ch'«»nCn^jn,Wijtn " toÄ‘Me(be °/Se atafl* ^Irrten T»ir ?n Beliebt nf,Qt*Mb,6r.ie'5' °ch den J®QrJe ? behalten N?°n ^eien etivo J? letzt ^rch die H(Jei die NSBv ^'Ne 1 die BetrA ^rde selten Tew»« r°uf' bbucher nicht 3ti^Probe?ey ^reiche A?.ben, OL L?--r Si?i •ife'Ä x»i.'LL ^’V™*** **"Ä 9- «odonn ernannte er ° u s Zum Drlsarup. eb chloß die U. rtundüieNL.Frauen. 5er seitherige Polizei. Kn9uli ,eint Pen. ne Stelle würbe in der Gerätes Adv» ffiürh >Vr V'n Hunnen ut9heber im ®aft?aus zervrdentlichen General- ^Qt5xbeLSe9röBun0»- en hch. Koch legte der 'Mme der Tieichschal, ijänbe des Vereins zu- nmluna zum Vechmm- ierab Wolter Seibert sfhäuser- und des HGa. der Gleichschaltung be- des neuen Führers vor. [anb der seitherige Der- h. Sahungsaemäß be- seine Mitarbeiter: Stell, hch. Kirschenstein, beit;, Schristwart Adolf Schmidt IV uiw Karl ' inb gehören an Wilhelm linanb Kammer, chch. r. 3m weiteren Verlaus efe notf) her in der Der- Ortsgruppenleiter der Kirchhöfer, ben : „Sieg-Heil!" auf ben skanzler unb bem des Horst-DM-Äebes t W1W ictbctQ. , Juli. (».) Die Dab-Aauheimer Hotelier betriebe, hat trotz i Gewerb^ 1000 Wk. derung der natto* ahlt. b Schult. i Gießen. y Juli. Unter ben ßw 'am Sonntag bie ßan- inschastbei starker Be- .ssFä AS-s äSm ssSys* .osllii*11* all.™? «*•*>! .AVjiiohneri^ ***** Sch«h,e'... <1* n°r 68 4570V . Riechd.^fZbä: .ebew»>5 •Hört.'«??.'.!/* nr. 173 ^Vübattsgave 183. Jahrgang Donnerstag, 27. Juli 1933 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud und Verlag: vrühl'sche Universtläts-Vuch- und Steinörurferei K. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für denAn» zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Bienen Erscheint tügltch, autzet Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustrierte (Siebener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholl, Monats-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 8ernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger (Biefoen. Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686. Der deutsche Warndt. Don Studienaffefsor Dr. JRuÖolf Zreymann Der Warndt ist ein im, Reiche fast vollständig unbekannter Teil des Saargebietes, aber auch die Saarländer kennen den Warndt zum größten Teil nur dem Rainen nach. Obgleich es sich neben dem Saartal um einen der landschaftlich schönsten Teile des ganzen Saarlandes handelt, wird der Warndtwald auch von Wanderern wenig ausgesucht Die Hauptursache dafür ist darin zu sehen, daß der Warndt vcrkehrstechnisch schlecht erschlossen ist. Don den Flüßchen Rossel, Dist und Merl eingeschlossen, stößt der Warndt zipfelförmig, südlich von Saarbrücken nach Lothringen vor. Die Einwohnerzahl des Warndt beträgt rund 15000. Diese verteilt sich auf sieben Gemeinden. Die Bewohner des Gebietes sind fast ausschließlich Grubenarbeiter, die aber größtenteils noch etwas Landwirtschaft betreiben. Dadurch sind die Bergarbeiter im Warndt im Gegensatz zu denen vieler anderer Industriebezirke Deutschlands schollengebunden. Don der erwerbstätigen Bevölkerung sind */5 im Kohlenbergbau beschäftigt; der größte Teil (rund 3000) nicht im Saargebiet selbst, sondern aus den benachbarten lothringischen Gruben, jenseits der Grenze, somit in Frankreich. Die Arbeitgeber sind sowohl im Saargebiet, wie in Lothringen die Franzosen. Die Tatsache, daß ein großer Teil der Warndtbergarbeiter in Lothringen beschäftigt ist, versuchen die Franzosen zu ihren Gunsten auszuschladen. Da sie allmählich einsehen, daß es ihnen nicht gelingen wird, das ganze Saargebiet, wie sie ursprünglich hossten, in ihre Hände zu bekommen, so hoffen sie 1935 wenigstens im Warndt zu einem Erfolg zu gelangen. So richtet sich gerade gegen das Warndtgebiet der Hauptvorstoß der französischen wirtschaftlichen und politischen Propaganda. Die Ursache für dieses Dorgehen der Franzosen liegt darin, daß gerade unter dem Warndtgebiet die außerordentlich wertvollen Fettkohlen liegen, die für einen Teil der französischen Hüttenindustrie unersetzlich sind. Im Warndt selbst befinden sich keine Schachtanlagen, denn die großen Kohlenreserven dieses Gebietes wurden von dem preußischen Dergfislus, dem früher fast die gesamten Kohlenfelder des Saargebietes gehörten, bewußt nicht in Angriff genommen. Es ist eine den weitesten Kreisen im Reich vollständig unbekannte Tatsache, daß die Saarregie- cung an zwei lothringische (französische) Berg- werksfirmcn, der Saar» und Mosel-Bergwerks- gesellfchaft und der Firma de Wendel die Konzession zur Ausbeutung von Pachtfeldern im Warndt erteilt hat. Dor allem die Saar- und Wofel-Bergwerksgcsellschoft treibt ausgesprochen Raubbau im Warndt, wobei die bemerkenswerte Tatsache besteht, daß der Abbau der Warndtkohle durch Schächte erfolgt, die hart an der Grenze, aber noch auf lothringischem Boden liegen. Die Grenze wird unterirdisch durchstoßen und die Warndtkohlen werden erst auf französischem Boden an die Erdoberfläche befördert. Der größte Teil dieser gestohlenen Kohle, denn es handelt sich um einen Diebstahl, wird durch den berüchtigten Schacht Remeaut gefördert. Don der ganzen unsauberen Mache der Franzosen wäre heute vielleicht viel weniger bekannt, wenn nicht vor einigen Iahren die Aufmerksamkeit weiter Kreise durch ein größeres Unglüd auf den Schacht Re- meaux gelenkt wurde. In der Rähe der Gemeinde Groh-Rosfeln zeigt sich der unterirdische Dorstoß der Franzosen auch an der Erdoberfläche. Ein Teil der Gemeinde hat unter Bodenfenkun- gen zu leiden. Die Abfichten der Franzosen bei diesen Dor- stöhen in das bisher unausgenuhte Gebiet sind nicht schwer zu erkennen. Der Warndt soll unterirdisch von dem übrigen Saargebiet abgeschlossen werden, im Iahre 1935 werden dann die Franzosen die Abtrennung des Warndt aus wirtschaftlichen Gründen fordern. Diese Absichten sind von einem höheren französischen Grubenbeamten sogar offen ausgesprochen worden. Auch Forderungen nach „Grenzregulierungen" werden von französischer Seite sicher erhoben werden. Aber die Erfahrungen, die Deutschland bei diesen Grenzregulierungen im Osten gemacht hat, werden es nicht zulafsen, daß die deutsche Regierung bei diesen Fragen sich auch nur auf Verhandlungen einläht. Die Franzosen wissen sehr wohl, daß eine nationalsozialistische deutsche Regierung sich aus einen Kuhhandel nicht einlassen wird. Deshalb versuchen sie jetzt eine andere Politik. Abgestimmt wird im Saargebiet 1935 nicht „en bloc“, sondern gemeindeweise. Gelingt es den Franzosen im Warndt, auch nur in einigen Gemeinden eine Mehrheit für öcti Anschluß an Frankreich, oder zumindestens für Beibehaltung des gegenwärtigen Zusjandes zu bekommen, so haben sie gewonnenes Spiel. Dadurch, daß die Arbeitgeber, wie bereits weiter oben erwähnt, die Franzosen sind, sind die Bergarbeiter überall ihrer Willkür ausgesetzt. Den Arbeitern, die mit ihnen sympathisieren, es handelt sich im allgemeinen um wenige minderwertige Elemente, räumen sie soviel Dorteile wie nur möglich ein. Eine beliebte Maßnahme der Franzosen ist, die Arbeiter, die in Lothringen arbeiten, auch dort anzusiedeln. Zu diesem Zwecke errichten die Franzosen eine große Anzahl von Reubauten in den lothringischen Dörfern an der saarländischen Grenze. Als Beispiel sei nur Merlenbach in Lothringen genannt. Dieser Ort, der dicht an der Grenze des Warndt, liegt nur 2‘/o Kilometer von Raßweiler entfernt, ist in wenigen Iahren von 4000 Einwohnern auf 20 000 angewachsen. Die Franzosen versuchen vor allem Arbeiter aus dem Warndt in diese Reusiedlungen hereinzuziehen. Sie hoffen Das Ergebnis der großen Polizeiaktion. Oie erste ilebersicht. — Ein wirkungsvoller Schlag gegen die Feinde des neuen Staates. Berlin, 26. Iuli. (ERB.) Die gestrige große Polizeiaktion hat, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, zu einem außerordentlichen Erfolg geführt. Die bisher erfolgte oberflächliche Prüfung des bei der großen Fahndungsaktion im ganzen Reich beschlagnahmten Materials, darunter riesige Mengen illegaler Druckschriften, Sprengstoffe, Waffen, Munition und Geheimberichte, hat bewiesen, daß das Dorgehen ein notwendiger und erfolgreicher Schlag gegen den Staats- feind war, der es immer noch wagt, fein Unwesen in Deutschland zu treiben. Besonders ertragreich war die Durchsuchung der sämtlichen Lisenbahnzüge im Reich, die von der Bahnpolizei mit Unterstützung der 521. vorgenommen wurde. Es muß dabei hervorgehoben werden, daß gerade diese technisch schwierige Durchsuchung überall reibungslos durchgeführt werden konnte, und daß es hier der mustergültig arbeitenden Organisation der Reichsbahn gelungen ist, im Rahmen der eingesetzten kurzen Zeit eine solche Aktion allergrößten Ausmaßes erfolgreich durchzuführen, ohne daß der Riesenapparat der Reichsbahn empfindliche Störungen erlitt. Auch das Urteil der von der Durchsuchung betroffenen (einwandfreien) Reisenden geht einheitlich dahin, daß sie durch die Aktion in keiner Weise beunruhigt oder gehindert worden sind. Rach den vorliegenden Meldungen ergeben sich im einzelnen folgende Ergebnisse der Durchsuchung auf dem Reichsbahngelände und den Zügen: Im Bezirk der Reichsbahndirektion Berlin gelang es, eine erhebliche Anzahl staatsfeindlicher Elemente festzustellen, die teilweise im Besitz von Waffen und illegalen Druckschriften und ohne Ausweise betroffen wurden. Das gleiche Ergebnis wird aus Breslau gemeldet, wo ebenfalls kommunistische Funktionäre festgestellt worden sind. Nicht weniger erfolgreich war die Aktion im Bezirk der NBD. Dresden. Neben beschlagnahmten Waffen, Armeepistolen, zersetzendem Material und ähnlichem konnten mehrere verdächtige Personen, die ohne Ausweispapiere angetroffen wurden, fest- genommen werden. Darunter befinden sich zwei kommunistische Kuriere, die Geheimschriften und Devisen in den 5liefelsohlen versteckt hatten. Im Bezirk Essen sind aus einem von Holland kommenden Zuge bei Beginn der Aktion größere Pakete Sprengstoffe in einen neben der Bahn liegenden Teich geworfen worden. Aus diesem Zug heraus konnten mehrere Personen verhaftet werden; es sind z. T. Ausländer, die auf falschen Pässen fuhren bzw. ohne Ausweis waren. Aehnliche Ergebnisse sind in allen Reichsbahndirektionsbezirken festgestellt worden, so in Hannover, Köln, Ludwigshafen, Nürnberg, Regensburg. Dort wurden zahlreiche Waffen, massenweise illegale Druckschriften beschlagnahmt und staatsfeind- liche Elemente festgenommen. Fast überall sind größere Mengen Munition sichergestellt worden. Bei dem Ergebnis der Fahndung ist bemerkenswert, daß die Aktion in den Grenzbezirken besonders ertragreich verlief. So war es m den Bezirken Essen, Köln, Trier, Ludwigshafen. In Trier wurden kommunistische Funktionäre festgenommen, die aus dem Ausland kamen. In Wuppertal wurden Waffen und Munition, Gewehre und Seitengewehre in größerer Menge sichergestellt, gleicherweise in den Bezirken München, Regensburg, Dresden, Breslau, Oldenburg, Stettin und Königsberg. Es hat sich gezeigt, daß alle Orte in der Rähe der Grenze systematisch von staatsfeindlichen Elementen, Kurieren usw. überschwemmt