Samstag, 2 8. Januar 1955 185. Jahrgang Nr.24 srübaussabe Eriche«»» tägltd), außei Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustriert, ©teRenei Familiendlötter Heimat m Bild Die Schall, Monats vezugspreis: Mit 4 ‘Beilagen ‘Hit 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zernsvrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift |üt Drahtnachrichten Hnjeiger Sieben. Postscheckkonto: Krantsrrt am Main 11686. Annahme von 3njeige Lyzeum unb einige Volksschulen in ben Vororten ihre Pforten schließen. In ben meisten Fällen hanbelt es sich aber nur um leichtere Grippeerkrankungen. — Auch in Herne würben von insgesamt 35 Schulen 24 zunächst auf eine Woche geschlossen. — In Duisburg sinb bie Grippeerkrankungen beim Personal ber Post so stark aufgetreten, baß Einschränkungen im Zustellungsbienst vorgenommen werben mußten. Sieben spanische Fischer ertrunken. Aus ber Höhe von Torre Molivos ist, wie aus Malaga gemeldet wirb, ein Fischerboot umgeschlagen. Sieben Mann ertranken. Gießener Gtadttheater. Wilhelm Lichtenberg: „2:2 unentschieden". Es fängt bannt an, bah ber große Länberfuhball- kampf zwischen Oesterreich unb Englanb durchs Rabio übertragen wirb; er geht unentschieben aus, 2:2. Dieses für bie ehemalige Donaumonarchie schmeichelhafte Resultat hat ben Verfasser, ber hier schon früher zu Wort kam, zu naheliegenden Dergleichen angeregt. Nämlich zur Klärung der Frage, ob ein Mann zwei Frauen lieben könne. Das Problem ist ziemlich alt und hat schon im Mittelalter, um nicht weiter zurückzugehen, eine verfängliche Rolle gespielt. Es gab da zum Beispiel zur Zeit der Kreuzzüge einen Grafen von Gleichen. Dem ist das auch passiert. Und es gibt ein modernes Lustspiel von Hardt, „Schirin und Gertraude" heißt es, da kann man sehen, was bei solchen Sachen herauskommt. Lichtenbergs Stück spielt nicht im Mittelalter, sondern in ber Gegenwart. Und zwar in Wien. Wien muß ein wahres Paradies für Schriftsteller sein: hier ist einer, Bob heißt er, der hat eine Villa und ein Auto und einen Chauffeur. Und eine Sekretärin hat er auch. (Marlene.) Klar, daß er sie liebt. Außerdem ist er auch noch verheiratet. Und seine Frau kommt gerade dazu, wie die beiden sich küssen. Jetzt geht es los. Die Frau, Hanna, denkt weder daran, davonzulaufen noch eine Szene zu machen. Vielmehr lädt sie das Mädchen Marlene ein, nicht nur zu bleiben, sondern sogar in die Villa überzusiedeln. Der weitere Verlauf ist einleuchtend: Bob erhält die unverhoffte Gelegenheit, Vergleiche anzustellen zwischen der Frau („mit Geist") und dem Mädchen („mit sex appeal"). Das Mädchen, erst verblüfft, fühlt sich bald heimisch. Eine dicke Freundschaft: Hanna und Marlene. Wie Schirin und Gertraude. Bob ist das ungemütlich. Verläßt das Haus und geht auf Reifen. Hanna hat aber die Schlacht schon halb gewonnen. Außerdem gibt es, um den sportlichen Charakter dieser Angelegenheit nicht aus den Augen zu verlieren, noch einen Herrn mit dem wienerischen Namen Stopperi. Das ist ein Mittelstürmer, der seinerzeit die zwei Tore gegen England geschossen hat. Nicht genug damit: er ist auch mit Bob befreundet unb in Hanna verliebt. Hanna hat ihn zurückge- wiesen, denn sie liebt ihren Gemahl. Und als sie trotzdem mit dem Sportsmann das Haus verlaßt um den heimgekebrten Bob mit Marlene allein zu fassen, hat Bob seinen Irrtum schon eingesehen unb los, und es nützt auch nicht einmal etwas, baß ber I Mittelstürmer sich, um Hanna glücklich zu machen, I zu einem heroischen Opfer bereit finbet unb Marlene heiraten will, bie er nicht ausstehen kann. Nachbem Herr Stovperl wie ein tragischer Helb ben Schauplatz verlassen hat, gelingt es ber klugen unb tüchtigen Frau Hanna, auch Marlene zu einem stürmischen Aufbruch zu bewegen, in dem sic ganz nebenbei mit sanfter Klage zur Sprache bringt, daß der Chauffeur Benno mit dem Stubenmädchen Annie in zärtlichen Beziehungen stehe. Wprauf Marlene wie von der Tarantel gefloßen emporfährt unb bie verblüfsenbe Tatsache ans Licht kommt, baß sie sich von Benno schmählich hintergangen fühlt. Nach biefem Volltreffer ist bas Gleichgewicht roieber her- gestellt, unb Hannas gefährdeter Ehestanb in neuer Liebe befestigt. ♦ So ungefähr. Eine Geschichte aus ber Stabt ber Lieber, wo man nicht nur über eine repräsentative Fußballmannschaft verfügt, wo auch bas bekannte unb ost besungene golbene Herz noch nicht ausge- ftorben ist. Diese Geschichte würbe unter ber Spielleitung von Heyser geläufig, lustig unb unterhaltsam gespielt — mit wohlabgemessenen Atempausen unb geschickt servierten Ueberrafd)unqen unb Steigerungen in Dialog unb braftifqjer Situation. Herr Löffler hatte eine gefällige unb dezente Ausstattung beigesteuert. Hauer gab den Bob, ber nicht gerade ein Zierat für das männliche Geschlecht unb für bie moberne Schriftstellerzunft ist; aticr er spielte ihn sehr nett | als ein großes Sinb, einen guten Kerl, ber sich bie unverhoffte Paschawürde ganz anders vorgestellt hat und froh ist, wenn alles wieder wird, wie es war. Maria K o ch fand in der Hanna eine ihr entschieden zusagende Partie; sie gab eine gescheite, ruhige und überlegene Frau, die weiß, was sie will, ihren Mann zu nehmen versteht und auch mit schwierigen Zwischenfällen fertig wird. * Frl. Geling: sehr niedlich als die Sekretärin Marlene, welche eigentlich Mizzi heißt; sie mimte mit genießerischer Ironie die Vamp-Rolle, die den armen Schriftsteller so sehr aus dem Gleichgewicht bringt. Herr Wrede war als treuherziger Mittelstürmer unb unglücklich ßiebenber in feinem wienerischen Element; Frl. W i e l a n b e r als sportbegeistertes Stubenmäbel am Radio und Herr M i cy e l, der polygame Chauffeur, rundeten das kleine Ensemble ab. Die Neuigkeit fand eine sehr freundliche Auf- « nähme. hth. Zeinschmecker im Zoo. Genau so wie unter den Menschen gibt es auch in der Tierwelt ausgesprochene Feinschmecker und besonders in der Gefangenschaft der Zoologischen Gäcten entwickelt sich bisweilen ein sehr wählerischer Geschmack. „Es ist erstaunlich", so führte der Direktor des Londoner Aquariums der Zoologischen Gese.lschaft, Edward G- Boule n g e r, in einem Vortrag aus, „wie manche Tiere eine ganz persönliche