Ner > » is »S) fe ;V5 bis ifFJjt 9 bis Ot 14-80 bis^keber 01 Poeten. "vermarkt !m ^reisben*, x 5 "°? einl^ie6[*r$5 j.381 bi* Nr. 254 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag, 30. Oktober 1935 poKfcheckkonto: Sranklurt am Main Hose, vruik und Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-vllch- und Steindruckerel R. Lange in Gietzen. Schriftlettung und Gefchästrftelle: Schulftrahe 7. Erschein» tügltd), nutze» Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustriert» (Biebener Familienblätter Heimat rmDild Die Scholl» Monats-Vezngrpretr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernsprechanschlüfie unter 5ammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Siehe». Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/o mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfürdenAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. verschiede, xn LreL^iese VrsS- verwendet. Lj» Snbi! f b n„ ?*« S* und der 3u. N ""boom Prüfungs« ßbucher fuhren als tib re.bandssignet des Mchz. Y'Derleger. uWn ^sthe M 'ätschen Sund zsaltivn durch, so daß in für die evangelischen Gemein, hl. Abendmahl für die alten Hilbringen und Rutters- 1330. - Donbringen. 1330: cheit zum Empfang des hl. 1-Lindrn. 10: Kirchweih-Fest« bendmahl der Alten. - Gar- enft; anschließend hl. Abend- lbendseier des Ev. Frauenoer« Gottesdienst. - Dahcnborn- 9.15: Predigigottesdiensl; Pst. Anschluß hl. Abendmahl hämt« Kollette. - Srüningen. 13.30: n). - tich. 9.30: Etiilsdechant rttesbienft; 14: Etistspsarrer 10: fiinbergotlesbienft: 11: Mengen 13.30: faupt- fttün oW «A 12.43 -M. 58.28 18.78 13.16 16-37 21- 68.17 4 81." 48.05 12.41 3.647 169.2» 66.33 58.« 68.08 Ä 5 y.10 16.41 81.« & 12.Ö 3,053 169.62 66.47 59.11 66.22 13.24 0,967 2,803 58.56 22. ♦ 16.45 81-38 35- 6 Sh8 0-798 0,2« 5.305 12.71 M. *^77 58.« 58.97 13.22 16.48 169-ft 22- 66.43 81-8 35.08 Xo^' i - jM ♦1,15 | 12-43 I 3.051 169.57 66-7 59. 68.41 13.29 0.9^ 1.798 1,58 S.'4 16-45 81-H 35. 81-« 0Z 5.3$ 1 12.71 ■^nfS^L —--27?Cho6f t QaaA’obeu. to: iKvfrnlranzandacht Sl. Sonntag nach Pfingsten. ist-Sönigsfesl. Beizte; 7: Messe: Sommunum nmunion;9: Srcbigt; 14: Desp» mit Segen, acht mit Segen.-SMverg. ni _ hangen. 8: Hochamt mit Hochamt mit Predigt; M M« llidda. 8.30: Ho jaml mit W 30: Hochamt mit Predigt. osenttanzandachl mit Segen. - 8*M« W*« jjj ’ Js»*“ Apotheke- ___- Deutschlands Kamps für einen Frieden der Ehre und Gleichberechtigung. Der Führer rüst Hessen und Nassauer auf zur großen Friedenskundgebung des ganzen deutschen Volkes am 12. November. Der Bund zwischen Volk und Führer. Eigener Äericht des Gießener Anzeigers. Die alte Reichsstadt, einst Krönungsstadt der deutschen Kaiser, heute Wirtschafts-, Verkehrs- und Handelsmetropole des Rhein-Maingaus, an der Brücke zwischen Nord und Süd, birgt heute tausende fremde Gesichter in ihren Mauern. Einer Völkerwanderung gleich sind sie herniedergestiegen von den Höhen des Vogelsberg, des Spessart, Odenwald und Taunus, zusammengeströmt aus Wetterau und Lahntal, aus Franken und der Rheinebene, Bauern und Städter, Arbeiter und Studenten, Handel- und Gewerbetreibende, Unternehmer und Angestellte, Menschen aller Stände und Schichten des deutschen Volkes durchziehen Stunden um Stunden die mit den Fahnen und Emblemen des neuen Reiches festlich geschmückten Straßen Frankfurts, alle mit dem einen Ziel, den Führer zu hören, einen Blick des Einverständnisses zu tauschen mit dem Manne, der als des Reiches Kanzler den Zumutungen des Auslandes ein hartes Nein entgegengeschleudert hat, der als Führer der erneuerten Nation einen Strich gezogen hat unter eine Epoche der Hinterhältigkeiten und diplomatischen Kniffe und in aller Offenheit für Regierung und Volk mit eindringlichen Worten ein ehrliches Bekenntnis zu einem wahrhaften europäischen Frieden abgelegt hat mit der Aufforderung an die Welt, ein Gleiches zu tun und auf neuen Wegen die Grundlagen für ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Völker in gemeinsamer Arbeit für den Aufbau eines seelisch und wirtschaftlich gleich zerrütteten Kontinents zu schaffen. Nun sitzen sie Kopf an Kopf im weiten Rund der Festhalle, die 20 000 Menschen faßt. Weitere Tausende stehen eng aneinber gepreßt auf dem umliegenden Gelände und füllen unzählige benachbarte Lokale, in die die Rede des Führers durch Rundfunk übertragen wird, währenddes ganz Südwestdeutschland daheim am Lautsprecher und Kopfhörer Zeuge ist der aufrüttelnden Worte Adolf Hitlers. Viel Jugend ist es, die atemlos am Mund des Führers hängt, viele Tausende, die heute zum erstenmal Adolf Hitler Auge in Auge sehen, während die Frankfurter Parteigenossenschaft auf 75 Ludere Säle verteilt ist. Von der gewaltigen Kuppel der Festhalle senken sich Hakenkreuzfahnen, rotes Flaggentuch schmückt die Balustrade ringsum, unterbrochen von Spruchtransparenten, die in eindrucksvollen Schlagzeilen die großen Gedanken dieser Friedenskundgebung den Massen einhämmern, lieber der Tribüne, von der der Führer spricht, grüßen die SA.-Standarten des Gaues Hessen- Nassau, die Treppen zur Tribüne werden rechts und links flankiert von Sturmfahnen der SA. und den schwarzen Wimpeln der Hitlerjugend. Geduldig harren die Massen, die schon vor Stunden jeden letzten Winkel bis hoch hinauf an die Eisenträger der Kuppel die gewaltige Halle gefüllt haben. Die Spannung wächst, je näher der Zeitpunkt rückt, zu dem die Ankunft des Führers erwartet wird. Es ist kvrz nach 18 Uhr. Die Lampen verlöschen, magisch beleuchten viele tausend Kerzen das Stahlgerippe des Kuppelbaus, die Standartenkapelle intoniert den Badenweiler Marsch, der Führer betritt die Tribüne. Unbeschreiblicher Jubel schallt ihm entgegen. Kein Dank, keine abwehrende Bewegung hilft. Nur mühsam verschafft sich der Reichsstatt- Holter in Hessen, Gauleiter Sprenger, Ruhe, um an den Reichskanzler herzliche Worte der Be- zrüßung zu richten. Dann spricht der Führer. In ernsten, ruhigen Worten beginnt er mit einer Schilderung d-er aktuellen außenpolitischen Probleme, deren gänzliche Derfahrenheit dank der unehrlichen Politik der andern bie Reichsregievung zwang, Völkerbund und Abrüstungskonferenz zu verlassen. Scharf pointiert formuliert der Kanzler bann das deutsche Programm. Nur gleichberechtigte Völker können an einem wahrhaften Frieden bauen. Nur als Gleichberechtigte können wir uns wieder an den Verhandlungstisch setzen. „Man gebe uns gleiches Recht, oder sie sollen ihre Sachen allein machen", ruft er in den Saal und stürmisch bekunden die Massen ihre Zustimmung. Mit verhaltener Erregung spricht er von der deutschen Ehre, die nio-c minder empfindlich ist, als» die anderer Völker und keine Diffamierung erträgt, wie sie uns in Genf erneut angesonnen werden sollte. Vom ersten Wort an gehen die Tausende seiner Zuhörer mit ihm, von Satz zu Satz wachst der Eindruck: Führer und Volk sind eins, ber Führer stellt das in packenden, ungemein lebendigen und plastischen Bildern dem Volk vor Augen, n>as es selbst fühlt. Leidenschaftlich rechnet er mit den Emigranten ab, die mit ihren nichtswürdigen Methoden friedliebende Völker gegeneinander Hetzen, und mit vor innerer Entrüstung bebender Stimme nhtet er unter der stürmischen Zustimmung der lassen an das Ausland die Frage: Wer gilt euch mehr, ein deutscher Halunke, der vor dem Tiaatsanwalt über die Grenze floh und nun in Wis mit dem falschen Glorienschein des politischen Märtyrers umherläuft — oder wir, die wir nichts bH, als in anständiger Weife unserem Volke dienen? und ex öarnt bi« Welt, die nationalsozialistische Regierung nicht mit denen zu verwechseln, die vierzehn Jahre lang mit dem Ausland verhandelt haben. Heute ist des Volkes Ehre die Ehre der Regierung und die Ehre der Regierung auch des Volkes Ehre. Deutschland will keinen Krieg, so verkündet der Kanzler unter nicht endenwollender Zustimmung seiner Zuhörer, aber das deutsche Volk beansprucht das Recht für sich, sein Leben nach seinen eigenen Gesetzen zu gestalten. Und er schließt unter sich immer wieder erneuernden Beifalls- und Zustimmungsstürmen der ganzen Riesenversammlung, die sich bei den letzten Sätzen des Kanzlers unter dem Eindruck des heiligen Ernstes feiner Worte von den Von Nürnberg kommend, traf Reichskanzler Adolf Hitler um 16.30 Uhr mit dem brei- motorigen Flugzeug D 2600 auf bem Frankfurter Flugplatz ein. Der Flug war teilweise im Schneetreiben vor sich gegangen. Mit bem Füh- rer kam seine ftänbige Begleitung, barunter auch ber Reichspressechef ber NSDAP. SS.