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Don nb in die Hand geben, ein Vorbild für ein heroisches, da sitze ich Ado unter strahlendem. aselrübsaV weil ich vor ten nicht mehr ein noch 5 uns doch zur Apotheke en schon ein Mittel* zur cbmerzen bekommen.“ Deine Damen, wenn ich ia Ihr Gespräch mische. ■ Apotheke Posterisan von $ ist das beste und einzig Heilmittel und deswegen rat eingeführt“ re Posterisan-Wteto- uj-üpfchen für RM. 2^ lernderKleinwelt -rÄ»» ‘Siä-ss Be,«..u=h't,leM B A BAYER s.^jÄ2S5,A»5 175,1.95a-* * * * * * * * * * * * * * * * * * * 50' ,..175.1-,5'^o4 , ^ehj ipel Nr. 251 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheflen) Donnerstag, 26. ©Hoher (955 ----- ------------- - ____'!■ JJ »1 ""3 Gegen Hereros unk» Hottentotten. Deutschlands Kämpfe um Südwest-Afrika vor 30 Zähren. Don Dr. Theodor Biegler. Am 25. Oktober sind 30 Jahre vergangen, seit sich der durch seine List und Verschlagenheit bekannte Stamm der Bondelzwarts in Warmbad — Deutsch-Südwest-Afrika — gegen die deutschen Truppen erhob. Heute, da die alten Ideale wieder lebendig werden, ist es eine Pflicht nationaler Besinnung, jener heldenhaften deutschen Kolonialkämpfer zu gedenken, die in der glühenden Steinwüste Südwestafrakas für die Größe ihres Vaterlandes ihr Leben einsetzten. Im Oktober des Jahres 1903 begannen die erbitterten Kämpfe, die von den Eingeborenen gegen die deutschen Kolonialtruppen geführt wurden, überall mit erneuter Stärke. Die Hereros, ein hoch- gewachsener, dunkelhäutiger Menschenschlag, der einen gewissen natürlichen Adel mit hohen kriegerischen Fähigkeiten vereinigte, machten den Deutschen im Bunde mit den kleinen, sehnigen und verschlagenen Hottentotten viel zu schaffen. Heute, da Deutschland rokber auf dem Wege ist, ein großer und m*d*‘«ger Staat zu werden, sollen die unerhörten Leistungen unserer wackeren Kolonialtruppen nicht vergessen sein. Nur wer weiß, wie sehr das unerträglich heiße Klima und die gebirgige Gegend Südwestafrikas den an Zivilisation und Behaglichkeit gewöhnten Europäer zermürben, kann die Größe der Strapazen ermessen, die von den weißen Soldaten in freiwilliger Opfergemeinschaft auf sich genommen wurden. In Hunderten von hartnäckigen Kleinkämpfen und waghalsigen Sturmangriffen, die sich auf einem schwierigen und ungangbaren Gelände abspielten, wurden die wilden Stämme, die sich immer wieder verzweifelt zur Wehr setzten, zurückgeworfen. Viele deutsche Männer sind das Opfer qualvoller Hitze geworden. Nur der unermüdliche, wahrhaft heldische Angriffsgeist ließ sie un der Vollendung ihres kolonisatorischen Werkes nicht verzagen. Der Krieg, der damals unter den schwierigsten Verhältnissen geführt wurde, läßt sich mit den heutigen fortgeschrittenen Kampf- Methoden in keiner Weise vergleichen. Die persönliche Tapferkeit spielte eine ausschlaggebende Rolle. In zermürbenden Märschen mußten die Ko- lonialtruvpen durch gebirgige Felspfade mit primitiven Ochsengespannen ihre Geschütze und ihr Kriegsmaterial transportieren, immer der Gefahr ausgesetzt, aus irgendeinem verborgenen Winkel von den Eingeborenen beschossen zu werden. Ungeheures leistete der deutsche Soldat im Nahkampf. Da die modernen Luft- und Gaswaffen noch nicht bekannt waren, mußte der Gegner meist in einem dramatischen Kampf von Mann zu Mann unschädlich gemacht werden. Aus der Zeit jener erbitterten Schlachten zwischen Eingeborenen und Weißen sind uns erschütternde Berichte erhalten, die von den soldatischen Tugenden der Deutschen ein ehrenvolles Zeugnis oblegen. Der Feldzug gegen die Bondelzwart- Hottentotten, mit dem eine neue Aera blutigster Aufstände eingeleitet wurde, dauerte vom 25. Oktober 1903 bis zum 25. Januar 1904. An einem der letzten Oktobertage traf überraschenderweise in Keetmannshoop eine Eilpatrouille ein, die in 2'/r Tagen ungefähr 300 Kilometer zurllckgelegt hatte, und meldete aus Warmbad, daß dort der Bcmdelzwartkapitän sich gegen die schwache deutsche Besatzung erhoben habe und Leutnant I o b st eine Verstärkung für nötig halte. Dieser heroische Eilritt war das Alarmsignal für eine Folge ununterbrochener Kämpfe, die erst im Jahre 1907 ihr Ende finden sollten, nachdem viele Hunderte deutscher Krieger ihr Blut für Deutschlands Macht und Ehre vergossen hatten. Kaum hatte sich die Nachricht von der Rebellion der Bondelzwarts verbreitet, als bald darauf der schwarze Diener des Leutnants Jobst auf schäumendem Pferde dahergejagt kam und von jenem heroischen Kampfe in Warmbad berichtete, bet dem der heldenmütige Leutnant Jobst mit feinem tapferen Sergeanten fiel. Der Tod dieses Mannes wirkte aufrüttelnd wie ein Fanfaren- stoß. Sofort stellte Hauptmann von K o p p y eine kleine Patrouille aus 15 Deutschen und drei Eingeborenen zusammen und unternahm einen wagemutigen Ritt durch feindliches Gelände zur Befreiung der in Warmbad Eingeschlossenen, die ihm auch am 1. November glücklich gelang. Wie gefährlich die damaligen Kämpfe waren, und welche Unerschrockenheit dazu gehörte, um die wilden Stämme niederzuringen, erhellt aus einem dramatischen Bericht, den ein ehemaliger Leutnant der südwestafrikanischen Schutztruppe hinterlassen hat: Da sprengt, wie rasend, vom Wege, den wir gekommen sind, ein Reiter an. Ich sehe, wie er sich krampfhaft an die Mähne klammert — ein Hagel von Geschossen begleitet ihn. Jetzt biegt er um das Haus, wo unsere Pferde notdürftig gedeckt sind und fällt vom