Nr. 280 Zweites Blatt Glehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 20. November!9ZZ Das Staatsbegräbnis für den Vlutzeugen der Reichswehr * W -M < In Nürnberg fand die feierliche Beisetzung des Reichswehrfoldaten Schuhmacher statt, der auf deutschem Gebiet von österreichischen Hilfspolizisten meuchlings erschossen worden war. — Unser Bild zeigt die Gedenkfeier in der Friedhofskapelle. In der Mitte der Führer, links von ihm der Chef der Heeresleitung, General von Hammer st ein; rechts: Reichswehkminifter von Blomberg. Aus der Provinzialhaupistadi. Neugestaltung des Jugendfunks im Südwestfunk. Vom Südwestdeutschen Rundfunk wird uns geschrieben: Das Problem des Äugendrundfunks ist seit längerem wieder akut geworden. Die Hörfolgen, die unter dem Motto: „Jugend spricht zur Jugend" kamen, haben unmerklick ein gewisses Schema erreicht, das sich zu verbrauchen droht. Der revolutionäre Aufbruch brachte es mit sich, daß unsere Jugend bestrebt war, auch der Oeffentlichkeit ihre strenge, innere Haltung und ihre spartanische, allen Träumereien feindliche Lebensform zu schildern. Man bediente sich dazu naturalistischer Berichte von Fahrten und Fahrtenerlebnissen, vermischt mit Liedern und Sprechchüren. Es schien so, als ob die Romantik, der unsere früheren, jugendlichen Generationen huldigten, überwunden und vergessen sei. Doch wer die deutsche Jugend kennt und sie in ihrem eigentlichen und tiefsten Wesen begreift, weiß, daß sie auch der Träumerei und der seelischen Einsamkeit bedarf. An sich war der Naturalismus als Kunststil schon lange überwunden und brauchte nicht von der Jugend neu entdeckt und belebt zu werden. Wenn sie trotzdem zu solchen Ausdrucksmitteln griff, so sehen wir darin eher den Willen zur Ehrlichkeit und Festigkeit innerer Haltung, als die ihrem Erleben entsprechende Stilform. Vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen waren solche Hörfolgen und -spiele meist nichts anderes als der getreue Spiegel alltäglichen jugendlichen Lebens, das für sie selber ober andere kaum von Interesse sein konnte. Aber eine solche Selbstbespiegelung mußte auf die Dauer gefährlich werden, weil sie einseitig und ohne eigentlichen erzieherischen Wert war. Darum versuchen wir heute im Jugendfunk ein höheres, künstlerisches Niveau und eine stärkere Verinnerlichung zu erreichen. Die neue Einstellung des Südwestfunks mag eine Sendung beweisen, wie er sie am Mittwoch, dem 29. November, für unsere Jugend von 14.30 bis 15.25 Uhr bringt. Es handelt sich um die Uraufführung einer Versdichtung „Der Rattenfänger von Hameln" von Otto Rahn, der durch fein kürzlich erschienenes Buch „Kreuzzug gegen den Gral" in die Reihe der meistgenannten Schriftsteller des neuen Deutschland einrückte. Außerdem wird das Rundfunk-Orchester mitwirken, das die bekannten Rattenfänger-Kompositionen zur Aufführung bringt. Die Regie liegt in Händen von Manfred Marlo. Jedem Volksgenosten em Werhnachts- ge»chern. Wenn das Weihnachtsfest für das ganze deutsche Volk über alle Stände, Klassen und Berufe hinweg Bedeutung haben soll, muß an diesem Tage jeder deutsche Mensch eine besondere Freude erfahren. Kein deutscher Volksgenosse darf vergessen werden; kein Kind darf dieses Weihnachtsfest begehen und mit leeren Händen vor dem Weihnachtsbaumstehen. Deshalb muß schon heute vorbereitend große Arbeit geleistet werden. Viele Kleidungsstücke müssen ausgebessert sein bis zu dem Augenblick der Bescherung, und viel Spielzeug muß in Ordnung gebracht werden; für Millionen Bedürftige muß das geheizte Zimmer und die hinreichende Nahrung für das Weihnachtsfest gesichert werden. Deshalb soll jeder rechtzeitig daran denken, daß von ihm eine Mithilfe erwartet wird, die dazu dienen soll, eine Festgemeinschaft des ganzen deutschen Volkes zu schaffen. Jede Gabe, die das Winterhilfswerk erhält, ist ein Beitrag im Kampf gegen Hunger und Kälte. Darum darf niemand mit dem Hinweis Spenden ablehnen, daß er schon genügend gespendet habe! Nur das Opfer gibt den ÄZeg frei zur Ueberwindung von Hunger und Kälte. Darum sollen die Sammelbüchsen für den Winterpfennig in den Geschäften, auch wenn zum Spenden nicht aufgefordert wird, mit einem kleinen Beitrag bedacht werden, der niemand wehe tut und für niemand eine schwere Belastung darzustellen braucht. Und aus dem gleichen Grunde sollen die Lose der Arbeitslotterie gern gekauft werden, denn jedes Los hilft das Weihnachtsfest des ganzen Volkes vorbereiten. Ausfall der Sprechstunden des Staatsministers. Das Staatspresseamt teilt mit: Die Svrechstun- den des Herrn Staatsministers fallen am Samstag, 2. Dezember, aus. Sprechstunden des Propagandaleiters Trefz. Die Sprechstunden des Leiters der Reichspropa- aandastelle Pg. Trefz sind nur noch Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Das Tragen von Sympathieabzeichen verboten. Die hessischen Kreisämter und Dolizeidienststellen sind vom Ministerium darauf aufmerksam gemacht worden, daß künftig gegen das Tragen sogenannter Sympathie-Abzeichen einzuschreiten ist. Bei den Gewerbetreibenden Vorgefundene Abzeichen der in Rede stehenden Art werden beschlagnahmt und die Betroffenen darauf hingewiesen, daß der Verkauf dieser Abzeichen wegen seiner strafrechtlichen Auswirkungen nicht weiter geduldet werden kann. Feste und feiern. Das Gau-Presseamt teilt mit: Es besteht Anlaß, öffenllich darauf hinzuweisen, daß die Veranstaltung von Festlichkeiten und seither üblichen Feiern keiner Beschränkung unterliegt, soweit die Feiern im Rahmen allgemein üblicher Veranstaltungen liegen und sich dem Ernst der Gegenwart würdig anpassen. Lediglich unzeitgemäße Uebertreibungen, die außerdem etwa noch unter dem mißbrauchten Deckmantel sozialer Fürsorge stattfinden sollen, sind streng untersagt. „phantastische Tanzes Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Intendanz hat für Montag, 4. November, das Tanzpaar Mathilde B u h r und Joachim von S e e w i tz zu einem einmaligen Tanzgastspiel verpflichtet. Der große Erfolg, den die beiden Tänzer an allen größeren Bühnen errangen, wird ihnen auch in Gießen nicht versagt bleiben, denn beiden Künstlern geht der Ruf reifer Künstlerschaft, hervorragender Technik und echten Stilgefühls voraus. Der Abend, der unter dem Motto: „Phantastische Tänze" steht, findet unter Mitwirkung des Stadttheater-Orchesters statt, dessen Leitung Kapellmeister Fritz C u j e hat. Der Tanzabend dauert von 20 bis 22 Uhr. Preise von 0,30 bis 1,50 Mark. Oer Tag des Pferdes: 3. Dezember. Der kommende Sonntag, 3. Dezember, soll einem treuen Gefährten in Friedens- und Kriegszeiten, dem Pferd, zum Tag der besonderen Ehrung werden. Die Mitbürger in Stadt und Land sollen an diesem Tage durch einen öffentlichen Aufmarsch daran erinnert werden, wie wertvoll die Hilfe des Pferdes dem Menschen in der Stadt und auf dem Lande beim friedlichen Schaffen und bei der Leistung von Kriegsdienst, insbesondere während des über vierjährigen Ringens im Weltkriege, wurde und täglich ist. Zugleich soll diese Ehrung des Pferdes auch von Nutzen sein für das Werk der Winterhilfe, da man bei dem Aufmarsch durch Sammlungen in den Straßen und auf den Plätzen die Hilfe derer erbitten will, die für unsere notleidenden deutschen Brüder und Schwestern zum Opfer berufen und bereit sind. In Gießen soll der Tag des Pferdes und der Beisteuer zur Winterhilfe derart durchgeführt werden, daß am Vormittag um 10.45 Uhr ein Aufmarsch auf Oswaldsgarten stattfindet, Winierhilfswerk -esNeuischenVolkes4933f34 Kreisführung Gießen. Belr.: Plaketten. Die Anforderung der Plaketten für Monat De« zember 1933 muß mit der Bescheinigung, daß dis Voraussetzungen zum Erwerb der Plaketten erfüllt sind, bis spätestens zum 1. Dezember 1933 schriftlich bei der Kreisführung Gießen erfolgt sein. Heil Hitler! Gez.: Klöß, Kreisführer des WHW. An alle Ortsgruppen- und Zellenwalter der NSv. des Kreises Gießen. Am kommenden Donnerstag, 30. November, 18% Uhr, findet in Gießen im Cafe Leib, walltorstrahe, eine wichtige Besprechung wegen der Durchführung des Winterhilfswerks statt. An dieser Besprechung haben nach Rücksprache mit dem Kreisbauernsührer sämtliche landwirtschaftlichen Fachberater teilzu« nehmen. Ferner werden zu dieser Besprechung alle Bür« germeifter der Landgemeinden geladen. Heil Hitler! Gez.: Klöß, Kreisführer des WHW. der sich in drei Gruppen gliedern wird. In der ersten Gruppe wird „das Pferd in der Landwirtschaft" gezeigt werden, die zweite Gruppe wird „das Pferd im Gewerbe" vorführen, die dritte Gruppe wird „das Reitpferd" zeigen. Der Grundgedanke dieser Zuagliederung besteht darin, den Werdegang der Hilfe des Pferdes vom Bauern zum gewerblichen Schaffen in der Stadt und zur Ausübung des edlen Reitsports darzulegen. Nach der Aufstellung des Zuges wird vom Oswaldsgarten aus ein Marsch vor- genommen, der durch folgende Straßen gehen wird: Steinstraße, Marburger Straße, Walltorstraße, Kirchenplatz, Schulstraße, Sonnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Hindenburgwall, Beichftraße, Ludwig- straße, Ludwigsplatz, Neue Bäue, Sonnenstraße, Brandplatz, Hitlerwall, Wernerwall, zum Oswaldsgarten. Dort wird der Zug erneut aufmarschieren. Nach einer Ansprache über die Bedeutung des Pferdes und des Tages soll eine (fchrung der in unserer Stadt noch vorhandenen Knegspferde, also der Veteranen unter den Pferden aus den Jahren des Weltkrieges, vorgenommen werden. Hierauf wird sich der Zug auflösen. Es wird erwartet, daß sämtliche Besitzer von Pferden in unserer Stadt sich mit ihren Pferden an dieser Veranstaltung beteiligen und dadurch mithelfen, der breiten Oeffentlichkeit die Bedeutung des Pferdes in den verschiedensten Zweigen seiner Verwendung vor Augen zu führen und zugleich auch dem Winterhilfswerk Förderung angedeihen zu lassen. Kein Pferdebesitzer schließe sich an diesem Tage der Ehrung des Pferdes aus! Anmeldungen über die Beteiligung sind bis zum nächsten Freitag 18 Uhr an Reitlehrer Schömbs, Universität-Reitinstitut, Brandplatz 5, zu richten. Heil Hitler! Reiter-SA. der NSDAP. Brigade 147, Trupp 6 S ch ä m b s, m. d. F. d. Vornan,teil. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 19.30 bis 21.30 Uhr, „U-Boal 116". — Turmhaus am Brand, 16 bis 18.30 Uhr, Kunstausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Im Zeichen des Kreuzes". — Deutscher Büro- und Be- hörden-Angestellten-Verdand, 20 Uhr, Gewerkschafts- Haus, Mitgliederversammlung. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, 8. Vorstellung im Mittwoch - Abonnement das Schauspiel: „U-Boot 116" von Karl Lerbs. Spielleitung: Kurt Lüpke. Gewöhnliche Preise. Ende: 22 Uhr. — Freitag, 1. Dezember, 9. Vorstellung im Freitag-Abonnement: Gießener Giaöitheaier Max Halbe: „Der Strom.' Neben der „Jugend", dem westpreußischen Liebes- drama, dem stärksten und dauerhaftesten Erfolge des nun bald siebzigjährigen Halbe, hat sich sein Schauspiel „Der Strom" am längsten auf dem deutschen Theater behauptet. Das Stück ist jetzt gerade drei Jahrzehnte alt. Daß man es heute wieder aufführt, hat feinen Grund wohl weniger in einer merkwürdigen Stilmischung, als in gewissen stofflichen Elementen seiner Handlung, die, so sonderbar das zunächst klingen mag, heute wieder sehr aktuell geworden sind. * Bemerkenswert, im Hinblick auf die Entstehungszeit, ist die Durchdringung des damals noch in Blüte stehenden konsequenten Naturalismus mit den charakteristischen Merkmalen einer symbolistischen Kunst, die außerhalb Deutschlands ihre reinste Ausbildung erfahren hat. Halbes Drama vom Weichselstrom, der im Eisgang, schollenknirschend und dammbrechend, eine düstere Begleitmelodie gibt zur eigentlichen Handlung, wirkt stellenweise wie eine Mischung aus Ibsen und Maeterlinck. * Ganz im Sinne des Naturalismus ist die Aus- tollung einer Familienkatastrophe Schritt für Schritt, Szene um Szene heroorwachsend aus längst Vergangenem und Halboerschleiertem, aus einer schicksalhaften Verstrickung aller Gestalten in eine Schuld, aus der es keine Lösung gibt, oder nur eine so gewaltsame, wie der Dichter sie gewollt hat. Dieser Abschluß erinnert an den grellen Ausklang der „Jugend" und hat wiederum nichts von jener typischen Unbeweglichkeit des Naturalistendramas, das „im Sande ver' uft" und schließlich da endet, wo es mit der Exposition begann. Der Strom aber, der dem Stück seinen Namen gegeben hat, ist nicht nur ein landschaftliches oder stimmungbildendes Beiwerk, sondern tatsächlich gleichsam mitspielend, unsichtbar, aber drohend hörbar, in die Handlung einbezogen. Weder die Vorgeschichte, noch der Ausgang des Dramas ist ohne ihn denkbar. Sein ewiges, gefährliches Dasein ist ein Symbol dessen, was sich vor unseren Augen vollzieht. Und eben die enge Verbundenheit elementarer Naturkräfte mit einem zermürbenden Wirr- fal menschlicher Schicksale und Leidenschaften ist es, was dem „Strom" zu seiner Zeit die Schleusen breit geöffnet hat und seine Wirkung noch heute nicht verfehlt. Stärker wirkt auf uns etwas anderes, was damals minder beachtet wurde. Einmal die Verwurzelung des Dramas in einer deutschen Landschaft, aus der allein es wachsen konnte und ohne die es feinen Sinn verlöre; es ist nicht zu verpflanzen und nur an der Weichsel möglich, denn auch der Charakter und Lebensumriß der Menschen, um die es hier geht, wurden von der gleichen Landschaft unverwechselbar gebildet. Zum andern ist der Kamps um die Scholle, um das väterliche Erde — wir rühren hier an Dinge, die heute öffentlich und grundsätzlich besprochen und geregelt werden — der innerste Antrieb für die dramatischen Energien, die sich in den drei Akten gewaltsam Entladung verschaffen. Drei Akte lang währt dieser zermürbende und hoffnungslose Kampf um das überkommene Besitztum, der Kampf der drei feindlichen Brüder gegeneinander und um die eine Frau, die vor Jahren an den verbrecherischen Aeltesten geriet, indessen der Zweite seinen Leuten entfremdet und der Jüngste um sein Erbteil betrogen und von Grund auf verdorben wurde. Wenn der Zweite heimkehrt ins väterliche Haus nach langer Zeit, dann ist er wie jener „Bote aus der Außenwelt", der im naturalistischen Drama eine so bedeutsame Rolle spielt. Der Jüngste aber, über dessen dumpfes Grübeln, Sinnen und Trachten und Suchen nach einem Ausweg der Strom mit (einem Eisgang, der Wald, die Wolken und Sterne so unheimlich Gewalt gewinnen, scheint mit dem unseligen Amandus verwandt, der das junge Liebesglück in der „Jugend" so jäh und unwiederbringlich zerstört. Beide Stücke entstammen der gleichen Landschaft, und es darf ein wesentliches Verdienst der Spielleitung von Anton Neuhaus genannt werden, daß er das heimatlich Bodenständige und eigentümlich Nordostdeutsche im Charakter des Dramas betonte, dessen Handlung nach den Worten Halbes ohne nähere Lokalisierung „an der Weichsel" spielt. Auch hatte die Regie, mit sicherer Einfühlung in den umspringenden Gesamtrhythmus des Dramas sehr spürbar die drückende und dumpf lastende Grund- stimmung herausgearbeitet, die bleierne Unentrinnbarfeit, die alle Szenen bestimmt. Dem entsprach auch das Bühnenbild, das von Löffler entworfen war: ein breiter niedriger Raum mit schwerem Gebälk, düster und karg in Farben und Formen. * Und selbst die Menschen, um die es hier geht, die eine verzweifelte Verstrickung und Verkettung ihres Schicksals nebeneinander hausen und gegeneinander sich auflehnen und erbittert kämpfen läßt, sind, bei aller Verschiedenheit ihrer innerer Veranlagung verbunden durch eine kaum näher bestimmbare Gleichförmigkeit ihrer Gebärden und Gesichter. Das wirkt sich auch in der Darstellung aus, die übrigens in allen Teilen, wie uns schien, den Absichten des Dramatikers entgegenkam. Neuhaus gab den Aeltesten, Peter Doorn, Gutsbesitzer und Deichhauptmann, geschlagen von einem schweren Schicksal, brutal und hart, entschlossen und verschlossen sich zur Wehr setzend gegen den unaufhaltsamen Zusammenbruch. Peter Schorn als Jakob: verbittert und verbissen, mißtrauisch geworden in einer freudlosen Jugend, mit leidenschaftlichen Ausbrüchen getäuschter Hoffnung und betrogenen Gefühls. Zwischen beiden: der non Herrn Mieten ruhig und nicht unsympathisch gegebene mittlere Sohn Heinrich. Frau Kock) bewahrte maßvoll und mit sicherem Gefühl die schwierige Rolle der Renate sowohl vor einer zerfließenden Weinerlichkeit als auch vor hemmungslosem Pathos; die Leidenszüge dieses unglücklichen Geschöpfes wurden auch in halblauten und verhaltenen Aeußerungen deutlich genug. Eine sehr plastische, im breiten Dialekt und beweglichen Mienenspiel lebendige Gestalt schuf Herr Hub als Ohm Reinhold; Frau Schubert-Jüngling gab der alten Frau Doorn eine unheimlich-gespenstige Wirklichkeit. * Die Zuschauer konnten sich dem noch immer starken Eindruck des Stückes nicht entziehen und spendeten der geschlossenen Aufführung lebhaften Beifall. hth. Wie man mit den Papuas Geschäfte macht. Ein englischer Händler C. L. Burlington, der von einer langen Geschäftsreise im Papua-Land nach Sidney zurückgekehrt ist, schildert den Handel und Wandel, wie er sich bei oiefem Völkchen abspielt. „Meine Ankunft in den Dörfern", erzählte er, „war häufig der Anlaß zu einem großen Fest; man be- schenkte mich mit Körben voll Früchten und Blumen und dazu mit einem Schwein, das bei der Abendmahlzeit verspeist wurde. Das Schein endet seine Tage, an einer Stange hängend, die durch seine zu- fammengebunbenen Füße gezogen ist. Die Stange wird über andere kreuzweise aufgestellte Stäbe gelegt und darunter wird ein Feuer gemacht, das die Rostenden mit fröhlichen Gesängen unterhalten. Viel zum Vergnügen tragen bei diesen Festen die hübschen Papua-Mädchen bei. Diese dunklen Schönen verkürzen den Männern durch ihre Tänze die Zeit, die sie nach dem Rhythmus der von den Männern geschlagenen Trommeln aufführen. Haben Gesang und Tanz die Stimmung erhöht, dann beginnt die Mahlzeit; es wird getrunken und gegessen, bis die Augen der Frauen zu rollen anfangen. Dann ist der geeignete Augenblick da, um den geschäftlichen Teil zu eröffnen. Die eingeborenen Träger haben Befehl, in diesem günstigen Augenblick die Kisten zu öffnen, die lauter Dinge enthalten, denen kein Frauenherz widerstehen kann. Besonderes Entzücken erregen stets die Ketten mit kleinen runden Messingglöckchen. Durch allerlei Geschenke werden die Frauen günstig gestimmt, und am nächsten Tage überreden sie dann die Männer, mit den Weißen in Handel zu treten. Die Bezahlung durch die Eingeborenen erfolgt in sehr verschiedenen Münzarten. Gelegentlich bringen sie Gold, das sie ausgewaschen haben oder auch Platin. Sie besitzen auch Regierungsgeld, das durch mannigfache Kanäle in ihre Hände gelangt. Viele verdingen sich zur Arbeit als Gegenleistung für die erhaltene Ware. Jedenfalls ist das Verfahren, zunächst die Gunst der Frauen zu erringen, das beste Mittel, um an die Männer heranzukommen." Oochfdyulnocbndbtcn. Der Ordinarius für Philosophie an der Unioer- fität Berlin, Geheimrat Professor Dr. Heinrich Maier, ist im Alter von 66 Jahren plötzlich g e - ftorben. Er stammte aus Heidenheim (Württem- berg), habilitierte sich 1896 in Tübingen, wurde 1900 in Zürich außerordentlicher, 1901 ordentlicher Professor. 