Nr. 200 Erstes Blast 183. Jahrgang Montag, 28.AugustlyZZ Vnrck und Verlag: vrühl'fche Univerfitäls-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. ;n Flugzeit zugerech. Qn9 er ehnte dankte den Brüdern und Schwestern im Reich für Reichskanzler Adolf Hitler anlächelte. R o u v e l le “ und am Tan» veranstaltet Abecmillionen sind heute der Deutsche wieder zum gefunden hat. viele geben, besonders —i 25-^L. hat. Millionen und glücklich, dah endlich Deutschen Es mag noch heute ersehnte C M ' Lautsprecher wurö! M der Voraussicht uichauer erhoben sich nblied klang auf, und Ekouimen geschlosse- mfe über das Tew. de das Horst-WM. ■m dreifachen „Siez. Meßenden im Flug. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. staffel wurde In du ufoen Kassel vor Kassel!, wird kein Deutscher jemals mit seiner Stimme unterstützen. Ls gibt nur die dritte Lösung, und für die wird jeder eintreten, der an die Heiligkeit des Vaterlandes und an die Grütze der Ration glaubt, und die heiht: Zurück zu Deutschland! (Lang anfjal- tender Beifall.) Wir wollen gerne mit Frankreich in allen wirtschaftlichen Dingen reden, wir wollen gerne uns mit Frankreich verständigen. 3n einem aber gibt es keine Verständigung: weder kann das Reich Verzicht leisten auf Euch, noch könnt Ihr Verzicht leisten auf Deutschland! (Starker Beifall.) wir wollen nicht fremdes Gut, und wollen nicht fremdes Volk, wir wollen nicht Streit und hader, wir L^Uulam Ä»..» Uh- außerhalb der Grenzen des Reiches, die sich noch nicht hineindenken können in den neuen Zustand, die nicht verstehen wollen und können, daß Sozialismus und Nationalsozialismus bei uns zu einer Ein, «,41 13.705 169,10 22.« 69,0$ heit geworden sind. Das mögen sich alle gesagt sein lassen, die heute als Deserteure unseres nationalen Lebens Deutschland draußen in der Welt verleumden: Nie wieder wird, solange wir leben und diese Fahnen flattern, die Zerrissenheit über unser Volk hercin- brcchen. (Beifall.) Aus Bauern, Arbeitern und Bürgern haben wir eine Nation geschaffen. Sie wird sich bewähren, denn der Deutsche ist noch niemals geschlagen morden, wenn er selbst sich nicht im Wahn geschlagen hat. Viele Zeitungen außerhalb unserer Grenzen lügen, daß tu Deutschland nur durch Druck, nur durch Vergewaltigung diese Bewegung sich üurchzu- setzen vermochte. Ich bin jederzeit bereit, wieder an die deutsche Nation zu appellieren und mich ihrem Votum zu stellen; denn ich weiß, heute würden es mehr als fünf Sechstel sein, die bedingungslos hinter uns stehen. Das ist nicht Vergewaltigung, nein, das ist die innere Stimme eines sich s e l b st w i e ö e r f i n d e n d e n Volkes. Wir sind glücklich, daß die Kraft dieser inneren nationalen Erhebung weit hinaus- rcicht über die Grenzen des Reiches, und daß vor allem auch die davon erfüllt werden, die nach Herkunft, Geburt, Abstammung, Sprache und Geschichte zu uns gehören. Als einff uns das Saargebiet genommen wurde, da erklärte man ausdrücklich, dah dies nur geschehe, um Frankreich die Möglichkeit zu geben, sich die wirtschaftliche Ausbeutung der Gruben zu sichern. Die Verwaltung wurde dem Völkerbund anheimgeslellt. Die 15 Jahre sind nun bald vorüber, lieber die Zukunft des Saargebiets gibt es drei Visionen: Die einen meinen, das Saargebiet muhte zweckmäßigerweise an Frankreich fallen. (Erregte Pfui!- und ,,Niemals!"-Rufe.) Ich weiß, daß kein wirklicher Deutscher jemals feine Stimme dazu gibt. — Die anderen meinen — es sind unsere Gegner — das Gebiet müsse autonom werden (Pfui!- und „Niemals !"-Rufe.). And wieder weih ich. auch das wollen den Frieden, aber über alles lieben wir unser deutsches Volk. Ich möchte schließen, indem ich Sie bitte, das im Deutschen Reich nunmehr Gesehene mit ins Saargebiet zu nehmen. Tragen Sie es hinaus und verteidigen Sie dort des Reiches Ehre und Wahrhaftigkeit, gegen Lüge und Verleumdung. Ihre Freiheit mutz erkämpft werden durch Ihren eigenen Einsatz, so wie die Verträge es uns genehmigen. So. wie Sie von Deutschland erwarten, daß es an Sie denkt, und so, wie Deutschland an Sie denkt, so erwartet Deutschland, dah Sie sich des Vaterlandes erinnern, daß, wenn die Stunde einst kommt, Sie dann feierlich votieren für unser deutsches Volk, für unser Deutsches Reich, für unser deutsches Vaterland. Es wird keine glücklichere Stunde geben für dieses neue Deutschland als die, in der wir die Tore aufreißen können und Euch wieder in Deutschland sehen." Die Rede des Kanzlers rief ungeheuren Jubel hervor; spontan wurden das Deutschland- und Horst-Wcssel-Licd gesungen. Während der Feier fuhren 700 Paddler des Saar- gebicts auf dem Rhein vor dem Niederwald- Denkmal vorbei, während ein Saarslugzeug über die Höhen kreiste. ballmeister Fortum erg vor 8000 Zuschaum München nun auch eines anreihen, er siegte mit „Deutsche Volksgenossen und Dolksgenossinnen! Meine deutschen Saarländer! Ich komme hierher, um Ihnen zuerst den Gruß jener Provinz zu überbringen, die im fernen Osten in unerschütterlicher Treue zu Deutschland steht. Getrennt von der Heimat stehen dort zwei Millionen Deutsche in treuer Wacht, um durch ihren Willen und durch ihre Gesinnung die Drücke aufrecht zu erhalten, die man geographisch abgebrochen hat. Als die Schlacht von Tannenberg geschlagen wurde, da war sie ein Zeichen für die unerhörte Kraft einer einigen Ration. Als das Saargebiet dem Reiche verlorenging, da war es d i e Folge des Verlustes dieser inneren Einigkeit. Diese innere Einheit der Ration, die wir im Zusammenbruch 1918 verloren hatten, w i e- der aufzubauen, ist unser unerschütterlicher Wille. (Heil!) 15 Jahre ist dieses Ziel unser Wunsch, unser Gebet, unsere Idee zugleich gewesen, und heute können wir sagen, unser Gebet wurde erhört, unser Wunsch erfüllt. Ganz Deutschland steht auf! (Heil!) Wir haben Deutschland befreit von der Vergewaltigung derer, die kein starkes Deutschland wollten! (Heil!) Wir haben Deutschland befreit von der Vergewaltigung und vom Terror derer, die es bewußt zerrissen haben, weil sie dieses Volk nur in seiner Zerrissenheit allein zu beherrschen vermochten. was Sie heule in Deutschland sehen, ist ein Volk und ein Reich, das keine parlei- herrschaft, keine Parleizerrissenheit mehr kennt. Richt das deutsche Volk ist es, das den allen Zustand zurücksehnt, sondern eine Handvoll Menschen, die vom Unglück der Ration und von der Zerrissenheit des deutschen Volkes gelebt Ä ii WSN. Rüdesheim, 27. Aug. Don herrlichstem Sommerwetter begrüßt, entwickelte sich schon von den frühesten Morgenstunden an ein f e st - l i d) e s Treiben in den Städten Bingen, Aßmannshausen und Rüdesheim. In der Horst-Wessel-Kampfbahn begrüßte der Oberbürgermeister von Bingen in kurzer Ansprache die Erschienenen. Oer GA-Laudessührer Giaaisrai (Spaniol unterwürfig die Desahungsarmee Die radikale Zeitung „Cre schreibt: Während am Riederwald nenberg-Denkmal Kundgebungen fO-86 «0'S TÖ94 47,95 12,« 3,047 169.59 69,23 61-54 71,03 13.745 0,926 2,997 58,57 22, 16," 81-5 35,04 81,62 0,8« 0,2" 5,19 12,64 Paris, 27. Aug. (TTl.) Die Riesenkundgebung am Riederwald wird von der Pariser Presse aufmerksam verfolgt. Die Blätter sind sichtlich bemüht, die Zahl der Saarländer herbzusetzen, die an der Kundgebung teilnahmen, um bei der französischen Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, als ob sich die Saarbevölkerung vom Dritten Reich absondere. Ausnahmsweise fehlt diesmal jedoch eine einheitliche Regie, so daß die von den Pariser Blättern angegebenen Ziffern zwischen 1 8 000 und 1OOOOO schwanken. Der „Temps" hat den goldenen Mittelweg gewählt und gibt die Zahl der saarländischen Teilnehmer mit 50—55 000 an. Im übrigen versuchen die Blätter, diese gewaltige Kundgebung der Zusammengehörigkeit des Saargebietes mit dem Reich zu ironisieren. So schreibt z. B. der „Intran- s i g e a n t", daß auf dem Sockel der „Germania" nur die deutschen Siege verewigt seien, obgleich die französischen Kanonen mit drei Schüssen das ganze anmaßende Werk zusammenschießen könnten. Der „Paris Midi" erklärt ironisch, daß die Zeit vorüber sei, wo die Germania demütig und „Deutsch die Saar immerdar!" Gewaltiges Treuebekenntnis der Saarländer zum Reich. — Massenkundgebung des Bundes der Saarvereine am Riederwalddenkmat. — Oer Reichskanzler spricht. — Niemals gibt es Verzicht auf deutsches Land an der Saar, dessen Volk fein Selbstbestimmungsrecht fordert. fl'J 11-2 Kläglicher Verlauf marxistischer Gegenkundgebungen im Saargebiet. S a a r b r ü ck c n , 27. Aug. (TU.) ' i Saarbrücken veranstalteten die K o i. uni st i - s ch c Partei und in Neunkirchen die Sozialdemokratische Partei des Saargebietes antifaschistische Kundgebungen, die als Gegendemonstration gegen die gewaltige Niedermald-Kundgebungcn wirken sollten. Zn Saarbrücken selbst wickelten sich die kommunistischen Demonstrationen f a st unter Ausschluß der Oeffcntlich- keit ab. Man sah Umzüge, zu denen Frauen und H a l b w ü ch s i ge die Mehrzahl stellten. Die kommunistischen Aufmärsche mußten fast überall unter den Hakenkreuz- und schwarzweißroten Fahnen, die anläßlich der Nieüerwaldkundgebung in rcichlichenr Maße von der Bevölkerung hcrausgesteckt waren, stattfindcn. Tie Saarbrücker Bevölkerung verhielt sich fast völlig teilnahmslos. In Neunkirchen hatten sich etwa 3—4(T0 SPD.