Kr.202 KvühauSsave 185. Jahrgang Mittwoch, 30. August MZ (Er|d)eint lägltct), autza Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Oüuftnert» Gietzener FamUienblätlei Heimat im Bild Die Schall, monat$»Beiug$pret$: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8em(pred)anfd?lüfie anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Eiehen. Postscheckkonto: granlfurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrilS vnd Verlag: vrühl'fche Untversttätr-Vuch' »nv Stdnöruderei K Lange in Sietzen. Schriftleitung UN- Geschästzstelle: Zchlllstratze 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfÜrdenAn- zeigenteil i.V. Th.Kümmel sämtlich in Bietzen. Das endgültige Programm des Aeichsparteilags. Nürnberg, 28. Aug. (TU.) Die NSK. veröffentlicht nunmehr das endgültige Programm über den Reichsparteitag 1933 in Nürnberg. Es sieht u. a. folgendes vor: Mittwoch, 30. August 1933. 20 bis 20.30 Uhr: Einläuten des Reichsparteitages durch alle Kirchenglocken Nürnbergs. 20.30 Uhr: Empfang des Führers und der Spitzen der Partei und des Staates durch die Stadtverwaltung im Rathaussaal. 1. Fanfaren. 2. „Wach auf, du deutsches Land!" (Kinderchor). 3. Begrüßung durch Oberbürgermeister Liebel. 4. Antwort des Führers. 5. Ausklang. 20 bis 22 Uhr: Standkonzerte in Nürnberg und Fürth. Der Rundfunk überträgt 20.20 bis 21 Uhr über alle Sender; 21 bis 22 Uhr über Deutschlandsender Standkonzert. Donnerstag, 31. August. Beginn der Sondcrtagungen. 18 Uhr Hitlerjugend (Hotel Deutscher Hof, großer Saal). 19 Uhr Presse (Kulturvereinshaus, Westsaal). Propaganda (Kulturvereinshaus, Zimmer 5). Juristen (Rathaus Burgstraßc 4, großer Saal). Acrzte «Kulturvereinshaus, Zimmer 4 und 5). Landwirte (Kulturvereinshaus, Weinzimmer). Lehrer (Kulturvereinshaus, Zimmer 2). NSBO. (Hotel Deutscher Hof, kleiner Saal). Kriegsopfer (Kulturvereinshaus, Goldener Saal). Kommunalpolitik (Rathaus, Sitzungssaal). Ständischer Aufbau (Hotel Deutscher Hof, Baumgärtncrzimmer). Architekten und Ingenieure (Kulturvereinshaus, Musikzim- mer). Abteilung für Deutsche im Ausland (Rathaus, Prunksaal). Studenten (Hotel Deutscher Hof, Zimmer 1 und 2). 20 Uhr: Schulung (Hotel Deutscher Hof, großer Saal). 20—22 Uhr: Standkonzcrte der SA.-Kapellen. Der Rundfunk überträgt: 20—22 Uhr u. a. über die Sender-Gruppe Deutschlandsender, Frankfurt, Stuttgart: Standkonzerte. Freitag,!. September. 10 Uhr: Großer Parteikongrcß in der Festhalle. 1. Vorspiel und Niederländisches Dankgebet, auögeführt von dem Neichs-Sym- phonieorchester. 2. Fanfarcnsignal. 3. Eröffnung durch den Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. 4. Begrüßung durch den Nürnberger Gauleiter Pg. Streicher. 5. Verlesung der Proklamation des Führers; Sprecher: Pg. Adolf Wagner. 6. Vorträge. — 17 Uhr: Kulturtagung im Kul- turvereinshnuS. Es spricht: der Führer. — 19 Uhr: Festaufführung im Opernhaus: „Die Meistersinger von Nürnberg". — Der Rundfunk überträgt über alle Sender: 16 bis 16.30 Uhr: Funkbericht vom Hauptbahnof über die Ankunft der Züge. — 17 Uhr: Rede des Führers auf der Kulturtagung. — 19 Uhr: Funkbericht von der Eröffnung des Parteikongresscs mit Uebcr- tragung der Proklamation des Führers. Anschließend Funkbericht vom Besuch des Führers im Waldlagcr der Hitler-Jugend am Valzner Weiher. Samstag, 2. September. 10 Uhr: Amtswalterappell auf der Zcppelinwiese: 1. Fanfarenmarsch, 2. Fahncn- aufmarsch, 3.Ansprache des Führers, 4.Deutschlandlied, 5. Dr. Ley spricht, Totenehrung, Appell zum weiteren Kampf, Horst-Wesscl-Lted, 6. der Führer verläßt die Zeppelinwiese, 7. Fahnenabmarsch. 14 Uhr: Kundgeb.ung der H rt le r- Jugend im Stadion. „ . 14 bis 15 Uhr: Einmarsch, 15 Uhr: Erscheinen des Führers: 1. Badenweiler Marsch, 2. Baldur von Schirach spricht, 3. Rede des Führers, 4. der Führer schreitet und fährt die Front der ausgestellten Hitler-Jugend ab, 5. Schwimmspiele, Festreigen und Tänze. 20 Uhr: V o l k s f e st auf dem Festgcläude, Riese nfcuerwerk und Monstre-Konzert. Ter 9! u n d f u n k überträgt über alle Sender: 14.50 Uhr: Funkbericht vom Einmarsch der Hitler-Jugend und der Kundgebung im Nürnberger Stadion mit Uebcrtragung der Rede des Führers und des Neichsjugend- führers. 20 Uhr: Funkbericht vom Amtswal- tcrappcll auf der Zcppelinwiese. 20.20 Uhr bis 21.30 Uhr: Volksfest in Nürnberg, Szenen vom Leben und Treiben auf dem Festgeländc. Sonntag, 3. September 4.30 Uhr: Abmarsch der SA. einschließlich Stahlhelm und SS. aus den Quartieren. Bis 7 Uhr SA-Aufmarsch im LuitpoldH a i n. 7 bis 745 Uhr: Oeffnuna der Tribünen. 8 Uhr: E r- scheinen des Führers. Fahnenausmarsch, Gefallenenehrung am Mahnmal (Gedachtmshalle), Rede des Führers. Standartenubergabe. Ab 11 Uhr: Abmarsch. 12 Uhr: Beginn des Vorbeimarsches vor dem Füh r er am ^dolf-Hitler- Platz. Es spielen die drei besten SA.-Kapellen Deutschlands. 18 Uhr: Großer Parteikongreß m der «est- halle. Rede des Führers Der Rundfunk überträgt über alle Sender: 11 b,s 16.35 Uhr. Militärmusik, Arbeiter- und Marschlteder der SA., Funkberichte vom Aufmarsch und Vorbelmarsch der SA. vor dem Führer. 18 Uhr: "der alle ^nder Rede des Führers vor dem Großen Partei kongreß. Die Ostland-Treuefahrer im deutschen Danzig. Reichsminister Goebbels überbringt denDanzigern dieGrüßederGendboiendesneuenReichs. Danzig, 29. Aug. (TU.) Tie Ostlandtreue- ahrt der deutschen Kraftfahrer fand am Dienstag im festlich geschmückten Danzig ihren Abschluß. Auf dem von Tausenden umsäumten Wicbenwall fuhren rund 1000 Kraftfahrzeuge auf. Rcichspropaganüaminister Dr. Goebbels wurde auf Danziger Boden von Gauleiter StaatSrat Forster und Stadtverordneten vorsteher Eggert begrüßt. Tas Eintreffen der Kraftfahrzeuge verzögerte sich durch das Ucber- setzcn mit Fähren über die Weichsel, so daß die Kundgebung erst nach 17 Uhr beginnen konnte. Unter stürmischen Heilrufen erschien Minister Goebbels mit den Vertretern der Danziger Negierung am Wiebenwall. Senatsvizeprasidenk Greiser hieß die Gäste aus dem Reiche und besonders Dr. Goebbels, dem es zu danken sei, daß die Ostland-Trcuefahrcr auch nach Danzig gekommen seien, herzlich willkommen. Durch diese Ostlandfahrt habe das Reich bewußt den Bick nach dem Osten gewandt. Danzig wolle eine Politik des Friedens. Es werde aber niemals seine ihm verbrieften Rechte preisgeben. So wie wir die Wesensart eines anderen Volkes achten, so verlangen wir auch, daß man uns in gleichem Maße die Achtung bezeugt. Danzig ist deutscher Boden, Danzig hat deutsche Kultur, die ihm niemals entrissen werden kann. Der Nationalsozialismus ist bereits ein Begriff des deutschen Willens, ein Begriff der Welt geworden. Die Danziger Bevölkerung ist bereit, treu zum Reiche zu halten, bis dereinst die Stunde der Befreiung dieses deutschen Landes schlagen wird. Reichsmimster Dr. Goebbels dankte für den herzlichen Empfang und führte weiter aus: Wir sind die Sendboten des Reiches und freuen uns über die Sympathien der Danziger Bevölkerung, die der deutschen Nation gelten. Vor aller Welt bekunden wir, daß D a n z i g deutsch i st und ewig deutsch bleiben will. Wir sind zum Ostraum gefahren in dem festen Willen, vor unseren Brüdern und der Welt zu zeigen, daß uns alle eine Idee, ein Glaube, ein Reich und eine Heimat umgibt. Wenn vergangene Negierungen das sagten, so entsprach das in Wirklichkeit nicht den Tatsachen. Sic betrachteten Ostpreußen als eine Insel. Die heutige Negierung sieht das Volk als Gesamtheit an. Heute kann man wieder mit Achtung und Bewunderung zum Reich aufblicken, heute dienen alle einer großen Volksidee, einer Einheit. , , „ t Die Sendboten der Ostlandtreuesahrt sind das Symbol des einige« Reichs- gedankcus, um Kunde zu geben, daß Deutschland wieder zu neuem Leben erwacht ist. Wir sind nicht gekommen, um zum Krieg zu Hetzen. Wir wollen den Frieden, aber wir verlangen auch, daß mau Respekt vor der Eigenart des Deutschen Reiches bezeugt. Noch immer grassieren die Lügen und Greuelpropa- ganda des internationalen Judentums. Dagegen muß sich das Reich mit aller Macht zur Wehr setzen. Wir wollen oon anderen Völkern nicht verlangen, daß sie uns lieben, wir können aber von ihnen verlangen, daß sie Achtung haben vor der nüchternen Sachlichkeit, um der schweren Not der Nachkriegszeit Herr zu werden. . Zwei Millionen Menschen-sind wieder zu den Ma- schinen und auch auf den Kontorschemel gesetzt, ganze Provinzen befreit oon der Geißel der Arbeitslosigkeit, die Parteien des internatl. Marxismus zerschmettert, zu Boden geworfen, und das ganze Volk wieder erfüllt von Glauben und Hin» q a b e an die neue Staatsführung. Das find die Zeichen unserer sechs Monate Regierungszelt. Stehe ein Volk der Welt auf und stelle dem auch nur etwas Gleiches zur Seite, und wir geben 'hm das Recht, Deutschland und die junge Regierung Deutschlands au kritisieren! Heute können wir uns wieder mit Recht auf das Reich berufen, wir haben das große Gefühl der Genugtuung, wieder Glieder eines geeinten Volkes zu fein. Sie mögen Reden auf ihren internationalen Konferenzen führen, es sind Gradesgesänge, die politisch nicht mehr vernommen werden. Sie repräsentieren eine Welt, die dahin ist und niemals mehr wieder- kommen wird. So kann ich Ihnen in Danzig mit Stolz die Grüße des geeinten deutschen Volkes überbringen, die Grüße der Heimat, die Euch nie vergißt und deshalb auch von Euch fordern kann, daß auch Ihr sie nie vergesset. Berlin, 29. Ülug. (TU.) Das „Berliner Tageblatt" veröffentlicht eine Unterredung, die Reichs- bankpräfident Dr. S ch a ch t dem Berlineer Vertreter des Amsterdamer Allgemeen handelsblad gewährt hat. Dr. Schacht erklärte u. a.: Internationale Verbindungen werden gegenwärtig von uns n i ch t g e f u ch t. In früheren Jahren haben wir auf diefen Gebieten z u viel unternommen. Deuffchland rechnet in keiner Hinsicht mehr auf internationale Finanzhilfe der früheren Art. Die ehedem geübte Geschästspraxis Deutschlands, für den enormen Zinssatz zu 8 v. h. zu leihen, während in allen übrigen Ländern nur ein Zinssatz von 4 v. h. üblich war, beweist, daß diese internationale Finanz-„hilfe" nicht auf einer gesunden Basis beruhte, wir denken nicht daran, derartige Methoden mitzumachen, gegen die ich mich bekanntlich von jeher entschieden gewandt habe. Kapital muß gespart und durch Arbeit verdient, aber nicht geliehen werden. Leihkapital kann nur in verhältnismäßig kleinen Mengen nützlich verwandt werden. Zur Valutafrage erklärte Dr. Schacht: Es ist allgemein bekannt, daß ich Anhänger des Gold- standards bin. Deutschland hat nicht nötig, die Goldparität aufzugeben und im übrigen wäre dies auch aus innerpolitischen Erwägungen nicht er- Leipzig, 29. Aug. (TU.) 25 000 Menschen füllten am Dienstagnachmittag