Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 505 Drittes Blatt Donnerstag, 28. Dezember (955 Die Eisenbahnkatastrophe in Frankreich. Die ineinandergeschobenen Wagen auf der Unglücksstätte Eine der zerstörten Lokomotiven. W^A Ai V^ i’W ' // SJL-tfpom Spielvereinigung 1900 Gießen. Lieber I. — 1900 II. und III. Komb. 2:3 (0:1). In letzter Minute kam obige Begegnung zu stände. Die 1900er lieferten damit ein Ersatzspiel für das seinerzeit durch widrige Umstände nicht zum Austrag gekommene Meisterschaftsspiel der III. Mannschaft gegen Biehers I. Das Spiel am 1. Weihnachtsfeiertag in Bieber war recht spannend und wurde von den Blauweißen immer etwas überlegen geführt. Lediglich im Angriff waren Schwächen, sonst hätte das Ergebnis bei der Pause bereits höher gelautet. Der Gastgeber hatte sich in der Verteidigung durch einen 1900er (Reining) sehr vorteilhaft ergänzt und leistete großen Widerstand. VsB.-Krosdorf-Gieibera. Vetzberg I — Krofdorf-Gleiberg I 3:8 (1:3). Das am Sonntag in Vetzberg ausgetragene Ber- bandsspiel wurde von Krofdorf-Gleiberg überlegen gewonnen. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, wenn sich bie Gästemannschaft auf dem kleinen Platz bester zurechtgefunüen hätte. Krofdorf-Gleiberg I — Heuchelheim I 1:6 (1:2). Für den 2. Feiertag hatte sich Krofdorf-Gleiberg die spielstarke Heuchelheimer Erste zum Freundschaftsspiel verpflichtet, das nur mit Mühe von Heuchelheim gewonnen wurde. Krofdorf-Gleiberg II — Heuchelheim II 0:3 (0:3). Auch die 2. Mannschaft von Krofdorf-Gleiberg mußte gegen die Zweite von Heuchelheim eine Niederlage einstecken. Handball im Gau XII der OT. Holzheim — Grüningen 5:3 (3:2). Am 2. Weihnachtsfeiertage spielte die 1. Mannschaft des TB. Holzheim gegen die 1. Mannschaft vom Turnverein Grüningen auf eigenem Platze. Holzheim trat nur mit 10 Mann und mit Ersatz an. Nach einigen Minuten Spielzeit führte Holz- Heim mit 1:0, dem bald der zweite Treffer folgte. Grüningen war im Spielfeld etwas überlegen, jedoch scheiterten fast alle Angriffe an der Verteidigung des Platzvereins, die ganz hervorragend spielte. Kurz vor Halbzeit landete Grüningen feine beiden Treffer. Mit 3:2 ging es in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff wurde das Spiel schärfer und beide Mannschaften setzten alles daran, das Spiel für sich zu entscheiden. Holzheim erntete dann noch zwei Treffer, während Grüningen nur noch einmal zum Erfolg kam. Mit 5:3 für Holzheim wurde das Spiel abgepfiffen. Die 2. Mannschaft des TV. Holzheim trug in Gambach das fällige Verbandsspiel aus und verlor mit 3:1. Warschau — Königsberg—Berlin. Der Europa-Rundflug 1934. lieber den Europa-Rundflug 1934, der bekanntlich vom Polnischen Aeroklub veranstaltet wird, liegen jetzt technische Einzelheiten vor. Nach der technischen Prüfung vom 29. August bis 7 September erfolgt anschließend der Start zu dem 9300 Kilometer führenden Rundflug in Warschau. Die Flieger passieren dann drei deutsche Zwischen- st a t i o n e n, und zwar Königsberg, Berlin und Köln; über Südfrankreich geht der Flug dann weiter nach Spanien, Marokko, Italien, Oesterreich, die Tschechoslowakei und wieder zum Ausgangspunkt Warschau zurück. Mit dem Schnelligkeitswettbewerb am 16. September wird diese klassische Prüfung der europäischen Fliegerei abgeschlossen. Glänzende Sklsprünge auch in St. Moritz. Auf der Olympiaschanze in St. Moritz trafen sich am zweiten Feiertag die besten Skiläufer der Schweiz, während die angekündigten Oesterreicher in letzter Stunde absagten. Bei herrlichem Winterwetter und vorzüglichen Schneeverhältnissen kamen die Teilnehmer der 70-Meter-Marke bedenklich nahe. Den weitest gestandenen Sprung erzielte Marcel Raimond mit 68,5 Meter, der auch durch zwei weitere Sprünge von 65 und 66 Meter Weite die beste Note mit 344 erhielt. Den zweiten [ Platz belegte Wolf B a d r u t t mit Note 328 (61, 65, 67 Meter) vor dem Einheimischen Arthur G i a o a n o I i mit Note 307,2 (52, 54,5, 63 Meter). Norweger gefallen in Berchtesgaden. Auf der großen Meisterschaftsschanze in Berchtesgaden fand am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Trainingssprlngen statt, an dem sich rund 35 der beften Springer aus der Umgebung Neujahrsbriefsendungen frankiere man ausschließlich mit Richard-Wagner-Wohlfahrlsbriefmarkent und dem Chiemgau beteiligten. Die Schanze bewährte sich ausgezeichnet und gibt die sichere Gewähr für eine einwandfreie Durchführung der diesjährigen deutschen Meisterschaften. Die