185. Jahrgang Eichener Anzeiger es fei ein offene^ Geheimnis, daß ein ober zwei britische Minister gegen die Oelsperre seien, weil sie eine Ausdehnung des Krieges durch einen italienischen Verzweiflungsausbruch fürchteten. Das Blatt erklärt jedoch, wenn man es jetzt an Entschlossenheit fehlen lasse, würde dies verhängnisvoll für die ganze Politik kollektiver Sühnemaßnahmen fein, die das britische Volk bei den letzten Wahlen nahe- zu einstimmig gebilligt habe. siak, als man ihn sestnehmen wollte, mit der Waffe in der Hand Widerstand. Er tötete einen Feldjäger und wurde dann selbst getötet. Die Organisation befaßte sich mit der Sammlung von Material aus den Garnisonen der Roten Armee. Sie bestand aus Esten, aus ehemaligen Weißgardisten und Kulaken, die im Augenblick ihrer Einziehung zur Roten Armee oder während ihrer Dienstzeit in der Armee zu diesen Zwecken geworben wurden. „Daily Mail" und „Daily Expreß" ermahnen die Regierung von neuem, sich nicht in Schwierigkeiten verwickeln zu lassen. Auch die rechtskonservative „Morning Post" bezweifelt, ob eine folche Maßnahme geeignet fein würde, den Frieden m Afrika wieder herzuftellen und spricht von der Möglichkeit, daß Mussolini zur Verzweiflung getrieben werden könnte. Es fei unklug, ein stolzes Volk in eine Lage zu bringen, aus der es keinen Rückzug gebe. „Daily Telegraph" schreibt, Vor einem neuen Vermittlungsversuch Lavals? Eine Festlandsreise (Str Samuel Hoares mit den (Stationen Paris und Genf. Für und wider die Oelsperre. Mens erster Kriegswinter. Von unserem römischen E.-Korrespondenten. Rom, 30. November. Rom, 1. Dez. (DNB.) Vertreterinnen der Organisation der Kriegsmütter und Kriegswitwen; denen in allen Provinzen Italiens die Ausgabe übertragen wurde, den Abwehrkampf gegen die Sanktionen zu leiten, find heute vom Duce empfangen worden. Mussolini sagte, die Söhne und Männer der Frauen, die er heute empfange, feien gefallen, um das bedrohte Frankreich und das überfallene Belgien zu retten. Sie hätten heroisch gekämpft, um am Ende den Sieg von Vittorio Veneto zu erringen. Jede dieser einst alliierten Mächte liefere heute dem Feinde Bomben und stelle Italien, das die Mutter der Kultur und die Geburtsstätte vieler großer Männer sei, aus die gleiche Stufe wie das barbarische Abessinien. Durch die Wirtschaftssanktionen könne Italien nicht tief getroffen werden, weil niemand ahne, wieviel Kraftreserven vorhanden feien. Verletzt werden könne Italien nur durch d i e moralifche Seite der Sanktionen. „Voce d'Jtolia", das Sonntagsblatt des halbamtlichen „Giornale d'Jtalia" schreibt anläßlich des Empfanges der Kriegswitwen durch Mussolini, 50 zivilisierte Länder und Regierungen ständen heute einer Phalanx von Müttern gegenüber, die nicht nur als italienische Staatsangehörige kämpften, sondern als Rächerinnen des geschändeten Opfers ihrer ruhmreichen Gefallenen. Italien hätte die Möglichkeit gehabt, ruhig den Weltkrieg fernzubleiben und Frankreich, England, Belgien und die übrigen Länder kaltblütig ihrem Schicksal zu überlassen. Ohne irgendwelche Gefahr hätte es dann seine Kräfte auf dem afrikanischen Kontinent einsetzen können, um Abessinien zu besetzen. Damals hätte es auf diesem Wege w e- Mffolmi nist die Kriegswiiwen zum Abwehr kamps gegen die Sanktionen ans. Die Abessinier melden schwere Kämpfe an der Nordfront Asmara, 1. Dez. (DNB.) Die italienischen Behörden im besetzten Gebiet hatten der Eingeborenem bevölkerung die W a f f en belassen, m dem Glauben, dadurch die Bevölkerung zu schonen. Die Folge waren dauernde Aufsässigkei ten und Zusammenrottungen unsicherer Elemente, die hinter der italienischen Front Unruheherde bildeten Der neue ttattemsche Oberbefehlshaber Badoglio hat nun den Befehl zur Entwafs- n u n g der gesamten Bevölkerung in den besetzten Gebieten gegeben. * Nack abessinischen Meldungen finden am Abaro-Paß, der 65 Kilometer nördlich von Makalle — also hinter den italienischen Linien - liegt 1chw-r° Stümpfe statt. Die Abessinier versuchen, den Nachschub von Trup^n, Kriegs- material und Lebensmitteln auf der Straße von derdiplomtifcheProte st enoch Verbote oder Drohungen gefunden, noch hätte es alle feine Toten verloren; vielmehr hätte es in wenigen Monaten sein gesamtes Kolonialproblem lösen können. Die Loyalität der italienischen Waffenbrüderschaft, der die Alliierten mel von ihrem Bestand und ihrem Wohlergehen zu verdanken hätten, sei heute der Hauptgrund für die Anmaßung dieser Mächte. Die heutige Zusammenkunft der italienischen Frauen sei daher heute eine e n t s ch e i d e n d e K r i e g s g e st e. Der Krieg habe wieder angefangen, weniger loyal und m u - t i g zu fein wie der, der in den Schützengräben ausgefochten wurde, weil er von weniger glänzenden Idealen beherrscht werde. Die italienischen Frauen bezögen ihren Posten und erfüllten ihre Aufgabe in stiller Widerstandskraft. An allen Häuserfläcken und Anschlagsäulen Roms sind seit Samstag große Plakate befestigt, auf denen zur Unterrichtung über d ie Einstellung der einzelnen Länder zu den Sühnemaßnahmen eine Karte von Europa abgebildet ist. Mit Ausnahme von Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Albanien sind alle Länder schwarz gezeichnet. Begleitworte fordern auf, die Erzeugnisse dieser Länder hinfort vollständig zu boykottiere n. Der Vorstand des italienischen Frontkämpferverbandes hat den Beschluß gefaßt, daß sämtliche Mitglieder die Medaille des Internationalen Kriegsteilnehmer-Verbandes a b I e g e n. Diese Entscheidung wird damit begründet, daß diese Medaille jetzt den Wert als Symbol der Solidarität verloren habe, die das „Opfer der Toten für die gemeinsame Sache in dem Gedächtnis der Ueberlebenben hätte erhalten sollen". । roärtigen Stand der gegeneinander aufgebotenen ' Machtintereffen? Der Kamps um die Kolonien! Wir haben es bereits vor dem ersten Kanonenschuß gesagt, baf> bie Kolonialfrage, ganz gleich, wie bieser Krieg ausgehen mag, burch ihn in Fluß kommen werbe. Rom selbst erklärt, entroeber erhalte es Abessinien, bann trete es in bie Reihe ber gesättigten unb ba- mit friebfertigen Nationen ein, ober man verweigere ihm biefes, auf ben Vertrag von Lon- bon gestützte Recht unb bann müsse es bas ungelöste Kolonialproblem vor ben Völkepbunb bringen. Mit anberen Worten, es verlange anbere Kolonien. In biesem Augenblick müßte bie bisher i unbeteiligte Großmacht, Deutschland), Stellung beziehen, benn baß bas Dritte Reich einem Kuh- hanbel mit ben Manbaten untätig zuschauen werbe, bas glaubt wohl feiner. Unb Kolonien haben, bas heißt lebenswichtige Rohstoffe, eine blühenbe Schiffahrt unb, zu ihrem Schutz, eine starke Kriegsmarine haben. Der Aus- bruck Manbat läßt sich zuweilen sogar mit Oel Übersetzen, man benke nur an Irak; unb hier schließt sich ber Ring. Die afrikanische Schlange, burch Oel aufgescheucht, beißt sich in ben Schwanz. Abessinien, Völkerbund), Mittelmeer, Kolonien, Benzm. Man'kann es vor- unb rückwärts lesen. Daher ist es billig zu sagen, Italien solle halt m Gottesnamen seine Truppen zurückziehen. Nichts mürbe sich bamit auf bie Dauer änbern. Wir mu - fen uns schon auf weitere Kriegswmter unb vielleicht noch strengere gefaßt machen. Vom Kriegsschauplatz. Makalle nach Adua abzufangen. Die Kämpfe sollen für bie Italiener, bie sich nach den Behaupttungen ber Abessinier bereits auf dem Rückzug nach Adua befinben sollen, äußerst verlustreich iCIyn ber ©übfront hat im Abschnitt von Dolo bei der Heeresgruppe bes Ras Desta erhöhte Gefechtstätigkeit eingesetzt. Der Sterndeuter bes Kaisers hat vorausgesagt, baß sich in diesem Abschnitt im Dezember an einem Donnerstag eine große Schlacht entwickeln werde, bie vier Tage bauern unb für bie Abessinier glücklich verlaufen werbe. Das Ltebergangskabineti in Griechenland. Allgemeine Amnestie und Neuwahlen. Athen, 1. Dez. (DNB.) Der neue griechische Ministerpräsident Dernerbzis erklärte ber aus- länbischen Presse: Die neue Regierung ist eine Regierung ber nationalen Versöhnung unb bes Wieberaufbaues. Frei von jeher politischen Dinbung, stark burch bas Vertrauen bes Königs, erschöpft sich ihr Programm m vier Punkten: 1. Freie Wahlen, 2. Einsparungen im Haushalt, 3. Stärkung ber Derteibigungskrafte des Landes, 4. eine Politik ber Treue zu ben internationalen Verpflichtungen, bes Festhaltens am Balkanpakt unb ber Freunbfchaft vor allem mit ben Großmächten, mit denen Griechenland) feit altersher verbunden ist, sowie ben benachbarten Staaten. Die neue Regierung will sich auf eine Vorbereitungsarbeit beschränken, bamit bie Regierung, bie aus ber Befragung bes Volkes hervorgeht, bereits einen Anfang vorfinbet. Der Straferlaß für bie Zivilpersonen unb bie Angehörigen ber Wehrmacht werbe allgemein sein. Die Vermögensbeschlagnahme werbe aufgehoben werben, ausgenommen in ben Fällen, wo bie Vermögen mit unsauberen Mitteln erworben würben. Das Amnestiegesetz ist bereits unterzeichnet. Von ber Amnestie werben etwa 750 Personen betroffen, davon leben etwa 200 im Auslande. Spionage in der Jtofen Armee. Moskau, 30. Nov. (DNB.) Die Telegraphenagentur ber Sowjetunion melbet aus Leningrad): „Dieser Tage würbe eine große Spionageorganisation bes estnischen G e h e i m b i e n ft e s ausgehoben, bie von Agenten eines August K i w i f i a k organisiert war. Am 16. November leistete Kiwi- Wer wird Nachfolger Mfaryks? Benesch hat die meisten Aussichten. Prag, 30. Nov. (DNB.) Da ber tschechoslowakische Staatspräsident Masaryk auf dem Wunsch beharrt, von seinem Amte zurückzutreten, wurde den Mehrheitsparteien die Frage vorgelegt, wen sie als feinen Nachfolger in Betracht ziehen würden. Sämtliche Linksparteien haben ben jetzigen Außenminister Dr. B e n e f ch als ben einzig möglichen Kanbibaten bezeichnet. Die tschechisch-klerikale Partei hat sich ange- schlossen. Die Parteien ber Rechten, bie tschechischen Agrarier unb bie tschechische G e • roerbepartei, erklären, baß sie vor ihrer Stellungnahme gewisse Fragen beantwortet haben möchten. Sie wünschen Klarheit barüber zu haben, wie bie Regierung nach ber Wahl aussehen wirb. Aussichten, Nachfolger von Dr. Benesch als Außenminister zu werben, hat sein bisheriger Stellvertreter Dr. Krofta, ber parteipolitisch nicht gebunben ist. Auf bas I n n e n m i n i st e r i u m, bas bisher zum Machtbereich ber tschechischen Agrarier gehört, wirb diese Partei keineswegs verzichten. Man erwägt daher, das jetzt von einem Beamten besetzte Unterrichtsministerium durch einen Vertreter der Linksparteien besetzen zu lassen. In dem Augenblick, in dem diese Frage geklärt sein wirb, wirb ber Rücktritt bes Staatspräsibenten verkünbet werben, so baß bie Nationalversammlung noch vor Weihnachten zur Wahl bes neuen Staatspräsibenten zusammentreten könnte. Ueberraschungen find jeboch nicht ausgeschlossen. In K o w e l entbedte eine polnische Polizeistreife bie zwei seit mehreren Monaten gesuchten Mit- gtieber einer ukrainischen Terrororganisation Nikitiuk unb Sylluk, bie im Sommer bie» jes Jahres brei Polizeibeamte unb einen Priester ermorbet hatten. Da bie Mörber sich mit ber Waffe in ber Hanb ber Verhaftung wibersetz « ten unb zu flüchten versuchten, machten bie Polizisten von ber Schußwaffe Gebrauch unb er- f E|fl W W VI || ■ jr Illi JF W für Anzeigen von 22 mm Monatr-BezugSprei,: U B WB MM B B Wf B /I II ^kWZ III WZ B Breite 7 Rpf., für Text» Mit 4 Beilagen NM. 1.95 IV W B Ä B WM B B M B JB B B B M B fi anzeigen von 7Omrn Breite 8SSS7: s HL/WIIVI"VW W11IVIHVV AWSNS Kr V hifnTn» hnhoror Gewalt Ä Stellen-, Vereins-, gemein- -Z--M General-Anzeiger sm Gbechessen ZZ-Z- richten. Anzeiger Gießen behörblicheAnzeigen6Rps. 8r. die solche Vergleiche ziehen. Nicht gerabe in böser Loubon, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie Absicht nein, mehr um ben Vergleich auf M a - „Times" aus Paris melbet, glaubt mau baß L a - rokko auszubehueu. Dort zog sich ja auch bie o a l erneut eine briugeubeAuffor- Unterroerfung recht in bie Länge, unb Italien selber berung an Mussoliu l gerichtet habe, V e r- hat es halb nach feiner Intervention im Weltkrieg haublungen über eine Beilegung bes abefslui- erfabren müssen, baß Kolonien gar nicht so leicht scheu Streites zu beginnen. Anbernfalls würbe 3U halten finb. Bis zum Küsteuraum fast brängten Frankreich verpfl icht e t fein, m Genf bie die Eingeborenen in Libyen wieber vor, erst in ben vorgeschlagene Sperre auf Oel zu unter fluten, letzten Jahren ist es enblich gelungen, sie nicht nur Allerbings seien sich bie britische unb bie franzo- zurückzuwerfen, fonbern ganz Libyen grüublich zu fische Regierung selbst noch nicht baruber einig, wie betrieben wobei sich bie heute wieber viel geuauu- eine vernünftige Verhaubluugsgruublage aussehen ten Generäle De Bono unb Graziaui ben uuver- soll. Mau bezweifle in Loubon, baß ber Bericht bes (länglichen Dank bes Vaterlaubes oerbienten. englischen Sachverstäubigeu Peterson über seine De Bono tritt nun, ben Marschallstab in der Pariser Verhanblungen bie Dinge weiter bringen ftanb vom Kriegsschauplatz ab — also auch einen werbe, ba bie französische Auffassung von einer Der- Kommaudowechsel hat dieser Felbzua be- nünftigen Guublage für eine Beilegung bes itahe= reits gezeitigt unb wieber benft man infolgedessen uisch-abessiuischeu Streites „etwas großzügi- au die Wechselfälle des großen Krieges. Daß g e r" fei, als bie englische Auffassung. Der Um- Bono versagt habe, glauben wir nicht; der alte ftanb, baß Mussolini in einer Oelsperre nicht mehr fiaubeaen ber erfahrene Kolouialkrieger wirb schon eine feinbfeiige Haltung erblicken würbe, habe in Mwußt haben warum er gerabe so unb nicht Paris ben Glauben entstehen lassen, baß ber Duce oubers manövrierte, unb wenn ihm boch nach klas- m e h r Neigung zu einer frieblichen sischem Muster ber Beiname Eunctator ba ober dort Schlichtung des Streites habe als bisher, ongehängt wirb, so kann er ihn im Hinblick auf Das britische Kabinett wirb heute prüfen, ob bie jenes erste Adua, wo nicht genügend^ gezögert Sühnemaßnahmen auch bas Del erfassen sollen, wurde, gelassen hiuuehmeu. Andrerseits ist bie Tat-1 Daily Telegraph" schreibt, bie einflußreichsten Mi- fache, baß wir nun in ben e rste u Kriegs- feien überzeugt, baß bie Aufrichtung einer wiuter hiueiugeheu unb daß er sich harter au- Oelsperre gegen Italien infolge ber Haltung Roms kündigt, als man im frühlingspraugeubeu Stresa wahrscheinlich unvermeiblich sein werbe, auzunehmeu geneigt war, nicht aus der Welt zu tcin Minister wünsche eine so einschueibenbe fchaffen. Mau spricht von einem Stillstanb der Maßnahme, wenn sie sich oermeibeu lasse. Än ber Operationen, man weiß von ber großen Schlacht, Qelfrage sei bie Haltung ber Vereinigten die diesmal aber nun ganz bestimmt in vierzehn Staaten von besonderer Wichtigkeit. Die Erlagen losbrecheu wirb, man liest von den Siegen xlärungen Roosevelts beuteten barauf hin, baß man der Italiener unb lieft von ben Siegen der Adelst- ^it einer äußersten Einschränkung, wenn nicht sanier bie Kriegsberichterstatter haben es halb m gar v ö l l i g e n A b s p e r r u u g ber Oeszufuhr nach Asmara halb in Abbis Abeba bick, der Negus ftt ^^lieu r-chueu müsse. Da noch 10 Taae zur 23er- aleickzeitia an ber Front unb zu Hause, bie Born- fügung ftünben, bevor ber Achtzehner-Aussckuß zu- veuaesckwader säen Tob unb Vernichtung, soweit ammentrete, sei heute eine enbgültige Entfärbung sie nicht bank der bald gelernten Anpassung der nid)t erwarten. abessinischen Truppen vollkommen mirkungslos b ei- Morning Post" hört, baß der Staatssekretär des den; die Tanks vollbringen Wuuberleistungen E ^ir Samuel Hoare bald zu einem fallen bauernd in E^efauteugruben, täglich uute Urlaub nach dem europäischen F e st - werfen sich weitere Stamme imaus- ^nb gehen werbe. Er werbe wahrscheinlich Lon- haltsam vorrückeuden Sieaem, doch laßt der nasser bon Anfang nächster Woche verlassen unb etwa die Schuldigen öffentlich auspettscheues gwl i Tage ober mehr abweseub sein. Einen Teil Wasser in Hülle unb Fülle, eine falleube ®otPbe keiner Ferien wolle er in der Schweiz verbrm- vollbriugt das gleiche wie der Stab des Mo , 2ßeml es sich auch hauptsächlich um einen Ur- Durst quält die armen Soldaten unb mfaub handele, so erwarte man doch, daß er auf ber alles verborrt ist, hat bie Regenzeit Kleber emgeletzt. durchreise inParismitLavalzusammen- Seitenlang könnte man so fortfahrenwenn man ^^n werbe. Es sei nicht ganz ausgeschlossen, ä "Ä'ssÄ'sa'»2 e St ÄtfÄÄ? w-w. >#. Ich will gerne ein Ketzer fein unb behaupten weit ! vom Schuß, zum Beispiel in Rom, wisse man besser, wie es in Wirklichkeit aussieht. Denn im Hauptquartier ber auslänbischen Pressevertreter muß man. schon taub sein, wenn man nicht hort, was bie Spatzen von ben Dächern pfeifen L Im Grunbe liegen bie Dmge fo, baß A b e s s i n i c n als Kolonialunternehmen in bie Ferne gerückt, zu einer Epifobe gemorben ist, wie sie ber Felbzug in Marokko für Frankreich war, als Paris feine Lebensbelange burch Deutschlanb bedroht gilbte. Für Rom liegt die Drohung nun im M i 11 e l m e e r, naher: auf bem Corso n Rom, im Direktionszimmer ber Staatsbank, auf den Eisenbahngleisen. Sie hockt auf bem Besucherstuhl vor bem Schreibtisch Mussolinis sie glotzt bem Fabrikarbeiter über bie Schultern, sie grinst ben Bauern an, ber kopfschüttelnb vor feinem Traktor steht. Unb sie heißt: Benzin. . . . Was bebeutet schon ber Einmarsch in die feindliche Hauptstadt gegen das Drehen der Weltachft Pettoleum? Nach Oel drängt am Oel hangt doch alles. Man sagt, die Oelzusuhr sei bloß deswegen vorerst noch nicht unterbunden worden, weil Musso- lini eine solche Sperre als Kriegs gründ bezeichnet habe, vergißt aber dabei, daß Italien einen europäischen Krieg noch weniger fuhren könnte, wenn es schon ben Mangel m Afrika Drüben als löblichen Schlag empfindet. Etwas naher kommt man ber Wahrheit mit ber Annahme, Italien würbe auf ben Entzug ber kriegswichtigen Rohstoffe mit bem A u s t r i tt a u s b e m V ö l k e r- b u n b antworten. Vor bem letzten Ministerrat, ber sich mit bieser Frage zu befassen hatte, Jüfytte bte Presse eine berart heftige Sprache gegen Genf, Daß der Bruch schon vollzogen schien. Wäre Gens eine Privatperson, so hätte sie auf solche Ausfälle hm von sich aus bas Tischtuch zerschneiben müssen. Warum bleibt man trotz allem zusammen? Eine Ueberlegung, bie auf bie richtige Spur führt. Der Kampf ums Mittelmeer ist in vollem Gange, auf absehbare Zeit aber bereits zugunsten Englanbs entschieben. Unter großen Gesichtspunkten gesehen, muß ber Ausbruchsversuch Italiens zunächst einmal als gescheitert angesehen werben, was selbstverstanblich eine Wieber- holunq nicht cmsschlieht, benn ebensowenig wie Aegypten kann sich Italien auf bie Dauer ber britischen Schlüsselgewalt unterstellen. Heute aber würbe selbst ein vollstänbiger Sieg m Abessinien die Lage nicht bessern, sondern unheilvoll verschlimmern — es sei benn, baß Englanb flein bei- aebe was Kenner bes britischen Charakters aus» schließen. Englanb hat seine Stellung bezogen unb tann fein Prestige nicht weniger leicht als Italien aufs Spiel setzen. Was folgt nun aber unmittelbar aus dem gegen- „Oie deutsche presse ist nur dem Staate verpflichtet." „In Bezug auf die presse ist das nationalsozialistische Parteiprogramm erfüllt."- Deichs' Propagandaminister Or. Goebbels übermittelt der presse den Dank des Führers für die Mitarbeit an den großen politischen Problemen. Köln, 30. Nov. (DNB.) Der Reichspressetag hatte am Samstagnachmittag mit einer großen presseamtlichen Kundgebung im Gürzenich seinen Höhepunkt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Ansprache des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels. Der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Gruppenführer Weiß, begrüßte zunächst Reichsminister Dr. Goebbels und den Gauleiter Köln- Aachen, Staatsrat G r o h e. „Wir sehen in Ihnen", so wandte er sich an Reichsminister Dr. Goebbels, „den Schutzherrn der deutschen Presse. Die hier versammelten Berufskameraden danken Ihnen bei dieser Gelegenheit für die ständiae tatkräftige Fürsorge, die Sie der deutschen Presse angedeihen lassen." Wenn die deutsche Presse, so fuhr Weiß fort, heute wieder ein Faktor geworden fei und darüber hinaus eine pressepolitische Macht darstelle, dann sei das ein Verdienst der nationalsozialistischen Pressepolitik, für die Reichsminister Dr. Goebbels mit Tatkraft, Energie und Erfolg eingetreten sei. Nach kurzen Begrüßungsworten des Staatsrats Grohe nahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Aerchsmimster Dr. Goebbels warf einen Rückblick auf die Zustände in der deutschen Presse, als der Nationalsozialismus die Macht übernahm. Nach Ueberwindung der Uebergangsschwierigkei- ten könne man heute im allgemeinen sagen, daß die deutsche Presse ein deutsches Gesicht trägt. „Die Presse ist heute M i ttle r in der deutschen Politik im besten und weitesten Sinne des Wortes." Der Minister stellte mit Befriedigung fest, daß sich die presse der ihr im vergangenen Jahre gestellten Aufgaben gewachsen gezeigt habe. Sie habe in den großen außenpolitischen Problemen ihren Mann gestanden und sich damit um das Vaterland verdient gemacht. Ich stehe nicht an“, so betonte Dr. Goebbels, „ihr dafür in aller Oeffentlichkeit den Dank des Führers und der Reichsregierung zum Ausdruck zu b r i n g e n. Wir können heute mit Stolz und Zufriedenheit sagen: die deutsche presse wird wieder von Deutschen geschrieben. Sie ist damit Sprachrohr der öffentlichen Meinung des deutschen Volkes geworden.