-Angchörige und Mitglieder des antifaschistischen Schutzbundes, die trotz des Uniform Verbotes in Uniform auf- traten, cingefunden. Auch hier verlief die von der Bevölkerung kaum beachtete Kundgebung ruhig. Die Teilnehmerzahl ist angesichts der Tatsache, daß man aus Saarbrücken einen Sonderzug mit völlig freier Fahrt für Erwerbslose fahren ließ, sehr bescheiden. Aufmerksames Echo in England. London, 28. August. (WTB.-Funkspruch.) Die Rede des Reichskanzlers am Niederwalddenkmal wird in der englischen Presse viel beachtet. In dem Bericht der „Daily Mail" über die Kundgebung am Niederwalddenkmal wird ebenso wie in den Meldungen der übrigen Blätter betont, daß 200 000 Menschen, darunter nicht weniger als 80000 Einwohner aus dem Saargebiet zusam- mengefommen waren, um gegen den Ausschluß des Saargebietes aus Deutschland zu demonstrieren. Der Berliner Bericht der „Times" beginnt mit den Worten: „Das Wochenende war wieder erfüllt von Erin- nerungsfeiern und Kundgebungen für die Rückkehr des Saargebietes". „News Chronicle" schreibt, wie die nationalsozialistischen Führer gestern dem Reichspräsidenten von Hindenburg am Jahrestage seines Sieges bei Tannenberg besondere Ehren erwiesen hätten, und bemerkt, Hindenburg, zuerst als Soldat undStaatsmann „bleibt einWunder der Geschichte". 933 ist, abgesehen von zum Teil noch nichi oaren, zu Enöe. Dir nung der Sieger Montagvormil- icrden. ktnotizen. in Deutschen in Braunschweig fielen Reibungen. Zm Herren-: 7i jutyt Nourney 6:3, fjnintel im Daim von 5rL Sanbers oljn ftetinnm im. 'bwtfr rahwirUrUSan- tiefen Eindruck machte der Dortrag des „Treue- schwurs des Volks an der Saar" mit den W en von Hanns Maria Lux und Musik von W er Rein. Dann hielt der erste Dundesführer der Saarvereine Staatsrat und Gauleiter Gustav Simon eine oft von spontanem Beifall unterbrochene Ansprache, nach der das Lied: „Deutsch ist die Saar" von der ganzen Versammlung gelungen wurde. Ein Vertreter der Saarturnerschaft und ein Vertreter des arbeitenden Saarvolkes brachten dann ihren Treueschwur für das Reich in tiefgefühlten Worten zum Ausdruck. Rach dem Chor: „Deutschlands heiliger Rame" sprach Kultusminister Rust: Ihr lieben Volksgenossen an der Saar! Zum ersten Male sehen wir uns heute wieder ins Auge, seitdem in Deutschland der Geist wicdergekchrt ist, der aus diesem Denkmal spricht, der heute gesprochen hat fern im Osten, wo unser Führer und Kanzler in Ostpreußen sprach. Nicht ihr allein habt in fremden Landen gelebt, auch wir kannten uns in Deutschland 15 Jahre nicht mehr aus. Und derselbe erbärmliche Charakter, der euch dort an der Grenze wieder erwartet, regierte auch im Lande der Freiheit von einst. Die Saarländer brauchen nicht deutsch zu werden in Deutschland, sie bringen ihr Deutsch- t um mit. Und ich sage euch, das ganze deutsche Volk war nie etwas anderes als deutsch. Nur seine Führung war es, die dieses Volk in die Fremde führte. Der preußische Ministerpräsident Göring hat mich hicrhergeschickt, um zu versichern, daß auch die preußische Staatsregierung euch Saarländer keinen Augenblick vergißt. Zum Schluß wandte sich der Redner an die Staatsmänner jenseits der Grenze und sagte: Geben Sie den Gedanken auf, gegen dieses zu sich gekommene deutsche Volk mit kleinlichen Schikanen noch vorgehen zu wollen! Wir stieren nicht hinüber, begierig nach fremdem Hab und Gut. Wir schauen hinauf zu unseren deutschen Volksgenossen. Sie gehören zu uns. Für ihre Rückkehr zu werben ist Pflicht einer pflichtbewußten deutschen Negierung. Wer diese Kundgebung sieht und hört, der möge sehen: Zu Sklaven läßt sich dieses Volk in alle Ewigkeit nie und nimmer machen. Unter dem ungeheuren Iubel der Menge, der immer wieder und wieder anhub und von den Massen diesseits und jenseits des Rheins ausgenommen wurde, traf nunmehr — kurz vor 19 Uhr — der Reichskanzler ein und nahm sofort das Wort. Spannung im Pazifik. Japanische Flottendemonstrationen.— Was sagt Amerika? Tokio, 27. Aug. (TU.) Eine gewaltige Flotte n s ch a u fand als Abschluß der im Juni begonnenen großen japanischen Manöver auf der Höhe vonJokoharna statt. An der Küste drängten sich wohl eine Million Zuschauer. Der Kaiser an Bord des Schlachtkreuzers „Iiyei" besichtigte nahezu die gesamte japanische Flotte, nämlich 161 Kriegsschiffe mit einer Gesamttonnage von rund 850 000. Die Flottenparade erstreckte sich über ein Gebiet von mehr als 11,5 Kilometer Länge und 4,5 Kilometer Breite. Während der Flottenschau überflogen 180 Flugzeuge die Flotte. Ter diplomatische Korrespondent des Daily Expreß will wissen, die Spannung zwischen Amerika und Japan sei darauf zurückzuführen, daß Japan an die Vereinigten Staaten eine Note gerichtet habe, die einem Ultimatum gleich- kommc. Amerika werde darin gewarnt, daß, wenn es nicht sein „W ohlfahrts" - Kriegsschiffbauprogramm ändere, Japan möglicherweise Straftartfe auf (Er|d)etnt lägltd), autza Sonntags und Feiertag» Betlagen: Die Illustriert, Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Ulonats-.Bejugsprcts: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüfse unter Sammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: firanffurl am Main U§86. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen 19 t;___L 5T* 05 44 153 ,92 ,47 • ,76 ,27 ,82 332 038 ,69 ,13 ,48 ,25 ,09 ,78 126 246 noleo- rab« Klubmelsttk enbeimer Rennstrecke bei Aüttchen (Erkelen'l schine mit 129,4 W' irelorb auf. und Edith Sande' Deutschen T-nm-E hi» Schlußrunde im 4» Jjemn W W **« * *L" ) von (Tromm treffen. ie fifluptötrba^ *$£$ Aerger in Paris. Llnfreundliche Kommentare zur Niederwaldkundgebung ie in aj "Haus in MS tna= '^anns tfurieS fr und im’ K #oi -erIeutnant 3Ult senden, -a N !> beider iS"'1 alte. Althen wurden, hat sich der französische Ministerpräsident D a I a b i e r nach Metz begeben, um die französischen Grenzbefestigungen zu besichtigen. Das zeitliche Zusanimensallen dieser Ereignisse sei vielleicht ein Zufall. Aber es sei trotzdem lehrreich. Die Welt müsse wissen, daß die Besichtigungsreise Daladiers nach der französischen Ostgrenze einem französischen Sicherheitsbedürfnis (!) entspreche, einer berechtigten Sorge (!) um die Verteidigung, während die deutschen Kundgebungen einen ziemlich ausgesprochenen Revanche-, wenn nicht sogar Pro» vokationscharakter hätten. (!) „Figaro" erklärt, die Kundgebung am Riederwald sei ein Ausdruck des germanischen Deherrschungswillens gewesen. „O r d r e" schreibt, es sei Deutschlands Recht, jawohl sogar seine Pflicht, entsprechende Kundgebungen zu veranstalten und damit nichts außer acht zu lassen, was zugunsten der deutschen Propaganda für die Volksabstimmung getan werden könne. Die Teilnehmer an der Niederwaldkundgebung würden begeistert und von vaterländischem Glauben beseelt wieder ins Saargebiet zurückkehren und ausgezeichnete Propagandisten für die deutsche Sache abgeben. Die Zeitung „R e m p a r t" schreibt, ganz Deutschland hoffe, daß dem Siege der Vergangenheit, Tannenberg, ein Sieg der Zukunft im Saargebiet entsprechen werde. Die Niederwaldkundgebung wäre eine Herausforderung und eine Machtäuße- rung, die alle ehrgeizigen Pläne des Dritten Reiches aufdecke, gewesen. Daladier besichtigt die Ostbefestigungen. Paris, 27. Aug. (TTl.) Ministerpräsident Daladier hat sich am Sonntagmorgen nach Metz begeben, um die Defestigungswerke a n der französischen O st grenze zu besichtigen. Dor seiner Abreise gab Daladier einem Vertreter des „Petit Parisien" eine Erklärung ab, in der er u. a. sagte, er habe sich selbst von dem Derteidigungssystem überzeugen wollen, um feiner Wirks amkeit sicher zu sein. Frankreich wünsche Frieden und Ordnung. Trotz der augenblicklichen Schwierigkeiten sei Frankreich entschlossen, die Methode der internationalen Zusammenarbeit fortzusehen. Gleichzeitig werde es nicht seine Pflicht vergessen, die eigene Freiheit zu sichern. Die französische Regierung habe außerdem die Pflicht, die Achtung vor dem Beschlüssen zu sichern, die von dem Völkerbund und dem Haager Schiedsgerichtshof getroffen würden. Hierunter falle besonders die politische und wirtschaftliche TlnabhängigkeitOe st erreich s. Kleine und weniger stark bevölkerte Länder Europas hätten dasselbe Recht auf Freiheit, wie die Großmächte. für die glänzende Vorbereitung der Kundgebung und für die treue Verbundenheit, die sie den Saarländern entgegenbringen. Tosender Beifall unterbricht seinen Schwur: „Recht bleibt Recht, wahr bleibt wahr, deutsch d i e Saar immerdar!" Schmerz durchzittert uns in diesen Feierstunden, so fuhr er fort, wenn wir bedenken, daß zur gleichen Stunde Verbrecher drüben am Werk sind, unser Volk und Vaterland zu schmä- hen zur Schande unserer Heimat. Aber der Tag wird kommen, wo wir mit diesen Verbrechern abrechnen. Dann werden wir die Henker an den deutschen Kinderseelen erschlagen wie tolle Hunde. Wir bestimmen unser Schicksal selber, denn wir haben einen Führer, der uns eine Flammengarbe ins Herz gesenkt hat. Diese Flamme heißt „Wille", und wo ein Wille ist, da ist Macht. Die Weltgeschichte wird einst in goldenen Lettern künden von dem Volk, das mit hartem Herzen und eisernem Willen seine Scholle verteidigt hat. Die Höhe um das Riederwald-Denk- m a l war von dichten Scharen von Menschen angefüllt, in die die Uniformen der SA., SS., des Stahlhelms und der Bergknappen reichliche Abwechslung brachten. Dor dem Denkmal batten etwa 100 Fahnen der SA., SS. und der Saarvereine Aufstellung genommen. Stundenlang marschierten in endlosen Reihen die Teilnehmer an der Kundgebung von Rüdesheim nach Dem Riederwald. Für hungrige Mägen waren Feldküchen in der Rähe des Denkmals auf- gestellt. Lautsprecher ließen auch die entferntesten Festgäste an den Vorgängen teilnehmen. Herrlich war der Blick auf den in der Rachmijtagssonne glänzenden Rhein, auf dem sich etwa 400 Paddelboote zu einer wassersportlichen Kundgebung versammelt hatten. Kurz nach 17 Tlhr verkündete der Lautsprecher die Eröffnung derTreuekundge b u n g der Saarländer. Rach Fanfarenklängen der Militärkapelle des 1. Bataillons Infanterie-Regiments Rr. 15 trug der Saarsängerbund Hans Heinrichs „Mahnung" vor, und wieder fielen die Fanfaren der Reichswehrkapelle ein, während Flieger über dem Denkmal kreisten und einen prächtigen Blumenstrauß niederwarfen. Einen titten bi JQnn MN 19 U ?"