tellung der Breslauer Getreidepreisnotierungen ei als ein durchaus voreiliger Schritt anzusehen daher habe Breslau inzwischen die Getreidenotie ver- sische Staatspolizeiamt i m auf Untersuchung in einer von riesigem Aus - Bis jetzt sind bereits Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlöfse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Dollfuß' Kamps gegen die nationale presse Oesterreichs. München, 28. Juli. (TU.) Der Landesinspekteur der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in Oesterreich, Reichstagsabgeordneter Habicht, sprach am Freitagabend im Bayerischen Rundfunk über die Maßnahmen der österreichischen Regierung gegen die nationale Presse. Heute sei Oester- reich ohne jede nationale Presse. Was noch erscheinen dürfe, lebe nur mehr von der Gnade des Systems Dollfuß, so daß es nur noch als dessen Organ und dessen Instrument betrachtet werden könne. Die NSDAP. Oesterreich habe keine Presse mehr und anerkenne auch keine der bestehenden und herausgegebenen Zeitungen mehr als ihre Organe. Was von nun an noch an Zeitungen und in Zeitungen erscheine, das habe nichts mehr mit dem Willenundder Meinung des deutschen Volkes in Oe st erreich zu tun, sondern sei die Stimme ferner, die in der Regierung Dollfuß das letzte Bollwerk gegen den Sieg des deutschen Gedankens in Oesterreich sehen. Habicht wiederholte gegen die Dollfuß-Regierung den Borwurf des Berfassungsbruches und erklärte, wer mit einer solchen Regierung Verträge schließe, gehe ein ungeheures Risiko ein. ^Wer einer solchen Regierung Geld gebe, müsse mit dem sicheren Verlust seines Geldes rechnen. Vorbildliche Spenden. Dresden, 28.3uli. (CAD.) Wie die DSK. mitteilt, hat der Sächsische Gemeindebeamtenbund in Dresden anläßlich des Gau- partcitages in Leipzig Herrn Deichsstatthalter M u t s ch m a n n drei großzügige Spenden überreicht: 1. Schenkung einer aus fünf Flugzeugen bestehenden Flugzeug st affel, die eine großzügige Förderung des Luftsportes ermöglicht. 2. Stiftung einer „6 21.- undS 6.-6 achsen- Hilfe des Sächsischen Gemeindebe- amtenöundc s", die jährlich 35 000 Mk. zur Unterstützung von unverschuldet in Dot geratenen, verdienten politischen 6oldaten der deutschen Erhebung aus den 6turmabteilungen und Schutz- ftasfeln der DSDAP. zur Verfügung stellt, und 3. eine „Spende des 6ächsischen Gemein d e be a m t e n b u n d e s zur Förde-- ru ng der nationalen 2lrbei t", die das Versprechen der Ablieferung von 1 v. H. des Grundgehaltes aller 21000 Bundesmitglieder als freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit enthält. rungen auch wieder ausgenommen. Der Stand der Getreidefelder sei derart, daß die Ernte 1933 nicht wesentlich hinter der von 1932 Zurückbleiben werde. Man rechne mit einem Minderertrag von 600 000 bis 700 000 Tonnen. Dieser entfalle vor allem au Hafer. Deutschland werde mit seiner Ernte auskommen, und für den Fall, daß die Vorräte nicht reichen sollten, könnte auf die natürlichen Getreidereserven, die beim Reich angelegt wurden, zurückgegriffen werden. Als die vier Hauptsäulen, auf denen die Getreidepolitik des Reichs ruhe, seien zu bezeichnen: 1. Getreide wird zusätzlich nicht herein g e l a s s e n und auf diese weise eine Markt- ftörLng durch billiges Auslandgetreide mieden; 2. der ecuec soll Roggen und Hafer eigenen Betrieb verfüttern; Erfchelni l üg ltch, außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Msnatr-vezogrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 schen Staatspolizeiamt diesen Tagen die Spreng st offsache maß zum Abschluß. 1 4 Kommuni st en diese weise werden ;um erstenmal große Mengen vom Markt ferngehalten; 3. es soll eine natürliche Nachfrage zu natürlichen Preisen herrschen, indem ocr'*iUigle Gelreidemengen nicht abgegeben n>erden; 4. mit der fortschreitenden Verminderung der Arbeitslosigkeit werde der Welzenkonsum, der zuletzt gegenüber den guten Zähren 1927 und 1928 einen Rückgang um 700 000 Tonnen auswies, wieder steigende Tendenz bekommen. Die Beobachtung dieser vier Gesichtspunkte werde die Vielheit von Einzelmaßnahmen, die früher getroffen werden muhten, überflüssig machen. Zu den weiteren Maßnahmen gehörten die gesicherte Finanzierung der Ernte und das Austauschverfahren. Unfauberen Elementen, die darauf ausgchen, die Preise herunterzudrücken und herunterzureden, könne und werde das Handwerk gelegt werden. Dafür böten die Verbandsorgane auf dem Gelreidemarkt jetzt die Möglichkeit. dem Untersuchungsrichter vorgeführt und in Haft genommen worden. Fünfzehn weitere dürften ebenfalls unter Anklage gestellt werden. Den Vorgängen liegt folgender Tatbestand zugrunde: Die große Volksfront des ewigen Deutschland Eindrucksvolle Bekenntnisse auf der Volksdeutschen Kundgebung in Stuttgart. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20v, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undsür denAn- zeigenteil i.V.TH.Kümmel sämtlich in Dießen Darmstadt, 28.3uli. (WSD.) Das Hes- E: Bei dem Hessi- in Darmstadt kommt in Anfang Mai dieses 3ahres war der politischen Polizei bekannt geworden, daß sich in Händen von Darmstädter Kommunisten große Mengen von Sprengstoff und Waffen be- fänden. Es war bekannt, daß sie Sachen auf einem unbenutzten Fabrikgelände im Gräfen- häuser Weg versteckt hatten. Eine sofort unb gründlich vorgenommene Durchsuchung blieb zunächst hinsichtlich der Waffen und des Sprengstoffes ergebnislos. Sie förderte jedoch eine Schreibmaschine, Ab- ziehpapier, Korrekturlack und Beitragsmarken zur KPD. zutage. Schreibmaschine, Abzleh- papier usw. hatten zweifellos zur Herstellung illegaler kommunistischer Flugblätter gedient, omit war an sich der klare Beweis für die kommunistische Betätigung der auf dem Fabrikgelände wohnenden Personen ergeben. Das gesamte Gelände wurde daraufhin einer erneuten gründlichen Durch- uchung unterzogen. Ein größeres Aufgebot Schutz- taffel wurde zur Unterstützung der Beamten ein- gesetzt und nahm an der Durchsuchung teil. Trotz aller ^Bemühungen verlief die Aktion ergebnislos. Der Sprengstoff konnte nicht gefunden werden. Tag und Nacht wurde nun das Gelände durch SS. überwacht, ohne zum Ziel zu kommen. Inzwischen war jedoch durch die Ermittlungen der politischen Polizei der Verdach tauf einen bestimmten Person en kreis gelenkt worden. Man schritt zur Verhaftung einer Reihe führender Darmstädter Kommunisten und konnte nun in kurzer Zeft das gesuchte Versteck des Sprengstoffes und der Waffen ermitteln. Wie vermutet, befand sich der Sprengstoff auf dem besagten Fabrikgelände am Gräfen- Häuserweg. Die Kommunisten hatten ihn sehr geschickt verborgen, indem sie ihn in einem Schuppen unter einem Kaninchen st all vergruben. Als dieses Versteck nicht sicher genug war, vergrub man ihn unter einem Gartenbeet, das man wieder frisch bepflanzte. Die politische Polizei fand hier etwa einen Meter tief unter der Erde eine große längliche Holzkiste. Diese holzkisie enthielt in zwei Blelykassetten 40 Pakete Sprengstoff, 30 Sprengkapseln vrh Ans Ausländsdeutschen wird das Dritte Reich endlichste und schönste Erfüllung fein, wenn einmal alles, was deutsch spricht, auch deutsch fühlen und handeln wird. 3n diesem Sinne unser Gelöbnis: Euch im Deich die Treue zu wahren mit unserem ganzen Sein, mit unserer Tat, zum Duhme und zur Ehre der Gesamtnation, deren Zukunft das höchste Gebot unseres Daseins ist. Reichöaußenminister v. Jieurafb als Bcrtreter der Reichsrcgicrung sagte in einer Ansprache: „In meiner Eigenschaft als Reichsaußen- mmifter begrüße ich besonders herzlich alle, die von fernher als Glieder des deutschen Volksturnes nach Stuttgart gekommen sind. Ihr Ber- dienst ist es in erster Linie, wenn im Auslande der deutsche Name hochgeschätzt wird. In schwerer Zeit ist vor über hundert Jahren in Deutschland der Ge° danke des deutschen Turnens erwachsen, nicht nur 3um Wohle des Einzelnen, sondern bewußt darauf gerichtet,, der Pflege des gesamten Deutschtums zu dienen. wenn wir heute wiederum vor schweren Zeiten stehen, so habe ich die feste Aeberzeugung, daß das Deutschtum im Auslande wie bisher seine pflicht tun wird. Es ist in diesen Tagen, wo das wiedererwachte Deutschland sich entschließt zu neuem Aufschwung, besonders zu begrüßen, daß soviele Deutsche aus dem Ausland in die Heimat gekommen sind. Wir stehen wieder vor einer Schicksalswende. Die ganze Welt will bisher das Geschehen in Deutschland noch nicht verstehen und betrachtet uns mit Mißtrauen und vielfach mit offener Feindschaft. 3u lange ist in den letzten vierzehn Zähren die Welt daran gewöhnt worden, das deutsche Volk als eine Ration zweiter Klasse zu behandeln. Das ist jetzt zu Ende. Die Welt wird sich mit dem neuen Deutschland abfinden müssen. Für uns alle aber, ob innerhalb oder außerhalb der Grenzen des Deutschen Deiches, gilt es jetzt oas Beste daran zu setzen, um unsere Kräfte 8u stahlen zum Heile unseres geliebten deutschen Vaterlandes." Die Rede fand stürmischen Beifall. Gedankens und der deutschen Kraft in aller Welt. Das gesamte Auslandsdeutschtum hat die Aufgabe, dem neuerstandenen deut- schen Mutt er volk in noch stolzerem Bewußtsein und in noch aufopferungsvollerer Liebe zu die- nen, als es bisher der Fall war. Wir find inmitten einer fast wie im ftrtege auflodernden Greuel- und Haßpropaganda die Träger des Ansehens unseres Mutterlandes. Die sittlichen und völkischen Gebote sind für uns aus den harten Notwendigkeiten unseres völkischen Erhaltungskampses heraus eine ewig alte Wahrheit. Deshalb finden wir zu dem sich selbst wiedererkennenden binnendeutschen Volk in ganz natürlicher und organischer Weise den Weg, ui'd wir empfinden erst jetzt so recht die «chicksalsoerbundenheit auch mit Deutsch- land selbst als einem lebendigen Begriff. Es ist nicht mehr nur unser Deutschland der Romantik, es kristallisiert sich in uns in Hellen scharfen Linien heraus, wir empfinden es wie eine Erfüllung unserer ganzen Geschichte, es ist auch das Deutschland unseres realpolitischen Denkens. Zm Blick auf diesen neuen Staat formen wir in uns ein neues welt- und Lebensgefüht und ein politisches Bewußtsein, das erheblich abweicht von den engen Dahnen unserer bisherigen öffentlichen Be- tätigung. wir spüren, der deutsche Mensch ist wieder etwas wert, nicht nur innerhalb seiner eigenen Gemeinschaft, sondern auch den anderen gegenüber. Mas uns besonders froh macht ist die Tatsache, daß auch der auslandsdeutsche Mensch dem Mutterland gegenüber im Kurs z u steigen begonnen hat. 3n diesem neuen Lebensgefühl wollen wir unser Dekenntniszurn Mutterland ablegen, ein Treugelöbnis und ein Gebet zugleich. W i r lieben unser deutsches Volkstum über alles in der Welt. Wir bringen jedes persönliche Opfer, wir leiden gerne jede Unbill, um unsere Sprache, unseren Väterglauben, unsere Sitte, unsere deutsche Familie zu erhalten. Und wir bitten: Deutschland, heiliges Mutterland, vergiß deine Söhne nie mehr, schenk auch du uns deine Liebe. I h ®tu 11 g a rt, 28. 