die Messehalle VII, als Pg. Schmidt-Wiesbaden den 1. Generalappell des deutschen Handwerks eröffnete und neben den zahlreichen Berufsgenossen aus allen Richtungen die Ehrengäste, darunter den sächsischen Wirtschaftsminister Pg. Lenk und Oberbürgermeister Dr. Goerdeler begrüßte. Pg. Karl Z e l e n y - Berlin, der Vizepräsident des Reichsstandes des Deutschen Handwerks, sprach über „Des deutschen Handwerks neuer Geist". Ter Redner wies dabei auf die tiefen inneren Zusammenhänge zwischen der Tradition des Handwerks und der Idee des deutschen Nationalsozialismus hin. Das nationalsozialistische Parteiprogramm hebe besonders Wert und Bedeutung des deutschen Handwerks hervor. Tie letzten schweren Jahre, die das deutsche Handwerk in seinen Grundfesten erschüttert hätten, zwängen uns, das Handwerk auf neue Grundlage zu stellen unter Anknüpfung an die uralte Form der Gilden, Zünfte und Innungen und ihre bewährten Traditionen. Denn d i e Zeit für eine ständische Um- und 9teuord - nung sei gekommen. Die Innung werde im neuen nationalsozialistischen Reich d i e Form des Handwerks sein. Der Geschäftsführer des Reichsausschusses für das Ausstcllungs- und Messewesen Pg. Reichsminister Dr. Goebbels schloß mit einem dreifachen von den jubelnden Massen begeistert angenommenen Sieg-Heil^mf die deutsche Heimat, auf das deutsche, völkisch untrennbar mit dem ganzen Volk verbundene Danzig und auf den deutschen Füh» rer Adolf Hitler. Dr. Goebbels hat dann im Flug- zeug die Rückreise nach Berlin angetreten. Ein Teil — etwa 400 — Kraftfahrzeuge trat ebenfalls unmittelbar darauf die Heimreise an. Etwa 600 Fahrzeuge bleiben noch in Danzig. wünscht. Die Valuta-Dumpingpolitlk der Engländer und Amerikaner, durch die auch die Skandinavier und die Japaner mitgefchleppt wurden, bewirkt zwar eine momentane Ausfuhr sl ei- gerung, aber sie kann über kurz oder lang d i e Anspannung der Löhne und Preise nicht verhindern. Für mich besteht kein Zwei- fei darüber, daß die Dumpingländer, vor allem England und Amerika, die augenblicklichen wirtschaftlichen Vorteile später durch Lohnkämpfe kompensieren müssen. Zum Schluß weist Dr. Schacht daraus hin, daß auf der Londoner Meltwirtschaftskonferenz festgestellt wurde, daß auf Abdeckung der deutschen Schulden nur dann gerechnet werden kann, wenn die Welt deutsche Waren abnimmt. Falls im Ausland Stimmen laut werden, die die Verwendung der rückständigen Schulden, die wir im Augenblick nicht transferieren können, zu neuen Kapitalinvestitionen im Reich Empfehlen, muß hierzu mit allem Nachdruck erwidert werden, daß hiervon absolut keine Rede sein kann. Die Fehler, die Deutschland von 1924 bis 1930 durch die Aufnahme überflüssigen ausländischen Kapitals gemacht hat, werden bestimmt nicht wiederholt werden. Th c i l i g, betonte den erfreulichen Umstand, daß das Handwerk also gerade der durch das System besonders zerrüttete Teil des Mittelstandes auf der ersten Braunen Messe besonders zur Geltung komme und in den Vordergrund der Betrachtungen gestellt werde. Dafür danke er den Veranstaltern, besonders der Gewerbckammer Leipzig und dem Messeamt Leipzig. Eine Messe sei ja gerade der Ort, wo sich Qualitätsarbeit, wie sic das Handwerk liefere, am besten durch (Gegenüberstellung hervorheben könne. Selbsthilfeorganifation des Gesamt« verbandest Deutscher Handwerker. Berlin, 29. Aug. (CNB.) Die NS.-Hago gibt bekannt, daß nach der erfolgten Umorganifa- tion des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes die Selbsthilfeorganisationen des Gesamtverbandes Deutscher Handwerker, Kaufleute und Gewerbetreibende (GHG.) geschaffen worden ist. Die Selbsthilfeorganisation hat die Aufgabe, Mitgliedern der NS.-Hago und des GHG., die unverschuldet in Not geraten sind, Darlehen zu gewähren, um ihnen d i e Weiter führung ihresBetriebeszu ermöglichen. Der Selbsthilfefonds wird aus Mit- gliedsbeiträgen gebildet. Es werden pro Mitglied monatlich zehn Pf. für diesen Zweck abgesondert. Deutsche Selbsthilfe. Re chsbankpräsideni Schacht lehnt das internationale Pumpsystem auf unsolider Grundlage ab. Erster Gennaiappelk des deutschen Handwerks ans der Leipziger Messe. WelcheZugaben bleiben zulässig? Berlin, 29.Aug. (VdZ.) Mit dem 1.September d. I. tritt das Zugabeverbot in Kraft. Verboten ist aber nur beim Verkauf einer Ware die Zugabe einer anderen Ware, die gleichfalls Gebrauchswert besitzt, also etwa die Zugabe von Porzellan zu Kaffee. Zulässig bleibt die Zugabe von geringwertigen Gegenständen mit deutlich sichtbarem R e kl a m e a u s d r u ck, ferner der Bar- und Mengenrabatt. Beim Mengenrabatt muß aber, wie das Reichswirtschaftsministerium tn einem Gutachten festgestellt hat, die zugegebene Ware mit der gekauften absolut identisch fein. Ferner ist in den Uebergangsvorschriften vorgesehen, daß eingeleitcte ^Uabegeichaste noch zwischen dem 31. August 1933 und dem 1. Januar 1984 abgewickclt werden dürfen. Das bezieht sich, wie der ReichErt- schaftsminister mit dem ReichsiustizmiNister vereinbart hat, auch auf die Gutscheinpackungen. Da der Fabrikant gar nicht in der Lage ist, festzustellen, wo sich die von ihm verausgabten Packungen mit Gutscheinen befinden, so wird es als zulässig erachtet, day die vor dem 1. September vom Fabrikanten in den Handel gebrachten Packungen mit Gutscheinen über Waren anderer Art als in der Packung enthalten sind, vom Händler noch bis zum 31. Dezember weiter verkauft und die Gutscheine vom Fabrikanten eingelöst werden dürfen. Vom 1. Januar 1934 an dürfen aber Packungen mit Gutscheinen nicht mher weiter verkauft werden. Die E i n= lösung der Gutscheine ist zwar auch nach dem 31. Dezember noch zulässig, sie darf aber nur noch in bar erfolgen. Selbstverständlich wird die Durchführung des Zugabeverbotes noch mancherlei Schwierigkeiten zutage fördern. So wird es im Einzelfall nicht immer leicht sein, zu entscheiden, ob ein Zugabegegenstand nur Reklamecharakter oder nur geringen Wert besitzt. Für den vorläufig noch allgemein zulässigen Rabatt in Form von Bargeld oder von Zugabe bestimmter Mengen von Waren gleicher Art und gleichen Wertes wie der ge- kauslcn, ist übrigens noch eine Sondcrreg- lung beabsichtigt, die aber in ihren Einzelheiten noch nicht feststeht. Oer erste Musterkeller für Lustschuh in Berlin. Berlin, 29. Aug. (ERB.) Der erste Mustcrkeller für Luftschutz in Berlin ist heute nachmittag im Hause Potsdamer Straße 104, Ecke Kurfürstenstraße, eröffnet worden. Das Haus ist durch große Pfeile kenntlich gemacht, die nach dem Eingang des Kellers weisen. Vor dem Schutzraum selbst befindet sich ein Vor raum, die sogenannte Schleuse, in dem alle Personen, die in den Keller flüchten wollen, ihre Kleider wechseln muffen, damit die in dem Schutz- raum Anwesenden durch Gas nicht „infiziert" werden. Der Schutzraum enthält zwei Abteilungen, eine für die Bewohner des Hauses, die andere für Passanten. Die Räume enthalten außer allen erforderlichen Geräten eine Anzahl Schlafkojen, Trinkwasser, Waschwasser und Hausapotheken. Wann sind Ruhegeldempfänger keine Doppelverdiener. Ein Erlaß des Reichspostministers. Berlin, 29. Aug. (CNV.) In einem Erlaß des RcichSpostministeriums wird zur Frage des „Doppelverdienertums"darauf hingewiesen, daß R u h e g e l d c m p f ä n g e r, die bei Behörden oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Unternehmungen der öffentlichen Hand im Ange st eilten Verhältnis beschäftigt sind, nicht als Doppelverdiener anzusehen sind, weil das Ruhegehalt in diesen Fällen nach den gesetzlichen Ruhevorschriften gekürzt wird, ein Doppelverdienst also nicht vorliegt. Aber auch andere Ruhegeldempsän- ger werden nicht als Doppelverdiener anzu- sehen sein, z. B. wenn sie frühzeitig aus ihrem erwählten Lebensberuf ausscheidcn mußten, in- folgedeffen nur ein Verhältnis mäßig geringes Ruhegeld erdienen konnten und noch für Kinder zu sorgen haben, die sich in der Ausbildung für einen Lebensberuf befinden. Würden diese Ruhegeld- empfänger jetzt aus ihren Stellen bei den Behörden,öffentlich-rechtlichen Körperschaften usw. entfernt, so müßten sie in größte Notlage geraten, da das Ruhegeld, besonders nach den einschneidenden Kürzungen, zur Erhaltung ihrer Existenz häufig nicht ausreicht. Mit Rücksicht hierauf sind Ruhegeldempfänger, deren Ruhegeld nicht 72 Prozent ihres ruhegeldfähigen Dienstcinkommens erreicht und deren ruhegeldfähiges Diensteinkommen dasjenige nach Stufe 3 der Besoldungsgruppe XIa (alt) nicht übersteigt, nicht als Doppelverdiener zu behandeln, wenn sie noch für eine Familie oder neben der Frau noch für unterstützungsbedürftige Verwandte (Eltern, Geschwister, Schwiegereltern) zu sorgen haben. französische Lügen über den deutschen Arbeitsdienst. WTB. Berlin, 28. Aug. Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes teilt mit: Da nach wie vor in der französischen Ocffentlichkeit von einem angeblich militärischen Charakter des deutschen Arbeitsdienstes geredet und geschrieben wird, hat die Reichsleitung des deutschen Arbeitsdienstes statistische Erhebungen darüber angestellt, wieviel ehemalige Offiziere und Soldaten und wicviele Nichtfoldaten führende Stellungen im Arbeitsdienst innehaben. Das Ergebnis dieser Erhebung ist, daß 46,6 v. H. allerFührerkeinesoldatischeAus- bildung haben. Bon den verbleibenden 53,6 v. H. ehemaliger Soldaten gehörten 35,4 v. H. dem Unteroffizier- und Mannschaftsstand an. 10,5 v. H. waren ehemalige Reserveoffiziere und nur 7,7 v. H. aktive Offiziere. Bei diesen Prozentzahlcn ehemaliger Soldaten handelt es sich fast ausschließlich um ehemalige Frontsoldaten, die gemäß den Bestimmungen des Versailler Diktates seit 15 Jahren keinerlei Beziehung zu militärischen Dingen haben, also kaum noch als Soldaten in modernem Sinne angesprochen werden können. Das eindeutige Ergebnis dieser statistischen Erhebungen über Soldaten nnd Nichtsoldaten im deutschen Arbeitsdienst bestätigt aufs neue die völlige Haltlosigkeit der gegen den deutschen Arbeitsdienst besonders von französischer Seite fortwährend verbreiteten Behauptungen, die durch ihre ständige Wiederholung keinesfalls an Wahrheit gewinnen. Gießener Gtadtthearer. Pg. Heinrich Bartholomaus: „Arbeit! Dienst! Pflicht!" Noch vor Beginn der eigentlichen Winterspielzeit, aber schon unter der neu.a künstlerischen Leitung des Intendanten Pg. Hanns König, hatte das Stadllheater gestern zu einer stark besuchten Son- deroeranstaltung der NSDAP., Kreisleitung Gießen, seine Pforten geöffnet: das dreiaktige Volks- und Propaganda-Schauspiel „Arbeit! Dienst, Pflicht!" von Pg. Heinrich B artholomäus, das — wir berichteten bereits darüber — vor wenigen Tagen in Darmstadt in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Professor