ÄKlÜl erZeiriebe Mchastlichen 'nschaft 'ch den Anschluß de; >nz Hessen-Nassau ist Sicherung de; firei- 13 auf die landwirt- der Provinz Hessen- . Zur Zeit findet in g der neuen Unter- Waffauildjen Land- Haft ftatt, bie fpä> es Jahres becnM LMÜfchaMche N>r- landwir^chaMchen Provinz, nach dem sondern gemäß §29 haßten Durchschnitls- sArbeitsbedars) und ig der Arbeitsleistung versicherten Angehö- teilten und Versicher- nach der höhe der Sämtliche landwirt- nach den reichsrccht- 0. kraft Gesetzes der jcht auf die Betriebs- Versicherung smd nur sowie die sogenann- ittclbor beim oder m r noch im Ortsbereich Internehmer gilt nach • dessen Rechnung der itung der Pächter des ertasel erschien. 2a Legung QU5, *9mn des Berkehrz ihr? aL9°'25D f)- br'gen blieben die Mges Geschäft oer. rogsnioeau. Dar sehr ruhig, Alt- >°r, und auch späte in >ni gleichen Aus- IMr kursmäßig nur immung war jedoch öie Aurje für 3@,. ie>chs|chuldbuchsorde. ’n 0,13 bis 0,2-5 o. h. ^ts‘> u.a. notierten: 6-v-h.-Stahloerein- he von 1908/11 6,70, '°nk 151,75, Seifen- I Rheinstahl 90,25, . Conti Gummi 160, -W S*i5 narrt jehn* .4 '"„ab und geltas. Ä'VW"' 10 * Kl>M 6,. C) 37 bis 40, Wattion. zzerbindlichkeik der na.) -js -ihrer Berussver- M zu beantworten. S Angaben, aber Ä im „ blasse in .^urn. 5tubienrät -S.0^ 'm Endin! . °"n- e9reid). el über Samstag, 29.3U1U955 Nr. 175 (Elftes Blatt 183. Jahrgang 3nnat)mc von Bnjeigen für bie lagesnummer bi* ZUM Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrift 20“ . mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und Mr den An» zeigenteil i.B. Th.Kümmel sämtlich in (Bienen Eriche,ni täglich, autza Sonntags und Feiertag* Beilagen; Die Illustrierte Giessener Familienblätter Heimat ,m Bild Die Scholle Dlonau=Bejug$pret$: Mit 4 Beilagen NM. 1 95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , --25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüste anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: flranflurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drutf und Verlag: vrühl'fche Unwersitäts-Vuch. und Stetnöruderet R. Lange in Sietzen. Sdfriftiettung und Sefchäftrftelle: Schulftratze 7. ungen Ungarns zu Italien eine S Vertiefung und Der innerweitere trieben, ist vergessen und versunken — ohne jedes Blutvergießen. Die Arbeitsverhältnisse, begünstigt durch den ständischen Ausbau, haben sich mehr und mehr verbessert. Und so war es keine schönrednerische Phrase, wenn Mussolini 1928 einmal sagte: „Man soll nach dem Gesetz der Arbeit blicken, wie der gute Schiffer nach dem Kompaß." Zehn Jahre zählt nun das Wirken dieses Mannes am Staat, kaum dreißig sein Wirken in der Oesfentlichkeit. Und olles, was man dieser Oessent- lichkeit, vielem Staat, diesem erstaunlichen Manne selbst zu seinem großen Tag zu wünschen vermag, ist das, was er, wie anfangs erwähnt, in seinen eigenen Worten vor seinen engsten Mitarbeitern bekannte: daß es ihm vergönnt sein möge, den vollen großen Sieg des faschistischen Italien „auf Erde und Meer", darüber hinaus den Durchbruch des von ihm geschaffenen Prinzips in der immer reifer dafür werdenden Welt in Gesundheit und Tätigkeit zu erleben. scheu Standpunkt, der gelegentlich des Besuches in Rom von der italienischen Presse mit aller Energie unterstützt wurde, läßt alle jene versuche als aussichtslos erscheinen, die in der Richtung einer Einbeziehung Ungarns in das Sy st em der kleinen Entente oder eines noch zu schaffenden 0 st - locarno gemacht wurden. Gömbös hat in konsequenter Fortsetzung seiner anläßlich des Wiener Besuches zum Ausdruck gebrachten Politik alle Lösungen abgelehnt, die auch von gewissen österreichischen kreise., angestrebt worden sind und die, darin den Prager Plänen entsprechend, auf eine politische Konstruktion im Donauraum abzielten, bei denen die Interessen der Großmächte Deutschland und Italien in dem erforderlichen Umsong nicht gewahrt worden wären. Der römische Besuch Gömbös hat die l o y a l e H a l» t u n g U n g a r n s b e st ä t i g t, das die U n t r a g- b q r r e i t solcher Projekte immer betont hat. Daß dauerhafte Lösungen der schwierigen Donausragen abseits von Deutschland und Italien nicht möglich sind, werden die Wirtschaftsverbandlungen in der kommenden Woche erkennen lassen, die ebenso einen Beweis der Interessengemeinschaft zwischen Berlin, R o rn u n d Budapest erbringen werden, wie das für die politischen Fragen der jetzt beendete zweite Besuch Gömbös in der italienischen Hauptstadt getan hat. Der ungarische Ministerbesuch in Rom. Gömbös ist außerordentlich zufrieden. — Kein Erfolg der Drahtzieher in Paris und Prag JMß' Kamps gegen die NSDAP. Sesterreichs Strafexpeditionen.-Spiheltum.-Oie gefährliche Kornblume. Rom, 28.Juli. (WTB.) Der ungarische Ministerpräsident Gömbös und der ungarische Außenminister ft a n na , die mit ihrem Gefolge heute vormittag vom P a p st empfangen worden sind, haben heute abend Rom verlassen. Dor seiner Rückreise nach Budapest hat der ungarische M i n i - sterpräsident vor der internationalen Presse eine kurze Erklärung folgenden Inhalts abgegeben: „Meine Reise bezweckte, mit dem italienifajen Regierungschef die Lage in Europa zu besprechen. Ich bin außergewöhnlich befriedigt mit dem Resultat. Wir haben festgestellt, daß wir in allen fragen, sowohl in politischen, wie in den wirtschaftlichen vollkommen einig sind. Ich gehe mit dem Bewußtsein aus Rom, daß es sich lohnt, im Sinne einer Friedenspolitik sympathisch für die ungarischen Interessen zu arbeiten." Der römische Korrespondent des „Pester Lloyd" erklärt: Die hohe volitische Bedeutung der Begegnung Gömbös-Mussolini liegt darin, daß die B e - den faschistischen Staat in seinen Grundformen aufgebaut ... National und sozial sind die Leitmotive des faschistischen Staates. Beide gehören auf das Engste zusammen. Die nationale Idee erhebt sich zur Feier des Daterlandes und der großen Tradition. Wahrhafte Volksgemeinschaft gilt ihr als höchster Wert. Und diese Wahrhaftigkeit liegt in einer Staatsordnung, welche die soziale Frage in dem Sinn löst, daß jedem wertvollen Glied der Gemeinschaft ein entsprechendes Arbeitsfeld zugewiesen wird und an die Stelle des alten Stände- und Klassengeistes das korporative System der B e r u f s g e m e i n s ch a f t e n tritt, von denen jede einen eigentümlichen Wert repräsentiert ... Trotz seiner antimarxistischen Tendenz kann man ihn als den sozialsten Staats der Gegenwart bezeichnen ... Der faschistische Staat gibt dem sozialen Ganzen ein festes und gesichertes Gepräge, damit die Blüte des geistigen und _per- sönlichen Lebens sich ungestört entfalten kann." Als nach 1928 die Weltkrise in ihren schwärzesten Abschnitt trat, stand Italien dem Unheil gerüstet gegenüber. Es gibt wenige Staaten, die mit solch verhältnismäßig geringfügiger industriellen und handelsmäßigen Derlustliste über diese Jahre weggekommen sind. Roch aber ist der Dau nicht in allen Einzelheiten zu Ende geführt. Solange es in der ganzen Welt noch Produktionsunordnung, Absatzstockungen, Arbeitslose gibt, wird ein Schatten dieses Chaos auch Italien überziehen^ Dem Duce jedoch ist es zuzuschreiben, daß diese schatten immer wieder oorüberzogen, daß im Gegenteil eine steigende politische und wirtschaftliche F e st i g u n g , begleitet von einem bemerkenswerten technischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Auf- schwung auch von den erbittertsten Gegnern des Faschismus nicht aus der Welt geleugnet werden fann. Der Interventionskrieg, den hie italienischen Emigranten von Frankreich aus eine zeitlang be- Deutsche Glückwünsche. Berlin, 28. Juli. (WTB.) Reichsminister Dr. Goebbels sandte an Mussolini folgendes Telegramm: »Ew. Exzellenz sende ich zum 50. Geburtstage meine besten und herzlichsten Grüße verbunden mit dem Wunsche, daß Ew. Exzellenz Leben und Gesundheit noch viele Jahrzehnte erhalten bleiben mögen für die glückliche Zukunft Ihres Landes, zum Segen deS europäischen Friedens." Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Reurath hat dem italienischen Ministerpräsidenten zu seinem heutigen 50. Geburtstage ebenfalls telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. lichung erfahren. Zwischen den beiden Re- aierungschess kam im Zusammenhang mit den vielleicht mehr theoretischen Erörterungen über die „Systemisierung des Friedens im Donauraum" auch das Revisionsproblem zur Sprache, aber es wäre ein schwerer Fehler, anzunehmen, daß dieses Problem der Hauptgegenstand der Beratungen aewesen wäre. Es ist natürlich, daß für jede politische Aktion Ungarns dieses Problem den perspektivischen Hintergrund bildet, und man greift sicherlich nicht daneben, wenn man Mussolini als den Träger der Rolle des freundschaftlichen Vermittlers zwischen Ungarn und den Kontrahenten des Diermächtepaktes ansieht. Der gegenwärtige Aufenthalt Gömbös in Rom ist von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Politik Ungarns, nicht allein vom politischen, sondern auch vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus. Ungarn bleibt konsequent! Revision des Friedensdiktats. — Keine Gemeinschaft mit der Kleinen Entente. Kein Ostlocarno. Berlin, 29. Juli. (ERB. - Funkspruch.) Der ungarische Ministerpräsident hat bei seiner Abreise von Rom mit bemerkenswertem Nachdruck die außergewöhnliche Zufriedenheit betont, die der Verlauf der römischen Besprechungen bei der ungarischen Delegation heroorgerusen habe. Die Tatsache, .daß Handelsminister F a b i n s i in der kommenden Woche nach Rom reifen wird, um den wirtschaftspolitischen Teil der Unterredungen fortzuführen, legt ja auch den Schluß nahe, daß das Ziel der Unterredung, eine Ueberein ft immun g der italienischen und der ungarischen Auffassungen in wichtigen politischen Fragen zu erreichen, in weitem Umfange gelungen ist. Das Ergebnis der Romreise Gömbös' ist eine neue Bekräftigung der traditionellen italienisch- ungarischen Freundschaft, die also auch fernerhin ein grundlegender Faktor für alle Entwicklungen im Donauraum bleiben wird. Damit sind alle die Kombinationen erledigt, die in den letzten Wochen hinsichtlich des Donauraumes in spekulativen Köpfen gewisser Mächte entstanden waren. Das konsequente Fe st halten Ungarns an seinem reoifionifti- f o 3 i a l e, dann später, im damals österreichischen Tirol, was nationale Unterdrückung bedeutete. Und langsam formte sich seine Lehre, die beides. Soziales und Nationales, umfaßte. Er hockte als kleiner Korporal (damals schon war er so etwas wie ein Volksheld und hätte dies gewiß „nicht notig gehabt") im Dreck der Schützengraben am Isonzo, lag während eines grausamen Bombardements verstümmelt, unfähig sich zu rühren, m baufälligen Kriegshospitälern. Damals, als er schon nom ioo gezeichnet schien, und später, als er mit feinem Fmg- zeug abstürzte und sich fast das Rückgrat gebrochen hatte, — wurde er gesund, er kam durch, weil er, wie Napoleon, es wo111e Gestärkt, gestählt durch tausendfaches Leiden, durch hellhörig aufgenommene Erfahrung gesegnet mit blitzschneller Initiative und unermüdlicher Energie griff er zu, als das Nachkriegsitalien in teWm Wirrwarr aus den Fugen zu gehen drohte M t einer Truppe von 140 Mann eroberte er nicht nur die „Macht", sondern auch Herz und Verstand der überwältigenden italienischen Mchrheit. Fünf Jahre lang verblieb es ihm, diktatorisch regieren Gewalt gegen Gewalt - aber er hatte das Wort Hegels in seiner ganzen Bedeutung begriffen daß „brandige Glieder sich nichtmit. ^ndeIwchser heilen lassen". Der Platz, auf den die Geschichte ihn gestellt hatte, den Platz, von dem aus er d,e Geschichte zwang, funkelte zuweilen von Mut. Aber die Geschichte kann in unserem Kulturabschnitt nicht der Tummelplatz des allgemeinen weltumspannenden Glückes sein. Und. was er in den.schweren, für ihn und für andere harten Jahren feiner Diktatur erreichte, was er aufbaute, das hat diese Opfer ge l°Was Mussolini aufbaute? Um die Worte von Prosesior Georg M e h l i s zu gebrauchen, der em mustergültiges Äuch über den Faschismus geschne- l ben hat: „Die Gesetzgebung des Jahres 1928 hat den. ebenfalls auf Grund einer vertraulichen Anzeige wurden im Dachgeschoß eines Gasthauses in St. Martin im Pongau (Salzburg) acht Natio- nalsozialisten von der Gendarmerie bei einer Be- sprechung überrascht. Diese sowie die Wirtin wurden wegen verbotener politischer Betätigung angezeigt. Der Sicherheitsdirektor für Steiermark, Wieder, hat gefunden, daß das Tragen frischer oder künstlicher Kornblumen unter das „Derbst des Tragens jedweder Abzeichen der erwähnten Partei' fällt und hat die Kornblumen überhaupt verboten. Die „Befchmieruna" —Jo lautet der amtliche Ausdruck — von Häusern, Wänden, Telegraphenstangen usw. mit Hakenkreuzen und mit Inschriften dauert fort. Wegen dieses „Verbrechens" wurden im L u n • g a u im Lande Salzburg fünf Personen festgestellt und gegen sie das Ärafverfahrcn eingeleitet. Unter ihnen befindet sich der reichsdeutsche Staatsangehörige Paul Dayder, der nach Berlin abgereist sein soll. Sicherheitsminister Fey in Graz. Graz, 28. Juli (ERB) Sicherheilsminister Fey traf heute in der Hauptstadt von Steiermark zu einer Inspektion ein. Am Abend hielt er in der Jndustriehalle eine politische Rede. Während dieser Zeit explodierte am Opernring, an dein sich eine große Menschenmenge zu Kundgebungen gegen ben Minister F e y versammelt hatte, eine Trqnengasbombe. Fünf Personen wurden verletzt, darunter ein Wehrmann des Bundes- Heeres erheblich. Die Ringstraße wurde von Polizei und Landjägerei geräumt. Kommunistenverhastungen. Wien, 28. Juli. Jrn Zusammenhang mit dem Weltrevolutionstag der Kommuni- st e n am 1. August hat die Polizei in Wien und in den Bundesländern zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Derhafteten sind meist ehemalige Funktionäre ihrr verbotenen Kommunistischen Partei und der Roten Hilfe. Sie haben durch mündliche Werbung und durch Flugschriften zu ungesetzlichen Handlungen ausge- fordert. Wien, 28. Juli. (ERB.) Als neueste Art des Berfolgungskrieges gegen die Rationalsozialisten in Oesterreich scheinen militärische Strafexpeditionen eingesetzt zu werden. Eine solche wurde bereits m Herzogenburg in Riederösterreich durchgeführt, wo eine Kompanie Militär und ein großes Aufgebot von Gendarmerie in den Dienst gestellt wurden. Bei der seinerzeitigen Enthaftung von nationalsozialistischen Funktionären m St. Pölten hatten Rationalsozialisten von begüterten Personen in Herzogenburg auch Eisen- bahnfahrkarten zur Fahrt nach St-Polten er- halten, wo den aus der Haft Entlassenen begeisterte Kundgebungen bereitet worden waren. Wegen der dabei angeblich vorgekommenen Gesetzwidrigkeiten wurden nun über 