besten Leistungen zeigten der norwegische Trainer Raab und sein Landsmann hoff, die beide je 56 Meter gut standen, Raab brachte es sogar auf 60 Meter, stürzte aber. Die durchschnittlichen Weiten lagen zwischen 45 und 50 Meter. Von den deutschen Teilnehmern erreichte W. Stoll (Berchtesgaden) mit 42 Meter die größte Weite. Kurze Sportnotizen. Einen großartigen Boxsieg landete am zweiten Feiertage in Köln der deutsche Weltergewichtsmeister Gustav Eder, der den Mittelgewichts- Titelhalter, Hein Domgörgen, in der 9. Runde zur Aufgabe zwang. Erich Möller, der ausgezeichnete deutsche Dauerfahrer, muß auf ärztliches Anraten längere Zeit pausieren. Nach feinem Start in Antwerpen an Silvester wird Möller bis Ende März ausfetzen. * Weltmeister Lacquehay hat aus Amerika ein verlockendes Angebot erhalten, nach dort zu übersiedeln und an den Kämpfen um die amerikanische Stehermeisterschaft teilzunehmen. Die „OttawaShamrocks" gaben am zweii ten Festtag im Berliner Sportpalast ihr erstes deutsches Gastspiel. Sie besiegten den deutschen Meister, Berliner Schlittschuhklub, der durch den bayrischen Torhüter Egginger verstärkt war, mit 6:1 (3:0, 0:0, 3:1). Der Kampf um den „Spengler-Pokal" wurde am Mittwoch in Davos begonnen. Der Eishockeyklub Daoos schlug Grashoppers Zürich mit 2:0, während der Verteidiger, LTC. Prag, gegen Cambridge mit 6:1 gewann. Oer neue Präsident des OOAE. Günther Freiherr von Eglofs st ein wurde mil der Führung des DDAC (Der Deutsche Automobil- Club) beauftragt Daten für Donnerstag, 28. Dezember. 1856: Woodrow Wilson, Präsident der Vereinigten Staaten, in Staunton geboren (gestorben 1924); — 1923: Alexandre Gustave Eissel, Erbauer des Eiffelturms in Paris gestorben (geboren 1832). Funksprüche der Elefanten und Ameisen. Don Paul Eipper Ernsthafte Forschungsreifende haben in Afrika beobachten können, daß die „stummen" Giraffen sich selbst auf weite Entfernungen vorzüglich verständigen, daß den Wünschen des Leittieres von der ganzen Herde sofort Folge geleistet wird, auch wenn die einzelnen Tiere ziemlich auseinanderstehen, da und dort an Bäumen äsen. „Sie geben sich Zeichen und Signale mit dem Wedel", meinen die Forscher, bringen die Bewegungen der langbequasteten Giraffenschwänze in sinnvollen Zusammenhang mit den gemeinsamen Unternehmungen der Herde. In dem Buche eines anderen Afrikareisenden habe ich eine Vermutung gelesen, die auf den ersten Eindruck phantastisch wirkt. Dort wird die Ansicht vertreten, daß die langen steifen haare auf den Rüsseln der Elefanten eine Art von Antenne seien, ein Empfangsgerät zur Aufnahme von Schwingungen. Doch wenn man sich von Vorurteilen frei macht, zum Vergleich Tiere beobachtet, die viel kleiner sind, nämlich die Ameisen, so wird man eine solche Fernoerständigungsmöglichkeit von Tieren nicht mehr ohne weiteres ablehnen können. Ich selbst machte an Ameisen Studien, die mich zmingen, bei ihnen eine Fähigkeit, über relativ wette Entfernungen sich verständigen zu können, an» zuerkennen. Dam s notierte ich mir folgendes: Eine Ameise, die einen toten Käfer hinter sich her zog, hatte sich auf dem Heimweg von der Jagd zum Bau verirrt, war zu hoch an der senkrechten Wand eines Steinsockels hinaufgestiegen. Da kam eine zweite Ameise aus der Wohnhöhle, die sich in einem Spalt eben dieses Granitbauwerkes befand, und diese zweite Ameise sah, hörte, roch oder fühlte die Genossin hoch über sich, teilte ihr auf irgendeine Weise mit, daß sie auf falschem Wege sei. Ob diese „Zwiesprache" durch den Geruchfinn möglich war, oder durch einen Zuruf geschah, den unsere menschlichen Obren nicht Horen können, ob ein „Funkspruch" die Verbindung herstellte, wobei die Lippen, die Zan- aenkiefer der einen Ameise das Mikrophon, die Fühler der anderen die Antenne bilden, das können wir Menschen wohl nie ergründen Aber ich bin mir vollkommen gewiß, daß jene Fernverbindung be- stand. Ja, die Ameisen müssen durch die Erfahrungs- weisheit vieler Generationen vom einwandfreien Funktionieren ihrer Verständigungsmittel durchaus überzeugt sein; denn die Signalgeberin unterbrach ihre Wanderung — jedenfalls für mein Auge — nicht um eine Sekunde, sie war schon längst nach der anderen Seite verschwunden, als der Kamerad mit dem Bockkäfer abwärts kletterte und an der hohle angekommen war Ich konnte noch mancherlei von Ameisen-Zwie- gesprächen, von Verständigungstatsachen zwischen diesen Insekten erzählen; aber auch bei den Zoo- Tieren erlebten wir ja mancherlei