MiLt. Schmidt. ’bt*bt» Steiles, Ä' B°- si™,te *«m; totale *ie,% -i«btn leises. °rtsüöl?EÄ""^ sLZ r-Henß. )cu des Kreises. \'m Einblick daraus lalübteilmtg sür %\V angevrdnet, daß alle Arbeit dieses Tages Gelingen zu sichern." r bemühen, den Sinn end und durch sie bei Pflegen und zu fördern icken Menschen zu ver- tcn, muß zu einer gern r Einsicht in die Not- :r Zolls- und Berufs- n den Dienst der Sache anstaltungen der Sparbringen. der IM sind die Schüler irtschaitliche Bedeutung urveifen. Die einfachste . fern von aller kost- *)ie nur ffiiflenbltd§- ift immer hie hefte nfieit. . Hentz. samts. llhl, Gießen, Ebelstr. A, irc 66, und Franz veu- den als Feldgeschworenc wurde als Rechner für verpflichtet. lllinisterialabteilung io. cv Thüringer Museums b von Vofen bet W ,ws in Eisenach für das ,5^9^232 Nr. 255 Erster Blatt 183. Jahrgang Samstag, 28. ©hoher 1953 tr)d)eini «ügllch, äuge» Sonntags and fteiertag» Beilagen. Du 3Qu|tnert» (Bießenei Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl» lBonats«Be$ugsprei$: MU 4 Beilagen NM 1.9b Ohne Illustriert» , 180 Zustellgebühr . --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanfchlüste anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnach- eichten Anzeiger Gieße» postschecktonto: firanffuri am Blain 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'lche Unwersttäls-Vuch. und Stetndruderei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Nnnahme von llnjcigcn für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re« lilameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig» Platzvorschrift 20“ „ mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An» zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen Volk und Führer. Reichskanzler und Reichsregierung haben das deutsche Volk zu einem Wahlkampf aufgerufen, der sich mit den Wahlkämpfen früherer Jahre überhaupt nicht vergleichen läßt. Richt mehr überbieten sich unzählige Parteien in gegenseitigen Schmähungen, Gehässigkeiten und Verdächtigungen. Richt mehr prasseln in Wahlversammlungen, auf Plakaten und Flugblättern billige Versprechungen auf den stumpf und gleichgültig gewordenen Wähler herab, der sich aus dem in verschwenderischer Fülle Gebotenen aussuchen mag, was seinen persönlichen Interessen dienlich zu sein dünkt, um wenig später enttäuscht feststellen zu müssen, daß es nur um seine Stimme ging. Richt mehr werden Kinder eines Volkes in wahnsinniger Verblendung zu blutigem Vernichtungskampf gegeneinander gehetzt. Richt mehr kann das Ausland das Schauspiel eines in innerpolitischem Hader sich zerfleischenden Volkes genießen, das entwaffnet und entehrt seine Selbstachtung verloren hat und zum Fangball in dem diplomatischen Ränkespiel der Mächte geworden war. Heute hat Deutschland unter Adolf Hitlers Führung zurück- gefunden auf den Weg aus dem Sumpf der Volksverhetzung, Gesinnungslumperei, korrupten Kliquen- wirtschaft und moralischen Verkommenheit, in dem Volk und Reich zu ersticken drohten. Heute ist an die Stelle eines Chaos von Meinungen, die auch nur zu einem Bruchteil unter einen Hut zu bringen die besten Kräfte früherer Staatslenker verzehrte, die geschlossene Willensbildung einer Ration getreten, die einsatzbereit hinter ihrem Führer steht, von dem aus schmerzlichen Erfahrungen gewonnenen Wissen lief durchdrungen, daß die großen Aufgaben der ,jeit nicht mehr von einer Vielheit der Meinungen her und dem aus ihrem Widerstreit hervorgegangenen Kompromiß angepackt, geschweige denn gelost werden können. Der Wahlkampf dieses Frühjahrs war der letzte alten Stils, Adoif Hitlers Sieg am 5. Marz 1935 beendete die Epoche der Parteien und der Parteienkämpfe, die mit der Wandlung der Parteien von Weltanschauungsgemeinschaften zu Jnteressentenvertretungen fruchtlos und schädlich geworden waren. Heute ist die nationalsozialistische deutsche Freiheitsbewegung als einziger Faktor politischen webens auch einziger Trager des Wahlkampfes geworden. Die Pariei des Führers wurde Organ des Staates, den sie mit ihrer Weltanschauung zu durchdringen und nacy ihren staatspolitischen Grundsätzen umzubauen begonnen hat. Wie die Form des Wahltampses im neuen Reich sich um,kürzend änderte, so ist auch der Inhalt ein anderer geworden. Richt mehr von Wahl zu Wahl mühseligere und sruchllosere Versuche durch die Be,ragung oes Urwählers die Grundlagen eines stabilen Regierungscurses zu schaffen und der erschreckend abgewirtschafteten parlamentarischen Demokratie in Deutschland neuen Lebensodem einzudlasen, sondern ein Zusammenfliehen von Volk und Führung in machroollem Bekenntnis zu einem großen richtunggebenden und schlechthin lebensentscheidenden Ziel nationaler Politik. Die Voraussetzungen dafür hat die nationalsozialistische Regierung in den acht Monaten seit Uebernahme der Staatsgewalt durch harte zielbewußte und er- olgreiche Arbeit an der moralischen und wirt- chastlichen Gesundung von Volk und Staat ge- chassen. Der zähe Kampf gegen die Arbeitslosig- leit muß hier an erster Stelle genannt werden. Aus der klaren Erkenntnis heraus, daß die jahrelange Massenarbeitslosigkeit und in ihrem Gefolge wirtschaftliche Verlumpung und seelische Zermürbung die besten Helfershelfer des kulturfeindlichen, staats- zersetzenden Bolschewismus sind, hat die national« sozialistische Regierung dem neuen großen Ziel der Wiedereingliederung einer möglichst großen Zahl von Volksgenossen in das Erwerbsleben und damit gleichzeitig ihrer Jmmunmachung gegen das schlei- chende Gift der kommunistischen Irrlehren alle ihre Maßnahmen bewußt untergeordnet: die entschlossene Inangriffnahme eines großzügigen Programms öffentlicher Arbeiten, darunter das große Auto- bahnenprojekt, die Förderung der privaten Unter'- nehmerinitiatioe durch Zuschüsse, Kredite und Steuervergünstigungen namentlich auf dem Baumarkt als einem der wichtigsten Schlüsselgewerbe der Volkswirtschaft, schließlich auch das Winterhilfswerk, das jahrelang erwerbslos gebliebene Volksgenossen körperlich und seelisch wieder in den Stand setzen soll, im Frühjahr mit dem Einsetzen der neuen Arbeitsbeschasfungsoffensive auch ihre allzu lange brachgelegenen Kräfte wieder regen zu können. Alle Zweige des öffentlichen Lebens werden von Schmarotzern der Volksgemeinschaft gesäubert. Dem verhetzten, vom Blendwerk einer imaginären Internationale irregeleiteten Arbeiter wird das stolze Gefühl der Zugehörigkeit zur Ration wieder gegeben. Der Bauer wird durch eine tiefgreifende Agrargesetzgebung vor dem wirtschaftlichen Verfall gesichert. Das Umsichgreifen des volks- biologischen Zerstörung' «rozesses wird durch eindringliche Aufklärungsfeldzuge verhütet, steuerpolitische und rassehygienische Maßnahmen zum Aufbau eines gesunden Volkskörpers werden folgen. Grundlegende Reformen auf dem Gebiete des Rechts, der Erziehung, der Wirtschaft, der Presse sind in Angriff genommen. Marksteine staats- politischer Arbeit sind das Reichsstatthaltergesetz, das Reichskonkordat mit dem Heiligen Stuhl und die Schaffung der Deutschen Evangelischen Kirche. Wie vieles blieb bei dieser summarischen Auf- Zählung unberücksichtigt und doch welch ein gewaltiges Werk in diesen ersten acht Monaten natio- nalsoziakistischer Regierung zur Rettung des deut- schen Volkes vor Innerem Verfall und zur Unter- Mauerung eines neuen dem deutschen Dolkscharak- ter, der Eigenart feiner kulturellen und wirtschaft- sichen Struktur und dem sich als Folge des verlorenen Krieges und der Zerrüttung der Weltmärkte ergebenden Zwang zur schärfsten Zusam- Mit dem Führer auf dem Flug über Deutschland. Der Reichskanzler an der Gpche des Aufklärungskampfes für die Entscheidung über Deutschlands Zukunst. rer abgegeben, von denen er beim besten Willen nur einen Bruchteil lesen kann, nur die wichtigsten. Standartenführer Schaub nimmt alle diese Post entgegen. Er bearbeitet diese Briefe und gibt sie an die zuständigen Stellen zur Erledigung weiter. Von dem täglichen Riesenposteingang kann der Kanzler auch bann, wenn die Briefe Dreimal rot unterstrichen den Vermerk tragen „Persönlich", nur wenige selbst lesen und beantworten. Da ist ferner der persönliche Adjutant des Führers, SS.