200 Rationalsozialisten zur Vezirkshaupt- Mannschaft in Herzogenburg vorgeladen, um dort die über sie verhängten Strafen entgegenzunehmen. Es wurden Geld- und Arreststrafen verhängt. Unter den Bestraften befinden sich Arbeiter und Angestellte, ein im Orte angesehener Zahnarzt, Geschäftsleute und drei Gattinnen von Indu- ftriellen. Daß aber auch das Spitzelwesen und Qlngebertum hoch im Kurse steht, beweist ein« Warnung, welche die Bertrauens- männer der völkischen Bundesbahnangestellten an die Eisenbahner gerichtet haben, in der sie darauf verweisen, daß Angeber an der Arbeit sind, um Opfer zu suchen. Eisenbahnbeamte fahren von Bahnhof zu Bahnhof, um die leitenden Beamten über die politische Gesinnung eines jeden einzelnen Bediensteten auszukundschaften. Aus dieser Tatsache sind zum Teil auch die vielen Maßregelungen und Dienstentlassun- a e n bei den Bundesbahnen erklärlich, die jetzt täglich gegen Mitglieder der NSDAP, ausgesprochen werden. Man wird auch nicht fehlgehen, die Ent - Innungen von Angehörigen des Bundes Heer es, die ebenfalls täglich zu verzeichnen sind, mit einem Spitzelwesen in d e r Wehrmacht, das besonders „ehrenvoll" ist, zu begrün- Oer Führer des jungen Italien. Zum 5V. Geburtstag Benito Mussolinis am 29. Fuli. „Manchmal, Kameraden, wenn ich, was wirklich selten geschieht, über das hinlänglich vereinzelte (Ereignis meines Lebens nachdenke, so richte ich ein Gebet zum Allmächtigen, daß er meine Tage nicht beschließen möge, bevor meine Augen neu und leuchtender auf Erde und Meer gesehen haben die Größe des faschistischen Italiens." Dieser Schlußsatz aus der großen Rede des italienischen Staatsführers vom 8. Dezember 1928 ist mehr afe eine abschlie- ßende Redefloskel. Er ist zugleich ein politisches Programm und ein tief persönliches Bekenntnis. In ihm drängt sich alles zusammen, was notwendig ist, um ein kurzes Bild jener einzigartigen Erscheinung der heutigen Geschichte zu zeichnen, die der Welt in ihren trübsten Tagen eine neue Staatsidee und damit ein neues Ziel geschenkt hat. Seit zehn Jahren aus Ringen und Bürgerkrieg hervorgegangen, steht das neue Italien heute da wie ein Block aus Eisen und carrarischem Mar- mor. Mit zäher Folgerichtigkeit hat sich aus einer revolutionären Minderheit, dann aus einer diktatorisch regierenden Partei ein Staat von einer Geschlossenheit entwickelt, wie er bis auf den heutigen Tag vereinzelt im modernen Europa zu finden ist. Wie dieses Wunder in so kurzer Zeit sich gerade in einem rückständigen Land vollziehen konnte, in einem Land konservativer Verschwörer, beharrlicher Anarchisten, einem Land, das sein eigenes Schicksal seit Garibaldis Tagen kaum selber ernst genommen hatte, — bas läßt sich in der Tat nur aus dem fanatischen Fleiß, der übermenschlichen Arbeit, der beherrschenden Persönlichkeit eines einzelnen Mannes erklären, der den Grundstein zu alledem gelegt hat. Ein Land ohne wesentliche Industrie, ohne nationale Sammlung, ohne zusammengefaßte Disziplin wurde im Laus einer fast lächerlich kurzen geschichtlichen Episode zum Bollwerk des Mittel- meeres, zu einer vollgültig imperalistischen Macht. Daß diese Macht fein Rausch ist, der verfliegt, das hat Italiens Schicksal, sein makelloser Weg durch die Weltkrise der letzten sechs Jahre deutlich bewiesen. Männer machen Geschichte, so pflegt man zu sagen. Nicht überall trifft dies zu. Ebenso oft machen in der Politik Kleider Leute, prägen die Zeiten erst in entscheidendem Maße die Charaktere, denen es weiter vorbehalten ist, „Geschichte zu machen". Vor dem modernen Italien aber versagt das Gesetz dieser Wechselwirkung fast völlig. Von diesem Staat kann man den einzigartigen Staatsmann nicht abziehen, der ihn formte. Das Hervorgehen der fa> Ichistischen Partei und des faschistischen Italiens ist im voraus vorgezeichnet durch den Mann, seine Arbeit, seine Erfahrungen, seine Persönlichkeit, durch diese Unzahl „subjektiver Faktoren", die entscheidend in bas Geschick eines Millionenvolkes eingriffen. Dieser Mann hat in sich bie Erfahrung sowohl der Arbeiterbewegung als auch der großbürgerlichen Machtpolitik der letzten hundert Jahre zu einem einzigartigen Extrakt verarbeitet. Sein Weg führte ihn in den fünfzig Jahren seines Lebens durch alle Höhen und Tiefen: geboren im Hause eines ländlichen sozialistischen Agitators, erlitt er das Schicksal Tausender unterdrückter Bauernsöhne des 19. Jahrhunderts. Die Welt, durch Handel und In- dustrie groß geworden, hatte für Millionen junger Mussolinis keinen Platz — er mußte, wie so viele andere junge Schicksalsgenossen, auf die Wanderschaft gehen. Er hungerte auf deutschen Landstraßen, arbeitete als Maurer auf Schweizer Bauten, saß als „Staatsverbrecher" in italienischen, schweizerischen, österreichischen Gefängnissen. Er korrespondierte und konspirierte mit der sozialistischen Jugend der halben Welt, trank Tee mit alten Anarchisten, unterrichtete in ländlichen schulen italienif cfje Bauernkinder, von gleichem Blut, gleicher Abkunft Die er. Von Nietzsche und Machiavell bis Karl Marx sammelte er die revolutionierenden Gedanken seiner Zeit. Er begriff in harten Lektionen zuerst, was Das Dritte Reich und der Kapitalismus. Die Wirtschaftspolitik heißt: Arbeit schaffen! Frankfurt a. M., 28. Juli. (WSN.) In einer noch dem Palmengarten einberufenen Kundgebung sprach nach kurzen Einleitungsworten des Gauwirtschaftsleiters Eckardt der -Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der Reichsleitung, Bernhard Köhler, über das Thema „Das Dritte Reich und der Kapitalismu s". Er sagte u. u.: Der Nationalsozialismus wolle dem Volk kein ausgeklügeltes Wirtschaftssystem aufzwingen. Diese irrige Befürchtung habe nur in Köpfen entstehen können, die das Primat der Wirtschaft im Volksleben anerkannt hätten. Dieses Ueberwuchern der Wirtschaft, das ein Kennzeichen für den Kapitalismus sei, könne nur durch den starken Staat beseitigt werden. Dieser, der nationalsozialistische Staat, gestehe der Wirtschaft zu, was der Wirtschaft gehöre: das Privateigentum, das Erfolgstreben. Wichtig sei indessen die Erkenntnis, daß als der eigentliche Boden des Wirtschaftens das Recht, die sittlichen Auffassungen angesehen werden müssen. Die Rücksichtnahme auf den allgemeinen Ruhen liege letzten Endes auch wieder im Interesse der Einzelnen, deren Verstöße gegen diese Forderung sich vielleicht erst nach Generationen, aber bestimmt an irgendeinem Zeitpunkt rächen. Werde jedoch jener Grundsatz verwirklicht, so sei kein künstliches Wirtschaftssystem notwendig. Nicht die Anerkennung des Privateigentums mache den Kapitalismus aus, sondern die Herrschaft des Kapitals über ein Volk. Letzten Endes stelle der Kapitalismus eine Enteignungswirtschaft dar, die Millionen von Menschen ihr Recht auf Eigentum, auf Arbeit, vorenthalten habe. Daher erkläre sich auch die Feindschaft des deutschen Arbeiters gegen ihn. Es sei kein Wunder, daß der deutsche Arbeiter kein Vaterland habe kennen wollen, an dem ihm kein Anteil zugesprochen wurde. Das Dritte Reich brauche keine Kapitalisten, hingegen sei der fähige Unternehmer als Mitarbeiter willkommen. An Stelle des vertrauens des Weltkapitals, das noch vor einem Iahre als notwendig hingestellt wurde, konnte das vertrauen des deutschen Volkes gewonnen werden. Run habe der Unternehmer seine Pflicht bei der Arbeitsbeschaffung zu erfüllen! „Ieht bestimmen wir über die w i r t s ch a f t s p o l i t i k, und die heitzt: Arbeit schaffen!" Aber nicht die Tatsache der Beseitigung der Arbeitslosigkeit mache den Sozialismus aus, sondern die tiefe Ueberzeugung, daß es ein Unrecht sei, einen Menschen ohne Arbeit zu lassen Das amerikanische Luftschiff „Mcon" kommt nach Europa Die „M a c o n", das neueste Luftschiff der bereinigten Staaten und das größte der Welt, wird demnächst eine Europareise unternehmen. f. £ 2lm be= Kunst und Wissenschaft. „Götterdämmerung" in Bayreuth. Eine deutsche Torpedobootsflottille unter dem Befehl des Kapitänleutnants zur See v. Mooh traf am Donnerstag in Helsing- f o r s ein. 2lm Nachmittag wurden die Gräber der im Iahre 1918 gefallenen Finnlandkämpfer besucht. des früheren Fraktionsgeschäftsführers, Pressechef Alfred Weidlich, entsprechend ist diese Summe im Einvernehmen mit dem früheren Fraktionsführer Reichsstatthalter Sprenger der Stiftung für die Opfer der Arbeit überwiesen worden. Das dänische Königspaar traf gestern um 11 Uhr mit seiner neu erbauten Jacht „Dane- brog" in Warnemünde ein. Im Auftrag der mecklenburgischen Landesregierung und des Reichsstatthalters begrüßte Major Mussäus das dänische Konigspaar. Die Fraktionskasse des früheren Preußischen totaatsrates verfügte noch über einen Betrag von 1370 Mark, der sich aus Beiträgen der Frak- tionsmitglieder angesammelt hatte. Einer Anregung Der Borstand der Anwaltskammer Berlin hat aus der Sammlung der Berliner Rechtsanwaltschaft für die Stiftung für Opfer der Arbeit einen weiteren Betrag von 10 000 Mk. zur Beifügung stellen können, so daß die Gesamtsumme der der Stiftung überwiesenen Beträge bereits 25 030 Mk- ausmacht. Das eindrucksvolle Bild der Richard-Wagner- Festspiele in Bayreuth wird in den Tagen vom 3. bis 9. August durch die Anwesenheit einer größeren Zahl von Freiwilligen des deutschen Arbeitsdie nstes aus allen Teilen des Reiches eine besondere Rote erhalten. Durch eine dankenswerte Bermittlung des Reichsinnenministeriums wurden dem Leiter der Unter* richtsabteilung in der Reichsleitung des Arbeitsdienstes für vier Festspieltage insgesamt 200 Karten kostenlos zur Beifügung gestellt. Die zweisitzige Segelflugzeugmaschine P. A. II „Die vom Niederrhein", die Eigentum der Abtei- des Flugoereins Niederrhein e. V. (Dtb.) ist, startete dieser Tage vom Flughafen Duisburg-Neuenkamp aus. Die Maschine wurde von dem Flugleiter Burzlauer gesteuert. Ge- merbeoberlehrer Baumann flog als Orter mit. Das Segelflugzeug wurde im Motorschlepp bis auf Berlin, 29. Iuli. (ERB. Funkspruch.) . Freitagfrüh wurde auf dem Tempelhoser Felde ein Polizeibeamter von unbekannten Treuekundgebung für die deutsche Saar. Zu einer eindrucksvollen Treuekundgebung für das deutsche Baterland gestaltete sich am Freitagabend der Aufmarsch der beim Deutschen Turnfest weilenden S a a r t u r - n e r. Die Turner und Turnerinnen von der Saar marschierten mit ihren Fahnen zum Marktplatz, wo nach einem Lied der Sänger „An das Baterland" Geheimrat Röchling (Saarbrücken) als Bertreter der Saarländer vom Balkon des Rathauses eine Ansprache hielt. „Im Saarland", so führte er u. a. aus, „haben sich Raben niedergelassen, die krächzen: „Im deutschen Vaterhaus herrsche Unordnung." Aber die Saarturner, die jetzt Witzeugen der großen Entwicklung sind, werden nach ihrer Rückkehr diesen Raben auf den Schnabel schlagen. Die Saarländer sehnen sich heim nach dem deutschen Vaterlande, mit dem sie für immer verbunden sein wollen." Begeistert sangen die Saarländer dann das Saarlied, worauf Staatsrat Spaniol (Saarbrücken) das Wort ergriff. Er wandte sich gegen die im Saargebiet noch über Deutschland umlaufenden Greuelnachrichten. Reichssportkommissar v. Tschammer-Osten dankte den Saarlän- Aus aller Wett. Line neue Hindenburg-Eiche auf dem Tempelhofer Feld. Nachdem vor kurzem, wie gemeldet wurde, die auf dem Tempelhofer Feld bei Berlin befindliche Hindenburg-Eiche von staatsfeindlichen Elementen zerstört worden war, hat das Gartenamt Tempelhof jetzt eine neue Hindenburg-Eiche gepflanzt. Um den Erweiterungsbau des Reichsbankhauptgebäudes. Der Gutachterausschuß für den Wettbewerb zur Erlangung von Vorschlägen für den Erweiterungsbau des Reichsbankhauptgebäudes in Berlin ist zur Schlußsitzung zusammengetreten. In der Ausschußsihung wurden im Beisein des Herrn Reichsbankvizepräsidenten Dreyse sowie der Mitglieder des Reichsbankdirektoriums zunächst die vom Gutachterausschuh hervorgehobenen Arbeiten nochmals besprochen. Mit einem zusätzlichen Betrag von 4000 Mk. wurden insgesamt sechs Verfasser ausgezeichnet, und zwar Prof. Fritz Becker, Düsseldorf: Architekt Kurt Frick, Königsberg: Prof. P. Webes und Emmerich, Berlin: Prof. Mies van der Rohe, Berlin: Architekten Pfeifer und Großmann, Mühlheim a. d. Ruhr, und die Archit klen P i n n o und Grund, Dortmund. Massenbrandstifter in Pommern verhaftet. Der Landeskriminalpolizei ist es endlich gelungen, den Brandstifter, der in den letzten zwei Jahren die pornrnerfchen Kreise Greifen ha- gen und P y r i h unsicher machte, in der Person des 27 Iahre alten landwirtschaftlichen Arbeiters Emil Fechtner in Borin zu verhaften. Fechtner hat zugegeben, 5 1 Brand st iftun- g e n durch die 125 Gebäudeeingeäschert tourten, begangen zu haben. Der von ihm ange- beläuft sich schätzungsweise auf 1 1 2 5 0 0 0 Mark. Bei seiner Vernehmung gab er an „er habe nun einmal Freude am Feue r". Steuer Weltrekord im Segelflug mit Passagier. Xätern angeschossen. Das Geheime Staatspolizeiamt hat für Mitteilungen, die zur Ergreifung der Schützen führen können, eine Belohnung von 1000 Mk. ausgesetzt. 3m Verlauf ter Fahndungsmahnahmen ist gleichzeitig in der Rächt vom Freitag zum Samstag vom Geheimen Staatspolizeiamt unter Beteiligung ter Kriminalpolizei, SS., SA. und des Hilfspolizeikommandos ZBV. in Tempelhof an drei verschiedenen Stellen eine große Aktion durchgeführt worden, da bestimmte Spuren darauf Hinweisen, daß es sich bei den K o m - traute. — Der Mannenchor war wie immer in seiner wuchtigen Ausdruckssteigerung ein Glanzpunkt des zweiten Auszuges. Für das Schlußbild hatte man auf die frühere Inszenierung zurückgegriffen. Alle übrigen Bühnenbilder waren neu. Man konnte sie im allgemeinen gelten lassen, zumal kubistische Exra- oaganzen vermieden waren. Reichskanzler Adolf Hitler wohnte wie allen vorangegangenen so auch dieser Vorstellung mit Reichsminister Dr. Goebbels bei und beteiligte sich gleichfalls an den Beifallsbezeugungen. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Wiedergabe des Rings gesanglich und orchestral wieder eine Reihe fesselnder und belebender Eindrücke vermittelte. Die neuen szenischen Bilder und die Kostümentwürfe stammen von Professor Preetorius, München. Fremdenstatistik der Bayreuther Festspiele. Der Fremdenzustrom in Bayreuth hält weiter an. Von den bisher angekommenen auswärtigen Gästen sind 414 Besucher Mitwirkende, darunter 13 Ausländer. Rach den bisher erschienenen Fremdenlisten trafen insgesamt 1853 Festspielbesucher in Bayreuth ein. Davon sind 1388 Deutsche und 475 Ausländer. Am stärksten vertreten sind die Amerikaner mit 103 Personen, ihnen folgen die Engländer mit 91, die Schweizer mit 61 und die Franzosen mit 55 Personen, dann 26 Holländer, 20 Italiener. 