Werner uraufge- sührt worden war, erlebte mit gleich starkem und einhelligem Erfolge seine Gießener Erstaufführung. * Die Sätze „Arbeite und diene Deinem Volke, dann tust Du Deine Pflicht!" und „Ein jeder diene als Bruder und Kamerad nur dem Ganzen!" stehen als Motto wegweisend über den drei Akten dieses Stückes, dessen Stoff aus naher und lebendiger Gegenwart gegriffen wurde, und das in jeder Szene ein aus heißem Herzen für die gute Sache kommendes Bekenntnis zum neuen Deutschland und zum nationalsozialistischen Staate darstellt. Bartholomäus hat den uns allen heute vertrauten Begriff der Arbeitsdienstpflicht auf eine einfache Weise in seine Bestandteile zerlegt, die den meisten, wenn sie den Begriff gebrauchen und das Wort aus- sprechen, gar nicht mehr als Wesenselemente des Ganzen zum Bewußtsein kommen. Mit dieser, zunächst äußeren, Aufteilung und an dem plastischen, aus dem Leben unserer Zeit gewonnenen Beispiel der Arbeitsdienstpflicht zeigt Bartholomäus, worauf es ankommt, was der Sinn und die vaterländische Bedeutung eines solchen Gemeinschaftslebens im Arbeitslager sein soll und wirklich ist. * Er hat sich seine Sache nicht leicht gemacht. Er stellt der Idee, die heute Deutschland beherrscht, einen Widersacher entgegen, der sich mit allen Kräften seines Willens und seiner Ueberzeugung gegen das Neue sträubt und innerlich zur Wehr setzt. Das gibt, rein dramatisch und dramaturgisch betrachtet, einen guten Antrieb für ein Schauspiel, das nicht bloß lebende Bilder, sondern Auseinan- Versetzung und Kampf in Rede und Gegenrede geben will und muß, wenn anders es den Ehrgeiz hat, als ein Drama gewertet zu werden. Durch alle drei Akte hindurch speisen sich aus Willen und Aus aller Welt. Sin Saus der deuischen Erziehung in Bayreuth. München, 29. Aug. (CNB.) Wie Kultusminister Schemm heute in einer Versammlung der bayerischen Wirtschaftslehrerinnen mitteilte, hat der gegenwärtig tn Bayreuth tagende Nationalsozialistischc Deutsche Lchrerbund den Beschluß gefaßt, mit Mitteln des Nationalsozialistischen Lehrerbun- dcS ein „Haus der deutschen Erziehung" in Bayreuth zu errichten. Das „Haus der deutschen Erziehung" soll ein Gegenstück zum Haus der deutschen Kunst in München darstellen. Die Beisetzung des Fliegers Poß. Auf dem Parkfriedhof in Lichterfelde bei Berlin wurde der beim Deutschlandflug zusammen mit seinem Bordmonteur Meirich verunglückte Flieger Reinhold Poß zur letzten Ruhe getragen. In der großen Trauergemeinde sah man u. a. den Präsidenten des Luftsportoerbandes, L o e r z e r , den Vizepräsidenten o. Hoeppner, den Ozean- flicger Hauptmann a. D. Köhl und Ministerialrat C h r i st i a n s e n. Während die Witwe, vom Kronprinzen geführt, den Trauerzug eröffnete, flogen Geschwader mit Trauerwimpeln über dem Trauerzug Ehrenrunden. Am Grabe widmete der Flieger K r a n tz , der beste Freund des Toten, ihm herzliche Abschiedsworte. Der Präsident des Deutschen Luftsportverbandes feierte Reinhold Poß als einen derjenigen Kameraden, dessen Namen mit dem Aufbau des deutschen Flugwesens für immer verbunden sein würde. Er sei der Typ des deutschen Sportfliegers gewesen, dem nachzueifern stets Erziehungsaufgabe im Deutschen Luftsportoerband sein werde. Rückkehr des „Graf Zeppelin" von der Südamerikafahrt. Das Luftschiff „Graf Z ep p e l i n" ist am Dienstag um 14 Uhr von feiner fünften Südamerikafahrt unter Führung von Dr. Eckener mit zwölf Fahrgästen nach Friedrichshafen zurückgekehrt und um 14.40 Uhr glatt gelandet. Tausende waren mit Sonderzügen, Schiffen und Omnibussen zur Landung herbeigeeilt. Die Friedrichshafener Ortsgruppe des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche-Uebersee entbot Dr. Eckener nach der Landung einen herzlichen Willkommens- und Huldigungsgruß zum 65. Geburtstag. Unter dem Portal des Verwaltungsgebäudes hatte ein Chor Aufstellung genommen, der das Lied „Gott grüße Dich" vortrug. Weiß gekleidete Mädchen umstellten das Automobil. Nach Gedichtvorträgen und Uebcrreichung von Blumcngebinden dankte Dr. Eckener für den ihm dargebrachten Willkommensgruß. — Am Samstag, dem 2. September, startet „Graf Zeppelin" zur sechsten diesjährigen Südamerikafahrt. Wieder ein Großfeuer in Bremen. Die auffallende Serie der großen Brände, die in den letzten Wochen die Städte Bremen und Bremerhaven heimsuchten, hat am Dienstag ihre Fortsetzung gefunden. In der Nähe des Freihafens entstand am Fischerdeich in einem Komplex von Lagerhäusern ein Großfeuer, das äußerst gefährlichen Charakter annahm. Sämtliche bremischen Feuerwehren waren auf das Angestrengteste 'beschäftigt, die Flammen auf ihren Herd zu beschränken. Polizei, SA., SS. hat in weitem Umkreise Aussperrungen vorgenommen. Die Geheime Staatspolizei hat sich an den Brandherd begeben, um sofort die Ermittlungen nach der Ursache dieses neuen Großfeuers, das Bremen innerhalb der letzten 14 Tage hcimsucht, aufzunehmen. Das Großfeuer in dem Baumwollschuppcn der Firma Bischof und Co. hat das gesamte Lagerhaus vom Erdgeschoß bis zum Dach erfaßt. Es brennen rund 4000 Ballen Baumwolle. Die Feuerwehr, die mit 20 bis 25 Schlauchleitungen das Riesenfeuer bekämpft — sie wird von der Wasserseite durch zwei Spritzendampfer Gegen-Willen, aus dem Widereinander von falscher und rechter Ueberzeugung, von Irrlehre und Glauben die inneren Energien und die äußeren Spannungen des Stückes. * Dabei kann die Fabel im Kern auf eine sehr einfache Formel gebracht werden: hier handelt es sich um die Belehrung (das ist: die innere Wandlung) eines fanatischen Anhängers kommunistischer Irrlehren zum überzeugten Mitkämpfer und Bekenner des neuen Staates. Das geht nicht im Handumdrehen, der Mann setzt sich zur Wehr und verteidigt sich und seine Utopie mit großer Zähigkeit. Im kleinsten Kreis seiner Angehörigen haben sie schon fast die Hoffnung aufgegeben. Die Einberufung des „Edelkommunisten", wie er sich nennt, zum Arbeitsdienst gibt den Ereignissen die entscheidende Wendung. Im Arbeitsdienstlager (zweiter Akt) wird gezeigt, wie die nationalsozialistische Idee sich in einer verhältnismäßig kleinen Gemeinschaft im Sinne des großen Ganzen praktisch bewährt. Man behandelt hier einen wie den andern, auch den Kommunisten, der noch immer nicht von seiner alten Meinung lassen will. Man verwirklicht hier den Gedanken der wahren Volksgemeinschaft und bestätigt den Glauben an den Adel der Arbeit, jeder Arbeit, auch der kleinsten — sofern sie gern und freiwillig geleistet wird. Und was der Mutter und den andern daheim nicht gelang, das gelingt den Kameraden, die alle aus der gleichen Sphäre stammen wie jener Kommunist, und mit den gleichen Lehren groß geworden sind wie er. Aber der letzte Widerstand wird erst gebrochen, als der, der allein dem Wohle des Arbeiters zu dienen meinte, erkennen muß, wie der intellektuelle Urheber, der falsche Prophet, von dessen verderblichen Einflüssen und Einflüsterungen er sich nicht hat frei- machen können und wollen bis zuletzt, seinen Ideen untreu und fahnenflüchtig geworden ist. Da muß er einsehen, daß er einer grausamen und oolksoer- derbenden Irrlehre zum Opfer gefallen, getäuscht und verführt worden ist; und er bekennt sich befreit zu dem Glauben und der Idee, von der das ganze Stück getragen ist und in die es ausklingt: zum Glauben an die Volksgemeinschaft in einem Vaterlande, das Deutschland heißt. — Die Erstaufführung gab dem neuen Intendanten m ö n i g eine schöne Gelegenbeit, sich mit einer ersten künstlerischen Leistung dem Gießener Publikum vor- zustellen: er hat das Schauspiel selbst inszeniert, das ihm, wie wir wissen, ans Herz gewachsen ist. Dies war in der Ausführung zu spüren, die mit Liebe unterstützt — beschränkt ihre Tätigkeit auf den Schutz der Nachbarschuppen. Gegen 17.30 Uhr stürzte mit ungeheurem Getöse eine 20 Meter lange Wand des Schuppens ein und ein großer Teil der brennenden Baumwollballen ergoß sich plötzlich in die angrenzende Wohnstraße Fifcherdeich, eine enge alte bremische Straße. Die Wohnungen wurden mit größter Beschleunigung von den Bewohnern geräumt. Die Polizei nahm mit Unterstützung von SA.- und SS.-Männern den weiteren Sicherheitsdienst in die Hand. Eine ungeheure Hitze und große Rauchentwicklung erschwert das Rettungswerk. verurteilte Schwarzhörer. Im Vierteljahr April bis Juni 1933 sind insgesamt 373 Fälle der Entdeckung und Verfolgung nicht genehmigter Funkanlagen zur Erledigung gekommen. Verurteilt wurden 245 Personen gegenüber 213 Personen im Vierteljahr Januar bis März d. I. und gegenüber 199 Personen im Vierteljahr April bis Juni des Vorjahres. Frei- gesprochen wurden sieben Personen. In 121 Fällen wurde das Verfahren eingestellt. Unter den Verurteilten befinden sich zwei Personen, die wegen Beihilfe oder Mittäterschaft beftretft wurden. In einem Falle wurde auf Gefängnisstrafe von 14 Tagen erkannt. Massenstart zum üanatschwimmen. Mercedes Gleiße und Mr. T e m m e starteten um 7.30 Uhr von South Foreland, Charles Z i b e l- m a n n um 7.17 Uhr von Shakespeare-Bucht zum Kanalschwimmen. Miß L o w r y wurde um 8 Uhr zwei Seemeilen von South Forelanb entfernt gesichtet. Sie landete um 10.15 UHr bei South Foreland. Für die Ueberquerung des Kanals hat sie 15% Stunden gebraucht. Eilzug tötet Schäfer und 75 Schafe. Die Reichsbahndirektion Erfurt teilt mit: Auf der Strecke Leinefelde-Gotha fuhr der Eilzug 65 zwischen den Bahnhöfen Secbach und Großengottern auf einem Ueberweg in eine Herde von etwa 300 Schafen. Der Schäfer Franz Staab aus Miltenberg in Bayern wurde dabei getötet Der Ucber- weg ist mit einer fern zu bedienenden Schranke ausgerüstet. Der genaue Hergang des bedauerlichen Unfalls hat noch nicht geklärt werden können. Der Eilzug erlitt durch den Unfall eine Verspätung von 20 Minuten. 75 Schafe wurden getötet. Eisenbahnunglück in USA. — 12 Tote, zahlreiche Verletzte. Wie ans Amarillo (Texas) gemeldet wird, entgleiste ein Expreßzug auf der 10 Meter hohen Brücke in der Nähe von Tucnmcari (Neumexiko) und stürzte in einen durch Landregen angeschwollenen tiefen Fluß. Die Lokomotive und ein Personenwagen versanken in den Fluten. Sechs Personenwagen blieben im flachen Waffer. 