Nr. 502 Drittes Blatt Giehener Anzeiger (Generm-cknzefger für Vberheffen) Ein denkwürdiger Tag der ÄEZAP. Gießen. Feierliche Ehrung der alten Kämpfer. — Rückblick und Ausblick. Im vollbesetzten Saale des Caf6 Leib hielt am I Samstagabend die NSDAP, in Gießen eine außerordentliche Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz des Kreisleiters Dr. Harth (Avendorf a. d. Lumda) ab. Die Versammlung galt der Ehrung alter Parteigenossen mit der Mitgliedsnummer unter 100 000, einem Rückblick auf das scheidende Jahr und einem Ausblick auf die künftigen Aufgaben. Nach dem feierlichen Einbringen der Fahnen begaben sich elf der alten Parteigenossen unter Vorantritt des früheren Gießener Ortsgruppen- und Kreisleiters Postassistent Adam Lotz (Gießen) auf die Bühne, wo sie im Halbkreis um den Sitz des Kreisleiters Aufstellung nahmen. Kreisleiter Dr. Harth-Mendorf führte dann u. a. aus: Ich habe Sie kurz vor Weihnachten noch einmal zu einer Mitgliederversammlung eingeladen. Das ist nicht von ungefähr, sondern wir haben einen besonderen Grund zu dieser Versammlung. Adolf Hitler hat mich durch den Gauleiter Jakyb Sprenger beauftragt, den alten Kämpfern der NSDAP, mit der Mitqliedsnummer unter 100 000 dos Ehrenzeichen her B^ w c - gung zu überreichen. Der Redner verlas hierauf folgende Namen: Wilgl.-Nr. Hermann Bender, Hungen 44 986 Otto fielt, Langsdorf 74 995 Wilhelm Weber, Ettingshausen 73 768 Anton Dieh, Lich 76 925 Otto fireuder , Grünberg 49 053 Heinrich höchst, Grünberg 77 834 Erich Arnold, Londorf 18 929 Hermann Stoll, Garbenteich 62 828 Hermann W o b k e r , Heuchelheim 28 507 Wilhelm Schepp , Saasen 70 974 Heinz Horn, Gießen 84 166 Georg Lrmert, Gießen 95 196 Wolfgang Lohe, Gießen 2 903 Franz Soldan, Gießen 90 127 Adam Loh, Gießen 65 643 Adolf Treser, Gießen 66 758 Wilhelm Wenderoth, Gießen 71 143 Otto fiempff, Gießen 85 580 Adolf Wandler, Gießen 65 641 Friedrich Walter, Gießen 71140 Walter vehberger, Gießen 75 004 August Horn, Gießen 75 000 Jean Bullmann, Gießen 90 317 Baumgärtner, Gießen 80 768 Loren; Eifert, Gießen 63715 Ad. W ü n k e r, Gießen 84 165 Sodann sagte Kreisleiter Dr. Harth weiter: Sämtliche Ehrenzeichen sind bis jetzt noch nicht hier eingetroffen, es kann daher heute nur ein Teil der alten Kämpfer ausgezeichnet werden. Ich habe vorgesehen, die Urkunden nach ihrem Eintreffen in ebenso feierlicher Weise wie heute den alten Kämpfern zu überreichen. Wir Nationalsozialisten sind im allgemeinen keine besonderen Freunde von Feiern und Formalitäten. Aber heute abend fühle ich mich stolz und glücklich, daß ich die Ehre habe, den alten Kämpfern den Dank des Führers aussprechen zu dürfen. Was unser Führer tut, ist wohlerwogen und richtig, Er hat durch diese Auszeichnung bekundet, daß den Nationalsozialisten, die früher'mit ihm zusammen gekämpft haben, eine besondere Bedeutung zukommt, er hat mit dieser Verleihung des Ehrenzeichens den alten Kämpfern eine Sonderstellung innerhalb der Bewegung eingeräumt. Was heißt alter Kämpfer sein? Atter fiämpfer fein, heißt Jünger, heißt Apostel sein. Ihr alle, die ihr hier steht, habt schon früher, als die andern noch schliefen und falsche Wege gingen, den Worten des Führers gelauscht, ihr habt seine Ideen in euch ausgenommen. Ihr habt Tag um Tag gepredigt, Entbehrungen, Not, Haß und Verleumdungen auf euch genommen, seid durch ein Meer von Schmutz gewatet, ihr seid elend und arm geworden. Aber eins seid ihr nicht geworden: ihr seid nicht müde, nicht verzagt geworden. Ihr habt das Banner hochgehalten und getragen, es bei einem Rückschlag wieder hochgerissen und euch immer aufs neue eingesetzt nach den Weisungen des Führers. Ihr seid die Verkörperung des Nationalsozialismus geworden. Ihr habt treu und tapfer, zäh und fanatisch gekämpft. Ihr habt dem Führer die Treue gewahrt, ihr seid der Idee treu geblieben. Daß ihr so treu und tapfer wäret, dankt euch der Führer durch diese Auszeichnung. Der Führer weiß, daß ihr keinen Dank und keine Belohnung wollt, ihr fordert sie nicht in eurer Bescheidenheit. Aber der Führer weiß, was ihr ihm wart und ferner sein werdet. wie ihr bisher seine Jünger und fiämpfer wart, so müßt ihr in Zukunft das Sal; der Bewegung werden, der feste fiern, um den sich alles kristallisiert. Diese Auszeichnung soll ein Ansporn fein, weiter treu zum Führer zu stehen und ihm zu helfen, sein Werk des Aufbaues und des Friedens, sowie der Gesundung des deutschen Volkes zu fördern, damit das Dritte Reich so wird, wie ihr es auch erarbeitet habt. Im Namen der Nationalsozialisten des Kreises Gießen spreche ich euch zu dieser Auszeichnung der herzlichsten Glückwünsche aus. In das vom Kreisleiter auf die alten Kämpfer ausgebrachte dreifache Sieg-Heil stimmte die Versammlung freudig ein, mit großer Begeisterung auch in das sofort von dem alten Kämpfer, Kreisleiter z. b. V. und Gauredn.'r B u l l m a n n ausgebrachte dreimalige Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler. Anschließend wurde nach der Ueberreichung der Ehrenzeichen gemeinsam das Horst-Wessel-Lied gesungen. Kreisleiter z.b. V. Gauredrer BuUmann sagte dann in einer packenden Rede u. a.: Das Unglück Deutschlands ging an uns vorüber, an uns allen, an unseren Kindern und nicht zuletzt auch an denen, die für Deutschland gefallen sind im Weltkriege und nach dem Kriege. Sie fielen, weil der Anlaß ihres Heldentums das Unglück Deutschlands war. Wir Nationalsozialisten kannten kein Unglück materieller Art, wir sahen auch nicht ein Unglück darin, daß eine Monarchie gestürzt wurde. Die Zersetzung unseres Volkes war das Unglück Deutschlands. Adolf Hitler sah das Unglück, und er sah auch die Ursache dafür, während die andern nur die Auswirkungen sahen: der Bürger sah, daß er in Not war, der Bauer sah seine Not, das Arbeit- nehmertum, damals Proletariat genannt, sah nur sein Unglück. So begann der Kampf aller gegen alle. Damals eilten wir zum Führer, der das Unglück rechtzeitig erkannt hatte. Und dann haben wir gekämpft. Während die andern in patriotische Versammlungen gingen, in bürgerliche Vereine, während der Marxismus sich breitmachte und das Bürgertum der Republik diente, haben wir erklärt: eine Republik existiert für uns nicht, eine Fahne Schwarz- Rot-Gold kennen wir nicht, einen Reichspräsidenten Ebert kennen wir nicht, auch kein Republikschutzgesetz, ebensowenig bürgerliche Parteien. Wir haben aber mit aller firaft die fiommu- niftcn und die Sozialdemokraten, den Warxis- mus bekämpft und den bürgerlichen Brei beseitigt. Notgedrungen machten wir den Parlamentarismus in der Weimarer Republik mit, weil wir es mußten, um unseren Kampf zu führen. Aber wir lachten über diese Republik mit ihrem Parlamentarismus, weil wir wußten: Adolf Hitler, der Nationalsozialismus, die Hakenkreuzfahne, Drittes Reich, Deutsche Revolution, das war unser Ziel! Und dann kamen sie und frugen: wo ist euer Programm? ■—nwni'w in, ■'jrnsw'x-y •;,.v*s■ Gießener Gtadithearer. Nobert Wmterbcrg: „Anneliese von Dessau." Die Operettenserie des Winterspielplans wurde am ersten Feiertag mit einer Aufführung der „Anneliese von Dessau" — drei Akte von Richard Keßler; Musik von Robert Winterberg — fortgesetzt; das ist ein Stück, das nach Stoff und Melodieführung für ein heutiges Publikum ganz besonders geeignet erscheint. Fürst Leopold zu Anhalt-Dessau ist wahrhaft populär geworden einmal durch den nach ihm benannten Marsch „So leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage" ..., dann aber durch seine romantische Liebesaffäre mit der Dessauer Apothekerstochter Anna Luise Föse. Was den Grenadiermarsch betrifft, so wird das Motiv im zweiten Akt nur ganz vorübergehend und spielerisch angeschlagen, um dem letzten Akt, in einer großangelegten repräsentativen Szene, einen wirkungsstarken Äus- klang zu geben. Die Liebesgeschichte selbst aber bildet mit all ihren historisch beglaubigten Zügen die Grundlage der eigentlichen Handlung, die in ihrem Mittelakt, über den Rahmen des traditionellen Operettenlibrettos hinausgehEnd, einen regelrechten tragischen Konflikt entwickelt, wie er in einem größeren und berühmteren Schauspiel unvergänglicher Besitz der deutschen Literatur wurde; Anne' je wird zum Verzicht gezwungen, indem man ihr vor Augen stellt, daß ihre Verbindung mit dem Fürsten den Geliebten unglücklich machen würde. Der dritte Akt schildert, allerdings nur erzählend, die Folgen des bis an die Grenzen eines bürgerlichen Trauerspieles im Stile der „Luise Millerin" führenden Konfliktes. Aber dann greift der Textdichter ein und wendet das Schicksal der Liebenden mit der Rückkehr Leopolds von der italienischen Reise zum glücklichen Ende: Anneliese wird in den Stand einer Reichsfürstin von Anhalt erhoben, und der Trauunades Paares steht nun, nachdem auch die Fürstin-Mutter durch soviel unerschütterliche Liebe und Treue überwunden ist, nichts mehr im Wege. « Der Komponist Robert Winterberg hat sich der so in ihren Grundzügen festgelegten Handlung mit Geschick und rechtem Gefühl angenommen: feine Musik ist unkompliziert, melodiös, sangbar und tanzgerecht; die Partitur wird den gefühlsmäßigen wie den historisch-militärischen Elementen des Textbuches gerecht und erhält mit der Einbeziehung des hochberühmten Dessauer Marsches einen besonders volkstümlichen Einschlag. * Die Aufführung unter der Spielleitung von Hub griff die Dinge frisch und tr irrt an, inszenierte beweglich und stimmungsr unb brachte die verschiedenartigen Elemente Handlung bei geschickter Gegenüberstellung bi. . .gerlichen unb der höfischen Sphäre wirkungsvoll zur Geltung. Kapellmeister Cuje waltete am Dirigentenpult seines Amtes unb brachte bie volkstümliche Partitur straff unb sauber — mit kräftig einsetzenben Chören — zum Klingen. Für die dekorative Ausstattung trugen die Herren Löffler (Bühnenbilder) unb Keim (Beleuchtung) Sorge, währenb Herr S) u - der bas Ensemble stilvoll unb farbenfreubig kostümiert hatte. Hannah Spohr führte bie Tanzregie unb belebte bie szenische Wirkung ber Operette burch eine Reihe rhythmisch gelockerter Einlagen recht erfreulich. Sibylle-Evelyne Flemming fang unb spielte bie Anneliese sicher unb beherrscht in Ton unb Haltung, mit unverbildetem Gefühl und richtigem Verständnis für die lyrischen wie für die heiteren Bestandteile ber Partie. Herr Fierment machte ben Dessauer, gesanglich sehr frisch unb gelöst, un Spiel unproblematisch, solbatisch und selbstbewußt: Bild eines jungen Offiziers und Liebhabers, das zu den vertrauten Zügen des späteren „alten" Dessauers nicht übel zu passen schien. * Eine sehr hübsche, besonders darstellerisch abgerundete Leistung bot Herr Hub als der höfisch- galante und gewandte Marquis de Chalisac. Herr Geiger übertrug die aus dem Schauspiel geläufigen Züge des bürgerlichen Vaters mit Anstand in bie minber seriösen Bezirke ber Operettenhanblung. Frau Schubert-Jüngling war eine roürbige unb nicht ungütige Fürstin Henriette. Erna Renz und Paul W r e d e als Juliette und Friedrich Robenberg bilbeten ein unbeschwert heiteres, zweites Pärchen unb hatten insbefonbere mit ber übertrieben Da haben wir ihnen erklärt: Deutschland erwache! Unserem Führer Heil! Unser Programm ist Adolf Hitler! Und so haben wir die Macht errungen. Aber niemals haben wir uns eingebildet, Adolf Hitler wolle die Macht seinetwegen, ober bie Partei fei unsere Lebensaufgabe. Unser Führer kämpft für Deutschland! Die Partei hat die Ausgabe, Deutschland die richtige Organisation zu geben. Unsere Partei ist nicht Selbstzweck, ihre Aufgabe heißt Deutschland! Der SA.