Nr. 502 Lrftes Blatt 183. Zahrgang Mittwoch, 27. Dezember 1935 (Er|d) a r t e 16 in dem früher durch und durch roten Moabit, wo sie unter freiem Himmel in der Rostocker Straße 1200 der ä r m ft e n Kinder jenes Stadtteiles bescherte. Jedes Kind erhielt ein Lebensmittelpaket, dessen Inhalt durch Sammlung innerhalb der SA. aufgebracht worden war. Die Rostocker Straße und die Wittstocker Straße waren während der Feier durch Fackeltragende SA.-Männer flankiert. Auf der Straße standen unzählige kleine Tische mit Weihnachtsbäumen, unter denen die Geschenke für dis Kinder lagen. Musikvarträge der SA.-Kapelle umrahmten die eindrucksvolle Feier, bei der Minister Goebbels in einer kurzen Ansprache darauf hinwies, daß früher die Rostocker Straße kaum ohne Lebensgefahr von SA.-Männem hätte betreten werden können; heute am ersten deutschen Weihnachtsfest wolls der Nationalsozialismus seinen ehemaligen Feinden den echten Sozialismus durch die Tat beweisen. Nur ein Gedanke beseele heute das ganze deutsche Volk: die Verwirklichung und Erreichung der großen Ziele des Dritten Reiches. 0er Führer bei feiner alten SA. in München. München, 26. Dez. (CNV.) Der Führer traf im ßaufe des Weihnachtstages in Begleitung seines Adjutanten Brückner hier ein und verbrachte mehrere Stunden im Kreise seiner Getreuen. Der große Wagner-Saal war festlich geschmückt. Aus den Tischen standen viele hunderte kleine Christbäumchen für die SA.-Männer, die reichlich beschert wurden. Eine SA.-Kapelle verschonte die Feier. Im Verlaufe der Feststunden ergriff der Führer das Wort zu einer Ansprache, die von den Anwesenden begeistert aufgenommen wurde. Der Kanzler gab einen kurzen Abriß der politischen Geschehnisse der letzten 10 Jahre und schloß mit einem herzlichen Weihnachtsgruß an alle seine S A.q Männer. Hossenselder nicht mehr Bischof von Brandenburg. Ter neue Neichsleiter derTcutfchenChristen Berlin, 23. Dez. (TU.) Nachdem Bischof Hossenselder schon vor einigen Tagen sein Amt als geistlicher Vizepräsident des Oberkirchenrats und Stellvertreter des ßanbes» bischofs der Alt-Preußischen Union niedergelegt hat, ist er, wie verlautet, nunmehr auch von seinem Amt als Bischof von Brandenburg zurückgetreten. Infolge der Neubildung der Reichsleitung der Deutschen Christen hat Hossenselder auch sein Amt als Reichsleiter der Glaubensbewegung niedergelegt. Der als Nachfolger des Bischofs Hossenselder zum Reichsleiter der Deutschen Christen berufene Dr. Kinder entstammt einer alteingesessenen Familie im Dithmarschen. Er ist 1897 in Plön (Schleswig- Holstein) geboren, wo sein Vater Bürgermeister war. Seine Mutter ist die Tochter des bekannten Predigers Konfistorialrat Calausen in Bruegge bei Plön. Dr. Kinder besuchte in seiner Vaterstadt zuerst die Volksschule und dann das Gymnasium. Kurz nach dem Abitur rückte er im Oktober 1914 ins Feld. Er wurde zweimal verwundet und kehrte 1918 als Offizier in die Heimat zurück. Er studierte nunmehr Jura und schlug die Rechtsanwaltskarriere ein. Ab 1925 arbeitete er als Jurist im ßandes- kirchenamt in Kiel. Heute ist Dr. Kinder juristischer Vizepräsident des ßandeskir- chenamts in Kiel, nachdem er im Juni und Juli d. I. als Staatskommissar für die ßandeskirche von Schleswig-Holstein gewirkt hatte. Infolge seiner engen Verbundenheit mit den führenden Männern der NSDAP, in Schleswig-Holstein — Dr. Kinder ist Mitglied der NSDAP, und SA.-Mann — gestaltete sich die Zusammenarbeit des Kirchenregiments mit dem Staat in Schleswig-Holstein von Anfang an besonders glücklich. Zur bevorstehenden Schulreform. Berlin, 23. Dez. (WTB.) Vom Reichsministerium des Innern wird mitgeteilt: In der letzten Zeit sind der Oeffentlichkeit von verschiedenen Seiten Pläne zur Schulreform übergeben worden. Zu einer Beunruhigung liegt kein Anlaß vor. Die notwendigen Reformpläne werden zur Zeit in der Kulturabteilung des Reichsministeriums deq der Besitz der Macht gewesen sein. wie Reichsminisler Dr. Goebbels als Zeuge mit su ntc rnebmun« epar- e r a b e 3 u gesund- cise in Anspruch Recht ausführte, hat die NSDAP. vor 5. Mär; infolge ihrer starken llcbermocht Schuh der Schuljugend gegen übermäßige Beanspruchung. dem und gelbem von mehr als 15 Millionen Volksgenossen gebildet lind und die über einen jönpothefenbeftanb von mehr als zwei Milliarden Mark verfugen weitere Entlastung und Belebung der deutschen Wirtschaft zu fordern. — An der freiwilligen Zins- senkung sind in ganz besonders hohem Matze die Lebe u» Versicherung? u nte rnebmun- gen beteiligt, deren Kapitalanlagen au» den Spar- Das Urteil hat in der holländischen Oeffentlichkeit keinerlei Ueberraschung hervorgerujen. da man Io- roob£ die Todesstrafe für van der Lubbe, als auch die Freisprechung der anderen Angeklagten erwartet bat. 3m . Aligemeen 5)andelsblod" wird u. a. gesagt, der Freispruch Torglers werde, vom rechtlichen Standpunkt aus gesehen, mit Zustimmung *ur Kenntnis genommen Den 'Richtern -in Leipzig komme in der Tat ein Wort warmer Huldigung vu für den Beweis von Selbständigkeit des Urt-ils, den sie mit dieser Freisprechung gegeben hätten. Daa sozialdemokratische Organ ,.H e t V o l k" erklärt, roie nicht anders zu erwarten, dah das Rcchtsgefühl -n- bcfriebiflt bleiben und der Prozeß nicht eher zur Ruhe kommen werd? ehe die Mitschuldigen van der Lübbes nicht gefunden und abgeurleiU seien. Schweizer Vresiestimmen Basel, 23. Dez. (TU.) Dos Urteil im Reichs» tagsbrandstisterprozetz wurde in Basel durch Extrablätter bekannigegebcn. Die „Reue Züricher Zeitung", die vor einigen Tagen erNorte, an dem Richterspruch über Torgler werde sich für die Weltöffentlichkeit erweisen, ob die Unabhängig- feit der Rechtsprechung in Deutschland durch die politische Umwälzung in ihrem Lebensnerv berührt sei, sieht nun die Probe für die deutsche Justiz als bestanden an. Die „Reue Baseler Zeitung" erklärt, die marxistische Presse werde natürlich nichts unterlassen, das frei- Leipzig, 23.Dez. (ALB.) In der Begründung des Urteils im Reichstagsbrandstifterorozeß führte der Dorfitzende Senatsprasident Dr. Bünger weiter folgendes aus: Die Gefahr einer Voreingenommenheit und un« bewußten psychologischen Befangenheit könne auch darauf beruhen, daß ein Zeuge sehr mit dem Herzen bei der Lache sei und in anerkennenswerter Weise bemüht sei, .zur Aufklärung des empörenden Derbrechens bei fragen, wie denn überhaupt gegen Karwohne, Frey und Kroyer und gegen jeden an- deren Zeugen dieser Art der Borwurf der Leichtfertigkeit in keiner Weise er- hoben werden ''olle Auch die anderen gegen Torgler geltend gemachten Derbachtsgründe holte der Senat für nicht bewiesen oder für nicht durchschlagend. Die Torgler beia- stenden Zeugen halte das Gericht nach dem persönlichen Eindruck und unter Berücksichtigung ihrer Lor- strafen für unglaubwürdig. Die Bekundungen des Zeugen Weberstedt über ein Zusammensein van der Uubbcö und Torglers, sowie Dimitroffs und Torglers im Obergeschoß seien von der Ankiagebehörde nicht für ausschlaggebend angesehen worden. Was D i m i t r o f f betreffe, äußerte der Vorsitzende weiter, so schließe seine Abwesenheit von Berlin am Brandtag eine Mittäterschaft und geistige Urheberschaft keineswegs aus. Vor allem bleibe er verdächtig, sich trotz feiner gegenteiligen Behauptungen mit Angelegenheiten derKPD. besaßt zu haben. Ein schlüssiger Beweis jedoch, in welcher Weise er für die KPD. tätig gewesen ist, lasse sich aber ebensowenig führen wie der Beweis, wieweit er an der Brandstiftung mittätig war und wieweit er mit Lubbe bekannt ist. Die Bekunduaacn des Zeugen Helmer über ein wiederholtes Zusammensein Dimitroffs mit Lubbe im Bayernhof unterlägen erheblichen Bedenken. Vor allem spreche dagegen die Tatsache, daß van der Lubbe sich in der von Helmer angegebenen Zeit größtenteils in Holland aus- gehalten hat. Die bestimmte Erklärung Helmers, ein Irrtum sei ausgeschlossen, ändere nichts an der Unwahrscheinlichkeit seiner Bekundung. Auch Po pass erscheine nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme nicht ausreichend überführt. Auch gegen ihn bestehe der Verdacht, in Deutschland außer den Interessen seiner bulgarischen Parteigenossen auch andere unaufgeklärte Ziele verfolgt zu haben. Die Zeugenaussagen könnten jedoch nicht den Beweis stützen, daß Poposf mit van der Lubbe zusammengewesen fein soll. Ein ausreichender Beweis für die Beteiligung Taneffs am Reichstagsbrand fei gleichfalls nicht