12 Personen wurden g e - tötet Die Zahl der Verletzten ist groß. Rasende Volksmenge stürmt ein Zigeunerlager. Wie die Zeitung „A mai nap“ aus Belgrad meldet, war in der Gemeinde Darvarin eine Zigeunerkarawane eingetroffen, die bald von einer Schar neugieriger Frauen und Kinder umringt war. Ein Bauer aus der Menge rief den Zigeunern zu, daß ein bei ihnen befindliches 9jähriges Mädchen feine Tochter fei, die die Zigeuner geraubt und geblendet hätten. Bald war das ganze Dorf auf den Seinen. Mehr als 3000 Menschen scharten sich in drohender Haltung um die Karawane. Ein junger Zigeuner, der Vater des blinden Mädchens, hielt es in dieser Lage für geraten, die Flucht zu ergreifen. Das nahmen die erregten Bauern für das Eingeständnis seiner Schuld und eröffneten nun einen Steinhagel auf ihn, durch den .er getötet wurde. Inzwischen waren Gendarmen erschienen, die die Mutter des erblindeten Mädchens festnah- men. Die tobende Menge aber entriß die Zigeunerin den Gendarmen und tötete sie. Dann wandte sich die Wut der Dorfbewohner gegen die übrigen Mitgliederder Karawane, die von ihrem Lagerplatz und Hingabe durchgearbeitet und befeuert war von der gleichen inneren Anteilnahme an den Dingen, die hier verhandelt werden: so kam jede Szene mit der überzeugenden und werbenden Kraft zur Geltung, die von dem Ganzen ausstrahlen soll. Dieses Ganze wäre kein rechtes Volksstück, wenn es, bei allem Ernst, nicht auch einem kräftigen Humor Raum ließe, und auch die heiteren Episoden fanden eine verständnisvolle Behandlung durch die Regie und bereitwillige Aufnahme bei den Hörern. * Das Ensemble war mit Feuereifer bei der Sache. Oswald Förderer spielte den Kommunisten Menge! mit Hingabe und glaubhafter Energie: verstockt und verbissen, finster und zäh sich verteidigend; er fand auch mit Geschick die schwierigen Ucbergänge der Entwicklung bis zumBekenntnis des letzten Aktes. Die Kameraden im Lager wurden von Wolfgang Kühne, der einen mit erstaunlichem Mundwerk ausgestatteten Berliner prächtig hinstellte, von Walter Michel und Wilhelm Dielen knapp und gut umrissen. Herr Hub gab den Feldmeister mit ruhiger und sicherer Eindringlichkeit, ohne lauten Ton. Eine sehr hübsche und geschlossene Leistung war auch die von Luise Schubert- Jüngling schlicht und mütterlich gegebene Frau Menge!. Frisch und sympathisch Sibylle Flemming als Lina Haller. In kleineren Rollen rundeten die Damen Koch und Wielander, die Herren Volck (der sich einen Sondererfolg bei offener Szene holte), Wahlen und Geiger das Ensemble angenehm ab. * Die Erstaufführung brachte, wir sagten es schon, einen überaus starken Erfolg. Der Beifall steigerte sich nach jedem Akt und rief zuletzt, lang andauernd, mit den Darstellern auch den Autor auf die Bühne. hth. Hochscbulna»richten Wie die Universität Heidelberg mitteilt, ist auch die juristische Fakultät der Universität Heidelberg gleich verschiedenen anderen deutschen rechts- wissenschaftlichen Fakultäten der Akademie für deutsches Recht in München beiaetreten. Auf den Lehrstuhl für theoretische Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Jena wurde zum 1. Oktober d. I. Professor Dr. Eugen Döhler von der Technischen Hochschule in Zürich berufen. aus einer Hohe von zehn Meter tn einen Bach sprangen. Einige Zigeuner ertranken, andere brachen sich das Genick. Die Bauern zertrümmerten in ihrer Wut die Wagen der Zigeunerkarawane und töteten die Zugesel. Inzwischen hatten die Gendar- men das blinde Mädchen auf die Wachstube gebracht. Dort stellte es sich heraus, daß es tatsächlich das Kind des soeben erschlagenen Ehepaares war. Fünf Schwerverletzte bei einem Autounglück. An der Berliner Stadtgrenze ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück. Dort war ein Personenkraftwagen in einen Chaussee- graben gestürzt und zertrümmert worden. Die Feuerwache Spandau leistete die erste Hilfe und schaffte fünf Schwerverletzte nach dem Spandauer Krankenhaus, wo zwei sofort operiert werden mußten. Marr befürchtet, daß diese beiden kaum mit dem Leben davonkommen dürften. Angeblich soll die Steuerung des Wagens versagt haben beim Ueberholen eines anderen Kraftwagens. Die Verunglückten sind die Frau des Berliner Fabrikanten A s h e I m, ihre beiden Söhne im Alter von 12 und 6 Jahren und ein Kindersräulein. Auch eine Passantin wurde bei dem Unglück schwer verletzt. Der von Frau Ashelm gesteuerte Wagen fuhr bei dem Versuch, einen Autobus zu überholen, eine die Landstraße kreuzende Frau an und schleuderte sie in den Chausseegraben. Frau Ashelm verlor nun die Gewalt über ihren Wagen und fuhr gegen einen Chaussee- bäum, brach diesen ab und raste in den Graben. Die Insassen wurden unter den Trümmern des Kraftwagens begraben. Frau Ashelm erlitt einen schweren Schädelbruch. Auch der ältere Sohn und die Passantin wurden so schwer verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Kleine politische Nachrichten. Wie die Staatspressestelle mitteilt, hat der Führer der hessischen Ostland-Sendeboten- Mannschaft, Ernst Schaefer, der die Grütze Hessens zur Treuekundgebung nach Ostpreußen überbrachte, in einem Telegramm aus Königsberg dem Herrn Ministerpräsidenten Dr. Werner herzlichste Grüße aus dem Ostland übermittelt. * Hans Weidauer, der Sekretär der Deutschen Studentenschaft, gibt bekannt, daß der Führer der Deutschen Studenschaft, Gerhard Krüger sein AmtzurDerfügung g e ft e 111 habe. Die Aeltesten Dipl.-Jng. Schulze und Kurt E l l e r s i e k haben gleichfalls ihre Aem- ter niedergelegt. De r deutsche Gruß ist jetzt auch im Handwerk eingeführt worden. Es wird darauf hingewiesen, daß der Gruß nicht nur im Verkehr mit den vom Handwerk unterhaltenen Geschäfts^- stellen gelte, sondern für alle handwerklichen Betriebe, um das Gefühl der Zusammengehörigkeit aller im Handwerksbetriebe Beschäftigten zu pflegen. Der schweizerische Gesandte sprach im Berliner Auswärtigen Amt yor, um eine Grenzbeschwerde anzubringen. Danach sind am vergangenen Sonntag 3 Uhr ein SA.- Mann und zwei Begleiter aus schweizerischem Gebiet in einen Schuppen bei Ramsen eingedrungen, haben sich trotz Protestes des schweizerischen Grenzwächters eines tschechischen Schmugglers namens Weber bemächtigt und diesen auf deutsches Gebiet gebracht. Von der Reichsregierung sind die zur Aufklärung notwendigen Schritte unternommen. * Die bayerische Notariatskasse hat dem Staatsminister der Justiz, Dr. Frank, den Betrag von 120 000 Mark zur freien Verwendung für Arbeitsbeschaffungszwecke zur Verfügung gestellt, die für Erweiterung und Umbau des Amtsgerichtsgebäudes in Rosenheim verwendet werden sollen. Verzweiflungskmpf der letzten Berbern im Atlas. Die letzten Berberstämme in Rordasrika. die noch nicht von den Franzosen unterjocht worden sind, verteidigen sich gegen die vordringenden Heeressäulen in den 3000 Meter hohen, fast unzugänglichen Ge- birgstlusten des Atlas mit dem Mute der Verzweiflung. Wenn sie unterworfen sein werden, hat Frankreich die Eroberung Marokkos, die im letzten Diertel- jahrhundert durchgeführt worden ist, endlich beendet. Ein englischer Berichterstatter G. Ward Price, der sich den vordringenden französischen Truppen angeschlossen Hal, entwirft von dem Kampfschauplatz und den Helden, die hier um ihre Unabhängigkeit ringen, ein anschauliches Bild. Uber ihnen fliegen die französischen Flugzeuge: in ihren Tälern knattern die Maschinengewehre, von den benachbarten Höhen sind die französischen Feldgeschütze auf sie gerichtet und halten ihre Derschanzungen unter ständigem treuer. Ihnen bleibt nur übrig, die langsam heranruckenden Formationen vost Infanterie, Kavallerie und Artillerie aus dem Hinterhalt zu beschießen, hie und da einen vereinzelten Trupp abzuschneiden und nieder- zumeheln. Der neue Feldzug richtet sich gegen ein Gebiet von etwa 150 qkm im Herzea des hohen Atlas, in das die Franzosen bisher noch nicht eingedrungen sind. Dieses Gelände ist bereits von den von Aorden und Süden her anmaschierenden Heeressäulen in zwei Teile geschnitten-, die eine der vier Abteilungen greift vom Westen aus an. während die drei andern die östliche Hälfte in Besitz nehmen. Es mögen etwa 10000 Berber sein, die von den Höhen aus die französischen Soldaten beschießen und unter ihnen manches Opfer fordern. Sie sind mit den modernsten Gewehren ausgerüstet, die sie sich durch Schmuggel oder Diebstahl von den Franzosen verschafft haben. Der Berber weih mit diesen Waffen vortrefflich umzugehen und feuert nur, wenn er eines tödlichen Schußes ganz sicher ist. Die einzelnen Häuptlinge haben ihre Gefolgsmänner dadurch zu leidenschaftlicher Wu entflammt, daß sie ihnen die Franzosen als Teufel mit nur einem Auge mitten in der Stirn schildern, die alle Gefangenen meöermadien. Zu dem verzweifelten Widerstand trägt auch das Gerücht bei, daß der große Berber-Häuptling des Aiffs, Abdel Krim, der sich 1925 unterwerfen mußte, aus seiner Gefangenschaft auf der Insel Reunion in der Aähe von Madagaskar geflohen sei und einen großen allgemeinen Ausstand des Islams enffefleln werde. »Jeder Berber mit einem Gewehr ist ein König," so lautet eins ihrer Sprichwörter, und die Herrscher des Atlas werden zweifellos um ihr Königtum bis zum letzten Blutstropfen kämpfen. 0111t Der ne1“ schen Miedet, Mionen waltung ist 'Nhc man W J -chM rund ,rQ)( K-E, S« ®n”6 gen oder 6 urch gesch ck erreicht muri sein kann- i dem Berantt heil und ihr aeftaltunfl e> en Sachw Urteil der 1 Mit Bet auch die . die Fratt national!' seiner ge: schäft ßeii aus -test Interessen rat gehüt auch die Stadtrale mäßig be der günst besondere gehend Im M steht die für das I triebs und Aus 5 487 11 von der 1 und hat mung ers Es ist Seiten Berstän sam zu Bedürft Herrn 1 arbeitet Ein flto bürgern Stadt ü SMrn o Grunds Dingen, d sorgt hat willig, demokr 6en wur uns zu maßen ci Gegcnü Reichs» sende s schlag i betrag Betrag Es fei E i n f p o haben, jr lausende: wird z. gung tung§: Gas- un amt) uni anstatt sten Iah wirkt sich dre öadui der jtäbti oer ftaatli Mit w Wnrnäßi M dl ?$> sich sruher l auf ii kamen d Herahfet von Sei ber Ma Auch hj, durch dl sich ebe auswiri seit den wahren, laust. 