-Mann, ber SS.-Mcmn, ber NSBO.-Mann, ber Mann ber Deutschen Arbeitsfront, sie alle müssen Nationalsozialisten sein; bas eine geht nicht ohne bas anbere! Wir können uns bürgerlich nicht bewegen unb genau so wenig proletarisch. Wir sinb eben Nationalsozialisten geworden! Wenn wir setzt das Ehrenzeichen tragen dürfen, so soll bas für uns alte Kämpfer eine erneute Verpflichtung fein: Dieses Ehrenzeichen verpflichtet uns, daß wir in Treue zum Führer unsere firaft immer und zu jeder Zeit in den Dienst des fiampfes Adolf Hitlers für ein neues Deutschland stellen. (Stürmischer Beifall.) Nationalsozialist sein, heißt Kämpfer sein. Nationalsozialismus unb beutsche Revolution ist bas gleiche. Es gibt niemals ben Typ eines rabitalen Nationalsozialisten; entweber ist einer Nationalsozialist, bann ist er rabikal, ober er ist ein Parteigenosse unb muh erst noch lernen rabikal zu werben, bann ist er noch kein Nationalsozialist. Wir alle fiämpfer haben die Aufgabe, fo zu bleiben, wie uns der Führer geformt hat. Wenn Kreisleiter Dr. Harth sagte, wir sollten bas Salz ber Bewegung bleiben, so sage ich: wir wollen bieses Salz sein! Unsere Pflicht ist, baß wir alte fiämpfer der Bewegung Immer den Stempel aufdrücken, aber niemals uns den Stempel aufdrücken lassen von denen, die glauben, sie feien auch fiämpfer. (Beifall.) Kameraden der alten Garde: Unser Treuschwur lautet: Der fiampf gehl weiter! Die Hakenkreuz- sahne ist unsere Fahne oder aber das Leichentuch für uns alle! Die deutsche, bie nationalsozialistische Revolution, bie nationalsozialistische Bewegung unb unser oberster Führer Abolf Hitler breimal Sieg-Heil! Voll Begeisterung stimmten bie alten Kämpfer in diesen Treuschwur ein. Mit dem Rus an bie Versammlung: Der Kampf geht weiter! schloß Pg. Bull- mann seine mit lebhafter Zustimmung unb begeisterten breimaligen Sieg-Heil-Rufen aufgenommenen Rebe. Stellvertretender Kreisleiter Hopsenmüller erinnerte in feiner Ansprache zunächst an bie Kame- raben, bie im Kampfe für bie Bewegung unb bas Volk ihr Höchstes Hingaben, ihr Leben. Die Versammlung gedachte ftehenb mit bem Hitler-Gruß ber gefallenen Kameraben, währenb bie Standarten- kapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. Der Redner schloß die feierliche Heldenehrung ab mit ben Worten: „Das Sterben für unsere Bewegung ist Verpflichtung für jeben einzelnen von uns, für jeben, ber Nationalsozialist ist". Nach kurzem Hinweis auf die großen Ereignisse bes nun zu Enbe gehenben Jahres sagte der Redner u. a. weiter: Wir dürfen nicht vergessen, welche Arbeit uns noch bevorsteht. Ich kann mir denken, daß manche glücklich sind, wenn sie durch die Stadt gehen und dabei die Taten der christlichen Nächstenliebe sehen können, daß $. B. für unsere Hitler- Jugend ganz selbstverständlich ist, daß einer für ben anbern eintritt unb einer für ben anbern arbeitet. Aber barüber hinaus gibt es noch viel, was beachtet werben muß. Der Sieg des Nationalsozialismus war erst ber Anfang der Arbeit, durch ihn ist erst die Plattform geschaffen worden, von der aus die letzten deutlich zurechtgemachten „Kleinen Hochzeitsreise" den stürmischen Erfolg, der hier oorauszusehen war. Zwei hübsche Chargen brachten Herr Kühne als Hofmarschall unb Herr Seitz als Laternenanzünder. * Das Publikum nahm die Neuerscheinung freundlich entgegen, erzwang mehrere Zugaben und klatschte zuletzt im Takt des Dessauer Marsches einen Feiertagsapplaus. hth. Oeuifch-Südwestasrika noch immer deutsch. Wenngleich Deutsch-Südwestasrika nun schon seit langem lein deutsches Koloniallanb mehr ist, so hat sich doch deutsches Wesen unb deutsche Sprache dort zäh erhalten, ein Beweis dafür, wie stark das deutsche Regiment in diesem Lande verwurzelt ist. Rührende und erhebende Bilder von diesem Deutschtum im schwarzen Erdteil entwirft D. I. v. H e i m- bürg, der kürzlich die einstige deutsche Kolonie besuchte, in ber „Lesestunde". Schon sein Eintreffen in ber Hauptstabt Windhuk gab ihm davon vollgültige Beweise. Nur zweimal in ber Woche läuft ein Zug ein, der bie Stadt mit einer 72 Bahnstunden entfernten Außenwelt verbindet. Eine große Menschenmenge ist stets bei diesem großen Ereignis versammelt. „Durch diese Menge", schreibt der Verfasser, zwängen sich schwarze Gestalten. „Großherzog", „Kaiserkrone", „Thüringer Hof" gurgelt es über ben Bahnsteig. Gleich ein Dutzend anheimelnder deutscher Hotelnamen. Ringsum das Gewirr deutscher Laute, deutscher Gesichter ... Vom Bahnhof geht es durch die stillen Straßen. Da gibt es nur deutsche Aufschriften an den Geschäften, ben Banken, ben Privathäusern. Alles scheint unberührt vom Wanbel ber Geschichte bes Lanbes. Wir biegen in bie Kaiserstraße ein; bie Straßenschilber sinb noch bie alten. Als ich abenbs noch burch bie Straßen bummle, ist kein fremblänbischer Laut zu erhaschen; selbst die Eingeborenen sprechen deutsch, obwohl schon längst jeder deutsche Unterricht, selbst an den deutschen Missinosanstalten verboten ist. An der nächsten Straßenecke steht ein Fahnenmast. Wallend weht eine schwere schwarzweißrote Fahne in der Abendbrise. Am nächsten Morgen ist Sonntag. Mit strammem Schritt marschieren wohl an die hundert Pfadfinder unter meinem Fenster vorbei. Vor ihnen Mittwoch, 27. Dezember 1955 Ziele des Nationalsozialismus erreicht werden können. Jeder Parteigenosse muß sich darüber klar sein, welche Aufgaben uns noch bevorstehen. Ein Blick ins Ausland und eine Umschau in unserem Lande selbst zeigen uns, daß wir alle auf bem Poften fein unb eifrig mitarbeiten müssen. An bie Parteigenossen möchte ich bie Mahnung richten, jeber möge an sich selbst bie Slnforberung stellen, immer bas zu tun, toa? Abolf Hitler von ihm verlangt. D t a Beitragszahlung allein tut s nicht. Di- Bewegung muß alle im Innersten erfassen. Jeber muß ganz selbstverständlich unb ohne Vorbehalt ba sein, wie auch ber Führer es immer war. Wenn wir heute am Abschluß eines Jahres stehen, dann können wir seststellen,. daß dieses Jahr uns zunächst unsere dringlichsten und sehnlichsten wünsche erfüllt hat. wenn wir jetzt das Jahr 1933 beschließen, dann tun wir es nicht ohne das Gelöbnis, den Beginn des nächsten Jahres nur als Zeichen zu erneuter Arbeit aufzufassen. Mit aller Kraft müssen wir nun darangehen, dia Ziele unserer Bewegung jedem einzelnen aufzu- zwingen, wenn er sie nicht freiwillig anzunehmen bereit ist. Im Namen ber Parteigenossenschaft gelobe ich bem Kreisleiter bes Kreises Gießen unb bamit bem Führer, baß wir in Treue zu ihm stehen unb mit bafür kämpfen wollen, baß die Ziele des Nationalsozialismus, unseres Führers Abolf H i t - l e r unb unserer herrlichen Bewegung erreicht werben! Das Treugelöbnis ber Versammlung würbe mit bem gemeinsam gesungenen ersten Vers bes Deutsch- lanb- unb bes Horst-Wessel-Liebes bekräftigt. Damit fanb bie bebeutfame unb bentroürbige Kunbgebung nach bem Abmarsch ber Fahnen ihren Abschluß. Die Stanbartenkapelle bereicherte ben Abenb burch flotte Märsche unb gute Unterhaltungsmusik. Nationalsozialistischer Llniernehmer. Vorbildliche Verwendung des Jahresgewinnes. Das Gaupresseamt berichtet: Die Kreis-Pressestelle Bensheim der NSDAP, teilt mit: Die Firma Deutsche Milchwerke AG. (Fissan-Werke), bie sich im Besitz ber Firma Dr. A. Sauer befindet, hat sich mit Genehmigung ber Generalversammlung entschlossen, im Hinblick auf bie im Jahre 1933 erfolgte langersehnte Einigung bes beutschen Volkes unter Abolf Hitler den gesamten Jahresreingewinn bis auf einen kleinen Rest, der als Reserve vorgetragen wird, ber Arbeiter- unb Angestellten-Pen- sionskasse ihres Betriebes in Hohe von 50 000 Mark zuzuweisen. Zur Unterstützung bes Arbeitsbeschaf- sungsprogramms ber Reichsregierung hat sich die Firma verpflichtet, diesen Betrag in Arbeiter- unb An- gestellten-Wohnungsneubauten (Einfamilienhäuser) anzulegen. Das erste Haus ist bereits im Rohbau erstellt. Das zugewanbte Kapital von 50 000 Mark wirb von ber Firma, soweit, es nicht verbaut ist, außerdem noch verzinst. Die Gesinnung des Unternehmers und bas gute Einvernehmen zwischen Betriebsleitung unb Belegschaft kommt weiterhin ba- burch zum Ausbruck, daß in Unterstützung der Reichsregierung, bie Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten abzuschwächen, die Firma neben ber Zuweisung an ben Pensionsfonbs noch Weihnachts- fonbergaben in Form von Bebarfsbeckungsscheinen in Hohe von 3000 Mark an ihre Arbeiter unb Angestellten verteilt hat. Diese großherzige unb soziale Tat verbient im Interesse bes deutschen Volkes allgemein Nachahmung. Daten für Mittwoch, 27.Dezember. 