Nr. 281 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 50. November 1933 Kinder bis zu 15 Jahren fehlen, wenn man unsere Verhältnisse mit denen der Vorkriegszeit ver« gleicht. Burgdörfer hat auch ausgerechnet, daß in einigen Jahrzehnten 100 000 Lehrerstellen gestrichen werden müßten, weil die Kinder fehlen. Man befrage die Kinderärzte, die Betriebe der Kinder» konfektionen, die Spielzeugfabrikanten und viels andere, um zu hören, wie der Absatz stockt und wie man sich hier und da dadurch zu helfen sucht, daß man teuere und elegante Ware fabriziert in der Hoffnung, daß für das Einzelkind keine Ausgabe xu hoch ist. Die Geburtenabnahme einer kommenden Zeit wird eine Abnahme der Arbeitnehmer bringen, die Abnahme der Verbraucher aber eilt ihr voran, und so wird die Arbeitslosigkeit verewigt: Jedes Kind gibt einem Arbeitslosen Beschäftigung. Oer Kronprinz besucht Wieringen. Kronprinz W i l h e l m bei seinem alten Freund, dem Dorstchmied Jan Luyt, bei dem er während (eines Exils das Schmiedehandwerk erlernte. Der Kronprinz suchte jetzt den kleinen holländischen Ort auf, in dem er nach dem Zusammenbruch einsame Jahre verlebte. 3ebe5fiinb gibt einem Arbeitslosen Beschäftigung Kinderarmut verewigt die Arbeitslosigkeit. Don Or. Fritz Brüggemann, Hannover. i Als die Arbeitslosigkeit ihre ersten schweren Schatten über das deutsche Volk warf, suchte man in Hast nach Gründen und nach Abhilfe. Das Aus- !land kauft unsere Waren nicht mehr, die Exportindustrie liegt darnieder, die in ihr beschäftigten Arbeiter werden immer brotlos bleiben, also: Menschen zuviel, Uebervölkerung! Die Sendboten des Marxismus zogen von Ort zu Ort, ihre Theorien schienen sich zu bestätigen. Der Kapitalismus brachte die Massen zur Verelendung, er brauchte ein Ueberangebot der Arbeitskräfte, um die Löhne zu drücken. Es schien klar, der Kapitalismus konnte durch Geburtenbeschränkung bekämpft werden. Mangel an Menschen aus dem Arbeitsmarkt, hoher Lohn als unmittelbare Folge davoi», das war das Zukunstsideal. „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben!" K iüberreiche Familien? Wir wollen ihnen helfen, aber wir wollen sie auch vernichten, indem wir sie ständig vor allem Volk als d i e Aerm- sten der Armen hinstellen und ihrer Bedürftigkeit und Unklugheit die Schelle umhängen. Aber das genügt nicht, man mußte die Frauen gewinnen, die Jugend, denn wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Neue Schlagworte von aufpeitschender Wirkung wurden geprägt: Fort mit dem Paragraphen 218, das war für die Frauen. Dann war auch in den späteren Ehen ein großer Kindersegen nicht Mehr zu erwarten, vor allem wenn die Freigabe der Abtreibung als Notbremse noch hinzukam Der Marxismus, hilflos auch da, wo er die Macht in Händen hatte, kämpfte den letzten Kampf, den Kampf gegen den Menschen. Dann hatte Ein Soldat will beim Don Theodor Megler Vier Jahre ist der Unteroffizier Adolf Domdey * im Feld gewesen. Als er zurückkam, ernster und reifer, mit einem harten und kantigen Gesicht, in (schweren Kämpfen verbrannt und gegerbt, war fein Heimatdorf von Polen besetzt. Nach dem Waffen- süllstand waren die Truppen in ihre Garnison- jläiite zurückgekehrt, auch das Regiment, in dem Domdey gedient hatte, löste sich auf Als der Unter- esfizier Adolf Domdey erfuhr, daß sich in seinem Heimatort polnische Feldwachen eingenistet hatten, meldete er sich zum Grenzschutz, der evon einigen «ntschlossenen Männern ins Leben gerufen wurde, nn.b ließ sich in den Kampfabschnitt versetzen, in dem das väterliche Anwesen lag. Nur anderthalb Kilometer trennen die deutsche Stellung von den ersten polnischen Feldwachen, die in den Häusern seines Heimatdorfes liegen. Acht Nochen »st der Unteroffizier Domdey schon in diesem Abschnitt, ohne daß der Befehl zum Angriff Gegeben wird. Man munkelt sogar, daß das Bataillon in den nächsten Tagen aus der Stellung lerausgegogen und durch ein neu aufgestelltes ab- kclöst werden soll. Tag für Tag hat Domdey auf die Stunde gewartet, da es ihm vergönnt sein Diirbe, feine geliebte Heimat befreien zu helfen, lag und Nacht zerrt das Heimweh an seinem Her- fcn. Seine Mutter, denkt er, kann erschlagen werden, ehe er da ist und über die Treppe stürmt in ü? kleine, verwinkelte Dachkammer, Hanna kann bi sein, ehe er wieder ihre geliebte Stimme hört, mb wer weiß, was inzwischen aus Ali geworden iit, dem kleinen Jagdhund mit dem schwarzweiß gefleckten Fell und den lappigen Ohren, ohne den ch der Unteroffizier Domdey ein Leben mit Muter und Hanna nicht mehr denken kann. Nein, Domdey kann nicht länger warten Wie slhön, denkt er, wäre es, morgen schon durch die alten Straßen zu gehen, und den Leuten zu sagen, daß man wieder da ist, mitten unter ihnen, einer, ter zu ihnen gehört, der mit ihnen ißt und trinkt, mb am gleichen Tisch sitzt, Adolf Domdey, einer ton Millionen, ein Sohn seines Volkes Wenn die tolen vertrieben sind, träumt Domdey weiter, wird fr sein Gewehr wegwerfen, weit fort, und beten, daß dieses Leben von einst wieder seinen Lauf nehmen soll mit Frieden, Arbeit und Heiterkeit, wochentags auf den Feldern, in den Höfen und kcheunen, abends im Gasthaus und auf der Kegelbahn und Sonntags mit der alten Mutter in der Kirche. Er wird Hanna zur Frau nehmen, und der Lunge soll stark werden und Hans heißen und ver- man die Industrie an der Gurgel, sie sollte betteln um Arbeit, und man wollte sie ihr teuer verkaufen I Es war nicht der Marxismus allein, der hier kämpfte und siegte. Ihm folgte, zaghaft und unentschlossen, im stolzen Tugendmantel der Verantwortung, das Bürgertum. Auch bei ihm faßte die Lehre von der Uebervölkerung Fuß, denn es spürte die Arbeitslosigkeit hart am eigenen Leibe. Die schwindende Kaufkraft ließ die Handelseinnahmen zusammenschmelzen, die Soziallasten der Jndustriewerke fraßen die schmalen Reingewinne, und der Wohlfahrtsetat der Städte besteuerte scharf den Rest der früher guten Einkünfte. Mußte nicht auf schnellste Weife für eine Verminderung der Arbeitslosen gesorgt werden? Das Kinderkriegen mußte bestraft werden! Es kam noch ein ganz anderes hinzu. Im Bürgertum hatte man feit Jahrzehnten aus höchst egoistischen Gründen die Kin- derbeschränkung geübt, und während man sich nach außen mit seiner Klugheit brüstete, kämpfte man im Innern den Gewissenskampf gegen die natürlichen Instinkte des Menschen, vor allem der Frau. War hier nicht die Lehre von der Uebervölkerung ein herrlicher Schild, den man vor sich hertragen konnte? Wir haben eben Verantwortungsgefühl! Und die tatenlos herumsitzenden erwachsenen Kinder in den Häusern der Bekannten schienen dem recht zu geben. Und doch war die ganze Rechnung falsch. Falsch die des Marxismus, falsch die des Bürgertums, falsch die der Gemeinwesen In der Lehre, daß Geburtenbeschränkung die Arbeitslosigkeit mindere, machten alle einen groben und unbegreiflichen Feh- schont bleiben von dem, was einst seinem Vater widerfuhr, Gott gebe es. Amen. Frieden lall sein und Eintracht Als Domdey hört, daß das Bataillon in den nächsten Tagen aus der Stellung herausgezogen werden soll, fürchtet er, daß er nie wieder in diesen Abschnitt zurückkommt Er muß Abschied nehmen von seinem Dorf, das so nahe und doch so unerreichbar vor ihm liegt, einmal noch will er aus nächster Nähe die vertrauten Häuser sehen, die Scheunen und Ställe und die kleine Holzbrücke, die unter Hannas Fenster über den Bach führt Eines Abends verläßt er die Truppe. Es glückt ihm, durch die den Feldwachen vorgelagerte Postenkette ungehindert zu passieren Nachdem er eine Weile gelaufen ist, wirft er sich erschöpft auf den Waldboden, nimmt Deckung hinter einem Baum und späht in die Nacht. Eine schwermütige, gespenstische Ruhe lagert über dem Feld, kein menschlicher Laut ist zu hören, nur in den Wipfeln der Bäume ist ein einschläfernder Lärm wie das Rauschen eines fernen Flusses. Still verdehnt sich das Land in die Dunkelheit, irgendwoher