-Oberführer Dr. Dietrich. Zum Empfang hatten sich ber Reichsstatthalter in Hessen Gauleiter Sprenger unb Staatsrat Dberpräfibent Prinz Philipp von Hessen eingefunben. Der Führer begab sich zunächst zur Wohnung bes Reichsstatthalters unb traf bann um 17.45 Uhr bie Fahrt nach ber Festhalle an. Die Straßen nach bort waren mit einem ungeheueren Menschenspalier besetzt. Die Begeisterung stieg ins Riesenhafte. In seinem Wagen stehend, nahm ber Führer bie Hulbigung ber Mein Führer! Ich grüße Sie im Ramendes Gaues bes rhein-mainischen Gebietes, insbefonbere aber im Namen aller beren, bie hier keine" Platz mehr fr den konnten. Tausenbe unb Abertausende, bas we>ß ich, stehen braußen auf ben Straßen, sitzen in den Lokalen am Lautsprecher unb harren ber Worte des Führers. Mein Führer! Am 4. Oktober 1 930 nach der Reichstagswahl haben Sie von dieser Halle aus einen Appell an die Welt gerichtet. Die Welt stand damals insbesondere der Partei, die im Aufstieg war, noch haßerfüllter gegenüber als es heute vielfach aus der dortigen Presse zu uns herübertönt. An jenem Tage haben Sie aber bereits ber Welt keinen Zweifel gelassen darüber, was Sie wollten, wenn Sie die Macht in Deutschland restlos in der Hand haben. Sie sagten damals, mein Führer: Wenn die anderen sagen, ihr seid schuld am Kriege, wir sagen aus unserer Ueberzeugung und unserem Herzen heraus: Es ist nicht wahr. Die nationalsozialistische Bewegung wird sich gegen diese Jnfamierung des deutschen Volkes zur Wehr setzen. Sie sagten dann weiter: Ist es ehrenvoll, Verpflichtungen zu erfüllen, wenn man weiß, daß bie Nation daran z u Grunde geht? Es gibt eine Ehre, bie über ber Von ber Rebe bes Führers wirb folgenbe amtliche Fassung verbreitet: „So wie am 5. März bas beutsche Volk sich entfärben mußte über ben Kurs im Innern, so muß es sich am 12.November entscheiden über ben Kurs nach außen. Es muß sich klar entscheiben, ob es will, baß bie Ehre ber Nation unb i h r gleiches Recht in ber Zukunft vor ber ganzen Welt offen unb frei vertreten werben soll. Es muß sich entscheiben für einen Weg, ber im ersten Augenblick vielleicht schwer fein kann, ber aber unserer Ueberzeugung nach auf bie Dauer eine große Nation allein in ihrer Größe zu erhalten Derma g." Unter stürmischer Zustimmung ber Versammlung zeigte der Führer erneut da s Ergebnis und die verheerenden Folgen des Versailler Ver- t r a g s auf, der doch Verständigung und Versöhnung bringen sollte, der aber durch seine Unvernunft die kommuni st ische Idee großgezüchtet und Millionen Menschen zu Feinden der menschlichen Gesellschaft gemacht habe. „Einst sagten sie, wir müßten abrüsten. Wir haben a b g e • r ü ft e t, und sie sollen nicht so tun, als ob die Abrüstung bei uns praktisch nicht durchgeführt worden wäre. Sie waren ja mit ihren Kontrollkommissionen lange genug in Deutschland, um das überwachen zu können. (Stürmischer Beifall.) Aber nicht genug, daß bie anberen nicht abrüsteten, sie hätten ausgerüstet! Von wem fühlten sich bie anberen Völker bedroht? Etwa von uns? Wenn Plätzen erhoben hat, mit der Aufforderung, am 12. November sich mit einem freubigen unb stolzen Ja zu ihm unb seinem Friebensprogramm zu bekennen, und mit der Mahnung, hinter ihm zu stehen als wahre Volksgemeinschaft in seinem Kampf für einen Frieden der Ehre und Gleichberechtigung, die Grundlage für eine glücklichere Zukunft für unser deutsches Volk und die ganze Welt. Wieder und wieder dankt das Volk seinem Führer für feine aufrüttelnden und wegweisenden Worte, bis die Klänge des Horst-Wessel-Liedes die imposante Kundgebung beenden. Hessen und Nassauer werden am 12. November ihre Pflicht tun! Frankfurter Bevölkerung entgegen. Auf dem Frankfurter »Festhallengelände ging die Fahrt durch das Spalier der SA. und SS., der Hitlerjugend, des Jungvolks, des B d M. und Abteilungen des Freiwilligen Mrbeits- b i e n ft e s. Der Präfentiermarsch klingt immer roieber auf, unb ber Jubel ist grenzenlos. Gruppenführer Polizeipräsident B e ck e r l e melbet bem Führer bie SA. Dann geht er in bie Festhalle. Im Halbbunkel ber Deckenbeleuchtung schreitet ber Kanzler burch ein Spalier von ausgestellten Stan- barten vor bie Brüstung auf ber Rebnerempore. Alles hat sich erhoben. Minutenlany burchbrausen bie Heilrufe ben Saal, bie sich schließlich in bem Gesang bes Deutschland-Liebes auflösen. Nun tritt Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger vor bas Mikrophon, um mit kurzen Worten ben Führer zu begrüßen. Ehre eines Völkerdunbes steht: es ist bie Ehre einer freien unb unabhängigen Nation. (Stürmischer Beifall.) In biefer Halle waren damals mehr als ein Dutzend Korrespondenten der ausländischen Presse. Die Welt hatte alsoZeit seit jenem 4. Oktober 1930, diese Ihre Grundgedanken zur Außenpolitik zu überlegen und sie kann sich nicht darauf berufen, daß stein Unkenntnis gelassen worden sei über die Ziele der heutigen Reichsregierung. Jener Appell an die Außenwelt wurde — davon habe ich mich damals überzeugt — über die ganze Welt verbreitet. Mein Führer! Das ganze deutsche Volk dankt Ihnen nun, daß Sie das, was Sie damals der Welt verkündeten, blitzschnell in die Tat umgesetzt haben, daß Sie die Ehre des deutschen Volkes davor bewahrten, daß sie vor der Abrüstungskonferenz des Völkerbundes in den Staub gezogen worden ist. (Brausender Beifall.) Das deutsche Volk ist gewillt, mein Führer, Ihnen i n N o t und Tod in Treue zu folgen und harrt, wie hier in Hessen-Nassau, so in ganz Deutschland Ihres Rufes. Das Wort hat der Retter der Ehre Deutschlands, der Führer der Deutschen, Adolf Hitler! sie heute rüsteten, seien etwa wir schuld daran, etwa die hunderttausend Mann, die wir hätten? Es müsse endlich mit diesen Phrasen aufgeräumt werden, daß alles unferetroegen geschehen müßte. (Stürmischer Beifall.) Wenn man gerade auf bas nationalsozialistische Deutschland verweise, dann erinnere er daran, daß noch vor einem Jahre die Welt die natio- nalsozialistischevewegung als gänzlich bedeutungslos und sogar noch nach der Machtergreifung als vorübergehende Erscheinung bezeichnet habe» und jetzt aus einmal behaupte man, man habe in den letzten zehn Jahren nicht abrüsten können, weil der Nationalsozialismus da f e i. Sie hätten 13 Jahre Zeit gehabt, a b j u r ü ft e n, als wir nicht an der Macht waren, ja es fei sogar möglich, daß — wenn die anderen in diesen 13 Jahren ihr versprechen eingelöst hätten — der Nationalsozialismus vielleicht überhaupt nicht zur Regierung gekommen wäre. Allein sie hätten es nicht getan. „Das deutsche Volk hat nicht nur technisch — militärisch abgerüftet, nein auch geifflg und moralisch hat es abgerüftet." (Stürmischer Beifall.) In ihrem 14jährigen Ringen habe die nationalsozialistische Bewegung sich duräigeseht, nicht um einem Sriegswahnfinn zu huldigen, sondern um Deutschland vor dem Abgrund zurück;ureihen, vor einem Abgrund, ber den Wahnsinn bes Bolschewismus über Deutschland gebracht und keineswegs an den deutschen Grenzen halt gemacht hätte, wenn das mitteleuropäische Gebiet dem Bolschewismus nicht standgehalten hätte, dann wäre heute Europa verloren. Der Führer sprach bann von bem großen Programm ber Bewegung, besten Verwirklichung mit ber Machtergreifung am 30. Januar begonnen habe. Dieses Programm wolle bie Beseitigung ber beutfdjen Zerrissenheit unb bes inneren Verfalls, es wolle ein Symbol unb eine Autorität, es wolle bie sittliche unb kulturelle Erneuerung, ein neues Recht, bie Erziehung unserer Jugenb unb ben Ausbau unserer Wirtschaft aus sich selbst heraus. Für biefes Programm hätten wir nun neun Monate gekämpft unb vieles von ihm bereits verwirklicht: bie Parteien feien beseitigt, ber Mißbrauch ber Religion unterbunben, bas Hakenkreuz flattere heute über ganz Deutfchlanb, zweieinhalb Millionen Erwerbslose seien roieber in Arbeit, bie Korruption ausgerottet, bie nationale Erziehung ber Jugenb sei in Angriff genommen, unb diese Jugend werde unter unserer Erziehung einmal vollenden, was mir begonnen hätten. „Unser Angriff gegen bie beutsche Not wirb fein Enbe nehmen, bis am Enbe bie beutsche N o t beseitigt sein wirb." So hätten wir bisher nur bem einen Gebanken gelebt, z u arbeiten für unser Volk, unb ber Welt nichts zu leibe getan. Uns aber ließ man schmähen. Die Welt sei sehr empsinblich für bie Ehre anberer Völker. „Sehr gut! Wir verstehen biefe Wahrung ber Ehre. Aber wir bitten uns aus, baß man auch unsere Ehre nicht qngreift! Sollen wir etwa weniger Ehre haben nur beshalb, weil es einst 26 Staaten möglich war, uns zu besiegen? Es ist unmöglich, ben Ausgang eines Krieges z u einer ewigen Recht sgrunblage der Völ- kerbeziehungen z'u machen. Wir haben auch unsere Ehre, unb bas soll bie Welt wissen!" (Lang anhal- tenber Beifall.) Der Führer zeichnete bas wahre Gesicht ber Emigranten unb gab seiner Verwunberung Ausdruck, baß es biefen Elementen erlaubt werbe, Völker gegeneinanberzuhetzen, mit benen wir in Frieben leben wollen, Versöhnung unb Verstänbnis möchten, unb benen gegenüber wir nur ben einzigen Wunsch hätten, baß enblich bie Kriegspsychose aus ber Welt oerschwinbe. wir könnten nicht dulden, daß bas deutsche Volk als zweitklassige Nation behandelt werde. Man dürfe die beutsche Regierung nicht mit denen verwechseln, mit denen man vierzehn Jahre lang verhandelt habe, „wir haben ein Gesühl für die Ehre der Nation deshalb, weil wir sie auch persönlich besitzen. Ich bin nicht Reichskanzler geworden, um jetzt andere moralische Grundsätze zu vertreten, als ich sie bisher vertreten habe. (Stürmischer Beifall.) In meinen Augen seht sich die Ehre einer Nation zusammen aus der Ehre, dem Lhrempsinden und dem Ehranspruch ihrer einzelnen Menschen. Ich glaube, bie Ehre einer Regierung ist bie Ehre eines Volkes, unb bie Ehre eines Volkes muh die Ehre der Regierung fein. (Stürm. Beifall.) Wir wollen nicht andere Völker unterdrücken ober unterjochen unb nicht biejenigen auf bem Schlacht- selbe verlieren, bie unseres Blutes sind, um fremde zu gewinnen, die uns niemals lieben würden. Wir wollten ben Krieg nicht haben, aber ba s Recht f ü r unser Volk, sein Leben selbst zu gestalten! Das sei nicht Sache ber anberen Welt. (Brausenber Beifall.) Wenn alle von Sicherheit reben, bie nicht bebroht seien, bann müsse man uns, bie wir uns mit Recht bebroht fühlen könnten zum minbeft bie gleiche Sicherheit geben. Wenn man nicht abrüsten wolle, bann solle man es sagen. Wenn man uns bie Gleichberechtigung nicht geben wolle, bann solle man es ebenfalls sagen. Er könne aber nur eines wieberholen: Niemals würben wir uns an Konventionen beteiligen, bet benen wir nicht völlig gleichberechtigt feien. vereinsamt kann man {ein, diffamiert nicht! (Stürmische Zustimmung.) Ich bedanke mich für Vereinbarungen, die ich mit meiner Ehre einkaufen soll. Und wenn man sagt, bann werdet Ihr isoliert sein, dann erkläre ich, lieber ehrenhaft isoliert sein, als ohne Ehre geduldet zu werden. (Lebhafte Heil-Ruse.) Ich bin ber Ueberzeugung, daß bas deutsche Volk zu viel Charakter hat, als daß es anders denken könnte als feine Regierung, daß es in dieser Stunde, dieser geschichtlichen Stunde, nicht anders entscheiden kann, als mit dem Worte: Ja. (Stürmische Zustimmungserklärungen.) Es bleibt kein anderer Weg. Ich habe