Nr irb srühauSsabe 185. Jahrgang Montag, 51. Juli 1955 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Annahme von Bnjetgtn für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrist 20", mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Vrvck und Verlag: vrühl'fche UNiversttül5-vllch. Hhö Steinöruderei R. Lange in Sichen. Schristleitnng und Seschäftrstelle: Zchnfftrahe 7. Lrfchelnt tügUch, autza Sonntags und Feiertags Beilagen; The Illustriert, Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Monals-Sezngsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. $emfpred)anfd)lüfle anterSammelnummer22SI. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger riehen. Deutschlands Glückwünsche an Mussolini. Berlin, 29. 3uli. (WTD.) Reichskanzler 2ldolf Hitler hat an Seine Exzellenz Herrn Ministerpräsidenten Mussolini das folgende Telegramm gerichtet: »Euer Exzellenz bitte ich, heute meine herzlichsten Glückwünsche entgegennehmen zu wollen. Das ganze deutsche Volk ermißt an diesem Tage dankbar die großen Verdi e n st e, die Euer Exzellenz sich durch Ihre bewunderungswürdige Tätigkeit um die F e st i - gung des europäischen Friedens erworben haben. Möge Sie die Vorsehung auch in Zukunft Ihrer hohen Mission erhalten. Adolf Hitler.- Der Preußische 'Ministerpräsident Göring hat an den italienischen Regierungschef Mussolini folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Ew. Exzellenz spreche ich zum 50. Geburtstage meine herzlichsten Glückwünsche aus und verbinde hiermit den aufrichtigen Wunsch, daß Ihrem Lande noch viele Jahr der Segen Ihrer genialen Führung beschert sein möge. Ich darf zugleich meiner festen Zuversicht Ausdruck geben, daß in der geistigen Verbundenheit des Faschismus und des Rationalsozialismus, sowie in der Sympathie ihrer Führer die beste Sicherheit gegeben ist für die Freiheit und Wohlfahrt unserer Länder zum Vesten des Aufbaues aller Völker. In aufrichtiger Verehrung Ministerpräsident G ö r i n g.“ EineHaagerZwischenentscheidung Haag, 29. Juli. (WTB.) Der Ständige Internationale Gerichtshof hat heute vormittag in öffentlicher Sitzung seine Entscheidung in dem am 3. Juli anhängig gemachten Vorverfahren im deutsch-polnischen Streitfall wegen der Agrarbeschwerden der deutschen Minderheit in Posen und Pom» m ereilen bekanntgegeben. Mit acht gegen vier Stimmen hat der Gerichtshof den deutschen Antrag aus Erlaß einer einstweiligen Derfü- gung des status quo abgelehnt. _ Der Gerichtshof begründete feine ablehnende Stellungnahme damit, daß der Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung sich im Rahmen der Klage halten müsse. Im vorliegenden Falle gehe aber der deutsche Antrag zum Teil über die Klage hinaus, indem die deutsche Regierung gefordert habe, daß Polen nicht nur von der Durchführung der in der Klage erwähnten, Enteignungen absehen müßte, sondern sich überhaupt jeglicher Enteignung zu enthalten hätte. * Von zuständiger Stelle wird dazu bemerkt, daß es sich, wie aus der vorstehenden Meldung hervor- geht, um eine prozessuale Zwischenent- scheidung handelt, die den endgültigen Ausgang des vor dem Ständigen Internationalen Gerichtshof schwebenden Prozesses in keiner Weise präjudiziert. Die Entziehung der deutschen Staatsangehörigkeit. Berlin, 29. Juli. (Vdz.) Wie das Vdz.-Bureau meldet, hat der Reichsinnenminister nunmehr Durchführungsbestimmungen zu dem Gesetz über denWiderrufvonEinbürgerunaen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit erlassen, und zwar im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Reichsfinanzministerium. Danach wird die Frage, ob eine Einbürgerung als nicht erwünscht anzusehen ist, nach völkisch-nationalen Grundsätzen beurteilt. Im Vordergrund stehen die rassischen, staatsbürgerlichen und kulturellen Gesichtspunkte für eine den Belangen von Reich und Volk zuträgliche Vermehrung der deutschen Bevölkerung durch Einbürgerung. lat- achcn aus der Zeit vor der Einbürgerung sind ebenso zu berücksichtigen wie solche, die in die Zeit nach der Einbürgerung fallen. Danach, so bestimmt die Durchführungsverordnung, kommen für den Widerruf der Einbürgerung insbefon- dere in Betracht O st j u b e n , soweit sie nicht auf deutscher Seite im Weltkrieg an der Front gekämpft, oder sich um die deutschen Belange besonders verdient gemacht haben, und ferner Personen, die sich eines schweren Vergehens oder eines 8 erbrechens schuldig gemacht, oder sich sonstwie in einer dem Wohl von StaatundVolk abträglichen Weise verhalten haben. Der Widerruf soll im allgemeinen nicht ausgesprochen werden gegenüber solchen Eingebürgerten, he vor dem 9. November 1918 die deutsche Staats- üngehörigkeit besaßen und sie auf Grund des Ver- ftiller Diktats verloren haben. Die Gründe für den Widerruf werden nicht mitgeteilt. Der Widerruf lann auch nicht mit Rechtsmitteln angefochten werden. Sehr bebeutfam ist noch, daß als ein b e r Sreuepflidjt gegen Reich und Volk widersprechendes Verhalten angesehen wird, wenn ein Deutscher der feindseligen Propaganda gegen Deutschland Vorschub geleistet oder das deutsche Ansehen oder die Maßnahmen der nationalen Regie- rung herabzuwürdigen gesucht hat. Deutsche, die also Oreuelpropaganba getrieben haben, haben mit der Aberkennung der Staatsangehörigkeit ju rechnen. Lieber Geld und Besitz zu idealeren Reichtümern. Oer Führer und Kanzler Adolf Hitler spricht in Stuttgart zu den Turnern. Stuttgart, 30. Juli. (TU.) Seinen Höhepunkt und Ausklang erreichte heute abend das 1 5. D e u t- f ch e Turnfest — über dessen turnsportlichen Verlauf wir heute im Sportteil berichten — mit einer Ansprache des Reichskanzlers Adolf Hitler. Wieder hatten sich Hunderttausende auf der (Lann- ftatter Festwiese eingefunben, unb mit ihnen nahmen Millionen Deutscher innerhalb unb außerhalb der Reichsgrenzen an den Lautsprechern an diesem wirklichen deutschen Volksfest teil. Der Reichskanzler mar, von überwältigen- dem Beifall empfangen, schon am Nachmittag aus Bayreuth zu den Turnern gekommen. Die jubelnde Menge durchbrach die Absperrungen. Immer wieder ertönten die stürmischen Heilrufe, und währenddem begab sich der Kanzler zur Ehrenloae, wo er den Vizekanzler von Papen und die Reichs- minifter Dr. Goebbels und Frhr. o. Neurath begrüßte. Nach kurzen Ansprachen des Oberturnmarts 61 a e b i n g zur Siegerehrung unb bes Führers der Deutschen Turnerschaft v. Tschammer- 0 ft e n, der ein Gelöbnis für die Zukunft abgab, sprach Reichskanzler Adolf Hitler. Der Führer sagte in feiner mit riesigem Beifall aufgenommenen Rede u. a. Deutsche Turner unb Turnerinnen! Es ist für mich eine stolzeFreube, Sie zum ersten Mal begrüßen zu können. Wer so, mie mir, ein st a r k e s Reich ersehnt, muß an einem ft arten Geschlechte hängen. Was mürbe bie Form bedeuten, roenn nicht der Inhalt das mefentliche wäre: Schein ohne mirkliches Sein! Wer mill von einem Staat mehr an Kraft ermüden, als feine Bürger an Straft besitzen. Es mar das Verdienst des Vaters der deutschen Turnkunst, in einer Heit unklarer staatlicher Auffassungen die Bedeutung der körperlichen Tüchtigkeit erkannt zu haben. Die praktische Dermirk- lichung, die ßubroig Jahn diesem Gedanken gab. führte au einer auch heute vielleicht noch nicht in ihren Ausmaßen vollkommen gemürdigten mahrhaft ummälzenden Entmicklung. Das sogenannte geistige Zeitalter liberal! st ischer Prägung mar in seinem Halbwissen unb seiner Halbkultur auf bem besten Wege, ein burch unb durch krankes Menschengeschlecht heranzuzüchten. Die Ueberschähung eines vermeintlichen wissens unb bie damit verbundene Abkehr von der körperlichen Betätigung führte nicht nur zu einer Mißachtung der körperlichen Gestalt unb Kraft, sondern am Ende sogar zu einer Mißachtung der körperlichen Arbeit. Es ist kein Zweifel, daß dieses Zeitalter von kranken Menschen propagiert unb verteibigt am Ende au einer allgemeinen Erkrankung ber Menschen führen mußte, und zwar nicht nur zu einer körperlichen, sondern auch zu einer geistigen. Denn indem der Mensch körperliche Kraft und Gesundheit mißachtet, ist er bereits das Opfer einer auch geistigen Verbildung geworden. Don den die Regel bestätigenden Ausnahmen abgesehen wirb auf die Dauer ein wirklich gerader und vernünf- tiger (Seift nur in kraftvollen gesunden Körpern wohnen. Das Leben wird nicht durch Schwache gewonnen, sondern durch starke Männer. Wer von uns könnte sich die körperliche Verteidigung einer Nation vorstellen, die der m u s t e I - stählenden Arbeit überwiegend entzogen, ohne leibliche Hebungen aufwachsen würde? Wenn wir heute wieder ein Schönheitsideal kennen, das uns das verständnisvolle Auge öffnet, bann nur, weil ein großer Deu t sch er im Turnen uns einen Weg wies, das Gleichgewicht zwischen Gei st und Körper wiederherzustellen. Niemals würde aus Vater Zahn diese gewaltige und in ihren weiteren Abarten die ganze Welt erfüllende Bewegung gewor- den sein, wenn nicht trotz aller Widerstände geistiger Schwächlinge die Natur selbst durch sie die Menschen dem hätte zustimmen lassen. Wenn auch die praktische Auswirkung sich auf zahlreiche Gebiete erstreckt unb bie verschiebensten Formen wählte, so ist es für uns Deutsche bod) eine stolze Genugtuung, baß die mit Jahns Auffassungen am engsten verbundenen Verbände auch heute noch die gewaltigste Bekundung dieser umwälzenden Art sind. (Lebafter Beifall.) Allein nicht nur kör- perlid) ist die Bedeutung dieser Entwicklung für unser Volk kaum abzufchätzen, sondern auch g e i - st i g. Nur wer die Gewalt des Ideals an sich nicht versteht oder leugnet, kann die Bedeutung einer Betätigung verkennen, die Millionen Menschen aus freiem Willen zu mühevollen Leistungen führt, denen jeder persönliche und materielle Gewinn versagt ist. Wenn aber jemals im Dolkerleben das höchste Ideal zu gewaltigster R e a • lität wird, dann in diesem Fall. Denn was Millionen Menschen ohne eigenen Gewinn durch Arbeit unb Mühe an Kraft gewinnen, legen sie in bie Waagschale aller. Die körperliche Lrtüchttgung des einzelnen Mannes unb der einzelnen Frau führt zur körperlichen Kraft und Gesundheit der Ration. Das gerade und gesunde Volk aber wird auch geistig nie den Irrtümern unterliegen, denen das einseitig überlastete Gehirn nur zu leicht verfällt. Geistige Völker ohne Mut und Kraft werden stets au Hauslehrern der gesunderen Rassen degradiert. Ihre interessanten Schreibarbeiten sind ein schlechter Ersatz für das verlorene Recht zum Leben, das die Nattir immer nur in der Kraft der Lebensbehaup- tung gibt. Da die Masse eines Volkes aber nicht aus überzüchteten Denkern, sondern aus gesunden, natürlichen Menschen besteht, fußt die Kraft ihrer Selbstbehauptung nicht so sehr in geistigen Erkennt- Nissen als im Gefühl der natürlichen Kraft unb ber baraus refultierenben Stärke bes Glaubens an diese und damit einer selbstbewußten Zuversicht. Daß die deutsche lurnerei in den langen Jahrzehnten einer liberalistischen geistigen Mißbildung aus lieferen Gesehen, vielleicht selbst unbewußt in der Schule schon und nach ihr im freien verband, die körperliche Kraft der Ration stählte, hat sie zu einem gewaltigen Faktor der Erhaltung unseres Volkes erhoben. 