Der neue Kurs im Spiegel der presse Oie Rechte. Ehre für die Nation. durchsetzen? Es steht mehr aus dem Spiele, als das Schicksal der beteiligten Parteien und Verbände. !0 18 >6 22 38 36 «5 90 » 20 18 trug. Die neue Regierung ist ebenso wenig eine nen etwas oor bas ®e» idienUn. e Zeigte zuni das Angebot e Mehlpikij, t feine ®e. rtt logen bie 15 Mark er« rheren Au-, rf, Roggen Brauzwecks 10 bis 135, »bis 28,-50, bis 28p0, entttit 130, 0,80 bis en 12,25 bis trotfen) 4,50 brahtgepreht) h (gebünbell) 25 Mark. - Haupt hinaus Deutschlands Größe und Ansehen in guten und schweren Tagen verkörpert hat und itoch heute verkörpert. Geldtes Aufgabenbereich. Freiwilliger Arbeitsdienst und Jugendertüchtigung. Berlin. 31. San. (211.) Hinsichtlich der Stellung des neuen Reichsarbeitsministers Franz Seldte seien, wie der Stahlhelm-Pressedienst schreibt, insofern einige Unklarheiten in der Oeffentlichkeit aufgetreten, als man nicht beachtet habe, daß dieses Ministerium in 3 u • tunst wesentlich andere Aufgaben haben werde, wie bisher. Es sei beabsichtigt, die rein wirtschaftlichen Fragen dieses Ressorts, insbesondere die 2arif fragen, künftig dem ReichswirtschaftsmiNl st e - r i u m zuzuteilen. Das Schwergewicht im Reichs- arbeitsministerium werde vielmehr bet der Frage des F r e i w i l l i g e n A r b e i t s d i e n st e s und der Iugcndertüchtigung liegen, also bei Aufgaben, für die gerade der Stahlhelm aut Grund seiner bisherigen Leistungen als besonders befähigt gelten müsse. 51,« 12,485 3,063 169,57 73,22 68,01 77,58 14.« 0,!ß 4,217 8 '!l:| S 0,241 ,566 12,99 dem All. Mfiium ' Der 2b. 2Ut die elMaz gt, ^deutsche io bertauft "d, so bah Oenommcn ’utter Ex. n l'ch im net,'Zonne 6. deutsch« eDarken. lach. Sn lonbbti?, ?n Stabt ,2°r N xbietöa?. ’8 unb 28 ^•Ütan. Ä25, 25, Ak» pudert 04 85 65 57 23 ,08 ,93 ,37 ,26 258 ,209 3,44 |,5I 5,42 1,36 1,45 1,90 ,879 ,239 ,55 2,97 »ast ilde. mg. hessischen Gespräch 6lu« ingungs» lung". Der ie begriffe: Ausschaukeln wie ein ein- i, bie Schtvin- j bas Ticken hörbar wird, vurde sodann acht und be- jgentlich nur Technik schon d der Dampf- n gelöst hat. chte versuche :m Luftwege: läsvollen 6t* einer Stimm* rtc der Dor* ungsweile der orgänge wur- ,r Darstellung nm besonders nschaulichl- bei egungen durch Sasstttröpschrli erksamleit den m wohlgelu^ n nach S'M rhaltung noch fürT^L- i.Wr ___ 58,5 67# |4>f? 16," 169-" 83 lAl 11.» 8b" *6 offener Konflikte. Das Zentrum. Die ,,G e r m a n i a" (Zentrum) schreibt in einem Leitartikel mit der Ueberschrist „Sm RampenUmt u a die Zentrumspartei nehme gegenüber dieser ohne ihr Wissen und ohne ihr Zutun vollzogenen Kabinettsbildung eine e ist üh le Ha 11 u n g ein. Sie trage, da man sie über die Doraussetzun nen dieser Regierungsbildung, über die Ziele, Methoden und das Programm des neuen Kabinetts in keiner Weise orientiert und ihr auch keinerlei Gelegenheit zu einer Meinungsäußerung gegeben hat, für die jetzt beginnende Entwickelung Parteiführer und jetzige Staatsmann Hitler. D a s Reich s e l b st muß gerettet werden Diese Rettung erfordert Opfer, und so ist der tnstanmgsts Wunsch eines jeden guten Deutschen gegenüber der Regierung Hitler der: Möge der Reichskanz er Adolf Hitler und möge jeder der neuen Minister den tragischen Mut zu jenen Opfern aufbrintzen, die das Wohl des Reiches von ihnen in den nach- sken Monaten verlangen wird! Hindenburg und das neue nicht die geringste Verantwortung. Die Zentrumspartei und an der spitze ihr Rubrer Kaas hätten sich seit Monaten sur die SaUlmlung einer arbeitsfähigen und arbeitswilligen Mehrheit mit grenzenloser Ausdauer und Opserbereitschcht bemüht. Das, was jetzt nach wochenlanger heim lieber Arbeit zustandegekommen sei, sei nicht der A u s d r u d dieser vom Zentrum e rftreb- ten Sammlung. Klugheit und Sachlichkeit geböten, die Dinge in aller Ruhe bis zu dem kurz bevorstehenden Zeitpunkte sich entwickeln zu lassen wo Hitler und Hugenberg dem deutschen Lolke und seiner parlamentarischen Vertretung i1) r j5ro- fl r a m m darlegen wurden und auch das Verhältnis des Reichspräsidenten zu diesem Kabinett eine deutliche Klärung ' gefunden habe 3enhrum warte bis dahin mit unerschütterlicher Ruhe ab. Der Deutsche" (christl. Gewcrksch.) schreibt: Ein Kabinett der Harzburger Front von Hugcn- berg. Papcn und den Großagrariern zustande gebracht, damit ist alles gesagt. Und damit Rcht fest, wohin der Kurs dieses Kabinetts gehtt Diesem Harzburger Kabinett stehen die Gewerk schäften mit größtem Miß trau enl gegen ü b e r. und sie werden einen Kurs im Geiste der Harzburger, der jetzt zu ertoarten ist. mit allen Mitteln bekämpsen. Eben so we nifl wie Hugenberg ist Seldte ein Frmind der Gewerkschaften. Beide sind ausgesprochene Gegner der Gewerkschaften und des sozialen BolksstaateS. Wir fürchten. Hitler wird der Gefangene Hugen- i Retchsprailoemen von j^inueiiuuiy und auf den jungen Führer der nationalsozialistischen Bewegung Adolf Hiller mit einem dreifachen Hell! I Minister Göring vor dem Mikrophon. Berlin. 31.3an. (LAD.) Der Vorbeimarsch der SA.-Formationen und des Stahlheln^ wurde durch Funkreportage verbreitet. Zum Schluß ergriff der kommissarische preußische Innenminister G o er ing das Wort. Er führte u. a. aus: „Während ich hier am Mikrophon stehe, drängen sich draußen vor den Fenstern der Reichskanzlei Hunderttausende von Menschen, eine Stimmung, wie sie nur mehr zu vergleichen ist mit jenem A u g u st 1914. da ebenfalls eme Aation aufgebrochen ist. alles, was sie besah, zu verteidigen. Der 30. Januar 1933 wird m der deutschen Geschichte als der Tag bezeichnet wer- den. da die Nation sich wieder zurückgefunden hatte, da eine neue Ration aufbrach und abtat alles an Qual, Schmach und Schande der letzten 14 Jahre. Heute wird der Tag sein, an dem wir das Buch deutscher Geschichte der letzten Jahre der Rot und Schande schließen und «in neues Kapitel beginnen, und auf diesem Kapitel wird stehen die Freiheit und die Ehre als das Fundament des kommenden Staats. Wir danken heute nicht nur dem Führer dieser großen Bewegung, wir danken auch dem greisen Generat- seldmarschall v. H i n d e n b u r g. der heute mit der jungen Generation einen Bund geschloßen hat. So steht der ehrwürdige Feldmarschall aus dem großen Krieg, der Führer Deutschlands, an seiner Seite und unter ihm der junge Führer Deutschlands, der nunmehr wieder Bolt und Reich neuen, besseren Zeiten entgegenführen wird. Möge das deutsche Volk den heutigen Tag ebcmso freudigen Herzens aufnehmen, wie dort draußen vor den Fenstern die Hunderttausende es tun. die mit neuer Hoffnung, mit neuern Glauben de- seelt einer besseren Zukunft entgegensetzen. Dann werden sich wieder alle Hände rühren, Vertrauen wird zurückkommen, und so können und dürfen wir hoffen, daß die Zukunft das bringen wird worum vergebens gerungen wurde: Brot und Arbeit für den Volksgenossen, Freiheit uno Kabinett. «r C -X, ol. Ian. (ERB. Funkjpruch.) ""enn auch das Echo, das die neue Regierung gefunden hat naturgemäß durchaus geteilte Auffassungen zum Ausdruck bringt — die Stellungnahme der in Opposition zum neuen Kabinett stehenden Gruppen ist teilweise sogar sehr scharf — so wird dem Kabinett Hiller in politischen Kreisen doch insofern eine günstige Prognose gestellt, als man allgemein damit rechnet, daß das Zentrum in irgendeiner Form zunächst eine -t oj e r t e r u n g » > Politik treiben wird. Diese Auffassung findet Z e r l i n, 30. Ian. (ERB.) Der Vorbeimarsch der SA.-Abteilungen und der sich immer wieder auf den Anmarschstraßen spontan bildenden Zuge aus dem Publikum 30g sich bis kurz vor 23R0 Uhr hin. Erst um diese Zeit traf der Zug des Stahlhelms vor der Reichskanzlei ein. Er wurde von der Menge auf dem ganzen Weg, vor allen Dingen oon der sich in dichten Scharen vor der alten und der neuen Reichskanzlei drängenden Menschenmasse mi t un- geheueremIubel begrüßt. An den Vorbeimarsch des Stahlhelms schloß sich als Abschluß der Vorbeimarsch der S S. - A b t e i l u n g e n , der nach 24/. Uhr beendet war. Der Reichspra- s i d e n t hat fast die ganze Zeit wahrend des Fackel- zuqs am Fenster gestanden. Die Menge, bie immer wieder erneut in jubelnde Kundgebungen für den Reichspräsidenten ausbrach, brachte ihm nach Schluß des Vorbeimarsches noch einmal langanhaltende Ovationen dar, denen der greife Reichspräsident gerührt dankte. Immer wieder mußte er sich nochmals der Menge zuwenden. . In der neuen Reichskanzlei hatten gemeinsam mit dem Reichskanzler die Reichsminister Goring, Seldte, Frick und H u g e n b e r g den Vorbeimarsch abgenommen. Der Reichskanzler, Der gemeinsam mit dem Reichsminister Seldte am Fenster stand, begrüßte mit lebhaftem Winken herzlichst die vorbeimarschierenden S t a h l h e l wer. 2119 an der Spitze des Stahlhelms die Abteilungen mit der alten Reichskriegsflagge erschienen, brach die Menge spontan in jubelnde Zurufe aus, die sich Dann bei den weiteren Fahnenabteilunaen immer wieder erneuerten. Die Kundgebung schloß mit einer kurzen Ansprache des Berliner Gausuhrers der NSDAP., Dr Goebbels. Er führte u. a. aus: „Es ist die Stunde da, daß die machtvolle Kundgebung abge- schwfsen wird. Der Führer hat im Laufe dieser Nacht noch zu arbeiten, und er dankt aus vollem Herzen für Das wundervolle Bekenntnis des nationalen Berlins. Ihr alle tragt die Gewißheit davon, daß das junge Deutschland, die nationale Bewegung. Dem greifen Prafi den t e n die Hand gereicht hat. Der Tag der Wiedergeburt des schwer darniederliegenden DeutfchlanDs ist angebrochen." Dr. Goebbels schloß mit einem Hoch auf Den greisen Reichspräsidenten von Hindenburg erreicht werden konnte, wenn man den Führunas- anfpruch H tlers nicht erfüllte. Hindenburg hat sich schließlich zu dieser Erkenntnis durchgerungen, spät genug, weil feine schweren Bedenken fast nicht zu besiegen waren. Aber hoffentlich nicht zu spät Das neue Kabinett, das in streng ver- sassungsmäßigcr Weise gebildet wurde kann bei uns auf eine absolut sachliche und wohlwollende Beurteilung rechnen, und die ganze ofientlichc Meinung wird Herrn Hitler die Eb ance nicht verweigern, auf die er als sichrer der größten deutschen Partei Anspruch hat. Emc gewagte und kühne Entscheidung ist. es m ledem Fall und kein verantwortungsbewußter Politiker wird zum Jubeln geneigt sein. Immerhin steht »intet indem Kabinett «ne getoaltige Straft und es erspart uns den unmittelbaren Ausbruch eine gewisse Bestätigung in Der Stellungnahme der „Germania", die zwar von einer „eiskühlen Haltung" des Zentrums spricht, aber durchaus die abwartende Stellung des Zentrums erkennen laßt. Endgültiges wird erst nach der heutigen Be- sprechung des Reichskanzlers mit dem Zentrumsführer Kaas zu sagen fein. Bemerkenswert sind die Aeußerungen der na- ttonalfozialistifchen Kreise, die dem Reichspräsident en die höchste Anerkennung für Die -Betrauung Hillers zollen. Der gestrige Fackelzug Der Nationalsozialisten und Des Stahlhelms vor Der Reichskanzlei, Der sich zu einer spontanen macht- nollen Kundgebung zahlloser Tausender jur Hindenburg und Hitler gestaltete, ließ geradezu igmboh hast die überragende Rolle des greifen Reichspra- fibentei. zum Ausdruck kommen. Die Reckengestalt Des 86jährigen in dem erleuchteten Fenster Der Reichskanzlei, der Stunde um Stunde saft unbe- weglich den Vorbeimarsch entgegennahm, erinnerte an Das Bild Des Alten Kaisers im histori' chen Eckfenster. Die immer wiederkehrenden Huldigungen, die dem Gencralfeld- marschall gebiacht wurden, gaben Der ganzen Kundgebung eine Bedeutung, die weit über das parteipolitische Maß hinausging. Denn sie galten | einem Manne, )er über sein Amt als Reichsober