samstag, 50. Dezember 1955 Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger sm (vberhessen) «r. 505 Drittes Blatt beschaffungsprogramm: 1100 1100 2380 1600 1800 1200 1130 2000 2350 3100 2100 4500 Darmstadt dem nicht wohl wollen. Ihre Haßpropaganda findet aber ; ein | keinen Boden mehr. Das neue Deutschland hat in Gefühl, daß Ihr Kanzler, Herr Adolf Hitler, Tagewerke auf der Baustelle: Die große La Plata-Republik Argentinien ist seit vielen Jahrzehnten das Ziel deutscher Auswanderung gewesen. Zahlreich sind die deutschen Kolonien, von Patagonien bis zum halbtropischen Chaco, die einen blühenden Aufschwung genommen und die Sehnsucht der Einwanderer nach auskömmlichem Dasein nicht enttäuscht haben. Freilich — die Weltwirtschaftskrise hat in den letzten Jahren auch über das argentinische Deutschtum viel Elend gebracht. Die heutige Lage ist so, daß die großen deutschen Import- und Exporchäuser in Buenos Aires sich nicht mehr in der Lage sehen, Neueinwanderer zu beschäftigen, ja sogar oft gezwungen sind, ihr altes Personal zu entlassen, so daß in den Elendsvierteln der Hauptstadt Hunderte von Deutschen darben und beim Konsulat um Rückbeförderung in die Heimat bitten müssen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben Argentinien auch veranlaßt, die Einwanderung bis auf weiteres von so schweren Bedingungen abhängig zu machen, daß nur wenige sie erfüllen können. einen Werbefilm der Winterhilfe und ein Lustspiel mit dem verstorbenen Berliner Komiker Max A d albe r t in der Hauptrolle. teilt mit: Obgleich die Mehrzahl des Postpersonals schon frühzeitig die für den Weihnachtsgabentisch bestimm- ten Lose der 2. Arbeitsbeschassungslotterie bei Partei- und Fachschaftsbeauftragten, Lotterieeinnehmern usw. eingekauft hatte, hat eine nachträglich von der Oberpostdirektion eingeleitete Sammelbestellung doch noch einen Vertrieb von 1542 erbracht. Das Postpersonal beweist damit wieder, daß es nationalsozialistisch denkt und handelt. Hitler schafft Arbeit! weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeits- Maßnahme: Hutweidemeliorationen in der Gemeinde Meiches Regulierung des hörlenbaches Gemeinde Oberhörlen Ausbau der Dorflutgraben und Verbesserung der wiesen in der Gemeinde Roth Vachregulierung und Wiesendränung in der Gemeinde weidelbach Wiesenmelioration und Vachregulierung in der Gemeinde k l e i n - G l a d e n- buch hutweidenmeliorationGemeindeL i chel - Hain Hutweidenmelioration Gemeinde Dirlammen Dränagearbeiten in nassem Ackergelände Dränagewassergenossenschaft Decken- b a ch Dränung von Ackergelände Gemeinde Höingen Graben-, Dränagen- Vachregulierungsarbeiten Gemeinde Grebenhain Entwässerung von Grundstücken durch Dränage Gemeinde Vadenrod Teilortsenwässerung Gemeinde Drei- e i ch e n h a i n Sozialismus der Tat. Die Pressestelle der Oberpostdirektion zitiere: „Das Ergebnis meiner Erkundigungen 'st, daß ich jetzt ein viel strammerer National s o z i a l i st bin als zu der Zeit, wo ich Deutschlands Boden betrat. Ich bin völlig sicher in Zeitschriften. — Vom Werden und Weg der deutschen Reichs- marine, von ihren mannigfaltigen Aufgaben und Zielen, von ihren Führern, ihrer Mannschaft, ihren Häfen berichten berufene Männer in der Sonder- nummer „Die Reichsmarine" der I l l u st r i e r t e n Zeitung (I I. Weber, Leipzig). Während in zahlreichen Bildern noch einmal die stolze Vergangenheit unserer Flotte auflebt, als sie im Weltkrieg ruhmreich ihre Feuerprobe bestand, zeigen andere Aufnahmen die wertvolle Arbeit, die unsere Marine heute leistet, unter hervorragenden Fuh- rem, denen es gelang, eine neue Marine, und mochte sie noch so klein sein, zu bauen. Möge der Wunsch, dem Reichswehrminister v. Blomberg in einem Geleitwort Ausdruck gibt, sich erfüllen: daß die Nummer dazu beitrage, das Verständnis des deutschen Volkes für seine Marine auch weiterhin zu fördern und zu festigen. sicht ober gutem Willen mangelt, tut das Wissen um die Notwendigkeit guter Handelsbeziehungen zu Deutschland ein übriges; denn Deutschland ist neben Großbritannien Südafrikas bester K u n d e. In diesem dünn bevölkerten Lande mit seinen l'/r Millionen europäischen Bewohnern ist auch nicht unbemerkt geblieben, daß Deutschland in kürzester Zeit zwei Millionen Arbeitslose wieder in den Arbeitsprozeß bringen konnte, daß die Aktien zahlreicher deutscher Jndustriewerke steigende Tendenz haben und daß sich damit auch für den siwafrikanischen Handel wieder neue Aussichten eröffnen. Das ist ein Argument, dem sich auch der hart- | gesottene Geschäftsmann nicht wird entziehen wollen. Rauhnächte zeigten damals ihre dämonische Macht wie nie zuvor. Sie zeigten sie aber, wie diese kleine Zusammenstellung beweist, so auffällig oft, daß man sehr wohl versteht, warum unser Volk gerade in den Weihnachtswochen seit Urzeiten an eine Entfesselung der Naturgewalten glaubt und den Sturmgöttern im tiefsten Gefühl von Naturverbundenheit das Fest der Wintersonnenwende weihte. Kälte, die um keine andere Zeit des Jahres häufiger sind als in den Rauhnächten. Da steht allen diesen Wettererlebnissen voran der härteste Winter des gesamten Jahrtausends, nämlich jener des Jahres 1739 40. Er begann bereits am 24 Oktober, und die Schneefälle dauerten bis in den Juni. Seine wütendste Zeit aber war gerade die Weihnachtswoche, in der ein 30gräbiger Frost einsetzte, der mehr als zwanzig Tage hindurch währte. Sonst ist gewöhnlich nicht der Weihnachtstag, sondern der Silvestertag das Signal der großen Kälte Es ist die Regel, daß die tiefsten Temperaturen des Jahres von der Silvesternacht bis zum 20 Januar dauern, der nach altem Herkommen das Schlimmste beendet In diese Spanne fällt dann auch die größte Kälte, die man in Mitteleuropa beobachtet hat. nämlich — 37,5 Grad zu Bafel, während auf deutschem Boden die 36 bis 40 Grad Frost von Marggrabowa am 16 Januar 1893 auch im Schreckenswinter 1928'29 nicht Überboten wurden Der kälteste aller deutschen Weih' nachtstage war der Heiligabend des Jahres 1876, an dem im sonst milden Hamburg das Thermometer auf — 20 Grad fiel, in Danzig auf — 24 Grad, noch in Berlin auf — 17 Grad, in Petersburg freilich auf — 38 Grab' Dazu ging ein eisiger Sturm, unb gerade vor bem Jahresende schlug alles um, der Frost verwandelte sich dermißen in Tauwetter, daß man am 20 Januar in Hamburg schon wieder 7.5 Grad Wärme hatte, in Hannover gar 11 Grad Berüchtigt und gefürchtet sind denn auch die Weih- nachts und Neujahrsstürme an der Waterkant Das Mittelalter sprach jahrhundertelang von der verheerenden Sturmflut am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1277 und genau 440 Jahre später wiederholte sie sich am gleichen Tag, dann wieder am 31 Dezember 1877 und am Tage vor Weihnachten 1894 Dieser Sturm war überhaupt der bedeutendste des ganzen Jahrhunderts und der Bevölkerung der Küste ebenso unvergeßlich, wie die des Silvestertages 1904 an der Ostsee Oder der Weihnachts-Schneesturm 1886 für ganz Deutschland, der wohl überhaupt der gewaltigste Schneefall war, den unsere Heimat jemals erlebt hat Er begann mit der Sonnenwende unb erreichte seinen Höhepunkt mit dem Heiligabend Ganz Mitteleuropa von Wien bis Frankreich, von der Nordsee bis in die Südalpen, zu fammen 400 000 Ouadratkilometer war unter Schnee begraben Am tiefsten verschneit waren Niederöster- reich, Böhmen und Sachsen Man hat berechnet, daß auf Deutschland damals in vier Tagen 240 000 Millionen Zentner Schnee nieberfielen Alle Eisenbahn züge blieben stecken, Tausende von Menschen, die das Fest bei ihren Lieben verbringen wollten, muhten am Weihnachtsabend frierend auf freiem Felde in den ftcrfenaebliebenen Zügen kampieren Die SlidMa: Stärtung des toomalbeutfdjlw 23on unserem £ «Berichterstatter. Seltsames Reujahrswetter. von Dr. Francs Es steckt ein tiefer Sinn darin, daß das Weih- nachts- und Neujahrsfest gerade mit der wichtigsten klimatischen. Wende zusammenfällt Im altgermani- schen Glauben legte man den heiligen Rauhnächten, welche genau mit der Zeit der Wintersonnenwende jinb der Neujahrszeit Übereinstimmen, eine noch größere Bedeutung bei, als heute diese geheiligte Zeitspanne für unser Empfinden hat, und man war wohl beraten dabei Denn in der