Verständigungsgeheimnisse. Mein verehrter Freund P r i e m e I, der Direktor des Zoologischen Gartens in Frankfurt am Main, hat in einem glücklichen Augenblick die Unterhaltung eines Gorillas mit einem Drangutang sogar knipsen können und dadurch ein Wirklichkeitsdokument geschaffen, das durch das Minenspiel der beiden Affen wohl auch den größten Zweifler entwaffnet. Ich kenne diese beiden Tiere seit vielen Jahren, habe außerdem mit Dutzenden von anderen Menschenaffen gespielt, bin im Frühjahr 1928 zwei Tage und Nächte mit einem Gorilla und einem Schimpansen im Schlafwagen von der südlichsten Küstenstation nach Berlin gereift und kann mit aller Verantwortlichkeit sagen, daß die Menschenaffen, diese höchst entwickelten Tiere, über mehrere, klar unterscheidbare Lautäußerungen verfügen, daß sie Schmerz und Freude, Angst, Zorn und Eigensinn durch Töne auszudrücken imstande sind. Nebenbei sei gefragt, welcher Hundehalter das nicht täglich auch an seinem tierischen Freund beobachten kann? Aber ich meine, es käme bei den Zwiegesprächen der Tiere wirklich nicht nur auf die Stimme an. Ihre Gefühle und Empfindungen, Bedürfnisse und Launen werden in der mannigfaltigsten Form aus- gedrückt. Das Giraffenpaar des Berliner Zoos, das ich bereits kennen lernte, als es im Jahre 1926 aus Abessinien im Tierdepot von Hermann Ruhe eintraf dieses nunmehr riesengroße, aber stumme Tierpaar hat eine besonders anmutige Art, sich gegenseitig Wohlwollen zu erweisen, zu sagen, daß der „Hans" dem Weibchen „Anneliese" gut sei. Der fast fünf Meter hohe Bulle stellt sich dicht neben die Giraffe, leckt und kost mit weichen Lippen den borstigen Kamm ihrer Nackenmähne, und nach einer Weile rankt er seinen hals in anmutigen Verdrehungen um den der Gefährtin. Jetzt schlenkert Anneliese mit seltsam wiegenden Schritten davon, als wolle sie sich der Werbung durch Flucht entziehen aber schon bleibt sie am Ende des Geheges stehen wieder schmiegt sich Hans dicht neben sie, und genüßlich verdreht jetzt Anneliese den Kops, streckt die Nase wie ein etwas zu groß gewordenes Ausrupfungszeichen gen Himmel Katzenartige Raubtiere schnurren, wenn sie sich behaglich fühlen, sie streichen gutmütig brummend aneinander vorbei, so daß die Vermutung naheliegt, dieser Laut des einen sei als Sympathiekundgebung für den anderen zu werten. Aber plötzlich springt die Leopardin senkrecht hoch; der Kater hat sie grimmig angezischt, und weil das Weibchen die Antwort nicht schuldig bleibt, kann es geschehen, daß wenige Sekunden später solch ein sanft begonnenes Zwiegespräch in Form von klatschenden Ohrfeigen weitergeführt wird Derartige „handgreifliche" Unterhaltungen zwischen Tieren stellt der aufmerksame Zoo-Besucher recht häufig fest, sie lassen an Eindeutigkeit ja nichts zu wünschen übrig. Wenn aber gewisse Tiere keine Hände, keine beweglichen Pfoten haben, dann bedienen sie sich, wie beHpielsroeife die Pferde, die Kamele, Antilopen, Hirsche und Zebras ihrer Zähne, um Rauflust, Zärtlichkeitsdrang, Verlangen nach Annäherung oder Abwehr von Zudringlichkeiten unmißverständlich auszusprechen. Und ich meine, wenn wir Menschen uns nur ein wenig Mühe geben, die nötige Geduld aufzubringen, dann können auch wir einen Teil der Tiersprache wohl verstehen. „$räulein Hoffmanns Erzählungen." Der Königsberger Dichter und die berühmte Oper haben natürlich mit diesem Bavaria-Film nichts zu schaffen. Beide gaben lediglich den Titel für den jüngsten Scherz der Anny O n d r a her, die sich hier einen wahrhaft schwankhaften Mummenschanz ausgedacht hat und eine Reihe grotesker Abenteuer erlebt. Ihr ausgelassenes Temperament gefällt sich in den erstaunlichsten Situationen, die sich aus dem mit lustspielhaften Mitteln geführten Konkurrenzkampf zweier großen Kaffee-Importhäuser ergeben. Frau Ondras Partner ist diesmal der Berliner Schauspieler Matthias Wiemann, der seine Aufgabe mit liebenswürdigem und kavaliersmäßigem Humor durchführt. Ida W ü st und Paul Otto, beide aus zahlreichen Filmen bekannt und immer gern gesehen, haben hier nicht allzu viel zu tun, geben aber einen witzig improvisierten Schuhplattler zum Besten. Von den übrigen seien Josef Eich- beim, Max Schreck und Karl Vallentins münd)- nerische Partnerin List K a r l st a d t genannt. Karl ß a m a c führt unterhaltsam und großzügig Regie. — Im Beiprogramm zeigt das Lichtspielhaus die neue Wochenschau und den interessanten Bild- l'?richt einer Expedition ins Land der Königin von Saba Ibn Saud erzählt. Hauptmann