werden, die Zersehungsmaterial in Massen einzuschmuggeln versuchen. Dadurch ist der Beweis gegeben, daß immer noch Fäden aus dem Ausland nach Deutschland herüberreichen. Bei diesem Ergebnis muß berücksichtigt werden, daß die Sichtung des bei ben Gepäckstellen beschlagnahmten Materials noch nicht abgeschlossen ist. In Anbetracht des bisher so umsangreichen Ergebnisses steht bereits jetzt fest, daß auch hier in größerer Menge Zersehungsmaterial und Waffen, Sprengffoffmaferial usw. entdeckt werden. lieber das Ergebnis der Aktion an anderen Stellen des Reiches, insbesondere bei der Durchsuchung des gesamten Kraftwagenverkehrs, können infolge des riesenhaften Ausmaßes nähere Einzelheiten noch nicht mitgeteilt werden, da die örtlichen Berichte erst abgewartet werden mästen. Nach den bis jetzt vorliegenden Einzelergebnissen ist es auch hier außer Zweifel, daß die Fahn. dungsoktion über alle Maßen erfolg» reich war, und daß umfangreiches Material be» fchlagnahmt und staatsfeindliche Elemente festgenommen werden konnten. Neue Aktion im Nordoften Berlins. Berlin, 26. Juli. (ENB.) Die seit heute früh auf Veranlassung der Geheimen Staatspolizei durch, geführte Razzia in dem ausgedehnten ß a u b enge l ä n be im Nordosten Berlins hat sich als eine notwendige und außerordentlich erfolgreiche Aktion erwiesen. Bisher konn» Die Wsehmig des Admirals v. Schröder. T Reichskanzler AdolfHitler in dem gewaltigen Trauerzug. — Neben dem Kanzler links Admiral von Trotha, der Vertreter des Kaisers; rechts Admiral Dr. h. c. Raede r, der Ehef der Marineleitung. Berlin, 26. Juli. (ENB.) Unter großer Teilnahme der Berliner Bevölkerung fand heute nachmittag auf dem Jnvalidenfriedhof die B e i s e tz u n g des im 79. Lebensjahr verstorbenen Helden des Weltkrieges, Admiral a D. Ludwig v. Schröder, statt, die durch die Anwesenheit des Reichskanzlers ihr besonderes Gepräge erhielt. Den Beisetzungsfeierlichkeiten ging eine Trauer- feier in der Gnadenkirche in der Jnvalidenstraße voraus. Dor dem Altar war der Eichensarg aufgebahrt, der mit der Kriegsflagge der Reichsmarine unb bem Admiralshut, sowie dem Degen des Der- ftorbenen bedeckt war. Nach der Predigt wurde der Sarg von einer Abteilung Reichswehroffiziere und sechs Seesoldaten aus der Kirche getragen und vor bem Kirchenvortal auf einer Lafette aufgebahrt. Unter bumpfem troir- melroirbel bewegte sich bann der endlose Trauerzug zum Jnvalidenfriedhof, wo der Entschlafene seine letzte Ruhestätte an der Seite seines Sohnes fand, der als Pilot der Lufthansa den Fliegertod gestorben ist. Das Beileid der Marinestadt Kiel. Kiel, 26. Iuli. (WTB.) Die Stadtverwaltung der Reichsmarine st adt Kiel hat anläßlich des Hinscheidens des Admirals v. S ch r ö » der an Kapitän zur See v. Schröder in Berlin-Halensee folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Wir gedenken in Ehrfurcht und mit Stolz der Taten des verstorbenen Führers unseres Flandernschen Marinekorps. In einem alten Spruch unseres Volkes heißt es: „Eins weiß ich, was ewig lebt — Ruhm, den der Tote erwirbt." So mag-uns denn auch dieser tapfere Führer als ruhmreicher Krieger bei kommenden Kämpfen ewig begleiten." Das Beileid des Kaisers. Berlin, 26. Juli. (TU.) Kaiser Wilhelm hat an Kapitän zur See v. Schröder anläßlich des Todes von Admiral o. Schröder folgendes Telegramm gesandt: „Zum Heimgang Ihres Vaters spreche ich Ihnen und Ihren Geschwistern meine wärmste Teilnahme aus. Ich werde ben in Frieden wie im Kriege hochbewährten Admiral, der mir und seiner alten Waffe bis zum Tode unverbrüchliche Treue hielt unb sie durch Wort und Tat immer wieder be» kräftigte, ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren. Wilhelm I. R." auf die in Lothringen wohnenden Arbeiter einen größeren Einfluß ausüben zu können. Diese Tatsache ist besonders wichtig, da diese Arbeiter aus dem Saargebiet 1935 auch abstimmungsberechtigt sind Es ist denkbar, daß die Franzosen einen großen Teil der Warndtbergarbeiter aus ihrem Dienst entlassen, falls die Abstimmung im Warndt zu ihren Ungunftcn ausgeht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um nahezu 3000 Bergleute. Die Franzosen drohen heute schon damit, um die Leute gefügig zu machen. Die Leute im saarländischen Bergbau unterzubringen, wird eine der wichtigsten Ausgaben nach der Rückgliederung sein. Im Warndt selbst werden Gruben errichtet werden müssen, damit kein Saararbeiter mehr in Lothringen zu arbeiten braucht. Die Bergarbeiter, die sich den Derlockungen der Franzosen widersehen, haben im allgemeinen einen sehr schweren Stand. Daß die Franzosen trotzdem zu keinem Erfolg kommen, erklärt sich damit, daß der überwältigende Teil der Saarbergleute deutsch empfindet. Daran darf uns auch die Tatsache nicht irremachen, daß die Kommunisten noch viel Anhänger im Saargebiet haben. Um die prosranzösische Agitation unauffällig durchführen zu können, haben die Franzosen eine separatistische Bewegung ins Leben gerufen die unter den verschiedensten Ramen auftritt. Obgleich diesen Franzosensöldlingen große finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, haben sie bei keiner Wahl einen nennenswerten Erfolg erzielt. OieEmführung des Leiters derLandes- stelleHesten-NastaufürÄolksaufklärung und Propaganda Müller-Scheld in fein Amt Da infolge der Jenen sich ein großer Teil der vorgesehenen Teilnehmer auswärts befindet, ist die feierliche Einführung, die für Freitag, den 2 8. Juli, im Schauspielhaus in Frankfurt a. 21L angeseht war, oorerft verschoben worden. Die Einführung wird nach der Zeit der Sommerferien vor sich gehen. Ls ist nicht unwahrscheinlich, daß der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. 3. Goebbels dann persönlich anwesend sein wird. 0ie2Reba&tlitierung nationaler Beamtenkampfer. Berlin, 26. Iuli. (Vdz.) Wie das Vdz.- Büro meldet, hat der Reichsinnenminister jetzt eine Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Aufhebung der im Kampfe für die nationale Erhebung erlittenen Dienststrafen und sonstigen Maßregelungen erlassen. Die Durchführungsbestimmung sieht vor, daß die obersten Behörden von Amts wegen die Prüfung vorzunehmen haben, ob für Handlungen oder Unterlassungen, die im Kampfe für die nationale Erhebung des deutschen Vol- k e s vor dem 20. März 1933 begangen wurden, Dienststrafen verhängt worden sind. Die Rachprüfung von Amts wegen hat auch zu erfolgen, wenn der Beamte verstorben ist. Die Gerichte und die anderen Behörden des Reiches und der Länder haben bei den erforderlichen Ermittlungen Rechtshilfe zu leisten. Weiter regelt die Verordnung das evtl, in Frage kommende Wiederaufnahmeverfahren in derartigen Disziplinarfällen. Zur Stellung des Wiederaufnahmeverfahrens-Antrages find der aus dem Amt entfernte Beamte, sein gesetzlicher Vertreter und nach seinem Tode sein Ehegatte, sowie seine Verwandten auf» und absteigender Linie berechtigt. Wenn gegen einen Beamten wegen seines Verhaltens im nationalen Kampf im Verordnungswege Maßnahmen getroffen wurden, die nach ihrer Wirkung einer Dienststrafe gleichgeachtet werden können, so ist anzustreben, daß möglichst der Zu st and wiederher- g e st e l 11 wird, der vor der Maßregelung bestand. Dabei ist einer Maßregelung gleichzuachten, wenn ein Beamter auf seinen Antrag aus dem Dienst entlassen, oder ohne Ruhegeld in den dauernden Ruhestand versetzt wurde und wenn er diesen Antrag gestellt hat, um der Entfernung aus dem Amte zu entgehen, die ihm wegen des nationalen Kampfes sonst drobt«. Wenn ein Beamter sich nach seiner Bestrafung oder Maßregelung der Wiedergutmachung unwürdig erwiesen hat, kann seine oberste Behörde die Wiedergutmachung mit Zustimmung des Reichsinnenministers für verwirkt erklären. ten zahlreiche Revolver mit Munition, sowie eine Menge kommunistischen Zersetzungsmaterials beschlagnahmt werden. Vier Personen sind bisher festgenommen wovden. Hindenburg-Eiche auf dem Tempelhofer Feld abgesägt. Berlin. 27. Juli. (OB. Funkspruch.) Ein übler Bubenstreich wurde heute nacht auf dem Tempelhofer Feld verübt. Unbekannte Täler sagten die Hindenburg-Liche in etwa 1 Meter höhe ab. Die Kriminalpolizei hat die Bachforschungen nach den Tätern sofort ausgenommen. Kommunistischer Hochbetrieb. Die Berichte der Polizei über die Ergebnisse ihrer Fahndungsaktion vom Dienstag sind nicht nur interessant, sondern auch außerordentlich aufschlußreich. Aus ihnen geht hervor, daß die Kommuni st en durchaus nicht die Flinte ins Korn geworfen haben, sie sind vielmehr rühriger denn je. Die Vermutung, daß sie ein e n g - maschiges Netz über das gesamte Reichsgebiet gespannt haben, ist durch die Feststellungen der Polizei bestätigt worden. Innerhalb einer Dreiviertelstunde hat sie viele hundert Kommunisten tn allen Direktionsbezirken der Deutschen Reichsbahn aus den Cisenbahnzügen herausholen können, die teils Kurierdienst taten, teils Pro pag anda- material und Waffen als Handgepäck von einem Ort zum anderen brachten. Die Aktivität, die die kommunistischen Funktionaare wieder entfalten lästt den Schluß zu, daß der P a r t e l a p p a r a t doch verhältnismäßig gut arbeitet und daß vor allem auch ausreichende Geldmittel vorhanden find, um die verschiedenen Unternehmungen finanzieren zu können. Das Ergebnis der Fahndungsaktion zeigt der Allgemeinheit wie schwer es ist mit den S t a a t s f e i n d e n fertig zu werden. Sie verfügen nicht nur im Lande über einen beachtlichen Rückhalt, sie unterhalten auch die besten Verbindungen zu ihren Auftraggebern. i m Ausland wie auch ununterbrochen ausländische Kommunisten ins Land hineinströmen, um hier der Bewegung neue Impulse zu geben. Die Dinge liegen natürlich n i ch t so, daß kommunistische Unternehmungen größeren Stils Aussicht auf Erfolg hätten, es läßt sich aber nicht bestreiten daß der Fanatismus, der im deutschen bolschewistischen Lager herrscht, Ereignisse heraufbeschwören kann, die das Reichstagsattentat glatt in den Schatten stellen, wenn nicht das gesamte deutsche Volk von sich aus mithilft, den Staatsfeinden das Handwerk zu legen. Die Zukunst See deutschen Rechts. Erklärungen des ReichsjustizkommiffarS Or. Frank. München, 26. Juli. (TL.) Sn einer am Mittwochnachmittag abgehaltenen Pressebesprechung erklärte der Reichsjustizkommissar Staatsminister Dr. Frank, daß die Unabhängigkeit der deutschen Rechtspflege vom ersten Tage der nationalen Erhebung an auf das intensivste in den Vordergrund gerückt worden sei. Die Rechtspflege sei in jeder Form frei von irgendwelchen amtlichen Einflüssen. Die Unabhängigkeit des deutschen Richters soll in jeder Form ausrechterhalten werden. Es gebe in der gesamten Justiz keine irgendwie gearteten Kommissare. Es sei nicht möglich, daß jemand, weil er einer bestimmten Partei angehört habe, oder aus sonstigen unjuristischen Gründen in seinem Recht geschmälert werde. Die Richter seien unabhängig in ihrer Rechtsprechung, auch in politischen Fällen vor den Sondergerichten. Das Wort des Führers, daß nach der Revolution die Evolution einsetzen müsse, gelte auch für die Justiz. Die Auffassung, als ob