1571: ber Astronom Johannes Kepler in Weil ber Stabt, Württemberg, geboren (gestorben 1630); — 1822: der französische 'Chemiker Louis Pasteur in Dole geboren (gestorben 1895); 1890: ber Altertumsforscher Heinrich Schliemann in Neapel gestorben (geboren 1822). weht bie deutsche Reichskriegsflagge. Am Zeirungs- ftanbe kaufe ich mir Südwester Zeitungen. Drei deutsche gibt es im Lande, van ben andern Landessprachen nur je eine. Allen politischen Experimenten zum Trotz ist der deutsche Einfluß auf allen Gebieten führend geblieben. Der Bürgermeister von Windhuk, ber heute noch eine deutsche Mehrheit hinter sich hat, holt mich im Auto ab. Wir sind in der „Werft" angemeldet; so nennt man in den deutschen Kolonien die Eingeborenen-Stäbte. Besuch aus Deutschland! Wie ein Lauffeuer hat es sich unter den Schwarzen verbreitet. Als wir auf bem Hauptplatz anfahren, läßt eine Negerkapelle in Räuberzivil „Deutschlanb, Deutschlanb über alles" erschallen. Als wir bann burch das Lager roanbern, quillt uns eine Menschenmenge entgegen. Aus ihrer Mitte entwickelt sich eine Militärkapelle von Schwarzen in tabellofer, deutscher Schutztruppen-Uniform. Der Hohenfriebberger-Marsch klingt über bas Lager. Mit Stolz zeigt ber Kapellmeister auf seine deutsche Kokarde am Hut. Im strammen Schritt ziehen sie weiter zu bem Mittelpunkt des Lagers, wo sie jeden Sonntag Militärmusik machen. Ärmeemärsche unb beutsche Volkslieder sind bas Repertoire. Unb jeben Sonntag spielen biese großen Kinber hier in beutschen Uniformen Soldaten. Deutsch sind die Kommandos, deutsch auch die Rangbezeichnungen, die sie ihren Führern noch auf ihre Grabsteine setzen. Kaum ist es möglich, die Menge wieder los zu werden, jeder will seine deutschen Sprachkenntnisse zum besten geben und seine frühere deutsche Paßkarte zeigen mit ber alten Kaiserkrone darauf. Selbst die Verkehrssprache zwischen den fremden Stämmen im Lager ist Deutsch geblieben." Ebenso deutsch wie die Städte ist auch bas Lanb. Obwohl bie Einwanderungspolitik zugunsten ber Buren dem Deutschtum starken Abbruch getan hat, sind noch heute mehr als 50 v. H. der Farmen in deutscher Hand. Im „Tintenpalast" zu Windhuk, wie der Volksmund das Regierungsgebäude wegen der allzu reichlichen Gesetzesarbeit nennt, tagt heute das kleinste Parlament der Welt. Unter ben 18 Abge- orbneten bilbeten die Deutschen bis vor wenigen Jahren bie Mehrheit, bie bann burch politische Maßnahmen zerstört würbe, aber immerhin hat biese Versammlung burchgesetzt, baß Deutsch, bie Sprache bes im Kriege unterlegenen Lanbes, neben Englisch und „Afrikaans" zur Amtssprache erworben wurde. Aus der Provinzialhauptstadt. „Oer größte Lump - der Denunziant." Das Ttaatspresseamt teilt mit: Auf Grund der kürzlichen Veröffentlichung „Der größte Hump — der Denunziant" |inö oerschiebent- lid) Anfragen an den Herrn Staatsrnimster gerichtet worden, die zu folgender Erklärung Anlaß geben: Ls ist kein Grund gegeben, daß sich die Profesiorenfchaft der Technischen Hochschule Darmstadt oder der Landesunii^rsität Gießen durch die seinerzeitige Veröffentlichung betloffen fühlt. Ein« Verallgemeinerung hat nicht im Sinne der seinerzeitigen Veröffentlichung gelegen. Da in letzter Zeit sich dieses widerliche Angeber- tum wieder in äußerst unangenehmer Weise bemerkbar gemacht hatte, ist gerade ein Fall heraus- gegrifsen und zum Gegenstand der Veröffentlichung gemacht worden Es liegt somit kein Grund der Beunruhigung innerhalb der Prosessorenschaft der Technischen Hochschule Darmstadt und der Landesunioersität Gießen vor. A(S.-Hago und Deutsche Arbeitsfront. Zu der Bekanntmachung der NS. «Hag o, Kreisamtsleitung Gießen, in unserer Ausgabe vom vorigen Samstag über die Anmeldungen zur Deutschen Arbeitsfront ist ergänzend nachzutragen, daß die Anmeldungen aus Nieder- Bessingen bei Karl Seipp, Zimmergeschäst, in Ettinghausen erfolgen müssen. Vortrag über Aaffenfragen vor dem Gießener Llnteroffizierkorps. Anläßlich eines Kameradschaftsabends des Unter- offizierkorps I. ZN. 15 hatte sich Herr Dr. Wieß- mann in liebenswürdiger Weife bereit erklärt, einen Vortrag über Nafsenfragen zu halten. Zn klaren und leicht verständlichen Worten gab der Redner Aufschluß darüber, was es für ein Volk bedeutet, sich mit R a s s e n f r a g e n zu beschäftigen. Er bezeichnete unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler als ersten unter den großen Staatsmännern der Geschichte, der erklärt habe, daß das Nossenproblem Hauptziel einer Nation fein müsse, die nicht gewillt sei, unterzugehen. An Hand der Geschichte zeigte der Redner, wie die Völker, die cs verstanden, ihre Rasse rein zu erhalten, damit auch ihr Bestehen in der Geschichte gesichert haben (Chinesen und Japaner), wie schnell aber auch ein Volk untergeben muß, das mit jeglicher Rassenvermischung und mit dem Geburtenrückgang einverstanden ist (z. B. die Römer). Alsdann erklärte der Vortragende die Einteilung der Rassen fn verschiedene Arten und deren Hauptmerkmale. Unter diesen Rassenarten hob er eine als besonders typisch für uns Deutsche hervor: die nordische Rasse, die uns immer als Ideal oorschweben soll. Von dieser Ausführung leitete er über zu der Vererb ungssrage. An Hand von Beispielen, die der Redner als Arzt im täglichen Beruf so häufig finden kann, zeigte er, wie ungeheuer be- d-utungsvott die Vererbung für ein Volk ist. Diele Generationen müssen jahrzehntelang darunter leiden, daß von ihren Vorfahren auf die Gefahren einer minderwertigen Vererbung nicht geachtet wurde. Und hier ging der Redner nun auf die irrige Lehre und Auffassung des Marxksmus ein, der erkläre, der Mensch sei von Natur aus gut, nur seine weitere Bildung fei Schuld an feinen Verfehlungen. Der Vortragende überzeugte davon, daß die Vererbung allein ausschlaggebend fei, wie ein Mensch sich entwickele. Niemand fei in der Lage, durch eigene Weiterentwicklung irgendwelcher Fähigkeiten diese auf feine Nachkommen zu übertragen. Dann kam er auf das Wachsen eines Volkes Zu sprechen und zeigte hierbei die verderblichen Auswirkungen des in den letzten Jahrzehnten in vielen Kreisen üblich gewesenen Einkindersystems. Denn gerade in den Kreisen, die die Besten unseres Volkes ausmachen, sei dieses System üblich gewesen. Daß damit unserem Volke ein wesentlicher Bestandteil an guten Vererbungsmöglichkciten genommen wurde, leuchtete allen ein. Denn gerade die Nachkommen aus diesen Kreisen waren damit nicht mehr in der Lage, zu einer weiteren guten Vererbung beizutragen. Die Auswirkungen zeigten alsbald einen gewaltigen Rückgang von verantwortungsbewußten Menschen imo einen mächtigen Aufschwung der minderwertigen Elemente, denen es auf eine Vermischung auch mit wesensfremden .Menschen nicht ankam. einem Heil auf unseren Führer, in das alle Unteroffiziere freudig cinftünmtcn, beendete der Redner seinen Vortrag, bem hierfür herzlichst gedankt wurde. Noch lange weilten die Unteroffiziere mit ihrem Galt zusammen, wobei der eine oder andere sich noch manchen Aufschluß über eine Frage holte, die ihm früher unklar war. Weihnacktsfei-m in den Kliniken. 2n den Universitätskliniken fanden in der Woche vor Weihnachten für Patienten, Personal und An- . die -ui, n ieilneh mern große Freude bereiteten. Die Gebesrelldigkeit ber Lieferanten unb Freunbe ber Kliniken ernwg- lichte es, daß jedem Klmiksinfassen durch Lieber ret- chung von lchonen unb praktischen Weihnachtsgeschenken eine Freude bereitet werden konnte. Bis jetzt liegen uns folgende Berichte vor In der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen un dHaiskranke wurde die Feier am Doniicrstagabcnb gehalten Ein Streichorchester ber Reichstdehrkopelle rot rite mit, erfreute mit hervorragenden Darbietungen unb begleitete die gemeinsam gelungenen Lieder. Eine oAulflafie aus dem Vorort Klein Linden wartete mit schönen Weih- nachtsliedern auf unb brachte Weilmachlsgedichte Zum Vortrag. Ein schone» Theaterstück „Iraum UN Walde-, ein echt deutsche» Märchen, begeisterte Jung unb Alt Die Festansprache hielt Pfarrer M aller. Am Schluß der lchonen Feier sprach der Leiter ber Klinik. Uiuversitatsprosesfor Dr. Brüg. Am Freitagabend feierte bie Chirurgische Klinik ihr Weihnachtsfest. Die SA Kapelle leitete mit dem „Ehre fei Golt von Silcher bie Feier ein Kleine Patienten, zum Teil vom Krankenlager aus, trugen paffende Wechnachts^edichtchen vor unb stimmten bie Herzen ber Zuhörer froh. Pfarrer Müller wies in feiner Ansprache darauf hin. wie wahre Weihnachisfr. unbe Licht in bie Menschenber- zen einziehen laßt. Ein für ben Abenb zusammen- gestellter Chor ber Schwestern fang bie lieben alten Weihnachtslieber. Die gemeinsam gelungenen EHo- räle wurden von der SA -Kapelle begleitet. Die Heilstätte Seltersberg hatte ihre Gaste für den Freitag. IS Uhr. ZU einer 2B.*ib- nochtsfeier eingeladcn. In dem hohen Raume des oberen Stockwerks kam bie wunberbare Munk der Reichswehrkapelle, die sich auch hier wieder m dankenswerter Weife zur Verfügung gestellt hatt^ recht zur Geltung. Fräulein von der H e y d > Gießen brachte mit weicher Stimme unter Klavierbegleitung Weihnachtsweisen von Cornelius und eine Kantate von I. S. Bach zum Vortrag. Eine Schwester bot bas Weihnachtsevangelium bar. ein kleiner Niko- laus wußte von (einen Erlebnissen mit bem Christ- rinb zu berichten Die Ansprache hielt Pfarrer M u 1- ler. Direktor Prof. Dr. 'Brügge mann dankte allen, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen hatten. Die Universitätsklinik für Hautkranke hielt am Samstagabend eine groß angelegte Weih- nadjtsfeier ab. Ein aus Helferinnen und Angestellten bestehender Chor, von Lehrer Klein eingeubt unb am Harmonium begleitet, brachte mehrstimmige Weihnachtslieber zum Vortrag. Im Mittelpunkt bes Abends stand ein Fünfakter, Der die deutsche Weihnacht verherrlichte. Die Rollen waren gut besetzt, o daß bem Stück ein voller Erfolg beschieden war Die Ansprachen hielten Pfarrer TI ü 11 e r unb Psar- rer Dr. Hemmes. Arn Freitagabend besuchte eine Schar froher Mädchen, Schülerinnen des hiesigen Lyzeums, von ihrem Musiklehrer N e b e 1 i n g geführt, die Schwesternhäuser, einige der Universitätskliniken unb die Heilstätte Seltersberg und bot dort in Orchester und Chor frohe Weihnachtsweifen dar. Allenthalben wurde ihnen reicher Dank für bie seltene Freube, bie sie ben Kranken bereiteten, gezollt. Weihnachtsfeier i (S ahihelm) Gi ßen-Ost. Die Kameradschaft Ost der SA.