3uli (TU.) Bei der Volks. 5) t» «Vf * n Kundgebung im Dahmen des SJeutfcben Turnfestes in Stuttgart hielt der Führer des BOA. Or. Steinacher eine Rede, in der er u. a. ausführte: Wenn innerhalb des gewaltigen Deutschen Turnfestes eme volksdeutsche Kundgebung statt- Ü »' f.^shalb, weil die Stuttgarter Tage ein Fest aller Deutschen sind. Wo im Bekenntnis zur Volks i de e Deutsche sich zusam- menflnden, gibt es keine staatlichenTren- n u n g sstrlche zwischen Volksgenossen im Deich und anderen Ländern mehr. Gerade jetzt, wo ^r Volksgedanke als Grundlage alles deutschen Geschehens wieder sichtbar wird, zeigt es sich, daß das deutsche Volk ein im tiefsten verbundener Organismus ist. Ueber alle Staatsgrenzen hinweg haben die Zdeen eines durch Blut, Loden und Geschichte bestimmten Volkstums alle Deutschen mächtig ergriffen. Der Redner erinnerte daran, daß Jahn nicht nur Das BJort ‘ßolfstum als erster geprägt hat, sondern auch den Versuch machte, diesem Volkstumsgedanken im deutschen Turnen eine lebendige Gestalt zu ge- den und gedachte der Arbeit von Mannern wie Ernst Moritz Arndt und des Freiherrn vom Stein. Sie machten den Versuch, ein deutsches Staatswesen aus dem Dolksbegriff und aus der Ueberwindung der Klassen- und Standesgegensätze heraus zu schaffen, wie es jetzt Hitlers Worte und Taten endgültig verwirklichen wollen. Aus dem Weltkrieg und dem Nachkriegserlebnis ist der alte, ewig neue Volksgedanke wieder- geboren worden. Dann kamen die Friedensschlüsse mit der Abtrennung deutscher Grenzländer und die Volksabstimmungen in den Grenzgebieten, und alles zeigte den Binnendeutschen, daß Volks- Zugehörigkeit kein s e l b st v e r st ä n d - liches Geschenk ist, sondern ein Besitz, der immer wieder im Kampf erworben werden muß. Heute haben wir wieder eine Generation vor uns, die weiß, was Volkstum heißt. wir spüren in der deutschen Revolution die Aufgabe, einen Staat zu formen, der aus dem Volkstum geboren ist. Dieses Volkstum wird erlebt als Gemeinsamkeit des Blutes, der Abstammungen, des Schicksals. Der Einzelne wird heute unter das höhere Gesetz der Volksgemeinschaft gestellt. 3n tiefer Dankbarkeit erkennen wir an, was der Führer des deutschen Volkes in den vergangenen Monaten bereits im Sinne dieser neuen Docksgesetzlichkeit geschossen hat. Zum Wesen dieses neuen Voltsgedantens gehört es, daß keine Wertunterschiede mehr zwischen Auslanddeutschen und Deutschen im Deich gemacht werden. Der Redner grüßte die Auslanddeutschen, die sich immer wieder im Kampf um Art und Sprache als treueste Glieder der deutschen Ration bewährt haben. Auf 18 Staaten in Europa hat man uns Deutsche verteilt. Wir erkennen diese Staatsgrenzen nicht als trennende Grenzen des Empfindens an. Für uns kennen wir nur einen deutschen Volkstumsstaat, der sich aus unserem Wesen rechtfertigt. Der Redner erhob Einspruch gegen die Derfäl- chung des Volkstums st aates in den Pariser Dorortverträgen und forderte zum volksdeutschen Opfer auf. wir fordern die allgemeine Opferpflicht von jedem Deutschen, der sich als Deutscher fühlt. Es handelt sich nicht mehr nur um die Beschaffung von Mitteln, sondern um einen neuen Geist. Dr. S t e i n o ch e r rief den Ausländsdeutschen zu, diesen neuen Geist mit hinauszunehmen. Es kommt darauf an, daß die aus den tiefsten Kräften des deutschen Volkstums geborene Freiheitsbewegung draußen zündet, die Herzen erwärmt und den Charakter gestaltet. Der Redner schloß mit dem Appell an die Ausländsdeutschen, unter den Bannern des neuen Reiches sich zur g r o ß e n h eilig e n Volksfront des ewigen Deutschland zu formieren. 3m Anschluß an die Rede Dr. Steinachers nahm der Dertreter des Auslands- deu tschtums, Or. Richard Csaki-Hermannstadt das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. I ausführte: 40 Millionen Deutsche leben außerhalb des deutschenKern st aates auf der ganzen Erde zerstreut. Eie alle haben heute die Blüte ihrer 3ugend nach Stuttgart entsendet, weil sie teilhaben wollen und in Wahrheit teilhaben an der körperlichen Ertüchtigung und seelischen Erneuerung Deutschlands. Das Auslandsdeutschtum sieht in der Turnerschaft den lebendigsten und gesundesten Ausdruck deutschen Geistes und vor allem auch die erhaltende Triebkraft deutschen Dolkstums in der ganzen Welt. Die Kräfte der Kultur, der Sprache und des Glaubens strömen heute bis in die entfernteste deutsche Hütte auf dem ganzen Erdenrund. Wir sind lebensfähig, denn wir wollen leben, und in diesem Sinne grüßen wir die Deutsche Turnerschaft als Pioniere des deutschen 2000 Schuß Znfanteriemunition. Außerdem befanden sich in der Kiste eine große Blechbüchse mit Schwarzpuloer, ein Karabiner, eine Parabellumpistole, eine Leuchtpistole, ein Maschinengewehrschloß, eine Handgranate und anderes mehr. Sofort nach diesem Fund setzten umfangreiche Ermittlungen nach der Herkfunft der Spreng- stoffe em. Diese ergaben, daß der Sprengstoff bereits im 3ahre 1931 in einem Steinbruch Ober-Ramstadt gestohlen worden war. Seit 3uli vorigen 3ahres befand sich der Sprmzft°sf in 5äni>en offiäiel(en KPD.-Leitung tn Darmstadt. Um ein Auf- fmben des Sprengstoffes durch die Polizei zu erschweren oder unmöglich zu machen, war das Der st eckdauerndgewechselt worden. So wanderte der Sprengstoff bald in den Keller einer Mahnung, um dann nach kurzer Zeit in einem harten vergraben zu werden. Dann kam er in das Treibhaus eines Blumenzüchters von da wieder m einen Garten und so weiter Durch die umfangreichen Ermittlungen des Hessischen «taatspolizeiamts sind bis heute alle Personen durch deren Hände der Sprengstoff gegangen ist, feftgeftellt und dem Untersuchungsrichter vor- gefuhrt worden. 3m 3ntereffe der Untersuchung toar es erst heute möglich, die Oeffentlichkeit von diesem ungeheuren Sprengstoff, und Munitionsfund in Kenntnis zu setzen. Die ganze Angelegenheit zeigt erneut, wie gemeingefährlich das Treiben der Kommunisten ist. 40 Pakete Sprengstoff und 2000 Si^uf] Munition in den Händen der roten Mörder hätten genügt, um Tausende von Menschenleben zu vernichten. Dank der Tätigkeit der politischen Polizei ist auch hier den Kommunisten das Handwerk gelegt worden. An die Bevölkerung aber ergebt erneut die Mahnung, die Hessische Staatspolizei m ihrem Kampfe gegen den Staats- und Dolksfeind zu unter- ft utz e n. Wie dieses Beispiel zeigt, befinden sich k größere Mengen von Sprengstoff und Waffen in den Händen gewissenloser kommunistischer Elemente. Rur durch die Mit- Hilfe aller kann hier gesäubert werden. Aufhebung einer kommunistischen Geheimversammlung. Offenbach, 28. Juli. (WSN.) Durch Beobachtungen wurde festgestellt, daß in einem Hause in Sprendlingen (Kreis Offenbach) ehemalige bekannte Kommuni st en zusammenkamen. Man benachrichtigte sofort die Offenbacher Landes« Kommunistisches Waffen- und Gpeeng- stofflagee in Darmstadt ausgedeckt. 185.3«brg«ng Samstag. 29.3.IU933 Gle sze ne r Anzeiger General-Anzeiger für (Vberhesfen üranlfurt am Main liess. Dnitf nnö Derlüd; BrÜbHAe HirintrRfÄtt w A und Zteindnickerel R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Oie Getreideversorgung Deutschlands. Berlin, 28. Juli. (END.) Dor Vertretern der Presse sprach Ministerialdirektor Moritz vom Reichsernährungsministerium über die Lage am Getreidemarkt. Er verwies auf die Nervosität an den Getreidemärkten, die sich im Zusammenhang mit den Preisstürzen an der Chikagoer Börse gezeigt habe, und vertrat die Ansicht, daß in keinem Punkt eine Parallele zwischen uns und den über- ceischen Märkten gerechtfertigt erscheine. Die Ein- kriminalpolizei, die sämtliche Teilnehmer an der Versammlung verhaften konnte. Es wurden umfangreiches kommuni ft isches Schriftenmaterial und Flugblätter beschlagnahmt. Die fe st genommenen 10 Kommuni st e n wurden in das Offenbacher Gerichtsgefängnis eingeliefert. Geheimorganisation derKPL). im Industriegebiet entdeckt. Umfangreiche Verhaftungen. Bochum, 28. Juli. (TU.) Durch den Nachrichtendienst der hiesigen SA.-Standarte wurde wiederum eine neuorganisierte kommuni st is ch e Bewegung ermittelt und unschädlich gemacht. Unter irreführenden Namen hatten sich Tausende von Komunisten im Ruhrgebiet neu zusammengeschlossen. Der Sitz der Orgnisation war Essen. Der Vorsitzende ist ein übelbeleumundeter Kommunist. Die hiesige Ortsgruppe umfaßt 35 Mitglieder, die zum größten Teil f e st g e n o m ° men werden konnten. Unter den Verhafteten befinden sich der Ortsgruppenleiter und der Kassierer. Die gesamte Karthotek konnte sichergestellt werden. In Verbindung hiermit konnte die Geschäfts- st e l l e f e st g e st e l l t und die gesamte Einrichtung beschlagnahmt werden. Dabei wurden 4—5000 Mitgliedskarten aufgefunden. . . Weiter wurde der Leiter der k o m m u n l st l - schen geheimen Organisation im Ruhrgebiet verhaftet. Es handelt sich um den berüchtigten kommunistischen Funktionär Heinrich Hülsmann aus Essen. Die Spur der geheimen Organisation erstreckt sich über das ganze Jndu- st r i e g e b i e t. Am Donnerstag wurden weitere 14 Kommuni st en fe st genommen, die dieser bolschewistischen Wühlorganisation angehören. Hierbei wurden neben kommunstischen Hetzschriften auch einige Ausgaben der 3. Juni-Nummer der „Roten Fahne" beschlagnahmt. Diese Nummer strotzt von Hetzüberschriften. Auch Greuelpropaganda treibt das Blatt. t Wegen Vorbereitung zum Hochverrat nahm die Staatspolizeistelle Recklinghausen in D o r st e n 30 Mitglieder des verbotenen Rot- frontkämpferbundes fest. Der Rotfrontkämpferbund hat in Dorten bis in die letzte Zeit hinein Versammlungen seiner Mitglieder oorge- nommen. Strafmaßnahmen wegen des Frevels an der Hindenburg-Eiche'. Berlin, 28.Juli. (WTB.) Die Pressestelle des Staatsministeriums teilt mit: Bekanntlich wurde die am Tage der Nationalen Arbeit auf dem Tempelhofer Feld gepflanzte Hindenburg-Eiche in der Nacht zum 27. Juli von Kommunisten zerstört. Das Geheime Staatspolizeiamt hat als Gegenmaßnahmen angeordnet, daß sämtlichen kommunistischen Schützhäftlingen für drei Tage die Mittags Mahlzeit entzogen wird. Den Schutzhäftlingen ist diese Maßnahme tir Hinblick auf den an der Hindenburg-Eiche verübten Frevel zu eröffnen. Spanien erkennt Sowjet- Rußland an. Madrid. 28. 