Die Parteien zur Kabinettsbildung. OieNGOAP.zurErnennung des von über der Die Verfassung werde eingehalten, ohne Staatsnotstand. Annahme von AnjelgeZ für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Retchspsennig, Platzvorschrist 201 , mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undsürdenAn« zeigenteil i.D. Th. Kümmel sämtlich in Biegen. Iackelzug vor Hindenburg und Hitler Massenbeteiligung beim Aufmarsch der SA. und des Stahlhelms. Oie erste Kabinettssihung. Ter offizielle Bericht. Berlin, 30. Jon. (TDXB.) Amtlich wird mit- geteilt: Das neue Reichskabinett trat heule nachmittag zu feiner ersten Sitzung zusammen, in der Reichskanzler Adolf h i t l e r auf die Bedeutung des heutigen Tages hinwies, an welchem eine Einigung der nationalen Kräfte Deutschlands durch die Bildung eines Kabinetts der nationalen Konzentration erreicht worden ist. Die Politik des Kabinetts dürfe den Ausbruch des Glaubens und vertrauens, der heute im deutschen Volke spontan zum Ausdruck gekommen ist, nicht enttäuschen. Der Reichskanzler gab dann einen lleberblick über die Grundsätze, nach denen er seine Politik zu führen I gedenke und über das Verhallen, das gegenüber dem Reichstage angewandt werden foll. Line allgemeine Ausfprache ergab eine völlige Ueberein- ft i m m u n g der Ansichten. Ferner wurde beschlossen, dem Herrn Reichspräsidenten an Stelle des zurücktretenden Staatssekretärs Planck den Ministerialrat im Reichsministerium des Innern Dr. Lammers zum Staatssekretär in der Reichskanzlei und an Stelle des zurücklreten- den Ministerialdirektors Marks das Mitglied des Reichstags Chefredakteur Walther F u n k zum Ministerialdirektor und Leiter der Presseabteilung der Reichsregierung vorzuschlagen. (ErKheint täglich, autza Sonntags und feiertags. Beilagen: Die Illustrierte ©ießener Famiüenblatter Heimat >m Bild Die Scholle monat$=Be$ugsnret$: Mit 4 Beilagen RTA.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger rieben. Postscheckkonto: Zronlfurt am Main 11686. Hitler empfängt heute Kaas. Berlin, 30. Jan. (TU.) wie verlautet, hat Reichskanzler Hitler den Führer der Zentrums- partci, Prälat Kaas, für Dienstag vormtt- tag ui einer Besprechung gebeten. wie aus Zenlrurnsk reifen weiter verlautet sicht man in Zentrumskreiscn dem neuen Kabinett kühl und mit starkem Mißtrauen gegenüber. Ein Eintritt des Zentrums in die Regierung dürfte k a u m i n F r a g e kommen. Das Zen- trum werde zunächst in Ruhe abwarten, was für Matznahmcn das Kabinett ergreifen werde. Maa darf daraus fchliehen, daß das Zentrum zunächst zu einer gewissen parlamentarischen Tolerierung des Kabinetts bereit ist. Oie ersten Führer. gaben der Zeitungen von der Ernennung des Kabinetts unterrichtet worden waren. Die Menge brachte vor dem Hause begeisterte „Sieg- Heil"-Rufe auf den Kanzler aus. Hitler verliest um 16.15 Uhr nut seiner 'Begleitung den ..Kaiserhof", um sich 'm Wagen in die Reichskanzlei zu begeben. Die zu Tausenden anqewachsene Menschenmenge brach Lastkraftwagen ein. Schon gegen 19 Uhr wurde die wilhelmstrahe im Umkreis des Gebäudes der Reichskanzlei von einer unüberfehbaren Menfchenmenge umlagert. Starke Aufgebote von Schupo regelten den Verkehr. Die Menge wartete geduldig, trotz des Frostes. Man sang abwechselnd vaterländische Lieder die Wacht am Rhein, das Preußenlied, das Horst-Wessel-ßied und mit entblößten Häuptern das Deutschlandlied. Zwischendurch ertönten Sieg-Heil-Rufe auf Hindenburg und Hitler. Gegen 20.30 Uhr endlich sah man in dec Ferne von den Linden her die ersten Fackeln aufleuchten. Roch wußte niemand, wo H i n d e n- bürg und Hitler sich aufhielten. Begeisterte Ruse ertönten, als die ersten Fackeln den rechten Flügel der alten Reichskanzlei erreichten: Hinter einem hell erleuchteten Fenster stand Hindenburg grüßend und winkend. Dann ging es weiter: Grelles Scheinwerserlicht beleuchtete das Arbeitszimmer des Reichskanzlers, aus dessem Fenster Adolf H i t l e r mit natwnalsozia- listischem Gruß die Marschierenden und die Her- anstürmenden begrüßte und beschwicht^te. So aina der Zug weiter. Standarten nach Standarten, unübersehbar, erst an. Hindenburg vorbei, dann hindrängend unter das Fen ft er Ad°ls Hit lers Vor den Räumen des Reichspräsidenten nahm eine SA.-Kapelle Aufstellung. Hin und in Heilrufe aus und stürmte dem Wagen nach. Der Polizei war es unmöglich, die an- stürmenden Menschenmassen zurückzuhaltem die | im Laufschritt über den Platz hinweg nach der ( Wilhelmstraste eilten, wo sich die Kundgebungen fortsehten. Schleicher verabschiedet sich. Berlin, 30.Jan. (TU.) Amtlich wird mit- geteilt. Die geschäftsführende Reichsregierung hielt um 13.30 Uhr ihre letzte K a b iine 11 s (ii ß u nig ab, in der sich Reichskanzler v o n S ch l e. ch e r von seinen Mitarbeitern in herzlichen Worten verabschiedete. Berlin, 30. Jan. (2*1.) Der Reichsmmister des Innern Dr. Frick hielt am Montagabend unmittelbar nach der Kabinettssitzung eure kurze AnsprachevorVertreternd er Presse, in der er darauf hinwies, daß die Retchsregie- rung in e n g st e r F ü h l u n g m i t d e r P r e s s e, dem wichtigsten Organ der öffentlichen Meinung, zu bleiben wünsche. Frick erinnerte dann daran, daß er es gewesen sei, der seinerzeit bei Reichskanzler von Schleicher erreicht habe, daß die die Presse knebelnden Bestimmungen der Rotver- ordnung aufgehoben worden seien. Lr hoffe, baß keine Veranlassung bestehen werde, diese Verordnung wieder ausleben zu lassen. Wenn allerdings durch Verbreitung von Tar- tarennachrichten usw. eine Gefährdung von Sicherheit und Ordnung eintreten sollte dann mußte von feiten der Regierung nach Mitteln und Wegen gesonnen werden, diesen ^ebelstanden abzuhelfen. Er hoffe aber, daß das nicht notwendig werden würde. Zum Schluß erklärte Frick, es fei beute ein all gemeines 21 u f a t me n durch baä deutsche Volk gegangen, als der Mann zum Kanzler ernannt worden sei, der an der Spitze einer 12-Millionenbewegung stehe. Reichsinnenminister Frick antwortete anschließend auf einige Fragen. Die behauptete Eingliederung der SA. in den Staatsapparat habe bei den Verhandlungen über die Regia- | rungsbildung mit keinem Wort eine Rolle gespielt. Auf eine weitere Frage, ob die SA- als Hilfs truppe für die preußische Polizei in Aussicht genommen fei, crimDerte Frick, daß derartige Erwägungen nicht an- gestellt worden seien. Ein anderer Fragesteller wollte wissen, ob ein Verbot der K P D. geplant sei und ob der Reichsjustizminister des Kabinetts v. Schleicher, Gärtner, aus diesem Grunde nicht in das Kabinett Hitler übernommen worden sei, erwiderte Frick, das K a b ine 11 habe gegen derartige Verbote Stellung genommen. Die-R eichsreforrnplane Papens seien, w.e Frick einem anderen Fragesteller mitteilte, ebenfalls nicht zur Erörterung gestellt worden. Zum Schluß wurde noch gefragt, was geschehe, wenn die Regierung un R c ich s - tag ein Mißtrauensvotum erhalte. Frick erwiderte, diese Frage sei geklart. Cs bestehe aber kein Anlast, sich dazu zu äußern. Berlin, 30.3an. (Sil.) Ein anläßlich des Amtsantritts der neuen Regierung angesetzter großer Fackelzug der SA und des Stahlhelms nach dem ReichskanzleN>alais hat in der nationalen Bevölkerung der Reichs- Hauptstadt ein unerwartet st a r k es Ech o gefunden. Lange vor Beginn des Aufmarsches füllten sich die für den Zug m Aussicht genom- menen Straßen mit einer gewaltigen Menschenmenge. die mit Äußerungen der Begeisterung nicht kargte. Der Andrang wurde so stark daß es zeitweilig in der Innenstadt zu V e r k e h r s - ftodungen kam, die aber dank umfangreicher Absperrungs- und Sicherungsmaßnahmen der Polizei alsbald wieder behoben werden konnten. Fast überall sah man in dem Bereich der sonst für Aufmärsche und Kundgebungen nicht frei- gegebenen Bannmeile kleinere oder größere Trupps SA. und SS. sowie des Stahlhelms, die dem Sammelplatz am großen Stern, dem Mittelpunkt des Tiergartens, zustromten Auswärtige SA.