19 Oesterreicher, 17 Belgier, 13 Tschechen und 10 Dänen. Aus 30 verschiedenen Ländern wurden bisher Gäste ausgezeichnet. Indien, Iapan, Kanada, Algier stellten die Gäste aus Uebersee. Der bisherige Prozentsatz an Ausländern entspricht ungefähr dem Gesamtdurchschnittssatz des Festspieljahres 1931. AeMganisation der KPD. entdeckt 23 Verhaftungen in Schaumburg-Lippe I munisten um Schützen hantelt, die vermutlich auch die Hindenburg-Eiche auf dem Tempelhoser Feld abgesägt haben. Die Aktion begann mit einer Durchsuchung des Lauben geländes am Priesterweg, erstreckte sich dann auf den eigentlichen Tatort östlich vom Zentralflughafen und wurde mit einer Razzia auf dem Laubengelände, südlich vom Flughafen, in Tempelhof und Mariendorf beendet. Reben einer Anzahl Waffen wurden gesetzwidrige Druckschriften in großer Menge beschlagnahmt. Mehrere Personen wurden f e st - genommen. Todesurteil und Zuchthausstrafe gegen Kommunisten wegen eines Feuerüberfalles auf Stahlhelmer. Harburg-Wilhelmsburg, 29.Juli. (WTB. Funkfpruch.) Wegen eines am 31-Januar im Stadtteil Wilhelmsburg verübten Feuerüberfalles auf Stahlhelmer verurteilte das Sondergericht den Bäcker H o tz e wegen Rädelsführerschaft beim Landfriedensbruch zu neun Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust und den Arbeiter Richard Ira m genau, der überführt worden war, bei dem Ueberfall geschossen zu haben, wegen versuchten Mordes zum Tode. Vreitscheil) ttnll im französischen Außenministerium arbeiten! Berlin, 28. Juli. (ERB.) Nach einer Meldung des „Völkischen Beobachters" hat der frühere sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Rudolf Breit- scheid sich in Paris um eine Anstellung im französischen Außenmini st erium bewarben. Im Zusammenhang mit dieser Meldung gibt der „Völk. Beobachter" eine Charakteristik Breitscheids, in der er nachweist, daß Breitscheid in seinem ganzen Leben sich nur von seinem eigenen Vorteil h a t bestimmen lassen. Er habe ganz rechts angefangen und sei über die Nationalliberalen, Nationalsozialen, Freisinnigen und Demokraten allmählich bei den Sozialdemokraten gelandet. In dieser Partei habe er die Funktion des Außenpolitikers übernommen. Seine Außenpolitik sei aber immer f r a n z o s e n f r e u n d l i ch gewesen. So habe die „Rote Fahne" am 6. April 1932 geschrieben, daß „Herr Breitscheid in auswärtigen Dingen wie nur irgend ein spezieller Vertrauensmann der Entente handeln würde". Bereits 1918 habe 5) e i l m a n n in der „Internationalen Korrespondenz" geschrieben: „Wir müssen politisch feststellen, daß er (Breitscheid) ein so offenbarer Feind d e s Volkes ist, daß selbst Karl Radek in der „Berliner Tagwacht" einen Protest dagegen veröffentlicht hat, daß Breitscheid unter Vorgeben des Kampfes gegen den deutschen Patriotismus lediglich den französischen Patriotismus förder e." I Unter Generalmusikdirektor Elmendorffs schwingter, dem Abschluß des Ring-Dramas mit steigender Kraft zustrebender Wiedergabe der „Götte r b äm m e r u n g" wurden die mancherlei Schatten, die über den vorhergegangenen Abenden lagen, zerstreut. Getragen wurde Die ausverkaufte und mit lebhaftem Beifall aufgenommene Vorstellung in er« fter Linie von Max Lorenz, der stimmlich und darstellerisch einen frischen Siegfried auf die Bühne stellte, und von Frieda Leider, deren großzügige Brünhilde fesselte, ohne indes die Bayreuther Vorbilder ganz zu erreichen. Prohaska gab dank feiner fundierten stimmlichen Mittel einen männlichen Gunther. Hervorzuheben find noch Käthe Heider - bad) s Gutrune und Siegrid Onegins Wal- Deutschlands größter Krafitahrerverband. Das Nationalfozialistifche Kraft- fahr-Korps mit den Motorstürmen der SA. und SS. hat nach den vorliegenden Julimeldungen den Mitgliederbestand von Hunderttausend erreicht und inzwischen bereits weit überschritten, zumal nunmehr auch die Reichs-Kraftfahr- staffel des Stahlhelms eingegliedert wird. Damit ist das NSKK. auch ziffernmäßig Deutschlands größte Kraftfahrerorganisation geworden, deren Stärke um so entscheidender her- oortritt, weil die Kampskraft unserer Jugend doppelt hoch zu werten ist. Nicht die Zahl allein, sondern unsere weltanschauliche Festigkeit und das innere Verbundensein unseres Korps geben den Ausschlag! Unser Wille und Ziel gelten allzeit dem Dienst am Volke getreu unserem Grundsatz, Männer und Maschinen tat- und opferfreudig einzusetzen für Deutschlands Aufbau, Freiheit und Größe. Abseits von überlebten Klubzielen, kleinen wirtschaftlichen Vergünstigungen ober sonstigen Halbheiten, nämlich kämp- fenb unb folgenb ber Eroberungskraft unseres Führers, haben wir jahrelang unb urtgeadjtet aller Lasten unb Anstrengungen mit bazu beigetragen, jene neuen Wege zu ebnen, bie heute unb künftig ber gesamten kraftsahrt nützlich sein unb ihren starken Auftrieb sichern werben. Den so errungenen Vorrang lassen wir uns burch nichts unb von niemanbem entminten! Wir kennen bie hohe Bebeutung, bie unser Führer ter Motorisierung beimißt, unb wir sind entschlossen, diesem Wollen in einer bestgeschulten motorisierten Deutschen Jugenb sichtbaren Ausbruck zu geben. Daher wirb bas NSKK. als einziger Träger des Kraftfahrsports in feinen jetzt in allen Gauen entstehenben Krast- fahr-Geländesport-Schulen jene Erziehungs- und Pflegestätten heranbilden, die in selbstloser Hingabe ben technischen Vorbedingungen unb hohen Tugenben ber Motor-SA. entsprechen. Nur so geben wir ber Zahl „Hunberttausenb" ihren inneren unb höheren Wert! Nur so zeigen wir uns roürbig bes stolzen Begriffs: Motor-SA. unb RSKK.! 29. Juli 1933. Der Korpsführer bes NSKK. unb Chef bes Kraftfahrwefens der SA. (gez.) Hühnlein, Obergruppenführer. dem für ihre Treue, die sie in iy2 Iahren bei ber Abstimmung noch besonders zum Ausdruck bringen werden. Die Kundgebung schloß mit dem Chorgesang: „Ein Mann, ein Wort — wir wollen deutsch und einig fein." Kleine politische Rachrichten. Ministerpräsident G ö r i n g ist mit dem Flugzeug wie -r auf Sylt eingetroffen. Während der Minister- Präsident noch einige Urlaubstage in Campen verbringen wird , sind Justizminister Serri und Staatssekretär Freister am Freitagmittag nach Berlin zurückgeflogen. * Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist gestern 15.05 Uhr aus London kommend im Flugzeug auf dem vlughasen Berlin-Tempelhof eingetroffen. CliÜB-Raucher sind Tabak-Kenner, denn sie wählen von zahllosen Zigaretten marken die weitaus beste Stadthagen, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) Zu der K P D. - A f f ä r e in Schaumburg- Lippe wird berichtet: «schon lange Zeit hatte bie Polizei in Stadthagen bie Vermutung, daß bie verbotene KPD. wieder erstanden fei. Es wurde eine große Aktion gegen die Volls- oerräter angesetzt und insgesamt 23 Personen verhaftet. Zum er st en Male nach ber nationalen Erhebung konnte ber K P D. eineNeuorganisa- t i o n nachgewiesen werden. Man sand u. a. bie neueste Anweisung, wie im „Faschistischen Deutschland" bie proletarische Herrschaft zu organisieren unb burchzuführen sei. Die Schrift „Kampferfahrungen", Herausgeber Bezirksleitung ber niebersächsifchen KPD., Blatt 1 (vom Juni 1933), gibt genauen Ausschluß barüber. Weitere Anorb- nungen finb enthalten in den „Anweisungen" für die Hauptkassierer. Eigenartig ist, baß sämtliches Material bei allen Funden unter Brennholz v e r st e ck t aufgestöbert wurde. Alle Verhafteten, darunter auch zwei Frauen, sind geständig. Man fand weiter bei einem der Verhafteten eine Geheimschrift, bie entziffert werben konnte unb wertvolle Fingerzeige für das Vorhandensein kommunistischer O r - ganisalionen im Reich gibt. Die schaum- burgisch-lippische Ortsgruppe wurde ins Leben gerufen durch kommunistische Funktionäre in Hannover. Die Verbindung nach Berlin wird bewiesen durch die Zeitung „Rote Fahne", Ausgabe ber dritten Juniwoche. Bei allen Ortsgruppen konnte bas gesamte Kassenmaterial einschließlich bes Bargeldes beschlagnahmt werden. Abends versammelten sich die einzelnen Mitglieder bei Genossen und hörten im Rundfunk bie Anweisungen unb Senbungen aus Moskau. Die weiteren Untersuchungen ergaben endgültig bas Zusammenarbeit en mit ehemaligen S o- zialbemokraten unb Reichsbannern n- gehörigen, die ebenfalls in Schutzhaft genommen und dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt wurden. Große Razzw im Berliner Süden. 1500 Meter Höhe gebracht und erreichte dann durch günstige Aufwinde eine Höhe von 3200 Metern. Lus dieser Höhe griff man den Weltrekord Günther G r o e n h o f f s im Passagierflug, der mit 33 Kilo- meter notiert wurde, an. Die hervorragenden Segel- eigenschaften der Maschine und günstiger Rückenwind ermöglichten es, daß die Segelflieger eine Streife von 76,6 Kilometer zurücklegten und in der Gegend von Eindhoven (Holland) landeten. Der Weltrekord ist durch diese Leistung um mehr als dos Doppelte geschlagen worden. Schweres Unwetter in Chemnitz. Hebet ©Hemnih ging ein außerordentlich schweres Unwetter nieder, das etwa eine Stunde anhielt. Ungeheure Regenmengen überschwemmten zahlreiche Keller. Durch den heftigen Sturm wurden einige Bäume umgelegt, die auf die Oberleitung der Straßenbahn fielen. Hierdurch entstand Kurzschluß im HaupttranSforma- tor und auch im Elektrizitätswerk wurde eine Maschine beschädigt. Die Folge war, daß die ganze Stadl etwa eine halbe Stunde in vollkommene Dunkelheit gehüllt wurde. Große Manöver der englischen Lustfiotte. 3n diesen Tagen begannen die großen M a - növer der englischen Luftflotte, die besonders dazu bestimmt sind, die Hilssflugzeug- fermationen im Rahmen großer strategischer Hebungen auszubilden. An den Manövern nehmen 318 Flugzeuge, 540 Fliegeroffiziere, 161 Führer und 4700 Wann teil. Die Anlage der Manöver ist derart, daß ein .Rordland", das östlich der Linie Lancastle—Birmingham—Swindon—Poels liegt, sich gegen den Luftangriff eines ,SüdlandeS" zu verteidigen hat, dessen Gebiet sich aus den englischen Kanal und die südliche Rordsee erstreckt. DaS Abfeuern von Bomben wird durch Lichtsignale markiert, während bei den Zielen Mehapparate stehen, die feststellen, ob die Pornben im Ernstfälle getroffen haben würden. Kampfansage gegen die amerikanischen Menschenräuber. Obwohl Präsident Roosevelt durch die Arbeit an seinem Programm des nationalen Wiederaufbaues stark in Anspruch genommen ist, hat er doch Zeit gefunden, die höheren Polizeibeamten der Bundesstaaten zusammenzuberufen, um sie zu einem gemeinsarnenGroßangrifs gegen diejenigen Verbrecher zu veranlassen, die es auf die Entführung wohlhabender Menschen abgesehen haben. Das Wiedererwachen der Tätigkeit dieser Räuber wird darauf zurückge- führt, daß die sogenannten Racketeers jetzt nach Aufhebung der Prohibition ihr Monopol im Alkoholhandel verloren haben. Unter den Persönlichkeiten, die in letzter Zeit entführt worden sind und nur gegen hohes Lösegeld freigegeben werden sollen, befinden sich u. a. ein Reffe der Brüder O'Connor, der Führer der Demokratischen Partei, und der Finanzmann Jacob F a c o t r aus Chicago, dessen Auslieferung wegen Unter- schleiss von Großbritannien beantragt ist. Typhusepidemien in Chile. Wie aus Santiago berichtet wird, ist in Chile eine schwere Typhusepidemie ausgebrochen. Der Bevölkerung hat sich eine Panikstimmung bemächtigt. Es sind bereits zahlreiche Todesfälle zu verzeichnen. Die Regierung hat den Belagerungszustand verhängt. Die bienenwirtschastliche Ausstellung in Bad-Rauheiir Mit einer schlichten Feier wurde gestern nachmittag die bienenwirtschaftliche Ausstellung in Dad-Rauheim eröffnet. Der Borfihende des Rassaucr Bienenzüchter-Ver- eins. Wenig, Oberseelbach, begrüßte die Gäste aus allen Gegenden Deutschlands- Born äußersten Osten und aus Schlesien, von der Wasserkante, vom Rhein und von den bayerischen Bergen, waren sie gekommen, um zu hören, wie sie sich einbauen können in das große deutsche Wirtschaftswerk zur Befreiung der deutschen Scholle und zur Schaffung einer Hnabhängigkeit des Bolkes von der Auslandeinfuhr. Auf 350 000 000 Mark wird der Erfolg geschäht, den die Biene durch ihre befruchtende Tätigkeit dem Obstbau und der Landwirtschaft Deutschlands bietet. 3n ‘Vertretung des verhinderten Abgeordneten Letter vom Landeskulturamt der RSDAP. sprach Dr. Filler aus Kassel. Bürgermeister Dr Ahl, Bad-Rauheim, begrüßte die Imker im Ramen der Stadt Mit Dankesworten erwiderte der Borsihende des Wetterauer Bienenzüchtervereins, Lehrer Braun aus Rodheim v. d. Höhe. Der Verein, der das 50jährige Bestehen feiere, fei die Hrsache bet Ausstellung und der Tagung. Der Ortsgruppe der Bad- Rauheimer Imker, ihrem Führer Berufsschullehrer, Hildebrand und allen Mitarbeitern wurde Dank gesagt für den Aufbau der Ausstellung. Rach einem „Heil!" auf das Vater- land und seine Führet erklärte der Vorsitzende des hessischen Verbandes, Amtsanwaltschaftsrat W e n k e b a ch, Kassel, die Ausstellung, die in Schulsälen, in Turnhallen und im Freien aufgebaut ist, für eröffnet. Ein Rundgang. Der Wettetauer Verein hatte seine Ausstellungsgüter in einem als altes hessisches Bauernhaus ausgestatteten Stand untergebracht. Der Schöpfer des Wetbeplakates, Kunstmaler Kutscher, hatte den Schutzheiligen der Bienen, den Heiligen Ambrosius, auf den Giebel gesetzt. Eine Sammlung alter hessischer Bienenkörbe wurde so im Giebel aufgestellt, wie es die Vorfahren zu tun pflegten Große Aufbauten der Industrie und mannigfaltige Darstellungen von Wachs und Honig in allen möglichen Farben und Festigkeiten (darunter Honig aus dem Iahte 1907), liehen die Bedeutung der Bienenzucht erkennen. Außerdem waren Getränke aus Honig hergerichtet und schmackhafte Honigbäckereien ausgestellt. . In einer Turnhalle zeigte u. a. der Frankfurter Bienenzüchterverein seine alte Fahne und eine große Honigschau. Ebenso die Kasseler Imlerschast und die dortige Honig-Förderungs stelle. Honige von ganz klarer Helle bis zum undurchsichtigen Schwarz konnten den Hausfrauen zeigen, daß Honig durchaus nichts Einheitliches sein muß. Das wurde ganz besonders in der Abteilung für Ernährung vor Augen geführt. Frau Pfarrer A i s ch hatte eine Anzahl Kochproben ausgestellt und bewies damit die mannigfaltige Ver- wendungsmöglichkett des HonigS. Die Preisrichter hatten am Vormittag in dieser Abteilung den sauren Hering mit Honig und ein Glas frisch perlenden Honigbier als den .Clou" der Schau bezeichnet. Cs gab außerdem noch Rehragoul. Schwemmklößchen, Heringssalat, Mayonnaise, alles mit Honig zubereitet Eine Anzahl Honigcremes, Apfelweine, Honiggelees, Honigtorten verdient alle Aufmerksamkeit. Die Tafeln, in denen die Zusammensetzung des Honigs dargestellt war, liehen den Wert des in natürlichem, unerhitztem Zustand verwendeten Honig- erkennen. Der