neben der Staatsjustiz auch eine Organisationsjustiz bestehe, sei falsch. Die Unabhängigkeit der Rechtspflege werde dadurch gesichert, daß entsprechend dem entschiedenen Willen des Führers die Persönlichkeiten, die in der Justiz tätig sind, in einer eigenen Organisation, im Rationalsozia- listischen Deutschen Jurist en bund, zu- sammengefaßt wurden. Der Bund werde Anfang Oktober unter dem Protektorat des Reichskanzlers seine große Reichstagung in Leipzig abhalten, die der Reform des deutschen Rechtslebens gewidmet sein soll. Die deutsche Rechtsresorm werde mit allem Bachdruck gefördert, es werde aber vermieden, Reformen zu überstürzen. Sm Vordergrund stehe das deutsche Strafrecht. Es sei zu hoffen, daß diese Reform bis Rovember durchgeführt sei. Als nächstes komme das Urheberrecht daran, dessen Reform schon der Vollendung nahe sei. Dann werde folgen die Reform des Aktienrechts, des Deutschen Zivilprozehrechts und die Reuregelung der Strafprozetzordnung. Sm Vordergründe der nächsten Zeit stehen die Reformen des Rechts st udiums und die Vereinheitlichung der dafür geltenden Vorschriften im Reichsgebiet, sowie die Vereinheitlichung der Prüfu ngsmethoden und Prüfungsvorschriften. Sm Zusammenhang damit stehen das Freizügigkeitsproblem der Rechtsanwälte und die Planung des einheitlichen Reichsnotariats. Schließlich versicherte Dr. Frank, daß sich die Justizverwaltung eingehend mit dem P r e s s e r e ch t beschäftige, und daß die nationalsozialistische Regierung sich für die F r e i h e i t d e r P r e ff e und ihrer Aeuherungen einsetze. Diefe Pressefreiheit sei durchaus vereinbar mit den nationalsozialistischen Zielen. Dr. Frank teilte u. a. noch mit, daß die Reichstagsbrand st ifter von deutschen Rechtsanwälten verteidigt würden. Kein Rechtsanwalt werde deshalb angegriffen werden, weil er etwa eine Persönlichkeit verteidige die politisch belastet oder mißliebig sei. Wie der freie R i ch t e r st a n d , so werde auch die Freiheit des Rechtsanwalts- stands unbedingt gesichert werden. Oer Staat wahri die Belange Oer Beamten. Berlin, 26. Juli. Wie das DDZ.-Bureau meldet, hat der Reichsinnenmini st er in einer Verfügung angeordnet, daß Eingaben und Anträge von Beamten und Beamtenorganisationen an die Behörden, die sich mit Fragen der Besoldung, Einstufung, Laufbahn usw. befassen, nunmehr unnötig und unzulässig seien und in Zukunft nicht mehr entgegengenommen werden können. Seitdem die Regierung der nationalsozialistischen Revolution die ausschließliche Führung des Staates übernommen habe, würden die Belange der Beamtenschaft durch den Staat selbst wahrgenommen. Unbedingt zu unter l a s s e n sind nach der Anweisung des Reichsinnenministers solche Eingaben und Vorstellungen, die auf eine Kritik am Vorgesetzten und damit an der allein verantwortlichen Staatsführung hinauslaufen. Persönliche Beschwerden sind lediglich auf dem Dienstwege vorzubringen. Der preußische Innenminister hat verfügt, daß nach diesen Grundsätzen auch in der preußischen Staatsverwaltung und in der Schulverwaltung zu verfahren ist. Er hat gleichzeitig die Verfügung des Reichsinnenministers über die Einführung des Hitlergruhe«s als allgemein verbindlich für die preußische Verwaltung erklärt, mit dem Ersuchen, hiervon allen Beamten, Angestellten und Arbeitern umgehend Kenntnis zu geben. Henderson über die Abrüstungsfrage. Unannehmbare Forderungen Frankreich- London, 26. Juli. (TU.) Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Henderson, äußerte sich in einer Unterredung mit dem Vertreter des „Daily Herold" über den Stand der Abrüstungs- Verhandlungen. Henderson sagte, er habe die Hoffnung auf das Zustandekommen eines Abrüstungsabkommens noch nicht ausgegeben. Nach seiner Ansicht bestehe grundsätzliche Uebereinstimmung in folgenden Punkten: a) Umwandlung der Heere in Milizarmeen; b) Abschaffung der Offensivwaffen, schweren Geschütze und großen Tanks; c) Abschluß eines Paktes zur Nichtanwendung von Gewalt. England wolle allerdings diesen Pakt noch immer nur für Europa gelten lassen; d) allgemeine Bereitwilligkeit zur Annahme des russischen Vorschlages für die Bestimmung des Angreifers, nur England wolle noch nicht recht an diese Frage heran; e) allgemeine Bereitwilligkeit zur Annahme einer periodischen und automatischen Rüstungskontrolle einschließlich der Strafen für den Bruch der Abmachungen; f) allgemeines Einvernehmen über die Notwendigkeit einer strikten Ueberwachung und Kontrolle der privaten Waffenherstellung. Alle diese Fragen seien aber abhängig von einem deutsch-französischen Ausgleich zur Regelung der oben angegebenen Punkte. Frankreich fordere zunächst die Umwandlung der Armeen in Milizheere. Ls wolle ferner die Abrüstungsregelung auf zwei Zeitabschnitte von je vier Jahren verteilen. 3m ersten Abschnitt solle die Reichswehr abgeschafst und die Iststärke der kurz dienenden Heere herabgesetzt werden. Ein scharfes internationales Ueberwachungsfyftem solle gleichzeitig sicherstellen, daß die zugeteilten Ziffern nicht überschritten werden, daß es keine halbmilitärischen Organisationen gebe, und daß die ehemaligen Feindländer die Bestimmungen der Friedensverträge hinsichtlich der Rüstungen strikt innehalten. 3n den ersten vier Jahren wolle Frankreich Beuanschaffungen von Kriegsmaterial nicht vornehmen. Erst nach Durchführung aller dieser Bestimmungen würde Frankreich dann im zweiten Dier- jahresabschnitt die Geschütze über 20 Zentimeter und die Tanks über 16 Tonnen aufgeben. Die vorhandenen Vorräte sollten im zweiten Abschnitt dem Völkerbund ausgehändigt werden, der dann zu entscheiden hätte, ob diese Waffen zerstört ober geparkt werden sollen. Während die anderen Nationen Geschütze bis 20 Zentimeter und leichte Tanks behalten dürften, müßten Deutschland und die übrigen ehemaligen Feindmächte den Bestimmungen des Versailler Vertrages nachkommen und dürften nur Geschütze bis 10,5 Zentimeter, aber keine Tanks besitzen. Dies sei aber ein Vorschlag, der natürlich für Deutschland unannehmbar sei. Aus aller Well. Fliegerische Rekordleistung des Reichskanz'ers. München, 26. Juli. (TL.) Reichskanzler Hitler hat am Mittwoch eine fliegerische Rekordleistung vollbracht. Er startete mit Ju 52 D 2600 (Flugkapitän Bauer) um 8 Hhr in Bayreuth und landete um 9 Hhr in München zur Begrüßung der 450 Jungfaschisten in der Münchener Residenz. Um 11.30 Hhr startete er mit seinem Gefolge nach Berlin und landete dort um 13.40 Hhr, um an der Beisetzung des Admirals v. Schroeder teilzunehmen. Rach der Trauerfeierlichkeit flog der Reichskanzler um 15 Hhr mit seiner Begleitung nach Bayreuth, wo er um 17 Hhr eingetroffen ist. Elly Beinhorn und Kronfeld bei Mussolini. Am Mittwochabend wurde die deutsche Afrikafliegerin Elly Beinhorn von Mussolini im Palazzo Venezia empfangen. In diesen Tagen hat Mussolini auch dem deutschen Segelflieger K r o n f e l d eine HnterreDung gewährt, in der er sich mit ihm über die Möglichkeit des Segelfluges in Italien unterhielt. Balbo-Geschwader in Beufundland. Das Balbo-Geschwader ist um 7.40 llhr Ortszeit in Shediac (Neu-Braunschweig) von neuem gestartet und um 17.40 Uhr DIEZ. in Shoal Harbour (Neufundland) gewassert. General B a l b o und seine Flieger wurden von der Bevölkerung begeistert ernpfangen.Das zum Balbo- geschwader gehörende Flugzeug „Jnovi" hat in der Nähe von Kap Traverse auf der Prinz-Edward- Jnsel eine Notlandung vornehmen müssen. Die Besatzung ist wohlbehalten. General Balbo hat nach Rom gekabelt, daß er mit seinem Fluggeschwader in Shoal Harbour auf Neufundland vier bis fünf Tage bleiben wird. Das notgelandete Flugzeug kann infolge Schadens an der Wasserpumpe nicht vor Donnerstag weiter fliegen. Nach den letzten Funkmeldungen hat B a I b o mitgeteilt, er werde mit seinem Geschwader am Freitag über den Atlantischen Ozean zurückfliegen, und zwar wolle er die nördliche Route über Irland wählen. Kupferbergbau im Sauerland? Hm Vermutungen, daß sich in den Bergen zwischen Kirchhundem und Marmecke im Sauerland Blei- und Kupfererze befinden, auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen, hat eine Derg- baukommission aus Dortmund an Ort und Stelle Hntersuchungen vorgenommen, die überraschende Ergebnisse gezeitigt haben. Man hat besonders das bevorzugte Braunkupfer gefunden, das heute nur noch von Amerika bezogen werden kann. Mit den Bohrungen soll in Kürze begonnen werden. Die heimische Bevölkerung, der sich vielleicht neue Arbeitsmöglichkeiten bieten, sieht den weiteren Plänen mit Spannung entgegen. Bor einem neuen Slratosphärenflug. Der amerikanische Kapitänleutnant Se111e beabsichtigt vom Flugplatz Soldiersfield mit dem Ballon „Century of Progress“ zu einem Allein- flug in die Stratosphäre aufzusteigen, vorausgesetzt, daß nicht durch ein heraufziehendes Hochdruckgebiet eine Aenderung der Windrichtung eintritt. Die Instrumente zur wissenschaftlichen Auswertung des Fluges sind unter Aufsicht des Reuyorker Physikers Dr. Arthur C o m b c a n eingebaut worden. Dr. Jean Pic - c a r d, ein Zwillingsbruder des bekannten Stratosphärenforschers, wird das Unternehmen vom Erdboden aus leiten. Settle hofft, zum Studium der kosmischen Strahlen eine Höhe von über 17 030 Meter zu erreichen. Kunst und Wissenschaft. Hitlers Beileid zum Tode von Schillings. Reichskanzler Adolf Hitler hat an die Witwe des Präsidenten der Akademie der Künste^ Generalmusikdirektors Dr.h.c. Max vonSchilllngsdas nachstehende Telegramm gesandt: „Nehmen Sie bitte zu dem schmerzlichen Verlust, den alle Deutschen Mitempfinden, mein aufrichtigstes und tiefstes Beileid entgegen. Adolf Hitler." Verantwortlich für Politik: i. 58.: Ernst Blumschein. Dom „Toback-Tnncken". Wer waren die ersten Raucher? Bevor sich der Tabak die Welt eroberte, hat dieses „indianische Kraut", von dem die Entdecker Ame- ritas die erste Kunde nach Eruopa brachten, mannigfache Schicksale durchgemacht, wurde hochgepriesen und angefeindet wie alles Neue und errang zunächst Anerkennung als Heilpflanze, die als „Panacee" gegen alle möglichen Leiden verordnet wurde. Uns interessiert diese medizinischeVer- wendung weniger als die Verbreitung des Tabaks als G e n u ß m i 11 e l, da es ja in dieser Rolle seine bleibende Bedeutung erlangt hat. Wer waren nun d i e ersten Raucker? Die Spanier haben vor einiger Zeit dem Manne, der diesen Brauch in Europa zum erstenmal einer erstaunten Menge vorführte, ein Denkmal gesetzt. Dieser Vorläufer aller heutige Raucher war Rodrigo de Jerez, einer der Begleiter desColumbus auf seiner Entdeckungsreise, der von dem Admiral nach Kuba gesandt wurde und diese Insel zuerst betrat. Als Rodrigo nach seiner Heimat Ayamonle zurückkehrte, brachte er dorthin die Sitte der Indianer „ T a b a k zu t r i n k e n " , die die ersten Schil- berer der neuen Länder, Ramon Pane und Oviedo, ausführlich beschrieben haben. Als die Seinen bemerkten, wie ihm plötzlich aus Mund und Nase Rauch quoll, erschraken sie furchtbar und glaubten nichts anderes, als baß der Teufel in ihn gefahren fei. Man rief den Pfarrer herbei, dieser wandte