Die französischen Minister in London »■ * 4 4 I 185. Jahrgang Gießener Anzeiger L 3- (3 o 3 Cfl ® H o 8 S L | 3 Der Besuch in London. Der Sicherheitskomplex beherrscht die französische Außenpolitik, seitdem die Hoffnung auf ein Bund- nis mtt den beiden angelsächsischen Weltmächten als Bürgschaft für die Haltbarkeit des Versailler Diktats getrogen hatte. Großbritannien und die Vereinigten Staaten hatten sich in Versailles verpflichtet, im Falle einer unprovozierten Angriffshandlung Deutschlands gegen Frankreich letzterem zu Hilfe zu kommen. Aber der amerikanische Senat hatte am 19. November 1919 die Ratifizierung dieses Vertrages ab» 'Cpro'O ®3 5 ft 2. Herzliche Atmosphäre in London, aber keine Aussicht auf ein greifbares Ergebnis ZZL Z 2^ *aa * gÄ‘9 - 3 2.» 61 Sj-5» sfgg ■22? Ministerpräsident Flandin (1) und Außenminister Laval (2) wurden aus dem rvaynyos in Konui von Ministerpräsident Macdonald (3) und Außenminister Sir I o h n S i m o n (4) empfangen. es \*i ;-o ■ §’lr 5 8cp $35. London, 1. Febr. (DRV.) Die Besprechungen zwischen den britischen Ministern und ihren französischen Kollegen in Downingstreet haben, nur unterbrochen durch das Frühstück, das Baldwin den französischen Gästen gab, den ganzen Tag cmgedauert. Nach der Begrüßungsrede, mit der Macdonald die Erörterungen eröffnete, und gern. Abkommen für Begrenzung derRüstungen zu ersetzen. Frankreich hat diese Anregung begierig auf» gegriffen und als Entgegenkommen an Deutschland aufgeputzt, wofür man deutsche Gegenleistungen im voraus erwartet, wie z. B. Beitritt zum Ostpakt und Donauabkommen und Rückkehr in den Völkerbund. Dabei wird in Paris wie in London anscheinend völlig verkannt, daß dieser Vorschlag der förmlichen Außerkraftsetzung der Enttoaffnungs- bestimmungen vielleicht zur Zeit des Locarnovertrages noch als Friedensgeste Bedeutung gehabt hätte, nun aber, nachdem die Zeit über die mei-। sten dieser Bestimmungen hinweg gegangen ist, nur die nachträgliche und sehr verspätete Anerkennung dessen wäre, was längst politische Tatsache geworden ist. Selbstverständlich kann die deutsche Forderung nach praktischer Gleichberechtigung, die in der berühmten Fünfmächteerklärung vom 11. Dezember 1932 als begründet anerkannt worden ist, niemals damit abgegolten werden, daß man Bestimmungen der Vergangenheit, die von der Gegenwart längst praktisch'und moralisch überholt sind, nun auch noch formell aufhebt. Die britischen Politiker, die in den letzten Tagen Gelegenheit hatten, in Berlin mit dem Führer zu sprechen, Lord Allen, em Freund MacDonalds, und Lord L o t h i a n, als Philipp Kerr der ehemalige Privatsekretär Lloyd Georges, haben erfahren, daß Deutschland nur bereit sein wird, auf gleichem Fuß mit andern Mächten über ein Abkommen zu verhandeln, das ihm keinerlei fog. Vorleistungen zumutet oder irgendwelche Ausnahme- Heilung zuweist. Wahre Gleichberechtigung, wie Deutschland sie für sich in Anspruch nimmt, duldet keine unterschiedliche Behandlung der Vertragskontrahenten, duldet keine Vorbehalte und Klauseln, eine Gleichberechtigung zweiten Ranges gibt es nicht, das schließt ja schon der Wortsinn aus, rote» viel mehr das Erfordernis der politischen Praxis. Deutschland fordert seine volle Anerkennung als , souveräner Staat. Nur wenn dieser Grundsatz Deut- • scher Außenpolitik bei den Besprechungen in Lon- । don volle Beachtung findet, können sie mit einem Erfolg rechnen. _ . ., . : Aber vorerst bestehen zwischen Frankreich und , England selbst noch sehr beträchtliche Meinungsver- - schiedenheiten. Die englische Politik denkt anschei» , nend zur Befriedigung der französischen Sicherheits- : J? i *• •■n S3 3 ft 6 3 - ? . O ~ S--2 2 * «ÖH, 0 V§ 2.3 2,3 3 Pl n = 2 K« = 3fi nister seien jetzt in der Lage, den Ausführungen ihrer britischen Kollegen entgegenzusehen, da am Freitag in der Hauptsache die Gäste das Wort gehabt hätten. Großbritannien wünscht, daß die Schlußfolgerungen, zu denen man gelangen möge, in keiner Weise als gegen Deutschland gerichtet erscheinen. Großbritannien wünsche der Lage Deutschlands voll Rechnung zu tragen und wolle sein ganzes Gewicht in die Waagschale wer- fen, um eine Einigung zu erzielen, die auch Deutschland unterzeichnen könnte, ohne dadurch in seinem nationalen Ansehen Einbuße zu erleiden. , , . _ . „Daily Herold" schreibt, man sehe in London ein, daß es keinen Zweck hätte, irgendeinen endgültigen englisch-französischen Plan auszuarbeiten, den man Deutschland mit der Ausforderuna überreichen könnte, ihn entweder anzunehmen oder abzulehnen. Ferner sei englischerseits das Bestreben vorhanden, die regionalen Sicherheitspakte oder Paktpläne in einen gesamteuropäischen Pakt e i n z u a r b e i t e n , der für alle Staaten annehmbar wäre. An die Stelle eines Angebots an Deutschland würde dann ein Vorschlag an alle wünsche an einen Ausbau vonLocarno, einmal im Sinne einer Ausdehnung auf die Luftwaffe, dann durch Erweiterung zu einem allgemeinen Garantiepakt, in den alle regionalen Sicherhettsab- kommen eingebaut werden könnten. Frankreichs Wünsche werden vermutlich weitergehen. Wenn es schon die alte Hoffnung auf Wiederherstellung der entente cordiale und ihre Verbindung mit der französisch-russischen Allianz nicht verwirklichen kann, so wird es doch von England handgreifliche Bürgschaften für die Einhaltung des Rüstungsabkommens zu erreichen trachten. Weiter geht sein Streben nach festen Zusicherungen Englands im Falls einer Verletzung des Locarnoabkommens durch Deutschland. Man möchte England nicht die Freiheit der Entschließung belassen, wann es einen Angriff für gegeben erachtet und sein Eingreifen für not- wendig hält. Aber es ist kaum anzunehmen, daß die britische Regierung über die bestehenden Bindungen hinaus sich auf irgend etwas festlegen wird, das vor dem Lande zu vertreten, ihr bei der bekannten Angst der britischen Oeffentlichkeit vor Verstrickung in kontinentale Händel äußerst schwer fallen mußte. Nicht anders ist Englands Einstellung zu dem Pakt- fystem, das die französische Politik mit großer Emsigkeit aufgebaut hat und dessen Krönung durch den Beitritt Deutschlands und Polens und den Segen Großbritanniens sie nun erhofft. Wir wissen nicht, ob England es auf nehmen wird, sich m Berlin in dieser Richtung zu verwenden auf bit Gefahr hin, sich einen Korb zu holen, denn Deutschlands Abneigung gegen die Uebernahme unübersehbarer Verpflichtungen ist so bekannt wie seine Bereitwilligkeit zum Abschluß von klaren zwetseitigea Nichtangriffsverträgen mit allen seinen Nachbarn, in erster Linie mit Frankreich. Ob Englands Vermittlung, auf die man in Paris so entscheidenden Wert legt, dabei tatsächlich so unentbehrlich ist, mutz nach Erfahrungen früherer Jahre bezweifelt wer- den. Die englische Politik neigt leicht dazu, aus Nühlichkeitsgründen die Erfordernisse der Billigkeit beiseite zu schieben und auf Kosten Deutschlands dem französischen Freund Geschenke zu machen, um ihn bei guter Laune zu erhalten. Geben rotr uns keinen voreiligen Hoffnungen hin, dann wird uns das Ergebnis der Londoner Besprechung auch nicht enttäuschen können. Für England liegt die Schwierigkeit des Problems darin, die deutsche Forderung nach praktischer Gleichberechtigung mit der französischen Forderung nach erhöhter Sicherheit in Einklang zu bringen. England scheint davon ausgehen zu wollen, daß es an der Zeit sei, die einseitigen EntwaffnungsbestiM» Staatssäckel “dne’Äte Belastung' (ein, und zuml mungen die dritten stehen (pät-sten- im Jahre 1936 di- Paria- > land und (-men Verbündeten auserleg.e, °urq em au ‘ 3 $3 i»a£ I, .253 Nr 28 Erster Blatt 185. Jahrgang Samstag, 2. Sebruar 1935 Ä Annahme von Anzeigen Erscheint täglich, außer ÄH® W W für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags ▼ _ ▲ I ▲ AA bis 8'/,Uhr des Vormittags =EB= fiti AKAit At* HltlMAiM* s E- Vllvnvllvl ^UlwlUvl WM Auch bei Nichterscheinen ■ ■ Qf Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern IV^ Stellen-, Vereins», gemein. MDL General-Anzeiger für Oberhessen ZWW richten: Anzeiger Gießen v w • behördliche Anzeigen 6 Rpft $ten^nÄ‘nll686 Druck und Verlag: vriihl'sche UniverfitSIrvuch- und Steindruckerel «.Lange in Stehen. Schriftleitung und SeschSftrftelle: schulstrahe 7 M°ng°n°bfchwn-St°ff-m :stklässige Sicherheits- befaßte sich die Konferenz sofort mit den Kernfragen, Garantie, die ihr damals durch die Weigerung der wobei die Sachverständigen auf beiden Vereinigten Staaten entgangen war. Wenn Frank- Seiten naturgemäß eine wichtige Rolle spielten, reich sich in den folgenden Jahren mit wilder Hart- Hohe Beamte des britischen Foreign Office wurden näckigkeit an die Nockschöße Englands zu klammern ständig zu den Besprechungen hinzugezogen Man uchte, um abwechselnd unter Beschwörungen unb nimmt an, baß eine eingehenbe Erörterung über bie Drohungen bem ehemaligen Bundesgenossen förm- Bebingungen ftattfanb, unter benen em Rustungs- liche Verpflichtungen zum Schutz der Sicherheit b e s ch r ä n k u n g s a b k o m m e n in Europa er- Frankreichs abzupressen, so geschah dies aus bem zielt werben könnte, bas Deutschlanb Gleich- durchaus richtigen Gefühl heraus, daß die Wieder- berechtigung bieten würde, das Reich in den Herstellung der britisch-französischen Dorkriegsentente Völkerbund zurückbrächte unb zugleich alle Bündnisse, die Frankreich in Sorge um die bas Sicherheitsverlangen Frankreichs Sicherung des Versailler Zustandes mit den jungen und aller anderen Länder gewährleistete. Die letzte Staaten des Ostens und Südostens geknüpft hatte, Frage umfaßt unvermeidlicherweise das Problem überflüssig machen werde. Aber während der auf einer britischen Garantie, das naturgemäß Versailles folgenden Jahre war die französische Po- beträchtliche Schwierigkeiten bietet. litik von diesem Ziel weiter entfernt denn je. Der Gegen 19 Uhr verließen die französischen Minister Kampf um die deutschen Reparationen kühlte das Downingstreet. Nach Beendigung der Verhandlun- französisch-britische Verhältnis beträchtlich ab, es gen veröffentlichte das Foreign Office folgende erreichte feinen tiefsten Grad zur Zeit ber amtliche Mitteilung: „Ministerpräsident R u h r b e f e tz u n g , die von einem heftigen diplo- Macdonald, Baldwin, Sir John Simon unb Eben matischen Notenkrieg zwischen PoincarS und Lord hatten heute in der Downingstreet Nr. 10 eine Curzon, dem damaligen Leiter des Foreign Office, Sitzung mit dem französischen Ministerpräsidenten begleitet wurde. Curzons größter diplomatischer Er- Flandin und dem Außenminister Laval. Die beiden folg gegen Poincarss Rheinlandpolitik war die Vor- Sitzungen am Vor- unb Nachmittag galten einer bereitung bes Zusammenbruchs ber, Separatisten- allgemeinen Prüfung ber Hauptfragen ber euro- herrfchaft in der Pfalz durch den berühmten Bericht päischen Politik. Die Minister werden die Prüfung des britischen Generalkonsuls Clive. dieser verschiedenen Probleme in der nächsten Sit- Wenige Tage später, Januar 1924, kam die erste zung, die für S a m s t a g n a ch m i 11 a g angesetzt Arbeiterregierung ans Ruder. Auch in Frankreich ist, fortsetzen, so daß am Vormittag private löste der biegsamere Rabikalsozialist Herriot bas Be f pr e chu n ae nftattfmben können Sie waren durch bas Ruhrabenteuer schwer diskreditierte Sy- uber den Geist freundschaftlichen Ver- stem Poincar^ ab Eine neue Phase des Ringens trauens erfreut, m dem ber Gebankenaustausch um die Herstellung des alten Vertrauensverhält- stattfand und weiter stattfinden wird niffes zu England begann. Mit dem Genfer Wie Reuter erfährt, ist von französischer Seite ein Protokoll vom Oktober 1924 gedachte Herriot Abrüstungsabkommen für Luftwaf- das Ergebnis feiner Bemühungen um eine Beteili-Ifen zur Erörterung gestellt worden Ferner fei aunq Englands an neuen Bürgischaften für den auch die Frage der Zahl der m Deutschland tmli» Trieben (lies- für ben Versailler Vertrag) in bie tärisch Ausgebilbeten aufgeworfen worben. In un» Steuern zu bringen. Aber wenige Monate später terrichteten Kreisen unterstreicht man, daß man für rouxbe Macbonald gestürzt. Im März 1925 lehnte die englisch - französischen Bespre- England die Ratifizierung des Genfer Protokolls ch u n g e n feine greif baren Erg ebn t ff e ab Die Initiative für die Schaffung eines neuen zu erwarten habe. Die Zusammenkunft habe l e - Sicherheitssystems ging auf andere Männer über: bi glich einen Austausch ber Ansichten Chamberlain Briand und Stresemann. Aus einem bezweckt und sei nicht zusammenberufen worden, um zweiseitigen Verhältnis gegen Deutschland, wie es irgendwelche konkreten Vorschläge zu prüfen. Flcm- ^rankreich bis dahin erstrebt hatte, wurde ein vier- bin unb Laval beabsichtigten, in persönlichen Kon- kitiaes m i t Deutschland. England und Italien takt mit Macdonald und anderen englischen Staats- libernahmen im L o c a r n o p a k t die Garantie der männern deren Ansichten über zahlreiche europäische deutsch französischen Grenze. Regierung unb öffent- Fragen kennenzulernen. Die Unterhaltungen seien liche Meinung in Großbritannien sahen namentlich in freimütigster Weife geführt worben. Man erkläre, unter konservativem Regime dieses Engagement daß eine beachtliche U e b e r e t n ft t m m u n g Englands auf dem Kontinent als ein für britische in ber grunbsätzlichen Beurteilung ber be&onbetten Tradition unerhört großes Opfer, das dem franzo- Fragen zu verzeichnen fei. Die französischen Mi- sjschen Sichecheitsbebürfnis gebracht werde, aber E——■————1 unbedingt genügen müsse, um von dieser Basis aus Frankreich die Möglichkeit zu geben, in direkter mentswahlen vor der Tur. Mit einem großen sicht- Aussprache mit Deutschland das gegenseitige Ver- baren außenpolitischen Erfolg wie dem Adschlutz dältnis zu klären. Diese so hoffnungsvoll begonnenen eines Rüstungsabkommens, an dem andere Jahre Bemühungen sind indessen unter dem Störungsfeuer hindurch erfolglos herumgedoktort haben, würde ine Voincaräs schon versackt, als noch Briand unb nationale Regierung Macbonalb - Balbwrn - Simon Stresemann am Ruder waren. Lavals unb Brianbs vermutlich schon früher vor bas Lanb treten, um »efucb in Berlin, September 1931, unb bie Konfe- bie Verlängerung ihres Manbates zu erbitten. Die niu von Lausanne, Juli 1932, blieben Episoden, französisch-italienische Einigung in Rom und die die an sich schon von zweifelhaftem Wert, auf die deutsch-französische Zusammenarbeit bet der Ruck- maäüenbe Tendenz Frankreichs, sich direkten Unter- gliederung des Saargebiets scheinen ben britischen baltunaen mit Deutschland zu entziehen, keinen Staatsmännern Aussichten auf eine günstigere hemmenden Einfluß ausüben konnten. Unter Atmosphäre zu bieten. Man lud also Flandin D a r t h o u kam in den ersten Monaten des Jahres und Laval nach London ein. Aber zwischen Ein- 1934 diele Tendenz zum vollen Durchbruch unb labung unb Ankunft ist schon viel Wasser m ben parallel damit natürlich die verstärkte Bemühung, Wein geraten. In Frankreich ist das alte Mißtrauen einem rings um Deutschland sorgfältig ausgebauten in ben ehrlichen Friedenswillen Deutschlands von Bündnissystem die alte Entente mit England als ber chauvinistischen Presse der Rüstungsindustrie wertvollstes Stück einzufügen. Die seit der Macht- und des Generalstabs eifrig geschürt worden unb ergretfung bes Nationalsozialismus in Deutschland bie innerpolitische Stellung des Kabinetts ist nicht mit neuem Elan einsetzenden Bestrebungen, tn direk- j0 stark, daß es die von dieser Seite geltend ge- ter Aussprache analog dem für die Gestaltung des machten Forderungen auf Verstärkung der fram Verhältnisses zu Polen mit so sichtlichem Erfolg an» Mischen Rüstungen und englischen Bürgschaften für gewandten Verfahren auch zu einer Verständigung bie Durchführung des Rustungsabkommens einfach mit Frankreich zu kommen, fand in amtlichen Krei- überhören könnte. Auch von den Verbündeten im kn Frankreichs^keine Gegenliebe. Die offenen An- Südosten, ber Kleinen Entente, burch die römischen geböte des Führers unb Reichskanzlers wurden bis- Besprechungen über einen Donaupakt argwöhnisch lang nur in französischen Frontkämpferkreisen be- geworden, machen sich Einflüsse tn gleicher Rlch- achtet, während die Regierung zur Zeit Barthous tung geltend. und wenn auch in verbindlicheren Formen auch So sind die französischen Staatsmänner nicht m unter Laval der deutschen Einladung zu einer DOner Handlungsfreiheit noch London gefahren. Es direkten Aussprache über einen deutsch-französischen fann sich ja auch nicht darum handeln, nun in Nichtangriffspakt mit sichtlichem Mißtrauen be- London zu festen Abmachungen zu kommen, bie aegnete man gleichsam ultimativ Deutschland zur Annahme Man lebte in Daris erneut alle Hoffnung auf ober Ablehnung vorlegen roürbe.JEnglanb mürbe innerpolitifd)en Gründen auf eine vertrag .che B^van J», «äJfiSßrit ÄraMeme grenzung ber Rüstungen hin, einmal weil es mu einem befriebeten Europa im Rücken sich in voller Konzentration feinen großen überseeischen Interessen roibmen möchte, zum anberen mürbe •in hemmlungsloses Wettrüsten selbst für ben in den letzten Jahren wieder angereicherten englischen gelehnt, damit entfiel nach den Bestimmungen des Vertrages auch für England die Notwendigkeit, sich an ihn gebunden zu halten. Seit dieser Enttäuschung i’jjiacoonaiu uie u-iuiieiLuiHen uuu ist die französische Politik bis zum heutigen Tage ber Antwortrebe Flanbins, bie eine allgemeine rastlos auf ber Suche gewesen nach einem voll- Darlegung bes französischen Stanbpunktes war, wertigen Ersatz für eine erstklassige Sicherheits- befaßte sich bie Konferenz sofort mit ben Kernfragen, 5 2.3 5*5 3 o 22.2. 0-2 « p ® * C--21 S--2»3 _ 7 0 a 3* 3- s 0 tt 3» 61 ' Z- europäischen Staaten treten, ber die o o 11 4 Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung, den Plan für die allgemeine Rüstungsbeschränkungund einen allgemeinen europäischen S i ch e r h e i t sp ak t umfassen würde. Das ganze würde i n b a s N a y ■ menroert bes Dölkerbunbes eingearbeitet merben. Das pariser Scho. Flandin und Laval vertreten „mit unbeugsamer Festigkeit" ihre Forderungen. Paris, 2. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Aus bcnt ersten ßonboner Verhanblungstag haben bie Sonber- berichterstatter der französischen Presse den Eindruck gewonnen, daß trotz ber herzlichen Atmosphäre e i rt greifbares Ergebnis nicht erzielt worben ist, unb baß man noch nicht sagen könne, ob bie Verhanblungen überhaupt zu einem praktischen Ergebnis führen werben, ba bie englische unb bie französische Auffassung von ganz verschieb, benen Grunbsätzen ausgehen. „In ihrem Wunsche, zwischen Frankreich unb Deutschland zu vermitteln, um ihre Abrüstungsthese weiter verfolgen zu können, schlagen die Engländer uns nichts Greifbares vor", schreibt der „Matin". Entgegen allen von der englischen Presse verbreiteten Meldun- aen ist kein endgültiges Abkommen und keine sensationelle Erklärung beim Abschluß der Verhandlungen zu erwarten. Eine Verlautbarung wird selbstverständlich das herzliche Einvernehmen feststellen, das aber ist auch alles. Aus den Berichten über die gestrige Verhandlung scheint hervorzugehen, daß Flandin und Laval „mit unbeugsamer Festigkeit" die Forderung vertreten haben, daß Deutschland dem 0 ff - und Mitteleuropapakt beitreken und auch in den Völkerbund zurückkehren müsse, bevor Frankreich sich auf eine Verhandlung über die Abschaffung von Teil V des Versailler Vertrages einlassen könne, während die englischen Minister die Richtigkeitserklärung von Teil V als Voraussetzung für eine Berlin, 2. Febr. (DNB. Funkspruch.) Vor 20 000 politischen Leitern, die den Sportpalast überfüllten, hielt der Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels eine Rede, die kaum ein einziges Gebiet der aktuellen Fragen des Staats- und Parteilebens unberücksichtigt ließ. Der Gauleiter schilderte eingangs die Lage der Partei im Dezember 1932. Die Lage in Deutschland war so bedrohlich geworden, daß man ihrer mit den gewöhnlichen parlamentarischen Mitteln nicht mehr Herr werden konnte. Anders wäre es auch gar nicht zu erklären, daß die Uebernahme der Regierungsgewalt durch den Führer nicht den geringsten Widerstand fand. Man war im gegnerischen Lager verrannt genug zu glauben, daß auch wir die Macht schon bald wieder abgeben würden. Niemand glaubt mehr daran, daß der Nationalsozialismus je noch einmal das Feld räumen könnte. Mögen Fehler gemacht worden sein, mögen Mängel da und dort unterlaufen — sie reichen insgesamt nicht dazu aus, uns die Erfolge streitig zu machen und den Nationalsozialismus in seiner Kraft und in seiner Macht zu brechen. Sein Ende ist überhaupt unvorstellbar. Vier Jahre Zeit hatten wir bei der Machtübernahme verlangt, und schon jetzt sind Zweidrittel unseres Auftrages erfüllt. Gewiß, unsere Regierung hat dabei auch Glück gehabt, während den verflossenen Parteien Gott seine Hilfe versagte, obschon sie manchmal so taten, als ob er ihr Fraktionskollege wäre. (Stürmische Heiterkeit.) Das Regime steht. Mit Initiative, Mut und Ideen geht es an die Zeitprobleme heran. Es wird manchmal geklagt über die Höhe der Steuern. Aber man soll sich doch vergegenwärtigen, daß wir in der Zeit, da wir regieren, auch keine Schulden gemacht haben. Wan darf auch nicht außer acht lassen, daß wir die auf allen Gebieten angebahnten Reformen ohne starke innere Erschütterung durchgeführt haben. Das war möglich, weil wir sie nach und nach und immer zur gegebenen Zeil in Angriff nahmen, Schritt für Schritt. Dr. Goebbels verwies auf die jetzt angebahnte Senkung des Zinsfußes, die er als den Anfang eines organischen Umbaues des gesamten deutschen Kreditwesens bezeichnete. Zu geeigneter Zeit begonnen, habe versöhnNchere Haltung Deutschlands bezeichnet hätten. Laval soll sich dabei auf das Sowjetrußland und der Kleinen Entente gegebene Versprechen berufen haben, nicht über die deutsche Aufrüstung zu verhandeln, solange Deutschland nicht dem Ostpakt beigetreten sei. Laval soll ferner den Engländern bedeutet haben, daß der Plan erst eingehende Besprechungen notwendig mache, da auf keinen Fall über den Kopf der kleinen Mächte hinweg ein Beschluß gefaßt werden dürfte, so daß alle weiteren Verhandlungen über die englischen Anregungen nach Genf zu verlegen wären. In den Kreisen der französischen Abordnung scheint man aber weder mit der Bereitschaft Deutschlands, nach Genf zurückzukehren, noch mit seiner Bereitschaft, dem Ostpakt beizutreten, zu rechnen. „Excelsior" führt eine Reihe von Punkten an, in denen die englische Politik für Frankreich beruhigend sein kann. England wünsche zum Beispiel nicht die Abschaffung der Vertragsbestimmungen über die Entmilitarisierung. Es wünsche nicht eine Festlegung der französischen Streitkräfte auf ihren sie sich ohne jede Erschüllerung vollzogen, und keine Fabrik, keine Bank sei dabei zugrunde gegangen. In der Frage der Devisen- und Rohsloffbeschaffung habe es gegolten, entweder das Arbeitsbeschaffungs- Programm aufzugeben, oder aber zeitweilig Schwierigkeiten in kauf zu nehmen. Selbstverständlich habe man sich dafür entschlossen, die Arbeitslosen in den Wirtschaftsprozeß einzugliedern. Infolgedessen habe man natürlich auf dem Gebiet der Devisenbeschaffung zu kämpfen gehabt. Einen nicht zu unterschätzenden vorteil habe diese Zwangslage mit sich gebracht. Die Beschaffung von eigenen Roh - stoffen auf synthetischem Wege sei in Deutschland schon soweit vorgeschritten, daß auf einigen Gebieten bereits eine gewisse Unabhängigkeit vom Auslandsmarkt festzustellen fei. So verdanke die nationalsozialistische Regierung ihre Erfolge nicht allein dem Glück, sondern auch der Rot und der Bedrängnis, die sie gelehrt hätten, die gegebenen Folgerungen aus der Lage zu ziehen. Aber wir hatten schon mitten im Aufbau unserer Wirtschaft dem sozialistischen Teil unseres Programmes Genüge widerfahren lassen. Es gibt wohl in der Welt heute keinen Staat, der sozial so verankert wäre, wie der unsere. So steht die deutsche Arbeiterschaft schon angesichts der erreichten Erfolge mit grenzenlosem Vertrauen zum Dritten Reich und mit Zuversicht schaut das ganze Volk in unsere nationale Zukunft. Mehr und mehr bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß unser Sozialismus nicht eine Phrase oder eine Sache der Theorie ist, sondern eine Sache des Lebens. Bei uns regiert nicht die Wirtschaft die Politik, sondern die Politik die Wirtschaft, und die Minister sind nicht den Wirtschaftskapitänen, sondern die Wirtschaftskapitäne dem Staat untergeordnet. Als Minister, die aus dem Volke hervorgegangen sind und für sich außer einer entsprechenden Lebenshaltung keine materiellen Vorteile verlangen, können wir die ehrlichen Makler sein in der Abwägung der jeweiligen Interessen. Aller wird entschieden nach derFrage des Gemeinwohles. jetzigen Stand. Die englische Regierung fei bereit, d i e Locarnobürgschaften für die Westgrenzen genauer zu umschreiben und wirksamer zu gestalten, so daß kein Zweifel mehr über das englische Eingreifen an der Seite des angegriffenen Staates gegen den etwaigen Angreifer bestehen könnte. Wenn England sich weigere, irgend welchen regionalen Pakten beizutreten, so bedeute dies keineswegs, daß England damit irgendeiner Macht freie Hand für eine militärische oder politische Aktion in Richtung Oesterreich oder Baltikum oder Sowjetunion lassen. Auch werde die englische Regierung sich wahrscheinlich nicht an dem Ausgang von etwaigen Streitfällen desinteressieren, die entgegen den Verpflichtungen des Briand-Kellogg-Paktes die jetzigen Grenzen Europas gewaltsam ändern und durch Gebietsaneignungen die wirtschaftliche und militärische Macht gewisser Staaten vermehren könnten. Die amtliche Mitteilung über das Ergebnis der Besprechungen werde sich über diese Punkte zwar nicht näher auslassen, aber eine solche moralische Versicherung sei immerhin tröstlich. liegt, daß infolge der Monatszuschläge für Getreide manchen Mühlen Besserungen zugestan- d e n werden müssen. Um für solche Gebiete die notwendige Hilfe gewähren zu können, hat die Hauptvereinigung der Getreidewirtschaft die Mahllöhne neu fest- gesetzt und die Errichtung einer Bäckerausgleichskasse beschlossen, aus der ab 1. Februar 1935 Beihilfen gewährt werden sollen. Die Mittel für diese Ausgleichskasse werden durch eine erträgliche Belastung des Weizens bei der Vermahlung aufgebracht. Es werden die notwendigen Anordnungen getroffen werden, um eine Doppelbelastung für Weizen, der mit der bisherigen Ausgleichsabgabe von 3,30 Mark bzw. 2,50 Mark je Tonne belastet ist, zu vermeiden. Außerdem fällt ab 1. Februar 1935 die Gebühr von 1,50 Mark bc^ro. 50 Pf. je Tonne, die bisher für die Ausgleichskasse der Reichsstelle für Getreide erhoben wurde, fort. Vom 1. Februar ab sind für die Bemessung des Mehl- Moskau, 31. Jan. (DNB.) Im Kongreß der Sowjets erklärte der stellvertretende Volkskommissar für Verteidigung, Tuchatschewski, u. a.: „Die Rote Armee besteht zu 45,5 v.H. aus Arbeitern und Rotarmisten, die Bauernschaft stellt 90 v. H. der Armee aus ihren Kollektivwirtschaften. Es ist daher begreiflich, daß die Masse der Roten Armee Feinfühligkeit und große Aufmerksamkeit allen Beschlüssen der Partei gegenüber an den Tag legt. Die Rotarmisten sind die wichtigsten Vollstrecker dieser Beschlüsse. Der politische und moralische Zustand bei der Roten Armee ist stark wie nie zuvor. Die Rote Armee besteht zu 49,3 v. H. aus Parteigenossen, die aus den kommunistischen Jugendverbänden kamen. Von den Regimentskommandeuren sind fast 72 v. H., von den Divisionskommandeuren bis 90 v. H., von den Korpskommandeuren gar 100 v. H. Parteimitglieder. Die Gefahr eines künftigen Krieges kapitalistischer Staaten gegen Sowjetrußland steht für uns fest. Dafür müssen wir gerüstet sein. Bei der Entwicklung unserer Kriegstechnik lag es Stalin daran, das Flugwesen, die Tankgeschwader und die modernste Artille - r i e zu verstärken. Das Flugwesen ist seit dem 6. Sowjetkongreß um 3 30 v. H. gewachsen. Die Geschwindigkeit unserer Jagdflugzeuge und Bombenflugzeuge wurde um dasanderthalb- sache vermehrt und ihr Aktionsradius verdoppelt. Die Ladefähigkeit der Bomber ist verdreifacht worden. Die Tankwaffe hat seit dem 6. Sowjetkongreß folgende Vergrößerung erfahren: Kleintanks um 2475 v. H., leichte Tanks um 760 v. H. und mittlere Tanks um 792 v. H. Die Maschinengewehrbestände für Schützen- und Kavallerieverbände haben sich verdoppelt. Preises an Stelle der Notierungen an den Groß« Märkten die Festsetzungen der Getreidewirtschasts« verbände maßgebend. In allen Teilen des Reicher bleibt demnach auch in Zukunft der bisherige Brotpreis unverändert. Binnen kurzem wird eine Brotmarktordnung erlassen werden, um die sonstigen Verhältnisse auf dem Brot« markt zu bereinigen. Arbeit am Soden und Menschen. Zehn Jahre Landeskulturgenossenschaften. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Der Verband deutscher Landeskulturgenossenschaften veranstaltete anläßlich seines zehnjährigen Bestehens eine festliche Kund- aebung, der u. a. Reichsminister und Reichsbauern» sichrer D a r r 6 und der Reichsarbeitsführer Staats» sekretär H i e r l beiwohnten. Verbandsführer Staats- minifter 9t i e cf e (Detmold) sprach über die Arbeit am Boden. Er hob dabei die Schlüsselstellung hervor, die innerhalb dieser Arbeit eine geregelte Wasserwirtschaft einnimmt. Dazu gehöre die Aufstellung von Generalplänen für das Einzugsgebiet ganzer Wasserlaufsysteme von der Quelle bis zur Mündung. Die Reichsregierung habe die Förderung der Wasserwirtschaft und der Landeskultur nicht nur als Kernstück der Arbeitsbeschaffung, sondern auch als Angelpunkt der Erzeugungsschlacht erkannt, indem sie die für die Durchführung von Wasserwirtschafts» und Landeskulturaufgaben im Jahre 1934 verbrauchten Mittel zusammen mit den Länderregie» rungen und Kreditanstalten auf 382 Millionen Mark steigerte gegenüber nur 46 Millionen Mark im Jahre 1932. lieber die Arbeit am Menschen sprach der Gauarbeitsführer Dr. Deckert. Die nationalsozia» listische Revolution habe ihre letzten Impulse aus der Sprache des Blutes und ihrer Verbundenheit mit dem deutschen Boden empfangen. Daher sei die Arbeit am Boden nur denkbar in Verbindung mit der Arbeit am Menschen. Wer im Arbeitsdienst ein Jahr seines Lebens freiwillig für fein Volk gebe, der wisse, daß er hier nicht nur Erde bewege, sondern daß er Brot und Freiheit seines Volkes sichere. In der freiwilligen Gemeinschaft des Arbeitsdienstes bringe die Jugend freiwillig das Opfer der freudigen Unterordnung. Unter dröhnendem Beifall schloß der Gauarbeitsführer: „Wir schaffen, weil wir wissen, daß jederSpatenstichnureinGebet für Deutschland i st!" Die Maschinengewehre für Flugzeuge und Tanks ha- ben sich v e r s i e b e n f a ch t. Die Zahl der Tank» und Tankabwehrgefchütze wuchs um 4,5 v. H., die schweren Geschütze verdoppelten sich, die Qualität unserer Artillerie entwickelt sich rasch. Statt der vor- aosehenen 1665 Millionen Rubel erreichten die Ausgaben des Volkskommissariats für Verteidigung fünf Milliarden, für 1935 sind 6,5 Milliarden Rubel für das Volkskommissariat zur Verteidigung vorgesehen. Unsere Kriegsausgaben machen nur 10 v. H. des Gesamtstaatshaushalts aus, während Japan 46,5 v. H. und Polen 40 v. H. für Landesverteidigungszwecke ausgeben. Die Ausrüstung der Ar- mee mit F u n k st a t i o n e n schreitet fort. Seit dem 6. Kongreß nahm die Zahl der Rundfunkstationen um 1750 v. H., der Flugfunkstationen um 1900 v. H. zu. Die S e e f l o t t e ist seit dem 6. Kongreß gleich- falls beträchtlich vermehrt worden. Seit dem 6. Kon- greß haben bei der Flotte die U-Boote um 5,3 v. H., die Wachschiffe um 11 v. H. und die Torpedoboote um 4,7 v. H. zugenommen. Die West- und Ostgrenzen wurden weiter befestigt, die Festungen liegen so nahe an der Grenze, damit der Feind nicht ungestraft sowjetrussischen Boden betreten kann. Die Verh ältnisse im Fernen Osten haben uns gezwungen, ein ganzes System selbständiger Teile sämtlicher militärischen Verteidigungsgattungen zu schaffen. Wir konnten 1934 eine ganze Reihe neuer Truppeneinheiten auf die Beine stellen. Die zahlenmäßige Stärke der Roten Armee wurde auf 940 000 Mann festgelegt. Die Rote Ar- mee, so schloß Tuchatschewski seine von stürmischem Beifall und Ovationen für Stalin, Woroschilow und die Armee unterbrochene Rede, wird jeden z e r • schmettern, der es wagt, uns anzugreifen. Als gleichberechtigte Partner wollen wir an der Befriedung Europas mitarbeilen. Partei und Staat sind in der Zenttalidee unserer Weltanschauung so verzahnt und verklammert worden, daß man sie gar nicht mehr auseinanderreißen kann. Die Idee überdacht alles. Partei, Staat und Wehrmacht sind die Organisatto- nen der Idee in chrer Ausführung, und auf den Säulen dieser Organisationen steht fest, legal und unerschütterlich das nationalsozialistische Regime. Dadurch sind wir in die Lage versetzt worden, eine aktive Außenpolitik zu betreiben, bei der wir ja vor zwei Jahren ganz besonders trostlose Verhältnisse vorfanden. Man hat im Ausland lernen müssen, daß man ein deutsches Rein als ein Nein und ein deutsches Ja als ein Ja hinnehmen muh. Wenn man von uns fordert, daß auch wir uns für eine Befriedung Europas einfehen, dann muß man uns auch als gleichberechtigte Partner in Kauf nehmen! Es muß das eine tatsächliche Gleichberechtigung sein, die nicht mit moralischen Phrasen entwertet wird. Das heißt nicht etwa, daß wir den Krieg wollen. Wir wollen nicht eine Armee, um Krieg zu führen, sondern um den Frieden zu erhalten. Denn ein ohnmächtiges Land ist geradezu eine Einladung an die Welt, es zu überfallen. Unsere Entschlossenheit zur Erkämpfung der deutschen Gleichberechtigung ist unerschütterlich! Sie kann überhaupt nicht abgehandelt werden. Ob wir kommenden Vereinbarungen beitreten, das hängt in erster Linie baoon ab, ob wir das tun können, a t s souveräner und gleichberechtigter Staat. Von einer Rückkehr in den Völkerbund kann solange keine Rede sein, als wir mit den anderen Rationen keine gleichen Rechte haben, wir sind jederzeit bereit, am internationalen Frieden milzuarbeiten und unseren Zoll zu entrichten für die Konsolidierung Europas. Unser Abkommen mit Polen hat auch bewiesen, daß wir entschlossen sind, für den allgemeinen Frieden Opfer zu bringen. Es ist unser ernst- Hafter Wille, dem gequälten Erdteil Europas Frieden zu geben. Aber da ein solcher Friede von Dauer sein soll, kann er nicht auf der wankenden Basis ungleicher Rechte errichtet werden. Der Gauleiter klärte bann bas Verhältnis Zwischen Parteigenossen und Nichtparteigenossen dahin: Wir wollen dem Nichtparteigenossen keineswegs seine Betätigung im kulturellen Leben beschränken. Aber die Politik wird von der Partei gemacht und ba soll uns niemand ins Handwerk pfuschen. Daß im übrigen eine Partei mit mehreren hunderttausend politischen Leitern auch hier und ba einen unzulänglichen Amtswalter auszuweiisen hat, ist nur natürlich. Haben wir ihn erkannt, so wird er ausgeschaltet. Aber keineswegs geben wir unsere Hand dazu, einen Parteigenossen, der der Partei ehrlich gedient hat, deshalb gleich abzusetzen, weil er einmal einen Fehler gemacht hat. Da erklären wir uns solidarisch mit ihm, denn er ist immer noch weit besser als der Spießer, der gar nichts getan und nur gemeckert hat. (Stürmischer Auch öffentliches Auftreten ist für uns nur ein Mittel zum Zweck. Wir müssen es ebenso beherrschen wie alle anderen Gebiete. Nur muß der Nationalsozialist dabei immer bleiben, was er ist. Jedes Gebiet, das wir freiwillig aufgeben, überlassen wir damit unseren offenen oder getarnten Gegnern. Deswegen sollen und dürfen Amtswalter wie Minister sich dadurch nicht ändern. Unsere Parteigenossen, die in langer Kampfzeit bewiesen haben, daß sie Opfer bringen und Entsagung üben können, haben es nicht nötig, ihre Ehrlichkeit und Lauterkeit täglich aufs neue zu verteidigen. Dr. Goebbels schloß mit dem Bekenntnis zur Kraft des deutschen Volkes, das heute als ein stahlharter und geschlossener Willensblock dasteht, der nicht mehr auseinander gebrochen werden kann. Die Welt muß ein Einsehen haben. Mit dieser festen Ueber- zeugung gehen wir voll Mut und Vertrauen in das dritte Jahr unseres Ausbaues, mit uns als Mahnspruch die leuchtende Parole: Ueber uns die Fahne, und vor uns der Führer! Stabile Brotpreife. Berlin, 1. Febr. (DNB.) Die Festpreise für Getreide sind seinerzeit so bemessen worden, daß die B r o t p r e i f e während des ganzen Wirtschaftsjahres im allgemein unverändert bleiben können. Wenn daher auch ttotz der weiterhin vorgesehenen Monatszuschläge beim (Betreibepreis (Report) im großen und ganzen dem Backgewerbe die Aufrechterhal- tung des jetzigen Brotpreises zugemutet werden kann, so sind aus bestimmten örtlichen Gründen in einigen Gebieten doch besondere Hilfsmaßnahmen notwendig geworden, um öie Mehlpreise für das Backgewerbe während der restlichen Monate des Getreidewirtschaftsjahres auf angemessener Höhe zu halten. Aehnlich gibt es auch Gebiete, in denen der Mahllohn so niedrig polens außenpolitische Linie. Oberst Beck betont die Selbständigkeit der polnischen Außenpolitik. Warschau, 1. Febr. (DNB.) Der polnische Außenminister Oberst Beck gab im Sejmausschuß ür auswärtige Angelegenheiten einen Ueberblick über die polnische Politik des letzten Jahres. Er wies darauf hin, daß vor wenigen Tagen die Presse dem Jahrestag des deutsch-polnischen Abkommens viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. „Wir können ohne weiteres sagen, bah dieses bedeutsame Abkommen, belebt von offenem Friedenswillen, in dieser Periode seine Lebensprüfungin vollem Ausmaß bestanden hat und in viele Gebiete unseres Alltagslebens auf beiden Seiten der Grenze eingegriffen hat. Der in ihm ausgedrückte Wille einer guten Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen hat den Weg bereitet, um viele praktische Fragen zu lösen, klarsten Ausdruck hat das in den Verhandlungen gefunden, die zur Aufhebung des sogenannten Zollkrieges zwischen unseren beiden Staaten führten." Landwirtschaft, Handel und Industrie fänden all- mählich den Weg des natürlichen Austausches wie- der. Diese Erscheinungen hätten neben ihrem materiellen Ausdruck im Wirtschaftsleben beider Staa- ten zweifellos auch weitgehende psychologische Bedeutung. Die auf dem Gebiet der Wissenschaft, der K u n st, der Presse, des Fremdenverkehrs und des Sportes angeknüpften Beziehungen hätten ähnliche Bedeutung. In Besuchen hervorragender politischer Persönlichkeiten habe die Fühlungnahme der beiden Völker ihren Ausdruck gefunden, so im Besuch des Ministers Dr. G o e b - b e l s und Im Besuche des Ministerpräsidenten Göring. Bei allen Äerhandlungen zwischen Polen und der Reichsregierung habe man viel guten Willen feststellen können; bas sei ein reales Ergebnis des Abkommens. Minister Beck kam bann auf den Ostpakt zu sprechen. Das ältere Thema diplomatischer Verhandlungen auf diesem Gebiete sei bas sogenannte O st • Locarno. Der Name „Ost-Locarno" sei für Polen nicht sehr reizvoll, es habe an die Locarno-Verträge schlechte Erinnerungen, da sie sich mit einem gewissen Stil der Politik der w e st » europäischen Großmächte verbänden, der mit den L e b e n s i n t e r e s s e n Polens in keiner Weise gerechnet habe. Ueber den Ostpakt werde weiterhin verhandelt. Polen müsse vor allem dafür sorgen, daß feine eigenen Errungenschaften keinerlei Schaden leiden, die durch die Zusammenarbeit mit den Rachbarn gegeben seien und die auf eine wirkliche Stabilisierung der Verhältnisse in Rord- osteuropa hinzielen. Von diesen Grundsätzen habe sich Polen bisher leiten lassen und werde es weiterhin tun. Sowohl nach der politischen wie nach der formalen Seite dieses Paktes gebe es fo viele Fragezeichen, daß man das endgültige Ergebnis der Verhandlungen noch nicht voraussehen könne. Abschließend betonte Minister Beck: „Die polnische Politik ist selbstverständlich eine Politik Polens, unsere eigene Politik. Sie kann dem einen gefallen und dem anderen nicht gefallen. Das ist ihr gutes Recht." Auf die Stimmen der Unzufriedenheit, die sich in verschiedenen Ländern zur Politik Polens hören ließen, wolle er nicht eingehen. Eines kurzen Wortes bedürfe nur der Vorwurf, daß Polen sich zu wenig für kollektive Friedensarbeit interessiere. Wenn man nicht Worte und theoretische Erklärungen ins Auge Das Gemeinwohl die Richtlinie nationalsozialistischer polilik. Reichsminister Ör. Goebbels spricht im Berliner Sportpalast. Energischer Ausbau -er Roten Armee. Das pazifistische Sowjetrußland beteiligt sich am Wettrüsten. Aus aller Welt zur Heraus- iD Anweifun- ten. lichen. Elf Todesopfer häufige Erip die ErkältuM sehr leickM allgeroÄ Wei andern. gerne en rooroen. öei oegoum « Hart verschneiten Bahnstrecke ein Güterzua. B Santander wurde ein Arbeiter von einer Lawi iarome Bchandlung Manche überrascht und getütet. tyanflavfri' E R wem Uefl Abteilung .Deutsche Arbeitsfront" in der Reichspropagandaleitung. lies Werter »Ansteckung Wkoidemie WLchutz Ml El ein Mterien finatmen Mch W>e Mer ffrund bei einem Flugzeugunglück Wie bereits durch Aushang bekanntgegeben, verunglückte am Donnerstagabend das planmäßig Streckensiugzeug Königsberg—Vertin der Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft „Derulust" durch unfreiwillige Vodenberührung in stark unsichtigem Wetter bei dem versuch, auf dem Flughafen Stettin zwischenzulanden, an den höhen von podejuch. hierbei kamen . außer der dreiköpfigen Besatzung, die aus Flugkapitän Westphal, dem Funker Kühne und dem Ma- schinisten Zimmermann bestand, acht Fluggäste u m s Leben. Die Hamen der Toten sind: Marschall Freiherr von Biber stein, Königsberg: Dr. Lang. Danzig-Langfuhr; Fraulein Gleih. Danzig; Herr Sonntag, Danzig: Herr von Schulz, Zoppot; Herr Rohde, Königsberg; Herr Rudelsdorff, Berlin; Herr Victor, Bremen. Die Maschine war am Donnerstag um 16 Ahr planmäßig in Danzig zum Fluge nach Berlin geflartef. Infolge des stark unsichtigen Wetters sah sich der Flugzeugführer veranlaßt. Stettin anzufliegen. von wo aus er funkentelegraphisch gepeilt wurde. Das Flugzeug meldete um 18.17 Uhr seine Flughöhe mit 400 Meter, 18 Minuten später besagte ein Funkspruch, daß die Flughöhe 220 Meter betrage. Gleichzeitig teilte der Funker mit. daß er sich die Maschine in den Wolken befinde und die Antenne vereise. Die letzte Funkmeldung wurde um 18.38 Uhr gegeben und gab eine Flughöhe von 150 Meter an. Der Unfall selbst ereignete sich kurz vor 19 Uhr an den etwa 130 Meter hohen Hügeln bei Podejuch. Das Unglück ist der erste schwere Unfall, der die Deutsch-Russische Luftverkehrsgesellschaft In den 13 Jahren ihres Bestehens betroffen hat. Oer Hauptmann-Prozeß Oie Durchführung des Saarurlauberwerkes. Neustadt a.b.S)., 1. Febr. (DNB.) Ser 6 a a r= bevollmächtigte des Reichskanzlers teilt mit, öaß die Durchführung des Saarurlauberwerkes durch die NSV. erfolgt. Diejenigen deutschen Volksgenossen, die Saarurlauber äufnet)» men wollen, müssen dies ihrer zuständigen Gauleitung mitteilen. Es ist also nicht notwendig, die Meldung ihrer Quartiere an den Saarbevollmächtigten oder an Die ßanbeskitung der Deutschen Front aufzugeben. Die NSV. der einzelnen Gauleitungen sammelt die Anmeldungen und stellt die Verbindung zu den in Frage kommenden Organisationen her. Arbeitsdienstpflicht für Führer, Angestellte und Arbeiter des Reichsnährstandes. er der Polizei sogleich Mitteilung machte, als er von der Entführung gehört hatte. Die Polizei habe aber seine Aussagen nicht weiter beachtet, sondern erklärt, daß sie zahlreiche derartige Aussagen mit angeblichen Anhaltspunkten erhalte. Violet Sharpe war Zimmermädchen im Hause der Schwieger- mutter Lindberghs. Violet Sharpe beging, nachdem die Untersuchung der Entführung ausgenommen worden war, Selbstmord. Reilly erklärte, die Verteidigung habe noch 36 Zeugen vorzuladen. Die Verhandlung wurde vertagt. Ministerpräsident Göring beim Berliner Reitturnier. Berlin, 1. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers hat die Reichspropagandaleitung als allein zur Herausgabe von verbindlichen Richtlinien und Anweisungen für alle Gliederungen Der Partei und der ihr unterstellten Verbände für alle Fragen der Propaganda ermächtigt. Um eine einheitliche Linie der Propaganda zu gewährleisten, wird in der Reichs- Propagandaleitung eine selbständige Abteilung „Deutsche Arbeitsfront" mit eigenen Finanzen eingerichtet, deren Aufgabe Die geaalte propagandistische Betreuung der Arbeitsfront und ihrer Gliederungen wie Kraft durch Freude, Reichsbetriebsgemeinschaften usw.. ist. Mit der Leitung dieser Abteilungen bei der Reichspropagandaleitung wird Der Amtsleiter Des Presse- unD Propagandaamtes Der Deutschen Arbeitsfront Pg. Geiger. Berlin, beauftragt. In jeDer OaupropaganDaleitung roirD ebenfalls eine Abteilung „Deutsche Arbeitsfront" errietet, Deren Leiter von Der Arbeitsfront vorgeschlagen unD vom ReichspropaganDaleiter ernannt werben. Eine entsprechend EinglieDerung in Den Propagandaapparat der NSDAP, erfolgt b e i D e n Kreisen, Ortsgruppen und Stützpunk- Die außergewöhnliche Kälte, die seit über acht Tagen in ganz Spanien herrscht, hat nach vorläufigen Schätzungen etwa 80 v. h. der gesamten Apfelsinenernte in der Provinz Valencia vernichtet. Der Schaden, der sich auch auf Die Gemüsepflanzen erstreckt, beläuft sich auf mehrere jjunDert Millionen Peseten. Da Die Erntearbeiten eingestellt unD Dadurch auch Die verwanDten Gewerbe wie Transport- und Verpackungsindustrie lahmgelegt worden sind, verlieren zahlreiche Arbeiter ihr Brot. Das Unglück ist groß. Da bereits Die letzten beiDen Winter infolge ihrer ungewöhnlichen Kälte beträchtlichen Schaben anrichteten. In der Nähe von Lerida sind Temperaturen bis zu 2 6 Grad unter N ul l gemessen worden. Bei Segovia entgleiste auf der n.rtoneiten Balmstr-ck- ein Güterzua. Bei Ein Jahr Südamerika-Luftverkehr der Lufthansa Die Deutsche Lufthansa begeht am 2. Februar den ersten Jahrestag ihres Ozean- Luftverkehrs nach Südamerika. Als vor zwölf Monaten dieser Plan auftauchte, hielt man ihn selbst in Fachkreisen für eine Utopie; jedenfalls wurde befürchtet, daß mit schweren Verlusten an Menschen und Material zu rechnen sein würde, wenn man die Flüge bei jedem Wetter regelmäßig durchführen wollte. Die Erfahrung hat das Gegenteil gelehrt. In 56 Ozeanflügen wurden 700 000 Kilometer ohne jeden Unfall zurück- Der Handschriftenfachverständige T r e n d l e y drückte bet der Vernehmung im Hauptmann- Prozeß in Flemington die Ansicht aus, daß kein einziger Lösegeldbrief von Hauptmann geschrieben worden sei. Trendley behauptete, daß die Sachverständigen der Anklaaebhörde zahlreiche Worte in den Lösegeldbriefen für Vergleichszwecke nicht beachtet hätten. Der Verteidiger Reilly erklärte, die Verteidigung behaupte nicht, daß Isidor Fisch die Lösegeldbriefe abgeschrieben oder das Lind- bergh-Kind entführt habe. Sie behaupte nur, daß Fisch das Lösegeld empfangen habe. Als nächster Zeuge, den die Verteidigung voraeschlagen hatte, wurde der Fingerabdruck-Sachverständige Sommer vernommen; er sagte aus, er habe in der Entführungsnacht auf einer von New Jersey nach Neuyork fahrenden Fähre zwei Männer beobachtet, die nach der Einfahrt der Fähre in Neuyork einer Frau, die ein blondes Kind auf dem Arm hielt, einen Straßenbahnwagen zu besteigen halfen. Sommer gab an, daß er einen der Manner und die Frau auf Photographien wiedererkannt habe. Die Verteidigung stellte dazu fest, daß die von Sommer identifizierten Personen Isidor Fisch und Violet S h a r pfeien. Sommer sagte weiter aus. Daß Die Erklärung des polnischen Außenministers Deck über die Beziehungen Polens zu seinen Nachbarn und über die Einstellung der Warschauer Regierung zu den verschiedenen Sicherheitspakten verdient schon insofern besondere Beachtung, weil sie die absolute Selbständigkeit widerspiegelt, die sich Polen auch auf dem Gebiete seiner äußeren Politik sehr zum Mißbehagen des französischen Bundesgenossen zurückerobert hat. Hier werden nicht mehr irgendwelche Formeln, die am Quai d'Orsay das Licht der Welt erblickten, nachgebetet, so wie das einst bei Herrn Zaleski, den man fast ebenso häufig in Paris wie in Warschau sah, der Fall war. Vielmehr atmet die Erklärung Becks das ganze SAbstbewuhtfein einer Nation, die in er- ft e r Linie an s i ch und dann erst an die Bedürfnisse ihres westlichen Bundesgenossen denkt und die aus dieser Einstellung heraus es nicht abgelehnt hat, sich mit Deutschland zu verständigen. Die französischen Ostpaktwünsche hat Beck ebenfalls durch die Lupe des für Polen sich ergebenden Nutzens betrachtet. Allzu glücklich hat her Oftpakt dabei nicht abgeschnitten, ja, Beck hat ausdrücklich hervorgehoben, daß dieser Pakt die Ergebnisse, die Polen mit seinen Nachbarn erzielte, nicht vernichten dürfe. Das ist nicht mehr und nicht weniger als ein weiteres Bekenntnis auch zum deutfch-polnifchen Abkommen, über dessen Fruchtbarkeit Beck sich eingehend geäußert hat. Wir brauchen den Worten Becks kaum noch etwas hinzufügen. Denn als wir diesen Pakt schlossen, da taten wir es in dem Geiste des Friedens und der gemeinsam e n A u f b a u a r b e i t. Beck hat jetzt bestätigt, daß dieser Geist sich bewährt und durchgesetzt hat. sprach genommen. Gefängnisstrafe für einen verantwortungslosen Wagenlenker. Das Schnellschöffengericht Berlin verurteilte den 37jährigen Richard Malitz, der am 23. Januar mit einem Kraftwagen in eine Kolonne marschiere nd er H i 11 e r - I un g e n gefahren war und dabei einen von diesen getötet und mehrere z. T. s ch w e r v e r l e tz t hatte wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einem Jahr drei Monaten G e - f ängnis. Der Angeklagte will die fragliche Kreuzung mit nur etwa 10 Kilometer überquert haben. Er habe sofort gebremst. Malitz bestritt auch, b e- trunken gewesen zu sein; er habe nur im Lause des Tages etwa drei Glas Bier und zwei Schnapse getrunken. Diese Behauptung wurde durch die Feststellung der Sachverständigen widerlegt, die bei dem Angeklagten durch eine Blutprobe noch etwa drei Stunden nach dem Unfall eine Alkoholmenge feststellten, aus der sich ergab, daß Malitz mindestens das doppelte Quantum zu sich genommen haben müsse. Der Staatsanwalt bezeichnete Malitz als voll verantwortlich für das Unglück. Der Angeklagte fei mit feinem „geradezu vorsintflutlichen Vehikel , dessen Windschutzscheibe vollständig verschmutzt gewesen sei, in die marschierende Kolonne hmem- gefahren. Hinzu komme, daß der Angeklagte „zweifellos alkoholisiert" gewesen sei. Der Anklagevertreter betonte, Daß marschierenDe Kolonnen befonberen Schutz finden müßten. Biet Angestellte wegen Lebensmittelschiebungen in der Sowjetunion erschossen. In Tjumen im Uralgebiet sind vier Angestellte der Genossenschaft, Die im Jahre 1934 große Schiebungen mit Lebensmitteln ge- macht und DaDurch Die Versorgung Der m Den Gold- qrubcn beschäftigten Arbeiterschaft mit Brot und anderen Lebensmitteln gefährdet hatten, zuml Tode durch Erschießen verurteilt worden; die Urteile sind vollstreckt worden. Schlimme Folgen Der Kälte in Spanien. fasse, sondern reale Schritte, um Die nach- darlichen Beziehungen zu bessern, (Streitfragen zu entschärfen und die Möglichkeit von Konflikten zu verhindern, so brauche Polen einer solchen Aussprache über den Wettstreit in Friedensbestrebungen nicht auszuweichen. In der