trag der Provinzial- jotmelU ütfoex« ben Hamen ber Stabt ngtunbfiüde der Sarbenterch und Lich- i$ Obnheffen beschlossen, iner ist von der 'Bcjirti« Errichtung eines Wohn- a r l c h e n in Höhe von rdeir Der beantragten lirch die Stadt während -en Stellung von zwei 3cn der Stadt gegenüber früheren Jahren mehre- ern Bauplätze im rechts gegen Zahlung luzinses in Höhe von tswcrtes überlassen. Ein des Erbbauzinses Mieden, dagegen einem enlung der HhPv' idtische Baudailehen zu« rart. d-b **”$ sie über dem ZuWV i.1eiaene 2ank«Berblnd' sswgS iS3fÄ3- hSS?’.■'< «SÄ ■ 2InlQg „ *■ L °"S°I°rL °"- bln vZiale 4- 1 für SleinUt*Otge nteile N'M L ' Denver,jchx sanken., »°» tun? Ä»°»d äFä -KM n tij7700 X jur Ä^geftent. ['««IM; 'cn “"i’g’ti t L Ä I '°lcher von 1500 ff Der anteilige Miet, rfoi? bcftzc festgesetzt. - Boranschlagsberatung ,ag der städtischen ür 1933, der in Ein« 40700 M bei einem von 16000 ab- Mislags h herzlichff I 1933 übeff» Rr.t74 KvühattSsabe 183. Jahrgang 8reitag,28.ZuIU93Z Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dmd und Verlag: vrühl'fche Univerfitäls-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« Klomeanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschnst 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton DrJfj.Ibijriot; für den übrigen Teil Crnst Dlumschein undsürdenAn« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Erlcheinl tflgltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Biefeener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zemsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eiehen. Postscheckkonto: granffurt am Main 11686. Eine Kundgebung des Reichsarbeitsminifters. Berlin, 27. Juli. (TU.) Der Reichsar- beilsminister erläfot folgende Kundgebung: Die Kundgebung des Herrn Reichskanzlers über den Abschluß der deutschen Revolution, die Mitteilungen des Herrn Reichsministers des Innern, der schärfste Maßnahmen androht gegen unbefugte Eingriffe in die wirtschaft und gegen Mißachtung von Anordnungen der Träger der Staalsautorität, find rllen Dienststellen in Reich und Ländern bekannt- gegeben worden. 3m Anschluß daran hat der Herr preußische Ministerpräsident für den Bereich seiner Verwaltung befohlen, daß Kontrollen der Staatsverwaltung oder gar (Eingriffe in sie durch außenstehende' Personen in Zukunst verboten sind. Derartigen versuchen fei mit allen Mitteln entgegenzutreten. Demzufolge erwarte ich, daß auch in meinem Arbeitsbereich die Autorität der Reichsregierung unter allen Umständen fichergestellt bleibt und jeder versuch, sie zu erschüttern, unterbunden »bird. Insbesondere verweise ich aus den Ausführungen des Herrn Reichskanzlers auf zwei Punkte: 1. 3ede Rebenaktion, möge sie Herkommen wo sie wolle, muß zurückgewiesen werden. 2. Keinerlei Organisationen oder Parteistellen irgendwelcher Art dürfen sich R e g k e r u n g s- befugnisse anmahen, Personen absehen und Aemter besehen. wie in bezug auf die Wirtschaft allein der Herr Reichswirtschastsminisker, so ist auf dem Gebiet der Ausgaben des Reichsarbeitsministeriums allein der Reichsarbeitsminister zuständig und den Richtlinien der Politik des Herrn Reichskanzlers entsprechend verantwortlich. Berlin, 27. Juli 1933. Franz Seldte. Mimstergehäiter Maxmalsähe auch in der Wirtschaft. Berlin, 27. Juli. (TTl.) Für die Reichsregierung bestehl die gesetzliche Ermächtigung zur Kürzung von Dienstbezügen undPen- sionen der Borstands- und Äussichtsratsmit- glieder bei Llnternehmungen, die von der öffentlichen Hand eine finanzielle Beihilfe erfahren haben und bei öffentlich- rechtlichen Betrieben. Dem Bernehmen nach schweben im Reichswirtschaftsministerium Ber- Handlungen, diese Bestimmungen möglichst bald in die Wirklichkeit umzusetzen. Es würde in der Oefsentlichkeit nicht verstanden werden, wenn die v'on der öffentlichen Hand subventionierten Betriebe, die sich nicht aus eigener Kraft erhalten können, noch weiterhin Gehälter an ihre Direktoren und Aufsichtsräte zahlen würden, die die Mini st ergehälter über st eigen. Neue Richtlinien für den Geschichtsunterricht. Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat den Unterrichtsministern der Länder Richtlinien für die Geschichtslehrbücher übersandt mit dem Bemerken, daß der Geschichtsunterricht künftig unter Berücksichtigung der Gesichtspunkte dieser Richtlinien zu erteilen sei, obwohl die diesen Richtlinien entsprechenden Geschichtslehrbücher kaum vor Ostern 1935 oorliegen werden. In den neuen Richtlinien, in denen einleitend auf die hohe Bedeutung der Vorgeschichte hingewiesen wird, die geeignet sei, der herkömmlichen Unterschätzung der Kulturhöhe unserer germanischen Borfahren entgegenzuwirken, heißt es dann weiter unter anderem: Von der Vorzeit an hurch alle späteren Jahrtausende hindurch bis zur Gegenwart muß sodann die Bedeutung der Rasse gebührend berücksichtigt werden, da sie den Urboden darstellt, aus dem alle wurzelhaste Eigenart der Einzelpersönlich- keit sowohl wie die der Völker erwächst. Ein weiterer Gesichtspunkt ist der völkische Gedanke im Gegensatz zum internationalen. Eng mit dem völkischen hängt der Volks- bürgerliche Gedanke zusammen. Da heute ein volles Drittel aller Deutschen außerhalb der Grenzen des Reiches wohnt, hat die Geschichtsbetrachtung bei der Behandlung der deutschen Geschichte sich nicht auf das innerhalb der deutschen Grenzen liegende Gebiet zu beschränken, sondern stets auch das Schicksal unserer außerhalb wohnenden Stammesbrüder im Auge zu behalten. Den Geschichtsunterricht aller Stufen muß der heldische Gedanke in feiner germanischen Ausprägung, verbunden mit dem Führergedanken unserer Zeit, der an älteste Borbilder deutscher Vergangenheit anknüpft, durchziehen. Eines besonders sorgfältigen Aufbaues bedarf wegen der Kürze der verfügbaren Zeit der Geschichtsunterricht in der Volksschule. Bom zweiten Schuljahr an sind hier als Einführung in die Vergangenheit deutsche Märchen, lom dritten an unter Anknüpfung an die Heimat deutsche Sagen und weiterhin deutsche Heldensagen zu behandeln. Das fünfte Schuljahr wird bereits mit einfachen Ge- Der Zusammenbruch der Weliwirischastskonserenz. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat in seiner Schluhansprache als Ergebnis der Londoner Verhandlungen festgestellt, daß die einzelnen Lander erst selbst ihr Gleichgewicht o 9 e f u n d e n haben müssen, ehe daran zu denken ist, den Üeberbau einer gesunden internationalen Wirtschaft auch nur zu versuchen. Diese Erkenntnis war schon in der Rede des früheren Reichswirtschaftsministers Dr. H u g e n - berg enthalten, wie sie auch den wesentlichen Inhalt der Botschaft bildete, die Präsident Roosevelt an die Londoner Tagung gerichtet hatte. In der Tat, wenn die Vertreter von 64 Ländern zusammenkommen, darunter Länder, in denen die Wirtschaftskrise ungeheure Verwüstungen angerichtet hat, so wird es zunächst schwer, wenn nicht unmöglich sein, gemeinsame Grundlagen für den Wiederaufbau zu finden. So kann sich die internationale Wirtschaft nur auf der Grundlage vollziehen, daß wenigstens in den Hauptwirtschaftsländern die Währungen gefestigt und widerstandsfähig sind. Gerade das ist nicht der Falb, aber auch hier zeigte der Versuch, wenigstens in der Währungsfrage zu einer Verständigung zu gelangen, so tiefe und unüberbrückbare Gegensätze, daß es nach deren Feststellung zweckmäßiger gewesen wäre, die Verhandlungen sofort abzubrechen. Die bittere Erkenntnis, daß auch alle anderen Probleme der internationalen Wirtschaft sich zur Zeit nicht lösen lassen, trägt gewiß nicht dazu bei, die internationale Krise selbst zu entspannen. Warum dieser hoffnungslose Ausgang einer Tagung, in die so ziemlich alle Völker, mit Recht oder Unrecht, die größten Erwartungen gesetzt haben? Daß die Union den Dollar nicht befestigen will, daß England infolgedessen das Pfund auch weiter schwanken lassen muß, ist wirklich nicht der Grund. Auch die hohen Zollmauern, mit deren Errichtung die Union angefangen hat, die sie noch höher führte, als die Wirtschaftskrise einsetzte, sind nicht Ursache, sondern Wirkung. Die einzige und wirkliche Ursache der internationalen Wirtschaftskrise ist die Versailler Politik, nicht nur in Hinsicht auf die Tribute, sondern auch in Hinsicht auf die internationale Schuldenverflechtung. Die Versailler Politik besteht wesentlich darin, daß mit Hilfe der schändlichen Kriegsschuldlüge Deutschland gezwungen werden soll, Hauptsache und Kosten des ganzen Krieges zu bezahlen. Diese Politik ist, soweit es sich um den Zahlungszwang für Deutschland handelt, zwar zu- sammengebrochen, aber das System, das um diesen Zwang errichtet worden ist, besteht im wesentlichen noch unverändert fort. Die sogenannten Sieger verschuldeten sich während des Krieges und erst recht nach dem Kriege an die Union, weil sie davon ausgingen, daß diese Schulden bei Heller und Pfennig im Rahmen der Tribute von Deutschland bezahlt werden müßten Viel später wurde erst die Entdeckung gemacht, daß der internationale Zahlungsausgleichung sich nur auf Grund von Warenaustausch vollziehen kann, so daß Länder, die von einem anderen Lande Zahlungen erwarten, sich schon bereit erklären müssen, diese Zahlungen in Form von Waren entgegenzunehmen. Dazu waren die Länder um so weniger geneigt, als sie selbst als Verkäufer auf allen Märkten auftreten wollten, ganz abgesehen davon, daß sie noch weniger geneigt waren, ihre eigenen Märkte dem Schuldner zu überlassen. Während auf offener Bühne die Versailler Politik auf- rcchterhalton wurde, also auch die Selbsttäuschung, Deutschland werde alles durch Tribute bezahlen müssen, vollzog sich in den Kulissen eine völlige Zertrümmerung des Systems. Die Länder schlossen sich durch Zollmauern ab, forderten aber nichtsdestoweniger von ihren freiwilligen oder unfreiwilligen Schuldnern Zahlungen, die dann nicht geleistet werden konnten. Um die Verwirrung zu steigern. hatten es einzelne Länder fertig gebracht, nämlich die Union und Frankreich, fast alles münzbare Gold bei s i ch anzu- sammeln, so daß auch von dieser Seite her die internationale Wirtschaft einen Stoß erhielt. Da sich nicht übersehen ließ, wohin diese Entwicklung führen würde, wuchsen Unruhe und Mißtrauen, die auch dadurch nicht verscheucht werden konnten, daß alle Versuche, sich international über die Krise zu verständigen, mehr oder weniger scheiterten. Es kommt nicht nur daraus an, daß die einzelnen Länder sich selbst zu helfen wissen, es« kommt vielmehr vor allem daraus an, daß diese Selbsthilfe darin mündet, die Llrsachen der Unruhe und des Mißtrauens zu beseitigen. Die Schuldenlast, die Krieg und Versailler Vertrag aufgehäuft haben, sind nicht das Ergebnis einer produktiven Entwicklung, sondern die Folge einer furchtbaren Zerstörung. 