sich an die Inquisition, und die Folge war, daß Jerez in den Kerker wanderte und erst nach Jahren wieder freigelassen wurde. Dieser Vorfall wirkte auf andere Raucher nicht gerade ermutigend, und so blieb die Sitte zunächst auf vereinzelte Seeleute beschränkt, die sie von den Bewohnern der fernen Lande angenommen hatten und nach den spanischen und portugiesischen Hasenstädten brachten. Unterdessen war Tabaksamen zur Anpflanzung nach der Alten Welt eingeführt worden. Der Leibarzt Philipps II., Francisco Hernandez, sandte Tabaksamen nach Spanien, der französische Gesandte am portugiesischen Hof, Jan fJlicot, solchen nach Frankreich. Die Pflanze wurde in verschiedenen botanischen Gärten als ein seltenes Gewächs gezogen und als Heilmittel verwendet. Aber erst die Egländer tarnen so recht auf den Geschmack des Tabaks. Jeder britische Schuljunge lernt die Geschichte von Sir Walter R a l e i g h, der den Tabak in England einführte und als er zum erstenmal rauchte, zu seinem Diener sagte: „Lieber Ridley, wir stecken heute eine Kerze in England an, die, so Gott will, niemals wieder ausgehen wird." Aber dieser Ruhm ist dem Seehelden zu Unrecht zuteil geworden. Wie Alfred H. D u n h i l l wahrscheinlich gemacht hat, ist der erste Tabakraucher in England Sir John H a w- k i n s gewesen, der 1565 bas Rauchen in seiner Heimat einführte. Der erste, der eine größere Menge j Tabak nach den britischen Inseln verfrachtete und I damit die allgemeine Verbreitung beförderte, war j der Gouverneur her neuen britischen Kolonie Vir- j ginia, Ralph Lane. Die Pfeife, die man allgemein benutzte, war 1564 der englischen Sprache noch nicht bekannt. Die Vorrichtung der Bewohner von Florida für das Rauchen schildert John Sparke, einer der Begleiter Hawkins auf seiner Reise in umständlicher Weise als einen Stock mit einem tönernen Becher am Ende, in den das trockene Straut getan und in dem es dann angeftedt wird. Das Wort „Tabakpfeife" tritt erst seit 1594 auf. Die Kolonie Virginia bot die Hauptursache für die rasche Einbürgerung des Rauchens in England. Die Siedler, die wieder in die Heimat kamen, waren starke Raucher, und sie hatten alles Interesse daran, den Tabak zu verbreiten, denn der Anbau dieser Pflanze bot ihnen eine gute Einnahmequelle. Die ersten Schiffsladungen von diesem Kraut gingen Jo reichlich in der Heimat ab und brachten so hohe Preise, daß sich alles auf den Tabakanbau warf. Der Tabak wurde sogar als Geld benutzt; Löhne wurden in Tabak bezahlt, Waren in Tabak gekauft. 1620 führte Virginia schon 40 000 Pfund Tabak nach England ein. Raleigh kommt in dieser Entwicklung das Verdienst zu, das Rauchen volkstümlich gemacht zu haben. Während König Jakob I. von England als leidenschaftlicher Feind des Rauchens auftrat, ohne mit seiner Verdammung auf die Dauer etwas auszurichten, verbreitete sich das Rauchen unterdessen auf dem europäischen Festland. In Holland war es vor 1590 noch eine Seltenheit; man sah höchstens ein paar Matrosen rauchen. Die Worte des Krämers Soest in Goethes „Egmont“: „Es trat ein Soldat bei mir ein. Tobak zu kaufen“, sind jedenfalls ungeschichtlich, denn 1567 führte noch kein Krämer in Holland Tabak. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts aber war das Kraut in Holland schon ein wichtiger Handelsartikel, und ein deutscher Gesandter im Haag, von Rusdorff. schrieb damals: „Ich kann nicht umhin, jene neue, erstaunliche und vor wenigen Jahren aus Amerika eingeführte Mode zu tadeln, welche man eine Sauferei des Rebels nennen kann, die alle Trink- leidenschaft übertrifft. Wüste Menjchen pflegen nämlich den Rauch von einer Pflanze, Die sie Ricotiana oder Tabak nennen, mit unglaublicher Begierde und unauslöschlichem Eifer einzuschlürfen.“ Damals war aUerdings auch Deutschland bereits mit dieser Mode bekannt geworden. Die ersten deutschen Raucher fanden sich in Köln, wohin die Holländer und Spanier diese „schlechte Sitte“ einbürgerten, über die sich 1587 ein Fran- ziskaner-Mönch beschwert. Hm 1616 wird aus der Schweiz gemeldet, daß man nun auch hier anfange, sich des Wunderkrautes zum Rauchen und Schnupfen zu bedienen. Der eigentliche Verbreiter des Tabakrauchens durch die ganze Welt wurde aber der 30jährige Krieg. Die Söldnerscharen, die in dieser Zeit durch Deutschland marschierten, brachten das „Tabak-Trinken" überall hin. Hm 1630 lernten es die Schweden kennen, und gleichzeitig gelangte die Sitte durch englische und venezianische Schiffe über die Ostsee nach Rußland, durch das Mittelmeer in die Levante und von dort aus nach Konstantinopel. Verhältnismäßig am spätesten scheint Oesterreich damit beglückt worden zu sein, wo erst ums Jahr 1650 eine größere Verbreitung gemeldet wird. Damals rauchte schon alle Welt. Merkwürdige Museums-Schätze. Als im vergangenen Goethe-Jubeljahr die ganze Welt nach Goeche-Andenken durchstöbert wurde, da konnte man die berühmten Pantoffeln, die dem Dichter feine Suleika gestickt hatte, nicht auffinden. Erst nachträglich stellte man fest, daß diefe denkwürdige Handarbeit, von der in dem Briefwechfel Goethes mit Marianne von Willerner die Rede ist, unbeachtet an einer verborgenen Stelle war, nämlich in Dem Bally-Schuhmuseum, das sich zu Schönenwerd bei Aarau in Der Schweiz befindet. Hier steht das rotseidene Pantoffelpaar mit Den in ©olDfäDen fein gestickten persischen Schriftzügen, Das Marianne ihrem „Hatem" 1816 zu Weihnachten schenkte. Die Suleila- Pantoffeln unD ihr Schicksal finD nur ein Beispiel für Die Fülle von kostbaren Dingen, die irgendwo in einem Museum oder noch häufiger in dem Magazin eines Museums vergraben sind. Dr. Hnger geht in einem Aussatz von „Reclams Hniversum" von dieser vergeblichen Suche der Goethe-Freunde aus, um auf einen wichtigen HbelftanD im gesamten Mu- feumswesen h'nzuweifen, Man hat nämlich vielfach die seltensten Schätze aufgehäuft, ohne daß ihr Vorhandensein durch ein Inventar allgemeiner bekannt wird. Man kennt nur die Bestände der wichtigsten Museen ganz genau; ja auch in solchen riesigen Schatzhäusern der Kunst und Wissenschaft, wie im Louvre und Dem Britischen Museum, gibt es noch vieles, was nicht registriert oder veröffentlicht ist. Sehr viele Museen befitzen höchstens eine handgeschriebene, oft unvollständige Liste. Unter den Berliner Sammlungen ist das Völkerkunde-Mufeum ein solches Stiefkind, dessen Inhalt zu kaum einem Drittel in einem Katalog verzeichnet ist. Millionenwerte dieser umfangreichsten und wertvollsten Sammlung asiatischer Kultur liegen wegen Platzmangels auf Speichern und in Kellern. Beim Durchstöbern Diefer Magazine stößt man häufig auf Kostbarkeiten, von deren Vorhandensein niemand etwas ahnte. Ganz ähnlich steht es z. D. mit Der Wiener Ratio- nal-Bibliothek. Bei einer RunDsrage, Die Unger Durchführte, mußte er feststellen, daß sogar ganz DeDeutenDe Sammlungen, Die in ihrer Art führend find, nur einen einzigen handgeschriebenen Katalog befitzen. Um diesem Mangel ^.bzuhelfen, soll jetzt eine Zentralstelle eingerichtet werden, Die alle Kataloge unD Führer einzeln sammelt, und zwar für jedes Museum in einer besonderen Mappe. Auf Grund aller Kataloge wird dann ein Stichwort- Register angelegt, nach Art des internationalen Zetlel-Kataloges der Bibliotheken. Doch werden nur folche Gegenstände ausgenommen, die durch ihre Eigenart, Seltenheit oder sonstige Bedeutung vermerkenswert find. Würden die Schätze aller Museen auf diese Weise verzeichnet und Die Register leicht zugänglich gemacht, Dann könnten erst Die Bestände sehr vieler Sammlungen für die Wissenschaft und Die Allgemeinheit recht fruchtbar werben. Zeitschriften. Die Leipziger Jllustrirte Zeitung bringt in ihrem neuen Heft u. a. einen illustrierten Arti- fei „Auf die Mensur!", Der für jeden Anhänger alter deutscher «ötuhentenfitte von höchstem Interesse sein wird. Das gleiche Heft enthält ferner einen ausführlichen Bilderaufsatz „Das Bayreuther Werk" als Geleitwort für Die Bayreuther Jubiläumsfest- spiele 1933. Im tagesgeschichtlichen Bilderteil ist dem 18. Bundeskegeln des Deutschen Keglerbundes in Frankfurt a. M. ein besonders breiter Raum gewidmet worden. Ein außerordentlich brennendes beoölkerungspolitisches Problem behandelt der Aufsatz von Friedrich fßurghörfer „Volk ohne Jugend". Ein ausführlicher Bericht über die Ausstellung „Malerei des Barock" in Dresden schließt sich an. Sochschulnachnchten Auf den Lehrstuhl für anorganische Chemie an der Technischen Hochschule in Darmstadtist Professor Dr. Eduard Zin11 von der Universität Freiburg i. Br. berufen worden. 'MH 01 hiLid) jede Bet tvild daye nlCy in Postsen im ^g- lebrs, od MIungsverley - $ Devisenbanken. Stoffen sind. 9 yu5genommen von düng oon Gelds" grundsätzlich nut^ abzugeben, ob und ferers bei der -W Wertpapiere gesun nähme der Eendunc Auflieferers Zahst in der Sendung en paß (wenn die Der grenze erfolgt) od (bei höheren Bett Edelmetallen) vorzi daß höhere 2-tra Wertpapieren tn o als auf Grund o in Paß oder Gene! wurden, so erfolgt gesamten Sendung. Aus OieAnwenvun WER. lieber di Grußes besteht in ' Unklarheit. Jeder er arischer Wstamn gruhes bedienen, ur mit der Dollsgemei in Erscheinung trete hmgbeyugenben Erl Aes, der für sämtliche Behörden zum Mich niemandem, gleichgül hing et stützet am nehmlichleit entsteh tragene Standarte, fen gegrüßt werde Verdacht bewußt Der jetzigen Staat verständlich trifft Pein usw. nicht soll der deutsche E den, also die bis formen auch im Ve ter sich ersetzen. ' Fällen durch eins« gen. Wird zum H so darf einzig mi werden und nicht gleichen. Die Zuständig! und Amtlich wich mit den und irresühreni gestellt, daß laut Lei SP °°". Juni A5m,nihr u,,b Propagan men mit dem Reichs FW Sä1 Wllunp. mj jJ ®er Sfusflait! hon" ft< b in Erl der Manmas°/'"heit -st- M5Sieit 6 samten brc ,e ee>8"etttQ .QJle Derbunbene „J?5 3'el. geführt JI mit ii 'n Rassen ^en. Ar le [eibli(he9 J.111'. bei ' WiS« aisÖ 1Qtebil HffeltSnfe seeli “F n* un‘ M»gkeitskr's ? wat ^"Ichheit U ®ütsfraft ge^anctor FSS Ne Aus der Provinzialhauptstadt tralojphärenslug. Mnleutnant Settle i voldierssielü mit dem ess“ zu einem Allein- sphäre auszusleiaen, , )urch ein Heraufziehen- Äenderung der Wind- iftrumente zur toiffen- >es Fluges sind unter UMers Dr. Arthur ben. Sr. 3ean Pic- bei belannten Strato- i Unternehmen vom » hofft, zum AMum eine Hohe von über Verbot her Versendung von Geldsorien in Postsendungen. • Die in der letzten Zeit durchgeführte, strenge Kontrolle der nach dem Auslande aufgegebenen Postsendungen hat gezeigt, dah auf diesem Wege versucht worden ist, erhebliche Beträge ins Ausland zu verschicken. Lim solchen Versuchen wirksam entgegenzutreten, ist nunmehr durch eine fünfte Durchführungsverordnung zur Devisenver- ordnung die Bestimmung getroffen worden, dah grundsätzlich jede Versendung von Geldforleu (INünzgeld, Papiergeld, Banknoten und dergleichen) sowie von Gold und Edelmetallen in Postsendungen aller Art verboten ist. Zuwiderhandlungen haben außer hohen Strafen auch die Einziehung der Werte zur Folge. Es wird daher dringend empfohlen, Zahlungen nach dem