Vorliebe für ein oder das andere Rahrungsmittel ausbilden, das sie niemals kennen gelernt hätten, wenn sie in ihrer Heimat geblieben wären." So bereitete man, atö das erste Renntier in den Londoner Zoo kam, zu seiner Beköstigung große Mengen jenes isländischen Mcoses vor, von dem es sich daheim nährt. Aber der Reuankömmling wandte sich beleidigt davon ab und zog ihm den Klee Englands vor. Eine Schlange des Zoo entwickelte sich in der neuen Umgebung zu einer so ausgesprochenen Feinschmeckerin, daß sie ihre Mahlzeiten nur noch mit Mayonnaise verzehren wollte. Andere Schlangen weigerten sich, wilde Ratten zu fressen und begehrten zahme als Speise, während sich noch eine andere vom Schönheitssinn bei der Wahl der Speisen leiten ließ und nur weihe Ratten verzehrte. Dagegen zeigten Eidechsen eine ausiesprochene Vorliebe für prächtige Gerichte. Als besonders wählerisch in seiner Rahrung bewährt sich der Elefant. Mancher Vertreter dieser Gattung im Londoner Zoo will nicht einmal Brötchen essen, und einer von ihnen hat eine ausgesprochene Voreingenommenheit gegen Orangen, die er, wenn sie ihm von den Besuchern gereicht werden, dem Spender mit dem Rüssel höflich aurüdgibt. Tief gekränkt aber war einmal ein Elefant, als ihm eine Zwiebel zum Geschenk gemacht wurde; wütend zerstampfte er sie und schleuderte die übelriechende Masse gegen den Geber, der ihm diese Mahlzeit zugemutet hatte. Vielleicht das teuerste Abendbrot, das jemals im Zoo verabreicht wurde, leistete sich eine riesige Königskobra. Sie kam zu später Rachistunde an ihrem neuen Bestimmungsort an und wurde zu sechs gewöhnlichen Kobras in den Käfig gesperrt. Am nächsten Morgen machte man die unliebsame Entdeckung, daß der Reuling, hungrig von der Reise, seine sämtlichen Genossen verzehrt hatte. Sehr amüsant waren die Beobachtungen, die Direktor Boulengcr mit einem Schimpansen machte, den er einmal als seinen Tischgenossen mit sich in die Wohnung nahm. „Cc benahm sich während der Mahlzeit tadellos", so erzählt er, „aß nur mit Gabel und Messer und trank aus einem Glase. Er machte keinerlei Lärm und gab sich überhaupt die größte Mühr, durch gutes Benehmen zu glänzen. Aber als Der Rachtisch kam und mit ihm ein Teller mit Kirschen, seinem besonderen Lieblingsgericht, da konnte er sich nicht zurückhalten, vor Freude laut in die Hände zu klatschen. Meine Freunde und ich lachten. Aber der Asse konnte es nicht ertragen ausg.elacht zu werden; tief gekränkt schlug er die Hände vors Gesicht und weigerte sich, auch nur eine einzige Kirsche zu essen." Die jährlichen Gesamtkosten für die im Londoner Zoo verspeisten Rahrungsmittel betragen über 14 000 Mk. Es wurden verzehrt: 250 000 Bananen, 30 000 Orangen, 25 000 (Sier, 150 Tonnen Heu. 250 Tonnen Grünfutter, 750 Tonnen Pferde- und Ziegenfleisch, 60 Tonnen Fische. Am teuersten stellt sich die Ernährung der Wassertiere. Ein Seelöwe verzehrt 30 bis 40 Pfund Fische täglich und ein Pfund Fisch kostet annähernd 25 Pf. Em AilaS von 45 Pfund. Zur 200-Iahrfeier August des Stärken bringen Delhagen L Klasings Monatshefte einen besonders wertvollen, künstlerisch, wissenschaftlich und geschichtlich bedeutsamen Beitrag. In einem vielfarbig illustrierten Aufsatz entreißen sie der Vergessenheit den in der Sächsischen Landesbibliothek ruhenden „Athlas Royal, dedi£ ä sa Majeste Auguste II Roy de Fotogne et Electeur de Saxe“. Schon das Aeußere der 19 Bände von größtem Folioformat, die in rotes, reich mit Gold verziertes Maroquinleder gebunden sind, wirkt bestechend, und schlagen wir einen Band auf, was bei dem stattlichen Umfang (65:55 Zentimeter groß, 10 Zentimeter dick) und Gewicht (gegen 45 Pfund) nicht ohne Kraftanstrengung möglich ist, so gleiten unsre Finger über schwere Seide, die. in den verschiedenen Bänden von wechselnder Farbe, die Innenseite des Einbanddeckels und das Vorsatzblatt überspannt. Es folgt das Titelblatt mit Widmungstitel, das in den einzelnen Bänden zwar der gleiche Kupferstich ist, aber in verschiede- denen Farben prangt, wobei das Gold eine große Rolle spielt. Die Worte sind auf allen Titelblättern nicht gestochen, sondern geschrieben. In Amsterdam, so lesen wir in dem Aussatz Dr. Gottfried Benndorfs, ist der Atlas erschienen. Er hat 19 000 Taler gekostet und ist leider unvollendet geblieben. Gegen 1400 Karten, Ansichten, Pläne und Bildnisse, hauptsächlich holländischer und französischer, seltener italienischer, englischer und deutscher Herkunft, sind immerhin zusammengekommen. Eine Vorstellung seiner Pracht, aber auch seiner Genauigkeit geben die in Velhagen & Klasings Monatsheften roiedergegebenen Blätter. f V ■. Aus der Provinzialhauptstadt r IortbiliMgsmaKnahmen im Zugend-Aotweü Rundfunkprogramm tflmif b:e 9 Wer SWtt i °°r btm Tönung ber tarn ts zu b d-c Fi! 'S- Der t\\. '«rinne» !rl)a|tet «olchken bit «rippt. e weiter um ba> L^eurn in ihre Psor- anbelt es sich gen. - Auch i Tchulen 24 3n Duis- lim Personal schränkungcn den muhten. ifcn. ist, wie aus boot um infen. das Interesse, das die Ausstellung am Eröffnungstage gefunden hat. hat sich auch weiterhin stark erhalten. Lieder die Ausstellung der Räh- stube, die voraussichtlich am 2. Februar beginnen to;ri), werden noch nähere Angaben bekanntgegeben. Der Zeitpunkt des Beginns der Walter-Gra- rnattä-Ausstellung bleibt bestehen; die Eröffnung findet am 12. Februar statt. Au Au st der Starke. Zeitgenössisches Gemälde von L. de Siloestre. 'II.,I. "'N 3«. Areicher >Sglich 1 Jätern imul ibtR unb JUs. Dir roar. in lehin Vernach. lobesopjcr, iflenM- lvurbe, ge- auf bem ne Stelle, en unter nben. Die Reter. Der Sltallunb, e unglaub- Autos zu s r) lvurbe Mr zuerst t, bis jur t den Hän« nb mit ben n von ben 6o lonntc , auch bic ’ aus ihrem muhten er- mch Deruss- unb Doots- Strelasund r ben Fuh- er bem De» Mich ge- König, Kriegsmann, Herkules Zum 200. Todestage Augusts des Starken am -1. Februar. Don Maximilian pallanca. We Müh'. Iber als oer Teller mit isgericht, da vor Freude ine FreuM nie es nicht ief gekrankt nb weigertc zu essen- m Londoner tragen über fiAoo r°- 150 Tonnen Innen PleU Am teuersten sertiere-, 6in SÄ jnb. irkenbrinM zatshe/e rjfj). ®'”Cn nDeitraS- ahentreck" chsischen^' SUElede-r 9 Lande von M Ä »3>. '*&«'£ !