gluckert das murmelnde Wasser eines Baches, die kleinen Häuser drüben haben sich verkrochen und schlafen geduckt, tief zieht Domdey die Luft in seine Lunge und blickt nach dem schlafenden Dorf Der Soldat erkennt die Umrisse der Scheune, wo er als kleiner Junge auf dem Heuboden gespielt hat, im Hause seiner Mutter wandert ein kleines Licht und verlöscht, einsam steht ein Wagen im Hof mit drohend emporgereckter Deichsel Zuhause muß ein Warten sein, ein trauriges Kauern auf dem Bettrand, wieder wandert das suchende Licht, dann verlöscht es für immer Adolf Domdey gräbt seine schwieligen Hände in den feuchten Waldboden und preßt seine Stirne auf knollige Baumwurzeln. Das Lächeln seiner guten Mutter ist bedroht, Hannas anmutiger Gang, sein Haus und sein Glück der Stube, jeder Zaun und das Plätschern des Baches, das ihm gehört, ihm allein. Er möchte auffpringen und kerzengerade über die Felder gehen in sein kleines, geliebtes Dors Plötzlich hört er ein verdächtiges Knacken, ein Schnüffeln und Schnaufen Ein Hund muß das fein, ein verwildertes, herrenloses Vieh, das im Gestrüpp herumzigeunert. Das Tier hat den Mann gewittert und fällt mit einem wilden Satz über ihn her Der Hund schlägt mit dem Schweif, springt und wälzt sich auf dem Rücken. Er leckt dem Soldaten Gesicht und Hände. Ali, flüstert Domdey, Ali. Domdey drückt den Hund neben sich, und wie er dem Tier über das zottige Fell streicht, fühlt er plötzlich, daß dieses kleine, verwahrloste Vieh ihm Die ganze Heimat bedeutet, die Scheune neben dem Haus und den Garten mit den Rosensträuchern, das weise Gesicht seiner alten Mutter und Hannas starke. ler: Sie sahen in dem Kinde nur den künftigen Arbeitnehmer, der Arbeit fordert, nicht aber d en jetzigen Verbraucher, der Arbeit schafft. Sie vergaßen, daß des Menschen Leben in drei Abschnitte geteilt ist, von denen nur der mittlere, von 15 bis 65 Jahren etwa, dem Erwerb dient, während die Lebenszeiten, die vorher und nachher liegen, von der Arbeit dieser mittleren Qaljre mitzehren. Daß aber gilt vom ganzen Volke wie vom einzelnen. Dem Volke, dem die nachwachsende Jugend fehlt, fehlt auch der Teil der für die Jugend sorgenden Arbeit; es leidet an Arbeitslosigkeit. Wir können es auch anders ausdrücken: Wenn in einem Volke zu viele Arbeitnehmer sind, so sind der Verbraucher zu wenig, für die sie arbeiten, und diese fehlenden Verbraucher sind bei uns die Kinder. Friedrich Burgdörfer hat berechnet, daß etwa 8 Millionen Das Eisstadion von Braunlage im Harz, wo die Deutschen Winterkampfspiele 1934 ausgetragen werden. Das Stadion enthält eine 300-Meter-Doppelbahn für die Eisschnellauf-Meisterschaften, zwei Kunstlaufplätze und Bahnen für das Eisschießen. W 4 4 vWM Ser Drache Slum. Wohmmgseleni) auf den <1 britischen Inseln. England ist das Land der Bausparkassen, der Einfamilienhäuser, die wie Semmeln aneinandergereiht und sich ebenso ähnlich sind, aber zugleich auch das Land der Slums, Der fürchterlichsten Wohnquartiere, die man außerhalb des Sowjetparadieses kennt. Diese englischen Elendsviertel entstanden, als im vorigen Jahrhundert die Industrialisierung sich überspitzte. Verfallene Kleinhäuser mit schiefen Wänden, winzigen Fenstern, Denen Die Scheiden fehlen, ohne Türen, ohne Aborte oder Wasserleitung, ohne Gas oder Elektrizität, beherbergen Millionen der „freigeborenen Briten" und sind Brutstätten des Lasters und des Verbrechens und sie strotzen von unbeschreiblichem Schmutz und Verkommenheit auch außerhalb des Londoner Castend oder Whitechapel. Slum heißt in der englischen Gaunersprache eigentlich Betrug. Die Engländer bezeichnen Den Slum als einen Drachen, dessen Pesthauch alles vergiftet. Ader der Kampf gegen diesen Sumpf ist bisher erfolglos geblieben, weil ihn ihm die Aerm- ften der Armen hausten und eine Trockenlegung sich nicht bezahlt machte, Der Prosit also nicht winkte, ohne den nicht nur ein britischer Geschäftsmann, sondern auch die englische Politik nichts tut. In Der Nachkriegszeit sind in England fast zwei Millionen Kleinhäuser neu gebaut worden, zumeist mit Hilfe der Bausparkassen, und zwischen acht und zehn Millionen Engländer sanden Darin eine Heimstätte. Dabei muß man berücksichtigen, daß die englischen Einzelhäuser oder Reihenhäuser viel leichter gebaut sind als in Deutschland und der Eng« länber gegen Wind und Kälteschutz sich weniger isoliert als der Deutsche, so daß die Gestehungskosten sich niedriger stellen. Aber die Slums hatte man dabei völlig vergessen. Ehe die Arbeiterregierung Macdonald 1924 ihre Wirksamkeit begann, hatte sie wunderbare Programme ausgearbeitet; I aufopfernde Liebe. Ganz leise, fast demütig, streicht | der Soldat über den Kopf des Tieres, er bewegt die Lippen, als wolle er etwas sagen, und Ali, Der Köter, sieht ihn aufmerksam an, klopft mit Dem Schweif, und versteht ihn. Hanna, denkt der Soldat. Ja, blicken die Augen des Hundes, ja, ja, Hanna. Hanna ist da, guter Herr, Hanna wartet auf dich. Liebe, gute Hanna, denkt Domdey, und der Hund sieht ihn an und drückt seine Schnauze an sein Gesicht. Liebe, gute Hanna, meint Der Hund. Plötzlich sind Stimmen in Der LanDschaft Der Hund springt auf, hebt witternb die Nase, beginnt zu knurren Domdey zieht das Tier zu sich und hält ihm die Schnauze zu Domdey erkennt, daß es polnische Soldaten sind Sie revidieren die Posten, denkt er. Wenn der Hund nicht aufhört zu knurren, bin ich verloren. Aber der Hund springt wieder auf und knurrt von neuem; noch einmal zieht ihn Domdey zurück und hält ihm die Schnauze zu. Die polnischen Soldaten stehen in kurzer Entfernung und horchen. Domdey kämpft einen harten inneren Kampf, dann umklammert er mit beiden Händen den Hals des Tieres, schließt die Augen zu und drückt dem Hund mit einem zangenharten, würgenden Griff Die Kehle zu. Die polnischen Soldaten bleiben noch eine Weile stehen, dann gehen sie weiter, über die Brücke, an Das anDere Ufer unD verschwinDen im Dunkel Der Unteroffizier ADolf DomDey liegt reglos auf Dem BoDen. Dann kriecht er vorsichtig weiter. Mechanisch schiebt er sich langsam nach vorn. Wenn es Dämmert, muß er längst roieDer Drüben fein, bei seiner Kompanie. Plötzlich macht er eine Pause unD kriecht roieDer zurück. Er bückt sich zum toten Tier, er nimmt Den Hund behutsam vom Boden auf mit seinen rauhen Händen und bettet ihn an seine Brust wie ein schlafendes Kind, während er mit Der Linken Die Tränen fortwischt, Die über sein Gesicht fließen. Nun, da Der HunD tot ist, hat er Das gespenstische Gefühl, als hätte er für immer seine Heimat verloren. Er trägt das Tier, wie ein Letztes, das ihm geblieben ist, und in seinem Herzen sticht und zieht ein sengender Schmerz . ♦ Am nächsten Tage wurde das Bataillon, von dem es hieß, daß es aus der Stellung herausgezogen werden sollte, durch ein neues verstärkt, um die Polen durch einen überraschenden Angriff zu überrumpeln. Nachdem die polnischen Stellungen fast ohne Verluste genommen waren, wurde dem Hauptmann gemeldet, daß der seit gestern vermißte Unteroffizier Adolf Domdey zweihundert Meter von Den deutschen Stellungen, einen toten Hund unter dem Arm, mit einem Kopfschuß aufgefunden wurde. Sonst seien außer drei Verletzten keine Verluste zu beklagen. Oer falsche „Zager aus Kurpfalz". Das alte Volkslied „Der Jäger aus Kurpfalz" ist wohl überall bekannt; da wird Die Anregung in einer rheinischen Zeitung allgemein interessieren, daß man Dem HelDen des Liedes endlich eine würdige Grabstätte mit einer entsprechenden Gedenktafel Herrichten müsse. Als „Jäger aus Kurpfalz" wird hier Der vor 201 Jahren in Rheinböllerhütte im Hunsrück geborene unD 1795 gestorbene Fried» rich Wilhelm U t f ch bezeichnet, Förster im vorDe» ren Soonwald im Hunsrück. Damit wird ein Irr« tum erneuert, der endgültig überwunden zu sein schien. Man wird dem alten Herrn eine gepflegte Grabstätte gönnen — aber,Der Jäger aus Kur« Pfalz war er nicht. In der Zeitschrift „Die