keine Kanonen. Ich habe nur euch, meine Volksgenossen. Mit euch muß ich dieses Recht für Deutschland erkämpfen. Ihr müßt hinter mir st e h e n. Wir müssen Zusammenhalten. Wir können den Kampf Sie Ankunft des Führers in Frankfurt a. M. Die Vegrüßnngsansprache -es Reichsftattzatters Die Rede des Führers. „Wir wollen keinen Krieg, aber das Recht für unser Volk, sein Leben selbst zu gestalten." nur führen, wenn wir ein« einige Mann» schäft sind. (Die begeisterten Massen erheben sich von ihren Plätzen und jubeln dem Führer zu.) Ihr müßt alle erkennen, daß wir in einer großen ge- schtchtlichen Zeit leben, einer Hell, die nur ein Volk zu bestehen vermag, das seinen Willen ein« heitlich und einmutig der Well gegenüber vertritt. Und dieser Wille werd nicht nur dem deutschen Volke allein nützlich sein! Das gleiche Recht der Völker nur allein kann auf die Dauer einen wirklichen und wahrhaften Frieden gründen. Indem wir biejen Kampf durchführen, kämpfen wir nicht nur für uns, sondern letzten Endes auch für die Gemeinschaft der Völker. Wenn ihr am 12. November zu unserer Sache, zu eurer Sache steht, dann steht ihr damit zum deutschen Volk und zum Deutschen Reich." (Minutenlange tosende Beifallskundgebungen.) lleberraschen-er Besuch im Opernhaus. Am Sonntagabend besuchte der Reichskanzler das Frankfurter Opernhaus, um dort dem zweiten und dritten Akt der „Meistersinger" beizuwohnen. Trotzdem von diesem überraschenden Besuch offiziell nichts bekannt war, hotte sich doch eine Zahlreiche Menschenmenge angesammelt, die den Führer bei seinem Eintreffen vor dem Opernhaus begeistert begrüßte. D«r Reichskanzler ließ sich von dem Generalintendanten die baulichen Einrichtungen eingehend erklären. Während der Pause zwischen dem zweiten und dritten Akt erhob sich in dem vollbesetzten Hause ein Sturm der Begeisterung. Auch als der Führer nach der Vorstellung das Haus verließ, hatte sich auf dem Opernplatz eine große Menschenmenge eingesunden, die ihm bei seiner Abfahrt nochmals begeisterte Ovationen barbrachte. Reichsinnenminister Nr. Frick Über die Aufgaben -es neuen Reichstags. Berlin, 28. Oft. (ENB.) In einem Interview im „völkischen Beobachter" erklärt Reichsinnenminister Dr. Frick über Sinn und Durchführung der Reichstagswahl vom 12. November u. a.: Die Einheitsliste für alle 36 Wahlkreise enthält die 686 Namen der Wahlbewerber, die von mir als dem Retchswahlleiter im Einvernehmen mit der Reichsparteileitung und mit den Gauleitunaen zu- iammengestellt worden sind. Die Einheitsliste enthält unter den Gesichtsvunkten der außenpolitischen Bedeutung dieser Wahl etwa 30 b i s 40 Kandidaten, ole nicht Parteigenossen sind, und die u. a. der Gruppe der ehemaligen Bürgerlichen Parteien wie der Deutschnationalen, des Zentrums, der BDP. uho. entnommen sind. Unter ihnen sind zu nennen Ge- fjeimrat Claß, Graf Quabt, Hackelsberger, Freytaah-Loringhoven unb anbere. Die Einheitsliste mit 685 Namen ist also i n allen Wahlkreisen b l e gleiche. Es haben jeboch bie Gauleitungen ble Möglichkeit, für ihren Wahlkreis noch weitere Namen Der Einheitsliste hinzunufüaen. Diese Bewerber stehen aber bann nur in den Wahlkreisen zur Wahl, in dem sie ausgestellt sind. Aus einer Reihe von politisch-taktischen Erwägungen erschien es nicht zweckmäßig, schon für bie Wahl am 12. November bas Wahlgesetz zu ändern. Im übrigen ist es richtig, daß die Weiterentwicklung des bisherigen demokratisch-parlamentarischen Wahlbetriebes in der Richtung eines öffentlichen V o l k s b e k e n n t n i f - s e s durchaus nationalsozialistischen Grundsätzen entspricht. Die Frage, In welcher zeitgemäßesten und politisch überzeugendsten Form der Volks- wille künftig zum Ausdruck kommen soll, erfordert gründliche und eingehende Prüfung. Eine Entscheidung darüber ist heute selbstverständlich noch in keiner Welse erfolgt. Nur soviel kann man jedenfalls sagen, daß bei dieser Reichstagswahl wohl zum letzten Male nach dem bisherigen W a h l s y st e m gewählt wird. Es war notwendig, dem deutschen Bolke noch ausdrücklich Gelegenheit zu geben, vor aller Welt feine Verbundenheit mit der Politik der Ehre unb des Friedens, ble Adolf Hitler proklamiert hat, zu bekennen. Der neue Reichstag wirb in erster Linie außenpolitisch ein Bekentnis zur P v - litik bes Reichskanzlers Adolf Hitler abzulegen haben. Innenpolitisch wird er die Reformaufgaben lösen müssen, die notwendig sind, um künftig jede unnötige Kräfte- Zersplitterung durch die Aufrechterhaltung historischer, aber heute überholter und unzeitge- mäßer Gebilde und Einrichtungen zu verhindern. Es wird notwendig sein, das Deutsche Reich auch innenpolitisch so umzubauen, daß cs unter Wahrung aller traditionellen Eigenarten im einzelnen nach außen hin stet» eine unerschütterliche politische Einheit barstellt. Auch über da» Schicksal der Länderparlamente wirb im Zuge der innerpolitischen Reformausgaben der kommende Reichstag zu beschließen haben. Das ganze Oeuischland soll es sein. Berlin, 28. Oft. (TU.) 220 deutsche Der- bände aller Art erlassen folgenden Aufruf: In ber Erkenntnis, daß der Entschluß der Reichsregierung, die Ehre Deutschlands über bie Mitarbeit im Dölkerbunb zu stellen, im ganzen Volke als eine befreie nbe lat begrüßt wird, haben sich die unterzeichneten Verbände zu- tornmengefunben, um in den Kreisen ihrer Milglle- der alle Kräfte dafür einzufetzen, daß der freudige Widerhall dieser Regierungsmaßnahme seinen Ausdruck findet in einer einstimmigen Beladung am 12 November. Di« unterzeichneten Spitzenorganisationen fordern die ihnen angeschlossenen Verbände und Vereine« auf, sich mit allen Men zu Gebot stehenden Mitteln für die Volksabstimmung einzusetzen und jedes einzelne ihrer Mitglieder an seine Pflicht gegen Volk unb Aaterlanb zu mahnen. Da» beutsche Volk forbert Gleichberechtigung, (trieben unb Arbeit. Die Einmütigkeit im Wollen und Trachten aller Deutschen, rückhalllose» vertrauen zum Führer und unerschütterlich« Ge- folgschaftstreu« .zu befunden, Da» Ht ber einzige Sinn ber Volksabstimmung vom 12. November. Wer an diesem lagt oeriagt, stellt sich bewußt in die Reihe der Feinde de» beut- schen Volke». Dem Jrelheilsdichter des Drillen Reichs! Oer Führer weiht in Aeumartt ein Oietrich'Eckart'Gedächtnismal. Neumarkt (Oberpfalz), 29. Ott (TU.) Neumarkt, die Heimatstadt de» nationalsozialistijchen Dichter» und völkischen Vorkämpfers Dietrich Eckart hat sich aus Anlaß der Weihe des Dietrich- Eckart-Denkmals in ein festliches Kleid gehüllt. Jedes Haus ist mit Fahnen, Tannenkränzen und Guirlanden geschmückt. Am Eingang zur Hans- Schemm-Straße leuchten vom Transparent eines Triumphbogens die Worte „Deutschland erwache" — ber flammenbe Kampfruf Dietrich Eckarts. Die Einleitung ber Feiern bildete am Samstag die laufe der Realschule in „D i e t r i ch - E ck a r t - S ch u l e". Nach einer Begrüßungsansprache de» Anslaltsdirektors hiett Kultusminister S ch e m m bie Weiheansprache, in ber er betonte, baß Dietrich Eckart einer ber größten Deutschen sei, er, ber nicht nach äußeren Werten gesucht, sondern gewußt habe, daß das Wertvolle im Charakter und im deutschen Wesen liege. Er gehöre zu den Pionieren des Dritten Reiches. Die wenigen, die feinem Rufe gefolgt feien, hätten die Fundamente Rasse unb Seele, V o l k unb Gott freigelegt, auf denen das Dritte Reich auf- gebaut fei. Am Sonntag fanden vor dem Rachaus und vor dem festlich geschmückten Geburtshaus Dietrich Eckarts Standkonzerte statt. Gegen Mittag begannen sich bie Tribünen im Stadtpark und der Platz vor dem Denkmal zu füllen, bi» kurz nach 12 Uhr Fansarenklänge das Nahen des Führers verkünden, der sich auf der Fahrt von Stuttgart nach Frankfurt a. M. befindet. Kreisleiter Dotzer begrüßt den Führer mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue unb entbietet im Geiste Dietrich Eckarts ein breifaches Siea-Heil. Dann bringen der Gesangverein und der Lieberkranz Neumarkt ein Dietrich Eckart geweihtes Lieb zu Gehör. Ein Sprechchor trägt ben flammenden Kampfruf Dietrich Eckarts „Sturm, Sturm läuten die Glocken... Deutschland erwache" vor. Äunftmaler Reich, ber Vater ber Ibee zur Errichtung des Denkmals, fchilbert bann ble Entstehungsgeschichte bes Denkmals. Der Rebner erinnerte baran, baß Dietrich Eckart einer ber Ersten gewesen sei, ber bie Führerpersönlichkeit Adolf Hitlers erkannte und die Worte prägte: „Wenn das Schicksal überhaupt einen Mann bestimmt hat, Deutschland zu retten, bann ist dieser Mann Adolf Hitler". So habe Eckart auch am Vorabend des 9. November 1923 zu Ihm, dem Redner, dies seherische Wort gesprochen: „Es komme wie es will. aber Hitler setzt sich durch. Ueder Hitler liegt ein Stern." Oie Weihere-e -es Führers. von Dieltaufenbftimmigen Heilrufen begrüßt ergriff hierauf ber Führer bas Wort zu einer Weiherebe, in ber er erinnerte an bie Kampfzeit vor zehn Jahren, an jene Zeit, ba bas Schicksal feinen unvergeßlichen Freund Dietrich Eckart von uns nahm. .