“ (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Schrift- leikecberuf sei in dem nationalsozialistischen Staat eingebaut und müsse ein inneres Tempo in sich tragen, das sich nicht richte nach der Bürokratie des alten, sondern nach der Vitalität des neuen Staates. Damit fei die presse wirklich eine freie Dienerin des Volkes, damit habe Deutschland wirklich die m o - dernste presse der Welt, und mit Solz und Befriedigung könne man sagen, daß in bezug auf die deutsche presse das national- fozialistifche Parteiprogramm erfüllt fei. Reichsminister Dr. Goebbels wies bann darauf hin, daß man auch im Auslande allmählich anfange einzusehen, daß man sich den Luxus einer unbeschränkten Freiheit der Meinung für jeden einzelnen nicht mehr leisten könne. Ein Volk könne durchgreifend immer nur handeln, wenn es von einer inneren Gläubigkeit erfüllt sei. Was sei denn anständiger und für einen Schriftleiter leichter zu ertragen: seine Meinung zu proklamieren im Dienste einer Interessengruppe oder im Dienste der ganzen Nation und des Volkes? „Wir haben den Schriftleiter aus der demütigenden und entwürdigenden Abhängigkeit von Parteien und Wirtschaftsgruppen herausgehoben und haben ihn damit in eine ehrenvolle und loyale Abhängigkeit vom Staate gebracht. Denn wir sehen die Freiheit des deutschen Mannes nicht in der Möglichkeit, zu tun und zu lassen, was man will, sondern in der Möglichkeit, sich freiwillig und verantwortungsvoll in die höheren Gesetze und die sittlichen Gebote eines Staates e i n z u f ü g e n." Der Nationalsozialist empfinde es nicht als harten Zwang, dem nationalsozialistischen Staat zu gehorchen und ihm zu dienen, auch in schwierigen und krisenhaften Zeiten. Der Minister kam dann auf die Kunstkritik zu sprechen. Die Kunstkritik müsse nicht nur jenes primitive Maß von Ehrfurcht vor der Lei- st u n g, sondern auch vor dem anständigen Wollen haben. Der Kunstkritiker dürfe nicht von vornherein alles zerschlagen und seine Aufgabe nicht in der systematischen Entmutigung des jungen Talents sehen, sondern vielmehr in der Ermutigung dieses Talentes. Eine gesunde Kritik müsse sich in Formen bewegen, die das Positive findet und das Negative wegläßt. Der Minister wandle sich dann dagegen, daß die deutsche presse unter die Diktatur des Annoncengefchästs gestellt werde. Die deutsche presse fei nur dem Staate verpflichtet, darüber hinaus habe sie feine Verpflichtungen. 3m Rahmen dieser Verpflichtung habe sie jede Freiheit. Sie habe fich nur davor zu hüten, dem Staate ober dem öffentlichen Interesse Schaden zu verursachen. „Ich bin der Meinung, daß das Gerede von der Eintönigkeit der deutschen presse verstummen müsse, denn die deutsche presse ist nicht eintönig.“ Mit besonderer Betonung wies der Minister darauf hin, daß sich die presse gegen alle Ansprüche, die u n b e r e ch t i g t e r w e i f e gestellt würden, energisch zur Wehr sehen müsse. Es könne fich kein Journaliflen- stand herausbilden, wenn man ihm nicht eine eigene Verantwortung gibt. Wir wollen dem Ausland gegenüber von der größtmöglichen Zurückhaltung sein, und wir wollen auch nicht die Dinge des Auslandes unter dem Gesichtswinkel der Verhältnisse des Dritten Reiches sehen. Das Ausland ist nicht natio- nalsoüalistisch. Es ist keine Phrase von uns, wenn wir sagen, daß der Nationalsozialismus keine Exportware ist. Wenn es nach uns ginge, würde er unter Patent- und Musterschutz gestellt werden." Die deutsche Presse trage auch für die Gestaltung der deutschen Sprache die größte Verantwortung. Durch die Sucht zum Superlativ werde die Kraft der deutschen Sprache entwertet. Es müsse dafür gesorgt werden, daß für ganz große Gelegenheiten ein unverbrauchter Wortschatz zur Verfügung stehe. „Deshalb möchte ich hoffen, daß jeder erfüllt ist von der Ehrfurcht vor der deutschen Sprache, die uns zu treuen Händen übergeben ist, und die wir deshalb auch in treuen Händen bewahren müssen. Bei all unserer Tagesarbeit müssen wir das ganze deutsche Volk in seiner vielfältigen Gestalt vor uns sehen. Wir müssen vor unseren Augen haben die deutsche Jugend, die deutsche Familie, die einzelnen Berufsstände in all ihren Eigenarten und Lebensnotwen- digkeiten und damit die ganze Nation. Wenn wir uns diese Richtlinien zu eigen machen, dann werden wir Journalisten in des Wortes bester Bedeutung sein. Dann werden auch die Gesetze, die sonst immer tot bleiben müssen, mit blutvollem Leben erfüllt werden und ihren wahren Sinn bekommen. Wir müssen immer wieder erkennen, daß sich unsere Arbeit im Dienste an Volk und Vaterland erschöpfen muß, daß wir nicht in dumpfer Schreibstube fitzen, sondern am surrenden Webstuhl der Zeit." (Anhaltender, stürmischer Beifall.) Beamte und Handwerker im Dienste des Winterhissswerks. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Der erste Adventssonntag hatte im ganzen Reiche einen neuen Beweis von der Solidarität und dem Opfersinn des deutschen Volkes gebracht: Beamtenschaft und Handwerk haben dem Winterhilfswerk in einer zweiten Reichsstraßensammlung ihre Kräfte zur Verfügung gestellt. In Stadt und Land ist die gesamte Beamtenschaft vom Minister bis zum jüngsten Staatsdiener in diesem einheitlichen Willen aus den Plan getreten, und mit ihnen haben sich die Handwerksmeister mit ihren Gesellen und Lehrlingen für die in Not geratenen Volksgenossen eingesetzt. In Berlin bildeten weit über 100 000 Beamte und Handwerker, unterstützt durch zahlreiche Umzüge und mehr als 30 Platzkonzerte, den Stoßtrupp im Kamps gegen Hunger und Kälte. Von den Geschäftsstellen der NSV.-Ortsgruppen aus, wo es vom frühen Morgen ab alle Hände voll zu tun gab, ergoß sich ein Strom von freiwilligen Helfern und Helferinnen über die ganze Stadt: Beamte aller Art in Zivil und Uniform, Beamtinnen, Bäcker und Zimmerleute, Schornsteinfeger und Wäscherinnen, Färber, Tischler, Fleischer, Friseure und alle übrigen Innungen, großenteils in zünftiger Tracht, gaben ein schönes Vorbild der Hilfsbereitschaft. An den Sammlungen beteiligten sich neben den Reichsministern Dr. Frick und Dr. Gür t n e r viele Staatssekretäre, der Reichsbeamtenführer Neef, Reichshandwerksmeister Schmidt, die Politischen Leiter des Hauptamtes für Beamte wie sämtliche Beamten- und Handwerksorganisationen mit ihren Leitern. An der Straßensammlung beteiligten sich auf Anordnung des Reichskriegsministers auch die Beamten der W e h r m a ch t. In den Nachmittagsstunden, als heftiger Regen einfetzte und die Sammeltätigkeit schwieriger wurde, trugen schon die meisten Berliner das Abzeichen. Im Brennpunkt der Innenstadt, Unter den Linden Ecke Friedrichstraße, tauchte mittags inmitten der wogenden Menschenmenge eine vierspännige h i - st o r i s ch e Postkutsche auf, die auf einem Umzug begriffen war. Mit Volkstänzen wartete zugleich an dieser Stelle die Hain-Giersdorfer Trachtengruppe aus dem Riesengebirge auf. Ein sehr einträgliches Sammeloerfahren war die amerikanische Versteigerung von Hasen durch Forstbeamte. Unter den Linden brad)te ein einziger Hase durch groschenweise Gebote, die sich zuletzt verständlicherweise fast überstürzten, die stattliche Summe von 14,30 Mark. Der große Sammeltag der Beamten und Handwerker hat seinem Zweck in vorbildlicher Weise gedient. Wer wird Reichsbürger? Erläuterungen Reichsminister Or. Fricks zu den Nürnberger Gesetzen. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Das Reichsbürger- gefetz und das Blutschutzgesetz sowie die dazu ergangenen Ausführungsverordnungen verfolgen nicht, wie Reichsminister Dr. Frick im neuesten Heft der Deutschen Juri st en - Zeitung ausführlich darlegt, den Zweck, die Angehörigen der jüdischen Rasse nur um ihrer Rassezugehörigkeit willen schlechter zu stellen. Die Lebensmöglichkeit soll den Juden in Deutschland nicht abgeschnitten werden. Das deutsche Schicksal aber gestaltet in Zukunft lediglich das deutsche Volk. Das Reichs- bürgergefetz unterscheidet zwischen dem „Staatsangehörige n" und dem „Neichsbürge r". Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige, dem der Vollbesitz der politischen Rechte und Pflichten zusteht. Grundsätzlich kann niemand Reichsbürger werden, der nicht deutschen oder artverwandten Blutes (deutschblütig) ist: ferner aber muß er durch sein Verhalten den Willen und die Eignung zum Dien st am deutschen Volke bekunden. Da die Deutschblütigkeit eine Voraussetzung des Neichsbürgerrechtes bildet, kann kein Jude Reichsbürger werden. Dasselbe aber gilt auch für die Angehörigen anderer Rassen, deren Blut dem deutschen Blute nicht artverwandt ist, z. B. für Zigeuner und Neger. Das deutsche Blut bildet keine eigene Rasse- Das deutsche Volk setzt sich vielmehr aus Angehörigen verschiedener Rassen zusammen. Allen ' diesen Rassen aber ist eigentümlich, daß ihr Blut sich mit- einanber verträgt und eine Blutmischung — anders wie beim nicht artverwandten Blut — keine Hemmungen und Spannungen auslöst. Dem deutschen Blut kann daher unbedenklich auch das Blut derjenigen Völker gleichgestellt werden, deren rassische Zusammensetzung der deutschen verwandt ist. Das ist durchweg bei den geschlossen in Europa siedelnden Völkern der Fall. Das artverwandte Blut wird mit dem deutschen nach jeder Richtung hin gleich behandelt. Reichsbürger können daher auch die Angehörigen der in Deutschland wohnenden Minderheiten, z. B. Polen, Dänen usw. werden. Das Reichsbürgerrecht wird durch Verleihung des Reichsbürgerbriefes erworben. Die Voraussetzungen für den Erwerb im einzelnen werden noch festgelegl werden. Es muß aber jetzt bereits hervorgehoben werden, daß entgegen anders lautenden Gerüchten nicht daran gedacht ist, die Verleihung des Reichsbürgerrechts etwa nur auf die Mit - glieder der RSDAp., also einen Bruchteil der deutschen Staatsangehörigen, zu beschränken. Es ist vielmehr in Aussicht genommen, die große Masse des deutschen Volkes zu Reichsbürgern zu machen. Ausnahmen werden nur bei solchen Personen, die sich gegen Reich oder Volk vergehen, die zu Zuchthausstrafen verurteilt sind, oder in ähnlichen Fällen gemacht werden. Anschließend erörtert Reichsminister Dr. Frick noch einmal den Begriff „I u d e", wie er sich aus den neuen gesetzlichen Vorschriften ergibt, um dann fortzufahren: Auch der Begriff des jüdischen Mischlings ist mit allgemein gültiger Wirkung festgelegt worden. Dabei wurde davon ausgegangen, daß Personen, die drei oolljüdifche Großelternteile besitzen, unbedenklich als Juden betrachtet werden können, da sie ihrer Blut- zusammensetzung nach überwiegend zum Judentum tendieren. Auf der anderen Seite müssen Personen mit nur geringfügigem j ü - bischen Bluteinschlag als Deutsche behanbelt werben. Mischlinge sinb banach die- jenigen Personen, bie von einem ober zwei ber Rasse nach volljübischen Großelternteilen abstammen. Bei ber Beurteilung, ob jemand Jude ober Mischling ist, ist grundsätzlich seine Blutzusammensetzung maßgebend. Dabei wirb auf bie Raffe ber Großeltern abgestellt. Sinb diese nicht volljüdisch, befinden sich aber unter ihren Vorfahren einzelne Personen jüdischer Rasse, so kommen diese bei ber Beurteilung ber Rassenzugehörigkeit nicht in Betracht. Im Interesse einer Beweiserleichterung ist bestimmt, baß ein Großelternteil ohne weiteres als volljübisch gilt, wenn er ber jüdischen Religionsgemeinschaft angehört hat: ein Gegenbeweis ist dabei ausgeschlossen. Die Mischlinge erfahren grundsätzlich eine besondere Behandlung. Da sie nicht Juden sinb, können sie nicht den Juden, da sie nicht Deutsche sind, können sie nicht den Deutschen gleichgestellt werben. Sie haben daher zwar grundsätzlich die Möglichkeit, bas Reichsbürgerrecht zu erwerben, wie schon die Ausdehnung des vorläufigen Reichsbürgerrechts auf die Mischlinge dartut. Dagegen bleiben sie den Beschränkungen unterworfen, die in der bisherigen Gefehgebung und den Anordnungen der RSDAp. und ihrer Gliederungen ausgesprochen sind. Ihnen ist daher auch in Zukunft weder der Zugang zum Beamtentum und verschiedenen Berufen eröffnet, noch können sie Mitglied der NSDAP, oder ihrer Gliederungen sein. In wirtschaftlicher Hinsicht sind sie dagegen den deutschblütigen Personen vollständig gleichgestellt. Soweit ferner durch Anordnungen von Organisationen der verschiedensten Art einschließlich der der NSDAP, ange- fchlosienen Verbände Mischlinge von der Zugehörigkeit zu diesen Organisationen ausgeschlossen sind, fallen diese Anordnungen am 1. Januar 1936 weg, wenn sie nicht von dem Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers zugelassen werden. Im übrigen mußte dafür Sorge getragen werden bie Mischlinge als eine zwischen den Rassen stehende Mischrasse möglichst balbzum Verschwinden zu bringen. Dies ist einmal baburch erreicht daß man die überwiegend zum Judentum tendierenden Mischlinge dem Judentum zugeschlagen hat. Es ist auf der anderen Seite dadurch erreicht, daß man den Mischlingen mit zwei volljüdischen Großeltern bie Eheschließung mit beutsch- blütigen Personen nur mit Genehmi - g u n g gestattet. Untereinander bleibt ihnen bie Eheschließung zwar erlaubt; nach den Erfahrungen ber medizinischen Wissenschaft ist jeboch bei einer Berbinbung von Mischlingen untereinander nur mit einer geringen Nachkommenschaft zu rechnen, wenn beide Teile je zur Hälfte dieselbe Blutzusammensetzung aufweisen. Den Mischlingen mit nur einem jüdischen Großeltemteil wird dagegen durch x A ""^teres zulässige Eheschließung mit deutschblutigen Personen das Aufgehen im Deutschtum erleichtert. Um dies nicht zu verzögern, ist ihnen die Eheschließung untereinander verboten. Die Zollerhöhung des Dieseltreibstoffes. München, 1. Dez. (DNB.) Zur bereits ge- meldeten Zollerhöhung des Dieseltreibstoffes teilt Direktor Dr. W. Wertin, Leiter der Fachgruppe „Kraftwagen und deren Motore n", folgendes mit: Durch die Verordnung des Reichsfinanzministe- riums vom 27. Nov. 1935 ist für Dieseltreibstoff eine Zollerhöhung von 4 RM. auf 8 RM. plus 20 v.H. Tarazufchlaa eingetreten. Ursprünglich hatte bie einschlägige Industrie in einer Denkschrift eine Ausgleichkasse vorgeschlagen. Der Preis sollte auf 14 RM. erhöht werben unb mit ber Differenz auf 16 RM., bie bie Treibstaffinbustrie Norberte, sollte bie einheimische Probuktion gestützt werben. Allerbings hatte biese Regelung eine steuerliche Ermäßigung für Lastkraftwagen zur Voraussetzung. Das Reichsfinanzministerium hat inbes auf bie zusätzliche Einnahme, bie bei ber Einfuhr von runb 1000 000 Tonnen gleich 40 000 000 RM. beträgt, wahrscheinlich nicht verzichten können. An unb für fich wirb sich bereits das Aufkommen aus ber Kraftfahr- zeug st euer, bas im Steuerjahr 1933/34 212 Millionen betrug, wie bie Entwicklung bes laufen» ben Steuerjahres ergibt, voraussichtlich um ein Drittel verringern. Durch bie neue Zollregelung ist natürlich bie Möglichkeit gegeben, den neuen Einfuhrpreis mit dem für die inländische Erzeugung erforderlichen Preis ebenfalls auf eine Ebene zu bringen. Deutschland ist nun einmal in der glücklichen Lage, eine heimische Rohstoffbasis (Steinkohle unb Braunkohle) zu besitzen, beren Ausnutzung im wehrpolitischen unb wirtschaftlichen Interesse eine zwingenbe Notwendigkeit ist. Hierzu gehört natürlich auch bie Einsparung zusätzlicher Devisen für den durch die fortschreitende Motorisierung erforderlichen Mehrbedarf. Während ber Bebarf an Leichtkraft st of- f e n (Benzin, Benzol unb Spiritus) bereits zu einem wesentlichen Teil aus der heimischen Erzeugung gedeckt wird, beträgt die inländische Herstellung von Dieselöl kaum ein Sech st el des Bedarfs. Es ist klar, daß durch die neue Zollerhöhung bie Rentabilität bes Dieselmotors gegenüber bem Benzinmotor etwas geringer wirb. Es barf aber habet nicht außerachtgelassen werben, daß ber Preisunterschied zwischen Benzin und Dieselöl immer noch über 50 v. H. beträgt bei einem 30prozentigen Nutzeffekt des Dieselmotors. Für einen Lastwagen von etwa drei Tonnen Nutzlast beträgt ber Mehrpreis bei einer Strecke von 200 Kilometer kaum mehr als 2,50 Mark. Diese Gebanken muß man sich vor Augen halten, wenn man bie Frage ber Zollerhöhung betrachtet. Sowohl ber Führer selbst als auch bie Reichsregierung haben burch zahlreiche Maßnahmen vom ersten Tage ber Machtergreifung an bewiesen, baß nichts unterlassen wirb, bie Motorisierung Deutschland mit allen Mitteln zu förbern unb lebensfähig auszubauen. Der Blick ist aber auf das Ganze gerichtet unb von biefem Gesichtspunkt aus ist auch bie neue Verorbnung anzusehen. Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen. LPD. Darmstadt, 1. Dez. Der letzte Ausweis über bie Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen verzeichnet Ende September für das laufende Rechnungsjahr folgende Ziffern: A. Ordentlicher Haushalt (Beträge in 1000 RM.). I. Einnahmen. 1. Steuern: a) Reichssteuern 17 761 (Jahressoll 40 638), b) Landes- fteuern 15 082 (27 620), davon ab: Ueberroeifungen an Gemeinden (Gemeindeverbände) 3112 (16 904), verbleiben 29 631 (51354). — 2. Überschüsse ber Betriebe 7639 (12312), davon ab: Zuschüsse an Betriebe 3590 (6947), verbleiben 4049 (5365). 3. Sonstige Einnahmen: a) Rechtspflege (einschl. Strafvollzug) — (—), b) Schulwesen, Wissenschaft unb Kunst, Kirche 899 (8034), c) übrige Lanbesverwaltung 9059 (22 672). Einnahmen insgesamt 43 638 (87 425) (abzüglich ber Steuerüberweisungen an Gemeinben usw. unb ber Zuschüsse an Betriebe). II. Ausgaben: 1. Allgemeine (innere) Verwaltung (einschl. Polizei) 4119 (12 495), 2. Rechts- pflege (einschl. Strafvollzug) — (—), 3. Verkehrs- wesen 1 (60), 4. Schulwesen, Wissenschaft unb Kunst, Arche 11 194 (31 085), 5. Soziale Maßnahmen unb Gesundheitswesen 2024 (8762), 6. Wohnungswesen 299 (2771), 7. Schuldenbienst 2665 (4849), 8. Ruhegehälter (soweit im Haushalt zentral nachgewiesen) 8266 (12 296), 9. Sonstige Ausgaben 13 228 (11 107). Ausgaben insgesamt: 41 796 (87 425). B. Außerordentlicher Haushalt (Betrage in 1000 NM.) I. Einnahmen: Insgesamt 1440 (7159), (darunter Anleihen 6578). II. Ausgaben: 1. Landeskultur- unb landwirtschaftliches Sieblungswefen 71 (3610), 2. Verkehrswesen 8 (28), 3. Wertschaffenbe Arbeitslosenfürsorge — (—), 4. Wohnungswesen — (—), 5. Sonstige Ausgaben ber Hoheitsverwaltung 1046 (2348), 6. Zuschüsse unb Neuinvestiexungen für Betriebe und beim Vermögen 315 (1173), Ausgaben insgesamt- 1440 (7159). Vorstehender Ausweis stellt ben Abschluß ber er ft en Hälfte bes Haushaltsjahres bar. Wie ber Vergleich ber Einnahme- und Ausgabefummen im ordentlichen Teil zeigt, war es seither möglich, bie laufenben Zahlungsverpflich- tungen bes Lanbes mit laufenben Einnahmen ab- zubecken. Kleine politische Nachrichten. Schulte Komman- Reichsminister Dr. Goebbels stattete zufam- men mit Gauleiter Gröhe gelegentlich seiner Anwesenheit bei ber Reichspressetagung in Köln bem Erzbischof von Köln Karbinal * einen brewiertelstünbigen Besuch ab i-a£ et21.b n 1 r a Le,n f,nb beförbert: die Vizeadmi- h?Jr^° r ' Flottenchef Albrecht, Komman- uierenber Admiral der M'-'rinestation der Ostsee: zu /tu c r a I e n Konteradmirale Witzelt, Cbef des Marmewaffenamtes im Reichskrieasmini- ftertum, Baft’.an, Chef bes Allgemeinen Marine- amtes im Reichskriegsministerium. l^lbe Million Einwohner zählenden indischen Stadt Lahore kam es zu schweren Z u- |a m m e nst ö ß e n zwischen Sikhs unb Hi n- o u s. Die Polizei war gezwungen, Militär zu Hilfs zu rufen und ben Belagerungszustand zu verhän- gen. Bei den Zusammenstößen wurden drei Personen getötet Notwendigkeit für unbedingte er darlegte. deutsche Wirtschaftsleben deren das Der Ileichssportfuhrer in Paris Don Laval empfangen. - Beim Marineminister zu Gast. Der französische Staatsminister Herri 0 t wird am Montag zum Ehrendoktor der Universität von Reading ernannt werden. An den Feierlichkeiten der Universität wird auch Sir Austen Chamberlain teilnehmen. Paris, 1. Dez. (DNB.) Ministerpräsident Laval empfing in den Räumen des Quai d'Orsay den Reichssportführer von Tschammer und O st e n im Beisein des deutschen Botschafters K ö st e r. Der Ministerpräsident dankte Herrn von Tschammer und Osten für seine Ausführungen über die Vorbereitungen der Olympischen Spiele, denen er lebhaftes Interesse entgegenbringe. Der Reichssportführer wies besonders auf die Friedensaufgabe der Olympischen Spiele hin und versicherte dem Ministerpräsidenten, daß sowohl die aktiven französischen Sportler wie auch die französischen Gäste in Deutschland herzlich willkommen seien. Das französische Olympia-Komitee veranstaltete zu Ehren des Reichssportführers einen großen Empfang. Der Präsident des französischen Olympia-Komitees, M as s a r d , begrüßte die deutschen Gäste. Reichssportführer von Tschammer und Osten dankte für