-Reserve I (Stahlhelm) vereinigte am Samstagabend irti Restaurant „Liebigshöhe" ihre Mitglieder unb viele Gäste zu einer Weihnachtsfeier. Der Feier am Abend ging eine Weihnachtsfeier der Kinder ber Kameraben am Nachmittag voraus, bei der etwa 250 Kinder beschenkt wurden. Kameradschaftsführer Klaus hielt dabei eine Ansprache, in der er auf den Sinn Der deutschen Weihnacht hinwies und an die Liebes- täiigkeit erinnerte, die inmitten des Stahlhelm für bie bedürftigen Kameraden geleistet worden fei. Er dankte allen, die durch Stiftungen die Bescherung ermöglicht hatten. M.t hoffnungsvollem Ausblick auf das Jahr 1934 beschloß der Kameradschafts- sichrer seine Ausführungen. Ein Weihnachismärchen- spiel von den „Kornblümchen" des Luisenbundes aufgeführt, fand starken Beifall. Die Feier am Abend wurde durch fthneibige Musik eingeleitet. Kamerad Nieren sprach einen weihnachtlichen Prolog. Sodann hielt Kamerad- j schastsführer K laus Die Begrüßungsansprache, in । ber er neben ben Kameraden besonders die Gaste 1 herzlich willkommen hieß. In seinen weiteren Aus- I Rührungen erinnerte er an ben Uebertritt ber 365 000 i Wehrftal lHelmer zur SA Man werde lange Zeit an das Weihnachtsfefl 1933 denken, da man jetzt das Erbe der gefallenen Kameraden des Weltkrieges und des nationalen Freiheitskampfes der Erfüllung entgegengkhen sehe. Freudigen Herzens sehe man in die Zukunft, um so mehr, als an der Spitze unseres Reiches und Volkes ber Frontsoldat Adolf Hit - le r stehe und mit unb neben ihm Franz S e ( b t e. In {einen, abschließenden Äusserungen wies der Redner noch am bie Einigung zwischen Stahlhelm und SA. hin unb erinnerte an bie benfroürbiaen > Stunden ber Reichsführertagung in Hannover. Mit i »Front-Heil" unb „Heil Hitler" land die mit stärk'm Beifall ausgenommene Ansprache ihren Ab- schluß. Der weitere Verlauf des Abends brachte ein 1 unterhaltsames Programm. Zunächst erfreuten j Mitglieder des Bauerschen Gefangvereihs durch i heruorrugenb roicbergcgebene Ghorbarbictungcn. qi- •* nuinfam würbe bann beim feierlichen Glanze ber Kerzen auf den Tischen bas Lied „Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen, unb Fraulein Erna Haase verkiekte mit ber prächtigen Wiebergabe zweier weihnachtlicher Lieber bie Stimmung. Zur allgemeinen Freube traf sodann eine Anzahl alter Kampfer der SA. ein, bie am bas Herz- lidjfte begrüßt würben, In einer markigen und oon hoher Begeisterung getragenen An «mache wandte sich Sturmführer Horn an bie Karne raben bes Stahlhelms, dankte für die Einladung unb sprach von ben Opfern an Gut unb Blut, bie gebracht worden seien um die Wiedergeburt des deutschen Vaterlandes. Die alten Kämpfer, so führte er u. a aus. zeigten den Weg. alle anderen muh. ™ nach'olgen. als die Masse, die den endgültigen ' wusie erringen helfen. Jetzt hebe man mitten tm Sumpfe, und es komme auf jeden an. Eine eroberte Stellung müsse gehalten werden. Es Oege an uns allen, den Weg zu beschreiten, der von den Kämpfern freigemacht worden sei, es gelte auf ber bereiteten Straße zu marschieren, so lange, bis bie ganze Seit bem Gebanken bes Nationalsozialismus folge — jedes Volt auf feine Art. In diesem Sinne hoffe man auch, daß sich das Verhältnis t\r SA zum Stahlhelm gestalten möge. Man könne wohl getrennt marschieren, müsse aber Der- eint schlagen unb zwar unter einheitlicher Führung, unter den Farben Schwarz, Weiß unb Rot (bem schwarzen Hakenkreuz im weißen Feld auf rotem Tuch), unter Denen auch bie Kameraden bes Weltkrieges gefallen seien. Mit einem breifachen, begeistert aufgenommenem „Sieg-Heil!" auf ben Führer unb die Bewegung schloß Sturmführer Horn seine Ausführungen. Das unterhaltende Programm brachte noch drei schöne und ernste lebende Bilder („Gefallenen- Ehrung", ,.Germanins Weckruf" und „Deutschlands Erwachen"», die durch verbindende Worte des Kameradfchaftsführers Klaus tieferen Sinn gewannen. Das Deutschland- unb bas Horst-Wessel- Lied ergänzten bie Darstellungen im besten Sinne. Weitere gesangliche Darbietungen ber Mitgldeber des Bauerschen Gesangvereins, das gemeinsam gesungene Lied „Hakenkreuz am * Stahlhelm" unb flotte turnerische Darbietungen von 9ungfameraben bes ehemaligen Wehrstahlhelms füllten bie restlichen Stunden. Silvesterveranstaltung des Stadttheaiers. Aus dem Stadttheaterbüro wirb uns geschrieben: Die Intendanz lädt zu Sonntag, 31. Dezember, alle diejenigen, die bie letzten Stunden unseres schönen unb crMungsreichen Jahres 1933 fröhlich unb genußreich zu verbringen beabsichtigen, zu unserem großen luftigen Silvcfterabenb ein. Unter ber Leitung von Poul Nieren unb Kapellmeister Fritz Cuj 6 sowie Ballettmeister Theo Bä ulke werden von der Bühne herab bie besten unb künstlerischsten Attraktionen zu einem tollen Reigen von Humor, Laune unb Frohsinn sich vereinen, um unter bem Motto: „Prosit 1934!" die ersten Stunden bes neuen Jahres zu erwarten. Die Veranstaltung ist außer Abonnement unb nur einmalig. Preise der Platze von 0,50 bis 2,50 Mk. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. Vornonzen. — Tageskalen der für Mittwoch. Stadt- theater: Id bis 17.30 Uhr, „Schneeweißchen unb Rosenrot"; 19. bis 22 Uhr, „Anneliese von Dessau". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fraulein Hoffmanns Erzählungen". — Schützenverein Gießen: 20.30 Uhr, außero Deutliche Mitglieder-Verfammlung. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heule, 15 Uhr, bas luftige Märchenfpiel mit Gesang unb Tanz: „Schneeweißchen unb Rosenrot" von Hermann Steher. Leitung: V o 1 ck, Ker- z i s n i k, Spohr. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk Ende 17.30 Uhr. Von 19 bis 22 Uhr, 12. Vor- ftcUung im Mittwoch Abonnement Wieberbolung brr Operette: „Anneliese oon Dessau" von Keßler- Winterberg. Leitung: Hub, C u j 6, Spohr. Ope- rettenpreife. -* Das Rote Hakenkreuz, Ortsgruppe Gießen, hält am morgigen Donnerstag 20.15 Uhr Heimabend bei Soldan ab. * ** Das Büro bes Herrn Reichsstatt- Halters Sprenger in D a r m ft a b t bleibt in brr Zeit vom 27. Dezember bis 2. Januar für ben öffentlichen Verk.hr geschloßen. Evangelisch-kirchliche Personalien. Durch bie Kirchenregierung mürbe Pfarrer Adolf D o r in c r zu Rockenberg auf fein Nachsuchen von ber Uebernahme der ihm übertragenen Psarr- stelle zu Duerfborn, Dekanat Grünberg, und Pfarrer Julius Diefenbach zu Eudorf auf fein Nach- fachen von bem Amt bes DetanfteUoertretfrs bes Dekanats Alsfeld unter Anerkennung feiner treuen Dienste entbunden. " Die Weihnachtsfeiertage, die diesmal durch den Sonntag als Heiligabeyd um einen arbeitsfreien Tag auf drei Festtage vermehrt worden waren, nahmen in unicrer Stadt den gewohnten festlichen Verlauf. Am Heiligen Abend fanden in den beiden evangelischen Kirchen stark besuchte fin der Johannestirche sogar überfülltet Gottesdienste statt. Die kirchliche Feier in ber Johanneskirche würbe durch künstlerische Darbietungen von Obermusikmeister firauhe (Cello). Musiklehrer Nebel i n g (Orgel), Frl. von der Heyd (Gesang) und des Kirchen gesanqoereins unter Leitung von Lehrer Linden st ruth in dankenswerter Weise verschönt. In der Stadtkirche trugen Buben und Mädels durch das Aufsagen oon passenden Bibelstellcn zur Bereicherung ber Feier bei Die Gottesdienste an ben beiden Feiertagen waren Dir Jeituns der Heimat die Jeiiuns der Familie die JeiMng der GeschSttswett in Stadt und Kreis Gießen, im benachbarten Lahn- und Bieber- ial, sowie in den angrenzenden Kreisortschasten Oberhessens ist seit llrväterzeiten der Gießener Anzeiger mit seinen wertvollen, von eigener Schristleitung bearbeiteten und in eigenem Betrieb hergestellten Heimatbeilagen: „Gießener Famist'enblätter", sorgfältig gewählte, der Unterhaltung und Belehrung dienende deutsche Geisteskost) „Heimat im Bild", der heimatlichen Landschaft, ihrem Bolls- tum, ihrer Kunst und Kultur in Bild und Wort gewidmet,- „Oie Scholle", von Kennern der Heimaterde für die Landwirtschaft und Gartenbau treibenden Leser bearbeitet,- „Oie Illustrierte", zu wahlfreiem Bezug gemeinschaftlich mit anderen deutschen Heimatblättern herausgegeben. Das alles ist im Laufe von vielen Jahrzehnten zu einem im heimatlichen Volkstum tief eingewurzelten Begriff geworden, es e M m-d SlsibS devGieSettrrAmeigcv stark besucht. Erfreulicherweise konnten auch bf< Polizei unb bie Feuerwache, sowie bie Gendarmerie die Feiertagsruhe ungestört genießen. Der Reiseverkehr auf ber Reichsbahn war an Den Tagen vor dem Fest ganz außerorbentlich stark: die Frequenz der Zuge lag sehr weit über dem Stand des weihnachtlichen Reiseverkehrs in den letzten 10 Jahren. Eine Anzahl Sonder zöge passierte unseren Bahn- Hof, ferner wurden sämtliche planmäßigen Züge verstärkt gefahren. Der gestrige zweite Feiertag brachte ber Reichsbahn insbcionberc starken Nahverkehr. Der Zugverkehr wickelte sich erfreulicher- weife glatt unb ohne jeden Union ab . * 21 Ile rl ei Unfälle. Am eamstag mußte ein dreijähriger Knabe namens Heinrich Jörg, Asterweg 7. der einen Untcrschenkelbruch bes linken 'Seines erlitten hatte, in bie Chirurgische Klinik gebracht werden. Einen Unterschenkelbruch hat am gleichen Tage auch die Frau eines Elektrikers aus Hornsheim. Frau Marie Bepter. erlitten; sie mußte ebenfalls in bie Chirurgisch« Klinik gebracht werben. Am ersten Feiertag muhte sich ber löjäh- rige Hermann Drechsler von Odenhausen zur ärztlichen Behanblung in die Chirurgische Klinik begeben, da er durch einen Schuß eine Hanbver- letzung erlitten hatte. Am zweiten Feiertag wurde der 56jährige Landwirt Friedrich Frey oon Lollar mit einem Bruch des linken Unterschenkels in bie Chirurgische Klinik eingeliefert. •• NS. -Kriegsopferoersorgung, D e- zirk Gießen. Degen Lieberhäufung mit bringenden Arbeiten Huben bie Sprechftunben ber NS - Kriegsopferoersorgung, Bezirk Gießen, vom 27. Dezember bis 2 Januar nicht statt. " jöom NSLB. Kreis Gießen. Der NS.