-Leute trafen zum Seil auch aus Aufruf der ONVP. Berlin, 30. San. (SM.) Di- Parieilei- tung der DRVP. veröffentlicht folgenden Aufruf: „Mit der Bildung des Kabinetts der nationalen Front -ist -me weit- tragendeEntscheidung gefallen. Wit ihr ist ein Gedanke verwirklicht, der lange Zeit hindurch ein wesentliches Ziel der DRVP. gewesen ist. Mit Dankbarkeit gedenken wir ut dieser Stunde des Reichsprasidente n_, Denen Entschlußkraft den Wochen des Chaos, gefährlicher Intrigen und schwerster Sorge em Ende berei- ^Me^Bildung des Kabinetts ist nur ein erst Schritt. Jetzt gilt es, daS deutsche V Cnid un6 v-rl-g: BtüHndtc U-.w°rfi.S,--vuch- uni> Sleindn.ck.rn H. £an9e in Meten, ^ristl-itu», und «MWeHe: 7. Die nächsten Ziele der neuen Reichsregierung Erklärungen des Reichsinnenministers Frick vor der presse. Frage. hinsichtlich des Reichstags betonte Reichsinnen- minister Dr. Frick: Jedensalls kann mit den wenigen Vollmachten nicht mehr regiert werden. Wir werden dem Reichstag ein Ermächtigungsgesetz vorlegcn, das dieser entsprechend den Bestimmungen der Verfassung der Reichsregierung ausstellen soll. Wir brauchen diese Vollmachten, um das. große Werk, das wir mit Einsetzung aller Kräfte durchzufähren gewillt sind, namuch die geistige und nationale Erneuerung unseres Boltes, endlich zur Sat werden zu lassen. Der neue Reichspreilechef. Berlin, 30. Jlln. (CNB.) Der neuernannte. Leiter der Presseabteilung der Reichsregierung, .Ministerialdirektor Funk,.stellte, sich heute abend in einem Empfang der Berufs Jourmüif^i. der Presse vor. Er erinnerte an feine frühere Tätigkeit als Journalist und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es zu einem guten Zujammen.ar beiten zwischen ihm und der Presse kommen werde für deren Ausgaben und Bedürfnis er das größte Verständnis besitze. Besonderen Wert lege er aus diese Zusammenarbeit auch deswegen, weil die politischen Negern faße in diesen Tagen besonders schars seien Was an ihm liege, werde er tui^ um im Interesse der Presse unsachliche Schärfen zu vermeiden Zum Schluß seiner Ausführungen übermittelte JRimfte» rialdirektor Funk die Gruße des Reichskanzlers Hitler an ine Presse, der zu feinem Bedauern heute leider nicht in der Lage fei, vor der Presse zu sprechen. Er wollte damit warten, bis eine weitere Klärung der Lage eingetreten sei. eine vyuijt tu ----v . 4, t dieser Regierung erstmalig Nicht nur d I e JJl a ch t - mittel öes Staates einsatzbereit, sondern hinter ihr steht tatbereit und auf Gedeih und verderb mit ihrem Führer verbunden d ton enorm e e der n a t i o n a l s o z i a 1 i st i s ch e n B e wegung, deren große historische 2lufgabe nun- mehr auch auf das staatspolitiiche Gebiet uberge- aangen ist. Der Kampf um die Reglerungsfuhrung ist beendet, derDurchbruchzumS taat e ist der nationalsozialistischen Bewegung nach l-^ahrigem Ringen gelungen — der größere Kamps der Regierung Hitler für das deutsche Volk beginnt. Die Erklärung schließt mit folgendem Gelöbnis: Zwölf Millionen Nationalsozialisten erheben in dieser Stunde, die ihren Führer an der Spitze der Regierung des Deutschen Reiches sieht, die Hande zum Schwur- Wir werden in der Regierung kämpsen, so wie wir bisher außerhalb und gegen sie gekämpft haben! Wir wollen dem ganzen deutschen Bolke gls Beispiel unerhörter Treue und Pflichterfüllung vorangehen! Wir wissen, daß unser Wille zum Siege das ganze deutsche Volk zum Liege tragen wird. Wir stehen und fallen mit Adolf Hitler. wieder nahm Hindenburg auf einem Stuhl Platz. Als dann das Preußenlied und darauf das Deutschlandlied ertönte, erschien die schon mythisch gewordene Gestalt des Reichspräsidenten m ihrer Sollen Größe am Fenster und wie sein eigene» Denkmal dastehend, nahm er das von der Menge begeistert gesungene Deutschlandlied entgegen. > Das Regierungsviertel hat wohl seit langen Jahren nicht mehr einen solchen Begeisterungssturm erlebt, wie am Montagabend. Die tun Brandenburger Tor, Unter den Linden und vor allem in der Wilhelmstraße wogende Menschen- menge war von einer spontanen Begeisterung er- füllt, und es kam zu Jubelszene n, w i e m an sie in Berlin lange nicht mehr e r le b t hgt. Zu einem wahren Begeisterungssturm entfacht wurden die nach vielen Zehntaufenden zahlenden Teilnehmer am Fackelzug und die übrige Menschenmenge bei dem Vorbeimarsch vor dem Aeichsprasi- deuten v o n h i n d e n b u r g und vor dekn Reichskanzler Hitler. Umbrandet von Wogen jubelnder und schier unaufhörlicher Begeisterung stand hinden- bürg am Fenster seines jetzigen Palais und nahm sichtlich gerührt, die ehrenden Ovationen entgegen, oft mit der Hand dankend und der Musik der vor dem hochparterrefenfter postierten ^A -Kapelle im Takt folgend. Immer wieder brauste das Deutsch- landlied in Der Menge auf. Die SA. Manner streckten vor dem Reichspräsidenten die Arme in die höhe und hielten die Fackeln hoch. Die Zivilisten schwenkten Die hüte unD zögerten weiterzu- marfdjieren. Zwischen Die marschierenden SA.-Grup^ pen mischte sich immer wieder das Publikum unD marschierte begeistert mit. Ein gleiches Bild der Be geifterung bot sich dann wenige Schritte weiter am sLilhelmsplatz vor Dem GebäuDe Der neuen Reichskanzlei, wo Reichskanzler Adolf Hitler, der mit den Ministern Frick und Göring im Fenster erschienen war, ebenso jubelnd begrüßt den mehrstündigen Vorbeimarsch entgegennahm. Von per anströmenden Menschenmenge wurde mitunter tue polizei'iche Absperrungskette trotz aller Sicherungsmaßnahmen durchbrochen, und es blieb Der Polizei mitunter nichts anDeres übrig, als Dem Menschen- ftrom freie Bahn zu geben. Einige .ßitlenungen kletterten die Hauswand empor und reichten ihrem Führer Blumen ins Fenster. Wie die Polizei mitteilt, waren an Dem ^ackei- - zuge etwa 1 5 0 0 0 b,s 1 7 000 Mann, davon i 2000 Mann des Stahlhelms, beteiligt. Hitlers. Ter Durchbruch zum Staate. Berlin. 30. Ian. (ERB.) Die Reichspreffe- stelle der RSDAP. veröffentlicht eine Ertlarung, in der es u. a. heißt: rf..., „ ~ Wit dem Führer der nationalsozialistischen Be wegung Adolf Hitler ist der Mann deal Vertrauens des Volkes auf den Rus des Reichspräsidenten an die Spitz ed er R egi e- rung getreten. Der Herr Reichspräsident hat damit den Schritt vollzogen, der endlich dem Willen und dem Sehnen der Millionen des deutschen Volkes gerecht wird die in dieser größten nationalen Bewegung der deutschen Geschichte die einzige Hoffnung auf einen Wiederaufstieg der Ration und in ihrem Führer Adolf Hitler a l l e i n d e n W a n n sehen, der dieses große Werk beginnen und vollenden kann. Die natwnalsozialistifche Bewegung weiß sich eins mit dem ganzen deutschen Volke, wenn sie in dieser Stunde bem §errn Reichspräsidenten dankt für ferne geschichtliche Sat, die den Ruhm des Generalfeldmarschalls unserer Heere im Weltkriege auf immer auch mit dem Ramen des jungen Deutsch- land verbindet, das glühenden Herzens zur Freiheit strebt. Wir wollen heute dem stolzen unD freudigen Empfinden Ausdruck geben, das Die ganze nationalsozialistische Bewegung bet der ileoernaßme Der staatspolitischen Verantwortung durch ihre Führer beseelt. . Die MSDAP. weiß, Daß die neue Regierung keine nationalsozialistische Regierung i st, aber sie ist sich dessen bewußt daß diese Regierung den Namen ihres Führers A d o l f h i 11 e r t r ä g t. Mit einem starken naüo- nalfozialistischen Vortrupp ist der Führer in Die Regierung eingerückt und hat sich an ihre ©piße ge» Wie die „Germani a“ aus Zentrumskreisen berichtet hat am Montag um 1430 Ußr eine erfte Fühlungnahme zw.schen den nationalsozialistischen Abgeordneten und derzeitigen Ministern im Kabinett, Goring und ür ick, und der. Zentrumsabgeordneten Dv. Perli tius und Bell stattgefunden, als deren Zweck °°N natonaUoiialiftii^t Seite bezeichne wurde eine Erklärung über die politische Lage entgegenzunehmen. MchslacWe. Mami.Iebruar Berlin,^30. San. (TU.) Der Aeltesten- rat pes Reichstages, der am Montagnach- Eag unter dem Do?sitz des Präsidenten G ° - ring tagte, beschloß, entsprechend einem natio- nalsozialistischen Antrag mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Kommunisten die nächste Vollsitzung des Reichstages spätestens am Dienstag 7 Februar, stattfinden zu lassen. Ein früve'rcr Termin soll nur Dann gewählt werden, wenn Die Regierung den Wunsch hat bereits vor Dienstag nächster Woche ihre Erklärung im Reichstag abzugcben. Anträge der Kommunisten und Sozialdemokraten auf sofortige ® i nbe - I rufung des Reichstages wurden gegen die Stimmen der beiden Parteien abgelehnt. Huldigungen für Hiller. Berlin. 