Kr.99 rrftes Blatt 185. Zahrgang §reitag,28.April (935 Erlcheini tüqltd). außer Sonntags und Aeieriogs Beilagen: Die DDuftnerit (BteRener Jamilienblättet Heimat im Bild Die Scholl» IHonat» Bejugsprets: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernlvrechanschliisse anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnach« richten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Xrontlnrt am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vri'ck vnd Verlag: vrühl'sche Univetfitälr-Vuch- und Steinörudcrci R. Lange in Gießei. 5chnf1lettung und Geschäftsstelle: Zchul^traße 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag oorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspsennig; für Re« hlamcanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorscörift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undkürdenAn« zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in Gie;e'i. An das ganze deutsche Volk! Der Aufruf des Reichsministers Dr. Goebbels zum Tag der nationalen Arbeit. Auf Wunsch des Reidjsmlnifteriums für Volksausklärung und Propaganda wiederholen wir den Aufruf des Reichsminlsiers Dr. Goebbels. Berlin, 24. April. Die Regierung der nationalen Revolution hat den 1. Wai zum Feiertag der nationalen Arbeit erhoben. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß die Verbundenheit des ganzen Volkes mit der nationalen Arbeit, ihren Schöpfern und Trägern eine unlösliche und schicksalsgegebene ist Zum ersten Male wieder seit Jahrzehnten innerer Zerklüftung und parteipolitischer Zerrissenheit erhebt sich über Zank und Hader der unsterbliche Geist deutschen Volks- tumeS, verklärt und geläutert durch den Segen der schaffenden Arbeit. Der Marxismus liegt zertrümmert am Boden. Die Organisationen des Klassenkampfes sind zerschlagen. Richt aus reaktionären oder gar Volks- und arbeiterseindl'chen Beweggründen haben wir den Kamps gegen die kulturbedrohende Gefahr des Bolschewismus geführt. Der Marxismus muhte sterben, damit der deutschen Arbeit ein weg zur Freiheit gebahnt wer- den konnte. Die Schranken von Klassenhah und Standesdünkel wurden niedergerissen, auf bah das Volk wieder zu Volk zurückfand. Run stehen wir vor der schweren und verantwortungsvollen Ausgabe, nicht nur das deutsche Arbeitertum zum sozialen Frieden zurückzuführen, sondern es als vollberechtigtes Glied in den Staat und in die Volksgemeinschaft mit einzufügen. Wo ehedem marxistische Hahgesänge ertönten, da werden wir uns nun zum Volk bekennen. Wo einst die Maschinengewehre der roten Weltbeglücker knatterten, da wollen wir dem nationalen Frieden der Stände die Bresche schlagen. Wo früher der Geist eines öden Materialismus triumphierte, da wollen wir, suhend aus das ewige Recht unse - resDolkes aus Freiheit, Arbeitund Brot, in einem neuen glühenden Idealismus die nationale Verbundenheit aller Stände, Stämme und Berufe zu einem einigen Deutschland vor unserem Volke und vor der ganzen weit bekunden. Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiters Stirn und Faust sollen einen Bund schließen, der unlösbar ist. Der Dauer hinter dem Pflug, der Arbeiter am Amboß und Schraubstock, der Gelehrte in seiner Studierstube, der Arzt am Krankenbett, der Ingenieur bei seinen Entwürfen, sie alle werden sich am T a g der nationalen Arbeit bewußt werden, daß die Ration und ihre Zukunft über alles geht, und daß jeder an seinem Platze das gilt, was er dem Dater- lande und damit dem allgemeinen Bestenzu geben bereit ist. In gewaltigen nationalen Feiern wird die Reichsregierung mit dem Bolke zusammen diesen Festtag begehen. Die ganze Ration wird aufgerufen, daran tätigen Anteil zu nehmen. Zur einen Tag stehen die Röder still und ruhen die Maschinen. Deutschland ehrt die Arbeit, oon deren Segen das Volk ein ganzes Jahr leben soll. Männer und Frauen, wir rufen euch auf in Stadt und Land! Deutsche Jugend! An dich vor allem geht unser Appell. Der 1. Mai soll das deutsche Volk einig und geschlossen sehen und ein Zeichen sein für die ganze weit, dah Deutschland erwacht ist und den weg zu Freiheit und Brot sucht und findet. Laßt an diesem Tage die Arbeit ruhen. Bekränzt eure Häuser und die Straften der Städte und Dörfer mit frischem Grün und mit den Fahnen des Reiches! An allen Last- und Personenautos sollen die Wimpel der nationalen Erhebung flattern. kein Zug und keine Straftenbahn fährt durch Deutschland, die nicht mit Blumen und Grün geschmückt ist! Auf den Fabriktürmen und Bürohäusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehiftt! Kein Kind ohne fchwarzweiftroten oder Hakenkreuzwimpel? Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post- und Telegraphenämter werden in frischem Grün erstehen! Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck! wir sind ein armes Volk geworden. Aber die freudige Lebensbejahung, den Mut zum Schaffen, den trotzigen Optimismus, der alle Hindernisse überwindet, lassen wir uns von niemanden nehmen! Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt. Deutsche aller Stände. Stämme und Berufe, reicht euch die Hände. Geschlossen marschieren wir in die neue Zeit hinein! (Es lebe unser Vo4k und unser Reich! Der Reichsminisler für Volksaufklärung und Propaganda. Dr. Goebbels. Rundfunkhörer zum Tag der deutschen Arbeit. Berlin, 28. April. (RCB.-Funkspruch.) Der Reichsverband deutscher Rundfunk- Auf Wunsch des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlichen wir in Folgendem das Programm des Rundfunks am Feiertag der nationalen Arbeit. 6.15 Uhr: Uebertragung Berlin: Funk-Gymnastik. 6.30 Uhr: Uebertragung Hamburg: Wetterbericht für die Landwirtschaft anschließend bis 8 Uhr: Uebertragung Hamburg: Frühkonzert. Reichsauflage: 8.50 Uhr: Funkbericht der Jugendkundgebung im Berliner Lustkarten. 9 Uhr: Uebertragung der Jugendkundgebung im Berliner Lustgarten. 1. Hymne, oorgetragen von 1200 Sängern des Berliner Sänger-Bundes. 2. Rede des Reichsministers für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels. 3. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Funkbericht über die Fahrt des Reichspräsidenten o. Hindenburg und des Reichskanzlers Adolf Hitler durch die Spaliere der Jugend in der Wilhelmstraße und Unter den Linden zum Lustgarten. 4. Gemeinsamer Gesang der Jugend: „Ich hab' mich ergeben." 5. Ansprache des Reichspräsidenten d. Hindenburg an die deutsche Jugend. Gemeinsamer Gesang des Deutschlandliedes. Schluß gegen 10 Uhr. Anschließend Hörberichte deutscher Arbeiter. Es sprechen: ein Hafenarbeiter aus Hamburg, ein Bergmann aus Niederschlesien, ein Landarbeiter aus Ostpreußen, ein Metallarbeiter aus dem Saarland, ein Bergarbeiter aus dem Siegerland, ein Winzer von der Untermosel, ein Bergarbeiter aus dem Ruhrgebiet. Schluß der Reichsauflage. 10.50 Uhr: Reueste Rachr.chten. 11 Uhr: Uebertragung Königsberg: Militärkonzert (Märsche), Wusckchor der 1. preußischen Rachrichtenabteilung. 12.30 Uhr: Deutscher Seewetterdienst. 12.55 Uhr: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. Reichsauflage: 13 Uhr: Funkbericht vom Eintreffen der Arbeiterabordnungen aus allen Gauen des Reiches, aus Danzig, von der Saar und aus Deutsch-Oesterreich mit 10 Großflugzeugen auf dem Tempclhoser Feld in Berlin. 13.35 Uhr: Arbeiter- und Marschlieder der SA., Blasorchester: Jugend marschiert, Marsch von Ernst Hanfstängl. Lieder der SA.: „Dolk and Gewehr", „Don allen unseren Kameraden", „Es pfeift von allen Dächern", Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel: „Drüder in Zechen und Gruben", „Wir traben in die Weite", Blasorchester: Wanderlieder-Potpourri von Heinrich Wannfred: „Wann wir schreiten Seit an Seit", „Märkische Heide, märkischer Sand". Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel: „Wir sind die Sturmkolonnen, Kameraden laßt erschallen". Blasorchester: „Deutschlands Erwachen" von Julius Kochmann. SA.-Chor des Horst-Wessel- Sturms: Die Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel. Das deutsche Blasorchester unter Leitung von Alfr. Engel. „Der 1. Mai, wie er war und wie er wird. 15: Funkbericht vom Massenaufmarsch auf dem Tempelhofer Feld. 15.05. Arbeiterdichter lesen eigene Dichtungen. 16. Funkbericht von den Kunstflügen der Flugstaffeln auf dem Tempelhofer Feld. 16.05: .Symphonie der Arbeit"; Dichtung: Hans Iuergens Rierentz, Musik von Herbert Windt. Das Orchester der Funkstunde: Dirigent Herbert Windt. 16.45: .An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen". Eine satirische Hörfolge mit Gedichten von Orpheus II. * 17 30: Hörbericht vom Empfang der Arbeiter- Abordnung durch den Herrn Reichspräsidenten und den Herrn Reichskanzler in der alten Reichskanzlei. Anschließend Funkbericht vom Aufmarsch auf dem Tempelhofer Feld und Lieder der Bergleute. Bauern und Soldaten. 1820: .Wir führen die Arbeit", Hörfolge von Eugen Diesel. 19.30: Reueste Rachrichten. Berichte über die Maifeiern und Aufmärsche im Reich und in den Grenzlanden. teilnehmer gibt einen Aufruf an seine Mitglieder und die dem deutschen funktechnischen Bcrband angeschlossenen Vereine bekannt, in dem es heißt: Am 1. Mai, dem Tage der deutschen Arbeit, ist es Pflicht eines jeden Rundfunkteilnehmers, für den Ehrentag des deutschen Arbeiters sein Gerät einzusehen. Kein Rundfunkemp- fängerdarfunbenuhtimZimmerste- h e n. Stellt Lautsprecher an die offenen Fenster. Gebt Borübergehenden Gelegenheit, die Feierstunden mitzuhören! Es darf keinen deutschen Bolksgenossen geben, der am 1. Wai vom Sage der deutschen Arbeit ausgeschlossen ist. 19.50: Hörbericht vom Tempelhofer Feld. 20: Uebertragung der Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld. 1. Fanfarenmarsch, ausgeführt durch sieben Kapellen und zwei Spielmannszüge der Reichswehr. 2. Gemeinsamer Gesang der Massen: „Der Gott der Eisen wachsen ließ". Funkbericht von der Ankunft des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler. 3- Rede des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler mit Berkündung des ersten Iahresplanes des deutschen Aufbaues. 4. Gemeinsamer Gesang des Deutschlandliedes. Funkbericht von der Pflanzung einer jungen Eiche auf dem Tempelhofer Feld durch eine Abordnung der Hitler-Jugend zu Ehren des Herrn Reichspräsidenten. 5. Großer Zapfenstreich, gespielt von den Reichswehrkapellen. 6. Funkbericht vom Abbrennen des Großen Feuerwerks auf dem Tempelhofer Feld 7. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Lie- dcs. Funkbericht vom Fackelzug, der uniformierten Verbände zum Lustgarten, wo die Fackeln zusammengeworfen werden. Reueste Rachrichten und Berichte vom Berlauf der Maifeiern im Reich und in den Grenzlanden. Anschließend deutsche Musik, Märsche und Tänze unter Mitwirkung der Funkorchester der deutschen Sendegesellschaften. Gegen 24 Uhr Funkbericht und Uebertragung der Ansprache des preußischen Ministerpräsidenten Göring im Berliner Lustgarten und Beendigung des Fackelzuges. Anschließend Unterhaltungsmusik. Schluß der Reichsauflage um 3 Uhr. Genf, 27. April. (TU.) Der Effektivausschuh der Abrüstungskonferenz hat die Prüfung der militärischen D e r w e n d b a r k e i t der deutschen Polizei im Kriegsfälle und die davon abhängige endgültige Festsetzung der deutschen Heeres stärke in den Einzelheiten begonnen. Für die Festsetzung der kriegsmäßigen Bedeutung der Polizei wurden vom Ausschuß drei von der deutschen Regierung auf das entschiedenste abgelehnte Kriterien verwandt, von denen jedes einzelne bereits zur Bestimmung des militärischen Charakters der deutschen Polizei genügen soll: 1. Die militärische Bewaffnung. 2. Die militärische Ausbildung. 3. Transport- und Rachrichtenmittel. Ferner soll die Kasernierung, die mili- tärische Organisation, die vorpolizeiliche Ausbildung und die Zusammenfassung in Hundertschaften maßgebend sein. Der Effektivausschuß hat bereits die Polizei von Frankreich, Polen und den Bereinigten Staaten untersucht und für Frankreich ledig lich die Pariser Garde Republicaine mit insgesamt 13 000 Mann als eine Polizei militärischen Charakters erklärt. Der deutsche Vertreter erklärte, daß die deutsche Polizei länderweise geregelt sei und keine Reichspolizei bestände, lieber diese Frage fand eine ausgedehnte Aussprache statt, da die gesamte französische Staatengruppe die Behandlung der deutschen Polizei einheitlich für das gesamte deutsche Reich ohne Berücksichtigung der verfassungsmäßig bestehenden Zustände forderte. Der deutsche Vertreter, General Schönlein, sah sich daher veranlaßt, den Ausschuß darauf aufmerksam zu machen, daß der Effektivausschuß nicht die Befugnisse habe, die Vereinheillichung der deutschen Polizei zu beschließen. Das Präsidium der Abrüstungskonferenz hat nach längerer bewegter Aussprache grundsätzlich beschlossen, die weiteren Verhandlungen über den ersten Teil des englischen Abrüstungs- abtommens (Sicherheit) einzu stellen, da eine Die Untersuchung des Reichstagsbrandes. Der Lügcnbcricht des „Manchester (Guardian". Berlin, 28. April. (BDZ.) Angesichts der unglaublichen Hetze des „M anchester Guardian" hat der Untersuchungsrich- ter Reichsgerichtsrat Bogt über den Stand der Untersuchung des Reichstagsbrandes folgendes mitgeteilt: Die Boruntersuchung richtete sich zunächst nur gegen van der Lübbe, der bekanntlich schon in der Brandnacht im Reichstagsgebäude selbst festgenommen war. Erst spater stieß man bei der Untersuchung auf drei bulgarische Kommunisten, die festgenommen worden sind, ebenso verdichtete sich der Verdacht gegen den kommunistischen Reichstagsabgeordneten T o r g I e r, und endlich fand man Zusammenhänge mit einer größeren Anzahl deutscher und ausländ ischer Kommunisten. Es sind in diesem Zusammenhangs noch verschiedene Festnahmen erfolgt, über die zur Zeit noch nichts veröffentlicht werden kann. Die Voruntersuchung wird in kürzester Zeit abgeschlossen sein, daß das vorhandene Material dem Oberreichsanwalt zuge.eitet werden kann Mit dem Beginn des Prozesses wird noch in diesem Sommer gerechnet und zwar vor dem Vierten Strafsenat des Reichsgerichtes. Rach Lage der Sache ist es wahrscheinlich, daß ein Teil der Hauptverhandlung in Berlin stattfindet, da es für die Richter wesentlich sein wird, sich über die Wirkung der einzelnen Brandlegungen an Ort und Stelle ein persönliches Urteil zu bilden 3m Anschluß an die Untersuchung muß voraussichtlich noch weiteren sehr wesentlichen Zusammenhängen nachgegangen werden, die von außerordentlicher Bedeutung sind. Zu den neuen Veröffentlichungen im „Manchester Guardian" über die Brandlegung im Deutschen Reichstag wird von zuständiger Seite erklärt, daß es unverständlich ist, wie eine bedeutende englische Zeitung ihre Spalten derartig ungeheuerlichen Verunglimpfungen einer ausländischen Regierung öffnen kann. Es ist bekannt, daß von einer Geheimdruckerei der Kommunistischen Partei in Deutschland bereits seit Mitte April phantasievoll erlogene Berichte über die Brandlegung des Reichstages ausgestellt worden sind und als Informationen an zahlreiche Pressevertreter des 3n- und Auslandes versandt wurden. Es überrascht, daß der Inhalt dieser Lügenberichte über den Reichstagsbrand sich im wesentlichen mit dem Artikel deckt, den der „Manchester Guardian" bringt. Wer die Kampfesweise der Kommunistischen Partei in den verflossenen Jahren in allen Ländern der Welt verfolgt hat, weiß, daß die Brandlegung im Reichstage ganz in ihrer Linie liegt. Es kann niemand wundernehmen, >aft die Kommunistische Partei die Schuld an dem Verbrechen einer Regierung zuschieben will, in der sie ihre unerbittlichsten Gegner und Vernichter gefunden hat. Der „Manchester Guardian" stellt sich somit offen in den Dienst der kommunistischen Propaganda. sachliche Entscheidung angesichts der gesamten Lage gegenwärtig nicht zu erzwingen sei. Am Freitagnachmittag soll im Hauptausschuß die Aussprache über den zweiten Teil des Abkommens, die materiellen Abrüstungsfragen, eröffnet und in der artikelweisen Lesung das gesamte englische Abkommen durchberaten werden. Von französischer Seite wurde im Ausschuß verlangt, daß die Verhandlungen des Effektivausschusses über die militärische Bedeutung der deutschen Schutzpolizei so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Cs wurde beschlossen, daß der Esfektivausschuft baLigft einen Bericht über die Anrechnung der Polizei bei der Festsetzung der Heeresftärke der einzelnen Länder vorlegen soll. Im Effektivausschuft soll auch die Frage cer deutsche privaten Wehrverbände aufgerollt werden. Was Herrioi in Washington forderte. Deutschland soll zehn Jahre entwaffnet bleiben. Berlin, 28. April. (OB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet in großer Aufmachung über die B orschläge, die herriot dem amerikanischen Präsidenten in der Abrüstungsfrage gemacht habe. Frankreich habe seine Forderung, daß neue Sicherheitsgarantien als Vorbedingung für eine Abrüstung geschaffen wezHen müßten, aufgegeben und sich zu einer wesentlichen Herabsetzung feiner Streitkräfte bereit erklärt, unter der Boraussehung, daß die Bereinigten Staaten dann einen Sicher- heitsplan in wohlwollende Erwägung ziehen. Gleichzeitig aber habe Frankreich seine Bedingungen gestellt, die eine bedeutsame Abänderung des englischen Lonventionsentwurses mit sich brächten. Sie lauteten; Das Programm des Oentschlandsenders am Tag der nationalen Arbeit. Oie deutschepolizei soltauf dieHeeresstärke angerechnet werden. Frankreich sabotiert die deutsche Gleichberechtigung im Genfer Effektivausschuß 1. Deutschland darf während der nächsten 10 Jahre seine Rüstungen nicht über das Versailler Niveau hinaus erhöhen: 2. während dieser zehn Jahre soll die Ständige Abrüstungskommission die Rü st ungen in allen Ländern sorg fällig und ständig überwachen. Der Korrespondent fügt hinzu, der Hauptgrund für die Vertagung der allgemeinen Ab- rüstungskommijsion sei der Wunsch der Franzosen und Amerikaner gewesen, die anderen Regierungen bezüglich ihrer Haltung gegenüber diesen neuen Plänen zu sondieren. An dieser Meldung ist alles unklar bis auf das Bestreben Frankreichs, den Grundsatz der Gleichberechtigung Deutschlands in herausfordernder Weise zu ignorieren. Der versuch, den „guten Willen" Frankreichs mit Vorschlägen zu beweisen, ist für Deutschland undiskutabel und scheint nach den anderen aus Washington heute vorliegenden Rachrichten auch dort keinen Erfolg gehabt zu haben. Kunst und Wissenschaft. Rooellen von Adam korillon. WER. D a r m st a d t, 27. April. Die S t a a t s- presse stelle teilt mit: Zum 12. Mai — dem Tag, an dem der große hessische Heimatdichter Adam Karrillon 80 Jahre alt wird —, erscheinen zwei Novellen von ihm, die nicht für den Handel bestimmt sind. 1. „Cs waren mal drei Gesellen." Heraus- gegeben in Verbindung mit der Gesellschaft Hessischer Vücherfreunde, Darmstadt (Graf von Hardenberg). Preis 3,75 Mark. 2. Vier Novellen: „Zwei, die nicht zusammen sollten. Zwei, die sich auseinander grollten. Zwei, die nicht ohne Grund sich haßten. Endlich zwei, die zusammen paßten." Privatdruck der „Mainzer Presse" (Professor CH. H. Kleukens). 500 Exemplare. Neines Hadernpapier. Gebunden in Ganzpergament-Schale (Ernst Rehbein). 2edes Exemplar vom Verfasser signiert. Dis zum 5. Mai eingehende Bestellungen werden namentlich zugeteilt. Jeder, der sich mit mindestens 10 Mk. an der „Adam-Korrillon-Chrung" beteiligt, erhält ein Exemplar dieser Ausgabe. Die eingehenden Beträge fließen nach Abzug der reinen Herstellungskosten der „Adam-Karrillon-Spende" zu, die am 12. Mai im „Weißen Saale" des Kurfürstlichen Schlosses zu Mainz überreicht wird. Einzahlung, die allein als Bestellung angesehen wird, erbeten auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4085 der Städt. Sparkasse Mainz (für „Adam- Karrillon-Spende"). Wünsche und Anschrift deutlich angeben! Lieferung Anfang Mai 1933. Aus aller Welt. Unglücksfall im Berliner Zoo. — Lin Kind vom Bären angefallen. 2m Berliner Zoologischen Garten hat sich ein UnglüdSf all zugetragen, dessen Opfer ein neunjähriger Knabe geworden ist. Das Kind, Herbert Kasper, hatte, ohne daß es von jemandem bemerkt worden war, das Vorgitter des Zwingers, in dem der große Alaskabär untergebracht ist, überstiegen und das Tier mit Brotresten und Nüssen gefüttert. Der Knabe ist dann plötzlich von dem Bären gepackt worden, der sich in den rechten Unterarm festbiß und ihn an das Gestänge des Gitters heranzog. Auf die Schreckensschreie des unglücklichen Knaben eilte ein in der Nähe befindlicher Besucher herbei, der mit Aufbietung aller Kräfte versuchte, dem Tiere sein Opfer zu entreißen. Mit Mühe gelang es ihm, den bewußtlosen Knaben aus seiner furchtbaren Lage zu befreien. Herbert Kasper, der von dem Personal des Zoos sofort auf die Rettungsstelle und nach erster Hilfeleistung von dort in das Achenbach-Krankenhaus gebracht wurde, ist der Sohn eines seit langem arbeitslosen Ehepaares. Wie die Direktion des Zoos erklärt, ist es das erste Mal, daß sich in Berlin ein derartiger Unglückssall ereignet hat. Die Zoo-Verwaltung hat durch Vorgitter alles getan, um solche Vorfälle nach Möglichkeit zu verhindern. Das Befinden des bedauernswerten Knaben ist außerordentlich ernst. Der rechte Unterarm mußte im Krankenhaus amputiert werden, doch hoffen die Aerzte, das Kind, das einen außerordentlich starken Blutverlust erlitten hat, am Leben erhalten zu können. Der Mörder eines Hiller-Jungen richtet sich selbst. Vor einigen Tagen war der Arbeiter Paul Papst unter dem dringenden Verdacht, im 2uni 1932 an der Ermordung des Hitlerjungen Hans H o f s m a n n beteiligt gewesen zu fein, in Berlin vorläufig festgenommen worden. Er gab die ihm zur Last gelegte Straftat gegenüber dem erdrückenden Beweismaterial sofort zu. Bevor er dem Polizeigefängnis zugeführt werden konnte, benutzte er einen unbewachten Augenblick im Toilettenraum im Hause der SA - Gruppe Berlin-Brandenburg, um aus dem Fenster zu springen. An den Folgen des Sturzes ist Papst, der einen schweren Bruch der Wirbelsäule erlitt, gestorben. Die Leiche wurde dem Schauhause zugeführt. Schweres Autounglück. — Drei Tote, ein Schwerverletzter. 