Pferde in unsere Arme! Sprechen kann er nicht mehr! — Sein Pferd ist über und über mit Blut bedeckt und bricht bald zusammen. Er selbst hat zwei Schüsse durch den Rücken. Es ist der Reiter Hofmann, der unserem Wagen entgegengeschickt worden ist. Die Hereros empfingen mich mit einem mörderischen Feuer, so schildert der Schwerverwundete später selbst sein Erlebnis, eine Kugel streifte und verletzte das rechte Schulterblatt, während eine andere mir mehrere Rippen sowie das linke Schulterblatt völlig zerschmetterten und die linke Lunge verletzten. Nur mit der größten Anstrengung vermochte ich mich noch auf dem Pferde zu halten. Aber ich kannte das Schicksal, bas mich erwartete, wenn ich jetzt nicht meine Energie zusammennahm. Also, die Zähne aufeinander und vorwärts! Am 12. Januar 1904 war der überraschende Ausbruch des Herero-Aufstandes der Anfang endloser Gefechte und zähester Kämpfe, die Ministerialrat Ringshausen teilt als Gau- obmann des NSLB. u. a. mit: Der NSLB. ist eine Arbeitsgemeinschaft und fordert von jedem Angehörigen den Einsatz seiner ganzen Kraft. Er gliedert sich in folgende Arbeitsgruppen (beigefügt die Gauarbeitsleiter): pf lidjfgr uppen: 1. Volksschule: Rektor Heinrich Schäfer (Offenbach); 2. Höhere Schule: Oberstudiendirektor Ratz (Worms); 3. Eugenik: Dr. Graf (Rüsselsheim), Studienrat; 4. Turnen und Wehrsport: Turnoberlehrer Klenk (Friedberg); 5. Berufsschule (Allgemeine, Gewerbliche, Landwirtschaftliche): Rektor Peter Born (Darmstadt); 6. Kaufmännische Berufs- und Dipl.- Handelsschule: Handelsschulstudiendirektor Dr. Lauer (Mainz); 7. Maschinenbauschule: Direktor F. Schenk (Bingen); 8. -Bauschule: -Direktor Mindner (Darmstadt); 9.Musik: Schulrat Adam Born (Darmstadt); 10. Zeichnen und Kunst: Dipl.-Jng. Zum Winkel (Darmstadt).......... Wahlgruppen: 11. evangel. Religionsunterricht: Studienrat Geng- nagel (Darmstadt); . 12.. kath. .Religionsunterricht: Studienrat Schnabel (Mainz-Zahlbach); 13. Lichtbildwesen: Lehrer Lortz (Darmstadt); 14. Stenographie: Kammerstenograph Winkler (Darmstadt); 15. Luftschutz^ Lehrer Harn (Darmstadt). die Ermordung von vielen Weißen und die Zerstörung ihres Besitzes zur Folge hatten. Der Aufstand, der im äußersten Süden des Schutzgebietes mit einer verhältnismäßig unbedeutenden Rebellion begonnen hatte, erstreckte sich immer tiefer in das Land. Wie entsagungsreich das afrikanische Feldleben gewesen ist, davon gibt die folgende Schilderung, die uns erhalten blieb, ein erschütterndes Zeugnis: Ein von feinem Zuge herbeigerufener Leutnant der Batterie stürmt plötzlich in hochgradiger Raserei heran. Er hatte unterwegs schon zwei Tage überstanden, ohne einen Tropfen Wasser zu trinken und feine Batterie darauf mitten im Gefecht in höchst kritischer Lage wiedergefunden. Neue Anspannung und neuer Durst erschöpften vollends seine Kraft. Am ganzen Leibe zitternd, schreit er: „Was kann ich dafür, daß ich noch lebe?" Dann wehrt er sich plötzlich gegen einen Vorwurf, den niemand gegen ihn erhoben hatte. „Ich bin nicht feige!" schreit er. Mit Mühe zwingen wir ihn an einen schattigen Platz nieder. Bebend springt er wieder auf: „Ich muß zu meinen Geschützen!" Nur schwer ließ er sich besänftigen. Wechselvoll und aufregend sind die Schicksale gewesen, denen die weißen Kolonisten ausgesetzt röa- ren, seit zum erstenmal die deutschen Missionare von Elberfeld-Barmen das noch wenig erforschte Land betreten hatten. Wechselvoll wie die Schicksale der Männer, die sich ein unkultiviertes Land in mühsamer, unverdrossener Arbeit erwarben, ist auch das Schicksal dieses Landes selbst gewesen. Jahrzehnte sind inzwischen vorübergezogen, die Welt hat ein anderes Gesicht bekommen, die (Erinnerung an deutschen Fleiß und Kampfwillen wurde von einer Zeit begraben, die für den Idealismus unserer Kolonialkämpfer wenig Sinn batte. Das furchtbare Weltgeschehen des letzten Krieges hat mit brutaler Hand in die Verhältnisse eingegriffen, und manches, was einst die Herzen unserer Väter bewegte, ist für immer vernichtet worden. Ein geknechtetes Volk, das durch feine kolonisatorische Tätigkeit wertvolle Kulturgüter ins Leben gerufen hat, ist durch den Ablauf einer zerstörenden Zeit damit beschäftigt, innerhalb seiner verstümmelten Grenzen Ordnung zu schaffen und jenen unvergänglichen Geist und Lebenswillen wieder aufzubauen, von dem unsere alten Kolonialkämpfer durchdrungen waren. Jedes JlSCB.-ZHlfglieb ist verpflichtet, sich einer der 10 ersten Gruppen anzuschließen; darüber hinaus kann eine Wahlgruppe als ZweUgruppe gewählt werden. Aus dem Wissen um die fundamentale Bedeutung der Erblichkeitslehre, der Rassenkunde und der Nassenhygiene bestimme ich, daß bis Ende Dezember von allen 10 Pflichtgruppen durchgearbeitet werden die vier Schriften: 1. Die Bildungs- und Erziehungslehre der Erblehre, Erbpflege und Rassenkunde (Dr. Graf, Lehmann-Verlag, München); 2. Erziehung zu eugenischer Lebensführung als Aufgabe der Volksschule (Emil Jörns, Metzner-Verlag, Berlin); 3. Von deutschen Ahnen für deutsche Enkel (Prof. Dr. Kuhn und Dr. Kranz, Lehmann- Verlag, München); 4. Volk in Gefahr! (O. Helmuth, Lehmann-Verlag, Münchn). Zum Gauhauptarbeitsleiter ernenne ich den Pg. Dr. Leip (Darmstadt). Am Sonntag, den 29. Oktober, 10 Uhr, findet in Frankfurt im Gasthaus „Zum Storchen" (am Dom) eine Sitzung statt, zu der zu erscheinen haben: 1. die Kreisobleute; 2. ihre Stellvertreter; 3. die