Hausbesitzer gegen die nationalsozialistische Bewe- . gung und ihr Programm verschwunden sei. Er betont? hafe aerobe die Nationalsozialisten Hüter des I Wird -erLügenfeldzug abgestoppi? Herr vom Stein, ein Bismarck vorbildlich arbeiteten, eine Ausgabe, die die Geschichte nunmehr durch Adolf Hitler lösen wird. Oie Ham - ur d Grundbesitzer beim Staatspräsidenten. Amtlich: Unter Führung seines Vorsitzenden Joy. K e i s e r sprach am Dienstagoormittog der Schutz- verband der Haus- und Grundbesit- t e r bei Staatspräsident Dr. Werner vor. Herr K eis er drückte dem Staatspräsidenten zu seiner Wahl herzliche Glückwünsche aus, für die Dr. W c r- ner aufrichtig dankte. Der Staatspräsident gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß, ganz abgesehen von dem ausgesprochenen persönlichen Vertrauen, nun anscheinend das Mißtrauen einzelner Sir zeitgemäßen Ausgaben des deutschen Films Ein Vortrag des Reichsministers Or. Goebbels über die Zukunst des Alms. General-Anzeiger für Oberhessen vrrS vnd verleg: vrühl'sche Univeisttälr-Vuch- und Stemöruderei R. Sange in Stehen. Schristleltunq und Seschaftr^telle: §chu!ttrahe 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20u , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn- zeigenteil i.D. Th.Kümmel sämtlich in (ßieyen. „Das habt Ihr angerichtei!" Das „Berliner Tog^b alt" an die Hetzer im Ausland. (Berlin. 29. März. (CAD.) Das Berliner Tageblatt nimmt anläßlich des Boykottaufrufs der RSDAP. erneut in einem Leitartikel aufs schärfste gegen die Greuelpropaganda Stellung. Das Blatt schreibt u. a.: Seit Tagen hat die deutsche Presse, hat auch unsere Zeitung immer wieder sich bern-ht, dem Ausland in jeder Form d i e Berichtigung der bösartigen Kampagne entgegenzuhalten, die eine Hetze gegen Deutschland war, und lediglich den Feinden Deutschlands, niemals aber auch nur einem einzigen deutschen Juden nutzen könnte, der im Lande geblieben ist und als anständiger Staatsbürger sein Leben in Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten fortzuführen entschlossen war. Hun ist der allgemeine "Bot)tottaufruf ausgegeben und die Boykottorganisation ingang gesetzt worden. Der Boykott wird ausdrücklich als eine Ab - wehrmaßnahme bezeichnet, die Deutschland durch die Auslandpropaganda aufgezwungen wurde. Tlnd der Boykott enthäll ausdrücklich den Aufruf zu vollster Ruhe und größter Disziplin: „Krümmt auch weiterhin keinem Juden auch nur ein Haar!" Es ist eine Abwehraktion, die das Ausland in ihrer ganzen Wucht erkennen muß, und die gerade diejenigen trifft, welche eine gewisse Propaganda z u schützen vorgab. Die deutschen Juden lehnen es ab, sich von Leuten schützen zu lassen, die nicht nur ihre mangelnde Kenntnis der Lage Deutschlands durch Hetze ausgleichen, sondern auch überhaupt mit der Wirklichkeit auf gespanntem Fuß zu stehen scheinen. Wenn diese Leute im Ausland aber gewußt haben sollten, was sie tun und Der Einzelhandel unter nationalsozialistischer Führung. Berlin, 28. März. (CAB.) Durch das Zu- standekommen der Vereinbarung zwischen der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels und dem Rationalsozialistischen Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes ist erreicht worden, daß weitaus die Mehrzahl aller ge- werblichenTlnternehmungenDeutsch- l a n d s auch in wirtschaftlicher Hinsicht unter nationalsozialistische Führung kommt. Bon den etwa 670 000 Betrieben des Einzelhandels, die in ganz Deutschland vorhanden sind, gehören mehr als 403 000 Betriebe der Haupt- gemeinschaft an. Die Hauptgemeinschaft bildet die maßgebende Spihenorganisation für eine große Zahl von einzelnen Fachverbänden des Deutschen Einzelhandels. Da nach den Berein- barungcn 51 Prozent der maßgebenden Positionen der Hauptgemeinschaft Rationalsozialisten übertragen werden, dürfte für den endgültigen Reichswirtschaftsrat die Bertre- tung des Einzelhandels von der RSDAP. bestimmt werden. Hinsichtlich der Geschäftsführung ist die Regelung getroffen worden, daß neben das in seinem Amte verbleibende geschäftsführende Borstandsmitglied Dr. Tiburtius mit den gleichen Rechten Dr. Paul H i l l a n d tritt. Weiterhin wird dem Mitglied der Reichskampfbundführung Erich W i l d t das Recht des Einblicks in die Arbeiten der Hauptgemeinschaft eingeräumt, um eine ständige Uebereinftimmung zwischen der Reichskampfbundführung und der Hauptgemeinschaft zu gewährleisten. Dr. Hilland übernimmt u. a. persönlich die Leitung der Pressestelle der Hauptgemeinschaft, während deren bisheriger Leiter Dr. von Poll die sozialpolitische Leitung beibehält. Es ist selbstverständlich, daß die Hauptgemeinschaft nunmehr auch den Schuh der nationalsozialistischen Bewegung und insbesondere des Kampf bundes des gewerblichen Mittelstandes genießt. Oie Rechtspflege im nationalen Staat. Oer kommissarische preußische Zusiizmmister Kerrt über die Aufgaben der Justiz beim nationalen Neubau. Der Deutsche Buchdrucker-Verein unterstützt die Reichsregierung. Berlin, 28. März. (SU.) Der geschäftsführende Ausschuß des Deutschen Buchdrucker-Ber- eins gab einstimmig seiner Meinung dahin Ausdruck, daß es Aufgabe der deutschen Buchdruckerei- besiher ist, die Ziele der nationalen Reichsregierung mit allem Rachdruck zu unterstützen. Der Deutsche Buch- bruder-Berein ist der Ueberzeugung, daß die starken lebendigen Kräfte, die in der Rationalregierung strömen, sich zum Segen des deutschen Bolles und zum Wohle der schwer geprüften deutschen Wirtschaft auswirken toerben. 3m besonderen hegt ü fj t er bie Erklärung im Wirtschaftsprogramm bet Reichsregierung, bah sie berPrivatini- tiative bie stärkste Förberung zuteil werben lassen wirb. Der Persönlichkeitsgebanke hat in dieser Erklärung seine kraftvolle Ausprägung Erscheint täglich,außer teonniags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert, eigener Familiendlatter Heimat m Bild Die Scholle monats>Be$ng$prei$: «IHit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanfchlüste nnler Sammelnummer 2251. Anichrift für Drahtnachrichten Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: fronifrri cm Main 11686. Wahrheiten unb Fälschungen fest. Die deutschen Katholiken- warnen d r r n g e n d v o r einer weiterenBergiftung derWelt- Meinung, die geeignet ist, den Weltfrieden zu gefährden. Sie appellieren an den Gerechtigkeitssinn der katholischen und der ganzen christlichen Welt und fordern die Christen aller Länder ohne Unterschied der Bekenntnisse auf, eine Weltabwehrfront gegen das den wahren Frieden stirende jüdische Treiben zu bilden. Es handelt sich letzten Endes ja nicht nur um einen Feldzug Alljudas gegen Deutschland, als vielmehr um einen gerisscn:n, rücksichtslosen Bernichtungsseld- zug der jüdischen Weltalliance unb Gelbmacht gegen das Selbstbestimmungsrecht der Böller unb alle christliche Kultur. OieHapag lädtAmerikaner zurZnaugen- scheinnahme nach Deutschland ein. Hamburg, 29. März. (WTD. Funkspruch.) Die Hamburg-Amerika-Linie hat den Präsidenten der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer Hermann A. Metz gebeten, sich im Interesse der deutsch- amerikanischen Beziehungen gegen d i e unwahren Greuelmeld ungen in amerikanischen Zeitungen zu wenden. Um breiteste Kreise in Amerika von der Unwahrhaftig- feit der gegen Deutschland gerichteten Propaganda zu üb215Lugen und dec amerikanischen Oesfentlich- feit ein Bild von der tatsächlichen Situation in Deutschland, die durch abso- lute' Ruhe und Ordnung gekennzeichnet ist, zu vermitteln, fei die Hapag bereit, einige Prominente amerikanische Bürger zu einer Informationsreise nach Deutschland einzuladen. Die Freilassungen in Braunschweig. Braunschweig, 28. März. (WTD.) Die Schutzpolizei begann kurz nach 22 Uhr mit der Freilassung der 1 350 im Krankenkassengebäude Verhafteten. In Trupps von 50 Mann verliehen sie das Gebäude. Auf der Strahe hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden. Die polizeilichen Ab - spevrungsmahnahmen waren auch wieder aufgehoben. Die Berhafteten haben rund 25 Stunden im Gebäude der Ortskrankenkasse zugebracht. Gegen Mitternacht waren die Entlassungen bis auf die rund 100 B e r- hafteten, die nach Wolfenbüttel gebracht werden, in der Hauptsache erledigt. je schärfer feine völkische Kontur her- ausgearbeilel sei. Bisher sei aber der Film an feinen großen Möglichkeilen vorübergegangen. 3n einer Zeil, in der sich ein revolutionäres Drama ohnegleichen vollziehe, fehle es nicht an Stoff, wie so oft beklagt werde, sondern nur an dem Mut, ihn anzupacken, hier liege der eigentliche Grund der Filmkrise. Anstatt sich den großen Ausgaben der Zeitgestaltung znzuwenden, habe man sich mit Amüsements begnügt Jetzt in der neuen nationalen Umwelt müsse der Film statt hinter der Zeil herzulaufen, zum Fahnenträger der Idee werden. Dafür mühten freilich neue Äräft gewonnen werden. Wer künftig am Film mitschaffen wolle, habe dies zu tun in vollem Bewußtsein, bah nichts Lebendiges entstehen könne ohne Willensrichtung, ohne klare Tendenz. Wir sind ehrlich genug, bas offen auszusprechen, was bas System vor uns verhüllte. Aber unsere Absicht ist nicht parteipolitisch begrenzt. Sie gilt be m ganzen Bo 11 Diesen Smn sehe bie Regierung nicht nur in der Zensur, sondern noch mehr in der Förderung des Films. Die Kunst sei frei und müsse frei bleiben, allerdings mit dem einen -Vorbehalt, daß sie sich an bestimmte politische, sittlich-nationaleRormen gebunden fühle, ohne die ein völkisches Zusammenleben unmöglich sei. Es sei ein weiter Spielraum von dem Punkte, wo die Zensur einsehe, bis zu dem Film, den die Regierung als Muster einer ganzen Jahresproduktion hervorheben werde. Genug De- wegungsfreih'.it um dem ganzen künstlerischen Schaffen zu einem neuen Epos zu 'verhelfen. So ist es einmal eine Selbstverständlichkeit daß die Justiz eines auf Tod und Leben kämpfendes Volkes nicht tote Objektivitätsanbetung betreiben kann. Die richterlichen staatsan- waltschaftlichen und rechtsanwaltschastlichen Maßnahmen müssen sich nur von einer einzigen Richtschnur leiten lassen: was frommt dem Leben der Ration? Das rettet das Volk? Ich glaube, daß der deutsche Richter fähig ist, den ..königlichen Richter", den innerlich souve- ränen und damit wahrhaft freien Mann, den Diener des Volkes zum Urbild und Ziel des deulfchen Rechtes herauszubilden und ich finde, gerade in dieser Zeit des grundfätzllchen Wandels der Betätigungsrichtung des Richters kann ich als Mann des Rechtes und der Rechtsanwendung und gleichzeitig als Mann des Volkes den Kern des Rechtes erkennen und pflegen. Mein höchstes Ziel soll es sein, den Richter als einen der ersten Kämpfer für eine neue Einstellung des Rechtes gegenüber dem Volk zu schützen und zu fördern und ihn als gleichwichtigen Streiter für ein lebendiges deutsches Recht neben alle anbe- ren zu stellen. Der höchste Grunbsatz bes beutschen Richters istGerechtigkeitgegenüberbemVolk, Gerechtigkeit gegenüber bem Einzelnen, Gerechtigkeit auch gegenüber bem Mitarbeiter. Unb so sehr ich weiß, bah der Richter seine Arbeit niemals als minbertoertig betrachten wirb, so sehr bin ich auch bavon überzeugt daß der gerechte Richter bie Arbeit ber übrigen Rechts- Pflegeorgane ber Gesamtjustiz als voll unb gleich- berechtigt neben sich anerkennen wirb. Wer arbeitet, soll geachtet werben. Wer bie Arbeit leistet, ber soll bie Last ber Verantwortung tragen, aber auch Ehre unb 2ln- er kennung finben, einerlei, wer es ist. Ich habe gleich beute am ersten Tage meines Wir» kens im preußischen Justizministerium Erhöhung ber Arbeitsleistung verlangt Denn bas Boll als Ganzes muh opfern, weil nur bie Arbeit uns retten kann. Ich habe deshalb trotz Vermehrung bes Aufgabenkreises meiner Behörde die Verminderung meines engsten Mitarbeiterstabes um einen Ministerialdirektor ungeordnet Ich spare damit nicht nur, sondern ich will dadurch meiner Behörde ein Beispiel von oben her geben. Weiter habe ich, um zu zeigen, bah alle Diener des Rechtes gleicher Formen bedürfen, bie bisherige Verschiedenheit in ber Betrauung ber richterlichen unb Nichtrichter. lieben Iustizbeamten auch organisatorisch auf- gehoben unb sie alle einer einheitlichen Betrauung angegliedert. Das Leben der Ration ist ein rauschender Strom, der wahr ist und sein wird. Unwürdig und Ausdruck einer anationalen Gesinnung ist es. daß meine Behörde bisher einer Selbstverständlichkeit nicht Rechnung trug, nämlich, daß sie an keiner einzigen Stelle auch nur irgendein Referat besah, das sich derer annimmt, die da kommen sollen des jungen hoffnungsvollen Rachwuchfes auf den Universitäten. Ls war für mich eine Selbstverständlichkeit, auch diesen Mangel gleich heute zu beseitigen, viel Arbeit wartet noch auf mich, Arbeit an der Aufgabe, die der Führer mir gestellt hat: Linen sauberen, wahrhaft völkische Gemeinschaftsleben fördernden Staat bauen zu Helsen, eine Aufgabe, au der der große Preußeukönig. ein FrÄ- Berlin, 29. März. (TU) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda D r. Goebbels, sprach auf einer Veranstaltung der „Dachorganisation der Filmschaffenden Deutschlands". Dr. Goebbels begann mit der Feststellung, daß der Film einer schweren Krise verfallen sei, einer Krise nicht materiellen, sondern geistigen Ursprungs. Eine durchgreifende Reform sei notwendig. Zur Erläuterung der Richtlinien, nach denen sich künftig die Produktion vollziehen soll, benannte er fünf Filme, in denen sich ihm die Produktionsmöglichreiten positiv und negativ am deutlichsten ausgeprägt hätten. In erster Linie ber P 0 t e m k i n - F i l m. Dieser Film sei trotz ausgesprochener Tendenz ein Kunstwerk ohnegleichen, ein Vorbild dafür, wie politischweltanschauliche Gesinnung mit allen Mitteln m 0 d e r n st e r Technik zum Aus- druck gebracht werden könne. Freilich sei es gerade die Gesinnung gewesen, bei das nationale Deutschland veranlaßt habe, gegen den Film Stellung zu nehmen. Dann bie Anna Careninaber Garbo, bie den Beweis geliefert habe, baß ber Film Eeie \ Surrogat sei, sondern im höchsten Maß eigene künstlerischeWerte besitze, bieAibelun - gen hätten gezeigt, bah auch ein so abgelegenes Thema sehr aktuell sein könne, währenb ber sogenannte patri 0 tische Film der letzten Jahre alles, nur nicht zeitgemäß gewesen fei. Hier sei vielfach Gesinnung in so primitiver Form vermittelt worben, daß man glauben konnte, bie Zeit bewege sich nur in Parademarsch unb