m.sy Keühaussabe 185. Zahrganq Zreltag, 28. April syZ3 Ericheini lügllch, outzei Lonnlays und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bießener Familienblätter Heimat m Bild Die Scholle monals:Be}ug$prets: Mit 4 ‘Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüfle unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: gronlfurt am Main 11686. GichemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen örvrf und verloa: vrühl'sche Univeifität§-Vuch- und Steinöruderei R. Sange in Siehei. Sdfriftleitung und Geschäftsstelle: Schuk^traße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» hlamcanteigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20v , mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil i.V.Th.Kümmel sämtlich in (Biegen. Franz (Seldte in die NSDAP. eingeireten. Eine Rundfunkrede des Giahthelmbundesführers.—Oer Stahlhelm Adolf Hitler unterstellt Berlin, 27.April. (WTB.) Der Reichsarb-its- minifter und Bundesführer des Stahlhelms Franz Seldtc hielt am Donnerstagabend folgende Rundfunkansprache, die über alle deutschen Sender verbreitet wurde: Deutsche Hörer und Hörerinnen am Rundfunk! Liebe Kameraden! Meine Absicht, wie alljährlich in Dresden in einer großen Versammlung der Stahl- hclmbewegung am 27. April, wie es seit Jahren schon der Fall ist, zu sprechen, mußte ich leider im legten Augenblick aufgeben. Wichtige, für die Zukunft des Bundes des Stahlhelms entscheidende Besprechungen, deren Bedeutung für den geschlossenen Einsalz der n a t i o n a - len Bewegungen im Rahmen der nationalen Revolution wegweisend sein wird, halten mich in Berlin fest Wenn diese Besprechungen heute auch noch nicht beendet werden konnten, weil d i e Formgebung jenes innigen Freundschaftsbündnisses, wie es in der heutigen Besprechung des Kanzlers Adolf Hitler mit mir, dem Führer des Stahlhelms, vertieft und besiegelt wurde, weil diese Formgebung Zeit beansprucht — denn es soll ja für alle Zeiten gelten — so steht doch das eine fest: Der Geist, auf den cs ankomml, der Sinn ist unabänderlich. So wie ich nun zum einheitlichen Einsatz des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, als Gründer dieses Stahlhelms, d i e Führungdes Bunbcs roicber allein übernommen habe, so sehe ich in ber Zukunft nicht mehr Parteien, fonbern nur noch eine große Einheit. Gegenwärtig ist elr.c Opposition ebenso wenig ryöglich, wie ein Nebenherlarifen. Denn darin sehe ich den großen Sinn der deutschen Revolution von 1933, daß die Zeiten in Deutschland vorbei sind, in denen das staatliche politische Leben sich entwickelte unter Wechselwirkung nur zwischen '.Regierungsparteien und Oppositionsparteien. Soldatenart ist es, aus Erkenntnissen die Folgerungen zu ziehen. Diese Folgerung zu ziehen, wird für mich umso le'chter und ist dabei andererseits ein tief inneres Wissen geworden, weil ich in den Wochen vor den Besprechungen in Zusammenarbeit mit dem Führer Adolf Hitler erlebte, daß dieser Mann nicht nur Führer der deutschen Revolution, sondern Führer der deutschen Zukunft ist. Ich, der ich frei bin von Parteizugehörigkeit, ich erkläre hiermit meinen Eintritt in die NSDAP., weil sic die Bewegung ist, die als Einheit das ganze deutsche Volk umfassen soll. Somit unterstelle ich mich und damit den von mir gegründeten Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, heule als geschlossene soldatische Einheit dem Führer Adolf Hitler. Wer von meinen alten Kameraden auf diesem Wege mir nicht zu folgen vermag, den entbinde ich hiermit von seinem Fahneneid. Ich aber will den Weg der t Freiheit mit bereiten Helsen. Für meine Stahlhelmkameraden verlese ich nunmehr folgenden Aufruf: Kameraden des Stahlhelms! Heber 14 Jahre habt Ihr als Kampftruppen in der großen Front der nationalen Gesamtbewegung gegen das Novembersystem Eure soldatische Pflicht erfüllt und Opfer an Gur und Blut in diesem Kampfe für Deutschlands Freiheit dargebracht, wo immer ich dies von Euch gefordert habe. Ihr habt in diesem dem Stahlhelm, BdF., zugewiesenen Kampfabschnitt die Straße frei gemacht zu dem politischen Umschwung des 30. Januar indem an Eurer Seite sich die national- sozialistische Bewegung die M«a ch t i m Staat e r ft ü r in t hat. Aus der Tiefe der gewal- tigen nationalsozialistischen Volksbewegung brach nach dem 30. Januar die nationalsoziali- st i s ch e Revolution sich Bahn, die der Entwicklung des neuen Deutschland zur inneren und äußeren Freiheit von Staat und Nation ihren Stempel aufdrückte. Kameraden vom Stahlhelm! Wir bekennen uns zu der deutschen Revolution, der unser Herz, unser Wille und unsere Gefolgschaft gehört. Wir bekennen uns zu dem Führer der deutschen Revolution, Adolf Hitler, dessen Regierung ich. Euer Bundesführer, als Minister angehöre. Die von mir, Eurem Führer, mit dem FührO- der nationalsozialistischen Bewegung besiegelte Freundschaft ist die Erfüllung unseres alten Herzenswunsches. Deutsche Soldaten gehören immer zusammen. Es geht um Deutschlands Freiheit, Deutschlands Ehre, es geht um das Reich! Frontheil Stahlhelm, Frontheil Hitler! Frontheil Deutschland! Eine Mitteilung des Stahlhelm-Bundesamts. Berlin. 27. April. (CAD.) Das Bundesamt des Stahlhelms teilt mit: Der Bundcsführer Franz SeldtehatdiealleinigeDundes- s ü h r u n g übernommen. Der bisherige zweite Bundesführer Kamerad Sü ft er berg hat seine sämtlichen Aemter im Stahlhelm nied^rge- l e g t. Die Kameraden Wagner, Preuße r. v. Olberg und v. Egan-Krieger fiifb beurlaubt. Die kommissarische Leitung dtr Geschäfte des Bundesamtes ist dem Lander sührer des Landesverbandes Groß-Berlin Kamerad von Stephani übertragen worden Mit der Leitung der Reichspressestelle des Stahlhelms ist Kamerad Freiherr v. Medem beauftragt worden. Der Landcssührer des Landesverbandes Kamerad Ritter v. Lenz ist beurlaubt worden. Zu seinem Rachfolger ist Kamerad Freiherr vMalsen-Ponickau ernannt. Der Landesführcr des Landesverbandes Schlesien Kamerad v. Frehdorf ist beurlaubt 'worden. Zu seinem Rachfolger ist Kamerad Graf Pückler ernannt worden. Eine Erklärung Seibles zum Ausscheiden Düsterbergs. - Berlin, 27. April. (XU.) Der Reichsarbeitsminister und Bundesführer des Stahlhelm, Franz S e l ö t e, gibt folgende Mitteilung bekannt: Der zweite Bundesführer des Stahlhelm, Kamerad Oberstleutnant a. D. D ü ft e r b e r g , hat feine sämtlichen Aemter im Stahlhelm nieder gelegt, nachdem ich ihn vorher durch dienstliche Mitteilung von seinen Amtspflichten entbunden hatte. Der Grund für meine Maßnahme war darin gegeben, daß in den Auffassungen über die Stellung des Stahlhelm innerhalb der nationalsozialistischen Revolution und über seine künftige Organisation eine grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen dem zweiten Bundesführer und mir bestand. Ich achte diese soldatische Haltung des Kameraden Düsterberg, der von der Ueberzeugung durchdrungen, daß seine Auffassung für den Stahlhelm existenzbedeutend sei, auf seinem Posten glaubte bis zum Letzten ausharren zu müssen. Aber diese konnte mich nicht von der Pflicht entbinden, zu tun, was ich getan habe. Jeder der weiß, was der Stahlhelm für mich, feinen Gründer bedeutet, wird es verstehen, wenn ich sage, daß in allen Jahren seit der Gründung des Stahlhelm keine Entscheidung, die ich als Bundesführer treffen mußte, mir so schwer gewesen ist, als die durch das Schicksal mir aufgezwungene, für die einheitliche Führung und den Kampfeinsatz der Stahlhelmbewegung notwendige Lösung des Verhältnisses zu dem Kameraden Düsterberg. Es ist alten Soldaten nicht angemessen, ernste und bittere Lagen durch schöne Worte zu verschleiern. Ich habe deshalb offen gesagt, was geschehen ist. Und deshalb darf ich jetzt auch sagen, daß ich nur durch politische Meinungsverschiedenheiten von dem Kameraden Düsterberg getrennt bin. Unverändert bleiben meine Gefühle der soldatischen Kameradschaft und des Dankes, die ich in dieser Stunde ihm für die große Leistung, die er in vierzehn Jahren für den Stahlhelm und darüber hinaus für den vorbereitenden Kampf der nationalen Bewegung vollbracht hat, zum Ausdruck bringe. Der Stahlhelmkamerad und nationale Kämpfer Düsterberg hat seinen Platz in der Geschichte des Bundes, gez. Franz S e l d t e. Freundschaftsverhältnis Stahlhelm-NSDAP. Berlin, 28. April. (OB.) Die „Kreuzzeitung" veröffentlicht folgende Erklärung des Bundesführers des Stahlhelms, Fran; S e l d t e : Zwischen dem Führer der nationalsozialistischen Bewegung, Adolf Hitler, und mir, dem Führer des Stahlhelms, haben gestern und heute längere Besprechungen stattgefunden, deren Ergebnis war, daß unsere beiden verbände in loyaler Zusammenarbeit zum Besten des Vaterlandes stehen wollen und werden. Dieses Freundschaftsverhältnis in feste Formen zu bringen, wird die Aufgabe der nächsten Zeit fein. Das Fest -er nationalen Arbeit. Das Programm der Berliner Feierlichkeiten. Berlin, 27. April. (Sil.) Amtlich wird mitgeteilt: Das Reichsministerium für Dolksauf- klärung und Propaganda hat für den 1. Mai 1933 folgendes endgültiges Gesamt- Programm des „Feiertages der nationalen Arbeit" festgelegt. Vormittags: Kundgebungder Deu tschen Jugend im Berliner Lustgarten. Teilnchner: Die Hitler-Jugend, die Deutsche Studenten chaft, die Jugendverbände und Jugendorganisationen, die Berliner Schuljugend aus den Bezirken 1 bis 6. Abteilungen des Arbeitsdienstes, Abteilungen der SA., SS., des Stahlhelms und die übrige Jungarbeiterschaft der Stirn und der Faust. Berliner Schulen, die sich wegen der Entfernung nicht am Aufmarsch beteiligen können, halten Schulfeiern ab, bei denen die Kundgebung durch Rundfunk übertragen wird. Für die Schulen und die Jugend im Reich gilt das gleiche. Programm der Lustgartenseier. Ab 8 Uhr Anmarsch der Jugend. 9 Uhr Kundgebung im Lustgarten. 1. Hymne, vorgetragen von 1200 Sängern des Berliner Sängerbundes: 2. Rede des Herrn Reichsministers für Bolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels: 3. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Fahrt des Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg und des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler durch die Spaliere der Jugend in der Wilhelmstrahe und Unter den Linden zum Lustgarten. 4. Gemeinsamer Gesang der Jugend „Ich hab' mich ergeben": 5. Ansprache des Herrn Reichspräsi denken von Hindenburg an die deutsche Jugend. Gemeinsamer Gesang des Deutschland- Liedes. Schluß gegen 10 Uhr. Nachmittags. 