frldjetm tägltd), autze, Lonniogs und fieieriags Beilagen; Die Illustrierte ©icnenei ftamUtenblättei tzrima, mBild DieScholl, monats Be$ug$prel$: Ulli 4 Beilagen WM 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . . -25 Auch bei Nichterscheinen ooi einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 5ernfprechanschlüsse onter Sammelnummer 2251. Amchrist lüi Drahtnach» nchien Anzeiger Ziehen. Pofifdiedlonto: fronlfirt am Main 11686. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bi» zum Nachmitiag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re» hlamean'eigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrist 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Fr,edr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den An« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich m (ßiegen. Nr 24 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 28.3anuar 1955 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tn’d nti6 verloa: vrühl'sche Univeisttäir-Vuch- und Zteindruckerei H. Lanre in Siegel. Schriftleltung und Geschäftsstelle: 7. D ei Möglichkeit.n ;u; Les ng der A i is. arbeit getan werden. . . Man sieht nicht recht, warum man in ©ent ui bezug auf die Weltwirtschaftskonferenz sich dem nicht anpaht. Auf einem möglichst baldigen Termin für ihren Zusammentritt zu ve- stehen, hat keinen Zweck. Wenn überhaupt, kann sie etwas Ersprießliches erst dann leisten wenn diese Dorfrage klar gestellt ist. die sicherlich nach dem 4. März lange Wochen in Anspruch nimmt und hoffentlich bis zum 15. Suli e’nigcrmanen: gelöst ist. Damit rückt ganz von selbst der Termin der Weltwirtschaftstonserenz über de» Sommer hisaus. So lehr wir immer wieder die Weltverbundenheit aller dieser Probleme betonen, so sehr gilt doch ckuch für sie. dah man nicht gleichzeitig zu viele Hasen jagen kann. Um so mehr gilt das, als parallel damit die Abrüstungsfragc und die fernöstliche Krise alle Kräfte in Anspruch nehmen. Ein Jahr nach dem ersten Zusammentritt — genau auf den Tag — am 31. 1., beginnt die Konferenz wieder. f Die Verhandlungen der letzten Woche waren nur Japan ui Berlin, 28. Jan. (CNB. Funlspruch) Von unterrichteter Seite erfahren wir, daß der Reichskanzler in der Unterredung mit dem Reichspräsi- Des Kanzlers Unterredung mit Hindenburg. Berlin, 28. 3an. (CNB. Funkspruch.) Man t rechnet damit, dah die Aufgabe, die Herr oon | Popen übernommen hat, nicht s hr lange Zeit, beanspruchen wird, sondern schon am Montag zu Ende geführt fein kann. Dabei wird be- fonders unterstrichen, daß Herr oon Papen keineswegs mit der Regierungsbildung beauftragt worden ist, sondern nur die Aufgabe hat, die Möglichkeiten zu prüfen, die sich für eine M hrheits- bitdung ergeben. Prait.sch bedeutet das, daß Herr von papen sestzustellen hat, ob ein Kabinett von Nationalsozialisten, Deutsch- nationalen und Zentrum möglich ist. Diese Sondierungen fußen auf den Verhandlungen, die bereits zwischen den Parteien der sog. Harzburger Front stallgefunden haben und nach Aeust.'- rungen aus unterrichteten Kreisen schon ziemlich weit gediehen sind. Zunächst wird Herr von Papen sich mit Hitler in Verbindung sehen, um sestzustellen, ob er eine Koalition mitmachen wurde. Daun wird der Reichspräsident oon der Antwort Hitlers unterrichtet werden, und cs wird sich zeigen müssen, ob die Annäherung jetzt möglich ist, die im Rooember n'cht herbeigeführt werden konnte. lD:nn diese erste Etappe der Ausgabe des Herrn oon Papen zurückgelegt ist, wird er hochverehrter Herr Reichspräsident! In tiefer Sorge über die unser Volk beunruhigenden und bedrohenden politischen Gefahren sind bie Gcwcrlschaflen aller Richtungen zur Beratung der überaus ernsten Lage zusammengetreten. Sie halten sich in dieser entscheidenden Stunde für verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die B e r u f u n g e i n e r sozialreaktionären und arbeiterfeindlichen Regierung von der gesamten deutschen Arbeiterschaft als eine Herausforderung empfunden werden würde. Die Gewerkschaften erwarten, daß Sie, Herr Reichspräsident, allen unterirdischen Bestrebungen, die auf einen S la a isst r e i ch hinzielen, Ihren entschiedenen Widerstand entgegensetzen und auf einer verfassungsmäßigen Lösung der Krise bcstchen. Die gewerkschaftlichen Spitzcnverbönde haben gleichzeitig um einen Empfang beim Reichspräsidenten nachgesucht. Die amtliche Mitteilung. Berlin, 28. Ian. (TDIB. Funkspruch.) Reichs- kanzler von Schleicher erstattete heute dem Herrn Reichspräsidenten Bericht über d ie Lage und erklärte, daß die gegenwärtige Reichs- regierung, ihrem Charakter als präsidialreg erung entsprechend, im Reichstage ihr Programm und ihre Aufsagung nur dann zu vertreten in der Ca;;e wäre, wenn der Herr Reichspräsident ihrdieAuf- l o s u n g s o r d e r zur Verfügung stelle. Reichspräsident oon Hindenburg erklärte, diesem Vorschläge bei der zur Zeit gegebenen Lage nicht entsprechen zu können. Reichskanzler oon Schleicher erklärte hierauf den Gesamte ück tritt der R e i ch s r e g l e r u n g , den der Herr Reichspräsident unter Beauftragung des Kabinetts mit der einstweiligen Fortführung der ®e- fchojte entgegennahm. D .er Abfall von der Goldwährung, der schon heute Nützten Minderheitsregieruna msglich, bie amerikanische Wirtschaft burch Dumping l^abige ^ie wohl ebenfalls nur unter Führung zum völligen Zusammenbruch ber Weltwirtschaft Hjt 1 ers, aber mit Unterstützung ber übrigen führe. Ob Hoover sich dabei ganz bewußt war, dah (gruppen der Rechten zu erreichen wäre. Wenn der er nach dieser Forderung, mll dieser Drohung: keine Reichspräsident seinen Wideistand, den er bisher Revision ohne Rückkehr zum Golde, wirksame Waf- eine solche Lösung gehabt habe, aufgeben fen nicht mehr in der Hand hat? Je nun, bas Pro- roQrbe i0 hätte auch diese Losung Aussichten auf blem ist gestellt: die Verhandlung der Kriegsschulden- Die dritte Möglichkeit sei die Bildung frage kommt jetzt auf die große Kraftprobe hinaus eine5 P r ä s i d i a l k a b i n e t ts , das wie das zwischen Amerika und England. jetzige, vollkommen über den Parteien stehend Im Augenblick also, wo nach den -Spannungen un& keiner verbunden, die Staatsautorität als ber letzten Zeit wieder eine direkte Fühlung zwl' e r d e s g e s a m t e n V 0 l k e s zu wah. schen London und Washington zustandekam. tritt ' Ginrm solchen Präsidialkabinett mußten sofort der Gegensatz hervor, der ein Doppeltes ^nn aber auch die nötigen Vollmachten Gesicht bat. Er betrifft bie Währungsfrage und bie ben roerben wenn es keine Mehrheit im Reichs- Beschlüsse von Ottawa. Ohne Zweifel will Roose- » » . velt die Rückkehr zum Gold und indem er zugleich | » ' ____ eine liberalere Handelspolitik Amerikas vorbereitet, bie Zurücknahme der Ottawa-Beschlüsse. Für England ist das eine sehr schwierige Situation. Entscheidet es sich für die Rückkehr zum Goldstandard, so ist die Goldwährung für die ganze Wftt w e e. q'l d):rt Qlm?ri ad Interesse desgleichen. Damit gehen aber Vorteile de r englischen Ausfuhr verloren. Don der Ottawa Basis aber kann England gar nicht von heute auf morgen zurückgehen, bie überwältigende Mehrheit des Parlaments ist dagegen. Und — immer wieder muß das betont werden — die Waffen find hier nicht gleich. England hat die stärkere und gefährlichere Waffe, daß es eben schließlich zur Zahlungseinstellung in bezug auf die öffentlichen Schulden an Amerika schreitet. Die Dinge stehen also sehr auf des Mesters Schneide. In den fünf Wochen, bie bis zu der Konferenz in Washington noch sind, muß eine sehr gründliche Vorbereitungs- ForD-Wagen nicht abgestellt werden könnte. GS werde viel ®eiD kosten, aber daran könne er nichts andern. Weiterhin erklärte er, es fei die größte Heberraschung feines Lebens gewesen, als er am Donnerstagabend gehört habe, daß 6 000 Angestellte der Briggs-Gesellschaft, die die Karosserien für die Ford- werke herstelle, die Arbeitsstätte verlassen hätten, ohne irgend einen besonderen Grund anzugeben. Er tadle diese Angestellten nicht, denn sie wollten arbeiten: er glaube auch nicht, daß ein Versuch gemacht werde, ihn zu zwingen, seine Karosseri'n bei anderen Firmen in Auftrag zu geben. Was seine eigenen Angestellten betrefse, so sei unter ihnen nicht ein einziger Mann, der streiken wolle. Die Tatsache, daß sie zur Zeit nicht arbeiten konnten, bedeute nicht, das; sie streikten. Die Zustände in den Fordwerken seien zur Zeit vollkommen friedlich. Meldungen, daß die Werke von der Polizei bewacht würden, seien vollkommen falsch. Oe Valeras Wahlsieg. Irlands Nnabhänqiqkcit in der Presse gefordert. Dublin, 27. Jan. (SU.) Die Ergebnisse der irischen Wahlen liegen zwar noch nicht vollständig vor, lassen aber schon jetzt einen starken Erfolg De Valeras erkennen. Vach den letzten Mitteilungen erhält er 65 Mandate, Cosgrave 40, die Unabhängigen 8. die Farmer 8 und die Arbeiterpartei 7. Alle Minister des Kabinetts De Valeras sind jetzt wiedcrgewählt worden, und zwar durchweg mit einem großen Stimmenzuwachs gegenüber den letzten Wahlen. Disher ist noch kein einziger Kandidat der De Dalera- Partci geschlagen worden. Die Presse De Valeras feiert das bisherige Ergebnis der Landtagswahlen mit Siegesjubel. Die Forderung nach einer Abtrennung Irlands vom Mutterlande wird immer stärker erhoben. Das Dlatt De Valeras, die „Irish Preß", schreibt: „Das irische Volk hat geantwortet. Cs ist die Antwort eines Mannes, es ist eines der großartigsten Ereignisse in der irischen Geschichte. Vielleicht wird der englische Minister für die Dominions sich über das Ereignis freuen. Es ist eine bittere Erfahrung für ihn und die englische Regierung. Anstatt die irische Vation auszurotten, haben sie nun ihre eigenen Freunde ausgerottet." — „Der Rcpublicaner" schreibt: Das Volk hat klar gezeigt, daß es eine unabhängige irischeVepublik wünscht. Wir wollen nichts mehr von Geschäften mit England hören. Wir vollen nur noch den Ruf hören: Auf zur Republik!" Oebeswerben um Llnqarn. Die Balkan-Monarchcn-Bcgrgnung von Linaja. Berlin, 27.Jan. (CNB.) Das Zusammentreffen der Könige von Südstawien und Rumänien in Sinaja, trug ganz das Gepräge der hockpolitischen Monarchenbeoegnungen der Vorkriegszeit. Der rumänische Außenminister Titulescu wirbt um Ungarn, dem er Freihäfen in Rumänien und überhaupt wirtschaftliche und auch minderheitenrechlliche Erleichterungen im Rahmen einer Entente verspricht, die außer den drei Staaten der Kleinen Entente auch Oe st erreich umfassen würde. Dabei betrachtet er den sogenannten Tardieu« plan, der die Mitteleuropaerörterungen des Dort- gen Jahres beherrscht hat, aber von der Mehrzahl der Beteiligten abgelehnt worden ist, nach wie vor als richtunggebend, wenn nicht in seinen Einzelheiten, so doch in den Grundgedanken. Es hat sich chon bei dem Streit um den Nichtangriffspakt zwi- chen Rumänien und Rußland gezeigt, daß Titu- escu, der fähig st e und gewandte st e Diplomat Rumäniens, die Politik Tardieus im Gegensatz zu derjenigen Herriots vertritt und sich damit durchsetzt. Diese Politik überschneidet sich gerade in Mitteleuropa mit den Interessen, die Italien sehr aktiv verfolgt, und man wird auch das Intrigenspiel, das gegenwärtig „am Rande" der Genfer Ratstagung wegen der Waffensendungen nach Ungarn im Danae ist, mit dieser Rivalität zu erklären haben. Wegen der Enthüllungen über «inen Transport von angeblich 80 000 Gewehren und 200 Maschinengewehren, der von Italien nach Ungarn auf den Weg gebracht worden sein soll, droht die Kleine Entente, wahrscheinlich mit dem gleichen negativen Erfolg, wie vor genau fünf Jahren bei der Szent-Dothard- Afsare, mit einem Untersuchungsverfahren. Dirr französischen Gruppe ist offenbar jedes politische Druckmittel, auch wenn es bedenklich nach einem Mißbrauch der Dölkerbundsmaschinerie auSsieht, im Kampfe gegen den »Revisionismus" willkommen. Kaiser Wilhelms Geburtstag. Amsterdam, 28. Jan. (SU.) Aus Anlaß des 74. Geburtstages Kaiser Wilhelms sind am Freitag auf Haus Doorn zahlreiche Glückwünsche in mannigfacher Form aus allen Teilen der Welt, wo Deutsche wohnen, eingelaufen. Mit den Glückwünschen ist eine Füll« von Dlumenspenden und Geschenken eingegangen. Unter den Gratulanten befinden sich wieder die früheren Bundes- fürsten, die Generalfeldmarschälle, die DVVP. sowie zahlreiche Vertreter von Wissenschaft und D^irtschaft, besonders auch aus Schilfahrtskreisen, mit denen der Kaiser bekanntlich stets besonders enge Fühlung hatte. Die Geburtstagsfeier, die in einfachem Rahmen stattfand, trug reinen Familiencharakter. Empfänge von Abordnungen fanden nicht statt. Ein Glückwunschschreiben an den ehemaligen Staatspräsidenten Ulrich. WSV. Darmstadt, 27. Jan. Staatspräsident Dr. Adelung hat an den früheren hessischen Staatspräsidenten Ulrich, der morgen seinen 80. Geburtstag feiert, ein Schreiben gerich- tett in dem es u. a. heißt: Zum 80. Geburtstag entbiete ich Ihnen im Vamen der hessischen StaatSregierung und im eigenen Vamen herzliche Glück- und Segenswünsche. ES ist mir ein tiefgefühltes Bedürfnis, an diesem Ehrentag Ihnen den Dank der he fischen Regierung zum Ausdruck zu bringen für eine über fast fünf Jahrzehnte erstreckte segensreiche Wirlsamkcit als Volksvertreter und als Staatspräsident. Während neun Jahren konnten Sie als Staatspräsident Ihre hohen menschlichen Eigenschaften, Ihre reichen politischen Erfahrungen und Ihre unverwüstliche Arbeitskraft dem Dienste des Volkes widmen. Sie haben an diesem Platze für Ihre Person hohe Anerkennung, für die neue Regie- rungSforin Vertrauen und Verständnis weitester Ser Sturz des französischen Kabinetts. Die Auslösung deSL'M-Karlells. (Berlin, 25. Jan. (ERB. Funispruch.) Schneller als cs bei der Kompromihneigung der Regierung und der Sozialisten in den letzten Taacn den Anschein hatte, ist das Zwischenspiel des „Kabinetts Herriots ohne Herriot", das den erfolgreichen Konjuniturpoli i er Paul-Don- c o u r an das Ziel seiner Wünsche geführt hatte, beendet worden. Ebenso wie