Nr. 125 Erstes Blatt 183. Jahrgang Montag, 29. Mai 1953 Erschein» tflgltd), außer Sonntags und Feiertag« Beilagen: Die Illustrierte Diegener Familienbiälter Heimat im Bild ■ Die Scholle monats«Be$ug$prels: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. metzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrilck und Verlag: vrühl'sche UniverfitätL-vuch- und Steinörudcrei K Lange in Siehrn. Zchnstleitung und Geschäftsstelle: Zchlllltratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm HSHe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- hlameanieigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für'Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für denAn» zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. OieVerkehrssperrezwischendemReichundOesterreich Eine Kundgebung der NSDAP. Oesterreichs. Berlin, 27. Mai. (ERB.) Die Landcsleitung der NSDAP. Oesterreichs erläßt zu der Verordnung über den Ausreisefichtvermerk für Oesterreich eine Kundgebung, in der es u. a. heißt: Die verantwortlichen Stellen des Reiches sind sich durchaus der schweren Folgen bewußt, die diese Maßnahmen für den ohnedies schwer notleidenden Fremdenverkehr Oesterreichs und die von ihm abhängigen Volksteile nach sich zieht. Sie bedauern diese Folgen im Interesse der unschuldig betroffenen deutschen Volksgenossen in Oesterreich aufs tiefste, aber nachdem alle offiziellen und inoffiziellen Versuche, die Bundesregierung zu einer anderen Haltung gegenüber dem Reich und der nationalsozialistischen Bewegung zu veranlassen, völlig ergebnislos gewesen waren — ja sogar mit verschärften Maßnahmen beantwortet wurden — blieb dem Reich nur noch dieses letzte Mittel zur Verhütung schwerster Konflikte übrig. Die deutsche Grenze i st gesperrt. Dem österreichischen Fremdenverkehr, den zahllosen mit ihm verbundenen Existenzen und damit der gesamtösterreichischen Wirtschaft droht schwerste Gefahr. Soll Oesterreichs Volk zugrunde gehen, nur damit zum Ruhen aller Feinde des Deutschtums die Regierung Dollfuß erhalten bleibe? Die Antwort kann nur lauten: Fort mit dieser Regierung, die alles zerstört und her mit einer Regierung der nationalen Konzentration, die allein Oesterreich wirtschaftlich, politisch und kulturell vor dem Ruin zu retten vermag. Bestürzung in Tirol. Starke Mißstimmung in Frcmdcnvcrkehrs- kreisen gegen die Bundesregierung. Innsbruck, 28. Mai. (TTl.) Die Ankündi- Sung der deutschen Reichsrcgierung über die rschwerung des Reiseverkehrs nach Oesterreich hat in Tirol außerordentliche Bestür - z u n g hervorgerufen, da der Reiseverkehr in Tirol z u 72 v. H. von Reichsdeutschen bestritten wird. Die Mißstimmung in Fremdenverkehrskreisen richtet sich durchweg gegen die Bundesregierung. Als erstes Zeichen dafür, wie die Lage in Fremdenverkehrskreisen beurteilt wird, kann eine am Sonntag bei der Landesregierung in Innsbruck eingetroffene längere Kundgebung des Frenidenverkehrsvereins E h r w a l d betrachtet werden, in der der Landesregierung mitgeteilt wird, daß die Inhaber der Ehrwalder Fremdenverkehrsbetriebe einstimmig beschlossen haben, infolge der reichsdeutschen Grenzsperre ihre Betriebe sofort zu schlichen, das bereits aufgenommene Personal sofort zu entlassen und sämtliche bereits erteilte^ Geschäftsaufträge an die Kaufmannschaft zurückzuziehen. Eine weitere Auswirkung dieser Maßnahme sei die Unmöglichkeit, Steuern und Abgaben zu bezahlen. Don der Landesregierung wird gefordert, mit aller Entschiedenheit dahin zu wirken, daß die Einstellung der österreichischen Bundesregie- ning gegenüber dem deutschen Reich einer Revision unterzogen wird und daß die einseitig gegen die Rationalsozialistcn erlassenen Verordnungen zurückgezogen werden. Unter der Rückwirkung der deutschen Sichtgebührverordnung sind außer der Klagenfurter Pfingsttagung des VDA. eine weitere Anzahl von Tagungen, die für Pfingsten in Aussicht genommen waren, und bei denen Reichsdeutsche erscheinen sollten, abgesagt worden. So haben abgesagt: der Bayerische Kricgerverein die Teilnahme am Tiroler Landeskriegerfest in Wörgl, der Bayerische und Oesterreichische Gas- und Wasferfachmännerverein die Innsbrucker Iahresrersammlung, die Mitte Juni stattfinden sollte und 500 Reichsdeutsche nach Innsbruck gebracht haben würde. Auch die deutschen Hokey- fpieler werden zu Pfingsten nicht nach Wien kommen. plant Oesterreich Gegenmaßnahmen? Das Echo im amtlichen Wien. Wien, 28. Mai. (TU.) Die Christlich-Soziale R e i ch s p o st" , das Hauptorgan der österreichi- schen Ehristlich-Sozialen, erklärt die Maßnahmen der Reichsrcgierung als einen wirtschaftlichen Druck zu politischen Zwecken und als einen Der- such einer planmäßigen Einmischung in die inneren Verhältnisse Oesterreichs zugunsten einer Partei. (?) Das ganze sei ein Affront, der um so schwerer wiege, als keinem Reichsdeutschen in Oesterreich ein Leid widerfahren sei. Entsprechende Gegenmaßnahmen des österreichischen Ministerrats seien zu gewärtigen. Weiter wird darauf hingewiesen, daß die EinfuhrdcsDcut- schen Reiches nach Oe st erreich noch immer um 150 bis 200 Millionen Schilling jene Summe ü b e r ft e i g e , die der reichsdeulsche Fremdenverkehr in Oesterreich hinterlalle. Die von der Bundesverwaltung herausgegebene amtliche „CS iener Zeitung" schreibt, die österreichische Regierung habe alles getan, um die freundschaftlichen Beziehungen mit der Berliner Regierung aufrechtzuerhalten. Man verstehe nicht, wieso Oesterreich eine derartige Behandlung durch die deutsche Reichsrcgierung verdient habe, und man hoffe, daß es einem um das Gesamtdeutschtum besorgten ehrlichen Makler gelingen werde, die durch das Verbot verschärften Gegen- sähe, an denen offenbar nur die Feinde des Deutschtums einen Gefallen haben könnten, zu überbrücken. Es sei selbstverständlich, daß die österreichische Bundesregierung sich in der nächsten Sitzung des Ministerrats ausführlich mit dieser Angelegenheit beschäftigen werde. Sie werde die notwendigen Beschlüsse sine ira et studio fassen. ZRomreife des österreichischen Bundeskanzlers. Wien, 28. Mai. (TU.) Wie verlautet, wird in einem Ministerrat in den nächsten Tagen dieser Woche das Konkordat zwischen Oe st erreich und dem Vatikan endgültig genehmigt werden, worauf sich Bundeskanzler Dr. Dollfuß am Freitag nach Rom begibt. Unmittelbar nachher wird sich der Bundeskanzler nach London zur Weltwirtschastskonferenz begeben, wo er wahrschein- lich acht Tage lang weilen durfte. Die Romreise des Bundeskanzlers fällt zusammen mit einer Reise des ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös nach Rom. Nun wird zwar von christlicher-sozialer Seite gesagt, daß die Romreise des Bundeskanzlers lediglich mit der feierlichen Unterzeichnung des Konkordats zusammenhängt. Man wird jedoch nicht sehl- gehen, daß die Anwesenheit des österreichischen Bundeskanzlers und des ungarischen Ministerpräsidenten in Rom, wenn sie eine rein zufällige sein sollte, Anlaß zu politischen Besprechungen geben dürfte. MMerpräsidenl Göring besucht die Gisetrennen. Sieg der Italiener auf dem Nürburgring. Köln, 28. Mai. ($11.) Am Sonntag wurde in Anwesenheit von etwa 70 000 Zuschauern das 11. Internationale ADAE. -Eifel- rennen auf dem Rürburg-Ring zum Austrag gebracht. Im Wagenrennen der Großen Klasse siegte der Italiener R u v o l a r i auf Alfa Romeo, der die 342,15 Kilometer lange Strecke in 3:03.59 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,5 Stunden-Kilometer durchfuhr. Den zweiten Platz belegte der Deutsche v. B r a u ch i t s ch auf Mercedes-Benz in 3:03:54 gleich 109,8 Stunden- Kilometer. Ehiron (Frankreich) und T a r u f f i (Italien), beide auf Alsa Romeo, waren durch Defekte zurückgefallen und belegten den 4. bzw. 3 Platz. In der Klasse bis 1503 Kubikzentimeter siegte der Engländer Earl Howe auf Delage in 3:17:42 gleich 103,7 Stunden-Kilometer. Schnellster Motorradfahrer war der Kölner S o e n i u s auf Rorton in der Klasse bis 1030 Kubikzentimeter in 