Harold G. A r m st r o n g, der bekannte Verfasser der Biographie Mustaphn Kemals, hat vor einiger Zeit die seltene Gelegenheit gehabt, mit Ibn Saud, dem König des hidschas, zu sprechen, worüber er in einer Londoner Zeitung berichtet. Es war für diesen Ungläubigen trotz seines bekannten Namens und feines großen politischen Einflusses nicht ganz einfach, in den Palast dieses mächtig über die arabische Bewegung gebietenden Herrschers zu gelangen, wo er jedoch mit aller orientalischen Gastfreundlichkeit empfangen wurde Armstrong schildert Ibn Saud als einen imponierenden Mann von großer Gestalt, aber mit großem Charme und von überzeugendem Wesen. In der Unterhaltung ist er gewandt, hat eine vollklingende Stimme, ist dabei von ruhiger Sicherheit und ohne die Angewohnheit des lebhaften Mienenspiels, wie sie sonst so häufig bei Arabern anzutreffen ist. Ibn Saud fd)il6erte feine Kindheit, die außergewöhnlich hart und abenteuer» reich gewesen ist. Im Alter von sieben Jahren wurde er in einem Stammesfrieg des damals von Zwietrad)t zerrissenen Arabiens verwundet. Aus weiten Ritten wurde er einfach neben dem Gepäck am Sattelzeug der Kamele befestigt und verbrachte viele Wochen in der Einsamkeit der Wüsten. Als neunjähriger Knabe wurde er von einem Gegner seiner Familie zusammen mit seinem Vater und dessen Brüdern gefangen genommen. Es gelang ihnen jedoch zu entkommen. Die Widersacher und ihre Diener wurden mit dem Schwert nieder- gemacht. Zu jenen Zeiten — so erzählte Ibn Saud mit nachdenklicher Miene — war Arabien ein Herd von Kriegen, von Mordtaten und Ueberfätlen, dis bei der unoersieglichen Eifersucht der Stämme kein Ende nehmen wollten. Diese Schwäche meines Volkes ging mir schon in meiner frühesten Kindheit sehr zu Herzen, und ich sann auf Mittel und Wege, um meinen Brüdern Macht und Einheit zu bringen. Aber meine Familie war arm. Ich hatte nicht einmal das Geld, um die Hochzeitsfeier zu bezahlen. Meine. Kräfte erlahmten nicht, weil ich auf Gott und mein Volk vertraute. Den Versuchungen der englischen Politik bin ich niemals erlegen, denn es stand für mich fest, daß arabische Menschen und arabisches Gut niemals in den Dienst fremder Mächte eingespannt werden dürften. Man kanO seine Macht nur aus eigenen Kräften sichern. Ich habe immer an meine Senbuno geglaubt und werde auch nicht, ruhen, bis die Macht und da- Ansehen meines Landes endgültig gefestigt sind. Wirtschaff. Sranffuder Börse. Znittagsbörfe: freundlich. Frankfurt a. TL, 27. Dez. Luch nach der Derkehrsunterbrechung hielt die freundliche Stimmung an Oer Börse unvermindert an, wenn auch die Umsatztätigkeit kein nennenswertes idusmaß an- nahm. Luf Grund der guten Konjunkturberichte und anderer, vorteilhafter Wirtschaftsnachrichten zogen die Kurse sowohl jür Aktien, als auch für Stenten weiter an. Der Hauptgrund hierfür liegt In der gesunden Marktlage bei fehlendem Angebot. -3m Hinblick aur den nahenden Bilanztermin und angesichts der optimistischen Auffassung für das Jahr 1934 lagen von der Kundschaft kleine Kaus- orders vor. Die Kulisse beteiligte sich infolge der ungeklärten verschiedenen internationalen Fragen nur zögernd am Geschäft. Immerhin ergaben sich bei Eröffnung ganz überwiegend Beseitigungen um durchschnittlich 0,50 bis 1 o. H Abschwächungen waren nur selten, so bei Kali Aschersleben (—2,50 o. H), Ilse Genuß und AEG. mit je minus 0,25 o. Sy Am Montanmarkt traten Rhein. Braunkohlen mit plus 1,75 o. Sy mehr hervor, ferner waren die Werte des Stahloerein-Konzerns um 0,50 bis 1 o. Sy befestigt. IG.-Farben gewannen 1 o. Sy, ebenso die meisten Elektroaktien. Reichsbankanteile erhöhten sich um 0,65 o. Sy Schisfahrtsaktien lagen mit Besserungen bis zu 1 o. 5). bemerkenswert test. Kunstseiden- und Zellstosswerte sowie Daimler- Motoren lagen gut behauptet. Das Geschäft schrumpsle im Verlaufe bei den Dividendenwerten merklich ein, doch blieben die Kurse bei freundlicher Stimmung meist gut behauptet. Fest lagen Chade- aktien mit plus 5 Mark, ferner waren von Kunstseidenaktien Aku im Verlaufe um 2,25 o. Sy fester. Südd. Zucker waren stark gesucht, aber ohne Kurs. Ande^setts büßten Reichsbankanteile auf angebliche Auslandsverkäufe 2 d. Sy ein. Arn Kassamarkt waren besonders einige schweizerische Papiere sehr fest, Aluminium Neuhausen 240 (plus 15 d. Sy), 5(9-• Chemie Basel volle gestrichen Geld, Taxe zirka 147 (plus 6,50 o. Sy). Auch im- übrigen zeigten Industrie- Aktien meist Kursgewinne von durchschnittlich 1 bis 