-erLandkrankenkaffe nffamm. >4. Sufi. !Bei ber LMelle inen Drtstrantentafle für wurden Unterschla- 100 Mark eilt. Durch tzÄMng der die ZaWeiieuveiwalterin 127 sich unbemerkt diese > Unregelmäßigkeiten ver- h einen Zufall aufgedickt KK- SM •9, der K" «rotz, 'd der C r^^err ber !rehefaenfans j.’jH*1, finden tz n ^^üchen el begrübt °"p- wir ien fanden üN"- Die 3,en Kirch« unff bQnl' 1uni ifrjfSä's ssaST litt. WltlfneiIJI ftii. Mflong, ^*'ÄXÖ: SjÄt» efSr rnen ane" N W°dt glanzend gewahrt, ^rrnyer besichtigt m Bad Homburg, urg 22. Juli. Reichg. Wte am Freitag meß« emenshllus in Lad ngte bie Organisation des es Interesse erweckte der lop-Apparat. ein elektro- 'hren zur Erforschung der Menschen. Direktor Sick ! aus Grund des kürzlich B.-Mschnittsführer Neuis abstattete, demnächst -S.-Abfchnitts auf ihre im Siemenshaus unter« iichsstatthalter dankte für ührungen und sprach sich iedigt aus. ichfertige f-MMA „telD-FuBbodedicX iüle-Lacke, »e* “ iut iSIktrnt», Terpentinöl SaftlicheWerke ckiiDg y. 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Preis für i mm^jöhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Nlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20°/. mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. WUH. Lange: für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D. Th.Kümmel sämtlich in Gießen. Feierliche Einführung des Leiters derLandeSsielleHesien-Aafsau für VollSauf klärung und Propaganda Frankfurt a. 2TI., 22. Juli. Am Freitag, dem 28. Juli 1933, um 11 Uhr, findet im Jranffur- te r Schauspielhaus die feierliche Einführung des Leiters der Landesflelle Hessen-Nassau für Dolksaufklärung und Propaganda, Gaupropagandaleiter Müller-Scheid, durch den Reichsstatl- halter in Hessen, Sprenger, und den Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, Prinz Philipp von Hessen, statt. Zu dieser Einführung sind von den obengenannten Regierungsstellen geladen: 1. Die v e h ö r d en der Provinz Hessen-Nassau und des Landes Hessen (die Regierungspräsidenten mit ihren hauptcesecenten, alle L a n d r ä t c bzw. Kreisdirektoren, die Vertreter beider Konfessionen, die Ober- bürgermeister und Bürgermeister der Städte über 10 000 Einwohner, die Polizeibehörden, die Spitzen der Universitäten und übrigen Hochschulen, die Direktoren der höheren Schulen, die Kreis - und Stadtschulräte der Volksschulen). - 2. Die Gauleilungen der NSDAP, von Hessen-Nassau und Kurhessen mit ihren Hauptabteilungsleitern, den Stäben der SA., SS. und HI., sowie alle Kreisteiter und Kreispropagandaleiter. , 3. Die Verleger, hauptschriftleiter und Korrespondenten aller in der Provinz Hessen-Nassau und im Lande Hessen erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften. 4. Die Besitzer und Direktoren aller Lichtspieltheater. 5. Die Intendanten und Direktoren der staatlichen und städtischen Theater mit ihren Dramaturgen. 6. Der Intendant des Rundfunks und fein hauptableilungsleiter. 7. Die Spitzen aller wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen verbände und Vereine, soweit sie über die Grütze eines Kreises hinaus gehen. Die obengenannten staatlichen und städtischen Behörden, sowie die verbände werden vom Oberpräsidium Kassel und der Regierung in Hessen in den nächsten Tagen eingeladen. Versailles muß fallen! Mutiges Bekenntnis eines englischen Lssiziers. Mexiko, 25. Juli. (CAB.) Das ehemalige britische Mitglied der oberschlesischen Abstim- mungskommission Oberstleutnant Graham Seton Hutchison veröffentlicht in der „Deutschen Zeitung von Mexiko" unter der Lieberschrift „Versailles muh fallen!" einen Artikel, der sich in erfreulicher Offenheit mit dieser nicht nur für Deutschland, sondern für die Wiedergesundung Europas so wichtigen Frage beschäftigt. 