jetzt ohne Mitwirkung der amerikanischen Vertreter bereinigt werden. Norman Davis hat in den letzten Tagen eingehende Aussprachen mit dem japanischen Botschafter Sato gehabt, in der eine gewisse Aebereinstimmung zwischen der amerikanischkn und japanischen Regierung in der Richtung erzielt sei, dah unter den heutigen Umständen eine gewisse passive Haltung dieser beiden Großmächte zu dem heutigen Stand des Abrüstungsproblems zweckmäßig er- scheine. Die amerikanische Regierung wird sich aus der Abrüstungskonferenz durch den Verner Gesandten Wilson vertreten lassen, der aber nicht über die weitgehenden Vollmachten verfügt, die Rorman Da- vis halte. Norman Davis beabsichtigt, erst dann nach Genf zurückzukehren, wenn Anzeichen für eine grundsätzliche Lösung der Hauptstreitfragen und die Zustimmung sämtlicher Grohmächte hierfür vorliegt. Die englische und französische Regierung werden nun gezwungen, in möglichst kurzer Frist eine prak- I tische, auch für Deutschland annehmbare Lösung der Abrüstungssrage zu finden. Die Verhandlungen werden damit zwangsläufig in die Richtung di- rekter Besprechungen zwischen den vier europäischen Großmächten gedrängt. Berlin, 31.Oh. (LRV. Funkspruch.) Rach Reibungen aus Tokio hat der japanische Kriegsminister A r a k i, der der eigentliche Chef der japanischen Regierung ist, in einem Zeitungsinterview erklärt, baß er im Kabinett die Einberufung einer Konferenz der in Oslasien interessierten Mächte nach Tokio anregen werde. Das Programm dieser Konferenz würde aus vier Punkten bestehen: 1. Sicherung des Friedens im Fernen Osten; 2. Abänderung der Flottenverträge; 3. Revision des Kelloggpaktes, im Hinblick auf die Lage in Oftafien; 4. Abschluß eines Nichtangriffspaktes mit Rußland. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorfchrist 20"/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn- zeigenteil i.D. Th. Kümmel sämtlich in Gießen. Unser Volk muh wieder von dem Gefühl der Opferbereitschaft durchdrungen werden. Kindergroßziehen wird besonders heute heißen: Opfer bringen, Opfer an Geld und persön- lichern Wohlbehagen und Wohlleben. Fe höher die soziale Stufe, um so größer muß die Kinderzahl seinl Der noch so tüchtige Karriere machende Junggeselle rangiert in der Achtung und Wertung hinter dem Familienvater! Rationalbiologische Politik wird dafür Sorge tragen, daß die kinderreichen erbgesunden Familien nicht durch wirtschaftliche Lasten aus ihrem Stand ausgeschaltet werden oder der Armut anheimfallen. Denn nur sie sind es, die Dasein und Bestand der Ration garantieren. Genf, 30. Oh. (TU.) Am Montagabend wird von der amerikanischen Abordnung mitgeleilt, daß Korman Davis, der die amerikanische Regierung auf der Abrüstungskonferenz vertrittt, bereits am Mittwochabend die R Ü ck r e i f e n a ch ben Herein i g t e n Staaten antritt und vorläufig nicht zurückzukehren gedenkt. Rorman Davis hat seiner Regierung den Vorschlag seiner sofortigen Rückkehr gemacht und in den Abendstunden die Zustimmung hierfür erhalten. Er begibt sich am Mittwoch nach Paris, um sich sodann am Freitag nach Reuyork einzuschiffen. Die Gründe dieser sensationellen Abreise Rorman Davis liegen, wie von amerikanischer Seite betont wird, in der gegenwärtigen neuen Lage der Abrüstungskonferenz. Die entscheidende Wendung, die in der Konferenzlage burch den beutschen Austritt entstanden sei, mache zunächst eine Klärung der grundsätzlichen Streitfragen zwischen den eu- r opälschen Großmächten notwendig. Unter diesen Umständen wolle Rorman Davis durch seine Anwesenheit keinen Druck auf die eine ober andere Seite ausüben. Die jetzt schwebenden großen Fragen trügen in erster Linie einen rein europäischenCharakterund mühten zapan schlägt eine Konferenz der Mächte des Pazifik vor. Rückwirkungen der russisch-amerikanischen Annäherung.-Oie Ktottenfrage erneut aufgerollt Hormon Savis verläßt überraschend Gens. Oie Abrüstung zunächst ein europäisches Problem. — Amerikanische Fühlung- nähme mit Japan. Reicher Nachwuchs- Arbeit für Alle. Von Dr. Frih Brüggemann. Als sich das deutsche Volk nach dem Ende des Krieges auf sich selbst besinnen wollte, da war zusammengebrochen, was jemals früher einen Halt geboten hatte. Die Weltstellung des Vaterlandes wie das prunkvolle Gebaren des Wilhelmim- schen Zeitalters, sie waren im Strudel der mritta- kstchen und politischen Ereignisse verschlungen Und wollte man sich aus der Not und aus dem Ekel der politischen Zeitläufte in den Krers der Familie zurückziehen, so grinste einen der Hunger an, oder es quälten die Toten, die jedes Haus hatte opfern müssen, mit der brennenden Frage nach dem Warum. lich aufrecht erhalten. Rußland, dessen Beziehun- gen zu Japan täglich schwieriger wurden werde erklären, daß es seine Rüstungen nicht herabsetzen könne, so lange Japan eine Rustungsherabsetzung ablehne. Die an Rußland angrenzenden R and - staaten würden schließlich ungeachtet ihrer Richt- angrifssverträge mit Rußland, im Hinblick auf ihre großen und stark bewaffneten Nachbarn nicht verteidigungslos bleiben wollen. 1930 Dagegen fd)on 64,7. Das bedeutet für 1930 gegen die Vorkriegszeit ein Mehr von 3,7 Mill. Ar beitskrafteinheiten, oder auf Menschen umgerechnet, ein Z u v i e l von 5,5 Mill, arbeitsfa Higer Menschen. Wir sehen, dah die gesamte Arbeitslosigkeit unserer Zeit hier fchonimG e b ur tenrückgang ihre Erklärung finden konnte. Wenn man diese Zahlen auch nicht zu äußerlich nehmen darf und Ausgleichsfaktoren zugeben muß so z. B. die Zunahme der Verbrauchskraft der Eltern beim Fehlen der Kinder, so kann man doch vielleicht sagen, d er st r u k t u r e l l e, im Aufbau der Bevölkerung liegende Teil unserer Arbestslostgrest der die größte Sorge ist, denn der konjunkturelle w rd bei Hebung der Konjunktur weg,allen, ist eben in derfehlendenKinderzahl begründet. Man muß Günther recht geben, wenn er sagt: „Das sicherste Mittel zur Verminderung des Arbestsange- botes ist die Geburtenste.gerung Wenn unsere Zeit den alten Idealen der Schwache neue gesunde Ideale der Krast entgegenstel^ wenn sie die Herzen der Jugend nut neuem Mut erfüllt, wenn sie uns wieder einen Führer schenkt, an dellen Sendung wir glauben, so werden auch die Hoffnungen auf die Zukunft unserer Kinder wieder wach. Die Erkenntnw des Zu sammenhangs zwischen Reichtum an Kindern und Reichtum an Arbeit wird mit dazu bienen, den Weg zu einer neuen Blüte der Bevölkerung zu ebnen. Flotte und Luftwaffe zu verstärken Infolge der 1a- panischen Haltung werde Amerika erklären daß es seine Luftrüstungen nicht l)erab setzen und seine schwere Artillerie nicht abschaffen könne. Bukarest, 30. Okt. (TU.) Am Montag fand auf der Donau die Zusammenkunft zwischen König Carol von Rumänien und König Bor i s von Bulgarien statt, an der auch die Ministerpra- sidenten der beiden Länder teilnahmen. Gegen zehn Uhr traf der rumänische Hofzug am Hasen bei Giurgiu ein. Gleich darauf legte der bulgarische Dampfer „Crnamoretz" am Kai an. König Boris begab sich, von der Menge begrüßt, an Land. Beide Monarchen schritten die Front der Ehrenkompanie ab. Anschließend gingen die Könige gn Bord und fuhren nach R u st s ch u k, wo etwa 40 000 Menschen die beiden Monarchen am bulgarischen Ufer erwarteten Die Könige wurden dann von dem Burger- meister begrüßt. Sodann wurde die Front der du - qarischen Ehrenkompanie abgeschritten. Gegen elf Uhr traten die Könige die gemeinsame Weiter- fahrt auf der Donau in Richtung Nikpolis an. Die Fahrt auf der rumänischen Königsjacht dauerte fast sechs Stunden. Gegen 17 Uhr ging König Boris in Rustschuk wieder an Land, um nach Sofia zurückzureisen. König Carol verlieh dem König von Bulgaren den höchsten rumänischen Orden, den Orden Carols I. t , r>.. lieber die Beratungen bei der Monarchen-Zu- sammenkunft verlautet, daß vereinbart wurde sowohl in Bulgarien wie auch in Rumänien den bei- Beilegung des deutsch-russischen Fournalistenkonflikts. Berlin, 