^Heute stehen wir wieder in einem schweren Kampf. Das Wort, das Dietrich Eckart prägte: «Deutschland erwache!' ist seit jenen Tagen der Ruf unseres Volkes geworden. Wenn wir damals in Deutschland kämpften um bie Gestaltung ber Ehre, um bie Wiebererweckung bes nationalen Gewissens unb bamit für bie Wieber- geburt unseres Volkes, bann kämpfen w i r heute um bie Ehre ber deutschen Na- tion der Welt gegenüber. Möge am 12. November nun endlich Dietrich Eckarts Gebet «Deutschland erwache' restlos in Erfüllung gehen. Es ist eine herrliche Zeit, in der wir dieses Denkmal weihen, eine Zeit, bie ba» erfüllt, für was Dietrich Eckart bamals mit uns gekämpft hat unb für das er damals gestorben ist. Ein erbärmliches kleines Geschlecht, das damals sinnlos einen Mann zu Tode brachte, ber fein anbe- res Ziel hatte, als für Deutschlanb eiiuu- treten. Nun, ba sein Ziel heute in herrlicher Erfüllung begriffen ist, haben wir ein Recht, vor ben Toten hinzutreten unb zu sagen: Du b i ft nicht u m f o n ft g e ft o r b e n. Du lebst weiter neben ben Tausenden und Millionen, die dahingegangen sind für Deutschland, für ben Bestand unsere» Volkes unb unser Reich, bahingeaangen sind für Deutschlanbs Auferstehung. Wir haben heute nach zehn Jahren bas stolze Recht, ber Oessentlichkelt unb unserem Volke dieses Denkmal zu übergeben, denn das Gebet Dietrich Eckarts ist in Erfüllung gegangen: Das deutsche Volk ist erwacht. Nach mit Begeisterung aufgenommenen Heilrufen begrüßte der Führer bie Anverwanbten Dietrich Eckarts sowie einige alte Mitkämpfer unb Freunde des Dichters und begab sich bann in bas alte historische Rathaus, wo ihm vom Bürgermeister die Ehrenbürgerurkunbe ber Stabt Neumarkt überreicht wurde. Gegen 13.20 Uhr trat der Führer mit seinem (Befolge die Weiterreise nach Frankfurt a. M. an. Deutschland zur Lust abgerüstet und schutzlos. Ministerpräsident Göring auf der Boelcke Gedächtnisfeier in Esten. Essen, 29. Oft. (TU.) In ber Essener Licht- bürg fand am Sonntagmittag eine Oswald- Boelcke - Gedächtnisfeier statt, bie besonderes Gewicht durch die Anwesenheit des preußischen Ministerpräsidenten Göring, des ehemaligen Kameraden des großen Kriegsfliegers, erhielt, der bemerkenswerte Ausführungen über die bis zum letzten burchgeführten Luftabrüstung Deutschlands unb ben fehlenbenLustschutz machte. Zuvor hatte ber Minister durch ehren ersten Spatenstich bie Arbeiten für die neue Flugsport- Halle des Luftsportoereins Ruhrgau feierlich eröffnet und sich die von dem Luftsportverband bar- fiebotenen Flugsportvorsührunaen angesehen. Bei einem Erscheinen In der dichtbesetzten Lichtburg wurde dem Minister ein begeisterter Empfang zuteil. Weihevolle Stille trat ein, als nach einem Ge- benffprud) auf Oswald Boe Icke und nach ernsten Weisen ein scyllchtwürdiger Bühnenaufbau sichtbar wurde: lieber einem Rasenhügel, auf dem ein Lorbeerkranz liegt, unb zu besten Selten zwei Säulen mit rauchenden Opferschalen und Ehrenwachen der SA. mit Fahnen stehen, das Bild bes gefallenen Helden. Nach der Begrüßung burch ben Landes- arupoenführer Rheinland-Westfalen des Deutschen Luftsportoerbanbes, den Pour-le-m6rite-ftlleger Arthur Sau mann, der seinem ehemaligen Geschwaderführer ein herzliches Willkommen entbot, sprach Minister Göring. Görings Ge-enkre-e. Er pries den toten Helden als pflichttreuen unerschrockenen Soldaten, als den Lehrmeister ber deutschen Kriegsflieger, als ben hilfsbereiten und bescheidenen Kameraden. Eine Krastquelle der Nation sei das Gedenken an die Vergangenheit, soweit sie künde von Heldentum, Opfer unb Hingabe, baß ein Volk sich bankbar bekenne zu seinen großen Toten, bie durch ihr Vorbild, durch ihr Leben unb Sterben bie Zurückgebliebenen begeistern zu gleicher selbstloser Hingabe und sie aufrichten zum neuen Glauben. Das lebendige Vorbild Boelckcs leuchtet in die Zukunft der deutschen Luftfahrt, wie auch die nationalsozialistische Bewegung aus dem lebendigen Menschen Hitler, der mehr bedeutet al» alle Programme, Paragraphen und Entschließungen, ihre unversiegbare Kraft schöpfen. Wenn wir der Männer wie Boelcke und Richtyosen nebenten, bann sind wir mitten in den Sorgen und Nöten der beutschen Luftfahrt. Denn Deutschland — so rief der Minister mit erhobener Stimme — auf einem Gebiet bi» zum Letzten abgerüstet hat, bann auf dem Gebiet der Luftfahrt. L» ist nicht wahr, so erkläre ich al» verantwortlicher Leiter der deutschen Luftfahrt laut und deutlich, daß wir. wie man un» zum Teil noch oorroirft, Flugzeuge au« dem Kriege behalten haben, wir haben auch keine Geschwader ausgestellt, und wenn sie sagen: Aber Euere Verkehrsflugzeuge! Dann sagen sie das gegen bessere» wissen. Dann werden ihre Sachverständigen ihnen sagen, daß unsere schwerfälligen Verkehrsflugzeuge niemals als Kriegsflug- ze u g e in Frage kommen können. Ich betone, daß wir bereit sind, auf alle anderen Flugzeuge zu verzichten, daß man uns aber e i n Minimum von Verteidigungsflugzeugen zugestehen muß, bie nach ihrem Aktionsradius überhaupt nicht für einen Angriff in Frage kommen. Wenn man uns selbst das versagt, bann müssen auf der anderen Seite böse A d - sichten bestehen. Gewalt hat uns gezwungen, die deutsche Luftflotte vollständig zu vernichten, aber bie Ehre kann man uns nicht nehmen. Wir wollen nichts anderes als die Gleichberechtigung. Die uralte Sehnsucht, sich von der Erden- schwere äu lösen, zu fliegen, läßt sich nicht au» den Herzen der Menschen unb namentlich ber Iugenb reißen. Die beutsche Luftfahrt ruft bas deutsche Volk auf, ihr beizustehen, damit Deutschland nicht aus dem Luftraum der Welt ausgefchaltet werde." — Mit dem Horst-Wessel-Lied sand die eindrucksvolle Feier ihren Abschluß. Aus den Strafen und vor dem Hotel war Ministerpräsident Göring noch lange Gegenstand lebhafter Huldigungen. Der Prozeß gegen die Reichsiagsbrandstister. Berlin, 28. Ott. (WTB ) Als erster Zeuge erklärt in der Samstagoerhandlung des Reichstagsbrandprozesses der Journalist Walter 0 e h m e den Torgler als denjenigen angegeben habe, mit dem er zusammen gewesen sei, als Karwahne, Frey und Kroyer oorbeikamen Er könne sich auch bei ge- nauestcr Prüfung seines Gedächtnisse» nicht erinnern, Karwahne, (jrep und Kroyer im Vorraum bes Haushallssaales während der Dauer seines Gesprächs mit Torgler gesehen zu haben. Lediglich einige Fraktionsdiener seien durch ben Dorraum gekommen. Die Frage eines Beisitzers, ob er nach dem Reichstagsbrand mit Torgler telephoniert habe, bejaht der Zeuge und befindet, daß Torgler ihn bei dieser Gelegenheit gefragt habe, ob er ihm raten würde, sich s e l b st der Polizei zu stellen, weil er mit dem Reichstagsbrand in Verbindung gebracht worden sei. Der Zeuge Oehme habe ihm erwidert, daß es im Interesse ber Kommunistischen Partei lieg«, wenn er sich ber Polizei zur Verfügung stelle. Torgler fragt, was er gesagt habe auf bie Mitteilungen. die Oehme in ber Brandnacht ihm feie- rbnnhd) übermittelte Der Vorsitzende fragt, was bas mit dem Prozeß zu tun habe, worauf Rechtsanwalt Dr. Sack er- klättj Ich tonnt« mir das jo oorfdellen, daß Torgler jagen will: Ich habe frühzeitig erfahren, daß man mich mit dem Brand in Zusammenhang bringt, ich hätte also, wenn ich wollte, mich drücken können. Der Zeuge erinnert sich, daß Torgler in der Tat sehr empört darüber gewesen fei, daß man ihn verdächtigen könne. Er könne aber nicht auf seinen Eid nehmen, ob da» schon im Gespräch in der Nacht ober erst in dem Gespräch am Vormittag war. Auf weitere Fragen bekundet der Zeuge, er besitze einen Mantel von ähnlichem Aussehen, wie ihn gestern ber Zeuge Denschel pe'childert habe,E» sei also möglich, daß Denschel ihn mit bie,em Mantel im Gespräch mit Torgler gerben habe. Das könne aber nicht am Brandtage gewesen sein, fonbern an einem anderen läge. Der rüber bei der Sozialdemokratischen Fraktion als Chauffeur tätig gewesene Zeuae Gutsche, der auf Antrag de» Rechtsanwälte» Dr. sack geladen worben ist, weil er für eine Verwechslung mit oo n berfiubbeln Frage kommen könne, er- klärt, er habe am Portal 2 den Abgeordneten Tora- ler in Hut unb Mantel getroffen. Der Zeug« fuhr zusammen mit Torgler in» Obergeschoß, unb T. ging vor ihm her, aDerbing» nicht mehr in den Dor- raum, ba bi« sozialdemokratischen Frattionszimmer davor liege*. Er habe Torgler wiederhott mit zwei stark gefüllten Aktentaschen in den Reichstag kon» men gesehen. Zur gleichen Frage wird der frühere Fraktion», fetretär der Sozialdemokraten Jakubowitz vernommen. Rechksamoall Dr. Sack bittet, den Zeugen den Abgeordneten Karwahne und Frey gegenüber zustellen. Der Angeklagte van der Lubbe steht zunächst neben dem Zeugen Gutsche. Die Zeugen Karwahne, Frey und Kroyer halten eine Verwechslung bes Lubde mit Gutsch« für ausgeschlossen. Nunmehr wird Iakubowitt ben bret Zeugen gegenübergestellt, die auch in diesem Falle eine Der- wechslunq für ausgeschlossen halten. — Der nächste Zeuge Major a. D. Hans Weberstedt, der als Presieleiter der Reichskagsfraktion der NSDAP, fein Arbeitszimmer direkt neben dem der Kommunisten hatte, bekundet, daß er am 27. Februar gegen 16 Uhr einen scharfen beißenden Geruch bemerkte, ber noch scharfer war als Benzin oder Benzol. Aus dem Fußboden war aber nicht» zu sehen. weiter Hal der Zeuge am Branbtage ober am läge vorher vor dem Zimmer der Kommunisten zwei Leute gesehen, von denen der eine eine große Kiste trug und einen merkwürdig langen Mantel anhatte. Al» ihm dann die Angeklagten vom Untersuchungsrichter vorgefuhrt wurden, habe er in Xaneffben wann milder Kiste wiedererkannt. Der andere wann sei zweifellos Lubbe gewesen. Lr habe ihm dies seinerzeit glatt auf ben Kops zugesagt. Er habe e» auch damals nicht bestritten, sondern im Gegenteil einen sehr erschrockenen Eindruck gemacht. Als eine weitere Merkwürdigkeit er- zahlt der Zeuge, daß er sich am läge nach dem Reichstagsbrände gewundert habe, daß die Tür zu dem kommunistischen Fraktionszimmer offen stand. Es fiel mir auf, sagte der Zeuge weiter, daß da» Zimmer t a bei lo» in Ordnung war. während sor.st, nach dem Geräusch zu urteilen, zwei Schreibmaschinen In dem Zimmer waren, befand sich jetzt überhaupt keine Waschine mehr darin. L» waren überhaupt nur noch die Gegenstände im Zimmer, die dem Reichstag gehörten. Alle» andere war entfernt Wan hatte den Eindruck, als ob diejenigen, die hier aufgeräumt halten, schon wußten, daß sie nicht mehr zurückkeh". reu würden. Die Schränke waren alle geöffnet laneff und van ber Lubbe werden nun dem Zeugen vorgeführt und von diesem bestimmt al» die beiden Männer mit ber Kiste vor dem kommunistischen Frakkions- zimmer wiedererkannt Der Hausinspektor Scranowitz ist der Auffassung, daß sich der Täter noch in einem Zimmer bes zweiten Obergeschosses aufgehalten Haden kann. Er habe von oben beobachten können, baß unten die Zimmer abgesucht