3n dieser Schuldenlast drückt sich nicht der Gegenwert für produktive Anlagen aus, die also samt Zins und Zinseszinsen zurückerstattet werden können, sondern diese Schuldenlast ist ohne produktiven Gegenwert. Wie soll der internationale Warenaustausch wieder in Gang kommen, wenn alle Waren mit unproduktiven Schulden und Zinsen vorbelastet sind, so daß die Aufbringung dieser Zinsen nur um den Preis von Massennot und Arbeitslosigkeit erkauft werden kann! Die Völker müssen sich schon selbst Helsen, weil di» Staatsmänner der alten Schule taub und blind sind. Wird der Fehlschlag von London verstanden, werden seine Lehren befolgt werden? Es genügt nicht, den Völkern zu sagen, wie es vor allem Roosevelt getan hat, zunächst einmal ihre Wirtschaft und ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, cs ist vielmehr notwendig, auch die Mittel und Wege anzugeben, mit deren Einsatz das geschehen kann. Roosevelt verfolgt allerdings mit seinem Rat noch etwas anderes, nämlich die dringende Empfehlung der Abrüstung, weil die Kosten der stehenden Heere und der Aufrüstung das Gleichgewicht in jedem Staatshaushalt verhindern müssen. Aber das gehört mit zum System derDersailler Politik, das als Ganzes abgebaut werden muß, um den Völkern international das wiederzugeben, was sie zu ihrer Gesundung gebrauchen, nämlich Vertrauen und nochmal Vertrauen zu sich und zu den andern. Die Grabreden. Thir die Vertreter Amerikas und Englands sprechen von Hoffnung. London, *27. Juli. (TU.) Die Schluß« sitzung der Weltwirtschaftskonferenz wurde durch M a c b o n c I b eröffnet. Finanzminister Bonnet erstattete kurz Bericht über bie Arbeiten bes Währungsausschusses. Der Prcisibent bes Währungsausschusses, ber Amerikaner Cox, ber darauf das Wort nahm, erklärte u. a., daß der Weltkrieg 165 Milliarden Dollar gekostet habe, während er zu Vorkriegspreisen nur 65 Milliarden Dollar gekostet haben würde. Das Ergebnis der Konferenz lasse sich folgendermaßen zusammenfassen: Man habe den tatsächlichen Stand des wirtschaftlichen und sozialen Lebens der Welt erfahren. Man habe eingefehen, baß Allgemeininteressen vor Selb stinke ressen gehen, obgleich eine nationale Politik zur.Schaffung eines ruhigen sozialen Lebens notwendig sei. Schließlich habe man fest- gestellt, baß in einigen Fragen nicht bie großen Meinungsverschiebenheiten bestehen, bie man erwartet habe. Weiter behanbelte Cox die Frage der internatioalen Schulden, Der holländische Ministerpräsident C o l i j n, der Präsident des Wirtschaftsausschusses, ber mit großem Beifall empfangen wurde, erklärte, daß der Beifall feiner Ansicht nach nicht angebracht fei, da die Konferenz keinerlei endgültige Ergebnisse gezeitigt habe. Nicht eine einzige Abordnung habe greifbare Vorschläge zur Heilung ber Keife vorgebracht. Die ganze Konferenz fei eine große Enttäuschung. Insbesondre sei unglücklicherweise keine enbgültige Entscheibung über bie Stabilisierung getroffen worben. Als erster Länbervertreter sprach der Italiener 2 u n g. Die Klarstellung der großen Meinungsverschiedenheiten und eine Vertagung der Konferenz sei besser, als wenn man sich hinter nichtssagenden Entschließungen versteckt hätte. Italien werde unter allen Umständen am Goldstandard f c ft halten. Abschließend bemerkte er, daß sich die politische Atmosphäre verbessert habe, was schon eine Rückwirkung auf die Wirtschaft haben werde, und daß bei weiterer Besserung der politischen Lage die Lösung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern leichter fein werde. Die Rede Dr. Schachts, der nach Chamberlain das Wort ergriffen hatte, wurde vor dicht- besetztem Saale mit gespanntem Interesse ausgenommen. Sowohl bei dem Beginn wie bei Schluß der Rede erhielt der deutsche Vertreter starken Beifall. Der tschechische Vertreter drückte sodann im Rainen der Kleinen Entente das allgemeine Bedauern aus, daß die Konferenz sowenig erreicht habe. Großes Interesse erweckte die Rede des russi- schon Botschafters Maisky. Dieser drückte in der Hauptsache sein Bedauern darüber aus, daß beide auf der Konferenz vorgebrachte rufsische Vorschläge des wirtschaftlichen Richtangriffspaktes und einer Ausdehnung der Einfuhrmöglichkeiten wenig Sympathie gefunden hätten und auf ein totes Gleis geschoben wurden. Die Hauptaufgaben der Konferenz seien vertagt worden. Maisky führte die Schwierigkeiten der Konferenz in propagandistischer Weise auf den Kapitalismus zurück. Die Rede klang aus in ein bolfchewistisch gefärbtes Bekenntnis zum Weltfrieden. Rach einer Rede des argentinischen Vertreters wurde ein Telegramm des Präsidenten Roosevelt vorgelesen. In diesem spricht er die Hoffnung aus, daß, wenn die Konferenz auch jetzt noch keine Erfolge erzielt habe, dieses doch in Zukunft der Fall sein werde. Der Standpunkt Amerikas. In ber Nachmittagssitzung hob Staatssekretär Hüll, ber Führer ber cnneriaknijchen Delegation, mit befonberem Nachbruck hervor, baß Ls sich nur um eine Unterbrechung ber Arbeit ber Konferenz hanbele, nicht aber um ihre Beenbigung. Hust befunbete seinen Glauben an bie Zweckmäßigkeit von Konferenzen. Seiner Ansicht nach könnten ge- rabe gegenwärtig bie Staatsmänner ber Welt nicht oft genug unb lange genug in Konferenzen sitzen. Mit harten Worten roanbte er sich gegen bie Kritiker ber ßonboner Konferenz unb fuhr fort: Ich rufe diese Konferenz unb bie Völker ber ganzen weit auf, bie Beendigung bes ruinösen Wettlaufs ber Rationen sowohl in militärischen, wie in wirtschaftlichen Rüstungen zu verlangen. Es würde zu keinem Ziel führen, so meinte Hüll weiter, Handelsschranken zu senken, ohne gleichzeitig stabile monetäre Erleichterungen für den Handel zu schassen. Andererseits würde der Handel trotz einer vollkommenen monetären Stabilisierung nicht in Gang kommen, wenn die Handelshindernisse unberührt blieben. Jedes Land sollte heute in erster Linie ein umfassendes heimisches Programm haben, geeignet, die bestehende Depression möglichst wirksam zu behandeln. Die Vereinigten Staaten haben ein konstruktives Programm in diesem Sinne in Gang gebracht. Aber so wichtig heimische Programme auch sind, vermögen sie doch nicht allein die Wirtfchast auf das höchste Riveau dauernder Erholung zurück- schichtsbildern der Vor- und Frühgeschichte beginnen können. Mehr noch als in der chöHeren Schule hat die Darstellung der geschichtlichen Ereignisse an große Führerpersönlich, leiten anzuknüpfen. Doch sollen auch hier — vor allem in der obersten Volksschulklasfe — nach Möglichkeit die großen Cntwicklungs- l i n i e n hcrvortreten und die treibenden Grundkräfte geschichtlichen Werdens aufgezeigt werden. Die jüngste Vergangenheit ist zur Weckung des Verständnisses für die Röte und Aufgaben der Gegenwart auch in der Volksschule besonders eingehend durchzunehmen. Gnadenerweise zur Beendigung der nationalsozialistischen Revolution. Berlin, 27. Juli. (ENB.) Wie ber Amtliche Preußische Pressebienst mitteilt, hat ber preußische Jnstizminister zur Durchführung ber Begnabigungen einen Erlaß herausgegeben, in bem es u. a. heißt: Die Sturmabteilungen (ber Stahlhelm) unb bie Schutzstaffeln ber NSDAP, haben unter Einsatz von Leib unb Leben bem beutschen Volk ben lag ber Freiheit erkämpft. Zn Anerkennung bes kämpferischen Geistes, bem ber Sieg ber nationalsozialistischen Revolution zu Derbanten ist, ist aus Anlaß ber Beenbigung ber nationalsozialisti- s ch e n Revolution zu prüfen, ob Angehörige ber genannten Formationen, bie sich ft r a f b a r gemacht haben, in geeigneten Einzelfällen eines Gnabenerweises roürbig erscheinen. Insbesondre ist bie Erteiluna eines Gnabenerweises bei solchen Straftaten ber Kämpfer unb Solbaten ber nationalsozialistischen Revolution in Erwägung zu ziehen, bie im Zusammenhang mit ber nationalsozialistischen Reoolution zur Durchsetzung bes n a - tionalsozialistischen Staats begangen sink); in Betracht kommen politische Straftaten aus ber Zeit nach bem Inkrafttreten ber Verorbnung bes Reichspräsibenten über bie Gewährung von Straffreiheit vom 21. 3. 1932. Der preußische Iustizminifter ersucht baher bie preußischen Oberstaatsanwälte, über rechtskräftige Verurteilungen von Angehörigen ber genannten Formationen, soweit bie Strafvollstreckung noch nicht bcenbet ist, zu berichten, ob ein Gnadenerweis für angezeigt erachtet wirb. Ebenso werben bie Oberstaatsanwälte ersucht, in noch schwebenben Strafverfahren zu berichten, ob eine Nieberschlagung befürwortet wirb unb bis zur ministeriellen Entscheibung von Untersuchungshanblungen absehen. Die Maßnahmen betreffen nicht Straftaten, bie nach bem 15. Juli begangen sinb ober begangen werben sollten. Oie Zerstörung der Hindenburg-Eiche Berlin 27. Juli. (CNB.) Die am 1. Mai zu Ehren bes Herrn Reichspräsibenten auf bem Tempelhofer Felbe von ber Hitlerjugenb gepflanzte Hinbenburg-Eiche wurde in der Nacht zum Donnerstag, 27. Juli, von Buben- hanb zerstört. Der^stäbtische Parkwächter stellte auf seinem ftünblichen Runbgang um 2.30 Uhr fest, baß bie westlich ber Parabepappel stehenbe Eiche abgesägt war, währenb sie vor einer Stunbe noch vollkommen unbeschäbigt stanb. Die Täter, bie bisher noch nicht ermittelt werben konnten, müssen ben zwei Meter hohen, mit Stachelbraht d e - wehrten Zaun überstiegen haben, um zu ber Eiche zu gelangen. Die Tür war vollkommen unbeschäbigt, bagegen wies ber Zaun Spuren ber Ueberfteigung auf. Die Eiche hatte sich bisher gut entwickelt unb war in bestem Wachstum. Die Sicherung erfolgte burch bie ftäbtifchen Parkwächter, bie in kurzen Abständen regelmäßig oorüberkamen, sowie burch zu verschie- benen Zeiten oorgenommene Streifen bes Reviers. zubringen. Hierfür ist ein Programm inter - nationaler,Zusammenarbeit notwendig. Die amerikanische Regierung hoffe, daß jede Ration, die es noch nicht getan habe, ein heimisches Programm gewöhnlicher und besonderer Maßnahmen zur Hebung der Preise, Vergrößerung der Beschäftigung und Besserung der Geschäftslage in Gang bringen werde. Oer französische