™ Vr E c>i. i T, A hatten bie 'b's A Uhr inner. Lelbach Werfen, bie (i* S a"ite VS? W ■ Miet hfr Er,, mitten ts 3,053 169.» 69.37 81.66 71.1 13,0 0.932 003 58-69 22. 16.« 81,3 35.12 0,824 0,24« 5,2$5 12.6« Dieses pol Dorausseh' wirtfcho sundunx Alle M darauf abg Leistungen beit zu frage und ; Bedarf füh Wirtschaft müssen zwe Es müsse, rung Bert lange sich i befindet, i schoft und d>e s-cl sSsüfi 4 sept^ ZartK Sn Wl' Neichspalte, Lohnrx/Z 0* Segen KJ «er. von / Seiln-fen öffnete * % Ausbaues w gaben Ms ren noch ha' ment für dc legen. ©tat ergriff fodo rangen ulk beitslos aus: Das Vermindere ,ch«id-t -s Deutschland war. 3m Part gen zur i zur Lrhö! hikler.De> derung d Staatsfetrci bisher getrofl rung ein, -nsöi W%. V» bi einen bemexte sagte bann n Belebung be’ daß die im beschaffungei günstiaung und Eewerl wagen er körperschafts Erneuerung daß die § und schon se Stand von ten, daß die der Kraftfal betragen wi Jahres 1932 Finanzbedar Millionen I hebliche Bei ern und Ab erhöhter @e Kraftfahrzeu, Wirtfchaftszll Eine melke fahrjeugind cintreten in Dne des j •Mgenoerfei) Prämien un Autobahnen ^uftrie 5U «klärt, bat wöA wfitöen. Krafts Mar 193s op Möglich den tn£ .ö«Ä-Ä lb i en. !,an9lt dieA Fm."' Öö6 'h öung bet wurde. Da- werken,Ä Tri ''Äuznrinis ung. b, LJun' 1933 f L?b°l°n «Ute ?“ Wei Jammen Eeldtes Gmß an den Parteitag der AEDAP u Aus aller Welt Aus der Provinzialhauptstadt 3d) grüße mit meinen Getreuen der 14 Jahre nferen Führer und unseren Partei- in der Rätselecke. Tarnungsversuch für Umsturzparolen deckte Autounglück in Spanien. — 1 Toter, 15 Verletzte. Ein mit 44 Ausflüglern aus Madrid besetzter Autobus stürzte im Guadarrama-Gebirge einen Steilhang hinab, wobei er sich mehrmals überschlug. Als Ursache des Unfalls wird Trunkenheit des Autobusführers angenommen. Das Unglück forderte ein Todesopfer und 15 Verletzte. Wenn ich heute, der Mitarbeiter Hitlers und der Bundesführer des Stahlhelms, den Nürnberger Tag des deutschen Geistes grüße, so tue ich es in dem Stolze, in der Dankbarkeit und in dem Wissen, daß alle diejenigen, die durch das Zeichen des Stahlhelms in mir ihren Dundessührer und mit mir in Adolf Hitler ihren obersten Führer sehen, erfüllt sind von dem Geiste und der Moral, die einst Preußen und Deutschland erhoben haben zu Glück und Gröhe und die das neue N e i ch untermauern und es erfüllen werden mit neuem Glück und mit neuer Größe. Wenn draußen im Lande noch Zeichen der Rivalität lebendig geblieben sind, einer Rivalität, die in den letzten 14 3ahren gut und notwendig war, weil sie anfeuernd wirkte auf beide Teile, so bin ich überzeugt, daß heule, da die Träger meines Zeichens, des Stahlhelmzelchens, dem Obersten SA.-Führer durch meine Person und durch ihren eigenen Geist und Willen unlösbar verbunden sind, diese Rivalität übergehen wird und übergehen muh in aufrichtige und herzliche Kameradschaft im Sinne des grohdenkenden Führers, in meinem Sinne und im Sinne unseres graften Kamerad- schaftsgedankens. Hochverratsprozeß Einen neuartigen hochverräterische t a g. Ich weiß, daß die Zukunft Deutschlands darauf beruht, dah die geistige und moralische Kraft des Führers, seine Selbstlosigkeit, sein Der- antwortungsbewuhtsein, sein gleif) und die Gröhe seines Denkens erzieherisch das ganze deutsche Volk erfassen. Ich versichere dem Jüftrer, dem Volkskanzler Adolf Hiller in dieser Stunde, daß unser Stahlhelm restlos hingegeben ist und hingegeben bleibt der 3dee, die aus den Gräben des groften Krieges aufstieg 'und Gestalt gewann in den Frontsoldaten, dem Feldmarschall und seinem Kanzler: Frontheil und Siegheil Adolf Hitler! eine von dem Reichsgericht in Leipzig gegen vier Kommunisten aus Jüterbog durchgeführte Verhandlung auf. Um ihr Hetzmaterial an den Mann zu bringen, hatten sie es in die unverfängliche Einkleidung einer Sammlung von Kreuzworträtseln gesteckt. Von dieser Rätselecke waren etwa 400 Stück verteilt worden. Das Reichsgericht verurteilte die Angeklagten wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu Gefängnisstrafen von zwei bis zu zwei Jahren neun Monaten. Massentrauungcu in Berlin. An drei verschiedenen Stellen zugleich fanden dieser Tage in Groh-Berlin wieder Massen- trauungen statt. 3n der Alten Kirche von Pankow traten 68 Paare vor den Altar. 3m Berliner Westen erstreckte sich die Feierlichkeit auf 35 Paare. Am gröhten war die Beteiligung bei der Massentrauung in der Hoffnungskirche in Pankow, wo 84 Paare getraut wurden. Hier sah man unter den Trauzeugen und Gästen u. a. auch den Führer der SA.-Gruppe Berlin-Brandenburg. Gruppenführer E r n st, und den Brigadeführer Prinz August-Wilhelm von Preußen. Wettervoraussage. Der hohe Druck ist in vollem Umfange erhalten geblieben und wird zur Fortdauer des schönen Wetters führen. Während die Temperaturen tagsüber kräftig ansteigen, erfolgt in der Nacht infolge der Ausstrahlung starke Abkühlung, wobei es stellenweise auch zu Nebelbildungen kommt. Aussichten für Dienstag: Weiterhin heih und heiter, nachts stärkere Abkühlung und stellenweise Nebelbildung, trocken. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Wetterlage. Lufttemperaturen am 27. August: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 15,2 Grad; am 28. August: morgens 10,8 Grad. Maximum 22,3 Grad, Minimum 6,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. August: abends 22,7 Grad; am 28. August: morgens 15,1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 12/4 Stunden. „Arbeit! Dienst! pflicht!" Aus dem Stadttheater-Dureau wird uns geschrieben: „Arbeit! Dienst! Pflicht!", ein Propaganda« und Werbestück des Pg. Heinrich Bartholomäus, Giehen, kommt am morgigen Dienstag, 20.15 Uhr, im Stadttheater Gießen unter der Spielleitung des 3ntendanten Hanns König und von Mitgliedern des Gießener Ensembles gespielt, zur Erstaufführung. Dieses Werk, das nicht gewollt geschrieben ist, — sondern aus der Kraft der Idee herauswächst und aus tiefstem Erleben geboren ist, erlebte vor einigen Tagen in Darmstadt in Gegenwart des Staatspräsidenten Professor Dr. Werner durch die Mitglieder des Gießener Ensembles seine erfolgreiche Uraufführung. „Arbeite und diene deinem Volke, dann tust du deine Pflicht!" ist das Motto, das diesem Werk voransteht und uns allen sagen und zeigen will, worum es geht und warum es um uns, um Deutschland geht. Ein Dekenntnisstück, das um unsere Seelen und Herzen wirbt, wieder mit dem Volke für das Volk unser ganzes Sein und Leben einzusehen für unser aller Vaterland. Um allen Volksgenossen den Besuch dieser Aufführung trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten doch zu ermöglichen, sind Eintrittspreise von 30 Mennig bis 1.50 Mk. festgesetzt. Der Vorverkauf findet an der Theaterkasse von 10 bis 13 Uhr und «wßerdem am Dienstag von 16 bis 17 Uhr imÄe-3^u^Iabcn im Hause Soldan, Seltersweg und bet den Amtswaltern der Ortsgruppe Gießen statt. ASBO.-Zahnenweihe auf Oswaldsgarten. Bevor die Angehörigen der NSBO. in Gießen an der gestrigen Kundgebung der NSBO. in Frankfurt teilnahmen, fand auf dem Oswaldsgarten in feier- Ucher Form die Weihe der Fahnen der Betriebs- Men der NSBO. in Gießener Betrieben und verschiedenen umliegenden Ortschaften statt. Etwa 1000 Mitglieder der NSBO. hatten sich eingefunden marschierten gegen 9 Uhr mit ihren noch verhüllten zahnen auf und formierten sich in drei Gliedern b;w. im offenen Viereck für die Fahnenweihe. Der Kreisleiter der NSBO., Hermann Wagner (Gie- ßen), begrüßte die Teilnehmer mit einem „Heil NSBO.!" das von allen kräftig erwidert wurde Sodann traten die Fahnenträger mit den noch nicht geweihten Fahnen — 23 an der Zahl — vor die Front. Kreisleitsr Wagner hielt eine kurze Ansprache. Das besondere Verdienst beg Führers mrö Volkskanzlers Adolf Hitlersei es, so führte er u. a. aus, den Arbeiter jener verhängnisvollen internationalen Ideenwelt entrissen und ihn zurückgeführt zu haben, zu all den lebendigen Kräften, die in Volk und Vaterland begründet liegen. Er sei es gewesen, der wieder die Verbindung zwischen dem Arbeiter und dem Vaterland hergestellt habe. Der deutsche Arbeiter sei in die Volksgemeinschaft zurückgeführt worden. Das bedeute die Rückkehr von Millionen zu Heimat und Vaterland. Die Hakenkreuzflagge in der Hand des deutschen Arbeiters sei das Fanal zur Freiheit, sei das A und O des Aufstieges. Die Flagge sei das große Symbol, unter dem ein Horst Wessel gekämpft und sein Blut gegeben habe, sei das Zeichen, für das 300 junge hoffnungsvolle Menschen jauchzend ihr Leben gaben, in dem unerschütterlichen Glauben, daß der Führer das Schicksal des deutschen Volkes zum Besseren wenden werde. Dieses Erbe bedeute Verpflichtung für alle, die die Fahne tragen. Die Fahne gelte es hochzukalten, wenn der Mann auch falle. Mit der Aufforderung zu Treue, zu Pflichterfüllung und zum Opfer für die Fahne schloß er den Weiheakt. Im Anschluß daran wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Die Fahnenträger traten sodann wieder an die Spitze der Formationen und unter den schneidigen Klängen der Feuerwehrkapelle Grünberg marschierte die stattliche Zahl der Teilnehmer in geschlossenem Zuge durch das Zentrum der Stadt nach dem Bahnhof. Ein Sonderzug brachte die Mitglieder der NSBO. nach Frankfurt a. M. Erst zu später Nachtstunde kehrten sie, erfüllt von den großen Eindrücken der Frankfurter Kundgebung zurück. Keine Leistungszulagen mehr bei der Deutschen Reichsbahn. Der jahrelange Kampf des Reichsbahnpersonals gegen die Zahlung der sogenannten Leistungszulagen ist vor kurzem dadurch beendet worden, daß der Vcrwaltungsrat der Reichsbahn die Aufhebung dieser Lei st ungszu lagen beschlossen hat. Wie das Vdz.