2 o. Sy Am Rentenmarkt war das Geschäft recht klein, immerhin eröffneten die variablen Reichsanleihen sowie späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichs- bahn-VA. bis 0,25 o. Sy fester. Stahlverein-Bonds waren mit plus 1,65 v. Sy stärker befestigt. Dollar^ bonds lagen ruhig. Im Verlaufe traten Neubesitz bei I lebhaftem Geschäft stärker hervor und zogen um weitere 10 Pfennig an, blieben aber nicht ganz behauptet. Dagegen gingen Altbesitz um 0,38 v. Sy zurück. Der Pfandbriefmarkt lag still, aber meist leicht befestigt. Stadtanleihen bröckelten größtenteils bis zu 0,50 v. Sy ab. Von Staatsanleihen zogen Oprozentige Reichsanleihe von 27 0,25 v. Sy, SV.-pro« genüge Nounganleihe 0,75 o. Sy an, während 6pro- gentige Reichsanleihe von 29 0,50 o. Sy verloren. Von fremden Werten waren Schweizer Bundes- bahn Anleihen stark gesucht und 5 vis 6 o Sy höher, wobei nur beschränkte Zuteilung erfolgte, ferner waren Mexikaner etwas beachtet. Tagesgeld war zum Satz von 4 v. Sy unverändert. Wbenbbörfe: still. Die Abendbörse eröffnete in stiller Haltung und erfuhr auch im Verlaufe keine nennenswerte Belebung. Die Kulisse hielt sich zurück, während von der Kundschaft neue Kaufaufträge fehlten. Die Grund- ftimmung blieb zwar weiter freundlich, die letzten ' Berliner Schlußkurse vermochten sich indessen nicht | immer voll zu behaupten. IG. Farben litten unter einigem Angebot, so daß der Kurs nach und nach um etwa 0,40 v. Sy abbröckelte. Andererseits war | Aku gefragt und 0,25 v. Sy, auch Reichsbankanteile konnte sich um 0,50 v. Sy erholen. Arn Rentenmarkt erhielt sich kleines Interesse für Neubesitzanleihe, die mit 17,15 v. Sy gut behauptet lag. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen waren mit 89,40 bzw. 91,90 bis 92 v. Sy wenig verändert. Im Verlause bröckelten IG. Farben erneut 0,25 o. Sy ab. Fest lagen wieder Chadeaktien (+ 1,50 Mark) sowie sämtliche schweizerische Werte. IG. Chemie-Basel volle kamen mit 149 (zuletzt am Samstag 141,50 d. Sy) und do. leere Stücke mit 135 (130,65 v H.) zur Notiz. Schweizer Bundesbahn- Anleihen fetzten ihre Aufwärtsbewegung um 2 bis 3 v. Sy fort, wobei teilweife wieder nur beschränkt fluqctylt werden konnte. U. a. notierten: 4 d. Sy Schweizer Bundesbahnanleihe von 1912 141 (heute mittag 138) rat., 3.50 v Sy do. 134 (132), 3,50 n. Sy Jura Simpion 126 (123), 3,50 v. Sy Gotthard-Babn 128 (126), Neubesitzanleihe 17,15. Altbesitzanleihe 89,40, 6 v. H. Stahlverein 66, Schutzgebietsonleike 8,85, Reichsbank 161, G Ifenkirchen 56, Phönix •13.50, Harvener 88, Aku 43.90 bis 44, Cbade 144,50, B'kula 117,65, Conti-Gummi 150, 3(9 Farben- inDuftric 124,25 bis 123,75, ©esfürel 85, Holzmann 68, Rhein. Elektro Mannheim Stamm 90, Siemens 143,50, Reichsbahn-Borzugsaktien 107L5. Rachbörse: IG. Farben 123,90 Brief, Aku 44,50 Geld. (Vi uiH / • * • -ICV t«c. Frankfurt a. M., 27. Dez. Das Geschäft nahm zwischen den Jahren kein nennenswertes Ausmaß an, die Stimmung war auf Grund des kleinen Angebots aber weiter freundlich. Indessen zeigten die Preise gegen die Vorwoche kaum eine Deränderuim. Am Mehlmarkte waren die Weizenmehlpreise von unten her auf Grund der kurzfristigen Vereinbarung zwischen den oberrheinischen und den nieder- rheinischen Mühlen um 30 bis 35 Pf. je Sack hoher. Futtermittel lagen still und nicht immer voll behauptet. Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50, Braugerste 180 bis 182, Hafer 145 bis 147,50, Weizen- mehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, do. ohne Austauschweizen 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60proz. 23,50 bis 24, do. füdd. Spezial 0 24, Weizenkleie 11, Weizenfuttermehl 12 bis 12,25, Roggenkleie 1035 bis 11, Soyafchrot 15,45 bis 15,60, Palmkuchen 15,60 bis 16, Crdnuhkuchen 17,25, Treber 17,50 bis 17,75, Trockenfchnitzel 10 bis 10,15, Heu südd 630 bis 6,70, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,20 bis 230, do. gebündelt > 2 bis bis 2,10 Mark. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 kg Parität Frankfurt a. M. Die industrielle Tätigkeit hat nach der Industrieberichterstattung des Statistischen Reichsamts im November, trotz faisonmäßiger Abschwächungen auf Teilgebieten, im ganzen weiterzugenommen. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist von 50,7 v. H. im Oktober auf 51,1 v. H. der Arbeiterplatzkapazität gestiegen. Etwas stärker, von 45,6 o. Sy auf 46,4 o. Sy der Arbeiterstundenkapazität, hat sich die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden erhöht. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit beträgt 7,30 Stunden gegenüber 7,26 Stunden im Oktober. Wenn die Beschäftigung in den Verbrauchsgüterindustrien insgesamt sich etwas stärker als in den Produktionsgüterindustrien erhöht hat, so beruht dies vorwiegend auf unterschiedlichen Saisontendenzen. In der Saisongruppe der Produktions- güterinbuftrien ist mit der vorgeschrittenen Jahreszeit die Beschäftigung leicht zurückgegangen; in der Saisongruppe der Verbrauchsgüter. Industrien ist sie, vor allem infolge des Weihnachtsgeschäftes, weiter gestiegen. Demgegenüber hat in den entsprechenden Konsunkturgruppen die Beschäftigung gleichmäßig zugenommen, und zwar stärker als im Gesamtdurchschnitt der Industrie. In den Investitionsgüterinduftrien ohne ausgeprägte Saisonbewegung ist die Zahl der beschäftigten Arbeiter etwa im gleichen Grad wie im Oktober, die Summe der geleisteten Arbeiterstunden erheblich stärker gestiegen; dies gilt besonders für die Nichteifenmetallindustrie, die Eisengießereien den Maschinen- und Schiffbau, die Feinmechanik und Teile der Elektroindustrie. Im Waggonbau hat hat sich die Beschäftigung ungefähr roie im Vormonat erhöht. Selbst in der Bauwirtschaft hat trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit die Beschäftigung im ganzen etwa den Stand des Vormonats behaupten können. Die Zahl der beschäftigten Bauarbeiter hat noch leicht zugenommen. In den Baustoffindustrien ist nur die Beschäftigung der Zigekeien stark zurückgegangen. Andererseits sind in den Sägewerken, in der Sperrholzindustrie und besonders in der Parkettindustrie, in der Kaolingewinnung, in der Schieserindustrie, in der Herstellung von Beton- Uebertragen wurde: am 30. November 1933 dem Lehrer Jakob Lohnes zu Oder-Nauses, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Klein-Bieberau, Kreis Dieburg, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an, dem Lehrer Karl Reinhardt zu Merken- fritz, Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach a. TL, dem Lehrer Heinrich Metzler zu Weinolsheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Guntersblum, Kreis Oppenheim, sämtlich mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; Bauernbutter (Landbutter) 86 (86), Rahmeinkauf bei 42 o. H Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123), Allgäuer Weichkäse mit 20 o. Sy Fettgehalt, erste Sorte 70 bis 72 (70 bis 72) zweite Sorte 65 bis 67 (65 bis 67), Marktlage ruhig. Die Preise sind Erzeugerpreise ab Lokal oder ab Station d(g Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund. Mainzer Lchlachtviehmarkt. Mainz, 27. Dez. Auftrieb: 26 Ochsen, 6 Bullen, 391 Kühe ober Färsen, 251 Kälber, 11 Schafe und 683 Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark. Ochsen al) vollst., ausge- mästete 28 bis 32, b2) sonstiae vollst, altere 24 bis 27. Bullen c) fleischige 26 bis 27. Kühe a) vollst., höchsten Schlachtw , jüngere 23 bis 29, b) sonstige vollst, oder gemästete 18 bis 23, c) fleischige 12 bis 17. Färsen a) vollst, ausgemaftete höchsten Schlachtwerts 23 bis 33. Kälber b) beste Mast- und Saugkälber 42 bis 48, c) mittlere 30 bis 41, d) geringe 22 bis 26. Schweine b) vollst, von etwa 120 bis 150 Kilogramm 50 bis 52, c) vollst, von etwa 100 bis 120 Kilogramm 48 bis 52, d) vollst, von etwa 80 bis 100 Kilogramm 48 bis 50. Schafe wurden nicht notiert. Marktverlauf: Bei Großvieh ruhig, langsam geräumt. Bei Kälbern anfangs lebhaft, später ruhig, ausverkauft. Bei Schweinen mäßig belebt, geringer Ueberftanb. frankfurter «chlachtvicstmarkt. waren, Isoliersteinen, Wandplatten und in der Tapetenindustrie Arbeiterzahl und Arbeitsvolumen gegenüber Oktober zum Teil noch beträchtlich gestiegen. In Fahrzeugbau, besonders in der Kraft- wagenindustrie, hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter im Vergleich zum Vormonat bei leicht oer- I ringerter Stundenzahl noch etwas erhöht. In der Feldbahnindustrie, in der Kraftrad- und Fahrradindustrie hat die Belebung auch bei den Arbeiterstunden angehalten. In einer Reihe von Industriezweigen, die durch ihren Absatz mit fast allen übrigen Zweigen der Wirtschaft mehr oder weniger eng verflochten sind, hat die Beschäftigung im November weiter zugenommen, so im Steinkohlenbergbau, in der Lederindustrie, in der Papierindustrie und im Dervielfälti- gungsgemerbe, in der Bereifungsindustrie, in der Herstellung von Glühlampen, Installationsmaterial und Verpackungsmitteln. Bei den