Rcichsausschuh für Bienenzucht zeigte, wie sich Sportler zur Auffrischung und Erhaltung der Kräfte ständig des Honig- bedienen könnten. Von altersher gilt Honig als ein VolkSheilrnit- tel. Immer mehr beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Honig. Sin ganzer Schulsaal war unter Leitung von Dr. Freuden st ein, Marburg, mit den Darstellungen der Arbeit mehrerer Bienenzucht-Forschungsanstalten des Deutschen Reiches gefüllt. Eine große Anzahl von Bienenstöcken war im Freien aufgestellt. Deutlich konnte man bemerken, dah die Imkerschaft von dem Warmbauhinterlader abrückt und sich dem Magazin und dem Blätterstock, besonders aber der Breitwabe zuwendet. Erwähnenswert ist, dah die Wissenschaftlichen Institute Wolf, Bielefeld, und Serumwerk Hamburg mit cin- sprihbaren Bienengiftpräparaten an der Ausstellung beteiligt find. Die Ausstellung war über ihren eigentlichen Zweck hinaus besonders auf das Herz- und Rheumabad Bad-Rauheim eingestellt. .Honig ist He r z n a hr u n g", stand vielfach an den Wänden und ebenso auf einem großen Wagen, der die Straßen der Stadt Dad-Rauheim durchfuhr, zu lesen. Die Besucher erkannten an Hand der gesamten Ausstellung, dah die Imkerei einen höchst bedeutsamen Faktor in unserer Volkswirtschaft dar stellt. »Herz und Honig " Am Abend sprach im Kerckhoff-Jnstitut Professor Dr. Koch über den Honig und seine Bedeutung für Herzkranke An Hand von Bildtafeln legte er bar, daß nach dem heutigen Stande der Wissenschaft dem Honig unter den Nahrungsmitteln eine bevorzugte Stellung als Energiequelle für d i e Herztätigkeit zukommt. Irn wesent- lichen sei dies auf seinen hohen Gehalt an einfachen Zuckern zurückzuführen, bei denen es keiner besonderen Verbauungstätigkeit bedürfe, da sie schon gleich aus dem Mögen in das Blut ausgenommen werden könnten. In anschaulichster Weise zeigte er, wie die Honige gewissermaßen den Brennstoff für den Herzmotor, die Phosphate, Kalzium und Eisen- beftanbteile des Honigs aber das Del find, mit denen der Herzmotor geschmiert wird. Wenn der Arzt ein Rezept aufsetzen solle für ein Herzmittel, so würde seine Formel in der Apothekerschrift der Hauptanalyse gleich sehen, wie ein Ei dem andern. Honig sei die ideale, ja fast vollkommene Energiequelle für das Herz. gebaut aus den Bausteinen der Erde in der Pflanze unter dem Schein der Sonne und umgesormt durch die Biene für den menschlichen Genuß. Rechtsanwalt P l a t n e r-Kassel sprach in einem von Vaterlandsliebe und Treue zum nationalsozialistischen Staat durchglühten Vortrag über den „Sinn des Bienenflaales“. In ihm offenbare sich das Gotteswunder, daß unter dem Drang des Unbewußten, des Göttlichen, das Einzelwesen in heiligem Opfer sinn bis zum Hunger- tobe sich hingeben könne für bas Ganze, — und daß andererseits bas Einzelwesen seinen Halt, seine Da- feinsbebingungen nur finbe in feinem engen Anschluß an bas Ganze. Für bie Imker sei dies bas Erlebnis aller Tage. Es in ein Ausleben für alle Tage umzusetzen, wie wir es in unserem Volks- kanzler Hitler sehen könnten, sei Ziel bes Lebens, mit bem bie Imker dem Daterlanbc bienen könnten. Es gelte unserem Staat! Nach ber Veranstaltung im Kerckhoss-Institut fanb man sich noch zu gemeinsamer Unterhaltung zusammen. Oer Besuch der Jung-Faschisten in Frankfurt. Frankfurt a. M., 28. Juli. (WSN.) Wie jetzt enbgültig feststeht, wirb die aus 411 jugendlichen Angehörigen der Ballila und 25 Ofsiizeren und Journalisten bestehende Reisegesellschaft a m 8. A u - guft vormittags im Frankfurter Hauvtbahnhof eintreffen. Der Sonderzug kommt von Kassel, rou bekanntlich die Prinzessin Mafalda, die Gemahlin bes Dberpräfibentcn Prinz Philipp von Hessen, ihren Wohnsitz hat. Die italienischen Gäste werben im Hauptbahnhof von ber SA., SS. unb vor allem natürlich ber Hitlerjugend empfangen unb im „Haus der Jugend" untergebracht werden. Ein genaues Programm bes Frankfurter Aufenthalts wirb von ber Kreispropaganbaleitung ber NSDAP, ausgearbeitet. Am 9. August nachmittags werben bie Iungfaschisten von Frankfurt aus in ihre Heimat zurückkehren. Briefkasten der Redaktion. 2L A. 35. Wenden Sie sich an das Mieteinigungsamt. bas dem Amtsgericht Gießen anaegliebert ist. In Gießen besteht ber Mieteroerein Gießen e. V. (Vorsitzender Oberreallehrer Hebermehl, Welcker- straße 14 I). Wcttcrvoraussagc. Durch die nördliche Störungstätigkeit wird jetzt auch unser Gebiet berührt, so daß ozeanische Luft zum Eindringen kommt. Sie wird etwa- Abkühlung bringen, außerdem den Wittcrungs- charakter veränderlich gestalten und zu vereinzelten Riederschlägen führen. Aussichten für Sonntag: Leicht wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler, zeitweise Riederschläge teils gewitterhafter Art, um West drehende Winde. Aussichten für Montag: Roch wechselnd wolkig mit Aufheiterung, meist trocken, kühl, westliche Winde. Lufttemperaturen. Am 28. Juli, mittags 29,3 Grad Celsius: abends: 21,1 Grad ©elf. Am 29. Juli, morgens: 19,0 Grad (Self. Maximum: 29,3 Grad ©elf. Minimum: 14,8 Grad ©eis. Sonnenscheindauer: 121/? Stunden. Verantwortlich für Politik: t. 93.: Emst Blumschein. Saison-Schluß-Verkauf Beginn am 31. Juli 1933 850 25°° .12.50, 9.75, Mäntel. 48.00, 39.00, 29.00, gute Paßform .4.50, 3.75 Trachten-Jacken und -Westen . 8.50, 6.50,4.50, wähl.. Flanellhosen 9.50, 6.-, 4.50 Einzelne Sport-Sakkos 25 -, 15 -, 12.50 Anzugstoffe - la Qualitäten - besonders billig Herrenbekleidungshaus Gebrüder Stamm Schulstraße Marktplatz Knickerbocker - Breeches und Streifenhosen, gute Stoffe, große Aus- Gabardine-Mäntel Slipon- und Schlüpferform, viele Farben, Gummi-Mäntel Batist,helle und graue Farben, Lack-u. Lederol- In allen Abteilungen unseres Warenlagers sind die Preise bedeutend herabgesetzt — daher beste Gelegenheit zu wirklich billigem Einkauf Erlaus 476b d)en. 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Man kommt wie von selber in jedes Häusermeer hinein, aber wie findet man heraus? Eine Landstraße mündet zum Beispiel — sagen wir in Castelnuove oder Billafranca — in die langgestreckte, nach beiden Seiten völlig gleichförmige Hauptstraße eines Städtchens und man denkt, mindestens an einer Ecke müsse ein Richtungszeiger sein. Rein. Es bleibt nichts übrig, als zu fragen und immer wieder zu fragen und dann aus den Widerspruchs- vollen Auskünften nach Belieben zu wählen. Lind dann steht man auf einmal an der Etsch, statt am QUincio, nach der Karte zu schließen. Denn auch die Flüsse gleichen einander wie die Städte in es so, der andere anders. Bei Rebenstraßen in manchen Provinzen gibt es kaum andere — gut die Regel: im Sommer ausgezeichnet, im Winter scheußlich. Denn am 15. Oktober werden die Schot- terhaufen ausgebreitet, am 15. März wieder zusammengescharrt. Es führen zwar alle Straßen nach Rom, eine durchgehende autostrada aber gibt es noch nicht. Von Bologna führen drei Pässe über die Apew- ninen doch sind sie alle drei noch im Zustand des Ausbaus begriffen. Besser, man schlägt die „porretana“ ein, das ist die über Porrettabad nach Pistoja führende Paßstraße. Dreißig Kilo- meter mehr, aber vorzüglich. Der direkte Weg von Florenz nach Rom fuhrt über Radicofani, einer geradezu witzigen otet- gung. Das könnte ja nun gerade reizvoll sein, doch ist auch diese Straße in corso di costruzione, wird eben gemacht. Also fünfzig Kilometer zugelegt und über Grosseto, eine Makadamstraße nur, zedoch glänzend gehalten, weil kaum bekannt. Sie fuhrt durch das herrlich einsame Elsatal und mundet in die über alles Lob erhobene Maremmenstrahe. Richt jede autostrada ist eine Autobahn. Der Italiener nennt bloß jede geteerte Straße so. Die ausgesprochenen Autobahnen, für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, wie wir sie um Mailand herum finden, von Florenz ans Meer (bis Lucca fertig), von Rom ans Meer, von Reapel nach Pompeji, sind alle nach dem gleichen Schema gebaut. Die eine verlangt jedoch Eintrittsgeld, die andere nicht. e So gut die Landstraßen, die auf der amtlichen Rehkarte schwarz eingezeichnet sind, so mangel- haft vielfach die Sttahen m ben etabten. Denn ihre Unterhaltung obliegt den Gemeinden, und viele Gemeinden glauben vor allem sparen zu müssen, wo der Staat lieber Propaganda treibt. Wegweiserlos rädert man sich also noch dazu über Kopfpflaster, rundgeschliffene Zluhkiesel, sogen. Katzenköpfe. Endlos lang zum Beispiel in Earpi. fruchten gleich wenig. Die „Kulaken", zu denen auch die deutschen Kolonisten zu rechnen sind, also die intelligenteren und fleißigeren Bauern, die die Regierung besonders fürchtet, sind mit ihren Familien von Haus und Hof gejagt worden. Die Männer wurden in die großen Wälder des Nordens transportiert, um dort als Holzfäller bei ganz menschenunwürdigen Lebensbedingungen die Wälder zu entholzen, wobei die unterernährten und schwächlicheren von ihnen in Massen zugrunde gingen. Die Frauen und Kinder dieser Leute überließ man ihrem Schicksal, sie schleppten sich von Provinz zu Provinz, bis die Kräfte sie verließen. So verenben jährlich auch schon ohne Mißernten Hunderttausende, ja vielleicht Millionen, keine Stattstik meldet die wahren Zahlen, der Staat hat kein Interesse daran. Die Sorge um die Entvölkerung seines Landes bedrückt ihn bei der Fruchtbarkeit der slavischen Völker nicht. Ist doch die Bevölkerung trotz der furchtbaren Ader- lasse durch Hunger und Elend in den letzten zwölf Jahren um schätzungsweise 27 Millionen gestiegen. Die angeblichen „Erfolge" des Fünsjahresplanes auf industriellem Gebiet werden durch das von Jahr zu Jahr steigende Versagen der Landwirtschaft bei wachsender Bevölkerung reichlich wettgemacht. Das Wort „Hat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt" gilt auch für Rußland, wo der Bauer im besten Fall nur das nackte Leben fristet. Derinnere Markt versiegt. So wird das Schicksal des russischen Bauern zum Schicksal Rußlands werden. Nicht von heute auf morgen. Nicht durch eine Er- Der folgende Aussatz aus der Sondernummer der „NS.-Frauen-Warte" wurde uns von der Reichsorganisationsleitung der NSDAP., Hauptabteilung VIII (Frauenschaft) in München zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Die NSDAP, ist im allgemeinen verschrien als frauenfeindlich. Das ist eine Legende, der früher vielleicht einmal eine gewisse Berechtigung zukam, und die heute, mit der zähen Lebendigkeit, die Legenden zu haben pflegen, wieder auflebt. Wenn wir uns fragen, wie es gekommen ist, daß die nationalsozialistische Bewegung als frauenfeindlich verschrien wurde, müssen wir uns darüber klar sein, daß Der Nationalsozialismus ein Aufbruch der männlichen Werte, des Soldatischen und Heldischen in unser-m Volke ist. Es bedurfte eines langen Umwandlungsprozesses, ehe die Frau eingegliedert werden konnte. Im Allgemeinen sind wir Frauen später zur Bewegung gekommen als die Männer. So kannte der Mann als politisch tätige Frauen nur die parlamentarischen Abgeordneten der alten Frauenbewegung, und das waren Jüdinnen, Demokratinnen und Bol- schewistinnen. Es mußte erst aus unseren eigenen Reihen ein neues Frauentum herauswachsen, das nichts mehr mit den alten liberalistischen Grundlagen zu tun hatte. Dieses Frauentum konnte erst jetzt erstehen und heranwachsen. Wir sehen, wir gerade an den führenden Stellen sich die Wertung der Frau auf allen Gebieten des sozialen und charitativen Lebens unbedingt erforderlich ist. Ls ist wesentlich zu zeigen, daß wir ein neuer Aufbruch sind, daß wir ein ganz anderes Ursprungserlebnis haben, als die alte Frauenbewegung. Das müssen wir Frauen vor allem zeigen durch unsere Leistungen und durch unser eigenes Leben, und zugleich müssen wir zurückfinden zu unserer tiefsten We ensart. Die Frauenfrage ist letzten Endes eine religiöse Frage. Ich glaube, daß die Frau nicht auf Irrwege gekommen ist, weil sie vermännlichte, sondern weil sie verweltlichte und damit den Boden unter den Füßen verlor. Schon die Germanen glaubten daß die Frau dem Göttlichen näher stünde als der Mann, sie war ihnen Priesterin und Seherin. Als dann später im Mittelalter wieder eine Zeit der besonderen Verehrung der Frau einsetzte, war es wieder bas religiöse Erlebnis, bas im Marienbienst seinen Ausbruck fand. Es entstanden Hymnen auf di« Frau, die ausnahmslos von Männern besungen gründe geht, und die Geschichte bietet dafür eine Fülle Beweise, so wird auch die Sowjetregierung diese Todsünde bezahlen müssen. Mißernten und Hungersnöte sind auch schon vor dem Kriege in Rußland nichts seltenes gewesen, nach dem Kriege und der Revolution sind sie jeboct\"> einer ständigen Erscheinung geworden. Allein die.^Mahnahmen der Regierung in den ersten fünf Jahren ihrer Macht führten dazu, daß die Saatfläche sich um 34 Millionen Hektar verringerte. 1921 bis 1922 sind nach offiziellen sowjetrussischen Angaben über sechs Millionen Menschen verhungert. Der Plan, die Bauern zu proletarifieren, wird erbarmungslos seit Jahren mit der denkbar größten Brutalität verfolgt und hat dazu geführt, daß die Ern- ten sich von Jahr zu Jahr verringern und der Viehbestand rapid abnimmt. Da das Bahnwesen vollständig zerrüttet ist und auch den bescheidensten Ansprüchen (mit Ausnahme einiger Hauptlinien) nicht genügt, so verfault in Gebieten mit guter Ernte das (betreibe, dessen Fahlen durch Mißernte in benachbarten Provinzen Hungersnot zur Folge hat. Der Bauer, soweit er noch nicht als „Kulak" (Großbauer) von Haus und Hof vertrieben ist, hat an guter Ernte kein Interesse. Sie wird ihm ja doch f a ft ohne (Entgelt weggenommen, entweder vom Staat ober von ben Hungernben, die aus anberen Gegenben kommen unb das Land wie Heuschreckenschwärme überfallen. Das furchtbarste Martyrium ist über die Bauern erst mit dem F ü n f j a h r e s p l an gekommen — die „Industrialisierung" der Landwirtschaft. Von der Theorie ausgehend, daß der Bauer mit feinen primitiven Arbeitsmethoden den Boden ganz ungenügend ausnutzt und bessere Ernte nur burth eine Bodenbearbeitung mit den modernsten Maschinen Die AationalsoziaWin in Volk unb Staat Don Lydia Gottschewsli, Reichsleiterin der NS.