Zinanzminister Bonnet erklärte alsdann, die Konferenz habe ihre Hauptaufgabe, nämlich die W ä h r u n g s st a b l l,- sier'ung, nicht lösen können. Er hoffe jedoch, daß der Tag bald kommen werde, an dem eine allgemeine Wahrungsstabilisierung zustande gebracht werde. Die Schlußrede Der Konferenzpräsident Macdonald hielt hierauf die Schlußrede. Er legte der Konferenz den Bürobericht, die Entschließung des Büros über die «der Konferenz, eine Entschließung über ährungsbericht und eine solche über den Wirtschaftsbericht vor, die sämtlich ohne Abstimmung angenommen wurden. Macdonald, der ziemlich bedrückt aussah, sagte u. a.: Er bedauere ebenso wie alle anderen Vertreter, daß die Konferenz nicht in derLage gewesen sei, ihre Arbeiten ohne Vertagung zu beenden. Man dürfe jedoch nicht glauben, daß es sich um das Ende der Konferenz handele. Die Hoffnungen auf wichtige Abkommen seien noch nicht zerstört. Die Tatsache allein, daß die Konferenz stattgefunden habe, habe zur Belebung des Welthandels beigetragen. Die wichtigsten internationalen Wirtschaftsfragen müßten jedoch unbedingt gelöst werden. Die Tatsache, daß die Konferenz durch eine einzige Frage zum Stillstand gebracht worden sei, gebe die gute Lehre, daß der einzige Ausweg aus der gegenwärtigen Lage eine katastrophale und vielleicht sogar revolutionäre Folge von staatlichen und privaten Vankerott- erklärungen sein könnte, wenn die Staaten nicht gewisse Tatsachen von internationalem Einfluß anerkennten. Während der Vertagung müßten die Bemühungen zur Ebnung des Weges für internationale Abmachungen erneuert werden. Das Bureau dürfe dabei keine Zeit verlieren. Eine der wichtigsten Fragen sei die Preishebung. Zur Frage der internationalen Verschuldung sagte Macdonald: Solange die G l ä u- bigerländer nicht bereit sind, Waren und Dien st lei st ungen als Schuldenzahlungen anzunehmen, können die Schulden nicht bezahlt werden. Die Mißachtung dieses elementaren Grundsatzes habe den Preissturz herbeigeführt, der sowohl für die Schuldner wie für die Gläubiger katastrophal gewesen sei. Weiter sagte Macdonald, daß jedes Land seiner nationalen, wirtschaftlichen und finanziellen Lage entsprechend handeln müsse, ohne aber die Interessen der anderen Länder zu verletzen. Die Goldstandard-, Sterling-, Dollar- und anderen Länder müßten einem festen Verhältnis ihrer Wirkung zustimmen und diese gegen Schwankungen schützen. Macdonald erklärte ferner, daß der Grundsatz des freien Handels nicht mehr aufrechterhalten werden könne, daß aber umsomehr eine genaue Prüfung der Vorschläge zur Milderung der Handelshindernisse stattfinden könne. Er könne keinen b e - stimmten Zeitpunkt angcben, aber er sage: ..Lebt wohl!" in der Hoffnung, daß er vor Ablauf mehrerer Monate die Vertreter wieder begrüßen dürfe. Rach der Rede Macdonalds wurde eine Entschließung, in der die Konferenz der englischen Regierung, besonders Macdonald und dem Londoner Bürgermeister dankt, unter Beifallsklatschen angenommen. Die Konferenz wurde dann um 16.37 Uhr abgeschlossen. Mussolini erklärt: Genug der Konferenzen! Paris, 27.Suli. (WTB.) Die Wochenschrift „Les Annales" veröffentlicht morgen einen Artikel von Mussolini unter der Ueberschrift „Genug der Konferenzen!". Havas gibt heute einen Auszug aus diesem Artikel, in dem es u. a. heißt: Augenblicklich sind wir Zeugen des Präsidenten. der Agonie zweier Konferenzen, derjenigen von London und derjenigen von Genf. Man kann behaupten, daß es sich hier um zwei sensationelle Mißerfolge der europäischen Politik handelt. Ohne den Viermächtepakt hätte Europa am Rande des Abgrundes und am Vorabend des Krieges gestanden. Wie ich dies bereits in meiner Adresse an den Senat gesagt habe, darf man sich bezüglich des Viererpaktes nicht zu großen Illusionen hingeben. Die Bedeutung dieses Paktes liegt in der Tatsache, daß er die Bildung sich entgegenstehender Blocks in Europa verhindert, und daß er den vier westlichen europäischen Mächten die Möglichkeit verschafft, für den Frieden zusammenzuarbei- t e n. Der Gedanke, daß während zehn Sahren Europa ruhig sein wird, stellt einen Anreiz dar für die Verbesserung der allgemeinen Lage. Richt 2000 Delegierte werden in Zukunft mehr um einen Tisch herum beraten, sondern die verantwortlichen Vertreter der vier Mächte, deren Arbeit sorgfältig in den diplomatischen Kanzleien und offiziellen Zusammenkünften vorbereitet werden wird. Oie nationalsozialistische Weltanschauung. Eine Rede des Führers der Deutschen Arbeitsfront. Sena, 27. Juli. (Conti.) Anläßlich der Einweihung der auf der Burg L o b e d a eingerichteten thüringischen Landesführerschule der RSDAP., hielt der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, am Dienstag vor 60 am ersten Schülerkurs teilnehmenden Amtswaltern eine Rede über die nationalsozialistische Weltanschauung. Zum ersten Male in der deutschen Geschichte, so führte Dr. Ley etwa aus, trete jetzt eine politische Bewegung auf, die das Volk weltanschaulich schule, was bisher nur die Kirche getan habe. Don nun an gebe es nur noch eine Organisation, die weltanschaulich schulen dürfe, die RSDAP. Der nationalsozialistische Sieg sei nichts anderes als der Sieg der Vernunft über die Unvernunft. Rationalsozialismus sei die Erkenntnis der Dinge und Menschen, die mit Wissenschaft nichts zu tun habe. Rotwendiger als Wissen sei Charakter. Die Grundlage für unsere Arbeit, fuhr Dr. Ley fort, bleibt ein für alle Male die nationalsozialistische Weltanschauung. Die materielle Rot meistern wir spielend, wenn wir die seelische meistern. Sch sehe mit ungeheurer Hoffnung in die Zukunft. W i r werden die Ererbslosigkeit meistern Und all das Elend und die Rot. Sch glaube, daß es im nächsten Sahr nicht mehr Arbeitslose geben wird als in normalen Zeiten vor dem Kriege, und daß wir in zwei Sahren nicht so viel Menschen in Deutschland haben, um alle vorhandene Arbeit leisten zu können. Sch glaube nicht, daß der Rationalsozialismus halt machen wird an den Grenzen Deutschlands, sondern er wird Fuß fassen, wo gleiche Art und gleiches Denken herrschen. Kunst und Wissenschaft Die Trauerfeier für Max von Schillings. Sn der Preußischen Akademie der Künste in Berlin fand unter Teilnahme von Vertretern der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, Vertretern aus Kunst und Wissenschaft die T r a u e r- Znng-Faschisten im Braunen Haus. ... Die 500 jungen Italiener, die sich auf einer Reise durch Deutschland befinden, wurden in der bayrischen Hauptstadt von Adolf Hitler empfangen, der vor ihnen eine Rede hielt. Danach marschierten sie gemeinsam ins Braune Haus, wo der stellvertretende Führer der NSDAP., Rudolf H e ß, sie begrüßte. — Die jungen Anhänger Mussolinis ziehen durch die Münchener Propyläen zum Braunen Haus. feier für Max v. Schillings statt. Vor dem Sarg sah man auf schwarzem Samtkissen die Orden und Ehrenzeichen, die dem verstorbenen Meister im Laufe feiner künstlerischen Tätigkeit verliehen worden waren. Die Feier begann mit dem Vorspiel von „Spielmanns Lust und Leid" zum dritten Aufzug aus der Oper „Der Pfeifertag", einem der Hauptwerke von Schillings, vorgetragen von dem Deutschen Kampfbund-Orchester. Rach einer Rezitation „Volk aus dem Rorden" von Hans Friedrich "Stund hielten Alexander Amersdorsfer, Staatssekretär Dr. S t u f - kart, Georg Schumann, Gottfried Benn und Max B u t t i n g Gedenkansprachen. Mit der Cavatine von Beethoven schloß die schlichte Feier. — Der Sarg wurde zum Krematorium übergeführt, vor dem SS. und Stahlhelm Spalier standen. Oberbürgermeister Dr. S a h m führte in seiner Gedächtnisrede aus, der Verstorbene habe in selbstverzehrender Freude der deutschen Kunst gedient und sei gerade und unbeirrt seinen Weg gegangen. Deutschlands Defreiungsstunde sei auch seine Befreiungsstunde gewesen. Rach kurzen Gedenkworten von Freunden des Verstorbenen senkte sich der Sarg unter den Klängen eines Chorals in die Tiefe. Aus aller Well. Ausländisches Flugzeug über dem Lrdölbergwerk Salzbergen. Vor einigen Tagen erschien, wie das „Osnabrücker Tageblatt" meldet, gegen Mittag ein ausländisches Flugzeug über Salzbergen, ging tief herunter, stellte mehrmals die Motoren ab und umkreiste dreimal die Anlagen der Ersag, Erdölwerk Salzbergen. Wie nach dem genannten Blatt weiter beobachtet wurde, soll es sich um ausländische Flieger handeln, die wahrscheinlich Bildaufnahmen von dem Erdölwerk ausgenommen haben. Die Direktion des Werkes benachrichtigte sofort die Luftpolizei von dem eigenartigen Vorfall. Feuerüberfall auf eine SA.-Palrouille. In Süssen bei Geislingen (Württ.) wurde nach einer Meldung der „Geislinger Zeitung" auf eirte SA.-Patrouille ein Feuerüberfall verübt. Der SA.-Mann Schwan, Süssen, der von seinen Kameraden etwa 15 Meter entfernt war, wurde während seines nächtlichen Dienstes beschossen und am Fuß verletzt, so daß er ins Krankenhaus Geislingen gebracht werden mußte. Die Täter sind noch unbekannt, die Ermittlungen wurden ausgenommen. Wegen Ermordung eines S2l.