33. Jan. (SU.) Vor dem Hotel kaiserhof", in das sich Reichskanzler Hitler mit einem Teil der neuernannten Minister zu- nächst begeben hatte, sammelte sich m den ersten Rachmittagsstunden des Montag eine ständig wachsende Menschenmenge, meift Rationalsozialisten, die durch die RachmittagsauS- m.26 Seü6eu68«»e M.Z-h-M, $ M-nri-g,Z,.Mu°NW Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ein Mitglied der Berliner Schriftleitung Völkischen Beobachters" hatte Gelegenheit, Dem Reichsinnenminister Dr.F r ick einiges die nächsten Ziele und Absichten neuernannten Regierung zu erfahren. Der Minister erklärte, die gei st i geunbtoil- lenmäßige Erneuerung de s g c s amten deutschen Volkes sei die Voraussetzung für jede andere nationale Erneuerung und Erhebung und werde im Mittelpunkt unserer gesamten Politik stehen. Auf die Frage ob an besondere Maßnahmen ge g en d" KBD. gedacht werde, erwiderte der Minister. Ich werde vorerst in dieser Richtung noch nichts unternehmen. Ls ist mir allerdings bekannt, daß von einzelnen Kommunisten schon in Der letzten Woche Flugblätter verteilt wurden, in denen zum Generalstreik ausgesordert wurde. Sollte sich die KPD. das nicht noch anders überlegen, so werden mir mit den schärfsten Maßnahmen gegen einen derartigen Generalstreik vorgehen. Der Reichsinnenminister äußerte sich sodann mit einigen Worten über das Verhältnis zwischen der Reichsregierung und Preußen: An dem bestehenden Zustand sei v o r e r st n o ch n ich ts geändert worden. Man habe die Einrichtung der Reichskommissare übernommen, neben denen die marxistische Regierung zur Zeit noch im Amte" sei. Für Minister G u r t n c r fei noch kein Rachfolger bestimmt. Er bleibe also bis dur endgültigen Regelung zunächst gesHaftsfuhrender Mi nist:r. Im übrigen sei die Frage des Verhältnisses d e r ß ä n ö c r zum Re ich iin. öi e - sem Zeitpunkt nicht akut Die Richtung unserer Politik deckt sich mit unserer bisherigen nationalsozialistischen Stellungnahme zu dieser Aus aller Welt tot Di fteüung des Münchner Thcatermuseums stärkste Aufmerk amkeit. Für die nächste Zeit plant das berühmte Kölner Theaterwissenschastliche Institut eine entsprechende Ausstellung, die als Wanderausstellung durch ganz Deutschland gehen wird. wäre durchaus im Bereiche der Möglichkeit gewesen. Zentrum und Bayerische Volkspartei waren bereit, bei einer Sammlung der Kräfte im Sinne einer nationalen Konzentrationsregierung mitzuwir- kcn, ganz gleich, wen, die Führung einer solchen Regierung übertragen wurde. Trotzdem habe der Vertrauensmann des Reichspräsidenten keinerlei Fühlung zum Zentrum und zur Bayerischen Volkspartei ausgenommen. So zeige sich schon am Geburtstage der Regierung Hitler, wie sehr sie nach der Pfeife Hugenbergs tanzen müsse. Sollten Bemühungen unternommen werden, Zentrum und Bayerische Volkspartei für eine Tolerierung der Harzburger Lösung zu finden, so könnte man sich von einem solchen Unternehmen kaumeinenEr- f o l g versprechen. Entweder räume man den beiden Parteien einen ihrer Bedeutung und der Verantwortung, die sie damit übernehmen würden, entsprechenden Einfluß in der neuen Regierung ein, oder man mache sich die politische Weisheit Hugenbergs zu eigen, die in der Ausschaltung alles dessen gipfele, was irgendwie nach katholisch rieche. Ein sozialdemokratischer Ausruf Berlin, 30. Jan. (TU.) Die Borstände der SPD. und der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion hielten am Montag eine gemeinsame Sitzung ab, in der beschlossen wurde, einen Aufruf zu veröffentlichen, ux dem Berlin, 30. Ian. (TU.) Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund, der Allgemeine Freie Angeste.ltenöund, der Gesamtverband der Christlichen Gewerkschaften und der Gewer.schasis- ring Deutscher Arbeiter-,'Angestellten- und Beamtenverbände veröffentlichen folgenden Aufruf: „An die Mitglieder der Gewerkschaften. Die po'titische Lage hat sich in entscheidender Weise geändert. Das Schwergewicht der neuen Reichsregierung liegt bei Parteien und Gruppen, die bisher offen für die soziale Entrechtung der Arbeiter und Angestellten, für die Zerschlagung der Demokratie und für die Ausschaltung des Parlaments eingetreten sind. Die Gefahr liegt nahe, daß sie jetzt ihren Plan zu verwirklichen trachten. Gewerkschaftsmitglieder! Die Lebensinteressen der gesamten Arbeitnehmerschaft stehen auf dem Spiele. Um Angriffe gegen Verfassung und Volksrechte im Ernstfälle wirklich abzuwehren, ist kühles Blut und Besonnenheit erstes Gebot. Laßt euch nicht zu voreiligen und Hein Heckroth. Eia erfolgreicher deutscher Bühnenbildner. Porträtskizze von Dr. Adolf Nastin, Essen. Hein Heckroth wurde am 14. April 1901 in Gießen geboren. Seine Bedeutung als führender deutscher Bühnenbiwner rechtfertigt die Absicht, seinen hessischen Landsleuten einiges von dem zu erzählen, was seine Persönlichkeit und sein Schassen für das gesamte deutsche Thealer so wichtig erscheinen läßt. Seine bisherigen Leistungen und Erfolge schließen den Verdacht aus, als wollten wir hier vom Blickpunkt eines Lokalpatrioten her auf einen Mann zeigen, der zwar ein tüchtiger Künstler sein mag, der aber über die lokalen Grenzen hinaus nicht sonoerliche Beachtung verdiente. Eine kurze Skizze seines bisherigen Levensweges möge andeuten, roie stark Begabung und Vitalität sein müssen, um sich — wie Heckroth — allen Widerständen zum Trotz in solcher Weise durchzusetzen. Heckroth sollte nach Entlassung aus der Volksschule in die kaufmännische Lehre. Das hielt er ein halbes Jahr aus, um dann, seiner Neigung zum Zeichnen folgend, Buchdrucker zu werden. Er muß sich damals recht sonderoare Vorstellungen vom Maten und Zeichnen gemacht haben, denn sein Ideal war lange Zeit der Beruf des — Geometers. Seine vierjährige Tätigkeit als Buchdrucker brachte mancherlei Anregungen mit'sich. Entscheidenden Einfluß gewann eine expressionistische Ausstellung des Oberheisischen Kunstoereins und der Gedankenaustausch mit einem Kreis aufgeschlossener Menschen, die ihn in jeder Weise unterstützten. Mit 18 Jahren ging er nach Frankfurt, verfolgte an der Universität mit brennendem Interesse die Vorlesungen über bildende Kunst und übte sich ein Semester lang am Städel- jchen Kunstinstitut im Aktzeichnen. Durch den damals in Frankfurt vorübergehend wirkenden Regisseur Nideggen-Gebhardt kam er mit dem Theater in Berührung und erhielt den Auftrag, die Bühnenbilder für zwei Inszenierungen des „Rhein-Main Theaters" auszuführen, die der bekannte Kritiker Bernhard Diebold als besondere Talentproben bezeichnete. 1924 berief die Stadt Münster in Westfalen Nideggen-Gebhardt zum Intendanten, und ein halbes Jahr später erhielt Heckroth seinen ersten Bühnenvertrag als zweiter Bühnenbildner „mit Umbauverpflich- tung" — also als besserer Bühnenarbeiter. Schon ein halbes Jahr später war Heckroth erster Bühnenbildner und beteiligte sich entscheidend an der damals Aufsehen erregenden Händel-Renaissance in Münster -unö Göttingen, die von Nideggen und Schulz- W^ornburg inszeniert wurde. Aber erst als die ■ ü-aterausstellvng in Neuyork 1925 die Bühnengeistern zuzuweisen. Aus den überaus verbreiteten Verfluchungstäfelchen lasse sich geradezu ein Atlas der antiken Magie rewnstr vieren. Deren Ute- rarische Lieberlieferung habe sich durch die Jahrhunderte bis ins Abendland fortgepflanzt, wo sie beste Aufnahme fand und wo AberglaAen, Zauberwesen und Magie in den mannigfachsten Erscheinungsformen bis in unsere Gegenwart hinein lebendig geblieben seien. Der sehr aufschlußreiche Vortrag wurde durch eine Zulle von Lichtbildern illustriert, in denen der Vortragende einen Lieberblick über das gesamte antik und mittelalterliche Material gab. Hier sah man u. a. Schriftbilder, Formeln, magische Wortfiguren, so- genannte Charaktere, Götter- und Dämonenbilder. Zaubertäfelchen, Zaubernägel, Zaubertische und Symbole, was alles im Zusammenhang eingehend interpretiert wurde. — Professor Dr. Kalbfleisch dankte dem Redner namens der zahlreichen Hörerschaft für seine interessanten Ausführungen. Tonfilm: „Mamsell Jlifoudje'. Der Tonfilm hat eine alte