wurden. Darauf sei er a u • dem Fenster herausgestiegen, hab« b i« Scheibe eingetreten unb f i ch herunter« fallen lasten. Der Betreffend« habe bann ganz gut aus dem Haus kommen können, indem er sich unten zwischen bie Pressevertreter mischte, wenn er nicht zu auffällig und abgerissen gekleidet war. Die Scheide war noch nicht entzwei, al» ber Zeuge sich am Lrandtaa zwischen 22 und 23 Uhr in ba» Obergeschoß begab. Erst gegen 23 Uhr habe er bann die zerbrochene Scheibe entbeckt. Die Kratz- spuren auf dem Fensterbrett waren ganz frisch. E» müsse da jemand herausgeklettert fein. laneff: Ich sage nach wie vor, daß ich niemals im Reichstag war, da ich am 24. Februar, am Freitag, nach Berlin kam unb niemals mit beutschen Kommunisten irgenbroie in Serbin« düng gestanden habe. Der Angeklagte D i m i t r o f f will wissen, ob ber Zeuge Weberftebt mit seinem Kollegen Dröscher über seine Wahrnehmungen bezüglich laneff» und Lubbe» gesprochen hat. Zeuge: Ganz eingehenb. Dimitroff: Hat auch Dröscher über seine Wahrnehmung gesprochen, baß er Dimitroff im Reichstag gesehen hat? Zeuge: Da» hat er mir natürlich erzählt. Dimitroff: Beide haben sich also über diese Fragß unterhalten. Es handelt sich um Zeugen, die hier mit verteitten Rollen kommen, von denen ber eins behauptet, baß er laneff unb Lubbe, ber anbere, daß er Dimitroff gesehen hat. Vorsitzender: Er meint. Sie hätten sich verabredet, der eine wolle den und der andere jene» gesehen haben. Der Zeuge Weber st edt erklärt entschieden, daß er niemals eine Abrede getroffen habe. Tonest fragt den Zeugen Weberstedt, warum er erst am 20. März feine Bekundungen über die Bulgaren gemacht habe. Der Zeuge erklärt, er hab« sich dieser Begegnung erinnert, al» er die Bilder der Bulgaren an den Anschlagsäulen sah. Al» bann der Untersuchungsrichter in Berlin eintraf, habe er et für feine Pflicht gehallen, feine Beobachtungen deiy Untersuchungsrichter mttzuteilen. Wettere Verhan» lang Montag. Ministerpräsident Göring bei einer Speisung von Tausend bedürftigen Voltsgenoffen. Essen, 29. Okt. iWTB.) Nach ber Äunbgebun» In ber Essener Ausstellungshalle begab sich Mim» fterpräfibent Göring zum städtischen Saalbau, wo eine Speisung von 100Ö bedürftiger V o l ks g e n o s s e n staltsand. Der Saal war mit einem großen Bilde des Führers und mit Hakes« kreuzfahnen orächttg geschmückt. Die Tische, an denen die Tausend gespeist wurden, waren geschmackvoll mit Blumen belegt und festlich gedeckt. Der SS.-Musikzug spielte den Gästen frohe Weifen Als ber Ministerpräsibent mit feinem (Befolge eintraf, würbe er stürmisch bejubelt Hermann Göring unb seine Begleitung, barunter auch ber Großind»- striclle Fritz Thyssen, nahmen Inmitten ber Versammelten Platz. Dann marschierten unter Misst an bie hunbert Kellner mit vollen Schüsseln a4 unb nun begrüßte Staatsrat (Bauleiter Terbooe» ben Ministerpräsidenten unb ble Gäste. Er betonte, baß bie,er Abend im Rahmen ber NS-Winterbt-S ble Volksgemeinschaft aufs neue Di« kräftigen solle. In einem Reich«, da» fehl Klastenstande unb Parteiunterschlebe mehr kemch gebe es nur ein Volk vom Führer bi» wS letzten Mann. Dann sprach Ministerpräsident ring. Es ist mir ein aufrichtige» HerzensbedürfvT sagte ber Minister, mich aerobe an blejenigen M wenden. bU uns als Arbeiter der Fcmst früh» txin Pt,, ’n u n c ' ^r»M®^rü nT.-Kriegso , fafcnl Mr unfrett I Berlin, 28., I wflwrtretfrj bts :..'rl,run0lrat g* I Am vertretenen I '"''Klien d r“ lun ab zur l±'"5 A' I t aus eine fro; Eftrjw* j 2* Mi ^trbefrei t «flanke ) so ore Las PTtiitt nicht" HM »tbctW etrli^n Qiel d Iiisedi I !'«1/-"llen c i ber «lb tu"*1 Ü*««Uebu' ■ra ifcmtr, v: daß i- ch« P btm Bt tbl par ein erftruü btt bchnden unbinbtrlaumc jtn wirb, bars Rur Schaben m fonbern »er be ffü»r,r fit) 0 3a allgemeiner lbtnbfiun6er heUrichlub fr Wwjtn ble e -tu ht einzelnen Men. unb bie :Nr bürfen Ben | 8#mfMrbeU unb l eb Mrbeügtbtr I kiimbe Lrsatzein , bntnonsntrmlnbt' Ite SÄ. hat' euch die Ire » rung unb bami I denn Wirtschaft. * daubung zu bi nb Lagern erg ÄMmmgen. Der Oer^ roröerf oerm «ri Berlin, 28.! I öelblt hat ir Sosialminislerien »nbigftit einer tag feiern: Vizekanzler von Pap das 54. Lebensjahr vollendet, und Reich eichsminister .qeiwffen herangezogen zu werden, und zwar durch Steuerbefreiungen bei Reubauten. OSRAM 1, Kostenlose Rechtsberatung für unbemittelte Volksgenoffen. i. in den Gaurechtsstellen für arteigenossen geschaffene D r • "" imgeitig bittet die Reichsfach. ,ge nach wie vor, daß ich nie« stag war, da ich am 21 q, nach Berlin kam und niemals muniften irgendwie in Serbin- zwei Mitglieder des Reichskabinetts ihren Geburts- "' ' ' 3'b(55ffä,&r»i«5»' jimitrofl mit seinem Kollegen Drösche bmungen bezüglich Taneffs un) für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. G o e b . b e l s , der 36 Jahre alt wird. Reichspräsident von Hindenburg suchte Sonntag vormittag den Vizekanzler von Papen auf, um ihm seine Geburtstagsglückwünsche persönlich zu überbringen. Reichsminister Dr. Goebbels beging feinen Geburtstag im Streife feiner Familie und seiner nächsten Mitarbeiter. Am Morgen spielte die Kapelle der SS.-Leibstandarte Adolf Hitlers vor seinem Hause. In Tausenden von Telegrammen und Briefen gratulierten die Parteigenossen aus Berlin und aus dem ganzen Reich. Vom F ü h - r e r ging folgendes Glückwunschtelegramm ein: „Mein lieber Doktor! Zu Ihrem heutigen Geburtstag sende ich Ihnen meine aufrichtigsten Glückwünsche. In herzlicher Freundschaft und Verbundenheit Adolf Hitler." Verhaftung eines englischen Journalisten. Berlin, 28. Okt. (WTB.) Der Münchener Korrespondent des „Daily Telegraph", Roel Panter, der sich dringend verdächtig gemacht hat, sich auf unerlaubte Weise Nachrichten militärischen Charakters verschaffen zu wollen, wurde verhaftet. Panter hat einige Zeit mit einem in München wohnhaften Reichsdeutschen Verbindung gehabt, der im Verdacht der Spionage und der Uebermittlung von Greuelnachrichten ins Ausland steht. Die Er. mittlungen beziehen sich also auf Verfehlungen, die ein Verfahren wegen Landesverrats nach sich ziehen könnten. Der englische Generalkonsul in München hat die Erlaubnis erhalten, den verhafteten Eng- länber zu besuchen und hat sich dabei überzeugen können, daß diesem alle Erleichterungen gewährt werden, um die er gebeten hat. Die britische Bot- schaff ist entsprechend unterrichtet worden. Kleine politische Nachrichten. Der russische Außenkommissar Litwinow ist auf der Durchreise nach Washington Samstag in Berlin eingetroffen und am späten Nachmittag weitergereist. Litwinow hat die Gelegenheit seines Aufenthaltes in Berlin dazu benutzt, dem Reichsminister des Auswärtigen Frei Herrn v. Neurath einen Besuch abzustatten. In ganz Kuba ist ein dreitägiger General- streik proklamiert worden, der sich auf die Beförderungsmittel und die Elektrizitäts- und Wasser- werke erstrecken soll. Die Oelgesellschaften haben ihre Angestellten aus gesperrt. Die Regierung ist anscheinend nicht imstande, der Lage Herr zu werden. In der Nord- und Westschweiz und auch in Süd- baden ist am Sonntagvormittag ziemlicher Schnee gefallen und zwar bis in die Niederungen herunter. -Die Berge prangen alle im weißen Kleid. Am Sonntagvormittag setzte sich der Schneefall fort. Die Hochstationen in der Schweiz melden naturgemäß den stärksten Schneefall. So verzeichnet der Rigi 20 Zentimeter Neuschnee bei fünf Grad Kälte. Auch der Südzug der Alpen wurde von Niederschlägen heimgesucht. Größtenteils bestanden diese jedoch aus Regen. Die Temperaturen sind allenthalben stark gesunken. Dinier in England. In ganz Groß-Britannien ist in den letzten Tagen winterliches Wetter eingekehrt. Die meisten Landesteile haben Graupel-, Hagel- und Schneeschauer zu verzeichnen. An der Ostküste herrscht Sturm. Der Schnee ist in einem Teil von Nordengland und Schottland so reichlich gefallen, daß der Verkehr behindert ist. Wegen des Sturmes auf der Nordsee haben mehrere Schiffs in der Bridlington-Bucht Schutz gesucht, darunter das holländische Motorschiff „Europa" aus Groningen, dessen Deckbauten teilweise weggerissen wurden. Wie die Blätter aus München-Gladbach melden, ist gegen den ehemaligen Zentrumsabgeordneten Professor D e f f a u e r in Frankfurt a. M. und den Geschäftsführer der Carolus-Druckerei G. m. b. H. Anklage wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue erhoben worden. Das Verfahren schwebt bei der Großen Strafkammer des Landgerichts in München-Gladbach, die Strafkammer hat Haftbefehl gegen Prof. Dessauer erlassen. Prof. Dessauer liegt schon seit mehreren Wochen krank im Marienkrankenhaus in Frankfurt a. M. * Das Personalamt der hessischen Regierung teilt mit: Ernannt wurde am 20. Oktober der Hauptmann a. D. Hans-Werner von Zeugen unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Ministerialrat und stimmführenden stellvertretenden Reichsbeoollmächtigten für Hessen, mit Wirkung vorn 1.Oktober 1933 an. ®irb btt u. 9 f bittet 6 0,1 n68re „Nnknü. w SÄ' JSeugtn 'EN hallen S'HJi Ochste « als ,en dem der 8^?^. sein Qmh 27-5ebr?SftUniften hn(e,6enbe49en 16 ^rfer war als ^ruch **Mt Ä'lte roejen. ^5°?^ Zwei. to,!K*S °°ch dm habe, bie he° Mkliooszlmmer offen V ber Zeuge weiter, ftllosinotbnuna **- °ach dem Geräusch « 'maschiueu in dem Zimmer «V überhaupt keine oqüu. ts waren über- Degevstände im Zimmer, lehörten. Alle, andere llan halle den Ginbrutf, ab er aufgeräumt hallen, schau mehr zurückkeh". 