31. Okt. (WTB.) Nachdem der be- kannte Journalistenkonflikt in letzter Zeit wiederholt Gegenstand diplomatischer Unterhaltungen zwischen Deutschland und der UdSSR, gewesen ist, hat über die e Angelegenheit kürzlich eine Besprechun g zwischen dem Herrn Neichsaußenmin. ter Frei - Herrn von Neurath und dem Botschafter der UdSSR. Herrn C h i n t f ch u k stattgefunden. Dabei ist eine V e r'st änbigung über die Beilegung des Kon likts erzielt worden. Ausgangspunkt und Gruno- läge der Verständigung ist die Uedereinstunmung der beiden Regierungen darüber, dah die P f l e g e der beiderseitigen Beziehungen von der Verschiedenheit der Reglerungssy st e m c in den beiden Ländern unberührt bleiben muß. Die Journalisten der Sowjetunion werden ihre Tätigkeit in Deutschland und die deutschen 3°urna listen ihre Tätigkeit in der S°wietunion wieder Beilegung d°- 3ournaliftentonfli»? erttärt her Moskauer Rundfunk, es fei feijr erfreult^, dah nunmehr durch freundfchastüche Ruckfprache in die. Monarchenzusammenkimst auf der Donau Ausgestaltung der rumänisch-bulgarischen Beziehungen. um dann in eine vernichtende Arbeltslosigkeit zu verfallen Wie steht es nut der V e r t e il un g der drei Lebensalter in Deutschland? Pro- feffor Dr Kirsten - Bremen sagt darüber im Avrilheft der medizinischen Mitteilungen: „ImJahre 1910 gab es in Deutschland rund 23 Millionen reme Konsumenten (Kinder und Greise) und 35 Millwnen ÄrS -TÄM Mn d-- N-s 1910 gemeffen MÜHI-U wir h-ui- nicht 19 I«- » Gründen den Beoölkerungssttllstand als ein unge heures Unglück für das deutsche Volk In ander r I B&’ä v dieArbeitskrastund >ie«J " fumU a ft gemessen und vergleichen (mobet also j. B. für da Kindesalter die Konsumkraft - 100 einnewen, ow Arbeitskraft = 0 Einheiten ju setzen ist), und er I Ä 6U Norman Davis werde vielleicht angewiesen werden, der Mitteilung über die amerikanische Haltung hin- zuzufügen, daß Europa sich hierdurch von einer tatkräftigen Verminderung seiner Rüstungen nicht abhalten lassen solle. Aber selbst wenn man die gegenseitige Abhängigkeit der Seerustungen Amerikas, Japans und Englands zugebe, jo laße sich behaupten, daß die amerikanischen Rüstungen, die Europa gleichgültig sein könnten, sich nicht ernst- 9 Der9 Mensch kann sich den großen Naturgesetzen, die das ganze L >en der Erde beherrschen, nicht durch eine irgendwie beschaffene Zivilisation entziehen. Auch die Wirtschaft ist nur eine anders, geartete Form des Kampfes um die Bedürfnisse des Lebens, den auch Tier und Pflanze au führen haben Und wie überall im Reich der Lebewesen gesunde und zahlreiche Nachkommenschaft eine tzlütezeit der Art bedeuten, so auch für den ^Urn^ie Bedeutung dieses letzten Gesetzes für tue Wirtschaft zu verstehen, muß man das mensch iche Leben vom Standpunkt der Erwerbs- tatigteit betrachten. Da teilt es sich in drei Lebensalter, das Kindesalter, das Erwerbsalter hns ffireifenalter. Das Erwerbsalter schafft die Güter von denen die gesamte Menschheit lebt, fieber den eigenen Bedarf hinaus arbeitet es für das Kinder- und Greisenalter. Fehlen diese beiden Altersstufen, so würde das Erwerbsalterkurze Zeit hindurch Ueberproduktion an Gütern schassen, beseitigen Minderheiten in den Schul- und kulturellen Fragen w e i t e st e s E n t g e g e n kom- men zu erweisen. Des weiteren wurde das Pro- blem der Intensivierung der bulgarischen Ausfuhr nach Rumänien erörtert. Von bulgarischer Seite wird vor allem eine Er • höhungderTabakausfuhrnach Rumänien angestrebt. Zur Befriedung der beiderseitigen Be- Ziehungen wurde beschlossen, alles zu tun, um die gegenseitigen Einfälle von irregulären Banden zu verhindern. Zu diesem Zweck soll ein besonderes Statut für den gemeinsamen Grenzverkehr und für die Zusammenarbeit der Grenzbehörden auf beiden Seiten ausgearbeitet wer- den. Es wurde eine Generalamnestie für etwa 400 Personen vorgeschlagen, die wahrend der verschle- denen Grenzzusammenstoße unter Anklage gestellt worden sind. Schließlich soll beschlossen worden sein daß demnächst eine Zusammenkunft der Könige von Bulgarien, Rumänien und Jugoslawien stattfinden soll. In nächster Zu- kunst soll sich König Boris zu einem Besuch bet König Carol nach Bukarest begeben. Zur näheren Erörterung der Grundzüge der beide Lander interes- fierenden Fragen soll eine gemischte bulgarisch- i. rumänische Kommission zusammentreten. Die Verwirklichung dieses Konferenzplanes wurde zweifellos ein Einlenken Japans wenigstens in der Methode bedeuten; bekanntlich hat Japan bisher ' jede Diskussion über den von ihm gegründeten : Staat in der Mandschurei abgelehnt und den , Kellogg-Pakt sowie die anderen internationalen Verträge, die ein eigenmächtiges und gewaltsames Vorgehen eines Landes verbieten, für unan- wendb ar erklärt. Auch hat es vor einem Jahr das russische Angebot eines Nichtan- griffspaktes ausdrücklich abgelehnt und damit eine schwierige Konstellation in Ostasien geschaffen. Die Beziehungen zu Rußland haben sich in dem letzten Jahre zusehends verschärft, während Rußland mit C h i n a in em freundschast- liches Verhältnis getreten ist und die Anerken- I nung der Sowjetunion durch die Vereinigten Staaten in die Wege geleitet ist. Der kürzlich veröffentlichte Telegrammwechsel zwischen Roosevelt und Kalinin hat wegen seiner möglichen Rückwirkungen auf die Lage in Ostasien in Japan einen besonders starke n Ei n- suchte die Republik dw Maifen sur v Mistigkeit so rung der Kriegsrüstungen als vielmehr um die form zu begeistern fie fubtte iWe Jl ^ «re r s 0 fischen den einzelnen Mächten aufzu- stark, daß sie nicht das kleinste Opfer von iyren 91 ü ft u n g 5 p r o p o r t i o n handelt. Ja- -E feg sHBSS HMÄSSSS 3m SreW M »ettniftoi«. 1871 zählte die deutsche Familie imstatlstischen Die Spannung am Pazifik. Durchschnitt noch 4,7 Personen, 1910 , . I London, 30. Okt. (TU.) Diplomatische Kreise = 4,1; 1933 - verborgen in London haben, wie der diplomatische Mitarbeiter seelische Abstieg unter äußerem Glanz »erborgen ausführt ungeachtet des schon vor dem Kriege begann. »d b Wunsches Hendersons nach baldiger Wiederaufnahme Das schwerste Geschick, das em Volk tm 3 der Abrüstungskonferenz keine Hoffnungen mehr treffen kann, ist eine ständig wachsende Ar beit 5 irgendwelche nennenswerte Ergebnisse der Abla sigkeit, aus der es scheinbar kernen Au g ^stungsbesprechungen. Dieser Pessimismus sei nicht gibt. Sie ist wirtschaftliche und seelische Not. 3 allein ober nur in der Hauptfache auf den gleich. Wehe, wenn die airbeitslofigteit m st) Austritt Deutschlands zuruckzufuhren, sondern auf Fortschreiten auch die Jugend ergreift. Der Segen k^en vertraulichen Berichte, die bei den eura- eines Kindes beruht auf den.. Zukunftshoffnungem päischen Regierungen aus Washington und die die Herzen der Ettern er allen. Sind auch piefe p 1 / eingeqangen nd. Japan werde s 1 ch \o wird das Kind zum Unsegen seme Sapan^ emgeg .0^^ (eine Rüstungen Zeugung wird als verantwortungslos empfunden, h r a b z u s e tz e n und beabsichtigte vor allem, seine An die Stelle der kinderarmen Familie tritt dre | VL, ,, _._v O..C4—ff„ „.