«K> daS ^„ben K s allen !a$ unvoll' ff bin 3**! ^et 30; Berkaufsangestcllte 30; Kaufmännische Ange- stellte 30 (im Rahmen des Rotwerks); Drucker und Scher 30, Maler und Weißbinder 40, Elektriker 30, Zimmerer und Glaser 40, Bauschlosser und Dreher 40, (werden dem Rotwerk angeglre- dcrt); Segelflugzeugbau 30; Buchbinder 20 (wird dem Rotwerk angegliedert); Schuhmacher 10, Friseure 10, Kraftfahrer 10, Polsterer 10, Schneider 10 Gärtner und Landwirte 20, Maurer usw. 25. (im Rahmen des Rotwerks); Maschinenschlosser, Installateure, Mechaniker. Former und Dreher in Gießen 50 «wird dem Rotwerk angegliedert); Maler und Weißbinder in Heldenbergen 30; derselbe in Heldenbergen 40; Maler und Weihbinder in Garbenteich 30, Maler und Weißbinder in Watzenborn 40, Schreiner in Lauterbach 25, Maler und Weißbinder in Friedberg 35, derselbe m Friedberg 45 (werden dem Rotwerk angegliedert); Kausmännische Angestellte in Friedberg 20, Metallarbeiter in Friedberg 30, übrige Berufe m Friedberg 50, Bauhandwerker in Rieder-Flor- stadt 30, übrige Berufe 30, Bauhandwerker m Bad°Rauheim 20, Metallarbeiter 20, übrige Be« rufe 20, Bauhandwerker in Grünberg 50. Gärtner und Landwirte 50, Kaufleute und übrige Berufe 50, Angelernte in Gießen 50, Bauhandwerker in Dutzbach 20, Angestellte 15, übrige Berufe 25, (im Rahmen des Rotwerks). Menschenleben lang währenden Nöten Leibes und der Seelen in Deutschland während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Bahn brach —: auf eine Epoche der Zerstörung, des Verhungerns, der unaufhörlichen Todesjurcht folgte als verständliche Reaktion eine Epoche der Sehnsucht nach Buntheit, nach Fülle, nach Sinnönwärme — kulturhistorisch gesprochen: Deutschland tritt ein in die Zeit der Hochblüte des fülligen, k r a s t st r o tz e n - den Barock, dieses auf Wucht, Schwung, Maste gestellten Ausdrucks eines schier unbändigen Lebens- gesühls. Das geringe Volt ebenso wie die Fürsten stellten das neue Sein deutschen Friedens nach dreißig Jahren hindurch währendem Absturz und Chaos auf Freude, auf Fest, auf verschönenden Glanz. Am schnellsten begannen die Lande der albert,Nischen Wettiner, dieses seit Jahrhunderten in Sachsen regierenden Fürstenhauses, sich dank ihrer günstigen Lage im Herzen Deutschlands und dant der Rührigkeit ihrer Bevölkerung zu erholen. In der Residenzstadt Dresden erwachte ein Glanz niegesehener Art — hier allen anderen Fürstenhösen voran wurde das festliche Beispiel der Hofhaltung zu Paris und Versailles wirksam; auch die Wettiner hielten, gleich den Wittelsbachern, den Welfen, den Habsburgern und den meisten anderen deutschen Dynastien, auf Ruhm und Ansehen ihres Hauses und ihrer Residenz. nie zuvor gekannte Pracht und Festlichkeit rauschte durch Dresdens Straßen; es wechselten ritterliche Spiele mit Mummereien, feierlichen Umzügen. Feuerwerken, Tierhetzen, Wettkämpfen, prunkvolle Bauten entstanden in schneller Folge, Dresden ward zu einem Mittelpunkt italienischer und französischer Kunst in Deutschland, der Hof gab Signal und Beispiel zu einer freien, ungehemmten Lebenshaltung, die, an Fest, Kunst, Wein und Liebe verschenkt, oftmals — aus der Reaktion auf schwere Vergangenheit heraus — abglitt in Sittenlosigkeit. In diese Zeit, in diese Umwelt, in diese Einstellung zum fürstlichen Dasein hineinge- borcn wurde jener Augustder Starke, St u r = f ü r ft non Sachsen und König von P o - len, dessen rau'cherfülltem Leben nachzugehen die zweihundcrlsle Wiederkehr seines Todestages am 1. Februar berechtigten Anlatz gibt; sein Leben, Lieben und Trachten will verstanden sein aus der Erbmasse heraus, die ihm Zeit und Zeitgeist zuerteilte und die er verwaltete mit Lust und eingeborenem Trieb — wenn auch zum Schaden seines posthumen Rufes und Ruhmes Es war ein Himmelfahrtstag, jener 12. Mai alten Stiles im Jahre 1670, an dem die Kurprinzefsin Anna Sophie, die sanfte und qelehrsame Tochter des Dänenkönigs Friedrich III., ihrem Gemahl, dem Kronprinzen Johann Georg, vom Jahre 1680 ab Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen, den zweiten Sohn schenkte, der in der Taufe die Namen Friedrich August erhielt Der ältere Sohn, dereinst für die Kurwürde bestimmt, war im Jahre 1668 geboren worden. Der Vater dieser beiden Prinzen war ein höchst leichtlebiger Herr, dem energische Pfarrer immer wieder seine mannigfachen Laster, so vor allem Trunksucht und Ehebruch, vorwerfen mußten, ohne daß der hohe Herr sich durch derlei Mahnungen wesentlich beeindruckt fühlte. Neben Bacchus und Venus regierte Mars sein Dasein noch heute strahlt sein Ruhm als M i t b e - freier Wiens aus d e r Turkennot des Jahres 1683; vorher und späterhin lag er öfter Heul Spenden für die Winiernotbilfe. Q3oflber Geschäftsstelle der GießenerWin- t« r « o t h i l f e werden unS folgende neue Spenden «itgeteilt: Julius Schulze, Seltersweg 1, Karl Z wa.n g , Reustadt 39. und Robert H a a s )?achs. Inh. Georg Falkenstein, Seltersweg, ie die zweite Rate Textilwaren; Tressk Co„ Wall- ivrstraße. einen Posten Textilwaren; Haus- srauenberatung, Lindenplatz, Textilwaren unb Lebensmittel. _ 3n den letzten Wochen sind aus folgenden Orten weitere Lebensrnittel für bie Gre- hener Winternothilse abgeholt worden: ^lunerod, Dererod. Beuern. Burkhards e ben. Eberstadt, Areßen-Duseck, Oppenrod und Rödgen. 