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Dabei ist zu beachten, daß die sorgsam erwogenen Sparmaßnahmen der nationalsozialistischen Stadtratsmehrheit nicht die lebenswichtigen Grundlagen unserer Verwaltung beeinträchtigen oder gar gefährden, sondern die Ersparnisse durch geschickte Reformen in organischer Beziehung erreicht wurden, mit denen man nur einverstanden sein kann. Der Haushaltsplan für 1933 stellt also dem Verantwortungsbewutztsein der Stadtratsmehrheit und ihrem ernsten Willen zu gedeihlicher Neugestaltung ein gutes Zeugnis aus, mit dem die jetzt- Sen Sachwalter unseres Gemeinwesens vor dem rteil der Bürgerschaft zweifellos bestehen können. Mit Befriedigung werden unsere Mitbürger auch die Mitteilungen zur Kenntnis nehmen, die Fraktionsführer Hahn als Sprecher der nationalsozialistischen Stadtratsmehrheit in seiner heutigen Voranschlagsrede der Bürgerschaft gemacht hat. In erfreulicher Weise geht aus diesen Worten hervor, wie sorgsam die Interessen unseres Gemeinwesens vom Stadtrat gehütet werden. Ebenso erfreulich ist aber auch die eindrucksvolle Mitteilung, daß die Stadtratsmehrheit angesichts des verhältnismäßig bescheidenen Haushaltsfehlbetrags und der günstigen Finanzlage unserer Stadt ihre besondere Aufgabe darin sieht, in weitgehendem Umfange Arbeit zu erschließen, um auf diese Weise dem großen Uebel unserer Zeit, der furchtbaren Arbeitslosigkeit, im Rahmen der Gießener Möglichkeiten nachdrücklich entgegenzuwirken. Daß man dabei die Fertigstellung des Schulhauses in den Eichgärten in erster Linie in Angriff nehmen will, verdient allseitige Zustimmung. Tas gleiche volle Einverständnis der Bürgerschaft gebührt auch der Inangriffnahme der übrigen vom Fraktionsführer Hahn genannten Arbcitsbeschaffungsprojekte, die dringenden Notwendigkeiten entsprechen und Gewähr dafür bieten, daß zahlreichen Mitbürgern eine erfreuliche Vcrdicnstmöglichkcit geboten^ zugleich auch die soziale Fürsorgelast der Stadt gemindert werden kann. Die Pläne uni Beschlüsse der Stadtratsmehrheit wirken sich also in gedeihlicher Weise sowohl in finanzpolitischer, wie auch in sozialer Hinsicht aus und helfen im Gießener Bereich wirkungsvoll mit an dem großen Aufbau- und Rettungswerk des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler. Angesichts dieser Sachlage kann man sich der dankbaren Anerkennung, die der Oberbürgermeister heute nach der En-bloc-2Innabme des neuen Haushaltsplanes der nationalsozialistischen Stadtratsmehrheit aussprach, nur an- schließen. Sitzungsbericht. Anwesend: Oberbürgermeister Dr.Keller, die Bürgermeister Dr. Seib, Dr. Hamm, kommissarischer Beigeordneter Bartholomäus, sowie 15 Stadtratsmitglieder. Der Zuhörerraum ist von einer Anzahl Personen besetzt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Verabschiedung des Voranschlags I f ü r 19 33. Hierzu erklärt Mlionssühm Hahn (ASDAp.): Im Mittelpunkt unserer heutigen Sitzung steht die Genehmigung des Voranschlags für das laufende Rechnungsjahr. In der Betriebsrechnung schließt die Einnahme und Ausgabe des gedruckten Voranschlags mit 5 487 195,— RM. Der Voranschlag wurde von der Verwaltung sehr sorgfältig aufgestellt und hat im großen ganzen unsere Zustimmung erfahren. Es ist daraus zu ersehe«, daß auch von Seiten der Verwaltung uns weitgehcndst Verständnis entgegeugcbracht wurde, sparsam zu wirtschaften. Es ist mir daher ei« Bedürfnis, im Namen der Fraktion dem Herrn Oberbürgermeister und seinen Mitarbeitern unseren Dank dafür auszu- fprcche«. Ein großes Verdienst des Herrn Oberbürgermeisters ist es auch, daß unsere Stadt im Verhältnis zu den anderen Städten auf vollkommen gesunder Grundlage steht. Er war cs vor allen Dingen, der in den letzten Jahren dafür gesorgt hat, daß der allzu großen Bewilligungsfreudigkeit der Sozialdemokraten ein Riegel vorgeschoben wurde. Infolgedessen bewegt sich die von uns zu tragende Schuldenlast auf einigermaßen erträglichen Bahnen. Gegenüber einem Fehlbetrag von 489 035 Reichsmark im Vorjahre schließt das lausende Rechnungsjahr nach dem Voranschlag der Verwaltung mit einem Fehlbetrag von 142 767,91 RM. ab. Dieser Betrag wurde von uns noch erheblich gemindert. Es sei allerdings dabei erwähnt, daß die Einsparungen, die wir vorgcnommen haben, zum großen Teil sich noch nicht auf den laufenden Voranschlag auswirken konnten. So wird z. B. die durch die Zusammenlegung der verschiedenen Berwal- tungsbetriebe (Elektrizitätswerk mit Gas- und Wasserwerk und Hoch- mit Ticfbau- amt) und durch den A b b a u d e r S t u d t e n- anstalt eintrctende Ersparnis erst die nächsten Jahre in Erscheinung treten. Außerdem wirkt sich die Einsparung von 55 000,— RM., die dadurch erzielt wurde, daß die Gehälter der städtischen Beamten entsprechend denen der staatlichen zukünftig postnumerando ausgezahlt werden, nicht budget-, sondern nur kastenmäßig aus. Nach der Vorbemerkung der Verwaltung bei Herausgabe des gedruckten Voranschlags wird sich der Fehlbetrag durch die bereits früher von uns beschlossenen Einsparungen auf 118 000,— RM. mindern. Es kamen dabei in Frage einmal die durch die Herabsetzung der Gehälter und Pensionierung von Beamten, zum andern die durch Abbau der Majchinenbauschule erzielten Eriparnisse. Auch hier muß wieder betont werden, daß die durch den Gehaltsabbau erreichten Ersparnisse sich ebenfalls nicht voll in dem Voranschlag auswirken konnten, da diese Kürzungen erst seit dem L Juli 1933 vorgenommen wurden, während das Rechnungsjahr ab 1. April 1938 läuft. In der mit der Verwaltung vor kurzem stattgcfundcnen Beratung des Voranschlags richteten wir unser Hauptaugenmerk auf eine Herabsetzung der sachlichen Ausgaben bei den verschiedenen Verwaltungszweigen. Die Bürobedarfs-, Porto- und Reisekosten wurden erheblich vermindert. Es wurde insgesamt eine Senkung von 15 000 Mark vorgenommen. Reue Einnahmequelle« wurden durch die Erhöhung der Filialsteuer um 100 v.H. out» durch die Neucrhcbuug der Waren- baussteuer in Höhe des 200fachcu Betrages der Gewerbesteuer erschlaffen. Diese Maßnahme wird in erster Linie dem notleidenden Klein-Gewerbe und den mittleren Betrieben unserer hiesigen Geschäftswelt zugute kommen. Die Erhöhung, sowie die Neueinführung der vorgenannten Steuern ist im Rahmen der letzten gesetzlichen Bcitimmung erfolgt und läßt sich auch zweifellos rechtfertigen, denn die Warenhäuser und Filialbetriebe waren zum großen Teil ein Krebsschaden für das deutsche Volk. Sie untergruben dem Mittelstand, der bisher die Stütze des Reichs war, seine Existenz und trugen infolgedessen dazu bei, einen großen Teil unseres Volkes zu proletarisiercn. Daneben luden die Warenhäuser noch die Schuld auf sich, den Bürger dazu zu verführen, schlechte Ware und Schund zu kaufen. Durch raffinierte Reklame und großen Tam-Tam reizten sie die Leute zum Kauf der unnötigsten Gegenstände und brachten den Bürger davon ab, gute und zweckmäßige Ware zu erstehen. Wenn diese Betriebe durch Steuer-Erhöhungen langsam verschwinden, so liegt dies lediglich im Volksinteresse. Durch die Erhöhung dieser Steuer« wird mit einer Mehreinnahme von 14 000 RM. gerechnet. Der Fehlbetrag unseres Voranschlags verringert sich dadurch nochmals um weitere 30 000 RM. auf 88 000 RM. Es ist dies ein verhältnismäßig geringer Betrag, den wir leicht dadurch hätten beseitigen können, daß wir unseren Erneuerungsfonds, der einen für unsere Verhältnisse erheblichen Betrag aufweist, um diese Summe verringert hätten. Aehnlich wurde z. B. in Frankfurt a. M. verfahren. Dort wurden in dem laufenden Rechnungsjahr keine Abschreibungen vorgenommen, um den Voranschlag dadurch einigermaßen günstig zu gestalten. Wir haben dies aber im Interesse einer soliden Geschäftsführung abgelehnt, da wir die feste Hoffnung haben, daß sich durch die allgemeine Wirtschaftsbelebung unser geringer Fehlbetrag vollständig beseitigen lassen wird. Insbesondere rechnen wir damit, daß sich unsere W o h l f a h r t s l a st e n, für die ein Betrag von rd. 1252 000 RM. vorgesehen ist, noch weiter senken laffen. Auch ist anzunehmen, daß die Einnahmen bei dem Gas- und werk und dem E l e k t r i z i t ä t s we r k, die sich auf rd. 415 000 bzw. 350 000 RM. belaufen, eine weitere Erhöhung erfahren. Ebenfalls wird sich auch die Umsatzsteuer zahlenmäßig günstiger auswirken, als im Voranschlag vorgesehen ist. Aus diesem kurzen Ucberblick dürfte zu ersehen sein, daß die Finanzlage der Stadt recht günstig ist. Ich glaube, daß wir von den meisten Städten darum beneidet werden. So wurde mir erst kürzlich in Darmstadt erzählt, daß Gießen wegen seiner gesunden Finanzlage als Wunderkind herumgezeigt würde. Ta wir eine gute finanzielle Grundlage haben, so ist es unsere Pflicht und Schuldigkeit, unser Teil dazu beizutragen, Arbeit zu beschafseu, um damit unfern Todfeind, die Arbeitslosigkeit, zu beseitigen. Wir können dies mit um so ruhigerem Gewissen tun, als die Projekte, die wir in Angriff nehmen wollen, dringend sind und unbedingt der Ausführung bedürfen. Außerdem erhalten wir das Kapital zu den beiden großen Plänen zu den günstigsicn Bedingungen, nämlich zinslos. Die Verpflichtungen, die wir eingchen, sind tragbar. Bel unseren Maßnahmen denken wir auch nicht daran, kostspielige Experimente zu machen und die Stadt in unnötige Kosten zu stürzen. Ju erster Linie wollen wir die Schule iu den Eichgärten, die schon seit langem ein Schmerzenskind der -stabt »st, fertigstellcu. Nachdem man sie seinerzeit glücklich unter Dach und Fach hatte, war der -stadtsackel leer, und es waren keine Mittel mehr 3um endgültigen Ausbau vorhanden. Lange stand sie öde und verlassen da und erregte bei jcöent Einwohner Aerger, wenn er an ihr voroei- ging. Denn sie war totes Kapital, das eine hohe Zinsenlast nutzlos verschlang. Auch der Bau wurde nicht dadurch besser, daß die zum großen Teil noch nicht mit Fenstern versehenen Säle den Witterungseinflüssen au»= gesetzt waren. Daher hatte sich ichon Ende vorigen Jahres der alte Stadtrat entschlossen, wenigstens einen Teil der Schule in trieb zu nehmen. Wir haben jetzt vor, auch den übrigen Teil einzurichten, wozu allerdings der erhebliche Betrag von 200000 Mark erforderlich ist. Zur Beschaffung dieser Mittel haben wir über das Hessische Slaatsministerium bei der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeit (Deffft) einen entsprechenden Antrag gestellt. Es ist auch zu hoffen, daß uns das Kapital bewilligt wird, da cs sich bei der Schule um ein angefangenes Gebäude handelt, für welchen Zweck im allgemeinen Mittel von der Oeffa zur Verfügung gestellt werden. Die Aufnahme des Kapitals bei dieser Reichsgcscll- schaft ist insofern günstig, weil dafür keine Zinsen zu zahlen sind. Allerdings muß der Betrag in fünf Jahren zurückerstattet werden. ind, ist nicht für Bauzwecke geeignet, denn er ist Hochwassergebiet. Es besteht also, solange die Lahn hier noch nicht reguliert ist, die ©e- ahr, daß wir eines Tages durch Hochwasser erheblichen Schaden erleiden. Wir haben daher beschlossen, die Häuser auf einem anderen Gelände zu errichten und haben da- ür einen Platz am Anneröder Weg ausge- ucht. Dort ist das Land bereits durch die Kanalifa- tion für Bauzwecke erschlossen, und außerdem ist es eine schöne und gesunde Lage. Die Wohnungen selbst werden einfach, aber zweckmäßig und schön g e b a u t. Es haben uns eine Reihe von Bauplänen Vorgelegen, und wir haben es uns sehr angelegen sein lassen, unsere Unterstützungs- empsänger gut unterzubringen. Vorerst wird ein Raum für 14 Klciuwoh- nungcu geschaffen, Kurze Aussprache Eine andere dringende Aufgabe ist die Erweiterung und Erneuerung unserer im Jahre 1905 erbauten mechanischen Kläraulage. Heute werden die Fäkalien in offenen Becken getrocknet und bedeuten für die ganze dortige Gegend eine erhebliche Belästigung. Außerdem sind die in die Lahn