1911 folgte er einem Ruf nach Göttingen, 1918 nach Heidelberg. Als Nachfolger von Benno Erdmann wurde er 1922 nach Berlin berufen. Der Gelehrte war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich Dänischen Akademie zu Kopenhagen und der Akademien in Göttingen und Heidelberg. Maier war ein hervorragender Kenner der Geschichte der Phili- sophie,. zumal der Antike Seine Arbeiten über Aristoteles und über Sokrates Haden grundlegende Bedeutung. Wie die Universitätspressestelle Kiel mitteilt, sind auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums die ordentlichen Professoren Dr. O p e t (Deutsches und Bürgerliches Recht) und Dr. S ch u e d i n g (Internationales Privatrecht und Völkerrecht) aus dem Staatsdienst entlassen worden. |u auimerrjam gemacht. zeige Dienstjubiläum. Herr Jakob Stecker kann kam schon früher in dem Hause auf bis setzt un- Sache bund, e n. der erhielt Straf- der hat Posaunen- die Feier. konnte die Jäger, In geistiger und körperlicher Frische ihr 8 5 ßf ferne- i o h r vollenden — In würdiger Weise wurde der Totensonntao in unserem Städtchen beaanaen. Am sehr gut besuchten Parmittaasoott-sdienst nahmen die S?l her Stahlhelm. her Kriege rverein, sowie die Hitsersugend teil Die Predigt des 0'»»- aetstlichen. Pfarrer Kornmann, stand im Zeichen des G-hachtnisles der für da, Poterlanh ne- iallen-n Hesd-n Noch dem Gattesdienft marschiert n die W"hrverbänhe zu b<-m ast-n und neuen ttrie- oerdenkmol. wo 6,"rmhonnfuhrer Hahn in 'normen, von ooterlöndischem (Reifte getragenen Warten zu Ehren her geiollenen Äamer-'hen und her verstorbenen Altneteranen se ein»n R-'nni ni-h-r- Amtsgericht Gießen. Der Landwirt I. M. III. (Alten-Buseck) auf Anzeige des Gemeindefeldhüters einen befehl über eine Mark, weil er ein Gemeindegrund' stuck unbefugterweise betreten hoben sollte. Entsprechend dem Antrag des Amtsonwalts stellte das Gericht das Verfahren gemäß § 153, Abs. 3, StPO, ein. Q Loubach, 28 Noo Am Sonntag Maroaretbe Jochem W'twe, geborene abberufenen und der im Kampf um ihr Vaterland gefallenen Kameraden. Sein kameradschaftlicher Gruß galt insonderheit dem von der Derbandsfüh. rung zur Teilnahme an der Tagung entsandten Kameraden Oberleutnant a. D. Krömmelbein und dem Inspektor der Allianz, Kameraden H i l d - n e r. Dem Iubelverein übermittelte der Bezirks- führer die Glückwünsche der Verbandsführung und Bezirks- Die Oe- Oberbeffea. Herbstbez rkstag des Ha fia-Ze;»rks Ortenberg. )f Großen -Linden, <.». ...u, jjeute wurde Philipp PepplerV.. Wwe. Christina, geb. Lana. 8 0 Jahre alt. legte Die lofenaebenffeier nm Nachmittag in Friebhoisköpelle war ebenfalls gut besucht. Kreis Büdinacn + Nidba, 27 Noo Das Wintersemester hiesigen Landwirtschaftlichen Schule W i e s e ck , 28. Noo. Am kommenden Samstag, 2. Dezember veranstaltet der diesige Turnverein 186 2 e. L. zu Gunsten des Winterhilsswerks einen Werbe-Abend im Saalbau Braun Aufgabe des Vereins wird es fein, mit einem sehr guren Der sachverständige Ratgeber für Landwirtschaft, Gartenbau und vieb- zucht ist keine Dienstagsbeilage^Die Scholle" Das gute Ltnterbaitungsbtatt ist keine Montags und SveitagS evkchei- «ende Vellage «GieSenev SamilienblSttev" Die grotze Keimatzeituns ObevheffenS und des Luhngebietes ist in feinem 183. Lahvgang dev Gieüenev Slnreigev begonnen. Die feierliche (Eröffnung fand in dem mit den Bildern der Führer des Reiches und mit Fahnen und Tannenorün geschmückten Lehrsaal« statt, in dem sich die Lehrer und Schüler der Anstalt versammelt hatten. Der Direktor des Landwirtschaftsamts. Oberlandwirtschastsrot Dr Schad, begrüßte die Erschienenen und schilderte bann di« Bedeutung der gewaltigen Ereignisse seit dem vorigen Semesterschluß und besonders die einmütige Willenskundgebung des deutschen Volkes für feinen alloerehrten Führer und Kanzler Adolf Hitler, her in besonderem Maße bestrebt sei, dem Bauernstand Die weewofte Bildbeilage ist keine eigens kür das Seimatgebiet beav beitete DonnevStagSgabe »Heimat im Bild" Die wahlfreie Wochenschrift ift^Oie-SllnftvieviedesGieftenevÄlnzeigevS^ als billigste Nildevbeilage rum wocheueud am 1. Dezember auf seine 25jährige Tätigkeit als ältester Angestellter und Lohnrechner der Fit- Der langjährige frühere Vorsitzende des Vereins, Kamerad Loh fink, begrüßte die Erschienenen I und gab seiner Freude Ausdruck über die außer- ' ]- n 1 a ordentlich rege Beteiligung Alsdann eröffnete der Bezirksführer Stein die Tagung, gedachte ein- leitend der im verstossenen Halbjahr durch den Tod Johannes Eduard Heß und August Krast I- Bleichenbach die Hassia"-Ehrenmünze mit den besten Wünschen der Derbandssührerschaft überreicht Ferner erhielt der ausscheidende 2. Bezirksoorsteher Heinrich Streuber - Ortenberg als Anerkennung für seine viele Jahre geleistete uneigennützige Arbeit für den Bezirk einen Bierseidel mit Hassia- wappen und Widmung. Mit einem Sieg-Heil auf Volk und Vaterland und dem Gesana des ersten Verses des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes ianb hie würdig verlaufene Tagung ihren Abschluß Die Pausen wurden ausqesüllt durch flott gespielte Märsche der Standartenkapelle 466. Landkreis Mienen 00 Klein-Linden, 27 Noo. Am Totensonntag sand auf dem Friedhof eine Gedenk- feier für die Verstorbenen und für die Opfer des Weltkrieges und der nationalen Erhebung statt. Unter den Klängen des Posaunenchors hatte sich ein sehr langer Zug von Einwoh- nern unter Dorantritt der SA, -sA.-Reserve, HI., des Jungvolks, des Kriegeroereins und der Ge- fangoereine zur Feier begeben. Pfarrer Bremmer, Zellenleiter Dr Croß mji n n und der Krie- geroereinsoorsitzenb« Friedrich Schimmel hielten her Bedeutung des Tages angepaßte Ansprachen. Letzterer widmete den Gefallenen einen Kranz. Die „Nationale Sängeroeremigung Klein-Linden" umrahmte die würdige Feier mit Gejangsoorträgen. geklärte Weise ein größerer Geldbetrag abhanden. Nach dem gestern gewonnenen Bild hielt die Staatsanwaltschaft den Angeklagten des schweren Diebstahls nicht für überführt, obwohl es ihm nach tingsjabrik Banmnger GmbH., Gießen, zuruck- bliaen Eng mit der Firma verwachsen schon durch den Umitand, daß er mit kurzer Unterbrechung stets aus dem Werk gewohnt hat, machte er den ganzen Entwicklungsgang des Unternehmens mit Inhaber, Angestellte und Arbeiter kennen chn als oujrechten Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. So werden ihm alle, die ihn dienstlich kennen, an (einem Fest gerne die Hand drucken und ihm noch sür recht lange Zeit die Erhaltung seiner Gesundheit und Arbeitskraft wünschen. ** Sitzung des Prooinzialausschus- I c s. Arn vamslag, 2. Dezember, 8.30 Uhr, sindet im Sitzungssaal des Reglerungsgebäudes zu Gießen, Landgrai-Pyilipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausjchuffes der Provinz Oberhessen statt mit jolgender Tagesordnung: 1. Klage des Bezirksiürsorgeverbandes des Kreises Gießen gegen den Bezirksfursorgeoerband des Kreises Schotten wegen Erstattung von Pslegekoften für das Kind Paul Geist. 2. Klage des Lazarus Grieger in Wölfersheim gegen den Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 17. Mai 1933 wegen Heranziehung zu den Verpflegungskosten für seine in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen untergebrachte Ehefrau Margarethe Grieger. 3. Kaufvertrag zwischen den Eheleuten Fritz Becker in Zell und den Eheleuten Karl Scharfenberg in Her- renbreitungen. hier: Klage gegen die Entscheidung des Kreisamtes Alsfeld vom 2. Oktober 1933 wegen Ablehnung her Genehmigung des Kaufvertrags Fest her Hessen in Berlin. Aus Berlin wird uns berichtet: Im Hotel „Russischer Host' am Bahnhof Friedrichstraße feierte der Verein der Hessen in Berlin fein gut besuchtes 7. Stiftungsfest Der Vorsitzende, Prof. Dr. Mau- r er, gab bei seiner Begrüßung einen kurzen Rückblick über die verflossenen „Sieben mageren Jahre", denen jetzt im Zeichen des nationalen Aufstiegs die „Sieben fetten Jahre" folgen möchten. Herr o. Z e n- g e n, Hessische Vertretung in Berlin, überbrachte die Grüße des Herrn Reichsstatthalters Spren- 5e r. Freudig begrüßt wurde seine Mitteilung, daß er Herr Reichsstatthalter bei nächster Gelegenheit auch einmal im Kreise der Berliner Hessen weilen wolle. Dom Wachtregiment Berlin, in dem gegenwärtig auch eine Kompanie des I. Btt. Inf.-Rgts. 15 in Gießen Dienst tut, war eine kleine Abteilung zu Gast. Das Fest brachte diesmal neben gesanglichen, deklamatorischen Darbietungen und einem Dialog in Dialekt von «Heiner und Schorsch" aus der Trachlengruppe des Dereins eine besondere lieber- raschung in Form einer Bilderschau. Grüße aus der ijeimat vermittelten zahlreiche Bilder von Land und Leuten aus dem Hessenland, dem Odenwald, Rhein- besten und dem Vogelsberg, die zu einer kleinen Ausstellung jufammengetragen waren und weiter den Festräumen Im Flaggenschmuck eine besondere Note gaben. Aus Kurorten und Heilbädern, aus her Großindustrie im Hessenland, aus dem Schloß- museum in Darmstadt und dem Ledermuseum in Offenbach waren Bilder, Reliefkarten. Plakate und Werbehefte beschafft, die viel Anklang fanden Bad-Nauheim erinnerte mit seinem Plakat die abgehetzten Großstadtherzen daran, daß die Quel- len in her Heimat Gesundheit bringen. Trachten- bilder aus dem Schützer Land und die bekannten Namen der Gießener Großindustrie (Wilhelm Gail AG, Poppe 8c Co., Sack 8c Iughardt, sowie Schunk & Ebel unter den Lichtbildern ihrer Anlagen ner- vollständlgten den Eindruck von Heimatnahe, den sich die Landsleute in her Großstadt bei ihren Zusammenkünften immer herbeiwünschen. ** Reichsluftschutz gruppe 0 b e r b e s s e n - G i e ß schäftsräume her Bezirksgruppe Oberhesfen-Gießen und hie her Ortsgruppe Gießen des Reichsluft, fchutzbundes befinden sich in Gießen, Gartenskraße 3, 1. Stock (Städtisches Gas- und Wasserwerk), Fern- rus 2058, wohin alle Postsendungen erbeten werden. Totaus den Schienen ausgefunden. Heute morgen 4.10 Uhr fand der Streckenläufer, der planmäßig die Strecke Giehen-Grohen-Linden abzugehen hatte, unweit des Waldausganges bei Großen-Linden, Bahnkilometer 138, eine schwer verstümmelte männliche Leiche. Der Kops war vom Rumpfe getrennt. Soviel man bisher feststellen konnte, handelt es sich bei dem Toten um einen etwa 40jährigen Bauersmann, der anscheinend nicht allzuweit von der Bahnstrecke entfernt wohnte, denn er trug Hausschuhe Der Name und der Wohnort des Toten konnten bisher noch nicht festgestellt werden. Vermutlich liegt Selbstmord vor Die poli- Seilichen Ermittlungen sind lm Gange. Große Strafkammer Gießen. Der Händler A R , zur Zeit in Echzell als Landarbeiter beschäftigt, machte anläßlich eines Transportes noch Osthofen vor der Gießener Poli- zeidirektion in Gegenwart von Zeugen die Bemerkung: „Die kommen jetzt nach Osthofen und werden dort gepeinigt". Der Angeklagte stellte sich auf den Standpunkt, „peinigen" im Sinne von schleifen, "ziehen verstanden zu haben. Die erste Instanz sprach ihn. her übrigens hem Stahlhelm angehört, frei. Die gegen dieses Urteil seitens her Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung wurde gestern kostensäUig zurückgewiesen. Unter Ausschluß der Oefsenttlchkeit befaßte sich das Gericht mit hem 49jährigen Kaufmann Peter Maier aus Hochwaldhausen, dem hie Anklage Verbrechen im Sinne bes § 176, Abs. 1, Z. 3, RStGB, begangen in zwei Fällen, zum Vorwurf „Der Traum der vilma Kelemen", Gesellschafts- tomodle von Franz Molnar- Spielleitung: Intendant xömg. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Vom Konzertoerein wird uns geschrieben: Das diesjährige Chorkonzert findet am Donnerstag, 7 Dezember, 20 Uhr in der Stadtkirche statt, Hur Auijuhrung gelangt Ioh. Seb. Bach s Weihnachtsoratorium, und zwar die drei ersten Kantaten des großen Werkes. Die Leitung hat Pros. Stefan Temesoary. Es wirken mit: der Gießener Orchesteroerein, der akademische Gesangverein, her Bauersche Gesangverein, Mitglieder des ,^iederkranzes" und der Jijeiterlett", ein Knaben- chor unter der Leitung von Oberreallehrer Blaß. An Solisten konnten verpflichtet werden, die aufstrebende junge Altistin Lore Fischer (Stuttgart), Die (ich bereits einen großen Namen erworben hat insbesondere durch die wundervollen Leistungen auf dem diesjährigen Bachjest in Köln, der Tenor Heinrich Moller (Marburg, und der Bassist Erich Meyer-Stephan (Frankfurt a. M.), der in Gießen kein Unbekannter mehr ist. An der Orgel wird Johannes N e b e l i n g walten, am Flügel Mirni B o ck. Sologeige Wilhelm S ch ä 11 l e r. So lind alle Vorbereitungen getroffen, das herrliche Bachwerk in würdiger Aufführung erklingen zu lassen. Alles Nähere in den Anzeigen und bei Ernst Lhallier, Neuenweg 10. — Die Vortrags-Lereinigung (Goethe- Bund, Kaujmannifcher Verein und Gewerbeoerein) schreibt uns. Der nächste gemeinsame Vortragsabend der drei in einer Vortrags-Gemeinschaft stehenden Vereine am kommenden oreitag ist der deutschen Heimat gewidmet. Die bekannte Heimat- reonenn Emma Moltmann, die bereits über 1700 deutsche Heimatoonrage gehalten und auch schon mehrere Male hier gesprochen hat, wird einen farbigen Lichtbilder-Vortrag halten über: „Deutsche Ruhmesstatten in Württemberg". Diese Thema- Ankündigung weicht zwar infolge biwtechnischer Schwierigkeiten ein wenig von dem ursprünglich vdigeseyenen und angetunOigten Thema ab. Aber auch in dieser Formgebung wird Der Abend als dekenntmssroher deutscher Heimatabend seine tiefe Wirkung aus jeden Besucher ausuben. Sind doch die Aufnahmen, die die Rednerin zeigen wird, m ihrer ourvenpracht und Schönheit einzig und weiß die Vortragende durch ihre tiefe Verbundenheit mit Öen Schätzen und Schönheiten her deutschen Heimat bei ihren Zuhörern Liebe und Achtung zur Heimat zu wecken! So verspricht die Veranstaltung wieder allen Besuchern eine erlebnisreiche Stunde der Belehrung und Unterhaltung zu werden, eine Feierstunde |ur alle, öi* nach der täglichen harten Berufsarbeit sich geistige Erholung verschaffen und ein Treuebekenntnis zur schonen deutschen Heimat ablegen wollen. (Siehe heutige Anzeige.) — Oberhessische Gesellschaft für Na- t u r • und Heilkunde. Privakdozenk Dr. A n • k e l wird im Rahmen der beiden Abteilungen der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde zwei löortrage über die Chromosomentheorie her Vererbung halten. Der erste dieser Vortrage findet am morgigen Donnerstag, 30. November, 20.15 Uhr, im Physiologischen Institut statt. Auf die heutige An- machte. Jedesmal näherte sich der Angeklagte Knaben unter 14 Jahren. Der Vertreter her An- klage beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Unter Berücksichtigung her überaus unglücklichen Lage, in der sich der Angeklagte befindet, und der Tatsache, daß er zum erstenmal vor den Schranken des Gerichts steht, erkannte das Gericht auf zehn Monate (Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft. Die Kosten des Verfahrens fallen hem Angeklagten zur Last. Der schon vorbestrafte Arbeiter H. E., zur Zeit in her Zellenstrafanstalt in Butzbach, wurde vom Gießener Schöffengericht zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Dagegen legten her Anklagte sowohl als auch die Staats- anwaltschast Berufung ein. Die gestrige Beweisaufnahme ergab folgendes Bild: Seit einiger Zeit genoß her Angeklagte die Gastfreundschaft seiner in Wieseck wohnenden zukünftigen Schwiegereltern. Am 1. August benutzte er die Gelegenheit feiner alleinigen Anwesenheit dazu, die Armbanduhr seiner Braut wegzunehmen, sowie aus dem verschlossenen Kleiderschrank einen Geldbetrag von zirka 40 Mk zu entwenden, um damit zu verschwinden. Die Uhr wollte der Angeklagte nach feinen Angaben gemäß den Verabredungen mit feiner Braut zum Uhr- macher bringen. Im übrigen bestritt er hartnäckig, den genannten Geldbetrag an sich gebracht zu haben. Nach Aussagen der vernommenen Zeugen O Bleiche nbach, 27. Noo. Aus Anlaß des 60jährigen Jubiläums des hiesigen Kriegeroereins , Vereins roiro es |cm, mir emem sehr qi fanö die diesjährige H * r bst b e z i r k s t a g u n g Programm aufzuwarten und die Gesamteinnahmen r-19 f l_l a • ® ® 3 1 r f s Ortenberg im fest- I dieses Abends refttos dem Winterhilfswerk iuiu- '.ch geschmückten Saale des Kameraden G r a u - führen. In Anbetracht des edlen Zweckes dieser l i n g In Bleichenbach statt. | Veranstaltung wird den Einwohnern der Besuch wärmstens empfohlen < Großen- Bus eck. 28 Noo Am Totensonntag fand in unserer Kirche ein sehr gut be- suMer Festgottesdienst statt, an hem auch hie SA. geschlossen teilnahm Posaunenchor und Kirchenchor verschönten durch ihre Mitwirkung die eindrucksvolle Feier. Nach her Predigt wurden oie Namen der im oergangenen Kirchenjahr verstorbenen Gemeinde- aheher (26 an der Zahl, darunter 8 Männer. 14 ijrauen und Mädchen, 4 Kinder) verlesen An'chlic- ßend an den Gottesdienst fand an unserem schonen Gefallenendenkmal eine Heldenehrung, verbunden mit Kranzniederlegung, statt, die mit dem Liede vom guten Kameraden absch!oß. Auch die Graber auf . k . .. , _ _ । dem Friedhose waren für das Totenfest schon ac- A5tr®Cr&rfS U-b Beauftragter d.e schmückt und wurden im Laufe bes Sonntags von Hass.a-Ehrenmunze mit Schleife für die Fahne. Der den Angehörigen der verstorbenen aufge'ucht - Deremsfuhrer, Kamerad Naumann, gelobte in Heute beging Frau Margarethe Wagner, | geb. Münch Wwe., Alten - Busecker Weg wohnhaft' in voller geistiger und körperlicher Riiftigkeit ihren 80 Geburtstag. Möge der Greisin auch weiterhin ein ungetrübter Lebensabend bcschicden sein. l Bersrod, 28. Nov. Eine feierliche Totenehrung fand am Sonntag am hiesigen Kriegerdenkmal statt. Dazu hatten der 621.-Sturm 4 116, der Krieaerverein und der Gesangverein mit Fahnen Aufstellung genommen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schmidt von Beuern, hielt eine mahnende Gedenkrede. Er gedachte her Gefallenen bes Weltkriegs unb her gefallenen Kämpfer für bas Dritte Reich. Namens her SA. unb her PO her NSDAP legte Pg. Heß (Winnerob) einen Kranz nieber. Die Feier war umrahmt von Darbietungen bes Gesangvereins unb bes Posaunenchors Zum Schluß her (Bebenffeier marschierte her Sturm 4/116 am Denkmal vorbei. seiner Vergangenheit zuzutrauen wäre, unb beantragte die Freisprechung bes Angeklagten. Das Gericht war her Ansicht, baß hie Sache noch nicht genügend geklärt sei unb bat hie Staatsanwaltschaft, weitere Ermittlungen in biefer vorzunehmen. Z Allendorf a. b. ßba., 27. Noo. Gestern fanb hie Einweihung bes neuen Fried- Hofs statt. Am-frühen Nachmittag bewegte sich unter bem Geläute her Kirchenglocken vom Rathaus aus nach bem neuen Friebhof ein Festzug, an hem unter Vorantritt bes hiesigen Posaunenchors her Ortspfarrer Anbres, her Pfarrer her hiesigen altlutherifchen Freikirche Stallmann, hie Kir- chenoorstände her beiben (Bemeinben, her Stabt- oorftanb unb bie Gemeinbebeamten, her Kirchengesangverein, bic Schulkinber unb fast bie ganze übrige Gemeinbe teilnahmen. Auf bem Friebhof trug her Kirchengesangvcrein unter Leitung seines Chormeisters Lehrer Heil ein Chorlieb vor, her Posaunenchor spielte ebenfalls ein geistliches Lied. Es sprachen fobann zuerst Pfarrer 6 I a 11 m a n n, anschließenb Pfarrer Andres Gemeinsamer Gesang der Gemeinde unter Begleitung des Posaunen- chors verschonte die Feier. Die Weihe des Gottesackers wurde durch Pfarrer Andres vollzogen. Nachdem der Kirchenchor fein zweites Lied oor- getragen hatte, übernahm her Bürgermeister Schneider mit einer kurzen Ansprache den gemeinten Friebhof in die Obhut her Gemeinde Mit Gebet und Segen wurde die erhebende Feier geschlossen. * Weickartshain, 28. Nov Am Sonntag fand hier in der Kirche eine Totengedenk» feier statt, an der die SA. geschlossen teilnahm. Pfarrer Diehl- Freienseen gedachte her im Weltkrieg für das Vaterland gefallenen Helden unb her seiner Dankesansprache auch für die Zukunft un- I im ^ufe dieses Jahres Verstorbenen. — In her wandelbare Treue zu Volk und Vaterland vergangenen Woche wurden die Holzarbeiten I begonnen. 25 Mann haben dadurch für einige Wo- Aus dem geschäftlichen Teil war zu entnehmen, chcn Verdienstmöglichkeit erhalten. daß die Gleichschaltung bei allen Vereinen reibungs- t Lauter, 27 Noo. In diesen Tagen fanb los burchgefuhrt ist. Die Verpflichtung ber Vereins- die Gleichschaltung des hiesigen Kleinkaliber- führer wurde durch den Bezirksführer in feierlicher Schützenoeretns statt. Zum Führer murbe Weise auf die Fahne des Bleichenbacher Krieger- I Theo Schlosser gewählt, der als seinen Stellvereins nach ber oorgeschriebenen Berpflichtungs- Vertreter Karl Schlärb und als Kassenwart Hch. forme! vollzogen Es würbe weiter bekanntgegeben, G ö r n e r t bestimmte. Fabrikant Aug 6 ch l v r b daß die „Hassia"-Mitglieber in Zukunft bei geschlos- I würbe einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt — fenem Auftreten bie Hakenkreuzbinbe am linken I Im Anschluß an ben gestrigen Gottesbienst, In bem Oberarm tragen bürfen, aber nur in Verbinbung Dekan i. R. Volp (Saubach) über hag Wort mit bem Kyffhouserabzeichen unb einem Mitgliebs- Ioh. 11, 20 bis 45, prebiqte. fanb eine (Befalle, ausweis. Die neue Kyfjhäuserfahne mit Hakenkreuz- nen-Ehrung statt Eröffnet würbe die Feier wimpel kann nur burch bie Geschäftsstelle.ber Hassia mit bem Choral „Jesus, meine Zuversicht Dekan bezogen werben. Der Bezirkssührer sprach ferner Volp hielt bann eine Ansprache, der sich das Lied über bas Führerprinzip, ben Verbanbstag am vom guten Äameraben anschloß Der G-fangver» 11.3uni in Nibda unb bie Bezirksführertagung in ein trug ein Lied vor. Kriegerverein, SA und Darmftdbt am 8. Oktober, lieber bas Kleinkaliber- SA.