Trom- petengeschmetter. Schließlich nannte Goebbels noch ben Rebell, bas Vorbilb eines nationalistischen Films, ber auch ben politischen Gegner überzeugen müsse. Man habe hier den Beweis, daß ein Film umso größere Dirkuugsmögllchkeiten habe, | Berlin, 28. März. (TU.) Der neuernannte Reichskommissar für das preußische Justizministerium, Kerrl, erklärte bem Hauptschrrsttetter des „Zeitungsdicnst", G r a f R e i schach , u a_: Ich bin mir barüber im klaren, daß ich auf bem Gebiete der Rechtspflege unb Justizverwaltung bie neue Weltanschauung fest zu verankern bie Ausgabe habe. Es ist eine klare Selbstverständlichkeit, bah rem äußerlich die Ausgabe einer siegreichen Revolution barm besteht, einen Apparat zu schaffen, ber imDienste ber revolutionären Idee feine Funktion erfüllt. Das erfordert zunächst einmal persönliche Maßnahmen, wie ich sie treffen mußte.Das Vorurteil des formalliberalistischen Rechtes ist, dahderGöhederRechtssprechung die Objektivität sein muß. Jetzt smd wir auch zu einer Quelle der Entfremdung zwischen Volk und Justiz vorgedrungen unb biele ©ntfrembung ist letzten Endes immer Schuld ber Justiz. Was ist denn Objektivität im Augenblick des Lebenskampfes eines Volkes? Kennt ber kämpfende Soldat, kennt das ringende Heer Objektivität? Der Soldat unb bas Heer kennen nur eine«: Eine Richtschnur, eine Frage: Wie rette ich Freiheit unb Ehre? Wie rette ich bie Ration? anrichten, bann haben sie in verbrecherischer Weise mit bem Schicksal der deutschen Juden gespielt und sie eingeschlossen in den Haß gegen Deutschland, dessen Mobilisierung offenbar ber wirkliche Zweck der Hebung war. Der Zusammenstoß weltfremden Literatentums mit der Wirklichkeit, die Verschmierung wirklicher oder vorgetäuschter Humanität mit politischen und wirtschaftlichen Geschäften ist wohl noch nie erbärmlicher und gleichzeitig folgenschwerer zutage getreten als in dieser Hetze gegen Deutschland. Die Zeiten sind vorbei, in denen Deutschland wehrlos einer Propaganda gegenübersteht, bie noch niemals verlegen war um Anlässe, und bie sich jetzt einen Anlaß ausgesucht hat, der bie angeblichen „Echuh- bebürftigen“ in Opfer ber Abwehr verwanbeln konnte. Gerade im Rainen derjenigen Humanität, die die Auslandpropaganda sich als moralisches Kostüm zugelegt hat, kann man nur fordern: Stellt diese Lügen endlich ein! Katholischer Protest gegen die Greuellügen. Berlin, 29. März. (ERB.) Im Preußischen Pressedienst der RSDAP- wird folgender Aufruf der Arbeitsgemeinschaft katholischer Deutscher unter der Tleberschrift „Aufruf an alle Christen" veröffentlicht: Die dectchrn Katholiken haben mit Entrüstung von ben Lügen über Pogrome Kennt- nis genommen, die in verschiedenen, hauptsächlich jüdischen Zeitungen, durch bie Welt gegangen finb. Da trotz ber amtlichen beutschen Erklärungen unb Richtigstellungen gegen Deutsch- lanb weiterhin in unverantwortlicher Weise gehetzt wirb, stellen bie deutschen Katholiken jene Ausstreuungen als bewußte grobe 41n* Nr 75 Erstes Blatt 185. Jahrgang mittrood), 29.März 1953 Gießener Anzeiger wohlerworbenen Vermögens seien. Im Namen der Abordnung bemerkte Herr Nikolaus, daß der Haus- und Grundbesitz immer ein wichtiger Faktor des Staatslebens gewesen und ein gesunder Mittel- stand auch in Zukunft einer der wesentlichsten Pfeiler des Staatsgebäudes sein werde. In Zukunft möge der Herr Staatspräsident bei Entscheidungen, die den Hausbesitz betreffen, auch den Schutzverband der Haus- und Grundbesitzer zur Aeußerung heranziehen. Eingehend erörtert wurde die Frage der Sondersteuer für bebauten Grundbesitz und die Verwendung der Hauszinssteuer und der vorgenannten Steuer zur Arbeitsbeschassung. Bekanntlich erreicht diese Steuer eine Höhe von 1)4 Milliarden RM., die, wenn der Staat ein Jahr auf diese Steuer verzichten und zur Arbeitsbeschaffung verwenden würde, eine große Bresche in die Arbeitslosigkeit schlagen könne. Wenn man annehme, daß diese 1)4 Milliarden in einem Jahr rund viermal umgesetzt würden, könne man die ungefähre Bedeutung des tonte, daß gerade die Nationalsozialisten Hüter des I deutschen Hausbesltzes ermessen. W5tVT- \ ^QTlM Mißen D ntiaal is. Stk von Frau, arbeits hin zum Mgung auf tem von sachl! lern un Stracl sprochen. Kehlei meinte, 90. Ge er mit se das feite gd. ® sand im । fett ftat Musikern KfreichM mufik em eine bessi hören be mit feine forderten spieler, d> nit verfuc gen 2nh< Ausdruck V Lol Altveterai Er ist zu als Krieg! lebender ( ehemaliger keil 11.5( Mitglied d Jar. 3u f Jeianlaffi Ehrungen und des von Hind len erhalt ILrTER. D|c8üi . §be »Ä ÖS bür 5^ 2!<5eD in 2ld-> Se-ü" is.St- ,$afll“ ich von v S bezog auf % fog. batten |K llmgebun Leben en unter 2c Monier, weihroe lungsfuh Anfprach vorauf ö den gcfui Abmarsch gend un Zuge nac Stal *2Ili Sonntag, fen ' 2 marsch nimmt ar rerapp nach dem Hauptfach Dehrspor Tages tri! Haüptman Witterung gen marfd in den gr AnMck feinen Oz Des Reichskanzlers Wochenend. Aus 0er provmzialhaupista-1 v. mel- V. wird. Alles sich die wohnter in allem: auch in diesem Jahre werden Anlagen unserer Stadt wieder in ge- Schönheit darbieten. Kunst und Wissenschaft Ein unbekanntes Dürerbild entdeckt? Wie der „Fränkische Kurier" in Nürnberg Aus aller Welt Bund angeslellter Akademiker lechnisch'naturwisfenschaftlicher Berufe E. zeichnung „langjährige Mitglieder des Stadtrats" sich nur auf die Herren Fischer und Schmidt bezog, nicht aber auch auf Herrn Rühl, der erst nur einige Wochen dem Stadtrat angehörte. — In unserem Bericht vom Montag über die Ausstellung „Stadt und Land" muh es richtig heißen, daß die Firma Heinrich Grau (nicht G. Rau) Polstermöbel zeigt, ferner Frau Spuck die Wirtschaft in der Ausstellung betreibt. - *• Höhere Privatschule Gießen. Man berichtet uns: Am Samstag veranstaltete die Höhere Privatschule Gießen einen Elternnach- mittag. 3m ersten Teil kamen ernste Gedichte zu Gehör, im zweiten Teil wurde neben heiteren Gedichten die Posse „Der Rachtwächter" von Theodor Körner von Schülern der Anstalt mit gutem Erfolg aufgeführt. Anschließend sand ein gemütliches Beisammensein in den Räumen der Höheren Privatschule statt. Die Beranstaltung wurde von den Eltern zahlreich besucht und sehr- begrüßt, da sie dazu diente, das Berhältnis zwischen Elternhaus und Schule enger zu gestalten. Der Dorstand der Bereinigung der Deutschen Christlichen Dauernver- eine beschloß einstimmig, sofort mit dem Reichslandbund Terhandlungen zur schnell- sten Verschmelzung dieser beiden Spitzen- verbande der deutschen Landwirtschaft aufzunehmen. Der frühere bayerische Gesandte in Berlin, Dr. Konrad v. P r e g e r, ist auf einem Dampfer auf der Rückreise von Aegypten nach Genua gestorben. Dr. v. Preger hatte bereits während eines Aufenthaltes in Aegypten längere Zeit in, einem Krankenhaus in Kairo schwer krank darniedergele- Kleine volitische Nachrichten. Das Verbot der sozialdemokratischen Presse in Preußen ist auf unbestimmte Zeit berlänger t worden. Ein einfaches kleines Bauernhaus in den oberbayrischen Bergen in der Nähe von Berchtesgaden nennt der Reichskanzler fein einen. Hier verbrachte er fein letztes Wochenende. Der frühere Vizepräsident der Rheinprovinz Dr. Guske ist auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Halle von der Koblenzer Polizei verhaftet worden. 3n der Voruntersuchung soll klargestellt werden, ob sich Dr. Guske in seiner früheren Verwaltungsstelle der Aktenbes eitigung und Unterschlagung schuldig gemacht hat. • • Der Regierungspräsident hat den Chefredakteur der nationalsozialistischen „Roten Erde", Dr. Pic» lum, zum Staatskommifsar für die Stadt Bochum bestellt. Gleichzeitig wurde der Prokurist Bruno Schüler aus Dortmund z u m Staatskommifsar für die Stadt Dortmund ernannt. Frühling in den Gießener Anlagen Erhaltung und Ausbau der Grünflächen unserer Stadt. gen. Er ist 65 Jahre alt geworden: er hinterläßt zwei Sohne. Von 1919 bis 1932 vertrat Dr. Preger Bayern als Gesandter beim Reich. Der Bund angestellter Akademiker technisch-na- wissenschaftlicher Berufe E. V. hielt in Berlin seine 14. ordentliche Sprechertagung ab und faßte zu Beginn der Tagung einstimmig eine Resolution, die der Reichsregierung übermittelt worden ist und in der es nach einem Gelöbnis zur positiven Mitarbeit am nationalen Neubau des Staats- und Wirtschaftslebens u. a. heißt: Der Bund hat unbeirrt durch alle wechselnden Strömungen der Tages- und Wirtschaftspolitik dafür gekämpft, daß die Akademikerschaft nicht den Ni» Der preußische Minister des Innern (Kommissar des Reichs) hat angeordnet, daß die V e r t r e t e r der KPD. an Sitzungen der Vertretungskörperschaften von Gemeinden und Gemeindeverbänden nicht t e i l n e h m e n dürfen, da sie sämtlich unter dem Verdacht des Hochverrats stehen. Ihre Ladung hat daher zu unterbleiben. * Der Reichsarbeitsminister hat einen Reichskom- missar für den Verband der Krankenkassen im Bezirk des Oberversicherungsamts Berlin beauftragt, an Stelle der Verbandsorgane die Geschäfte dieses Verbandes zu übernehmen. Ebenso wird ein Beauftragter des Reichsarbeitsministers d i e G e - schäfte des Hauptverbandes Deutscher Krankenkassen, der zur Zeit von der Deutschen Revisions- und Treuhand-Gesellschaft geprüft wird, führen. gesunden. Gemäß dem Programm der Reichsregierung erwartet der Deutsche Buchdrucker-Verein auch, daß die Reichsregierung dieDruckerei- betriebe der öffentlichen Handendlich in weitestgehendem Umfang ihrer Auflösung entgegenführt, um dadurch dem berufs - ständischenGewerbe neueArbeitzu- z u f ü h r e n und ihm neue Möglichkeiten zum Aufbau zu geben. Votschaster Aadoiny verlaßt Gens Genf, 28. März. (TU.) Botschafter Rado l n h hat am Dieristagabend in Begleitung des Staatssekretärs von Rheinbaben und des Generalsekretärs der Abrüstungsabordnung, Geheimrat F r o w e i n, Genf verlassen. Die zahlreichen A u s s ch ü s s e der Abrüstungs- konserenz haben sich ebenso wie der Hauptausschuh bis Ende April vertagt. Lediglich im Effektiv-Ausschuh fand eine lebhafte Auseinandersetzung über die von Deutschland und Italien geforderte Vertagung der Arbeiten des Ausschusses statt. Die Vertreter von England, der Vereinigten Staaten, Frankreich und Polen widersetzten sich den deutsch-ita- sienischen Vertagungswünschen und verlangten die Weiterberatung der Effektivfragen, obwohl von deutscher und italienischer Seite darauf hingewiesen wurde, daß mangels Instruktionen eine sachliche Stellungnahme vor der Wiederaufnahme der Arbeiten der Konferenz Ende April nicht möglich erscheine. Der Ausschuß beschloß aber mit großer Stimmenmehrheit, die Arbeiten fortzusehen. Wer auf dem Wege zu feiner Arbeitsstätte täglich mehrere Male Gelegenheit hat, durch eine der Gießener Anlagen zu gehen, konnte in den letzten Tagen bemerken, daß sich die Natur wieder zum Ausbruch rüstet, daß die Knospen zu glänzen begannen, fülliger wurden, um nun bald die ersten grünen, zarten Spitzen zu zeigen, ilnö wem dies nicht aufgefallen fein mag, dem wird fich der Frühling dadurch kundgetan haben, daß allenthalben in den Anlagen Arbeiter damit beschäftigt waren bzw. noch beschäftigt sind, die Wege in Ordnung zu bringen, frischen Kies zu streuen, die Sandkästen der Kinder aufzufüllen, die Büsche zu beschneiden, an den Bäumen dürre Aeste zu beseitigen oder lästige Aeste zu entfernen. Der Frühling in den Anlagen unserer Stadt hat aber nicht nur eine gewissermaßen lyrische Seite, sondern auch ^ifte reale. Die Unterhaltung und der Ausbau der Gießener Grünflächen untersteht dem städtischen Hochbauamt, das mit den jährlich dafür eingesetzten Mitteln die Anlagen in Ordnung halten und möglichst auch Verbesserungen durchführen folL Die Mittel können nicht sehr reich.ich fein, und sie sind es auch tatsächlich nicht. Trotzdem werden sich aber auch in diesem Jahre die Anlagen wieder in aller Ordnung und lebendiger Schönheit den ruhebedürftigen Gießener Bürgern barbieten. Umfangreiche Neuerungen sind nicht vorgesehen. Die Blumenrabatten, die sich an verschiedenen Stellen in den Anlagen befinden, werden wieder je nach der Jahreszeit, mit den verschiedensten Blumen bepflanzt werden. Der Rasen wird in Stand gehalten, wie zuvor. In der Horbanlage allerdings, in der der Rasen nicht mehr sehr schön ist, sollen zu gegebener Zeit die Grünflächen umgebrochen und neu eingefät werden. In der W e ft a n l a g e, die erst im vorigen Jahre ihre weitere Ausgestaltung erfahren hat, werden wesentliche Aen- derungen nicht vorgenommen. Lediglich die niedrige Hecke, die die Wiesenflächen vom Gehsteig trennt, soll eine Ergänzung erfahren durch das Einfügen einiger weiterer Heckenpflanzen. In den Anlagen sollen (an welchen Stellen, ist noch unbestimmt) vier weitere Bänke auf- gestellt werden In den Anlagen am Luther- b e r g soll die Zahl der aus natürlichem Astholz gefertigten Bänke um zwei vermehrt werden. Die Banke, die man bisher an dieser Stelle geschaffen hat, haben vollen Anklang gefunden. Im Laufe der nächsten Wochen soll auch der neugeschafsene Spazierweg entlang der G r ü n - berger Straße fertiggestellt werden. Die hauptsächl chsten Arbeiten der Erdbewegung find bereits vollendet Neben dem Spazierweg wurde gleichzeitig ein Reitweg angelegt. Durch die Anpflanzung von Bäumen soll der Weg für heiße Sommertage beschattet werden. Vorgesehen ist die Anpflanzung von Lindenbäumen, von denen im vorderen, nahezu fertiggeftellten Teil schon einige gepflanzt wurden, während sich auf der übrigen Strecke voraussichtlich Ahornbäume entfalten sollen. Eine besonder^ Neuerung ist für den Wiesen» weg zwischen dem Amtsgericht und dem Philosophenwald üorgeidjen. Ain Weg bis zur wieseckbrücke sollen noch zwei kleine Baumgruppen mit darunterstehenden Ruhebänken geschaffen werden. Marlene Dietrich verunglückt. Wie aus Hollywood berichtet wird, ist die bekannte deutsche Filmschauspielerin Marlene D i r i ch bei einer Filmaufnahme durch Sturz vom Pferde verunglückt. Die Schauspielerin hat bei ihrem Sturz einen Nervenschock und schmerzende Hautabschürfungen davongetragen. Sie befindet sich auf dem Wege der Besserung. Der Unfall ereignete sich während einer Filmaufnahme, als ein junger Schauspieler namens Hardy Albright, der die Rolle eines Reitlehrers spielte, Marlene Dietrich die Zügel übergab. Dabei scheute das Pferd und Marlene Dietrich stürzte aus dem Damensattel. Ihr altmodisches Kostüm verfing sich im Steigbügel. Marlene Dietrich wurde eine kurze Strecke geschleift. Marlene Dietrich beabsichtigt, nach Deuschland zurückzulehren. Wettervoraussage. Die neue Islandstörung baut den hohen Druck an seiner Nordseite weiter ab und drängt ihn südöstlich zurück. Somit kommt sein Einfluß auch bei uns allmählich zum Schwinden. In höheren Schichten bringt bereits ozeanische Warmluft nach Deutschland vor, die Veranlassung zu Dunstbildung und Bewölkungsaufzug geben wird. Dabei werden Ein- und Ausstrahlung behindert, so daß sich die scharfen Temperaturgegensätze etwas ausgleichen. Aussichten für Donnerstag: Zeitweise stärker bewölkt und dunstig, Temperaturge- gensätze zwischen Tag und Nacht sich etwas ausgleichend, noch trocken. Aussichten für Freitag. Dunstig und bewölkt mit auf kommender Niederschlagsneigung, mild. Der Polizeilandesführer Oberstleutnant Fendel- Sartorius ist zum Oberst befördert worden. Der Regierungsrat Dr. Ivers (Polizeipräsi- dcmt in Darmstadt) ist zum Polizeimajor ernannt worden. Beide Ernennungen treten am 1. April 1933 in Kraft. Staatsrat Balser im Ministerium der Fi- nanzen wurde auf feinen Antrag von den Geschäften, die er nach der vorläufigen Regelung bisher noch bei der Abteilung I dieses Mini- steriums weitergeführt hatte, entbunden. In seiner Stellung als Vorsitzender der Ministerial- bauabteilung und als Vertreter des Ministerialdirektors tritt dadurch keine Aenderung ein. Der Rechnungsrat Hyronimus Elsefser aus dew Innenministerium, Abteilung Arbeit und Wirtschaft, ist mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. (Staöttljcater: 19.0 bis 22 30 Uhr. „Glückliche Reife". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Glück über Nacht". ** Bücherreifende bei Behörden unerwünscht. Der Staatskommifsar für Polizeiwesen, Dr. Best, läßt mitteilen, daß die dauernden Besuche von Bücherreisenden bei allen Behörden durchaus unerwünscht sind. Borgekommene Fälle von Erpressungen werden strafrechtlich verfolgt. " Zur Richtig st e 11 u n g. Der Abdruck der großen Reichstagsrebe bes Reichskanzlers in unserem Blatte bebarf einer nachträglichen Richtigstellung an bem Punkte, ber bet Frage einer monarchischen Restauration getoibmet war. Richtig muh es an blefer Stelle heißen, bah bie nationale Regierung die Frage einer monarchischen Restauration zur Zeit als undiskutabel ansieht. — Weiter fei zu unserer Notiz vom vorigen Samstag über die niebergelegten Stadt» ratsmandate berichtigend feftgeftefit, dah die Be- veNierungsbestrebungen derjenigen Kreise in Staat und Wirtschaft zum Opfer fiel, die den kulturellen Wert und die Bedeutung wissenschaftlichen Dorbildungsgutes und die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen besonders sorgsamer Pflege der Persönlichkeitswerte und berufsständischer Sozialpolitik nicht anerkennen wollten. Die Erklärungen der Reichsregierung über die Förderung dieser Persönlichkeitswerte und den Schutz und die Nutzbarmachung des erfinderischen Gedankengutes für die deutsche Nation erfüllen gerade die vom Bunde vertretenen Angehörigen des techn sch-naturwissenschaftlichen Berufskreises, der d e meisten Angestellten-Erfinder in Deutschland stellt, mit besonderer Hornung und ver- pflichten sie um so mehr, die Regierung bei ber Durchführung biefer Pläne zu unterstützen. Dabei wirb man naturgemäß sorgfältigste Rücksicht barauf nehmen, bah bas Landschaftsbild, das sich dem Beschauer vom Amtsgericht aus bietet (Blick in das Busecker Tal, zum Hangelstein usw.) nicht gestört, sondern noch um einiges reizvoller gestaltet wird. May wird aus diesem Grunde Bäume wählen, die nicht zu hoch werden. So wird also in Zukunft von der Stadt bis zum Flugplatz ober bis zur Walbeslust ein schattiger Spazierweg vorhanden fein. Ebereschen sollen angepflanzt werden. In den E i ch g ä r t e n will man den Aushub des Teiches, der dort geschaffen werden soll, fortführen lassen. Auch hier wird man darauf bedacht sein, die Wasserfläche ber Landschaft harmonisch einzufügen. Da die Schule von Ostern ab zu einem Teil benützt werden soll, wird man auch die Grünfläche vor der Schule anfäen, so daß dort das Bild äußerlich vervollkommnet wird. Bäume sind in diesem Jahre in den Gießener Anlagen nicht gefallen. Lediglich am Weg zur Hardtterrasse muhten einige entfernt werden, weil sie sich zum Teil gegenseitig in ber Entwicklung hinderten, andererseits bas landwirtschaftlich benutzte Land zu schwer beschatteten. Das Blumen-, Sträucher» und Baummaterial, das für bie Ausgestaltung unb Unterhaltung ber Anlagen notwenbig ist, wird im stäbtischen Pflanzgarten an ber Marburger Strahe heran» gezogen. Im Pflanzgarten hat man mit bescheibenen Mitteln ein kleines Gewächshaus bzw. einen Unterbringungsraum geschaffen. Kleine Aenberungen wurden auch auf den Friedhöfen getroffen. 2m Alten Frredhof an ber L cher Straße werben noch verschiebene verfallene Gräber eingeebnet und bie Flächen etwas kultiviert, so bah der Alte Friedhof mehr parkartigen Charakter erhält. Einige Sihgelegen- heiten sollen geschaffen werden. Mit diesen Arbeiten wurde bereits im vorigen Herbst begonnen. Der Neue Friedhof erfährt eine nicht unbedeutende Erweiterung im Ausmaß eines Viertels der bisherigen Gräberflächen. Nach Wiefeck zu wurde ein Areal von etwa 10 000 Quadratmeter angekauft, das zusammen mit einem bereits früher erworbenen Grundstück gegenwärtig mit einem festen Zaun umfriedigt bet, wurde in dem fränkischen Schloß Weißenstein eine Aussehen erregende Entdeckung gemacht. Ein in der Galerie des Grafen Schönborn befindliches Bild „Der Schmerzensmann", das stark übermalt war, wurde restauriert. Man nimmt nunmehr an, daß es sich um ein Werk Albrecht Dürers handelt. Man hat dem Ursprung des Bildes nachgeforscht und festgestellt, daß Kardinal Albrecht oon Brandenburg ein Bild „Barmherzigkeit" von Dürer besaß, das er im Jahre 1540 dem Mainzer Domstift schenkte. Man vermutet, daß dieses Bild in der Galerie der Grafen von Schönborn erhalten geblieben ist. Als Entstehungsjahr wird das Jahr 1523 angenommen. Deethoden-Preis 1933. Professor Dr. Georg Schumann, seit langen Jahren Direktor der Berliner Singakademie, wurde mit dem Beethoven-Preis für das Jahr 1933 ausgeze chnet. Schumann, der 1866 in Königstein an der Elbe geboren ist, hat sich als Komponist von Chorwerken („Amor und Psyche", „S h isucht", „Dcs Träne: kcügle.n"). Symphon en, Suiten und Liedern einen angesehenen Namen in der deutschen Musikwelt gemacht. Gefahren beim Großreinemachen. L>on Dl. Xboifflan« c chmtot Die Früh.ahrsjonne lost in allen Hausfrauen den Gedanken aus. „Du mutzi Frutyahrvpug galten!" Unter „Frühjahrsputz ft dabei nicht oie Ausstattung mit neuen Kiewern und Hüten zu verstehen, sondern das find jene unangenehmen stunden und Tage, in denen Fenster und Türen weit ojsensteyen und der Boden mit Wasser überjchwemml wird, bis nach dem Angriff auf den Winterstaub Rimmer und Garornen im neuen Glanz erstrahlen, uno der Munn wieder ein gleichberechtigtes Familienmitglied wird Wenn man m diejen „GrotzreineMuchetagen' jo durch die Stadt geht, da sieht man alleutyarven die Spuren des Hausputzes, und ber Hygienirer unb Arzt beobachtet Dinge, bie ihm nicht gefallen. Da steht z. B. ein Maochen gänzlich ungesichert hoch oben im dritten Stock auf dem Fensterstms und putzt die Fenster. Wte leicht kann sie in bie liefe stürzen: ein plötzlicher Schwindel ein Hangenbleiben mit ber Kleidung genügt, das Schauerliche zu oer- ursachen! Aber immer unb immer wieder stehen die Frauen unb Manchen oben, gerade wie die Mahnung, nur gesicherte, feststellbare Leitern zu benützen, ungehort verhallt. Die Unfallftellen und Kliniken können Fälle genug aufzahlen, in denen dieser Leichtsinn schweres Siechtum, ja, den Tod verursachte. Dei Luftzug, in dem bie Hausfrauen zu arbeiten gezwungen ftnb — wenigstens bilden sie es fich ein, daß es ohne Zug nicht geht! — und die Naße, die das Hantieren mit Wasser mit sich bringt, losen, wenn noch dazu mit dem Staub Krankheitskeime aller Art aufgewirbelt werden, alle möglichen Erkältungskrankheiten aus. Wie oft bekommen die Hausfrauen nach dem Hausputz Zahnschmerzen, Rheuma, Husten, Halsentzündungen usw. Zweckmäßige Kleidung, Tragen einer Gummischürze, Ber» meidung von zu starkem Zugwind sind ebenso krank- heitsoerhütend, wie bie vernünftige, Staubauffmirb- lung oermeibenbe Tätigkeit unter evtl, lelhmeijcr Benützung von Staubsaugern. Auch feuchtes Wischen vor bem Kehren läßt den Kampf mit dem lästigen Staub hygienischer und besser durchführen. Damit find aber die Gefahren des Hausputzes noch nicht erschöpft. Die verschiedenen Putz- und Reinigungsmittel können sowohl auf die Haut, wie auch auf andere Teile und Organe des Körpers schädlich einwirken. Gegen die Haukschädigung wen- bet eine kluge Hausfrau entweder Gummihandschuhe an, — sie kosten Nicht mehr die Welt, — ober mindestens treibt sie gerade in diesen Tagen eine besonders eindringliche Hautpflege mit Krem, sie achtet auch auf die unscheinbaren Risse und Holzsplitterverletzungen, die sonst Anlaß zu schweren Zellgewebsentzündungen und Infektionen schlimm •fter Art geben können, besonders wenn aus Leichtsinn ober Zeitmangel eine sachgemäße erste Hilfe unterlassen wurde. Zu spät geht man dann ja wohl zui. Arzt, ber nun helfen soll Das ist verkehrte Sparsamkeit, die sich bitter rächen kann! Salzsäure und scharfe Laugen sowie andere Gifte find in diesen Tagen der Frühjahrsreimgung leider noch immer die Hilfsmittel der Hausfrauen, obwohl in Drogerien und Apotheken gleichwirksame, aber unschädliche Reinigungsmittel au haben wären. Wenn man schon solche gefährlichen Dinge b-mützen will, dann muh man sich über ihre Gefährlichkeit im klaren sein und sie vor Kindern gesichert auf» bewahren. Die Flaschen müssen unbedingt jedem, der sie in die Hand nimmt, sofort sagen, was darin ist. also das Giftzeichen (Totenkopf) unb den Namen ! tragen, außerdem natürlich dürfen sie schon nach Große und Form nicht Anlaß zu Verwechslungen mit Behältnissen geben, in denen sonst Getränke auf- dewahrt werden. Also ja keine Bier-, Wein- und Schnapsflaschen benützen, um Säuren und Laugen sowie andere Gifte aufzuheben! — Bei der Reinigung oon Zinkgegenständen, verzinkten Badewannen usw mit Salzsäure kann bas äußerst giftige Gas ber Arsenwasserstoff, entstehen Man bleibe daher, wenn sich wirklich eine solche Reiniguna nicht umgehen läßt, wenigstens mit Nase unb Mund fern und lüfte ordentlich. Ein ganz schlimmes Kapitel ist bie Verwendung oon leicht entzündbaren Flüssigkeiten wie Spiritus, Benzin, Schwefelkohlenstoff im Haushalt Meist wird gar nicht an die Möglichkeit einer Erplosion gedacht, wenn die Dämpfe mit irgend einer Flamme in Berührung kommen Ukizähstge Opfer forderte schon das Nachgießen von Petroleum bei brennender Lampe, das Reinigen oon Handschuhen usw. mit Benzin in Ofennähe Man kann deshalb mit diesen Stoffen gar nicht vorsichtig genug fein. Hessische Personalien WSN. Der ßanbtagsabgeorbnete unb Fraktionsführer ber hessischen NSDAP. Lehrer K1 oster - mann übernimmt an Stelle bes beurlaubten Oberschulrats Heinrich Hassinger nunmehr bas Referat für Jugendpflege, Iugendherbergswesen, sowie Turnen und Sport un Kultusministerium. Ebenso wie bei den übrigen ins Kultusministerium berufenen Referenten (Stublenrat Dr Blank, Lehrer Repp und Großmann) verändert sich bei Lehrer Klo ft ermann weder Rang noch Gehalt. Auf Antrag des Staatskommissars für Landwirtschaft Dr Wagner hat Staatsminister Dr. M ü 1- ler zu Mitarbeitern beim Staatskommlssar beauftragt bie Herren Landwirtschaftsrat Dr. Gör - lach Groß-Umstabt und Dr Finger, Vorsitzender der Ackerbau- und Grünland-Abteilung ber Hessischen Landwirtschaftskammer. Dr. Finger wird seine Tätigkeit bei dem Staatskommissar ehrenamtlich unter Beibehaltung seiner Dienststelle bei ber Landwirtschaftskammer ausüben. Der seitherige Ministerialdirektor Professor Dr. Rößler und Ministerialrat Bauer sind beurlaubt worden. Ihre weitere Verwendung bleibt be» - fonberer Entschließung vorbehalten. 13 *n ötil oberbjn. oon Verchier. LlJ «'gen. hin Wochenende. ieder des Stadt- n §i!cher und auch aus Herrn ochen dem Stadt- m Bericht vom stützt und Land' e,Firma Heinrich mdel zeigt, ferner n der Ausstellung le Tiehen. Man veranstaltete die einen Llternnach- ernste Gedichte zu de neben heiteren llachttvachter" von n der Anstalt mit schliehend sand ein den Bäumen der Die Beranstaltung ch besucht und sehr e, das Berhältnis e enger zu gestalten agen. abt sorgfältigste lüd« tandschchtMd.das zgericht aus bietet m Hangelstein u|tt>.) n einiges reizvoller iu8 diesem Grunde i hoch weiden. So der Stadt bis zum deslust ein Haltiger Ebereschen sollen ill man den A u s • >rt geschossen werden ch hier wird man ittersläche der Land- Da die Schule von benützt werden sol^ iche vor der Schm Id äußerlich vervoll- bre in den Ti-^er Aich am Deg ju >ntfernt wcrden.ve'l ' ;n der Enlw^lung andvirtschastlich be- Saummatenaf. und Unterhaltung 5 im stadvschm m« «*ys a.^ Friedhof ^*1 iiW*1' I <'«' "Lg «ierltls Sm«6 *“ OH [In plan»'" A-rSi S?2S:” in. ussage- s tf Ä, * Obecheffen. Zu Ehrenbürgern ernannt, • Eberstadt, 28. März. Durch einstimmigen Beschluß des h esigen Gemeinderats wurden Herr Reichspräsident von Hindenburg, Herr Reichskanzler Adolf Hitler und der Herr Staatspräsident Dr. Werner zu Ehren- bürgern der Gemeinde Eberstadt ernannt. Außerdem wurde die Umbenennung einer Straße in Adolf-Hitler-Etraße beschlossen. Geländespiel der „Hafsia^Zugend. is. Steinbach, 28.März. DaS am vorigen Sonntag abgehaltene Geländespiel der „H a ssi a" - 2 u g e n d fand seinen ÄuSgang südlich von Steinbach. Die rote Partei, bestehend aus den Bezirken Gießen, Grünberg und Alsfeld, bezog ein biwackmäßiges Lager mit Abkochen auf einem Berge in unserer Gemarkung, dem sog. Hohenstein. Bei herrlichstem Frühlingswetter hatten sich viele Einwohner von Steinbach und Umgebung eingefunden, so daß sich hier ein reges Leben entwickelte. Die hiesige Stahlhelmlapelle unter Leitung von Herrn Schleuse gab ein Konzert. Auf der Anhöhe wehte die schwavtz- wcißrote Fahne am hohen Mast. Iugendabtei- lungsführer S e r t h von Steinbach hielt eine Ansprache über Zweck und Ziel der Hassiajugend, woraus das Deutschlandlied von allen Anwesenden gesungen wurde. Um 15 Uhr erfolgte der Abmarsch, voran die Musik, anschließend die Jugend und alle Zuschauer in gemeinschaftlichem Zuge nach Steinbach. Gtahlhelm»Au marsch in Alsfeld. ♦ AlSfeld, 28 März. Arn Samstag. 