geführten Abwässer noch unrein, so daß wir sehr häufig Klagen von feiten der Fischereipächter ausgesetzt sind. Auch die Anlage an sich ist für die Einwohnerzahl nicht ausreichend. Der Kostenaufwand für dieses Projekt beträgt rund 100 000 Mark. Auch hierfür haben wir einen Antrag bei der Oeffa eingebracht. Wenn wir diese Mittel erhalten, so brauchen sic im Gegensatz zu denen für die Schule erst in 20 Jahren zurückgezahlt zu werden. Als ein großer Vorteil ist es hier anzusehen, daß das Reich sich an den Kosten zu einem Fünftel beteiligt. Sehr viel hat uns das Projekt „Die Errichtung von Wohnungen für wohl- fahrtsunterstühungsempfänger' ber ursprünglich mit 60 000,— RM. veranschlagt war, jetzt aber leider durch das Anziehen der Preise auf dem Baumarkt auf 65 000,— RM. kommen wird. Die Errichtung der Wohnungen war dringend erforderlich, denn es standen seinerzeit bei der Beschlußfassung 30 Exmittierungen bevor, für die wir gesetzlich für eine anderweitige Unterkunft zu sorgen verpflichtet waren. Tas Wohnungselend bei vielen unserer Unterstützungsempfängern ist noch recht groß, die meisten unserer Mitbürger können sich gar keine Vorstellung davon machen, in welch menschenunwürdigen Behausungen auch in unserer Stadt noch viele Familien wohnen. Einer großen Anzahl von Arbeitern wird demnächst bei der Umbcttuug der Lahu Beschäftigung gegeben. Dort wurden bisher nur Pflichtarbeiter des Wohlfahrtsamtes beschäftigt. Es ist jetzt mit der Regierung eine Vereinbarung dahin getroffen worden, daß der Lahndurchstich als „Notstands- arbeit" aufgezogen wird. Dadurch können noch 100 Arbeiter eingestellt werden. Ein großer Teil unserer Wohlsahrts- erwcrbslosen wird dort wieder Arbeit finden, was eine erhebliche Verringerung unserer W o h l f a h r t s l a st e n zur Folge hat. Endlich sei noch erwähnt, daß wir dem Hessischen Staat unsere Seuchenbaracke les ist dies ein festes Haus» übereignen, wofür er uns die reichsgesetzlicke Verpflichtung abnimmt, ein derartiges Gebäude zu unterhalten und uns einen Teil des Gebäudewertcs in Gelände als Tausch gibt. Auch hierbei werden eine Reihe Volksgenossen wieder Arbeit finden, denn dieses Gebäude soll zu einem Pharmakologische« Institut umgebaut werden. Aus dem Vorgebrachten ist zu ersehen, daß auch wir im Rahmen des Möglichen e i f r i g st bestrebt sind, für unsere Volksgenossen Arbeit und Brot zu schaffen, denn wir wissen, daß es kein I traurigeres Los gibt, als arbeitslos zu sein. Hoffentlich trägt unser Bemühen bald Früchte, daß auch wir in unserer engeren Heimat die Arbeitslosigkeit beseitigt haben. beschäftigt. Auf der einen Seite sollten nämlich die Wohnungen freundlich und behaglich sein, auf der anderen Seite mußten die einzubringenden Mieten unbedingt tragbar sein und den Sätzen der Unterstützung angepaßt werden. Bei der Erstehung der Häuser kommen für uns als Mieter nur U n = terstützungsempfänger, also solche Leute in Frage, denen wir gesetzlich zur Schaffung von Wohnräumen verpflichtet sind. Häuser zu bauen, deren Miete in Arbeit stehende Personen zahlen können, lehnen wir heute grundsätzlich ab und überlassen dies der privaten Initiative, nachdem die Lage auf dem Wohnungsmarkt sich in letzter Zeit entschieden gebesser hat. Denn der Privatunternehmer kann im allgemeinen wirtschaftlicher verwalten, als ein städtisches oder staatliches Gemeinwesen. Die von der Stadt vor zwei Jahren am Leimkauterweg errichteten Notwohnungen fanden ganz und gar nicht unsere Zustimmung. Wenn sie auch, was zugegeben werden mag, sparsam erbaut waren, s o paßt doch derBaustilmit dem flachen Dach nicht in unsere deutsche Heimat. Es ist außerdem fraglich, ob ein derartiges Dach auf die Dauer den Witterungseinflüssen so standhält, wie das sonst übliche. Davon abgesehen verschandeln diese Häuser unsere Gegend. Sehen sie doch von weitem wie Hühnerstalle aus. Auch der Ort, an dem die Hauser erbaut Unzulässige Anträge. Oberbürgermeister Dr. Keller teilt anschließend mit, daß von dem Stadtratsmitglied North sChr.-Soz.) Anträge zum Voranschlag eingebracht worden seien. Diese Anträge seien aber unzulässig, da sie nicht die nach der Geschäftsordnung erforderlichen sieben Unterschriften hätten. Siadtratsmitglied Pros. Dr. Brüning (Dntl.) erklärt, seine Gruppe werde dem Voranschlag zustimmcn, obwohl sie die Unterlagen für die Voranschlagsberatung nicht habe kennenlcrnen können. Ter Redner dankt sodann der Verwaltung für die vorsichtige Schätzung der Einnahmen. Weiter betont er, daß jetzt ein großer Unterschied gegenüber der vorjährigen Voran- schlagsbcratung bestehe, denn „im vorigen Jahre war alles im Wanken, in diesem Jahre haben sich die Verhältnisse erheblich gebessert." Schließlich macht der Redner gewisse Bedenken gegen den Abbau an der Studienanstalt geltend. Er würde cs begrüßen, wenn die Studicn- anstalt so bliebe, wie sie jetzt sei, aber die Stundenpläne derart geändert würden, daß die Anstalt nicht zum Universitätsstudium führe, jedoch den Mädchen eine bessere, abgeschlossene und vielseitige Bildung ermögliche. Abschließend fragt der Redner oie Verwaltung, ob auch Gießen Mittel aus der Arbeitsbeschaffungssumme bekommen werde. Komm. Beigeordneter Bartholomäus (NSDAP.) bemerkt u. a.: Ich stelle fest, daß es noch sehr viele Menschen gibt, auch in Gießen, die noch nicht begriffen haben, was heute geschieht. Es ist eine Dreistigkeit, daß ein Christlich-Sozialer heute noch Anträge stellt) er soll sich gesagt sein lassen, daß sein Bleiben uns hier schon lange nicht mehr erwünscht ist. Wir Nationalsozialisten sind uns bei unserer Arbeit unserer Verantwortung durchaus bewugt. Wir lehnen es strikt ab, uns bevormunden zu lassen von Leuten, die jahrelang Gelegenheit gehabt haben, das zu tun, was wir heute machen müssen. Wenn die Verhältnisse heute besser sind als im vorigen Jahre, so ist das lediglich das Verdienst der nativ n a l s o z i a l i st is ch e n R e g i e ru n g und ihrer Idee. Wenn wir Nationalsozialisten nach sorgfältiger und mühevoller Arbeit einen Abschluß machen, so ist das für Sic das gegebene. Wenn wir jetzt das Lyzeum in seiner Oberstufe abbauen, so ist für uns maßgebend, daß wir die deutschen Frauen wieder zu dem machen wollen, was sie einst gewesen sind. Wenn von der geringen Summe von 12 000 Mark Ersparnis beim Lyzeum gesprochen wird, so werden diejenigen, die zwei oder drei Jahre arbeitslos sind, darüber ganz anderer Meinung sein. Wir wollen auch nicht Frauen erziehen, bei denen man, wie leider früher vielfach, fragen muß, ob baä eine deutsche Frau ist. In erster Linie geht es uns darum, Mütter und Hausfrauen zu erziehen. Diese Ausbildung erhält das Mädchen im Haushalt, aber nicht in der höheren Schule. Es würde auch manchen Mädchen gar nichts schaden, wenn sie die Arbeiten der Haussrau von der Pike auf erlernen müßten. Da wir in einer Zeit leben, in der für parlamentarisches Gerede kein Platz ist, mag man uns nicht mit Anträgen kommen, da wir genau wissen, was wir zu tun haben. Schluß der Debatte. — k^nbloc-Annahme des Voranschlags. Fraktionsführer Hahn beantragt Schluß der Debatte und En-bloe-Annahme des Voranschlags. Für den Schluß der Debatte stimmen geschlossen die NS.-Fraktion und die drei deutschnationalen Vertreter, gegen den Schluß der Aussprache stimmt nur Stadtratsmitglied North iChr.-Soz.j. Ter Voranschlag wird en bloc ein- stimmig angenommen. Dank der Verwaltung. Oberbürgermeister Tr. Keller gibt der Hofsnung Ausdruck, daß der nicht erhebliche Fehlbetrag im Laufe des Rechnungsjahres durch die allgemeine Belebung der Wirtschaft gedeckt werden könne. Er dankt dann dem Stadtrat für die rasche Verabschiedung des Voranschlags. Besonders dankt er aber der nationalsozialistischen Stadtratsfraktton für ihre fleißige, sachliche und gründliche Arbeit bet der Beratung des Voranschlags. Ueber die Erledigung des übrigen Teiles der Tagesordnung werden wir noch berichten. Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete. Das Perjonalamt des Hessischen Staatsnüniste- riums gibt bekannt: Die nachstehenden Bürgermeister und Beigeordneten wurden kommissarisch in ihr Amt eingesetzt: Stadt Gießen: Heinrich Bartholomäus an Stelle des freiwillig zurückgetretenen kommissarischen Beigeordneten, Rechtsanwalt L u 1 e y. Egelsbach: SA.-Truppfiihrer Eduards R icker in Klein-Steinheim, Ludwigstraße 11, an Stelle des kommissarischen Bürgermeisters 23 ed! in Egelsbach. S.Upor/ Frauenturnen im Bezirk Heffen DT. 500 Heffeniurnerinnen finden in Heuchelheim gastliche Aufnahme. Mit der Durchführung des diesjährigen Frauen-Wetturnens im Bezirk (Gau) Hessen D. T. hatte man erstmalig einen der größeren Landvereine des Hessengaues beauftragt. Der Tv. Heuchelheim, unterstützt von einer äußerst turnfreunölichen Bevölkerung, zeigte sich der ihm gestellten Aufgabe in jeder Hinsicht gewachsen. Er verhalf dem 18. Wetturnen der Hessenturnerinnen zu einem ausgezeichneten, eindrucksvollen Verlauf und sicherte damit der Veranstaltung einen hervorragenden Platz in der Geschichte des Frauenturnens in unserem Heimatgebiet. Schon der Begrüßungsabend, der am Samstag für die Turngäste aus allen Teilen des großen Hessengaues in der Turnhalle des Tv. Heuchelheim stattfand, stand ganz im Dienste der turnerischen Arbeit. „Bilder aus dem deutschen Frauenturnen" wurden von 17 Frauenriegen auf der geräumigen Bühne gezeigt. Die Vorführungen nahmen das starke, lebhafte Interesse der etwa 1200 Zuschauer bis zum letzten Augenblick in Anspruch. In bunter Folge wechselten die Darbietungen, die sich unter Leitung von Be- zirks-Frauenturnwart Heinrich Schneider (Wetzlar) flott und reibungslos abwickelten und in ihrer Vielseitigkeit überzeugend zum Ausdruck brachten, wie viele Wege zu dem einen Ziel führen: harmonische Durchbildung von Körper und Geist. Besondere Anerkennung verdient die Beteiligung einer Reihe von Landvercinen (wie Treis a. d. L., Klein- Linden, Krofdorf, Wieseck, Großen-Linöen, Nieder-Wöllstadt, Heuchelheim), die sich mit ihrem Können in jeder Hinsicht neben die beachtlichen Leistungen der städtischen Vereine (Lich, Grünberg, Gießen, Marburg, Wetzlar und Bad-Nauheim) stellen dürfen. Im ganzen geschaut, darf man nach allem, was am Samstagabend auf allen Gebieten des deutschen Frauenturnens geboten wurde, ohne Ueber- treibung sagen: Tas Frauenturnen marschiert im Bezirk Hessen und geht dabei die rechten Wege. Der Abend selbst mußte auch den noch Fernstehenden für die Sache des Frauenturnens erwärmen. Zur Begrüßung der Gäste warteten zu Beginn des Abends die Gesangvereine Heuchelheims mit einem wirkungsvollen Massenchor auf, während der Führer des Tv. Heuchelheim, Otto Rinn, und Bürgermeister Fr. K. Rinn unter Betonung der vaterländischen