Pfalz am Rhein" vom 15. August 1933 hat Johann Kei« per erst wieder auf den Irrtum hingewiesen. Dem vor etwa 40 Jahren Utschs gleichnamiger Nachkomme, einem Münchener Kunstmaler, verfiel. Auf seine Anregung hin rourDe sogar 1913 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. ein Denkmal zu Ehren Utschs im SoonwalD eingeweiht. Nun steht aber zweifellos fest, daß Das Lied bereits im 17. Jahr« hundert in der Pfalz gesungen wurde. Damit gewinnt Keipers Vermutung an Wahrscheinlichkeit, daß Der berühmte und beliebte Pfalzgraf I o« Dann Kasimir (1543 bis 1592) Das UrbilD Des LieDes war. JeDensalls kann Utsch es keinesfalls gewesen sein Der Irrtum gab seinerzeit zu manchem <5vott Anlaß. So brachte Der „KladDeraDatsch" Den schönen Vers: „Der Ruhm von FrieDrich Wilhelm Utsch — ist nach erneuter Forschung futsch." Es ist also Durchaus an Der OrDnung, Daß auf Utschs Grab keine Inschrift an Den „Jäger aus Kurpfalz" erinnert. Ood>fd>ulnocbn(bfen. Der Kultusminister hat zum Rektor Der Philipps- Universität Marburg für Das Amtsjahr 1933/34 Den Direktor Des Pharmakologischen Instituts Pro» fellor Dr. med Max Baur ernannt. Der neue Rektor ist gebürtiger Badener unD war früher als Assistent an Der KinDerklinik in Köln sowie an Den Pharmakologischen Instituten in Köln und Kiel tätig. 1927 erfolgte seine Ernennung zum o. Professor an Der Philipps-Universität. An Der Universität Berlin ist ein neuer Lehrstuhl für Rassenhygiene eingerichtet roorDen Professor Dr Fritz Lenz, Der bisher Den Lehrstuhl für Rassenhygiene an Der Universität München innehatte, hat eine Berusuna auf den neueingerichteten Berliner Lehrstuhl angenommen. fie hatte den Wählern versprochen, auf dem Sumpf ollten hübsch« Kleinhäuser errichtet werden, aber es geschah nichts. Wenn seit dem Kriege nur zwan- ziotausend Slumhäuser niedergerissen wurden, so geschah das nicht durch die Regierung oder durch die Wohlfahrtspflege der Gemeinden sondern einfach, weil die private Spekulation das Gelände benötigte. Jetzt haben die Konservativen .zur Belebung des Binnenmarktes und Verminderung der Arbeitslosen- Ziffer endlich nach deutschem Vorbild eine Ankurbelung der Bautätigkeit mit Staatshilfe verkündet. Echan daß man sich zu der Erkenntnis ausschwang, der Staat Hobe die Pflicht, die Slums auszurotten, ist ein Bruch mit der britischen Tradition, die bisher jeden Eingriff des Staates in derartig« Dinge verpönte. Nach einem Fünftahresplan fallen nicht weniger als 210 000 Slumhäuser, etwa ein Fünftel der vorhandenen, durch Kleinhäuser ersetzt werden, in denen eine Million Engländer untergebracht werden sollen. Das englische Wohnungselend ist unbeschreiblich, do nach der Statistik auf eins der kleinen britischen Zimmer durchweg zwei Personen kommen. Die Gesamlbaukoslen werden auf 95 Millionen Pfund berechnet, die dem britischen Steuerzahler vierzig Jahre lang mit jährlich 2,/$ Millionen Pfund und die Besitzer der neuen Häuser mit 825 000 Pfund belasten. Der Mietzins soll sich einschließlich der Tilgungsrate auf wöchnttlich 12 Schilling 6 Pence belaufen, ein Satz, den auch der britische ungelernte Arbeiter aufbringen kann. Aus der provinzialhauptstadt. Rektor Kneipp. Am 1. Dezember 1933 tritt, auf fein eigenes Nachjuchen, ein Gießener Schulmann in den Ruhe- ftano, oer es verdient, daß seiner in der Defjent» lichkeit besonders gedacht wird: Rektor A. Kneipp. Als Sohn unserer engeren Heimat wurde er am 18. September 1872 in Langsdorf, Kreis Gießen, geboren. Rach feiner Schulentlassung widmete er sich dem Lehrerberuf und fand feine erste und auch ous- scyueßliche Verwenoung vom 4. Mai 1891 ab an der Volksschule zu Gießen. Bis zum 1. August 1927 war er Lehrer an der Stadtknabenschule (Pestalozzischule), von do an übernahm er die Leitung der Schillerschule. Heber 42 Fahre lang hat A. Kneipp als Lehrer und Erzieher in Gießen gewirkt und seine besten Kräfte der Volksschule gewidmet. Mit großem Geschick hat er es verstanden, die ihm onoertraute Jugend zu tüchtigen, charaktervollen Menschen zu erziehen. Besonders an dem morgigen Tage werden viele Gießener dankbar des Mannes gedenken, der feinen Schülern stets ein hilfsbereiter Berater und Förderer gewesen ist. Mit besonderer Liebe hat sich A. Kneipp des Knabenhortes angenommen, für dessen Besucher er in geradezu väterlicher Weise sorgte. Durch seine Verbindungen mit ehemaligen Schülern — die Verbindungen reichen dis über das Weltmeer — konnte er an Weihnachten den Hortkindern immer eine Freude bereiten. Ebenso war er auch darauf bedacht, daß die Schulentlassenen gemäß ihrer Veranlagung in den für sie geeigneten Beruf eintreten konnten. Im Verein mit seinen Lehrkräften nahm er sich stets der notleidenden Schüler und Schülerinnen eifrig an. lieber 25 Jahre lang verwaltete A Kneipp — selbst mit dem Buche aufs innigste verbunden — die Kreislehrerbücherei, die er mit großem Geschick neu aufbaute bzw. ergänzte. Im Schulvorstand und im Stadtschulamt setzte er sich mit Nachdruck und Erfolg für die allgemeinen Anliegen von Schule und Lehrerstand ein. Mit Umsicht führte er lange $eit den Gießener Lehrerverein, dem er einen Teil feiner Straft gewidmet hat. Schon als junger Mensch spannte er den Rahmen feiner Berufs- und Lebensarbeit recht weit. Wer ihn kennt, weiß, daß er mehr als feine Pflicht getan hat; selbst in den schwersten lagen seines persönlichen Lebens Jeder, der mit ihm arbeitete, schätzte ihn als Persönlichkeit von reichem Wissen, von großem Verantwortungsgefühl und von hohem, sittlichem Emst. Alles in allem: Ein schlichter, aufrechter Mann von kerndeutschem Wesen: ein treuer Sohn feiner oberhessischen Heimat. Möge ihm nach reicher, gesegneter Arbeit ein friedlicher Lebensabend beschieden sein! Ausfall her Sprechstunden des S aatsministers. Das Staatspreffeomt teilt mit: Die Sprechstunden des Herrn Staatsministers fallen am Samstag, 2. Dezember, aus. AS.-Aerztebund Oberheffen'Aord. Tagung am Sonntag. 3. Dezember, 16 Uhr, im Hotel Viktoria. Tagesordnung: 1. Vortrag des Aamilienforfchers Pfarrer Knodt über: „Familienforfchung". 2. Vortrag des Direktors der Universitäts-Ner- venklimk Professor Dr. Hoffmann über: „Erbprognose in der Psychiatrie". 3. Mitteilungen Gäste für die Punkte 1 und 2 der Tagesordnung willkommen. Punkt 3 nur für Mitglieder. Erscheinen aller Pg. Pflicht. Dr. Kranz, Obmann des NE -Aerztebundes Oderhessen-Nord. Bund Nationalsozialistisches Deutscher Juristen. Der Bejlrfeobmann für den candgerichtsbezirk Gießen. Anmeldungen sind zu richten an den Bezirks- obmann für den Landgerichtsbezirk Gießen, Rechtsanwalt W. Luley in Gießen Aufruf zur Nezeptfammlung für ein nationales Kochbuch. Folgender Aufruf wird uns zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt: Deutsche Haosfrauen in allen deutschen (Bauen! Die Reichsführung des Winterhilsswerkes ruft Euch zu einem Wettbewerb auf. Der 3. Dezember 1933 ist der nächst« i5 i n t o p f g e r i d) t s • c o n n- tag, zugleich der erste Adventssonntag. An diesem .Tage denkt an Eure Heimat, wo Ihr geboren und ausgewachsen seid und stellt auf Euren Mittogs- tisch alle das heimatliche Eintopfgericht! Seht zu, daß Ihr es genau fo macht, wie es Eure Eltern und Großeltern bereitet haben! Macht es billig und schmackhaft und schickt Eure Rezepte an die Propagandaleituna der Reichsführung des Win- terhilfswerkes. Dort sollen sie wieder gesammelt werden zu einem guten nationalen Koch- buch. Wir haben In unseren deutschen (Bauen genau so herrliche Gerichte rote in Poris, Dien und sonstwo, und deshalb helft beim Sammeln der deutschen Eintopfgerichts-Rezepte und schickt sie an die Propagandaleitung des Winterhilfswerkes ein. Erleichterungen für den Bezug von Hausbaltsmargarine. In einem neuen Erlaß an die Landesregierung hat der Reichsarbeitsminister Erleichterungen für den Bezug von Houshaltsmagarine ausgesprochen. Die bisherigen Stommabschnitte find noch ihrem Aufdruck für