-R. I (Stahlhelm) legten an bem Denkmal schießwefen berichtete ber Bezirksschießleiter Z u • I Kranze nied-r drob. Oberleutnant a. D. Krömmelbein über- ch L i ch , 27 Nov. Der Totensonntag brachte mittelte^ bie Grüße und besten Wünsche ber 23er- I hier einen außergewöhnlich stark betuchten Gattes- banbsführung für ben Iubelverein unb führte bas bienst, an bem die nationalen Verbände getch'otsen Wesen, bie Ziele unb Ausgaben ber Kriegervereine I teilnahmen. Der Mannergesangverein , Cäcilia" nach her Gleichschaltung vor Augen Ueber per- I wirkte bei ber Feier mit und brachte ein lateinisch schiebene aufgeworfene Anfragen, inssonberheit bie I gelungenes Reauiem zum Vortrag Zu ber Noch- Kriegsopferversorgung, ben Gesamtverbanb Deut- | mittaaefeier auf dem Friebhof hatte sich eine große scher Arbeitsopser würbe Auskunft erteilt. Die tief- Menschenmenge eingefunden Stiftspsarrer Draubt grünbigen Ausführungen würben mit großem hielt bie eindrucksvalle Ansprache Der Interesse entgegengenommen. Inspektor Hilbner I chor verschönte burch feine Mitwirkung von ber Allianz forberte bie fiameraben auf. sich ttre-.- auch in Zukunft mit aller Kraft für bas Derchche- runqsroefen zum Wohl ber Kriegerkamerabschaft .Hassia" einzusetzen. Für befonbere Derbienste um das Kriegervereinswefen würbe ben Rameraben wieder seine gebührende Lebensstellung zu verschaffen. Alerdings sei auch der Bauer dadurch vor große Aufgaben gestellt, die im neuen Staate besonders von den Jungbauern zu lösen seien. Der Redner schloß mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf Volkskanzler und Reichspräsident. — Die Schule besteht nur aus einer Klasse mit den 19 Schülern, die im vorigen Jahre eingetreten waren und nun die Oberklasse bilden. Ferner ist dem Landwirtschnfts- amt eine landwirtschaftliche Haushaltungsschule angegliedert, die von 20 Schülerinnen besucht wird. △ Vom Glauberg, 27. Roo. Wer die Ausgrabungen auf dem Glauberg besichtigen will und nach Station Stockheim (Oberhessen) fährt, gehe rechts vor dem Bahnübergang am Bahn- geleis'e der Gelnhäuser Strecke hin bis hinüber nach dem „neuen" Stockheim (im Volksmunde „Neu-Isenburg" genannt). Nach wenigen Schritten auf der Landstraße biegt vor der früheren Zuckerfabrik links ein breiter Fahrweg nach dem Walde zu ab. Im Walde (Buchenhochwald) wählt man den wenig steilen, auch bei Regenwetter trockenen Weg, immer die südwestliche Richtung einschlagend, und gelangt nach etwa knapper halbstündiger Wanderung an die Hauptausgrabungen (Germanischer Edelhof und Begräbnisstätte). Eine baldige Markierung des Weges wäre sehr vonnöten, da der Zustrom zu dem historischen Platze immer mehr zunimmt. Mrcie 2lls elD. ll. Nieder-Ohmen, 28. Nov. Dieser Tage fand im Saale von D ö l l eine Versammlung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, statt. Propagandaleiter Nickel leitete die Versammlung. Ortsgruppenleiter Erb gedachte erst der Toten des 9. November 1923. Gemeinsam wurde hierauf der erste Vers des Liedes „O Deutschland hoch in Ehren" gesungen. Der Ortsgruppenführer sprach ferner über organisatorische Fragen innerhalb der Ortsgruppe; T Landtagsabgeordneter Hartmann beschäftigte sich mit dem Thema „Die NSBO. und die Arbeiterschaft"; der landwirtschaftliche Ortsfachberater Eisenach referierte über das Siedlungswesen. Im Laufe der Versammlung wurde gemeinsam das Horst- Wessel-Lied gesungen. — Der NS.-Lehrerbund, Bezirk Ohm-Felda, hielt im hiesigen Schulsaal eine Versammlung ab, in der Lehrer Bern von hier eingehend über die Judenfrage sprach. —.— Homberg, 28. Nov. In Erfurtshausen (Kr. Marburg) war am 23. September d. I. ein größeres Feuer ausgebrochen. Der dortige Bürgermeister forderte durch telephonischen Anruf bei der Bürgermeisterei Homberg die Motorspritze an, weil die Spritzen der Nachbargemeinden zur Bekämpfung des Feuers nicht ausreichten. Durch das Einsetzen der Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr Homberg ist ein Umsichgreifen des Feuers und somit größerer Schaden verhütet worden. Vor allem konnte die dortige Kirche, auf die das entfesselte Element bereits übergesprungen war, gerettet werden. Als besondere Anerkennung für das tatkräftige Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr wurde ihr dieser Tage eine Prämie von 2 0 0 Mark durch die Hessische Landesversicherungs- Anstalt, Kassel, überwiesen. — Der Zu st and der P r o v i n z i a l st r a ß e n ist zur Zeit geradezu t r o st l o s. Rad-, Motorrad-, Autofahrer und Fußgänger klagen in gleicher Weise. Anscheinend liegt ein Fehler des bei der Beschotterung verwendeten Bindematerials vor, da man als solches Erde, Sand, Feingrieß, sogar Steinmehl verwendete. Sicherlich könnte durch Einstellung einiger Arbeitskräfte Abhilfe geschaffen werden. Als ideale Lösung käme die Pflasterung in Frage, die abschnittweise oorgenom- men werden könnte. Basalt stünde genügend zur Verfügung. Preußen. Kreis Wetzlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 27. Nov. Der Tag des Totenfestes führte unsere Gemeinde zweimal zusammen, einmal mittags und zum anderen mal abends. Auf dem Friedhof am herbstlichen Waldrand hielt Pfarrer Wiebel eine kurze, aber eindringliche Feierstunde unter Mitwirkung eines Schülerchores. Zur Abendfeier riefen die Glocken die Gemeinde, die stärker als in früheren Jahren dem Ruf zum alten Kirchlein folgte, wie überhaupt feit dem Anbruch der neuen Zeit ein besserer Kirchgang freudig festgestellt werden kann. Die fein aufgebaute liturgische Feier schlang ein enges Band christlicher Gemeinschaft um die andächtig Versammelten, die mit lobsingendem Munde die Worte ihres Pfarrers bekräftigten und ergänzten. Die Namen der 18 im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieder wurden durch Verlesen in die Erinnerung zurückgerufen; das Gedenken ging aber auch zu den in fremder Erde ruhenden Söhnen unseres Dorfes. Mit Erschütterung vernahm die .Gemeinde die am Tage dieser Feier eingetroffene Trauernachricht von dem Hinscheiden der ältesten Tochter unseres früheren Seelsorgers Pfarrer Knieper nach der Geburt ihres fünften Kindes; sie, die ihre Kindheit hier verlebte, ist nun im Tode vereint mit ihrer vor kurzer Zeit Heimgegangenen Mutter, unserer verehrten Pfarrerfrau. Recht eindrucksvoll und tröstlich klang das vom Gesangverein „Germania" vorgetragene Lied „Wie sie sanft ruhn". Den Höhepunkt der Feierstunde bildete die Ansprache von Pfarrer Wiebel, der die Gemeinde grüßte mit dem Wort: „Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen", und der auf Grund des aus dem 118. Psalm gewählten Textwortes: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werk verkündigen", den Weg zu den Herzen aller fand. Aus jugendlichem Mund erklang: „Mag auch die Liebe meinen", und zum Schluß von der ganzen Gemeinde: „Gloria fei dir gesungen", um dann nach verklingendem Orgelnachspiel still die Kirche zu verlassen. * R o d h e i m a. d. B., 27. Nov. Die Luther- gedenkfeie r in unserem Biebertal erhielt ein besonderes Gepräge dadurch, daß sie durch eine ge- meinsome Feier der sämtlichen Schulen unseres Tals in und vor der hiesigen Kirche eingeleitet wurde. Angesichts der Grabmäler der tapferen und tatkräftigen Ritter der Reformationszeit Marx Le sch von Mülheim und Magnus H o l tz a p p e l von Vetzberg wurde zunächst eine gottesdienstliche Feier mit Deklamationen und Gesängen der Schüler und Vorlesen von Lutherwort und -Lied in der Kirche abgehalten. Darnach fand unter der am 10. November 1883 gepflanzten „Lutherlinde" die Uebergabe einer Gedenktafel statt. Kunftschlofsermeister W. Bernhardt von hier hat diese Messingtafel hergeftellt, welche in größerem Ausmaß in getriebener Arbeit Luthers Wappen zeigt, ein Kunstwerk von bleibendem Wert! Durch einen von der Vetzberger Schule vorgetragenen Sprechchor und Gesang wurde der Bedeutung der Lutherfeier für die nationale Erhebung des deutschen Volkes Rechnung getragen. — Am 19. November fanden in den Kirchen 9 e ft gölte 5 bi e n ft e statt, an denen sich die Vereine geschlossen beteiligten. In Rodheim schloß sich eine gemeinsame Abendmahlsfeier der SA. von Rodheim, Bieber und Vetzberg in Stärke von 76 Mann unter ihrem Sturmbannführer an. Am Abend fand im Saale des Gastwirts Bender ein Gemeinde- abend statt, der am Samstag, 25. Nov., noch einmal wiederholt werden mußte, weil der Saal die Besucher nicht zu fassen vermochte. Die Mitglieder des Evangelischen Jungmänner- und Iungfrauen- vereins stellten in zwei sehr stimmungsvoll ausgestatteten und eindrucksvoll vorgeführten Aufführungen Luthers Reformation und Katharina von Boras Leben dar. Die Sängervereinigung Rodheim in Stärke von etwa 80 Mann trug unter ihrem bewährten Dirigenten Werkmeister Kümmel entsprechende religiöse und Heimatlieder vor. Die Schule von Vetzberg unter ihrem Lehrer Müller bot wieder den Sprechchor, umrahmt von begeisterndem deutschem Lied. Der Posaunenchor begleitete mit seinen Klängen die Lutherlieder. Deklamationen füllten die Pausen aus. Pfarrer V ö m el hielt eine Ansprache über die Geschichte und die Ritter der Reformationszeit in Rodheim. Alles in allem: diese Lutherfeiern waren ein Erlebnis für unsere ganze Gemeinde, das auch in unserer bewegten Zeit nicht so bald vergessen fein wird. *Kinzenbach, 28. Nov. Die N S D A P. K i n - zenbach veranstaltete am Montag einen Fi Im - abend im Saale der Gastwirtschaft Peusch, der einen guten Besuch hatte. Nach kurzen Worten von Lehrer A r m d r e ch t, in denen er die Geschehnisse der letzten acht Monate in unserem deutschen Vaterland streifte, wurden den Besuchern die von der Kreisfilmstelle zur Verfügung gestellten Filme vorgeführt. Zunächst rollte das wuchtige Schauspiel des Gauparteitages in Nürnberg ab. weiter wurde ein Erziehungsfilm für Kinder gezeigt. Der nächste Streifen führte die Besucher nach Düsseldorf zu der Schlageter-Feier im Mai auf der Golzheimer Heide. Den Schluß bildete ein Film von der Heimat des Zeppelin, dem Bodensee, und den denkwürdigen 21. März, den Tag von Potsdam. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes fand der Abend seinen Abschluß. Das „Role Hakenkreuz". Zweck und Ziel seiner Die NS.-Frauenschaft Gießen veranstaltete gestern abend im Saale des Cafe Leid eine Versammlung, in der die Gründung einer Ortsgruppe des „Roten Hakenkreuzes" vorbereitet werden sollte. Die Kreisleiterin der NS.-Frauenschaft Frau Hart- Allendorf a. d. Lda., begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und befon» die Rednerin des Abends. Sodann sprach Fräulein S u ß l i k - Frankfurt a. M. über das Thema „Zweck und Ziel des Roten Hakenkreuzes". Sie führte u. a. aus: Wenn man überlege, daß nun der Wirrwarr der früheren Verhältnisse überwunden sei, so sei es nicht überflüssig, zu fragen, ob die Gründung einer neuen Frauenorganisation wie der des Roten Hakenkreuzes notwendig fei. Man könne wohl der Meinung fein, daß es genug Schwestern- verbände gebe. Außerdem fei ja auch das Rote Kreuz da. Das Role Hakenkreuz wolle keiner dieser Organisationen das Arbeitsgebiet streitig machen, wohl aber die Erziehung der weiblichen Jugend zu Schwestern in eigene Hand nehmen, um ganz sicher zu wissen, wohin diese Jugend erzogen werde. Fast unmöglich fei es bisher gewesen, Mädchen aller Stände zum Schwesternberuf hinzuführen und im Dienst des Vaterlandes und der Volksgemeinschaft an das Krankenbett zu stellen. Des Führers Absichten würden aber unerfüllt bleiben, wenn nicht die deutsche Frau mithelsen würde. Auf ihr liege ein großer Teil der Schicksalsgestaltung des deutschen Volkes. ... In dem vergangenen Jahrzehnt fei es notwendig gewesen. Hilfe für diejenigen zu organisieren, die Im Braunhemd auf der Straße von ihren politischen Gegnern angefallen worden seien, verletzt zu den Krankenhäusern gebracht wurden und oft keine Arbeit im Dritten Reich. Aufnahme fanden, weil das Braunhemd als staatsgefährlich gegolten habe. Damals fei man auf viel Härte und wenig Nächstenliebe gestoßen. Daß das Rote Hakenkreuz gegründet werden muhte, habe am System gelegen. Schon vor Jahren hätte Gelegenheit gegeben werden müssen, Ausbildung für erste Hilfe genießen zu können. Die Organisation des Noten Hakenkreuzes wolle junge Mädchen zum Dienst für das Vaterland bereitmachen. Den Mitgliedern des Roten Hakenkreuzes werde eine Probezeit zugeftandcn, die zur Schulung verwendet werde und gleichzeitig als Prüfstein für die Bereitschaft zum Opfer angesehen werden müsse. Schulungsabende sollen den Mädchen das Notwendigste der Anatomie, der Verbands- lehre und der Schulung für erste Hilfe vermitteln. Ferner sollen die Mädchen in Krankenhäusern praktische Ausbildung als Schwester genießen; es soll ihnen dabei keine Arbeit erspart bleiben Diese harte praktische Schulung werde entscheidend sein über Eignung ober Nichteignung. Neben dieser Ausbildungsarbeit sollen die jungen Mädchen in Heimabenden sich zusammenfinden, hauswirtschaftliche Einführung erhalten, in den Dienst des Winterhilfswerkes (durch Beschäftigung mit Handarbeiten) gestellt werden, außerdem auch politische Schulung bekommen, die allerdings nicht dazu da fein werde, um in einer Diskussion damit glänzen zu können, sondern lediglich um das Wissen zu vermitteln, was wahrhaft deutsch sei. Die Frau und das junge Mädchen sollten in ein sittliches Verhältnis zur wirklichen Not gebracht wer- den. In den Mädchen solle außerdem das Serftänb» nie für die Raffe geweckt werden. Hier habe die Frau besondere Aufgaben. hauswirlschasiliche Schulung und Säuglings- pslege-Unterricht solle denen zuteil werden, die sich für den Beruf der Schwester nicht eignen. Diese sollten vorbereitet werden für den Beruf der Mutter und Hausfrau. Die künftige Hausfrau müsse haushalten können aus dem Selbsterhaltungstrieb für die Familie heraus. Die Mütter müßten hier ihren Töchtern oorleben. Von den jungen Mädchen, die sich dem Roten Hakenkreuz anschließen, müsse unbedingte Gefolgschaft geleistet werden. Das werde für viele schwer sein. Diese Unterordnung werde aber beste Gebens» schulung bedeuten. Von innen heraus und von ihren ureigensten fraulichen Berufungen her müsse das junge Mädchen zum Dritten Reiche geführt werden. Es müsse bemüht (ein, stets da zu helfen, wo es zu helfen notwendig sei. Gleichzeitig müßten auch alle Standesunterschiede vergessen werden. Dann erst erwachse den kommenden Generationen das große Vorbild, nach dem sich ein starkes zukünftiges Geschlecht bilden könne. (Lebhafter Beifall!) Nach einer Pause gab die Rednerin noch geschäftliche Mitteilungen bekannt: Anträge um Aufnahme müßten, mit Name und Wohnung versehen, an dis Kreisleitung gerichtet werden. Zur ersten Versamm- (ung werde dann schriftlich etngelaben. Die Aul» nahmeerklärung gelte für die Probezeit. Mitglieder könnten Mädchen im Alter von 18 bis 30 Jahren werden. An den Altersgrenzen werde strikte ieft« gehalten. Die Aufnahmegebühr betrage 1 Mark, der Monatsbeitrag 50 Pfennige. Für die Ausbildung zur Schwester könnten nur junge Mädchen von ernstester Charakterhaltung in Frage kommen, die bereit seien, sich im nationalsozialistischen Sinne zu bilden, um einst als ganze Schwester, aus einer erfühlten und tatsächlichen Berufung heraus, durch das Leben zu gehen. Mit dreimaligem „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gelungenen zweiten Vers des Deutschland-Liedes wurde dis Versammlung geschlossen. Sitzung der Handball-Schiedsrichter und Spielwarte in Gießen. Unter dem Vorsitz des Schiedsrichterobmanns L u h - Allendorf/Lahn und im Beisein des Bezirksleiters der DSB. Bauernschub -Wetzlar traten am Sonntag in Gießen die Schiedsrichter und Spielwarte der handballspielenden Vereine zu einer Sitzung zusammen. Luh erstattete zunächst Bericht über die bisher verlaufenen Verbandsspiele und ging alsdann die neuen Handballregeln für den deutschen Handballspvrt durch. Der Tagung wohnte ferner der Kreisführer Baupert-Wieseck bei, der u. a. auch den neuen Aufbau des deutschen Sportes kurz andeutete. Zußbail-Termme in Nordheffeu. Für den 3. Dezember hat der Fußball-Fachwart des Gaues XII (Nordhessen) folgende Paarungen angefetzt: Kurhessen Kassel — Spielverein Kassel, Borussia Fulda — Kurhessen Marburg, Sport Kassel — Hermannia Kassel, Hanau 93 — Kassel 03, Hessen Hersfeld — VfB. Friedberg. Sportverein 1920 Heuchelheim. Winterhilfespiel Heuchelheim — Raunheim 2:2 (1:0). Das Winterhilfespiel am Sonntag zwischen dem durch vier Spieler des SC. Wetzlar-Niedergirmes verstärkten Turn- und Sportv. Naunheim und dem Sporte. 1920 Heuchelheim hatte einen über Erwarten guten Erfolg. Eine stattliche Summe konnte an die Winternothilfe abgeführt werden. Vor unaefähr 500 Zuschauern, die an dem Spiel lebhaft Anteil nahmen, gelang es dem Gastgeber, dem bekannten Gegner ein Unentschieden abzutrotzen. Das Spiel wurde äußerst schnell und durchweg sehr fair aus- getragen. Die erste Halbzeit brachte keine Feldüberlegenheit einer Mannschaft. Schnelle Durchbrüche der beiden Sturmreihen, die die Zuschauer in Atem hielten, konnten oft nur im letzten Augenblick von den beiden sehr guten Torhütern gestoppt werden. Ein Schuß des Heuchelheimer Halbrechten landete am Pfosten, doch war es dem gleichen Spieler vergönnt, gegen Ende der ersten Halbzeit durch einen unhaltbaren Schuß feinen Verein in Führung zu bringen. Mit 1:0 für Heuchelheim wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause drängte Naunheim stark auf den Ausgleich, der ihnen kurz nach Beginn bei einem Gedränge vor dem Tore gelang. Durch einen Elfmeter, dessen Berechtigung von dem größten Teil der Zuschauer angezweifelt wurde, ging Naunheim in Führung. Heuchelheim keineswegs gedrückt, wurde nun zeitweise überlegen, doch blieb jeder zählbare Erfolg versagt. Man glaubte schon an einen Sieg der Gäste, als es wiederum dem Halbrechten der Heuchelheimer gelang, ein schönes Zusammenspiel des Jnnensturms mit einem erfolgreichen Schuß abzuschließen. Mit einer waghalsigen Parade des Gästetormanns, der seinem Verein dadurch das Unentschieden rettete, endete das Spiel. Die Gäste, die ein schönes Zuspiel zeigten, hatten in dem Tormann, Verteidigung und Mittelläufer ihre besten Leute. Die Gastgeber hatten keinen schwachen Punkt in ihrer Elf, doch erreichten verschiedene Spieler die Form der vergangenen Verbandsspiele nicht. Vor dem Treffen machte der Vereinsführer vom Sportv. 