Herriot in den Morgenstunden des 14. September anläßlich der Schuldenfrage, wurde Paul Boncour heute nacht bei der Budgetberatung von derjenigen Fraktion gestürzt, ohne die eine Links- regicrung im Sinne der Maiwahlen unmöglich ist, den Sozialisten, die in Frankreich grundsätzlich eine Koalition mit bürgerlichen Parteien a b l e h n e n, aber einem linksgerichteten Kabinett ihre mehr oder weniger weitgehende parlamentarische Unter st ützung gewähren. An dieser Einstellung der Sozialisten sind die Versuche einer dauerhaften Regierung des Kartells der Linken seit 1924 immer wieder gescheitert. Unter Paul-Boncour wurde der Auflösungsprozeß durch die akuten Finanzschwierigkeiten beschleunigt. Die schubweise bekanntgegebenen Pläne des Finanzministers Chsron für den Ausgleich des Budgets führte schon zu Beginn der neuen Parlamentstagung zu einer wachsenden Verstimmung der Sozialisten, die im Beisein des Ministerpräsidenten geführten Verhandlungen zwischen CH6ron und den Beamtengewerkschaften über die angekündigte Kürzung der Beamtengehälter verliefen ergebnislos. Gleichzeitig mußte sich die Regierung von der sozialistischen Presse vorhalten lassen, daß die Haltung des französischen Regie- rungsoertreters auf der Genfer Arbeitszeitkonferenz nicht zu den gewerkschasts- freundlichen Ideen passe, Die Paul-Boncour in einer 30jährigen politischen Laufbahn vertreten und bei seiner Regierungsübernahme ausdrücklich zum Programm erhoben habe. Diese Auseinandersetzungen mit den Sozialisten konnten aber gleichwohl die Regierung in den Augen der Rechten nicht von dem Vorwurf der Bevormundung durch die Gewerkschaften befreien und ihr auch dort für ihre sehr unpopulären Sparmaßnahmen keine Mehrheit sichern. Die sich verschärfenden Finanzschwierigkeiten und der Machtkampf um die Eingliederung des Sozialismus in den Staat werden jedenfalls die politische Entwicklung Frankreichs in den nächsten Monaten beherrschen und zu einer immer größeren Entfremdung zwischen den sozialistischen und den bürgerlichen Bestandtellen der Linksmehrheit vom 1.Mai fuhren. Der Gedanke einer bürgerlichen Konzentration, für deren Führung genug Anwärter vorhanden sind, gewinnt unter diesen Umständen wieder an Boden. Berlin eröffnet se nr,,GmneWoche" Die Tierzucht als Aufgabe der Landwirtschaft. Berlin, 28. Jan. (TU.) Ain Samstag wurde wie alljährlich die in der Reichchauptstadt veranstaltete „Grüne Woche" eröffnet. Die Bedeutung der „Grünen Woche" ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch ideeller Natur, zumal diesmal vor allem Sportausübung und Tierzucht die Ausstellung beherrschen. Es werden Fische, Geflügel, Kaninchen und Hunde in einer Artoerschiedenheit gezeigt, die den Erfolg der Züchtungcarbeit beweist. Es wird am lebenden Tier selbst veranschaulicht, wie wertvoll die Züchtungsarbeit für die deutsche Landwirtschaft und somit für die Volkswirtschaft überhaupt ist und wie in anderer Weise die Liebe zum Tier und zur Erde den deutschen Menschen ein ihm innewohnendes Naturaefühl ist. In den vielen kleinen Käsigen der Kaninchenschau sind zahlreiche Prachtexemplare ausgestellt, die es jedem klar machen, wie wesentlich sowohl in Hinsicht auf Fleisch wie Pelzzucht die Pflege dieser Tiergattung ist. Die Katzen - und Hundeschau wird allen Freunden Der Tierwelt besondere Freude bereiten. Wie immer zeigt die „Grüne Woche" auch diesmal eine reich beschickte Pferdeschau, die nicht nur den Züchtern, sondern auch den Sportfreunden klar macht, was das Pferd dem Menschen als Ar- beits- und Wirtschaftswert bedeutet. Dor allem den Sportsleuten wird auf den in Verbindung mit der „Grünen Woche" veranstalteten Turnieren vor Augen geführt werden, wie sich die deutsche Pferdezucht gerade in Den letzten Jahren stetig emporgearbeitet hat. Den weniger Sachkundigen werden die glanzvollen Darbietungen, die unter Mitwirkung Der Reichswehr vorgeführt werden, den Wert des Pferdesports und die Bedeutung guter Zuchtarbeit erkennen lassen. Die eigentliche Bedeutung dieser Ausstellung liegt aber darin, daß allen denen, die noch an der Aktivität der deutschen Landwirtschaft zweifeln, jetzt zum Bewußtsein kommt, daß hier wirklich Fortschritt angeftrebt wird und auch schon in hohem Maße erreicht ist. Eine besondere Abteilung der Ausstellung ist schließlich dem Jagd- und Schießlport ge- widmet. Die diesmalige „Grüne Woche^ xeigt also ein ganz eigenes und ungewohntes Gesicht, das aber gerade in dieser Zeit seine besondere Berechtigung hat. England schlägt ein neues Arbeiisprogramm für die Abrüstungskonferenz vor. (Senf, 27. Jan. (WTB.) Sie englische Delegation auf der Abrüstungskonferenz hat heute e i n Memorandum mit neuen Vorschlägen an die Delegationen Amerikas, Italiens, Deutschlands, Frankreichs und Japans gelangen lassen. Wie verlautet, soll dazu eine Koordination der Gedanken des Hoover-Plans, des französischen Plans, der Fünfmächte-Erklärung über die Gleich- beredjtigung und des englischen Abrüstungsplans vorgeschlagen werden. Rach englischem Wunsch soll die Abrüstungskonferenz nach Abschluß Der bevorstehenden allgemeinen Aussprache über den französischen Plan auf Der Grundlage dieser neuen Vorschläge in die praktischen Arbeiten eintreten. An Einzelheiten wird über den englischen Plan noch bekannt, daß Der politische leil fünf Vorschläge enthält: 1. Eine Erklärung der europäischen Mächte, daß sie für die Austragung von Konflikten auf jegliche Gewaltanwendung verzichten wollen. 2. Abschluß von Pakten über gegenseitige Hilfeleistung zwischen den europäischen kontinentalen Mächten. 3. Ersetzung des Teils V des Versailler Vertrags durch die allgemeine A b ° rüstungskonvention. 4. G l e i ch e Dauer der Konvention mit den gleichen R e v i s i o n s m ö g l i ch k e i t e n für alle Signatarstaaten. 5. Verwirklichung des Prinzips der Gleichberech- tigung in Etappen und Vereinheitlichung Der H e e r e s s y ft e m e. Der technische Teil greift zunächst die Bestimmungen des Hoover-Plans über die Begrenzung der Heeresstärken auf und befaßt sich weiter mit der qualitativen Begrenzung der Tanks und der schweren Artillerie. Für die Luftfahrtfragen wird die Einsetzung eines Ausschusses der großen Luftfahrtmächte vorgeschla- gen, der über die Abschaffung der Kampfflugzeuge, des Luftbombardements und die Kontrolle der zivilen Luftfahrt beraten und entsprechende Vorschläge ausarbeiten soll. Bezüglich der Flottenfragen wird vorgeschlagen, daß die Arbeiten über die Begrenzung der Kaliber und die Tonnage verstärkt fortgesetzt werden sollen. In englischen Kreisen wird betont, dah es sich nicht um einen englischen Abrüstungsplan, sondern um ein Arbeitsprogramm handele, das auf den verschiedenen, der Konferenz vorliegenden Plänen beruhe. Dabei soll, so wird weiter erklärt, insbesondere auch Die Mächteerklärung vom 11. Dezember v. I. über die Gleichberechtigungsfrage berücksichtigt werden. • Eine erste Prüfung des englischen Arbeitspro- gramms für die Abrüstungskonferenz.hinterläßt den Eindruck, daß es sich hier um ein typisches Vermittlungspapier handelt, das sowohl den Simon-Plan wie den französischen Plan, die Hoover-Dorschläge und die Resolution Der Großmächte vom 11. Dezember v. I. über die Gleichberechtigungsfrage berücksichtigt. Jede Delegation steht diesem Programm in völliger Freiheit gegenüber. Es ist anzunehmen, daß die Engländer Zunächst in privaten Besprechungen versuchen werben, eine möglichst weitgehende Zu st lm- m u n g zu ihrem Programm zu erreichen, ehe es im Bureau der Abrüstungskonferenz zur Verhandlung kommt. Die Tatsache, dah die Engländer jetzt mit diesem Programm heroorgetreten sind, wird so gedeutet, dah sie unbedingt vermeiden wollen, daß Der französische Plan die Richtung für die Ein- »elarbeit Der Konferenz bestimmen >oll. In dieser Richtung stimmt die deutsche Auffassung durchaus mit Der englischen überein. Mit Genugtuung ist auch festzustellen, daß Der Grundsatz Der Gleichberechtigung gemäß Der Großmächteresolution vom 11. Dezember 1932 in Dem englischen Vorsch'ag enthalten ist. Die verklausulierte Formulierung über praktische Verwirklichung Der qualitativen Gleichberechtigung eventuell auf Dem Weg über genau festzulegende Etappen widerspricht unserer stets mit Nachdruck vertretenen Auffassung, dah das Deutschland verbotene Kriegsmaterial von Den anben ßänDern zerstört werden muß. Auch was über die qualitative Abrüstung son t gesagt wird, geht nach deutscher Auffassung nicht weit genug. Aus Dem Gebiet Der quantitativen Abrüstung wird Der englische Vorschlag zweifellos auf großen Wider ft'a n d Frankreichs stoßen, Denn in Ablehnung an Den Hoover-Plan wird jetzt vorgeschlagen, das Derteidigungs- element in den Effektivstärken um ein Drittel herabzusetzen. Dolkskreise zu erwerben verstanden, die in Dankbarkeit und Verehrung Ihres heutigen Geburtstages gedenken. Die hessische Regierung ist gewiß, sich zum Interpreten der Gefühle der Bevölkerung gemacht zu haben, wenn sie Ihnen, sehr verehrter Herr Staatspräsident, am heutigen Tage di« yerzlichen Wünsch« übermittelt. Kunst und Wissenschaft. Arauz Völker für die Bayreuther Festspiele eiugeloden. Der bekannte frühere Frankfurter Opernsänger Franz Völker, Z. erster Tenor der Wiener Staatsoper, wurde vom Generalintendanten T i e t j e n eingeladen, anläßlich der Bayreuther Festspiele den Siegmund in der „Walküre" zu singen. Ebenso wurde Volker für die Münchener und Salzburger Festspiel« in diesen Sommer verpflichtet. Aus aller Wett. vierköpfige Familie gavoergifiei aufgefuudeu. Der 42jährige Feuerwehrmann Franz Vogel in Greiz, seine 43 Jahre alte Ehefrau, ein siebenjähriger Knabe und ein sechs Monate alten Säugling wurden in ihrem alleinstehenden Wohnhaus t o t aufgefunden. Ms die beiden erwachsenen Töchter von der Arbeit zurückkehrten, fanden sie den Vater auf dem Sofa sitzend tot auf. Im Schlafzimmer lag der siebenjährige Sohn vor dem Bett der Mutter und im Veit fand man die Mutter mit dem kleinen Kind gleichfalls tot auf. Sie waren gaSvergistet. Die Ursache des älnlglücks wird darin gesucht, daß infolge der starken Kälte ein Gasrohr vor Dem Haus gebrochen war, und das aus- strömende Gas durch die Kellerräume in die Wohnung gelangt«. Heuschreckenplage in Südbrasilien. Nachdem schon vor kurzem aus Argentinien über große Verheerungen berichtet wurde. Die Dort in einigen LanDstrichen von Heuschreckenschwärmen angerichtet wurden, wird jetzt aus Porto Alegro gemeldet, daß die Heuschreckenfchwärme bereits in das Gebiet des Staates Rio Grande do Sul eingebrochen sind und im Munizip Alearete im Südosten des Staates niedergegangen sind. Die Felder des Munizips wurden völlig vernichtet, und auch in die Stadt selbst fielen die Schwärme in solchen Mengen ein, Daß sie von Den Bewohnern teilweise geräumt roerDen mußte. Die Bemühungen Der Feuerwehr um Vernichtung Der Schwärme mußten durch den Einsatz von Militär unterstützt werden. Reue Kältewelle in Rußland. — 3n Sibirien 40 Grad unter Rull. In Rußland w.rd eine neue Kältewelle erwartet. In Irkutsk ist Die Temperatur unter 4 0 GraD gesunken. Die Behörden haben in Den Straßen der Stadt offene Feuer angelegt, um Die Menschen vor Dem Erfrieren zu retten. Bis jetzt wurden als Folge der Kälte in Rußland fünf Todesopfer gemeldet. Unberechtigte Abänderung der Autonummer ist Urkundenfälschung DasI Schöffengericht Ingolstadt verurteilte Den früheren Rechtsrat der Stadt Ingolstadt Dr. Hier! wegen schwerer Urkundenfälschung zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus und 200 Mark Geldstrafe. Dr. Hierl hatte Pfingsten 1928 mit einem Auto der Verkehrsgesellschaft Jngclstadt eine Vergnügungsfahrt unternommen und dabei in Regensburg einen Unfall erlitten. Nach der Heimkehr ließ er, um die Nachforschungen zu erschweren, Die Zulassungsnummer des Wagens umän- Dem, worin das Gericht eine schwere UrfunDen- fälschung erblickte. Zwei Arbeiter überfahren. Auf Dem Rangiergelände des Bahnhof- Gera waren zwei Arbeiter mit dem Qluftauen von Weichen beschäftigt. Sie überhörten das Herannahen einer Lokomotive, von der sie beide überfahren wurden. Der eine war sofort tot. Der andere erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Beide Verunglückte waren Familienväter. 74 Stück Großvieh verbrannt. In einem Rindoiehstall auf dem Rittergut Haus Forst in Buir bei Düren (Rheinland) brach, vermutlich infolge Kurzschlusses, Feuer aus, das in wenigen Minuten das Holzgebäude in Asche legte. 74 Mastochsen und Kühe fielen den Flammen zum Opfer. Eine Geistesschwache in Dfr Wohnlaube verbrannt. Einen entsetzlichen Tod fand in Hohenschönhausen bei Berlin die 31jährige geistesschwache Edith Schall ho rn. In der Wohnlaube des Ehepaares Schallhorn kam, wahrscheinlich infolge Ueberhcizens, ein Feuer aus, als die Familie bereits sch ief. Die alten Leute wachten durch Die große Hitze und den Rauch auf. Da die Flammen bereits das ganze Haus erfaßt hatten, konnte sich das Ehepaar nur unter großer Mühe retten. Dagegen verbrannte die Tochter Edith und konnte nur als verkohlte Leiche aus Den Trümmern geborgen werben. Regerverfchworung in Porlugiesisch-Angola. „Diario de Lisboa“ in Lissabon berichtet, daß in der Hauptstadt von Portugiesisch-Angola, Loanda, nach dem geheimnisvollen Verschwinden verschiedener Weihen die Polizei eine Bande von 50 Negern dingfest gemacht habe, Die beabsichtigten, die gesamte weiße Bevölkerung auszurotten. Im Augenblick der Verhaftung waren die Mitglieder dieser Bande dabei, Gifte vorzubereiten, die in die Quellen gestreut werden sollten, aus denen Loanda und seine Umgebung mit Wasser gespeist wird. taten für Sonntag, 29. Januar. 