Nr. 77 Erstes Blatt 183. Jahrgang 8reitag,31.MärzlyZ3 Erschein» täglich, auher Sonmags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gienener Familienblatter Heimat m Bild Die Scholle Monals-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM 1.9b Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. iiernsvrechanschMffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift lür Drahtnach« richten Anzeiger Liehen, postschecklonto: jlronisvrt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen vn'tk vnd verloa: vrühl'fche Univeifitälr-Vuch- und Stemtruderei H. Lanze in Sietzei. 8chr:ftleitung und Geschäftr^telle: §chu!^tra^e 7. Annahme von Anzeige» für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne- klameanzeigrn von 70 mm Brette 35 Neichspsennig, Platzvorschrist 20" , mehr. Chefredakteur Dt. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und rür den An« jeigcnteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in (Bienen. Panzerschiff „Deutschland" i>on Erich Metzenthin, Korvettenkapitän a. O. Am 1. April 1933 wird das neue Panzerschiff „Deutschland" zum erstenmal Kriegs- flügge und Wimpel hissen. und sich damit in die deu.iche Weyunacht zur See einreihen. Als die Marateiachveistano.gen der Feinumachte dem Dem- scheu Reich in Versailles neben soviel anderen Ra- stungsveschräntungen die Bedingung auhroangen, Daß unsere Panzersch.sfersatzbauten eine Wasserverdrängung von höchstens lOuOO Tonnen haben durften waren sie davon überzeugt, damit Deutschland endgültig aus der Reihe der mitzählenden Seemach:e gestochen zu haben. Heute wie stets bildet das schwerbewaffnete Kampfschiff den Kern d e r Flotten. Seine Starre hängt in entscheidender Weise von der Schiffsgröße ab, da diese bas Maß an Angriffs- und Verteidigungswaffen bestimmt, die in dem Schiffsrumpf untergebracht werden können. Die Folge davon ist d i e ft ä n d i g e Steigerung der Schiffsgrößen. Noch 1890 hat keine große Marine ein Schlachtschiff von den verhältnismäßig geringen Abmessungen unserer „Deutschland" gebaut. Im Washingtoner Flotten- abkommen von 1922 haben die großen Seemächte für ihre Marinen d i e Höchstgrenze für Panzerschiffe auf 35000 Tonnen festgesetzt. Angesichts dessen mußte die Konstruktion eines brauchbaren Kampfschiffes von nur 10 000 Tonnen als unmöglich erscheinen. Auch in der deutschen Marine hielt man diese Aufgabe während einer ganzen Reihe von Fahren für unlösbar. Nun ist es aber unter Anwendung aller Mittel der Technik den- noch gelungen, ein Panzerschiff zu konstruieren, das bei den Fachleuten aller Marinen der Well eine ungewöhnliche Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Die „Deutschland" trägt eine schwere Armierung von sechs 28-cm-Schiffskanonen, die zu je dreien in zwei Türmen im Vor- und im Achterschiff ausgestellt sind. Acht 15°cm.Schiffskanone>,, hauptsächlich zur Torpedobootsabwehr, eine Anzahl von Flugzeugabwehrgeschützen und sechs 50-cm-Tor- pedorohre ergänzen die Angriffswaffen. Das Schiff ist für die hohe Geschwindigkeit von 26 Seemeilen (48 Kilometer) in der Stunde konstruiert und hat ohne Brennstoffergänzung einen Fahrbereich (Aktionsradius) von 10 000 Seemeilen. Selbstverständlich ist auch ein kräftiger Panzer- s ch u tz und eine bis ins kleinste durchgebildcte wasserdichte Einteilung der unteren Schiffsräume zum Schutz gegen Torpedo- und Minentreffer vorhanden. Die Möglichkeit, einen so erheblichen Teil der Tragfähigkeit des Schiffes für die rein militärischen Anforderungen verfügbar zu machen, ist dadurch erzielt worden, daß die „Deutschland" als erstes großes Kriegsschiff der Welt aus- schließlich Dieselmotoren als Antriebskraft erhalten hat, die insgesamt 54 000 Pferdekräfte entwickeln. Durch den Fortfall der Kesselanlagen ist viel Raum und Gewicht gespart. Auch der Schiffsrumpf ist besonders leicht geworden, weil man die Außenhaut nach einem schon bei den letzten deutschen Kreuzerbauten erprobten Verfahren nicht genietet, sondern geschweißt hat. Außerdem ist, wo irgend angängig, Leichtmc - lall verwendet worden. Die taktischen Verhältnisse zur See sind weitgehend durch das Washingtoner Flotten- a b k o m m e n zwischen England, den Vereinigten Staaten, Japan, Frankreich und Italien bestimmt. Die großen Seemächte haben sich 1922 entschlossen, bis auf weiteres auf den Bau schwer gepanzerter Kampfschiffe im wesentlichen zu verzichten und als größte Kreuzer einen nur schwachgepanzerten, sehr schnellen Typ von 10 000 Tonnen zu bauen, dessen Hauptarmierung kein schwereres Kaliber als 20,3 cm haben darf. Diese Verhältnisse haben sich unsere Konstrukteure zunutze gemacht. Sie haben mit der . Deutschland" ein Schiff konstruiert, das an Fahrgeschwindigkeit und bezüglich der Schußweite feiner Geschütze fast allen Panzerschiffen der Welt überlegen ist, im Gefecht mit einem solchen also die Kampfentfernung nach Belieben wählen oder sich unter ungünstigen Verhältnissen dem Gefecht ganz entziehen kann. Auf allen Meeren der Welt schwimmen zur Zeit nur vier Schlachtkreuzer, drei englische und ein türkischer, unsere alte „Goeben", die der neuen „Deutschland" sowohl an artilleristischer Kampfkraft als auch an Schnelligkeit überlegen sind. Die sehr zahlreichen, feit dem Kriegsende gebauten fremden Kreuzer von 10 000 Tonnen Wasserverdrängung und weniger, sind zwar erheblich schneller als die „Deutschland", aber artilleristisch und bezüglich des Panzerschutzes so unterlegen, daß sie sich auf ein ernstliches Gefecht mit ihr gar nicht einlaffen können So nimmt in der Tat unser „Taschenpanzerschisf", wie die Engländer es genannt haben, eine markante Sonderstellung ein. Es ist die geniale Lösung eines ungewöhnlich schwierigen schiffbaulichen Problems. Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß absolut gesehen, eine ganze An zahl von Schiffen der großen fremden Marinen an Geschützkaliber, Geschützzahl, Stärke des Panzers und damit an Kampffähigkeit überlegen sind. Seeherrschaft ausüben kann man aber letzten Endes nicht dadurch, daß man dem überlegenen Gegner ausweicht» sondern nur, indem man i h m Stand hält, ihn niederkämpft oder verjagt. Diese M ig- lichkeit ist gegenüber den sehr zahlreichen fremden Kreuzern ohne weiteres gegeben, nicht aber gegenüber den besten G r o,ß k a m p f s ch i s f e n fremder Marinen, obwohl auch, diesen gegenüber die besonders weittragende schwere Artillerie der „Deutschland" unter Umständen von entscheidender Bedeutung sein kann. „Ulalin" veröffentlicht den Wortlaut des Mssolinipatts. Die politische Verständigung der vier Wesimächte.—Revision der Friedensdiktate im Rahmen des Völkerbundes. - Deutsche Küstungsgteichheit in Etappen. — Zehn Fahre Laufzeit. Die sechs Ariike Paris. 