3:27:58 gleich 98,75 Stunden-Kilometer. Ministerpräsident Göring war nach der Schla- geter-Feier in Düsseldorf gegen 17 Uhr auf d e m Nürburg-Ring eingetroffen. Kurz vorher waren auch Iustizminister Serri und zahlreiche Spitzen der rheinischen Behörden erschienen. Ministerpräsident Göring hielt am Schluß des Rennens eine kurze Ansprache, in der er es als besonderes Ereignis der Veranstaltung begrüßte, daß sehr viele Ausländer zu dem großen Rennen gekommen seien. Diese hätten wieder feftftellen können, daß die zahlreichen über Deutschland verbreiteten Verleumdungen durch die Tatsache der gastlichen Aufnahme widerlegt worden seien. Eine besondere Freude sei es, daß im Hauptrennen ein Italiener den Sieg davongetragen habe, weil vor kurzem Deutschland auf einem anderen Sportgebiet in Italien gesiegt habe. Der Ministerpräsident fuhr bann im Kraftwagen die große Rennstrecke ab und nahm im Anschluß vor den Tribünen einen Vorbeimarsch der SA. und SS. sowie eine große VorbeifahrtdesNational- sozialistischen Kraftfahrkorps ab. Nach IBeenbigwtg der Veranstaltung fuhren der Minister- Präsident und der preußische Justizminister Serri weiter nach Neuenahr, um hier an dem 75. Gedenktag der Gründung des Bades Neuenahr und der Quellenweihe durch die Kaiserin Augusta teilzunehmen. Nr ein gerechtes und einfaches Steuersystem. Der Heichsfinauzmimster aus der Tagung des Bundes Deutscher Heichösteuerbeamten. Dresden, 28. Mai. (ERB.) Auf der Hauptversammlung des Bundes Deutscher Reichs» ftcueroeamten sprach Reichsfinanzminister Graf Schwerin v. K r o s i g k, der mit Nachdruck betonte, daß es nicht beabsichtigt sei, Berufsbeamten nur wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer Partei aus dem Amte zu entfernen. Entfernt würden nur gehässige und charakterlose Kritiker und Verleumder. Die Regierung könne zur Lösung ihrer Aufgabe die Hilfe von Konjunkturrittern nicht brauchen. Ebenso unbrauchbar und unerfreulich seien die Denunzianten und die, welche aus Konkurrenzneid anderen das Wasser abzugraben versuchten. Wenn je, dann komme heute der Reichsfinanzverwaltung eine ganz besondere Bedeutung zu. Ein gerechtes und einfaches Steuersystem müsse geschaffen werden. Hm die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, brauchten wir einen ausgeglichenen Haushalt und geordnete Finanzen. Vorbildliche Sparsamkeit sei angewendet bei der eigenen Verwaltung- Diese Sparsamkeit weiter zu stützen sei eine Aufgabe der Zukunft. Der Minister betonte, daß er nicht daran denke, die bewährten Grundsätze der Reichseinheitlichkeit der Finanzverwaltung antasten zu lassen. Staatssekretär Reinhardt führte u. a. aus, der Steuerbeamle und der Steuerpflichtige mühten von dem Kauderwelsch der seitherigen Steuergesetzgebung befreit werden. Mit der Vielheit und der Kompliziertheit des Steuerwesens müsse Schluß gemacht werden. Die grundlegende und durchgreifende Vereinfachung werde radikal durchgeführt werden. Das beziehe sich nicht nur auf die Reichssteuern, sondern auch auf die Steuern der Länder und Gemeinden. Alle Steuern mühten sozial gerecht und wirtschaftlich tragbar sein und mühten künftig an eine einzige Stelle zu feststehenden Terminen geleistet werden. Ebenso wie der Minister sprach sich auch Staatssekretär Reinhardt sehr energisch gegen eine Zerschlagung der Reichsfinanzverwaltung aus. Gegen böswillige Steuerpflichtige werbe mit der vollen Strenge des Gesetzes eingeschritten werden müssen. Lustsahttftagen im Abrüstungsausschuß. Genf, 27. Mai. (WTB.) Der Hauptausschuh der Abrüstungskonferenz hat die Beratung des englischen Abrüstungsplans bei den Luftfahrtbestimmungen fortgesetzt. Der Plan nimmt die vollständige Abschaffung der Militär- und Marineluftfahrt lediglich für die Zukunft in Aussicht und sieht zunächst für die Grohmächte je 503 Flugzeuge, für Deutschland dagegen auch weiterhin keinerlei Militärflugzeuge vor. Der deutsche Vertreter Botschafter R a d o l n y erklärte, die deutsche Regierung betrachte die totale Abschaffung der Militärluftfahrt, verbunden mit einer internationalen Reglementierung und wirksamen Kontrolle der Zivilluftfahrt und weiter ein uneingeschränktes Bombenabwurfverbot als das beste Mittel, um das Vertrauen der Völker untereinander wieder- herzustellen und allen auch auf dem uftgebiet die qualitative Gleichberechtigung und die gleiche Sicherheit zu gewährleisten. Die technischen Studien des Luftkomitees seien weit genug fortgeschritten, um diese Entscheidung zu ermöglichen. Der deutsche Vertreter wies weiter darauf hin, dah das Gespenst eines uf tLkriegcs besonders bedrohlich empfunden werden müsse in einem Land, das wie Deutschland stark bevölkert und hoch industrialisiert fei. An den deutschen Grenzen jtänfcen Lausende vog Kriegsflugzeugen startbereit, und Deutschland selbst verfüge nicht über ein einziges Militärflugzeug oder Abwehrmittel, um sich gegen einen Luftangriff zu schützen. Der Vertreter Spaniens, be Mabariaga, setzte sich gleichfalls für die Abschaffung der Militärluftfahrt ein, forderte aber als Gegenstück die In- ternationalifierung der Zivilluftfahrt. Der Vertreter Sowjetrußlands, Botschafter Dowgalewski, wandte sich gegen die Bestim- mung des englischen Entwurfs, wonach das L u f t • bombarbement als Polizeimittel in entlegenen Gebieten weiter gestattet werden soll. Der französische Außenminister Paul-Bon- c o u r hielt eine längere Rede, in der er abermals sorgfältig vermied, auf die Ziffern Frankreichs ein» zugehen, im übrigen aber sich mit dem englischen Plan hinsichtlich der Methodik einverstanden erklärte. Paul-Boncour trat für die Internationalisierung der Zivilluftfahrt ein und sprach sich für eine strenge Kontrolle aus. Wie Frankreich den Viererpakt abschwächen Witt. Paris, 28. Mai. kCRD.) Der Genfer Korrespondent des „Matin" will den Inhalt eines sogenannten Garantieprotokolls be- kanntgcben können, das der französische Außenminister Paul-Boncour als Ergänzung des Viercrpaktcs vorgesehen habe. Dieses Dokument, dos in Form einer diplomatischen Rote an Rumänien, die Tschechoslowakei, Südslawien, Italien, Deutschland und Großbritannien am Tage der Unterzeichnung deS Diermächtepaktes übergeben werden würde, soll folgende vier Punkte enthalten: 1. Das Viererabkommen von Rom beeinträchtige in keiner Weise die Verträge, die Frankreich mit seinenDerbün- beten verknüpfen. 2. Frankreich werde nicht zulassen, daß man irgendein Problem der territorialen Revision aufrollc. 3. Wenn man lediglich Prozedurfragen ins Auge fasse, werde Frankreich verlangen, daß diese dem ?uftänbigcn internationalen Organ, dem Vö! - erbund, unterbreitet würden. 4. 2m Völkerbund werde Frankreich für den Grundsatz der Einstimmigkeit einschließlich der Stimme der interessierten Macht eintreten. Nationalsozialistischer Wahlsieg im Gaargebiet. Saarbrücken, 29. Mai. (TU.) Arn Sonntag wurde in dem Ort Nalbach im Kreise Saarlouis die Wahl für die Gemeindevertretung durchgeführt, nachdem bas Ergebnis der Sommunalwahl vom 13. 'November 1932 wegen Wahlschwindels für ungültig erklärt worben war. Das Ergebnis der heutigen Wahl bot insofern eine Ueberraschung, als d i e N a. tionalsozialisten bie absolute Mehrheit erzielen konnten. Damit ist ber Beweis erbracht, daß auch heute schon im Saargebiet der nationalsozialistische Gedanke selbst in der breiten Masse weitgehend Fuß gefaßt hat. Das Ergebnis lautet folgendermaßen: (In Klammern das Wahlergebnis ber Kommunalwahlen vom 13. November 1932): NSDAP. 602 (83 Stimmen) 11 (1) Sitze, Ortsinteressenverein 102 (264) Stimmen 1 (4) Sitze, Zentrumsllste I 236 (576) Stimmen 4 (10) «itze, Zentrumsliste II 153 Stimmen 2 Sitze, Svz. Arbeiterpartei 74 (158) Stimmen 1 (2) Sitz, KPD. 58 (108) Stimmen 1 (1) Sitz, SPD. 62 (185) Stimmen 1 (4) Sitze. Das polnische Echo der Danziger Wahlen. Warschau, 29. Mai. (WTB.