Der „Völkische Beobachter nennt den 30. Januar den Grundstein des Dritten Reichs. Nach 14 Jahren unerhörtester Opfer und Arbeit stehe lldols Hitler heute an jener Stelle, die ihm seit langem gebühre. Das ganze junge Deutschland rechne es des greifen Reichspräsidenten von Hindenburg ehr- furchtsvoll zu hoher Ehre an, daß er über manche Mißverständnisse in der Vergangenheit bmroegDie Zukunft seines Volkes im neuen Reichskanzler ZlDoij 5iD"9E¥o6g-ba(bl,e£utld)nati-na[) fa9f. durch du- ganze nationale Deutschland werde ein Aufatmen der Freude gehen. Das ganze nationale Deulfchwnd sei erfüllt von Glauben und Hoffnung. Dieser Glaube und diese Hoffnung der vielen Millionen seien die breite Grundlage, auf der die neue Reichsregierung ihre Arbeit bauen tonne. Sie feien zugleich die gewaltige Verpflichtung, die die neuen Männer vor der Nation und der deutschen Zumnft übernommen hätten. Hindenburg H'ller Hugenberg Seldte, zu einem Ganzen geeint, Das sei Die gewaltige Front, Die Deutschland retten müsse. ° Die „Kreuzzeilung" (Stahlhelm) spricht von Der Einigung der großen nationalen Front und wur- Digt die Tatsache, daß einerseits.der Re, chs- Präsident, anderseits aber auch Adolf Hit (er Opfer für diese Einigung gebracht hatten. Auch fpr den Bundesführer des Stahlhelms S e l b : e fei Der Eintritt in das Kabinett ein schwerer Entschluß ge- roef - denn damit trete Der Bund Der rZrontsoldaten in ei. em Augenblick i n D ie ftaatli che V e ra n t_ Wartung ein, in Dem wahrlich kein leichter t^r folg und Ruhm liege. Hugenberg endlich habe ein Opfer gebracht, das in ferner Große dem der anderen nicht nachstehe, denn er übernehme das schwierigste Ministerium von allen m öem vollen Bewußtsein Der Gefahr, Daß auf ihn sich Die feinD_ licken Speere in erster Linie richten wurDen und daß ihm die Rolle des Winkelried zufalle, der sich selbst dafür opfere, daß dieser Regierung und unserem Volk der Durchbruch durch Die Not zu einem besseren und freien Dasein gelinge. . .. p h Die „Deutsche Taqesz eit u n g (Land bund) begrüßt die Einigung Mischen den großen nationalen Gruppen, der sich bislang immer neue Schwierigkeiten entgegenstellten und sieyt in Der Bereinigung von Wirtschafts- und Ernah- rungsministerium unter Geheimrat Hugenberg endlich die Möglichkeit der einheitlichen Kon- zeption unserer gesamten Wirtschaftspolitik ge- I geben. Die Berufung Seldtes zum Aeichsarbeits- Minister und die Bestätigung Dr. Gerekes teufen ’ daraufhin, daß das neue Kabinett m der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine Hauptaufgabe Ausklang des Berliner Fackelzugs Vorbeimarsch des Stahlhelms. - Abschluß der Kundgebung. DerJuizurVeraniwocking. schoflen eines Staatsmannes. Staa sfunft uno Kriegskunst vollziehen sichnicht.nnerhalbenes voll kommen übersichtlichen Raumes. Ihre Mittel und . Einsatzkräfte sind nicht berechenbar die großen Un. roapharteiten geben im letzten $en in hinft ist immer dunkel. Es gehört wenig dazu in der Kritik ober in der Opposition zu sagen. wa besser gemacht werden mußte. Es ist em biU'ges Unterfangen Programmpunkte aufzustellen, ohne vor die Aufgabe gestellt zu fein. Die Bersprechung-n zu erfüllen. Vor allem Volke und n°r Der ®dj®e schichte als Dem Weltgericht ledoch D i e V e r a n t Wartung zu übernehmen, dazu gehört Große Es ist nicht einmal Das fachliche Äonnen, es ist noch weniger der gute Wille allem, der diese Größe ausmacht. Es ist vielmehr D , e G r o h e d e s Charakters und des Herzens, die es auf sich nimmt, eine Aufgabe zu losen mü dem klaren Bewußtsein, daß bas Ziel vielleicht m unerreichbarer fferne liegt unb baß ber Weg auf bas Ziel in-bie vollkommene Vereinsamung fuhrt unb bie ganze Wucht der Verantwortung auf die eigenen Schultern legt. Das Mittelalter prägte für bie zu emem Amte berufenen Staatsmänner ben Begriff bes Gottes- flnadentumes, unb wenn biefer Begriff eineni Sinn hoben soll, so ist es der, bah bie Straft bes Menschen allein niemals ausreicht, sonbern bah bas menschliche Gewissen unb bie Fähigkeit, Iebroeben bitteren Gang bis zum Enbe zu gehen, nur bemiemgen gegeben sind, der sich als ein Wer kzeug Got- tes fühlt. Als Friedrich ber Große nach Sohn Den- noch ben Krieg fortfefete, als Bismarck bie^ftonflitte ,eit heraufbeschwor, wußten sie beibe, baß letzt ent weder ber Genius ber Nation sie zu leiten hatte, ober aber baß ihr Versuch zum Schafott ober Sum voll- fommenen Zusammenbruch fuhren niußte. Trotz bie- ser tragischen Einsamkeit ber großen Verantwortung finb alle entscheibenben Taten ber Weltgeschichte nur bann immer getan worden, wenn ein Staatsmann den Mut zu dieser tragischen Verantwortung and. Reichspräsident von Hindenburg trägt die Berantwortung für das Schicksal des Reiches. Möge niemand glauben, daß diesem 86jährigen Greis, der drei Kaisern diente unb in hohem Alter Präsident einer Republik wurde. Deren Berfassung er gewillt ist zu halten, glaube niemand, Daß Dem Führer des deutschen Bolkes in seiner schwersten Siunde seit 1918 das Gefühl für die ungeheure Berantwortung ehlß aus der heraus er Adolf Hitler die Kanzlerschaft über- tragen hat. Cs ist in dieser Stunde nicht an- gebracht, sich in Einzelheiten zu verlieren. Die neue Regierung steht fest, Jie wird getragen von Der Rationalsozialistischen Partei, vom Stahlhelm, dessen Führer, Franz S e l d t e. man nicht unterschätzen möge, von der D e u t s ch n a t i o , , c nalen B o l k s'p a r t e i, die einen Großteil des B ö r s e n z e i t u n g' (Kon-- Deutschen Bürgertums vertritt. Mit dieser Re- . , schreibt: Jetzt ist Die nationale Front ge- aicrung ist die Berantwortung lenem Teil des dum Reichspräsidenten gekommen und deutschen Bolies übertragen worden, der sich mit ,Qt cin Kabinett Vorschlägen können, das m einem Sammelbegriff „nationale Pewe- |einer Zusammensetzung nicht mehr eine Partei- Q u n a“ nennt. Sichtbare Bercorpe.u.ig dieser na- Kombination, sondern Der 21 usDruck ein e r tiönakn -Bctoegung ist W°N Sitter. QIn ,hm „ E i n h e i t. em° Idee. i». Der Mann liegt cs nun zu beweisen, ob er Den Mut zur öic Rationalsozialisten noch vor eineinhalb tragischen Berantwortung besitzt, von ber toir Monaten fast bis aufs Messer bekämpften Herr gesprochen haben. v. Papcn-, steht heute als Bizekanzler neben Abolf Sy.tler hat Durch bie Uebemahme ber Hitler. Durch nichts tonnte Die vollzogene nationale Kanzlerschaft bewiesen, Daß er gewillt ist, ben I Einigung besser Demonstriert werben, als du^ch ersten Schritt in Die große unD tragische Der- hie Zusammenstellung dieses Zweigespanns. Auch antwor^na hi^in zu tun. Er hat sich lange in wirtschaftlicher Beziehung sehen wir in der hAH'nrn J^ftrnuht s^'ue Bewegung verantwort- ! Rerufung Popens zum Bizekanzler sowie in Der m S fäen oine i'e Smacht aui- Ä?&fowojl das Äirt!ch°!tsm.n,It°r,am xuub ^ Er weih Daß Das Schicksal seiner Be- als auch Das Ernahrungsministerlum m der Hand meauna ^uf Dem Spiel steht, unD Daß der Glaube des Geheimrats Hugenberg vereinigt sind für non im51t Millionen Menschen erschüttert wird, Deutschland nach innen und außen ein ausschlag- «r er» «s ssäm« ÖUSWSsSS“4"tt SÄfÄ8S&SA4. Re cksvräsidenten von Hindenburg, der den Eid versucht werden können. erttÄt^Die ' Lr°shnung° °,wt°ch"n tzind-nburg ®Qm gleld). wt- der Ärlllch guäläuft. man muß D-chtabew-gung hegt °°r s-,t M°naten war Sitlar Dator danken daß er Den Sprung über es klar. Daß Die EmglieDerung der Balionm- W ebenen Schatten tat und ba3 Gesamtwohl sozialisten in bie Regierungsverantwortung nicht über bas Parteiinteresse stellte. Denn Die nationale Bewegung, die soeben Die Regierung übernommen hat, ist nicht Das ganze I durchsetzen? Es steht mehr auf Dem Spiele, a DeutschlanD. Die Arbeiterschaft, ohne die cm bQ5 sA^sal der beteiligten Parteien unb Verbanbe. gtunblcgenDcr Reubau Des Reiches nicht Durch- $5 w mehr auf Dem Spiel als der seitherige geführt werDen kann, steht zu einem großen Telle I - - ------------" Das abseits oder in Opposition. Das Zentrum uno andere Teile des Bürgertums haben nicht oas Dertrauen, daß bie ncuernanntc 'Regierung zum Sogen des Staates gedeihen werde. Man kann j selbstverständlich, gestützt auf die Machtmittel des I 5 Staates, gegen einen Teil des Dolles regieren. Man kann den Weg in die Einsamkeit geben, unD wer heute erkannt hat, welche ungeheuerlichen Probleme gelöst werden müssen, der weiß, daß icdes- wirllich staatsmännische Werk a u f 3 a b r e b in» aus unpopulär fein wird. Unpopulär nicht nur bei den Gegnern des neuen Kurses, sondern auch bei Den eigenen Massen, Die Jofort Erfolge verlangen. Aber diese sind nicht möglich. Und Adolf Hitler, der getragen wurde von dem Dertrauen unD Der Zuversicht Der Masse, wird seinen staatsmännischen Rang erst Dann unter Beweis stellen können, wenn er unter Umstanden gegen die Masse handeln muh, die ihn nach oben — n iqz -ubraana Dienstag, 3bJanuar Hr 26 Erstes Blatt 1 J P 9 annaume von Bnjeigea d y ▲ 8um Nachmittag vorher. S-Äu— KJ lele V ttSS General-Anzeiger für Oberheffen WIM Anschrift für Drahlnach- ». Sd.rtft.eimna °n» SeW5ft»Me: — Stonlfnrt am main 11686. urra uno vtnvy. bergs, Popens und der Großagrarier sein. Die eigentlichen Harzburger, nicht Herr Hitler, haben sich durchgcsetzt. Es ist ein gefährlicher Kurs, der jetzt mit diesem Harzburgcr Kabinett eingeschlagen wird. Nie Linke. 3m „B e rl i n e r T a g e b l a t t" heißt es u. a.: Die Anhänger der Demokratie werden durch die Ernennung des nationalsozialistischen Führers zum Kanzler und durch die Bestellung eines eindeutig reaktionären Kabinetts nicht die Rerven verlieren, obwohl sie die Anmaßung der Minderheit, die jetzt nach Schleichers Sturz die Macht über den Staatsapparat übernimmt, als eine Herausforderung empfinden müssen. — Die ,B o s s i s ch e Zeitung" etllutt; 3n einem Augenblick stärkster sozialer Spannungen, die nur durch sorglichsten und schonendsten Ausgleich der widerstrebenden Kräfte erträglich gemacht werden könnten, wird ein Kurswechsel vollzogen, der als Kampfansage wirken muß. Die Gegensätze, die zwischen den Trägern des neuen Regimes klaffen, verstärken das Unbehagen. den Zweifel, die Sorge um die nächste Zukunft. Hindenburg hat Hitler betraut. Die Zeichen stehen auf Sturm. 3m »Vorwärts" heißt es: Der Reichspräsident hat mit der Ernennung dieser Regierung die furchtbarste Verantwortung übernommen, die jemals ein Staatsoberhaupt übernommen hat. Er steht dafür, daß diese Regierung den Böden der Verfassung nicht verläßt, und daß sie sofort zurücktritt, wenn sie eine Mehrheit im Reichstag nicht erhält. Würde ein Versuch gemacht werden, diese Minderheitsregierung, deren Feindschaft gegen die Verfassung offenkundig ist, auch ohne Zustimmung des Reichstags im Amte zu halten, so wäre eine Situation gegeben, die vom arbeitenden Volke die Einsetzung letzter und äußerster Kräfte erfordert. Die Organisationen der Eisernen Front stehen in engster Verbindung miteinander und verfolgen die Entwicklung mit äußerster Spannung. Keine Währungsexperimente. Luther bleibt an der Spitze derRcichsbanl Berlin, 31. Ian. (LAB. Zunkspruch.) Amtlich wird die bereits gestern abend vor der ausländischen presse abgegebene Erklärung aus das bestimmteste wiederholt, daß irgendwelcheLxperimente wirtschasts- oder gar w ä h r u n g s p o l i- tischer Art nicht in Jtage kämen, und daß sie von keinem kabineltsmitglied beabsichtigt seien. Diese Unterstreichung de» Standpunktes der neuen Reichsregierung erfolgt insbeson- dere im Zusammenhang damit, daß gestern und heute gewissedeutscheAnleihenanderBörse attackiert worden sind. Es wird die eindeutige Versicherung abgegeben, daß ein sachlicher Grund für solche Börsenoorstöhe in keiner weiseoor- Händen sei. Man hat deshalb auch die Ueberzen- gung, daß sie ganz anderen als sachlichen Motiven entspringen. Jedenfalls haben die Besitzer von deut- scheu Anleihen keine Veranlassung, irgendwie beunruhigt ;u sein. 3m gleichen Zusammenhang wird auch gegenüber gewissen Gerüchten betont, daß d i e Frage eines Wechsels in der Leitung der Reichsbank nicht aktuell ist. Verhandlungen der Parteien. Berlin. 