2m ganzen wurden etwa 100 Zentner Kartoffeln, 45 <5tr. vemüse, P/i Ztr. Hülsenfrüchte sowie 70 Pfund Mehl gespendet. Zar Abholung der Lebensmittel haben die Firmen Schaff st ae d t und K o n - sum-Derei'n in bereitwilligster Weise ihre Autos kostenlos zur Verfügung gestellt. Den genannten Orten, sowie allen Firmen fei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Oberdesfischer Kunftverein. ; Bom Ober Hess, sehen Kunstverein wird uns geschrieben: Mit dem morgigen Sonntag schließt die Ausstellung der graphischen Arbeiten Daniel Erciners-Iugenheim. Der anfänglich eine Woche später angesetzte Schluß der Ausstellung mußte borverleqt werden, weil die Räume in der kommenden Woche für eine Ausstellung der Rah- stube des weiblichen Freiwilligen Arbeitsdienstes zur Verfügung gestellt find. Wir empfehlen daher sehr diesen letzten Sonntag noch zur Besichtigung der Ereinerschen Arbeiten zu benutzen; I. „Prinz, ihr sollt noch Kurfürst werden!" Bis aufs Mark ausgesogen, vielfach zersrört, mit verarmter Bevölkerung gingen die deutschen Lande aus dem furchtbaren Dreißigjährigen Krieg hervor. Staunenswert ist der Elan, mit dem man allenthalben nach dem westfälischen Frieden an die Heilungen der schlimmen Schäden ging; und staunenswert der Lebensdrang, der sich nach den ein ganzes gegen die Franzosen im Feld, brach zwischendurch gern so manche Turnierlanze, focht Freundschasts» kämpfe mit dem Schlachtschwert — das waren dis Haupt • ,,Ergetzlichkeiten", mit denen Johann Georg III. sich fein Leben zu erhellen pflegte ... und viel von feiner Einstellung hat er dem zweiten Sohne hinterlassen, während der ältere, der nachmalige Kurprinz Johann Georg, in feinen Inten» fionen mehr nach seiner die Wissenschaften liebenden Mutter geschlagen war. In dieser Beziehung ist uns eine trefflich beleuchtende Anekdote erhalten geblieben. Einstmals burf» ** D i e Tätigkeit des Stadttheaters im ersten Vierteljahr seiner Jubiläumsspielzeit. Aus bem Stadttheaterbüro wird uns mitgeteilt: lieber die vom Gießener Stadttheater und seinem Ensemble im ersten Vierteljahr seiner Jubiläumsspielzeit (vom 4. Oktober dis 31. Dezember 1932) geleistete Arbeit mögen die folgenden Zahlen Aufschluß geben. In der genannten Zeit sanden insgesamt 71 Vorstellungen statt. Zur Aufführung gelangten 14 verschiedene Schau und Lustspiele, 3 Operetten und 5 sonstige Veranstaltungen (Kabarett usw.). In dieser Zeit gastierte das Gießener Ensemble achtmal auswärts (Bad-Nauheim, Marburg, Alsfeld, Lich, Wetzlar). ** Theater - Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Man schreibt uns: Die aus Anlaß der Feier des 25jährigen Bestehens des Stadttheaters Gießen in den Wandelgängen und im Foyer errichtete Theater-Ausstellung, die einen Ueberblirf über das Theater und speziell über die Arbeit des Gießener Theaters gestattete, wird nur noch bis zum 31. Januar dauern. ’• Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr geöffnet. Rieder-Wallbach, eine Gemeinderatssitzung, Hörbild. 12 Mittagskonzert 1 des Frankfurter Rundfunkorchesters. 13.30. Mittagskonzert II des Westdeutsch.n Kammerorch.sters. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17: Nachmittaaskonzert erwerbsloser Be- russmusiker. 18.25: „Unser Lieblingsthema — Theater", Gespräch zwischen Thessa Klinkhammer und Kundry Siewert. 18.50: Zeitfunk. 19.30: Seltsames Bilderbuch II: „Negergottesdienst in Haarlem". 20: von Karlsruhe: Symphoniekonzert des Badischen Landestheater-Orchesters Karlsruhe. 20.4a: Autor und Direktor, gleichsam ein Prolog „Der vier- undzwanzigste Februar" von Zacharias 22.20 bis 23.15: von London: Blasmusik der BBC- Blaskapeile. Donnerstag, 2. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berussmusi- ker 12" Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30 bis 16 30: Stunde der Iw qenb 17 Nachmittagskonzert, Kammerquartett Anny Rosenberger. 18.25: Zeitfraaen. 18.50: „Jungakademische Berufsnot und Selbsthilfe", Vortrag von Dr. Leonhard Schiffler 19 20: «Neues aus aller Welt", Vortrag von Professor Dr. Walter Se-)r- mann. 19.30: Zither und Gitarre, gespielt von tfritf Mühlhölz, München. 22: Die neuesten Schallplatten. Freitag, 3. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: Gejpruch zwischen einem Danziger Flieger und Wera von Vissing anläßlich des Werbeflugs der Danziger über Deutschland. 12: Mittag-- foniert I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittags- konzert II auf Schallplatten. 17: Nachmittagskonzert des Rundfuntorch.sters. 18.25: Aerztevortraa „Oeber nerojfe Sprachstörungen". 18.50: Um das Buch. Dorn guten und schlechten Buchtitel Unterhaltung zwischen Werner Türk und Grn|t Rohwolb 19 20. Danziger Flieger sprechen anläßlich ihrer 2eut|d)- landfahrt. 19.35: Konzert des Rundfunkorchester^ 2110- Deutsche Balladen. Sprecherin Lotte Doermr- Ueberle. 21 45: Konzert des Rundfunkorchesters. 22.45 bis 24: von Budapest: Zigeunermusik der Zigeunerkapelle Imre Magyari. Samstag, 4. Februar. 7 30 Uhr- Frühkonzert auf SchallplaUen. 10.10 ois 10 40- Schulfunk: „Wie die Chinesen leben", em Hörbild von H. W Hesse, Leitung Paul Laven. 12: Mittagskonzert I aus Schallplatten. 13.30 bis 14.40. Mittagskonzert II. 1530 bis 16 30: Lutherplatz in Worms: Platzkonzert der Hessischen Polizeikapeae Darmstadt verstärkt durch Beamte des Hessischen Polizeiamt's Worms. 16 55: Nachmittagskonzert. 18 25 Filmaufnahmen in der Arktis", Vortrag von Dr Bernhard Villinger. 18.50: Stunde der Arbeit: Wie werden die Betriebsrätewahlen durchgeführt?", Vortrag von Otto Misbach 19 30: Die großen Red- ner- IV Fichte, einführende Worte: Paul Enderling. 20: Bunter Abend. 22 45 bis 24: Nachtkonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart Rom Arbeitsamt Gießen wird uns »nitgeteilt: . Die Einrichtung von Fortbildungs- Maßnahmen im Rahmen des Jugend- R o t w e r k s nimmt in Oberhessen einen erfreu- sichen Fortgang. Bisher sind im Ganzen 4 2 Kurse f ü r insgesamt 1 243 Jugendliche eingerichtet worden, von denen der weitaus überwiegende Teil im Rahmen des Iugend-Rot- wcrks stattfindet und über die die nachfolgende Ausstellung einen Ueberblick gibt Bei dieser Auf- ftcllung ist ausfällig, daß bisher nur zwei Kurse für Gärtner und Landwirte eingerichtet werden konnten; das liegt daran, daß einige oberhes- fische Kreise in der Einrichtung des Jugend- Rotwerks leider noch im Rückstand sind. Das Arbeitsamt will gerne gerade auch K u r s e für junge Landwirte in Gemüsebau, Obstbaumpflege und Landwirtschaft im Rahmen des Rotwerks der Jugend einrichten. Die nachstehende Aufstellung gibt ferner ein schönes Zeugnis für die Bereitwilligkeit aller Kreise, der Jugend über diese Rotzeit durch sinnvolle Betätigung hmweg- zuhclfen. , Mögen die Beispiele zur Racheiferung dienen I Oie Zortbildungsmahnahmen. Kursus für: Bauschrciner in Gießen 28 Teilnehmer, Cinheitskurzschrijt 25; Maschinenschreiben ten die beiden Prinzen die Leipziger Messe besuchen und sich mancherlei einkaufen, wessen nur immer ihr Herz