-Funkspruch.) Die aefamte polnische Presse stellt einmütig ben großen Erfolg fest, ben bie Nationalsozialistische Partei in Danzig errungen hat, wobei sie zugeben muß, bah bie Wahlen in voller Ruhe burchgeführt worben sind. Besonders nachdrücklich stellen bie polnischen Zeitungen bie vollkommene Niederlage ber Deutschnationalen Liste Dr. Z i e h m s fest, bie von allen Parteien am schlechtesten abgeschnitten habe. Das Wahlergebnis bedeute bie Verurteilung ber Politik des Präsidenten Ziehrn. Die Nationalsozialisten Danzigs wollten auch nach ber Uebernahme ber Macht bie politische Linie Abolf Hitlers fortsetzen, also: Achtung ber Danziger Verfassung unb ber mit Polen abgeschlossenen Verträge. Kurjer Poranny nennt bie Erklärung F o rst e r s, wonach bie Nationalsozialisten nach ihrer Amtsübernahme bie Verfassung unb bie bestehenden Verträge achten unb mit dem nachbarlichen Polen wirtschaftlich Zusammenarbeiten würden, ben Kern bes nationalsozialistischen Wahlprogramms. Der sozialistische R o b o t n i k schreibt, daß bie polnische Republik über bie Achtung der Danziger Verfassung wachen müsse, bie allein ber Freien Stabt Danzig Ruhe unb Ordnung garantieren könnte. » Der jetzige Völkerbundskommissar in Danzig, R o - st i n g, verläßt seinen Posten, um wieder in das Völkerbunbssekretariat zurückzukehren, wo er die Leitung der M i n b e r I) e i t e n a b t e i l u n g übernimmt. Der Spanier Askarabe, ber bis jetzt diese Abteilung leitete, ist zum fteUoertretenben Generalsekretär bes Völkerbunbes ernannt worben. Ueber die endgültige Besetzung des Danziger P o st e n s ist eine Entscheidung noch nicht getroffen. Eme kommunistische Terrorgruppe ermittelt. Burscheid, 28. Mai. (WTB.) Umfangreiche polizeiliche Ermittlungen führten zur Aufdeckung eines größeren Spreng st osf- lagere innerhalb der Stadtgemeinde Burscheid. Es wurde festgestellt, dah hier eine seit Jahren bestehende Terrorgruppe, die sich aus neun der radikalsten Elemente zusammensetzt, ihr Unwesen trieb. Gleichzeitig wurde das Vorhandensein einer nach russischem Muster eingerichteten Tscheka von vier Personen festgestellt. Von Mitgliedern dieser Gruppe ist auch der SA. - Scharführer Kehrer erschossen worden. Für ihre geheimen Versammlungen baute sich diese Terrorgruppe in einem Tannenwald einen gut ausgerüsteten Unterstand, der nebenbei zur Aufnahme politischer Flüchtlinge diente. Ein Zukall brachte die Polizei auf die Spur des Aufbewahrungsortes von Sprengstoff, der gut versteckt in einem Walde lag. Es konnte f a st ein Zentner Dynamit, das aus einem Eisenbahnraub aus dem Jahre 1931 herrührt, beschlagnahmt und sichergestellt werden. Die Täter und Helfershelfer sind ermittelt und befinden sich zum Teil in Schutzhaft. Der Rädelsführer der Bande Pallem ist flüchtig. Kunst und Wissenschaft. Generalversammlung des Kampfbundes für deutsche Kultur. In Berlin fand die Generalmitgliederversammlung des Kampfbundes für deutsche Kultur statt. Staatskommissar Kinkel, der Führer des Kampfbundes, hob in seinem Bericht über die Arbeit des Kampfbundes hervor, daß freie, sachliche Kritik durchaus nicht abgelehnt werde. Man müsse sich aber verbitten, daß Kampfgenossen mit einer Objektivität kritisiert würden, wie sie unsere Zeit nicht zulassen könne. Der Redner machte davon Mitteilung, daß Kultusminister Rust die Einrichtung einer preußischen Theaterzentrale angekündigt habe. Eine Musikerkammer solle gegründet werden, die die Zusammenfassung der gesamten deutschen Musikerschaft im berufsständischen Sinne bezwecke. Auf dem Gebiet der bildenden Künste richte sich der Kampf der Nationalsozialisten in erster Linie gegen die asiatischen Zementklötze in der Architektur und gegen jegliche reaktionäre Erscheinungen. An Plänen für die weitere Arbeit des Bundes nannte der Redner u. a. gemeinsam mit dem Reichsverband d'r Deutschen Presse veranstaltete Vortragsabende, auf denen sich die deutschen Künstler und Journalisten zusammenfinden sollen. Durch eine selbstlose Schenkung sei dem Kampfbund die Möglichkeit gegeben, in dem Schloß Neuenburg vei Freyburg an der Unstrut eine Wallfahrtsstätte für d i e deutsche nKün st ler zu schaffen. Aus aller Welt. Eröffnung der Weltausstellung in Ehikago. Unter riesiger Beteiligung wurde die Chicagoer Weltausstellung, die zur Feier des 100jährigen Bestehens Chicagos veranstaltet wurde, feierlich eröffnet. Die Ausstellung veranschaulicht die großen technischen Fortschritte auf allen Gebieten menschlicher Betätigung, vor allem in Industrie, Ackerbau, Wissenschaft und Kunst. Das Ausstellungsgelände enthält etwa 300 Ausstellungshallen, von denen die riesige Unförmige „Halle der Wissenschaft" eine der interessantesten ist. Eine weitere bemerkenswerte Ausstellungshalle ist das Reise- und Transportgebäude, in dem die Entwicklung der Verkehrsmittel vom Präriefahrzeug bis zum luxuriös eingerichteten Eisenbahnwagen und vom ersten schwachen Flugzeug bis zum modernen „Luftexpreß" illustriert wird. Aus der Ausstellung sind 17 Länder vertreten. Deutschland, das wie andere zahlreiche größere Länder sich nicht geschlossen beteiligte, ist in einer ganzen Reihe von Abteilungen durch Spezialausstellungen vertreten. Aus medizinischem Gebiete sind besonders die A u s - stellung des Robert-Koch-Jnstitutes in Berlin hervorzuheben, sowie die anatomischen Modelle des Dresdener Museums für Hygiene. Würdig vertreten wird auch die deutsche Kirchen tun st in der Halle der Religion sein. Auf kunstgewerblichem Gebiet ist Deutschland ferner vertreten durch eine Sammlung von Erzeugnissen der Meißener Porzella nm a n u f a k t u r und mehrere Spezialausstellungen deutscher B u ch - binderkunst und deutschen Buchdrucks. Die Firma Bosch-Düsseldorf wird mit einer größeren elektrischen Ausstellung vertreten sein, und die Z e i ß w e r k e, die schon vor mehreren Jahren ein Planetarium eingerichtet haben, werden an der Ausstellung dadurch teilnehmen, daß das Planetarium zugleich auch als astronomische Ausstellungshalle dient. „Graf Zeppelin" nach Rom geflarlel. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Montag um 0.25 Uhr zu seiner Fahrt nach Rom gestartet. 2ln Bord befinden sich 25 Passagiere, darunter der Reichsstatthalter von Württemberg Murr mit Frau, Das Luftschiff wird wegen der vor* ausfichtlich ungünstigen Witterung durch das Rhonetahl und dann vor Marseiile längs der Ein vctterländischerRoman vonHansVietzke Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 9. Fortsetzung. Nachdruck verboten« Wenig später steht der Minister vor seinem König. Mehr und mehr verdüstert sich das Antlitz des Monarchen, als Hardenberg, ohne von dem Papier aufzusehen, das Schreiben Porcks verlieft, dem er die den König niederschmetternde Nachricht der Konvention von Tauroggen vorausgehen ließ. Die Worte seines Generals schleudern den Monarchen in ein Meer von Angst, Zorn und ohnmäch- tigern Bewußtsein. Seine Haltung ist starr. Alles Blut weicht aus seinem Gesicht. Grau und verfallen lehnt er im Sessel. Verschwommen bringen die Worte auf ihn ein ... „Tilsit, den 3. Januar 1813. Eurer Königlichen Majestät Monarchie, obgleich beengter als im Jahre achtzehnhundertfünf, ist es jetzt vorbehalten, die Erlöserin und Beschützerin Ihres und aller deutschen Völker zu werden. Es liegt klar am Tage, daß die Hand der Vorsehung das große Werk leitet. Der Zeitpunkt muß aber schnell benutzt werden. Jetzt oder nie ist der Moment, Freiheit, Unabhängigkeit und Größe wieder zu erlangen, ohne zu schwere und blutige Opfer bringen zu müssen. In dem Ausspruch Eurer Majestät liegt das Schicksal der Welt. Die Negociations, so Eure Majestät Weisheit vielleicht schon angeknüpft, werden mehr Nachdruck erhalten, wenn Eure Majestät einen kraftvollen und entscheidenden Schritt tun. Der Furchtsame will ein Beispiel und Oesterreich wird dem Wege folgen, den Eure Majestät bahnen. Eure Königliche Majestät kennen mich als einen ruhigen, kalten, sich nicht in die Politik mischenden Mann. So lange alles im gewöhnlichen Gang ging, mußte jeder treue Diener den Zeitumständen folgen, das war seine Pflicht. Die Zeitumstände ober haben ein ganz anderes Verhältnis herbeigeführt, und es ist ebenfalls Pflicht, diese nie wieder zurückkehren, den Verhältnisse zu benutzen. Ich erwarte nun sehnsuchtsvoll den Ausspruch Eurer Majestät, ob ich gegen den wirklichen Feind vorrücke, oder ob die politischen Verhält- nisse es erheischen, daß Eure Majestät mich verurteilen. Beides werde ich mit treuer Hingebung erwarten, und ich schwöre Eurer Königlichen Majestät, daß ich auf dem Sandhaufen sterben werde — ebenso wie auf dem Schlachtfelde, auf dem ich grau geworden bin, die Kugel erwarten werde. Ich bitte daher Eure Majestät um die Riviera entlang über Genua. Liverno nach Rom fliegen. 