erbracht. Wenn danach, betonte Dr. Bünger, die angeklagten Bulgaren und Torgler als Mittäter nicht überführt werden können, so besteht doch fein Zweifel, inwelchemLager sichdie Mittäter befunden haben. Die näheren Ausführungen werden im schriftlichen Urteil erfolgen. Hier sei nur folgendes gesagt: Unzweifelhaft war der Reichstagsbrand eine politische Tat. Die ungeheure Größe dieses verbrechens weist auf die Gröhe und Gewaltigkeit des kampfobjckles hin, und dieses kann nur Die Berliner Blätter betonen übereinstimmend, daß der Frsisvruch Torglers und b?r drei Bulgaren in keiner Weise ein- Widerlegung der Anschauung bedeute, daß die KPD. in der fraglich-m Zeit einen gewaltsamen Umsturz versucht habe. Das Urteil sei rein formal gegen d i e Personen der Angeklagten gefällt und bezi"he sich 6uf die Frage der Brandstiftung. Es sei aber k"in Urteil darüber gefält warben, daß n'cht tatsächlich der bolschewistische Aufstand kurz vor dem A u s b r u ch gestanden hätte. Der „Völkische Beobachter" bezieht sich auf die Ausführungen der NS Parteikorrespvnd nz und lagt, diese Stellungnahme zum Leipziger Fehlurteil entspreche zweifellos der Auffaflung des gesamten deutschen Volkes, soweit es sich sein gesundes Rechtsempfinden noch nicht ganz habe trüben la'f-n. «Wir find überzeugt, daß das nationalfoüaliftikbe Deutschland dieses Urteil nicht ohne Folgerungen für die Regelung von Zust.ln den in der Rechtspflege hinnimmt, die eine solche Prozeßführung ermöglicht. Es wird lehr schnell die n '.'wendigen Folgerungen zu ziehen mitten und Zu'tände beteiligen, die geeignet sind, die Erfolge der nationalsozialistischen Revolution zu beeinträchtigen " Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" weist darauf hin, daß das Urteil allen in deutsch- feindlichen Auslandskreisen ausgestellten Behduptun- gen von der^politischen Abhängigkeit der Leipziger Richter die Spitze abbrichk. Die kommunistische und anlideuiiche Propaganda hätten damit eine neue Niederlage erlitten. Zum Urteil selbst sagt das Blatt, es ist zu bedenken, daß für den Spruch des Senats — das bringt die Begründung deutlich zum Ausdruck — nur das nach dem Paragraphen des Straf- geietzbuches verwertbare und einwandfrei als lest- a-slellt ermittelte Material berücksichtigt werden konnte. Die Unsicherheit hinsichtlich des Perionen- krei'es, der an der Brandlegung vom 27. Februar bete-hgi mar. erstreckt -ich - i d) t auf den Auftraggeber, in die'er Hmfich: sprich! sich oie Urteilsbegründung mit äußerster Klarheit dahin Onnern bearbeitet und zu gegebener Zeit der Oeffentlichkeit übergeben werden. Der künftige Schulaufbau wird den Anforderungen der national- sozialistijchen Weltanschauung ebenfo Rechnung trogen, wie dem Geschichtlich-Gewordenen unserer Schulen, soweit es in den neuen Staat Hineinpatzt München, 23. Dez. (WTB.) Die Nationalsozialistische Korrespondenz schreibt unter der Uederschrift „Das Leipziger Fehlurteil" u. a.: Das Urteil im Reichstagsbrandprozeß ist nach dem Rechtsempfinden des Volkes ein glattes Fehlurteil. Wir können uns nicht einmal die formaljuristischen Gründe des Gerichts zu eigen machen, da sie selbst dem heutigen staatspolitischen Rechtsempfinden in Deutschland in keiner Weise entsprechen. Wenn das Urteil nach dem wahren Recht, das im neuen Deutschland wieder feine Geltung haben soll und im Volksempfinden feine Wurzel hat, gesprochen worden wäre, hätte es an- ders gelautet. Dann wäre allerdings schon die ganze P r ozeßanlage und die P r o e ß s ü h - r u ng eine andere gewesen. Wenn man riberhaupt von einem für das deutsche Volk positiven Ergebnis dieses Prozesses sprechen will, dann kann höchstens hingewiesen werden auf die eindrucksvolle Wiederlegung der verleumderischen Behauptungen, mit denen die antideutsche Greuelpropaganda gerade den Reichstagsbrand zum Anlaß beispielloser Hetzseldzüge genommen hat. Nicht ein Schimmer der Verleumdungen der Gegenseite konnte aufrecht erhalten werden. Mit umso größerer Ueberraschung wird das deutsche Volk von dem Freispruch Torglers und der übrigen aus- ländischen voterlandslosen Drahtzieher Kenntnis nehmen, nachdem es in den einzelnem Stadien des Prozesses immer erneut ein Bild von der Größe und Brutalität der bolschewi- stischen Gefahr erhalten und immer wieder die Erkenntnis vertieft wurde, daß das furchtbare Chaos der Staatsvernichtung und des Bruderkrieges nur durch das verantwortungsbewußte entscheidende Handeln des nationalsozialistischen Staates in l e tz - ter Stunde abgewendet wurde. Wäre in Deutschland der Kommunismus nicht von der nationalsozialistischen Revolution niedergeschlagen und seine Träger nicht unschädlich gemacht worden — durch solche falschen juristischen Verfahren wie das foeb-’n geendete wäre die kommunistische Gefahr in Deutschland niemals beseitigt worden. So ist gerade dieses Urteil ein Fehlurteil, das mehr vielleicht als jedes andere die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform unseres Rechtslebens mit aller Deutlichkeit erweist. Hypotbekenzinsscnkunaen bei öen Versicherungsgesellschaften. Berlin, 23. Del (WTB) Die Im Reich«, verband Oer Prioatversichcrung zu- sammengeschlossenen Versicherungsgesellschaften, so- wie die öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalten haben zur Verbesserung der Lage des Haus- und Grundbesitzes den Zins- I ci tz ihrer gesamten Hypothekenbestande, soweit dies inzwischen nicht schon geschehen ist, für die Zeit vom l Januar 1934 ab einschliesslich eines laufenden Derwaltungskostenbeitrages auf 5' » herabgesetzt, um durch diese praktische Maßnahme die für zulässig erklärt. Die Bcfugni» zu einer solchen nachträglichen Strafverschärfung, die an sich von dem Grundsatz de« 8 2 Des StGB, abweiche, stehe außer Frage sofern, wie hier, die Strafbarkeit der Handlung zur Zeit der S t r a f b e st i m m u n g gegeben war. Danach war gegen van der Lubbe die Todesstrafe zu verhängen. Außerdem wurde der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit ausgesprochen. Damit schließt der Präsident die Begründung seines Urteils. Als der Senat im Begriff ist, den Saal zu verlassen, springt Dimitroff auf, um noch eine Erklärung abzugeben. Er kommt aber nicht mehr zum Wort, da die Senatsmitglieder bereits Öen Saal verlosten haben. Die Angeklagten werden sodann abgeführt. Mit der heute verkündeten Entscheidung des Reichsgerichts ist das Todesurteil gegen van der Lubbe rechtskräftig geworden, da es ein Rechtsmittel- dagegen nicht gibt. Die Todesstrafe darf allerdings nicht vollstreckt werden, bevor nicht die Gnadeninstanz erledigt ist. Für einen Gnadenakt kommt im vorliegenden Falle nur d e r Reichspräsident in Frage. Das Urteil ist auch hinsichtlich der erfolgten Freisprechungen mit dem Augenblick der Verkündung rechts- kräftig geworden. Es kann durch kein Rechts- mittel angefochten werden. Die Haftbefehle gegen die im Reichstagsbrandstifterprozetz freige- sprochenen Angeklagten Torgler, Dimitroff, Poposf und Tanesf sind durch das freisprechende Erkenntnis insoweit aufgehoben, als cs sich um die gerichtliche Haft der Angeklagten handelte. Im Anschluß an die Urteilsverkündung ist nun diesen Anaeklagten alsbald eröffnet worden, daß sie zur Verfügung des Reichsknnenministerinms gehalten und in Schutzhaftgenommen werden.' Berlin, 23. Dez. (TU.) Der Reichsm i nist er des Inneren teilt mit Durch die in den letzten Tagen in der Presse veröffentlichten Leitgedanken zur Schulordnung sind die Ansprüche der Schule und der Hitler-Jugend auf die Sd)iiler und die Rechte des Elternhauses auf Erhaltung des Familienlebens in der erforderlichen Weise ab gegrenzt worden. Aus zahlreichen Vorstellungen ist zu entnehmen, daß die Schuljugend auch außerhalb von Schule und Iugendbund und vielfach unabhängig von diesen von den verschiedensten Organisationen und Vereinen in e i n er oft heitsschädigenden Die llrteilMründimg im ReichsWbrandWerprozeß Oer Kommunismus in vollem Umfang schuldig gesprochen. ihres schnellen Anwachsens schon den Dahlersolg in der Tasche gehabt. Sie h a l l e n i ch l nölig, durch ein Verbrechen ihre Dahlaussichien zu verbessern. Auch gesmnungvmähige Hemmungen der Partei schließen einen derartigen verbreche- rischcn Dersuch, wie er von gewissenlosen Heizern der Partei zugeschoben wird, von vornherein aus. Die dahingehenden Behauptungen von Schmähschriften sind auch durch die verantwortliche Vernehmung in der hauplverhandlung voll