13 Uhr (1 Llhr nachmittags) Eintreffen der Arbeiterabordnungen aus allen Gauen des Reiches, aus Danzig, von der Saar und aus Deutschösterreich mit zehn Großflugzeugen auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. 17.30 Uhr (5.30 Uhr nachmittags) Empfang der Arbeiterabordnungen durch den Herrn Reichspräsidenten und den Herrn Reichskanzler in der alten Reichskanzlei. Abends. Tie Kundgebung auf dern TeuipelhoferFeld An der Kundgebung nimmt die gesamte Bevölkerung der Reichshauptstadt teil. Anwesend sind u. a. die Reichsregierung und Vertreter der Wehrmacht, die Vertreter der Länderregierungen, das Diplomatische Korps und die Arbeiterabordnungen aus dem Reich. Ab 12 Uhr mittags Abmarsch der Spitzen der Züge von den bekanntgegebenen Sammelplätzen in zehn Kolonnen zum Tempelhofer Feld. 16 bis 20 Uhr (4 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends) Militärkonzert und Staffel- und K u n ft f l ü g e der Luftgeschwader auf,6em Tempelhofer Feld. 20 Uhr (8 Uhr abends) Beginn der Kundgebung aus dem Tempelhofer Feld. 1. Fanfarenmarsch, ausgeführt durch 7 Kapellen und 2 Spielmanns- Züge der Reichswehr, 2. Gemeinsamer Gesang der Massen: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ". Ankunst des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler. 3. Rede des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler m i t Verkündung des Ersten Jahresplanes des deutschen Aufbaues, 4. Gemeinsamer Gesang des Deutschland-Liedes. Während des Gesanges des Deutschland-Liedes pflanzt eine Abordnung der Hitlerjugend zu Ehren des Herrn Reichspräsidenten eine junge Eiche auf dem Tempelhof^r Feld, 5. Großer Zapfenstreich, gespielt von den Reichswehr- tapeUen, 6. Abbrennen des großen Feuerwerks, 7. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Gegen 22 Uhr (10 Uhr abends) Schluß der Kundgebung. Nach Beendigung der Veranstaltung auf dem Tempelhofer Feld Fackelhug der uniformierten Verbände zum ßu ft garten durch die Belle-Alliance-Straße, Wilhelmstraße, Voß- Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Brandenburger Tor, Unter den Linden nach dem Lustgarten, wo die Fackeln zusammengeworfen werden. Gegen 24 Uhr (12 Uhr nachts) Ansprache des Herrn preußischen Ministerpräsidenten Göring im Lustgarten. Der Aufmarsch zur Kundgebung aus dem Tempeshoser Feld. Rechtzeitige Anmeldung wichtig! Aus Wunsch des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda wiederholen wir folgende amtliche Verlautbarung: Berlin, 26. April. (WTB.) Zur Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld am 1. Mai, dem Tag der nationalen Arbeit, marschieren die Angehörigen der NSBO. und Gewerkschaften, der politischen, Wehr- und Sportoer- bände, der Innungen, vereine und dergleichen aus den bereits veröffentlichlen Anmarfch- strecken geschloffen zum Tempelhofer Feld. Die Beteiligung eines jeden ist nationale Michl- Um über den Umfang des Aufmarsches deu erforderlichen Ucberblitf zu gewinnen und um die notwendigen Maßnahmen treffen zu können, ist es erforderlich, daß jeder Teilnehmer sich bei der untersten Einheit der Organisation seines Wohnbezirks oder seiner Organisation überhaupt meldet. Diese Stellen geben die Beteiligungsslärke bis spätestens Freitag. 28. April, 12 Uhr. der nächsten übergeordneten Einheit weiter, die wiederum die Teilnehmerzahl dem Bezirksleiter der NSBO. (Anschriften und Fernsprechanschlüsse durch Presse bereits bekannt- gemacht) bis Freitag, 28. April, 18 Uhr, ; u melden haben, verbände, die nicht den Stadtbezirken entsprechend organisiert sind, melden an den Bezirksleiler des NSBO.-Bezirkes, in dessen Bezirk sie mitantrefen wollen. Das Handwerk zum Tag der nationalen Arbeit. Hannover, 27. April. (ERB.) Der Reichsverband des deutschen Handwerks veröffentlicht die folgende Erklärung: Mit Dank und Zustimmung begrüßt das deutsche Handwerk die Bemühungen der nationalen Regierung, der menschlichen Arbeit im werktäti- gen Leben wieder neue Würde zu geben. Gerade das Handwerk, das in sozialer Aus- gle chsstcllung Meister, Gesellen und Lehrlinge umschließt, hat die Arbeit nie als einen Fluch empfunden. Es hat immer in einem festen seelischen Verhältnis zu seiner Hände Werk gestanden und fe st gehalten an dem Segen der Arbeit und an dem Derussethos, das doch dem Menschen allein inneren Frieden, innere Frxude und soziale Genugtuung zu gewährleisten vermag. Die Erziehung zu dieser Auffassung und die Wiederfindung vieles Arbeitsethos bleiben eine dankbare Aufgabe und eine wesentliche Voraussetzung für eine wahre, allumfassende Volksgemeinschaft. Die Krönung des Werkes erblickt das Handwerk in der Idee einer sittlich geordneten Berufs st andsgemeinschast und in der Verwirklichung des von der Reichsregierung beabsichtigten berufs ständischen Aufbaues. Die Einschaltung und Pflege aller lebendigen Produktivkräfte unseres Volkes innerhalb dieses Rahmens sichert zudem die gebotene Einigkeit nach innen und die Erringung der notwendigen Freiheit nach außen. Acht Jahre präsidentschast. Ein Hindenburg-Gedenktag. Der 26. April war ein historischer Tag. Es sind an diesem Tage acht Jahre seit der Wahl des Reichspräsidenten v. Hindenburg vergangen. Die „DAZ." würdigt die Persönlichkeit des greifen Staatsoberhauptes und schreibt u. a.: Die acht Jahre der Präsidentschaft Hindenburgs umschließen grundstürzende Wandlungen der deutschen Geschichte. Aber wie bas Leben Hindenburgs, von Königgrätz bis zur Erneuerung der 1919 zerschlagenen Wehrmacht, von der Proklamation in Versailles bis zur Ncugrün- dung des Reiches in Potsdam 1933, ro i e eine Verkörperung der unzerstörbaren Identität der deutschen Staatspersönlichkeit erscheint, so waltet auch über den Jahren, in denen er jetzt als Staatsoberhaupt seinem Volke dient, seine nationale Zuverlässigkeit als jenes weiterwir'ende Vorbild, dem die Nation jetzt endlich geantwortet hat. Dem Reichspräsidenten sind, wie in seinem früheren Leben, so auch in seiner politischen Tätigkeit als Reichspräsident bittere Stunden der Anfeindung nicht erspart g e b l i e b e n. Er hat sie im Bewußtsein der Pflichterfüllung, unter Zurückstellung seiner eigenen Person, auf sich genommen und darf jetzt, nachdem noch vor einem Jahre die Fronten im nationalen Lager hoffnungslos verwirrt erschienen, das stolze Gefühl hegen, daß das Opfer, das er im hohen Alter bringt, nicht u m s o n st gewesen ist. Der Wandel, der sich in Deutschland vollzogen hat, ist für die Augen der Miterlebenden fast zu rasch und zu groß. Aber wie die Geschichte einst dem Reichspräsidenten nicht nur für diesen Entschluß, sondern auch für die vorangegangenen Jahre, besonders für das Jahr 19 3 2, in welchem fast die ganze Last des deutschen politischen Schicksals auf feinen Schultern lag, danken wird, so wollen wir heute dem Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall weiter Gefolgschaft und Gehorsam geloben. Evangelische Kirche und nationaler (Staat. Tie Unterredung des Reichskanzlers mit mit dem Präsidenten des Äirchcnbut des. Berlin, 27. April. (ERD.) Der in Berlin versammelte Deutsche Evangelische Kir- chenau sschuh, über dessen Beschlüsse zur Derwaltungsrcsorm bereits berichtet wurde, nahm — wie der Evangelische Pressedienst mitteilt — mit Befriedigung von der Mitteilung des Landesbischofs D. Rendtorff Kenntnis, daß es dem Reichsminister des Innern gelungen ist, auf gütlichem Wege eine Lösung des mecklen- urgischen Kirchenkonfliktes herbei- zuführen, die zur Zurückziehung des Staatskommissars geführt hat. Mit großem Aachdruck wurde in diesem Zusammenhang betont, daß d i e sämtlichen deutschen Landeskirchen jeden Eingriff in die ihnen ausdrücklich gewährleistete Freiheit und Selbständigkeit abzuwehren entschlossen sind. Ebenso nachdrücÜich kam aber auch die dankbare Freude zum Ausdruck, mit der die einzelnen Landeskirchen und der Deutsche Evangelische Kirchenbund das Wiedererwachen des vaterländisch e n G e i st e s, die Abkehr unseres Dolles vom Materialismus und Bolschewismus, die W'eder- erschließung der im Volkstum wurzelnden Kräfte und ihre -Zusammenfassung zur deutschen Nation begrüßen. Präsident Dr. D. Kahler teilte mit, daß sich der Reichskanzler bei der Unterredung am Dienstag erneut zu feiner Reichstagserklärung über das Verhältnis von Staat und Kirche bekannt und zugleich sein lebhaftes Interesse für die Ein - heitsbestrebungen im deutschen Protestantismus betundet habe. Cs soll deshalb ohne Zeitverlust an die Schaffung einer neuen deutschen Kirchenverfassung gegangen werden, die den Bekenntnisstand wahre und in Lebenskräften der Landeskirchen wurzelnd das weithin vorhandene starke Verlangen nach kirchlicher Einheit erfüllt. Cs wurde bei den Verhandlungen des Kirchen- ausschusses betont, daß jetzt der deutsche Ge- samtprotestantismus damit vor einem neuen Abschnitt feiner Geschichte stehe, und daß es großer Weisheit und Umsicht bedürfe, um die rechte Formfürdas neueWol- l e n zu finden. Aber die deutschen Kirchen seien entschlossen, den Rus der Stunde zu hören und dem geeinigten Volke auch eine geeinigte Kirche zu schenken. Nie Llmtaufen von Straßen. Der Reichskanzler wünscht die Erhaltung historischer Bezeichnungen. Berlin, 27. April. (CNB. (Eigene Meldung.) Die Neichspressestelle der NSDAP, gibt folgende (Erklärung öes Führers bekannt: „3n letzter Zeit werden in zahlreichen Orten und Städten Straßen und Plätze umgetauft. So sehr ich mich über die Ehrung freue, die man mir durch die Verbindung solcher Plätze und Straßen mit meinem Namen erweist, s o sehr bitte i ch aber doch, davon absehen zu wollen, histo- rische Bezeichnungen zu verändern. Wir dürfen nicht in den Fehler der Putschisten des Jahres 1918 verfallen. Jede Generation soll nur das auf sich beziehen, was sie selb st geschaffen hat. Es ist unsere Ehrenpflicht, die Namen der Novemberoerbrecher von unseren öffentlichen Plätzen und Straßen zu entfernen. Die sollen dann aber wieder ihre alten Bezeichnungen e r - halten. Nur das, was die nationale Revolution für die Zukunft f c 1 b ft aufbaut, darf sie mit i h r e n und dem Namen ihrer führenden Männer verbinden. Gez. Adolf Hitler." Neue Arbettsvorhaöen. Beschäftigrng für 3000 Arbeiter. Berlin, 27. April. (CNB.) Wie mir aus Kreisen des Reichskommissariats für Arbeitsbeschaffung erfahren, sind in den letzten Tagen wiederum eine Reihe von Arbeitsporhaben