinden treu seinen Dienst verrichtet. Am Tage vorher bekam er die Nachricht von dem Tod seines Vaters. Man vermutet, daß der junge Mann aus Kummer hierüber seinem Leben ein Ende gemacht hat. Kreis Bübingen. Beinbruch. ch Bleidenrod, 5. März. Lehrer Fröhlich veranstaltete am Sonntag mit seinen Schülern einen Heimat- und Elternabend. Es gelangten zwei Theaterstücke zur Aufführung, die davon Zeugnis ablegten, daß alle Mitwirkenden mit großem Eifer bei der Sache waren. Im Verlaufe des Abends wechselten Dolksreigen und Gesänge miteinander ab und fanden viel Beifall. Der Gesangverein „Liederkranz" brachte unter dem Motto „Wir Jungen und Alten müssen treu in Volksverbundenheit zusammenhalten" einige Chöre zu Gehör. Lehrer Fröhlich und die Schüler bereiteten einige unterhaltsame Stunden, und es wurde der Wunsch laut, bald wieder einen solchen Abend zu erleben, der ganz dem Wollen des Führers, Volkssitte und Brauchtum zu fördern, entspreche. -er. Homberg, 5. März. Im „Hessischen Hof" Versammlung statt, in der RM 1.05, 1.95 in Apotheken und Drogerien, Versuchspackung 25 Pf. 7107V Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Volkstümliche Naturwissenschaft mxMeäS: SSÄSÄ prhnhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde WelMeMWWt! Bahnbrechende Umwälzung in der Autobranche. - Bezirksmitarbeit zu vergeben. Anfragen erbeten iu(tz.B.K22 anHeinr.Eisler Nachr., Frankfurt cu M. 1329V y Watzenborn - Steinberg, 6. März. Dieser Tage fand im Saale „Zur Krone" in Steinberg eine Filmvorführung der Gaufilm- (teile d e r NSDAP, statt. Es wurde zunächst ein Bildstreifen über den Erwerb des Sportabzeichens gezeigt, anschließend sah man den großen Tonfilm „Stoßtrupp 1917", der in eindrucksvoller Weise den heroischen Kampf der deutschen Truppen im Weltkrieg zeigte. Der Film wurde mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. c7o E b e r st a d t, 6. März. Im Gasthaus „Zur Post" fand im Rahmen der Erzeugungsschlacht eine Bauernoersammlung statt, die von Ortsbauernführer Görlach geleitet wurde. Dr. Lang vom Tierzuchtinstitut Oberer Hardthof bei Gießen sprach aus seiner langjährigen Praxis und seinen reichen Erfahrungen heraus über sachgemäße Aufzucht der Kücken, über moderne Geräte und Stallungen, über rationelle Fütterung und verschiedene Wiedergabe einwandfreien Unterhaltungsstoffes nun auch auf dem Lande durch außergewöhnlich starken Besuch unterstütze. Dem Theaterzug des Reichspro- pagandaamtes der DAF. und der NS.-G. „Kraft durch Freude" stehen, wie die wohlgelungene Aufführung bewies, ausaezeichnete Kräfte zur Verfügung, denen reicher Beifall gezollt wurde. Kreis Schotten. —Groß-Eichen, 5. März. Im Saale des Gastwirts Rahn fand am Sonntag eine Abendunterhaltung des hiesigen Gesangvereins statt. In seinen Begrüßungsworten wies der erste Vorsitzende auf die hohen Ausgaben der Gesangvereine im Reiche Adolf Hitlers hin. Darauf wickelte sich in flottem Tempo ein mehr als zweistündiges Programm ab. Das Gebotene war sorgfältig aus- aewählt und verständig zusammengestellt. Im ersten Teil folgte auf zwei vaterländische Chöre die Abendmusik von Walter Rein. Bei diesem Werk handelt es sich um eine Bearbeitung der Weise „Der Mond ist aufgegangen" für Chor, zwei Violinen, Bratsche und Cello. Anschließend hörte man die „Kleine Nachtmusik" von W. A. Mozart für vier Instrumente. Mit zwei heiteren Chören wurde zum zweiten Teil übergeleitet. Zwei Mädchen sangen zu Gitarre und einer Geige ein fröhliches Tanzlied. Einige Burschen und Mädchen brachten einen luftigen Rundgesang. Unter den darin enthaltenen Volksliedern hörte man auch die oberhessischen: „Ich ging emol spazieren" und „Die Fraa wollt uff die Kirmes gie". Die Lachstürme der Zuhörer über diesen Rundgesang bewiesen den Veranstaltern, daß echtes Volksgut rascher den Weg zu den Herzen findet, als jene meist volksfremden „Couplets", die sich leider immer noch bei manchen Vereinen großer Beliebtheit erfreuen. Der „Schatzwalzer" von Joh. Strauß, für Klavier und Streicher bearbeitet, schloß die musikalischen Darbietungen. Es folgten zwei Theaterstücke und ein Mundartvortrag, deren sprudelnder Humor und hervorragende Darstellung jung und alt hinrissen. Mit Tanz fand der wohlgelun- gene Abend seinen Abschluß. Kreis Alsfeld. Qj Alsfeld, 4. März. Der hiesige Veteranen- und Kriegerverein veranstaltete einen Kameradschaftsabend im großen Saal des „Deutschen Hauses", zu dem sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen sehr zahlreich eingefunden hatten. Nach herzlichen Begrüßungsworten durch den ersten Vereinsführer, Lehrer Hartmann, erfolgte die feierliche Ehrung einer Anzahl Kameraden für 25- und 40jährige Mitgliedschaft. Der zweite Teil der 93er» 1 anstaltung war der frohen und gediegenen Unterhaltung gewidmet. Mundartvorträge, Bühnendarbietungen und gemeinsam gesungene Lieder sorgten für frohe Stimmung. Nach Mitternacht wurde dann noch ausgiebig dem Tanz gehuldigt, zu dem Mitglieder der SA.-Kapelle fleißig aufspielten. O Merlau, 6. März. Am vergangenen Sonntag veranstaltete der Stützpunkt Merlau der NSDAP, im Saale des Pg. Hörle einen Deutschen Abend. Die Veranstaltung wurde eröffnet durch einen Marsch des Spielmannszuges 1/254 Merlau. Hierauf sprach Stützpunktleiter Pg. Münch Worte der Begrüßung und dankte für den zahlreichen Besuch. Ein Chor der Sängervereinigung Merlau leitete über zu dem Theaterstück „Teure Heimat". Das einleitende Gedicht wurde vorgetragen von Pg. Weber. Nach einem weiteren Chor der Sängervereinigung Merlau und. zwei Märschen des SZ. 1/254 sprach der Stützpunktleiter das ; Schlußwort. Anschließend spielte die Kapelle Dau- bertshäuser zum Tanz auf. <£ Nieder-Ohmen, 5. März. In einem । hiesigen Basaltsteinbruch ereignete sich gestern ■ ein Unfall. Der mit dem Brechen von Steinen । an einer Wand beschäftigte Arbeiter Ludwig • [ Graulich aus Burg-Gemünden wurde von her- 1 abstürzenden Steinmassen getroffen und erlitt einen ebenso selbstverständlich und ausgiebig verwendet wird, wie Luft und Wasser. Anschließend wurde ein interessanter Film über „Die Zugspitzbahn" gezeigt, der von dem AEG.- Bureau, Gießen, zur Verfügung gestellt wurde. := der Begrüßungsansprache (eim e I Ausdruck, daß man das Streben der DAF. zur Oer Ver'auf des Bauerniaqes Am Vormittag des kommenden Sonntags finden im Rahmen der großen Bauernkundgebung in Friedberg die Sondertagungen der einzelnen Hauptabteilungen der Landesbauernschaft statt. Die öffentliche Großkundgebung im Hofe der Bergkaserne beginnt um 15 Uhr und wird etwa 3% Stunden dauern. Näheres hierüber ist aus dem Programm ersichtlich, das zum Zutritt zu den Son- । Vertagungen berechtigt und gegen dessen Vorzeigung । an den Fahrkartenschaltern der Bahnhöfe die um 60 v. H. ermäßigten Fahrkarten ausgegeben werden. Es wird ausdrücklich betont, daß die Pro-1 grammhefte zum Preis von 25 Pfennig von jedem Teilnehmer bzw Teilnehmerin der Tagung im Vorverkauf gekauft werden müssen. Die Organisationsleitung des Tages, die in den Händen des Landesabteilungsleiters der Landesbauernschaft Hessen-Nassau Pg Goddemeyer! liegt, befindet sich auf der Kreisleitung der NSDAP. Friedberg, Bismarckstraße 24, die den ganzen Tag besetzt ist. Verstopfung od. Verdauungsstörung en, oft der Beginn nicht leicht zu nehmender Übel. Einzigartige Erfolge mit SleinineLLcji- tz Nidda, 6. März Im Rahmen der N S. - Gemeinschaft ,Iraft durch Freude" führte der Reichstheaterzug unter trefflicher Mitwirkung des Landes-Symphonie-Orchesters die Operette „Der Vetter von Dingsda" in der hiesigen vollbesetzten Turnhalle auf. Der Drtsgruppenleüer der NSDAP., Bürgermeister Philippi, gab in ..... ' 1er Freude darüber 49 ■Mfuclieyi MttzJbt/vv Jwt oiotl WwtehVü^suWuk SAMMELT SIE ALLE! Kl nklänoo von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder- Nacmasse holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Sonntag, 10. März, findet in Friedberg im Hofe der SA.-Geländesportschule vor der Reithalle eine große Bauernkundgebung zur Eröffnung der Erzeugungsschlacht statt. Ich lade zu dieser Kundgebung alle Volksgenossen, im besonderen aber die bäuerliche Bevölkerung ein. Die Kundgebung wird von besonderer Bedeutung sein, da Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und Landesbauernführer Dr. Wagner sprechen werden. Die Kapelle der SA.