-Mannes zum Tode verurteilt. Das Bamberger Schwurgericht fällte in dem Prozeß gegen den 22jährigen Dienstknecht Lorenz S ck; r i e f e r aus Gaiganz, der im Mai d. I. den SAi-Mann Wiesheier ermordet hatte, folgendes Urteil: Der Angeklagte Lorenz Schriefer wird wegen eines Verbrechens des Mordes zur Todesstrafe verurteilt, außerdem zu zwei Jahren Gefängnis wegen eines Verbrechens der fortgesetzten schweren Körperverletzung und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer. Nach der Urteilsbegründung brach der Angeklagte zusammen. Llly Beinhorn in Berlin. Nach einem fast viermonatigen Flug, der E l l y Beinhorn rund um Afrika führte, kehrte die erfolgreiche Fliegerin jetzt wieder nach Berlin zurück. Trotz der Hitze, die auf dem Tempelhofer Feld lastete, hatte sich eine Menge von geladenen Gästen auf dem Flugplatz eingefunden. Den Flugplatz umsäumten viele Tausende Schaulustiger. Nach der Landung verließ die Fliegerin unter den Klängen des Deutschlandliedes und des Horst-Wesiel- Liedes die Maschine und begab sich zu der Ehrentribüne, wo sie von dem Präsidenten des Aero-Klnds in Berlin begrüßt wurde. Danach wurde Elly Beinhorn vor das Mikrophon geführt, wo sie für die Wochenschau ein paar Worte sprach. Sie habe vor knapp vier Monaten Berlin verlassen. Der Flug habe sie in erster Linie in die ehemals deutschen Kolonien geführt und, wie sie sagen zu können glaube, hätten sich die Deutschen in Afrika alle über diesen Flug gefreut. Man werde später aus dem reichen Bildermaterial, das sie von ihrem Afrikaflug mitgebracht habe, noch Einzelheiten über ihren Flug erfahren. Verantwortlich für Politik: i. 33.: Ernst Blumschein. Japanisches Mnonettenihealer. Don Helmut Schreck. Gewiß, sie haben unterdeß ein paar nackte Hallenscheunen samt Wellblechfirst neben die lackroten Drücken der kirschbaumumsäumten Tempelbezirke genietet; sie haben mittlerweile etliche Drahtstränge durch die anmutig sanfte Landschaft der zartgrünen Reisfelder gespannt; und sie haben die Welt der geschnitzten Löwenköpfe, der sechzehnblättrigen Chrysantheme und der heiligen Hirsche von Rara mit Staubsaugern, Rundfunk und Lärm durchsetzt. Aber — aber sie haben ein anderes Sapan damit kaum berührt. Ebensowenig wie ihre Betriebsamkeit an die Götter der Bambuswälder von Rikko, an die tausendjährigen Bergeichen der Rordinsel Hokkaido und an das Lächeln des stillen rundhäup- tigen Buddha von Kamakura rührte — ebensowenig hat ihre amerikanisch regsame Unruhe an die durch mehrere Sahrhunderte gefestigte Ueber- lieferung getastet, die das geheimnisvolle Spiel der Marionette noch in Sapan der Fernsprecher und Tonfilme als gleichnishaft empfindet. Heut wie je hat sich dort die Puppenbühne behauptet. Während die Kunst, die das Schicksal der Szene an ihren schwingend tänzelnden Fäden hält, im Lebensraum der weihen Rasse langsam zu verkümmern droht, hat sie im fernen Osten eine ursprünglichere Beziehung zum Zuschauerraum bewahrt. Eine ständige Gemeinde besucht fast allabendlich jene spielerisch schlenkernde Welt, in der die Anmut gleich neben die Groteske tritt und der heitere Einfall noch um die Abgründe des menschlichen Daseins sprüht. — Freilich: wer die Geschichte der japanischen Schaukunst kennt, wird sich zunächst an die besonderen und eigentlichen Ausdrucksmittel eines Theaters erinnern, das sich mit keiner anderen Bühne vergleichen liehe, weil es der Rampe den strengen Stilwillen eines ganzen Volkes auf- zwang. Den Stilwillen eines Volkes, das kaum eine unserer abendländischen Gewohnheiten braucht, um sich selbst in den sparsam klaren Spiegelungen seiner Szene darzustellen. — Auch der Europäer, der Rippon nie betrat, weih davon. Denn nicht umsonst haben die mannigfachsten Berichte den dämonischen dunklen Reiz jener gespenstigen Maskenpuppen erwähnt, die ein stummer, schattenhaft huschender Schwarm von schwarz vermummten Lenkern umschwirrt, um vor aller Augen den Griff oder Schritt ihrer drei- viertel-lebensgroßen Geschöpfe zu führen, ihre Gelächter wie ihre Erschütterungen durch leise Hebeldrucke am Triebwerk der Mienen anzuzeigen und so ihre Leidenschaften nachzubilden. Und in £er Tat birgt jenes Spiel das stärkste Sapan: Vom sagenhaften Ruhm seines Begründers Takemoto Chikuyu Gidahu getragen, der sich vor zweihundertfünfzig Sahren im Weichbild der Stadt Osaka niederlieh, bezeugt es noch heute die Pracht und die Gröhe, die ausgewogene und bis zu letzter Einprägsamkeit gesteigerte Kraft des klassischen Vorbilds. Dah es auch noch eine andere, volkstümlichere Form der japanischen Gliederpuppenkunst oab und mit geringer Wandlung noch immer gibt, verblahte daneben. — Richtsdestoweniger: wer Sapan besucht, wird seltener dem adelig gezüchteten Theater des „Ringho-tsukai" als den weniger erlauchten Auftritten des „Sto-Ayatsuri" begegnen, das höchstwahrscheinlich aus fremden Kulturkreisen einwanderte und sich erst allmählich dem Zuschnitt der neuen Wahlheimat anpahte. Einer Spielart der Puppenkunst also, die ihre hölzernen und toerg- gesüllten Schauspieler mit den Schnüren des Marionettenbeherrschers bändigt. — Die Verwöhnteren gehen zumeist daran vorbei. Sndeß: Zwischen den zierlichen Hausrat der Lacktischchen und geflochtenen Matten geschoben, vom Hintergrund der Papierwände und Rohrgerüste und Schiebetüren begrenzt, entfaltet sich hier eine Bühne des kleinen Lebens, das sich im Spott und in der Rührung, im Abenteuer und im Alltag durch das phantastische Treiben der ruckhaft hüpfenden Faden-Männchen, der steif einhertrippelnden Draht-Damen und der bizarr wippenden Stoff-Ungeheuer bestätigt sehen will. Auf jeden Fall: vor dieser Szene fand sich ein Volk. Sie wurde eine der echtesten Aeuherungen des ungeschminkt japanischen Daseinsgefühls. Obschon sie für Menschen spielt, die am Morgen in rasselnden Straßenbahnen zur Arbeit eilen, des Mittags über die Rolltreppen eines Warenhauses steigen und in der beginnenden Dämmerung auf die in Gelb und Hellrot und Blau flirrenden Flammengarben der Leuchtreklamen starren, die ihnen Rähmaschinen, Zahnpasten, Motorräder, Zigaretten oder Lippenstifte empfehlen. — Run, mitten in diesem Ansturm, der aus dem Westen der Amerikaner heranbrauste, rufen dennoch und trotz alledem die alten verschrägt und gekrümmt ausgetuschten Schriftzeichen. Smmer noch locken die bunten Papierlaternen, deren gewellte Walzenröhren und Rundkugeln sanft und kühl im Rachtwind schaukeln. Und immer noch stehen die dichten Reihen der höflich vor dem Eintritt abgestreiften Sandalen vor den eng gestopften Schirmständern der Kassenschalter. — Stunde um Stunde verrinnt währenddessen im Snneren. Und während der grünliche wässerige Tee, den man jedem Besucher reicht, in den getriebenen Metallkannen die Runde macht, weht Auftritt um Auftritt in wechselnder Folge nach dem Be- dünken der geschickten ernsten Fadenlenker vorbei, die — dem ganzen Zuschauerraum sichtbar — mit verschränkten Beinen über dem Kasten der winzigen Rampe hocken und dort ihre Marionetten zu dem begleitenden Wort des Sprechers und nach dem Schrilltakt der Musik bewegen. Atemlos hingegen folgt ihnen die treuste Gemeinde: Denn unter ihren zauberhaft geübten Fingern erwacht die Tänzerin mit dem rad- speichenförmigen Schildkrötpfeil im pechschwarzen Haarschmuck zum Scheinleben eines Theaterabends. Wie desgleichen der schmalgesichtige Held mit den gewölbten Brauen, der silbergeschirrte Samurai, der ausgemergelte Rickschah- Kuli dabei erwacht: und wie überhaupt der ganze Menschenschlag eines Landes der zartesten Ehrbegriffe und reinsten Pflichtgesetze darin ersteht. — Draußen blinken die Verkehrszeichen einer Zeit, die straff und derb die Gepflogenheiten der weißen Völker einbürgern darf. Die alles Getümmel noch rascher, alle Unrast noch ungestümer will ... Der Raum dieser Marionetten - Bühne weiß nichts davon. Wenn sie auch hier und da lächelnd die Gestalten eines westlichen Films übernahm — die ' lebendige Empfindung ihrer Spieler und Zuschauer ließ es unversehens doch etwas Sapani- sches werden. — Etwas, was zum Besitz und Eigentum einer Rasse wurde: Einer Rasse, die noch im steifen Filzhut des! Abendlandes nie die geheimnisschwere Herkunft aus jenen Bezirken verleugnet, in denen dereinst Goldfifchteiche, Kirschblüten und Tempel schimmerten ... „Wege zur guten Ehe/" Unter diesem Titel zeigt das Lichtspielhaus einen Lehrfilm der Gnom-Tonfilm GmbH., dem die folgenden programmatischen Sätze vorangestellt sind: „Dieser Film will den Pfad zu Gesundheit und Glück in der Ehe weisen. Gesundheit und glückliche kinderreiche Ehen sind der unersetzliche Schatz jedes Volkes. Wer für sie wirbt, wirbt für das Vaterland. Verständnis, Zartgefühl und das Glück der Mutterschaft: das ist der Weg zur guten Ehe." Der Film, in Form einer Spielhandlung, beginnt rein theoretisch mit einem längeren Vortrag des bekannten Professors 33an de Velde, der an Hand von Tabellen, Schemen und graphischen Darstellungen die physiologischen und psychischen Vorgänge erörtert, deren Kenntnis für eine eheliche Gemeinschaft erforderlich ist; während mangelndes 33er» ständnis für solche Gegebenheiten nicht selten zu Schwierigkeiten und selbst zu Katastrophen im ehelichen Leben führen können. Der theoretischen Einführung folgt die praktische Nutzanwendung in Gestalt einiger, als typisch angenommener Fälle, die durch eine lockere Spielhandlung personell und szenenweise miteinander verbunden sind. Die Hersteller des Films — Manuskript: Willi Haas und Adolf T r o tz ; Regie: Adolf Trotz — find zwar nicht der Ansicht, mit dem, was hier vorgeführt wird, so etwas wie ein Allheilmittel oder einen Garantieschein für Glück in der Ehe geliefert zu haben; sie wollen Anregungen geben und weisen, in der Lösung der verschiedenen Fälle, darauf hin, wie manches geheilt, gebessert oder abgewendet werden kann: durch die in jedem Fall zunächst Beteiligten selbst oder durch den Rat eines erfahrenen, menschenkundigen, für die seelischen wie für die physischen Grundlagen jeglicher Gemeinschaft gleichermaßen aufgeschlossenen Arzt. Eine Reihe von namhaften und auf anderem Felde oft bewährten Darstellern setzt sich für die Spielhandlung ein; wir nennen an erster Stelle Theodor Loos, Olga Tschechowa, Alfred Abel, Hilde Hilde- brand und Walter Janssen. — Aus dem Beiprogramm: die neue Wochenschau und der Vorspann zu einem neuen großen Spionagefilm der Ufa, der am Montag hier erscheinen wird. ui Sf. M LS 58 r '' 1 Hz ■ ’ u ■**»«« <■**■• ■■fMMRr « ■’ • ,/■' ' A Die Sleuersteiheil für Ersatzbeschaffungen 1. au dem Taschentuch, das sein Blut auf dem Kapitol । durchtränkte. Man sieht seinen alten Rcdaktions- I 2. 