widerlegt worden. Es kann sichnurum eine Tat linksradikaler Elemente handeln, die sich von Ihr wahrscheinlich die 7Nög- lichkeit eines Regierungs- und Berfassungs- slurzcs und ihre Rkachlerkämpsung versprachen. Die KPD. hat solche hochverräterischen Ziele in ihrem Programm. Sie ist die Partei des Hochverrats und hat sich oft als diese bezeichnet. Die Annahme, daß die Mitarbeiter van der Lübbes in den Reihen der KPD. zu suchen sind, verstärkt sich dadurch, daß van der Lubbe selb st Kommunist ist. Das ist zwar bestritten worden. .Der Senat hat sich aber zu der Meinung bekannt, daß van der Lubbe in der Tat seiner Gesinnung und Betätigung noch auch jetzt noch Kommunist ist. Mag er sich eine kommunistische öpielart ausgedacht haben, so spielt das gar keine Rolle. Es kommt darauf an, ob van der Lubbe den Grundprinzipien der Kommunisten zustimmt, und ob er sich nach dieser Richtung betätigt hat, und das nimmt der Senat an. Die Bedeutung lemcs Austritts aus der Partei darf keineswegs überschätzt werden. Die Behauptung der Angeklagten, die Partei verwerfe den individuellen Terror, ist abzulehnen. Da- hingcflellt sei, wieweit die Parole „Schlagt die tXaldhften ..." ernstlich bekämpft worden ist. Der Verlauf der Kümpfe namentlich des Jahres 1932 “nJ J'« zahlreichen Bkutopfer d e r R D A P. sprechen eine beredte Sprache dagegen. Entscheidend ist jedoch, daß es sich beim Reichstagsbrand gar nicht um individuellen Terror bandelt, sondern um einen Akt des Massen terrors. der der Auftakt zum politischen Mafscn- streik und Massenaufstand sein sollte. Die B.'hauv- lung, es habe eine revolutionäre Situation zur Zeit d" Reichstagsbrands gefehlt, und die KPD. Habe sich in der Verteidigung befunden, ist ebenfalls ob- zulehnen, denn für ein Zurückweichen der KPV. nach Ucbcr- nahme der Macht durch die NSDAP. am 30. Januar ohne den geringsten versuch, das jahrelang vorbereitete und erstrebte politische Ziel zu erreichen, lag nicht der mindeste Anlaß vor. 3m Gegenteil war es für die ÜPV. die letzte Möglichkeit, das Ziel zu erreichen. Auch die Linheitsbestrebungen dienten den hochverräterischen Angriffszielen der KPV. Vie Entwicklung der Dinge war augenscheinlich so ge. dacht, daß man durch ein weithin sicht- bare» Fanal ein die Arbeiterschaft bl» In Ne Reihen der Sozialdemokratie in ihren Tie- frn aufrüttelnde» Zeichen gab. sie da- flenommen wird. Die Schüler werden dabei zu öffentlichen Kundgebungen, Vereinssesten, Theater- aussuhrungen, zur Stellung lebender Bilder, zum Dortrag von Chören usw. bis in die späten Nacht st unden herangc^ogen. Die Schüler fmb durch ihre Pflichten gegenüber dem Elternhaus, der Schule und der Kirche bereits s o stark beansprucht, daß jede darüber hinaus- gehende zu einer Verkürzung der Nachtruhe führende Heranziehung einen Raubbau an ihrer Gesundheit bedeutet. Der Reichsminister des Inneren hat die Landes- regierungen daher ersucht, durch strenge Handhabung der in den Schulordnungen der Länder enthaltenen Bestimmungen und, soweit nötig, durch Erlaß schärferer Bestimmungen einer solchen mißbräuchlichen Ausnutzung der Schuljugend ohne Rücksicht auf die betreffende Organisation entschieden entgegenzutreten. Der Reichsminister des Innern hat den Stellvertreter des Führers, den Führer der Deutschen Arbeitsfront, d> n 3uqcnbfübrer des Deutschen Reiches und den Reichssportsührer gebeten, ihn und die Landesregierungen bei den Maßnahmen zum Schutze der Geiundheit der Schuljugend nachdrücklichst zu u n t e r st ii tz e n. Der NE-Lehrerbund bleibt in seiner alten $orm bestehen. 'Berlin, 23. Dez. (ERB.) Von der Pressestelle d- > Nationalsozialistischen Lehrerbundes wird mit- geteilt: lieber die Verfügung des Leiters der PO. Pg. Dr. t i), nach der öic in den Nebenorganifa- iianeu der Partei befindlichen Par- teige nassen zusammengefaßt werden, stoben, soweit es sich um den NSLB. handelt, jmi- scheu dem Vertreter der Reichsleitung der NSDAP. Pg. Amtsleiter Schwarz und dem Staatsminister Pg. Hans S ch e m m Verhandlungen stattgefunden, die zu völliger Ucbcreinftimmung über die organisatorische Loge führten. Danach bilden unbeschadet 1,1 1 r wi iteren Zugehörigkeit jum NSLB. kü Die Parteigenossen des NSLB. die national- sozial.! frische Lehrerfront (NSLF.) Der Nationalsozialistische Lehrerbund fNSLB.) bleibt demnach in seiner alten organifa» torischen Form b e st e h e n. Wie die NSBO. d-n Kern der Deutschen Arbeitsfront darstellt, wird in Zukunft die NSLF. den Kern des NSLB. bilden. Die Aufgabe des NSLB. bleibt die Parole „Ein Volk, ein Erzieherstand". Die Facharbeit für alle Schularten und Sachgebiete wird unverändert von hing „t rztehung und Unterricht- durch geführt. Zu dieser Facharbeit werden alle geeigneten Mitglieder des NSLB. herangezogen, um so a u ch unier h c n Nichtporteigen offen eine F ü I) r e r a u s I e f e im Sinne der allumfassenden Volksgemeinschaft zu gewährleisten. Um schon jetzt eine der Totalität der NSDAP, entsprechende Geschlossenheit der Erziehung zu schassen, schließen sich die gegenwärtig noch vorhandenen alten Lei; rerver bände korporativ dem NSLB. an. Durch diesen Anschluß wird die deutsche Erzieher- fl • 111 Eins ch a t t gebildet. Der Führer der deut- n inschast ist der Führer der NSLF. und des NSLB. Staatsminister Pg. Hans Echem m. Ein W i e b c r a u f I e b e n der bereits aufgelösten ober in Auflösung besinblichen Verbände ist nach der Verfügung des Reichsministeriums des Innern vom X Dezember absolut verboten Es darf jedoch auf die gegenwärtig bestehenden Lehreroer- bände k e i n ä u ß e r e r D r u ck z n r A u f l ö f u n g ausgeübt werden. Anderfeits muß dem Willen der Mitglieder, ihren Verband auf fatzungsgemöß-'m üöege aufzulösen, Rechnung getragen werden. 7to£8.ein$ige von Preußen anerkannte Erzieherorqonisation. Berlin, 23. Dez. (WTB.l Im Hinblick auf die gemeinsame Erklärung der NSDAP, und des Rci- ch" vom 8 Dl zembe, 19.33, gi zeichnet von den Reichsimmstern Heß und Frick und dem baticri- fdjen Kultusminister Schemm, die den NSLB. als die große deutsche Erzieherfront analog der Bauern- front und der Arbeitsfront bestätigt, hat der preu- flildN Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung R u st angeordnet, daß in Zukunft die ihm unterstellten Behörden einen amtlichen Verkehr mit anderen Erziehervrganifationen außer der des NS -Lehrerbundes nicht zu pflegen Haben. mit aufrührerischen Massenaktionen über die noch zögernden sozialdemokratifcheu Führer hinweg geneigt machen wollte und im Falle be» Gelingens dieses Plans durch Ausgabe der Ge- reralftreitlofung die Dinge zum bewaffne- I e n Auf st and und zum Ziele ber RiachI - ergreifung trieb. Zhre Angriff»pläne hat die KPD. feil 1932 nicht nur nicht aufgegtben, sondern in verstärktem Maße propagiert und vorbereitet. Das in der Hauptverhandlung vorgetragene Material ist überreich. Der Vorsitzende wies auf die un» unterbrochene Ansammlung von Waffen bei den Kommunisten hin und betonte, daß es sich bei dem Reichstagsbrand um ein hochverräterisches Unternehmen der KPD. im Sinne des Paragraphen M des StGB, gehandelt bat. Lubbe hat bei der Inbrandsetzung des Reichstags zusammen mit seinen Mittätern das hochverräterische Ziel der KPD. verfolgt, durch Erregung der Massen und Anzettelung des Generalstreiks zum gewaltsamen Umsturz zum Zwecke der Errichtung der Diktatur des Proletariats überzugehen. Hieraus ergibt sich, erklärte der Vorsitzende, die Feststellung, daß sich die Branbftistungen beim Wohlfahrtsamt, Rathaus und Schloß als eine auf einem gemeinsamen Vorsatz b e - ruhende fortgesetzte Handlung darstellt. Van der Lubbe war daher nach § 81 Nr. 2, 82, 306, 307 43 und 73 des StGB, zu bestrafen. Die strafrechtlichen Bestimmungen über die aufrührerische Brandstiftung sind nach der Verordnung vom 28. Februar 1933 zum Schutz von Volk und Staat in Serbinbuna mit ben Gesetzen vorn 24. unb 29. März 1933 dahin abgeändert worden, daß die Todesstrafe vorgeschrieben ist. Zum Schluß geht der Präsident sodann auf die Frage der Rückwirkung ein, deren Anordnung er im Dege eines Regierungsgesehe» Echo her Presse. aus, baß bie Sch u l b bes Kommunismus, olso auch ber früheren beutschen KPD erwiesen ist. Der Reichstagsbranbstifkung unb bes Hochverrats schuldig befunden wurde der Kommunismus. Der „Lokal-Anzeiger" sagt, das Volks» urteil fei durch ben Leipziger Spruch bestätigt roor- ben. lieber Lubbe sei ber weiße Stob