„ttarpnn sinfnlae her m- tinberlof e Ehe — 40 v.H. aller jüngeren Ehen in Deutschlanb sinb tinberlos. . Ein seltsames, neues, krankhaftes Ideal erhob sich unter solchen Umständen im deutschen Volke: d a s menschenarme Land, in dem jeder Bewohner Boden, Wohnung und Brot findet. Dieses Ideal wurde um so begieriger aufgegrissen als es den niederen Instinkten einer individualistischen -Seit entgegenkam, dem Streben nach Sicherheit, Bequemlichkeit, Sorglosigkeit. Ader die Hoffnungen jenes Ideals sind falsch, es ist eine Fata morgana, die nur in der Ferne wirklich scheint und m nichts zerfließt, wenn man sich ihr nähert. Dieser Weg führt nicht aufwärts, er führt zum Unter» nr.255 W«BIaif 183.vi.M-g.31.M«i«l,33 WGietzErAnDger ZK General-Anzeiger für Gberhessen ZSSniiL vn-ck -nd verl«g: vrühi'ich- lini°-rst,°1--v«ch' und St-indru-k-r°I N. Lange in Si-b-n. Schristi-itun, -nd Sch-'M-tz- 7. tugen, wo» von der er Taneff troffen. . tzun a orberttn an (9 6in Zeuge im AeichsiagsbrandWerprozeß wegen Meineids verhastei. Oie Mitglieder des Werberates -er deuffchen Wirtschaft. Reichspropagandaminister Or. Goebbels eröffnet den Werberat -er -rutschen Wirtschaff. Keine bürokratische Reglementierung der Wirtschastspropaganda, aber Zusammenfassung unter einheitlichem Willen zur Verstärkung der Stoßkraft und Wirksamkeit. ____ids über den Grund und Zweck der Brondstiftuna gesagt habe. Der Zeuge erfiärt, daß Cubbe auf seine Frage geantwortet habe, d i e Verhältnisse in Deutschland seien für ein solch Unternehmen günstiger gewesen al» anderswo und auch die politische Loge sei in Deutschland so, dah eine solche Tot bei der De- völkerung mehr Anklang finden würde. Huf (eine Frage, ob er Kommunist sei, habe Lubbe geont- [er Angelegenheit zwischen Deutschland und Ruß. land eine völlige Einigun g erzielt worden ist. Litwinow werde nach seiner Rückkehr aus Ame- rika noch die Gelegenheit ergreifen, mit dem deut- Ichen Außenminister Fragen, die die beiden Länder onaehen, zu erörtern, und auch davon erhoffe man in Moskau weitere Annäherung. Auch über eine Ausgestaltung der deutsch-russischen W i r t s ch o f t s. deziehungen würden in der nächsten Zeit Der- Handlungen stattfinden. Was will England? Berlin, 30. Oft (WTB.) In der heutigen Sitzung des Reichstagsbrandstifterprozesses bestätigt als erster Zeuge der frühere Wirt des Angeklagten Taneff, Sönke, daß Taneff etwa acht Tage unter seinem richtigen Namen bei ihm zugeben, daß Sie den Koffer Daneff» a b g e h o l l haben. Zeuge Sönke: Jawohl. (Bewegung.) Vorsitzender: Das haben Sie denn für einen Zweck mit Ihrem Tficinetb verfolgt? Zeuge: Ich habe nicht gewollt, daß ich in di« Sache verwickelt werde. Rach kurzer Beratung verkündet der Vorsitzende folgende Entscheidung: E» ist za proto- koll festzustellen: Der Zeuge Sönke Hot durch die eidliche Aussage, er kenne Tauess au» Rumänien, habe ihn zufällig auf der Straß« in Berlin getroffen und ihm Quartier angeboten und er habe keinen Koffer für ihn abgeholt oder erinnere sich dessen nicht, sich de» oer- suchten Meineide» dringend verdächtig gemacht, da er selbst auf Vorhalt zugegeben hat, daß er In diesen Punkten be« wühl die Unwahrheit gesagt hak. Vie vorläufige Festnahme ist schon an»ge- sprachen worden. Der Zeuge Sönke ist in Po- lizeigewahrsam zu nehmen und dort so lange zu behalten, bi» ein Haftbefehl gegen ihn ergangen ist. — Der Zeuge Sönke wird von pollzel- beamten abgesührl. Der nächste Zeuge, Kriminalkommissar Bunge, behandelt die kriminaltechnische Seite der Sache. Bei der Untersuchung der Spuren an den Quadern des Reichstagsgebäude» habe sich deutlich ergeben, daß nur eine Person hinausgeklettert fein kann, dagegen sei es nicht ousgeschlosien, daß ein anderer Täter auf dem Sims entlang gegangen sei: entsprechende Spuren seien aber nicht wahr» nehmbar gewesen. Der Vorsitzende fragt den Zei Lubbe ihm damals über den Gr wartet: Kommunist wohl, ober doch mit einem gewissen Unterschied. Heber seine Festnahme habe Lubbe sich dahin geäußert, daß er sich unter allen Umständen habe fest« nehmen lassen wollen. Auch wenn ein Fluchtweg offen gewesen wäre, würde er sich hin« gestellt und gewartet haben, bis jemand kam. De? bisherige nationalsozialistische Reichstagsabgeordneter Dr. Ruptn ist am Drandtag etwa um 14 Uhr zu feinem Arbeitszimmer in das zweite Obergeschoß gefahren. Er kam dabei an einigen Vorsitzender: haben Sie dem Taneff Gepäck vom Bahnhof geholt. Zeuge Sönke: Das weiß ich nicht mehr. Vorfitzender: Vorher haben Sie gesagt, er hätte kein Gepäck gehabt, bann können Sie jetzt nicht sagen. Sie wissen nicht, ob Sie Gepäck abgeholt haben. Zeuge: Nein, ich habe Gepäck nicht vom Bahnhof geholt. Vorsitzender: Taneff hat früher die Sache ;anz anders dargestellt. Er hat gesagt, Poposs labe ihn durch einen Mittelsmann die Wohnung bei Sönke beschafft Taneff: Als ich am 24. Februar in Berlin ankam, traf i ch mit Popoff auf dem Bahnhof Zoozusammen. Popost gab mir einen feiner Freunde mit auf den Weg, der mich zur Wohnung Sönkes führte. An demselben Abend habe ich Sönke Geld gegeben und ihn beauftragt, er möge am nächsten Tage vom Babnhof Zoo meinen kleinen Koffer a b h o I e n. Das bat er auch getan. E» ist nicht wahr, daß mich Sänke auf der Strafe« getroffen hat. Ich habe Sönke von früher her nicht gekannt Ich habe ihn erst hier kennengelernt. Ich fordere den Zeugen auf, doch die Wahrheit zu sagen. Sänke: Es ift möglich, dafe ein Mann Tonest zu mir gebracht hat. Vorsitzender: Sie haben einen bereu feien Meineid geleistet Sie haben der Wahrheit zuwider gesagt, dafe Sie Tonest aus der Strafe« getrosten hätten, während Sie fetzt zugeben, dafe er zu Ihnen in die Wohnung geführt worden ist. Oberrrichsanwalt: Ich beantrag« die sosar- tigeFestoahwe diese»Zeugen ug. mann begibt sich zu dem Zeugen Sänke.) Rechtsanwalt Dr. Telchert: wollen Sie fetzi schaftspolittk braucht Aufklärung und Er- ziehungsarbeit, vielleicht sogar mehr als jede andere Politik. Darüber hinaus begrüßt das Reichswirkschastsministerium die Errichtung des Werberates der deutschen Wirtschaft als eine För- öerung der Gemeinschaftswerbung. Der Werberat der deutschen Wirtschaft wird sich ein großes Verdienst erwerben, wenn er sich für den Absatz deutscher Erzeugnisse einsetzt, um an dem großen Ziel der deutschen Arbeitsbeschaffung mit- zuarbeiten. Der deustche Wirtschaftler muß begreifen, daß nicht nur die Werbung ihm dient, die den Absatz feine, Erzeugnisses fördert sondern daß am besten die Werbung nützt, die den Boden bereitet für den Absatz deutscher Erzeugnisse schlechthin. Werbung hat nicht die Aufgabe, den fi o n- kurrenten zu vernichten. Da» war der Standpunkt de» vergangenen Individuali»mu». — Die Grundlage einer ualionalwirtfchafllich richtig eingestellten Werbung ist die Erkenntnis, daß da» harwouische Miteinander gewohnt habe. Er habe Taneff bereit» 1919 ober 1920 in Bukarest, wo sich der Zeuge in Kriegsgefangenschaft befand, kennengelernt Wenige Tage vor dem Reichstagsbrand, etwa zwischen dem 24. und 26. Februar, habe in Berlin auf der Straße ae Da Taneff keine Wohnung hatte, habe er ihm einen Unterschlupf bei sich angeboten. Er habe weder Kosscr noch Tasche bei sich gehabt, nur ein kleines Päckchen mit Lebensrnitteln. Tonest habe angegeben, daß er von der Reise komme, aber nicht woher. d*r Konkurrenten bk beste Grundlage auch des eigenen Erfolge, Ift. Reichswirtschaftsministerium begrüfet endlich auch die Errichtung des Werberate» der deutschen Wirtschaft im Interesse des deutschen Außenhandel,. Bei der heute nun einmal gegebenen Wirtschastsentwicklung der Welt ist Deutschland gezwungen, in erster Linie seine eigene nationale Wirtschaft zu pflegen und auf ihr auf» zubauen. Das kann aber für uns nicht heißen, daß stch Deutschland in dem Maße von der Welt ab- schließe, wie manch andere Staaten e, können, die über eine ausgedehntere Rohstoffbasis und den notwendigen Lebensraum verfügen. Soll Deutschlands Wirtschaft sich wieder zu neuer Blüte entfalten, fo kann es auf bie pflege des Exports nicht verzichten. Deutschlands nationale und wirtschaftspolitische Ziele sind nicht gegen das Ausland gerichtet. Sie dienen der Wiederher st ellung der erforderlichen nationalwirtschaftlichen Lustauschbeziehungen zum Ausland. Die Tätigkeit des deutschen Exportkaufmanns soll dabei verantwortungsbewußt unterstützt werden durch die Aufklärungsarbeit des Werbe- rate» der deutschen Wirtschaft. 