31. Ian. (VDZ.) Reichstagspräsident Göring beabsichtigt vorläufig nicht, sein Amt als Reichstagsprasident zur Verfügung zu stellen. Formelle Bedenken besteben gegen die Ausübung des Präsidentenamtes durch einen aktiven Minister nicht, da weder in der Verfassung noch in der Geschäftsordnung Bestimmungen darüber enthalten sind. Im Reichstag trat am Dienstagoormittag als erste Fraktion die Bayerische Volkspartei zusammen, um sich mit der neuen politischen Lage zu beschäftigen. Um 11 Uhr begann dann auch die Fraktionssitzung des Zentrums. Um die gleiche Zeit begab sich der Parteioorsitzende Dr. K a a s zum Reichskomzler Hitler. Nach seiner Rückkehr wird er der Fraktion über die Aussprache mit dem Reichskanzler Bericht erstatten. Auch der sozialdemokratische Parteiausschuß, der telegraphisch nach Berlin berufen worden ist, trat am Dienstagvormittag im Reichstage zusammen. Zu Beginn der Sitzung erstattete Abg. Dr. Breitscheid Bericht über die politisch? Enkwichhmg und bezeichnete die neue Regierung als die reaktionärste, die Deutschland jemals gehabt habe. Die Arbeiterschaft stehe bereit, um den Abwehrkampf gegen alle verfassungswidrigen Bestrebungen zu führen. Die Opposition der Sozialdemokratie gegen das neue Kabinett sei eine Selbstverständlichkeit. Die Sozialdemokratie habe den Wunsch, in diesem Kampfe in einem guten Verhält- nis zu den kommunistischen Arbeitern zu stehen. 3tpei Zodesopfer eines Zeuerüberfalls a 4 Teilnehmer des Hackelzugs. Berlin, 31. Januat. Am Montag gegen 23.40 Ahr wurde eine von dem Vorbeimarsch zurück- kehrende «lwo 10 0 Mann starke SA-Ab- (eilung in der Vallstraße in Eharlottenburg au» dem Haufe Nr. 24 angeblich von Angehörigen der KPD. beschossen. Dabei wurde der Polizeiwachtmeister Zaurih, der zu den Begleitmannschaften gehörte, durch einen Vrustschuh schwerverletzt. Lin SA.-Führer namens M ai- ko w s k i erhielt gleichzeitig einen Bauchschuß. Beide sind kur; daraus im Krankenhaus gestorben. Eine sofort vorgcnommene Durchsuchung de» Hauses blieb erfolglos. Jedoch wurden in angrenzenden Häusern zwei Personen mit Schuh- verlehungen aufgefunden und vorläufig fest genommen. Beamte der polit.schen Abteilung des Potizelpräsidiums weilen zur Zeit am Tatort. — 3n Spandau tarn es zwischen Rationalsozialisten und Kommunisten zu einer Schießerei, bei der ein Kommunist namens Oberheinrich schwere Schuhverlehungen erhielt und ein weiterer Kommunist leicht verletzt wurde. An vier Stellen der Stadt ereigneten sich ferner Schlägereien zwischen Rationalsozialisten und Andersgesinnten. Oie „iRote Hahne" beschlagnahmt. Berlin, 31.3an. (WTD. Funkspruch.) Die Morgenausgabe der »Roten Fahne" ist polizeilich beschlagnahmt worden. Ferner wurde heute früh ein Extrablatt der Kommunistischen Reichstagsfraktion »Alarm-Alarm" mit der Ueberschrift .Reuer 20.3uli droht" beschlagnahmt. Das Gesicht der neuen Aeichsregierung. Ner Reichskanzler. Hitler ist heute ein Mann von 43 Jahren. Sem Aufstieg ist um jo verblüffender, als er in einem kleinen österreichischen Ort, Braunau, geboren wurde, in Wien als Zeichner auf die Malerschule ging und mehr zufällig 1912 nach München kam, um dort seine Studien zu beenden. Der Oesterreichcr Hitler machte an der deutschen Front den Krieg mit, erwarb als Meldegänger das E. K. 1 und kehrte nach Kriegsende nach München zurück. Er entschloß sich, nicht mehr nach Oesterreich zurückzugehen, kämpfte gegen die Räteregierung in München und wurde als Bil- dungsoffizier sodann einem Münchner Infanterieregiment zugeteilt. Hier hielt er vaterländische Vorträge und wandte sich dann der Politik zu. Mit ftchs Mann zusammen gründete er in München die Partei, die heute mehr als 12 Millionen Anhänger umfaßt. Hitler erlebte seinen kritischsten Augenblick, als er nach dem Bürgerbräuputsch und seiner Entlassung aus dem Landsberger Gefängnis 1924 die Parteiorganisation in halber Auflösung fand Damals führte ihm Gregor Straßer die wenigen noch vorhandenen geschlossenen Formationen der Partei zu. Bis 1927 hemmt Hitler in Bayern und bis 1928 in Preußen ein Redeverbot. Der Aufschwung der Partei setzt nach Aufhebung dieses Redeverbots ein, und die SA.-Formationen joroie das „Braune Haus" in München wurden die Symbole dieses Aufstiegs. Der Krlfenminister. Division und Befehlshaber im Wehrkreis 1. Im Oktober 1930 ging General v. Blomberg in offiziellem Komamndo auf die Dauer von zwei Monaten zur ArmeederVereinigtenStaaten.umdie nach dem Weltkriege angebahnten Beziehungen zwischen der amerikanischen Armee und unserer Reichswehr zu vertiefen. In letzter Zeit war von Blomberg als Sachverständiger Der deutschen Delegation auf der Genfer Abrüstungskonferenz tätig. Geh. Finanzrat Dr. Alfred Hugenberg.der Führer der Deutschnationalen Volkspartei, der im neuen Kabinett das Rcichswirtschaftsministerium und das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft inne hat, bedarf als einer der prominentesten Politiker Deutschlands wohl kaum einer näheren Vorstellung. 1894/99 war er bei der Ansiedlungskommission in Posen tätig, wurde 1900 Verbandsdirektor der Raiffeisengenossenschaft. 1903 war er Vortragender Rat im preußischen Finanzministerium. 1907 wurde er zunächst Direktor der Metallbank in Frankfurt a. M. 1909 bis 1918 war er Vorsitzender des Direktoriums der Fried- rich-Krupp-AG. in Essen. 1919 wurde er in die Rationalversammlung gewählt, wo er sich der Deutschnationalen Volkspartei anschloß. Zum Parteivorsitzenden wurde Hugenberg am 20. Oktober 1928 gewählt, als Rachfolger des Grafen Westarp. Auch Franz Seldte, der erste DundeS- führer des Stahlhelms, der im neuen Kabinett das Amt des Reichsarbeitsministers übernommen hat, ist eine der Oeffentlichkeit wohl bekannte Persönlichkeit. Gr stammt aus Magdeburg. Frühzeitig übernahm er das chemische Werk seines Vaters. 3m Weltkriege kämpfte er vom August 1914 bis zur Sommeschlacht 1916 als Führer einer Maschinengewehrkompanie an der Westfront: an der Somme verlor er seinen linken Arm. 3m Dezember 1918 glückte es ihm, in Magdeburg eine Vereinigung von Frontsoldaten ins Leben zu rufen, aufgebaut auf her 3dee des Fronterlebnisses, der Kameradschaft und des Selbstschutzgedankens. AehnUche Bereinigungen m anderen Städten schlossen sich zum Stahlhelm, Reichsbund der Frontsoldaten, zusammen Dr. F r i ck, der zum Reichsminister des Innern ernannt worden ist, vollendet in Kürze sein 56. Lebensjahr. Er war viele Jahre Oberamtmann bei der Polizeidirektion München. Nach dem Umsturz wurde er Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung-, 1923 wurde er zu Festungshaft verurteilt, später aber im Disziplinarverfahren freigesprochen. Im Herbst 1929, als die NSDAP, bei den thüringischen Wahlen ein starkes Anwachsen verzeichnen konnte, wurde er dort Innenminister: 1931 trat er von diesem Amt zurück und übernahm die Führung der Reichstagsfraktion der NSDAP. Entscheidende Bedeutung im neuen Kabinett hat ohne Zweifel der Reichswehrminister, Generalleutnant o. Blomberg Ein Mann von 55 Iahr-n, der aus dem Kadettenkorps stammt im Kriege r>ene> ralstabsoffizier der 19. Reserve-Division war und 1917 zum Generalstab der 7 Armee kam Schon 1919 gehörte General von Blomberg ö'm Reichswehrministerium an, kam als Ches des Cieneralftabs nach Döberitz, wurde ein Jahr später Chef des Stabes der 5. Division in Stuttgart. 1925 kommt er als Chef der Heeresausbildungsabteilu'ig ins Reichswehrministerium, wird hier Oberst und 1927 als Generalmajor Chef des Truppenamts Am 1 Oktober kommt Blomberg als X8enercUeutnant nach Königsberg und wird hier Kommandeur der ersten 1 A Der neue Reichsmtnister und kommissarische preußische Innenminister Goring wurde 1893 in Rosenheim (Oberbayern) geboren und ist evangelischer Konfession. Nach dem Besuch der Gym- mna,iums unu der Ka<.ettenanstaUen Karlsruhe und Groh-Lichterfelde wurde er 1912 Leutnant und nahm im Weltkriege zuerst als Bataillons- adjutant. dann als Beobachter, Jagdflieger. Staffelführer einer Jagdstaffel und in den letzten Kriegsmonaten als Kommandeur des Jagdgeschwaders von Richthofen teil. An Auszeichnungen erhielt er u. a. den Orden Pour le mörite. Rach mehrjähriger Tätigkeit als Flugberater -im dänischen und schwedischen Flugwesen studierte er in München und Rom. Seit 1930 ist Göring politischer Beauftragter Hitlers in Berlin. Dem Reichstag gehörte er seit 1928 an, und zwar den letzten beiden als Präsident. Zechenverband Essen-Ruhr kündigt Nahmen- uno Lohntarif. Essen. 31. 3an. (WTB. Funkspruch.) Der Zechenverband Essen hat heute den beteiligten Dergarbeiterorganisationen mitgeteilt, daß er den bisherigen Rahmentarifvertrag für daS rheinisch-westfälische Steinkohlenrevier Aum 31. März kündigt. Zum gleichen Termin hat der Zechenverband auch die zub Zeit gültige Lohnordnung gekündigt. Dazu wird vom Zechenverband mitgeteilt, daß das Ziel dieser Kündigung der bestehenden Lohnregelung nicht eine allgemeine Lohnherabsehung sein solle, sondern vielmehr bei Beschränkung von Lohnsenkungen aus einen Teil der Schachtanlagen, eine Umgestaltung der bisherigen besonders starren Lohnregelung zwecks Anpassung an die sehr unterschiedlichen Verhältnisse der insgesamt 142 Schachtanlagen des Ruhrbergbaues. Oie Arbeitslosenhilfe. Derbandsvorstand und Beirat des Zentral- verbandes der Ange st eilten haben auf ihrer Tagung am 23. und 24. Januar 1933 in Hannover zu der geplanten Reform der Arbeitslosenhilfe Stellung genommen. Sie erheben Protest gegen die anhaltende ' Verschlechterung der Arbeitslofenhilse durch die Ueberführuna von Unterstützungsempfängern aus der Versicherung und Krisenfürsorge in die Armenfürsorge. Es ist notwendig, die Versicherung mit ausreichenden Leistungen wieder herzustellen und die Krisenfürsorge mit der Wohlfahrtshilfe zu einer Reichsarbeitslosenfürsorge zu vereinheitlichen. Der Träger beider Unterstühungsformeln muß die Reichsanstalt sein. 3n der Reichsarbeitslosenfürsorge ist die willkürliche Hilfsbedürftigkeitsprüfung durch einheitliche Anrechnungsvorschrif. ten zu ersetzen, die eine ausreichende ilnter- stühung gewährleisten. DieRegkrungskr siSi Frankreich Ein Kabinett Daladier vor der Konstit ierung. Parts, 31 3an. (WTB. Funkspruch./ Heute früh teilte Daladier der Presse mit, daß er seine Verhandlungen über die Kabinettsbildung unterbrechen und sie heute vormittag fortsehen werde. Er werde noch im Laufe des Vormittags dem Präsidenten der Republik die offizielle Liste seinerMitarbeiter unterbrei- t e n und er wünsche, am Donnerstag vor das Parlament treten zu können. Die von ,Havas" mit Vorbehalt veröffentlichte Ministerliste sieht in den wichtigsten Posten folgende Persönlichkeiten vor: Finanzminister. Abgeordneter Bonnet: Dudgetminister: Abg. Lamoureux: Innenminister: Abg. Chautemps: Auswärtige Angelegenheiten: Paul-Don- c our; Marineminister: Senator Ley gue s ; Handelsminister: Senator Serre. Die Verhandlungen zwischen Daladier und der sozialistischen Abordnung wegen Regierungsbeteiligung der Sozialisten sind ergebnislos verlaufen und abgebrochen worden. Wie verlautet, wird die Sozialistische Partei Daladier keinerlei Unterstützung gewähren. Gehorsamsverweigerung auf niederländischen Kriegsschiffen. Batavia, 30.Ian. (WTB.) Im niederländischindischen Kriegshasen Soerabaja weigerten sich heute morgen die europäischen Korporale und Matrosen dreier Kriegsschiffe zum Morgenappell anzutreten. Auch die eingeborenen Matrosen zeigten Neigung, sich ihnen anzuschließen, konnten aber infolge der energischen Haltung der Offiziere von diesem Vorhaben abgehalten werden. 