Operette zu neuem Leben erweckt, eine Operette, die schon so alt ist, daß man ihre Handlung gar nicht mehr als bekannt voraussehen darf. Von der Handlung sei aber trotzdem nichts erzählt, sondern nur an- gedeutet, daß da ein blondes lustiges Mädchen inmitten des klösterlichen Internats (Tochter- Pensionats alten Stils) nicht nur die Musterschülerin spielt, sondern auch schon den Operetten- star mimt und damit den Organisten, den Verfasser einer Operette, sofort und für die ganze Folge in tolle Verlegenheiten stürzt. Sich selbst aber bringt sie in die Ehe, so wie es sich für ein rechtes Lustspiel gehört. Zwischen Anfang und Ende liegt eine Fülle gutgespielter Prüderie, Ausgelassenheit und Drolerie. soviel Gegensätzlichkeit — hier Klostermauern und dort Operettenbühne —. daß es als Titelträgern^ schon Anny O n d r a sein muhte, um dieser Rolle gerecht zu werden. Sie füllt die Szenen mit ihrem Lachen und dann wieder mit lenem unglaubwürdigen Ernst, auf den nur die Vorsteherin hereinfallt; sie beschwingt das Spiel mit ihrem Temperament um dann scheinbar reumütig in das Jnkrnat zurückzukehren. Reben ihr sieht man Georg Alexander (Organist). Oskar Karlweis (Major) und Hans I u n k e r m a n n, dw sich geschickt in den Schatten der Mamsell Ritouchc fügen. Wan sieht in diesem Film viel Aufmachung, gute Photogrcphie, freut sich guter Tonwiedergabe und ^xerhalt sich ausgezeichnet. Das alles seit gestern im Lichtspielhaus. N. es u. a. heißt: . Die Feinde der Arbeiterklasse, die einander bis vor wenigen Tagen auf das heftigste befehdeten, haben sich zusammengeschlossen zum gemeinsamen Kampf gegen die Arbeiterklasse, zu einer reaktionären großkapitalistischen und groß- agrarischen Konzentration. Die Stunde fordert die Einigkeitdesganzenarbeitend en Volkes zum Kampf gegen die vereinten ©eg» ner Wir führen unseren Kampf auf dem Bo - , — ----- .—v-,—- , öen der Verfassung. Die politischen und * darum schädlichen Einzelaktionen verleiten. Aus der Welt des spätantilen Zauberwesens. Der Verein der Freunde des humanistischen Gymnasiums hatte gemeinsam mit der Altertums- wissenschaftlichen Fachschaft für gestern Abend zu einem Lichtbildervortrag „A u s d e r W e l td e s spätantiken Zauberwesens oon Professor Dr.Pr eisend anz, Karlsruhe, im Studentenhaus eingeladen. Professor Dr. Kalbfleisch hieß namens der beiden einladenden Vereinigungen die Erschienenen willkommen und erläuterte kürz die Bedeutung des Themas als eines interessanten Beitrages zur alten Kulturgeschichte. Professor Preisendanz begann seine Ausführungen mit einer Huldigung an den genius loci; er freue sich, gerade in Gießen über dieses Thema sprechen zu dürfen, wo ja Altertums-, Religionswissenschaft und Papyrusfor- schung durch die namhaftesten Vertreter von jeher eine bevorzugte Pflege gefunden haben. Ausgehend von den Wundertaten des Paulus m Ephesus führte der Vortragende dann in das weitschichtige Gebiet des antiken Zauberwesens ein; er sprach von der Fülle der damals vorhanden gewesenen magischen Texte, die beider zu einem großen Teil vernichtet und der Lieberlieferung entzogen worden seien. Er schilderte die verschiedenen Formen von Wundertaten und Heilungen, die mannigfaltigen Ausstrahlungen eines mehr oder minder primitiven, antiken Aberglaubens. Cs müsse eine große ZauberUteraiur in der ganzen antiken Welt gegeben haben. Der Vortragende ging dann auf die - Lieberlieferung und den wesentlichen Inhalt der sogenannten Zouberpapyri ein; in einzelnen Fällen fei eine ziemlich genaue Datierung möglich; ausfallend sei die in den Formeln zutage tretende Religionsmischung, die wahllose Verquickung der verschiedensten Gottheiten und Kulte. Die magische Kraft des Ramens einer Gottheit oder eines Dämons habe, wie später im Lichtbild gezeigt wurde, in den Beschwörungstexten eine eigenartige, mystische und symbolkräftige Wirkung au^- geübt. In der späteren Magie ließen sich auch Einflüsse aus der orientalischen Dämonentot/ nachweisen. Cs wurde weiterhin die sprachliche Struktur der Formeln und ihre Bedeutung als I Liebeszauber, Götterdrohung oder hymnische Anrufung gekennzeichnet. Eine große Rolle sei im antiken Zauberwesen besonders den sog. Totenbilder Heckroths unter die zehn bedeutendsten deutschen Leistungen einreihte, erhielt er die innere Sicherheit, sich ganz der Bühne zu widmen. Das Theater in Münster flog 1927 auf, und Heck- rolh suchte sich in Berlin als freier Maler durchzuschlagen. Noch im gleichen Jahre berief ihn Schulz- Dornburg, der inzwischen als Operndirektor nach Essen gegangen war, an die Essener Oper, an welcher die entscheidende künstlerische Entwicklung Heckroths zu einem viel kopierten und nie erreichten, neuen atmosphärischen Theaterstil führte — eine Leistung, die aus der prachtvollen geistigen Gemeinschaft mit Schulz-Dornburg, Wolf Völker (Regisseur), Kurt Iooß (Ballettmeister) und Kaspar Reher herauswuchs. Als Kaspar Neher nach Berlin ging, 'übernahm Heckroth die Gesamtleitung des Ausstattungswesens der Städtischen Bühnen Essens. Heckroths ungewöhnliche Begabung offenbarte sich in jeder neuen Inszenierung und lenkte bald die Aufmerksamkeit der gesamten Theaterwelt auf sich. Gleichzeitig befestigte er auf den großen Düsseldorfer Ausstellungen seinen Ruf als Maler. Seine Urbegabung für das Theater äußerte sich in einem grundsätzlichen Wandel der Bühnenbildform, die tief in die Bezirke der Regie und Darstellung eingriff und eine Reihe wichtiger Erkenntnisse und Erfindungen hervorbrachte; u. a. war er einer der ersten, die die Lichtbildprojektion technisch für das Bühnenbild eroberten und sie künstlerisch in die gestellten Ausgaben einbezogen. Trotz der Vielseitigkeit der Ausgaben, trotz der Universalität seiner bühnenbildnerischen und tech Nischen Begabung, blieb Heckroth innerlich mit seiner hessischen Heimat verbunden. Das Naturerlebnis der herben hessischen Landschaft ist gerade in den schönsten Arbeiten Heckroths spürbar. Ihn begeistern deshalb vor allem jene Werke, die eine innere Beziehung zur Scholle, zum heimatlichen Volkstum zum Ausdruck bringen. Dann ist Heckroth ein ganzer Hesse, ein schollenverhafteter Maler, der ungewöhnliche Farbwirkungen heraufbejchwört. Es ist kein Zufall, daß diesem Hessen die offene üppige Mittelmeerlandschaft zur Wahlheimat wurde. Aus diesem Gegensatz I zweier grundverschiedenen Landschaftserlebnisse emp- I fängt der Künstler Heckroth feine Lebendigkeit, seine Vitalität, seine fruchtbare Vielseitigkeit und seine innere Spannungsgewalt. Diese Landschaftstzrlebnisse sind gewissermaßen die beständigen Pole, zwischen denen sein Geist immer neue Möglichkeiten für das Theater entdeckt und künstlerisch verwirklicht. Diese Leistung blieb nicht auf Essen beschrankt. Sie wirkte auf viele Bühnen im Reich wie ein nachahmenswertes Vorbild. Man holte ihn zu Gast- inszenierungen nach Düsseldorf Köln, Wiesbaden, Dresden, Chemnitz, München. Jedesmal wurde sein Erfolg ein Erfolg der betreffenden Bühnen. Vor .kurzem erst erregte eine umfassende Heckroth-Aus- Oie Vokspartei. Berlin, 30. Jan. (TU.) Die „Rationalliberale Korrespondenz" stellt mit Befriedigung fest, daß die auswärtige Politik u n t er d er bisherigen Leitung bleibt und daß auch der Reichsfinanzminister G r a f v on S ch Werin - K r o s i g l die Bürde seines bisherigen Amtes behält. Damit sei Wohl die Erwartung berechtigt, daß auch die Stellung des Reichsbankpräsidenten Dr. Luther als des Hüters der deutschen Währung nicht gefährdet ist. Heber die parlamentarischen Aussichten dieser Regierung lasse sich nichts sagen, so lange die Haltung des Zentrums und der Bäyerischen Volkspartei nicht feststehe. Es müsse Hitlers Ziel sein, das Zentrum in seine Kombination h)ne in- zuzwingen und damit für die jetzige Minderheitsregierung eine Mehrheitsbafis zu schaffen. Das nationalliberale Element in Deutschland sei nicht so kleinlich, daß es das Ereignis mit fruchtloser Opposition oder mit Schelten und Klagen begleiten wollte. Wem es darum zu tun fei, m allen politischen Wirrungen nur Deutschland zu kennen, der werde dem neuen Reichs, kanzler keine Riederlage, sondern gute Erfolge wünschen. Wer so denke, der werde allerdings auch das Programm und