1486: Bestätigung Der Leipziger Messen durch Kaiser Friedrich III. — 1499: Luthers Gattin. Katharina v. Bora, geboren. — 1763: Der Dichter Johann Gottfried Seume in Poserna geboren. — 1850: Der Dichter Ernst Moritz ArnDt in Bonn gestorben. Aus Oer PromntiafbaupfftaOt Mensch und Zeit. Don Heinfioli) Braun. Wenn man das Dornröschen-Motiv einmal in Beziehung zu Der harten Gegenwart setzt, so bleibt von ihm nur noch Die Dornenhecke übrig. Diese ist auf jeden Fall Da. Aber mit Dem andern allen stimmt es nicht mehr ganz. Keine verzauberte Prinzessin sitzt schlafend am Spinnrocken, sondern Der arg verzauste Zeitmensch steht inmitten Des Dornigen Geschlinges und sucht nach einem Ausweg. Kein erlösender, schwertgewaltiger Prinz kommt mehr von außen her. „Auf sich selber steht er Da ganz allein". Der schwer mitgenommene Zeitmensch. Gespenstisch wuchernd beDrängen ihn Die Dorngespinste Der Ismen, Der Denk-Systeme und Anschauungen, Der politischen Artungen und Entartungen, bedrängt ihn Die Hundertfältigkeit Der Strebungen und Ausein- anderstrebungen. Alle Sicht wirb ihm versponnen. Immer wieder begegnet man Diesen arg Bestürmten und Bestürzten, Die oft nicht zu Den Schlechtesten gehören, was Anlage betrifft. Aber sie sind in eine schlimme Hilflosigkeit verstrickt. Der kämpferische Wille zur Klarheit, Der heute als ein Stück Heldentum angesprochen werden muß, das wirkliche Herzbluten um Die Eigenheit fehlt ihnen. Diele scheuen den harten Zugriff in die Dornen. Sie haben Angst vor Wunden oder sind — im übertragenen Sinne — besorgt um ihre gepflegten Hände, um ihr Kleid, um ihre Behaglichkeit. Die Zeit aber fordert Entscheidung, fordert einen tüchtigen Griff in sich selber hinein. Rur D e Entschiedenen tragen zur Entwirrung der Dinge bei; denn sie sind die, die da wissen, Opfer zu bringen, und sei es, sich selber. Dio Starken sind sie, Deren Starksein Kraft in andere He.zen gießt und zum Aufrechtstehen ermutigt; Die Lichten sind sie und Die Zuversichtlichen. Die Freude ihres inneren Befreitseins leuchtet au8 ih en Augen und ihren Taten. Wo Trägheit ist. deutet ihre Erscheinung Aufrus zu neuem Rhythmus. Fürwahr, der klare Mensch ist uns not wie DaS liebe, tägliche Brot! Die Klarheit des deutschen Menschen must leuchtend offenbar werden in unferm verwirrten Dolle und in der ganzen Welt! Rur aus der innersten deutschen „Klarwelt" wird der.Tag der Deutschen" kommen. Dielleicht ist bis dahin noch ein weiter und schwerer Weg. Aber gerade diese mu6. »trbtn. itien Met iot‘ in Uit, Jsotto bh '"de t0 P« Im Mei. **. unb ?? °°h"en, bellt unter ®en in nzelegi. retten. iußlanb tntr Heben ibt Tr. nsSl. lchthau- Ning, gesell, unter. Unfan um ble lula|. imän. lunben» ! Sera en von I Heran« beide 'fort tot, n Der« Milten« it Haus id), oer« bar in b« legte, «n zum :btannl änhaujrn ? ESith hiMrer rhcizenr, h ie|. Die und den nze Hous ur unter nie die te Leiche golfl. , baß in ßoania, irjchiede« I Nege.n ! flc|amtt em 3m llitglieder n, die in ienen La« iel|t wird. r. en durch Sait.n, t Dichter boten. - in Dann stadt. einmal In letzt. Io le übrig- n andern verzau« Mrvclen. steht in« ucht "ach «rtgswal- jer. .>f iet W wuchernd MN. der politische" ihn die A-ein« .spönnen- arg । .u den Vt Aber Hersts der heut« , werden Eigenheit Zugrtss'; xben oder »•'»<£ UIN ttzee ‘»*Ä lber- D'e in and^ ^tet flU* I« "Ä *en ’ rag 'S. SÄ r. 1 4. 5. 1. Ausbau der Pesialozzlschule in den Eich- gärten, Kosten 175 OOO Mark: Neubau einer Rinder - Schlachthalle im Schlachthof. kosten 200 000 Mark; Erweiterung der Kläranlage, Kosten 100 000 Mark: Erweiterung der wasterkraftanlage des Elektrizitätswerks, Kosten 550 000 Mark. Instandsetzung und Verbesserung der Gas- oerlorgung, Kosten 158 000 Mark. ArbeiisbeschaffungspläneinGießen Anträge der Stadtverwaltung zum Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung. funkgutscheine haben Gültigkeit. Schülerkarten ha. ben keine Gültigkeit! — Die nächste Wiederholung der „Harnlet'-Aufführung findet am Frertag, 3. Februar, 20 Uhr, statt zu gewöhnlichen Preisen als 17. Darstellung im Freitag-Abonnerncnt. — Eine Dolksvorstellung sieht der Spielplan fnr Samstag, 4. Februar, 23 ilbr vor mit einer Aufführung der Komödie „Politik der Weiberröcke" von Reil Grant. Spielleitung: Heyser. — '2lm Sonntag, 5. Februar, weilt der deutsche Weltflieger Wolfgang v. Gronau in unserer Stadt und wird im Stadttheater über feine Erlebnisse bei seinen Flügen um die Welt einen Licht- bildervortrag halten. . — Dorführung eine- QHi f f t o n 8- fllms in der Stadtkirche. Am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr für Kinder und um 20 Uhr für Erwachsene läuft in der Stadtkirche der neue große Dorneofilm der Dasler Mission. Eintritt für Kinder 15 Pf., für Erwachsene 30 Pf. Der Film bringt Raturaufnahmen auS Dorneo: von Landschaft, Urwald und Flüssen, Dörfer und Leben der Einwohner. Sr führt tief ein in Religion und Kult der wilden DajakS (Kopfjäger), aber auch in die reiche Arbeit der Mission auf Dorneo. Die Erläuterungen zu dem Film gibt Missionsprediger Lauk aus Frankfurt. (Siehe gestrige Anzeige.) L., _ — Lichtbildervortrag über antikes Zauberweseti. Wan schreibt unS zu der Anzeige und Dornotiz vom Donnerstag folgendes: Professor Dr. Preisend anz, der Montag, 30. Januar, 20.30 Uhr im Studentenhaus über spätantikeS Zaubcrwesen sprechen wird, ist durch Seltersweg: „Der Hexer". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 18.30 bis nach 2130 Uhr, ,Zm weißen Rößl". — Oberhefs. Kunftoerein, Turmhaus am Vrandplatz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Goethe- Bund, 20 Uhr, Aula, Lichtbilderoortrag Paul Kipper: „Meine Freundschaft mit Tieren“. — Obstund Gartenbauverein, 15.30 Uhr, Hotel Kobel, Vortrag über Samen, Saat und Pflanzung. — DHV.» Fugend, 20 Uhr, Lass Leib, Grenzland-Abend. — Basler Mission, Stadtkirche, 18.30 Uhr für Kinder, 20 Uhr für Erwachsene, Filmoortrag über „Kalimantan“. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, 11.15 Uhr „Roah-Noah": ab 15 Uhr „Tarzan“. — Asto- ria Lichtspiele, Seltersweg: „Der Hexer“. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Der für heute, 20.15 Uhr, angesehte Tanzabend der Solotänzer de- Hessischen Landestheaters Darmstadt, „Tänze auS drei Jahrhunderten", muß infolge Erkrankung des Herrn Gustav Blank ausfallen. — Als Fremdenvorstellung wird am Sonntag, 29. Januar, die Opcretten-Revue „3m weißen Röhl" zu ermäßigten Operettenpreisen wiederholt. Dorzugskarten haben Gültigkeit. Spieldauer von 18.33 bis nach 21.30 Uhr. — Dienstag, 31. Januar, 17. Dorstellung im Dienstag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen, Wiederholung des Lustspiels „2:2 unentschieden" von Lichtenberg. Spielleitung: Karl Heyser. Don 20 bis 22 Uhr. - Am Mittwoch, L Februar, 19.30 Uhr, als 17. Dorstellung im Wittwoch-Abonnement Erstaufführung der Operette „DreimäderlhauS" von Wlllner und Det- chert, mit der Musik nach Franz Schubert von Dertä. Spielleitung: Paul Wrede. Ende 22.30 Uhr. Operettenpreise. — DaS AuStauschgastsple! der Bühne des Koblenzer StadttheaterS findet am Donnerstag, 2. Februar, statt mit einer J2Iuf- fübtimg des Schauspiels „Gestern und heute" von Christa Winsloe. DaS Gastspiel ist außer Abonnement zu ermäßigten Operettenpreisen, für Abonnenten ermäßigte Schauspielpreise. Rund- vollen Tätigkeit um die Erhaltung der Tradition der alten ruhmreichen deutschen Kavallerie da» Mackensen Ehrenkreuz 1. Klasse verliehen. •• Das Ueberspannen von Provinzial st raßen mit Fahnen ist verboten. Der Provinzialausschuh der Provinz Oberhesten hat beschloßen, auf Grund des Eigentumsrecht« der Provinz Oberhessen an den Provinrialstrahen deren Ueberspannen mit Fahnen und dergleichen zu Partei- oder Reklamezwecken ohne Ausnahme zu verbieten. Anträge zur Anbringung von Fahnen im Sinne dieses Beschlusses werden künftig keine Genehmigung finden. •• Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des 6. Abschnitts des Stadttheater. Abonnements betrifft eine Bekanntmachung im heutiaen Anzeigenteil. •• Eine Mahnung an säumige Schulgeld- und Mietezahler veröffentlicht die Stadtkasse in unserem heutigen DelanntmachungS- teil. Man beachte diese Veröffentlichung. •• Schüleranmeldungen an den höheren Lehranstalten. Wir verweisen aus die im heutigen Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung der Direktionen des Gymnasiums, Realgymnasiums. der Oberrealschule und der Studienanstalt über den Termin der Anmeldung der im kommenden Schuljahr neu aufzunehmenden Schüler Tatsache soll un8 tiefster Ansporn bedeuten, da« | Mnfrige zu tun und vorzuleben. Doch der Aufruf wäre zu nichts nütze, wenn nicht daran erinnert würde, daß der Grund aller Klarheit Liebe und Glauben bleiben, die Schau in die Welt deS Ewigen! WaS sie verschlang. waS sie zerfraß, du leidest nicht so an der Zeit, wird dir Gesetz und einzig Maß die Liebe und die Ewigkeit- AuS der Treue diesem Gesetz und Maß gegenüber kommt der endliche Sieg. 3m Dertrauen darauf laßt unS das Rächste tun: einander zur Klarheit verhelfen, indem vir einander Hel en! Der tätige Wille ist der Anfang aller Klarheit und damit der Gesundung! öpieb und S ngabend der Jugend. Dom Rotwerk der deutschen Jugend in Gießen wird uns geschrieben: 3m Dienste des RotwerkS der deutschen 3u> gend wird am Montag, 13. Februar, die Jugend selbst an die Oeffentlicblelt treten. Es ist eine Abrnd-Dorführung im Gießener Stadttheater geplant, in dec die einzelnen Jugendverbande ihr bestes Können zeigen werden. DaS abwechslungsreiche Programm bringt neben Orchestermunl Doll>.tän)e, Mandolinenkonz.'rte, Rad-Kunst ahren und -Kunstririgen, lebende Bilder, Geräteturnen, Singen dec Pfadfinder und ein Hans-Sachs- Spiell Die Darbietungen sind nicht dilettantisch, sondern in ihrer Eigenart künstlerisch wertvoll, !um Teil wurden sie bereits früher durch Rund- unk übertragen. Es steht deshalb zu erwarten, .aß diese einzigartige Deranstaltung nicht nur um deS hübschen Gedankens willen, daß die Jugend selbst der Jugend hilft, lebhaften An- klang in dec Bevöllerung findet. Man sichere sich rechtzeitig Karten im Barverkauf. Der Rein- erlSs des von sämtlichen Mitwirkenden ehren- amtlich bestrittenen Abends fließt dem Rot- Werk zu. toiefjcncr Wochcnmarkrpreisc. • Gießen, 28. Jan. SS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Süßrahmbutter 110 biS 120, Landbutter 100 bis 110, Kochbutter 80 bis 93, Matte 23 bis 25, Wirsing, gelb 8 618 10. grün 15 bis 20, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 33, älnterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 150 bis 200, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bi« 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 18 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig 43 bis 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 63 bis 80, Düsse 35 bis 40; das Stück: Käse 5 bis 10, Tauben 40 bis 60, inländische Eier 11, Blumenkohl 40 bis 60, Endivien 15 bis 25, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pfennig; dec Zentner. Kartoffeln 2,50 Mark. t*i>i notucn. — Tageskalender für Samstag: Gesangverein „Heiterkeit“, 20.30 Uhr, im Vereins- lokal. General - Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tarzan“. — Astoria-Lichtspiele, Wettervoraussage. Da« Hochdruckgebiet wird durch die sich über der Biskaya und besonders über Skandinavien immer stärker entfaltende Störungstätigkeit weiter eingeengt. In der Höhe ist durch oordringende Warmlust bereits merkliche Milderung eingetreten. So rcgp striecte das Darmstädter Wetterflugzeug zwischen 1100 und 1800 Meter Temperaturen über Null Grad. Die am Boden lagernde Kaltlustschicht läßt sich jedoch nicht sehr schnell wegräumen. Daher bleibt im Flachlande — be|onbers nachts — der strenge Frost zunächst erhalten. Erst allmählich wird sich auch hier Milderung durchsetzen die sich vorerst am Tage unter Mitwirkung der Sonnenstrahlung bemerkbar machen wird. Aussichten für Sonntag: Nachts weiter strenger Frost, tagsüber etwas milder, noch auffla- renb, doch zeitweise dunstig und wolkig, trocken. Lufttemperaturen am 27. Januar: mittags —5,5 Grad Celsius, abends —10,2 Grad; am 28. Januar: morgens —13,3 Grad. Maximum —3,4 Grad, Minimum —14 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Januar: abends — 4,4 Grad; am 28. Januar: morgens —6.4 Grad Telsius. — Son nenscheindauer 7ri Stunden. __________________ Wie wir auf Anfrage bei der Stadtverwaltung hören, hat sie sich, um dem Wirtschaftsleben unserer Stadt neue Antriebskraft zuzuführen, um die Bewilligung von Geldmitteln auf Grund deS Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung bemüht. Sie hat ?u diesem Zwecke bei dem ArbeitSbeschafsungs- ommissar des Reiche- folgende Projekte mit und Schülerinnen. •• Städtische Brennholzversteige- r u n g. Bei der geffrigen Brennholzversteigerung in den Waldungen der Stadt Gießen (Försterei Gießen) wurden bei starker Dachfrage im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 1. Klasse 10,00 Mk. per Raummeter, Kiefernschel- ter 1. Kl. 7,60 Mk., 2. Kl. 6,20 Mk., Fichtenscheiter 1. Kl. 5.20 Mk., 2. Kl. 4,80 Mk.. Eichenknüppel 5.00 Mk.. Kiefernknüppel 6.60 Mk.. Fichtenknüppec 1. Kl. 5.00 Mk.. 2. Kl. 4.40 Mk.. Kiefernstöcke 5.60 Mk., Fichtenstöck« 5.20 Mk. per Raummeter, Fichtenderbstangen per Stück 1. Kl 1,20 Md, 2. Kl. 1,00 Mk., 3. Kl. 0,60 Mk. •• Weitere städtische Brennholz- ver st eigerungen finden am Mittwoch und Freitag nächster Woche statt. Däheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich. * Keine Senkung der DerufSgenos- senschaftsbeiträge möglich? Don der Land- und forstwirtschaftlichen Derussgenossen- schäft für Hessen wird mitgeteilt: .Rach Mitteilungen in der Tagespreise vom 26. Januar nahm der sozialpolitische Ausschuß des Reichstag-einen Antrag an, wonach die an Renten und sonstigen Bezügen au- der Sozialversicherung vorgenommenen Kürzungen sofort aufgehoben werden sollen. Sollte dieser Beschluß von dem Reichstag unter Aufhebung der Dotverordnungen, die die Kürzungen brachten, zum Gesetz erhoben werden, dann werden die rechnerischen Grundlagen, die zur Festsetzung des Beitrags zur Land- und forst- wirtschoftlichen Berufsgenossenschaft für Hessen für 1932 (13 Pfennig auf je 103 Mark Grundsteuer- wert gegenüber 17 Pfennig für 1931) geführt haben, hinfällig. Bei der Berechnung deS Beitrags für 1932 wurden selbstverständlich die Ersparnisse berücksichtigt, welche die fraglichen, durch die Rot- verordnungen angeocdneten Dentenkürzungen gebracht haben. Sollte die TerufSgenossenschaft wieder verpflichtet werden, diese ersparten Beträge an die früheren und derzeitigen Rentenempfänger auszuzahien, so werden sich selbstverständlich die Ausgaben der Terufsgenossenschast entsprechend erhöhen. Es bleibt unerfindlich, wie die Landwirtschaft eine erhöhte Umlage für 1932 aufbringen soll, wo heute noch von der Umlage für 1931 ganz erhebliche Summen auSstehen. Die Der- waltung der Berufsgenossenschaft steht d.e'er Entwicklung machtlos gegenüber. Sie hält es aber für ihre Pflicht, die beitragspflichtige Landwirtschaft schon heute auf die offenbar durch die Reichsgesetzgebung drohende neuerliche Mehrbelastung aufmerksam zu machen." kommenden anderen städtischen Behörden, beauftragt wird. Hoffentlich wird bet ArbeitSbeschasfungs- kvmmissar des Reiches rasch und großzügigent- scheiden, damit neues Leben in die Gießener Wirtschaft hineingetragen werden kann. Marburger plane. WSD. Marburg. 