40 Rädelsführer - wurden verhaftet und abtransportiert. A b - teilungen des Landheeres wurden zur Durchsetzung der militärischen Disziplin herbeibeordert. Die Kriegsschiffe sind späterhin programmmäßig zu der vorgesehenen Jnstruktionsfahrt ausgelaufen. Die Gehorsamsverweigerung dürfte wahrscheinlich auf die neueingeführte Kürzung der Besoldung zurückzuführen fein. Kunst und Wissenschaft. John Galsworthy -fr London, 31. Ian. (WTB. Hunkspruch.) Der im vorigen Jahre mit dem literarischen Novelpreis ausgezeichnete englische Dichter John Galswort h y ist heute vormittag im Atter von 65 Jahren an den Folgen einer Grippe gestorben. Mit Iohn Galsworthy ist der repräsentativste Vertreter der zeitgenössischen englischen Literatur dahingegangen. 3hm ist es gelungen, in seinem „Forsyte“-Zyklus das bürgerliche England des viktorianischen Zeitalters in epischer Breite und plastischer Eindringlichkeit darzustellen und seine Ausstrahlungen bis in die neueste Zeit hinein zu verfolgen. Der dreibändige Zyklus „The Forsyte Saga“ begründete vor allem den Ruf des Dichters auch bei uns in Deutschland. Galsworthy wurde am 14. August 1867 geboren. Studien der Rechtswissenschaft führten ihn zunächst aufben Posten eines Anwalts in London. Der Dichter Galsworthy wurde erst geboren, als der Anwalt Galsworthy ein Mann im reifen Atter war. 37 Jahre alt, veröffentlichte er feinen ersten Roman, der in einer für englische Verhältnisse ungewöhnlich scharfen weise die gesellschaftlichen Zustände des Insel- reiches beleuchtete. Diese unbestechliche Kritik und ein liebenswürdiger, gütiger Humor sind wohl die hervorstechendsten Wesensmerkmale in Galsworthy» dichterischem Werke geblieben. Seine mit sicherem Gefühl für die Möglichsten des Theaters geschriebenen Dramen — „Gesellschaft“ vor allem — find auch bei uns viel gespielt worden. Aus alter West. Dr. Eckener in Rlederländisch-Jndien. Dr. Eckener ist in Begleitung seiner Tochter und eines Vertreters des holländischen Syndikats für Luftschiffverkehr mit Niederländisch« Indien in Batavia eingetroffen. Er erklärte nach seiner Ankunft, daß ei ne Luftschiffoerbin- Dung Marseille — Batavia im günstigsten Falle in 1% Jahren verwirklicht werden könne. Dazu würden drei Luftschiffe nötig sein, und T)ie Reise Marseille—Batavia werde 4J4 bis 5 Tage dauern. Dr. Eckener beabsichtigt, sich zwei bis drei Wochen in Niederländisch-Indien aufzuhalten. Zalschmünzerwerkslatt ausgehoben. Schon feit Wochen tauchten in Rord-Rieder- schleften und den angrenzenden Kreisen der Provinz Brandenburg falsche Fünfmark stücke auf, die von Unbekannten beim Einkauf an den Mann gebracht worden waren. 3eht ist es gelungen, die Falschmünzer in Merzdors bei Muskau zu ermitteln. Es handelt sich um einen aus Berlin zugezogenen arbeitslosen Tischler und einen Landwirt. Diesem war vor zwei 3ahren die Scheune niedergebrannt, und er war durch umsangreiche Geschäfte stark in Schulden geraten; die Falschmünzerei sollte den Ausgleich b ingen. 3m Hause des Landwirts wurde ein Sack mit fast 1000 Mk. Falschgeld gefunden. Die Prägewerkzeuge sowie mehrere Säcke mit Münzmetall entdeckte man im Walde versteckt. Die Verhaftung der beiden Falschmünzer erregte in der ganzen Gegend großes Aussehen. Don den falschen Geldstücken müssen sich noch große Mengen in Rord-R.ederschlesien und der Riederlausitz befinden. Hochzeit de» Prinzen Wilhelm von Hessen In Tabarz. Unter großer Teilnahme der Uerfemlicykit wurde in der Pfarrkirche zu Tabarz in Thüringen die Trauung des Prinzen und Landgrafen Wilhelm von Hessen mit der Prinzessin Marianne, einer Tochter des verstorbenen Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, vollzogen. An der Hochzeüsseier nahmen außer den Eltern der Braut und des Bräutigams auch die Prinzen Friedrich Heinrich und Louis Ferdinand von Preußen sowie der Fürst Leopold zu Lippe-Detmold und der Herzog und die Herzogin von Ratibor teil. Wettervoraussage. Der gestern über England gelegene Ticfausläufer hat sich bis nach Dänemark und der Dft|ee weiler- bewegt. Fast ganz Deutschland wurde mit milder Lust überflutet, |o daß heute morgen, mit Ausnahme des äußersten Ostens, die Temperaturen über Null lagen. Ueber der Biskaya hat kräftiger Barometer- anftieg eingesetzt, wodurch üuer den britischen Inseln Westwinde ausgekommen sind. Diese treiben m.lde, maritime Luft nach dem Fist.ande vor, unter deren Einfluß die Witterung sich vorerst im ganzen mild, aber wechselhaft gestalten wird. Dabei dürften vereinzelte Regenschauer auftreten. Aussichten für Mittwoch. W chseind wolkig mit vorübergehendem Auftiaren, Temperaturen schwankend, am Tage meist über Null, vereinzelte Niederschläge. Aussichten für Donnerstag: Noch wechselhaftes Wetter, ziemlich mild, bei Aufklaren aber wieder Nachtfrost. Lufttemperaturen am 30. Januar: mittags minus 2,1 Grad Celsius, abends minus 0,7 Grad; am 31. Januar morgens 2,3 Grad; Maximum 2,5 Grad, Minimum minus 5,6 Grad; Riederschläge 0,1 Millimeter. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 30.3anuat: abends minus 3,4 Grad, am 31. Januar, morgens minuS 2,2 Grad CelsiuS. tfel K Mnim. ' N aus. I« wahr- nfl btr h. 7'pa. n 1 * 8 5 . ybi, S'flung, ol9« ber lem Bor. Führer 5 Ab. rbtn >nr W) Btt looelpttls (Bal». ' 65 J4 ’en. mialiöfft W ba- D Wann Snglanh Stelle unb mb feine hinein jn ! Fonytc 5 Bilgeri f geboten. ' ZioSchs, Ber Bicher Üntoall • 37 Zehre btt in ’M Ichor- des Jnjtl- if und ein il btt her- ilsroottljy it s'chnm ■* Stichrit- m - find len. g seiner )Uanöi|djen berlanhi|d)- klärit noch oerbin» günffig^n tonne. Do- in, unb bie s 5 Tage ei bis drei allen. en. tb-Hieiet- i der Pro- irlstücke uf an den ift eS gebt! Mus- einen aui ichler und ei Jahren vor durch iiilbcn ge- Ausgleich mürbe ein gefunden. Sock mit ! versteckt, lfchmünzer Aufsehen, sich noch i und bet In IM), flenvhojteit Thüringen Landgrafen et Prin- achter des iiyelm van lsieier nab' desDraull' einrich . der Sürst Jerjafl und » nee toeitef mit mdöer Äu-nahi"- i über slilil 'Baromettt* B&* ffi d)lßl"-Auf- sührung am Sonntagnachmittag, 12. Februar. Der Dorsitzende der Gießener Ortsgruppe des Bildungsverbandes, Herr Köhler, dankte dem Arbeitsamt für diese Förderung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der kommende Kursus ebenfalls gute Früchte zeitigen mochte Herr Scheiffele, der Leiter des Entwurfskursus, sprach in kurzen Ausführungen über die Art und den Aufbau der Arbeit. Mit einigen Hinweisen auf den neuen Kursus wurden die Anwesenden zugleich auf das Ergebnis des abgeschlossenen Kursus aufmerksam gemacht. Ein Gang durch die Ausstellung lieh erkennen, dah man den Erwerbslosen in ve.antwortungsbewußter Aufbauarbeit neue Lebensenergie zuführen will. " Forstamts-Prrsonalie. Der För- st er Heinrich Ruppert zu Dieben wurde mit Wirkung vom 1. März 1933 an in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Alsfeld des Forstamts Eudorf zu Alsfeld verseht. •• Erwerbslosen-FortbildungS- kurse der Buchdrucker. 3n enger Zusammenarbeit von Dildungsverband der Deutschen Buchdrucker (Ortsgruppe Giehen), dem hiesigen Arbeitsamt und dem Verband der Deutschen Buchdrucker konnten in den letzten Wochen zwei gutbesuchte Fortbildungskurse (je einer für Drucker und Seher) durchgesührt tocrDcn. Am Sonntagvormittag lagen die Ergebnisse, insbesondere dcs Setzerlurses vor, die in einer kleinen, übersichtlichen Ausstellung im Krausmüllersaale des Ortsgewerbevereins gezeigt wurden. 3n systematischer Weise wurden den zum Teil schon längere Zeit erwerbslosen Buchdruckern berufliche Kenntnisse wieder nahegebracht. 3n sorgfältigem Aufbau lernten die Teilnehmer Duchstabenkonstruktion, Entwurfstechnik, Einbeziehung der Photographie in den typographischen Entwurf, Plakatentwurf und manches andere. Die Ausstellung bewies, dah in dem sechswöchigen Kursus (wöchentlich acht Stunden) ernsthafte Arbeit geleistet wurde. Der Leiter des Arbeitsamtes, Regierungsrat Dr. B u e s, sprach in einleitenden Worten seine Freude über das Zustandekommen des Kurses und dessen Ergebnis aus, betonte auch, dah dem Arbeitsamt nicht nur daran liege, dem Erwerbs- Laien für Dienstag, 31. Januar. 1797: der Komponist Franz Schubert in Wien geboren. 1855: der Forschungsre.sende Otto Ehlers in Hamburg geboren. 1866: der Dieter Friedrich Rückert in Reuses bet Koburg gestorben. 1891: der französische Maler Meissonier tn Paris gestorben. _______ Iastnachtszeit begannt... KL. Roch schafft der Winter Mißvergnügen, da« vielleicht nur nicht von den Kindern geteilt wird Aber dabei spüren wir doch schon, dah Die härteste Kraft dieser 3ahreszeit gebrochen ist. Das Licht der Sonne flutet durch klare Lust, aber sie ist dabei endlich wieder imstande, unS von ihrem unermeßlichen Wärmeschatz abzuzeben. Wir spüren eS schon, so wenig es auch sein mag. Uno Dir lernen daraus, dah alles Unangenehme auch wieder vorübergeht, mag es auch zuerst noch so unerträglich erschienen sein. Mit dieser Erkenntnis sollte auch der Frohsinn zurück.ehren. Die Fastnachtszeit beginnt, der Fasching, Der Karneval kommt zu Ehren. Diese Zeit werd zwar bei unS in Deutschland nicht einheitlich begangen. 3n einzelnen deutschen Gauen ist die Vorfastenzeit so ziemlich das wichtigste Ereignis tm Oahre. Ein Fest, da« alle Fröhlichen vereint, sie aus den Häusern auf die Straßen zieht undvon dort aus wieder in die Ballsale und Lokale, em Fest, das jeden Mummenschanz erlaubt, das Der Phantasie breitesten Raum gewahrt und daS Menschen die Pflicht zur Verzelhunaauferlegt. wenn ein Uebermütiger seiner tollen Laune allzu deutlichen Ausdruck gegeben haben sollte^ Biele Wochen des an sich so kurzen ScbruarmonatS werden vom FastnachtS)ubel und Trubel de ^Und da in diesem 3ah*e .^oh Rot und Krise vom Rheinland, der betriebsamsten Statte deS Prinzen Karneval, die Parole ausgegangen ist unter allen Umständen fröhlich zu letern, wird sich ein Teil des Frohsinns zweifellos auch m die Gegenden unseres Vaterlandes übertragen, wo die Menschen von Ratur aus ein wenig zurückhaltender und steifer sind, wo sie Nicht so auf Befehl fröhlich sein können. Wenn unS die Zeiten an sich, die Krisenerscheinungen, die Ar- beitsloligkeit auch stark in unserer Freude beeinträchtigen — ein Strahl Frohsinn wollen to t doch aus der Erkenntnis nehmen, dah der ärgste Bann des Winters schon wieder gebrochen ist. Februarfröste mögen unS inzwischen noch stören aber es kommen mit Ende 3anuar und Beginn des neuen Monats wieder Tage, da wärmere Luftströmungen energisch den Kampf mit der Winterlälte aufnehmen. 