3uIL (TU.) Der Präsident hat ein Dekret unterzeichnet, wonach Spanien Sowjetrußland anerkennt. Die Formalitäten zur Wiederher st ellung der diplomatischen Beziehungen beider Länder sollen, wie verlautet, durch den Sowjet» botschafter Dowgalowski erledigt werden. Als zukünftiger Sowjetbotschafter in Madrid wird der frühere Volkskommissar Lunartfcharski genormt. Wie aus Moskau verlautet, hat die Sowjet- regierung beschlossen, mehrere Beamte nach Madrid zu senden, um dort die Gebäude der ehemaligen kaiserlich-russischen Botschaft unddes Konsulats zu übernehmen. Die Armbrust. Erzählung von Witt Scheller. Das Leben bleibt ernst, auch wenn es einmal zu lächeln scheint, und die Geheimnisse des menschlichen Schicksals bleiben schwer, auch wenn es einmal so aussieht, als habe bei der Ver- knüpfung seiner Fäden ein scherzender Geist die Hand im Spiel gehabt. Aber vielleicht soll dem Menschen, da er immer noch mit so geringem Erfolg in die Lehrstuben des Lebens geht, eben in solchen Zusammenhängen ein Beispiel gegeben werden dafür, daß, ob ihm die Lose licht oder dunkel fallen, er, wieviel auch immer ihm geheim bleiben muh. immerhin zu etlicher Erfahrung durchzudringen vermag: hierbei kann er wohl entdecken, daß er, auf jene nur dem Hochmut seiner Vernunft zufällig dünkenden Anzeichen achtend, womöglich besser beraten ist, als wenn er davon absieht, sie als Wegmale seines doch immer einer höheren Ordnung gefügigen und von ihr gezeichneten Schicksals zu betrachten. Ein Knabe, der in diesem Bericht Philipp heihen soll, hatte in den frühen Jahren, da das Kind zuerst an den Erscheinungen der nächsten LImwelt im Sehenlernen sich ergötzt, viel Gefallen an der Figur eines Amor aus farbigem Porzellan, der, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, auf einem schön glänzenden, mit weih gehäkelter Decke versehenen Tischchen vor einem hohen, goldumrahmten Spiegel in jenem Zimmer stand, das so selten und am meisten dann betreten wurde, wenn Fremde zu Besuch kamen. 3n solchen Fällen wurde auch der kleine Philipp in seinem Wagen hereingebracht, und es ergötzte die Erwachsenen jedesmal von neuem als eine Art von Merkwürdigkeit, wenn das Kind, noch lallend und keines Wortes mächtig, den Kops hin und her drehte, bis die Augen der Figur auf der dunkel polierten Spiegelkonsole habhaft geworden waren und das Gestammel des Kleinen in ein Helles Jauchzen überging, das von einem munteren Schlagen der winzigen Fäuste auf das Wagenpolster begleitet war. Vicht viel später pflegten derartige Szenen mit Geschrei und Tränen zu endigen, weil dem nun wachgcwordenen Verlangen der kleinen Hände nach dem kostbaren Prunkstück doch nicht stattgegeben werden konnte. Mit der Zeit ging dieses Verlangen denn auch in ein anderes Begehren über. "Nachdem nämlich Philipp, als er schon laufen und sprechen konnte, Gelegenheit gehabt hatte, die kühle Glätte des nackten Gottes der Liebe zu betasten und seine Ausrüstung im einzelnen zu untersuchen, und vorzüglich, als ihm OerAbschluß desReichskonkordats Eine Antwort an den „Offervatore Romano". Berlin. 28. Juli. (Täl.) Don unterrichteter Seite wird uns geschrieben Der Osservatore Romano . das Blatt des Vatikans, beschäftigt sich in seinen Ausgaben Rr 173 und 174 vom 26. und 27. 3uh 1933 mit dem Reichskonkordat. Diese Artikel sind zwar, wie bekannt geworden ist, keine amtlichen Verlautbarungen des Heiligen Stuhls, sie verdienen aber bei den besonderen Beziehungen des Blattes zum Vatikan besondere Beachtung. Richtig ist die dort getroffene Darstellung, dah die Oeffentlichkeit über den Gang der Verhandlungen in Rom nichts weih. Es ist in der Tat undenkbar, dah gerade über die Verhandlungen eines Reichskonkordats die Oeffentlichkeit in Einzelheiten unterrichtet werden kann. Äm so mehr muh dabei aber das Ergebnis der Verhandlungen in einer für die Oeffentlichkeit überzeugenden Weise festgelegt werden, wobei zu bedenken ist, dah es der Ton ist, der die Musik macht. 3m einzelnen ist zu den Auslassungen des amtlichen Organs des Heiligen Stuhls hauptsächlich folgendes zu bemerken: 1. Wenn der Artikelschreiber zuvorderst darauf Hinweisen zu müssen glaubt, dah der codex juris canonici die Grundlage und die wesentlichste juristische Voraussetzung des Konkordats bildet, so ist dies eine erstaunliche Behauptung. Das Konkordat regelt die rechtlichen Beziehungen des Deutschen Reiches und der römisch-katholischen Kirche. Die dreimalige Hervorhebung, dah es sich um Kirchenpolitik, um Kirchendinge und um den kirchlichen Bereich handelt, spricht dafür, dah es sich hierbei lediglich um die für den staatlichen Vertragspartner aufgestellte Anerkennung der Kirche handelt. 2. Mißverständlich können die Ausführungen des Blattes wirken, wenn dort behauptet wird, nach dem Konkordat werde die Erziehung zur Vaterlandsliebe nach den Vorschriften des Glaubens geregelt, d. h. nach den Lehren des Evangeliums. Der Wortlaut des Artikels 21 stellt nur fest, daß die gesamte Erziehung in Volk und Beruf, in Mittelschule und höheren Lehranstallen zur Vaterlandsliebe stets in bürgerlichem und sozialem Pflichtbewußtsein auf dem Gebiete des christlichen Glaubens stattsinde. 3. Das Konkordat sieht hinsichtlich der Ausbil- düng der katholischen Lehrer Einrichtungen vor, die im Auslande der katholischen Lehre entsprechen und besondere Erfordernisse des katholischen Bekenntnisses gewährleisten. Die Ueber- setzung des italienischen Textes des Artikelschreibers könnte den Eindruck erwecken, als ob damit konfessionelle Lehrerbildungs an st alten zugestanden wären; das wäre nicht zutreffend. 4. Der kirchliche Anspruch'auf die Gründung der Ehe durch das Sakrament ist im Artikel 26 weder im bejahenden, noch im verneinenden Sinne behandelt. 5. Die Entfernung der Geistlichen und Ordensleute aus politischen Parteien und die Ausschließung ihrer Tätigkeit darf nicht eng aus gelegt werden. Der Sinn dieser Vorschrift ist, die Geistlichen in ihre seelsorgerische Tätigkeit zurückzuführen. Es liegt im eigensten Interesse der römisch-katholischen Kirche, wenn gerade auf diesem Gebiete die Geistlichen eine Umgehung dieses Verbots vermeiden. 6. Ein staatliches Veto gegen die Kandidaten für hohe kirchliche Aemter ist in dem Artikel 14 nicht ausgesprochen; jedoch ist die Fassung der Vorschrift dieses Artikels so gewählt worden, daß der Reichsstatthalter Bedenken allgemein-politischer Natur gegenüber einer Bestätigung erheben kann. 7. Eigentümlich mutet die Annahme des Artikelschreibers an, daß der Abschluß des Konkordats eine Abweichung von der n a ti o n a l s o z i a l i sti sch e n „Richtung" bedeute. Der Abschluß des Konkordats ist mit dem Präsidenten des Deutschen Reiches erfolgt. Das Deutsche Reich aber wird von der nationalsozialistischen „Richtung" völlig beherrscht, was auch den Artikelschreibern in Rom nicht unbekannt sein dürfte. Der Vertragsabschluß bedeutet also die Tatsache der rechtlichen Anerkennung der nationalsozia- listischen Regierung. Aus aller Wett. Zwei $2L-£eute zu Ehrenbürgern ernannt. Die Stadtoerordnetenversammlung in Hamm verlieh den SA.-Männern D r u e e n und Schütte das Ehrenbürgerrecht der Stadt, weil sie ihre Treue zum Führer und zum deutschen Volke mit ihrem Leben zu besiegeln bereit waren und tagelang zwischen Tod und Leben geschwebt hatten. Ehrung gefallener SA.Leute. Wie die Verwaltung der Hafendampfschiff- fahrtsgesellschaft in Hamburg mitteilt, sind die Dampfer „Senator Grünwaldt" und „Bürgermeister Tolten" um g e t auf t worden. Der erste Dampfer erhielt den Namen „Heinrich Heis- singe r", nach einem gefallenen Angehörigen des Marinesturmes, der zweite heißt „Karl Heinzelmann“, ebenfalls nach einem von Kommunisten erschossenen SA.-Mann. Drei Verteidiger für die Reichstagsbrandstifter. Von zuständiger Stelle wird zum Reichstagsbrandstifter-Prozeh folgendes mitgeteilt: Rach den Bestimmungen der Straf- Prozeßordnung ist in Sachen vor dem Reichsgericht dem Beschuldigten, der noch keinen Verteidiger gewählt hat, ein solcher von Amts wegen zu stellen. Da die Angeschuldigten bisher keine Verteidiger haben und die Zustellung der Anklageschrift unmittelbar bevorsteht, hat ihnen der Präsident des 4. Strafsenats des Reichsgerichts schon jetzt Verteidiger von Amts wegen beigeordnet. Die Auswahl dieser Verteidiger hatte nach gesetzlicher Vorschrift aus der Zahl der am Sitz des Reichsgerichts in Leipzig wohnhaften Rechtsanwälte zu erfolgen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Sache hat der Vorsitzende des Reichsgerichts zwei Verteidiger aus der Zahl der beim Reichsgericht zugelassenen Rechtsanwälte, nämlich die Rechtsanwälte Huber und S e n f f e r t ernannt, die hierfür besonders geeignet erscheinen. Außerdem ist Rechtsanwalt T e i ch e r t bestellt worden, der gleichfalls als besonders tüchtiger Strafverteidiger bekannt ist. Zollschiebung mit amerikanischen Autos. Im Mai v. I. erregten umfangreiche Zollschiebungen, in deren Mittelpunkt ein damaliger Sekretär des Automobilklubs von Deutschland stand, in der Oeffentlichkeit großes Aufsehen. Erst jetzt sind die umfangreichen Ermittelungen der Zollfahn- dungsslelle und der Staatsanwaltschaft soweit zum Abschluß gekommen, daß gegen acht Beteiligte Anklage erhoben worden ist. Beschuldigt werden u. a. der Sekretär in der Verkehrsabteilung des A. v. D. Bäulich, ein Zollassistent und ein Oberzollsekretär. Bäulich hat mit Hilse von Zollbeamten in 36 Fällen wertvolle ausländische, größtenteils amerikanische Autos zollfrei über die deutsche Grenze geschmuggelt. Das großangelegte Betrugsmanöoer wurde aufgedeckt, weil es auffiel, daß für eine kleine tschechisch-sächsische Grenzstelle merkwürdig viele vom klar geworden war, dah der Gegenstand, den jener in der Hand hielt, ein Werkzeug war, umi Pfeile damit abzuschiehen, da ging es ihm nicht mehr um den Amor selbst, sondern da richtete sich der Wunsch des Kleinen auf ein solches Gewaffen, auf Pfeil und Bogen, mit dem der Schütz, wio das Lied, das er damals hörte, sagt, durch Ge- birg und Tal gezogen kommt, früh im Morgenstrahl. Der Schütze, früh im Morgenstrahl, war ein Traumbild, in dem sich der kleine Philipp damals gern spiegelte, und um so leidenschaftlicher, je ungeduldiger er aus die Erfüllung seines brennenden Wunsches wartete. Die ©einigen mochten sich aber nicht entschließen, dem Kind eine Waffe, und wäre sie ein Spielgerät, schon jetzt in die Hand zu geben, und so vergingen wiederum 3ahre der Enttäuschung am Geburtstag und am Weihnachtsfest, bis endlich ein Paten-Onkel dem inzwischen „vernünftiger" gewordenen und schon die Schule besuchenden Knaben zu dessen an Freüden- tränen reicher Erschütterung unvermutet, da er von einer Reise kam, eine kleine Armbrust mitbrachte, ohne dah etwas anderes als eben das Wiedersehen Anlah zu dieser Gabe bot. Philipp stand zuerst fassungslos einer Tatsache gegenüber, deren Möglichkeit schon begonnen hatte, vor seinen Augen in die Gefilde unerreichbarer Traumhastigkeit zu entschweben. Er hielt Pfeil und Bogen, wenn auch in etwas veränderter Form, in der Hand, lauschte mit halbem Ohr den Erläuterungen des