1. und Sonntag. 2. April, veranstaltet der Gau Hessen - Nord des Stahlhelm einen Aufmarsch in AlSfeld. Die Veranstaltung i nimmt am Samstagnachmittag mit einem Führe r a p p e l l ihren Anfang. Am Sonntag sind nach dem Kirchgang beider Konfessionen in der Hauptsache Wehrsportübungen besonderer Wchrsportableilungen vorgcs.hen. 3m Laufe des Tages trifft der bekannte Ozeanflieger Kamerad Hauptmann Köhl in Alsfeld ein. bei günstiger Witterung mit dem Flugzeug. Rach den Uebun- gen marschieren am Abend die Fahnengruppen in den großen Saal des Deutschen Hauses ein. Anschließend spricht Hauptmann Köhl über seinen Ozeanflug. Landkreis Gießen. is. Steinbach, 29. März. Die unter Leitung von Fräulein S t r a ck, Gießen, stehende Handarbeitsschule hatte am vorigen Sonntag hier zum ersten Male die Einwohner zur Besichtigung ihrer Arbeiten eingeladen. Was da auf dem Rathaus ausgestellt war, gab Zeugnis von sachlicher und vorbildlicher Arbeit. Den Schü- lern und besonders der Lehrerin Fräulein S t r a ck wurde lobende Anerkennung ausgesprochen. — Fürstl. Rottmeister i. R. Heinrich Keßler I., der älteste Einwohner unserer Gemeinde, feiert am Freitag, 31. März, seinen 9 0. Geburtstag. Am 1. Juni d. 3. hofft er mit seiner Gattin, die im 86. Lebensjahre steht, das seltene Fest der eisernen Hochzeit zu feiern. gd. Großen. Buseck, 21. März. Gestern fand im Saale des Gastwirts Wagner ein Konzert statt, ausgcführt von ehemaligen Militärmusikern unter Leitung von Musikmeister A. Schleuse. Sowohl die im ersten Teil gebotene Streichmusik, wie die nachher folgende Blasmusik erntete mit Recht stürmischen Beifall, denn eine bessere Musik haben wir hier noch nicht zu hören bekommen. Solist Heuser bewährte sich mit seinem „Capriccio" und einer stürmisch geforderten Zugabe als hervorragender Violinspieler, der nicht nur Über eine glänzende Technik verfügt sondern es auch versteht, den geistigen 3nhalt der schwierigen Komposition zum Ausdruck zu bringen. H Lollar, 28. März. Am Montag wurde Altveteran Christian Diehl 86 3ahre alt. Er ist zweitältestcr männlicher Einwohner und als Kriegsteilnehmer von 1870/71 einziger noch lebender Altveteran unseres Ortes. Er hat im ehemaligen 3. Hess. 3nf.-Dgt. Rr. 117 gedient. Seit 11. Februar 1868 ist er Mitglied bzw. Ehrenmitglied des Veteranen- und Kriegervereins Lollar. 3n früheren 3ahren hat der 3ubilar aus Veranlassung des hiesigen Kriegervereins als Ehrungen das Bild des Großherzogs von Hessen und des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg mit eigenhändigen Llnterschrif- ten erholtem Kreis Alsfeld H Alsfeld, 27. März. Auf Einladung der hiesigen Dürergesellschaft sprach im Physiksaal der Oberrealschule Tlniversitätsprosessor D. Bornkamm, Gießen, über den Philosophen 3alob B.hme. 3n tiefgründigen, fesselnden Ausführungen legte der Gießener Theologe die Grundzüge und die Bedeutung der B.hmeschen Philosophie bot. die noch im Zeitalter der Romantik ton sta ler Wirkung war QUit Liefern Vortrag hat die Dürergesellschaft ihr Winterprogramm beendet. Die auf hoher geistiger Warte stehenden Vorträge, die vorwiegend von Professoren der Hessischen LandeSuniversität abgcbilten werden, stellen der Leitung der Dürergesellschaft das beste Zeugnis aus und sind in unserer Stadt für das geistige Leben von hoher Bedeutung. Beurlaubungen bei der Offenbacher Stadtverwaltung WER. Offenbach a. M., 28. März. Aus Anordnung des hessischen 3nnenmin.sters wurden bei der Offenbacher Stadtverwaltung bis zur endgült gen Entscheidung beurlaubt: Oberbürgermeister Granzin. Verwaltungsdirektor R e i n i ck e . die Beigeordneten Bürgermeister Rech und Dr. Aull, sowie der Vorsitzende des Aeltestenrates, der frühere Direktor des Offenbacher Arbeitsamtes. Z s ch e ch. — Zum kommissarischen Oberbürgermeister wurde ernannt Regierungsrat S ch ö n h a l s von der Landeskriminalpolizei Darmstadt (f übe: Finanzamt Offenbach'. Zum un'e'oldcten Beigeordneten wurde Gustav Lang-Ls enbach ernannt. Beamte und Warn'w rt'cbast. Die im Landeskartell Hessen des Deutschen Beamtenbundes zusammenLe- schlossenen Verbände der Reichs-. Staats- und Ge- mcindebeamten rücken - wie uns von dem Lan- deskartell mitgeteilt wird — nachdrücklich ab von sämtlichen Beamten-Wi. t chaftkuitem hmungen. Sie verurteilen aufs schärfste den Waren- ver trieb und den „Schleichhandel" in den Dienststellen und Behörden und fordern sofortige restlose Einstellung. Die (Beamten» Organisationen haben auch nichts zu tun mit den Unternehmungen des Deutschen Beamten-Wirt- schastsbundes Wo noch Verbindungen dorthin bestehen sollten, müssen sie gelöst werden. Ausgenommen sind hierbei die CBeamtenban- f e n und die Versicherungseinrichtungen. Das Landeskartell hat seine sämtlichen Kreis- und Ortskartelle im ganzen Lande aufge» fordert, etwa noch bestehende örtliche Deamten- Wa envcrsorgungsst.llen, Bezugsgenossenschaslen, Konsumvereine und dergleichen unverzüglich aufzulösen und die Mitglieder anzuweisen, ihren Bedarf bei dem schwer notleidenden Mittelstand und dem Einzelhandel zu decken. Der Landeskartellvorsitzende. Dr. C l a ß, hat gestern beim Empfang im Staatsministerium dem Herrn Staatspräsidenten und Herrn Staatsminister Dr. Müller dahingehende bindende Erklärungen abgegeben, die hiermit in der Öffentlichkeit wiederholt werden. Oie Strafanträge im Darmstädter Volksbankprozeß. WSR. Darmstadt, 28. März. 3n der heutigen Sitzung des Volksbank-Prozesses hielt der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Dr. Katz, seine Anklagerede. Unter Zusammenziehung der verschiedenen Einzelanträge stellte er folgenden Gesamtstrafantrag: Gegen den früheren Direktor Becker ein 3ahr acht Monate Gefängnis und 170 Mk. Geldstrafe, gegen Direktor Habicht drei Monate Gefängnis und 80 Mk. Geldstrafe, gegen den Auffichtsratsvor- sitzenden R o h l neun Monate Gefängnis und 1300 Mk. Geldstrafe, gegen die Aufsichtsratsmit- glieber P a e ch fünf Monate Gefängnis und 800 Mark Geldstrafe, Werner drei Monate und drei Wochen Gefängnis und 675 Mk. Geldstrafe, Emmerich drei Monate zwei Wochen Gefängnis und 475 Mk. Geldstrafe, Kalbfleisch an Stelle von zwei Monaten Oefär g is 600 Mk. und weitere 700 Mk. Geldstrafe, Mayer an Stelle von einem Monat Gefängnis 300 Mk. und weitere 520 Mk. Geldstrafe, Schneider an Stelle von einem Monat Gefängnis 600 Mk. und außerdem 380 Mk Geldstrafe, Klump an Stelle von zwei Monaten Gefängnis 600 Mk. und weitere 550 Mk. Geldstrafe. Die Plädoyers der Verteidiger beginnen am Donnerstag. Oer Marburger Oberbürgermeister beurlaubt. Marburg 28. März. (WSN.) Die nativ- nalfozialistische Stadtverordnetenfraktion hat die Teilnahme an der für heute nachmittag angcsehten ersten Stadtverordnetensitz ung abgelehnt. Die Kreisleitung der RSDAP. g.bt dazu folgende Erklärung „ArS schwerwiegenden Differenzen zwischen Oberbürgermeister Muller und der nationaisozia- listi chcn Bewegung ist es den Marburger nationalsozialistischen Stadtverordneten nicht möglich, auch nur in irgendeiner Beziehung mit dem derzeit g n S.a t be.Haupt zusammenzuarbeiten Die Ratianalsoz a.iften, die feit 3ahren in schärfster Opposition zum Oberbürgermeister Müller gestanden haben, m sicn es ablehnen, sich heute von ihm zum Wohle der Stad' ^Pflichten zu lassen. Darüber hin- a s ve t itt die nationalsozialistische Fraktion die Au fu,. ,.g, daß sie das Vertrauen, das der weit überwiegende Teil der Marburger Bevölkerung in sie seht, nicht rechtfertigen würde, wenn die Rotionalsozialisten auch nur einen Tag oder eine Stunde mit dem Oberbürgermeister Müller zusammenarbeiken." Oberbürgermeister Müller hat heute mittag einen Urlaub angetreten, der ihm vom Regierungspräsidenten bewilligt wurde. Große Strafkammer Gießen. • Gießen, 28. März Als am 2. März d. I. ein am Postamt Lauterbach beschäftigter Posthelfer mit seinem Rad auf der Straße Dirlammen Lauterbach fuhr, kam plötzlich aus einem Tannenwäldchen ein maskierter Mann heraus, hielt ihm einen Revolver vor und rief .Hände hoch! Geld her!" Der Pofthelfer rief um Hilfe und versuchte auf seinem Fahrrad zu entkommen, kam aber gleich zu Fall, so daß er vgp dem Räuber eingeholt wurde. Es kam zu einem kurzen Handgemenge, in dessen Verlauf es dem Posthelfer gelang, dem Angreifer den Stock abzunehmen und ihn in die Flucht zu schlagen. Der Verdacht fiel auf einen heute angeklagten jungen Mann, einen Maler und Schindler aus Salzschlirf Dieser wurde bei der Gegenüberstellung von dem Ueberfallenen wledererkannt. Bei der Durchsuchung sand sich in seiner Wohnung ein gestreiftes Stück Tuch, in das die In der Nähe de, Tatorts gefundene Gesichtsmaske genau paßte. Darauf gab er die Tat zu. Heute hotte er sich wegen versuchten Straßenraubs zu verantwor« tcn. Nach dem Gutachten des Gerichtsarztes ist er voll zurechnungsfähig. .Er stellt sich dümmer, als er ist. Das Urteil lautete unter Annahme mildernder Umstände, die in der Jugend des Angeklagten, seiner Unbestraftheit und in der Totsache gesunden wurden, daß fein Schoden entstanden ist, onder- eits aber auch mit Rücksicht auf die Notwendigkeit »er Abschreckung, do die Uebcrfälle auf Postboten ich erschreckend vermehrt hoben, auf ein Jahr zehn Monate Gefängnis. In zwei weiteren Fallen verhandelte die Strafkammer als Berufungsinstanz. Ein Arbeiter aus Bad-Nauheim, der wegen Rückfalldiebstahls zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, erzielte auf feine Berufung Freisprechung, obwohl sehr großer Verdacht gegen ihn bestehen blieb. Es wurde ihm zur Last gelegt, einen Guten» erpel aus einem verschlossenen Garten gestohlen zu haben. Der Beweis war darin gesehen worden, daß in feinem House eine Entengurgel und eine Entenfeder gefunden worden waren. Er behauptete, es handle sich um einen Racheakt politischer Feinde. Da immerhin ein gewisser Zweifel möglich war, zumal der Sachverständige die, wenn auch entfernte Möglichkeit zugob. daß die gefundene Feder eine Gänsefeder war, wurde das Urteil dos Bezirksschöffengerichts aufgehoben. Gleichfalls aufgehoben wurde ein Urteil des genannten Gerichts, durch das ein Schuhmacher wegen fahrlässigen Falscheids zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden war Er hatte bei der Leistung des Offenbarungseides seinen Anteil an einem von feinem Vater hinterlassenen Grundstück verschwiegen Seine Behauptung, er Hobe geglaubt, dos Grundstück gehöre feiner Mutter allein, die es auch stets bewirtschaftet habe, konnte nicht widerlegt werden Wirtschaft. (Siebener ZrühfahrSpferdemarkt. Unter starker Anteilnahme der städtischen und der ländlichen Bevölkerung fand freute morgen der Gießener Frühjahrspferdemarkt statt. Aufgetrieben waren 217 Pferde und 34 Fohlen. Gute schwere Pferde kosteten bis zu 1200 Mark. Mittlere Qualitäten wurden mit 700 bis 900 Mark gehandelt: leichtere Pferde wurden mit 500 bis 700 Mark bezahlt. Der Handel vollzog sich anfänglich sehr schleppend, wurde später etwas reger, ohne jedoch größeres Ausmaß anzunehmen. Mit dem Pferdemarkt war auch diesmal wieder eine Prämiierung verbunden, über deren Ergebnisse wir noch berichten werden. Eine weitere Ausgestaltung erfuhr der Pferdemarkt durch musikalische Darbietungen, sowie durch die Veranstaltung eines interessanten Reitturniers. Berlin flau. Berlin, 29. März. (WTB. Funkspruch.) 3m Zusammenhang mit dem bevorstehenden Monatsende erfolgten heute zu Beginn des offiziellen Verkehrs an verschiedenen Märkten noch einige Verkäufe. Auf der anderen Seite war die llnter- nehmungslust aus dem gleichen Grunde nur recht klein. So kam es, daß die Anfangsnotierungen häufig 1 bis 3 Prozent, in einigen Fällen bis zu 4,5 Prozent unter dem gestrigen Schluß lagen. 3m Verlaufe zeigte es sich, daß die Glattstellun- gen zu Ende waren, und sofort trat auf dem ermäßigten Niveau wieder Nachfrage hervor. Pressemeldungen über neue Auslandaufträge, sowie das festere Neuyork regten an. Unter Führung von Siemens, die 4,5 Prozent anxogen, Schubert & Salzer, die sich um 3 5 Prozent besserten und BMW., die weitere 2 Prozent gewannen wurde es allgemein fester. Die Besserungen gegen den Anfang gingen im Durchschnitt bis zu 1 Prozent, verschiedentlich bis zu 2,5 Prozent. Deutsche Anleihen eröffneten schwächer, Alt- besih verloren 1,45 Proz., Neubesih 65 Pfennig. 3m Verlaufe wurde auch an diesem Markte die Hälfte der Verluste wieder hereingeholt. Reichsschuldbuchforderungen zogen nach l,5prozentiger schwächerer Eröffnung um 1 Prozent an. Am Rentenmarkt dürften Die Kassakurse ebenfalls nicht fo niedrig werden, wie man dies zunächst angenommen hatte. Ausländer lagen ruhig, 5prozent. Mexikaner und 5proz. (Rumänen sowie 4prozentige Türken verloren je etwa 30 Pfennig. Der Geldmarkt lag weiter steif. Der Satz für Tagesgeld zog auf 4,75 Proz. an, vereinzelt wurde noch 4,63 Proz. bezahlt. Privatdiskonten waren weiter angeboten. Die Umsahtätigkeit in Reichswechseln und Reichsschahanweisungen zu den alten Terminen war weiterhin kleine $ranffurf schwach. Frankfurt a. M., 29. März. (WTB. Drahtmeldung.) Die Rückbewegung der Kurse setzte sich zu Beginn der heutigen Mittagsbörse fort. Die Notwendigkeit zu Bereitstellungen für die besonderen Ansprüche des Frühjahrsultimo führten zu stärkerem Angebot, dem nur eine geringe Aufnahmefähigkeit gegenüberstand. Eine gewisse Rolle bei der Gestaltung der Kursentwicklung mögen auch wirtschaftliche Besorgnisse für die näch te Zeit gespielt haben, die durch die rasche Beilegung des braunschweigischen Zwischenfalls nicht völlig aufgehoben werden konnten. Neben Abgaben der Spekulation drückte auch größeres Angebot des Publikums auf die Märkte, und zwar dergestalt, daß wiederholt Minus-Minus-Zeichen an den Mallertafeln erschienen. Es handelt sich hierbei um Scheideanstalt, Zement Heidelberg und ßaurafrütte. Letztere tarnen schließlich 2,50 Prozent niedriger $ur Notiz. 