2n Niederujezd bei Leipnik (Tschechoslowakei) kam es zu einem furchtbaren Autounglück, dem dreiMenschenleben zumOpfer fielen. Eine Person wurde s ch w e r ve r le h t. Ein Lastauto war mit einer Ladung von Zinn und anderen Metallen auf dem Weg nach Mährisch- Ostrau, als der Wagen, der von einem ^jährigen Chauffeur gesteuert wurde, die steilabfallende Straße bei Niederujezd herunterfuhr. Der Chauffeur verlor die Herrschaft über den Wagen. Das Auto sauste den Abhang hinunter und überschlug sich mit der schweren Last. Die drei Arbeiter und der Chauffeur wurden unter dem Wagen begraben. Der Wagen ist vollständig zertrümmert. Nach dem Gutachten der Sachverständigen muß der Wogen in dem Augenblick des iln» glücks mit 100 Kilometer Geschwindigkeit gefahren fein. Roosevelts Dank an die „Phöbus" Vesahung. Präsident Roosevelt empfing die drei Aeberlebenden des Luftschiffes „Akron" und hörte ihren Bericht an. Als ihm der Erste Offizier W i l e h über die Rettungsaktion des deutschen Tankdampfers „Phöbus" berichtete und vor allem darüber, daß der deutsche Kapitän Dalldorf fein Schiff meisterhaft manöve- riert und die Geretteten wie Brüder behandelt habe, wandte sich Roosevelt zu seinem Vetter, dem Marine-Anterstaatssekretär Roosevelt, und sagte daß er beabsichtige, Kapitän Dalldorf und der gesamten Besatzung der „Phöbus" eine anerkennende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Er werde dem Kavitän außerdem einen persönlichen Brief schreiben. Empfänge beim Hessischen Staatspräsidenten. Darmstadt, 27. April. (WSR.) 2m Laufe des Mittwoch empfing der Staatspräsident Vertreter des Hessischen Kleingarten-Bauvereins, des Verbandes evangelischer kirchlicher Frauenvereine für Hessen und Vertreter der Lederwaren-2ndustrie des Offenbacher Bezirks. Die ImWnationalen in der nationalen Front Reichsminister Hugenberg und Iraktionsführer Schmidt-Hannover vor der Reichstagsfraktion. B e r l i n , 27. April. (WTB., Der deutfchnatio- nalen Reichstagsfraktion erstattete Reichsminister Dr. Hugenberg einen Bericht über die politische Gesamtlage. Er schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten: Ruhe und Glauben an den Rechtsstaat sind die Grundlagen des wirtschaftlichen Lebens. Die Versuche untergeordneter Organe, diese Grundlagen zu gefährden, sollen nach den Erklärungen der maßgebenden Führer in kürzester Frist abgestellt werden. Der echt Deutschnationale, der die harten Kämpfe der letzten 14 2ahre mit dem marxistischen System durchgekämpft und allen Versuchen der Hineinziehung der deutschnationalen Bewegung in den schwarzroten Sumpf widerstanden hat, ist derjenige, der mit aufrichtigster Begeisterung den Umschwung der Dinge in Deutschland begrüßte. Tlm so mehr hat er aber auch ein Recht darauf, als gleichberechtigter Kämpfer um die deutsche Zukunft anerkannt Und behandelt zu werden. Das nehme ich selbstverständlich für meine Freunde in Anspruch. 2n dieser Frage kann und wird niemand von mir ein Kompromiß verlangen. Es bedarf eigentlich keiner Versicherung, daß ich hiermit stehe und falle." Oer Iraktionöführer Abg. Schmidt-Hannover. betonte, die Arbeit Dr. Hugenbergs chabe in einer Zeit gärender Umbildungen und schwerster wirtschaftlicher Notlage die er st en Grundlagen zum Wiederaufbau und zur Entschuldung der Landwirtschaft und für die Neuordnung der ganzen deutschen Wirtschaft gelegt. Angesichts dieser Tatsachen müßten jetzt die gegen seine Person gerichteten Angriffe, die sich von sachlicher Kritik weit entfernen, gerade im Interesse der Landwirtschaft nachdrücklichst zurückgewiesen werden. Wirtschaftspolitik dürfe heute nicht von den Forderungen der Propaganda bestimmt werden. Die übergroße Bereitwilligkeit von Wirtschaftsverbänden, sich nicht legitimierten Kommissaren demütigst zu unterwerfen, werde von jedem aufrechten nationalen Stampfer, nicht zuletzt auch von jedem Nationalsozialisten mit der gebührenden Geringschätzung betrachtet werden. Für die vor uns liegenden Arbeitsaufgaben sollte allen Frontkämpfern eine von der Regierung gesetzlich geregelte Vorzugsstellung eingeräumt werden. Ebenso sei die Ehrenliste derjenigen, die gegen den Poung-Plan käwpften, ein'besserer Wertmesser für nationale Zuverlässigkeit als ein noch in letzter stunde erworbenes Parteimitgliedsbuch. Er bedauerte die tiefgreifenden Auseinandersetzungen im Stahlhelm, die der gesamt- nationalen Bewegung nicht förderlich sein könnten. Es sei, so sagte er, offen ausgesprochen, worum es heute geht: Für Dr. Hugenberg sind nicht ministerielle Personalfragen das Entscheidende. Entscheidend ist für ihn, ob eine auf Erfahrung aufgebaute, einheitliche Wirtschaftspolitik getrieben werden kann oder nicht; entscheidend ist aber vor allem für Dr. Hugenberg und die deutschnationale Bewegung, ob unsere deutschnationalen Kämpfer, die seit 1918 in der vordersten Linie standen, n 1.5 gleichberechtigte Kameraden der nationalen Front auf allen Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Lebens anerkannt werden oder nicht. Zolltvaffenstillslan- und Kriegsschuldenmoratorium? Die Einleitung der Weitwirtschastskonferenz. Paris, 26. April. (WTB.) Der Washingtoner Sonderberichterstatter des „Matin" will melden können, die Sachverständigen der verschiedenen Länder dächten an den Abschluß eines Zollwaffen st ill st andes für diLDauer der Weltwirtschaftskonferenz. Dieser Zollwaffenstillstand würde dem Stabilisie- rungssah des Pfundes und Dollars nicht Rechnung tragen, da dieser erst im Verlaufe der Konferenz festgesetzt werden dürste. — Macdonald Hobe Herriot erklärt, er habe sich wegen der Stabilisierung des Pfundes nicht binden wollen, um sich nicht seiner besten Waffe für die spätere Regelung der Schuldenfrage und die Vertretung der englischen 2nteressen auf der Weltwirtschaftskonferenz zu berauben. 2n unterrichteten politischen Kreisen verlautet, Präsident Roosevelt habe im Laufe seiner Besprechungen England und Frankreich ersucht, formelle Erklärungen einzureichen, daß beide Länder nicht in der Lage seien, die Mitte 2uni fälligen Kriegsschuldenzahlungen zu leisten. Diese Erklärungen sollen an den amerikanischen Kongreß weitergeleitet werden, der dann die Entscheidung über die weitere Behandlung der Angelegenheit treffen müßte. Rach einer Meldung der Associated Preß aus Washington ist Präsident Roosevelt bereit, die Frage einer Revision der Kriegsschulden nach der Weltwirtschaftskonferenz in Erwägung zu ziehen. 2m Weißen Hause sei jedoch heute von autoritativer Seite betont worden, daß der Präfident auf keinerlei Vereinbarung eingegangen sei, die einen Aufschub der Ratenzahlungen vom 15. 2uni zum Gegenstand gehabt oder irgendeinen Plan zur Regelung der Schuldenfrage festgelegt habe. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Raineh, gab vor Vertretern der Presse die Erklärung ab, er perfönlich sei gegenjedesKriegsschul- denmoratorium. Sollte der Präsident jedoch einen derartigen Aufschub beantragen, so werde er die Regierung unterstützen. Aus der provinzialhaupistadl. Oer 1. Mai der Tag der nationalen Arbeit. Von Hermann Wagner, Kreisleiier der NSÄO. Gießen. Die Erhebung des 1. Mai zum nationalen Feiertag hat in allen Teilen des deutschen Volkes einen starken Widerhall gefunden. Zum ersten Male begeht das gesamte deutsche Volk ohne Unterschied der Berufe diesen Tag in festlicher Weise. War er vorher ein Tag, der dem Klassenkampsgedanken diente, der die Gegensätze im Volk vertiefte und die natürlichen Bindungen zwischen den werteschaffenden Ständen zerriß, so ist er heute der sichtbarste Ausdruck dafür, daß ein Volk sich wieder gefunden hat, daß es Klassenhaß und Standesdünkel überwunden hat. Wir denken heute an die 60er 2ahre des vorigen 2ahrhunderts, als der Allgemeine Deutsche Arbeiter-Verein gegründet wurde, in dessen § 1 der Satzungen stand: „Wir wollen auf legalem Wege den Klassenhaß und den Standesdünkel zum Wohle des deutschen Vaterlandes überwinden." Der damalige deutsche Bürger unterließ es, dem suchenden deutschen Arbeiter ein Führer und Wegweiser zu sein, so kam der 2ude und wurde der Verführer. So ist es zu verstehen, daß eine auf nationalem Boden stehende Bewegung in die Hände des internationalen. jüdischen Marxismus abgleiten konnte. Der Kampf und das Sehnen des deutschen Arbeiters nach sozialer Besserstellung, nach politischer Gleichberechtigung, der ungeheure Kamps um die Standwerdung eines großes Teiles unserer Volksgenossen sand bei dem politisch gleichgültigen und durch Vorurteile eingeengten Volke kein Verständnis. So kam es, daß die lebendigen Energien, die in dieser Bewegung steckten, nicht dem Staate und Volke nutzbar gemacht und dort sest verankert wurden. Es ist die Schuld unserer Väter, daß sie es zuliehen, daß der deutsche Arbeiter durch den Marxismus ganz bewußt aus der Volksgemeinschaft herausgerissen und zum internationalen Proletariat herabgewürdigt wurde. Wir erleben jetzt den großen Augenblick, daß der deutsche Blutsbruder in die Gemeinschaft seiner Nation zurückkehrt. Er will wieder verwurzelt werden in feinem Volkstum und anerkannt werden als Volksgenosse. Erkenne, du deutscher Arbeiter, das Gebot der Stunde: Es gibt außerhalb deines Volkes keine Macht und keine Organisation, von der du jemals Hilfe erwarten kannst. Erkenne, daß die internationale Solidarität, an die du bisher geglaubt haft, noch niemals bestanden hat. Als nach dem November 1918 die Feinde unsere Heimat besetzten, da zogen die „Arbeiter im Waffenrock" nicht etwa ein mit der Internationale auf den Sippen, sondern sie sangen begeistert ihre Nationalhymne. Sie kamen nicht, um auf Grund der internationalen Solidarität den wahnsinnigen Druck des Verbrechens von Versailles von dir und deinem Arbeitsplatz, der deutschen Wirtschaft, zu nehmen, sondern sie kamen und erpreßten Tribute, die dich um deine Arbeit brachten. Und erkenne, du deutscher Bürger, Bauer und Unternehmer die Größe des Augenblicks, wo neben dir Schulter an Schuller dein Blutsbruder, der deutsche Arbeiter, marschiert. Erkenne, daß dies die Krönung des gigantischen Werkes unseres Führers Adolf Hitler ist, daß er Mann zu Mann und Gruppe zu Gruppe brachte und aus den Parteien, Ständen und Klaffen wieder ein Volk schuf, das sich zu den ewigen Quellen seines Blutes und feiner Rasse zurückfand. Erkenne, du deutscher Bürger, daß der deutsche Arbeiter heute als ein Suchender in die Gemeinschaft seines Volkes zurückkehrt, daß ihn nichts mehr trennt von dir, daß er in dir nicht den „Bourgeois" und „Unterdrücker" erblickt, sondern nur den Volks- und Schicksalsgenossen. Heute gilt es mehr denn je, zusammenzustehen, einer für den andern und gemeinsam das Fundament zu bauen, auf dem ein Volk leben kann. Die Deutschen aller Stämme und Stände haben alles Trennende und Gegensätzliche beseitigt und reichen sich die Hände zur gemeinsamen Arbeit am Wiederaufbau unseres Volkes und Staates zur nationalen Arbeit! Taten nir Freitag, 28. April. 