Aussprache über Die Erklärungen Des polnischen Außenministers wurde von den Rednern Der NationalDemokraten, Die völlig im französischen Fahrwasser segeln, unD Der links° stehenden Opposition Becks Politik an« Gegriffen, in erster Linie, weil sie zu einer Entkern d u n g von Frankreich und zu einer eundschaftlichen Annäherung mit Deutschland führe, während doch ein enges polnisch-französisches 23er- hältnis Das Fundament Der polnischen Politik fein müßte. Ein ReDner Des Regierungsblocks betonte unter voller Billigung Der Beckfchen Politik, sie habe sich sowohl für Die Interessen Polens als auch für Die FörDerung Des europäischen FrieDens überhaupt glänzend bewährt. Die wieder völlig ausverkauft« Nachmittagsveranstaltung Des Berliner Reitturniers am Freitag erhielt durch Den Befuch Des Ministerpräsidenten General Goring und Des Reichsministers Rust eine besondere Bedeutung. Da das sportliche Pro- ramm etwas mager war, wandte sich die ganze Aufmerksamkeit des Ministerpräsidenten Den Schau- nummern zu, wobei Das „Denkmal Der Hannover- chen Pferdezucht" mit Den Vorführungen des niedersächsischen Wappenhenastes seinen besonderen Beifall fand. Als Abschlußprüfung Der Nachmittagspringen stand ein Juniorenpreis auf dem Programm, wobei die jungen Reiter, Die sämtlich nicht über 15 Jahre alt waren, auch über Sprünge ge« ührt wurden. Der Ministerpräsident war von Den Leistungen dieser Kleinsten so begeistert, baß er Die zahlreichen Ehrengaben persönlich überreichte. Dildschwelnjagd in den Straßen von Vad Kreuznach. Eine aufregende Wildschweinjagd tonnte man in Den Straßen von Bad Kreuznach beobachten. Ein Schwarzkittel, der bei einer Treibjagd in der Nähe der Stadt angeschossen worden war, jagte durch die Felder und machte schließlich in einem Garten Halt. Als Drei Mäner, Die Das Tier erfolgten, es in Dem Garten fanden, versuchten sie es einzufangen. Das Borstentier griff aber feine mit Knüppeln bewaffneten Verfolger an und trieb diese in Die Flucht. Die Männer konnten sich nur dadurch in Sicherheit bringen, daß sie einen Baum erstiegen. Das Tier raste dann durch die Straßen. Cs fiel einen Radfahrer an, der von seinem Fahrzeug stürzte und sich Verletzungen zuzog. Das Platzen eines Radfahrschlauches verhinderte weitere Folgen für Den Radfahrer. Das Tier schreckte durch den Knall zurück und fegte erneut -davon. In einer anderen Straße rannte es wieder einen Radfahrer um. Ein Einwohner, der das Tier zu fangen versuchte, wurde von ihm zu Boden geschleudert. Erst als Der Schwarzkittel Zuflucht in einer Lederfabrik suchte, konnte er eingekreist und schließlich von den Arbeitern unschad- lich gemacht werden. Drei Personen wurden bei dieser aufregenden Jagd verletzt. llnlerschlagungsaffäre am schwedischen Hof. Oie Sowjets wollen ihre Verfassung ändern. Moskau, 1. Febr. (DNB.) An Stelle des ermordeten Mitgliedes des Politbüros Kirow und des verstorbenen Mitgliedes des Politbüros Kuibyschew werden der Volkskommissar für Ernährung Mikojan und der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Volkskommissare Der Sowjetunion Tschudar, Der früher an Der Spitze Der Räteregierung in Der Ukraine ftanD, in Das Politbüro gewählt. Zum Dritten Generalsekretär Der Partei rourDe Jeschow ernannt. Das Plenum Des Kongresses beschloß. Den Vorsitzenden des Rates Der Volkskommissare Molotow zu beauftragen, Dem 7. Rätekongreß einen Vorschlag über 2IenDerungen Der Berfas- jung Der Sowjetunion zu unterbreiten, unD zwar: r. . a) weitere Demokratisierung des Wahlsystems im Sinne eines Ersatzes Der nicht vollkommen gleichen Wahlen Durch gleiche. Der bisher gestaffelten Durch Direkte und der offenen durch geheime; b) Präzisierung der sozialwlrtschastlichen Grundlage der Verfassung im Sinne einer Uebereinftimmung Der Verfassung mit Dem heutigen Verhältnis Der Kräfte Der verschieDenen Klassen der Sowjetunion. Dabei ist insbesondere an eine Abänderung im Sinne der Errungenschaften der Revolution gedacht, d. h. Der Schaffung Der neuen starken Industrie, der Zerschlagung Des Bürgertums, des Sieges des Systems der Kollektivwirtschaften, der Befestigung des fo3ia 1 iftifd)en Eigentums als Grundlage Der Sowjetgefellschast usw. Eine peinliche Unterschlagungsaffare murDe in Stockholm bei Der Hofverwaltung Des Prinzen Carl, eines Bruders Des Königs von SchweDen, aufgedeckt. Der Kammerherr Des Prin- zen, Freiherr von S t i r n ft e D t, ist von Der Kriminalpolizei feftgenommen roorDen. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, Daß Der Kammerherr sich sowohl an Dem Vermögen Des Prinzen als auch an Den Geldern der „Seraphin-Ordens-Kaffe , Die Dem Prinzen unterstand, vergriffen hat- Die Der- untreuungen werden auf mehr als 62000 Kronen geschätzt. Nach anderen Gerüchten soll es sich um etwa 90 000 Kronen handeln. Kammerherr Stirnstedt ist 51 Jahre alt und stand seit etwa zehn Jahren in den Diensten des Prinzen. Er genoß nicht nur bei ihm, sondern auch bei einem großen Freundeskreis größtes Vertrauen und galt allgemein als ein ordentlicher Mensch. Man nimmt an, daß Stirnstedt sonst keine Fälschungen begangen hat. Er war offenbar an verschiedenen schlechtgehen, den Geschäften beteiligt gewesen und dadurch m finanzielle Schwierigkeiten geraten. Er übte außerdem noch den Beruf eines Rechtsanwaltes aus und war auch durch andere Aemter sehr stark in An- Berlin, 1. Febr. (DNB.) Reichsarbeitsführer H i e r l und Reichsbauernführer Dar r ö haben Vereinbarungen über das Verhältnis zwischen 21r= beitsdienst und Reichsnährstand ^raffen. Danach wirkt Der Reichsbauernführer Dafür, Daß j e 0 e r Deutsche Bauernsohn unD Sohn eines LanDarbeiters Durch Die Schul e D es Arbeitsdienstes geht. Der Reichsbauernfuhrer macht die Bekleidung eines F u h promtes i m Reichsnährstand sowie die Em st e l - lungals Angestellter oder Arbeiter für Die nach Dem 31. Dezember 1914 Geborenen von Der Dien ft lei ft ung i m 21 r b c 11 s D t e n ft und von Dem Besitz Des 2lrbettsDienft# passes abhängig. Von Den Angehörigen Des Reichsnährstandes, die in der Zeit vom 1. ^mniar 1911 bis 31. Dezember 1914 geboren sind, ist Die Arbeitsdienstzeit nachzuholen, soweit die Aufnahmefähigkeit Der Organisation Des Arbeitsdienstes Dies zuläßt. Der ReichsnährstanD wird diese An« aefteöten nach Ablauf ihrer Dienstzeit wieder m feinen Dienst übernehmen. Die Arbeitsdienstzett beträgt grundsätzlich ein Jahr, für die vor Dem 1. Januar 1915 Geborenen ein halbes Jahr. Die Einstellung erfolgt erstmalig zum 1. Oktober 1935 auf Grund Der Bedarfsanzeige. Kunst und Wissenschaft. Der Führer beim Konzert des Leipziger Gewandhausorchesters in Berlin. Nach mehr als 150jährigem Bestehen konzertierte das Leipziger Gewandhausorchester jetzt zum ersten Male unter Leitung feines Kapellmeisters Prof. Hermann Abendroth in Berlin. Der Leipziger Oberbürgermeister Dr. ©örbel er hatte die Schirmherrschaft über das Konzert übernommen, das von der NS.-Kulturgemeinde zugun- ften des Winterhilfswerkes veranstaltet wurde. Es erhielt eine besondere Auszeichnung durch die An- Wesenheit des Führers und Reichs- k a n 31 e r s, der in der ersten Reihe des bis auf den letzten Platz besetzten Saales der Philharmonie, den musikalischen Darlegungen folgte und dem Pianisten Wilhelm Backhaus sowie dem Dirigenten persönlich für ihre künstlerischen Leistungen dankte. In der Begleitung Des Führers befanDert sich Alfred Rosenberg, Staatssekretär Funk, Der bayerische Staatsminister Wagner, Der Danziger Gauleiter Staatsrat Forster, Herr von Ribbentrop unD anDere. Das Programm umfaßte Die Böcklin-Suite von Reger, Die 3. Symphonie Beethovens und Das A-moIl-Äla- vierkonzert von Robert Schumann. Das Publikum bereitete Den Künstlern stürmische Beifallskundgebungen. Falsche Anschuldigungen gegen Pola Hegri. Amtlich wird mitgeteilt: Gegen die Schauspielerin Pola Negri sind in der letzten Zeiit in der Presse mehrfach schwere Anschuldigungen erhoben worden. Auf Befehl des Führers und Reichskanzlers sind diese Beschuldigungen geprüft worden, und es ist hierbei festgestellt worden, daß keinerlei Beweise für Die Richtigkeit der gegen Frau Pola Negri erhobenen Vorwürfe erbracht werden konnten. Es liegt somit (ein Grund vor, gegen die künstlerische Betätigung von Frau Pola Negri in Deutschland Stellung zu nehmen, zumal auch Die Behauptung sich als unwahr erwiesen hat, Daß Frau Pola Negri jüdischer Abstammung sei. Sie ist Polin, also Arierin. Streckenführung des Luftpost- dienstes Deutschland—Südamerika. gelegt. Davon 355 000 Kilometer reine Flug st recke über Den Ozean! Die Lufthansa überflog Dabei Den SüDatlantik unD Drei Erdteile. Die Tatsache allein, Daß Der Aequator passiert. Die Tropen durchflogen und hier in Europa oft an Der Grenze Der Stratosphäre bei Nacht, Nebel unD Eis Die Flüge Durchgeführt roorDen find, gibt ein Bild davon, welch gewaltige Leistung der Technik und welche körperliche Leistungsfähigkeit der Piloten dazu erforderlich war. Seit „Graf Zeppelin" in den regelmäßigen Süd- amerifabienft eingestellt wurde, hat die Lufthansa den Verkehr auf je eine Wochenfahrt hinüber und herüber verstärkt. Der Postverkehr wird ausschließ, lich durch deutsche Flugzeuge bewältigt. Es lösen ich folgende Typen dabei ab: Der erste Abschnitt wird von den schnellsten Verkehrsflugzeugen der Welt, Den sogenannten Blitzflugzeugen Heinkel He 70 beflogen; Den Anschluß vermitteln Drei* motorige Junkersmaschinen (Ju 52) unD Den eigentlichen Sprung über Den Ozean vollführen Dornier« 10-Tonnen-Wale. Drüben in Amerika stehen wieder Junkers-Maschinen bereit, Die mit ihren BMW.- Motoren gegen alle Strapazen gewappnet sinD. Besonders bemerkenswert sinD innerhalb Der groß angelegten Organisation Die beiDen Flugzeug- ftüßpunfte „Schwabenland" unD „Westfalen", Die mitten im Meer liegen unD Die erst als schwim- menDe Inseln — FP 1 anroortet regelmäßig! — Die gefahrlose Ueberquerung Des Atlantik ermög- Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der neue Atlantikwirbel ist rasch bis Norwegen vorgestohen unD hat sich zu einem mächtigen Sturm« wirbel entwickelt. Er verfrachtet mit stürmischen westlichen WinDen milde ozeanische Luft über Deutschland hinweg und hat bis zu Hohen von 1000 Meter hinauf Tauwetter und auch Regenfälle gebracht. Da bei Island bereits ein neuer Sturm- wirbel in Entwicklung ist, werden die von der Rück- feite des zur Zeit über Skandinavien liegenden Sturmwirbels in Bewegung gesetzten Kaltluftmassen sich mit ihren äußersten Ausläufern bei uns vor- übergehend bemerkbar machen. Aussichten für Sonntag: Zunächst mehr wechselndes, bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern (nur in hohen Lagen Schnee), bei kräftigen westlichen Winden wieder etwas kälter. Spater Unbeständigkeit wieder zunehmend und milder. Aussichten für Montag: Unbeständiges Wetter mit Regenfällen, bei lebhaften westlichen Winden milder. Lufttemperaturen: am 1. Februar, mittags 3,6 Grad, abends 1,9 Grad; am 2. Februar, morgens 5,4 Grad. — Maximum 5,4 Grad, Minimum 1,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 1. Februar, abend 0,0 Grad; am 2. Februar, morgens 0,1 Grad. Niederschläge 4,4 mm. Wintersport. Rhön. Wasserkuppe : Sprühregen, 0 Grad, 65 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski gut, Rodel mäßig. Vogelsberg. Hoherodskopf: Sprühregen, — 2 Grad, 60 cjn Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski und Rodel mäßig. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt Der Anzeigen. Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druckend Verlag: Brühl'iche Universitäts-Buch- und Sleindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. wehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15, Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. V Vor Ansteckung (bayer] schützen •Run iTUUGJ 'SEVlll [BATHURST HAT AL CUYABA :oRunBA Buenos Aif ___HOOMSS fUKMn _ (ttXDtt» ©ff - kalt verrührt - Ku «sie freite Spülwasser - bas iss 0« neue ©pülrr^pt! Sie wundervoll frisch, dasiig an» rein wird danach frie Wüsche? - Xefrmen ©ie ©ff anch mm Zleckevtseraea: « ifi |ueer(4fle aufr frfflig! Progeria. Kremplatz 9/1B. 67OV 604C können. Pachtangebote mit Preisangabe werden bis zum 15. Februar 1935 an die unterzeichnete Behörde erbeten. Gießen, den 30. Januar 1935. Bürgermeisterei Gießen. I. D.: l)r. 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Die Macht der sie bewohnenden Rasse hatte sich über diesen Raum einst weit hinausgedehnt, und ihre hohe buddhistische Kultur hatte'sogar große Teile Indiens beherrscht. Bis dann dem Aufstieg der Verfall folgte, nordische Brahmanen im Westen und mongolische Völker im Drama aber ist nicht nur eine Bildungsangelegenheit, sondern es ist — wie wir jetzt auch wissenschaftlich bewiesen wissen — ein Organ der Volkheit, eine Stimme und ein Ausdruck des Gemeinschaftslebens. Man spricht gern vom „Festspiel", wenn es sich um lokale Anlässe handelt: — „Festspiel" sollte überall da sein, wo die Deutschen einen Anlaß zu gemeinsamer Feier, Freude oder Herzensstärkung notwendig haben. Das Theater muß sich noch viel mehr, als es bis jetzt geschieht, in den Rhythmus unseres Erlebens als Nation einschalten! Es soll die Dichter beschäftigen, wie Dr. von Schramm in seinem Buche vom neuen Theater es ausgeführt hat, es soll mit einem Worte ein Spiegel der Nation in ihrem Ausstieg zur wahren Wurde sein. Schloß Hammerhaus auf Bornholm gebracht. Man behandelte beide wie gemeine Missetäter. Der Versuch, zu fliehen, mißglückte. Die Gatten wurden voneinander getrennt und noch schärfer bewacht. , .. __ Endlich, im Jahre 1662, öffneten srch die Tore der Feste Hammerhaus. Ulfeldt mußte ein Dokument unterschreiben, das tiefste Erniedrigung für ihn bedeutete. Der Haß gegen Dänemark war nicht geschwunden. Er war gewachsen. In Brügge und Paris schmiedet er neue Ränke gegen sein Vaterland. Geheime Unterhandlungen werden mit Eifer betrieben. Der Kurfürst von Brandenburg soll Ansprüche auf den dänischen Thron geltend machen? Leonora Christina, die tapfer zu ihrem Gemahl gehalten hat, von diesen Unterhandlungen aber nichts weiß, begibt sich nach England, um eine Audienz beim König Karl II. zu erwirken. Er schul- bet Ulfeldt eine größere Summe Geldes. Man kann sie jetzt brauchen. , Derweil verrät der Kurfürst von Brandenburg den Ulfeldtschen Plan an den Hof von Kopenhagen. Corsitz Ulfeldts Auslieferung wird verlangt. Er flieht nach Basel und nimmt einen Decknamen an. In Kopenhagen aber macht man ihm in contumaciam den Prozeß. Ulfeldt wird zum Tod auf dem Schaffott verurteilt, sein Palais in der dänischen Hauptstadt wird dem Erdboden gleichgemacht und eine Tafel darauf gepflanzt mit der Inschrift: Dem Hochverräter Corsitz Ulfeldt zu ^wilier Schmach und Schande! Ein Preis auf seinen Kops wird ausgesetzt. . Ulfeldts Rolle ist ausgespielt. In steter Angst, entdeckt zu werden, lebt er in Basel, bis ihn 1664 der Tod erlöst. Seine letzten Lebensmonate aber waren ganz verdüstert durch die Kunde, daß man Leonora Christina gefangen nach Dänemark gebracht hatte. * Wie konnte das geschehen? Leonora hatte in London keinen Erfolg gehabt. Der König beteuerte zwar, er werde seine Schuld zurückzahlen, hielt aber nicht Wort. Die enttäuschte Frau entschloß sich, abzureisen. Als sie in Dover das Schiff besteigen wollte, bemächtigten sich dänische Sbirren ihrer Person und brachten sie auf ein anderes Fahrzeug, das schleunigst in See ging. Leonora landete in Kopenhagen. Sie wurde im königlichen Palais in dem sogenann- , ten Blauen Turm eingekerkert. Dies war das Werk der Königin Sofia Amalia. Sie hatte ihren Gatten beredet, die unglückliche , Frau von der Welt abzusperren, weil diese an den i letzten Konspirationen Ulfeldts teilgehabt habe. War sie nicht schöner? Stellte sie die Königin nicht tief in den Schatten? Dem Gefühl verletzter Eitelkeit entsprang ein satanischer Wille, zu vernichten. Ulfeldt, der sein Amt behalten hatte, wurde abermals nach den Niederlanden geschickt. Seine Abwesenheit benutzte die Königin. Hatte sie nicht Gold? Für Gold kann man alles haben. Es trat plötzlich eine Frau auf, die dem König Frederik mitteilte, daß Ulfeldt ihn vergiften wolle. Der König ließ die Sache untersuchen, der Schwindel wurde offenbar, und schon fiel das Haupt jener Bestochenen unterm Beil des Henkers. Vermutlich hat sie in ihrer letzten Stunde alles enthüllt. Man hörte nicht auf ihre Rede. Der Streich war mißlungen, aber doch nur halb. In Frederik war das Mißtrauen gegen Corsitz Ulfeldt erwacht. r _ Dieser jedoch fühlte, daß eine Kraft am Werke war, gegen die er nicht anzukämpfen vermochte. Er beschloß, das Feld zu räumen. Ohne Ankündigung begab er sich im Jahre 1651 mit seiner Familie zu Schiff nach Holland. Dies war der erste Schritt auf dem Weg zu furchtbarer Wirrnis, zu Not und Tod. ♦ Während König Frederik III., nunmehr von der Schuld Ulfeldts überzeugt, dessen sämtliche Besitzungen in Dänemark konfiszieren ließ, wanderten die Flüchtlinge weiter nach Schweden, gastfrei ausgenommen von der Königin Christina. Die Konfiskation seiner Güter machte Ulfeldt zum fanatischen Hasser. Als im Jahre 1654 die Königin Christina abdankte und Karl X. Gustaf den schwedischen Thron bestieg, wußte Corsitz Ulfeldt ibn zum Kriege gegen Dänemark zu überreden. Er selbst führte das Heer. Seine letzte Freunde in Kopenhagen sagten sich von dem Landesverräter mark zurück. * Kaum in Kopenhagen angelangt, wurde bas Ehepaar Ulfeldt gesangengenon^men upo nach Dem Osten einbrachen. Eine Zeit der Erstarrung setzte ein, die ermöglicht hat, daß schließlich alles eine Beute abendländischer Mächte wurde, lieber Burma und Malakka flattert heute der britische Union Jack, über Kambodscha weht die französische Trikolore, das" amerikanische Sternenbanner über den Philippinen und die Flagge Hollands über den Inseln des Sundaarchipels. Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der malayischen Halbinsel hat seine angestammte Freiheit bewahrt: Siam, das Land der Weißen Elefanten. In den letzten Monaten und Wochen verging kaum ein Tag, aus dem nicht aus diesem oder jenem iiören jetzt immer wieder die Klagen der Drama- luker z. B., daß ihr Werk noch nicht in dem wün- chenswerten und notwendigen Maße von der Na- non ausgenommen wird. Gewiß: noch stehen wir p in den Anfängen, noch ist alles im Wachsen und Werden, und auch die neuen Gesetze können erst n einer gewissen Spanne des Wirkens ihre Früchte dringen. Aber es liegt weniger an den Gesetzen, □enn eine Nation zu hoher Kulturblüte gelangt. Vielmehr muß der innere Drang nach Vollendung vorhanden sein. Wagner hat das Ldeal des Festspiels ins deutsche Volk gepflanzt, inb sein Bayreuth ist dessen Symbol geworden. Iber es blieb bei diesem einen Bayreuth — des- ; len Einzigkeit nicht betont zu werden braucht. Jetzt, in der Verwirklichung der hohen revolutionären ideale eines Wagner, p)äre es jedoch an der Zeit, len Geist der hohen Zielsetzung mächtig zu beleben, t us dem heraus ja Wagner seine gewaltige Schöp- !ung buchstäblich aus dem Nichts begann. In uirferer Zeit und in unserem Volke liegt so riet Bereitschaft zu einer Erhebung durch bie Kunst - einer Erhebung aber nicht auf feierlich pathe- । Uscher Weise, sondern vielmehr durch eine Heiter- leit, die bei uns im bürgerlichen Zeitalter fast ab- l Don Waldemar Keller Dies ist die Geschichte dSr Leonora Christina, ' Gräfin von Schleswig-Holstein, und ihres Ehe- , Gemahls Corsitz Ulfeldt. Es ist eine Geschichte von Liebe und Martyrium, von Treue, Haß und Verrat. , König Christian IV. von Dänemark hatte mit ■ 'einer morganatischen Frau Kirsten Munk zwölf ; Kinder gezeugt. I - bling unter allen war ihm Leo- 1 iora Christina, schön von Gestalt, reich an Geistes- naben. Sie sprach verschiedene Sprachen, dichtete, 'oang und musizierte. Ein Kreis von Anbetern um- nab sie, obwohl die kleine Gräfin noch im keuscheren Mädchenalter stand. Keiner hatte Glück.. Die Wahl des Königs fiel ®uf einen Mann, dessen Jugend wildbewegt gewesen war, der aber, nach langen Wanderjahren nun ein bedeutendes Staatstalent offenbarte und geeignet schien, die Nachfolge feines Vaters anzu- r reten. Es war der junge Graf Corsitz Ulfeldt, Sohn ves Reichskanzlers Jacob Ulfeldt. Am 9. Oktober 1636 wurde die Hochzeit gefeiert. Leonora Christina war zu dieser Zeit fünfzehn Jahre alt. • . . , ... Das Paar lebte glückliche Tage. Ulfeldt fUeg von stufe zu Stufe, hatte endlich als erster Minister tDes dänischen Reiches große Macht in Händen, Die uim so mehr zunahm, desto älter der König wurde. Vorsitz regierte in Wahrheit. Die Ehe dauerte nun zehn Jahre, und es muß gesagt werden, daß Leonora an der Macht ihres Mannes teilhatte. Sie ging nicht beschaulich ihres Weges, sie war tätig, sie half, ihre feinen Hande webten mit am Netz der Politik.Ulfeldt wurde zu Verhandlungen nach Frankreich und den Niederlanden geschickt. Mazarin machte Schwierigkeiten. Da war es Leonora Christina, die lächelnd einen ggünftigen Abschluß herbeiführte. Im Haag schenkte sie Corsitz einen Sohn. Es fchion, als ob das Glück die beiden nicht verlassen wollte. Aber im Schatten des Kopenhagener Schlosses war eine Feindin gewachsen. Die Kronprinzessin Sofia Amalia von Braunschweig wartete auf den Tag, der die Macht ihren Händen überliefern würde. Der Tag kam nur zu bald. König Christian starb, imb Frederik III. setzte sich auf den Thron. Sofia Amalia war Königin geworden. Man schrieb das Äahr 1648. Alle Kinder der Kirsten Munk haßte die Königin, über am meisten haßte sie ßeonorg Christina. War Liese junge Frau nicht klüger als Sofia Amalia? Kutturziele der Nation. Don Gurt Hohe!. In den Stunden der großen nationalen Erhe- -ung, wie wir sie in diesen Tagen erleben, soll ein Lott sich seiner großen Aufgaben besonders bewußt □erben. Was das Alltagsleben allzuoft verschüttet, las macht die innere Erhebung durch große Anlässe Hnmal frei: — der Ausblick ist wieder möglich, der Ausblick auf hohe Ziele. Richard Wagner schrieb einmal als Werdender, In der Zeit seiner revolutionären Bewegtheit in Dresden in der 48er Zeit: „Aus ihrem Zustande zivilisierter Barbarei kann die wahre Kunst f i ch rur auf den Schultern unserer grasen sozialen Bewegung zu ihrer Würde erheben: sie hat mit ihr ein gemeinschaftliches Ziel, inb beide können es nur erreichen, wenn sie es cemeinschaftlich erkennen. Dieses Ziel ist tor starke und schöne Mensch: die Revolution gebe hm die Stärke, die Kunst, die Schönheit." In diesen ahnungsvollen Worten liegt eine große Serheißung. Erst das zwanzigste Jahrhundert kam .Irbensmäßig dem allgemeinen Erkennen dieses hohen Zieles nahe. Es ist aber auch bezeichnend, daß der- '|»ibe Wagner 1849 — in der Hochstimmung der damaligen Revolution (die eher unzureichend begrün- toter Aufruhr war) — in einem Briefe schrieb: „Das iEunftroerf kann jetzt nicht geschaffen, sondern nur vorbereitet werden, und zwar durch Revolutio- rieren, durch Zerstören und Zerschlagen alles dessen, i»as zerstörens- und zerschlagenswert ist. Das ist rnfer Werk, und ganz andere Leute als n i r werden erst die wahren schaffenden '£ ü n ft I e r sein." Man kann heute rückschauend diese mtfame Prophetie nur belächeln. Gewiß: Wagner toit sich da über s i ch selber geirrt, denn in hm lagen ja schon die ungeheuren Werke, die das toutsche Kunstschaffen nach der klassischen Epoche vieder neu in der Welt triumphieren lassen sollten. Wagner hatte — wie das in Revoluionszeiten leicht toschieht — über das Ziel hinausgeschossen. Er hatte i«s nur Zeitliche überschätzt. Auch heute liegt auf uns die schwere Aufgabe, 11 schaffen, zu ordnen und aufzubauen. Die ordnende Macht der Kun st muß noch in einem j j»anz anderen Maße in den neuen Staat eingebaut □erben. Mit Wagner zu reben: bie Kunst muß sich nuf ben Schultern ber großen sozialen Bewegung in ihrer Würbe erheben! Das heißt aber: — Die Ration muß Anteil nehmen an bem I auenben Werk ihrer Künstler. Wir Teil des malayischen Raumes das eine oder andere Ereignis gemeldet wurde, durch das die Weltöffentlichkeit zum Aufhorchen veranlaßt worden war. Da sind die ständigen Unruhen auf Java, die Revolte auf der „Zeven Provincen dürfte noch in aller Erinnerung fein, sind die fortgesetzten Experimente der Amerikaner aufden Philippinen, die französischen Kolonial- und Opium skandale inJndo- ch i n a , die Spionageaffären, die Flottendemon- trationen und Manöver runb um Singapore, und dann der Königskonflikt in Siam. All diese Momente haben zum Teil recht verschiedene Ursachen, denn der Mitspieler sind allzu viele. Aber der Generalnenner, falls es einen solchen gibt, ist:--das Erwachen der malayischen Welt. Auch das hat verschiedene Ursachen. Siam hatte sich schon lange vor dem Weltkrieg an Japan em Beispiel genommen und seine Söhne in Europa studieren lassen. Auch deutsche Universitäten wie Militärakademien zählten viele Malayen zu ihren und nicht den schlechtesten Schülern. Zudem hat die milde Handhabung der Kolonialherrschaft durch die Holländer viel dazu beigetragen, daß die Malayen mit den kulturellen und technischen Errungenschaften des Westens vertraut wurden. Somit hatten |ie — im guten Sinne — vom Baume der Erkenntnis gegessen und sahen plötzlich — daß sie unfrei waren. Gottes Mühlen mahlen auch im Fernen Osten langsam — aber mit unheimlicher Sicherheit. Die malayische Selbständigkeitsbewegung war für die Westmächte das Signal für stärkeres, festeres Zu- greifen. Und bald mußte man feststellen, daß der Freiheitsdurst der eingeborenen Bevölkerung aus nicht weniger als drei verschiedenen Quellen gespeist wurde. An erster Stelle ist natürlich das gebildete Malayentum selbst zu nennen, das aus Europa und Amerika neue Gedanken mitbrachte, die aber merkwürdigerweise bei den Bauern nicht recht verfangen wollten. Das sind nämlich die im Abendlande allmählich absterbenden liberalisti- schen Ideen, die Erbschaft der französischen Revolution, die nun im Osten ihre Auswärmung erfahren sollten. Eine Lüge. Aber Sofia Amalia herrschte und ließ ihren Haß an der Tochter der Kirsten Munk aus. Leonora durchlitt ein Martyrium sondergleichen. Ihre Zelle wurde nie geheizt, auch im strengsten Winter nicht. Sie hatte nur eine Pritsche, einen Tisch und einen Stuhl zur Verfügung, Bücher unb Schreibzeug wurden ihr verweigert. Dennoch trotzte sie dem Schicksal. Ihr Geist wachte und blieb wach. Mit den Nägeln kratzte sie Gedichte auf die Mauerwände. In dem Strohsack, der ihr als Lager diente, fand sie eine Nadel, und nun versuchte sie, Blumen zu sticken, indem sie als Garn die Fäden benutzte, die sie aus ihrem Seinen- Hemd zog. Zuweilen geschah es, daß am Hose Fürbitte für sie eingelegt wurde, Aber Sofia Amalia schnitt alle Erörterungen ab. „Sie hat es verdient!" war die stete Antwort. König Frederik starb. Der Blaue Turm blieb verschlossen. Einige kleine Erleichterungen wurden der Gefangenen zwar gewährt. Aber Freiheit? Nein. Nahezu 22 Jahre" saß Leonora Christina tm Blauen Turm zu Kopenhagen. Sie verließ ihn im Mai 1685, nachdem der Tod den Haß ihrer Wider- sacherin Sofia Amalia ausgelöscht hatte. In einem Kloster auf der Insel Laaland verbrachte sie noch dreizehn Jahre. Sie war 76, als sie entschlief. Nachkommen ihres Sohnes Leo find heute m Wien ansässig. Während des Rundgangs durch die Ausstellungshallen der Grünen Woche in Berlin blieb der preußische Ministerpräsident General Göring auch vor den F l a ch s s p l n n e r i n n e n stehen, um sich etwas von ihrer Tätigkeit erzählen zu lassen. Das Erwachen der malayischen Wett. Siam zwischen drei Feuern. - Sorgen der Weltmächte. Wetterleuchten um Singapore. Don unserem Ba.