- ßehrerbunb ist körperschaftliches Mitglied ber NS- 'Bcamtenorganifation. Einzelmitgliedschaft ist baher nicht notwendig. •• Zur Aufnahme in bie Arbeitsfront. Vom 27. bis zum 30. Dezember sink» bie Räume ber Gaubetriebszellen - Abteilung ber NSDAP. (NSBO. Hessen Nassau Abolf-Hitler- Haus) täglich von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Schneeschuhe oud) in 1. unb 2. Klasse aller Züg e Die Deutsche Reichsbahn hat zugelassen, baß ab sofort auch in bie Abteile 1. und 2. Klasse aller Züge (also auch Schnell- unbCupts- züge) Schneeschuhe mitgenommen werden können, wenn Belästigungen der Mitreisenden dadurch nicht eintreten. Oberbeffen. Gememdei-at in Lich. * ß i d), 23. Dez. In ber jüngsten Sitzung des G e- meinberats wurde u. a. beschlossen: Dem Oberbann IV OberhessenberHitler-Jugenb in Friedberg wurde auf Antrag zur Errichtung einer Führerschule in Manzenberg eine Spende oon 30 Mark und der Deutschen Bühne e. 21., Reichsleitung in Berlin, für Zwecke ber Aufbauarbeit bes Reichsverdanbes eine Werbebeihilfe oon 6 Mark bewilligt. Der fianbroirt Julius Ihrina hat die seither von seinem Vater betriebene Gastwirtschaft „Zum Löwen" übernommen unb legte aus diesem Anlaß ein Konzessionsgesuch zum Betrieb einer Gastwirtschaft in feinem Elternhause vor. Der Öemeinbcrat beschloß, die Bebürfnissrage für biefe Gastwirtschaft, die schon seit 93 Jahren von ber Familie Ähring betrieben wirb, zu bejahen. Der oorgeschlagenen Verbesserung ber ftäbti- schen Fernsprechanlage wurde zugestimmt. Zu einem Gesuch einer Anzahl Einwohner oon Birklar auf Herstellung eines gut gangbaren Fußweges zwischen Birklar unb L i ch über Den Hardtberg gab ber Bürgermeister die Erklärung ab, bah ber Ausbau bes bestehenben Weges teilweise sogar als Fahrweg bereits zur Ausführung durch den freiwilligen Arbeitsdienst anqe- meldet fei und im Hinblick au| die z. Z. schwebenden Verhandlungen iibcr die Errichtung eines Arbeitsdienstlagers in Lich vorläufig eine Stellungnahme des Gemeinderats zu dem berechtigten Verlangen sich erübrige. Der ©emeinberat trat den Ausführungen bet. Sodann gab ber Bürgermeister bekannt, daß für bie Volksschule ein Robiogerät beschaff! worden sei. Der Anschaffung wurde zugestimmt. Weiter gab ber Bürg» rmeister von einer Verfügung des Krcisamts Gießen Kenntnis, wonach ber Stadt im Nahmen des Arbestsbefchaffungspro- gramms (Reinhardtprogramm) für die zur Ausführung angemeldeten Kanal - und Waffer- l e i t u n g s a.r b c i t c n In der Bahnhofsftrahe ein Teildarlehen von 8000 Mark über den Kreis (Riehen durch die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten in Berlin in Aussicht gestellt sei, dagegen b;e Anerkennung ber (ßrunb ürbcsiing bunt) bas Arbeitsamt noch ausftch'*. Hinsichtlich ber Rückzahlung der Zinc- und lilqungsbctrage für dieses Darlehen wsirden seitens des fireifes ausreichende Sicherheiten verlangt. Der fflemcinbcrat erklärte sich grundsätzlich mit der Einräumung dieser Sicher- beiten einverstanden unb ermäditiate ben Büraer- meifter, eine entsprechende V rpsl chtungs- und Ab- tretungserHärung zu unterzeichnen. (^rfiufen und Aonxtrerf. ch Schotten, 26. Dez. Während der Reichs- handw 'rlerwvche im vergangenen Herbst war bie gesamte Arbeit der Schulen bes Kreises auf Entwick- lung und Arten ber Handwerkszweige eingestellt. Das Resultat dieser Arbeit bildete ein Erlebnisaussatz über irgendeinen Handwepkszweig. Jede Schule lieferte die zwei besten Aufsätze an den zuständigen Be- zikksobmann, der alle emgegangenen Arbeiten noch ihrer Güte ordnete. Durch eine fiommilfion, bestehend aus den Schottener Lehrern Hitz. Stein- bauer, Blei, Maurer und Frl. G o 1, nwir- den aus den l'>2 eingegangenen Ausiätzen die sied zehn besten Arbeiten ausgriucht Für diese recht hübschen Arbeiten konnten jetzt als Weihnachtsgabe 17 ich.,ne Preise den Schülern überreicht werden dank dem (fntgegentommen der *R£ «bes firc irs Schotten unter ihrem bewahrten Leiter Pg. Wilhelm Neumann (Schotten). Zweck der Aufsätze ber Schüler war, das Interesse am deutschen Handwerk in alle Bevolkerungssch chtcn zu tragen, unb Zweck der Prämiierung ber Aussätze, bie auch für bie form wenden Jahre oon der Rs.-Hago geplant ist, war, ber Jugend die Beschäftigung mit bem deutschen Handwerk lieb unb wert zu machen. Die von ber RS Hogo gestifteten Preise würben wie folgt ver- ' 1 Helene Göbel (Lardenbach) Aufsatz: „Wie mein Vater sich erholt". Preis: Biw des Führers. 2 Emma Ruppel (Rebgeshain): Aussatz: „Beim Rechenmacher". Preis: Photographie-Album. 3. Heinz Schmidt (Schotten): Aufsatz: „Mein Bruder tritt bei einem Backer in die Lehre". Preis: Buch Jjitlerjunge Quer". 4. Heim- Appel (fiaulstoß): Aufsa^: „Die Pfla- sterer". Preis: Buch „Der große König und fern Rekrut". TmilonenbHung im Rhem-Mmgebiel 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. lieben Alten Taae wurde Fernsprecher 3831 07184 i'ÜÄ KYFWÄUSER TECHNIKUM BAD fRANKENMAUSÖJ Biq.fluqplatx .. MlVSG MU 1 Teelöffel ■> S Ä IW ' - ff Festtage ohne w&fer ff fff ff ff ff*f E fl ■ 3 Off ä Magenbescnweraen y - noch jeder Mahlzeit nu hü>0>:20 )at die seither irisches!,Lum diesem Anlaß inet Gastwiri- r Gemeindcrat Gastwirtschast, iamilie Ähring atfori be'iebt Wir wünschen den beiden noch ro(f)f frohe Tone im Ruhestand f. Weitersboi n 21 Dez. Dieser Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl’schen Druckerei Verwendet in der Weihnachtszeit die Richard- Wagner-Wohlfahrlsbriefmarkenl j Stellenangebote | Aelteres, kräftiges Mädchen ftir tL Haushalt (2 P cf.) imort gesucht. 777ioLudwiMtr. 411. nen Sitzung der Stadtverordneten lag u. a. eine wichtige Vorlage zur Beschlußfassung zugrunde. Da das hiesige Postgebäude in Kürze geräumt wird, stimmte die Gemeindevertretung einmütig der Vorlage der Unterbringung der Stadtapotheke in dem Postgebäude zu. Das Rathaus, in dem die Apotheke bisher untergebracht war, wird nunmehr wieder ausschließlich für gemeindliche zweckdienliche Einrichtungen Verwendung finden. Es sollen dort ein Sitzungssaal, neue Registratur- und Büroräume, sowie ein Büro für SA. und Hit- Hühnerancen Warten Hornhaut werden infolge der Tiefenwirkung auch in den b art näck.Fäll todsicher u Garant i.5-6 Tagen resil.m Wurzel beieit. durch Hühneraugen Rapid. Erhöltl mir:.Löwen Drogerie W. Kilbinger Nacht.. Seltersweg 69 nen Polizeijagd auf Wildschweine kamen zwei Stück zur Strecke. Die glücklichen Schützen waren Forstassessor Münch und Gendarmeriemeister Fröhlich. — Als kommissarischer Bürgermeister für die Gemeinde Schwarz wurde Ortsgruppenleiter Konrad Haber mehl - Eulersdorf ernannt und mit der Führung der Geschäfte beauftragt. ss. Grebenau, 21. Dez. Am Sonntag fand sich alt und jung in unserer geräumigen Turnhalle zur Weihnachtsfeier der Schulkinder ein. Die Darbietungen der Jugend übertrafen alle Erwartungen. Eine Schülerin eröffnete die Feierstunde mit einem sinnvollen Vorspruch. Zur Einführung versetzte ein lebendes Bild die Zuschauer an die Gcburtsstätte Jesu, ein Engel verkündete im Wechsel mit dem Chor die Weihnachtsbotschaft. Rach einleitenden Worten von Lehrer Schön zeigten die Kleinen in ihren weihnachtlichen Theaterstücken ihr Können. Zum Schluß stimmten alle Zuschauer mit ein in das Lied von der „Fröhlichen, seligen Weihnachtszeit". itzung drsTe- i: Jem Ob er« er-Jugcnd rrichlung einer Spende von Huhne e.L, her Ausbau- bcbeihilse von Anmachholz -BefteUuno erbitten wir btrell an uns möglichst Dei'-Boft* larte 5838D vomossiigemerk Cofiar B. Bulin. Collar in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstoa. Ebenfalls in voller Rüstigkeit beging Frau Christine Limpert, Ehefrau des Landwirts Philipp Limpert, ihren 75. Geburtstag.— Für den nach Kelsterbach a. M. versetzten Lehrer Heinrich Reith ist vor einigen Tagen Lehrer Wilh. Eitel von Kelsterbach nach hier versetzt worden. Kreis Alsfeld ll. Flensungen, 22. Dez. Die Gefolgschaft Merlau der Hitlerjugend veranstaltete gestern abend hier ihre Winter so nnenwend- ünd Weihnachtsfeier. Die Feier begann auf dem hiesigen Sportplatz mit dem Abbrennen eines riesigen Holzstoßes. Gemeinsam trug die Hitlertuaend Sprechchöre vor. Schulungsleiter Erb der Hitlerjugend ergriff das Wort und sprach über den Sinn der Sonnenwendfeier. Nach einigen Liedern wurde ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Führer, auf den Jugendführer des Reiches und auf das deutsche Vaterland ausgebracht. Die Weihnachtsfeier fand im Saale von Reitz statt. ch Nieder-Gemünden, 21. Dez. Hitlerjugend und Schule begingen dieser Tage im Gasthaus Decher gemeinsam ihre Weihnachtsfeier. Gesang eines Liedes der HI. leitete den Teilwohnung 4 Zimmer, Stürbe, Balkon, bei kinder- losemEbevaar, nabe Universität, für baib zuoerm.Schr. Ana. Ui. 07181 rr. h «1 A schieren". Karl Keilholz (Sellnrod); Aufsatz: „Der Schreiner". Preis: Buch „Der Junge von der Feldherrnhalle". Anna Schröder (Eichelsachsen); Aufsatz: „Die Reparatur unseres Hausgiebels". Preis: Buch „Die fünf Getreuen". Anna Graf (Gonterskirchen); Aufsatz: „Ein ausgestorbener Handwerkszweig in unserer Gemeinde". Preis: Ein Bild des Führers. Paula Frank (Köddingen); Aufsatz: „Als ich einmal selbst Bäcker mar"* Preis: Ein Photographie-Album. Heinrich Schmalbach (Ulrichstein); Aufsatz: „Beim Schreiner". Preis: Buch „Robinson Crusoe" Annemarie Krautwurft (Freienfeen); Aufsatz: „Ein ausgestorbenes Handwerk". Preis: Ein Photographie-Album. Erwin Fuchs (Groß-Eichen); Aufsatz: „Beim Schmied". Buch „Wildtöter". Frieda Schmidt (Nieder-Seemen); Aufsatz: „Ein Erlebnis aus der Reichshandwerkerwoche". Preis: Buch „Hauffs Märchen". August Mohr (Berufsschule Schotten); Aufsatz: „Ueber das deutsche Handwerk . Preis: Buch „Ekkehard". Landkreis Gieren. Wieder ein großes Werk vor der BoUendung. Am 29./30. Dezember findet in München öffentlich die Ziehung der„ZweitenGeldlotteriefür Arbeitsbeschaffung" statt. Reichsschahmeister Schwarz wird den Ziehungsakt, der als Abschluß der Lotterie wieder Millionen für Arbeitsbeschaffung bringt, mit einer Ansprache eröffnen. Diese Lotterie wird nicht nur symbolisch das alte Jahr abschliehen und Mittel für Arbeitsbeschafsung im neuen Jahr zur Verfügung stellen, sie wird auch noch im alten Jahr 280 000 glückliche Gewinner schaffen; denn schon am Siloestertag kann man durch Presse und Rundfunk erfahren, auf wen das große Los gefallen ist. 5. Margarete Höhl (Gedern); Aufsatz: „Das Schlofserhandwerk". Preis: Buch „Der rote Kampfflieger". 6. Gretel Semmler (Altenhain); Aufsatz: „Ein (Erlebnis beim Schmied". Preis: Buch „Die Kreuzerfahrten der Goeben und Breslau". 7. Frieda Bosch (Eichelsdorf); Aufsatz: „Wie ein Axthelm entsteht". Preis: Buch „Peter Moors Fahrt nach Südwest". 8. Karl Jäkel (Breungeshain); Aufsatz: „Der Dorfschmied" Preis: Buch „Und wenn wir mar- MiX Betten Schlatzim, Polster, Stahl- matr.an jeden,Teils. Kiu.fr. Elynmöbelffibrlk SuhlfTb. 100gn nur 0,25 Tabletten sVische Mcher Heuteu morg.eiutren.: la Gebellfifebe o.K.Pfd. 35 Pf.,i.Ausschn.Pfd.40Pf. ff. Kabeljau o. K. Pfd. 25 u. 28 Pf. Frischer Goldbarsch o. K. Pfd. 28 Pf. Seehecht, Steinbutt, Bratschellstsche Frische Uschtilets Pfd.10.4Sii.S0P'. AiKardGrunkwald,Vahnhosstr.27 Mercedes Kleinschreibmaschine nur 182.