Wetterchronik des gesamten Jahres gibt es keine Frist, in der sich mehr Ereignisse zusammendrängen als zwischen bem 21 Dezember unb 2 Januar Die Klimakunde läßt den eigentlichen Winter mit dem Anfangstag dieser Periode beginnen, aber das hat nur astronomische Bedeutung Der wirkliche Winter beginnt, wie da- oucy die Praxis des Lebens längst angenommen har. mit dem 1 Dezember Dementsprechend fällt auch der erste Schnee nicht gerade zu Weihnachten, sonde-n schon um die Dezemberwende — wenn das Jahr normal ist In Berlin wurde in hundert Jahren nur viermal Weihnachten als das Datum des ersten Schnees datiert Die ersten Schneeflocken wirbeln gewöhnlich ichon wochenlang früher, oft genug bereits im November, sogar ichon Ende Oktober, ohne daß man das für Außergewöhnliches halten mußte Außerordentlich und dennoch nicht allzu selten ist aber schönes Herbstwetter noch in den Tagen der Wintersonnenwende Gerade vor hundert Jahren war eine solche w'nderbare Weihnachtszeit voll Sonnenschein unb Laben Lüften In Heilbronn :n Württemberg pflückte man damals frische Gartenblumen am Heiligabend unb am Weihnachlsfeiertage erging man sich auf der Schneekoppe im Riesen- gebirge bei 10 Grab Wärme im Schatten wie in einem Sommertag Noch wunderbarer aber war die Weihnachtszeit im Jahre 1868 Da melden die Aufzeichnungen, daß in Oesterreich zu Weihnachten Schmetterlinge gefangen wurden, die Primeln blühten, Birkenkätzchen in lauer Luft spielten und daß in Steiermark am Neujahrstag 1869 die Rosen blühten Wenn uns also alte Kirchenchroniken von solchen Dingen erzählen, wie etwa, daß man anno domini 1289 am Christtag in den Flüssen badete und daß da die Obstbäume blühten, ober daß man 1538 zu Neujahr mit Kornblumenkränzen auf dem Haupt zur Kirche ging, so mag das nicht eitel Fabelei sein, Ion- dem eben wirklich eine Wetterbesonderheit, wie sie hin unb wieder der Zeit der ..rauhen Nächte" eignet Ebenso gut eignet wie ihr Gegensatz, der schreckliche Sturm, der ärgste Schnee und die klingendste Washington: DieWchrheil bricht sich Zahn Don unserem H.W v.O -Berichterstatter. Nachdruch, auch mit Quellenangabe, verboten! Neuyork, im Dezember 1933. Die Machtentfaltung des Nationalsozialismus traf die USA insofern unerwartet, als ihre völlig international eingestellte Presse alles Erdenkliche getan hatte, um dem amerikanischen Volke die Möglichkeit, daß Adolf Hitler jemals zur Macht gelangen könnte, als denkbar unwahrscheinlich hingestellt i;atte. Bei jeder deutschen Wahl in den letzten drei Jahren versicherten die Leitartikel einer frankophilen „He- rald Tribüne" oder der „Newyork Times", trotz des überwältigenden Stimmenzuwachses der NSDAP, immer und immer wieder, daß die jeweilige Wahl nun aber ganz bestimmt den Höhepunkt der „reaktionären" Welle bedeute. Als dann der 30. Januar mit seinem Überwältigenden Siege des nationalen Gedankens kam, war zunächst guter R a t teuer, unb es dauerte tatsächlich 3 Wochen, bis diese Kreise ihren Operationsplan gegen den Nationalsozialismus entworfen hatten. Die Organisation des Weltboykotts deutscher Waren und die systematische Vergiftung der Weltmeinung gegen alles Deutsche haben ihren Ursprung und ihre Leitung in Neuyork. Aber wenn auch die Hetze heute noch mit unverminderter Kraft weitergeht, so Geginnt sich doch die Wahrheit über die deutsche nationalsozialistische Revolution und die führenden deutschen Männer Bahn zu brechen. Der ausgesprochene Tatsachensinn des Amerikaners erkannte, daß ein Boykott deutscher Waren für ihn ein sehr zweischneidiges Schwert ist, weil Deutschland von den USA. doppelt soviel kauft rote umgekehrt. (Eine Tatsache, die auffallen* berweife vom Reiche bis heute noch nicht politisch ausgenutzt worden ist!) Er sieht, daß die Hetzmel- bungen seiner Presse in krassem Gegensatz stehen zu den Taten und dem Handeln des Führers. Und schleßlich ist es gerade die Wühlarbeit der internationalen Kräfte, die vor keinem Schmutz und vor keiner Lüge zurückschreckt, welche ihm, der bisher völlig unter ihrer Bevormundung stand, die Augen über ihren Einfluß an den finanziellen und polt* tischen Zentren öffnet und vor ihm Probleme erstehen laßt, deren Existenz er bisher nicht einmal ahnte. So ist es fein Wunder, wenn ehemalige Kriegsteilnehmer, nationalgefinnte Amerikaner, unb eine hellhörig geworbene Jugenb sich besonbers in ben gesunbbenkenben, lanbwirtschastlichen Bezirken zu Verbänben zusammenschließen, die die fortschreitende Internationalisierung der USA. mit erhöhter Sorge betrachten und Vorbereitungen treffen, um einer politischen Radikalisierung mit nationalen Waffen zu begegnen. Die Zeit arbeitet langsam, aber jeber Amerikaner, der sich einige Zeit in Deutschland aufgehalten hat, bringt überzeugende und meistens begeisterte Berichte über die wahre Lage in Deutschland nach Amerika heim, an denen sein Bekanntenkreis nicht gedankenlos vorbeigeht. Die offuieüen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA haben glücklicherweise durch den Hetzfeldzug keine Trübung erlitten, es ist ein offenes Geheimnis, daß Präsident Roosevelt dem Reichskanzler Hitler für feine Verdienste um die Neugestaltung Deutschlands volle Achtung zollt. Wenn er sich durch den Wust der Entstellungen und Schmähungen zu dieser Ueberzen- gung durchgerungen hat, dann ist die Hoffnung nicht verloren, daß ihm über kurz ober lang auch bas amerikanische Volk auf biefem Wege zur Wahrheit folgt. in ber sübwestasrikanischen gesetzgebenben Versammlung sich gegen die Vergewaltigungsmethoden unter dem Mandatssystem auflehnten, da wurde in den Kreisen, die die gewaltsame Einverleibung des Mandats Südwest in die Südafrikanische Union betreiben, behauptet, nationalsozialistische „Sendlinge" hätten die deutsche Bevölkerung ausgeputscht. Dabei übersah man geflissentlich, daß eine große Idee, eine weltweite Mission, über Grenzpfähle unb Meere hinweggehen kann, ohne eines physischen Trägers zu bebürfen Wäre es nicht so, wie wollte man bann die Tatsache erklären, daß selbst in nichtdeutschen Kreisen Südafrikas die Wiedergeburt Deutschlands in wechselndem Maße als ein nachahmenswertes Beispiel angesehen-wird, damit auch hier den Freunden von Unkultur, Zersetzung und Korruption bas Hanbwerk gelegt werben kann! Kürzlich kehrte ber Chef einer südafrikanischen Regierungsbehörde von einer längeren Reise nach Europa, die ihn auch nach Deutschland brachte, zurück. Er wollte auf eigene Faust die zahlreichen Geschichten nachprüfen, die in südafrikanischen Zeitungen noch vor wenigen Monaten über die Verhältnisse in Deutschland veröffentlicht worden sind. Ich glaube feine Indiskretion zu begehen, wenn ich aus einem Privatbrief dieses Mannes einige Sätze Die Deutschen aber, die hier festen Fuß gefaßt haben, nehmen eine angesehene Stellung ein. Sie spielen im politischen und sozialen Leben der Republik eine bedeutende Rolle. Eine strenge Scheidung zwischen Reichsdeutschen, Oesterreichern, Bal- ten, Schweizern usw. wird hier freilich nicht durchgeführt. Als Deutsche gelten alle, die dem deutschen Kulturkreis entstammen, die deutsche Muttersprache reden und der Erinnerung an die Heimat die Treue gewahrt haben Selbstverständlich hat die nationale Wiedergeburt des Reiches unter den Deutschen Argentiniens lebhafte Begeisterung und den Willen zu treuer Gefolgschaft wachgerufen. Ueberall sind nationalsozialistische Zellen entstanden, in fast allen deutschen Schulen weht neben ben schwarzweißroten Farben bas Hakenkreuzbanner. Die „Deutsche Volkskraft" ist als Hilfsorganisation von dem wohlhabenden Deutschtum für bie notleibenben Volksgenossen ins Leben gerufen roor- ben. Enblick pflegt ein beutsch-argentimsches Pfab- finberforps unter Achtung vor bem Gastlande den Geist des Dritten Reiches. Die argentinische Regierung steht allen diesen Erscheinungen wohlwollend und freundlich gegenüber. Unter ben Argentiniern spanischer Sprache haben seit ber nationalen Erhebung Deutsch- lanbs Iaschistische Strömungen immer mehr an Boben gewonnen, beren Haltung ganz positiv beutschfreundlich ist. Als bald nach bem Umschwung in Deutschlanb auch in Buenos Aires die ©reuclpropaganba der politischen (Emigranten ein- setzte und mehrere Kinos deutschfeindliche Filme