-Serlchterstatter. | Da hatte es der rote Emissär schon leichter, der mit dem den Sowjets eigenem Geschick nationale Ideale mit weltrevolutioären Gedankengängen zu mischen verstand. Die von Moskau bezahlte Propaganda hat zweifellos in der malayischen Welt Fortschritte gemacht, und die Zahl der nach den australischen Inseln verbannten roten Revolutionäre aus den niederländischen Besitzungen ist in ständigem Steigen begriffen. Selbst Siam blieb von dieser Bewegung nicht verschont, und die jüngsten Vorgänge um die Person des Königs haben ihren letzten Grund in den Moskauer Umtrieben in Bangkok. Es ist leicht, ein System zu stürzen, aber unendlich schwer, an seine Stelle etwas Neues zu setzen. Der Bauer und Jäger in der Welt der siamesischen Wähler mag keine westliche Bildung haben. Wohl aber besitzt er ein untrügliches Gefühl für Fremdes, das er blutsmäßig als feindlich ansieht. Das ist in Siam genau so wie anderwärts auf dem weiten Erdenrund. Und es heißt nun eben abwarten, ob die „konstitutionellen" Versuche in Bangkok von Erfolg gekrönt sein oder weiter ins Extrem führen werden, zur Freude derer, die Siams Feinde sind. Der dritte Grund für das Erwachen der malayischen Welt ist in den Versuchen Japans zu finden, auch in diesem Raume die panasiatische Bewegung: „Asien den Asiaten" zu entfachen. Dieses Unternehmen verspricht von allen am meisten Erfolge. Der Japaner steht naturgemäß den Ma- layen seelisch viel näher als der Weiße, sind doch die Bewohner Nippons selbst aus der Vermischung nordmongolischer Stämme mit malayischen Völkerschaften des Südens entstanden. Japan will hier nicht erobern, sondern „erwecke n", will gegen die Fremdherrschaft Volkskräfte mobilisieren. Diese Bewegung gewinnt dauernd an Anhängern, und auf sie sind die britischen Manöver zurückzuführen. Ihretwegen soll mit größter Beschleunigung alles getan werden, um einen Angriff auf Singapore von der Seeseite her zu verhindern. Deswegen endlich erstrebt die britische Regierung ein Abkommen mit Washington, Paris und dem Haag über eine gemeinsame Sicherung der Interessen der Westmächte gegenüber den Plänen Japans. Im Reichstag in Tokio hingegen beschäftigt man sich mit der Schaffung einer zusätzlichen Bauernhilfe und einer Selbstverwaltung für die stark mit Malayen untermischte Bevölkerung der Insel Formosa ... Der Raum um das Südchinesische Meer ist also gegenwärtig der Schauplatz eines vorläufig noch fast unblutigen Ringens zwischen staatlichen und weltanschaulichen Mächten. Wir finden hier fast alle vertreten: Die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande, Moskau und Japan — und ihr gemeinsames Schachbrett ist die malayische Welt, ihre Figuren und Objekte die Millionen der malayischen Rasse. Noch ist nicht abzusehen, wer der schließliche Gewinner dieses Spieles mit gewaltigen Einsätzen um riesige materielle und moralische Güter sein wird. Die militärischen Stellungen an den Straßen von Malakka, Singapore und Balabac (zwischen Borneo und den Philippinen) mögen von größter Wichtigkeit sein. Noch größer aber ist zweifellos der wirtschaftliche Reichtum des malayischen Archipels, dessen Rohstoffbasis bei pfleglicher Behandlung den Bedürfnissen fast des gesamten Erdkreises genügen könnte. Und um eben diese Reichtümer geht es im Letzten ... Kühn sind die malayischen Träume, die von einem Siam der Zukunft sprechen, das seine Küsten von den Wassern zweier Weltmeere bespülen läßt. Träume von einer Einigung aller malayischen Menschen, die von malayischen „Verwandten" sogar in Mittelamerika zu erzählen wissen. Verwegen auch sind die Pläne Moskaus, die zu den „revolutionären" Massen Chinas auch die Malayen zählen möchten, um den großen Schlag gegen Japan und England führen zu können. Die Niederlande hoffen auf eine noch mächtigere wirtschaftliche Stellung durch den Ausbau und die rationelle Ausbeutung der Rohstoffquellen der Sundainseln, Großbritannien glaubt an seine ewig unangreifbare Machtposition in Singapore. Und selbst Frankreich wiegt sich in der Hoffnung, einst zu seinen schwarzen und braunen auch noch gelbe Soldaten zu erhalten, — aus Gründen der Sicherheit. Aber Japan ist überzeugt, daß der Tag kommen werde, an dem der letzte weiße Kolonialsoldat, das letzte westliche Langrohrgeschütz und Flugzeugmutterschiff aus Süd- ostasiens Gewässern verschwindet, den Weg srei- machend in den menschenleeren Erdteil zwischen dem pazifischen Paradies und den Wassern der Antarktis. Das sind die Träume und Hoffnung. Nur einer ist ohne jegliche Phantasie, kennt nur Fleiß und Arbeit: der chinesische Handwerker und Händler. Er kommt ohne Waffen, ohne Spione Unter dem Titel „Der Kampf um die Wiedergeburt des Volkes und feine Erfolgsaussichten" hat Friedrich Burgdörfer im „Archiv für Bevölkerungswissenschaft (Volkskunde) und Bevölkerungspolitik" (Verlag S. Hirzel, Leipzig) außergewöhnlich interessante Ausführungen veröffentlicht. Burgdörfer ist Direktor im Statistischen Reichsamt, und so behandelt sein Aufsatz vorwiegend statistische Fragen. Statistik ist eine trockene Materie. Wenn aber diese toten Zahlenreihen belebt werden von tiefer Erkenntnis innerster Zusammenhänge, so lesen sie sich interessanter als die spannendsten Geschichtsbücher und die fesselndsten Romane. Denn heutzutage ist unser Auge geschärft durch die bevölkerungspolitische Propaganda und die erbbiologische Schulung, die weite Kreise des Volkes erfaßt und durchsetzt hat. Wir wissen heute, warum alte Kulturvölker wie die Babylonier, die Aegyp- ter, die Hellenen und Römer aus höchster Blüte und Machtentfaltung herabsanken in das Nichts völkischer und politischer Bedeutungslosigkeit. Wir wissen aber auch, warum andere, ebenso alte oder ältere Kulturen wie die der Chinesen und Japaner über viele Jahrtausende hin sich in ungeschwächter Kraft erhalten konnten. Bei den einen nicht etwa verlorene Kriege, Revolutionen, und ohne Emissäre ins Land, arm und zerrissen; nach einer bis zwei Generationen ist seine ganze Familie eingetroffen. Eine Unzahl von Menschen, und alle sind nun reich, alle arbeiten und verdienen. Diese Eroberung schreitet unaufhaltsam vorwärts. Sie ist bereits ein ansehnlicher Machtfaktor in der gesamten malayischen Welt geworden und ist vielleicht ernster zu nehmen als London und Paris, als Tokio und Bangkok, Moskau und Washington. Man denkt an die Worte Li-jung-tschangs an General Waldersee: „Das ewige China..." Seuchen, Hungersnöte (wie wir es in der Schule lernten), sondern S e l b st m o r d der führenden, zur Erneuerung und ewigen Verjüngung des Volkes befähigten Schichten durch Kinderlosigkeit, Ueppigkeit und La st er. Auf der anderen Seite trotz Krieg, Revolution, Pestilenzen, Ueberschwemmungen und Erdbeben, die immer wieder Millionen dahinrafften, unversiegbare Lebenskraft und stete Erneuerung durch den im Religiösen verwurzelten Ahnenkult, durch die überragende Stellung und Geltung der Familie im gesamten völkischen Dasein. Aus solchem Wissen heraus berührt es uns heute wie ein Schauer des Todes, wenn wir etwa folgende aanz trockene Zahlen lesen: Frankreich das klassische Land des Geburtenrückganges hat aufs Tausend der Bevölkerung immerhin noch über 17 Geburten, Deutschland dagegen nach der letzten gültigen Jahresstatistik 1933, nur 14,7. Japan hat bei etwa gleicher Einwohnerzahl wie Deutschland mehr als doppelt soviel Geburten wie wir. Polen hat nur halb so viel Einwohner als das Deutsche Reich und dennoch die gleiche Geburtenzahl wie wir. „Biologische Selbstverstümmelung" des deutschen Volkes nennt Friedrich Burgdörfer dieses beispiellose Versagen' des deutschen Volkes, besten Nachwuchs schon seit 1926 nicht mehr ausreicht, um in Zukunft auch nur seinen Bestand zu erhalten. Noch in anderer Hinsicht sind die Burgdörfer» schen Zahlen aufschlußreich und konstruktiv. Eheschließungen und Geburtenzahlen dokumentieren die stillschweigende, vielfach unbewußte Einstellung eines Volkes zu seiner Staatslenkung. Nach dem Kriege mit seinem selbstverständlichen tiefsten Darniederliegen gab es einen zunächst imposant erscheinenden Aufschwung sowohl bei den Eheschließungen, als auch bei den Geburtenzahlen. Als aber die Enttäuschung weiter Volkskreise einsetzte, als Jahr um Jahr, auch nach der Ueberwin- dung der Inflation, unser nationales Leben mehr und mehr erlahmte, jeder Selbstbehauptungswille erstarb, schließlich fast Verzweiflung herrschte, da sanken auch die Zahlen der Eheschließungen und der Geburten auf noch nie dagewesenen Tiefstand. Man bedenke, daß wir in Deutschland um 1870 etwa 40 Geburten auf tausend Einwohner hatten, daß um die Jahrhundertwende noch über 30 aufs Tausend kamen, daß wir jetzt auf 14,7 abgesunken waren. Früher kam auf jede dritte Frau im gebärfähigen Alter ein Kind, jetzt beispielsweise in Berlin auf jede 17.! Ein solches biologisches Versagen des ganzen Volkes war die Quittung auf das staatsmännische Versagen all der zahlreichen Regierungen der Nachkriegszeit. Der Lebenswille des Volkes, sein Glaube und seine Zukunftshoffnung waren tief* stens erschüttert. Dann kam der Umschwung, dann ergriff mit Beginn des Jahres 1933 Adolf Hitler das Steuer. Im selben Augenblick setzte fast automatisch eine Steigerung der Heiratszahlen ein, die sich so außerordentlich gut entwickelt hat, daß das Deutsche Reich unter sämtlichen Ländern der Welt jetzt bei weitem an der Spitze marschiert. Schon im zweiten Vierteljahr des Jahres 1933 betrugen auf tausend Einwohner berechnet die deutschen Heirats- Ziffern 9,7 (im Vorjahre 8,3, im Jahre 1913 9,0). Aus gleicher Höhe hielten sie sich im dritten Vierteljahr, während sie im vierten Vierteljahr sogar auf 13,5 emporstiegen, wobei zu bedenken ist, daß der Jahresdurchschnitt des Jahres 1913 (also der Vorkriegszeit) nur 7,8 betragen hatte und im Jahre 1931/32 8,0 und 7,9. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet das, daß im Jahre 1933 im Deutschen Reich 631000 Ehen geschlossen wurden. Damit steigerte sich die Zahl der Eheschließungen gegen das Vorjahr um 121 000 oder rund 24 o. H. Nun werden die berufsmäßigen Meckerer einzuwenden haben, daß diese gewaltige Steigerung der Heiratsfreudigkeit durch die Gewährung der Ehe- ftandsdarlehen hervorgerufen sei. Zunächst ist demgegenüber zu betonen, daß diese Feststellung die Bedeutung der erfreulichen Aufwärtsentwicklung in keiner Weise herabsetzt. Vielmehr ist nur eine B e st ä t i g u n g der richtiggetroffenen Regierungs- Maßnahme und ihrer Uebereinstimmung mit dem Volksempfinden daraus ersichtlich. Man darf aber nicht glauben, daß ein Darlehen von ein paar hundert Mark einzig entscheidend für das Eingehen einer Ehe sein kann. Daß es sich tat- sächlich um eine Wandlung in der inneren E i n st e l l u n g des deutschen Volkes zum Problem der Ehe gehandelt hat, geht vielmehr daraus hervor, daß der Anstieg der Heiratsziffer schon l ä n g st vor dem Gesetz über die Gewährung der Ehestandsdarlehen, das frühestens im August sich aus- wirken konnte, nämlich im zweiten Vierteljahr einsetzte. Schon in diesem Vierteljahr lag eine Steigerung im gesamten Reichsdurchschnitt, nämlich eine Zunahme der Eheschließungen um 17 v. H. vor.' Weiterhin werden die Allesbesserwisser einwenden, daß auch in anderen Ländern im Jähre 1933 eine Zunahme der Eheschließungen festgestellt wurde. Auch das ist durchaus richtig. So hatte die Schweiz z. B. eine Zunahme von 0,03 v. H., Frank- reich 0,1 v. H., Portugal 1,0 o. H.. diese Zahlen steigern sich bei Großbritannien auf 3,4, bei Schweden auf 4,2 und bei Italien, das ja auch bewußt bevölkerungspolitische Propaganda betreibt, sogar auf 6,3. Im Deutschen Reich war bereits im ersten Vierteljahr nach der Machtergreifung eine Steigerung um 17 v. H. und im gesamten Reichsdurch- schnitt um 23,7 v. H. festzustellen. Es handelt sich also tatsächlich um einen Weltrekord! Verdrießlich ist das Waffenspiel, wenn aus -em Schützen wir- -as Ziel. Das französische Torpedoboot „O u r a g a n" hat beim Uebungsschießen sich selbst einen Torpedo ins Heck geschossen. Der Torpedo, dessen Steuermechanismus falsch eingestellt war, beschrieb — wie ein Bumerang — eine Schleife, kehrte zum Schiff zurück und schlug in dessen Heck ein, ohne allerdings großen Schaden anzurichten. Auch ein -eutscher Wellrekor-. Von Dr. C. Thomalla. Ein Laie wun-eri sich über Eishockey. Von Georg Mühlen-Schulte. Wächters drei im Tor? Wenn sie ihre Schlittschuhe breitstellen und sich unterhaken, kann die Scheibe unmöglich vorbei. Alles wäre durch diese kleine Maßregel ungefährlicher und bequemer; die Leute könnten Zeitung lesen oder Kreuzworträtsel raten, und sie würden schön bei Atem bleiben. Ich verstehe nicht viel von den Spielregeln des Eishockey. Zum Beispiel könnte man mir erzählen, daß ein Abseits dann gegeben wird, wenn einer der Spieler die Scheibe in die Tasche steckt und die Bahn verläßt, um erst mal einen Grog zu trinken oder einer schönen Frau seiner Bekanntschaft die Hand zu küssen. Diese Erklärung würde ich ohne weiteres schlucken, denn ich kenne keine bessere. Aber ich weigere mich, die Schilderung als richtig anzuerkennen, die mir ein gewisser Schöpke von den Möglichkeiten des Spiels gab. „Haben Sie vielleicht ein Markstück da?" fragte er mich. Ich gab ihm eins. „So, das ist also die Scheibe!" sagte er und machte auf dem Tisch des Beäustübls in Garmisch Platz. „Also hier steht Riessersee, und da steht Berlin, nicht wahr. Berlin kriegt die Scheibe, stürmt los ... so! ... so! ... so! ..., umspielt die Verteidigung, ... so! ... so! ... schießt, und das Führungstor für Berlin ist da! ... Mirzl, zahlen! Zwe Maß ... Ist gut so!" Mirzl kassierte die Mark, und freundlich grüßend verließ Schöpke das Lokal. Wie gesagt, ich bestreite die Richtigkeit seiner Darstelluna von dem Spielverlauf. Ich hätte doch zum mindesten meine „Scheibe" wiederkriegen müssen. * Es ist, wenn mich nicht alles täuscht, das Bestreben der Spieler, die Scheibe in eins der aufgestellten Tore zu schieben. Glückt das, dann bedeutet es für die Partei, der das betroffene Tor gehört, eine Katastrophe. Die Männer dieser Partei sind sehr niedergeschlagen. Sie machen schreckliche Gesichter. Sie sind in einer Laune wie wir andern, wenn uns der Zahnarzt seinen Bohrer in den Zahn schiebt. Das mit dem Zahnarzt wollen wir als „abseitig" nicht näher erörtern. Kommen wir auf das Tor zurück! Wenn es ein Unglück bedeutet, die Scheibe im eigenen Tor zu haben, warum trifft man dann nicht entschiedene Verhütungsmaßnahmen? Es soll nicht davon gesprochen werden, daß man die Gitteröffnung durch eine feste Tür verschließen könnte. Gmen diesen Ratschlag würde man mir sicher mit d?rn Einwand der Spielregeln kommen. Aber warum, bitteschön, postiert man nicht statt des einen Inzwischen könnte der Rest der Mannschaft stürmen. Und da gäbe es auch wieder allerhand kleine Hilfsmittel, die dazu dienen würden, die Schwierigkeiten des Spiels zu vermindern. Ich habe zum Beispiel beobachtet, wie leicht der Läufer die Scheibe verliert. Er würde sich die Sache zweifellos wesentlich erleichtern, wenn das Ende seines Schlägers mit Kaugummi präpariert wäre oder mit einer anderen gutklebenden Masse. Diese und noch eine Reihe anderer gutgemeinter Anmerkungen machte ich gelegentlich eines der letzten Uebungsspiele auf dem Riessersee. Ich verstehe nicht, weshalb daraufhin ein dicker Herr in meiner Nachbarschaft äußerte, wenn ich jetzt gleich zur Bahn ginge, würde ich grade zum Beginn des Münchener Karnevals zurechtkommen und ich brauchte als Kostümierung nichts weiter als einen schlichten Eisbeutel auf dem Kopf. Schöne Manieren find das! Mehrfach hörte ich von einem Spieler der Berliner Mannschaft als von dem „Kapitän" sprechen. Ich bin selber in meinen jungen Jahren zur See gefahren und rühme mich, einen Blick für alles zu haben, was mit der Waterkant zusammenhängt. Offengestanden, ich glaube nicht an diesen „Kapitän". Der Vorkämpfer der Berliner ist ein ausgezeichneter und tapferer Eishockeyspieler, aber er hat bestimmt niemals etwas mit nautischen Dingen zu tun gehabt. Es fei nicht näher auf den Mangel an äußeren Kennzeichen für feinen seemännischen Charakter eingegangen; der „Kapitän" trägt weder Bordjacke noch Mütze, und er hat an keiner Stelle seines Kostüms goldene Litzen. Davon sei ganz abgesehen, wie gesagt. Es gibt einen anderen Zweifelsgrund. Ich erkläre, der Kapitän kann zum mindesten kein Patent für große Fahrt haben, denn er steuert leichtsinnig. Dreimal sah ich ihn hart karambolieren, und das letzte Mal kenterte er mit einer Wucht, daß seine Spanten krachten. Später, als das Spiel aus war, stand ich am I Bahnausgang. Als der „Kapitän" vorbeikam, hielt ich ihn an. „Verleihung, Sie sind Kpitän, nicht wahr?" „Hm! Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen, was für ein Schiff Sie wohl befehligen. Entschuldigen Sie die Frage: Führen Sie vielleicht einen Eisbrecher?" Er ließ mich ohne ein Wort der Erwiderung stehen. Irgendetwas stimmt da nicht. * Uebrigens soll man die Parteinahme für die Mannschaft der eigenen Neigung nicht übertreiben, und wenn sie einen zehnmal so tüchtigen Vertreter wie den Spieler Jaenecke aufzuweisen hätte. Lokal- patriotismus ist eine schölle Sache, aber er darf nicht ausarten. Auf jeden Fall habe ich Einwände gegen den Mann, mit dem ich im Anschluß an das letzte Treffen des Eishockeytourniers an der Bar des „Ettaler Mandl" saß. Dieser Zeitgenosse hatte ein paar Cocktails zuviel getankt; er saß mit auf- gestützten Ellbogen da, hatte den Kopf in die Hand gelegt und schlief. Vlötzlich rutschte ihm der Arm weg. Gleichzeitig fiel mit hartem Schlag der Teller mit den Salzmandeln auf den Fußboden. Hier öffnete der Mann ein wenig die schweren Lider. „Bravo, Jaenecke!" brummte er. Danach schlief er wieder ein. Wie gesagt — das geht zu weit! Wer hat das Biilardspiel erfunden? Italien und England streiten sich um den Ruhm, das Billardspiel erfunden zu haben. Während es nach der einen These wahrscheinlich im 16. Jahrhundert in Italien entstand und von dort nach Frankreich kam, wo es sich unter Ludwig XIV. schon großer Beliebtheit erfreute, besagt ein altes englisches Dokument, daß der Entdecker des Billard- spiels ein Engländer namens Bill Kew gewesen sein soll. Er war der Inhaber eines Pfandgeschäftes, das nicht gerade zum Besten ging; so hatte er sehr viel freie Zeit, in der ihn Langeweile plagte. Schließlich kam er darauf, sich die Zeit dadurch zu vertreiben, daß er auf seinem Ladentisch mit den drei Kugeln spielte, die als Zeichen des Ge- schäfts vor der Tür hingen; er war aber allein und um das Spiel noch ein wenig zu variieren, kam er darauf, feinen hölzernen Maßstab, ein „Yard", wie man es noch heute oft bei den Tuchhändlern sehen kann, zu benutzen. Das Spiel ergötzte ihn sehr und half ihm über die geschäftsleere Zeit hinweg; bald aber wurden auch die Nachbarn auf die eigenartige Beschäftigung des guten Bill aufmerksam, sie begannen ebenfalls mit einem Stock und Kugeln zu spielen und diesen Stock nannten sie BiU’s Yard, aus dem später „Billard" wurde. Allein diese Behauptung ist nicht unangefochten, denn es fehlt nicht an Anzeichen, die die Entstehung des Wortes Billard aus dem einfachen Worte „biIles" erklären, der französischen Bezeichnung für Kugel. Zeitschriften. — Dos Januarheft der Zeitschrift „Volk und Rosse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW, Preis 0.70 Mark) eröffnen die Bilder Eikes von Repgow , des großen germanischen Gesetzgebers der Niedersachsen und Heinrich des Löwen, des ost- deutschen Kolonisators, der durch seine Städtegrün- düngen viel für die Befestigung des ersten Reiches der Deutschen leistete. Obermed.-Rat Dr. Kurt Mönch teilt die wichtigen Ergebnisse seiner Untersuchungen über „Die bevölkerungspolitische Bedeutung des Schwachsinns" mit. Die erfolgreiche Arbeit, me das nationalsozialistische Deutschland auf dem Gebiete der Erbpflege und Rassenhygiene leistet, ist sur viele Staaten inzwischen zum Vorbilde geworden. Dies zeigt ein polnischer Gesetzentwurf für Eugenik, der, trotz mancher Abweichungen vom ,,Ge« setz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" doch deutlich seine Beinflussung durch deutsche Maßnahmen erkennen läßt. Falk Ruttke hot diese „Polnischen Bestrebungen auf dem Gebiete der Erbpflege" besonders übersichtlich zusammengestellt. Besondere Beachtungen verdienen auch die Ausführungen G. E. Troches über „Kunst und Rasse des Nordens". Der Verfasser sieht in der Kunst den Ausdruck der Rassenseele. Ausgehend von der Ornamentik nordischer Gerätekunst der Stein- und Bronzezeit weist er das dieser Kunst und damit ihren nordischen Schöpfern innewohnende Prinzip der Irrationalität nach und zeigt ihre Wesensoerschiedenheit von der Kunst des Südens. Wertvolle Abbildungen ergänzen den Text. Dr. Reinhold F. G. Müller vermittelt unter dem Titel „Rassegedanken in Alt-Indien" Ausschnitte aus den indischen rechtlichen Vorschriften über die Ehefähigkeit der Braut. — In der neuesten Nummer der „Jllustrir- t e n Zeitung" (I. I. Weber, Leipzig) berichtet u. a. Walter Wessiak, der als Leiter einer neu zu gründenden Skischule nach dem Atlas berufen wurde, vom „Skilauf unter Palmen" in einem in- tereffant bebilderten Aufsatz. Von dem japanischen Tempelleben, das die Europäer jetzt aus eigener Anschauung kennenlernen können, erzählt Mat Ty Sen in einem illustrierten Beitrag „Um Frieden und Einsamkeit". Ein Kunstbeitrag behandelt die saarländische Kunstausstellung im Berliner Schloß, die die Verbundenheit der Kunst des Grenzlandes mit dem Schaffen der gesamtdeutschen Künstlerschaft darlegt. Von naturwissenfchaftlichem Interesse ist der Artikel „Außenseiter im Reiche der Natur" von Rudolf Schiffel. In die Welt der Kaiserin Marie Luise fuhrt eine historische Novelle von Paul Zu- chardt, zu deren Verlebendigung zahlreiche Bilder vom Wiener Hof und feinen Persönlichkeiten beitragen. Oberheffen Obst- und (Sartenbauverein Wieseck. Geschichten aus aller Welt zuteil. Kreis Friedberg. Mei« Briketts^ nach wie vor ziehen, eine deutliche Sprache. Deutlicher als in dieser Aufwärtsbewegung der Heirats- und Geburtenzahlen kann kein Volk seinen Lebenswillen und damit seine Zustimmung zur selbstgewählten ' SRtmtonmriAfnrm bekunden. O Steinfurth, 1. Febr. Die Zeichnungen in das O p f e r b u ch erreichten den für unsere Ge- meinde stattlichen Betrag von mehr als 300 Mark, ein schönes Zeichen für den Opfersinn der Emwoh- Es bleibt abzuwarten, ob die Kritikaster und Feinde des neuen Deutschland in der Welt draußen weiter den Stimmen der Emigranten Gehör schenken, die das deutsche Volk als ein unter unwürdiger Barbarei und Tyrannei seufzendes Gebilde darzustellen belieben. Die sprechenden Zahlen dieser trockenen und unwiderlegbaren Statistik reden für jeden, der Augen hat zu sehen, der ein Herz hat zu fühlen und einen Verstand, um folgerichtige Schlüsse zu Hörde keine unrichtigen Angaben machen dürfe. Zn dem kleinen Landstädtchen Lowetsch hatte ein Bauer, in dessen Familie nicht gerade holdeste Eintracht zu herrschen scheint, unter der Rubrik „Beruf der Frau" — „Hausdrache" angegeben. Roch aufrichtiger war ein Schuhmachermeiester in Warna, der in die zweite, zur Zählung der Haustiere be- Mehltau und die Peronospora, Pilzfeinde, gegen die mit Schwefel und Kupferkalkbrühe vorbeugend vorgegangen werden muß. An tierischen Schädlingen treten Schildläuse und Traubenwickler auf. Wichtig für erfolgreiche Rebspalierzucht ist die Auswahl der Sorte. Für unsere Gegend können zum Anbau emp- pfohlen werden: Blaue Frühburgunder, Rote und Weiße Gutedel, Frühe Malinger, Gelbe Seidentraube und Rote Malvatier. In der anschließenden Aussprache wurde noch manche Frage aus dem weiten Gebiete des Obst- und Gartenbaues geklärt. Unter „Verschiedenes" konnte der Vorsitzende mitteilen, daß auf