Montag, 27 Zebruar M3 183. Jahrgang Nr. 49 Erstes Blatt GietzenerAnMer Im Kampf um -en neuen Reichstag 32 111471 259421 263058 des modernen Grabenkrieges und besagt nichts 3300 6548 14887 37534 39577 68292 76401 82635 83416 122693 156494 183509 239434 >46 127 508 153 318 201 195558 217842 253357 341324 388888 115388 126143 166630 185657 240647 688 941 000 944 147 187329 214655 248218 2885'6 370661 Vorbereitung erneut vorzutragen. Wem das zu militärisch gesehen ist. der bedenke, daß die Politik nichts anderes ist als die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. schaftlicher Produkte Stadt und Land zum Wiederaufleben bringen würden. Die Unterstützung der landwirtschaftlichen Schuldner durch Vollstrcckungsschutz werde, wenn sie lang an- daucre, den Agrarkredit vernichten und die Finanzen von Reich, Ländern und Gemeinden erschüttern. Die Reichsfinanzen seien im Jahre 1931 32 notdürftig unter ungeheuren, aber un- vermeidbaren Härten für das ganze Volk geordnet worden. Sie vertrügen aber keinerlei Experimente und neue Ausgaben. Außenpolitisch hätten die Vorgänge in Genf, wo Deutschland von allen, auch von Italien, im Stich gelassen worden sei, gezeigt, wie gefährlich unsere Isolierung bereits wieder sei. Die Staatspartei glaube nach wie vor an die verfassungstragenden Faktoren des Reichspräsidenten und der Reichswehr. Rur wenn Verfassung und Recht gesichert seien, könnte im vereinten Ringen aller Volksteile um die großen nationalen Ziele der Gleichberechtigung und der Geltung unter den Völkern mit Erfolg gekämpft werden. 254 294771 313591 368 336320 338337 166 353185 355583 22 369382 370495 43 391835 392964 imi «Ulten öooinit 1902 8 171978 208909 । 25732 87649 178569 ,133 384467 384261 } 9811 46412 62178 3898 1 40417 159oM 3937 266762 287746 a 4745 9524 16733 >6063 101478 108176 qaqq 144421 16o3uy 406 261386 265452 n 304484 323462 7241 393045 395961 T356 48,55 12,485 97421 8512 7011 1733 17004 '8247 10189 18583 '6261 25-5^^——" M ’--- rt,11 14,3* 7,48 7610 82,06 (tr|d)emi täglich, auh« Sonntags und Feiertag» Beilagen; Du Illustrierte Eienener Familienblalter Heimat'm Bild Die Scholl» Monair-Vezogrvreis: Mit 4 Beilagen 9111.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. HernfprechanschlSsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger »iefoetu Postscheckkonto: Zronlsurt am Main 11686. 12.40 3,057 170-08 73.« 63,84 75,97 14,32 0,833 4,209 59-09 21,53 ä 34,8J 82,37 0.854 0.239 5,5^ 13-04 120174 122529 142060 14*369 3,063 170-42 73,57 63,96 76, K16 0.837 4,217 59.21 21,57 16 635 02.« 34,« fe ts 13.06 .'Innahme von Mnjetge.» für die lagesnummer Dti zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärt» 10 Neichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“. mehr. Thefredakteur. Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D. Th.Kümmel sämtlich in (Biegen. •säg ISS| * «80832 288428 322467 322951 042769 350678 378727 383077 11390 13544 2,673 14951 76826 83929 537 100102 101134 >50 ............ 9862 ooo, 4 zu ftiww 00, 18 Ä" 000, 472 zu > bM. ptihnieniu^^ Sä; LZr ^ständigen w ^nten aus bet äeiföminiflcr ^arbeitsminjsta vor dem Hotel Atlantik, wo sich am Alsterufer eine riesige Menschenmenge eingefunden hatte, einen Fackelzug. Dietrich auf einer Berliner Kundgebung derEtaatspartei B e r l i n , 26. Febr. (CNB.) Die Deutsche Staats- Partei veranstaltete in der Philharmonie eine Wahlkundgcbung, in der Rcichsfinanzminister a. D. Dietrich u. a. ausführtc, die Methode, für alle Schwierigkeiten und Röte die 14jährige Regierung der sogenannten Marxisten verantwortlich zu machen, sei geeignet, den Blick der Wähler davon abzulenkcn, daß die Regierungen nach Brüning mit denselben Sorgen und den gleichen Röten hätten kämpfen müssen, wie er, ohne besondere Erfolge zu verzeichnen. Vielmehr könne nur helfen die Wiederauf- richtung der Weltwirtschaft, die allein sechs MilUonen Arbeitslose wieder in Lohn und Brot bringen könnte, die dann ihrerseits mit einer Lohnsumme von mindestens sechs Milliarden als Käufer vornehmlich landwirt- Das Namensschild der „Emden" dem Reichspräsidenten überreicht L e r l i n, 27. Februar. (WTB. Funkspruch.) Reichspräsident o o n S) i n d e n bürg empfing heute den australischen Bevollmächtigten in London The Right Honourable Stanley Melbourne Bruce, der im Austrage der australischen Regierung das Namensschild des im November 1914 gegen den australischen Kreuzer „Sidney" unterlegenen deutschen Kreuzers „Emde n" überbrachte. In einer längeren Ansprache kennzeichnete der Minister diesen Akt nicht nur als eine Ehrung für die „Emden" und ihre ritterliche Besatzung, sondern auch a l s ein Zeichen der Freundschaft des australischen Volkes für das deutsche Volk. Der Herr Reichspräs ident dankte mit herzlichen Worten und sprach die Ueberzeugung aus, daß diese Tat wesentlich zur Vertiefung der sreund- schaftlichen Beziehungen der beiden Länder beitragen werde. An dem Empfang nahmen der britische Botschafter Sir Horace R u m b o l b und der britische Marine-Attache Brigattenkapitän H am e s sowie der Chef der Marineleitung Admiral Dr. h. c. Raeder teil. fett —M 58,93 14Z 169-71 $25 l 2,48 festgelegt. Die Form kann wechseln, der An- I griffswille bleibt. Es gibt keine Verstän» 1 bigung zwischen Gleich und Gleich; es gibt nur die ilntertoerfung Deutschlands. Ist eine Verständigung nicht möglich und ist eine Unterwerfung ausgeschlossen, so bleibt nur der Kampf. Dieser ist Deutschland seit Hunderten von Iahren aufgezwungen und er dauert heute noch an. Friedensschlüsse beeinflussen nur seine Form. Gleich nach dem Frankfurter Frieden hat Frankreich ihn wieder ausgenommen und in immer sich erneuernder Weise weitergeführt, bis die Weltlage den offenen Krieg erlaubte. Der Versailler Frieden gab ihm zum zweiten Male das im Gegenangriff verlorengcgangene Elsaß-Lothringen, öffnete das Tor des Saargebiets, für den Freund das von Cupen-Malmedy und erbaute das Glacis vor der eigenen Grenze. Der größte' Erfolg der französischen Politik war die Schaffung des zweiten Armes der Klammer in Polen. Seit diesem Frieden geht der Kamps weiter. Deutschland befindet sich wie stets in einem Abwehrkampf gegen die dauernde Vergewaltigung. Frankreich nennt die in sein Land vorgetragenen Stöße von 1814, 1815, 1870 und 1914 räuberische Einfälle, gegen deren Wiederholung es -sich schützen müsse, und wird nie zugeben, daß es nur Gegenangriffe eines Verteidigers waren. Daß es die neu gewonnene Stellung mit allen Mitteln ausbaut, entspricht den Grundsätzen Weg und Ziel der neuen Sozialpolitik. Eine 2Rci)c des Reichsarbeiismmisters Seldie vor der Siahlhelmselbsthilfe. General-Anzeiger für Oberhessen vrvck mtb Verlag: vrLHI'sche Universilölr-Vuch« und Steinörudcrel K Lange in Gletzei. Schristlettnng und Seschästrstelle: Zchulffraße 7. Vizekanzler von Popen in den Hansestädten. Bremen. 26. Febr. (WTB" Vor 3000 bis 4000 Zuhörern sprach in einer Versammlung der Kampffront Schwarz-Wciß-Rot Vizekanzler von Papen, der u. a. aussührte. In den letzten 15 Iahren ist außerordentlich wenig geschehen, den deutschen Volksgeist und den deutschen Volkskörper zu kräftigen, die Proletarisierung nur wurde weitgehend vorangetrieben, die Folge war ein allgemeines Denken und Fühlen nur in Geld und Geldeswert. Das sind die Früchte der marxistischen Politik. Die furchtbarste Folge und die furchtbarste Gefahr ist das akademische Proletariat.' Es ist ja nicht wahr, daß der deutsche Arbeiter alles sozialisieren möchte, im Grunde hat er die Sehnsucht, etwas Eigene s zu besitzen und folgt ganz dem Instinkt seiner Ahnen, die auch auf eigener Scholle gesessen haben. Wir müssen daher die große Entwurzelung abbremsen und eine neueZeit der Einwurzelung anbahnen. Wir sind weit davon entfernt, den nationalen Gedanken in Erbpacht zu nehmen. Wir machen vielmehr die Arme weit auf für die alle, die mitzukämpfen bereit sind. In diese Front gehört vor allem der deutsche Arbeiter, der mit uns vier Iahre in den Schützengräben Opfer gebracht hat. In unserem Lager stehl heute die deutsche Iugend, die sicherlich keiner reak- aktionären Gesinnung verdächtig ist, die keine Standesvorurteile kennt. Aber diese deutsche Iugend bekennt sich zum Gedanken der Wehrhaftigkeit. Am Ende unserer Entwicklung muß die Zertrümmerung der Parteien stehen, oder diese Epoche der deutschen Geschichte würde völlig ihren Sinn verloren haben. Der Bund, der am 30. Ianuar geschlossen wurde und über den der Geist des Reichspräsidenten v. Hindenburg seine segnende Hand gehalten hat, wird nicht zerbrechen an dem älngeist des deutschen Parteilebens. Wer etwas an- deres glaubt, der wird eine ,grausame Enttäuschung erleben. Möge in den Stunden des 5. März der Geist des alten Reichspräsidenten v. Hindenburg mit uns sein, so schloß Herr v. Papen unter stürmischem Beifall der Versammelten, der einst zu mir sagte: „Von Par - teienwillichnichtswissen.dasganze Deutschland soll es sein!" Am Sonntagabend sprach der Vizekanzler i n Hamburg, wo er u. a. erklärte: Aus der großen Sackgasse, in die Deutschland geraten ist, kann uns nur das Handeln der nationalen Rech- t e n befreien. Das gewaltige Kapital an nationalem Stolz, das sich jetzt zeigt, muß genutzt werden. Das alte Ideal der Hanse, möglichst vielen Besitz und Verantwortlichkeit zu verschaffen, die Betonung des Wertes der Persönlichkeit, das ist auch das deutsche Ideal. Unsere Parole heißt: Heraus aus der Vorstellungswelt der Weimarer Verfassung. Ich selbst habe mich nie in den Pferch der Parteien begeben, ich kämpfe in der ersten Front, die geistige Revolution dieser Taae voranzutreiben. Ich weih, daß es schwer sein wird, einen Ausgleich der sich vielfach widerstrebenden Interessen zu finden. Sicher ist, daß die Regierung dem Gedanken folgen muß, daß nur d i e Privatinitiative des deutschen Unternehmers die Wirtschaft