'chräake waren alle geöffnet er Lvbbe werden nun dem und von diesem be- i beiden Manner mit m kommnnislischell Zrakiions- liedererkanni. ' Ecranowiß ist der Auf. Täter noch in einem Zimier hoffe; aufgehalten haben lann. beobachten können, daß unten ht wurden. Darauf fei er aus rausgestiegen, habe di, tten und sich herunter« Betreffende habe dann gan? •5 tommen tonnen, irwea Ankara, 29. Okt. (WTB.) Aus Anlaß des 10. Jahrestages der Republik hat die ganze Stadt festlichen Schmuck angelegt. Usberall wehen Fahnen und feiern Inschriften den großen Tag. In den Straßen wogt eine festlich gestimmte Menge. Auch vom Lande ist die Bevölkerung in Scharen herbeigeströmt. Das Standbild von Ghasi Mustafa Kemal Pascha ist mit Blumen geschmückt. Außer der deutschen Abordnung unter Führung des Botschafters Nadolny sind Abordnungen aus Bulgarien, Griechenland, Sowjetrußland und Ungarn eingetroffen. Ausländische Pressevertreter sind in einer Anzahl zur Stelle, wie sie Ankara noch nicht gesehen hat. Die drei der Türkei von der Sowjetunion als Geschenk übersandten Flugzeuge sind heute ebenfalls eingetroffen. Ghasi Mustafa Kemal empfing in Gegenwart der Großen Nationalversammlung das diplomatische Korps, in dessen Namen der Doyen, der Gesandte der Sowjetunion Suritsch den Präsidenten beglückwünschte und mit Bewunderung den Erfolg heroorhob, den die türkische Republik in den letzten zehn Jahren im Kampfe um die Unabhängigkeit des türkischen Volkes errungen habe. In seiner Antwortrede sagte der Ghasi, er, der persönlich die Geburtsstunde des jungen Reiches miterlebt und seine Erstarkung begleitet habe, begrüße mit besonderer Freude den Doyen als bewährten Freund der Türkei. Die türkische Revolution besaß, so sagte er, einen ausgesprochenen aufbauenden Charakter, sie war das Werk der Vaterlandsliebe des Volkes, verbunden mit einem menschlich hohen Ideal, das die Kinder des Volkes lehre, alles Schöne und Große zu erfassen und den Bedürftigen mitfühlend zur Seite zu stehen. Im Anschluß an den Empfang des diplomatischen Korps emofing der Staatspräsident in Sonderaudisnz den deutschen Botschafter N a d o l n y , der ein Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten von Hindenburg mit einem Bild Hindenburgs im goldenen Rahmen überreichte. Danach überreichte Botschafter Nadolny sein Abbe- r mir natürlich erzählt. doch nun ab zur R e ch t s b e r a t u n g unent- m -1 M) also über diese W zeitlich zur Verfügung zu stehen, unabhängig h ft fab um Zeugen, bie p \ davon, ob sich aus der Rechtsberatung im späteren . non henen bet eint verlaufe eine Prozeßvertretung ergäbe oder nicht. cnbeI6i jtje :m BNSDJ. zusammengeschlossene deutsche An- panerf um ' mlltschaft bat den Reichsjustizkommissar Dr. esehen u- veröd F-ra n k zur kameradschaftlichen kostenlosen Rechts- meint je») bsratung für alle unbemittelten deutschen Volks- illt den uno gsnossen herangezogen zu werden, und zwar durch Berlin, 29. Okt. (VdZ.) Eine Durchführungs- oerorbnuna des Reichsfinanzministers über die Steuerbefreiung für neu errichtete Kleinwohnungen und Eigenheime ge- wchrt Steuererleichterungen, sofern sie der Steuer- pffiichtige ausdrücklich unter Hinweis auf die Durchführungsverordnung b e a nt r a g t. Als Kleinwohnungen gelten solche mit höchstens 75 Qua- teatmeter nutzbarer Wohnfläche. In Ausnahmefälle:,! kann dieses Maß um ein geringes überschritten : -1 Soaiouu, ' ll) irden. Als Eigenheim kommen nicht nur höt(ti0‘ üizelhäuser, sondern auch Doppelhäuser und '' - 0 1000 v , gial s i)r.ühenhäuser in Betracht. Die nutzbare Wohnfläche - ■ luflnfi Der » ü hakv jtiarf 150 Quadratmeter nick' überfteigen. Nur wenn " on d Eigentümer mehr a . s drei Kinder hat, Ide D'^ gesch^ iinb für das vierte und jedes weitere Kind weitere *?Vwur&etL ?*flibedL | ie 15 Quadratmeter erlaubt. Nebenräume in orts- unt» feft*1^, geifert-1 Blichen Grenzen rechnen nicht zur nutzbaren Wohn- M". W.elnIJ ■—=»■■■■-■ — ........ -uö i'k;» KKK Araberunmhen in Palästina. Auch in Jerusalem und Haifa blutige Zusammenftötze mit der Polizei. London, 29. Okt. (TU.) Die iudenfeindlichen Kundgebungen der Araber in Palästina nahmen am Freitag einen sehr bedrohlichen Umfang an. Die Unruhen griffen von Jaffa auf andere Städte, darunter Jerusalem und Haifa über. Ein englisches Flugzeuggeschwader wurde von Aegypten nach Jaffa in Marsch gesetzt. Größere Truppenabteilungen werden in Bereitschaft gehalten. In Jerusalem sammelten sich tausende von Arabern am Damaskustor vor dem Gebäude des englischen Oberkommissars und nahmen eine drohende Haltung ein. Als aus der Menge auf die wachthabenden Polizisten ein Schuß abaegeben wurde, eröffneten diese das Feuer auf die Demonstranten und zerstreuten sie. Beim Herodestor wurde ein englischer Nachrichtenreiter von der Menge mit Steinen beworfen. In der Mittagsstunde versuchten die Araber, die von auf den Dächern stehenden verschleierten mohame- dänischen Frauen durch schrille Schreie angefeuert wurden, bie Polizeikette am Iaffator 3 u burchbrechen. Die Polizei war gezwungen. Den Gummiknüppel zu gebrauchen unb einige Schüsse abzufeuern. Zu Zusammenstößen kam es auch auf ber Hauptstraße in ber Altstadt, als die Araber jüdische Geschäftsinhaber zwangen, ihre Läden zu schließen. Die Polizei zerstreute die Menge, konnte aber nicht verhindern, daß ein Laden zerstört wurde. In Haifa haben die arabischen Führer mit Gewaltmaßnahmen gedroht. Panzerwagen durchfahren die Straßen, und ein englisches Flugzeuggeschwader hat bie Stabt mehrere Male zur Warnung überflogen. In Damaskus fanben am Samstag auch englanbfeinbliche Kunbgebungen statt. rufungsfchreiben. Der Ghasi sprach dem Botschafter in einer persönlichen Unterrebung seine Anerkennung für seine außergewöhnlichen Verdienste aus. Die SA ehtt den fiittischen Sundesgenossen des Weltkrieges Berlin, 29. Okt. (WTB.) Am Tage der zehnten Wiederkehr des Grünbungstaaes des neuen türkischen Reiches marschierte als Ausdruck ber deutsch- türki-schen Bundestreue während des Weltkrieges eine verstärkte SA.^LHre nwache vor der türkischen Botschaft auf. Zwei Doppelposten, alte deutsche Asienfrontkämpfer, die für besonders verdienstvolles Verhalten an der türkischen Front mit dem türkischen Halbmond ausgezeichnet worden waren, hielten am Palais die Ehrenwache. Gegen 12 Uhr erschien ber Chef bes Stabes der obersten SA.-Führung Röhm, um persönlich bie Glückwünsche der gesamten SA. und ber beutschen Frontgeneration sowie ber in ber SA. zu- sammengeschlossenen beutschen Jugend zu überbringen. Der türkische Botschafter, Kemalebbin Sami Pascha, ber im Kriege 17mal verwundet worben ist, trug die Generalsuniform mit bem Eisernen Kreuz 1. Klasse. Vor bem Palais ber Bot- schäft war ein Ehren st urm ber SA. auf- marschiert. Die Musik spielte das Horst-Wessel-Lieb, bie türkische Nationalhymne unb bas Deutschlanb- lieb. Grüßend standen der Botschafter mit feiner Gattin, der Stabschef Röhm unb bie anberen Gäste auf dem großen Balkon, der mit kostbaren türkischen Teppichen unb mit dem türkischen Halbmond geschmückt war. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der Botschafter in Begleitung des türkischen Militärattaches in Berlin, sowie Stabschef Röhm und seines Gefolges die Reihen des Ehrensturms ad. Den Abschluß bilbete der Vorbeimarsch des Ehrensturms. Der Reichsbischof empfing den Lanbesbischof der evangelischen Kirche augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien, Dr. Glonby. Der Bischof ber (Siebenbürger Sachsen gab bem Reichsbischof einen Bericht über bie Lage bes evangelischen Deutschtums unb über ben Zusammenhang von Kirche unb Volkstum in ben fiebenbürger Gemeinben. Die Zurückziehung ber vor bem Haager Schiedsgericht anhängigen deutschen Minderheitsklagen wegen der polnischen Agrarreform und der Maßnahmen gegen den Fürsten Pleß erfolgte, weil Deutschland diese Klagen in seiner Eigenschaft als Ratsmacht auf Grund des § 12 her Minderheitenverträge anhängig gemacht hatte. Nachdem nun durch den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund auch die Funktion als Ratsmacht erloschen ist, ergibt es sich als logische Folge, daß Deutschland jetzt auch die Klagen vor dem Haager Gerichtshof zurückziehen muß. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich vor der Moschee angesammelt, um Rache für die Todesopfer in Jaffa zu fordern. Um die Demonstranten zu zerstreuen, feuerte die Polizei mehrere Salven in die Luft. JnNablus wurde das Feuer auf Hunderte von Arabern eröffnet, die den Bahnhof angriffen. Ein Mann wurde getötet. Die Lage in Jaffa ist äußerst gespannt. In den Bezirken von Jaffa und T e l a v i v ist angeordnet worden, daß nach 18 Uhr niemand das Haus verlassen darf. Der von den Arabern verkündete Generalstreik nimmt an Umfang zu. Die Truppen be» finden sich an allen strategisch wichtigen Punkten m Bereitschaft. Auch die Städte Nazareth und das nördlich vom See Genezareth gelegene <5 a f e b, bas ben Juben als Heilige Stabt gilt, stehen unter verstärktem Schutz. In ben Straßen ber vorwiegend von Arabern bewohnten Stabt Nablus, bas Sichern ber Bibel, finb Tankpatrouillen eingesetzt. Bisher haben sich die Kunbgebungen fast aus- schließlich gegen bie englische Dermal- tung gerichtet. Trotzbem sinb bie j ü b i sch e n Fa - milien in großer Angst unb haben sich teilweise in ihren Häusern eingeschlossen. Der Präsibent ber arabischen Natio- n a 11 i ga hat bem englischen Kolonialminister e i n Protesttelegramm gesanbt, in bem es u. a. heißt: „Wir fordern den Schutz ber Araber in Pa- läftina und bie Erfüllung zugestandener Rechte. Eine ganze Bevölkerung kann nicht burch Gewalt zu ber Annahme von Debingungen gezwungen werben, die nicht ber Überlieferung Englanbs als einem christlichen unb zivilisierten Staate entsprechen. Wir protestieren gegen das Märtyrertum ber ganzen arabischen N a - t i o n, bie 73 v. H. ber Bevölkerung Palästinas ausmacht unb beklagen bie Anwendung von Gewalt gegenüber einem unbewaffneten unb frieb- kichern Volke." lichen Volke." Aus aller Welt. Der erste Schnee. In ben Vormittagsstunden bes Sonntag sind in ganz Sübbayern, insbesondere in ben Bergen, starke Schneefälle eingetreten. Wenn auch ber Schnee im Flachlanb, in den Straßen ber Stäbte, nicht liegen blieb, so überzogen sich doch die Felber unb Wiesen auf dem Lande mit einer zusammenhängenden Schneedecke. Besonders stark waren die Schneefälle im Gebirge. So erfahren wir von der Zugspitze, daß dort 30 Zenttmeter Neuschnee auf 80 Zentimeter Altschnee gefallen sind. Die Temperatur betrug in den Nachmittagsstunden bes Sonntag minus 8 Grad. Auf der Rotwand, die ebenfalls eine beträchtliche Schneelage aufweist, sank das Thermometer am Sonntagnachmittag auf minus 7 Grad. Auf der Zugspitze sind am Sonntag schon die ersten Skifahrer eingetroffen. fläche. Die Steuerbefreiung hat zur Voraussetzung, daß nur deutsche Baustoffe verwendet werden. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn geeignete inländische Baustoffe nicht vorhanden find oder die fßerroenbung zu unverhältnismäßiger Verteuerung führen würde. Der Steuerpflichtige hat bei dem Finanzamt einen Antrag auf Anerkennung der Steuerbefreiung zu stellen. Das kann schon vor Errichtung des Neubaues geschehen. Zwei Geburtstagskinder im Reichskabinett. Berlin, 30. Okt. (TU.) Am Sonntag konnten Wettervoraussage. Die gestern noch über Deutschland gelegene Störung wandert mit ihrem Kerngebiet über bie Ostsee in nordöstlicher Richtung weiter. An ihrer Rückseite fließt allerdings noch Kaltluft südwärts, die bei ihrem Auftreffen auf das Festland wechselhafte Bewölkung unb vereinzelt auch leichtere Schauer verursachen wirb. Mit ber Kaltlut steigt allerbings ber Luftbruck weiter an, so baß sich ein Zwischenhoch bilden wird, bas die Wetterlage ruhiger gestalten dürfte. Die Besserung wird aber nicht von allzu langer Dauer fein, denn über Island entwickelt sich bereits neue Störungstätigkeit. Aussichten für Dienstag: Wechselndwolkig mit Aufheiterung, Temperaturen ziemlich niedrig, nachts stellenweise unter dem Gefrierpunkt, nur vereinzelt leichtere Schauer. Aussichten für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig mit Aufheiterung, tagsüber etwas milder, meist trocken. Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 2,3 Grad: am 30. Oktober: morgens 4,2 Grad. Maximum 5,3 Grad, Minimum 2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 5,2 Grad: am 30. Oktober: morgens 5,1 Grad Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheindauer V» Stunde. Ein falscher Slandpunkt ist es, eine Glühlampe lediglich nach ihrem Anschaffungspreis zu beurteilen. Die Glühlampe wirb täglich gebraucht, weshalb die Betriebskosten die Hauptrolle spielen. Sie faüen relativ um so niedriger aus, je besser bie Glühlampe die von ihr aufgenommene elektrische Energie in Lichtleistung umsetzt. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Glühlampen nicht auf ben Preis, sonbern auf Qualität achten. Sie können zwar die Qualität der Lampe nicht ohne weiteres beurteilen, aber Sie können auf ben Märkennamen achten. Wählen Sie Osram-Lampen, so gewährleistet Ihnen dieser weltbekannte Markenname beste Lampenqualität. O—. 6150V gegenüber gestanden haben. Nicht nur durch eigene schuld sind so viel Volksgenosien arm und elend geworden. Das Volk wäre nie in solche Armut geraten, hätte nicht eine verbrecherische Politik so vieles zerstört. Deshalb ist bas, was wir euch heute geben, nicht ein Almosen, sonbern es ist Wieber- gutmachung. Pflicht eines jeben ist es, bem Nächsten beizuspringen unb zu helfen. Unb so erwarte ich, baß Das Winterhilfswerk bem Volke hilft unb es am Leben erhält. Arbeitnehmer im SA-Oienst. Berlin, 28.Ott. (VDZ.) Der Reichsstanb des beutschen Hanbwerks teilt über bie Einberufung von Betriebsangehörigen zur D i e n ft- leistung bei SA., SS. unb St. folgenbe Verfügung der Obersten SA.-Führung mit: „Das erste Ziel ber nationalsozialistischen Bewegung ist, für jeben deutschen Volksgenossen A r - beit z u schaffen. Wenn allmählich die Angehörigen der SA. Arbeit bekommen, darf nicht burch unzweckmäßiges Ansetzen von 5A.- Appellen unb Hebungen ber Ver- iblenft ber Arbeitnehmer gefdjmälert ober ber Arbeitgeber gezwungen werden, für nicht geleistete Arbeit Lohn rif m. z u bezahlen. Aus biesem Grunb finb Appelle unb Hebungen zeitlich so anzusetzen, haß ■bie SA.-Männer, um ihrer Pflicht nachzukommen, iiiicht ihre Arbeit verlassen müssen. JäUe, baß z. B. Heizer von Fabrikanlagen ober »Eisenbahner ihre Arbeitsstelle vorzeitig verließen, ■m bem Befehl ihres SA.-Führers zu folgen, finb Zwar ein erfreulicher Beweis ber Dienstbereitschaft, Öer Schaben aber, ber baburch entstehen kann »nb in ber kaum aufstrebenben Wirtschaft hervorgeru- fien wirb, b a r f nicht übersehen werden, ejür Schäden muß daher nicht ber Gehorchenbe, Ambern ber ben Dienst ansetzenbe S A. - Führer sich verantwortlich fühlen. Im allgemeinen kommen für ben Dienst b i e SKbenbftunben nach Geschäfts- unb A r - beitsschluß in Frage, für länger bauernbe Ulebungen bie Samstagnachmittage, so- aelt bie einzelnen Berufsschichten zur Verfügung f>ehen, unb bie Sonntage. Keinesfalls aber bürfen Berufstätige einen Ausfall in ihrer Berufsarbeit unb bamit eine Lohneinvuße erleiben unb Arbeitgeber nicht zu einem Verlust burch zu lüftenbe Ersatzeinstellung veranlaßt ober zur Pro- touttionsoerminberung gezwungen werben. Die SA. hat ben neuen Staat erkämpft, sie ist auch bie Trägerin ber Arbeitsförde- rru n g unb bamit bes Wieberaufbaues einer gefun» denn Wirtschaft. Für eine mehrwöchige volle Beurlaubung zu ben Uebungskursen in ben Schulen unb Lagern ergehen befonbere gesetzliche Be° frtimmungen. Der Chef bes Stabs: gez.: Röh m." Der Reichsarbeitsminister f-rbert vermehrte Unterbringung von Kriegsbeschädigten. Berlin, 28. Okt. (CNB.) Reichsarbeitsminister Selbte hat in einem Runbfchreiben an bie Sozialministerien ber Länber erneut auf bie Not- teenbigteit einer verstärkten Unterbrin = bdt ^Berlin, 28.Oft. (CNB.) Unter Vorsitz bes j «-.'ellvertreters bes Reichsjustizkommissars, Pg. Ober- - Ucher über feine W regierungsrat Schraut, beschlossen bie burch ihre huf! e? limißoft >m Deichs- z-ihrer vertretenen deutschen Anwälte j e b e m un» I & emittelten deutschen Volksgenossen gung ber Kriegsbeschädigten aufmerksam ; T-effeoertrcermiläte, wenn gemacht. Die Hauptfürsorgestellen haben die Pflicht, । abgeriffen getkibei war. Die alle Handhaben, die ihnen das Gesetz über die Be- entynei, als ber \\ä) scchäftigung Schwerbeschädigter gibt, mit Nach- n 22 uxto W in bos druck und erschöpfend anzuwenden, tpr W& XÜjr habe t: zumal noch immer nicht alle Arbeitgeber ihre Ver- > ctyibt entdeckt Die Kräh p flichttmgen aus diesem Gesetz erfüllt haben. Es iterbrttt waren ganz frisch, (k- inuß angeftrebt werden, Schwerkriegsbeschädigte in j berausgellettert sein einem höheren Hundertsatz, als ihn bas Gesetz vor- v 1 -1- sieht, unterzubringen, wie es z. B. auch bei ben Keichsbehörben, ohne baß fick irgenbwelche Schwierigkeiten ergeben haben, geschieht. Zu biesem Zweck I ist engste Zusammenarbeit von Fürsorgebehörben unb NS.-Kriegsopferversorgung unerläßlich. & S« ta»"*' ge- e/h/ge Tropfen MAGGI5 Würze verbessern das einfachste Essen 5H7D 6701 D vermieten. früher jetzt PutWlHPBWtf lottPfd. Gebr. Herrenrad päsaßscMag> den Uhr auf Gerstenkaffee Roggenkaffee Maiskernpnder Der irisch« vom Solle Höfling ju Smyrna Kalifornische „ Korinthen Pflaumen Eitra Pflaumen groll Süße Mandeln Graupen mittel Graopea fein Pfd.-^r..24 Hartweizengriefl Pfd. -X-2S WeichweizengrieO pfd. ->r-.23 Wissenschaftliche Weriii Sondergoblet der ßrührscben Druckerei Pfd jes l2 Pfd. Gul möbl. Zimmer evtl.m.Schlasztmm. und Bad u. (ynrane, Nähe Bahn u. Kli- Pfd JiatJ 1.20 Pfd .22 Dr. Grude knöpfte den weißen Kittel, sah im Spiegel, daß er in Kragenhöhe einen Fleck aufwies und nahm einen anderen aus dem Schrank. Der war tadellos. Er liebte das. Vielleicht mit ein Grund, daß die Frauen das Hauptkontingent in seiner Sprechstunde ausmachten. Und das war gut so. Seine Patientinnen bestanden aus Frauen oller Stände, und jeden Alters und Berufes. Trotz seiner noch relativen Jugend von 32 Jahren war sein Wartezimmer zur Zeit der Sprechstunde immer überfüllt. Seine Praxis erlaubte es ohne weiteres, ■t.Tiich.ZWaachkea 3 ■achltiecle, 1 Beh- ■teil. ■. Pateetralei- 3 Spiegel, 1 Spesen: lalenelnr., ITheke r ■arm., 3Sofas, 3 lli ment., 8 Stack Trtjp. Linier, 1 Baieaelk ■aacklee, 1 Kicke« actrank, 1 Anricbh 1 flirr. Handwaiei new. billig. Braai Schreinerwerksiall oder neeifln. Raun, au mieten gesucht. Schriftl.Angeb.unt. 06246a.d.Gleh.Anz. 'Zlkadem. Beamter sucht für sofort Z-4-Zimmer- Wohnung mit gutem Komf. in beiter Vnne. Angebote mit Preis unt. 6606Va.d.Gieh Anz. Die Nebelhörner bellten unaufhörlich durch Tumult. Der „Moltke", welcher um drei I Stellenangebote | besucht für sofort SleltereS Mädchen m.guten 3eunniffen das mehr auf gute Behandlung als auf hoben Lohn sieht, sucht Stelle als Haus- oder Allcinmädchcn. 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Brtritbe der deichen, dei Btbingungti dritzzeil un nur o 11 m sondern aui heben. Der Zeitung ist b. 3s 2V. niken zu Schr.Ana. u. 06256 an den Gieß. Anz. „Mein Gott, Dick! Das Ist denn nur?* Er hielt sie für einen Moment gegen sich gepreßt. „Die Stifte schlingert ein bißchen, Christa." So viel er sich auch Haltung zu geben versuchte, es glückre nicht. Rückwärts taumelnd, schlug er gegen die Türfüllung, daß sie in den Angeln quietschte. Lachend sah er nach ihr hinüber und wurde plötzlich ernst. Ihr Gesicht war grün und die Schatten unter den Augen wurden zu dunklen Flächen. Vergebens mühte sich Christa, sich am Rand des Bettes fest zuhalten. „Ach, Dick, mir ist so elend!" Er stürzte aus der Ture, stieß auf dem Gang, der nach dem Speisesaal führte, zwei Stewards über den Haufen und kollerte plötzlich dem Mirer am Büfett vor die Füße. „Einen Kognak bitte! —" Eben neigte sich der „Moltke" nach der rechten Seite. Der Mixer goß sich den Kognak zu Drei- viertel über die Finger, und balancierte Dick den Rest hinüber. Der war weniger geschickt und bekam ihn auf den Revers seines Hellen Jackett- anzuges geschüttet. Verzweifelt sah er sich um. Der große Saal war fast leer, und die wenigen Gesichter von arünlicher Färbung. Lord Hamstead, der irische Forscher, winkte ihm zu. „Wie geht es?" „Wie Sie sehen." Dick zeigte resigniert auf seine likörbegossene Weste. „Und Miß Christa?" „Für sie wäre der Kognak gewesen!