November und Dezember 1933 bestimmt. Um auch den Personen, bei denen die Doroussetzungen für den Bezug der Stammabschnitle erst nach dem 1. November 1933 eingetreten sind, diese Vorteile zu gewähren, wird bestimmt, daß diese Personen bis zum 9. Dezember 1933 Anspruch auf die unverkürzten Stommabschnitte haben. Nach dem 9. Dezember 1933 darf dagegen für den Rest des Monats nur noch der für Dezember geltende Stammabschnitt ausgegeben werden, vom 27. Dezember 1933 an darf der für November und Dezember gültige Reichsoerbilligungsschein nicht mehr ausgegeben werden. Für Januar 1934 ist die Ausgabe neuer Bezugsscheine zu erwarten. Die Verkaufsstellen werden ersucht, die ihnen für die abgelieferten Bestellscheine von den Finanzämtern erteilten Bescheinigungen sofort an die Margarinefabriken weiterzuleiten, um die Kontingents- Verteilung unter die Herstellerfirmen im Interesse der Bezugsberechtigten zu beschleunigen. Lanzga apiel im &a tcheater Aus dem Stadttheaterbürv wird uns geschrieben: Der Intendant hat für Montag, 4. Dezember, bas Tonzpaar Mathilde Buhr — Joachim von Seern i 6 zu einem einmaligen Gastspiel eingeladen. Das Programm des Tänzerpaares umfaßt „Phantastische Tänze". Das Tänzerpaar ist foeben von einer erfolgreichen Amerika-Gastspielreise zurückgekehrt und konnte für sich und dadurch für die deutsche Tanzkunst auf der Weltausstellung in Chikago und in Neuyork starke Erfolge verzeichnen, wie sie in Amerika ausländischen Künstlern gegenüber vielfach selten find. Die amerikanischen Kritiken rühmen vor ollem den ausgesprochen bildlichen Reiz, sowie die überwältigende Körperdynamik, sowie die bezau- bernbe Harmonie ber Bewegungen. Die musikalische Untermalung des Tanzabends übernimmt bas Stadt- theater-Orchester unter Leitung des Kapellmeisters Fritz C u j 6. Preise der Plätze von 0,30 bis 1,50 Mk. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. chstreubund ehenia iger Berufssoldaten. Die Erkenntnis ber Notwendigkeit gemeinschaftlichen Zusammenwirkens im Geiste der nationalen Erhebung Hot zu einer neuen Organisation der mehr als 130 000 ehemaligen Berufssoldaten geführt. An die Stelle zahlreicher Sonderbünde ist nunmehr der „Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten" (Reichstreub in b) getreten. Er ist entstanden aus dem Zusammenschluß des bisherigen Reichsbundes der Zivildienstberechtigten (RdZ.) und der bisherigen Treubünde des Reichsheeres und soll von jetzt ab alle ehemaligen Berufssoldaten, darunter auch die ehemaligen Angehörigen der Reichsmorine, umfaffen. Die Aufgabe des Reichstreubundes ist eine dop- velte: In ihm soll die Erinnerung an die gemeinsame Dienstzeit und an die Truppenteile eine staubige kameradschaftliche Pflege finben, er soll aber auch bie volle Berufsoertretuna ber versorgunqs- anroärter übernehmen, dos heißt also aller aus- geschiebenen Berufssoldaten, die noch keine Anstel- lung als Beamter gefunden Haden. So wird der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten zur ftan- bigen Derufsoertretung der ehemaligen Soldaten im neuen Staate. Zum Führer des Reichstreubunbes ist der bisherige Präsident des Reichsbundes der Zivilbienst- berechtigten, ber bekannte Oberbürgermeister von Coburg, Schwebe, bestimmt worden. Getreu dem in der aktiven Wehrmacht des Reiches verkörperten Gefühle strengster Pflichterfüllung stehen die nunmehr zusammengeschlossenen ehemaligen Berufssoldaten bereit, im Sinne unseres Führers Adolf Hitler an der Erneuerung des Vater- landes mitzuarbeiten. Sie werden ihre Aufgaben in enger Anlehnung und in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit dem größten Soldatenbunde ber ehemaligen Wehrmacht, dem Rcichskriegerbund Kyffhäuser und dem Bund Deutscher Marineoer- eine durchführen. Mein Heimatland. • Eine geborene Gießenerin in Rochester (Amerika) sendet hiesigen Bekannten einen Ausschnitt aus einem dortigen deutschen Magazin, der die Anhänglichkeit an die alte Heimat dokumentiert. D. Red. Kennt Ihr mein liebes Heimatland? Es ist das schone Hessenland. Ringsum Wälder und sonnige Wiesen, Da liegt mein trautes Städtchen Gießen. Der Gleiberg grüßt herab ins Tal, SBon seiner Nähe sieht man die Cahn. Sie fließt im lachenden Sonnenschein Durchs Hessenland bis in den Rhein. D. du mein liebes Städtchen Gießen Mit deinen Bergen und deinen Wiesen Und deinem duftenden Tannenwald, Wie oft hat dort mein Lied erschallt Doch des Schicksals harte Hand Wies mich in ein fremdes Land, Dich aber kann ich nie vergessen, Mein Heimatland, das schöne Hessen Zusammenschluß im Korbmacherhan^werk. Der Reichsverband des deutschen Korbmacher- Gewerbes bittet uns um folgende Ausnahme: Wir Hoben in Hessen, Hesien-Nasiau, Baden, Württemberg und Hohenzollern den Kollegen Pg. Josef Wiesner, Groß-Umstadt (Hessen) mit der restlosen Organisierung des gesamten Korbmacher- leroerbes beauftragt, um sämtliche Korbmacher und korbmachermeister in den Reichsverband des deut- fchen Korbmachergewerbes aufzunehmen. Nach dieser Durchorganisierung werden die Landesverbände und Innungen berufen bzw. gebildet Um nach dein Wtllen des Führers alle Beteilig- Ein Luchs in Oberhessen? Drn General a. O. Jtafrolf Mohr, Gießen. Mit obiger Ueberschrfit sind m den letzten Wochen in einer Anzahl von Zeuunacn Notizen erschienen, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Da sie wohl sämtlich auf die Abhandlungen zurückzuführen find, die ich hierüber mehrfach in der 3agb°-I leinen ft mit der Hutzen such, wildernder Wandernde und alles °°n Tb«rt Ursache täusche, aber tm «itfpnm. - chas man 5 bisher gt. Ta& vor drei rpaifjen zwei •ut^lanb ge« logen, erfuhr 15'Stdünqen, nigen Wochen im Frühjahr pnwgtn, und I fei, bah bei her geianqen Mtzie: Ler ungen.' Auch hr nach einer > entfprunnen iqung, E'lbst. ücklichen Bon itner(a5forbe» .Luchs', uni; len, wo; bit, e erfte Steuel vermag ich, ! lind, nicht deni-h woM n. Wer alle y 9lel>8er fe“»- 7 lAn chrj 8^ zuriukf. °ll-w Rehe, '"?i»|.ch- .$ct Ms .'wenn er Der Luch; er W?“ Troer stecken, märe ich st" n^obachtun' Fällen. iners/ag. fieillunbe: gemeichme urmhaus J - Lichts Rchelhorn'- enlemP0"' rbüro wiki 1 Sezemvek, ^onnement: Sefellschustr' hina: 3jJ ßreik imenM' nnenieni n Auaust^ n6i6pieM «, lot»«,6'1 \m * i'" ®'^t< aus seinem wistenschcrstlichen ArbertsgebrÄ (Geologie uni) Paläontologie) zu halten. ** Vierzigjähriges Arb^its - Jubiläum. Bei der Firma Tribus & Sundheim, Ko- /onialwaren-Großhandlung, Gießen, konnte heute i)err Karl Müller aus Gießen auf eine ^jährige Arbeitszeit als Kutscher zurückkllcken. Die Firma zeichnete den Jubilar durch eine Geldspende und sonstige Gaben aus und brachte ihm ihre Wertschätzung und ihre Anerkennung für seine treue, ununterbrochene Pflichterfüllung wäbrend dieser langen Zett zum Ausdruck. Herr Müller war stets ein großer Tierfreund, und es wurden ihm schon in früheren Jahren mehrmals vom Tierschutz- Verein für besonders gute Pferbe-Pflege Prämien verliehen. Der Gefeierte steht im ffZ. Lebensjahr und erfreut sich körperlicher und geistiger Rüstigkeit: möge dem Jubllar ein sonniger Lebensabend in Gesundheit und Zufriedenheit beschießen sein. Dieses seltene Jubiläum ist ein schöner Beweis guten Deine täglicheMahlzeit und dein warmes Bett hast du erst dann verdient, wenn du für den Kampf gegen Hunger und Külte dein Opfer gegeben hast! Einvernehmens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, das gerade in unserer heutigen Zeit der nationalsozialistischen Einheit vorbildlich ist. Bei der Firma Tribus & Sundheim feierten vor Jahren bereits eine Anzahl Angestellte und Arbeiter ihr 25jähriges Jubiläum. ** Die NS. -Frauenschaft Gießen- Nord trifft sich heute, 20.30 Uhr, zum Turnen und Singen und zur Vorbereitung der Adoents- feier. ** Keine Tagung der Rundfunk- warte. Die auf den 1. und 2. Dezember nach Frankfurt am Main einberufene Tagung der Rundfunkwarte der NSDAP., Gau Hessen-Nassau, fällt