3n Rom wird auf dem Militärflugplatz Ciampino eine Landung vorgenommen. Bei der Zwischenlandung werden Reichsminister Dr. Goebbels und Mussolini zusteigen, vielleicht auch der König von Italien. Das Luftschiff tritt dann eine zweistündige Rundfahrt an überRomund die Pontinischen Sümpfe. Die deutsche Fliegerin IHarga v. Etzdorfs in Aleppo tödlich verunglückt? Nach einer in Paris vorliegenden Meldung soll die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorfs bei ihrer Landung in Aleppo einen tödlichen Unfall erlitten haben. Ihr Apparat sei bei der Landung von einem Windstoß erfaßt und zu Boden gedrückt worden fein, wo er in Trümmer ging. Die deutsche Fliegerin habe sich selbst aus den Trümmern befreit, so daß man ursprünglich angenommen hatte, sie sei unverletzt geblieben. Erst wenige Augenblicke später sei sie ohnmächtig zusammengebrochen und auf dem Wege zum Krankenhaus gestorben. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt aus Aleppo bisher nicht vor. SS.-Sportflugzeug abgestürzt. In Hildesheim sollte ein Flugzeug des SS.- Fliegersturms Göttingen Propagandaflüge ausführen. Nach dem zweiten Start der 60 ?8.-Hirth- Klemm-Sportmaschine, die von dem Studenten Ewald Hamann, einem gebürtigen Hildesheimer, gesteuert wurde, stürzte das Flugzeug ab. Der Führer wurde schwer verletzt und mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Sein Bruder, Gerichts- tffeffor Hamann, der sich ebenfalls in dem Apparat befand, verunglückte tödlich. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt. Schweres Autounglück bei Schwäbisch-hall. Am Sonntagmorgen versagten bei einem mit über 30 Personen besetzten La st- kraftwagen in einer gefährlichen Kurve bei einem Bahnübergang die Bremsen, so daß der Wagen ins Schleudern kam und sich überschlug. Ein junger Mann wurde auf der Stelle getötet, zwei weitere lebensgefährlich verletzt. 18 Insassen des Wagens mußten mit leichteren Berlehungen ins Diakonissenhaus in Hall gebracht werden. Degen Grenzstreitigkeiten auf dem Felde erschlagen. In Heuchling (Mittelfranken) kam es während der Feldarbeiten zwischen dem Landwirt Martin Strobel sowie dessen Sohn Paul und dem Landwirt Georg Kugler und helfen zwei Söhnen und Tochter zu einem Streit wegen der Grenzen ihrer aneinander st oßenden Felder. Die vier Kugler schlugen mit ihren Feldgeräten, Sense, Schaufel, Gabel und Feldhacke, auf die zwei Wehrlosen ein. Durch einen furchtbaren Hieb mit der schweren Feldhacke wurde Martin Strobel die Schädeldecke zertrümmert, so daß er v e r st a r b. Auch der junge Strobel und ein anderer Ortseinwohner, der schlichtend eingreifen wollte, trugen schwere Berlehungen davon. Die Gendarmerie nahm die Täter fest. Weihe des Stahlhelmheims in Gießen. Am Samstag und am gestrigen Sonntag trat die Ortsgruppe Gießen des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten mit einer eindrucksvollen Veranstaltung vor die Oeffentlichkeit. Es handelte sich um die feierliche Einweihung des in der Moltkestraße geschaffenen Stahlhelmheims, um die Durchführung von Wehr- sporttämpfen und um einen Aufmarsch der Stahlhelm-Formationen unserer engeren Heimat durch die Stadt. Die Einweihung des Heims fand am Samstagnachmittag in Gegenwart des Landesführers des Stahlhelm in Hessen Kapitän a. D. Weihe, von Vertretern der Gießener Behörden und der Reichswehr, von zahlreichen geladenen Gästen und kleineren Abordnungen der Stahlhelmgruppen im Saale des Heims statt. Aus Anlaß des festlichen Ereignisses hatten sich so viele Besucher eingefunden, daß der Saal voll beseht war. Die Bilder des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg und des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler, sowie des Stahlhelmführers Reichsminister Seldte schmücken den schönen Saal an der Hauptfront. Die StahlhelmkapeUe leitete die schlichte, aber sehr eindrucksvolle Feierstunde mit dem Spiel des Chorals „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" ein. Hierauf brachte Kam. W e i n a n d h einen Vorspruch zu Gehör, in dem die hohen Ideale des Stahlhelm wirkungsvoll betont wurden. Der Ortsgruppenleiter, Oberstleutnant a. O. Loppe begrüßte sodann die Festoersammlung, insbesondere die Vertreter der Behörden, den Kommandeur unseres Bataillons Major Freiherrn von Wachter, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die Vertretung der militärischen Vereine, Vertreter des Wirtschaftslebens unserer Stadt, der Studentenschaft, der Kampfbünde und die Freunde und Gönner des Stahlhelm, weiter mit besonderer Betonung das Ehrenmitglied der Gießener Ortsgruppe, General a. D. Mohr, den Bauführer Dr. Dehner, den Gnade, bei dem Urteil, das gefällt werden muß, auf meine Person keine Rücksicht nehmen zu lassen. Auf welche Art ich sterbe, ich sterbe immer als Eurer Majestät alleruntertänigster und getreuester Untertan Iorck." Hardenberg hat zu Ende gelesen. Schweigend erwartet er die Antwort des Königs. Eine endlos währende Pause lastet. Dann sagte die nervöse Stimme des Königs, zwischen Hoffnung und Furcht hängend: „Müssen Ausweg finden, Hardenberg ... Affäre Tauroggen muß rückgängig gemacht werden!" Hardenberg antwortet sehr sachlich, sich bewußt in das Unvermeidbare fügend: „Eure Majestät — bedaure: Das Korps Porck marschiert bereits! Das bedeutet unzweideutig Bruch mit Frankreich — da wird alle Diplomatie nichts mehr helfen, Tatsachen sind nicht hinwegzuleugnen." Der König springt auf. Die schonungslose Wahrheit macht ihn wütend. „Man stellt mir Fallen, Hardenberg! ... Sind das meine Offiziere?! ... Rebellen sind das!" Seine Stimme hat eine ungewohnte Schärfe. „Diesem General Porck ist sofort seine Absetzung zuzustellen!" * Eine Stunde später reitet der Flügeladjutant von Natzmer mit allerhöchstem Befehl zum Norckschen Korps. Seit Tagen schon aber hat Porck das Oberkommando über die Provinz Ostpreußen übernommen. Sein General o. Bülow ist mit preußischen Truppen gegen Elbe und Oder aufgebrochen. Nur noch eine kleine französische Garnison liegt als Besatzung in Danzig. Ostpreußen ist frei! 10. Der preußische Kurier Hauptmann Joachim Döllnitz hat in der ersten Woche des Monats Januar die Hauptstadt Berlin verlassen. Wieder reift er unter falschem Nomen, diesmal als ein Herr Fcchner, Kaufmann aus Spandau. Es wird die letzte Reise sein, die er im Dienste seines Landes unter falscher Flagge beenden muß. Sonnenklar, mit, lichtblauem Himmel, wölken- überflaggt, liegt das ebene Land vor feinen suchenden Augen. Es ist ein milder Tag. Es könnte Dorfrüh. Ung sein. Döllnitz reitet in leichtem Trab. Seine Ge- danken springen spielerisch in Vergangenheit und Zukunft — das Herz füllt sich mit Hoffnung und Freude beim Anblick dieses Sonntags. In vollen Zügen atmet der Hauptmann die klare Luft. Die Brust weitet sich, als wolle sie unsichtbare Fesseln sprengen. Fast ein Jahrzehnt in ewigem Aufruhr, in Krieg und Kampf und nur von dem einen Gedanken erfüllt: Freiheit! — dos ist bas Los, das Döllnitz mit Volk und Vaterland untrenm bar verbindet. Sturmburdjtobte Nächte, endlose, einsame Ritte auf fremden Straßen, Not, Verfolgung, Entbehrung — feit Jahren, Tag für Tag, das gleiche. Kreisführer Dr. S ch n e i d e r mit ihren Gefolgschaften, schließlich mit besonderer Freude den Landesführer Kapitän a. D. Weiße. Der Redner wies dann weiter darauf hin, dgß das nunmehrige