-Büro meldet, hat Generaldirektor Dorp müller nunmehr in einem Erlaß an die Dienststellen der Reichsbahn verfügt, daß anstelle der früheren Leistungszulagcn künftig nur noch D i e n st k o st e n z u l a g e n für solche Beamte gewährt werden, die an besonders u n a n g e n c h m-e n und gefährlichen Dien st st eilen verwendet werden und o^uen man nicht durch Beförderung einen Ausgleich gewähren kann, weil dann die höheren Bezüge auch nach Versetzung aus einen weniger. gefährlichen Posten lveitergezahlt Berlin, 27. Aug.'lTU.) Der Bundesführer des Stahlhelm, Reichsarbeitsminister Franz Seldte, veröffentlicht in der „Kreuzzeitung" unter der Ueberschrift ..UnseremParteitag zum Gruß" eine längere Begrüßung, in der er u. a. schreibt: Nicht das ist das Entscheidende, daß der Nürnberger Parteitag Hundert-undAberhun- derttaufendeum AdolfHitlerschart, sondern was sich in diesen Aberhunderttaufenden in uns allen um den Volkslanzler Adolf Hitler schart, gibt diesem Tage das moralische und historische Gewicht. Adolf Hitlers schwerer weg und Werdegang ist der weg der selbstlosen Opferfreudigkeit, der durch Totschweigen, Verachtung, Verleumdung und haft führte, und auf dem er keinem andern Stern vertraute als dem des Glaubens, daft sich Sauberkeit und Echtheit und die glühende nationale 3dee irgendwann einmal durchsetzen müssen. Und nachdem sich Adolf Hitler durch- geseht hatte, erwies er sich als der Groft- denkende: Er schuf nicht neue Trennungen im Volk, sondern er suchte zu vereinen alle, die guten Willens sind. Wir, die alten Frontsoldaten, die Mitträger seiner 3dee, wollen, ob wir Mitglieder der Partei sind oder nicht, in seinem Geiste Beispiel dafür fein, daß im deutschen Volk niemals neue Trennungslinien entstehen. Sein und unser Wesen gebietet aus unserem Fronterlebnis heraus: Wir alle haben alle unsere Volksgenossen ohne Ausnahme und ohne Einschränkung danach zu werten, ob sie den verpflichtenden Geist in sich tragen: der Treue zum Führer Deutschlands, der Verantwortung gegenüber dem ganzen Volk und dem einzelnen Deutschen, der Pflichterfüllung in sich selbst. Diese innere Bewährung, die Bewährung der dem Volke dienenden Persönlichkeit ist das Zeichen der neuen Hoheit des Deutschen Reiches und der neuen Erziehung des deutschen Menschen. werden müßten. Bestehen bleiben ferner die einmaligen D i e n st p r ä m i e n, die eine besondere Auszeichnung für ausnahmsweise anstrengenden Dienst darstellen sollen und die z. B. als Frostzulagen in besonders strengen Wintern an einzelne Kategorien von Beamten und Arbeitern gezahlt werden. Schließlich werden auch noch die bisherigen Ersparnisprämien, insbesondere für das Lokv- motivpersonal, aufrechterhalten. Verlängerung der Anzeigefrist nach dem Volksverratgesetz. Die Frist, innerhalb welcher die nach dem Volksverratsgeseh zu erstattenden Anzeigen bei einer Anzeigestelle eingegangen sein müssen, ist durch Verordnung vom 26. August 1933 bis zum Ablauf des 31. Oktoberl933 verlängert worden. Daten für Montag, 28. August. 430: gestorben der heilige Aurelius Augustinus in Hippo, Nordafrika, geboren 354; — 1749: geboren Sofjann Wolfgang von Goethe in Frankfurt a. M., gestorben 1832; — 1802: geboren der Dichter und Germanist Karl Simrock in Bonn, gestorben 1876; — 1851: geboren der Bildhauer Arthur Volkmann in Leipzig; — 1914: Hindenburgs Sieg bei Tannenberg. Bornotizen. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Unschuld vom Lande" mit Lueie Englisch. * ** Regierungsrat Bergner Leiter der Ministerialabteilung 111. Regierungsrat W. Bergner ist vom hessischen Ministerpräsidenten mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Leiters der Ministerialabteilung 111 beauftragt worden. ** Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. Der Kriminalpolizeirat bei der Poli- zeidirektion Darmstadt Friedrich Günter wurde auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vom 24. Juli 1933 aus dem hessichen Staatsdienst entlassen. ** Ernennung im hessischen Stahlhelm. Der frühere Kreisführer des Stahlhelm, Dr. P h i l i p p i - Laubach, wurde zum Ches des Sanitätswesens im Landesverband Groß-Hessen des Stahlhelm ernannt. ** Eine öf f entliehe Sitzung des S t a d t r a t s findet am morgigen Dienstag, 18 Uhr beginnend, im Sitzungsfaale des Stadthauses Bergstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Verabschiedung des Voranschlags für 1933, Beschlußfassung über die Filial- und Warenhaussteuer für 1933, Erhebung einer städtischen Vergnügungssteuer. Aufstellung eines Bebauungsplans und Erlaß einer Ortsbausatzung über Has Gebiet zwischen Licher Straße, Heil- und Pslege- anstalt, Alten Steinbacher Weg und der Bahnstrecke Gießen—Fulda. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Feuerlöschordnung der Stadt Gießen. ** Verlegung der Bezirksleitung des hessischen Arbeitsdienstes nach Wiesbaden. Die bisher beim Lanöesar- beitsamt Hessen untergebrachte Bezirksleitung für den Arbeitsdienst Hessen, umfassend den Freistaat Hessen und die Provinz Hessen-Nassau, hat ihren Sitz nach Wiesbaden verlegt. Sie ist dort bei der Gauleitung des Arbeitsdienstes Hessen-Süd in dem früheren Gymnasium Luisenstraße 32 eingerichtet. ** Straßensperrungsnachrichten (mitgeteeilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V. sA. v. D.j, Gießen): 1. Die Provinzialstraße Ranstadt—Selters wird von Kilometer 46,275 bis 48,948 ab 4. September d.J. für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Bellmuth—Bvbenhausen l—Wippenbach—Ortenberg—Selters oder Nieüer- Mockstaöt—Hof Leustadt^-Essolterbach und umgekehrt. 2. Die Provinzialstraße Bad Salzhausen—Nidda wird von der Straßenabzweigung nach Nodheim bis zur Straße nach Schotten vom 5. September 1933 ab für jeglichen Verkehr gesperrt. DieUmleftung erfolgt über Geiß-Nidda oder Unterschmitten. 3. Die Strecke Altenschlirf—Nösberts im Zuge der Straße Lauterbach—Selters wird ab 29.August 1933 Mr jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung für den Fernverkehr erfolgt über Nixfeld—Schotten—Gedern, für den Nahverkehr über Ilbeshausen. ** Straß ens perre in Grünberg. Wegen Ausführung von Pflasterarbeiten wird die Provinzialstraße Grünberg—Hungen, Ortsdurchfahrt Grünberg (Frankfurter Straße) vorn 28. 8. 1933 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt in Grünberg durch die Adolf-Hitler-Straße. Die aufgestellten Warnungstafeln find zu beachten. ** Großer Brieftaubenaufflug am Dergwerkswald. Der Brieftaubenflug am Sonntagvormittag hatte eine große Zahl Neugieriger aus unserer Stadt und den südlich gelegenen Nachbardörfern an die Abflugstelle am Güterbahnhof, nahe des Dergwerkswaldes, angelockt. Diele Hände waren bereit, den Eifenbahnbediensteten beim Ausladen und Oeffnen der Käfige zu helfen. Einige Taufend Tauben wurden immer zu gleicher Zeit losgelassen. Die meisten der Vögel nahmen direkt Kurs nach Westen und entschwanden nach einigen Minuten den Blicken der Zuschauer; nur wenige zögerten und umkreisten längere Zeit die Abflugstelle, einzelne flogen noch nach mehreren Stunden suchend herum. Nach Angabe von Sachverständigen sollen die besten Tiere die Flugstrecke in ihre Heimat am Rhein in etwa einer Stunde zurücklegen. ** Gedenket der Blinden! Sn den kommenden Wochen wird Herr E. B u r m e st e r int Auftrag des „Landesverbandes der Hessischen Blinden" für eine staatlich genehmigte Hauskol- : leite in Gießen sammeln, deren Ertrag den oberhessischen Blinden zugute kommt. Alle Freunde der Blinden werden herzlich gebeten, den Kollek- tanten nicht abzuweifen, sondern zur Unterstützung der Blindenfürsorge und aus Dank für gesunde Augen ein Scherf lein opfern zu wollen. ** Deutsche Edekawoche. Der kaufmännische Mittelstand im Kolonialwaren- und Lebensmittel- Kleinhandel will zu seinem Teil dazu beitragen, die Wirtschaft zu beleben und Arbeit zu schaffen. In einer für die Zeit vom 30. September bis 8. Oktober vorgesehenen Werbewoche soll für den Absatz deutscher Ware mit besonderem Nachdruck geworben wer- den. Die Feier des „Tag der Ernte" steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die geplant sind. In einer Vortragsstunde am 1. Oktober werden die Edeka- Kaufleute im Reich sich mit ihren Gästen zusammen» fitzden, um ihrq