begehre. Damals kam der Kurprinz freudestrahlend nach Hause mit einer Menge von Büchern und mit allerlei mathematischen Instrumenten, der jüngere Bruder aber, nicht minder freudestrahlend, mit dem schönsten Gewehr, das er in ganz Leipzig hatte auftreiben können. Die hohen Eltern sahen sich die Einkäufe ihrer Sprößlinge an — die Mutter war von der Wahl des Kurprinzen entzückt, der Vater dagegen von dem Geschmack des jüngeren Sohnes, den er begeistert ans Herz drückte mit den schier prophetischen Worten: „Prinz, Ihr, Ihr sollt noch Kurfürst werde n!" Prinz Friedrich August war auch sonst von früh auf der ausgesprochene Liebling des Vaters, der ihm solch offenkundige Bevorzugung angedeihcn ließ, daß die Brüder alsbald alles andere als sich hold gesinnt waren. Sie lebten mitnichten „fein und einträchtig" miteinander, wie sich das der Prophet wünscht. Sie waren knapp anderthalb Jahrzehnte alt, als e r b i 11 e r t e Z w i e tr a ch t sie des öfteren hinriß, mit blankem Degen in der Faust aufein ouber loszugehen — solch ein bewaffneter Bruder zwist gab den Anlaß, daß man im April 1685 dem ungebärdigen Friedrich August einen eigenen Hofmeister zur Seite setzte. Zu dieser Zeit muß der Prinz schon ein „Früchtchen" gewesen fein, denn besagter Hofmeister, ein Kriegsrat von Haxthausen, sah sich ein knappes Jahr später schon genötigt, über seinen Zögling offiziell Klage zu fuhren, weil er sowohl alle Gottesfurcht vergessen, sowohl alle Lust zu den Studien verloren, als auch dank der Verlockung böser Buben allzu frühreifen Geschmack am anderen Geschlecht gewonnen habe. Allerdings kam dies andere Geschlecht schon damals dem blondlockigen, blauäugigen und lustigen Prinzen gern ent- §egen ... Jedenfalls gaben diese Klage den Anlaß azu, daß man Friedrich August schleunigst einmal aus eine „Bildungsreise" ins Ausland schickte, au! eine fast dreijährige Kavalierstour nach Frankreich, England, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Italien. Auch von dieser Kavalierstour kamen mancherlei Klagen an den väterlichen Hof —: der junge Herr zeige keinerlei Sinn für historische und politische Fragen, klagte der Hofmeister, sondern nur Interesse fürs Reiten und vor allem für das Festungswesen. Das gerade war dem Kurfürsten recht: er freute sich der lang schon erkennbaren Sehnsucht des jüngeren Sohnes, dereinst einmal ein Kriegsheld gleich Alexander dem Großen zu werden. Den Eindruck, den der Prinz auf Außenstehende machte, gibt die Pfälzerin Liselotte, des Sonnenkönigs Schwägerin, in einem ihrer berühmten Briefe folgendermaßen wieder: „Ich Ian noch nichts recht von selbigen Printzen lagen, er ist nicht hübsch von gesicht, aber doch wol! geschaffen und hatt all gutte minen, scheint auch, daß er mehr oioacitet hatt alh fein Herr Bruder, unöt ist nicht so melancolisch, allein er spricht noch gar wenig, kan also noch nicht wissen, was dahinder steckt ... und hatt nicht so viel verstandt." Von der ftaoalierstour ging der junge Prinz gleich einmal ins Feld, und zwar nahm er an der Belagerung von Mainz teil, soll sich recht unerschrocken benommen haben und erhielt jedenfalls eine leichte Blessur; im Lager zu Main,; verlor er auch einen Teil des linken Daumens, weil Sonntag, 29. Januar. 6 35 Uhr: von Hamburg: Hafentonzert. 8.15: Cho- ralblaien, veranstaltet von der Zentra.fteUe für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche Franifurt (Main). 8.30: Morgenfeier, veranstaltet von der Ev. Landeskirche Franifurt a. M. Ö.30: Stunde des Chorgesangs. 11; Stunde der Bühne: „Zu wahr, um schvn zu sein" von Bernard Shaw. 11.30: von Leipzig: Reichssendung Kantate von Joh.-seb. Bach. 12: Schiohpatz Stuttgart: Platzkonzert. 13: Mittagskonzert. 14 10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Konzert des Städtischen Kurorchchers. 18; .Hessische Charakterbilder: Heiserich Peter Sturz, ein Journalist des 18. Jahrhunderts", Vortrag von Wilhelm Michel, Darmstadt. 18.25: Vergnügliches Zwischenspiel. 18.55: „Südosteuropa als Absatzgebiet für die deutsche Wirtschaft", Vortrag von Oskar .Hiug. 19 30: Selbstanzeigen. Erik Reger spricht über fein Buch „Das wachsame Hähnchen". 19.45. Wer ist es? Literarisches Rätsel, aufgegeben von Wolfgang Weyrauch. 20: Jabuka (Das Apfelsest), Operette in drei Auszügen, Musik von Johann Strauß Montag, 30. Januar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mit tagstonzert I des Westdeutschen Kammerorchesters. 13.30: Mittagstonzert II auf Schallplatten. 15 29: „Wie sieht der Arbeitsdienst für Mädchen auf bim Lande aus?", Vortrag von Fides von der Mals- burg. 17: Nachmittagskonzert der Kapelle Carlo Ranftl. 18.25: Zum 100jährigen Bestehen der Offenbacher Technischen Lehranstalten: Eignung fürs Leben: Kunst oder Gewerbe, ein Gespräch zwischen Professor Eberhard, zwei Meisterschülern und Walter C. Hanitsch. 18.55: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 19.35: „lieber Wahrheit und Wahrscheinlichkeit der Kunstwerke", ein Gespräch von Goethe. 20: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21: II. Klavierkonzert op. 15 von Nikolai Lopatnikoff. 21.30: „Bor einer alte Photographie", Improvisationen von Paul Laven. 22: Stimmen aus Alt-Frankfurt, Erinnerungen. 22.45 bis 24: Nachtmusik auf Schallplatten. Dienstag, 31. Januar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10 40; von Königsberg: Schulfunk „Wir besuchen den Eisbrecher „Pregel". 12: Mittagskonzert 1 auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20 bis 15 50: Haufrauen-Nachmittag. 17: Freiburg: Nachmittagskonzert „Aus vergessenen Opern". 18.2;: „Was halten Sie vom zweiten Gesicht?", Vortrag von Dr. Leo Schwering, Köln. 18 50: „Der Skilauf in der Ebene, bergauf und bergab", eine praktische Lehrstunde von A. Glucker. 19.30 Mandolinenkonzert. 20.15: Bürger und Konstabler, eine bunte Stunde aus dem alten Frankfurt. 2115: Mannheim Romantische MusU, gespielt vom Philharmonischen Orchester Mannheim. 22 30 bis 24: von Hannover: Neue Unterhqltungsmusik. Mittwoch, 1. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: .Notstandsarbeiten der Gemeinde er in der Trunkenheit mit doppelt gclnbencr Büchse über den Rhein schießen wollte, wobei die Büchse prompt explodierte. Zwei Jahre später, 1691, steht er abermals am Rhein im Feld. Das muß ein lustiges Leben gewesen sein, jedensalls wird uns berichtet von einem der vielen Lagerabende: „Printz Friedrich August kam mit einem Glaß Weine auf einem Maulesel geritten und ritte um den Tisch herum, trunke es dem Feldmarschall Schöning zu, der sich dann auch auf den Esel setzte, und dann turne es an Graf Reuh und Oberst Röbel, der stattlich vexiret wurde, maßen ihn dann der Esel herunter murff und ein Glaß, welches sehr schön geschnitten, zerbrach, auch die Scherbel aus dem Arme ziehen mußte." . In diesem Kriegsjahr 1691 starb der Kurfürst Johann Georg III.; der Kurprinz übernahm als Johann Georg 1V. die Regierung. Im Jahre darauf nahm Friedrich August an dem Feldzug in den Niederlanden teil und begleitete zwischendurch seinen kurfürstlichen Bruder nach Berlin, wo er zum erstenmal öffentlich Proben seiner erstaunlichen Körperkräfte lieferte, die ihm für immer den Beinamen „der Starke" eintrugen —: fortan barg die Kunstkammer der Hohenzollern als Sehenswürdigkeit einen schweren silbernen Teller, den der Prinz wie ein Blatt Papier zusammengerollt hatte, ferner einen massiv silbernen Becher, den er derart eingedrückt, daß der darin befindliche Wein hoch zur Decke spritzte, und ein Stück Eisen, das er mit einer Hand zu einer Art Schraube gedreht. In Berlin verlobte sich der Kurfürst mit der verwitweten Markgräfin von Ansbach. Nach Hause zu- rückgekehrj, kam Prinz Friedrich August dem Beispiel seines Bruders nach —: im Januar 1693 heiratete er seine Kusine Christiane Eberhar- d i n e, Tochter des Markgrafen von Bayreuth. Es folgte ein Jahr, das zumeist mit Tummeleien auf allen möglichen Kriegsschauplätzen ausgesüllt war. Bon diesen nach Dresden zurückgekehrt, brach ein schwerer Konflikt zwischen den beiden Brüdern aus, hervorgerufen durch den Kurfürsten. Der war seiner Gattin längst untreu geworden und hatte sich glühend in eine Gräfin R o ch - l i tz verliebt. Er wollte der Geliebten das Gut Pillnitz schenken, dagegen begehrte die Kursürstin auf, was den Kurfürsten derart in Wut brachte, daß er bei einem erregten Wortwechsel mit gezücktem Degen auf seine Gattin eindrang. Lediglich dem Dazwischenspringen des Prinzen Friedrich August, der dem Bruder die Waffe entriß, sie mit bloßen Händen zerbrach, wobei er sich bös an den Fingern verletzte, war es zu verdanken, daß schweres Unglück vermieden wurde. Jetzt standen die Brüder endgültig gegeneinander wie Katze und Hund — nicht lange fcdvch. Die Gräfin Rochlitz starb kurze Zeit nach der beschriebenen Szene jählings an den Blattern. In wildem Schmerz warf sich der Kurfürst über die Leiche und küßte sie, als könne er sie so zu neuem Leben erwecken; drei Wochen später, nur wenig über 25 Jahre alt, starb auch er ... So ging die Prophezeiung des Vaters in Erfüllung: „Prinz, Ihr, Ihr sollt noch Kurfürst werden!" Friedrich August berichtet später: „Das Land jubelte, mich an die Stelle meines Bruders treten zu sehen!" Jedenfalls hieß es, wobei nicht nur der Besitzstand, sondern zugleich auch die mehr oder minder strittigen Gebietsa n s p r ü ch e mit aufgezählt wurden, vom 27. April 1694 an: „Bon Gottes Gnaden Wir Friedrich August, Her- zog zu Sachsen, Jülich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen, des heiligen Römischen Reiches Erzmarschall und Churfürst, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, auch Oder- und Niederlausitz, । Burggraf zu Magdeburg, Gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark, Ravensberg und Bardy, I Herr zu Ravenstein." (Fortsetzung folgt.) SJtXfport Sandball-LokaltreffenlWO -1846 Am kommenden Sonntag stehen sich auf dem älniversitätssportplatz die beiden 1. und 2. Mannschaften der obengenannten Vereine in Freundschaftsspielen gegenüber. Die 1. Mannschaften spielten vor 2 Zähren zusammen in der Meisterklasse im Gau Hessen der DT. Die damals ausgctragenen Spiele konnten von den Turnern gewonnen werden. In der Zwischenzeit haben sich aber die Mannschaften wieder geändert. 1903 zeigte in seinen letzten Spielen eine wesentliche Formverbesserung, während die 1846er bei den Meisterschaftsspielen durch dauernden Spielerwechsel nicht so richtig in Fahrt kamen. Aller Voraussicht nach werden beide Mannschaften in stärkster Aufstellung antreten. Wer Sieger wird, ist schwer zu sagen. Da die Mannschaften wohl gleichwertig sind, ist mit einem interessanten Spiel zu rechnen. Die Mannschaften treten wahrscheinlich in folgender Ausstellung an. Spielvereinigung 1 900: Enders Virkenstock Fischer Koch, G. Schott Otto Herbert II. Herberg Tetz Esch Depperling Horeyseck Frey I. Detter Frey II. Vogt Gerhardt Reitz Knorr Loh Dritter Kern Turn-Verein 1 8 46. Dor diesem Spiel messen die 2. Mannschaften ihre Kräfte. Aach hier dürften sich zwei ausgeglichene Mannschaften gegenüberstehen. Die Turner müssen allerdings mit Ersatz antreten. VfB. Gießen. VfB. — Botten fjorn. Die 1. Mannschaft des Fußballklubs Botten- Horn ist am Sonntag auf dem Waldsportplah des VfD. zu Gast. Das Vorspiel dieses Derbands- spieles in Bottenhorn ist noch in lebendiger Erinnerung. Den Grünweihen, die auf dem Platze der Gäste mit 6:1 Toren gewannen, ging es damals schlecht. Die Gastgeber fanden sich seinerzeit mit der ^Niederlage nicht so recht ab und es kam zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf die Grünweitzen einige Verwundete registrieren mutzlen. Für Dottenborn hatten die Dorkcmmn.sse Platzsperre usw. zur Folge. Run treten die Gäste auf dem Waldsportplah an und man erwartet einen spannenden Kampf. Gleichzeitig aber wird man wünschen, datz das Spiel in anderer Form ausgetragen wird, als es in Dottenhorn der Fall war. Für die Grünweitzen steht der zweite Platz in der Tabelle auf dem Spiel. Eine Riederlage bedeutete (nach Mwlustpunkten gerechnet) eine Versetzung auf den 6. Platz in der Tabelle. Dem werden sich die VfD.er nicht aus- setzen wollen. Es sollte den Hiesigen nicht schwer fallen, das Spiel zu gewinnen, denn die Mannschaft befindet sich gegenwärtig in einer Form, die zu Hoffnungen berechtigt. Auf den Ausgang des Spieles darf man gespannt fein. Die 2. Mannschaft tritt zum Verbandsspiel gegen Lollar in Lollar an. In Lollar wird schwer zu gewinnen sein. Dei kompletter Aufstellung sollten die Gietzmrer aber doch einen Sieg landen. Die 3. Mannschaft tritt der 2. des VfR. Duhbach gegenüber. Der Ausgang des Spieles ist nicht vorherzusagen. Die 1. Jugend wird (das steht allerdings noch nicht ganz fest) gegen die 1. Jugend von Wieseck antreten. Gpielvepeimgung 1900 Gießen. Breidenbach — 1900. Die Blauweißen müssen morgen nach Breidenbach fahren. Der Kampf gegen die Gastgeber wird nicht leicht sein. Die Breidenbacher wissen — das bewiesen sie am vergangenen Sonntag auf dem VfB.