die freundliche Aufnahme. Wenn er deutsche Sportler nach Frankreich entsende, erkundige er sich stets nach ihren Eindrücken und sie erzählten immer mit übereinstimmender Begeisterung von der guten Aufnahme, die sie erfahren hätten. Außer der Tatsache, des gemeinsamen sportlichen Kampfes müsse noch etwas anderes dabei mitwirken: „die Kultur und das gemeinsame Ideal, das den deutschen und den französischen Sport verbinde. Unter diesen Umständen-sei es leicht, noch einmal den Wunsch auszudrücken, alle Anwesenden und eine parke französische Mannschaft in Garmisch und in Berlin begrüßen zu können. — Generalsekretär Dr. Diem berichtete dann an Hand von Lichtbildern über die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele. Unter den zahlreichen Anwesenden sah man den französischen Kriegsmarineminister P i e t r i, der s e l b st aktiver Sportler ist und zu den Leitern des französischen Sports gehört. Er gab am Sonntag zu Ehren des Reichssportführers ein Frühstück in kleinem Kreise, an dem u. a. auch der deutsche Botschafter, der Präsident des französischen Olympischen Komitees und die Begleiter des Reichssportführers teilnahmen. Anschließend begaben Berlin, 30. Nov. (DNB.) Im Berliner Rathaus begann die 9. Vollsitzung der Akademie für Deutsches Recht. Reichsminister Dr. Frank eröffnete die Sitzung und führte nach Gedenkworten für den nationalsozialistischen Rechtsvorkämpfer Theodor von der Pfordten weiter aus: Wir nationalsozialistische Rechtswahrer werden in der Welt immer wieder angegriffen wegen der sogenannten I u d e n g e - setzgebung. Ich muß daher zum Ausdruck bringen, daß das, was uns deutschen Juristen aufge- gcben ist, nur vom deutschen Gei st aus geregelt und gelöst werden kann. Wir maßen uns nicht an, den Begriff etwa des Angehörigen eines anderen Volkes zu definieren. Aber was deutsch ist, das definieren wir allein. Wir wollen genau so gut Deutsche sein, wie das seit fünf Jahrtausenden die Angehörigen des jüdischen Volkes als Judentum für sich beansprucht haben. Die Juden können in Deutschland völlig ungehindert als jüdischer Kreis leben und wirtschaften, wir müssen aber gegenüber jeglicher Verbindung mit diesem fremdrassigen Volk für uns Deutsche einen Rechtsschutz einbauen. Nichts wird uns dazu bringen, unserem Ziele der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches aus der deutschen Rasse heraus irgendwie untreu zu werden. Und dieses Wollen ist so gewaltig, daß wir erst allmählich in Generationen hineinwachsen. Aber ebenso soll der Stolz auf die Größe dieser Zeit von jetzt ab über dem deutschen Recht lebendig bleiben. Dr. Frank begrüßte dann den englischen Rechtsanwalt Alexander Lawrence, der in schwerster Notstunde dem deutschen Volksstamm im Memel- gebiet zu Hilfe gekommen fei, als litauische Gewaltmaßnahmen die deutschen Memelländer zu erdrosseln drohten. Dieser mutige englische Rechtsanwalt habe sich vor die ganze Welt hingestellt und gesagt: „Obwohl ich kein Deutscher bin, hier geschieht einem edlen Volke Unrecht, und hier trete ich mit meiner ganzen Person ein!" (Lebhafter Beifall.) Äeichsbankpräsident Dr. Schacht sprach dann über die deutsche Aktienrechtsreform. Der Reichsbankpräsident ging auf die kapita- Landwirtfchast, Gewerbe, Verkehr und Handel könnten auf höchste kapitalistische Ausstattung'- ihrer Produktionstechnik nicht verzichten: nichts aber verlange mehr nach einem kapitalistischen Unterbau als eine moderne Wehrmacht. Alles, was zur modernen Vert-idigung gehöre, seien Dinge, die ohne industrielle Höchstentwicklung im kapitalistischen Sinne undenkbar feien. Der Ausbau einer so großen Kapitalmaschinerie allein durch den Staat sei eine Unmöglichkeit. Der Nationalsozialismus habe hierfür das treffende Wort geprägt, daß der Staat die Wirtschaft führen und lenken, aber nicht selb st betreiben solle. Der Aufbau so großer Kapitaleinrichtungen erfordere sehr erhebliche Mittel, die ein Einzelner nur in den seltensten Fällen aufbrinqen könne, und zwar heute weniger denn je zuvor. Daher könne die Aktiengesellschaft heute wie in den Anfängen der kapitalistischen Wirtschaftsperiode wieder berufen sein, Deutschland über das gegenwärtige Stadium der Armut hinwegzuhelfen. Denn Aktiengesellschaften seien das geeignete Mittel, um durch das Zusammentragen der Ersparnisse vieler die Erstellung umfangreicher Kapitalgüter zu ermöglichen. Demnach werde ein Aktienrecht grundsätzlich Gründung und Leben der Aktiengesellschaften erleichtern und nicht erschweren müssen. Zu dieser Erleichterung gehöre die Verkehrsfähigkeit der Aktien, d. h. eine leichte Veräußerungsmöglichkeit. Wäre nicht die Wertpapierform mit ihrer leichten Uebertragbarkeit erfunden worden, so würden die Kapitalbesitzer Staat und Wirtschaft nur das zur Verfügung stellen, was sie für eine lange Dauer entbehren können. Und für die Wechselfälle des Schicksals würden sie einen möglichst großen Topf baren Geldes aufspeichern. Gerade die Gegenwart aber verweist uns darauf, daß wir keinen ungebrauchten Pfennig baren Geldes brach liegen lassen dürfen. Die listische Wirtschaftsform ein. sich der Gastgeber und seine Gäste zusammen nach Auteuil, wo sie den Rennen beiwohnten und Gelegenheit hatten, mit den leitenden Persönlichkeiten des französischen Rennsports Fühlung zu nehmen. Das deutsche Botschafterpaar gab zu Ehren des Reichsfportführers ein Essen, an dem u. a. der französische Minister für Gesundheitswesen und Leibesübungen, L a f o n t und Gattin, ferner der ehemalige Unterstaatssekretär Morinaud, der Präsident des französischen Olympischen Komitees, M a s s a r d , der Präsident des französischen Sportausschusses und des Internationalen Fußballverbandes, Rim et, der Sportreferent des Quai d'Orsay, Ehataigneau, der stellvertretende Kammerpräsident D e l b o u , der Generalsekretär der Pariser Weltausstellung 1937, Labbe, und der Direktor der Sportzeitung, „L'Auto", teilnahmen. Am Abend fand ein großer Empfang statt, zu dem unter den zahlreichen Gästen Kommandant L'Ho- p i t a l und Staatsrat v. S t a u ß sowie die leitenden Mitglieder des Comite France-Alle- magne' und der Deutsch-französischen Gesellschaft erschienen waren. Die Jugend als drücke gegenseitigen Verständnisses. Deutsch-französischer Abend im Berliner Humboldt-Haus. Berlin, 30. Nov. (DNB.) Unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters F r a n c o i 5 Poncet und des Präsidenten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, SS.-Oberführer General a. D. von Massow, veranstaltete der Humboldt-Klub einen deutsch-französischen Abend. General a. D. von M a s s o w begrüßte die Gäste sowie die deutschen und französischen Studenten. Wir haben nur den einen Wunsch, so sagte er. u. a., die junge Generation der beiden Länder möge sich mehr noch als bisher kennen und schätzen lernen, um Freundschaft zu pflegen. Botschafter Francois Poncet fand herzliche Konzentration aller kurzfristig verfügbaren Einzelbeträge am Geldmärkte und die Führung dieses Geldmarktes durch eine einheitliche Hand find das Geheimnis dafür, daß wir alle unsere Aufgaben bisher auf völlig einwandfreie und korrekte Weife haben decken können. Dr. Schacht beschäftigte sich zum Schluß seines Vortrages mit der Anonymität der Aktie, die in erster Linie zu den Fehlern des bisherigen Aktienrechts gerechnet werde, weil sie einen spekulativen Uebergang aus einer Hand in die andere und die Anhäufung von Aktienpaketen in einer Hand gestatte, die sich gegen das Interesse des Unternehmens auswirken könne. ,Hch bin weit davon entfernt", erklärte Dr. Schacht, „eine solche Möglichkeit zu leugnen, aber ich glaube, daß der allgemeine nationalsozialistische Erziehungsprozeß seinen wohltuenden Einfluß geltend machen wird. Andererseits ist die Anonymität der Aktie und ihre leichte Verwertbarkeit gerade dasjenige, was wir uns angesichts der Schwierigkeit neuer Kapitalbeschaffung erhalten müssen. Man muß sich darüber klar sein, daß durch eine falsche Gesetzgebung möglicherweise in der Zukunft die Rechtsform der Aktiengesellschaft in eine nur noch bescheidene Rolle hinabgedrückt und die Aufnahme neuer A n - leihen unmöglich gemacht wird. Leidtragende wären hierbei der Staat und die Wirtschaft, die auf Verwirklichung neuer großer Aufgaben verzichten müßten, weil die Geldaufbringung unmöglich würde. Kunst und Wissenschaft. Ausstellung abessinischer Waler in Marburg. Im Museum der Universität Marburg wurde eine auf nur wenige Tage bemessene Ausstellung von Arbeiten abessinischer Maler eröffnet. Ungeschmälerte Ausgaben der Aktiengesellschast Bereitstellung von Kapital für Staat und Wirtschaft. Worte der Anerkennung für die Tätigkeit des Aus« tauschdienstes und des Humboldt-Klubs. „Ein Vater» land ist nicht ein Haus ohne Fe n st e r", so fuhr er fort. „Wer danach trachtet, d i e A u ßen» welt zu kennen und zu würdigen, vertieft sein Selbstbewußtsein. Ein lebensfähiger Internationalismus wird sich bei dem heutigen Zustand der Gemüter nur auf der Grundlage eines starken und gesunden Nationalismus auf bauen lassen. Für die westeuropäischen Nationen ist eine geistige und kulturelle Autarkie ebenso unmöglich wie eine wirtschaftliche. Es unterliegt keinem Zweifel, daß ein Deutschland, das keine intellektuellen Beziehungen mehr mit Frankreich hätte, ein Frankreich, das sich nicht mehr kümmerte um das, was in Deutschland gedacht, geträumt, geschrieben und gedichtet wird, verarmt oastehen würde." Der Botschafter betonte weiter, daß gerade die Jugend diese Gedanken- qänge besser fühle als mancher Erwachsene. Die Jugend gelte zwar als unduldsam, aber er habe bei ihr das Gegenteil beobachtet. Die Jugend von heute verstehe es, die Verschiedenheit der Ansichten mit der Ausübung einer aufrichten Kameradschaft zu vereinigen. Sie werde dadurch zur Trägerin der Hoffnungen unserer Völker auf eine bessere Zukunft Ball der ausländischen presse in Berlin. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Als Auftakt der Berliner Ballfaison des Winters 1935/36 kann der Ball angesehen werden, den der Verein der aus- l a n d s d e u t s ch e n Presse zu Berlin im Hotel Adlon veranstaltete. Zahlreiche Mitglieder des Diplomatischen Korps, die Botschafter von England, Frankreich. Amerika, Italien, Sowjetrußland, Polen und der Türkei, viele Gesandte und Geschäftsträger der in Berlin akkreditierten Mächte waren mit ihren Damen anwesend. Von deutscher Seite bemerkte man Reichsaußenminister Frei - Herrn von Neurath, Staatssekretär Lammers, Botschafter von Ribbentrop und führende Männer der Partei, der Wirtschaft, Wissen- schäft und Kunst. Kleine politische Nachrichten. Am Donnerstag empfing der Führer und Reichskanzler den Gauleiter der Kurmark Oberpräfident Wilhelm K u b e zum Vortrag. Etwa 40 Gemälde, die Dr. Weiß vom Forschungs- Institut für Kulturmorphologie in Frankfurt a. M. aufgekauft hat, zeigen Kriegs- und Geschichtsereignisse, biblische Gleichnisse, Handwerker bei der Arbeit und andere Motive. Die Bilder geben einen ausgezeichneten Einblick in die Eigenart des abessinischen Volkslebens. 25 Jahre Universitäts-Augenklinik in Frankfurt. Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Städtischen und Universitäts-Augenklinik in Frankfurt und der damit verbundenen Tagung der Augenärzte fand im Bürgersaal des Römers ein Empfang durch die Stadtverwaltung statt. Oberbürgermeister und Staatsrat Dr. Krebs gab einen Rückblick über die Entwicklung der Augenklinik und gedachte besonders ihres in den Ruhestand getretenen Leiters Professor Schnaudiegel. Sein Dank galt auch dem neuen Leiter Professor Dr. Thiel, der einen Vortrag über das Thema für und wider die Augendiagnose hielt. Der erste deutsche Lehrstuhl für Richard Wagners Kunstwerk. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat auf Vorschlag des Reichs- und preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und auf Empfehlung des Reich'sministerrums für Volksaufklärung und Propaganda der nordischen Kunsthochschule zu Bremen einen Lehrstuhl für Richard Wagners Kunstwerk angegliedert und den Musikschriftsteller Dr. Curt Zimmermann auf diesen Lehrstuhl berufen. Mit dieser Berufung ist der erste Lehrstuhl mit dem ausgesprochenen Zwecke der Förderung des Kunstwerks Richard Wagners an einer deutschen Hochschule errichtet worden. Kammersängerin Frieda Leider ist arisch. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Von unberufenen Kreisen wird immer wieder die Behauptung verbreitet, die Kammersängerin Frieda Leider sei nicht arisch. Diese verleumderische Behauptung ist unwahr. Die arische A b fta m m u n g der Kammersängerin Frieda Leider steht einwandfrei fest. Der südslawische R e g e n t s ch a f t s r a t hat eine Amnestie für politische Vergehen verkündet. Von ihr werden etwa 1250 Personen betroffen. Ausgeschlossen von der Amnestie sind Personen, die sich im Auslande befinden und sich nicht den Gerichten des Landes gestellt haben. Aus aller Wett. Tagung der Propagandaleiler in Wiesbaden. In Wiesbaden waren die Kreispropagandaleiter, die Kreispropagandawalter der DAF. sowie die Mitglieder des Gauringes unter Leitung des Gaupropagandaleiters zu einer Tagung versammelt. Anwesend war auch der Stellvertreter des Gauleiters Pg. Reiner. Sie machten in Omni- buffen eine Stadtrundfahrt, die auch auf den Neroberg führte, besichtigten das Kaiser-Friedrich-Bad mit allen seinen Einrichtungen und hatten dann im Paulinen-Schlößchen die erste Arbeitsbesprechung. Nach dem gemeinsamen Abendessen nahmen sie an einem Konzert der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Kurhaus teil und vereinigten sich später zu einem Kameradschaftsabend. Am Sonntagvor- mittag fand im Kurhaus eine zweite Arbeitsbefpre- chung statt. Beisetzung der Fliegerin Luise Hoffmann. Eine ehrenvolle Beifetzungsfeier wurde der jungen, in Niederösterreich verunglückten Fliegerin Luise Hoffmann in ihrem Geburts- und Heimatort Bochum-Werne zuteil. Vom elterlichen Hause bis zum ferngelegenen Friedhof, auf dem ihr die Stadt Bochum ein Ehrengrab inmitten der Toten des Weltkrieges und der Bewegung gewidmet hat, bildeten Fliegerstürme, SA. und HI. Spalier. Ehrenformationen der SA., SS., des NSKK., der HI. und des BDM. und ein unübersehbares Trauergefolge schritten hinter dem Sarge, Commodore Wolfgang v. Gronau widmete der Toten namens der deutschen Flieger und des Deutschen Aeroklubs einen zu Herzen gehenden Nachruf. leine v4inmta cImx Sicntejy Die einzelnen Tabak-Jahrgänge sind — wie beim Wein — qualitativ verschieden. Die macedonische Ernte 33 ist so hervorragend ausgefallen, daß wir durch Hinzunahme dieser Ernte Qualität und Aroma der ALVA-Mischung noch wesentlich verbessern konnten. Fahr- Nord- 2ß( N6 tiirf nOe auf ( möge' sondern bezahlte Schmuggler in Dienst nahmen, sind die Juden Josef Schächer und Abraham Marder. Der Schmuggel war so umfangreich, daß er das zwischen Oesterreich und Ungarn bestehende Zahlungsclearing wesentlich beeinflußte. Die polizeilichen Erhebungen flößen auf Schwierig- feiten, weil die gesamten Aufzeichnungen und bie Buchführung der jüdischen Betrüger in hebräischer Sprache abgefaßt sind. vom Jagdpächter überlassen. Zwei chinesische Fährboole gekentert, lieber 60 Tote. Zwei chinesische Fährboote mit etwa 100 gästen gerieten auf dem Liutang-Fluß in collei gepri Di iW Syir S» geire Deut Wa mehr muft PH' Pra; meir aber harr kuit Spi Dur Mi den ßän flfeii !ant per- holli zisto lam Dir Auf Kiangsu in einen schweren Hagel st urm und kenterten. Heber 60 Insassen ertranken. Schwunghafter Devifenschmuggel zwischen Oesterreich und Ungarn. Der Wiener Polizei ist die Aushebung einer Schmugglerbande gelungen, die einen schwunghaften D e v i s e n s ch m u g g e l zwischen Oesterreich und Ungarn betrieb. Die Drahtzieher Unter den vielen Kranzspenden befanden sich auch Kränze des Reichsluftministers General Göring, des Reichssportführers von Tschammer und Osten, des Reichsluftsportführers R. Mahnte sowie des österreichischen Bundeskanzlers, des Vizekanzlers Fürsten Starhemberg und des deutschen Gesandten v. P a p e n. Während der Bei- setzungsfeier grüßte eine Fliegerstaffel die Tote. Verheerender Sturm über Frankreich. Heber ganz Westfrankreich tobte am Sonntag ein heftiger Sturm, begleitet von starken Regenfällen. In Cherbourg hat der starke Regen Heberschwemmungen verursacht. In der Gegend von Le Havre legte der Wind zahlreiche Bäume und Telephonmasten um. Auch in Paris wurden zahlreiche Fensterscheiben und selbst Schaufenster eingedrückt. Abwechselnd gingen heftige Regenstürme oder Hagelschauer nieder. In der Provinz sind Telegraphenpfähle durch den Sturm abgedreht worden und durch die heftigen Regenfälle wurden Heberschwemmungen verursacht. Besonders schwer haben die Küstengegenden zu leiden. .Fischerboote und Segelschiffe, die sich auf offenem Meere befanden, als der Sturm losbrach, konnten nur mit Mühe mit schweren Beschädigungen Schutzhäfen erreichen. Bei Brest sind mehrere Schiffe in Seenot. Besonders schwere Schäden verursachte der Sturm bei Boulogne-sur-Mer an der Kanalküste. Hier sind gerade große Hafen-Vertiefungs- und Verbreiterungsarbeiten im Gange. Alles ist wieder von den durch den Sturm aufgewühlten Meereswogen vernichtet worden. Der Schäden beträgt hier allein 3 Millionen Franken. Eine Springflut hat die Verbindungen zwischen Boulogne und Wilmereux unterbrochen. Bei Moutier-Tarentaise in Savoyen lösten sich infolge der andauernden Regenfälle große Felsmassen und stürzten a u f eine Eisenbahnstrecke am Ausgange eines Tunnels, wodurch der Verkehr unterbrochen wurde. Sturmverwüstungen auch in der Schweiz. Die Gegend von Zürich wurde am Sonntag von einem Sturm heimgesucht, der verschiedene Unfälle und Sachbeschädigungen zur Folge hatte. In Zürich wurde ein 200 Quadratmeter großes Blechdach des Obdachlosenheimes auf die Oberleitung der Straßen-; bahn geschleudert, was eine Verkehrsunterbrechung von einer Stunde zur Folge hatte. Auch das Genfer Seegebiet wurde von dem Unwetter heimgesucht. Der Morges-Fluß überschwemmte mehrere Bezirke der Stadt Morges. Ebenso sind in anderen Städten am Genfer See Heberschwemmungen vor- gekommen. Lurasia-Flugzeug mit deutschen Piloten verunglückt? Dem Flugplatz in Nanking wurde aus Penan in der Provinz Schansi telegraphisch gemeldet, daß das Eurasia-Flugzeug V, das seit mehreren Tagen vermißt wurde, bei Lingtai, etwa 90 Kilometer südöstlich von Pingliang abgestürzt äufgefunben worden sei. Der deutsche Flugzeugführer B r o h m und der deutsche Bordmechaniker Meier sollen tot, die beiden Fluggäste verletzt sein. Die Eurasia hat von Siang in Schansi unter Führung des Fliegers Horn eine Expedition ausgesandt, um die Richtigkeit dieser Meldung zu prüfen und etwaige Einzelheiten des Unglücks festzustellen. Englischer Rennfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu Zuchthaus verurteilt. Der 22jährige englische Rennfahrer Luis Fonts, der mehrere internationale Preise erungen hat, wurde in Warwick wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Sein Berechtigungsschein als Kraftwagenführer wurde ihm für die Dauer von zehn Jahren nach feiner Entlassung entzogen. Er hatte in angetrunkenem Zustand auf einer Landstraße ein Wettrennen mit einem anderen Kraftwagen veranstaltet und hierbei einen Motorradfahrer tödlich verletzt. Kohlenstaubexplosion im Kottbuser Bergrevier. In der Brikettfadrik Meurostolln in der Nähe von Senftenberg ereignete sich nach Einstellung des Betriebes eine schwere Kohlenstaubverpuffung, die sich über die ganze Fabrik (außer Naßdienst) verbreitete. Hierbei wurden ein Mann tödlich, zwei schwer, sechs mittelschwer und acht Mann leicht v e r l e tz t. Der Sachschaden ist erheblich. Die Feuerlöscharbeiten dauern noch an; die Aufräumungsarbeiten sind in Angriff genommen. Vertreter der Bergbehörde des Bergreviers Kottbus find zur Feststellung der Hrsache auf dem Werk anwesend. Autounglück in Thorn fordert zwei Todesopfer. In Thorn fuhr ein Prioatauto in eine marschierende Soldatenabteilung. Elf Soldaten wurden erheblich, zwei von ihnen tödlich verletzt. Der Chauffeur, der ohne Licht fuhr, hat sich der Verhaftung zunächst durch die Flucht entzogen. Wildschweinjagd mitten im Dorf. In dem Dorfe Gornhausen, das nahe bei ausgedehnten Waldrevieren auf dem Hunsrück liegt, erschienen dieser Tage mehrere Wildschweine, die durch eine Treibjagd im Nachbarrevier aufgescheucht worden waren. Die Schwarzkittel stoben mitten ins Dorf hinein und liefen auseinander, als Kinder und Erwachsene begannen, Jagd auf sie zu machen. Durch Bauernhöfe und über Gärten ging die wilde Saujagd. Eines der Tiere sprang durch das niedrige Fenster eines Schweinestalles und landete bei seinen Artgenossen. Zwei der Wildschweine wurden erlegt, während die beiden anderen entkamen. Das Wildbret wurde dem W i n t e r h i l f s- w e r k zur Verteilung an bedürftige Volksgenossen Bucheriisch. — Kiehnle-Kochbuch (Kleine Ausgabe) für die einfache, bürgerliche Küche. Erweiterte Neubearbeitung. 