Paten-Onkels, wie der Bolzen aufzusehen, die Sehne zu spannen, der Hebel abzudrücken sei, und ihm war, beinahe wie in einem Fieber, als käme der Schütz auf ihn zugezogen, um mit ihm, Philipp, ein Leib und eine Seele zu werden. Dann aber lernte er doch, mit dem Spielzeug umzugehen, und hatte eine so aus- schliehliche Freude daran, dah er, als seine Eltern einen berühmten Maler baten, ein Bildnis des Knaben anzufertigen, darauf bestand, auch die Armbrust mit in dieses Bild hineinnehmen zu dürfen; nur unter dieser Bedingung erklärte er sich bereit, so lange stillzusitzen, wie der Künstler es haben wollte. Wer weiß um die Wandlungen, die sich in einem Menschen vollziehen, während seine Lebenszeit Jahr zu Jahren fügt? Es kamen für den jungen Philipp Erlebnisse, keine Begebenheiten von Bedeutung, Dinge, die rasch verblaßten und bald ins Dunkle des Vergessens einsanken, aber doch im Augenblick stark genug waren, eine Jo handgreifliche Wirklichkeit wie das Gerät der Armbrust aus dem Bereich unmittelbarer Neigung zu verdrängen. Es gab autf) andere Spiele, ja, und dann, später, gab es auch andere Gedanken als solche, die mit dem Bilde des Schützen und feinem Zug durch Gebirg und Tal auch nur von fern etwas zu schaffen hatten. Schließlich hört der Mensch auch auf, zu spielen, nicht wahr, oder glaubt es zumindest, und dann ist es ihm bald gar seltsam, daran gemahnt zu werden, daß er überhaupt je hat spielen können. So wurde denn Philipp, dem Jüngling, fast beklommen zumute, wenn er unversehens, an einem Sonntag etwa, vor das Bildnis zu stehen kam, das ihn als Knaben zeigte, die Armbrust fest im Arm. Daß ihm dies einst so wichtig gewesen war! Aber es hat noch keiner herausgefunden, was das Schicksal oder das, was der Mensch so nennt, mit ihm will, wenn er ihm eine Neigung ins Herz pflanzt, auf der er erst eigensinnig bestanden hat und die ihm später wie ein Rätsel vorkommt. Phi- lipp ging es nun wie vielen jungen Männern, wenn sie ins Leben treten: das Herz, dem Zustrom liebender Erfüllung offen, schlägt heftig, wenn das Auge den Umriß einer Gestalt, den Schimmer eines Antlitzes wahrnimmt, die Bllder eines Geschöpfes, in dem das reine, jetzt ganz auf sich selbst ange- miejene Gefühl des Ich zum ersten Mal ein Du erahnt, in dem es widerklingt, beruhigt und verklärt. Und auch insofern ging es Philipp wie vielen jungen Männern, daß er dieses Geschöpf, dieses junge Mädchen nicht kannte, das sein Innerstes entzündet hatte, und nach dem er begehrte wie, nun, wie ein Kind nach einem Spielzeug. Er mußte sie haben, sie mußte ihm gehören, für alle Zeit, sonst hatte das Leben keinen Sinn! Aus der Unruhe seines Herzens heraus lief und stellte er ihr nach und erlebte manche Enttäuschung, wenn es ihm nicht gelang, ihren Blick, den kühlen Blick einer Unbekannten, zu erhaschen, oder gar, wenn er Stunden vertan hatte, um ihrer nur ansichtig zu werden, und auch das vergebens. Etwas in ihm aber zwang ihn, trotzdem nicht nachzulassen, und zuletzt, als er dennoch schon elend genug und bereit war, alle Hoffnung fahren zu lassen, kam er in einem Konzert in ihre Nähe und empfand es als eine schier berauschende Gunst der Fügung, ihr eine kleine, unbedeutende Handreichung leisten zu dürfen. Unter jungen Menschen ist dann leicht ein Einverständnis gefunden, zu dem es feiner besonderen Worte bedarf. Eben dieses wortlose Einverständnis ermöglicht die Unterhaltung, ein leichtes Geplauder zunächst, erlaubt den Gruß, gestattet am Ende die Verabredung. So glücklich sein zu können hatte Philipp nie geglaubt und wußte nicht, daß er zum zweiten Mal in seinem Leben, wie verschieden auch die Gegenstände waren, fassungslos einer Tatsache gegenüberstand, deren Möglichkeit schon begonnen hatte, ihm zu entschweben in die Gefilde unerreichbarer Traum- Hastigkeit. Er hielt die Geliebte im Arm, nannte sie bei ihrem Vornamen, denn einen anderen wußte er noch nicht, und hörte kaum auf das Perlen ihrer A. v. D. ausgestellte Ausfuhrbescheinigungen für wertvolle amerikanische Autos oorgelegt wurden. Explosion in einem kalischachl. — Zwei Todesopfer. Bei einer Begehung des Kalischachtes Craja bei Bleicherode (Provinz 'Sachsen) gerieten der stellvertretende Betriebssichrer Thiele und der Bergschüler Nolte auf einer alten nicht mehr benutzten Strecke in brennbare Gase. Auf unaufgeklärte Weise entzündeten sich diese Gase, wobei Thiele und Nolte so schwere Brandwunden erlitten, daß sie nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus starben. Die Herkunft der Gase ist noch nicht restlos geklärt. Großfeuer in einem pommerschen Dorfe. Während säst die gesamte Einwohnerschaft auf dem Felde beschäftigt war, brach in Amalienhof bei Gollnow (Pommern) ein Feuer aus. Zuerst geriet eine Scheune in Brand, die in wenigen Minuten vollständig in Flammen stand. Durch den starken Wind wurde das Feuer von Gebäude zu Gebäude getragen und auf neun Hof stellen insgesamt acht Scheunen und sechs Diehställe eingeäschert. Das Großvieh konnte gerettet werden, jedoch ist die gesamte Ernte Vernich- t e t und ebenso eine große Menge landwirtschaftlicher Maschinen. Man vermutet, daß das Feuer durch spielende Kinder verursacht worden ist. Nobile baut ein Luftschiff für Sowjetruhland. General Nobile hat mit der Sowjetregierung einen neuen Vertrag unterzeichnet über seine Verwendung als Konstrukteur bei dem Bau russischer Luftschiffe. Der Vertrag soll bis zum Jahre 1936 laufen. Nobile hat vorgeschlagen, ein neues Luftschiff mit 20 000 Kubikmeter Inhalt und einem Aktionsradius von etwa 7500 Kilometer zu bauen. Es soll im Dienst zwischen Moskau und Wladiwostock eingestellt werden. Valdos Rückflug verzögert sich. B a l b o hat seine ursprüngliche Absicht, für den Rückflug von Shoal Harbour (Neufundland) nach Europa den nördlichen Weg über Irland zu wählen, aufgegeben. Wahrscheinlich wird er den Weg über die Azoren nehmen. Der Start des italienischen Fluggeschwaders ist aber nach dem neuesten Funkspruch aus Shoal Harbour, vermutlich wegen ungünstiger Wettermeldungen, bis auf weiteres verschoben worden. Der Leiter der Neuyorker jüdischen Boykottbewegung Führer einer Erprefserbande. Die Neuyorker Polizei verhaftete auf Antrag der Chikagoer Staatsanwaltschaft den berüchtigten Neuyorker Rechtsanwalt und Leiter der jüdischen deutschfeindlichen Boykottbewegung, Baron S h a pi r o , wegen Organisierung eines sogenannten „Rackets", einer Bande zur Erpressung von Geldern von Kleinbetrieben, hauptsächlich Waschanstalten, Färbereien und Limonadenfabriken. Diesen Betrieben wurde bei Weigerung mit Dynamitanschlägen und Erschießen gedroht. Außer Sha- piro wurden weitere 22 Personen, darunter zahlreiche Juden, verhaftet. Entwichene Leprakranke verursachen eine Panik. Aus dem Lepra-Lager in Tichilesti (Rumänien) entwichen sieben Leprakranke. Sie kamen in das Städtchen 3facra. Dort verursachte das Erscheinen der durch die Krankheit stark entstellten Leute eine Panik. Die Kaufleute liehen die Rolläden herunter, und die Passanten flüchteten entsetzt. Erst am Abend gelang es, die halb betrunkenen Kranken nach dem Lager zurückzuschaf- sen. Die Polizei untersucht, in welchen Gastwirtschaften die Leprakranken während ihres Besuches eingekehrt sind. Todesstrafe für Entführung in Amerika. 3n Kansas Stadt im Staat Missouri wurde erstmalig in der Geschichte Amerikas für das Verbrechen der Entführung die Todes- st r a f e verhängt. Ein gewisser Walter M c Gee. der im Mai die Tochter des Stadtbeamten M c E l r o y entführt und nach dreißigstündiger Gefangenschaft gegen Zahlung von 30 000 Dollar wieder freigelassen hatte, wurde vom Gericht zum Tode durch den Strang verurteilt. Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein. Worte, da die Wirklichkeit durchsichtig zu werden schien: hinter dem Schleier der Maja, zog nicht, wie griff ihn das an, die Gestalt des Schützen durch Gebirg und Tal, die Waffe fest im Arm? Und wie, kam sie ihm entgegen, die Gestalt, aus der Vergessenheit langer Jahre, um mit ihm eins zu werden, ein Leib und eine Seele? Fast schauderte ihn vor diesem Traumbild, so abgrundbreit schien ihm die Entfernung zwischen ihm und allem greifbar Wirklichen, und um dieses heimlichen Grauens ledig zu werden, kam er auf die nüchternen Notwendigkeiten zu sprechen, die mit einem Verlöbnis und der von diesem vorbereiteten Hochzeit nun einmal Zusammenhängen. Als er aber, beinahe lachend, sagte, er wisse ja noch nicht einmal, ob auch schon alles beschlossen sei, wes Namens ihr Vater sei, da stand urplötzlich das große Rätsel wieder neben ihm, denn das Mädchen erwiderte mit sachtem Lächeln, es heiße mit Daternamen Armbrust. Und erst, als er die Braut seinen Eltern zugeführt und ihr das Knabenbildnis gezeigt hatte, gab er ihr, während fein Blick zuweilen rätselnd über den Amor aus farbigem Porzellan schweifte, der noch immer auf der polierten, mit gehäkelter Decke versehenen Konsole unter dem goldgerahmten Spiegel stand, zu wissen/ warum er sie damals erschreckt hatte durch ein unverständliches Aechzen, durch ein saft schmerzendes Pressen ihres Handgelenks und durch ein Schweigen, das zu brechen sie so lange vergebens bemüht gewesen war. Beinahe wären ihr doch die Tränen gekommen in jener seligen Stunde. Da traten die Eltern zu ihnen, und auch durch sie zitterte es wie ein Befremden, als sie, ohne andere Absicht als die eines freundlichen Gefühls, oon der Braut zu dem Knabenbildnis auf und, erkennend und im Nu sich verständigend, auf jene zurückblickten. Auch sie mochte etwas oon dorther angeweht haben, wo die Geschicke der Menschen ersonnen und gesponnen werden, aber sie wendeten es, wie es nun einmal in die Hand des Menschen gegeben ist, was auf des Messers Schneide steht, richtig zu entscheiden, in der weisen Güte des Alters dahin, wohin es wohl auch das Lächeln der Vorsehung, wenn es denn ein Lächeln war, wollte gewendet haben. Nun wüßten sie endlich, hieß es mit behutsam-zärtlichem Anlächeln des beglückten Paares, warum Philipp, das Kind, den porzellanenen Amor von früh auf geliebt und was ihn gezwungen habe, den Knaben, die Armbrust als seine teuerste Spielgefährtin so festzuhatten, wie es in dem Werk des berühmten Malers gleichsam verewigt sei. Nun wüßten sie es, und wahrlich, damit nahmen die Alten die Errötende, die sie nun zum ersten Male Tochter nannten, in ihre Mitte, sie könnten es verstehen! Sie «ter gen die A M SÄ: sL-k tÄ ® »Für etw 32000 mit eine 5 die lang Derart)« jfl. An Strc Kaichen In he' ßelden Romn Msjei Renze Orisd fjartr ßifjbe Alten Schell ßifjbe Bleich (Zeder Gieße Bad; Ortsd Berbi Chau st wie Umb Pst° Schl Bad' Büd! Verl Rud Bm 1 rnani zage, A ter k ment IV. Lis , eine ' eine i ein T unb 3 im gan Bea aramm Grebe Qrisd' Die Ausfü hängig, daß stllschch für Verfügung । Arbeitslosigl A 0er 0 (Bauleiter i Ser erläßt fi »Anläßlich wünsche und Zahl zu. ""Zeln zu an meiner gedacht meinen l> e r 2ank aus.