Ausland nicht durch Llebersendung von Geldsorten in Postsendungen zu leisten, sondern im Wege der Postanweisung, des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, oder durch Vermittlung von Devisenbanken, für die besondere Bestimmungen getroffen sind. Ausgenommen von dem verbot der Versendung von Geldsorlen in Postsendungen find grundsätzlich nur versiegelte Sendungen mit Wertangabe. Bei der Auflieferung solcher Wertsendungen hoben die Auflieferer wie bisher die Erklärung abzugeben, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe Zahlungsmittel (also außer Geldsorten auch Wechsel, Schecks usw.) oder Wertpapiere in den Sendungen enthalten sind. Werden in Wertsendungen entgegen den Angaben des Auflieferers bei der Aachschau Zahlungsmittel oder Wertpapiere gefunden, so erfolgt die Beschlagnahme der Sendung. Sind nach den Angaben des Auflieserers Zahlungsmittel oder Wertpapiere in der Sendung enthalten, so hat er den Reisepaß (wenn die Versendung im Rahmen der Freigrenze erfolgt) oder den Genehmigungsbescheid (bei höheren Beträgen, sowie bei Gold» und Edelmetallen) vorzulegen. Ergibt eine Rachschau, daß höhere Beträge an Zahlungsmitteln oder Wertpapieren in den Sendungen enthalten sind, als auf Grund der Erklärung des Absenders in Paß oder Genehmigungsbescheid abgeschrieben wurden, so erfolgt ebenfalls Beschlagnahme der gesamten Sendnng. ** Militärpersonalie. Nach einer Veröffentlichung des Reichswehrministeriums wurde Oberstleutnant Felmy vom Stab des Infanterie- Regiments 15 mit Wirkung vom 1. August zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 17 ernannt Rückkehr des Bataillons. Das Bataillon der hiesigen Reichswehr trifft am kommenden Freitag (wir berichteten bereits darüber), von Altengrabow kommend in Gießen ein. Rach einer neueren Meldung des Bataillons marschieren die Truppen aber nicht durch die Klinikstraße, Frankfurter Straße usw., sondern vom Güterbahnhof aus durch die Hammstraße, über den Horst-Wesselund den Hindenburg-Wall, durch die ©arten» straße, die Kaiserallee und die Licher Straße zur Kaserne. , . ** Eine Achtzigjährige. Heute feiert unsere Mitbürgerin Frl. Katharine Sau seien aus Fürfeld i. Wttbg., wohnhaft Wernerwall 31, ihren 80. Geburtstag in körperlicher und geifhger Frische. ** Kostenfreie Fe u e r b est a ttu n g d e r z u r K i r ch e z u r ü ck g e t r e t e n e n M . t g l, e - der der F r e i d e n k e r - D e r b a n d e. Mit der Mitgliedschaft zum deutschen Freidenkerverband war bisher eine Feuerbestattungsversicheruny verbunden. Sie war jedoch an die Bedingung geknüpft, daß die Mitglieder ihren Austritt aus der Kirche vollzogen hatten. Darin ist jetzt eine wichtige Äenderung ein- getreten. Der für den Deutschen Freldenkerverband eingesetzte Kommissar hat folgendes mltgete.lt: Einem Wiedereintritt unserer M.tgl.eder in die Kirche steht nichts im Wege. Durch Me Einsetzung eines staatlichen Kommissars sind alle diejenigen Zwecke der Satzungen, die sich auf die Propaganda antireligiöser und politischer Bestrebungen beziehen, aufgehoben worden. Dementsprechend wird die Bestattung gewährt, wenn sie unter kirchlichen Zere- monien stattfinbet." Vie Versendung von Geldsorten ist ferner auch in eingeschriebenen Postsendungen zulässig, wenn die Sendungen zollamtlich verschlossen sind. Derartige Sendungen sind vor der Aufgabe bei einer Postanstalt oder einer mit mindestens zwei Beamten besetzten Zollstelle geöffnet, bei gleichzeitiger Vorlegung des Genehmigungsbescheides oder des Reisepasses vorzuführen und werden nach Prüfung des Inhaltes amtlich verschlosien. Ist die Versendung von Zahlungsmitteln (außer Geldsorten) und Wertpapieren ausnahmsweise aus Grund der Bestimmungen der Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung ohne Genehmigung zulässig, so ist bei der zollamtlichen Vorabfertigung eine schriftliche Erklärung abzu- aeben, auf Grund welcher Bestimmungen die zu bezeichnenden Werte oMe Genehmigung ins Ausland versandt werden dürfen. Auch Wertsendungen können wie bisher zollamtlich verschlosien werden. Zollamtlich verschlossene Sendungen unterliegen während der Beförderung keiner weiteren Rachschau. Die Bestimmungen der Devisenverordnung, wonach zur Versendung von Zahlungsmitteln (also auch von Geldsorten) und Wertpapieren die Genehmigung einer Devisenbewirtfchaf- tungsstelle ersorderlich ist, bleiben in allen diesen Fällen unberührt. Durch eine weitere Bestimmung (§ 3) der fünften Durchführungsverordnung zur Devisenverordnung ist die Freigrenze für Verfügungen über Forderungen solcher Personen aufgehoben worden, die nach dem 3. August 1931 aus Deutschland ausgewandert und daher Ausländer im Sinne der Devisenverordnung geworden sind. Diese Vorschrift hat sich als notwendig erwiesen, weil zahlreiche aus Deutschland ausgewanderte Personen versucht haben, durch monatliche Ueberweisung von 2 00 Mark ihre im Inland verbliebenen Guthaben allmählich ins Ausland zu bringen. Diese Erscheinung war aber mit der gegenwärtigen Devisenlage nicht mehr vereinbar. H-H «oyreE. $ilberlclLs £ **■ Sauetlanb? V bergen Emeäe im Sauer- rerze befinden, auf Mjn, hat eine 'Bern, lw an Ort und Stelle die überraschende - Man hat besonders upfer gefunden, das enka bezogen werden en soll in Kürze be- lisch« Bevölkerung, der itsinöglichseiten bieten, n mit Spannung ent« 'geschah"' ton fjeere 1Unb s inu ^ab. ÄSs I* Fmtt'iX drei, wolle cie95tnafet|a[ Bestimm, r ?nVn)ei,en Sier. * »iqnltlfc ?erben- der bann V'"?' °d°r 9 " die weißen Rassen viel schneller als die farbigen und gewannen durch Technik und Maschine die Oberhand. So trat eine Verschärfung der Rasienunter- schiede zwischen weiß und farbig ein. Die europäische Zivilisation entwickelte immer mehr den heimatlosen Großstadtrassemenschen, der seinen Höhepunkt im bolschewistischen enbgotteten, konfumtionssüchtigen Kollektivmenfchen erreichte. Der Weltkrieg zeigte den farbigen Völkern den ganzen Schaden Der weißen Rasse und so entwickelte sich in Asien und Afrika immer mehr die Ablehnung der europäischen Vorherrschaft. Der Rassenhaß wurde immer stärker und wird so zur Menschheitsgefahr. Die christliche Sendung aber zeigt den Raffen unter Wahrung ihres eigenen Wesens ihre Aufgabe $ur Einheit der Menschheit und so zur wahrhaftigen Entwicklung Aur Menschheit Gottes. Daher liegt in den Sendung der Christen die einzig wahre Lösung von Rasse und Mission. Taten für Donnerstag, 27. Juli. 1861: der Schriftsteller Fritz v. Ostini in München geboren (gestorben 1927); — 1916: Der Anthropolog Johannes Ranke in Solln bei München gestorben (geboren 1836); — 1924: der italienische Musiker Ferruccio Busoni in Berlin gestorben (geboren 1868). VornoNzen. — Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wege zur guten Ehe". — Der I. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen veranstaltet am Samstag, 5. August, abends im Caf6 Leib aus Anlaß feines 40jährigen Bestehens einen Deutschen Sportabend. Für die Veranstaltung ist ein sehr abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Der musikalische Teil des Abends wird von Mitgliedern der SA.-Kapelle bestritten. Die Mufterriege des Vereins wird im Gewichtheben und im Ringen ihr Können zeigen. Lebende Bilder werden zur weiteren Bereicherung des Programms beitragen. Näheres wird im Anzeigenteil noch bekanntgegeben. Menschaft. lode von Schilling;, tler Hai an die Witwe mie der Künste, General- : von Schillings dar ■fanbt: „Nehmen ow bitte ft den alle Deutschen mit- f es und tiefstes W 01 Adolf Hitler.- . Ernst IlMfchein. SSÄ W-L srsgS Ä und rv« ein ' Mappe, ter ^°nb in Htichwolt' Dit\bHnkrnSnflten litt des intern fl^SeutunS 2 sonstig.Wseen «"•STä-ä et und öl^Äje Dellande Achtbar ^d-n. OieAnwendung des deutschen Grußes. WSR. lieber die Anwendung des deutschen Grußes besteht in Publikumskreisen noch vielfach Unklarheit. Jeder deutsche Staatsbürger, sofern er arischer Abstammung ist, soll sich des Hitler- gruhes bedienen, um damit seine Verbundenheit mit der Volksgemeinschaft auch nach außen hin in Erscheinung treten zu lassen. Aus der achtungbezeugenden Erweisung des deutschen Grußes, der für sämtliche nationalen Verbände sowie Behörden zum Pflichtgruh erhoben wurde, kann niemandem, gleichgültig welcher politischen Richtung er früher angehörte, irgendwelche Unan- nehmlichkeit entstehen. Entrollte und vorangetragene Standarten sowie Eturmfahnen müssen gegrüßt werden, sofern man nicht in den Verdacht bewußter Ablehnung gegenüber der jetzigen Staatsform kommen will. Selbstverständlich trifft dies bei Fahnen-Wim- peln usw. nicht zu. Darüber hinaus aber soll der deutsche Gruß zum Allgemeingruß wer- den, also die bisher üblichen täglichen ®Urformen auch im Verkehr der Zivilbevölkerung unter sich ersehen. Der Gruß selbst hat in allen Fällen durch einfaches Handaufheben zu erfolgen. Wird -um Handerheben ein Zusatz gemacht, so darf einzig und allein »Heil Hitler" gesagt werden und nicht etwa »Guten Tag" oder dergleichen. Oie Zuständigkeit für das Ausstellungö- und Messewesen. Amllich wird mitgeteilt: Gegenüber unzutreffen- den und irreführenden Presfemeldungen wird fest- gestellt, daß laut Verordnung des Herrn Reichskanz- fers vorn 30. Juni 1933 alle Aufgaben der Wirtfchaftswerdung in der Hand des Reichsmini st ers für Dolksaufklärung und Propaganda liegen, die im Einverneh- men mit dem Reichswirtfchaftsministerium und dem Reichsernährungsministerium durchgeführt werden. Zu diesen Aufgaben gehört auch das Ausftellungs- und Messewesen. Die zentrale Organisation und Der- waltung dieser Aufgaben liegt allein bei dem zuständigen Reichsministerium. Dieses hat keinerlei Auftrag an private Organisationen oder Parteistellen zur Durchführung der oben bezeichneten Ausgaben auf dem Gebiet der Wirtschaftspropaganda oder des Ausftellungs- und Messewesens erteilt. Oer Ausklang des Missionsfestes her Luthergemeinde. Zum Abschluß des Mifsionsfestes der Lutherge- meinbe fand am Montagabend in der Kapelle des Alten Friedhofs noch ein Vortrag von Missionspfarrer G e r h o 1 d in Erlangen über „Rafse und Msi- ^Zunächst gab der Vortragende die biblische Grundlage, daß die Einheit des Menschengeschlechtes in der Mannigfaltigkeit der Rassen eine Gottgewollte ist. Rassenmischung brachte zuerst den Fall der gesamten Menschheit, die aber in der Sintflut zerstört werden mußte, da sie in ihrer Gottfeindschaft nicht geeignet war, das Ziel der Liebe Gottes, eine in ihm verbundene und mit ihm zur ewigen Vereinigung geführt zu werden. Auch die neue Menschheit war in Rassen geteilt, bei denen nur die hamitische als die leibliche, die jafeditische als die geistige und Die semitische als die seelische bezeichnen können. In ihrer Weiterentwicklung sollten die Rassen im gegen« een Dienen sich zur Menschheit Gottes vereinen. wieder geschah es, daß die sem.tsiche oder seehlsche Rasse durch widergottliche Mischung mit anaieren Völkern ihre innere Kraft verlor, so daß inaljr nur eine kleine Schar wirklicher Gottesmen- schctn verblieb. Da kam Gottes Sendung in Christo, dui)ch den eine nur wahrhaft innerlich erneute, durch Qsjbiqfeitstraft des heiligen Geistes gottgebundene enschheit entstand. Die wahre una sancta eccle= communio sanctoram. Durch die mnemofjnenöe QJ otteskraft gewann sie die Welt in drei Jahr Hunde.