seine Eingabe an den Ortsvorstand die Gemeindeverwaltung die Polizeiverordnung des Kreisamts betr. Schädlingsbekämpfung im Obstbau vom 22. Februar 1934 auch für unsere Gemarkung in Kraft gesetzt habe. Demzufolge wurde eine Kommission aus Bürgermeister Euler, Stellvertreter Feldschütz L i n d'e n st r u t b , dem Führer des ört- lichen Obstbaues, Lehrer Beppler, dem Orts- bauernführer K. Rodenhausen, dem Baum» wart Haas und den am Obstbau interessierten Gemeindemitaliedern Heinrich Benner und Karl Balser gebildet, der die Durchführung der Verordnung obliegt. Die Kommission hat ihre Arbeit bereits ausgenommen und will vor allem gegen einige saumselige Baumbesitzer vorgehen, deren Nachlässigkeit den vorbildlichen Baumpflegern zu Schaden gereicht. Nach einer Gratisverlosung von Baum- und Beerenobst und Nisthöhlen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. Es gibt Papageien, die nachweisbar über hundert Jahre alt wurden. Man hat aber auch Kanarienvögel gefunden, die bis zu 25 Jahre erreichten. Die Nachnahme für den Dolen. (z) Paris. Der alte Jean Arcand dürfte dieses Geschäft schon Jahre hindurch betrieben haben. Er benötigte dazu lediglich ein Verzeichnis solcher Bücher des französischen Buchhandels, an denen sich sonst kein Mensch vergriff, und eine Totenliste, die er sa amtlich beziehen konnte. Wenn jemand das Zeitliche segnete, machte Ar- cand ein schönes Paketchen zurecht und schickte darin eines der „faulen" Bücher gegen Nachnahme in das Sterbehaus. Dort hatte man erklärlicherweise andere Dinge im Kopf als Nachnahmen zu prüfen. Anderseits wollte man die vielleicht letzte Bestellung, die der Sterbende gemacht hatte, nicht ablehnen und — zahlte eben für den Schmöker, der en gros mit anderer Makulatur gekauft worden war, den geforderten Nachnahmepreis. Das ging so lange gut, bis in einer Familie, d. h. einer Ehefrau in Jahresfrist zwei Gatten starben. Als nun dann wieder eine Nachnahme kam, wie bei ihrem ersten Gatten selig, da ging ihr ein sogenannter „Seifensieder" auf. Arcand wurde verhaftet. Und seitdem wartet die Makulatur vergebens auf weiteren Versand ... Seltsames Ende eines Hundertjährigen. (d) Mailand Kurz vor Neujahr konnte der frühere Teppich- Händler Giuseppe Berloni in Biella seinen hundertsten Geburtstag feiern. Der alte Herr, der täglich noch seinen zweistündigen Spaziergang zurücklegt, wurde Mittelpunkt einer Feierlichkeit, an der außer den örtlichen Behörden und den Vertretern der Faschistischen Partei auch die Bevölkerung teilnahm. Der Hundertjährige wurde mit Geschenken überhäuft, und der Vorsitzende des Stadtgemeinderats überreichte ihm außer einem Diplom auch einen Korb mit zehn Flaschen Schaumwein, den Urgroßvater Berloni, wie er erzählte, noch nie in seinem Leben zuvor gekostet hatte. Darum ließ er sofort eine Flasche öffnen, für sich und die augenblicklichen Besucher eingießen, und stieß mit ihnen an. Kaum hatte er einen kleinen Schluck getan, kam ihm ein Tropfen in die unrechte Kehle, alles Armheben und Beklopfen seines Rückens nützte nichts, und der Hundertjährige war nach wenigen qualvollen Minuten vor den Augen seiner entsetzten Besucher erstickt. Schwierige Volkszählung. (1) Sofia. Nach neun Jahren hat Bulgarien wieder eine allgemeine Volkszählung durchgeführt, die übrigens in diesem Lande wirklich keine Kleinigkeit ist. Denn trotz der ziemlich streng durchgeführten Schulvflicht ist in Bulgarien noch immer eine stattliche Anzahl von Analphabeten vorhanden. Dor allem in der älteren Generation und unter den zahlreichen nomadisierenden Hirtenstämmen findet man sie. Hinzu kommt, daß in allen Bulgaren noch ein tiefes Mißtrauen gegen behördliche Registrierungen wurzelt. "N Ueberbleibsel aus der 500jährigen türkischen Knechtschaft, während der Zählungen in der Regel nur zu Steuererfassungen und Rekrutenaushebungen vorgenommen wurden. Bevor daher die Volkszählung stattfinden konnte, mußte man ihr eine wochenlange Beruhigungskampagne vorausgehen lassen. Trotz alledem hatten die Tausende von Staatsbeamten aller Art, die als Zähler fungieren mußten, wirklich keinen leichten Stand. Bekam da zum Beispiel ein Beamter in einem Sofioter Vorort ein Zählungsformular mit recht eigenartigen Eintragungen zurück: Als Haushaltsvorstand war, obgleich ein Familienvater vorhanden war, die Frau Maria Petrowa eingeschrieben, wäh- rend als Beruf des Mannes „Ehegatte" angegeben war. Auf den Einwand des Zählers, daß doch der Mann als Haushaltungsvorstand angegeben werden müsse, erklärte die Frau energisch: „Das Haupt der Familie bin ich. Ich zahle die Miete, ich führe das Haus, ich arbeite und ernähre meinen Mann und meine Kinder. Mein Mann übt keinen anderen Beruf aus als den des Ehegatten." Alle Bemühungen des Zählers, die Frau zur Ausfüllung eines neuen Formulars zu bewegen, wies diese kategorisch mit der Bemerkung zurück, daß sie gegenüber einer Be- Man kann diese Heiratsstatistik des letzten Jahres gewissermaßen als eine unsichtbare Volksabstimmung zu Gun st en der Regie- rung des neuen Reiches gelten lassen, wie es Burgdörfer in seiner Arbeit tut. Denn unbeein- fluhbar durch jegliche Regierungsmaßnahme, jeglichen Druck oder Zwang, auch unbeemflußbar durch Propaganda ist jede Eheschließung eine Der- trauenssache. Es gehört nicht nur Vertrauen zwischen den Verlobten dazu, sondern es gehört auch eine zukunftsfrohe Sicherheit, eine Erwartung politischer und wirtschaftlicher Stabilität in den Verhältnissen des eigenen Staates, mindestens im Unterbewußtsein, zu den Voraussetzungen ‘einer Eheschließung. Das Gegenteil haben wir in jahrzehntelangem Absinken erlebt. Die Bestätigung brachte das sprunghafte Ansteigen im Augenblick der nationalen Konsolidierung. So wird also tote Statistik zum unbestechlichen und unbezweifelbaren Zeugen der tiefen Verbundenheit der nationalsozialistischen Regierung mit dem Wunsch und Willen weitester Dolkskreise in den biologisch wertvollsten Klassen Wenn wir abschließend auch noch ganz kurz auf die Geburtenentwicklung eingehen, die tm vierten Vierteljahr 1932 auf 14,1, im vierten Vierteljahr 1933 auf 14,0 abgesunken war, so sehen wir im ganzen Deutschen Reich auch hier im ersten Vierteljahr 1934 bereits den Aufschwung auf Die Rechnungsablage, durch Kaufmann A. Lotz vorgetragen, ergab bei 578,02 Mark Einnahme und 520,55 Mark Ausgabe einen Ueberschuß von 57,44 Mark, wozu noch ein Kassenbestand unb eine Vermögensrücklage kommt. Weitere Vermögenswerte sind je eine Rücken- unb Karrenspritze unb Vorräte an Spritzmitteln für Winter- unb Sommerspntzun- gen. Der Voranschlag für das neue Vereinsjahr sieht 660 Mark in Einnahme unb Ausgabe vor und konnte dadurch ausgeglichen werden, daß der Jahresbeitrag durch einstimmigen Beschluß der Versammlung von 2 Mark auf 2,50 Mark erhöht wurde. Um die Benutzung der beiden Vereinsspritzen zu fördern, soll die Leihgebühr soweit ermäßigt werden, daß nur die Kosten für notwendig werdende Ersatzteile beschafft werden können. Baumwart Haas berichtete über die von der Obstbauinspektion Büdingen-Schotten auf der Domäne Konradsdorf durchgeführten Spritzv"rsuche, wobei sich Kupferwacker in seiner Wirksamkeit gegen Schorf besonders auszeichnete. Wahrend bei unbehandelten Bäumen 30 v. H. erstklassiges Obst geerntet wurden, erbrachten die gespritzten 77 v. H. Qualitätsware. Durch das Mehr an Obst erster Güte wurden die Kosten für vier Spritzgange nicht nur gedeckt, sondern es verblieb noch ein beträchtlicher Ueberschuß. Herr Haas schloß seine Ausführungen mit der dringenden Mahnung, tragende unb auch nichttragende Obstbäume ber Sommerspritzung zu unterziehen, um einwandfreies Obst zu erzeugen. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein Vortrag des Vorsitzenden über „Die Rebspalierzucht . Der Redner führte etwa folgendes aus: Neben dem Pfirsich darf die reife Traube wohl als die edelste Frucht geschätzt werden. Leider gedeiht der Weinstock bei uns nur an sonnigen Wänden als Spalier gezogen. Der Weinstock hat vor allen Obstarten den Vorzug, daß er alljährlich trägt. Da das Reblaus- qesetz den Bezug von Reben aus anderen We'nbau- gebieten erschwert, sollte jedermann die Anzucht selbst vornehmen, die durch Samen, Stecklinge unb Ableger erfolgen kann. Vor bem Pflanzen ist bas Spalier anzubringen unb die nötige Bodenvor- bereitunq zu treffen durch Unterbringen einer Dorratsdüngung. Der Weinstock ist ein Tiefwurz en Bei anhaltender ttockener Witterung ist gründlich zu wässern. Die Sommerbehandlung beschränkt sich auf das Anheften der Triebe, das Geizen und die Verabreichung von flüssigen Dunggaben, die unter Umständen durch Herausheben von Pflastersteinen gegeben werden müssen. Der Winterschmtt soll nicht w spät, am besten ausgangs Hornung (FebruaN ooraenommen werden, um Schädigungen durch Tränen (Bluten) zu unterbinden. In der Zeit der Saftruhe sind auch die Stecklinge zu schneiden.^ Die meisten Traubensorten sind winterhart und bedürfen nur bei starken Frösten eines Wurzelschutzes, den man mittels Stallmist, Torfmull ober Fichtenreisig bewerkstelligt. In unserer Gegend sind vor allem zwei Krankheiten, die die Weinspaliere befallen, der gens dem „Mittelalter" näherte, ,chabe ich meine Jahre angegeben. Schätzen Sie mich ab und machen Sie die Eintragung nach Gutdünken!" Nachdem alle BenWhungen des Zählers vergeblich blieben, drückte er, yiie er dem Lokalchronisten berichtete, beide Augen zu und schrieb: „22 Jahre". In einem südbulgarischen Dorfe aber weigerte sich ein altes Mütterchen, ihre drei Söhne, die gerade abwesend waren, in die Formulare einzutragen. Beschwörend flehte sie den Beamten an, auf diese Eintragung zu verzichten. „Ich kenne schon diese Zählungen aus meiner Jugend, wo dann bald die Türken kamen unb^meine Brüder zum Militär * unh mim Krieoe holten" .. . 17,2 Lebendgeburten aus tausend Einwohner. Früher konnte sich ja weder die Hebung der gesamten moralischen und ethischen Anschauungen, noch die Zunahme der Heiraten in den Geburtenzahlen auswirken. Und wenn wir uns die Großstädte, die früher so katastrophal versagten, besonders herausgreifen, so haben wir in den Großstädten über 100 000 Einwohner die beschämend, — - . - . niedrige Durchschnittszahl von 10,9 Geburten auf Regierungsform bekunden. (d) Brüssel. Einige belgisch- Zoologen haben in Zusammenarbeit mit englischen Forschern eine neue Liste über di- Langlebigkeit der Tiere ausgestellt. Daraus ergeben sich teilweise ganz neue Zahlen Dl- Kaltblütler haben entschieden den Vorzug. So hat man Fische gesunden, die 50 und 80 Jahre alt wurden. Ga? nicht zu reden von den Schildkröten, die oft die Jahrhunderte überdauern. Was sich keineswegs nur auf die Riesenschildkröten bezieht, sondern auch aus die kleinen griechischen. „..... .__ Jrn übrigen aber staffeln sich die Hochstalter etwa so: Elefant 50 Jahre, Ausnahmen bis zu 55 oder 60 Jahren sind möglich. In der Gefangenschaft selten über 30 Jahre. Rhinozeros 40 Jahre, Flutz- vferd 40 Jahre, Pferd 40 Jahre Dar 55 Jahre, Affe 35 Jahre, Katze 30 Jahre, Giraffe 30 Jahre. Bei einigen Tieren verlängert die Gefangenschaft das Leben, bei anderen verkürzt sie es. Löwen werden z. B in der Gefangenschaft, die ihnen bequem unb reichlich das Futter beschert, viel alter als in der Freiheit. , , . . Erwähnen muß man noch die Vögel bei denen sich auch meist Gefangenschaft vorteilhaft auswlrk^ ^ürgermeisterwechsel in Butzbach und Opvenbeim. Oppenheim, 1. Febr (LVD.) Der seitherige Bürgermeister von Butzbach Dr. Scheller, hat mit dem heutigen Tage für den in den Staatsdienst zurückkehrenben bisherigen Bürgermeister Dr. Rhumbler die Bürgermeistergeschäfle von Oppenheim übernommen. Dr. Schellers Nachfolger in Butzbach wurde ber Direktor des Arbeitsamts Mainz Dr. Mörschel. ssrühjabrs-pferdemarkt in ftr’cöfccra. Am 5. März wirb in Friedberg ber übliche Frühjahrs-Pferbemarkt mit Prämiierung abgehalten. Die Bürgermeisterei Friedberg kündigt den Markt in unserem heutigen Anzeigenteil an unb weist barauf hin, daß Anmeldungen zur Prämiierung bis zum Tage der Prämiierung selbst angenommen werden. Weitere Einzelheiten können die Interessenten aus ber Bekanntmachung entnehmen. Landkreis Gießen. * Lollar, 1. Febr. Bei der Arbeit im B u • derusschen Eisenwerk stürzte heute der 28 Jahre alte Schlosser Ernst Bechtold von Daubringen von einem etwa zehn Meter h o h e n' G e r ü ft ab. Der bedauernswerte Mann mußte der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werben. Daubringen,!. Febr. Im Gasthaus „Zum blauen Hecht" fanb die Generalversammlung bes Sportklubs 1921 statt. Der Dereinsleiter Hofmann gab zunächst ben Jahresbericht von 1934 bekannt unb betonte anschließend, daß bas neue Jahr in ber Tätigkeit des Vereins einen erheblichen Aufschwung bringen solle, wenn die Mitglieder die Arbeit des Vorstandes immer rege unterstützten. Da keine Vorschläge für eine Neubildung des Vorstandes gemacht wurden, wird der seitherige Vorstand die Geschäfte weiterführen. Nach bem Bericht bes Rechners ist die finanzielle Lage des Vereins befriedigend. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Schließlich folgte noch eine rege Aussprache über die Gestaltung der Vereinstätigkeit im neuen Geschäftsjahr, in deren Verlauf eine ganze Reihe von Fragen besprochen wurde. cv> Odenhausen, a. d. Lda., 1. Febr. Gestern hielt ber hiesige K r i e g e r v e r e i n bei Kamerad Gastwirt Haupt seine diesjährige Generalversammlung unter Leitung des Vorsitzenden, Kamerad Weber, ab. Nach Begrüßung der Mitglieder Der- las der Vorsitzende den Jahresbericht von 1934. Anschließend erstattete der Kassenwart, Kamerad Keller, den Kassenbericht, nach ber Prüfung seiner Kassenführung würbe bem Rechner Entlastung erteilt. Hierauf gab Kamerab Petri, Geilshausen, Aufschluß über ben Kyffhäuserbunb unb bie SA.- Reserve II, um daburch mancherlei Unklarheiten zu beseitigen. Nach einigen weiteren Besprechungen würbe ber geschäftliche Teil mit dreimaligem Sieg- Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler geschlossen. In kameradschaftlicher Weise verblieb man dann noch einige Zeit beisammen. * Lich, 2. Febr. Der weit über unsere Stadt hinaus bekannte und beliebte frühere Ortseinnehmer Wilhelm Zimmer konnte am gestrigen Freitag in voller geistiger Frische unb körperlicher Rüstigkeit seinen 8 0. Geburtstag im Kreise seiner Angehörigen begehen. )( Nieder-Bes singen, 2. Febr. Der Loko- motivführer Heinrich Becker konnte gestern auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit bei der Buhbach-Licher Eisenbahn zurückblicken. Aus diesem Anmß wurden dem Jubilar verschiedene Ehrungen * Wieseck, 1. Febr. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hielt gestern abend in ber Wirtschaft Walther seine ordentliche Jahres- Hauptversammlung ab. Nach der Begrüßung und dem Verlesen ber Niederschrift der letzten Vereinstagung durch den Schriftführer W. Pausch erstattete der Verems- vorsitzende, Lehrer Beppler, den Jahresbericht, dem u. a. folgendes entnommen fei: Im abgelaufenen Vereinsjahr fanden im Winterhalbjahre drei Schulungsabende statt, die sich mit ben Hauptfragen bes Liebhaber-Obstbaues unb bes Gartenbaues befaßten. Die brei Gemarkunqsrunbgänqe bienten ber praktischen Schulung der Mitglieder. Zur unentgeltlichen Benutzung ber Mitqlieber wurde ein Süh- mostapparat und Fruchtsaftbereiter durch den Verein angeschafft und durch den Vereinsobmann, der an einem Lehrgang über Süßmostbereitung in Ober-Erlenbach teilgenommen hatte, praktisch vorgeführt. Die planmäßige Wintersvritzunq wurde nur an den Baumanlagen durchgeführt, die in den beiden Vorjahren nicht behandelt worden waren. Immer mehr bürgert sich auch die Sommerspritzung ein, zu deren Durchführung der Verein größere Mengen Pflanzenschutzmittel bezogen und zum Selbstkostenpreise an die Mitglieder weitergegeben hat. Eine gewisse Beeinträchtigung erlitt das Vereinsleben durch das Fehlen einer einschlägigen Vereinszeitschrift, die aber durch „D i e Scholle" bei den Lesern des „Gießener Anzeiger s" voll- auf ersetzt wurde. Das Vogelschutzgehölz, vor vier Jahren durch Zusammenarbeit von Gemeinde, Jagdpächter und Obstbauverein angelegt, hat sich trotz ber Trockenheit bes letzten Jahres gut entwickelt, bietet bem Niederungswilb schon gute Deckung und wurde bereits von mehreren Vogelpaaren beniftet. In diesem Jahre sollen die Quirle angeschnitten werden. Die im Spätherbst vom Verein durchgeführte Baumzählung ergab in unserer Gemarkung einen Baumbestand von über 10 000 Stück. Da die Zahl der noch nicht tragbaren Bäume verhältnismäßig hoch ist, hat der heimliche Obstbau eine aussichtsreiche Zukunft. Der im Vorjahre eingesetzte Ueberwachungsausschuß für Baumpflege hat ganze Arbeit geleistet. Insgesamt wurden 264 Krüppel und Baumruinen mit einem Kreuz versehen, die von den Besitzern entfernt wurden. Heber 1100 mit weißem Ring versehene wurden als pflegebedürftig gekennzeichnet und durchweg von den Eigentümern oder Baumwärtern gründlich in Stamm- und Kronenpflege genommen. f Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Briefmarkendiplomatie (ht) Charbin. Die chinesische Postverwaltung und die Postbehör- den der Mandschurei sind seit Jahr und Tag böse aufeinander. Die Mandschurei ist bekanntlich den Chinesen von den Japanern weggenommen und zu einem autonomen Kaiserreich umgewandelt worden, bas — wie alle autonomen Staaten — auch eigene Briefmarken herausgegeben hat Diese Manschukuo-Briefmarken — eine unendlich lange Serie! — zeigen einen alten Lama-Turm, während die höheren Werte das wohlgelungene Konterfei Seiner Majestät des Kaisers Pu Pi im schlichten Jakettanzug zur Darstellung bringen Außer der Umschrift „Manschukuo" haben diese Marken nichts Provozierendes an sich. Und dennoch werden sie von den chinesischen Postbehörden boykottiert! Kein einziger Brief mit einer Lama- ober Pu Pi-Marke gelangt nach China unb kein einziger China-Brief nach Manschukuo, weil dieses „geraubte" Land für das nationale China eben nicht vorhanden ist. Nun sind aber die Chinesen sehr schreibfteudige Leute, von denen allein in der Mandschurei nicht weniger als 25 Millionen leben unb in engster gei- ftiger unb wirtschaftlicher Verbinbung mit ihrem Mutter lande stehen: eine Ausschaltung dieser 25 Millionen Menschen aus dem Postverkehr ist ein Verlustgeschäft, das weder den Japanern noch den Chinesen auf die Dauer Freude macht. Infolgedessen haben sich soeben die beiden Postminister an den Verhandlungstisch gesetzt und eine neue Briefmarken- Serie ausgeknobelt, die das Nützliche mit dem Nationalen vereinigen soll: Manschukuo hat eine Serie herausgebracht, auf der lediglich schöne Orchideen und noch schönere Berge zu sehen sind, und auf der mit keinem Wort und keiner Silbe der Name des Herkunftslandes erwähnt ist. Dafür hat sich die erleichtert aufatmende chinesische Poft verpflichtet, alle mit diesen bunten Bildern beklebten Briefe zu befördern, so daß wenigstens auf diesem Gebiete der Friede zwischen Japan und China wieder hergestellt ist. Aber von hier bis zum „Frieden am Pazifik" ist es natürlich noch ein recht weiter Weg... Der lebendige Wecker. (—) London. In der Hauptstadt des englischen Weltreiches verdient sich ein Mann seinen Lebensunterhalt barmt, daß er als lebendiger Wecker auftritt. Seine Tätigkeit beginnt nachts um zwei Uhr. Zu dieser Zeit weckt er zunächst die Bäcker, die ja dann schon zu ihrer Arbeitsstätte eilen müssen. Dann wandert er fast den ganzen übrigen Teil der Nacht von Haus zu Haus unb holt die Leute aus ihren Betten. Der lebende Wecker zieht aus dieser Tätigkeit durchaus genügende Einnahmen. Und solange eine Weckuhr oder ein Telephonamt noch nicht imstande sind, verschlafene Menschen an den Füßen aus dem Bett zu reißen ober burch besondere List aus den Federn zu locken, wird dieser seltsame Berufszweig wohl auch seinen Mann ernähren. Papageien und Schildkröten leben am längsten. tausend Einwohner im Jahre 1933, dagegen im ersten Viertelsahr 1934 wenigstens schon 13,5. Im Monat April des Jahres 1934 hat sich diese Zahl weiter gesteigert aus 14,6, im Juni auf 14,9, im Juli auf 15,0. — Freilich dürfen wir wegen dieser bescheidenen Anfangserfolge nicht allzu stolz sein. Die Geburtenzahl, die auch nur zur Erhol- t u n g des augenblicklichen Bestandes nötig wäre, haben wir noch längst nicht erreicht. Es war schon angedeutet, daß die steigenden Geburtenzahlen gerade in den Großstädten stark beeinflußt find von den unter der nationalsozialisti- schen Regierung im Vergleich zur Systemzeit völlig gewandelten sittlichen Begriffen und Anschauungen. Auch diese Tatsache wird durch eine trockene Gegenüberstellung von Zahlen erschütternd dokumentiert. Bei der Berliner Ortskrankenkasse standen beispielsweise im Jahre 1929 den 5900 Normalgeburten 6100 Fehlgeburten gegenüber. Im August 1934 da- gegen war die entsprechende Zahl 1464 Normal- gebürten unb 461 Fehlgeburten. Also einst auf 100 Normalgeburten 103 Fehlgeburten, jetzt auf 100 Normalgeburten 31,5 Fehlgeburten. stimmte Liste einzig unb allein eintrug: „Eins: meine Frau Nabia ..." So mancher Zähler hatte auch mit ber weiblichen Eitelkeit zu kämpfen, da viele Vertreterinnen bes schönen Geschlechts es ablehnten, ihr Alter anzugeben. „Noch niemals in meinem Geben", erklärte kokett eine hübsche geschiebene Frau, die sich übri-1 unb zum Kriege holten ... WW PRANKFURT A. M Wellblech konstruldlonen Fahrradständer * Regale ck Stahltore ♦ Wolf Netter*Jacobi Werke lenutzen 1 Wieseck, den 2. Februar 1935. 0444 0423 Für die zahlreichen und wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme, die uns bei dem so schmerzlichen Verluste unserer teuren Entschlafenen durch Wort, Schrift, Kranzspenden und ehrendes Geleit entgegengebracht worden sind, sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. Jakob Hofmann Familie Karl Hofmann Mein geliebter Mann Heinrich Wahl ist plötzlich von mir gegangen. In tiefer Trauer: Frieda Wahl, geb Möller. Gießen, den 1. Februar 1935. Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 4. Februar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Kleider-Stoffe von Qualität zu weit herabgesetzten Preisen im Inventur-Verkauf bei A. Richter, Seitersweg 71 30 Jahre BertrievssteNen-Jnyadertit des Gießener Anzeigers. * Hausen, 2. Febr. Am morgigen Sonntag, 3. Februar, wird unsere Mitbürgerin Katharine Vonderheid 78 Jahre all. Frau Vonderheid befindet sich noch in bester Gesundheit. Am 1. Febr. 1935 waren es 30 Jahre, daß sie den Gießener nerschaft. — Die Schulgemeinschaft des D D A. konnte bei ihrer Sammlung für das WHW. für 22,27 Mark Kornblumen verkaufen. — Am Tag der Machtübernahme wurden neben einer größeren Anzahl von Lebensmittel- und Kohlenscheinen insgesamt 5 3 Brote durch die Leitung der NSB. an die bedürftigen Familien verteilt. Kreis Büdingen. cv> Bobenhaufen I, 1. Febr. Infolge von Notstandsarbeiten der Gemeinde Schwickartshausen und von Bachregulierungen im Rahmen der Feldbereinigung von Eckartsborn sowie von Wegebauten in den Waldungen ist die Beschäftigungsmöglichkeit für die Arbeiter unserer Gegend gegenwärtig so erfreulich, daß unsere Gemeinde nahezu völlig frei von Arbeitslosen ist. Kreis Schotten. + Groß-Eichen, 31. Jan. Heute wurden durch den Bürgermeister im Beisein des Gemeinderats eine Anzahl Kriegsehrenkreuze in feierlicher Weise überreicht. — Der neuernannte Beigeordnete Ernst Greif wurde verpflichtet und in sein Amt eingeführt. § Ulrichstein, 1. Febr. In dieser Woche wurde vom Reichsnährstand eine Wurst - und Specksammlung durchgeführt, bei der im Bereich der hiesigen Ortsgruppe U4 Zentner zusammengebracht wurden. Der Kornblumenverkauf der Lehrer und Schüler erbrachte über 25 Mark. Ein von der hiesigen NS. - Frauenschaft durchgeführter Werbeabend ergab ebenfall für die Winterhilfe einen schönen Teilbetrag. — Für die Kraftwagenfahrer bildet eben unsere Gebirgsgegend infolge des hohen Schnees ein Hindernis, dafür finden aber die Schneeschuhläufer viel Freude an den weißen, baumlosen Hängen und an den tiefverschneiten einsamen Waldschneisen, zumal solche, die dem Massenbetrieb an den bekannteren Punkten aus dem Wege gehen wollen. Kreis Alsfeld. Familien- Drucksachen Verlobungsanzelgen V Vermählung «an zeigen bei Brühl, SchUlStraBe 7 Oeburteanieleen Eines besonderen Antrags auf Eintragung in die Handwerksrolle bedarf es daher nur in den Fällen, in denen ein Gewerbe neu zur Anmeldung gelangt. Wer nicht in die Handwerksrolle eingetragen ist, aber bereits vor dem 2 4. Januar 1935 ein Handwerk als stehendes Gewerbe betrieben und dieses Gewerbe gemäß § 14 der Reichsgewerbeordnung ordnungsmäßig bei der zuständigen Ortsbehörde angezeigt hat, wird von Amts wegen in die Handwerksrolle eingetragen, auch wenn er weder im Besitz des Meistertitels, noch im Besitz der Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen ist. Diese Handwerker sind bereits vor der Eintragung zur Fortsetzung ihres Gewerbebetriebes berechtigt und können sich daher ebenfalls eine besondere Antragstellung ersparen. Handwerker, die nach dem 31. Dezember 1899 geboren und überdies erst nach dem 31. Dezember 1931 in die Handwerksrolle eingetragen sind, können auf Grund der Uebergangsbestimmungen der obigen Verordnung noch bis zum 31. Dezember 1939 auch ohne Meisterprüfung ein Handwerk selbständig aus- üben. Sie tun aber gut, sich rechtzeitig auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht,Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Richard Rein „Der Naturforscher” ist die allgemeinverständliche, hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u.bedeutenden Mitarbeitern aus allenGebieten d.Naturwissenschaften. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. — Probehefte und Werbeblätter kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo BermQhler Verlag - Berlin-Lichterfelde Bon der Hessischen Handwerkskammer in Darmstadt wird uns geschrieben: Eine Reihe von Handwerkern hat auf Grund der am 24. Januar 1935 in Kraft getretenen 3. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks bei den Dienststellen der Handwerksorganisation oder bei den Gemeindebehörden die Ausstellung der Handwerkskarte beantragt. Es wird gebeten, von solchen Anträgen Abstand zu nehmen. Die Beachtung nachstehender Richtsätze wird empfohlen: Bis auf wenige Ausnahmen ist heute bereits jeder selbständige Handwerker (ob mit oder ohne Meisterprüfung) auf Grund der Handwerksnovelle vom 11. Februar 1929 in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen. Desgleichen ist bis auf wenige Ausnahmen bereits jeder selbständige Handwerker durch eine der in den letzten Monaten errichteten Pflichtinnungen erfaßt. Für alle in die Handwerksrolle eingetragenen oder einer Innung angehörigen Handwerker wird die Handwerkskarte zu gegebener Zeit von Amts wegen ausgestellt. ferlögen einzureichem I. das Schulentlaffungszeug- nis; 2. alle Zeugnisse der Berufs- und Fachschule; 3. der Lehrvertrag; 4. eine Bescheinigung über die Dauer der Lehrzeit, den Ausbildungsgang, die bisherigen Leistungen und die Führung des Lehrlings; 5. ein vom Lehrling selbstgeschriebener Lebenslauf. Zeitpunkt der Meldungen. Die Anmeldung hat bis spätestens 20. Februar 19 3 5 bei der Industrie- und Handelskammer Gießen zu erfolgen. nehmbares Resultat herauszuholen. Alle übrigen Mannschaften sind spielfrei. Oie Spiele der Kreisklaffen am Sonntag. Werdorf — Heuchelheim, Pokalspiel (Miller, Wetzlar); 1900 II — Krofdorf (Kaletsch, Wetzlar); Grün- berg — Wieseck (Grote, Mainzlar); Lollar — Leihgestern (O. Rüspeler, Gleiberg); Spfr. Wetzlar — Naunheim II (Küster, Berghausen); Garbenteich — Steinberg II (Keller, Naunheim); Oberbiel — Berghausen (Deibel, Gießen); Hermannstein — Waldgirmes (Koob, Garbenheim); Krofdorf II — Fellingshausen (Offenbacher, Gießen); Launsbach — Erda (Kreiling, Gießen). Heuchelheim reist in den Kreis Wetzlar, um in Werdorf das Pokalspiel um den DFB.-Pokal auszutragen. Werdorf ist zwar hier unbekannt, doch ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen, denn im Vor- jähre gelang es ihr, sich hinter Bissenberg an zweite Stelle der Tabelle zu setzen. Für Heuchelheim heißt es aufgepaßt. 1900 II empfängt Krofdorf. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Krofdorf ein Unentschieden erzwingt, denn die Mannschaft hat ihr Selbstvertrauen wieder gefunden. Wieseck muß nach Grünberg, man rechnet mit einem Sieg Wiesecks, denn die Meisterschaft kann immer noch errungen werden. Lollar-Leihgestern sollte eine eindeutige Angelegenheit der Lollarer sein, da Leihgestern sehr geschwächt antreten muß. Garbenteich empfängt Steinberg II und sollte auf eignem Platz zu einem Siege kommen. Krofdorf II — Fellingshausen kann unter Umständen von den eifrigen Gästen gewonnen werden. Die Begegnung Launsbach — Erda dürfte einen knappen Sieg des Gastgebers ergeben. Nas Feldbergfest 1935. Der Termin des diesjährigen Feldbergfestes mußte in Rücksicht auf andere Veranstaltungen verschiedentlich geändert werden. Nun ist die 75-Jahrfeier der Deutschen Turnerschaft in Koburg, für die der 16. Juni in Aussicht genommen war, auf die Pfingsttage (8. und 9. Juni) festgelegt worden. Damit sind die ursprünglich für das Feldbergfest vorgesehenen Tage wieder frei geworden. Das 82. Feld- oergfest findet nunmehr bestimmt am 15. und 16. Juni 1935 statt. Oie deutschen Wintersportrneisterschasten. Nurmela-Finnland Sieger im ISKilomeler- Langlauf. Am Freitag wurde bei den Deutschen Skimeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen der 18-Kilome- ter-Langlauf, der mit 352 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung aufwies, ausgetragen. Auch diese Konkurrenz entwickelte sich zu einem Zweikampf Norwegen—Finnland, aus dem der Finne Sulo Nur- mela heroorging. Der siegreiche Finne lief die ausgezeichnete Zeit von 1:18:10 Stunden, auf den nächsten Plätzen kamen der Norweger Bjarne Joer- sen und Vinzenz Demetz-Jtalien ein. Der beste Deutsche war Willi Bogner in 1:22:25 auf dem fünfzehnten Platz, der jedoch in der Kombination den vierten Rang einnimmt. Auch Herbert Leupold schnitt mit 1:23:59 auf dem 22. Platz recht gut ab, er hält in der Kombination den achten Rang. In der Klasse der Militärläufer waren unsere Soldaten besser als die Finnen. Feldwebel Schneider siegte hier in 1:29:11 vor dem Gefreiten Kren- zing und Oberjäger Eble, während der beste Finne, Nemi, erst als Siebter einkam. Deutsche Lishockey-rNeisierfchafl. In der Zwischenrunde um die Deutsche Eishockey- Meisterschaft siegte am Freitag in Garmisch-Partenkirchen in der Gruppe A der EV. Füssen über den Berliner EV. 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) und wurde damit Gruppensieger. In der anderen Gruppe mußte der Deutsche Meister Brandenburg Berlin erneut eine Niederlage hinnehmen. Diesmal war der SV. Rastenburg der Gegner der Berliner, der ihnen eine glatte 3:0- (0:0, 2:0, 1:0-) Niederlage beibrachte. Der Sieger der Gruppe B wird am Samstag im Kampf zwischen dem SC. Riessersee und dem Rastenburger SD. ermittelt, der dann am Sonntag Das Ausland sdeutschtum stelle die Frauen weiter vor eine Aufgabe, die VdA. und Rotes Kreuz für Kolonien und Ausland nicht allein meistern könnten. Vorträge mit und ohne Lichtbildern sollten hier Interesse wecken. Die Abteilung Leibesübungen kenne nichts von Rekordleistungen, die nur geeignet seien, den Körper zu schwächen. Besonders die Bauersfrau fei früh gealtert, weil ihre Arbeit den Körper zu einseitig sich betätigen lasse. Hier schaffen die Hebungen den nötigen Ausgleich. Praktische Ergebnisse liegen bereits vor. Die Abteilung Presse wolle sich den alten Geist auch bei den Modezeitungen nicht mehr gefallen lassen; sie nehme auch die Bücher unter die Lupe. Alle Verbände des Frauenwerkes seien dafür verantwortlich, daß alles im Sinne des Führers geschehe. Das Verantwortungsbewußtsein hatte die deutsche Frau schon stets, das Gedenken an Krieg und Kriegsopfer und die Opfer die für das Dritte Reich fielen, werde dies Verantwortungsgefühl nur noch vertiefen. Vergessen dürfe nie werden, daß die Rassefremden abzulehnen seien. Das schwere Werk muß ohne Zwangsmaßregeln vollendet werden. Es gehe um uns und das Schicksal unserer Kinder. „Deutsche Frauen, deutsche Treue" müsse es heißen! Die Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Nach Beethovens „Andante cantabile" aus der Pastorale dankte Frau W r e d e. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem zweiten Vers des Deutschlandliedes wurde die Versammlung geschlossen. Im Cafs Ebel schloß sich eine Sitzung der Orts- frauenschaftsleiterinnen und der Leiterinnen der dem Deutschen Frauenwerk angehörenden Verbände an. Die Ausführungen der Gauamtsleiterin Frau B r i n k h o f f zeigte die Wege der Zusammenarbeit, und eine rege Aussprache gab den Willen kund, diese Wege in Einmütigkeit zu beschreiten. Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns mit: Wie im vergangenen Jahre, haben tm Monat April d. I. alle männlichen und weiblichen Kaufmannslehrlinge des rhein-mainischen Wirtschaftsgebietes, deren Lehre in der Zeit vom 1. 7. 1934 bis zum 30. 6. 1935 beendet ist, eine Pflichtprüfung abzulegen. Betroffen davon werden alle Lehrlinge der Wirtschaftsgruppen Großhandel, Einzelhandel, Industrie, Banken und Sparkassen, Verkehrsgewerbe und Versicherungsgewerbe. Diese praktische Prüfung soll der Deutschen Arbeitsfront und der Wirtschaftsführung in federn Jahre einen Ueberblick über den Stand der praktischen verufserziehung in den Lehrstellen geben. Auf diese Prüfung kann sich darum niemand theoretisch vorbereiten. Die auslernenden Lehrlinge können in der Prüfung nur das geben, was sie im Geschäft und Betriebe wirklich gelernt haben. Ohne das praktische Mindestmaß an können und Wissen, das Öffentl. Handelslehranstalt Hießen Liebigstraße 16, Fernruf 2480 I. Schulziel: , L Gründliche Vorbildung für Berufe der Wirtschaft und Verwaltung; 2. Vertiefung der Allgemeinbildung u. nationalpolitischen Erziehung, (r ur Mädchen auch hausfraul. Fächer.) IL Abteilungen: . , 1. Zweijährige Handelsiehde f. Schuler und Schülerinnen nach ojähr. Schulbesuch. Abschluß mit der „Mittleren Reife“. Schulgeld RM. 17-, keinerlei Nebengebühren. , _ , 2. Höhere Handelsschule und Sonderkurse von 1 Jahr, für Teilnehmer (innen) mit Obersekunda-, Prima- Reife u. Abitur. (Prüfung entspricht der „Prüfung- für praktische Kaufleute“ an Universitäten u. Handelshochschulen). Schulgeld RM. 19. , keinerlei Nebengebühren. III. Anmeldungen täglich bis spätestens 15. April 1935. Verspätete Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Eintritt während des Schuljahres nicht möglich. Prospekte diese Prüfung verlangt, soll in Zukunft nie- mand mehr Kaufmannsgehilfe werden. Ls wird angestrebt, daß zukünftig nur auf Grund des Gehilfenbriefes, den der Lehrling nach bestandener Prüfung erhält, die Vermittlung einer Gehilfenstelle erfolgt. Aber auch die Lehrherren sollen dadurch eine strengere Auswahl der Lehrlinge vornehmen und stärker auf ihre Pflicht hingewiesen werden, dem Nachwuchs eine ordentliche Berufsausbildung zu geben. Für die Anmeldung zur Prüfung ist folgendes zu beachten. Anmeldepflicht des Lehrherrn. Die Lehrherren der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach sind verpflichtet, die Lehrlinge dem zuständigen Prüfungsausschuß bei der Industrie- und Handelskammer Gießen auf dem vorgedruckten Anmeldebogen zu melden. Der Vordruck ist zu erhalten bei der Industrie- und Handelskammer Gießen. Mit der Meldung sind vom Lehrherrn folgende Un- Aorichessische Han-ball-Sauliga. 1900 zum Verbandsfpiel in Lastet. Am morgigen Sonntag weilt 1900*9 Gauligamannschaft auswärts, und zwar muß sie in Kassel gegen den dortigen Sportverein „Kurhefsen" antreten. Die Platzbesitzer, die älteste Kasseler Mann- schäft der ersten Klasse, haben bis jetzt mit wechselndem Erfolg gekämpft. Ihre Niederlagen waren aber stets äußerst knapp — gegen den Spitzenreiter, C. T., lautete das Endergebnis vor kurzem 6:7, woraus sich die Gleichwertigkeit mit den führenden Mannschaften ergibt. Die 1900er werden • einen äußerst schweren Stand haben. Da mit mehrfachem Ersatz gefahren werden muß, ist es jedenfalls recht zweifelhaft, ob es gelingt, die hier im Vorspiel erlittene, allerdings höchst überflüssige Niederlage wettzumachen. Handball im AfB.-Reichsbahn. Für den kommenden Sonntag hat sich der VfB.- Reichsbahn die erste Mannschaft des Turnvereins Kirchgöns eingeladen. Diese Handballmannschaft teht an zweiter Stelle der Bezirksklasse. Das jüngste Ergebnis gegen den Turnverein Marburg lautete 18 :3 für Kirchgöns. Daß die la Mannschaft des VfB.-Reichsbahn bei diesem Spiel zeigen kann, ob sie bezirksklassenfähig ist, liegt auf der Hand. Das Spiel der Id Mannschaft muß ausfallen, da der Gegner in letzter Minute absagte. Ettlscheidungsspiel um die Lugend-KreiSmeisterschast des Lahn-Oillkreises im Handball. Mtv. Gießen Jugend gegen TG. Wehlar-Viedergirmes Jugend. Nachdem in den bereits ausgetragenen ersten Ausscheidungsspielen jede Mannschaft einmal zum Siege kam und keine Entscheidung herbeigeführt werden konnte, treffen sich beide Mannschaften am Sonntag auf neutralem Platz. Als solcher wurde dieser des Tv. Allendorf an der Lahn gewählt. Das Spiel wird bis zu einer Entscheidung durchgeführt. Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 I — viedenkopf I. Durch die abermalige Abstellung Lipperts in die Gaumannschaft (Bayern — Nordhessen) wurde das vorgesehene Spiel Dillenburg gegen 1900 Gießen erneut abgesetzt. Die Spielvereinigung 1900 hat deshalb für den kommenden Sonntag den DsL. Biedenkopf zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Es ist das noch ausstehende Rückspiel der Hinterländer in Gießen. Im Vorspiel in Biedenkopf endeten die Blauweihen mit 3:1 im geschlagenen Feld, nicht ohne das wirklich gute Können der Gastgeber restlos anzuerkennen. Auch heute nehmen die Biedenkopfer in der Bezirksklasse der Gruppe Marburg eine gute Tabellenstellung ein und sprechen ein gewichtiges Wort im Entscheidungsgang um die Gruppenmeisterschaft mit. 1900s Aufstellung mit Schmidt; Zeiler, Kaps; Mank, Heilmann, Langsdorf; Wilhelmi, Hainbach, Schmelz, Hammer und Dörr gibt auch dieses mal die Gewähr für einen spannenden Spielverlauf. Fritz Schmidt wird für den verhinderten Schlarb ein würdiger Vertreter sein. Der Spielausgang ist vollständig offen. Mit der Spielleitung ist Schiedsrichter Volkmar (Wetzlar) betraut Vormittags trägt ebenfalls zu Hause die Ligareservemannschaft ein Meisterschaftsspiel gegen den VfB. Krofdorf aus. Wenn die Platzbesitzer mit dem in den letzten Spielen gezeigten Kampfgeist auf- warten, dürfte es dem Gegner, der selbst über ein solides Können verfügt, sehr schwer fallen, auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe zu Lorbeeren zu kommen. Spielleiter ist Kaletsch (Wetzlar). VfB.-Reichsbahn Gießen. Vfv.-Reichsbahn II — Vfv. Aßlar I. Die Gießener folgen einer Einladung nach Aßlar. Die Gastgeber spielen eine führende Rolle in ihrer 1. Kre is klasse und sollten auf eigenem Gelände die Gäste schlagen können. Die Hiesigen fahren in stärkster Aufstellung und haben das Bestreben, ein an- Prüfungsgebühr. Mit der Anforderung der vorgedruckten Anmeldeformulare ist vom Lehrherrn für jeden Lehrling auf das Postscheckkonto der Industrie- und Handelskammer Gießen, Frankfurt Nr. 61599 eine Prüfungsgebühr in Höhe von 3 Mark mit dem Vermerk „Prüfungsgebühr" zu entrichten. Die Gebühr hat der Lehrling aufzubringen. Heber Einzelheiten erhalten die Lehrlinge auf Grund ihrer Anmeldungen von den örtlichen Prüfungsausschüssen Nachricht. das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den ED. Füssen bestreitet. Kurze Sportnotizen. In 2 00 0 Meter Höhe. Auf dem Mont d'Arbois im Mont-Blanc-Gebiet wurde ein sechstägiges internationales Studentenlager abgehalten, an dem Vertreter aus Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Bulgarien, Italien, Schweiz, Holland, England, Amerika und Finnland teilnahmen. 3 0 0 Renntage wird es im deutschen Galopp- rennjahr 1935 geben. Davon werden 180 Sonntagsoeranstaltungen sein. Die E i n h e i t s s a tz u n g für die Ortsgruppen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen hat verschiedene Aenderungen erfahren. U. a. wurde der Zweck der Ortsgruppen (§2), der bisher das Aufgabengebiet nur umschrieb, genau gegliedert. Vom Berliner Reitturnier. Das Berliner Reitturnier erhielt am Freitagnachmittag eine besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Ministerpräsidenten General Göring I und des Reichsministers Rust. Das Hauptinteresse fand neben der Schaunummer „Denkmal der hannoverschen Pferdezucht" ein Amazonen-Jagdspringen um die Goldene Peitsche, wobei mit dem Einzelwettbewerb der Frauen zugleich ein Paarspringen verbunden war. Im Einzelspringen schnitt Frau Franke auf Profoß mit 0 Fehlern und 72 Sek. am besten ab, während aus dem Paarspringen Christel (Frau Marcks) und Dachs (Oberleutnant von Bath) als Sieger hervorgingen. Den zweiten Platz belegten Sabina-Elsa vor Profoß-Pork. In der Eignungsprüfung für Jagdpferde um den Preis von Trakehnen siegte Sabina unter SS.-Mann Seyfert vor Seestern und Almansor. Rundfunkprogramm. Sonntag, 3. Februar: 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.20: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein. 10.15: Chorgesang. 11: Der siebenbürgische Dichter Heinrich Zillich liest seine Erzählung: „Die Ehre des Kutschers Daniel" 11.15: Bekenntnisse zur Zeit. 11.30: Erfreute Zeit im neuen Bunde. Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Mittagskonzert. 13: Ein Arbeiter erzählt aus seinem Leben. 13.15: Sprechstunde bei Schall und Platt. 14: Kinderstunde. 15: Stunde des Landes. 16: Zur grünen Woche aus den Berliner Ausstellungshallen am Kaiserdamm. 18: Jugendfunk: Dietrich Eckart. Kämpfer und Dichter des Dritten Reiches. Hörfolge. 18.30: Schummerstunde. 19: Heitere Kammermusik. 19.40: „Wintersport-Echo aus Garmisch-Partenkir- chen". Kurzberichte und Ergebnisse. 20 bis 21.25: „Schuhmacher und Poet dazu". Eine Hans-Sachs- Hörfolge. 21.30: 12. Meisterkonzert des deutschen Rundfunks. Li Stadelmann spielt. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Funkbericht vom Endspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Montag, 4. Februar. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55 Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.20: Schulfunk, Feierstunde. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sende- bezirk. 13.15: Mittagskonzert IT. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.30; Bücherfunk. 15.50: Aus Wald und Flur: „Wie Elch kämpfte und starb". 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Die volkspolitische Entwicklung des Deutschen Reiches. Von Dr. Wilhelm Wortmann. 18.35: Katechismus für Sprachsünder. 18.50: Denkt an die Linderung der 3Xott Verwendet die Dohlsahrtsbriefmarkent Frauen im Rampenlicht. 19.45: Der Zeitfunk bringt Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Nachtigall und Lerche — Hammelherde und Lindwurm." Musikalische Tierillustrationen. 21.15: Ein Jahr um Bilgassims Garten. Funkbogen aus Arabisch-Nordafrika. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Kammermusik. Divertimenti für Blas-Instrumente von W. A. Mozart. 23:Unter* Haltungsmusik. 24: Nachtkonzert des NS.-Reichs- sinfonieorchesters. 1 bis 2: Orchesterkonzert. Inventur-Verkauf Mein mit heißer Milch gemischt: 661D bietet auch weiterhin eine 614V Gießen, Marktstraße 4-8 624 A 660C rm usw. Gießen Bahnhofstraße 2-4 642* TEX TI UHRU Su Eichenscheiter 1. Kl. Eichenscheiter 2. Kl. Eichenknüppel Fichtenknüppel 131,8 1,0 115,2 1,0 71,1 1,6 den. a) zweijährige Fohlen, b) dreijährige Fohlen, c) Jährlingsfohlen, 135,0 2,0 8,3 118,7 5,0 132,7 9,0 90 190 föci Srippe und Jfatarrfien Selters-Sprudel Augusta Victoria wirkt schleim- und hustenlösend. Siederlage: Jean Weisel, Gießen, Sonnenstr 6,Tel.3888 Fritz Heinzerling, Gießen. Schiffenb.Weg32,Tel.3259 dj Familien: Stuten mit zwei und mehreren Nachkommen. Die Pferdeprämiierung erfolgt unter Mitwirkung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II, Bauernkammer und des Landespferdezuchtvereins. Anmeldungen zur Prämiierung werden bis zum Tag der Prämiierung entgegengenommen. Prämiierungsplan und Anmeldeformulare find auf der Bürgermeisterei erhältlich. Friedberg, den 29. Januar 1935. Bürgermeisterei. Dr. Seyd, Bürgermeister. 18,4 „ Eichen-Rundscheiter (Gartenpfosten). Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg, 6. Schneise. Gießen, den 1. Februar 1935. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. „ Eichenscheiter 2. Kl. „ Buchen- und Birkenscheiter 1. Kl. „ Eichenknüppel „ Birken- und Fichtenknüppel „ Eichenstammreisig 1. Kl. „ Fichtenstammreisig 1. Kl. Wellen Buchenreisig 2. und 3. Kl. Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen. Das mit den Bevollmächtigten beratene Genossenschaftsstatut liegt vom 4. bis 17. Februar d. 3. einschließlich auf der Bürgermeisterei Bersrod während der Dienststunden zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche sind von den Beteiligten während dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll bet der Bürgermeisterei Bersrod einzureichen. 655C Brennholz-Versteigerungen der Stadt Gießen. Besonders große Auswahl in Damen - Konfektion und Herren - Konfektion 4,3 „ Eichen-Rundscheiter (Gartenpfosten). Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg, 6. Schneise. Holzversteigerung Dienstag, den 5. Februar 1935, vormittags 10 Uhr, in der Gastwirtschaft von hch. Lang in Rüddings- hausen aus dem Schuhforst Ampel der Dr. L. Wagner Erben. Es werden versteigert: 653D Nuhscheiter rm: Eiche 9, Fichte 10; Ruhknüppel rm; Eiche 28, Fichte 1, Scheiter rm: Buche 200, Eiche 18, Fichte 25; Knüppel rm: Buche 280, Hainbuche 33, Eiche 66, Linde 6, Erle 6, Fichte 25; Reisig rm; Eiche 13 (ausgeknüppelt), Buche 490; Stöcke rm: Buche 70, Eiche 3. Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht versteigert. Londorf, den 30. Januar 1935. Hessisches Forstamt Rabenau. IOOOO.-RM. 1. Hypothek, aus ein 4-Familien- Haus, IOOOO.-RM. 1. Hypothek, auf Neubau ^Fam.- HauSlGeschüfts- haus) gesucht. Schr. Ang. unt. 609D a. d. G. A. Birkenreisig 3. Kl. 72,6 rm Eichenstöcke A. Mittwoch, den 6. Februar 1935, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 43 des Stadkwaldes, Försterei Rödgen: rm Eichenscheiter 1. Kl. 3ri?ö6erger MMls-MiWarkt mit Prämiierung am Dienstag, dem 5. März 1935. In folgenden Klassen können von Landwirten, Gewerbetreibenden und Händlern Pferde des Kalt- und Warmbluts zur Prämiierung vorgeführt wer- NäphläCCP von3 bis 20v'H'erhalten Sie bei wieder- iidvIllUuvu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei außergewöhnlich günstige Kaufgelegenheit bei vorteilhaften Preisen guten Qualitäten und zuvorkommendster Bedienung Bitte überzeugen Sie sich durch einen Besuch in meinem Hause Der Zuschlag ist ohne Rücksicht darauf verwirkt, ob den Steuerpflichtigen an der Verzögerung der Zahlung ein Verschulden trifft oder nicht. Wird der Steuerbetrag, zu dem der Säumnis- zuschlag zu erheben ist, nachträglich ganz oder teilweise erlassen oder niedergeschlagen, oder kommt er aus anderen Gründen (z. B. durch Rechtsrnittelent» cheidung) ganz oder teilweise in Wegfall, so fällt insoweit auch der Säumniszuschlag weg. Das gleiche gilt, wenn der Steuerbetrug nachträglich gestundet wird. Im Sinne der Vorschrift über die Abrundung (§ 3 Abs. 2 des Gesetzes) gelten die Grund-, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer als drei verschiedene Steuerarten. II. Geregelt ist in dem Steuersäumnisgesetz auch dis Frage der Steuerzinsen (§§ 9 bis 12 des Gesetzes). Hiernach dürfen vom 1. Januar 1935 an bei den Steuern der Gemeinden und Gemeindeverbände keine totunbungs. ober Verzugszinsen mehr erhoben werben. Ebenso haben vom gleichen Zeitpunkte an die Gemeinden und Gemeindeverbände auch keine Erstattungszinsen mehr zu gewähren. Durch § 9 Abs. 2 des Gesetzes sind auch die Der- zugszmsen und Verzugszuschläge, die auf die Zeit vor dem 1. Januar 1934 entfallen, gestrichen worden Rückständige Stundungsünsen sind auch dann zu erheben, wenn sie aus die Zeit vor dem 1. Januar 1934 entfallen, es sei denn, daß sie nach den allgemeinen Vorschriften erlassen oder niedergeschlagen werden Das Ausschreiben zu Rr. St. M. Id 39 293 vom 9. November 1934, betreffend Steuerzinsen, wird durch das vorliegende Ausschreiben aufgehoben. III. Es wird empfohlen, hiernach zu bemessen. Die Kreisämter werden ersucht, die Bürgermeistereien und insbesondere die Gemeinderechner umgehend hiernach zu verständigen und sie anzuweisen, sich mit Öen Bestimmungen des Steuersäumnisgesetzes und dem Inhalt dieses Ausschreibens eingehend vertraut zu machen. Die Bürgermeistereien der Städte sind von uns auch unmittelbar verständigt. B. Freitag, den 8. Februar 1935, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 43a des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: ( Bekanntmachung. Dienstag, den 5. Februar 1935, findet in Gießen Rindvieh- (Ruhoieh) Markt statt. Auftriebszeit von 8 bis 9 Uhr vorrOittags. Sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Nächster Schweinemarkt: Mittwoch, den 20. Februar 1935. 617C Gießen, den 2. Februar 1935. Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister. Eichenstammreisig 1. Kl. Fichtenstammreisig 1. Kl. 210 Wellen Eichenreisig 3. Kl. 65,5 rm Eichenstöcke 3. Da die Grund-, Gewerbe- und Sondergebäude- steuern als drei verschiedene Steuerarten gelten öurfim fie bei Berechnung der zu erhebenden Säumniszuschläge nicht zusammengerechnet sondern es muß bezüglich jeder Steuerart der ^u- chlag erhoben werden, sofern der Steuerbetraa über 10 RM. beträgt 654C Gießen, den 25. Januar 1935. Kreisamt Gießen. I. D.: vr. S ch ö n h a l s. Zu Nr. St. M. Id 16 880. Betr^ Wie oben. 3000301 von Selbftyeber aep. gute Sicherheit zu leihen gesucht. Schriftliche Angb. unt. 0393 a. den Gieß. Am. Holzversteigerungen der Fürst zu Solms-Lichschen Oberförsters Hohensolms. Donnerstag, 7. Februar werden in der Pfaffen- mark versteigert: rm Scheitholz: Buche 44, Fichte 2; Knüppel: Buche 88, Eiche 4, Fichte 8; wellen Reis- holz: Buche 5200, Eiche 300 (davon 3800 gute Forstwellen); fm Stammholz: Eiche (3.) 0,60, Fichte (la und 1b) 3,84; Ruhrollen: Esche 2 rm. Zusammenkunft: 10 Uhr am Hirschkopf. Freitag, 8. Februar, wird im Scheererfchen Saal ZU Bieber das Holz aus den Distrikten helfholz und Jffelfcheid versteigert. Zum Ausgebot kommen: rm Scheitholz: Buche 162, Fichte 2; Knüppel: Buche 194, Eiche 40, Fichte 14; wellen Reisholz: Buche 10560, Eiche 750 und 120 rm; fm Stammholz: Buche (4.) 0,88, Eiche (2. und 3.) 0,69, Esche (1.) 