die Handlungen des neuen Kabinetts unter die Lupe wohlwollender, aber fachlicher und scharfer Kritik stellen. Oie Bayerische Dottspartei. München, 30. Jan. (TU.) Die Bayerische Volkspartei-Korrespondenz schreibt u. a.: Das Reue und überaus Peinliche an dieser präsidialen Lösung sei darin zu erblicken, daß nunmehr die Macht des Reichspräsidenten oon einem Parteimann reinsten Wassers in Anspruch genommen werde, der nur ein Ziel kenne, nämlich die Stellung seiner Partei zu stärken unL wenn irgend möglich, zu einer ausgesprochenen Parteiherrschaft über den Staat auszubauen. Vom Standpunkt Hitlers bedeute die von Papen betriebene Lösung einen Widersprach mit seiner bisherigen Haltung. Er sei nun Kanzler der Harzburger Front geworden, und habe sich damit ausbieLiniederHugen bergschen Politik begeben. Herr v. Papen habe die Karten so gemischt, daß nur diese Minderheitsregierung präsidialen Charakters im Sinne der deutschnationalen Drahtzieher herauskommen konnte. Eine parlamentarische Regierung Hitler vertreten. Der Stahlhelm wird seinen ganzen Einfluß dafür einfetzen, daß die in der Reichsregierung zusammengefahten nationalen Kräfte zu einer Staatsführung wahrer Volksgemeinschaft zusammenwachsen, die im Streben nach der Freiheit und Größe der deutschen Ra- No n ihre letzte Einheit findet. Wir haben Wert darauf gelegt, nur solche Aufgaben zu übernehmen, die unserer Eigenart gemäß sind und die in die Zukunft weisen. Das sind die Folgen deutscher Arbeit, Freiwilligen Arbeitsdienstes und der Iuqendertüchtigung. Es kommt darauf an, unter sorgfältigster Schonung der sauer erworbenen Steuergroschen des Volkes Neues und Großzügiges zu leisten. Zur Lösung dieser Fragen wird der ganze Bund in alter, hingebender Treue, Kameradschaft und freiwilliger Disziplin mit allen feinen geschulten Führerschichten entscheidend mit- Helsen müssen. Der 5)urd)brud) des nationalen Staates wird jetzt vorbereitet. Er kann nur gelingen, wenn alle vaterländischen Kräfte ihr Letztes hergeben und einmütig Zusammenwirken, wenn ein Strich gemacht wird unter alle Streitigkeiten und Anfeindungen der einzelnen Gruppen, wenn alle Glieder der nationalen Front ehrlich und fest entschlossen sind, den Befreiungskampf gemeinsam fortzufuhren. Der Stahlhelm steht in unerschütterlicher Treue hinter unserem Generalseidmarschall - Reichspräsidenten. Wir wollen dafür einstehen, daß der Lebenswunsch Hindenburgs erfüllt wird, das g a n z e D e u t sch land nun einmütig an dem großen Werk der inneren und äußeren Befreiung unseres Vaterlandes gemeinsam wirken zu sehen. Ausruf der Gtahlhelm-Aundesführer. Berlin, 30. Jan. (CNB) Die Bundes» führer des Stahlhelms haben einen 21 uf « ruf erlassen, in dem es beißt: „Heute ist im selbstlosen Zusammenwirken aller nationalenÄräfte eine Regierung gebildet worden, die eine echte Führung der Nation in allen ihren politischen und sozialen Nöten ermöglicht und die entschlossen ist, das ganze Deutschland in vaterländischem Gei st e z u einigen. Auch der Stahlhelm ist dem Ruf unseres verehrten Reichspräsidenten Generalfeldmarschall v. Hindenburg gefolgt und ist durch seinen ersten Bundesführer nunmehr in der Regierung Ein schrecklicher Skiunfall. Im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren starb die beim Skifahren verunglückte 24jährige Landwirts- tochter Mathilde Dreher aus Greuwang. Das Mädchen hatte sich den Skistock durch das Auge in den 5opf gerannt, was einen Schädelbruch verursachte. Cs muß sofort bewußtlos geworden sein, und da es allein war, muhte es hilflos im Schnee liegen bleiben. Als die Verunglückte abends nicht heimkam. ging man auf die Suche und fand erst in der Rächt das Mädchen auf. Es wurde sofort in das Krankenhaus Kaufbeuren eingeliefert, wo der Tod feinen Schmerzen ein Ende machte. Zahlreiche Wasserrohrbrüche in Berlin. Infolge dec Temperaturschwankungen der letzten Tage kam es an den verschiedensten Stellen von Berlin, vor allem aber in den Außenbezirken zu W a s s e r r o h r br Ü ch en. Richt weniger als 51mal mußte die Feuerwehr eingreifen und hatte an einigen Stellen mehrere Stunden zu arbeiten, um die Wassermassen aus» zupumpen. Brokats haftbeschwerde zurückgewiesen. Das Kammergericht in Berlin hat die Hafi- b e s ch w e r d e des früheren Direktors der Berliner Verkehrsgesetlschaft, B r o l a t, zurückgewiesen. Verkehrsunglück bei Paris. — Zehn verletzte. In Thiais bei Paris entgleiste eine Straßenbahn und fuhr in ein Haus hinein, dessen Wand eingedrückt wurde. Bei dem Unfall wurden zehn Fahrgäste verletzt. Sprengstoffanschlag auf ein Pfarrhaus in der Pfalz. In einer der letzten Rächte wurde auf das katholische Pfarrhaus in Schönau (Pfalz) ern Spreng st offanschlag verübt. Im Hose des Pfarrhauses sowie unmittelbar vor dem Hofe wurden zwei Sprengkörper, wie sie im Steinbruch verwendet werden, zur Explosion gebracht. Die aus dem inneren Streit herauszu- s ü h r e n zur stetigen praktischen Arbeit an Staat unv Wirtschaft. m , ,c . . Wir danken allen unseren Parteifreunden, den Führern und Kampfgenossen in Stadt und Land, ihrer Tatkraft und Opferbereitschaft. Sie geben uns Vertrauen für die Arbeit, die vor uns liegt. Seien wir uns bewußt, daß das, was bisher erreicht ist, ohne die Deutschnationale Volkspartei nicht erreicht worden wäre. Seien wir uns bewußt, daß vielleicht mehr denn je in der Zukunft eine starke Deutschnationale Vollspartei die Voraussetzung und die Grundlage nationaler Politik in Dcuts^land bildet. Wir kämpfen weiter, unsere Ziele sind unverändert. Vorwärts heißt die Parole. Gcz. Dr. Hu gen berg, Dr. von Winterfeld, Dr. Oberfohren, Frau Lehmann, von Dommes." Hugenbergs Aufgabe. Die Deutschnationalc Bottspartei zur Regier ngsbild ng. Berlin, 30. Jan. (TU.) In den „Mitteilungen der DNVP." schreibt der Pressechef der DNVP. u. a.: Die Entscheidung ist gefallen. Die Lösung, die mit der Bildung des Kabinetts Hitler-Hugenberg- Seldte-Papen gefunden wurde, war der einzige Ausweg aus dem Trümmerfeld und a u s d e m W u ft v o n I n t r i g e n , die als einzige Erinnerung an das Kabinett Schleicher Zurückbleiben werden. Es ist Hugenberas Verdienst, daß er mit der Opposition gegen Schleicher das Ende der unerfreulichen Zustände herbeigeführt hat. Daß die Bildung des Kabinetts so schnell erfolgte, ist nicht zuletzt dem Umstand zuzuschreiben, daß Kräfte am Werk waren, die vor schwersten Krisen, ja Staatsstreichplanen nicht zurückschreckten. Die neue Regierung hat sofort die Beratungen und damit d i e 21 r b e i t a u f g e n o m m e n. Das ift es, woraus es jetzt ankommt. Es wird die Aufgabe der neuen Regierung sein, bafür zu sorgen, daß fie m ihrer Arbeit nicht gehemmt wird, weder durch die Hetze der Linken, noch durch parteipolitische oder gewerkschaftliche Wühlarbeit, noch durch die Obstruktion des Reichstages. Die Regierung wird jedem Versuch, die Arbeit zu stören, mit ben bentbar schärfsten Mitteln gegenübertreten müssen. Der Reichspräsibent, besten Entschlußkraft in erster Linie bie Wenbung zu banken ist, wirb bem Kabinett bie Mittel zur Wahrung ber Autorität nicht oer sagen. Voraussetzung ,für bie Autorität ist bie geschlossene Willensmeinung in ber Regierung. An bem Fehlen biefer Geschlossenheit war bie Regierung Papen gescheitert. Die Einheitlichkeit des wirtschaftspolitischen Willens ist durch die Zu- sammenfassung der Wirtschaftsministerien in Hugenbergs Hand gewährleistet. Das ist das stärkste Positivum der neuen Lösung. Das ist die Erfüllung der Forderung, die wir vom ersten Augenblick« an gestellt hatten und ohne die wir eine Verantwortung in diesem Kabinett nicht übernommen hätten. Schafft das Kabinett die politischen Voraussetzungen für eine stetige Arbeit, dann wird Hugenberg, der vielleicht allein in Deutschland Zusammenhänge des wirtschaftlichen Lebens übersieht, die Möglichkeit haben, seine Pläne in die Tat umzusehen. Detonation war so stark, daß alle Fensterscheiben des Pfarrhauses und der umliegenden Häuser in Trümmer gingen. Menschenleben kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Linker dem dringenden Verdacht, den Anschlag verübt zu haben, wurden drei Einwohner fest genommen und ms Amtsgerichtsgefängnis Pirmasens