- te n. Sie war die Gottessendung an die Rasten, sein R uf zur wahren Einung. Nun ober entwickelten sich Hessischer Verbindungsmann in der Bauleitung der Autobahn. WER. D a r m st a d t, 26. Juli. Staatssekretär Jung hat, um eine reibungslose Zusammenarbeit der Hessischen Regierung mit der Bauleitung der Teilstrecke Frankfurt—Heidelberg der Autobahn zu gewährleisten, als Verbindungsmann zwilchen Regierung und Bauleitung Professor Dr. Knapp bestimmt, der dem Staatssekretär unmittelbar unterstellt ist. Wertvolle Ausgrabungen in Biedenkopf. WSR. Biedenkopf. 26. Iull. Bei Aus- arabungsarbcitcn auf dem historischen Schloßberg hat man jetzt einen Turm mit anschließendem Wehrgang, einen zugemauerten Toreingang, sowie die Reste eines Gewölbe- gefunden. Man vermutet, dah die Burg, die die Form eines Rechtecks gehabt haben muß, von den Franken zum Schuhe der Stadt gegen Einfälle der heidnischen Sachsen erbaut worden ist. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristieitung.) ft. h. in £. Der (Eigentümer des Ackers ist berechtigt, den Hafer, der sich auf fein Grundstück gelegt hat und so das Wachstum seiner Dickwurz beeinträchtigt, zurückzubiegen. Zum Abschneiden des Hafers besteht keine Berechtigung._________________ SprcdnnuiDcn Der Redaktion. 11.30 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloßen. Schneehasen und Moschusochsen. Expeditiorlsberichte aus der Einsamkeit Ostgrönlands. Die Westküste Grönlands ist schon vor mehr als 1030 Jahren von Wikingern unter der Führung Erichs des Roten besiedelt worden. Diese Siedlung, die Jahrhunderte hindurch bestand und sogar einen eigenen Bischof besaß, ging im 14- Jahrhundert zugrunde, als die Beziehungen zu den Heimatländern, zu Rorwegen und Dänemark, infolge der inneren Wirren dieser Gebiete aufhörten. Erst im 16. Jahrhundert erinnerten sich die dänischen Könige ihrer Landsleute im hohen Horben, und man rüstete Expeditionen aus, die aber vergeblich nach Europäern suchten. Im Zusammenhänge mit diesen Vorstößen inS Polargebiet wandte man nun die Aufmerksamkeit auch der Ostküste zu. Diese aber ist im Gegensatz zu der Westküste durch einen mächtigen Packeis ström abgeriegelt, der für die Schiffe des 17. und 18. Jahrhunderts unüberwindbar war. Bei allen Versuchen, nach Ostgrönland zu gelangen, suchte man den Weg durchs Eis zu weit südlich und mußte demzufolge scheitern. Erst der Engländer Ecoresby hatte das Glück, weiter nördlich zwischen dem 70. und 75. Breitengrad ben Durchbruch zu versuchen, unb ba er von guten Eisverhältnissen begünstigt war, so setzte er 1822 als erster Europäer ben Fuß aus ostgrönlänbischen Doben unb entdeckte ben nach ihm benannten Scoresby-Sunb, ben größten Fjorb ber Erbe. Doch ging bie Erforschung im 19. Iahrhunbert in Ostgrönlanb nicht recht vorwärts, unb erst im 20. Iahrhunbert hat man auch bas bis dahin ganz unbekannte Küstengebiet im Rorbosten Grönlands erforscht. Doch waren es zumeist Sommer-Expeditionen, deren Arbeitsmöglichkeiten sehr beschränkt waren, da bie Schiffe bestenfalls bie Küste um Mitte Juli erreichen können unb bereits Enbe August bas Lanb wieder wegen bet schwierigen Eisverhältnisse verlassen müssen. Man entschloß sich bähet, auf Gtönlanb zu überwintern, unb dies geschieht nun durch die „Dreijährige Dänische Ostgtönlanb- Sxpebition", bie in ben Iahten 1931 bis 1934 eine gtünbliche wissenschaftliche unb kartographische Ausnahme bes Lanbes zwischen bem 70. und 77. Breitengrad vornimmt. Ein Teilnehmer ber Expedition, Dt. Gurt Teich e 11, teilt in bet Frankfurter Wochenschrift über bie Fortschritte in Wissenschaft unb Technik „Die Umschau" interessante Einzelheiten über bie bisherigen Ergebnisse mit. Die Küste Ostgtön- lands nötblich bes 70. Breitengrabes ist nicht von Menschen b ewohnt. Die ersten und einzigen Eskimos, die jemals von einem Europäer in diesem Gebiet gesehen wurden, begegneten bem Engländer E 1 avering im Iahte 1823. Dagegen tritt in dieser oben unb großartigen arktischen Dergnatur bem Beobachter eine sehr interessante Tierwelt entgegen. Ihr ausfälligster Vertreter ist ber Moschusochse, ber bort so häufig ist, bah man bieses ganz vorsintflutlich anmutenbe Geschöpf als bas Wappentier Ost- gtönlands bezeichnen könnte. Dabei ist ber Moschusochse ein recht junger Einwanderer in biefen ©egenben bie beiden englischen Expeditionen von 1822 unb 1823 wissen noch nicht- von ihm zu melben. Damals können höchstens vereinzelte Tiere im Lanbe gewesen sein. Als im Iahte 1869 bie beutsche Kolbe- wey-Expebition nach Ostgrönlanb kam, war es für sie eine große llebettaschung, hier ben Moschusochsen in größeren Herben anzutressen. In ber Zwischenzeit muß bie Cinwanbetung erfolgt fein. Gegenwärtig finbet eine recht lebhafte 3agb statt, benn ber Moschusochse liefert butch sein zartes Fleisch einen wohlschmeckenben Braten. Infolgebessen wirb es sich als nottoenbig erweisen, bas Tier halb in ganz Ostgrönland zu schützen, wie es bereits seit einiger Zeit in Dem Bezirk bes Scoresby-Eunbes geschehen ist. Der Bestanb ist zwar noch recht bebeutenb, aber bie Fortpflanzung sehr gering, unb bie 3agb ist so leicht, baß sie kaum noch ben Hamen „3agb‘‘ verbient. Wenn auch bet einzelne Moschusochse häufig vor bem Menschen flieht, so tun bies boch bie Herben fast nie, sondern stellen sich in einem Viereck auf. bie Kälber in ber Mitte unb lassen sich, unlunbig ber btohenben Gesoßten, ruhig abschießen. Vonu sonstigem Gtoßwilb kommen hauptsächlich Eisbär unb Walroß vor. Unter ben kleineren Tieren spielt neben Fuchs, Hermelin unb Lemming ber Schneehase bie Hauptrolle. Dieser bevölkert in ungeheuren Mengen bas Lanb und erscheint besonders im Herbst zu großen Herden vereinigt. „3ch geriet einmal", so schreibt Dr. Teichert, „im Oktober auf ber Strinbberg-Halb- infel in eine Schneehasenhetbe hinein, bie etwa 100 Stück zählte. Cs war bies eins ber ent- zückenbsten Erlebnisse meiner Grönlanb-Zeik, al« ich inmitten biefer Hasenherbe saß. Die Tierchen kümmerten sich nicht im geringsten um mich. 3ch konnte unter ihnen umbergehen unb sie photographieren, soviel ich wollte. Buntes Allerlei. Beim Skelett-Verkäufer. In einer engen Straße bes Stubentenviertels zu Paris, befinben sich im oberen Stockwerk eines alten Hauses zwei Räume, bie mit Menschenknochen unb Schädeln dicht angefüllt sind. Ein Besucher bieses unheimlichen Lagers nennt es mit Recht „einen bet seltsamsten Läden ber Welt". Der erste Ge- genftanb, auf ben Der Blick fällt, ist ein vollstän- biges Skelett, bas gleichsam am Eingang Wache hält. Haufen von Knochen sinb in ben Fächern ber Regale aufgestapelt unb bebeden ben ganzen Doben. Knochen von Pantern, Tigern unb anberen Tieren scheinen wahllos mit Menschenknochen burcheinan- ber gemischt zu sein. Ein Schäbel, ber aus einem Fenster an einer Stange in bie Straße hineinhängt, bildet gleichsam bas Labenschilb bieses fonberbaren Geschäftes. Der Eigentümer, Henri Lavaletle, ist ein kleiner beweglicher Mann, ber seit langer Zeit eine Art Monopol im Welthanbel mit Skeletten besitzt. Mit einer Zigarette zwischen ben zittrigen Lippen steht er mit bebenben Hünben vor einem Skelett, das er gerade aufbaut, in bem er rasch alle möglichen Knochen zusammensucht. «Die Chemikalien, bie ich für bie Präparierung ber Knochen benutze, rufen bas Zittern hervor." so erklärt er bem Be- facher. »Aus allen Teilen ber Welt werben Skelette mir zugefanbt, bamit ich sie für Museen unb anatomische Institute präpariere. Ich führe solche Skelette überallhin aus- Ein Durchschnittliches Stück kostet etwa 100 Mark, aber es gibt auch besonbers schöne unb gut gearbeitete Skelette, für bie ich 400 Mark und mehr erziele. Meine Kunden suchen mich regelmäßig auf, aber sonst verirrt sich nur selten ein Besucher in meinen Laben. Einmal kam ein berühmter französischer Chirurge zu mir mit einem Freund, um einen Schädel zu kaufen. „Können Eie ben Schübel eines Mannes von bem einer Frau unterfchei- ben ?" fragte der Begleiter. »Richts einfacher als bas," ertoiberte ber Chirurge. „Das hier z. B. ist zweifellos ein Frauenschädel." „So, meinen Eie?" lachte ich. »Ich kann Ihnen fest versichern, bah bas ber Schäbel eines unbekannten Regers ist, der bei einem Kraftwagenunglück in Marseilles getötet tourbe.’ Während bet Besucher mit einer aus Staunen unb Entsetzen gemischten Reugierbe sich in bietet schaurigen Umgebung umsteht, springt fröhlich bas hübsche 12 jährige Töchterchen bes Besitzers herein. Herr- riette kommt aus ber Schule, schiebt gleichgültig ein paar Knochen unb Schübel von einem Tisch auf bie Erbe herunter unb setzt sich bann bequem hin, um ihre Hausarbeiten zu machen. „Was soll ich mich viel barum kümmern?" sagt sie erklären!). „Ich kann ihnen nichts tun unb sie können mir nichts tun." Lavalette hatte, bevor er sich Metern Erwerb toibmete, künstlerische Reigungen; er bilbete sich erst für bas Geigenspiel uub bann für die Bühne aus. Aber zugleich studierte er Anatomie und wurde vor 35 Jahren Skelett-Verkäufer. In seinen Musestun- ben bichtet er, unb zwischen ben Knochen liegen auf ber Erde hier unb ba Papierstücke, auf benen er seine poetischen Ergüße hingekrihelt hat. Oie kleinste JRofe der Welt. Aus ber Deutschen Gartenbau-Ausstellung in Berlin erregte eine Miniatur-Rose besonbere Aufmerksamkeit, bie bie kleinste Rose bet Welt ist unb zum erstenmal in Deutschlanb gezeigt würbe. Uber bie Auffinbung unb Züchtung biefer Liliputs unter ben Königinnen ber Blumen macht Erich Arenbs in ber „Gartenschonheit" interessante Mitteilungen. Die Blume, bie nach ihrem Entbecker Rosa Roulett genannt worben ist, würbe zuerst von bem Schweizer Arzt Dr. Roulet erblickt, ber bei einet Wanberung durch ben Schweizer Jura in bem kleinen, etwa 1200 m hoch gelegenen Betgbotf Mauborget zufällig auf biese Pflanze stieß. Die Bewohner hielten bie Rofe in Topfen, unb sie leuchtete in ihrer eigenartigen Form als Schmuck von ben Fenstern. Als Qtoulet fragte, woher biefe seltsame Blume stamme, konnte ihm niemanb barauf antworten; sie war eben immer bagewesen und selbst die bekannten ältesten Leute erinnerten sich an sie aus ihrer frühesten Kindheit. Der Arzt berichtete dann dem Züchter Henry Lorrevon von seiner Beobachtung, die bei diesem größte Antsilnahme erregte. So zogen benn beibe im nächsten Frühjahr nach ber Schneeschmelze zur Eroberung bes Roschens aus. Aber als sie in baS Betgbotf kamen, fanben sie nur noch bie Trümmer ber kleinen Siedlung, benn ber Ort war inzwischen burch ein Grohfeuet vernichtet worben- DirgenbS war eine Spur von ben Rosen-Zwergen. Die Bewohnet hatten sich zu Derwanbten und Bekannten in die Dachbarbötser geflüchtet. Unb als bie beiben Suchet bort nachfragten, fanben sie schließlich noch einige Exemplare ber kleinen Rose, bie mit hinüber- gerettet waren. Run konnte ihre Züchtung einsehen, unb bie ebenso eigenartige