31. März. (MTV. Funkspruch.) Der „Malin" erklärt, in der Lage zu fein, heute den ungekürzten Wortlaut des politischen Pakt- Vorschlages für eine Zusammenarbeit Deutschland, England, Frankreich und Italien zu veröffentlichen, den Mussolini in Rom am 18. März Macdonald unterbreitet hat. Er soll lauten: Artikel 1. Die vier westmächIe Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien verpflichten sich untereinander, eine effektive Poll- t i k der Zusammenarbeit zwecks Aufrechterhaltung des Friedens nach dem Geiste des Kellogg- paktes und des Paktes der Nichtanwendung der Gewalt zu verwirklichen. Sie verpflichten sich, auf dem Gebiete der europäischen Beziehungen so zu handeln, daß diese Friedenspolitik nötigenfalls auch von den anderen Staaten angenommen wird. Artikel 2. Die vier Mächte bestätigen den Grundsatz der Revision der Frieden s- vertrage gemäß den Klauseln des Völkerbunds st atutes in dem Falte, daß sich Situationen Herausstellen, die dazu angetan sind, einen Konflikt zwischen den Staaten herbeizuführen. Sie erklären zu gleicher Zeit, daß dieser Grundsatz der Revision nur im Rahmen des Völkerbundes und in einem Geiste wechselseitiger Verständigung und Solidarität der gegenseitigen Interessen angewendet werden kann. Artikel 3. Frankreich, Groß-Britannien und Italien erklären, daß in dem Falte, daß die Ab - rü^tungskonserenz nur ju Teilergebnissen führen wird, die Gleichberechtigung, die Deutschland zuerkannt worden ist, eine effektive Bedeutung haben muh. Deutschland verpflichtet sich, diese Gleichberechtigung in Etappen zu verwirklichen, die durch aufeinanderfolgende Abmachungen festgesetzt werden soll, die die vier Mächte auf gewöhnlichem diplomatischen Wege abzuschließen haben. Die vier Mächte verpflichten sich, im selben Sinne bezüglich Oesterreich, Ungarn und Bulgarien sich zu verständigen. Artikel 4. In allen politischen und nichtpolitischen europäischen und außereuropäischen Fragen sowie aus kolonialem Gebiete verpflichten sich die vier Mächte, soweit wie möglich eine gemeinsame verhattungslinie anzunehmen. Artikel 5. Dieses politische Abkommen der Verständigung und der Zusammenarbeit, das, wenn nötig, der Billigung der Parlamente innerhalb von drei Monaten unterbreitet wird, gilt a u f d i e Dauer von zehn Jahren und gilt als um die gleiche Zeit verlängert, wenn es nicht von einem der vertragschließenden Teile ein Iahr vor Ablauf gekündigt wird. Artikel 6. Der vorstehende Pakt wird beim Völkerbundssekretariat eingetragen. Paul-Boncours Gorgen. Völkerbund und kleine Dächte a's Vorwand zur Kritik Paris, 31. März. (TU.) Vor dem Auswärtigen Ausschuß der Kammer soll der französische Außenminister zum Mussoliniplan erklärt haben, daß man diesen Vorschlag begrüßen könne und daß er mit größter Aufmerksamkeit geprüft zu werden verdiene, da eine Zusammenarbeit der vier Großmächte eine Entspannung bedeuten würde. Nichtsdestoweniger könne Frankreich feine Haltung nicht ändern und die Anwendung der in Rom ins Auge gefaßten Formen nur im Rahmen der Äölkerbundsat- z u n g e n zulassen. Alle Staaten möchten gleichberechtigt sein. Es gebe keine großen und keine kleinen Staaten, wenn man sich auf rechtliches Gebiet begebe. Auf die Frage über die Möglichkeit einer Revision der Verträge hat der französische Außenminister geantwortet: Nichts sei ewig. Aber man müsse abwarten, bis in Europa wieder Ruhe eingetreten sei, um diese schwerwiegende Frage mit Erfolg behandeln zu können. Ferner ist der Außenminister auch auf die Ereignisse in Deutschland eingegangen. Er soll die Anweisungen verlesen haben, die er dem französischen Botschafter in Berlin nach dem Kehler Fall erteilt hatte und hinzugefügt haben, daß sie augenscheinlich ihren Eindruck auf die deutsche Regierung nicht verfehlt hätten, da die Lage jetzt eine Entspannung aufweise. Botschafter Nadolny über bas Ergebnis von Genf. TcutschiandsHa npf ulnGieichlerechtigung echt wc ter. Berlin, 30. März. (CNB. Gig. Meld.) Dor der Presse äußerte sich der aus Genf zurückgekehrte Botschafter N a d o l n y über den bisherigen Verlauf der Konferenz und über die Haltung Deutschlands. Der englische Entwurf fasse alles zusammen, was auf dem Gebiete der Abrüstung in den ganzen letzten Jahren an Fragen aufgeworfen und geklärt worden sei. Er hat nach Auffassung des Botschafters Nadolny den Vorzug, daß er wirklich a n d e n springenden Punkt der Materie her» Ein Aufruf des Münchener Zentralkomitees. München, 31. März. (CNB.) Das Zentralkomitee zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze weist in einem Ausruf darauf hin, daß der Boykott nur gegen einwandfrei als I u» den anzusehende Personen und Geschäfte oorzubereiten ist. In Zweifelsfällen ist gegen den Boykott zu entscheiden. Alle bekannt- gegebenen Anordnungen treten erst ab Samstag, 10 Uhr vormittags, in Kraft und dürfen nicht vorher in Anwenduna kommen. Jeder Deutsche, so heißt es in dem Aufruf weiter, muß seine Ghre daransetzen, daß gemäß der Anordnung der Reichsleitung der NSDAP, keinerlei Gewalttätigkeiten unterlaufen. Gewalttätigkeiten werden umso schwerer be- straft, als anzunehmen ist, daß sie von Spitzeln, die der gerechten Sache Schaden zufügen wollen, ausgehen. Wie von nationalsozialistischer Seite weiter verlautet, wird der angekündigte Boykott b e st i m m t am Samstagvormittag 10 Uhr beginnen. Der Boykott ist nicht b e f r i ft e t. Die Dauer hängt lediglich davon ab, ob die für die Hetze im Ausland verantwortlichen Kreise ihre durch nichts gerechtfertigte Greuelpropaganda ein stellen bzw. hierzu von den verantwortlichen ausländischen Stellen g e - zwungen werden. Der Reichskanzler an Deutsche in Amerika. Berlin, 31. Mär;. (WTV. Funkspruch.) Die Bereinigten Deutschen Gesellschaften in Reuyork hatten an Reichskanzler Adolf Hitler das nachstehende Telegramm gerichtet: „Vereinigte Deutsche Gesellschaften von Reu- york in Gemeinschaft mit hiesigen deutschen Iuden deutscher und amerikanischer Staatsangehörigkeit erhoben heute schärfsten Einspruch gegen unerhörte Deutschenhehe in Amerika. Erbitten zwecks Abwehr Erklärung über künftige rechtliche politische und wirtschaftliche Stellung der I u - den in Deutschland, persönliche Antwort für das Deutschtum hier von größter Bedeutung." Darauf ist vom Staatssekretär in der Reichskanzlei Dr. € a m m e r s öie folgende Antwort ergangen: „Reichskanzler dankt für Ihre Mitwirkung im angeht, indem für die Bemessung der Rüstungen der verschiedenen Staaten feste Zahlen eingesetzt werden. Die deutsche Delegation hat den von den Engländern ausgestellten Konventionsentwurf gleichfalls als Diskussionsgrundlage angenommen, sie hat aber keinen Zweifel darüber gelassen, daß wir in dem Entwurf bereits eine grundsätzliche Anerkennung unserer vollen Gleichberechtigung bis zu einem gewissen Grade erblicken, daß jedoch hinsichtlich der Zahlen und Einzelangaben nach unserer Auffassung noch keine genügende Konkretisierung der vollen Gleichberechtigung für uns im Entwurf enthalten ist. Die von uns verlangte allgemeine Abrüstung muß ebenso weit gehen, wie die erzwungene Abrüstung Deutschlands und feiner ehemaligen Verbündeten. Bot- schaster Nadolny verlangt infolgedessen die Gleichberechtigung in der Hinsicht, daß auch allen anderen verboten wird, was uns verboten i ft, und daß uns geftattet wird, was den anderen gestattet ist. Die nächste Tagung der Abrüstungskonferenz betrachtet Nadolny als die Endphase. Er nimmt an, daß sie im Zeichen des Kampfes stehen wird, aber auch im Zeichen unserer festen Haltung und im Zeichen der Rückwirkung der gesamtpolitischen Situation auf die Konferenz und der Konferenz auf die politische Situation. Kampf gegen jüdische Hetze. Deutsche Iuden werden wie alle anderen Staatsangehörigen gemäß ihrer Einstellung zur nationalen Regierung behandelt werden. Abwehraktion Nationalsozialistischer Partei durch Verhalten deutscher Iuden im Auslande herausgeforder t." Die amerikanische Siaaissührung gegen Schritte amerikanischer Inden. Washington, CO. März. (WTB.) Eine Abordnung jüdischer Kriegsveteranen überreichte im Weihen Haus eine Petition gegen die angeblichen Judenverfolgungen in Deutschland. Der Präsident lehnte es ab, die Abordnung zu empfangen. 