— RM. schon für monatl. RM.7.9D Franz Vogt & Co. Seltorsweg 44 Ruf 2464 B735A Empfehlungen | LeupinCreme und Seife seit Jahr.bewährt b. Flechte - Hautjucken Ausschi., Wundsein usw. Lowen-Ürog. W.Kilbinger Nacht.,Seltersweg 79 a; Drog. Wintorhofi, Kreuzplatz 10. smv mal", „Kundgebuna am Riederwald-Denkmal") verstärkt wurde. Am Nachmittag wurde der Film durch die Schulen von Bernsfeld. Atzenhain, Rüddings- hausen und Weitershain besucht. D offen l. Gedern, 22. Dez. Im Gasthaus „Zum Löwen" fand dieser Tage, einberufen vom Ortsbauernfllhrer Hermann Müller H., eine Bauernversammlung statt. Der Ortsbauernführer sprach über die Sied- lunasmöglichkeiten in der Gemarkung Gedern. Er erwähnte auch daß es hiesigen kleinen Bauern, denen ihr Besitz nicht den Lebensunterhalt einbringt, durch Erwerb von Grundbesitz ermöglicht werden kann nach und nach eine auskömmliche Eristenz zu schaffen und zu einem Erbhof zu kommen. Der Redner svrach weiter über das Erbhofgesetz sowie über das Genossenschaftswesen und forderte die noch nicht fVoanifiarten auf sich der hier kürzlich aearünbeten Mi'chabsatzaenossenschaft, sowie derViehverwertungs- aenossenschaft Gedern anzuschließen. Bürgermeister B e n e r berichtete über die geplante Maßnahme zum Schutz der Obsthäume. Mit einem „Sieg-Neil!" auf den Führer wurde die Versammlung aeschlosfen. l (Gebern, 26. Dez. Frau Christian Diehl Witwe von hier feierte am ersten Weihnachtsfeiertag her släd live zugcjlmml nwobner von angbaten unb Lich its bestehenden creits zur Aus- ütsdienst ange-- 3. schwebenden eines Arbeiis- Stellungnahme ten Verlangen t den Aussüh- kannt, daß für »rät bcschasft ntnis, wonach schaffungspro. die zur Aus- !b ®aller- choisstraße cm >en Ateis A- für otzenlliche llt sei, dagegen ne mch w h der Ruckzah- ägt str dieses ,5 ausreichende ra/ erklör/e s-ch dieser W; den W‘ ngs- unb Ab- ' Der Kle 'n Ta./e>se. die 3 j D°r nb L ^enz 'M Heren SV"' ^tulid)^ S‘s; sä e tr "s aus erlitten; rtt !n‘f gebracht der 16jä, Anisen zur . handver- leA ttutbt n von ^«Ityntels «Ung, De- mtf bringen: der 916, vom 27. Le- 'yer NS.- Jebb« NS- W \\\ bah^ e Arbeit;.. * sind die bteiung der „Adols.hitler- 'ffnet. l nd 2. Klasst Kn hat zuge- lblcile 1. und h und Luxus- rden können, dadurch nicht Abend ein. Die Führerin der BdM.-Gruppe, Frau Kahn, hielt die Begrüßungsansprache und betonte, daß wir dem Führer dankbar sein müßten, daß wir in diesem Jahre überhaupt Weihnachten feiern dürften. Frl. A. Feldmann brachte ein ernstes Gedicht zum Vortrag, der BdM. zeigte einen Herbst- reigen und die Zehn- bis Zwölfjährigen brachten ein kleines Theaterstück zur Aufführung. Ein Lied beschloß den mehr als Elternabend gedachten ersten Teil der Veranstaltung. Der zweite Teil des Abends war der Jugend gewidmet. Lehrer Lotz sprach einleitend über die Bestimmung der deutschen Jugend und dann über den Sinn des Weihnachtsfestes. Ein Gedichtvortrag und ein kleines Weihnachtsspiel folgten. Den Mittelpunkt bildete die Aufführung eines sechsaktigen Weihnachtsfpiels, das durch zahlreiche Liedeinlagen verschönt mar. Ein von den Mädchen des BdM. felbsterdachter Reigen beschloß die Aufführung. Rach einem weiteren Gedichtvortrag und nach dem Bundeslied des BdM. wurde die Veranstaltung mit einer Schlußanfprache des Zellenwarts der NSDAP., Pg. O 11 e r b e i n, und mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer geschloffen. st. K i r t o r f, 21. Dez. Der dieser Tage abgehalte- der Stadtverordneten lag Marburg (Lahn) Dr. Biers Privatlehranslaltea Schule und SchtUerhelm in ges. Waldlage. Indiv. Erziehung u. Schulung VI-OI. Vor- beugunggeg Zeitverlust.OII-Beifeu Abitur. Daneben: alleHandelsschulfächer für kaufm. u. gewerbl. Berufe. Beste Empfehlungen. Prosp.u. Erfolgverzeichnisse frei | Kaufqesuche | (9ehr tiein. weißer sm 07178 au Gieß.Anr. ck. Heuchelheim, 26. Dez. In den Tagen vor Weihnachten veranstaltete das Solo-Quartett für Kirchengefang in Leipzig (Profeffor- Röthig - Quartett) in unserer Kirche ein Konzert mit Darbietung von Weihnachtsliedern. Der Besuch des Konzerts war sehr gut. Die Hörer verlebten eine feine Feierstunde. Die Gesänge waren ganz auf Weihnachten abgeftimmt. "Y" Watzenborn-Steinberg, 26. Dez. Jrn Sornrnerschen Saale zu Watzenborn beging dieser Tage der hiesige evangelisch-kirchliche Frauenverein seine Weihnachtsfeier. Gemeinsame Weihnachtslieder umrahmten Vorspruch und Ansprache des Pfarrers. Den Mittelpunkt des Abends bildete eine Weibnachtsverlofung, deren Ertrag fast restlos dem Winterhilfswerk zugute kam. ML einer schon früher zugewiesenen Gabe von 20 Mark stellt sie einen gerne geleisteten Beitrag zum Winterhilsswerk dar. Noch manch frohes Lied verschönte den Abend. Der ev. Mädchenbund hielt eine schlichte Weihnachtsfeier am Mittwoch- ab-md * Burkhardsfelden, 26. Dez Unser alter bereits 70jähriger Schafhirt Kaspar Schäfer tritt am 1. Januar 1934 in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Treue im Beruf wurde bereits dreimal durch Auszeichnungen anerkannt. Für 15iäh= riae Dienstzeit erhielt er eine silberne Medaille, für 28iährir>" ♦«•<»ue Dienstleistung eine Ehrenurkunde vom Süddeutschen Schäfereioerband und für 31mhriae "n'mterbrochene Dienstzeit bei her Gemeinde Burkhardsfelden eine bronzene M"hmlle. S''ne aefamfe Dienstzeit in der Gemeinde Burk- harhssesden befrua insgesamt über 40 Jahre. Er hat stch in dieser fanaen Feit stets als ein sehr tiicht'eer und treuer Schglhirf aezeiqt, der Taa und Nacht auf dem Bosten mar. Er gehört schon seit -1R wahren ri"m fi'rtnnornorein on t Lumda, 24 D->z Am Samstagabend feierten wir wie oss'öhrs'ch mit unseren Kindern Weihnachten Nachdem das erste Lied verklungen mar, zogen die Mädchen nom dritten bis achten Schuljahr singend ins Gotteshaus ein und scharten sich nm den brennenden Lichterbaum 2B:’- härten das Evangelium aus dem Munde unserer Kinder Auch der Junafrauenchor erfreute mit einigen dreistimmigen Liedern Nach her freier bescherte das Christkind den Kleinen E'N feines Büchlein und eine hübsche W-ihnachtstüte, von unserer NS - Frauenschaft gefüllt, durfte jedes.Kind beolückt nach Hause tragen - 9lm 1. Januar 1934 scheiden zwei aste, verdiente Männer aus bem Gem-'inde- dienst. Herr Bc'ter Rau legt nock) 25iähriaer Tätigkeit- das R"chneramt nieder. Durch Slnfhtion und Nachkriea-zeit h^t er die immer schwieriger mordende Arbeit mit großer Treue nusaefüfv-t Mit ihm tritt auch unser alter Feldlchütz und Boli'-ei- hiener Beter Klöß in den wohlverdienten Ruhestand Dreißig Tiahre" lang ist er unser „Schütz" gewesen: feit 1917 hat er die Qrt-schelle geschwiin- gen Durch s"in freundliches Walen war er hei Verkäufe | 2 otsch. 8chäternunde Rüden, 11 Monate, mit Stammb., sehr wachsam u.dressiert, weg.Zw.-Ueberf.zu oerk.Bakmkrofstr.2K Gut erhaltene Drechsterei zu verkauf. Zu erfr. beiKrämcr.Gießen, Neuenweg 6. 07182 ert. d der * ■bit war die ge eice eiageM Zwe-t ich lu ival, ,1P Vie ÜB’'Beim Wak; fit? Me'Lep' ■ Ps>?' -onig" irn Saale der Wirtschaft Schwöbel der Tonfilm ,.H i t l e r j u n a e 5) u e x" durch die Firma Wilhelm L 8 ch g l aufgeführt. Hierzu chatte sich der Sturm 5 der SA. und die SA.-Reserve und ein großer Teil der Einwohnerschaft einaefunden. Der Film hinterließ eine nachhaltige Wirkung die durch ein gutes Beiprogramm ( Arbeitsbeschaffung der Reichsregierung", „Treuekundaebung am Tannenbero-Denk- lerjugenb eingerichtet werden. Dieser bedeutungsvolle Entschluß der Gemeindebehörde wird allseits sehr begrüßt. Der einzige Raum, der die Jahre her für das Bürgermeistereiamt diente, ist schon lange als nicht hinreichend geeignet empfunden worden und entsprach in der Erfüllung feines Zweckes nicht den Erfordernissen. Zu allen wesentlichen praktischen Vorteilen wird die Verwirklichung des Planes, die nur Jnnenarbeiten erforderlich macht und die unter Reichszufchuß ausgeführt werden können, der Gemeinde keine besonders hohen Baukosten verursachen. Ebenso werden durch diese Maßnahme die hiesigen Handwerker Arbeit erhalten. Die innenbaulichen Arbeiten sollen schon bald (nach ministerieller Genehmigung) in Angriff genommen werden. ss. Grebenau, 27. Dez. Die dieser Tage in unserer Gemeinde durchgeführte Viehzählung hatte nachstehendes Ergebnis: Pferde 28, Rindvieh 339, Schweine 326, Ziegen 117, Federvieh 1149, Bienenvölker 34. — Bei der in den Staatswaldungen des Heffifchen Fortsamts Grebenau abgehal- Für den zweiten Vortragsabend des O b e r h e f - fischen Geschichtsvereins hatte sich Di. M i 11 e r m a i e r zur Verfügung gestellt. Der Redner behandelte zunächst die geographischen Grundlagen der Territorienbildung. Man versteht unter Rhein-Main-Gebiet heute im allgemeinen den Bezirk, den der Reichsstatthalter Sprenger für die Tätigkeit des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages festgesetzt hat und der im Wesentlichen den preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden, sowie den bisherigen Volksstaat Hessen, außerdem auch den südöstlichen Zipfel des preußischen Reaierungsbezirkes Kassel umsaßt. Gegliedert wird dieses Gebiet im Norden durch die Lahn, in der Mitte durch den Main mit seinen nördlichen Nebenflüssen Nidda und Kinzig. Nördlich der Lahn erhebt sich der Westerwald, zwischen Lahn und Rhein der Taunus, der nach Süden und Osten hin steil abfällt, östlich davon der Vogelsberg, südlich des Mains der Odenwald, auf der linken Rhein- feste nordwestlich der Nahe der Hunsrück. Zwischen diesen Gebirgszügen sind einige sehr fruchtbare Talebenen eingebettet, unter denen vor allem die Rhein- ebene zwischen Rhein und Odenwald, die W etter a u als nördliche Fortsetzung der Rheinebene und Rheinhessen genannt zu werden verdienen. Diese Talebenen sind der ästest besiedelte Teil des Gebietes; hier sind auch die ersten Ansätze einer staatlichen Entwicklung zu beobachten, deren Aus- strahlungspunkte in den meist keltischen, hie und da auch germanischen Gauburgen, wie dem Dünsberg, dem Hausberg bei Butzbach, dem Altkönig bei Bad Homburg und ähnlichen Anlagen zu suchen find. Als um Christi Geburt die Römer einen großen Teil des Rhein-Main-Gedietes besetzten, richteten sie hier selbstverständlich eine wohlausgebildete staatliche Verwaltung ein. Unsere Heimat bildete damals, soweit sie von den Römern besetzt war, einen Teil der römisch-gallischen