Betätigung der D. T. den herzlichen Willkomm des Festortes in echt turnerischer Weise entboten. Bezirksführer Dr. Rau (Butzbach) sprach, noch ganz unter dem Eindruck des Erlebens von Stuttgart, namens des Bezirks ein herzliches Grußwort. Oer Kestsonniag. Herrliches Hochsommerwetter machte den Sonntag zu einem wahren Festtage, dessen vielseitige Arbeit die regste Anteilnahme der Bevölkerung fand und im besten Sinne des Wortes „Arbeit im Gewände der Freude" war. Nach einem von der Deutschen Turnerschaft seit vielen Jahren geübten Brauche ging den Wettkämpfen eine Stunde der inneren Sammlung voraus. Pfarrer Weisel knüpfte in seiner Morgenandacht an das von der großen andächtigen Gemeinde gesungene Lied „Gott ist gegenwärtig" an und zeigte in tiefempfundenen Gedankengängen an großen geschichtlichen Geschehnissen und insbesondere an dem Wunder, das sich uns in der Sendung Adolf Hitlers offenbart, wie der Allmächtige unserem Volke immer wieder seine große Güte erwiesen hat. Ein frisches, frohes Bild bot anschließend während des Vormittags der große Turnplatz. Etwa 450 Turnerinnen aller Altersklassen, eine bis dahin noch bei keinem Gaufrauenturnen erreichte Zahl, waren in zahlreichen Riegen zu den Mehrkämpfen in verschiedene Stufen angetreten. Der Ablauf der von Bezirks-Frauenturn- wart Hch. Schneider umsichtig geleiteten Wettbewerbe zeigte in erfreulicher Weise, daß nicht nur in bezug auf die Beteiligung ein weiterer Fortschritt zu vermerken ist, sondern daß es auch hinsichtlich der Leistungen voran geht, dank der unermüdlichen Arbeit, die in stiller, anregender Lehrgangstätigkeit der Bezirksleitung und in unverdrossener Pflichterfüllung der Vereinswarte geleistet wird. Nach einem Umzuge, mit dem die Turnerinnen und sonstigen Festgäste ihren Dank an den in prächtigem Flaggenschmuck prangenden gastlichen Festort bekundeten, gehörte der Nachmittag vorwiegend den turnerischen Massendarbietungen. Der 2. Bezirksführer, Redakteur K. Schneider (Butzbach), begrüßte die Festteilnehmer mit einer herzlichen Begrüßung im Namen des Bezirks. Er zeichnete treffend die Aufgaben der DT. im dritten Reiche und schloß mit einer besonderen Anerkennung für den Tv. Heuchelheim. Das Gut Heil des Bezirksführers auf die deutsche Turnerschaft, die Gemeinde Heuchelheim, das deutsche Vaterland und seine Führer wurde mit dem Gesang des Deutschlandliedes begeistert erwidert. Von den abwechselungsreichen Darbietungen des Nachmittags nennen wir die Sondervorführungen der Vereinsriegen, die von Luise Schwarz (Friedberg) geleiteten malerischen Volkstänze uni) die den Abschluß und Höhepunkt bildenden allgemeinen Freiübungen. Etwa 50t Turnerinnen marschierten dazu auf und boten ir ihrer einheitlichen Turnkleidung und dem Gleichmaß der anmutigen Hebungen ein herrliches Bild. Die feierlich gestaltete Siegerehrung beendete eindrucksvoll das 13. Bezirks-Frauenturnen, das nicht nur eine turnerische Veranstaltung, sondern ein Fest wahrer Volksgemeinschaft und echten deutschen Volkstums gewesen ist. Oie Ergebnisse: Nachstehend geben wir einen Ueberblick über die Ergebnisse mit einem Auszug aus der umfangreichen Siegerliste: Turnerinnen-Oberstufe. Z e h n k a m p f (28 Bewerberinnen, 27 Siegerinnen): 1. Siej Ria Philipp, T v. 1846 Gießen 184 Punkte, 2. Elli Langbein, TuSpv. Butzbach, 181; 3. Mathilde Koch, Tv. 1846 Gießen, 176, 4. Käthe Bath, Tv. Heuchelheim, 171; 6. Klara Amend, Tv. Krofdorf, 168; 10. Marie Suchan, Tv. Krofdorf 178; 11. Luise Weiß, To. Großen-Linden 157; 12. Erna Petermann, Tv. Nidda, 156; 13. Anna Weinandt, Tv. Großen-Linden, 151; 14. E. Lotz, Tv. 1846 Gießen, Hilde Schmidt, Tv. Krofdorf, 149; 15. Gertrud Kesses, To. Nidda, 148; 16. Käthe Stauf, Tv. Grllnberg, 143; 19. Helma Schmieder, To. 1846 Gießen, 138; 20. Lina Löber, To. Heuchelheim, 134 Punkte. Siebenkampf (16 Bewerberinnen, 15 Siegerinnen): 1. Ria Schwan, Mtv. Gießen, 135; 2. Elfriede Münnich, Tv. 1846 Gießen, 131; 3. Toni Lockert, T. u. Spv. Butzbach, 122; 4. Emma Lein, Tv. Grünberg, Emilie Reuschling, Tv, Heuchelheim, Gertrud Bock, To. Grünberg, 117; 5. Else Eckhardt, To. Nidda, 115; 7. Wilhelmine Bachmann, To. Freienseen, 106; 8. Johanna Pusch, To. Heuchelheim, 105; 9. Else Beinhorn, Tv. Großen-Linden, 104. Turnerinnen-Unferffufe. Zehnkampf(80 Bewerberinnen, 64 Siegerinnen): 1. Frieda Peter Tgm. Laubach, 186 P.; 2. Mathilde Rühl, T. u. Spv. Marburg, 177; 3. Liefe! Sprengel, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 172; 5. Henny Obmann, Christine Schmidt, Mtv. Gießen, Hilde Valentin, To. Krofdorf, 168; 6. Klara Wagner, Tv. Krofdorf, 166; 8. Ida Fett, To. Großen-Linden, 162; 10. Gustel Eberling, Reichsbahn-T. u. Spv. Gießen, 160; 11. Marie Hhrhan, To'. Lich, Marta Wagner, To. Krofdorf, 156; 13. Marta Wagner, To. Lang- Göns, Karoline Loh, To. Krofdorf, 155; 16. Anna Kraul, To. Griedel, 152; 18. Marie Herr, Tv. Heuchelheim, Erna Rühl, Tv. Lang-Göns, 150; 20. Irmgard Batz, Tv. Freienseen, 148; 21. Elisabeth Schäfer, To. Lich, Emmi Schupp, To. 1846 Gießen, Lilli Dem, To. Großen-Linden, 147; 22. Anni Heller, Reichs- bahn-T. u. Spv. Gießen, Alice Kröll, Tgm. Laubach, 146; 23. Hedwig Schmidt, Tv. Lang-Göns, Emma Jsheim, To. Grünberg, Else Günther, Tv. Hermann- stein, 145; 24. Lina Henkel, Tv. Hermannstein, 144; 25. Meline Günther, Tv. Freienseen, 143; 26. Frieda Römer, To. Krofdorf, Elisabeth Trautwein, To. 1846 Gießen, Johanna Wagner, Reichsbahn-T. u. Spv. Gießen, 141; 27. Liesel Steinmüller, To. Klein-Linden, Auguste Möser, Tv. Wieseck, 140; 28. Anna Will, Tv. Treis a. d. Lda., Ella Kissel, Tv. Klein- Linden, Ruth Philipps, Tv. 1846 Gießen, 139; 29. Alwine Dreier, Tv. Lang-Göns, 138; 30. Anna Peter, Tv. Groß-Eichen, Meta Näck, To. Gambach, Frieda Hofmann, Tv. Gambach, Hedwig Pfeffer, Tv. Grün- berg, Gertrud Petri, To. 1846 Gießen, 137; 31. Marie Walter, Tv. Freienseen, Lotte Böhling, To. 1846 Gießen, 136; 32. Kath. Meyer, To. Treis a. d. L., Erna Ohly, T. u. Spv. Griedel, 134. Siebenkampf (60 Bewerberinnen, 52 Siege- rinneih): 1. Liselotte Euler, To. Grünberg, 122; 2. Lina Erb, Tv. Wieseck, 118; 3. Johanna Viel, Tv. Grünberg, Lisbeth Greb, To. Alsfeld, 117; 4. Ottilie Schreiner, To. Wieseck, 116; 7. Lina Beismer, Tv. Burgsolms, Marie Volkmann, Tv. Heuchelheim, Lina Bender, To. Krofdorf, 112; 8. Frieda Nieber- gall, Reichsb. T. u. Spv. Gießen, 111; 9. Herta Wilhelm, Mtv. Gießen, Elisabeth Högel, Tgm. Laubach, 110; 10. Erna Leidner, Tgm. Laubach, Kath. Harbach, To. Treis a. d. L., Lissi Ledermann, Tv. Lich, 109; 11. Gretchen Rinn, Tv. Heuchelheim, 108; 12. Tilli Hofmann, To. Burgsolms, 107; 13. Ottilie Schombert, To. Groß-Eichen, Meta Löffler, Mtv. Gießen, Erna Rumpf, Tv. Gambach, 106; 14. Lina Schaümburg, Tv. Nidda, 105; 15. Johanna Wolf, Tv. Nidda, Marie Schäfer, Tv. Lich, Helene Lindemeier, Tgm. Laubach, Lina Michel, Tv. Treis a. d. L., Anna Pausch, Tv. Wieseck, 104; 16. Liesel Georg, Mtv. Gießen, Marie Siek, To. Grünberg, Emmi Wolf, Tv. Grünberg, Kätchen Wagner, Tv. Hermannstein, 103; 17. Marie Euler, Tv. Treis a. d. L., 102; 18. Lina Eise, Tv. Lich, Emma Fink, Tv. Heuchelheim, Hilde Weigel, Tv. Klein-Linden, Emmi Langsdorf, To. 1846 Gießen, 101; 19. Anneliese Schweisgut, Tgm. Laubach, Ottilie Frey, Tv. Klein- Linden, Paula Althaus, Tv. Lich, 100; 20. Anni Medenbach, Tv. Großen-Linden, Anna Klein, Tv. Treis a. d. L., 99; 22. Adelheid Krüger, Tv. 1846 Gießen, 95; 23. Leni Steinbach, To. Hermannstein, 94. (Weitere Ergebnisse folgen!) Wirtschaft. Neuein st eil ungen bei der t dem 1. Juli d. I. hat die Allge- meine ^.r^trizitäts-Gesellschaft allein in ihren Berliner Betrieben rund 3500 Arbeiter und Angestellte neu eingestellt. * Arbeitsbeschaffung b e i Wintershall AG., Kassel. Die Wintershall AG., Kassel, hat in den letzten Wochen auf verschiedenen ihrer Kali- und Erdölbetriebe Arbeiter neu eingestellt und weiterhin durch Inangriffnahme von Um- und Neubauten Arbeit an Fachunternehmer vergeben. Seit dem 1. Juli d. I. bis jetzt hat sich die Belegschaft um 126 Mann vermehrt. Frankfurter Abendbörse: sehr still. Frankfurt a. M., 29. Aug. An der heutigen Abendbörse herrschte sehr große G e- sch ä f t s st i l l e, da neue Orders nicht eingetroffen waren. Die Kulisse übte auf Grund des weiteren Kursrückgangs einiger Großpapiere Zurückhaltung. Im Vergleich mit den Berliner Schlußkursen war das Niveau knapp behauptet; meist traten allerdings kleine Abbröckelungen um 0,25 bis 0,5 v. H. ein. Montanwerte blieben indessen recht widerstandsfähig. Mehr rückläufig waren Lah- meyer (minus 2,5 v. H.), Conti Gummi (minus 1,5 v. H.) und Schuckert (minus 1 v. H.). Auch im Verlaufe konnte sich keine Geschäftsbelebung durchsetzen. JG.-Farben gingen weiter leicht zurück, im übrigen rvaren keine Veränderung» mehr zu verzeichnen. Der Renten markt lag gleichfalls sehr still. Die Neubesitzanleihe war gut behauptet, die Altbesitzanleihe lag sogar 0,25 v. H. Mund späte Reichsschuldbuchforderungen t bei 79,75 v.H. gesucht. Stahlvereinbonds notierten 0,25 v. H. niedriger; u. a. kamen zur amtlichen Notiz: Neubesitz 10,25, Altbesih 78,13, Schutzgebiet alle 6,90, Stahlvereinbonds 56,25, Neichsbank 147,90, Gelsenkirchen 53,75, Mannesmann 57,40, Nheinstahl 81,25, Phönix 35,50, Stahlverein 33,75, AEG. 19,40, Bemberg 46, Conti Gummi 144 (Brief), JG.