3. Aus der Provinzialhaupistadi er und immer seine Freunde Schritt weiter Ernst Bluinschein- lien); von den beweglichen Gegenständen des An- laqekapitals die Tiere (lebendes Inventar); alle Rechte (Patente usw.). gefangen von etwas verblaßten, doch erstaunlich gut erhaltenen Bildern simpler Dorfphotographen, bis erfass verübt. Der 3et von feinen Käme. w°r. mürbe während Men unb am Fuß Aus Geislingen ge« ater sind noch unbe« ien ausgenommen. Cannes zum lobe * Eine Achtzigjährige. Frau Marie Sommerlab Wwe., Asterweg 25, begeht am morgigen Samstag ihren 80. Geburtstag. ** Eine Zweiundachtzigjährige. Frau Elise ch e n d r i ch, Wwe., Kaiserallee 2, kann am heutigen Freitag ihren 82. Geburtstag feiern. ** Donnerstag der heiße sie Tag feit vier Jahren. Die Hundstage haben uns am Donnerstag den ersten Hitzerekord gebracht: Mit -34,2 Grad im Schatten wurde ein „Gluttag" erreicht, wie er seit 1929 nicht zu verzeichnen gewesen ist. Diese Hitze soll auch noch in den nächsten Tagen anhalten. Glücklicherweise bringen die Nächte Erquickung, denn ie kühlen sich teilweise bis zu 12,8 Grad ab. ** Preußisch-Süddeutsche Klassen- l o t t e r i e. Die Erneuerung der Lose zu dieser Hauptziehung hat planmäßig spätestens bis zum 1. August, 18 Uhr, bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie-Einnahme zu geschehen. Die Beachtung dieser Frist wird besonders in der jetzigen Reisezeit zur Vermeidung von Nachteilen dringend empfohlen. ** Sonntagsrückfahrkarten auf der Butzba ch—L ich e r Eisenbahn nach Bad- Nauheim. Aus Anlaß der in Dad-Nauheim stattfindenden bienenwirtschaftlichen Ausstellung werden von den Bahnhöfen der Strecke Lich-Süd— Steinfurth die bestehenden, sonst nur an Sonntagen gültigen verbilligten Ausflugskarten nach Bad -Nauheim-Nord mit einer verlängerten Geltungsdauer, und zwar vom 29. Juli 0 Uhr bis 31. Juli 24 Uhr, ausgegeben. Zwei bedeutungsvolle Stätten aus der Lebensgeschichte des Duce. — Oben: Das einfache Haus m Pre- dappio in dem Mussolini am 29. Juli 1883 das Licht der Welt erblickte. — Unten: Der Palazzo Venezia in Rom, von dem aus Mussolini seit zehn Jahren die Geschicke Italiens lenkt. formt, alle Keime seiner späteren Entwicklung seien schon damals in ihm gelegen. Nein, ein Musterknabe war er niemals. Er ist keine Regelnatur, kein Herdenwescn, kein Bürokrat. Er findet die Welt überall schlecht eingerichtet, verbesserungsbedürftig, und sich selber dazu berufen, sie besser zu machen. Das können die andern nicht leiden. Sie sind mit dem Spott schnell zur Hand. Nur beim Erfolgreichen heißt man's eben Selbstbewußtsein, sonst — Einbildung, Größenwahn. Der junge Mussolini muß es als Dorfschullehrer, als Volksredner, als Taglöhner und Student und roter Parteigenosse erfahren. Mit zwanzig macht er schon in hoher Politik, sitzt mit Russen zu« Eine weitere Verordnung, die sich mit den Gebühren der amtlich anerkannten Sachverständigen im Kraftfahrwesen besaßt, ist in Vorbereitung. Auch diese Gebühren sollen wesentlich gesenkt werden. ’4*ornotnni. — Tageskalender für Freitag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wege zur guten Ehe". chi fällte in bem Pro« Dienstknechl Lorenz er im Mm b. Ä. ben mordet hatte, fob gte Lorenz Echriefer ns des Mordes zur ßerbem zu zwei M« Derbrechens her fort« lehung unb Aderten« echte auf Lebensbauer, brach der Angeklagte i Berlin. gen Flug, her Gilt) rita führte, kehrte wieder nach Berlin if dem lempeffiorer enge von geladenen gefunden. Den Flug- e LchauMger. Wch renn unter ben Mn- nd des Horst-Mel« ,ab sich zu der Ebren- benten des Aero-Klubs Danach wurde Elli) iphon geführt, wo sie ar Worte sprach. Sie i Berlin verlassen. 2er : in die ehemals deut« )ie sie sagen zu können itschen in Afrika alle Ran werde später au- as sie von ihrem Afrika« Einzelheiten über ihren Endgültige Wahl der Darmstädter Stadtverwaltung. Darmstadt, 27.3uü. (WER.) 3n Anwesenheit von 21 Stadtratsmitgliedern, darunter sechs früheren bürgerlichen, wurde heute die kommissarische Stadtverwaltung — Dr. Muller, Haug und Diplomingenieur Kopp - einstimmig und endgültig gewählt. Provinzialdirektor Dr- Gebhardt führte darauf die Herren in ihr Amt ein- Der Führer der ASDAP.-Stadtratsfraktion, Abt, schmückte den neuen Oberbürgermeister Dr- Müller mit der Amtskctte. Die Aeugewählten legten dann in kurzen Worten das Gelöbnis ab, im Sinne des Rationalsozialismus zum Wohle der Stadt zu wirken. Der gemeinsame Gesang des Horst- Wessel-Liedes beschloß den Akt. Oberbürgermeister Dr. Müller steht im 38. Lebensjahr und kommt aus der höheren Finanzlaufbahn. Er stammt aus Bayern, war Kriegsfreiwilliger und ging als Offizier trotz schwerer Verwundung wieder ins Feld. Aach seinem Studium war er seit 1923 Finanzamts- leiter in verschiedenen hessischen Landstädten, zuletzt Aegierungsrat in Alsfeld. Don dort berief die Reichsregierung den langjährigen Vorkämpfer des Aationalsozialismus in den entscheidenden Märztagen dieses 3ahres zum Träger der vollziehenden Gewalt in Hessen. Kurze Zeit leitete Dr. Müller dann das hessische 3nnenministerium, bis ihm die Verwaltung der Stadt Darmstadt kommissarisch übertragen wurde. sammen und verzehrt jeden Morgen zum Frühstück einen fetten Bourgeois. Bald findet häufiger Gelegenheit und Muße, an zu schreiben: „Das Gefängnis ist ein überaus angenehmer Aufenthalt . ." n steifen FiM des imnisfchvere HeMs met in denen dereinst 1 und Tempel lM« fchreibtisch, seinen Revolver darauf, fein Wasserglas. Alles wie in einem Garibaldimufeum oder in der Nelsonausstellung. Nur daß der Heros, der Volksheld nicht stückchenweise hinter Glas und Rahmen liegt, sondern frisch und munter davorsteht. Er wirft einen Blick auf die Kolossalstatue, unter der nur drei überkolossalc Buchstaben stehen: DUX. Dann hält er schweigend die Totenwacht im Rund- raum seiner Gefallenen, hebt den Arm zum römischen Gruß und begibt sich wieder, hinaustretend in die harte Sonne Roms, an die Arbeit. Ein Mann von heute. In berühmten Ahnengalerien kommt uns manchmal der Wunsch an, der große Feldherr, der legendäre Führer eines Volkes möge, einen Augenblick nur, heraustreten aus dem goldenen Rahmen, damit er in Fleisch und Blut vor unser Auge trete und zeige, ob er dem Bildnis entspricht, das wir von »hm in der Seele tragen. Mussolini kann das. Und es ist sonderbar, zuweilen fühlen wir das, daß wir mit ihm sprechen und die Hand in die seine legen können, ohne durch Jenseitskälte erschüttert zu werden. Es ist niemand auf dieser Erde, der damals vor fünfzig Jahren, als die Sonne ins Zeichen des Löwen trat und dem Anarchisten Alessandro in dem armseligen Fiebernest der Romagna, in Pre- dappio, ein Sohn geboren wurde, die Gloriole Roms geahnt hätte, die diesem Elendskind von einem unberechenbaren Schicksal vorbehalten war. Ein Kind, wie alle; Makkaroni und Polenta, Malaria und Hunger sein Leben, sein Los. Wer aus einer solchen Volksschicht kam, der blieb auch darin; die vier Kupferstücke, die er mit sechszehnstündiger Arbeit täglich verdiente, reichten nur aus, um den hoffnungslosen Jammer zu vererben. Alle waren Anarchisten, Kommunisten, Sozialisten. Das Leben war nicht wert, gelebt zu werden; die Erde, die es nährte, gebührt ein Fußtritt, nicht mehr. __ Nach der Familienphotographie das übliche Schulbild: fünf oder sechs Reihen von Köpfen, die wie Nummern oder aneinandergereihtc Hüte aussehen, einer wie der andere. Und doch lohnt es sich manchmal, solche Schulbilder genauer anzusehen. In Weiden, von dem auch viele nicht wissen werden, wo es liegt, ist mir einmal eines in die Hand gefallen und ich deutele auf einen Kopf und fragte, was wohl aus dem geworden wäre. Das ist der Reger- max, sagten sie, der Musiker. Aus dem Klassenbild der Ausstellung sticht auch so ein eigensinniger Kops heraus, die Äugen haben jenen herrischen, eingebildeten, sinnlosen Stolz und Trotz, wie man ihn oft bei italienischen Vorstadtjungen findet, und das Kinn ist herausfordernd hochgcworfen. Der kleine Benito! Zum Lächeln. Am ersten bereit zu lächeln waren Vater und Mutter. Vater Schmied freilich, dem Hand und Hosengurt locker saßen, fing lieber gleichen erziehen an: schon um die Wiege Benitos flogen Funken und Flüche, als der Knirps zu laufen anfing, lehrte man ihn die Vendetta als oberstes Gebot. Nie etwas einstecken, immer gleich Rache nehmen, besser schon vorher zuschlagen! Und als man den Jungen in die Erziehungsanstalt brachte, traf er mit verbundener Hand ein, denn der Äbschiedshieb, den er einem Kameraden geben wollte, war fehl und an die Mauer gegangen. Schwarz wie die Hölle sei sein Gewissen, gab der Rektor bald zu verstehen, auf Steinen und Maiskörnern mußte Der widerspenstige Zögling knien, er war damals schon eine Beute seiner aufrührerischen, dunklen Triebe. Als sie ihn zur Beichte schickten, verweigert er sie. Und wie sogt Musiolini selber von jener düsteren Kindhett und verhangenen Jugendseele? Damals habe er sich ge- Ein Mann wandert durch feine Geschichte Zum 50. Geburtstage Mussolinis am 29. Juli. Don Dr. Gustav W. Eberlein, Rom. feit Ät-4 -Lichtspielhaus AW W- Xen Darstellungen Vorgänge er- .hMe hinein' ssfes fS&t Der IH°°rEn Sc« Fälle, W genommen^/ liö VÄS In gebe" für i?/ge,nein^ Ws UW LZ 6. Fernsprechanlagen, Rundfunkapporate, Kla- viere und Spielwerke; 7. alle Einrichtungsgegenstände in Büroräumen, Verkaufsräumen, Lagerräumen und Ausstel- lungsräumen, Z. B.: Schränke, Tische, Stühle und Regale aller Art, Teppiche, Fuhboden- belag, Einrichtungsgegenstände für Unter- kunfts« und Erholungsräume von Angestellten und Arbeitern, 8. alle in ein Schiff eingebauten Maschinen, Ge- rate usw. und alles dem Schiff dienende Inventar. Das Schiff als solches gilt nicht als bewegliches Anlagekapital im Sinn des Gesetzes; es steht den Gebäuden und baulichen Anlagen gleich; 9. Backöfen, Rostöfen, Heizungsanlagen, Entlüf- tungsanlagen und ähnliche Anlagen; 10. Feuerlöfchapparate und ähnliche Einrichtungen. Die Abgrenzung der Maschinen, Geräte und ähnlichen Gegenständen des beweglichen Anlage- fapitals von den Gebäuden und baulichen Anlagen, die nicht als Ersatzgegenstände im Sinn des Gesetzes in Betracht kommen, wird nicht immer leicht fein. Alles, was das Ergebnis von Hochbauarbeiten und Tiefbauarbeiten ist, wird grundsätzlich nicht als beweglicher Gegenstand des Anlagekapitals anzusehen sein. Hier ist insbesondere an Maschinengebäude, Bürogebäude, Drainageanlagen, 'ffiegeanla- gen u. dgl. gedacht. Alle diese sind nicht Anlage- gegenftänoe im Sinn des Gesetzes. Oft wird ein Gegenstand Des Anlagekapitals zum Teil das Ergebnis von Hochbau und Tiefbau, zum Teil das Ergebnis der Maschinenindustrie oder Dgl. sein, so zum Beispiel bei ortsfesten Maschinen (Dampfkesseln u. Dgl.), bei Personenaufzügen unb bei Last- aufzügen. Die mit Dem GrunD unb BoDen, ober mit bem Gebäube so fest oerbunben sind. Daß sie als wesentliche Bestanbteile Des Grunbstücks anzusehen finb. Hier erstreckt sich bie Steuerfreiheit nur auf bic eigentlichen Maschinen einschließlich etwaiger Montagekosten. Soweit herüber hinaus Hochbauten unb Tiefbauten für die Aufstellung erforber- üch geworben finb, finben bie Vorschriften bes Ge- setzes über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen nicht Anwendung. Die dafür entstandenen Kosten müssen, soweit sie nicht als laufende Betriebsaus- gaben voll abgesetzt werden können, aktiviert und im Abschreibungsoerfahren auf die Jahre der Nutzung verteilt werden. Bei