3n einer Zeit, da das Volk wieder in den Mittelpunkt bes staatlichen Geschehens unb Strebens tritt, kann die Führung des Staates unb bamit ber Ration nicht anders, als in liefet Dankbarkeit der Einrichtungen gedenken, bie mithalfev, bie kostbarste Substanz zu bewahren, bie ber Staat zu verwalten hat: Leib unb Blut ber Lebens- genoffen des rigenen Volkes. Wie groß aber die Bedeutung dieser Ideale zu werten ist, können uns diese Tage zeigen. Es ist ein glückliches Wissen, daß uns Deutsche in der Welt nicht nur das Blut, sondern auch die Kraft zusammenhält. Als Kanzler des deutschen Volkes und Reiches bewegt es mich freudig und stolz, in dieser wunderschönen Hauptstadt des Schwabenlandes deutsche Männer und Frauen begrüßen zu können, die als b e st e Repräsentanten der Lebenskraft unser es Volkes anzusprechen sind. Sie kommen von überall her, wo es Deutsche gibt. Sie verkünden als Angehörige alt unserer Stämme uns die Einheit der deutschen Ration. Rehmen Sie aber auch von hier zurück und hinaus in das Leben und hinaus in die Fremde die Heber» zeugung derHnzerstörbarkeitdesDeut- schen Reiches (lebh. ‘Beifall), das nicht Theorien geweiht ist, sondern der Erhaltung unseres Volkes (wiederholter anhaltender Beifall) und nehmen Sie vor allem eine Heberzeugung mit: 3m Dritten Reich gilt nicht nur bas Missen. sondern auch bie Kraft. (Stürmischer Beifall.) Höchstes 3beal ist uns ber Menschentypus der Zukunft, in dem der strahlende Geist sich findet im herrlichen Körper, auf daß die Menschen über Geld und Besitz den Weg zu idealeren Reichtümern finden. (Wiederholter stürmischer Beifall ) Ich will nicht von Ihnen scheiden, ohne daß ich Sic alle bitte, eine Minute lang des Mannes zu gedenken, der einst verkannt, verspottet und verfolgt, doch Vater war einer umwälzenden Bewegung und dem wir auch dieses wunderbare Fest der deutschen Kraft verdanken: Ludwig Jahn. Rach einer Pause von einer Minute, in der die Menge stillschweigend des Turnvaters gedachte, schloß der Reichskanzler mit den Worten: Und nun grüße ich Sie, indem ich Deutschland grüße: Deutschland heil! Die vielhunderttausendköpsige Menge stimmte begeistert in die Heilrufe ein. Hindenburgs Gruß cm die DT. Stuttgart, 29. Juli. (TH.) Reichspräsident v. Hindenburg hat auf ein Huldigungstelegramm der Deutschen Turnerschaft anläßlich des Deutschen Turnfestes mit folgendem Telegramm geantwortet: „Den zum Deutschen Turnfest vereinten Turnern und Turnerinnen aller deutschen Gaue und des Auslandes danke ich herzlich für das freundliche Meingedenken und für das Gelöbnis, ihre ganze Kraft in den Dienst unseres geliebten Vaterlandes zu stellen. Ich erwidere Ihre Grüße mit dem Wunsche, daß Ihr Zusammensein den Gedanken der Schicksalsverbundenhcit aller Deutschen fördern und damit Deutschlands Wiederaufstieg dienen möge.“ Gesunde Seele-gesunder Körper. Minister Or. Goebbels spricht für die Reichsregierung, ,d:e Kraft nicht fürchtet, die Kraft toill*. Bei einer im Rahmen des Deutschen Turnfestes am Samstag veranstalteten nationalen Feierstunde hielt Reichspropagandaminister Or. Goebbels an die Turner und Turnerinnen eine Ansprache. Er führte u. a. aus: Deutsche Männer und Frauen! Turner und Turnerinnen aus allen deutschen Gauen und jenseits unserer Grenzen! Es ist ein eigentümliches Gefühl, wenn man in vier bis fünf Autostunden aus dem stillen Muse- frieden der Wagnerstadt Bayreuth in das bunte Gewimmel der württembergischen Landeshauptstadt kommt. Drüben die klarste und heroischste Darstellung deutscher Seele und deutscher Kultur — hier die machtvollste Demonstration deutscher Kraft und deutscher Einigkeit — beides insgesamt ein leuchtendes Beispiel der unerschöpflichen Vielgestaltigkeit deutschen Lebens, deutschen Wirkens und deutscher Schöpferkraft. So geschwächt unb so erkrankt wir an unserer körperlichen Kraft aus bem furchtbaren Wettringen zurückkamen — furchtbarer noch war bie seelische Krankheit, bie mit bem 9. Rooem- ber 1918 über unser Volk hereinbrach, bie bie Gemüter unb bie Geister unb bie Herzen vergiftete, bie bie Klassen unb bie Stäube unb bie Konfessionen aufspaltele unb bie ganze Ration zu einem Tummelplatz machte für bie geistigen Experimentierkunstslücke einer lanb-, art- unb nafionfremben Rasse. Aber zur gleichen Zeit erhob auch roieber ber unsterbliche beutsche Lebenswille sich aus Rot unb Gefahr. Darüber waren wir uns von allem Anfang an klar: Der Körper wirb nur gefunben können, wenn bie Seele roieber gefunb ist. Drüben in Bayreuth wirkte der unsterbliche Meister deutscher Musik und wurde von seiner Zeit nicht verstanden. Er war es, der das Wort prägte: „Deutschfein heißt eine Sache um ihrer selb st willen tun!“ Meine Turner und Turnerinnen, auch am Anfang Ihrer Bewegung stand ein Mann, den man au feiner Zeit nicht verstand, nicht verstehen wollte und nicht verstehen konnte: der Turnvater Jahn, den man — furchtbare Parallele zu den Erfahrungen, die wir selbst in der jüngsten Vergangenheit machten — in die Gefängnisse steckte, weil er seinem Volk den unsterblichen Impuls seines Lebens einhauchen wollte. Cs war die Sehnsucht des Meisters von Bayreuth nach dem einigen Volk, dem er die göttlichen Gaben seiner Kunst zu Füßen legen wollte, und es war die unerfüllte Sehnsucht Ihres Turnvaters Jahn. dieKrastderdeutschcnRationzusam- menAuballen, um sie dem deutschen Schöp- fergeift dienstbar zu machen. Beider Männer Sehnsucht blieb unerfüllt. Hätte ihre Zeit sie verstanden, dann schritten wir heute an der Spitze aller Weltvölker, wir wären die Ration der Rationen. Richt mehr stehen sich in Deutschland gegenüber Geist und Kraft, nicht mehr Proletarier und Bürger, nicht mehr klafft zroischen den deutschen Stämmen die Mainlinie, nicht mehr anlroortet ein Deutscher, roenn man ihn fragt, roas er fei, Bürger oder Proletarier oder Katholik oder Pro- teslant, sondern diese Frage wird heute zum erstenmal in unserer 2000jährigen Geschichte von 66 Millionen beanlroorlef mit einem Sah: wir find Deutsche! (Stürmischer Beisall.) Ich habe den Auftrag, Ihnen den Gruß der Reichsregierung zu entbieten. Die Reichsregierung bekennt sich zu Euch, wie Ihr euch zu ihr bekennt. Die Reichsregierung sieht in Euerem machtvollen Aufmarsch eine Demonstration deutscher Kraft und deutschen Lebenswillens. Hnd siehr in Euerer stolzen Vergangenheit eine sort- laufende und nie zerreißende Kette von Solidarität und Kameradschaftsbe» w u ß t f e i n. Das Gefühl der Kameradschaft, das Gefühl der Solidarität, das Gefühl der Schick- falsgemeinfchaft, cs ist in unseren Braunen Kolonnen so zu Hause gewesen, wie cs in Eueren marschierenden Gliedern zu Hause ist. 3eht wissen £fte, daß an der Spitze des Reiches eine Regierung fleht, die Kraft nicht fürchtet, bie Kraft will, die Kraft motorisiert, die Kraft einfeht für den Aufbau unseres Reiches. Die Welt versteht uns noch nicht: vielleicht auch kann sie uns nicht verstehen! Ihr, die Ihr von jenseits der Grenze zu uns gekommen seid, Ihr wißt ein Lied davon zu fingen, wie verständnislos, manchmal feindlich die Welt der Hmwälzung in Deutschland gegenübersteht. Ich aber fage Euch, laßt den Mut nicht s i n f e n. Cs sind noch keine sechs Monate her, da stand man uns auch in Deutschland noch feindlich gegenüber. Dieses glühende Deutschland wird and) bald den eisigen Boykott sprengen, den die Welt um uns zu legen versucht. Darin allerdings unterscheiden wir uns von den Regierungen, die uns voran» gingen. Wir sind nicht der törichten Hoffnung, daß die Welt uns helfen könne, oder daß die Welt uns helfen wollte. Wir gehen deshalb auch nicht mit unserem Elend und mit unserer Not in der Welt hausieren, betteln nicht um Kredite und um Almosen. wir wollen mit unserer Not selbst fertig werden. Wir haben die Absicht, unsere Arme zu rühren und unsere Geister anzuspannen und die krasl- ffröme des Landes zu einer einzigen Energie- ballung zujammenzuwerfen. Wir haben die Absicht, die weit durch unsere Leistungen zu überzeugen. Diese Regierung wird mit eiserner Faust das Pro- blcin der Arbeitslosigkeit anfassen, wird dieses Problem zum Zeniralproblem des ganzen deutschen Lebens machen. Sechs Monate rütteln wir an den Fundamenten dieser Trutzburg Not, und in sechs Monaten ist es uns schon gelungen, zwei Millionen Menschen wieder arbeit zu geben und sie damit auch wieder glücklich zu machen. Wir haben der Zwietracht denDolch mitten ins Herz hineingestohen, wir haben aus den Klassen und Ständen und Konfessionen wieder e i n Volk geschmiedet, und ich glaube, es ist deshalb nicht überheblich, wenn ich Sie bitte, in dieser feierlichen Nachtstunde Ihre Gedanken hinüberwandern zu lassen nach Bayreuth zu jenem Mann, der dieses historische Werk vollbrachte, der uns wieder zur Nolkwerdung zurückführte und der uns den Weg zeigte zu neuer deutscher Kraft und neuer deutscher Ehre. Das ist nötig, wenn wir vor der Welt bestehen wollen. Seien wir glücklich darüber, daß wir diese Zeit erleben dürfen, und freuen Sie sich, meine Männer und Frauen, daß Sie unter diesem Nachthimmel sich heute zum erstenmal wieder zusammenfinden können nach dem Krieg mit dem Bewußtsein: Die ketten beginnen zu fallen! Die Schmach weicht! wir erheben uns stärker und größer denn jemals zuvor. Ich weiß es: Vielfach ist noch Not und Hunger zu Gast, aber diese Regierung hat alles getan, was menschenmöglich war, um die Not zu lindern, oder ganz zu beseitigen. Und deshalb habe ich als Vertreter dieser Regierung auch das Recht, von Ihnen zu fordern: «N i ch t verzweifeln! Kampfentschlossen her zu uns! Wieder flattert über dem Reich eine stolze Fahne. Wieder ist das Reich in seinem Willen geeint. Reiht Euch ein, denn wir Marschieren in die Zukunft hinein! Und so senden wir aus dieser mitternächtlichen Stunde unseren Gruß nach Neudeck an den großen greisen Sachverwalter der deutschen Nation, so senden wir unseren Gruß nach Bayreuth an den strahlenden Fahnenträger des deutschen Volkes. So sehen wir in diesen beiden Männern unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft und bringen unsere Sehnsucht nach dem freien Reich und unseren Glauben an die Ehre und Größe unseres Volkes ;um Ausdruck, indem wir rufen: Das Reich, sein Schirmherr, der Generalfeldmarschall und Reichspräsident, sein Bannerträger, der Kanzler des Volks: Sieg heil! Die Riesen-Versammlung stimmte in das aus- aebrachte dreifache Sieg-Heil begeistert ein. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die feierliche Kundgebung. Der Verlauf -er nationalen Feierstunde. Eine nationale Feier stunde, wie die vom Samstag auf dem Deutschen Turnfest hat Stuttgart, wie noch keine deutsche Stadt gesehen. 