-Sturmhauptführer Stenger, der insbesondere als Reisemarschall fungiert und der jede Reise fast bis auf die Minute im einzelnen vorbereitet. Jede kleinste Etappe liegt fest. Jede Stunde des Führers ist genau eingeteilt, damit das umfangreiche Programm erledigt werden kann. Es begleitet ferner den Führer der Reichspressechef der NSDAP, und Führer des Reichsoerbands der Deutschen Presse Dr. Dietrich, der mit seinem Achu- tonten die pressemäßige Organisierung aller Versammlungen des Führers vornimmt und der dem Führer Vortrag hält über die deutsche Presse. An dieser Reise nimmt auch der Auslandspressechef der NSDAP., Dr. H a n f ft a e n g l, teil, insbesondere wegen der zahlreichen ausländischen Journalisten und Konsulatsvertreter, die diese Versammlungen des Führers überall besuchen. Man bemerkt ferner den Führer der SS.-Gruppe Ost, Gruppenführer Sepp Dietrich, der seit Jahren Ifür die persönliche Sicherheit des Führers sorgt und dem insbesondere die Absperrungen und sonstigen Maßnahmen unterstehen. Auf vielen seiner | Reisen begleitet den Führer auch sein langjähriger I Fahrer SS.-Standartenführer Schreck, der in Am Vorlage der großen RebedesFüh- rers in Frankfurt a. IN. wird die Schilderung eines ständigen Begleiters des Reichskanzlers auf dem Deutschlandflug unsere Leser besonders fesseln. Berlin, 28.Okt. (CNB. Funkspruch.) Fahrt mit dem Führer. So mancher Volksgenosse fragt sich, wie es der Führer fertig bringt, seine umfangreiche Arbeit als Reichskanzler zu erledigen und außerdem noch Tag für Tag hinauszu- a h r e n und oft an mehreren Orten in den ver- chiedensten Teilen des Reiches zu seinem Volke zu prechen, es aufzurütteln für die große Entscheidung am 12. November, bei der es heißt, sich zu entscheiden, für ober gegen Deutschland Ich erinnere mich eines Tages vor einigen Wochen, an bem wir morgens um 7 Uhr in Berlin nach Frankfurt a. M. st a r t e t e n , wo ber Führer ben ersten Spatenstich zum Bau ber ersten Reichsautobahn tat, bann trug uns ber silberne Junkers- oogel roteber hinaus in bie Lüfte, über ein Wolkenmeer hinweg nach Hannover. Wieber zwei Reben bes Führers, eine im Stabion unb eine in der Stadthatte, und am Abend fliegt ber Führer von Hannover nach München, wo ihn noch wichtige Besprechungen erwarteten. Das ist ein Ausschnitt aus einem Flugtag bes Führers. Auch bie Flugstunben gehen nicht nutzlos bahin. Vorn in ber Kabine hat ber Führer ein Tischchen, an bem er auch währenb bes Fluges arbeitet. Er lieft ferner eine Fülle von Zeitungen, bie ihm ber Reichspressechef ber NSDAP., Dr. Dietrich, reicht, er trifft Entscheibungen, nimmt Anregungen entgegen unb gibt Anordnungen. Ab unb zu bekommt auch ber Borbfunker Arbeit; bie Geschäfte bes Reiches gehen ja weiter, auch wenn ber Führer reifen muß. Nun w eder eine große Oeutschlandreise des Führers, bie zweite im Jahre 1933, bie zweite auch als Kanzler bes Dritten Reiches. Unb abermals erhebt sich bie Frage, wie lebt der Führer auf dieser Reise, wie bringt er es fertig, diese Strapazen auszuhalten. Besonders bewundernswert ist diese Leistung noch, wenn man berücksichtigt, w i e anspruchs- losunbeinfachber Führer lebt, wie anspruchslos unb bescheiben er im Essen ist, wenn man ferner weiß, baß er Alkohol unb Nikotin meibet. Der Stab um ben Führer sorgt bafür, baß wenigstens bas ihm ferngehalten wirb, was ihn nicht unmittelbar berührt, um ihm bie Fahrt nach Möglichkeit zu erleichtern unb wenigstens von ben Kleinigkeiten bes Tages ben Führer zu entlasten, ba ihn von ber Verantwortung für bas Wohl von Volk unb Reich niemanb entlasten kann Da ist zunächst der langjährige persönliche Sekretär des Führers, SS.-Standartenführer Schaub, der insbesondere den Schriftverkehr des Führers erledigt und die gesamte Post entgegen- nimmt. Auf einer solchen Reise, wie diese Wahlreise durch Deutschland, werden unterwegs Hunderte, ja nach und nach Tausende von Briefen an den Füh- Die Kandidatur B e r l i n, 27. Oft. (TU.) Zu der Kandidatur Dr. Hugenbergs wird, wie der „Lokalanzeiger" berichtet, aus der Umgebung Dr. Hugenbergs mitgeteilt: Die Frage: ob Dr. Hugenberg auf einem der ersten zehn Plätze der nationalsozialistischen Einheitsliste kandidieren wolle, wurde unmittelbar nach Auflösung des Reichstags am Anfang der vorigen Woche im Auftrage des Reichskanzlers.an Dr. Hugenberg gerichtet. Sie wurde durch die Mitteilung ergänzt, daß annähern 50 Persönlichkeiten auf ber Liste erscheinen sollten, bie nicht innerhalb ber nationalsozialistischen Organ i f a t i o n stehen unb bie bei ber nationalsozialistischen Fraktion Gäste sein würben. Es würbe Dr. Hugenberg auf Anfrage als selbstverständlich bestätigt, daß er — ber Ausdruck wurde gleichnisweise von ihm gebraucht — „freier Bauer auf freier Scholle" bleibe. Die Unterhaltungen knüpften an bie außenpolitischen Vorgänge an. Dr. Hugenberg begrüßte in Uebereinftimmung mit ber Haltung, bie er stets eingenommen hat, mit befonberem Danke ben Entschluß, eine unhaltbar geworbene Lage mit bem Austritt aus bem Völkerbunbe zu be- enben. Aus biefer Entwicklung ergebe sich für ihn bie Anerkennung ber Notwendigkeit einer a u ß en p o l i t i f ch e n Einheitsfront. Da in seiner an sich nicht beabsichtigten Kanbibatur offenbar eine Betätigung biefer Einheitsfront liegen soll, glaube er, b i e f e n großen oaterlänbi» schen Gesichtspunkt voran st eilen zu müssen. Er erklärte sich beshalb zur Uebernahme bes Manbats bereit ♦ Es läßt sich zur Stunbe nicht mit Sicherheit sagen, ob noch mehr Persönlichkeiten aus ber ehemaligen Deutschnationalen Volkspartei unb ob geeignete Repräsentanten ber ehemaligen Zentrumspartei bzw. ber Deutschen Volkspartei mit auf ber ausführlichen Äanbibatenlifte aufgeführt fein werben. In unterrichteten Kreisen hört man, baß bics jebenfaüs für bie ehemalige Deutschnationale Volks- Dr. Hugenbergs. partei unb bie ehemalige Zentrumspartei bejaht werben könnte. Die einheitliche Reichsliste ist in ihrer enbgültgen Zusammensetzung bisher noch nicht bekannt. Der letzte Termin für bie Einreichung ber Reichsliste ist ja auch erst ber fommenbe Sonntag, ber 29. Oktober. Im Büro bes Reichswahlleiters finb überhaupt keine anberen Kanbibaten ober Gruppen für bie Zulassung zur Einreichung von Listen angemelbet. Die aus allen Kreisen bes beut- schen Volkes unb Uisbefonbere aus allen berufs- stanbischen bzw. beruflichen Organisationen ftünb- lich bei ber Reichsregierung eingegangenen unb ein» gehenden Treuebekenntnisse würben jeben berarti* gen Versuch auch von vornherein aussichtslos machen. Vorübergehende Aufhebung der Ausnahmesperre im Stahlhelm. Berlin. 