1799: Rastatter Gesandtenmord. — 1853: Der Dichter Ludwig Tieck in Berlin gest. — 1896: Der Geschichtsschreiber Heinrich o. Treitschke in Berlin gestorben. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Stadttheater: 20 bis nach 22.30 Uhr, „Liselott".' — VfB. 08, 20.30 Uhr, Vereinsheim, außerordentliche Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn die Liebe Mode macht". — Astoria-Licht- piele, Seltersweg: „Schritt und Tritt". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abend Erstaufführung der Operette „Liselott", Operette in 6 Bildern von R. Keßler, Musik von Eduard Künnecke. Spielleitung hat Paul W r e d e, musikalische Leitung Kapellmeister Fritz E u j 6, Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung Ballettmeister Ewald B ä u l f e. Mitwirkende: Damen: Flemming in der Rolle der Liselott, Schubert-Jüngling, Wielander, Walther-Lederer; Herren: Link mann vom Reu- ßischen Theater in Gera, der jetzt in der Rolle des Hasenklein mit großem Erfolg gastierte, Dielen, Eggemann, Fassott, Fierment, Geiger, Hamel, Hey- ser, Kühne, Michel, Dolck, Wahlen, Wrede. Die Erstaufführung ist die 28. Vorstellung im Freitag- Abonnement. Operettenpreise. Spieldauer von 20 bis nach 22.30 Uhr. — Eine Wiederholung des köstlichen Schwankes: „Hasenklein kann nichts dafür" von Mahner Mons mit Ludwig Sin f mann vom Reußifchen Theater in Gera als Gast in der Titelrolle des Schneidermeisters Titus Hasenklein als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen. Spieldauer von 19 bis 21.15 Uhr. Prof. Or. Rud. Herzog Kanzler der Landesuniversität. Von der Pressestelle der älniversität Gießen wird mitgeteilt: Der ordentl. Professor an unserer Landesuniversität Dr. Rudolf Herzog wurde durch das Hessische Gesamtministerium zum Kanzler der Landesuniversität ernannt. Das Kanzleramt, das an der Landesuniversität seit ihrer Gründung besteht, war seit 1. April 1888 regelmäßig mit dem Rektoramt verbunden. Die Wiederherstellung des selbständigen Kanzleramts durch das Hess. Gesamtministerium kommt einer durch den Rektor der Landesuniversität dem Herrn Staatspräsidenten vorgetragenen Anre-- gung entgegen. Mit der Ernennung ist, wie aus Darmstadt noch gemeldet wird, eine finanzielle Belastung für die Staatskasse nicht verbunden. Schulgebete im nationalen Staat. Zur Ausgestaltung des Schulgebets im Sinne der Verfügung des hessischen Ministers für Kultus und Bildungswesen geben wir auf Wunsch den Text eil iger Gebete wieder, wie sie seinerzeit von Staatsminister Frick in den thüringischen Schulen eingeführt wurden. 1. Gebet. „Herr Gott, du wollest mit starker Hand in dieser Zeiten Grauen die Heimat, das deutsche Vaterland tief in die Herzen uns bauen. ©ott, laß uns wachsen rein und groß, einst hohen Dienst es zu walten, des freien Volkes lichteres Sos in starken Händen zu halten." . 2. G e b e t „Hör an, o Herr, der Kinder Flehn, laß unsre Arbeit vorwärts gehn. Gib unseren toten Kriegern Ruh', die Witwen und Waisen tröste du. Und gib uns Deutschen wieder Kraft, Die Freiheit uns und Frieden schafft." 3. Gebet. „Vater, in deiner Allmacht Hand steht unser Volk und Vaterland. Du warst der Ahnen Stärke und Ehr', bist unsere ständige Waffe und Wehr. Drum mach' uns frei von Betrug und Senat, mach uns stark zu befreiender Tat. Gib uns des Heilandes heldischen Mut, Ehre und Freiheit sei höchstes Gut. Unser Gelübde und Sosung stets sei: Deutschland erwache, Herr, mach' uns frei!“ 4. Gebet. „Vater im Himmel, ich glaube an deine allmächtige Hand, ich glaube an Volkstum und Vaterland, ich glaube an der Ahnen Kraft und Ehr', ich glaube, du bist unsere Waffe und Wehr. Ich glaube, du strafst unseres Sandes Verrat und segnest der Heimat befreiende Tat. Deutschland erwache zur Freiheit!" 5. Gebet. „Vater stn Himmel, ich glaube^an deine Allmacht, Gerechtigkeit und Siebe. Ich glaube an mein liebes, deutsches Volk und Vaterland. Ich weiß, daß Gottlosigkeit und Vaterlandsverrat unser Volk zerreißen imb vernichten. Ich weiß, daß trotzdem in den Besten die Sehnsucht und die Kraft zur Freiheit wohnt. Ich glaube, daß diese Freiheit kommen wird durch die Siebe des Vaters im Himmel, wenn wir an unsere eigene Kraft glauben.“ Arbeiter-Lied*) Es pfeift von allen Dächern den Feierabend aus. Es ruhen die Maschinen, mir geh n müd' nach Haus. Daheim ist Not und Elend, das ist der Arbeit Sohn. Geduld, oerrat'ne Brüder, schon wanket Judas Thron. Geduld und ballt die Fäuste, sie hören nicht den Sturm, Sie hören nicht sein Brausen und nicht die Glock' vom Turm, Sie kennen nicht den Hunger und hören nicht den Schrei: Gebt Raum der deutschen Arbeit, für uns die Straße frei. Ein Hoch der deutschen Arbeit, voran die Fahne rot, das Hakenkreuz muß siegen, vom Freiheitslicht umloht. Es kämpfen deutsche Männer Für eine neue Zeit, Wir woll'n nicht ruhn noch rasten. Bis Deutschland ist befreit! Nebenbeschäftigung von Lehrkräften an Volks- und höheren Schulen verboten. Der hessische Minister für Kultus und Dil- dungswesen teilt mit: „Lehrer, die eine volle Stelle verwalten, dürfen in Zukunft nicht mehr nebenamtlich tätig sein (z. B. Privatschulen, Polizei- und Heeres- fachschulen usw.). *) Das vorstehende Sieb wirb beim Staatsakt in Darmstabt am 1. Mai gemeinsam gesungen. D. Red, 01 (Sitte 0 ,.1C@ie6.en n’ä i» sondern vor stcrs Hl OberbürMU1 {tion ZM erst in unserer. W t.ifen; soviel fei aber die Redner in erknnen mah mit ihren Krasstn in opservoller Weise , meinwohl unserer Stad Sie Reden hinterließen aber auch durch die ei ihrer größeren, über l ausreichenden ihischen Eindruck Auf d Kommunalpolitik verdei menhangc noch JuniM Mit großer Besriedic der Gesamtheit unserer ßenswerte Ernennung i Hindenburg, des ' le rund des Staatsprasi ner zu Ehrenbürgern i benennung der schönste der nationalen Führet werden. SEmSk Dos Stadthaus war der Bedeutung des Zagi der schwanweißroten F Zahne geschmückt Bor d zum Zuhörerraum des äroße Menschenmenge i legten Augenblick vor d I bereits überfüllten Zuhi Hoffnung, die auch für ging. Die große Menfck stand offensichtlich ganz r kutfamen Feier. Der Sitzungssaal war Md sonstigem Grün reich der reich war der Schm und schwarzweißrvten Ja, N an der Empore der dem Atz de; Oberbürger Seiten die Flaggen de; r öen Bildern de; Herrn f) öenburg und des fy H'iler in eindrucksvoll !• c®lUe iiefer festliche genet vtadtsahne mi Mitglieder der m rotsfraftion waren im b «Oon den übrigen L RÄfer ^r Liste d k^Fetertagstleidung. ÄS s- elretar Sari Nbh,/'9 Mischen ULvese srrW ss Äs 1 Dietz -UlÄie M°re ber J?Un9sfaa Üfche I des S5 raftion । ^sontDan q" r°mm ^ngssaai . ley jh IOb, ” »er „ ll'™,rbnM’«i'n9cn«m . ’ -i°h Pin J* un k ~ r? ei|4o r TiL Sehr n« 0enbc Ä $s jst ^hrte Jti| j’^er des"? ,e’.unb dn> HM fg?lefer 2{f WjSJ ichD ■ die JM starker Hand 'Der Schluß der Sitzung. :e Liedes gemeinsam gesungen. Vortragende Sehr geehrte Mit, des Stadtrates! Dterlanb en. : und groß, ilten, Los L* d«r städtischen Behörden sollte das Bekenntnis der engen Verbundenheit unserer städtischen Beamtenschaft mit der neuen Stadtratsocrtretung der Bür- aerschaft, sowie den Willen und das Bekenntnis iur freudigen Zusammenarbeit aus Grund der hohen Wiederaufbauziele der Mehrheit des Stadtrats zum Ausdruck bringen. r Flehn, gehn, i Ruh', röste du. eder Kraft, den schafft.' j)anb anb. und Ehr', mb Wehr. Betrug unb Berral, )er Tot. difchen Mut, stes Gut. ) stets fei: , , mach uns sretl Damit war die Tagesordnung der ösfentt yrer Sitzung erledigt. Während die sozialdemo' sn 0 schen Etadtratsmitglieder den Sitzungssa-'ichichtc liehen, brachte der nationalsozialistische-. Dals- tionsführer ein im Stadtrat und bei bei Zuhörermenge mit Begeisterung ausgeniner 2In- dreimaliges Sieg-Heil a urer i. R. Volkskonzler Adolf Hitler „Ist das schließend wurde der erste Vers des Ho»r Heilige Liedes, sodann der erste Vers des D Kritik an »kn Staat ^et; im Sinne der eis für Kultus und . Wunsch btn Text inerzeit von Staats- tischen Schulen ein. htige Hand, id Vaterland, staft und Ehr , Basse und Wehr, re« Landes Verrat reienbt Tat. sreiheit!" Hierauf folgten die Reden der Herren Referendar Hahn und Rechtsanwalt Zimmer, über die wir morgen früh berichten werden. Die Ernennung von Ehrenbürgern. Der Führer der Rationalsozialistischen Stadt- ratsfraklion, Etadtralsmi:glicd Hahn, beantragte hieraus, als äußeres Zeichen der Ehrung und des Dankes die Herren Generalfcldmarscholl Reichspräsident von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler. Staatspräsident Professor Dr. Werner zu Ehrenbürgern der Stadt Gießen zu ernennen. Oberbürgermeister Dr. Keller machte die Mitteilung, daß die SiadtratSmitglic- der der SPD. erklärt hätten, sie würden sich bei der Entscheidung über diesen Antrag und über den nächsten Punkt der Tagesordnung (Umbenennung von Straßen) der Stimme enthalten. Bei der Abstimmung wurde der vorstehende Antrag der nationalsozialistisch n Stadtra!sfraktion bei Stimmenthaltung der SPD. einstimmig angenommen. Umbenennung von Straßen. Der nationalsozialistische Fraktionsführer beantragte weiterhin folgende Umbenennung von Straßen: Ostanlage in hitl§r - wall, Südanlage in hindenburg-wall, weslanlage in hör st Wessel, wall, Rordanlage in Werner-Wall. Diese Umbenennung der schönsten Teile der Stadt auf die Ramen der Führer des neuen nationalen Deutschlands und auf den Ramen des Dichters der RSDAP. soll gleichfalls die dankbare Verbundenheit mit der Stadt Gießen zum Ausdruck bringen. Auch diesem Antrag wurde bei Stimmenthaltung der SPD. einmütig zu- gestimmt. iueH'"' uiM'... ,ch- *n" Damit fand die geschichtlich denkwür des Ältci ihren Abschluß. -ü Urkundspersonen iu bestimmen. Der Stadtr.it ffimmie diesem Vortlage einhellig zu. Hierauf Hirst Oberbürgermeister t’r. Keller folgende eiche: keil und Gerechtigkeit, mit Hingabe, Treue und Gewissenhaftigkeit, handeln Sie bei den vielfachen wünschen, die aus dem fireife der Bürgerschaft Ihnen entgegengebracht werden, und bei den vielgestaltigen Interessen, die in einer Staöl wie Gießen Berücksichtigung erheischen, nach dem Grundsätze gerechten Ausgleichs und stets und ausschließlich unter Boran ftellung de» Gesamlwohle». Hollen Sie sich immer vor Augen, was Herr Reichskanzler Adolf Hitler am 6. April zu den Bertrefern der Presse sprach: „Die berechtigten Interessen des Individuum» müssen in Uebereinftimmung gebracht werden mit den Interessen der Gesamtheit.