aufzuführen begannen, verlangten die argentinischen Faschisten zuerst deren Zurückziehung. Als ihrer Forderung nicht stattgegeben wurde, drangen sie mit Gewalt in die Kinotheater und zerstörten die Filmstreifen Seitdem werden keine antideutschen Hetzfilme mehr aufgeführt. Natürlich gibt es noch Kreise in Argentinien, die dem neuen Deutschland Buenos-Aires: Freundschaft und Wohlwollen Von unserem St -Berichterstatter. „Oer Zarewitsch/' Aus der bekannten Operette von Lehar hat die Ufa einen grofjangelegten Spielfilm gemacht. Das Schwergewicht ist im Drehbuch von Georg Zoch von. Musikalischen auf die eigentliche Handlung über- gegangen. Das romantische Motiv ber hoffnungslosen Kronprinzenliebe zum kleinen Mäbchen „aus bem Volke", berühmt geworben in „Alt-Heibelberg", ist von ber beutschen Resibenz an ben russischen Zaren* hof verlegt, spielt alsbalb hinüber nach Nizza unb erhält in der bestrickend photographierten Mittel- meerlandschaft einen überaus malerischen und stim> mungsvollen Hintergrund. Dem Regisseur Viktor Janson haben erhebliche Mittel zur Repräsentation und Ausstattung des höfischen Spiels zur Verfügung gestanden, er hat auch die im Grunde sehr rührende unb ganz traurig ausklingenbe Liebesgeschichte durch eine Anzahl spielerischer Einfälle und heiterer Episoden erfreulich entlastet Hans S o h n k e r stellt sich in ber Rolle bes Zarewitsch zum erstenmal 'M Tonfilm vor: elegant, sympathisch, menschlich unb unkompliziert, ohne bie fatalen Allüren bes typischen Tenors, babei musikalisch recht irisch unb natürlich, ein wohlgelungenes Debüt Martha Eggerth, schlank, blond, hoher Sopran, gibt die Käthi-Rolle ber kleinen Journalistin Mary Collin mit angenehm sparsam verteilten Gefühlstönen, nur ganz zuletzt, in ber Abschiebsszene, wirb das weibliche Publikum nicht umhin können, sich bes Taschentüchelchens bis- tret zu bedienen Den Großfürsten gibt Paul D 11 o ehr nobel, gepflegt unb unaufbringlid) Georg Alexander hat in der Rolle des Fürsten Symoff nicht viel zu spielen Wall bürg, dick und ge- schäftig, macht einen komisch aufgeregten Hofmarschall . (Bülftorff gibt einen unangenehmen und heute hoffentlich schon ausgeftorbenen Typus von Journalisten, der auch im Film recht bald verschwin- den sollte Ansonsten: die Damen Ida Wüst und Ery B o s , die Herren Pointner und Heide- mann, dazu der kleine Hans Joachim Schau- f u ß bem das Filmen offenbar großen Spaß macht — „Der Zarewitsch" steht im Mittelpunkt des Silvester-Programms im Lichtspielhaus, da- zu sieht man eine funkelnagelneue Wochenschau, Argentinien einen guten Freund. Auch während des Weltkrieges hat diese große südamerikanische Republik, damals unter seinem Präsidenten Jri* goyen, dem Drängen der Entente nicht nachgegeben und Neutralität bewahrt. Kein Deutscher, ber hier ansässig war, hat Vermögenskonfiskationen ober anbere Nachteile zu erleiben gehabt. Die trabitio- nell beutfchfreunbliche Haltung Argentiniens tragt jetzt auch für bas Dritte Reich ihre Fruchte. Mann ist, ben der Himmel gesandt hat, um fein Volk zu retten. Die Solidarität, die ich überall feftftellen konnte, muß notwendigerweise von größtem Gewicht fein." Diese Stimme steht nicht vereinzelt da. Man kann sie in Windhuk so gut hören wie in Pretoria oder Johannesburg. Unb da, wo es an persönlicher (Ein* Oodifcbulnotb richten — Professor Dr. Carl Otto von Eicken, Direktor der Berliner Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke, begeht am 31 Dezember seinen 6 0. Geburtstag. Eicken begann seine akademische Laufbahn als Assistent von Cerny in Heidelberg, spezialisierte sich bann in Freiburg und Basel, und wurde 1910 aus den Gießener laryn- gologischen Lehrstuhl berufen, den er bis zum Jahre 1922 innehatte. Seit 1922 wirkt Pros, von Eicken als Nachfolger von Prof. K i 11 i a n in Berlin; die dortige Medizinische Gesellschaft ernannte ihn, wie kürzlich gemeldet, zu ihrem Vorsitzenden. Der bedeutende Internist der Universität Berlin, früher langjähriger Leiter der ersten Medizinischen Klinik der Charitö, Geh. Medizinalrat Dr. Wilhelm His beging dieser Tage seinen 7 0. (Schutts» t a g. His wurde m Basel geboren, studierte in Genf, Bern und Straßburg, wurde 1895 in Leipzig außerordentlicher Professor, 1902 Direktor der Medizinischen Klinik in Basel 1906 kam er nach (Böttingen als Direktor der dortigen Medizinischen Klinik, und seit 1907 leitete er die erste Medizinische Klinik der Berliner Charits als Nachfolger von Leydens His' medizinische Forschungen lagen vor allem auf dem Gebiet der Herzkrankheiten, der Ge» lenkerkrankungen, der Tuberkulosebekämpfung, der Radiumbestrahlung und der Kropfbehimdlung. Das subtropische Kapland feiert Weihnachten unter dem importierten Mistelzweig. Es ist keine deutsche Weihnacht, und alles, was hier deutsch denkt und fühlt, ist um diese Zeit bes Jahres in Gebauten in ber alten Heimat, stärker noch als sonst. Der Christbaum im Lichterglanz, Felber unb Berge in eine bichte Schneebecke gehüllt, bas ist bas Bilb, das den in der Fremde lebenden Ausländsdeutschen auch innerlich fest mit der Urscholle verbindet. Während aber in früheren Jahren uns draußen an solchen Tagen des Gedenkens und der Besinnung stets Sorge unb Bekümmernis ob unserer gequälten Heimat beschlich, ist Weihnachten biesmal für alle Kreise bes hier vertretenen Deutschtums ein Fest der Freude Der Alpdruck eines schon bedrohlich ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexes weicht, das Selbstbewutztsein ist wieder erwacht, und d e r Glaube an bie eigene Krast ist zurück- gekehrt. Wir Afrika-Deutsche, die wir gern und vornehmlich in englischen Klubs verkehrten, ohne uns unserer Zusammengehörigkeit bewußt gewesen zu sein, haben endlich das Gefühl verloren, im internationalen Kreise als eine „quantite negligeable“ betrachtet zu werden Nicht nur die Briefe und Zeitungen aus der Heimat, nicht nur der bedeutend respektvollere Ton der englisch und holländisch geschriebenen Blätter, sondern auch das Auftreten der übrigen Europäer und Afrikaner beweißt es: das Deutsche Reich ist wieder ein Faktor geworden, mit dem d i e Welt rechnen muß. Als vor einigen Monaten die deutschen Vertreter Die Wett uni) das neue Deutschland. Eine außenpolitische Jahresbilanz in Berichten unserer Korrespondenten Aeiisragen des Mittelstandes. Lan^wertS-Eelbsthilfe zur Belebung i>er privaten Sauwirtschaft. Der Reichsstand des deutschen Handwerks ist un> ablässig bemüht, den Führer und Volkston,zier Adols Hitler in seinem gigantischen Kamps um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit mit allen Kräs- ten zu unterstützen. Aus der anderen Seite ist er aber auch bestrebt, die durch die marxistische Herr« schast zerrüttete Handwerkswirtschaft zu gesunden und das Handwerk wieder in vollem Umsange zum vertrauenswürdigen Berater und Produzenten innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft zu machen. Neben der dankenswerten Förderung des Handwerks durch die vielseitigen Maßnahmen der Reichsregierung ist der Reichsstand des deutschen Handwerks darauf bedacht, felbft Wege zu zeigen für den ständischen Aufbau der deutschen Wirtschaft und die im Handwerk liegenden Kraftquellen für die Gc- sundung der deutschen Gesamtwirtschaft einzusetzen. Nur der Stand ist lebenswichtig, der aus eigener Kraft die Wege zu feiner Gesundung beschreitet und der sich daraus besinnt, daß nur die Selbsthilfe die besten, tüchtigsten und edelsten Kräfte entfalten kann. Die nationalsozialistische Denkart bietet jeder starken und gesunden Selbsthilfebewegung die Garantie, daß ihr die gesetzliche Förderung und Anerkennung nicht versagt bleiben wird. Das beste Mittel zur wirksamen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und zur Gesundung unserer gesamten Wirtschaft erblickt der Reichsstand des deutschen Handwerks in der Wiederbelebung der privaten Bauwirlschast, die durch das marxistische Regime so gut wie getötet war. Voraussetzung für ihre Wie- dl-rbclebung ist die Zuführung von Geldmitteln, die aber nicht auf Kosten anderer Berufsstände regierungsseitig zur Verfügung gestellt, sondern die aus dem sich bildenden Volksoermögcn gesammelt und vertrauenswürdig verwaltet werden. Auf der anderen Seite