im Rahmen des Sofortprogramms erledigt worden. Es handell sich in erster Öinie um drei größere Projekte. So soll ein hochwasserfreier Ausbau des Dammes nach Nordftrand an der fchleswigifchen Küste in einer Länge von 2,6 Kilometer erfolgen. Die Kosten find auf 2,6 Millionen RM. veranschlagt, das Bauvorhaben wird für 600 Arbeiter zwei Jahre lang Arbeit geben. — Weiter sind zwei Millionen RM. für Wasser st raßenausbauten der Badischen Wasserstraßenverwaltung genehmigt. Dabei werden 1400 Arbeiter in 250 000 Tagewerken beschäftigt werden. Als drittes Bauvorhaben ist schließlich der A u s b a u d e r B a r t sch in Riede rschlesien vorgesehen. Eingesetzt sind dafür 560 000 RM. für 100 000 Tagewerke, bei denen 800 Arbeiter beschäftigt werden. Weitere Maßnahmen zum Schuhe der Land- und Forstwirtschaft. Berlin, 27. April. (TU.) Im Reichsgesetzblatt erscheint ein Gesetz über Zolländerungen, das eine weitere Vervollständigung des Schutzes der Land- und Forstwirtschaft darstettt. Im Einzelnen wird der Zoll für gereinigte Lin - s e n von 8 auf 12 Mark je Doppelzentner und für planmäßige Neugestaltung der Wirtschaft Gegen selbständige Einsetzung von Kommissaren bei Wirtschastsverbänden und Unternehmungen. Berlin, 27. April. (TU.) Der Sachbearbeiter für Wirtschaftspolitik im Verbindungsstab der NSDAP., Dr. Otto W a g e n e r, erläßt folgende Bekanntmachung: 1. Die Wirtschaft ist kein Instrument, in das man ungestraft sinnlose Eingriffe verüben kann. Daß das bisherige System der Wirtschaft, die Willkür des Wirtschaftsliberalismus, falsch war, wissen wir. Die Fehler dieses Systems können aber nicht durch eine neue Willkür beseitigt werden, vielmehr kann nur eine planmäßige Neuorientierung und eine planmäßige Neugestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse die Grundlage für den Wiederaufbau und für die Sicherung von Arbeit und Brot für das gesamte Volk geben. 2. Iede selbständige Einsetzung von Kommissaren irgendwelcher Art ist deshalb verboten. Nur Behörden, wie Ministerien, Regierungen oder Bürgermeisterämter können Kommissare einsehen. Auch bisher eigenmächtig eingesetzte Kommissare müssen zurückgezogen werden, sofern nicht ihre Legalisierung durch die zuständigen -Stel en, z. B. durch den Aufsichtsrat, den Vorstand, die Geschäftsführung oder den Inhaber eines Unternehmend oder einer Behörde schriftlich und ausdrücklich erfolgt ist. Wenn in Ausnahmefällen die Zurückziehung eines Kommissars eine Gefährdung des öffentlichen Interesses oder des Betriebes bedeutet, so ist die zuständige Behörde oder Handelskammer zu Rate zu ziehen. 3. Die Llmbildung der Führung der wirtschaftlichen Verbände und Vereinigungen hat in Zukunft nicht mehr durch eigenmächtiges (Eingreifen parteipolitischer Dienststellen oder einzelner Parteigenossen zu erfolgen. Die Spihen- veroände sind bereits umgestellt. A n s e r Einfluß ist überall gesichert. Die Um» stellung der Nachgeordneten Verbände wird durch die Spihenverbände nach einheitlichen Gesichtspunkten durchgeführt. Sollten an einzelnen Stellen die Aenderungen nicht so durchgeführt werden, wie es der nationalsozialistischen Auffassung entspricht, so bitte ich, mir hierüber in jedem Falle direkt Mitteilung zu machen. Auch bei landwirtschaftlichen Genossenschaften Berlin, 27. April. Der Amtsleiter des Amtes für Agrarpolitik bei der Reichsleitung der NSDAP. R. Walther Darrs erläßt folgende parteiamtliche Bekanntmachung: Die in neuerer Zeit von feiten des Handels gegen die landwirtschaftlichen Viehverwertungs- genoffenfchaften gerichteten Angriffe, Verdächtigungen und Einzelaktionen geben mir Veranlassung, folgendes bekanntzugeben: Das unter meiner Führung neu gebildete Präsidium des Reichsverband der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiffeisen — E. V., dem auch die landwirtschaftlichen Viehverwertungsgenoffenschaften unterftehen, bietet die Gewähr dafür, daß die landwirtschaftlichen Vieh- verwertungsgenossenschaften Einrichtungen des landwirtschaftliche n Berufs st andes bleiben. Ich werde dafür Sorge zu tragen wissen, daß diese Einrichtungen im genossenschaftlichen Gei st e geführt werden. Damit entfällt jeder Grund für ein eigen« mächtiges Vorgehen unbefugter Stelle n gegen die genossenschaftlichen Einrichtungen. Ich verbiete daher jegliche Eingriffe in die bestehenden genossenschaftlichen Einrichtungen im Lande sowohl als auch insbesondere auf den Mcirk - t e n." Keine eigenmächtigen Eingriffe gegen Kassenärzte. Berlin, 27. April. (VDZ.) Der Kommissar der ärztlichen Spitzenverbände gibt, wie das VDZ.-Bureau meldet, bekannt, daß alle beteiligten Stellen, insbesondere auch die von ihm eingesetzten Kommissare und Beauftragten ausschließlich nach den neuen gesetzlichen Vorschriften des R e i ch s a r b e i t s Ministers über die Neuzulassung von nichtari- schen und kommunistischen Kassenärzten und über die Beendigung der Zulassung solcher Aerzte zu verfahren haben. Er untersage dementsprechend eigenmächtige Eingriffe gegenüber einzelnen Kassenärzten oder den kassenärztlichen Vereinigungen. Wicken von 5 auf 10 Mark je Doppelzentner erhöht. Der Zoll für K l e e f a a t e n wird von 18 auf 30 Mark je Doppelzentner erhöht. Blumensa - men in Kleinpackungen erhalten einen Zollschutz von 500 Mark je Doppelzentner für Einzclpackun- gen bis zu 50 Gramm. Der Kümmelzoll wird von 4 auf 20 Mark erhöht. Der Zoll auf Alfalfti- mchl von 3 auf 6 Mark je Doppelzentner. Der Zoll für Panjepferde wird von 150 auf 500 Mark erhöht. Auch die Zollsätze für Haarwild und Kaninchen erfahren eine Erhöhung. Neuordnung der Gaue der NSDAP. M ü n d) e n , 27. April. (TU.) Der „Völttsche Beobachter" bringt folgende Verfügungen Wolf Hitlers: 1. Aus den bisherigen Gauen Brandenburgs und Oftmarks wird unter der Leitung des Gauleiters Wilhelm K u b e - Berlin der Gau K u r m a r k gebildet. Aus den bisherigen Gauen München, Oberbayern und Schwaben wird der Gau Mün - chen-Ob.erbayern-Schwaben unter der Leitung des Gauleiters Adolf Wagner-München gebildet. Den Leiter des bisherigen Gaues Schwaben, Parteigenossen Wahl- Augsburg, ernenne ich zum stellvertretenden Gauleiter Mün- chen-Oberbayern-Schwaben. Unter der Leitung des Gauleiters Streicher- Nürnberg werden die bisherigen Gaue Mittel- und Unterfranken zu einem Gau Franken zusammengefaßt. Zum stellvertretenden Gauleiter ernenne ich den Leiter des bisherigen Gaues Unterfranken, Parteigenossen Otto Hellmuth-Würzburg. 2. Ich bringe in Erinnerung, daß der sich im Kampf bewährte Aufbau der Partei jetzt mehr denn je beachtet werden muß. Für die Politik ist allein der politische Leiter in dem ihm übertragenen Gebiet zuständig und verantwortlich. In SÄ.- und SS.-Fragen und Fragen des inneren Aufbaues der Polizei entscheidet der S A. - dzw. der SS. - Führer. Aus aller Welt. Schwere Bluttat auf einem mecklenburgischen Gutshof. — (Ein Toter, zwei Schwerverletzte. Eine schwere Bluttat ereignete sich auf dem Gute Kässelin bei Röbel (Mecklenburg-Schwerin). Zwischen dem durch den Vormund Rechtsanwalt Jürgen von Flotow-Parchim der gräflich von Blücherschen (Erben eingesetzten Gutsverwalter Kurt Sommer einerseits und dem früher seines Amtes enthobenen Verwalter Wilhelm R e h s e und Gießener Stadttheater. Gastspiel des Hessischen Landestheaters: „Fidelio" von Beethoven. Nachdem Beethoven in der Eroika-Symphonie das Drama des Helden im rein musikalischen Sinne hatte zur Tat werden lassen, ergriff er die Gelegenheit, als ihm ein Auftrag für die Komposition einer Oper erteilt wurde. Noch dazu, wo ihm ein Stoff geboten wurde, der in feiner ethischen Tendenz seiner inneren Einstellung völlig entsprach. Bouilly, der Verfasser des Librettos zu Cheru- binis „Wasserträger" (übrigens eines der wenigen Opernbücher, die Beethoven als vorbildlich ansah) konnte angeblich auch den Leonoren- ftofs auf eine wahre Begebenheit zurückführen, die er wahrend der Schreckenszeit der französischen Revolution als Administrator eines Departements bei Tours erlebt hatte. Den Schauplatz verlegte er aus naheliegenden Gründen nach Spanien. Zwei Vertonungen dieses Stoffes durch Pierre Gavecmx und in italienischer Fassung durch F. Paer standen auf dem derzeitigen Opernspielplan in vorderster Stelle. Beethovens Textbearbeiter Ferdinand von Sonnleitner folgte in seiner Aebertragung der französischen Vorlage. Man hat viel gestritten über die Geeignetheit des Fideliokextes. An den Grundprinzipien des Wagnerschen Musikdramas gemessen, glaubte man, ihn ab lehnen zu müssen und damit Wagners eigenem Urteil zu folgen. Erst in jüngerer Zeit, wo der Gedanke der „Oper" in den Vordergrund rückt, scheint man ihm doch mehr zustimmen zu können. Die Vermischung der verschiedensten Stilelemente wird durch ihre Kontrastwirkung zur Steigerung der leitenden Idee. Ausgehend von Duffo- nesken gewinnt von Szene zu Szene das eigentliche dramatische Geschehen in zwingendem Fort- schreiten an Daum und gipfelt in von höchster Spannkraft erfüllten Höhepunkten. Wir erleben die Handlung in ihren letzten Schauern, in ihrem Grausen, verklärt durch den Sieg der hohen sittlichen Idee, durch den Kamps für Menschenrecht und Freiheit unter Einsetzen der Persönlichkeit. I So wird die Oper zu einem Hohenlied der Gattenliebe, indem sich auf dem Hintergründe der Kleinbürgerlichkeit übergroßes heldenhaftes Erleben abzeichnet und die höchste sittliche Kraft des Weibes glorifiziert wird. Das war wie ein Geihelschlag in jener Zeit der I Auflockerung der Sitten, und ein Hörerkreis, der | sich bei den ersten Aufführungen im Iahre 1805 vornehmlich aus französischen Offizieren zusam- mensehte (Wien war kurz zuvor von den Franzosen besetzt worden), mußte diesem Werk fremd gegenüber stehen. Auch eine Umarbeitung der Oper, durch teilnehmende Freunde Beethovens veranlaßt, konnte bei Publikum und Presse im Iahre 1806 nicht den erforderlichen Widerhall finden. Erst die innerliche Wandlung des deutschen Volkstums durch die Befreiungskriege gab im Iahre 1814 der zur heutigen endgültigen Fassung überarbeiteten Oper den Boden zur letzten intensiven Auswirkung, an der allerdings zum nicht geringen Maße die ersten großen Darstellerinnen der Leonore, Anna Milder-Hauptmann und Wilhelmine Schröder-Devrient, lebhaften Anteil trugen. Die Komposition einer Oper war für Beethoven ein Vorstoßen in ein Neuland, das sowohl der Kritik als auch der Hörerschaft zunächst fremd