- Ich kann Ihnen die Pflichten eines Stadtverordneten nicht besser kennzeichnen als mit den Worten aus alter Zeit, die heute und für alle Zukunft Geltung haben: „Die erste Städteordnung, die es gibt, die preußische Städteordnung vom Jahre 1808, sagt von den Stadtverordneten: „Das Gesetz und ihre Wahl sind ihre Vollmacht, ihre lleberzeugung vom gemeinen Besten ihre Instruktion, ihr Gewissen aber die Behörde, der sie deshalb Rechenschaft zu geben haben." 3hre heute beginnende Tätigkeit gilt der Stadt Gießen, der Hauptstadt der schönen, treudeutschen Provinz Oberhessen. Cs ist eine erfreuliche Tatsache, die ich besonders hervorheben möchte, daß in der Person des Herrn Staatspräsidenten Dr. Werner ein Mann an der Spitze unseres geliebten Hessenlandes steht, der — wie jeder Oberhesse weih — ein treuer und bewährter Freund der Provinz Oberhessen ist. Er hat seine Jugend-, Schul- und Studentenzeit in unserer Stadt verbracht, hat späterhin fast ausschließlich in Oberhessen gewirkt und seine Liebe und Treue zu Oberhessen stets mit herzlicher Wärme bekundet. Die Stadt Gießen, die alte Universitätsstadt, die alte Garnisonstadt, die Stadt, in der in allen Ständen Bürgersinn und Bürgerfleiß von jeher heimisch sind, bietet ein Bildäußerst m a n n i a- faltigen kommunalen Lebens. Für diese Stadt an verantwortungsvoller Stelle zu wirken, muß für jedes Stadtratsmitglied eine Ehre und eine Freude sein! Meine sehr geehrten Mitglieder des Stadtrates! Nun bitte ich eie, an Ihre Arbeit beranzugehen mit dem Geist der Treue gegen das Deutsche Reich und der Liebe zu unserem Hessenlande und zu unserer Stadl Gießen! Ich schließe mit dem heißen Wunsche, daß Ihre Tätigteit eine segensoolle sein möge. Das walle Gott! (Bravorufe.) Oie Verpflichtung der neuen Stadtratsmitglieder wurde im Anschluß an die Rede vom Oberbürgermeister Dr. Keller in der Weise vorgenommen, daß er zunächst die Mitglieder der nationalsozialistischen Fraktion, dann die Vertreter der Liste der Vereinigten nationalen Rechten und anschließend die Vertreter der SPD. in ihr Amt einführte und verpflichtete. ll. Rieder-Ohmen, 25. April. Aus Anlaß des Geburtstages des Reichskanzlers wurde hier aus dem Schulhof unter starker Beteiligung der Bevölkerung eine junge Eiche gepflanzt und geweiht. Das Lutherlied eröffnete die Feier. Landtagsabgeordneter Hartmann sprach sodann über das Leben und Wirken des Führers Adolf Hitler. Pfarrer A11 sprach den Weihespruch, dann gedachte er in einer Ansprache der Gefallenen des Weltkrieges, ferner trug er ein Gedicht zur Regierungsübernahme Adolf Hitlers vor. Mit einem dreifachen Hell auf Reichskanzler und Vaterland beschloß er seine Ansprache. Gemeinsam wurde dann das Deutschlandlied gesungen. Im Anschluß daran sprach der RSDAP.-Ortsgruppenführer Otto Erb. Das Horst-Wessel-Lied beschloß die Feier. 2m Saale von Soll gedachte Landtagsabgeordneter Hartmann der gefallenen Kameraden im Braunhemd. Streik Schotten. * Gedern, 27. April. Dem Bericht (Nr. 94 des Gießener Anzeigers vom 22. April) über die Feier des Geburtstags des Reichskanzlers in Gedern ist nachzutragen, daß der Iungoolkmann Rudolf Gerlach nach der Weiherede von Pfarrer Saal ein Gedicht zum Vortrag brachte, bas sinnvoll aus die Hitler-Eiche Bezug nahm. * Romrod, 25. AprU. Aus Anlaß des Geburtstages des Reichskanzlers wurde am Freitag auf der Anhöhe rechts der Straße nach Eicheljachjen ein HiN erst ein errichtet und ein- geweiht. Es handelt sich um einen Findling aus unserer Gemarkung, der von Schmiedemeister Karl Bing kunstvoll behauen und mit Inschrift veriehen wurde. Zu beiden Seiten des Steines wurden Tannenbäumchen, dahinter eine Eiche gepflanzt. Ein stattlicher Fackelzug bewegte sich am Abend zum Gedenkstein. Hitler-Jugend, Frauenschaft, SA., SA.- Reserve von hier und aus Ulfa, die Arbeitsdienst- willigen. Vereine und zahlreiche Einwohner des Dorfes nahmen teil. Ein Choral eröffnete die Feier. Der Ortsgruppenleiter der NSDAP, begrüßte die Menge. Wilhelm Straub III. hielt die Weiherede. Lehrer L e h m e r hielt ebenfalls eine Ansprache, die im Rütlischwur ausklang. Bürgermeister Dechert schilderte ausführlich das Leben und Wirken des Reichskanzlers und schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Musik füllte die Pausen. Der Gesangverein verschönte die Feier mit einigen vaterländischen Liedern, der Turnverein zeigte bei Farblichtbeleuchtung zwei schöne Flaggenpyramiden. Ein Herr aus dem Arbeitsdienstlager hielt ebenfalls eine Ansprache. Das Horst-Wessel-Lied beschloß die erhebende Feier. Es ist nach dem Gesetz m.fing Aufgabe, die Mit- ■ . n nDty - -lieber bes neuen Stadtr«k s in ihr Amt einzufüh- umreit! Ieix unb burch HandsMWpd verpflichten. V r , ®icfer gebt Scbeutuna in mehr- rtfllW’ Hinsicht weit beMbrSÄ-er den Rahmen bes l°nft üblichen. Unter b j ietretär Karl Rothermel als erster Vorsitzender Siebe. 4es Beamtenausschusses bei der Stadtverwaltung deutscher Soll uno Gießen, Verwallungspraktikant Georg Wahl als ' $aterlanb. Schriftführer. Die Anwesenheit dieser vier Herren unb fBalerlanbswnat Klein-Linden, Hanau a Main, Allendorf a. d. Lumda, den 26 April 1933 •< Uott dem Allmächtige^ bat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater. Bruder, Schwager und Onkel Herrn Konrad Schmidt Eisenbahner i R. heute mittag nach kurzer Krankheit im Alter von 80 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Samstag, den 29. April, nachmittags 230 Uhr, vom Steibehause Lützelindener Straße 18 aus statt __2823 Bekanntmachung. Das neue Schuljahr beginnt für die hiesige Berufsschule am 2817D Dienstag, dem 2.2Nai 1933. Die Anmeldung der in die Berufsschule neu eintretenden Schüler und Schülerinnen hat an diesem Tage, vormittags 9 Uhr, zu erfolgen, und zwar a) für die gewerbliche Berufsschule und die Mädchenberufsschule in dem Schulhaus in der Kirchstraße; b) für die kaufmännische Berufsschule in der Allen Klinik, Liebigstraße. Berufsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1933 aus der Volksschule entlaßen worden sowie diejenigen, die aus höheren Schulen nach achtjährigem und mehr als achtjährigem Schulbesuch, aber vor vollendetem zehnten Schuljahr ausgetreten sind. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Beschäftigung stehenden Berufsschulpflichtigen ohne Rücksicht auf ihren Wohnort zum Besuch der Schule in Gießen verpflichtet sind. Für Schulpflichtige, die in ein Lehroer- hältnis treten, besteht die Schulpflicht unabhängig davon, ob sie zunächst eine Probezeit durchlaufen oder nicht. v Gießen, den 11. April 1933. Stadtschulamt. I. D.: Dr. S) e n ß. ^Bekanntmachung. ieferung von Brennstoffen (Koh- , Briketts) für den Heizabschnitts ir Finanzamt, Hauptzollamt und Unalückssagsamt Gießen wird hiermit । ausgeschrieben. Die für die ein- tststellen erforderlichen Mengen 2m Ter.jotDie die Lieferungsbedingun-I Unglück Sjer Beifügung von Rückportos neunjährige für Vordrucke bei der unter-1 Bert K a stelle bis spätestens 3. Mai 1933 bemerkt t^u erfragen. Die Angebote müssen \ in dem unterzeichneten Amte portofrei uberftteg^[0||en, äußerlich als Brennstoff- sen gefui gekennzeichnet, bis spätestens oc m £ jgjg, vormittags 10 llhr, einge= rechten Später eingehende Anfragen stange Dqeßote können nicht mehr berück- berben. 2822D bietuuf 3'nanzamt Gießen.__________ 'M 6en,cr^storia.Lichtspiele ^^Heute bis Sonntag einschl. Die beiden lustigen Vagabunden s-Patu.Patachon BB in dem entzück Ullltdrlust"lei Vermietungen Seltersweg 751 3 Zimm, mit Ball., Bad u.Telefomeotl. Kückenbenutzg., geeignet f. Büro- und Wobnzw.r fern. das. 1 eleg.möbl.Zimm. f.sof.z. verm.Anzu- sehen zwisch.10—12 und 3—5 Uhr. 02619 5djön.2 3hnm.-lDoDn. Näh. Gieß, zu oerm. Zu erfr. i. d. Gefällt. d.Gieß.Anzeig. oresi Mietgesucae 3-ZiöHD.WOhDO. nebst Küche ver sofort oder später zu mieten gesucht. Schrifll.Angeb.unt. 02622a.d.Gtetz.Anz. 2-3-Zinim.-WohD. i. Zentr. ver sof. ge- sucht.Schr.Ang.unt. 02613 an d. G. A. Anständig möbliert. Zimmer Nähe der Kliniken zu mieten gesucht. Schriitl. Ang. unt. 2818V an d G. A. Gut möbliertes Zimmer Nähe Wilhelmstraße gesucht. Schr. Ang. unt.282vv a.d.G.A. fiOlT ges.z.Verkauf l/Cll uns.Zigarr. a. Wirte u.Priv.U.dür- gvnsonLvo.,Sawb.22 Saub., tücht. junge $rouoö.Hläö®en das auch kochen kann gesucht für vorm. 8—12 Uhr zum 1.5. Näh. i. d. Geschäftsstelle d. G. A. 02628 Verkäufe Wegen Aufgabe des Haush. z. verkauf, a. Freitag, 28. Avril: 2 Küchenschränke 1 Küchentisch 1 Gasherd 02620 verschied. Küchen- gebrauchsgegenst. 1 Einkvchaovarat 1 Waschtovs usw. 1 eich. Waschbütte 1 ovaler Tisch 1 Sofa, 1 komm. Bett. Anzusehen RoMim.Slc.r9i.tzos. fürNehanschluß und Lautsprech. verkauft MarburgcrStrL6l. Schritt und TrittH Ein Film der tollsten Abenteuer M Dazu gutes Beiprogi amm ü 1 Klavier, la Instr., 1 Schrankgrammoph. m.Platteu,lalteOelge, 1 Gitarre zu verk. Zu erfr.i.d. Gefüllt. d.Gieß.Anz. 0261« Nähmasch. LiL für Mk. 38 abzug. 02626 Asterweg 44. 2 Betisiellen mit Matratzen zu verkaufen. 02617 Ederstraße 20 p. WS «TOS sehen Sie, daß Ihre Wände neue Tapeten brauchen. Zögern Sie nicht länger, denn Gesundheit und Lebensfreude hängen von Ihrem Heim ab.— Sehen Sie sich doch einmal meine vielen geschmackvollen Muster an, und außerdem ... die Tapetenpreise sind ja sehr gesenkt! 2683 A HEINRICH TOOOTHi® Brandplatz 1 | Empfehlungen | Gasherd, 4-fl., mit Backofen, Kücheneinrichtung, Waschmaschine, Handkastenwagen, Stc hielten, Vorplatzgarderobe, ver- schiedeneSchränke,Bettstellen, Tische, Stühle, Beleuchtungskörper usw. abzugeben. Zu erir. in d. Geschäftsst d.6. A. 026i6 Freibank. Freitag ab 8 Uhr 2316D ZleNvelklills. Bienenhonig feinster Qual.. Psd. 1.20 Mk.o Gl., verk. solange Vorrat .4770 Ed. Schäfer, Imker Am Nabrungsb 10 | Kaufgesuche Kleines Haus m. Gart., n. Gießen, geg.bar zu kauf. gef. Schr. Ang. U.2830D a. d.Gieß.Anzeiger. 