wieder ingang setzen kann. Da ich gewissermaßen als der Treuhänder der neuen Regierung gelte, muß ich der Welt und Deutschland sagen, daß der Bund, den zu fügen ich helfen durfte, auch nach dem 5. März nicht zusammendre - ch e n kann. Diese Regierung und ihre Arbeit sind an kein Wahldatum gebunden. Diese Regierung wird das Heute lange überdauern, weil sie eine große Aufgabe zu erfüllen hat: Dienst am deutschen Volk und sonst nichts, der deutschen Zwietracht mitten ins Herz. — Die Rede wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Im Anschluß an die Kundgebung brachte der Hamburger Stahlhelm dem Vizekanzler rniui nung B e r I i n, 26. Februar. (WTB.) Der Erste Bundessührer des Stahlhelms, Reichsarbeitsminister Seldte, hielt am Sonntag auf einer Kundgebung der Stahlhelm-Selb st Hilfe eine auch durch den Rundfunk verbreitete Rede, in der er u. a. ausführte: Am 3. September d. I. roirb, ber Stahlhelm in Hannover, im Lande und in der Stadt Scharnhorsts, aufmarschieren. Aber nicht nur aus diesem äußerlichen Grunde wird der diesjährige 14. Reichsfrontsoldatentag im Zeichen des Freiheitskämpfers, des großen Heeresreformators und Schöpfers der allgemeinen Wehrpflicht stehen. Der Stahlhelm, der vom ersten Tage an stärkster Träger des Wehrgedankens war, wird im deutschen Volk erneut die alte Stahlhelmforderung w e h r p o l i t i s ch e r Gleichberechtigung wachrufen. Die soziale Besserung hat die nationale Befreiung und damit die Wehrhaftigkeit zur Voraussetzung. Die Eingliederung des Arbeiters in Staat und Gesellschaft sehe ich als die wichtigste soziale Aufgabe an. Aus dem Gedanken der Frontkameradschaft heraus fühlen wir uns mit der deutschen Arbeiterschaft eng verbünde n, und gern habe ich als Erster Bundesführer des Stahlhelms das Amt des Treuhänders der Arbeitnehmer im Reichskabinett übernommen. Ich bin im Fabrikleben groß geworden, bin in meiner Ausbildungszeit selbst Arbeiter gewesen, habe jahrelang unter Arbeitern gelebt und habe schicksalsgemäß als Kompanieführer im Felde oroie als Stahlhelmführer nach dem Kriege der Arbeiterfrage menschlich immer nahe gestanden. Deutschland ist das Land der Arbeit und der Arbeiter, Arbeiter freilich nicht als Klasse gesehen, sondern im Sinne der £ ei ft u n g und des Wertes, in dem roi r alle Arbeiter sind, wo wir auch stehen. Der Mechanisierung, dem Kollektivismus, der protetarifierung sehen wir den Gedanken der Leistung, der organischen Gliederung, der persönlichen Verantwortung entgegen. Deshalb bejahen wir den Gedanken des derufs ständischen Aufbaues unter Ausschaltung der Parteien und Klaffen. Eine meiner ersten Amtshandlungen war, denen eine Erleichterung ihrer schweren Lage zu verschaffen, die vor allen anderen darauf Anspruch haben: den alten Soldaten und ihren Hinterblie- benen. Es ist weiter das Bestreben unseres Kabinetts, gewisse im Vorjahre unvermeidlich gewordene und zwangsläufig eingetretene Härten möglichst zu mildern. Ich habe seit jeheh. auch fü{ die Arbeitnehmer d i e Forderungnach Besitz und Eigentum erhoben. Ich bin der Auffassung daß schon die erste gesparte Mark Besitz ist, und daß sich letzten Endes um diesen Begriff Besitz, Eigen alles bewegt: Kultur, deutsche Sitte, .eigene Scholle, Heimat, und daß von der Heimatliebe der Weg führt zur Vaterlandsliebe. Dem Freiwilligen Arbeitsdienst gilt meine besondere Sorge. Die Verbindung von Arbeit und Dienst haben wir aus unserm Front- folbatentum heraus schon feipT13 Iahren nicht nur als Idee, sondern auck/durch j)i£ Tat vor- gelebt. Unter den Trägern des Freiwilligen Arbeitsdienstes steht der Bund der Aontsokdaten mit seinen mehr als 409 geschlossenen Lagern an der Spitze. Wer gesehen hat, wie der Arbeitsdienst aufl blassen, unterernährten, verzweifelten Arbeitslosen wieder helläugige, stramme Kerle gemacht hat, wie er den durch die Arbeitslosigkeit aus dem Leben Ausgestoßenen wieder Zutrauen zu sich selbst gegeben und ihnen das Erlebnis der Gemeinschaft und Kameradschaft geschenkt hat, wer den Widerhall gehört hat, den der Ge- dante des Freiwilligen Arbeitsdienstes in allen Lagern der Iugend gefunden hat, dec weiß, daß dieser Gedanke nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist, sondern daß er alle Förderung und energische Weiterentwicklung verdient- Der Arbeitsdienst wirkt der sozialen Rot unserer Tage gerade dort entgegen, wo sie sich für die Zukunft unseres Volkes am ge'ahrlichsten auswirkt, bei der Iugend Den singen, dec Schule entwachsenen Iahrgängen, die .m Arbeitsdienst stehen, wird die Möglichkeit gegeben, überhaupt erst einmal arbeiten zu lernen. Die großen Vorarbeiten, die der Stahlhelm auf dem Gebiete des Arbeitsdienstes feit Iahren geleistet hat, werden Grundlagen für den weiteren Ausbau fein. Wir wollen dabei kein Monopol für den Stahlhelm, sondern die Zusammenfassung und den Einsatz aller nationalen aufbauwilligen Kräfte. Wie auf allen anderen Gebieten, so lehnen wir auch hier aus der Idee der Volksgemeinschaft das Monopol einer Partei oder Gruppe ab. — selbstverständliche Voraussetzung ist, so muß auch die klare Erkenntnis von dem Nutzen vorhanden sein, den der Partner sich von der Abmachung verspricht. Freiwillig abgeschlossene Staatsverträge jeder Art haben doch nur dann Wert und Aussicht auf gewisse Dauer, wenn die aus ihnen sich ergebenden Vorteile beiden Teilen zugute kommen. Solange man die Vorteile der Gegenseite nicht ebenso klar erkennt wie die eigenen, wird Mißtrauen am Platze sein. Es könnte sonst der Fall eintreten, daß man gegen einen kleinen eignen, dem Partner einen weit größeren Vorteil verschalst, der früher oder später zum eigenen Nachteil ausschlagt. Wirtschaftlich mag eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland auf bestimmten Gebieten von Nutzen für beide Teile sein; nichts wird dem entgegenstehen, sich über solchen Fall zu verständigen. Es gibt auch Taus ch o bjek t e in der Politik, und gegen Geschäfte mit ihnen wird sich keine grundsätzliche Einwendung erheben lassen. Das sind Fragen der Tagespolitik und Ausgaben der Diplomatie. Grundsätzlicher Widerspruch ist einem Glauben entgegenzustellen, der eine dauernde Verständigung zwischen den beiden Staaten für möglich hält, und einer Politik, welche von diesem Glauben ausgeht. Frankreich kann seine Kampfstellung gegen Deutschland nicht aufgeben, feine Politik ist ge- schichts- und erdgebunden, sie kann erst aufhören, wenn die Lebenskraft Frankreichs versiegt. Cs aibt Episoden stärkerer und geringerer Er- , uv» iiiuutimui wluuchh-icucö «hl, pansions kraft, die Hauptlinien der Politik sind j gegen die Absicht, den Angriff nach gründlicher Zwischen Ost und West. I. Das deutsch'franzosische Verhältnis. Don Hans von (Seedf, Generaloberst. Bei der Hanseatischen Verlagsanstalt Hamburg erscheint eine neue Schrift des Schöpfers der Reichswehr: Deutschland zwischen Ost und West, die einen interessanten Aufriß unserer außenpolitischen Situation gibt. Wir befinden uns Frankreich gegenüber im Zustand der Verteidigung. Eine Verständigung im Großen ist damit ausgeschlossen; sie könnte nur in völliger Unterwerfung bestehen. Wo deren Grenzen zu suchen wären, ist schwer zu sagen. Der Begriff eines gesättigten Frankreichs, das auf jede Aus- dehnung seiner Macht verzichtet, ist nicht vorstellbar. Es mag ehrlich den Frieden wünschen, solange es ein französischer Machtfriede ist. Es gibt auch genug politische Eroberungen mitten im formalen Frieden. Es gibt auch Pausen in der Aneignungspolitik; man könnte von Verdauungspausen sprechen, denen dann neuer Hunger folgt. Je nach diesem Zustand wechseln die Methoden, wechseln die Mittel der Politik. Das Ziel, die Ausdehnung der Macht Frankreichs nach Osten auf ft o ft e n Deutschlands, bleibt stets das gleiche, daran ändert der Name nichts, den zufällig der Seiler der Politik hat. Man spricht dem Franzosen —/ mit Recht oder Unrecht ist gleichviel — das Verständnis für andere Nationen ab. Für die deutschen Zustände hat er stets ein gutes Verständnis bewiesen und stets verstanden, die stch bietenden Schwächen, auch die von Personen, auszunutzen. Auf je geringeren Widerstand er glaubte zu stoßen, um so stärker wurde sein Druck. Er wäre nicht der geschickte Politiker, der er ist, wenn er nicht verstände, ein sich bietendes Hindernis zu umgehen, wenn es nicht fortzuräumen ist, und auch einen besseren Moment abzuwarten, wenn die Konstellation ungünstig ist; aber sein Ziel verliert er nicht aus dem Auge. Frankreich hat als der glückliche Besitzende mehr Zeit als das in seiner Not fordernde Deutschland. Manche Leute in Deutschland glauben, _ daß Frankreich den Höhepunkt seiner Macht überschritten habe und wollen das Knistern im Gebälk hören. Solche Prophezeiungen sind von zweifelhaftem Wert. Wären sie zutreffend, so wäre für uns doppelte Sorge am Platze; denn was läge näher, als daß Frankreich die noch vorhandene llebermacht schnellstens ausnuhte, um für die Zeit des kommenden Abstiegs sich noch größere Sicherheit vor Deutschland zu verschaffen? Andere Befürworter eines deutschen Anschlusses an Frankreich weisen auf die wirt- schaf tlichen Vorteile, die beiden Rationen aus einer Verbindung erwachsen würden, hin, und sehen, auch über die Kreise unmittelbar an solchen Abmachungen interessierter Industrieller hinaus, die Zustimmung weiter Teile zu einer vorausgehenden oder gleichzeitigen Verständigung über alle politischen Fragen voraus. Es fehlte jeder Beweis, daß Frankreich durch die Verhältnisse gezungdn wäre, seine politischen Ziele wirtschaftlichen Vorteilen zu opfern, ganz abgesehen davon, daß diese doch auch Deutschland zugute kommen müßten, was wiederum Frankreichs Interesse nicht zuließe. In Deutschland ist man sogar im Anschluß- und Derständigungsbedürfnis so weit gegangen, von einem Militärbündnis zwischen Frankreich und Deutschland zu sprechen