3n dem Artikel schreibt Oberstleutnant Hutchison, nachdem er sich als ausgezeichneter Kenner Deutschlands vorgestellt hat, u. a.: Während wir Frontsoldaten versucht haben, die englisch-deutsche Brüderschaft neu zu knüpfen, hat eine seelenzerstörende, heimtückische, listig ersonnene Lügenhche versucht, die deutschenglischen Gefühle der Freundschaft wieder zu zerstören und aufs neue Feindschaft zu stiften. Dcx rachsüchtige Beitrag von Versailles tcat ein harter Schlag für unsere in den Schützengräben erträumten Hoffnungen. Man sollte doch endlich dem großen deutschen Volke das Recht einräumen, fein Geschick nach eigenem Befinden zu regeln, selbst wenn die Gefahr besteht, daß die Hetzer, von denen uns Gott befreien möge, einen noch größeren Lärm verursachen. Kein Mensch, der auch nur wenig Kenntnis von der hitlerbewegung hat, kann sie als kriegslüstern ansprechen. Die Ziele Hitlers sind in erster Linie deutsches Leben und deutsche Sitten. 3n Frankreich aber lauert die sprungbereite Kriegsgefahr mit sieben Häuptern wie schon seit Jahrhunderten, lange bevor Deutschland ein geeintes Reich war. Sollen wir heute annehmen, unsere Hochziele seien mit unseren Gefallenen begraben wyrden? Roch gibt cs ehrliche Männer in England. Ich habe den eisernen Willen, die Wahrheit auszusprechcn und die Marktschreier, die Verführer, die politischen Kuppler bloßzustellen. Ich habe den Willen, alle blohzustellen, die aus wahrheitsliebenden Menschen Sklaven und Käuflinge machen wollen. Ich liebe meine deutschen Freunde um ihrer Schwäche willen so gut wie wegen ihrer Stärke. Ich liebe sie nicht zum geringsten Teile, weil ich ihre Wunden lindern konnte. Ich liebe Deutschland, weil es die Kraft in sich entdeckt hat, aus der heraus die Wunden der Welt geheilt werden können- Versailles muß fallen! Oer Bau der deutschen Reichsautobahnen. Generalinspekteur Dr.-Ing. Todt entwickelt sein Programm. Berlin, 25. Juli. (WTB.) Bei einem Presseempfang entwickelte der vom Reichskanzler ernannte Generalinspekteur des deutschen Straßenwesens Dr. ing. Todt sein Programm. Eingangs betonte er, daß er erst so spät zur Presse spreche, weil er die Zeit nach seiner Ernennung zunächst dazu verwenden wollte, diejenigen Arbeiten, die schnell begonnen werden konnten, in Gang zu bringen. Das sei der Bau des ersten Teilstücks der deutschen Reichsautobahnen Frankfurt a. M. — Heidelberg— Mannheim. Seine erste Arbeit sei gewesen, dieses Stück möglichst rasch in Angriff nehmen zu lassen. Dann führte Dr. ing. Todt weiter aus: Die Ursache meiner Ernennung ist das Gesetz vom 27. Juni über die Reichsautobahnen. Der grundlegende Inhalt dieses Gesetzes ift die Errichtung einer allen Wegeunterhaltungspslichtigen übergeordneten Inspektionsstelle für das gesamte Gebiet des deutschen Straßenwesens. Damit ist der erste Schritt getan für die Beseitigung der uneinheitlichen Vielheit, die jeder ehrliche Straßenbauer ober Wegeunterhaltungspflichtige seit Jahren bedauert. Der kommende Minter wird Zeil lassen, durch ein einheitliches Reichsgeseh die organisatorische Form des künftigen Straßenwesens zu schaffen. Das ist der allgemeine Inhalt dieses Gesetzes. Der besondere Inhalt ist die Schaffung, der Neubau dieses ganzen neuartigen Systems reiner Autobahnen durch die Reichsbahn. Generalinspekteur Todt ging bann barauf ein, warum biejes neuartige System von Straßen, diese Nur-Autobahnen, geschaffen werden sollen. Man brauche nur einmal ein ober zwei Kilometer in einem Auto zu fahren, bann tauchten schon bie hinbernisse auf in Form von Kurven, oon Ortsdurchfahrten, Bahnübergängen, Straßenkreuzungen, Schlaglochserien, in Form von Radfahrergruppen ober Heuwagen. UeberaU werbe bas zu schneller Fahrt befähigte Auto behinbert. Diese Behinberung, biese Gefährbung ber Insassen unb biefe Unzulänglichkeit der Straße gegenüber diesem Verkehrsmittel alle zwei Minuten werde nicht nur von einem kleinen