27.Oft (121.) Das Stahlhelmbundes- aml teilt mit: Zum Gedenken des 10. Jahrestages ber Erhebung vom 9. November 1923 Hal ber Stabschef vorübergehend vom 1. bis 5. November 1 933 bie Aufnahmesperre für Anwärter in die SA. unter besonberer Voraussetzung aufgehoben. Der Führer und der Lhef des Stabes sind nach Rücksprache mit dem Stahlhelmbundesamt einverstanden, daß sinngemäß für den Stahlhelm vom 1. bis 5. November 1 9 3 3 das Gleiche gilt Die Aufnahme erfolgt vor- erst als Anwärter und nut nach besonderer Prüfung unter streng geregelten Voraussetzungen. Da der Stahlhelm nur Jahrgänge über 35 Jahre umfaßt, können auch nur Anwärter dieser älteren Jahrgänge Aufnahme finden. Alle Anwärter haben an einem vierwöchigen Kursus leilzuneh- men. der sie in die Gedankenwelt des Stahlhelms einführen und mit der nationalsozialistischen Slaals- idee vertrau! machen soll, hierbei als ungeeignet Befundene scheiden aus. menfaffung aller nationalen Kräfte besser ange« paßten Staatsbaues, in bem jeber Volksgenosse seiner Leistung für bas Ganze entsprechend Wohnung, Arbeit unb Brot, ein neues Gefühl persönlicher Würbe, Harmonie unb Glück in Familie unb Volksgemeinschaft zu finben vermag. Niemanb leugnet — ber Führer unb feine Mitarbeiter wiederholen es immer wieber —, baß eine so gewaltige Umwälzung nicht ohne Reibungen vor sich gehen kann bis ber Staatsapparat sich auf bie neue Gangart eingespielt hat. Manche rabitalen Jünger ber Bewegung mag es enttäuscht Haden, als ber Führer schon nach kurzer Zeit kategorisch erklärte: „Die Revolution ist abgeschlossen, bie Evolution beginnt!" Die weise Mäßigung bes weiterblickenben Staatsmannes gebot biesen Revolutionären auf eigene Faust ein unmißverständ- liches Halt unb knüpfte mit Vorbebacht an Vor- hanbenes an, um baraus organisch bas Neue werben unb wachsen zu lassen. Nicht anbers ist es mit bem geistigen Eroberungsfeldzug, ben ber Nationalsozialismus seit seiner politischen Machtergreifung in allen Schichten des deutschen Volkes hat antreten können. Damit soll nicht gesagt werben, baß bie bem Deutschen aus Jahrhunderten hori- zontbegrenzter Kleinstaaterei als böse Erbschaft überkommene unb fast schon zur zweiten Natur geworbene Nörgelsucht nicht auch heute etwas zu bekritteln fänbe, aber bie Schar berjenigen wirb immer kleiner, bie von sich sagen können, baß sie von bem gewaltigen Schwung ber nationalsozialistischen Bewegung nicht erfaßt worben wären, baß sie, wenn auch oft unbewußt ober noch roiber» willig, nicht boch schon einen Hauch spürten von bem neuen Ethos ber nationalsozialistischen Staats« gefinnung unb einer Volksgemeinschaft, bie nur bas Wort kennt: „Einer für alle unb alle für einen". Nichts konnte biefem Einschmelzungsprozeh förbernber fein, als bie vornehme Geste, mit ber Abolf Hitler feinen politischen Gegnern von gestern, sofern sie ben ehrlichen Willen haben, sich überzeugen zu lassen unb im neuen Geiste mitzuarbeiten, ritterlich die Hand zur Versöhnung bot Der Tag von Hannover, wo ber Führer zu seinen Frontkameraben vom Stahlhelm Worte fanb, bie jeben alten Solbaten im Innersten packen mußten, hat bie politisch zwangsläufig geworbene Ein- orbnung bes Stahlhelms unter die SA.-Führung zu einem Herzensbünbnis zwischen ben grauen Frontsoldaten unb bem Kanzler gemacht. Den gleichen Geist atmet bie Aufstellung bes ehemaligen deutschnationalen Parteiführers Dr. Hugenberg, des alten unermüdlichen Vorkämpfers nationaler Wiedergeburt in Volk, Staat unb Wirtschaft, neben bem Stahlhelmbundesführer S e l b t e unb bem um ben Ausgleich mit ber Katholischen Kirche hochver- bienten Vizekanzler von Papen auf ber Einheitsliste für bie Reichstagswahl am 12. November. So wären die innerpolitischen Leistungen bes neuen Kurses in ben letzten acht Monaten an sich schon Grunb genug, mit Zuversicht unb berechtigtem Selbstbwußtsein das angebahnte Werk ber Beurteilung bes Volkes zu unterstellen. Aber ber Anstoß zur Volksbefragung unb ber mit ihr verbundenen Reichstagswahl geht von der Außenpolitik aus. Jedem deutschen Volksgenossen Haden es die eindringlichen Worte des Führers unvergeßlich ins Hirn gehämmert, was uns getrieben hat, Abrüstungskonferenz und Völkerbund ben Rücken zu kehren unb das Problem ber Befriebung Europas auf einer ganz neuen Grundlage anzupacken. Der Ausgangspunkt dazu, das feste Fundament, auf bem mit bem Neubau eines wahrhaften europäischen Friedens begonnen werben kann, ist die Volksbefragung des 12. November. An diesem Tage wird das deutsche Volk durch seine einhellige Stimmabgabe mit der in der Auslandpresse spukenden Und von Emigranten aus durchsichtigen Gründen eifrig genährten Mär gründlich aufräumen, als ob eine kleine Gruppe zu allem entschlossener Elemente mit Hilfe von Terror und Gewalt das deutsche Volk tyrannisiere. Mer dieser Tag wirb nicht minder endgültig Schluß machen mit der ebenso albernen Verleumdung, als ob Reichskanzler unb Regierung zwar stets ihre Friedensabsichten betonten, das Volk aber militaristisch unb kriegslüstern fei. Der Triumphzug bes Führers burch bie beutschen Gaue, bas aufrichtige unb einmütige Bekenntnis aller Volkskreise zur Politik bes Führers, bie ehrlich ben Frieden will, aber einen Frieben der Ehre unb Gleichberechtigung für Deutschland, das seelische Zusammenrücken, bas durch bas ganze Volk geht unb auch bie Schichten enge Tuchfühlung nehmen läßt, bie bislang bem nationalsozialistischen Regime mit Vorbehalt gegenüberftanben, biete ernste, aber entschlossene Haltung, bie ganz Deutschlanb zeigt unb bie gleich weit entfernt von oberflächlicher Hurrastimmung als von miesepetrigem Kopshängertum ist, sollte dem aufmerksamen unb einsichtigen Beobachter des Auslandes heute schon das eine zeigen, daß die Spekulationen auf das früher so oft genützte Schwanken des deutschen . Stimmungsbarometers gänzlich töricht finb. Führer unb Volk sind eins, von ber gleichen Liebe zum Vaterland zu- sammengeschweißt zu einem stählernen Willensblocke, an bem alle Intrigen unb Kniffe scheitern werben. Der Führer hat für ganz Deutschlanb gesprochen unb ganz Deutschlanb hat ihm als Ausdruck inniger Verbundenheit begeistert zugejubelt, als er sich zum Frieden als Pflicht gegenüber bem eigenen Volke, zur Achtung eines jeben fremben Volkstumes bekannte unb die Welt aufforderte, mit Deutschland die Grundlagen für einen wirklichen Frieden zu schaffen, dem nicht Mißtrauen unb Argwohn, ein schlechtes Gewissen, Neid und Eifersucht als tödliche Feinde im Genick sitzen. Daß diese neue politische Atmosphäre nur möglich ist, wenn dem Herzvolk Mitteleuropas nationale Ehre unb Gleichberechtigung nicht nur in wanbeibaren Formeln zuerkannt wird, ist ein Grundsatz deutscher Außenpolitik, in dem Regierung und Volk in Deutschland ebenso einig gehen, wie in der Bekundung eines ehrlichen Friedenswillens. So werden Volks- abftimmung unb Reichstagswahl am 12. November ber Welt bie Augen öffnen über bas neue Deutschlanb, bas getragen von dem Vertrauen zu seinem Führer einmütig in bem Willen ist, seine Zukunft nach den Lebensgesetzen einer freien Nation zu gestatten. einem besonderen Vertrauensverhältnis zum Führer steht. Am (Steuer der breinwtorigen G Junker 33 D 2600, die den Namen des Kampffliegers 3m m e l ma n n trägt, fitzt der Pilot des Führers, Standartenführer Bauer, der schon feit Fahren fast alle großen Flüge des Führers durchführte und wahre Rekordleistungen vollbrachte. Ob lag oder Nacht, ob Sturm oder Regen, ob Nebel und Wolken, für Bauer gibt es keine Hindernisse. Immer wieder findet er einen Ausweg, und immer wieder weiß er den Führer sicher und schnell an die nächste Etappe zu bringen. Und der Führer selbst? Bei aller übermäßigen Beanspruchung verliert er seine Ruhe niemals. Immer bleibt er zu den Mitgliedern seines Stabes und seiner Begleitung gleichmäßig freundlich und liebenswürdig. Ab und zu fliegt einmal ein Scherzwort auf. Dann gibt es wieder ernste Besprechungen, denn auch auf den Reisen arbeitet der Führer manchmal bis tief in die Nacht, und man frage jeden von ihnen, die Dem Führer einmal irgendwann die Hand drücken durften, ob sie nicht diesen Tag rot im Kalender an- strichen, und ob sie nicht bereit wären, sich für diesen Monn bedenkenlos in Stücke hacken zu lassen. Die Antwon kann man im voraus sagen: sie ist ein begeistertes Ja! Wiederum 20 Millionen Reichsmark für Arbeitsbeschaffung. Berlin, 27. Oft. (TU.) Dom Kreditausfchuß und Borstand der deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. (Deffa) wurden in der letzten Woche im Arbeitsbeschaffungsprodramm vom 1. Juni 1933 weitere Darlehen im Gesamtbeträge Ioon rund 20 Millionen Reichsmark bewilligt. Hiervon entfällt ein wesentlicher Teil auf A r • beiten im Rheinland und in der Provinz Hannover. Die Rhemprovin; erhielt ein Darlehen von 1,8 Millionen Reichsmark für In- standsetzungs- und (Erweiterungsbauten. Don den rheinischen Städten erhielten