--" Er reichte dem Mixer das Glas zum zweiten Male über den Rand des Büfetts. „Noch einmal, bitte!" Hamstead schob seine Hand beiseite. „Eine Flasche — einen Becher voll bringen Sie niemals"-- dann ein Stoß, daß Gläser und Teller zu Boden fielen. Die Flügeltüren sprangen angelweit zurück. „Der ,Moltke^ sinkt." „Unsinn!" Hamstead sprang aber doch nach vorne und sah den engen Korridor voll haftender Menschen, die sich gegenseitig den Weg versperrten. „Was ist los? — —" Der Tumult, welcher sich nach Deck zu fortpflanzte, war ungeheuer. „Der ,Moltke' sinkt." „Es ist so! — — —* Hamstead rannte. Dick Montrey voran, nach Christa Wellenbergs Kajüte. Sie saß noch immer auf dem Rand des schmalen Bettes und hielt sich die Schläfen mit den Händen. Hamstead sagte nichts, riß sie nur auf und hob sie in die Arme. „ßorb!"_ Dick, grün im Gesicht, schrie ihr das Entsetzliche entgegen. Ihr Kopf sank unter der Plötzlichkeit, mit welcher das Schreckliche ihr zum Bewußtsein kam, gegen seine Schulter. Die Treppe war durch die lüchtenden Passagiere versperrt. Hamstead machte Kehrt und lief nach der Richtung, in welcher das große Musikzimmer lag. Auch hier dasselbe. Don Deck kamen gellende Hilferufe. Dazwischen eine Kommandostimme, die allen Sturm- und Wellenschlag übertönte. Der „Moltke" lag mit schwerer Schlagseite schief. Ein Brecher kam von Backbord und spülte den ersten Offizier über die Reeling. Das Rettungs- KAISERS^?,. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Malli Fröhlich Gießen, den 29. Oktober 1933. Die Beerdigung findet Dienstag, den 31. Oktober, nachmittags 3‘/, Uhr, vom Portal des israelitischen Friedhofes aus statt. Blumenspenden dankend verbeten. Ivreisw.zu oerf. mim rSeidengasse 7v. Bei der C Jwuunfl muri ökmden beme Mhn eilig i nicht mi »halten Berwur -er, ® Än't ,^och lrnM hnnmei. ruhigen 1 Nerzen de- I? " ein St u-u Arider Dom 4 ^schrieb: A' Ltzren" haben n ii Ä «8 tig £* ourbe es Hy» ®fln QU Vh* «U'd- ^"'W>rs ^t Jhtn; ; btQ [Vermietungen | IIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Ön unser.Häusern t. derBeetbooenftrnhe haben wir 608ID Lx3-^in,..Wohnn. mit emncntbtctcm Bad u.Ctngenbcizg. trnbinderHänbelstr. 1X2 *31111.»'Zliobim m eingerichtet.Bad per sofort ob. später tu vermieten. «»,.o leO. Wohnungsbau - 6a- noasenachft.Llcheratr.B p lllllllllllllllllllllllllllllllllh. [Stellengesuche] Fung. Mädchen mit almeschl.kausm.Ausbildung sucht Stelle cuf B9ro evtl, halbe Tage ob. zur Aushilfe. Schriftl.Angcli.unt. 06247a.d.Gieh.Anz. boot, welches hlnabgelaffen wurde, verschwand In weißem Schaum und hinter graugrünen Wasser- mauern. Hamstead hiett Christa Wellenberg hoch über seine Schultern. «Kapitän, noch eine §rau!" schrie er, als zwei Männer sich in das nächstfolgende Boot schwingen wollten. Montrey riß ihm das Mädchen aus den Armen und warf es in ein paar andere, die sich danach ousgestreckt hotten. Der „Moltke" begann mit rasender Geschwindigkeit ,)u sinken. Der Funker schickte bis zur letzten Sekunde seine „SOS“-!Rufe in den Aether. Drei Schiffe gaben Antwort. Aber von wem mochte Hilfe kommen? Dar bei diesem Nebel und bei diesen Wasserfluten, die jetzt herabrauschten, ein Finden möglich? Der Kapitän stand mit abgenommener Mütze auf der Kommandobrücke und sah zu dem zweiten Offizier auf, der mit verfärbtem Gesicht nach dem letzten Boot sah, das eben hinabgelasien wurde. „Warum gehen Sie nicht, Klersen? — Es ist noch Platz." Es kam keine Antwort. „Vorwärts!" gebot der Chef. ,Hch will es!-- Hören Sie, Klersen?" Die Lippen aufeinandergepreßt, starrte der Offizier an ihm vorüber. „Sie sollen gehen, Ottmar!--Ich befehl es Ihnen!--Grüßen Sie meine Tochter — und sagen Sie ihr, daß ich Sie statt meiner--" 3m selben Augenblicke fuhr ein Schlag über ihn hin — zwei Arme rissen ihn von der Kommandobrücke. Das Boot wankte, als der schwere Körper besinnungslos hineingeschossen kam. Ottmar Klersen stand mit aufeinandergeprehten Lippen und sah es in dem brandenden Gischt verschwinden. ,Leb wohl, Regine!" — Ein würgendes Schluchzen kam aus seinem Munde. „Ich schicke dir den Vater! — Er wird dir sagen, daß ich statt seiner in den---" Als wäre ein Berg aus Aetherfernen herunter- aestürzt und in den Rachen des Meeres geschossen, so spritzte es auf--gurgelte — schlang — und sog alles, was sich in der Nähe des „Moltke" befand, in sich hinein. Als die „Deutschland" eine Viertelstunde später die Stelle passierte, war nichts mehr von dem Schwesterschiff zu sehen. demnächst das Mädchen seiner Liebe helrnzuführri | Er besah sich noch einmal im Spiegel und läche^ I Ewig lange hatte er Christas Mund und ihre blatd | Augen nicht mehr geküßt. Er fühlte, wie ihre Hör kl über sein brünettes Haar streichelten. „Felitsche!" -I Niemand sagte so wie Christa: „Fclinche!" — Äl hörte es in feine Traume und wenn er des Moroe-,1 aus dem Bette stieg, hauchte es ihm wie ein KH entgegen. Er hatte Sehnsucht nach ihr! Eine beinahe trän', hafte Sehnsucht. Sie war ihm Braut und hatte ii Zugleich bemuttert, sie, die Einundzwanzigjährig; ihn den Mann von zweiunddreißig. Er nahm den Hörer ans Ohr, als die Klingel be Telephons hochsurrte und sprach automatisch ft 3 -Dr. Grude hier!" „Bist du beschäftigt, Felix?" fragte die Stimm von Christas Mutter. „Meine Sprechstunde hab eben begonnen, Mamr, aber ich stehe selbstverständlich zur Verfügung, wer., L bu mtd) dringend benötigst." »Nein, danke. Ich rufe gegen fünf Uhr noch di mal an." (Er wollte noch etwa» sagen, merkte, daß bertlü unterbrochen war und vergaß in den beiden nach sten -stunden den Anruf. Seine Assistentin hatte, o er gegen fünf Uhr den weißen Kittel ablegte, bereu, ■tum Tee gedeckt. Zeitungen und Briefe, welche tz Nachmittagspost gebracht hatte, lagen neben feier laffe. Er durchblätterte sie mit raschen Fingen und bekam ein jähes Rot der Freude auf d.: Wangen. Sie kam! — Christa kam zurück! Es war 112 eine Karte, die ihm das kündete. „Mein Felitsche! ... Bin am 18. Oktober it Calais. Arn andern Morgen bei Dir. Deine Christa." Er spürte, wie seine Hände zitterten. Weihnacht" würde sie seine Frau sein. Er hatte zuweilen se!- viel Plage mit feinen Patienten. Sie waren nidx, immer leicht zu behandeln. Aber jetzt, in diesen Augenbücke, verzieh er ihnen von Herzen jebmet« Unart. Sie ermöglichten es ihm ja, Christa heimzu führen. Er sah sich um und fand, daß alle» gut war D, drei Räume, welche er für sich benutzte, waren nick gerade fürstlich, aber mit Geschmack eingeridjlc Nirgends, angefangen von den Bildern an ba Wänden bis zu den Kunstgegenftänden, die er noä und nach erworben hatte, war Kitsch zu sehen. Ach. und wenn sie erst das olles mit ihm teilte! Er erinnerte sich plötzlich des Anrufes seiner Sroiegermutter und ging nach seinem Sprechzimme: hinüber. Seine Finger drehten die Nummern bc Scheibe. Eine Mädchenstimme begrüßte ihn: „Du, Felix! ...6s ist entsetzlich, nicht? .. „Was denn?" „Nun, das mit Christa!" (Fortsetzung folgt) zweifelt gegen den weißen Gischt, der über ihn hereinstürzte. Ein Brecher schüttete dem Kapitän einen Sturzbach über die Schultern. Er bog sich nach vorne und ließ ihn gleichmütig über den braunen Del- Mantel herablaufen. Seine Auaen suchten über das Deck — alles leer Die Stewards hatten die Lieyeftühle in Sicherheit !\ebrad)t und die letzten Passagiere nach den Kajüten «inabgejagt. Die Nordsee, die bullerte nun schon hre zehn ober zwölf Stunden so dahin. Immer in diesem weißgrünen Fahrwasser. „Sagen Sie mal, Klersen, ist das nicht der Hauptmann Montrey, der sich dort noch herumtreibt?" wandte er sich an den zweiten Offizier, der eben die Kommandobrücke geraufftieg. ,Hst er — ja! Unverschämt, was der Mensch für einen--* noch ehe er den Satz fertig gesprochen hatte, spritzte ein Brecher über die Reeling, spülte Montrey die Füße unter dem Leib weg und schwemmte ihn die Treppe zu den Kajüten hinunter. Der Sturm riß das Lachen des Kapitäns in S alternde Fetzen. Pläsier gab's immer, selbst bei iefem Teufelswetter fehlte es nicht an Spaß. Verdammt nur, daß nun auch der Nebel dichter wurde •--. Rechts heulte eine Sirene auf und bellte, wie ein heiseres Tier. Schattenhaft glitt ein Frachtdampfer vorüber.--Bug an Bug. „Donnerkiel nochmal, war das knapp gegangen. Wäre wenig vergnüglich gewesen, zu den Fischen hinab zu fahren." Das Deck war jetzt völlig leer. Montrey war etwas unsanft gegen eine Kabinentüre geschleudert worden, die sich hastig auftat. „Dick, was ist denn?" Er erhob sich sangsam. „Ein Kniefall sollte das sein, kleine Christa." Das junge Mädchen, welches die weiten Aermel seines Pyjamas nach hinten gleiten ließ, zog ihn herein. Man konnte das schon riskieren. Der Gang war leer und er tat ihr so leid. Das Wasser rann ihm von den Haaren bis zu den Strümpfen herunter und sickerte nun über den spiegelnden Boden. Sie reichte ihm ein Handtuch und bann die Bürste, die sie von dem kleinen Toilettetisch genommen batte — 'breitete plötzlich die Arme aus und fiel ihm wortlos entgegen. SM polier» n rar leb' L, 1926 wi ^lieben« L feitbem »ivi°u.de bullt wie 1 nwbtr an)' fc.rtisng mit m tünl *6em 1 ab EN' haben tzch ' Trabe bereu der utforür würbe, ist lihlagge Bnfurbelun aus, bofa nt rvng nicht r ' amtrilc fann. Die Mahl bisher unter beraufbau D fiid), aber dc «(amtel Pfd. -X-.3S Pfd.-X’-30 Pfd. -X--50 Pfd. iooetl. MWu Bros. Tarner, Vllbiumitr. 45. e«»iD Ehrliche-, schulfreies tyTagosnÄhen ncfudit. Iuabard. vubwigftr.36. whD Verkäufe WllMr (oen) lEichern.Nußbaum) uim halben Preis abiuoeben. Anzu- sehen vormittags. .. 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