3n der gleichen Angelegenheit machte heute der Rabbiner W i s e im Staatsdepartement einen Besuch. Sein Anliegen wurde jedoch nur lediglich zur Kenntnis genommen. Stratssekreiär Hüll beauftragte seinen Hilfsstaatssekretär C a r r, bei der betreffenden Kommission des Repräsentantenhauses gegen die Dickstein-Resolution P r o t e st zu erheben, die die Aufhebung der Einwanderungsschranken zwecks Zulassung der aus Deutschland flüchtenden Juden verlangt. Carr erklärte, die Regierung billige weder die Begründung noch das Ziel dieser Resolution. Auch Vertreter nationaler Verbände haben gegen die Aushebung der Einwanderungsbeschränkungen Protest erhoben, die eigens zur Verhinderung der Einwanderung aus Osteuropa errichtet worden seien. Der heute mit dem Dampfer „Bremen" aus Europa hier eingetroffene Bankier W i g g i n teilte Pressevertretern mit, daß er von angeblichen Judenverfolgungen in Deutschland nichts bemerkt habe. Der Vizepräsident des Centralvereins DeutscherStaatsbürger jüdischen Glaubens, Wallach, übergab vor seiner Abreise nach Deutschland mit dem Dampfer „Bremen" der amerikanischen Presse eine Erklärung, in der es heißt: 3d) bin fest davon überzeugt, daß die gegenwärtige Lage niemals entstanden wäre, wenn dieGefühle desdeut- schenVolkes nicht so tief verletzt worden wären durch die Schritte, die ausländische Gruppen unternahmen, um zu einer DerurteilungDeutschlandsin der ganzen Welt aufzurufen durch Methoden, die in derartigem Umfange bisher noch nie gegen ein anderes Land angewandt wurden. Der deutsche Abwehrkampf gegen die Greuelhehe. Eine der Hauptaufgaben unserer Flotte besteht darin unter allen Umständen öie Verbindung zwischen dem Reich und O st Preußen zu sichern. Der Seeweg hat um so größere Bedeutung, weil Polen die Weichsellinie sehr stark mit Befestigungen ausgebaut hat. Es wird sich darum hande'n, Transportflotten gegen feindliche Angriffe zu sichern; möglicherweise muß auch das Eindringen aus der Nordsee kommender Geschwader in die Ostsee verhindert werden. Für derartige Aufgaben ist die schnelle, stark armierte, verhältnismäßig flachgehende „Deutschland" hervorragend geeignet. Natürlich reicht e i n Schiff dafür aber nicht aus. Daher ist es erfreulich, daß gegenwärtig bereits zwei weitere Panzerschiffe, „Ersatz Lothringen" und „Ersatz Braunschweig", in Bau sind, von denen das erste 1934, das zweite 1936 in Dienst kommen soll. Ein viertes, „Ersatz Elsaß", wird 1934 begonnen, 1938 beendet fein. Wenn dieses Geschwader schwimmt, wird Deutschland in der Ostsee die bedeutend ft e Seemacht (ein. Zur Zeit besitzt dort nur Rußland drei schon etwas^ veraltete Großkampfschiffe. Polen und die Rand- staaten haben außer einigen Unterseebooten feine Fahrzeuge von wesentlichem militärischen Wert. Es ist dringend nötig daß die Genfer Verhandlungen Deutschland die Möglichkeit zum Bau von Unterseebooten und Flugzeugen zum Schutz seiner langge st reckten Küsten bringen. Der Besitz dieser beiden modernen und verhältnismäßig billigen Kampfmittel ist uns bisher untersagt, während z. B. Rußland 18, Dänemark 13, Schweden 18, Finnland 4, Lettland 2, England 65, Frankreich 109, Polen 3 U-Boote fertig und im Lau besitzen. Aber wichtiger und entscheidender ab alle Mittel des Kleinkrieges sind und bleiben Panzerschiffe. Deswegen ist der Taa, an dem die neue „Deutschland" in Dienst gestellt wird, sachlich und symbolisch von außerordentlicher Bedeutung. Er zeigt der Welt, -daß das Deutsche Reich sich nicht von der See verdrängen lassen will, sondern seinen Anteil an der Beherrschung der Meere beansprucht. Die „Deutschland" ist das erste deutsche Kriegsschiff der Nachkriegszeit, an dessen Gaffel vom ersten Tage der Indienststellung an öie reine schwarzweißrote Flagge mit dem Eisernen Kreuz weht. Damit knüpft sich das Schiss in besonderer Weise an die stolze Tradition der alten kaiserlichen Kriegsmarine von Coronel und vom Skagerrak an. Möge es sich i h r e r w ü r - d i g erweisen! Llm die Unabhängigkeit der deutschen Tlahmngsversorgung. Staatssekretär t>. Rohr über die Lösung der Landwirtschaft vom Weltmarktpreis. Eine Weiterführung der Protestkampagne, j zu der die Demonstration in Madison Square Garden gehört, wird nur zu einer noch gröberen Spannung zwischen der öffentlichen Meinung beider Länder und zu einer noch stärkeren Reaktion auf politischem und psychologischem Gebiet führen. Der Centralverein appelliert an die Juden in den Vereinigten Staaten, sich weiterer Schritte und weiterer Agitation zu enthalten, die nur schaden und nicht nutzen kann. Die britische Regierung wünscht sich nicht einzumischen. L o n d o n, 30. März. (TU.) Im Oberhaus erklärte auf Anfragen Lord Cecils und Lord R e a d i n gs der englische Kriegsminister Lord H e i l s h a m im Namen der Regierung, daß die Anfragen wegen der Lage der Juden in Deutschland eine sehr vorsichtige und taktvolle Handhabung verlangten. Es gäbe eine große Anzahl englischer Staatsbürger jüdischer Abstammung in Deutschland. Wenn einer von ihnen verhaftet oder mißhandelt würde, würde England das Recht haben, darauf zu dringen, daß ihm Gerechtigkeit widerfahre. Auf Grund der angcstellten Nachforschungen könne er erfreulicherweise dem Oberhaus versichern, daß die englische Regierung von keinem derartigen Vorfall in Deutsch- land Kenntnis erhalten habe. Kein britischer Staatsangehöriger jüdischer Abstammung habe irgendeinen Grund zur Beschwerde über schlechte Behandlung innerhalb des deutschen Reichsgebietes gehabt. Er alaube nicht, daß es richtig sei würde, bei der deutschen Regierung Vorstellungen hinsichtlich der Behandlung deutscher Staatsbürger, ganz gleich, welcher Abstammung, zu erheben. Die Regierung glaube nicht, daß sie für sich irgendwelche Sonderrechte hinsichtlich der deutschen Staatsbürger jüdischer Abstammung in Anspruch nehmen könne. Entschiedene Stellungnahme der ibero-amerikanischen Generalkonsuln. Hamburg, 31.März. (WTB. Funkspruch.) Die „R e v i st a a l e m a n a", das Organ des Aufklärungsausschusses Hamburg-Bremen veröffentlicht formulierte Erklärungen und Interviews mit den Generalkonsuln sämtlicher Jbero- amerikaniscyen Staaten über die Lage in Deutschland. Die Generalkonsuln drücken übereinstimmend ihre offene Bewunderung für den hohen Grad von Bürgertugend aus, den das deutsche Volk während des Wahlaktes und bei der reibungslosen Einsetzung des neuen Regimes in Hamburg bewiesen habe. Die Generalkonsuln bestätigen ausdrücklich, daß sie nach wie vor in voller Ruhe ihrer täglichen Beschäftigung nachgehen können und daß sie im übrigen größte Ordnung und Disziplin auf den Straßen wahrnehmen. Oer Verein Deutscher Zeitungsverleger appelliert an die amerikanische presse. Berlin, 31.März. (VDZ.) Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger hat an die Direktoren der beiden großen amerikanischm Rachrichtenbureaus Associated Preß und United Preß gleichlautende Telegramme gesandt, in denen es heißt: „Bitte alle Mühe aufzuwcnden, daß hetze gegen Deutschland sofort eingestellt wird. 3n Deutschland herrscht vollkommene Ruhe und Ordnung. Gez.: Dr. Srumbhaar Präsident des Vereins Deutscher Zeitungsverleger." Warnungvor kommunistischen Provokateuren. Plünderungsabfichten in SA.-Uniform getarnter Kommunisten Berlin, 31. März. (ERD. Funkspruch.) Mitglieder der kommunistischen Kampforganisation beabsichtigen, wie wir erfahren, den morgigen na« tionalsozialistischen Boykott gegen die jüdische Greuelhetze dazu zu benutzen, um P l ü n - derungen durchzuführen. Die Kommunisten wollen sich dabei derSA. -Llniforrnbe- dienen, um so getarnt jüdische Geschäfte zu plündern und dadurch eine allgemeine Llnruhe in den Städten anzuzetteln. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß sogar besondere kommuni st i- fche Motorrad st affeln ausschließlich für diesen Zweck zusammengestellt werden, und in Gegenden, die nicht so schnell von der Polizei zu erreichen sind, Plünderungen durchzuführen. Es geht ihnen hauptsächlich darum — da sie in SA.-Llni- form aufzutreten beabsichtigen — die Rationalsozialistische Deutsche Arbeiter- Parteizu belasten und dem Auslande Material in die Hand zu spielen, mit dem die Greuel- Hehe weiter ^trieben werden soll. Es wird noch.- mals eindringlich vor diesen Provokateuren gewarnt, da die SA.