schöne Stahlhelmheim dank der großzügigen Unterstützung durch Frau Hauptmann Z s ch o r l i ch , die der Ortsgruppe dos Gebäude völlig kostenfrei zur Benutzung zur Verfügung stellte, durch die unermüdliche und opferreiche selbstlose Arbeit der Stahlhelmkameraden aus dem Zustande einer verlassenen Fabrik in ein gemütlich hergerichtetes Kameradschaftsheim, den Unterstand für die Gießener Ortsgruppe, umgewandelt worden sei. Dadurch habe der Frontabschnitt Gießen des hessischen Stahlhelm einen Unterstand und Sammelraum erhalten, an dem jeder Stahlhelmkamerad seine Freude habe. Der Redner dankte Frau Hauptmann Zschorlich für die hochsinnige Ueberlassung des Gebäudes, die dem Gießener Stahlhelm eine sehr wertvolle Hilfe sei, er dankte weiter allen Förderern und Spendern, die zur Ausgestaltung des Heimes durch Spenden und Beihilfen beitrugen, und dankte zum Schluß den Kameraden der Ortsgruppe für ihre selbstlosen Arbeitsleistungen, die sie dem Heim zu seiner Herrichtung angedeihen ließen. Oer Landesführer Kapitän a. O. Weiße brachte sodann zunächst den Dank des Landesfüh- rers an alle Förderer und Stifter dieses Heimes ebenfalls in herzlichen Worten zum Ausdruck. Er wies weiter darauf hin, daß der Krieg einen neuen deutschen Menschen geschaffen habe, dessen sittliches Fundament auf dem großen Fronterlebnis der Kriegskameradschaft ruhe und den Geist des festen Zusammenstehens verbreite. Wenn das deutsche Volk überall in den deutschen Mitmenschen in erster Linie immer nur zuerst den Kameraden sehen würde, dann werde die Einigkeit sicher ruhen und gefestigt, die unser großer Volkskanzler Adolf Hitler überall schaffen wolle. Auf den von der ruhmreichen kaiserlichen Armee des Weltkrieges gegebenen Grundlagen der Manneszucht und der Kameradschaft beruhe auch der feste Zusammenhalt im Stahlhelm, der seinen Dienst überall selbstlos tue, wo der Staat chn zur Hand haben wolle. Durch die —■wnwmnttr urr— Er hat den Ruhm friderizianischer Regimenter, in denen noch sein Vater bei Leuthen, bei Lobositz und Prag siegreich gekämpft hat, in Staub und Trümmer sinken sehen. Er hat Saalfeld, Jena und Auerstedt, verzweifelnd an seines Volkes Kraft, verloren gehen, er hat Schill bei Stralsund sterben sehen, hat Untergang und Erwachen in furchtbaren Jahren, im Innersten erschüttert, miterlebt. Und nun endlich wird die Schicksalswende kommen, endlich das Erwachen aus Schmerz und Qual, zu Tat und Sieg. Es wird die letzte Reise fein, zum letzten Male wird fein Wort die Herzen der Bedrückten entflammen, bann wird der Kurier der Freiheit die Rede mit dem Schwert vertauschen. Schwur und Gelübde begleiten ihn. Von Ort zu Ort wächst fein Glaube an die Tat. Die Kameraden in Berlin sind zu allem bereit, die Bürger zögern nicht mehr. Fichtes Reden an die deutsche Nation sind Zeugen vo« Mut und Begeisterung. Man wagt das freie Wort wieder, trotz aller Gewalt der Bedrücker. Die Regierung wird gezwungen werden, Stein wird endlich sein Exil verlassen dürfen, Rußland wird das Zeichen zum Aufbruch geben und der Koloß napoleonischer Willkür wird zertrümmert werden. Schon horcht Europa auf: Von Osten her kommen die Signale! Tauroggen ist wie ein Blitzschlag in die dürren Gefilde des Zweifels und Zauderns gefahren. Der Feind beginnt zu begreifen. Vertrauend noch auf Gewalt und scheinbare Macht, steht er Gewehr bei Fuß ... Hauptmann Döllnitz treibt seinen Gaul an. Es ist wie eine unbewußte Geste: Die Zeit eilt — mit Riesenschritten. Stunden, Tage sind zu drohender Entscheidung geballt. Von Etappe zu Etappe muß er sich durchkämpfen, muß Gewißheit erlangen, muh Rat und Auftrag geben für den Tag, an dem die Bataillone der Freiheit marschieren werden. Ende der Woche will er in Breslau sein. Der Tugendbund erwartet ihn. Auch hier wird alles in Bereitschaft sein — Schlesien soll der Sammelplatz der Freiwilligen werden, der Stützpunkt zur Vereinigung mit Ostpreußen, der Quell des Stromes, der mit brandenden Wogen sich in das Herz des Vaterlandes ergießen soll. Hauptmann Döllnitz weiß, daß ihm die fremden Häscher auf den Fersen sind. Jetzt heißt es doppelt wachsam fein, daß man nicht in letzter Stunde noch in ihre Hände fällt. Hat er erst Breslau erreicht, ist viel gewonnen. Treue Freunde werden ihn decken, fein Leben ist das ihre! Er hat nach Löbau geschrieben. Der Baron soll ihn in Breslau treffen. Er wird Quartier nehmen bei dem Vorsitzenden des schlesischen Tugendbundes, Professor Berger, dem fanatischsten Parteigänger, den sich die Bewegung wünschen kann. Ob Baronesse Maria ihn besuchen kommt? ... Der Hauptmann muß lächeln. Es ist ein. weiches, friedliches Lächeln, ein Zug von Glück spielt um seinen Mund. Sein Herz weitet sich bei dem Gedanken an diese Frau, bei dem Gedanken, daß nach freiwillige Manneszucht der alten Soldaten werde der Heranwachsenden Generation ein leuchtendes Beispiel gegeben und die junge Mannschaft in dem gleichen Geiste erzogen, der Deutschland groß und stark gemacht habe, denn die Manneszucht liege dem Deutschen schon im Blute. Der Führer habe dafür zu sorgen, daß dieser Geist allezeit lebendig bleibe und auch den Menschen bereit mache, selbst das letzte Opfer, sein Leben, darzubringen, wenn das Vaterland den Einsatz der vollen Persönlichkeit brauche. Hierauf gedachte der Landessührer des heroischen Heldentodes des unvergeßlichen Freiheitskämpfers Albert Leo S ch l a g e t e r, dessen Leben und Wirken und dessen Größe auch in der letzten Stunde seines Lebens, angesichts der schandvollen Mordmethoden der französischen Machthaber, er allen deutschen Menschen als leuchtendes Vorbild von Augen stellte. Gerade an dem Beispiel Schlageters zeigte er den Zuhörern die starken und segensreichen Ausstrahlungen der echten Kameradschaft und der straffen Manneszucht. Er betonte dann weiterhin, daß der Stahlhelm in völliger Freiwilligkeit bis zum äußersten hinter dem Vvlkskanzler Adolf Hitler stehe, allen neuen Rechts- und Freiheitsbeschränkungen, die man etwa in Genf gegen Deutschland heraus- bringen wolle, entschiedenen Widerstand entgegensetzen werde und dabei in dem Volkskanzler Adolf Hitler den entschlossenen und festen Führer des deutschen Volkes sehe. Zum Schlüsse betonte der Redner, daß der marxistisch-jüdische Geist der letzten 14 Jahre in keiner Weise als deutscher Volkswille angesehen werden könne, sondern daß der heutige Wille der W e h r f r e u b i g t e i t und der Wehrbereitschaft des deutschen Volkes einzig und allein als der wahre deutsche Wille anzusehen fei. Je kräftiger und stärker dieser Wehrwille zur Geltung gebracht werde, desto mehr würden auch die Verhandlungen in Genf für Deutschland erleichtert werden. In diesem Entschluß werde das deutsche Volk unbedingt fest bleiben und dadurch sich wieder ein freies, großes und souveränes Reich schaffen. (Lebhafter Beifall.) Anschließend wurde der erste Vers des Deutschland-Liedes gelungen. Se. Magnifizenz der Rektor der Landesnniverfiiäi Prof. Or. Zeß brachte hierauf die herzlichen Grüße und Wünsch« der Universität und wunschgemäß auch der übrigen Gäste und Behörden zum Ausdruck. Die Uni* versität sehe in dem Stahlhelm den Hüter und Bewahrer der besten Tradition unserer alten ruhmreichen Armee, unseres Bollsheeres im wahren Sinne des Wortes. Die Universität sehe im Stahlhelm aber auch eine der deutschen Heeressäulen, welche die nationale Erneuerung unseres Volkes ermögliche. Die Universität vertraue darauf, daß der Stahlhelm zusammen mit den anderen nationalen Verbänden und allen nationalen deutschen Menschen das feste Bollwerk auch in Zukunft sein werde, welches Deutschland mehr denn je in dieser Zeit nötig habe, um endlich die Stellung im Kreise der Völker wieder zu erringen, auf welche es im Hinblick auf seine Leistungen und seine Voltszahl, sowie ange.ichts seiner großen Vergangenheit mit Recht Anspruch erheben könne. Dem Stahlhelm wünschte der Redner am Schlüsse seiner Ansprache weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen und eine erfolgreiche Erziehungsarbeit am deutschen Volke, insbesondere auch an der jungen Generation, im Sinne und Geiste der alten Frontsoldaten, die alles dahingaben, für das eine Ziel: für Deutschland. (Starker Beifall.) Ehrengeschenke in Gestalt von Bildern ließen der Gardeverein Gießen und der MarinevereinGie- ß e n, ferner eine Beisteuer zur Bücherei des Stahlhelm die Deutschnationale Front in Gießen überreichen, wobei die Sprecher die herzlichsten Wünsche für den Stahlhelm und sein neues Heim, sowie ihre enge kameradschaftliche Jahren rauhen Kriegshandwerks eine Zeit zarten, stillen Friedens kommen könnte. Unerwartet jäh tauchen vor den Augen des Kuriers die Türme einer Kreisstadt auf. Der Augenblick der Gefahr rückt unerbittlich nah. Die Pflicht spiegelt sich eifern in feinen gewandelten Zügen. Erloschen sind alle träumenden Gedanken — die Stunde verlangt ihr Recht! * Auf der Straße von Löbau nach Breslau fährt unter melodischem Schellengeläut der bequeme Reise- |dritten mit Maria von Löbau und Jeannnette ße- fevre. Die Baronesse ist der Einladung der Französin gefolgt, um im Hause des Professors Berger selbst sich nach dem Eintreffen Joachim Döllnitz' zu erkundigen. Unentwegt sind ihre Gedanken bei ihm. Sein letzter Brief erfüllte sie mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Sie weiß, in welcher Gefahr der Kurier schwebt — wenn er in die Hand des Feindes fällt, ist sein Leben verwirkt. Kein Wort der Liebe ist je über ihre Lippen gekommen, und doch ist dieses stumme, verschwiegene Bündnis heiliger und unzertrennbarer als jedes Gesetz es vermag. Sie fühlte zutiefst die Verbundenheit mit die- fern Manne, als sie ihn das erstemal sah, da die traurige Pflicht ihn auf Schloß Löbau führte, den Tod ihres Bruders zu melden. Seit dieser Stunde begleiten ihn ihre Gedanken, seit diesem Tag weiß sie, daß ihr Herz nie einsam fein wird — auch nicht im Tode. Wie selten ward ihr in all diesen Jahren das Glück zuteil, in die Augen dieses Tapferen sehen zu können, seinen Atem zu fühlen, die Freude seiner Nähe zu spüren. Ihr Gefühl sagt ihr, was unausgesprochen blieb bisher: Auch Döllnitz liebt sie. Wenn das Schicksal ihn alle Gefahren überwinden läßt, wird eines Tages dieser herbe, verschlossene Mund sprechen, wird ein starker Arm sie umfassen — für ein ganzes Leben. Marias Blick sucht die Begleiterin neben sich. Jeanette Lefevre, Frau eines französischen Hauptmanns, Feindin, muß sie nun Freundin nennen. Seltsam, wie alles Trennende von ihnen abfiel, als das Herz sprach, wie alles Störende in Nichts zerrann, wie Haß und Schmerz dem einzigen, versöhnenden Gedanken wichen, daß Frauenschicksal bei Freund und Feind das gleiche ist ... Jeannette hat in der Einsamkeit, in einem Land von Haß und Verachtung umgeben, um so freudiger und tiefer die Freundschaft dieser stillen, zarten Frau gesucht. Wie oft hat Jeannette zurückdenken müssen an längst entschwundene Tage voll Glanz und Schönheit. Paris — Heimat--! Glückliche Tage hat sie mit Rens verlebt, als er noch Advokat war in friedlichen Zeiten. Kleines Haus im Bois, stille Stuben mit dem Duft vergangener Zeiten, Lusthaus im Park, mit blühenden Lianen und dem Ruf der Nachtigall in mondhellen Sommernächten--Heimat! (Fortsetzung folgt.) Verbundenheit mit dem Stahlhelm zum Ausdruck brachten Oer Ortsgruppenführer, Oberstleutnant a. O. Loppe, dankte hierauf allen Teilnehmern für ihr Erscheinen zu der Feierstunde, ferner für die herzlichen Wünsche und für die Ehrengaben. Damit fand die Feier ihren Abschluß. Kameradschaftliches Zusammensein Am Samstagabend vereinigten sich die Stahl- Helmer mit zahlreichen Gästen und Frauen des Bundes Königin Luise in den Räumen des Heims zu einem kameradschaftlichen Zusammensein, das bei flotter Musik der Stahlhelmkapelle, gemeinschaftlichem Liedgesana und frohgestimmter Unterhaltung allen Teilnehmern schöne Stunden brachte. 3m Verlaufe des Abends brachte Hauptmann'von Herfs, der Chef der l.Kom- pagnie unsere- Bataillons, die Anerkennung der Wehrmacht für die ausgezeichnete Arbeit des Stahlhelm in markigen unb treffenden Worten zum Ausdruck, gleichzeitig betonte er die enge Zielrerbundenheit und die ausgezeichnete Kameradschaft zwischen unserer Reichswehr und dem Stahlhelm, ebenso auch die dankbare Anerkennung der Soldaten für die Erziehungsarbeit, die der Stahlhelm zur Wiedererweckung und Festigung deS Wehrwillens am deutschen Volke bisher geleistet habe und auch weiterhin in der trefflichsten Weise vollbringen werde. Wiederholter stärkster Beifall der Versammlung gab dem Sprecher unserer Siebener Garnison starken Widerhall. Ferner hielt der Landessührer, Ka- pitän a. D. Weihe, noch eine Ansprache, in der er die deutsche Frau feierte und dabei insbesondere des Bundes Königin Luise gedachte, zugleich aber die Frauen auf forderte, ihre Männer bei der praktischen Betätigung des Wehr- Willens im Stahlhelm immer zu stärken und zu fördern. Heber den Verlauf der Veranstaltungen vom Sonntag werden wir morgen berichten. D. Red. Ser Reichsftafthaller in Oberhessen. Riesige Menschenmengen bringen dem Reichsstatthalter überall begeisterte Ovationen dar. (Eigene Drahtberichte des .Gießener Anzeiger-"). Wir berichten nachstehend über die Empfänge des Herrn Reichsstatchalters an den planmäßig festgesetzten Haupthaltepunkten. Bei der außerordentlich großen Anzahl der außerdem passierten Dörfer, die durchweg ihr Bestes gegeben haben, ist es uns leider nicht möglich ohne ungerecht zu fein, einzelne Orte noch durch Sonderbertchte hervorzuheben. Friedberg. Der Einzug deS Reichsstatthalters für Hessen, des Gauleiters Sprenger, in die ehemals Freie Reichsstadt Zriedburg gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Die geschmückten Straßen und der unübersehbare Fahnenwald in den Hauptstraßen der Stadt schufen einen Rahmen, wie er würdiger nicht hätte sein können. 3n der Burg — die dorthin führende Kaiser- straße diente im besonderen den Schulen zur Aufstellung — hatten sich die Spitzen der Parteileitung der RSDAP., des Kreisamts, der Stadt, der Behörden, ferner Vertreter der Schulen, der Beamtenschaft, der vaterländischen Verbände, Vereine, Feuerwehr, Eisenbahner usw. eingefunden, um den Reichsstatthalter zu erwarten. Auf dem St. Georgsbrunnen gruppierten sich die Fahnenträger mit ihren Bannern, ileberall leuchteten die Hakenkreuzfahnen des neuen, geeinten Vaterlandes. Prachtvoller Sonnenschein lag über dem Burghof. Gegen y.35 Llhr kam Bewegung in die Reihen der Zuschauer. SA.-Gruppen hielten in langer Kette die Fahrbahn frei; die ersten Vorboten — Meldefahrer — überbrachten Rachrichten vom Eintreffen des Statthalters. Die Welle stürmischer Heilrufe kommt näher: der Reichsstatt- halter, überallhin freundlich grüßend, ist zur Begrüßung der Kreisbevölkerung angetommenl Der Kennerblick des Reichsstatthatters geht über die Gruppen der ES. und SA. Er sieht, daß alles in Ordnung ist. Die Kleinsten überreichen ihm freudig Blumensträuße. Kurz ist der B e g r ü ß u n g s a k t durch Kreis- leitet «Seipel, der in Reichsstatthalter Sprenger nächst Göring eine der zuverlässigsten Stützen des Führers sieht. Mit dem Gelöbnis ihm die Treue 3u halten, schloß Kreisleiter Seipel feine Aus- führungen. Bürgermeister Dr. Seyd gab seiner Freude über den Besuch des Reichsstatchalters m Friedberg Ausdruck und überreichte ihm ein Album mit Bildern von der Kreisstadt. Gauleiter Sprenger stellte an die Spitze seiner Ausführungen das Gelöbnis, das Vertrauen des Führers niemals zu enttäuschen. Was er — der Reichsstatthalter — in zehnjährigem Kampfe in Hessen mit aufgebaut habe, das 'roeröe festgehalten. Der Nationalsozialismus müsse dis in die letzte Bauernstube getragen werden. Volksverbundenheit bedeute, mit dem deutschen Boden verwachsen zu sein. Der deutsche Boden werde allezeit heilig bleiben; in ihm säßen die Wurzeln der Kraft unseres Volkstums. Erdverbunden und scholleverbunden werde der Bauer auch mit dem kleinsten Stückchen Land wieder die festeste Stutze des Volkstums. Alle Stände rankten sich am beut- schen Bauerntum empor. Wir müßten wieder werben ein Volk ber stolzen freien Männer. Allen Gewalten 3um Trotz würben wir uns wieder burchsetzen, niemals wieder demütigen lassen und immer das Beispiel des Führers vor Augen haben. Mit schlichten Dankesworten an Reichsstatthalter Sprenger schloß Kreisleiter Seipel die imposante Kundgebung. Machtvoll erklang die elfte Strophe des Horst-Wessel-Liedes über den Burghof. Ein kurzes Abschiedswinken, begeisterte „Heil!"