und die Bereitwilligkeit Frankreichs gegenüber diesem Vorschlag, ja sogar eine Aufrüstung Deutschlands zu diesem grotesken Plan als selbstverständlich vorauszusetzen. Ganz abgesehen von einem tatsächlichen Einverständnis Frankreichs mit solchen Ideen, für das kein beweiskräftiges Anzeichen vorliegt, entsteht doch zunächst die Frage, was Frankreich bei solcher Abmachung gewinnen würde. Für welchen Zweck sollte es den hohen Preis einer Aufgckbe seiner militärischen Aeberlegenheit bezahlen? Gegen wen — das ist bei jedem Militärbündnis die erste Frage — soU dieses Bündnis gerichtet sein? Gegen England, gegen das Frankreich wirklich keine Linkerstühung durch eine Landmacht gebraucht? Oder vielleicht gegen Rußland? Hier liegt wohl ein Gedanke, und zugleich ein Wunsch vor, der solchen Vorschlag für Frankreich überhaupt diskutierbar machen könnte. Freilich steht auch diese Annahme auf schwachen Füßen; denn eine Geneigtheit Frankreichs zu einer militärischen Intervention gegen den Sowjetstaat scheint keineswegs zu bestehen, wie die jungften Abmachungen zwischen beiden Staaten bewiesen haben. An das Schicksal Deutschlands als Auf- marschgebiet einer französischen Arm^e gegen Rußland, an die Rolle des deutschen Hilfskorps unter französischem Kommando darf man dabei nicht denken. Vielleicht tut man solchen Plänen zu viel Ehre an, wenn man sich überhaupt mit ihrer Widerlegung ernsthaft beschäftigt; sie sind nur der Ausfluß einer Stimmung, deren Verbreitung nicht zu verkennen und nicht'zu unterschätzen ist und aus der heraus nach einem Ausweg aus unserer Not gesucht und dabei der falsch^ und gefährliche gewählt wird. Das gibt solchen Auswüchsen der Phantasie ein gewisses Gewicht. Der Glaube an die Derständigungsmöglichkeit und die Verständigungsbereitschaft auf der französischen Seite scheint unausrottbar; sonst würden nicht immer wieder neue Versuche in dieser Richtung von den Berufenen und den Unberufenen unternommen werden. Wir erleben es immer wieder, daß ein neuer Mann glaubt auf neuen Wegen zu dem ersehnten Ziel zu kommen. Wenn der Glaube an den eigene n Nutzen bei solcher Verständigung — man kann auch von Bündnis, Entente, Vertrag sprechen iddrutslh, Cotttilt Mm Betteten IM M M <»« lt MN ten btibtt II 24-Februar 1933 I wurden ©etoinne Jen I 241075 245079 104835 130085 6537 63786 85083 SB 23,396 »iK 41 196185 214851 49 309426 *516590 53 369307 380101 Die neue deutsche Sozialpolitik muß den Arbeiter aus der Llnsicherheit seiner Existenz herausführen und ihm einen völlig gleichberechtigten Standort im Staate zu- weisen. Ich weih, daß dies nur gelingen kann, wenn man auch den Arbeitnehmer durchaus für voll nimmt, und wenn ihm die Rechte, auf die er wie jeder Staatsbürger Anspruch hat, nicht vorenthalten werden. Dabei kann nicht ein ZurücZgleiten in überwundene Sozialzustände des Liberalismus in Betracht kommen, sondern nur die äleberwindung von Kollektivismus und w i r t s ch a f t s f e i nd - lichem Klassenkampf, der Ausgleich der sozialen Spannungen in einer verbesserten sozialen Rechtsordnung. Der deutsche arbeitende Mensch der Leistung kann unmöglich Menschen eines Systems folgen, dessen gesamte 14jährige Arbeit der Rachkriegszeit eine einzige Fehlleistung wär. Deshalb: Richt den verführten gilt unser Kampf, sondern den Verführern. Die Worte meines Kameraden Duesterberg, des Hauptgründers der Stahlhelm-Selbsthilfe, n i e m a l s werde er seine Musketiere vor Vpern vergessen, mögen sie heute stehen, wo sie wollen, müssen von jedem echtem Frontsoldaten, der nicht verlernt hat, über Parteischranken hinweg auf das Ganze, auf das einigende Deutschland zu sehen, so begriffen werden. Der internationale Gedanke, der 14 Jahre das nationale Erwachen zu verhindern versuchte, weil er sich vor ihm fürchtete, ist infolge seines Versagens auf allen Gebieten in die Verteidigung gedrängt worden. Endgültig überwinden wird ihn die politische Tat der nationalen Kräfte. Berliner Kundgebung der nationalsoz'aliilislben Veiriebs- zellenorganisaiionen. Berlin, 23. Febr. (SU.) Am Sonntag fand in Berlin zum ersten Male ein Massenaufmarsch dec nationalsozialistischen Betrie b s- zellenorganisation, Gau Groß-Berlin, statt- Reben den Abordnungen aus den Betriebszellen waren die nationalsozialistischen Beamtenarbeitsgemeinschaften stark vertreten. Ein besonderes Gepräge erhielt der Aufmarsch durch die nach Tausenden zählenden Schutzpolizisten, die in Uniform mit Hakenkreuzarmbinden erschienen waren und Fahnen, die neben dem Hakenkreuz den Polizeistern tragen, mit sich führten. Rach kurzer Ruhepause begann der durch den Osten nach zwei Plätzen führende Demonstrationszug. Da Hierbei Straßen mit stark kommunistisch durchsetzter Bevölkerung berührt wurden, hatte die Polizei umfangreiche Sicherungen getroffen. Unterwegs keilte sich der Zug, der von Musikkapellen, begleitet war, in zwei Abteilungen, die nach mehrstündigem Marsche ihre Ziele, den Küstriner Platz und den Schleidenplah erreichten. Auf den Plätzen fanden Kundgebungen statt, bei denen der Gaubetriebszellenleiter Engel erklärte, daß durch piesen Marsch dem Straßen- bild ein völlig neues Bild gegeben worden sei. Reben dem Arbeiter und dem Angestellten habe man den Verwaltungsbeamten und den Polizeibeamten gesehen. Die nationalsozialistische De- triebszellenorganisation habe eine Stärke erreicht, vermöge der die Rationalsozialisten marxistische Generalstreiksdrohu^kgen nicht zu fürchten brauchten. Der Führer.der Berliner SA., Graf H e l l d o r f erklärte, ‘et sei der Einladung der Detriebszellenorganifation gefolgt, um mit feinem Erscheinen die enge Verbundenheit der deutschen Arbeiterschaft mit der nationalsozialistischen SA. zum Ausdruck zu bringen. Wenn er stolz darauf sei, SA.-Führer zu sein, so deshalb, weil er damit zugleich Arbeiterführer sei. Die deutschbewuhte Arbeiterschaft werde die SA. und SS. immer an ihrer Seite finden. In einigen Tagen werde sich das Schicksal Deutschland endgültig entscheiden. Rach b:m Wahltage würden die Rationalsozialisten die beutitoc Revolution vollenden. — Mit einem dreifachen Heil auf die nationalsozialistische Bewegung und Hitler und mit dem Gesang des Deutschlandliedes fanden die Kundgebungen ihren Abschluß. Zwischenfälle ereigneten sich nicht. Bauernhilfe. Staatssekretär v. Rohr über die landwirtschaftlichen Maßnahmen Stuttgart, 26. Febr. (ERD.) Auf der Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Hauptverbandes Württembergs sprach Staatssekretär von Rohr vom Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Maßnahmen der Reichsregierung für die bäuerliche Wirtschaft. Der Regierung der nationalen Konzentration müsse es gelingen, auch die wirtschaftliche Wende in Deutschland herbeizuführen. Wenn die bisherigen Ernährungsminister des Reiches trotz heißen Bemühens keinen Erfolg hatten, so lag das nicht an ihrer Persönlichkeit, sondern in volkswirtschaftlichen Irrtümern begründet. Wir leiben in Deutschland nicht an einer Ueberproduktion, sondern a n einer krankh aften Fehlprod u k tion und einem ungesunden Fehlkonsum, beide verursacht durch falsche Preisgestaltung. Von dem Hauptziel einer gerechten Preisgestaltung werden wir uns nicht ablenken lassen. Wir sehnen den Tag herbei, wo die Zeit der Subventionen ein Ende hat. Die Landwirtschaft will aus eigener Kraft heraus arbeiten und leben. Er müsse es ablehnen, die Rettung der Landwirtschaft auf dem Wege der Senkung der Landarbeiterlöhne zu juchen. Die Landarbeiterlöhne stünden ohnedies hinter den Löhnen der Industriearbeiter zurück. Wenn die Industrie rate, die Landwirtschaft solle die Produktionskosten senken, dann müsse die Landwirtschaft bei den aus der Industrie kommenden Lieferungen den Anfang machen. Morgen wird eine Verordnung herauskommen, wonach dem Bauern, der eine zusätzliche Arbeitskraft einstellt, ein Barbetrag ausbezahlt wird, der dem entspricht, was die öffentliche Hand sonst für den Arbeitslosen aufzuwenden hätte. Die Reichsregierung müsse vom Volk verlangen, daß es künftig Preise bezahlt, für die die Scholle ihre Produkte hergeben kann. Der Export soll sich auf Dinge legen, in denen ein Land eine natürliche Ueberlegenheit hat. Auf nächstem Wege müsse der Industrie für ihre verloren Gegangenen Exportmärkte ein ebenso guter, ja besserer innerdeutfcher Markt geschaffen werden. Die Weltmarktpreise würden für Deutschland die Aufgabe der deutfchen Lohn- und Arbeitsbedingungen bedeuten. Der Weg der Reichs- regierung, die Wirtschaft vom Lande her zu erneuern, ist richtig und wird zur Ueberwindung der Arbeitslosigkeit führen, Schwere Zusammenstöße in Hessen. Darmstadt, 26. Febr. (Lpd.) In Lindenfels im Odenwald gab es am Sonntag bei einem politischen Zusammenstoß zwischen Rationalsozialisten und deren Gegnern einen Toten, zwei Schwer- und einige Leichtverletzte. Um die Mittagszeit hatte in dem Ort eine Demonstration auswärtiger Rationalsozialisten stattgefunden, die unter polizeilichem Schutz in Ruhe verlief. Rachdem die Rationalsozialisten in verschiedenen Lokalen zu Mittag gegessen hatten, ging, Wie der Polizeibericht mitteilt, ein Trupp Rationalsozialisten in das hauptsächlich von Arbeitern bewohnte Viertel und machte sich daran, die dort hängenden Fahnen der Kommuni st en und derEiser- n e n Front herunterzureihen. Das bildet« den Anlaß zu einer Schlägerei mit Eisernen- Front-Leuten und Kommunisten. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde, nachdem man sich zunächst mit Steinen beworfen hatte, der 18jährige Christian Gröhmann aus Pfungstadt erstochen, der 17jährige Bohner aus Darmstadt erhielt mehrere Messer st iche, wovon einer die Lunge traf. Beide gehören der Hitlerjugend an. Der 42jährige verheiratete Maurer aus Lindenfels, der der Eisernen Front angehört, erhielt aus einer Scheintodpistole einen Schuh ins Gesicht, wodurch die Augen so verletzt wurden, dah die Gefahr des Erblindens besteht. Die Polizei verhaftete etwa zehn an dem Zusammenstoh Beteiligte. Der mit1 ziemlicher Wahrscheinlichkeit festgestellte Messerstecher ist flüchtig. • Bei einem Durchmarsch von 300 SA.