0 n' 30' 2kt. (TU.) MajorMalcolm Sande- man schlagt in einer Zuschrift an die „Morning- pofr bie Bijöung eines Dreibundes D e u tschland — England — Japan mit Sicherungen für Frankreich und die Vereinigten Staaten vor. Sandeman begründet seinen Vorschlag hauptsächlich damit, daß Deutschland ein Bollwerk gegen den russischen Bolsche- mi, mus sei, und daß England auf keinen Fall die Partei Rußlands ergreifen würde. Dasselbe gelte auch für Japan, dos wie Deutschland, in einen Krieg mit Rußland verwickelt werden konnte. Sandeman tritt der Auffassung entgegen, daß Deutschland den nächsten Krieg anfangen werde, um feinen Platz als Großmacht wieder zu gewinnen, und daß (fnglartb dann wiederum mit Frankreich gegen Deutschland kämpfen würde. Deutschland fei trotz Versailles eine große Nation, und wenn England diele Tatsache und die Gleich- berechtigung Deutschlands anerkenne, dann werde Deutschland keine Ursache zum Kriege haben. Fer- ner fei die Beweisführung falsch, daß die stramme Erziehung der deutschen Jugend notwendigerweise bedeute, Deutschland wolle bei der nächsten Ge- legenheit feine Nachbarn angreifen. Man könne Deutschland nicht Dafür tadeln, daß es oer- suche, die jüngere Generation von dem G e i st derSchwächezu befreien. Deutschland zeige keine Zeichen von Feindseligkeit gegen England und werde wahrscheinlich jedes Freundschaftszeichen Englands willkommen heißen. Es bestehe daher für England keine Ursache, Deutschland nicht die Wiederaufrüstung zu gestatten, wenn es Frankreich nicht angreife. Gespannte Lage in Palästina. Große Erregung unter den Arabern. , 3e r,.u Ia lern, 30. Ott (TU.) Die Spannung In Palästina dauert an. Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 33 erhöht. Sämtliche Stadttore in Jerusalem werden von der Polizei bewacht, die niemanden ein- oder ousgshen läßt. In Haifa ift Die Erregung der Araber sehr groß. Bei einer Straßenkundgebung wurde gerufen: Tötet die 3uben! Eine Abordnung arabischer Frauen sprach beim Oberkommissar vor, um gegen das Blutver- gießen durch die Polizisten zu protestieren. Der Generalstreik dauert schon seit drei Togen unausgesetzt an. Sämtliche arabischen Läden sind noch immer geschlossen. Auch in Damaskus, der Hauptstadt des französischen Mandatsgebietes Syrien, ist ein Generalstreik als Sympathiezeichen für die Araber in Palästina erklärt worden. In ollen Moscheen von Damaskus werden Erinnerungsgottesdienste an die durch die Unruhen getöteten Araber abge» fealten. Die französischen Behörden haben sämtliche arabischen Zeitungen verboten, weil sie sich weiger- ten, die Nachrichten über das Blutvergießen in Palästina zu unterdrücken. Das mit 900 jüdischen Emigranten besetzte dänische Schiff „P o l o n I a" ist auf Anweisung der valästinesischen Behörden nach Port Said in Aegypten gelenkt worden. Die ägyptische Regierung hat jedoch den Juden ebenfalls die Landung verweigert. Oer Reichsauhenminister plani eine 2Reifc nach der Türkei. B e r I i n, 30. Oft. (WTB.) Zu der Nachricht, der Reichsminister des Auswärtigen beabsichtige, sich zu einem Besuch bei der türkischen Regie- rung nach Ankara zu begeben, verlautet, daß in der Tat ein solcher Besuch i n 2Iu»fid)t genommen ist, wegen der starken Beanspruchung des Ministers jedoch nicht mehrin diesemIabre zur Ausführung wird gelangen können. Falls jedoch die dienstlichen Obliegenheiten Freiherrn v. Neurath eine längere Abwesenheit von Berlin erlauben werden, ist diese Reise für das Frühjahr vorgesehen. Zuschußanträge für Znstandsehungs- Farben; Staatsrat Wilhelm Mein berg, Reichsobmann der bäuerlichen Selbstverwaltung: Adolf Müller-München, Druckereibefitzer; Hemrick Neuerburg -Köln, Zigarettenindustrie; Generaldirektor O b o u f f i c r • Hamburg, Hapag; Geheimrat Prentzel, Kalisyndikat; Generaldirektor Prost-Frankfurt, Städlereklame; Dr. v. Bente l n, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages; Reinhard, Verein DeutscherZeitungs- oerleger; Rode, Paul, Präsident de» Zentralver» banüe» de» Deutschen Groß- und Ueberfeehandels', Generalrat Konsul Rofeliu», Bremen, Kaffe» Hag; Dr. Scheuermann, Präsident der Film- kammer; Abgeordneter Schmid t-Wiesbaden, Präsident des Deutschen Handwerks; Dr. P. 0 o l b • s chmidt - Leipzig, Adreßbuckwesen: Dr. v Schnitz- (er, Vorsitzender des Ausstellung»- und Messe» ausschuffe» im Reichsoerband der Deutschen Industrie; Dr. Martin Sogemeier, Verband nordwestdeutscher Wirtschaftsoertretungen: Direktor Dr. Schüßler, Heilmittel; Direktor Schwartz, Salamander: Generaldirektor Theunert, Kathreiner GmbH.: Arnold Trumpf, Präsident bei Reichsoerbandes der landwirtschaftlichen Genossen- schäften; Generaldirektor Thomas, BVG; Direktor Uhl, Agfa, Wiethorn, Reichsverband der Plakatanschlagunlernehmen. Dr. o. Winterfeld, elektrische Industrie (Siemen»): Direktor W i 11 f e • Dresden, Vorsitzender de» Verbandes sächsischer Industrieller. Berlin, 30.Oft. (WTB.) Der Reichsminister । für Lolksaufklärung und Propaganda hatte zu heute t mittag zur Eröffnungssitzung des Werberates der deutschen Wirtschaft eingeladen. Im Kronsaal des alten Friedrich-Leopoldpalais hatten sich die Mit- glieber des Werberates, sowie die seines Verwal- tungsrates und zahlreiche Gäste eingefunden. Staatssekretär Walter Funk eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, in der er davon ausging, daß heute die Durchführungsbestimmungen zum Gesetz über Wirtschaftsformen veröffentlicht werden, nach denen der Werberat der Deutschen Wirtschaft als öffentlich rechtliche Körperschaft errichtet ist. Zum Präsidenten bestellt wurde Ministerialdirektor Ernst Reichard, zu Geschäftsführern Dr. Heinrich Hunke, Erwin Finkenzeller und Zimts« aerichtsrat Dr. Carol Edler o. Braunmühl. Zu Mitgliedern des Werberates wurden 50 Vertreter der an der Werbung besonders interessierten Wirtschaftskreise ernannt. Vorsitzender im Verwal- tungsrat ist Staatssekretär Funk selbst, zweiter Vorsitzender Staatssekretär Dr. P o s s e vom Reichs- wirtschastsministerium, dritter Vorsitzender Staatssekretär Backe vom Reichsernährungsministerium. Der Werberat der deutschen Wirtschaft soll der Wirtschaft helfen, bie Werbung besser, billige r, wirkungsvoller zu gestalten. Für biefe Arbeit erhebe der Weberat eine kleine Gebühr von durchschnittlich 2 v. H. des Werbeumsatzes, bie wiederum zur Werbung verwandt werden. Außerdem solle der Werberat alle staatlichen Mittel zur Wirtschaftswerbung zentral bewirtschaften. Die dringlichste IDerbeaufgabe fei die Förderung de» Abfahe» deutscher waren und deutscher Leistungen im In- und Auslande. Unter den großen ungelösten reeltwirlschaftlichen Problemen sei die Frage der Absahregulierung und der Neuordnung der Märkte ein« der wichtigsten. Entweder wir müssen neuen Bedarf für unsere Industrieprodukte Hervorrufen, ober unsere allgemeinen Bedürfnisse ein- schränken. Damit fei das Wirtschaftsproblem in erster Linie ein Organisationsproblem geworden. Durch Propaganda könne man auch ftemden Ländern bisher völlig fremde Bedürfnisse anerziehen und so den Absatz fördern. Der Werberat der Deutschen Wirtschaft habe die Aufgabe, durch bessere Organisation der Werbung eine stärkere Wirkung zu geben. Reichsminister Dr. Goebbels führte bann u. a. aus, daß die Grundformel der deutschen Revolution die Forderung sei, den schrankenlosen Individualismus durch ein volks- mäßig gebundenes Denken und Empfinden zu ersetzen. Auch das Gebiet der Wirt- schaftswerbung, auf dem liberalistifche Wirtschasts- auffasfung chaotische Zustände habe entstehen lassen, müsse nach nationalsozialistischen Prinzipien wieder als Dienerin in die gesamte Volkswirtschaft eingebaut werden. Eine der wesentlichsten Aufgaben seines Ministeriums sei, das wirtschaftliche Streben und bie wirtschaftspolitische Ueberzeugung des wirt- schaftenden Menschen mit der Wirtschaftspolitik bes Reiches in Uebereinftimmung zu bringen. Private Initiative falle auch auf dem Gebiet der Wirt- fchastspropaganba ausschlaggebend fein. Niemand reisse besser ol» die Nationalsozialisten, dah die Propaganda eine Kunst ist, bie nur von ber persönllchkeit durch bas von ihr ausgestrahlte geistige und seelische Fluidum gemacht werden könne. Erfolgreiche Propaganda brauche Bolksnähe und muffe auf die