-Standarte 222, sowie eine 200 Mann starke Reichswehrkapelle werden konzertieren. Sonderzüge sind eingelegt. Ich darf erwarten, daß an dieser großen Kundgebung die gesamte Bevölkerung, besonders aber die Bauernschaft aus den der Kreisbauernschaff zugehörigen Kreisen, teilnimmt. heil Hitler! Gez.: Seipel Kreisleiter des Kreises Friedberg, Landesobmann der Landesbauernfchaft Hessen-Nassau. v _ l von hier erlitt bei seiner Arbeit eine schwere Verletzung. Er hieb sich versehentlich mit -------- v- K n ber A x t in die Hand und mußte sich zur fester Demarkationslinien zwischen den einzelnen Klein - Kaliber - Schützenvereine angehört, hat aeaen 2 30 Uhr ereignete sich unweit der Artender Energie-Versorgung. Sollte es M) - unb ^n manchen schönen Erfolg buchen können. Sie- Jacht pe8en 2sfra^ureJeet^t Vo 1orr ab u n = bie bisherige Entwicklung macht dies wahr ch-m- - m,aI jd)o6 feine Mannschaft di- Kreismei ter- 28iäbriae6*mieb 8 0 r f d) “- - YÄ- Sieben und stellte auch öfters L!rmkrlshNm’Ä aus seinen Reihen den Einzelmeister, zwei Schutzen @teinrid)ter Johann Briemer als Sozius mit * Steinbach, 6. März. Am Samstag versammelten sich die Mitglieder des Schützen- vereins Steinbach zur ordentlichen General- uunue UKm yicuuct u UU||U,tUDWtiycil Versammlung m dem Veremslokal „Zur Post . t und schloß dann die Versammlung in der Sämkenrneister H. L. Balser begrüßte die üblichen Weise. * Londorf, 6. März. Der Holzhauer Karl br Siedlung. Di- Farmen der En-rgie-V-rsargun-, und das ------------ Kräfteverhältnis der hieran beteiligten Gruppen! Schützenmeister H. L. Balser begrüßte waren niemals starr. Der gegenwärtig erreichte Schützen. Rechner Ludwig Haas VI. verlas die * un Entwicklungsstand und das heutige Kräfteverhältnis finanziell steht der Verein gut « g , Zwilchen Elektrizität und den anderen Energiegrup- Schießleiter Heinrich Atzbach V. gab das Arbeits- P.aDel pen können nicht als unumstößliches Gesetz hinge- Programm für das kommende Jahr bekannt. Der nommen werden, denn nichts wäre entwicklungs- -....... - | OBERAU ERHÄLTLICH I DR. ALBERSHEIM-FRANKFURT A.M.GEGR. 1892 I--------------------—« Pfg. Q llr.5^ Der Reichscheaterzug heule in Heuchelheim ?A- abend gastiert der Reichstheaterzug der Heute längere Zeit behoben werden könnte. Die Handumdrehen jede Verstopfung ent» DieWehrmacht im Kampf gegen Hunger und Kälte! fernt vnd aller lästige Geruch beseitigt. 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Er wird heute mittag um 3 Uhr in Heuchelheim eintreffen und eine Propagandafahrt durch den Ort machen. (Das Bild zeigt den Reichstheaterzug bei der Abfahrt in Frankfurt.) sofort eine Operation beider Augen, doch nicht zu sagen, ob das Augenlich erhalten Todessprung aus dem vierten Stock. LPD. Frankfurt a. M., 6. März. Eine 48- jährige Frau stürzte sich aus ihrer im v i e r « t e n Stockwerk des alten Rathauses in Höch ft gelegenen Wohnung auf die Straße. Die Frau brach beim Aufprallen auf das Straßenpflaster das Genick und war sofort tot. Eine jugendliche Diebesbande. LPD. Hanau, 6. März. Montag abend wurde in der Gastwirtschaft „Zum Engel" in Klein- Steinheim ein 13jähriger Schuljunge (!) aus Hanau dabei erwischt, als er im Wohnzimmer aus einer Schreibtischschublade einen Geldbetrag von 560 Mark entwenden wollte. Das hoffnungsvolle Früchtchen hatte das Geld bereits in seinen Taschen geborgen, als glücklicherweise der von bösen Ahnungen erfüllte Eigentümer hinzukam und den diebischen Jungen am Kragen nehmen konnte. Zwei Altersgefährten, die sofort die Flucht ergriffen, spielten in nächster Nähe des Tatortes die Aufpasser. Auch diese beiden Jungen konnten inzwischen ermittelt werden. Vermutlich find noch mehrere Diebstähle in Hanau und Klein-Steinheim auf das Konto der jugendlichen Diebesbande zu setzen. Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache Dletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungsarten schnell und zu mäßigen Preisen 3um Aufwaschen, Spulrn und Rcinigrn- fiir (Bifd)irr und alles Hausgerät! Nächsten zur Wehr". Nach dem Treuegelöbnis für den Führer Adolf Hitler, das von der Versammlung mit dreifachem „Sieg-Heil" bekräftigt wurde, fand die Versammlung ihr Ende. § Gladenbach, 5. März. In der Scheldersau plant man eine großzügige Siedlung. Zu diesem Zwecke fanden dieser Tage Versammlungen der Bauernschaften in Runzhausen, Römershausen, Kehlnbach und Dernbach statt. Der Preis für ein Hektar Siedlungsland beläuft sich auf 1600 Mark, die Anzahlung beträgt 25 v. H., während jährlich 57 Mark abzutragen sind. Es ist zu hoffen, daß dieses Projekt zur Durchführung gelangt, da hierdurch die Arbeitslosigkeit in unserer Gegend auf Reichs st raßensammlung des Winterhilfswerks mit dem Verkauf des Edelweißabzeichens brachte von 400 verkauften Abzeichen einen Erlös von 80 Mark. Beim Abbrennen von Fröschen beide Augen schwer verletzt. LPD. Marburg, 6. März. In die hiesige Augenklinik wurde ein zehnjähriger Junge aus Neustadt eingeliefert, der beim Abbrennen von Fröschen einen schweren Unglücksfall er- Ehrennadel. Nach dem offiziellen Teil, der mit einer Huldigung an Führer und Vaterland schloß, feierte man bei frohem Gesang und Tanz noch einige Stunden. * Dornholzhausen, 6. März. Der 16jährige Otto Z ö r b von hier, der sich mit ungelöschtem Kalk zu schaffen machte, brachte etwas von dem Material in seine Augen und erlitt Schaden durch die Aetzkraft des Kalkes. Der junge Mann mußte sofort in die Augenklinik nach Gießen gebracht roerben. Kreis Biedenkopf. # Bischoffen, 5. März. Am Samstagabend hielt die Freiwillige Feuerwehr Bischoffen im Lokal von Panz ihre Generalversammlung ab Wehrführer Rink gab zunächst einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Er streifte die Entwicklung der Feuerwehr und unterzog den Stand der Feuerlöschgeräte, die noch vor einigen Jahren in übler Verfassung waren, aber innerhalb kurzer Zeit mit tatkräftiger Hilfe der Gemeinde modernisiert wurden, einer kurzen Betrachtung. Nach Genehmigung des Protokolls der vorjährigen Generalversammlung und nach dem Kassenbericht erteilte der Wehrführer dem Kassenwart Entlastung. Für das Jahr 1935 wurde der Haushaltsplan aufgestellt, der ausgeglichen werden konnte, ebenso wurde der Dienstplan für 1935 genehmigt. In seinem Schlußwort ermahnte der Wehrführer die Kameraden, im neuen Jahre, wie bisher, zur selbstlosen, das Volksgut erhaltenden Feuerwehrsache zu stehen, getreu dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Spenden für das Mnterhilsswerk Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Winterhilfswerk 19 3 4/35 betreffen (Spenden. Straßensammlungen. Haussammlungen, Eintopfgerichte usw.), sind nur auf Konto der Bezlrkssparkasse Gießen, Nr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt a. 21L Nr. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Lehrling zu Ostern Schwerer Autozusammenstoß in Darmstadt. Darmstadt, 6. Marz, (LPD.) An der Stra- ßenkreuzung Frankfurter und Kahlertstraße ereignete sich heute ein schwerer Auto Zusammenstoß. Aus der Richtung Arheilgen kommend wollte der Kraftwagenführer Johann V o l tz aus Schwalheim mit einem Lastzug der Staatsquelle Bad-Nauheim die Straßenkreuzung passieren. Im gleichen Augenblick wollte der Wasserhändler Ludwig Schneider aus Grafenhausen mit einem Dreirad-Lieferwagen die Frankfurter Straße überqueren. Beide Fahrzeuge stießen zusammen, und Schneider wurde dabei schwer verletzt, so daß er ins Krankenhaus verbracht werden mußte. Auch der Lieferwagen wurde erheblich mitgenommen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Fräul., 25I.alt, sucht Stelle als Stühe m.Famil.- Anschlutz, übernimmt auch die Führ. e. frauenlosen Haushalts. Schriftl. Arm. u. 0924 a.d.G.Anz. xaßt es nicht mehr blubbern! Mit etwas heißer iMi« Longe ist im Lichtspielhaus ■ Gießen Ab heute Donnerstag: HB Beginn der Aufführungen | des köstlichen Ufa-Lustspiels litten hat. Er hatte diesen Frosch aufgehoben, der explodierte. Beide Augen des Kindes hierbei schwer verletzt. In der Klinik Ferner Beiprogramm: „Ku nstf I Ug11, Kulturfilm Gedankenleser, Lustspiel, u.Ufa-Tonwoche Werktags 4, 6, 8.30 Uhr Sonntags 3» 5.30, 8.30 Uhr Am Samstag, dem 9. März 1935, 20 Uhr, veranstaltet die Wehrmacht in der Volkshalle Gießen ein GROSS IKONZIE1RT zu Gunsten des WHW., ausgeführt von 5 Musikkorps (200 Mitwirkende) unter Leitung des Obermusikmeisters Krauß e. Eintrittskarten zum Preis von 0.50,1.