3eder T^z bringt em bißchen mehr Licht und damit etwaS Hoffnung. Es liegt etwas in der Luft", so pflegen wir zu sagen. Und das ist richtig beobachtet: 3n den Lüften liegt bereits die erste Frühlingsahnung. Richt lange mehr, und wir werden es auch mit unseren groben Sinnen spüren, dah der Lenz Einzug halten will! Hilfsmaßnahmen für dieMniernothilfe Schriftführer H. Heimes. Rach kurzer Aussprache schloh der 1. Vorsitzende die gut verlaufene Versammlung. •• Bezirks-Lehrerverein Dietzen- Land Die erste Versammlung 1933 des Dezir's- Lch.ecvcre.ns Giehen-Land f^nd am Samstag im Ho.el Kobel statt. Der Vorsitzende. Lehrer Hos - m a n n. Lang-Göns, begrützte die zahlre.ch erschienenen Mitglieder und gedachte in warmen Wo. len DeS vor kurzem verstorbenen LehrerS i. R. Kacl Herbst, der in Lu.ig-Göns starb und in Wahlen (Kreis Alsfeld), in dem Ort. in dem er über 35 3ahre als Lehrer tätig war. beendigt wurde. Rach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten hielt Lehrer Roth. Klein-Lin- dcn. einen inle.essanten und fein durchdachten Vortrag über ..Den Bildungsvorgang im Geschichtsunterricht". Der Vortragende ging auf Die Schwierigkeiten Des Geschichtsunterrichts in Der Volksschule näher ein. erläuterte Die Auswahl Der Stoffe für Die einzelnen Stufen und gab wertvolle Fingerzeige für Den Unterricht. Er wies weiter besonDerS Darauf hin. daß man nicht fo sehr das eigentliche Wissen betonen sollte, sondern sich mehr an das Gefühl Der Schuler wenden müsse. Ein lückenloses Bild der geschichtlichen Vorgänge könne sowieso nicht geboten werden. Da mühten einzelne Bilder an die S'.elle der Vollständigkeit treten. Eine lebhafte Aussprache brachte neue Gesichtspunkte, und zugleich wurde beschlossen, daß der Lehrerverem Giehen-Land sich in diesem 3ahre in Der Hauptsache gerade mit Dem Problem Des Geschichtsunterrichts beschäftigen wolle. Für Die nächste Ve.fammlung übernahm Rektor Petri. Wieseck. einen entfp.echenDen Vortrag. Den Schluß Der anrcgenD verlaufenen Versammlung bildeten einige Mitteilungen des Vorsitzenden. Der Werbe- und Sammelausschuh der Gie- hener Winternothilfe beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einer Reihe von Maßnahmen. durch bie für das Hilfswerk zum Besten der unterstützungsbedürftigen Familien unserer Stadt weitere Mittel verfügbar gemacht werden sollen. Zur Zeit sind mehrere Veranstaltungen vorgesehen, darunter am 13. Februar em 3ugenD- abenD im Stadttheater, ferner ein Konzert des Gesangvereins „Eintracht" und für Mitte Marz (16. März) ein Sinfonie-Konzert unserer Reichswehrkapelle unter Obermus.kmeister Kraust eim Stadtcheater: zu dieser Darbietung unserer 2h i- litärkapclle wird eine ansehnliche Verstärkung Der Musikkorps aus Marburg und Kassel her- angezogen werben, so bah man bei dieser Ge^ •• Borneo-Film ber Basler Mission. Am Sonntag lief in ber Stadtlirche ber grofte Dorneo-Film ber Basler Mission. Mahr begrüßte bie zahlreich erschienene Ge- meinbe, inbem er hinwies auf bie Notwendig- leit ber Mission, trotz ber Armut unsres Volkes, als ein Zeugnis ber Liebe unb Verpflichtung ber Christenheit gegenüber benen. bie an Lew unb Seele verkommen in ber Rächt des Rberglau- bens. Der Film zeigte wundervolle Landschafts- bilder: eindrucksvoll waren die Flußbilder des stromreichen Landes. Man sah die Bevölkerung in ihren Dörfern, bei ihrer Arbeit, auf ihren Wanderungen durch den Urwald, die Kopfjäger bei ihrer Heimkehr ins Dorf, die Zauberer bei ihren Zeremonien unb fah Die gewichtige Arbeit Der Basler Mission im SchulDienst, in Der Pre- Digt, in Der ärztlichen Mission. Pfarrer G r o h . ehemaliger Missionar Der Basler Mission, gab an Stelle des, erkrankten Missionspredigers L a u k - Frankfurt die nötigen Erläuterungen zum Film: er wuhte aus feinen Erfahrungen in Afrika manches zu lagen, waS die Bilder des Films noch verständlicher machte, und machte Die Herzen warm für das schöne Werk der Mission auf Borneo. Das Schluhwort sprach Pfarrer Mahr als Leiter des Abends. •• Der Gesangverein „Harmonte- Gemütlichkeit''' Giehen hielt am Samstag im Vereinslokäl Faulstich seine gut besuch e diesjährige Generalversammlung ab. Der zweite Vorsitzende Hch. Kleinhans gab einen kurzen Geschäftsbericht, in dem er hervorhob, dah Der Verein trotz Der schlechten wirtschaftlichen Lage gute Fortschritte zu verzeichnen hat. Der Chor aus 42 aktiven Sängern steht unter Der Leitung des Chormeisters Groh (Wieseck). Der Kassenbericht lieh erkennen, dah ber Verein im letzten 3ahr sehr gut .gewirtschaftet hat, so dah ein kleiner Ueberschliß vorhanden ist. Der Vorstand seht sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Hch. Kleinhans. 2. Vorsitzender L. Schäfer, Kassierer K. D a u b e r t s h a u s e r. Umzug ber Gießener Nationalsozialisten Veranlaßt durch bie Ernennung des national- ozialistischen Parteiführers Adolf Hitler zum Reichskanzler veranstalteten bie Gießener National- ozialisten gestern abend einen Unuug durch die Stabt, an dem etwa 1000 Personen sich beteiligten. An der Spitze marschierte die SA., ihr folgten in Marschformationen viele Gesinnungsfreunde in Zi» oil, darunter eim großer Teil weiblicher Personen: der zivile Teil b« Umzugs 'war zu beiden Seiten von der SS. eskortiert. Der Marsch begann auf dem Seltersweg von dem nationalsozialistischen Derkehrslokal Soldan aus, das feit gestern neben der nationalsozialistischen Fahne auch mit den alten Neichssarben schwarz weiß-rot geflaggt hat, und ging bann durch die Frankfurter Straße, Liebig- trahe, Bahnhofstraße, Marktstraße, Kirchenplatz, Walltorstraße, Landgraf - Philipp - Platz, Sonnenstraße, Seltersweg, Wolkengasse, Bahnhofstraße, Neustadt zum Oswaldsgarten. Studienrat Dr. Blank hielt hier eine Ansprache, in der er über bie Bedeutung des Monats Januar in der Geschichte Preußens und Deutschlands sprach, bann den 30. Januar 1933 als unvergeßlichen Gedenktag in der deutschen Geschichte aus Anlaß der Ernennung des Führers Adolf Hitler zum Reichskanzler bezeichnete, den aufrichtigen Wünschen unb zuversichtlichen Hoffnungen für Hitlers Arbeit als deut- scher Führer, der unser Volk einer besseren Zukunft entgegenführen könne, Ausdruck gab und mit hege ift er t aufgenommenen dreimaligen Heil-Rufen i auf den Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler schloß. Nach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes als Ausklavg der Kundgebung erfolgte der hv° marsch der Menschenmenge durch die Kirchstraße, Schulstraße, Sonnenstraße, Seltersweg bis zum Lokal von Soldan, wo sich der Zug aufloste. Da die Absicht dieses Umzuges in den Abendstunden bekannt geworden war, hatten sich in einer ■netbe von Straßen zahlreiche Neugierige ausgestellt. Die Polizei hatte alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um legliche Störung der öffentlichen Ordnung von vornherein auszuschalten. Ersreulicherwe.se kam es denn auch sowohl wahrend des Umzuges, wie im weiteren Verlauf des Abends unb der Nacht zu keinerlei unliebsamen Zwischenfällen. Gießener W chcnm.rr. reise. • Gießen, 31. 3an. Cs kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110 biS 12). CanDbuttcr 100 bi« 110, Kochbutter 83 bis 90 .Matte 20 bis 25 Pf. bas Pfunb, Käse 5 bis 10, Eier, inlänbische, 11 Pf. das Stuck, Wirsing aelb 10 bis 12. grün 18 bis 20, Weißkraut 8 bis fo. Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bi8 12. Rote Rüben 10. Spinat 30 bis Anter-Kohlrabi 6 bis 8. Grünkohl 15, Rosenkohl 30, Feldsalat 150. Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bi8 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30. Kartoffeln, neue. 3. Llepfel 18 bis 30. Dörrobst 35 bis 40. Honig 40 bi« 45, Hüffe 40, 3unge Hähne-70 bis 90 Suppenhühner 70 bis 80 Pf. bas Pfunb, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 20 biS 30. Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bi« 30 Pfennig bas Stück: Kartoffeln 2,50 Mk. per Zentner. Vornotizen. — Tageskalender für DienStag:: Stabttheater. 20 bis 22 Ubr,.,2:2 unentschieden. Oberh. Kunstverein, Turmhaus am Brandplah, 15 bis 17 Ühr, Ausstellung. — DHB.,^20.30 älhr, Cafe Leib, Vortrag-über .Die Kräfte Der Staatsführung". Lich^i:lhaus, Bahnhofstraße: .Mamsell Ritouche". m t - Hauswirtschaftlicher Dortr a g Am morgigen Mittwoch, 1. Februar, 16 und 20 Uhr, finden im Saale des Hotels Schütz Dortrage ü.er die moderne Heißluftküch, statt. Es werden Koch-, Back-, Brat- und Grilloersuche vorgenommen, sowie neue Wege zur Bereitung von Fisch', Fleisch- unb GemiUegrichten gezeigt. Näheres ist aus der.heutigen Anzeige ersichtlich. * •• Rollenumbesetzung im Stabt- theater. Man schreibt uns: Herr Bruck der in der letzten „Hamlet"-Aussührung infolge Erkran- kung nicht auftreten konnte, wird bie Titelpartie ab Freitag wieder spielen. — Schülerkarten im Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben' Das Ensemble des Stadttheaters Koblenz gastiert auf dem Wege des Austauschgastspiels am Donnerstag angezogen werden, so daß man bei dieser Ge- i legenhe.t ein Groß-Konzert zu hören bekommen wird. Der Ertrag dieser Veranstaltungen ift für die Wintemothilse bestimmt: ein Teil des Ueber- fchusses des Militärkonzerts wird wahrscheinlich auch dem Riobe-Fonds zugeführt werden. Ferner ist eine Haus-Geldsammlung für die Winternothilfe für die Zeit vom 6. bis 11. März geplant. Später soll dann noch eine Kleider- und Haus- ratsammlung durchgcführt werden. Man hofft auf allseitige rege Unterstützung dieser Hilf8- Maßnahmen, damit dem Werk der Rächstenliebe neue ansehnliche Verstärkung zuteil werden kann. Zwei Kinder durch Kohlengase vergiftet. WSR. Raunheim, 30. 3an. 3n der Rächt »um Montag wurden die beiden Kinder de« in Raunheim wohnenden Arbeiters Max D i t s ch tot aufgefunben. Die Eltern hatten ben Kindern wegen der Kälte die Betten in der Küche gemacht. Des Rachts drangen aus dem Kuchenosen giftige Gase, wodurch die Kinder getötet wurden. Es handelt sich um K i n d e r bon Heben Wochen unb eineinhalb 3 a hr e n. Papierfabrik in Stammen WSR. Bensheim, 30. 3an. 3n Der Pappefabrik Tempel in Eimshausen. die etwa 30 Arbeiter beschäftigt, brach heute morgen F eu e r aus. Die Feuerwehr mußte sich auf den Schutz des Wohnhauses beschränken, das aber von Den Flammen schon ersaßt war. Der Brand konnte erst am Rachmittag gelöscht toerDen. Außer Dem ungebrannten Wohnhause konnte nut noch ein alter Lagerschuppen gerettet werben. Alle übrigen ©ebäubc würben ein Raub ber Flammen, ba bas Feuer an Den Pappe- unD Papiervorräten reichlich Rahrung sanD. Der Sohn De« Fabrikbesitzers, Der sich bei BraiiDausbruch im Büro befanD, konnte sich nur D u r ch e i n e n S p run g aus Dem Fenster retten. Die verkohlten Papierreste flogen kilometerweit Durch Die Luft. Der SachfchaDen wirb auf. etwa 80000 bis 100000 Mark geschäht. Zahlreiche Feuerwehren ber Umgegenb erschienen an ber Brandstätte unb griffen mit ein. Lnefkasten ber Redaktion. (Rkchtsgutachten sind ohne Lerbtndlichkeit der Schriftleitung ) ft. D. in B. Nehmen Sie gegen den Eigentümer des Autos einen Zahlungsbefehl auf Höhe des Ihnen durch die Sachbeschädigung entstandenen Schadens. Der Vater hastet in diesem Falle füf den Sohn. Eine Verjährung des Anspruchs ist noch nicht eingetreten. $. D., G. Wir raten Ihnen, bei dem Amtsgericht einen Sühneoersuch zu beantragen, falls Sie aber hierbei nichts erreichen, alsdann den schriftlichen Mietvertrag wegen Irrtums u|ro. anzufechten und Rückzahlung der zuviel bezahlten Betrage zu verlangen, vorausgesetzt, daß es sich um eine Wohnung handelt, die rod) der Zwangsbewirtschaftung unter liegt. Letzteres tonnen Sie auf Dem Städtismen Wohnungsamt, falls erforderlich, erfragen. Für ben Prozeß würde vielleicht das Armenrecht bewilligt. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Sack Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben des Ehrenmitgliedes und Mitgründers unseres Vereins Herrn Karl Wigandt in Kenntnis. Beerdigung: Mittwoch, den 1. Februar 1933. nachmittags 2 Uhr. auf dem Alten Friedhof. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. 701 D Meine Praxis befindet sich jetzt Roonstrahe 6 (Nähe Ludwigsplatz) L93A Markt- Straße 17 Mittwoch, den 1. Februar 1933,13 4 ZilJlIU.-WollIl. nachmittags 2 Uhr,versteigere ich Zentrum der Stadt eahier,Reuenweg28ZumLöwen, zwangsweise gegen Barzahlung| an den UUCP, vrnz. Eins. Haust, ist Ge- legenh.gegeb.i. gutem Hause sämtliche Hausarb. u. Kochen zu erl. Taschengeld. Ausf. Ang. a. Prtau Prof.Koch,B.