erscheinen mußte. Vielleicht fehlte Beethoven die ursprüngliche Begabung für das Bühnenschaffen, wie wir sie bei Mozart in so ausgeprägter Weise antreffen, der alles, selbst das scheinbar Unmöglichste, musikalisch zu erfassen vermochte. Während andere Opernkomponisten an dem szenischen Geschehen sich musikalisch erschließen, ist es bei Beethoven stets die echische Schaffenseittstellung, die sich im Verfolg des Sieges der sittlichen Kräfte entzündet zu höchster Ekstase und Verzückung. Und so erscheint seine Musik in die Bühne hineinprojiziert. Als der geborene Symphoniker erhält bei ihm selbst die menschliche Stimme den Charakter des Instrumentalausdrucks. Nicht weitspannende oder gar ins Ohr fallende melodische Bogen, sondern der motivisch-organische Anteil am absoluten musikalischen Vorgang unter ganz besonderer rhythmischer und dynamischer Präzisierung sind für ihn bestimmend. Dieses Fernliegen von allem Sinnlich-Schönen bekräftigt sein Wort, daß er „nur für die Gebildeten" schreibe. Daß die rein musikalische Erfassung des Leonoren-Dramas ihn immer wieder als Problem fesselte, davon zeugen die verschiedenen programmatischen Leonoren-Ouvertüren. Bis in die jüngste Zeit hinein ist die Inszenierung des „Fidelio" für die Theaterleute eine besondere Ausgabe gewesen. Teils zielte man auf die Auswertung und Wieder-Einfügung von Teilen der Ar°Leonore, die in der letzten Fassung fortbleiben mußten. Zum andern warb man für eine stilgernähe Anpassung an die dramatischen Gegebenheiten, die von der durch Wagner gebotenen musikdramatischen Richtung her nicht voll erfaßt werden konnten: denn „Fidelio" darf nicht nur Theater darstellen, sondern muh zur tief schürfenden Seelenfchau werden. Die Gießener Aufführung folgte der Inszenierung von Ernst Legal, der wir übrigens vor sechs Iahren schon einmal hier begegneten. Die Gestalt der Leonore ist ein wichtiger Faktor für die organische Durchformung des Werkes. Sie kann ebenso die in ihrer hingebungsvollen Liebe zu höchstem Aufopfern bereite Frau fein oder auch die rein heldische Seite der Partie betonen. (Elfe Link vom Staatstheater Wiesbaden hatte in letzter Stunde die Leonore-Partie für die erkrankte Elsa Kment übernommen. Stimme und Erscheinung ließen sie reif, heldisch, stark willcnsbetont erscheinen. Breit ausladend gab sich ihr Organ in der Höhe des Affektes unter starker Betonung der dramatischen Akzente. Bei einer so großen Stimme wird man über Schwierigkeiten in der Koloratur (große Arie) hinwegsehen müssen, da Beethoven von an- anderen Voraussetzungen ausgehen mußte, als sie in heutiger Zeit bei vorherrschendem Wagnergesang erforderlich sind. Ihre Höhepunkte fand sie in der Kcrkerszenc. In der Verfolgung der szenischen Begebenheiten wäre gelegentlich intensiveres Eingehen möglich gewesen. Joachim Sattlers Florestan war bei seinen prächtigen Stimmitteln voll beherrschter Angemessenheit an die Situation, stark durch die lebenswahre Maske. In feiner Rachsucht und seinem vor nichts zurückschreckenden Vernichtungswillen gab Johannes Bischof den Don Pizzarro, wie vor sechs Jahren, voll dramatischer Wucht und vermochte in routinierter Weise die nach langer verdienstvoller Bühnentätigkeit sich nun meldenden stimmlichen Mängel nicht merken zu lassen. Der Rocco Theo Herrmanns war sehr gewandt in Anpassung an gefangs-fttlistische und szenische Erfordernisse: die innere Entwicklung des wachsenden Widerstandes gegen Pizarro trat greifbar hervor. Sympathisch zeigte sich Regina Harre als Marzelline, naiv, natürlich, gewandt in Spiel und Darstellung bei sehr beachtlichem stimmlichen Können; Eugen Vogt als Iaquino war beweglich mit seiner szenischen und gesanglichen Fähigkeit. Johannes Drath als Don Fernando verkörperte den Minister voll echt spanischer Grandezza. Die vielfachen Ensemblesätze waren im einzelnen typisch charakterisiert: besonders stimmungsvoll bannte der Kanon mit seinen ahnungsvollen Tasten. Die Chöre waren fein ausgeglichen im engsten Kontakt mit der Szene. Das Orchester unter Dr. Hans Schmidt-Isserstedt fordert höchstes Lob heraus. Immer wieder war die seine dynamische Ausgeglichenheit der Bläser, insbesondere aber der Hörner in ihrer unbedingten Sicherheit zu bewundern. Als eine ganz besondere Gabe war die zweite „Leonoren"-Ouvertüre in ihrer großzügigen Erfassung und Durch- dem Stiefvater der Erven, dem Landwirt von Nordheim aus Neetze bei ßeuneburg andererseits bestand seit längerer Zeit infolge Prozeß- und Verwaltungsstreitigkeiten ein gespanntes Verhältnis. Im Verlaufe einer erregten Auseinandersetzung, die in der Wohnung des Verwalters Rehfe zwischen den Parteien stattfand, zog von Nordheim einen Revolver und schoß auf von Flotow und Sommer, als letzterer mit Rehfe in ein Handgemenge geraten mar. Rehfe sank tödlich verletzt zu Boden. Sommer wurde durch einen Bruftsteckschuß schwer verletzt und noch in der Nacht in das Karolinenstift in Neu-Strelitz eingeliefert. Rechtsanwalt von Flotow erhielt zweiSteckschüsse in die rechte Schulter und wurde in das Krankenhaus übergeführt. Im ganzen wurden sieben Schüsse abgegeben. Von Nordheim ist geständig und will in Notwehr gehandelt naben. Er wurde nach Vernehmung durch den ersten Staatsanwalt aus Güstrow von der Gendarmerie verhaftet. Für Kurt Sommer besteht noch Lebensgefahr. In dieser Angelegenheit hat der Regierungs-- kommissar von Mecklenburg, Reichs- und Landtagsabgeordneter Hildebrandt ein Telegramm an den Reichskanzler gerichtet, in dem es heißt: „Durch Osthilfeskandal in Finken bei Röbel sand gestern eine Schießerei statt, bei der Pg. Rehfe getötet wurde, zwei weitere schwer verletzt. Die Unruhe ist derart, daß, wenn nicht Abberufung des Kommissars von Rostock erfolgt, ich nicht mehr für die Sicherheit der Oststelle garantieren kann." Regierungskommissar Hildebrandt hat außerdem den stellvertretenden Amtshaupt- mann des Amtes zwecks Aufrechterhaltung der Ruhe zum Kommissar mit Polizeivollmacht über die gesamte von Blüchersche Besitzung ernannt. Das Ergebnis der „Volksspende Niobe". Die Ende August vorigen Jahres nach dem tragischen Untergang des Segelschulschiffes „Niob e" eingeleitete Sammlung zugunsten einer „Volks- spende Niobe" ist jetzt in einem Schlußergebnis von über 250 000 R M. abgeschlossen worden. An dieser Sammlung haben sich schätzungsweise 1$ bis 2 Millionen Einzelspender mit kleinen und kleinsten Zuweisungen beteiligt. Das Ergebnis der Sammlung wird in feinem Hauptteil als eigentlicher Grundstock für den Neubau eines Schulschiffes dem Reich zur Verfügung gestellt. Großfeuer in Potsdam. Aus bisher unbekannter Ursache entstand in Potsdam in der zum Provickniamt gehörenden Dampf« mühle in der Leipziger Straße unmittelbar an der Havel ein Großfeuer. Alle Wehren aus der ganzen Umgebung waren angerückt. Es wurde aus 30 Schlauchleitungen Wasser gegeben. Die meterhoch gestapelten Kornoorräte wurden ein Raub der Flammen. Die Größe des Schadens ist noch nicht zu übersehen. Kunst und Wissenschaft. Der Direktor der Hochschule für Musik beurlaubt. Kultusminister Dr. Ruft hat den Professor Dr. S ch ü n e m a n n in seiner Stellung als Direktor der Hochschule für Musik in Berlin mit sofortiger Wirkung beurlaubt und zu seinem Amtsnachfolger den ordentlichen Professor an der Universität Kiel, Generalmusikdirektor Dr. Stein, ernannt. Heute beginnen wir in den Familien- blättern mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romans unter dem Titel Die Dame mit dem Otterpelz Das ist die spannende Geschichte eines abenteuerlichen Kriminalfalles,geschrieben von Caren, einer begabten deutschen Schriftstellerin, deren Selbstporträt gestern im Feuilleton erschien arbeitung zu ^werten. Verantwortungsvolle Ausgaben fallen bei der Intensivierung der Handlung der Beleuchtung zu, das letzte Bild erstrahlte im Einklang zum lichten L-Dur der Musik (Ludwig Keim): ebenso waren die Szenenbilder von eindrucksvoller Wirkung (K. L ö f f I c r).‘ Dr. H. Zilni-Lustspiel. Ein neuer Hfatonfilm läuft feit gestern im Lichtspielhaus unter dem Titel „W enn die Liebe Mode mach t“. Ein heiteres Spiel aus der Welt der Konfektion, eine unterhaltsame, operettenhast verbrämte Episode um ein kostbares Kleid mit enormem Rückenausschnitt und 70 000 Affenfelle, die eines schönen Tages aus der Mode gekommen sind. Franz W e n z le r hat die Regie: er inszeniert lebendig, mit beweglichem Temperament und vielen Meberblcnbungcn. Renate Müller, sehr niedlich, als kleine Midinette in einem großen Mode-Atelier, und Georg Alexander, eleganter, witziger Bonvivant, spielen die erste Geige. W a l l b u r g feiert wieder mal Triumphe: als der Mann m't den Affenfellen. Dom übrigen Ensemble: Meyerinck, Hilde Hildebrand. Gertrud Wolle, Steinbeck, Dallcntin, Vesper mann: eine gut zusammengestellte Besetzung. — Aus dem Beiprogramm: ein interessanter Kulturfilm aus Ceylon und recht aktuelle Wochenschau. — Kämpft der Bär mit dem Elch? Eine interessante Streitfrage wird in kanadischen Jägerkreisen erörtert, und zwar fjanMt es sich darum, ob ein Bär den Elch,-das g i ßto Wild Kanadas, angreift. Fünf Augenzeugen ya- ben versichert, daß sie einen solchen Kampf beobachtet haben. So erklärte Warren Miller, daß er einen verzweifelten Zweikampf erlebte, der zwischen einem großen schwarzen Bären und einem voll erwachsenen Elch stattfand. Der Bär ritt auf dem Rücken eines entsetzten Elches, der in einem See bei Mekatina in Ontario schwamm: er verletzte die Flanken des Elches mit feinen mächtigen Tatzen, fo oaß dieser sank. Der Bär wurde dann erschofsen. Im allgemeinen aber ist man der Ansicht, daß der Bär einen erwachsenen Elch nicht an^ugreifen wagt, weil er dabei den Kürzeren zieht. So berichtete ein gewisser Darn- hill aus Montreal, er habe mit angesehen, wie ein Bär ein Elchkalb wegzuschleppen suchte, aber benot er eS noch töten konnte, erschien die Elchkuh und zermalmte buchstäblich den Bären durch Schlige, die sie ihm mit ihren kräftigen Vorder- süßen versetzte. Die Zesltnbüne auf dem Temvelboker Feld. Der Ausbau der gewaltigen Tribüne, aus der die Reichsregierung, die Spitzen der Behörden, die geladenen 80 Arbeiteroertreter aus allen Teilen des Reichs und 13 000 Zuschauer Platz nehmen werden. — CH'-- " - •• I t.." ■ - > 1 GnindlegendeLrkläwngenimGießenerSladtrat. 