u. a. Mühlheim- Ruhr 500 000 RM, Wuppertal -150000 RM„ und Rheydt 37V 000 RM. Luch diese Mittel »erben zum Teil fürInstandsetzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden, zum Teil für Kanalisationsanlagen ocrwenbet In ber Provinz Hannover wurde für die Wasserstraßen- öireftion ein Darlehen von einer Million Reichsmark für die Regulierung der Weser be- reitgefteüt. Dem Landesdirektorium wurden 1L Millionen Reichsmark für Verbreiterung und Neudeckung von Provinzial ft raßen bewilligt. Die weiter zugesagten Darlehen entfallen in der Hauptsache auf Arbeiten, die in den Provinzen ©eftfalen, Schlesien und im Lande Sach- s e n ausgeführt werden. Die ersten zehn Kandidaten des Einheits-WahlvoWags. ■ Kl Obere Reihe von links nach rechts: Reichskanzler Adolf Hitler; der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß; Reichsminister Dr. Frick; Reichsminister Hermann Göring; Reichsminister Dr. Goebbels. Untere Reihe von links nach rechts: Stabschef Röhm; die Reichsminifter DarrL und Seldte; Vize- konzler von Popen; Reichsminifter o. D. Dr. Alfred Hugenberg. n Du- erzeuge schuld war die Grundlage für alle künftigen Knebelungen Wenn die 'Bauern in Not und Elend kamen. Demokratie? Nun gut, wunderbarer wird nirgends der Wille des Volkes erfaßt wie in diesen lagen in Deutschland. Diese Wahl wird die Grundmauer werden für unsere Auslandpolitik. Zugleich wählen wir für des Reichstag, und wir wollen uns einig nebcl liegen in den Tälern. Gespenstisch blitzen die Lichter der uns entgegenkommenden Fahi mag, wir wollen hingehen und ihm Helsen, ihn aufklären, ihn aufrütteln, wer zurückbleibt von der Wahl, hat verdient, geächtet und versehmt zu werden und aus der Gemeinschaft des Volkes ausgestohen zu werden um unseres großen geschmähten Vaterlandes willen, „wir wollen ein Ziel: die Ersten fein im friedlichen Wettkampf der Stationen!“ Der zweite Tag der Wahlsahrt des Reichsstatthalters führt mitten hinein in das Gebiet des hohen Vogelsbergs. Schlitz, Alsfeld und Lauterbach find diesmal die Sammelpunkte taufender und abertaufenber Volksgenossen, bie in gläubiger Hingabe die Botschaft des Führers aus dem Munde des Reichsstatthalters hören wollen. Wir fahren in die falte Oktobernacht, undurchdringliche Herbst- Reich Al» dann im Januar hirie» Sabres die Uebergabe der Stoatsführung an den ivübrer erfolgte, setzte eine gewaltige Aufbauarbeit ein. UeberaU regt f ich qeues Leden. das Wort Völkerbund wahr werden soll, dann müssen alle mit Offenheit und Ehrlichkeit an die Verhandlungen Herangehen. Mögen sie all | Ir abrüsten wie wir, so daß wir alle nur unsere Fäuste I ® haben, uns genügt das! Fahrt durch den Vogelsberg. Oer Reichsstatthalier spricht in Schlitz zu Tausenden oberhessischer Bauern. Wahlurne ihre pflicht zu tun. - sein darüber, daß hier „die Vertrauensmänner des Führers" gewählt werden. keine ziellosen Parlamentarier und daß sie zugleich gewählt werden als,.Vertrauensmänner des Volkes!" Es gibt nur eines in Deutschland: ein Wille, eine Treue, eine Gefolgschaft! wir aber, die wir wissen, wie unsicher noch hier und da einer sein leitet gilt, erklärt mehr als alles andere, daß hier Führer und Gefolgschaft eins sind. Wie anders wäre sonst der Willkommengruh in Büdingen, Butzbach und Friedberg zu er- klären, wie anders fände man sonst begreiflich, daß die Ausführungen des Gauleiters Sprenger so starken Widerhall erwecken. In jeder seiner Reden verstand es Gauleiter Sprenger, den Ernst der Lage zu schildern, einen Ueberblirf über arbeitsreiche Monate nationalsozialistischer Regierungszeit zu geben und darüber hinaus eine begeisternde Welle der Des Reichsstallhallers AufklärunMeldzug in Oberhessen. Gauleiter (Sprenger mahnt den letzten Mann und die letzte Frau, am 12. November an der wenn die Induftrieerzeugnisse keinen Absatz mehr fanden, so ift lediglich darin der Grund zu suchen. In Zeiten höchster Not wurde schon immer der I Grundstein gelegt zu neuem größerem A u f st i e q. Darum fand Adolf Hitler überall die Männer, die gefühlsmäßio längst m? seinem Boden standen, aber erst auf sein e-anal hin zur Tat schritten und zu Predigern wurden für das neue Hoffnung und Glaube taten Wunder. Die Wirtschaft belebte sich, Straßenbau, Entwässerungen, Bereinigungen, wo man hinsah, überall fleißige Hände. Millionen neuer Arbeitsstätten haben sich aufgetan. Besonders hier l n Hessen, wo die Not unermeßlich groß war, mußte gründliche Arbeit geleistet werden UeberaU wurde aufgeräumt, an den höchsten Verwaltungsstellen angefangen. So sind wir nun auch zum Einministersystem gekommen. Dieser eine Minister wird es schon schaffen, wenn er nur ein ganzer Kerl ist Deutschland hat mit der Arbeit seine innere Kraft wieder erhalten Dieser Weg der Arbeit ist ein Weg des Friedens. In öiefem ehrlichen Bewußtsein zogen die deutschen Vertreter zur Abrüstungskonferenz. Wenn sie ein negatives Ergebnis zeitigte, war es nicht ihre Schuld. Wir waren oertragstreu, obwohl jeder wußte, daß dieser Dertrag auf falschen Voraussetzungen beruhte Wir waren vertragstreu in der (Erwartung, daß auch bie anderen Nationen sich an Den Vertrag halten würben. Sie haben es nicht getan. Wir sind bereit, auch den letzten Soldaten nach Hause zu schicken, wenn die anderen ein gleiches tun. Jeder soll nun bewerfen, daß er wert ist, in dieser großen Zeit zu leben. Am 12. November muß die Welt aufhorchen. Wehe dir Deutschland, wenn du in diesem Kampf versagst! Es geht um deinen Bestand und Damit um jeden einzelnen. Volksgenossen, geht mit großem Ernst am 12 November zur Wahl und tut eure heilige Pflicht. Minutenlang dröhnte noch Den Worten des Reichsstatthalters der weite Raum von den Bei- faUsftürmen der Zuhörer und ebenso in den drei anderen Sälen, m die die Reden übertragen wurden Hessen und Hessen-Aassau auf der SindeifSliste lurÄeichsiaaswahl Frankfurt aM. 27 Oft (WSN ) Wie vom Gaupresseamt.mitgeteilt wird, wurde im Auftrage des Führers vom Reichswahlleiter Dr Frick für das gesamte Reichsgebiet eine Einheitsliste zustimmengestellt, deren zehn erste ÄanDibatenoodcbläge bereits bekannt gemacht wurden Der Reichswabloorlchlag bringt die Namen ber Mitkämpfer Adolf Hitlers in alphabetischer Reihen- folge. Folgende Bewerber entfallen auf den Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau). 1. Jakob Sprenger Gauleiter. Frankfurt am Main, bisher MdR. 2. Äart Weinr ich, Gau- Bejahung in die Versammlungen hineinzutragen. „Wohin wäre Deutschland gelangt, wenn es noch kurze Zeit so weiter gegangen wäre, wie vor dem 30. Januar?" Sprenger ftrctfte die unwürdige Vergangenheit, und im Sinne der Hörer betonte er, daß endlich alle Stellen Der Regierung gesäubert seien, Daß zum Glück des LonDes in Hessen nicht mehr drei oDer vier Minister regierten, fonDern ein Mann, der vollauf genüge. Wir vergessen den Hader von gestern und bauen auf. In anschauliche Farm wurde Das Werk Der nationalsozialistischen Regierung sür Arbeit unD Brat bedacht. Umfassender Hinweis auf die Bedeutung des begonnenen Autostraßenbaues, der noch nicht genügend als das erkannt wird, was er bedeutet: eine Entwicklung des verkehrswirtschaftlichen Ledens auf Jahrhunderte! Unaufhaltsam schreite die wirtschaftliche Befriedung Deutschlands fort, das Ausland beginnt Die Bedeutung des friedliebenden Staatsmannes Hitler zu erkennen, der als einziger Staatsmann es fertig bringt. Die Arbeitslosigkeit ZU besiegen. „In der Innenpolitik haben wir unsere Kraft wiedergestinden, mögen wir sie nun auch in ber Außenpolitik wieberfinoen!" Nun, wo man unsere innerpolitischen Fähigkeiten sehe, weigere man uns bie außenpolitische Gleichberechtigung. Der Reichsstatthalter geißelte jenen Unverstand, ber uns, bie wir bis zur Wehrlosigkeit abgerüstet sinb unb unumwunden unsere Friedensliebe beweisen, nicht Die Billigkeit Der Gleichberechtigung erweist. Wir seien gezwungen zu sagen: Wenn ihr nicht für unsere derzeitige Regierung die im Dezember vorigen Jahres zugestandene Gleichberechtigung gelten lassen wollt, „dann haben wir derzeit keinen Grund auf der Abrüstungskonferenz zu verhandeln." Wenn Zn Der Weiierau. Frankfurt a. M. (WSN.) Als Statthalter des Führers in hessischen Landen unternimmt der Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger einen großzügig geplanten Versammlungsfeldzug. Gauleiter Sprenger fährt als der Vertrauensmann des Führers und als der Vertrauensmann des hessischen Volkes. Das Winken und Grüßen, das spontan vom Acker, von der Landstraße, von den herbstlich betonten Straßen hessischer Städte und Dörfer dem Gau- durch die diesige Lust. Wir kommen ins Schützer Land Schattenhaft ziehen SA.