27. Jan. Den Stadtverordneten lag in ihrer gestrigen Sitzung u. a. ein Antrag deS Magistrats vor. auf den Grundlagen der Durchführungsbestimmungen zur Arbeitsbeschaffung vom 6. Januar 1933 eine Anle i h e biS zurHöhevon800 000 Mark aufzunehmen. Wie in der Begründung ausgcführt wurde, handelt eS sich darum. auS dem vorn Reich zur Verfügung gestellten 500- Millionen-Fonds für Arbeitsbeschaffung diese Anleihe hereinzubekommen. Folgende größere Projekte sind zwecks Arbeitsbeschasfung vorgesehen: Bau einer Derbindungsstcaße zwischen Cappeler Straße und Südbahnhofsbrücke, Herstellung einer Uebersühcung über die Main— Weser-Bahn im Derlaus der Straße Marburg- Cölbe, Derstärkung der Mühlgrabenbrücke. Ausbau von zum Teil schon völlig bebauten Straßen im Süd» und Rordviertel und Herstellung von Kanalisation im OrtenbergDiertcl. Die Dorlage wurde von den Stadtverordneten allseitig begrüßt und fand einstimmige Annahme. Projekte in Hanau. WSR. Hanau, 27. Jan. Die Stadtverordneten haben über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beraten und einem Beschluß des Magistratzugestimmt, der folgendermaßen lautet: Die städtischen Körperschaften genehmigen die Ausnahme von Darlehen au- Mitteln der Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG., Berlin, ober der Deutschen Dcntenbank-Kreditanstalt in Berlin zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung für die Erneuerung städtischer Straßen, Plätze, Brücken, der Regulierung der Kinzig und ihrer Debenläufe und zur Erweiterung der Ferngasversorgung unter Oer Voraussetzung, daß die in Hanau zu leistenden Tagewerke ausschließlich oder weit überwiegend durch vom Bezirksfürsorgeverband Hanau-Stadt unterstützte Arbeitskräfte geleistet werden, im Gesamtbeträge von 1,5 Millionen M k. nach Maßgabe der für diese Darlehen allgemein festgesetzten DerzinsungS- und Tilgungsbedin- gungen. Die Absichten in Zulda. WSR. Fulda, 27. Jan. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte einstimmig eine Totlage des Magistrats zum Arbeitsbeschaffungsprogramm im Rahmen deS Gereke-Planes. Die Dorlage sieht die Beschaffung eines Reichsdar- lehenS in Höhe von 4 4 8 0 0 0 Mark vor, mit dem in erster Linie normale dringende Arbeiten durchgeführt werden sollen. ES handelt sich in der Hauptsache um den Ausbau von Straßen und Erneuerungsarbeiten an städtischen Werken und Anlagen. zahlreiche Arbeiten auf diesem Gebiete, besonders durch eine grundlegende Ausgabe der griechischen Zauberpapyri, im In- und Auslande rühmlichst bekannt. Es handelt sich um eine Rachtseite des antiken Lebens, aber ihre kultu^ geschichtliche Bedeutung ist groß; man wird sich von einem besonderen Kenner dieser Dinge gerne darüber unterrichten lassen. Der Eintritt ist frei. — DDA.-D leben. Montag abend im »Hin- benburg" Dortragsabend und Jahresversammlung. (Siehe heutige Anzeige.) — Der Kampfbund für deutsche Kul- t u r veranstaltet in Verbindung mit der Deutschen Studentenschaft einen Kammermusikabend, der die Wiedergabe von Kompositionen von Mozart, Beethoven und Schubert zum Programm hat. Die Deranstaltung findet am Donnerstag, 2. Februar, 20.30 Uhr im Studentenhaus statt. RähereS ist auS der heutigen Anzeige ersichtlich. •• Veränderung Im Provinzial- au-schutz. Fabrildireltor Worhenn in Hirzenhain hat sein Amt als Mitglied des Provin- ziautusschusses der Provinz Oberhessen niedergelegt. Als sein Dachfolaer wurde vom Wahlausschuß der Provinz Oberhessen der Oberveterinärrat Dr. Dr.Rohkopf in Gießen in den Provinzialausschutz berufen. •• Auszeichnung mit dem Mackensen- Ehrenkreuz 1. Klasse. Der Waffenring der Deutschen Kavallerie hat den Mitgliedern des Vereins ehern. Hess. Leib-Dragoner des Kreises Gießen Heim. Wagner (Gießen) und Heim. Magnus (Grohen-Linden) in Anerkennung ihrer verdienst. Die Stadtverwaltung hat sich bei diesen Anträgen von der Erwägung leiten lassen, auf diesem Wege besonders für das schwer notleidende Handwerk, darüber hinaus aber auch für alle übrigen Gewerbezweige unserer Stadt Umfallen b e Arbeitsmöglichkeiten zu er- schlietzen. Man hofft, daß die maßgebenden Stellen des Reiches bei ihrer Stellungnahme zu diesen Anträgen nicht kleinlich sein werden. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß die Belebung der Wirtschaft alter Zweige um so kräftiger undandauernder werden wird, j e g r ö ß e r da - Ausmaß der Arbeiten ist, die vergeben werden können. Wenn man nur mit wenigen kurzfristigen Projekten beginnen wollte, Io würde — so willkommen natürlich auch derartige Arbeitsbeschaffungen wären — der Antrieb für die Wirtschaft nur von kurzer Dauer sein und bald wieder alles auf den Stand von heute zurückgehen. Es ist zu begrüßen, daß die Stadtverwaltung bei der Ausarbeitung ihrer Anträge weii'chauend gehandelt hat und das Bestreben zeigt, das Arbeitsbe chaffungs- Programm für die Gießener Wirtschaft so weit- gefaßt wie nur irgend möglich zu gestalten. Wir hoffen und wünschen, datz ihr dabei voller Erfolg beschieden sei. Wie die wirtschaftlichen Verhältnisse auch in unserem Gemeinwesen liegen, sollte in dieser Frage die gesamte Bürgerschaft gemeinsam mit der Verwaltung, ungeachtet mancher ernster Erwägungen hinsichtlich der künftigen Belastung des Etats für die Verzinsung und Tilgung der Anleihemittel, dahin streben, jetzt vor allem Arbeitsmöglichkeiten zu erschließen, damit hieraus nrue wirtschaftliche Kraft für den Einzelnen und auch für die Bürgergesamtheit erwachsen kann. AIS selbstverständlich sehen wir eS aber an, datz die beantragten Projekte nicht etwainRegiearbeit aus- gesührt werden, sondern datz damit die Privatwirtschaft. wenn auch unter der Bauleitung des Stadtbauamtes bzw. der jepeilS in Betracht Asthma Chronisch. Bronchialkatarrh, Verschleimung der Atmungsorgane. Bel schwer, u. langi&hr. Leid., wo häuf, andere Mittel versagten, wirkte her vorragend das tausendfach bewährte •reitkreatx-Aethma-Pnlvir z. Einnehmen. Aeirtl. eepfohl. Viele tanseni Dankaohreib. Jed. Leid, wird bei Einsend d.lnserats Probe gratis uad anverbindlich durch Versand-Apotheke zugesandt, damit er sich vom Erfolg selbst überzeugt (Bestandt. auf Packg.) USD •rellkreutxt Berlin SO 11/113. GeWeobeittiir Brautleute! Möbelfabrik verkauft besonderer Umstände wegen direkt an Private erstklassige Edelbolz-Sdilaiziminer tn kauf. Nußbaum und allen Mahagoniarten Hochglanz voliert (2-Meter-Schrank mit Jnnensviegel) weit unter Fabrikoreis solange der Vorrat reicht. 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Schriftl. Ang. unt. 0394 a. d. Gß. An;. Birken-Knüppelreisig 1. Klasse, m lang (für Gartenbänke geeignet) 12ßÖ0Mk. als I. Hypothek von Privatmann gegen • annehmb. Zins. gef. Schriftl. Ana. unt. 0595 n. d. GH. Anz. Brennholz-Versteigemngen der Stadt Gießen. A. Mittwoch, den 1. Februar 1933, 914 Uhr, aus Abt. 77a und 79 des Stadt- Mars- Verhütung durch Vergleiche u. andere erfolgreiche Mast» nahm., streng diskr. Bmn. Kirchner Am Nahrnncsberg 16 Fernruf 4167. ^eo Die Gemeinde Mainzlar verkauft auf schriftliches Angebot: 619V Dichten-Stämme, Güteklasse N: 261 Stück mit 38,49 fm Nutzholzversteigerung. Montag, den 30. Januar L 3., kommt aus den Waldungen der Gemeinde Mainzlar, Distrikt Zwischen den Gräben, folgendes Nutzholz zur Versteigerung.-^ Derbstangen: Fichte I. Klasie 210 Stück, II. Kl. 275 Stück, III. Kl. 156 Stück. Eiche: Nutzscheiter (1,25 lang, gespalten) 12 rm Küferholz; Eiche: Nutzscheiter (rund) 32 rm, und Kiefern-Stamme: 2a- bis 4a-Klasie - 28 Stück mit 10,69 km. Lichen-Stämme: 1. Klasse 18 Stück Deichseln, 4,8 rm Gar- tenpfosten, 2. Klasse bis 4. Klasse = 107 Stück mit 41,30 fm (erstklassiges Wagnerholz). Sämtliches Holz ist Güteklasse N und 3 m lang (rund) 2,8 rm. Zusammenkunft vormittags 10)4 Uhr an der Hachborner Straße beim Stein- 6200 Bcamtentochter, 25 I., sucht Stetig, zur Erlernung des Haushaltes. Farn.- Anschluß, klein. Taschengeld erwünscht. Schriftl. Ang. unt. 0552 a. d. Gh. Anz. Vergebung von Materiallieferungen und Strahen- bauarbeiten. Auf Grund der Reichsoerdingungsordnung sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: 6170 I. Jür die Ausführung von Kleinpflaster in der Ortsdurchfahrt Büdingen (fjammer- straße): a) die Lieferung von zirka 6700 qm Kleinpflastersteinen, zirka 2280 Ifd. m Randsteinen, zirka 1100 t Flußjand oder Sand aus verlassenen Flußbetten, zirka 90 cbm Schlämmsand, zirka 550 Sack Portlandzement und zirka 55 Ifd. m Z.'. mentrohre Q 30 cm, sowie das erforderliche Profilierungs- und Chaussierungsmaterial an Kleinjchlag, Splitt und Bruchsteinen: b) die Ausführung von zirka 6700 qm Kleinpftasterung, zirka 6700 qm Vorpro- filicrungsarbeiten, zirka 2280 Ifd. m Randsteinsetzen sowie Herstellung von Chaus- sierungs- und Bankettreguiierungsarbei- ten. Verlegen von Rohrkanälcn ufm. II. Jür Ausführung von Kleinpflaster auf der provinzialsiraße Lißberg—Orlenberg .- a) die Lieferung von zirka 12100 qm Kleinpflastersteinen, zirka 4040 lfd. m Randsteinen, zirka 300 cbm Basoltklein- schlag, zirka 350 cbm Basaltsplitt, zirka 1000 cbm Bruchsteinen aus Basalt, zirka 20001 Flußsand oder Sand aus verlassenen Flußbetten und zirka 1100 Sack Portland- zement; b) die Aussührung von zirka 12 100 qm Kleinpflasterung, zirka 12100 qm Vorprofilierung,. zirka 4040 lfd. m Randsteinsetzen und zirka 3500 qm Kurvenherstel- lung. III. Jüc die Herstellung einer Zemenl- schotterdecke auf der provinzialstrahe Lad-Nauheim—Ocksladt: a) die Lieferung von zirka 675 cbm Basaltkleinschlag, 4/6 cm, und zirka 1625 cbm 3/5 cm, zirka 280 cbm Bruchsteinen aus Basalt, zirka 300 cbm Schlürnrnsand, zirka 125 lfd. m Randsteinen; b) die Ausführung von zirka 2600 qm Kuroenhcrstellung und zirka 11 300 qm Borprofilierungsarbeiten; c) die Ausführung von 11 300 qm Zementschotterdecke. Die Vergebung der Lieferungen und Arbeiten in verschiedenen Losen bleibt Vorbehalten. Angebotsoordrucke sind, soweit Vorrat reicht, ab Montags den 30. d. M., nur vormittags für die unter I genannte Strecke bei Herrn Bauinspektor Schott in Büdingen; für die unter II genannte Strecke bei Herrn Bauinspektor Brenner in Nidda und für die unter III genannte Strecke bei Herrn Bauinspektor Schilp in Friedberg erhältlich. Die offenliegenden Bedingungen sind bei den Genannten einzusehen. 3,0 rm Eichen-Knüppelreisig 1. Klasie 15,0 rm Fichten-Knüppelreisig 1. Klasse 3510 Wellen Hainbuchenreisig 2. Klasse 500 Wellen Aspe- und Fichtenreisig 2. Klasse 1900 Wellen Buchenreisig 3. Klasie 22,6 rm Buchenstöcke 1050 Stück Flchten-Reisstangen 7. Klasie (Bohnenstangen). Zusammenkunft: Licher Straße, zehme Schneise. B. Freitag, den 3. Februar 1933, 9% Uhr, aus Abt. 61c, 104, 115 und 117c des Stadtwaldes, Försterei Gießen: 15,0 rm Kiefernscheiter 1. und 2. Klasie 6,7 rm Buchen- und Eichenscheiter, 1. Klasse Die letzten Holzversteicerungen der Fürst zu Solms-Lichschen Oberförsterei Llch. Montag. 30. 3anuar, werden im Haler, Kellersberg, Fuchsstrauch versteigert: rm Scheitholz: Buche 118, Eiche 8; Knüppel: Buche 107, Eiche 115, Nadel 30; Stockholz: Buche 28; Reisholz (meist vorzügliche Forstwellen): Buche 3400, Elche 3150; ferner fm Schnittholz: Buche (3. und 4.) 7, Eiche (4. und 5.) 2; Stück Wagnerhmz: Eiche, Esche, Akazie 30; ausgesuchte Derb- fangen: Fichte (I—III.) 850; ©artenpfoffen und Weidepfähle: Eiche 380 (34 rm), Bohnenstangen 500 und Reisstangen in einigen Schichthaufen. — Gute Abfahrt! Zufammcnrunft: 10 Uhr Straße Lich— Garbenteich, Waldeingang. Dienstag, 31. Januar, ujerben im Brunnenwald, Graudorn versteigert: rm Scheitholz: Buche 86, Eiche 11; Knüppel: Buche 73, Eiche 19, Nadel 10; Stockholz: Buche 25, Eiche 3, Nadel 7; Reisholz (Wellen): Buche 1530; ferner fm Schnittholz: Buche (3. und 4.) 7, Stammholz: Eiche (2. und 3.) 4; Bauholz: Fichte (la—3b, langfdiaftig und vollholzig) 70, meist 2a und 2b; Stuck Gartenpfosten: Eiche 330 (29 rm). Zusammenkunft: 10 Uhr Albacher Hof. Mittwoch, 1. 