3n der gestrigen feierlichen Eröffnungssitzung des neuen Gießener Stadtrats tourten — wie in unserem gestrigen Bericht schon bemerkt — von zwei Rednern des Stadtrates grundlegende Ausführungen zur Reuorien- tierung der Gieße n er Kommunalpolitik gemacht. Gtadtratsmitglied Hahn gab nach der Rede des Oberbürgermeisters Dr. Keller folgende ErklärungderNS. - Fraktion ab: Im Warnen meiner Fraktion danke ich Ihnen, Herr Oberbürgermeister, für die herzlichen Will- kommengrütze. Seien Sie versichert, daß wir, wie wir bereits durch Handschlag seierlichst gelobten, bemüht und bestrebt sein werden, jederzeit und in jeder Lage für unser geliebtes Gießen zu wirken und zu arbeiten. Unser Hauptgebiet wird jetzt die Arbeit in den Ausschüssen sein. Vie parlamentarische Tätigkeit mit ihrem ewigen Kuhhandel und ihren unfruchtbaren Rededuellen wird uns erspart bleiben, denn wir besitzen die Mehrheit und können uns damit durchsetzen, wir werden und wollen daher in Zukunft gern die Verantwortung allein übernehmen und trogen. Wir sind in der glücklichen Lage, bei unserer Stadt Gießen im großen und ganzen geordnete finanzielle Verhältnisse vorzusindc». Aber trotzdem müssen wir daraus hinarbeiten, die personellen und Sachausgaben weiter einzuschronken. Wir werden jedoch dabei bestrebt lein, Härten zu vermeiden Der bei den Kommunen ausgeblähte Berwaltungs- apparat erforderte die Erhebung zu hoher Steuern Dies gereichte unserer Wirtschaft zu großem Schaden. Sie kann nur dann wieder aufleben, wenn sie von der erdrückenden Steuerlast befreit wird Denn die durch über- mäßige Steuern von dem Marxismus angestrebte kalte Sozialisierung endete mit der katastrophalen Arbeitslosigkeit, deren Beseitigung er uns überließ. Unsere oberste Aufgabe wird es sein, die Ausgaben zu den Einnahmen in das richtige Verhältnis zu bringen, genau so wie dies in jedem geordneten kaufmännischen Betrieb der Fall ist. Wenn nach diesen Grundsätzen in dem Staat und den Kommunen in den Jahren nach dem Krieg gehandelt worden wäre, so wäre unser Vaterland nicht an den Rand des Clbgrunte gebracht worden. Wenn noch ein halbes Jahr in dieser unverantwortlichen Weise gewirtschaftet worden wäre, dann hätten wir einen zweiten Zusammenbruch Deutschlands erlebt, der sich nicht nur in finanzieller, sondern auch in politischer Hinsicht ausgewirtt hätte. Der Kommunismus mit all seinen Schrecken wäre uns sicher gewesen, und ob wir ihn dann je überwunden hätten, möchte ich bezweifeln. Daß der Arbeiter. Bauer und Bürger davon verschont blieb, ist das Werk eines unbekannten Soldaten, des großen Kanzlers, der trotz schier unüberwindlicher Hindernisse den Marxismus und Kommunismus säst restlos niedergezwungen hat. Was heute noch von ihnen übrig ist. ist ein verschwindend geringer Teil, dem zur Heilung seiner politischen Gesinnung ein Kuraufenthalt in Rußland zu empfehlen ist. Aber nicht nur die Vernichtung des Marxismus und Kommunismus erreichte Hitler, sondern er brachte diesen üblen Mischmasch von nahezu 20 Parteien zum Verschwinden, den das sogenannte nationale Spießbürgertum fabriziert hatte. Diese Bierbankpolitiker, die ihr Vaterland für 30 Silberlinge verkaufen und deren Hantelns einzige Triebfeder ihr grenzenloser Egoismus ist. Ich denke dabei an diese armseligen Parteigebilde der Hausbesitzer. Mieter, Sparerpartei, und an die Wirtschaftspartei, an die Partei der Gärtner und Weinbauer, und wie sie alle heißen. Es fehlte nur noch, daß sich die Bäcker, Metzger Beamten und Schornsteinseger zu Parteien zusammengeschlossen hätten. Es ist klar, daß in einem Parlament, in dem jeder nur für sich möglichst viel herausschlagen teil!, keine Aufbauarbeit geleistet werden kann. Darin unterscheiden wir Rationalsozialisten uns von den anderen Parteien, daß wir keine einseitigen Interessen vertreten. wir erkennen das Privateigentum und den persönlichen Antcrnehmergeist an, wir verlangen aber auch vom Unternehmer, daß er sozial ist. Der Marxismus konnte nicht zuletzt dadurch so hochkommen, daß weite Kreise des älnternehmer- tums die ureigensten Interessen der Arbeiter mit Füßen traten. Der Unternehmer regte sich oft darüber auf, daß der Arbeiter in die international eingestellten Gewerkschaften ging. Dabei hantelte er weit verbrecherischer, wenn er sich zu Trusts und Konzernen zusammenschloß. Denn der Unternehmer war sich immer bewußt, daß er damit Verrat an ter deutschen Sache beging, wenn er feii^ Werk in eine internationale Kapitalver- einigung überführte, während der Arbeiter oft nicht wußte, was er tat, wenn er einer Gewerkschaft beitrat. Wir vertreten, wie ich schon ausführte, keine einseitigen Interessen, sondern nur e i n Interesse und das ist das der deutschen Allgemeinheit Wer werden uns in all unserem Tun und Handeln nur von unserem obersten Grundsatz leiten lassen: „Gemeinnutz gehl vor Eigennutz!" Der wahre Rationalsozialist muß als Arbeiter die Interessen des Unternehmers und als Unternehmer die Interessen des Arbeiters, als Beamter die Interessen des Kaufmanns und als Kaufmann die des Beamten wahrnehmen können. Das ist eine Selbstverständlichkeit, wenn er sich darüber klar ist, daß es auf die Dauer dem einen nicht gut gehen kann, wenn der ander e R o t leitet. Beispiele dafür brauche ich nicht anzuführen. Die Jahre, die hinter uns liegen. mögen uns für alle Zeiten eine Lehre sein. Wenn wir uns bei unserer Tätigkeit den Gerechtigkeitssinn und die Objektivität wahren, wird es uns ein leichtes fein, zu verwalten. Denn das ganze Aolk steht hinter uns. Die Gleichschaltung, die letzt in den Parlamenten oorgenom- men worden ist, gibt die politische Gesinnung des Volkes feit der kurzen Tätigkeit der nationalen Regierung gar nicht wieder Das Volk in der weitaus größten Mehrzahl denkt schon rassen- und blutsmäßig und hat politisch nur noch eine Meinung Der deutsche Querkopf, dieses Erdübel, an dem wir seit Jahrtausenden krankten und von dem schon Tacitus berichtete, indem er ausführte, „es ist ein wahres Glück, daß sie immer untereinander hadern", beginnt zu verschwinden Der ewige Zwist untereinander hat aufaehört. Die deutsche Geschichte ist ein einziger deutscher Bürgerkrieg, er beginnt mit den Kämpfen der Germanen zur Zeit der Völkerwanderung, der den Höhepunkt erreicht während des Dreißigjährigen Krieges, der 1813 die deutschen Bundesstaaten auf Seiten Napoleons kämpfen läßt und der uns in der Nachkriegszeit den Kampf aller gegen alle bescherte Diese Zwietracht ist saft restlos beseitigt, und soweit sie es noch nicht ist, wird sie es noch allein durch den Rationalsozialismus und nur durch ihn. Alle, die sich heute noch Volksvertreter eines anderen Deutschlands wie des nationalsozialistischen nennen, sind es in Wirklichkeit nicht mehr. Sie werden es gewiß werden an dem kommenden Tag, dem l.Mai, dem Tag der Verbrüderung des Kopf - und Handarbeiters. Es wird ein Tag werden, wie ihn Deutschland noch nicht gesehen hat. Diese wahre Volksgemeinschaft ist erreicht worden durch den eisernen Willen, den unerschütterlichen Glauben und die grenzenlose Uneigennützigkeit unseres Führers. Die Eigenschaften mögen uns Leitstern bei unserer Tätigkeit sein, dann wird sie zum Wohle unserer Heimatstadt ausschlagen. Giadtratsmttglied Zimmer erklärte in seiner Ansprache u. a.: Deutschland, nichts a l s Deutschland ist unser Wahlspruch. Deutschland nicht nur als Forderung, sondern als selbstverständl.chc Verpflichtung. Wir hanteln hier im Sinne des großen Deutschen, des Führers der deutschen Armeen im Weltkrieg, Generalfeldmarschalls von Hindenburg: das ganze Deutschland soll cs sein. Das ganze Deutschland ist berufen, mitzuarbeiten an dem Aufbau und Umbau unseres Reiches. Wir handeln aber auch nach dem Bekenntnis im Deutschland-Lied: Einigkeit und Recht und Freiheit. Einigkeil der Ration im Innern und nach außen, Recht als Grundlage des Staates und Freiheit des einzelnen, des Geistes und Freiheit der gesamten Ration nach außen. Diese sollen und müssen die Grundlagen des Aufbaues sein, denn sie sind das Unterpfand des Glückes. Wenn wir in diesem Sinne an die Arbeit gehen, grüßen wir die Führer des deutschen Volkes, den Reichspräsidenten, die Reichsregierung und die Regierung des Hessenlandes, das wir so sehr lieben. Wir versprechen und geloben, zum Wohle und zum Besten der Stadt Gießen, seiner Wirtschaft und seiner Bevölkerung mitzuarbeiten. Unser Wunsch und Wille ist es auch, von hier aus für unser Hesscnland und für unser Deutsches Reich mitzuarbeiten. Dir geloben, im Sinne unserer Wählerschaft unsere Pflicht im Stadtrat zu tun. In dieser Stunde richten wir unseren Dank an Sie, Herr Oberbürgermeister. Sic haben weit ausschaucnd und klug bedacht die Interessen ter Stadt Gießen, seiner Wirtschaft und seiner Bevölkerung gewahrt, neben Ihnen aber auch die Beamtenschaft. Dir erkennen das an, und wir wissen zu würdigen, was es bedeutet, wenn unsere Stabt nach der Entwicklung in den verflossenen Jahren heute immer noch einigermaßen gut und wenn ihre Verwaltung vor allem sauber dasteht. Dafür sagen wir Ihnen, Herr Oberbürgermeister, und der städtischen Beamtenschaft unseren Dank. Wir werden immer eintreten für die Selbstverwaltung. die dem deutschen Volke vor über 100 Jahren gewährt wurde. Wir bedauern an sich, daß wir heute ohne Wahl hier zusammenkommen. Wir hätten uns gern zur Wahl gestellt. Dennoch erklären wir: An der Selbstverwaltung der Städte kann und darf man nicht Vorbeigehen, denn sie ist die Grundlage unserer deutschen Gemeinden. Für uns gilt immer ter Grundsatz: hingebungsvoller Dienst am Gemeinwesen jum Dohle der Gesamtheit der Stadt Gießen, des Hessenlandes und des deutschen Vaterlandes. Heil dem deutschen Vaterland! Heil dem lieben Hessenland! Hell der Stadt Dießen! Die größten Kanonenjchtäge, die je hergcstellt wurden, werden vorbereitet. Sprcäzitundcn vcr Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geschloßen. Dir größte Seeschlacht der Weltgeschichte. Oie Schlacht von Skagen und Hornsriff. Nach Teilnehmerßerichten zusammengesiellt von Walter Falkenau. Da im Maiende sich der Tag der Schlacht am Skagerrak wieder jährt, wird es unsere Lejer in einer Zeit, die sich die ehrfürchtige Erinnerung an die Großtaten aus der deutschen Vergangenheit zur vornehmsten Pflicht gemacht hat, besonders interessieren, hier in einer ausführlichen Uebersicht den größten Tag der deutschen Flotte, den Tag von Stagen und Hornsriff vom 31. Mai 1916 nacherleben zu können. Die Schlacht zwischen der deutschen und der englischen Flotte, die an dem nebligen 31. Mai 1916 bei Hornsriff und Stagen tobte, ist die bis dahin größte Seeschlacht aller Zeiten gewesen, war die langersehnte Begegnung zwischen den beiden tampfbereiteften Flotten der Welt. Unmittelbar vor Kriegsausbruch hatte während einer Mittelmeerfahrt ein englischer Admiral zu einem deutschen gesagt: „The only two white na- tions, who can fight to sea.