3 5 0 0 0 0 Teilnehmer dieser Weiheft u n d e, neben 150 000 Turnern und Turnerinnen 200 000 Zuschauer. Tausende von Fahnen flatterten im Abendwind. Schon um 20 Uhr waren sämtliche Tribünen besetzt, aber immer noch kamen Menschen an. Zunächst zogen die Turnerinnen, Peter Rosegger. Don Herbert Johannes Gieseler. Am 31. Juli würde der während des Weli- krieges verstorbene steirische Volksdichter Peter Rosegger 90 Jahre alt geworden sein. Wenn wir heute Peter Roseggers 90. Ge- durtstaa besonders feierlich begehen, so geschieht das nicht allein aus Achtung und Verehrung für den großen Dichter der steirischen Waldheimat. Es gilt vor allem dem großen Menschen Rosegger und dem aufrechten Deutschen, der sich als Kämpfer für Recht uno sitte oft die halbe Well zu Feinden gemacht hat. Er war es, dem die Heimat den Ruhm vom harten arbeitsamen Oesterreicher zu verdanken hat. Dem Oesterreicher, der nicht als fescher Mädchenheld in den Tonfilmen gezeigt wird, der vielmehr mit Sense und Spieß auf dem Berg Jsec gegen den mächtigen Franzosenkaiser mit seinem Blut den heiligen Heimatboden verteidigt hat. Rosegger ist im Mürztal geboren, jenem breiten, fruchtbaren Tal, in das der Reisende zuerst gelangt, wenn er von Wien kommend auf dem Semmering die grüne Steiermark betritt. Damals gäbe in öiefem Murztal noch keine Eisenindustrie mit dröh- nenden Fabrikhallen und rußigen, fluchenden Gesellen. Damals rauschte die grünschäumende Mür; ein echtes Hochgebirgswasser, und die schweren jzuhrwagen der Holzknechte knarrten talabwärts. Damals waren die Bauern noch kleine Herren auf ihren stattlichen Höfen, den ganzen Alpenhana hinauf. Drei Gehstunden von Krieglach im Dorfe Alpl aus der Fischbacher Alpe ist der Dichter am 31. Juli 1843 als Sohn des freien Bauern Lorenz Rosegger als erstes von sieben Kindern geboren. Seine Mutter war eine einfache Köhlerstochter aus einem wellvergeffenen Waldwinkel in den Bergen Aber sie war ein großer Mensch mit einem edlen Herzen und lauterem Gemüt. „Meine Mutter hatte nichts als Liebe", bekennt der Dichter in seinen Schriften „und was gut an mir ist, habe ich alles von ihr/' Durch Zufall lernte der kleine Peter bei einem Wanderlehrer Lesen und Schreiben und damit war die wahre Leidenschaft für Bücher in ihm geweckt. Wo er ein Buch erhaschen konnte, ob es ein Bauernkalender oder eine Rittergeschichte war, ob fromme Schriften oder Märchen, alles wurde verschlungen. Einmal tauschte er sogar ein schwarzes Lämmchen gegen die Geschichte von der Landgräfin Genoveva ein. — Dazwischen mußte er auch beim Bauernhandwerk mittun, mußte jahrelang die väterliche gefolgt von den Jugendturnern und Turnerinnen in die Festwiese ein unter dem Trommelwirbel der Turnerkapellen. 50 Säulen zu je 300 Viererreihen. Annähernd 5000 Turnerfahnen wurden hereingebracht, stürmisch begrüßt von den Zuschauern. Der Beifallssturm war geradezu gigantisch. Inzwischen waren auch Tausende von Fackelträgern ausmarschiert, die die gesamte Festwiese umsäumen. Die Feierstunde begann um 21.30 Uhr mit dem Gesang des Liedes „Turner auf zum Streite". Dann sprach Direktor Dr. N e u e n d o r f f. Die Turnerschaft sei eine nationale Gesinnungsgemein- schast, wie sie Turnvater Jahn gewollt habe. Sodann sprach der Reichssportführer und Führer der DI. von Tschammer - Osten. Er leitete feine Ansprache mit der Mitteilung ein, daß er dem Reichspräsidenten v. Hindenburg namens der DT. ein Treuegelöbnis entboten habe, auf das der Reichspräsident soeben geantwortet habe. Das Telegramm wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Mit dem Appell an die Zukunft unseres Vaterlandes zu denken, verband er einen besonderen Gruß an die Turner aus dem Auslande. Er versicherte, daß wir mit ihnen auf ewig und ungeteilt verbunden bleiben. Nachdem er den Vertretern von Reich und Ländern Grüße entboten hatte, ergriff Dr. Goebbels das Wort, der riesigen Beifall fand. Hitlers Abschied von Bayreuth Bayreuth, 30. Juli. (TU.) Hunderte von Menschen umsäumten am Samstagabend den Park der Nilla Wahnfried, wo zu Ehren des scheidendenNeichskanzlers eine schlichte Abschiedsfeier stattfand. Leider konnte die Beranstaltung nicht, wie vorgesehen, als Gartenfest in dem mit tausend Lampions geschmückten Park durchgeführt werden, sondern mutzte wegen des einsetzenden starken Gewitters im Hause Wahnfried stattfinden. 2ln der Feier nahmen außer dem Reichskanzler und seinem Gefolge auch die führenden Persönlichkeiten des Bayreuther Festspiellebens teil. 2lm Sonntagvormittag besuchte der Reichskanzler mit seinem Stabe die Gräber Richard, Cosima und Siegfried Wagners im Garten der Villa Wahnfried und den Stadtfriedhof und legte dort Blumengebinde mit schwarzweitzroten Schleifen, die den Namen des Reichskanzlers trugen, nieder. Hierauf verlieh der Kanzler die Stadt. Zahlreiche schwere Lnwetterlaiastrophen Fünf Todesopfer in Sachsen. Heber der berüchtigten Ecke, die zwischen Dresden und der Sächsischen Schwei; den Ausläufern des Osterzgebirges vorgelagert ist und Im Jahre 1927 der Schauplatz grauenhafter Verwüstung war, entlud sich am Samstag kurz nach 17 Uhr ein schweres Unwetter, das namentlich in Pirna und Heidenau großen Schaden anrichtete. Durch einen mächtigen Orkan wurden Bäume in großer Zahl ent- wurzelt, die Getreidehaufen von den Feldern bis in die Elbe gefegt, Dächer abgedeckt, ein Personendampfer der Sächsisch-böhmischen Dampfschiffahrtsgesellschaft auf die Seite gelegt. Unter den einstürzenden Dächern wurden drei perfouen erschlagen. von Dresden aus wurden die Technische Nothilfe und SA.-Mannschasten eingesetzt, denen es gelang, bis 23 Uhr die Hauptverkehrsstraßen von den Hindernissen wieder frei zu machen. Der entstandene Schaden, der zunächst nicht geschäht werden kann, ist außerordentlich groß. Die Nachrichten aus dem Unwettergebiet laufen nur spärlich ein, da die Telefonverbindungen vielfach unterbrochen sind. Soweit sich bisher übersehen läßt, werden die Verwüstungen, die das Unwetter vor allem in Pirna angerichtet hat, noch tagelange Aufräumungsarbeiten notwendig machen. Im Pirnaer Krankenhaus liegt ein Schwerverletzter, der Arbeiter Gerhard Eichler, an dessen Aufkommen gezweifelt wird, außerdem wurden noch zwölf Leichtverletzte eingeliefert. Bei den drei Personen, die durch einstürzende Dächer erschlagen wurden, handelt es sich um den Inhaber einer Vulkanisieranstalt namens Pavel (Heidenau), den Glasschneider Willi Gebhardt und den Arbeiter Paul Johns. Das Unwetter, das gegen 17 Uhr ausbrach, dauerte nicht länger als 15 Minuten. Als es am stärksten losbrach, wurde das ganze Gebiet stockdunkel, nur durch zuckende Blitze erhellt. Auf der Pirnaer Vogelwiese wurde ein Wohnwagen umgemorfen, der eine sechsköpfige Familie unter sich begrub. Wie durch ein Wunder kamen alle sechs Personen ohne schwere Verletzungen davon. Die sich am linken Elbufer oberhalb Pirnas hinziehenden Wälder bieten mit ihren in die Höhe ragenden Baumstümpfen ein trostloses Bild. Wie erst jetzt bekannt wird, hat das Unwetter in der Sächsischen Schweiz fünf lot e gefordert. Die 17jährige Tochter des Gutsbesitzers Weierich in Maxen wurde von einer umstürzenden Mauer tödlich getroffen. Der Gärtnereibesitzer Platz erhängte sich aus Gram über die Verwüstung seines Grundstückes. Das Unwetter hat sich nicht nur auf das Elb- sandsteingebirge beschränkt, sondern auch die nördlichen an die Sächsische Schweiz angrenzenden Teile der Lausitz heimgesucht. Auch hier ist der Ernte- und Obstschaden sehr erheblich. Schwere Ernteschäden im Erzgebirge. Das schwere Unwetter, das am Freitagabend über dem Erzgebirge niederging, hat groben Schaden angerichtet. Die Ernte istfastganz vernichtet. Hagelschlag zertrümmerte zahlreiche Fensterscheiben. Der Hagel lag stellenweise so dicht, dah die Gegend wie eine Winterlandschaft aussah Die Verkehrswege sind durch Wolkenbrüche teilweise unpassierbar geworden. Auch die Waldungen wurden stark verwüstet. Der Fernsprechverkehr erlitt beträchtliche Störungen. Vielfach wurden Dächer abgedeckt. Die Feuerwehr und SA. leistete an gefährlichen Stellen Hilfe. Anwetierkaiastrophe in Oberschiesien. Am Samstag ging über den Ortschaften Ros- mierka, Rosmierz und Orschek im Kreise Groß- Strelitz ein Unwetter nieder, wie es seit Men- schenge-denken nicht erlebt worden ist. Gegen 17 Uhr brach, wie u. a. die Pressestelle der Landwirtschaftskammer Oppeln mitteilt, ein Unwetter los, das orkanartig mit einem starken Hagel eine halbe Stunde wütete und unermeßlichen Schaden besonders im Dorfe und in der Gemeinde Rosmierka anrichtete. In Rosmierka ist auf der ganzen Westseite der Häuser nicht eine einzige Scheibe ganz geblieben und durch Doppelfenster schlugen die e i ergraben Hagel stücke bis tief in die Zimmer hinein. Auf dem Dominium, das am meisten unter dem Unwetter gelitten hat, wurden Dächer viele Meter weit fortgeschleudert oder die im ganzen Dorfe von dem Orkan zum mindesten zerrissen und die oberen Schichten vom Hagel entzweigehämmert. Mauern sind eingestürzt und viele Schornsteine um- geroorfen. Dorf und Straße sehen aus, als wenn die Kriegsfurie darüber gegangen wäre. Die Gänse, die auf dem Felde weideten, wurden von dem Hagel erschlagen oder so verletzt, daß sie notgeschlachtet werden mußten. Die Roggengarben in Hocken wurden fortgeschleudert. Die Körner liegen ausgedroschen darunter. Weizen, Gerste und Hafer, die noch auf den Halmen standen, sind au Boden gebeugt und völlig ausgedroschen. Von den Kartoffeln ragen nur noch einige blattlose Stengel aus dem Boden hervor. Herde hüten, wobei er seinen Tieren oft die schönsten Predigten hielt, ja sogar Schillerballaden mußten sie über sich ergehen lassen. — Später, als es sich zeigte, daß der hochaufgeschossene Junge doch zu schwach zum Bauern wäre, blieb ihm die Wahl zwischen Pfarrer und Schneider. Er kam schließlich zum Meister Naz, dem Schneidermeister Ignaz Orthofer, in die Lehre, mit dem er in vier Jahren auf 67 Bauernhöfen gearbeitet hatte. Vierzehn bis sechzehn Stunden tägliche Arbeit — und trotzdem fand der junge Dichter noch Zeit, 24 Bände Dichtungen zu schaffen. Einer glücklichen Eingebung folgend schrieb er an eine Grazer Zeitung und klagte ihr seine Not. Darauf mußte fein Firmpate 15 Pfund Schriften nach der Stadt tragen, di? die Redaktion sehen wollte. Damit war auch fein Glück gemacht. Es erschienen Aufrufe für den jungen „Naturdichter", wie er lange Zeit hieß und reiche Gönner und bedeutende Geister nahmen sich feiner an, so Hamerling, Adalbert S t i f t» r und Anzengruber. Er wurde erst auf die richtige Schule geschickt, um die bedeutenden Lücken seiner Bildung auszusullen. Sein Talent und feine Herzensbildung waren freilich schon ohne Schule zur Reife gelangt. Die „Schrif - t e n d e s W a 1 d s ch u l m e i st e r s", wohl Roseggers berühmtestes Buch zeigen seine ganze Eigenart und Schilderungskraft. Aber es zeigte sich gleichzeitig, daß er nicht allein der große Dichter war, sondern seinen heiligen Beruf auch als Volkserzieher sah. Seine zahlreichen Schriften, es find ein gutes halbes Hundert, find ein einziger großer, heiliger Kampf um das Gute, in dem Rosegger auch die höchste Vollendung des Schönen erblickte. Ein großer Teil feiner Werke hat autobiographischen Charakter. In den Büchern „Als ich jung noch war", „Als ich noch der Waldbauernbub war", „Am Wanderftabe", „Walüheimat", „Gute Kameraden", „Mein Himmelreich", „Mein Weltleben", „Heimatgärtners Tagebuch" und vielen anderen Werken schildert er sein abwechslungsreiches Leben. Und einer anderen Sache noch galt fein zäher Kampf, einer Sache, die heute zu den wichtigsten Programmpunkten der deutschen Regierung gehört: Die Rettung und Wiederaufrichtung des deutschen Bauerntums. Er hat den Verfall des Standes, aus dem er selbst hervorgegangen ist, in siebzig langen Jahren gesehen. Noch zu seinen Lebzeiten verarmte Hof um Hof feiner Heimat. Der zum Stadtmenschen gewordene Bauer aber schien Ihm so gut wie verloren. Und ist er nicht selbst von der Scholle weg m die Stadt zu Kultur und Schreibtisch gezogen? — Wohl, aber, um der Bewegung „Zurück zum Land!" als Pionier zu dienen. Niemals ist Rosegger zum Stadtmenschen geworden, den der Bauer in ihm stets verachten muß. Im „Jakob, der Letzte", „Gottsucher", „Weltgift" und wiederum im berühmten „Waldschulmeister" prcbigt er unermüdlich für die Rückkehr zum Schollenmenschen. Und als Schollenmensch fühlt er sich gleichzeitig als Grenzhüter des Deutschtums, als Nachkomme jener Grenzer, die Hunnen, Avaren und Türken siegreich abgewehrt und dadurch dem deutschen Vaterland Schutz vor grausamen Einfällen und Verwüstungen geboten haben. So berühmt Rosegger scyon war, als er noch lebte, so scheint doch die Frucht seiner Wirksamkeit erst in unseren Tagen so richtig aufzugehen. Zurück zur Volksgesundung, zum gesegneten Bauernstand, darin liegt