gebrochen. Aber ber Kampf um feine '21 n ft i f t e r unb Mittäter im weitesten Sinne werde weitergehen, weil hier vor unb im Prozeß leider nicht alles auf- geklärt worben fj Torgler, gegen ben vor allem feine eigene politische Ueber^cugung bie stärksten Fnbizien beigebracht habe, habe burch bicje Lucke im Beweis in einen juristischen Freispruch schlüpfen können, aber er bleibe als Staatsfeind und Hochverräter mindestens politisch im Anklagezus«nb Die „Börsenzeit it n g" führt aus: für das deutsche Volk ist die Schuld unb Mitschulb aller Angeklagten ebenio erwiesen wie bie Schulb berjenigen Kräfte unb Bi ächte, bie nicht persönlich, sondern nur moralisch mit aus der Leipziger Anklagebank saßen. Es gibt in Deutschland heute niemanden mehr, der noch daran zweifelt, daß Komintern und KPD. den bewaffneten Aufstand für dieses Frühjahr vorbereitet hatten, unb daß der Reichstagsbrand hierzu bas Fanal werden sollte. Der „B ö r s e n c o u r i e r" hebt hervor, baß bas höchste beutsche Gericht nicht nur mit feinem enb- gültigen Urteilsspruch, sonbern mit der ganzen Führung bes Prozesses bie Eigenschaften bewährt, bie der Rechtsaebanke bes neuen Deutfdjlanb vom Kö- niglitben R dj^r erwartet: Unbeirrbaren Willen >um Recht, höchste unvoreingenommene Sachlichkeit in ber Ermittlung unb Auswertung des Tatbcftan- bes, völlige äußere unb innere Unabhängigkeit Die „Deutsche Zeitung- betont, baß bas Gericht in völliger Objektivität unb mit vollendeter Gewissenhaftigkeit entschieben habe. Eine anberc Frage aber sei. ob es tunlich erscheine, auch in Zukunft politische Straftaten nach ber Art ber Reichstagsbranbftiftung zu sühnen. Holländische Vorstellungen in Berlin? Haag, 23. Dez. lWTB.) Wie halbamtlich verlautet, wirb wahrscheirllich ber nicberlänbi» s ch e Gesanbte in Berlin wegen bes Tob es- Urteils gegen van der Lubbe Vorstellungen erheben mit der Begründung, daß das Gesetz, auf Grund dessen van der Lubbe zum Tode verurteilt wurde, erst verkündet wurde, nachdem die Brandstistung begangen war. — Dazu ist zu bemerken, baß bie Frage ber rüdroirfenben Erhöhung J)cr gesetzlichen Strafe bereits von ber Ber- •t c i b i g u n fl aufgeworfen war unb von dem erkennenden Gericht in feiner Entscheidung eingehend gewürdigt worden ist. sprechende Urteil als Erfolg des von ihr inszenierten Weltrummels hinzustellen. Es sei indes keine Rede davon, daß das Leipziger Urteil unter dem Druck dieser kommunistischen Machinationen erfolgt sei. Wenn irgend etwas ein freisprechendes Urteil hätte in Frage stellen können, so sei es gerade diese unverantwortliche Hetze gegen das deutsche Regime gewesen. Einwandfrei stehe heute fest, daß die schweren Anschuldigungen, wie sie beispielsweise im berüchtigten Braunbuch gegen die heutigen Machthaber Deutschlands geschleudert wurden, in Nichts zusammengebrochen seien. — Die „Nationalzeitung" schreibt: Das Urteil des Reichsgerichtes wird dem Auslande neues Vertrauen in die deutsche Rechtssicherheit einflößen. Pariser Echo. Paris, 23. Dez. (TU.) Das Urteil im Reichs- tagsbrandstifter-Prozeß bildete den Gesprächsstoff in Paris. Die kommunistische „H u m a n i t e" hat ein Extrablatt veröffentlicht, das auf der ersten Seite eine gemeine Karikatur des Reichsministers Göring bringt. Nicht minder unflätig ist der Text des „Extrablattes", das neben der Wiederholung alter Verleumdungen das Leipziger Urteil als unter dem Druck des Weltproletariats zuftandegekommen bezeichnet. — „Paris S o i r" schreibt u. a.: Die Regierung werde zweifelsohne die Gelegenheit benutzen, um die Gerechtigkeit der deutschen Justiz zu unterstreichen. Aber die Partei scheine durchaus nicht begeistert von dem Leipziger Urteil zu sein. — „Paris Midi" erklärt, daß der Freispruch Torglers von vornherein keinem Zweifel unterlegen habe. Es bleibe die Frage offen, ob Torgler als Ehef der KPD. nicht in ein Konzentrationslager überführt werde. Das Blatt wendet sich dagegen, daß der Reichstagsbrandprozeß, der eine inner- politifcheAngelegenheitDeutfchlands fei, von französischen Führern der Linken zu politischen Zwecken ausgebeutet werde. Wenn man die Propagandatätigkeit der marxistischen Kreise in Frankreich beobachte, so habe man den Eindruck, als ob sie die gleichen Kundgebungen wiederholten wollten, die sie gelegentlich der Verurteilung Saccos und Vanzettis in Paris abgespielt hätten. Die gesamten Linksblätter hatten schon am Samstagmorgen ihre Anhänger zu Massenkundgebungen auf den Straßen aufgefordert, um gegen eine etwaige Verurteilung Torglers zu protestieren. Der Pariser Polizeipräsident Chiappe hat, um allen Kundgebungen vorzubeugen, den Führern der marxistischen und pazifistischen Aktionen mitgeteilt, daß die Polizei jede Kundgebung auf den Straßen im Keime ersticken werde. Die Polizei hatte bereits in den frühen Morgenstunden alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, um vor allem in den Arbeitervierteln und in den Pariser Vororten Versuche zu Massenkundgebungen zu unterdrücken. Ueberall waren große Polizeiaufgebote zusammengezogen worden. Nirgends ist es zu Zwischenfällen gekommen. Em dänisches Kopenhagen, 23. Dez. (WTB.) Die Zeitung „B. T.", die Mittagsausgabe der „Gerlings k e Tidend e", schreibt: Das Urteil zeigt, daß die Furcht oder richtiger die Insinuation, das deutsche Reichsgericht werde nicht aus juristischen, sondern aus politischen Beweggründen urteilen, sich als hinfällig erwiesen hat. Das Urteil ist eine Stärkung des Vertrauens in die deutsche Rechtspflege in der ganzen Welt. PoÜüMe A-» erioge. Französischer Ministerrat über das Gespräch mit Deutschland. Paris, 27. Dez. (ERD. Funkspruch. Eigene 2Uel- tung.) Die politische Arbeit ist in Frau, reich au an den Feiertagen nicht zur Ruhe gekommen. Die TR i- nlster der nationalen Verteidigung waren Dienstagabend unter dem Vorsitz von IHini- stcrpräsident Lhautemps zu einer Beratung zu- jiitnmengelreicn, an der auch Außenminister Paul- Boncour testnahm. von gut unterrichteter Seile wird mitgeteilt, daß Gegenstand der Beratungen die d utsch-französischen Beziehungen, besonders die R ü st u n g s f r a g e, gewesen seien. Die TNinister hätten gegendirekieBespre ch ungen, d. h. solche von Regierungschef zu Regierungschef, Stellung genommen und seien für die Fortsetzung „i n f o r m a t o r i sch e r B e sp r e ch u n g e n" durch Vermittlung des französischen Botschafters in Berlin e ngetrelen. Der für 7N iiwochnachnütiag Unberufene Riinisterrat werde sich ebenfalls mit dieser höchst wichtigen Frage befassen. Aebereinskimmend wird erklärt, daß Frankreich die Fortsetzung des insormatorischen Meinungsaustausches nicht a b l e h n e. daß es aber^ gegen direkte deutsch-französische Verhandlung en sei. Alle Beschlüffe hinsichtlich des deutschen Programms könnten nur i m Ra h m e n d e s V ö l k e r b g n d e s gefaßt wer- den. Das „Echo de Paris" will anliindigen können, der heutige IHimfktral werde sich in feiner Gesamtheit in aller Form gegen die deutschen Anregungen als Ausgangspunkt für Verhandlungen ausfprechen. Der sozialistifcle .Populaire" erklärt, daß die gekennzeichnete ablehnende Haltung, die der Auffassung Paul-Boncours entspricht, nicht mühelos durchdrang, denn einer der 2U i n i ff e r, der an der Besprechung leilnahm, sei für d i r e kte Verhandlungen gewesen. Vielleicht werde der französische Botschafter in Berlin eine Denkschrift zur Uebermittlung an die deutsche Regierung erhalten. , moa auf EayL l. Rom, 26. Dez. (TU.) Am Sonntaamorgen traf der englische Außenminister Sir John Simon mit feiner (Öaitin in Genua ein. Von dort wurde er n„n o tu Fliegerhauptmann Biseo n a ch C a p r i gebracht. Man nimmt an, daß der englische Außen- mimfter erst am 3. Januar seine 11 n t e r r e= d u ng m i t M u s s o l i n i in Rom haben wird. ZelgischerMiMerbrsuch in Paris Paris, 26. Dez. (WTB.) Der belgische Außenminister Hymans ist heute nachmittag in Paris eingetroffen und hat bereits heute abend Besprechungen mit dem Außenminister Paul-Boncour gehabt. Den Besuch des belgischen Außenministers bringt der offiziöse Petit Parisien in Verbindung mit dem diplomatischen Meinungsaustausch über die internationale Lage. Da die belgische Regierung am Abrüstungsproblem und an Nichtangriffspakten ebenso interessiert sei wie Frankreich, und da schließ- Auch die deuffche MMast will den Frieden. Geheimrat Ouisberg-ZG. Karben fordert Vertrauen des Auslands in das Regime Adolf Hitlers. Paris, 26. Dez. (TU.) Der Leiter des JG.