muß aber auch eine Garantie geschaffen werden, daß der ausführcnde Handwerker zu seinem Gclde kommt und damit das Problem der Kreditnot des Handwerks von der Seite der gesicherten und rechtzeitigen Bezahlung seiner Arbeiten angepackt und gelöst wird Dem Bauherrn gegenüber muß die absolute Gewähr geboten fein, daß er für fein Geld ein solides Bauwerk erhält, das ihm nicht nach wenigen Jahren die drückende Last von Reparaturen auferlegt. Vor allen Dingen muß auch versucht werden, die brennende Frage der zweiten Hypothek einer Lösung entgegenzuführen, ohne Reich und Staat finanzielle Opfer zuzumuten. All diese Fragen lassen sich nur aus dem Gemeinschaftsgeist heraus lösen. Unter Führung des Reichsstandes des deutschen Handwerks ist zur Erreichung dieser Ziele am 12. Dezember eine Treuhandgesellschaft folgender Firma gegründet worden: „T r e u b a u" Aktiengesellschaft für Baufinanzier ii ngen im Deutschen Reiche, zuBerlin. Träger dieser Gesellschaft sind der Reichsstand des deutschen Handwerks, die Baufochverbände des Handwerks, der Bund deutscher Architekten, die berufsständischen Verl cherungsanstalten des Handwerks und die Rejchsverbände der Jnnungskrankenkassen Das Aktienkapital beträgt 500 000 RMk., das lediglich als Garantiekapital gegenüber den Geldgebern in Frage kommt Der Zweck der „Treubau" ist in der Satzung wie folgt festgelegt: § 3: Der Zweck der Gesellschaft ist die treuhänderische Anlage und Verwaltung von Vermögen Dritter im fremden und im eigenen Namen zum Zwecke der Finanzierung von Bauvorhaben jeder Art. Die vorübergehend«' Anlage eigenen Vermä» aens zu gleichem Zweck ist gestattet. Zur Erreichung t'res Zwecke» vermittelt die Gesellschaft insbesondere Baudarlehen und Hypotheken unter gleichzeitiger Kontrolle der sachgemäßen Verwendung dieser Mittel als Vertrauensorgan für Geldgeber, Bauherren und Bauhandwerker. Eine B tätigung als ausführender Bauunternehmer ist nicht gestattet. Das Geschäfts, gebiet erstreckt sich aus das Deutsche Reich. Die Ge- sellschalt kann sich zur Erreichung ihres Zweckes an anderen Vereinigungen und Unternehmungen beteiligen, jedoch nicht an solchen, welche Wobnungs- b Uten auf eigene Rechnung oder in eigenem Namen erstellen. $ 4: Zur Durchführung ihrer Aufgaben errichtet die Gesellschaft im Reiche Geschäftsstellen, denen die Werbung, sowie die Vorbereitung und Durchlüh- rung der Baufinanzierung und der Bauvorhaben in den ihnen zugewiesenen örtlichen Bezirken zufällt. Die Geschäftsstellen sollen in Verbindung mit den zuständigen örtlichen Organisationen des Hand- Werks ihre Tätigkeit ausüben § 5: Die Kosten der Verwaltung und Geschäftsführung müff-m sich in angemessenen Grenzen halten." Die berufsständischen Versicherungsanstalten, In- nungskrankenkasscn und andere soziale Einrichtungen des Handwerks haben sich bereit erklärt, wesentliche Mittel ihrer gesetzlichen Reserven unter Bürg- schast der Treuhandgesellschast für erste Hypotheken zur Verfügung zu stellen, um damit aktiv in die Belebung der Bauwirlschast und die Bekämpsung der Arbeitslosigkeit ein zugreisen. Der Reichsstand er- wartet auch von sämtlichen handwerklichen Organisationen, daß sie einen Teil ihrer angesammelten Vermögen der „Treubau" für mündelsichere Hnpo- theken auf Neubauten anvertrauen, welche den Zin- fendienst garantiert. Es dürfte bei genügender Auf- klarung auch sehr bald Privatkapital den Weg zur „Treubau" suchen, welche die mündelsichere Anlage des Geldes garantiert und den gesicherten, pünktlichen Eingang der Zinsen gewährleistet. Aufgabe fall es auch sein, daß große Beträge von der „Treu- bau" in kleine Hypotheken gestückelt und auftrags- gemäß verwaltet werden. Grundsätzlich soll mit einem Dau, der von der „Treubau" finanziert wird, nur dann begonnen werden, wenn die Vollfinanzierung gesichert ist. Dadurch wird der Baulustige vor schweren Enttäu- fchungen bewahrt, und der aussührende Bauhand, werter hat die Gewißheit, daß er feine Arbeiten auch bezahlt bekommt. Der Reichsstand des deutfchen Handwerks geht mit der Errichtung der Treubau bewußt einen neuen Wen der auf der Gemeinfchaftshilfe aufgebaut ist Die »Organisation wird so einsach und sparsam wie nur möglich aufgezogen, da die Geschäftsstellen in engster Verbindung mit den vorhandenen Handwerkerlichen Organisationen errichtet werden sollen. Die „Treubau" versolgt nicht den Zweck, die vergesell- schaftung der Betriebe weiter zu betreiben sondern sie will ein Hilfsinstitut für den tatkräftigen, unter- nehmungslusnaen Handwerker, Baugew den und Architekten ein Damit stellt sie ftdh in vollen, Umfange auf die Wirtschaftspolit'k des Führer» und Dolkskanzlers Adolf Hitler ein, die die Gesundung der deutschen Wirtschaft in der Wiederbelebung des Unternehmungsgeistes der privaten Wirtschaft steht. Dem Baulustigen selbst will die „Treubau mit Hilfe der selbständigen Fachleute ein treuer Berater und Garant für eine wirtschaftliche und sparsame Verwendung seiner Gelder sein. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Vizepräsident des Reichsstandes des deutschen Handwerks, Pg. Z e l e n y. Sein Stellvertreter ist der Vorsitzende des Verbandes der Versicherungsanstalten des Handwerks, Präsident Feuerbaum - Dortmund Dem Aufsichtsrat gehören u. a. folgende bekannte Handwerkerführer der nationalfozialiftifchen Bewe- i gung an Staatsrat und Kammerpräsident Katz- I mann- Weimar, Präsident des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages, Berlin, Pflug- wacher- Magdeburg, Präsident Katz- München. Kammerpräsident Streit- Breslau, Kammerpräsident Schmidt- Wiesbaden, Präsident Oppermann vom Deutschen Baugewerbe-Königsberg. Dr. G a b e r von der Reichskulturkammer, Abt. Architekten, Kammerpräsident Lohmann- Berlin. Kammerpräsident B ä tz n e r - Reutlingen. Zum Vorstand der „Treubau" wurden die Herren: Dr. Weber, Direktor Wagner und Dr. Balzer, sämtlich in Berlin, bestellt. Der Sitz der „Treubau" ist: Berlin NW 7, Doro- theenstraße 31 I Dem Handwerk zum Zahreswechsel! Allen Handwerksmeistern und ihren Familienangehörigen ein „Fröhliches neues Jahr!" Ich wünsche allen Handwerksmeistern und ihren Ange- hörigen im neuen Jahr geschäftlich und gesundheitlich nur dos Beste. Möge das Jahr 1931 alle Hoffnungen und Wünsche, die das vergangene Jahr nicht erfüllen konnte, in die Tat umfetzen. Die gütige Vorsehung, die uns im Jahre 1933 den Mann schenkte, den das deutsche Volk in seiner Zerrissenheit so bitter nötig hatte, möge ihn im Jahre 1934 aufs neue stärken und kräftigen zum Wohle unseres geliebten Vaterlandes, zum Wohle unseres Handwerkerstandes. Heil unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler! Im Sinne unseres Führers wollen wir mit gleichem Schritt und Tritt ins juue Jahr hineinmar- schieren, den Geist des wahren Nationalsozialismus in uns aufnehmen und in die Tat umsetzen. Denn nur bann kann und wird es möglich fein, alle Aufgaben zu meistern, die der ständische Aufbau uns im neuen Jahre stellen wird. Adolf Hitler sagt: „Man ist nicht Nationalsozialist, wenn man ein Lippenbekenntnis ablegt, sondern erst dann, wenn man bereit ist, aufzuqehen im Dienste dieser Bewegung, im Dienste des Volkes." Wir reichen jed"m einzelnen die Hand und heißen densenigen willkommen, der bereit ist und mit uns fein will, denn je größer die Zahl der Mitwirkenden, um fo leichter die Aufbauarbeit. Wir werden aber jeden einzelnen übersehen, der sich uns heute noch entgegenstellen will. Wahret Ruhe und Disziplin! Es fällt keine Eiche von einem Streiche, sagt ein altes Sprichwort. Stets das Auge gerade aufs große Ziel gerichtet, bann kann's nicht fehlgehen. Unb dieses Ziel heißt: „Deutschland". Wenn jeder von uns so wie unser Führer seine Schuldigkeit tut, im Geiste stets die Mahnung vor Augen „Gemeinnutz vor Eigennutz, dann wird und muß es auch bald aufwärts gehen. An dem Aufbau unseres Vaterlandes mitzuhelfen, ist jeder Einzelne berufen. Deshalb meine lieben Volksgenossen: es ist fünf Minuten vor zwölf. Wer den Anschluß an die Volksgemeinschaft nicht versäumen will, melde sich sofort in die GHG., Gesamtverband des deutschen Handwerks, Handels unb Gewerbes, denn dort wird praktische Aufbauarbeit geleistet. — M"ldestelle für Gießen, NS. -Hago-Kreis- geschäftsstelle, Seltersroeg 89 (Torhäus- chen) und in den örtlichen Gefchäftsstelken der NS.