Gauarbeitsleiter. Heute bereits weise ich darauf hin, daß im Rahmen des Reichsbundes Volkstum und Heimat in den Dienst der Volksstunde, der Heimatpflege des Naturschutzes, der historischen Forschung usw. zu stellen und sich damit ebenfalls dem Dienst am Volke zu widmen. Der Nationalsozialistische Lehrerbund als Arbeitsgemeinschaft. Drama und Roman im neuen Kunstbewußtfein. Von Or. Ferdinand Zunghans Von alters her haben die Aesthetiker und Kunstphilosophen eine Stufung im Rang der Dichtungs- arten anerkannt. Nach der antiken Anschauung war die dramatische Kunst die oberste Dichtungsgattung und die oberste Kunst überhaupt; die übrigen Gattungen folgten auf einer Rangstufenleiter, die bis zur Musik abwärts führte, des Kunftbewußt- seins der europäischen Völker wie ein unveräußerliches Gesetzesgut bis heute weilergetragen worden. Die Kunsttheoretiker aller Zeiten haben das Drama als bevorzugten Gegenstand ihrer denkerischen Tätigkeit angesehen. In unmittelbarer Verbindung mit der griechischen Philosophie diskutieren die großen Aesthetikers Frankreichs, Batteux, Boileau, Diderot, zuerst und vor allem wieder die Gesetze des Dramas, und der berühmte Streit um die „drei klassischen Einheiten" zieht sich von Aristoteles in einer wahren „Ilias von kritischen Kämpfen" — wie August Wilhelm Schlegel einmal gesagt hat — vom Altertum ununterbrochen bis in die jüngste Gegenwart. So ist denn auch der große Prestige-Kampf der Dichtkunst zwischen Frankreich und Deutschland, den Lessings künstlerisches Nationalbewußtsein entfesselt hat, auf dem Gebiet der Theorie des Dramas ausgetragen worden. Immer wieder war die Dramatik die Krone der Dichtungsgattungen. Die Gründe für eine solche Vorrangstellung lassen sich auf zwei Tatsachen „urücfführen: Das' ist erstens jene Wesens tatsache, daß sich im Drama unter unmittelbarem Mitspielen einer Volksgemeinschaft die metaphysischen Bedürfnisse und Sorgen der Gesamtheit kämpferisch ausleben; und es ist zweitens die F o r m tatsache, daß die dramatische Kunst auch äußerlich im Theaterspiel einen ganz besonderen Oeffentlichkeitsgrad bekommt. Seiner inneren Und äußeren Form nach ist die dramatische Kunst dem Schicksal und Leben der Nationen am nächsten. Man kann auf diesem Betrachtungswege nicht nur zur Rangordnung der Dichtungsgattungen, sondern auch zu einer Rangordnung der Staaten gelangen. Wenn man den Staat als die oberste mögliche Lebenseinheit völkischer Gemeinschaft be« K, so wird das Dra.na als die künstlerische isform der Gemeinschaft geradezu ein Wertmesser für die gesunde Ausdruckskraft des Staates. Diese Beziehung hat jüngst Gustav S t e i n d ö h - m e r in seinem Buch „Staat und Drama" mit historischer Weitzügigkeit dargestellt. Epik und Lyrik stehen in einem weit weniger engen Zusammenhang mit dem völkischen Kunstbewußtsein. Sie sind weniger Objektivierung eines Gesamtheitsschicksals, als individuelle Schöpfungen einer persönlichen Weitsicht. 'Am deutlichsten wird das bei der Lyrik. Lyrik ist die Kunst der unmittelbaren Ich-Aeußerung und wird nur dann eigentlicher Ausdruck und Besitz der Gesamtheit, wenn der Dichter sich mit seinem privaten (Erleben und in der sprachlichen Formung einmal bis zur ewigen Gültigkeit erhebt, die ein Goethe in sich trug, als er die Verse schrieb: „Ueber allen Wipfeln ist Ruh, in allen Gipfeln spürest du kaum einen Hauch..Wer wollte bestreiten, daß diese Lyrik mit der Seltenheit eines göttlichen Wunders in der Geschichte der europäischen Dichtung steht! * Es gehört zu den auffallenden Kennzeichen der abgeschlossenen Nachkriegsepoche Deutschlands, daß in dieser Zeit der Versuch gemacht wurde, die alte Rangordnung der Dichtungsgattungen zu ändern. Dramatische und epische Kunst tauschten gleichsam ihre Rollen. Einerseits versuchte man nicht ohne scheinbare Erfolge, den Roman im Kunstbewußtsein des Volkes an die erste Stelle zu setzen, und andererseits gelang es beinahe, dem Drama seine Vorrangstellung im künstlerischen Leben der Kulturgemeinschaft zu nehmen. Zwar konnte der Roman niemals Gegenstand eines tatsächlichen Gemeinschaftslebens werden. Aber was wesentlich unmöglich war, das wurde scheinbar bewerkstelligt. Die Geschwindigkeitssteigerung und die zahlenmäßige Verbreiterung des Konsums brachten es dahin, daß Hunderttausende sozusagen gleichzeitig ein und dasselbe Buch lasen, und in dieser Addition der Leser glaubte man einen Ersatz gefunden zu haben für die Gemeinschaftlichkeit des Erlebens, die das Drama kennzeichnet. Die Masse wurde stellvertretend für die Gemeinschaft. Wenn man darüber hinwegsah, weil man von kultureller „Gestalt" (das ist Masse, die durch Strub tur zur „Einheit" geworden ist) nichts verstand, so war der Roman nun tatsächlich dem Drama schon voraus. — Freilich fehlte da von der Kunstseite her noch etwas zum endgültigen Rangwechesel: die Objektivität; die epische Kunst ist subjektiver als das Drama, in dem der Dichter ganz hinter den Vorhang zurückzutreten scheint. Der entgegengesetzte Vorgang trat auf dem Gebiet des Dramas ein. Die Grundlage der Kulturgemeinschaft wurde für die dramatische Kunst vergessen und geleugnet. Filme und Romane wurden „dramatisiert", als ob eine solche Uebertraaung ins Dramatische durch einen technischen Umschaltungs- oorgang bewältigt werden könne. Die Spielstätte des Dramas, das Theater, wurde von der völkischen Gemeinschaft fort- und zu den reinen Konsum- gruppen hinorganisiert. Und