wie schöne Blume verbreitete sich von ber Schweiz aus nach England unb Amerika, wo sie viel Anklang fand; jetzt ist sie nun auch zu uns gekommen. Sie verbient große Beachtung, ba sie sich in Steingärten gut hält unb auch als Topf-Pflanze an sonnigen Fensterplätzen in nicht zu warmen Zimmern sowie auf bem Balkon ober im Blumenkasten Detwenbung finben kann. Woher bie Zwergtose stammt, läßt sich nicht mit Sicherheit seststellen, boch liegt bie Vermutung nahe, bah es sich um eine »Miniatur-Ausgabe" bes früher häufiger gezüchteten „Damen-Roschens" hanbelr. Die echte Rose Rouleti wirb etwa 10-15 cm hoch; ihre bichten Büsche bringen von Frühjahr bis Herbst in fast ununterbrochener Folge bie rosafarbenen gefüllten Blütchen hervor, bie besonbers im halboffenen Zustanb eine wunderschöne Form zeigen. ftUpori Vier Siege der GRG. in Raffel. Kurt Georgi gewinnt sein fünfzigstes Rennen. Am Sonntag konnte die Gießener Rudergesellschaft auf der 1. Kasseler Regatta als erfolgreichster Verein ihr 18. bis 21. Rennen dieses Jahres gewinnen. Die Mannschaften fanden keine allzu schwere Konkurrenz, so daß sie ihre Rennen leicht gewinnen konnten. Den Kaiser-Vierer sowie den Ersten Vierer gewann die Mannschaft: Flimm, Becker, Georgi, Hartmann, St. Loh, bei verhaltenem Rudern überlegen vor Ruderverein „Kurhessen" Kassel. Der von der Stadt Kassel gegebene Preis für den Ersten Vierer ging in den endgültigen Besitz der GRG. über, da ihre Mannschaften ihn jetzt zum dritten Male hintereinander gewonnen haben. Im Er st en Achter gingen die Gießener allein über die Bahn, da der Kasseler Ruderoerein seine Meldung zurückgezogen hatte. Die Iungmannen (Iödt, Weinhold, (Euleneuer, Duill, St. Breitenbach) konnten, nach schärferem Vorrennen, das Hauptrennen des Jungmann-Vierers mit mehreren Längen Vorsprung sicher für sich entscheiden. Im er st en Einer gelang es Friedel Iödt nicht, den Hannoveraner Völz zu schlagen. Infolge der schlechten Beschaffenheit seines Bootes konnte er nicht, wie gewohnt, vom Start weg die Führung übernehmen, sondern fiel sogleich etwa 5 bis 6 Längen zurück. Durch fabelhaften Endspurt gelang es ihm, diesen Abstand bis auf i Meter aufzuholen. Unter günstigen Umständen wäre an seinem Sieg nicht zu zweifeln gewesen. Mit dem gewonnenen Kaiser-Vierer hat Kurt Georgi seinen fünfzig ft en Rudersieg errungen. Er ist der erste Gießener Ruderer, der auf eine derartig erfolgreiche sportliche Laufbahn zurückblicken kann. Schon als Schüler konnte er seine ersten Erfolge verzeichnen. Später, insbesondere in den Jahren 1925 bis 1927 hat er in hervorragendem Maße dazu beigetragen, die sportliche Geltung der GRG. zu heben. Besonders im Einer hat er in dieser Zeit die größte Zahl seiner Siege errun- gen. Bekannt dürfte noch sein, daß er im Jahre 1925 aus der Deutschen Meisterschaft in Hannover startete. Rach mehrjähriger Pause hat er sich 1932 der Rudergesellschaft in anerkennenswerter Weise wieder zur Verfügung gestellt. Er fuhr in diesem Jahr als Rr. 4 im Senior-Achter, in dem man ihn auch dieses Jahr, ebenso wie im Vierer, nicht entbehren konnte. In letzterer Bootsgattung hat er nun in seinem 50. Sieg die Krönung seiner rudersportlichen Tätigkeit erreicht. Zu erwähnen ist noch, daß im gleichen Rennen auch Willi Becker und Werner Flimm ihren 40. Sieg gewonnen haben. Bezirks-Frauenturnen in Heuchelheim. Das diesjährige Frauenturnen des Bezirks Hessen soll am 26. und 27. August in Heuchelheim stattfinden. Zum ersten Male ist hierzu eine Landgemeinde ausersehen worden. Man hat Heuchelheim gewählt, weil hier besonders günstige Vorbedingungen vorhanden sind. Die geräumige Turnhalle und der schön gelegene Sportplatz eignen sich in besonderem Maße für große Veranstaltungen. Das hat sich schon wiederholt gezeigt, u. a. auch bei dem Gaufest im Jahre 1927. Die Vorbereitungen sind bereits im Gang. Man rechnet mit starker Beteiligung. Handball im Bezirk Hessen der OT. Am Sonntag weilten die beiden Mannschaften des Turnvereins Hochelheim zu Freundschaftsspielen in Lützellinden. Zuerst spielte die 2. Mannschaft. Sie zeigte einen flotten Kampf und gewann mit 8:3 Toren. Die 1. Elf mußte von der technisch besseren Mannschaft der Gastgeber eine Niederlage mit 13:3 Toren hinnehmen. GA.-Gporftest in Grünberg. Der Sturmbann 1/116 veranstaltete am Samstag und Sonntag einen Sporttag in Grünberg. Da ein Teil der Wettkämpfe (Schwimmen) schon am Samstag erledigt wurde, galt es für die an diesen Kämpfen beteiligten SA.-Leute, sowie für die Führer und Kampfrichter Quartiere zu beschaffen. Dank der rührigen Arbeit des Propagandaleiters Harder wurde diese Aufgabe glücklich gelöst, ebenso waren so viel Geld- und Lebensmittelspenden zur Verfügung gestellt worden, daß am Sonntag der ganze Sturm in 12 verschiedenen Lokalen verpflegt werden konnte. Die Zubereitung des Essens hatte der Bund deutscher Mädels übernommen. Am Samstagabend erfreuten Spielmanns- und Musikzug des Sturmbannes die Einwohnerschaft, die sich zahlreich auf dem Marktplatz eingefunden hatte, durch flotte Marschwegen. Nach dem Wecken am Sonntagmorgen trat unter der Führung von Sturmbannführer F a u l st i ch (Allendorf) der Sturmbann an, es folgte die Gefallenenehrung am Denkmal bei der Kirche und Gottesdienst, bei dem Pfarrvikar Scheuer predigte. Nach dem Marsch auf den Sportplatz wurde der Vormittag ausgefüllt mit M a n n s ch a f t s - kämpfen. Mit regem Interesse verfolgten die zahlreichen Zuschauer hauptsächlich den Hindernislauf. Hier war die 100 Meter lange Laufbahn mit 5 Hindernissen versehen: ein 1,20 Meter hoher Querbaum, eine 90 Zentimeter hohe Hürde, Lauf über 5 Meter lange Balken, Kriechen unter einem Lattenverschlag und über eine 2 Meter hohe Bretterwand. Der Nachmittag brachte zunächst Turnen einer ausgewählten Riege an den einzelnen Geräten: Pferd, Barren und Reck. Weiterhin wurden dann Einzelkämpfe ausgetragen in: Hochsprung, Weitsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, Keulenwurf, Speerwurf, 100-Meter-Lauf und eine 10 X100- Meter-Pendelstaffel, ebenso zeigte der Motorsturm Geschicklichkeitsfahren. Den Schluß bildete ein Handballspiel, das von zwei kombinierten Mannschaften Lumdatal gegen Buseckertal unter Leitung von Lehrer Heil (Allendorf) ausgetragen wurde und mit 5:2 Toren für Lumdatal endete. Gegen 19 Uhr trat der Sturmbann zum Vorbeimarsch vor dem Standartenführer Luther an, den derselbe in Begleitung seines Adjutanten Miinker am alten Denkmalsplatze abnahm. Auf dem Marktplätze erfolgte nach einer Ansprache des SA.-Mannes Hahn (Großen-Buseck) durch den Sturmbannführer Faul st ich die Siegerverkündigung. Standartenführer Luther beglückwünschte jeden einzelnen Sieger mit Händedruck. Nach Absingen der ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes marschierten die einzelnen Stürme geschlossen ab. Auszug aus der Siegecliste: Mannschaftskampf: 1. Schar, Schaaf (Treis), 49417/20 Punkte; 2. Schar, Käs (Allendorf), 4467/zn; 3. Schar, Krämer (Lollar), 4282/2O; 4. Schar, Krieger (Rüddingshausen), 426V2o; 5. Schar, Schleich (Allendorf), 4O77/2o; 6. Schar, Müller (Londorf), 37610/2O; 7. Schar, Deft (Treis), 371‘°/20; 8. Schar, Klingelhöfer (Allendorf), 357, 9. Schar, Nau (Wei- tershain), 3495/20; 10. Schar, Bittendorf (Mainzlar), 33818/2o Punkte. Schwimmen: 100 Meter Brust: 1. Wenzel (Grünberg), 1:38*In Minuten; 2. Matthies (Grünberg), l:48*/s; 3. Wagner (Allendorf), 2:02; 4. Amend (Treis), 2:04; 5. Sommer (Staufenberg), 2:04*/, Minuten. 200 Meter beliebig: 1. Wenzel (Grünberg), 3:46 Minuten; 2. Büttel (Grünberg), 3:53*/,; 3. Klingelhöfer (Allendorf), 4:32; 4. Wagner (Allendorf), 4:33’/,; 5. Schwarz (Ruttershausen), 4:37*/, Minuten. Streckentauchen: 1. Speckmann (Grünberg), 35,50 Meter; 2. Matthies (Grünberg), 34 Meter. Hochsprung: 1. Leineweber (Treis), 1,50 Meter; 2. Launspach (Reiskirchen), 1,45; 3. Roth (Ruttershausen), 1,45 Meter (durch Los entschieden). Weitsprung: 1.'Hahn (Großen-Buseck), 6,33 Meter; 2. W. Will (Ruttershausen), 6,22; 3. Wallenfels (Londorf), 6,07; 4. Hasselbach (Londorf), 6,05 Meter. Stabhochsprung: 1. Launspach (Reiskirchen), 2,90 Meter; 2. Hahn (Großen-Buseck), 2,80 Meter; 3. Matthies (Grünberg), 2,80 Meter (durch Los entschieden). Kugelstoßen: 1. Matthies (Grünberg), 11,30 Meter; 2. W. Will (Ruttershausen), 10,35 Meter, 3. Hahn (Großen-Buseck), 10,20 Meter. Keulenwurf: 1. Matthies (Grün- berg), 61 Meter; 2. Hahn (Großen-Buseck), 57; 3. Kroibel, 54 Meter. Speerwurf: 1. Schaaf (Treis), 37,50 Meter; 2. Matthies (Grünberg), 36,70; 3. Roth (Ruttershausen), 34,30; 4. Hayn (Großen-Buseck), 34 Meter. 100-Meter-Lauf: 1. Hahn (Gr.-Buseck), 12 Sekunden; 2. Will (Ruttershausen), 121/io; 3. Seipp (Lollar), 122/h>; 4. Becker und W. Will (Ruttershausen), je 12*/i0; 5. ©paar (Ruttershausen), 13 Sekunden. 10 mal 100-Meter-Pendel- ft a f f e 1: 1. Ruttershausen, 2:15*/io Minuten; 2. Großen-Buseck, 2:19‘/io; 3. Treis, 2:21’/10; Geschicklichkeilsfahren des Molorsiurms: 50 Meter: 1. Conrädi (Grünberg); 2. Schne- gelsberger (Großen-Buseck). Fahren über eine Wippe: 1. Döring (Großen-Buseck); 2. W. Hahn (Großen-Buseck). 2 mal Achterfahren: 1. Seip (Lollar); 2. E. Hahn (Großen-Buseck). 2 mal Flaschenfahren: 1. Deubel (Lollar); 2. Döring (Großen-Buseck). 63Meldungen sind bisher für den 14. Ratio, nalen Rhön-Segelflug-Wettbewerb beim Deut» schen Luftsport-Verband eingegangen, davon wurden 54 zugelassen. Das 15. Deutsche Turnfest. Das große Fest beginnt. — Einholung des Turnerschastsbanners. Oie Eröffnungsfeier. Nach einigen Tagen der Vorfeier hat am Mittwoch der Hauptteil des 15. Deutschen Turnfestes eingesetzt. Die schöne Stadt im Tal der schwäbischen Berge glich von den frühesten Morgenstunden ab einem ungeheuren Bienenstock. Im Hauptbahnhof und den anderen Stuttgarter Bahnhöfen rollten während der Morgenstunden an die hundert Sonderzüge mit über hunderttausend Turnern und Turnerinnen ein. Alle wurden von vielen Tausenden stürmisch begrüßt. Unter Vorantritt von Spielmannszügen und Musikkapellen marschierten die Gäste in langen Zügen durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt in ihre Duratiere. Es ist unmöglich, die lebendigen und farbigen Bilder zu schildern, die sich — von wundervollem Sommerwetter begünstigt — auf den Straßen und Plätzen entwickelten. Im Prachtbau des Rathauses sprach um 11 Uhr vormittags der Reichsfporlsührer von Tschammer und Osten zu über 600 Vertretern der deutschen und ausländischen Presse, die zum Turnfest nach Stuttgart gekommen sind. Der Reichssportführer verbreitete sich in grundsätzlichen Ausführungen, die oft von minutenlangem Beifall unterbrochen wurden, über seine Führeraufgabe in der DT. Zum Schluß sagte er. daß es sein Wille und seine Aufgabe fei, dem Führer und Dolkskanzler eine gestärkte und einige Deutsche Turnerschaft als stolzen Faktor des neuen deutschen Vaterlandes zu übergeben. Die Presse bat er um Mitarbeit an diesem Werk. Gegen 17 Uhr gruppierten sich an vier Plätzen vier Abteilungen eines großen und schönen Zuges, der zum Bahnhof marschierte, um das aus der letzten Feststadt Köln eintreffende Turnerschaflsbanner abzuholen. 