- und Hitlerjugend- Kolonnen durch Die Nebelschwaden Größere und kleinere Gruppen von CanDleuten — meist in ihrer chmucken oberhessischen Tracht — wechseln mit lan» jen Radfahrerkolonnen und Kraftwagen Alles cheint nur ein Ziel zu kennen: Schlitz Laute Heilrufe branden uns entgegen. Dichtgedrängt stehen die Menschenmassen auf den Straßen. Die große Turnhalle ist übervoll. Als der Gauleiter nun bie Tribüne betritt, brauten die Ruse der Begeisterung minutenlang durch den großen Raum. Es dauert lange, bis der Pg. Schulrat Klostermann das Wort zur Begrüßung des Reichsstatthalters ergreifen kann. Als endlich der Gauleiter herzlich für den begeisterten Empfang dankt, wird es still. Der Reichsstatchaiter spricht „Wir Deutschen sind gewohnt, im Frieden unserer Arbeit nachzugehen", jo führte ber Reichsstatthalter u. a. aus. Auch 1914 haben wir nichts getan als das, was jeder tut, der angegriffen wird. Wir haben uns gewehrt, weil wir zur Notwehr berechtigt waren. Dann kam der Zerfall, weil Zwietracht im Innern die Kraft der Nation gelähmt hatte. Nur dadurch konnte als Grundlage Des Versailler Friedensdiktats Deutsch- lands Alleinschuld am Kriege von den Damaligen Volksvertretern unterschrieben werden. Diele AlleinleHer, Kastel, bisher MdL 3. Fritz Weitzel. Schlok- fer, Düsseldorf, bisher MdR 4. Karl Linder, Bürgermeister, Frankfurt a. M., bisher MdR 5. Walter S e i b l e r. Landwirt, Kastel, bisher MdR. 6. Kurt v. U f r i th , Oderitleutnant a. D , Kastel, Dieser MdR. 7. Johann Dberlinbober, Kauf- mann. Odermanzig, bisher MDR. 8. Fritz ß e n g c • mann, Landrat, Kastel, bisher MdR. 9. Adolf 1 Hein, Merle, Polizeipräsident, Frankfurt am Main, bisher NtdR. 10 Dr. Roland greihler, Staa:sfekretär, Kastel, bisher VidL 11. Wilhelm Becker, Werkmeister, Frankfurt a. M., bisher MdL. 12. Hans fiommel, Arzt, Rod a. d. Weil, bisher MdR 13. Fritz Schmidt. Schlosser, Kassel, bisher MdR. 14. Hermann Neef, Berlin. Oderzoll, sekretär. 15. Dr. Karl Lüer, Handelskammerpräsident, Frankfurt a. M 16. Walter Kramer, fiaufmannsgehilfe, Frankfurt a. M., bisher MdL. 17 Helmut Friedrichs, Hauptgeschaftsführer, Kastel. 18. Dr. Rudolf Braun, Apotheker, Mel- funaen. 19. Johann Puth, Landwirt, Wachen- buchen. bisher MdR 20. PH Heinrich Reullin - ger, Kaufmann. Die »baden bisher MdL 21 Karl Vetter, Geflügelpichter. Wanfried a. d, Werra, bisher MdL 22. Franz H. Woweries. Schriftsteller. Frankfurt a. M. 23. Han» Kraw 1 elitzki, Geschäftsführer. Marburg, bisher MdL 24 Georg Dilh. Schmidt, Spenglermeister, Wiesbaden, bisher MdL. 25. Willi Stöbt, Angestellter, Frank- furt a. M. 26. Hans Dippel. SA -Oberführer, Kastel. 27. Günther Gräntz. Handlungsgehilfe, Frankfurt a. M., bisher MdL 28 Wilh. Schnei- ber, Fabrikarbeiter, Melsungen, bisher MbL. 29. Wilhelm Thiele, Biedenkopf. Kriegsinoalide 30. Wilhelm Disch, Oberpoftfefretär, Meldungen. bisher MbR. 31. Wilhelm Äaufemann, Staufmann, Bierstein. 32. Georg Keller. Landwirt, Röllshau- sen, bisher MdL. 33. Josef fi r e m m e r . Postin- spektvr, Frankfurt a. M. 34. Dr. Hans Burkhardt, Landrat, Fulda. 35. Adalbert (Bim bei, Postschaffner, Frankfurt a M 36. Willi Metz. Canbwirt, Köbler Hof bei Diez, bisher MdL. 37. Jakob Will Hardt, Esten bahnardeiter, Fulda, bisher MdL. 38. Walter Petersohn. Lehrer, Kastel. 39. Karl Friedrich Dörnemann. techn. Kaufmann, Gaffel, bisher MdL 40. Dr. Karl Friedrich Krebs, Dberbürgermeifter, Bad Homburg bisher MdL. 41. Gustav Bernhardt, Maurermeister, Kastel. 42. Felix Pi 4 karfki, Bürgermeister, Wiesbaden, bisher MdL. 43. R Sempf, Drogist, Kastel. 44. Franz Jos. Schwarz. Bank- bireftor, Frankfurt a. M 45 Heinrich Moog, Stabtoberiekretär, Kastel. 46. August Weß. Postschaffner, Frankfurt a. M 47. Julius G ö b e.1, Küfer, Großalmerode. 48 Karl L a ng e . Bürger- mestter, Frankfurt a M. 49. Dr Richard D o n n e • oert, Zahnarzt, Rotenburg (Fulda). 50. Friedrich Zirnpelmann. Schornsteinfegermeister. Idstein (launue). 51 Karl Ohl, Landwirt, Birlenbach. 52. Robert Worret. kaufm Angestellter. Frankfurt a. M 53. August Wehner, Kaufmann, Frankfurt a. M. 54 Iah». Schütze, Oberbuchhalter, Dillenburg. 55 Oskar Koch. Kaufmann, Montabaur. 56. Heinz Grills. Rittmeister a. D„ Braunfels (Lahn). 57. Eduard Lutz, Malermeister, Niederfelters. 58. Hans Herrchen, Postmeister, Bad Schlangenbad. 59. Georg Hinterwälder, Jngnieur Eaub. 60 Fritz Löser, Ingenieur, fianau (Main). 61. Willi Hallender», Kaufmann. Wiesbaden 62. Dr. Frz. Brunnträger, Ehemiker. St. Goarshausen. 63 Ludwig Wagner, Werkmeister, Frankfurt a. M Wahlkreis 33 (Hessen) 1. Alfred Rosenberg, Hauptschristleiter, München, bisher MdR. 2. Friedrich Ringshausen, Ministerialrat, Darmstadt, bisher MDR. 3. Fritz Kern, Arbeiter, Eberstadt, bisher MDR. 4. Dr. RicharD Wagner, LanDwirt, Darmstadt, bisher MDR. 5. August Schneidhuber, Major a. D, Koblenz-Ehrenbreitstein, bisher MDR. 6. Wilhelm S ch w i n n , Landwirt, Ober-Kainsbach, bisher MDL. 7. Alfred Klo st ermann, Schulrat, Darmstadt, bisher MdL. 8. Daniel Hauer, Bauhilfsarbeiter, Buchfchlag, bisher MDL. 9. Walter Hense, Diplom-Volkswirt, DarmftaDt, bisher MDL 10. Karl Len§, Schriftsteller, Heidelberg, bisher MdR. 11. Ludwig Münch rneier, Pfarrer a. D., Düsseldorf, bisher MDR. 12. Willi Herbert, Friseur, DarmftaDt, bisher MDL 13. Gustav Schmidt, Betriebsleiter, Bad-Nauheim. 14. Wilhelm Seipel, Landwirt, Fauerbach v. d. H. bisher MdL. 15. Ph. Wilhelm Jung, Staatsminister, Darmstadt, bisher MdL. 16. Heinrich Ritter, Bürgermeister, Bingen, bisher MDL. 17. FerdinanD Abt. Dekorateur, Darmstadt, bisher MDL. 18 Edmund Diehl, Landwirt. Gau-Odernheim. bisher MDL. 19. Heinrich Gockel, Bürgermeister, Langen, bisher MDL. 20. AlfreD Zürtz. Marineobermaschinift a. D., DarmftaDt, bisher MDL 21. Wilhelm Haug, Verwaltungspraktikant, Darmstadt, bisher MdL. 22. Friedrich Sd) o 11. Schreinermeister, Beerfelden, bisher MdL 23 Dr Friedrich Harth, Tierarzt. Allendori (Lumda), bisher MdL. 24. Jakob Strub, Rechner. Nierstein a. Rh. 25. Michael Detter, Schönberg bei Bensheim a b B. 26 Johannes Z e h f u ß , Lehrer, Knoden (Odenwald) 27 Adam W e n r a u s ch , Bürgermeister, Ober-Mosfau (Odenwald) 28. Dr Rudolf Blank, Studienrat, Darmstadt. 29 Otto Pfannstiel, Landwirt, Bermuthshain (Oberhesien) 30 Georg Hering, technischer Angestellter, Kirch-Brombach (Odenwald). 31. Philipp Muhl, Landwirt. Duden- hofen 32. Fritz Scheer. Schlosser. Lauterbach. 33. Wilhelm W e i s k o p s, Rektor. Alzen 34 Fritz Eitel, Ingenieur, Ma'nz-Ginsheim 35 Heinrich Straub, Svenglermeister. Schotten 36 Moritz Cramer, Kaufmann, Stadecken. 37. Johanne» Gärtner. Gastwirt, Lindenfels (Odenwald). 38. Ludwig Schickert, Landwirt. Bechtheim. 30 Dr Gottfried Ende, proktilcher Arzt, Kirch-Brombach (Odenwald). 40 Georg Karl Fischer, Buchhalter, Bensheim a. d B 41 Adam Lotz, Postasfistent, Gießen. 