Mentalität de» Kreise» abgestimmt fein, auf den sie einwirken solle. Eine bürokratische Reglementierung der Propaganda würde der Tod der wirtschaftsreerbung sein. Jeder Wirtschaftler bleibe auch in Zukunft verantwortlich für feine Propaganda. Die Aufgabe bes Werberates fei, die gesamte beut- sche Wirtschaftswerbung unter einen ein- heitlichen Willen zu stellen. Er werde Klarheit, Sauberkeit, Ordnung und Ge- schlossenheit der Wirtschaftswerbung herbeiführen und bie Autorität bes neuen Staates hinter bie deutsche Wirtschaftsmerbung stellen. Wie der neue Staat ein sauberer Staat ist, so solle nunmehr die unlautere Werbung einer Werbung Platz ma- djen. bie in Sprache und Ausdruck wahr und deut'ch ist. Die deutsche Wirtschaft habe seit vielen Jahren gegen bie MißstÜnde angefämpft unb ihre Beseitigung durch den Staat ge- ordert. Die nationalsozialistische Regierung werbe nunmehr bie alten Forberungen der deutschen Wirtschaft, Treu und Glauben auf dem Gebiet der Wirtschaftswerbung, erfüllen. Die Abgabe, die der Werberat erhebe, bedeutet keine neue Belastung der schwer leidenden deutschen Wirtschaft, sondern diene ihrer Förderung. Die Wettbewerbsämter der Industrie- und Handelskammern erhielten durch den Werberat der deutschen Wirtschaft eine noch größere Autorität, als sie von ihnen bisher immer gewünscht worden sei. Bei der Lösung der Aufgaben, den beut- scheu Binnenmarkt unb ben Außenmarkt zu er» chließcn, solle ber Werberat Wegweiser unb Heller ein. Alle bisher bestehenden Organisationen für Wirtfchaftswerbung sollten in Zukunft nach den Weisungen de» Werberate» dem gemeinsamen Ziel dienen, da» die nationalsozialistische Regierung sich zur Ausgabe gemacht habe: Dem deutschen Volke wieder Ehre und Brot zu geben. Reichswirtschastsministcr Or. Schmitt Berlin, 30.01t (WTB.) Zu Mitgliedern de» Werberates der deutschen Wirtschaft werden zunächst berufen: Verlaasdirektor Amann- München, Reichsleiter der NSDAP, für die Presse; Direktor Dr. Baumann» Berlin, Reicksbahnzentrale für den Fernverkehr; Verleger Bischofs, Verein deutscher Zeit- schriftenverleger; Fabrikant Fritz B l e y I e - Stuttgart, Bekleidungsindustrie; C. Th. Bruger, Ge- schäftsführer der Hauptabteilung Werbung im Amt für Agrarpolitik"; Präsident Freudemann, Präsident der Hauptaemeinschaft des deutschen Einzelhandels e. B.; Fritz Gabler, Heidelberg, Gaststättengewerbe; Dr. Gattineau, Stickstoff- inbuftrie; Direktor v. Halem - Düsseldorf, Bereinigte Stahlwerke; Dr. Heinkel - Warnemünde, Flugzeugbau: Dr. Hilland, Deutscher Industrie- und Handelstag: Dr. Hugo Henkel- Düsseldorf, Perfilwerke: Direktor v. Hentig, Automobilindustrie (Daimler, Benz): Dr. Jakob Herle, Reichsoerband der deutschen Industrie: Präsident Kalifen, Präsident der Kleinhandelskammer Bremen; Direktor K e i I - Dresden; Dr. Kind- Solingen, Henckels Zwillingswerk: Generaldirektor Klitsch, Anzeigengewerbe: Dr. Karl ft r ä u 11 e, Geschastsführender Präsident des Reichslanbbundes, Christian K u p f e r b e r g - Mainz; Kübarth- Königsberg i. Pr., Handelskammerpräsident: Richard Künzler, Reichsverband deutscher Werbe- sachleute; Generaldirektor Dr. ßübbert, Ber- kehrswesen AG.; Konsul Mann-Leverkusen, IG. arbeiten müssen sofort gestellt werden. Berlin, 30. Oft. (WTB.) Der Reichsarbeiis- nünifter weist erneut darauf hin, daß die vom Reich zur Berfügung gestellten Zuschüße für 3 n st andsetzungs - und Ergänzung»- ebäuden und in Wohnung e n rund 40 o. H., für Wohnungsteilungen unö sonstige Umbauten rund 62 v. H. der Kosten betragen. Die ungesäumte Beantragung " "d Dur chsührung solcher Arbeiten ist daher Pflicht jedes Hausbesitzers, Ge- werbetreibenden ober Mieters, besten pau» ober Wohnung ber Instandsetzung unb Ber- benerung bebarf. Ieber, ber solche Arbeiten mit Hld)^u,d)u^n vusführen läßt, hat selbst erhebliche Vorteile unb unter ft ü ö t burch sei» n , n u n 1 r 0 9 & * e Bemühungen unb Bc» ‘ .Ü“ n V ,n. b e 6 Führer» und de» gesamten wJLlS!? 8 um das große Aufbauwerk ber »rbe. sbeschassung in ben kommenden Winter- kXr.Cni T". ?"'ksgknoste wird daher aufqe- *etien Zulchufeantrag bei der zu- (tönbigen örtlichen Stelle einzureichen. Wieder 12,2 Millionen Reichsmark für Arbeitsbeschaffung bewilligt. bIrbeiÄriT ^^"dita^sschufe runb 12,2 Millionen Mark im Rahmen be &it^ descha fungsprogramm» der Reich»regierung bereit St“: । bcr Rhein-Main-Donau. 21 G. ein Betraa von zwei Millionen Mark für Bag- verarbeiten an Jentfa.nftufcn. liefbauarbeiten an schleusen und Wehren und für die Bebebuna nnn 6tauf * r a, Schwerin. Arte bann u. a. aus: Der ©erberat ber beuttchen Wirtschaft soll Mittler fein zwischen bem für bie Führung ber Wirtschaftspolitik verantwortlich-n chswirtschaftsminifter unb bem wirtschaftenden d,,n' t>amif dieser vertraut wirb mit ben Ab- I Wen ber Reichsregierunq unb fein privates Wol- I £n.2mö rtanbeln voll einictzen kann für do» große Ausbauprogramm der Reichsregierung. Luch Win- kommunistischen Arbeitszimment vor- b e i und gewahrte, daß sie voller Menschen waren. Besonders erinnerte er sich eines gerade aus der Tür kommenden Herrn nut dunklem Haar, etwas graumeliert und schmalem Gesicht, er habe je doch später niemanden wieder erkannt. Frl.-giß“ Derr, die Stenotypistin des kommunistischen Fraktionssekretärs Kühne, bekundet auf Befragen, daß sie keinen der bulgarischen AngeNagten semals vor dem Brande gesehen hat, auch Lubbe nicht. Angeklagter Dimitroff: Haben Sie bei Torg- ler jemal^Ausländer gesehen, Ausländer ganz al- gemein, nicht nur rabiate Bulgaren wie Dimitroff (Heiterkeit). Zeugin: Nein, ich habe keinen gesehen. Auf Fragen des Rechtsanwaltes Dr. Sack erklärt die Zeugin, die beiden Fernsprechappa- rate in den Fraktionszimmern 9 und 9b hätten in der letzten Zeit häufig schlecht funktioniert. An Torgler habe sie am Brandtage nichts ausfallendes bemerkt. Er habe nicht anders aus- gesehen wie immer. Der Angeklagte Torgler macht dann gegen verschiedene Zeugenaussage^ der vorhergehenden Tage Einwendungen und erklärt, er könne versichern, daß er am 27. Februar in der Zeit von 11.50 bis 20.20 Uhr den Reichstag nicht eine Sekunde lang verlassen habe. Alle anderen Bekundungen müßten auf einem Irrtum beruhen. „, . , Der Zeuge Fahrstuhlführer Alder gibt an, daß er etwa 8 bis 14 Tage vor dem Reichstagsbrand eine Kiste, die von einem Spediteur gebracht worden war, im Fahrstuhl nach oben transportierte. . Die Zeugin Hartmann, eine Angestellte des preußischen Landtages, bekundet, daß sie am 27. Februar gegen 11 Uhr in einem Fahrstuhl des preußischen Landtages den Landtagsabgeordneten K 0 e - neu mit einem Begleiter getroffen habe. Als der Zeugin auf der Polizei die Photographie v a n d e r Lübbes vorgelegt wurde, hat sie eine auffallende Aehnllchkeit mit dem damaligen Begleiter Koenens feftgeftellt. Mit Bestimmtheit könne sie allerdings die Identität der beiden Personen nicht versichern. ~ . Als nunmehr van der Lübbe der Zeugin gegenübergestellt wird, erklärt diese, sie könne n l ch t b e - st i m m t angeben, daß van der Lübbe der Begleiter Koenens gewesen sei, aber sie möchte auch nicht glauben, daß sie sich im Irrtum befinde. Die Figur, die Form des Gesichtes und die Große stimme, die Augen auch, nur das lange Haar habe sie damals nicht beobachtet. Der folgende Zeuge Dr. Dröscher, Mitarbeiter des Zeugen Major a. D. Weberstedt, will in D l m i t r o f f mit aller Bestimmtheit den Mann wiedererkennen, den er mit Torgler zusammen Im Reichstag gesehen habe. Er habe dem Untersuchungsrichter gesagt, daß er diesen Mann kenne, weil er ihn auf Abbildungen als einen der Attentäter auf die Sofioter Ku- 1 h e b r a I e gesehen hatte. Borsitzender: In der Tat ist ein Dimitroff im Prozeß wegen des Anschlages auf die Kathedrale verurteilt worden. Der heißt aber Stephan und dieser heißt George. Ein Stephan Dimitroff ist nach den Akten in Abwesenheit zum Tode verur- teilt worden. Hat nach Ihrer Ansicht dieser