- Hago. Und nun: Glückauf ins neue Jahr! L. Stühler, Malermeister, Vorsitzender der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen. Adoptierte Kuder und Reichserbhofgesetz. Don Rechtsanwalt Gg. Lind, Grünberg. Unter Sicherung alter deutscher Erbsitte soll das Bauerntum als Blutquelle des deutschen Volkes erhalten bleiben. Die Bauernhöfe sollen vor Heber- schuldung unb Zersplitterung im Erbgang geschützt werben, bamit sie bauernb als Erbe Der Sippe in der Hand freier Bauern verbleiben. Das neue Neichserdhojgesetz erstrebt deshalb eine gesunde Verteilung ber landwirtschaftlichen Besitzgrößen, ba eine große Anzahl leb nssähiger kleinerer unb mittlerer Betriebe — möglichst gleichmäßig auf bas vanze Lanb verteilt — bie beste Gewähr für bie Gesunderhaltung von Volk und Staat bildet. Be- sitzgrößen von 30 bis 500 Morgen Land, die im Eigentum einer bauernfähigen Person stehen, worden deshals als Erbhof erklärt. Ein Erbhof ist grundsätzlich unveräußerlich unb unbelastbar, sowie gegen Zwangsvollstreckung geschützt. Der Hof geht im Erbfall ungeteilt auf einen Erben über, den Anerben. Der Anerbe ist gesetzlich als Erbe bestimmt auf Grund der Anerbenordnung, die in sechs Stufen (Ordnungen) je nach ber Nähe der Bluts- verwandtschaft mit dem Erblasser den Anerben als „Berufenen" bestimmt. Da bei der Berufung des Anerben die Blutsverwandschaft mit dem Erblasser (Erbhofbauer) ausschlaggebend ist, bestimmt ber § 21 Abs. 6 des Reichserbhofgesetzes, daß an Kindes Statt angenommme Personen nicht zur Anerbenfolge berufen sind. Bekanntlich geschieht die Annahme an Kindes Statt (Adoption) nach § 1741 GBG. ff. durch einen gerichtlich bestätigten, bedingungslosen, unbefristeten Vertrag. Der Annehmende darf keine ehelichen Abkömmlinge haben, soll mindestens 50 Jahre alt und 18 Jahre älter sein, als das Adoptivkind. Don den Alterserfordernissen frnn u. U. Befreiung gewährt werden. Als gemeinschaftliches Kind kann ein Adoptivkind nur von einem Ehepaar angenommen werden. Durch die Annahme an Kindes Statt kommt das Kind in die rechtliche Stellung eines ehelich n Kindes unb hat ein Erbrecht am elterlichen Vermögen (nicht auch umgekehrt). Da aber ein angenommenes Kind mit feinen Adoptiveltern nicht blutsverwandt ist, kann es grundsätzlich nach dem Reichserbhofrecht nicht Anerbe werden. Denn die Anerbenordnung kann ja gerade ihrem ganzen inneren Wesen nach nur Personen umfassen, die durch das Band des Blutes mit dem Bauern und seiner Familie verbunden sind. Der Ausschluß des Adoptivkindes als Anerbe kann aber gerade bei der fort lebenden Generation gewisse Härten für die Beteiligten mit sich bringen. W nn ein kinderloser Bauer und seine Frau, der seit dem 1. Oktober 1933 Erbhosbauer geworden ist, vorher ein Kind zu sich genommen unb so erzogen haben, baß es nach dem Tode der „Eltern" der Rechtsnachfolger werden sollte, so konnten weder die Eltern noch bas angenommene Kind ahnen, daß Hinderungsbestimmungen durch das Reichs- erbhojgesetz kommen könnten. Für Eltern und Kind wäre es eine große Härte, wenn ihr Bestreben und ihre Mühe unb Arbeit durch bas neue Gesetz völlig zunichte gemacht würden. Für solche Fälle hat die neue Gesetzgebung in den beiden Durchführungsverordnungen durch maßvolle Uebergangsbeftimmungen eine befriedigende Lösung gefunden: Der § 63 der ersten Durchführungsverordnung bestimmt, daß Personen, die beim Inkrafttreten des neuen Gesetzes, d. h. am 1. Oktober 1933, bereits an Kindes Statt angenommen waren, dieselbe Rechts- ft e 11 u n g einnehmen, die nach der Anerbenordnung einem ehelichen Kinde des Adoptivbauern zugekommen wäre. Dies gilt allerdings nur für den ersten auf das Inkrafttreten des Erbhofge- sehes folgenden Erbfall, nicht aber auch für spätem weitere Erbfälle. Der Regelung dieser Materie dient auch eine weitere Hebergangsoorschrift, der § 7 ber zweiten Durch- führungsverorbnung: Der § 7 betrifft ben Fall, daß ein Kind vor dem Inkrafttreten des Gesetzes, also vor dem 1. Oktober 1933, bereits längere Zeit im Haufe des Bauern wie fein Kind gelebt hatte, ohne schon förmlich an Kindes Statt angenommen gewesen zu sein. Dann kann das Anerbengericht für ben nädjften auf das Inkrafttreten des Gesetzes folgenden Erbfall genehmigen, daß dieses inzwischen an Kindes Statt angenommene Kind als Anerbe b e ft i m m t werden kann. Voraussetzung ist jedoch, daß die förmliche Adoption inzwischen erfolgt ist und das Kind bereits vor dem 1.Oktober 19 3 3 längere Zeit w i e ein Kind im Hause des Bauern gelebt hat. Gegen Entscheidungen des Anerbengerichts ift bie sofortige Beschwerde an das Erbhofgericht (Darmstadt) gegeben, die binnen einer Notfrist von zwei Wochen nach Zustellung einzureichen ist. Beschwerdeberechtigt sind die Beteiligten und auch der Kreis - b a u e r n f ü h r e r. Gegen die zweitinstanzlicye Ent- scheidung gibt es die sofortige weitere Be- fchwerde an bas Reichserbhofgericht. Die Beschwcrbefrist beträgt ebenfalls zwei Wochen. Die Beschwerbe muß burch einen Anwalt eingereicht unb begrünbet werben. Die hier besorochenen Bestimmungen lösen in be- friebiqenber Weise entftanbene Zweifelsfragen unb finb durchaus geeignet, allzu einschneidende Härten zu beseitigen. Weitere Durchführungsbestimmungen zum Reichserbhosgeseh. Die zweite Durchführungsverordnung vom 19 Dezember 1933 (RGBl. Seite 1096) bringt eine '•Reihe weiterer Ausjührungsbestimmungen, die eine Anzahl seither zweifelhafter Fragen klären unb nunmehr bezüglich ber bazu geltenb gemachten Auffassungen bie wünschenswerte Klarheit geben. Es sei insbesonbere auf folgenbe neue Durch- führungsbeftimmungen hingewiesen: Die Eintragung eines Grundstückes in bie Erbhöferolle begründet die Bermu- tung, bah bas Grunbstück Erbhofeigenschaft besitzt. Sobald bie Erbhöferolle als angelegt anzusehen ist, wirb vermutet, baß Grundstücke. bie nicht in bie Erbhöferolle eingetragen finb, die Erbhofeigenschaft nicht besitzen. Diese Vermutung für die Richtigkeit der Erbhoserolle entspricht im wesentlichen ber Der- Mutung für bie Richtigkeit bes Grundbuches nach § 891 be» Bürgerlichen Gesetzbuchs. Die Vermutungen haben rechtlich insofern Bedeutung, als sie bie Beweislast in einem etwaigen Verfahren oor dem Anerbengericht regeln Wer aus einem eingetragenen Rechte klagt, muß bie Existenz bes Hechts zwar behaupten, aber nicht beweisen: bie Vermutungen finb zwar roiberlcgbar, sie gelten aber bis zum Beweise bes Gegenteils als richtig. Der weitergehenbe öffentliche Glaube bes Grund- buchs (§ 892 BGB) ist ber Erbhöferolle nicht beigelegt worben. Cine Klärung bringt fobann bie zweite Durchführungsverordnung hinsichtlich ber Heber- g 0 n g s 3 e i t über bie Frage bes Miteigentums. Nach § 17 bes Reichserbhofgesetzes jann ein Erbhof nicht im Eigentum mehrerer Personen stehen. Zur Klarstellung hierüber bestimmt die zweite Durchführungsverordnung: Befindet sich beim Inkrafttreten dieser Verordnur; eine von pjner Hosttelle aus bewirtschaftete Besitzung a) zum I*il im Alleineigentum des Ehemannes und zum Teu im Alleineigentum der Ehefrau, ober b) zum m lm gemeinschaftlichen Eigentum beiber Ehe- gatten unb Aum Teil im Llleineigentum eines ober J*. c ?er Ehegatten unb entspricht bie Besitzung, ogdehen von btefen Eigentumsverhältnissen, ben Voraussetzungen ber §§ 1 bis 4 unb 6 des Reichserdhofgesetzes, so wirb bie Besitzung vom Inkrafttreten dieser Verordnung ab Erbhof. Die Ehegatten können durch Erbvertrag ober gemeinschaftliches Testament sich gegenseitig zu Anerben des Erbhofs einfetzen ober bestimmen, baß ber Erbhof nach dem Tobe bes Erstversterbenden, ober des Heberlebenden an eine Person als Anerbe fallen soll, bie nach bem Reichserbhofgesetz als Anerbe bes einen ober bes anderen Ehegatten berufen wäre, ober bestimmt werben könnte. Die Vorschriften, wonach zur Bestimmung bes Anerben in gewissen Fällen die Zustimmung bes Anerbengerichts er- forberlicfa ist, bleiben unberührt: bies gilt nicht ,ür gemeinschaftliche Testamente unb Erbverträge, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung errichtet worden sind. Machen bie Ehegatten von dem vorstehend erwähnten