0,16; Stück Derbstangen: Eiche (Deichseln) 16, Fichte I. 144, II. 282, III. 465; Reisstangen: Fichte IV. und V. 275; Bohnenstangen: Fichte 4430 und einige Raummeter Gartenpfosten. Die ausgesuchten Stangen (ca. 70 fm) liegen meist in der Jsselscheid, nahe der Kreisstraße Fellingshausen — Frankenbach; alle ungeschälten Stangen kommen zum Ausgebot. Auskunft: Förster Wack,Erda. 671D Zusammenkunft: 9.30 Uhr. Reihenfolge: Scheitholz und Knüppel; 11.30: Reisholz; 1.30: Stämme und Stangen. Durch das Steuersäumnisgesetz vom 14. Dezember 1934 (RGBl. I, S. 1271) ist mit Wirkung vom 1. Januar 1935 für die verspätete Entrichtung einer Steuerzahlung ein Säumniszuschlag eingeführt worden (§§ 1 bis 8 des Gesetzes). Das Gesetz, das auch auf die Steuern des Landes, der Gemeinden und Gemeindeoerbände Anwendung findet, wird der be- sonderen Beachtung empfohlen. Der Säumniszuschlag beträgt 2 v. H. des rückständigen Steuerbetrags. Er ist mit dem Ablauf des Fälligkeitstages verwirkt. Auf Grund des § 7 Abs. 2 des Steuersäumnisgesetzes wird hinsichtlich des Säumniszuschlags für die Steuern der Gemeinden und Gemeindeverbände folgendes angeordnet: Der Säumniszuschlag ist grundsätzlich in jedem Falle einer Überschreitung der Zahlungsfrist zu erheben. Jedoch werden die Hebestellen ermächtigt, bei geringfügigen Fristüberschreitungen von der Einziehung des Zuschlags abzusehen. Eine Ueberschrei- tung der Frist bis zu fünf Werktagen ist jedenfalls als geringfügig im Sinne dieser Bestimmung anzusehen. In solchem Falle ist von der Erhebung des Säumniszuschlags stets abzusehen, wenn nicht besondere Gründe für die Einziehung sprechen. Wenn z. B. Steuerpflichtige die Ueberschreitung des Fälligkeitszeitpunktes um einige Tage zur Regel werden lassen sollten, wird durch Anforderung des Zuschlags auf die Einhaltung der ordentlichen Zahlungszsit- punkte hinzuwirken fein. Der Zuschlag muß dann aber bei oder sofort nach Eingang der Zahlung an- gefordert werden; spätere Nachforderungen sind zu vermeiden. Die Mahnung des Schuldners bleibt ohne Rücksicht auf die für den Säumniszuschlag getroffene Regelung sofort nach Ablauf des Fälligkeitstages zu- Das abschriftlich nachstehende Ministerialausschrei- ben zu dem Steuersäumnisgesetz vom 24. Dezember 1934 wird den Bürgermeistereien und Gemeinde- kassen des Kreises (ausschließlich Gießen) zur Kenntnisnahme u^d Beachtung durch die Gemeinderechner mitgeteilt. Dabei wird auf folgendes hingewiesen: 1. Es ist nickt in das Belieben der Gemeinderechner gestellt, ob sie die Säumniszuschläge erheben wollen oder nicht, sondern sie sind zu deren Erhebung gesetzlich verpflichtet. Die Beachtung des Gesetzes wird von uns überwacht. 2. Nach § 3 Abs. 2 des Gesetzesist für die Berechnung des Zuschlages der rückständige Steuerbetrug auf volle 10 RM. nach unten abzurunden. Ein Zuschlag ist daher nur zu erheben, wenn die ©teuer- betrage über 10 RM. betragen. Sonach beträgt der Zuschlag bei Steuerbeträgen: H von über 10—19,90 RM. = 0,20 RM. Holzversteigerungen der Fürst zu Solms-Lichschen Oberförsterei Lich. Montag, 4. Februar, werden im Pfaffen-höhler, Kellersberg, Fuchsstrauch, Schmerhütte versteigert: rm Scheitholz: Buche 133, Eiche 138, Nadel 24; Knüppel: Buche 108, Eiche 111, Hartl. 10, Nadel 22; Slockholz: Buche 34; Knüppelreifer: Eiche 52; Wellen Reisholz: Buche 4400, Eiche 3900 (meist gute Forstwellen); fm Schnittholz: Eiche (4.-6.) 14,57, Buche (4.) 15,46, Kiefer (3a—4b) 7,03, Fichte (3b—5b) 37,86; Stammholz: Eiche (für Wagner) zirka 30, einige Eschen, Hainbuchen, Kirschbaum; Derbstangen: Fichte (II. und III.), 1,10; rm Gartenpfosten: Eiche 25 (zirka 300 Stück). 4740 Zusammenkunft: 9.30 Straße Lich—Garbenteich, Eberstädter Schneise. — Ein Verzeichnis über das aus anderen Distrikten zur Versteigerung vorgesehene, also nicht vorgezeigte Starkholz, z. B. Stark- Eiche aus Konzebühl usw., kann angefordert werden. Dienstag, 5. Februar, werden in der Meilbach versteigert: rm Scheitholz: Buche 153, Eiche 4; Knüppel: Buche 300, Eiche 24, Birke u. a. 7, Fichte 3. Slockholz: Bua,e 29; Wellen Slammreifer: Buche 2850, Eiche 450; Aslreifer Buche 3900, Eiche 1200- Stück Derdslangen: Fichte (I —III.) 31, Hainbuche (Deichseln) 29, Esche 31; Reisslängen: Fichte 15, Bohnenstangen 575; rm Esche (2 m lang) 2,2, Gartenpfosten: Eiche 9 (zirka 100 Stück). Zusammenkunft: 9.30 Straße Lich—Hattenrod, an Abt. 14. Montag, 11. Februar, werden in der Hard versteigert: rm Scheitholz: Buche 92, Eiche 3, Fichte 3; Knüppel: Buche 35, Eiche 9, sonst. Laubh. 11, Fichte 19; Slockholz: Buche 24; wellen Reisholz: Buche 2500 (dabei 1000 gute Forstwellen), Eiche 400, sonst. Laubholz 500; fm Stammholz: Esche (2.) 5,78, (1.) 3,15; rm Ruhrollen: Esche 5,7; Slück ausgesuchte Derdslangen: Fichte I. 169, II. 91, III. 66, Bohnenstangen: Fichte 1260. Zusammenkunft: 10 Uhr: Waldeingang oberhalb Kolnhausen. 6480 Dienstag, 12. Februar, werden im Mönchwald versteigert: rm Scheitholz: Buche 87, Eiche 2, Fichte 25; Knüppel: Buche 142, Eiche 19, sonst. Laubholz 2, Radel 21; Wellen Reisholz: Buche 1600, Eiche 200 Kiefer 100; Schlagreifer. Fichte: 11 Lose; Slück aus- gesuchte Derdslangen: Fichte I. 130, II. 135, III. 55; Reisslängen: IV. 30 und 5 rm Gartenpfosten. Außerdem kommen aus Distrikt Graudorn 1100 Buchen-, 100 Birken-Wellen und zirka 200 Stück Garten- Pfosten (nicht vorgezeigt) zum Ausgebot. Zusammenkunft 10 Uhr: Schlagweg Lich—Burkhardsfelden, Waldeingang. 20—29,99 „ = 0,40 30—39,99 ,, = 0,60 Ab 1.4.d.I. ist e. kl. Kapital von 3000 M. für Wohnungs- bauten zu Verl. Säir. Ang. unt. 0394 a. d. G. A. Drahthaar fFoac (Hündin), auf d. Namen „Majo" hörend, entlaus. Abzugeben geg. Bel. Wetrlarer Weg 151. l 0443 Das deutsche Fachgeschäft für Bekleidung u. Ausstattung U AU TAT U"*rl«mq und ridilie Maskenstoffe,Trachtenstoffe einfarbige Satins u. kunstseidene Gewebe (schon von 69 Pf. an) in den gesuchten Farben haben wir in großer Auswahl für Sie vorrätig. 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Die meisten kommen zu Fuß, andere mit dem Fahrrad oder gar mit dem kleinen Wagen. Wenn nicht gerade ein so lauer Winter ist, wie der des Jahres 1934/35, dann tut man jeweils gut, ein paar kräftige Stiefel anzuziehen, sich sonst warm einzupacken und die Ohrenschützer nicht zu vergessen. An kalten Tagen hat man immer noch genug, von einem Bein auf das andere zu treten, denn eine Versteigerung dauert oftmals bis in den Nachmittag hinein. Bei einer Holzversteigerung treffen sich viele Bekannte. Da gibt es dann manche herzliche, oftmals derbe und scherzhafte Begrüßungen. Wieviele treffen sich oft nur bei der Holzversteigerung im Jahre einmal?! und der Protokollführer. Bevor die Versteigerung beginnt, werden in der üblichen Form die Versteigerungsbedingungen verlesen. Da hören die meisten nur mit halben Ohr, oder gar nicht hin. Sie sind oft seit Jahrzehnten im Bilde. Schließlich beginnt dann das Ausbieten, nachdem man sich rasch noch einmal die Hände und die Füße am Feuer und den Magen an einem Gläschen „Doppelkümmel" oder „Frucht" gewärmt hat. Es erübrigt sich wohl, das Ausbieten in allen Einzelheiten zu schildern; es vollzieht sich oft sehr rasch. Meist steigert man in Beträgen von je 20 Pf., solange, bis der Ausrufer „zum Ersten" und „zum Zweiten" ruft und der Versteigerungsleiter mit seinem „zum Dritten" abschließt. Rasch nennt der Käufer Namen und Adresse, und schon geht es zum nächsten Holzstoß weiter. Solange, bis es Zeit zu einer handfesten Vesperpause ist. Da steht dann alles um das Feuer und die Flaschen herum, die der Wirt mitgebracht hat. Manche geben sich bei dieser Desperpause harmlos und trittken heißen Kaffee. Die „Wurschtebrote" werden hervorgeholt, denn die frische Winterluft macht Appetit. Dann geht es weiter in der Versteigerung, solange bis möglichst alles Holz an den Mann gebracht ist. Während die Versteigerung noch im Gange ist, wird an anderer Stelle von einer früheren Versteigerung her das Holz schon aufgeladen und nach Hause gefahren. Der Wirt mit seinem Wagen, mit leeren Flaschen, mit Tassen und Gläsern, hat bereits das Feld geräumt. Das wohltätige Feuer, an dem man sich Hände und Füße wärmen konnte, ist inzwischen in sich zusammengefallen, der Versteigerungsleiter und der Protokollführer rechnen ihre Zahlenreihen zu- fammen und dann begibt man sich in dem Bewußtsein, daß etwas Rechtes und Notwendiges geschafft ist, auf den Heimweg. Die Versteigerungsbedingungen werden verlesen. bestand geringes Gefälle. Der Boden war außerordentlich weich. Schon die Erstellung des Voi t° grabens war durch den zusammenstürzenden Booen recht schwierig. Die größten Schwierigkeiten bereitete der Bau eines etwa 20 Meter langen Stollens durch den Fahrdamm der Provinzialstraße Wetzlar—Butzbach an der Kurve des Schirnberges. Den Arbeiten war aber ein voller Erfolg be« schieden, denn die zweite Quelle, die gutes Wasser fuhrt, zeigte sich noch ergiebiger, als die Quelle am Wiedgraben. Sie liefert täglich 110 Kubikmeter Wasser, so daß die beiden bis jetzt gefaßten Quellen zusammen 147 Kubikmeter Wasser täglich liefern und somit unsere Gemeinde reichlich mit Wasser versorgen. Die dritte Quelle im Glockenbrunnen braucht also nicht in Anspruch genommen zu werden. Die Arbeiten wurden von Unternehmer Zöl- l e r (Dornholzhausen) ausgeführt. Die Kosten, die im Wege der Notstandsarbeiten ausgesührt wurden, betragen rund 6000 Mark. Das Landesarbeitsamt gewährte etwa 1800 Mark als Förderungssatz. Die restlichen Kosten werden durch einen Extrahieb von Fichtenstämmen, mit deren Fällung bereits begonnen ist, ausgebracht. Interessant ist es, einmal in den Bekanntmachun- ‘' Holzversteigerungen statt- bann auf Seiten der Versteigerer mit niedrigeren Erlösen zufriedengeben. Die Anzahl der Teilnehmer spielt natürlich eine nicht weniger große Rolle. Schließlich kann auch, scherzhaft gesprochen, ein anhaltender Regen die Freudigkeit zum Bieten und damit das Gesamtergebnis der Versteigerung beeinträchtigen. Es kann aber auch so fein, daß der eine oder der andere nach einem kräftigen Frühstück mit mehr Unternehmungslust bietet. Die Versteigerungen vollziehen sich in ihren wesentlichen Vorgängen in alt-überlieferten Formen. Von dem äußeren Drum und Dran, das die Holzversteigerungen zu früherer Zeit fast zu ländlichen Festen machte, ist heute leider nur noch wenig erhalten. Früher gab es zur Holzversteigerung Musik und Tanz, da gingen Frauen und Kinder mit, so daß die Holzversteigerung jeweils zu einem Markstein im ländlichen Leben während des Winters Erfolgreiche Wasserschürfungsarbeiten bei Sroß-Uechtenbach. O Groß-Rechtenbach, 31.Jan. Die Wasserschürfungsarbeiten unserer Gemeinde, die etwa vor zwei Monaten begonnen wurden, sind nun beendet. Trotz großer Schwierigkeiten sind die Arbeiten in verhältnismäßig kurzer Zeit mit Erfolg zu Ende geführt worden. Insgesamt sollten drei Quellgebiete in den Distrikten Wiedgraben, Schirn und Glockenbrunnen erschlossen werden. Die Quellfassung im Wiedgraben erfolgte zuerst. Hier mußte, der eigenartigen Beschaffenheit des Bodens wegen, tiefer gegangen werden als ursprünglich angenommen war. Die dortige Quelle liefert gutes, einwandfreies Wasser, und zwar 37 Kubikmeter. Das Gefälle bis zum Ort ist günstig. Ohne Pumpwerk treibt das Wasser bis in die höchste Stelle des Dorfes. Nur die Wassermenge dieser Quelle, die man schon einmal provisorisch vor 30 Jahren gefaßt hatte, ist nicht ausreichend für unsere Gemeinde. In den Wintermonaten dürfte es reichen, im Sommer muß die zweite Quelle zugezogen werden. Die WasserschSrfungsarbeiten an der zweiten Quelle gestalteten sich schwierig. Für die Vorflut finden. Man spricht dabei von Distrikten, von Forst- orten usw. Hier stößt man oft auf hochinteressante Namen, die in den betreffenden Gegenden zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Während man sich in städtischen Forstbezirken nach numerierten Abteilungen orientiert, findet man in den rein ländlichen Bezirken feine und sinnvolle, oft wirklich romantische und originelle Namen wie: „Konze- bühl", „Hasenkopf", „Beunde", „Herren-Höhler", „Pfaffenhöhler", „Schmerhütte", „Spiegelacker", „Fuchsstrauch", „Mönchwald", „Eisenhand', „Ranzenschneise", „Graudorn" usw. Jeder dieser Namen ist ein Stück Volkstum, dem nachzuforschen eine dankbare Arbeit für Heimatforscher wäre. An der Holzversteigerung nimmt in den meisten Fällen auch ein Förster teil, der als Sachverständiger zugegen ist. Bei größeren Versteigerungen steht neben dem Versteigerungsleiter der Ausbieter Eo«k eine rasche Hitze, und der Töpfer z. B. will fmr skinen Bedarf Holz, das eine lange Flamme gibt, Eil das Feuer um feinen Muffelofen herumschlagen muh Wieder ein anderer will ein kurzes Feuer. <5: verschiedenartig wie der Verwendungszweck bis Holzes ist, so verschiebenartig ist auch ber Kreis bwtoufer unb Interessenten, ber sich zu den Holz- öHfit* igerungen einfindet. Da ist der Arbeiter aus b!-r Stadt vertreten, der sich einige Raummeter Holz f|itileinen Hausbrand erwerben will, wenn er die Zeit dazu hat, das Holz zu zerkleinern. Neben ihm stzcht der Bäcker- und der Metzgermeifter, die Holz für hren Gewerbebetrieb brauchen; da kommt der Bau r, der lieber Holz als Kohlen verfeuert, und fcWßlich ist auch neben anderen Volksgenossen der Baumternehmer da, ober ber Gärtner, ber Bohnen- ftiintem braucht. Jener kauft Scheitholz, ber anbere Mw pel, biefer Astwellen ober Reisig, unb jener bcratfi)t Derbstangen ober Stöcke Ganz abgesehen boion, baß ber eine bas harte Hainbuchenholz will, dLs m unseren Wälbern noch mehr heimisch ist, als in anderen beutschen Gauen, unb der andere Fichten- oo)er Kiefernholz wünscht. Auf dem Versteigerungs- pdan findet man aber neben Buchen- unb Eichen- hplzcrn, bie oft in großen Mengen geschlagen wer- ÖKr, auch das seltenere, harzreiche Holz der Wey- mutlskiefer oder die zähe Esche verzeichnet. Und alle die verschiedenen Hölzer finden ihre Jnier- e^enten. Die Unterscheidung nach Art und Form bo>s Holzes ist aber nicht die letzte. Vielmehr wird auch die Qualität nach Klassen auseinandergehalten Aoin Nutzholz fei hier ganz abgesehen, denn das Mtzholz wird nach einer ganzen Reihe von Gesichtspunkten in seinem Wert beurteilt. Das Brennholz mirt) aber nicht viel weniger sorgfältig gewertet. Da unterscheidet man auch nach erster, zweiter und dritter Klasse. Wer Buchenreiser kaust, sieht sich die Wellm sehr genau an und prüft kritisch, was an Unartigen Stöcken in den Wellen enthalten ist Die Preise sind unterschiedlich, wie das Holz Die Preisbildung wird von den verschiedensten Umstanden beeinfluß. Die Interessenten sehen sich Zunächst schon einmal die Abfuhrwege genau an. Schlechte Adjuhrwege drücken auf den Preis. Man muß sich Dir Zeit der Holzfällungsarbeiten ist vorbei. Nur i ta, do eine Gemeinde im Extrahieb Holz fällen laiU ober da, wo außerordentliche Umstände der SÜlW zu einem Kahlschlag sind, klingt noch die Axt jm Kalde. Ueberoll in unseren oberhessischen Forsten rirhea sich nun in mehr oder weniger großen Ab- strnürn die sauber aufgeschichteten Holzstöße anein- anbet. Für den Laien sehen diese Holzstöße alle glück «us. Für den Forstmann, für den Bauern und für den Holzhändler insbesondere aber auch für dm Handwerker, der Holz verarbeitet, hat jeder di«sei Stöße fein besonderes Gesicht. Ein solcher Holzstoß kann ja auch von den verschiedensten Ge- fi iMpuntten aus beurteilt werden. Er wird es auch je nach dem Zweck seiner Verwendung. 8ri Holzstößen, die als Brennholz verwandt wer- d'M.i st'die Sache unproblematischer als bei Nutzholz,! d"!» in sauber geschälten Stämmen im Walde liegt, aliierauch beim Brennholz werden große Unterschiede | g Mcht. Holz ist eben nicht gleich Holz. Für den \ Himrbrand schätzt man die anhaltende und starke - Hitze, die das Buchenholz im Ofen ausstrahlt, ein Jugend und Hochschule. d Verleger al- Gaste b-, von da ihr- Art, ihren Sinn, ihre Bestimmung genaue K-nntm- d» Buch- 5. Der Gang der Geschichte ist nicht ein -fort. .tn,s ,-mer geschäftlichen Be- schreiten der Menschheit oder des Volkes zu einem Wir haben damit noch nicht alle genannt, die wert sind, im Kameradschaftshaus immer aufs neue durchgearbeitet zu werden. Besonders müssen wir noch auf die Reihe „Deutsche Volkheit" des Eugen-Diederichs-Verlag Hinweisen, Es ist für die Kameradschaftshäuser zu beachten, daß sie nicht nur das Buch allein betrachten und würdigen. Das Kameradschaftshaus sollte oft Buchhändler und Verleger als Gäste bei r:J‘ r f)en. Wie eine ( «... - - 3. Wissenschaft ruht nicht auf einem Mechanismus und Apparat reiner und automatisch arbeitender Vernunftformen (den Kantischen Formen der Anschauung, Kategorien und regulativen Ideen), sondern ihre rationalen Grundformen und kategorialen Begriffe werden jeweils gemäß Lage und Aufgabe, gemäß Ziel und Weg aus den unerschöpflichen Gründen des Menschentums und der Rasse neu heraufgeführt, neu herausgeformt. Es gibt nicht die „reine Vernunft" und die „absolute Wissenschaft", sondern es gibt die für unsere Rasse, unser Volk, unsere geschichtliche Lage und Aufgabe gültige Vernunft, Wissenschaft und Wahrerkenntnis. Darum auch die entsprechende Wissenschaftslehre. 4 Vernunft, Wissenschaft, Wahrheit, Methode, Kategorie Gegenstand der Erkenntnis, Individuum 'lnd '»aufgehobene Momente" (Hegel) an unserem völkisch - politischen Lebensganzen und empfangen hier gilt dasselbe wie an der Eiswand: war der eine ein Feigling, so mußten auch die anderen dafür büßen. Und konnte sich dieses Erlebnis auch nicht mit dem des Grabens und Trichterfeldes messen, so ist es für uns dennoch ein Prüfstein gewesen' den wir in der heutigen Zeit, die diesen Kampf nicht mehr kennt, vermissen. Denn all denen, die nach dem errungenen Siege zu uns stießen, können wir deshalb nicht mit dieser inneren Kameradschaft entgegentreten, die bei uns durch die Gefahren des Todes gegangen ist. Daher müssen wir uns nach etwas anderem umsehen, was dem lebendigen Erlebnis nahe zu kommen vermag. Und das ist, um auf das Wort vom geistigen Aufgebot zurückzukommen, die geistig-sittliche Auslese. Richt daß es hierbei auf Hirnsubstanz ankäme, nein, der Geist vom Geiste derer, die vor Langemarck starben, ist das Entscheidende! Wer ihn in sich trägt, der soll Vorkämpfer der Jugend sein; wer sich zu ihm bekennt, soll mithelfen dürfen am Bau unseres Voltes; wer für ihn zu sterben bereit ist, soll teilhaben an der urgewaltigen Macht des Mythos vom Reich. 3u$enb von Langemarck! Dich ruft eine neue Generation. Sei uns der Helfer und Mahner, wir wollen dir folgen; denn Deutschland soll leben, auch wenn wir sterben müssen! Stimme der Jugend. Don Frih von (Knqetbrechien. Unter dem Titel „Stimme der Jugend" veröffentlicht Fritz von Engelbrechten im neuesten Heft des „Inneren Reichs" einen Aufsatz über Willen und Weg der jungen Generation, dem wir mit Erlaubnis des Verlags Albert Langen/Georg Müller, München, den folgenden Abschnitt entnehmen. Jugend ist das Aufgebot geistig-sittlicher Wehrhaftigkeit. Das ist das Wort, das uns gilt, denen es nicht vergönnt war, die Liebe zu unserem Volke unter den Beweis des Todes zu stellen. Geistiges Aufgebot! Das ist die Pflicht, nach deren Erfüllung wir dann das Vorrecht besitzen, die Jugend unseres Volkes zu heißen; das ist der Maßstab, nach dem uns dereinst spätere Generationen beurteilen werden. Oie Bücherei im Kameradschastshaus Bausteine zur geistigen Schulung der jungen Mannschaft. Von Heinz Siecke. und Verstand für das weite Gebiet der Vorgeschichte, sich seh,... ............ ............ __Werk, „Die große Fahrt", das I Marktes auch die Kenntnis seiner geschäftlichen seiner Musik auf der Nürnberger Festwiese), und das Volk singt sich Kunstmelodien zurecht, wie Mozarts Rokokolied „Komm lieber Mai" oder Schuberts „Am Brunnen vor dem Tore" Volks- und Kunstmusik durchdringen sich also gegen-' fettig und sind nicht dem Wesen, sondern nur dem Grade nach verschieden; ihre Begriffe bezeichnen nicht entgegengesetzte Werte, sondern verschiedene Höhenlagen derselben Erscheinung: Volksmusik ist nicht minderwertige Kunstmusik, und Kunstmusik ist nicht übersteigerte Volksmusik; sie sind vielmehr vergleichbar dem Hügelland und Hochgebirge die ja auch nicht minderwertiges und entartetes Mittelgebirge sind. Da aber Kunst- und Volksmusik bei verschiedener Höhenlage im Grunde wesensgleich sind, unterliegen sie in dem, was ihnen gemeinsam ist, denselben Gesetzen und Ansprüchen: auch Volks- musik erfordert Sttl, Ausdruckskraft, Form ihre Wiedergabe Genauigkeit, Reinheit, Abtönung'. Das alles aber wachst nicht amt seinen bedingenden Vor- aussetzungen von selbst, sondern bedarf ständiger erziehenscher Pflege: V o l k s m u s i k e r z i e h u n g .st die grundlegende erste Stufe im Aufbau de? planmäßigen Musikerziehung. Immer wächst diese da Kunst- und Volksmusik nur verschiedene Höhenlagen derselben Kulturerscheinung sind, bis zu e.nem gewissen Grade in das Eigengebiet der Kunst- Musikerziehung hinein. Don dieser werden wir aber nur da spreche^ wo das Ziel ist, auch die großen Werke unserer Meister zu verstehen und wiede?geben oder gar in eigenen Schöpfungen fortieken iu bellen« Hierbei wird die Trz7ehu"ng t/Äft^n Berufs Musikers immer im ganzen um assen- müllen^s«'Ä^n eingehender s?in können und müssen als die auch des ernstesten Musiklieb- habers. Damit ist aber nicht gesagt daß diese daher leichter zu nehmen fei. 3 m Sr’ÄL®«** "n'-r-r musikalischen Kultur ist f° "le der ausübende und schöpfensche Musiker. Dingungen, Sorgen und Nöte, wertvolle kulturpolitische Erkenntnisse vermittelt, so vermitteln auch das Leben und Treiben, die Meinungen und Betrachtungen der jungen studentischen Mannschaft dem Verleger und auch dem Buchhändler ähnliche Erkenntnisse. Für einige Gebiete des Schaffens ist eine solche enge Verbindung unbedingt zu fordern. So z. B. für das Gebiet der Volks spiele, Laienspiele, Gruppenspiele, chorische Spiele u. a. Mit. dem Werden auf diesem Gebiet sollte die Kameradschaft eines Houses, die nach den neuesten Bestimmungen der Deutschen Studentenschaft für die Volkskulturarbeit in den Landschaften Spiele braucht, immer die Verbindung zu den Verlagen halten, die auf diesem Gebiet besonders arbeiten. Ein weiteres Gebiet für die Bücherei des Ka- meradfchaftshauses find die Dichtungen aus der Mannschaft selbst. Zunächst sind die Gedichte Baldur d. Schirachs zu nennen und die von Anacker. Es sind solche aus der nationalsozialistischen Kampf- generation, und zwar aus dem studentischen Abschnitt des Kampfes um die Erneuerung, wenn wir Baldur von Schirach nennen. Dazu kommen heute die lyrischen Arbeiten Gerhard Schumanns und Herbert Böhmes, von denen schon Gedichtbände vorliegen, „Ein Weg führt ins Ganze" vom ersteren und „Morgenrot, Deutschland" und „Ge- dichte" vom anderen. Daneben gibt es sehr viele Schaffensversuche auf neuen Wegen von anderen jüngeren Dichtern. Es sei auf E. W. Möller und auf Walther Eckart verwiesen. Auch mit diesem Schaffen sollte sich die Mannschaft des Kameradschaftshauses besonders auseinandersetzen. Wissenschaft und Weltanschauung Von Or. Ernst Krieck, o.ö. Professor der Philosophie an der Universität Heidelberg. Mit der nationalsozialistischen Revolution ist das Prinzip der völkisch-politischen Lebensganzheit zum siegreichen Durchbruch gekommen; es faßt Söelt- anschauuntz und Lebenswirklichkeit zu einer neuen Sinneinheit zusammen und gilt maßgebend auch für Religion, Wissenschaft und Kunst. Alles einzelne Menschentum, alle gemeinschaftliche Lebensfunktion, alle Sozialordnung ist Teilganzes, Glied an einem höheren Lebensganzen, an einer übergeordneten, in sich autonomen und autarken Lebenseinheit: dem Volksganzen. Alles Gliedhafte — auch die Persönlichkeit — behält darin seine Eigengesetzlichkeit; das unterscheidet organisches Leben vom Kollektiv —, ist aber überhöht vom Gesetz des Ganzen, aus dem es herstammt, dem es dient und in dem es feine eigene Erfüllung findet. I Als Jugend leiten wir auch dieses aus dem gemeinsamen Naturerlebnis her und greifen auch hier auf das Beispiel des Hochgebirges zurück, weil es uns das eindeutigste Gleichnis dafür gibt: Drei Menschen gehen am Seil, sind durch das Seil auf dem Eise des Gletschers für Leben und Tod miteinander verbunden. Fällt der eine, so stürzen auch die beiden anderen; ist der eine Feigling, müssen auch die andern dafür büßen. So ist diese Kamerad- schäft im kleinen das beste Sinnbild für die Schicksalsgemeinschaft im großen. Denn auch dann, wenn das Band nicht mehr die Körper aneinander bindet, sind die Herzen trotzdem einander verhaftet und werden sich, wenn sie nur einmal dem Tode ge- meinsam ins Angesicht schauten, niemals wieder lösen können. Haben wir, die wir den großen Krieg nicht aktiv miterleben durften, auch nie die höchste Stufe der Kameradschaft — die soldatische — kennengelernt, so haben wir doch, oder wenigstens die meisten von uns, den Nachkrieg erlebt. In diesen Jahren sind wir m unfern Wehroerbänden in eine Kameradschaft gestellt worden, die nicht selten durch Blut und Tod besiegelt wurde. Wenn wir in den roten Bezirken unserer Großstädte wirkten, mußte sich jeder auf den andern verlassen können; denn gerade hinaus und hat eine notwendige, aber durchaus nur dienende Stellung in der Musikerziehung. Denn Erziehung ist mehr als Unterricht; sie ist Wesensformung und Hineinbildung des Nachwuchses in unser Volkstum. Musikerziehung hat also das nachwachsende Geschlecht so zu bilden, daß es neben anderen Gütern auch Musik als wesentlichen Lebensinhalt in sich aufnimmt und demnach unsere überkommene musikalische Kultur aufrechtzuerhalten und fortzusetzen imstande ist. Musikalische Kultur offenbart sich in Entstehung und Pflege nicht nur großer Meisterwerke, sondern auch einfacher Sing- und Spielmusik, die jeder versteht und auszuüben befähigt werden kann. Mit Recht betont man heute — wenn auch nicht immer mit richtigem Bezug —, daß musikalische Volkskultur der Mutterboden aller künstlerischen Musikkultur eines Volkes ist. Hätte nicht der Bäcker Veit B a ch in Wechmar in Thüringen um 1600 seine damals volkstümliche kleine Laute gespielt, nicht der Wagenbauer Haydn in Rohrau im Buraenlande um 1730 mit seiner Eheliebsten Zur Harfe gesungen, hätte es nicht in vergangenen Jahrhunderten eine weit ausgebreitete tüchtige Volksmusikpflege gegeben, so hätten wir sicherlich keinen Sebastian Bach, keinen Joseph Haydn, überhaupt keine Hochblüte der deutschen Kunstmusik bekommen. Volks- und Kunstmusik unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, daß Ausübung und Der- ständnis der einen nur geringe Hebung, die der anderen Unterricht und sehr ausdauernde Uebung verlangt. Die Grenzen aber sind flüssig und über- schneiden einander. Beständig gehen Volksmusik- beftanbteile in die Kunstmusik und ebenso Kunst- musikerzeugnisse in die Volksmusik über- der Ton- setzer „bearbeitet" Volkslieder in Chorsätzen, Variationen usw. oder schafft instrumentalem Dolks- musizieren nach (wie Weber im Bauernmarsch und Walzer seines „Freischütz" oder Wagner in Hier spricht ein junger Nationalsozialist aus langjähriger Erfahrung im NS. - Stu- bentenbunb und anderen Organisationen über den weiteren Ausbau der Kameradschafts- Hauser und ihrer Bibliotheken. Wie in den Kameradschaftshäusern heute an einer Kultur der Erziehung gearbeitet roirb, so muß auch bas Buch als ein Element ber Erziehung erlebt unb gebraucht werden, -üsir sind noch im Anfang eines Werdens; daher muffen wir gerade bei der Zusammenstellung einer -0110)6^1 für das Kameradschaftshaus darauf bedacht Jein daß beide Teile, die Bücher und die Mannschaft selbst, sich ergänzen und der eine die Entwicklung und das Werden in eine solche Kultur Der Erziehung hinein mit Hilfe des anderen fördert. Bleiben wir zunächst bei der Dichtung. Wir wol- len wenige Bücher des an und für sich schon reichen Marktes guter und neuer Dichtung nennen, die jedoch wirkliche Führer sind und Denen wir uns hingeben können wegen der Schönheit der Dichtung, ohne dabei auf Abwege zu geraten, unb welche geifng weit unb tief genug finb, immer roieber Durchgearbeitet zu werben. Wir wollen an erster Stelle (Ernft Jünger nennen unb zunächst auf feine Knegswerke verweisen, auf ,Hn Stahlgewit- tern", Das Wälbchen 125", „Feuer unb Blut" unb „Der Kampf als inneres Erlebnis". Es ist klar, daß wir nun auf Franz Schauwecker, auf Weh - ne r, Werner Beumelburg, Bernharb von der M a r w i tz, M e ch o w, auf Z ö b e r l e i n, D w i n- ger, Aloerdes verweisen müssen; sie gehören zusammen. Auch auf das Werk „Der Baum von Clery von Joachim von ber Goltz muß verwiesen werben, nicht zuletzt beshalb, um zu beweisen, daß ... Süddeutscher Zuck«......... 