-Leuten, der von Polizei gesichert war, wurden inGries- h e i m bei Darmstadt an einer Straßenecke zwei SA. - Leute durch Messer st iche eines Gegners verletzt. Die Polizei verhinderte einen schweren Zusammenstoh. Cs gelang ihr jedoch nicht, den Täter zu fassen, der in der gro- hcn Menschenansammlung verschwand. Auch die Durchsuchung eines Hauses, in das er angeblich geflüchtet sein sollte, verlief ergebnislos. * Weitere folgenschwere Zusammenstöße ereigneten sich während des Wochenendes in Berlin, Flens- bürg, Köln, Wuppertal, Neisse, Düsseldorf und Rostock. Insgesamt wurden dabei sieben Angehörige verschiedener politischer Richtungen getötet. Sottmann in Dortmund das Wort entzogen. Dortmund, 26. Febr. (CRB.) Auf einer Massenkundgebung der Sozialdemokraten sprach der frühere Reichsinnenmimster Sollmann, der scharfe Angriffe gegen die Reichsregierung richtete und dem schließlich von dem überwachenden P05 lizeibeamten das Wort entzogen wurde. Sollmann führte aus, dah seit einigen Wochen ein eiserner Vorhang über der inneren Politik liege. Wie das deutsche Volk gedankenlos in den Weltkrieg hineingeschlittert sei, so glitten jetzt Millionen gedankenlos in das Dritte Reich hinein. Die nationale Bewegung, die die Freiheit nach außen wolle, müsse das Ziel haben, alle Fronten, die innenpolitisch geschieden seien, zu einer gewaltige n»a uherpolitischenKampf- front zusammenzuschweihen. Der Sozialdemo- krat'.e sei es zu verdanken, daß es heute noch ein Deutsches Reich gebe. Auch die Befreiung und Deutscherhaltung des Rheinlandes sei eine große geschichtliche Freiheitstat der schwarz-rot-goldenen Republikaner. 500 C00 Sozialdemokraten lägen draußen in den Massengräbern. Im Andenken an diese Gefallenen müsse Protest dagegen erhoben werden, dah die Partei als Landesverräter be- Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident v. Hindenburg empfing den stellvertretenden Reichskommissar für die Osthilfe Ministerialdirektor Dr. Reichard und den Direktor der Bank für Industrieobligationen Dr. Boehkes zu einem gemeinsamen Vortrag über den Stand der landwirtschaftlichen Umschuldung im Osten und die damit in Verbindung stehenden Fragen der Osthilfe. * Der 5. Strafsenat des Reichsgerichts hat das vom 16. bis 23. Februar befristete Verbot des „Tempo" aufgehoben. Die Kosten fallen dem Freistaat Preuhen zur Last. * Durch den Deichspropagandaleiter der RSDAP., Dr. Goebbels, wird für Samtag, den4.März, eine Reichskundgebung der RSDAP. als „Tag des deutschen Erwachens" angekündigt. Am Vorabend der Reichstags- und Preuhenwahl werden die Rationalsozialisten in ganz Deutschland Demonstrations- und Fackelzüge veranstalten. Auf allen öffentlichen Plätzen sollen Riesenkundgebungen stattfinden, bei denen die Königsberger Rede des Reichskanzlers den Massen durch Lautsprecher vermittelt wird. • Der Generaldirektor der -bulgarischen Post, I w a n 0 f f, ist von einem Postbeamten, der im Zusammenhang mit den Sparmahnahmen beurlaubt worden war, mit dem Messer niedergestochen worden. Iwanoff ist seinen Verletzungen erlegen. Der Zustand des bei dem Attentat auf Roosevelt schwerverwundeten Bürgermeisters von Chi- kago, C e r m a k, ist Luherst kritisch. Mit Cermaks Aufkommen wird kaum mehr gerechnet. Während des ganzen Sonntagvormittags muhte ihm Sauerstoff zugeführt werden. Trotzdem hat sich der Blutandrang zur Lunge verstärkt. Aus oder Welt. Tagung des Gefamkausfchufses des Deutfchen Sängerbundes. Der Gesamtausschuß des Deutschen Sängerbundes hielt in Goslar eine Tagung ab. Es waren etwa 60 Vertreter des Deutschen Sängerbundes aus dem gesamten deutschen Bundesgebiet sowie aus Oesterreich, dem Sudetenland und Siebenbürgen anwesend. Die Beratung galt zunächst der Vorbereitung des Deutschen Sängertages, der am 26. April in Dortmund abgehalten wird, hierzu werden etwa 300 Vertreter aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. U. a. sollen auf dieser Tagung der Vorstand sowie sämtliche Ausschüsse neu gewählt werden. Der Ausschuß besprach dann das sinanzielle Ergebnis des XI. Deutschen Sängerbundessestes im Juli 1932 in Frankfurt a. M. Die Abrechnung über dieses Fest schließt mit einem Ueberschuß von 157 250 Mark ab. Dieses Ergebnis des Sängerbundesfestes ist als ein außerordentlicher Erfolg des Deutschen Sängerbundes zu bezeichnen, der insbesondere auf die Arbeit des Vorsitzenden des Festausschusses, Rechtsanwalt Dr. H e r r m a n n, Frankfurt, zurückzuführen ist. Der Gesamtausschuß beriet sodann die Jahresabrechnung für 1932 und den Iahreshaushaltsplan für 1933. Beide Rechnungen wurden nach eingehender Aussprache genehmigt und dem Deutfchen Sängerbundestag in Dortmund zur Genehmigung oorgefchlagen. Oer Haushaltsvoranschlag des Kreises Büdingen. * Büdingen, 26. Febr. Am kommenden Samstag wird sich der Kreistag mit der Beratung des Haushaltsvoranschlags des Kreises Büdingen für das Rechnungsjahr 1933 beschäftigen. Der Voranschlag schließt nach dem Beschluß des Kreisausschusses insgesamt mit 523 160,62 Mark (im Vorjahr 519 156,51 Mark) ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 428 300 Mark (436 170 Mk.), auf die Vermögensrechnung 94 860,62 Mark (82 986,51 Mark). Durch Kreis ft euern find 180 000 Mark (185 500 Mark) aufzubringen. Der Sondervoranfchlag des Kreiswohlfahrtsamtes und Kreisjugendamts schließt wie folgt ab: in Ausgabe mit 222 356,73 Mark, in Einnahme 93 308,40 Mark, so daß aus allgemeinen Mitteln des Kreises 129 048,33 Mark zu decken find. Der Sondervoranfchlag des Krerskinderheims Bingenheim schließt in Einnahme und Ausgabe mit 24 700 Mark (26 639 Mark) ab. Nach der Vermögensübersicht beziffert sich das Vermögen des Kreises auf 108 916,53 Mark, die Summe der Schulden beläuft sich auf 50 743,25 Mk. Nach dem Derwaltungsbericht über das Rj. 1931 schließt die Rechnung von 1931 wie folgt ab: Einnahmen 494 650,16 Mark, Ausgaben 400 633,54 Mk., mithin ein Ueberschuß von 93 981,62 Mark. Besonders bemerkenswert ist, daß die Kreissteuern im Verlaufe der letzten 5 Jahre von 235 000 Mark auf 180 000 Mark gesenkt und gleichzeitig die Schulden des Kreises von 115 000 Mark bis auf 50 000 Mark getilgt wurden. Diese Leistung des Steuerabbaues und der Schuldentilgung wurde ermöglicht unter voller Aufrechterhaltung der sozialen Fürsorge des Kreises, die mit 130 000 Mark unverändert geblieben ist. Mit diesem Ergebnis ihrer Arbeit können die Kreisverwaltung und der Kreistag vor der öffentlichen Kritik durchaus bestehen. politische Schlägereien in Hungen. * Hungen, 27. Febr. Gestern nachmittag kam es hier bei Umzügen von Formationen der SÄ. und Organisationen des Reichsbanners zu Schlägereien, bei denen drei Reichs bannerleute und zwei SA.-Leute leicht verletzt wurden. Dem Eingreifen der Polizei, die mit Kommandos aus Gießen und aus Butzbach vertreten war, gelang es, die tätlichen Auseinandersetzungen rasch zu beendigen, so daß die Zusammenstöße eng begrenzt blieben. Aus der Vrovinzialhauptflaot. Oie Wetterau in der älteren deutschen Geschichte. Am Freitag veranstaltete bqr Oberhessische Geschichtsverein im Hörsaal des kunstw'.ss.nschaft.ichen Inst tats feinen dritten Vortragsabend dieses Winters. Zunächst begrüßte der Vereinsvorsitzende, Dibliotheksdirektor Prof. Dr. Ebel, die zahlreichen Zuhörer und erstattete Bericht über die in der Mitgliederversammlung im Rovember vorigen Jahres angekündigte Rechnungsprüfung, die inzwischen von zwei Der- einsmitgliedern durchgeführt worden war. Die Rechnung wurde richtig befunden. Dem Rechner war bereits im Rovember Entlastung erteilt worden. Rach Erlcd gung d'eser geschäftlichen Angelegenheit nahm der Vertreter der mittelalterlichen Geschichte an der hiesigen Landesuniversität, Prof. Dr. Theodor Mayer, das Wort. Er erläuterte an Hand zahlreicher Kartenskizzen, die zum größten Teil in der Anstalt für hessische Landesforschung der Universität gezeichnet worden waren, die Stellung der Wette rau in der älteren deutschen Geschichte und führte etwa folgendes aus: Die Wetterau gehört zu den ältestbesiedelten Gebieten Deutschlands. Schon im Vollneolithikum, etwa 3000 Jahre vor Christi Geburt, finden wir hier eine zahlreiche seßhafte Bevölkerung, die unser Gebiet auch niemals wieder vollständig verlassen hat. Gewiß ist die alteinheimische Unterschicht im Laufe der geschichtlichen Entwicklung immer wieder von Herrenschichten überlagert worden, im übrigen aber ist gerade in jener älnterschicht eine gewisse Deständig'ceit der Bevölkerung festzustellen, die alle geschichtlichen Wandlungen überdauerte. Dies gilt sowohl für die Römerzeit, als die Eroberer die immer waldfreie Wetterau wegen ihrer Fruchtbarkeit in ihre Besahungszone einbezogen, und durch den Limes sicherten, der bis an die waldreichen Derg- landschaften des Taunus und Vogelsberges her- anreicht, wie auch für die Völkerwanderungszeit, als die Germanen den Limes überranten. Sie zerstörten nicht etwa, tote ältere Forscher an- nahmen, die römische Kultur, um dann in jahrhundertelanger Entwicklung eine von Grund auf eigene Kultur neu aufzubauen, sondern übernahmen das Erbe der Römer großenteils unverändert und entwickelten es allmählich weiter. Dabei ging das ehemals in römischer Militärverwaltung befindliche Gebiet, das zweifellos einen großen Teil der Wetterau umfaßte, als Reichsgut zunächst unmittelbar an die fränkischen Könige über. Daneben aber gab es doch auch noch viel freies bäuerliches Kulturland, das hauptsächlich von der alteinheimischen Bevölkerung besiedelt war und nicht zum Reichsgut hinzugefügt wurde. Aus den weiteren Ausführungen des Vortra- genven ergab sich immer wieder die ausfallende