— u. 1.50 RM. Vorverkauf bei den Ortsgruppenamtsleitungen der NSV., bei der Kreisamtsleitung Gießen, Löberstraße 9, Musikhaus Challier und Zigarrenhaus Moeser. Krimiüalr Urheberrsck 21 Fortsetzu , "Nun - nid; "Unb aud) wohl enbgü "Weißt öt V dein bei Dor Ej Dünn gewesen fein'" , *r wen CcfFotw- $ ergentlid * gesucht. i32oD Kantine Zängler, Pestalozzi schule, In d.Eichgärten. Iiiililliilllilllilllliilllili Gesucht z.l.Avril gesundes, kinderliebes, in aller Hausarbeit erf. Mädchen mit guten Zeugnissen. 1327Ü Srouprof.Huöoioö Aulweg 54. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII $ o X? lur -x N sxh'Ld >hr eine und £hes D 6.',^ Unten,? drg »-tz: den 7. März, bis einschl. Sonntag I Douglas Fairbanks in: I Das Privatleben! des Don Juan Ein interessanter und sehenswerter Film mit viel Spaß und Humor. - Ferner: Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Notwendigkeit einer vermehrten Schafhaltung, forderte zu rationeller Viehhaltung auf und wies auf die Vorteile der Silage und des Flachsanbaues hin. Lichtbilder veranschaulichten den Vortrag. Ortsbauernführer Fr. Liehr dankte dem Redner für seine aufschlußreichen Ausführungen. Im Anschluß daran zeigte Bürgermeister Lat her die Heimatfilme vom Trachtenfest zu Homberg im vergangenen Jahre und den Film von dem großen Feuerwehrfest, das schon längere Zeit zurückliegt. Ein schöner Kulturfilm vom Schweizerland, durch Schallplatten in seiner Wirkung unterstützt, beschloß den Abend. Kirche und Schule. Kreis Schotten. rl. Schotten, 5. März. Die amtliche Frühjahrsversammlung der Lehrer des Kreises wird diesmal bezirksweise abgehalten und fand für den Bezirk Gedern in Oberseemen statt. Schulrat Dr. M e u e r eröffnete sie mit einem Gedenken an den Führer. Die Lehrer L e h m e r (Glashütten) und K u st e r (Steinberg) sprachen über die unterrichtliche Behandlung der Geschichte in ihren eignen Klassen, Lehrer Kalmar (Kaulstoß) stellte das Wesentliche des Aufsatzunterrichtes heraus, über dessen Gestaltung auch Rektor Riedel (Gedern) berichtete. Nachdem Lehrer Becker (Oberseemen) eingehend über Schwierigkeiten im Rechenunterricht gesprochen, führte er mit seiner Klasse eine vorbildliche Rechenstunde vor. Seine Lehrprobe in Geschichte war ebenfalls sehr anregend und zeugte von gründlicher Durcharbeitung des Stoffes nach großen völkischen Gesichtspunkten. Nach der Mittagspause sahen die Teilnehmer noch, wie er und Frl. Schmidt (Oberseemen) ihren Turnunterricht (in Ober- und Mittelstufe) gestalten und gewannen auch davon die besten Eindrücke und Anregungen. Nach längeren geschäftlichem Verhandlungen wurde die Versammlung am späten Nachmittag mit einem Treugelöbnis für den Führer geschlossen. Vreuken. Kreis Wetzlar. (D Gleiberg, 6. März. Der hiesige Gesangverein „Hermanus" veranstaltete für eine Reihe seiner Mitglieder, die Jahr für Jahr treu zu ihm und dem deutschen Lied standen, im „Schwarzen Walfisch" einen Ehrenabend. Lehrer M a - jewski (Oberndorf), der Kreiswalter des Sängerkreises Solms-Wetzlar, nahm im Anschluß an eine die Bedeutung des Liedes im Volksleben betonende Rede die Ehrung der Jubilare vor. Besonders würdigte er die Verdienste des Mitgliedes Wilhelm G ö b l e r, der auf eine 50jährige Zugehörigkeit zum Verein zurückblicken kann. Der stets eifrige und pflichttreue Sänger erhielt eine Ehrenurkunde des DSB. und die goldene Ehrennadel unter Uebermittlung der Glückwünsche des Hessischen Sängerbundes und des heimatlichen Sängerkreises. Mit der silbernen Ehrennadel für 40jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Karl Lust, Philipp Leib, Karl Leib, Karl Hofmann und Ludwig Müller. Für 25jährige Zugehörigkeit erhielt der Sänger Ernst Henkel eine Gießener Konzertverein Am Sonntag, dem 10. März 1935, abends 8 Uhr, Universitäts-Aula Viertes Solisten-Konzert Das Huber-Quartett aus München Prof. Joh. Hobohm (Klavier) aus Würzburg Beethoven op. 59 Nr. 1, Streichquartett in F-Dur. - Reger, Bach- Variationen (Klavier). - Brahms op. 34, Klavier-Quintett in F-Moll. Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: 1-, 1.25, 1.75 und 2.50 RM. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten gegen Ausweis bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenheim. Deutsche Bühne halbe Preise. 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Fortsetzung NIVEA CREME Heini Oittmar erhält den Hindenburg-Preis daß die hochwertigen, erbgesunden Familien wieder kinderreich werden, und daß diese kinderreichen Familien des staatlichen Schutzes teilhaftig werden. Als besonders wichtige Maßnahmen zur Förderung der Familien- und Rassenpflege hat sich die Gesetzgebung über die Förderung der Eheschließungen durch Gewährung von Ehestandsdarlehen bewährt. Zahlreiche Familien sind neu gegründet und haben sich einen Hausstand einrichten können. Im ersten Jahr seit dem Inkrafttreten dieser Gesetzgebung sind im Deutschen Reich rund 102 000 Ehen mehr geschlossen worden, als sonst zu erwarten gewesen wäre. Die Zahl der Eheschließungen ist im 3. Vierteljahr 1934 um 13,3 d. H. gegenüber dem 3. Vierteljahr 19M gestiegen, obwohl damals schon 31,7 v. H. Ehen mehr geschlossen wurden als im 3. Vierteljahr 1932, zur Zeit des durch die Wirtschaftskrise bedingten Tiefstandes der Heiratshäufigkeit. Dadurch hat sich der durch die Wirtschaftskrise bedingt gewesene Ausfall an Haushaltsneugründungen bereits erheblich vermindert und wird bei Fortdauer der gegenwärtigen Heiratshäufigkeit nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes bis Anfang oder Mitte 1936 aufgeholt sein. Josef, der neben dem Chauffeur mitgekommen und seinen Herrn am Bahnsteig erwartete, standen Tränen in den Augen. „Na, Josef", sagte Horst, „nur Ruhe — es ist ja alles gut!" Dann sah er sich suchend um. „Ist Fräulein Helma nicht mitgekommen?" fragte er. „Das gnädige Fräulein erwartet den Herrn Davon zu Hause!" Horst war enttäuscht. Jetzt, wo er wußte, datz Helma nicht schuldig war, sehnte er sich so sehr, so sehr nach ihrem Anblick. Schweigend legte er an der Seite des Kriminalkommissars die Fahrt zurück. Entzückt schweifte sein Auge über die altvertraute Landschaft, die unter einem reinen, kühlen Spätherbsthimmel dalag. Jetzt kam der Wald von Gernrode, nun die Chaussee, nun das Dorf. Die Glocken läuteten von der kleinen Kirche, die Dörfler standen hüteschwenkend mit freudigen Zurufen da, als Horst durch das Dorf fuhr — er konnte nur immer grüßen und winken. Rührend diese Freundlichkeit der Menschen, die mich seit Jahren nicht gesehen!" bemerkte er zu seinem Begleiter. „Nehmen Sie es als ein gutes Omen, daß nun alles Dunkle vorüber ist, Herr von Gernsheim!" Das Auto fuhr in den Schloßhof ein. Die ganze Dienerschaft hatte sich zum Empfang unter dem Schloßportal aufqebaut, das mit einer dicken Girlande von Herbstlaub und Astern geschmückt war. Durch das alte Portal ging Horst hinein in das Haus seiner Väter. Kriminalkommissar Borgmüller war zuruckge- geblieben. Nun stand Horst allein in der hohen Halle, die durch die Kerzen des altgeschnitzten Leuchterweibchens von der Decke her strahlend erhellt wurde. . Und in dem hellen sanften Lichterglanz standen zwei Mädchen, Hand in Hand: sie glichen einander wie Schwestern, nur -die Züge der einen waren weicher, kindlicher. Mit scheuer Bangigkeit waren zwei goldbraune Rehaugen auf Horst von Gernsheim gerichtet. „Was ist denn?" fragte er leise. „Traume ich? Welches ist denn nun Helma?" Da trat Helma von Bodenberg hervor: „Ich bin Helma!", sagte sie mit ihrer tiefen, schwingenden Stimme. „Willkommen, Horst, lieber Bruder! Aber bie5" — sie schob die tief errötende Myra vor —, „dies ist die andere Helma, die dich in Hamburg erwartete, und die nichts für all das Leid kann, das dir zugefügt wurde!" Horst sah Myrq an, bann Helma, dann wieder Myrct. Ja, sie mar1 es. Es war ihr jcheues, rührend- Ausscheidungswettkämpfe finden in Lake Placid, Salt Lake City und Ruinier National Park statt. Auch in Japan sind die Wintersportverbände schon dabei, ihre Vertreter für 1936 auszuwählen. Die eissportlichen