meisten Verdrauchsgüterindu- st r i e n ist die Zahl der beschäftigten Personen wie auch der geleisteten Arbeiterstunden im November weiter gestiegen. Stärkere Rückgänge sind nur in wenigen Branchen zu beobachten; sie sind, wie in der Herstellung von Kinderwagen,Pelzwerk, Hüten und in der Konservenindustrie, fast ausschließlich jahreszeitlich bedingt. Am stärksten zugenommen hat wieder die Beschäftigung in der Rundfunkindustrie und in den Zuckerraffinerien. Beträchtlich gestiegen ist die Beschäftigung ferner in der Mehrzahl der Industrien für Hausrat und Wohnbedarf, in der Wachswarenindustrie und in einigen fai- sonbegünstigten Zweigen der Nahrungs- und Ge- nußmittelindustrie. Wenn sich in der Herstellung künstlicher Blumen die Beschäftigung bis zum November vergleichsweise gut behauptet hat, so dürfte dies zum großen Teil auf der Anfertigung der Ansteckblumen im Rahmen des Winterhilfwerks beruhen. Ferner dürfte die weitere starke Zunahme der Beschäftigung in den Sektkellereien bereits auf den Wegfall der Schaumweinsteuer am 1. Dezember zurückzuführen sein. am 1. Dezember dem Lehrer Eugen K r a u s g r i 11 zu Muichenheim, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gamdach, Kreis Friedberg, dem Lehrer Georg O 1 e m o tz zu Gambach, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Leiselheim, Kreis Worms, dem Lehrer Georg Heiland zu Leiselheim, Kreis Worms, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Sprendlingen, Kreis Offenbach a TL, dem Lehrer Dr. Heinrich B u N m a n n zu Bingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Muschenheim, Kreis Gießen, dem Lehrer Wilhelm R e y 1 zu Weickartshain, Kreis Allgäuer Butter« und Aäfeborfe. Kempten, 27. Dez. Allgäuer Molkereibutter erste Qualität 125 — letzte Notiz 125 —, Allgäuer Molkereibutter 123 (123), Sennbutter 116 (116), Frankfurt a. TL, 28. Dez. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 824 Rinder (144 Ochsen, 46 Bullen, 350 Kühe, 284 Färsen), 1213 Kälber, 150 Schafe, 3331 Schweins. Es kosteten: Ochsen bis 32, Bullen bis 29, Kühe bis 28, Färsen bis 32, Kälber bis 42, Schafe und Hämmel bis 27, Schweine bis 51 Mark. Marktverlauf bei allen Viehgattungen ruhig. Die JeschästiMg der Industrie im November. Vekannimachungen des Personalamtes. Gießen, eine Lehrerstelle an der Volksschule $n Offenbach a. TL, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an, dem Lehrer Karl Kratz ju Dohnfeld. Kreis Schotten, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Darmstadt, mit Wirkung vom läge des Dienstantritts an, dem Lehrer Karl W i n t e r zu Klein-Auheim, Kreis Offenbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu UnlcrHambach, Kreis Heppenheim, mit Wirkung vom 16. Dezem- ber an, dem Lehrer Philipp E b e r l e i n zu Neu-Bamberg, Kreis Aszey, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Sptenb fingen, Kreis Alzey, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 2. Dezember dem Lehrer Hermann P e p p l e r zu Zeilbach, Kreis Alsfeld, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Saasen, Kreis Gießen, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 4. Dezember dem Lehrer Heinrich Reith zu Gedern, Kreis Schotten, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an, dem Lehrer Heinrich S t r o h zu Gießen die Leitung einer Schulgruppe bortfelbft unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Rektor" für die Dauer dieser Tätigtest, mit Wirkung vom 1. Dezember an. am 7. Dezember 1933: dem Lehrer Wilhelm Sieg» fried au Großen-Linden, Kreis Gießen, die Leitung der Volksschule zu Großen-Linden unter Verleihung der Amtsbezeichnung „9Uftor‘ für die Dauer dieser Tätigkeit; am 9. Dezember 1933: dem Lehrer Ludwig Heß au Nieder Kainsbach, Kreks Erbach, eine Lehrer- stelle an der Volksschule zu Undenheim, Kreis Oppenheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 11. Dezember 1933: dem Lehrer Jakob Knuß - mann zu Klein-Hausen, Kreis Bensheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gau-Alges- heim, Kreis Bingen, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 13. Dezember 1933: dem Lehrer Anton Bach zu Butzbach, Kreis Friedberg, die Leitung der Volksschule zu Butzbach mit sofortiger Wirkung unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Rektor" für die Dauer dieser Tätigkeit; am 14. Dezember dem Lehrer Heinrich F e i ck au Bindsachsen, Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Fauerbach bei Nidda, Kreis Büdingen; dem Lehrer