Recht (Erbvertrag ober gemein- schaftliches Testament) keinen Gebrauch, so fällt ber Erbhof beim Tobe ber Frau bem Manne als Anerben an. Stirbt ber Mann, gleichviel ob vor ober nach ber Frau, so fällt ber Hof berjenigen Person als Anerben an, bie nach bem Reichserbhofgesetz als Anerbe bes Mannes berufen ift; ber Ehefrau steht bis zur Vollenbung bes 25. Lebensjahres des Anerben bie Verwaltung unb Nutznießung bes Hofes zu, falls dieses Recht nicht durch Erbvertrag ober gemeinschaftliches Testament ausgeschlossen ober beschränkt ist. Eine weitere Bestimmung in § 15 ber zweiten Durdführungsoerorbnung klärt eine seither umstrittene Hebergangsfrage hinfichtlich ber Veräußerung unb B e l a st u n g bes Erbhofs und beseitigt bie hier bestehenben Zweifel. Nach § 37 bes Erdhofgesetzes kann bekanntlich eine Veräußerung ober Belastung bes Erbhofs nur mit Genehmigung bes Anerbengerichts erfolgen unb nur, wenn ein wichtiger Grunb vorliegt. Nach § 15 der zweiten Durchführungsverordnung ift diese @e< nebmigung auch bann erforberlich, wenn vor bem Inkrafttreten bes Reichserbhofgesetzes bie auf Veräußerung ober Belastung gerichtete Erklärung bes Eigentümers binbenb geworben unb ber Antrag auf (Eintragung beim Grunbbuchamt gestellt, bie Eintragung aber vor bem vorbezeichneten Zeitpunkt noch nicht bewirkt worben ist. Das A n - erbengericht soll in btefen Fällen in ber Regel bie Genehmigung erteilen, wenn nicht befonbere Gründe dagegen sprechen. Zur Einbeziehung eines Erbhofs in die Feldbe- reinigung ist bie Zustimmung bes Anerbengerichts nicht erforberlich. V. Die Richtlinien über die Vergebung öffentlicher Aufträge. Durch Verfügung bes Hessischen Ministerpräsiden- ten vom 5. September finb die von ber Reichsregierung am 14. Juli l. I. befchlossenen Richtlinien für die Vergebung öffentlicher Aufträge für alle float- sichen unb kommunalen Vergebungsstellen als ver- binblich erklärt worden, b. h. es ist nach ihnen zu verfahren. Für ihre Gestaltung war in erster Linie der Gesichtspunkt ber Arbeitsbeschaffung entschei- benb, hinter ben jetzt alle sonstigen Erwägungen zurücktreten müssen. Die Richtlinien stellen als obersten Grundsatz auf, daß über die Vergebung von öffentlichen Aufträgen bei Reich, Ländern und Gemeinden ausschließlich die verantwortlichen amtlichen Organe zu entscheiden haben. Die Einwirkung anderer Personen und Organe darf unter keinen Umftänben geduldet werden. Sofern bie Vergebungsstellen bei der Prüfung der Angebote ber Mitwirkung von Sachverständigen im Einzelfall bedürfen, Haden sie nach ben Vorschriften der Reichs-Verdingungsordnung zu verfahren, ferner weisen bie Richtlinien barauf hin, daß bie Tatsache, daß in einem beutschen Betrieb ausländisches Kapital arbeitet, mit Rücksicht auf die wirtschaftspolitische Gesamtlage Deutschlands und auf den Umfang bes in der deutschen Wirtschaft angelegten ausländischen Kapitals, sowie im Hinblick auf bie umfangreichen deutschen Kapitalinvestitionen im Auslande und die damit verbundene Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen keine Veranlassung geben kann, eine solche Firma von öffentlichen Aufträgen auszu- schließen. Es besteht im Gegenteil alle Veranlassung, dafür zu sorgen, daß bas seriöse, Anlage suchende ausländische Kapital das Vertrauen in die Sicherheit ber deutschen Wirtschaft unb bie Rechtssicherheit im neuen Staat behält. Eine grundsätzliche Nichtberücksichtigung deutscher Firmen mit Auslandkapital, die im übrigen deutsche Arbeiter und Angestellte beschäftigen, deutsche Maschinen benutzen usw., würde letzten Endes auch zahlreiche Volksgenossen brotlos machen. Was die Behandlung der Firmen anlangt, deren Inhaber ober an der Geschäftsführung maßgebend beteiligte Personen nichtarischcr Abstammung finb, so ist an sich nach bem Grundsatz zu verfahren, daß bei gleichwertigen Angeboten deutschstämmige Fir- men zu bevorzugen finb. Es wirb in bas pflichtgemäße Ermessen ber amtlichen Vergebungsstellen gelegt, hier die unter ben jeweils gegebenen Verhältnissen sachlich richtige Entscheidung zu treffen, wobei hinter den zur Zeit noch bestehenden wirtschaftlichen Verhältnissen die Rücksicht auf die Lösung des im Vordergrund aller Ueberlegunaen stehenden Arbeitslosenproblems allen anderen Heberlegungen vorangehen muß. Es wird als selbstverständlich vorausgesetzt, baß jede an öffentlichen Aufträgen beteiligte Firma und ihre Inhaber in ihrer Täiigkeit den grundlegenden Forderungen ber deutschen Staats- unb Wirtschaftspolitik in vollem Umfang Rechnung tragen müssen. Im Interesse ber unbebingt erforderlichen Stabilisierung ber Wirtschaftsoerhöltnisse muß sichergestellt werben, daß die Befolgung des selbstverständlichen Grundsatzes der Bevorzugung deutschstämmiger formen bei gleichwertigen Angeboten nicht dazu f ibrt, daß bie Veschstfungsftellen durch Einleitung pein- sicher Untersuchungen nach bem deutschstämmigen Charakter einer Firma in jedem Einzelfall und ohne besonderen Anlaß bie Wirtschaft in ftänbig neue Beunruhigung versetzen, die letzten Endes auf Kosten ber von ber Reichsregierung an die Spitze ihres Programms gestellten Arbeitsbeschaffung geht. Bezüglich der Berücksichtigung ortsansässiger Unternehmer schreiben die Richtlinien vor, daß bie Berechtigung zu deren besonderer Berücksichtigung nur insoweit anerkannt werden kann, als sie sich :m Rahmen der Bestimmungen ber Reichsverdingungs- ordnung für Bauleistungen (Teil A, § 26,3) bewegt. Hiernach sollen bei annähernd gleichwertigen Angeboten im allgemeinen einheimische Angebote vor auswärtigen bevorzugt werden, sowie unter einheimischen jene, bie am Ort ber Leistung ober in besten Nähe ben Auftrag im eigenen Betriebe aus« führen unb hauptsächlich ortsansässige Arbeiter beschäftigen. Dagegen würbe ein grundsätzlicher Aus« Wirtschaft Rundfunkprogramm Geistes. Samstag, 6. Januar. Devisenmarkt Berlin — Arünkfurt a. Hl. »er«n Hrankkvri a. M ;frranttur a. 2)1 *"* bSrse für* dSric 28.12. | 29.12- 29.12. 25,5 26,13 88,4 88,5 o Banknoten. W o 1'^1 ll 1881 193,5 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt Verglich« Roten.. Dänisch« «ölen . Snglilcke Roten . 92 92 95,4 3,2 27,4 93 101,13 90,9 88,75 17 6 0 0 0 1233 47 51,5 59,25 68,25 o o o 0 0 4 0 0 0 IS 107 58 60,25 63 42,5 45.75 47 36 112,75 34,25 45.25 61 14,9 145.5 184 149,75 124 191 46 75 51,5 59,5 68 80 SO 121.5 47,5 50.5 59.75 67,25 4,95 4,9 .. 9 .. 0 .. 0 34,5 44.9 14,75 145,5 184 149.25 25.65 21,25 15,5 28,4 58 84.25 41.5 "Ä 55 87,9 64,65 138 107 58 60,65 122 189 47 50,75 59,75 66,25 80 88 43 45 46.5 36,75 34,75 45,25 14,75 144.5 184 148.5 12 92 95.4 17.5 0,80 5,1 4.7 0,75 4 85 4,65 4,65 6,6 5 Schafe hatten einen Auftrieb von 150 Stück, darunter befanden sich 113 Hammel. Für letztere ergab sich eine Erhöhung um 1 bis 3 Mark, bei Schafen wurden die vorwöchigen Preise wieder erzielt. Nach mittelmäßigem Geschäftsgang wurde aus- verkauft. 26 23,5 17,5 28,75 58,25 85,25 43 50 57 159 23,25 116,25 88,5 96,9 52,65 85 90 100,25 142 93,65 42,75 46 46,65 36,5 112,4 35,25 45,65 60,5 15 143.5 184,5 149 Denkt an die „(Stiftung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an ReichskreditgefeUfchafl Berlin W S, Vehrensftrahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bantgirokonto und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer de* Arbeit" 43 45,4 47,5 57 159.5 23.65 116.5 88 95 52,25 83.4 89,5 99.75 142.75 110,4 "tS 54.65 87.65 63,5 142 105,5 56,75 60 nambuxfl«Vlmcrtta»$afet ..... Hamkmrg-Tüdam. Dampfschiff Hansa-Dam pfschiff Norddeutscher Lloyd A.V. für BerkebrSweseu Akt. .. Betlhtrr Handelsgesellschaft ... Gommerfr. und Prival-Bonk .. Deutsche Bant und t)ti conto- Gesellschaft Dresdner Bank Reichebank 1 fl.tf.®...................... Betula 5,05 4 6.6 3,25 27.25 29.12. 92,75 101,13 91,9 89,65 17,1 92,25 SO 28,4 58 84 41 75 50,-5 57 159,5 23,4 116.65 89,5 95 52,25 84 89,5 100 141,25 110 70.25 103 55 47,75 >42,5 106,5 56,75 60 67,25I - I 1931 189 1 29 58,5 84,25 44 50 57 158,25 23,5 116,5 88 96,75 51,5 85 90 100 142 110 71,25 104 55 87,5 'TStrlln, 29. Otjcmt-er Amerikanische Noten ... 