42. Dr. Konrad S o ch a t z y , praktischer Arzt, Alzey. Kleine politische Nachrichten. Die Reichsregierung hat dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haa- Mitteilen lassen, daß sie nicht beabsichtige, die doi ihr bei dem Gerichtshof * anhängig gemachte» Klagesachen weiter zu verfolgen. Es handelt sich dabei um die beiden von Deutschland al» Ratsmacht gegen Polen eingereichten Klagen wegen hef Anwendung Der polnischen Agrarreform auf Dil deutsche Minderheit und wegen ber Fürstlich Pietz» schen Verwaltung. Der Präsident ber Abrüstungskonferenz hat die Absicht, die ursprünglich auf den 9 Nooew* ber anberaumte Sitzung de» Büro» auf de» 3. November vorzuoerlegen Der CEni* schluß Henderson» soll mit unverdindsichen 8 te Iprcdj ungen zusammenhangen, die zwisches '»itt, ü'ft'dher üjiji*1. j'X; auf y^Ur, Swjfurt 1 Wtni zMrL Ul-t a. M vranier, s, Haup»' Kr AdL 11 ^>ns Rrqm 'Wt MdL 24 ßS1'1 »■ ®*U *^Ä' 5ranf. rinh '2,'^^rluhrer, MfÄ* Mwnff' ^nei. Poitlth Ä001^- 30. SouiemoflÄ-6,51 Hier ßQnhn!r^^'nann' Solei k,, mir1' Msfai- O Ä"' *«■ ° ÄIS' I ° M. 36. ®Ä tibäS W 37- ^nMrmrteifer, 1 5V fot)n. Lehrer. iro?a xne^Qnn' W. *.40- »«4 Ä W*“i ** hmburr a ^-"^rdt, Maurer. § 2li,arff'. Bürger. sl*r W. 43. R. Sempf s’S «*■«!. Kt «• » Heinrich Mooq, fl-46. August Weh, Pest« • 47. Mu» Sobel, 48. Start Longe, Bürger, 49. Dr Richard Sonne« ntmrg ($W. 50. Friedrich nornfteinfegermeiffer, Idstein ' 2hl. Landwirt, Birlenbach. . kausm. Angestellter, Frank« >st Dehner, Raufmann, Eobr Tchüste, DberbuMal« >kar Roch, Raufmann, Tltm< Irillo, Rittmeister a. DM Eduard Lutz, Malermeister, ns Herrchen, Postmeister, >. Georg chinterwätder, srritz Löser, Ingenieur, Brffi Vollenders, Rauf. Tr. Frz. Brunnträger, rfen. 63. Üubrng Wagner, a. M 33 (tzessevj rtz.^MMMer, Mün- FrMich Bingshausen, labt, bisher MdR. 3. Fritz erhobt, bisher MdR. 4 Df. Landwirt, Sarmstadt, bisher neidbuber, Major a. S, n, bisher MdR 6. Wilhelm iirt, Ober-Kainsbach, bisher iermann, SäMt, D°m- . Daniel Hauer, Bauhü-- isher MdL. S-Walter h eys°. irmftabf, bish" E1V.-mi Heidelberg, MerM ; ;er Pfarrer a. D, ** > Willi Herbert. tb2. 13. Gustav Sch^b « u y ' ., ro,[it r Bürger« ’■ Ll?V»d 861, er Edmund tiSStU. * jJrJ Marineobermaschmch r, Schremenn^ 23. Dr. Un^dL & Lumbal bisher » ner. ^*Ueimo^’ inbera £tt®eÄw (Obern h. Lehm. Trister. t. 29. W® '.yj” fleor« >ain / »irch'Brombalh vp ^u&?r, Lauterbach ?o7f __.,|(ter, 6®°n »7 Johanni'- WB »nrad v°°t 1 r', nbJ ' ^„delt s' r"H ,!ersolge"-^?Nots'U^ i e r er: °l>„ -x verschiedenen Delegierten beim Generalsekretär Ave- nol und zwischen Henderson und Norman Davis stattfanden. Der Herr Reichspräsident empfing den Reichsbischof Ludwig Müller. Der Herr Reichspräsident empfing den König!. Ungarischen Gesandten v. Masirevich, der ihm im Auftrage des Reichsverwesers o. Horthy das Großkreuz des Ungarischen Verdienstordens überreichte. Der Ches des Stabes der SA. hat zur Hurch- führung des Erlasses des Führers vom 9. Sep« tember 1933 betr. Bildung eines Re ichs-SA. - Liochschulamtes bei der obersten SA.-Führung angeordnet, daß an den Hochschulorten örtliche SA. »Hochschulämter zu bilden find. Der Iuyendführer des deutschen Reft ch e s hat die deutsche Jugend aufgerufen, sich opferfreudig dem vom Führer befohlenen Winter« h i l f s w e r k zur Verfügung zu stellen. In Zukunft wird der gewaltiae Kampf gegen Hunger und Kälte in allen Lichtspieltheatern des Deutschen Reiches propagiert werden. Bei dieser Gelegenheit wird die Hitler-Jugend für das Winterhisfswerk sammeln. Innerhalb der Kriegeroereine des K y f f h ä u - ferbundes wurden der Hitler-Spende 20OOO Freiquartiere für SA., SS.- und St.-Männer zur Verfügung gestellt. In Jaffa (Palästina) demonstrierten Araber wegen der Zunahme der jüdischen Einwanderung in der letzten Zeit. Der arabische Vollzugsausschuß hat den Generalstreik angeordnet. Nach dem Mittagsgebet unternahmen die Araber den Versuch, die Polizeikette zu durchbrechen, die zur Verhütung der juoenfeindlichen Kundgebungen gebildet worden war. Dabei machte die Polizei von Der Schußwaffe Gebrauch. 100 Araber und mehrere Polizisten wurden verwundet. Me offene Marktpolitik der Reichsbank. Grundsätzliche Ausführungen des ^eichsbankpräsidenten Dr. Schacht. Berlin, 27. Oft. (WTB.) Die außerordentliche Generalversammlung der Reichebank genehmigte einstimmig die Aenderungen des Bankgesetzes vom 30. August 1924 und der Satzung der Reichsbank. Aus dem Zentral- a u s s ch u ß sind ausgeschieden Generaldirektor Schmitt infolge seiner Berufung zum Reichswirtschaftsminister, Bankier H i r s ch m a n n und Bankdirektor Kurt Sobernheim. Neu in den Zentralausschuß gewählt wurden: Wilh. Börger, Treuhänder der Arbeit (Köln), Bankier August von Finck (München), Bankdirektor Goetz, Dresdner Bank (Berlin), Beauftragter für Wirtschaftsfragen in der Reichskanzlei Wilhelm Keppler (Berlin), Rechtsanwalt Dr. Meyer, Direktor der Genossenschaftsabteilung der Dresdener Bank (Berlin), Kaufmann N o t t e b o h m (Hamburg), Handwerkskammerpräsident, Spenglermeister Wilhelm Georg Schmidt (Wiesbaden). Reichsbankpräsident Dr. Schacht führte zur offenen Marktpolitik u. a. folgendes aus: Verglichen mit der NotenbankgesetzHebung anderer Länder war das bisherige Reichsbankstatut außerordentlich eng gefaßt. Wohl konnte die Reichsbank Lombarddarlehen auf gewisse Wertpapiere geben, aber diese Lombarddarlehen konnten nicht Gegenstand der Notendeckung bilden, so daß die Ausdehnung des Lombardverkehrs in den sonstigen Mitteln der Reichsbank ihre engen Grenzen fand. Die sogenannte sekundäre Notendeckung, also die nicht-metallische Deckung, war auf die Handelswechsel beschränkt. Die Schrumpfung der Umsätze infolge der Weltwirtschaftskrise hat nun ganz ersichtlich dazu beigetragen, daß das in normalen Zeiten anfallende Volumen an Handelswechseln ganz erheblich zurückgegangen ist.In der Bankenkrisis vom Sommer 1931 mußte die Reichsbank notgedrungen die künstlich hergestellten Finanzwechsel hereinnehmen. Hätte die Reichsbank zu jeder Zeit schon die ihr jetzt gegebenen Vollmachten gehabt, so wären eine Reihe von Hilfskonstruktionen, die man damals machen mußte, voraussichtlich überflüssig gewesen. Die neue gesetzliche Regelung gestattet also der Reichsbank, in erheblich organischerer Weise den Bedürfnissen des Marktes ge- recht zu werden. Die Kapitalbildung und die Finanzierungsbereit- schäft innerhalb der deutschen Wirtschaft reicht genügend zu, um die Notenbank vor einer ungebührlichen Inanspruchnahme zu bewahren. Jedoch lst es kein wünschenswerter Zustand, daß ein so erheblicher Teil der volkswirtschaftlichen Finanzierung sich lediglich kurzfristig abspielt. Es wird des- iialb die Aufgabe einer sorglichen Notenbankpolitik ein müssen, Dahin zu wirken, daß ein Teil dieser ich ständig erneuernden kurzfristigen Finanzierung in den langfristigen Geldmarkt hinübergelenkt wird. Die Stabilität der nationalsozialistischen Regierung und die Stabilität der von ihr betriebenen Wirtschaftspolitik bietet die größte Gewähr für die Sicherheit langfriftiger Anlagen. Das Gesetz über die kommunale Umschuldung bietet dem Gläubiger an Stelle einer höher verzinslicken, aber unsicheren Forderung eine etwas niedriger verzinsliche, aber durchaus gesicherte Forderung. Es taut gleichzeitig diese eingefrorenen Forderungen dadurch auf, daß sie bei der Reichs- bank jederzeit lombardierbar gemacht roor- den sind. Die Neuregelung des Bankgesetzes setzt nun die Reichsbank in den Stand, für eine gewisse Stabilität des Kursniveaus der festverzinslichen Wertpapiere Sorge zu tragen. Plötzliche lieber» raschungen und Kurseinbrüche auf dem festverzins- lichen Markt sollen in Zukunft die Reichsbank auf der Wacht finden und den Inhaber der festverzinslichen Wertpapiere von überstürzten Angstverkäufen abhalten. Die langfristigen Schwankungen, die auf jedem Kapitalwert zu finden sind, werden selbstverständlich auch durch die Reichsbank nicht abgeschafft werden. Insbesondere möchte ich hier gleich erwähnen, daß die Herrschaften, * die die letzten Wochen vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes dazu benutzt haben sollten, um die Renten s p e • kulativ vorzukaufen zur Mitnahme von Kursgewinnen