Grenzprovinz Obergermanien mit Mainz als Verwaltungsmittelpunkt. Um 260 erlag die rechtsrheinische Römerherrschaft dem Anprall der Germanen. In den folgenden Jahrhunderten war das Rhein-Main-Gebiet der Schauplatz mannigfacher Wanderzüge und Kämpfe der germanifdjen Völkerschaften untereinander, aus denen schließlich im 6. Jahrhundert die Franken als Sieger hervorgingen. Das Rhein-Main-Gebiet wurde ein Teil des merowingischen Frankenreiches und zerfiel in zahlreiche Gaue, in denen jeweils die Glieder eines besonders hervorraaenden, meist einheimischen Adelsgeschlechtes als Grafen die öffentlichen Verwastungsbefugnisse ausübten. Zu einer eigentlichen Territorienbildung kam es damals freilich noch nicht Diese begann erst mit dem allmählichen Zerfall der Grafschaftsverfassung feit dem 10 Jahrhundert und erhielt ihren Hauptantrieb als nach dem Untergang der Staufer um die Mitte des 13 Jahrhunderts der einheimische Adel sich mehr und mehr aus her bisherigen Abhängigkeit von der Reichsgewalt löste. Das Rhein-Maingebiet fiel in der Folgezeit einer heillosen territorialen Zersplitterung anheim, aus der sich erst allmählich einzelne größere unb wirklich lebensfähige Staatenbildungen herauszuschälen begannen Fragt man, wieso es gerade hier, in dem alten Zentrum des karolingischen Reiches, zu dieser außerordentlich starken territorialen Zersplitterung kommen konnte, so ergeben sich im Wesentlichen zwei Hauptgründe: einmal das Fehlen eines eigentlichen Stammesherzogtums, zweitens die Tatsache, daß sich gerade im Rhein-Maingebiet altbefiedeltes Kulturland neben ausgedehnten, erst verhältnismäßig spät her menschliche" Kulturtätigkeit nutzbar gemachten Waldaebieten findet Ansätze zur Bildung eines Stammes-Herzogtums sind allerdings zu bemerken. Die im mittleren Lahngebiet beheimatete Familie der Konradiner, die zu Anfang des 10. Jahrhun- berts für kurze Zeit sogar den deutschen König stellte, hast» im Lause des 9. Jahrhunderts fast alle rhein-mainischen Gaugrafschaften in ihre Hand bekommen und ihre Glieder legten sich zuletzt sogar den Herzogstitel bei. Als aber die Königswürde an die Sachsen überging, war es mit dem konradini- schen Machtstreben vorbei. Das Herzogtum wurde eingezogen und überhaupt nicht wieder vergeben, ein Teil der konradinischen Hausgüter beschlagnahmt, Fortan fehlte dem Gebiet die starke Zentralgewalt, die das Selbständigkeitsstreben all der anderen kleinen Adelsgeschlechter immer wieder hätte Niederhalten und eindämmen können. Als dann die eigentliche Territorienbildung einsetzte, waren die altbesiedelten Talebenen schon vollständig zersplittert und aufgeteilt, so daß nur noch die umliegenden, weniger besiedelten und zum Teil noch nicht in festen Händen befindlichen Waldgebiete Raum für größere Staatsgebilde boten. Hier entstanden denn auch in der Folgezeit all die größeren Territorien, die später die politische Entwicklung des Rhein- Moingebietes maßgebend beeinflußten, wie die Grafschaften Diez, Nassau und Solms im Taunusgebiet, die Fürstabtei Fulda im Gebiet zwischen Vogelsberg und Rhön, die Grafschaft Isenburg- Büdingen und Hanau in der stark verwaldeten südöstlichen Wetterau, die Grafschaft Erbach im südlichen Odenwald und das Territorium der Kurvfalz im Hunsrück, das später auch den ganzen südlichen Teil des bisherigen Rheinhessen und Starkenburg umfaßte. Entscheidend wurde jedoch das Hochkommen der Grasen von Katzenelnbogen. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts dehnten sie ihren Machtbereich im nordwestlichen Taunus zwischen Lahn und Rhein immer weiter aus und schufen sich gleichzeitig südlich des Mains in der Darmstädter Gegend eine ansehnliche Landesherrschaft. Als im Jahre 1479 die Grafen von Katzenelnbogen ausftarben, fiel ihr Besitz an die Landgrafen von Hessen, die feit der Mitte des 13. Jahrhunderts in der Gegend von Marburg und Kassel immer mehr zu Ansehen gelangt waren und nun auch im Rhein-Maingebiet die Vormachtstellung erlangten. Sie hatten es von drei Seiten her — Kerngebiet im Norden, Niedergrafschaft Katzenelnbogen im Nordwesttaunus, Ober- graffdjaft Katzenelnbogen im mittleren Starkenburg — umklammert, und man hätte nun einen konzentrischen Angriff auf bas noch nicht hessische Gebiet erwarten sollen, der aber ausblieb. Vielmehr führte Philipp der Großmütige, der zweifellos bedeutendste hessische Landesfürst, im Jahre 1562 durch Erbteilung eine bedeutende Schwächung der soeben erst errungenen Machtstellung herbei, die nach längeren Streitigkeiten einen Zerfall des hessischen Gebietes in zwei voneinander unabhängige Landgrafschaften Hessen-Darmstadt und Hessen- Kässel herbeiführte. Zwar machte Hessen-Darmstadt, dem in der Hauptsache die hessischen Landesteile im Rhein-Maingebiet zugefallen waren, in der Folgezeit noch mancherlei Erwerbungen, unter denen besonders die Wetterau und Rheinhessen zu nennen sind, doch blieben seine Gebiete dauernd von einander getrennt, indem Hessen-Kassel außer dem Gebiet der Fürstabtei Fulda auch noch halb Isenburg und die Grafschaft Hanau erwarb, Länderstrecken, die dadurch 1866 mit dem gesamten Kurfürstentum Hessen-Kassel an Preußen fielen. Erst der Nationalsozialismus machte dieser Zer- svlitterung ein Ende, indem Reichsstatthalter Sprenger durch Schaffung des rhein-mainischen Industrie- und Handelstaaes das gesamte Rhein- Maingebiet wirtschaftlich einte. Im Schlußwort zeichnete der Führer des Vereins, Prof. Dr. Theodor Mayer, kurz die großen Linien auf, die dem Historiker das Rhein-Main- gebiet als zusammengehörig erscheinen lassen. Er wies ferner darauf hin, daß am 25. Januar ein Vortrag zur „Feier des hundertjährigen Bestandes des deutschen Zollvereins" und am 15. Februar über „Das Rhein-Maingebiet als geschichtliche Einheit" stattfindet. 6-5imni.-lDoOn. ner.tn. allem Zubeh. Ludwmltraße, Nähe Univers., Z. 1. 4. 34 zu vermieten. Schr. Ann. u. 07183 an den Gieß. Anz. ciTmxjaxiJocDcnDD | Vermietungen | rn. Badez u Balt , Willielmsti 41 vei sos. zu verm IöömtD Näh A.'Zecker Kev- leiitr 9 Tel 3804 Haushilfe gesucht. 07185 Pleichstrnße 361. 8tellengesuche| OrdenU. Mädchen mit Handelsschuld. (Vater kriegsbesch.) sucht Stelle als 91151011«. Taschengeld erro., aber nicht Beding. Schriftl.Angeb.unt. n7l"Qf S (V'ofc a'nr Im Zeichen des MrdllllOM der MIWI bietet altanoefehene deutsche MeoMMnWMMill tüchtigem Fachmann aussichtsreiche, gut bezahlte Anstellung im Außendienst. Gleichzeitrg wird auch Nichtfachleuten, deren Einarbeitung durch geschultes Personal erfolgt, Gelegenheit zur Gründung einer guten Existenz geboten. Beste Aufstiegsmöglichk. bei Bewährung I Ausführliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild und bei Fachkräften Erfolgsnachweifen, erbeten unter 7705V an den Gießener Anzeiger Verschwiegenheit zugesickert 1 Buntes Oie Wissenschaft vom Tierlaut. Das „Singen" der Regenwürmer, das ein deutscher Gelehrter vor einiger Zeil beobachtet haben wollte, hat den Nachprüfungen nicht standgehalten. (ks zeigte sich, daß man von einem ..Singen“ nicht sprechen kann, daß es sich nur um ein merkwürdig raschelndes Geräusch handelt, das die Würmer viel- leicht durch da» Reiben ihrer seinen Borsten auf dem Loden beim Fortbewegen erzeugen, jedenfalls ist dieses Problem noch nicht gelost, aber feine Behandlung eröffnet ein weites Gebiet, mit dem sich dir .Zoologie noch wenig beschäftigt hat: den lier- laut. Der Vogelfang ist zwar eingehend beobachtet und beschrieben worden, doch von den anderen Tieren, mit Ausnahme der Haustiere, der großen Fleischfresser und einiger anderer allbekannter Arten, hat man bisher wenig aus die Lautgebung der Tiere geachtet. Selbst bei den Haustieren klassen noch Lücken. So weiß man z. B-, daß die siamesischen Maßen ganz andere Laute von sich geben, als die gewöhnlichen Katzen, und es ist fraglich, ob diese stimme einen verschiedenen Ursprung verrat. Bei den wirbellosen Tieren ist mit Ausnahme der Insekten fast nichts über die Laute bekannt, die sie erzeugen. Daß man die von ihnen heroorgebrachten Geräusche nicht hört, ist kein Beweis dafür, daß sie nicht welche von sich geben, denn man hat mit sehr kräftigen Lautverstärkern in allerneuester Zeit mancherlei Tone in der Tierwelt vernommen, die vorher unbekannt waren. Die früher sprichwörtliche Schweigsamkeit der Fische ist heute in das Reich der Fabel verbannt. Manche Meer fische, besonders solche mit offenen Schwimmblasen, erzeugen Geräusche, wenn sie an die Oberfläche kommen, diese werden vielleicht durch das Entweichen eines Gases aus der Schwimmblase hervorgerufen, aber Genaues ist darüber nicht bekannt. Die „Orgelmusik" der Frösche bietet oft einen stimmungsvollen Akkord in der Sommerlandschaft: diese Töne sind so genau beobachtet, daß man aus ihnen sogar die verschiedene Art der Frösche angeben kann. Bon den schwanzlosen Amphibien heißt es, daß sie keine Laute von sich geben, aber man hat neuerdings bei dem gewöhnlichen Wassermolch ein zartes Pfeifen vernommen, wenn er seinen Stopf über die Oberfläche des Wassers steckt. Die Stimme der Reptilien wird allgemein als ein zorniges Zischen bezeichnet, und das scheint auch bei Schlangen zu stimmen. Aber es gibt manche Echsenarten, z. B. die scharf- schreienden Geckos, die ganz andere Laute von sich geben. Krokodile und Alligatoren begnügen sich nicht mit einem bloßen Zischen, sondern man kann des Nachts ober früh am Morgen von ihnen ein lautes Gebrüll hören, das an den Ruf des Löwen erinnert. Schon mancher Reifende ist durch diese Laute erschreckt worden. Die Beuteltiere gelten mit Ausnahme des tasnianischen „Wolfes" und des tasmani- fchen „Teufels" als schweigsame Geschöpfe. Diese beiden seltsamen australischen Tiere haben ihren Namen erhalten wegen der merkwürdigen Laute, Allerlei. die sie ausstoßen: der ..Wolf" läßt ein lanogezoge- nes. melancholisch auf und absteigendes Geräusch erschallen, wahrend der „Teufel" mit gräßlich grellem Schreien sich seinen Genossen vernehmbar macht. D>e Känguruhs, die selbst beim Mampfen und beim Werben keinen Laut von sich geben, lassen, wenn sie erschreckt werden, ein klagendes Geheul erschallen, das dem des tasmanischen „Wolfes" ähnelt. Amerika wieder auf dem Hahrrad. Es kommen mehrere Umstände zusammen, um das Zweirad, das in dem auf seine Autos so stolzen Nordamerika der „goldenen Zeit" fast