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I.l '—.LI--- SÄ« -MM-), von riesigen Stahlturmen gehalten werden. (ANfahrt im Mond. Von (Sieafrieö von Deaesack Die letzten Klavierakkorde verhallten gedämpft hinter den erleuchteten Fenstern des gastlichen Dauses. Nach langer Zeit war ich einmal wieder unter Menschen gewesen, hatte Mozart und Chopin gehört. Aber jetzt muhte ich mir die Bretter an- schnallen, denn es war schon spät, der letzte Zug war längst pfeifend an der kleinen Station voruber- gerattert, und ich hatte bis nach Hause gute zwei Stunden Skifahrt durch den Wild. . Ein blaugrauer Himmel hängt schwer und "wdrig über dem nahen Horizont. Durch den rauhen Dunst und Schneenebel schimmern schwache Lich flecken aus der Tiefe und Höhe: Lichter vom kleinen Städtchen und Sterne blaß und verschwommen. Leichter Pulverschnee liegt über der harten Kruste Die Bretter gleiten geräüsch'os, nur die Riemen knirschen, und die eisernen Spitzen der Stäbe klirren auf dem verharschten Schnee. Es geht aufwäts über steile Waldhange und tiefe Schluchten. Der Nebel weicht. Sterne flammen aus und lodern rot und grün über dem schwarzen Walde Der Himmel wächst Eisiger Nordwind fegt über die Lichtung. Noch ist der Mond nicht ausgegangen, aber hinter der gewölbten Doppelkuppe des Rachel glüht Ichon sein rötliches Licht Und jetzt, gelbrot wie eine Riesenmelone wälzt sich der ungeheure Ball über ben. Kamm des Gebirges, steigt über den bewaldeten Grat und schwingt sich blendend in den kristallklaren Raum. Die L'chtung weitet sich Endlose schneeflach, n. vom Mondlicht übergossen, wachsen in scharfer Rundung gegen den flammenden Fimmel lieber die funkelnde, flimmernde Bahn ziehen schwarz und schmal die Schatten der gewölbten Skispitzen, wie der Buo eines Schiffes. _ Nun ist die Höhe erreicht. Es geht talabwärts^ 3n leichten Kurven über verwehte Hänge, dann ein jäher Ruck — verharschte Halden —. und in rasender Fahrt saust es in die Tiefe, über Waldwiesen. Kahl- schräge und Schluchten. .. Weitausladende Tonnen, magere Birkenstamme ■ und geduckte Wacholderbüsche rasen mir entgegen, springen über den Weg und schwirren wie Traum- bilder lautlos an mir vorüber. Beilegung des Streiks der Marburger Pflichtorbeiter. M a r b u r g, 27. Ian. (WSN.) Die st r ei ken . den Pflichtarbeiter haben gestern die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem die in den letzten Tagen geführten Besprechungen der Wohlfahrtserwerbslosen, die auch eine Deputation zu der Regierung nach Kassel entsandt hatten, zu einer Einigung geführt haben. Landwirlschastskammer Wiesbaden. Wiesbaden. 27. San. (WEN.) Die 39. Dallvei.famml.ing der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden. die heute unter dem Dorsih von Prasi^ deut Hepp abgchalten wurde und der auch der Oterpräsitent von Hessen-Dassau, Dr. von Hülsen beiwohnte, genehmigte ohne längere Aussprache den Haushaltsvoranschlag für 1933. der mit 945 000 Mk. gegen 952 000 Mk. im Dorjahr abschlietzt. Die D o t der nassauischen Landwirtschaft wurde m einem aus- suh.lichen Bericht des Präsidenten und m der lebhaften Aussprache eingehend behandelt. Sn ve.schiedcnen Entschließungen wurden die maß- gebenden Stellen um Abhilfe ersucht. Zum Kammerdirektor wurde der seitherige stellvertretende Direktor Dr Ei sing er gewählt. Das verzaubert. . . v , .. Und ich selbst fliege erdentruckt durch weiße Mondlandschaften über Mondgebirge, Mondkrater, über eifioe erftarrete blendende Mondgefilde • Da pletz'ich zwei W^lfe. schwarz und gespenster- haft auf der funkelnden Schnerftüche. — die Hunde sind es. und hellaufjauchzend stürmen sie mir ent- qeoen und rufen mich aus Mondfernen auf die Erde $ Mit spitzem verschneitem Giebel stößt der ura'te Turm in die milchweiße Mondnacht, bunte Lichter fallen aus dem Fenster im Torbogen, die Hunde springen an mir hoch. — ich bin zu Hause! Merkwürdige ^Rcffung. Höchsten im nördlichsten Alaska. 50 Kilometer von dem kleinen Städtchen Deller entfernt hauste in einem winzigen Blockhaus ein amerikanischer Filmoverateur. der für seine Gesellschaft Oripinal- Eiswüstenaufnahmen drehen sollte. Wahrend seiner Freizeit saß er inmitten der Schneeinsamkett an seinem Kurzwellensender und unterhielt sich mit einem anderen Funkamateur in Aeu'eelano, 8000 Kilometer entfernt, der jedes Gespräch mit einer Verwünschung der fürchterlichen Hitze einleitete. Bis eines Tages ein unerwarteter Zwi- schensall eintrat. Mitten in einer angeregten Aw- terhaltung brach der Mann in Kanada plötzlich ohne ersichtlichen Grund dos Funkgespräch ab und blieb stumm. Der Deuleelanter war zunächst ratlos dann nach einigen M'nuten vergeblichen Suchens fünfte er kurz entschlossen das ^O5-.Zei-> chen in die Welt hinaus da er sich das plötzliche Schweinen seines Gesvrächsvartners mir durch einen ^Inglücksfall erklären konnte. Diesen Notruf hörte ein Bastler in San Franzisko, ter nach Vernehmen der Einzelheiten sofort die Raoio- station in Alaska anrief und nach einiger 3ett auch die Kurzwellenstation Teller erreichte. Eine halbe Stunde später brach bereits eine Expedi- Direktor Töpp>er-Moin,iar f ± Mainzlar, 27. Ian. Im 59. Lebensjahre verstarb der Leiter oer hangen Fabrik für feuerfeste Steine, der alten Scheidhauer & Die- fing AD.. Direktor Töppler. Der Heimge- gangene hat das Werk seit einer Reihe von Jahren mit unermüdlicher Tatkraft geführt, nachdem er am Bau des Unternehmens in seinen jungen Jahren schon leitend mitgearbeitet hatte. Er war ein Mann der strengsten Pflichterfüllung, der nicht nur von seinen Mitarbeitern und Untergebenen volle Hingabe an ihre Pflicht forderte, sondern vor allem die höchsten Anforderungen an sich selbst stellte. Durch seine umsichtige und weitblickende Tätigkeit gelang es ihm. besonders in den letzten Monaten dank größerer Auftrage aus Rußland und Italien einige hundert Arbeiter von hier und aus den Dachbardörfern in den Betrieb einzustellen, so daß in unserem Orte kein Arbeitsloser mehr zu finden ist und die Erwerbslosigkeit in den Dachbardörfern erheblich gesenkt wurde. Bei feinen Mitarbeitern und Untergebenen wurde der Verewigte als gerechter und humaner Vorgesetzter allgemein geschaht. Ein Autobus verbrannt. Fried bera, 27. Jan. (WSN.) Aus der Rück ahrt m die Garage geriet ein großer Per- onenomnibus des Z w e ck verbands- 'en, mif 3J* Re- 0 i bendl' Tü mi r.helHil lauf r Laho otsbaui IhrTee Kraftwagenbetriebs Wetterau gestern abend in Brand Drei Insassen des Wagens und der Chauffeur kamen glücklicherweise ohne schaden davon. Der Wagen brannte o o 11 f o m m e n a u ». Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. (Semeiuderat in Hungen. f SS u n g e n 25. Ian Sn seiner jüngsten Sitzung beschloß ter Gcmeinderat. den h ebgen ®c- schästLleutcn und Tter'cn Fichten- und Kiefernholz freihändig abzugebcn. Wegen Veräußerung von Gerneindegelande wurde eine besondere Kommission bestimmt. Der ®cmeinte- rat genehmigte ferner einen angemessenen Bftrag für das Dotwerl der Deutschen 3u- aend. Für das Arbütsteschaffungsprogramm ter Reichsregierung wurde eine Anzahl 5t-a - nalisations- und Wasserleitung»- arbeiten vorgesehen Landkreis (tzicstcn. ltz Lollar, 26. San. Am Samstagabend fand im Saale .Zum Schwanen" ter Unterhaltung»- abend des Veteranen-und Krieger Der- eins Lollar statt, zu dem als Gaste ter Vorsitzende des „Hassia"-Bezirkes Gießen. Prof. Dr. Kraemer. der Bezirksjugendsuhrer 3on- ha rd und ter Tezirksschießwart Klein erschienen waren. Sn seiner Begrüßungsansprache gedachte der 1. Dereinsvorsihende. Martin Tau- l-Rinb at hten. 2lmt des stellvertretcnden Kammerdirektors wurde Kammerrat Dr. Leber Übertragen. Einen m- strultiven Dortrag hielt der Leiter der Preis- berichtsstelle des Deutschen Landtoirtschastsrats. Dr. Schindler. Berlin, über das Thema ..Die Dotwendigkeit der Beratung der Berede- lungswirtschaft". Das Vater-Bender-Heim im Jahre 1932. > Herchenhain, 27. San. Das von dem verstorbenen Pros. Georg Bender (Frankfurt a M.) gegründete Sugendheirn auf oer Herchenhainer Höhe, Eigentum des Vogelsberger Höhenklubs (DHE.), hatte im Sahre 1932 insgesamt 268 1 U e b e r n a ch t u n g e n aufzuweisen und ist damit die bestbesuchte Jugendherberge in Oberhessen. Die Besucher ghe- terten sich in 909 weibliche und 1772 männliche. Von den Sugendlichen unter 20 fahren waren 319 Knaben und 141 Mädchen aus Volksschulen, 792 Sungen und 317 Mädchen aus höheren Schulen. 294 männliche und 218 weibliche Jugendliche die nicht mehr die Schule besuchten, wahrend 233 Besucher weiblichen und 367 männlichen Geschlechts bereits über 20 Sahre zahlten. Eine Klasse des Gymnasiums Frankfurt a. M.-Hochst war unter Führung eines Studienrats längere Zeit mit 216 Uebernachtungen im Heim. nicht vereinbart, was vorsichtige Maler in den Klöstern öfters taten. Die Künstler des Mosaiks der Capella Chigi in Santa Maria del Povolo bekamen 1520 v-rtraglich Brot Wein. Del. Salz, mo- notlich 70,80 Mark und jährlich ein neues Kleid und arbeiteten unter diesen Bedingungen vier Jahr« lang Man muß aber bei diesen Honoraren stet- bedenken, daß die Künstler die Farben f-lbst zu stellen hatten; nur die kostbaren, wie Blau und Gold, wurden ihnen meist geliefert. Die Farben waren damals sehr viel teurer als heute unb der Meister mußte auch noch die Gehiften und die ganz« Werkstatt erhalten. Besonders schlecht dran war der kleine Maler, zumal in Frankreich Viel teurer als bi? Bilder waren bie Glasmalereien Im 15 und 16 Iahrhund-rt rourten in Frankres^ Bilde, für 2 4 oder 5 Mark bei G"leaenbeitskö'ifen weg- gegeben. denn Na-hlösse imb Bersteiaenmaen brach- ten ein N-Keranaebot Der mitfelafterbih» Sianb- werter verd'°nte bur-h seine Malerei auf Schildern. «Bonnern De^en imh Wav"en beinahe ebenlon'e! wie der bekannte K-mstler. Nur aanz roenrne Men fter brachten es zu Wohlstand, wie z. B. Memlmq, der mehrere Häuser in Brüaae belaß, wahrend de, ihm ebenbürtige deutsche Maler Neahan Lochnei ohne jedes Vermögen im Kölner Hospital starb. Millöcker macht fick populär. Heutzutage machen der Film, die Schallvlatte und der Dundfunk ieten lebensfähigen Schlager fAnell Dnfulär. Früher machte das mehr Nm- ftänte S-> enlehte ein ODerettenten"r emmal fol- 0<>-he8 tei Milläcker. dem Korn vonisten des.Bettelstudenten" : Der Tenor walkte Mi locker be- luchen. mubfe ater eine Weile im Cßonimmcr warten und beobachtete dann mit Erstaunen, tote ci”e Anzahl Bäcker- und Schusteriungen a"s öcm ?immer des Kamvonisten kam. Als er ßzerauf mit Millöcker svrach. fra-^e er bem->rig na* den Tnnterbaren Belumern. .Sa“, erw'terte a?rrunb bns will ich dir gern erffaren^ ES sind lauter Musikstudenten oder Ehormitgsteder. Die übten fick die neuesten meiner Melodien unter meiner Leitung ein und gehen nun in Verkleidungen durch die Straßen, pfeifen und hngen num? Sachen, und so wird das Publikum allmählich damit bekannt." Was Künstler früher verdienten. Die Künstler befinden sich, heute in einer besonderen Notlage, unb bas alte Wort „bettelarm wie ein Maler", das eine Zeitlang seine Geltung verloren zu haben schien, besteht heute vielfach wieder zu Recht. Daß es aber den großen Meistern des Mittelalters, was den irdischen Lohn anbelanqt, nicht viel besser ging, bas ist eine Tatsache bie Dr. Kurt Karl Eberlein in einem Aussatz „Zur Geich chte bes Kunstmarktes" in der Bruckmannschen Kunst- zeitschrift „Pantheon" heroorhebt. Man bezahlte in früheren Jahrhunberten den malenden Handwerker, der damals das Künstlertum vertrat, sehr schlecht, oft wie den Handwerker im Tagelohn unb nicht pauschal. Doch auch bie pauschale Entlohnung war gering, wenn auch nach dem. Wohlstand des Landes in verschiedenen Jahrhunderten ganz verschieben. Erst im 14. unb 15. Iahrhunbert, als sich der Künstler vom kleinen Handwerker zum kleinen Kaufmann entwickelte unb besonders seine Holzschnitte unb Kupferstiche selbst vertrieb, als in ber italienischen Hoch-Renaissance eine hohe Wertschätzung ber Kunst mit blühendem Wohlstand Hand m Hand ging, besserten sich die Derhältnftse für die Maler «was. Im Jahre 1302 erhielten ber Maler C.mabue und Irin Orijilfe täglid) 18.40 Mart, mobei bte Preise stets am ben Stanb der Goldmark oon 1913 umgerechnet sind 1304 bekam Giotto vom Pavst für fünf Szenen aus dem Christusleben und für ein Bild in Wasserfarben für die Sakristei von st. Peter 14 400 Mark, aber von Vrioatleuten erhielt er der doch ein hochberühmter M-ister war für ein Bilbms nur zwischen 72 unb 200 Mark Der Maler Nerufsio empfing für bie Camposanto-Fresken nur 8 Mark täglich Fra Angelico. der fromme Orbensbruder, erhielt in Orvieto monatlich mit Kost 576 Mark aber die Verpflegung war oft so schlecht, da» z B ®hir- (enbajo im Kloster Passignano dem bedienenden Klosterbruder bie Teller an ben Kops warf und ihn schwer verletzte. Uccello entfloh, weil er immer nur Käse bekam, denn er hatte den Speisezettel vorher lUämtL _____0511 UM, • i. ?•/ V°hnh°, °en ges. W leiht Ott. ■ ZinSluh •'on$ri-. OM otbek auf bnhM ater ges. nfl. um. < Anz. 1007 ichnh. hi vlmS mit tiitb.Mr leitende, '.o.Dhlidi. ges.Lckr. ii.d.lY.A 01 lotöel von nn gegen . . Zins. pef. Sing. uni. iimie b.30.3«n- 8‘#, ad Dwvel lerinmm' t Edruna nernden f. [t. TiemU- Juthroa. 632 D ommanbo. tlieater iderlkn lenErstarn !ee ser? Slankan-- , »q. Jan- -21-30 Uh bonneme'1 perettenvr- Scheine D-x si.BcnM' ig,si.A"" 7a Uhl ^2,30 UhJ Ä K' Kui'.i.., W in W,v jen 7 form' 5’o3 UOi w W 1 J Zwischen den nßettbemerben bes die^,°Frider^zianische Parade" oon rechts, tion zu tem Blockhaus tes Operateurs auf, die ihn bewußtlos mit einer Kohlenoxydgas-Dergif- tung auffand. Der Schornstein war durch Schneewehen zugeschneit. Kurz und gut, ter Mann tourte gerettet und saß bald wieder am Dadio, um sich bei seinem Lebensretter zu bedanken. ?■ ■ bett, des Reichsgründungstages und wies auf die Bedeutung dieses Tages hin. Sämtliche Darbietungen wurden in reichhaltiger Vortragsfolge von Angehörigen der „Hassiä'-Iugendgruppe und der „Hafsiä'-Äungmäbchengruppe bestritten. Zwei Theateraufführungen fanden den ungeteilten Beifall der Besucher. Daneben gab die Darstellung eines Heimabends durch die Iungrnädchengruppe Einblick in deren Tätigkeit. Mehrere Gedichtvorträge waren der Bedeutung des Abends angc» paßt- Den musikalischen Teil bestritt das „Hassia"-Iugendorchester der Iugendgruppe Lollar. 3m Lause des Abends konnte der Dezirks- jugendsührer D o n h a r d.Gießen, 7 Angehörigen der Hassia - Iugendgruppe Lollar (Heinrich Klinkel, Willi Fink, Robert Stahl, Ernst Moos, Ernst Geißler. Albert Schneider und Heinrich Hettche) die Hassia-Iugend-Eh- rennaoel für fünfjährige Zugehörigkeit zur Hassia ° Jugend überreichen. Der Dezirksvor- sitzende ehrte vier Vereinskameraden (Ludwig Geißler V„ Ludwig Hofmann V., Ludwig S ch a d e ck IV., und Heinrich Schwalm) mit dem Hassia-Abzeichen mit der goldenen Zahl „40“ für 40jährige, den Kameraden Justus St a n t mit dem Abzeichen mit der silbernen Zahl „25“ für 25jährige Dereinsangehörigkeit. Dezirksjugend- führer Don Hard, Gießen, war vom Hassia- Präsidium die Führer-Ehrennadel verliehen worden, die ihm durch den Dezirksvvrsitzenden am Wirkungsorte der ältesten Iugendgruppe des Be- K' s (zugleich die älteste der Kriegerkamerad- t Hassia) überreicht wurde. t Treis a. Lda., 27. 