* Anläßlich fe “lne heimatqei ®° « mit Mtäötdjeu Ne frei (? .Meiiet folgen t i ä Kch A on?e.n Te flehen d gs •Wh, 'di, J1 »ar (Ja9en. 5 MN FD < testen" v. 3ti Aer5»btellun Die Provinz Sberheffen Hilst Arbeit schaffen! 275 000 RM. 350 000 Koftenauf- 200 000 RM. führt: wurden 90 000 65 000 25 000 20 000 52 000 80 000 50 000 Lißberg—Ortenberg Altenstadt—Lindherm Schellnhausen—Romrod Lißberg—Ortenberg Bleichettdach—Büches Gedern—Hirzenhain Gießen—Heuchelheim Bad Salzhausen—Nidda Ortsdurchfahrt Heuchelheim Verbreiterung in Nieder-Wöllstadt Chaussierung von Banketten auf Steil- strecken Klein-Linden—Großen-Linden wie vor bei Ermenrod Umbau bei Kirche in Ermenrod Pflasterung in Grünberg Schlitz—Lauterbach Bad-Nauheim—Ockstadt Büdingen—Rinderbügen (Prooinzanteil) Verbreiterung Schotten— verarbeitet mit einem Kostenaufwand von III. An Straßenbefestigungen und -regulierungen Straßenstrecke: Keuchen—Heldenbergen In Heldenbergen Heldenbergen—Windecken Romrod—Alsfeld Alsfeld—Renzendorf Renzendorf—Brauerschwend Ortsdurchfahrt Herbstein Hartmannshain—Gedern zus.: 182 000 RM. eine Verbesserung der Steigunasoerhältnisse im Göringer Grund zwischen Schellnhausen und Romrod bezweckt. Die Kosten hierfür werden sich auf etwa 170 000 RM. "belaufen. Auch dieses Projekt ist nur durchführbar, wenn aus Reichsmitteln die erforderliche finanzielle Hilfe gewährt wird. mentschotter. IV. Bis zum 1. Oktober 1933 werden weiterhin ausgeführt: eine Kleinpflasterdecke auf der O-Straße Ranstadt—Selters zu eine mittelschwere Decke auf der O-Straße Schotten—Ober-Schmitten zu ein Teersplitt-Teppich auf der B-Straße Kreuz Münster—Laubach zu und Brückenausbesserungen, veranschlagt zu im ganzen Arbeiten im Werte von Beantragt sind zur Ausführung auf Grund des sogenannten Gerekck-Programms noch folgende Befestigungen: Altenschlirf—Nösberts mit Grebenhain—Hartmannshain mit Ortsdurchfahrt Düdelsheim mit Der gewaltige Kampf der Reichsregierung gegen die Arbeitslosigkeit hat allenthalben im Volke mit Recht starken und freudigen Widerhall gefunden. Mit dankbarer Genugtuung werden die großzügigen und weitausschauenden Maßnahmen begrüßt, die von der Regierung unter Führung des Volks- kanzlers Adolf Hitler in diesem Ringen gegen die große Not unserer Zeit getroffen werden. Bis in das kleinste Dorf hinein steht dieser Kampf im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Insbeson- dere begegnen dabei die Maßnahmen der heimischen Behörden regster Anteilnahme. Um einen lieber- blick über die bisherigen und die geplanten Maß- nahmen zur Bekämpfung der Arbeits. Die Ausführungen dieser Arbeiten ist davon abhängig, daß die erforderlichen Mittel von der Gesellschaft für öffentliche Arbeiten darlehensweise zur Verfügung gestellt werden. Die beantragte Genehmigung steht noch aus Aus Grund des Gesekes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit ist ein Projekt in Bearbeitung, das losigkeit in der Provinz Oberhessen zu bekommen, haben wir uns mit einer Anfrage an die Provinzialdirektion Oberstes- s e n gewandt, die uns auf unsere Erkundigungen die nachstehende Schilderung übermittelte: In dem Bemühen, auch ihrerseits nach Kräften dazu beüutragcn, der Arbeitslosigkeit zu steuern, hat die Provinz Oberhessen als Eigentümerin und Unterhaltungspslichtige von etwa 2300 Kilometer Provinzialstragen während der letz- ten 12 Monate ein bedeutsames Arbeitspro- f;ramm durchgeführt. In der genannten Zeit sind olgende Arbeiten ausgeführt worden: I. Für etwa 1800 Kilometer wassergebundene Schotterdecken wurden insgesamt 32000 Kubikmeter Kleinschlag und 10500 Kubikmeter Bindematerial verwendet mit einem Kostenaufwand von II. Für die Unterhaltung von etwa 270 Kilometer Straße mit Oberflächenbehandlung wurden 1650 Tonnen Kaltasphaltemulsion und 16 000 Tonnen Edelsplitt Rudingshain Brücke bei Hemmen (Prooinzanteil) Die unter I bis III genannten Arbeiten haben zusammen einen wand von über 1 900 000 RM. verursacht. In diesen Betrag sind nicht einbe- zogen die Gehälter und Löhne, die an das eigene Personal bezahlt worden sind. An Neubefestigungen der Straßen wurden damit geschaffen rund 17 Kilometer Kleinpflaster, rund 15 Kilometer Asphaltbeton und rund 6 Kilometer Ze- Deckenart: Länge km Klein- u. Mittelpflaster 1,776 Topeka 0,733 95 300 Topeka 0,231 7 800 Topeka 1,224 38 200 Kleinpflaster 1,326 71 300 ff 1,350 44 900 0,890 14 300 1,000 32 400 Asphaltbeton 1,850 42 300 ff Zementschotter 2,500 64 000 ff Kleinpftaster 2,320 81 900 Teerbeton 2,281 58 500 Kloinpflaster 2,100 2,015 138 500 0,814 Asphaltbeton 2,842 113 800 5,485 178 500 Kleinpflaster 0,350 20 000 0,810 47 000 0,935 48 000 8 000 »1 5 600 4 000 2 000 6 000 Zementschotter 1,200 23 600 H 2,375 60 000 Kleinpflaster 1,122 35 000 ff 4 600 Walzung 2,700 20 000 18 500 •• Aus der provinzialhaupistadt. Oer Dank des Heichsstatthatterö. Gauleiter und Reichsstatthalter in Hesien S p r e n- ger erläßt folgende Danksagung: „Anläßlich meines Geburtstags sind mir Glück- wünsche und Aufmerksamkeiten in so außergewöhn- licher Zahl zugegangen, daß es mir nicht möglich ist, einzeln zu antworten. Allen, die an diesem Tage meiner gedachten, spreche ich daher auf diesem Wege meinen herzlichen und tiefgefühlten Dank aus." Anläßlich seines 50. Geburtstags besuchte der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, seine Heimatgemeinde Oberhausen in der Pfalz, wo er mit großer Freude begrüßt wurde. Auch dem KuvstäStcheu Bergzabern stattete er einen Besuch ab. Keine parteiuniformen bei Gerichtsverhandlungen. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger erläßt folgende Anordnung: Es ist häufig die Beobachtung gemacht worden, daß Angehörige der Partei zu gerichtlichen Terminen in Uniform erscheinen. Abgesehen davon, daß dies Hervorheben der Zugehörigkeit xur RSDAP. bei Gerichtsterminen als Beeinflussung auf den Ausgang des gegen den Betreffenden anhängigen Verfahrens gewertet werden kann, ist dies dann als parteischädigend anzusehen, wenn es sich um Straf- oder Alimentationssachen handelt. Ich ordne daher ab sofort an: Bei Gerichtsterminen dürfen Parteigenossen, die in eine Strafsache verwickelt sind, nicht Parteiuniform oder Abzeichen tragen. Ausnahmen sind nur in rein politischen Fällen mit ausdrücklicher Genehmigung der vorgesetzten Dienststelle gestattet. Zuwiderhandelnde werden unnachsichtlich bestraft und sind sofort dem zuständigen Ortsgruppenleiter zur Meldung zu bringen. Gebühren für Antragsgutachien in der Invalidenversicherung Bei Stellung von Rentenanträgen sind von den Versicherten für die erforderlichen ärzlichen Gutachten Gebühren nicht zu zahlen, weil die San- desversicherungsanstalt Hessen sie übernommen hat und unmittelbar an die Aerzte abführt. Nachdem durch die Verordnung über die Zulassung von Aerzten zur Tätigkeit bei den Krankenkasien die Tätigkeit von Kassenärzten nichtarischer Abstammung und von Kassenärzten, die sich in kommunistischem Sinne betätigt haben, für beendet erklärt ist, wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß auch für etwaige von solchen Aerzten angestellte Antragsgutachten in der Invalidenversicherung die Gebühr von der Landesoersicherungsanstalt Hessen nicht mehr übernommen wird, so daß sie bei der Zuziehung derartiger Aerzte die Versicherten selb st zu tragen hätten. Kampf gegen das Motorradgeknatter. Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mit« geteilt: Da die Klagen über das Geknatter der Motorräder immer noch nicht zum Verstummen gekommen sind, sind die Polizeibeamten angewiesen war- den, alle Motorräder, die erheblichen Lärm verursachen, einzuziehen. Die Motorräder werden einer besonderen Prüfung unterzogen, und, falls sie den gesetzlichen Bestimmungen nicht entsprechen, aus dem Verkehr entfernt. Gegen die Benutzer wird außer- dem noch Strafanzeige erstattet. Die Bevölkerung Gießens wird gebeten^ die Po- lizei im Kampfe gegen die rücksichtslosen Fahrer zu unterstützen, indem sie sich die polizeilichen Kenn- Zeichen derjenigen Motorräder, die erheblichen Lärm verursachen, merkt und diese Nummern der Polizei- direktion mitteilt. Für vertrauliche Behandlung aller eingehenden Anzeigen ist Sorge getragen. Anonyme Anzeigen sind zweckws. An alle freischaffenden bildenden Künstler! Ich bin vom kommissarischen Vorsitzenden des Gaues Hessen-Mittelrhein des Reichskartelles der bildenden Künste, Pg. Hans Frei Herrn von Geyer, Schönberg bei Bensheim, zum Bezirks- leiter für den Bezirk Oberhessen ernannt worden. Der Bezirk Oberhessen umfaßt die Gebiete der Provinz Oberhessen, des Lahngebietes Gießen bis Weilburg, des Dillgebietes Dillenburg bis Herborn und des kurhessischen Gebietes Gelnhausen bis Schlüchtern. „ , , Alle freischaffenden bildenden Künstler (Maler, Bildhauer, Graphiker) haben sich zur Aufnahme im Reichskartell sofort unter Angabe ihrer genauen Anschrift bei mir zu melden. Der Bezirksleiter des Bezirkes Oberheffen »n RkbK. Heinrich Will, Kunstmaler, Gießen, Friedrichstraße 8. Kaust deutsche Garienbauerzeugnisse! Jetzt kommt die Zeit, wo es dem ®artenbau und dem in größeren Mengen Gartenbauerzeugnisse produzierenden Bauern möglich fein wird, seine Ware bevorzugt abzusetzen. Wenn cs auch nicht möglich gewesen ist, gerade für Gartenbouerzeug- nisse den notwendigen handelspolitischen Schutz zu schaffen, so wird eine Selbsthilfemaßnahme, die der Gartenbau gemeinsam mit dem Handel jetzt zur Durchführung bringt, doch eine fühlbare Absatz- erleidjterung bringen können. Die Kennzeichnung der deutschen Gartenbauerzeugnisse, die jetzt eine Unterscheidung zwischen deutscher und Auslandsware bringen wird, soll zu- jammen mit einer energischen Werbung die Absatzschwierigkeiten, die teilweise zur Absatzunmöglich- teil wurden, beheben helfen. In einer Einheitsfront stehen Erzeuger, Groß- und Kleinhandel zusammen, um dem deutschen Gärtner und Bauern zu helfen. Allerdings wird diese Hilfe nur dann wirklich Früchte tragen, wenn sich alle, ohne Ausnahme, der Kennzeichnung des deutschen Gartenbauerzeugnisses unterziehen. Wie bei allen Selbsthilfemah- nahmen ist es auch hier eine Frage der Disziplin und der freiwilligen Einord- n u n g, ob das große Werk gelingt und somit auch für den Gartenbau bessere Zeiten kommen. Nicht nur die deutsche Ware an sich soll durch eine Kennzeichnung gegenüber der Auslandsware heroorgehoben werden, sondern auch die Berka u f s st e l l e n für deutsches Obst, Gemüse und Blumen werden durch einen besonderen Aushang kenntlich gemacht, so daß der Käufer schon vor Betreten des Geschäftes weiß, ob er die Gewähr hat, ein wirklich einwandfreies deutsches Erzeugnis zu bekommen. Der Reichsverband des deutschen Gartenbaus hat an seine Mitglieder umfangreiche Richtlinien herausgegeben, nach denen deutsche Er- Zeugnisse in Zukunft nicht mehr in Verpackung^- geräten mit ausländischem Aufdruck angeliefert werden dürfen. Zur Kennzeichnung der einzelnen Kisten sind besondere Plakate auch für die einzelnen Fruchtarten entworfen worden. Dor allem wird es sich aber.darum handeln müssen, daß Gärtner und Bauern draußen auf dem flachen Lande den dort anfälligen Han - bei über bie Aufgabe a u f M ä r e n , die gerade dem Handel bei diesem Unternehmen gestellt ist. Sowohl die Ladengeschäfte als auch der Markt-, hanbel muß als Ganzes durch die Einwirkung der Produzenten in die Front eingegliedert werden. Wenn das gelingt, dann kann auch kein Zweifel darüber bestehen, daß biefe Selbsthilfemaßnahme Erfolg haben wird. Daten für Samstag, 29. Juli. 1856: Der Komponist Rodert Schumann in Ende- nid) geft. (geb. 1810). — 1862: Der Geograph und Meteorolog Eduard Brückner in Jena geb. (geft. 1927). — 1883: Der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini in Predappio bei Forli (Romagna) geb. — 1890: Der Maler Vinzent van Gogh in An- ver-sur-Oise geft. (geb. 1853). Daten für Sonntag, 30. Juli. 1838: der Politiker Eugen Richter in Düsseldorf geboren (gestorben 1906); — 1898: Otto Fürst von Bismarck in Friedrichsruh gestorben (geboren 1815); — 1918: der Generalfeldmarschall Hermann van Eichhorn in Kiew ermordet (geboren 1848). ’-LAornotijcn. — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wege zur guten Ehe." LU. Don der Landesuniversität. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Der ordentliche Professor an unserer Landesuniversität Dr. Wilhelm Schauder hat durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus einen Ruf auf die durch Emeritierung des Geh. Regierungsrates, ordentlichen Prosefsors Dr. Stoß ab 1. Oktober 1933 frei werdende ordentlich« Professur für Anatomie, Histologie und Entwicklungsgeschichte an der Tierärztlichen Fakultät der Unioersiiat München erhalten. •• Besuchszeiten in den Museen. Die Sammlungen und Museen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhl geöffnet. •’ Straßensperrungsnach richt, nutgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. D. (21. v. D ), Gießen Die Straßensperre auf der Strecke Romro d—5 chellnhousen im Zuge der Straße Gießen—Alsfeld ist aufgehoben. •• Nordsee-Sonderfahrt der Reichsbahn. Dom 12. bis 18. August veranstaltet die Reichsbahn eine Sonderfahrt an die deutsche Nordsee. Bremen, Bremerhaven, Wangerooge, Helgoland können besucht werden. Dom 14. bis 16. August ist Denkt an die „Stiftung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an Rcichskrcditgescllschast Berlin W8, Behrensstraße 21/22, sowie auf deren Reichs- banfgirofonlo und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer be’’ Arbeit". Badeaufenthalt in Wangerooge vorgesehen. In dem äußerst niedrigen Preise von nur 79 Mark ist ein- geschlossen: Eisenbahnfahrt, Dampferfahrt, Unter- I fünft, volle Verpflegung, Ausflüge, Besichtigungen, | Trinkgeldabgaben, Steuern und Kurtaxen. Abfahrt des Sonderzuges in Frankfurt am Samstag, 12. August, 20.30 Uhr. Weitere Einsteigebahnhöfe sind Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, Gießen, Marburg und Kastel. Anmeldungen nehmen alle Fahrkartenausgaben der Reichsbahn und das Mitteleuropäische Reisebüro entgegen. Die Kaufmännische Krankenkasse Halle (Saale) teilt uns mit, daß sie ihre Selbständigkeit behalten wird. Die Fusionsverhandlungen, die mit den 14 Ersatzkassen auf Betreiben der zahlenmäßig größten Ersatzkasse geführt worden sind, haben — wie man uns schreibt — gezeigt, daß lediglich die Versicherungsbedingunaen tiefer Ersatzkasse von den beteiligten anderen Ersatzkasten angenommen werden sollten. Damit hätte die Kaufmännische Krankenkasse Halle (Saale) ihre großzügige obligatorische Familienhilfe mit dem ausgebauton Mehrleistungs-System, und zwar ohne besonderen Familienbeitrag für Ehefrauen und Kinder, aufgeben müssen. Die Erhaltung dieser Leistungen für ihre Mitglieder bei der neuen Kasse wäre nur durch die Entrichtung besonderer Beitragszuschlage möglich gewesen. Außerdem hätten die Mitglieder der Kauf- männischen Krankenkasse Arzneikostenanteile in Höhe von 30 Prozent für die Familienangehörigen selbst zu tragen gehabt, während sie schon seither völlig kostenfreie Arznei erhielten. Diese und andere Umstände, die sich bei der Verhandlung zeigten, haben Hauptvorstand und Aufsichtsrat veranlaßt, den Fu- sionsoertrag zu kündigen. Die Mitglieder werden es außerordentlich begrüßen, daß nunmehr Klarheit geschaffen worden ist und daß ihre Rechte, die sie in jahrzehntelanger Treue zur Kasse erworben haben, gewahrt worden sind. Man beachte die heutige Anzeige. Rundfunkprogramm. Sonntag, 30. 3uli. 6.15 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.30: Wartburg-Saal^ Saarbrücken. Katholische Morgenfeier. 9.20: 15. Deutsches Turnfest, Stuttgart 1933, Festzug der 150 000. 10: Stunde des Chor- gesangs. 11: Das neue Menschenaffenhaus im Frankfurter Zoo und seine Bewohner. Sprecher: Direktor Dr. Kurt Prieme! und Wilhelm Platt. 11.20: Heiligtumsfahrt nach Trier. Hörbericht. 11.40: Der Wille zur Macht- Zum 35. Todestag Bismarcks- Ein freier Vortrag von Friedrich Hielscher- 12: Mittagskonzert I des Südfunk- Orchesters. 13: Mittagskonzert II. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Konzert des städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18: Bericht über die Frankfurter Regatta. 18.30: 15. Deutsches Turnfest. Stuttgart 1933. „Das hohe Lied des deutschen Turnertums." Höhepunkt und Ausklang des 15. Deutschen Turnfestes. 20: Dom Deutschlandsender: Tanzabend. 22.45 bis 24: Tanzmusik. Montag, 31. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert l. 13.30: Mittagskonzert II. 14.20: Jeder hört zu! 15-20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Rach- mittagSkonzert. 18: Zehn Minuten Deutscher Almanach. 18.15: Verse des Arbeiterdichters Fritz Woike. 18.25: „Ausziehen — Laufen — Los!" 14 Jahre deutscher Sege f ug. Von Jos. Schneider. 19: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Ration. Eichendorfs, ein deutscher Dichter aus Schlesien. 20: Don Hamburg: Instrumental- Kabarett. 21: Der Waldbauernbub. Peter Rosegger. Erinnerungen von Prof. Dr. h. c. Richard Plattensteiner. 21.30: Unheimlicher Humor. 22.45: Mannheim: Rachtmusik. Dienstag, 1. August. 7.15 Uhr: Frühkonzert des KurorchesterS Bad Homburg. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert l. 13.30: Mittagskonzert II. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Goldmacher einst und jetzt. Don Alb. Schweitzer. 18.25: „Der Himmel im August. Die Meteoriten, ihr Alter, ihre Herkunft und ihr Zusammenhang mit Kometen" Dortrag von Pros. Edmund Sittig. Frankfurt a. M. 19: Reichssendung: Stunde der Ration. „Ewiges Feuer". Dom heimlichen jungen Deutschland. 2010: Don Hamburg: Konzert 21.30: Aufbauende Seelenlehre. Dortrag von Dr. C. G. Jung, Zürich. 21.50: Alte deutsche Lieder. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Mittwoch, 2. August. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Wittagskonzert l. 13.30: Mittagskonzert II. 1420: Jeder hört zu! 1510: Kursaal Bad Kreuznach: Stunde der Jugend. 16.35: Badenweiler: Rachmittagskonzert des Kurorchesters. 18: „Spitzenleistung oder 'Brei* tenarbeit im Sport". Don Dr. Ewald Bussard, Franksurt a. M. 18.20: Don Königsberg: Seemann in Rot Hörbericht von der Rettungsstation Pillau der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 19: Don Hamburg: Reichssendung: Stunde der Ration. „Die deutsche Reichsmarine". 20: Dom Deutschlandsender: Aufruf zur Förderung der Spende für die nationale Arbeit. 20.10: Konzert. 21.15 3x5 Minuten. 21.30: (Köln. Breslau und Deutschlandsender»: Hans Michael Obentraut. Das Urbild des deutschen Wichel. 22.45: Rachtmusik. Donnerstag, 3. August. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Wittagskonzert I. 13.30: Wittagskonzert II. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: „Der Glaube an Deutschland" — Gute und schlechte Bücher über den Krieg. Don Otto Brunner. 18.25: Vortrag. 19: Von Königsberg: Reichssendung: Stunde der Ration, „Ostpreußens Landschaft klingt". 20: Konzert. 20.15: Drei Kurzsendungen. 21 bis 1: Funkstunde Berlin: Freut euch des Lebens. Großer Tanzabend. Jceitag, 4. August. 7.15 Uhr: Frühkonzert deS Kurorchesters Bad Salzschlirf. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Wittagskonzert II. 14.20: Jeder hört zu! 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Aerzte-Vortrog: „Die Erneuerung von Familie und Volk vom Standpunkt deS Erbprozesses" (II). Von Dr. Gerum, Frankfurt a. W. 18.25: Zeitfragen: Hans Kuhn: Vom Wesen der neuen italienischen Walerei. 19: Aus dem Festspielhaus Bayreuth: Stunde der Ration, 9. Symphonie von Beethoven. 20.05: Ursendung: „Der Bergsteiger". Ein Spiel vom neuen Menschen von Friedrich Demi. 21.30: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Lustige Betrachtungen von Th. L. Görlitz. 22.45: Rachtkonzert. Samstag, 5. August. 7.15 Uhr: Frühkonzert der SA.-Standarte 81. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Wittagskonzert II. 14.30: Kleines Wochenende. 15.30: (M und Leip* zig) Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Preislieder, Kernworte und Scherenschnitte. Vorlesung aus ungedruckten Werken von Heinrich 'BierorM. 19: Dom Deutschlandsender: Reichssendung: Stunde der Ration, „Wir bauen eine Straße". Hörspiel 20: (nach Leipzig) (Gemeinschaftssendung Frankfurt - Stuttgart • Köln): Den Rhein entlang Bunter Abend. 22.45: Rachtkonzert. Oer OFB.-Zugendtag im Gau Gießen-Wehlar. Alljährlich ist im Sportbetrieb der Fuhball- spieler und der Leichtathleten ein Sonntag der Jugend gewidmet. Der morgige Sonntag gehört dem Rachwuchs. Im Gau Gießen—Wetzlar fand man sich im vorigen Jahre in Braunfels zusammen, in diesem Jahre sind zunächst der Hohe Berg bei Grohen-Duseck und dann Großen-Duseck selbst das Ziel einer Iugendwanderung und aber auch die Schauplätze der Spiele und Wettkämpfe. Der Tag soll daneben in höherem Sinne der Jugend die enge Verbundenheit unter sich und durch den Marsch in der Heimat die Schönheit des hessischen Landes bewußt werden lassen. Mit der Durchführung der geplanten Veranstaltung des Iugendtages ist der Iugend-Fachwart des Gaues Gießen—Wetzlar, Herr Vondran, Gießen, beauftragt. Die Iugendmannschaften der Vereine des Gaugebietes sollen, so sieht das Programm des Tages vor, einen 2VZ- bis Zstündigen Marsch machen und gegen 9.30 Mr auf dem Hohen Berg bei Großen-Buseck eintreffen. Der Dezirksführer wird nach dem Antreten eine Ansprache halten und sportliche Hebungen werden eine Stunde des Vormittags ausfüllen. Hm 11.30 Hhr findet ein Gottesdienst im Freien statt. Hm 13.45 Hhr erfolgt der Abmarsch nach Großen-Buseck. Auf dem Marktplatz wird dann eine Kundgebung stattfinden. 