1920 in einer Ansprache auf den Zweck des Spieles aufmerksam und dankte den Spielern dafür, daß sie sich für die gute Sache zur Verfügung gestellt hatten. Während der Gedenkpause für die Toten spielte ein Trompeter das Lied vom guten Kameraden. Norwegens Skilehrer starten nicht. Wie der Deutsche Skiverband mitteilt, besitzen die norwegischen Skilehrer, die am 1. Dezember eintreffen, keine Starterlaubnis. Ihre Teilnahme an Wettkämpfen ist nur dann möglich, wenn die Lehrtätigkeit dadurch nicht beeinträchtigt wird. Das „Herumreichen" der Norweger zu „Schauzwecken" von Veranstaltung zu Veranstaltung bleibt jedenfalls verboten. Kurze Sportnotizen. Begnadigt wurde die Fußballmannschaft von Hertha Breslau, die wegen Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen auf vier Wochen gesperrt worden war, durch den DFB. Drei Monate disqualifiziert wurde der Berliner Sechstagefahrer Bufchenhagen, weil er beim 29. Berliner Sechstagerennen ohne Grund vorher „ausgeftiegen" war. Der Berliner ist damit für alle Winterbahnrennen außer Gefecht gesetzt. * Hower und Schönrath werden im Dezember im Ausland in den Ring gehen. Vincenz Hower boxt in Leicester gegen Reggie Meen, während Hans Schönrath in Paris auf den Schweden Andersson trifft. Skier aus Aluminium hat der bekannte schwedische Skiläufer Utterftröm „erfunden". Der Schwede verspricht sich von der Neuerung sehr viel, man wird aber abwarten müssen, wie sich die neuen Stier in der Praxis bewähren. ♦ Im Berliner Sportpalast wird die Eishockeysaison am Samstag eröffnet. Die ersten Gäste sind die Spieler des AJK. Stockholm. Für die weiteren Veranstaltungen erwartet man die Studenten der Universität Oxford und die Kanadier, „Ottawa Shamrocks". Gymnastik als Wintertramma. Für den Sportler, besonders den Leichtathleten, heißt es jetzt in diesen Tagen des späten Herbstes und für den Winter ein gutes Ergänzungstraining zu finden, das ihn einmal unabhängig von Wind und Wetter macht und auch in der wettkampflosen Zeit seine Form auf einer gewissen Höhe hält. Ein sehr gutes Hilfsmittel, dieses Ziel zu erreichen, ist die immer noch von großen Kreisen viel zu wenig beachtete, ja meist sogar verachtete Gymnastik, die aber, richtig angewandt und durchgeführt, Wunder tut. Man weiß, daß besonders die Leichtathletik der reinen Gymnastik freundlich gegenübersteht, weil sie verwandte Bewegungsgrundsätze gemeinsam haben. Es soll hier nicht Aufgabe fein, die vielen Systeme der Gymnastik zu erläutern und zu empfehlen, sondern es sollen lediglich einige allgemeine Richtlinien für den Hausgebrauch, für den Sportplatz und die Halle gegeben werden. Die hygienische Hausgymnastik soll die äußere Pflege des Körpers vollenden und Atmung, Blutkreislauf und Muskeltätigkeit zu Beginn des Tagewerkes durch große, leichte und nicht ermüdende Bewegung anregen. Ein solches Uebungspro» gramm wäre: 1. Rumpfdrehbeuge vorwärts, die sogenannte „Mühle"; 2. einige leichte und schnelle Kniebeugen; 3. eine Tiefkriechübung; 4. irgendeine Art des Liegestützes; 5. Beinheben und -senken aus der Rückenlage, aber mit vollkommenem ueberroüen des Körpers nach rückwärts und ebenso Rumpf aufrichten aus der Rückenlage mit Vorfedern der Hände über die Fußspitzen, die ganze Uebung wird in einem Zuge ausgeführt; 6. Sprung-- und Laufübung unter der Mitarbeit der Arme auf der Stelle; 7. lockeres Ausschütteln und -schleudern von Armen und Beinen. Anschließend Duschen und Frottieren. Die vorbereitende Sportplatzgymnastik vor dem eigentlichen Training hat zum Zweck: Aufwärmung, Dehnung, Belastungsprobe, Streife« lung, Lockerung und Verhütung von Sportverletzungen. Sie erfolgt im Anschluß an eine leichte Laufrunde und stets einzeln. Die mitübende H a 11 e n g y m n a ft i k kann entweder „frei" sein oder mit den Sportgeräten ausgeführt werden. Die freie Gymnastik soll den Bewegungstrieb, der im Sport benötigt wird, entwickeln, Ganzheit der Bewegung und Gelegenheit zur Leistung bieten. Die einfache Uebung des Aufspringens aus dem Knieen unter schwunghafter Mitarbeit dec Arme fei ein Beispiel dafür. Die Hebungen des Fallens und Stürzens, des sogenannten Bodenturnens, dürfen sich gern zu einer gewißen Parterreakrobatik steigern, damit das Gefühl für die Leistung und für den HJil- lenswiderskand nicht verloren geht. Gruppenübungen sind hier besonders reizvoll. Die Gymnastik mit dem Sportgerät ist das dem Sports- mann vorbehaltene Mittel, die Arbeitsleistung in der Zeiteinheit zu steigern. Medizinball, Stoßkugel, Denke an Weihnachten schon heute und gib durch Aufträge Brot und Wärme deinen Volksgenoffen! Rundgewicht sind die einfachen Geräte, mit denen sowohl die Schulbewegungen des Hebens, Stoßens, Schleuderns ausgeführt werden, wie auch Gruppenspiele mit Kampfcharakter. Dabei soll aber Wert gelegt werden auf die Beachtung der Ganzheit der Bewegung. Ein Medizinballwurf aus einer irgendwie zwangsmäßig bestimmten Grundstellung heraus, vor allen Dingen ohne Mitarbeit der Beine, widerspricht der natürlichen Bewegung. Es kommt nicht auf die Uebung bestimmter Muskelgruppen, sondern auf das neuromuskuläre Training an, welches z. B. das Aufmerksamkeit und Reaktion erfordernde Spiel mit dem schweren Rundgewicht erfordert. Die Olympischen Spiele nach dem Kriege haben gelehrt, daß nicht die Technik der Körperbewegung, sondern der Rerveneinsah für die Leistung entscheidend ist. Antrieb und Kraft der Bewegung zu vereinen ist Ziel des Sports. Die Fähigkeit, den willensoerkrampften Körper willkürlich entspannen zu können, ist nur wenigen Menschen von der Natur aus gegeben. Aber da sie erziehbar ist, ist diese Richtung der Gymnastik grundsätzlich brauchbar als Mittel zum Zweck der Vorbereitung der Leistung. Vergeßen wir nicht, daß die Gymnastik immer ein Spiel sein soll, zwar ein ernstes Spiel, denn wir haben uns ist ja ein Ziel gesetzt, welches wir nur erreichen können, wenn wir unsere Uebungen mit Lust und Liebe durchführen. Dann wird auch der Erfolg nicht ausbleiben. Hitler schafft Arbeit! Weiler bewilligte Maßnahmen Im Mrbeifs- befchaffungsprogramm: Maßnahme Tagewerke auf der Baustelle Inslandseßungs- und Lrgänznngsarbeiten an Gebäuden kreisangehöriger Gemeinden im Kreise Eschwege 2245 Vorflutregulierungen im Stadtgebiet von Frankfurt a. 2TL 11820 Acker- und Wiesendränage in der Gemeinde Wasenbach 1750 Ackerdränage in der Gemeinde Rohbach 2194 Ackerdränage in der Gemeinde Langenbach 1134 Instandsetzung des Waschbachs mit einigen Hauptseitengräben Gern. Fürfeld 1100 Ausbau einer gemeinschaftlichen Dränage in der Gemeinde Altenoers 2254 Meliorationen in den Gemeinden wald- schmuhiger kleiner Diktator in feder Straße . In der Schlußszene belagert eine große Menschenmenge die Wohnung des Ministerpräsidenten, wirft die Scheiben ein und singt „England erwache!" Großfeuer in Neu-Zfenburg. Line Möbelfabrik abgebrannt. WSN. Neu-Isenburg, 28. Nov. Am Dienstagabend kurz vor Mitternacht legte ein G r o ß - feuer, dessen Entstehung bisher nicht geklärt werden konnte, das Fabrikationsyebäude der Küchen- Möbelfabrik Louis Köhler in der Adolf- Hnler-Straße in Neu-Isenburg in Asche. Wertvolle Maschinen,. Möbel- und holzoorräte fielen den Flammen zum Opfer. Der Sachschaden ist sehr hoch. In der Fabrik waren 350 Menschen beschäf- tigt, denen nun die Arbeitsstätte verloren geht. Die Feuerwehren von Neu-Isenburg, Sprendlingen, Frankfurt a. M. und Offenbach, insgesamt neun Löschzüge, mußten sich darauf beschränken, die umliegenden Gebäude vor den Flammen zu bewahren. Eingesandt. lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Bitte an das Gießener Stodttheoter. Die Vorstellungen im Gießener Stadttheater an den Sonntagabenden beginnen durchweg um 19.30 Uhr. Auf der einen Seite wirbt man um Besucher, anderseits legt man die Anfangszeit der Vorstellungen so ungünstig, daß man es nicht für verwunderlich Holken darf, daß gerade die auswär- tigen Besucher fehlen. Denn die passenden Züge, die einen Theaterbesuch ermöglichen, kommen alle erst kurz vor 20 Uhr in Gießen an. So von Frankfurt 19.50 Uhr, von Kassel 19.45 Uhr, von Koblenz 19.47 Uhr, von Köln 19.28 Uhr, von Fulda 19.34 Uhr, von Gelnhausen um 19.34 Uhr. Ließe es sich nicht ermöglichen, daß die Anfangszeit um nur eine halbe St unde hinausgeschoben würde? Dann wäre es für weite Streife möglich, Sonntagabends das Theater zu besuchen. Ein auswärtiger Theaterbesucher. koppel und Netra Röhrda, kreis Csch- wege Jnslandsehungs- und Lrgänzungsorbeilen im Rathaus der Volksschule und dem kindergarlengebäude in Gelnhausen Instandsetzung der im Eigentum der Gemeinden des Kreises stehenden öffentlichen Gebäuden kreis Rotenburg Instandsetzungs- und Lrgänzungsarbeilen am Kreishaus in Biedenkopf, sowie an einer Reihe von Gebäuden und Anlagen kreisangehöriger Gebäude im Kreis Dillenburg Jnstandschungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden und Brucken der Gemeinden des Kreises wolfhagen Instandsetzung von öffentlichen Gebäuden in den Gemeinden des Kreises Dingen 2800 4600 4460 1505 3120 3600 Kunst und Wissenschaft. Das RS.-Reichs-Sinfonie-Orchester in Neapel. Die Mitglieder des Nationalsozialistischen Reichs- Sinfonie-Orchesters weilten dieser Tage in Neapel, wo ihnen zu Ehren im Rathaus und im faschistischen Parteihaus Empfänge veranstaltet wurden, an denen auch Mitglieder der Ortsgruppe der NSDAP, und des Stahlhelms sowie der deutschen Kolonie teilnahmen. Auf die italienischen Be- griißungsreden erwiderte im Namen der Gäste der deutsche Generalkonsul mit Worten des Dankes für den herzlichen Empfang. Die Veranstaltung im Parteihaus schloß mit dem Gesang der „Giovinezza" und Hochrufen auf Mussolini und Adolf H i t- l e r. Am Abend gab das Reichs-Sinfonie-Orchester im Theater San Carlo ein außerordentlich stark besuchtes Konzert, zu dem auch der Prinz und die Prinzessin von Piemont sowie Prinzessin Mafalda von Hessen erschienen waren. Die Darbietungen des deutschen Orchesters sanden reichen Beifall. Die zu Beginn und zum Schluß des Konzerts gespielten italienischen Nationalhymnen, Königsmarsch und „Giovinezza" riefen begeisterte Kundgebungen hervor. „England erwache!" — Bernhard Shaws neuestes Stück. Bernhard Shaws neuestes Theaterstück „A u f dem Seife n" würde in London mit großem Erfolg uraufgeführt. Wie der „Kaiser von Amerika", so ist auch dieses Stück politischer Natur. Es befaßt sich besonders mit den gegenwärtigen politischen Strömungen in England. Die meisten Szenen spielen in der Downingstreet Nr. 10, wo der englische Ministerpräsident zunächst eine marxistisch- kommunistische Reform Englands durchzuführen versucht, die aber kläglich mißlingt. Das gesamte Kabinett, tritt zurück, und der Ministerpräsident kommt, nachdem er selbst zurückgetreten ist, zu der Ueberzeu- gung, daß das Land nur durch Beseitigung des Parlaments und durch eine Diktatur gerettet werden fann. „Besser ein einziger Diktator als ein Bekanntmachungen des Personalamtes. Auf Vorschlag des Rektors der Landesunioersität Gießen hat der Leiter der Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum den außerplanmäßigen außerordentlichen Professor Dr. Karl Hummel zum Kanzler der Landesunioersität Gießen ernannt. (Ernennungen. Der Polizei-Hauptwachtmeister Emil Radtke zu