auch hier fehlte die Theorie nicht, die diesen unnatürlichen und verhängnisvollen Prozeß zu stützen suchte: Es war die Theorie vom „epischen Drama", die ausdrücklich alle dramatische Kunst ins Gebiet des Epischen rücken wollte. Es entspricht den gesunden (Erneuerungen des öffentlichen Bewußtseins, die von der nationalen Revolution wachgerufen worden sind, daß die alte Hierarchie der Dichtungsgattungen wieder hergestellt wird. Das Drama tritt unter der Führung von Dramatikern, die wahrhaft Dichter dieser besonderen Kunstsorm der Gemeinschaft sind, wieder in seine eigentlichen Rechte. Der Roman aber wendet sich von der Massenspekulation zurück zu den Pflichten der episch-individuellen Besinnung und erfährt dabei die erste große (Erneuerung durch die Wiederentdeckung der Landschaft. Die epische Kunst wird den Menschen in seiner gegenständlich engen Welt wiederfinden, das Drama aber die Gemeinschaft in ihren großen völkisch-staatlichen Schicksalen. Eiderdaunen-Ernie. Unter den zahllosen Inseln und Inselchen, an denen der Reisende bei einer Fahrt an der norwegischen Küste Doübertommt, befindet sich ein langes, schmales niedriges Eiland namens Melstenen, d. h. „Der Pfeil"; nur Gras wächst hier, aber wenn das Schiff nahe genug herankommt, kann man zwischen den Felsen graue Gegenstände sehen, die wie Dächer von kleinen Häusern aufragen. Nur wenige wissen, worum es sich bei diesen grauen Dächern handelt, und selbst die Schiffsoffiziere müssen meist erst den Lotsen fragen. Der Lotse, der alles genau an der Küste kennt, wird dann erklären, daß das eine Eider- enten-Farm ist, und daß die Eiderenten jeden Frühling an die Küste kommen, um ihre Eier zu legen. Bekanntlich umgibt die Eiderente ihre Eier mit einer warmen Hülle von Daunen, die sie von ihrer eigenen Brust abrupft. Das Einsammeln dieser Daunen für Steppdecken ist eine wichtige Einnahmequelle für die arme Fischervevölkerung dieser einsamen Inseln. Von jedem Nest darf nur einmal gesammelt werden — jo lautet die gesetzliche Vorschrift. Die Ente wird Bekanntmachungen des Persvnalamts. Ernannt wurden durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen auf Vorschlag der Hessischen Regierung: am 21. September 1933: der Vortragende Rat im Hessischen Staatsministerium, Ministerialabteikung I c. Justiz, Oberjustizrat Adolf Th ür e, mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Landgerichtsdirektor beim Landgericht der Provinz Starkenburg. Er wurde zugleich beauftragt, auch weiterhin die Stelle eines Vortragenden Rates im Hessischen Staatsministerium, Ministerialadteilung I c, Justiz, zu versehen; am 30. September 1933: der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Darmstadt, Karl Heckler, mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Landgerichtsdirektor beim Landgericht der Provinz Rheinhessen. Er wurde zugleich beauftragt, bis auf weiteres die Stelle eines Landgerichtsdirektors bei dem Landgericht Darmstadt zu versehen; der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Worms, Dr. Otto ßemfer, mit Wirkung vom 1. Ortober 1933 zum Amtsgerichtsdirektor bei diesem Gericht; der Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, Dr. Wilhelm Wodaege, mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Oberstaatsanwalt bei diesem Gericht; am 19. Oktober 1933: der Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Startenburg, Dr. Ernst Mickel, mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Amtsgerichtsdirektor bei dem Amtsgericht zu Gießen; am 6. Oktober: der Gerichtsvollzieheraspirant Kanzlist Franz Wendel in Langen zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Darmstadt mit Wirkung vom 1. August 1933; am 3. Oktober: der Lehrer i. R., Philipp Weil, zu Mörfelden, Kreis Groß-Gerau, zum Lehrer an der Volksschule zu Mörfelden, Kreis Groß- Gerau, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 13. Oktober: der Lehrer a. D. Heinrich Hotz zu Rommelshausen, Kreis Büdingen, zum Lehrer an der Volksschule zu Nieder-Moos, Kreis Lauterbach, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an. Amtsgericht Gießen. Ein Handwerksmeister von Gießen erhielt einen Strafbefehl wegen Verletzung der Schankordnung, weil er als Vorsitzender eines hiesigen Vereins duldete, daß Nichtmitglieder des Vereins in dessen Lokalitäten bewirtet wurden. Der gegen den Strafbefehl eingelegte Einspruch führte zur Freisprechung, da das Gericht auf Grund der Beweisaufnahme eine Übertretung der beschränkten Konzession nicht für gegeben erachtete. Ein Kraftfahrzeugführer erhielt wegen Verstoßes gegen die Kraftfahrzeugordnung einen Strafbefehl. Der dagegen eingelegte Einspruch wurde verworfen, da der Beschuldigte in der Hauptverhandlung nicht erschien. In dernächstenNummerderGießener Familienblätter beginnen wir mit der Veröffentlichung eines neuen Romans: Riesele von Nikolaus Schwarzkopf Der hessische Dichter, der früher schon mit der Erzählung „Das Domkind“ bei uns zu Worte kam, schildert in dieser liebenswerten,mitwarmemHerzenfürdieFreuden und Leiden der stummen Kreatur geschriebenen Erzählung die bunten Schicksale eines kleinen Pferdes die gestohlenen Daunen durch einen frischen Vorrat von ihrer Brust ersetzen, aber sie kann dies nur ein zweites Mal tun, und würde man ihr dieses warme Bett wieder rauben, so wäre es um die Eier geschehen. Auf der Pfeil-Insel werden die (Enten zum Dank für die Hergabe ihrer Daunen gefüttert