Bereitwilligkeit zum Dienst am BoHe amerikanische Waren legen und dann dazu übergehen werde, seine eigene Flotte zu vergrößern. Die Japaner seien sogar so weit gegangen, Amerika aufzufordern, ihnen eine versöhnliche Antwort innerhalb einer gewissen Zahl von Tagen zukommen zu lassen. Präsident Roosevelt werde aixft gewarnt mit der Höflichkeit der Diplomatie, aber mit der Festigkeit der Javaner, sich nicht für die japanischen M andats- i n s e l n und auch nicht für die japanischen Flottenmanöver zu interessieren. Thüringen feiert den ersten Jahrestag seiner nationalsozialistischen Regierung. Weimar, 26. Aug. (WTB. Funkspruch.) Thüringen feiert den ersten Jahrestag seiner nationalsozialistischen Negierung. Die Straßen der Städte und Dörfer prangen in festlichem Schmuck. Flaggenmasten und Girlanden überall, das Schwarzweißrot- und Hakenkreuzbanner wehen auf öffentlichen Gebäuden und Privathäusern. In der Landeshauptstadt Weimar hatte sich schon früh auf dem Platz vor dem Landtagsgebäude eine freudig bewegte Volksmenge angesammelt, um der feierlichen Flaggenparade und der Uebergabe des neuen, an alte Traditionen anknüpfenden Landeswappens beizuwohnen. Unter Glockengeläut und den Ehrenbezeugungen der auf dem Platz aufmarschierten Reichswehr, der SA., SS., des Stahlhelms, der Abordnungen des Arbeitsdienstes und aller Verbände ging Punkt 7 Uhr auf das Kommando des Landtagspräsidenten Hille die neue Staatsflagge auf dem Lanü- tagsgebäude hoch. Ministerpräsident Mar schier übergab mit einer Ansprache, die in ganz Thüringen übertragen wurde, das neue Landeswappen dem Vertreter des erkrankten Ministers des' Innern und dem Thüringer Volk zu treuer Obhut. Nach einer weiteren Ansprache des Reichsstatthalters Saukel präsentierte die Reichswehr, die Menge sang das Deutschland-Lied. Aus Anlaß des Jubiläums erfolgten eine große Anzahl von B e - förberungen, um sich wie Reichsstatthalter S a u k e 1 erklärte, mit stolzem Freimut zur Anerkennung der Leistungen der thüringischen deutschen Beamtenschaft aller Gruppen zu bekennen. Diese An- erfennuna möge den Beamten selbst ein Ansporn für die Zukunft sein, mit der Gesamtheit unseres Volkes auch in Zukunft nach dem Wahlspruch Treue um Treue zum gegenseitigen Wohl und Nutzen verbunden zu sein. Das alte Thüringer Wappen mit dem zehnfach von Gold und Schwarz geteilten Balkenschild und der grünen Raute war durch die marxistische Regierung abgeschafft worden. Dafür war ein roter Schild mit sieben silbernen Sternen angenommen worden, ein Wappenbild, das jeder geschichtlichen Grundlage entbehrte. Das neue Staatswappen seigt jetzt in den vier Feldern den sächsischen Nautenkranz, den Schwarzburger Doppeladler, den Reußischen Löwen und den Hahn der Grasen von Henneberg, durch den alten Landgrafenlöwen, der auf blauem Grunde siebenmal rot und weiß g e - teilt im Herzschild erscheint, überhöht. In der rechten Vorderpranke hält der Löwe ein goldenes Hakenkreuz, das Zeichen des deutschen Wiedererwachens. Die schwarz-goldenen Balken des thüringischen Landeswappens rühren von den Askaniern her und gingen im Jahre 1427 bei dem Aussterben der Wittenberger Askanier mit dem Herzogtum und der Kurwürde aus die wcttinischen Markgrafen von Meißen über und so kamen sie in alle sächsisch-thüringischen Wappen. Kleine politische Nachrichten. Angehörige der verbotenen und aufgelösten Schwarzen Front haben in jüngster Zeit Flugblätter mit unsachlichen und beleidigenden Aeußerungen gegen die Reichsregierung hergestellt und verbreitet. Die Täter konnten bisher noch nicht gefaßt werden. Die Staatspolizeistelle Breslau hat sich daher veranlaßt gesehen, die intellektuellen Urheber, mehrere ehemalige führende Angehörige der Schwarzen Front, bis zur Klärung der Angelegenheit in Schutzhaft zu nehmen. Der Reichskommissar für Beamtenorganisationen hat den Reichsbund der höheren Beamte n in einem Schreiben ersucht, den ihm angeschlosse- nen Verbänden der höheren Beamten mitzuteilen, daß Auflösungen der Verbände oder Aus- trittserklärungen der Verbände oder der ihnen angeschlossenen Mitglieder bis zum Abschluß der zwischen ihm und dem Reichsbund schwebenden Eingliederungsoerhandlungen zu unterbleiben haben. * Sn seinem Sommeraufenthaltsort Hhbepark unterzeichnete Präsident Roosevelt den Autoindustrie-Code. Durch den Code werden jedenfalls 450000 Arbeiter wieder in Arbeit gebracht. Nachdem die Code für die Stahl- und die O e 1 i n d u st r i e und nunmehr auch für die A u t o i n d u st r i e abgeschlossen find, steht jetzt nur noch die Erledigung des Braun- iohlencodes aus. IM Sinne des Führers zu betonen. In weiteren Aufklärungsvorträgen vor den Hausfrauen sollen auch die erbbiologischen Gedankengänge in den Vordergrund gestellt werden. Der Plan für diese großzügige Werbung für deutsche Arbeit ist fertig. Die notwendigen Vorbereitungen beschäftigen schon jetzt viele fleißige Hände in den betreffenden Industrien. ** E s bleibt beim Zugabeverbot ab 1. September. Don zuständiger Stelle wird darauf hingewiesen, daß das Zugabeverbot unwiderruflich am 1. September in Kraft tritt. ** Lohnzahlung und Freifahrt zum P a r t e i-t a g b e s u ch. Die bei der Firma C. F. Vogelfang, Tabakfabriken, Bremen beschäftigten Parteigenossen werden zur Teilnahme am Reichsparteitag in Nürnberg beurlaubt, wobei der Lohn zur vollen Auszahlung kommt und zudem die Fahrkosten übernommen werden. Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete im Kreise Gießen. Das Personalamt des Hess. Staatsministeriums gibt bekannt: Die nachstehenden Dürgermeister und Beigeordneten wurden kommissarisch in ihr Amt eingesetzt: Mainzlar. Ludwig Kreiling an Stelle de- freiwillig zurückgetretenen Bürgermeisters Vogel, Wilhelm Schwartz an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Bingel. Trohe. Beigeordneter Rangiermeister Heinrich Loth, welcher am 12. März d. 3. gewählt wurde, wird in seinem Amte kommissarisch bestätigt. Das NEBO-Treffen in Frankfurt F r a n k f u r t a. M., 27. Aug. (WER.) Gegen 17 Uhr erschienen die Führer und Redner, von den Hunderttausend mit begeisterten Heilrufen begrüßt. Bürgermeister Linder eröffnete die Kundgebung, indem er darauf hinwies, welche Bedeutung die RSDO. im Rahmen des Aufbaues der Wirtschaft habe und welche Aufgaben jedes Einzelnen auch in den nächsten Jahren noch harren, um das weltanschauliche Fundament für das Bestehen des deutschen Volkes zu legen. Staatssekretär Reinhardt ergriff sodann das Wort zu grundlegenden Aeuße» rungen über die Verminderung der Arbeitslosigkeit. Er führte u. a. folgendes aus: Das neue Deutschland steht im Zeichen der Verminderung der Arbeitslosigkeit. Darin unterscheidet es sich grundsätzlich von demjenigen Deutschland, das eine Summe politischer Parteien war. 3m Parleien-Deulschland wurden Verordnungen zur Kürzung der Löhne und Gehälter und zur Erhöhung der Steuern erlassen, im Adolf- hitler-Deutschland werden Gesetze zur Verminderung der Arbeitslosigkeit und über Steuererleichterungen erlassen. Dieses politische Geschehen war die elementarste Voraussetzung für den Beginn einer sozialen, wirtschaftlichenundfinanzie llenGe- su ndu n g. Alle Maßnahmen auf diesen Gebieten sind darauf abgestellt, die Rachfrage nach Gütern und Leistungen und damit zwangsläufig nach Arbeit zu erhöhen. Wenn Bedarf zu Rach- frage und zu Arbeit und von hier aus zu neuem Bedarf führen und wenn so das Schwungrad der Wirtschaft in Bewegung kommen und bleiben soll, müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: Ls müssen wirtschaft und Volk zur Staatsführung vertrauen haben, und der Staat muß, solange sich die wirtschaft nicht in vollem Schwung befindet, durch geeignete Maßnahmen wirtschaft und Volk zur Deckung ihres Bedarfs anregen. Staatssekretär Reinhardt ging dann auf die bisher getroffenen Maßnahmen der Reichsregierung ein, insbesondere auf das Kraftfahrzeugsteuergesetz, das bereits heute der Kraftfahrwirtschaft einen bemerkenswerten Auftrieb gegeben habe. Er sagte dann weiter: Eine weitere Maßnahme zur Belebung der Kraftfahrzeugindustrie besteht darin, daß die im Gesetz über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen vom 1. Juni 1933 vorgesehene 23er- günstigung bei der Einkommens-, Körperschasts- und Gewerbesteuer sich auch auf neue Kraft- wagen erstreckt. Die einkommensteuerliche und körperschaftssteuerliche Vergünstigung gilt auch der Erneuerung von Lastkraftwagen. Es ist sicher, daß die Kraftfahrzeugerzeugung weiter steigen und schon sehr bald, vielleicht schon Ende 1933, den Stand von 1928 erreichen wird. Das würde bedeuten, daß die Zahl der Arbeiter und Angestellten in der Kraftfahrzeugindustrie Ende 1930 etwa 90 000 betragen würde gegenüber 30 000 am Schluß des Jahres 1932. Das bedeutet eine Verminderung des Finanzbedarfs in der Arbeitslosenfürsorge um 15 Millionen Mark jährlich und außerdem nicht unerhebliche Verbesserungen der Einnahmen an Steuern und Abgaben infolge erhöhter Lohnsummen, erhöhter Gewinne und erhöhter Umsätze in der Kraftfahrzeugindustrie und den damit verbundenen Wirtschaftszweigen. Eine weitere bedeutende Belebung der krasi- fahrzeugindustrie wird in den nächsten 3ahren cintreten in Verwirklichung der großzügigen Pläne des Führers auf dem Gebiete des Kraftwagenverkehrs. Senkung der Versicherungsprämien und der Garagenmielen, Bau von Autobahnen und sonstige Maßnahmen werden den Krastwagenverkehr und die Kraftfahrzeugindustrie zu gewaltigem Aufschwung führen. Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen Dr. Todt hat vor einigen Tagen erklärt, daß durch den Bau von Autobahnen etwa 800 000 Volksgenossen Arbeit finden würden. Eine weitere Maßnahme enthält auch das Kraftfahrzeugsteuerablösungsgesetz vom 31. Mai 1933, das den Besitzern von Altwagen die Möglichkeit gibt, die auf ihrem Altwagen ruhende Kraftfahrzeug st euer durch Zahlung eines einmaligen Betrags ab- z u l ö s e n. Von böswilligen Leuten sind unlängst dieKraftfahrer dadurch beunruhigt worden, daß ihnen von einer beabsichtigten Erhöhung der Belastung des Triebstoffs erzählt wurde. Dazu will ich in aller Deutlichkeit bemerken, daß an eine ErhöhungderSätze der Trieb st offabgaben im Reichsfinanzministerium niemand denkt. Den größten Angriff gegen die Arbeitslosigkeit bedeutet das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom l.Juni 1933. Seitdem hören Sie von Arbeiten, die insbesondere durch die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten und durch den Reichsarbeitsminister bewilligt werden. Die Mittel zur Durchführung dieser Arbeiten entflammen der Milliarde, die durch das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung gestellt worden ist. Die bis jetzt bereits in Angriff genommenen Arbeiten umfassen nur einen Bruchteil dieser Summe. Die Arbeiten, die in Durchführung dieses Gesetzes in den nächsten Wochen und Monaten erst in Angriff genommen werden, werden ein vielfaches derjenigen Arbeiten betragen, die bis heute bereits in Angriff genommen find. Der Redner ging sodann auf die aus diesem Gesetz sich ergebenden Maßnahmen näher ein, die er bereits bei früheren Anlässen in aller Ausführlichkeit kommentiert hat. Weiter behandelte Staatssekretär Reinhardt den Einfluß der Wintermonate auf die Arrbeitslosenziffer. Diese sei in den früheren Jahren im Winter regelmäßig stark gestiegen, weil in den Auhenberufen Volksgenossen frei wurden, denen nicht in den Jnnenberufen eine entsprechende Zunahme gegenüberstand. Im bevorstehenden Winter sei die Gefahr des Wiederansteigens der Arbeitslosenziffer nicht so groß, weil in den nächsten Wochen und Monaten die Delegschafts)iffern in den Jnnenberufen noch sehr erheblich steigen und den durch die Jahreszeit bedingten Rückgang in den Auhenberufen ganz oder teilweise aus- gleichen würden. Es würden in den Winter mona- ten nicht nur die Gesetze vom 1. Juni und 15. Juli auf den Arbeitsmarkt günstig wirken, sondern auch die Mittel aus dem Aufkommen an freiwilliger Spende zur Förderung der nationalen Arbeit in den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt werden. Das Aufkommen an freiwilliger Spende zur Förderung der nationalen Arbeit habe bis zum 20. August 34,3 Millionen Mark erreicht und werde bis Ende August rund 40 Millionen erreichen. Das ganze deutsche Volk in allen seinen Ständen nehme an dieser Arbeitsspende lebhaften Anteil und Helse dadurch mit, dem jahreszeitüblichen Wiederansleigen der Arbeitslosen- ziffer im kommenden Winter entgegenzuwirken. Der Redner forderte deshalb von jedem Einzelnen, daß auch weiterhin überall für diese Spende geworben werde, um den verfügbaren Fonds noch weiter zu vergrößern. Es fei erfreulich zu beobachten, wie das ganze deutsche Volk in allen seinen Schichten auch von sich aus durch eigene Maßnahmen an dem Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit teilnehme. Ein Volk von Selbstbehauptung warte nicht auf Hilfe von außen, sondern helfe sich selbst. Die Besserung der Arbeitsmarktlage und der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland sei nicht auf äußere Umstände, sondern einzig und allein auf die Selb st Hilfe des deutschen Volke s im Adolf-Hitler-Staat zurückzuführen. Der Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit ist ein Ausschnitt ans unserem große« Kampf um das Lebensrecht der Ratton. Rationalsozialismus in seiner letzten Schlußfolgerung ist Kampf um das Lebensrecht der Ration. 3n diesem Kampf gibt es nicht Opfer, sondern nur Pflicht, Pflicht Und immer nur Pflicht. Sprechen Sie deshalb, meine lieben Volksgenossen, niemals davon, daß Sie Opfer bringen, sondern nur davon, daß Sie als wahre Volksgenossen Ihre Pflicht tun! Das Lied „Volk ans Gewehr" und das Horst- Wessel-Lied beschlossen die mit stürmischer Begeisterung aufgenommene Kundgebung. Dann marschierten die Hunderttausend vorbei an den Führern und den Hunderten von Fahnen zum Main. Öen Abschluß des Landestreffens bildete heute abend ein Riesenfeuerwerk am Main verbunden mit einer Dornbe- l e u ch t u n g. Gegen 20 Uhr begann der Anmarsch der endlosen Kolonnen aus dem Stadion und dauerte bis nach 21 Uhr. An den Ufern des Mains hatten sämtliche Häuser die Fen st er festlich beleuchtet, und auf dem Fluß schwammen Hunderte von Booten geschmückt mit Lampions. Die hunderttausend NSBO.-Kameraden nahmen mit ihren Fahnen und Kapellen auf beiden Ufern des Flusses Aufstellung. Kurz vor 22 Uhr erschien der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, der kürz vorher vom Niederwalddenkmal zurück- gekehrt war. In seiner Begleitung befanden sich der Landcsleiter für Volksaufklärung und Propaganda Müller-Scheld, Bürgermeister Linder, sowie zahlreiche Vertreter der hiesigen Parteileitung. Ter Bczirksleiter der deutschen Arbeitsfront, Gaubetriebszellen- lcitcr Becker, begrüßte die Kameraden der Arbeit und gab seiner Genugtuung Ausdruck, daß dieses Treffen wieder einmal gezeigt habe, wessen der Geist des Nationalsozialismus fähig sei. Sodann ergriff der Reichsstaithalier in Hessen Sprenger das Wort. Im gleichen Augenblick erschien das Flugzeug des Führer s, der, vom Niederwald kommend, von Frankfurt in seine geliebten Berge flog, über dem Main. Wie ein Mann erhoben da die Hunderttausend die Hand und machtvoll scholl das grüßende Heil hinauf zu dem niedrig fliegenden Flugzeug, das langsam am nächtlichen Himmel verschwand. Als sich der Begeisterungssturm gelegt hatte, übermittelte Gauleiter Sprenger die Grüße, die ihm der Führer an seine hier versammelten Volksgenossen aufgetragen hatte. Er berichtete sodann über die Eindrücke der gewalttgen Kundgebung am Rhein, die wieder einmal gezeigt habe, wie das deutsche Volk zu seinen Driwem an der Saar stehe, um ihnen in dem kommenden schweren Kampf nach Kräften zu helfen. Es werde der Tag kommen, wo das deutsche Volk wieder seinen Platz in der Reihe der Mächte einnehmen werde, der ihm gebührt. Kein Volk habe solche Leistungen aufzuweisen, wie das deutsche, und wer die Entwicklung der letzten Wochen und Monate verfolgt habe, der könne dem deutschen Volke seine Achtung nicht versagen. Deutschland sei wieder frei geworden und befinde fich in einer Epoche der organischen Arbeit am Wiederaufbau seiner zerstörten Wirtschaft. Rur das Zusammenwirken aller werktätig Schaffenden könne dazu beitragen, daß wieder jeder im Volke eine Arbeitsstatt erhalten werde. Alle Schmarotzer, die da glaubten, sich an den Früchten der Arbeit des Volkes gesund machen zu können, müßten restlos ausgemerzt werden. 2m Glauben an den Führer, der seine Volksgenossen eben aus der Höhe begrüßt habe, werde das große Werk gelingen. Deshalb wollten wir alle heute abend ein Bekenntnis der Treue zu diesem herrlichen Führer ablegen, dessen ganzes Leben nur seinem Volke geweiht sei. Im Anschluß daran sprach der Führer der deutschen Arbeitsfront, Staatsrat ör. Ley. Er bezeichnete die deutsche Revolution als eines der herrlichsten Erlebnisse, das es je im Leben eines Volkes gegeben habe. Diese Revolution habe den Schrecken von dem Worte genommen, den man ihm angehängt hatte, um ein freies Volk damit einzuschüchtern. Wer diese Revolution erlebt habe, müsse seinem Schöpfer danken, daß es ihm vergönnt war, am Wiederaufstieg seines Volkes mitzuwirken. Diese Revolution habe nichts zerstört was wertvoll genug war, um dem gesamten Volke zu dienen, sie habe aber alles aus- gebrannt, was faul und krank in unserem Staatsleben war. Alles sei neu geworden, alles sei frei geworden, ein neuer Frühling sei über unser Volk gekommen und erfülle alles mit neuer Hoffnung und neuer Zuversicht. Neues Leben trete an die Stelle alter überlebter Formen. Zwar verlange der Neubau unseres Volkes Opfer, aber cs sei noch kein Volk daran zugrunde gegangen, daß es Opfer gebracht habe für das Bestehen seines Staates. Jeder Nationalsozialist wisse, was es heiße, Opfer zu bringen, und nur weil Tausende und Abertausende mit freudigem Herzen diese Opfer im Kampfe um das Bestehen der Nation brachten, könne das deutsche Volk jetzt wieder freudig in die Zukunft schauen. Jeder Deutsche werde wieder einen Arbeitsplatz erhalten, den eine falsche und verlogene Ideologie ihm verleidet habe. Auch der Unternehmer werde seine bisherige Einstellung aufgeben und erkennen müssen, daß nicht das Kapital oder die Maschinen, oder die Gebäude das Wertvollste eines Volkes sei, sondern das wertvollste sei die Ehre seiner Arbeitsmenschen und die Ehre des gesamten Volkes. Liberalismus und Marxismus hätten eine Kluft aufgerissen zwischen Unternehmer und Arbeiter, sie allein seien schuld, daß das deutsche Volk seine Ehre verraten und verkauft habe. Er verspreche, daß er die Ehre des deutschen Arbeiters wiederhcrstellen werde, so daß in Zukunft der Arbeiter wieder ein gleichgeachtetes Glied der Nation sei. Tie Ehre des Arbeiters sei das Fundament der Wirtschaft. Die Ehre des deutschen Arbeiters aber sei auch die Ehre der deutschen Ratton, wie die Ehre der Ration die Ehre feiner Arbeilsmenschen sein müsse. Alle müßten sich die Hand reichen, um das Werk vollenden zu helfen, das der Führer begonnen habe. Der Redner schloß mit den Worten: Ein Reich, ein Hitler, ein Vaterland, einer für alle und alle für einen! Dann flammten plötzlich tue Raketen über der alten Mainbrücke auf, und vor den Augen der Kopf an Kopf stehenden Menge entwickelte sich das Riesenfeuerwerk. Magiscb beleuchtet hoben sich der Dom und die Dreikönigskirche vom nächtlichen Himmel ab. Ein dreifaches Sieg-Heil!, das von den Mauern der alten Häuser mächtig widerhallte, und der gemeinsame Gesang des Horst-Wessel-Liedes beendeten die Abschlußkundgebung des NSBO.