-Rufe, dann fetzte der Reichsstatthalter seine Fahrt nach Bad-Nauheim fort. Bad-Nauheim prangte in reichem Flaggenschmuck. Der Reichsstatt. Halter traf mit kleiner Verspätung ein. Er fuhr durch Buhbach. Sämtliche Häuser der Stadt Butzbach prangten gestern im Flaggenschmuck, über die Straßen zogen sich Ouirlanben, die teilweise bas Hakenkreuz in Blumenschmuck zeigten. Die öffentlichen Gebäube, namentlich bie Post unb das Rathaus, waren mit Grün bekränzt, und allenthalten in den Straßen wehten Fahnen von den Masten. Ungefähr 50 Me< ter vor der Einmündung der Weiseier Straße in den Marktplatz war die Ehrenpforte aufgebaut, die ebenso wie alle öffentlichen Gebäude mit ber Haken- kreuzsahne unb den schwarzweißenroten Farben, sow'e den Stabtfarben geschmückt war unb den Will- kommensgruß trug. Auf bem Marktplatz hatte sich bie Lanbespolizei mit brei Bereitschaften unb der Darmstädter Kapelle ausgestellt, gegenüber bie SA., so daß diese Verbände ein großes Viereck bildeten. Don hier nach der Ehrenpforte bildeten die Hitlerjugend, die Feuerwehr, Sanitätskolonne unb Krie- geroerein Spalier. Vollem Rathaus hatten die Fahnenabordnungen ber^Bereine und die Behörden- Vertreter Aufstellung genommen. Der Markt bot ein farbenfrohes, buntbewegtes Bild, als 10.15 Uhr der Reichsstatthalter unter den begeisterten Heil-Rufen ber Bevölkerung eintraf. An ber Ehrenpforte wurde er von bem Ortsgruppenleiter ber NSDAP. Butzbach, Forstassessor Schneib er, empfangen unb ihm von ber Hitlerjugenb unb dem Bund Deutscher Mädchen Blumensträuße mit finnigen Begrüßungsworten überreicht. Unter immer steigender Begeisterung durchschritt der Reichsstatthalter das Spalier, bis er zu der Landespolizei kam, wo der Kommen- deur, Major Baron v. d. Recke, Meldung er- stattete und bann den Reichsstatthalter bei bem Abschreiten ber Fronten ber Polizei unb der SA. begleitete, während bie Kapelle ben Präsentiermarsch spielte. Der Reichsstatthaller begab sich vor das Rathaus, die Adolf.Hitler- unb bie Terrassenstraße, in denen Einheimische, Kurgäste und die Schulen Spalier bil- beten unb ben hohen Besuch mit „Heil!"-Rufen empfingen, nach der Kurhausterrasse. Hier wurde er von dem Ortsgruppenleiter der NSDAP., dem kommissarischen Beigeordneten Götz, durch Generaldirektor Meier vom hessischen Staatsbab unb durch Bürgermeister Dr. A h l empfangen und schritt mit seiner Begleitung die Fronten ber aufgestellten Verbände unb Vereine ab. Dann begab er sich auf ben Balkon bes Kurhauses; Zwei große Lautspre- cher übertrugen die dort gehaltenen Ansprachen. Nach kurzer Begrüßung durch Ortsgruppenleiter Götz, ber ein breisaches „Sieg-Heil!" auf den Reichsstatthalter ausbrachte, nahm dieser selbst das Wort unb bankte allen anwesenden deutschen Volksgenossen für ben herzlichen Empfang, ben er als Treugelöbnis unb Willenskunbgebung zum beut- schen Daterlanb unb zu seinem Führer ausfasse. Er erinnerte bann baran, baß er in seinem mehr als 10jährigen Kampf für Hitler unb seine Bewegung den nationalsozialistischen Gedanken mehr als einmal in die Bevölkerung ber Dabestadt getragen habe unb erklärte, er benke vor allem an bas Fahr 1924 zurück, wo er in einer großen Kunbgebung unter Widerspruch behauptet habe, nur daraus komme es an, bah jeder Deutsche der Stimme (eines Blutes folge. Heute fei in allen deutschen Her- zen dieser Gedanke Hitlers fest verankert. Deutschland sei berufen, der Welt ein neues Gepräge zu geben, das beweise die einzigartige Feier des Tages der nationalen Arbeit. Die Führer des neuen Reiches seien aus bem Volk gekommen, unb sie würben mit ihm stets oerbunben bleiben. „Es ist meine Aufgabe", so schloß Reichsstatthalter Sprenger, „Mittler ber Reichsregierung zwischen Führer unb Volk unb zwischen Volk und Führer zu sein. Treu wollen wir zusammenstehen, e i n Volk unb ein Führer!" Nach dem Gesang ber ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes durch die begeisterte Menge fuhr der Reichsstatthalter über Nieoer-Mörlen weiter nach Butzbach. wo sich Bürgermeister Dr. Scheller ihm vor- stellte. Der Ortsgruppenleiter hielt bann bie Begrü- hungsansprache, in welcher er u. a. dem Reichsstatt. Halter für den bisherigen Kampf dankte und ihm bas Treugelöbnis ber Butzbacher Bevölkerung barbrachte. Er schloß mit einem Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten v. H i n b e n b u r g , ben Reichskanzler Adolf Hitler unb ben Reichsstatthalter Sprenger. Dieser bankte bem Ortsgruppenleitcr unb ber Bevölkerung für ben Empfang. Er wies daraus hin, daß der Führer Adolf Hitler das große Werk Bismarcks vollendet und die Reichseinheit geschaffen habe. Er werde als fein Stellvertreter dos Amt stets tm Sinne des Führers verwalten und dahin streben, daß in dem großen Reichsgeschehen das Hessenland und das Hessenvolk den seinem Wesen unb seiner Eigenart gebührenden Platz einnehmen werde. Nach- dem nunmehr der Sieg errungen sei, gelte es das ganze Volk für die nationalsozialistische Idee zu gewinnen, Parteigezänk und Parteihader seien verschwunden unb hätten in bem Dritten Reich keinen Platz, Der Reichsstatthalter schloß mit einem Sieg- Heil auf ben Führer unb Dolkskanzler Aböls Hitler. Hierauf verließ ber Reichsstatthalter unter ben bauernben Heilrufen bie Stabt, begleitet von dem Motorsturm, der den Reichsstatthalter bis an bie Kreisgrenze begleitete. Lauterbach. An der Kreisgrenze hinter Reuters wurde bie Autokolonne des Reichsstatthalters durch das RS.-Kraftfahrkorps empfangen und einem Triumphzug gleich durch die festlich geschmückten Straßen unter beständigen Heilrufen der begeisterten Menge bis zum Adols-Hitler-Plah geleitet. Am ehrwürdigen Denkmal von 1870 71 wurde Reichsstatthalter Sprenger von dem Kreisleiter Dr. Lang, seinem Adjutanten Ass. Scheer, dem Ortsgruppenführer Dr. Kissel. Reg.-Assessor Kessel und dem Vürgermeister der Stadt Lauterbach Dr. Mahr begrüßt und unter dem 3ubel der spalierbildenden Menschenmenge über einen Weg von Blumen und frischem Grün zur Freitreppe des Rathauses begleitet, wo ihin zwei Schlitzet: Mädchen in ihrer kleidsamen Tracht und Angehörige des Jungvolks Blumen überreichten. Kreisleiter Dr. Lang richtete dann an den Reichsstatthalter herzliche Worte der Begrüßung und gelobte treue Gefolgschaft dein Führer, dann überreichte er dem Reichsstatthalter Erzeugnisse des heimischen Gewerbes, und zwar ein sogenanntes Illgill (3ll-Töpfer, Gill-Reiter mit Pferd) und einen Wandteller der Töpferkunst, eine Schachtel Käse und Butter aus der hiesigen Molkerei und Erzeugnisse der heimischen Weberei. Desgleichen bewillkommnete Bürgermeister Dr. Mahr den Reichsstatthalter und verkündete unter dem Beifall der Bevölkerung. daß ihn der Rat der Stadt Lauterbach in seiner heutigen Sitzung zum Ehrenbürger von Lauterbach ernannt hat. Er übergab ihm darauf ben kunstvoll gehaltenen Ehrenbürgerbrief, ber in Schweinsleber gebunben, auf ber Dorberfeite bas alte Lauterbacher Stabtwappen zeigt, innen mit einem Stabtbilb ge> Shrnückt, unb mit einem Siegel ber Stabt aus bem ahre 1347, bas mit Bänbern ber Stabtfarben gehalten wirb, versehen ist. Der Ehrenbrief trägt Die Inschrift: „Jakob Sprenger, Reichsstatthalter von Hessen, bem unerrnüblichen Kämpfer für Deutschlanbs Erwachen, ist bas Ehrenbürgerrecht ber Stabt Lau- terbach verliehen worben. Dessen zum Zeugnis ist biese llrfunbe ausgefertigt, mit bem Siegel ber Stabt versehen unb vom Bürgermeister, ben Bei- georbneten unb bem Rate ber Stabt unterschrieben worden. — Lauterbach, ben 28. Mai 1933" (folgen Unterschriften). Sichtlich gerührt bankte Reichsstatthalter Sprenger für bie ihm zuteil geworbenen Ehrungen. Seine markigen Worte, in benen er desonbers Oberhessen als ben immer starken Hort ber Hitlerbewegung pries, fanben lebhaften Beifall. Er erinnerte an ben beispiellosen Kampf, ben bie nationalsozialistische 3bee hinter sich habe, gegen Parteiherrschast, Verrat unb Korruption. Der Nationalsozialismus werbe für immer unb ewig bem großen beutfchen Volk fein Gepräge geben; er wirb nicht ruhen unb rasten bis es in Deutschlanb nur noch eine Partei, ein Denken unb einen einheitlichen Willen gibt. Dabei aber soll bie Eigenart ber Bevölkerung erhalten bleiben. Die Stammesoerdunbenheit bes Hessenvolkes zu wahren unb zu förbern, betrachte er als seine vornehmste Pflicht. Im aläubigen Vertrauen zum Führer, Reichskanzler Abolf Hitler, soll bas angefangene Werk geformt werben zum Segen der ganzen beut- schen Nation. Seine begeistert aufgenommene Rebe ließ er ausklingen in einem breifachen „Sieg-Heil!" auf ben Re^chspräsibenten unb ben Dolkskanzler. Im Anschluß baran intonierte bie SA.