und untergebracht. Die kleinen grauen Dächer sind Verschlüge, in die die Tiere kriechen, um ihre (Eier zu legen. Sie sind hier so heimisch geworden, daß sie jedes Jahr wiederkehren und ihr Brutgeschäft betreiben. Im Juli und August sieht man viele von ihnen mit ihren Jungen um die Insel herumschwimmen. Die Eiderente ist ein Vogel der nördlichen Meere und sucht selten Unterschlupf an der Küste; sie geht nur sehr schlecht und ist nur in und unter dem Wasser recht zu Hause; hier gewinnt sie auch ihre Nahrung, die hauptsächlich aus Schalentieren besteht. Nur in der Brutzeit kommt die Ente an die Küste und wird ein Landvogel, aber auch dann hält sie sich so nahe wie möglich am Wasser; sie bevorzugt dis kleinen Inseln aus Furcht vor Füchsen und anderen Raubtieren, die ihr nachstellen, und wegen ihrer Liebe zum Wasser. Die Brutstätten finden sich hauptsächlich an den Küsten und Inseln des nördlichen Atlantischen Ozeans. Im Herbst verlassen jung und alt die Inseln und ziehen wieder aufs offene Meer; sie verbringen den Winter in den stürmischen Gewässern des Polarmeeres und der Nordsee; manche kommen wohl auch an die deutsche Küste. Die Insel, deren Eiderdaunen-Ernte wir beobachteten, heißt „Der Pfeil" wegen einer uralten Sage: In fernen Zeiten badeten einmal die sieben schönen Töchter eines Königs mit einer Freundin namens Lekamoe in einer Bucht an der Märcheninsel Lande- gode und wurden von dem Westfjord aus von Heft- manden beobachtet, dem „Pferdemann", dem bösen Sohn eines Königs der Lofoten-Inseln. Hestmanden stieg sofort zu Pferde und jagte über den Westfjord. Die sieben Schwestern und ihre Freundin flohen südwärts, bis die Schwestern erschöpft niedersanken. Lekamoe rannte weiter und Hestmanden hinter ihr her. Als er sah, daß er sie nicht erreichen konnte, schoß er mit einem Pfeil nach ihr, aber ein alter König, der das sah, warf seinen Hut dazwischen; der Pfeil blieb in dem Hut stecken und fiel ins Meer. Als die Sonne aufging, da waren alle Helden und Heldinnen dieser Sage nebst dem Hut und dem Pfeil in Stein verwandelt. Man zeigt an der Küste die Hügel, die die sieben Schwestern darstellen; der Pferdemann liegt versteinert im Meer, und nicht weit davon ragt ein Felsen hervor, der die Form eines Hutes und ein Loch gerade durch die Mitte hat. Das ist der mit dem Pfeil durchbohrte Hut, der Tvrghatten genannt wird. 7HF Bdetfdx *rttu tär.tfdx 9t s« grn.'.'d* *»«■ N,N 13.24 16.37 161.86 21.99 66.57 2.755 51.62 59.32 13.30 16,43 169.54 22.07 66.83 &***• edl und Turf ÄpH wird Lu^esiedeltwi •KÄÄJV1 öl9au4 c/r.' fl‘8inbit »V ■tionac ?e3ih Öligen L"0rdenuL tuchen'Cd de, :J®,rö eint fürwÄt, bc vickell. $,'^u lu M Mutten ! 4 S Lai fuZr den Übri » *i® ij Si« in». Ä”n' SHef5*,»l DM ,, «vttobcr fn , r.\um Staate JSJt Srbe- Dei Kim ®^r oom r fjßjH und die ■sttfatter im M '«.mal * Mut hat, ist eige «state. Stint Grn Uidji ihre "fften den. 69 » «l Jahrzehnt aus , Le Der jung un) den Jufamm Kelches und kj# abgekämpfte neuer Große empc tzch. um dieses 3« fxMwngen be|re IMri im Dege st Wirffchast Kreise: Arbeitslosen nach Kreis Büdingen Kreis Friedberg Kreis Gießen . . Kreis Lauterbach . Kreis Schotten wenigstens in den nächsten Monaten t größer wird. Devisenmarkt Berlin — Arankfntt a. Hl. 21-10- 25.10. 173.5 173,75 SmiMh 6 100 4,55 Ueber- haupt: An- erkannte: 68.64 81.36 35.09 19 e.s 171 22.75 35 180.5 73 32 10 107.5 108 151,5 118.4 18 22* 1 «Meld . Büdingen Friedberg Gießen. . Lauterbach r In den inS- ge- samt 132 427 313 466 5 79 dav. weid- lich dav. weiblich 1 13,51 ti 3.7 I folgende Aufstellung Kreis AlSseld. . . . dav. weib- lich 3 12 73 388 1 6 dav. weiblich 2 dav. weiblich Nicht- unterstützte: insgesamt 151 187 01 21.75 0 33.75 10 177.75 0 72.75 insgesamt 14 126 895 556 9 15 einzelnen 68.36 81.04 34.95 40.25 47,5 insgesamt 201 692 865 1627 7 164 Gemeinden 6u ersten Zuteilungen der Bausparkassen an ihre Boufparer m Kürze erfolgen können. SdmittKti Htu (eUflttattnt funftfeOe) Betntere ........... 40.4 s| 57 72 | 30.51 2» 39.5 33.5 13,5 0.65 39 3.65 ■M 4,15 13.25 0.65 3,85 3.75 9.85 4.95 54 72 10,5 27.5 39 33 13,11 0.625 3,9 1 3.55 5.869 48.05 12.41 3.047 163.28 66.73 59,34 68.53 13.28 0.963 2.782 58,54 22.11 18.41 81.22 35.08 81,70 0.799 0.227 5,295 12.69 28.25 40.5 14.5 152.25 162.5 130.4 5.979 48,05 12,41 3,047 169,23 87,98 60,39 69.78 13,525 0,963 2.907 58.44 22.11 16.40 81,17 35,14 81.67 0.812 0.227 5.295 12.68 NheinNahl .......... Krtrintfltt 6taf;l»cde. Ctaxrt Dämm ........ ffdfrotrfe Älwer«-be». Jtalinxrft ©eitereaeln . galt®cd, 6aljbetfuxt4 I. 9. Falden-InbufMa ©dielbeanftaU........ ®olbid)tnl6t ......... Rügctimcde ........ DtexaHtefeOldiaft...««. 5.Ul 48,18 12.43 3.093 168,62 66.87 59.» 