keinesfalls zu erwarten brauchen, daß ihnen die Reichsbank von morgen ab diese Kursgewinne sicheren st eilen hilft. Eine direkte Kreditgewährung an das Reich oder andere öffentliche Körperschaften seitens der Reichsbank kommt auch in Zukunft nichtin Frage. Erfreulicherweise mehren sich die Anzeichen dafür, daß unser Wirtschaftsleben durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung eine nicht künstliche, sondern organisch wachsende Belebung erfährt. Wenn wir diese Belebung durch eine organische Pflege des Kapital- Marktes unterstützen, so wird darin die sicherste Gewähr liegen, daß wir den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit nicht vorübergehend, sondern für die Dauer gewinnen werden. In diesem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat die heutige Ergänzung des Bankgesetzes eine neue Waffe geschmiedet Wir werden diese Waffe zu gebrauchen wissen. Torglers Vorraum-Gespräche. Weitere Zeugen im ReichstagSbrandsttsterprozeß. Berlin, 27. L)kt. (WTB.) Der Landesbetriebszellenleiter K r o y e r (Linz), der zusammen mit Karwahne und Frey am Nachmittag des 27. Februar im Reichstagsgebäude war, erklärt auf die Frage des Vorsitzenden, wer der erste Begleiter Torglers gewesen sei: van der Lübbe, lieber den zweiten Begleiter Torglers kann der Zeuge nichts Bestimmtes sagen, aber weder Dr. Neubauer, noch der Journalist Oehme komme in Frage. Der Vorsitzende läßt nunmehr van der Lübbe vor de« Richtertisch führen. Der Zeuge sagt dann: Das i ft der Mann. Die Frage, ob auch kein Irrtum möglich sei, wird von dem Zeugen verneint. Drr Angeklagte Dimi troff ruft dem Zeugen Kroyer sehr erregt zu: Ich glaube nicht, daß Sie in der Brandnacht nach Mitternacht ausgesagt haben, sondern Sie sind erst am nächsten Morgen auf andere Veranlassung erschienen. Der Vorsitzende ersucht Dimitroff, sich zu mäßigen. Angeklagter Torgler : Nach der Vernehmung der drei Zeugen karwahne, Frey und firoger mochte ich erklären, und ich betone ausdrücklich, daß diese Erklärung der reinen und lauteren Wahrheit entspricht: Ich bin niemals, auch nicht am 27. Februar 1933, m i t einem Wanne namens van der £ u b b e oder mit dem Angeklagten van der Cubbe selbst hier durch diesen Gang gegangen. Ich habe auch niemals van der Cubbe vor Dienstag, den 28. Februar, 11 Uhr, gesehen ober gesprochen. Ebensowenig hat ein Wann namens poposfmit mir zusammen jemals im Vorraum dieses Saales gesessen. Ich habe Popoff et ,1 im taufe der Voruntersuchung kennengelernt. Diese meine Erklärung entspricht der reinen und lauteren und vollsten Wahrheit. Vorsitzender: Sie haben die bestimmte Erklärung des Angeklagten Torglers gehört. Zeuge Kroyer: Ich halte meine Aussage aufrecht. Frau Baumgart, eine 'Angestellte des Stenographenbüros des Reichstages, erklärt, sie habe durch die Glasscheibe einer Telephonzelle genau beobachtet, wie am Nachmittag des 27. Februar der ihr genau bekannte Abgeordnete Dr. Neubauer auf einem Ledersessel im Dorraum zum Haushaltssaal gesessen habe, während sich Torgler von einer Dame verabschiedete. Danach habe sich Torgler auf das Ledersofa neben D r. Neubauer gefetzt und sich mit diesem unterhalten. Dr. Neubauer habe bei diesem Gespräch einen dunklen Hut und Mantel getragen. EineVerwechselungvon Neubauer mit Popoff sei ausgeschlossen. Nach der Pause verkündet der Vorsitzende als Beschluß des Senates, daß die von Dr. Sack beantragten Zeugen geladen werden sollen. Der frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Neubauer kann sich nicht mit Bestimmtheit erinnern, am Nachmittag des 27. Februar zusammen mit Torgler auf dem Sofa im Vorraum des Haushaltssaales gesessen zu haben. Es lägen jetzt acht M o - nate zurück. Er könne nur bekunden, daß er höchstwahrscheinlich dort an dem fraglichen läge gesessen habe, wo er mit Torgler viel zu besprechen hatte. Auf eine bestimmte Situation könne er sich jedoch nicht festlegen. Rechtsanwalt Dr. Sack fragt den Zeugen, ob er es für möglich halte, daß man den zeitweise im kommunistischen Archiv beschäftigten Studenten Perl mit van der Lubbe verwechseln könnte. Zeuge Dr. Neubauer: Eine starke Aehnlichkeit finde ich in der Augenpartie. Auch die Backenknochen des Perl sind ähnlich hervorstehend wie bei van der Lubbe, während mir die untere Gesichtspartie allerdings stark abzuweichen scheint. Auf die Frage des Rechtsanwaltes Dr. Sack, was Dr. Neubauer mit Torgler an jenem Tage zu besprechen hatte, antwortete der Zeuge, daß am 27. Februar vor allem über die Fühlungnahme mit der Sozialdemokratischen Partei zur Bildung einer Einheitsfront gesprochen worden sei. Der Vorsitzende verliest Teile eines Artikels von Torgler im „Roten Wähler", in dem es heißt, daß der Stimmzettel den Faschismus nicht zu schlagen vermöge. Der Artikel schließt mit der Aufforderung: Tretet zusammen in den Betrieben und Stempelstellen und stellt die einheitliche Kampffront her. Dazu erklärt der Zeuge daß die Arbeiterschaft in einer Massenaktion der Regierung entgegentreten sollte. Unter dem Begriff der Massenaktion fei zu verstehen die Stillegung aller Betriebe, auch des Verkehrs, mit ihren entsprechenden Auswirkungen auf das ganze öffentliche Leben. Jede Maßnahme des individuellen Terrors fei auf das schärfste bekämpft worden. Oberreichsanwalt: Ist dem Zeugen bekannt, daß die Kommunistische Partei den Generalstreik alslehte vorstufezum Bürgerkrieg anfiefjt? Der Zeuge erwidert: Der Ausgang des Generalstreiks fei nicht die Frage des Willens bet Kommunistischen Partei, sondern die Frage der Maßnahme ihrer Gegner. Oberteichsanwalt: Das heißt, wenn der Gegner sich zur wehr seht, kommt es zum bewaffneten Aufstand. Aus eine Frage des Rechtsanwaltes Dr. Teichert erklärt der Zeuge, er habe keinen der ange- klagten Bulgaren jemals gesehen. Die Frage des Angeklagten D i m i t r o f j s, ob sich die KPD. im Anfang 1933 vor der Reichstagsbrandstiftung die Aufgabe gestellt habe, einen bewaffneten Kampf um die Macht zu führen, verneint der Zeuge. Die ganze politische Entwicklung sei davon abhängig gewesen, ob es gelingen würde, die breite Massenfront der Arbeiter gegen den Nationalsozialismus zu schaffen. Von einem Bevorstehen des bewaffneten Aufstandes sei nicht das geringste verlautet. Dr. Sack: Ist Ihnen in dem Wesen Torglers an dem Tage etwas besonderes aufgefallen? Zeuge Dr. Neubauer: Nein, Torgler mar lebendig wie immer, vielleicht etwas lebhafter, weil alles voller Aufregung war. Die Zeugin Frau Feldmann, Angestellte des Stenographischen Büros des Reichstages, Hal' am 27. Februar zwischen 12.30 und 12.45 Uhr in dem Dorraum ein Telefongespräch erledigt. Torgler sah in einem Sessel in der Ecke, und unmittelbar neben i h m im Sofa ein Herr mit blondem Haar, mit dem sich Torgler sehr rege unterhielt. Als die Zeugin durchging, hörte Torgler zu sprechen auf. Sie erklärt, daß Torgler sonst eigentlich weitersprach, sie habe sich aber nichts dabei gedacht. Der Amtsgehilfe D e n f ch e l hat am 27. Februar etwa um 14.30 Uhr Torgler im Dorraum mit' einem Fremden fitzen sehen. Der Fremde trug einen rötlich-braunen Mantel und einen ähnlichen Hut, dessen Krempe vorn heruntergeschlagen war. Der Zeuge erklärt mit aller Bestimmtheit, daß es der Journalist Oehme, den er seit langer Zeit kenne, nickt gewesen sei. Der Angeklagte Torgler sagt, er rönne sich an keinen Mann mit einem rotbrauen Mantel erinnern. Ader er sei um diese Zeit mit Oehme zusammen gewesen. Der Zeuge beharrt auf seiner Aussage, daß es Oehme nicht gewesen sein könne. Er habe einen Verdacht, den er aber nicht äußern wolle. Auf Zureden des Vorsitzenden erklärt er schließlich, daß Vopoff der Fremde gewesen fein müsse. (Bewegung im Zuhörerraum.) Angeklagter Popoff: Ich erkläre, daß ick n i e - mals im Reichstag gewesen bin, daß ich niemals mit irgendeinem deutschen Reichstagsabgeordneten zusammen gekommen bin, auch nicht mit Torgler. Er habe auch niemals