-Platz — zu kämpfen. Auf eigenem Platz sind sie unter Umständen als noch etwas besser und sicherer zu betrachten, während sich 1900 mit engeren Platzverhältnissen abzufinden hat. Es gebt um zwei wertvolle Punkte. Die Situation in der Tabelle hat sich verschärft. Eine Entscheiduntz steht bevor. 1900s 1. Mannschaft behauptet zwar die Spitze, aber nicht mehr unangefochten, nachdem durch die Bezirksbehörde das Spiel gegen Frohnhausen als Verbandsspiel und als für 1900 verloren gewertet wurde. Diese Entscheidung erscheint reichlich hart. Um so mehr hat nun die Elf Anlaß, sich in Breidenbach einen Sieg zu erringen, um das Punkte-Konto wieder auf den alten Stand zu bringen. Die Svielver- einigung wird voraussichtlich in kompletter, stärkster Aufstellung antreten. Man sollte mit einem Siege rechnen dürfen. Der Gegner ist zu überwinden. Vom Sturm wird allerdings größte Aktivität gefordert werden müssen. Die 2. Mannschaft trit auf eigenem Platze gegen den Verbandsspielgegner Ettingshausen, der in der 2. Bezirksklasse eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, an. Auf eigenem Platze sollten sich die Blauweißen einen Sieg nicht entgehen lassen. Die Dritte hat gegen Nieder-Weisel ebenfalls auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe anzutreten. Das Vorspiel wurde über Erwarten hoch verloren. Der Ausgang des bevorstehenden Spieles ist nicht vorherzusagen. Die Vierte spielt gegen ihren bekannten Gegner, die 1. Mannschaft von Krofdorf. Eishockey im Gießener Eisverein. Am kommenden Sonntag fährt die Mannschaft zum fälligen Rückspiel nach Kassel. Das Gesellschaftsspiel anläßlich der SWDEV.-Meisterschaften konnte Gießen knapp 2:1 gewinnen. Hoffentlich können die Gießener auch dort den Vorsprung halten. Da außerdem die Mannschaft deS Tennisclub „1914" Frankfurt in Kassel weilt, steht noch gegen diese Mannschaft ein zweites Spiel, in dem es für Dietzen gilt, das Ehrentor heranS- xuhvlen. Zugendwettlämpfe im Eisschnell' und Kunstlaufen. Mit einer derart grotzen Teilnehmerzahl hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Waren eS doch weit über hundert Mädels und Jungen, die sich vor allem in den jüngsten Jahrgängen beteiligten. Derständlicherweise hatten die Laufstrecken gegenüber dem Kunstlauf die größte Kennzahl. Zum Kunstlauf gehört Hebung, aber Schnellanfen kann jeder Junge, der auf die Eisbahn geht. Ergebnisse. A. Mä dchen (St. = Studienanstalt, Sch. -= Schillerschule, G. - Dymnasium). Schnellausen: 200 Meter, (10 bis 12 3.), 24 Teilnehmer: 1. Benderoth, St., 32,9 Sek.; 2. Liesel Fendt, St., 35; Wilma Engel, Sch., 38,2; 4. Tlrsula Schmidt, St., 42,6; 5. Elis. Mach, St., 44,1 Sekunden. Kunstlauf, (bi8 14 Jahre), 3 Teilnehmer: 1. Herta Hudel, St., 18,6 Punkte. Kunstlauf, (14 bis 18 Jahre), 2 Teilnehmer: Irmgard Schalch, St-, Ricka Lotze, G.. punktgleich mit 18,6 Punkten. B. Jungen (G. — Gymnasium, Rg. ■= Realgymnasium, Obr. = Oberrealschule, P. = Pesta- lozzischule, Gth. --- Goetheschule). Schnellausen: 200 Meter, (10 bis 12 3 ), 73 Teilnehmer: 1. Müller-Leutert, G., 32,5 Sek.; 2. Goß, G., 32,7; 3. Zimmer, 32,9; 4. Fiedler, P., Schaub, Rg., Janisch, P., 33,4; 5. W. Schreier, Gth., 33,5; 6. Egner, Rg., 33,8; 7. Ernst Veil, P., 34,2; 8. Walter Hau, Obr., 34,3 Sekunden. 400 Meter (bis 14 3ahre), 10 Teilnehmer: 1. E Baum, P., 1:2,7; 2. R. Sparr, Gth., 1:7,6; 3. Willi Schreier, Gth., 1:7,8 Minuten. 600 Meter (14 bis 16 Jahre), 10 Teilnehmer: t, Wolfg. Reinwald, G., 1:38,3; 2 Wolfg. Harbrich. 1:40,1; 3. Willi Roll, Rg., 1:46,0 Minuten. 80Q Meter (16 bis 18 Jahre), 5 Teilnehmer: 1. R. Ritsert, 2:18,9; 2. Fischer, G., 2:19,2 Minuten. Kunstlauf (bis 14 Jahre), 5 Teilnehmer: 1. Walter Mylius, G., 13,9 P.; 2. Karl Fiedler. P., 13 Punkte. Kunstlauf (14 bis 18 Jahre). 4 Teilnehmer: 1. Hans Lautensach, Rg., 20,2 P.» 2. Wolfg. Harbrich, G., 19,9 Punkte. 5x200-Meter-Staffel: 1. Pestalozzi» schuleI. 800-, 400-, 400-, 200 - Meter» Staffel: 1. Gymnasium. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An den Lisverein. Du lieber Eisverein, Kritik muß immer sein. Drum werd nicht wutentbrannt, Wnn einer eingefanbt Als das Konzert gefehlt, Ward noch viel mehr frafeelt, Denn schöner ist der Laus, Wenn Musike spielt auf. Drum freut sich groß und Nein Und dankt's dem Eisverein, Daß dreimal täglich jetzt „Gedudel" ein'n ergötzt. So mach fein dös' Gezänk, Herr Nachbar, und bedenk: Das Eis ist bald vorbei. Mit ihm die „Dudelei". Statt drüber bös zu fein, Komm auch zum Eisverein Und schnall die Schlittschuh an, ! Dann hast du Freude dran. Wito. Wirtschaft. * Schiffsba 14p I ä n e für d i e Deutsche Levantelinie. Rach Mitteilungen von unterrichteter Seite schweben bei den zuständigen Stellen der Hapag-Llohd-Hnion Erwägungen über den Bau zweier Frachtdampfer von je etwa 4500 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 13 bis 14 Knoten für die Deutsche Levantelinie, wobei allerd ngs die Finanzierungsfrage noch nicht gelöst ist. ' lOprozentigeTeilrückzahlung auf die Kölner Schahanweisungen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ist die in der Glaub grrv:r?ammlung b:r Besitz r von 6(8)pro- ?en ig'n Sch Hinweisungen beschlossene lOprozen» tige 'Teilrückzahlung zum 1. Februar 1933 ge- sicye.t Die für die Rückzahlungen erforderlichen 4 Millionen Mark werden der Stadt vom Staat und von einer Bankengruppe zur Verfügung gestellt. frankfurter Abendtörse still. Frankfurt a. M., 27. Ian. Der Beschluß des Aeltestenrates, den Reichstag auf nächsten Dienstag einzuberufen, hat zwar etwas beruhigt, doch verhielt man sich nach wie vor abwartend. zumal über die weitere Entwicklung noch ziemlich Unklarheit bestünde. Das Geschäft an der Abendbörse war außerordentlich klein, die Stimmung aber nicht unfreundlich. Don den Hauptwerten kamen zunächst nur IG.