-Frauenschaft. wagen mit Anhängern befahren werden. Ohne Anhänger findet man überhaupt selten so ein Mammut, autotreno genannt, Autozug. Das Mammut toill nicht, der Anhänger farm nicht ausweichen. Und da die Lastwagen in der Mehrheit sind — es scheint, als ob in dieser Gegend feiner mehr die Eisenbahn benützen möchte — kommen die zerbrechlichen Dinger, die wir fahren, arg ins Gedränge. Was die Mammut für die Pässe, das sind die zanzare für die breiten Straßen der Tiefebene. Zanzare oder Stechmücken, Schnaken oder ©elfen heißt man die Radfahrer. Sie treten dort nur herdenweise auf und es soll nur feiner glauben, ein Höllentempo vorlegen zu tonnen, denn die Schnafenschwärme verändern nur sehr ungern ihre geschlossene, von Straßengraben zu Strahengra- ben reichende Form. Es gibt reizende Schnafen darunter, fahren doch im Gebiet der Fabrifstädte und der Reisfelder eher noch mehr Mädchen als Mäimer. Südlich von Florenz dagegen würde ein radfahrendes weibliches Wesen wie ein Zeichen, daß der Weltuntergang bevorstehe, angestarrt werden. Was gehl in Rußland vor? Don G. Beyer. Die alarmierenden Nachrichten aus Rußland über die furchtbare Not der deutschen Kolonisten an der Wolga und die inzwischen bekannt gewordenen Maßnahmen der Sowjetregierung gegen die drohende Hungersnot, lenken wieder einmal die Aufmerksamkeit auf bas gewaltige Reich im Osten. Unsere Kennt- nisse über die Vorgänge in Sowjetrußtond sind — trotz aller Literatur — dürftig. Verstand es schon das zaristische Rußland meisterhaft, das Ausland über die wirkliche Lage des Landes zu täuschen, jo trifft das auf die Bolschewiften-Regierung noch viel mehr zu. In der Unterdrückung der Wahrheit und Knebelung der Geistesfreiheit ist dort eine Steigerung nicht mehr möglich. Rußland ist von der übrigen Welt, was Nachrichtenaustausch anbetrifft, fast hermetisch abgeschlossen. Was offiziell durch die Regierungspresse und den Rundfunk bekanntgegeben wird, ist mit der größten Borsichi aus- zunehmen, doch auch die Nachrichten der russischen Emigranten, die von einem Haß gegen das bolschewistische System diktiert sind, können fein einwandfreies Bild von der wirklichen Laae in Rußland aeben. Was aber den nach diesem Lande reisenden Ausländern gezeigt wird, sind Potemkinsche Dörfer. Trotzdem ist es bis zu einem gewissen Grade möglich, sich über den jetzigen Zustand im Sowjet-Reich au orientieren und zwar auf Grund der Berichte unb Aussagen der dorthin entsandten ausländischen Techniker und Spezialisten, die die Sowjetregierung nun einmal nicht entbehren kann. Wenn es zutrifft, daß der Staat, der fein Bauerntum ruiniert, unweigerlich z u > In Florenz kostet bas Benzin 1,90 Lire, in Rom 2,11. Ortskundige kriegen es um 2,05, ganz Ein- geweihte um 2 Lire. Niemand kennt sich in diesem Handel aus. Daher ist es gut, auf jeden Fall zu handeln. Der Autofahrer, der in Rom noch nicht über die Radfahrer gewettert hätte, trete vor! Wenn man denkt, daß in spießbürgerlichen nordischen Gegenden die „Zentauren" Glocke, Bremse und nachts sogar ein Licht haben müssen! Die Kärrner schlafen immer noch, die Maulesel hingegen haben es nach und nach herausbekommen, bah auf der rechten Seite zu fahren noch nicht so weh tut. Zuweilen weichen sie sogar aus. Achtung auf die Radachsen! Bei vielen Karren springen sie genügend weit heraus, um ein dicht vorbeistreichendcs Auto in den Graben zu befördern. Eine Eigentümlichkeit, besonders in der Gegend südlich von Rom, wenn der Kupferkessel auf dem Haupte der Römerin in den Tonkrug der Neapo- wurde. Das ist ein Gesetz, das nicht zu durchbrechen ist. Ich bin überzeugt, daß wenn wir die teliaiofe Einstellung wieder bekommen, die Achtung der Männer wieder zurückkehrt. Wir dürfen nicht fordern, sondern müssen so leben, daß der Mann wieder sagen kann „Deutsche Frauen sind das Höchste", wie es einmal Walter von der Vogelweide sang. In dem, was jede Einzelne von uns salsch macht, wird sie heute nicht als Privatperson beurteilt, sondern als Vertreterin der Frauengeneration überhaupt, denn was heute gestaltet wird, das wird Gewicht bekommen, für die nächsten Jahrhunderte, darüber müssen wir uns jeden Augenblick unseres persönlichen Lebens klar sein. Es ist ganz selbstverständlich, daß wir Nationa-l- sozialistinnen zu allen Fragen unseres Lebens ein anderes Verhältnis hoben als der Liberalismus, daß wir vor allen Dingen die Bindungen in unserem Volke wieder. Herstellen wollen. Es ist uns allerdings nicht damit gedient, daß man jungen Menschen zu- redet, so rasch wie möglich zu heiraten, es ist uns nicht damit gedient, daß der Gang zum Standesamt eine Art Spaziergang ist, es ist uns allein damit gedient, daß diese Dinge wieder die Würde und Heiligkeit bekommen, die ihnen zustehen, daß die Menschen wissen: auch diese Bindungen können nur nach den Menschen geformt werden, jedes Samenkorn muß erst in die Erde fallen und ersterben, ehe es neue Frucht bringt. Es muß unser Ziel sein, diese letzte Verantwortung in unserem Volke zu wecken. Wir haben es erlebt, daß die heiligsten Güter unseres Volkslebens in Bildern, Kinos, Büchern usw. besudelt werden konnten. Gerade diese Arbeit müssen wir aufnehmen und müssen darauf achten, daß unser Volk nicht weiterhin zerstört wird. Der Staat kann hier nicht allzuviel tun. Er kann die schlimmsten Einflüsse abbauen, aber die Erziehung zu einer neuen Wertung dieser Dinae müssen wir übernehmen. Es muß uns die Macht gegeben werden, überall gegen diese Einflüsse aufzustehen, vor allem aber müssen wir, jede Einzelne von uns, auf das Gift achten, das in kleinen Dosen in das Volk getragen wird. Unsere Arbeit um die Erhaltung unserer Familie muß über den Kreis der Familie hinausgreifen. Wir können uns nicht darauf beschränken, unser Haus sauber und schön zu erhalten und aufzubauen, denn die Kinder aus diesen Häusern gehen über die Straße und tragen die Einflüsse der Straße in die Häuser hinein. Wir müssen dafür sorgen, daß die Straße wieder sauber wird. lieber unser Volk ist eines der härtesten Schickhebung des oerzweiselten Volkes, dessen einziger Widersiand nur ein passiver sein kann, cber dieser Passivilät vermag das Sowjetsystem nichts Gleich wertiges gegenüberstellen. Da nutzt keine noch Io raffinierte Bespitzelung, keine GPU., kein Militär, keine Ukase keine Täuschunst durch die Presse und den Rundfunk, — das Volk hat die Natur- Widrigkeit des kollektivistischen Systems unter solchen Schmerzen erfahren, daß esfüralleZeit von ihm kuriert ist. An dieser Naturwibrigkett wird letzten Endes auch die Gottlosenbewegung scheitern. Zwar ist die russische Jugend von ihr erfaßt, aber auch dort bricht sich allen Gegen- bemühunaen der Sowjetbehörden zum Trotz die Erkenntnis Bahn, daß es einen Gott gibt. Der russische Staat befindet sich in einer schweren Krise, er hat außenpolitisch in letzter Zeit Schlappe auf Schlappe erlitten, er braucht wie jede Diktatur seine ganze Macht fürs Innere, er ist gewiß friedliebend, weil ihm zum Kriegführen nicht die Waffen, aber die Kräfte fehlen. Wir Deutschen tun gut daran, zwar mit der Sowjetregierung korrekte Beziehungen zu pflegen, uns jedoch wirtschaftlich nicht zu stark zu engagieren, wozu um so weniger Veranlassung zur Zeit besteht, da unser Erport dahin fast ganz zum Stillstand gekommen ist. Ueberlaffen wir es ruhig anderen Volkern in Rußland Geld anzulegen — sie sehen davon wenig wieder. Vor der Auswanderung dahin kann gar nicht dringend genug gewarnt werden, selbst bei scheinbar glänzenden Angeboten. sale verhängt worden. Wir, die wir in dieser ewig bedrohten .Ferzlage unseres Erdteils leben, müssen uns die Aktivität immer erhalten. Die Erziehung zum Nationalismus und Sozialismus kann nicht früh genug einsetzen. Ich mochte hier auch einiges über die berufstätige Frau sagen. Wir wissen, daß grundsätzlich Bereitschaft besteht, die Frauen an allen maßgebenden Stellen auf den ihr wesenseigenen Gebieten heran- zuziehen. Wenn das bisher nicht im großen Maße geschah, so lag das an uns und nicht an der nationalsozialistischen Führung. Die ganze Berusstätig- kett der Frau wird einem anderen Sinn unterstellt werden. Während auch die ^Berufstätigkeit der Frau in der Zeit des Liberalismus nur als Erweiterung der eigenen Persönlichkeit betrachtet wurde, erfährt sie im Nationalsozialismus eine grundsätzlich neue Bewertung, indem sie von dem (Gesichtspunkte des Dienstes am Ganzen bewertet wird. Es wird nicht mehr mr Sinn für die berufstätige Frau sein, ihr eigenes Sein durch Ausübung ihr wesensfremder Berufe zur Darstellung zu bringen. Die Frauen wer- den nicht gewaltsam aus den Berufen herausgedrängt, ich halte das für eine Erziehungsausgabe. Wenn die ganze weibliche Jugend so erzogen wird, daß sie sich nicht mehr aus krankhaftem Ehrgeiz nach ihr wesensfremden Berufen drängt, dann wird aus den Berufen die Berufung. Wenn eine Frau die tiefe Berufung hat, Aerztin zu werden, dann soll sie Aerztin roerben. Es soll jeder Frau die Möglich- feit gegeben werden, das zur Gestaltung zu bringen, was in ihr liegt. Es wird sich da vor allen Dingen um Berufe pflegender, sozialer und erziehender Natur handeln, einschließlich der Berufe, zu denen eine grundsätzliche akademisch» Vorbildung notwendig ist. Es ist oft die Frage an mich gerichtet worden, ob die Frau das Richteramt ausüben soll. Sie wissen, daß von der Partei die Parole ausgegeben worden ist, daß der Mann Richter ist, die Frau Schossin sein rann. Man hat diese Einstellung als unrichtig bezeichnet. Ich habe über diese Dinge viel nachgedacht und habe gesunden, daß diese Lösung durchaus richtig ist. Was wir bisher in Deutschland an weiblicher Richtertätigkeit gehabt haben, hat im allgemeinen au jenem Liberalismus in der Justiz geführt, aus Dem heraus man nicht mehr harte Urteile fällen konnte, und alles mit Komplexen und erblicher Belastung zu erklären suchte. Es wird auch immer wie- der ein Zug der Frau fein, das Persönliche, bas Mitteib in ben Vorbergrunb zu stellen. Aber biescs Mitleib barf für bas Gerichtsurteil nicht ausschlag- gebenb sein. Damit soll die Frau aus dem Justiz- wcsen nicht ausgeschaltet werden, sie hat als Schöffin die Möglichkeit, auch mit ihrer Einstellung an das Ohr des Richters zu gelanqen. Die soziale Arbeit wurde bisher von einem falschen Gesichtspunkt aus angefaßt. Man hat nur ben einzelnen Kranken gesehen. Man hat auch bei ben Krankenkassen vieles nach der Möglichkeit bes „interessanten Falles" beurteilt. Die ganze soziale Arbeit muß mehr barauf eingestellt werben, Krankheiten zu verhüten. Wir müssen, wenn cs auch manchmal hart ist, roieber bazu kommen, lieber einzelne unheilbare Kranke fallen zu lassen, als au» zugeben, baß bas ganze Volk verseucht wirb. All biefe Ausgaben, bie ich hier kurz skizziert habe, können nur getragen werben von einer neuen Frauenbewegung, beren Ursprungserlebnis der Na- tionalsozialismus ist. Führen können bei uns keine Halbjübinnen unb Demokratinnen, sondern Frauen, bie blutsmäßig und schicksalhaft unter dem Gesetz bes beutschen Volkes stehen. Wir müssen bafür sorgen, daß unsere Bewegung sauber bleibt unb ganz von unserem Geist aus gestaltet wirb. Das bedeutet auch eine Umorientierung der bisherigen „gnädigen Frau", die auf Nachmittagstee über soziale Fragen diskutierte, und zu Hause ihr Dienstmädchen schika- vierte. Es ist eine Tatsache, daß der Klassenkampf nicht von unten, sondern von oben kam. Die neue Frauenbewegung wird von einem Faktor bestimmt werden, den es, soviel ich weiß, bisher nur im geringen Maße gegeben hat, das ist die Kameradschaft untereinander. Ich werde gegen alles rücksichtslos vorgehen, was die Bewegung innerlich schwächt und untergräbt. Wir müssen ganz groß und fest daftehev, um durch unser Sein die anderen mitheranziehen zu können, damit aus der bis jetzt häufig nur formalen Gleichschaltung die innere Gleichgerichtetheit erwächst. Die Aufgabe, die wir haben, ist die Substanz unseres Volkes gesund zu erhalten, und ich will ganz kurz die Arbeitsgebiete skizzieren, die ich noch vor uns sehe. Dor allen Dingen wesentlich ist eine Wer über den Gotthard einfährt, bleibt immer auf einer autostrada, d. h. einer geteerten ober asphaltierten Straße, die zum Reh der pavimenta- zioni gehört. Wer vom Brenner herunterkommt, glaubt naturgemäß am sichersten zu gehen oder vielmehr zu rasen, wenn er auf der direkten, der Luftlinie entsprechenden Straße bleibt. IrrtumI Man darf nicht über Mantua und von dort nach Modena fahren, sondern muß zuerst nach Verona und dort nach Rogara fragen, das zwischen Mantua und Padua liegt. Dann hat man Die strada asfaltata (es ist zweckmäßig, sich den Ausdruck zu merken). Die änderet! Straßen sind nur geschottert und bei dem Makadamsystem weiß man nie, öl!» I n« Last. mgestaltungdesweiblichenArbeits- Di en ft es. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß die Mädelsarbeitslager nicht dazu da sind, den Männern die Knöpfe anzunähen. Das wurde früher in den Kasernen auch von den Männern gemacht. Der männliche Arbeitsdienst ist der Ersatz für die fehlende Wehrertüchtigung, cs ist selbstverständlich, daß der weibliche Arbeitsdienst in einer anderen Richtung gehen muß. Es besteht grundsätzlich das Ziel, die Arbeitsdien st pflicht für jedes deutsche Mädel durchzu setzen. Im Hinblick auf die wichtige Aufgabe der Siedlung, sollen die Mädchenarbeitslager zu Siedlerinnenschulen umgewandelt werden. Es ist eine Tatsache, daß Siedlungen an ungeschulten Frauen zusammenye- brachen sind, daß ferner Siedlungen zugrunde gingen, weil keine Absatzmöglichkeiten bestanden. Der Propaganda für deutsche Waren ist daher größtes Gewicht beizulegen. Ein weiteres, sehr wesentliches Problem ist die Entlastung der Mütter. Die bisher bestehenden Müttererholungsheime sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Diese Arbeit muß im ganz großen Maße durchorganisiert werden. Wie vie^Fa- milien sind daran zerbrochen, daß die Mutter durch Ueberarbeitung an den Rand ihrer Kräfte geriet, und nicht mehr die Kraft aufbringen konnte, Die Familiengemeinschaft zu gestalten. Ebenso wichtig sind die Ferien für Angestellte und Arbeiterinnen. Viele Frauen werden mit 30 Jahren nicht mehr angestellt, weil ihre Kräfte verbraucht sind. Es muß dafür gesorgt werden, daß diesen Frauen die Möglichkeit der ausreichenden Erholung gegeben wird. Natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen. Aber wir müssen die große soziale Arbeit des Mütter, und Juaendschutzes fest im Auge behalten. Es besteht der Plan, von der Partei aus, im nächsten Winter eine großzügige Winterhilfe in Angriff zu nehmen. Gerade wir Frauen müssen unsere Ehre darein sehen, daß der Plan unseres Führers gelingt. Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Führe- rinnenschulung. Wir haben für den weib- lichen Aufgabenkreis genau dieselbe Verantwortung, mit genau derselben Schwere, wie sie die männliche Führung für ihre Arbeitsgebiete hat. Das müssen wir den Frauen immer wieder klar machen, es geht nicht um persönliche Interessen, sondern um ihre Kinder, geht darum, ob diese Kinder mit 14 Jahren für ihr ganzes Leben stempeln gehen müssen, oder ob sie soviel Boden unter die Füße bekommen, wie sie brauchen. Unsere Jugend muß so erzogen werden, daß sie weiß, man kann gegen das Schicksal keinen Verein gründen, sondern es nur tragen aus einer letzten Kraft des Glaubens. Diese Kraft des Glaubens können wir ihr vermitteln. Denn nur dadurch werden wir über die nächsten Jahrzehnte hinaus, durch unsere Arbeit am Volke erneuernd und umgestaltend wirken können, daß wir wissen, wir stehen in der Verantwortung vor Gott. Vor diesem letzten Maßstab werden alle anderen Dinge klein und nichtig. Wenn wir nicht mehr weiter können, greift uns em Größerer unter die Arme. Diese letzten und tiefsten Kräfte müssen unsere Arbeit durch- trömen, daß die Menschen fühlen, wir stehen in liefet letzten Verantwortung. Wahre Enkelheimat chaffen wir! Aus Oer provinztalhauptstabt. Oie Morgenstunde. „Du soUst den Tag nicht vor dem Abend loben", sagt ein altes Volkssprichwort, und es hat leider zu oft recht. Mit frischem Mut und Der Hoffnung auf einen kommenden Erfolg begannen wir unsere Tagesarbeit, und am Abend müssen wir uns eingestehen, daß alles wiederum vergebens war. Müde und verdrossen sitzen wir beim Schein der Lampe und lassen noch einmal die Ereignisse des Tages vor unserem Auge vorüberziehen. 3a, alle Anstrengungen waren umsonst. Wir sind wieder nicht vorangekommen. Geschlagen und mißmutig begeben wir uns zur Muhe. Aber wie ist es am kommenden Morgen? 3ft nicht alles verwandelt? Liegt der gestrige Tag nicht wie ein Traum hinter uns? War eigentlich die Sache so schlimm? Liegt überhaupt ein Grund vor, nun zu verzweifeln und die Hände in den Schoß zu legen? Keineswegs! Das Gestern liegt hinter uns, es trägt seine Bürde, seine Niederlage. Wir haben es verlassen, nur ein Schimmer bleibt von ihm zurück. Es ist wie in einem Buch, in dem wir weiterblättern. Viele Seiten haben wir schon gelesen, vor uns liegen neue, ungelesene Blätter. Das Gestern gehört zur Vergangenheit, und nur wenn wir alt sind, wenden wir uns mehr und mehr dieser Zeit zu. Aber alles, was uns gestern noch mit Sorge erfüllte, das löscht der neue Morgen weg. Wir sind erfrischt von der Ruhe der Nacht. Wir öffnen das Fenster und atmen in tiefen Zügen die frische Morgenluft. Der junge Tag will uns grüßen. Sind die Menschen am frühen Morgen nicht freundlicher, hoffnungsvoller? Klingt ihr „Guten Morgen!" nicht ganz anders als das müde „Guten Abend!"? Das Leben auf der Straße erwacht. Die ersten Milchfuhrwerke kommen gefahren, die Bäckerburschen tragen die noch warmen Brötchen aus. Kinder gehen gemächlich plaudernd mit ihren Ranzen zur Schule. Aber sie haben immer noch Zeit, jedes Fuhrwerk, jedes Auto zu besichtigen. Nur ganz zuletzt kommen noch einige Nachzügler. Sie allein erleben nicht das Glück der Morgenstunde. Für sie ist das ganze Leben eine Hetzjagd, nur weil sie vergessen haben, sich eine Viertelstunde früher zu erheben. — Aber die eigentlichen Morgenstunden, die uns wirklich befreien und beschwingen, liegen doch noch vor dem Beginn des Arbeitstages. Es sind die Stunden Der Zeit des Sonnenaufgangs. Wieviel Menschen sehen die Sonne täglich aufgehen? Muß sie nicht erst ihre Strahlen in unser Schlafzimmer schicken, damit wir erwachen? Ja, wer spät um Mit- ternacht sein Lager aufsucht, wer in lustiger Gesell- schäft die Nächte verbringt, der kann Die Morgenstunden nicht genießen. Sie winken nur dem, der früh zur Ruhe geht. Er allein kann im Morgengrauen die schlafende Stadt verlassen und in den Anlagen oder draußen im Walde den Morgen erleben. Das ist die „Herrgottsfrühe", in der der liebe Gott noch auf Erden weilt. Das sind die Stunden, in denen, nach der kühlen Nacht die Tautropfen wie Diamanten an den Gräsern funkeln, das sind die Stunden, in denen die Blütensterne der Blumen sich öffnen, um die ersten Sonnenstrahlen willkommen zu heißen. Und in jenen Stunden des erwachenden Morgens fingen die Vögel am eifrigsten, die Luft ist noch herbe und frisch, und ein leichter Wind huscht durch die Wipfel der Bäume. Solch köstliche Frühe stärkt und kräftigt. Da verfliegen alle trüben Erinnerungen an das Gestern von selber, da liegt nur noch der sonnenstrahlende Tag vor uns. Da fühlen wir tausend neue Kräfte in uns aufsteigen. Alle Hindernisse, alle feindlichen Gewalten werden wir besiegen. Diesen Glauben, diese Zuversicht kann uns nur die frohe Morgenstunde geben. Wir grübeln nicht mehr, wir denken nicht zurück. Wir hoffen aufs neue. Ein Abglanz des blauen Himmels/ ein Ton der singenden Vögel, ein Duft der blühenden Blumen, sie niften sich fest in unserem Herzen ein. Wir kehren befreit nach Hause zurück und beginnen den Tag in neuem Glauben an das Leben und an die Zukunft. „Aus der wachen Morgenzeit blüht des Lebens Heiterkeit! — Sieh, du schreitest wie mit Schwingen und wirst froh dein Werk vollbringen!" B. Oer Ehef-Neiterfirhrer der SA. und SS. (Obergruppe 5). Rittmeister a. D. Freiherr Roeder von Diersburg, der Chefreitlehrer des Landesverbandes der Hessischen Reit- und Fahrvereine ist, wie wir hören, zum Stabe der Obergruppe V in Frankfurt a. M. getreten. Er ist beauftragt worden, als Chef-Reiterführer das gesamte Reit- und Fahr- wesen der SA. und SS. im Bereich der Obergruppe V ausbildungstechnisch zu leiten. Das Arbeitsgebiet der Obergruppe V umfaßt die Gruppen Thüringen, Westmark mit Koblenz-Trier und Pfalz-Saar, Hessen und Südwest, also die Provinz Hessen-Nassau, den Volksstaat Hessen, sowie Baden und Württemberg. Führer der Obergruppe V ist Obergruppenführer von Jagow in Frankfurt am Main. Landestreffen der NSBO. Heffen-Aaffan! Die NSBO.-Pressestelle Gau Hessen- Rassau gibt folgendes bekannt: Am 26. und 27. August findet in Frankfurt am Main das Landestreffen der JIS3 0. statt. Vach den bisherigen Meldungen aus dem R e - gierungsbezirk M iesbaden und dem Freistaat Hessen muh mit mehr als 100000 Teilnehmern gerechnet werden. Die Veranstaltung findet ihren Höhepunkt am Sonntag, dem 27. August, mit einem riesenhaften Aufmarsch sämtlicher RSBO.-Formalionen und Gliederungen der Deutschen Arbeitsfront, an die sich eine ungeheure Kundgebung im Frankfurter Stadion anschlieht. Der Herold des Vationalsozia- lisrnus, Reichsmini st erDr. Goebbels, wird dort unter dem Motto „Volk ans Gewehr" einen flammenden Appell an die Massen richten, sie zur fanatischen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des Pessimismus auffordern und sie zur freudigen Lebensbejahung und zu einmütigem Zusammen- schluh aufrütteln. Unser Reichs st atlhalter und Gauleiter P g. Jakob Sprenger wird wegen dieser Kundgebung seinen Urlaub unterbrechen und in einer programmatischen Rede im Frankfurter Stadion die Mege weisen, wie hier im Lande die geballte Kraft der NSBO. zum Kampfe für Arbeit und Brot eingesetzt wird. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Robert Ley, hat sein Erscheinen für diesen Tag auch bereits zugesagt; Dr. Ley wird gleichfalls im Stadion sprechen. Dutzende von Kapellen werden dort spielen, Tausende Sänger unsere Kampf- lieber fingen, den Abschluß bildet ein g i g a n t i - schesFeuerwerk und Stadtbeleuchtung. heute ergeht an alle der Aufruf: „helft das Landestreffen der NSBO. als ein Fest, des deutschen Arbeiterswürdig.zuge- st a 11 e n !“ Spendet Geld auf Postscheckkonto Frankfurt 6622t Spendet Lebensmittel und Getränke zur Verpflegung der Zehntausende. Stellt Freiquartiere für die Nacht des 26. August zur Verfügung! Erwerbt das Feftabzeichen! Stellt euch zur Mitarbeit zur Verfügung! Auskunft erteilt gerne die Presse- und Propagandastelle der Gaubetriebszellenabteilung der NSDAP. (NSBO.) in Frankfurt a. M.» Kliiber- sirahe 12/11 (Tel. 740 49). ♦ Strahenverkäufer zum Verkauf der Fest- abzeichen und Festprogramme für das NSBO. Landestreffen am 27. August 1933 im Frankfurter Stadion gesucht. Schriftliche und mündliche Meldung erbeten bei SS.-Truppführer Bejen, Gau-NSBO.» Frankfurt, Ktüberftrahe 12. An die gesamte Bevölkerung in Stadt und Land. Sämtliche Bettiebspioniere, NSBO.-Dienststellen und Amtswalter sind von uns mit Sammellisten ausgerüstet worden. 3n ganz Hessen und h esse n - N a s s a u treten sie in diesen Tagen an jeden einzelnen Volksgenossen heran mit der Bitte: Spendet, opfert! wir richten an alle die herzliche Bitte, diese Sammlung nach Kräften in jeder Beziehung zu unterstützen. Die Sammlung dient als Beitrag j u mErwerb des neuen Gau-hau- {es, sowie finanzielle Lücken bei der Veranstaltung des 27. August zu füllen! Gietzener Wochenmarktpreise. * Gießen, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 Mark Kochbutter 1,— Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), das Pfund 10, Weißkraut 8 bis 10 Rotkraut 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15, (gelb) 15 bis 20, Erbsen 10 bis 12, Misch- gemüse 10, Tomaten 25, Zwiebeln 12, Rhabarber 8, Pilze 25, Kartoffeln (neue) 3 bis 4 Pf., der Zentner 2,50 bis 3,— Mark, Frühäpfel das Pfund 20 bis 25 Pf., Pfirsiche 35 bis 40, Himbeeren 25 bis 35, Birnen 15, Heidelbeeren 28 bis 35, Stachelbeeren 10 bis 15, Johannisbeeren 15, Walderdbeeren 50, Pflaumen 30 bis 35, Zwetschen 30, Mirabellen 30, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 50, Eier 8%, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken Wi bis 3, Endivien 10 bis 15, Ober« kohlrabi 5 bis 8, Rettich 10 bis 15, Radieschen das Bund 5 bis 10 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Gesangverein „Heiterkeit": 19 Uhr, ab Ludwigs- Platz, Abendspaziergang mit Familie. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Wege zur guten Ehe". — Tageskalender für Sonntag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Wege zur guten Ehe". ** Tödlicher Inse ktenstlch. Wie gefährlich giftige Insektenstiche sich auswirken können, beweist ein trauriger Vorfall der sich innerhalb dreier Tage in Mainz abspielte. Der verheiratete 33jährige Kauf- mann Emil Suber wurde am Sonntagnachmittag beim Baden im Rhein von einem giftigen Insekt in den Kopf gestochen. Es stellte sich eine starke Geschwulst ein, die den Gestochenen, veranlaßte, sofort das Krankenhaus aufzusuchen. Es wurden die nötigen Gegenmittel angewandt und der Patient erholte sich bis zum Montag derart, daß man an- nahm, er werde das Krankenhaus bald wieder verlassen. Das Gift war aber anscheinend schon stark in das Blut übergegangen, denn am Dienstagvormittag verschlimmerte sich der Zustand des Patienten und nachmittags erlag er der Jnfektton. Der Vorfall dürfte eine Mahnung dazu fein, Insektenstichen, wenn sie nicht zuverlässig als harmlos erkannt sind, alle Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Heist die deutsche Ernte sichern! Ein Mahnruf an alle Volksgenossen in Stadt und Land. Von der Hessischen Bauernkammer wird mitgeteilt: In heißer Sonne steht der Bauer und schneidet das reife Korn. Ernst stimmt ihn der Gedanke, ob er für seine Ernte einen gerechten Preis erhalten wird: muß er doch die Ernte so rasch wie möglich ausdreschen und verkaufen, um den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auf der anderen Seite sind noch Millionen deutscher Volks- genossen erwerbslos und können sich und ihre Familie nur unzureichend ernähren. Starkes Angebot trifft auf geschwächte Kaufkraft. die Preise fallen dann unter die Gestehungskosten. Das muh das deutsche Volk in diesem Jahre zu verhindern wissen, wenn es die Mahnung unseres Führers richtig verstanden hat. Zwar find die Vorräte aus der alten Ernte verhältnismäßig niedrig. Andererseits ist aber auch in den heißen Monaten der Drotverzehr nicht so stark wie in der kälteren Jahreszeit, da im Verhältnis mehr Gemüse, Obst und andere Speisen gegessen werden. Auch wird die Arbeitslosigkeit nicht mit einem Schlag beseitigt werden können. Die Verbraucherschaft kann jedoch ohne wesentliche Belastung — das tägliche Brot darf deshalb nicht teurer werden — mit dazu beitragen, daß die Getreidepreise nicht ungewöhnlich stark unterfinken. Zunächst können größere Verbrauchergruppen wie Krankenhäuser, Gasthäuser und Hotels, Speise- und Konsumanstalten, ferner die verschiedenen Zweige des verarbeitenden Gewerbes einschließlich der Industrie, des Lebensmittelhandels, sich etwas stärker mit Getreide oder Mehl eindecken, als dies unter normalen Verhältnissen wie in der Vorkriegszeit der Fall war. Oeffentliche Anstalten, die einen bestimmten 3ahres-Etat zu verwalten haben, können bereits nach der Ernte ihren Mehlbedarf zu einem mehr oder weniger großen Teil hereinnehmen. Diejenigen Verbraucherfamilien, deren Einkommen noch über dem Durch- schnitt liegt, find gleichfalls in der Lage, in ihrem Haushalt etwas mehr Mehl als gewöhnlich auf Vorrat zu nehmen. Alle beteiligten Berufe haben hiervon Vorteile, mehr Menschen können beschäftigt werden, wenn auch die Arbeiten zeitlich vorweggenommen werden, so hat dies keine nachteiligen Folgen, da sich ja unsere gesamte Wirtschaftslage langsam aber ständig bessert. Menn jeder Einzelne zu seinem Teil bas tägliche Brot des Jahres dem Bauer Im voraus abnimmt, werben bie ungünstigen Preisschwankungen ber letzten Jahre oermieben, bet Landwirt Ja$n mit einer gleichmäßigen Einnahme aus^^m verkauf seines Getreides . rechnen. Es ist dann nicht erforderlich, daß zahlreiche Dreschmaschinen in wenigen Tagen die gesamte Ernte ausdreschen müssen, während in der Vorkriegszeit den ganzen Winter über die Dreschmaschinen auf dem Dorf sich durch ihr „Brummen" vernehmen liehen. Wenn auch die Reichsregierung zahlreiche Vorkehrungen getroffen hat, um die Verwertung der Ernte zu sichern, so wird trotzdem jeder deutsche Volksgenosse gern von sich aus mithelfen. Zwar ist die Möglichkeit geschaffen, daß kurz nach der Ernte Getreide in andere Länder ausgeführt werden kann, wobei die betr. Exportfirma das Recht hat, die gleiche Menge Getreide später wieder hereinzunehmen. Man darf jedoch nicht vergessen, daß jegliches „Spazierenfahren des täglichen Brotes" den Getreidepreis mindern und den Brot- und Mehlpreis verteuern hilft. Damit ist aber weder Stadt und Land gedient. Verbraucher in Stadt und Land, sichert deshalb bem beutschen Bauer seinen verbienten Lohn, er wird es dem Volke zu danken wissen! Wer noch bessere Vorschläge zu machen weiß, der teile sie unverzüglich mit. Oie neue Verwaltung der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen-Stadt. Neubildung des Vorstandes und des Ausschusses. Auf Grund des Gesetzes über Ehrenämter in der Sozialversicherung vom 18. Mai 1933 sind, wie man uns berichtet, die Organe der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen-Stadt um- gebildet worden. Gemäß Anordnung der Kreisleitungen der RSDAP. und NSBO. wurden neben der gleichen Anzahl Stellvertreter in den Vorstand und Ausschuß berufen: Vorstand: Otto 3 u n g , 3ngenieur, Watzenborn; Heinrich Wehrum, Heizer; 3osef Si- mo n, Gasaufnehmer; Martin Seilmann, Zimmermeister; Ludwig Lembke, Kaufmann; Adolf Kurz, Oberingenieur (sämtlich Gießen). Ausschuß: Albert Thiebaut, Lagerist; Heinz Horn, Angestellter; Fritz Cawein, Schneider; Wilhelm Wenderoth, Gerber; Richard Heilmann, Haus- und Fahrmeister; Otto Leinweber, Vermessungsgehilfe; Friedr. 