Darmstadt wurde mit Wirkung vom 1. November 1933 zum Kriminal-Hauptwachtmeister ernannt. Mit Wirkung vom 1. November 1933 wurde der Ministerialdirektor Dr. Viktor Reitz zu Darmstadt zum Vorsitzenden der Brandversicherungs- kammer Darmstadt und der Oberregierungsrat Martin Emmerling zu Darmstadt zum Vorsitzenden des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt Hessen ernannt. Am 10. November wurde der Lehrer a. D. Philipp Schmitt aus Hirschhorn, Kreis Heppenheim, zum Lehrer an der Volksschule zu Eppertshausen, Kreis Dieburg, mit Wirkung vorn Tage des Dienstantritts an ernannt; am 30. Oktober 1933 der Strafanstaltsoberwachtmeister bei dem Landeszuchthaus Marienschloß Georg Bär zum Strafanstaltsoberwachtmeister bei dem Landgerichtsgefängnis in Gießen mit Wirkung vom 16. November 1933 an; am 11. November durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen auf Vorschlag der Hessischen Regierung der Landgerichtsrat beim Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Ludwig Fuchs mit Wir- kung vom 1. Oktober 1933 zumOberlandesgerichts- rat beim Oberlandesgericht zu Darmstadt; am 13. November 1933 der ordentliche Professor an der Universität Graz, Dr. Wilhelm A n d r a e zum ordentlichen Professor für Nationalökonomie an der Landesunioersität zu Gießen mit Wirkung vom 1. November 1933 an. Uebertragen wurde: Am 6. November 1933 dem Lehrer Wilhelm Kasse r zu Massenheim, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Vilbel, Kreis Friedberg, mit Wirkung vorn Tage des Dienstantritts an; dem Lehrer Siegfried Krebs zu Stadecken,Kreis Mainz, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Maar, Kreis Lauterbach; am 7. November dem Lehrer Hermann Hoff- mann zu Lichtenberg, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Egelsbach, Kreis Offenbach a. M., unter gleichzeitiger Ueber- tragung der ehrenamtlichen Leitung der Volksschule dortselbst und unter Verleihung der Amtsbezeichnung „R e k t o r" für die Dauer dieser Tätigkeit, beide mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; dem Gewerbelehrer Leonhard Helm zu Nidda, Kreis Büdingen, eine Gewerbelehrerftelle an der Berufsschule zu Rüsselsheim, Kreis Groß-Gerau; dem Rektor Hermann Vitt an der Gewerbeschule zu Nidda, Kreis Büdingen, eine Gewerbe- lehrerstelle an der Berufsschule zu Nidda, Kreis Büdingen; am 8. November dem Lehrer Otto Schwarz zu Rudingshain, Kreis Schotten, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Borsdorf, Kreis Büdingen, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 10. November dem Lehrer Karl Spiegelberg zu Eppertshausen, Kreis Dieburg, unter Zurücknahme der Urkunde für Fürth i. Odw., eine Lehrerftelle an der katholischen Volksschule zu Hirschhorn, Kreis Heppenheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 13. November 1933 dem Berufsschullehrer Peter D i ck l e r zu Friedberg die Leitung der gewerblichen Abteilung der Berufsschule zu Friedberg mit sofortiger Wirkung. Für die Dauer der Tä- tigkeit hat derselbe die Amtsbezeichnung „Rektor" zu führen; dem Lehrer Adolf Bernhard zu Wonsheim, zur Zeit kommissarisch in Frei - Laubersheim, Kreis Alzey, eine Lehrerftelle an der Volksschule daselbst mit Wirkurig vom 16. November 1933 an; am 14. November dem Oberreallehrer Wilhelm Fuhr an der Oberrealschule am Stadthaus zu Offenbach, zur Zeit kommissarisch an der Volksschule zu Offenbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule daselbst mit Wirkung vom 16. Novem- berg an; am 15. November dem Lehrer Wilhelm Weber zu Bornheim, Kreis Alzey, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Nieder-Wiesen, Kreis Alzey, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; dem Lehrer Adam Schnorrenberger zu Vendersheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Alzey mit Wirkung vom 16. November 1933 an. Ruhestandsversehungen: Am 2. November 1933 wurde der Ministerialdirektor bei der Ministerial-Abteilung I d des Hessischen Staatsministeriums, Heinrich Schäfer, mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 auf fein Nachsuchen unter Anerkennung der dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand oer» jetzt. Auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wird der Regierungsrat Dr. Osman G r o s h o l z zu Bad-Nauheim mit Wirkung vom 1. März 1934 in den Ruhestand versetzt. In den Ruhestand verfehl wurden auf Rachsuchen: am 6. November 1933 der Lehrer an der Volksschule zu Worms Heinrich B e st; am 9. November der Lehrer an der Volksschule zu Dittelsheim im Kreise Worms Hermann Gölte l m a n n, beide mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 an; am 7. November der überplanmäßige Studienrat an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium zu Büdingen Dr. Martin M a r k l o f f mit Wirkung oom 1. Januar 1934 an; am Q.ttooember der Lehrer an der Berufsschule m Utainj Karl Josef Stinsberger und der Leh» an der Volksschule zu Gundersheim im Äreife Worms Martin Schambach, beide mit Wirkung oom 1. Dezember 1933 an; uw 13. November der Rektor an der Volksschule zu Gau Algesheim im Kreise Bingen Heinrich Schmidt oom 1.Dezember 1933 an; am lö Wooember der Rektor an der Volksschule zu Alzey Wilhelm Daum mit Wirkung vorn 16 vember 1933 an; am 16. Oktober der Studienrak an dem Gymnasium und der Realschule in Bingen Professor Heinrich Guttenberger mit Wirkung oom 1. Januar 1934 an. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli / 19. Dezember 1923 in der tfafiung des Gesetzes vom 8. Oktober 1925 tritt am 1. Dezember 1933 in den Ruhestand: Ober. reallebrcr bei der Zellenstrafanflalt Butzbach Lud. wig Felfmg. Mik Wirkung oom 1. November 1933 wird der Polizeioberleutnant der Verwaltung Georg S ch ö . 5iüg,f?oni> Ani 10. November 1933 wurde der Verwalkungs. ke* dem Hessischen Oberversicherungsaint Wilhelm Denetf e zu Darmstadt auf sein Nachsuchen in Anerkennung seiner dem Staate geleiste. ten Dienste und unter Würdigung des im natio* nalen Interesse bekundeten Opfcrsinns mit Wirkung vorn 1. Januar 1934 in den Ruhestand versetzt In den Ruhestand versetzt wurde auf Nach, suchen der Betriebsführer beim Staatsdad Bad. Nauheim, Gottfried Suchy zu Bad Nauheim mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 unter Anerkennung der dem Staat geleisteten langjährigen treuen Dienste. Entlassungen. Auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederher» fteUung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 werden mit sofortiger Wirkung aus dem Staats« dienst entlassen: Gendarmeriemeister Heinrich Steinmann, Griesheim bei Darmstadt, Polizei-Oberwachtmeister Friedrich Mö rler, Worms a. Rh., Polizeiwachl. meister Georg Zinkel, Darmstadt, die Polizei» anöärter Adolf Hück, Darmstadt, Georg Karey und Wilhelm L e h n i n g zu Darmstadt Auf Grund des § 2 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wird der Polizei-Derwaltungssekretär August Lau« r i o l l e mit sofortiger Wirkung aus dem Hessischen Staatsdienst entlassen. Berliner Trühbörse. Berlin, 29. Nov. (WTB. Funkspruch.) Trotz des unregelmäßigen Verlaufs der gestrigen Neuyorker Börse wird die Tendenz des heutigen Frühverkehrs weiter freundlich taxiert, nachdem sich gestern abend in Frankfurt neue Kurssteigerungen von 1 bis 1,5 o. H. ergeben haben. Vor allem find für heute Ultimoverkäufe nicht mehr zu erwarten. Im Vorder, gründe des Interesses sollen weiter Montanwerte und Farben und am Rentenmarkt Neubesitzanleihe stehen. Zuverlässige Shirfc sind aber noch nicht ,pi hören. Am Devisenmarkt errechnen sich über Zürich das Pftind gegen Paris 84,05, Mailand 62,5, Spanien 40,33, Amsterdam 8,1875. lSchluß des redaktionellen Teils.) „Deutsche Schönheit siegt." Wir brauchen vom Auslande keine Schönheitsmittel und -melhoden. Elise Bock, die berühmte deutsche Schönheitskünst- lerin, hat schon vor Jahren ihre Erzeugnisse auf Forschungsergebnisse der Medizin und Chemie auf- gebaut, den Wissenschaften, in denen Deutschland führend war und ist. Elise Bocks Präparate haben als rein deutsche Schönheitsmittel den Ruf deutscher Sachkunde und Gründlichkeit über die Welt verbreitet. Nicht zuletzt beruht ihr Erfolg auf der individuellen Einstellung zu den Forderungen jedes Einzelfalles. Wenn Sie über die Wahl der richtigen Heimpflegemethode im Zweifel find, befragen Sie Elise Bocks Assistentin. Sie erteilt am 1. und 2. De« zember in der bekannten Drogerie Winrerhoff, Gießen, Kreuzplatz 10, kostenlos Rat und zeigt die neuesten und einfachsten Heimbehandlungen, die in erster Linie sparsam sind. Treffen Sie noch heute eine Verabredung. Telephon 2706. 7207A STATT KARTEN! 72U3D 9oötn Sie offene 306e?; T” Schmerzen? Jucken?Stechcn?Brennen 7 ituschim Pros kt «nfo-dem Dann gebrauchen Sie die feit Jahrzehnten vorzügl bewährte, fckmerzftiN. Heilsalbe „tikntatm". Erhallt, tn d. Apothek. u0»v Ingenieur- Flüg?euZ?:ilJiFlleRfr- I schule, PapiertechnJk bChUle EJg, Lehrwerk»tittaa Sonntagnacht entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Schlaganfalles mein innigstgeliebter Gatte, unser guter Vater, Bruder, Onkel und Schwager Herr Fritz Seebold sen. im 73. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t Frau Eva Seebold die Kinder: Sofie, Aenny, Margarete Friedrich und Heinrich Seebold. Gießen (Leihgestemer Weg 140), den 28. November 1933. Die Beisetzung findet in aller Stille statt. - Es wird höflichst gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied plötzlich und unrewartet mein lieber Gatte, unser treusorgender Vater, unser lieber Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Franz Rentmeister im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Rentmeister, geb. Bender nebst Kindern und Angehörigen. Gießen (Asterweg 25). Brackwede-Bielefeld. Bad Kolberg (Ostsee), den 28 November 1933. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Dezember 1933. nachmittags 3 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt __________________7215D Maschinenbau, eee „ Elektrotechnik, llf A | DMA 3 ■ AutomobUb.ni W WS I III ■ ein wohlschmeckendes, leichtverdau