aus. ** DerHoherodskopf meldet: Sport- möglichkeit sehr gut! Der hohe Vogelsberg hüllt sich mehr und mehr in ein tiefes Winterkleid. Bei 5 Grad Kälte hielt der Schneefall während der letzten Tage an. Die Schneedecke hat bereits eine Höhe von 30 Zentimeter erreicht. Im Walde ist die Sportmöglichkeit sehr gut, auf der Heide ist der Schnee etwas verweht, er liegt aber doch hoch genug, um eine gute Abfahrt bis nach Breungeshain zu gestatten. Wenn das Wetter anhält, werden die Sportler am Sonntag ideale Sportmöglichkeiten vorfinden. ** Straßenbauarbeiten im Siidoier- t e l. In letzter Zeit wurden weitere Straßeninstandsetzungsarbeiten im Südviertel unserer Stadt zu Ende geführt. Der Leihgesterner Weg zwischen dem Studentenheim und der G.ummifäbrik Poppe wurde in wochenlanger Arbeit mit Kleinpflaster ausgebaut, ferner wurde die Rönckgenstraße zwischen Friedrichstraße und Studentenheim ebenfalls mit Kleinpflaster versehen. Gegenwärtig werden noch Jn- standfetzungsarbeiten an der Hofmannstraße vor- genommen. Die Straße wurde von Grund aus mit Klopffteinen neu ausgebaut und mit Basaltschotter unter Zusatz von Te«r durch die Straßenwalze ein- gewalzt. Die beiderseitigen Bürgersteige wurden ausgebessert. Die Arbeiten dürften noch in dieser Woche beendet werden. ** Der Tod auf den Schienen. Die Ermittlungen über die Person des gestern morgen auf den Schienen bei Grc-ßen-Linden ausgefundenen Toten haben ergeben, daß es sich um einen 28jährigen Bauern namens Otto Lenz aus Lützellinden handelt. der, so vermutet man, in einem Anfall von geistiger Umnachtung seinem Leben ein Ende gesetzt hat. **D i e Versendung von Geld nach dem Ausland und dem Saargebiet. Wer Geld in gewöhnlichen Briefen und Paketen oder Ein- schreibesenbungen ohne zollamtliche Vorabfertigung in bas Ausland oder in das Saargebiet schickt, verstößt gegen die Devisenbestimmungen und hat nicht nur schwere Strafen, sondern auch Einziehung des Geldbetrags zu gewärtigen. Postsendungen noch dcm Ausland und dem Saargebiet werden amtlich geöffnet und geprüft. Geld darf nur in der gesetzlich oorgefdjriebenen Form verschickt werden. Schöffengericht Gießen. Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit verhandelte gestern das Schöffengericht gegen die in Gießen wohnhaften Elisabeth F., Adelheid G., gegen die Elisabeth M. und Erna Pf. aus Homberg wegen Verbrechens im Sinne des § 218 und gegen den Kaufmann Manfred St., früher wohnhaft in Wie- seck, wegen Beihilfe zu § 218 Nach eingehender Beweisaufnahme beantragte der Vertreter der Anklage gegen F., G. und M. je sechs Wochen und gegen St, als spiritus rector, drei Monate Gefängnis. Das Urteil lautete gegen F. vier Wochen, gegen G. und M je drei Wochen und gegen St. zwei Monate Gefängnis. Erna Pf. wurde freigefproefjen. Der ^chon wegen Untreue vorbestrafte ehemalige Äranfenfaffenbeamte Hans Braun aus Alsfeld verstieß, gegen den § 3 der Verordnung zum Schutze der Reichsregierung gegen heimtückische Angriffe, indem er Ende August in Gegenwart verschiedener Zeugen schwere Beleidigungen gegen die Reichsregierung ausstieß Der Staatsanwalt beantragte für den Angeklagten, der früher Mitglied der SPD. war, eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Das Gericht erkannte entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters. Die Kosten trägt der Angeklagte. Der Schlosser Karl G. aus Geißa (Rhön) fertigte feiner Zeit in Gießen 16 fingierte Auftrage an, durch die ein zur Zeit im Marienschloß sitzender Kaufmann um etwa 50 Mark geschädigt wurde. Der Angeklagte, der vorn Erscheinen zur gestrigen Hauptverhandlung entbunden war, erhielt in Anbetracht der Notlage, in der er handelte, einen Monat Gefängnis. Der Antrag des Staats- anwalts ging auf eine Gefänanisstrafe von zwei Monaten. Der 74jährige Hch. Meuritz beleidigte in der schwersten Weise in der Heil- und Pflegeanstalt den Führer, sowie die NSDAP. Entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts erkannte das Gericht unter Berücksichtigung fernes Alters auf drei Monate Gefängnis. Schließlich hatte sich das Gerichts mit dem Landwirt Ernst Keller und dem Bäckermeister Hermann Müßig aus Weitershain zu befassen. Keller verfügte in seiner Eigenschaft als Rechner der Spar- und Darlehenskaffe in Weitershain über fremde, ihm anvertraute Gelder, indem er eine ganz ansehnliche Summe statt den Einlegern seinem persönlichen Konto zuschrieb In Tateinheit damit beging er eine Urkundenfälschung durch Einsetzung eines höheren Betrages in ein bereits unterschriebenes Schuldanerkenntnis. Der Angeklagte gab in der gestrigen Beweisaufnahme an, diese Verfehlungen durch Verschulden des Müßig vorgenommen zu haben. Müßig fertigte in 14 Fällen fälschlicherweise Wechselakzeptvermerke an und gab diese an die Spar- und Darlehenskasse weiter, um sich dadurch Kredit zu verschaffen. Auf diese Weise schädigte er die Kasse um falt 9000 Mark. Die Tatsache, daß die Angeklagten ihre Verfehlungen reftlos gestanden und offensichtlich Reue zeigten, veranlaßte das Gericht zur Zubilligung mildernder Umstände. Das Urteil lautete gegen Keller auf sechs Monate Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten einer Woche Untersuchungshaft, gegen Müßig ebenfalls auf sechs Mo nate Gesang- n i s. Der Antrag des Staatsanwalts entsprach dem Urteil. Die Kosten wurden den Angeklagten auferlegt. Die aus Hamburg stammende Margarethe Kohn erhielt wegen Verstoßes gegen § 3 der Verordnung zum Schutze der Reichsregierung gemäß dem Antrag des Staatsanwalts drei Monate Gefängnis. Gelegentlich eines Kuraufenthaltes in Bad-Nauheim im Juli d. I. gab sie Rednermaterial gegen die NSDAP, zur „Lektüre" an eine andere Frau weiter. Die diesbezügliche Broschüre enthält Unwahrheiten gegenüber dem Führer und der NSDAP., die geeignet sind, diese verächtlich zu machen. Aufruf an Die Landbevölkerung! Mit einer Opferbereitschaft ohnegleichen steht das deutsche Volk zu seinen Volksgenossen, die durch die Sünden und Fehler marxistisch-liberalistischer „Weltpolittker" um Arbeit und Brot und damit in Not und Elend gekommen sind. Wir stehen mitten im Kampf gegen Hunger und Kälte. Ihr draußen auf dem Land habt trotz Eurer eigenen Not durch die hergabe von Kartoffeln und Getreide bewiesen, daß es Euch ernst um die große deutsche Volksgemeinschaft ist. 3d) weih, 3hr werdet geben, solange Ihr selbst noch etwas habt, damit feiner der unschuldigen Armen zu hungern braucht. Wenn Ihr hattet sehen können, mit welch dankbarer Freude Eure Kartoffeln von den Bedürftigen in den Städten entgeaengenommen worden sind, wie dabei manchem früheren Kommunisten die Tränen in den Augen standen, Ihr hättet das Glück und den Segen, den Euer Opfer gebracht hat, empfinden und spüren müssen. Bei der Kartoffel- und Getreideablieferung, die festgesetzt war, habe ich Euch gesagt, daß dies die einzige Abgabe von Lebensmitteln in diesem Winter sein wird. wenn ich Euch heute zu einem neuen Opfer aufrufe, so soll dies vollkommen freiwillig fein, feiner wird zur Abgabe gezwungen werden. Die Zahl derer, für die wir sorgen müssen, ist ttotz der unbestrittenen großen Erfolge gegen die Ar- beitslosiykeit noch immer sehr groß. Wir wollen und müssen unsre Versprechungen halten, daß niemand hungern und frieren darf, und so gebt auch von Euren Hausfchlachtungen etwas für das Winterhilfswerf hin. Ich betone es noch einmal: es soll dabei keinerlei Zwang ausgeübt werden. Freiwillig geht zu Eurem Drtsroalter der NS.