Dimitroff Aehnlichkeit mit jenem Dimitroff? Zeuge: Mir ist diese Aehnlichkeit sofort aufge- sallen, wenn er auch auf den Bildern, wenn ich mich nicht sehr täusche, einen Bart getragen hat. Vorsitzender: Sie haben in ihm den TNann wiedererkannt, den Sie im Reichstag beobachtet haben? Zeuge: Jawohl, mit Bestimmtheit. lorg- ler stand vor der Tür seines Zimmers und Dimitroff lehnte neben ihm auf der Brüstung. Es muh einige Tage vor dem Brande gewesen sein. Ich konnte beiden ins Gesicht sehen und habe innerlich noch einen ziemlichen Aerger darüber empfunden, daß ein deutscher Abgeordneter wieder mit irgendeinem Ausländer verhandelte. Vorsitzender: haben Sie ihn da nicht schon alsden Attentäter oon Sofia wieder- erkannt? Zeuge: Rein, in dem Augenblick nicht. Dimitroff muß aufstehen, und der Vorsitzende fragt nochmals, ob er Dimitroff mit absoluter Bestimmtheit wiedssrerkenne. — Zeuge: Jawohl. Angeklagter Torgler: Ich habe lange darüber nachgedacht, mit wem ich im Reichstag zusammen gewesen fein könnte, der mit Dimitroff zu verwechseln wäre. Eine solche Aehnlichkeit liegt nur vor bei einem Manne von der Imprekor, den ich nur unter dem Namen Julius kenne. Dieser Mann hatte nicht mit mir, sondern mit Neubauer oder Halle zu tun. Ich habe mich aber gelegentlich mit ihm unterhallen. Er ist Ungar oder Oesterreicher und hch eine gewisse Aeynlichreit mit Dimitroff, aber ein volleres Gesicht. Dimitroff: Wenn ich erkläre, daß ich feit 1921 niemals im Reichstag gewesen bin und daß ich Torgler zum ersten Mal in meinem Leben in Leipzig im Gerichtssaal gesehen habe, dann ist das die Wahrheit. Ich erkläre mir die Tatsache, daß der Zeuge mit Sicherheit glaubt, mich getrofjen zu haben, als eine Täuschung. Ich muß aber gleich- zellig sagen, daß alle nationalsozialistischen Augen in diesem Prozeß durch eine dunkle Brille sehen. Deshalb protestiere ich gegen diese Aussage. — Der Vorsitzende entzieht dem Angeklagten das Wort. Angeklagter Torgler: Ich möchte erklären, daß ich niemals mit Dimitroff im Reichstag gewesen bin und daß ich ihn zum erstenmal im Gerichtssaal gesehen habe. — Die Verhandlung wird dann auf Dienstag vertagt. vereitelter Bombenanschlag auf den Reichsstatthalter von Hamburg. Hamburg, 30. Oft. (TU.) Der Reichssta11 - Halter oon Hamburg, fiarl Kaufmann, der am Montagabend in einer Wahlversammlung in Hamburg sprach, ist durch die Aufmerksamkeit Hamburger Polizeibeamter einemoonkommunistl- scher Seite geplanten Attentatsversuch entgangen. Die Polizei gibt folgenden Bericht heraus: In einer Wahlversammlung der NSDAP, des Kreises Horn-Billbrook im Gasthof „Jur Rennbahn" wurde am Montagabend von kommunistischer Seite einBombeuattentataufden Reichssiatthalter Saufmann, der in der Versammlung als Redner hrrach, versucht. Da» Attentat wurde durchPols- din&trt ♦ MISCHUNGSNUMMER lagen darauf. Mischung Fabrikation«' [elfen Die Cigaretten methoden. die s Uchniichen Muster* Methoden hergestellt r m »y|rÄe wird ausschlieClich ohne !6WtImMifr>us folgenden Distrikte«: Diese Cigaretten werden fn den betriebe» in Altona-Bahrenfeld Der ungewöhnlich zarte und re slmtiicheTabake zweimalQr« Mundstück hergestellt ik. Swwei WDbtion Sb SlE^Scs Soppeßto. tfettmerMia ötuntädteit’ 9ct6afte einen voit^e*-urtßeRanr zeibeamte vereitelt, die gegen 21 Uhr, kurz nach Beginn der Versammlung, bemerkten, daß ein Mann mit einem Paket aus dem hintergarten des Lokals in den Versammlungsraum eindringen wollte. Auf den Anruf warf dec Mann das Paket fort und gab auf die Beamten einige Schüsse ab, wodurch ein Beamter durch Streifschuß leicht verletzt wurde. Als die Beamten ihrer- feite von der Schußwaffe Gebrauch machten, ergriff der Täter die Flucht und warf die Pistole von sich. Es gelang ihm, in der Dunkelheit durch den hintergarten zu entkommen. Bei der Bombe handelt es sich um eine Konservendose, die mit hart gepreßter Zellulose gefüllt alsBranbbombegeroorfen werden sollte und bei Ausführung des Attentats geradezu vernichtende Wirkungen gehabt hätte. Die polizeilichen Nachforschungen nach dem Täter wurden sofort aufgenommen. Fast 5000 Lehrer im Luftschutz ausgebildet. Berlin, 31.Okt. (TU.) Der Nationalso- zialistische Lehrerbund hielt am Montag, den 30. Oktober, im Lehrervereinshaus eine Versammlung seiner Lufts chutzleute ab. Dr. Winter, der Luftschutzrefereill der Reichsleitung der NSDAP, führte dabei aus, daß in verhällnis- rnäßig kurzer Zeit 4 7 00 Lehrer im Luftschutz ausgebildet wurden. Die Mitarbeit der Lehrer in der Organisation des Luftschutzes sei gerade durch chre pädagogischen Fähigkellen e t n dringendes nationales Erfordernis, da sie, wie kaum ein anderer Stand geeignet seien, sowohl die Notwendigkeit des Luftschutzes in weitere Kreise zu tragen wie auch als Ausbildner d e r Jugend zu dienen und diese im Verhalten bei Luftgefahren zu unterrichten. Jeder Bau, jede Schule im kleinsten Ort, müsse im Luftschutz ausgebildete Kräfte besitzen, gelte es doch vor allem auch, das Leben der jungen Generation zu schützen. Bis zum Januar sollen in verschiedenen Bezirken der Großstadt und auf dem Lande entsprechende Lehrkräfte im Luftschutz vorgebildet werden und als Ausbtld- *ner der Jugend eingesetzt werden. Aufhebung der Sperre beim Stohlhelm-Zrauenbund. Berlin, 30.Oft. (TU.) Auf Anordnung des Stahlhelms ist auch beim Stahlhelm- Frauenbund die Aufnahme bzw. Anmeldungssperre vom 1. bis 5. November aufgehoben. Die Aufnahmebedingungen bleiben wie bisher. Hinzu kommt noch Einsendung eines Lebenslaufes und polizeilicher Führungsschem. Anmeldungen muffen bis spätestens 5. Nove mb er er olgen an die Reichsnachrichtenstelle Berlin-Lichterfelde Stem- metzstraße 23, zu Händen von Frau Agnes Meyer. Keine unbefugte Einmischung von Parteistellen in Wirtschastsbetriebe. Berlin, 30. Okt. (CNB.) Der preußische Minister des Innern hat am 26. Oktober einen Erlaß an die Ober- und Regierungsprasiden. ten herausgegeben, in dem es heißt: Der Reichsarbellsminister und der Reichswirtschaftsminister weifen in einem Runderlaß vom 21. Oktober 1933 darauf hin, daß noch immer Fälle gemeldet würden, in denen unberufene Kreise in die Verhältnisse der ernzel. nen Betriebe eingreisen, '«dem sie aus Zusammensetzung der Belegschaft und auf Die Entlassung von sogenannten Doppelverdienern einen Einfluß zu gewinnen versuchen. Bon Regierungs- feite ist mehrfach betont worden, daß derartige Eingri fe in die Wirtschaft nichtmehrlanger geduldet werden können. Ich erwarte daher von den nachgeordneten Behörden, daß sie mit Nachdruck und Tatkraft diesen M i ß - ständen entgegentreten und die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des gesetzlichen Zustands treffen. Kein Betriebsführer ist verpflichtet, Verordnungen und Anordnungen von Stellen Folge zu leisten, die nicht durch Gesetz oder die Regierung dazu berufen sind. Die Vorbereitung der Reichstagswahl. B e r l i n, 30. Okt. (CNB.) Der preußische Innen- Minister hat in einem Runderlaß an die Behörden, die für die Abgrenzung der Stimmbezirke zuständig sind, zum Ausdruck gebracht, daß die besondere Bebeutung der Reichstagswahl und Volksabstimmung am 12. November d. I. es erforderlich macht, den Stimmberechtigten die leib nähme an den Abstimmungen nach Möglichkeit zu erleichtern. Es wird den Behörden empfohlen, für entlegene Drtsteile eigene Stimmbezirke einzurichten, sofern dadurch den Stimmberechtigten ein längerer Weg zum Abstimmungsraum erspart wird. Gleiches Entgegenkommen ist bei der Bildung eigener Stimmbezirke in Kranken- und Pflegeanstalten zu gewähren. Der preußische Innenminister hat weiter angeordnet, daß den hinter der Regierung stehenden Organisationen, in erster Linie der NSDAP., die anderVorbereitungundDurchführung der Reichstagswahl und der Volksabstimmung entscheidend beteiligt ist, jede mögliche Unterstützung und Förderung durch die staallichen und kommunalen Behörden zuteil werden muß. Dabei werden sie namentlich auch der