Prüfungswettkämpfe haben bereits Ende Januar in Nikko und Tokio stattgefunden: für den Schnellauf sollen vier Mann, für Kunstlaufen drei Mann und für Eishockey eine Mannschaft entsandt werden, mit zusammen drei Führern. Auch für die Hauptspiele, die in Berlin stattfinden, schreiten die Vorbereitungen in Japan rüstig fort. Die Zahl der Aktiven, die nach den letzten Nachrichten von Japan gesandt werden soll, wird voraussichtlich die Hundert überschreiten. Der Japanische Verband für Leichtathletik („Nippon Rikujokyogi Remmel") hat bereits die Kandidaten bezeichnet, aus deren Zahl nach einem bestimmten Ausscheidungsplan bis zum April 1936 40 Mann ausgewählt werden sollen, und diese sollen von 10 Offiziellen begleitet werden. Die Zustimmung des Japanischen Olympischen Komitees wird habet noch vorbehalten. Polen schickt 50 bis 75 Athleten 1936. Der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, Oberst G l a b i s ch , teilte mit, daß die polnische Hauptexpedition zu den Olympischen Spielen 1936 für Berlin etwa 50 bis 75 Teilnehmer umfasse. Selbstverständlich wird Polen mit einer starken Mannschaft vorher schon bei den Winterspielen vertreten sein. 15000 5teid>ümart für die Winterhilfe Der vom Reichsverband deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im NSLB. im Einvernehmen mit dem Reichssportführer veranstaltete Winterhilfstag hat bisher einen Reinertrag von etwa 15 000 Mark gebracht. Diese Sammlung ist um so höher zu bewerten, als die im freien Beruf stehenden Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer zum großen Teil selbst hart um ihr Dasein kämpfen müssen. — Auch in Gießen wurde vor einiger Zeit durch die Ortsgruppe des Reichsverbandes deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer ein Werbeabend zugunsten der Winterhilfe abgehalten. ______________________________________ Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrschtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). gtun — für mich brauchst du als Detektiv hoffentlich nicht mehr tätig zu sein!" lachte Helma. Und auch für Horst werden die Schrecken nun wohl endgültig vorüber sein!" Weißt du, Helma", gestand Hopman, „daß ich auf dem besten Wege war, deinen Adoptwbruder Horst vor Eifersucht zu hassen? m . Du Dummer! Horst ist mir immer em Bruder gewesen — und er kann mir nie etwas anderes I^Äber wenn er nun als ein verführerischer Mann zurückkommt, Helma? Was dann? Du kennst ih doch eigentlich gar nicht mehr! „Aber ich kenne dich" gab Helma entschieden zur Antwort. „Und ich bin jetzt vielmehr dafür daß du mich zu der kleinen Myra begleitest --unb»Daß ich auch endlich ein Frühstück in meinen Mqgen bekomme! Kriminalistik ist schön, besonders wenn sie gut endet — und Verlobung ist auch schon — aber Frühstück auch!" . . m „Ich hab' gar nicht gewußt, daß du so ein Materialist bist!" neckte Hopman. „Detektivfrauen müssen auch materialistisch denken können!" gab Helma schlagfertig zurück^ Abe bann würbe sie ernst: „Nun bring' mich zu Myrai bat sie. 24. Kapitel. Eine leise, angstvolle Stimme antwortete auf Hop- mans Klopfen. Da öffnete er die Tür einen fopait. „Fräulein Myra, ich schicke Ihnen Fraulein Helma! Ich glaube, mit der werden Sie sich noa) schneller verständigen als mit mir!" Helma stand einen Augenblick befangen in der Tür. Da sah sie ein blasses, angstvolles^ süßes Gesicht aus Öen Kissen sich aufrichten — es war wie ihr eigenes Gesicht, nur kindlich, unendlich hilflos und bange. Da quoll ein heißes Mitleid in Helma auf. Mit raschen Schritten ging sie auf Myra van Horsten zu — und bettete den zuckenden, kleinen Mädchenkörper in ihre Arme. ♦ Hopman stand eine Weile lauschend hinter der. Tür', es drang nur gedämpftes Sprechen zu ihm, unterbrochen non einem leisen Weinen, das aber allmählich verstummte. 1 Als weiterer Erfolg hauptsächlich der ehefordern- ben Gesetzgebung ist eine Zunahme ber L e - benbgeburten im 3. Vierteljahr 1934 von runb 26,1 v. H. gegenüber bem 3. Vierteljahr 1933 zu verzeichnen. Jedoch kann erst bann von einer bevölkerungspolitischen bebeutsamen Vermehrung bes Nachwuchses gesprochen werben, wenn ber jetzigen Anhäufung von Erstgeburten — in erster Linie als Folge ber eheförbernben Maßnahmen ber nationalsozialistischen Regierung — eine entsprechend Zunahme ber zweiten, britten unb spateren Kinber folgt. Die Sorge für bie Erhaltung unb Förberung ber erbgefunben unb kinderreichen Familie wird daher auch in Zukunft an erster Stelle stehen. Durch die Ausstellung „Das Wunder des Lebens wird uns die Bedeutung vergegenwärtigt, die der einzelne Mensch und die Familie ebenso wie die einzelnen Organe unseres Körpers — für die Volksgemeinschaft hat. Er ist einerseits Glied in der Kette der Geschlechter, d. h. Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Auf der anderen Seite sind es die einzelnen Menschen, ihr Wirken und Leben, ihre Zusammenfassung in Berufsständen, auf denen sich der Organismus des Ganzen, die Volksgemeinschaft aufbaut. Durch die gewaltige Ausstellung wird uns lebendig, wie tief jeder einzelne von uns mit der Volksgemeinschaft verwurzelt ist, und gleichzeitig empfinden wir auch die große Verantwortung, die jeder Volksgenosse für das Wohl der Nation trägt. D- p- Jedes Kind weiß, daß der Mensch die Krone der : Schöpfung ist. Doch kennen die meisten von ihrem Körper, seinem Aufbau und feinen Funktionen herzlich wenig. Wir wissen auch gar nicht, vaß zwischen den Naturgesetzen, die unseren Körper beherrschen, und der Ordnung unseres Gemeinschaftslebens in Volk und Staat-ein enger Zusammenhang besteht. Uns diese Erkenntnis zu vermitteln, wird die Aufgabe der Schau „D a s Wunder des Lebens" fein. Die Ausstellung wird am 23. März in Berlin eröffnet und wird wegen der großen Bedeutung ihrer Ziele und der besonderen Art ihrer Durchführung ein Ereignis fein, an dem fein Volksgenosse vorubergehen darf. Die Schau nimmt in der Reihe der Ausstellungen einen eigenen Platz ein. Sie ist keine Ausstellung von Erzeugnissen einzelner Firmen, die der Steigerung des Absatzes der betreffenden Artikel dient, sondern sie wird uns allen eine lebendige Vor- ft e 11 u n g von den großen und ewigen Gesetzen des Lebens geben, die erst unser leibliches Dasein ermöglichen. Für die Aufgabe, die neuen Erkenntnisse verständlich zu machen, werden hier ganz neuartige Methoden verwandt. An Stelle früherer mufeumsartiger Darstellungsmethoden wird jetzt in einfacher unb zugleich fesselnder Darstellung erreicht, daß selbst die schwierigsten Vorgänge in unserem Organismus leicht verständlich werden. Plastische Schaubilder in bunter Vielgestaltigkeit werden durch statistische Darstellungen ergänzt. Die Mitarbeit der ersten Sachkenner und aller maßgebenden Behörden gibt die Garantie für den sachlichen Wert des Gezeigten und die Darstellung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft. Die Ausstellung gliedert sich in vier große Gruppen. Die erste Abteilung „Die Lehre vom Leben" zeigt den Aufbau unseres Körpers, die Funktionen ber einzelnen Organe in gemeinver- stänblicher Weise. Wir erkennen, wie bas Wachsen unb Bestehen unseres Organismus nur möglich ist durch bas Jneinanbergreifen unenblich vieler einzelner Teile, unb bas planmäßige Walten ber Naturgesetze in unserem Körper lehrt uns Ehrfurcht vor bem Organismus. Die Gruppe „E rhaltung des Lebens" wirb uns wichtige Aufklärungen über Gefunbheitsfchutz geben, über bie Hygiene bes täglichen Lebens, bie Ernährung, Kleibung ufw. Die „Stätten bes Lebens zeigen uns bie Häuslichkeit vom Eigenheim bis zur vorbildlichen Großstabtwohnung unb führt uns auch bie Arbeit deutscher Siedlung vor Augen. In der Gruppe „Träger des Lebens" hat die Familie als die Keimzelle des Volkslebens eine besondere Bedeutung. Die Erhaltung und Förderung der Familje als der Grundlage von Volk und Staat steht im Vordergrund nationalsozialistischer Politik. Die nationalsozialistische Regierung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß die Zukunft der deutschen Volksgemeinschaft nur unter der Voraussetzung gesichert ist, daß es gelingt, der Gefahr der Vergreisung unseres Volkes wirksam zu begegnen. Seit der Machtergreifung hat deshalb ber Kampf um eine nicht nur zahlreiche, fonbern auch gefunbe Nachkommenschaft