3akob Hey d, Kaufmann; Karl Braun, Schlossermeister; Fritz Müller, Direktor (sämtlich Gießen). Der neue Vorstand ist durch das städtische Verficherungsamt als Aufsichtsbehörde am 27. 3uli 1933 in das Amt eingeführt worden. Als Vertreter der Aufsichtsbehörde waren anwesend Verwaltungsamtmann K e i tz e r und Verwaltungssekretär Heß. Verwaltungsamtmann K e i h e r führte etwa folgendes aus: Die geistig hervorragende 3ni- tiative des Führers des deutschen Volkes, des Herrn Reichskanzlers Hitler, habe in der Umwandlung allen Geschehens auf politischem Gebiet wie auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung naturgemäß und glücklicherweise auch die Sozialversicherung erfaßt. Die äußere Bezeichnung der Bewegung, die das gesamte deutsche Volk ergriffen habe, als nationalsozialistisch, bringe zum Ausdruck, daß eine nationale Gesellschaftsordnung im deutschen Volke eine Sozialpolitik zu führen habe, die durchdrungen von starkem Nationalgefühl, den sozial schwachen Volksschichten eine Stütze im Kampf in den Nöten des Daseins geben will, die den Einzelnen in die Lage sehe, auch seinerseits aufbauend mitzuhelfen und nicht nur Nutznießer der Gesellschaft zu sein. Auch die sozial Abgeglittenen müßten von der Verantwortung ersaßt werden, daß auch er, der Einzelne, ein nützliches Glied in der Gesellschaft dadurch zu sein habe, daß er mit seinem Kapital, das ist seine Arbeitskraft, Stein und Mörtel herbeizuschaffen habe, damit der Neubau der deutschen Nation rasch vollendet werde und das deutsche Volk den Rang wieder einnehme, der ihm nach feiner hohen geistigen und kulturellen Entwicklung gebühre. Verwaltungsamtmann K e i tz e r gab sodann bekannt, daß nach dem Ausscheiden des früheren Vorstandes die Aufsichtsbehörde am 13. Juni l. I. gesetzlicher Vorschrift gemäß die Geschäfte des Vorstandes und Ausschusses übernommen habe. In dieser Eigenschaft habe die Aufsichtsbehörde u. a. folgende Maßnahmen getroffen: 1. Die Zahl der Vorstands- und AusschußmitgUe- der wurde von 72 auf 15 herabgesetzt. 2. Für das Personal wurde die geteilte Arbeits- zeit eingeführt. 3. Die Auszahlung der Bezüge an die Kassenangestellten wurde der diesbezüglichen Regelung in der Stadtverwaltung angepaßt. 4. Die Bezüge des Personals wurden gesetzlicher Vorschrift gemäß vergleichbaren Reichsangestellten angeglichen. Die dadurch bedingten Gehalts- kürzungen bringen eine monatliche Ersparnis von rund 1000 RM. 5. Die bei ber Kasse eingerichtete Selbstabgabestelle ist unter Zuziehung eines Sachverständigen aufgehoben worben. 6. Die Vorschläge der Kreisleitung der NSDAP, und NSBO. über die Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamten, tums wurden dem Staatsministerium unterbreitet. Verwaltungsamtmann K e i tz e r appellierte zum Schluß seiner Ausführungen an den neuen Vorstand, im Interesse der Finanzen der Kasse, wie auch im Interesse der Versicherten und der Arbeitgeber bei der Wirtschaftsführung ber Kasse das Ziel im Auge zu halten, wenn irgend möglich die Versicherungs- beiträge zu senken und dementsprechend auch die Lei- stungen der Kasse den Beiträgen anzupassen die Geschäftsführung im ganzen aber im Sinne' der neuen Staatsrichtung zu gestalten. Auf die zur Diskussion gestellten Ausführungen des Verwaltungsamtmanns K e i tz e r antwortete zu- nächst Oberingenieur Kurz. Er billigte grundsätzlich die vom Verficherungsamt während der Zeit der Ge- fchaftsführung der Kaffe getroffenen Maßnahmen. Da alle Anordnungen — so führte Oberingenieur Kurz aus — nach Gesetz und Recht erfolgt seien, murae es zu weit führen, in der ersten Sitzung sich m Einzelheiten zu verlieren. Der Vorstand habe in ber Zukunft noch genügend Gelegenheit, falls nötig, 3u ben einzelnen Fragen noch näher Stellung zu nehmen. Hierauf ergriff Ingenieur Jung das Wort, in Dem er ausfuhrte, daß Nationalsozialisten als Sozia- Liften auf nationaler Grundlage gemäß den Anord- nungen des Führers handeln, dem wir alle zu großem Dank verpflichtet feien, da er durch feinen giganti!cf)en Kampf den heutigen Staat herbeigeführt J00®’ *";,r — so fuhr Herr Jung fort — wollen ourtp Arbeit und Tat beweisen, daß wir berufen sind, als wahre Nationalsozialisten auf dem Platze, auf den uns das Schicksal gestellt hat, unsere Pflicht u^cn’ 3ur Mitarbeit können nur solche Ange- fteUte und Beamte berufen werden, die die Gewähr bieten, im Sinne der nationalen Regierung ihr Amt zu verwalten. Nach kurzer Aussprache erklärte sich alsdann der Vorstand mit den vom Versicherungsamt getroffenen Maßnahmen einverstanden. 3m Anschluß an diese Ausführungen erledigte der neue Vorstand eine reichhaltige Tagesordnung. Die einzelnen Aemter wurden hierbei wie folgt verteilt: Otto 3 u n g Dorslands-Vorsitzender, Ludwig Lembke, 1. Stellvertreter des Dorstandsvorsitzen- den: Heinrich Wehrum, 2. Stellvertreter des Dorstondsvorsitzenden: Martin Heil mann und Ludwig Lembke. Mitglieder der Kurkornmission; Heinrich Wehrum und Adolf Kurz. Seltner- treter der Mitglieder der Kurkommission: Luuwig Lembke und Martin H e i l m an n, Rechnungsprüfer. Die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung erfolgt durch den Dorstandsoorsitzenden in Gemeinschaft mit dem 1. Stellvertreter des Dorstandsvorsitzenden. Mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer des deutschen Volkes, Herrn Reichskanzler Hitler, schloß der Dorstandsoorsitzende die Sitzung. Spielpla t vcr Frankfurter Theater. Schauspielhaus: Sonntag, 30.Juli, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Die Jungfrau von Orleans. Schauspielhaus. Anfang 20 Uhr: Der Kampf mit dem Drachen. — Montag, 31. Juli, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Die Jungfrau von Orkans. Schauspielhaus, Anfang 20 Uhr: Der Kampf mit dem Drachen. — Dienstag, 1. August, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Der» lichingen mit der eisernen Hand Schauspielhaus: Geschlossen. — Mittwoch, 2. August, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Die, Junasrau von Orkans. Schauspielhaus: Geschlossen. — Donnerstag, 3. August, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspielhaus: Geschlossen. — Freitag, 4. August, Anfang 20 Uhr, Schauspielhaus: Der Kampf mit dem Drachen. — Samstag, 5. August, Anfang 20.15 Uhr, Römerberg: Geschichte Gottsriedens von Der- lichingen mit der eisernen Hand. Schauspielhaus, Anfang 20 Uhr: Die drei Zwillinge. Schwank in drei Akten. — Sonntag, 6. August, Ansang^20.15 Uhr, Römerberg: Die Jungfrau von Orleans. Schauspielhaus, Anfang 20 Uhr: Die drei Zwillinge. Drei Burschen wegen Diebstahls festgenommen. WEM Darmstadt, 28. Iuli. Unter dem Verdacht, eine Reihe Cisenbahnwaggon- und sonstige Diebstähle verübt zu haben, wurden drei schlecht beleumundete junge Burschen aus der Groß-Gerauer Gegend festgenommen. Bei den Haussuchungen wurden folgende anscheinend aus Diebstählen herrührende Gegenstände gefunden: ein Sack Wcizenkleic, eine große Menge 5-Pfennig-Zigaretten (Marke Overstolz), ein Stück schwerer Kostümstoff, zum Teil verarbeitet. Der Sack Kleie soll angeblich im September vorigen Jahres von einem Lastwagen zwischen Groß-Gerau und Mörfelden , heruntergefallen" sein. Wem wurden derartige Waren gestohlen? Mmsterpräsideni Dr.Werner in Ulrichstein Feierliche Weihe des § Ulrichstein, 27. Juli. Am Dienstag sand die lange vorbereitete feierliche Weihe des hier am Oriseingang von der Ohmstrahe her angelegten Adolf-Hitler-Platzes statt. Zur großen Freude der echt deutschgesinnten Vogelsberger De- völkerung war Ministerpräsident Dr.Werner der Einladung zu diesem Festtag gefolgt. Ein langer Festzug bewegte sich bei herrlichem Sonnenschein durch die Sttaßen, in Denen schon viele Aerkaufsstände zum Jakobimarkt aufgeschlagen waren. Jungvolk und Schuljugend, Frauenschoft, die SA.-Formationen von hier und der Nachbarschaft gaben dem Zug das Gepräge. Auf dem Platz folgte nach der Begrüßung durch Tierarzt M e i s k i, der für die Gemeinde, wie für die NsDAP. sprach und den Ministerpräsidenten Dr. Werner herzlich bei der Feier willkommen hieß, und einer packenden Ansprache des NSBO.- Leiters Pg. B a r t o l o m ä u s - Gießen, der die Einordnung der Arbeiterschaft in das Dritte Reich gebührend würdigte, folgte die Weiherede von Pfarrer Trapp. Er hob hervor, wie selten dem deutschen Dolke Zeiten der nationalen Einigkeit unter großen Führern geschenkt worden sind. Wir Heutigen haben furchtbar gelitten unter der Zerrissenheit und Ohnmacht unseres Volkes in den ver- gangencn 14 Jahren, nachdem wir über vier Jahre lang alle Kraft eingesetzt haben im Kampf für ein freies, größeres Deutschland. Das ganze Weh ist in uns wieder lebendig, das uns nach den unseligen Novembertagen von 1918 erfaßte, als Deutschland am Boden lag, verblutend wie ein todgeweihtes edles Wild, nicht von Jägern waidgerecht erlegt, sondern von einer Schar gemeinen, eklen Raubzeugs erbärmlich niebergeriffen. Das furchtbare weh traf damals viele Ins her;, einem unter ihnen ließ es die Seele stark werden, erfüllte ihn mit schier übermenschlichen Kräften, lieh ihn feine ganze Lebensarbeit ein- sehen für die Einigung unseres Volkes: Dieser eine war unser Volkskanzler Adolf Hitler, der unbekannte Gefreite des Weltkriegs. Er, der Heros und Führer unferes Volkes, hat mit übermenschlicher Kraft das Werk unserer Einigung vollbracht, wir sind heute wieder durchglüht von Stolz, dem deutschen Volk angehören zu dürsen, das so reichbegabt ist auf vielen Gebieten, so vorbildliches geleistet hat für die Welt in friedlicher Arbeit, wie durch kriegerische Tüchtigkeit. Adolf'Sitler'plaheS. Bei dieser reichen Begabung scheint eines bei uns au kurz zu kommen: der politische Sinn, die Fähigkeit zur Dolkwerdung, spät erst sind wir ein einiges Reich geworden. Da scheint unse^ großer Dolkskanzler uns geschenkt zu sein, diesen Sinn bei uns zu wecken, politische Erziehungsarbeit an uns zu leisten, damit wir zu einem Volk zusammenwachsen. Großes hat er in der Einigung schon geleitet, die Parteien sind heute zerschlagen, die so viel Unheil über Deutschland gebracht haben. Darum gilt es, mit deutscher Treue hinter dem großen Kanzler zu stehen, dessen Namen der Platz tragen soll und mit aller Kraft in feinem Sinn zu arbeiten. Während der nun folgenden Weihe des Platzes läuteten die Glocken. Die Kapelle spielte einen Vers des alten Trutzliedes „Ein feste Burg ist unser Gott". Darauf legte der Redner ein Treugelöbnis «um Dritten Reich ab und schloß mit einem Dreisachen, begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten, den Reichskanz- ler und Ministerpräsident Dr. Werner. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes und einem Schü- ler-Sprechchor nahm sodann, stürmisch begrüßt, Ministerpräsident Dr. Werner das Wort. Er gab einleitend seiner herzlichen Freude Ausdruck über bie Schaffung eines so schön und würdig hergerichteten Hitler-Platzes Dann sagte er u. a.: Unter der Führung des Kanzlers ringt bie deutsche Seele s i ch los von allem, was i h r wesensfremd ist, von Neid und Gehässigkeit. Diele Volksfeinde und Vertreter des Judentums sind ins Ausland geflohen, das Gift, das sie gegen uns verspritzen, wird wirkungslos abgleiten. Ueberall geht es aufwärts In Deutschland, wird Arbeit und Brot geschossen. Auch für den Dogeisberg ist schon manches geschehen, Treue wird ihm mit Treue vergolten. Die wahre Volksgemeinschaft ist jetzt erreicht, für die er (Redner) von jeher mit feinen Freunden gekämpft habe. Die Rede wurde mehrfach von starkem Beifall unterbrochen. Sie schloß mit dreifachem Heil auf den Reichspräsidenten und den Reichskanzler, das jubelnd ausgenommen wurde. Bürgermeister Geiß nahm mit bewegten Worten den Platz in die Obhut der Gemeinde. Die Frauenschaft gelobt, für den Platz zu sorgen. Der Männer- gefangnerem trug noch einen Chor vor, und mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes schloß die eindrucksvolle Feier. STirAfitfte Nacbficksten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 30. Juli. 7. Sonntag noch Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Psr.Mahr: zugleich Christen« lehre für die Neukonfirmierten der Matthäus« gemeinde: 9.30: Psr. Becker. — Johanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer: zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten der Vufasgemeinbe; 9.30: Pfarr« affistent Dörfern; 20: Bibelbesprechung im Johannes« (aal; Missionar Walther.— Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde. — JJetrus- kapclle. 9.45: Pfr. Bechtolsheimer. — wiefcck. 9.30; Hauptgottesdienst; Kollekte. — Großen-Buseck. 10; Gottesdienst: 11.30: Feldgottesdienst aus „Hohenberg". — Oppenrod. 13: Gottesdienst. — Steinbach. 10. — AIbach. 8. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Christenlehre für die weibliche Jugend: 10.15t Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottes- dienst: anschließend Verpflichtung der Kirchen- gemeinbcDertrctung und Wahl des Kircbenvorstan- bes. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 11: Christenlehre für die weibliche konfirmierte Jugend. — Hausen- ©arbcntcld). 13: Hausen; 13: Garbenteich. — watzen- born-Steinberg. 10.30: Hauptgottesdienst; 11.30: Kinderkirche. — Grüningen. 9.15: Hauptgottesdienst. — Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; Posaunenchor; 14: Stiftspfarrer Draudt. katholische Gemeinden. Samstag, den 29. Juli. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag den 30. Juli. 8. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommu« nion; 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. — (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt; 20> Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Donnerstag, den 3. August. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. Freitag, den 4. August. Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt. — Lich. 6.15: Segensmesse. Oeffentlldjer Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in bringende« Notfällen Telefon 01. - Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterbienst 8 bis 21 Uhr. . Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Frl.vr. Gürtler, vr.Neumann-Spengek. Zahnarzt: Dr. med. dent. Wertheim. I Apotheke: Pelikanapotheke. Unser Saison-Schlußverkauf beginnt Montag, den 31. 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Trotzdem kein Sonderbeitrag erhoben wird, sollen die Mitglieder für ihre Angehörigen auch zukünftig die hohen Mehrleistungen erhalten. 