-Nau° beim,Bahnhofsall.3 Stadttheater Gießen. ns»D Mittwoch, l.Jebr., 19.30—22.30 Uhr 17. Mittw.-Abonn. Overettenpreise. In neuer Inszenier. Das Dreimädcrlbaus Operette in 3 Akten von Millner und Reichert. Musik n. Franz Schubert von Heinrich Berte. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Mann, unseren lieben Vater. Schwiegervater, Großvater. Urgroßvater. Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Schneider Eisenbahnoberschaftner i. R. heute mittag im Alter von 77 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Prospekte und Auskünfte bereltwilllgsti Subdirektion Frankfurt a.M. Mainzer Landstr. 19 Tel. S. Nr. 33347 Gießen (Mühlstraße 29). den 3L Januar 1933. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 2. Februar, nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Gießen (Wilsonstr. 2), Dresden, Hamburg. Berlin, den 30. Jan. 1933. Die Beerdigung tindet FreltaS. den 3. Februar, nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. l&fCD El CDRUCKSACHEN hum Verkauf einer W C FC D CsrOhi’sche Druckerei | epochemachenden ---| Neuheit an Private, 1 I sofort' gesucht. ISchr. Ang. u. 717D I an den (Zieh. Anz. 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Januar 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. Februar, nachmittags 2 Uhr. vom Trauerhause Bachstraße 2 aus statt. Sonntag, den 29. Januar, nachmittags 4.30 Uhr. entschlief sanft nach längeiem Leiden mein lieber Mann, unser treusoigender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder. Schwager und Onkel Georg Philipp Hofmann im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina Hofmann, geb. Hofmann Dienstag, 51.?anuar 1955 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Nr. 26 Zweites Blatt ftUport Unentsch. Verl. Pktc. Kurze Sportnotizen. Däu- Gin lljähriger Junge. Hartmut 1) Dem z. Milch und Kakao, steigert die körperliche Widerstandsfähigkeit, weil sie dem Kinde in konzentrierter Form alle Nährstoffe zuführt die es unbedingt braucht Kinder, die als Fruhstücksgetränk Ovo- malüne bekommen, überstehen desha b die langen Schulstunden viel besser und lernen leichter. Lieber an etwas anderem sparen, aber Ovomaltine nehmen! Originaldosen zu RM.1.15. 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Die Tagung wird nach einer Pause in einem Saale gehalten, in Dauernheim in der groNen Turnhalle. Professor lic. thcol. Stroh (Fried- berg) wird über das Thema .Der K'rchenvor- steher als Seelsorger" sprechen, woran sich eine Aussprache anschließen wird. * Teilnehmer sind in Okarben zum Wittazskaffe. 4 K i r ch - G ö n s, 30. Iyn. Im hiesigen Gemeindewald fand die erste " tz h o l z v e r st e . g e r una statt. Es tarnen in der Hauptsache Kiefern stamme und Eichenstämme zum verkauf. Die Preise bewegten sich, den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend, auf mäßiger Hohe. A kosteten Kiefern stamme 18 bis 20 (gute Qualität über 20 Mark und Eichenstämme 12 bis 14 Mark pro Festmeter. Anschließend fand im Distrikt „otrutljroall) Bau bolz Versteigerung statt, bei der der Fest- meter aus 8 bis 12 Mark kam. ^gen hervorgeht, aus den sehr sachkundigen verstorbenen Direktor Weiler verlassen. Die Ange- flachen sind der Ansicht, daß es unmöglich gewesen fei9 immer genau nach der Satzung zu verfahren. Direktor Lecker besfreifef, daß man Kredit ohne Genehmigung des Aufsichtsrats gegeben habe. diesem allgemeinen Rahmen gingen die Erörte- rungen noch weiter. Rach der Verlesung ber Jahres- berichte feit 1924 vertagte der Vorsitzende die Verhandlung auf Dienstag, 9 Uhr. Kreis Büdingen. 4- Hirzenhain, 30. Ian. Die anhaltende I Külte hat auch die Talsperre n der hiesigen Gegend mit einer dicken St« zogen. Jung und alt huldigen eifrig dem Schlittschuhsport. - Die prächtige Lage, besonders der Äillersbachtalsperre, die umrahmt von schönem Buchen- und Fichtenbestand ein lohnen- des Ausflugsziel darsteUt, ist leider noch nicht genügend bekannt. Der Anblick des kunst ich geschaffenen Sees inmitten der Waldeinsamkeit hat bisher noch auf jeden Naturfreund tiefen Eindruck gemacht. Nicht weniger schon liegt der seitlich der Sperrmauer auf der Watoesyoye zu Ehren des verstorbenen Provinzialdirektors Matthias errichtete Matthia s - Tempel- Eine Wanderung nach dem Matthias-Tem^l (von Lihberg aus. der Straße nach Schwickarts- Hausen durch das Tal dem roten Dreieck folgend) lohnt zu jeder Jahreszeit. Trotzdem der Keoifionsoccbanb schon lange die Mängel rügte, wurde das Treiben bis ;nm Zusammenbruch fortgesetzt. Die Bank ist nach ihrer Sanierung, die bas Reich mit 335 000 Mark Kredite förderte, h^ute wieder völlig gesund. Sie hat heute einen Monatsumsatz von 6 Millionen Mark bei 2273 Mitgliedern An Geschäftsguthaben sind 400 000 Mark eingelegt das neue Eigenvermögen beträgt 350 000 Mark, ber (Euv lagenbeftanb rund eine Million. Die Lank ist o m der Lage, ihre alte genossenschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Erste Verhandlung. Der Verlust, der damals beschönigend 3“c’f I gehend genu Millionen angegeben wurde, stellt sich tatsachl ch ihrem eigenen G. etwas drei Millionen. Die Grunde für Den jjuiam ...... r„'ÄjUr ft » » Öv »»feg}«-: tfs handelt sich dabei we. gehend um «pe kul D a r m ft a b t, 30. Jan. (MSN.) Heute begann in Darmstadt ber Volksbankprozeh, besten Dauer auf öret Wochen berechnet ift Angeklagt sind Nicht nur die früheren Direktoren ber Vottsbank sondern auch _ wohl ein Rooum — ber gesamte frühere Aussichts- rat insgesamt 13 Personen. Die Berhandlung steht unter ber Leitung von Landgerichtsdirektor Mayer, d.7 Anklage vertritt Assessor Dr. K a tz bie Anklage- schrift umfaßt 84 Seiten. Fünf Verteibiger s nb imn den Angeklagten aufgeboten, Darunter Professor Dr Si nzheimer (Frankfurt a M.) als oadjoe ständiger ist Dr. Brebenbreu er von der Dresbner Bank (Frankfurt a. TI.) geladen. DerbandSspiel-Ergebniffe aus dem Gau Gießen-Wetzlar. Dezirksklasse I (Gruppe Lahn): DfD. Gießen — ‘Bottcnfcom 7:1 (3:1): Dretdenbach- 1900 Gießen 5:2 (2:1); Wetzlar — Ockershaufen ^Be^r^sklasse II: Diskirchen - Ehringshausen 4:1 (2:1); RiedergirmeS — Oberbiel 8.1 (4:1); Weilburg - Burgsolms 5:0 (2:0); Wetzlarer SD. 2 - Aßlar 0:3 (0:1)-Butzbach- Steinberg 1:3 (0:1); Lollar-DfD. Gießen2 14.1 ^®auklässel: Dauborn — Aßlar22:0; Burg- solms 2 — Wetzlarer SD. 3 2:6 (0:4); Rieder- girmes2-Werdors 0.8; Butzbach 2-DfW Gie- ßen3 2:1 (0:0); 1900 Gießen3 — Riederwelfel 2:0 (1:0); Gr.-Duseck — Heuchelheim 4:2; Wie- ®"ä uU a2H e II: Dauborn 2 — Schwalbach 0:6. DfL Wetzlar — Büblingshausen2 0:2; Wetzlarer SD. 4 - Dorstädter Wetzlar 4:2; Waldgirmes — Garbenheim 0:1 (0:1); Bieber — Lollar 2 0:7 (0:3), Butzbach 3 — Steinberg 2 4:3 (2:1) sur Steinberg gewonnen. Oie Tabelle der I.BezirlStlaffe. VfL. Gießen führt. Der vergangene Sonntag hat in der Tabellen- sührung einen Wechlel gebracht Die Wieberta0e ber Spieloereinigung in Breidenbach, ber Sieg bes VfB. auf eigenem Platze gegen Bottenhorn hat bie Lage geändert. Die Meisterschaft dürfte allerdings noch nicht entschieden sein. Es stehen noch harte Kampfe Deutsche Anleihen waren nach anfänglicher Wer nachlässiaung später ebenfalls f e ft e r. Attbesitz plus X, Neubesitz plus 0,45 v. H., dagegen spate Reichs- chuldbuchsorberungen nur knapp behauptet. Der Pfandbrieftnarkt lag auf ber ganzen Lime schwacher, unb zwar verloren OolbpfanDbriefe bis zu 1 v. 5). Kommunalobligationen erschienen zum Teu mtt Minus-Minus-Zeichen unb lagen durchschnittlich 1 v. ch., vereinzelt bis 2 v. ch. niedriger. Liquibcstions- Pfandbriefe gaben 0,25 bis 0,50 v. ch., nach, Stadl« anleihen waren ebenfalls angeboten unb von 1 bi» 2 v. ch. niebriger. Auch 3nbuftrieobligationen sowie Staats- unb Länderanleihen hatten kleine Verluste. Dollarbonbs lagen nahezu geschäftslos. Don fremden Werten blieben Rumänen behauptet. Im Verlaufe blieb die Stimmung fest, wenn auch die Geschäftstätigkeit nachließ. Das Kursnweau konnte sich im großen unb ganzen um 0,25 v ch. bis 0 50 v. ch. erhöhen. Deutsche Allanten-Telegraph kamen 2 v.ch. fester zur Rottz. Am Gelbmarkt war lagesgelb weiter stark gesucht unb würbe auf 5 v. ch. ■Berlin. 31. 3an. (WTD. guntfrtudj.) 2tn i den Aktienmärkten ergaben sich heute durchweg beachtliche K u r s ste i ge rungen die ihre Ursache in der beruhigenden Wirkung der ersten Erklärungen der neuen Regierung hatten. Alle Gerüchte über Wirtschafts- und Währungse^Perimente, sowie über einen Wechsel in der Reichsbankleitung sind dementiert worden. Wan rechnet mit einer Beschleunigung der A,rb e i ts b e4 $ioi ’ sung und damit zusammenhängend mit einer Wirtschaftsbelebung. Die abwartende Haltung des Zentrums, sowie der Amtsantritt des französischen Kabinetts Da lädier, das eine Politik der Derständigung beabsichtigen soll, trugen zu der zuversichtlicheren Stimmung bei. ^Hatten Steigerung Der StidfMabrufe im Januar, der Transaktion Burbach-Preußag und dem nunmehr endgültig abgeschlossenen Rohren- geschäst mit Rußland standen der rückläufige Ruhrkohlenabsatz im Januar, der Reichseinnahmeausfall im laufenden Steuerjahr von mehr als i i/j Milliarde und die Preisermäßigung für Zmk- I bleche gegenüber. Kursbesserungen bis zu 3 Prozent waren anfangs keine Seltenheit. Don.Montanen waren Gelsenkirchen, Harpener, Deutsche Erdöl, Mannesmann und Rheinstahl bis zu 4 Proz. gestei- flcrL Bon Braunkohlenwerten gewannen Leopow- grube, Ilse und Rhein. Braunkohlen bi« zu 7,5 Prozent. Kalipapiere zogen bis zu 5 Proz. an. Farben lagen etwa 4 Proz. hoher. Die übrigen Chemiewerte, Gummi- und Linoleumpapiere, sowie Clektroaltien waren fast durchweg bis zu d Prozent gesteigert. Akkumulatoren, Gesfurel und Schuckert gewannen bis zu 5,5 Prozent. Don Gas aktien waren Dessauer Gas 4,75 /Pros. &ö^r. Kabel- und Drahtwerte lagen geschaftslos. Von Autoaktien gewannen BMW. 6 Prozent. Maschinenfabriken zogen bis zu 3,38 Proz. an.Mestitt und Bauwerte lagen ruhig, aber freundlich. Tex tilwerte Papier- und Brauerei-Werte zogen bis zu 2 5 Proz. an. Don Kunstseideaktien waren Bemberg 3.63 Proz. höher. Die Anteile von Wasserwerken lagen fest, Wasser Gelsenkirchen gewan- nen 3,5 Prozent. Derkehrswerte, darunter Schiff- fahrtsaktien, zogen bis zu 1,5 Proz. an; Banken 1 gewannen bis zu 3,75 Prozent. Im verlaufe ergaben sich unter Schwankungen weitere Besserungen bis zu 1 Prozent. Deutsche Anleihen zogen bis zu fast 1 Proz. an. Reichsschuldbuchforderungen waren nur wenig verändert, die übrigen festverzinslichen Werte lagen nicht einheitlich. Hier und da bestand etwas Rachfrage; die Veränderungen waren nicht groy. Ausländer hatten kaum Geschäft. Am Geldmarkt war am heutigen Ultimo Tagesgeld natürlich steif, doch stellte sich der Satz an der unteren Grenze auf 4,75 Prozent; Monatsgeld blieb 5 bis 7 Prozent; Privatdiskonten lagen natürlich im Angebot. Rach Reichswechseln per 25. April herrschte weiter Rachfrage, wahrend das Geschäft in Reichsschahanweisungen ruhig blieb, granffurt: Aktien fest, Renten leichter. Frankfurt, 31. Ian. (WTB- Drafjtmelbung.) Die feste Stimmuna, die schon für die gestrige Abendbörse kennzeichneiw war, setzte sich heute m verstärktem Maße fort, fo baß allgemeine oteigerun- qen von 1 bis 2 v. H eintraten. 211s Grund für die bessere Stimmung wurde bie Beruhigung angegeben bie mit ber Bekanntgabe der rnaßvo l - len Abs'ichten ber Regierung Platz gegrir« ren haben. Die Ansicht, baß man mit Bereit,tellung größerer Mittel für bie Arbeitsbeschaffung zu rechnen habe, hat anscheinend mehr Tauschoperationen von Renten in Aktien begünstigt unb den Diviben- Höhungen bis zu VA v.H. 