1 f. neue Urania-Schreibmaschine, 1 Schreibtisch m.Stehlampe.1 < ebn Kassenschrank bill. z. verk. Zu erfragen ind.Ge- fchäftsft. d.G.A.o26is F ach - Striekmascbine 50/7er,sehrw.gebr., krankheitsh. sos. bill. zu verk. Schr. Ang. u.02627a.d.G.Anz. Nicht klein zu kriegen Wir führen die bekannten deutschen Marken und haben stabile, naturgemäße Kinderstiefel in jeder Preislage Zum Schulanfang: Besonders kräftige mmä Schulstiefel! ffiss Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Knr- Straße 17 erlediglalle vertrauliche Privat» u Geidiästtzanaele» genbeiten, tote Auskünfte, Beobachtungen,tLrm tteiungen. Beschallung v. Be- me smat in Strai- u. Zivilvroz streng dtskr. Svrechst.tsib 12V2U x—6Uhr «72v Canotoirtfuaft gegen bar zu kaufen gesucht, evtl. Beteiligung an Gut. Schrift!. Ang. unt. 02831V a.d.Gß. Az. Lebensmittelgeschäft zu pachten oder zu kaufen gesucht Schr.Etlangeb. unt. 02625a.d.Gieß.Anz. Welcher Liefern,, fährt gel. n. Dillenb., um ein Piano mitzun., sofortige Angebote n. entgegen ozeis Pianohandlung E. Zollinger Klaviertech. u. gepr. Konzertstimmer fließen,Seltersw.GGH. SD» OETeei ae Wndb°» °eV8^Ä\n^0X 9edoteA0 ", *■%**» ch nur a Zstigte" vüll(n L • , ist,seZ irt ihre> i sjad n» -Son vorn^ unE) i 66°rbiIlf öS lürJ'e । genonnn "- “, solche, Vorhände" 1 ^tn ihr treffenden sr 1(n Jderfofl $ct 630a2Iprili?; ist am 30- ^Qi wa! und Hartenrod - 2 Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich g< schriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlaeserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlargen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschritt „Der Naturforscher“ Hugo BermQhler Verlag • Berlin - Lichterfelde Pflanzenfett, gar. rein Tafel 24 Matjes-Heringe 3 stück 35 Limburger Käse o. Rinde..Pfund 40 Edamer Käse, voiitett Pfund 80 V819A| Filialen in allen Stadtteilen! Schweineschmalz Feines Speiseöl .. Feines Salatöl .... jede Tafel ä 100 6r. Apfelwein la ..Literflasche o.GI. 40 Niersteiner, fein. Rheinw.,t/1Ft.o.6l. 85 Kokosfett in Tafeln, 100% Fett, Pfd. 34 Moenol, Qualitäts-Kokosfett, Pfund 38 Vollmilch..... Vollmilch-Nuß Mokka ...... ... Pfund 64 Liter 80, 60 Liier 44, 40 Junge Schnittbohnen...7,0. 46, 40 Gemüse-Erbsen..........7,Dose 52 Junge Erbsen....7,Dose 92, 72, 62 Apfelmus.............7tDose 58, 48 Pflaumen, süß, mit Stein. J^Dose 48 Eine besonders feine Qualitäts- Schokolade TRUMPF Zuckerlinsen...............Pfund 16 Linsen, gutkochend.....Pfund 24, 20 Große Linsen..............Pfund 30 Extragroße Linsen........Pfund 40 Feiner Tafelreis.......Pfund 38, 30 Vollreis.................Pfund 18, 11 Bruchreis, grobkörnig......Pfund 1 1 Eier-Bandnudeln..........Pfund 35 Eier-Bruchmakkaroni.....Pfund 36 Pflaumen getrocknet, Pfd. 38, 35, 25 Or. Ludwig Äückmg,Reglerungsrat Ruth Äücking, geb.Äornmüller geben ihre Vermählung bekannt Mainz (Lastion Marfin 1), den 26. April 1933 02629 tenrod ab 6.10, Riede Wetzlar - Loll lor ab 5.33, Lollar an Dehlar an 7.03 llhr. AusflugSfahfi f Hd)i Sn der j?reisleifuna .IgtleiÜ: Alle Schwerkriegsbeschai upfahrt der i 'rflun^am 14. Ma MO'5 ium 2. Mai lPg. Pape), o: '^MMnleitern. Alle Volksgenossen, die en tonnen, werden aeb le'tung der NSDAP, an, Uns wurde heute ein prächtiger Zunge geboren Gießen, am 26. April 1933. 282'0 02623 Zur 281oA . . .p. FL 0.73 Bosenberg. . 32er St.Martiner Schloßberg, p. Ltr. 0.95 32er Lieserer Riesling .... p. Ltr. 125 Vereinen dringend empfohlen. 2816D "JA Krieger- Seltersweg 68» Alters-Verein guny 1883-1933 un L2 Hedwig Lange, geb. ploch Or. Friedrich Wilhelm Lange Samstags abends 8 (5afü i DerBesuchd.Kund- gebung der Kriegerkameradschaft „Haina" a. Sonntag, den 30. 4. 33 vorm. 107« Uhr im CafäLeibwird sämt- 31er Steinbergei-, Naturwein der Preuß.Weinbaudomäne p. Fl. 0.90 Söhnlein Sonder Cjj^ee o. St... Ein Bow’ien-RezeilrBÜchleiui erhalten Sie gerne gratis! Mediizinal-Drogerie Stadttheater Gießen. iiuD Freitag, 28. Avril ( 20 bis nach 22.80 28 Tsreitag-Abomt. ,, Overettenvr. j Zum ersten Mall 1 Lis elo 1 t Operette :n 6 Bildern von Eduard >7ün-tecke. Maibowle empfehle ans eigener Kellereij 31er Pfaffenschwabenheimer Für die zahlreichen Aufmertsamkeiten zu unserer goldenen Hochzeit banken wl herzlichst Christian Grün und Frau Lollar, 27 April 1933. ÜBiloioBtn-Bertln Svaziergang nach Wetzlar Samstag, 29. April Abfahrt: Bahnhof 14.10 Uhr. o262i Haus IHindenburg Gießen Sonntag, 30. April, vorm. 10l,2 Uhr, findet im Cafö Leib e. ?roße Kundgebung erKriegerkamerad- schast Hassia u. ihres Berb.d.Kriegsbesch. und Kriegshmterbl. für Oberhessen mit Vortrag über Per» sorgung «.Versicherung statt.All unsere Kameraden sowie d. der hies. Militär« u. Regiments-Vereine u. alle Kriegsopfer werden dazu kameradschaftlich eingela- den.Eintr.frei. rs2«v Obstsekt „Holler Gold“ m. St .... ISO , Erinner alten Air v. Alterst. Freundu.Tl ebenf. <;er öie Wahrnehlr bimsten dun ;nfi,ö.cr »oiialoerfi °° machtigt. 1 Arbeiter, Witwen, $ßa M-L ®ir fin s ' oer m'J0;13 ^hr, <- stLtzs «U88e6e WammtSS D Icfung über „Das Wesen des Menschen". Schmied- Kowarzik war 1921 bis 1927 ordcntl. Professor an der Universität Dorpat, 1927 bis 1933 Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in Frankfurt a. M. und ist im vorigen Jahre von Minister Grimme in den einstweiligen Ruhestand verseht worden. ** Die Dienststunden des Polizei- amts für den Publikumsverkehr ab 1. Mai sind, wie das Polizeiamt Gießen uns mitteilt, von 7% bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr. Samstags von 7% bis 12 Uhr. Für Samstag nachmittags ist in der Zeit von 16% bis 17% Uhr ein Eildienst eingeführt, bet dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. •* Das Offenhalten der Friseur- läben am 30 April. Das Polizeiamt Gießen teilt mit: Arn Sonntag, 30 April, dürfen die Friseurgeschäfte in der Zeit von 9 bis 12 Uhr olfengehalten und Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden. *• Fichten-Schmuckreisig f ü r den 1. M a i. In einer Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen Anzeigenteil wird darauf aufmerksam gemacht, daß Fichten-Schmuckreisig für die Feier des Tages der nationalen Arbeit am morgigen Samstag, 14 Uhr, im Hofe des Gymnasiums zum Preise von 20 Pfennig pro Welle zu haben ist. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. " Die neue Pestalozzischule wird noch nicht bezogen. Wie wir von dem Stadtschulamt erfahren, kann die neue Pestalozzischule noch nicht bezogen werden. Alle Kinder müssen im neuen Schuljahr in ihren seitherigen Schulen, die ABC-Schühen in den Schulen erscheinen, für die sie angemeldet worden sind. Für die ABC-Schühen beginnt der Unterricht um 9.45 Uhr. ** Gleichschaltung in der Gießener Friseur-Innung. In einer Versammlung der Friseur-Innung Gießen, die in Gegenwart von Herrn S o l d a n als Beauftragten des kommissarischen Vorsitzenden der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen und des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes stattfand, wurde die Gleichschaltung des Vorstandes der Friseur-Innung Gießen oorgenom- men. Nachdem Herr Soldan über die Sachlage gesprochen und die natürlichen Folgerungen für die Innung aus dem politischen Umschwung dargelegt hatte, wurde an Stelle des von seinen Aemtern freiwillig zurückgetretenen bisherigen Vorstandes folgender neuer Vorstand gebildet. Jakob Schäfer, 1. Vorsitzender, Fritz Reich, 2. Vorsitzender, Friedrich Lotz, Rechner, Oskar Schön, Schriftführer, Paul Sauer, Beisitzer. “* SA.-Ka pelle konzertiert in der Rervenklinik. Am vorigen Sonntag wurde den Patienten und den Angestellten der Universi- ttäts-Rervenklinil von der SA.-Kapclle Gießen sreundlicherweise ein sehr gut gelungenes Konzert gegeben, das bei allen Beteiligten, zu denen auch viele Besucher der Klinik gehörten, lebhaften Anllang gefunden hat. ** Der Po st verein 1906 veranstaltet am Sonntag, 30. April, 20 Uhr, im Cafe Leib ein Wohltatigkeits'onzert zugunsten verwaister Töchter ehemaliger Postbeamten. Das Konzert wird von der Kapelle Schleuse ausgesührt. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. Das Urteil im Darmstädter Volks bankprozeß. WER. Darmstadt, 27. April. 3m Darmstädter Doltsbank- P,r o z e ß wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Cs wurden verurteilt: der bisherige Direktor Becker zu einem 3ahr sieben Monaten Gefängnis und 850 Mk. Geldstrafe, der bisherige Direktor Habicht zu drei Monaten Gefängnis und 320 Mk. Geldstrafe, der Auslichtsratsvorsitzende Rohl zu acht Monaten Gefängnis und 2400 Mk. Geldstrafe. Weiter erhielten: der Direktor der Handroerker-Zentral- genossenschaft P a e ch an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat 300 Mark Geldstrafe und außerdem noch 300 Mk. als Geldstrafe: Glasermeister Werner an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat eine Geldststrafe von 300 Mk. und außerdem noch 245 Mk. als Geldstrafe: Oberrechnungsrat Emmerich an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von cinetn Monat 300 Mk. Geldstrafe und außerdem noch 245 Mk. als Geldstrafe, Kaufmann Wilhelm K a l b f u h an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat 300 Mk. Geldstrafe und außerdem noch 275 Mk. als Geldstrafe. Mehgermeister August Mayer an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen eine Geldstrafe von 150 Mk. und außerdem 250 Mk. als Geldstrafe, Kaufmann Theodor Schneider an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen 200 Mk. Geldstrafe und außerdem noch 350 Mk. als Geldstrafe, Malermeister Robert Klump an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 6 Wochen eine Geldstrafe von 600 Mk. und außerdem noch eine Geldstrafe von 275 Mk. Kirche und Schule. Nieder-Wöllstädtcr Konferenz. )( Kloster Arnsburg, 26. April. Unter dem Borsih von Pfarrer Lenz, Gießen, sand hier die Jahrestagung der Rieder- Wöllstädter Konferenz statt. Rach der Begrüßung durch den Leiter und dem Gedenken an ein verstorbenes Mitglied, Psr. Fresenius-Liß- berg, hielt Psr. C ß l i n g e r, Auerbach, einen Bortrag über die prophetische und apokalyptische Betrachtungsweise der Heiligen Schrift. Insbesondere forderte der Redner gerade, für unsere Zeit den prophetischen Dienst der Kirche uird ihrer Diener. Am Abend sührte Psarrer K öd ding in interessanten Ausführungen in die Geschichte des Klosters Arnsburg ein. Psarrer Hill, Dalsheim, schloß mit einer Andacht. Arn folgenden Dormittag sprach nach einer Andacht von Reallehrer Deggau Pfarrer i.D. Lic. 3 ä g e r, Giehen, über die Frage: „3st das Alle Testament ein 3udenbuch oder Heilige Schrift für die christliche Kirche?" Die Kritik an dem Alten Testament, so führte der Dortragende aus, sei so alt wie die Uebernahine des ÖHtc* Testaments in die Bibel. Luther urteilte, das Alte Testament sei Gottes Wort, soweit es Christus treibe. Auch heute sei die Kritik am Alten Testament wieder sehr groß. Demgegenüber sei der Ernst solcher Kritik anzuertennen. Dagegen müsse betont werden, daß das Alte Testament für uns deutsche Christen Offenbarung sei, weil wir Christen sind. 3udentum und Altes Testament feien nicht gleichzusehen, die Offenbarung Gottes habe sich häufig im Kampf mit dem jüdischen Dolk vollzogen. Altes Testament sei beides zugleich, Judenbuch und heiliges Buch Golt s Was Christus im Alten Testament treibe, darauf