“ (Die einzigen beiden weißen Nationen, die zur See tämpfen können.) Er hatte das gesagt im Hinblick auf England und Deutschland. Dieser damals gehörte Ausspruch des hohen englischen Marineoffiziers hat dann am 31. Mai 1916 feine große Bestätigung gefunden. Mit besonderer Genugtuung konnten wir Deutschen sest- stellen daß auch die Presse Englands, in diesem Falle vornehmlich die „Times" vom 26. Mai 1932 in ihrem Nachruf für Admiral von Hipper die große Leistung unserer deutschen Flotte in der Schlacht am Skagerrak vollkommen anerkennt. Es heißt dort: „Am 31 Mai 1916 fand die große Kraftprobe statt, die unserem Wohlbehagen einen schweren Schlag versetzte. In der Mitte des Nachmittags kam Hipper, der vor dem Gros der deutschen Schlachtflotte her- dampste, mit Deattys Schlachtkreuzer ins Gefecht. Wir hatten eine ungeheure Ueterlegenheit an Schiffen und Kanonen; doch dies nutzte uns nichts gegen die furchtbare Leistungsfähigkeit von Hip- pcrs Geschwader. Seine Geschützführer sanden schnell ihr Ziel und hielten es fest. Die „Queen Mary" und die „Indefatigable" wurden innerhalb einer Stunde vernichtet, und Bcatty zog sich mit seiner praktisch geschlagenen Macht auf die .Grand Fleet zurück. Der Erfolg war ohne Vorgang in der britischen Seekriegsgeschichte." Auch die übrigen Pressestimmen aus den damals feindlichen Ländern geben den großen Erfolg der deutschen Klotte freimütig zu. 3m Rachstehenden nun wollen wir versuchen, von verschiedenen Seiten aus sowohl in die Vorbereitungen zu dieser größten Seeschlacht aller Zeiten als auch in das gigantische Ringen während des Kampfes selbst hineinzublicken. Bei den Ü-Booien vor der Schlacht. Nur wenig ist bekannt, daß das Zusammentreffen ter englischen und der deutschen Schlachtflotte am Skagerrak kein zufälliges, sondern ein w o h l vorbereitetes gewesen ist Am' 16. Mai schon wurden alle Boote einer U-Boot-Flotille mit dem vielsagenden Befehl hinausgeschickt, von der englischen Küste an bis hinüber zum norwegischen Felsen- gestein eine Aufklärungslinie auszulegen. Jedes Boot erhielt feinen bestimmten Abschnitt, von dem aus es alle gesichteten Bewegungen der britischen Seestreitkräste umgehend drahtlos der obersten Flottenleitung zu melden hatte. Der Befehl enthielt die Anweisung, nur nachts aufzutoucheu und eine Woche lang in diesem Abschnitt beobachtend zu verharren. Man suchte dadurch in Erfahrung zu bringen, ob in der östlichen Nordsee feindliche Schiffe kreuzten, die bei dem damals schon geplanten Auslaufen der gesamten deutschen Hochseeflotte den Unternehmungen unverhofft schädlich werden könnten. Allen Kommandanten der U-Boote waren versiegelte Befehle mitgegeben, die sie erst am 31 Mai morgens öffnen durften. In diesen Befehlen dann waren die U-Boote angewiesen, sofort die englische Ostküste an,zu steuern, sich dort vor den Eingang einer Bucht oder Flußmündung zu legen und auslaufende englische Schiffe sofort unter Torpedofeuer zu nehmen. So lagen damals fünf deutsche U-Boote auf unsichtbarer Wacht vor dem englischen Kriegshasen Edinburgh, die Ausfahrt von Scapa-Flow wurde von sechs deutschen Unterseebooten behütet, von Humber bis zur Themse hinunter waren es im ganzen vierzig U-Boote, die an Englands Ostküste zum Schutze Deutschlands auf Wacht lagen, die eine Sperre um Englands Küste nordfeezu herum gelegt hatten. 'Aller Voraussicht nach muhte dieser starke Einsatz deutscher Unterseeboote an der englischen Ostküste im Moment des Auslaufens der englischen Hochseeflotte ungeheuer gefährlich werden. Man rechnete im deutschen Flottenkommando damit, daß diese U-Boole allein eine überzeugende Vorentscheidung herbeisühren würden. Durch die eifrige Tätigtest der englischen Zci - ftörer, die die ganze Küste fieberhaft nach den beul scheu Unterseebooten absuchten, konnten diese auch nachts nur für wenige Stunden auftauchen, um die Batterien wieder auszuladen, um die stickige Lust, also den „Mief", aus dem Boot herauszulasscn. Schnell wurden die Masten aufgerichtet und das Chiffretelegramm an die Flottcnleitung gefunkt: „Im Westen nichts Neues " Nachdem diese Unterseeboote an der englischen Ostküste ihre furchtbare Sperrmauer aufgeridjtct hatten, lag es nun an der deutschen Flottenleitung, die englische Hochseeflotte aus ihren Schlupfwinkeln herauszulocken, sie bei der Ausfahrt durch den gut vorbereiteten Angriff der II Boote bereits erheblich zu schwächen und zu beunruhigen, um ihr bann unverhofft auf der Hohe der Nordsee mit der gesamten deutschen Flottenmacht im entscheidenden Kampfe zu begegnen. Am Abend des 30. Mai 1916 erging au alle Unterseeboote, die vor der englischen Osttüste lagen, der Funkspruch der o b e r ff e n deutschen Flottenleitung: „Rechnen mit Auslaufen feindlicher Streltkröste am 31. morgens." Es war bekannt, daß die feindlichen Abhvr- ftationen die deutschen Funksprüche abfingen. Es war aber auch bekannt, daß es den Feindest oftmals gelungen war, die chiffrierten Funkjprüche auch zu entziffern, weil der Funkschlüffel der deutschen Marine, wie Sir George Aston, ein leitendes Mitglied des englischen Marine-Spionagedienstes im Weltkriege, später mitteilte, zweimal in die Hände der Entente gefallen fei. Einmal wollen ihn die Russen aus dem Wrack des deutschen Kreuzers „Magdeburg" geborgen haben, zum anderen Riale soll es nach der Mitteilung Astons einem englischen Taucher gelungen sein, in ein gesunkenes deutsches Unterseeboot einzudringen, das an einer seichten Meeresstelle lag. Der Taucher hat dort angeblich in der Rocktasche des gefallenen U Boot Kommandanten den deutschen Funkschlüssel gefunden. Wenn auch der deutsche Funkschlüssel nun in gewissen Zeitabständen immer wieder abgeändert wurde, so war mit erhöhter Wahrscheinlichkeit doch damit zu rechnen, daß der ausgezeichnete englische Spionagedienst auch im Besitze des Schlüstels fein konnte, der in der Zeit während der '.Borbereitungen- zur Skagerrak-Schlacht im Gebrauch war. Die deutsche Funkstation in Neumünster fing am 30. Mai 1916 die Funksprüche einiger englischer Minensucher auf, die van Scapa Flow aus ip die Nordsee eindrangen. Und deutsche Unterseeboote, die nahe des Firth of Forth lagen, meldeten das Auslaufen eines kleinen Teils der englischen Flotte. Darum beschloß Admiral Scheer, der Kommandeur der deutschen Flottenstreitkräfte, einen Vorstoß in d i e Nordsee zu wagen, um den gemeldeten Engländern zu begegnen. Hierbei nun setzte bas geglückte Täuschungsmanöver gegen ben englischen Funkspionagebienst ein, bunt) bas es bann tags barauf gelang, bie englische Flotte zu über raschen. Die englische Abhörstcstion war mit so emp- finblichen Apparaten versehen, baß sie sogar die mit schwächsten Energien zwischen Wilhelmshaven und ter Jade — im Jodebusen lag dos Flaggschiff Admiral Scheers — gewechselten Funksprüche der deutschen Flottenkommandos abhören konnte. Das war den Deutschen bekannt. So wurde auch am 30. Mai von dieser englischen Station ein Operationsbefehl Admiral Scheers an die Schiffe der leichten Kreuzer flottille, die unter Befehl Admirals von Hipper stand, oufgefangen und — wie Sir Aston später zugab — auch entziffert. Aus Grund dieses abgehörten Operationsbefehls erhielten die Kommandanten der englischen Schlachtslotte Jellicoe und Becstti) den Befehl zum Auslaufen. Admiral Scheer jedoch teste damit gerechnet, daß feine Funksprüche vom Stinte abgehört und entziffert werden würden. Er ließ daher von der Funkstation Wilhelmshaven einen anderen, völlig veränderten Befehl aussenden. Dieser richtige, also gültige Befehl wurde von ben Eng. länbcrn darum als Täuschung empfunden und nicht beachtet, weil sie annahmen, daß die maßgebenden Befehle Scheers von seinem Flaggschiff, also vom Jade-Busen aus, gesandt würden. Dieser zweite, vom Feinde unbeachtete Befehl enthielt die A n - Weisung zum Auslaufen der qefamten deutschen Hochseeflotte. So war die Täuschung der Engländer vollkommen geglückt. Niemand unter der gesamten englischen Admiralität war daraus gefaßt, daß Admiral Scheer hinter den Kreuzern unter 'Admiral Hippermit der gesamten deutschen Hochseeflotte in See gestochen war. Die Engländer glaubten, es nur mit der Kreuzerflottille Hippcrs und einigen begleitenden Torpedobooten zu tun zu haben, als sie in der Frühe des 31. Mot bei dich, teftem Nebel in die Nordsee ausliefen. (Fortsetzung folgt.) Der Tag der nationalen Arbeit. Gestern abend fand im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, eine Besprechung über den Tag der Nationalen Arbeit am 1. Mai statt, die insbesondere der Organisation des F e st - zuges galt. Zu dieser Besprechung waren von der Kreisleitung der NSDAP, die Gießener Vereine und Organisationen eingeladen. Insgesamt 81 Vereinigungen der verschiedensten Art waren vertreten. Im Auftrag der Kreisleitung der NSDAP, begrüßte Herr H o p f e n m ü l l e r die Teilnehmer und leitete die Sitzung. In seinen einleitenden Bemerkungen wies er eindringlich auf den Sinn des Tagesder Nationalen Arbeit hin, betonte, daß es notwendig sei, daß der Verein an sich, soweit er nicht berussständische Gliederung sei, sich unterordnen müsse, da an diesem Tage nicht die Organisation im Vordergrund" stehe, sondern der berufs- st ä n d i s ch e Mensch. In diesem Sinne würden die Vereine (Sportvereine, Militärvereine, politische Verbände usw.) gebeten, ihre Mitglieder nicht hinter ihrer Fahne vereinigen zu wollen, sondern sie in den Berufsgruppen zu belassen und den Verein als solchen nur mit einer Fahnengruppe in Erscheinung treten zu lassen. Der Tag unterscheide sich wesentlich von früheren Feiern, er habe lediglich den besonderen Zweck, den Z u s a m ine n s ch l u ß aller Arbeitenden in Erscheinung treten zu lassen. Soweit es möglich ist, sollen die Teilnehmer des Festzuges in ihrer Arbeitskleidung erscheinen, in Berufsgruppen marschieren, und sofern eine geschlossene Beteiligung eines Betriebes angängig erscheint, in dieser Form dabei sein. Nach diesen grundlegenden Ausführungen wurden