-Landestresfens, das bei allen Beteiligten sicher einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. Eine Großtat der Eisenbahn. 30 000 Menschen allein in Londerzügen nach Frankfurt geschafft. WSN. Frankfurt a. M., 27. Ang.: Ter heutige Tag stellte an die Neichsbahndirektion -Frankfurt a. M. ganz gewaltige Anforde- I rungen. 28 Sonderzüge brachten Festtcil- nehmcr nach Frankfurt. 28 Sonderzüge haben auch wieder Frankfurt in den späten Abend- und in den Nachtstunden verlassen. Don diesen 28 Sonderzügen kamen im Hauptbahnhof 12, im Südbahnhof 14, im Ostbahnhof einer und sogar in Frankfurt-Louisa einer an. Die Sonderzüge waren alle st a r k besetzt. Sie brachten zusammen rund 30 000 Festteil- nehmer nach Frankfurt. Davon kamen im Hauptbahnyof 12 000 und im Südbahnhof 13 000 an. Neben diesen Sonderzügen waren alle Züge aus der näheren und weiteren Umgebung nach Frankfurt in den Vormittagsstunden außerordentlich st a r k besetzt, so daß die Reichsbahn auch für diese fahrplanmäßigen Züge Verstärkungen einlegen mußte. Ter Transport der großen Massen ist ohne jede Störung und ohne jeden Unfall vor sich gegangen. Bezirkssiaueniurnen in Heuchelheim. Ria Philipp (Tv. 1846 Gicßcn) Siegerin im Zehnkampf. Das 13. Bezirks- Frauenturnen des Bezirkes Hessen (DT.) nahm Samstag und Sonntag dank ausgezeichneter Vorbereitung durch den Turnverein Heuchelheim in unserem Rachbarorte einen eindrucksvollen Verlaus. Mehr als 500 Turnerinnen waren an den Cinzelkämpfen und an auserlesenen Londervorführungen aktiv beteiligt. Herrliches Sommer Wetter begünstigte die Veranstaltung und führte dieser auch eine zahlreiche Besucherzahl aus nah und fern zu. Die auswärtigen Turnerinnen waren voll des Lobes über die vorbildlich gastliche Ausnahme, die sie bei der turnfrcundlichen Bevölkerung Heuchelheims gefunden haben. Als erste Siegerin ging aus den Wettkämpfen Ria Philipp vom Tv. 1846 Gießen hervor, die im Zehnkampf der Tumerinnen- Oberstufe 184 Punkte erreichte vor der Butzbacherin Elli Langbein, die mit 181 Punkten folgt. Im Siebenkampf der Turnerinnen-Ober- stufe holte sich Ria Schwan vom Mtv. Gießen mit 135 Punkten den ersten Sieg, während der Turnerinnen-Dierkampf Erika Röhmig vom Mtv. Gießen mit 84 Punkten an erster Stelle sah. (Ausführlicher Bericht folgt.) Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 28. Aug. Austrieb: 1334 Rinder (402 Ochsen, 110 Bullen, 407 Kühe, 381 Färsen), 359 Kälber, 29 Schafe, 3740 Schweine. Cs wurden notiert: Rinder: Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 30 bis 33 Mk., (ältere) 26 bis 29, sonstige volttleischige 21 bis 25; Dullen: jüngere. vv'l.l ischge höchsten Schla t ixrts 28 bis 30, sonstige vollslcischige ober ausgemästete 23 bis 27; Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige vollfleischige oder aus- gemäftetc 21 bis 24, fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16; Färsen (Kalbinnen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 33, vollfleischige 26 bis 28, fleischige 22 bis 25. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 38 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 37. geringere Saugkälber 27 bis 31, geringe Saugkälber 22 bis 26. — Schw eine: vollfleischige Schweine von etwa 240 vis 300 Pfund Lebendgewicht 44 bis 46, von etwa 160 bis 240 Pfund 43 bis 46. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 41 bis 45. fleischige Schweine unter 120 Pfund 40 bis 44 Mk. — Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine mittelmäßig, zum Schluß abslauend. ausverkauft. 6c»fanauG5ug 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Prcuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 15. Ziehungstag 25. August 1933 Sn der heutigen Vormiltagszichung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 OetDitme zu 1OOOO M. 299197 16 Gewinne,u 6000 Dl. 60036 54619 98244 109505 119304 207149 231148 357919 8 Gewinn, »u 3000 W. 39835 82700 301218 338321 72 Gewinn, zu 2000 M. 6645 7415 21955 22114 27646 37194 63137 65128 82289 127865 130686 142352 157110 172989 174096 176127 196531 204356 211696 236587 244265 247168 261364 262209 266653 273501 292520 307438 312188 327107 356521 375261 381673 332890 384936 394999 144 »etolnne gn 1000 CT. 10442 13459 18248 18982 23314 32759 34244 33573 42279 64013 67523 75001 77782 78105 87909 94341 101726 107542 110882 113570 115592 120775 126423 128213 129413 141646 147661 151015 165017 167560 167688 174098 186820 211626 214815 224711 224930 229169 233652 235484 237491 243522 244954 247869 250773 251196 251273 257041 259274 265169 267479 272057 272069 272380 272577 274707 290393 293834 296223 297429 302607 311948 313860 333626 339014 348147 365894 371114 374472 383142 383005 395950 194 Gewinne >n 500 CT. 15550 15585 15891 25322 36945 38392 38541 40076 41010 42407 43799 44313 52406 66366 59573 61353 61972 66031 76419 82176 82581 84259 87708 88212 90182 95077 98991 111375 115804 115821 119828 127124 130570 134764 134909 137689 137723 139181 146841 153582 154437 159224 169313 161508 163900 165787 174447 185238 186094 195101 199787 200500 208686 215427 217612 218653 219960 227561 231474 234168 240864 251360 258182 259451 261152 265556 266301 271292 272173 276391 278146 281863 284189 288934 297362 297945 310011 316249 325028 325313 325551 327379 337264 337329 338709 339742 365334 364142 368451 379304 379373 385691 387440 390366 397660 398731 399420 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 17619 63818 80547 49819 124216 244664 94368 130974 190122 253682 299704 398512 51870 199440 322696 109873 136621 198323 273000 326059 147754 178432 219133 237524 263035 285441 344023 376590 399615 96146 148524 179558 22ü;32 239428 263536 301363 347796 381615 122937 141590 221800 282022 328533 112106 151430 196891 223746 244679 268381 304923 349035 386927 15740 159566 308803 124383 146594 230103 283610 336666 113091 162809 201575 225901 247104 277370 310025 353065 388961 28709 197925 313369 127513 166369 238601 288040 345694 90915 130956 165900 204810 228888 248607 279978 319031 359038 390572 25677 78152 129453 173259 240367 289637 354289 145642 173183 209553 237316 261888 281423 335417 376498 393151 1590 8694 9227 1506 66712 68119 2 »etofane »u 300000 M. 358360 2 Gewinne zu 50000 CT. 27881 3 2 Oetoinne ju 10000 CT. 79848 12 Gewinne zu 6000 CT. 148081 320187 327711 10 Gewinne zu 3000 M, 339924 362697 36 Gewinne tu 2000 CT. 107067 126845 142845 213127 232395 275178 368159 384011 399910 84 Gewinne zu 1000 CT. 29759 32060 52727 5Ö! 134 Sewinne zu 600 CT. 4928 14938 32953 34746 40183 41158 64345 67190 79023 79694 " 94204 94840 —--------- ------ Bei Nieren, Blasen- und Frauen- leiden,Harnsäure,Eiweiß,Zucker 19 31: 1 9400 Badegäste / E) I 0 yy Haupt-Niederlage in Gießen: WMINW essMklölUMLM Das Wunder der Magussi Weiser Jtomon von Kr. Lehne. Urheberschutz durch C. Ackermann, Stuttgart. 21. Fortsetzung. Nachdruck verbotenl Man umringte sie, drückte ihr die Hände, beglückwünschte sie nach Schluß: dieses Ereignis prickelte in oller Nerven. Was würde der Abend bringen! — Lächelnd, errötend, in ihrer bescheidenen, lieben Art wehrte sie ab. Und war dann plötzlich verschwunden. Zur Fürstin, die sie bewegt in die Arme schloß, — „Kind, Kind, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Sie große, große Künstlerin! — Und Sie, Kapellmeister?" wandte sich die Fürstin an Bruno Halling, der kurz nach Magussi in ihre Loge getreten. Mit leuchtenden Augen, sich tief verneigend, entgegnete er. „Durchlaucht, ich habe viel von der gnädigen Frau erwartet und werde heute abend noch mehr erwarten!" „Oh, Sie Gewaltmensch!" lächelte die Fürstin. „Jetzt aber verfüge ich über die kleine Frau und führe sie heim, damit sie genügend ausruht bis zum Abend. Sie steht unter meinem Schutz!" setzte sie ausdrucksvoll hinzu, „ich betone dies, falls man sich allerlei Urteile erlauben würde." Magussi, den verborgenen Sinn dieser Worte wohl verstehend, neigte sich über die Hand der fürstlichen Frau. Man besprach noch einiges Wichtige; dann fuhr die Fürstin mit ihr im Auto davon. „Noch einmal Kind: ich bewundere Sie und verstehe jetzt auch ganz den Drang — oder soll ich lieber sagen: den Dämon in Ihrer Brust, der Sie zum Singen treibt. Möge er Ihr Glück nicht zerstören — und das eines anderen Menschen." In leisem Erschauern schloß Magussi die Augen. „Ich kann nicht anders, Durchlaucht, er muß es einsehen! Nichts wird ihm genommen!" „Noch eins, Liebste! Da Ihr Gatte verreist ist, wünsche ich heute abend seine Mutter sowie die Ihre in meiner Loge zu sehen. Wollen Sie den Damen sagen, daß ich sie eine Stunde vor Beginn der Vorstellung bei mir erwarte?" — Die Fürstin nahm Magussis Hand, „ich möchte nämlich beide Mütter darauf oorbereiten, wen man heute abend als Hero hören wird." In Magussis Augen standen Tränen, — „wie gütig Durchlaucht sind!" „Sie sollen durch nichts beunruhigt heute abend fingen können!" Wie war Magussi der Fürstin doch dankbar, die ihr alle Steine aus dem Wege zu räumen suchte! Sie war von einer merkwürdigen Ruhe, so sicher ihrer selbst, keine Spur von Angst — nur eine große, unendliche Freude lebte in ihr, daß sie nun dicht vor der Erreichung eines jahrelang gehegten Wunsches stand. Und diese Freude war mit keinem Gefühl zu vergleichen, das sie bisher empfunden. Es war etwas so Großes, Heiliges, Erwartungsvolles, daß alles andere versank. 