unser Wohl. Schlafen die Fische? Man mochte glauben, baß die Natur keinem Wesen die Wohltat des Schlafs vorenthalte. Aber offenbar ist der Schlaf in unserem menschlichen Sinn eine Eigenschaft der „Höhergebilde- ten". Die Fische können die Augen nicht schließen, so wenig wie die Schlangen. Das Zm-Sand- Liegen der Steinbutte, Schollen und Seezungen ist eine Ruhestellung, aber die Augen sind weit aufgerissen und verändern hin- und herglohend ständig ihre Richtung. Einige Fische strecken ihren Bauch auf dem Grund des Wassers aus, so der Drachenkopf, der Seeskorpion, der nordamerika- nische Schlammfisch, die Schleien, die Hechte und Barsche. Nur ein ganz lleines Flossenrühren wellt durch sie hin. Doch man darf das reglose Belauern der Beute, wie es viele Raubfische gewohnt sind, nicht mit Schlaf verwechseln. Die Friedfische sind meistens viel munterer, Karpfen, Plötzen und Rotfedern schwimmen dauernd umher, verändern häufig die Richtung und verharren höchstens einen Augenblick stehend. Und doch, so lesen wir in Dr. Richard Gerlachs fesselnder Abhandlung über den Schlaf der Tiere im A^ustheft von D e l - Hagen 6- Klasings Monatsheften: wenn man regelmäßig ein Aquarium besucht, bemerkt man zuweilen auch die muntersten Fische am Boden liegen. Das sonst stets ruckweis bewegte Auge wird glasig, die Rückenflossen werden schlaff zurückgelegt. Dies ist zweifellos ein schlafähnlicher Zustand. Ein echter Schlaf ist es ebensowenig wie der Schlangenschlaf. Die bloße Bewegungslosigkeit und Ruhe ist höchstens ein sehr unvollkommener Anlauf zu dem wirklichen Schlafe, Die Aufrechterhaltung der Groß- und Kleinbetriebe ist, da die Hauptfrucht, die Kartoffel, als vernichtet gelten kann, in Frage gestellt. Die Rüben stehen ebenfalls blattlos da und fallen für die Winterfütterung auch aus. Am Sonntagfrüh wurde der Schaden durch den Landesbauernführer S l a w i k in Begleitung von Oberlandwirtfchaftsrat Moor, Graf Strachwitz und dem Gemeindevorsteher besichtigt. An das Preußische Landwirtschaftsmini- fterium, das Finanzministerium und die Regierung in Oppeln wurden folgende Telegramme gesandt: Gemeinden Rosmierka, Rosmierz, Orschek und Umgebung im Kreise Groß-Strelitz vorn schwersten Unwetter heimgesucht. Ernte 100 Prozent vernichtet. In Rosmierka Häuser eingestürzt, an übrigen Gebäuden und Gärten schwerer Schaden. Kleinvieh- oerlufte, schwerste Weg- und Waldschäden durch Hagelschlag und Bruch. Slawik, Landesbauernfüh- rer. • Zn Prag. Am Samstag gegen 17 Uhr ging über Prag ein schweres Gewitter mit orkanartigem Sturm nieder, das in allen Teilen der Stadt erheblichen Schaden anrichtete. 3m Baumgarten, der ältesten und größten Parkanlage Prags, forderte der Wirbelsturm ein Todesopfer. - Dort wurde ein Beamter des Außenministeriums von einem niederfallenden Baum so schwer verletzt, daß er im Krankenhaus st a rb. Bei der Abtragung eines Daches durch den Wind wurden sechs Personen verletzt. Von der St. Thomas- kirche wurde die Blech kuppel fortgerissen. Vom ' Gebäude der Philosophischen Fakultät der Uni» versität wurde ebenfalls ein Teil des Dach^ , fortgetragen. — Zu einem folgenschweren Anfall kam es im 3nnem der Stadt in der Nationalstraße, als plötzlich eine große Auslagescheibe aus einem höheren Stockwerk aufs Pflaster fiel und zwei Passanten schwer verletzte. Prager Feuerwehren mußten in drei Fällen, die Rettungsstation in 60 Fällen Hilfe leisten. Gewitter und Hagelschlag in Ost-Tirol. Am Samstagnachmittag ging über Matrei (Osttirol) ein schweres Unwetter nieder, das von starkem Hagelschlag und Gewitter begleitet war. Der angerichtete Schaden ist sehr groß. Der Wildbach im sogenannten Bretterwanograben brachte innerhalb zweier Stunden so große Erd- und Steimnassen, daß der Tauerbach gestaut wurde und die angrenzenden Wiesen unter Wasser fetzte. Die Verkehrsbrücke Lienz—Matrei ist durch die reißenden Wasferrnassen zum Teil abgetragen worden und zur Zeit unpassierbar. Zwei Brücken nach Virgen sind nur noch für Fußgänger passierbar. Der 69 Jahre alte Besitzer Alois Kröll geriet in die Fluten und konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Der Regen hielt auch am Sonntag an. Das aufgeweichte Erdreich des Bretterwandgrabens ist feit Sonntag früh in Bewegung. ♦ _ Ueber Hofgastein ging in der vergangenen Nacht während eines Gewitters ein schwerer Wolkenbruch und Hagelfchlag nieder. Die Bäche führten große Wassermassen. Baumstämme, Felsblöcke und Hausrat wurden mitgeriffen. Viele Brücken wurden zerstört, sieben Bauerngehöfte, deren Bewohner flüchten mußten, wurden schwer beschädigt. Oammbruch im pruih-Tal. Unter dem Druck des Hochwassers des P r u t h ist, wie aus Bukarest gemeldet wird, in der Nähe von Galah der Damm gebrochen. Die Wassermassen haben weit und breit die Felder überschwemmt. Die Ernte ist vernichtet. Mehrere Dörfer und Güter stehen unter Wasser. Der Sachschaden ist sehr groß. Es ist die Vermutung aufgetaucht, daß der Damm nicht nur unter dem Druck der Wassermassen, sondern infolge einer vorsätzlichen Zerstörung gebrochen sein könnte. Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein. der um so tiefer ist, je dringender die ausgebildeten Sinne der Ruhe bedürfen. //Jungfrau von Orleans" auf dem Römerberg. Nun hat der Römerberg in Frankfurt auch die Aufführung der „Jungfrau von Orleans" gesehen. Man durste mit Recht auf die Wirkung des Schillerschen Pathos in der neuen Umgebung gespannt fein; die edlen Verse haben die Probe glänzend bestanden. Vor Jahren, als wir Shaws „Heilige 3ohanna" kennenlernten, schien manchem von uns die. klassische „Jungfrau" gegenüber der größeren Lebensnähe der Figuren des 3rländers zu verblassen — heute wurde sie mit Glanz rehabilitiert. Woraus das zurückzuführen ist? Vielleicht liegt es daran, daß durch die Farbigkeit des Aufzuges unsere Phantasie nachdrücklich unterstützt wurde, daß wir uns, völlig gesammelt, dem Genuß der Verse hingeben konnten. (Würde das nicht auch für die Aufführung so mancher Opern aus dem Römerberg sprechen?) Vielleicht versetzte uns aber auch das lebendig gewordene Mittelalter in eine mystische Stimmung, in der gerade die wirklichkeitsentrückte Sprache als selbstverständlich und angemessen erschien. Allerdings sei nicht übersehen, daß die Stärke der Ramerberg-Festspiele, die in der Möglichkeit der Entfaltung zusätzlicher Regiemittel liegt, bei den Massenszenen nicht genügend betont wurde. Gerade wenn wir die Unterstützung unserer Phantasie bei den allermeisten Auftritten als wohltuend empfanden, so mußte die Illusion leiden, wenn etwa grimmige Schlachten zwischen zwei Völkern von kleinen Häuflein ausgetragen wurden, in deren Rücken ein leerer Bühnenraum nicht einmal die Vorspiegelung herbei- stürmender, weiterer Massen erlaubte. Don den Darstellern dominierte Ellen Daub als Johanna, die die schwere Aufgabe vollendet meisterte, das Hirtenmädchen, die Siegerin, die Verstoßene immer neu zu gestalten, und die dennoch die Verbindung der Gottgesandten mit der übersinnlichen Welt in den Vordergrund zu stellen wußte. Sie erntete zahlreiche Hervorrufe. Eine recht gute Leistung war der König Eugen Wallraths, männlicher gegeben, als es sonst üblich ist. Auch das übrige Ensemble, vor allem Otto Graf als Dunois und v. K l i p st e i n als Lionel, zeigte ein weit über dem Durchschnitt liegendes Niveau. M liotien haben auch *rneU £ Len. A1933 beg 1. 6ePt e^MsläiMchen A»M nur gew neuerung der 2° decken des Dachs, Aeußeren, WU( liae Instandsetzung ning der he,z-und eigene fiüd)e,J»e i tno die Möglichkeit Zugang haben. Der Fällen 50 v. h. der für jede Teilwohnu Laten fi 1843: der L-Hris bei Kriegslach geb der Maler und ( beln (Sachsen) gel Franz Liszt in DL - 1914: der fran, hx Paris ermordet Z — Tageskali spielhaus (Bahnhof mit Charlotte Susa " Bahnhofsb botene Lluslar mentsdienjt der leie« Reichsbahnötre/ttonen das Önlanb verbotene bunf) ben Bahnhofsbu ben zu verhüten, ang D Zahlreiche heilen über b: anlaffer. uns, über das von handelte The, Das Reich förbei Gesetzgebung die S Wahrung von Ehes lchen erlassenen T bisher noch bestehe Der kann kein Ehestandsdorlehes a) wenn die fff schlossen wort °) wenn ein ffhe l'chen ffhrenre c) wenn nach t>e wr beiden ff| 5 sich nicht jet tonalen Staat d) ®enn «in Ehe; F" körperlich) Verheiratung s .^einschaftlie wenn nach dem 2Ver beide Ä 1I)rer r 1933 Ä, ift ieuT”1*. vf, 1* 3uni 193 puntt x. ^eiti als m Die fini. des ein "°ch x^Mna 7 gleich^ ^leidun^sibnd/^! J<' iff Her | in der vergangenen Nach! '5 ein schwerer ®ob Schlag nieder. Die Bäche ffen. Baumstämme, Feie- irben miigeri[fen. Liek lieben Wauerngeböfte, bt> mußten, wurden schwer JsSSSt SLs 4nl). ^oibithih. nD,tl’’ ag. len Teilen :ete. Im btadr ■ Hdü s^ „^bvmar. *«< Z°» 8 ein $”LD" 5m' kt StattÄ?’ 3,°'. I Ä»' *6tot in drei Sölton x?' En Hilfe Itifr bu * Hagelschlag -Tirol. J ging über Matrei (Oft, nhS€ -Lei nieller- das V* begleitet war. JW Srofe. Der Wild. srettenDanögroben brachte t>enJo große (tri. und E°ach gestaut wurde und ' unter Wasser setzte. Sie E'lst durch die reißen- .eil abgetragen worden und >®ei Brüllen nach Birgen Mger passierbar. Der 69 Rroll geriet in die Wen Leiche geborgen werden, m Sonntag an. Das aus- kettermanbgrabens ist seit jng. Aus der Provinzialhauptstadt. Wann wird Reichszuschuß für Instandsetzung von Gebäuden gewährt? *gür die Jnstanhsetzungs- und Umbauarbeiten von Bebäuben, die Teilung von Wohnungen usw. sind vom Reich, wie bereits gemeldet, wieder 50 Millionen Mark bereitgestellt worden. Wie bas Ddz.- Bureau meldet, haben die zuständigen Stellen nun auch erneut Bestimmungen darüber herausaegeben, Dannunbtoie diese Reichszuschüsse gewährt werden. Danach müssen die Arbeiten spätestens vor dem I. September 1933 begonnen und am 1. März 1934 vollendet sein. Arbeiten, die in Schwarzarbeit aus- geführt sind, dürfen nicht berücksichtigt werden. Be- iricbe, die aus Arbeitsmangel stillaelegt und abge- melbet sind, sind zugelassen, soweit sie ihre neue Sin- Tagung in die Handwerksrolle oder das Handels- re gif ter bewirkt haben. Der Reichszuschuß wird in einer Summe nach Fertigstellung der Arbeiten aus- gezahlt. Ausländischen Grundstückseigentümern darf ein Zuschuß nur gewährt werden, soweit die vorhandenen Mittel durch die Berücksichtigung begründeter Anträge deutscher ftausbefijer nicht in An- pruch genommen werden. Diese Einschränkung gilt iber nicht für ausländische Grundstückseigentümer »isländischer Abstammung. Reichszuschuß wird nur gewährt, wenn die Soften für das einzelne Grundstück mindestens 100 Mark betragen, der Reichszu- schuß beträgt ein Fünftel der Kosten. Als größere Instandsetzungsarbeiten, für die der Reichszuschuß ein Fünftel beträgt, gelten u. a. Er- Neuerung der Dachrinnen und Abflußrohre, Um- decken des Dachs, Abputz oder Anstrich des Hauses m Aeußeren, Neuanstrich des Treppenhauses, völ- lige Instandsetzung einer leeren Wohnung, Erneue- mng der Heiz- und Beleuchtungsanlagen, sowie Be- (eitigung von Hausschwamm. Für die Teilung von Wohnungen und den Um- ldau sonstiger Räume zu Wohnungen kann gleich- falls ein Reichszuschuß gewährt werden, und zwar unter der Voraussetzung, daß jede Teilwohnung für sich abgeschlossen fein muß. Sie muß eine eigene Küche, die erforderlichen Nebenräume und, wo die Möglichkeit dazu gegeben ist, einen eigenen .Zugang haben. Der Reichszuschuß beträgt in diesen Fällen 50 v. H. der Kosten, im Höchstfalle 600 Mark Pr jede Teilwohnung. Daten für Montag, 31.Juli. 1843: der Schriftsteller Peter Rosegger in Alpl bei Kriegslach geboren (gestorben 1918). — 1883: der Maler und Graphiker Erich Heckel in Döbeln (Sachsen) geboren. — 1886: der Komponist Franz Liszt in Bayreuth gestorben (geboren 1811). - 1914: der französische Politiker Jean Llaurss in Paris ermordet (geboren 1859). Vornotizen. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unter falscher Flagge" mit Charlotte Susa und Gustav Fröhlich. ** B a h n h o f s b u ch a n dl u n g e n u n d d ertöt e n e Auslandblätter.. Wie der Parla- anentsbienft der Telegraphen-Union erfährt, sind die Neichsbahndirektionen, um die Verbreitung der für fcas Inland verbotenen ausländischen Druckschriften durch den Bahnhossbuchhandel unter allen Umständen zu verhüten, angewiesen worden, festzustellen, in welchen Bahnhofsbuchhandlungen ausländische Druckschriften verkauft werden. Der Weiterverkauf wird den Händlern auch in Zukunft gestattet sein, doch müssen sie sich in zuverlässiger Weise, z. B. durch ständige Fühlungnahme mit der Polizei, über die bestehenden Druckschriftenverbote unterrichten. Außerdem sollen sie ein Verzeichnis der von chnen vertriebenen ausländischen Druckschriften aufstellen und bei Prüfungen oorlegen. Den Bahnhofsbuchhändlern wird bekanntgegeben werden, daß in erster Linie sie selbst für die Befolgung der Verbote verantwortlich sind, und daß sie bei Verstößen dagegen scharfe Maßnahmen zu erwarten haben. " VHCeraus der Lahn-, Rhein - und Moselwanderung. Dieser läge unternahm der Vogelsberger Höhen-Club, Zweigverein Gießen, mit 28 Personen eine außerprogrammäßige Lahn-, Rhein- und Moselwanderunm Der Frühzug brachte die Teilnehmer in schneller Fahrt durch das schöne Lahntal nach Bad Ems. Nach einer genußreichen Motorbootfahrt auf der Lahn wurden die Stadt, insbesondere die Trink- und Kuranlagen besichtigt, um darauf auf guter Straße durch schöne Buchcn- und Tannenwälder über das Oberlahnsteiner Forsthaus, wo Mittagsrast gehalten wurde, zum Rhein zu wandern, der bei Braubach erreicht wurde. Aus der Höhe vor Braubach boten sich herrliche Blicke auf die Stadt mit der Silberhütte, auf zahllose Weinberge und den deutschen Rhein. Nachdem man noch der auf stolzer Höhe gelegenen Marksburg, der einzigen unzerstört gebliebenen Rheinburg, einen Besuch abgestattet hatte, erfolgte eine Fahrt mit dem Rheindampfer .Hindenburg" nach Boppard. Hier wurde nach einem gemütlichen Zusammensein Quartier für die Nacht genommen. Am frühen Morgen des anderen Tages wurde nach einer Besichtigung der Stadt die interessante Strecke der Hunsrückbahn zur Auffahrt benutzt. Auf der ungefähr 6 Kilometer langen Strecke Boppard—Buchholz hat die Bahn 326 Meter Steigung zu überwinden. Infolge dieser Steigungen fährt der Zug über hohe Dämme und Stützmauern, durch Felseinschnitte und Tunnels hindurch langsam zur Höhe, herrliche Ausblicke nach allen Seiten gewährend. In Buchholz begann die Wanderung durch prächtigen Fichtenwald mit grünem Moosboden langsam talwärts auf einsamen Waldwegen dem Holz- und Ehrbach enlana ins Ehrbachtal, wohl dem schönsten Seitental an Rhein und Mosel. An Burg Schöneck und vielen Mühlen vor- bei führte der Weg. Immer enger wird das Tal, hohe Felswände treten dicht an den Bach heran, über den verschiedene, aus Baumstämmen zusam- mengefügte Stege führen, lieber mächtige Fellen tost das Wasser, in das sich mehrere Seitenbäche, schöne Wasserfälle bildend, hinabstürzen. Etwa j Stunde dauerte die Wanderung durch das wildromantische Tal, die sog. Ehrbachklamm, dann ging der Weg durch ein liebliches, von Waldbergen umsäumtes Wiesental an der malerisch gelegenen Ehrenburg vorbei nach Brodenbach an der Mosel, von wo man nach dem jenseitigen Flußufer über- setzte. In bester Stimmung wurde von Loef die Rückreise über Koblenz angetreten. Die Teilnehmer hatten unter bester Führung herrliche Stunden an Lahn, Rhein und Mosel verlebt, ohne Sorge um Weg und Rast, um Abfahrt von Zug und Schiff. Alles war vorbestimmt, geordnet und infolge der größeren Zahl der Teilnehmer war vieles mit beträchtlichen Vergünstigungen verbunden. > dringender die ausgckl- bedürfen. von Orlconä' Hoimberg. ' Lebensnahe mr Ä e« daran. unlex^t Kc%erlc eit. dem Genuß ürde das , chrr Overn E elleicht versetzte ordene Äitt ‘ irflli- ? unb als sewstver^ , c. Xi» ötärle 'S » infl 0,1 Lben. im ^ruth-Tal. >§ Hochwassers des Märest gemeldet wird, >alah der Damm ge- iimassen haben weit und schwemmt. Sie Ernte ist :re Dörfer und Güter Der Sachschaden ist sehr mutung ausgetaucht, daß ■ unter dem Druä der infolge einer vorsätzlichen rin könnte. _______ tit: i.B.: Ernst BluMkin Das Ehestandsdarlehen. Von Gg. tinh, Rechtsanwalt, Grünberg i. H. Zahlreiche Anfragen, die noch auf Unklar- heilen über dieses Thema schließen lassen, veranlassen uns, die nachstehenden Ausführungen über das von anderer Seite schon einmal be handelte Thema zum Abdruck zu bringen. D. Red. Das Reich fördert durch eine neue, zielbewußte Gesetzgebung die Schließung neuer Ehen durch Ge- TDäbrung von Ehestandsdarlehen. Durch die inzwi- fchen erlassenen Durchführungsbestimmungen sind llisher noch bestehende Zweifelsfragen beseitigt. wer kann kein Ehestandsdarlehen erholten? Ehestandsdarlehen werden nicht gewährt, a) wenn die Ehe vor dem 3. Juni 1933 geschlossen worden ist: b) wenn ein Ehegatte nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist c) wenn nach der politischen Einstellung eines der beiden Ehegatten anzunehmen ist, daß er sich nicht jederzeit rücksichtslos für den nationalen Staat einsetzt: d) wenn ein Ehegatte an vererblichen geistigen oder körperlichen Gebrechen leidet, die seine Verheiratung nicht im Interesse der Volksgemeinschaft liegend erscheinen lassen: e) wenn nach dem Vorleben oder dem Leumund eines der beiden Ehegatten anzunehmen ist, daß sie ihrer Verpflichtung zur Rückzahlung des Darlehens nicht nachkommen werden. Deutschen Reichsangehörigen, die nicht unter a) bis e) fallen, und die nach dem 3. Juni 1933 heiraten, kann ein Ehestandsdarlehen bis zu Eintausend Reichsmark bewilligt werden. Voraussetzung für die Bewilligung ist jedoch: 1. Daß die künftige Ehefrau in der Zeit zwischen dem 1. Juni 1931 und dem 31. Mai 1933 mindestens 6 Monate lang in einem Arbeitsoer- hältnis im Inland gestanden hat: 2. Daß ein standesamtliches Aufgebot vorliegt, und daß die künftige Ehefrau ihre Arbeitstätigkeit als Arbeitnehmerin spätestens zum Zeitpunkt der Eheschließung aufgibt oder bereits bei Einbringung des Antrages aufgegeben hat: 3. Daß die künftige Ehefrau sich verpflichtet, eine Tätigkeit als Arbeitnehmerin solange nicht wie- der aufzunehmen, als ihr Mann Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes von mehr als 125 Mark monatlich bezieht und das Ehe- standsdarlehen nicht restlos getilgt ist. höhe des Ehestandsdarlehen. Die Höhe ist nach dem Betrag zu bemeffen, den ein Ehepaar gleichen Standes bei der Haushalts- zründung nach den ortsüblichen Verhällnissen für len Erwerb von Möbeln und Hausrat aufzuwenden pflegt. Unter Hausgerät sind nach dem Gesetz aUe Gegenstände zu verstehen, die außer Möbeln, Kleidung und Wäsche zur Einrichtung eines Haus- "talts dienen. Der Darlehnsbetrag darf 1000 Mark nicht übersteigen und muh stets durch Einhundert Reichsmark teilbar fein. wo ist der Antrag zu stellen? Der Antrag ist bei der Gemeinde des künftigen Ehemannes zu stellen, und zwar auf einem Vordruck, den die Standesämter dann unentgelllich abgeben, sobald das Aufgebot erfolgt ist. Als Antragsteller müssen beide Verlobte zeichnen. Die Gemeinde hat jeden bei ihr eingegangenen Antrag zu prüfen, ob nicht die unter a bis e genannten Ausschließungs- grünbe vorliegen und weiter, ob die unter 1 bis 3 für die Gewährung von Ehestandsdarlehen erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind. Liegt nach Ansicht der Gemeindebehörde ein Versagungsgrund vor, so hat sie den Antrag abzulehnen und die Ablehnung den Antragstellern zu Händen des künftigen Ehemanns ohne Angabe von Gründen bekannt zu geben. Gegen den ablehnenden Beschluß gibt es kein Rechtsmittel. Befürwortet die Gemeinde die Gewährung des Darlehens, so muß sie den Antrag mit einer gutachtlichen Aeußerung über die angemessene Höhe des Dar» lehns an das für den Ehewohnsitz zuständige Finanzamt weitergeben, das endgültig darüber entscheidet, ob und in welcher Höhe das Ehestandsdarlehen gewährt wird, und teilt die Entscheidung den Antragstellern mit. wie erhält man das Darlehen? Zuständig ist das Finanzamt. Sobald die Ehe geschlossen ist, kann der Ehemann dort gegen Einreichung einer Bescheinigung über die Eheschließung und des Darlehengewährungsbescheides das Darlehen in Empfang nehmen: die Ehefrau muß eine Bescheinigung des legten Arbeitgebers darüber vor- legen, daß sie mit Rücksicht auf die Eheschließung ihre Tätigkeit als Arbeitnehmerin aufgegeben hat. Die Hingabe des Ehestandsdarlehens erfolgt in Form von Bedarfdeckungsscheinen, die aber lediglich zum Erwerb von Möbeln und Hausgerät berechtigen. Das Ehestandsdarlehen ist unverzinslich, es ist in monatlichen Teilbeträgen von nur 1 Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrags zurückzuzahlen, und zwar je am 10. eines jeden Monats beginnend mit dem Kalendervierteljahr, das auf die Hingabe des Darlehens folgt Für die Rückzahlung haften die Ehegatten als Gesamtschuldner. Die Kinderprämie. Sie ist bevölkerungspolitisch von höchster Bedeutung und kann als ein Sonderrecht der Kinderreichen der Zukunft bezeichnet werden: Bei der Geburt jedes in der Ehe lebend geborenen Kindes erfolgt ein Nachlaß von einem Diertel (2 5 Prozent) des ursprünglichen Dar» lehensbetrags. Beträgt bei der Geburt eines Kindes der noch zu tilgende Rest weniger als 25 Prozent, so wird er ganz erlassen. Außerdem berechtigt die Geburt eines jeden Kindes zu dem an das Ei nanzamt zu richtenden Antrag, daß eine Unter- bredjung der Tilgungszahlungen für ein volles Jahr eintritt, lieber jede Geburt ist dem Finanzamt eine standesamtliche Bescheinigung vorzulegen, die gebührenfrei erteilt wird. Die Dedarfdeckungsscheine. Sie werden in Beträgen von 10 und 100 Mark ausgegeben und sind nur gültig, wenn sie den Dienftftempel des zuständigen Finanzamts tragen. Sie sind nicht übertragbar und müssen vom Dar- i lehensempsänger auf der Rückseite mit Namen und Anschrift versehen werden, bevor sie an eine Verkaufsstelle in Zahlung gegeben werden können. Sie berechtigen zum Erwerb von Möbeln und Haus- gerät, wobei unter Hausgerät alle Gegenstände zu verstehen sind, die außer Möbeln, Kleidung und Wäsche zur Errichtung eines Haushaltes dienen. Die Verkaufsstellen. Als solche gelten nicht nur offene Lagengeschäfte, sondern auch Schreinereien und sonstige Handwerksunternehmungen ohne offene Ladenstellen. Der gewillt ist, als Verkaufsstelle im Sinne des Gesetzes zu gelten, muß dies der Bürgermeisterei anzeigen, die über die Zulassung als Verkaufsstelle bestimmt. Die Verkaufsstellen haben sich durch Aushang ober Anschlag als solche kenntlich zu machen. Die 23er- kaussstelle hat auf der Rückseite der von ihr angenommenen Bedarssdeckungsfcheine zu bescheinigen, daß sie Möbel und Hausgeräl an den Berechtigten des Bedarfsdcckungsscheines verkauft bat. Die Be- darfsdeckungsfcheine werden den Verkaufsstellen durch die Finanzämter bar ringel oft. Eine Bareinlösung der Scheine durch die Verkaufs- stellen ist verboten, jedoch ist es zulässig, daß Psen- nigbeträge bis zu einer Reichsmark in bar heraus- gezahlt werden, wenn der Kaufpreis der Ware den vollen Wert des Bedarfdeckungsscheines nicht erreicht. Die Geschäftswelt, die sich durch diese Art der