Dr. Alfred Schwemmler zu Gau-Algesheim, Kreis Bingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Bingen unter gleich- zeitiger Uebertragung der Leitung der katholischen Volksschule zu Bingen und unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Rektor" für die Dauer dieser Tätigkeit; dem Lehrer Ludwig Matthes zu Dauernfjeim, «Äreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Bind- sachsen, Kreis Büdingen; dem Lehrer Georg Reitz zu Undenheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gau-Alges- heim, Kreis Bingen; sämtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1934 an. Mit sofortiger Wirkung entlasien wurden: Aus dem hessischen Staatsöicnft: auf Grund des 8 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. Aprll 1933: am 14. Dezember 1933: der Kreisdirektor in Groß- Gerau Hermann U f i n g e r; der Oberassistent bei dem Hessischen Kreisamt Darmstadt Georg Fuchs; der Minrsterialamtsgehilfe bei der Tiinifterin’* abteilung 3 (Arbeit und Wirtschaft) Johann Arnold; der Kanzlist bei dem Hess. Gewerbeaufsichts 'mt in Offenbach a. TZ. Friedrich Schäfer; aus der Verwendung im hessischen Staatsdienst: der Gerichtsassessor in Groß-Gerau Wilhelm Jäckel; aus dem Dienst des Kreises Oppenheim: der Kreissekretär bei dem Hess. Streisamt Oppenheim Anton Darmstadt. Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen wurde: am 14. Dezember 1933 der planmäßige außerordentliche Professor für Psychologie und Pädagogik an der ßanbesunioerfität Gießen, Dr. Friedrich Sander mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 auf fein Nachsuchen: der Poliieioberst a D Sigismund Freyer zu Darmstadt auf Grund des Paragraphen 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vom 21. September 1933; am 7. Dezember die auf Grund des §6 des Ge- fetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamten- tums vom 7. April 1933 erfolgte Ruhestands- Versetzung des Direktors am Pädagogischen Institut au Mainz bei der Technischen Hochschule in Darmftafct Dr. Erich Feldmann in eine Entlassung auf Grund des § 4 des genannten Gesetzes mit Wirkung vom 1. Januar 1934. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. - Die hinter den Papier, i, angeführten Ziffern geben du Hohe Der zu etzl veichlosseneN Dividende an - Reichsbankdiskoni 4 o H Lombardzinsfuß 5 o H an ui fltr furo e*4i ufii UbtnN VSvk ^4>luW- -er« V-O’luflf Dllna» 66rfc Oatum 23 1? 17 I- 23 12 27 12 1% tVut1f*w #tdd>wnlrt6r t> IW7 92 75 93 92.9 92.9 •• ebrtn J*. frt JL-idHanl o l«W ■ 01.5 101 •01.25 100.75 Doung Sni.ld, non 1810 toutlJw Ant .»NOI -ödlult mit 90 90.75 90.' 91 trn 49.5 89.4 -9 25 89.5 tH*l obnr cb>-m.a% frrfl »alNftMl I9W ■6.75 17.15 91.75 16.8 17.11 (rttfidUIO UN%) •%. frcll Vde»e«6anf tarmflshi 92 91.9 91.75 chcld H 18 90 90 89.5 90 6H“» fr> . 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Ifiinaa dSNt ■Datum 23-12- 27.1? 23 12- 27 12 iNan:|r!0et Brrabau ........ 0 24 23,75 24 23,75 •ctjrrertr .......... 0 — — 85.25 85 9 Pbonlr 'Jerflban .......... 0 J ,75 43,5 13.65 44 Wbfiniidif Bluuatohlev ..... 10 193 195 194.5 195 Sibrtniiadl ...... 0 19,5 89.5 89,5 88.25 Sfreintgtr Skadiwerte........ 0 16,5 37.25 36 75 36.75 Cidol Minen ......... 0 11 11 11.26 11 fialtroerfr SllverUebrn........ 6 117 114,5 117 115.5 Äaaorifr Lteilerraeln ....... 6 117 116,5 117 116,75 «aliwert, edülwtfunb..... 151 150.5 150.75 4 *0. i^arben-gnBufttte....... 7 123,3 123.75 123,25 124,4 «cheideanilaU .............. 9 '85,5 185.75 — »olDlrfimtBt ............... 0 47 46,75 47 47.5 Äuiflrrtntrtf .............. 0 52 52.5 52.4 52,65 «kiallkeleUlldakt............. 0 19,5 59,5 69.5 59.5 bbülpp frvijmann ........ 0 67,75 68 67.7! 68,5 Zemenrwert frcidelberg ...... 0 80,75 80 — l/ornirrrrl «atiitoDI ..... 0 88 88 L-Vmideu 0 - 93 93 Ätu iflllataanr Suniuetd«) 0 42 44 42,13 43.75 B, in berg 0 .13 14,75 15.75 45.75 Atllfkff @aJ>6ol ...... 0 18 48.5 48 48 AeUiiaN Äia-aUendura ...... 0 16 36.4 37 37 Tolauet 3t a» ........ 7 1 >2 113.25 tmmtrt «owren .......... 0 1.5 34.75 4,4 34.75 Ltnvleuw ......... 0 15 45.5 45 45.75 Crrmirt* 6 »opgd ........ 0 ■8,5 61.75 Leondarv XU» ......... 0 14 14.75 14 15 Ldase ........... taiBiiara.Wrt ______ 0 — 144.5 184.5 139 183 143 185 4-......... 0 '51 150 152 149 Sritznel................... frjd-.a 4. fR___ 0 «5 67 — LSssenrilLei Za Zer ......... » 185.13 119 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a Bl 23- Dntmbfi 27. 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