1123 erprobte und bewährte Original- Rezepte (auch vegetarische Speisen, Rohkost, Krankenkost und Eintopfgerichte). Mit Speisezettel für sechs Wochen. Von Hermine K i e h n l e, langjährige Vorsteherin der Kochschule I des Frauenvereins. Walter Hädecke Verlag, Stuttgart und Leipzig. Preis nur 4,20 Mark. — (473) — Die Vorzüge der Kiehnle-Kochbücher sind bekannt. Man weiß, daß alle Rezeptangaben unbedingt zuverlässig sind, daß es sich durchweg um neuzeitliche Rezepte handelt, die einer richtigen, gesunden Ernährung Rechnung tragen und die den Speisezettel abwechslungsreich gestalten. Hermine Kiehnle hat die Gabe, jeden Vorgang so klar und unmißverständlich zu sagen, daß jede Anfängerin ohne weiteres darnach kochen kann; dabei bietet sie auch der erfahrenen Hausfrau viel Neues. Diese „Kleine Ausgabe" ist für alle Frauen geschaffen, denen es darum zu tun ist, einfach und sparsam zu kochen und trotzdem immer etwas Gutes auf den Tisch zu bringen. — Nur auf D i ch kommt es an! Die praktischen Wege zum Erfolg. Von Hans Martin. Kart. 2 Mark. Gefchenkleinen 3,50 Mark. Süddeutsches Verlagshaus G. m. b. H. Stuttgart. — (476) — Es ist der Vorzug dieses Buches, daß hier an praktischen Beispielen aus dem Leben gezeigt wird, wie man die Erfolgsmöglichkeiten findet und sie auswertet. Selbst der Vielerfahrene wird erstaunt fein, in diesem Buche so viele wertvolle Hinweise, Anregungen usw. zu finden, die ihm von größtem Nutzen sind. Auch dem, der im Berufe Pech hatte, dem Stellungslosen, dem älteren Angestellten, dem Mann im Ruhestande wird hier aus der Praxis des Lebens vieles erschlossen, was ihm von Vorteil ist. — Franz Tumler: Das Tal von Lausa und Duron. Erzählung. Kart. 2,— RM. Seinen 2,80 RM. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1935. — (495) — Diese erste Erzählung des jungen Österreichers Franz Turnier handelt von Leben und Tod eines jungen Menschenkindes, eines Dorfes, ja eines ganzen Volkes, über das der Krieg kommt als das Schicksal, vor dem es kein Ausweichen gibt, — und in der Begegnung mit diesem Schicksal reift ein junges Menschenleben zum Tode und zu früher Vollendung. Das Tal von Lausa und Duron ist ein abgelegenes Alpental, in dem ein kleiner Volkssplitter ladini- schen Stammes ein friedliches Hirtenleben führt. Die Erzählung selbst ist von jener besonderen Art, die — wie Karl Benno von Mechow in der im inneren Reich" veröffentlichten Einführung sagte — ein Gefühl der Beschämung in uns weckt, der „Beschämung darüber, daß uns in der Verdunkelung unseres Sehens und Vertrauens unverdient ein Geschenk in den Schoß gefallen ist wie diese echte Dichtung" ... — Jngedorg Maria Sick, Heilige Nacht. Weihnachtserzählungen. Kart. 1.— RM. Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. — (505) — Hier finden wir fünf gefühlstiefe Erzählungen, jede von besonderer Art. Da ist der schwachsinnige Knabe, der sich doch mit Recht „Mutters Freude" nennt, denn feine Mutter fühlt, daß er sie mehr braucht als die andern und hat deshalb zu ihm ein besonders inniges Verhältnis. Tiefen Eindruck hinterläßt auch die schlichte Erzählung von dem nordischen Maler, der an Weihnachten in Rom mit seiner letzten Lire einen Lockvogel loskauft, dem die Augen hätten ausgestochen werden sollen. Wer an Weihnachten eine Geschichte erzählen will, wird in diesem Bändchen etwas Passendes finden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Durch einen mit feinem Zentrum über der Nordsee liegenden Sturmwirbel wurden unter stürmischen, auffrischenden südwestlichen Winden zunächst feucht-milde, subtropische Luftmassen nach Deutschland verfrachtet. Sie gaben am Samstag Anlaß zu ausgedehntem Regen, der besonders im Rhein- Main-Gebiet sehr ergiebig war und hier Mengen von mehr als 30 Liter Wasser pro Quadratmeter lieferte. Auf der Rückseite des Wirbels nachstoßende polar-maritime Luftmassen führen unter Schauern (im Gebirge vielfach Schnee) zu starker Abkühlung. Da sich mit heftigen Winden die Zufuhr vom Meer stammender Luftmassen fortsetzt, bleibt die Witterung vorerst noch wechselhaft und unbeständig. Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölkt mit wiederholten, meist schauerartigen Niederschlägen (im Gebirge teilweise Schnee ober Graupeln). Bei lebhaften westlichen Winden ziemlich kühl. Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzufuhr aus Westen Fortdauer der unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 6,2 Grad Celsius, abends 2,3 Grad; am 2. Dezember: morgens 4,8 Grad. Maximum 9,7 Grad, Minimum 3,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Dezember: abends 5,1 Grad; am 2. Dezember: morgens 3,7 Grad Celsius. — Niederschläge 6,7 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 35: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Hniversitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr» Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Lichtspielhaus Gießen Ein musikalisches Lustspiel aus dem Wien von heute. — Fenier wirken mit: Das berühmte Wiener philharmonische Orchester Im Beiprogramm: Interessanter Kulturfilm „Die Forelle“ und Die neue Ufa-Ton-Woche. 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Schoenichen. ^Der Naturforscher" unterrichtet fortlaufend in Äild und Wort über die Ergevniffe der neuesten Äeobachtungen und Forschungen aus allen Ge- b'der Naturwissenschaften und Technik. Er ist die verständliche, aber hochwertigenaturwissenschastlicheMonatsschristfürgeistigAnspruchsvolle, Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. Vierteljährlicher Äezugsprels: RM. 2^0. - Verlangen Sie kostenlos ein Probeheft. - Der Vezug kann durch jede Suchhandlung erfolgen. Hugo Bennühler Verlag » Berlin-Lichterfelde hergesteM in öenpersüwerkn spült Wäsche weiß unklar/ heil übei net, sat imn Sein sähi eine bir lifdje Mgl lchast W fall, die Wei Neur can Amsi Mei Dan und dah der hat r Vo dichte bring [eines Die । führu turg anstal sollen, dienlic Merc E fletal ten charc natic der i chert die i Urai uUnä Uebe [d)en Oran berij Ürai Nt loum verm Mer leht Äi unilic le'fler ^flen. Stiirf ^gend örinou Malt- gierte 4 Nr. 281 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Montag, 2. Dezember 1935 auf bedacht, alles zum Besten zu kehren. Herr Geiger saß als König Silberhaar in majestätischem Purpur auf dem Thron, Herr Nieren war der Stadtschreiber Josua Brumm, Herr B e ch - st e i n sang das alte Nachtwächterlied, und auch alle übrigen Mitspieler waren mit Lust und Eifer bei der Sache. Die Kinder, sie hörten es gerne und spielten bald munter mit. Es hat den ganzen Sonnlagnachmittag gedauert, über dreieinhalb Stunden, und es gab viel Gelächter, Geschrei und fröhlichen Beifall, besonders zuletzt, als über dem strahlenden Christ, bäum der Vorhang gefallen war. hth. Heilung durch Psychotherapie. Im Feuilleton vom Samstag stand ein Artikel- chen über Examensangst und ihre Heilung, das dem Dezemberheft von Velhagen & Klasings Monatsheften entnommen war. Dr. phil. Johannes Neu- mann (Gießen) legt in einer darauf bezüglichen Zuschrift an uns Wert darauf, daß zur Vermeidung von Mißverständnissen in dem kleinen Bericht statt „Nervenarzt" Psychotherapeut und statt „Arzt" Psychologe zu lesen sei. Hochschulnachrichten. Die Universität Frankfurt hat Seiner Exzellenz dem Außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister der Republik China in Ber- l i n, Herrn Liu Chung-Chich, die Würde eines Ehrenbürgers verliehen, und Zwar in dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste um das der Universität angegliederte China-Institut und seines warmen Interesses für die Gesamt-Uni- versität. Prof. Dr. theol., Dr. rer. pol. Heinrich Weber, Ordinarius für wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Münster, wurde an die Universität zu Breslau berufen und nimmt dort mit Beginn des Winter-Semesters seine Lehrtätigkeit auf. Professor Dr. Ludwig M e ck i n g , Ordinarius für Geographie an der Universität Münster, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Hamburg berufen worden. Professor Dr. Otto Schmitt, Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Greifswald, wurde auf den verwaisten kunstgeschichtlichen Lehrstuhl der Technischen Hochschule Stuttgart berufen. Die Lag- im Dezember Iöiicue upjct ii, Luciut ci ix/cip, uuq ci lich helfen und Freude erwecken kann. H i u b e r t u s. ein. und Der den sehr war zeitig die Legenten abzuschießen. Mit den Enten stellen sich auch die Gänse Von Raubvögeln dürfen Habicht, Sperber mehreren Programmen rein deutscher Musik einen unangefochtenen, stürmischen E r f o l g. Und nicht ohne Empfindung für die persönliche Tragik des Mannes vernahm man in Deutschland, daß an jenem denkwürdigen 17. April 1934, als Barthou dem deutschen Verständigungsangebot sein historisches, folgenschweres „Nein!" entgegenschleuderte, derselbe Staatsmann abends einem Pariser Konzert des deutschen Orchesters beiwohnte und der Musik eines Landes Beifall zollte, dessen großen Söhnen Beethoven und Wagner der Musikschriftsteller Barthou einige verständnisvolle Studien gewidmet hat. Hier klafften Politik und Kultur tragisch auseinander. Die Berliner Philharmoniker sind berufen, als Sonderbotschafter der deutschen Kultur die Erkenntnis von der Einheit des deutschen Wesens auch im Auslande zu fördern. Neben der Jagd läuft die Wild pflege her. Die Fütterungen und Lecken sollten hergerichtet fein, damit sie sofort gefunden werden, wenn die Not kommen sollte. Wir wissen nicht, wie der Winter wird. Mäusebussard geschossen werden. Der Balg des R a u b w i l d e s ist jetzt gut. Dachs wird gegraben, der Fuchs nach all vielen Arten bejagt, die Erfolg versprechen, vielen Jägern aber nicht mehr bekannt sind. Es ja so viel bequemer, Tellereisen zu stellen und nachts im Warmen zu sein, um in der Morgenfrühe den gefangenen Schelm von seiner Angst und Qual zu erlösen. Darüber vergaßen viele Jäger, daß man den roten Freibeuter mit Pulver und Blei befugen kann. Die Erklärung des Herrn Reichsjägermeisters, die dieser über das Tellereisen abgab, ist so eindeutig, daß mit der Wiederkehr des Tellereisenfanges nicht zu rechnen ist. Wer nicht mit irgendwelchen rasch tötenden Abzugseisen arbeiten will, der findet im Reizen, Drücken, Treiben, Sprengen, Lappen usw. so viele Möglichkeiten zur Be- jagung des Fuchses, die zugleich auch wirkliche Jagdfreude versprechen, daß das Eisen hoffentlich bald vergessen und verschmerzt sein wird. Die Berliner Philharmoniker — ein deutsches Orchester von Weltrang Zur Konzertreise nach England unter Furtwänglers Führung. Don Johannes Jacobi. o r cf) ß ft e r gewesen. Es ist es geblieben bis heute. Unter verschiedenen Dirigenten ist es oft in Frankreich, mehrere Male in Rußland gewesen, die nordischen Staaten und England, Belgien, Spanien, Portugal, Italien, die Schweiz, Oesterreich und die Tschechoslowakei sind immer wieder besucht worden. Unter Furtwängler sind die Auslandsreisen aber wieder zur Regel geworden. Im vergangenen Jahr waren von 178 Veranstaltungen rund 30 Reisekonzerte. Welche kulturelle Mission das Berliner Philharmonische Orchester gerade im Ausland zu erfüllen hat, das zeigen zwei Gastspiele in Paris. Als deutsche und französische Staatsmänner und Sachverständige in der französischen Hauptstadt einen erbitterten Kamps um die deutschen Tribute führten, da bereitete die Pariser Musikwelt dem gleichzeitig dort spielenden Berliner Orchester mit im Vorjahre. Das legt dem Jäger erst recht die Pflicht auf, den Abschuß schonend durchzuführen und den nötigen Besatz an Hasen für das kommende Jahr bestimmt sicherzustellen. Einige Revierinhaber haben bereits von Treibjagden ganz abgesehen, in anderen Jagdbezirken bleiben größere Revierteile unbejagt. Derartige Entschlüsse bedeuten die besten und billigsten Wege zu einer sicheren Be- standsverbesserung. Das Rebhuhn hat wieder Schonzeit. Der geringe Ausfall der Jahresstrecke sollte Veranlassung zu einer besonders sorgsamen Winterpflege bilden. Deckung gegen seine Feinde und Schutz gegen Wintersturm und Hunger braucht das Huhn. Weil es daran vielfach fehlt, gehen die Bestände des Huhnes dauernd so zurück, daß in manchen Re- vieren die Jagd kaum noch lohnt. Dabei ist es so einfach, in Hecken oder an Rainen kleine Hütten entstehen zu lassen und dort das Huhn mit Heublumen, Gemüseabfällen u. ä. zu füttern. Der Fasan hat noch Schußzeit in Wie im Vorjahre, so hat auch dieses Jahr der Herr Reichsjägermeister seine Jäger aufgerufen, für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes Wild zu spenden und damit notleidenden Volksgenossen eine Freude zu bereiten. Wie der Reichsjägermeister am 4. November vor den Landes- und Taujägermeistern in Braunschweig ausführte, als er die Strecke der Hubertusjagden dem bärtigen Winterhilfswerk übergab, hat gerade die Wildspende int vorigen Jahre nicht nur eine ganz außerordentlich große Menge von Nahrung geliefert, sondern auch besonderen Anklang gefunden und den von Beschenkten vielfach geäußerten Wunsch laut werden lassen, die W i l d s p e n d e nicht durch eine Geldspende ersetzen zu lassen. Um so lieber wird der deutsche Jäger einen Teil seiner Strecke opfern, wenn er weiß, daß er damit wirk- satz unserer Reviere der Abschuß von Hennen grundsätzlich unterbleiben. Wo Hennen zuviel sino, der Bestand gesenkt werden soll, wäre es besser, die Hennen zu fangen und zum Aussetzen zu verkaufen, anstatt sie zu schießen. Der materielle Ertrag ist im ersten Falle ungleich höher, und dem Waidwerk in seiner Allgemeinheit ist damit ein Dienst erwiesen. Wenn der Winter einsetzt, kommen nordische Enten gern auf unsere Bäche und Flüsse. Beim Abschuß bei gutem Licht ist es leicht, Erpel und Ente voneinander zu unterscheiden. Der Jäger sollte den Finger auf die Ente geradelassen. Denn es ist sinnlos, über den unverkennbaren enormen Rückgang unserer Entenjagd zu klagen und gleich- Das Berliner Philharmonische . Orchester unternimmt vom 26. November bis 13. Dezember eine Konzertreise nach England unter Führung Wilhelm Furtwänglers. Auf dem Hin- und Rückweg werden Gastkonzerte in deutschen Städten gegeben. Von den zehn englischen Konzerten Der Philharmoniker finden drei in London und je eins in Brighton, Bristol, Birmingham, Manchester, Sheffield, Newcastle und Edinburg statt. Was für die Griechen die Plastik, für die Holländer die Malerei, für die Italiener die Gesangskunst ist, das bedeutet für Deutschland die symphonische Musik. Welche Leistungen die Deutschen auch auf anderen Gebieten der Kunst erreicht haben mögen, in der Musik spricht sich das deutsche Wesen am stärksten aus, hier hat der deutsche Geist seine vollendetste Gestalt aus künstlerischer Formkraft geprägt. Die lebendige Pflege dieses großen Vermächtnisses verlangt einen Klangkörper, der sich die Symphonik zur ausschließlichen Lebensaufgabe setzt. Sv ist es eine notwendige Folge der in mehreren getrennten Strömen verlaufenen Musikgeschichte Deutschlands, daß im Lande Beethovens und Wagners neben den hundert Opernkapellen mehrere Orchester bestehen, die einzig der Konzertmusik dienen. Unter ihnen setzt das Berliner Philharmonische Orchester durch seine Praxis die Maßstäbe für den höchsten Wert gemeinsamen Nachschaffens fest. Es gibt den Ton aber nicht nur nach innen an, die Berliner Philharmoniker find auch in der Weltöffentlichkeit ein Begriff geworden, der höchste Klangkultur, restlose Verwirklichung des Gehalts und Spitzenleistung jedes einzelnen Mitglieds umfaßt. Durch häufige Reisen dieses Orchesters ist deutsche Musik in beispielhafter Darbietung den Musikfreunden der verschiedensten europäischen Länder bekannt geworden. Hier zeigte sich im Vergleich mit anderen angesehenen Orchestern des Auslandes auch die Eigenart des deutschen Klangkörpers am sinnfälligsten. Einige amerikanische und holländische Orchester besitzen eine einzigartige Präzision in allen technischen Einzelheiten, sie sind in langer Zusammenarbeit mit ein und demselben Dirigenten erzogen worden, jede Nuance in der Auffassung dieses einen Leiters mit äußerster Exaktheit aufzufangen. Was die Berliner Philharmoniker über diese Selbstverständlichkeiten hinaus auszeichnet, das ist die Fähigkeit zur Improvisation. Durch Anpassung an die verschiedensten, immer wieder wechselnden Dirigenten hat jeder einzelne Musiker ein Maß von spontaner Reaktionsfähigkeit erreicht, die dieses fügsame Orchester zu einem umworbenen Objekt vieler Gast- d i r i g c n t e n werden ließ. Ungewöhnliche musikalische Intelligenz ist darum zur Vorbedingung der Mitgliedschaft geworden. Diese besonderen Eigen- schaften der Berliner Philharmoniker traten in hellstes Licht, als es vor ein paar Jahren der Zu- fall wollte, daß im Laufe von vier bis fünf Wochen die vier berühmtesten Orchester der Welt hintereinander in Paris konzertierten. Das Neuyorker Symphonieorchester hatte unter los« c a n i n i gespielt, das Concertgebouw-Orchester aus Amsterdam unter Willem Mengelberg und die Wiener Philharmoniker unter Bruno Walter. Dann kamen die Berliner mit Furtwängler, und die Pariser Fachkritik bestätigte den Deutschen, daß sie von allen am „musikalischsten", d. h. mit der tiefsten Empfindung und Werktreue gespielt hatten. Dieser Weltrang ist das Ergebnis einer mehr als fünfzigjährigen Aufbauarbeit. Als das Berliner Philharmonische Orchester 1882 ins Leben trat, zwölf Jahre nach der Neugründung des Deutschen Reichs, besaß Berlin, die neue Haupt- tabt, noch kein vollgültiges Symphonieorchester. Das Orchester, das bald die Führerstellung im Reiche einnehmen sollte, verdankt seine Entstehung einem Zu- all: der Dickköpfigkeit des Kapellmeisters Benjamin B i l s e, der seine recht und schlecht musizierende Musikertruppe vor die Entscheidung stellte, binnen vierundzwanzig Stunden die Verträge für ein Sommerengagement in Warschau anzunehmen oder auszuscheiden. Vierundfünfzig Mann lehnten die Zumutungen ab und schlossen sich durch notariellen Akt zu gegenseitigem unverbrüchlichen Zusammenhalten als eigene Kapelle zusammen. Die Musiker traten elbst als Unternehmer auf, verwalteten ihre Ge- chäfte aus eigenen Kräften und suchten sich die pas- enden Dirigenten. Das erste autonome Orchester Deutschlands war entstanden! Der steile Weg z u r H ö h e ist mit den Namen dreier überragender Dirigentenpersönlichkeiten aufs engste verbunden: Bülow, Nikisch, Furtwängler. Natürlich haben die Philharmoniker auch unter zahllosen anderen gespielt. Männer wie Brahms, Richard Strauß, Tschaikowsky, Mottl, Klindworth, Ernst Schuch, Weingartner sind neben vielen anderen als Gäste ober Dirigenten von Zyklen mit ber Geschichte biefes Orchesters verknüpft. Aber unter jenem Dreigestirn ftanb ber Aufstieg zum Weltruhm. Hans von Bülow, ber erste Gatte Cosima Wagners, leitete bie Berliner Philharmoniker von 1887 bis 1892. Der Mann, ber Wagners „Tristan unb Isolde" unb „Meistersinger" in München aus ber Taufe gehoben hatte, erreichte bie größte Befriebigung seines Lebens erst an ber Spitze ber Berliner Philharmoniker. Als einen „reformatorischen Musiker" bezeichnete er sich selbst, der „eine bleibende Tradition von Interpretation bleibender Meisterwerke zu stiften" versuchte. Er tat es durch Aufführungen klassischer Kompositionen, in denen er den tiefsten Sinn in einem bis dahin unbekannten Ausmaß freilegte. Seine erzieherischen Absichten gegenüber dem Hörer trieben ihn so weit, daß er Beethovens Neunte Symphonie an einem Abend zweimal hintereinander aufführte. Dem Orchester gab er eine technische Exaktheit, die nicht wieder verloren gehen sollte. War Bülow ein geistig-analytischer Dirigent, so kamen die Philharmoniker bei Arthur Nikisch siebenundzwanzig Jahre lang (1895 bis 1922) unter die Leitung eines Mannes, dessen Urerlebnis der Klang war. Hier erwarb das Orchester die Fähigkeit zur Improvisation, auf den Zuchtmeister folgte der Meister des sinnlich glühenden gebundenen Klangs. Die technische Erziehung und musikalische Darstellungskunst erreichte schließlich ihren Höhepunkt unter Wilhelm Furtw än gier, der, wie vor ihm Nikisch, vom Leipziger Gewandhausorchester kam. Für die wechselfeitige Befruchtung, die das Orchester von „seinem" genialen Dirigenten und umgekehrt erhalten, ist das Verhältnis Furtwänglers zu den Berliner Philharmonikern ein Musterbeispiel. Mit letzter Anspannung aller Kräfte, die das Spielen unter ihm zu einer körperlich-seelischen Strapaze macht, holt er aus seinen Musikern heraus, was heute keinem außer ihm gelingt. Gemeinsam stiegen sie zum Weltruhm auf, Furtwängler wäre ohne dieses Orchester heute wohl noch nicht der größte deutsche Dirigent, die Philharmoniker aber hätten ohne ihn manche Nachbar- Dezemberjagd — Winterjagd. Jagen im schnee- verhängten Wald, Treiben über Wiesen und Felder, Zeit frohen Jagens, aber auch der Hege zugleich, wenn der weiße Leithund die Erde bedeckt. Im Rot- und Damwild revier gilt die Jagd vor allem dem Kahlwild. Es ist der Wille der Jagdbehörden, den vorgesehenen Abschuß an weiblichem Wilde unter allen Umständen durchgeführt zu sehen. Eine falsch verstandene Hege hat gerade beim Rotwild vielerorts Kahlwildbestände heranwachsen lassen, die wirtschaftlich nicht tragbar sind. Einen