-Kapelle bas Horst-Weffel-Lieb, in bas bie Bevölkerung begeistert einstimmte. Hierauf marschierten bie braunen Kämpfer an bem Reichsstatthalter vorbei. Das NS.-Kraft- fahrkorps gab bem Reichsstatthalter bis an bie Schottener Kreisgrenze das Geleit. pfingstreisenmitZestiagsrückfahrlarten Von der Reichsbahndirektion Frankfurt wird und mitgeteilt: Um das Reisen mit der Eisenbahn über Pfingsten zu verbiUigen, werden in der Zeit vom 1. bis 7. Juni sog. Festtags-Rückfahrkarten zu Eonn- tagskartenpreisen ausgegebcn. Diese Fahrkarten sind also um ein Drittel billiger als die gewöhnlichen Fahrkarten. Sie gelten in der Zeit vom 1. bis 7. Juni unbeschränkt, d. h. man kann mit einer selchen Festtags-Rückfahrkarte an jedem beliebigen Tag die Hinreise wie auch die Rückreise vornehmen, nur muß a m 7. 3 u n i um 2 4 Uhr die Rückreise beendet sein. Di« Festtags- Rückfahrkarten gelten auch für Schnell- und Sil- züae. jedoch muß dann noch der tarifmäßige Zuschlag bezahlt werden. Wie au Ostern werden bie verbilligten Karten von jedem Bahnhof nach jedem Bahnhof der Deutschen Reichsbahn ausgegeben. Da da» Ausschreiben der Karten für Reise- wegc unb Ziele, für die gedruckte Fahrkarten nicht vorliegen, einige Zeit beansprucht, w rd empfohlen, sich diese Kartenschon einige Tag« vor dem b e a b s i ch t i g t en R e ise a n t ri t t zu lösen. Das für die Reisenden unbequeme Anstehen vor den Fahrkartenschaltern läßt sich dadurch vermeiden. Zu erhalten sind die Festtags- Rücksahrkarlen von allen Fahrkartenausgaben der Reichsbahn unb allen Stellen des Mitteleuropäischen Reisebüros. Aus Der Prvvmzialbauptfiadt. Boruotizcu. — Tageskalender für Montag: Stabt- theater, 20 bis gegen 23 Uhr, „Schlageter" (geschloffene Vorstellung für die Militärvereine). — Zirkus Krone, Trieb, 20 Uhr, Eröffnungsvorstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Vielleicht bist du bas große Glück .. .* — Aus bem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abenb, 20 Uhr, geschlossen« Darstellung ber Arbeitsgemeinschaft ber Militärver- bänbe mit einer Aufführung bes Schauspiels „Schlageter" von Hanns I o h ft. — Dienstag, 30. Mai, erst- unb einmalige Aufführung des Eifen- bahnromans: „Die Nacht zum Donnerstag" von Leo Lenz. Spielleitung dieser interessanten Szenensolg« eines spannenden Kriminalstückes hat Karl Hehler. In ber weiblichen Hauptrolle gastiert unser früheres Mitglieb Alix K r a h m e r. Diese Erstausführung ist außer Abonnement und zu gewöhnlichen Preisen. Vorletzte Gelegenheit zur Einlösung von Gutscheinen. Anfang 20 Uhr; Ende 22 Uhr. — Am Mitt- wach, 31. Mai, findet die letzte Abonnementsvor- fteUung im Mittwoch-Abonnement statt. Zur Aufführung kommt als letzte Vorstellung ber Spielzeit 1932/33 bas beutsche Schauspiel: „Schlageter" von Hanns Johlt unter der Spielleitung bes Intendanten Dr. Rolf Prascd. Zugleich bildet diese letzte Vorstellung auch den Abschiedsabend für den scheidenden Intendanten Dr. P r a s ch. Aus diesem Anlaß sindet im Anschluß an die Vorstellung eine kurze, ösfent- liche Abschiedskundgebung auf der Bühne statt. Auf besonderen Wunsch Dr. Praschs ist bie Feier nur in schlichtem Rahmen geplant. Frankfurter Schlachtvichinarkt. Frankfurt a. M., 29. Mai. Auftrieb: 1225 Rinder, darunter 252 Ochsen, 61 Dullen, 425 Kühe, 336 Färsen, ferner 1946 Kälber, 21 Schafe, 5666 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS (jüngere) 30 bis 33 Mk.» (ältere) 26 bis 29. sonstige vollfleischige (jüngere) 21 bis 25; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 20, sonstige vollfleischige oder auSgemästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bi- 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24, fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16; Färsen (Kalbinnen, 3ungrinöer): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 27 bis 29. fleischige 21 bis 26. — Kälber: beste Mast- und Saugkälb.'r 37 bis 41, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 36, geringe Kälber 25 bis 31. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 33 bis 35, von etwa 20) bis 240 Pfund 32 bis 35, von etwa 160 bis 200 Pfund 30 bis 34, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 30 bis 33 Mk- — Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft; Kälber schleppend; Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine schleppend, fieberst and. Wettervoraussage. Vorhersage für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, mäßig warm, noch einzelne Schauer. Vorhersage für Mittwoch: Noch kein beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 28. Mai: mittags 18,5 Grad Celsius, abends 13,5 Grad; am 29. Mai: morgens 11,4 Grad. Maximum 19,0 Grad, Minimum 10,5 Grad. Niederschläge 4,2 mm. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Mai: abends 19,2 Grad, am 29. Mai: morgens 13,4 Grad Celsius. — Sonnen- fcheindauer 9 Stunden. 2. Warum....... (Antwort auf unser Preisausschreiben) Wenn einer noch mit siebzig Jahren Gesunde Zähne kann bewahren So fragt man, wie er das gekonnt t Er putzte stets mit Chlorodont# Man geht zu KÖHLER für Herren- und Knabenkleidung leistungsfähigstes Spezialhaus Oberhessens «sza Gießen • Seltersweg 17 Weißwein i Faß (Grundversuche zur Radiotechnik) Gäste willkommen! 3585 D Henneberg, Vorsitzender Pt Pt Pt !930erEl8heinier,LIL75 1930 er Stadeckeo.,LiL85 1929erlngelhehn.,liL98 Wetnhandlung Oberhessische Gesellschaft fürNatur-und Heilkunde Naturwissenschaftliche Abteilung Zum Paradies BilUnwqS Sitzung am Montag, dem 29. Mai 1933, um 20.15 Uhr pünktlich, im Realgymnasium, Eingang v. d. Bismarckstr. Herr Studienrat Dr. Heuhel (Gießen): Die rohre als SdiwimmnUs - Enenger In Lebenövofition unb bei hoher Berdienst-Mönlichkeit suchenwir tüchtigen Verkäufer als Organisator für ben Ausbau unseres dortigen Verkaufsbezirkes Bewerber aus der Staubfaucher- branche bevorzugt 3594V WulS.ll.b.S,AeW(W.) 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Die Verkaufsbedingungen können auf hiesiger Bürgermeisterei emgesehen werden und werden beim Termin nochmals In ständigem Vorwärtsschreiten entwickelte sich Krone von einer kleinen, unbeachteten Menagerie zum weitaus größten Circusunternehmen der Alten Welt, machte er sein Programm in einer einzigen gewaltigen Rennbahn - Arena von 62 m Länge zu einem faszinierenden Circus- Schauspiel, wie es in solchem Glanz, in solch hinreißender Darstellung noch'nie und nirgendwo gezeigt wurde. Eine Welt jauchzenden überschäumenden Lebens unter dem Zelthimmel dieses Ueber-Circusses, eine Symphonie menschlichen Willens, menschlicher Disziplin und menschlicher Beherrschtheit auf der Riesenfläche seines neuzeitlichen wandernden Stadions. Abschnitte (Güteklasse A). Buchen: 4. Kl. 1 St. = 0,83 Festm. 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