2m weiteren Verlauf des Aachmit- tags werden auf dem Sportplatz des FC. Großen-Buseck sportliche Wettkämpfe ausgetragen, deren Leitung in den Händen der Herren Lipp, Schmidt und Richtberg, Gießen, liegt. Die Kämpfe gelten als Leistungsprüfungen. Den Abschluß der Veranstaltung bildet die Siegerehrung. Schüler und Jugendliche, die sich durch besonders gute Führung hervorgetan haben, werden ebenfalls ausgezeichnet. Das 15. Deutsche Turnfest. Oie Sieger der Mehrkämpfe. Fast 10 000 Turner und Turnerinnen beteiligten sich beim 15. Deutschen Turnfest ire Stuttgart an den Mehrkämpfen, den Prüfungen größter und schönster turnerischer Vielseitigkeit, die aber an den einzelnen Teilnehmer auch die, schwersten Anforderungen stellten. Den ganzen Donnerstag über waren die Zelte mit den Geräten, sowie die Kampfplätze für die Freiübungen und die volkstümlichen (leichtathletischen) Hebungen von riesigen Zuschauermassen belagert, die den Kämpfen mit größter Anteilnahme folgten und das, trotzdem keine Teilergebnisse bekannt- gegeben wurden. Erst nach Mitternacht waren die Wettkampf-Ausschüsse mit der Ausrechnung und Zusammenstellung der vielen Tausenden von Resultaten fertig und erst zu dieser Zeit konnte die. große Spannung der Massen gelöst werden. Die Ergebnisse waren zum großen Teil geradezu verblüffend gut. Trotz der mörderischen Hitze, die vielfach sehr auf das Leistungsvermögen drückte, gab es durchaus hervorragende Leistungen. 3n den volkstümlichen Hebungen übersprangen Dutzende im Hochsprung 1,80 und 1,85 Meter und der Zweite im Fünfkampf, der Greifswalder Student Stöck kam sogar auf 1,90 Meter. 3m Hauptwettbewerb der Mehrkämpfe, dem Zwölfkampf der Klasse I, kam der Leipziger Turner K r ö h s ch zu einem vielbejubelten Sieg. Bei 226 Punkten verwies er seine beiden Hauptrivalen, den frankfurter Ernst w i n - l e r und den Rheinländer S a n d r o ck nur mit einem Punkt Vorsprung auf die Plätze. Die einzelnen Ergebnisse der Mehrkämpfe waren: Zwölfkampf der Männer: Klasse I: 1. Emil Kurt Krötsch, Reurossen bei Leipzig 226 Punkte: 2. Ernst Winter, Frankfurt a. M. und Sandrock, Immigrath a. Rh., je 225 P.: 4. Schwarzmann, Tv. 60 Fürth, 220 P.: 5. Deckert, Reustadt, 217 P., und Leupold, München, 217 P. — Klasse Ha: 1. Müller, Allstetten Zürich, 214 P.: 2. Kupke, Görlitz, 213 P.: 3. Grimm, Kornwestheim, 211 P. Zehnkampf (Geräte): 1. Steinemann, St. Gallen, 192 P.: 2. Bettemann, Leipzig, 189 P.: 3. Behler, Göggingen, 188 P.: 4. Frey, Kreuznach, 187 P. Reu nkampf für Aeltere: 1. Sachse, Hamburg, Brosch, Hannover, und Jörg, Augsburg, je 165 P. Volkstümlicher Fünfkampf: 1. Hn- teroff. Leichum, Stettin (früher- Tv. Reu-Isen- burg) 118 P.: 2. Stöck, Greifswald, 115 P.: 3. Singer, Kitzingen, 110 P. — K l a f s e l I : 1. Opitz, Spandau, 109 P.: 2. Block, Ahlen i. W., 105 P.; 3. Dishusen, Ohligs, 103 P. — Kl. l H: 1. Hümmeling, Rheinhausen, 115 P.: 2. Weber, Düsseldorf, 111 P.: 3. Schwaln, Kottern, 110 P. Siebenkampf der Frauen: 1. Pohlsen, Hamburg, 141 Punkte. 2. Schmitt, München, und Czschorn, Frankenberg i. Sa., je 140 Punkte. Vierkampf der Frauen: 1. Ilse Rieder- Hoff, Velbert (Rheinl.) 97 Punkte, 2. Mauermeyer, München, 96 Punkte, 3. Grete Melches, Altenessen: Charlotte Bachmann, Wittenberg: Eberhardt, Eislingen, und Hölze, München, je 90 P. Am Donnerstagabend fand in der Stadthalle noch die 50-3ahrfeier des Akademischen Turner-Bundes. statt, der viele Tausende von Studenten und Alte Herren des ATV. aus Deutschland, Oesterreich, Danzig und dem Auslande beiwohnten. Bei der Feier ergriff auch der Reichssportführer v. Tschammer und Osten das Wort. Er überbrachte die herzlichen Glückwünsche desReichs- innenministers Dr. Frick. Oer Freitag .. . stand im Zeichen des Turnens der Gaue; 4 2 0 0 0 Turnerund 15000 Turnerinnen zeigten auf der großen Festwiese von 6.30 Uhr früh bis abends 19 Uhr Pflicht- und Kürübungen an Geräten, Freiübungen, Gymnastik, Bewegungsübungen, Volks- und Festtänze. Nach Gauen geordnet, besetzten nach feierlichem Einmarsch hinter dem Bundesbanner die weißen Turnerscharen die einzelnen Felder um nach 20 Minuten auf ein anderes Feld überzugehen. Es boten sich eindrucksvolle Bilder von der turnerischen Arbeit, die in der DT. geleistet wird. Die ungezählten Tausende von Zuschauern brachen angesichts der wundervollen Bilder oft in Helle Begeisterung aus. Die Kampfrichter aber hatten es bei der Wertung fast genau so schwer wie am Vortage bei den Mehrkämpfen. Auch hier lagen in den späten Abendstunden noch keine offiziellen Ergebnisse vor. Zur gleichen Zeit herrschte auch auf allen anderen Kampfbahnen ein äußerst starker Betrieb und überall standen die gleichen großen Zuschauermassen. Die Volksturner trugen ihre Vorprüfungen für die am Samstag fälligen Entscheidungen aus. Es gab hier am Freitag nur eine einzige Entscheidung, und zwar im Diskuswerfen der Frauen: Das Ergebnis lautete: 1. Geiling, Hamburg, 36,36 Meter: 2. Hermann, Köln, 34,67 Meter: 3. Biesenthal, Berlin, 34,54 Meter. Im Tennis wurden bei den Einzelspielen die „letzten Vier" ermittelt. Es sind dies bei den Männern: Steiner-Berlin, Mertus-Hindenburg, Wille- Stuttgart und Rudolph-Dresden: bei den Frauen: Maria Wacker-Dresden, Martha Degenhardt-Hindenburg, Lotte Wissinghausen-Naumburg und Carmen John-Bernburg. Bei den Fechtern dauerte es bis zu den Abendstunden, ehe man nach zahllosen schönen Gefechten die „letzten Zehn" im Florettfechten der Turner und Turnerinnen ermittelt hatte. Zahlreiche Entscheidungen fielen bereits bei den Spielen. Handball-Mei st er der Frauen wurde wieder der NSTV. Breslau, der im Endspiel den Stadt-SV. Frankfurt 3:0 (0:0) schlug. In der Vorschlußrunde hatten die Frankfurterinnen die Hamburger Turnerschaft 6:5 geschlagen. Im H a n d- ball der Männer haben sich ATG. Gera und TSV. Eßlingen für das am Samstag stattfindende Endspiel qualifiziert. In der Vorschlußrunde besiegte Eßlingen nach Spielverlängerung den Titelverteidiger Worms-Herrnsheim mit 9:5, während Gera über den Askanischen TV. Berlin 6:3 siegte. Schlagball-Mei st er der Frauen wurde der TV. Wittgensdorf und im Faustball der Frauen siegte im Endspiel Barmbeck-Uhlenhorst über die TG. Landshut mit 27:15 (16:8). Hochbetrieb gab es im S ch w i m m st a d i o n zu Untertürkheim, wo nach zahllosen Vorentscheidungen am Vormittag nachmittags bereits eine Anzahl von Entscheidungen fiel. Die wichtigsten Entscheidungen waren hier: 1500 Meter Kraul: Bode, Osnabrück, 23:08,4 Minuten: (neue DT.-Bestleistung, bei 1000 Meter mit 15:02 Minuten ebenfalls neue DT.-Bestleistung), 100 Meter Brust, Turner: Müller, Speyer, 1:33 Minuten; 4 mal 100 Meter Lagen, Turner: Tbd. Cannstatt, 5:13,11 Minuten (3. TGS. Offenbach).-Wasserball (Vorspiele) TG. Mühlhausen gegen To. 73 Nürnberg 9:1. Die Fußball-Meisterschaft fiel an den Pol.-SV. Kiel, der im Endspiel vor 40 000 Zuschauern den Tv. 48 Saarbrücken überlegen mit 4:0 (3:0) abfertigte. — Auch die Fauftball-Mei- st e r der Klaffen II und III der Männer konnten am Freitag noch ermittelt werden, während die Ent» scheidung in der Klaffe I erst am Samstag fällt. In der Klasse II (Jahrgänge 1900 bis 94) siegte im Endspiel der IG.-Sportverein Frankfurt über Ium- Hub Hannover mit 30:22, in der Klaffe III (Jahrgänge 93 und früher) war die Studienräte-Mann» schäft des To. 61 Ludwigshafen im Endspiel über Turnklub Hannover mit 25:18 siegreich. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Vroduktenmarkt. Die Getreidebörse verkehrte in der abgelaufenen Woche in überwiegend abgeschwächter Haltung bei zum Teil erheblichen Preisnachlässen. Das überaus günstige Erntewetter hat die Zurückhaltung noch mehr verstärkt, so daß die Märkte nahezu stagnierten. In Verbindung mit etwas größerem Angebot seitens der Landwirtschaft, die ihre Läger für die neue Ernte freimachen will, mußten die Preise stärker weichen. Der Markt für Jnlandsweizen war sehr ruhig. Das schnelle Heranreifen des neuen Weizens veranlaßte die Mühlen beim Einkauf zu stärkster Zurückhaltung. Bei der Enge des Geschäftes drückte das etwas größere Angebot in alter Ware den Preis um volle 6 Mark auf 197,50 bis 198,50 Mark per Tonne. Für neuen Roggen wurden aus badischer Gegend für die 100 Kilogramm etwa 17 Mark verlangt, doch ist es kaum au Abschlüssen gekommen. Alter Roggen war in dieser Woche wieder erstmals stärker im Markt und es ergab sich ein Preisrückgang um 5 Mark auf 175 Mark per Tonne. Wintergerste wurde zum ersten Mal amtlich notiert. Bei sehr kleinem Umsatz stellte sich der Preis auf 155 bis 157,50 Mark per Tonne. Am H a f e r m a r k t fehlte es an Anregungen von Konfumfeite, fo daß selbst das nur kleine an den Markt kommende Angebot kaum Aufnahme fand. Selbst bei um 5 Mark ermäßigten Forderungen blieb der Absatz schleppend. Die Notiz stellte sich auf 155 bis 160 Mark. Das Mehlgefchäft stagnierte fast vollkommen die Preise waren sowohl für Weizen-, als nud) für Roggenmehl ermäßigt, und zwar um 75 bzw. 50 Pfg. je 100 Kilogramm Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen kostete 29,75 bis 30,75 Mark, do. ohne Austauschweizen 28,75 bis 29,25, Roggenmehl 0- bis 60prozentige Ausmahlung 24,50 bis 25 Mark und Roggenmehl südd. Spez. 0 25,50 bis 25,75 Mark je 100 Kilogramm. Von Futtermitteln hatten Mühlennachprodukte infolge des kleinen Angebots stetige Haltung, doch blieben die Umsätze äußerst klein. Für ölhaltige Futtermittel wurden die Preise um etwa 25 Pfg. erhöht, auch Treber waren im gleichen Ausmaß befestigt. Es notierten je 100 Kilogramm in Mark: Weizenkleie 7,80, Roggenkleie 8,50, Soya- schrot ohne Monopolzuschlag 8,85 bis 9,45, Palmkuchen ohne Monopolzuschlag 8,55 bis 8,80, Treber 13,00 Die Lage am K a r t o s f e l m a r k t ist weiterhin ungünstig. Das Angebot ist sehr reichlich. Die Preise ließen um 35 Pfg. je 50 Kilogramm nach. Erstlinge 2,25 bis 2,35 Mark, Böhms allerfrüheste gelbe 1,70 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug einschließlich Sack. Wochenbericht oom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Die Entwicklung der Preise am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in der abgelaufenen Woche erneut überwiegend nach unten gerichtet, obschon die Austriebe bei den meisten Gattungen nicht unwesentlich geringer waren. Die Märkte konnten relativ gut geräumt werden. Am Rindermarkt hat sich der- Auftrieb mit 1504 um 75 Stück verringert, trotzdem waren neuerliche durchschnittliche Preiseinbußen von 1 bis 2 Mark für den Zentner Lebendgewicht nicht zu verhindern. Es notierten: Ochsen al) 28 bis 31, a2) 24 bis 27, b) 20 bis 23. Bullen a) 25 bis 28, b) 22 bis 24. Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23, c) 16 bis 19, d) 12 bis 15. Färsen a) 28 dis 32, b) 25 bis 27, c) 20 bis 24. Das Kälbergeschäft war anfangs der Woche zwar ruhig, aber doch zufriedenstellend, die Preise zeigten trotz erhöhten Zutriebs zunächst merkliche Widerstandskraft. Am Nebenmarkt war die Beschickung so stark, daß nach schleppendem Handel Preisrückgänge von 2 Mark für den Zentner ein- traten. Der Auftrieb stellte sich mit 1584 um 221 Tiere stärker. Kälber a) 34 bis 38, b) 29 bis 33, c) 24 bis 27, d) 18 bis 23. Arn Schafrnarkt fanden so gut wie keine Umsätze statt. Die Preise ließen um 2 Mark nach und notierten wie folgt: beste Schafe 23 bis 25, mittlere Schafe 20 bis 22, geringe Schafe nicht notiert. Der Schweinemarkt erfuhr anfangs der Woche eine kräftige Belebung, was mit einem Anziehen der Preise um 5 bis 6 Mark verbunden war. Der Auftrieb, der sonst an Hauptmarkttagen meist 4 bis 5000 Stück beträgt, stellte sich nur auf 3094 Stück, zu denen sich am Nebenmarkt jedoch noch 1164 Stück gesellten, so daß die Gesamtbeschickung 4258 Stück betrug. Der Handel war zunächst mittelmäßig bis lebhaft, flaute dann stark ab und gestaltete sich nur schleppend, wobei noch Ueberstand verblieb und die Preiserhöhungen fast verloren gingen. Gegenüber der Vorwoche konnten sie sich jedoch behaupten. Schweine b) 37 bis 40, c) 37 bis 40, d) 34 bis 37. Frankfurter Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 28. Juli. Die Abendbörse zeigte ein Bild sommerlicher Ferienstimmung: die Umsätze hatten einen außerordentlich geringen Umfang, und bis 17.35 Uhr waren JG.-Farben das einzige Papier, das an der Maklertafel erschien. Da auch von den Auslandbörsen keine Anregung ausging, war die Stimmung bei Beginn des Verkehrs eher leicht nachgebend, der Farbenkurv lag 0,25 o. H. unter Berliner Schluß; im übrigen blieben die Schluß kur se ziemlich behauptet. Einiges Geschäft verzeichneten AEG.-Aktien auf Mittagsniveau. Der Rentenmarkt lag zwar sehr ruhig, Alb besitz lagen aber 0,25 o. H. höher, und auch späte Reichsschuldbuchforderungen zogen im gkidjen Ausmaß an. Der Verlauf brachte zwar kursmäßig nur geringe Veränderungen, die Stimmung war jedoch allgemein etwas gebessert, und die Kurse für JG.- Farben, Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen im freien Markt von 0,13 bis 0,25 v. H. über denen des amtlichen Verkehrs; u. a. notierten: Neubefitz 11,20, Altbefitz 77,75, 6-v. H.-Stahlverein- Bonds 57,75, Schutzgebietsanleihe von 1908/11 6,70, do. von 1913/14 6,85, Reichsbank 151,75, Gelsenkirchen 62,75, Klöcknerwerke 57, Rheinstahl 90,25, Stahlverein 37,75, AEG. 20,13, Conti Gummi 160. Neuveranlagung der Betriebe zur Heff.-Naff. Landwirtschaftlichen Berufögenoffenschast 0 Wetzlar, 28. Juli. Durch den Anschluß des Kreises Wetzlar an die Provinz Hessen-Nassau ist die landwirtschaftliche Unfallversicherung des Kreises Wetzlar ab 1. Januar 1933 auf die landwirtschaftliche Berufsgenostenschaft der Provinz Hessen- 9? aff au in Kassel übergegangen. Zur Zeit findet in den Gemeinden die Aufstellung der neuen Unter» nehmeroerzeichnisse der Hessen-Nassauischen Landwirtschaftlichen Berufsgenostenschaft statt, die spätestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres beendet sein muß. Die Hessen - Nassauische Landwirtschaftliche Berufsgenoffenschaft veranlagt die landwirtschaftlichen Betriebe nicht, wie die Rheinprovinz, nach dem Maßstab des Einheitswertes, sondern gemäß § 29 ihrer Satzung nach dem abgeschätzten Durchschnittsmaß der abgeschätzten Arbeit (Arbeitsbedarf) und ihrem Werte unter Mitrechnung der Arbeitsleistung von Unternehmern und deren versicherten Angehörigen, der Entgelte der Angestellten und Versicherten bestimmter Gruppen und nach der Höhe der Unfallgefahr (Gefahrklasse). Sämtliche landwirtschaftliche Betriebe unterliegen nach den reichsrechtlichen Bestimmungen der RVO. kraft Gesetzes der Unfallversicherung, ohne Rücksicht auf die Betriebsgröße. Ausgeschlossen von der Versicherung sind nur kleine Haus- und Ziergärten, sowie die sogenannten Schrebergärten, die unmittelbar beim ober in nächster Nähe des Hauses ober noch im Ortsbereich liegen (917 ber RVO.). Als Unternehmer gilt nach 8 958 ber RVO. berjenige, für besten Rechnung ber Betrieb geht, also bei Verpachtung der Pächter des Grundstücks. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) £). t). Ohne nähere Kenntnis Ihrer Berufsverhältnisse ist Ihre Anfrage nicht zu beantworten. Machen Sie uns entsprechende Angaben7, aber nicht anonym. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2R. Sraniturt a. 2)1. Berlin Schlußkurs Schluß). Abend- börlc Schluß« lurs Schlußk. Minag- börse Datum 27.7. 28-7. 27.7. 28.7. ■jJZan»telöet Bergbau...... ... 0 28 — 27,4 28, ! flofärocrte ............... ... 0 — — 78,5 79,5 Phönix Bergbau.......... Rheintjche Braunkohlen .. ... c 38.5 —— 38,75 38 ...10 — — 202,75 205 iRnelnftahl........... ... o 90 90,25 89,75 90.4 Bereinigte Stahlwerke..... Otavt Minen ............ ... 0 39,13 37,75 38,75 37,75 ... 0 14 14,5 14 14,5 Kaliwerke Aicherslcben..... ... 6 125 —— Kaliwerke Westeregeln..... Kaliwerke Salzdetfurth .... ... 6 — — 125 126 170 — 172,5 — I G. Farben-Industrte .... 130,75 130,75 131,13 131 Scheideanstalt............ ...10 170,5 170,5 —— — Goldschmidt ............. ... 0 48,75 49 48,75 48,75 Rütgeröwerke........... ... 0 58 57 57,75 57 MetallgeleUIchast.......... ... ( 51 50,75 51 51 PHUivv Holzmann........ Zementwerk Heidelberg ... ... 0 51,5 52,5 52 53 ... 4 81 80,5 Cemenrwer? Karlstadt...... ... 0 77 77 Schultheis Pahenhoser..... ... 0 _ — 118 118 Aku (Allgemeine Kunsfteide) ... 0 34 34 34 34 Bemberg................ ... 0 —— — 49,75 51,4 Zellstost Waldhos ......... ... 0 44 42,75 44 42.75 Hcllstoss Aschassenbnrg .... ... 0 20,5 21 21,5 Dessauer GaS............ ... 7 — — 112 113,75 Daimler Motoren......... ... 0 28,75 29,5 29 29,75 Deutiche Linoleum ....... ... 0 42 43,5 41,5 43,75 Orenstetn L Koppel....... ... 0 — — 35,65 35 Leonhard Dietz........... ... 6 16 15,5 16,13 15,65 Chade................... ...12 162 163 162 162,75 Gritzner................ ... < 21,5 - - 21,5 Mainkrastwerke Höchst a.M. ... 4 63,5 63 - Süddeuticher Zucker ...... ... P 152 - 152 155 Zranksur a.M. Berlin Franksurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag. Datum 27./. , 28.7 27-7- | 28.7. Datum 27.7. 28-7- 27.7. 28-7. 6% Deutsche Reichsameiye n. 1921 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 5/z% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb Auslos.-Rechten ............ 82,5 97,4 80,75 77,65 83 98,5 81 77,75 11,2 83 87,3 80,25 77,65 11.25 73,5 68,5 85 85.75 86 0,95 5 4,55 4,75 7,6 4,9 4,8 83.4 98,7 80,25 77,65 11,15 75,5 85,75 68,9 82 85,5 85 86 11,8 5 4,5 4,5 7,3 4,95 4,8 4% vesgl. Serie II ............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Reniev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Pakel .....t Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. sür Verkehrswesen TM. .. 0 Berliner Handelsgeiellschasi.... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Geselischast................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank .................1 A.E.G......................l Elektr. LleserungSgefellschast ... 6 Licht und Krast .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ...............4 Rheinische Elektrizität ........6 Schlickert S Co..............0 Siemens & Halske...........v Lahmeyer &(£o..............10 Buderus ...................। Deutsche Erdöl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpencr...................0 Voesch Eisen—Söln-Neueften.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke .......... 0 MonneSmann-Röhre«........ 0 5 4,25 8,25 3,9 23,5 14,5 5 4,25 8,25 3,95 24,13 14,75 4,85 4,5 8,2 4 23,4 14,65 4,95 4,25 8 3.9 23,75 14,5 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ebem. 8% Heil. BoUSstaat 1929 trückzahlb. 102%)............ 11,3 Oberheften Provinz-Anleihe ml AuSloi.-Rechten ............ 6% Heft. Landesbank Darmstadl Gold R. 12....... 6%% Heft. Landes Hypotheken- bank Darmstadt Liqui...... Deutsche Komm. Sammeiab l.An leihe Genei mit AuSloi.-Rechten 6% ebem. 8% Franks. Hyp.-Ban! Goidpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldvse. 16 unkündbar biS 1936 5’/,% ehern. 4*/3% Franks. Hyp. Bank-LIqu.-Psandbriese ..... t>y2% ehern. V/2% Rheinische Hyp.-Ban k-Liqu^Goldpse. ... 6% ehern. 8% Pr. LandeSpsand briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand briesanstali. Pfandbriefe R. V' Verrechnungskurs 4% Oesterretchifche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Eilberrente 4% Ungarische Goldrenle....... 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 Amtliche Geld Notierung I Brie. _ Helsingsors. 6,164 6,176 6,164 6,176 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... Sosta..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... Oslo....... 169,18 70,08 169,52 70,22 62,41 169,23 70,18 62,34 169,57 70,32 62,46 Kopenhagen. 62,29 Stockholm... 71,88 72,02 71,98 72,12 London ..... 13,93 13,97 13,95 13,99 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Reuyork.... 3,047 3,053 3,147 3,153 Brüssel..... 58,50 58,62 58,48 58,60 Italien..... Paris...... Schweiz ... 22,09 22,13 22,11 22,15 16,41 16,45 16,40 16,44 81,17 81,33 81,07 81,23 Spanten.... 35,02 35,10 34,96 3o 04 Danzig.... 81,57 81,73 81,57 81,73 Japan...... 0,869 0,234 0,871 0,236 0,864 0,234 0,866 0,236 (Rto de Jan. Jugoslawien Lissabon... 5,195 12,69 5,205 12,71 5,195 12,69 5,205 12,71 Berlin, 28. Juli Geld Brie, Amerikanische Noten.............. 3,00 3,02 Belgische Noten.................. 58,34 58,58 Dänische Noten ................. 62,04 62,27 Englische Noten ................. 13,89 13,95 Französische Noten............... 16,37 16,43 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 2h97 69,91 22^05 70,19 Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... _ Schwedische Noten............... 71,71 71,99 Schweizer Noten................. 80,99 81,31 Spanische Note«................. 34,89 35,03 Unoariicbe Note» ................ des ZUM »0.6 „Manchmal selten gescher eignis meine Gebet zum ■ beschließen leuchtender - Große des l aus der M vom 8. Dez- hende W Programm nt.n5( Erich"."" A S«ima'»n monalib" Ls Äh gl#’*® In ihm dräng ist, um ein h nung der he: Weit in ihre, und damit ei’ Seit' zehn hervorgegcmo ba wie ein 2 mor. Mit zä revolutionär! torisch regier Mossenheit, Jag vereinzk Wie dieses ' in einem rü einem Land Anarchisten, . feit Garibaldi hatte, - da- fanatischen A beherrschenden ™ n n e s eri gelegt hat. 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