-Mannschaften die strikte Anweisung haben, sich an die Anordnungen des Zentralkomitees zur Abwehr der Greuelhetze zu halten, in der ausdrücklich betont wird, daß den Juden kein Haar gekrümmt werden darf. Dernu tnerus claufus für Oie preußischen Schulen gefordert. Berlin, 31.März. (WTB.) Die Abgeordneten Dr. Löpelmann, Dr. Haupt, Mei- st e r und S u n k e l haben im Einverständnis mit dem Fraktionsführer K u b e namens der preußischen Landtagsfraktion der RSDAP. an den Reichskommissar für das preußische Kultusministerium R u st ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt: Im Augenblick kämpft das deutsche Volk einen schweren Kampf, um sich gegen den Lügenfeldzug und die Hetze der internationalen Judenschaft seines Lebens zu wehren. Wir bitten Sie, auch in Ihrem Machtbereich diesen Kampf der deutschen Ration wirkungsvoll zu unterstützen. Ra- mens der nationalsozialistischen Preutzenfraktion dürfen wir von Ihnen folgende Maßnahmen wohl erwarten: 1. Sämtliche jüdischen, d. h. von Juden herstammende oder bastardierendeLehrpersonen mit sofortiger Wirkung an allen preußischen iln- terrichtsanstalten zu beurlauben, bzw. 06311» bauen. 2. Für die jüdischen Schüler und Schülerinnen, Studenten und Studentinnen wird der numerus clausus entsprechend der Bevölkerungszahl des jüdischen Volks innerhalb des deutschen Volks eingeführt. München, 30. März. (WTB.) Der Landwirtschaftliche Verein in Bayern veranstaltete heute seine diesjährige Frühjahrshauptverfamm- lung in München. Staatssekretär v. Rohr überbrachte die Grüße des Reichsernährungsministers Dr. Hugenberg. Die grundsätzliche Frage, so fuhr Herr v. Rohr fort, ist heute die: Soll die Arbeit der Industrie und der Landwirtschaft z u Weltmarktpreisen gel'^ert werden, oder soll sie nicht viel mehr einen Preis erhalten, der den besonderen Wünf>--en und Bedürfnissen unseres Volkes entspricht? Bei der Industrie ist letzteres schon lange der Fall. Für die Landwirtschaft aber ist dieser Grundsatz bisher nicht anerkannt worden. Durch die Absperrung der verschiedenen Länder der Welt ist der deutsche Export von 13 Milliarden auf 6 Milliarden herabgesunken: es fällt indessen der Reichsregierung nicht ein, allenfalls diesen Weltmarkt jetzt sofort wiedererobern zu wollen. Es muß vor allem im Innern Deutschlands ein Markt geschaffen werden. Richt Zinssenkung, nicht Llmschuldung, nicht Osthilfe können einen Ersah für den verlorengegangenen Weltmarkt bringen, die nationale Regierung wird vielmehr an die Stelle der Hilfe und Subventionen eine Agrarpolitik setzen, welche solche Hilfen überflüssig macht. Eine solche Politik bedeutet, daß man das deutscheVolk frei macht von der Knute des Weltmarktpreises. Die Getreidepreise wurden durch die Schielesche Politik vom Weltmarktpreis d. h. nur immer 1 Prozent der Schülerschaft einer An st alt darf jüdisch oder jüdischer Herkunft sein. Oie altpreußischen Logen an Hitler. Berlin, 30. März. (LU.) Die drei alt- preußischen Logen-Grohmeister der Großen nationalen Mutterloge (gez. D. Habicht), der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (gez. von Heeringen) und der Großen Loge von Preußen (gez. Feistkorn) haben folgendes Telegramm an den Reichskanzler Adolf Hitler gerichtet: An dem für Deutschland bedeutungsvollen Tage von Potsdam geben der nationalen Regierung die drei altpreußischen Großlogen eingedenk ihrer engen Verbundenheit mit dem preußischen Königs- und deutschen Kaiserhaus die Versicherung ihrer tief st en Ergebenheit. Wie wir bisher getreu unseren nationalen christlichen Ueberliefcrungen bemüht waren, für das Wohl des deutschen Volkes zu wirken, so werden wir auch weiter unentwegt der nationalen Regierung treue st e Gefolgschaft l e i st e n und alle uns zu Gebote stehenden Kräfte einsetzen zur Mitwirkung an dem Wiederaufbau unseres geliebten Vaterlandes." — Die Große Landesloge der Freimaurer von Sachsen hat folgendes Telegramm gesandt: „Die Große Landesloge der Freimaurer von Sachsen begrüßt am heutigen Wechetage die nationale Erhebung des deutschen Volkes und Vaterlandes. Sie gelobt in christlich-nationaler Pflichttreue wie bisher imGeisteihres Bruders Friedrich des Großen mit der Reichsregierung zu arbeiten für Deutschlands Ehre und Größe, Einigkeit und Freiheit. Den Allmächtigen bitten wir, das neue Reich segnen zu wollen." Kaiser Wilhelm kehrt vorläufig nicht nach Deutschland zurück. Bad Homburg, 31. März. (CNB. Funkspruch.) Die Generalverwaltung des vormals regierenden preußischen Königshauses hat an den Magistrat der Stadt Bad Homburg im Auftrage Kaiser Wilhelms ein Schreiben gerichtet, in dem zunächst der Stadt Bad Homburg für den Beschluß, den Kaiser zu bitten, die Stadt Bad Homburg als künftige Residenz auszuwählen, gedankt wird. Aus schwerwiegenden, grundsätzlichen Erwägungen habe der ehemalige Kaiser jedoch vorläufig nicht die Absicht, in die Heimat zurückzukehren. „Sollte", so schließt das Schreiben der Ge- neraloerwaltung, „wie wir wohl alle hoffen, sich das aber dereinst verwirklichen, so wird, dessen wollen Sie versichert sein, Bad Homburg v. d. H. nicht vergessen werden". Der Republikanische Schutzbund in Oesterreich aufge oft. Wien, 31. März. (WTB. Funkspruch.) Bundeskanzler Dollfuß hat mit einhelliger Zustimmung der Regierung die Auflösung desRe- p u b l i k a n i s ch e n Schutzbundes für das ganze Bundesgebiet verfügt. In der Begründung des Verbotes wird auf verschiedene Ruhestörungen und Gewalttätigkeiten gegen die Bevölkerung und gegen die staatlichen Exekutivorgane sowie auf die in Tirol gefundenen Dokumente hingewiesen, die die Vorbereitung eines bewaffneten Wider st andes einwandfrei erhärten. Jeder Widerstand gegen diese Verfügungen werde mit allen Mitteln unterdrückt werden. Die Heimattreue und friedliebende Bevölkerung wird aufgefordert, Ruhe und Disziplin zu bewahren und die Regierung zu unterstützen, die mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln die Aufrechterhaltung der Sicherheit von Staat und Bevölkerung gewährleisten werde. Kleine politische Nachrichten. In Kassel wurde in der ersten Sitzung des neuen Stadtparlaments einstimmig beschlossen, neben dem Reichspräsidenten 0. Hindenburg, der bereits seit 1919 Ehrenbürger der Stadt Kassel ist, auch dem Reichskanzler Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft anzutragen. • Am 1. Avril wird über den Deutschlandfender Königswusterhausen folgendes Programm gesandt: 1. Teil von 20 bis 21 Llhr: Ewiges Deutschland (Von Versailles über Versailles nach Potsdam, Hörbild in drei Szenen, Manuskript und Bearbeitung von Ottoheinz Jahn). 2. Teil von 21 bis 22 Tlhr: Huldigung der deutschen Jugend an der Bismarck-Warte am Müggel-See: Feuerlosgelöst, aber eine erfolgreiche Agrarpolitik kann nur getrieben werden, wenn man die Landwirtschaft als Ganzes aufsaht. Der Staatssekretär befaßte sich in diesem Zusammenhang mit dem F e t t p I a n der Reichsregierur g V^m Handel wird geradezu Sturm gelaufen gegen die heutige Politik des Reichsernährungsministeriums. Das ist gänzlich unberechtigt und ich hoffe bestimmt, daß wir im neuen Erntejahr die altbewährten Einfuhrscheine wieder einführen können. Ich hoffe auch, daß wir das M a i s m 0 n 0 p 0 l in einiger Zeit wieder aufheben können. Wenn der Schutz an der Grenze vollendet ist, dann werden wir uns mit dem Absatz in Deutschland s e l b st befassen. Und wie es gelungen ist. den Getreidepreis auf dem gleichen Riveau zu halten, so wird es uns auch bei den anderen Produkten gelingen. Auch die Siedlungspolitik wird selbstverständlich von der Lage der landwirtschaftlichen Preisgestaltung beeinflußt: denn es ist doch nicht möglich, daß wenn ein alteingesessener Bauer nicht durchkommt, dann ein neuzugewanderter dies vermag. Die Hauptsache ist