5,05 4,2 6,6 3,3 27,13 SO SO 85 88 90,25 90,25 88,9 90,25 92 92 95,4 17 0,75 4,9 4,65 4,65 5,1 t®. Sarden-Inbuütt, cheideanstalt Goldschmidt Rüfflet* werfe MetallgeieUIchast Philipp Holzmann ... Zementwerk Mbtibetfl Jementoerf Karlstadt.. x^rast. Wtten ch5M bl)°f na* es lieber. Een (ou jerbe des >en wäre 'rschrifien.' gewissen 'lchks lJ/41 ,ür W, die i.^ch/et oein ovr- r gemein, ' fallt der - als Sln-- vvr ober "Person bUgefetz Ehefrau ihres des (Ung des ^vertrag oder ■r zwriim "her um. sichtlich lüg des den Zwei- bekanntlich 'dhoss nur folgen und Nach § 15 : diese @e=. > vor dem auf 8er= ärung des ir Antroa fftettt, die den Zeit. )as An. allen in Heilen, n sprechen, die Feldbe- rbtnzerichtr V. .. i .. o Örmftrtn f ßcppel ..........0 Leonhard Dietz ® Nave ...... *o Kerumulatorrn-FohrU........ 0 lonMummi ..............6 .....................••••••• ®| vkainkraftwerfe Höchst 8.DL... 4 Süddeutscher Zucker®l Cleltx. LiaferungSgelellschaft Licht und Kraft gelten » Guilleaume GeseUsch.f.SIettt.Untemehmtmg. 6 «heiniiche SlekMjltLt ....... ft Schlicker, K Lo. 6 Eiemen* KHaUI....... 7 Lad-ever KLo. ...».......10 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Dtoidende an. — Reichsdankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 o. H. Abend. (rfrluft auswärtiger Bieter, oder ober ihre Nicht» berücksichtigung trotz offensichtlich günstiger Angebote gesamtwirtschaftlich äußerst ungünstige Wirkungen baben Regionale Abgrenzungen, die die Einheitlichkeit des deutschen Wirtschaftsgebietes aufheben dürfen bei Vergebung von Aufträgen durch öffentlich Körperschaften keinesfalls Platz greifen. Es ist vst - mehr notwendig, einer derartigen Entwicklung recht- das W°I» b"b“t> Es'würd" lu^chwmnMdigun^'d» Gesamtwirtfchaft führen, wenn jede Stadt undiedes Land den Grundsatz vertreten wurden, daß künftig chr öffentlicher Bedarf nur von Firmen ihrer Stabt oder hres Landes gedeckt werden dürfe un die iibriaen Teile des Reiches, die auf die gegenseitige w rsichaftliche Befruchtung durch die osientlichen Aufträge von Reich, Landern und Gemeinden geradezu angewiesen sind, dabei ihrem Schicksal und gang Hermann, Mitverfasser des Buches. 19: Sckinde der Ration. Konzert auf historischen Instrumenten. 20: Griff ins Heute. 20.10: Volksmusik. 20.40: Die große Moritat von Liebe und Verbrechen. Reatt- stisch-kriminalistisch-musikalisches Zeitbild voi. Paul Scharf. 21.10: Musikalischer Roman. Heiteres must» kalisches Potpoürri 22.20: Du mußt wissen .. 22.45: Unterhaltungsmusik 23: „Weißt Du Muatterl, was ich träumt hob?" Eine nächtliche, bunte Stunde. 24 bis 1: Nachtmusik. Freitag, 5. 3anuar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde der Frau. 16: Nach- mittagskonzert. 18: Englischer Sprachunterricht. 18.20: Warum Familienforschung? 18.35: „Krankenpflege als Beruf." Von der Betriebsfuhrung in einem großstädtischen Hospital. 19: Stunde der Ration. Deutscher Winter. Hörbild. 20: Griff ins Heute. 20.10: Zur Unterhaltung: Konzert des Sudfunk- orchesters. 21.20: Der Aufgang des Sternes. Von Alois Johannes Lippl. 22.20: Du mußt wissen. . 22 45: Von Freiburg: Kleine Unterhaltung. 23: Nachtmusik. 24 bis 0.45: Schicksal des deutschen 20: Griff ins Heute. 20.10: Mit Pauken und Trompeten. Ein flottes Potpourri. 21: Das Ohr der Gegenwart. Aktuelle Plauderei. 21.30: Hornkonzert Nr 4 von Wolfgang Amadeus Mozart. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Kleine Unterhaltung. 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag, 4. Januar: 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus 12: Mittagskonzert. 14.40: Jugendstunde für Alle! 16- Nachmittagskonzert. 18: Spanischer Sprachunter- richt. 18.20: „Das Jahr in Bauernspruchen und Wetterregeln", Plauderei von Robert Walter. 18.35: „Sturm 33" Hans Maikowski. Vorlesung von Wols- 6.05 Uhr: Moraenkonzert. 7.15: Fruhkonzertt 10.10: Schulfunk: „Wie rechne ich rasch und sicher? Eine Unterhaltung mit dem Rechenphanomen Willi) Keßler. 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunde der Jugend. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.35: Stegreifsendung. 19: Reichssendung: Stunde der Nation. 20: Griff ins Heute. 20.10: «paß mit Musik. Ein fröhliches Spiel rund um das Thema Musik Von Paul Schaaf. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Von Haßlach im Kinzigtal (Schwarzwald): Das Sternensingen. 23: Nachtmusik. Musikalische Kurzgeschichten. 24 bis 1: Nachtmusik. -k ftäge. terpräfiben- Reichmgie- hllinien für ■ alle floaten als ner- h ihnen zu erster Linie ng entschei- fnrögungen unfafr au>, Aufträgen HKUH tiit entidjeiben ten unb Or- ldei werden. Prüfung der ’tüniiigen im Boischristen fahren. Fer- üß die Iai: usländifcher wirtschasis- ui| den Um- elegttn aus- luf die um- in im Aus- ir von Vergeben kann, ägen auszu- erontaffung, i0C juchende ie Sicherheit sichcrheii im Mtberm- bfapitat?'6 :dlte befchal- würde letz- 'ssen brotlos W deren maßgebend imung find' fahren, MB Ä reffen. n>* ifune»»™ Mgen voran’ men E sSs O Lag P«n‘ SB w* mfl j*‘;r U«’ ■■ ’t«'“' sich>i^-i, ;ci •Jj r Äi» * Oliv heiier bl' einheimischer Firmen über Die in der Reichsver- bingungsordnung vorgesehene Möglichkeit hinaus keinesfalls eintreten soll. Bei allen Vergebungen fmb die Bestimmungen bes § 26, Absatz 3 ber Reichsverb,n- gunqsorbnung uneingeschränkt sinngemäß anzuwenden, so daß eine besondere Berücksichtigung ortsansässiger Unternehmer nur bei handwerksmäßigen Leistungen und bei diesen auch nur, soweit es sich nicht um umfangreiche Leistungen oder Spezial- arbeiten handelt, gerechtfertigt ist. * Reichsstelle für D e o i s e n b e w i r t - fchaftung. Mit dem 1. Januar 1934 geht die bisherige Zuständigkeit des Reichswirifchastsmin,- ftetiums auf dem Gebiete der Devifenbewirtfcbaf- tung auf die neugefchaffene Reichsstelle für Devisen» bewirtfchaftung über. Die Reichsstelle hat ihre Geschäftsräume Berlin W9, Bellevuestrahe 15. Anträge in Deoifenangelegenheiten sind nach wie vor an die Präsidenten der Landesfmanzamter als Devisenstellen zu richten. Auch Beschwerden gegen Entscheidungen der Devisenstellen sind bei diesen einzureichen. Frankfurter Börse. Mittagsbörse: freundlich. Frankfurt a.M., 29. Dez. Die schon an der Abendbörse eingetretene leichte Erholung erfuhr im heutigen Mittagsverkehr eine Fortsetzung. Verkaufs. Orders lagen nur noch in ganz geringem Umfange vor, während auf dem ermäßigten Niveau Die Kundschaft einige Anlagekäuse vornahm unb sich auch bie Kulisse zu kleinen Deckungen veranlaßt sah. Das Geschäft nahm indessen keinen nennems- roerten Umfang an, zumal es an wirtschaftlichen Momenten fast fehlte. Die Erhebung über bie In- dustriedeschäftigung im Monat November und bie gebesserte außenpolitische Situation boten ein? Stutze. Das Kursbild war bei Eröffnung nicht ganz einheitlich, es überwogen jedoch bie Besserungen. Die Durchschnittsabweichungen nach beiben ©eiten betrugen etwa 0,50 bis 1 v. H. Montan», Elektro-, Kunstseiben- unb Schisfahrtsaktien tenbierten meist nach oben, nur Stahlverein, Gelsenkirchen, Kali Aschersleben und Chabeaktien setzten von 0,25 bis 0 90 v. H. bzw. 1,25 Mark niedriger ein. Lebhafter lagen JG.-Farben mit plus 1 v. H. Eine Eonber- beroegunfl hatten Sübb. Zucker, die 5 v. H. gewannen Ferner lagen von Auslandsaktien Montecatmi um 3,50 Mark höher. Im Verlaufe setzten sich größtenteils weitere Kurserhöhungen durch, wobei neben JG.-Farben, die unter lebhaften Umsätzen 1,50 v. H. anzogen, auch Schissahrtsaktien mit Besserungen bis zu 0,65 v. H. hervortraten. Gegen Schluß wurde es ruhiger, und die Kurse biteben nicht immer voll behauptet. JG.-Farben gingen um 1,13 v. H. auf 123,38 v. H. zurück, matt lagen Aku mit 42,38 nach 44 v. H. Fest kamen dagegen Scheide- anstatt mit plus 2 o. H. zur Notiz. Der Kassamarkt zeigte überwiegend Kurserhöhungen, so u. a. bei JG 'Chemie Basel volle (plus 2,25 v. H), Schriftg. Stempel (plus 2,25 o. H.) unb Commerzbank (plus 1,25 v. H ). ’ Am Rentenmarkt lagen Altbesitz lebhaft unb schließlich 0,75 v. H. fester, auch Reubesitz waren später mehr beachtet unb gewannen 0,25 v. Sy, ebenso zogen Schuldbuchsorberungen etwa 0,25 o. H. an. Stahlverein-Bonds gaben 0,38 v. H. nach, während Reichsdahn-VA. 0,13 v. H. anzogen. Gold- unb Liquibationspfanbbriefe waren gefragt unb überwiegend von 0,25 bis 0,50 v. H höher, Kommunal-Obligationen lagen gut behauptet. Bon Stabtanleihen waren Frankfurter erneut merklich fester, 6 o. H. Dollaranleihe (plus 1,50 v. H). Staats* unb Länberanleihen zeigten nur wenig Veränderung. Don Auslandsrenten lagen Ungar. Goldrente 10 Pfennig höher, dagegen gaben Schweiz Bundesbahnanleihen stärker (zirka 1 bis 3,50 o. Sy) nach. Tagesgeld blieb zu 4 v. H. unverändert. Sonntag, 31. Dezember. 