Tatsache, dah die Wetterau eigentlich nie Subjekt, vielmehr stets Objekt oer Geschichte gewesen ist und zwar zunächst wirtschaftlich. Im früheren Mittelalter blieb unser Gebiet nicht nur fast frei von Burgen, sondern auch von Städten, und was später hier an solchen entstand, war doch bis auf wenige Ausnahmen, wie vor allem Friedberg. nicht in der Lage, sich aus eigenen Mitteln zu erhalten, sondern durchaus abhängig von Frankfurt, indem die heimatlichen Gewerbe für die reichen Frankfurter Handelsherren arbeiteten. So bildete Frankfurt stets den eigentlichen toirt- schaftlichen Mittelpunkt der Wetterau, was sich' auch an anderen Dingen, wie z. D. dem Zuzug von Reubürgern nach diesem Handelsplatz, der hauptsächlich von der Wetterau her erfolgte, zeigt. Kirchlich gehörte sie zum Erzbistum Mainz. Ur- sprünglich hatte freilich nicht Mainz, sondern Worms die Vormachtstellung. Erst Bonifatius erhob Mainz zum Vorort, indem er es zur Ausfallspforte sowohl für die Heidenmission im Rord- osten, als auch für das langsame Vorschieben der fränkischen Reichsgrenze in sächsisches und slawisches Gebiet machte, wie es schon einmal zur Zeit der Römer eine der Ausfallspforten für die Eroberung Germaniens gewesen ist. Wie auf dem wirtschaftlichen, so war es auch auf dem politischen Gebiete. Es ist eine immer deutlicher werdende Erkenntnis, dah ursprünglich nicht das altbesiedelte Gebiet, sondern das weniger dicht und jünger besiedelte Kolonialland der Träger der territorialstaatlichen Entwicklung im modernen Sinne gewesen ist. So war es im deutschen Osten, wo z. B. Oesterreich und später Brandenburg zu politischer Führerstellung ernpor- wuchsen, so war es auch im Hessenland. Die Wetterau selbst war im späteren Mittelalter und bis weit in die Reuzeit hinein außerordentlich stark zersplittert. Die einzigen, die einen größeren Staat auf territorialer Grundlage hätten bilden können, waren die Grafen von Solms, die ihre I Kräfte jedoch selber durch zahlreiche Gebietsteilungen unter die einzelnen Linien ihres Geschlechtes zersplitterten, und dadurch zu größerer Staatenbiwung unfähig wurden. So blieb eS einer von außen hereingreifenden Macht, den Landgrafen von Hessen, Vorbehalten, erst im 19. Jahrhundert die staatliche Einigung der Wetterau herbeizuführen. Sie hatten sich seit dem 13. Jahrhundert in dem althessischen Gebiet um Kassel und Marburg in jahrhundertelangen Kämpfen namentlich mit Mainz ein Territorium geschaffen und rückten dann von hier aus langsam nach Süden vor, die Wetterau schließlich von drei Seiten umfassend. So war es kein Wunder, dah auch dieses Gebiet selber mehr und mehr unter, hessische Herrschaft geriet und schließlich völlig im Territorium der Landgrafen aufging. Zuletzt streifte der Redner noch kurz die Frage, was wohl aus der Wetterau geworden wäre, wenn man im Mittelalter Frankfurt, das sich zweifellos von allen Reichsstädten am besten dazu eignete, zur deutschen^ Reichshauptstadt hätte machen können, und er beendete seinen Vortrag mit einem Hinweis auf die Wichtigkeit der Beschäftigung mit der Landeskunde, wie sie seit einer Reih« von Jahren an der UniDerfitat betrieben wird und der er feine Erkenntnisse auf dem Gebiete der wetterauischen Geschichte im wesentlichen verdanke. Herzliche Dankesworte für die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen lehrreichen Ausführungen des Dereinsvorsitzenden an den Redner be* schloffen die Veranstaltung. VOA.-Pfingstsahrt 1933. Die diesjährige Pfingstfahrt des VDA. geht nach Klagenfurt im Kärntnerland. Es wird — wie man uns schreibt — ein deutsches Pfingstfest werden, das an denen der vergangenen Jahre (Elbing, Aachen, Gmunden, Goslar. Hirschberg, Kufstein uff.) nicht nacystehen wird, das vielmehr seine ganz besondere Rote haben wird. Zum erstenmal tagen die vielen Tausende des VDA. unmittelbar an der Volksgrenze im Süden, dort, wo mit den Karawanken wirklich Deutschland zu Ende ist: sie tagen in der Hauptstadt desjenigen Alpenlandes, dessen Menschen sich durch den Freiheits- und Abstimmungskampf um Südkärnten den Dank Gesamtdeutschlands erworben haben, in dem Lande der majestätischen Hohen Tauern, aber auch der lieblichen Seen und JJluen, in dem Lande lied- und farbenfroher deutscher Menschen. Die Fahrt wird voraussichtlich nicht so teuer kommen, wie die Ostpreuhenfahrt im letzten Jahre: die Entfernung ist nicht ganz so weit, die Verpflegung ist infolge unserer guten Valuta billiger. Für Eisenbahnfahrt hin und zurück, Festbeitrag, drei Tage Massenquartier und Verpflegung usw. müssen für Jugendliche etwa 60 Mark gerechnet werden. Bei einer Beteiligung von mindestens 300 Personen in Hessen kann man einen Sonderzug bekommen, wodurch sich der Preis auf etwa 55 Mark verbilligen kann. Für eine fünf- bis sechstägige Wanderung in den Alpen muh man mit 20 bis 30 Mark rechnen. Jugendliche müssen jedenfalls mit 75 bis 80 Mark unbedingt auskommen können. Das Kultusministerium hat jetzt schon Lehrern und Schülern, die Kärnten durchwandern wollen, eine Verlängerung der Pfingstferien um sechs Tage in Aussicht gestellt. Schüler und Schülerinnen, die teilzunehmen gedenken, wenden sich an ihren Schulgruppenleiter: Erwachsene und Jugendliche, die die Schule nicht mehr besuchen, möglichst bald an Herrn Studienrat Dr. König, Gießen, Senckenbergstraße 25. »Wahlversammlung der Eisernen Krönt. In der Turnhalle cm O.Waldsgarten fand am Spätnachmittag des Samstags eine Wahlkundgebung der Eisernen Front statt. Als Redner erwartete man Philipp Scheidemann, der aber nicht erscheinen konnte, da er, wie der Versammlungsleiter eingangs bemerkte, an Grippe erkrankt sei. An seiner Stelle sprach Oberregierungsrat Ritzel, Gießen. Der Redner wies zunächst darauf hin, dah er aus eigener Anschauung nicht soviel berichten könne, wie Scheidemann es zweiiellos gekonnt hätte der in den Jahren nach 1918 unmittelbar an der Entwicklung der Dinge beteiligt gewesen sei. Scheidemann und Ebert, inbesondere letzterer, seien diejenigen gewesen, die beim Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 dafür gesorgt hätten, daß die Ruhe und Ordnung erhalten geblieben sei und sich die Reuordnung des Reiches im wesentlichen ruhig habe vollziehen können. Das habe man leider nur allzu schnell vergessen. Man müsse daran erinnern, daß gerade Ebert in dieser Zeit niemals Parteiziele und Parteiinteressen in den Vordergrund gestellt, sondern unbeeinflußt dem ganzen Volke gedient habe. Reichspräsident von Hindenburg habe damals selbst gesagt, daß Ebert als Sozialist durchaus national gewesen sei und dementsprechend gehandelt habe. In feinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit einer Reih« von Veröffentlichungen der RSDAP. und wies im Zusammenhang damit aus verschiedene Gegensätzlichkeiten hin. Der Herr Reichskanzler Adolf Hitler "acht, den halten, erst un ll9ung der Del- " sich leit dem cheii Gebiet um rhundertelangen ein Territorium er aus langsam schließlich von i kein Wunder, lehr und mehr und schließlich zrafen ausging, iurz die Frage, Morden wäre, nliutl, das sich ' am besten dazu Hauptstadt hätte : leinen "Lvrtrag chtigteit der De- de, toie sie seit der Universität -ine Erkenntnisse aischen Geschichte ie mit lebhaftem chen Aussührun» den Seiner be- 1933. des DLL gehl erlaub. Es wird eulfches Pfingst- er vergangenen innd-n, Gvstar, naqstehen wird, bete Sole haben vielen Tausende : Iolksgrenze im catoanien wirklich ien in der Haupt- dessen Menschen ilbstiminungskampf !esamtdeutschlands der majestätischen t lieblichen Leen und farbenfroher ich nicht s° teuer t im letzten 2ahre. so weit, die Ser- n Valuta billiger, irüd, Zeltbeitras, Verpflegung ulw. ) Mark gerecht . von mindestens in einen Sonder' . Preis auf etwa r eine fünf* ^ Men muß man ugendliche musen i unbedingt aus- estt schon Lehrern chwandem vol^. Serien mA Renten * IN den S1n;c ten. daß < rjj die d°" 8«i»^a&Sbct 7K-“ he. k$4)äftig‘; hrunge" 1 folgt ah. Kl -StzL '9 die (5*u[?u* ufsooNL ,6euerobbQUK glicht L ««n.L « r *' »if 'k,t offen». "Stingen. Sä Sn ^«ommanbos » W,ar- gelang .""sch ju be- 3e en9 begrenzt Herbert Leup 0 ld (Breslau), der Sieger im Id-Kilometer-Laus, am Ziel. Aas W OBERS die 3/s Pf£-Zigarette, bei der nach, teurerJiarkendrt sichcMiC.de mit A ROMA paart Di älteste Tochter des Kaisers von Japan. P r t n zessin Teru, genießt bei den ohnehin linder lieben Japanern eine ganz besondere Beliebchc 1 Da sie stets die alt'apanische Tracht trägt, bedeutet dieses Kind für die Bewohner des Inselreichs gleich sam ein Symbol für die alte Kultur ihrer Heirnal, die sie den europäischen Kulturerzeugnissen mit großem Selbstbewußtsein entgegensetzen. Wir haben nicht nur den Namen OBERST in die 3% Pfg Preislage über- nommen,sondern diese Zigarette auch mit einer Mischung ausgestattet, wie sie früher nur für teure Marken üblich war.Damit führten wir den (S^p der zugleich milden und aromatischen Geschmacksrichtung ins Reich der 3X3 Pfennig- Zigarette ein.cHit ungewöhnlichem Erfolg, wie sich jetzt zeigt/? Heute werden nicht weniger als 3 mal soviel OBERST geraucht- wie noch vor einemjahr! ^gemacht! OBERST, Gießener Motorradfahrer beim Titisee-Eisrennen erfolgreich. In der Klasie der Ausweisfahrer konnte der Gießener Resch auf BMW alle seine Konkurrenten schlagen. Er kam als einziger unter neun Minuten über die vorgeschriebenen fünf Runden. Kurze Sportnotizen. Bei den Spielen um die süddeutsche Hand- i ballmeiiterschaft hat in der Abteilung West der SB. I Frankfurter Schl achtviel) markt. Frankfurt a. M., 27. Febr. Auftrieb Rinder 1447 Stück, darunter 391 Ochsen, 1L8 Dullen, 470 Kühe, 416 Färsen: Kälber 567; Schafe 59; Schweine 5156 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgcmästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 26 bis 29, ältere 23 bis 25, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 22; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24; Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 22 bis 25, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 19 bis 21, fleischige 16 bis 18, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 27 bis 30, vollfleischige 24 bis 26, fleischige 21 bis 23 Mark. Kälber. Destc Mast- und Saugkälber 35 bis 39, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29. Schweine. Dollfleischige Schweine von 240 bis 300 Pfund 39 bis 41, von 200 bis 240 Pfund 38 bis 41, von 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 33 bis 36 Mark. Marltverlauf: Rinder ruhig, lieberstand; Kälber und Schafe mittelmäßig. Schweine schleppend, äleberstand. Wettervoraussage. Der hohe Druck über dem Festland hat standgehalten. so daß die westliche Störung zunächst noch keinen bedeutenden Einfluß bei uns gewinnt. Der gegenwärtige Witterungscharakter bleibt also vorläufig erhalten. Es treten verbreitete Nachtfröste auf, doch nehmen die Temperaturen am Tage weiter zu. denn wie aus den Flugzeugaufstiegen zu erkennen ist, wird in der Höhe Warmluft vorgeschoben. Hierdurch dürfte es auch zeitweise zu Dunstbildungen oder zum Aufzug hoher Bewölkung kommen. Aussichten für Dienstag: Noch aufheiternd. zeitweise auch dunstig und bewölkt, tagsüber zunehmende Erwärmung, nachts weiterhin Frost, trocken. Lufttemperaturen. Am 26. Februar, mittags: 3,7 Grad Cels., abends: minus 1,5 Grad Celf.; am 27. Februar, morgens: minus 5,3 Grad Cels. Maximum: 3,7 Grad Cels., Minimum: minus 7,6 Grad Cels. Sonnenscheindauer: 71/* Stunden. Wirtschaft. Berlin widerstandsfähig. Berlin, 27. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die letzte Woche vor den Wahlen begann bei sehr ruhigem Geschäft und unverändert wider st andsfähiger Haltung. Dies ist um so beachtlicher, als die Ausdehnung der Bankenkrise in Amerika und die sehr schwache Reuyorker Samstagbörse an sich verstimmen muhten. Trotzdem kam seitens des deutschen Publikums kaum Material heraus, so dah die Dörse selbst fast das ganze Geschäft bestreiten muhte. Demgemäh waren die Abweichungen nach beiden Seiten in der Regel auf Druchteile eines Prozentes beschränkt; lediglich in Spezialwerten bemerkte man größere Deränderungen. Die Dollzeichnung der neuen Bayernanleihe, sowie der günstige Reichsbankausweis für die dritte Februarwoche regten etwas an. Durch freundliche Eröffnung und Kursgewinne bis zu 3 Proz. fielen Bemoerg, Bremer Wolle, Stolberger Zink, Riederlausiher Kohle, Contigummi und Schubert & Salzer auf. Bei letztere» regte der gute Abschluß und die lOprozentige Dividende an. Anderseits waren BMW., Orenstein & Koppel, Leopoldgrube, Siemens, Akkumulatorenfabrik, Reichsbank. Salzdetfurth und im Freiverkehr Wintershall im gleichen Ausmaße gedrückt. Hier handelt es sich meist um Rückschläge nach den letzten Steigerungen. 2km Derlaufe blieb die Amfatztätigkeit klein, und die Kursveränderungen hielten sich in engen Grenzen. Rur Kunstseideaktien fielen durch Becluste bis zu zwei Prozent gegen den Anfang auf. Anderseits waren einige Montanpapiere etwas freundlicher veranlagt. Deutsche Anleihen blieben gehalten. Dariable 2kndustricobligationen hatten ebenfalls nur ganz geringfügige Veränderungen aufzuweisen. Reichsbahnvorzugsaktien blieben gut behauptet. Am Markte der Reichsschuldbuchforderungen wurde etwa zu den letzten Samstagkursen gehandelt. Am Markte der Goldpfandbriefc hörte man teilweise bis zu 0,50 Prozent schwächere Kurse. Für die Emissionen der Preußischen Landespfandbriefan» stalt lag wieder Rachsrage vor, fo daß sich hier Gewinne ergaben. Bon Ausländern verloren Bosnier 0,76 Prozent. Am Geldmarkt setzte sich zum Ultimo auch in den Sähen eine kleine Versteifung vor, doch ist die Situation nicht als übermäßig angespannt zu bezeichnen. Tagcsgeld stellte sich an der unteren Grenze aus 4,53 bzw. 4,65. Privatdiskonten waren weiter eher angeboten, während in Deichs- Wechseln per 24. Mai und Reichsschatzanweisun- gen per 16. Oktober kaum Geschäft war. Frankfurt ftill, aber widerstandsfähig. Frankfurt a. M., 27. Februar. (WTB. Drahtmeldung.) Die erste Börse zu Beginn der neuen Woche verzeichnete infolge des herrschenden Ordermangels wiederum nur stillstes Geschäft, zumal es auch an besonderen Anregungen fehlte. Der Erholung der kontinentalen Wochenschlußbörse stand als hemmend die weitere Ausdehnung der amerikanischen Bankenkrise und der erneute Kurseinbruch Wall- streets gegenüber, doch blieb letzteres auf die Kurs"Wegen Zechbetrügereien verhaf- t e t wurde gestern morgen der 28 Jahre alte Kaufmann Johann H e i g l aus Köln. Er hatte in mehreren Wirtschaften gezecht, ohne im Besitz von Barmitteln zu sein. Als es ans Pezahlen ging, markierte er den Verlust seiner Brieftasche und entfernte sich unter dem Vorwand, er habe die Brieftasche in einem vorher besuchten Lokal liegen lassen und wolle sie holen, um seine Zeche zu bezahlen; er kam natürlich nicht wieder. Der Verhaftete wird dem Amtsgericht vorgeführt. ** Staatsbürgerobend des Jung- deutschen Ordens. Dieser Tage hielt — wie man uns berichtet — die Bruderschaft Gießen des Iungdeutfchen Ordens einen gutbesuchten Staatsbürgerabend ab, in dessen Rahmen Bruder Fr. Baumann-Gießen über seine Ostpreußenfahrt und seinen Besuch bei einem Primitiv-Siedler berichtete. Der Redner führte die Versammelten anhand guter Lichtbilder zu den Baudenkmälern Ostpreußens. Dabei ging er besonders auf die unsinnige Grenzziehung an der Weichsel ein. Schöne Naturaufnahmen zeigten ferner die Eigenart der ost- preußischen Landschaft. Sodann ging der Vortragende auf die Siedlung ein. Er sprach zunächst von der bisherigen Art der Siedlung, die er „privat- wirtschastlich" nannte. Das besondere Kennzeichen dieser Ansiedlungsart sei, daß sie stets von privat- wirtschaftlichen Gesellschaften in Angriff genommen wurde. Daraus ergebe sich, daß es dabei auf „Verdienen" irgendeiner Seite ankomme. Dadurch würden die Lasten aber für den Siedler zu hoch. Zum Beginn einer Siedlung gehöre Kapital, und zwar gegenwärtig etwa 3000 Mark. Siedlung sei ein rein habe bavon gesprochen, ßatz er den Marxismus vernichten wolle. Der Marxismus fei aber eine geistige, soziale, wirtschaftliche und außerdem eine glauÄnsbestimmte Deweguna, die nur dann aus- zurotten wäre, wenn man ihre Träger vernichte. Die Marxisten, deren es in Deutschland 13 Millionen gebe, würden sich aber nicht so ohne weiteres vern chten lassen. Oberregierungsrat Ritzel sprach dann von der Revolution im Jahre 1918 und dem Verhalten der Sozialdemokratie in jener Zeit, er ging weiter auf das Verhältnis des Arbeiters zum Staat in der Dergangenheit und in der Gegenwart ein, kennzc:chnete den Zwiespalt, der in der Arbeiterschaft herrsche und schilderte die Formen des Klassenkampfes in den emeinhalb Jahrzehnten nach dem Kriege. Die Wahl am 5. März werde zeigen, daß sich das Volk gegen die jetzige Regierung entscheide. Der Herr Reichskanzler habe einen Dierjahres- plan angesagt, von dem Inhalt des Planes habe man aber iwch nichts gehört. Seit dem 30. 3a- nuar sei noch nichts geschehen, was den bisherigen Versprechungen gerecht werde. Erneut erweise sich did Unterschiedlichkeit zwischen Theorie und Praxis. Der Marxismus werde mit der Einheit der Arbeiterklasse antworten, und der Arbeiter werde nicht eher ruhen, bis er sich wieder seine Rechte zurückgewonnen habe. (Lebhafter Beifall.) Die Versammlung nahm einen ruhigen Verlauf. Der ursprünglich angesagte Werbemarsch der Eisernen Front fiel aus. Generalversammlung des ZdA. Dieser Tage hielt — wie man uns berichtet — die hiesige. Ortsgruppe des Zentralverbandes der Angestellten ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab, die gut besucht war. Der Borfttzende gab einen eingehenden Bericht über die Geschäftstätigkeit während des abgelaufenen Jahres und wies in seinen Ausführungen daraus hin, daß trotz aller wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten die Organisation gefestigt dastehe und es im abgelaufenen Jahre ermöglichen konnte, ihren Mitgliedern einen starken Rückhalt zu bieten. Wenn auch durch die starke Arbeitslosigkeit fast siebzig Mitglieder der Ortsgruppe aus dem Produktionsprozeß ausgeschaltet seien, so hätten sie doch unvermindertes Interesse an dem Organisationsleben an den Tag gelegt. Das zeige insbesondere auch die Besetzung der in diesem Jahre veranstalteten Fortbildungs- und Schulungskurse. Gegenwärtig laufen Kurse für englischen Sprachunterricht, Stenographie für Anfänger und für Fortgeschrittene, für Plakatschrift und Reklamewesen, sowie eine Arbeitsgemeinschaft. »Wie lieft man den Handelsteil in einer Zeitung?". Außerdem biete der Verband etwa 40 jugendlichen Mitgliedern die Möglichkeit, durch Teilnahme an einer UebungSfirma auch auf beruflichem Gebiete auf dem Lausenden zu bleiben und darüber hinaus Kenntnisse zu erwerben, die ihnen sonst im Betriebe nicht vermittelt werden könnten. 3n arbeitsrechtlicher Beziehung sei der Verband trotz aller Schwierigkeiten auch wieder mit Erfolg tätig gewesen und habe in mehr als 40 Klagen eine namhafte Summe an Tarif» und lleberstundennachzahlung für seine Mitglieder erstatten. Aber auch die llnterstühungseinrichtun- gen des Verbandes konnten dazu beitragen, das Los der arbeitslosen Kollegen etwas zu mildern. So habe die Ortsgruppe Gießen allein an hiesige Mi^lieder den Betrag von 1417,95 Mk. an Stelle nlosen-llntecstützung ausgezahlt. Wie sehr die llnterstühungseinrichtungen des Gesamtverbandes infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse im Laufe der 3ahre in Anspruch genommen worden feien, gehe daraus hervor, daß im 3ahre 1927 4752 llnterstützungsanträge genehmigt wurden, während es im 3ahre 1932 deren etwa 22 000 gewesen seien. 