'tlud) ^aitattien tagen sehr fest unb bis zu 6 v. S). höher. Am Ehern,emarkt hatten besonbers IG. lebhaften Umsatz, bas Papier 3oa um 2% auf 107 v.ch. an. Scheibeanftalt geroam nen 2%, Golbschrnibt 2%, Deutsche Erbvl 2, Rut gersroerfe 1% v.ch. Don Elektroaktien ist bas Zurückbleiben von Siemens mit plus 54 v. H. bemerkenswert unb wohl burch Zurückhaltung vor den Beschlüssen ber heutigen Bilanzsitzung zu erklären. Dagegen eröffneten Schuckert 3%, Lahmeyer, Licht unb Kraft unb Gesfürel 2% unb AEG. Wh vH. höher. Eine starke Kursfteiaeruna erfuhren nach Eontigummi mit plus 4 und Deutsche Atlanten, auch Aku kannten VA v.H. gewinnen. Schiffahrtspapiere zeigten Besserungen bis au ;A, Zement Heidelberg, ®ebr. Junghans unb Daimler bis zu lA d. j). Reichsbank waren zu 157 v.H. unverändert, Holzmann lagen knapp gehalten. benpapieren einen weiteren Impuls nach oben verliehen An bem sehr lebhaften Geschäft beteiligte sich in erster Linie bie Spekulation, boch war auch bas Publikum in bemerkenswertem Umfange mit ficht gestellt hat. , Die Kirchenvorstehertagungen find fetzt leit zehn Jahren zur festen Sitte und zu einem drin- genden Bedürfnis der Kirchenvorsteher und aller kirchlich interessierenden Gemeindeglieder.die alle herzlich willkommen sind, geworden. Das Bedürfnis nach einer Aussprache und nach gegenseitiger Stärkung ist so groß, daß bisher alle Ta- Sie auitoättigen I gungen eine lehr Harte Teilnahme autjuweden Mittagskasfe; in | hatten. zieischpreiökrieg in Düngen. * Hungen, 30. Ian. Ein nicht alltäglidjer Wett- bewerb spiette sich heute in unserem Städtchen ab. Ein hiesiger Landwirt hatte eine K uh fl e • fchlachtetund wollte das Fleisch of fent 1 ich zum V er kauf bringen. In Erwartung dessen honen jedoch die Metzger kurzerhand burch die Ortsschelle bekanntgeben, daß sie 3i Pfund Kuh- fleisch zum Preise von 1 Mark -erkaufen würben Zufälligerweise tarn bei der Bekanntgabe noch bas Preisangebot bes La n bwirts dazu, der 3 Pfund Fleisch zum Preise von 9 5 Pfennig anbot. Aber damit nicht genug. Der Konkurrenzkampf sand ferne Krönung^dadur^ daß die Metzger durch die Ortsfchelle den Preis für dre^ Pfund Fleisch auf 90 Pf ermäßigten seither kam das Pfund .Kuhfleisch in den Laden auf 50 Pf. Da^ Publikum machte sich die günstige unb seltene Ein kaufsgelegenheit natürlich ausgiebig zunutze. _ vkrcis ^ictzcn. G0 Klein - Linden, 30. Jan. Der G e w e r b e- ncrein Klein-Linben hielt am Samstag- obenb im Gasthaus „Zur Deutschen Eiche seine dies- jährige Generalversammlung ab. Der erste Vor finenbe, Weißbindermeister Ludwig Diehm a n n, erstattete den Jahresberid)t, aus dem u. a. Zu ersehen war daß sich die Mitgliederzahl auf der Hohe .von 40 gehalten hat Der Kassenbericht von dem Derems^ rechner, Schreinermeister Dalent.n Kehl' °orge trogen, wurde in Ordnung befunden und genehmigt. Rach-, Reu- bzw. Wiederwahl unter dem Vorsitz von 'Altmeister Wilhelm W- igel sich d Vorstand aus folgenden Personen äusEnem 1. Vor sitzender: Weihbindermeister L'idw'g Dreh mann, 2. Vorsitzender und zuyleich -^riftfuhrer. Elektro installationsmeister ^Irnich Bechtold. Rechner Schreinermeister Valentin K e h l und Be sitzer. Bau mtternehmer Heinrich Bernhardt und Backer, meister Friedrich Stein. Im ubr.gen wurde über interne Fragen und Angelegenheiten des Handwerks beraten. . r,nn Die )( Großen-Linden, 31. San. sm zweitälteste Frau Grohen-Lindens, Witwe Clisabethe Weber, geb. Pirr, vollendet heute ihr 8 7. Lebensjahr. z Großen-Linden, 30. Ian Der G e sangverein „Germania" hielt,nm Samstag in der Gastwirtschaft Schaum fern QBinter- vergnugen ab. Die Deranstaltung war sehr gut besucht. Der Dorsitzende, Landwirt Wilhelm Wenzel, begrüßte die Teilnehmer und wies Darauf hin, daß es nicht em rauschendes <£-1t zu feiern gelte, vielmehr wolle man das deutsche Lied pflegen. Unter der bewährten Leitung von Oberreallehrer Heinrich Blaß. Großen-Linden, brachte der Derein neben einigen gut vorgetrag nen Ehören ausgewählte Volkslieder zu u - Für 30jähria- v^ssive Mitgliedschaft wurden die Herren Henrich MengesV, Ludwig 2u 6 IX., Heinrich De^en VU., Heinrich ® r oh e r iL Wilhelm Weiß Ul. Wilhelm Watz und Wilhelm Dolk. Gießen, durch Überreichung je eines Ehrendiploms geehrt und zu Ehren Mitgliedern ernannt. 2m zweiten Teil des 21 wurde von einigen jungen Sängern em humorN - sches Männerquartett zum Bortrag gebracht das sehr bei'ällig ausgenommen wurde. Das Theater stück, ein Lustspiel in zwei Akten, von Sunges- brüöern auigcfüprt, erregte große Heiterkeit- Musikkap-"., 'Leitung: Oberreallehrer Heinrich Blaß) die zum Teil aus hefigen Musikern de- stand, füuie die Pausen mit guten Darbietungen aus. - Lang-Göns, 30. Ian. Am Samstag fand das diesjährige Winterfest des hiesigen Rad- fahrervereins ..All Heil" m der Gastwirtschaft Hebbel statt. Rach der Begrüßungsansprache des Doriitzenden, W. einem Prolog, gesprochen von Frl. Hedwig Schmidt, wurden die Gaste durch zahlreiche Darbietungen aufs beste unterhalten. Abgesehen von "den guten Leistungen des Bereii^ seb. ber seien die humorvollen Bortrage deL Herrn Hein (Friedberg) hervorgchoben. Em Theater- stück und zahlreiche Musikstücke vervollständigten den heiteren Abend. 2m zweiten Teck fand die 2ugend Gelegenheit zum Tanzen. + Grünberg, 30.2an. Am Samstagabend hielt der hiesige Obst- und Gartenbauverein im „Wilden Mann" seme Hauptver- sammlung ab. Der Dorsihende, Landwirtschaf s- Assessor Dr. B ö ch e r berichtete über die Tätigkeit des Dereins im obgelaufenen ^ohr^.^e' meinlamen Bezug von Torfmull und Obstbaum- chen, ausgedehnte Schädlingsbekämpfung uttter Leitung des Dereinsbaumwartes Fuchs, Göbelnrod) Die Rechnung schloß mit einem kirnen Ueberschuh ab. Der seitherige Dorstand wurde einstimmig wiedergewählt und ihm für ferne rege | Tätigkeit der Dank zum Ausdruck gebracht. Der Dorstand seht sich folgendermaßen zickammen. Dorsihender Landwirtschaftsaße^sor Dr. Locher Schriftführer Fortbildungsschullehrer ® e n 9 nagel, Rechner Kaufmann ChrlstophSchweiß- guth, ferner als Beisitzer Georg QI 11 men- b i n n e r Heinrich Schmidt Hl. und Srau Ä * °?- r t Für MkM 3a6t ist em= Drämiierung der 1 6 e ft g e t> f l e g t e Ob st bäume (auch für Richtmitglieder) und> im Rachfommer eine Dlumena u s st e l^ung vorgesehen. Es folgte sodann cm urteressanter Licht blldervortrag von Herrn Baumann(^ber Erlenbach). Leiters der dortigen Lehr- und Der- suchsanstalt für gärungslose Fruchteverwertung, über .Süßmostgewinnung'. Er wies u. a. auf Die große wirtschaflliche Bedeutung dieser Konservierung hin. . . Kreis Friedberg. In der heutigen Verhandlung nahm die Fest- I ftcllunq ber Personalien ber Angeschulblgten längere | Seil in Anspruch. Die meisten Aufsichtsratsmitglieber erklären, baß sie bie B a n k st a t u t e n n i ch t e i n» iuq ft u b i c r t hätten, da sie Mit iprem Geschäft zu überlastet gewesen.seien | unb sich als kleine ©eroerbetreibenbe auch um den inneren Betrieb ber Bank m^t genugenb I'g™ konnten. Dr. Neumann, Prasibent ber Landes- । uetfidierungsanftaü, bekundet, baß Relchsbankbirek- tor Müller ihm bie Genossenschaft als das beste iev . I Institut am Platze bezeichnet habe. Der Lanbesver- tfonstrebite, an benen sich sicherungsanftalt feien jederzeit e^ebll4e ftanb wie auch Auffichtsratsmttgl.eber Kchtalle) be m(?n ol)ne Anruf ausgezahlt worben. Bei der Be f-'iliaten. Es blieben hängen Direktor Weile r (ber -„reckuna ber Satzung, ber Geschastsanweifung für sich nach dem Zufarnmenbruch bas Leben nahm) mit ^„^.chtsrat unb den Geschäftsbebrngungen erga 83 000 Mark ^ireftor Ludwig Becke r nut 117 000 ■ meicten Angeklagten bie Satzungen wohl Wri Doktor Habicht mit 20 000 Mark, eines geles7n aber von ber Geschaftsanwe.fung ber Aufsichtsratsmitglieber mit 100 000 Mark, em Ahnung hatten. Nur zwei ober drei Mitglieder, Angestellter mit 30 000 Mark. Die ®Pc,uIatl,D^" darunter Direktor Becker erkannten die Satzung, waren Aum Teil auf verschiedenen Konten erfolgt. Becker hat sich aber, wie aus fernen Aus- Verlorene Pasten traten aber in ber Bilanz nicht .m I D.rertnr e a ,ehr inAfunhmen ver- Ericheinung Vorstand und Aufsichtsrat hatten b,s- mellen bis zu 400 000 Mark Kredite für solche Zwecke zur Verfügung Der Vorstand machte auch Hon ?ortialgeid)äftc auf eigene Rechnung, (rin Anklagepunkt bildet auch bie Tatsache, daß mi Baugenasfenschasten per Bilanztag Tmanzwechsel diskontiert worden swd. Der Hauptarund für den Zufarnmenbruch der Bank ift in der Tatsache ju er blicken, daß sie sich immer mehr von ihrer^ge- nossenschastlichen Aufgabe entfernt unb bem Eftektengefchäft zuwarwte, wofür Direktor Becker eigens eingestellt würbe. Kircve unb Schule. Kirchenvorfteher-Tagungen in Süd-Oberheffen. Die Dorskirchenvereinigung für Süd - Oberhesfen veranstaltet in den kommenden Wochen wieder ihre feit 2ahren cingefuhr- ten und allgemein beliebten Kirchenvor- bcoor. VfB. hat noch ein Spiel auswärts (m Ockers hausen), 1900 noch zwei Spiele (in Ockershaufen unb in Wetzlar) auf fremben Plätzen auszutragen. 32 Meter. Einen deutschen Sieg gab e« im letzten Wettbewerb ber österreichischen Skimelsterschaf- ten. 2m 40.Klm.-Stafsellauf siegte die deutsche Mannschaft in der Besetzung Watz. Stoll, Wahl, Ponn und Däuber in 2:44,52 Stunden vor der Tiroler, Salzburger und^Grazer Staffel. Der Borländerkampf Norwegen- Schweden, der am Sonntag in Stockholm ausgetragen wurde, endete mit einem 12:4-eicg der Rorweger. # 2mm er noch aktiv ist Big BiN Tilden. 2n Reuhork besiegte er Han« RußleM leicht in zwei Sähen 6:3, 6:2. erhöht.______________________ Schulkinder brauchen Ovomaltine I SmWIlWWM Vornan von GertRothberg. (Urheberschutz durch T. Ackermann. Romanzen trale Stuttgart.) 16 ftortleßuuu Nachdruck verboten. Pia sagte leise, eindringlich: .Sei gut zu Sdelgarde. Eie kann nicht dafür, daß sie so ist. Sie quält sich durch ihren Charakter am meisten selbst, — fühlst du das nicht?" »Ich kann nicht immer darauf Rücksicht nehmen", brauste er auf. »Du muht es, Harry! Lah es zu keinem Skandal kommen. Cs war noch nie ein Eheskandal in Achern. Vermeide ihn um der Eltern willen!" Seine Hande ballten sich. War Pia wirklich so naiv, daß sie nicht einmal wußte, wie schön sie war? Er beugte sich zu ihr, sah sie an, und Pia zitterte plötzlich vor diesem Blick. Gr sah es, rih sie an sich, bedeckte den kleinen, rosigen Mund mit glühenden Küssen. „Ich liebe dich, Pia, ich liebe dich! Welch ein Tor war ich doch!" Pia hatte halb bewußtlos in seinen Armen gehangen. Jetzt kam sie wieder zu sich, stieß ihn zurück. „Ich habe dir nie einen Vorwurf gemacht, dah du mir einst nur Leid zufügtest. Aber Achtung beanspruche ich, Harry. Du hast dich vergessen! Ich bin deine Schwester, will auch nie etwas anderes sein. Du aber gehörst deiner Frau. Wenn du sie richtig behandelst, wird es doch noch gut werden. Edelgarde ist doch kein schlechter Mensch, sie ist nur so eigenartig. Das ist ein Erbteil, an dem sie schuldlos ist. Reise mit ihr fort! Sie langweilt sich hier. Wie ein schöner, bunter Vogel kommt sie mir vor, der die Gefangenschaft nicht vertragt und nun mit dem Kopf gegen das Gitter schlägt. Du hast es doch in der Hand, es anders einzurichten. Reise immerhin im Winter mit ihr ein paar Wochen nach Berlin, nach Davos und so weiter: im Sommer vier Wochen See. Du wirst sehen, dann ist sie schon zufrieden. Ich begreife dich nicht recht, Harry, dah du ihren Wünschen so ablehnend gegenüberstehst." Pias Stimme klang ruhig, und doch kostete es sie übermenschliche Anstrengung, noch länger vor ihm zu stehen, sein erregtes Gesicht zu sehen. Er lachte bitter. .Du sprichst ganz gut, Pia. Ich aber sage dir: den Rih zwischen Edelgarde und mir kittet kein