- Farbenkonzerns, Geheimrat Dr. D u i s b e r g, hat einem Mitarbeiter des großen Wirtschaftsblattes „L'Jnf o r rna t ion" eine Unterredung gewährt, in der der Friedenswille Deutschlands zum Ausdruck kommt. Geheimrat Duisberg beantwortete die Frage, ob er an die Möglichkeit eines unmittelbar bevorstehenden Krieges glaube, wie folgt: Ich finde, daß diese Gerüchte ziemlich komisch wirken. Ein Volk, das sich ehrlich und restlos bemüht hat, abzn- rüften, kann nicht an den Krieg benten. Wir sind nicht in der Sage, Krieg zu füh - r e n. Aber trotzdem gibt es im Ausland Kreise, die noch an unsere kriegerischen Absichten alauben. Mit ihnen kann man nichts anfangen. Der Reichskanzler hat wiederholt öffentlich klar betont, w i r w o llen den Frieden. Auch die nationale Wirtschaft will den Frieden, denn sie will arbeiten, Erzeugnisse Herstellen und ihre Menschen ernähren. Das Volk hat sich geschlossen hinter den Kanzler gestellt. Wer nicht daran glaubt, beweist nur, daß er nicht glauben will. Speziell über die friedlichen Absichten der deutschen chemischen Industrie befragt, erklärte Geheimrat Duisberg u. a., wer den letzten chemischen Strieg miterlebt hat, kann nicht den Krieg wünschen. Würde die chemische Industrie sich damit nicht ihr eigenes Grab graben? Der letzte Krieg hat uns bereits den 23 e r I u ft von 50 o. H. u n - ferer Absatzgebiete gebracht. Alle Gerüchte über die Möglichkeit eines Krieges sind traurige Narreteien. Wir Deutschen glauben, daß der neue Nationalismus der Völker in e Nationen einigen, aber nicht trennen muß. Auf die Frage, ob bei einem Sieg des Nationalismus die gegenwärtig durch autarkische Tendenzen beeinflußten Handelsbeziehungen sich wieder frei entfalten können, antwortete Dr. Duisberg: Das muß geschehen. Auch Deutschland wendet dissts System an, aber nur auf d e m Gebiet der Ernährung. Unsere Landwirtschaft muß instand gesetzt werden, das Volk zu ernähren, die Industrie jebod) muß weiterhin exportieren. Wir sind gute Kunden für die anderen Nationen. Je besser unsere Lage wird, um so mehr Rohstoffe, Kolonialerzeugnisse und Fertigwaren werden wir im Ausland kaufen können. Aber wir können diese Erzeugnisse nur bezahlen, wenn wir unsere eigenen Waren ausführen. Ich glaube, so schloß Geheimrat Duisberg, fest an den Wiederaufstieg Deutschlands. Unter dem Regime Adolf Hitlers wird es wieder mächtig werden. Der Wiederaufstieg Deutschlands wird auch der übrigen Welt zugute kommen. Je früher die Welt uns begreifen lernt und je früher sie Vertrauen zu unseren guten Absichten gewinnt, um so besser wird es für alle fein. lich die Reformbestrebungen bezüglich des Völkerbundes auch Belgien berührten, bas für die Erhaltung und sogar Verstärkung der Genfer Institution eintrete, fei es ganz natürlich, daß Minister Hymans mit Paul - Boncour eine Aussprache wünsche. Macia, der Führer der Katalanen gestorben. Barcelona, 26. Dez. (TU.) Der Präsident von Katalonien, Oberst M a c i a , ist in Barcelona am Montagvormittag um 11 Uhr an den Folgen einer Operation geftorben. Macia war der Führer der katalanischen Autonomisten, die während der spanischen Revolution auf eine Sonderstellung Kataloniens innerhalb Spaniens hinarbeiteten. Eine gänzliche Trennung konnte nur durch Nachgeben der Madrider Zentralregierung gegenüber den autonomistifchen Wünschen des Obersten Macia verhindert werden. Macia wurde dann erster Präsident Kataloniens. Die Beisetzung des Verstorbenen ist von der katalanischen Regierung auf Mittwoch festgesetzt worden. Die Geschäfte des Präsidenten hat vorübergehend Casanova übernommen. In acht Tagen wird das katalanische Parlament den neuen Präsidenten wäh - len. In politischen Kreisen spricht man von dem spanischen Botschafter in Brüssel, Salvator Albert. C^nMchsr ^iegeratrriff auf Futschau Schanghai, 27. Dez. (TU.) Nach japanischen Mitteilungen wurde Futschau, das sich gegen die Nanking-Regierung erhoben hatte, am Montag und Dienstag von zwei chinesischen Flugzeuggeschwadern angegriffen. Durch 40 Bomben sollm 'die Kommand"ntur der Fukien-Trup- pen und andere militärische Gebäude zerstört worden sein. Nach bisher unbestätigten Mitteilungen ' wurden 13 5 Personen getötet und verletzt. Nie neuen Ge?eh: über den Vettehr nuf Milcherzeugn fssu und Eiern. Berlin, 23. Dez. (TU.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft und ber Reichsmi- nifter der Finanzen haben die Ausführungsbestim- mungen zu den neuen Gesetzen über den Verkehr mit Milcherzeugnissen und mit Eiern erlassen und bestimmt, daß die Neuordnung für Butter, Käse 1 und Eier grundsätzlich am 1. Januar 1934 in I Kraft tritt. Von diesem Zeitpunkt an werden ! vorbehaltlich gewisser Uebergangsbeftimmungen diese | Erzeugnisse einheitlich durch die Reichsstelle für i Dele und Fette (jetzt Reichsstelle für Milcherzeug- niffe, Dele und Fette) und durch die neugeschaffene Reichsstelle für Eier in den Verkehr gebracht. Die Gesetze schreiben Uebernahmescheine vor. Auch ist sichergestellt, daß Inlands- und Auslandsware gleicher Beschaffenheit grundsätzlicher zu gleichen Preisen auf den Markt kommen. Der Jnlandsocrkehr soll durch die neue Ordnung nicht mehr beschränkt werden, als unbedingt notwendig. Es ist daher bestimmt, daß Butter, Käse und Eier, die -der Jn- ! hoher eines inländischen landwirtschaftlichen Be- triebes au* eioener Erzeugung unmittelbar an den 1 Verbraucher abgibt, der Reichsstelle nicht angeboten ! werden müssen. Um den llebergang zu der neuen ! Marktordnung zu regeln, sind besondere Usbergangs- : beftimmungen getroffen. - Han werkerbsirat ms L ben gerufen. Berlin, 23. Dez. (TU.) In dem Bestreben, das deutsche Handwerk als einen unentbehrlichen Träger deutschen Volkstum in Wirtschaft und Kultur zu । erhalten und zu fördern, wirb der R e i ch s w irisch a f t s m i n i st e r einen aus zehn Mitgliedern bestehenden Handwerker-Beirat von Meistern und Gesellen einberufen. Dieser soll die Aufgabe habe, den Reichswirtschaftsminister in handwerklichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung zu beraten. Neichöbund ter Deutschen Beamten und AGOZÄ. Berlin, 23. Dez. (WTB.) Der Reichsminister des Innern bezeichnet es in einem Rundschreiben als erstrebenswertes Ziel, daß alle Beamten demReichsbundederDeutschenBeam- ten an gehören. Zweifellos bedürfe es aber für diejenigen Beamten, deren Mitgliedschaft daneben a u ch b e i m N S D I B. in Frage kommt, zunächst noch einer Klärung des endgültigen Verhältnisses beider Verbände zueinander. Diese werde in der ersten Hälfte des Januar 1934 herbeigeführt werden. Den Beamten, für die eine Mitgliedschaft im NSDJB. in Frage kommt, wird empfohlen, ihren Eintritt in den Reichsbund der Deutschen Beamten solange aufzuschieben, bis oiese Ent- scheidung gefallen ist. Die in Aussicht genommene Sperre für den Eintritt in den Reichsbund Anfang Januar 1934 wird wieder aufgehoben werden. Oie Fachfchastsabende für Beamte. Berlin, 27. Dez. (VDZ.) In einer Anweisung an die Leiter des Amtes für Beamte bei den Gauen, Kreisen und Ortsgruppen macht der Beamtenführer Neef darauf aufmerksam, daß nach den ihm zugegangenen Berichten die Fachschaftsabende vielfach nicht zweckmäßig gestaltet werden, auch finden sie mancherorts zu häufig statt. Neef ordnet daher an, daß Fachschaftsabende grundsätzlich nur einmal im Monat stattfinden. Die Vorträge sollen die Dauer von drei Viertel st unden Nichtüberschreiten, die Aussprache sich n i ch t auf mehr als eine halbe Stunde erstrecken. Die politischen und weltanschaulichen Vorträge sind nur von Nationalsozialisten zu halten. Kunst und Wissenschaft. Verleihung des Adterfchildes an Prof. Dr. Dörpfeld. Der Reichspräsident hat dem Altertumsforscher Prof. Dr. Wilhelm Dörpfeld, der zur Zeit auf der Jnfel Leucas in Griechenland wohnt, anläßlich feines 80. Geburtstages den Adler- schild des Reiches mit der Widmung „Dem Allvater der Erforschung antiker Baukunst" verliehen. Goethe-Medaille für einen englischen Gelehrten. Reichspräsident von Hindenburg hat dem vormaligen Verwalter der Handzeichnungen und Stiche des Britischen Museums in London, Campbell Bodgson, der ein besonderer Kenner der Kunst Albrecht Dürers ist, d i e Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. ANS aller Wett. Gedenkfeier für den Freiheitsdichter Dietrich Eckart. Am zweiten Weihnachtstage stand Berchtesgaden im Zeichen des Gedenkens an den