3m Jahre 1927 betrug die ausgezahlte Stellenlosen - Unterftütjung 267 000 Mark; infolge der steigenden Arbeitslosigkeit auch unter den kaufmännischen Angestellten zahlte der Verband im 3ahre 1932 etwa 1,5 Millionen für Unterstützungen aus. Der vom Kassierer gegebene Kassenbericht zeigte, daß die Organisation auf einer gesunden Grundlage aufgebaut ist und mit Ruhe den kommenden Verhältnissen entgegensehen kann. Nachdem dem Vorstand das Vertrauen ausgesprochen und er einstimmig wiedergewählt war, legte der Gauleiter Meyer die augenblicklichen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in einem eingehenden Vortrag dar. Seine Ausführungen Hangen darin aus, daß trotz der düsteren Aussicht für die Zukunft es der Organisation nicht bange zu sein brauche, sondern im Gegenteil jetzt die Einheitsfront der Arbeitnehmer ausgebaut werden müsse. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Stadt» theater: 20.15 bis nach 22.30 Uhr: großes Zirkus- Kabarett. — Gießener Lesehalleverein: 18.15 Uhr. ilniversitätsbibliothek, ordentliche Mitgliederoerfamm- lung. — Cafö Leib: 20.11 Uhr, Rofenmontagskonzert des Musikkorps I./15. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Kampf um Blor^". Waldhof die Vorrunde ungeschlagen beendet. Er besitzt die beste Aussicht, in die Kämpfe um die Deutsche. Meisterschaft zu kommen. * E i n neuer Protest ist beim Deutschen Eislaufverband um das Endspiel der deutschen Eis- Hockeymeisterschaft eingelaufen. Der SC. Rießersee protestiert gegen die Neuansetzung des Endspiels mit der Begründung, daß das umstrittene Siegestor rechtsmäßig erzielt worden fei. gestaltung am hiesigen Markt ohne Einfluß. Lediglich die Zurückhaltung hat sich verstärkt. Im Hinblick auf das demnächst wirksam werdende Arbeitsbeschaf- fungsprogramni der Reichsregierung, von dem man sich eine wesentliche Belebung für die Wirtschaft verspricht, erhielt sich bei der Kulisse trotz der wnst noch unklaren politischen Verhältnisse starke Zuversicht. Die Kursfestsetzung gestaltete sich sehr schleppend. Im Vergleich mit dem Wochenschluh zeigte das Kursniveau jedoch nur geringe Veränderungen, und die Tendenz konnte man als widerstandsfähig ansprechen. Am Chemiemarkt lagen IG. und Rütgerswerke 0,13 v. H niedriger, aber Scheideanstalt 0,75 v. H. höher. Von Elektrowerten gaben AEG. 0,13 v. H. nach, Siemens blieben zu 137 o. H. unverändert. Kunstseideaktien lagen uneinheitlich. Während Bemberg 0,75 v. H. höher eröffneten, später aber wieder auf 40 o. H. zurückgingen, lagen Aku schon zu Anfang 0,25 v. H. niedriger. Am Montanmarkt tarnen Buderus unverändert, Phönix 0,25 v. H. höher zur Notiz. Zement Heidelberg lagen 0,50 o. H. schwächer. Auf den übrigen Marktgebieten stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Am Rentenmarkt tendierten Altbesih 0,40, Neubesih etwa 0,13 o. H. fester, während Reichsschuldbuchforderungen nach behauptetem Beginn spä- ter 0,25 v. H. nachließen. Relativ fest tendierten Reichsbahnvorzugsaktien mit plus 0 65 o. H. Gold- pfanbbriefe gaben meist von 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Auch Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen lagen bis zu 0,75 v. H. schwächer. Staatsrenten, Stadtanleihen und Industrieobligationen waren infolge der Geschäftsstille kaum verändert. Don Auslandrenten gaben Anatolier 0,13 v. H. nach, Im Verlaufe war das Geschäft vorübergehend etwas belebter, und die Kurse zogen von 0,13 bis 0,25 o. H. an. Etwas mehr beachtet waren AEG., die 1 v. H. gewannen. Tagesgeld war zu 4,50 o. H. infolge des Ultimos stark gesucht. volkspolitisches Problem, sie dürfe nicht in den Händen privater Organisationen liegen, sondern gehöre in die Verwaltung des Staates. Charakteristisch für den jungdeutschen Siedlungswillen sei ein Aufruf Elerts, des Vorkämpfers für Primitivsiedlung, an seine Altersgenossen im Reich. Er weise hin aus die Pflicht der jungen Generation, den deutschen Osten gegen die Angriffe des Polentums zu sichern. Der deutsche Raum sei nicht durch leicht zerstörbare Festungen zu verteidigen, sondern nur durch die Macht des bodenverbundenen Blutes. Es sei klar, daß zu dem Entschluß zur Primitiosiedlung sehr viel mehr Idealismus und Entsagung gehöre, als zur bisherigen Art der Siedlung. Zur Vorbereitung einer solchen Tat sei eine eingehende Gemeinschaftsschulung notwendig, wie sie in der hündischen Bewegung geübt werde. Dort werde der junge Mensch dazu enogen, Idealismus über Materialismus zu stellen. Abschließend schilderte der Vortragende die Art des Vorgehens der ersten Primitivsiedler in Ostpreußen und deren bisherigen Erfolge, die die Durchführbarkeit der Primitiosiedlung bewiesen hätten An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. WALDORF ASTORIA C • M • B • H MÜNCHEN Wie sie ihn bezwang Originalroman von 3 Schneider-Ioerstl. Urheberrechtsschutz: Verlag D. Meister, Werdau t. L. Ö. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Er legte die Serviette zur Seite und strich langsam über den Rücken ihrer Hand. „Das war ein schlimmer Tag, nicht? — Der Pfarrer hot überlange gesprochen und dann all die Toaste. Nun sind wir beide müde. Oder hall du noch Wunsche, Kind?" Sie nickte: „Ich dürste noch so sehr!" „Nach was?" Die Frage tauchte ihr Gesicht in Flammen. „Wollen wir gehen, Jörg?" Er erhob sich sofort. Bon den Nachbartischen wandten sich ihnen die Blicke zu. Merlins hoch- gewachsene Gestalt erregte überall, wo er sich auch Ä, Aufsehen. Stephanies silberdurchwebtes dklcid flatterte wie ein Mondstrahl vor ihm durch die vom Boy zurückgehaltene Tür. Im ersten Stock hielt Hans Jörg den Etagenkellner fest: „Bringen Sie noch etwas Selters und Fruchlsaft aus das Zimmer--und etwas Backwerk", setzte er hinzu. In dem luxuriös möblierten Raum, der an das Schlafzimmer stieß, flammte der Lüster auf. Als es klopfte, ging Merlin selbst zur Tür, nahm dem Ober das Tablett ab und trug es an den Tisch. Er entkorkte die Flasche und goß den geschlissenen Becher voll. „Trink, mein Liebes!" Als er sah, wie ihre 5)anb zitterte, rückten seine Brauen schmerzhaft zusammen. „Ich kann auch hier draußen auf dem Diwan schlafen, wenn ich dir solche Furcht einflöße." „Ich bin nur müde!" sagte sie kaum vernehmlich. Ihr blondes Haar flimmerte im Schein des Lüsters auf und sprühte rötliche fünfen. Er fuhr mit sachten Fingern darüber und meinte nachdenklich: „Daß dos nun olles mir gehören soll ? — Deine Mutter hot es mir zwar nur auf Ruf und Widerruf gegeben —" „Wie?--" Ihre Augen suchten verständnislos in den seinen und irrten dann von diesen ab: „Ich habe nicht ganz begriffen, Hans Jörg." Er schwieg und ging nach dem Balkon, besten beide Flügeltüren offen standen. Die Lichter der Hotels funkelten durch die Nacht. Bon der Terrasse herauf wimmerte die Jazzband einen modernen Schlager: „Du liebst mich, du liebst mich! Du weißt eg nur noch nicht." Mit nervösen Fingern nahm er sich eine Zigarette und steckte sie in Brand. Ihr Duft zog in diskreter Welle in die Sommerluft und mengte sich mit dem, der von den Wäldern ausstieg. Als er sie zu Ende geraucht hatte, warf er den Stummel über die Brüstung und ging nach dem Salon zurück. Er war leer. „Stephanie!* Die Portieren zum Schlafraum flogen zurück. — Die junge Frau sah in dem großen Spiegel, vor dem sie stand, wie seine Brust sich dehpte. „Ich dachte, du seiest fortgegangen." Seine Stimme war kaum erkenntlich. In langsamer Bewegung wandte sie ihm das Gesicht zu: „Wohin sollte Ich gegangen sein, Hans Jöra?" „Zurück! Nach Haus, zu deiner Mutter! — Um Gottes willen, was habe ich denn gesagt, Stephanie?" Er setzte sich auf den Rand des Messingbettes und zog sie auf die Knie. „Man hat dich geängstigt. Was haben sie dir denn alles über Mich berichtet? Du wirst sehen, es ist nicht halb so schlimm mit mir zu leben. Und zudem — die paar Wochen, die du mich haben mußt, werde ich wohl zu ertragen sein." „Vater freut sich wie ein Kind auf mein Kommen", sagte sie, um nur überhaupt etwas zu erwidern. „Ja! Ich bin überzeugt, daß ihr vorzüglich miteinander harmoniert. Er will Gesellschaft, und ich brauche keine. Da kann es eines Tages Möglichkeit werden, daß du gar nicht mehr weißt, ob du überhaupt verheiratet bist!" Sie sah ihn forschend an: „Und du?" Er hörte den Unterton in ihrer Stimme und lachte: „O, mir kann es höchstens passieren, daß ich, wenn ich nach einer anderen ausluge, daran erinnert werde, daß ich ja schon eine Frau zu Hause habe!" „So schlecht könntest du fein?" Er stutzte: „Nennst du das schlecht? — Das Erinnern allein genügt dir wohl nicht!" „Nein!