noch so gutes Wort mehr. Ich aber liebe d i ch, Pia, mit einer ganz anderen Liebe, als ich Edel- garde geliebt. Du glaubst mir nicht? Ich liebe dich längst, weil ich längst erkannte, dah du, nur du hier an meine Seite nach Achern gehört hättest. Damals schon, als noch kein Mensch daran dachte, daß du geheilt werden könntest. Damals schon hatte ich stets ein warmes, herzliches Empfinden für dich, das stetig wuchs, wenn ich dein stilles Walten hier sah. Du aber sollst nicht denken, dah irgendein unreiner Gedanke mich vorhin so sprechen lieh — handeln ließ, Pia! Ich liebe dich aufrichtig und wahr, trotzdem ich kein Recht habe, dir das zu sagen." Pia sah ihn immer nur an, und ein seliges Lächeln war in ihrem Gesicht. Er sah atemlos auf dieses Lächeln. »Pia, du sagtest vorhin, du liebst einen anderen?" .Rein, das sagte ich nicht. Ich liebe einen Mann, der mir nichts sein kann, habe ihn immer geliebt. Schon, als ich noch ein Kind war." .Pia!" Er wagte nicht mehr, sie zu küssen. Da reckte Pia sich und küßte ihn. Dann flüsterte sie: .Sei gut mit Edelgarde, damit keine Schuld in Achern ist. Ich aber gehe nach Hohenbrück. In einem großen Kreis von Pflichten will ich meine Liebe überwinden, sterben wird sie nie." Achern starrte noch immer auf die Tür, die sich hinter Pias Gestalt geschlossen. Er stöhnte. .Pia!" Immer wieder sagte er ihren Ramen vor sich hin. War es denn möglich, daß ein Mensch sein Glück so mit Füßen treten konnte, wie er es getan hatte? Alnö kein Ausweg, aus dem er gutmachen konnte! Ein paar Wochen waren in letzter Zeit soweit ganz friedlich vergangen, er hatte schon auf ein dauerndes, friedliches Zusammensein gehofft. Sie hatten einige Gesellschaften gegeben, und Edelgarde hatte sich hinterher über die Gäste lustig gemacht. Ein scharf verweisendes Wort von seiner Seite goß Oel ins Feuer — der Unfrieden war da. Dann ging es wieder einige Tage, bis Cdelgarde ihm vor hnäem erklärt hatte, sie hasse ihn. Sie hasse alle Männer, sie seien ja nur da, die Frauen unglücklich zu machen. Derartige Ausfälle Überging er wie immer mit Stillschweigen, und er reizte sie dadurch nur noch mehr. Seine Liebe, wenn es überhaupt jemals Liebe gewesen war, war tot. Das wußte Achern. Er kannte sich da zu gut. In den letzten Wochen war Edelgardes Benehmen ihm gegenüber direkt feindselig geworden. Er gab sich keine Mühe mehr, nach dem Grund zu forschen, er war der Reibereien müde und zog sich zurück. Das war nun sein Leben! So hatte er eS sich selbst zugerichtet I Und Pia liebte ihn! Ein großes, reines Glück hätte in Achern sein können, wenn er nicht blind an diesem Glück vorübergeschritten wäre. Doch nun war es zu spät. Pia hatte recht: die Lösung war nur durch einen Skandal möglich, und der mußte vermieden werden! Ganz gleich, ob das Glück zweier Menschen darüber zugrunde ging. Achern richtete sich auf. Straff, energisch. Er wollte den Weg der Pflicht gehen, wie die kleine Pia den ihren gehen wollte. Als Achern sich später drüben in seinem Zimmer umzog, huschte seine Frau herein, hängte sich an ihn, flüsterte zärtlich: »Bist du wieder gut, Harry?" Doch Harry konnte in der Liebe nicht heucheln, wie er auch sonst nicht heucheln konnte. Sanft, aber bestimmt, schob er sie von sich. .Kind, ich habe tatsächlich jetzt keine Zeit zu Zärtlichkeiten. Wozu auch? Ich denke, du hassest mich?" Wie ein Kätzchen schmiegte sie sich an ihn, eine Antwort erhielt er nicht. Sie hatte solche Sehnsucht nach ihm gehabt. Ganz plötzlich war ihr der Gedanke gekommen, daß er eine andere Frau lieben konnte. Eifersucht, regelrechte Eifersucht hatte sie zu ihm getrieben. Er aber war kein Spielball, für ihre Launen. Er trat zurück, sah sie ernst an. .Edelgarde, so erhält man sich die Liebe seines Mannes nicht. Ich leide selbst schwer genug unter diesem Verhältnis, doch ich bin in meinen Gefühlen nicht so wandelbar wie du. Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen. Doch du sagtest selbst erst vor kurzem, es täte dir leid, so viele gute Partien um meinetwillen verscherzt zu haben. Ich sehe es jetzt selbst ein, ich bin viel zu schwerblütig für dich. Aber das läßt sich nun_ nicht ändern. Ein Romadenleben mag ich nicht führen. Den Achern war es immer auf ihrer Scholle wohl. Doch wenn du willst, wollen wir im Iuli nach Zoppot fahren. Einige Wochen im Jahr kann ich mich freimachen. Vielleicht finden wir uns wieder zueinander. Vorläufig aber bin ich nicht imstande, all das Bittere der letzten Wochen zu vergessen, bloß weil du jetzt kommst und dich vielleicht gelangweilt hast." Damit tat er ihr unrecht. Sie hatte sich tatsächlich nach ihm gesehnt. Aber er hatte die Erfahrung schon zu oft machen müssen, dah sie erst kam und dann kurze Zeit darauf wieder abstoßend und unnahbar war. Er war dieses aufreibenden Zustandes müde. Edelgarde stand mit hängenden Armen vor ihm. Ganz bleich war sie geworden, doch er konnte nicht anders. Es tat ihm selbst leid. So küßte er sie jetzt nur flüchtig und sagte: „Vielleicht haben wir nach dem Abendessen ein Plauderstündchen, Edelgarde? Ich muß jetzt mit dem Inspektor Wichtiges besprechen, er fährt in einer Stunde zur Stadt. Auf Wiedersehen einstweilen!" Schnell ging er hinaus. Mit weit aufgeriffenen Augen blickte sie ihm nach. Dann schluchzte sie plötzlich wild auf. Sie ging in das Zimmer ihres Mannes, und dort ergriff sie eine Vase und schleuderte sie zu Boden. ®an$ starr blickte sie dann auf die Trümmer. Langsam kam ihr das Bewußtsein zurück und damit die Erkenntnis, dah sie etwas Kostbares zerschlagen hatte, dah Harry ihr das nicht verzeihen würde. Denn sie wuhte ja, mit welcher Sorgfalt er über d.ese alte griechische Vase wachte. An der Tür regte es sich. Joseph Wimpert hatte den lauten Knall gehört, mit dem die herrliche Vase in Trümmer ging. Er war, so schnell ihn seine alten Beine trugen, herbeigeeilt. Jetzt sah er fassungslos auf die Scherben. „Was stehen Sie hier, Sie alter Spion?" Edel- gardes Stimme zitterte vor Empörung. Stumm wandte der alte Mann sich ab. Drau- hen stand er mit gefalteten Händen, und große Tränen liefen über das durchfurchte Gesicht. Er überhörte den elastischen, raschen Schritt und sah ganz entsetzt zu seinem Herrn auf, als der jetzt sagte: „Ra höre mal, Wimpert, was ist denn dir passiert?" Der alte Mann faßte sich nur mühsam. »Gnädiger Herr, die — griechische Vase —“ Achern lächelte nicht mehr. Scharf sah er Ben alten Diener an. „Hast du die etwa zerschlagen?" „Rein, gnädiger Herr. Ja. gnädiger Herr* „Sag' mal, Wimpert, bist du vielleicht über- geschnappt? Was sind denn das für konfuse Antworten?" Achern war bereits zur Tür gegangen, hatte sie geöffnet. Da stand Edelgarde und blickte ihm trotzig entgegen. Zu ihren Füßen tagen die Trümmer der alten herrlichen Vase. Da wußte er auf einmal alles. Ohne ein Wort wandte er ihr den Rücken, herrschte den alten Diener an: „Scherben wegräumen, sofort! Du kannst dann zu mir kommen, Wimpert." Dann ging Achern in fein Schlafzimmer. Hier stand er lange am Fenster, sah in den Park hinunter. Die Veilchen blühten am Gemäuer, und die Primeln und Buschwindrosen hoben die Köpfchen im warmen Strahl der Märzsonne. Doch im Herzen des Mannes sah es finster und grau aus. Niemals wieder gab es einen Weg von ihm zu der Frau hinüber, die einer solchen niedrigen Rache fähig war. Seine Zähne knirschten hörbar aufeinander. Zu was doch eine gute Erziehung gut war! Sie hielt den Mann sogar dort in den Schranken, wo er nahe daran war, den Kavalier zu vergessen. Es war gut so. Achern wandte sich um. Wimpert war lautlos eingetreten, wie er das seit vielen Jahren durfte. „Wimpert, i ch habe die Vase aus Versehen zerschlagen. Verstanden?" Der Alte verstand sofort. Mit verdunkeltem Blick sah er seinen Herrn an. „Jawohl, gnädiger Herr." Achern drückte ihm zwanzig Mark in die Hand. „Ra, Wimpert, das muß ertragen werden. Wir waren ja so hübsch blind und haben nicht gesehen, daß das Glück in Achern war, daß wir es nur nicht sehen wollten." Der Alte nickte mit dem Kopf wie ein Pagode. „Jawohl, gnädiger Herr, wir haben das Glück nicht gesehen, — nun geht es fort.“ Elftes Kapitel. Pia weilte in Hohenbrück. Die Arbeiten für den Umbau hatten schon begonnen. Das junge Mädchen wollte nur die Zimmer ihres verstorbenen Mütterleins bewohnen. Alles andere sollte dem Zweck des Krüppelheims dienen. Frau Horlinger fand ein reiches Arbeitsfeld. Mit der alten Köchin besprach sie alle Fragen, die Gemüsezucht und Gartenbau betrafen. Doktor Lansing zeigte sich oft in Hohenbrück. Ihn interessierte Pias Plan ungemein. Dabei verhehlte er sich keineswegs, daß er auch um ihrer selbst willen kam. Er liebte das schlanke, blonde Mädchen, wie er noch «nie eine Frau geliebt. Und seine Hoffnungen waren im Laufe der letzten Wochen gestiegen. Pia hatte ihrer Liebe zu Achern entsagt, um in der Arbeit Trost zu suchen, — soviel übersah er mit klarem Blick, und diese ihre Wesensart machte sie ihm immer teurer. Pia sah ihn mit liebem Lächeln an, als er das erstemal nach ^Hohenbrück kam. „Ach, Herr Doktor, gerade Sie kommen wie gerufen. Es gibt so vieles zu besprechen. Und Sie sollen mir doch recht viele arme Kinder hierher führen, — solche, denen alle Menschengüte und Menschenkunst nicht mehr helfen kann." (Fortsetzung folgt.) Achtung! Austauschgastspiel VORTRAG 695D Lichtspielhaus* Gießen Mamsell Nitouche folgendes Holz versteigert: 707V Hieriu: Gutes Beiprogramm Wegen anderweitiger Disposition heute Dienstag zum letzten Mal Im Ausschank: Triumphator mit den geschlossenen, staubfreien Aschekästen Bitte besuchen Sie unseren kl eilen Apotheken erhSffich «um Preiie voe KM. 0.89.130. IM Nie echt mit dem Nemenr eug «fr-—**“' euf Jede, Packung Bei 'Unbehagen II jmdSc aus der Aktienbrauerei zum Löwenbräu, München Preiswerte Spezialplatten Nähere Auskünfte und Vorführung dieser und aller übrigen AEG- , Empfänger sowie Lautsprecher bei Ihrer. 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Februar 1933, 20 Uhr, gastiert das Koblenzer Stadttheater mit Gestern und Heute Schauspiel von Christa Winsloe Bekannt durch den Film: Mädche n m Uniform im Stadttheater Gießen Preise: Ermäßigt .Operettenpreise. Abonnenten ermäßigt. Schauspielpreise, Schülerkarten haben keine Gültigkeit s»7v Auch Sie sollten jetzt nur noch durch He ßluft alles im eigenen Saft kochen, braten, dünsten, sterilisieren Dieses ermöglicht Ihnen bei sparsamstem Brennmaterial-Verbrauch der bekannte und bewährte „Mabag“- Heißluftherd 105 rm Buchen-Scheiter und -Knüppel 120 rm Eicken-Scheiter und -Knüppel 60 rm Kicsern-Scheiter u. -Knüppel 15 rm Eichen-Nutzholz, 2,40 m lang 5000 Buchen-Wellen 11000 Eichen-Durchforstungswellen 180 Fichten-Stangen 1. Klasse 290 Fichten-Stangen 2. Klasse 1200 Fichten-Stangen 3. Klasse. Zusammenkunft 9 Uhr vormittags am oberen Dorsausgang. Die Fichten-Stangen aus Distrikt Schorn werden in der Mittagspause versteigert und können vorher eingesehen werden. Cleeberg, den 27. Januar 1933. Der Bürgermeister: Höh«. Arbeitsvergebung. Für den Neubau der Pestalozzischule sollen die Schlosser- und Anschlagearbellen vergeben werden. 706D Eröffnungstermin am Samstag, dem 11. Februar 1933 vormittags 10 Uhr. Gießen, den 31. Januar 1933. Städtisches Hochbauamt: ® raoert Holzversteigerung Freitag, den 3. Februar 1933, wird im Lleeberger Gemeindewald, Distrikt Mohrswald, Ältenwald, Kühummer und Schorn k Besondere Belegenheiten In Schreibmaschinen bei Niederhausen Seltersweg 17,1. Stock v. Kleiderhaus Köhler <»«,!_> Privatunterricht 0617 auch für die ersten Schuljahre Frau Ully Gerster-PfÄltzer Vermählungs-Anzeigen bei Brühl,Schulstraße? Gutenbergstr. 16 — Anmeldung 12—1