eingesetzt. Auf allen wichtigen Gebieten finb zur Erreichung dieses Zieles Maßnahmen in die Wege geleitet worden. Um in Zukunft Unglück und Not der Erbkrankhei- t e n von der Familie fernhalten zu können, und die Belastung der Volksgemeinschaft durch die Fürsorge für Verbrecher und Kranke zu mindern, ist die Gesetzgebung zur Verhütung erbkranken Nachwuchses geschaffen worden. Die Auswirkungen dieses Gesetzes für die gesamte Nation, wie für die einzelne Familie können sich erst allmählich, im Laufe der Generationen, in ihrer vollen BedeutuyZ zeigen. Außer den Maßnahmen gegen das Überwuchern von Erbkrankheiten ist eine Gesetzgebung in bie Wege geleitet worben, bie bem Ziel bient, Oie ersten Olympia-Kämpfer für 1936 schon fest benannt. In Amerika und Japan. Es ist eine lange Reise von Amerika und Japan nach Deutschland, und da die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen schon vom 6. bis 16. Februar 1936 stattfinden, die Mannschaften auch schon eine gewisse Zeit vor Beginn der Wettkämpfe dort eintreffen müssen, bleibt für die Amerikaner und Japaner im Winter 1935/36 eigentlich kaum noch Zeit zu Ausscheidungswettkämpfen. So erklärt sich, was den Europäer zunächst mit Staunen erfüllt — denn die Olympischen Spiele sind ja scheinbar noch fo fern —, daß in Amerika und Japan schon jetzt Ausscheidungswettkämpfe abgehalten werden. Elf Bobfahrer von den USA. haben den Ruhm, daß sie als erste auf der ganzen Welt für die Spiele des Jahres 1936 (nach Prüfungsfahrten auf der Mount- Hoevenberg-Bahn zu Lake Placid) ausgewahlt und der Oeffentlichkeit benannt worden find. Unter ihnen befinden sich Billy Fiske, der schon als sechzehnjähriger Schüler 1928 bei den Winterspielen m St. Moritz olympische Lorbeeren für die USA. holte und auch 1932 bei den Winterspielen von Lake Placid mit feinem Viererbob wieder Erster wurde, und ferner zwei von den vier Brüdern Stevens, die als wagemutige Piloten nicht nur der Bobbahn, sondern auch der Luft bekannt finb, nämlich Curtis und H u b e r t, die auch 1932 in Lake Placid ihren Zweierbob zum Siege geführt haben. Wenn sowohl Billy Fiske wie Hubert Stevens auf ihrer heimischen Bahn 1932 Garmisch-Partenkirchens großen Bobsteuermann Hans Kilian zu schlagen vermochten, wird es reizvoll sein, 1936 den Rückkampf zu erleben, wenn Kilian die eigene Bahn fährt und feine früheren Bezwinger zu Gaste sind. Die beiden Bahnen, von demselben Ingenieur erbaut, sind einander ziemlich ähnlich. Kilian war jedoch in Lake Placid durch das schlechte Wetter insofern benachteiligt, als dieses das Training damals erheblich beeinträchtigte. Bis April 1935 wird auch der Ski-Ausschuß des Amerikanischen Olympischen Komitees eine achtzehnköpfige Ski-Mann- schast ausgestellt haben, bie 1936 in Garmisch-Partenkirchen die Vereinigten Staaten vertreten soll. Die Da lächelte Hopman von sich hin und ging in die Küche, um von der gleich der übrigen Dienerschaft vollkommen verwirrten Mamsell ein Frühstück für Helma und Myra zu bestellen. Wenn ich nicht nach dem Rechten sehe!, dachte er bei sich, gibt es heute hier auf Gernrode für feinen Menschen etwas Richtiges zu essen! In ber Halle begegnete ihm ber Briefträger mit einer Depesche — sie war an Hopman gerichtet unb kündigte die Ankunft Horsts in Begleitung des Hamburger Kriminalkommissars an. Da öffnete sich die Tür zum Eßsaal. Dundee, Martins und bie Kriminalbeamten erschienen, fröhlich, zufrieden. Die offene Tür gab ben Blick auf einen gut geheilten Frühstückstisch frei. Da mir von ben rechtmäßigen Bewohnern bes Schlosses nichts gesehen ober gehört haben", meinte Martins, „so haben wir uns selbstänbig gemacht. Der Diener Friebrich ist noch ber einzige, ber seinen Verstand beisammen hat, ber hat die Mamsell unb Hie Küchenmäbchen so lange angefahren, bis sie wenigstens ein kleines, bescheibenes Mahl bereitet haben. Wenn bu noch was haben willst, Hopman — ich glaube, es ist noch etwas da!" „Danke!", sagte Hopman. ,Lch will nur Frühstück für Helma unb mich!" „Was hären meine Ohren?", fragte Martins. „Helma! Meinst bu bannt die falsche Helma ober —Da schlug Hopman mit einem glücklichen Lächeln Martins auf die Schulter: „Nein, die richtige, die ganz richtige, nämlich bie; bie meine ^SamiT’liefe er die gänzlich verbüßte Gesellschaft stehen unb roanberte weiter in Richtung Küche. „Ich fag's ja immer", bemerkte Martins tiefsinnig, „bie Kriminalistik enbet stets mit einem Unglück — biesmal mit einer Verlobung. Na, bann wollen mir mal sehen, ob bas Gewächshaus auf Gernrobe vielleicht ein paar Verlobungsgebüsche hat, mit benen wir zum Glückwunsch anrücken können!" Unb auch er lachte über bas ganze Gesicht. Nur Dunbee war unzufrieden: „Da sagt man immer, baß bie Germcms bie methodischsten Leute von der Welt sind: aber Detektiv und Bräutigam zugleich — shocking!" Er spuckte energisch aus. Er hielt nicht viel von Frauen — und von Heiraten noch weniger. ♦ Horst von Gernsheim hatte mit bem Kriminalkommissar bie Reise Hamburg—Thüringen im fahr- , planmäßigen Flugzeug gemacht. So verkürzte sich die Reisezeit für ben noch in feiner Gesundheit Angegriffenen wesentlich. 2üif der Bahnstation erwartete sie das Auto von Gernrobe. Dem Diener „Das Wunder des Lebens." Eine Ausstellung, die jeden Volksgenossen angeht. kindliches Lächeln, das ihn beim ersten Sehen so tief entzückt und sein Herz gefangen genommen. Helma, die kleine liebe Schwester, wohl war sie schön und blühend, wohl fühlte er tiefe, brüderliche Wärme für sie; aber fein Herz, er wußte es in diesem Augenblick fest wie ein Gelübde — seine Mannesliebe gehörte Myra. Leise nahm er Myras eiskalte, zitternde Hand, führte Myra zu Helma: „Sei ihr Schwester, Helma", bat er, „wie ich dir Bruder!" * Es war nun Abend. Myra schlief schon. Der alte Sanitätsrat, mit dem Horst eine lange und ernste Unterredung gehabt, hatte sorglichste Schonung Myras für notwendig gehalten. Nun faßen Helma, Hopman und Horst noch zusammen. Man hatte endlich Ruhe. Die polizeilichen Besprechungen und Vernehmungen durch die Beamten ber Kreisstabt waren vorüber. Dunbee war mit Martins abgereift. Nun blieben die drei noch zusammen. Horst hatte Hopman mit herzlicher Freude als Schwager willkommen geheißen: er fühlte auf den ersten Blick: Helma, seine liebe kleine Schwester konnte keinen besseren, zuverlässigeren Lebensgefährten finden als diesen prächtigen Hopman. Endlich war es nun auch Zeit, daß Hopman Horst gegenüber ben ganzen Plan noch einmal ausbreiten konnte, alle Fragen beantworten. „Ich fasse also alles noch einmal zusammen", sagte Hopman. „Dieser Spanier be Sanzo ist nicht durch einen Zufall mit Ihrem verstorbenen Vater zusammengekommen, Herr Baron! Es war ein sorgfältig vorbereitetes Zusammentreffen. Der Spanier wußte aus ben internationalen Veröffentlichungen, baß Ihr Herr Vater im Besitz bes kostbaren Weih- kelches mit ben eigentümlichen Inschriften war. Die Abdilbungen waren ja oft genug in ben internationalen Kunstzeitschriften zu >hen. Auf irgendwelche Weise, bie noch aufzuklären sein wirb, ist be Sanzo in ben Besitz bes Geheimnisses gekommen, bas ber Kelch birgt. Seine Buchstaben enthalten, wie Sie wissen, ben Hinweis auf einen verborgenen Klosterschatz. Dieser Schatz muß unter bem Treibhause vergraben sein, bas auf ben Rat von Charles angelegt mürbe. Denn dort stand einstmals, wie ich aus Chroniken weiß, ein altes Kloster. Um die Stelle zu finden, bedurfte man aber bes Kelches unb ber eingehenden Erläuterungen aus dem Buche, das aus der Bibliothek hier verschwunden ist, gerade in dem Augenblick, als ich mich in der Maske des Professors Schröder dafür interessierte. 