aber, daß am Ende unserer Politik eine unabhängige deutsche Rahrungsver- s 0 r g u n g stcht. Auch die Landwirtschaft muh an der nationalen Erneuern g teilnehmen. Dafür wird die Regierung der n—ionalen Erhebung sorgen, und das deutsche Volk soll das e r st e unter allen Völkern der Erde sein, das aus Vergangenheit und Geschichte lernt. rede von Reichsminifter Dr. Goebbels. Sprecher am Mikrophon Baldur v. Schirach. • Reichsminister a. D. v. Keudell ist zum Hauptvorsitzenden des Landkreistages gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende Dr. vonAchenbach aus Altersrücksichten vom Vorsitz zurückgetreten und in Anerkennung seiner großen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist. • 3n Königsberg L Pr. wurde der Vorsitzende der Allgemeinen Ortskrankenkasse Königsberg, Fritz Polenz, gleichzeitig Geschäftsführer des Landesverbandes Ostpreußen des Hauptverbandes Deutscher Krankenkassen, Berlin e. V., verhaftet. Es besteht Verdacht auf Unterschlagung von Dienstgeldern und Betrug. • Für das Amt des Kanzlers derRömischen Kirche, das lange Jahre von dem unlängst ver- storbenen Kardinal F r ü h w i r t h ausgeübt wurde, hat Pius XI. den Kardinal B 0 ggiani bestimmt. Der Sitz des Amtes ist der Pa.azzo della Cancel- leria, die frühere päpstliche Staatskanzlei. Der hessische Odenwaldklub an Staatspräsident Dr. Werner. Darmstadt, 30. März. (WSR.) Die Pressestelle der Hessischen Staatsregierung teilt mit: Der Odenwaldklub hat an den Herrn Staatspräsidenten Dr. Werner folgendes Schreiben gerichtet: „Hochverehrter Herr Staatspräsident! Der Odenwaldklub, der seit über 50 Jahren für die Heimat und an der Erziehung seiner Mitglieder zur Heimattreue und. Heimatliebe arbeitet und dessen Mitglieder zu zwei Dritteln aus Angehörigen des hessischen Staates bestehen, begrüßt mit freudiger Genugtuung die neue nationale Regierung in Reich und Ländern und vei^ichert die Hessische Regierung seiner unermüdlichen steten Bereitwilligkeit, nach besten Kräften mitzuarbeiten an dem Werk der nationalen Erneuerung, an der inneren Gesundung und dem Wiederaufstieg unseres geliebten Volkes und Vaterlandes. Mit besonderer Genugtuung und aufrichtiger Freude begrüßen wir in Ihnen, hochverehrter Herr Staatspräsident, einen Mann als den Führer des hessischen Volkes, der seit Jahren ein eifriger Anhänger und Förderer der deutschen Wandersache ist, und wir sind sicher, daß unsere Arbeit bei Ihnen Verständnis und Förderung im Rahmen des Möglichen finden wird. In diesem Sinne begrüßen wir Sie mit deutschem Wandergruß Frisch auf! Der Hauptausschuß des Odenwaldklubs: Mueller, Oberbürgermeister; Dr. Götz, Studienrat. Aus aller Wett. Verlängerung des Reichstarifs im Vankgewerbe. Für den Tarif im Bantgewerbe war im Dezember 1931 durch Schlichter-Entscheidung eine Kündigungsfrist von einem Monat festgesetzt worden, die auf Antrag des Deutschen Bankbeamtenvereins später aus drei Monate verlängert wurde. Die Kündigungsmöglichkeiten waren seitdem nicht in Anspruch genommen worden, so daß die Tarifdauer zunächst bis zum 30. Juni lief. Run hat der Reichsverband der Bankenleitungen nach Verhandlung mit dem Deutschen Bankbeamtenverein, der nationalen Fachgewerkschaft im Bankgewerbe, auch jetzt aus eine Kündigung verzichtet. Die unveränderte Verlängerung des Tarifes bis zum 30. September ist damit gesichert. Der Fall Beckers vor dem Schwurgericht in halle. Unter starkem Andrang des Publikums begann vor dem Schwurgericht Halle die Verhandlung gegen den Handlungsgehilfen Beckers, der der vorsählichenTötung des Halleschen Hausarztes Dr. Boes und des Goldschmieds Buchholz in Duisburg angeklagt ist. Beckers, der als Kaufmann viel im Auslande lebte, hatte, wie erinnerlich, seinerzeit in Halle seine Frau erschossen, die er mit 17 Jahren geheiratet hatte, und von der er sich dauernd betrogen fühlte. Er wurde dafür zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, von denen ihm neun Monate wegen tadelloser Führung erlassen wurden. Im September vorigen Jahres erschoß er dann in Halle den Arzt Dr. Boes, dessen Ramen er in der Cerihtsverhandlung erfahren hatte, in seinem Sprechzimmer. Daraus fuhr er nach Duisburg und erschoß dort auch den Goldschmied Buchholz. Die Verhandlung, zu der acht Zeugen geladen sind, wird zwei Tage in Anspruch nehmen. Aus her provinzialhauptsta-t. Oer Weg ins Leben. Ein neuer Weg auf der Wanderung durch das Leben beginnt für viele Kinder mit der Schulentlassung. Mit glänzenden Augen sitzen sie zum letztenmal in den Räumen, die ihnen durch acht Jahre hindurch zur zweiten Heimat geworden waren. Sie freuen sich, denn ein Gipfel ist erstiegen. Sie haben freien Blick, der Zwang hört auf, die Freiheit winkt. So meinen sie. Mit ganz andern Gefühlen stehen die Eltern vor ihren Kindern. Für sie ist es kein so großer Freudentag, wie für ihre Kinder, denn die Sorge über die Zukunft hängt immer noch wie eine schwere Wolke vor uns. Aber wie es auch kommen mag, unsere Kinder haben im Elternhaus ihre Heimat, hier finden sie Stütze und Rat zu jeder Zeit. Diese Heimat soll als weit leuchtender Stern ihren Lebensweg erhellen und sie auf ihrer Wanderung begleiten. , Es werden Tage kommen, an denen sich die Sonne hinter Rebeln verbirgt, es werden Wetter hereinbrechen, die uns mit Regen und Schnee überschütten. Die Wanderung wird nicht immer leicht sein. Es werden nicht nut weiche, mit Gras bewachsene Waldwege sein, die unsere Kinder durchschreiten, es werden sicher auch steinige, steile Wege kommen, auf denen gar mancher sich müde hinschleppt, oder gar erlahmt und zusammenbricht. Glücklich werden die sein, die mit klaren Augen ihr Ziel vor sich sehen, das sie dann auch erreichen. Wie viele aber müssen ihrem Herzenswunsch entsagen und einen Beruf ergreifen, dem sie innerlich noch ganz fernstehen. Aber hier müssen wir Eltern unfern Kindern zurufen: „Laßt den Mut nicht sinken!" Wie oft haben wir eine Wanderung durch öde, kahle Gegenden angetreten. Dann aber kamen wir nach und _ nach durch wohlgepflegte Felder, herrliche Walder, an fließenden Bächlein und an stillen Teichen vorbei, und am Abend konnten wir befriedigt feststellen: Das war doch eine wundervolle Wanderung heute! Deshalb ist es gut, wenn wir Eltern als Führer zu unfern Kindern stehen und ihren Mut anfeuern, ihnen immer wieder neue Hoffnungen erwecken, wenn sie auf dem neuen Weg des Lebens verzagen und zurückkehren wollen. Wandern wir mit ihnen! Wohl schauen die Kinder sehnsüchtig hinaus auf de-i Weg in das Leben, von dem sie alles erwarten. Sie denken aber nicht an die schweren Hindernisse, die sich ihnen entgegenstellen werden. Aber trotzdem sagen wir ihnen: Wandert mutig fort, und an jedem Ort sei euch Glück und Heil zur Seite! Dieses Lied haben viele Kinder in der Schule gesungen. Möge es ihnen im neuen Leben ein Trost sein! Vielleicht erinnern sie sich auch in den Tagen der Rot an die Menschen, deren Schicksal oft von der ilngunft des Lebens hart bedroht wurde. Sie haben im Unterridjt von Kolumbus, von Gutenberg, von Friedrich dem Großen, von Zeppelin und vielen anderen gehört. Wie oft standen diese Männer in bitterster Rot, am Rande der Verzweiflung. Aber sie hatten ein Ziel vor Augen, sie schauten nur vorwärts und wanderten mutig fort und erreichten dieses Ziel. "nd denken wir am heutigen Tage vor allem auch daran, daß es auf der Lebenswanderung auvj viel Sonnenschein, viel Freude und schöne Früchte gibt. Deshalb wollen wir mit unfern Kindern voller Zuversicht in die Zukunft schauen* und den Kopf Hochhalten! Daten für Freitag, 31. März. 1727: der englische Raturforscher Isaac Rewton in London gestorben: — 1814: Einzug der Verbündeten in Paris: — 1923: die Franzosen ermorden 13 deutsche Arbeiter in Essen. Wechsel in der Leitung des Arbeitsamts Gießen. Regierungsrat Dr. L i st vom Arbeitsamt Frankfurt a. M. ist mit Wirkung vom 30. März 1933 ab mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vorsitzenden des Arbeitsamts Gießen und Dr. Kolh vom Landesarbeitsamt Hessen, Frankfurt a. M., mit der stellvertretenden Geschäftsführung beauftragt worden. Hessischer Landes-Buß- und Bettag. Für den allgemeinen Buß- und Dettag, der nach alter frommer Sitte wiederum am Sonntag Palmarum zu begehen ist, sind durch die oberste Kirchenbehörde die folgenden Schriftworte als Predigttexte bestimmt worden: 1 Für den Vormittag: Matthäus 3, 8—11. 