könne man nicht verzichten. Die Christenheit stehe in Liebe und Ehrfurcht, aber auch in christlicher Freiheit dem Alten Testament gegenüber- Das Reue Testament sei ohne das Alte Testament nicht zu verstehen. Ohne Beziehung auf Christus gelesen, sei das Alte Testament 3udenbuch, auf Christus hingedeutet bleibe es das Wort Gttes. Die Dorträge wurden beifällig ausgenommen und lösten eine rege Aussprache aus. Die nach alter ileberfieferung abgehaltene M i ssionstagung war sehr gut besucht. Missionar Welsch sprach über die großen Erfolge der Missivnsarbcit in Reu-Guinea. Der Leiter, Pfarrer K ö d d i n g, Cberstadt, wies an Hand von alten Schriftstücken auf die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in den Gemeinden der ilmgegenö aufgekommene und seitdem reichgesegnete Missionsarbeit des Arns- ^urger-Missionskreises hin. Wettervoraussage. Flache Störungsausläufer des britischen Tiefs haben sich über West- und Süddeutschland ausgebreitet und bedingen wechselhafte Luftzufuhr. Teils wärmere, teils etwas kühlere Lust flieht zu, so daß dadurch Anregung zu vorübergehendem Bewölkungsauszug und zeitweise auch zu etwas Regen gegeben wird, der mitunter ge- toitterfjaften Charakter annimmt. Auch die Temperaturen verhalten sich etwas schwankend. Im wesenll.chen bleibt aber das milde und vorwiegend freundliche Wetter erhalten. Aussichten für Samstag: Teils wechselnd wolkig, teils aufheiternd, im ganzen mild, doch etwas schwankende Temperaturen, vereinzelt auch etwas Regen. Aussichten für Sonntag: Fortdauer des wechselhaften und milden Wetters mit Neigung zu Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 27. April mittags: 17,8 Gr. Celsius, abends: 8,8 Grad: am 28 April morgens: 6,2 Grad. Maximum 18,0 Grad, Minimum 1,5 Gr. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. April abends: 18,1 Grad, am 28. April morgens: 9,9 Gr. Celsius. — Sonnenscheindauer 114 Stunde. Lprcchstundcn Der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloßen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten. Bei nervösen Schmerzen, Kopfschmerzen, gichtischen und rheumatischen Schmerzen haben sich Togal-Tablelten hervorragend bc währt-DieWirkung tritt unmittelbar ein, keine schädlichen Rebenloir- tungen. Ein Versuch überzeugt! In allen Aootbeken Mk- 1.29. 12,6 Lith., 0,46 Chin., 74,3 Acid. acet, ealic. ..qnOaO ofiefli MWl muller betonnt ..April 1933 Wge geboren heim lange klufmerisamkeM^ zochzesi banke» ^rünunb^dü 33. 0JM3 ellheiwer ^0^3 atnrweiDd%(i$O udom^e p 0<6 hloßberg-P-^ ing ■ •; P. 12» old“®-8** " I iyee o-»;. 'fet° ,l.Dr»«er 0^5 ÄstaK !^LW e Erteilung von Privatunterricht ist gründ« ch nur nicht angestellten und nicht voll- * jftiglen Lehrern gestattet ist ferner allen Lehrern untersagt, Schüler s Pensionäre in ihren Haushalt aufzunehmen. Ausgenommen find nahe Derwandte. Don vorstehender Derfügung find Lehrer als Chordirigenten und Organisten insoweit ausgenommen, als für sie kein gleichwertiger Ersatz vorhanden ist: solche Fälle sind von den be» treffenden Lehrern ihrer vorgesetzten Behörde anzumelden. Die Direktoren, Schulleiter und Schulräte sind für die genaue Durchführung der Bestimmungen verantwortlich" Der Grünschmuck rm Feiertag der nationalen Arbeit. Das Polizeiamt Gießen teilt uns mit: Der Straßenhandel mit Grünschmuck ist am 3 0. April während des ganzen Tages und am 1. M a i während der Morgenstunden z u g e l a s s e n. Gleichzeitig wird die Beschäf- tigung von Arbeitnehmern bei Herstellung, Anbringung und Berkaus von Grünschmuck im Gewerbebetrieb i. S. des § 105 b Absatz 1 und 2 der R. G. O. für den 3 0. April bis zu höchstens 6 Stunden, und für den 1. M a i für die Morgenstunden gestattet. Der Postdienst am 30. April und 1. Mai. Vom Postamt Gießen wird uns mitgeteilt: Am Montag, 1. Mai, sind die Postschalter offen wie an Sonntagen; alle planmäßigen Zustel- lunaen fallen aus. Am Sonntag, 3 0. April, vormittags werden alle vorliegenden Sendungen im Orts- und im Landzustellbezirk abgetragen (Briefe, Gelder, Pakete, Päckchen, Nachnahmen, aber nicht Nachnahme kar » ten und Poftaufträge). Der Eisenbahnverkehr am 1. Mai. Dom Bahnhof Gießen erhalten wir folgende Mitteilung: Am 1. M a i als gesetzlicher Feiertag verkehren die Reisezüge allgemein, wie an Sonn- und Feiertagen. Außerdem verkehren am 1. Mai noch folgende Züge: Bad - Rauheim — Frankfurt a. M. : Dad-Rauheim ab 5.50, Frankfurt a. M. an 7.19 Uhr. Lang - Göns — Marburg: Lang^Söns ab 5.02, Gießen an 5.16, ab 5.26, Marburg an 6.11 Uhr. Marburg - Gießen: Marburg ab 6.51, Gießen an 7.36 Uhr. Weilburg — Wetzlar — Weilburg: Weilburg ab 6.21, Wetzlar an 7.00 H&r; Wetzlar ab 7.06, Weilburg an 7.39. Grävenwiesbach — Wetzlar: Gräven- tv'esbach ab 6.08, Wetzlar an 7.08 Uhr. Hartenrod — R i e d e r w a l g e r n : Hartenrod ab 6.10, Ricderwalgern an 6.59 Uhr. Wetzlar — Lollar — Wetzlar: Wetzlar ab 5.33, Lollar an 6.14 Uhr; Lollar ab 6.20, Wetzlar an 7.03 Uhr. Ausflugsfahrt für Schwerkriegsbeschädigte. jm der Kreisleitung der NSDAP, wird uns tgeteilt: Alle Schwerkriegsbeschädigten, die an der Aus- ugsfaljrt der NS. -Krtegsopferver- f.-raung am 14. M a i teilnehmen wollen, mel- 'U sich bis zum 2. Mai aus der Kreisleitung der LDAP. (Pg. Pape), oder bei den zuständigen Ortsgruppenleitern. Alle Volksgenossen, die Autos zur Verfügung stellen können, werden gebeten, diese bei der Kreisleitung der NSDAP, anzumelden. Die Wahrnehmung der sozialen Zntereffen durch die NSDAP. Von der Kreisleitung der NSDAP., Abteilung Arbeitsrecht und Sozialversicherung, wird uns mit- geteilt: Durch Verfügung der Reichsregierung wurden unsere Vertreter i in Arbeitsrecht und in der Sozialversicherung prozehbe« B o 11 m ä d) t i g t. Arbeiter, Witwen, Waisen, Rentner usw. wollt ihr in eurem eigenen Interesse bei einer Vertretung erfolgreich bestehen, dann gibt es für euch nur eine Möglichkeit, die „Nationalsozialistischen Körperschaften" aufzusuchen. Wir fragen euch nicht nach eurer seitherigen ober jetzigen politischen Einstellung, wir sehen in euch nur den hilfsbedürftigen deutschen Volksgenossen. Wir sind Sozialisten der Tat. Geschäftsstelle:' Gießen, Löberstraße 9. Der Straßenbahnverkehr nach dem Neuen Friedhof. Ab 1- Mai bis 1. Dezember verkehren die Straßenbahnwagen nach dem Reuen Friedhof jeweils wieder Mittwochs, Samstags und 6onn- 1c.gs, und zwar fährt der erste Wagen ab Marktplatz 13 07 Uhr, der letzte Wagen ab Rcuer Friedhof 18.13 Uhr, Sonntags ab 11.00 Uhr: der Derkehr ist viertelstündlich eingerichtet. Außerhalb dieser Zeit fahren die Wagen nach Bedarf bis zum Reuen Friedhof. Freiwilliger Zusammenschluß im Milch- versorgungSgebiet Gießen. Der hessische Staatskornmisfar für Landwirtschaft, Dr. Wagner, hat acstern in der amt- lieben .Darmstädter Zeitung folgende Bekanntmachung erlassen: Aus Antrag des Derbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften wurde das Verfahren zur Durchführung eines Zusammenschlusses im Sinne des ß 38 des Milchgesehes vom 31. Juli 1930 eingeleitet. Da nach gesetzlicher Dorschrift der Bildung eines Zwangszusammenfchlusses die Aufforderung an die zusammenzuschliehenden Betriebe vorausgehen muß, sich innerhalb einer bestimmten Frist freiwillig zusammenzuschließen, fordere ich hiermit gemäß § 81 der Hessischen Dollzugsverordnung zur Durchführung des Milchgeseyes vom 23. Dezember 1931 die zusammenzuschliehenden Betriebe auf, sich auf der Grundlage derjenigen Satzung nebst Kontingentierungsordnung freiwillig zusammenzuschließen, die auf den Bürgermeistereien der nachgenannten Gemeinden im Milcheinzugsgebiet Gießen vom 2. bis 16. Mai 1933 zur Einsichtnahme offengelegt ist. Im Kreis Gießen: Albach. Allendorf a. d. Lda., Alten-Bufeck, Annerod, Beltershain, Ders- ■ Oie Eröffnungsfeier im Gießener Giadirai. i-tiG:. i'.'i ">r Z- Blick in den festlich geschmückten Sitzungssaal des Gießener Stadtrats. Oberbürgermeister Dr. Keller (auf der Empore der Verwaltung stehend) bei feiner Ansprache an den Stad trat. Rechts vom Oberbürgermeister der kommissarische Beigeordnete Rechtsanwalt Luley im braunen Ehrenkleid, daneben Bürgermeister Dr. Seid; links vom Oberbürgermeister Bürgermeister Dr. Hamm. Im Saale, vom Oberbürgermeister aus gesehen rechts, die Mitglieder der nationalsozialistischen Stadtratsfraktion, in der Mitte die Vertreter der Lifte „Vereinigte Nationale Rechte", vom Oberbürgermeister aus gesehen links die Sitze der SPD., von deren Vertretern einer im Bild sichtbar ist. Aufnahme von Photo-Pfaff, Gießen. rod, Beuern, Birklar, Saubringen, Dorf-Gill, Eberstadt, Geilshausen, Gießen, Göbelnrod, Gr.- Buseck, Grohen-Linden, Grüningcn, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern, Lich, Londorf, Lumda, Muschenheim, Odenhausen, Rcinhardshain, Reiskirchen, Rödgen, Rüddingshausen, Ruttershausen, Stangenrod, Staufenberg, Steinbach, Treis a. d. Lda., Trohe, Utphe, Watzenborn-Steinberg, Weiters- Hain, Wieseck, Winnerod. Im Kreis Alsfeld: Atzenhain, Bersfeld, Burg-Gemünden, Lehnheim, Ottersbach. Im Kreis Marburg: Rordeck, Winnen. Falls mir bis zum 22. Mai 1933 keine Mitteilung der Landwirtschaftskammer für Hessen zugeht, daß der freiwillige Zusammenschluß zustande gekommen ist, sehe ich die Bildung des milchwirtschaftlichen Zusammenschlusses auf freiwilliger Grundlage als gescheitert an. 3 Jahre Gas-Vereinigung Gießen. Die Gießener Gas-Vereinigung hielt — wie man uns berichtet — dieser Tage im alten Stadthaus ihre Jahresversammlung ab. Nach einleitenden Be grüßungsworten widmete der Vorsitzende Dr. Goe - res dem im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglied Installationsmeister Emil Dörr einen ehrenvollen Nachruf In dem von dem Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht wird zunächst die nationale Regierung unter Führung des Reichskanzlers Adolf Hitler begrüßt, die eine nationale und sittliche Erneuerung des deutschen Volkes und die so sehr ersehnte Wirtschasts- belebung gewährleistet. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die Gießener Gas-Vereiniguna, die 21 Mitgliedsfirmen umfaßt, trotz der ungünstigen Wirtschaftslage im abgelaufenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet hat und stets bestrebt war, in Wort und Schrift, in öffentlichen Veranstaltungen und Ausstellungen das Publikum auf die Verwendung der modernen Gasgeräte hinzuweifen, die in bezug auf Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit dem heutigen Stande der Technik angepaßt sind und größte Sauberkeit sowie außerordentliche Verbesserung der hyginischen Verhältnisse mit sich bringen. Die in Fach- und Monatszeitschriften, in der Tagespresse und im Gießener Adreßbuch aufgeführte Mitgliederliste der Gas-Vereinigung soll dem Interessenten eine fachmännische Beratung vor Anschaffung der Gasgeräte empfehlen. Großen Anklang und guten Besuch fanden auch die im Juni vorigen Jahres veranstalteten Hausfrauen- Abende mit künstlerischem Unterhaltungsteil, in denen die neuzeitliche Haushaltsführung mit Gas und den zweckmäßigen Gasgeräten eingehend erläutert wurden. In der von der Hausfraucn-Berakung im November durchgeführten Weihnachts-Ausstellung und in der vom hiesigen Derkehrsverein im März d. I. veranstalteten Ausstellung „Stadt und Land" war die Gas-Vereinigung ebenfalls mit den neuesten Gasgeräten, die der Hausfrau zur Arbeitserleichterung Dienen, vertreten. Insbesondere wird u a. in dem Geschäftsbericht die verständnisvolle Mitarbeit der hiesigen Tagespresse gewürdigt. Der anschließende Kassenbericht und Prüfung der Kasse durch die Kassenprüfer ergab einwandfreie und zufriedenstellende Kassenführung, der seitherige niedrige Beitrag konnte auch für )iis nächste Geschäftsjahr belassen werden. Nach der erteilten Entlastung des Vorstandes nahm die Versammlung die neue Aemterbesetzung vor. Der Vorstand setzt sich für das laufende Geschäftsjahr zusammen aus: Vorsitzender: Dr. E. Ooeres; Schriftführer: Installationsmeister Hch. Lich; Kassenwart: Edg. Bor r mann; Beisitzer: I. B. Häuser, Installationsmeister C. Herling und Betriebsinspektor W. Steckenmesser Stadt- baudirektor Braubach und Installationsmeister R. Rüdiger sicherten ihre Mitarbeit, insbesondere im Werbeausschuh, zu. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurden die zukünftigen Werbemaßnahmen besprochen. Oberster Grundsatz der Werbung soll sein: Zweckmäßigkeit mit einfachen Mitteln. Von kostspieliger Reklame soll auch dieses Jahr abgesehen werden, jedoch soll die Einzelwerbung gefördert werden. In Zusammenhang mit dem wirtschaftlich wie auch politisch erfolgten Umschwung erläuterte Fr. I. Heyd die Bedeutung des Kampfbundes zur Erhaltung des gewerblichen Mittelstandes der NSDAP. Im Anschluß an seine Ausführungen betonte er das entgegenkommende Verhalten des Direktors Braubach vom Städtischen Gas- und Wasierwerk, der stets Handwerk und Handel unterstützte. Nach Türmer Verhandlung interner Angelegenheiten schloß der Vorsitzende Die Jahresversammlung mit Dem Hin- weis einer weiteren ersprießlichen Zusammenarbeit, die zum Nutzen jedes Einzelnen, zum Nutzen aber auch der Allgemeinheit führen soll. • * Antrittsvorlesung Man schreibt uns: Am Dienstag, 2. Mai, 11 bis 12 Uhr, hält Privatdozent Dr. Walther Schmied-Ko- * warzik in der Kleinen Aula seine Antrittsvor- 2838 A Denken Sie an Schuhhaus Giefeen Bahobolslr. 30 Benötigen Sie Schuhe? 2851 A Fichtenschmuckreisig. Zur Ausschmückung der Häuser am 1. Mai werden 60C Dellen Alchtenfchmuck- reisig 2835C Samstag, den 29. April, 14 Uhr, im Hofe des Gymnasiums zum Preise von 20 Rpf. je Welle abgegeben. Gießen, den 27. April 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Dr, Seid. | Mietgesuche | 5- oi. B-Zimm John, mit Bad, nichtPart., Der 1. Juli z. miet, gesucht Schriftliche Angeb. unt. 02567 a. d. Gieß Anzeiger, imimiiiiiiiimiifiiiiiiiiiiiiii 8Lk! Das werden Sie besonders zu schätzen wissen, wenn Sie uns Ihre Photoarbeiten bringen. Bis 10 Uhr gebrachte Platten und Filme sind bis 2 Uhr entwickelt und bis 6 Uhr kopiert. Unsere Laboranten sind erfahrene Fachleute, die auch Sie zufrieden stellen werden. Preiswerte Frtihjalirs-Angebole 0.95 0.65 Größe 4-6 Mk. 1.25 1.90 Hermanns & Froitzheim Seltersweg 27 2829 A 0.35 0.50 Herren - Hosen oder Jacken, echt ägypt. Mako, weiß, Gr. 4—6, Mk. Herren- Hemdhosen echt Mako, fein gestrickt. o.Arm, Knieform,2.Wahl. Kind.-Kniestrümpfe meliert, mit gemustertem Gummirand, krält. Qual., fl /IC Größe 3. . Mk. U etU Jede weitere Gr. 0.05 Steigerung ■ Kinder-Blusen mit Gummizug u. langem Arm. por. PopelinequaL. 4 Efi Größe 1, f. 2-ö Jahre. Mk. I.ÜU Jede weitere Gr.(L25 Steigerung Knaben- Schillerhemden la. Popeline, inod. Streifen und ».uster, Größe 50, für 4 QE 5Jahre Mk. LUU Jede weitere Gr.0.25 Steigerung Dainen-Schlüpfer. la Charmeuse, künstl. Seide, maschenfest, mod. Farben, Größe 42—46 Mk. Garnituren Damenhemden u.Schlüp- fer. la Kunstseidencrepe, neueste Fi iihjahrsfarbeu Größe 42—46 Mk. Ledersportgürtel solide Qualität . Mk. Herren-Fantasiesocken, mod. Must., Mk. Selbstbinder solide Qualität, schwarz u. moderne Farben, Mk. Sporthemden mit fest. Kragen, poröser Sportstofi,neueste Modern rben, bleu,beige,cr6me, 95 100 cm 1g.. reich!, weit, f) /IE Halsweite 34—46 .Mk. Z«*lu Polomützen reine Wolle, gestrickt, gr ß EE Frühjahrsmode UeUU Damen-Strümpfc künstliche Waschseide, besond. feinmaschig. Ge- ß QE webe, erprobte Qual., Mk. UeUU Damen-Pullover o. Arm. moderne Form, reine Wolle, nur beliebte 4 fiE Frühjahrsfarben Mk. I.LU Damen-Poloblusen echt ägypt.Mako, neueste Frühjahrsmuster, bleu. B QE beige, grün, weiß, */»Arm LZu mit 1 i Arm . . Mk. 2.50 Polosweater mit ‘/«Arm u.Kolikragen, ß QE einfarbig u. gestreift,Mk. U.UU Ein Fußspezialist kommt! §n iiinmunuHiiiJiiiiJUiuiiniiiiiiiiiniiiiuiiuiiiiiiiiiiimimfiuiiitnimiiHiiiiiniiiiiiiiimniii»iiiniiiiii>iBiiimunninnniuiiiiii ig 2843 A Samstag, den 29. April wird er zur kostenlosen Fußprüfung und Beratung zu Ihrer Verfügung stehen. DlScholls Fusspflege-System hat sich jahrzehntelang auf der ganzen Welt glänzend bewährt und wird auch Sie sicher von Ihren Fußbeschwerden befreien. Ä iiiiiHiNannin'nnuBiiijHini:HHiinniBa!iiaHn^iiHi!ii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiijiiiiniii;iiiiiiiiiiiiniii:iiiiiiiiiiHiiiiiiHiiiii Zu den billigsten Preisen «Mäntel ©Kleider grüßen 39-, 33.-, 32.-, 28.-, gante Verarbeitung. Gebr. imheuser am Marktplatz 28'2 A Kleider in Flamrsol, Craquele, bedruckt, ele- Praktische Mäntel in Engi. Herrenstoff, auch Frauen- Schwarze Frauen-Mäntel in vielen Stoffarten, große Weiten 40-, 32.-, Kleider in bedrucktem Maroc, flotte Form 23-, 21-, täglich neue Ware prüfen Sie bitte Jugendliche Mäntel in uni, Flausch, Bouciö, Noppen- 1 Stoffen 28.-, 21-, I / Ein entzückendes Kostüm in marine-Silber-kordel-genoppt Sonstige Preislagen 23.- 28.- 32.- Mk. 2833 A Gebr. Imheuser 91 Ho besonders auch Kränkliche, vU/lVvlIiVj zurückgebliebene und wiche mit steifen Seinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes R A S S O L XSi mengen. Verlangen Sie nut echtes tRafjol in Origmalflafchen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke (Stehen, gu haben in allen Apotheken. Einfriedigungen? 2841 A Schulstr.4 Nehmende lllllllllllllhllllllllHIIIIIIIIJIIMIIIIlllllllIhlllllllllllllllllimi nehme ich mit Bedauern zurück. 02635 Maria Linker Gießen Walltorstraße 48 reine Wolle, l/4 Arm, ent- zückende Neuheiten, für das Alter von.6 bis 8 Jahre Stück 2.95 4ibBB Verkauf Im I. Stock ModehausSalomon Etwas Besonderes für den Schulanfang! Pullover,»«-. Die Aussage gegen lllllllllllllHllllllllllillllllllliTlIllllllllllilllllllillllTlIIIIIIII Familie Friedrich, _ Wieseck,Gieß, Str., FinfMedlCrUnoren ? Lebensmittel! Kochschinken ßnc n (in zart, saftig */< Pfd. U.ZO Bier wurst */< Pfd. U.ZU Oberhess.Land'Blutu. n m 1 Oft Leberwurst l Pfd. U»1u Mettwurst, grob .. 1 Pfd. LuU Stangenlimburgcr n OL 1 Pfund U.JÖ KokosfettinTafeln,100°/0 n qq Fettgehalt U.uO Salatöl, extra fein.Liter 0.45 Mischobst 1 Pfund 0.25 Eier-Band nudeln,IPfd. 0.35 Weiße Bohnen, 1 Pfund 0.10 Linsen, klein. .1 Pfund 0.16 Edamer Köse, vollfett. n Ort 1 Pfund U.OU Schweineschmalz,IPfd. 0.63 Feinst. Flomenschmalz n IPfund U./0 Voll reis IPfund 0.11 Tafelreis 1 Pfund 0.25 Erbsen, gelb... 1 Pfund 0.17 Linsen, groß... .1 Pfund 0.25 1 Tafel Burk-Braun Vollmilch-Schokolade 125 g 0.25 Kaufhaus Karl Kerber 6. m. b. H. früher Erwege Einheitspreis G.m. b.H. Gießen • Schulstraße 11 2837 A Wohllällgkeits-KoDzert zugunsten verwaister Töchter ehern al. Postbeamten am SOJVNTAG, dem 30. April, 20 Uhr, im C'af6 Leib. Ausgeführt von der Kapelle des ehern. Musikmeisters des Res.-Inf.-Regts. 116. Herrn Schleufe. 2834D Eintritt 50 Pf. Um geneigten Zuspruch bittet der Postverein 1906. Sängergau: GieGen-Stadl n. Land LU.S.Ö. Sämtliche Gauvereine beteiligen sich tn entsprechender Form bei den Veranstaltungen am 1. Mai, dem Tag der Nationalen Arbeit. Für die Gießener Bundesvereine findet am Sonntagvormittag um 10/4 Uhr pünktlich in der Turnhalle der Schillerschule eine Massenchorprobe statt. Es ist Ehrenpflicht aller Sangesbrüder, sich restlos zu beteiligen. 28390 Gez.: Koch, Gauvorsitzender. Das in Gießen verbreitete Gerücht, daß ich meine Anwaltschaft aufgebe, ist unzutreffend Rechtsanwalt Luley -R47D Bekanntmachung. Die Gemeinden Großrechtenbach, Hörnsheim. Lützellinden und Münchholzhausen haben die am 23. März 1933 in Groß, rechtenbach stattgefundene gemeinschaftliche Nutzholzversteigerung genehmigt. 28420 Großrechtenbach, den 25. April 1933. Der Bürgermeister des Amtes Rechtenbach. Dr. Neumann. Sonnige Hiimr-Wnn. mit Bad, z. 1. Juli evtl. früh, zu mieten gesucht. Schr. Ang. u. 02631 a. d. G.A. 2MM.ll.Me ö. rul;.,vünktl. zahl. Mieter (3 Pers.), z. 1.6. oder später ges. Schrift!. Ang. unt. 02634 a. d. Gß. Az. | Verkäufe fieleßenheils- käule. 8M,d 1 BSA. Suversvorl- Motorrad. 250 ccm, letzes Modell, mit toninl. Ausrüstung 380 RM 1 ViSV-Motorrad, 250 ccm, sehr gut erhalten, 180 RM. 1 Stock-Motorrad, 300 ccm. mit komvl. Ausrüstung, fai fabrikneu (steuerfrei) 670 RM verkauft. SduardKrah Ober-Ohmen Telephon Mücke 65. Faltboot ,Zweier', gebraucht, mit allem Zubehör zu verkaufen. O264o N.Polk, Kl.-Linden Schulstraße 9. |Verschiedenes| Wer stellt dem SS- Sturmbann IV 33 Bflro-moüei gebrauchte Stühle, Lische,Schrank usw. kostenlos zur Beifügung? 02646 55.-sturmbannlf/33 Bahnhofstraße 27. Vereine Evangelischer Arbeiterverein Wir bitten unsere Mitglieder um recht zahlreiche 2868D Beteiligung an dem Fesizug am 1. Mm. Treffpkt. 2 Uhr am Rathaus. An unserer Kl 6 IdCrStOf f - AbtC 11 U ttg stets Eingang von schönen und modernen Frühjahrs- und Sommerstoffen zu erstaunlich billigen Preisen! frisch Ifüffnn’e hervorragend n rn gebrannte uUllvv o im Geschmack */< Pfund 0.75, 0.65 U.OU Allgäuer Schweizerkäse V« Pfund 0.25 Bücher Belletristik Kunstwissenschaft, Philosophie, Philologie usw schnell billigst w verkaufen. Schr. Ang. u. 02650 a. d. Gießener Anz. Kaufgesuche Gut erhaltenes Motorrad ;u lausen gesucht. Baujahr und Preisangabe unter 02641 an den Gieß. An;. Gut möbliertes Zimmer Nähe Wilhelmstraße gesucht. Schr Ang. unk28250a.d.G.A. | Vermietungen | 3-,4-,5-,fr u.7-Z.‘ Wohn. A. verm. J. Baer, Ostanlage 43 1.02642 nr.iiS Die ßukt Vornan vor Copyright by ScHei 2Z Sortierung ALÄ St den japamst «SA 8?*? t :r?!L nilcho und eine ~ dicht bewohnte ( schastsbetrieb de- die meisten Geß schlossen und mi Diele öffentlichen dachlole und 2e, lich für die vom Itoffenen Einmo nicht genau beka send Mensche kommen fein, kümmert li