Freiheitsdichter Dietrich Eckart. An dem Haufe, in dem Dietrich Eckart vor zehn Jahren die Augen schloß, hat die Gemeinde Berchtesgaden zur (Erinnerung eine schlichte Gedenktafel aus Unterberger Marmor angebracht. Mit einer weihevollen Feier wurde die lafeUim Beisein non Vertretern der NSDAP, und der Berchtesgadener Behörden enthüllt. Am Nachmittag versammelten sich mit der Berchtesgadener Bevölkerung Vertreter der Staatsbehörden, der Reichsleitung der NSDAP., Angehörige Dietrich Eckarts und Vertreter seiner Geburtsstadt Neumarkt zu einer Gedenkfeier auf dem Friedhof. Der stellvertretende Gauleiter von München-Oberbayern, N i p p o l d , hielt eine Gedenkrede, in der er ausführte: „Wir haben gesiegt, weil wir gelebt und gekämpft haben wie du, Dietrich Eckart, weil wir an den Führer glaubten, weil unsere Kameraden in die Gefängnisse gewandert sind und zuletzt ihr Leben Hingaben wie du. Und wir wollen nicht rasten, sondern weiter kämpfen, bis das ganze deutsche Volk tief durchdrungen ist von dem Geiste, der dein Leben und Kämpfen bis zum letzten Atemzuge beseelte". Reichsgeschäftsführer B o u h l e r legte sodann namens der Reichsleitung der NSDAP, am Grabe einen Kranz nieder. Byrd findet kein Land in der Antarktis. Der amerikanische Forscher Admiral Byrd hat das Land, das er in den antarktischen Gewässern zu finden erwartete, nicht entdecken können. Er startete mit dem Flugzeug von feinem Expeditionsschiff am zweiten Feiertag um 10.53 Uhr und k-chrte zwischen 15 und 16 Uhr wieder zurück. Auf seinem Fluge folgte er dem 150. Längengrad bis zum 70. Breitengrad. Aber das in der dortigen Gegend erwartete Festland wollte sich nicht zeigen. Schwere Sturm- und Schneefchädeu im Erzgebirge. Eis, Schnee und Sturm haben in den erz- gtbirgifrfjen Wäldern furchtbare Schäden verursacht, die sich noch nicht annähernd übersehen lassen. Schon in den Tagen vor Weihnachten hatte sich überall außergewöhnlich starker Eisanhang (Nauhfroft) gebildet. Der dann fallende Schnee sammelte sich auf den Baumwipfeln zu Zentnerlasten an und bei ein- fetzendem Wind brachen die Stämme wie Glas. Das Splittern und Krachen war weithin hörbar. Besonders mitgenommen sind die nördlichen Schlagränder, da Eisbildung und Schneefall bei Nordwind erfolgte. Aber auch mitten in den Beständen sind sechs bis zehn Meter lange Wipfelleile glatt abgebrochen und starke Stämme zersplittert oder krumm gebogen. Die Unwetterschäden im Erzgebirge machten den Einsatz der technischen Nothilfe notwendw, da viele, selbst eiserne Hochspannungsmasten die Schnee- und Eismassen nicht mehr tragen konnten und umknick- ten. Die Dresdener, Chemnitzer und einige örtliche Gruppen wurden alarmiert und arbeiteten unter den schwierigsten Witterungsverhältnissen. Außer der Teno wurden auf Antrag der Regierung zwei Hilfskolonnen der Infanterie-Regimenter 10 und 11 am Heiligen Abend zur Verfügung gestellt. Der Einsatz einer dritten Kolonne machte sich am ersten Weihnachtsfeiertag notwendig. Die Unterbrechung der Fernsprech., Licht- und Kraftstromleitungen wird durch provisorische Maßnahmen bald behoben sein. Der Reichsstatthalter in Sachsen, Mutfchmann, weilte am ersten Feiertag in Begleitung des sächsi- schen Wirtschaftsministers Lenk im Erzgebirge, um ein Bild von den Schäden zu gewinnen. Schweres Autounglück in Holland. — Vier Zote, drei verletzte. Ein schweres Kraftwagenunglück, bas vier Todesopfer forderte, ereignete sich am 1. Weihnachtstag bei Almelo in Holland. Ein mit sieben Personen besetzter Wagen fuhr infolge der Glätte der Straße gegen einen Baum und überschlug sich viermal. Von den Insassen wurden vier so schwer verletzt, daß sie bald nach dem Unfall ft a r b e n. Drei weitere Personen wurden gleichfalls verletzt. Eine ganze Familie mit Gas vergiftet. In Gotha wurden der 35jährige Hausmann Walter Knauer und feine 31jährige Ehefrau Olga, fowie feine beiden Töchter im Alter von elf und einhalb Jahren mit Gas vergiftet in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Knauer war in einem großen Kaufhaus als Hausmann angeftellt und wurde vor einigen Tagen dabei anqetroffen, als er einen großen Posten Waren im Kohlenkeller verstauen wollte, um ihn bei paffender Gelegenheit beiseite zu schaffen. Er wurde sofort entlassen und zur Anzeige gebracht. Die Haussuchung bei Knauer förderte noch eine große Menge Waren im Werte non mehreren tausend Mark zutage. Heliumgewinnung in Italien. Im Vulkangebiet von Sarderello in Italien werden die sogenannten „Blasröhre", d. h. unter ungeheurem Druck aus der Erde strömende boraxhaltige Dampf- und Gasfäuren teils zur Gewinnung des Borax verwendet, teils unter Ausnutzung ihrer mechanischen Wirkung in elektrische Kraft verwandelt, aus der u. a. das ganze Kraftstromnetz von Pisa gespeist wird. Nunmehr ist es gelungen, aus den Gasmassen auch Helium auszuscheiden. Der Duce hat den Senator Conti empfangen, der ihm die ersten Proben dieses Heliums überbrachte. Bisher wurde Helium als Erdgas nur in Amerika gewonnen. Zwei Kinder verbrannt. Einen schrecklichen Tod fanden zwei siebenjährige Kinder in Paris, die am Heiligen Abend von ihren Eltern allein in einer Holzbaracke gelassen worden waren, die ihnen als Wohnung diente. Aus bisher unbekannter Ursache brach dort gegen Mitternacht ein Feuer aus. Es gelang den Nachbarn trotz aller Anstrengungen nicht, die beiden Kinder zu retten. Als die Baracke vollkommen niedergebrannt war, fand man nur noch die verkohlten Leichen vor. Armenischer Erzbischof in Neuyork ermordet. In Neuyork wurde der armenische Erzbischof K u - r i a n während des Weihnachtsgottesdienstes von einer Gruppe Armenier erdolcht, die seine Absetzung forderten, weil er sich für die Sowjets ausgesprochen haben sollte. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. Vulkanausbruch und Springflut auf den Philippinen. Die Philippinen wurden am ersten Weihnachtsfeiertage von einem heftigen Ausbruch des Vulkans Bulufan heimgesucht. Man zählt bisher 13 Tot e. Zahlreiche Familien find obdachlos. Starker Schaden wurde insbesondere auch durch die den Vulkanausbruch begleitende Springflut an- gerichtet. In der Provinz Sorfogon ist eine groß? Anzahl Häuser völlig zerstört worden. Viele Häuser wurden auch durch die von dem Vulkan' ausgeschleuderten Lavaströme weggerissen. * Am Heiligen Abend entstand in einer Kirche in Manila infolge falschen Feueralarms eine Panik. Die Menge stürmte zum Ausgang, und in dem Gedränge wurden sieben Personen totgetreten. Auf dem Lis eingebrochen und ertrunken. Auf einer Schlittenfahrt auf dem Vietzker See gerieten, wie aus Stettin gemeldet wird, am ersten Weihnachtsfeiertage der Fischer Pagel und fein sieben Jahre alter Neffe in eine offene Stelle des Sees und ertranken. Die Leiche des Fischers konnte am zweiten Feiertage geborgen werden, während die Leiche des Neffen noch nicht gefunden werden konnte. 300 tödliche llngtticksfälle an Weihnachten in USA. Während der Weihnachtsfeiertage sind in den Vereinigten Staaten ungefähr 300 Personen töd - l i ch verunglückt. Am zweiten Festtag wurde Neuyork von einem Schnee sturm heimgesucht, wie man ihn in solcher Stärke seit Jahren nicht mehr erlebt hatte. Bei einem furchtbaren Sturm über dem Michigan-See sanken zwei Schleppdampfer mit ihren zusammen acht Mann zählenden Befatzungen. Auf den Aleuten-Jnseln wüteten außergewöhnlich heftige Stürme, die eine Anzahl von Häusern zum Einsturz brachten. Im mittleren Westen erlitten mehrere Personen den Erfrierungstod. Die meisten Todesfälle sind jedoch durch Autounfälle verursacht worden. Wettervoraussage. Das Hochdruckgebiet Skandinaviens hat gegen die Störungstätigkeit zwischen Island und den britischen Inseln standgehalten, während das Hoch, das gestern über den Alpen lag, nach Osten abgedrängt worden ist. Durch die somit geschaffene Lage drehen dis Winde mehr auf Nordost und Ost, und es ist weiterhin mit Frost und vereinzelten Schneefällen zu rechnen. Aussichten für Donnerstag: Dunstig und bewölkt, vereinzelte Schneefälle. Temperaturen unter Null. Vorhersage für Freitag: Weiterhin leichter Frost, Neigung zu einzelnen Schneefällen. Lufttemperaturen am 26. Dezember: mittags —1,5 Grad Celsius, abends — 1,2 Grad; am 27. Dezember: morgens —1,3 Grad. Maximum —1,1 Grad, Minimum — 2,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Dezember: abends —0,7 Grad; am 27. Dezember: morgens —0,9 Grad Celsius. Amtliche wintersportnachrichten. Sauerland, Winterberg: leichter Schneefall, — 4 Grad, 24 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, verharscht, Ski mäßig, Rodel gut. Taunus, Kleiner Feldberg: Nebel. — 3 Grad, 12 Zentimeter Schnee, fein Neuschnee, Schneedecke verharscht, Ski mäßig, Rodel gut. Schwarzwald, Hornisgrinde: Bewölkt, — 1 Grad, 17 Zentimeter Schnee, kein Neuschnee, Schneedecke durchbrochen, Sport nur stellenweise. . Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Klar, — 5 Grad, 33 Zentimeter Schnee, kein Neuschnee, Sport gut; Berchtesgaden: Klar, — 5 Grad, 52 Zentimeter Schnee, fein Neuschnee, verharscht, Sportmöglichkeit gut. Uvonnes Geheimnis .Homan von Mothilbe von Stegmann llrheberrechtsschuh: Fünf-Türrne-Derlag 5dlt (Saale) 18 Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Auf dem direkten Wege, auch unter Jnanjpruch- nähme Ihrer Gesandtschaft ist nichts zu machen. Da müssen wir denn versuchen, ob wir mit Hilfe dieses Malesius erreichen können, daß an Stelle Seeburps ein anderer Herr an der entscheidenden Sitzung teil- nimmt .. ." „Meinen Sie, dqß der Einfluß von Malesius dazu ausreicht?" In Vvonnes Stimme war Zweifel. „Das nicht! Aber es muß uns gelingen, vielleicht mit Hilfe des Assessors eine wichtige Sitzung bei der Seeburg unbedingt anwesend jein muß, auf den gleichen Zeitpunkt zu legen, an dem die Oberpruf- stelle tagt. So etwas laßt sich machen. Und dann wird in oller Eile ein anderer Herr an Seeburgs Stelle für die Oberprüsstelle bestimmt. Damit erreichen wir wenigstens, daß ein Unbefangener an der Sitzung teilnimmt und nicht jemand, der jo voreingenommen oder festgelegt ist wie Ihr Freund Seeburg." Voomie erwiderte haßerfüllt: „Mein Freund Seeburg?! Ich glaube, der Ausdruck war nicht ganz richtig gewählt. Ich hasse ihn! Dazu habe ich mich mit diesem Baren vierzehn Tage lang abgcqualt, daß er unsere Bitte glatt ablehnte und mich brüskiert! Hätte ich nur Gelegenheit, ihm das zu vergelten." „Diese Gelegenheit kann ich Ihnen vielleicht verschossen, Fräulein Dumont, und Sorge dafür tragen, daß Sie gleichzeitig für einen Teil Ihres finanziellen Ausfalls entschädigt werden, an dem Seeburg die Schuld trägt!" Perlain hob abwehrend die Hand: „Nicht weiter, wenn ich bitten darf, meine Herrschaften! Ich mochte mit Herrn von Holtoys anderweitigen Angelegenheiten nichts zu tun haben und machte auch nichts davon wissen. Ich bedauere See- öurgs Standpunkt, aber seine Haltung ist die eines korrekten Gentlemans. Außerdem zwingt mich mein Beruf, in keinem Lande anzustoßen und mich von allen Affären fernzuhalten." Schnell fiel Haltay ein: „Seien Sie unbesorgt, Herr Perlain! Sie werden sich ja in Wannsee mit Herrn von Malesius unterhalten müssen, da können Madame, Wajsiliew und ich unsere kleine Angelegenheit besprechen, ohne daß Sie irgend etwas davon wissen. Schließlich habe ich die Verbindung mit dem Assessor nicht nur wegen Ihrer Filmfache hergestellt. Da kommt übrigens ui.,er neuer jtcunu, w»r rönnen uqo g eich u»e»rer- fahren." iüan suh Herrn von Malesius, der jtgl wieder in den Lv^gen stieg, an, Oüß eine üa|t von inner cme gtnomnun uwi. Einen fragenden sau Hvuays be- unlworleie er mit einem uergnugien blicken. Dann klopfte er an die cchnve des ^gens: „ueoer die Avus oireii zum cchweüiichen Pavillon", sagte er zu dem Ehauffeur. Als Doktor Miller nach einem anstrengenden Arveitsruge gegen achtzehne,nhaio Uhr noch einmal jein Amt-zimmer betrat, lag schon wieder em ©ioß von Umgangen vor. Die er uocy schnell sichten wollte, zweimal hatte Irene von Merten angtrufen. Drei Zettel enthielten Oie Meldung Der Telefonzentrale, Daß Herr Waldurg, Franz war dazu gesetzt, ihn haue sprechen wollen, unD oaß er um neunzeynein- huw Uhr noch einmal versuchen wollte, Doktor Doller zu erreichen. Um zwanzigeinhalb Uhr wollte er in der Wohnung Doktor Dtillers anrufen, wenn Dieser um neunzehneinhalb Uhr noch nicht zu sprechen je». Didier stützte. Lag Da etwas BesonDeres vor Seine beiden freiwilligen Helfer schienen fa ihre Meldungen für recht wichtig zu hakten. Er suchte in seinem Notizbuch Die Tekephonnummer ^rau von Dienens heraus, dann rief er die Hauszentrale an und fragte, ob noch eine Der Damen im Jjauje wäre. Dann machte er — ganz gleich mit welcher verbunden werden. Die Sekretärin eines Kollegen, Die noch bei der Arbeit war, meldete sich: „Herr ÄriminalDirellor, Sie wollten mich sprechen?" . . ra ,3Ü, Fräulein Fenner! Sie konnten mir einen (Sefa Uen tun. Rufen Sie doch bitte Lügow 21 463 an, und fragen Sie, als ob Sie eine MoUegin von der Filmgesellschaft Ultra wären, nach Fräulein Irene von Merten. Wenn die Dame nicht da ist, sagen Sie, es wäre nichts von Bedeutung. Wenn Fräulein von Merten selbst am Apparat ist, stellen Sie das Telephon durch, sagen aber nicht, wer sprechen will. Ich muß mit der Dame selbst reden. Solange nicht feststeht, wer am Apparat ist, darf unter keiner Se- Dingung von mir oder der Polizei gesprochen werden. Zwei Minuten darauf klingelte Der Hausapparat bei Doktor Miller. Irenes Stimme fragte: „Ja, bitte, von Merten! Wer dort?" „Haben Sie heute wiederholt bei mir angerufen, mein Fräulein?" lautete Millers Frage. Als Irene ihn sofort an der Stimme erkannte: „Ja, etwas Wichtiges!" „Dann müssen wir uns also heute noch sprechen." „Würde es Ihnen etwas ausmachen, sich mit mir in einem kleinen Lokal in der Lützowstraße zweihundertzwölf zu treffen? Ich bin dort bekannt und Sie brauchten nur nach mir zu fragen. Ich erwarte in kurzer Zeit noch einen Anruf und würde mich mit diesem Herrn bann eine halbe Stunde später an der gleichen Stelle verabreden. Einverstanden? Das ist recht. Sie sind ein famoser RerL Das darf ich doch sagen — ja? Also bis nachher." Miller hängte ab und nahm gleich wieder den Hörer von dem erneut rufenden Apparat. Franz Wall'urg hatte sich schon wieder gemeldet. Auch ihn bestellte er nach Dem kleinen Lokal in Der Lützow- straße, und zwar eine halbe Stunde später als Irene. Irene war auf die Minute pünktlich- Bald berichtete sie von Dem, was sie erlebt hatte. Miller war etwas unsicher „Es ist merkwürdig, daß wir für unseren ersten Eindruck, daß etwas gegen Seeburg geplant fei, jo gar keine Bestätigung bekommen. Der Dame dieses Direktors Perlain ist mir bekannt. Er hat nicht nur »Dftfront* herausgedracht, sondern auch eine Reihe anderer Großfilme. — .Ostfront- ist übrigens in Deutschland verboten. Perlains 'Beteiligung an dieser Geschichte macht sie unverfänglicher. Denn Perlain ist jemand, der einen Namen zu riskieren hot." Miller sah mit seinen klugen Augen Irene warm an: „Liebes, gnädiges Fräulein! Üriminalbeanue hoben eine Gemeinsamkeit mit Den Aerzten. Man muß ihnen alles, aber auch wirklich alles, anoer- trauen, wenn man ein befriedigendes Resultat erwartet, und heute abend habe ich die Empfindung, daß Sie mir etwas verschweigen. Damit kommen wir aber nicht weiter. Sehen Sie, Sie werden ganz blaß. Was wollten Sie mir ursprünglich nicht sagen?" „Herr Doktor, ich habe Ihnen wirkllch alle Tatsachen gesagt, die ich weiß!" „Alles? Und solche Dinge, die Ihnen anscheinend zu irgendwelchen Vermutungen Veranlassung gegeben haben?" ,Ha, es braucht doch aber gar nicht zu stimmen", flüsterte Irene stockend. „Um das beurteilen zu können, müßte ich erst einmal hören, was nicht zu stimmen braucht." „Man kann Ihnen anscheinend nichts verheimlichen, Herr Doktor! Es ist wahrscheinlich nur eine Dumme Idee von mir, ein zufälliges Zusammentreffen. Fräulein Dumont hat sich doch einen Stoffer geben lassen, um zu verreisen. Dann war sie im .International'. Nun hat aber auch" — hier stockte Irene und wurde rot — „am selben Tage ein Koffer von Herrn von Seeburg, der immer in seinem Zimmer stand, gefehlt. Das weiß ich von Der alten Berta, unserem Mädchen. Dieser Koffer ist am nächsten Morgen durch einen Dienstmann wieder abgegeben worden und darauf klebte ein Zettel: .Hotel International'. Ob da ein Zusammenhang besteht?" Ein belustigtes Zucken ging über Das Gesicht des Kriminaldirektors Doktor Miller. Also eifersüchtig schien Die kleine Merten tatsächlich zu sein. Das hatte Der Kollege Werbet doch richtig herausgefunden, als sie beide über den rätselhaften Fall sprachen. „Das kann sich doch ganz harmlos aufklären, gnä- diges Fräulein! Fräulein Dumont und Herr von Seeburg kennen sich doch. Vielleicht hat er lhr Den Hoffer geliehen. Irene schüttelte Den Kopf. „Dann hatte er ihn doch varh.r