geringen, aber gesunden Rotwildstand mit starken Hirschen heranzuziehen ist das Ziel, das gesteckt ist. Wer es gut meint mit dem König des deutschen Waldes, muß mit allen Kräften versuchen, den ihm auferlegten Abschuß zu erfüllen. Das Schwarzwild, feist nach reicher Herbst- mast, tritt in die Rauschzeit ein. Die letzten schneearmen Winter haben seine Bestände stark anwachsen und sich ausbreiten lassen. Durchwechselnde Stücke sind in vielen Revieren gefährtet oder zur Strecke gebracht worden, wo Schwarzwild seit Jahrzehnten unbekannt war. Um so mehr hofft der Waidmann auf Schnee, damit er kreisen und mit Aussicht auf Erfolg die Schwarzkittel besagen kann. Weibliches Rehwild und Kitze haben noch bis Monatsende Schußzeit. Für unsere Rehstände gilt zum Teil das Gleiche wie es oben für das Rotwild ausgeführt wurde. Es ist daher allen Waidmännern, die mit ihrem Rickenabschuß noch stark im Rückstände sind, dringend nahezulegen, die noch zur Verfügung stehenden vier Wochen auszunutzen. Der Herr Landesjägermeister für Hessen hat bereits darauf aufmerksam gemacht, daß denjenigen, die sich ihrer Abschußverpflichtung entziehen, zunächst im kommenden Jahre eine Verkürzung des Bockabschusses, und zwar an guten Böcken droht. Die Hasen jagb ist im Gange und bringt wider Erwarten viele Enttäuschungen. Die Strecken fallen in vielen Revieren wesentlich geringer aus als schäft zu furchten. . v Gemeinsam aber siegen bannen ttne draußen. -- v z . . —- , Das Orchester ist vom ersten Jahre aneinReife»f schlechtem. Doch sollte bei dem noch geringen Gießener Giadiiheaier. Morgenveranstaltung zur Uraufführung „Der Stern von Sevilla". brim erhoben, jjkl viuv»"“— d— ----- ' Inhaltsangabe von Szene zu Szene; er charakterisierte bie Fabel unb wichtigsten Handlungsträger, gab auch durch kurze Leseproben ttne Vorstellung Vor 300 Jahren starb der spanische National- dichter Lope de Vega. Ihm zum Gedächtnis bringt das Theater die deutsche Uraufführung seines Trauerspieles „Der Stern von Sevilla . Die gestrige Morgenveranstaltung galt einer Einführung im Leben und Werk Lopes. Der Dramaturg Nieren bemerkte zuvor, daß derartige Veranstaltungen von Fall zu Fall wiederholt werden sollen, wenn eine Einführung notwendig oder zweckdienlich scheine; doch sollen keine wissenschaftlichen Referate gegeben, sondern eine natürliche Bindung zwischen Bühne und Publikum geschaffen werden. Nieren gab einen Ueberblick über das bewegte Leben Lope de Degas, in dem der Dichter zuletzt Sieger blieb; er gab eine Vorstellung von bem mit gerabezu phantastischen Zahlen zu belegenden Ausmaß dieses dichterischen Werkes, das in der gesamten Weltliteratur nicht seinesgleichen findet; er charakterisierte Lope als Augenblicksmenschen, als nationalen Spanier unb als spanischen Volksdichter, der das Theater seines Landes entscheidend bereichert hat, unb ber erst durch die deutsche Romantik, durch Grillparzer und durch Richard Wagner für die deutsche Bühne wiederentdeckt wurde. Intendant Schultze-Griesheim, der die Uraufführung selbst in Szene setzen wird, sprach zunächst über seine erste Begegnung mit der Uebertragung des Trauerspieles durch einen Deutschen in Barcelona und betonte, wie sehr ihn die dramatische Schlagkraft des Werkes beim Lesen berührt habe. Er sei stolz auf die alleinige Gießener Uraufführung, zumal sich die deutschen Theater sonst in beschämend geringer Zahl in diesem Jubiläumsjahr an Lope erinnert haben. Der Intendant vermittelte dann einen Eindruck von dem Stück, dessen Autorschaft früher bezweifelt worden, das jetzt aber Lope einwandfrei zugeschrieben sei; er kennzeichnete das für uns fremdartige, das eigentümlich spanische Wesen des Dramas, feinen über- steigerten Ehrbegriff und feine historischen Grundlagen Mit moderner Psychologie komme man dem Stück nicht bei, deshalb habe er einen historischen Legendenstil und eine gründliche sprachliche Durch- ■ Eg zu Grundprinzipien feiner Inszenierung >ben Der Intendant gab dann eine gründliche von Stil und Sprachform des Trauerspiels. Besonders hervorgehoben wurden im Verlaufe dieser Aufgliederung der eigentümlich spanische, übersteigerte Ehrbegriff, auf dem die Handluna sich aufbaut, und der am Ende durch eine gewissermaßen romantische Ironie wieder aufgelöst wird, die symbolischen und die christlichen Elemente der Fabel, nicht zuletzt auch die Schwierigkeiten für eine deutsche Darstellung. Zum Schluß gab Intendant Schultze-Griesheim der Hoffnung Ausdruck, daß von diesem neuentdeckten spanischen Drama beispielhafte Anregungen auch für junge deutsche Theaterdichter ausgehen mögen. — Weihnachtsmärchen : „Der kleine Muck". Arn Sonntagnachmittag gab es zum ersten Male das Weihnachtsmärchen dieses Jahres. Das Stück heißt „Der kleine Muck" und ist von W. Burggraf nach dem „Kleinen Muck" von Wilhelm Hauff und nach der „Gänsemagd am Brunnen" der Brüder Grimm in fünf Bildern und einer Verwandlung fürs Kindertheater eingerichtet worden. Es ist die Geschichte vom armen kleinen Muck, ber keine Eltern mehr hat und eines Abends im Mondschein auszieht, um die beiden Königskinder zu suchen, Prinzeß Mareile und Prinz Goldhaar, die sich im Wald verlausen haben und seitdem verschwunden sind. Die Hexe Frau Ahazie und der Riese Bumbo haben den Prinzen m den Hund Spitzi und das Prinzeßchen zur Gänsemagd am Brunnen vor Bumbos Hütte verwandelt; es wird also eine lange, gefährliche und beschwerliche Reise, und wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn nicht der gute Herr Mond dem kleinen Muck dabei geholfen und den Weg gewiesen hatte. Zuerst kommt er ins Katzenhaus der dosen grau Ahazie, wo er Spitzi findet und die beiden Katzen- kinder Schnee und Kohlschwarz. Er findet aber noch mebr die Zauberschuhe nämlich der Frau Ahazie, welche richtige Siebenmeilenstiefel sind, und Wunderstock, das ist ein wahrer Knüppel aus dem Sack und hat hernach noch was Wichtiges zu bedeuten: vor des Riefen Bumbo Hütte nam ich, wo zwar die Gänfe ganz allein über bie Wiese marschieren, wo ® aber sonst gar nicht geheuer ist denn der dicke Bumbo ist ein greulicher Menschenfresser, dem seine liebe Schwester Frau Ahazie den kleinen Muck als Sonntagsbraten versprochen hat. (Dafür bekommt sie ein Tüchlein voll Perlen, das sind die Tränen, welche die arme Prinzessin als Gansemagd 9C®ernflönia unb bie Königin in ihrem Schloß in Pfesserkuchenhaulen sind natürlich sehr traurig, weil sie keine Kinder mehr haben, und da ist es ein Glück, daß eines Tages der kleine Muck kommt und ihnen verspricht, ihre Kinder wiederzubringen. Wieder hilft ihm dabei der gute Mond und dann vor allen Dingen der Zauberstab, mit dem er die gräßliche Hexe einfach zerplatzen läßt und den ekligen Riesen verjagt. Nun find Prinz und Prinzessin erlöst und kehren heim zu ihren Eltern, und der kleine Muck, der jetzt ein großer Muck ist, bekommt die Prinzessin zur Frau. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen, ist es Winter und Weihnachten geworden, unb, wie es alle Jahre im Märchen geschieht, schwebt zum guten Ende ber Christbaum vom Himmel zur heiligen Nacht. Das ist ein schönes Stück, unb ber gute Märchenonkel 93 o l cf hat es einftubiert mit vieler Mühe, mit Liebe und Fleiß, und hat dafür gesorgt, daß die kleine Gesellschaft was zu sehen und zu lachen hat. Herr Löffler hat feine Bilder dazu gemalt, Hütte und Schloß wie aus dem Bilderbuch, und zwischen jedem Bild gibt es auch noch wie im Kino auf dem Vorhang allerlei zu betrachten. Der Kapellmeister Bräuer spielt die Musik dazu, und es gibt eine Menge bekannter Melodien zu hören, die auch den Kindern bekannt Vorkommen. Thery Schultheis hat allerlei niedliche Tänze einstudiert, die hübschesten davon sind der Tanz der Glückwünsche, der Tanz der Nürnberger Lebkuchen und der Marsch der kleinen Soldaten, aber auch der Mondstrahlentanz und die Katzenpolka machten alle viel Vergnügen. Hans Weber sorgte für die Beleuchtung, er ließ den Mond auf» und untergehen und ließ es blitzen, als es mit der Hexe und dem Riesen Bumbo ein böses Ende nahm. Sophie Buchner hat das Stück mit schönen Märchen- Kostümen prächtig ausgestattet. Ludwig M o s b a ch e r machte den kleinen Muck: das war ein lieber, luftiger, beweglicher Bub, der sich gleich mit den kleinen Leuten vor dem Vorhang gut verstand, unb bem jeber feine Reise ins Glück von Herzen gegönnt haben muß. Cissie Henckel! war bie Gänsemagd am Brunnen unb eine liebliche Prinzessin Mareile, bie allen wohl gefiel. Aus bem gelehrigen Spitzi, ber feine Sache überaus brav machte, würbe, eh man sichs versah, ein richtiger Prinz (Herr Schorn), währenb im Katzenhaus Frau Schubert-Jüngling als Frau Ahazie ein unheimliches Regiment führte (im Qroerg Nase" von Hauff kommt ein ähnliches Scheusal vor) und Herr Hub als dicker bepelzter Menschenfresser Bumbo ganz schrecklich anzusehen war. Herr Lupke war aber ein guter, milder Mond, freundlich zu armen Kindern unb stets bar» Wirtschaft Oie Sparkasseneinlagen im Oktober. >egen= v. Obecheffen auf 1307: 1308: 1309: 1310: 1311: und von das Der am Fwd. Wie saisonmäßig zu erwarten war, haben die Einlagen bei den deutschen Sparkassen Ende Oktober einen neuen Höchststand erreicht. Die Spareinlagen stiegen um 31,1 Millionen Mark auf 13 272 Millionen Mark. Der Zuwachs setzte sich aus einem Einzahlungsüberschuß von 35,2 Millionen Mark, sowie Zinsgutschriften von 1,1 Millionen Mark und einem Abgang durch sonstige Buchungsvorgänge von 2,2 Millionen Mark zusammen. ®r_ “ über dem Bormonat stiegen die Einzahlungen um 74,2 Millionen Mark auf 471,5 Millionen Mark, die Auszahlungen um 41,6 Millionen Mark auf 436,2 Millionen Mark. Die Zunahme der Einzahlungen war etwa gleich groß wie im Oktober 1934, die Zunahme der Auszahlungen blieb jedoch um mehr als 20 Millionen Mark hinter dem Vorjahrsumfang zurück. Dies ist um so bemerkenswerter, als im Oktober die erste Rate (150 Millionen Mark) auf die vom Publikum gezeichneten 500 Millionen Mark 4'/2prozentige Schatzanweisungen des Deutschen Reiches eingezahlt werden mußten und wohl darüber hinaus noch weitere Beträge eingezahlt worden sind. Noch stärker als die Spareinlagen sind die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken gestiegen; diese erhöhten sich rechnerisch um 38,3 Millionen Mark auf 1984 Millionen Mark. Unter Ausschaltung der Umbuchungen zwischen dem Depositen-, Giro- und Konto- korrentoerkehr und dem Sparverkehr, sowie der übrigen, nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sie sogar um 42,2 Millionen Mark zugenommen. Auch im Depositen-, Giro- und Kontokorrentoerkehr wurde der Rückgang der Einlagen im Vormonat nicht nur ausgeglichen, sondern darüber hinaus wurde sogar noch ein Zuwachs von rund 20 Millionen Mark erzielt. Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Kvntokorrenteinlagen der Anstalten im Unterbau der deutschen Sparkassenorganisation zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamteinlagen um 72,4 Millionen Mark auf 15 256 Millionen Mark gestiegen sind. Ohne Berücksichtigung der Gutschriften von Zinsen, sowie der übrigen, nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sich die Gesamteinlagen sogar um 77,4 Millionen Mark erhöht. Dieser Zuwachs war größer als in den beiden Vorjahren. So haben im reinen Zahlungsverkehr die Gesamteinlagen im Oktober 1933 nur um 73,7 Millionen Mark, im Oktober 1934 sogar um 69,5 Millionen Winterhilfswerk gespendeten Kartoffeln verladen. Das Ergebnis von 220 Zentner muß als sehr gut bezeichnet werden. — Dem Postsekretär Joseph Ries, der in der damaligen Reichswehr am Kampfe gegen die Spartakisten teilgenommen hatte, wurde als Zeichen der Anerkennung der Schla - geter-Ehrenschild verliehen. ch Daubringen, 1. Dez. Heute abend fand hier im Saale der Wirtschaft Erb der Schlußabend des Mutterschulungskursus statt. Nach der Begrüßungsansprache der Fraueuschafts- lciterin faßte die Kursusleiterin ihre Arbeit noch einmal in einigen Kernsätzen zusammen. Umrahmt von Adventsliedern hielt dann der Geistliche die Adventsansprache. Den Höhepunkt des Abends bildete ein Krippenspiel „Der Stern von Bethlehem", das in seiner guten Darstellung bei den Anwesenden einen tiefen Eindruck hinterließ. — Gestern abend veranstaltete der Kriegeroerein im Saale Erb einen Kameradschaftsabend. Nach den Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden, Schneider Reif, wechselten Gedichte, lebende Bilder und Gesangsvorträge des Gesangvereins Daubringen in bunter Reihenfolge ab. Das Schluß- und Dankesoort sprach Kamerad Hch. Preis. * Reiskirchen, 2. Dez. Der Postassistent i. R. Jean Huber, Hierselbst, kann am heutigen Montag seinen 7 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar war 32 Jahre lang an der Gießener Stadtpost tätig. $ Steinbach, 2. Dez. Das Fest der Silbernen Hochzeit feierten am gestrigen Sonntag, dem besten Wege sind. Landkreis Gießen. > Lollar, 1. Dez. Dieser Tage wurden die den Bauern aus Lollar und Ruttershausen für 1. Dezember, der Maurer Wilhelm Müller seine Ehefrau Katharina, geb. Becker. y Watzenborn-Steinberg, 2. Dez. Schützenverein „Auerhahn" hielt Mark zugenommen. Oie Industrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 1306: Bekanntmachung KP 68 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. Starke Steigerung der Aufnahmefähigkeit für Hüte und Mützen in Schweden. Die neue rumänische Ausfuhr- und Devisenreichen Beifall. Den Forderungen der neuen Zeit Rechnung tragend, wurde zum Schlusie ein offenes Sin- g e n aufgeführt. Chorleiter Groß führte einleitend hierzu aus, daß der Führer des Deutschen Sängerbundes die kulturpolitischen Ziele der deutschen Sängerarbeit dahin sestgelegt habe, daß alle deutschen Menschen wieder an das kostbar herrliche deutsche Liedgut hinzuführen seien, aus besten heiligen Quellen ewige Kraft deutschen Volkstums sprudle. Nach kurzem Einüben bildete der von allen Konzertbesuchern zweistimmig gesungene Spruch: „Was wir heut' vollbracht, Herr, mög' dir gefallen, schenke uns nun allen eine gute Nacht" den Beschluß des stimmungsvollen Abends. Chor und Kapelle aber sind zu dem schönen Erfolg des Abends zu beglückwünschen. Es zeigte sich erneut, daß beide in dem Bestreben, ihre chortechnischen und musikalischen Leistungen zu heben, c Rundfunkprogramm Dienstag 3. Dezember. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 8.45: Bauernfunk. 10.15: Schulfunk. Auch Oberschlesien ist schön! Hörfolge von A. Weller. 11.20: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten, Wetterbericht der Reichswetterdienststellen Frankfurt am Main und Aachen. 14.10: Allerlei zwischen Zwei und Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Die deutsche Frau: „Stilles Heldentum!" Eine Hörfolge. 16: Konzert. 17: Bunte Musik am Nachmittag. 18.30: Vom nordischen Menschheitsglauben. Aus Hans Grimms amerikanischer Rede. 18.45: Das aktuelle Buch. 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Auslandsdeutschtum und Olympia 1936. 20: Nachrichten. 20.15: HJ.-Feierstunde: „Wacht an der Grenze." Von Rupert Rupp. 21: Schauspiel-Musiken. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Bunte Musik zur späten Nacht. 24 bis 2: Zwei Einakter. ♦ Großen-Linden, 2. Dez. Die Sammlung der Handwerker und Beamten in unserer Stadt für das Winterhilfswerk am gestrigen Sonntag erbrachte 97,50 Mark für das Hilfswerk. * Lang-Göns, 2. Dez. In der Nacht zum Sonntag wurde einer hiesigen Einwohnerin, der Witwe H., eine Kuh aus dem Stalle ge- stöhlen. Es handelt sich um em Tier der Vogelsberger Raste, vier Jahre alt, in der Farbe rot und 10 Zentner schwer. Das Tier ist ferner baran zu erkennen, daß es nur auf zwei Strichen Milch gibt. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die ©enbarmene Gießen. . * Lang-Göns, 30. Nov. Arn Freitagabend fand im Saalbau Hebbel ein v o l k s d e u t f ch e r Abend statt, an dem die beiden Oberklassen mit Chorgesängen und Gedichtvorträgen mitwirkten. Der Redner des Abends, Pg. Schrick er, ein geborener Sudetendeutscher, der wegen seiner natio- nalsozialistischen Gesinnung aus der Tschechoslowakei ausgewiesen worden ist, schilderte in packenden Worten die Not der Sudetendeutschen. Bürgermeister Wenzel sprach das Schlußwort. — Bei der letzten Reichssammlung für das Winterhilfs - werk gingen in der Ortsgruppe Lang-Göns (Lang- Göns, Holzheim und Ober-Hörgern) 218 Mark ein. In Lang-Göns fand außerdem am letzten Donnerstag eine Kleider sammlung für das WHW-, veranstaltet von der NS.-Frauenfchaft, statt, die auch ein gutes Ergebnis zeitigte. (D ® rüningen, 2. Dez. Bei der gestrigen Sammlung der Handwerker und Beamten für das Winterhilfswerk kamen hier 22,50 Mark zusammen. Im Anschluß an die Sammlung fand eine Zusammenkunft der Handwerker und Gewerbetreibenden in der Gastwirtschaft von Arnold statt, bei welcher der Vertrauensmann über die Bedeutung dieses Sammeltages sprach. Die Versammlung wurde bann in üblicher Weise geschlossen. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 1. Dez. Bei der Holzhauerei in den Graf Solms-Laubachschen Waldungen ereignete sich ein schwerer Unglücks- fall. Der 22jährige Karl G r a f von hier war mit einem Arbeitskameraden beim Zersägen einer Astschere an einer gefällten Buche beschäftigt. Dabei splitterte der Ast vorzeitig ab und traf den bedauernswerten jungen Mann so heftig gegen den Leid, daß er mehrere Meter weit fortgeschleudert wurde. Der junge Mann mußte nach Laubach in das Krankenhaus gebracht werden, wo sich wegen der schweren Verletzungen eine sofortige Operation notwendig machte. H. Irrigation 7,50 (7). Zm Verlaufe war das Geschäft allgemein sehr Feierliche Hissung der HZ.-Fahne. 8 Alten-Buseck, 1. Dez._ Nachdem in der Werbeaktion der HI. alle Schüler und Schülerinnen der hiesigen Volksschule über 10 Jahre von der Jugendorganisation erfaßt worden sind, wurde am Samstagnachmittag die Fahne der Hitler-Jugend aufder Volksschule gehißt. Zu der Feier waren die Jungvolkjungen und Jungmädels vollzählig angetreten, die Lehrerschaft, Ortsgruppenleiter Lepper und der stellvertretende Jungbannführer, Schulungsleiter Graefe, erschienen. Nach dem Lied „Es klappert der Huf am Stege" sprach Schulleiter Ranft in kurzen Worten über die Bedeutung des Tages. Hierauf hielt Schulungsleiter Graefe eine Ansprache, in der er besonders die ehemalige Zerrissenheit des deutschen Volkes vor Augen führte und ihr die unter unserem Führer Adolf Hitler vollzogene wahre Volksgemeinschaft gegenüberstellte. Besonders die Jugend sei dazu berufen, dem Führer in unverbrüchlicher Treue zu folgen, und daß das der Fall sei, beweise die heutige Feier. Das Symbol der Treue sei die heute gehißte Fahne. Mit dem Gesang des Liedes der Jugend und dreifachem Sieg- Heil auf den Führer wurde die Feier beschlossen. Konzert der Eängervereinigung 4925 Wieseck. * Wieseck, 2. Dez. Die Sängeroereinigung 1925 Wieseck, Mitglied des Deutschen Sängerbundes, veranstaltete gestern abend im Hormannschen Saalbau unter Mitwirkung des Musikzuges der Standartenkapelle 116 ein Konzert, dessen Ertrag völlig zum Besten eines im kommenden Frühjahr zu errichtenden Kriegerehrenmals bestimmt war. Der Chor stand unter Stabführung seines Dirigenten Phil. Groß, dahier, während die musikalische Leitung in Händen des stellvertretenden Musikzugführers Schwarzlose, Gießen, lag. Das Konzert wurde mit Marschmusik eröffnet. Nach den Einstimmungschören „Heilig Vaterland" und „Den Gefallenen" ergriff Ortsgruppenleiter Bürgermeister Euler das Wort und wies anhand des bei der großen deutschen Volkserhebung in jenen Augusttagen ausgesprochenen Ausspruches: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche! auf die in einem einigen Volke zusammengeballte Kraft hin, die es ermöglichte, einer Welt von Feinden zu widerstehen und daß Liebe und Dankbarkeit gegen das Vaterland nur mit dem Tode aufhören können. Er schloß mit dem Gelöbnis: Treue dem Vaterland, Ehre den toten Samstagabend bei Mitglied Georg Philipp seine Jahreshauptversammlung ab. Nc.ch Begrüßung durch den Vorsitzenden Otto Schäfer erstattete der Rechner Otto R e i t s ch m i d t den Kassenbericht, der mit einem Ueberschuß abschließt. Es wurde u. a. beschlossen, im nächsten Jahre einen Familienausflug zu machen. Bei dem anschließenden Schießen wurde jeder Schütze, seinen Leistungen entsprechend, mit einem Preis bedacht. Helden! Das gemeinsam gesungene Lied vom guten Kameraden beschloß die Gefallenenehrung. Eine schwere Aufgabe hatte sich der Chor mit dem Liede „Eine Wiese voll weißer Margueriten" gestellt. Das zarte Piano und Pianissimo der Tenöre, die schönen Gänge der Bässe und die sauberen Auflösungen der Dissonanzen zeigten, daß der Verein den mehr oder weniger großen Schwierigkeiten, die in bezug auf rhythmische und dynamische Schwierigkeiten zu überwinden waren, vollauf gewachsen war und der Chorleiter mit Fleiß, Ausdauer und Tiefgründigkeit gearbeitet hatte. Daß die Dortragsfolge in der Hauptsache die ewigschönen Silcherschen Volkslieder und Böhmschen volkstümlichen Lieder aufwies, soll dem konzertgebenden Verein besonders dankbar vermerkt werden. Starken Beifall fanden auch das Necklied von Groß und die Chöre „Schäferleben" und „Jägerlied" in Begleitung von Klavier, Cello, erster und zweiter Geige. Ein Denkmal zur Wiedereinführung der Wehrpflicht. LPD. Selters (Westerwald), 30. Nov. Die Gemeinde Selters hat in der Bahnhofstraße zur Erinnerung an den Tag der Wiedereinführung der Wehrpflicht durch den Führer ein Denkmal errichtet. Inmitten eines gärtnerisch wirkungsvoll ausgeschmückten Platzes erhebt sich ein Findling aus Selterser Trachyt mit entsprechender Aufschrift. Die Einweihung des Gedenksteines soll am ersten Jahrestag der Wiedereinführung der Wehrpflicht erfolgen. Zwanzig Nägel verschluckt. LPD. Marburg, 30. Nov. Ein auf Wanderschaftbefindlicher Mann, der über st arte Magenschmerzen klagte, wurde in die Marburger Klinik gebracht, wo man durch Röntgenaufnahme feststellte, daß der Mann etwa 20 bis zu drei Zentimeter lange Nägel verschluckt hatte. v. H. Maschinenaktien erhielten etwas Anregung von den Ausführungen im Bericht der Berliner Maschinenbau AG. und zogen von 0,25 bis 0,75 v. H. an. Sonst eröffneten noch AKU. 0,25 v. H, AG. für Verkehrswesen 0,25 v. H., Metallgesellschaft 0,13 v. H. höher, Scheideanstalt, Südd. Zucker, Reichsbank, Zement Heidelberg und Gebr. Jung- hans lagen unverändert. Am Rentenmarkt war das Geschäft ui zertifizierten Dollar-Bonds etwas lebhafter, 6 o. H. Preußen 63,25 (62,90), 6,50 v. H. Bayern Staatsanleihe 62,40 (62), 7 v. H. Spargiro 63,25. Kom- munal-Umschuldung, Zinsoergütungsscheine und päte Reichsschuldbuchforderungen lagen ruhig und unverändert. Don Auslandsrenten hatten Mexikaner auf feste Auslandskurse lebhaftes Geschäft und höhere Bewertung; die höheren Dorbörsenkurse wurden indes nicht immer erreicht. 