amtlichen Mithilfe von Beamten, Angestellten und Arbeitern des öffentlichen Dienstes bedürfen Soweit es die dienst- lichen Erfordernisse zulafsen, ist jenen daher zu Zwecken der Wahl- und Abstimmungshilse auf Antrag der genannten Organisationen bis längstens 3um 13. November 1933 Dienstbefreiung oder Urlaub unter Fortzahlung ihrer Gebührnisse und ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub zu gewähren. Der Reichsminister des Innern hat das für die früheren Reichstagswahlen erlassene Verbot des Tragens von Uniformen und Partei- abzeichen durch Mitglieder der Abstimmungs- vorstände aufgehoben. Aus oller Welt. Starke Schneefälle Im Schwarzwald und im Erzgebirge. Die starken andauernden Schneefälle bei Temperaturen von minus 2 Grad haben auf den Höhenlagen des Schwarzwaldes eine geschloffene Schneedecke geschaffen. Im südlichen Schwarz- wald betrug die Schneehöhe am Montagmorgen durchschnittlich 20 bis 25 Zentimeter. Der starke Südweststurm hat den Schnee stellenweise stark verweht. — Die ersten W i n t e r s p o r 11 e r sind bereits auf dem Feldberg und Schauinsland zum Training für den kommenden Winter eingetroffen. * Im ganzen Erzgebirge ging am Sonntagnachmittag und -abend bei sturmartigen Wmden starker Schneefall nieder. Die Schneehöhe er- reichte auf den Kämmen bis zu 20 Zentimeter Höhe. Der Autoverkehr ist infolge der verwehten Straßen teilweise ins Stocken geraten. — Auch im Betriebe der Chemnitzer Feuerwehr wurde durch den schweren Sturm erheblicher Schaden angerichtet. Selbstfeuer- melder wurden infolge Drahtbruches zerstört. Die Feuerwehr hatte bis Montagmorgen zu tun, um die Feuermelder wieder In Ordnung zu bringen. Wahrend die Feuerwehr noch bei einem Brande in der Vorstadt beschäftigt war, wurde sie zur Hilfeleistung nach dem gegenwärtig in Chemnitz gastierenden Zirkus Busch gerufen, da durch die niedergehenden Schneefalle für das Zirkuszelt Einsturzgefahr bestand. Die Feuerwehr holte den Schnee vom Zelt herunter und beseitigte jede Gefahr. Regen in Salzburg. Der anhallend starke Regen verursachte in verschiedenen Gegenden des Landes Salzburg H o ch- wasser. In Lunga sind die Bäche über die Ufer getreten und haben welle Gebiete unter Wasser gesetzt. An den Fluren wurde schwerer Schaden angerichtet. Durch Schneefall wurde vorläufig die Hochwassergefahr gebannt. Kapitän Schneider von einem Löwen angefallen. Der bekannte Raubtierbändiger Kapitän Schneider, der zur Zeit mit seinen 100 „Quo oadis"°Lö- wen im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort auf- tritt, wurde bei einer Vorführung im Käfig von einem vierjährigen Löwen angefal» len. Er erhielt einen wuchtigen Prankenhieb über den Kopf, durch den er zwei erhebliche Rißwunden oberhalb der Stirn und an der Schläfe erhielt. Nach Anlegung eines Notoerbandes versuchte Kapitän Schneider zunächst die Vorstellung fortzusetzen, mußte aber wegen heftiger Schmerzen seine Absicht aufgeben und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Kampf gegen die Schlafkrankheit in USA. — Zuchthäusler lassen sich von Moskitos stechen. Wie aus Jackson (Mississippi) berichtet wird, hat der dortige Gouverneur Conner zehn langjäh- riae Zuchthäusler begnadigt, bie sich freiwillig zu Versuchen zur Entdeckung des Erregers der Schlafkrankheit hergaben, die bekanntlich in Amerika schon viele Opfer gefordert hat. Diese zehn Zuchthäusler ließen sich 30 Tage lang oon den übrigen Gefangenen absondern und wurden in dieser Zeit mehrmals oon Moskitos gestochen, die mit dem Blut von Opfern der Schlafkrankheit gefüttert worden waren. Alle zehn Zuchthäusler find wohlauf. Hiermit ift der Beweis geglückt, daß die in Amerika herrschende Schlafkrankheit nicht, wie vielfach angenommen, von den Moskitos übertragen wird. Doppelmord auf einem Tiroler Vauerngehöft. Ein bestialischer Doppelmord wurde, wie aus Innsbruck gemeldet wird, in einer der letzten Nächte in Wingk, Gemeinde Wörgl, an dem 64 Jahre alten Bauern Georg Anker und an seiner gleichaltrigen Frau verübt. Die beiden Leute sind durch Beilhiebe getötet worden, die der Täter mit voller Wucht gegen den Kops und die zur Abwehr erhobenen Hände des Ehepaares geführt hat. Der Mörder hat zuerst den Mann und dann auch die hilferufend herbeieilende Ehefrau erschlagen. Der noch unbekannte Täter dürfte einen größeren Geldbetrag geraubt haben. Wettervoraussage. Durch die Störungstätigkeit im Norden erhält Deutschland westliche Luftzufuhr. Unter ihrem Einfluß kommt es weiterhin zu verbreiteten Wolken- und stellenweise zu Dunstbildungen. Auch sind dabei noch einzelne, wenn auch leichtere Niederschläge zu erwarten. AussichtenfürMittwoch: Meist wolkiges Wetter, Temperaturen wenig verändert, einzelne leichte Niederschläge. , Aussichtensür Donnerstag: Ruhigere«, doch noch kein beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 30. Oktober: mittags 6,4 Grad Celsius, abends 5,4 Grad: am 31. Ottober: morgens 5 Grad. Maximum 6,6 Grad, Minimum 2,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Oktober: abends 6 Grad: am 31. Oktober: morgens 5,6 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer eine Achtelstunde. Nachdruck verboten! 1. Fortsetzung. Soklor Grudes Ehe jDriginakoman von 3. Schneider-Foerstl. „Was ist mit ihr?" Seine Finger schraubten sich um das Rohr des Hörers, daß das schwarze Holz knirschte. „Gott, wir wissen's doch selbst nur aus der Zeitung! Hörst du, Felix!" „3a, Madien!" „Also: der .Moltke', mit dem Christa bk lieber- fahrt gemacht hat, ist nicht in Calais angekommen. Er ist überfällig." Er lehnte gegen den Schreibtisch und sah die Bilder im Zimmer in rasche Drehung versetzt. Von rechts und links schoben sie sich und begannen unauf- hörlich zu kreisen. In seinem Kopf schlug ein Hammerwerk. „Aber Gewißheit ...", er riß sich zu- stimmen, „nicht wahr, Madien ..." „Natürlich, Gewißheit haben wir keine", kam deren Stimm« aus dem Apparat. „Der Papa ist schon den ganzen Nachmittag unterwegs. Ich weiß nicht, wo er überall hintelepyoniert und depeschiert. Die Mama hat eine Stunde in Ohnmacht gelegen. Nun ist sie auch fort. — Was hat die Christa auch nach England fahren müssen! Wär sie ,)ji Hause geblieben, bann wäre ihr nichts passiert." Dor Grudes Augen tanzte noch immer alles in schwingender Bewegung. ,Zch komme!" sagte er, wartete nicht mehr auf eine Entgegnung und warf den Hörer auf die Gabel. Lena Moore, die Assistentin, half ihm draußen tm Halbdunkel des Korridors in den Mantel schlüpfen. Sie wagte nicht, zu sraaen. Er sah sie an und schloß für Sekunden die Lider. „Der .Moltke' ist überfällig, Lena!" Sie verstand nicht. „Meine Braut hat ihn zur Ueberfahrt nach Ca- lais benützt." Sie streckte unwillkürlich den Arm nach ihm aus. Aber er stand hochaufgerichtet, obwohl es noch eben Seschienen hatte, als würde er stürzen. Sie ging mit is zur Türe und suchte seinen Blick. „Seit wann?" „Ich muß erst Näheres hören. Ich fahre jetzt zu Wellenbergs. Dort können Si« mich erreichen, falls Ich dringend benötigt würde." „Ja, Herr Doktor!" Sonst pflegte sie die Flurtüre sofort hinter ihm zu schließen. Heute wartete sie, bis er die letzten Stufen der Treppe genommen hatte. Dann sah fie ihn durch das Fenster des Stiegenhauses nach der Garage gehen. Sie hatte Angst um ihn. Vielleicht wäre es besser gewesen, unter irgendeinem Vorwande ein Stück mitzufahren. Aber er wäre wohl erstaunt gewesen darüber. Der Wagen schob sich durch das offene Tor, rollte über das Pflaster und verschwand in der Durchfahrt. Lena rannte nach dem Sprechzimmer und sah, wie er eben über den Asphalt der Fahrbahn nach dem Innern der Stabt zu glitt. An der Kreuzung der Straße sah Grude jemand über die Fahrbahn springen, der chm zuwinkte. Er fuhr dicht an den Gangsteig und sah Dick Montrey, der ihm die Rechte über den Schlag entgegcnftrerfle. „Servus, Felix!--Wie gehts der Christa?