auspacken müssen. Unsere Berta bat mir aber erzählt, daß Herr von Seeburg am Abend vorher Wasche in Den Koffer getan habe, die erst nachmittag^ von einer Firma geliefert worden ist. „Mein Kompliment!" sagte Miller, Der sich große Mühe gab, seine Vergnügtheit nicht merken zu lassen. „Ich Hab s ja immer gejagt, wir mühten unicre Posten alle an Die Damenwelt abtreten. Ihre Folgerungen, gnädiges Fräulein, haben etwas Zwin- gendes! Wenn man nur mit Den Indizien nicht so hereinfallen konnte! Das ist das Schlimme bei In» dizienbewetsen. Sie lassen die oerichieDensten Auslegungen zu. Es kann jo zujammenhangen, wie Sie angeDeutvt haben Aber ebensogut kann sich eine ganz andere Erklärung Dafür finden." In diesem Moment trat Der Kellner an Doktor Miller heran unü machte eine leise Meldung. Miller zog seine Uhr: „Eben höre ich, daß Der Herr, mit Dem ich mich hier gleichfalls oerabreDet habe, nach mir fragt. Es ist ein ganz junger, mir sehr ergebener Mensch. Vielleicht wäre es kein Fehler, wenn Sie ihn kennen, lernen. Er kommt, um mir in einer Angelegenheit zu berichten, Die mit Der unserigen zusammenhängt. Obgleich sich augenblicklich alles ganz harmlos auf- zuklären scheint, ist es doch immerhin noch möglich, dah wir die Dinge weiter verfolgen müssen. Und da Der Junge sehr eifrig und unbedingt zuverlässig .st, kann er Ihnen vielleicht doch einmal behilflich sein. Falls Sie nichts dagegen haben, rufe ich ihn jetzt herein!" Irene nickte zustimmenD. Miller ging rasch ins Nebenzimmer, wo Franz Walburg ihn erwartete „Guten Abend, Walburg! Warten Sie mit Ihrem Bericht, bis die Dame, mit Der ich hier zusammen bin, gegangen ist. Und nennen Sie in ihrer Gegen- wart keine Namen. Das ist kein Mißtrauen gegen Fräulein von Merten, Der wir unbedingt vertrauen können. Es hat andere Gründe. So, ich werde Sie vorstellen." Etwas befangen nahm Walburg neben Irene Platz, nachdem Miller ihn norgefteUt hatte. Miller schien es nicht zu bemerken Harmlos meinte er: „Ich habe Die Gelegenheit wahrgenommen. Sie bciDe miteinander bekannt zu machen Wenn Sie zufällig einmql die Möglichkeit haben sollten, Walburg, irgend etwas für Fräulein von Merten zu tun, jo leisten Sic mir Damit einen Dienst Im übrigen aber, Darquf bitte ich streng zu achten, vor Dritten kennen Sie bciDe sich nicht. Sic Dürfen also Fräulein von Merten auch nicht grüßen, wenn Sie ihr irgendwo begegnen. Der Legationsrat von Setburg, Dtn Sie ja auch kennen, wohnt bei Der Mutter des gnä» Digen Fräuleins. Also in jeDem Fall Vorsicht!" (Fortsetzung folgt.) feine Kundschaft, feine Freunde und Bekannten zum Jahreswechsel beglückwünschen will wählt dazu am zweckmäßigsten eine Glückwunsch-Anzeige i'mGießenerAnzeiger 25eftellungen der Anzeigen für die Silvester- Nummer möglichst frühzeitig erbeten Verlag des Gießener Anzeigers //3i>u Ihre Verlobung geben bekannt Margot Haack Nols Brüning Llücherelche Gießen über Lübeck München, Raulbachstr.ZS Weihnachten 1933 .................... 77 । Die Verlobung meiner Tochter Gertrud mit Herrn Fabrikdirektor Paul Äachmann gebe ich hiermit bekannt Theodore Hirsch geb ploch Meine Verlobung mit Fräulein Gertrud Hirsch, Tochter des Der- ftorbenen Lanbgerichtsrates Ernst August Hirsch und feiner Frau Gemahlin Theodore, geb. ploch, beehre ich mich anzuzeigen paut Äachmann Gießen, Dezember 1933 Hitlerwall 12 Muskau (D.--C), Dezember 1933 Görliher Straße 7761"' D Aufforderung zur Einsendung der Lohnftenerbelege für das Kalenderjahr 1933. Auf Grund Der Verordnung des NeichSministerS Der Finanzen vom 2.Dezember 1933 find bis spätestens 15. Februar 1934 einzusenden: 1. von den Arbeitgebern, die im Kalenderjahr 1933 die Lohnsteuer in bar oder durch Ueberweisung abgeführl haben, a) für die am 31. Dezember 1933 bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer Lohnstcuerbeschcinignngcn auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1933 an das Finanzamt, in dessen Bezirk die S-teuerkarte 1934 ausgeschrieben worden ist; b) für die im Laufe des Kj. 1933 aus dem Dienstverhältnis ausqcschie- denen Arbeitnehmer Lohnsteuer« Auf die Verpflichtung zur Einscn- dung der Steuerkarten und der Einlagebogen haben alle Arbeitgeber tauch wenn sie den Steuerabzug im UeberweisungSverfabren durchführen) durch Anschlag in den ArbeitS- und Geschäftsräumen binzuweisen. 3. von den Arbeitnehmern, die am 31. Dezember 1933 in keinem Dienstverhältnis stehen, die in ihrem Bezirk befindliche Steuertarte 1933 an das Finanzamt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 10. Oktober 1933 seinen Wohnsitz hatte. Dabei ist die Nummer der Steuerkarte 1934 und die Gemeindebehörde, die diese ausgestellt bat, zu bezeichnen. |776iD Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter. Gießen, Grünberg, Hungen, den 20. Dezember 1933. Die Finanzämter. Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Hildegard Dogt Ernst Bennewitz Konsulats-Sekretär Gissten, Frankfurter Str. 25 Rom (Deutsche Äotschast) Weihnachten 1933 ............... 776H (• Hannchen Gottschalk Panins Noäh pfarraffiftent Verlobte Suhbach (Obcrbrffen) Grstsbrim bei Darmstadt Weihnachten 1933 ___________________________________________________________________ 71t Die Büros der vnnöiucrlotnimnei- Nebenstelle für die Provinz Cbcrbenen bleiben vom 27. Dezember bis 1. Januar Vk34 für den Publikumooerkeln geschloffen 7775 D <*rtnb!vrrfofnmmcr-9lcbcuffclle für die Provniz Cbcrbciirn. Beschiftidrucksichen Rechnungen Briefoiette, Brtefurnscn'tge Postk»H>n bei trtkhl, Schuiitrafle ? Ucbcrtocifimacblätter an das Finanzamt, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1933 ausgeschrieben worden ist. Vordrucke zum Lohnsteuer-Uebenveiningsblatt find anfangs Januar 1934 bei dem Finanzamt kostenlos erhältlich. Die Ausschreibung und Einsendung von Lobnsteuer-Ueberwei- fungsblätterir bat dann zu unterbleiben, wenn der Arbeitgeber schon bei dem im Laufe des Kalenderjahres 1933 erfolgten Ausscheiden des Arbeitnehmers auf der zweiten Seite Der Steuerkarte 1933 eine vollständige Lohn-1 steuerbefcheinigung ausgeschrieben. hat. Bei der Angabe Der -Höbe der ein- behaltenen Lohnsteuer in Den Lohn- fteuerbeidjeinmunnen und Lohnsteuer- Ueberweisungsblattern ist bet ledigen Arbeitnehmern auch Der Ledigen- Zuschlag (Der bis 30. 3uni 1933 erhoben wurde) zu berücksichtigen. Da- bei ist durch Einträgen des Buchstabens „L" an der auabratifch umrahmten Stelle der Lohnsteuerbe- schemigung hzw. des Lobnücuer- Ueberweistmgsblattes darauf hinzu- iveifen, daß der Ledigenzuschlag erhoben worden ist. Die Ehestandshilfe, die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe und Die Bürgersteuer sind in die Lohnsteuerbelegc nicht auhunebmen. 2. von den Arbeitnehmern, bei Denen im flalcnDcrmbr 1933 Die Lohnsteuer durch Verwendung von Stcuemtarlen entrichtet wurde, die Steuerkarte 1933 und Die Einlaaebogen. die im Ko lenDeriabr 1933 nun Einkleben der Steuermarken verwendet loorden fiiid. an das Finanzamt, in deüeu Bezirk '’cr Arbeitnehmer am lO.Cftobcr 1933 feinen Wohnsiv batte. Tabei iü Die Nummer der ricuertnrtc i«ni und dte neindebehorde. Die tiefe aut- Nervenarzt Dr. Frobenius vom 24.12. bis 2.1.1934 verreist 7772 D 7170V We-n^nd. - si,e beh?Vtex9*ert se «handlang v,ein9i°ndertfial Heuen» Rum *rra* ur We n «weine __tastItit’’0 IhreDermählung geben bekannt Wilhelm Erb und Srau' £orez geb. Menke Fass Gbel z Gießen, 27. Dezember 1933 / Lab Salzuffen /763i 4U0 VD toMITTElMEER FAHRTEN 19 3t «All DAMPF» „GtNflXl VON tr/UtlM“ GROSSE LLOYD-MITTE LMEE REAM IT .. <>15.. 25. FEBRUAR FEBRUAR • MARX ■ APRIL* MAI .„330.- o HOtriail - NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN in Gleiten: Theodor Loo-*. KirchenplatK 13 in Wetzlar: Wilh. b ischer. Jnh. Ohr. Heberling. Lahnstraße ‘M Ingenieurschule Ilmenau n Thur.ngtn. Maschinenoau und Eiektrotechnlk. Detektiv K. Gerz, Bai-Nieheim, Kar* straflel? er.ed gi, iii oe trauliche Brioat ii Ge'chäftsangeie arbeiten, wie Aus- tlln >e. B' obackitun . n.Erm tte unacn Belastung o Beine smai m Lira' u 3'0 Ivtoz 'treu Dielt ?oretb'i 9 b t.cnh Vereine Domen-Bereinwip g 1884-1934 Dieienmen Damen, welche gewillt find, a.D.Bereinig, teilzu- nebm . werd.ackb'et . zwecks ein.Bc'vrech. am Freitag, 29.Dez. abds.^Ubr. imTbii- rinner 4»of. vamm- itr. 7, teihun. r?s»ü * kV OLT/* r^|T[ Heusmrfiel 9*9*" | ^^/zAoplid»merzen,M>gr*n< t^^fr/^und Nervenidtmerxen. 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