5 v. H. äußere Gold 12,75 (12), 4 v. H. Gold 7,60 (7), 5 v. H. Silber 5,65 (5,35) 3 o. H. Silber 5,13 (4,75), 4,50 Die Musikkapelle wartete mit Konzertstücken klassischer Musik, Ouvertüren zu verschiedenen Opern auf und erntete für ihre gehaltvollen Darbietungen orbnung. Bekanntmachung des polnischen Finan^mi- nisters vom 18. 11. 1935 über die besondere Kontrolle des Warenverkehrs mit Deutschland. Erschöpfung des französischen Einfuhrkontingents für Wollfilzhüte. Die am 13. 11. 1935 veröffentlichte Bekanntmachung 8 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle wird zusammen mit der Anordnung 30 bzw. 31 als Sonderdruck herausgegeben. Preis 15 Rpf. je Stück. Bestellungen bitten wir umgehend bei der Kammer aufzugeben. Rhein-Mainische Börse. Still. Frankfurt a. M., 30. Nov. Bei freundlicher Grundstimmung hatte auch die Wochenschlußbörse nur kleines Geschäft. Die Publikumsbeteiligung blieb roeiter gering, so daß der berufsmäßige Börsenhandel Hauptträger des Geschäftes war, der indes auch nur geringe Unternehmungslust zeigte. Am Aktienmarkt überwogen leichte Erhöhungen. Kleine Käufe beobachtete man in IG. Farben, die um 1 v. H. auf 149,75 anzogen. Auch Elektroaktien lagen zumeist fester, insbesondere einige Tarifwerte, wie Rheag und RWE. mit je plus 1,50 v. H., Lahmeyer gewannen 0,75 v. H., Ges- fürel 0,25 v. H, während Bekula 0,75 v. H. nachgaben. Höher lagen ferner Siemens mit plus 1 o. H. und Schuckert mit plus 0,50 v. H. Montanwerte lagen sehr ruhig und nahezu unverändert, etwas fester Hoejch Eisen mit 82,25 bis 82,50 (82,25), dagegen verloren Stahlverein 0,40 v. H. Weiter befestigt waren ferner Zellstoff Waldhof mit 113 (112), Zellstoff Aschaffenburg gewannen etwa 0,40 klein. Die Aktienkurse wiesen nur geringe Veränderungen auf, Montanwerte lagen zumeist nur knapp gehalten, auch IG. Farben bröckelten 0,25 v. H. ab, Etwas höher wurden Nordd. Lloyd notiert mit 17,25 (16,65). . Deutsche Renten lagen später still und unverändert. In zertifizierten Dollar-Bonds wurde das Geschäft klein bei behaupteten Kursen. Mexikanische Anleihen bröckelten zumeist um 0,13 bis 0,25 ab. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen unverändert, Liguidationspfandbriefe tendierten etwas uneinheitlich, höher u. a. Nassauische Landesbank nut 101 (100,85). — Tagesgeld unverändert 3 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. «DL, 2. D-z. (SorberidjL) Um lv Uhr war folgende Marktlage: Boraustrieb: 820 Rinder (129 Ochsen, 39 Bullen, 513 Kühe, 139 Färsen,, 318 Kälber, 128 Schafe, 1938 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochs-n 40 bis 43 Mark, Bullen 41 bis 43, Kühe 24 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 43, Kälber 50 bis 76, Hammel 43 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark, - Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Härnrnel und Schafe mittelmäßig; Schweine wurden zugeteilt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Jrannuri a. 2)L | Berlin Schluß- hird Schlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlupf. JJlittag» börse Datum 29.11 30-11. 29.11 30.11. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,4 100,5 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,5 97,5 97,5 97,5 t>Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit 102,25 102,25 102 — AuSloj.-Rechten ............. 4l/i% Deutsche Reichspostschatzan — 112,75 — 112,4 Weisungen von 1934, I....... 6% ehem.8% Hess. Bollsstaat 1929 100,13 100 100 100 (rückzahlb. 102%)............ 4yt% ehem.8% Hessische Landes- 97,75 97,75 97,75 — baut Darmstadt Gold R. 12.... t>Vi% ehem. 4y,% Hess. Landes 96,25 96,25 96 — Hypothekenbank DarmstadtLigui 4>»% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhejsen Provlnz-Anleil>e mit 100,5 100,5 — — 93 93 — — Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- — — — — leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4ya% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl 113,5 113,4 113,65 113,6 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6yt% ehem. 4/t% Franks. Hyp. 96,25 96,25 — — Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 5yz% ehem. 4 /a % Rheinische 100,75 100,85 — — Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. .... 4yt% ehem. 8% Pr. Landeüpfand- 101 100,9 100,9 100,9 öriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/j% ehem. 7% Pr.Landcspfand- 97 97 97 97 briefanst., Gold Komm. Obl.Vl 97 97 97 97 Steuergutsch.Berrechnungok. 34-38 107,65 107,7 107,65 107,7 4% Oesterreichische Goldrente.... — _ 27,75 _ 4,20% Lesterreichische Silberrente 1,13 1,13 1,25 1,4 4% Ungarische Goldrente....... 8,95 9,1 9,15 9,2 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9 8,9 8,95 9 4%% desgl. von 1913.......... 8,9 9 9 9,1 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 12 12,75 12 12,65 Serie I..................... — — —- — Frankfurt a.M. Berlin Schluß« turs Schluß!. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse 'Datum 29-11- 30.11 - 29.11 30-11- 4% veSgl. Sene It ............ _ _ — ■ — 5% Rurnän. vereinh. Rente v. 1903 5,75 5,75 5,8 — 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913 8,25 8,25 8,5 8,5 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 %% Anatolier ............... 4,75 4,8 4,8 4,75 38,8 39,1 39 39 Hamburg-Amertka-Pakel .....0 15,75 15,75 15,5 15,75 Hamburg Südam. Dampfschiff . 0 — — 26,5 26 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Mt. .. 0 16,65 17,25 17,13 17,4 86 86 86 86 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 111,9 112 112,4 112,5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 84 84 84 34 Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft................0 83,5 83,5 83,5 83,5 Dresdner Bank..............0 84 84 84 84 Reichsbank ................12 179 179,5 179,75 179 A.E.G......................V Bekula.................... 10 Elektr. Lieferungsgesellschast ... 5 Licht und Kraft ........... 6 ft Felten L Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ C Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Eo.............. 7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röhren........0 35,5 35,65 35,65 35,65 135,25 134,5 135,25 135 110,75 111 110,25 111 132,5 132,75 132,75 132,9 102,75 103,25 103,5 103,25 121,75 122 122 121,75 129,5 131,5 129,25 132,25 128 129,65 128,25 129 117.25 118 117,5 117,9 167,13 168,13 166,5 167,5 121,25 121,5 122 122 93 93 93,5 93 103 103,25 103 103,13 104 103,5 103,75 103,25 82,25 82,5 82,4 82,4 160 160 159 — 125,5 125,5 125,75 125,75 80,5 80,13 80,25 79,75 79,13 78,9 79,13 79 Frankfurt a. M. | 25er1in Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse 29. November 30 November Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Ärief Datum 29.11 30.11 29.11. 30.11. Mansfelder Bergbau.........5 Kokswerke.................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstahl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ............... 0 117,75 208,5 102,5 75,75 18,25 126,75 187 148,9 213 102 112,25 110 86,5 115,5 129 51,13 102 112 75,13 90 136,25 25,4 287 157 I 26,13 87,75 I 200 117,75 210 102 75,13 18,13 187 149,5 213 102,75 113,25 110,13 87,5 115 129 51,9 102,25 113 75,25 90,25 136 25,75 169 156,5 ! 26,13 87,75 200 118 113,75 209,5 102,75 75,75 18 127 187,5 149 102,13 112,5 110 101,9 51,5 101,13 112,5 75,5 126 90 136 76,75 25,5 287 168,5 157,25 I 26,5 1 200 117,75 113,5 210 102 75 18 127,5 120,25 188 149,65 103,25 113,4 110,5 86,75 101,5 52,4 101,5 112 75,25 126,75 90 136 76,25 25,75 286,5 168 158 - 1 200 Buenos Aire- Brüssel..... Rio de Jan. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... 0,683 42,00 0,140 3,047 54,75 46,80 12,26 5,405 16,36 168,18 20,13 0,713 5,634 61,56 48,95 11,12 63,21 80,30 33,92 10,265 2,486 0,687 42,08 0,142 3,053 54,85 46,90 12,29 5,415 16,40 168,52 20,17 0,715 5,646 61,68 49,05 11,14 63,33 80,46 33,98 10,285 2,490 Bantnoten 0,682 42,02 0,140 3,047 54,70 46,80 12,25 5,40 16,365 168,13 20,13 0,714 5,634 61,51 48,95 11,11 63,16 80,32 33,92 10,27 2,486 0,686 42,10 0,142 3,053 54,80 46,90 12,28 5,41 16,405 168,47 20,17 0,716 5,646 61,63 49,05 11,13 63,28 80,48 33,98 10,29 2,490 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfiirth.....7ya I G. Farben-Jndustrte.......7 Scheidcanstalt...............9 Goldschmidt ................ 5 RütgerSwerle............... g Metallgesellschaft.............. Philipp Hol, mann...........4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cementwerk Karlstadt.........g Schultheis Pahenhofer .......4 Wlu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhof............ 5 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren ............0 Deutsche Linoleum........... g Orenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 l Chade.................... 71/ Accumulatoren-Fabrik.......12 Conri-Gummi...............g Gritzner.. .................0 Mainkraftwerke Höchst o.M,... 4 Süddeutscher Zucker........k London ..... HelsingforS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz ... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork ... Serlin, 30.November Geld Brief Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 2,438 41,88 54,51 12,215 16,315 167,71 19,46 61,35 62,99 80,14 33,56 2,458 42,04 54,73 12,255 16,375 168,39 19.54 61,59 63,25 80,46 33,70 l um «l 1 I t !' *> w. V K** V* Montag, 2. Dezember (935 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) 28l'vritte8 Blatt 20 Gießener Stenographen beweisen ihr Können Bei der Abrechnung. — (Aufnahmen [2]: Photo-Pfaff.) n i e der Kampffront als wird Gammler der Munition" für diesen friedlichensbuchsen zur Abrechnungsstelle zu bringen. Bei die. Krieg gegen die Not einzürucken, ,° standen nun Hem Bemühen war ihnen der Wettergott am Gams; , " " P r .... c,______■>? s hin finnh: fnnnnrhmiftnn noch eimaermaßen aünf summensteuer erheben, dringend nahegelcgt, Weihnachtsgratifikationen, die nach dem Erlaß des Reichsfinanzministers steuerfrei bleiben, bei der Festsetzung der Lohnsummensteuer auch unberücksichtigt zu lassen. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat sich auch in diesem Jahre an die zuständigen Stellen in Preußen mit der Bitte gewandt, für 1935 die gleiche Anweisung herauszugeben. Dies ist in dem gemeinsamen Runderlaß des Reichs- und preußischen Innenministers und des preußischen Finanzministers vom 13. November 1935 geschehen. Unter Hinweis auf den entsprechenden vorjährigen Erlaß und die vom Reichsfinanzminister bestimmte Steuerfreiheit von Weihnachtsgeschenken werden die Gemeinden, die an Stelle der Gewerbekapitalsteuer die Lohnsummensteuer erheben, aufgefordert, auch in diesem Jahre die Weihnachtszuwendungen bei der Festsetzung der Lohnsummensteuer unberücksichtigt zu lassen. Ebenso wird von den Gemeindeoerbänden erwartet, daß sie auch in diesen Fallen die Zuwendungen bei der Berechnung der Umlage außer Ansatz lassen. bührt ihnen Dank und Anerkennung Das Ergebnis der Sammlung in der Stadt Gießen beläuft sich nach den Ermittlungen am heutigen Montagvormittag auf insgesamt 3450,— Mark. Angesichts der geschilderten Sachlage ein neuer anerkennenswerter Beweis für die Opferbereitschaft unserer Volksgenossen! Den Abschluß des gestrigen Sammeltages bildete am Abend ein kameradschaftliches Beisammensein der Sammler im Cafe Leib. Bei dieser Gelegenheit hielten Kreishandwerksmeister Pg. Stühler, Kreisamtsleiter des Amtes für Beamte Pg. Hetz und Pg. SUo ft ermann kurze Ansprachen, m denen nicht nur den Sammlern und ihrem Werk die wohlverdiente Anerkennung ausgesprochen, sondern auch der hohe ideelle Gehalt dieses Gememschasts- werkes und dieses Bekenntnisses zu Führer und Volk und den deutschen Wiederaufbau im nationalsozialistischen Geiste hervorgehoben wurde. „Fällt die Christnacht in den wachsenden Mond, gibt es ein Jahr, das die Arbeit lohnt." Aber auch Schnee kann willkommen sein: „Fallen in der Christnacht Flocken,, wird sich der Hopfen gut bestocken." In anerkennenswerter Tatbereitschaft und unermüdlicher Hingabe an die große Sache stellten sich am Samstagnachmittag und am gestrigen Sonntag auch die Angehörigen unseres Handwerks und unserer Beamtenschaft in den Dienst des Winterhilfswerks. Wie die Volksgenossen aller Schichten und Berufe, wie alt und jung, Mann und Frau, Bub und Mädel bisher schon nach besten Kräften bemüht waren, jeder an seiner Stelle, soweit wie möglich an dem Kampf des Winterhilfswerks gegen Hunger und Kälte teilzunehmen, dabei auch indie vorder st eLi- Aus diesen Versen von Hans Sachs schaut uns ein harter deutscher Winter an, wie wir ihn heute kaum noch kennen, zumindest aber nicht schon im Dezember zu erwarten pflegen. Der „Hartmonat hieß er deshalb ehedem, und mit dem Januar teilt er den Namen „Wolfmonat". Denn in diesen grimmen Wochen kamen die Gebrüder Isegrim noch vor wenigen hundert Jahren bis an den Bauernhof, wenn die Beute in Eis und Schnee gar zu spärlich ausfiel. Aber man deutet diese letztgenannte Bezeichnung auch mythisch: „Es ist in jener Zeit der kurzen Tage der Wolf, der die Sonne ver- schlingt", sagt Grimm. Und derselbe Volkskundler erwähnt, daß zu seiner Zeit noch an der Rauhen Erbach, einem oberfränkischen Flüßchen, zum Wech- nachtsfest gebackene Tierfiguren verzehrt wurden, die man '„Hauswölfe" nannte. Irgendwie spielt in solchen Brauch und in solche Namensgebung der „Fenriswolf" hinein, der ja nach dem nordischen Mythos am Ende der Götter und der Erdenwelt und am Schlüsse der Dinge so verhängnisvoll beteiligt sein wird. Germanischem Geistesgut entstammt auch der Name „Julmond", den der d)rifb liehe Kaiser Karl durch „Heilagmonat" oder auch „Heilmonat" ersetzte. Gebräuchlicher war im Mittelalter und später noch „Christmond". Sonnenwende und Weihnacht geben dieser Zeitspanne um den kürzesten Tag herum ihr Gepräge, aber auch über das rein kultische und religiöse Sinnen des deutschen Menschen hinaus, hat gerade dieser Monat eine Reihe von bemerkenswerten Tagen, die zumal für den Landmann beachtlich sind. Bauernsprüche grundlegender Art gelten ziemlich unbedenklich überall: Vor allem will man den Dezember kalt haben, wenn er ein gutes Folgeiahr prophezeien soll. „Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbares Jahr mit reichlichem Klee." Sodann: „Kalter Dezember und fruchtbares Jahr find vereinigt immerdar." Besonders wird auf einzelne Tage und zumal auf den Weihnachtstag geachtet: „Grüner Christtag, weißer Dftertaq" gilt überall. „Wenn der Chnsttag schon und klär, so hoffet man ein gut Weinjahr. Und besonders auch eine sternenhelle Christnacht — die ja kalt zu sein pflegt — ist verheißungsvoll für den Bauern. Zudem gilt: Aus der Provinzialhauptstadt. Dezember — Heiligmonat. „Decernber, das zwölfft Monat, mit solcher grimmer Kett angaht, erfrört alle Gewechs so sehr, famb* werdens grünen nimmermehr, jam* sei es alls verdorrt und gestorben und in und ob der Erd verdorben, (am* forthin auf der ganzen Erd kein Sommer mehr zukünftig werd." völligen Abschluß aller Bewertungen Kontrollzettel und Arbeitsbogen mit Hilfe der Nummern vereinigt. Dieses Verfahren stellt ein Muster der vorurteilsfreien Bewertung dar. Stundenlang haben die zehn bis zwölf Helfer zu tun, bis das Ergebnis vorliegt, das in der Gießener Stenographenschaft demnächst bekanntgegeben wird. Die gerechte Wertung sichert dem Besten den ersten Preis. Den anderen bleibt die Anerkennung und das Beispiel, dem jeder nachstreben soll. Aber schon heute darf gesagt werden: Vielen konnte die Note „Hervorragend" gegeben werden, viele auch haben „sehr gut" gearbeitet. Die Gießener Stenographenschaft darf in diesem Leistungsschreiben einen erneuten Beweis der Intensität ihrer wertvollen Arbeit sehen. Steuerfreiheit für Weihnachtsgeschenke bei der preußischen Lohnsummensteuer Im vorigen Jahr hatte der Reichs- und preußische Innenminister zugleich im Namen des preußischen Finanzministers den Gemeinden, die Lohn- auch, nach unserer Jugend und der SA., die Handwerker und Beamten in der vordersten Lime des großen Ringens. Dabei gab es für alle nur e ine Selbstverständlichkeit: die Sammelbüchse in die Hand zu nehmen, trotz Wind und Wetter durch die Straßen zu wandern und immer wieder durch freundliche Aufforderung und durch das ermunternde Klappern der Sammelbüchse einzuladen zur Beisteuer für den Kampf gegen die Not, für die Hilfeleistung in d e n Familien, die sich bislang noch nicht aus eigener Kraft ausreichend gegen Die Bedrängnis der wirtschaftlichen Not wehren können. Handwerksmeister, Handwerksgesellen und Lehrlinge, die Beamten aller Verwaltungen und aller Dienststellungen strebten in schönem Wetteifer danach, möglichst reiche Erträge m ihren Sammel- ß i n f s • Blick in einen der Schulsäle während des Diktats. — Rechts: Die Prüfungskommission bei ihrer Arbeit. (Ausnahmen j2j: Neuner, Gießener Anzeiger.) Dornotizen. Tageskalender für IHonfag. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Süd, Abt. für Volksbildung: 20.30 Uhr in der Aula des Gymna- fiums Vortrag: „Drei Jahre in der Libyschen Wüste". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „G'schich- ten aus dem Wiener Wald". — Gloria-Palast, Selterweg: „Ein Teufelskerl". — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Am morgischen Dienstag Vortrag mit Filmvorführungen 'über tierische Entwicklung. Näheres in der heutigen Anzeige. Goethe-Bund und kaufmännischer Verein. Am Freitag, 6 Dezember, wird in der Neuen Aula der Tierschriftsteller und Tierfreund Paul E i p p e r zu feinem Tierfilm „Freude kommt vom Tier" sprechen. Paul Eipper ist der Künder der deutschen Liebe zum Tier. Die Lauterkeit seines Herzens, der gläubige Frohsinn dieses mit aller Kreatur innig verbundenen Menschen weckt unmittelbaren Widerhall bei der Zuhörerschaft. Der Film vermittelt Unterhaltung und Freude für jeden Tierfreund, die noch besonders dadurch erhöht wird, daß Paul Eipper dazu spricht. (Siehe die heutige Anzeige.) Winterhilfswerk des deutschen Volkes1935/36 Kreisführung Gießen. In der Zeit vom 2. bis 5. Dezember 1935 findet in allen Orten des Kreises Gießen eine Lebens- mittels ammlung zugunsten der Anstalten und Einrichtungen Der Inneren Mission durch die evangelischen Pfarrämter gemäß einer Vereinbarung der evangelischen Dekanate Gießen, Grünberg, Hungen und der Kreisführung Gießen statt. Die Ortsbeauftragten werden auf die Übersandte Vereinbarung und Anordnung verwiesen. * gleichsam als ob Kreishandwerksmeister Stühler (links) beim Sammeln. Uebereinstimmend damit sagt man: „Besser die Weihnachten knistern, als daß sie flüstern ; Das Flüstern des Regens ist unerwünscht, willkommen aber krachender Frost. Denn „sind zur Weihnacht die Bäume weiß von Schnee, so sind sie im Frühjahr von Blüten weiß." Die Witterung der „12 Tage", von Weihnachten bis zum Dreikorngstag, soll das Wetter der folgenden 12 Monate verraten. Der Barbaratag, 4. Dezember, ist kein eigentlicher „Lostag", aber wer an ihm Kirschzweige ins Wafer fetzt und dann zu Weihnachten ihr Aufblühen beobachten darf, hat Glück im Familienleben. Der Nikolaustag, 6. Dezember, wurde Gabentag, weil St Nikolaus nach Der LegenDe einmal Drei armen Mädchen Drei Beutel GolD vor Die Kammertür legte, Damit sie eine Mitgift hätten. Thomastag, Der 21. Dezember, ist Der kürzeste Tag, Die Winterfon- nenroenDe, Deshalb heißt es: „St. Thomma kehrt Die StunD umma." ODer „Thomas Dreht Den Zeiger um"; Denn nun roerDen Die Tage wieder langer. Vom Stephanstage, 26. Dezember, sagt man in Ostpreußen: „Scheint am Stephanstage die Sonne, so gerät Der Flachs zur Wonne." Der letzte Tag Des'Jahres roirD eifrig Daraufhin betrachtet, was hinter ihm komme; bringt Silvester Morgensonne, Dann aber NachtwinD, so ist Das ein schlechtes Vorzeichen für Die Korn- und Weinernte, wie man vielerorts sagt. Ein Wort aber gilt überall und Es ist kein Zweifel darüber: ein sehr großer Teil les Nachwuchses im Beruf Der kaufmännischen An- geftellten nimmt es ernst mit seiner Arbeit. Viele iinten sich in klarer Erkenntnis Der Notwendigkeiten hi ber Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenogra- chiaschaft ein, um sich stenographische Fertigkeiten mzueignen, Die im kaufmännischen Beruf DringenD nofg sind. Die Gießener Ortsgruppe der Deutschen Sdnographenschast war sich ihrer Aufgabe stets be- DU^t; sie hielt in bestimmten zeitlichen Abständen Luise ab für Anfänger und Fortgeschrittene. Die JIrteit, die in der Stenographenschaft geleistet wird, 10 Jahre Deutsches Forschungs- Institut für Segelflug. LDD. Darmstadt, 1. Dez. In Anwesenheit des Führer- Der Landesgruppe XI Des Luftsportverban- Des SchaeDel, unD Des früheren Institutsleiters auf' Der Wasferkuppe, Jaftabar, beging Das Deutsche Forschungsinstitut für Segelflug mit einer internen Feier (ein zehnjähriges Jubiläum. Der Le,- ter des Instituts, Prosestor ® e o r g u , gedachte tn feiner Ansprache all Der Vorkämpfer Des Seqel- Ilugs unD feiner Opfer, insbesondere Des unvergetz- lichen Johannes N e h r i n g. Das bunte Pro^amm de- Abends wurde, wie bei den Fliegern üblich, von den Kameraden selbst bestritten. Geltung behalten: „Zu Silvester ein gut Gewissen ist besser als Punsch und gute Bissens $ tagnachmittag noch einigermaßen günstig gesinnt, aber am gestrigen Sonntag stand alle Ungunst des Wetters hart gegen das Werk Der Sammler. Das ununterbrochene unD zeitweise starke Regenwetter machte ihnen nicht nur Die Durchführung ihrer selbstlosen Aufgabe befonbers schwer unD erforderte allen Einsatz Der körperlichen Wiberstanbskraft unD auch ein ansehnliches Risiko Der Gesunbhett, sonDern es beeinträchtigte leider wohl auch in gewissem Ausmaße Das Ergebnis Der Sammlung, Da bei Diesem SchanDwetter, wie wir es am gestrigen Sonntag erlebten, Der Verkehr auf Den Straßen gering war, ja Die Straßen zeitweise völlig ausgestorben waren. WährenD all Dieser StunDen ftanDen aber unentwegt unD opferfreuDig Die Sammler auf Dem Poften, um ihrer schönen Pflicht Des volksverbunDenen Werkes zu genügen. Dafür ge- Handwerker und Beamte sammeln für das MW 3450 Mark in der Stadt Gießen. meine gemeinnützige. (n bestimmten Abständen werden von der Gteße- nct Ortsgruppe der Deutschen Stenographenschaft aud) Leistungsschreiben abgehalten. Eine solche Lei- itmgsprüfung fand am gestrigen Sonntag vormit- tat in den Schulräumen der Pestalozzischule am Mrnerwall statt. Etwa 120 Kurzschriftler verschie- )ercr Altersklassen fanden sich dazu ein. .'m Gang des Erdgeschosses des Schulgebäudes heufchte bis kurz vor Beginn der Prüfung eine gewisse Unruhe, die immer jene erfassen wird, die im Wettbewerb eine Leistungsprüfung abzulegen hai-en. Jeder legt sich die Frage vor: „Werde ich ?5 schaffen?" Und jedermann ist bemüht, das zu ichffen, was nach einer entsprechenden Zeit des lltierrichtes und der Hebung billig von ihm verladt werden kann. Es darf nicht verkannt werbe-, daß eine stenographische Leistungsprufung viel Konzentration des Geistes und des Hi 11 e n s erfordert, da ja in einem bestimmten Zelraum eine fest umriffene Leistung erreicht mrben soll, die nach verschiedenen Seiten einer firmgen Beurteilung standhalten muß. ; Die gestrige Prüfung war wieder sehr gut vor- beieitet Die Prüfung der 120 Wettbewerber wurde m vier verschiedenen Schulsälen vorgenommen. Hier Men jene im Schulzimmer, Die sich Der Prüfung fÜT 60 bis 80 Silben in Der Minute unterzogen, im nächsten Zimmer jene, Die 100 und 120 Silben li-eiben usw. Selbstverständlich beteiligten sich auf) die „Kanonen^ die mit 200 bis 300 Silben Leitung in der Minute aufwarten können. Zünktlich um 9 Uhr konnte mit den Prüfungen fwonnen werden, nachdem die ehrenamtlichen An- farer, Aufsichtsführende, Werter und Prüfer die letten Anweisungen entgegengenommen hatten Die Abgabe Der Prüfung glieDerte sich ln zwei Teile. Ämachst rourDe für Das Schon- unb Richtigschreiben Stiert, eine Prüfung, Die Die Leistung Des Wettbewerbs einmal erkennen läßt, ob Der fange Mann ct>r das junge MäDchen Die Einheitskurz chrift be- hk rschen. Den zweiten Teil Der Aufgabe stellte Das MttbewerbsDiktat in Den verschieDenen Geschwmdig- Diktat tft der «rotze Augenblick der Mfung. E- gilt! Aeutzerste Konzentration Ruckst aen gibt es natürlich nicht): in unerbittlichem steichmah wird der I-xt klar und deutlich vorge- st-ochen und wenn der Borsprechende geendet hat, tonn ist unweigerlich Schluß! Da gibt es nur ge- lengte Rücken, Bleistifte huschen über das Pap'-r, gibt kein Flüstern oder zum Nachbar schielen, hadern nur Aufmerksamkeit und angestrengte Ar- beit' Einer Der AufsichtführenDen steht mit der Uhr in der Hand da und kontrolliert die vorgeschriebene Sät, die mit der vorgesehenen Silbenzahl in Em- §«ng stehen mutz. Schlietzlich wird das Diktat be- mdet und die Wettbewerbteilnehmer werden nun ihrem Schicksal, d h. ihrer Leistung, überlassen Es qit nun, das Diktat zu übertragen, und dabei zeiA fo, wer etwas gelernt hat. Immerhin - nach dir Ausnahme des Stenogramms geht doch mancher Seufzer der Erleichterung durch die Reihen. Die U?bertragungs3eit ist nicht allzu reichlich bemessen. Der in seinem Stenogramm keine Lucken hat, o. y. jedes Wort, jeden Satz „mitgekriegt" hat kann es in der vorgesehenen Zeit ohne Not Raffen, Ja, er femn seine Arbeit noch zwei und dreimal durchlesen. Der allerdings erst Sätze vervollständigen muß, hat erheblich schwerer Zur festgesetzten Zeit muß ab- mliefert werden Wer gut leserlich stenographierte, fronte es geschafft haben. Nach der Abgabe ist die Prüfung für die Teilnehmer beendet. Zwar unter» bilt man sich in den Wandelgängen des Schul- hiuses noch über das vermutliche Ergebnis — zu ämbern ist daran aber nichts mehr. Das letzte Wort hat Die Prüfungskommission, de- rm anstrengende Arbeit beginnt, wenn sich die Wettbewerbsteilnehmer auf den Heimweg machen. 2ne Stenogramme werden genau überprüft, nach Leserlichkeit, Richtigkeit, Sauberkeit und Vollständig- kcit- in gleicher Weise wird auch die Uebertragung DDraenommen, die auch hinsichtlich der Grammatik d>r Orthographie und der Interpunktion hieb- und Nchfest sein soll. Jeder Fehler wird Zeile auf ?eile registriert. In der Quer- und Endsumme hieaelt sich die Leistung. Bei gleichen Ergebnissen entscheidet die benötige Zeit und schließlch die er ab t-re Durchführung für den ersten Preis Die Sieger des Wettbewerbs erhalten entsprechende Ur- ^Beachtenswert für di- unoor-ingenommene PrÜ- rllt1_ hor nhnelieferten Arbeiten ist, daß die Be- ' k-rb-r niemals d°n Namen d°s Wettbewerbsteil. r/hmers kennen, der nur gefonber auf einem Kor- trollzettel bzw. auf Teilnehmerzetteln vermerkt tft. Sm Kontrollzettel unb Arbeitsbogen mit gleichlautenden Nummern versehen sind, werden erst zum Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe sakultät hnn> ngern Hs- unb i Erlah, ste? i« Ip«1 h, ist cs, l Selbst «teil Der- ete hetz' an das ! Kunft- tellt hat, Heil auf nicht antreten, er war durch ärztliches Attest ent» schMdigt. In der Meisterklasse konnte Richard Seth (Großen-Linden) wegen Erkrankung nicht mitturnen. Für ihn war Herbert vom To. 1846 Gießen als Ersatz gestellt worden. So blieben noch sechs Teilnehmer des Gaues Hessen in der M e i st e r k l a s s e; sie konnten alle die erforderliche Punktzahl erreichen und wurden damit Sieger. Obenan unter den siegreichen Hessenturnern steht Ernst S ch ö f f m a n n vom Tv. W i e » seck, der mit 194,7 Punkten 33. Sieger wurde. Er erreichte die folgenden Einzelpunktzahlen: Reck (Pflicht und Kür) 31,5, Barren 34,9, Pferd breit 33,3, Pferd-Sprung 27,8, Ringe 34,9, Freiübung 32,3. Rach Schöffmann folgt Busch (Limburg) als 37. Sieger mit 192,6 Punkten. Weiter wurden vom Gau Hessen Sieger: G e r g s (ACT. Kassel) 54. Sieger mit 186,5 Punkten, Fluck (Limburg) 59. Sieger mit 134,6 Punkten, Niemann (Frielendorf) 61. Sieger mit 183,3 Punkten, Herbert (Tv. 1846 Gießen) 67. Sieger mit 180 Punkten. Wenn Herbertdie erforderliche Punktzahl auch gerade noch erreicht hat und da sein Name die Siegerliste abschlietzl, so ist der Sieg bei einer deutschen Meisterschaft aber doch ein anerkennenswerter Achtungserfolg für den noch jungen Turner, der noch eine Zukunft hat. sgabeB, ung btr jeoW, ,e9Qb|( *r ist MN,! iet, bp nZJoni Die Deutschen Geräte-Mflerschasten „Sie haben ihn nicht getötet", sagte er. „Mein Schuß traf. Da sehen Sie selbst, Kopfschuß." „Aber ich habe gefeuert ..." „Gewiß, nur ..." Reußing kam der Zufall zu Hilfe. In der Wand, mannshoch vom Boden, war ein Nagel herausgerissen worden. Vielleicht hatte Farrenkorn ein Bild umgehängt. Die kleine rundliche Kalkstelle, ein Loch in der Tapete fiel dem Oberinspektor in die Augen. Entschlossen machte er sich die Entdeckung zunutze. „Hier", sagte er, und wies auf die kleine Wandbeschädigung', „hier fuhr Ihre Kugel hinein." Ilia folgte seinem Hinweis, sie erkannte das vermeintliche Schußloch und atmete erleichtert und befreit auf. Aber sie gestand ehrlich: „Es war mein Wille, Herr Oberinspektor, ich wollte ihn töten!" Reußing nickte. „War es nicht auch Ihr Wille, Herr Doktor Farrenkorn, und der meine!" Farrenkorn wies stumm auf die eigene Waffe, die dort noch auf dem Tisch lag. „Ich war bereit", gab er zu, „Sie kamen mir nur zuvor, Herr Oberinspektor. Ich bin bereit, einzustehen selbst für die Absicht." Reußing schüttelte den Kopf. „Ich habe Basilius erschossen", sagte er. „Ich habe ihn in der Sekunde erschossen, als er im Begriff war einen neuen Mord zu begehen. Das ist alles, was hier zu sagen wäre." Es schien, als habe er ein Schlußwort gesprochen. Er ging hinaus, durchmaß die Halle und öffnete die Tür in den Garten, die er vorhin hatte zuge- fchlagen lassen, damit der Schall seine Schritte hatte übertönen sollen. Er rief ein paar Worte in den Garten. Beamte kamen heran und herein. Sie grüßten kurz und hoben den Toten auf und trugen ihn hinaus. Farrenkorn sah ihnen nach. Aus, dachte er, niemals wird Basilius wieder durch diese Tür hereinkommen. Lena ist befreit. Dann mußte er sich setzen. Das Herz ... Aber kaum hatte Oberinspektor Reußing mit Ilia das Haus verlassen, da rief er Lena Bafsenberg an. Sie hatte seinen Anruf fiebernd erwartet. „Ja", rief sie, „sprich schnell, wie endete es, Franz?" „Mit dem Tod, Lena", antwortete er, „Basilius ist von einem Polizeibeamten erschossen worden!" Einen Augenblick war es still: bann vernahm Farrenkorn, wie der Hörer am anderen Ende des Drahtes hinfiel und polternd auf den Tisch schlug. Lena Bassenberg war in den Stuhl zurückgesunken Sie war nicht ohnmächttg, sie war aber auch nicht ganz bei sich. Farrenkorn beeilte sich, zu ihr zu kommen. Gleich am frühen Morgen des nächsten Tages fand die qerichtsärztliche Untersuchung der Leiche Basilius' statt. . Doktor Zulewfky war leitend zugegen. Er rauchte qualmend eine schwere Zigarre: aber er legte sie bald weg. Der Tote war ja erst vor Stunden verstorben. Die Ergebnisse der Vezlrksklasse. 1900 Gießen — Watzenborn-Steinberg 0:0. SV. 05 Wetzlar — Bissenberg 1:3 Frohnhausen — VfB.-Reichsbahn 3:2 Dillenburg — Naunheim 0:1. Beide Mannschaften spielten mit Ersatz und trennten sich nach einem wenig interessanten Spiel unentschieden. Für die 1900er dürfte dieser Punkt- verlust eine Ueberraschung bedeuten. In Wetzlar gewannen die Bissenberger auf Grund besserer Leistungen verdient. Die VfB.er leisteten in Frohnhausen energischen Widerstand und konnten zum mindesten einen Punkt mitnehmen, wenn das Glück etwas auf ihrer Seite gestanden hätte. Wenn auch Naunheim in Dillenburg nur knapp gewann, so hatten die Naunheimer doch stets das Spiel in der Hand und gewannen verdient. 1900 — „Teutonia" Watzenborn- Steinberg 0:0. Nur wenige Zuschauer, ca. 200, hatten sich gestern auf dem Trieb eingefunden, um Zeuge des Spieles der Blauweißen gegen „Teutonia" Watzenborn- Steinberg zu fein. Da sich das Wetter auf Regen eingestellt hatte, war wohl allgemein mit dem Ausfall des Spieles gerechnet worden. Auch bei 1900 hatte man insgeheim auf die Verlegung des Spieles gehofft, denn die Voraussetzung mit der verstärkten Mannschaftsaufstellung hatte sich noch nicht ganz ermöglichen lassen. Die Spielberechtigung für Clement war nicht eingetroffen. Wilhelmi und Koch erhielten keinen Urlaub. Mank und Schalch hatten abgesagt. (Wann wird 1900 wohl mal mit der vorgesehenen Aufstellung antreten können? Wir glauben, daß aber auch keine Mannschaft im Bezirk mit diesem Spielerwechsel zu kämpfen hat, wie die Blauweißen!) Aus diesem Grunde mußte mehrfacher Ersatz eingestellt werden, und da derselbe nicht so einschlug, wie dies erwartet wurde, kann man das Resultat nicht als Ueberraschung ansehen. Insofern nicht als Ueberraschung ansehen, da, wie die Teutonen von Anfang bis Ende mit einer verbissenen Energie Erfolge der Gastgeber zu verhindern wußten. Wenn ihnen hierbei das Glück einigemal zu Hilfe stand, dann war dies wohl eine aus- Oberinfpektor Reußing stand in der Halle nicht weit entfernt. Doktor Zulewfky wollte ihn heran- rufen, aber Reußing winkte vorher ab. So berichtete ihm denn der Arzt durch Zurufe, was er feftfteüte. „Kopfschuß, Reußing, nicht unbedingt tödlich. Die Kugel wurde vom Jochbein abgelenkt." Dann war er wieder beschäftigt. „Ah ...", stieß er nach einer kurzen Weile hervor, „hier haben wir die Todesursache. Da ist noch ein Einschuß. Sie haben zweimal gefeuert?" Der Oberinspektor neigte zustimmend den Kopf, aber diese Bewegung konnte der Arzt ja nicht sehen, so sprach Reußing auch noch die gute Lüge aus. „Jawohl", sagte er und schloß unklar: „Zwei Schüsse haben ihn niedergestreckt." Doktor Zulewsky richtete sich auf. „Erledigt", sagte er zu den Gehilfen. Er wandte sich dem Oberinspektor zu. „Ein erstaunlicher Schuß", berichtete er, „die andere Kugel ging mitten durch das Herz!" Reußing senkte den Kopf ein wenig, er wollte hier nicht des Doktors Lob für diesen 'Meisterschuß einstecken. Ilia ... dachte er, mitten in das Herz ... Aber er wußte: sie sollte und würde das niemals erfahren. Die Leiche wurde bald danach zur Beisetzung freigegeben. Damit war der Fall abgetan. Die Zeitungen berichteten nur ganz kurz darüber. Man hatte sie spärlich informiert. Unter Tagesneuigkeiten sand sich die Notiz, daß ein Einbrecher von Polizeibeamten erschossen worden sei. Da die Straße, in der das Geschehen stattgefunden hatte, nicht genannt wurde, konnte es sogar sein, daß Jollys Tod gemeint war. Am nächsten Tage trafen sich im Speisewagen des v-Zuges, der nach München fuhr, zwei Paare, die sich nicht kannten, deren Geschick jedoch für eine Weile eng verknüpft gewesen war. Lena Bafsenberg hatte ihren Gatten zu bestimmen gewußt, mit ihr ein paar Tage auszuspannen. Daß sie nach Bayern fuhren, war Zufall. Der Konsul wollte bei der Gelegenheit dort im Süden gleich einen geschäftlichen Besuch erledigen. Lena Bassenberg hätte es in diesen Tagen in Hamburg nicht ausgehalten. Der Alpdruck war zwar von ihr genommen, aber sie wagte noch nicht recht aufzuatmen. Wenn sie zurückkam würde alles vorüber sein und Vergangenheit heißen, der man sich nicht mehr zuzuwenden brauchte. Sie beobachtete das junge Paar, das ihnen gegenüber saß. Wie ernst heute bereits die noch jungen Menschen waren. Aber dann bemerkte sie ein verstohlenes zärtliches Händedrücken und ein ernstes zaghaftes Lächeln um den Mund des Mädchens. „Ilia", sagte der Mann, „nun das alles aus der Welt ist, darf ich dich endlich fragen..." und er sprach den Rest seines Satzes so nahe dem Ohr des Mädchens, daß Frau Lena die Worte nicht verstand. Aber sie sah, wie das Lächeln um diesen ernsten Mund aufblühte und strahlend wurde. Da lächelte sie mit. Es gab noch so viel Glück auf der Welt, jeder würde sein Teil bekommen. Auch sie. Und sie lehnte sich bei dem Gatten an, der freundlich lächelnd ahnungslos ihr zunictts. eleifelt 3 fih- •anner. •a- nt in £ wie Dl. s M' rs s sie.jJ die nB Stosse be , Meng^ rew Ä rL hier g^ .eqa5, -W1 i de" 5 4 4 «N V gestanden, daß du noch einmal in die Wohnung würde, in denen der Gedanke, ein Menschenleben zurückgekehrt bist!" ausgelöscht zu haben, nicht mit Zureden und Ge- Er verfärbte sich. ,Holly ...", brachte er heraus, rechtigkeitserwägungen weggescheucht werden könnte. Aber bann schüttelte er den Kopf. „Das nutzt dir ’S °>°I, S N 1 «u» « i b« “iftrn. tn St H bes Konrad Frey-Bad Kreuznach der Beste.-r3I,l von 240 erreichbaren Punkten Leuschel-Thalheim Meisterklasie-Bester. Der Sonntagnachmittag wurde zu einer eindrucksvollen Schau des hohen Leistungsstandes unserer Lpitzenturner. 12 000 Zuschauer füllten die Riesen- hrlle. Mitten im Saal wurden die Schluhkämpfe lv gewickelt, so daß jeder Zuschauer beste Sicht hatte. Der stellvertretende DT.-Führer Karl Steding srrach Worte des Dankes an das gastfreundliche ftranffurt und begrüßte Zuschauer und Turner. «Mit den Kürübungen am Barren eröff- Nlten die Turner dann ihre Endkämpfe. Konrad zen Titel eines Deutschen Kunstturn-Meisters errungen. Sein Sieg war unbedingt verdient. Mit bewunderswerter Gleichmäßigkeit und vorbichlicher Haltung turnte er jede einzelne Hebung; fünfmal erhielt er die Höchst-Punktzahl, nicht eine einzige Hebung wurde unter 19,2 bewertet. Seine Gesamtpunktzahl 237,1 von 240 möglichen Punkten darf mit Fug und Recht als einzigartige Leistung angesprochen werden. Der Kreuznacher, von Beruf Schlosser, entstammt einer alten Turnerfamilie. a Heber» tönnM sich 55 w; eio# [ob, 0^. etwa >r z» bt' die uv" nichts. Jolly ist tot." „Ich weiß das. Du hast ihn getötet, hast ihn herzlos in der Eibenstraße abgeschossen, als er am Balkon hing. Aber das rettet dich nicht, Basilius. Jollys Geständnis besitze ich schriftlich und beglaubigt." „So?", sagte Basilius. Er senkte den Kopf. Die innere Hmschaltung gelang. Hier ging es um das Leben. Da ward er wieder der Wolf, der sich durchbeißen würde, ganz gleich gegen wen. Er hielt den Kopf noch geneigt, aber aus dem Spalt der Lider beobachtete er scharf. War diese Mädchenhand, die den Revolver hielt, ganz sicher? Es ist ungeschickt, die Schußwaffe solange in Anschlag zu halten; er überlegte bas alles. Eine Sekunbe, zwei Sekunben ... Dann sah er sie an. „Du weißt zuviel, Kätzchen", sagte er, unb seine Stimme klang fast zärtlich, „bu wirst gefährlich. Es ist besser .. ", er sprach nicht weiter. Mit einer blitzschnellen Bewegung fuhr seine Hanb in bie Tasche unb riß ben Revolver heraus. Gleichzeitig bückte er sich, ging in bie Knie, ber Schreibtisch würbe ihm Deckung bieten — unb feuerte! _ ,, Schossen Ilia unb er zur gleichen Zett? Welcher Schuß verließ ben Bruchteil ber Sekunbe eher bie kleine Waffe? Unb wer feuerte ben britten Schuß ab? Deutlich waren brei Schüsse zu unterscheiben gewesen! Ilia lehnte gegen bas Büchergestell; bie Pistole in ihrer Hanb rauchte. Der Rechtsanwalt staub fassungslos, er vermochte nicht einmal bie Hanb zu heben. Dich vor bem Schreibtisch auf bem Teppich lag Basilius unb rührte sich nicht. Eine Männerstimme scholl von ber Halle herein. Erschrecken Sie nicht, Polizei!" Gleichzeitig betrat Oberinspektor Reußing bas Zimmer. Er lief aus Ilia zu. „Sinb Sie verletzt, Fräulein Filimon, hat er Sie bvch noch getroffen?" Ilia rief sich zurück. Sie schüttelte ben Kopf; zu sprechen vermochte sie noch nicht. Reußing ließ sie los. Farrenkorn nahm sie beim Arm und druckte die Schwankenbe sacht in seinen Schrelbtischsessel. Sie sahen zu, wie ber Oberinspektor sich zu Basilius hinabbeugte. . , , . r, . Gr hob ben Liegenden em wenig auf, betastete ihn — unb ließ ben reglosen Körper zuruckstnken. „Tot", sagte er kurz unb richtete sich auf. Ilia fab auf bes Beamten Mund. Ihre Lippen brachen endlich auf. „Ich", faqte sie, „mein Schuß! Ich habe ihn erschossen!" R-ußinq betrachtete sie sinnend. Sre gitterteJo stark daß sie die Waffe auf den Tifch leqen mußte Tot ..", wieberholte sie, als wurde ihr erst nach und nach klar, was Jöort bebeute. Oberinspektor Reußing richtete sich vollends auf. Er wollte zur Tür, wo draußen Beamte warteten. Aber dann fiel ihm wohl ein wem er seine Befreiung, vielleicht bas Leben verdankte Er ahnte, baß es im Leben dieses Mäbchens Stunben geben Vornan von Frank $. Brann. Schluß. Der grüne Vorhang in feinem Rücken wehte auf, nurbe zur Seite gestoßen, und eine Frau, die der Lschtsanwalt niemals vorher gesehen hatte, trat h rvor. Sie hielt einen Revolver in der ausgestreck- tin Rechten unb bebrohte Basilius. Doktor Farrenkorn war gewiß überrascht, aber sc: ne Heberraschung mußte gering genannt werden qi gen Basilius' Bestürzung. Basilius stand vor bem Schreibtisch, aber er stützte beibe Hände auf