15. Kapitel. Man hatte ein Ereignis, wie vordem noch keines: Wer hätte das für möglich gehalten, die so zurückhaltende, schlichte Magussi Weiser als Sängerin auf der Bühne. Von nichts anderem wurde gesprochen, — wie hatte sie das nur wagen können, — und wie war ihr das Wagnis geglückt! Selbst die strengsten Kritiker hatten nichts an ihr auszusetzen gewußt. „Ein Wunder" hatte man sie genannt. Und tatsächlich: ein Wunder war es gewesen, wie sie, zum erstenmal auf der Bühne stehend, die große Rolle so mühelos bewältigte, umflossen vom unendlichen Liebreiz ihrer Erscheinung, begnadet durch diese herrliche Stimme, die das ausverkaufte Haus in Staunen und Entzücken versetzte. Man hatte wohl gewußt, daß die ursprünglich als Hero vorgesehene Asta Grellberg abgesagt und der Kapellmeister Ersatz für sie gefunden. Wer aber der Ersatz war und woher er tarn, wußte man nicht, da das Künstlerpaar auf dringenden Wunsch Bruno Hollings geschwiegen. Eine ungeheute Verblüffung hatte sich der Zuhörer bemächttgt, als man in der schlanken, holdseligen Priesterin Frau Magussi Weiser, die Tochter des Kommerzienrats Bunte, erkannte. Aller Blicke richteten sich nach der Loge der Fürstin, in der neben der fürstlichen Frau Generaldirektor Weiser und Frau Kommerzienrat Bunte saßen, wie man schon vorher mit einiger Verwunderung festgestellt, und sehr, sehr liebenswürdig und lebhaft unterhielt sich die Fürstin mit ihren Gästen. Lilo von Konsilius, in eleganter und wie immer etwas auffallender Aufmachung, war sehr erstaunt gewesen, daß bei Beginn der Oper Magussi Weiser ihren Platz noch nicht eingenommen hatte, — förmlich aufreizend wirkte dieser freie Stuhl in dem überfüllten Hause. Sie wird doch nicht plötzlich krank geworden fein?" flüsterte sie ihrem Begleiter, Kurt von Langen, zu, „denn sonst hätte sie sich durch nichts abhalten lassen, bei der Erstaufführung der Oper ihres geliebten Kapellmeisters zugegen zu fein." Bald aber hatte sie den Grund von Magujsss Fernbleiben gewußt, als nach dem kurzen, eindrucksvollen Vorspiel der Vorhang zur Seite rauschte und aus dem Tempel die Priesterin trat, im Arm ein Körbchen mit Blumen tragend. Aufgeregt hielt sie das Glas vor den Augen, — „das ist — das ist doch Magussi Weiser!" — beinahe hätte sie es laut gerufen. Sie mußte es sein; solche Ähnlichkeit gab es doch nicht wieder, obwohl es ja so gut wie unmöglich war, daß Magussi — wie sollte sie da auf die Bühne kommen — es war vielleicht doch nur eine allerdings fabelhafte Ähnlichkeit, — aber dann diese weiche, süße Stimme, nein, keine Ähnlichkeit, sie selbst, Magussi selbst war es! — 9h das war doch eine abgekartete Sache zwischen ihr und dem Kapellmeister — so etwas war noch nicht dagewesen — so etwas — Niederträchtiges. Lilo fand keinen anderen Ausdruck dafür. So heimlich war das alles gemacht; kein Wort hatte Magussi davon verlauten lassen — und nun stand sie da vor aller Augen als unerhörte Tatsache! Und das war's, was Lilo am meisten ärgerte, und im besonderen noch, daß Kurt von Langen das Glas nicht von den Augen bekam, — „entzückend!" murmelte er. Und „entzückend!" sagten auch die anderen. Man hatte das vorher so gar nicht erkannt, was für eine vollendete Schönheit diese Frau war! Wie das griechische Gewand sich um die edelgeformten, schlanken Glieder schmiegte, wie wundervoll der zarte Nacken, die Arme modelliert waren, wie rein und klar das Gesicht, voller Anmut und Hoheit der Ausdruck — und wie sie fang und sich bewegte, so sicher und selbstbewußt, als sei die Bühne ihr ein längst vertrauter Boden — das alles hatte in Magussi gelebt? Lilo war ganz außer sich vor Groll. Zorn und — Neid — ja, blanker Neid auf die Freundin war es. Was galt sie — Lilo — von heute an in der Gesellschaft? Nichts! Magussi Weiser war das Tagesgespräch von morgen an. Und nicht nur in der Stadt. In alle Zeitschriften würde ihr Bild kommen, in allen Zeitungen ihr Name genannt werden. Alles das ging Lilo durch den Kopf, Lilo, für die Aufsehen zu erregen Lebensbedürfnis war! Das Publikum vergaß beinahe den Komponisten über der Sängerin. Nur die Musikverständigen saßen und lauschten. Es war ein Besonderer, der da zu ihnen sprach, einer, der in seiner Musik keine Anlehnung an andere suchte, sondern seine eigenen Wege ging, und der jenes geheimnisvolle Etwas besaß, das die anderen zwang, ihm auch gegen ihren Willen zu folgen. Er hatte auch die Melodien nicht aus feinem Werk verbannt. Ganz wundervoll war der Zwiegesang zwischen Hero und Leander im Turmgemach der Priesterin. Wie die Musik die beiden schönen, blühenden (Stimmen umschmeichelte und ihnen ihr Recht ließ. Man stellte fest, daß der Kapellmeister mit den beinahe fanatisch leuchtenden Augen in dem blassen, festen Gesicht ein Berufener war, von dem die Welt noch sprechen würde. Und nicht von ihm allein, auch von der anmutsvollen, blonden Frau, die mit ihrer Stimme und ihrer Süße alle bezaubert hatte, daß man sich am Schluß der Vorstellung mit Beifallklatschen und Hervorrufen nicht genug tun konnte. Immer wieder wollte man die Künstler sehen — der Kapellmeister in der Mitte, zu seiner Rechten die Priesterin, deren Hand er gefaßt hielt — war es nicht, als gehörten diese beiden begnadeten Menschen zusammen, verbunden durch ihre Kunst? Frau Weiser und Frau Bunte, die Mütter, sahen sich in diesem Gedanken, der sie urplötzlich ergriffen, schmerzlich an — eine verstand in der anderen zu lesen. „iDlein armer Sohn", kam es bebend von den Lippen der Frau Weiser. Mit tränenerfüllten Augen entgegnete die andere: „Oh, wenn ich es hätte ändern können! Ich habe ja nichts gewußt!" „Frau Magussis ganzes Herz gehört' dem Gatten, ich weiß es. Nichts verbindet sie mit dem Kapellmeister, nur die Kunst!" sagte die Fürstin, die die kurze Unterhaltung der beiden Damen mit angehört, — „sie hat einfach nicht anders gekonnt. Was innerste Naturnotwendigkeit ist, das läßt sich nicht niederzwingen, — es drängt zum Licht. Sie haben hier den Beweis, meine Damen!" Die Fürstin nahm nach der Vorstellung Magussi und die Mütter mit nach ihrer Villa, um dort noch eine Tasse Tee zu trinken und die Ereignisse des Abends durchzusprechen. „Mama, ich habe der Stimme in mir folgen müssen. Was ihr gegen meine Wünsche tatet, war vergebens. Du weißt, wie ich mit Papa gerungen. Er hat eigenmächtig und bedeutungsvoll in mein Leben eingegriffen, ohne mich zu fragen, ob ich damit einverstanden war. Ich mußte mich fügen — und ich tat es. War es aus Angst ober aus Feigheit ober Schwäche — ich weiß es nicht mehr! Ich habe Ebuard über nichts im unklaren gelassen. Das, was ich anfangs als Strafe empfand, hat sich für mich zu einem unenblich großen, tiefen Glück entwickelt; benn ich habe gelernt, Ebuard zu lieben!" sagte Magussi innig. „Und konntest ihm das dennoch antun, Kind?" fragte seine Mutter vorwurfsvoll. „Ich habe nichts Unrechtes getan — wohl Außergewöhnliches, aber nichts Schlechtes! — Doch wir wollen uns heute abend nicht weiter darüber unterhatten und Durchlauchts Güte noch länger in Anspruch nehmen!" (Fortsetzung folgt.) In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93 u. 1.88. von uns genommen. In tiefer Trauer: Der CC der Hassia. I. A. Theo Cellarlus 5356 D Gießen, den 28. August 1933. Stellengesuche 13 Stück wenig gebrauchte 05017 5354 n gesucht. 5351V Hotel Prinz Carl. Lichtspielhaus • Gießen Giadifheafer Gießen 5344 C 5355D Gutes Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche Die Trauerfeier findet in aller Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 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August, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Frankfurter Straße 66 aus statt. 53)9D Plötzlich und unerwartet starb heute nacht infolge eines Herzschlages mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Herr Karl Glaum Betriebsassistent i. R. im Alter von 47 Jahren. E S 8 E19 2 2 s 10 'S O 03 g? 2: o A i • E . -- E O ’S c .- ® «»» -N- o E E A #,2. •6" - 2.S ZU 2 "2 in 05 8 3 «e = a o o g? -E 1_i 3 3 E öS S-« E — ö • ö «yCy E eE^M ^2^7 E c A I E E-^7-2 - 05^® B 2= O '€* IX* o r E O = . eB o o “ 3 « = se «> ®5 o jo — .S? 2 12 “ 5 L, »» A — o •*» ££.§=«■§ 2 E 2'3 5^3 F- o >€* ’E M c o-b^'A **f=es c ES^f 53 L E -2° 3.2 •e . 3 3 p A uu| = ö:5±a 2« “ u T»-.___ 3,2 ~ := . to> - — ** o O •—I 2.“” Sp in 2^ •€*•£ — “ 3 E . — E O o-te s 5 g ~1A' c 2 - -.2o ’2 «o *. 3 3 wie1 ■C* r* *x ® = E ® ..Ott *®a E; 3 :O 05 3 — £f O OE”1 3 2 E «■ Ä^? b„ °°n her» 'hier Z °>ls. e> MS?? 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