34.5 88.75 113 I 80-75 I 82-5 83-5 164 i •ff bas iltjum 28.5 8.2 8.3 8 10-8 28 1.2 8.13 7.85 8.13 10.75 unb wie oder »re*, gen- Dem jnen bene 114.4 96.25 96.25 99 99.5 97 97 104.5 Zektr. Lieferungrgesellsch'aft * ’ * 6 Licht und Kraft Selten & Guilleaume Philipp Holzmann Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. o Gesellsch.f.Elektr.Unternehmuug. 5 Rheinische Elektrizität & Schuckert L Co Siemens L Halske..........,^ 7 Labmeyer L Co.............*10 Wd V Md7 6t, fcr? Viel, K. «■ { I?" ri* 6 I ®Pielt [oeittn D>es c. JUS s hrfer. INip, p Ab, Pn mir ln beuu. K 001,1 r „Te. pr Die|( pnberei er un) I liefen ^erad. cher, im Verlaufe konnten sie sich aber gut erholen. Bauwerte waren ebenfalls beachtet, Holzmann 87, Cement-Heidelberg 113,50 (112,50). Am Kassamarkt notierten Bankaktien, insbesondere Commerzbank, weiter fest, Berliner Handelsgesellschaft waren um 1 v.H. auf 113 erholt, Commerzbank stiegen auf 81,75 (80,50) und DD-Bank 84,25 (83,75). Der Rentenmarkt lag im ganzen wieder sehr still, aber fteundlich. Altbesitzanleihe und Kommunal-Um- schuldung sowie späte Reichsschuldbuchforderungen waren weiter erholt. Kassarenten lagen ruhig. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 113,50, Stahlver- ein-Bonds 96,65, 6proz. Stadt Mainz v. 28 92,25, 5,50proz. Frkft. Hyp. Liquid. 99,25, Braubank 113, Reichsbank 165, Rhein. Hyp. Bank 125,50, Commerzbank 81,75, DD-Bank 84,25, Dresdner Bank 85,25, Buderus 92,50, Gelsenkirchen 74 bis 74,50, Harpener 102,50, Phönix 58,25, Rheinstahl 97,25 bis 97,50, Stahlverein 48,65 bis 48,90, AEG. 31,25. Frankfurter Liermarkt. Frankfurt a. M., 1. Febr. Bei gegen die Vorwoche kaum veränderten Preisen blieb das Geschäft klein, doch rechnet man in den nächsten Tagen mit etwas besserem Absatz. Deutsche Frischeier reichen für die Nachfrage aus, während Kühlhauseier ziemlich angeboten werden, aber nur sehr kleiner Nachfrage begegnen. Ausländische Eier sind nicht angeboten, lediglich Rumänen, Bulgaren und Jugoslawen wurden in kleinen Mengen eingeführt. Es notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Frischware): Deutsche Handelsklasseneier S 13 bis 13%, A 12% bis 13, B 12 bis 12'/-, C 11 bis IIV2, D IOV4, Bulgaren (Original) 10% bis 11, Rumänen Kl. C 10V4 bis 10%, Jugoslawen Kl. B. 11% bis 11%; Kl. 6 10,75 bis 11; deutsche Kühlhauseier: Kl. S 10 bis 10%, Kl. A 9%, Kl. B 9% bis 9%, Kl. C 8% bis 8%, Kl. D 8 bis 81/«. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 1. Febr. Für Butter blieb die Konsumnachfrage vor der Monatswende weiterhin ruhig, auch hier rechnet man in wenigen Tagen mit einem stärkeren Verbrauch. Trotz des Produktionsrückganges blieben die Zufuhren verhältnismäßig groß. Die Preise lagen unverändert. Es notierten in Mark pro 50 kg frei Frankfurt am Main (Großhandelsverkaufspreise): Deutsche Markenbutter 143 bis 145, feine deutsche Molkereibutter 142 bis 143, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 125 bis 130, Kochbutter 115 bis 120, holländische Markenbutter 146 bis 148. ♦ Konkurse und Vergleichsverfahren irn Januar. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Januar durch den „Reichsanzeiaer" 259 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 47 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 210 bzw. 59. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Aktien fest, Renten still. Frankfurt a. M., 1. Febr. Die Börse war am Aktienmarkt erneut recht fest und hatte trotz des Monatsbeginns, an dem neue Limite der Kundschaft nur spärlich Vorlagen, verhältnismäßig lebhaftes Geschäft. Wenn sich die Umsatztätigkeit in der Hauptsache wieder nur auf Spezialwerte beschränkte, so wurden aber auch die übrigen Marktgebiete etwas mitgezogen. Ziemlich lebhaft beteiligte sich die Kulisse am Geschäft, auch die Großbanken waren nach dem Ultimo wesentlich aktiver. Der Abschluß der Berliner Handelsgesellschaft mit 6 (i. D. 5 v. H.) Dividende hat angeregt, daneben rechnet die Börse auch auf eine einprozentige Dividendenerhöhung bei der Reichs-Kreditgesellschaft AG., was die Unternehmungslust nur noch gefördert hat, zumal auch aus der Industrie günstige Abschlüsse Vorlagen. Demgegenüber blieben der kaum erwartete Dividendenausfall bei Orenstein & Koppel und die Ermäßigung der Stickstoffpreise um 7 0. H. fast ohne Einfluß. Recht lebhaftes Geschäft hatten IG. Farben mit 143,75 bis 144,75 (143,50) und Rütgers- werke, die auf Abschlußhoffnungen bis auf 108,90 (105) anzogen. Deutsche Erdöl gewannen 1,75 0. H., Metallgesellschaft lagen mit 94,75 unverändert. Elektroaktien lagen etwas uneinheitlich, fest aber Bekula mit + 1,13 v. H., ferner gewannen Licht & Kraft 0,50 v. H., Siemens und Gesfürel je 0,25 v. H., wogegen AEG. und Schuckert je 0,75 0. H. verloren. Montanwerte hatten verhältnismäßig sttlles Geschäft und lagen ebenfalls uneinheitlich; Buderus gaben 0,75 v. H., Phönix 0,40 v. H., Stahl- verein 0,25 0. H. und Mannesmann 0,13 v. H. nach, dagegen lagen Gelsenkirchen 0,25 v. H., Klöckner 0,40 0. H. höher und Laurahütte setzten ihre Be- e** »X; Sonntag, 3. Februar. 13.30 Uhr: Sonntagsschule; 20.15: EvangeN- fationsoortrag, Mittwoch, 6. Februar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Reuapostolische Gemeinden Gießen, Händelstraße 1, Ederstraße 13. Sonntag, 3. Februar. 9.30 Uhr:: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 6. Februar. 20.30 Uhr: Gottesdienst. BaplistenGemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 3. Februar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Lod. Donnerstag, 7. Februar. 20.30: Bibelstunde, Prediger Falk, katholische Gemeinden. Samstag, 2. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 3. Februar. 4. Sonntag nach Erscheinung. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. Nach allen Gottesdiensten wird der St. Blasiussegen erteilt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. —- Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. veffenttlcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Sanitätsrat Dr. Schliephaie und Dr. . Schäffer. Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Hirsch-Apotheke. konkreten Endziel. Auch für Vernunft, Wahrheit und Wissenschaft gibt es diesen Fortschritt nicht. Vielmehr ist lebendige und konkrete Geschichte ein immer neues Ausformen von Gestalt aus den Untergründen des völkischen Lebens — solange nicht eine Erschöpfung der Untergründe und Grundkräfte eingetreten ist. Geschichte geschieht nicht nach einem vorausberechenbaren Schema, sondern aus den jeweils vorhandenen Kräftelagerungen und Kräfte- spannungen der Lebensganzheit heraus, mit denen jeweils neue Aufgaben, die Möglichkeiten neuer Gestaltung im Wechsel von Aufstieg und Verfall gegeben sind. Diesem Gantz der Geschichte mit ihrem Gestalt- und Sinnwandel ift Vernunft, Wissenschaft, Wahrheit einbezogen, und sie erwachsen aus ihm selbst zu Kräften lebendiger Gestaltung am teil- habenden Menschentum. Der Weg deutscher Wissenschaft führt weder zum freien Rationalismus und noch viel weniger zu einer dogmatisch gebundenen Scholastik zurück, auch nicht zu einer Scholastik, die das religiöse Dogma als Bindung und Ziel ersetzt hätte durch ein welt- anschaulich-rassisch-politisches Dogma, sondern sie geht aus von einer Lebensnot und Lebensnotwendigkeit des deutschen Volkes, ist innerlich verbunden seinem Charakter und seiner Aufgabe, in diesem Rahmen aber ein Erzeugnis freier schöpferischer Persönlichkeit, die nur ihrer Pflicht am Ganzen und ihrem Dienst an der Idee untersteht, im übrigen gleichgeordnet allen führenden Ideen, Funktionen und Persönlichkeiten im völkisch-politischen Gemeinwesen der Deutschen. Steigt die deutsche Wissenschaft — zusammen mit neuen Lebensordnungen — auf diesem Wege empor zu neuer Sinnersüllung in einer vollendeten Gestalt, die dem deutschen Sinn und Wesen klassischen Ausdruck gibt, so erlangt sie auch neuen Rang der Vorbildlichkeit und der Führung unter den Völkern, zu deren Führerschaft das deutsche Volk berufen und auserwählt ist. r Men aut) einzelne unttion, • einem eien, in i: dem Person, eit; bas ktiv ins Dem es feine ünftiger Wissen. Wissen- Eisens. 'er Ser. sganzen be r r« •e- ö UN '1! । dl nicht 1 jeder- 1 fonbern | oöltijd) ; er und Horm. | Gesche« | n Insel ist mit Wegen, ; leben» Werben an Die» Nachfrage der Provinzmühlen nach Roggen hielt zunächst noch an, später wurde sie ebenfalls ruhiger, so daß einige Partien unverkäuflich blieben. Am F u t t e r g e t r e i d e m a r k t hat die Lage noch keine Wendung zum Besseren gebracht, die Zufuhren in Futtergerite blieben auch weiterhin aus; teilweise sollen als Ausgleich einige Posten Futterroggen freigegeben worden sein, ohne daß jedoch die sehr dringende Nachfrage Befriedigung fand. Im Tauschverkehr gegen Kraftfuttermittel kamen Abschlüsse wegen des hierfür fehlenden Angebots nicht zustande. Hafer war im freien Markt kaum mehr zu haben. Lediglich im Tausch gegen andere Futtermittel wurden kleine Posten umgesetzt, wobei die Brauereien als Gegenlieferung Biertreber oerab- folgten. In Mühlenabfällen ist die Marktlage unverändert geblieben. Infolge des schwachen Mehl- geschästes sind die an sich schon kleineren Anfälle noch geringer geworden, und die geringen Mengen gehen meist in Verkoppelung mit Mehl an den Mehl- Handel, während beim eiegentlichen Futtermittelhandel Ware kaum erhältlich ist. Für K r a f t f u 11 e r m i t e l ist die Nachfrage infolge des Frostwetters noch dringender geworden, während Zuteilungen wieder nicht erfolgten. Rauhfuttermittel blieben bei unveränderten Preisen etwas gefragt. Kartoffeln hatten weiter ruhigen Markt, gelbfleischige hiesiger Gegend notierten mit 2,80 Mk. bis 2.90 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug unverändert. Schultheis Payenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg ................ £ stoss Walohos stoss Aschaffenburg euer Gas ............ Daimler Motoren Deutsche Linoleum ........ Lrenstetn & Koppel.......... Leonhard Tietz .............. Cbade........... Sttumulatoren-Fabrik Conti-Gummi............... Oie Wirischastsbefferungen im Wetzlarer Gebiet. Anläßlich eines Betriebsappells der Optischen Werke von E. Leitz in Wetzlar kam der Betriebsführer Dr. Leitz nach einer Würdigung der großen Erfolge, die in den vergangenen beiden Jahren durch die Maßnahmen der Regierung bewirkt worden sind, auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu sprechen, das früher 60 bis 70 v. H. seiner Erzeugnisse in das Ausland lieferte. Die Befürchtungen, daß sich der Auslandsabsatz der Firma vermindern werde, hätten sich nicht bewahrheitet. Die Firma Leitz habe ihren Export in 1934 gegenüber 1933 um 14,5 0. H. erhöhen können. Diese Leistuna sei durch das einmütige Zusammenarbeiten aller Werksangehörigen zustandegekommen. Beim Betriebsappell der Buderusschen Eisenwerke, Abteilung Sophienhütte, teilte der Betriebsführer Hüttendirektor G e r s ch l ü t e r mit, daß sich der Gesamtumsatz des Unternehmens in 1934 um 60 v. H. gegenüber dem Vorjahre erhöht habe. Dieser Erfolg wird in erster Linie auf die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung zurückgeführt. Wochenbericht »om Frankfurter Schlachtviehmarkt In der abgelaufenen Woche nahm das Schlacht- Viehgeschäft dank der verringerten Zufuhren einen normalen Verlaus. Die in den beiden Vorwochen «ingetretenen Preisrückgänge konnten wieder aufgeholt werden. Infolge des Anpassens der Austriebe an die verminderte Kaufkraft des Konsums entwickelte sich das Geschäft etwas flotter, obgleich am Rinder- und Schweinemarkt noch geringe lieber* stände oerblieben. Auf dem Großviehmarkt waren 1093 (in der Vorwoche 1226) Tiere angeboten, die Qualitäten waren etwas geringer. Für Ochsen und Färsen ergaben sich Besserungen von 1 bis 2 Mark, für Bullen und Kühe blieben die Preise unverändert. Nach ruhigem Geschäft verblieb geringer Ueberftanb. Das Kälbergeschäft nahm einen mittelmäßigen Verlauf, Tiere der Klasse A waren wieder nur in geringen Mengen vorhanden. Die Zufuhr von 1468 (1613) Stück wurde bei 1 bis 2 Mark höheren Preisen ausverkauft. Hämmel und Schafe hatten ruhigen Geschäftsgang. Der Auftrieb war mit 183 (206) Stück weiter vermindert und wurde bei gleichbleibenden Notierungen geräumt. Aus dem Schweinemarkt standen 3770 (3972) Tiere zum Verkauf. Fette, schwere Schweine waren auch in dieser Woche nur wenig beachtet, angesichts der lebhafteren Nachfrage für mittlere Schweine vermochten sich aber auch hierfür die Preise etwas zu heben. Geringere Qualitäten waren bis 2 Mark gebessert. Nach ruhigem, bis mittelmäßigem Handel verblieb geringer Ueberftanb. Wochenbericht vom Frankfurter Vroduktenmarkt. Die außerordentliche Zurückhaltung im Einkauf von Brotgetreide hielt auch während der letzten Woche des Monats Januar an, da die Mühlen keinerlei Möglichkeit hatten, sich stärker zu versorgen. Bei Weizen stockt der Einkauf bis zum 1. Februar mit Rücksicht auf die Ermäßigung der Ausgleichsabgabe um 2 auf 1,50 Mark per Tonne offenbar fast vollkommen, während für die sehr geringe Nachfrage nach Roggen das weiterhin sehr schwache Mehlgeschäft verantwortlich gemacht wird. Das Angebot war nicht groß, da die Landwirtschaft angesichts der höheren Festpreise im Februar weniger an» lieferte, infolge der kleinen Nachfrage trat es jedoch stärker in Erscheinung. Die verhältnismäßig gute Evangelische Gemeinden. Sonntag, 3. Februar. 4. nach Epiphanias. Gießen. Sladttirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pfr. Becker; 17: Pfr. Lenz. — Iohanneskirche. 9.30: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Propst Knodt; 17: Pfr. Bechtolsheimer; 20: Mif- sionsstunde im Johannessaal, Pfr. Groh. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfr. Anthes. — Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde, Pfr. Trapp. — Wieseck. 10: Gottesdienst. — Atten-Bnseck: 10: Gottesdienst. — Trohe: 13: Gottesdienst. — Grohen- Bnseck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 9: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst, 1. Abteilung. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Collar. 13.30: Gottesdienst. — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 11: Kinderkiche; 13.45: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — hausen. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn, Kollekte, hl. Abendmahl; 13: Kindergottesdienst. — Rieder-Bessingen. 14: Stiftsdecbant Kahn, Kollekte. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienft; 17: Kindertzottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Birklar. 9.30: Hauptgottesdienst. — Wünzenberg. 11: Gottesdienst mit Kollekte für die Bekenntnisgemeinschaft. — Trais-Wünzenberg. 13.30: Gottesdienst mit Kollekte für die Bekenntnisschaft. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 10.45: Kindergottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst. — Wir- bern. 10: Gottesdienst. — Beltershain. 13: Gottesdienst, Kollekte. — Kirtorf. 9.30: Kindergottesdienst; 10.20: Hauptgottesdienst, anschl. Feier des hl. Abendmahls der Jungverheirateten. — Obergleen. 13: Hauptgottesdienst; 14: Kindergottesdienst. — Treis. 10: Hauptgottesdienst; 13: Katechismuslehre. Montag, 4. Februar. Kirtorf. 20 Uhr: Gustao-Adolf-Frauenverein. Mittwoch, 6. Februar. Kirtorf. 20.30 Uhr: Bibelstunde. — Obergleen. 19.15: Bibelstunde. — Treis. Frauenhilfe. Donnerstag, 7. Februar. Treis. Bibelstunde. Evangelische Stadtmisslon, Löberstraße 14. feftigung auf 23 (22,75 und vor ein paar Tagen noch 20,50) fort. Schiffahrtswerte lagen bei kleiner gewordenen Umsätzen noch fest, Hapag + 0,40 0. H., Rordd. Lloyd 4- 0,50 0. H. Fest tendierten außerdem Südd. Zucker mit 171 (168,50), Zement Heidel- berg mit 112,50 (110,75), Gebr. Junghans mit 78,90 (77), Reichsbank mit 165 (164), AKU. mit 50,65 (49,75), Holzmann und Kaufhof zogen je 0,40 0. H. an. Etwas schwächer lagen Zellstoff Waldhof mit 52,75 (53,50) und Hanfwerke Füssen (—0,25 v. H.) sowie Deutsche Linoleum (—0,40 v. H ). Der Rentenmarkt blieb stark vernachlässigt, es schienen Tauschoperationen gegen Aktien vorge- nommen worden zu sein. Das Geschäft war allgemein gering. Altbesitz 112,75 (112,90), Zinsoer- aütungsscheine 89,60 (89,70) und Kommunal-Um- schuldung büßten sogar 0,40 v. H. ein, wogegen Stahlverein-Bonds pnd späte Reichsschulbuchforderungen je 0,13 v. H. gewannen. In der zweiten Börsenstunde unterlagen die Kurse bei lebhaftem Geschäft und anhaltend fester Tendenz mehrfachen Schwankungen, wobei zumeist nochmalige Erhöhungen von etwa 0,25 bis 0,50 0. H. zu verzeichnen waren. Etwas niedriger lagen Rüt- gerswerke, die auf etwa 108 0. H. nach gab en. IG. Farben lagen bei 145,25 bis 145, Westdeutsche Kaufhof bei 39 bis 39,25 bis 39,50 bis 39,25 (38,65). Der Kassamarkt lag für sämtliche mittlere Jndu- ftrieroerte fest, eine ganze Anzahl von Papieren erschienen mit „Plus-Plus-Zeichen". Bankaktien lagen weiter fest, aber Berliner Handelsgesellschaft 112 (113). Arn Rentenmarkt wurde die Haltung später ebenfalls fester und das Geschäft lebhaft, wobei Altbesitz und Kommunal-Umschuldung bis zu 0,50 v. H. anzogen. Der Pfandbriefmarkt lag etwas uneinheitlich, doch ergaben sich nach beiden Seiten nur geringfügige Abweichungen. Stadtanleihen notierten überwiegend etwas fester. Fremde Werte waren ruhig. Im Freioerkehr zogen Kleyer auf 89,50 (88) und Growag auf 75 (72) an. — Tagesgeld unverändert 3 v. H. Mbenbbörfe fest. Die Abendbörse war fest und hatte in einigen Spezialwerten wieder lebhafteres Geschäft. Im großen und ganzen blieben die erhöhten Mittagsschlußkurse voll behauptet, vielfach traten weitere Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. ein. Gefragt blieben Westdeutsche Kaufhof, Schiffahrtsaktien, JG- Farben und einige Elektropapiere. Montanaktien lagen zunächst uneinheitlich und meist etwas fchwä- AL 1-2 T 4.65 7 4.3 35-25 31-1 | 1.2 Buderus 0 Deutsche StbM 4 Gelsenkirchen« Harpener................... Hoesch Eisen—Köln-Nruessea .. 0 Ilse Bergbau ............... e Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke- 0 Mannesmann-Rohre» ..... 0 Datum 4% desgl. Lene 11 ............. 6% RumSn. veretnh. Rente v. 1903 4V,°^>Rumän.vereinh.Rentev.iS13 *% Rumänische vereinh. Rente . Anatolier .............. 87 I 86 25 I 1135 - 127| -I Kurszettel -er Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. __________ Z)afum •% Deutsche Reichsanleihe v. 1987 ehem.7°/<» Dt. Reichsanl. 0.1929 b r Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten .... Desgl. ohne Ausloi.-Rechte..... Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%) . f2anbeäÖCm' Darmstadt Deu^che Komm. Eammelabl. An- Lerte l mit Auslos.-Rechten 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse iL unkündbar bis 1935 7% Franks. Hyp.-Bank äv®/ 16 ""kündbar bis 1936 Franks. Hyp.. 6 An0« Rheinische «<>5'VP-.Bank.Ltqu..Goldpfe. ehem- 8% Pr. Landespfand. brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19 A ?% dr. Landespfand. briefanftaH, Pfandbriefe R. 10 Steuergutich. Verrechnungskurs 4% Oesterrelchische Goldrent- Stinte ,?"aarische Goldrente .. Staatsrente v. 1910 *7i /»de-gl. von 1913......... :Z° ?M*®oIb,meri,0net von 99 Zollanleihe von 1911 dagdadbahn-Anleihe Frankfurt a. M. »erfln Schluß» kurs Schluß!. Abend« böric Schluß« hi re Schluß!. Miiiaq« börfe öatum 31.1 1-2 31-1 1-2. Mansselder Bergbau .. .......0 92.75 93 93 93.5 KokSmerke .......... ....... 0 —— 104-25 105-4 Phönix Bergbau...... .......0 58-4 58-25 58.4 58-5 Rbeinische Braunkohlen .....10 215 213 213 5 212 Rheinstahl ........... .......0 95 25 97.5 95-25 97.75 Bereinigte Stahlwerke. .......0 49 48.9 49 48 75 .......0 12-3 12 4 12 5 12-5 Kaliwerke Aschersleben. ........ 5 112-5 111.13 111 111 Kaliwerke Westeregeln . .......5 —— 111 111 111.25 Kaliwerke Salzdetfurth .....IV, 155 155 154-75 1555 I. G. Farben-Industrte .......7 143-5 145-75 143.13 145-65 Scheideanstall........ .......9 206 206 — —— (MDlbfdimibt ......... .......0 95 96.5 94.75 96 ....... 0 105 108 105 108-25 Metallgeiellschaft...... .......0 94-75 94.5 94.9 94-5 31-Januar 1.Februar Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld »rief Buenos 8tre-. 0.628 0-632 0.628 0.632 Brüssel----- 58-17 58-29 58-17 58 29 rliio de Ian. 0.194 0.196 0-194 0-198 Sofia...... 3-047 3.053 3-047 3-053 Kovenhagen. 54.50 54-60 54 36 54.46 Danzig..... 31-22 81-38 81.22 81 38 London ..... 12-205 12-235 12-17 12-20 HeljtngforS.. 5-39 540 5-375 5-385 Paris ...... 16 41 16 45 16.41 16-45 Holland .... 168.38 168.72 168-34 168 68 Italien..... 21 30 21.34 21-30 21-34 Japan ...... 0 710 0.712 0.709 0-711 Jugoslawien Oslo..... : 5.649 5.661 5.649 5-661 61-34 6146 61-19 61 31 Wien....... 48.95 49-05 48-95 49-05 Lissabon .... 11.08 11.10 11-05 11-07 Stockholm... 62.93 63.05 62-76 62-88 Schweiz .... 80.72 80.88 80-72 80 88 Spanien.... 34 03 34 09 34-00 34-06 Prag....... 10-40 1042 10.40 10-42 Budapest ... — — Reuyork... 2-507 2.513 2-500 2.506 0 — — 1049 104-75 Banknoten. 0 49-75 51 50-4 51 0 114.4 116.5 114-25 115.75 52 65 Berlin, s.Februar Geld »rief 0 53-5 52.75 53 13 Amerikanstche Roten.............. 2.453 2.473 0 72-5 72-5 72-25 71.75 Belgische Noten.................. 57-96 58-20 7 —■ — 130 130 Dänische Noten ................. 54-15 57-37 0 51 51 50-75 51 Englische Noten ................. 12-135 12-175 0 63-75 63-5 63 63.25 französische Noten............... 16.37 16 43 0 — — 85 75 85 13 Holländische Noten............... 167.92 168-60 0 38-25 40-25 38 40 Italienische Noten................ 21-11 21-19 10 — —— — 201 Norwegische Noten .............. 61.03 61-27 0 160-5 —— 161-5 160 Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling 0 146 147-5 145-5 147-5 Rumänische Noten............... — — Schwedische Note»............... 62-54 62 86 0 32-4 32.5 32 32-75 Schweizer Noten................. 80-44 80-76 < 90 90 75 - — Kpanische Noten................. 33-76 33 90 8 168.5 171 170 171 Ungarische 'Jtoten ..•••••••••••••• — — Stoffe atov «immer oder vom Hofe aus. eosD Stoff-Spezialhaus Stempel-Albold, Kirchenplah io. 618 D Auch Sie können diese 659 A GIESSEN SELTERSWEG 81 686 h genommen. 0397 664 A Sveisen Bedienung Bis 4 Uhr nachts geöffnet! 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Februar (Montag), abends 8 Uhr. im Gasthaus zum Bayerischen Hof — Bahnhofstraße 45: Vertrag von Frau Josefine Schleifer/ Bundeslehrerin, Bad Wörishofen lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllt WieseS Sveiseu Iw. < *>. i Sveisen Getränke ! { Getränke Bedienung) U ----- Mercedes Mk. 182.- schonf.montl. M.7.90 FranzVoßtACo.. Gießen Seltersweg 44 1766A die sich mott und elend fühlen, keinen Appetit hoben, an nervösen Kopfschmerzen leiden, nachts nicht schlafen können, sollen als Nervenkräftigungsmittel Doppelherz nehmen. Es macht die Nerven _ widerstandsfähig und erhält sie gesund. Flaschen zu 1,95 RM, 3,70 RM und 4,65 RM. Doppelherz-Dragees 1,50 RM. Zu haben in nachstehenden Drogerien: C. Seibel, Frankfurter Str., 0. Wtnterhoff, Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Karl Schott u. sämtl. Filialen. Laubach: Solms-Laubacher Drogerie Karl Klein. OT4v Innung des Damenschneiderhandwerks Stadt und Kreis Gießen. ___________A Vogt, Obermeisterin.___________ futtei hlt . 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