Che- । förberung eine beträchtliche Zunahme von Ehe- I schliehungen und damit gesteigerten Bedarf von » Möbeln und Hausgerät versprechen darf, wird gut tun, sich frühzeitig um die Zulassung als Verkaufs- I stelle zu bemühen. Gesundheitspflege und Arbeitsdienst. KDR. Der Gedanke der Arbeitsdienstpflicht hat in Deutschland wie im Auslande verständlicherweise neben Zustimmung und Verständnis auch manche Mißdeutung erfahren. Während in den wirtschaftlich eingestellten Kreisen lange Zeit fälschlicherweise eine wirtschaftliche Beurteilung des Problems vor- geherrscht hat, die zu mancherlei Einwänden führte, ist in den letzten Tagen die andere Fehldeutung des geplanten Unternehmens im Auslande ausgetaucht, die der Arbeitsdienstpflicht militärische Zielsetzungen unterstellt und daraus Aaitationsftofse für alle Feinde Deutschlands in der Welt zu gewinnen sucht. In diesem Augenblick mag es nicht überflüssig er- scheinen, wenn einmal vom Standpunkte des ver- Du mußt wissen, daß die Stadt Berlin für an sich gesunde Sozialrentner pro Kops und Jahr nur 244 wark übrig hat, während sie für einen schwer erziehbaren Fürjorge- zögling im Jahr 1930 und für einen unheilbaren Geisteskranken jährlich 1944 Mark ausgeben muß. Rur wenn wir die weitere Fortpflanzung der erblich Minderwertigen verhüten, werden wir wieder Mittel für die gesunden Familien unseres Volkes aufbringen können. antwortungsbewußten Arztes aus zur Gesamtsraae Stellung genommen und das Ziel ausaezeigt wird, dem nach unserer Uebergeugung der Arbeitsdienst zustreben muß. Dabei sei yleich bemerkt, daß in vielen und ausgiebigen Be prechungen, die zwischen den verantwortlichen Leitern der Arbeitsdienstpflicht und dem Führer der deutschen Aerzteschaft, Dr. Wagner, München, stattgefunden haben, eine völlige Ucbereinftimmung der Anschauungen zutage trat. Die Organisation des Arbeitsdienstes erfolgt, wie sich bei diesen Verhandlungen ergab, völlig aus dem Grundgedanken heraus und auf die Zwecke hin, die dem Arzt vordringlich 'erscheinen und die im folgenden tun aufgezeigt werden sollen. Die Arbeitslosigkeit und das gezwungene Nichtstun ist ein Problem, das neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung vor allem das Gebiet des Charakters und der Gesundheit des Volkes berührt. Millionen und aber Millionen an sich lebenstüchtiger und gutwilliger deutscher Menschen sind in den abgelaufenen Jahren durch die Arbeitslosigkeit immer mehr in Gefahr für ihre leibliche und seelische Gesundheit gekommen. Wer erst einmal gelernt hat, jahrelang nichts zu tun, verliert zwangsläufig Arbeitswille, Arbeitsfähigkeit, kurz alle jene Charakterzüge, die den Menschen zu einem brauchbaren Glied der Gesellschaft machen und zugleich ihm Freude am Leben geben können Darüber hinaus hat aber das untätige Leben, das Brachliegen aller Kräfte, die vielen Versuchungen, die den unbe,d)ä|tigten Menschen viel stärker treffen als den tätigen, auch zu einem Verschleiß an leiblichen Kräften der Gesundheit ge» ütjrt, der allergrößte Gefahren für die Zukunft un- eres Volkes in sich birgt. Der Arzt hat in der ver- Io({enen Zeit wie kaum ein zweiter Berufsstand miner wieder die erschütternden Folgen der Arbeits- losigkeit auf diesem Gebiet sehen müssen, und er weiß, daß ihre Ueberroinbung heute ein zentrales Problem nicht nur vielleicht der Wirtschaft, sondern vor allem der Volksgesundheit, der Pflege von Blut und Rasse ist. Aus diesem Grund hat die deutsche Aerzteschaft ihre Mitarbeit der Vorbereitung und Durchführung der Arbeitsbienspflicht zur Verfügung gestellt, und sie hat mit Freuden feststellen können, daß die verantwortlichen Männer volles Derftändnis für die überragende Bedeutung gerade dieser gesundheitlichen Aufgaben der 'Arbeitsdienstpflicht haben. Im Rahmen einer weiteren notwendigen volks- gesundheitlichen Maßnahme wird der Arbeitsdienstpflicht noch eine wichtige Aufgabe zufallen. Bekanntlich hat die Anhäufung von minderwertigen und krankhaften Erbanlagen in unserem Volke einen Zustand herbeigeführt, der dringend rassenhygienische Maßnahmen notwendig macht. Dazu werden nicht nur gesetzliche Vorschriften aller Art notwendig sein, sondern insbesondere ein zielbewußter Ausbau der Eheberatung und eine viel stärkere Berücksichtigung erblicher Anlagen auf allen Gebieten der Krankenoersorgung, der Erziehung usw. Voraussetzung für das alles ist eine erbbiologische Bestandsaufnahme der Nation, die allmählich dahin führen muß, daß der einzelne Mensch nicht nur nach seinen individuellen Besonderheiten, sondern gerade und vor allem nach den überindividuellen Erbanlagen körperlicher und geistig-seelischer Art möglichst weitgehend bekannt ist. Die Arbeilsdienstpflicht soll uns Gelegenheit geben, Jahr für Jahr den Nachwuchs unseres Volkes unter diesem Gesichtspunkte kennenzulernen, mit dem Rüstzeug der Erbbiologie zu erforschen und so allmählich die Grundlagen zu erwerben, die für eine künftige, auf weite Sicht abgestellte rassenhygienische Gesundheitspflege des deutschen Volkes unerläßlich sind. Die deutsche Aerzteschaft erblickt In diesen Möglichkeiten die wichtigsten und zukunftsträchtigsten Er-, gebnisse des großen Arbeitsdienstpflick^programms. Richt wirtschaftliche Tagesgesichlspunkie, erst recht nicht etwa phantastische militärische Hintergedanken, wie sie uns heute Frankreich wieder einmal unterstellt, sondern die große Aufgabe der Gesundung und Gesunderhaltung von Volk und Rasse sind das Entscheidende an dem Plan, den die Regierung heute tatkräftig in Angriff nimmt und an dem wir alle nach besten Kräften mitzuhelfen haben. Buntes Raubiierdressuren. Die Beherrschung wilder Tiere durch menschliche Energie und Geduld hat die Raubtierdressur stets zu einem besonderen Anziehungspunkt jeder Zirkusvorstellung gemacht. Wie wird nun die Herrschast erlangt, die der Dompteur über seine Tiere ausübt? Ein bekannter Dresseur, Sailer-Jackson, betont, kein erfahrener Tierbändiger wende Gewalt an. Er weiß genau, daß er nur etwas erreichen tann, wenn er sich mit seinen Mitarbeitern anfreun- det und zu ihnen in ein vertrauliches Verhältnis gerät. Sailer-Jackson verläßt seine Tiere fast nie; er kennt ihre Wünsche, ihre Gefühle, ihre Launen; er weiß mit ihnen zu sprechen, ihr Gebrüll und ihr Geknurr in menschliche Laute zu übersetzen. Er weiß, wann ihre Wut wirklich ist und wann sie nur geheuchelt ist. Gerät eine Bestie in richtigen Zorn, dann läßt er sie eine Zeitlang ungeschoren, denn er weiß, dann sie bann sagen will: .Letzt habe ich aber genug, laß mich in Frieden!" Löwen und Tiger wissen ihre Empfindungen für den, der sie versteht, sehr deutlich auszudrücken. Bei jeder Dressur ist die Hauptsache Geduld und immer wieder Geduld. Sailer-Jackson hat mit seinen vierfüßigen Künstlern die Tricks tausendmal und noch öfter wiederholt und probiert, und bei jedem Versuch setzt er sich aufs neue der Gefahr aus. Das Tier lernt der Stimme und der Gebärde zu gehorchen, unterwirft sich der hartnäckigen Ueberrebungsfunft unb ber zähen Ausbauer beffen, ber ihm bestehlt. Früher verlangte bas Publikum geroiffe Sensationen, wie bas Knallen mit Peitschen unb bas Abfeuern von Schüssen, aber heute ist ber Zuschauer soweit, baß er auf biefes Theater verzichtet unb bie gleichmäßige Ruhe bei einer Dressur-Vorführung zu würdigen weiß. Eine Legende, die sich immer noch erhält, ist bie,. daß die Tiere vorher irgendwie betäubt werden,' das ist aber ganz unmöglich, denn Löwen unb Tiger sind an unb für sich so träge Tiere, baß sie bei bem geringsten Einschläferungsmittel, bas man ihnen bei- brächte, sich überhaupt nicht von ber Stelle bewegen würben. Die Gefahr, die nie ganz zu vermeiden ist, liegt in ber Launenhaftigkeit dieser nervösen Großkatzen, die unberechenbar ist. Wirklich bösartig sind die Tiere nur, wenn sie Furcht haben. Schon deshalb muß jede Gewaltanwendung vermieden werden. Vertrauen zu ihrem Herrn kann ihnen nur beigebracht werben, wenn biefer selbst keine Furcht unb keine Laune kennt. Er muß bem Tiere stets mit gleichmäßiger Ruhe unb Festigkeit begegnen, bann wirb er feinen Einfluß auf sie nie verlieren. Jeher gute Dresseur spezialisiert sich auf eine bestimmte Tiergattung. Ein Bänhiger von Bären wirb sich von Löwen fernhalten und umgekehrt: ein anberer roieber arbeitet nur mit Tigern ober Panthern. In ben Tiergruppen lassen sich merkwürdige Sgmpa* Allerlei. thien unb Antipathien beobachten. So waren z. D. in einer Gruppe von fünf Löwen je zwei ber Tiere innig miteinanber befreunbet, halsen sich gegenseitig unb blieben unzertrennlich. Das fünfte Tier aber blieb einsam, unb bie anbern hielten sich in respektvoller Entfernung von ihm. Mit solchen Eigenheiten muß ber Dresseur stets rechnen. Daneie-Stammgäste von einst. Das berühmteste Q3ariet£ Londons im vorigen Jahrhundert, die .Alhambra", wird nach Ablauf dieser Saison verschwinden: das stattliche Gebäude wird niedergelegt, und damit verschindet eine Stätte, die in der Geschichte der Vergnügungen ber englischen Hauptstadt eine denkwürdige Rolle gespielt hat. In diesem .Tempel der leichten Muse", in dem besonders berühmte Balletts aufgeführt wurden, versammelte sich in den Logen die Lebewelt, und bei der bekannten .Exzentrizität" der Engländer traten hier seltsame Erscheinungen hervor, von denen I. B Booth in einem Erinnerungsaussah plaudert. Da war z. B. ein Stammgast, her stets dieselbe Loge innehatte und beim Betreten ein kleines elfenbeinernes Thermometer vor sich auf die Brüstung legte. Wenn die Temperatur unter einen bestimmten Grad fiel, lieh er sich sofort den Direktor rufen und forderte bessere Heizung. Ein anderer .Habitue", ein älterer Herr, sah stets allein in der Hauptloge, für die er pro Abend eine beträchtliche Summe zahlte. Als er einmal eine längere Reise unternahm, lieh er sich vorher den Kassierer kommen und gab ihm einen Scheck über 1000 Pfund mit der Anordnung, diese Summe unter die weiblichen Angestellten im Verhältnis zu ihrer Gage zu verteilen. Die Primaballerina empsing aus dieser freigebigen Spende 50 Plund. aber auch die würdige Dorsteherin der Da- men-Garderobe, die der Geber noch niemals zu Gesicht bekommen hatte, erhielt 70 Mark. Ein anderer wunderlicher Stammgast war ein junger Mann, der den Epihnamen .Diamanten-König" erhalten hatte, weil et stets mit einer Krawattennadel geschmückt war, die schon mehr eine große Diamantbrosche darstellte, unb auch sonst an allen nur möglichen Stellen Edelsteine trug. Wieder ein anderer Gast zeigte sich regelmäßig in schwarzer Wäsche; es war ein Reformer ber Herrentracht, der auf diese Weise für seine Ideen Propaganda machen wollte. Großes Aufsehen erregte ein exzentrischer Verschwender, der die Gewohnheit hatte, plötzlich Danlnoten aus seiner Loge ins Publikum herunter zu werfen und ber für das Programm eine 5-Pfund-Rote gab, bem Portier sogar eine 100-Pfunb-Rote schenkte. Dieser Herr war allerbings nicht lange Stammgast in ber Alhambra, sondern verschwand bald, nachdem er sein beträchtliches Vermögen in so sinnloser Weise vergeudet hatte... 9.4.-fpor/ Oer ireichö-Sportführerring in Stuttgart. 2m festlich geschmückten großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, in dem auch die Fahnen der Deutschen Turnerschaft Aufstellung gesunden hatten, fand am Freitag die zweite Sitzung des Reichsführerringes des Deutschen Sports unter dem Vorsitz des Reichssportführers von T sch a mmer-Ost en aus Anlaß und im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Stuttgart statt. Die einzelnen Derbandsführer referierten über die bisher von ihnen geleistete Arbeit. Der Rcichssportführer gab dem Wunsch Ausdruck, daß die einzelnen Verbandsführer in Stuttgart Gelegenheit nehmen, die Arbeit der Deutschen Turnerschast unmittelbar zu erleben. Als Gäste wohnten der Sitzung Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine sowie der engere Ausschuß der DT. bei. Schweres Motorrad-Ltnglück im Deutschen Stadion. 