-Farben mit 105 Proz. zur Rotiz. 3m Verlaufe war auf dieser Basis aber eher Rachfrage vorhanden. Bei den übrigen Werten hörte man unverändert letzte Kurse. Im weiteren Verlaufe erfuhren die Kurse bei anhaltender Geschäftsstille keine Veränderungen, nur am Schiffahrtsmarkt lagen Rordd. Lloyd 0,39 Prozent niedriger. IG.-Farben schlossen mit 105 Prozent. Am Rentenmarkt eröffneten deutsche Anleihen etwa behauptet, später waren sie um Bruchteile eines Prozentes befestigt. Von fremden Werten lagen 4proz. Oesterr. Staatsbahn-Prioritäten von 1883 weiter fest und mit 6,80 Prozent erneut 0 50 Prozent höher. Altbesitzanleihe 63,25 bis 68,39, Reubesitzanleihe 8,89 bis 8,95, Schutzgeb ietsanlei he 6,55, Reichsbank 157 50, Gelsenkirchen 58,75, Mannesmann 60,'5, Stahlverein 33 50, AEG. 31, Licht & Kraft 93,50, IG.-Farben 105, Siemens 126, Reichsbahn-VA. 92,89, Rordd. Lloyd 18,25 bi- 18. 3u dernn Schluß- kur4 Sch.ußk. Abend- bö-'k Schluß- für» Schlußk. Mittag, börse Datum 26.1. 27-1. 26.1. 27-1- Vamvurg.Ämenla-Palei .....< 18,13 18 18,4 18.25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 44,5 —— Hansa Dampfschiff...........0 — — 30 31 Norddeutscher Lloyd .........0 A K. für Verkehrswesen Wt. .. 0 18,65 18 18,5 18,4 43,5 43,25 43,5 43 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 96 97,5 96,5 98 Commerz, und Privat-Bank... 0 53 53 53.5 53,5 Deutsche Bank und DiSconlo> Gesellschaft................0 72,75 72,75 72,75 72,75 Dresdner Bank..............0 61,75 61,75 61,75 61,75 Reichöbank ................. 1 158,5 157,5 158,5 157,75 A.L.K......................0 29,75 31 30,13 30,9 Elekn. LteserungSgeleUschafk ... 5 80 80,5 80 80 Licht und Kraft .............6 96,5 96,5 95,5 98,75 Fellen & (Guilleaume ........0 56,5 56 56,5 56,5 Gesellschaft für Elektrisd-e Unter. nehmungen............... -1 80,25 79 80,25 79,75 Rheinische Elektrizität ........5 99 99 99 99 Schuderl & Co..............0 89 88 87,9 87.5 Siemens & Haltke...........f 126 126 126 126 Lahmeoer &6o..............10 120 119,5 119.5 119,75 Buderus ...................o 47,65 46,75 47,13 46,75 87,75 Deutsche Ctbbl .............4 88,5 88 87,75 Gelsenkirchener..............0 58.25 58,75 58,5 58,25 Haroener...................C — 82 81,75 82 Harsch Eilen—Köln-Neuesten.. 0 -- — 52.5 52,75 File Bergbau ............7 —- 145 145 144,5 Ilse Bergbau Genüsse........7 101 101,75 101,75 101,75 fflödnerroerte ...............C 45,5 45 45,65 44.9 Mannesmann-RSHren........0 60,5 60,75 61,13 25,13 61 Mansfelder Bergbau.........0 24.75 25 25 cberfchlef. Kokswecke......... 0 — — 70 69.75 Pbönir Bergbau... ........ 0 34 34 34 34 Rheinische Braunkohlen ......10 188 187,5 188.5 187,13 Rheinflahl ..................0 73,5 73 73 73 Frankfurt a.M. Berlin Schluß- kurS Schluß!. Abend- bSck- Sch uß» hirt Schlußk. anl:lay bSre Datum 26.1. 27.1. 26.1. 27.1. Bereinigte Stahlwerke..... .. t 33,5 33,5 33,65 33,75 Ltavi Mnen ............ ... o 16,75 16,5 16,5 16,25 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 114 113 114,75 113 Kaliwerke Westeregeln..... Kaliwecke Salzdetfurth .... ... 6 117 116 116,5 115,25 ... k 173 — 172,5 171,5 G. Iarben-Jnbustrie .... ... 7 105 105 105,25 105,4 ächeideonstalt............ ...10 153,25 153 — —— Goldschmidt ............. ... 0 38 37,75 37,75 37 Rülgerswerke............ ... 0 42,5 42 42,75 42.25 MeiaUgelellschast.......... ... 0 37,75 37,25 38 37,4 Philipp Holzmann........ ... 0 49,25 49,25 49,5 49,75 Zementweck Heidelberg ... Lementweck Karlstadt...... 52 52 —> — ... 0 — — — Watch L Lrreytag ......... ... 0 4,5 4,5 4,5 4,1 Schul»I)ets Payenhofer..... ... 0 _ _ 102,25 101,4 Mu (Allgemeine Kunstseide) ... 0 36,5 37,25 36,5 37,25 Bemberg................ ... 0 44,5 44 44,25 44,13 Zellstoff Waldhof......... c 51,25 50,5 50,75 50,75 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 27,25 27,5 28 27,5 Destouer GaS ............ ... 7 —- — 112,25 112,4 Daimler Motoren........ ... 0 21,5 20,75 21,25 21,13 Deutsche Linoleum ....... ... c 39.25 39,25 39 39 krenstein L Koppel....... ... 0 40,65 40 Leonhard Tietz ........... ... e 43 42 43,25 42,13 Lhade................... ...12 — 140 140 140 «cktzner ................. ... 0 31,5 30,5 31,65 31,65 ^atnfi'afhDcrte Höchst a_WL ... 4 68,5 Süboeatfcher Zuck« ...... ... 8 142,5 142,5 141,5 142,25 Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a BL 26.Januar 27-Januar Amtliche .Notierung Ärmliche .Notierung weid »rie Gelb Brie Helling,ors. 6,294 6,306 6,294 6.306 Wien...... 51.95 52,05 51,95 52,05 Prag...... 12,465 12,485 12,465 12,485 Budapest ... —> — — — Sofia..... 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland .... 169,23 169,57 169,18 169,52 OSlo....... 73,23 73,37 73,13 73,27 Kopenhagen. 71,53 71,67 71,53 71,67 Stockholm... 77,47 77,63 77,37 77,53 London..... 14,27 14.31 14,26 14.30 Buenos Atrei 0,858 0,862 0,858 0,862 4.217 Neuyock.... 4,209 4,217 4 209 Brüllet.... 58,39 58,51 58,40 58,52 Italien..... 21,52 21,56 21,52 21.56 Paris ..... 16,43 16,47 16,425 16.465 Schweiz ... 81,37 81.53 81,32 81,48 Spanien.... 34,45 34,51 34,45 34,51 Danzig.... 81,92 82,08 81,90 82.06 Japan ..... 0,889 0,891 0,879 0,881 Rio de Ian. 0,239 0,241 0,239 0.241 Iugostawien Listabon... 5,554 5,566 5,554 5,566 12,99 13,01 13,97 13,99 Banknoten Berlin, 27. Januar Geld Brief Amerikanische Noten.............. 4,20 4,22 Belgische Noten.................. 58,24 58.48 Dänische Noten ................. 71,16 71,44 Englische Noten ................. 14.22 14,28 Französische Noten............... 16.385 16.445 Holländische Noten............... 168,81 Italienische Noten................ 21,46 21,54 Norwegische Noten .............. 72.95 73.25 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... 2,46 • 2.48 Schwedische Noten............... 77,20 77,50 Schweizer Noten................. 81,14 81,46 Spantsdie Noten................. 34.31 34,45 Ungarische Roten ................