3an. Die hiesige Ortsgruppe der RSDAP. hielt in Wills Saal einen zahlreich besuchten Deutschen Abend ab. Aach der Begrüßungsrede des Vorsitzenden K. Euler hielt Sturmführer Wendnagel - Gießen eine Ansprache, in der er die Ziele der Partei kurz auseinandersetzte. Den Hauptteil des Abends füllte die Aufführung von „Schlageters Tod“ aus; außerdem wurden noch zwei kleinere Einakter zur Darstellung gebracht B e u e r n , 27. Jan. Hier fand das diesjährige Winterschießen der Kleinkaliberschützenvereine des Kreises Gießen- No r d des Verbandes Hessen-Nassau statt. Trotz der ungünstigen Witterung war die Teilnahme rege, die erzielten Resultate im allgemeinen befriedigend. Geschossen wurde in drei verschiedenen Körperlagen, stehend freihändig, kniend freihändig und liegend freihändig. Jeder Schütze gab neun Schuß ab, verteilt zu je drei auf die einzelnen Körperlagen. Die Ergebnisse waren: Wettkampfklasse I (Zungschützen) je drei Schützen pro Mannschaft: Rüddingshausen 202, Steinbach 194, Allendorf 147, Geilshausen 146 Ringe. Bester Iungschütze war Karl Kloos, Steinbach mit 84 Ringen. Wettkampfklasse II (Altschützen), fünf Schützen je Mannschaft: Allendorf (Lumda) 351, Steinbach 350 Ringe. Die Ergebnisse der übrigen Mannschaften blieben weit zurück. Bester Einzelschütze in der Wettkampfklasse II war L. Haas VI., Steinbach, mit 89 Ringen. 'Watzenborn-Steinberg, 26. Jan. Der Gesangverein,.Jugendfreund" - S.e'n- berg feierte am Sonntag im Gasthaus „Zur Krore" sein 45. Stiftungsfest. Aeben einer Reihe gut vorgetragener Ehöre gelangte auch ein heiteres Theaterstück zur Aufführung, das seine Wirkung nicht verfehlte. Der musikalische Teil des Abends war der Kapelle Schleuse übertragen, die mit ausgezeichneten Darbietungen aufwartete. Herr Robert Häuser (Steinberg) erfreute mit zwei Diolinsolis. Bei der ebenfalls dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des Vereins wurden außer 8 Mitgliedern, die für 25jährige Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden, vom Hessischen Sängerbund den Mitgliedern 3akob Sommer IV. und Georg Sommer V. für 40jährige aktive Tätigkeit im Verein die Bundesnadel mit der Zahl 40 überreicht. f. Hungen, 27. San. Vor 10 Jahren wurde der hiesige Evangelische Mädchenbund gegründet. Um feine Leitung haben sich beson- NNVWlims Vornan von <5erf JRotfoberg. (Urheberschutz durch C. Ackermann, Romanzentrale Stuttgart.) 14 Fortsetzung Nachdruck verboten. Als der Wagen in den Wald einbog, beugte Herr von der Ledde sich plötzlich zu ihr. Sein heißer Atem strich über sie hin. Seine Stimme flackerte. „Ich kann es einfach nicht glauben, daß der stolze, kühle Achern Ihr Glück bedeutet, gnädige Frgu. Ich glaube nicht, daß er Sie anbetet, wie ich es getan hätte. Warum mutet er Ihnen zu, sich in diesem Winkel zu begraben? Für eine schöne Frau ist Berlin, Paris, Aizza, Monte und so weiter da. Aber niemals dieses abgeschlossene Landleben. Sie haben durch diese Heirat an sich gesündigt, gnädige Frau.“ Edelgarde von Achern fühlte, daß der Mann an ihrer Seite ihren Gatten herabsehen wollte, sie fühlte auch, daß es ein Unrecht war, wenn sie diese Worte noch länger anhörte. Ihre Gedanken liefen rückwärts. Harry von Achern kalt? O nein, sie erschauerte in Gedanken an die erste Zeit ihrer' Ehe. Aber doch hatte von der Ledde recht. Der kürzliche Auftritt hatte als Grund dasselbe, was der Mann neben ihr jetzt gesprochen. Ihr Trotz erwachte. S)etr von der Ledde hatte recht! Ihr Mann hatte kein Recht, sie hier in Achern versauern zu lassen. Die vierzehntägige Hochzeitsreise umschloß wahrscheinlich alles, was sie an feiner Seite von der Welt zu sehen bekam. Und immer tiefer redete sie sich in das Unrecht hinein, was ihr nach ihrer Meinung von ihrem Manne aus geschah. Von der Ledde fühlte, daß er leichtes Spiel haben würde. Edelgardes dunkle, glutvolle Schönheit reizte ihn, doch noch mehr reizte ihn Acherns stolze Abwehr, einen Verkehr mit ihm anzubahnen. Das vergaß er ihm nicht. Und er würde ihn dort treffen, wo ein Mann am tiefsten zu treffen war. Dr war aber klug und sagte jetzt nichts weiter gegen Achern. Er wußte jedoch, daß in der jungen Ehe bereits etwas nicht stimmte. So sprach er jetzt von etwas anderem. Er erzählte, daß er die Molkereien von Siebert kaufen wolle, da er sich batipn ein Riesengeschäft versprach. Edelgarde hatte dafür kein Interesse. So änderte er das Gespräch. Er war vor kurzem erst aus Berlin zurückgekehrt, nun gab er von da verschiedene Erlebnisse zum besten. Es war sogar ein sehr gewagtes dabei, aber Edelgarde lachte harmlos. Drüben am Wald von Achern hielt ein einsamer Reiter. Fest gruben sich seine Zähne in die Unterlippe. Seine rechte Hand ballte sich. Harry von Achern hatte den Mann neben Edel- Bürgermeistertagung des Kreises Alsfeld fr* Alsfeld, 27. Ian. Gestern fand hier unter dem Vorsitz des stellvertretenden Kreisdirektors, Regierungsrat Strack, eine amtliche Versammlung der Bürgermeister des Kreises Alsfeld statt, die sich mit den aktuellen Fragen der Arbeitsbeschaffung im Wege des Sofortprogramms der Reichsregierung, Notstandsarbeiten und freiwilligen Arbeitsdienst, sowie mit dem Notwerk der deutschen Jugend befaßte. Einleitend referierte Regierungsrat Strack über das Sofortprogramm der Reichsregie - r u n g. Er erläuterte dessen hauptsächlichste Bestimmungen und die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinden. Der Vorsitzende des Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. Bues, sprach hieraus über Notstandsarbeiten und freiwilligen Arbeitsdienst. Er empfahl den Gemeinden, die Rolflandsarbeilen weiterhin zu unter- stützen, da sie immerhin eine finanzielle Lnt- laffung für die Gemeinden bedeuten und die billige Ausführung von Arbeiten ermöglichen, zumal jetzt die Möglichkeit bestehe, daß eine Verlängerung der seitherigen Veschäftigungs- dauer bei votstandsarbeiten von 13 Wochen aus 26 Wochen auf Antrag ausgesprochen werden könne. Der freiwillige Arbeitsdienst habe sich im vergangen nen Jahre in Oberhessen recht gut weiter entwickelt. Für Notstandsarbeiten und Arbeiten des freiwilligen Arbeitsdienstes feien im Jahre 1932 etwa 3 Millionen Mark nach Oberhessen gekommen, davon entfielen etwa 1,8 Millionen Mark auf den freiwilligen Arbeitsdienst und hiervon etwa j Million auf den Kreis Alsfeld. Dr. Bues erläuterte alsdann insbesondere die Bestimmungen über die Errichtung von geschlossenen Arbeitslagern des freiwilligen Arbeitsdienstes und empfahl den Gemeinden zu diesem Zwecke den Zusammenschluß zu Arbeitsgemeinschaften Aur Förderung größerer Projekte im freiwilligen Arbeitsdienst. $ür das Jahr 1933 sei voraussichtlich mit der Errichtung von 25 geschlossenen Arbeitsdienstlagern in Oberhessen zu rechnen. Bürgermeister Dr. V ö l s i n g - Alsfeld machte einige ergänzende Ausführungen über das Sofort- Programm der Reichsregierung und über die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinden auf Grund der Darlehensbedingungen, an denen er Kritik übte. Das ganze Programm fei auf der Hoffnung aufgebaut, daß es in nächster Zeit der Wirtschaft wie- der bester gehe. Um so bedenklicher fei es aber, wenn diese Hoffnung nicht in Erfüllung ginge und neue Schulden gemacht feien. Im Anschluß an die Aussprache wurde eine Entschließung angenommen, worin das Hessische Ministerium des Innern ersucht wird, darauf hinzuwirken, daß die einschränkenden Bestimmungen über die Veschäfligungsdauer von 20 Wochen bzw. 40 Wochen im freiwilligen Arbeitsdienst fallen gelassen werden sollen. _3n längeren, von Begeisterung und Liebe zur Sache getragenen Ausführungen sprach alsdann Arbeitsamtsdirektor Dr. Bues über das Not - werk der deutschen Jugend, über besten Ziele und Zweck. Er wies darauf hin, daß heute etwa 1 Million junger Deutscher zwischen 18 bis 25 Jahren erwerbslos fei und dringend einer Für- sorge, besonders in beruflicher und körperlicher- Ausbildung, bedürfe. In dem Notwerk soll die arbeitslose Jugend in einem einheitlichen Geiste zusammengeführt werden, der sie später zu größeren Aufgaben defähiaen soll. Die anschließende Aussprache ergab, daß in vielen Orten des Kreises Alsfeld das Bedürfnis nach einer solchen Einrichtung noch bezweifelt wird. Auf Anregung von Dr. SB u e s wurde beschlossen, daß die Bürgermeister der in Betracht kommenden Gemein- den Der Urbeitsamtsnebenstellen Alsfeld und Homberg ein namentliches Verzeichnis der jugendlichen Erwerbslosen einreichen, welche alsdann zu einer gemeinsamen Besprechung von dem Direktor des Arbeitsamtes eingeladen werden sollen. Unter Punkt „Verschiedenes" gab Regierungsrat Strack mehrere ministerielle Verfügungen bekannt und richtete an die Gemeinden die Dringende Aufforderung, für rechtzeitige Aufhellung der Gemeindevoranschläge für Rj. 1933 besorgt zu sein. Es gelangten alsdann noch eine Reihe von dienstlichen Angelegenheiten und Einzelfragen zur Aus- spräche. Besondere Sorge bereitet den Gemeinden die Beitreibung der Rückstände, weshalb größere Gemeinden jetzt dazu übergehen, eigene Dollziehungsbeamte anzustellen. Auf Grund von Beschwerden über die Höhe der Strompreise des Uederlandwerks Oberhessen wurde eine Entschließung angenommen, die besagt: „In Anbetracht der noch dauernd steigenden Ausgaben der Gemeinden, insbesondere der Wohlfahrtslasten, und in Anbetracht der immer mehr zurückstehenden Steuereinnahmen sind die Gemeinden nicht mehr in der Lage, Die vertragsmäßig feftge- setzte Garantiesumme für die Straßenbeleuchtung in der seitherigen Höhe zu bezahlen. Die Bürger- meistervereinigung des Kreises Alsfeld richtet daher an die Provinzialverwaltung die dringende Bitte, die Garantiesumme auf die Hälfte des seitherigen Satzes zu ermäßigen." Hierauf wurde die anregend verlaufene Versammlung geschlossen. ders bemüht Frau Prinzessin Hermann zu Solms-Braunsels, Frau Oberamtsgerichtsrat Brücke! sowie Pfr. G ö ck e I und Frau. Durch die Aufführung eines Spieles will der Mädchenbund am nächsten Sonntag in der Kirche feine Jubiläumsfeier begehen. — Dieser Tage hielt die Vereinigung ehern. 115er, Ortsgruppe Hungen und Umflog e n b , im „Deutschen HauS" ihre Jahresversammlung ab. Rach der Begrüßung gedachte der Vorsitzende Ludwig K a m b e i tz besonders der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden. Der Erstattung des Jahresberichts und der Rech-- nungsablage folgte eine rege Aussprache. Es wurde u. a. beschlossen, die Darmstädter Ortsgruppe ehern. 115er mit der Kapelle ehern. Militärmusiker in diesem Jahre einzuladen. — Die Holzhauerarbeiten m hiesigen Gemeinde- Wald finden in diesen Tagen ihren Abschluß. Geschlagen wurden in gut acht Wochen etwa 2800 garde nicht erkannt. Aber es genügte ihm, daß Edelgarde einen Fremden unterwegs in ihrem Wagen aufnahm, mit ihm lachte und scherzte. Als er das Pferd wandte, um heim nach Achern zu reiten, besann er sich plötzlich anders. Er ritt nach Gollwernl Dort begrüßte man gerade die Ankommenden, als Harry von Achern drüben bei den Stallgebäuden absah, dem Knecht die Zügel zuwarf und dann mit elastischen Schritten zum Schloß herüberkam. Herrn von der Ledde wurde es reichlich unbehaglich. Sollte fein schöner Plan viell.icht g2t ff)on etzt durchkreuzt werden? H t e Achern gesehen, daß er unterwegs au Frau Edel- garde in den Wagen gestiegen war? Pfui Deubel, das hätte gerade noch gefehlt! Etwas unsicher blickte er Achern entgegen. Der nahm von ihm nur durch eine knappe Verbeugung Rotiz und begrüßte feinen Schwiegervater und seine Schwägerinnen. Ganz Auletzt wandte er sich an Edelgards. Ruhig und beherrscht klang seine Stimme, doch in seinen Augen glühte wilder Zorn. „Verzeih, ich konnte leider nicht zur rechten Zeit da sein. Doch wie lange gedenkst du dich aufzuhalten? Ich wünsche, daß du mich nach Hause begleitest, wenn du mit deinem Vater daS besprochen hast, was dich herführte.“ „Aber, meine Lieben, ihr bleibt doch zum Essen da, — das wäre ja noch schöner!“ Herr Augsten fühlte das drohende Gewitter und wollte vorbeugen. Aber Achern sagte be- dauernd: „Das geht leider heute nicht, wir müssen gleich wieder fort." Herr von der Ledde sagte bedauernd: „Oh, das tut mir sehr leid, Herr von Achern. Man hat so selten das Vergnügen, sich zu sehen. Ich begrüßte es tatsächlich als eine unverdiente Freude." Achern antwortete ihm nicht. Er trat au seinem Schwiegervater und fragte ihn irgend etwas. Dabei spielte seine Hand mit der Reitpeitsche, und fein verächtlicher Blick ruhte auf dem berüchtigten Frauenjäger. Edelgarde aber bäumte sich auf unter der Maßregelung, die ihr von feiten ihres Gatten kam. Jetzt gerade wollte sie hier bleiben. Was fiel ihm ein? Sie war hier doch daheim! Sie konnte bleiben, wenn sie wollte. Herr Augsten wagte nicht mehr, feinen Schwiegersohn zum Bleiben aufzufordern. Dessen entschlossenes Gesicht verhieß nichts Gutes. Um Gottes willen, waS hatte Edel beim da nur an- §estellt? Ihm war es auch nicht recht gewesen, aß sie mit Herrn von der Ledde hier ankam. Aber das konnte doch ganz harmlos sein. Sie würde doch neben einem Mann wie Achern kaum noch Gefallen an diesem blassen Lebemann finden? Achern trat zu feiner grau. Mit verhaltener Stimme sagte er: Festmeter Rutz- und Brennholz. Leider sind die Maßnahmen des freiwilligen Arbeitsdienstes — Verbesserungs- und Herstellungs- arbeiten an den drei Teichen und den Waldwegen — seit Ende Dezember stillgelegt, so daß die Arbeitsdienstwilligen bis auf einen geringen Teil, der durch die Gemeinde anderweitig beschäftigt werden konnte, bis zur Genehmigung der Fortführung der Arbeitsmahnahmen durch das Landesarbeitsamt wieder ohne Beschäftigung sind. Kreis Büdingen. *!