3 Tote, 18 Schwerverletzte. Bei dem Sportfest am Sonntag im Deutschen Stadion ereignete sich beim Motorradrennen ein sehr schweres Unglück. Die beiden bekannten Fah- rer H e r z o a e n r a t h , Köln, und W e m h ö n e r, Bielefeld, passierten zu gleicher Zeit den Zielstreifen dicht beieinander, so daß Herzogenrath sich gezwungen sah, seinen Gegner mit der Hand abzuwehren. Die Fahrer, die etwa mit 100 Kilometer Geschwindigkeit fuhren, kamen in der Kurve zu Fall, wobei Wemhöner über die erhöhte Barriere hinaus in die Zuschauermenge stürzte. Dagegen wurde Herzogenrath in den Jnnenraum des Stadions geschleudert. Durch dieses Unglück sind 18 Schwerverletzte zu beklagen, ein SA.-Mann und zwei Hitlerjungen erlagen kurz nach der Katastrophe den schweren Ver- letzungen. Die beiden Fahrer erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Ihre Fahrzeuge wurden be» schlagnahmt. Die Beranstaltung ist sofort abgebrochen worden. Veranstalter des Motorradrennens war der Motorsportklub Berlin. Der Beranstaltcr ist — wie jetzt festgestellt wurde, ausdrücklich gewarnt worden, die Kuvvenplätze zu besetzen, da in den Kurven bei einer solchen Veranstaltung leicht ein Unglück passieren kann. Trotzdem wurden die Kuroenplätze freigegeben und dicht besetzt. Von den Verletzten gehören die meisten der Hitlerjugend an, da die Motorräder gerade in eine Hitler-Jugendgruppe hineinflogen. Glanz-Leistungen beim Aachener Reitturnier. Beim Aachener Reitturnier voUbrachte am Freitag im Fastrada-Preis Oblt. Hasse mit Aar II eine wirkliche Glanzleistung. In der zweiten Abteilung dieses schweren Jagdspringens über zwei verschiedene Bahnen — als Erste wurde der Große Preis von Aachen gewertet — schälten sich vier Pferde für das Stechen heraus. Zuerst schieden Coclite (Capt. Keckler) und Daron (E. Hoesch) aus, und unter atemloser Spannung traten Aar II und Bismarck (Oblt. v. P l o e tz) zum dritten Gang an, als die Mauer bereits auf 2 Meter erhöht worden war. Aar II übersprang sowohl ein breites Doppelrick als auch die 2-Meter-Mauer glatt und wurde Sieger, da Bismarck eine Stange des Ricks abgeworfen hatte, aber ebenfalls die 2 Meter glatt bewältigte. Stürmischer Jubel belohnte Reiter und Pferde für ihre grandiosen Leistungen, die noch an Wert gewinnen, wenn man berücksichtigt, daß vor wenigen Tagen im Hochspringen der Sieg schon bei 1,80 Meter vergeben wurde. Das 15. Deutsche Turnfest. Weitere Entscheidungen am Freitagabend. Im Laufe des Freitagabends fielen in Stuttgart noch in verschiedenen Wettbewerben weitere Entscheidungen. Außerdem gab es in der Hauptkampfbahn vor 50 000 begeisterten Zuschauern eine Anzahl von Sondervorführungen der ver- schieüensten turnerischen Hebungen und Bewegungs- formen. Die Dunkelheit war bereits längst herein- gebrochen, als zum Schluß noch die Meisterschule Hannover unter Leitung von Carl Loges in die Kampfbahn trat. Hier sah man. Gipfelleistungen von turnerischen, rhythmischen und tänzerischen Darbietungen. Den Abschluß bildete die Uraufführung des Sprech- und Bewegungschores „Aufbruch" von Rudolf Bach. Als die letzten Worte des Chores verklungen waren, stimmte die Menge spontan das Dc^irschland-Lied an. Ueber die Bewertungdes Gauturnens, an dem bekanntlich 42 000 Turner und 15 000 Turnerinnen teilnahmen, hörte man, daß alle Gaue mit dem Prädikat „Sehr gut" ausgezeichnet worden find. In den späten Abendstunden wurden auch die Kampfe im Florettfechten abgeschlossen. Gegen Mitternacht wurden die folgenden Ergebnisse mitgeteilt: Florettfechten der Turner: 1. Heim, To. Offenbach, 8 Siege; 2. Kolbinger, München, 7 Siege; 3. Thomson, Offenbach, 6 Siege; 4. Wollermann, Hannover, 4 Siege; 5. Jakob, Frankfurt, 3 Siege. Florettfechten der Turnerinnen: 1. Olga Oelkers Tv. Offenbach, 8 Siege; 2. Ella Haß, Tv. Offenbach, 7 Siege; 3. I. Jüngst, TG. Bürgel bei Of enbach, 6 Siege; 4. Heyer, Köln; 5. Oslob, Leipzig. Die Ruderregatta des Akademischen Turner-Bundes auf dem Neckar erbrachte folgende Sieger: Zweiter Vierer: ATV. Berlin; Zweiter Gig- Vierer: Schwaben Heilbronn; Erster Vierer: Ulmer RG. Donau; Erster Einer: Steinke, Cannstatt; Gig. Vierer: Schwaben Heilbronn; Ermunterungs-Vie- rer: Kurmark Berlin; Gefallenen-Gedächtnis-Achter- Ulmer RG. Donau; 2. Cannstatt. Oer Samstag. - Abschluß der Wettkämpfe. Der letzte Wettkampftag des Deutschen Turnfestes begann bei strahlend blauem Himmel. Von früh 6 Uhr ab bis in die späten Abendstunden hinein kämpften noch einmal auf allen Bahnen Tau ende von Turnern um den schlichten Eichenkranz, der den Turnfestsieger auszeichnet. Schlag auf Schlag fielen allenthalben die Entscheidungen. Gute Leistungen tonnten verzeichnet werden. Zwischendurch gab es auch wieder eine Anzahl von Sonder-Vorführungen So begeisterten sich am Vormittag 30 000 Zuschauer in der Hauptkampfbahn an dem Turnen der Schweizer aus Zürich und St. Gallen. Weiter sind zu erwähnen das Singen und Tanzen der Jugend auf verschiedenen Plätzen der Stadt; das Tur- nen der württembergischen Schutzpolizei; die „Vor- sührungen der Wehrmacht", durch den Lehrgang für Leibesübungen in Wünsdorf und Mürwyk, so- wie schließlich die „N a t i o n a l e F e i e r st u n d e". Ein Riesenheer von Turnern und Turnerinnen aller Gaue marschierte zu dieser Feierstunde hinter einem Wald von Bannern auf der Festwiese auf. Macht- voll ertönte das gemeinsame Lied „Turner auf zum Streite". Dem Deutschlandlied schloß sich ein erhebendes Gelöbnis der Massen zu Volk und Vater- land an. Oie Entscheidungen des Samstags. Handball-Endspiel: ATG. Gcra schlägt TSV. Eßlingen 4:3 n. Derläng. Faust ball, Klasse I — Endspiel: TG. Schweinfurt besiegt Hamburg-Rothenburgsort 42:21 (20:10); Titelverteidiger Licht-Luftbad in der Vorentscheidung gegen Rothenburgsort aus- geschieden. Wasserball-Endspiel: TG. Mühl- hausen — Turnklub Hannover 8:5 (3:2). Schlagball-Endspiel (Turner): Gut Heil Arbergen schlägt Jahn Westerbauer Hagen mit 47:30 (38:7). Tennis - Endspiele : Herren - Einzel: Wille Stuttgart — Mertus-Hindenburg 6:3, 8:6; Damen-Einzel: Maria Wacker Dresden — Lotte Wistinghausen Raumburg 6:2, 6:0; Herren-Dop- pel: Wille/Baumann (Stuttgart) — Held/Schrö- ter (Anhalt) 6:3, 6:2; Damen-Doppel: Wisting- hausen/Hohn (Raumburg) — John/Roth (Anhalt) 2:6, 6:1, 6:1; Gemischtes Doppel: Maria Wacker/Rudolph (Dresden) — Frl. Roloff/Preu- ßer (Köln) 6:2, 4:6, 6:4. Rugby — Freundschaftsspiel: Heidelberger Tv. 46 — Tv. 60 Frankfurt 8:8. .^LcinIaIiberf^icf3cn: 1. Mühleis-Älm 101 P., 2. Waldmann-Ludwigshafen. Handball: Sachsen schlägt Schwaben 7:5 (5:4). Ringen: Griechisch-römisch: Sieger vom Bantam- bis Schwergewicht aufwärts: Grau-Cann- statt; Hering-München, Beck-Cannstadt, Ehrl- München, Haer-Stuttgart, Stein-Stuttgart, Jllin- ger-Murhardt; Freier Stil: Sieger von der Kmssc I bis IV aufwärts: Sammer-Zwoda/Sa., N^monn-Haßloch/Pfl., Knust-Laudenbach/ Pfl., Reubauer-Haßloch. ot»ä e 5? CJV ® n f f c 1 6 u n 9: 1. Heim, Oskfenbach, acht Siege; 2. Wahl, Tv. 60 Franko furt, sieben Siege; 3. Esser, Düsseldorf; 4. Kronenberg, Barmen; 5. Dauer, Eintracht Frankfurt; 6. Jakob, Tv. 60 Frankfurt. Leichtathletik: 100 Meter: 1. Lammers, Oldenburg, 10,8 Sek.; 400 Meter: 1. Single, Eßlingen, 51,2 Sek.; 1000 Meter: 1. Mertens, Wittenberg, 2:30,8 Min. (neue DT.-Bestleistung); 5000 Meter: Syring, Wittenberg, 15:36,5 Min.; 110 Meter Hürden: 1. Wegener, Schöneberg, 15 Sek.; 4X100 Meter: Orpo Oldenburg, 44,1 Sek.' 5000 Meter: KTV- Wittenberg, 7:50,6 Min.;' Diskus: Stöck, Greifswald, 43,36 Meter; Speer: Stöck, Greifswald, 65,85 Meter; Weitsprung: Storz, Alpirsbach, 6,91 Meter; Stabhoch: Müller, Kuchen, 3,85 Meter; Hochsprung: Dornhöft, Lirn- bach, 1,90 Meter; 15 - Kilometer - Straßenlauf: 1. Wirth, Karlsruhe, 53:16 Min.; Steinstoßen: Bulst, Breslau, 10,06 Meter; Dreisprung: Drexel, Dresden, 13,77 Meter. — Turnerinnen: 100 Mtr.: Dörfeldt, Karlshorst, 12,5 Sek.; 80 Meter Hürden: Rotte, Düsseldorf, 12,5 Sek.; 4x100 Meter: Tv. 46 Barmen, 52,1 Sek.; Hochsprung: Rotte, Düsseldorf, 1,58 Meter; Speer: Schumann, Essen, 41,92 Meter (neue DT.-Bestleistung); Kugelstoßen: Frau Schröder, Mundenheim, 12,93 Meter; Weitsprung: Mauermeyer, München, 5,38 Meter; Kugelstoßen (Turner): Vogl, Passau, 14,71 Meter. Schwimmen: Die wichtigsten der Entscheidungen des Samstags waren: 4x50 Meter Kraul (Frauen): Hamburger Tbd., 2:23 Min. (neue DT.-Bestleistung); Turmspringen (Turner): Storck, Frankfurt, 137 Punkte; Kunstspringen (Frauen): Kapp, Frankfurt, 130,70 P.; 4X100 Meter Kraul (Turner): Bode, Osnabrück, 5:43,2 Min.; 200 Meter Rücken (Frauen): Wägerle, Pforzheim, 3:35,3 Min-: Reunkampf (Turnerinnen): Kapp, Frankfurt. 170,65 Punkte. ©er Jestzug. Der Haupttag des Deutschen Turnfestes wurde mit drei gewaltigen Festzügen der DT. eingeleitet. Von verschiedenen Punkten der Stadt bewegten sich Züge, von denen jeder 40 000 Teilnehmer aufwies, durch die Straßen Stuttgarts, um dann im Hof des neuen Schlosses zuscunmen- zutreffen, wo sie in verschiedenen Richtungen aneinander vorbeigeführt wurden. Den Tausenden von Zuschauern bot sich ein Bild von überwältigender Schönheit dar. Unter dem Mittelbalkon pes Schlosses hatten Vizekanzler v. Papen, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsstatthalter Murr und die Mitglieder der württembergischen Staatsregierung Aufstellung genommen. Ferner sah man Reichsstatthalter S a u ck e l - Thüringen, den Reichsstatthalter von Sachsen, Mutsch- mann, Ministerpräsident Dr. Werne r-H e s s e n und Prinz A u g u st W i l h e l m. Die Straßen Stuttgarts, durch die sich die Festzuge bewegten, waren von riesigen Menschenmengen umsäumt. Um 9 Uhr verkündeten drei Kanonen- schlüge den Beginn des Festzuges. Der erste Zug wurde durch das Trommler- und Pfeiferkorps der Turner eröffnet, gefolgt von zahlreichen SA.- und Stahlhelmformationen. Es folgte die akademische Turnerschaft mit ihren Chargierten. Dann kamen die ausländischen Gäste und anschließend die Reihen der DT., zunächst die Hannoveraner, dann die Rheinländer, zwischendurch Rudersportler, anschlie- ßend die westfälische Turnerschaft mit den Symbolen ihrer Industriegebiete. Es folgten die Pommern, der Kreis Berlin und Brandenburg darunter Spreewälderinnen in ihren kleidsamen Trachten. Jubelnd begrüßt wurden zum Teil die verblichenen und zerschlissenen Fahnen des Kreises Unterweser-Ems, auch die Oldenburger mit einer originellen Fischertrachtengruppe ernteten starken Beifall. Den Schluß bildete der Turnkreis Schwaben. Der 2. F e st z u g wurde vom Kreise Oberweser mit einem Heer von Fahnen und Bannern eröffnet. Dann folgten Mittelrhein und Westfalen-Lippe. Starken Beifall fand die Abteilung Ruhr, in ihrer dunklen ernten Bergmannstracht. In riesigem Zuge folgte dann der große Turn- kreis Schlesien mit einem Trachtenzug aus dem Riesengcbirge. Den Schlesiern folgte der Turnkreis Rordosten. In Unterreihe schlossen sich dann an der Kreis Rorden mit einer Gruppe Helgoländer-Tracht und der Kreis Bayern. Der 3. Z u g umfaßte die Sachsen, die Badener und Pfälzer. Die Sachsen belebten das Bild durch volkstümliche Darstellungen ihrer heimatlichen Industrien. Auch Baden beschränkte sich nicht nur auf das Turnerische, sondern zeigte tvas das Musterländle an landschaftlichen Schönheiten besitzt und worin die Eigenart seiner Schwarzwälder Industrie besteht. Bon Heiterkeit und Lebenslust war der Zug der Pfälzer begleitet. Den Abschluß bildeten die Wagen mit ehrwürdigen Schwabenbannern aus der Gründungszeit der schwäbischen Turnvereine. ©er Abschluß des Festes. Mit einer geradezu überwältigenden Feier auf der großen Festwiese fand am Sonntagnachmittag das Deutsche Turnfest in Stuttgart seinen Ab- schluh. Zu Hunderttausenden strömten die Menschen nach Cannstatt, wo man trotz bester Organisation schließlich selbst im Auto oder in der Straßenbahn nur. noch schrittweise vorwärts kam. Einem Militärkonzert folgte auf der Festwiese ein Tanz von 1 3 0 0 0 Turnerinnen. Der Segelflieger Wolf H i r t h landete nach schönem Kunstflug in der Mitte der Festwiese. 