1 ^Schluß folgt.) Seit dem Jahre 1930 wird.alljährlich für die beste Leistung im S e g e l f 1 u g der vom verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg gestiftete Hindenburg-Preis vergeben. Für das Jahr 1934 wurde dieser Preis dem Darmstädter Segelflieger Heini Dittmar zuerkannt. Maßgebend für die Zuteilung waren Dittmars internationale Rekorde im Höhenflug mit 3850 Meter und im Streckenflug mit 375 Kilometer. Die bisherigen Inhaber der wertvollen Auszeichnung waren: Robert Kronfeld (1930), Günther Groenhoff (1931), Wolf Hirth (1932), und Peter Riedel (1933). Deutsche Kuustflugmeisterschast in Stuttgart. Die für das Jahr 1935 zur Austragung nach Stuttgart vergebene Deutsche Kunstflug - Meisterschaft findet, wie nunmehr feststeht, am 18. und 19. Mai ihre Erledigung. Die Flieger - Landesgruppe 9 (Württemberg) wird die Prüfung auf dem Cannstotter Wasen abwickeln. Das Programm wird durch Darbietungen im Segelfliegen wirkungsvoll ergänzt werden. Vor dem Boxkampf Schmeling-Hamas Der deutsche Boxsport geht einem seiner größten Tage entgegen. Weltmeisterschaft-Ausscheidung Max S ch m e l i n g — Steve H a m a s in der Hamburger Hanseaten-Halle! Ein solcher Kampf wäre noch vor wenigen Jahren für Deutschland als unmöglich gehalten worden. Aber die Tatkraft und der Unternehmungsgeist des Hamburger Veranstalters Walter Rothenburg machten, gestärkt durch den Erfolg des Schmeling-Neusel-Kampfes und im Verein mit ben sportverständlichen Hamburger Behörden, auch einen zur Weltmeisterschaft zählenden Kampf zwischen einem Deutschen und einem Amerikaner möglich. Max Schmelina erhält auf deutschem Boden noch einmal Gelegenheit, sich wieder zur allerersten Wirtschaft Interessante Zahlen vom deutschen FußbaMort Baden-Baden. im übrigen blieben die variablen Anleihen gut behauptet. Am Pfandbriefmarkt lagen die Kurse zumeist unverändert, etwas fester Rhein. Hypotheken Gold mit 96,50 (96), ferner waren einige Liquidationspfandbriefe bis 0,25 v. H. höher. Stadtanleihen gingen fast durchweg um 0,25 v. H. zurück. Staatsanleihen lagen still. Am Auslandsrentenmarkt zogen Schweizer Bahnanleihen etwas an, ebenso Anatolier. Im Freiverkehr lagen Adlerwerke mit 87 (89,50) schwach. — Tagesgeld 3 v. H. Abendbörse: stltt. Die Abendbörse war stark geschäftslos. Die Kulisse verharrte angesichts der neueren außenpolitischen Entwicklung in ihrer Zurückhaltung, zumal, da die Privatkundschaft sich nach keiner Richtung hin am Geschäft beteiligte. Die Haltung war nicht unfreundlich und die Kursentwicklung noch etwas uneinheitlich, wobei aber größere Abweichungen nicht mehr eintraten. Hanfwerke Füssen kamen mit 77,25 (gestern 79,50) zur Notiz. Etwas Interesse erhielt sich in Nachwirkung des Abschlusses für AEG. mit 31,50 (31,40), gedrückt waren noch u. a. Bekula, Holzmann und einige Montanwerte. Der Rentenmarkt stagnierte bei unveränderten Kursen vollkommen. 4pröz. Schweiz. Bundesbahn erhöhten sich auf 163 (162), 3V-proz. auf 154,50 (153,50). U. a. notierten: Altbesitz 111,50, Stahlverein- Bonds 98, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 92, Schutzgebietsanleihe von 1908 10,40, von 1914 10,45, Commerzbank 82,75, DD.- und Dresdner Bank je 83, Gelsenkirchen 72,75, Harpener 97, Mannesmann 75,40, Aku 52,50, AEG. 31,50, Bekula 141,75, Dt. Linoleum 144,50, Licht und Kraft 118,25, IG. Farben 138,65, Gesfürel 114,25, Hanfwerke Füssen 77,25, Holzmann 86,25, Miag 74, Moenus 85,75, Schuckert 98,25, Siemens 139,50, Reichsbahn-DA. 119,50, Hapag 30,13, Anatolier Eisenbahn 35. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. März. Am Getreidegroß, markt blieb der Geschäftsverkehr sehr klem. Bro^ gctreide ist im Verhältnis zur Nachfrage reichlich angeboten, findet aber bei den Mühlen und auch im Handel nur kleine Aufnahme. Das Mehlgeschoft vermochte sich nicht zu beleben, auch die Abrufe waren nicht immer befriedigend. Futtergetreide, wie Hafer und Futtergerste, sind kaum angeboten und selbst im Tausch gegen Kleie und Kraftfutter- mittel nur schwer erhältlich. Frei verfügbares An- gebot lag nicht vor, die Nachfrage der Landwirt- Ichaft wird von den bekannten Derteilungsstellen auch nicht voll befriedigt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige ie 100 Kilo) in Mark: Weizen W IX 208, W XIII 212, W XVI 216, Roggen RIX 168, R XIII 172, R XV 176; Futtergerste GIX 170, G XI 173, G XII 175, Hafer H XIII 168, H XIV 170; Sommergerste für Brauzwecke 200; Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05, Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10, alles plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizennachmehl 17, Weizenfuttermehl 13,25, Weizenkleie W XIII 10,82, WXVI 11,02, Roggenkleie R XIII 10,08, R XV 10,32, Soyaschrot mit Monopolzuschlag 13, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, Trockenschnitzel 9,50, Heu 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 5 bis 5,40. Frankfurter Pserdemarkt. Frankfurt a. M., 6. März. Obwohl auch in verschiedenen Nachbarstädten, wie Friedberg, Kreuznach Usw. Pferdemärkte abgehalten wurden, hatte der hiesige Markt doch einen zufriedenstellenden Auftrieb und Verlauf. Die Beschaffenheit der zum Verkauf gekommenen Pferde war diesmal teilweise weit über den Durchschnitt gut und konnte selbst den verwöhntesten Käufer befriedigen. Schöne bel- gische Arbeitspferde, elegante norddeutsche Pferde, frisch importierte ungarische Wallache und Stuten standen neben billigeren Gebrauchs- und Laufpferden zur Wahl. Die Preise kamen im allgemeinen etwa 10 bis 15 v. H. höher als beim letzten Februar-Markt. Schlachttiere erster Qualität wurden ebenfalls flott gehandelt und erzielten Preise zwi- schen 28 hi5 29 Mark je 50 Kilogramm Schlacht- gewicht. Der nächste Pferdemarkt findet am 2. April statt. Schweinemarkt in Homberg. die Beiträge der Vereine und die fünfprozentige Abgabe von den Spielen gedeckt. Der Ueberschuß der Kämpfe um den Titel eines Deutschen Fußballmeisters und der Bundes-Pokalspiele, sowie die finanziellen Erträgnisse der Länderkämpfe, die die Nationalmannschaft durchführt, wird zur Leistung der obigen Aufgaben und für die Sicherung des Spielverkehrs zwischen seinen Vereinen verwandt. Hier zeigt sich eine wahre Sportkameradschaft im Rahmen unserer großen Volksgemeinschaft. Gemeinsam arbeiten alle für das gleiche Ziel: Ertüchtigung unserer Jugend und Erziehung zur ritterlichen Auffassung im Kampf. Der große Verein steht neben dem kleinen, alle sind sie ausgerichtet, um die selbstgestellte Aufgabe voll zu erfüllen. Es ist ein schönes Ziel; ein stolzer Erfolg tut sich auf, wenn der Fußballsport jeweils am Ende seiner Spielzeit den Blick rückwärts richtet. Eine siebenköpfige Hegistermark-Schieberbande verhaftet. --er. Homberg, 6. März. Der heutige Schweinemarkt war mit 228 Ferkeln besah- ren. Es wurden für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel pro Stück 18 bis 22 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 25 Mark bezahlt. Für Läufer zahlte man bis zu 35 Mark. Der Handel war gut; es verblieb geringer Ueberftand. Ferkelmarkt in Friedberg. LPD. Fr-iedberg, 6. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt wurden folgende Preise erzielt: Bis sechs Wochen alte Tiere 16 bis 20 Mark, sechs bis acht Wochen alte Tiere 20 bis 25 Mark und acht bis zwölf Wochen alte Tiere 25 bis 30 Mark. Der Handel war sehr lebhaft, der Auftrieb von 420 Ferkeln war in kurzer Zeit verkauft. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 68 Rinder (2 Ochsen), vom Schlachthof direkt, 881 Kälber, 102 Schafe, 403 Schweine. Es kosteten: Kälber 26 bis 52 Mark, Hämmel 32 bis 37, Schafe 25 bis 32, Schweine 44 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Kälber lebhaft, Hämmel, Schafe und Schweine mittelmäßig. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Meist schwächer. Frankfurt a. M., 6. März Die schon feit einigen Tagen vorherrschende Zurückhaltung hat sich an der heutigen Börse infolge der plötzlichen Verschiebung des englischen Ministerbesuches verstärkt, nachdem schon im gestrigen Abendbörsenoerkehr eine stark abwartende Haltung eingetreten war. Angesichts der großen Geschäftsstille bröckelten die Kurse zumeist weiter etwas ab. Wenngleich das Angebot keinen größeren Umfang hatte, fand es anderseits nur schwer Aufnahme. Bei sehr kleinen Umsätzen ließen die Kurse zur ersten Notiz durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. nach, später zeigte sich hier und da wieder geringe Rückkaufsneigung. Die unstete Haltung des englischen Pfundes blieb bei dem geringen Geschäftsumfang ebenfalls nicht ohne Einfluß. Von wirtschaftlichen Momenten fand der weiter lebhafte Verlauf der Leipziger Messe Beachtung, desgleichen hinterlMß der AEG.