emgeliefert. Die Verhafteten leugnen allerdings, den Anschlag ausgeführt zu haben. Kunst uni», Wissenschaft. Geheimrak Professor Dr. Theodor Virk f. Irn nahezu vollendeten 81.Lebensjahre starb infolge eines Schlaganfalles der in Marburg im Ruhestand lebende Professor der klassischen Philologie, Geheimrat Dr. Theodor D i r t. Der Verblichene, der aus Wandsbek bei Hamburg- stammte, promovierte 1876 in Bonn und habilitierte sich 1878 an der Llniversität Marburg, wo er 1882 zum außerordentlichen und 1886 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Ehren- volle Rufe nach Königsberg und Breslau lehnte der Gelehrte ab und blieb bis zu seinem Tode der Marburger Llniversität treu. — Von -Birte zahlreichen Schriften seien hier nur erwähnt: Römische Literaturgeschichte in fünf Stunden. Kulturgeschichte Roms; Römische Charakterkopfe; Die Germanen; Aus dem Leben der Antike, Charakterbilder Spätroms; Von Homer bis Sokrates; Alexander der Große. — Geheimrat Vrrt ist aber nicht nur durch seine zahlreichen Veröffentlichungen aus allen Gebieten der philologischen Forschung bekannt geworden, sondern auch durch seine dichterischen Arbeiten, Romane, Rovellen und Reisebeschreibungen. Bis in sein hohes Alter hinein war er eifrig tätig; noch zu Weihnachten 1932 gab er ein Werk über „Sie Form der Antike" heraus. Mit Theodor Birt (Beatus Rhenanus) ist ein geistvoller Schllderer der Antike dahingegangen. Al DieU nalen So’!Ä hot geM aul 71 Den t;* GprcW” biif-rt “to sk®e wlernen- .um rittet zur fobe des Deutsch"! gmW von vtu Deutsches rittet ge‘ AullutM Die Pol' ihren St- mchtun Ein Bol wenn es wartete (durch d und — schwelst Osten (e Voll au es im 1 vergesset herzen ( des gant fein, Der! jen wieh Polen n grünbunc die offen! dah das trotzdem Volt'. 2 ahne Ao Mr ih land zu siedeln laute t übern sei, da Werk 3m Theote in dran ausgeze gruppe tiigen z hier bit des Ein Dm Ab sprachen w \ In b fonroen Hotel übet „( Kurden neslschei einem fall Der 1 ßameni für die Ml bei i bai im mählich nach e ausP ftanbsl Wärm inneto 1‘etnn ben, ' irgend men. gehen! । ander' 1 bet 1 li Arth ' iettoa i bei s N gelai tviill ten ■ li-h. mene etfrii nötig ati W M ach toii bet« i leg, \ tige Var Nils Ola fun zu ten An Ta Du die bet len nm nie gej bet sozialen Rechte des Volkes, die tn Verfassung und Gesetz verankert sind, werden wir gegen jeden Angriff mit allen Mitteln verteidigen. Ieder Versuch der Regierung, ihre Macht gegen die Verfassung anzuwenden, oder zu behaupten, wird auf den äußersten Widerstand der Arbeiterklasse und aller freiheitlich gesinnten Volls.reise stoßen. Zu diesem entscheidenden Kampf sind alle Kräfte bereit zu hallen. Llndiszipliniertes Vorgehen einzelner Organisationen oder Gruppen auf eigene Faust würde der gesamten Arbeiterklasse zum schwersten Schaden gereichen. Darum her zur Eisernen Front. Rur ihrer Parole ist Folge zu leisten. Kundgebung der Gewerkschasten. Aus der Provinzialhaupisiadi Grenz^and-Atend im DHD. empfunden. " Ocffentliche Dücherhalle. 2m Januar wurden 1505 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 1033. Literaturgeschichte 9. Zeitschriften 22, Gedichte und Dramen 10. Iugendschriften 113. Lander- und Völkerkunde 104, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 98. Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 46. Heer- und Seewesen 5, Haus- und Landwirtschaft 4, Gesundheitslehre 1, -Religion und Philosophie 22. Staatswissenschaft 25, Sport 1. Fremdsprachliches 2 Bande. Nach auswärts kam 1 Band. Große Strafkammer Gießen. III. 0er nordische Krieg gczieferbefall. . «ine lebhafte Aussprache bildete den Abschluß der gut besuchten Versammlung. Pornotizen. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute von 20 bis 22 Uhr. Dienstag-Abonnement, das Lustspiel „2:2 unent- König, Kriegsmann, Herkules Zum 200.Todestage Augusts des Starken am l.$e6ruar. Don Maximilian pallanca. Nah und näher raste das Unheil auf August den Starken zu. Er versuchte dem Schwedenvotter und dessen kriegsgewaltigen Truppen auszumeichcn, wurde aber auf dem Wege nach Krakau bei K 11 ßow eingeholt und mußte sich zum Kampf stellen. Es war der 19. Juli 1702. August hatte polnische und sächsische Truppen zur Verfügung; die Polen liefen, kaum war das Feuer eröffnet, sofort wie die Hasen davon: die Sachsen allein vernwchten die Situation nicht mehr zu retten — Reiterei und Fuß volk wurden über den Haufen geworfen: alles schien verloren. Das wirre Chaos noch zu vermehren, brach gleich Öim Westen Europas ein neuer großer Kriegs- > aus, der spanische E r b s o l g e k r i e g . der entstand, um die mit dem Tod des habsburgischen Karl II. erledigte spanische Krone. In diesen wilden Erbstreit griffen ein England, Holland, Frankreich, das Reich: Spaniens wegen verbündete sich der Hohenzoller mit Schweden: Aligust mengte sich, obgleich er vor Sorgen kaum mehr aus noch ein wußte, auch in dieses Abenteuer, verbündete sich, unter Bruch seiner Abmachungen mit Frankreich, zur Abwechslung einmal mit dem Kaiser, schickte ächsische Truppen gegen die Bayern und Franzosen, ah sie aber geschlagen zurückkehren — und setzte ie noch einmal in Polen ein, gegen die immer mehr an Boden gewinnenden Schweden. Vergebens, alles vergebens ... Die Sachsen un ter Steinau werden am 1. Mai 1704 bei Pultust Preise. , *» Von der Bahn Gießen —Koblenz. Der beschleunigt verkehrende Personenzug Nr. 402 Gießen—Limburg—Koblenz (Gießen ab 8.04, Sw» blenz an 10.26) hält vom I.Februar ab täglich in Villmar. Der Zug trifft um 9.07 Uhr in Villmar ein und fährt um 9.0714 Uhr ab. ** Die Steuergutscheine für Mehrbeschäftigung. Vorn Wirtschaftsprüfer und Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen wird uns im Anschluß an die aus feinen „Aktuellen Steuerfragen" gestern zitierte Meldung über Die Steuergutscheine folgendes mitgeteilt: Nach einer Information, die Montag nachmittag bei mir em- ging haben der Reichsarbeitsminister und der Reichsminister der Finanzen mit Rücksicht auf die verspätete Herausgabe der Antragsformulare für Steuergutscheine die Finanzämter angewiesen, Anträge, die nach dem 3 1. Januar eingereid)t werden, wie rechtzeitig eingereichte Anträge zu behandeln. Eine zeitliche Begrenzung der Verlängerung der Antragsfrist ist nicht erfolgt. •• Starkes Glatteis lag heute in den frühen Morgenstunden auf allen Wegen und Plat- zen unserer Stadt. Offenbar war im Laufe der Aacht nach Regenfällen wieder etwas kältere Temperatur eingetreten, die die starke Vereisung der Straßen zur Folge hatte. Der Fußgängerverkehr war bei diesem Zustand der Straßen mit außerordentlichen Anstrengungen verknüpft. In mehreren Fällen foUen Passanten gestürzt sein, zum Glück aber liegen bis zur Stunde Meldungen über ernstere Unfälle nicht vor. Daß an manchen Stellen von Frühaufstehern unter den Hausbesitzern die Bürgersteige mit abstumpfenden Mitteln bestreut worden waren, wurde angenehm ^Der Redner ging dann auf die Entstehung des Samens, dessen Nährstoffgehalt und Bedeutung für die junge Pflanze, wie auch für den Haushalt der gesamten Natur ein. Er behandelte ferner das im Keimling schlummernde Leben, dessen all- mähliches Abklingen und schließliches Berloschen nach einer gewissen Dauer. Lehrreiche Dettpiele aus Praxis und Wissenschaft erklärten die Wider- ftandsfähigkeit ruhender Samen gegen extreme Wärme und Kälte und die manchen ilntrautfamcn innewohnende Fähigkeit, gleich den Siebenschläfern nach sehr langen Zeiträumen wieder aufzul^- den, wenn sie aus tieferen Bodenschicht^! durch irgendwelche Umstände an das Tageslicht kommen. Zu den praktischen Folgerungen über- gehend, die sich aus der Bauer der Keimkraft uno anderen Eigenschaften der Samen ergeben, warnte der Vortragende vor verfrühter Aussaat. Jede Art bedarf zur Keimung und zum freudigen > • terwachscn einer bestimmten Dodenwarme. Diese liegt für die meisten Gemüse- und Blumensamen bei fünf Grad Wärme in 10 Zentimeter Tiefe. Auch wenn frühzeitig gesäte Samen zum Keimen gelangen, so ist damit die ungestörte Weiterentwicklung noch nicht gewährleistet, spätere Aussaaten überholen nicht selten die früheren betracht- lich. Bohnen brauchen 12 Grad, ebenso alle Blu- menarten, die im Herbst bei