68.67 13.32 n M 2.788 58 66 22.15 16.45 81.38 35.16 81.86 0,801 0.229 5.305 12,71 5 101 48,15 12.43 3.053 169.57 88.12 60.51 69.92 13.565 0,087 2.913 58.56 22.15 16.44 81.33 35.22 81.83 0.814 0.229 5.305 12,70 Banknoten. Zlata m Ranlfelbet Beryda»......... Äotiroerte .................. MBerateu............. dx Braunto^ai .....I Mit Beginn des Holzeinschlags und der verstärkten 3eM Durchführung der Arbeitsbeschaffunasproaramme l h , f 11 der Reichsregierung dürfte gesichert sein, daß die Günstige Arbestsmarlllage in Oberteilen. Oer Bericht des Arbeitsamts Sieben über die Arbeitsmarktlage in Oberheffen Ende September und Mitte Oktober. Kreisen auf, so ergibt sich Der Beschäftigungsgrad auf dem ober- hessischen Arbeitsmarkt ist weiterhin im Ansteigen begriffen. Reben saisonmähig bedingten Betrieben zeiaen sich auch konjunkturelle Betriebe besonders aufnahmefähig. Für die Obst- und Kartoffelernte konnten genügend Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. Derschiedenllich wurden Einstellungen sür Holzhauerarbeiten vorgenom- men. E» zeigten sich einige Betriebe der Industrie der Steine und Erden auf Grund der Arbeitsbe- schaffungsproaramme aufnahmefähig, andere mußten wegen Auftragsmangels vorübergehend Ar- beitskräfte zur Entlassung bringen. Die Metall- industri« hotte eine konjunkturelle Belebung zur Zeit Dfenbou ufro.) zu verzeichnen, und konnte Arbeitskräfte aufnehmen. Die allgemeine Lage bcr Industrie ist aber noch immer so. daß Angehörige dieser Berufsgruppe berufsfremde Arbeit ausgenommen haben. Die oberhefsische Leinen-Industrie klagt zur Zeit über Lrbeitsmangel. Durch den Saison-Schluh in den Badeorten unsere» Bezirks ist ein Zugang von Fachkräften des Gastwirtsge- werbes zu verzeichnen. Am Ende bei Monats September standen dem Arbeitsmarkt 10 503 Arbeitsuchende zur Verfügung (gegenüber dem Vormonat um 10,6 o. h. weniger, gegenüber dem Vorfahr um 28 v. H. weniger und gegenüber der Höchstbelastung um 40,2 o. h. weniger), von diesen Arbeitsuchenden waren arbeitslos und standen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung 9045 (gegenüber dem Vormonat um 11,4 v. h. weniger, gegenüber dem Vorfahr . o 31 d 10 . b\ 109 .5 109 1 7HI 1541 .. 71116.29 um 25,4 v. h. und gegenüber der Höchstbelastung um 40,4 v. h ). In der Arbeitslosenversicherung mürben 1565 Hauptunterstützungsempfänger gezählt. Diese Zahl ist gegenüber dem Vormonat um 12.4 v H . gegenüber dem Vorjahr um 6 o H. und gegenüber der Höchstbelastung um 53,6 o. H. niedriger. In der Krisensürsorge waren 3753 Haupt- Unterstützungsempfänger vorhanden Die Abnahme beträgt gegenüber dem Vormonat R.4 r> 3), gegenüber Dem Vorjahr ist eine Zunahme von 30.7 o H zu verzeichnen und gegenüber der Höchstbelastung eine Abnahme von 9,8 o. H (Es wurden weiter anerkannte Wohlfahrt»- erwerbslose 1671 gezählt. Auch hier ist gegen- über dem Vormonat eine Abnahme von 21,7 o H. gegenüber dem Vorjahr eine solche von 45J5 und gegenüber der Höchstbelastung eine solche von 53,1 v.H. zu verzeichnen 3n der Zeit oom 1. vis 15. Oktober 1933 ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken, und yoar, standen am 15. Oktober 1933 8521 Arbeitslose zur Verfügung. Vie Zahl der hauptunterstüt- zungsempsänger in der Arbeitslosenversicherung betrug 1422, die in der krisensürsorge 1615. Nichtunterstühte waren an diesem Zeitpunkt 3212 Personen. Teilt man diese Hohl auf die einzelnen Kreise auf, so ergibt sich folgendes Bild: Tiere 5 bis S Mark, für 6 bis 6 Wochen alte Tiere 8 bis 11 Mark und für 8 bis 12 Wochen eite Tiere 11 bi» 16 Mark bezahlt. Der Markt wurde bei lebhaftem Geschäft geräumt. Der Auftrieb betrug 453 Ferkel. Allgäuer Butter- und ttäfebörje. Kempten, 25. Oft. Allgäuer Molkereibutt.r 1. Qualität 125 (zuletzt 125), Molkereibutler 2. Dualüat 123 (123), Landbutter 116 (116). Rahm- einkauf bei 43 Fetteinheiten ohne Buttermilchrück- gäbe 123 (123). Allgäuer Weichkäse mit 20 v H. Fettgehalt 22 bis 25 (22 bis 25> AUpauer Emmentaler mit 45 v. H. Fettgehalt 70 bis 72 (70 bi» 72). frankfurter ^chlachtvieftmarlt. 5 r a n l f u r t a. TL, 26. Oft. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Auftrieb: 66 Rinder, 808 Halber, 442 Schafe, 613 Schweine. Ls notierten: Halber 20 bis 40 Mark, Schafe 16 bi» 26 Mark, Schweine 44 bi» 52 Mark. — Marktverlaui bei allen Dichgattun- gen ruhig. Weiterer Rückgang der Arbeitslosig' feit in Hessen. Die Pressestelle de, Canbe»arbeif»amls Hessen in Frankfurt a.2H. teilt mit: Die Zahl der bei den Hrbeitiümfern gemeldeten Arbeitslosen nahm in der ersten Oktober Hälfte um 1326 weiterhin ab. Insgesamt wurden am 15. Oktober b. 3. 232 617 Arbeitslose gezählt; davon waren 42 369 Frauen. Vie Zahl der Arbeitslosen Im Bezirk de» Canbewbeibamt» Hessen liegt damit um 68280 oder 22,7 v. h. niedriger al» im gleichen Zeitpunkt des Vorjahre, und ist seit dem winterlichen Höchststand, also seit Mitte Januar d. 3., nm 100 614 oder 30,2 o. h. lurüdgegan- gen. Die Zahl der hauplunterstühungsempfänger in jber Arbeitslosenversicherung und krisensürsorge ging m der ersten Oktober Hälfte am 676 auf 75 942 zurück. Oer Status der Reichsbant. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. Oktober Hal sich In der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Scheck», Lombard» und Effekten um 154,1 auf 3 346,6 Mill. Mark oer- ringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -scheck» um 147,4 auf 2 970,4 Mill- Mark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 4,2 auf 3,0 Mill. Mark, die Lomdordbestände um 1,3 auf 53,7 Mill. Mark und die Effektenbestände um 1,2 auf 319,5 Mill. Mark abgenommen. An Reichsbanknotcn und Rentenbankscheinen zusammen sind 104,5 Mill. Mark in die Kassen der Reichsbank zuruckgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 99,6 auf 3 326,5 Mill. Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 4,9 auf 377,4 Mill. Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 61,7 auf 1 403,2 Mill. Mark ab. Die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheinen haben sich auf 31,5 Mill. Mark, diejenigen an Scheidemünzen auf. 273,2 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 410,6 Mill. Mark eine Zunahme um 19,2 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 1,0 auf 412,9 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Gold- bestände um 5,9 auf 389,6 Mill. Mark zugenom- men, die Bestände an deckungsfähigen Devisen dagegen um 4,9 auf 23.3 Mill. Mark abgenommen. Die Deckung d e r Roten betrug am 23. Oktober 12,4 o. H. gegen 12,0 v. H am 14. Oktober d. I. Der Zentralausfchuß der Reichsbank ist auf Freitag, 27. Oktober, 12 Uhr, zu einer Sitzung zusammenberufen worden. Wie WTB - Handelsdienst hierzu erfährt, steht die Einberufung in Zusammenhang mit der am gleichen Tage um 11 Uhr stattfindenden ao. GD. der Reichsbank. Arbeitsgemeinschaft der Elektrizitäts» werke im schein'Maingebiet. Auf Anregung der Preußischen Industrie- und Handelskammer Franksurt a. M. fand am Montag in Frankfurt eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft größerer Elektrizitätsoersoraunas-Unternehmungen H'ssens statt, zu der auch die Leiter der größeren elektrischen Unternehmungen des preußischen Teils des Rhein'Mainifchen Wirtschaftsgebiets geloben waren. Einstimmig wurde beschlossen, diese Arbeitsgemeinschaft auch auf die übrigen Werke diese» Gebiets auszudehnen und ihr den Namen „Ar- beitsgemeinslyaft der größeren Elektrizitätsversorgungs-Unternehmungen des Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiets" zu geben. Zum Vorstand wurden bestellt die Direktoren Brandis (Heaa Darm- ftabt), Habersaat (Eltwerk Frankfurt a. M.) und Schober (Mainkraftwerke Frankfurt a. M- Höchst). Ausnahme des Wechselkred ts an Bausparkassen. Der Reichsverband der deutschen Bausparkassen teilt mit: In der Senatssihung oom 24. Oktober hat das Reichsaussichtsamt gemäß 8 13 VAG. in Verbindung mit den §§ 112 und 116 Ziff. 7 DAG einer besonders hierzu ausgewählten Bausparkasse die Genehmigung erteilt, den ihr von der Deutschen -Bau- und Bodenbank zugesagten Wechselkredil auszuneh- men. Nachdem diese erste Genehmigung in einer Senatssitzung entschieden wurde, ist Damit zu rechnen, daß das Reichsaufsichtsamt alle ähnlich gelagerten Fälle im Derfügungswege genehmigen wird. Da die Kredit zusage von feiten der Bau- und Bodenbank bereits einer Anzahl Bausparkassen erteilt worden ist, wird nunmehr mit der laufenden Genehmigung einer weiteren Anzahl von Fällen durch das Reichsaufsichtsamt zu rechnen sein, so daß Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 25. Oft Die Getreidebörse lag sehr still bei nur wenig veränderten Preisen Don Futtermitteln waren Hafer und Kleie leicht befestigt. Weizen 193, Roagen 161 bis 162, Braugerste 182,50 bi» 185, Hafer 137,50 bis 140, Skt- zenmehl Spez. 0 mit Lus tauf chweizen 28,75 bi» 29,50, do. ohne 27,25 bis 28, Rogaenmehl 0- bis 60- prozentig 22,50 bis 23, do. füdd. Spez. 0 23,50, Weizenkleie 9,25, Roggenkleie 8,75 Mark. Tendenz: ruhig. Wettcraucr L bftmartt in Butzbach. Butzbach, 25. Oki. Der Markt war aut beschickt. Nachfrage mäßig. Es wurden bezahlt pro Zentner für: Tafelobst: Hepfel 10 bi» 14, Birnen 5 bi» 6 Mark Dirttchaftsobst: Aepfel 5 bi» 7,50, Birnen 3 bis 4 Mark. Tendenz mäßig. Lchwcincrnarkt in Friedberg. WSR. Friedberg, 25. Ott. Auf dem Heuti. gen Schweinemarkt wurden für 6 Wochen alte 10 Gemeinden ohne Arbeitslose, 25 Gemeinden bt8 5 Arbeitslos» iy . bi» 10 4 ,25 3 * „ 60 2 „100 „ der Arbeitslosen In Ober- tarier ttotomi.. teuiidje ÜtMlem. Cttsta« X »oppd EfeiN» rm ... .............. • 300000 Volksempfänger. Die beut- fche Funkindustrie Hal sich, wie die nationalsozialistische Rundfunkkammer müieiü, zu einer Reu- auflage de» Volksempfänger» VE 301 von 100 000 Stück entschlossen. In der großen Nachfrage nach Volksempfängern hat sich die nationalsozialistische Rundfunkwerbung äußerst günstig ausgewirkt. Es ist festaestellt worden, daß in den Monaten August und »eptember ein wesentlich höherer Absatz an Rundfunkgeräten zu verzeichnen ist, als in den gleichen Monaten des Vorjahres. Frankfurter Börse. ZRittag»börfe: fester: Frankfurt a. M., 25. Oft Die Börse eröffnete für den Aktienmarkt infolge des Order- mangels in sehr stiller, aber nicht unfreundlicher Haltung. Die Kurse waren zunächst im allgemeinen nur wenig verändert. Stark gefraat waren Reichs- bank mit plus 2,75 o. H., ferner Betula mit plus 1,75 o. H., dagegen lagen Siemens erneut im Angebot und 1,65 o. H. schwächer. IG Farben, Montan- und Schiffahrtsaktien lagen gut behauptet, auf den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftssttlle. Die große Rede des Reichskanzlers hinterließ einen sehr guten Eindruck und gab besonders den Ren - t e n neuen Auftrieb, zumal hier die Kundschaft mit Kauforders vertreten war und sich auch die Kulisse stark am Geschäft beteiligte. Neben erhöhter Nachfrage nach Stadtanleihen, Komm.-Oblig. und Goldpfandbriefen lagen ganz besonders wieder die „Variablen" lebhaft und fest. Es eröffneten Alt- besitz zunächst mit plus 0,25 v. H, bann weitere 0,25 o. H. hoher auf 80 o. H. anziehend, ferner späte Reichsschuldbuchforderungen 88 bis 88,40 (plus 0,90 o. H ), Stahloerein-Bonds 62,90 bis 63,90 (+ 1,50 v. H), Reichsbahn-VA. 100,75 bis 101 (4- 0,50 v. H.). Die Neubesitzanleihe lag etwas ruhiger, jedoch mit 13,25 bis 13,30 ebenfalls 10 Pf. fester. Nach den ersten Kursen traten auch Aktien stärker in den Vordergrund, und es ergaben sich überwiegend Befestigungen von 0,25 bis 1 v. H. Reichsbank erneut 4- 1 v. H., ferner Bekula 4- 0,75 o. H., Gesfürel 4- 1,75 v. H., Schuckert 4- 1,40 v. H., Akkumulatoren 4- 1,25 v. H., AG. für Verkehr 4- 2 v.H. Niedriger lagen Holzmann (— 1 v.H.). IG. Farben schwankten zwischen 116,25 bis 117 v. H., schlossen mit 116,75 v. H. Im weiteren Verlauf rückten Montanaktien stärker hervor, Phönix 33,75 bis 35, Gelsenkirchen 45,25 bis 44,75 bis 46, Harpener 77,25 bis 78,50, Mannesmann 49 bis 50,25, Stahloerein 30,75 bis 31,75. Fest lagen ferner Licht 8- Kraft (+ 2,50 v. H ), Ehade (4- 3 Mark), während Kaliaktien durchweg von 1 bis 2,50 v. H. einbüfjten. Siemens waren um 0,90 v. H. erholt, ferner lagen Daimler (26,50 bis 28) fest. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchsor- berungen blieben gut behauptet, Neubesitz schlossen mit 13,20 etwas niebriaer. Öolbpfanbbriefe zogen meist von 0,25 bis 0,50 o. H., ßiquibationspfanb- briefc von 0,50 bis 0,75 d. H. unb Rammunab Obligationen von 0,50 bi» 1 v. H. an. Fest lagen auch roieber Stabtanleihen, 6proz. Mainz 75 (4- 2 v. H ), 6proz. Darmftabt 77,75 (+ 1,75 v. H ), 6proz. Stadt Hanau 70,50 (4- 2 v.H.) und 6proz. Stadt Frankfurt 68,90 (4- 0,90). Don Länderanleihen Hessen weiter erhöht. Staats- und Reichsanleihen lagen ruhig. Schutzgebiete 8 bis 8,10, amtlich 7,95. Don Industrie-Obligationen Daimler + 2d. H, ba- gegen IG. Bonbs —1,75. Von Auslanbsrenten lagen Schweiz. Bahnwerte schwächer, ferner kamen 5proz. äußere Goldmexikaner nach Pause 0,75 v. H. niedriger zur Notiz. — Tagesgeld war zu 3 v. H. leicht, Exportoaluta mit 22,25 gesucht unb fest. Abenbbörse: still. Die Abenbbörse zeigte allgemein ein stilles Aus- sehen, da nennenswerte Runbenaufträge fehlten. Am Aktienmarkt konnte sich in einigen Montanaktien etwas Geschäft entwickeln, so u. a. für Phönix, Stahlverein. Dagegen lagen IG.-Farden sehr still unb 0,50 v. H. unter dem Berliner Schluß. Im übrigen lagen bie Kurse teils etwas über, teils etwas unter Mittagsniveau. Etwas vernachlässigt lag ber Rentenmarkt bei geringen Umsätzen. Altbesitz gaben 0,25 v. H., Neudesitz 5 Pf. nach, wahrenb Schulbbuchforberungen in späten Fälligkeiten zu 88,75 o. H. unoeränbert lagen. Kassarenten lagen sehr ruhig. U. a. notierten: Neubesitz 13,15, Altbesitz 79,65, Schutzgebiete von 1914 8,05, 6proz. Stahloerein 63,50, Reichsbank 159, Buberus 63,50, Gel- senkirchcn 46,50, Harpener 78,25, Mannesmann 51, Phönix 35, Rheinstahl 73, Stahlverein 32, Aku 28, Bekula 109,38, Daimler 28,50 bis 28,25, Licht unb Kraft 90, IG -Farben 116,50 bis 116,38, Gesfürel 74,50, Reichsbahn-DA 100,90, AG. für Verkehrs- wesen 44,50, Hapag 10, Norbb. Lloyb 10^0. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe ber zuletzt beschlossenen Dioibenbe an. - Re.chsbankbiskont 4 o. I), nombarb.tn.- u3 - 13 Gemeinden ohne Arbeitslose, 40 Gemeinden bi» 5 Arbeitslose 13 , bi» 10 „ 13 „ *26 3 50 1 .100 6 Gemeinden ohne Arbeitslose, 24 Gemeinden bi» 5 Arbeitslose 10 n bi» 10 20 * 26 10 * 60 „ 4 * * 100 * 2 _ 150 „ 2 Gemeinden ohne Arbeitslose, 12 Gemeinden bi» 5 Arbctt»lose V . bi» 10 13 *25 11 ' , 50 6 *100 3 * 150 * 2 * 600 p 9 Gemeinden ohne Arbeitslose, 14 Gemeinden bi» 5 Arbeitslose 12 * bi» 10 17 * *25 13 , 50 * 11 *100 * 1 Z * 150 2 1 * *200 1 250 1 6.2000 p 18 Gemeinden ohne Arbeitslose, 17 Gemeinden bi» 6 Arbeit-los« 5 , bi» 10 3 * 25 2t IS 40,25 14.5 144 141,25 128,251 15 f 54.75 in insgesamt . 619 . 1172 . 2192 . 3932 . 163 Schotten.....443 Gliedert man die Zahl der Mfffifl*».. täten....... «rag....... Bubapct ... €oHa...... C.ilsn» .... cuo....... Ä-renbe»«. tstctfboüa... 2snBon ..... Ihieno« ttrt» Ruud .... 8ruf|d..... ntallfli..... tat»...... eAeefc .... «wniee.... r«.»,..... loitrt*ecrt artetet..... Haupt-Unterstützung»-EmpfLnger: in der Alu. in der Kru. $ranrhin a. 2)L , . , rHchlu»'. eben»- für* Vranffun a.271. Serik, tiSluN furi Schiutzi. Abenb- b»r< Schluß für# Dlitfay b»riu6f. imtta^ börle Datum 24.10. 25.1 . 24.10. 25.10. «X Drilliche 9Jetdj«anlel0e v. 1987 6% ebnn.7% Tt. SeWanl. d. 19M 91.4 91 91 89,75 99.65 99.25 99,4 99 »H%2)ounfl.«nletl>e von 1980 . Deuijche flnk-eibldl.-ödiulb eil 85,5 85.5 — 85,75 79.5 79.65 79,5 79.9 Äullo|..9teil)tcn .......... obne «u«lo|..Bed)te...... 13.2 13.15 13,1 13,2 •% ebem.*-'o Hell. BolHüaat 1929 «« 87,75 86,75 87,25 (rudublb. IM%) ......... 8anbe«ban! TaimKnbt 88.5 87,25 n 17,5 Ml. ßanbeM-bpottelrn- bant Tarmflabl Liam........ 87 87,5 — — Cberbrllm Trvoln|-anklb< mit ÄuMol.-Siectlen ..... T3 — • —- Deuklche jk-mm. Eammelabl. Än- 75,65 74,75 75,9 leide ferit 1 mit «uttol.-ziechien 74.5 »*; ebem. 8% gran« Hyo -van! 88 25 Golbvle. 15 unkündbar bU 1935 81 |% ebem. 7% ilranlt Oop -Banl 87,5 (lolbpfe. 16 unlunbter bU 1936 68 6H% edem. 454% .Zrang. Hyp.- flanl« L*ta U.-BI anbbrtr le 87 87,75 — — »h% ehem 4^% «beintf* hyp.«Bant.Ltau.^»albvle. 88.5 ! 88.5 — — «% ehern. 8% Br. £an?e«pfanb. brielanfUli. Blanbbrtefe Ä. 16 81.5 | 88 5 88 5 88 5 »% ehern. 7% ft. i.-an>e#rfan^ 6rielanflall, Bfanbbrtrfe St. IC 88 88.25 88 88 LlruerguNL. BanrdmunaShir« 17.5 1 87.5 87,5 l 17.5 24.Cftaber 25-CHebtr «ratliAe Tonern na »elf | Brie Bmtlid* Sof.enma flkfb Brtr 24.19* | 25*I°l 21.9 22.4 66.75 67.13 34.13 34.9 177 150 5 72.75 73 31.13 31.75 9.75 , 10 108 108 104 101 — 150.5 116.25 s 117 — —— 40.75 40.75 45.9 47.5 54 57,13 56 - — — — 82.5 86,75 27.25 27.25 38 39.75 33 33.25 20,75 — 100 102.5 24.13 24.13 10.25 40.5 26.4 77,25 14.5 14.75 144.25 i 152.5 162.25 164 129 1 130.5 I - | - 1 171 i 171.5