3m übrigen erreichten die Kursrückgänge allgemein nicht Das Ausmaß des Vortages, sie betrugen im Durchschnitt etwa 1,50 Prozent. Verstärkter Kursdruck bestand am Elektromarkt mit Rückgängen bis zu 3,50 Prozent. Der Montanmarkt wies Abschwächungen bis zu 2,50 Prozent auf. Relativ widerstandsfähig lagen aber Phönix und Stahlverein. Von Spezialwerten fiel besonders der Verlust von 3G. um 3,50 Prozent auf. Andere chemische Werte gaben bis zu 1 Prozent nach. Schiffahrts» und Derkehrswerte, sowie Reichsbankanteile gingen von 0,25 bis 0,75 Prozent zurück. Schwach eröffneten noch Zellstoff Waldhof mit minus 3 Prozent und Gebr. 3unghans mit minus 1,50 Prozent. Altbesih und späte Reichsschuldbuchforderungen verloren bis zu 1,50 Proz., Neubesitz 1 Prozent und Schutzgebiete etwa 0,39 Prozent. Von 3ndustrieobligationen gingen Stahlvereinbonds um 1,25 Prozent zurück. Auch Reichsbahnvorzugsaktien ließen um weitere 0,50 Prozent nach. Am Pfandbriefmarty bestand neues An- aebot, so daß Rückgänge bis zu 1,50 o. H. eintraten. Eine Ausnahme machten die Werte der Preußischen Landespfandbriefanstalt, die trotz Angebot unverändert blieben. Stark angeboten waren Stadtan- leihen, die bis zu durchschnittlich 3 v. H. nachgaben. Auch Staatsrenten wiesen meist Abschwächungen auf, ebenso Jndustrieobligationen. Von fremden Werten gingen Zolltürken um 0,25 v. H. zurück, während Goldmexikaner unverändert blieben. Im Verlaufe trat zunächst eine leichte Erholung ein, bei IG.-Farben mit plus 1,50 o. H., Siemens plus 2 v. H. und Stahlverein plus 1 v. H. Später bröckelten die Kurse meist wieder ab. m m Rj B & Ul T II IHRE DAUERNDE ZUFRIEDENHEIT Auf den Automobilkäufer prasselt eine Fülle von Schlagworten nieder. Da gilt es, den Blick für das Wesentliche zu behalten. Es kommt lediglich darauf an, was ein Wagen bietet, leistet und kostet, ob seine Konstruktion umfassend erprobt ist und sich bei den tausendfältigen Möglichkeiten der Praxis bewährt hat. Wenn Schlagworte auf Sie eindringen: Nur ruhig Blut! Der praktische Beweis gilt mehr. Je besser Sie sich auf Automobile verstehen, desto größer wird bei einer unverbindlichen Opel - Probefahrt Ihre Freude über die hervorragende Leistungsfähigkeit, die unübertroffene Sicherheit und Zuverlässigkeit und den vorbildlichen Fahrkomfort sein. Sie werden mit Genugtuung erkennen, wieviel Sie heute für Ihr gutes Geld bekommen können. Sie werden sich überlegen, wofür Sie eigentlich mehfl ausgeben sollen, wenn ein Opel Ihnen doch alles praktisch Wertvolle, Nützliche und Angenehme bietet. 0 P E L । LITER 4 ZYLINDER AB RM 1890 • 1,2 LITER 4 ZYLINDER AB RM 2190 • 1,8 LITER 6 ZYLINDER AB RM 2695 • REGENT MODELLE AB RM 2890 • Preise ab Werk Rüsselsheim am Mair» Die günstigen Bedingungen der Allgemeinen Finanzierung« G.m.b.H. und der Opel Automobil Versicherung» A G. erleichtern Ihnen Anschaffung und Betrieb «o,™ssE^Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m. b.H. Telephon Nr. 2847. heu 5e9' uns M fchsn müh K hä Man Um |ed len Barc wehr, 2 gießen |j den Kopf Fensters Md der Solen b ge'egt, e Um |i und die räumt. ' die ein sich vor herausc belbechk Ttartsc Zugseil -sog ken 6a t mH frofi der Kuri ausseßt ein Mai worden. „Schul Die ( hundert ftigen L . und -Zt nen Dur erst Gek Cortez d Erde! D genannt, wird auf Teitenste mandos . Eltern L i-8* SfIu6 Denn sj, des'e^ die „v Flugdm nuten t die,M higem < Aufwim gesteuerl badene Luftpion Land, ai sinn erf über die und öül Bis bi man bii würbe, i bas Ire wie her ® Sa tc Sentlich chender die sorg % 3oi M. Ä Ni^r, o tocröi Mde k an Stoffe/ denken Sie an L Bernard machen pflegt und manchmal ausspannt, stillgestan« den haben. Im Wagen aber, ganz zusammengefallen, hätte Zweilinden gelegen. Tot! Don einer Kugel mitten ins Herz getroffen! Du lieber, guter Gott, ist das nicht furchtbar? Die Polizei ist schon auf den Beinen, heißt es, und die Mordkommission aus Frankfurt wird erwartet." Wulf von Speerau hatte nun die Gewißheit, auf die er so fieberhaft gewartet. Halb lag sie ihm wie ein Alpdruck auf der Brust, halb empfand er ein Siegergefühl. Jetzt war der Weg zu Bettina und ihrem Reichtum frei! Die Erbin von Zweilinden war das reichste Mädchen! Er warf seine Zigarre zum offenen Fenster hinaus, sagte in unwilligem Ton: „Das ist doch alles Unsinn, ich war doch heute vormittag in Zweilinden, und Herr von Zwcilinden war vergnügt und gesund'." Er schlug sich vor die Stirn. „Aber er erzählte mir, er müsse als Sachverständiger zu einem Termin in die Kreisstadt fahren. Er schüttelte sich. „Sollte es also doch wahr sein? Oh, das wäre ja entsetzlich." Wie von Mitleid überwältigt, murmelte er vor sich hin: „Die arme Bettina Claudius tut mir in der Seele leid!" Er ging ans Telephon. „Warten Sie einen Augenblick, lieber West, ich telephoniere gleich mal an das Hotel .Eichkatz'." Seine Hand, die den Hörer abnahm, schien ruhig, aber sein Herz schlug wie ei,n Schmiedehammer. Das Gespräch war nur kurz, und Wulf von Speerau wandte sich wieder dem alten Inspektor zu, sagte in dumpfem Tone: „Es ist wirklich wahr, alles, was man Ihnen erzählt hat, stimmt." Er ging zu einem Stuhl, lieh fidi darauf niederfallen. „Wie furchtbar, wie furchtbar! Aber daß so etwas in unserer bisher so sicheren und harmlosen Gegend geschehen konnte." Er ballte die Fäuste: „Wenn man nur den Schuft faßte, der das getan hat." Der Inspektor nickte. „Herr von Zweilinden war manchmal etwas kurz und rauh, ich glaube, er könnte manchen Feind unter seinen früheren Knechten haben." Schon am späten Nachmittag wurde Wulf von Speerau nach Zweilinden gerufen. Die Mordkommission war bereits bei der Arbeit, und da er kurz vor der Fahrt des Gutsherrn in Zweilinden gewesen, zog man auch ihn in den Kreis der Zeugen ein. Als Wulf m die Halle trat, stürzte ihm Bettina ganz aufgelöst in Tränen entgegen, und unbekümmert um ihre Umgebung drängte sie sich an ihn, schluchzte verzweifelt: „Der arme, liebe Vater!" Wulf streichelte ihr Haar. Er hatte nun die Gewißheit, Konrad von Zweilinden hatte vor seiner Fahrt nach der Kreisstadt nicht mehr von ihm zu Bettina gesprochen, und damit fiel wieder eine Schwierigkeit fort Als er dann von dem Kriminalkommissar gefragt wunde, aus welchem Grund er heute vormittag in Zweilinden gewesen, antwortete er ruhig: „Um ihn offiziell um die Hand seiner Pflegetochter Bettina zu bitten, die er mir, wie Bettina und ich es nicht anders erwarteten, auch gewährte. Er sagte schließlich scherzhaft zu mir: „Nun aber 'naus, Sie Verliebter, und nach Hause. Ich muß als Sachverständiger in die Kreisstadt zum Termin, kommen Sie heute abend wieder, dann machen wir 'ne kleine Vorfeier. Und jetzt nicht etwa Bettina auf- suchen, ich will sie Ihnen mit einem richtigen Vatersegen in die Arme legen!" Weiter könne er nichts aussagen. Er wäre dann mitten durch den Wald langsam und vergnügt nach Hause gegangen. Der Kommissar hatte nicht den geringsten Grund, die Aussage anzuzweifeln. Alles klang so überzeugend, ganz glaubhaft. Man hatte den Revolver gefunden mit dem kleinen Messingschild, auf dem die Adresse einer Londoner Waffenhandlung eingraviert war. Aber da solche Waffen jahrein, jahraus verkauft wurden, hatte eine Nachfrage bei der Firma kaum einen Zweck. Nach seiner Aussage suchte Wulf Speerau Bettina auf. Er fand sie in der Bibliothek. Wie vernichtet saß sie in einem Sessel, ober über ihr Gesicht glitt doch ein heller Schein, als der Geliebte eintrat. Wulf näherte sich ihr, strich über ihr dunkelbraunes Haar. „Meine arme, arme Bettina, es ist furchtbar, was geschehen ist, glaube mir, ich fühle mit dir. Ich war doch heute vormittag hier, und dein Vater gab so freudig die Zustimmung zu unserer Ehe, daß ich unendlich glücklich war. Heute abend erst solltest du das erfahren, wünschte er, heute abend wollte er Verlobung mit uns feiern." Bettinas Hände verkrampften sich. „Wie schön wäre das gewesen, wie wunderschön. Und nun liegt er irgendwo in der Kreisstadt, kalt und tot, und man rät mir, nicht darauf zu bestehen, ihn sehen zu wollen, obwohl ich es möchte. Denke nur, Wulf, ich soll ihn kein einziges Mal mehr sehen, ehe man ihn in den Sarg tut und begräbt. Kein einziges Mal mehr! Das xft doch unmöglich. Heute Morgen war er noch so gut und lieb zu mir, und jetzt ist er schon tot." Sie hob den Blick. „Aber er hat dir noch erlaubt, mich au heiraten. Das ist wie ein Trost, nicht wahr, Wulf?" Er wiederholle: „Ja, das ist wie ein Trost, meine geliebte Bettina!" Er versprach, am nächsten Tage wiederzukommen, und ging dann, nachdem er die Weinende noch so gut es ihm möglich war, beruhigt hatte. Bettina verließ die Bibliothek und suchte ihr Zimmer auf. Die frohen Farben darin taten ihr heute weh, wie einem Trauernden wohl ein helles Lachen wehe tut, das an sein Ohr bringt. Sie blickte in den Park hinaus und sann: Gestern noch glaubte sie die stummen Gäste von Zweilinden zechen gehört zu haben. Ihr Besuch sollte Unheil bedeuten, und nun war bas Unheil schon da. Ein schreckliches Unglück war geschehen, das schlimmste, bas sie sich zu denken vermochte.___________________ Ihr graute plötzlich wieder vor dem, was sie verlacht, vor den stummen Gästen von Zweilinden. 4. Die Mordkommission hatte festgestellt, daß der tödliche Schuß vom Waldweg aus, von der Stelle, wo der Revolver gelegen, auf den Gutsherrn abgegeben worden war, gerade als der Wagen die Kurve nahm und er natürlicherweise langsamer gefahren wurde. Aber man fand keinen Anlaß, irgendjemand des Mordes zu verdächtigen. Man glaubte allgemein, es müsse wohl ein früherer Knecht von Zweilinden gewesen fein, der aus Rachsucht die Tat begangen. Zur Erntezeit gab es alljährlich so viel fremde Hilfsarbeiter auf dem Gute, daß es schwer war, da eine Spur zu finben. Die Leiche Konrad von Zweilindens wurde freigegeben und in dem Erbbegräbnis der Familie auf dem nahen Dorffriedhof zur letzten Ruhe gebracht Bettina stand, in düstere Trauergewänder gehüllt, am Grabe und weinte haltlos. Eine Schwester des toten Gutsherrn mit ihrem Mann, der sich mit dem Verstorbenen sehr schlecht gestanden, waren aus Berlin gekommen, wo er als Privatgelehrter von dem Vermögen lebte, das ihm feine Frau in die Ehe gebracht. Das Paar war äußerst besorgt um Bettina, und das harmlose Mädchen war dankbar dafür. Sie ahnte nicht, daß man ihr nur schöntat, weil sie die Erbin von Zweilinden war. Die beiden waren einen Tag vor dem Begräbnis angelangt, und Frau Justine von Welten fühlte sich ofort äußerst wohl hier im Herrenhause, in dem sie o lange gelebt, bis sie sich, sehr gegen den Willen hres Bruders, mit Dieter von Wetten verheiratete, den sie bei Bekannten in Frankfurt am Main fennengelernt Jetzt aber war der Bruder, der von ihrem Manne nur gerade die allernötigste Notiz genommen, nicht mehr da, nur ein junges Mädchen lebte hier als Herrin. . Es war also Gelegenheit gegeben, sich wenigstens bis zum Winter in ein nettes, behagliches Nest zu kuscheln. Ähr Mann konnte seine Studien machen, wo er wollte, er war an keinen Ort gebunden. Sie tat mütterlich besorgt um Bettina und war sehr liebenswürdig zu Wulf von Speerau, weil sie in ihm nach dem, was sie gehört, den zukünftigen Hausherrn von Zweilinden sah. Nach der Beerdigung führte das Ehepaar Bettina zwischen sich zum Auto. Die ganze Nachbarschaft hatte sich eingefunden, um Konrad von Zweilinden, der auf so plötzliche, tragische Weise ums Leben gekommen, die letzte Ehre zu erweisen. Man raunte sich zu, Wulf Speerau märe heimlich mit Bettina Claudius verlobt und der Graf wäre nun bald einer der reichsten Grundbesitzer weit und breit. Auch von Ottfried Zweilinden redete man, aber er war nicht mehr wichtig. Einer, der zehn Jahre lang geschwiegen, würde auch weiter schweigen, und zu holen war ja hier nicht mehr viel für ihn. (Fortsetzung folgt.) ___________ Hauptpreise f. Anzüge 18.- 26.- 39.- 54- Jünglings- und Knabenkleidung natürlich noch viel billiger Straff Im Text Einprägsam In der Form Wirksam In der Farbe Nur eo können Sie Ihre Zeitungsanzeigen durch zeitgemäße, gepflegte Werbedrucksachen unterstützen. Nur »o berät und beliefert Sie zu günstigen Preisen die Brühl'ache Druckerei» Dießen, Schulstr, 7, Anruf 2251 KÖHLER Gießen, Seltersweg ---gyüKi neben der bekannten Preiswürdigkeit meiner Fertig-Kleidung ist die Qualität und auf die können Sie sich bei mir verlassen - - - Oie stummen Gäste von Zweilinden Noman von Anny von panhuys. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold, 3 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Der Wagen des Gutsherrn von Zweilinden näherte sich, nahm langsam die Kurve, um in die Chaussee nach der Kreisstadt einzubiegen. Im gleichen Augenblick krachte ein Schuß, das Pferd bäumte sich auf und raste wie toll davon, in der Richtung auf die Kreisstadt zu. Wulf von Speerau aber sah noch, wie der Körper Zweilindens langsam hintenüber fiel und halb über den Fahrsitz hing. Er ließ den Revolver fallen. Mochte man ihn hier finden. Er aber stürmte wie von Furien verfolgt, waldein, und erst, als er ein großes Stück zwischen sich und den Ort seiner Tat gelegt, ging er lang- sanier. Nun hieß es zunächst sich zu beruhigen. Das war die Hauptsache. Er holte einen Taschenspiegel hervor und betrachtete sich. Sein Hut saß ein wenig schief, aber sein Gesicht sah aus wie immer, fand er. Den Hut rückte er gerade, und dann zwang er ein Lächeln um seine Lippen, begann überlaut zu pfeifen. Es war eine Marschmelodie. Er wollte nicht hören, wie ein Wagen auf der Chaussee nach der Kreisstadt dahinjagte. Diele Fragen bedrängten ihn. War Konrad von Zweilinden tot oder hatte er schlecht getroffen, halle er ihn nur verwundet? Und wenn er ihn nur verwundete, war er von ihm gesehen worden? Ihm war flau zumute, aber er pfiff weiter. Falls ihm jemand begegnete, sollte er den Eindruck gewinnen, er befände sich in guter Stimmung. Er erreichte Schloß Wiesental, ging pfeifend in fein Zimmer, machte allerlei Arbeiten, die höchst unwichtig waren. Aber die Unruhe trieb ihn dazu. Mit irgend etwas mußte er die Zeit ausfüllen, denn bald würde er ja hören, ob es ihm geglückt war, den Störenfried, der ihm feine Pläne über den Haufen geworfen, auszuschallen. Vor allem: für immer. Er aß zu Mittag wie immer, machte der alten Köchin, die schon bei seinen Ellern in Diensten gewesen, und die selbst die Speisen auftrug, Komplimente, wie gut sie koche, und tat äußerst vergnügt. Gegen zwei Uhr, als er, eine Zigarre rauchend, am offenen Fenster seines Arbeitszimmers saß, kam Ludwig West, fein Inspektor, zu ihm. Er war sichtlich aufgeregt und malträtierte seinen langen grauen Dollbart „Herr Graf, denken Sie doch nur, es heißt, Herr von, Zweilinden wäre erschoßen worden. Sein Pferd soll mit dem Jagdwagen in toller Fahrt in die Kreisstadt gerast gekommen fein und vor dem Hotel „Eichkatz", wo Zweilinden immer haltzu- Denken Sie Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. 01997 2168 D ken bewahren. 