in Frage und Antwort verschiedene spezielle Punkte, soweit sie die Beteiligung einzelner und besonders gearteter Organisationen betrafen, geklärt. So sollen z. B. Angestellte kleiner Betri e b e in der Angestelltengruppe marschieren, U n - organisierte sich ebenfalls je nach ihrer Zugehörigkeit der Angestellten- oder der Arbeitergruppe einfügen; Meister und Geschäftsinhaber sollen durch gemeinsamen Marsch mit ihren Ange st eilten und Arbeitern die wirtschaftliche und geistige Verbundenheit bekunden. Verschiedene Innungen erklärten sich bereit, durch besonders ausgestattete Wagen zur Belebung des Festzuges beizutragen. Reichsbahn, Beamtenschaft usw. sollen jeweils gemeinschaftlich marschieren usw. Die Sportvereine werden, sofern es die Witterung gestattet, im Dreß marschieren. Die Fahnengruppen, z. B. der Sportvereine, der Militärvereine usw. sollen nicht stärker als fünf Monn sein, Stahlhelmer und SA. sollen soweit ihre Mitglieder in Betriebsgemeinschaft marschieren können, in Uniform bei den Betrieben sein. Die Freiwillige Sanitätskolonne wird auch diesmal wieder den Sanitätsdienst übernehmen. Die Feuerwehren nehmen geschlossen teil. Noch manche derartige, ins einzelne gehende Frage wurde in der Aussprache geklärt. Der Festzug wird in Vierer-Reihen marschieren. Er bewegt sich voraussichtlich — mit geringfügigen Abänderungen — durch die gleichen Straßen wie der Fackelzug. der aus Anlaß der feierlichen Eröffnung des neuen Reichstages in unserer Stadt veranstaltet wurde. Die Straßenbahn wird während der Zeit, da der Festzug unterwegs ist, nicht fahren. Im Zuge werden verschiedene Musikkapellen mitmarschieren. Neben den Fahnen der Vereinigungen sollen Natürlich auch die Fahnen des neuen Deutschland im Festzuge mitgeführt werden. Die Straßen und der Zeitpunkt der Aufstellung des Festzuges, sowie die Straßen, durch die sich der Zug bewegen wird, werden noch in genauen Einzelheiten von der Kreisleitung der NSDAP, bekanntgegeben. In weiteren Veröffentlichungen wird den teilnehmenden Organisationen auch die Zugordnung bekanntgegeben werden, so daß sich jedermann und jede Vereinigung reibungslos dem Festzug eingliedern kann. Man rechnet mit einer Teilnahme von insgesamt 8000 bis 10 000 Menschen. Unter den gegebenen Voraussetzungen dürfte sich der Festzug aus Anlaß des Tages der Nationalen Arbeit, wie die gesamte Veranstaltung überhaupt, zu einem hier noch nie erlebten Ereignis gestalten. Oer Hessische Beamtenbund am 1. Mai Das LandeskartellHesfen desDeut- schen Beamtenbundes erläßt an alle Verbände der Reichs-, Staats- und Gemeindebeamtenschaft folgende Führer-Rach richt: Der 1. M a i i-ft jetzt in Deutschland der Ehrentag des Deutschen Arbeiters. Dieser Tag steht nun nicht mehr unter dem Zeichen volkszerstörender Klassenkampfhehe, sondern er steht im Dienste der Volksgemeinschaft. Es ist Ehrenpflicht aller Beamten, immer, aber namentlich an diesem Tage die innige Verbundenheit mit jedem arbeitenden Menschen in Deutschland zum Ausdruck zu bringen. Sn Berlin wird eine Feier stattfinden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Der Führer, der Volkskanzler wird zur deutschen Arbeiterschaft sprechen und die Richtlinien ausgeben für das erste Sahr des Vierjahresplans. Die wunderbare Gestaltung dieser Berliner Feier ist den Amtsgenossen durch die Veröffentlichung der letzten Tage bekannt, und Tausende und Abertausende von Beamten werden sie am Rundfunk miterleben. Die Kundgebung wird ergänzt durch Feiern aller Landesregierungen. Flaggenschmuck, Birkengrün und Frühlingsblumen werden den festlichen Gedanken der Ehrung der Arbeit eindringlich bekräftigen. Wir halten es für selbstverständlich, daß alle Beamten ohne Ausnahme innerlich und äußerlich an dieser Feier teilnehmen, daß die einzelnen, sowie die Verbände die örtlichen Kundgebungen in jeder Weise unterstützen und fördern. Der Arbeiter der Stirn wird zeigen, daß er den Arbeiter der Faust als deutschen Bruder achtet und ehrt. SJlxfport Lsmorganisation im Studentensport. Sn einem Rundschreiben an alle Turn- und Sportverbände gibt das Amt für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft bekannt, daß mit der Einführung des neuen Studentenrechts die bisherige Zentrale des Studentensports, das Turn- und Sportamt der deutschen Studenten, aufgehört hat, zu bestehen und der studentische Leibesübungsbetrieb in die Deutsche Studentenschaft zurückgegliedert worden ist. Alle Aufgaben, die bisher dem Turn- und Sportamt oblagen, hat das Amt für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft übernommen. Diese Regelung ist nur eine vorläufige, da für die nächste Zeit noch eine völlige Hrnorganisation auch der betreffenden Aemter an den einzelnen Hochschulen und der Kreisämter geplant ist. Krauenturnen im Gauverband Hessen OT. Der Hebungstag in der Halle des Reichsbahn- Turn- und Sportvereins zu Gießen begann mit einer Morgenfeier, die die Leiterin Luise Schwarz, Friedberg, nach gemeinsamen Liedern und einem erhebenden „Wort zum Sonntag" aus- klingen ließ: „Mag auch der Mann die neuen Seiten bauen, es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen." Rach einigen von Gauoberturnwart Rudolf Paul, Gießen, geleiteten auflockernden Hebungen aus dem Gebiet der Körperschule übernahm der Abteilungsleiter Heinrich Schneider, Wetzlar, das ihm vom Gauturntag einstimmig übertragene Amt des ©aufrauenturn» wartes mit einem begeisterten „®ut Heil" auf Volk und Vaterland, in das die 120 Vertreterlinnen) von über 50 Gauabteilungen freudig einstimmten. Zunächst entwickelte der neue Führer die auch für die Gauveranstaltungen übernommenen allgemeinen Freiübungen der Turnerinnen für das Deutsche Turnfest in Stuttgart, öie in vier Gruppen zu je drei Hebungen unter eigener Musik rhythmisch wirkungsvolle Massenbilder zur Ausprägung bringen. Zwischendurch baute Luise Schwarz den großen Stuttgarter Chorfesttanz auf, der den Gemeinschaftsgedanken in drei plastischen Hebungsgruppen zu einem Erlebnis werden läßt. Arn Rachmittag setzte sich die Hebungsfolge fort mit der Stuttgarter Sondervorführung der Turnerinnen des Mittelrheinkreises. Unter dem Leitsatz: „Aus dem turnerischen Alltagsleben" beginnt sie mit Gesellschaftsübungen zu Dreien aus der Körperschule im Wechsel mit Hüpfübungen und zeigt in Gruppen aufgelöst gleichzeitig ein Leistungsturnen am Pferd, ein Bodenturnen und ein Turnspkel. Die für bas 13. Gau-Frauen- toe't-'rnen Ende August zu Heuchelheim vor- geschrievenen Geräteübungen wurden stufenweise gtjCkgi und nachgeprüft auf ihre Schwierigkeit. Aus stufenweise gegliederten Pflicht- und Kürübungen an den Geräten, Frei- und Keulenübung wird für die Turnerinnen ein Geräte- Siebenkampf gebildet, mit Hinzunahme von Lauf. Weitsprung unb Vollballweitwurf ein Zehnkampf, für die Süngften unter Wegfall der Kule und des Vollballes ein Achtkampf und schließlich unter Hinzunahme vyn Kugelstoßen ein für alle Stufen offener vvlkst'"'.licher Vierkampf. Hebungen mit einer Ke.le schlossen den inhaltsreichen Hebungstag. Hillers Bekenntnis zum Sport. „Die körperliche Ertüchtigung ist eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschützten Volkstums..." Hitler: „Mein Kampf". Der Sport wird die seiner Bedeutung entsprechende Rolle im neuen Deutschland einnehmen. Mit größter Sorgfalt und Berantwortungs- bewußtsein wird von höchsten Regierungsstellen daran gearbeitet, die gewaltige Bewegung der Pflege der Leibesübungen, die das große Sammelbecken der Sugend und mit ihr der wertvollsten Kräfte der Ration ist, in das Werk des Reuaufbaus der Ration einzuspannen. Parallel der staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Erneuerung Deutschlands im Geiste der nationalen Erhebung wird der Sport über den Rahmen seiner bisherigen Aufgaben der Erhaltung und Förderung der Gesundheit hinausgehen und entscheidenden Anteil haben an der Erziehungsarbeit der Sugend im Sinne eines gesunden, gestählten, wahrhaften und Willensstärken Geschlechtes. Wie sehr dem Reichskanzler und seinen Mitarbeitern < die weitgehendste Einbeziehung von Turnen und Sport in den Dienst am Volkskörper am Herzen liegt, beweisen die ersten Maßnahmen, die getroffen wurden. Dem Reichsarbeitsminister wurde das Reichskuratorium für Sugendertüchtigung unterstellt, um eine einheitliche Durchführung der Organisation und des Aufbaues zu gewährleisten und an Stelle eines übersteigerten Derwaltungsapparates eine straffe Führung zu sehen. Es ist selbstverständlich, daß Tendenz und Auffassung des Sportes den Zielen und Gedanken des neuen, Zeitgeistes unterworfen werden und sich zwangsläufig einer Hmwandlung unterziehen. Der Reichskanzler sieht im Sport neben seinen hohen erzieherischen und ethischen Werten eine durchaus nationale Aufgabe. Erfahrungen und Nutzen eines langsamen Aufbaues des deutschen Sportes werden Grundlage einer Umgestaltung, die den Erfordernissen der Gegenwart und den Parolen des Führers in jeder Hinsicht Rechnung trägt. Die körperliche Ertüchtigung und Ausbildung bleibt nicht mehr dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen überlassen. Sie wird Sache des Staates, der damit die Verantwortung für die notwendige Stählung des Heranwachsenden jungen Menschen übernimmt. Bei Förderung des Mannschaftssportes, des Kameradschaftsgeistes, des Selbstbewußtseins und -vertrauens, der Ausbildung des Charakters, der Willens- und Entschlußkraft, vor allen Dingen des Verantwortungsgefühls, der Treue und der Disziplin, gilt die Aufgabe im besonderen Maße der Wehrhaft- machung der deutschen Jugend. Unter straffer Führung werden die Verbände zur Aufbauarbeit als Glieder dem Ganzen dienen. Gemeinschaftsarbeit, Breitenarbeit, bilden das klare Ziel der sportlichen Neuorientierung. Die Richtlinien hat der Reichskanzler in seinem Standardwerk klar umrissen. Sie geben das Fundament für die Durchführung eines Sportprogramms, auf dessen Banner die Worte geschrieben sind: „Alle für Einen, Einer für Alle!" Der Reichskanzler sieht in der körperlichen Ertüchtigung die erste und wichtige Aufgabe der Erziehungsarbeit der Sugend. Heranzüchtung eines kerngesunden Körpers ist oberstes Gesetz. Die ethischen Erziehungswerte werden gerade durch die Pflege der Leibesübungen bei richtiger Anwendung dem jungen Menschen vermittelt. Dementsprechend werden Turnen und Sport im Ausbildungsplan der Schule eine ungleich höhere Bedeutung als bisher