den ersten Frosten erfrieren. Gurken sind wärmebedürftiger und benötigen eine Bodenwärme von 15 Grad. Wie alles jugendliche Leben, so braucht auch die fungc Pflanze mehr Nahrung, als im ausgewachsenen Zustande, wenn nicht Erscheinungen von Schwache auf treten sollen, die sich noch in der spateren En^ Wicklung nachteilig auswirken. Cs wird uamnch bereits bei Bildung des dritten oder vierten Blattes, oft auch schon früher der Plan für das künftige Wachstum gelegt, der sich nach den zur Zeit vorhandenen Nährstoffen im Boden und im Genuß von Licht richtet. Nachträgliche Zufuhr von Nahrung in Form reichlicher Düngung und Schaffung von Lichtgenuß vermag zwar die Pflanze zu kräftigen, jedoch kein weiteres Blatt oder Blutenknospe, Blüte oder Frucht hervorzurrtten. Nichts ist schädlicher, als zu dichte Saat, schlechter Boden in den Anzuchtsbeeten, oder Düngung der Sämlinge. Ferner wurden behandelt die Technik der' Samenzucht im Groh- und Kleinbetrieb, die Züchtung besserer Rassen auf wissenschaftlicher Grundlage, die Neuheiten-Gewin- nung, das Beizen, Pikieren und andere Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten und Un» Die Iugendgruppe Gießen im DHV (Deutschnatio- | nalen Handlung-gehilsen-Verband) veranstaltete am ; Sonntagabend im Cas< Leib einen Grenzlandabeno, der (ehr aut besucht war. _ Ein Eroffnungsmc-.rsch der Hauskapelle des DHV-, der Einmarsch der Iugendgruppe und frische ^char- gesänge leiteten den Abend em. Em Vorspruch wies auf den Sinn d.s Abends hin. Kretsiugendfuhrer Bepperlin-) begrüßte die Teilnehmer. Er dankte für das Interne am bedrohten deutschen Erenzlcmd, das in dem starken Besuch zum Ausdruck komme. Dem deutschen Volke seien im Osten schwere Wunden gesch-agen, der Kampf gehe um Volkstum, Sprache and Sitte, der Deutsche im Osten müsse erbittert um seinen Heimatboden ringen. Ihn zu um tersti'uen, sei nationale Ehrenpflicht. Der DHV- habe fc\er Jugend durch Fahrten nach dem deutschen x^ffen Gelegenheit gegeben, Grenzlandnot kennen- zulernen Die Grenzlandsrage sei die Frage um Deut chlands Zukunft. Sodann gelangte em Gedicht zum Vortrag, das in die Zeit ^r Deutschordensritter zurücksührte und m lebendiger Form eine EP sode des Kampfes zwischen den Polen und den Deutschordensrittern schilderte. nrntnrnrhP Im Mittelpunkt des Abends stand die Ansprache von Studienrat Dr. K ö n i a. Er.^rte a. aus. Deutsches Land im Osten sei durch die Deutschordens^ ritter gewonnen worden. Aus Wildnis schufen f Kulturland. Nun wollen die Die Polen hätten zwar vor zwei Jahrhunderten ihren Staat verloren, aber Polen sei deshalb damals nicht untergegangen, weil das Volk nicht unterging. Ein Volk könne wohl den Staat verlieren aber wenn es sich nicht selbst verliere, lebe es fort. Polen wartete feine Zeit ab, habe nun aber die Guns «durch d/.%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische verein!). Rente .. 3%% Anatolier Helsingsors.. Wien....... Prag...... Budapest ... Sofia...... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenoi Aires Neuyork.... Brüssel..... Italien Paris..... Schweiz... Spanten.... Danzig.... Japan ..... Rio de Ian. Jugoslawien Lissabon.... Ilse Bergbau ......... Ilse Bergbau Genüsse ... Klocknerwerke .......... Mannesmann-Röhren... MauSselder Bergbau .... Oberschlei. Kokswerke.... Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen . Rheinstahl VfB. Gießen. vfv-1 — Vottenhorn 1 7:1 (3:1). 1 Dio Grün-Weißen hatten am vergangenen < Sonntag wiederum einen Vertreter des Sinter- i sandes als Gegner auf eigenem Platz. Dieses ; Verbandsspiel war von Sensation umwittert, denn es hieß gegen einen Gegner antiken, der beim Vorspiel in Vottenhorn den VfB.ern den errungenen 6:1-Sieg sehr übel nahm. Sensativns- lustigc kamen aber nicht auf ihre Kosten. Das Spiel selbst wurde in sportlich einwandfreier Weise ausgetragen. Die Grün-Weißen hatten sich allerdings eine Revanche vorgenommen, diese lag jedoch auf rein spielerischem und sportlichem Gebiet VfB. trat in stärkster Aufstellung an. Die Gastemannschaft war ebenfalls in kompletter Aufstellung erschic- Das Spiel wurde von Anfang bis Ende sehr temperamentvoll durchgeführt. Die Ueberraschung brachte der Sturm, der sieben schone ^,ore schoß, aber auch ungezählte Vorchancen vergab: die Partie hätte sehr leicht zweistellig enden können. VfB. war von Anfang an leicht überlegen, nach einigem Auf und Ab konnte Knaus einen Strafstoß durch Bombenschuß zum 1. Treffer verwandeln. Bei recht ausgiebigem Flügelspiel konnte dann Wilhelm zweimal Hinterei,ca.ider erfolgreich sein. Bottenhorn ließ jedoch nicht locker. Durch schnelles AMielen des Balles tarnen sie wiederholt vor Balsers Heiligtum, aber dieser konnte mehrere gefährliche Bälle sicher abfangen. Gegen Ende der 1. Spielhälfte erzielten die Gäste den verdienten Ehrentreffer. . Die zweite Halbzeit stand ganz un Zeichen der Grün-Wcißen. Die Ueberlegenheit wurde gegen Ende des Spiels so drückend, daß der Kampf fast nur auf ein Tor ging. Haupt erzielte aus einem Gedränge den vierten Treffer und Ritter hatte die Gelegenheit, einen Foul-Elfmeter zum fünften Tore zu verwandeln. Bottenhorn verteidigte mit vielen Beinen. Schließlich konnten Schmidt und Wilhelm noch je ein Tor erzielen, so daß jeber Stürmer zu Torehren — Wilhelm sogar dreifach — kommen konnte. Die Gäste hatten eine körperlich sehr starke Mannschaft zur Stelle, in der nur die Läuferreihe überragte, während das Schlußdreieck und der Slurm nicht überzeugen konnten. Letzterer hatte allerdings in Balser, Dingel und Leutheuser ein unüberwindliches Hindernis vor sich. Die Läuferreihe der VfBer zeigte nicht das sonstige Können, insbesondere fielen die Außenläufer ab. Der Sturm zeigte mit der Formverbesserung von Wilhelm seit langem wieder einmal Schutzfreudigkeit. Schiri Petri (Wetzlar) leitete korrekt und sicher. Spielvereinigung 1900 Gießen. Breidenbach (Liga) — 1900 Gießen (Liga, 5:2 (2:1). Die erneute Riederlage der Blauweißen kommt diesmal nicht überraschend. Wußte mau doch von dem Auftreten der Breidenbachcr in Gießen, daß diese Elf neben guter körperlicher Konstitution ganz achtbares Können ihr Eigen nennt- Dazu kommen die in Breidenbach ganz unzulänglichen Platzvechältnisse und diesen Platzvorteil nutzten die Gastgeber auch weidlich aus, während sich die Gießener auf der kleinen Berg» und Talbahn in Breidenbach eigentlich nie richtig zurechtfanden Die Vertretung 1900’8 versagte fast restlos. Arnold und Best fehlten. Die Spieler Breidenbachs waren stets schneller am Ball. Das Spiel war nicht schön: es wurde reichlich hoch gespielt. Die Spielleitung ließ zu wünschen übrig. Man gewann den Eindruck, daß diel’ Gießener bewußt benachteiligt wurden. Heil-» mann (1900, schied durch fragwürdigen Platz- ve.weis aus. Zu allem Unglück wurde Lippert erheblich verletzt, so daß die restlichen Reun nur durch ganz energischen Widerstand eine noch höhere Riederlage verhinderten. Bei den Gießenern war Schlarb nicht so sehr sicher. An zwei bis drei Treffern war er nicht schuldlos. Inder Verteidigung lieferte Zeiler ein schwaches Spiel. Von den Läufern war Glitsch der beste. Der Angriff lieferte in seiner Gesamtheit ein schwaches Spiel. Besonders ausfällig offenbarte sich der Formrückgang Lipperts, Heilmann hatte einen schwarzen Tag. Der Spielverlauf sah zunächst die Gießener überlegen. Als aber eine weite Vorlage Breidenbachs Rechtsaußen erreichte, erzielte dieser, allerdings aus klarer Abseitsstellung, den Führungstreffer. Dann tarn 1900 auf und Heilmann erzielte durch Kopfstoß den Ausgleich. Alle an- de.en noch so zwingenden Gelegenheiten blieben unverwertet. Kurz vor dem Seitenwechsel nutzte Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Bemberg........... Zellstosi Walvhos .... Zellstoff Aschassenburg Dessauer (SaS....... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum .. Orensteln 8 Koppel .. Leonhard Tietz Thade ........... 