2 . Für den Rachmittag: 1. Ioh. 5, 4. Dazu erläßt das Landeskirchenamt ein Ausschreiben, in dem gesagt wird, daß der Bußtag am Sonntag vorher unter Mitteilung dieser Schriftworte den Gemeinden anzukündigen ist und sie zu einer ernsten Feier und gemeinsamer Beugung vor Gott und seinem heiligen Willen aufzufordern sind. Weiter heißt es darin: „Es ist vor allem eine wirkliche Erneuerung unseres Volkes von innen her not, damit die Wahrheit und die Kraft reformatorischen Glaubens in unseren Gemeinden und unserer Kirche lebendig wirke und in unserem Vaterlande neues Leben gestalte. Rur wenn Gottes ewige Lebensgesehe unter uns unbedingt in Geltung sind, wird sich Gott zu uns bekennen. Rechter Gottesfurcht, rechtem Gottvertrauen, ernster Berufstreue unb_ Gewissenhaftigkeit gilt seine Verheißung. Brüderliche Gesinnung und Opferwilligkeit für das Ganze sind Gottes Forderung. In ernster Feier und stiller Einkehr des Buß- und Dettages stärke uns Gott durch seine Verheißung, damit er uns durch Iesu Geist und durch lebendigen Glauben aufs Reue in seiner Treue segnen kann". Umfangreiche Durchsuchungen inTrohe Wie wir auf Erkundigungen beim Polizeiamt Gießen hören, sind feit heute früh in Trohe in einer Reihe von Häusern Durchsuchungen durch die Polizei und die Hilfspolizei im Gange. Zur Durchführung dieser Aktion begab sich ein größeres Polizeiaufgebot am frühen Vormittag vom Polizeiamt Gießen nach Trohe. Zur Zeit der Riederschrift dieser Zeilen ist die polizeiliche Maßnahme noch nicht beendet. Zunghelfer bei des Reichsbahn. Etwa 320 junge Leute mit abgeschlossener Dolks- schulbildung werden von /der Reichsbahn sofort als Iunghelfer eingestellt, jSie müssen das 14. Lebensjahr vollendet haben ,unö dürfen nicht über 16 Jahre alt sein. Wichtig ist dies besonders fül heil zur Seite! iber in bet Schule neuen Leben ein n sie sich auch in Menschen, beten ' ; bes Lebens hatt .m Untetticht von >on Friedrich bcm len onbercn gehört t in billersier Dvi, . Aber sie hatten iten nut votwätts d erreichten dieses i läge t>or allem LckrnswanLrtunz jteube unb schöne & toit mit untern die Zulunst schauen' den. * einutf Zjj* LV •*‘ä nnr(lud> kinioe, JQr. mancher sich * und zusain. .mit ölten Augen ^.dann auch «. '>™ »«Mi. JJ ergrrisen, dem Wer $j(r .Lasst Ö vaben tvit eine legenden ange> r nach unb nach herrliche Wälder m stillen Teichen ?n Wt befriedigt >un6ert)oHe Dan- toir Eltern als n und ihren Mut neue Hoffnungen neuen Weg des :tn tooHen. Dan- Hauen die Kinder ieg in das Leben, e beiden aber nicht i>ie sich ihnen ent« cotzdem sagen toit 31. Mj. über Isaac Hetoton ■: Einzug der Der- ie Franzosen ermor« ssen. Leitung Sichen. , Arbeitsamt Frank« rn 30. Mrz 1933 ab schäfte des Borsitzen« mdDr.Kalbvm Hurt a.M, mit der ng beauftragt °>or« i« unb Letiag. ,, unb Dettag. bet jerum am Honntag id durch die obeche ^ßchriftworte als atthäus 3, 8-H- KM -rer Leben erlaub Sä •*« wird\ j ltun9 HL&t. rech' WTL, -Stüber' DeM^’iüt rwill'ölerl st. Feiet ««. Agg h . unb M , tr uns ibunS.Kn »lau* ch,M lau"- gen bc'mJ xtohe äs >er Zssen >< ist diesw die zum l. Äpril 1933 auS der Schule Dusschei- denden. Meldungen zum Eintritt werden von den einzelnen Aeichsbahndirekttonen entgegengenommen. Junghelfer gelten als Nachwuchs für den unteren Bcamtendienst. Die Bewerber müssen einen guten Leumund haben und dürfen gerichtlich nicht bestraft sein. Die Einstellung ist vom Ergebnis einer Eignung-Untersuchung abhängig. Außerdem wird volle körperliche Tauglichkeit verlangt. Pornotizen. — Ta g e s k a l e n d e r für Freitag: Stadttheater, 20 bis 23 ilbt, .Die Räuber". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .34) und die Kaiserin". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: .Eine Minute vor Zwölf" und .Ein steinreicher Mann". — .Baterlan d." 3m Lichtspielhaus Bahn- hofstratze gelangt am Lonntagvormiltag ein Film zur Aufführung, dar der Kavallerie in der alten Armee in dankbarer Erinnerung gewidmet ist. Der Bildstreifen schildert doS Soldatenleben tn Frieden und im Kriege. Die Handlung führt auf einen Gutshof, dessen Besitzer, selbst ein alter Kavallerist, zwei Söhne bei der Kavallerie hat. Das Geschick der Löhne, der Einsatz ihrer Regimenter im Weltkrieg an der Ost- und an der Westfront, tollkühne Patrouillenritte, glänzende Heldentaten vor dem Feind, tapferes Ausharren in schwersten Stunden und geordneter Rückmarsch der Kronprinz-Ulanen tum die cS sich in diesem Film in der Hauptsache handelt), sind im Bilde wiedergegeben. Ein Borbeimarsch an den bewährten Führern des Regiments (bei Köln) beendete 1918 die glorreiche Geschichte des Regiments und gleichzeitig auch diesen Film. Ein zweiter Film vom Reitertag 1932 in Hannover wird sichern^) ebenfalls viele interessieren. Der Kavallerie-Berein Gießen, der in Verbindung mit dem Lichtspielhaus die sehenswerte Frühvorstellung veranstaltet, läßt an die Gießener Dürgerschast die Einladung zum Besuch ergehen. Aus die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. — DcrTonfilm.BlutendesDeutsch- land" in Gießen. Wie die Kreisleitung der RLÄAP. mitteilt, gelangt auch in Gießen der überall im Reiche mit großem Beifall aufgenommene Tonfilm .Blutendes Deutschland" zur Vorführung. Bekanntlich ist dieser Film dem Führer Adolf Hitler gewidmet. Unter dem alten System war der Film wegen Gefährdung der Staatssicherheit verboten. 3m Beiprogramm sind ferner Adolf HitlcrS Ausruf an die deutsche Ration anläßlich der Sportpalast-Kundgebung und ein Tonfilmbericht über den feierlichen Staatsakt am 21. März in Potsdam zu sehen. Diese Sonderveranstaltung der RSDAP. findet am Montag. 3., und Dienstag. 4. April, um 16, 18 und 20.30 Uhr im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, statt. Es ist ersor- derlich, schon vorher Karten zu beschaffen. Man beachte die morgige Anzeige. — Zur Generalversammlung des Gleiberg-Vereins fährt am morgigen Samstag ein Postouto, dos den Dersammlunas« besuchern empfohlen fei. Abfahrt 15.15 Uhr Bahnhof. 15.19 Uhr Neustädter Tor. 2luf die heutige Anzeige fei hingewiesen. •• Berufung an die LandeSuniver- s l t ä t Gießen. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgcteilt: Der Privatdo- zent für Systematische Theologie an der Universität Tübingen. Dr. thcol. Ernst Haenchen, hat einen Ruf an die Universität Gießen als Rachfolger von Professor D. Schumann erhalten. •* Dienstjubiläen bei der Gendarmerie. Am morgigen 1. April können Gendarmeriemeister Röder und Gendarmeriehauptwachtmeister Kolb bei der Gendarmeriestation Gießen auf eine 25jährige Gendarmerie-Dienstzeit zurückblickcn. Gendarmeriemeister Röder tut seit 1. 