der Gelegenheit fei allerdings auf § 1 des Gesetzes über Steuererleichterungen vorn 15. Juli 1933 (Steuerermäßigung für Instandsetzungen und Ergänzungen an Be- triebsgebäuben) hingewiesen, wonach auch Jnstanb- sctzungen und Ergänzungen an Betriebsgebäuben steuerlich begünstigt finb. Die Steuerfreiheit nach bem „Gesetz über Steuerfreiheit für Erfatzbefchaffun- « e n" erstreckt sich bem Gesetz gemäß auf „Maschinen, Geräte unb ähnliche Gegenstände des gewerb- lichen ober lanbroirtschastlichen Anlagekapitals". Unter „ähnlichen" ©egenftänben in biefem Sinn iinb „sonstige" Gegenstände bes gewerblichen ober lanbwirtschaftlichen Anlagekapitals gemeint. Die Steuerfreiheit erstreckt sich auf alle beweglichen körperlichen ©egenftänbe (Mobilien) des Anlage- fapitals, einerlei, ob sie felbftänbige Gegenstände ober Teile von selbständigen Gegenständen sind. Als bewegliche Gegenstände im Sinn des Gesetzes gelten auch alle Maschinen, Geräte usw., bie mit bem Grund unb Boben ober mit Dem Gebäude so fest verbunden sind, daß sie nach ben Vorschriften bes bürgerlichen Rechts als wesentliche Bestanbteile bes Grunbstücks ober des Gebäudes anzusehen sind. Als Gegenstände im Sinn des Gesetzes kommen zum Beispiel Die folgenDen in betracht: 1. Maschinen, Kessel, Apparate, Werkzeuge und mechanische Vorrichtungen ieol^cher Art, ohne Rücksicht Darauf, ob sie bet — Tagung, der Be- arbeitung oder der Verwaltung Dienen. Zu den Gegenständen, die der Erzeugung oder Der Bearbeitung Dienen, gehören nicht nur Fabrika- tionsmafchinen usw, sondern selbstverständlich auch landwirtschaftliche Maschinen und Vor- richtungen, wie z. B. Düngemaschinen, Sämaschinen, Pflanzmaschinen, Erntemaschinen, Dreschmaschinen, Milchentrahmungsmaschinen u. Dgl. Zu ben Maschinen unb mechanischen Vorrichtungen, bic Der Verwaltung Dienen, gehören beispielsweise Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Registrierkassen usw.; 2. beim Druckereigewerbe auch Buchbrucklettern, Messinglinien u. Dgl.; 3. Zugmaschinen, Traktoren einschl. Anhänge- wagen; 4. Fahrzeuge aller Art, zum Fahren auf Schienen ober nicht, in Verbinbung mit Antrieb- Maschinen oder nicht, zum Beispiel Lastkraftwagen, Personenkraftwagen, Krafträber, Fahr- räber u. bgl; 5. Röntgenapparate, Diathermieapparate, Sauerstoffapparate, Anlagen für mebizinische Bäder u. bgl.- en 'n öer bayrischen ^.s'e begrüßte.- «raunen eine neue errichten. So überrascht ihn der Krieg. An dieser Ecke an- gelangt, versuchen faschistische Höflinge immer wieder, Den berühmten Gesinnungswechsel des sozialistischen Parteiführers, Der sich mit Heftigkeit gegen Dir Teilnahme Italiens am Kriege wanDte, durch psychologische Kniffe abzuschwächen unb bic Tatsache, baß er plötzlich stürmisch sorberte, was er gestern oerbammtc, durch bie Unterstellung zu rechtfertigen, er sei Damals im Grunbe eben schon Nationalist gewesen. Das ist unrichtig. Mussolini würbe aus ber roten Partei hinausgeschmissen, weil er bie Jntenvention zugunsten Der Entente verlangte, ja; aber er verlangte sie, weil er im Grunbe revolutionärer war als bie schon verbürgerlichte Sozialdemokratie, weil er hoffte, der Krieg werde den Zusammenbruch herbeiführen und Damit über die Trümmer Der Monarchie hinweg Den Weg frei machen zum sozialistischen Staate. Er lehnt sich auf gegen Die Regierung, die ihm nicht kriegerisch genug ist. Zur gleichen Zeit, als in Deutschland jene berüchtigte Friedensresolution zusammengebraut wurde, die zur Niederlage führen mußte, schreibt der Mann im Schützengraben nach Rom: „Herr Abgeordneter Orlando, es ist Krieg! Es heißt also siegen um jeden Preis! Es darf kein Mitleid geben für ben, der ber bewaffneten Nation ben Dolch in ben Rücken stoßen möchte!" Unb Italien finbet sich nach der furchtbaren Katastrophe bei Karsreit wieder an der Piave. Der Duce wandert weiter und kommt in ben Saal bes Nachkrieges. Die fessellose rote Bestie rast durch die Straßen, fällt bie Kriegsoerwundeten an, zerrt bie Fahne bes Vaterlanbes in den Dreck. Handel und Wandel stocken. Streik über Streik. Mussolini, ber seine Kampfgenossen um sich geschart, bie ersten schwarzen Fähnlein gesammelt hat, trifft sich mit d ' Annunzio , der gegen ben Willen ber eigenen Regierung, gegen bie jzriebenskonferenz, gegen alle Verträge Fiume besetzt. Unb ein neues Jahr geht auf, ein neuer Saal: 1921. Rot und Schwarz prallen zusammen, die Zeiten der Guelfen unb Ghibellinen scheinen roieber» gekehrt. Jeber Sonntag bebedt bie Straßen mit Leichen. Aber Mussolini, ber Führer ber Schwarz- hemben, faßt Fuß, eine rote Gewerkschaft nach ber anberen kracht zusammen, bie Faschisten stoßen zu Strafefpebitionen vor, die Regierung krankt am Parlamentarismus, der sich unfähig zeigt, Haltung einzunehmen. 1922: Musiolini bekommt die Lebensstränge bes' Staates in bie Hanb, bie Eisenbahnen, er setzt Präfekten ein unb ab, wie es ihm gefällt. Er wendet bas Gesicht gegen ben morschen Staat, bie Augen nach Rom. Rom ober ben Tob! Seine Getreuen schreiben es über den grinsenden Totenschädel auf den schwarzen Fez. Die Legionen sammeln sich unter dem Trutzlied ber Giovinezza, der Jugend. „Entweder gibt man uns bie Regierung ober mir nehmen sie uns mit Gewalt!" Unb Rom fällt, bevor es erobert werden mußte I Der König öffnet ben Freischaren die Tore, l Ewiva il Re! Aus dem Ministerpräsidenten wird Wenn Mussolini bie Ausstellung der faschistischen Revolution besucht — unb er tut dos öfters — bann wandert er durch seine Geschichte. Er blättert in dem Buche, bas er selbst geschrieben hat; er sieht bie historischen 'Begebenheiten, beren Urheber er war; er geht in feinen eigenen Fußtapfen rückwärts burch fein eigenes Leben. Geschichtliche Größe umwittert ihn, ben Lebenden, den jungen Mann von fünfzig Jahren. Da ist ein Raum voll Mussolini-Reliquien: an» Reisende Saaten lieber ben Felbern flimmert bas Sonnenlicht in unzähligen Spiegelungen. Noch ist saftiges Grün barunter,.das fick) bis zu fahlem Strohgelb stuft. Hier find die Säfte, die aus dem Boden in die Halme strömen, noch in vollem Fluß, um die nährende Kraft der Erbe in ben Aehren unb Körnern zu In- halt unb Kern werben zu lassen, ber unter ben raun- berroirtenben Strahlen der sommerheißen Sonne zur Reife gedeihen soll, wenn er nicht zuvor durch Die Unbill der Witterung in lobreife verkümmert, ober, burch Hagelfchlaa an ben Boben geworfen, ein zweites nutzloses Wachstum beginnt, ©erabe :n ben Tagen ber reifenben Saaten sinb bie Stunben bes Lanbwirts, dem seiner Mühe Lohn schon nahe scheint, von der bangen Sorge erfüllt, die ihn vom Saatkorn bis zum schwankenden Erntewagen wie ein Schatten zur Seite geht. Dort mögen die Halme im Morgenwind mit prallen Aehrenkolben müde hin und her, wie ein Wcm- berer über bie Lcmbstraße schwankt, besten Rücken ein gewichtiges Bünbel brückt. Ein Knistern ist in biefem Branben, ein Raunen von Stengel zu Stengel, wenn sie sich zuneigen, nicht anbers, als fühlten sie zitternb bas balbige Nahen der züngelnden Messer und Sensen und suchten beieinander Schutz unb Trost vor dem unentrinnbaren Schicksal, bas im täglichen 'Brot auch unser Schicksal rnitbestimmen soll. Blaue Kornblumen, bie weißen Blütensterne ber Margeritten unb Kamillen unb klatschroter Mohn wiegen sich im Tanze mit, ber unter bem Ernte- kranz sein Enbe finben wirb Reifenbe Saaten finb Sinnbilber auch bes menschlichen Seins, in bem bie Accker der Arbeit von den Halmen ber Hoffnung bestanden sind, an denen die Aehren des Erfolges heranreifen sollen. Mögen auch Mißerfolge Gewordenes eine Weile in Frage stellen und Den Willen zum Ziel für eine kurze Spanne entmutigt beugen, wenn das Saatgut, aus dem der Tätige und die Tat gewachsen sind, einen unverdorbenen Kern hatte, bann wirb sich, wie beim starken Halm, auch ber feste Wille roieber aufrichten unb Den Weizen zur Vollreife bringen, in dessen Aehren fein Mühen goldene Früchte ber Zufriebenheit^birgt. Anweisung an die post zu strengster Devisenkontrolle Wie bas Dbz.-Bureau meldet, bringt Der Reichspostminister jetzt seiner 'Berroaltung in einem längeren Erlaß bie postalischenMaßnahmen zur Kenntnis, Die sich aus Der gemelbeten 5. Verorb- nung zur Durchführung ber Verorbnung über bie Devisenbewirtschaftung ergeben. Der Minister betont, baß in 'Anbetracht ber ernsten Devisenlage und der erhöhten Gefahr von unerlaubten Kapital- Verschiebungen ins Ausland ben Postanstalten e r - neut bringenb zur Pflicht gemacht werbe, bevisenrechtlichen Verstoßen im Postverkehr mit bem Ausland größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Amtsoor- sicher und Aufsichtsbeamten haben dauernd bie gewissenhafte Durchführung ber über bie Devisen- bewirtschasiung erlassenen Bestimmungen zu überwachen unb insbesonberc regelmäßig auf bas Personal belehrend einzuwirken. Senkung der Gebühren im Kraftsahrzeugverkehr. Der Reichsverkehrs mini st er hat entsprechend seiner Zusage, die Gebühren im Kraftfahrzeug- verkehr zu senken, Dem Reichsrat den Entwurf einer Gebührenordnung für behördliche Maßnahmen im Kraftfahrzeugoerkehr zugehen lassen, hiernach sollen besonders die Sätze für Die Zulastung von Kraftfahrzeugen und für Die Erteilung Des Führerscheins ermäßigt roerDen. Ausgenommen von Der Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen sinD: ' alle unbeweglichen Gegenstände des Anlagekapitals, also Gebäude, bauliche Anlagen (z. B. Maschinenhallen) unb Grundstücke (Jmmobi- Der Duce lächelt unb geht einen auf feiner ausstellungsmäßig dokumentierten Lebensbahn, er sieht sich als Journalist unb Damit am faufenben Webstuhl der Zeit. Warum soll man nicht einmal mit der Faust hineinschlagen? Die Welt muß in Trümmer gehen, nur auf dem Chaos läßt sich der Duce. Er baut einen neuen Staat auf, dessen Idee um sich greift wie seinerzeit die Gedankenwelt der französischen Revolution. Heute ist Mussolini fünfzig Jahre alt geworden. Und elf Jahre bereits liegt der Marsch auf Rom hinter ihm. Er wandert durch seine eigene Geschichte. Wir wandern mit und lesen und staunen und erkennen wieder mit Treitschke, daß es immer Männer sind, die Geschichte machen. Bildet die Zeit den Mann, er formt die Zeit. GießenerTennisklubinderSchluhrunde der Medenbezirkskämpfe der Klasse B. Mit einem 6:3-Sieg über den spielstarken TC. Bad-Nauheim qualifizierte sich Gießen am vergangenen Sonntag für die Endrunde. Die Begegnung mit dem Bad-Nauheimer Club