2 0 0 Speerwerfer warfen gleichzeitig ihre Speere. Ein Jubelsturm ohnegleichen kündete sodann gegen 16.20 Uhr die Ankunft des Volkskanzlers an. Immer wieder brachen neue Ovationen für den Führer los. Dann zeigten 30 Spielgruppen der Jugend heitere Spiele und Kämpfe. Die Staffel sämtlicher Gaue der DT. wurde nach schönem Kampf von Schwaben vor Brandenburg, Rheinland und Sachsen gewonnen. Den Höhepunkt des Tages leitete der Aufmarsch der 42 0 0 0 Turner und 17 000 Tu rnerinnen in 50 blauen und weißen Säulen ein. Rach vollendetem Einmarsch ritt das Reiterregiment 18 mit seiner Regimentskapelle auf das Feld ein. Eine Artilleriesalve donnerte über das Feld, als sich zu Ehren der Gefallenen der Faynenwald senkte und die Menge in Schweigen verharrt?. Dann kam es zu den Massen- die noch einmal unvergeßliche Bilder vermittelten. Sie schlossen mit dem Deutschlandlied und dem Riederländischen Dankgebet. Es erschienen nun die Kranzmädchen, um den Siegern die Cichenkränze aufzusehen. Reichs- sportfuhrer v. Tscharnmer-Osten spracht Worte des Dankes an die Sieger, um dann dem Reichskanzler das Treuegelöbnis der Turner zu übermitteln. Von immer neuen Begeisterungsstürmen umtost, hielt dann Volkskanzler Adolf Hitler seine Rede, die von 300 000 Menschen mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied abgeschlossen wurde. Damit hatte das 15. Deutsche Turnfest seinen Abschluß gefunden. Langsam leerten sich die weiten Felder, die in diesen Tagen ein Fest von packender Größe sahen. Wirischast. 10/42 Milliarden Sparkasseneinlagen Ende Juni. Die Sparkasseneinlagen bei den deutschen Sparkassen beliefen sich Ende Juni auf 10 467,3 Mill. Mk. und sind somit gegenüber Ultimo Mai, wo sie 10 477,7 Mill. Mk. betrugen, fast unverändert. Der Berichtsmonat ergibt eine kleine Abnahme der Einlagen um 10,45 Mill. Mk. gegenüber einer Zunahme von 19,13 Mill. Mk. im Mai. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 381,79 (422,71) Mill. Mk., davon aus Aufwertung 3,65 (7,63) und aus Zinsgutschriften 8,17 (5,59) Mill. Mk., während sich andererseits die' Auszahlungen auf 393,74 (405,25) Mill. Mk. stellten. Die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen betrugen Ende Juni 1109,76 Mill. Mk. gegenüber 1125,79 Mill. Mk. Ende Mai 1933. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 29. Juli. Obwohl die Erzeugung in deutscher und holländischer Butter in- olge der heißen Witterung sehr knapp ist, über- chreitet sie immer noch erheblich den Bedarf, der leben der Reise- und Ferienzeit in den Städten tarf verringert ist, und auch durch das bevor- tehende Monatsende eine merkliche Einschränkung erfahren hat. Die Stimmung blieb indessen anhaltend fest, für deutsche Butter verlangte man unverändert 128 bis 130 Mark, während holländische Butter mit 130 bis 135 um 2 bis 3 Mark höher lag. Spitzenqualitäten waren stark vernachlässigt, während billige Sorten seitens des Handels stark gesucht blieben, die aber nicht annähernd im benötigten Umfang beschafft werden können, wobei auch der Eigenbedarf auf dem Lande während der Erntezeit mitsprechen dürfte. Frankfurter Eiermarkt. Franks u rt a. M, 29. Juli. Die Stimmung blieb zwar zuversichtlich, der näherrückende III- timo J^at auf den Absatz aber einen sehr nachteiligen Einfluß genommen, so daß die seither nur schwache Geschäftstätigkeit fast zum Erliegen kam; es wurden nur Käufe für den notwendigsten Bedarf vorgenommen. Die Zufuhren in deutschen Eiern blieben knapp, für Ausländer waren sie genügend. Für deutsche Frischeier verlangte man 7,50 bis 9,75, für deutsche Landeier etwa 8 bis 8,50, und für holländische Frischeier 8 bis 9,50 Pfennig per Stück franko Frankfurt a. M. 14,75 15 49,75 131 131,13 151,25 20,13 52,5 | 80,5 77 I =1 52 Banknoten. 80 82 34 11,5 11,8 M 4-8 63 62.13 61J5 162 Die hinter den 7,25 4,95 o 0 98,75 48,75 71 112 62,75 109,25 56,75 34 51 42 20,5 54,5 45,25 151,75 14,65 48,4 88,5 49,75 103,25 154,5 124 70,4 112 63,25 102 54,5 45,25 152 15,5 163 15,5 163 . 6 , 0 , (i 10 109 57,5 63 o , 0 , 0 0 , 0 , 7 , 0 0 0 6 19 102,75 155 123,75 20,25 84,25 98 48 42,75 21 21,5 63,13 167 48,75 57,75 51 15,25 49 14,5 18,25 18 15,5 48,4 88,25 50 14,65 18 19,75 15,75 47 130,75 170,5 49 57 50,75 130,65 170,5 49 57,75 51 118 34 51,4 42,75 21,5 113,75 29,75 43,75 35 15,65 162,75 48,75 57 51 118 34 49,75 44 20 86,25 99,13 49 57 63.25 88 102,75 154 123,25 71 112 63 102,25 64 20,25 85,5 98 48,75 79,75 88 102.75 154,75 123,75 109,25 57 71,5 113,4 62,65 102,25 64 Daimler Motoren .. Deutsche Linoleum Orenflcln & Koppel Leonhard Tietz .... Thade............ 112 29 41,5 35,65 16,13 162 7,4 5 5,1 4,45 29.5 43,13 29,5 43,5 Siemens & Halske Lahmeyer L Co. .. 52,51 81 77 Gesellschaft.. Dresdner Bank Rcichsbank ... 54,5 45,25 151.65 I ®. FarLen-Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt ... Rütgerswcrke .. Metallgesellschaft 11,5 5,1 4,5 0,95 5 4,55 4,75 7,6 4,9 Grihner................. Malnkrastwerfe Höchst a.82. Süddeutsch« Zucker 5 4,5 4,5 7,3 4,95 Philipp Hol,mann...........01 Zementwerk Heidelberg ......4| Cemenrwerk Karlstadt.........o| Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Schultheis Patzenhofer..... Aku (Allgemeine Kunstseide) Bembcrg................ ZeUNosi Waldbo,......... Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer Gas............ 4% Oesterreichlfche Goldrentv... 4,20% Oesterreichlfche Sllberrcntr 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% dcSgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4^ Türkische Bagdadbahu«Anleih> »all 1 •«...'X.............. A.S.G....................... Felten & Guilleaume ........o Gesellschaft für Elektrische Unter. nchmungen...... Rheinische Elektrizität Schuckrrt SCo..... Buderus ..................., Deutsche Erdöl ............. 4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoesch Eisen—«öln-Neuesseu.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klücknerwcrkc ...............0 Biffluu^marm-ßtolnai 0 Lamburg-Bmerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 61®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner.Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto- 10 0 0 ^ranliun a. VI. ©trlm Schluß- kur« Schlußk. Slbcnb» börsc Schluß« für« Schlußk. Miltag« börsc Dalum 28./. 29.7 27-7. 28.7. 6% Deutsche Rctchsanleihe v. iflm 63 83,4 83,4 6% efccm.7% Dt.RclchsanI. v. 1929 98,5 98,5 98,7 87^3 80,25 6V,°/o Donng-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mli 81 81,05 80,25 Auslos.-Rcchlcn ............ 77,75 11,2 78 11,15 77,65 11,15 77,65 11.25 DcSgl. ohne AuSlos.-Rcchte...... 6% eben,. 8% Hess. Bollcstaat 1929 krüchzahlb. 102%)........... 75 75,5 73,5 Oberbelsen Provinz-Anleihe mli VluSlos.-Rechlen ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt — — — — Gold R. 12........... 80,5 6Vi% Hess. Lande« Hypotheken- bank Darmstadt Liqui...... — — 85 RS 85,75 Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit AuSlos.-Rechten 6% chcm. 8% Franks. Hyp.-Bani 69,25 68,5 68,9 68,5 Goldpsc. 15 unkündbar 015 1935 81,75 82,25 6% chem. 7% Franks. Hyp.-Bani Goldpsc. 16 unkündbar 615 1936 81,65 82 6F,% chem. 4>/,% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbricsc ..... 84,9 84,75 6¥i% ehcm. 4>/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpsc. ... 6% chem. 8% Pr. Landespsand 85,75 85,75 — — bricsanstalt, Pfandbriefe R. 19 85 85 85.5 85 85,75 6% ehcm. 7% Pr. LandeSpkand bricfanstalt, Pfandbriefe R. io 85 85 85 BcrrechnuagKurS ............. 86 86 85 Frankfurt a. Dl. Berlin Gchluß« furd Schlußk. Abcnd« börse Schluß» kurs Schlußk. UllllQO» bSrse Datum 28.7. 29.7. 27.7. 28.7. 4% beSgl. Serie II ............ 8% Rumün. vcreinh. Rente v. 1903 4^°/„R,imän.vereinh.Mentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 3%% Anatolier.............. 5 4,25 8,25 3,95 24,13 5 4,25 8,25 4 24 4,95 4,25 8 3,9 23,75 4,85 4,5 8,2 4 23,4 Frankfun a. Dl. Derltn Schluß» kur« Schlußk. Abend« Mrff Schluß» kurä Schlußk. Mlnag« bSrse Datum 28.7. 29-7. 27.7. 28.7- Manotelder Bergbau.........0 Kvkswerke ..................o Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohle» ......10 Rbeinstahl .................o Bereinigte Stahlwerke........o Otavt Minen ...............o Kaliwerke AscherSkcben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......s Illi sjq“? | | | 28 38 90,25 37,5 14,5 172 28,5 79,5 38 205 90.4 37,75 14,5 126 27,4 78,5 38,75 202,75 89,75 38,75 14 125 125 172,5 27.3U1I 28.Zull Amtliche Meld Aoiierung 1 Srlc Amtliche Geld Notierung Arle Helsingsor». 6,164 6,176 6,164 6,176 ~ Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... Budapest ... Sofia..... Holland .... Oslo....... 12,42 3,047 169,23 70,18 62,34 12,44 3,053 169,57 70,32 62,46 12,42 3,047 169,18 70,08 62,29 12,44 3,053 169,52 70,22 62,41 Kopenhagen. Stockholm... 71,98 72,12 71,88 72.02 London ..... 13,95 13,99 13,93 13,97 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Reuyork .... 3,147 3,153 3,047 3,053 Brüssel..... 58,48 58,60 58,50 58,62 Italien..... Parts..... 22,11 16,40 22,15 16,44 22,09 16,41 22,13 16,45 Schweiz ... 81,07 81,23 81,17 81,33 Spanien.... 34,96 33.04 35,02 35,10 Danzig.... 81,57 81,73 81,57 81,73 Japan...... Rio de Ian. 0,864 0,234 0,866 0,236 0,869 0,234 0,871 0,236 Iuaostawten Ltjsadon.... 5,195 12,69 5,205 12,71 5,195 12,69 5,205 12,71 Äeriin, 28.Juli Weib »rief Amerikanische Roten.............. Bel gische Roten.................. 3,00 58,34 62,04 13,89 16,37 168,76 21,97 69,91 71,71 80,99 34,89 3,02 58,58 62,27 13,95 16,43 169,44 22,05 70,19 71.99 81,31 35,03 Dänische Roten ................. Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Hpaniiche Note»................. Ujwartige Heini •••••••••••••••• W1’\ou|tr'ert ' M: Kn! 0er Kronp „eine^ Zuschüssen, Komm. CT Ä Persönlich digkeit auf die Sch len, W uns me Mussolini. Deulschland - m sicher Beobadjtunc Glück, am Steuer Hiller eine Formal IHuii lang rang Hiller indem er seine c ralische und körp Leistungen sind n fohlte Garantie, Schwierigkeiten, l große Ziel errei Staatsmann gese erbarmungsloser l hat Deutschland m vom Marxismus der roten Gefahr j Tatsache von der deutung für Luro) ganze , Unter diesen Umftänl bauer(id)er, daß sogar englildjtn Öeffentlitye Auffassung von Hit, seinen Leistungen schreie V\es den satschi sichtlich m deutschen den. Ach hvsse, und ich die übrige Welt chr wird im selben Maße solini getan hat." Siudeni« auf bei Kelbra, 30. hä user-Terba Deutscher Stu und Sonntag in bi 52 Jahre nach der diesjährige große Gemeinsam mit de deuten aus allen deutschen Iolksgei von EA -Männern tagnachmittag zogc der 66 und des ^"lmal, um in eir die Verbundenheit öeutfa betonen. Die $ Seldgo fei ^rkreisMn re