20 000 Turner und Turnerinnen marschierten. an ihrer Spitze die Kreisbanner, die Fahnen der Studenten ünb Ehrenkompanien, der ausländischen Gäste und schließlich ein Wald von 4° bis 5000 Vereinsfahnen. Als um 17.56 Ahr der Zug aus Köln eintraf und der Bannerträger in Begleitung der Oberbürgermeister von Stuttgart und Köln das große Portal verließ, begrüßte ein brausender Trommelwirbel das Danner. Unter dem Jubel der hunderttausend Zuschauer, die den Weg des Festzuges um» Nurmi ist noch immer in ausgeze ich. neter Form. Bei einem Sportfest in Helsingfors durchlief er die 3000 Meter in 8:33,8 Min., eine Zeit, die noch unter dem deutschen Rekord liegt. * A m Wochenende kommen in Leipzig dis Deutschen Amateur-Bahnmeisterschaften über 1 und 25 Kilometer zum Austrag. Rund 80 Nennungen liegen für jeden dieser Wettbewerbe von den besten deutschen Amateuren vor. * Die So iele um d i e deutsche Wasserball - Meisterschaft werden am Samstag und Sonntag in Nürnberg mit der Vor- und Rück» begegnung von Bayern 07 Nürnberg und Mün« chener SV. 99 fortgesetzt. säumten, wurde das Banner zum Hof des Neuen Schlosses geführt, wo anschließend die Eröffnungsfeier stattfand. , Auf einen Chor der Turnersänger „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" folgten Ansprachen des Vorsitzenden des Festausschusses, Dr. Ober» meye r-Stuttgart, des Reichssportführers und von Prof. Neuendorf. Mit Worten des Gluckwun. fches übergab dann der Oberbürgermeister von Köln das Banner in die Obhut des Oberbürgermeisters von Stuttgart. Eine Ansprache des Reichsstatthal» ters von Württemberg, Murr, und das Deutschlandlied schlossen die erhebende Feier ab. Abends fand in der Villa Berg ein Empfang der »ifte und der Vertreter anderer Verbände leichzeitig gab es in den Stuttgarter Thea» fern Festvorstellungen. Am Donnerstag früh werden dann auf dem weiten Festplatz und an den zahl» reichen Kampfstätten die turnerischen Kämpfe ein« setzen. Kurze Sportnotizen. In der Zeit vom 3. bis 6. August sind über 2000 Soldaten, die sportliche Elite der beut» schen Wehrmacht, in Kassel zur Austragung dec Heeresmeisterschaften versammelt. Wirtschaft. * Sparkassen und Generalrat. Wegen der Vertretung der deutschen Sparkassen und ihrer Organisationen im Generalrat der Wirtschaft finden lt. „Deutsche Sparkassen-Zeitung" zwischen dem deutschen Sparkassen- und Giroverband und den zuständigen Stellen eingehende Verhandlungen statt. Von maßgebender Seite ist dabei bereits die Zusage gemacht worden, daß unter allen Amständen die Interessen der Sparkassen gewahrt werden. * Fünftagewoche b e i Opel, aber keine Entlassungen. Infolge der saisonmäßig bedingten Verlangsamung des Absatzes von Automobilen und Fahrrädern wird jetzt in den Opelwerken nur an fünf Tagen mit je acht Stunden gearbeitet. An Samstagen bleibt der Produktionsbetrieb geschlossen, ebenso die Zusammenlegung des Sommerurlaubs der Arbeiterschaft in der Woche vom 7. bis 12. August. Arbeiterentlassungen erfolgen nicht. Die Belegschaft von 10 000 Mann bleibt ungekürzt. * Wiedereröffnung der Breslauer Produktenbörse. Nachdem sich die Lage am schlesischen Getreidemarkt beruhigt hat, wird die Breslauer Produktenbörse am Donnerstag, den 27. Juli, wieder eröffnet. * Hapag-Generalversammlung. In der ordentlichen Generalversammlung der Hamburg- Amerika-Linie, Hamburg, wurde der bekannte Abschluß für 1932 genehmigt. Wie die Verwaltung ausführte, war im laufenden Jahre bis zum April em guter Aufstieg zu verzeichnen, der Fall des Dollars habe aber bann die Hoffnungen stark beeinträchtigt. Nach den Ausführungen des scheidenden Aussichtsratsvorsitzenden Max von Schinckel wurden die Verhandlungen über die Mobilisierung der amerikanischen Freigabegelder durch den Regierungswechsel zunächst unterbrochen. Dagegen seien Besprechungen über eine Regierungshilfe zum teilweisen Ausgleich der Dollar- und Pfundverluste für die gesamte Reederei so weit gediehen, daß eine Vergütung jetzt in Aussicht stehe. Das Volumen des Verkehrs gehs jedoch immer weiter zurück. Abschreibungen seien diesmal nicht vorgenommen worden, da man durch die außerordentlich starken Abschreibungen bei der im Vorjahr durchgesührten Sanierung für einige Zeit oorgesorgt zu haben glaube. Frankfurter Abendbörse still. Frankfurt a. M., 26. Juli. Die stetige Eröff» nung Wallstreets bot der heutigen Abendbörse kann, eine Anregung. Von feiten der Kundschaft lagen kaum Aufträge vor, und auch die Kulisse übte weiter Zurückhaltung. Die Grundstimmung war zwar nicht unfreundlich, doch konnte das Kursniveau im Vergleich zum Berliner Schluß noch keine Besserung auf» weisen. In AEG.-Aktien kam kein Angebot mehr heraus, so daß sich der Kurs mit 19,25 gegen Berlin ziemlich behaupten konnte, gegen Frankfurt lag er 0,5 v.H. höher. JG.-Farben gaben dagegen 0,5 v. H. und Scheideanstalt 1 v. H. nach. Die festverzinslichen Werte lagen fast ohne jedes Geschäft; u. a. notierten Neubesitz 11,10, Altbesitz 76,40, Schutzgebietsanlechs von 1913/14 6,85, Reichsbank 151,5, Harpener 98,5, Mannesmann 61,25, Phönix 38,25, Stahlverein 38, AEG. 19,25, Bekula 108, Chade 162, Scheideanstalt 171,5, JG.-Farben 129. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 26. Juli. Die heutige Ge^ treidebörse war vollkommen geschäftslos, so daß' von einer amtlichen Rotiz für Getreide jeder Art Abstand genommen werden mußte. Die Mehlpreise neigten etwas zur Schwäche, während Futtermittel unverändert lagen. Es notierten j¥i% Hess. Landes Hypotheken- bank Darmstadt Liqui...... Deutsche Komm. Sommelab l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Baiü Goldpse. 16 unkündbar bi- 1936 6Yi% ehem. 4%% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Psandbriefe ..... 6%% 4V,% Rheinische Hhp.-Äank-Ltqu.-Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand briesanstalt, Psandbrtese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand briesanstatt. Psandbriese R. 10 Verrechnungskurs . . Frankfurt a.M. Berlin ____________________________________________________________________________________________________________________________________1 Frankfurt a. 071. Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abend- börie Schlußkurs Schluß!. Mittag- börie Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Minag- börfe 'Dalum 25.7. 26-7- 25-7. 26.7. Datum 25.7. 26-7. 25.7. 26.7. 4% dergl. Serie 11 ............ 4,95 4 23,25 16,25 17 48 89 49,75 55 45,25 154 21,25 86 49 82 86 104 155 122,5 72,5 112,5 63 101,5 HO 57 63,5 5 4,3 4 23,5 15 16,25 48,13 89 49,75 55,25 45,25 151,5 19,25 85,5 49 81,5 87,75 103 152,5 123 112 60,5 98,5 108,5 55 61.25 4,25 8,3 4,05 23,5 16,25 19,25 19,5 17.25 48 89 49,75 55 45,25 154,5 21,25 86 100 49,25 82,25 86,75 104,25 155,5 122,5 73 112,75 63,25 101,4 66 150 110 56,9 62,9 4,9 4,65 8 4,05 23,6 15,25 20 19,9 16 46,65 89 50 55,25 45,25 151 19,4 85,25 99,5 50 81,75 87 101,9 154 124 71 111,13 61,13 99,25 63,5 152 110 55,13 61,13 Mansfelder Bergbau.........0 KokSwerke ..................0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 Rhetnstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........0 Otavt Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......9 3 ®. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstalt...............10 Goldschmidt ...... 0 RütgerSwerke ...............0 Metallgelellschaft.............0 Philipp Holzmann ...........0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Payenhoser........0 rau (Allgemeine Kunstseide) ... o Bemberg...................0 Zellstoff Waldhos............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer GaS...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum ..........0 Orensiein & Koppel ..........0 Leonhard Tietz..............6 Chade......................12 Grttzner ....................o Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4 Süddeutscher Zuck« ..... 6 29 40,25 204 91,5 40,25 13,5 125 172 131,5 171 49,25 58 53 52,5 81,75 77 34,5 39,5 29,25 168 63,75 I 156 27,5 38,25 201,75 38 13,75 120,5 123 170 129 171,5 48.5 58 52 51,5 82,75 77 34,5 49,5 40 21,25 29,5 44 16,5 168,5 21 i>3,5 153 28,75 78 40,13 203 91,4 40 14 123 172 131,13 49 58 53,4 118,13 34,5 50 40 20,5 108,65 29 43 36,25 16,13 168 1 22 I 157 27,5 76,75 39 202 90 39,13 13,75 122 125,5 170 129,13 49,25 57,5 53 118 34,75 49 40 21,5 106,25 29,25 39 36 16.5 168,5 21,5 155 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4s-r°/°Ruinän.vereinh.Rentev.l91g 1% Rumänische vereinh. Rente . 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Pakel .....u Hamburg-Südom. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Prtvat-Bank... 0 Deutsche Bank und Dtsconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 RetchSbank .................1 A.E.G......................(. Elektr.LteferungSgesellschast... b Licht und Kraft .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unta> nehmungen...............4 Rheinische Elektrizität ........6 Echuckert L Co..............0 Siemens & HalSk,...........9 Lahmeyer L Lo..............10 Buderus ................... Deutsche Erdöl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoejch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 Ilse Bergbau ...............7 alte Bergbau Genüsse........1 Klöcknerwerke ...............0 MaimeLmaaa-Rbhr«........ 0 Frankfurt u. DL Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abendbörse Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börse Datum 25.7. 26.7- 25.7. 26-7. 25.3uli 26.3UH Amtliche Geld loherung Lrlei Amiliche Geld Notierung 23rle' Helsingfors. 6,204 6,216 6,194 6,206 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,49 12,51 12,44 12,46 Budapest ... Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,43 169,77 169.33 169,67 Oslo....... 70,53 70,67 70,38 70,52 Kopenhagen. 62,75 62,86 62,59 32,71 Stockholm... 72,38 72,52 72,23 72,37 London..... 14,03 14,07 14,00 14,04 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork .... 3,002 3,008 3,027 3,033 Brüssel..... 58,59 58,71 58,52 58,64 Italien..... - 22,13 22,17 22,13 22.17 Paris...... 16,42 16,46 16,41 16,45 Schweiz ... 81,14 81,30 81,12 81,28 Spanien.... 35,04 35,12 35,02 81,5? 35,10 Danzig.... 81,57 81,73 81,73 Japan ...... 0,874 0,876 0,889 0,891 Rio de Ian. 0,234 0,236 0,234 0,236 5,205 Jugoslawien Lissabon... 5,195 5,205 5,195 12,77 12,79 12,74 12,76 Berlin, 26.Zull Geld 25rief Ameritanlfche Noten.............. 2,98 3,00 Belgische Noten................. 58,36 58,60 Dänische Noten ................ 62,33 62,57 Englische Noten ................. 13,96 14,02 Französische Noten.............. 16,37 16,43 Holländische Noten............... 168,91 169,59 Italienische Noten................ 22,01 22,09 Norwegische Noten .............. 70,21 70,48 Deutsch Oesterreich, k 100 Schilling —— —M Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 72,06 72,34 Schweizer Noten................. 89,94 81,26 Spanische Noten................ 34,89 35,0$ Ungaryche Uotr» ................