3uni 1932 im Gendarmericbezirk Gießen Dienst, Gendarmerichauptwachtmeister Kolb ist schon feit 25 Jahren bei der hiesigen Gendarmeriestation tätig. Die beiden Beamten erfreuen sich in weiten Kreisen der Bevölkerung großer Beliebtheit. •• I n den Ruhe st and versetzt wurde auf Grund des Altersgrenzegesehes der Gendarmeriehauptwachtmeister Scharmann bei der Gendarmericstatton Gießen mit Wirkung vom 1. April ab. * Die Bier st euer und Getränkesteuer der Stadt Gießen wurden durch Verfügung der Regierung vom 24. März zur Weilererhebung auch über den 1. April 1933 hinaus, entsprechend dem Beschluß des Gießener Stadtrats, genehmigt. • D i e Verbilligung von inländischem Weizen für Hühnerhalter betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingcwiesen •• Eine Kindcsleiche im Müllauto aufgefunden. Der Polizeibericht meldet: Gestern nachmittag sanden städtische Arbeiter beim Entleeren Müllautos die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts. Das Kind war zunächst in braunes Packpapier und dann in ein schwarzes Wollkrepkleid eingeschlogcn und mit einer Kordel umwickelt. Das Kleid hat etwa die Gröhennummer 38 bis 40 und scheint demnach aus dem Besitz einer kleinen Person zu stammen. Es hat lange Aermel mit Bündchen, kleinen Halsausschnitt, der mit Druckknopf zu verschließen ist, und lleinen Amlcgkragen vom gleichen Stoff. Ob das Kind gelebt hat wird die heute stattfindende Obduktion der Leiche ergeben. Personen, die sachdienliche Angaben zur Ermittlung der Kindesmutter machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Zimmer 67 Rachricht zu geben. Die Angaben werden vertraulich behandelt. " Liliputpferdchen vor Gjeßener Wissenschaftlern. Die zehn kleinen Pferdchen, die gegenwärtig auf der Frühjahrsmesse zu sehen sind, wurden, wie man uns berichtet, gestern den Dozenten und Studierenden der Tierärztlichen Fakultät in der Veterinürklinik vor- gesührt. Die Herren nahmen die seltene Gelegenheit wahr und untersuchten, maßen und photographierten die kleinen Vierfüßler auf das genaueste. Einige der kleinen weiblichen Tiere wurden auch einer Röntgendurchleuchtung unterzogen. Es wurde festgestellt, daß die Mitglieder dieser munteren Schar wohlproportioniert und völlig normal gebaut sind, und dabei die gleichen Tugenden und Untugenden besitzen, wie ihre großen Artgenossen. Tatsächlich sind cs Pferdchen in Spielzeugformat, lebendige Schaukelpfcrdchen, die man mühelos auf dem Arm tragen kann. •• Ausstellung von Buchbinder- Arbeiten im Gewerbehaus. Man schreibt uns: Der im Rahmen des Rotwerkes der Deutschen Jugend vom Verband der Buchbinder und Papierverarbciter Deutschlands mit Unterstützung des Arbeitsamts Gießen durchgesührte Buchbinder-Schulungskursus gibt am Samstag, 1. April, von 14 bi» 18 Uhr im Krausmüller- Saal dcS Gewerbehaufes. Goethestraße, alS Abschluß seiner achtwbchigcn Arbeitsgemeinschaft einen Ucberblick über einet» Seil seiner Arbeit. Die Ausstellung zeigt u. a. Bucheinbände. Alben, Schre bunterlaaen. Rähkästchen usw. und vermit- tclt durch die Vielseitigkeit und durch die Qualität der Leistungen durchweg den Eindruck, daß den Kursteilnehmern in reichem Maße Delegen- hett gegeben war. chre beruflichen Kenntnisse gründlich durch- und weiterzubildcn. Der Kursus stand unter der facht chen Leitung von Buch« bindcrmeister Ernst Falken Heiner, Dießen. •• SonntagSrückf ahrkarten zur Hessischen LandeS-Lehrerversammlung in Vilbel. Zu der Haupt- und Vertreterversammlung des Hessischen LandeslehrervereinS vom 2. bis 4. April in Vilbel werden von allen hessisch e n Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilometer um Vilbel, somit auch von Gießen und umliegenden Bahnhöfen, Sonntagsrückfahrkarten nach Vilbel-Rord ausgcgcben. Die Karten gelten: zur Hinfahrt am 1. April von 12 Uhr ab. am 2. und 3 4. biS 24 Uhr (Ende der Hinfahrt), zur Rüctfahrt am 1., 2., 3. und 4.4. biS 24 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). t Schluß des rcöaruoncllen leile.) „Line interessante Denkaufgabe." Einem Teil der heutigen Auflage lichßt eine Beilage bei. Diese beschäftigt sich mit der Preußischen Staatslotterie, deren Ziehung am 21. April d. I. beginnt. Es soll die Frage beantwortet werden: „Was machen die Leute mit demGeld?" Der 1.Preis beträgt 5000 RM. Letzter Einsendungstermin 10. April. 2209V Llife Vocks persönliche Assistentin vom 3. bis 4 April wieder in Gießen! Tressen Sie noch heute In der Drogerie Winterhosf, Kreuzplatz 10 (Telephon 2706) eine Verabredung zur kostenlosen Kon- fultation, um auch sicher berücksichtigt zu werden Die erfahrene Spezialistin wird die neuesten und einfachsten Heimbehandlungen zeigen und Sie in der Wahl der für Ihren persönlichen Typ geeigneten Präpa- rate beraten. 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Rückars, Schiffenberg, Beunde der Försterei Baumgarten, Töpserkaute, Rabenpfuhl Altgehegt und Rehhecke der Försterei Leihgestern. 2229D Eiche: Abschnitte A, Kl. 4 = 1,63 fm, N, Kl. 1 bis 5 = 18,19 fm; Buche: Abschnitte A, Kl. 5 = 2,93 fm, N, Kl. 3 und 4 = 13,21 fm; Esche: Abschnitte A, Kl 4 = 1,89 fm, N, Kl. 2 bis 4 = 10,38 fm; (Erle: Abschnitte N, Kl.3 = 0,65 fm; Kiefer: Ab- schnitte A, Kl. 3a, 3b und 4b = 2,75 fm, N, Kl. 2a bis 4a und 5 = 14,59 fm, F. Kl. 2b = 0,61 fm, Langholz N, Kl. 1b bis 3a und 4a = 233,92 fm, F, Kl. 1b, 2b und 3a = 5,31 fm; Schwarzkiefer: Langholz N, Kl. 2a = 0,57 fm, Lärche: Abschnitte A, Kl 4a bis 5b = 3,64 fm, N, Kl. 1b, 3b und 4a t: 2,52 fm. Langholz N, Kl. la bis 2b = 4,52 fm, wcihlanne: Abschnitte N, KI la 2a und 3b = 1,08 fm, Langholz N, Kl. la bis 3a = 17,54 fm; Fichte: Ab- schnitte A, Kl. 3b = 1,43 fm, N, Kl. la, Ib, 2b und 3a = 4,46 fm, Langholz N, Kl. 1a bis 4a = 215,92 fm, F, Kl. 2a = 1,11 fm. Derbstangen, Stück: Esche 2. Kl. 3, 3. Kl. 2, Lärche 2. Kl. 1; Weißtanne 2. Kl. 10, 3. Kl. 1; Fichte l.Kl. 151, 2. SU. 329, 3. Kl. 473; Ruhicheiler rm: Eiche 5,5 1. Kl.; Buche 2 l.Kl.; Kiefer 1,3 1 Kl. (3 m lang); Fichte 0,7 (2 m lang); Ruhknüppel: Fichte 2,8 rm (2 m lang); Ruhknüppelreisig, rm: Fichte 41,9. Amtsverkündigungen aus den oderhesflschenund preußischen Kreisen. Kreitz Fricdberfl. Das Kreisaml Friedberg weist wieder- hc darauf hin, daß der Staatstommissar für die Bildung des Milchwirtschaftsvec bandes Frankfurt a. M.-Offenbach auf Grund der Verordnung des hessischen Ge- lamtminlfteriums vom 11. Februar 1933 berechtigt ijt, zur Feststellung der milch- wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere der Milchbewegung im Verbandsgeviel, jederzeit Auskunft über die milchwirtlchaf- lichen Verhältnisse, insbesondere über Preise und Lohne sowie über Leistungen und Leistungsfähigkeit von Unternehmua- gen oder Betrieben zu verlangen. Der Amtssitz des Staatskommissars ist Frank- furt a. M., seine Anschrift lautet: Der Staatskommissar für die Bildung des Milchwirtschaftsverbandes Frankfurt a.M.- Offenbad). Frankfurt a. M-, Bethmann- straße 50. Das Kreisamt empfiehlt, die in Frage kommenden Betriebe in den Gemeinden des Kreises in Kenntnis zu setzen. 2224D Bekanntmachung. Der Hessische Minister des Innern hoi die vom Stadtrat unterm 24 Februar 1933 beschlossene Steuerordnung übet die Erhebung einer Getränkesfeuer in der Stadt Gießen durch Verfügung vom 24 März 1933 zu Nr. M d. I. 25 136 ge nehmigt. 2213C Auf Grund dieser Steuerordnung wird auch über den 1 April 1933 hinaus die Getränkesteuer mit 10 v. H des Entgelts (Kleinhandelspreises) nach den seitherigen Bestimmungen weiter erhoben. Die Sttuerordnung ist in ihrem Wortlaut in den für amtliche Bekanntmachungen bestimmten Aushängekasten der Stadt Gießen angeschlagen und kann während der nächsten 8 Tage im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 17a, von den Beteiligten eingesehen werden. Gießen, den 30. März 1933. Bürgermeisterei Gießen; Dr. Äelltr. Jliatratzen k.:rr ™ Siofor Bekanntmachung. Betr.: Verbilligung von inländischem Weizen für Hühnerhalter. 