einen solchen Hut ober Mantel gehabt, wie sie der Zeuge beschrieb. Das Gericht nimmt nun im Borraum eine In- augenscheinnahme vor. Der Angeklagte p o p o f f hat dabei seinen schwarzen Mantel an. wie wir hören, hat der Zeuge Denschel bei dem Lokaltermin erklärt, daß er nicht sagen könne, daß Popoff der Mann war, der damals mit Torgler zusammenfaß. Die Person sei nach seiner Erinnerung kleiner gewesen. Ls ergab sich ferner, daß die Beobachtung der Person durch den Zeugen Denschel aus einer (Entfernung von etwa neun Meter erfolgt war. Die Verhandlung wird dann auf Samstag vertagt. Jlalien feiert den 12. Jahrestag des Barsches ans Rom. Weihe der Ausgrabungen in Nom. Rom, 27. Oft. (TU.) Arn Samstag wird der 12. Jahrestag des Marsches auf Rom in ganz Italien feierlich begangen. Wie üblich, wird die Botschaft des Duce an die Schwarzhemden überall öffentlich verlesen und in allen Provinzen werden die während des letzten Jahres errichteten Bauten und beendeten öffentlichen Arbeiten eingeweiht. Besonderes Interesse im Ausland dürften die römischen Feierlichkeiten erwecken, da in Rom u. a. eine ganze Reihe von Ausgrabungen und Wiederherstellungen aus der römischen Kaiserzeit der Oeffentlichkeit übergeben werden. So ist der Constantinsbogen durch den im August zum erstenmal wieder ein triumphaler Einzug — der der Ozeanflieger — stattfand, von den umgebenden Anlagen und Bauten befreit worden. Er bedeutet nun den Beginn einer neuen Pracht st raße, die vom Colosseum aus zwischen den Hügeln des Palatin und des Coelius zur Via Appia sich hinzieht. Diese Straße wird „Straße des Triumphes" genannt und am Samstag mit einer Parade der im Weltkrieg mit der Tapferkeitsmedaille Ausgezeichneten vordem König eingeweiht. Es ist nicht ohne Bedeutung, daß König Viktor Emanuel zum ersten mal an der Seite des Duce an dieser großen faschistischen Jahresfeier in der Oeffentlichkeit teilnimmt. Auch der nach Südwesten freigelegte Capitolhllgel und das Cäsar-Forum mit dem Tempel der Venus Genetrix, von dem zwei Säulen mit dem schweren Gebälk wieder aufgerichtet wurden, werden am Freitag freigegeben. In der Botschaft Mussolinis an die Schwarzhemden heißt es u. a.: Schwarzhemden! Wir gehen dem Jahre 12 entgegen mit brennendem Eifer, mit Begeisterung und mit entschiedeneren Vorsätzen denn je. Gleich von Beginn des Jahres 12 an wird die Revolution einen Schritt vorwärts machen, indem sie neue Einrichtungen schafft, um die Kräfte der Wirtschaft zu disziplinieren und den nationalen Notwendigkeiten anzupassen. Wir schreiten vorwärts Schritt für Schritt nach römischer Sitte und geben der Welt das in der Geschichte nie dagewesene Bei- Piel einer aufbauenden Revolution, die ortbauert, sich entwickelt und als tägliche Schöp- ung des Geistes und Willens eines Volkes abläuft. Die Botschaft enthält die erste amtliche Ankündigung, daß die Errichtung der sogenannten Kategorie-Korporationen (Fachkorporationen) unmittelbar devorsteht. Die Art ihrer Zusammensetzung und ihres Einbaues in die bereits bestehenden Formen des korporativen Systems ist in den letzten Monaten Gegenstand heftiger Meinungsgegensätze gewesen. Aus aller Wett Carufos Söhne wegen Körperverletzung vor Gericht, Wie aus Bologna gemeldet wird, hatten sich dieser Tage vor dem Strafgericht zwei Söhne des berühmten italienischen Tenors Caruso, Enrico und Rudolfo, wegen schwerer Körperverletzung zu verantworten. Dor drei Jahren wurde auf offener Landstraße unweit von Bologna ein Bauer, der einen Ochsenwagen lenkte, von einem Herrn, der im Auto an ihm vorbeikam, ohne jeden Grund angefallen und zu Boden geschlagen, so baß er besinnungslos liegen blieb. Jetzt erst wurden die Urheber dieser Tat in den beiden Söhnen Carusos festgestellt. Enrico Caruso erhielt 2Vs Jahre Gefängnis, während sein Bruder mangels Beweises freigesprochen wurde. Langwieriger Prozeß um Öen Hengst „Caligula". Im Prozeß um den 1924 von der deutschen „Obersten Rennbehörde" angekauften englischen Zuchthengst „Caligula", bei dessen Ankauf der preutzifche Staat um 145000 Mark betrogen wurde, wurden die Vermittler des Kaufes, der Hauptmann a. D. Walter Sulzberger, sowie der Pferdehändler Otto Markus zu vier Monaten bzw. sechs Wochen Gefängnis oerurteilt. Der Prozeß gegen die Genannten zog sich durch die verschiedenen Instanzen über neun Jahre hin. Großfeuer in Schweidnitz. Ein Groß feuer legte in Schweidnitz in dem Fabrikkomplex der AG. für Leinen- und Baum- Wollindustrie ein großes, dreistöckiges Gebäude, in welchem »sich die Appretur- und Trockenräume be- sanden, in Asche. Dem Feuer fielen ferner zum Opfer ein großer Teil dec Bleiche, die Näherei mit gegen 100 Nähmaschinen, Appretur- und Spannein* richtungen und die gesamte Rohware. Der Master of Sempill schwer verunglückt. Der Master of Sempill, die führende Persönlichkeit der bn'tischen Luftfahrt, ist in Chikago bei einem Autounfall schwer verletzt worden. Der Master of Sempill war mit dem Luftschiff „Graf Z e, p p e l i n" zur Weltausstellung nach Chikago geflogen. Gerechte Sühne für eine unerhörte kindesmißhandlung. Mtt einem Fall unerhört grausamer Kindes- Mißhandlung hatte sich das Schwurgericht München I zu befassen. Der Malergehilfe Max Kohler aus München hatte sein Zfähriges Kind Hildegard derartig geschlagen und wiederholt mißhandelt, daß das Kind an den Folgen der Miß^ Handlungen gestorben ist. U. a. hat er das Kino mit einem abgebrochenen Besenstiel solange geschlagen, daß der Darm aus dem Körper quoll. Aber der Unmensch schlug immer noch weiter, bis der Darm blutete. Das «chwurgericht verurteilte den Burschen wegen Totschlags und gefährlicher Kör- perverletzuna zu fünfzehn Jahren Zuchthaus bei Aberkennung der Ehrenrechte auf zehn Jahre. Der Dorsitzende des Gerichts erklärte, daß ihm ein solch krasser Fall noch nicht vorgekommen sei. Eigentlich gehöre ein solcher Mann lebenslänglich ins Zuchthaus. Große Briefm>arkenschiebungen bei der lilauifchen postverwattung. Bei der litauischen Postverwattung wurden dieser Tage aussehenerregende Briefmarkenschie- düngen aufgeöerft, durch die die Staotskasie nach den bisherigen Feststellungen um etwa 5 Millionen Lit (2,1 Mill. Ma» k) geschädigt wurde. Dies geschah außer durch Fälschung von feltenen Sammelmarten in der Weise, daß Vie echten Briefmarken von den Schiebern bei der Postverwattung gestohlen und durch täuschend nachgemachte falsche Marken ersetzt wurden. Die echten wlarken wurden bann an größere Betriebe unter dem Nominalwert verkauft. So kauften einige jüdische Banken, darunter eine Kownoer Großbank, ihren Markenbedarf für das ganze Jahr im voraus bis zu 20 v. H. billiger ein, obgleich der Kauf von Postwertzeichen unter Nominalwert gesetzlich verboten ist. In die Schiebungen find der Direktor der kittmischen Postoerwaltting, Sruoga und andere bohl' Postbeamte in Kowno und Memel verwickelt, die sämtlich verhaftet wurden. Der Leiter des Mengeler Telegraphenamtes, D a r a n t a , der sich ebenfalls an den Schiebungen beteiligt hatte, beging vor der Verhaftung Selbstmord. Bei dem Schwager des verhafteten Post- direktors, dem Fliegeroffizier I\a b I o n f f i s, wurde bei einer Haussuchung eine Kiste mit echten Briefmarken im Werte von e.ttva einer Million Lit vorgefunden. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Dreijährige, Kind in einer IDaffertonne ertrunken. Einen furchtbaren Erstickungsto«48 biS S9 Uhr vormittag». Mittwoch, den 1. November 1933, Echweinemarkt, Auftriehszeit von 1216, 1339, 1422, 1655, 1742, 06236 a. d. G rechten der Ablösungsanleihe der Stadt Gießen Auf dem Rindviebmnrkt wird samt lichel. Bieb gegen Maul- und Klauen seuctie schuvgcimvst. Giehen, den 28. Oktober 1933. Bürgermeisterei Giehen. I. B.. Dr. Leih. Gezogen wurden: Genüge A, zu nom. 1000,— 2 Stück: Nr. 10, 23. Gruvve 8, zu nom. 500,— 2 Stück: Nr. 33, 59. 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