-Abschluß einen guten Eindruck, obschon diese Faktoren aus den oben erwähnten Gründen der allgemeinen Tendenz kaum eine Stutze bieten konnten. Am Aktienmarkt waren einige in letzter Zeit stärker beachteten Werte mehr angegriffen. Es eröffneten: Reichsbank 166,25 (168,75), dann etwa 167, Deutsche Linoleum 144 (146), Zement Heidelberg 117,50 (119), Daimler-Motoren 52,13 (53,25), dann auf 52,65 erholt. Schwach waren vor allem Aschaffenburger Zellstoff mit 79 (82), Waldhof nur mäßig niedriger mit 106 (106,75), ferner stärker gedrückt Lahrneyer mit etwa 121,50 (zuletzt 124,25). §ZG. Farben gingen auf 139,75 bis 139,50 (140,25), Scheideanstalt auf 206,50 (206,75) zurück. Von Montanwerten tarnen zunächst nur Gelsenkirchen mit 73,50 (74) und Mannesmann mit 75,75 (76,25) zur Notiz. Am Elektromarkt lagen AEG. 0,75 v. H. und Siemens 0,50 v. H. fester, auch Chade waren um 1,25 RM. erholt, dagegen verloren Licht und Kraft 0,65 v. H., Gesfürel 0,75 v. H. und Elektrische Lieferungen 0,75 v. H. Sonst eröffneten noch u. a. Brau- bank 0,40 v. H., Hapag 0,13 v. H., Norddeutscher Lloyd 0,25 v. H., Kunstseide AKU. 0,50 v. H. schwächer. Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe auf 111,90 bis 111,50 (112,13), späte Schuldbuchforderungen auf 96,75 (97,13) und Kommunal-Umschul- bung um 0,15 v. H. gedrückt. Zinsvergütunasscheine blieben mit 90,35 bis 90,40 behauptet, Stahlverein- Bonds und Reichsbahn-VA. lagen je 0,13 v. H. freundlicher. Im Verlaufe hielt die Gefchäftsstille unverändert an, die Kurse zeigten nur wenig Bewegung, zumeist bröckelten sie aber noch geringfügig ab. IG. Farben gingen auf 139, Daimler auf 52,40 zurück. Von den später zur Notiz gekommenen Papieren lagen Rheinische Braunkohlen mit 208,75 (211), Moenus-Ma- schinen mit 86 (87,50) schwach, ferner büßten die meisten Montanaktien bis zu 1 v. H. ein. Westdeutsche Kaufhof gaben auf 40 (40,75) nach. Etwas fester lagen nur Mainkraft mit 91,25 (91). Lechwerke konnten sich mit 99 gut behaupten. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz weiter ab, 25 000 Mark ins Ausland verschoben. LPD. Frankfurt a. M. 6. März. Wieder ist der Zollfahndungsstelle in engster Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in Wiesbaden ein großer Fang gelungen. Durch schnelles Zu pack en konnte die siebenköpfige Schmugglerbande Friedmann und Genossen verhaftet werden. Sämtliche Mitglieder der Bande sind Ausländer, Tschechen und Galizier. Die Bande wurde von Friedmann geleitet, der sich der übrigen Mitglieder bediente, um auf ihre Pässe Register- m ar E in Reichsmark umwechseln zu lassen. Die Helfer Friedmanns, die das Geld zu erheben hatten, bekamen einen kleinen Anteil. Wenn ein größerer Teil des Geldes erhoben war, fuhr der Rädelsführer über Kehl oder auf Nebenstrecken durch die Pfalz nach Frankreich und brachte das Geld über die Grenze. In Paris besorgte er neue Registermarkschecks und versorgte damit seine Bande. Im Briefverkehr mit seinem in Frankreich sitzenden Landsmann und Helfershelfer wurden Deckbezeichnungen benutzt. Da war die Rede von einer „Londoner Firma", die „Retourware la behalten wollte, und die gleichzeitig soundsoviel „Kisten" neue Ware „Sorte Ha" bestellte. Unter der angegebenen englischen Firma war der französische Helfershelfer bzw. seine ausländische Bankverbindung zu verstehen. Mit „Kiste" bezeichnete man jeweils' einen Registermarkscheck über 100 Mark. „Retourware la" waren die ins Ausland verschobenen Reichsmarkbeträge, unter „Sorte Ila" die neuen Registermarkschecks, mit denen der Rädelsführer feine Bande versorgte, zu verstehen. Gearbeitet hat die Bande, deren Schiebungen sich auf rund 25 000 Mark belaufen, in Frankfurt, Wiesbaden und Weltklasse emporzuschwingen. Der Reoanchekampf gegen den Amerikaner Steve Hamas wird ihm, falls dem Deutschen die Revanche gelingen sollte, die Tür zu einem Titelkampf mit dem Weltmeister Max Baer öffnen. Max Schmeling geht ausgezeichnet vorbereitet in den Kampf, während man aus dem Trainingslager des Amerikaners nur widersprechende Meldungen gehört hatte. Deutschland rechnet mit einem klaren Steg von Max Schmeling und hofft, daß er nicht enttäuschen wird. Das Rahmen-Programm der Hamburger Veranstaltung weist noch drei zugkräftige Kämpfe auf, Adolf Heuser (Bonn) kämpft gegen den Engländer Bob C a r d i 11, Adolf Witt (Kiel) hat Ernie Simons (England) zum Gegner und Fred Bo Ick (Hamburg) trifft ebenfalls auf einen Briten und zwar auf Gien Moody. Schlußspringen auf der Olympia-Schanze Am Sonntag wird auf her Olympia-Schanze in Garmisch-Partenkirchen ein internationaler Sprunglauf ausgetreten, an dem auch die beiden Norweger Birger Ruud und Randmond Sörensen teil- nehmen. Dazu kommen die besten Deutschen, soweit sie sich nicht noch in Norwegen und Finnland aufhalten. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenteich I — Watzenborn-Steinberg II 2:1 (2:0). Das Spiel war ein harter aber fair geführter Lokalkampf. Schiedsrichter Keller war dem Spiel ein tatkräftiger Leiter. Etwa 300 Zuschauer wohnten dem Spiele bei. Garbenteich trat komplett an. Die Gäste hatten den Torwart und den Rechtsaußen als Verstärkung aus der 1. Mannschaft zugezogen. Bereits in der 3. Minute verloren die Gastgeber ihren linken Verteidiger durch eine schwere Knieverletzung und mußten in der Folge das Spiel mit nur zehn Mann bestreiten. Mit großem Siegeswillen wurde aber weitergekämpft und bis Halbzeit eine 2.0 = Artur Stenzel, Kassenwart im Fachamt Fuß- ; ball des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen ; und Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes, veröffentlicht im amtlichen Organ des Deutschen Fußball-Bundes, „Deutscher Fußball-Sport , einige interessante Zahlen aus dem Arbeitsgebiet des Deutschen Fußball-Bundes. Nachdem einleitend die Aufgaben des Fußballsports und die Tätigtet! ber Vereine Gaue und des Bundes aufgezeigt sind, unterzieht Stenzel die wirtschaftlichen Werte des Fuhdallfports einer Betrachtung. Er zeigt, welche große Bedeutung der Volkssport Fußball in der Reihe der Leibesubungen besitzt. Die Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Fußball-Bundes, welche gemeinsam mit den 16 Gaugeschäftsstellen die Arbeiten des Fachamtes für Fußball mit erledigt, umfaßt über 60 Angestellte. Bei der Zahl von fast 60 000 fuhballspielenden Mannschaften und der vielen Aufgaben, die zu erledigen sind, ist diese Zahl der hauptamtlich tätigen Kräfte gering. Dazu kommen noch drei bis vier Hilfskräfte auf den einzelnen Gaugeschäftsstellen und etwa 1000 ehrenamtlich tätige Verwaltungsarbeiter, die als Sport-, Rechts-, Jugend- und Kassenwarte einen großen Teil ihrer freien Zeit dem Fußballsport opfern, die Schulspiele durchführen, Schiedsrichter ansetzen oder sonstwelche Aufgaben zu erfüllen haben. Der Deutsche Fußball-Bund beschäftigt daneben acht hauptamtlich tätige Sportlehrer, die in den Gauen Fuhballkurse durchführen und den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung stehen. Der Deutsche Fußball-Bund besitzt die von seinen früheren Landesverbänden geschaffenen Jugendheime, die den Jugendlichen zur Erholung dienen und gleichzeitig Stätten für die Kurse sind, die im Rahmen des großen Schulungsplanes durchgeführt werden. Erste Aufgabe ist die fachamtliche Regelung des Spielverkehrs der rd. 14000 deutschen Fußballvereine. Im Durchschnitt finden an jedem Sonntag rund 20000 (Spiele statt. Die Durchführung dieses riesigen Spielverkehrs erfordert starke geldliche Aufwendungen. Die ehrenamtlich tätigen Der- waltungsarbeiter, die den direkten Spielverkehr regeln, haben etwa 60 000 Mark Portoauslagen im Jahr. Die Kurse erfordern rund 120 000 Mark. An Unfallzuschüssen wurden (ohne besondere Belastung der Vereine) 60 000 Mark aufgewendet. Für die Jugendarbeit stehen 120 000 Mark zur Verfügung. Die Betreuung der Jugendheime erfordert 35 000 Mark. Für die Werbung sind 70 000 Mark verausgabt, während vom Deutschen Fußball-Bund geschaffene Spielplätze und Bürgschaften für Vereine einen Betrag von 20 000 Mark notwendig machten. Alle diese Kosten werden noch nicht zur Hälfte durch Aundfunkproqramm Samstag, S. März. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Die besten Schallplatten der Woche. 15: Jugendfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Wir schalten ein: Das Mikrophon unterwegs. 18.50: Militärkonzert. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Volkstänze aus deutschen Gauen mit Dialekteinlagen. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Tanzmusik. 24 bis 2: Was kost' die Welt? 1.15 bis 2.15: Von Hof und Brauch im alten Bauernland der Schwalm. Funkfolge. Führung erreicht; der Linksaußen und der Mittelstürmer waren erfolgreich. Bis zum Seitenwechsel waren die Gastgeber im Feldspiel überlegen. Nach der Pause drehten die Teutonen mächtig auf. Aber die einheimische Verteidigung (H. Mohr und W. Stumpf) war nicht zu überwinden. Nur einmal war es dem Mittelstürmer der Gäste vergönnt, das verdiente Tor für feine Mannschaft zu schießen. Erwähnenswert ist, daß die Gäste zwei Elfmeterbälle verschossen. Für Garbenteich bedeutet Der Sieg ein sehr ehrenvolles Ergebnis, wenn man berücksichtigt, daß die Mannschaft nur mit zehn Mann spielen konnte. Nach dem Spiel traf man sich m herzlicher Sportkameradschaft im Vereinslokal des Sportvereins und verbrachte einige unterhaltsame Stunden. Vor dem Spiel der 1. Mannschaft standen die neu ausgestellten Schüler von Garbenteich den Schülern von 1900 Gießen gegenüber. Die Schuler von Garbenteich verloren (mit 8 Mann) mit 6:2 Toren. Kurze Sportnotizen. Einen neuen Weltrekord im 100-Meter- Kraulschwimmen stellte der Amerikaner Peter F i ck in Newhaven mit 56,6 Sekunden auf. Sein Landsmann Vandeweghe unterbot den Rekord des Japaners Kiyokawa bei der gleichen Veranstaltung um Vio Sekunden und stellte ihn auf 5:30,4 Minuten. ♦ Einen deutschen Seglersieg gab es in Genua bei der ersten Wettfahrt um den Cagni- Pokal der Starboote. Das deutsche Boot „Pimm" ließ alle seine Konkurrenten mit 14 Minuten Vorsprung überlegen hinter sich. * Die französische Amateurboxstafsel, die am Wochenende in Würzburg und München gegen Bayern kämpft, wird in der kommenden Woche noch in Karlsruhe gegen den 1. Karlsruher BSV. 22 antreten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt 0.2)1. Berlin Schlußkurs Schluß». Abend- börse Schlußkurs Schluß!, mittag« dürfe Datum | 5-3. 6.3 5.3. 6 3. 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 100 100 99,9 99,9 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 96,25 101,75 96,25 96,25 96,25 6Vt% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 101,65 — — Auslos.-Rechten ............. 112,13 111,5 111,5 4*/i% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I....... - 6% ehem.8°/o Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 97,25 97,25 97 _ ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96 96 _ 96 6Vi% ehem. Hess. Landes Hypo- Ihckenbank Darmstadt Liaui ... 4yz% ehem. 8% Darmst. Komm. 99,5 99,75 — — Landesb.Goldichuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit — — — — _ Deutsche Komm. Sammelabl. An, leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 113,75 113,25 113,5 113 95,75 95,75 95,5 •*- 6yz% ehem. 4y,% Franks. Hyp.» 99,5 99,5 5¥2% ehem. 4y2% Rheinische Htzp.-Bank-Liqu.-Goldpfc..... 4Vi% ehem. 8% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4%% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- briefanst., Gold Komm. Obl.V 99,5 99,75 100 99,9 97 97 97 97 97 97 97 97 Steuergutsch.VerrechnungSk. 85-39 105,9 105,9 105,9 105,9 4% Oesterretchische Goldrente... 27,5 27,25 — 26,25 4,80% Oesterretchische Cilberrente 1,2 1,2 1,2 8,1 — 4% Ungarische Goldrente...... 7,8 7,3 7,7 7 7,65 4% Ungarische Staatsrente v. 191C 7,6 7,13 4'%% deSgl. von 1013......... 7,65 10,65 7,4 7,6 7,25 5% abgest. Goldmexikaner von 9‘ 4% Türkische Bagdadbahn-Anleth 10,5 10,65 10,6 Serie 1 ........—. 8,6 a#5 M6 Frankfurt a. M Berlin Schlußkurs Schloßt. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. mittag» börse Datum 5.3. 6 3. 5.3- 6.3. 8,5 4,3 7 4,1 34,9 30,65 33,5 86 116,5 84 83,25 84 168,75 30,75 143,25 107,75 119,4 88 115,4 99,75 139,5 91,13 99,25 74 98,25 — — 124,9 86,75 76,25 8,5 4,3 4,05 35 30,13 33,25 85 116 82,75 83 83 166,25 31,5 141,75 107 118,25 86,5 114,25 98,25 139,5 121,5 90,5 99 72,75 97 124,25 85,5 75.4 7 4,1 35,2 30,65 34 86,9 116,25 84,25 84 84,25 168 30,65 141,5 107,25 117,9 87,5 115 112 99,75 140,75 123,25 91,13 99,5 98 87,9 122,5 86,5 W» 25 6,75 4,05 35,5 30,13 26,75 33,4 84 115 82,75 83 83 166,13 31,4 142,5 107 118 86,4 114,4 115 98,65 139,75 120 91 98,5 97,25 86 145,5 124,5 86 76,13 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4yr%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hainburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................12 A.E.G......................0 Bekula.................... 10 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... Felten L Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........5 Rl>ctn. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Lo.............. 7 Buderus ...................o Deutsche Erdöl ..............4 Gelsenkirchener..............o Harpener...................c Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. c Ilse Bergbau ............... Ilse Bergbau Genüsse........ Klöcknerwerke ............. ty Mannesmann-Rohre» --ttttti Frankfurt a. M. | Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend« börse Schluß- kurs Ewlußll Mittag- börse Datum 5.3. 6.3 5 3- 6 3. Mansselder Bergbau .. ......8 93,25 92,5 93,5 92,75 Kvkswerke..........•* .......6 —— 105,75 104 Phönix Bergbau...... .......0 58 — — — Rheinische Braunkohlen .....12 211 208,75 —— 209 Rhetnstahl........... .....8 y» 94,5 93,5 94,75 94 — 71,13 72,9 Ltavi Minen ........ .......0 12,13 12 11,9 12,25 Kaliwerke Aschersleben. .......5 111,75 112,13 109,75 112,25 Kaliwerke Westeregeln . .......5 111 — 109 112 Kaliwerke Salzdetfurth .....?y- 148 — 148 147,75 .......7 140,25 138,65 141,5 138,5 Scheideanstall........ .......9 I 206.75 206,5 .......C 90 88,75 89,5 88,75 Rütgerswerke ........ .......4 | 105,5 104,5 105,5 104,13' Metallgesellschast...... .......4 1 91,5 — 91,9 90,75 Philipp Holz mann ...........0 Zementwerk Heidelberg ......5 Cementwerk Karlstadt.........41 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............$ Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas .............. • Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... 6 Orenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade......................0 Accumulatoren-Fabrü.......13 Conti-Gummt...............8 88,5 119 127 86,25 117 127 89,75 87 _ _ 104,25 102,25 53,25 52,5 54,25 53 118 117 116,5 117,5 106,75 106 106,5 106,5 82 80,5 80 80 — — 127,25 125,25 53,25 52,5 88,5 87,5 146 144,5 145,5 • 144,5 — — 85,5 85,5 40,75 40 39,9 39,75 190 191,25 —— 193 160 157 160 157,5 — 150 — 150 Gritzner....................01 35,5 I 35 I 35,5 1 34,9 Moinkraftwerke Höchst 4 91 91,25 1 —1 ” Süddeutscher judex ........ WI W Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Banknoten. 5. März 6-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Bries Buenos Alle. 0,623 0,627 0,623 0,62 Brüssel .... 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. . 0,194 0,196 0,194 0,196 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 52,36 52,46 51,78 51,88 Danzig..... 81,22 81,38 81,22 81,38 London ..... 11,725 11,755 11,605 11,635 HelsingforS.. 5,175 5,185 5,125 5,135 Paris ...... 16,43 16,47 16,43 16,47 Holland .... 168,33 168,67 168,33 168,67 Italien..... 21,14 21,18 21,14 21,18 Japan...... 0,689 0,691 0,683 0,685 Jugoslawien. ' 5,649 5,661 5,649 5,661 Oslo..... : 58,94 59,06 58,28 58,40 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 10,64 10,66 10,53 10'55 Stockholm... 60,46 60,58 59,79 59,91 Schweiz .... 80,72 80,88 80,72- 80,88 Spanien.... 33,97 34,03 33,93 33,99 10,37 Budapest ... _ _ — Reuyork... 2,457 2.461 2,455 2,459 Berlin, 6.März | Geld STIef Amerikanische Noten.............. 2,407 2-427 Belgische Noten.................. 57,96 58,20 Dänische Noten ................. 51,58 51,78 Englische Nokn ................. 11,57 11,61 Französische Noten............... 16,42 16,48 Holländische Noten............... 167,91 168,59 Italienische Noten................ 21,33 21,41 Norwegische Noten .............. 58,12 58,36 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling — Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............. 59,58 59,82 Schweizer Noten................. 80,44 80,76 Spanische Noten................. 33,49 33,63 Ungarische Noten ................