-Bolkswohlsahrt und meldet ihm das, was Ihr an geräucherter Wurst und Speck zu geben bereit seid. Die meisten von Euch werden gerne 2 bis 3 Pfund opfern für die, die nichts haben, und auch der Aermste unter Euch wird sich nicht ausschließen und tun, was er kann. Ihr habt in den Jahren des Kampfes mein Vertrauen zu Euch nie enttäuscht und Ihr wißt auch jetzt, worum es geht. helft den Armen, und Ihr helft dem Führer fein großes werf vollenden! Heil Hitler! Dr. Wagner, Landesbauernführer von Hessen-Nassau. Das deutsche Reichs-Nerschutzgesetz. WSN. Das Fachamt Tierschutz im Reichsbund Volkstum und Heimat, Landschaft Rheinfranken- Hessen, teilt mit: Die nationalsozialistischen Regierungen im Reich und in den Ländern haben schon bald nach der Uebernahme der Macht in verschiedenen Erlassen ihre tierfreundliche Einstellung gezeigt. Die gröbsten Tierquälereien sind so in unserem Vaterland bereits zum Verschwinden gebracht worden. Jetzt hat nun die Reichsregierung dem ur- deutschen Volksempfinden, das in dem Tier nicht eine Sache, sondern ein dem Menschen nahestehendes Lebewesen erblickt, durch ein am 24. November 1933 beschlossenes und im Reichsgesetzblatt Teil I, Nr. 132, S. 987, verkündetes Reichs-Tier- schutzgesetz entsprochen, das weitaus als das beste der Tierschutzgesetze aller Kulturstaaten zu bezeichnen ist. Was die deutschen Tierschutzvereine und alle deutschen Tierfreunde jahrzehntelang erstrebt, aber bei dem parlamentarischen System früherer Regierungen mit seinen Kuhhändeln nie erreichen konnten, das ist nun dank der Tatkraft der n a t i o n a l s o z i a l i stischen Regierung über Nacht zur Wirklichkeit geworden. Wir haben nun endlich ein Tierfchuhgeseh, das den dem deutschen Volke von Anbeginn auferlegten und ihm durch feine eigene Kultur erwachsenen Aufgaben und seiner nationalen Würde entspricht. Alle Volksgenossen, besonders aber alle Tierfreunde, sind der nationalen Regierung hierdurch zu tiefsten Dank verpflichtet. Das Gesetz ist von bemerkenswerter Klarheit unb Kürze. In fünfzehn knappen Paragraphen, die auf fünf Abschnitte verteilt find, die sich mit Tierquälerei, Vorschriften zum Schutze der Tiere, Versuchen an lebenden Tieren, Straf- und Schlußbestimmungen befassen, begründet es den Tierschutz fest auf dem urdeutschen Gedanken der Ehrfurcht vor der Natur und den Geschöpfen, beseitigt mit einem Schlage alle Unsitten und Kulturschanden auf dem Gebiete der Tierbehandlung, indem es zugleich die berechtigten Forderungen der Wirtschaft und Wissenschaft ausreichend berücksichtigt. Unnötige Tierquälereien und rohe Tiermißhand- lunqen können mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft werden. Ebenso ist Vernachlässigung der Tiere in Haltung, Pflege oder Unterbringung, Verwendung eines Tieres zu einer Arbeit, die offensichtlich seine Kräfte übersteigt, oder die ihm erhebliche Schmerzen bereitet, das Ausfetzen von Haustieren, das Katzenwürgen, das Nudeln von Geflügel, die Froschschenkelgewinnung u. a. unter strenge Strafe gestellt. Das Kupieren der Pferde ist verboten, ebenso enthält das Gesetz einschneidende Bestimmungen über das Ohren- und Schwanzkürzen der Hunde. Die Benutzung von Pferden in Bergwerken ist gleichfalls wesentlich eingeschränkt. Besonders bedeutungsvoll sind die neuen gesetzlichen Bestimmungen über die Vivisektion. Versuche an lebenden Tieren, die mit erheblichen Schmerzen ober Schäbigungen oerbunben finb, sind in Zukunft allgemein verboten. Nur einzelnen wissenschaftlich geleiteten Instituten kann unter bestimmten Be° bingungen bie Erlaubnis zur Vornahme gewisser wissenschaftlicher Versuche gestattet werben, bei beren Ausführung aber eingehenbe im Gesetz enthaltene Vorschriften genau beachtet werben müssen. Diese beziehen sich auf bie Betäubung ber Versuchstiere unb bergleichen. Auch sind Versuche an höheren Tieren (Hunbe, Katzen, Affen) nur gestattet, wenn andere Tiere für die Versuche nicht verwendet werden können. Sehr zu bearüßen sind weiter die Bestimmungen, nach denen Tierquälereien neben ber Strafe auch die Erlaubnis zum Halten von Tieren, die berufsmäßige Beschäftigung, oder der Handel mit Tieren auf bestimmte Zeit, oder auch für immer entzogen werden kann. Ebenso können Tiere, die von ihren Besitzern vernachlässigt werden, diesen entzogen und auf Kosten der Besitzer anderweitig untergebracht und verpflegt werden. Ungeheuer sind die Fortschritte, die durch bas Reichs-Tierschutzgeseh mit einem Schlage erreicht worden find. An iedem Einzelnen liegt es nun, sich für die praktische Durchführung der neuen gesetzlichen Bestimmungen einzusehen, die, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, mit dem 1. Februar 1934 in Kraft treten. Jeder Volksgenosse bat die heilige Pflicht, sich mit aller Energie im Sinne des Tierschutzgesetzes zu betätigen und sich fo der Gefolgschaft unseres großen Führers zum Wohle unseres Volkes anzureihen. Obechessen. Besuch in der Molkerei Hungen. * Hungen, 29. November. Auf Einladung der Molkerei - Genossenschaft Hungen versammelten sich dieser Tage die Mitglieber des Vorstandes und Aufsichtsrates, sowie die örtlichen Fachberater der Milch liefernden Orte in ber Molkerei, um eine Besichtigung ber inneren Einrichtung vorzunehmen. Direktor Schneider begrüßte die Versammelten und hob dabei hervor, baß es ihm darum zu tun sei, den Vertretern der etwa 18 Orte des Milcheinzugsgebietes der Molkerei Gelegenheit zu geben, sich einen Einblick in die technischen und geschäftlichen Einrichtungen der Molkerei zu verschaffen und vor allem das Interesse der jungen Fachberater, denen heute die Geschicke der Bauern in den einzelnen Ortschaften in bie Hanb gelegt sei, für bie milch- wirtschaftlichen Fragen anzuregen. Betriebsleiter Kuhlmann erklärte bann in fachmännischer Weise an Hand ber un Gange befinblichen Maschi- nen unb Apparate bie neuzeitliche Bearbeitung ber Milch inbezug auf Reinigung, Erhitzung und Tief, kühlung, sowie die Herstellung der Butter bis zur Abgabe an die Verbraucher nach den hygienischen Anforderungen. Die im Laufe dieses Sommers neu hcrgerichtete Kessel- und Maschinenanloge wurde eingehend besichtigt. Besonderes Interesse erregte der neue mächtige Dampfkessel, ber von ber Firma Dürrwerke (Ratingen) geliefert würbe, eine Heizfläche von 45 Quabratmeter aufweist und einen Druck von 12 Atmosphären erzeugt. Bei ber anschließenden Besprechung im „Solm- ser Hof" begrüßte ber Vorsitzende des Aufsichtsrates Herr Hesse die Gäste und mahnte zu engem Zusammenschluß und Zusammenarbeit, vor allem mit den örtlichen Fachberatern. Diese zeigten denn auch in der Aussprache über bie Fragen ber neuen Milch- oerforgungsorbnung — ber Auswirkung der Ausgleichsabgabe zur Stützung der Werkmilch — reges Interesse. Es beteiligten sich an der Aussprache Weber (Bellersheim), Hofmann (Rodheim), Lindemeyer (Obbornhofen), Koch (Nonnen- roth) u. a. Inbezug auf ber ab Hof an Einzelverbraucher abgegebenen Milch soll eine scharfe Kontrolle einsetzen. Das bereits im vorigen Jahre ein- geführte Tuberkulose-Bekärnpfungsverfahren beim Milchviehbestand soll restlos durchgeführt werden. Weber die Verwertung der Magermilch erfolgte eine längere Aussprache. Aussichtsratsmitglied Pfeffer (Barsborf) übte am Schluffe Kritik an ber noch zum Teil im Gange befindlichen Bereinigung der Einzugsgebiete und bedauerte die Abtrennung von Orten, die sich um bie Einrichtung ber Molkerei seit Jahrzehnten bleibende Verdienste erworben haben. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer wurde die Besprechung geschlossen. Lanvkrcis Bietzen. X Wies eck, 29. Nov. Am Donnerstag, 30. November, feiert in voller körperlicher und geiftiger Frische Frau Sibille Löwenstein, geb. Schul, ihren 8 0. Geburtstag. Ihr Gatte, Heinrich Löwenstein, konnte am 15. Oktober ebenfalls feinen 80. Geburtstag begehen. Beide sind treue Glieder der evangelischen Gemeinde. ck. Heuchelheim, 29. Nov. Am Totensonntag fand eine Gefallenen-Ehrung auf dem hiesigen Friedhof statt. Sämtliche Organisationen der NSDAP, nahmen an der Feier teil. An dem feierlichen Aufmarsch beteiligten sich die neu gebildeten Stürme ber aktiven SA. unb bie SA.-R., bie NSBO., ber BbM., bie HI., bas Jungvolk, sowie die Ortsgruppe ber NSDAP. An dem Gefallenen» Denkmal aus dem Friedhof fand Pfarrer Weisel in einer Ansprache ergreifende Worte zum Gedenken der Toten und zur Mahnung an die Lebenden. Mit der Niederlegung von Kränzen durch die SA., SA.