-Farben 124 bis 123,75, Lahmeyer 116, Schuckert 95, Ncichsbahnvorzugsaktien 99,25, Hapag 12,50, Norddeutscher Lloyd 13,40. Oberhessen Stellv. Kreiöleiier der NGOAP. im Kreis Lauterbach. * Lauterbach, 29. Ilug. Der Kreisleiter der NSDAP, im Kreis Lauterbach, Dr. Lang, hat den Pg. Dr. Mahr, Bürgermeister in Lauterbach, zum stellv. Kreis- leiter der NSDAP, des Kreises Lauterbach bestimmt. Landkreis Gießen. * Oppenrod, 28. Qlug. Von schönstem Sommerwetter begünstigt, fand am gestrigen Sonntag in unserer Gemeinde ein Missions- fest statt, das von Missionsfreunden von nah und fern sehr gut besucht war und einen schönen Verlauf nahm. 3n dankenswerter Weise verschönten der Kirchengesangverein Oppenrod und der Posaunenchor Grohen-Vuseck das Fest. Im Festgottesdienst predigte Missionar Walther, Gießen, im Anschluß an die Geschichte vom Kämmerer aus dem Morgenlande über Missionspflicht und Missionssreude. Vach der Kaffeepause, zu der die auswärtigen Missionsfreunde Gäste der Gemeindeglieder waren, fand die Vachversamm- lung statt. In derselben berichtete zunächst Missio- Oas Los zu einer Mar . Jedes Arbeitsbeschaffungslos ein Baustein im großen Arbeitsbefchaffungsprogramm! hilf mit am großen Neubau für das Arbeitsglück deiner Brüder! nar Groh, Gießen, über feine Arbeit an der Goldküste. Sodann sprach nochmals Missionar Walther und erzählte von seinem Arbeitsgebiet Kamerun. Sn seinem Schlußwort dankte Pfarrer Müller, Grohen-Buseck, den beiden Festrednern, die durch ihre anschaulichen und von heißer Missionsliebe erfüllten Ausführungen die Herzen für die Sache der Heidenmission zu erwärmen verstanden; er übermittelte die Grüße und Segenswünsche von Oberkirchenrat D. Wagner, der zu seinem großen Bedauern verhindert war. an dem Feste teilzunehmen, und schloß mit Gebet und Segen. Die Kollekte des von über 400 Missionsfreunden besuchten Festes ergab den Betrag von 101,55 Mk. Gewinnauszug Ohne Gewähr Nachdruck verboten 17. Ziehungstag 28. August 1933 3n der heutigen Vornüttagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 62539 258683 56526 118684 127490 30891 32741 35663 41576 46715 69163 81810 98325 102679 107448 150 Gewinn« tu 500 M. 11641 17934 20013 22858 27743 28748 38370 40457 44412 51991 57350 64753 67385 71212 71430 78905 116872 179740 221398 277167 328516 368762 104511 138501 160329 180627 238206 267383 304675 340236 366534 386405 118473 180349 230322 298444 331008 377996 106431 143264 160959 181452 239373 273772 306553 340779 373824 388198 2000 M. 151373 253234 370849 1000 Olt. 113649 148731 169382 184469 244817 274950 307956 341492 375831 394432 127900 203429 254131 305050 334155 145618 203847 264520 305795 337750 119264 153448 172563 191321 257461 279506 315718 356239 377260 168988 207461 267714 315104 349167 122882 154292 175269 198463 258493 300464 323093 359395 378556 40635 199847 269133 67146 207645 280900 116568 167996 215003 272471 323241 359168 55696 85506 127718 154408 180178 221778 263305 304395 335682 365907 381999 1986 169610 260348 378699 4 Gewinn« zu 5000 M. 10 Gewinne ?u 3000 M. 171830 393972 38 Gewinne au 116391 142120 235500 243068 311863 325029 86 Gewinn« zu 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 10 Gewinn« ju 5000 M. 33718 92274 274884 293307 313718 20 Gewinn« ju 3000 M. 90157 105452 153934 200466 399993 233129 288563 291505 351350 361339 46 Gewinne ju 2000 M. 3780 4207 33183 1 47392 50176 121333 121935 157726 171959 175824 207698 222084 228897 266776 296780 320209 354526 391974 358056 361792 364868 366419 388871 88 Gewinn« ni 1000 M. 1211 6949 16528 27229 37407 37850 40360 61798 85232 93617 112446 113631 122367 122490 151137 155886 172529 180558 183538 185573 194835 200437 200893 212705 229576 237710 237975 258561 275719 283108 283943 285487 300888 301597 325291 327853 332317 351313 362911 363010 364052 369961 375298 376326 216 G«winne »u 500 M. 1877 11020 12806 16104 17311 25078 25742 29790 31399 32201 37101 46014 48523 51889 54200 60845 63300 65956 83546 85079 86454 88045 88099 88653 90038 93674 95000 97666 98074 98447 99362 99787 100485 102204 104258 107729 110613 119033 124824 135573 137446 144452 149605 151503 159392 163133 169620 170255 176042 178360 180970 194025 195175 196125 200983 201141 205477 209728 218157 220311 220335 225979 240051 240615 241665 243436 244878 261188 265776 275871 277920 279279 285167 285595 288469 291208 291786 293744 296225 297811 300014 301394 302256 304160 305264 306160 309953 314302 320169 321004 322760 323811 325321 330843 334159 337553 342257 347674 352035 352504 356552 380979 390419 391661 394972 394987 395670 400000 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zv je 500000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 100000, 6 zu je 50000, 18 zu ,e 25000, 96 zu je 10000, 204 zu je 5000, 418 zu je 8000, 1176 zu je 2000, 2376 zu je 1000, 3858 zu je 500, 11866 zu je 400 SR. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Frank,un a. Ul. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 28-8. | 29.8. 28.8. 29.8. 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 84,75 84 84 84 6% ehem.7°/<> Tl. Reichsant.v.lSLg 98,75 99 99 99,25 5/*% Doung-Anleihe von 1930 .. 84,75 84,75 84,75 84,75 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.»Rechten ............. 77,9 78,13 77,75 77.9 DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 10,2 10,25 10,10 10,35 6% etjem.8% Hess. Volksstaat 1929 srückzahlb. 102%) ............ 74,4 74,25 75 75 6% Hess. Landesbank Darmstadt 5’4% Hess. Landes-Hypotheken» bank Darmstadt Lioui......... 83,5 84 _ Oberhesscn Provinz-Anleihe mit Auttos.»Rechten ............ 71 71,5 _ Deutsche Komm. Sammelabl. An» leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 69,75 69,4 69,65 69,65 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 80,25 80 — 6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 80 80 — 6/i% ehem. 4/i% Franks. Hyp.» Bank-Ligu.-Pfandbriese....... 84,25 84,75 6/.% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 85,4 85,25 — — 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 82,75 82,5 82,5 82,5 6% ehem. 7% Pr. Landespsand» briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 83 82,75 83 83 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 86,4 86,4 86,4 86,4 4% Oesterretchtsche Goldrenie.... 10,5 10,5 10,4 — 4,20% Lesterreicyische Silberrente 0,60 0,75 0,70 0,80 4% Ungarische Goldrenle....... 4,5 4,65 4,5 4,5 4% Ungarische SlaalSrente v. 1910 3,9 4,25 4,65 4,75 4/1",desgl. von 1913.......... 3,9 4 4 4,25 6% abgcst. Goldmerikaner von 99 6,13 6,13 6 6 4% Türkische Zollanleihe von 1911 5,15 5,05 — 5,10 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l..................... 5,05 4,95 5 5,10 Frankfurt a.M Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börie Schlußkurs Schlußk. Miltag- börie Daium 28-8. 29-8. 28-8. 29.8- 4% desgl. Serie II .......... 5,15 3 5,05 3,10 5,15 3 5,20 3,1 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!-L°/nRumän.vereinh.RenIev.l913 5,4 5,70 5,75 5,5 4% Rumänische vereinh. Rente 2^.°/» Anatolier ............. 2,7 24,25 2,60 24 2,7 24,4 2,70 24 Hamburg-Amerika-Paket ..... Hamburg»Südam. Dampsschiss. 0 (. 12 12,5 12 12,65 Hansa-Dampsschiss........... 0 _ Norddeutscher Lloyd ......... 0 13 13 4 12,9 43 ?n?,4 44,9 84,75 48,5 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 43.5 44 Berliner Handelsgesellschaft ... •1 84,5 84*5 Commerz, und Privat-Bank... Deutsche Bank und Disconto- 0 48,4 48,5 48,75 Gesellschaft............... 52 44,25 147,25 52 Dresdner Bank.............. 52 44,13 147,9 52 44,25 Reichsbank ................ 44,13 147,25 147,65 A.E.G...................... 19,13 105,75 82 96,5 44 77,25 19,4 106,75 79 97,5 45,5 78,75 fl3,q 19,4 106,25 82 96 43,75 77 19,9 Bekula..................... Elektr. LieferungSgelellschaft... Licht und Kraft ............. Felten & Guilleaume......... Gesellsch.s.Elcktr.Unternehmuna Rheinische Elektrizität ........ 6 6 0 5 5 107 80 98 45,5 78,75 Schuckert S Co............... 6 93,5 95 93,5 149,25 117.5 86 Siemens L Halske............ 7 149,5 116,5 148,25 116 96 Lahmeyer« Co............. 147 118,5 Buderus ................... 66,75 99,5 52,5 67,75 101,5 53,75 66,75 99 52,4 Deutsche Erdöl.............. 68 100,75 54 Gelsenkirchener.............. 0 Harpencr................... 1 89,75 90,25 90 59,13 90,25 59 Hoesch Eilen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... e 133 — 138 Ilse Bergbau Genüsse........ Klöcknerwerke ............... Mannes mann-Röhren ........ 6 0 0 103 54,75 56,75 107 56,5 57,4 104.5 55,75 56,13 108 56,5 57 Franttun a. 2)1 Berlin Schluß- lurs Schlußk. Abendbörse Schluß« lurs Schlußk. Minag- börse 'Zlahim 28-8. 29.8. 28.8. 29-8- Monsselder Bergbau....... .. 0 25 26,25 25,25 26.4 KokSwerke................ .. 0 — — 70,13 70,25 Phontr Bergbau........... .. 0 35,65 35,5 35,13 35,5 Rheinische Braunkohlen .... . 10 195,75 196,5 196,5 196,75 Rheinstahl ................ .. 0 80,5 81,25 80,4 81,25 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 34 33,75 33,9 34.13 Olavi Minen ............. .. 0 12 12 11,65 11,9 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 119 — 119,5 119 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 120,5 119,5 118,5 119,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy. 159 163 161 163,5 I. ®. Farben-Induslrte..... Scheideanstalt............. .. 7 125,75 123,75 125.5 124,13 .. y 171,75 171,5 —— — Goldschmidt .............. .. 0 44 44,5 43,5 44,5 RütgerSwerke ............. .. 0 52 52,4 51,9 52.4 Metallgesellschast........... .. 0 58 — 58 58 Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 42,5 43,75 60 62,5 .. 0 73,5 74 Cementwerk Karlstadt....... .. 0 77,25 Schultheis Patzenhoser ..... .. 0 — — 103 105 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. o 30,25 — 30,5 31,75 Bemberg................. .. 0 46,5 46 47 46,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 37 37 36,5 37 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 21,5 —— 22 19,9 Dessauer Gas ............. .. 7 — 102,5 105,5 Daimler Motoren.......... .. 0 28 27,5 27,25 27 Deutsche Linoleum......... .. 0 —— 44 41,25 42 Lrenstcin & Koppel ........ .. 0 — 32 32,5 Leonhard Tietz ............ .. 0 11 12 11,4 12.5 Chade ........ ..10 157,5 156 157,5 156 Accumulatoren-Fabrik...... .. 0 167,75 168,5 172 Contt-Gummi............. .. 0 146 144 145 145,5 Grttzner........... .. 0 - Mainkrastwerke Höchst a.M.. .. 4 58.5 58,5 Süddeutscher Zucker....... .. 8 155 156 155 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 28. August 29.August Amtliche Geld Notierung Brie Amtliche Geld lotierung Brie HelsingsorS.. 5,944 5,956 5.934 5,946 Wien....... 47,95 48,05 47,95 48,05 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... — — Sofia...... 3,047 3,057 3,047 3,053 Holland .... 169,53 169,87 169,23 169,57 Oölo....... 67,78 67,92 67,43 67,57 Kopenhagen. 60,24 60.36 59,99 60,11 Stockholm... 69,43 60,57 69,23 69,37 London ..... 13,47 13,51 13,41 13,45 Buenos Aires 0,928 0,932 0.928 0,932 Neuport.... 2,947 2,953 2,937 2,943 Brüssel..... 58,59 58,71 58,49 58,61 Italien..... 22,19 22,23 22,14 22,18 Paris...... 16,445 16,485 16,435 -81,02 16,475 Schweiz .... 81,18 81,34 81,18 Spanien.... 35,01 35,09 34,96 35,04 Danzig..... 81,67 81,83 81,72 81,88 Japan ...... 0,804 0.806 0,799 0,801 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. Lissabon.... 5,295 5,305 5,295 5,305 12.69 12,71 Banknoten 12,71 12,73 Berlin, 29-August Geld Brie) Amerikanische Noten.............. 2,89 2,91 Belgische Noten.................. 58.33 5R 57 Dänische Noten ................. 59,73 59'97 Englische Noten ................. 13,37 13,43 Französische Noten............... 16.395 16,455 Holländische Noten............... 168,81 169 49 Italienische Noten................ 22,02 22,10 Norwegische Noten .............. 67,27 67,53 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... — Schwedische Noten............... 69,06 69,34 Schweizer Noten................. 80,84 81,16 Spanische Noten................. 34,83 34,97 Ungarische Noten................