8155D Leihgestern, den 28. März 1933. Die Beerdigung findet Donnerstag. 30. März, nachm. 4 Uhr, statt 2172 V Um stille Teilnahme bitten: Marie Martin, geb Grieb Theo Martin und Frau Marie, geb. Werner Elisabeth Martin, Paul Martin. Gießen, den 29. März 1933. Die Beeidigung findet Freitag, den 31. März, nachmittags 3 Uhr, aui dem Neuen Friedhof statt Todes* Anzeige. Gestern mittag 12 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden in der Medizinischen Klinik zu Gießen unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Pate, Neffe und Cousin EmilWeller, Friseurlehrling im Alter von 16 Jahren, was wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch mitteilen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Weller, Reichsbahnwagenmeister. Wieseck (Gießener Straße 21), den 29. März 1933. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. März, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Michael Synowzik findet Donnerstag, den 30. März, nachmittags 2 Uhr statt 2153 d [Stellengesuche| Ordentliches LNÄdrven vom Lande (20 I.), das in Stetig, war, sucht Stelle f. halbt. Schriftl. Ang. unt. 01983 a. d. Gtz. Az. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. März, 14 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. AltersverelniM 1875-1925 Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Hinscheiden uns. 1b. Alterskollegen HerrnMichäelSsnowzik in Kenntnis zu setzen. Dem leider allzufrüh Dahingeschiedenen wer den wir stets ein ehrendes Geden- Jüngere Verkäuferin aus d.Herrenartikel- branche fof. gesucht. Schriftl. Angeb. mit Zeugnis-Abschriften unt. 02000 a.d.G.A. Todes-Anzeige. Unser heißgeUebtes Kind und Schwesterchen Ottilie ist uns heute, an seinem Geburtstage, nachmittags 5 Uhr, nach langer, schwerer Krankheit im vollendeten achten Lebensjahre durch einen plötzlichen, sanften Tod genommen worden. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Diehl. Jobs. 11. 25. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen Heben Mann, unseren treusorgenden Vater und Großvater Karl Martin im Alter von 64 Jahren nach längerem Leiden zu sich in die ewige Heimat zu rufen. Frau rn.7jähr.Kind Jimmer ev. m. Küche gegen Hausarb., gehl auch -u einzelnem Herrn i.Gietzenod.Umgeg. Schriftl. Ang. unt. 01954 a. d. Gfi. Az. Gmdinen r -ä 5?öfir! Suche per L April 1933 für mein Stoffspezialhaus 2i47D jüngere Verkäuferin Es wo len sich nur durchaus bran che- kundige, an flottes Arbeiten gewöhn, e Damen melden. Zunächst nur schriftliche Bewerbungen. L Bernard, Plockstr. 16 | Stellenangebote! ßäckerWiDg Jungen, zu Osterfl schulfrei, Sohn achtbar. Eltern, nimmt an Otto Hartmann, Bäckerinstr., Atzenhain b.Grünb. Orsis auch als Wohnung geeignet, sofort zu verm.Rittergasse8. Näh.Marktsttatzel?. Lebens-Existenz! Durch Errichtung eines Bierleitung- Neinigungs-Unternehmens, welches mit dem neuesten und modernsten Verfahren arbeitet, worüber aus Fach- und wissenschaftlich. Kreisen höchste Anerkennungen vorliegen und infolge seiner verblüffenden Reinigungswirkung überall schnellsten Eingang findet, werden arbeitsfreudige Herren, die über Rm. 1250.— verfügen, für noch offene Bezirke gesucht. aisiv 3ötog ®.m.ö.6.,8öhi,®loöüa(Der Str. 35 Möbliert. Zimmer mit sevar. Eingang od.Wohn- u.Schlaf- zimmer zu vermiet. Dauerm. bevorzugt. Bad,Tel. vorh. oidri Heichelheim, Ofianl 4911. Möbl. Zimmer m.vollerPensionfür RM.65 — monatlich zu vermieten. 01993 An d.Johanneskircheßlll. (Südanlage). | Mietgesuche | 2-3-Zimm.-Wotag sofort gesucht. Schr. Ang. mit Preis unt. 01992 a. d. G. Anz. Reichsbeamter sucht sonn. 5-Zimmer- Wohnung in ruh. Lage. Schr. Angeb. m. Preis unt. 01990 an den Gieh. Anz. 4-5-Zimm.- Wohn. i.g.Hause,Nhe.Aula o.Südv.v.ruh.Farn. z.l.7.33od.früh.ges. Jnstandsetz. übern. Mieter. Schr. Ang. u. 01988 a.d.G.A. Zum 1. ob. IF.Mcü 2-Zifflmer-Wolin. mögt mit Bad, von kinderlosem jungen Ehevaar gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01985 a. d. Gtz. Az. 2 sch. Zimmer, Küche u.Bad (leer), i. gut. Hause u. ruh. Lage an kinderl. Ehepaar perlfi.Apr.z.verm. Schr. Anfragen unt. 02001 a.d.Gß.Anz. Kaufmännischer Lehrling mit Volksschul-Bildung gesucht. Schr. Ang.u .111984 a.d.G.A. Aeltere unabhäng. Frau oder Mädchen zur selbständ. Führung des Haushalts (2 Damen) gesucht. Schriftl. Ang. unt. 2165D a. d. G. A. j Vermietungen Wimw-Mninig mit Bad und reicht. Zubehör zum 1.Juli 1933 zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 01998 a.d. Gb. An;. 2-b. 3-Zimm.-Wohoj. m. Bad, 1. d. Schu- bertstr. u.Beethov.- Str. zu verm. (ssoD Näh.: Lich.Str.fi p. Eiseabalin-Falirtieamten-Verein Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsre Mitglieder von dem Ableben unsresVereinsmitgliedes Wiivler M. Synowzik in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Donnerstag.14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Um zahlreiche Beteiligung der Mil glieder bittet der "Vorstand Mittwoch. 2Y.Mrzl<)33 Gießener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Gberhefseni Nr. 75 Zweites Blatt Jugend und Hochschule. Segelflugschule Soffitten. Bon Per (Schwenzen. Das Tegelflugwesen ist in Deutschland eine neue Jugendbewegung geworden. In Scharen strömt die Jugend beiderlei Geschlechts, aller Klassen, Studenten, Schüler, Junglehrer und Arbeiter dem Segelfluggelände zu. Eine Nation lernt dasABC. der Luft. — Auch ich hatte den Jkaruswunsch der Menschheit lange in tiefer Brust getragen und wollte mich in die Luft hineinbuchstabieren. Dor den Segelflugschein haben die Götter nämlich d r e i Prüfungen gesetzt, die „A", die „B" und die „C". Die „A" setzt einen Geradeausflug von mindestens dreißig Sekunden mit Ziellandung ooraus, die „B" fünf 8 Kurven bei jeweils einer Minute Flugdauer, die „C" einen Segelflug von fünf Minuten Dauer mit Startüberhöhung. Dann erst wird die „amtliche C", mit theoretischem, mit mehrstun- digem Segeln am Hqng, mit Schleppflügen in die Aufwinde der Gewitterwolkenbildungen hinein, angesteuert. Der L-Flleger, der erst wirklich fertig gebackene Segelflieger, rückt ein in die Reihe der Luftpioniere, die in ihren langen Segelflügen über Land, am Hang, in den Wolkenrimmer den Zweck- finn erfliegen, weitere Erkenntnisse zu sammeln über die Flugdienlichkeit atmosphärischer Lorgange und Flugeignung der verschiedenen Konstruktionen. Bis dahin ist ein steiler Weg — wenigstens wenn man die einigen hundert Hanglängen ausrechnen würde, die der Schüler, mit feinen Kameraden an das Treckseil gespannt, die .Liste", den Zögling, wie der zur Schulung verwandte Typ heißt, den steilen Dünenhang hinanzieht. Der Dünensand, der uns hier in dem Segelfluggelände von R o s s i t t e n bei Bruchlandungen so viel sanfter empfängt, als jeder andere Boden, zahlt es uns beim Aufstieg wieder heim — bis an die Knöchel watet man, und die Räder des Startwagens quietschen müde und drehen sich träge im heißen Sand ... * Um sechs Uhr ist Wecken. Dqs Lager erwacht. Dor den Baracken stehen die Rekruten der Luft, Reichswehr, Marine, Studenten, Lehrer, Schüler, und gießen sich gegenseitig einen Eimer Wasser über den Kopf. Ich blicke durch das Fliegengitter meines Fensters und sehe die Wäscheleine zwischen unserer und der Nachbarbaracke schwanken. Neben die Socken des Studienrates hat sich ein riesiger Falter geletzt, er bewegt leise die gelben Schwingen ... Um sieben Uhr wird das letzte Frühstücksbrot und die letzte Blechkanne vom Kantinentisch geräumt. Darum rasch etwas Frühstück faffen, bevor die einzelnen Gruppen unter ihren Fluglehrern sich vor der Halle versammeln. Die „Kisten" werden herausgetragen, auf den Startwagen gehoben, Tru- delbecher, Startseil, Trimmgewicht, Wasserkanne, Startfahnen — alles da? — Los! Acht Mann am Zugseil, zwei am Spannschloß, einer am Schwanz — so geht es durch die Sandwege zwischen den Birken dahin die steilen Dünenhänge hinan bis zur Höhe, wo der Südwest, von der Ostsee kommend, mit frohem Ansprung über die helle Dünenzunge der Kurischen Nehrung hinweg und aufs Haff hinaussetzt ... Früh morgens um sechs Uhr schon war ein Mann mit Windmesser auf den Hang geschickt worden. Sieben Sekundenmeter, ein guter „Schulwin d". Die Fluglehrer mit dem Fähnchen ziehen etwa hundert Meter vor der Gruppe her, um einen günstigen Startplatz zu wählen: je nach Windrichtung und -Stärke wechselt die Starteignung der einzelnen Dünenkuppen, und triumphierend bohrt der zuerst Gekommene seine Fahne in den Sand — wie Cortez das Banner des Abendlandes in indianische Erde! Der Sturzhelm, im Jargon „Trudelbecher genannt, wird aufs kühne Haupt gedruckt, der Pilot wird auf den Sitz geschnallt, Querruder, Hohen- und Seitensteuer werden ausgeglichen und die Kommandos fallen: „Ausziehen laufen los!" Innerhalb einer Sekunde wird das katapult- artig in die Luft gerissene Flugzeug durch die Gummiselle auf 30 bis 40 Stundenkilometer Geschwindigkeit im Wind gebracht, und diese olötzliche Beschleunigung ist zunächst ein großes und etwas verwirrendes Erlebnis. Es gilt, sich im Sekundenbruchteil zu sammeln, den Steuerknüppel mit minimalen Ausgleichsbewegungen zu handhaben. Der Anfänger „gurkt" oft wie eine „sauere Pflaume" in der Luft herum. Seltsamerweise hat er vor der altgewohnten Erde zunächst mehr Angst als vor der Höhe und „überzieht" das Flugzeug leicht. „Drücken, drücken!!" schreit der entsetzte Fluglehrer, dessen Maaen mit den Kurven seines Zöglings auf und ab geht. Drücken — das erste und letzte Gebot! „Auf Fahrt fliegen", wie es heißt, nie vergessen, daß fein rettender Motor die Kiste mehr aus der Fahrtflaute herausreißt. Gefährlich wird es erst dann, wenn der Spanndraht nicht mehr pfeift. Hier wollen wir gleich das Prinzip des Segelfluges erläutern, um der häufigen erstaunten Frage zu begegnen: „Wieso kann ein Flugzeug ohne Motor steigen?" — Es kann nicht steigen. Es kann immer nur in einem mehr oder weniger günstigen Gleitwinkel avwärts schweben. Es gilt zum eigentlichen Segelflug „Anschluß an die Aufwinde" zu finden, d. h. in einer aufwärts steigenden Luftschicht zu kreuzen. Die Geschwindigkeit des Luftauftriebes minus der Fallgeschwindigkeit des Flugzeuges ergibt dessen effektive Steiggeschwindig, feit. Herrlich, d e r e r st e F l u tz, der einen auch nur für einige zwanzig Sefunben in die Luft entführt. Man ahnt gar nicht, wie lang eine Sekunde ift Heraus und herunter, falsches Steuer hier, zuviel Querruder da, und man fliegt wie ein trunkener Schmetterling durch die Gegend, um mit vernehmlichem Krach eine in Sandwolken verhüllte Landung vorzunehmen. Aber in überraschend kurzer Zeit hat alles sich eingeflogen und steuert auf die nächsten Prüfungen los. Doppelt und dreifach ist der Gewinn eines Aufenthaltes in der Segelfliegerschule Ros- fitten. Nirgends kann der Geist besser ausspan- nen als in dem gesunden, sportlich stählenden Flugdienst. Nichts läßt den Alltag so vergeßen wie der kameradschaftliche Geist solcher Gemeinschaft, die Studienrat und Tertianer ans selbe Schlepptau spannt und beiden das Mesier zum Kartoffelschälen in die Hand drückt. Und dieses Leben hat auch feinen eigenen Humor mit einer Skala imaginärer Verbrechen, wie etwa von der falschen Seite ins Flugzeug ein- oder aussteigen, falsche Begriffsanwendung in der fliegerischen Sprache usw. So wird eine Kasse gefüllt, ja, es wird mit dem „Trudelbecher" von den zuschauenden Schlachtenbummlern gesammelt, um den täglichen Schokoladenkonsum zu garantieren. Wilde Wettrennen mit der Maschine hangabwärts, um als erster wieder am Schuppen zu fein und der anderen Gruppe das Einhängen der Tore zu überlassen. Lieber werden Ströme Schweißes hier im Wettlauf vergossen, als ein Tropfen bei dem weit weniger anstrengenden Einhängen der Tore. Abiturienten ziehen ins Werkhalbjahr. Erste Fahrt ins Lager. - Dom Geist des FAD. Seit Monaten schon rumorte es in der Ober- i prima. Einer fragte den andern: „Arbeitsdienst- Pflicht. We khalbjcihr, s eiwillig'.r Arteitsd.enst — was wird man mit uns machen, wenn wir glücklich durchs Abitur sind?" Dis die Verlautbarung am „schwarzen ‘Brett Gewißheit über das „Freiwillige Werkhalbjahr gibt. Lebhafte Diskussionen entstehen unter den Schülern. Hin und her wogen die Meinungen ... Freudig wird in diesem Meinungsstreit eine Anregung des Studentcnwerkes ausgenommen, die die Abiturienten einlädt, ein Arbeitsdienstlager zu besichtigen. Die Frühlingssonne strahlt auf die blassen Gesichter der dreißig Primaner, von denen die meisten erst in den letzten Tagen ihr Abitur gebaut haben. Unsere kleine Kolonie biegt von der stau- bigen Landstraße ab und nähert sich einer flachen Holzbaracke, an der zuerst die schweren Cisengitter vor den großen Fenstern auffallen. Wir stehen vor dem- Arbeitslager. Die Primaner betreten den Tagesraum. Die Dretter, die die Wände bilden, sind mit blauen und weihen Farben angemalt. 3n der Mitte des Raumes hängt eine Petroleumlampe. Ein paar Schränke sind aufgestellt, auf denen Koffer liegen. Etwas schüchtern setzen sich die Jungen auf die Bänke, die aus Holzleisten zusammengeschlagen sind. Herrgott, denken sie, das ist ja alles noch viel primitiver, als sie es sich vorgestellt haben. Jetzt hören sie, was ein Führer aus dem Freiwilligen Arbeitsdienst ihnen berichtet. „Das Werlhalbjahr bedeutet: Wir Jungen wollen uns daran machen, eine Drücke zwischen den Schichten unseres Dolkes zu bauen! Wenn wir im Werkhalbjahr gemeinsam mit dem Arbeitersohn schuften und leben, wenn wir Schlaf und Mahlzeit, Freuden und Sorgen miteinander teilen, dann lernen wir uns auch kennen und gegenseitig verstehen. Ihr kommt also nicht etwa in reine Abiturienten- oder Studentenlager! In jedem Lager dürfen höchstens 33 Prozent Intellektueller" sein. Jetzt liegt es noch am Geld, daß unsere Ar- beitslleidung aus alten Schupo-Uniformen, Eisen- bahncrjacken und ahnl'chem zusammengestoppelt ist, und daß dieses Lager in einer Daracke untergebracht wurde, in der bis vor kurzem noch — besserungsfähige Zuchthäusler hausten. Aus dieser Zeit stammen die schweren Eisengitter an den Fenstern. Aber wenn wir auch mehr Geld zur Verfügung hätten, — an der Primitivität wird sich nichts ändern! Wir schlafen — wie ihr scht — hier nicht in feinen 'Betten, sondern auf S t r o h - sacken, und am Morgen ist keine Mutter oder Lina da, die alles in Ordnung bringt. Aber der Führer paßt schon auf, daß das richtig gemacht wird. Denn grade wir, die wir später führen sollen, müssen lernen, uns unterzuordnen! Selbstverständlich sind auch die Mahlzeiten genau so einfach. Die kochen wir uns hier draußen selber. Aber satt wird jeder! 