die Holzkante. Seine Augen weiteten sich, als begriffen sie nicht mehr richtig, was sie da aufnehmen sollten. „Du ... Ilia ..." stieß er heiser hervor. „Verfluchter Spuk, immer wieber bu? ..." Ilias Stimme war auf einem höheren Ton ge- hillten als sonst. Das war eigentlich alles, was ihre Bewegung verriet. Sie nickte, ohne ihn aus bem Blick zu lassen. , . . „Ich, jawohl. Habe ich bir nicht bamals m Arad gisagt, baß bu mich auf beinern Weg finben wurdet? Da bin ich." „Was — was willst bu von mir? „Dich!" „Was heißt bas?" Seine Hänbe blieben auf bem fplz liegen; er fühlte, bies Mäbchen überlistete er Nicht, jetzt noch nicht. Ilia hörte nicht auf feine Frage. „Dich will ich , wieberholte sie, „vorher aber muß ich bein Ge- stünbnis hören." Sie trat einen Schritt näher. Den Rechtsanwalt sah sie kaum an. Er war nicht Feinb, nicht Verbünbeter; Zufall, baß er hier zuhörte. Dies ging nur sie unb Basilius an. Er las in ihrem Gesicht bie harte Entschlossenheit. Ihr Munb war fest zusammengepreßt. Wenn sie sprach, kamen ihre Worte wie herausgestoßen ais diesen Lippen, bie sich sofort wieber schlossen. „Basilius", hob sie an, „wer hat meinen Vater ir ben Tob gehetzt?" Er schwieg. Er sah sie an. In ihren Blicken war eh Glimmen, bas anwuchs. Da sagte er: „Dein Vater verlor bie Nerven; bas war nicht meine Schulb." Sie nickte, als sei sie zufrieben. „Basilius", be- 1 gCnn sie nochmals, unb ihr Tonfall war in ber Lieberholung entneroenb, „wer tötete meine Kutter?" Sofort hob er abwehrenb bie eine Hanb. „Ich nicht! Du weißt, baß es ein Zufall war. Der Gas- ^.Mer^öftnet? nachts, als sie schlief, biefen Gas- „Jch nicht. Ich habe Zeugen baß ich bie Wohnung verließ, als beine Mutter lebte unb erst zuruck- tiirn, als bas Hnglück längst geschehen war. Ilia sah in bies Gesicht, blieb es immer noch ungerührt? Sie übersteigerte sich. „Du lugst rief fit, obgleich sie es war, bie jetzt log. „Jolly hat gleichenbe Gerechtigkeit, benn auch 1900 konnte sich über ben nötigen Beiftanb Fortunas nicht beschweren. Unter Leitung von Müller (Frohnhausen), ber, besonbers in ber zweiten Halbzeit, als ber Druck ber Gastgeber unvermindert anhielt unb Watzenborn-Steinberg mit zurückgezogener Läuferreihe einen Verteibigungsipall aufbaute, mit einigen unbeirrbaren Entscheidungen seine Autorität boku- mentierte, stellte sich 1900 mit folgenber Mannschaft: Fischer; Zeiler, Lippert; ßangsborf, Heilmann, Schäfer; Erharb, Schellhaas, Schmelz, Jäger, Kraft. Eine eingehenbe Erläuterung bes Spielverlaufs erübrigt sich, benn unter ben herrschenben Platzverhältnissen kann von einem einwandfreien Spiel keine Rede fein. Das Spiel blieb bei dem schlüpfrigen, mit einigen mehr oder weniger großen Was- serpfützen versehenen Boden nur Stückwerk. Lediglich die evtl. Torchancen sollen kurz registriert sein. Die erste große Chance hatten die Gäste. In der 12. Minute gibt Lippert hart bedrängt einen Ball zurück. Zum Entsetzen der Anhänger der Blauweihen geht der Ball auf die von Fischer ungedeckte Torecke, eine Wasserpfütze wird Retter in der Not. Dort bleibt der Ball hängen. In der 20. Minute hatte 1900 eine große Chance. Jäger und Schmelz hatten sich schön vorgearbeitet, und der Scyuß des Ersteren geht an bie Latte. Nach ber Pause, als ber Druck ber Gastgeber verschiebentlich sehr stark mürbe, waren es bie Gäste, bie bie Möglichkeit hatten, in Führung zu gehen. Durch kurzes Zögern ber Verteibigung ber Blauweißen steht ber Halbrechte ber Teutonen einige Augenblicke nur noch vor Fischer. Dieser stürzt aus bem Tor, aber um Zentimeter genau gebt ber Ball an ihm vorbei unb neben ben Pfosten. Hörbares Aufatmen! 1900 nimmt nun eine UmfteUung vor. Schäfer geht auf halblinks, Jäger linksaußen unb „Gagges" bezieht ben Läuferposten. Daburch kommt etwas mehr Schwung in bie Fünferreihe ber Platzbesitzer. Schäfer war es auch, bem es halb geglückt wäre, Sie wollten doch etwas für Ihre Gesundheit tun? .. auf Kaffee Hag umstellen! weiter aus; 20 Punkte würben ihm für eine außer- orbentlich sicher geturnte Hebung gutgeschrieben. Winter fiel mit 18,5 Punkten weiter zurück, wäh- renb Steffens 19,8 Punkte erhielt unb bamit scharf zum zweiten Platz oorbrängte. Beckert brachte es als brittbefter Barrenturner auf 19 Punkte. Am Querpferb kam kein Turner auf bie Höchstpunktzahl. Steffens war mit 19,9 Punkten bester Mann vor Beckert mit 19,8. Aber Frey hielt mit 19,2 Punkten unangefochten bie Spitze. An ben Ringen konnte bann gleich breimat bie Höchstpunktzahl vergeben werben. Frey, Volz unb Winter erhielten je 20 Punkte. Konrab Frey war nach bieser Hebung nicht mehr einzuholen. Um so spannenber war ber Kampf um ben zweiten Platz zwischen Winter unb Steffens, währenb Schwarzmann schon abgeschlagen war. Ausgezeichnete Leistungen boten bann bie Turner bei ber Freiübung. Frey, Friebrich und Schwarzmann erhielten volle Punktzahl, Winter unb Sanbrock je 19,9 Punkte. Nur vier Mann blieben hier unter 19 Punkten. Den Höhepunkt bes Turnens bilbeten wieber bie Kürübungen am Reck. Frey riskierte nichts mehr. Er beschränkte sich barauf, seine Hebung in vvrbilblicher Haltung zu erlebigen; bie erzielten 19,8 Punkte genügten ihm vollkommen. Sanbrock war ber erste „20er", ihm taten es Schwarzmann, Steffens unb Winter, ber Reckweltmeifter, gleich. Die Begeisterung ber Zuschauer kannte keine Grenzen. Festgestellt muß allerbings auch werben, baß bie 12 000 wie ein Mann fast atemlos still bie Hebung jebes einzelnen Turners verfolgten. Kaum ein Laut war in bem Riefenrunb zu hören, wenn geturnt würbe. Konrad Frey, der Sieger. bietmart Münch und feinem Stellvertreter Schneemann gehalten wurde. Alle Turner beteiligten sich. Es war erfreulich festzustellen, daß die Turner mit großer Anteilnahme an der Aussprache beteiligt waren. Die Ergebnisse. Meisterklasse: 1. Leuschel, Thalheim, 214,5 Punkte: 2. Stiegler, Mainz, 212,6; 3. Reuther, Oppau, 212,4; 4. Tretner, Altenburg, 207,1; 5. Neu- bert, Höhndorf, 206,8; 6. Haßler, Bitterfeld, 205,8; 7. W. Kippert, Villingen, 205,2; 8. Hecker, Pirmasens, 204,9 Punkte. Olympiaklasse: 1. Konrad Frey, Bad Kreuznach, 237,1 Punkte; 2. Walter Steffens, Bremen, 231,1; 3. Ernst Winter, Frankfurt a.M., 229,4; 4. Alfred Schwarzmann, Fürth, 226,5; 5. Franz Beckert, Neustadt (Schw.), 224,4; 6. Heinz Sandrock, Immigrath, 223,0; 7. Mattias Volz, Schwabach, 221,5; 8. Hans Friedrich, München, 218,7; 9. Stangl, München, 216,0; 10. Schmelcher, München, 211,7 Punkte. 6 Siege des Gaues XII Hessen. Schöffmann (Wieseck) bester hessenlurner. Der Vertreter unseres Heimatgaues Hessen in der Olympia-Klasse, A. Fink (Marburg), konnte bei bem Meisterschaftskampf in Frankfurt a. M. leiber Frankfurt a. M. sah am Samstag unb Sonntag jiim zweiten Mal ein beutsches Turnfest von großer fkbeutung. Die beutschen Gerätemeister- chasten würben in ber Festhalle ausgetragen. $5 Kunstturner stritten um ben Siegerkranz, 91 Nann ber Meisterklasse, 44 Spitzenturner in ber clympiaklasse. Am Samstag unb am Sonntag fillten starke Zuschauermassen bie Festhalle. Die Stadt Frankfurt hatte den deutschen Turnern tuen überaus herzlichen Empfang bereitet. In den Mttagsstunben des Samstag empfing der Oberbürgermeister der Stadt, Staatsrat Dr. Krebs, h« Turner und ihre Führung im ehrwürdigen Stiiferfaal des Römers. Dem Männerturnwart der 2T., Martin Schneider, wurde von der Stadt Frankfurt ein Bild Friedrich Ludwig Jahns über- riicht. Für die Turnerschaft dankte Reichsdietwart Kurt Münch. Vor Beginn der turnerischen Wettkämpfe am Eamstagnachmittag wurde bas Banner ber DT. ir feierlichem Zug zur Stätte ber Meisterfchasts- Vettbewerbe, ber Festhalle, überführt. — Am ibenb bes Samstag vereinte ein „Frankfurter Denb" bie Turner aus allen Gauen bes Reiches Wit ihren Frankfurter Gastgebern. Die Kämpfe am Samstag. Runb 5000 Zuschauer hatten am Samstagnach- nittag ben Weg in bie Festhalle gefunben, als Män- Wrturnroart Schneiber bas Zeichen zum Beginn bir Meisterschaftskämpfe gab. 135 Turner waren (^getreten. In zahlreichen Riegen würben zu glei- cter Zeit an vielen Geräten ausgezeichnete Leistungen geboten. Die Olympiaklasse turnte bas ganze oympische Programm, bie Pflichtübungen ber Meist rklasse waren ben olympischen Hebungen stark an= K glichen. ] Sehr hart waren in ber Meisterklasse bie Kämpfe um ben Titel. Schon am Sarnstagnachrnit- |g hatte fast nach jeber Hebung bie Führung gewechselt, während ber Kürübungen am Sonntag itzte sich bas Ringen um bie Spitze zu einem ceifampf zwischen Leuschel-Thalheim, Stiegler- !:ainz unb Reuther-Oppau zu. Jeber von ihnen nr vorübergehenb an ber Spitze, beim vorletzten crät sah ber Dppauer wie ber tommenbe Sie- r aus. Dann mißglückte ihm bie Barrenübung nb Leuschel- Thalheim gewann ben harten □mpf vor Stiegler- Mainz unb Reuther- opau. 214,5 Punkte hatte ber Sieger, 212,6 unb 12,4 bie beiben Nächsten. Mit mehr als fünf Punk- irt Abstanb folgte erst ber Vierte, Tretner-Alten- i pr9- Oie Entscheidungskämpfe der Olympia-Klasse. P-Ier «liier er dem rr 1935 ) biejej lik Don r , eine welche, es Be. nie ber Äscher samten iud) ber -sondere rrn @e. iche ge- irosessor Vertreter cn. Sius nb Am ins ein. litinter- st ent. und bir iltniffen nd mit. r Medi- '.r wert' ndt vor monier ! ihn in t sprach nil unb 1 Herrn dem er AdM '/chenli. Der Ausklang ber Gerätemeisterschaften entsprach völlig bem hohen Niveau ber Wettkämpfe selbst. Zur Siegerehrung marschierten bie 67 Preisträger ber Meisterklasse sowie sämtliche 44 Turner ber Olympiaklasse auf ber Bühne auf. Die brei Sieger ber Olympiaklasse, Frey, Steffens unb Winter, nahmen aus ben Hänben von Männerturnwart Schneiber den Siegerkranz entgegen. Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Dr. Krebs, dankte der Turnerschaft und ben Turnern für bie prachtvollen Kämpfe. Im Namen der Stadt überreichte Dr. Krebs den drei Siegern Hrkunde und Stadt- Plakette für ihre Leistung. Machtvoll brausten bann ber Gruß an ben Führer unb bie Hymnen ber Deutschen burch bie weite Halle. _______ z , Ein wesentlicher Bestanbteil ber Meisterschafts- Arey behüte hier als bester Mann seinen Vorsprung! Tage war bie völkische Aussprache, die von Reichs- seine Mannschaft in Führung zu bringen. Nur um ein Haar geht sein Schuß neben den Pfosten. Damit sind die hauptsächlichsten Ereignisse des farblosen Spieles geschildert. Eine Kritik der Spieler wollen wir uns vertagen, da durch den äußerst glatten Boden fast jeder in seiner Entwicklungsmöglichkeit gehindert Borussia Fulda ein schönes Unentschieden von 2:2 (2:1) und damit auch einen Punkt rettete. Die anderen beiden Spiele gingen eigentlich nur darum, das schon jetzt zu ahnende „Abstiegsgespenst" zu bannen. Die beiden Tabellenletzten SV. Bad-Nau- heim und Spielverein Kassel trennten sich in der Bäderstadt ebenfalls unentschieden 1:1 (0:1), wahrend der Gauliga-Neuling Kurhessen Marburg zu Hause über seinen Namensvetter aus Kassel zu einem überraschend sicheren 4:1 (0:l)=Sieg fam. Gau Bayern : FC. München-1. FC. Nürnberg 0:1; Wacker München — L ^Z§Euth2:1, Spvgg. Fürth - BC. Augsburg 2:0; ASB. Nürnberg — FC. 05 Schweinfurt 1:1. Gießener Ringersieg gegen Fulda. Gießen 93-ASB. 08 Fulda 12:9. war. DfB.Iieichsbahn in Frohnhausen knapp geschlagen. Durch die Absage von Ritter und dadurch, daß Anthes, durch einen Autounfall verletzt, nicht mitfahren konnte, waren die Hoffnungen der Gießener auf einen Punktgewinn gesunken. Trotzdem kam es wieder ganz anders, als man erwartet hatte. Die Gießener hätten in der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielen müssen. Die Frohnhäuser traten komplett an und hatten im linken Flügel überragende Leute. Bei den Gießenern arbeitete die Hintermannschaft wieder hervorragend. Auch die Läuferreihe befriedigte. Im Sturm fielen diesmal Heß und Erben aus. Hechler und Schmidt zeigten mehrmals gute Ansätze. Szponick legte sich noch Reserve auf. Dem Unparteiischen Ruspeler (Gleiberg), der seine Sache sehr gut machte, stellten sich beide Mannschaften auf einem Platze, der mehr einem Morast, als einem Spielfelde glich. Die Gießener haben Anstoß und sinden sich rasch und können auch mehrmals das Frohnhäuser Tor gefährden. Auf der Gegenseite ist es der Halblinke, der immer wieder gute Angriffe einleitet. In der 16. Spielminute hatte der Linksaußen der Gastgeber sich durchgespielt, seine Flanke schoß der Halbrechte unhaltbar ein. Born Mittelanstoß an spielen sich jetzt die Gießener durch, eine Flanke von links und Schmidt erzielt den Ausgleich. Jetzt drücken die Frohnhäuser. Wieder ist es der Halbrechte, der durch einen Stellungsfehler des linken Gießener Verteidigers das zweite Tor erzielen kann. Kurze Zeit später erhöht der Rechtsaußen auf 3:1. Die Gießener gestalten jetzt das Spiel wieder offener und Heß hatte Gelegenheit, zu verkürzen, aber fein Schuß blieb buchstäblich im Schlamm stecken. Ohne Pause ging es bei strömendem Regen weiter. Die Gießener spielen jetzt bergab und drücken leicht. Bei einem Gedränge erwischt Erben das Leder und es heißt 3:2. Jetzt schon ziehen die Frohnhäuser ihre Halbstürmer zurück und spielen auf Halten. Die Gießener schicken noch Lehrmund in den Sturm, aber es will ihm nichts gelingen. Beide Mannschaften waren froh, als der Kampf zu Ende war. Das Spiel der zweiten Mannschaft mußte wegen Spielunfähigkeit des Platzes ausfallen. Fußball der Gauliga-Mannschasten. Die Spitzengruppe der nordhefsischen Fußball- Gauliga, Hessen Bad Hersfeld, Germania Fulda und Hanau 93, hatte am Sonntag spielfrei. Das einzige Treffen, das für die Ermittlung des Meisters vielleicht noch Bedeutung hatte, war der Kampf in Kassel, wo 03 gegen den Altmeister' Die Gießener Ringermannschaft konnte am Samstagabend ihren ersten Sieg in dieser Serie erringen. Leider war die Veranstaltung schlecht besucht, aber trotzalledem kam eine prächtige Stimmung ms Haus, als Gießen bereits nach dem Leichtgewicht 9:0 führte. Die Gießener Mannschaft konnte vier schöne Schultersiege erringen, aber auch den drei unterlegenen Ringern muß höchstes Lob gezollt werden, denn sie gaben sich erst nach härtester Gegenwehr dem jeweils stärkeren Gegner geschlagen. Vor dem Mannschaftskampf traten die Jüngsten des Vereins in Aktion. Sie zeigten bereits schönes Können und der Verein braucht um Nachwuchs nicht besorgt zu sein. Besonders der Jugendkampf zwischen dem schon mehrmals in der aktiven Mannschaft tätigen Leichtgewichtler Becker und dem starken Dreß- (e r konnte gut gefallen. Becker hatte gegen den stärkeren Dreßler einen schweren Stand, aber zum Schluß setzte sich doch die bessere Technik Beckers durch. Becker wurde Sieger in sechs Minuten durch Schleudergriff. Der Kampf qeqen Hulda Bantamgewicht: Alfred Walther gelingt es, für feine Fuldaer Niederlage Revanche zu nehmen. Er war dem Fuldaer Kollmann jederzeit überlegen und siegte in drei Minuten durch Armschlüssel nut nachgefaßtem Nackenhebel. 3:0 für Gießen! Federgewicht: Götz hat in dem wendigen Bifchof-Fulda einen schweren Gegner. Doch gelingt es ihm schon in 2 Minuten, durch abgefangenen Schulterzug zum Sieg zu kommen. Durch Versehen des Kampfleiters wird der Kampf fortgesetzt. Jedoch in der Bodenrunde gelingt es Götz, durch Schlüssel seinen Gegner auf die Schultern zu legen. 6 0 für Gießen. Leichtgewicht: Auch diese Klasse bringt für Gießen einen schönen Sieg. Klotz greift Höhle-Fulda beherzt an und bringt ihn sofort durch Ueberdrehen aus der Brücke der Niederlage nahe. Noch rettet der Mattenrand. In der Mitte faßt Klotz verschränk- ten Ausheber und bringt Höhle damit auf die Schultern 9:0 für Gießen. Weltergewicht: Funk ist mit 124 Pfund ins Weltergewicht gegangen und hat in Artmann den besten Mann der Fuldaer zum Gegner, der zudem auch noch 20 Pfund schwerer ist wie Funk. Beide liefern sich einen Kampf auf Biegen und Brechen. Artmann kann vermöge feiner Kraft die schnellen Angriffe Funks zu feinen Gunsten auswerten. In der letzten Minute geht Funk aufs Ganze und zieht Schleudergriff. Jedoch fängt der Die siegreiche Gießener Ringermannschaft. Von links nach rechts: Bantamgewicht: Alfred Walther; Federgewicht: Götz; Leichtgewicht: Klotz; Weltergewicht: Funk; Mittelgewicht: Ernst Wal- t h e r; Halbschwergewicht: S ch e e r e r ; Schwergewicht: Emmerich. Unser ^Bild zeigt die Mannschaft vor dem Kampf am vergangenen Samstag. — (Aufnahme: Neuner, Gieß. Anzeiger.) | IM i >5 Fuldaer ab und Funk legt sich selbst. 9:3 ffo elgewicht: Ernst Walther greift Ruhbach-Fulda sofort stark an und schon in der ersten Minute gelingt ihm ein Nackenhebel, wodurch der Fuldaer auf die Schultern kommt. 12:3 für Gießen. Damit steht der Endsieg für Gießen bereits fest. Halbschwergewicht: Mit viel Krastauf- wand wird dieser Kampf geführt. Scheerer hat in Schmidtke (Fulda) einen starken Gegner, dem er nicht recht beikommen konnte. Schmidtke siegt durch Untergriff. 12:6 für Gießen. Schwergewicht: Emmerich (Gießen) und Schüfsele (Fulda) sind sich Ziemlich gleichwertig Beide erzielen einige Wertungen. Schussele fuhrt in der zehnten Minuten plötzlich Schleuder griff aus, durch diesen kommt Emmerich dann auf die Schultern. Schlußergebnis 12:9 für Gießen. Der Kampfleiter Jungk (Alsfeld) konnte nicht immer gefallen. Der Fuldaer Schwergewichtler Schüfsele, der bei der Gießener Artillerie als Unteroffizier bedienstet ist, wird im kommenden Jahr für Gießen starten. Die Gießener Mannschaft wird dadurch sehr verstärkt werden. Handball-Länderkampf Deutschland-Luxemburg ausgefallen. Der 1. Handball-Länderkampf zwischen Deutschland und Luxemburg, der an diesem Sonntag in Luxemburg stattfinden sollte, fiel der schlechten Witterung zum Opfer. Da außerdem keine Zuschauer erschienen waren — das Spiel aber in erster Linie Propaganda für den Handballsport in Luxemburg machen sollte — entschloß man sich, den Kampf ausfallen zu lassen. Gauliga-Handbatt-Ergebnisse CT. Kassel — Spielverein Kassel 9:6. Kurhessen Kassel — Tusp. Bettenhausen 8:4. TV. Kirchbauna — Gießen 1900 14:14. Prüfungstermin für das Iieichs-Turn« und Sportabzeichen. Schwimmen (300 Meter): Mittwoch, den 4. Dezember 1935, 20 Uhr, im städtischen Volksbad. Leichtathletik: Dienstag, den 3. Dezember 1935, 14.30 Uhr, auf dem Universitätssportplatz, Am Kugelberg 80. Gepäckmarsch (bei genügender Beteiligung): Samstag, den 7. Dezember 1935, 15 Uhr, auf dem Universitätssportplatz, Am Kugelberg 80. KK. - Schießen: Samstag, den 7. Dezember 1935, 10 Uhr, Schützenhaus. Meldung bis zum Dienstag, den 3. Dezember 1935, 12 Uhr, im Geschäftszimmer des Instituts für Leibesübungen, Ludwigstraße 34 II oder zu Beginn der Prüfungen an Ort und Stelle. Institut für Leibesübungen. Gez.: Dr. Möckelmann. Morgen Dienstag, 3. Dez., 20.15 Uhr: Vortrag des Herrn Walther Benser von der Fa Ernst Leitz, Wetzlar, in der Neuen Aula der Universität -Vortrag: Die Leica erlebt den Alltag ca. 100 neue Bilder: Nahaufnahmen, herrliche Diapositive von Amateuren und Lichtbildnern, Leica-Tips und -Tricks, neue Zusatzgeräte Sonderbildschau von 40 Leica-Vergrößerungen verschiedener Autoren! D Eintritt frei! D 6864 V GLORIA BWW * - Büromöbel in großer Auswahl und sehr preiswertim Bürobedarfshaus Franz Vogt & Co Gießen, Seltersweg 44 Ruft 2464 Frau Elise Roesler, geb. Altvater und für die Kranzspenden sage ich im Namen aller Hinterbliebenen aufrichtigen Dank. Gretel Roesler. 69VA Mündlich können ©ieeSnurwenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige frpQpn <3? aUeB Am Oswaldsgarten Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 NupHIÜCCO von3bis 20 v-erhalten Sie bei wieder« IldulllduuU holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Mutter Matter Glanz sauberste Verarbeitung, glattes Durchziehen der Krawatte: das sind die Merkmale des Kragens von Wäscherei Schützenstr. 12, Tel.3487 Annahmestellen: Greb, Seltersweg 47 Müller. Bahnhofstraße 51 Thöt, Friedrichstraße 7 Kuhl, Kirchenplatz 10 684sA Balser, Kaiserallee 20 Kockerbeck, Ebelstraße 16 Funk, Frankfurter Straße 91 Oberh.Gesellschaltf.Natur-u.Heilkunde Natarw. Abteils, o. Bioloßen-Verband Dienstag, den 3. Dez., 18 Uhr c. t. im Physiologischen Institut: Dr Kuhl, Frankfurt FiMßhrDDgen über tierische EnlwidilanS. Henneberg, Anbei, Vorsitzende. 6934 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim- Sange unseres lieben Entschlafenen und für die vielen ranz- und Blumenspenden unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer König für die trostreichen Worte am Grabe, sowie dem Männergesangverein „Arion“ und den Arbeitskameraden der Reichsbahn. Im Namen der Hinterbliebenen: Marie Jung Wwe., geb. Schüler. Klein-Linden, den 2. Dezember 1935. Ab heute Montag: Gießen, den 30. November 1935. 05141 Nächsle Woche Wig.gMa/jtlOtei 88*16 ()P*innP ii/J 1HA 10100 flOOO 13000 13000 tos 50A DoDpett-1> (Portou liste 3OA Jiütp 0armMMstr.l5 PosWMOO Ffm. u. alle Verkaufest bis zum Weihnachtsabend, wenn Sie es wollen. Sie können also jetzt in aller Ruhe kaufenI Hier noch einige Geschenk-Vorschläge: Wringmaschine, Badewanne, Wäschemangel, Waschmaschine, Staubsauger, Bohner. Lassen Sie sich die große Auswahl zeigen bei J.B. 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