-R. und das Jungvolk fand die Feier einen würdigen Abschluß. ♦ Daubringen, 29.Nov. Der hiesige Obstund Gartenbauverein hatte seine Mitglieder zu einem Vortragsabend in das Vereinslokal Weimer eingeladen. Obst- und Gartenbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) schilderte bie Aufteilung, Düngung unb Bearbeitung bes Hausgartens, sprach über bie verschiebenen empfehlenswerten Gemüse- arten unb bie Art ber Aussaat bes Gemüsesamens. Er empfahl, nur bestes Saatgut zu kaufen. Das Pflanzen, Befchneiben unb Spritzen ber Obstbäume würbe ebenfalls behanbelt. — Am Sonntag gelangte hier im Schäferfchen Saalbau durch Die Deutsche Kampfbühne ein Theaterstück „Albert Leo Schlageter" zur Aufführung. Der Saat war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Gesangverein Daubringen trug zur Verschönerung bes Abenbs bei. Blockwart Stein leitete ben Abend mit einer Ansprckche ein. z Großen-Linden, 28. Nov. Am Samstag wurde einer der ältesten Kämpfer der NSDAP r Landwirt Wilhelm Volk II., zu Grabe getragen. Eine Abordnung jedes Sturmes des Sturmbannes 5, Kriegerverein, Turnverein und Freiwillige Feuerwehr unter Mitwirkung ihrer Kapelle gaben ihm bas Ehrengeleit. Die Grabrebe hielt Pfarrer Schultheiß. Der Kriegerverein erwies bem Toten bie übliche Ehrensalve. Bürgermeister Lang legte im Auftrage ber Gemeinbe einen Kranz nieber, erinnerte baran, baß ber Verstorbene 30 Jahre ber Freiwilligen Feuerwehr angehört habe, unb leit 1919 beren erster Kommanbant gewesen sei. Ihm sei es zu verbauten, baß bie Feuerwehr auf beachtliche Höhe gekommen sei. Dr. Ernst Römer legte bem Mitbegrüuber bes Turnvereins einen Kranz nieber. Wilhelm Volk sei berjenige gewesen, der für ben bamaligen jungen Verein ben ersten Preis nach Hause gebracht habe. Lange Jahre sei er erster Turnwart gewesen, unb auch nach dem Kriege habe er an dem Wiederaufbau des Vereins tatkräftig mitgearbeitet. Sturmbannführer Wilhelm Becker lobte feinen alten nationalsozialistischen Kämpfergeist. Noch vor ganz kurzer Zeit habe er einen Reitertrupp gegründet. Im Auftrage bes Sturmbannes legte er einen Kranz nieber unb nef bem Kameraben ein letztes „Heil Hitler!" zu. <> Hungen, 29. Nov. Wohl als einziger noch lebenber Altveteran von 1870/71 kann unser Mitbürger Wilhelm Philipp K o h 1 h e y e r am 30. November seinen 87. Geburtstag feiern. Der Jubilar würbe in bem Felbzuge 1870/71 bei Gravelotte verwunbet und nimmt — wenn er auch schon seit Jahren, infolge eines körperlichen Leidens, bas Zimmer hüten muß — in voller geistiger Frische noch regen Anteil an ben Tagesereignissen. Mit großer Begeisterung verfolgt er insbefonbere bie politischen Geschehnisse unseres Vaterlanbes. Kreis Spotten. — Eichelsborf, 28. Nov. Im abgelaufenen Kirchenjahr blieb bie Zahl ber Verstorbenen im hiesigen Kirchspiel sehr niebrig. Es starben in Ober-Schmitten 2, in Eichelsborf 6, was etwa 5 vom Tauseub entspricht. § UI r i d) ft e i n, 28. Nov. Der ©ottesbienft am Toten so nntag, ben unser früherer Pfarrer Trapp aus Gießen hielt, wurde durch die geschlossene Teilnahme der SA., SAR., BDM. unb Jungvolk zu einer würdigen Feierstunde der Gemeinde. — Der Winter hat hier schon richtig seinen Einzug gehalten. UeberaU hat die Jugend schon die Schlitten und Schneeschuhe hervorgeholt, um dem weißen Sport zu huldigen. Preußen. Auflösung der Aemier im Kreise Wetzlar. 00 Aus dem Kreise Wetzlar, 29. Nov. Die vom Kreistag im Juli beschlossene Auflösung der Aemter scheint jetzt Tatsache zu werden. In einer an bie Ortsbürgermeister gerichteten Runb- oerfügung teilt ber Vorsitzende bes Kreisausschusses mit, baß bie bevorstehenbe Auflösung ber Aemter schon jetzt bie Ueberleitung von Aufgaben ber Amtsverwaltung auf bie Drtsgemeinbebebörbe notroenbig mache unb baß bies für Fürsorgesachen geschehen solle. Vom 1. Dezember ab wirb vom Bezirksfür- forgeoerbanb (Kreiswohlfahrtsamt) ber unmittelbare Verkehr mit ben einzelnen Ortsbürgermeistern ausgenommen werben. Lediglich die Auszahlung ber Fürsorgeunterstützungen bleibt bis auf weiteres Aufgabe ber Aemter bzw. Amtskassen. Wie wir hören, hat bie Kreisoerwaltung bie Absicht, bie Amtskassen als sog. „Zweckverbanbskassen" vorläufig weiter bestehen zu lasten. Ins Konzeniraiionslaaer gebracht. Worms, 29. Nov. (WSN.) In bas Konzentrationslager nach Osthofen würbe am Montag ber Direktor einer Wormser Großbank eingeliefert, weil er versucht hat, einen Arbeitervertreter burch Gelbzuwenbungen unb Versprechungen zu beeinflussen. Bekanntmachungen des perfonalamts. Ernannt wurde: Am 11. November 1933 der Regierungsbaurat Frey zu Büdingen mit Wirkung vom 1. November 1933 zum Vorstand des Hochbauamts Bensheim mit der Amtsbezeichnung „Oberbaurat": am 14. November der Priocttdozent an ber Universität München, Dr. Karl Bechert, zum ordentlichen Professor, für Theoretische Physik an ber Lanbesunloersität Gießen mit Wirkung vom 1. November 1933 an; am 21. November ber Verwaltungsobersekretär Abalbert Holzhäuser zu Groß-Gerau mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 zum Oberkasseninspektor bei ber Lanbes-Heil- unb Pflegeanstall „Philippshospitak" bei ©obbelau; ber Genbarmeriehauptwachtmeister auf Probe Valentin Brück zu Klein-Steinheim mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 unter Berufung in bas Beamtenoerhältnis zumGenbarmerie-Hauptwacht- meiftcr. am 17. November 1933: der Berufsschullehrer a. D. Philipp Hamm zu Langen, Kreis Offenbach, zum Berufsschullehrer an der Berufsschule daselbst, mit Wirkung vom Tage bes Dienstantritt» an; mit Wirkung vom 1. November 1933 an der Wkl» heim Skolimowski zu Darmstadt unter Berufung in bas Beamtenverhältnis zum Polizei» Hauptwachtmeister. SJL-tfpoit Spietvereinigung 1900 gegen Germania Fulda. Der kommende Sonntag bringt auf dem Platz der Spieloereinigung 1900 einen interessanten Freundschaftskamps. Die Liga des FC. Germania Fulda ist bei den Blauweißen zu Gast. Die Gaste spielen in der gleichen Klaffe wie die Spieloereinigungsleute, liegen aber in ihrem Bezirk an der Spitze. Man wird von den Fuldaern eine geschlossene Leistung erwarten dürfen und die Mannschaft der Spieloereinigung wird einen Gegner vor sich haben, der zur Hergabe allen Könnens heraus- fordert. Schottland —Oesterreich 2:2 (1:1) Fuhballkampf in Glasgow vor 62 000 Zuschauern. Daß der österreichische Fußball, der einmal auf dem Kontinent eine überragende Stellung einnahm, doch nicht so stark im Sinken begriffen ist, wie man das allgemein annahm, bewies das am Mittwoch in ' Glasgow ausgetragene Spiel gegen Schottlands National Vertretung. Vor 62 000 Zuschauern lieferten die Oestcrreicher im Hamden-Park einen ausgezeichneten Kampf und das 2:2 (1:1) Unentschieden u)i-b auch durchaus dem Kampfverlauf gerecht. Schon o?r Beginn des Kampfes brachte unter die Zufcs'ei'iermasi.n eine kleine Aufregung. Der eng« I>lchs Halblinke McPhail war stürmisch davonge- > g'n und hatte nach wundervollem Lauf einge- frtpncn. Der belgische Schiedsrichter Langenus gab jedoch „abseits" und hatte sich damit bei den Zuschauern schon in Mißkredit gebracht. Aus einem S? a stoß resultierte der erste Treffer der Schotten, d r von d m rechten Läufer Maiklojohn erzielt w .rde. Nach verteiltem Feldspiel kamen die Oester- rcich^r jedoch vor Schluß der ersten Hälfte durch ihren Rechtsaußen Z i s ch e ck, der nach feinem Zusammenspiel einschoß, zum Ausgleich. Schon die zweite Minute brachte das Führungstor der Schotten durch McFadyen, der einen von der Latte abgeprallten Ball ohne Mühe einsandte. Wenig später sorgte dann Schall nach schönem Zusammenspiel für den Ausgleich. Der bis dahin fair durchgeführte Kampf bekam nun eine etwas harte Note, auf beiden Seiten hagelte es Herausstellungen. Ein gewaltiger Schlußangriff der Schotten verpuffte an der österreichischen Abwehr. Oer erste Fußbatt-Länderkampf gegen polen. Das vierte