3n meinem Lager haben sogar fast alle zugenommen. Gearbeitet wird sechs Stunden. Am Nachmit- tag sind Unterrichtsstunden, Dorträge und Diskussionen. Nachdem ihr vier Monate in einem solchen Lager zugebracht habt, werdet ihr in andere Lager kommen, in denen durch Geländesport und Unterricht die Dinge gelehrt werden, die zur körperlichen Ertüchtigung unserer Na» tion und zur Pflege des Wehrgedankens unerläßlich sind. Nehmt die Jugend ernst! Bon Professor Dr. jur. W. Hoffmann? Daß Knaben im allgemeinen mehr zu selbständigem Denken und Handeln neigen als Mädchen, wird allen Eltern bekannt sein. Wenn sie außerdem ihren Sohn mit Altersgenossen vergleichen, so werden sie auch hier wieder deutliche Unterschiede bemerken. Es wird einige geben, die itm an Sicherheit und Festigkeit des Wesens utertref. fen, während andere unsichere und unzuverlässige Kameraden lind. Auf diese Weise gewinnen die Eltern zugleich einen Maßstab, wie ihr eigener Sohn einzuschätzen ist. Das Maß von geistiger Selbständigkeit, womit wir bei der Eyarakterlzil- dung zu rechnen haben, ist nämlich ebenso wie viele andere Charakterzüge stark abhängig von ter angeborenen Veranlagung. Das heißt aber nicht, daß dem Erzieher jeder Einfluß auf die Charakterbildung entzogen sei, wie gelegentlich behauptet worden ist. Wo es an entsprechender Veranlagung fehlt, kann allerdings auch die sorgfältigste und liebevollste Erziehung nachträglich nichts mehr hinzusügen. Hingegen wnnen auch die besten Anlagen unter ungünstigen Beten- gungen verkümmern oder fehlgeleitet werten. An dieser Stelle hat also die Charaktererziehung un Elternhause einzusehen. . Es ist sehr wichtig, daß ter Erzieher bei ten in diesen 3ähren unvermeidlichen Zusammenstotzen nicht ten Humor verliert. Aber erzieherischen Einfluß können wir auf die 3ugend nur gewinnen, wenn sie nicht bloß ein Vein von uns hort, sondern wenn wir auch etwas an ^0601 QSefen te- jahen können. „V immmich ernst! sagt ter Sohn in Hasenelevers Drama zum Vater. Wenn man es auch vor ter 3ugend nicht gern eingesteht, so mache man sich einmal klar, wie 3ugenb, namentlich in unserer Zeit, bestehen könnte, wenn sie nicht ein gut Teil Wag e m u t und Frohsinn mitbrächte. Daran sollte man immer denken, wenn man über den Leichtsinn und Uebermut ter 3ugend schilt. Der Drang n ach persönlicher Selbständigkeit, der sich in ten Entwicklungsjahren bemerkbar macht, hat zu anderen Zeiten viel weniger Erziehungsschwie- •) Entnommen dem im Verlag von D. G. Teubner in Leipzig und Verlin erschienenen Duche: .Die SIeg c 11 a br c“ (Kart. 1,80 Vif.), in dem ter bekannte Leipziger 3ugendpshchologe Erfahrungen aus seiner reichen Praxis mitteilt, besorgte Eltern beruhigt, treffliche Ratschläge erteilt rigleiten bereitet. Durch die Eigenart unserer Kul- turver^iltnisse sind heute dem 3ugendlichen die Möglichkeiten zur Entfaltung persönlicher Selb- ständigkeit sehr eng begrenzt. Er bleibt meist in seiner wirtschaftlichen Existenz vollkommen vom Elternhaus abhängig, unb dadurch ist er auch in allen übrigen Lebensfragen bis zur Gestaltung seines geistigen Seins und seines Berufs gebunden. Darin liegt eine ungeheure Gefahr für die Charakterbildung. Sollen die ersten Ansätze zur persönlichen Selbständigkeit nicht verkümmern oder fehlgeleitet werden, so müssen die Eltern dafür sorgen, daß in irgendeiner Weise Ersatzwege geschaffen werten. Es ist bemerkenswert wie gerate die wirt- schastlicheAbhängigkeitin diesen Fahren als Zwang empfunden wird. Daran ändert auch ter soviel gerühmte Zug der Fügend zum Idealismus nichts. Gelegentlich werden ganz törichte Diebstähle begangen, für die sich fein anderer Grund finden läßt, als für Augenblicke sich von diesem seelischen Zwange zu befreien. Ich erinnere an ten Fall, wo ein Jugendlicher seinen Eltern wiederholt Heine Geldbeträge entwendete und über diese Neigung ganz verzweifelt war. Das mag ein Ausnahmefall fein. Immerhin sind Heine D'eb- stähle als erstes Anzeichen der Neifejahre keine Seltenheit. Davon abgesehen wird die wirtschaftliche Unselbständigkeit jedenfalls mehr oder weniger Har als bedrückend empfunden, was allerlei Spannungen zum Eltemhause schafft. Ein bei Jugendlichen besonders beliebtes Gesprächsthema geht dahin, was sie sich alles anschaffen wollen, wenn sie erst Geld verdienen. Die ungünstigen Derufsaussichten in ter Gegenwart nehmen daher heute der Fugend viel an geistiger Schwungkraft. Was die Eltern demgegenüber als erzieherisches Gegengewicht einsetzen können, ist verhältnismäßig wenig. Um so sorgfälliger sollten daher diese kleinen Mittel und Wege bedacht und ausgenuht werden. An erster Stelle ist das Taschengeld zu nennen. Selbst unter den bescheidensten Verhältnissen sollten hierfür wenigstens einige Pfennige übrig bleiben. Für einen jungen Menschen bedeuten diese Pfennige unendlich mehr. Mag es auch noch so wenig sein, was er laufen, sparen, schenken kann, er tritt damit doch schon selbständig ins Wirtschaftsleben ein. Wenn Eltern gelegentlich sagen, daß ihr Sohn bereits alles zum Leben Notwendige von ihnen erhalte und er sich nur zu melden brauche, falls er besondere Wünsche habe, so kann das nicht das Taschengeld ersetzen. Wesenllich ist. daß eine festgesetzte Summe gegeben wird, damit der Fugendliche damit rechnen lernt. Der erzieherische Wert des Taschengeldes wird jedoch vollkommen auf- gchoben, wenn gleichzeitig genaue Kontrolle über seine Verwendung geübt wird. Dies soll eben fein kleiner persönlicher Machtbereich bleiben, selbst auf die Gefahr hin, daß es einmal zu einer Näscherei oder Kinderei vertan wird. Treibt er es gar zu toll, verwendet er es für Schundliteratur, schädigt er feine Gesundheit, dann ist es besser, das Taschengeld eine Zeitlang ganz zu sperren, bis die Manie überwunden ist. Was Spiel-Kinder leisten. Ergebnisse der Intelligenzprüfung. Die Erkenntnis neuer psychologischer Forschungen, daß das Kind im Alter von fünf Fahren am eindruckfähigsten und dieser Zeitpunkt seiner Entwicklung der bedeutungsvollste ist, hat dazu geführt, daß man die Fünfjährigen und ihre geistigen Aeußerungen mit besonderem Fnteresse verfolgt und prüft. So hat man in manchen Kindergärten, meist unsichtbar für die Kinderaugen, feine Drahtgitter in die Mauer des Spielzimmers eingefügt, durch die die Kleinen beim Spiel beobachtet werden können. Daneben werden auch 2 n- telligenzprüsungen vorgenommen,- dis aber stets den Charakter eines Spieles haben. S- wird in einer Art Frage- und Antwortspiel das wissenschaftliche Versuchsobjekt aufgefordert, sechs Gegenstände, wie z. D. einen Stuhl, Tisch, Vleiftift, eine Gabel, ein Pferd und eine Puppe durch Angabe des Zweckes, dem sie dienen, zu bestimmen. Gelingt es dem Heinen Prüfling, alle sechs Fragen richtig zu beantworten, so wird dies als ein Zeichen besonderer Intelligenz angesehen, während vier richtige Antworten von Durch- fchnittsbegabung zeugen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gedächtnisprüfungen. Zu diesem Zweck werden drei vierstellige Zahlen dem Kinde langsam vorgesprochen und einmal wiederholt. Dann sollen sie von ihm richtig wieder- gegeben werden, gewiß eine gar nicht so leichte Aufgabe! Es gilt daher schon als ein ganz befriedigendes Resultat, wenn die Fünfjährigen auch nur eine oder zwei der Zahlen sich gemerft haben, und die fehlerlose Wiedergabe aller drei Zahlen beweist ein besonders gutes Gedächtnis. Dei vielen Prüsungsarten muß das Kind seine Fähigkeiten im Z e i ch n e n zeigen: es soll z. D. auf dieser Altersstufe imstande fein, ein Quadrat, das nur drei Seiten aufweist, durch Das Werkhalbjahr kostet nichts. Ihr müßt lediglich die Hälfte des Fahrgeioes zum Lager zahlen: die Rückreise wird voll vergütet. Außerdem gibt es für jeden Tag 20 Pfennig Taschengeld, die man sich auch gutschreiben und am Ende ausbezahlen lassen kann. Es kann jedem von uns heute passieren, daß während des Studiums plötzlich ter väterliche Wechsel ausbleibt. Wenn ihr im Werkhalbiahr eure Kräfte gestählt und euren Körper gebrauchen gelernt habt, dann wird die Arbeit fiU das tägliche Mittagessen — im Falle der Falle — leichter gehen. Vorhin yat einer von euch gesagt, er tonne nicht das halbe Iahr opfern, die Zeiten seien so schweb und ungewiß. Wer aber monatelang körperlich gearbeitet hat. kommt mit einem ganz anderen physischen und geistigen Kräftevorrat auf die Universität oder in seine Arbeitsstelle. Eure Schulzeit ist um. Da sollte jeder einmal mit dem Paulen Schluß machen und sich ein bißchen den frischen Wind des Lebens um die Ohren sausen lassen. So ganz nebenbei: wahrend ihr Gräben buddelt oder Felder planiert, werdet ihr hier draußen zwei Dinge lernen, mit denen ihr auch durch die dreckigsten Situationen noch durchkommen könnt: Jede Arbeit befriedigt nur. wenn Sie Sinn Hal. Iede Arbeit hat Sinn, die der V o l k s g e me i risch af t dient! Die gemeinsame und freiwillig übernommene -arbeit schafft Kameradschaft, überwindet alle Standesunterschiedc. Unb solche Kameradschaft gehört zu den schönsten Dingen, die das Leben uns geben kann!" Wir gehen zwanzig Minuten über freies Feld. Dann stehen wir an einem Bach: die Arbeits- stelle ist erreicht. Der Führer berichtet, daß dieses Wässerchen alljährlich im Frühjahr mächtig anschwoll und die Wiesen und Felder unter Wasser fetzte. Die umliegenden kleinen Landwirte hotten nicht die nötigen Mittel um den Graben vertiefen und verbreitern zu lassen. Jetzt hat der Freiwillige Arbeitsdienst diese Arbeit übernommen. Eine Kolonne von zwanzig braungebrannten Jungen steht in hohen Schupostiefeln halb im Wasser und schippt. Andere laben bie fette, schwarze Erbe, bie aus dem Flußbett geworfen wirb, in Loren; Dämme finb errichtet worben, bas Lanb wird planiert. An der Böschung wirb man Rosen säen. Hundert Meter weiter oben hat bie Kolonne aus Ze- mentbögen eine Drücke über das verbreiterte Flußbett gebaut. Alles unter der fachkundigen Leitung eines Kanalmeisters. „Hier ist mein Spaten? Will mir nicht einer von euch bie Arbeit wegnehmen?", ruft lachend einer ber braungebrannten Burschen ben Primanern zu. Die finb noch innerlich so mit ihrem Cicero beschäftigt, baß sie es sich gar nicht recht vorstellen können, nun auch selbst halb hier zu stehen unb zu schippen. * Jetzt, auf der Heimfahrt, sind die Primaner endlich aufgetaut. „Halbes Jahr ist viel zu wenig!", ruft einer. „Man muß sich doch erst einleben. Das ist doch alles viel zu kurz!" „Ja, Werkhalbjahr ist nur 'ne halbe Sache. Werkjahr wäre viel besser. Aber es ist doch wenigstens ein Anfang!" „Nur die faulen Säcke — die bleiben natürlich auch hier zu Hause. Wie immer!" — „Die werden auch noch ran müssen. Paß auf, nächstens kommt noch das Werkjahr als Pflicht. Da kann sich bann keiner mehr brücken!" „Aber freiwillig ist doch viel schöner. Wenn erst alle müssen, bann finb auch gleich Cliquen da." „Unb bie Kameradschaft, in ber wir ba draußen leben wollen, — das wird ja doch das Schönste vom ganzen Werkhalbjahr fein!7 P- E. Hinzufügung ter vierten zu ergänzen, ein Dreieck nachzuzeichnen und einen annähernd erkennbaren Menschen auf dem Papier erstehen zu lassen. Auch darf bei einem normal entwickelten Kind bei der Prüfung des Farbensinns, die tn der Weise erfolgt, daß es die auf einer Karte, vorkommenden blauen, weißen, roten, grünen und gelben Flecken mit ten richtigen Namen bezeichnen soll, nicht mehr als ein Fehler Vorkommen. Sehr beliebt ist bei den SUeinen die folgende Prüfung, die zugleich einen Maßstab für bie Schärfe des Auges, des Verstandes und der Urteilskraft bietet: Ein aus steifem Papier ausgeschnittener Fisch von etwa sechs Zentimeter Länge mit einem das Auge vorstellenden Loch von einem Zentimeter im Durchmesser wird aufrechtstehend befestigt. Das Kind erhält einen dünnen Stock von ungefähr 20 Zentimeter Länge, mit dem es den Fisch „angeln“ soll, indem es ihn ins Auge trifft Zu dieser Uebung, die abwechselnd mit der rechten und mit der linken Hand ausgeführt wird, sollen im ersteren Fall nicht mehr als 15, im zweiten höchstens 30 Sekunden gebraucht werden. Gelingt der Fang des Fisches in kürzerer Zeit, so beweist das große Genauigkeit in der Entfemungsschätzung. Bei einem Kind von fünf Jahren soll der Zerstörungstrieb geringer sein als die Lust am A u f & a u e n. Je mannigfacher die Bauten sind, die es aus einer Schachtel voll Bausteinen zu gestalten weiß, desto vorgeschrittener in der Entwicklung ist es, während ein zurückgebliebenes Kind die Steine wirr durcheinander wirft. Zur Prüfung der Charakterstärke und der Verstandeskraft wird dem Kind ein Bild gezeigt, auf dem z. B. nur eine Kuh zu sehen ist, und es wird gefragt: „Sieh mal, da ist auch ein Mann auf dem Bild, ist es nicht so?“ 3n ähnlicher Weise wird noch bei drei anderen Bildern eine Täuschung versucht, und wenn das Kind sich in keinem dieser Fälle irreführen läßt, so beweist es damit Beobachtungs- und selbständige Urteilskraft. Zustimmung in allen Fällen läßt auf ein geistig beschränktes Geschöpf schließen. Am lustigsten sind die Prüfungen des Humors. Komische Bilder werden vorgewiesen, und wenn der kleine Beschauer dann in Lachen ausbricht, wird er gefragt was denn eigentlich auf dem Bild komisch ift Die Antworten werden natürlich sehr verschieden ausfallen: im allgemeinen soll aber ein Kind auf dieser Altersstufe so vorgeschritten sein, daß e8 in vier von fünf Fällen die Ursache seiner Heiterkeit angeben kann. D.S. Statt Karten! G-eßen, den 27. März 1933 01980 je kg Rpf- 6 Rpf. 8 Rpf. 10 Anträgen für den Monat März 1933 632 Nacheichung vorzulegen. Hellerau bei Dresden 1717 V Werbeschriften kostenlos. Neuer gr.Möbelkatalog RM.1.50. 1 Los 2 Los 3 Heinrich Hochstätter au 18, 21, 25, 29,32, Brandplatz 39,45 Pf. pro Nolle I und höher bei i fl.eimgnn&6o. 2158 A Kalbern 27. 21630 II xUfcjUtgaMheyc und Umgegend e. 6. m. b. H a Reserven 275000.— JMl — 508400.- JMt gegenüber. fehene 8166D EfaigeZimmer geben. 2162V 7. AM OSWALDSGARTEN Studienrat Or. Gustav I^itzert und Zrau Lilly, geb.Heyligensiaedt dem Los Die fürden31.Ä!