--Ich möchte es dir nie raten, daß du vergißt, daß du mir gehörst!" „Donnerwetter!" Die Verblüffung, mit der er das sagte, löste bei Stephanie ein herzhaftes Lachen aus, das die Gefahr der Stunde üoerbrückte. Er hob ihr Gesicht, das jetzt in bräutlich blühendem Schmelz stand, zu sich auf und küßte cs. In dieser einen Minute versank all die Angst, die sie vor ihm empfunden hatte. Als Merlin gegen vier Uhr morgens die Augen auftat, verhielt er den Atem. An feine Schulter gelehnt, schlief ein blondes Haupt. Stephanies linker Arm war über [eine Brust gelegt. Er wagte nicht, sich zu rühren und horchte, den Atem verhaltend, was ihr Mund im Traume sprach: „Willst du Damit sagen, Mutter, daß er mich nicht liebt?" Fröstelnd drückte er den Kopf in das Kisten zurück. * In der zweiten Hälfte des Oktober kündete das junge Paar fein Eintreffen auf Ichenhausen an. Lisaweth konnte sich nicht genug tun, das Haus vom Keller bis zum Giebel schön zu machen. Der Baron lief Tag für Tag nach Der etabt und trommelte Schlosser, Schreiner und Tapezierer herbei. Stephanie sollte alles aufs beste instand gesetzt finden. Frau Maria hatte Stephanies Vermögen auf der Bank Merlins deponiert, und der alte Baron ton- stotterte befriedigt, daß es immerhin ein guter Zuschuß war. So wie er die Steffie kannte, würbe ste nicht als Geizhals auf ihren Pfandbriefen sitzen, und gern geben, was sie für recht fand. Ichenhausen konnte, so Gott mit im Zuge war, allmählich wieder zu früherer Wohlhabenheit aufblühen. Aber selbst wenn Stephanie nichts mitgebracht hätte, wäre sie ihm willkommen gewesen. Und nun — er schämte sich beinahe, daß seine Gedanken sich ost damit beschäftigten, würden auch bald wieder Kinderlachen und trippelnde Füße durch diese Räume Hingen. Es war so überlange still um ihn gewesen. Und bann tarnen sie endlich, bie beiben Menschen, an benen sein ganzes Herz hing. Stephanie flog ihm vom Trittbrett bes Abteils herab in die Arme. — „So lange haben wir dich allein gelassen, Vater. Schau doch, Jörg, der Papa ist schlanker geworden." „Dor Sehnsucht nach euch!" sagte Merlin und küßte nun auch den Sohn, der sehnig und sonnverbrannt auf dem schwarzen Schotter stand. „Geht voran", gebot Hans Jörg. „Ich will gleich selber noch nach dem Gepäck sehen. Meine Frau hat den halben Lido aufgetauft." Stephanie hängte sich lachend an den Arm des alten Herrn und zog iyn mit sich fort. „Er hat immerfort gebrummelt, Papa. Bei jedem Stück, das ich haben wollte, hat er den Kopf geschüttelt. — Aber er hat bezahlt!" „Dos ist die Hauptsache, Kinderl!" Wie ein Verschwörerpaar, eng zusammengedrückt und Scherze tuschelnd, gingen sie zum Wagen. Hans Jörg kam fünf Minuten später nach. „Fehlt etwas?" rief er ihm entgegen. „Es ist alles da", sagte er ein wenig mürrisch und nahm auf dem Rücksitz Platz. Der Abend war kühl, undStephanie fror in ihrem leichten Seidenmantel. Merlin sah, wie sie zusammen- schauerte. Er nahm seinen Ueberzieher ab und legte ihn ihr auf die Schulter: „Ich möchte nur wissen, wozu du drei Pelze in deinen Koffern hast. — Bist du nun warm?" Sie nickte strahlend. „Und du?" Er seufzte und sah nach den Wiesen, über denen die ersten schüchternen Nebelfahnen sich breit machten: „Ich habe mich reichlich verwöhnt, die letzte Zeit. Dehme wird schauen! Seit fünf Jahren habe ich weder Katarrh und Husten gehabt. Nun aber sehr gründlich." „Du mußt schwitzen", bat Steffie besorgt. „Ja! — Und Eibischsaft nehmen und Fliedertee trinken, nicht wahr!" Er lachte verärgert auf. „So verzärtelt man, wenn man eine Frau hat, Vater. Wenn du vier Wochen mit ihr zusammenbist, verpäppelt sie dich genau so." „Ich will cs mir gefallen lassen", sagte Merlin und streichelte bie Hände der Schwiegertochter, bie ihr im Schoß gefaltet lagen. Die Lisaweth hatte ihr Möglichstes getan, Ichenhausen zu einem kleinen Parabies zu machen. Aber sie bereute, nicht noch mehr geschafft zu haben. Die junge Frau strahlte wie ein christbeschenktes Kinb. Für jeden einzelnen, der ihr die Hand entgegen- streckte, hatte sic ein liebes Wort, ein freundliches Lächeln, ein Nicken bes Dantes. Am Arm Hans Jörgs ging sie burch die Räume und sah, was sich verändert hatte. Frau Maria hatte in manchem gründlich Wandel geschaffen und insbesondere die Privaträume Steffies so ausgestattet, daß sie dem Wiener Heim ähnlich waren. Das Kind sollte sich nicht vereinsamt fühlen. Hans Jörg sprach kein Wort. Aber als er in das Schlafzimmer seiner Frau trat, sprangen ihm die Adern an den Schläfen hoch. Es fand, sich nur ein Bett darin. Soviel Lebensweisheit besitzt du, schöne Schwiegermutter? dachte er, verbarg feinen Aerger und suchte in dem Gesichte seiner Frau. Stephanie war ganz Jubel: „Entzückend, nicht?" „Ja! — Und genügend Platz für dich! — Uebri- gens — in zwei Tagen reise ich." „Schon?" — Sie war sich gar nicht bewußt, wie fröhlich das geklungen hatte. „Ehe es wintert, besuchen wir dich!" , Er sah gelangweilt aus und hatte seinen inneren Groll noch nicht ganz überwunden. Beim Abendtisch war er auffallend einsilbig, so bah ber alte Merlin öfter als einmal einen bittenben Blick zu ihm her- überschicken mußte, nur baß er überhaupt ben Mund auftat. Stephanie aber war so voll Wiedersehensfreude, daß es ihr nicht weiter auffiel. Sie war selig, endlich daheim zu sein. Am übernächsten Tage reifte Hans Jörg ab. Stephanie stand mit verdächtig flimmernden Augen neben ihm vor dem Abteil und bat: „Grüße Oehmc von mir. Vielleicht labt er uns einmal nach Konstanz ein." „Weshalb?" Der alte Merlin erschrak über bie Maßen. „Ich bachte nur", hörte er bie Schwiegertochter sagen, „er hat boch solch schönes Heim in Konstanz." „Allerbings!" Der Schaffner gebot einzusteigen. Jörg sah ben flehenden Blick seines jungen Weibes und nahm ihr blasses Gesicht zwischen seine Hände. „Bleib gesund, Kleines!" Im Abteil ließ er das Fenster herab und reichte ihr noch einmal T)ie Hand. Sic drückte diese erst an die Wange, dann an bie Lippen. „Wann werbe ich Nachricht von bir haben?" Neben dem Wagen hergehend hielt sie noch immer seine Rechte fest. „Erwarte nicht zuviel von mir, Stephanie. Ich habe soviel nachzuholen." Sie nickte und lieh seine Hand los. Vergaß ihr Taschentuch zu ziehen und sah mit erloschenen Augen ben Wagen nach, bie sich ohne Hast dahinschlängelten. Sie waren schon eine Weile bem Blick entschwunden, als sic fühlte, wie ein Arm sich unter den ihren schob und die Stimme des Schwiegervaters sagte: „Nun gehörst du mir allein, Steffie. — Bist du zufrieden mit ihm?" (Fortsetzung folgt) hiermit unsern herzlichsten Dank ich Gießen 01249 spreche aus. Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teil» nähme, die uns beim Heimgang unserer Heben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, Herrn Ph. Fritzel und Frau El. Maria, geb. Michel erwiesene Teilnahme sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus Danksagung Für die beim Heimgange unserer lieben Eltern, Schwiegereltern und Großeltern in Dorheim (Anneröder Weg 18), im Februar 1933. ________________________________________________01261 DankMngung. Für die außerordentlich vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir aut diesem Wege allen unsren herzlichsten Dank. Lin« Schomber Wwe., geb. Schmidt und alle Angehörigen. Burkhardsfelden, den 25. Februar 1933.' Ludwig Th ring und Frau Meta, geb. Fritzel Albert Fritzel und Frau Hilda, geb.Walther und 3 Enkel Lieh und Dorheim, den 25. Februar 1933 1412D Im Namen aller Hinterbliebenen: Ludwig Stein. Nach langem, schwerem Kriegsleiden verstarb am Samstag, früh 5 Uhr, im Alter von 38 Jahren mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Opkel Heinrich Paul. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Paul und Kinder. Gießen (Marburger Str. 11), Annerod, Bielefeld, den 25. Februar 1933. Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. ____________________________________________________01?7fi [Verschiedenes 200 Mark au leiben gesucht, (sdiriftl. Ana. unt. 01264 a. d.GH.Anz. Z’/a-4300 Hüll als l.Hvv 3. 7,5% auf (iinfamilienb (Neubau! hier zu leiben gei. Schrift! Angeb. u.01266a. d. Gießener Anzeiger. WWuhe gebraucht, aber noch nut schreibend, iof. zu miet. ob. a. kauf, ges. Schr. Ana. u. 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Aus der Landrichter Dr. Müllerschen Stiftung ist ein Unterstützungslegat von zur Zeit jährlich 400 RM. an einen be- dürftigen elternlosen Studierenden der Rechtswissenschaft aus den Provinzen Starkenburg oder Oberhessen zu vergeben. Bewerbungen sind binnen vier Wochen an mein Sekretariat einzureichen. 1431D Darmstadt, den 21. Februar 1933. Der Hessische Ftnanzminister. Kirnberger. In dem Konkurse über bas Vermögen des Ingenieurs Heinz Ring in Lollar soll die Schluhverteilung erfolgen. Die verfüg- bare Masse beträgt 266,55 RM. Zu berücksichtigen sind 883,65 RM. bevorrechtigte Konkursforderungen gemäh § 61 Ziffer 3 und 4 der Konkursordnung. Die bevorrechtigten Lohnforderungen sind in Höhe von 326 RM. bereits früher voll ausgezahlt worden. Das Schluhverzeichnis liegt auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Giehen zur Einsicht aus. 1433D Gießen, den 23. Februar 1933. Rechtsanwalt Zimmer, Konkursverwalter. Dienstag, den 28. Februar 1933, nachmittags 2 Ahr, sollen im „Löwen", dahier, Neuenweg 28 biro. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: 1434D 1. Haus-, Laden- und Bürornübel aller Art, vollständige Laden, und Fremdenzimmereinrichtungen, Schränke aller Art, 40 Mistbeetfenster, 1 Fernglas, Standuhren, 1 Lampe, 1 Auto, Klaviere, Hüte aller Art. Anzugstoffe, Kassenschränke, 1 Harmonium, Schuhe aller Art, 1 Motor, Radios, 1 Bohrmaschine, Schreib- Maschinen, Strümpse, 1 Rotomaschine, Registrierkassen, 1 Nähmaschine, Hemden, Schirme, 1 Tepvich. 2. voraussichtlich bestimmt: neue Anzüge (nach Maß gearbeitet), 1 Büfett, 1 Ausziehtisch, 6 Stühle. 1 Standuhr. 3. Aus freier Hand: 1 Ausstellungsschrank mit Schiebetüren. Hebbel Gerichtsvollzieher in Giehen Fastnacht-Dienstag ab 4 Uhr nachmittags 01269 KONZERT! Vmgbrau Stabt Lauterbach I Lieber Strafte 57 oh?? Faftnacht-TienStag, ab 8 Ubr: Lakthlngsvunmiell Konzert! Bis 4 Ubr geöffnet! 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Genau so ist es mit den feinen Uebersee- Tabaken, die für den Villlger-Stumpen verwendet werden. Die jährlich im Frühling und Sommer wiederkehrendeFermentation (Gärung) verfeinert das Aroma. Die 1930er Qualitätstabake haben wir erst unlängst nach bald 2 jähriger J . Lagerung in Arbeit genom- J men. So ist der Tabak im (HjJ Villiger-Stumpen aufs Beste gelagert, doppelt und dreifach fermentiert. Villiger-Stumpen sind etwas Besonderes! Preislagen 8, 10 und 15 Pfg-1 Fabrik!agsr Fraakhirt a. HL, Br. Eschenheimer Str. 25, TaL 62516- c 2 =■«-19 | E-° 8 10 fc c<.3 ± « ce = B M H ES r- ' es = B e rx - E E «© 5 Ä fe ®:Q gE ^53 II § :»E. c x> e« S-s 2 ö E .5 2=5 X B W“ = 3 t t s> Ejs g ss a B Ed3^ -LZ 55 CJ E = 5 Ee=! 2 X- g5 _ o ■6'S O 3 -cSB§ Bc?L^NLA«Ä Ls?Z.^tolL es? 9 = 3 EA-° He P uil = ® e C »E .. £®e s £•■§<5 S® . e — o jo; n '■ “ S -2to£g - ® ..Ä=- § E: eA S? Ä?B "6 EÄ ug) .«IS1“*8* m E A § e e = 3 E C 5 ' Stephanie. Ich 5 s? 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