* Echzell, 27. Jan. Auf dem Wege derNot- standsarbeit werden gegenwärtig zwei Schleifen der Horloff gerade gelegt, nachdem Arbeiten am Biedrichsgraben und an Waldwegen vollendet sind. — Bei der Verpachtung der der Psarrei Heuchelheim gehörenden, in der Gemarkung Echzell liegenden Aecker wurden für den Wetteraver Morgen (2000 Quadratmeter) „Wenn du nicht willst, daß ich' dem — dem Herrn dort die Reitpeitsche ins Gesicht schlage, dann fährst du mit mir in einer Viertelstunde nach Hause.“ Edelgarde sah ihn furchtsam an. Mein Gott, was hatte sie denn begangen? Er tat ja gerade, als habe er sie bei einem Verbrechen ertappt. 3hre Augen ruhten auf der muskulösen Hand, die sich um den Griss der Peitsche klammerte. Linker dem Blick des Gatten verlor sie ihre Sicherheit. Sie nickte. „Gewiß, Harry, ich muß aber erst dringend mit Papa sprechen.“ <3r lächelte flüchtig. Natürlich, sie muhte sich doch beklagen über ihn! Aber was tat es? An seinen Entschlüssen änderte das nichts. Solange sie scinm Ramen trug, bestimmte er und nicht ihr Vater. Seine kleinen Schwägerinnen traten zu ihm. Sie mochten wohl instinktiv ahnen, daß er nicht glücklich mit der Schwester war. Lind sie hatten ihn beide gern. Er fühlte die Anhänglichkeit der zwei Mädels, und er bemü jte sich, ein paar frohe Worte mit ihnen zu plauoern. Dabei fiel es ihm schwer aufs Herz, daß er sich doch nicht so leicht von Edelgarde würde trennen können! Ihre Familie achtete er so hoch! Wenn er sich von feiner Frau trennte, dann traf auch diese zwei frohen Mädel der Skandal mit. Achern erschrak plötzlich. War es denn wirklich schon so weit, daß er sich ernstlich mit einer Trennung befassen sollte? Der Welt einen Skandal bieten? Es durchzuckte ihn bei dem Gedanken, wie sie ringsum das Thema durchhecheln würden. Wie er und Edelgarde bann monatelang das Tagesgespräch der ganzen Umgegend waren. Olein! Er würde diese Ehe ertragen, und wenn sie eine Hölle wurde! Aber vielleicht änderte sich Edelgarde doch? Freilich, selbst in diesem Falle fand er kein wahres Glück mehr, sie hatte bereits zu viel eingebüht in seinen Augen. Er entschuldigte sich jetzt für einen Augenblick und trat zu dem alten Herrn. „Lieber Papa, du gestattest, daß ich mir deine neuen Rappen ansehe? Sie interessieren mich.“ Er ging langsam nach den Ställen hinüber. Herr von der Ledde trat zu den zwei jungen Mädchen. Sie gingen heute nicht auf seine Neckereien ein, denn sie fühlten, daß er irgendwie an der schwülen Stimmung schuld war. Es blieb eine spärliche Unterhaltung. Edelgarde aber sagte zu ihrem Vater: „Du muht mir Geld geben, Papa, ich will unbedingt nach Berlin. Ich werde hier verrückt. Zu was für einem Leben verurteilt Harry mich! Ich bin jung. Ich habe nicht Lust, in wenigen Jahren eine alte, behäbige Gutsfrau zu fein.“ Augsten sah fein schönes Kind prüfend und zugleich traurig an. durchschnittlich 28 Mark geboten. Zum Pachtpreis temmt noch ein 20proAcntiger Steuerzuschlag. Die Aecker wurden aus zwölf Jahre verpachtet. Kreis Schotten. □ ß a u b a d), 26. Jan. Der Präsident der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. hat auf den von der Stadt Laubach erhobenen Protest veranlaßt, daß nach Aufhebung des Lokornotivbahn- Hofs Laubach die L o k o m o t i o b e a m t e n bis auf weiteres ihren Wohnsitz in Laubach bei« behalten dürfen. — Am Dienstaaoorrnittag geriet der Arbeiter Karl Kreicker III., der bet den Planierungsarbeiten im „Froschlochgelände" beschäftigt war, unter zusammenstürzende Erdmassen, wobei er einen doppelten Beinbruch erlitt. Der Verunglückte wurde in das Laubacher Krankenhaus verbracht. Ulrichstein, 27. Ian. Dieser Tage ereignete sich in der Umgebung ein schwerer Unglücksfall. Der 20jährige Dentist Otto D e r o v s k y aus Lorch a. Rh. hatte mit einem Kameraden eine Skitour unternommen, bei der er so unglücklich stürzte, daß er einen Schenkelbruch erlitt. Derovskys Begleiter begab sich nach dem Unfall auf dem schnellsten Wege nach Ulrichstein, während der Verunglückte nahezu eine Stunde lang bei grimmiger Kälte auf dem Schnee liegen mußte. Die eintreffenden Helfer fanden ihn halb erstarrt und bewußtlos vor. Dr. med. Druchhäuser leistete die erste Hilfe. Der bedauernswerte junge Mann wurde auf einer Tragbahre nach Ulrichstein und von dort durch die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne nach der Chirurgischen Klinik in Gießen verbracht. Hier liegt er m'fc einem schweren komplizierten Oberschenkelbruch in bedenklichem Zustand darnieder. Strafkammer Gießen. * Gießen, 27. Ian. Am 22. Mai 1932 kam es auf der Straße von Nieder-Weisel nach Nieder-Mörlen zu einem Zusammenstoß Awischen einem Auto und einem Radfahrer, bei dem letzterer erheblich verletzt wurde. Gegen den Autofahrer wurde Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben und er von dem Amtsgericht Bad-Nauheim verurteilt. Die heutige Hauptverhandlung ergab, daß der Angeklagte in angemessenem Tempo den vor ihm fahrenden Radfahrer überholen wollte, vorher mehrfach Signal gab und auch so weit nach links ausbog, als er konnte. Da ihm also ein Verschulden nicht nachzuweisen war, wurde er, dem Antrag der Staatsanwal'.schaft entsprechend, freigesprochen. Der Zusammenstoß war darauf zurückzuführen, daß der Radfahrer plötzlich unveranlaht vor dem Auto auf die linke Straßenseite hinüber- gefahren war. Am 1. März 1932 kam es in einer Wirtschaft zu Büches zwischen den früheren und den damaligen Gesellen eines Schornsteinfegermeisters zu einer zunächst wörtlichen und dann auch im Hose tätlichen Auseinandersetzung, in deren Verlaus der heutige Angeklagte seinem Gegner mit einem Messer einen Stich in den Bauch versetzte. Das Amtsgericht Büdingen hatte ihn deshalb zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die heutige Hauptverhandlung brachte mit ihren widersprechenden Zeugenaussagen keine zweifelsfreie Klärung des Vorfalles. Die Angabe des Ange» klagten, sein Gegner habe, nachdem er ihn schon so auf den Backen geschlagen habe, daß er hingefallen sei, mit dem Schultereisen gegen ihn zum Schlag ausgeholt und er habe deshalb sein Messer gezogen und gestochen, weil er befürchten mußte, der viel stärkere Gegner schlage ihn mit dem schweren Eisen tot, wurde von mehreren Zeugen bestätigt. Unter diesen Umftänben war die Behauptung des Angeklagten, er habe in Notwehr gehandelt, jedenfalls nicht zu widerlegen, und er wurde, dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend, freigesprochen. Nach einer Weile fragte er: „Reist du mit Einwilligung deines Mannes?" Sie warf den dunklen Kopf zurück. „Nein! Dann brauchte ich mich ja nicht um Geld an dich zu wenden. Du wirst es mir geben. Papa?" „Nein, mein Kind. Ich werde nicht die Hand dazu bieten, daß eure Ehe zerstört wird. Eine jungverheiratete Frau allein gehört nicht nach Berlin, sondern zu ihrem Mann!" Edelgarde sah den Vater fassungslos an. Dieselben Worte hatte sie schon von chrem Gatten gehört. Und jetzt wollte auch ihr Vater ihr nicht mehr helfen, er, der ihr bis jetzt jeden Wunsch, auch den allergrößten, stets erfüllt hatte? Edelgarde fühlte plötzlich, daß die Ehe etwas Ernstes war, etwas, was den Menschen in anderen Dahnen festhielt als bisher. Und Edelgards begann diese Ehe zu hassen, wie ein Gefängnis erschien sie ihr, aus dem sie sich nun heraus-- sehnte mit jeder Faser ihres Herzens. „Ist das dein letztes Wort, Papa?" fragte sie mit zuckendem Wund. „Mein letztes. Edel. Weil ich dein Bestes will, well ich weiß, daß nur deine Launen schuld sind, wenn in eurer jungen Ehe Unfrieden ist." Sie wandte sich ab, Tränen des Zorne- in den dunklen Augen. Sie fühlte plötzlich, daß ihr der Boden unter den Füßen zu wanken begann. Wenn die Sachen fo standen, Dann mußte sie schon in Achern bleiben. Dann mußte sie froh sein, wenn ihr Mann wieder gut zu ihr war und das Gesprochene vergaß — auch den Zwischenfall mit Herrn von der Ledde. Mein Gott, es war ja auch nichts weiter dabei gewesen! Sic wollte nun aber wenigstens einen regen Verkehr in Achern einrichten. Vielleicht lieh es sich bann ganz gut leben? Und wenn sie es verstand, dann reiste Harry mit ihr doch vielleicht noch einige Wochen in die Hauptstadt? Langsam ging die junge Frau zurück zu den anderen. Ihr Vater folgte ihr mit bekümmertem Gesicht. Er machte sich Vorwürfe, Achern nicht besser über Edelgardes Charakter informiert zu haben. Ein Wann wie er konnte da sehr energisch entgegentreten. Vielleicht wurde aber doch noch alles gut! Achern kam von den Ställen zurück. Herr von der Ledde verbarg nur mühsam seine ohnmächtige Wut. Er wußte ja ebensogut wie die anderen, daß Achern nur deswegen fortgegangen war, um nicht von ihm in eine Unterhaltung gezogen zu werden. Edelgarde ging ihrem Wann entgegen. Das bezaubernde Lächeln stand in ihrem Gesicht, das ihn immer wieder zu ihr gezwungen hatte. Heute verfehlte es seine Wirkung, doch er fragte freundlich: „Hast bu mit Papa gesprochen?" i Fortsetzung folgt) Wirtschaft. Berlin lustlos und abbröckelnd. Berlin. 28. Ian. (WTB. Funkspruch.) Das an sich schon sehr kleine Börsengeschäft erfuhr heule nicht nur durch den frühen carnslagbeginn, sondern vor allem durch die unmittelbar bevorstehende Entscheidung über Sein oder Nichtsein der Regie- rung Schleicher eine ganz ungewöhnliche Einengung. Auch der Sturz der französischen Regierung verstärkte die Geschäftsunlust. Diesen polnischen Momenten gegenüber vermochte sich weder der günstige Quartalsbericht der IG.-Farben, noch das stetige Neuyork oder die günstige Entwicklung der Spareinlagen irgendwie auszuwirken. An sich war die Tendenz recht widerstandsfähig, wenngleich Rückgänge bis zu 1 u. Sy zu verzeichnen waren. Don Montanen waren Rheinstahl 2,25 o. Sy gedrückt, während Laurahütte auf eine Nachfrage von 6 Mille 1,75 o. Sy anzogen. Braunkohlenwerte Schafft Lebensmut und neue Hoffnung durch die Winiernothilfe. und Kalipapiere, sowie Lhemieanteile gaben bis zu 1 v. H. nach. Auch Farben lagen schwächer: nur Ilse und Kokswerke, Chemische Fabriken tendierten eine Kleinigkeit freundlicher. Gummi und Linoleum- werte lagen geschäftslos. Don Elektrowerten waren Siemens, HEW. und Elektrische Licht & Kraft bis zu 1,50 v. H. rückgängig, RWE. konnten einen kleinen Gewinn spater nicht behaupten. Don Gas- aktien verloren Dessauer Gas etwa 1 v. Sy Kabel- und Drahtwerte, Metallwerte, Textilpapiere, Bau- werte, Papier- und Zellstosswerte und Brauereien hatten kaum Geschäft und nur geringfügige Veränderungen. Schultheiß lagen 0,75 v. Sy höher. Autoaktien gaben etwa 1 o. H. nach. Bon Maschinenfabriken waren Schubert & Salzer im Verlaufe mehr als 2 o. Sy niedriger, auch Berlin-Karlsruher eröffneten 1 v. H. schwächer. Recht schwach lagen Charlottenburger Wasser, die selbst bei Berücksichtigung des Dividendenabschlages von 4,50 v. Sy noch eine Einbuße von 3 v. Sy aufwiesen. Derkehrswerte, Schisfahrtsaktien und Banken büßten dis zu 1,25 n Sy ein. Im übrigen sind Polyphon als etwas schwächer zu erwähnen. Im Verlaufe bröckelten die Notierungen teilweise weiter ab, das Geschäft vermochte sich nicht zu beleben. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen gaben bis zu 0,50 v. f>. nach. Altbesitz gingen im Verlaufe weiter zurück. Im allgemeinen lagen die übrigen Renten ruhig, aber knapp gehalten. Ausländer hatten nur unwesentliche Veränderungen aufzuweisen. Am Geldmarkt hat sich die Situation vor dem Ultimo weiter versteift, doch blieben die Sätze heute unverändert. Dem Angebot am Privatdiskontmarkt ltand wiederum Nachfrage gegenüber. Das Geschäft in Reichswechseln und Reichsschatzanweisungen vor dem Ultimo war natürlich ganz gering. Sranffurf abwafiend und schwächer. Frankfurt, 28. Jan. (WTD. Drahtmeldung.) Die innerpolitische Situation, die durch die Möglichkeit eines Kabinettsrücktritts eine neuerliche Zuspitzung erfahren hat, führte an der Wochenschlußbörse zu fast vollkommener Stagnation. Man wartet allgemein den Ausgang der Besprechung zwischen Schleicher und Hindenburg ab, obwohl vielfach Zweifel gehegt werden, daß es heute schon zu einer Klärung kommen wird. Der Sturz der französischen Regierung wurde zwar beachtet, blieb aber auf die Tendenzgestaltung ohne Einfluß. Bei denkbar geringster Umsatztätiakeit war die Kursbildung überwiegend schwächer, da die Kulisse Abgaben vornahm. Die Verluste betrugen durchschnittlich bis zu 1 o. Sy Einige Spezialwerte gaben darüber hinaus bis zu VA v.H. nach. Am Montan- markt waren vor allem wieder Gelsenkirchen angeboten und 1 Yi d. 5). niedriger, auch Rheinstahl gaben im gleichen Ausmaß nach. Mannesmann verloren Yi v. Sy, während Phönix und Stahloerein relativ Sut behauptet waren. Bon Chemieaktien büßten G. 3A Deutsche Erdöl 1 und Goldschmidt VA d. Sy ein, Metallgesellscbast lagen um Bruchteile eines Prozentes höher. Am Elektromarkt kamen zunächst nur Licht und Kraft mit minus % o. Sy zur ersten Notiz. Doch wurde auch hier die Mehrzahl der übrigen Werte bis zu 1 o. Sy schwächer genannt. Matt lagen noch Reichsbankanteile mit minus l'A o. Sy Schiffahrtsaktien und Deutsche Linoleum lagen unverändert. An den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftslosigkeit. Deutsche Anleihen lagen gleichfalls auf Abgaben schwächer, und zwar verloren Altbesitz etwa X, Neubesitz y< und späte Reichsschuldouchforderunge.i 1 d. Sy Von Industrieobligationen eröffneten Stahl- ocreinbonds % v. Sy und Reichsbahnvorzugsaktien % d. Sy niedriger. Am Auslandrentenmarkt waren 4prozentige Einheitsrumänen etwas höher. Am Piandbriefmarkt lagen Goldpfandbriefe meist von Ä bis % o. Sy niedriger. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen waren nur wenig verändert. Auch Stadt- und Staatsanleihen und Industrieobligationen lagen geschäftslos. Im Verlaufe blieb die Geschäftsstille weiter sehr groß, doch zeigten die Kurse nur unwesentliche Veränderungen. Don anfangs noch zur Notiz gekommenen Werten waren Schuckert 2, Lahmeyer VA, Klöcknerwerke, Felten und Zellstoff Waldhof bis zu % v. 5). schwächer. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zu 3% d. Sy unverändert. Angebot und Nachfrage waren etwa ausgeglichen. G. A.-Sport. Fußballklub 1926 Großen-Buseck Die 1. Mannschaft des FC. Großen-Buseck spielt am kommenden Sonntag nicht, wie ursprünglich vorgesehen war, gegen die 1. Mannschaft von SpV. Heuchelheim, sondern gegen die 1. Mannschaft des Turn- und Sportvereins Steinbach. Das Spiel wurde nachträglich vom Fußballsachbearbeiter ange- setzt, weil die Mannschaft durch die Erkrankung einiger Spieler am Antreten verhindert ist. Den Sieger aus diesem Spiel vorher nennen zu wollen, wäre verfehlt, doch sollten die Einheimischen den Dorteil des eigenen Platzes auszunutzen verstehen. Mannschasts Gerätekampf Reiskirchen, Steinbach, Hausen. Am morgigen Sonntag findet zu Hausen ein MannschaftS-Gerätewettkampf zwischen den Vereinen Reiskirchen, Steinbach und Hausen statt. 66 ist der zweite Kampf, der in dieser Runde ausgetragen wird. Der AuSgang des Wettbewerbs ist nicht vorauSzusagen. Handball im Lahn »Dünsberg« Sau Zu einem rückständigen Gesellschaftsspiel empfängt am kommenden Sonntag die erste Mannschaft des Tv. Launsbach die gleiche des Olympischen Sport-Elubs aus Gießen. Das Dorspiel gewann seinerzeit Launsbach nach schönem Kampf mit 7:5 Toren. Beide Mannschaften treten in stärkster Aufstellung an. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagen. Arbeiter-Turm und Suortbund. Zum ersten Spiele der Nachrunde um die Kreis- Meisterschaft ist Raunheim am Sonntag in Frankfurt- Bornheim zu Gast. Nach den gezeigten Leistungen im Vorspiel, das Naunheim hoch gewann, dürfte auch dieses Spiel den vorjährigen Meister wieder als Sieger sehen. Bockenheim ist in Ditzenbach zu Gast und wird dort nur wenig Siegesaussichten haben. Zum letzten Spiele um die Bezirksmeifter- schäft der 1. Bezirksklasse ist Lollar I am Sonntag in Naunheim zu Gast. Zwar hat das Spiel keinen Einfluß mehr auf den Meistertitel, doch wird sich Lollar merklich anstrengen müssen, wenn es nicht die erste Niederlage als Meister hinnehmen will. Aus dem Trieb sieben sich Gießen I und Großen- Buseck I im Freundschaftsspiel gegenüber, das die Platzbesitzer als Sieger sehen feilte. Wieseck ist mit drei Mannschaften in Wetzlar zu Gast. Der 1. Wetzlarer Els wird eine kombinierte Elf der Gäste gegenübertreten. Der 2. Els steht Wie- secks 2. und der 3. Mannschaft die Jugend gegenüber. Die Wiesecker werden sich sehr anzustrengen haben. Am morgigen Sonntag gelangen noch folgende Spiele zum Austrag: Marburg I. — Ullendorf 1„ Heuchelheim 1. — Leun 1., Heuchelheim II. — Leun II., Daubringen I. — Annerod I., Frankenbach 1. — Rodheim I., Gleiberg I. — Gießen II., Gleiberg 11. — Gießen III., Haufen I. — Klein- Linden I., Lich 1. — Hungen L, Lang-GönS 1. — Grohen-Linden II., Londorf I. — Fronhaufen I. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 29. Januar, Ans. 15 m>r: 3m weihen Röhl. Anfang 19.30 Llhr: Der Postillon von Lonjumeau. Hierauf: Die Puppenfee. Montag, 30, 3anuar, geschlossen. Dienstag, 31. Januar, Anfang 20 Ahr: Falstaff. Mittwoch, 1. Februar, Anfang 20 Uhr: Der Troubadour. Donnerstag, 2. Februar, Anfang 19.30 Uhr: Die Csardasfürstin. Freitag, 3. Februar, Anfang 20 Uhr: Die Entführung aus dem Serail. Samstag, 4. Februar, Anfang 19.30 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Hierauf: Die Puppenfee. Sonn- Sonntag, 5. Februar, Anfang 14.30 Uhr: Der Freischütz. Anfang 19.30 Uhr: Die Esardasfürstin. Montag, 6. Februar, Anfang 20 Uhr: Lehar. Ein festlicher Abend des Südwestfunks für die Winterhilfe. Schauspielhaus. Sonntag, 29. Januar, Anfang 15 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick; Anfang 20 Uhr: Die endlose Straße. Montag, 30. Januar, Anfang 20 Uhr: Der Verschwender. Dienstag. 31. 3anuar, Anfang 20 Uhr: Amphi- tryvn. Mittwoch, 1. Februar, Anfang 20 Uhrr Moral. Donnerstag, 2. Februar, Anfang 20 Uhr: Die Journalisten. Freitag, 3. Februar. Anfang 20 Uhr: Die endlose Straße. Samstag, 4. Februar, Anfang 20 Uhr: Henny Porten mit Ensemble: Morgen um fünf. Sonntag, 5. Februar, Anfang 16 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen; Anfang 20 Uhr: Henny Porten mit Ensemble: Morgen um fünf. Montag, 6. Februar, Anfang 20 Uhr: Der mutige Seefahrer. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 29. Januar. 4. Sonntag nach Epiphanias. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Missionar Laut: 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Missionar Lauk; 17: Pfr. Becker. — üohannestirche. 9.30: Psr. Bech- tolsheimer: 11: Kinderkirche für die Lukasgemcinde, Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Müller; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johanncsgcmeinde; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Psr. Ausseid. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Psr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Psr. Lenz. — PetruskapeUc. 9.45: Pfarrassistent Knell; 11: Kinderkirche für die Petrusgcmeinüe, Pfarrassistent Knell. — Saal der Reuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde; Pfr. Ausseid. — Klein-Linden. 11: Kindergottcsdicnsl, 13.30: Gottesdienst. — wieseck. 9.45: Hauptgottesdienst; 11: Kinderkirche. — Atten-Luseck. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 13.30: Lollar. — Hausen-Garbenteich. 10: Hausen: 13: Gar- benteich. — Watzenborn-Steinberg. 13.15: Haupt» goklesdienst. — Grüningen. 10: Hauptgottesdienst: 11: Kinderkirche. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt. Montag, den 30. Januar. wieseck. 18 Uhr (Schuljugend) und 20: Borneofilm; Missionar Groh; Kollekte. Katholische Gemeinden. Samstag, den 28. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 29. Januar. 4. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 30. Januar. Lembach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, den 1. Februar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Donnerstag, den 2. Februar. Gießen. 7 Uhr: Wachsweihe; 17.30: Deichte. Freitag, den 3. Februar. Gießen. 7 Uhr: Segensamt. — Lich. 7.15: Segensmesse. Freitag, den 3. Februar, wird in Gießen der St.- Blasius-Segen erteilt nach jeder Messe und abends 17.15 Uhr. Lonntanodienst d.Arrzw «.Apotheken am •29.1.33 Dr. Geyer. Dr. W. Klein. Engel rvotlieke. Zahnarzt: vr. Meb. iD die die Freitag-Abonnenten 629C Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 0353 10,- 62*> A 10,- 8,- nahme findet nicht statt. 578D 5,— KYWWJSER TECHNIKUM 2. BAD WANKÜUUU3O< Aliendorf a. d. Lahn, den 28. Januar 1933. 058'1 Ingenieurschule Jlmenau fichtigt- 642C Flugbatreb im Fli«florlofl«r 3n 8 Sagen hannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: Montag, den 30. Januar 1933, für Die Trauerfeier vor der Einäscherung findet am Montag. 30. Januar, nachmittags 2.30 Uhr. in der Neuen Friedhofskapelle statt Werbe-Drucksachen bei BrUhl, Schulstraße 7 Gießen, den 27. Januar 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V-: Dr. Selb. mentsvorstellung erfolgt fein. Gießen, den 24. Januar 1933. Die Bürgermeisterei. I. V.: Dr. Hamm. Mittwoch-Abonnenten, Mittwoch, den 1. Aebruar 1933, für Gießen (Lieblgstrafie 64), Frankfurt. Darmstadt Berlin, Chemnitz In Sachsen, Kötzschenbroda, den 27. Januar 1933. RM. 12,— Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Otto Müller, Werkmeister i R. Justus Henning und Frau, geb. Müller Adolf Falkenstein und Frau, geb. Müller Otto Müller und Frau, geb. Spengler und 3 Enkel Am 26. Januar, nachmittags 1.30 Uhr, ist meine unvergeßliche, treue Lebensgefährtin, unsere treusorgende, liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Luise Müller, geb.Weinhardt nach kurzem schweren Leiden im 76. Lebensjahr von uns geschieden. Oeffeniliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hiermit zur Zahlung bis 6. Februar 1933 einschließlich gemahnt: 666C Schulgeld für die Hessische Studienanstalt für Dezember 1932. Wohnungsmiete aus städtischen Häusern für Dezember 1932. Nach Abkauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der rückständigen Beträge aus Kosten der Schuldner. Gießen, den 28. Januar 1933. Stadtkasse Gießen. Danksagung Für die uns beim Heimgange unserer lieben Mutter erwiesene große Teilnahme, sowie denen, die ihr in den letzten Tagen und Stunden hilfsbereit zur Seite standen, sprechen wir hiermit unseren aufrichtigsten Dank aus. Geschwister Volk Hühneraugen n. Hornhaut beseitigt in kurzer Zeit meine Hühneraugenmittel „Radikal* 1 ** Germania-Drogerie Carl Seibel frankfurter «rate 39 Bekanntmachung. Betrifft: Beschaffung freier Lernmittel für die Volks- und Berufsschulen. Die Angebote für die Lieferung freier Lernmittel sind bis zum Eröfsnungster- min Dienstag, den 31. Januar 1933, 10 Uhr vormittags, verschlossen, mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferung freier Lern- mittel" versehen bei uns, Stadthaus Bergstraße, Zimmer Nr. 14, einzureichen. Später eingehende Angebote bleiben unberück- in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. 37210 Kasse des Stadt- theoters Gießen erfolgt Uebersendung der Abonnementskarten. Die zu zahlende fünfte Rate beträgt für: Neben großer Auswahl in Dessert undTorten für Sonntag Spezialität: Erdbeer-Nougat-Torte Original-RezeptKranzler.Berlin.StSOPf. Käse-Kirsch-Schnitten St.20Pf. 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Versend nach auswärts = niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiHiimiiiiiiiiiiniiiiiiiiitif; (vordere Seitenreihe) Rang (Reihe 4 und 5) Die Einlösung muß vor der 17. Abonne- Frankfurt am MainA Pferde-Märkle 30. Januar. 27. Februar, 27. Mira, 8. Mai. 12. Juni 11. Juli. Durchschnittlich Auftrieb 400 Pferde aU Rasaeo. auch Schlachtpterde; grüble Au»- wahl u. besteGeleßenh. f. Kauf od.Tausch Ein Besuch dies. Märkte Ist zu empfehlen. Oer Handel Sonntage verboten. 628 V Ranglogen 2 bis 6 und 13 bis 17, 1. Rang (Reihe 1 und 2) Ranglogen 7 und 8 und 11 und 12, Proszeniumslogen Sperrsitz (Reihe 1 big 9), 1. Rang (Reihe 3 und 4) Sperrsitz (Reihe 10 bis 13), 1. Rang (Reihe 5 und 6) und Logenrück- platze Sperrsitz (Reihe 14 bis 18), 2. Rang Dorderplatz (Reihe 1, Mitte) 2. Rang (Reihe 2 und 3), 2. Rang Bekanntmachung. Die Anmeldung der mit Beginn des neuen Schuljahrs (24. April 1933) schulpflichtig werdenden Kinder bat zu erfolgen: 1. für alle Knaben: Dienstag, den 31. 3a- nuar 1933, 9 bis 11 Uhr, in der JJe- stalozzifchule, Nordanlage 8; 2. für olle Mädchen: Mittwoch, den 1. Februar 1933, 9 bis 11 Uhr. in der Schillerschule, Schillerstraße 8. Bei der Anmeldung ist der Impstchein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein vorzulegen. Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 1. Mai 1933 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1933 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich ais schulreif erkannt werden. Lin weiterer Termin für die Schulaus- müssen Sie sich UADasWort eiapr®8e,n/ wenn Sie Ihre (DEU/nUl Hühnerauge« EDE nvnl los sein wollen. Hühneraugen-Lebewohl Blechdoee (8 Pflaatar) 68 Pf., In Apotheken u. Drogerien. Sicher in haben; Med.-Drog. flau» Hindenburg, M. Eigne. Selteriweg Ma; Löwen-Drog. W. Kilbmger Nacht, Selteriweg 69; H. Moll. Ludwigeplatz-Drogerie u. Neustadt-Drogerie; Germania- Drogerie C. Seibel, FrankfurterStraße 39: 0 Wleterheff, Drogerie. Kreuzplatz D—10- 7629 V Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B> wurde am 24. Januar 1933 bei der Firma Deutsche Bank und Disconto-Gesellschast, Zweigstelle Gießen in Gießen folgendes eingetragen: Dr. Peter Brunswig, Bank- direkior, Berlin, ist zum Vorstandsmit« gliede bestellt. Die Prokura für Dr. Peter Brunswig ist erloschen. Dr. Franz A. Bo- ner und Dr. Werner Kehl sind nicht mehr Vorstandsmitglieder. 621D Gießen, den 25. Januar 1933. Hessiches Amtsgericht. Gießen, den 25. Januar 1933. Stadtschulamt. I.V.: Fischer. Bekanntmachung. Auf Grund der Vorschriften der Reichs- Verdingungsordnung sollen die Auhrleisiungen für die dem Städtischen Tiefbauamt unterstehenden Betriebe für die Zeit vom 1. April 1933 bis 31. Marz 1934 in drei Losen vergeben werden. Die Angebote sind unter Benutzung der vorgeschriebenen Formulare bis zum Eröffnungstermin am 616D Montag, dem 13. Februar 1933 vormittags 10 Ubr verschloßen, versiegelt und mit entsprechenden Aufschriften versehen an das Städt. Tiefbauamt, Asterweg Nr. 27, abzugeben. Zuschlags- und Bindefrist: vier Wochen. Gießen den 27. Januar 1933. Städtisches Tiefbauamt: ©rattert SlErolurc- -Kundendienst prüft a. 8. kostenlos alle gelieferten Apparate, auchScando-Waschmaschinen. Besuchsanforderungen erbeten an: osee König, Kavlaneigasse 2, Telephon 4325 Sladltheater-Abonnement Die Einlösung des fünften Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Io- Wäsche kaufen? Keine Bange, Wäsche hält noch mal so lange, und das Waschen ist so leicht, wenn mit BURNUS oingeweicht. Die grosse sdvnutzlösende Wirkung des BURNUS beruht auf seinem Gehalt an Enzymen (d. s. Verdauungssäfte). Diese Enzyme haben die Eigenschaft, den Schmutz gleichsam zu verdauen, können aber ihrer ganzen Natur nach niemals die Wäschefaser angreifen. BURNUS ist in einschlägigen Geschäften erhältlich in Dosen zu 20 und 49 Rpf. Interessante Druckschriften über das einfache und billige BURNUS-Wasch- vefflhtMkMt**» dvrdi die AUGUST JACOBI A.6..DARMSTADT Frdr.Telpel Gäste willkommen! E ntritt frei! 16 Markt 16 Bahnhofstraße 45 3. Jahresversammlung. 83SD I. A.: Der Vorstand. 422 A Frankfurter Sechs-Tage Rennen 3. bis 9. Februar 1933 645 D 0554 Vorverkauf Hap?fi-Beisebflro. Selten». 89 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Steinbach, 30. Januar 1933 r 0598 Ihre Vermählung geben bekannt Meine Gesangschule 613 D befindet sich Wieseck, 29. Januar 1933 626 D der Vorstand. Um zahlreiche Beteiligung bittet 661 Di 654 C zeigen die Geburt eines Stammhalters an ausgenommen werden. 616D *e«*eee< Marie Zecker Karl Häuser Oiplomkaufmann Karl Weller und Frau Lina, geb. 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