22U4CI Das Reichskabinett hat Rcichsmittel Aur' Verbilligung von inländischem Weizen für die Hühnerhaltungen, die über wirtschaftseigenes Körnerfutter nicht oder nicht m größerem Umfange verfügen, bereitgestellt Hühnerhalter, die im Jahre 1932 keinen oder bis zu 1 Hektar Weizen und Sommergerste (zusammengerechnet) angebaut haben, erhalten die Berechtigung zum Bezüge von 7 Kilogramm verbilligtem eosi- nierten inländischem Weizen je Huhn Hühnerhalter, die im Jahre 1932 mehr als 1 Hektar Weizen und Sommergcifte (zusammengerechnet) angebaut haben, sind zum Bezüge des Weizens nur für eine über 100 hinausgehende Zahl von Hühnern im gleichen Verhältnis berechtigi Maßgebend für die Feststellung des Hühnerbestandes ist die bei der Viehzih-1 lung am 1 Dezember 1932 festgestellte Zahl von Hühnern (Hähnen, Hennen, Kücken; ausgenommen Tritt- und Perlhühner). Die Verbilligung des Weizens beträgt je Tonne 70,— RBL Die Bezugsbercch tigten können den Weizen durch jeden beliebigen Händler und jede beliebige Genossenschaft beziehen. Die Preisbildung vollzieht sich im freien Verkehr Es 'st Sache des Bezugsberechtigten, den Weizen durch diejenigen Firmen zu beziehen, die ihnen den Weizen am vorteilhaftesten liefern. Anträge auf Ausstellung von Bezugsscheinen sind auf Zimmer 3 des Stadthauses, Bergstraße 20, zu stellen. Weiter machen wir daraus aufmerksam, daß Bezugsscheine nur bi» zum 15. April 1933 einschließlich ausgestellt werden können. Später ausgestellte Scheine sind ungültig und scheiden von der Belieferung aus. Gießen, den 29. März 1933. Büraerrneisterei Gießen. J.V.: Dr. Hamm. Am Donnerstag wird das Laub-, das Kiefern-, Lärchen- und Weißtannen- Sti mmholz versteigert. Das übrige Holz am Samstag. Das Kiefern- und Fichten- Stammholz in Klosterwiese 45, Tempel 48 und Häuserborn sowie sämtliche blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Nummernauszüge über das Stammholz werden vom 1. April ab durch das Forstamt Schiffenberg zu Gießen, Stephanstr. 4, Fernruf Nr. 2578, Förster Nagel, Forsthaus Baumgarten, Fernruf Nr. 4180, und Förster Heß in Leihgestern unentgeltlich abgegeben. Gießen, den 31 März 1933. Hessisches Forstamt Schiffenberg. N i c ol a u s.______________ Nuhholzverkauf. Staatsoberförsterei Krofdorf. Mittwoch, den 12. April b. 3„ ab 9 Uhr, in der Gastwirtschaft Moos zu Krojdoif. Försterei Krofdorf, Distrikt 23b, 2b, 22b, 3b, 6, 17b, 18c, 21c, 21d, 22a 19, 24 c und Sammelhieb. 2222D Ei--Stämme Kl. 2 - 0,84fm, Kl. 3 - 17,09 Im. Kl. 4 - 28,51 fm, Kl. 6 - 0,86 fm Stangen 1. Kl. - 45 Stück, Nutzscheit I = 9 rm, Nutzrollen II -- 78 rm, Nutz, knüppel - 70 rm. Erle-Stämme Kl. 2 und 3 = 1,44 fm, Nutzrollen II = 9 rm. Fi.'Stämme Kl 1b bis 5 = 372,48 fm, Stangen I bis III - 182 Stück. Försterei Waldhaus, Distrikt 39, 41, 51, 53a, 54a, 28a, 28b, 31b, 36, 52a, 52c, 45 ^.•Stämme Kl. 1 und 2 = 11,— fm. Kl. 3 und 4 - 42,95 fm. Du.-Stämme Kl. 3 und 4 - 10,98 fm Fi.-Stämme Kl. 1b bis 3a = 6,12 Im, Stangen I bis III = 460 Stück, IV - 55 Stück. Förstere- Salzböden, Distrikt 62b. Fi -Stämme Kl. la und 1b - 2,71 Im, Stangen I bis III - 7 Stück. Försterei Stoppelberg, Distrikt 84a und 92 Ei -Stämme Kl. 2- 1,23 km. Kl.3-6,30 Im, Kl. 4 - 6,08 fm. Kl. 5 - 7,0 fm. Nutzrollen II - 3 rm. Fi.-Stämme Kl. 1b bis 4b = 196,09 fm. // M 5#. ä I k \ \Ä f r vt • -----Dr.Thompsons----- SchwanPuther fürWäscheund Haushalt Sch-8» __________________________________________________________ Bekanntmachung. Der Hessische Herr Minister des Innern hat die vom Stadtrat unterm 24. Februar 1933 beschlossene Orlssahung über die Erhebung einer Blerfleuer in der Stadl Gießen durch Verfügung vom 23. März 1933 zu Nr. M d. I. 25 137 genehmigt Auf Grund dieser Ortssatzung wird auch ü er den 1. April 1933 hinaus die Bier- steuer nach den seitherigen Bestimmungen mit folgenden Sätzen weiter erhoben: bei Einfachbier 3,75 RM. „ Schankbier 4,50 „ „ Vollbier 6,— „ „ Starkbier 9,— „ für |e 1 Hektoliter. 2212C Die Ortssatzung ist in ihrem Wortlaut in den für amtliche Bekanntmachungen be stimmten Aushängekasten der Stadt ®ie- ßei. angeschlagen und kann auch während der nächsten 8 Tage im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 17a,-von den Beteiligten eingesehen werden. Gießen, den 30. März 1933. Bürgermeisterei Gießen: Dr. Keller. Achtung für die werten Hausfrauen! Ab Donnerstag, den 30. März, bis Samstag, den 1 April, veranstalten wir für unsere werte Kundschaft einen Emmericher Kaffee- Probe-Ausschank Dabei können Sie die feine neuartige Milch „Moccarahm“ probieren: .JubilAumn-Kaffee 3.00 tiuatemalu-Mlwchg. 2.40 KonMam-.TIiHcbung. 2.00 tartysS _______________________________________2’43 A n. vor» Mk. 2,40 das Pfund an Kaisers Tee - Kakao-Schokoladen- Pralinen-Bonbons-Keks-Waffeln , Osterfiguren und Ostereier (i aus Schokolade-Marzipan-Krokant-Dragee W Alle Artikel zum Backen billig und gut x 1 KAISERS GESCHÄFT Rein deutsches Familien- Unternehmen n & ---H’— 3 33E S Wenn sein Gemüse wachsen soll — und es soll tüchtig wachsen — dann muß der Boden gründlich aufgelockert; werden. Denn sonst verkrustet er unddasnährendeWas- ser und die notwendige Luft können nicht eindringen. Mit der gewöhnlichen Hacke ist das ein beschwerliches Geschält, das außerdem nie richtig gelingt. Fritz aber nimmt dazu den fabelhaften Wolf-Grubber! Seht mal, wie sein Gemüse gedeiht! 3. B.WuaeM GIESSEN jW A M ÖS WA LDSÖARTEN ▲viÄM weil die langen, raffiniert gebogenen Zinken - en Boden bis in die Tiefe auflockern und durcharbeiten — alles ohne Mühe, denn man zieht ja bekanntlich die Wolf-Geräte einfach im Rückwäns- gehen am langen Stiel nach. So praktisch sind alle Wolf-Geräte. — Sie bekommen die echten, mit Stempel, bei 2228 A 2219V Gießen, im März 1933. 02030 Geschäfts-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns bei dem Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, ebenso für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Anna Voigt, geb. Stier Richard Voigt Berta Trampel. Unterfertigte betrauert tief das Ableben ihres Heben A. H. Hermann Mendelsohn Rechtsanwalt rec SS 86 Die Stud. Reformverbindung »Adelphia« imV D.B. I. A.d. C. Wilh. Schilling F.V. Gießen, den 31. März 1933. Gestern früh entschlief sanft nach langem schweren. mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, herzensgute Frau, die treusorgende Mutter ihres einzigen Kindes Marie Dohle, geb. Strippel im Alter von 40 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Dohle und Kind Familie Döll. Gießen, den 30. März 1933. Die Beerdigung findet Montag, den 3 April, nachmittags P/s Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt 02035 Frühjahrs-Mänteln In unerreicht g.-oßer Auswahl zeigen wir die neuesten Nachmusterungen in und Kostümen Backfisch-Mäntel in neuesten Stofen und Fo men Mk. 25.-, 20.-. 17.- Sport-Mäntel in geschmackvollster Musterung Mk. 35-, 29 -, 25, 21.- Elegante Mäntel in Bouclö, Flausch, moderne Farben Mk. 48.-, 40.-, 35.- Frauen-Mäntel in schw., d'blau, fein meliert. Stoffen, H'stoff, gr. Weiten Mk. 45.-, 39.-, 32 -, 25.- Kostüme In vielen modern. Stoffen u. Formen Mk. 39.- 25.-, 19.- werden unterGaranf ie durch kommer pyossen Gegen Pickel.Mitesser StörkeA Drogerie Winterhoff, Kreuzpl. 9/10 i2MV Drog. 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April fährt ein Post-Auto ab Giehen Bahnhof 15.15 Uhr, Neu- ftädtertor 15.19 Uhr bis zur Burg Gleiberg. 2214D llllllllllllllllllllllllllllllllll" Samstag,d.l.Avrll Vereins-Abend in der Stadl Lich. Bekanntgabe d.Er- gebnisses d.Vereinsweltschreibens und Ausgabe der Ehrenpreise^2227P o. s. c. W.S.V.- und D.S.B.- mtglied Vahntraining und Sandball jeden Dienstag und Donnerst, ab 17 Uhr Sonntag ab 10 Uhr auf dem Waldsvortvlatz. Stadttheater Gießen 2077V Samstag, 1. Avril geschlossen. Jahrelang bewährte Fabrikate Preisen bei 2207 A sind immer am vorteilhaftesten und enttäuschen nie — Frühjahrs■ Mäntel und «Anzüge schöne dauerhafte Qualitäten,die Ihnen Freude bereiten, finden Sie in denkbar reicher Auswahl zu ganz bescheidenen BÖHRINGER ♦ Goethestr. 22 Verkaufsräume