ganz verschwunden war. wieder zu einer alltäglichen Erscheinung im Straßenleben zu machen. Noch vor zwei Jahren konnte man sicher sein, wenn man ein Rad sah. daß der Radler der Nachrichtenbote einer der Telegraphen-Gesellschasten sein mußte. Seitdem aber haben sich immer mehr Räder in den Straften und auf den Chausseen der Bereinigten Staaten heroorgeroagt, und wenn diese Zahl augenblicklich auch noch nicht sehr groß ist. so wächst sie dach zusehends. Die Vorübergehenden gewöhnen sich allmählich wieder an diesen noch vor kurzem ungewohnten Anblick, man floßt sich nicht mehr an, wenn man einen Radler sieht, und kommt nicht mehr auf den Gedanken, daß es sich dabei wohl nm eine Wette handeln muß. Viele Amerikaner haben in den letzten Jahren ihren heißgeliebten Kraftwagen verkaufen müssen: sie sind bescheiden geworden und haben erkannt, daß man sich auch ohne Hilfe eines Motors durch das Strampeln feiner zwei Beine recht schnell und verhältnismäßig angenehm fortberocgcn kann. Man besinnt sich außerdem darauf, daß das Radeln ein listiger und gesunder Sport ist, der in der Alten Welt unvermindert in Gunst geblieben ist. Die Amerikanische Automobil-Gesellschaft trägt dieser Neuerscheinung Rechnung, indem sie kürzlich die folgende offizielle Verlautbarung ausgab: „Niemand wird diejenigen entmutigen wollen, die sich dem gesunden Vergnügen widmen, das das Zweirad gewährt, aber die Radler müssen bedenken, daß ihre eigene Sicherheit strenge Befolgung der Verkehrsregeln erfordert. Je mehr das Rat wieder in Aufnahme kommt, desto wichtiger wird es fein, die nötigen Vorkeh- rungen zu treffen Vorläufig sollten die Radler sich freiwillig den Verordnungen fügen, die für andere Fahrzeuge in Geltung sind. Sie müssen sich mit Vorder- und Schlußlichtern versehen, richtig ausweichen, sollten ihre Röder nicht an Kreuzungen ober Auto parkplätzen abstellen. Größere Gesellschaften dürfen niemals nebeneinander radeln." Es gibt gegenwärtig zwischen 2 und 3 Millionen Rädern in den Bereinigten Staaten, und das ist nicht viel, verglichen mit den 24 Millionen Kraftwagen, aber die Fahrradfabriken sind in fieberhafter Tätigkeit und werfen mindestens 300 000 Stück jährlich auf den Markt. Die Nachfrage ist größer als das Angebot, und so besteht ein. Bedürfnis nach ausländischen Fabrikaten, deren Einfuhr erwünscht wäre. (5me Frau rettet eine Hischerflotte. Wie aus Halifax auf Neu-Schottland berichtet wird, hat eine ältere Frau der Furchtbarkeit eines Orkans getrotzt, um eine Warnung nach dem Dorfe Purcell's Cove zu bringen und so die an der offenen Küste liegende Flotte der Bewohner zu retten. Als der Sturm mit ungeheurer Gewalt losbrach, erwachte William Iceton durch den Fall von Ziegeln, die von dem Dach seines Stalles im Hofe herabgeriffen wurden. Er wußte, daß die Schiffe der Fischer, die an der Küste lagen, durch einen solchen Orkan an die Felsen geschleudert und zer- schmettert werden könnten. Er härte, wie die Wel- len wütend heranbrandeten und die Anker bedrohlich raffelten. Da er selbst ein Invalide war, der sich nur schlecht bewegen konnte, weckte er seine Frau und diese zeigte sich sofort bereit, die ahnungslosen Fischer des Dorfes zu warnen. Eine Laterne in der Hand warf sie sich dem Sturm entgegen. Regen peitschte -ihr ins Gesicht. Mühsam erkämpfte sie sich den Weg, aber schon nach kurzer Zeit schleuderte ihr ein furchtbarer Windstoß die Laterne aus der Hand und zerschmetterte sie an einem Felsen. In der Dunkelheit weiterzugehen, wäre Selbstmord gewesen: sie kehrte daher nach Hause zurück, be- roaffnete sich mit einer starken Taschenlampe und nahm von neuem das Ringen mit den entfesselten Elementen auf. Rings um sie wütete der Sturm, entwurzelte große Bäume, schleuderte ihr den Regen ins Gesicht, so daß sie kaum sehen konnte, und während des ganzen Weges war sie in Gefahr, von herabgeriffenen Steinen erschlagen zu werden ober in ein Loch zu stürzen. Jeden Schritt mußte sie dem fast unerträglichen Druck bes Orkanes abgewinnen, aber sie hielt aus und kam glücklich in bas Dorf, in bem sie in febes Haus ging unb bie Insassen aufweckte. Die Fischer fuhren hastig in ihre Schaft- stiefel unb Oelmäntel unb rannten an den Strand, um ihre kostbarste Habe zu retten. Die größeren Boote, die an der Küste lagen, wurden in eine geschützte Bucht in Sicherheit gebracht, wo sie bie roilbcn Wogen nicht erreichen konnten. Die meisten ber kleineren Boote würben an Land gezogen, unb so gingen nur zwei Ruderboote verloren. Die übrige Flotte war gerettet. Aus aller Well Vorerst keine neuen INonalsbezeichnungen. Wie der PPD. mitteilt, hat Reichsminister Dr. Frick die Landesregierungen gebeten, von dem Gebrauch neuer rein deutscher Bezeichnungen für d i e Monate vorläufig abzusehen, bis eine generelle Regelung dieser Frage erfolgt fei. verhängnisvolles Spiel mit der Schußwaffe. In Zweibrücken hat unvorsichtiges Hantieren mit einer Schußwaffe ein Todesopfer gefordert. Als die Familie des Viehhändlers Julius Stalker mit dem feit über 40 Jahren bei ihr beschäftigten 65 Jahre alten Dienstknecht Stäuber beim Abenbessen am Tisch zusammensaß, holte bas siebenjährige Söhnchen des Stalter das Jagdgewehr feines Vaters aus ber Ecke beroor. De? Kindes Frage, ob das Gewehr geladen fei, verminte der Barer, worauf der Knabe im Scherz auf den alten Knecht anlegte. Aus drei Meter Entfernung drang dem alten Mann die ganze Schrotladung einer im Laufe ftecfengebliebencn Patrone in den Kopf, was seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. DieRüftungsousgcben _________bet (groß jlaaten 1930/31 in DM 5 tM. je topf der Bevölkerung DLD IQsO 3Q» tFri-x läJ BM Nüttn'.»gen nnv RüitungsinvnKrie Im Jahre 1930 1931 wurden auf ber Welt rund 20 Milliarden Reichsmark für Rüstungen auSgegeben Die Gegenüberstellungen von Wcltvroduktion und internationalen NüstungSauSgabcn zeigt deutlich, welches Mitzverl>ältn:s sich w schcn ber^ wirtschaftlichen Alraft* ber Bölter und ihren RüstungSauSgaben herauSgebildet bat. Die Weltvrobuktion bat sich von 1929 bis 1932 auf die Hälfte verringert, während bie RüstungSauSgaben im gleichen Zeitabschnitt wertmäßig um mehr als 5°b angestiegen find. Ein Zwanzigstel der Lach- gütervroduktion der Welt wird für Rü- stungSzwecke beute ausgegeben ein Betrag, der etwa ebenso groß iit wie der gesamte Ersatzbedars der ganzen Weltindustrie an verbrauchten Maschinen, reparaturbedürftigen Bauten usw Wie die einzelnen Bölter an der Last der Rüstungsausgaben beteiligt sind, zeigt die Pro Kopi Berechnung auf dem Bilde Jeder Deutsche mutz weniger als den 4 Teil an Mehrausgaben bezahlen, wie ber Francs? unb Engländer- Die Beerdigung findet Donnerstag, den 28 Dezember, nachmittags 2'/- Uhr, von dem Sterbehaus in Alten-Buseck aus statt 7764 D Grofien-Llnden, den 27. Dezember 1933. 7767 D Gießen, den 27. Dezember 1933, 77661) 776SD 7769 D 9' Alten-Buseck und Wieseck, den 26 Dezember 1933. "vtl Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christine Dem, geb. Leun. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schmidt, geb Krämer Johanna Schmidt Dr. med. Ludwig Schmidt und Frau Milli, geb. Ketter Ingeborg und Brigitte Schmidt (Enkelkinder). Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 28 Dezember, nachmittags 3 Uhr Die Beerdigung findet Donnerstag, den 28. Dezember, nachmittags 2.45 Uhr, vom Trauerhause Bahnhofstr. 45 aus statt In tiefer Trauer: Kath. Hahn, geb. Seipp, und Kinder. Großen-Busedr. den 26. Dezember 1933. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 28 Dezember, nachmittags 2 Uhr. Für die wohltuenden Beweise der Teilnahme, die uns beim Heimgange unserer lieben Mutter, Grobmutter und Urgroßmutter erwiesen wurden. danken wir im Namen der Hinterbliebenen herzlichst. Elisabeth Schön, geb. Broß Lina Appel, geb. Bro6 Gießen (Wartweg 12), Lauterbach, Gambach und Eberstadt den 27. Dezember 1933. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise aufrichtiger ^Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen hierdurch unseren innigsten Dank. Minna Ziegler und Sohn Todes-Anzeige. Heute früh verschied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Todes-Anzeige. Am 1. Weihnachtsfeiertag entschlief nach kurzer, schwerer, mit grober Geduld ertragener Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder und Schwager Wilh. Balth. Hahn II., Landwirt im 60, Lebensjahre. Mutt Karten. Dor Herr über Leben und Tod hat nach kurzem Krankenlager gestern abend unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau lohannette Bainöach Wwe., geb. Schaaf im Alter von 77 Jahren zu sich genommen. Familie Dr. Gerhard Bötticher Familie Reinhard Hainbach Familie Paul Jung Frau Karollne Frank Wwe. Gießen, Pollnow (Pommern) und Limburg, den 24. Dezember 1933. Beerdigung am Donnerstag, dem 28. Dezember. 15 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 7773d WeMWeM? schmerze» / Jucken kLteckien t brennen T Dann gebrauchen Zicöic 'en Jahrzehnten oorzligl bewahrte. ftbmmftiÜ Kvilialbe Wen arht" (Srb -Iti m b Av-Kbek Gestern, am 2. Weihnachtsfeiertag, vormittags 10% Uhr, entschlief plötzlich mein lieber Mann, unser treusor^ender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Dern II. im Alter von 79 Jahren. Bücher von den Wundern der Kleinwelt Die Mikroskopie. Eine Einführung m gemeinver- : in d bchrr Darstellung von Dr VF. Ff f en berge r. MM Abbildungen auf 32 Kuns'd ocktateln nach photographischen Aufnahmen des Verfassers. RM. 3 60 Einfachste Lebensformen desTier- u Pflanzenreichs. Naturgeschichte der mikroskopischen Sei 8- wisser bewohn er von F Fyferlb. Fünfte, von Prof. t>r. W. Schoenkhen vollst!ndig nee bearbeitete Auf- hre.Mit über IV*) Abbildungen 2 Binde in Halbleder k-ro RM 38. -, Neue Oan/leiner-Au-gabe RM 30.— Die Infusorien des Sflflwassers und Meeres. Hilf «buch rum Bestimmen nebst einer kurzen Em- fChrune In deren Biologie. Von Prof. Dr. I. LepsL Mit SSO Abbildungen. Gebunden RM. 4 - NugoBermühlerVerUg Bln-Lichterfelde Todes-Anzeige. Gestern abend um 10 Uhr ist mein lieber Mann, unser treubesorgter Bruder,Schwiegersohn,Schwager u. Onkel Bürgermeister Johann Müller im Alter von 56 Jahren sanft und still heimgegangen. Im Namen der Trauernden: Emilie Müller, geb. Rumpf. Birklar, den 26. Dezember 1933. Lehrer i.R. Ludwig Schmidt im 70 Lebensjahre.