auf dessen vortrefflicher Platzanlage verlief äußerst interessant. Bon den sechs auszutragendcn Einzelspielen fielen je drei an Gießen und Bad-Nauheim, so daß die Doppelspiele die Entscheidung bringen mußten. Die Gießener Paarungen waren gut zusammengestellt, zeigten teilweise ausgezeichnete Leistungen und konnten alle drei Begegnungen für sich buchen. Besondere Erwähnung verdienen das Spitzeneinzel Dr. Kirchner (Gießen) gegen den Nauheimer Nachwuchsspieler Pfad, das Ersterer in drei Sätzen, zum Schluß jedoch fidjer gewann und das erste Herren-Doppel Dr. Kirchner-Lier (Gießen) gegen Pfad-Schneider (Bad-Nauheim), das Gießen in zwei glatten Sätzen für sich entschied. Die Schlußrunde hat der Gießener Klub nunmehr am kommenden Sonntag auf den hiesigen Plätzen gegen den Tennis-Klub Cronberg aus- Zuträgern Nachstehend die Ergebnisse gegen Bad- Nauheim: Herren-Einzel: Dr. Kirchner — Pfad 8:6, 5:7, 6:2; Lier — Weidmann 1:6, 5:7; v. Crolman — Schneider 6:2, 1:6, 11:13; Dr. Schopper — Eberle 5:7, 6:0, 6:3; K. Fischer — Dr. Speth 6:2, 2:6, 4:6; Dr. Dönges — Dr. Äsetter 6:3, 6:2. Herren-Doppel: Dr. Kirchner - Lier gegen Pfad-Schneider 6:2, 6:4; v. Crolman - Engisch gegen Dr. Speth - Dr. Aletter 11:9, zckgez.; Dr. Schopper - K. Fischer — Eberle-Weidmann 6:2, 7:5. Handball im Bezirk Hessen der DT. Lützellinden I — Hochelheim I 13:3 (9:2). Die Platzmannschaft war den Gästen in allen Teilen um mehr als eine Klasse überlegen und siegte nach Belieben. Außer einigen Durchbrüchen mußten die Gäste sich immer wieder nur auf Abwehr einstellen. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Vorher spielten Lützellinden II — Hochelheim II 3:8. Kurze Sportnotizen. NachReichskanzlerAdolfHitler haben sich nunmehr auch Reichspräsident von Hindenburg und Ministerpräsident Göring in das Goldene Buch für die Förderer des deutschen Luftsports eingetragen. ZudendeutschenSchwimm -Meister- schaften, die am 5. und 6. August in Weimar zur Durchführung kommen, haben 186 Schwimmer und Schwimmerinnen ihre Meldungen abgegeben. Der Verteidiger der 100-MeterCrawl-Meisterschaft, Erich Derichs (Köln) hat seine Meldung zurückgezogen, da er sich überhaupt vom aktiven Sport zurückziehen will. Stöpel, Geyer und Buse werden die deutschen Farben bei der Weltmeisterschaft der Berufs- straßenfahrer am 14. August auf der Eifelbahn bei Paris-Montlhery vertreten. * A u f ausdrücklichen Wunsch des Reichssportführers o. Tschammer-Often wird sich eine größere deutsche Expedition an den 5. Internationalen Meisterschaften der Studenten beteiligen, die vom 1. bis 10. September in Turin stattfinden werden. Das 15. Deutsche Turnfest. Der Beginn der Kämpfe. — Erste Entscheidungen. Eine Hundstagshitze liegt über den Festplähen und der schwäbischen Metropole. Schon in den frühen Stunden des Donnerstags, als die vielen tausend Mehrkämpfer in Aktion traten, herrschte in den Zelten für die Geräteturner eine solche Schwüle, daß man dankbar auch den leisesten Luftzug begrüßte. Den ganzen Tag über suchten die Mehrkämpfer nach den Siegern, zugleich wurden aber*auch die Vorrunden in den Kampf- spielen, im Fußball, Handball, Faustball und im Schlagball ausgetragen, cs wurde im Wasserball und im Tennis, im Schwimmen und im Fechten um den Cichenkranz gerungen. Oluf allen Plätzen verfolgten unübersehbare Zuschauermassen die Geschehnisse. Man sah darunter auch führende Männer der Turn- und Sportverbände, des politischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Lebens. Dazwischen auch noch manchen anderen exclusiven Gast, so den Exkönig Alfons von Spanien, der sich besonders für die Fechter interessierte. Die erste Entscheidung des Turnfestes fiel im Degenfechten der Männer. Geiwih, illm, gewann hier in der Endrunde seine ersten acht Gefechte überlegen mit je 2:0 und verlor nur das letzte, als sein Sieg bereits .feststand, mit 0:2 gegen Kolbinger,München. Das Endergebnis war: 1. Gciwih, Ulm, 8 Siege; 2. Thomson, Offenbach; 3. Kolbinger, München; 4. Fürsattel, Fürth (alle je 6 Siege); 5. Kronenberger, Barmen; 6. Jakob, Offenbach (beide 5 Siege); 7. Eggert, Hamburg (3 Siege); 8. Aase, Mainz; 9. Liebscher, Nürnberg; 10. Cramper, Hamburg (alle je 2 Siege). Ein Mannschaftskampf der Jugend kam bei dem Zeltlager der Fugend zur Abwicklung. 70 Mannschaften bestritten den Kampf. Mit der Note I wurden ausgezeichnet die Mannschaften Zuffenhausen, Reikar Wickingen, Sonneberg Sickingen 81, Neustadt an der Aich, Stuttgart- Feuerbach und Abtl. Pfaff Kaiserslautern. Die Note II erhielten: Turnklub Königsberg, Breslau, Bremen, Fürth, Frankenthal, Gera, Rottenburg, Cannstatt, Eintracht Dortmund und die Mannschaft Oberlausih. Vorrunden in den Kampfspielen. Schlagball der Männer: Bon den zahlreichen Ausscheidungsspielen im Schlagball der Männer verdienen die beiden folgenden Resultate besonderes Interesse: München 60 — Union Flensburg 55:33, ATD. Mikultschüh — Tv. 1848 Saarbrücken 62:31. — 3m Schlagball der Frauen gab es keine besonders nennendtoerten Ergebnisse. Wasserball-Borrunden: Erwähnenswerte Resultate: Tv. 1873 Nürnberg — VfL. Stuttgart 6:2, Tv. Speyer — Tv. Mannheim Kröhsch-Aeuröffen voraussichtlicher Zwölfkampfsieger. Die Krone aller Wettbewerbe des 15. Deutschen Turnfestes, der Zwölfkampf, hat nach den bisher vorliegenden Ergebnissen der frühere deutsche Kunst- turnmeifter Emil k r ö h s ch (Neurössen) gewonnen, der den Westdeutschen S a n d r o ck noch um einen Punkt übertraf und 226 Punkte erreichte. Sandrock steht mit 225 Punkten bisher als Zweiter fest, muß sich ober die Ehre mit Ernst Winter (Frankfurt) «eilen, der es auf die gleiche Zahl brachte. An vierter Stelle folgt der Schweizer Olympiasieger Mack (Basel). 3:1, Stahlwerke Düsseldorf — Tg. 1875 Darmstadt 4:2, VfL. Stuttgart — Tg. 1863 Nürnberg 6:3. Handball der Frauen: 3n den Vorrundenspielen siegten: NSTV. Breslau gegen Leipzig-Lindenau 5:4, TiB. Berlin — Nürnberg 1846 5: 1, Stadt SD. Frankfurt kampflos, da TV. Danzig-Ohra nicht antrat. Die Vorschlußrunde am Freitag führt Stadt SV. Frankfurt mit Hamburger Turnerschaft Barmbeck- Uhlenhorst und den NSTV. Breslau mit TiB. Berlin zusammen. Fußball-Dorrunde: TD. Holzhausen- Leipzig — TV. Sindelfingen 1:0, TV. Schweinau-Nürnberg — SV. Nomberich Duisburg 1: 0, Pol- Kiel — TV. Finsterwalde 4:0, TD. 48 Saarbrücken — Turnklub Stettin kampflos, da Stettin nicht antrat. Gruppensieger im Wasserball wurden TSV. Staßfurt, Nürnberg 1863, Turnklub Hannover und TG. Mühlhausen. Sie tragen am Freitag die Endkämpfe aus. Handballder Männer: Ergebnisse der Vorrunden: TV. Herrnsheim-Worms — Cottbus 1861 10:6; TSV. Eßlingen — TV. Kettwig-Essen 10:4; Askanischer TV. Berlin — TV. Krefeld-Oppum 5.1 (4:0); ATG. Gera — Turnges. Stuttgart 9:8 (6:5). Fußball - Vorschlußrunde: TV. 48 Saarbrücken—Leipzig-Holzhausen 3:0 (2:0); Pol. Kiel — Nürnberg-Schweinau 2:1 (0:1). Saarbrücken und Kiel bestreiten am Freitag das Endspiel. Faustball-Vorrunden: Die Klasse I der Turner tritt erst am Freitag in Aktion. In der Klasse II (Jahrgänge 1900 bis 1894) wurden TG. München, TK. Hannover, IG. Frankfurt und TK. Breslau Gruppensieger. Die Gruppensieger der Klasse III (Jahrgänge 93 und früher) heißen TV. 46 Karlsruhe, TK. Hannover, Licht-Luftbad Frankfurt und Ludwigshafen 1861. — Bei den Turnerinnen find Gruppensieger TG. Landshut, TK. Hannover, Unterbarmer Turnerbund und Hamburger Turnerschaft Barmbeck-Uhlenhorst. Meister im Stromschwimmen. Im Neckar wurden die Wettbewerbe im Stromschwimmen ausgetragen. Sieger blieben: Klasse I: Abteilung A: Müller-Kiel 28:05 Minuten für 2000 Meter (Meister im Stromschwimmen); Abteilung 6: Bode-Osnabrück 29:15 Min.; Klasse II: Sprung- Breslau 24:09 Min. für 1500 Meter; Klasse III: Petzold-Breslau 15:43 Min. für 1000 Meter. — Turnerinnen: Remme-Hamburg in 16:41 Min. für 1000 Meter. Wieder Kommunistenverhafiungen in Mainz. Mainz, 27. Juli. (WEN.) 3m Laufe de« Montag und Dienstag wurden hier etwa 2 0 Kommunisten in Haft genommen, baJ am Sonntag in Mainz trotz bestehenden DerbotÄ vereinzelt Flugblätter verbreitet worden fint). Entsprechend der Verordnung des hessischen Landespolizeipräsidenten mußten die Verhaftungen erfolgen, da die Flugblätter von kommunistischer Seite zur Verteilung gelangten, demzufolge also die Führer dieser verbotenen Partei in Haft zu nehmen waren. Etwa 30 Kommunisten, die sich in der Partei oder in deren Nebenorganisationen betätigt haben, wurden in verschärfte Haft nach Osthofen gebracht. Oie Braune Messe in Frankfurt a. M WSN. Frankfurt a. M., 27. Juli. Gleichzeitig mit der hauswirtschaftlichen Ausstellung „D i e Hausfrau in Stadt und Land" veranstalte« die Messe- und Ausstellungsgesellschaft im Einvernehmen mit dem Kampfbund des gewerblichen Mit- tclstandes, Kreiskampsbundführung Frankfurt a. M. und dem Landesbeauftragten der Reichsleitung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes, Refe- rat Messen und Ausstellungen, eine „B r am n e M e ss e" im Festsaal upb der Westhalle B auf dem Festhallengelände vom 14. bis 22. Oktober 1933. Nach Uebereinkunft mit der Kreiskampfbundführung sollen nurMitgliederdesKampfbundes Groß-Frankfurt als Aus st ellerder Braunen Messe zugelasfen werden. Wirtschaft. * Wiederaufnahme der Arbeit auf der Friedrich-Alfred-Hütte. Die Fried- richt-Alsred-Hütte in Rheinhausen wird die Arbeit in den am 8. Juli stillgelegten Abteilungen am 7. August bis auf weiteres wieder aufnehmen. Einige Betriebe werden schon früher wieder in Gang gebracht. Frankfurter Abendbörse behauptet. Die im heutigen Mittagsverkehr eingetretenen leichten Kurssteigerungen blieben an der Abendbörse trotz fast vollkommener Geschäftsstille behauptet. 3m Verlaufe zeigte das Kursniveau allerdings infolge der Geschäftslosigkeit eher leicht nachgebende Tendenz, doch waren die Veränderungen nur minimal. Schwach lagen Licht & Kraft mit minus 1,5 Prozent. 2lm Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen gut behauptet, Al. a. notierten: Neubesitz 11,30, Altbesitz 77,65, Reichsbank 151,25, Gelsenkirchen 62,38, Mannesmann 61,75, Stahlverein 39,13, AEG. 20,50, Scheideanstalt 170,50, Licht & Kraft 96,50, 3G.-Farben 130,75, Siemens 154,50, Zellstoff Waldhof 44, Hapag 14,50, Nordd. Lloyd 15,75. Schweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 26. Juli. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 393 Ferkel aufgetrieben. Folgende Preise wurden erzielt: bis 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 22 Mark. Tendenz: mäßig. Es verblieb ein kleiner Ueberftand. Konjunktur undArbeitsbeschaffung. Im Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung wird geschrieben: Produktion und Beschäftigung der Industrie sind in den letzten Monaten stärker gestiegen, als man erwartet hatte. Auf Grund zuverlässiger Berechnungen kann man annehmen, daß die Gesamtzunahme der Beschäftigten von Januar bis Juni an die 2 Millionen heranreicht. Diese Zunahme geht in der Hauptfach; auf drei Ursachen zurück: Arbeitsbeschaffungsmah- nahmen, konjunkturelle Mehrbeschäftigung durch Belebung der Unternehmertätigkeit und jahreszeitlich bedingte Arbeitsmarktentlastung. von den 2 Millionen neueingeflelllen Arbeitskräften verdanken etwa 300 000 ihre Beschäftigung allein den Arbeitsbeschaffungsmahnah- men des Reiches, der Reichsbahn und der Reichspoft. Dabei ist zu berücksichtigen, daß bisher erst ein verhältnismäßig kleiner Teil der für Arbeitsbeschaffung vorgesehenen Mittel bereitgestellt worden ist. Bei diesen 300 000 Arbeitskräften sind diejenigen nicht berücksichtigt, die durch nicht vom Reich finanzierte Aufträge der Länder, Gemeinden und anderer öffentlicher Körperschaften, sowie durch die allmählich wieder erwachende Privatinitiative Beschäftigung gefunden haben. Der Kampf der Reichsregierung gegen die Arbeitslosigkeit beschränkt sich, im Gegensatz zu den meisten früheren Versuchen der Arbeitsbeschaffung, nicht darauf, durch unmittelbare Aufträge der öffentlichen Hand einigen 3ndustriezweigen Absatz zu verschaffen. Vielmehr wird durch ein ausgedehntes System von Maßnahmen der Spielraum erweitert, der dem privaten Llntemehmer für seine Dispositionen zur Verfügung steht. Schon jetzt haben diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit den Arbeitsmarkt entlastet, obwohl sie vielfach erst im Anfang ihrer Durchführung stehen. Es ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich, die Zunahme der Beschäftigung in den letzten Monaten den einzelnen Maßnahmen genau zuzurechnen. Man kann lediglich eine Vorstellung von den Größenordnungen im Ganzen dadurch gewinnen, daß man versucht, aus der Zunahme der Beschäftigung den Teil auszusondern, der auf saisonmäßigen Triebkräften beruht. Die jahreszeitliche Steigerung der Beschäftigung in den Sommermonaten ist nach Dauer und Umfang von I-Hr zu Jahr verschieden, lieber- trägt man die Erfahrungen der letzten Jahre auf die Entwicklung in den vergangenen Monaten, so kann man die saisonbedingte Mehrbeschäftigunq in den letzten Monaten auf 1 Million bis 1,4 Millionen Arbeitskräfte veranschlagen, gegenüber einer Ge- famtentlaftung um rund 2 Millionen. Da etwa 300 000 Arbeitskräfte durch die direkte Arbeitsbeschaffung des Reichs und feiner Unternehmungen gebunden find, ergibt sich ein „Rest" nichtsaison- maßiger Mehrbeschäftigung von 300 000 bis 700 000 Menschen. Die Spanne zwischen den errechneten Mindest- und Höchstzahlen erscheint verhältnismäßig groß. Jedoch läßt sich über den tatsächlichen Umfang der rein saisonmäßigen Beschäftigung erst dann Endgültiges sagen, wenn zu übersehen ist, wieviele der jetzt Eingestellten auch im Winter in Arbeit bleiben. Soll die bisher eingetretene, saisonmäßige Mehr- deschäftigung von Arbeitern nicht wieder verloren gehen, so müßte für etwa 1 bis 1,4 Millionen die Arbeitsgelegenheit entgegen der Saisontendenz erhalten oder an anderer Stelle der Wirtschaft neu geschaffen werden. Dies kam wie bisher durch die öffentlichen Beschaffungen und zu einem großen Teil durch die weitere Belebung der privaten Unternehmertätigkeit erfolgen. Auf alle Fälle ist nach der gegenwärtigen Lage.zu erwarten, daß es dem Zusammenwirken der wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Reichsregierung und der privaten Unternehmerinitiative gelingen wird, den Saisonrückschlag — wenn er infolge ungünstiger Witterung in den sogenannten Außenberufen nicht vermieden werden kann — wenigstens erheblich hinauszuzögern. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TT 'Saturn Datum 3 G. Farbcn-Jndustrie Scheideanstalt........ 0 129,13 131,13 1 51,5 1 82,75 I 'I 77 | <> =1 52 o Banknoten. 34 11,5 21,5 | 4,65 4,8 Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der enen Dividende an. — 5 o. H 44 20,5 16,5 168,5 29,5 44 16 162 Goldschmidt .... Rütgerswerke ... MetaHaelellichast. 10 o , 0 0 0 10 0 0 0 6 k 129 171,5 48,5 58 52 21,5 63,5 157 51,5 81 77 49,25 57,5 53 21 I 63,5 153 112 29 41,5 35,65 16,13 162 7 7 0 0 34,5 49,5 40 21,25 130,75 170,5 48,75 58 51 28,75 42 118 34 49,75 44 118 34,75 49 40 21,5 106,25 29,25 39 36 16,5 168,5 4% deSgl. Serie II ............ 5% Rumän. vercinh. Rente v. 1903 4!4%Rumän.vereinh.Reutev.l913 i% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier .............. 5,1 4,4 Helsingsors. Wien...... Prag....... Budapest ... Sofia..... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neunorl.... Brüssel_____ Italien..... Paris Schweiz ... Spanien.... Danzig.... 7,5 4,85 48,75 57,75 51 Norddeutscher Lloyd A.K. für Verkehrswesen Akt. Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank 8 4,85 1 Buderus , Deutsche Erdöl 4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hvejch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 Deutsche Bank und Disconlo- Gesellschaft................0 Dresdner Bank o Reichsbank .................j Hamburg-Amerika-Paket c Hamburg-Süoam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........o 0 0 Philivv Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cemenlwerk Karlstadt.. 11,8 I •fll 4,55 ! 4,55 8 4,8 5 4,4 Staatsrente v. 1910 *y,% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serif I ............ 0,95 5 4,55 4,75 7,6 4,9 Grihner o Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4 SübbenHrfrrr Zucker ...... si Schultheis Pagenhoser........0 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg...................0 Zellstofl Waidhos 0 Zeltstoss Aschaffenburg .......0 Dessauer GaS ...............7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 0 Orenstein L Koppel 0 Leonhard Tieh .............. 6 Chade......................12 Ilse Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ....... Manneömann-Röhren ’jjianvfeiber Bergbau .. Kokswerke........... Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rlicinstahl Bereinigte Stahlwerke. Olavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth Rio de Jan. Jugoslawien Lissabon ... Sranffuri a. 2)1. Berlin Echluß- kurS Schluß!. Abend- börse Schluß- lurS Schluß!. Minas« börse 26.7- 27-7. 26.7. 27.7- 27,5 28 27,5 27,4 — — 76,75 78,5 38,25 38,5 39 38,75 201,75 — 202 202,75 — 90 90 89,75 38 39,13 39,13 38,75 13,75 14 13,75 14 129,5 — 122 125 123 —— 125,5 125 170 170 170 172,5 Sranftun a. 2)1. Bcrl'n Schlußkurs Schluß!. Abcnd- börse Schlußkurs Schluß). Mittag- börse Datum 26.7. | 27.7. 26.7. 27.7. 6% Deunche Retchsaniethe o. 1921 82,5 82,5 83 83 6% ehem.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 96,75 97,4 96,4 87,3 612% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld ml 81 13 80,75 81 80,25 AuS los.-Rechten ........ 76,4 11,1 77,65 11,3 76,65 1] 77,65 11,25 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem. 8% Hess. Bolksstaat 1929 lruckzahlb. 102%)........... 74,5 73,5 Obcrhejsen Provinz. Anleihe ml Auslos.-Rechten ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt 64 — — - Gold R. 12......... 80,25 80,25 80 6%% Hess. Landes Hypotheken- bank Darmstadt Ligui ..... Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 85 85 — 67,75 69,13 68 rr 5 8% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban' Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 81,75 81,5 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936 81,75 81,5 _ _ b'/-% ehem. 4>/,% Franks. Hqp. Bank-Ligu.-Pfandoricse ..... 6'/r% ehern. 4'/2% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ... 85,25 85 - — 86,25 86,5 — 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand briefanstalt. Pfandbriefe R. 10 85 85 85 85 84,75 85 85,75 85.75 Verrechnungskurs 86 86 86 86 Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schluß!. Abend- börsc Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börse 26.7. 27.7. 26.7. 27.7. 5 5 4,9 4,85 4,3 4,25 4,65 4,5 — 8,25 8 8,2 4 3.9 4,05 4 23,5 23,5 23.6 23,4 15 14,5 15,25 14,65 — 20 18 — 19,9 19,75 16,25 15,75 16 15,75 48,13 47,5 46,65 47 89 89 89 49,75 49,75 50 — 55,25 55,25 55,25 _ 45.25 45,25 45,25 — 151,5 151,25 151 151,25 19,25 20,5 19,4 20,25 85,5 — 85,25 84,25 — 96,5 99,5 98 49 48 50 48 81,5 81,75 81,75 82 87,75 86,5 87 103 102 101,9 102,75 152,5 154,5 154 155 123 123 124 123,75 — 71,5 71 71,5 112 112,75 111,13 113,4 60,5 62,4 61,13 62,65 98,5 — 99,25 102,25 — — 63,5 64 — — 152 108,5 108,75 110 109,25 55 — 55,13 56,75 61.25 61.76 61.13 61.75 26.Zull 27.Zull Amtliche Notierung Geld | Briet Amtliche Notierung Geld | Brie 6.194 6,206 6,164 6,176 46,95 47,05 46,95 47,05 12,44 12,46 12,42 12,44 3,047 3,053 3,047 3,053 169.33 169,67 169,18 169,52 70,38 70.52 70,08 70,22 62,59 32,71 62,29 62,41 72,23 72,37 71,88 72,02 14,00 14.04 13,93 13,97 0,928 0,932 0,928 0,932 3,027 3,033 3,047 3,053 58,52 58,64 58,50 58,62 22,13 22,17 22,09 22,13 16,41 16,45 16,41 16,45 81,12 81,28 81,17 81,33 35,02 35.10 35,02 35,10 81,57 81,73 81,57 81,73 0,889 0,891 0,869 0,871 0,234 0,236 0,234 0,236 5,195 5,205 5,195 5,205 12.74 12,76 12,69 12,71 Eiektr. Licferungsgescllschaft... k Licht und Kraft ............. Felten & Guilleaume ........ Gesellschaft für Elektrische Unter- nchmungen............... l Rheinische Elektrizität ........ 6 Schuckert & Go.............. 0 Siemens & Halske........... Lahmeyer & Go.............. 10 __________Berlin, 27. Juli___________ Amcrikanstche Noten.............. Geld 3,00 Bries 3,02 Belgische Noten.................. 58,34 58,58 Dänische Noten ................. Englische Noten ................. 62,04 13,89 62,27 13,95 Französische Noten............... 16,37 16,43 Holländische Noten............... 168,76 169,44 Norwegische Noten ........... 21,97 69,91 22,05 70,19 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... _ Schwedische Noten.............. 71,71 71 99 Schweizer Noten................ 80,99 Spanische Noten................ 34.89 ’lnaariW SRoWt ................