6.35 Uhr: Don Bremen: Hafenkonzert. 8.45: Katholische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde der Schaffenden. 10: Der Maker Arthur Grunenberg spricht über bie Tänzerin Anna Pawlowa. 10.20: Die Geschichte ber Falknerei. Sprecher: Ludwig Koch unb Wilhelm Platt. 10.45: Stunbe bes Chor- gesangs. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung: Bach- Kantate. 12: Mittagskonzert. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mittagskonzert. 14.20: Zum Iah» resfchluß auf dem Lande. 15: Kinder erzählen von Weihnachten. 16: Nachmittagskonzert. Emst und heiter 18: „Der Himmel im Januar." Don Prof. Edmund Sittig. 18.25: Fröhliches Zwischenspiel. Die fünf Sorgenbrecher. 19: Vorlesung aus dem Buch „Tausend und ein Abenteuer" von Kurt Faber 19.15: Wir haben bas Rennen gemacht. (Die erfolgreichsten Schlager 1933.) 19.x.: Wilhelm Michel- , Lob bes Leichtsinns". 19.45: Subroeftfunt 1933, Blick auf bas Jahr. 20: Wilbwestpunfch. Ein lustiger Abend. 22.20: Du mußt wissen... 24: Jean Paul- Traumqesichte in der ersten Nachmitternacht des neuen Jahres (1813). 0.30 bis 2: Nachtmusik. Glückauf ins neue Jahr! Montag, 1. Januar 1934. 6.35 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.45: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde der Schaffenden. 10: Zum Katerfrühstück. 11: Der Dichter über fein Werk — Josef Friedrich Perkonig: „Mensch wie du unb ich". 1115: Der Neuiahrstag im Lieb ber Zeiten. Gesungen von Paul Losie (Bariton). 11.45: Eröffnungsspringen an der Hoch- firstfchanze. Hörbericht aus bem Schwarzwalb. 12: Mittagskonzert. 13: Kleines Kapitel ber Zeit. 13.15: Neue Schallplatten. 14.30: Kasperl-Stunde. 15.30: Fideler Ausflug nach Oberbayern. 16: Nachmittagskonzert. Buntes Neujahrs-Konzert. 18: Lyrik von Helmuth Wiedenbrüg. Sprecherin: Lotte Tiedemann. 18.10: „Aus dem Olymp." Von Dr. Franz Spunba. 18.30: Fröhliches Zwischenspiel. 19: Rhein-Maini- sches ßanb. Leitung: Paul Laven. 19.25: „Die fünf Frankfurter." 20: Neujahrskonzert. Bunt ist die Welt ber Oper. 22.20: Du mußt wissen... 22.45: Nachtmusik. 23: Heiterkeit und Fröhlichkeit. Eine bunte Folge. 24: Nachtmusik. Dienstag, 2. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. Nur so! auch Anno 34 —. 10.45: Praktische Ratfchlaae für Küche unb Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40 Stunde ber Frau. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jta- lienischer Sprachunterricht. 18.20: „Wie wird die Wirtschaft im Rundfunk erfaßt?" Ein Bericht von H. I. Kayser. 18.35: ,Lunst unb Kitsch", Vortrao 19: Stunde ber Nation. Das ewige Jahr. 20: Von Berlin: Vortrag des Reichsbunbes für deutsche Sicherheit. 20.10: Von Breslau: Großer Operetten- Abend. 22.20: Du mußt wissen... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik Kammermusikalische Unterhaltung. 24 bis 0.45: Von deutscher Seele. Zum 450. Geburtstag von Zwingli. Vortrag von Dr. Fritz Meier. Mittwoch, 3. Januar. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunbe der Jugend. 16: Nachmittagskonzert. 18: Deutsch für Deutsche. 18^20: Rasse ist entscheidend. 18.35: Aus Zeit unb Leben. 19: Stunde ber Nation. Geister im Riesengebirge. Wochenbericht vom Frankfurter vroduktenmarkt. Der Frankfurter Getreibegrohrnarkt hatte, -wischen ben Jahren nur unbebeutenbes Geschäft zu Das^Angebot von Brotfrucht war sehr klein, die Landwirtschaft stellte nur in kleinsten Mengen Ware zum Verkauf. v. m Das Preisniveau war gegen bie Vorwoche un« oeränbert, einige Veränderungen ergaben sich nur bei Futtermitteln unb ben Weizenmehlen. Die kurzfristige Vereinbarung zwischen den oberrheinischen unb ben nieberrhemischen Mühlen bis zum 15. Januar 1934 führte kurz vor den Feier- tagen zu einem ziemlich lebhaften Weizenmehl- geschäft. Inzwischen sind die Forderungen in ber unteren Preisspanne um etwa 30 bis 35 Pf. pro Sack erhöht worden, unb das Geschäft wurde wieder wesentlich ruhiger. Neubestellungen waren kaum zu verzeichnen, vielmehr handelte es sich in der Hauptsache um Abrufe aus alten Kontrakten. Der Braugerstenmarkt lag vollkommen vernachlässigt, konnte sich aber im Preise behaupten. Futtergerste war zunächst noch gut, später aber auch kaum mehr beachtet. In Hafer war bas Angebot nur klein, aber auch bie Nachfrage unbebeutenb. Infolge ber milberen Witterung ist bie Haltung des Futtermittelmarktes nicht mehr so fest, wie vor einigen Wochen, das Angebot hat in einigen Artikeln sogar eine Verstärkung erführen, was ein Abbröckeln von Sojaschrot unb Palmkuchen zur Folge hatte, wogegen sich Erbnuhkuchen etwas befestigte. Kleie, Weizenfuttermehl und Trockenschnitzel blieben unverändert. Die Woche schloß mit folgenden Notierungen (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50, Brau- gerfte 180 bis 182, Hafer 145 bis 147,50, Weizen- mehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, dito ohne 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60 p. H. 23,50 bis 24, dito sübb. Spez. 0 24, Weizen- kleie 11, Weizenfuttermehl 12 bis 12,15, Roggen- ?(eic 10,85 bis 11, Sojaschrot 15,45 bis 15,60, Palm- kuchen 15,60 bis 16, Erbnuhkuchen 17,25, Treber 17,50 bis 17,75, Trockenschnitzel 10 bis 10,15, Heu 6,50 bis 6,70. Wochenbericht vom Frankfurter Schlacktviebmarkt Der Auftrieb zum Frankfurter Schlachtviehmarkt war wegen des zu ermartenben geringeren Verbrauchs seitens bes Konsums nach ben Feiertagen naturgemäß wesentlich schwächer. Lebiglich bei K a l - b er n bürste er mit 1354 (in der Vorwoche 2000, an sonstigen Normalmärkten etwa 1200 bis 1300 Stück) etwas zu hoch ausgefallen fein, was auf ben Preis nicht ohne Einfluß blieb. Tatsächlich nahm bas Geschäft am Kälbermarkt auch einen sehr ruhigen Verlauf, und nur unter Preisrückgängen von etwa 2 bis 4 Mark ließ sich ber Markt räumen. Der Schweinemarkt blieb mit einer Beschickung von 3597 Stück gegenüber den Normalmärkten um einige hunbert Stück zurück. Nach anfangs mittelmäßigem, später aber stark abftauenbem Geschäft verblieb bei gegen die Vorwoche gut behaupteten Preisen geringer Uederstand. Der Rindermarkt wies einen Zutrieb von 855 Stück auf (in ber Vorwoche 1852, sonst etwa 1300 Stück). Bullen waren nur knapp angeboten unb gut gefragt, so baß biese einen Gewinn von 2 bis 3 Mark einheimsten, auch Ochsen unb Färsen waren in ben besten Qualitäten je 1 Mark höher, rvährenb Kühe im selben Ausmaße zurückgingen. Der Handel nahm einen mittelmäßigen Verlauf, der Markt würbe nahezu ausverkauft. »dmlttet* Patzmhol« ... .... 8ffu (Allgemeine Runffidbe) .. Bemverg Mswl Waldftof .... RcUlioll AIckallenburfl Deslauer »a* Daimler Motoren .... Datum *% desfll. Lene ll .........” 6% Rumftn. veretnh. Rente v. 1903 *H«/«RumLii.verelnk>.Rentev.lSlS i% 8himinl|»e verciah. Rente -. 1^% Anatolier «schlußk. Dlluag- UtoL 29.12. ÄT 3,8 3,25 27,13 Ronvegticke Noten Deutsch Ceftcrreid), i 100 Schilling Rumänische Roten Schwedische Note» Schweizer Noten.. ....... ...... Spanische Plote» .....•••••••••••• Ungarische Note» ■••••••••••••••• Serin, bSrse Subern* -■■■•••••h.wh.« ® Deutsche «rbftl 4 Gelsenkirchener 0 ßarpenet 0 Voesch Eisen—»Vln-Neuessea .. 0 Alle Bergbau « Ilse Bergbau Genüsse • itlßdnetroerfe 0 yiannmnaaa-Sfttare ........ 0 Datum •% Deutsche ReichSanleihe v 1927 «% ehern.?-/. $t. Reichsanl. v. 1929 6*4% Doung-Anlethe von 1930 Deutsche SInl.-Ablül.-Schuld mit AuSlos.-Rechien De*gl. ohne AuSlos.-Rechle 6% ehern.8% Hess. Vollsklaat 1929 (rückzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 fty.% Hess Landes. Apotheken- bank Darmstadt Ciaui Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Cammelabl. M- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem 6% granks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 •% ehem 7% Srants Hyp.-Bank Goldpse 16 unkündbar bis 1936 fty»% ehem <■/,% Franks Hyp^ Bank-Liyu.-Dsandbriese 6¥t% ehem