erhalten. Die bisherige Heberwertung alles „Geistigen" auf Kosten einer gesunden körperlichen Entwicklung hat die katastrophalen Folgen einer Degeneration gezeigt. Der oberste Grundsatz bleibt: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körpe r". Als Vorbild stellt Hitler das griechische Schönheitsideal hin: Die wunderbare Harmonie „von körperlicher Schönheit, strahlendem Geist und edel-' ft er Seele". Auch vom Standpunkt der Volksgesundung und Hygiene und all der damit im engsten Zusammenhänge stehenden sozialen Probleme, die in der Frage der Entwicklung des kommenden Geschlechtes und damit des Bestandes der Ration gipfeln, werden die Ziele der Leibesübungen künftig geleitet sein. von der Schule über die Lehrzeit bis zur Erfüllung der Wehrpflicht wird der Staat das Lrziehungswerk durch körperliche Ausbildung verfolgen und bestimmend beeinflussen. Selbstverständlich sind diese Forderungen nicht identisch mit einer Hniformierung der Leibesübungen. D i e Vielseitigkeit des Spornes bleibt erhalten. Rur die Gesichtspunkte, unter denen die Leibesübungen getrieben werden, sind klar und zweckentsprechend vorgezeichnet, einmal zur Stählung des Körpers, als primäres Moment, dann zur Pflege des Charakters und Willens als ethisches Moment, und drittens zur Wehrhaftmachung unserer Sugend als nationales Moment. Diese neue Marschroute wird verfolgt von einer einheitlichen, zentralen Führung, einer Führung, die vom Geiste der Sbee, von ihren hohen Zielen, von dem Verantwortungsbewußtsein, dem Volksganzen gegenüber durchdrungen ist, und die mit beiden Füßen auf dem Boden der nationalen Erneuerung steht. Der Reichskanzler selbst, der als Freund und Förderer des Motor- insbesondere Automobilsportes für dessen Ziele eintritt, und fortschrittliche Reuerungen durchsetzt, sprach sich in besonderer Würdigung der ethischen Momente des Sportes für das Boxen aus, das er als den männlichen Sdealsport bezeichnet, „der, wie keiner, den Angriffsgeist in gleichem Maße fördert, blitzschnell Entschlußkraft verlangt, den Körper zu stählerner Geschmeidigkeit erzieht." K. H. K. Wiktschafi. Krankfurier Abendbörse gut behauptet Frankfurt a. M., 27. April. Zu Beginn des Abendbörsenverkehrs gelangten heute verhältnismäßig viele Werte zur amtlichen Rotiz, da wieder kleine Kundenorders vorlcgm. Die Hm- sahtätigkeit nahm allerdings keine lebhafteren Formen an. Sn der Hauptsache richtete sich das Snteresse wieder auf den Montanmarkt. Sm Verlaufe ließ das Geschäft dann stark nach, - da die Kulisse kaum Hnternehmungslust zeigte. Die freundliche Grund st imrnung vermochte sich jedoch zu behaupten, und das Kursniveau lag gegen den Berliner Schluß gut behauptet. Rur vereinzelt waren kleine Abbröckelungen um Bruchteile eines Prozentes festzustellen, denen jedoch auch wieder Erhöhungen im gleichen Ausmaß gegenüberstanden, vor allem bei Schiffahrtswerten. Am Kassamarkt zeigte sich weiteres Snteresse für Brauereiaktien, von denen Hessische Herkules mit 67,5 Prozent um 3 Prozent, Schöfferhof-Dinding mit 167 um ebenfalls 3 Prozent und Werger Worms mit 69,5 um 3,5 Prozent anzogen. Am Rentenma rkt blieben deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen gehalten, allerdings hatte es den Anschein, als ob hier immer noch etwas Angebot vorläge. Goldpfandbriefe kamen vereinzelt etwas schwächer zur Rotiz. Die Hmsähe waren denkbar gering. Reubesitzanleihe 13,r0, Altbesitzanleihe 72, Schutzgebietsanleihe 8,C0. öprozentige Stahlverein 72,50, 6pro- zentige Franks. Hyp.-Bank-Gold (Reihe 1 bis!0) 87/.0, 5,5prozentige do. Liquidation 89,90, Reichsbank 135,C0, Buderus 76,50, Gelsenkirchen 69 bis 69.50, Harpener 106,25, Kali Westeregeln 145,50, Klöcknerwerke 67, Mannesmann 77,50 bis 77,40, Rheinstahl 94, Stahlverein 46,75, Aku 34;10 bis 34,25, AEG. 28,C0, Bekula 112.75, Deutsche Linoleum 44,50, SG.-Farben 145,25, Gesfürel 96.75, Lahmeyer 132, Schuckert 103, Siemens 165, Ha- Pag 19,50 bis 19,90, Lloyd 20,50 bis 20,60. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn die Liebe. Mode macht". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweq: „Schritt und Tritt". Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TI. Banknoten. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdtskont 4 v. H Lombardzinsfuß 5 v. H. Frantsu i a. M. Berlin lyrannun a. Di äcrlm Frankfurt a.M. Äerlin Echluß- kurs Abend- befrfe Schluß- lurs Schluß!. Mittag« börsc Schluß« kurS Schluß!. Abend« Schluß« furd Schluß! Mittag» Schluß« kurö Schluß! Abend« börf« Schluß« hird Schluß!. Miilag« 'Datum 26.4. 27.4. 26.4. 27.4- Datum 26.4. 27.4. 26.4. 27.4. Datum 26.4. 27.4. 26.4. 27.4. 6% e(jem.7% Dl.Reichöanl. v. 1929 5y-% Doung-Anleihe von 1930 .. 85,4 99,9 82,5 85,2 97,4 82,5 85 97,5 81,65 85 97__ Hamburg.Amerita.Paket ..... Hambu^g-Südam. Dampfschiff. 20 19,9 19,9 42 19 5 38,5 Bereinigte Stahlwerke..... Ctaoi Minen ............ ... 0 ... 0 46 19,5 46,75 45,9 19,13 46,5 19,13 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schulv - mli Hansa Dampfschiff........... — — 33 33 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 144,5 145,5 145 145 2tuslof.-31editen ......... 73 72 13,2 73,2 13,35 72 13,05 Norddeutscher Lloyd ......... A G. für Verkehrswesen Mt. .. 20,4 29,65 20,5 20 Kaliwerke Westeregeln..... ... 6 146 204,5 145,5 204 146,5 204,5 146,25 203,5 Desai, ohne Auslof.-Rechte...... 13,4 51,25 51,65 51,4 51,5 Kaliwerke SalzdetfurH .... ... 9 6% ebem. 8% Hess. SoUsftaat 1929 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 96,25 96,25 96 lrückzahlb 102%) .... 83 83 83,75 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconko- 53 52,5 52,75 52,75 Oberhelsen Provinz. Anleihe mü F G. Farben-Industrtc .... Auslos.-Rechten ........ 70 Eejellschast................o Dresdner Bank.............. o 67 67 67 67 61,25 136 ... ? 142,75 145,25 142,25 145 Deutsch? Komm. Sammelab l.9In leihe Serie! mit Auölos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl 61 137,25 61,25 135,5 61,25 137,65 Gdicltieanftalt............ ...10 173 59 173,5 60 67,25 67,25 Reichsbank .......... i Goldschmidt ............. ... 0 58,75 53,25 60,5 53,5 67 67 RütgerSwerke............ ... 0 52,9 53,4 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franll Hyp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 87,5 87,25 — — A.E.G.................... o •9,25 89 28,5 92 28,9 90,5 28,65 92 Metällgeiellschaft.......... ... 0 37.75 38 37,5 37,25 87 86,75 Elektr. Lleferungsgesellschast... 5 5%% ehem. 4'/2% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Psandbriese ..... 6’/,% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanftalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briesansialt, Pfandbriefe R. 10 89,9 89,75 90,25 89,25 - — Licht und Kraft ... ........g Felten & Guilleaume ........o Gesellschaft für Elektrische Unter, nehmungen .............. 4 Rheinische Elektrizität ........6 106 68 93,5 94,5 106,5 67,5 96,75 93,5 105,9 67,25 93,5 °4,75 107 67,9 96,75 Philipp Holzmann........ Zementwerk Heidelberg ... Cementwerk Karlstadt...... Wayß & Frevtag ......... ... 0 ... 4 ... O ... 0 56,5 72 72, 55,75 74 73 56,75 56 93,25 89,5 Schuckert L Co.......... 0 105,5 162,5 130 108 165 132 104,75 163,5 130 107 165,5 132 89 Clemens & Halske...........<> 89,75 89,5 Lahmeyer L Co..............10 Schultheis Payenhofer..... — ... 0 —- _ 133,25 139 4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Cilberrenke 4% Ungarische Goldrente ..... 4% Ungarische Siaatsrente v. 1910 Rumän.vereinh.Rcnieo.l913 9,9 9,75 9,75 9,55 Phönir Bergbau .. ..........ö Krtyner ................ Mainkrastwerke Höchst a.M. 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% «Hotelier............... 4,7 4,55 27,5 4,5 27,5 4,4 27,9 Rheinische Braunkohlen ......10 209 91,5 94 32,75 73,5 — 32,75 I 73,5 32^5 32 92 93,9 Süddeutscher Zucker ...... .. e| 175 175 26. April 27. Apt i, Amtliche .Notierung Amtliche Jiotierunn Geld Erie Geld Arie Helsingiors.. Wien...... 6,424 6,436 6,394 6,406 45,45 45,55 45,45 45,55 ^Ttlß 12,70 12,72 12,70 12,72 Budapest ... Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 171,33 171,67 170,58 170,92 OSlo ...... 74,18 74,32 73,53 73,67 Kopenhagen. 64,69 64.81 64,24 64,36 Stockholm... 75,17 75,33 74,53 74,67 London ..... 14,48 14,52 14,40 14,44 Buenos Aires 0,853 0,857 0,853 0,857 Neugork .... 3,846 3,854 3,846 3,854 «rüffel..... 59,19 59,31 58,99 59,11 Italien..... 22,08 22,12 21,98 22,02 Paris..... 16,64 16,68 16,62 16,66 Schweiz... 82,17 82,33 81,67 81,83 Spanien.... 36,36 36,44 83,33 36,16 36,24 Tan,,ig----- 83,17 82,92 83,08 Japan...... 0,899 0,901 0,899 0,901 Rio de Ian. 0,239 0,241 0,239 0,241 Yugoflawien Lissabon.... 5,195 13,29 5,205 13,31 5,195 13,09 5,205 13,11 »erlin, 27-April Geld Aries Amertlanifche Roten.............. 3,80 58,83 63,87 14,36 16,58 170,21 21,91 73J5 2,46 74,35 81,49 36,03 3,12 59,07 64,13 14,42 16,64 170.19 21,99 73,65 2,48 74,65 81,81 36,17 Belgische Roten.................. Dänische Roten ................. Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Roten............... Schweizer Noten................. Spanische Rote»................. Ungarische Ästen ................ s-’nn,°9 vi.E' «mit 4 W” U 3uit,ötiuWi?r^m Au» b |nl1 Auf"" Don ‘'Cer ®‘w° Sieb' Oer 91 Aus WM Lolksausklärung boten wir den Dr. Goebbels. Die Regierung de lution hat der11. - nationalen J» mit zum Ausdruck br Verbundenheit des gai aalen Arbeit, Ihren S< unlösliche uni ift. Zum ersten Wal innerer ZerlWung rissenheit erhebt stch unsterbliche Ge tumes. verklar' den Segen der Der Warzismr den. Die Organisatii ses sind zerschlag« oder gar Volks- un gründen haben wir turbedrohende w i s m u s geführt. Der Marxismus mi schen Arbeit ein De den konnte. Die Sä Standesdünkel rour das Volk mied Aun stehen wir vot wortungsvollen 2li deutsche Arbeit den zurückzusühren, r e ch t i g t e s G l i e d die Lolksgemeinf Do ehedem marrist da werden wir uns m Do einft die Maschine KMcler knatterten, da nalen Frieden Drescheschlagen. ödenMaterialis len wir, fußend auf b, resAoltes auf F 3tot, in einem ne die nationale verbunden u'"d Berufe }u einer Metern Volke und fi Lret die Art Arbeiter! Stirn der un fcMflug, der - der (Seid d7r^"° $'i Bd? •un|et 1 erwach, m ^Ur die g0 C,6la” fiele, “nt> HtfaC? ^"ler“ öes Reichs " krischen, ^el'bet anö kein xu Analen i t1*”> M IfH *’ "W mi Ä , ®ir Scrollt« '°ü> Bq5 „ 1