37,75 44 50,13 27,5 20 >39.25 Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Handels-G. m. b. H. als Gesellschafter eingetreten, die von nun ab als „Buderus-Iungsche Handelsgesellschaft m. b. H. Wetzlar" firmiert. Sie und ihre Filialen beschäftigen sich mit dem Berkaus der Erzeugnisse der Stammwerke und von Zentralheizungs-Armaturen, sowie mit dem Materialeinkauf für die Stammwerke. * Deutsche Gesellschaft für öffent- ljche Arbeiten A G. Aus dem Bureau des Reichskommissars für Arbeitsbeschaffung wird mitgeteilt, daß vom Krebitausschuß der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms bisher Darlehnsanträge in Höhe von insgesamt 2 269 000 Mark bewilligt worden sind. * * Russischer Röhren auftrag perfekt. Der neue russische Auftrag, bei dem es sich um ein Röhrenobjekt von 70 000 Tonnen im Werte von 40 Millionen Reichsmark sowie um Einrichtungen, Maschinen, Blechstähle usw. im Werte von 25 Millionen Reichsmark handelt, ist, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, nunmehr im Prinzip perfekt. Auch in der Frage der Garantie und der Finanzierung ist eine grundsätzliche Klärung erfolgt. Die Kreditfristen stellen sich auf durchschnittlich 48 Monate. Bekanntlich wird der Auftrag von einem Jndustriekonsor- tium unter Führung der Firma Otto Wolf, Köln, und den Mannesmannröhrenwerken durchgeführt. Frankfurter Abendbörse fester. Frankfurt a. M., 30. Ian. An der heutigen Abendbörse lagen Kauforders aus Berlin in immerhin bemerkenswertem Umfange vor, die den Kursen allgemein zum Anziehen verhalfen, zumal auch die Kulisse kleine Deckungen vornahm. Dazu kam, daß die endlich eingetretene Klärung in der Reichskanzlerfrage mit einer gewissen Erleichterung begrüßt wurde. D"s Kursniveau erhöhte sich gcgeif den Berliner Schluß durchschnittlich um 0,50 bis 1 Prozent, größere Steigerungen wiesen Siemens mit plus 1,75 Prozent, Ges- fürel mit plus 1,50 Prozent, IG.-Farben mit plus 1,25 Prozent und Reichsbank mit plus 2,25 Prozent auf. 3m Verlauf hielt die feste Stimmung im we- Breidenbachs Rechtsaußen ein Mißverständnis zwischen Schmidt und Luft erfolgreich aus. So wechselte man die Seiten. Rach der Pause be° ! gann 1900 aggressiver um den Ausgleich zu kämpfen, hatte aber leider vorerst keinen Erfolg. Die Riederlage besiegelt wurde höchstwahrscheinlich als Schlarb einen a:i sich ungefährlichen Ball durch die Beine ließ. Dann mußte Heilmann ausscheiden und Lippert wurde verletzt. Schlarb verließ zu früh sein Heiligtum und der Ball landete im leeren Tor. 4:1. 1900 machte ununterbrochen verzweifelte Angriffe, aber nur einmal mit Erfolg. Eine feine Flanke von snh Schlarb auf Linksaußen verwandelte der Rechtsaußen Iäckel durch famosen Kopfstoß unhaltbar, wohl das schönste Tor des Spieles. Der Gastgeber kam nun mehr in Fahrt und nochmals durch den Halblinken zu einem fünften Treffer. Der Sieg gegen die schwache Gießener Elf Wan verdient. Handbatt-Lokaltreffen auf dem Llniversitätssportplah. TV. 1846 1 — Spielvereinigung 1900 I 7:5 (4:3). Das Spiel trug die typischen Kennzeichen eines Kampfes unter Lokalgegnern. Es ging nicht um Punkte. Es ging auch nicht um das unmittelbare Ansehen vor einer größeren Zuschauermenge, denn es waren nur so gegen 40 anwesend, aber es wurde trotzdem so hart gekämpft, wie es bestimmt nicht nötig gewesen wäre. Wer „zuerst angefangen" hat, läßt sich schlecht feststellen, denn Stimmungen, Sympathien und Antipalhien entwickeln sich ost aus dem Ungewissen. Für ein Freundschaftsspiel wurde ,eden- falls zu hart gestritten! (Zuletzt aber soll der Schiedsrichter schuld gewesen sein!) Beide Mannschaften waren gleich stark. Die Turner mußten allerdings auf vier Mann verzichten. Knorr, Loh, Horeysek und Bogt fehlten. Die 1900er traten in der gemeldeten Aufstellung an. In ausgeglichener Kampfhandlung konnte man von ber lieber legenheit der einen ober anberen Mannschaft nicht sprechen. In raumgreifenbem Spiel ging ber Ball von einem Tor zu in anberen. 1900 ging zuerst in Führung. Der Halbrechte ber Turner glich aber halb barauf aus. Eine Minute später führte 1846 mit 2:1. Erbittert unb hart mürbe meitergetampft. 1900 konnte nach einem Fehler ber Turnerverteibi- Grihncr....................01 Mainkraftwerke Höchst a.Dt. ... 4 Süddeutscher Zucker ........ 8| I. ®. Farven-Industrie 7 Scheideanstalt...............10 Goldschmidt 0 RütgerSwerke 0 Metallgesellschaft 0 Die hinter den gung auf 2:2 ausgleichen. In der 20. Minute ging wieder 1900 durch Schott in Führung. Nach einem raschen Durchbruch auf dein linken Flügel glichen die 46er zum 3:3 aus. Zur Pause führten die Turner mit 4:3. , In unverändert hartem K«nps wurde das Spiel nach kurzer Pause fortgesetzt. 1900 vermochte wieder den Ausgleich zu erzielen, ginAseinerseits mit 5:4 in Front, "ober auch dabei blieb 1 es trotz energischster Berteidigung nicht. Die Turner zogen frisch vorn fieber unb sicherten sich lieber ben Ausgleich. Man glaubte schon, baß es bei dem an sich gerechten Ergebnis bleiben mürbe. Man hatte sich aber getäuscht. Beibe Mannschaften fpieluu mit äußerstem Einsatz auf Sieg. Es ging hart auf bart. Der Schiebs- richter mußte rügen. Es gab einen Strafwurf für bie Turner, ber prompt verwandelt wurde. Die 1900 Blauweißen gaben aber den Kcmpf nicht auf, drangen aber nicht mehr durch. Bietmehr konnten die Gastgeber noch einmal und kurz vor dem Abpfiff erfolgreich fein, nachdem vorher ber Mittelstürmer ber 1900er herausgestellt wurde Ein Hnentschieben hätte bem Spielverlauf eher entsprochen, wenn auch nicht abzustreiten ist, baß bie Turner burch ihren letzten harten Einsatz nicht unverdient ben Sieg an sich rissen. Ausländererfolge beim Berliner Reitturnier. Beim Berliner Reitturnier gab es die ersten Ausländererfolge in einem schweren Jagdspringen um den Preis von Erlenhof, der mit 89 Teilnehmern wiederum außerordentlich stark beseht war. An den schweren Hindernissen ereigneten sich zahlreiche Stürze, die indessen glimpflich abliefen. Bon den irischen Pferden und Reitern bekam man schon einen besseren Eindruck, nachdem sich auch die Pferde an die ungewohnte Halle gewöhnt hatten. Commandant O' Dwhtzr ritt auf seinem blendenden Fuchs Lamerick Lace in windender Fahrt über die Hindernisse und bewältigte als einziger den Kurs fehlerlos unter der Höchstzeit von 80 Sekunden. Den zweiten Platz belegte der Tscheche Capt. S t a t e c n y auf Hv- romir Go on vor dem Deutschen Oblt. Ziegler auf Don Iuan. Die umrahmenden Schaunummern vervollständigten das Programm. Frankfurt a.M. | Dalum Bereinigte Stahlwerke........u Oiavl Minen ...............0 Saliiucrfe Aschcrkleben 6 Kaliwerke Westeregeln 6 Kaliwerke Salzdetfurth 9 Zraniiun a. Dl. Berlin jraniiuri u. dl Heran Schlußkurs Echlußk. Abmd« Mrfc Schluß- lurS Schlußk. Miltag- börse Echluß- kurS Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag« hörte Datum 28 L | 30.1. 28.1. 30.1. Daium 28.1. 30-1. 28.1. 30-1. 6% Deutsche Reicheanleihe v. 1921 80 79,5 80 79,65 Hamburg-Amerika-Pakei ..... t 18,25 18,25 17,9 17,5 6% chem.7% Tt.Aeichsanl.v. 1929 95,75 95 95,6 95,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 44 43,5 5'/"^ Boung-Anlethe von 1930 .. 82,5 82 82,6 82,5 Hansa Dampfschiff........... 0 — —• 31 30,5 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb Norddeutscher Lloyd .........0 18,4 18,65 18,13 17,9 Auslos.-Rechten ............. 67,13 66 67,5 66,25 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 42,5 — 42,75 43 Tesgl. ohne Auolos.-Nechle...... 8,75 8,25 8,8 8,15 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 98 98 97,75 97 G% ehe in. 8% Hess. Bolksstaat 1929 Commerz- und Prival-Bank... 0 53 53 53,5 53,5 trückmhlb. 102°,,) ............ 78,25 76,25 78,25 — Deutsche Bank und Disronto» 72,75 72,75 72,75 72,75 Lberhessen Provinz-Anleihe mii Gesellschaft................0 Auslos.-Rechlen ............ — — — * Dresdner Bank..............0 61,75 61,75 61,75 61,75 Deutsche Komm. Sammelab l.An Neichsbank ................. 1 156 157 157 154.75 leihe Seriel mit AuSlos.-Nechten 62,65 61,5 63,75 61,5 6% ehern. 8% Franks. Hyv.-Bank 30,25 29,75 29,13 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 85,9 85 * A.E.G.....................0 30 6% ehern. 7% Franks. Hyp-Bani Elektr. Lieserungsgelellschast... 5 79 81 78,13 79,25 Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 —— 85 — Licht und Kraft ............. t 95,75 95 95,5 94,25 6'/2% ehetrf. 4'/z% Franks. Hyp. Felten & Guilleaume ........0 55,75 54 55,13 54 Bank«Liqu.