-- Verdammtes Schwein haben wir gehabt, was. Gurgelt der „Moltke" da mir nichts dir nichts in Den Hexenkessel." „Du bist--mit dabei gewesen?" schrie Grude heraus. „3d) bin mit dabei gewesen, ja.--Warum schreist du denn so? Wohin fährst du? — Zu den Wellenbergs? Da komm ich mit." Er setzte sich neben Grude ans Steuer und begriff nicht, weshalb dessen Hände für den Moment unfähig waren, bas Rad zu drehen. „3ft die Christa nicht wohl? — Nicht zurückge- fommen ist fie? — Wie? Ueberhaupt noch nicht eingetroffen?" Dicks Gesicht verlor an Farbe. „Mensch, 'red doch! Red' sag' ich dir." Der Wagen schoß zwei Meter in die Gehbahn hinein und rollte wieder zurück. Montrey begriff, daß er jetzt kein Wort mehr reden durfte. Mil ftarr- blickenden Augen sah er die Fahrzeuge, die ihnen entgegenkamen, oorüberjagen. Immer fürchtete er, jetzt müßte Grude einem von ihnen in die Flanke fahren. Aber es glückte dem Freunde immer wieder, daran oorbeizukommen. Dann schlug die Vierradbremse ein, daß es ihn beinahe über den Schlag warf. Geheimrat Wellenberg, der eben aus der Hauptpost trat, sah einen Mann auf sich zuspringen und machte unwillkürlich Anen Schritt zurück. „Du, Felix?" sagte er und hob die Finger an den Hut. „Du weißt also fd)on? — Am 18. hätte der „Moltke" in Calais emtreffen sollen. Heute ist der 19. Ich weiß nicht mehr, wo ich noch hindepeschieren soll." Er sah nach Montrey, der eben auf ihn zukam. „Mit welchem Dampfer sind Sie zurückgekommen, Herr Hauptmann?" „Mit dem ,Moltke', Herr Geheimrat." Wellenberg riß die Augen auf, als habe er falsch gehört, lehnte sich, auf den Füßen unsicher wer- dend, gegen die Säule, welche die Tür des Haupt- Postamtes trug und starrte Montrey an. Dick fühlte sich gedrängt zu sprechen. ,Lch wollte Christa eben einen Kognak bringen, als der .Moltke' zu sinken beginnt. Hamstead ..." „Wer ist Hamstead?" fragte Grude. „Der bekannte irische Forscher. — Ich stellte mich dumm und verschüttete den Likör, den ich mir vom Mixer erbeten hatte. Hamstead riet mir, eine Flasche zu nehmen. Im selben Augenblick muß der.Moltke' gerammt worden sein, oder sonst etwas. Wir rannten sofort zu zweien nach Christas Kajüte. Hamstead nahm sie in die Arme und trug fie an Deck. Dort habe ich fie ihm abgenommen uni» einem anderen zugeworfen." „Geworfen? ..." entsetzte sich der Geheimrat. „Es ging nicht anders", saale Montrey erregt. „Es blieb keine Zeit mehr. Die Männer drängten schon in die Boote." Ein Schutzmann trat herzu und dirigierte Grude nach feinem Wagen zurück. „Sie sperren den Verkehr." Der Doktor öffnete den Schlag und ließ Wellenberg und Montrey in den Fond steigen, während er sich selbst wieder ans Steuer setzte. Er teilte fein Ohr zwischen den Hupentönen, die von allen Seiten kamen und den Worten, die der Freund mit dem Geheimrat sprach. Aber er vernahm von allem nur die Hälfte. Man hatte ihn von Wellenbergs Fenster aus bereits kommen sehen und als sie nun zu dreien die Treppe hinaufstiegen, wurde die Flurtüre oben hastig geöffnet. Die Geheimrätin kam ihnen entgegen und streckte die Hände nach dem Gatten aus. „Nichts?" — Er schüttelte den Kops und sah nach Montrey, der als Letzter die breiten Stufen nahm. Der Geheimrat schloß die Flurtüre wieder ab, während feine Gat- hn bereits das anstoßende Wohnzimmer geöffnet hatte. Montrey faß in einem der Gobelinfessel, den ihm Grude zugeschoben hatte und erzählte noch einmal das Wenige, das zu erzählen war. Grude ließ keinen Blick von ihm und kauerte sich in die Ecke des großen Sofas. Seine Augen waren müde. Sich gegenüber sah er Madien, die Schwester seiner Braut. Sie war schlank wie ein Junge und trug das brünette Haar straff zurückgekämmt, was ihr ein knabenhaftes Aussehen gab. Sie war kürzlich achtzehn gewesen. Aber jeder- mann schätzte fie für höchstens sechzehn ein. Lange fiel kein Wort von ihr. Dann brach sie verärgert das Schweigen, das Montreys Erzählung gefolgt war. „Wein doch nicht schon wieder, Mama. Das ist ja zum Aus-der-Hautfahren! Erst muß man doch Gewißheit darüber haben, ob jemand wirklich tot ist oder nicht." „Es ist deine Schwester", verwies die Geheimrätin. .Weiß ich! Ja!" kam es schnippisch, und trug ihr einen warnenden Blick des Vaters ein. „Wenn Dick lebt, warum soll gerade Christa tot sein." Grude war ihr für dieses Wort über die Maßen dankbar. Seine Augen leuchteten auf. „Madien hat recht, Mama." Er strich dabei über die Hand der Schwiegermutter, die neben ihm auf dem Diwan Platz genommen hatte. „Man kann oft nicht sagen, wie lange ein Rettungsboot auf dem Wasser treibt und wo es an Land kommt. Und ob es Christa überhaupt möglich ist, Nachricht zu geben." Madien ließ, während er sprach, keinen Blick von seinem Gesicht. Sie hatte ihn eigentlich nie so eingehend betrachtet. Seine Augen waren schön, — auch fein Mund, — sie schloß die Lider und rundete die Lippen. Während sie den Kopf etwas gegea die Lehne drückte, liebkoste sie ihn in Gedanken. Als sie wieder aufblitfte, sah sie sich von ihm beobachtet. Sie wurde ein Nein bißchen rot und lächelkch an ihm vorüber. Wenn Christa tot wäre? (Eine innerliche Scham ließ ihre Wangen noch dunNer auf- glühen. Ich neide ihr das Sein nicht! Nein! Neins —verteidigte sie sich vor sich selbst. — Dann kam es wieder. „Wenn Christa tot wäre? —" „Hast du Fieber?" sorgte sich die Geheimrätin. Jetzt, wo sie solche Angst um ihre älteste Tochter trug, erwachte auch die Sorge um die Jüngere. -®d), Festliche, wenn du doch Ohne weiteres streckte Madlen dem DoNor die Rechte hinüber. Er befühlte den Puls und trotzdem er sich in solch ungeheurer (Erregung befand, zählte er doch die Schläge richtig. „Normal", sagte er und gab sie wieder frei „Wo glaubst du, Papa, daß man am ersten Nachricht herbekommen tonnte9 Sichere Nachricht meine ich." „Nirgends", sagte Wellenberg und hielt das Ge- sicht tief auf die Brust gesenkt. „Man kann also nichts tun, als warten", erregte sich die Geheimrätin. „Nichts als warten, nein." Sie sahen sich an und ließen die Blicke wieder voneinander abirren. „Weiß Rolf schon?" fragte Grude, hob sich aus dem Sofa und strich der Schwiegermutter leicht über das gewellte Haar. Sie faßte nach feiner Hand und legte ihre Wange darüber, die von Tränen überriefelt war. „Du mußt dich fassen, Mama. Es sind erst zwei läge. Da braucht man noch nicht alle Hoffnung aufzugeben. Ich mochte jetzt mit Rolf sprechen. Kann ich anrufen, ob er zu Hause ist?" „Gestern war er noch nicht da." Zu Madien gewandt, gebot er: „Frage einmal im Sanatorium an, ob Rolf schon von seinem Urlaub zurück ist." Der Apparat stand im Nebenzimmer. Man konnte jedes Wort hören, welches das junge Mädchen sprach. „Also ja! — (Eben bei einer Operation, — Danke! Mein Bruder möchte anrufen, wenn er Zeit dazu findet!" Aus den Mienen der anderen erkannte sie, daß man alles mit angehört hatte. „Das Beste ist, ich fahre yleich selbst zu ihm" sprach Grude. „Kommst du mit. Dick?" Montrey verneinte. Er wollte zuerst noch Auskunft bei einer Reederei holen. Vielleicht liege auch von Hamstead schon eine Nachricht vor. „War Christa mit ihm in einem Boot?" frug Grude. Montrey schüttelte erst den Kopf und dann hob er die Achseln. Er begriff den Freund nicht ganz. ,Zch weiß nicht, wie du dir das vorstellst!" sagte er. „9n , solchen- Fällen kommen natürlich erst die Frauen und die Kinder. Und dann zuletzt, wenn diese alle untergebracht sind, die männlichen Pasiagiere und die Besatzung/ (Fortsetzung folgt.) tOlo-a$a der vornehme Schuh Io dem Sie -Ich vom er. eferi Tage an wohlfOMen deutsche Wertarbeit, FllRIpiHpndpn s,eht ledenelt besondere eingebildetefech- I UMIÜIUOIIUCII hund|ge Bedienung kostenlos zur Verfügung Modem« 6716D Damen-Handtaschen la Saffianleder........von Mk. 3 — an la Rindleder..........von Mk. 4.— an Einkaufstaschen la Rindleder, Größe 28 . .von Mk. 3.B0 an Koffer la Rindleder, la Seidenfutter Größe !«.........Mk. 6.50 Größe 39.........Mk. 7.50 Größe 42....... .Mk. 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