Länderspiel innerhalb von acht Wochen führt Deutschland am Sonntag in Berlin zum ersten Male mit Polen zusammen. Wenn man in Deutschland geneigt ist, unseren östlichen Nachbarn in der Spielstärke seiner Fußballmannschaften zu unterschätzen, so dürfte dies ein großer Fehler sein. Liegen auch durch den geringen bisherigen deutschpolnischen Spielverkehr keine richtigen Anhaltspunkte vor, so beweisen doch die Ergebnisse polnischer Mannschaften gegen uns durchaus bekannte und von uns geschätzte Mannschaften anderer Län- der zu denken. Der Kampf gegen Polen in Berlin wird zwar — man hofft es wenigstens — mit einem klaren deutschen Siege enden: ein „Spaziergang" wird er aber für unsere elf Auserwählten nicht werden. Dieser Ansicht hat schon der Deutsche Fußball-Bund dadurch Rechnung getragen, daß er nicht etwa eine zweitklassige Mannschaft gestellt, sondern eine recht starke Elf auf die Beine gebracht hat. Die deutsche Mannschaft: Jakob (Regensburg): Haringer (München), Krause (Berlin): Janes, Bender (beide Düsseldorf), Appel (Berlin): Lehner (Augsburg), Lachner (München), Hohmann, Rasselnberg (beide Benrath), Kobierski (Düsseldorf). Schiedsrichter ist der bekannte Schwede O l s s o n. Internationales Kunstturnen in Frankfurt. Die oeranstaltungsfreudige Frankfurter Turnge- meinde „Eintracht" führt am kommenden Sonntag, 10 Uhr, im Schuhmanntheater wieder einen Kunst- turnwettkampf durch. Diesmal ist die unbesiegte Kampfriege der Frankfurter vor eine Aufgabe gestellt, der sie wohl schwerlich gerecht werden kann. Die Frankfurter werden zwar zu kämpfen wissen, in Fachkreisen rechnet man aber damit, daß die ausgezeichnete Frankfurter Riege dem Können der Gäste aus Zürich nicht gewachsen sein wird. Sämtliche sieben Teilnehmer der Schweizer Riege sind eidgenössische Äranzturner, S ch e i b l i und Walter sind die besten Könner der Riege und gehören auch zur schweizerischen Elite. Giehener Konzertverein Donnerstag. 7. Dezember 1933. 20 Uhr, in der Stadtkirche Drittes Konzert — Joh. Seb. Bach WeMMIorinm für Soli, Chor und Orchester. Leitung: Prof. Dr. Stefan Temesvary. — Der Akadem. Gesangverein, verstärkt durch Mitglieder anderer hiesiger Gesangvereine. — Knaben der höh. Lehranstalten. — Der Gießener Orchesterverein. Solisten: Lore Fischer Alt), Hch. Mül.er (Tenor), Erich IHeyer-Stephan 'Baß). Eintrittskarten: Mk. 1.50, 2.25, 3.00 bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 8) Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus. 7222D I Lichtspielhaus e Gießen H Goethe-Bund, Gießen Sonntag, 3. Dezember, 11.15 Uhr vormittag* DD Einmalige Kulturfilm -Veranstaltung I Ein herrlicher Expeditions-Film | Das wahre BesichtAfrikas Dieser Film zeigt wundervolle Natur-, Tier- u. Jagdaufnahmen aus Ostafrika-Tanganjika - Uganda - von dem Viktoiia-See und Ouellengebict des Nils - aus Kongo — Transvaal — Natal — Kapstadt und der l'inguineninsel Dassan. Kleine Preise: 60 Pf. bis Mk. 1.40, Schüler halbe Preise. Mitglieder des Goethe-Bundes zahlen gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 5, die übrigen Verbände Nr. 11, 50 Pt. und Mk. 1.—. 7220C I Lichtspielhaus • Giefaen I Achtung! Kinder! Eltern! I NaniNtag, 2. Dezember, nachm. 2.15 Uhr, und I Sonntag. 3. Dezember, nachmitt. 2.00 Uhr | WeihnachlsMarclienVorslellun^ Ifür Jung und Alt Der wundervolle Märchen-Tonfilm Hänsel und Gretel 5 Akte, getreu nach Gebrüder Grimm. I Die Wichtelmänner Ein Grimm - Märchen, wie die kleinen Heinzelmännchen den armen Schusters- ■ leuten halfen. 7neC Preise: für Kinder 25, 40. 60, Loge 75 Pfennig. I 1*ur Erwachsene auf allen Plätzen 20 i" IM I ASTO RIA-LICHTS PIE LE ■ Heute Donnerstag bis Sonntag: Der Film der hundert Sensationen I Höllentempo I mit Theodor Loos, Georgia Lind, Theo Lingen, h. Keslin. ■ Die ganae Welt nicht Kopf vor I dienern Film! SALTO KING ist der waghalsigste Artist, der in den letzten ■ Jahren in fast allen Sensationsfilmen als Double ■ der llaunt Darsteller über 40u lebensgefährliche W Akrobatik-Kunststücke ausgeliihrt hat und dabei ■ 40mal schwer verunglückte. Alle Sensationen diene* Film* nind echt, I auch wenn r* Ihnen unglaublich erscheint* Es ist die Sensation aller Sensationen! j Ferner: Gutes Beiprogramm. 7221C I Eßlingen stützt sich in erster Linie auf den Turnfestsieger von München, Nagel, und die Gebrüder Ziegler. Frankfurt turnt in der gewohnten Aufstellung mit Robert Jansen, Heini Ott, Herbert Müller, Georg Pfeiffer, Erich Scligmann, Albert Zelekens und Ernst Winter. Die Frankfurter Mannschaft ist auf den schweren Kampf vorbereitet und nimmt ihre Aufgabe sehr ernst. Ge- turnt wird am Barren, Pferd quer und hoch und Reck und außerdem kommen wieder Freiübungen zur Borführung. Olympialager am Eckbauer. Das Olympialager am Eckbauer bei Garmisch- Partenkirchen wird die Zentralstelle für die demnächst beginnenden Vorbereitungen zur Feststellung unserer Ski-Nationalmannschaft sein. Der erste Auswahlkursus wird in der Zeit vom 15. Dezember bis 1. Januar abgehalten. Die Aufsicht führt der Berbandssportwart Baron Le Fort, die Leitung hat Gustl Müller (Bayrisch Zell), während der Norweger Rolf K a a r b u als Lehrer tätig sein wird. Aus dem Lager der (Schwimmer. Nach Holland verpflichtet wurde jetzt der bekannte deutsche Schwimm ■ Trainer Fritz Großmann (Breslau). Der Breslauer übt seine Lehrtätigkeit bei dem bekannten Amsterdamer Verein „Het Y" aus. Deutsche Schwimmer und Schwimmerinnen beteiligen sich am 3. und 5. Dezember an den internationalen Wettkämpfen in der Kopenhagener Halle. Hauptanziehungspunkt dürfte das Zusammentreffen zwischen der deutschen Meiste- rin Cläre Dreyer und der dänischen Meisterin Else Jakobsen über 100 und 200 Meter sein. Talentierten Schwimmern werden von der Leitung des Stettiner Hallenbades kostenlos Dauerkarten zur Verfügung gestellt, die es auch den Unbemittelten gestatten, im Winter zu trainieren. Ein Entschluß, der zur Nachahmung empfohlen ist. Raymond Deiters, der bekannte Kölner Freistil-Meisterschwimmer und Rekordmann, ist von seinem Verein, dem SC. Sparta, mit einer acht- wöchigen Sperre belegt worden. OieAusbildunqunsererEisschnettäufer Das Eisschnelläufen, bisher in Deutschland aus mancherlei Gründen ein etwas stiefmütterlich behandelter Sport, khird in Zukunft angesichts der großen bevorstehenden Aufgaben vom Deutschen Eislauf-Verband eine besondere Förderung erfahr' en. 9n Berlin und hi München werdet! noch Kurse durchgeführt und auch sonst im Reichß ist man licht untätig. Der hervorragende Iunioreno Meister itm Eisschnelläufen, Sarnes (Berlin), hat von dem Norweger Egnesstongen eine Einladung nach Hanuir angenommen und wird dort die nötige Ausbildung durch den bekannten Norweger erhalten. Kurze Sporinottzen. Berlins Amateurboxer für den Städte- kampf gegen München am 9. Dezember in München stehen mit einer Ausnahme im Mittelgewicht fest, wo Eckert luib Iaskulski noch einen Ausscheidungskampf austragen müssen. Dom Bantamgewicht aufwärts lauter die Aufstellung. Weinhold, Pierentz, Arenz, Hünn ekens, Berensmeier, ?, Holz und Ramek. Deutsch l a n b 5 Tennisjunioren für den oom 30. Deumiber bis 1. Januar in Mailand stattfindenden L» Inderkampf gegen Italien sind wie folgt ausgestellt worden: ©opfert, Henkel und Wil- helmi. Der '.Dettbewerb wird nach dem Muster der Davispoktilspiele ausgetragen. Kunst und Wissenschaft. Verlag Strecker und Schröder, StuttgarL Der Stuttgarter Verlag Strecker und Schröder gibt einen (leinen Bucherkatalog heraus, in dem die wohlgeordnete Vielseitigkeit der oerlegcrischen Arbeit auffällt: E"läushurg5, im Hause von Ht-rri C Berg 7201 A Gemeindeabend I Cafd Amend der Matthäusgemeinde Sonntag, den 3. Dezember 1933 (1. Adv.), abends ch, Pfand von 35 Pfennig an Kochfische, Pfand von 25 Pfonaig an im Fachgeichlft Fischhaus Cuxhaven Marktstraße 23 n&a Telephon 2417 mm EMM? 3*mmen k Zucken k Sterben? 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