ärz bei Hopfeld oorge- ohne Rücksicht auf den früheren Pre's jetzt 18, 25, 35, 45 usw. Pf. per Rolle J. WeUhöfer Marburger Str. 24. Heinrich Driesch Seltersweg 70 Fernruf 2481 Oie Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an Ein, evtl. 2 schöne Bauplätze Gnauthstr., preiswert zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 2152V a. d. G. A. Feinkost zum Abendbrot DEUTSCHE WERKSTÄTTEN Forstkaffe im Termin nicht anwesend. Klassifizierung nach Homa. Holzschlag von Marburg 1 Stunde entfernt. (Fußmarsch). G. m.b. Haftpflicht und unbekannte Bieler haben Nachweis ihrer Zahlungsfähigkeit zu bringen, soweit nicht durch Regierung in Kaflel davon befreit Nummerverzeich. nifle im Oberförstergeschäftszimmer Qtifor- dern. Vorzeigung der Hölzer durch Staats- förster K eber in Elnhausen, Fernsprecher Der Dieb reißt aus. er nahm nichts mit — er ließ was da! Ein Stückchen Hosenboden nämlich, das ihm der Stachel draht beim Heraufklettern an dem neuen Gartenzaun herausriß Denn Slacheldraht ist kampfbereit I Wie leicht hätte der Kerl ein paar der liebevoll gepflegten Bäumchen mitgehen heißen, oder die sorgsam angelegten Beete zertrampelt Gut, daß der neue Zaun so gründlich abgehalten hat Wie leicht ist’s doch, sich selber solch einen schützenden Zaun aus Drahtgeflecht und tacheldraht aulzusteilen. Und Sie? Wollen Sie erst abwarten, bis Sie unerwünschten Besuch hatten? Lieber gleich zu ein Beispiel unferer Leiftung Wohn-u. Speisezimmer trag. Der Antrag ist jeweils bis zum 5. des folgenden Monats bei dem Kreisamt zu stellen, wobei die ausgcführten Mengen Fleisch und Wurst, für die eine Rückvergütung begehrt wird, unter Vorlage der Versandbücher, Lieferscheine, Rechnungen oder in sonst geeigneter Weise glaubhaft zu machen sind. Zugleich mit dem Antrag sind Echlachtsteuerquit- tungen mindestens in Höhe der beantragten Rückvergütung oorzulegen. Anträge auf Rückvergütung von Schlachtsteuer für die Monate Dezember 1932, Januar und Februar 1933 sind mit den Overförfterei Mardurq.Süd zu Marburg/Lahn, Dismarckstrafie 16b, Fernsprecher 2960, verkauft am Samstag, 8. 4. 1933, im Distrikt E 31, im Kahl- schlag, an Ort und Stelle, von vorrn. 9 Uhr ab folgende Eichenq uaUtalshölzer stammweise öffentlich meistbietend. Mit Holznummer 1840 beginnend. 4 PS. W- Personenwagen offene Viersitzer in tadellos.Verfassung, sehr preiswert. maA Cvcl, (Sieben Frankfurter Str. 52 3b. Kl. 12,37 km. 4a. Kl. 2,27 fm. Eichenstämme — Grubenholz 25,44 fm 2. Kl. 7,96 fm, 3. Kl. 11,80 fm, 4. Kl. 3,51 fm. mehr finden. Kreis Alsfeld. tigen Widerrufs. Die Rückvergütung beträgt: a) für frisches Fleisch im Sinne des § 19, Aos. 2, 3 d. D. B. z. SchStG. b) für zubereitetes Fleisch im Sinne des § 19, Abs. 2, 4 d. D. B. z. SchStG. c) für aus Teilen von Rindvieh, Schweinen oder Schafen AqtiG i.d.Wühelm- l/dUD str.m.beziebb. 6-Zimm.-Wohn. ö. Privatm.billig z.ver- kaufen.Sckriftl.Ang. unt.01999a.d.G.A. Amtsverkündigungen aus den obechessischen und preußisch-n Munals-Versammlung findet erst om7.April statt. Wege schriftlichen Angebots: Buchenstämme 3. Kl. 23,44 fm, 4. Kl. 19,98 fm, 5. Kl. 3,08 fm. Fichtenstämme la. Kl. 5,77 fm, 1b. Kl. 24,37 fm, 2a. Kl. 42,80 fm, 2b. Kl. 38,96 fm, 3a. Kl. 20,45 fm, Der Grundbesitz von 626000. - JUt ist nur belastet mit 113000. - JMl Hypotheken. Angelegte Werte waren 265000.- JMt vorhanden, denen nur 163000.- JUt Warenschulden gegenüberstanden. An Abschre bungen für Inventar und Grundbesitz konnten wir ab 1. Juli 1932 bis 28 Februar 1933 25000.- vornehmen. Außerdem haben wir einen Reinertrag von 24700. - JUlzu verzeichnen. An Steuern wurden vom 1.Juli 1932 bis 28. Februar 1933 50000. - JMt entrichtet Für unsere Mitglieder besteht keine Gefahrl Die Spareinlagen sind voll gesichertl Di| Mitgliederzahl beträgt über 10000 Familien. Wir dienen allen Schichten der Bevölkerung. Wir wollen nur die Hebung der Lebenslage unserer Mitglieder. Wir sind davon überzeugt, daß unsere Mitglieder das gemeinnützige Streben unserer Bewegung erkennen. Mitglieder haltet treu zu Eurer Genossenschaft! Die Verwaltung. ______________________________________________________________2161 a umzugshalber zu verkaufen. om? Frau Landgerlehtsrat Willentlicher Ludwigstraße 29 L An unsere JRit&lieder! Zu den umlaufenden Gerüchten haben • wir folgendes zu erklären: Es liegt kein Grund zur Beunruhigung vor Nach dem neuesten Stand des Konsumvereins Gießen und Umgegend vom 28. Februar 1933 kann folgende Feststellung gemacht werden: An Betriebswerten Warenbestand und Einrichtungen von 410000.- JUL stehen an Eigenen Mitteln Geschäfts guthaben 233400.- ZRJH Kirfchboum anpoliert Schrank mit Vitrine Bar oder Schreibfchronk Anrichtkommode Ausziehtifch n 4 Polfterftühle Kill Holzsubmission. Die Gemeinoe villingen verkauft auf laWiesenheii Stroh, Spreu, Dickwurz, Saat- und Futterkartoffeln abzugeben. 2061 D Gutsverwaltg. Lich | Kaufgesuche | Achtung für die werten Hausfrauen! Ab Donnerstag, den 30. März, bis Samstag, den 1. April, veranstalten wir für unsere werte Kundschaft einen Emmericher Kaffee- Probe-Ausschank Dabei können Sie die feine neuartige Milch „Moccarahm“ probieren: Jubiläums-Kaffee 3.00 Gnatemala-MiMchg. 2.40 Konsum-Mischung. .2.00 Emwitto’SÄ' ___________________________________________________________2 43 /> A3:18St.=16,80fm A4:52St.=64,03fm A5: 9ot. = 18,13fm N2:145t.= 5,84fm N 3:81 St.=61,02 fm hergestellte Wurst Die Schlachtsteuerrückoergütung erfolgt monatlich und nur auf schriftlichen An- tadell.Berfassg.,sof. g. Kasse ges. Baus., Hubr., km-Zähler. Sctir. Ang. m. Preis u. 01977 a. d. G. A. Führerschein- und Miizer-kataeli |iininminiimii»ii"i"^ Vereine Mittwoch ab 18 Uhr, Donnerstag und Freitag verbilligte Eintrittspreise: Erwachsene 20, Militär Personen, Erwerbslose und Kinder bis 14 Jahre 10 Pf. Q Ober-Ohmen, Wettsaasen. 16. Juni in Flensungen mit Mücke, zugleich für Ilsdorf, Kirschgarten, Lehn- heim, Merlau. In gleicher Reihenfolge und angemesse- nem Abstande wird die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden. Wim noch nie so billig wie heute: 2060D Meine MM Das Holz ist im Winter gefällt, ohne Rinde gemessen und lagert an fahrbaren Wegen. Das Holz ist vorher anzusehen, spätere Reklamationen werden nicht angenommen. Nummerverzeichnis und Zahlungsbedingungen können auf dem Rathaus eingesehen werden. Angebote sind bis Dienstag, den 4. April, nachmittags 3*/2 l.hr, auf dem Rathaus abzugeben, woselbst die Eröffnung erfolgt. Villingen, den 28. März 1933. Hessische Bürgermeisterei Villingen. Pauli. (2166V N4:24St.=25,16fm N5: 3St.--- 3,47fm E3: 2St.= l,78fm E4: 2St.= l,36fm Billige Tapeten Einige tausend Rollen Besnchl die lnsslellang„Slailt b. Lanil“ in der Turnhalle am Oswaldsgarten Geöffnet, von 10-21 Uhr Gewichte und transportable Handelswaagen bis ausschließlich 3000 kg) soll tm Kreise Alsfeld demnächst beginnen und nach folgendem Rundreiseplan durchgeführt werden. Zur Durchführung der Nacheichung werden örtliche Eichtage nachstehender Reihen- folge abgehalten: Dom hessischen Eichamt Gießen aus am: 19. April in Nieder-Ohmen, zugleich für Atzenhain, Bernsfeld. 24. April in Nieder-Gemünden, zugleich für Hainbach, Elpenrod, Bleidenrod, Burg-Gemünden, Ehringshausen, Rülfenrod, Otterbach. 2. Mai in Homberg (Oberhessen), zugleich für Appenrod, Maulbach, Büßfeld, Schadenbach, Deckenbach, Nieder-Oflei- den, Ober-Ofleiden, Haarhausen, Dannenrod, Höingen, Gontershausen. 9. Mai in Kirtorf, zugleich für Wahlen, Erbenhausen, Lehrbach, Ober-Gleen. 11. Mai in Ruhlkirchen, zugleich für Arnshain, Gleimenhain, Seibelsdorf, Bernsburg. 15. Mai in Angenrod, zugleich für Bil- lertshaufen, Heimertshausen, Leusel, Ohmes. 17. Mai in Romrod, zugleich für Nieder- Breidenbach. Ober-Breidenbach, Stre- bendorf, Zell. 8. Juni in Storndorf, zugleich für Vadenrod, Ober-Sorg, Unter-Sorg, Meiches, letzteres aus Kreis Schotten. 12. Juni in Groß-Felda, zugleich für Klein- Felda, Schellnhausen, Windhausen, Kestrich, Zeilbach, Ermenrod, Stum- pertenrod, letzteres aus Kreis Scyotten. 14. Juni in Ruppertenrod, zugleich für Damenfahrrad Motorrad-Lickt- anlaae (6 Bolt) Sckwingschiffnäh- masch., gebraucht, gut erhalt., oerkfl. Fr. Böcker 01002 Crednersttaße 24. ftaft neuer Tennisschläger, gut.Fabrikat, zu oerk. 01994 Marktplatz 181. r. Gut erhaltener Sevd 70 105, links, gegen Kasse abzugeben. (Hom Blockstraße 14. Kreis Gießen. Der Hessische Herr Finanzminister hat sich — gestutzt auf Artikel 3 Abs. 4 des Hessischen Ausführungsgesctzes zum Finanzausgleichgesetz — entschlossen, auf Antrag der Steuerpflichtigen die in Hessen erhobene Schlachtsteuer insoweit zurückzu- erstatten, als sie auf den Teil des aus- geichlachteten Fleisches entfällt, der in Foim von frischem oder zubereitetem Fteisd) oder von Wuest in andere deutsche Schtachtsteuerländer, mit denen das Land Hessen ein Gegenseitigkeitsabkommen wegen der Ausgleichsabgabe noch nicht getroffen hat, ausgeführt wird. Diese Regelung erfolgt bis auf weiteres unter dem Vorbehalt jederzei- G. m. b. H. Sonnenstraße 1E>. TOR££DO Klein - Schreibmaschinen zu niedri sten Preisen und kleinsten Raten bei NIEDERHAUSEN & CO. Seltersweg 17, 1. Stock v. Kleider Kbnler. ,438l) iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiin LeupinCreme und Seife vorzüglic es Hautpflege- mittel, seit Jahren glänzend bewährt bei Mit,Jutta Ausschlag, Krätze, Hä- mo rhoiden, Beinschäd Wundsein usw. | ■ 0Z0 V Löwen Drog. W.KIIblngei Nacht, Seltersweg 79a; Drog. Winterhoft, Kreuzplatz 10: Kreuz Drogerie A. No I, Bahnhofstr. 53, Med.-Drogerie H. Elges; j Seltersweg 68a. Ihre Geschäftsdrucksachen stellen die Verbindung ne, zu Ihren Erzeugnissen Man stellt elcn die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor, wie man Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten. Rechnungen. Beechäftekarten Ihres Hauses beurtel't. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druckarbeiten Wir bieten eie Ihnen. Brühl’scho Druckerei, Gießen, Schulstraße 7. Anruf Nr. 1251 Fleischsalat mit Mayonnaise Heringsalat mit Bayonnaise 14 Pfund 33 Pf. Este. Oelsariltnen Dose v 25Pf an Fettheringe 1. Tomaten, . 40 Pf. Heringe i.Mayonnaise, D. 40 Pf. Bismarkheringe Rollmops. Hering in Gelee, Dose von 25 P . an Fe theringe I. verschieden. Soßen Nordseekiabben Japan-Krebse Hors d’oenvre Thunfisch in Oel USW. 2144 D Feinste Thüringer n. Brannschw. Wurstwaren Viele Sorten Käse Pumpernickel Berg. Sc iwars- brot.Knäkebrot alles stets risch erstmalig bis spätestens 5. April 1933 beiiUH“ " J “ ' .. ' m.Q._ dem Kreisamt Gießen einzureichen. Die' .^^er Besitzer ^Pf1 . ®h nach diesem Zeitpunkt eingehenden An- stande soweit er ^^^ .^m°ch worden träge auf Rückvergütung aus Billigkeits- -st, erhalt ^rch das Eichamt eine Auf grünt)«. Jönnen feine «erütffidjtigung ^^nßferung angegeben ist. Die Einhaltung des Eichtermins ist zur raschen Abwicklung der Eichii chäfte Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich dringend erforderlich. Interessenten, die vorgeschriebene Nacheichung der im eich- keine Aufforderung erhalten, sind ebenfalls pflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte verpflichtet, ihre eichpflichtigen Gegen- (das find Längen- und Flüssigkeittmaße, stände zum obengenannten Zeitpunkte zur Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hohlmaße, Nacheichung vorzulegen. Bekanntmachung. Di.' Anfertigung und Lieferung von Hosen und Blusen für die Mannschaften der städt. Feuerwache soll öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke und Stoffmuster liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote find bis zum Eröffnungster- min am Mittwoch, dem 5. April 1933, vormittags 10 Uhr verschlossen, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen an die Städt. Branddirektion, Gartenstraße 3, einzureichen. 2157V Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen. Gießen, den 27. März 1933. Städt. Branddirektion: Braubach. Der vom Gemeinderat durchberalene Voranschlag für 1933 Rj. liegt vom 30. d. M. an eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit daselbst mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizu- tragen haben. 2148V Stangenrod, den 27. März 1933. Hessische Bürgermeisterei: K n a u ß. Donnerstag, den 30. März 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Registrierkassen, 8 Sofas, 1 Trumeau- spiegel, 1 Schreibsekretär, 1 Eßzimmer, 1 Warenschrank, 2 Reaistraturschränke, 5Schreibmaschinen,lKlavier,5 Büfetts, 1 Wirtschaftsbüfett, 3 Gläferschränke, 1 Badeofen mit Wanne, 3 Schreibtische, 4 Kleiderschränke, 2 Bilder, 2 Grammophone,! Kommode,3 Bertikos,2Tische, 1 Blumenkrippe, 1 Vitrine, 1 Spiegel, 1 Wäscheschrank, 1 Waschtisch, 1 Nähmaschine^ Kredenzen, 2Chaiselonaues, 1 Bett, Harmonium. 2171V Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Bersteigerungölokal); 1 Horch-Personenwagen, 1 Motorrad m. Beiwagen, 1 Ovel-Personenwaaen, 10 kg Drahtstifte, 15 Kartoffelquetschen, 1 Bohrmaschine. MM Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstraße33,Telefon3239. Tfitart ß v. 1846 Vurturner-Silzung Donnerstag, 30. März, 20U..b.Gissel,Lich. StraßelStadtLich). AltersriegB-Turngang Donnerstag, 30-März, Abm.20'rU.Turn- halle, anschl. Bespr. b.Gissel, Licker Str. (Stadt Lick). 816?d | Oberturnwart. 1 --1,----------————------------- Konsumverein Gießen steuerfreies 01075 Motorrad zu kaufen gesucht. Anzutr. am Samst. Magnus & Co., Gießen, Diezstr. 6. Gut erhalt, steuer-u. führerscheinfreies Motorrad 1 zu kauf.gesucht.Ang. an BoB, Sonnenstr.jL | Empfehlungen | Wasdipfoiten Baumpfähle Garten pf ölten Leithölzer, Latten u.Schwartenbretter laufend billig abzu- w Bekämpfung und Heilung durch die erfvlgsberühmten flaftreupr Stihiteitut. Tausende Erfolge. Kosten!. Beratung Donnerstag von 9 bis 12 u. 2 bis 6 Uhr Hotel Köhler. Gtetzea. $. Hastreiier, München. 02001 Schlafzimmer, echtEiche,m.l80 cm großem Schrank, m. aügerund.vol.Ecken, poliert. Mitteltüre, Waschkommode mit eckt ital. Marmor, od.m.Frisiertoilett, zwei Bettstellen u. 2 Nachtschränkchen, letztere mit Büchernische u. Kristallpl., zum nie Wiederkehr. Schlagervreis von RM. 275.-. Lieferung frei Haus 10 Jahre Garantie. Schriftl. Ang. unt. 2170V n.d.Gß. Az. | Verkäufe Junger deutschetöchälerhund < Hündin) 2 Monate alt, zu verkaufen. Rodbcim a.d.Bieb. Bieberstr. 28. lotsss Sichere Lebensexistenz Eingef. Tertilwar.- Gefch. i. beit. Lage, eo. m. Wohneinr. i. freier Wohn, z.verk. Erfordert. Kapital zirka 10 000 Mark. Sckriftl. Anfr. unt. 01989 a. d. Gß. Az. Sichere Existenz abzugeben. Monatl. Einkommen 200 Mk. Erfordert, z. Ueber- nähme 3—4000 Mk. Sckriftl. Ang. unt. 2169V a.d.Gb. Az.