4. Es soll auch in Zukunft keine Zuzahlung des Mitgliedes für dieArzeneien der Au- gehörigen in Frage kommen. 5. Auch die Leistungen für unsere Versicherten sollen itodi weiter ausgebaut werden, wie das in den letzten Tagen schon geschehen ist. 6. Ter einheitliche Beitrag für Männliche und Weibliche, für Verheiratete und Ledige soll gleich bleiben nach dem Motto: „Einer für Alle und Alle für Einen." Alles das wäre unseren Versicherten bei einer Fusion verlorengegangen! Die Situation ist geklärt: Die Kaufmännische Krankenkasse Halle (Saale) wird auch fernerhin zum Segen ihrer 200000 Versicherten wirken. Unsere Leistungen und Beiträge sprechen für sich, denn sie entsprechen dem nationalsozialistischen Programm. 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Fast gespenstisch wirken vor uns in dem wesenlosen Blaugrau die dunkeln Silhouetten der drei Aalsstcherboote, ihre gedrungenen Körper sind durch die breit aufgehihten rostbraunen Fangnetze seltsam verzerrt, und sie scheinen in einem Nichts zu schweben, so vollkommen gehen die Töne des Atmosphärischen mit denen der Spiegelung zusammen, nur das Zittern der nadelfeinen Llchtreflexe von den kleinen Bootslaternen im Wasser läßt uns die Fläche empfinden. Die Stille um uns ist allumfassend, kein Windhauch rührt die wie erstarrten Kronen der mächtigen alten Alferpappcln, hinter denen jetzt die leuchtenden Farben des Abends langsam verblassen, und es ist, als hielte die Ratur eine stille Stunde der Andacht ab. Ruhig ziehen die Wirbel des Stromes und manchmal klingend gedämpft von einem der Boote dort vorne die melancholischen Klänge einer Ziehharmonika. Licht auf Licht blitzt an den Alfern des Stromes auf und langsam wird aus der blauen Stunde die Rächt Aber immer sitzen wir noch auf der Kribbe, gluckt und schwatzt das Wasser um uns. Auf dem Fluh ist es lebhaft geworden. Motor- boot nach Motorboot, alle festlich illuminiert mit vielfarbenen kleinen Laternen und Lampions ziehen langsam stromauf, Remagen zu, wo heute tine Rheinbeleuchtung ihren Anfang nehmen soll: dazwischen viele kleine Paddelboote und einmal ein mächtiger prächtig erleuchteter Personendampfer der „Köln-Düsseldorfer", Festmusik tönt, fröhliche Rheinlieder klingen herüber und rauschend fallen die Dampferwellen an das Alfer. Dann wird es wieder ruhig, in dem Dunkel der Alferbäume wispert und lacht eine froh bewegte Menge. Bon der Godesberger Alferpromenade, an deren Häusern Reihen von kleinen Lampen wie Perlschnüre leuchten, klingt gedämpft die flotte Tanzweise einer Hotelkapelle. Langsam vergeht eine halbe Stunde. Dann steigt hinter den Bergen langsam die volle Mondscheibe herauf... Wanderfahrten. Caubadjcr Wald — Kiliansherberge — hoherodskopf — Schollen. Mit dem Frühzug fahren wir nach der anmutig gelegenen Station Laubacher Wald, wo wir unsere Wanderung beginnen. Wir folgen zunächst blauen Ringen durch den Wald nach dem Lagerhaus. einem bewirtschafteten Forsthaus, hinter dem noch die Kirchenruine des vor Jahrhunderten untergegangenen Dorfes Ruthard- Haufen zu sehen ist. Weihe Ringe leiten uns jetzt auf guter aussichtsreicher Landstraße zur Kiliansherberge, um von hier, jetzt ohne Zeichen, die Strahe über Betzenrod nach Götzen einzu- schlagen, wo wir auf die Staatsstrahe gelangen. Wir folgen vorerst grünen Strichen, später blauen Dreiecken, die uns am Ludwigsbrunnen mii hübschen Fernblicken vorbei und an den Hängen der Feldkrücker Höhe entlang zur Poppenstruth bringen. Bon hier gehen wir dem rot-weihen Band nach durch den prächtigen Oberwald hinauf zum Hoherodskopf. (3m Klubhaus des BHE gute Alnterkunft.) Zum Abstieg nach dem Endziel Schotten wählen wir grüne Ringe über Breungeshain und Michelbach Dauer der Wanderung etwa 6'/, Stunden. Bad-Rauheim — Forsthaus Dinlerstein — Kapersburg — Saalburg — Homburg. Born Bahnhof Rauheim (Sonntagskarte) aus durchschreiten wir die schöne Badestadt, um am Ausgang schwarzen liegenden U zu folgen, die uns an Hof Hasfelheck vorüber in anderthalb Stunden nach dem Forsthaus Winterstein (mit guter Wirtschaft) führen. Dis zum Schnittpunkt blaue Striche, denen wir jetzt folgen, bleiben wir auf der seither begangenen Markierung und ge- langen nach etwa einer Stunde zum Römerkastell Kapersburg, deren von Professor Helmke verständnisvoll hergestellte Anlagen wir eingehend besichtigen. 3n einer Blockhütte sind Erfrischungen zu haben. Gelbe Striche, ba'd darauf wieder das liegende U, führen uns stets am Pfahlgraben entlang, der hier noch gut erhalten und stellenweise sehr hoch ist, in einer Stunde zur idyllisch gelegenen Lochmühle (Gastwirtschaft). Bon hier leiten uns weihe Rechtecke auf viel begangenem Wege in einer halben Stunde zur Saalburg, einem der größten und wichtigsten Limeskastelle. Zur eingehenden Besichtigung empfiehlt sich die Anschaffung eines Führers, der dort erhältlich ist. Alm den Aufenthalt in Homburg, dem reizvollen Kurort, entsprechend zu verlängern, benutzen wir am besten von der Saalburg die elektrische Dahn. Die Heimfahrt erfolgt über Friedberg (Karte Homburg—Rauheim lösen). Giehen — wahenborner Weg — Lindener THarf — Theodorsruhe — Giehen. Don der Alniversitäts-Dibliothek führt unser Marsch blauen Keilen nach dem Schreiberweg entlang, ein kurzes Stück am „Rizza" her, hierauf über die Wiesen nach den Eisteichen. Hier beginnt der Watzenbomer Weg, eine stille Waldschneise, dem wir bis zum Schnittpunkt mit den gelben Punkten nachgehen. Dem neuen Zeichen nach wandern wir jetzt durch die prächtigen Waldungen der Lindener Mark hinauf zur Theodorsruhe, wo sich unsere Augen von der neuerrichteten Echutzhütte an dem reizvollen Schiffenbergblick weiden. Zum Rückweg wählen wir das rote T, das uns auf lauschigen Wald- pfaden, später am Dailschen Tonwerk vorüber, nach etwa dreistündiger genuhreicher Waldwanderung wieder nach der Stadt bringt. Belastung, und insbesonders, wenn sie so gut verteilt ist, wie es durch einen Rucksack geschieht, ist für die Atmung und Haltung nur vorteilhaft. Ebenso müssen Wanderschuhe keineswegs federleicht fein. Die Bewegung des Deins, der Schwung und die Schrittweise wird durch einen etwas schwereren Schuh gleichfalls gut beeinflußt. Dagegen ist vor Gummisohlen und Gummiabsätzen beim Wandern zu warnen. Denn das Ergebnis ist immer so, dah man nicht bloß das Gefühl hat, auf weichem, sumpfigen Boden zu marschieren, sondern daß tatsächlich den Fußknochen ganz ungewohnte und ermüdende Bewegungen zugemutet werden. Da ist schon der mit Nägeln beschlagene Schuh bester, schon deshalb, weil er Sicherheit gegen Ausglciten gibt. Die wahre „Belastung" des Körpers erfolgt durch eine ungeeignete Kost beim Wandern, durch ungenügenden Schlaf, durch Ucberanftrengung. Meistens ist die Ursache der Ucberanftrengung die, daß man nicht genügend kleine Rasten in den Marsch einlegt. Eine weitere Belastung des Körpers ist ungeeignete Bekleidung. Die Ausdünstung durch die Haut ist ein wichtiger Vorgang beim Marschieren. Beim Marschieren an heißen lagen kann man sich auf doppelte Weise wundlaufen. Einmal kann durch ungeeignetes Schuhwerk, durch ungeeignete Strümpfe am Fuße selbst eine kleine schmerzhafte Rötung, dann eine Blase entstehen, die besonderer Behandlung bedarf. Dann aber kann auch ein Wundlaufen an jenen Körperpartien auftreten, bei denen sich Fleisch an Fleisch reibt. Das sind die Oberschenkel und die benachbarten rückwärtigen Partien des Körpers. Wenn infolge der Hitze diese Partien feucht werden, wenn sie überdies etwas reichlicher entwickelt sind und sich zu stark aufeinander scheuern, dann entsteht eine oft recht starke Reizung der Haut. Mit dem Marschieren ist cs dann eine schlimme Sache, man wird gezwungen, cs für einige Tage sein zu lassen. Der „Wolf" ist da! Wer marschiert, sollte es sich zur Regel machen, diese gefährdeten Partien vor dem Marsche mit einer dünnen Schicht von Vaseline zu bedecken, die die Reibung auf ein Mindestmaß herabsetzt. Besonders dickere Personen dürfen dies nie unterlassen. Am Abend nach dem Marsche eine Waschung, aber immer ausgiebig Puder streuen, um die Haut trocken zu halten. Ist einmal der Wolf da, dann schone man einige Zeit die entzündeten Stellen, d. h. man mache wenig Bewegung. Dann Aufträgen von Zinksalbe und darüber eine dickere Schicht von Puder über Nacht. Am Morgen mit Kamillentee abwaschen und wiederum salben und pudern. Falls die Schmerzen sehr groß sind, dann einige Stunden kühlende Umschläge mit kaltem Kamillentee. Reiseliieraiur. — Meyers Reifebücher: Oehtalund Stubai. Mit 6 Karten, 1 Plan und 3 Rund- sichten. Kartoniert 3,70 Mk. 1933. Dcrlag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. — (555) — Das Bändchen behandelt eine der reizvollsten Hochgebirgsgegenden Tirols, in der Bergsteiger und Skifahrer gleichermaßen Erholung und Genuß finden, das Reisegebiet zwischen Inntal und Etschtal und zwischen Brenner und Rescherrpaß. Der Band zeichnet sich durch eine gerade für die alpine Dergtouristik besonders wertvolle Ausführlichkeit der Tourenbeschreibung aus. Wertvolle Ergänzungen find die kurze Schilderung der wichtigsten Zugangswege für Bahn oder Auto und übersichtliche Zusammenstellung der Sommerfrischen und Wintersportplähe sowie der lohnendsten Skitouren. Dazu Karten, auf denen auch die Autostraßen deutlich markiert find. Wandern stärkt den ganzen Menschen. Gin wertvolles Mittel zur Erhaltung der Volksgesundheit. Sport bedeutet Uebung des Körpers, Anregung feiner Funktionen und Steigerung feiner Leiftungs- föhigkeit. Das Wandern gehört zu jenen Arten von Sport, die man als „ruhige Dauerübung" bezeich- net. Das heißt also, daß die Uebung durch längere Zeit hintereinander fortgesetzt wird und daß sie in Ruhe, in einer den Körper wenig beanspruchenden Art erfolgt. Man wandert stundenlang, aber man betreibt nicht stundenlang Hochsprung. Während beim Hochsprung eine plötzliche Anspannung der Körperkräfte erfolgt, werden beim Wandern die Kräfte in milder, allmählicher Art zur Leistung herangezogen. Kann cs einen besseren Sport für Menschen geben, die das jugendliche Stadium der gärenden Kräfte schon hinter sich haben? Doch ist damit keineswegs gesagt, daß das Wandern nicht auch für die Jugend von großem Vorteil ist. So hat man sestgestellt, daß nach achttägigen Wanderungen bei jungen Leuten, besonders im Alter der beginnenden Reife, eine stark anhaltende Zunahme des Körpergewichts erfolgte. Für Jugendliche ist überdies das Wandern eine Sportübung, die ganz allgemein Konstitution des Körpers fördert. So wird z. B. durch das Wandern ein besonderer Reiz auf das Wachstum des Herzens ausgeübt, das Herz also leistungsfähiger gemacht. Man konnte beobachten, daß blutarme Kinder, die infolge dieses Blutmangels ein zu kleines Herz hatten, durch Wanderungen die Blutarmut verloren und daß ihr Herz eine normale Größe erlangte. Beim Wandern werden wie bei jedem Sport eine Reihe non Muskeln in Tätigkeit gesetzt. Die Wirkung dieser Muskelarbeit ist aber ganz verschieden, je nachdem ob sie non einem marschgewohnten oder marschungewohnten Menschen geleistet wird. In beiden Fällen arbeiten die Muskeln, und es entstehen bei der Arbeit gewisse chemische Stosse, die I sich schließlich als Ermüdundsstofse geltend machen. Aber während beim Marschungewohnten diese I Stoffe, zu denen wahrscheinlich besonders die arg- beleumundete Harnsäure gehört, in großer Menge entstehen und recht schwer das Blut belasten, erscheinen sie beim Trainierten in viel geringeren Mengen und machen kaum Beschwerden. Die Be- laftung des Blutes mit diesen Stoffen macht sich nach einer ersten Wanderung durch eine Art kleines Fieber bemerkbar. Es tritt auch ein foyenannter „Muskelkater" am nächsten Tage auf, Steifheit und Schmerzhaftigkeit der Muskeln. Ein zweites wichtiges Training bei der Wände- rung ist das der Lunge und das des Herzens. Die Lunge lernt kräftiger und regelmäßiger zu atmen, sie lernt außerdem bei einer längeren Anstrengung ruhig und rhythymifch weiterzuarbeiten. Ein Umstand, der für den Körper von größter Wichtigkeit ist. Durch die langandauernde, gleichmäßige Atmung wird der Körper einmal in ausgiebiger Weise von der Kohlensäurenansammlung in seinem Innern befreit, das Blut kreist schneller, dadurch wird viel mehr Sauerstoff herangezogen. Der englische Physiologe Edward Smith hat die Luftmenge bestimmt, die der Mensch in der Zeiteinheit unter verschiedenen Verhältnissen einatmet. Dabei ergab sich, daß er im Sitzen 1,18, im aufrechten Stehen 1,33; beim Gehen (vier Kilometer in einer Stunde) 2,43 und beim Laufen (zwölf Kilometer in einer Stunde) 7,02 Kubikmeter verbraucht. Es ergibt sich also dabei, daß man bei einer Wanderung von vier Stunden ebensoviel Sauerstoff zu sich nimmt wie bei einem Laufe von einer Stunde. Ein Marsch von vier Stunden ist aber für den normalen Menschen fast gar keine Belastung. Während ein Lauf von einer Stunde eine ungeheure Belastung ist. Hier sieht man ganz deutlich die Vorteile, die das Wan- dem als ein „ruhiger Dauersport" aufweist. Wer wandern will, mache seinem Körper das Wan- | dem möglichst leicht. Das will nicht sagen, daß man > den Rucksack scheuen soll. Im Gegenteil, eine gewisse I das obcrbefL'Jlotcnbiira nllninilrU -Bahnst.v Arantturt/M UUUlliyUI i'/rBnbnstundc v Gießen Herrl.2ommerfri>'ctie.AliSgedel)nte Laubund Radciwaldungen Hübsche Spazier- gange.AlsAuienthZ.Erholungsbedürftige beiond.geeignet u.nern besucht.Gesundes Klima m.srncherHvbenlun.Bolle Pension in nuten Häusern 3,50—5 RM Pauschal- autcntbalt für 1—4 Worb, a.26—90 RM Prospekte durch d. BerkebrSoerein ,<„d Sommeraufenthalt am Fuße des Vogelsberges, außerhalb des Dorfes, anerkannt gute Verpflegung. Bei 4 Mahlzeiten Mk. 2.50. Anna Seim, Lardenbach (Oberh.). Tel. Mücke 15. Erholungsheim Eichhof Lauterbach (Hessen) lOMinutenv. 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Ich darf Ausdruck geben, bundenheit A a tionalsoz Sympathie ' cherheit gegeben Wohlfahrt i des Aufbaues al In aufrichtige! SiMMi Haag, 29. 3 Jnternationc vormittag in äffen; in dem am 3. ju/i ren im beutfdj wegen her 'Hgrai fdjen ÜJlinberlje merellen betann oier Stimmen 1 Wn Antrag auf Er gungdes status quo Der Terichishas Stellungnahme dan einer einstweiligen der Klage Halle gehe aber der de die Klage hir gierung gefordert der Durchführung eignungen abfeher jeglicher Enteignui Bon zuständige« es sich, wie aus d Eeht, um eine p cheidung har lusgang des vor Gerichtshof schwe -llleife präjub Die Enizie (Staate $"e Sm™mi Q"*en jst° 2 die raiiiL 9 e n beui Ä t> beu4nUnti,011 ebensok.-,3ett di- iSÄÄ oder sich 2te'm ’S bN emalt b^e de eines haben Aerbr?^'en wie in eJ/?5 M obträ ij>L Der to'h c n JJ dsK.S w'ders7/cht fle toirö J p r e d) e n h m*• Wenn J n6e 5rL0PagQh ,n Den