Kreis empfunden, sondern von dem großen Kreis derjenigen, bie bas Auto benutzen. Wir zählten heute schon 1,5 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschlanb, bie von ber Unzulänglichkeit ber alten Straßen betroffen würben. Dieser Zustanb wirb nicht bleiben. Es ist technisch nie so gewesen, baß ein Mißverhältnis zwischen ber technischen Entwicklung unb allem anberen bestehen blieb. Das Auto wirb sich bie Straße schaffen, bie es nach seiner technischen Entwicklung braucht. Rur taucht bie Frage auf: Wie? Seit bem Jahre 1926 würbe schon baran gearbeitet, bie Straße bem Autoverkehr anzupassen. AUerbings blieb diese Anpassung hinter ber Entwicklung zurück. Da kam Reichskanzler Adolf Hitler. Mit seinem weitausschauenden Blick sagte er: Wir haben nicht Straßen zu bauen, die dem jetzigen Verkehr genügen. Die Entwicklung geht weiter. was wir bauen, muh für Generationen geschaffen fein, unb diese Straßen müssen noch in 20 Jahren den wert besitzen, den sie heute haben, wir wollen nicht etwas schaffen, das bei Inbetriebnahme schon 50 o. £). seines wertes verloren hat, sondern etwas, das auf Generationen hinaus seinen wert behält. Das ist der Kerngedanke der großen Idee des Reichskanzlei Adolf Hitler über die Reichsautobahnen. Zunächst werden 5 0 0 0 Kilometer in Angriff genommen: natürlich wird sich die Bauzeit auf eine längere Reihe von Jahren ausdehnen. Die Autobahnen werden durch bie Reichsbahn ausgebaut bzw. burch ein Zweigunternehmen der Reichsbahn, und zwar aus folgenden Gründen: Die Reichsbahn war das einheitliche Verkehrsunternehmen des Reiches und soll es bleiben. Die Entwicklung des Kraftwagens hat es aber mit sich gebracht, daß der Güterverkehr von der Bahn abwanderte und auf das Automobil und die Straße überging. Diese Entwicklung kann gehemmt werden (was natürlich ist): der einzig richtige Weg ist aber die jetzige Lösung: Die unbehinderte Entwicklung des Autos und der Reichsbahn in einer Hand. Es ist der geniale Plan des Führers gewesen, hier alle Hemmungen zu beseitigen und dafür zu sorgen, daß die Reichsbahn an der Entwicklung des Autoverkehrs selbst interessiert wird. Neben dieser Aufgabe ber Schaffung bes Netzes von Autostraßen — so erklärte Generalinspekteur Dr.-Jng. Tobt weiter — erstreckt sich mein Wir- fungstreis auf bas Gebiet bes allgemeinen Straßenbaues. Hier ist zuerst meine Ausgabe bie Vereinheitlichung ber D r g a n i [ a • t i o n. Bekanntlich haben wir vielerlei Wegepflich- tige. Jeber kann tun, was er will. Das Endziel ist jedoch nicht etwa die verreich- lichung des Straßennetzes. Die Straße ist dazu nicht geeignet. Die Bau- und Verkehrsoerhältnifse sind überall verschieden. Die Straße ist bodenständig und soll bodenständigmitderProvinz verbunden bleiben. Aber in jeder einzelnen Provinz dürfen nicht Hunderte von verschiedenen Wegcunterhal- tungspflid)tigcn vorhanden sein, sondern die Leitung muß in einer Hand liegen. Das wird eine Art Landesbauinspekteur sein, der innerhalb seines Gebietes verantwortlich ift, daß auch der allgemeine Straßenbau künftig nach allgemeinen Richtlinien und großzügig gestaltet werden kann. Die schönste Organisation nützt natürlich nichts, wenn nicht die Finanzierung eine andere als bisher wird. Jetzt ist cs so, daß für die Kostew Zuwendungen aus der Automobilsteuer geleistet werden, in der Hauptsache sind aber die Wcge- baupslichtigen selbst zur Llnterhaltung der Straßen verpflichtet. Früher war das Wcgeunterhaltungs- Pflichtigen-Geseh gerecht, denn der Wcgebenuher blieb bei seinen Fahrten meistens nur in seinem Kreise, und nur wöchentlich einmal vielleicht kam eine Postkutsche von weiterher. Heute ist das aber anders. Die Llnterhaltspslichtigen, also die Anlieger, haben die Kosten für die Straßen zu tragen, und die Fahrer aus der Ferne fahren, sie entzwei. Das muß anders werden. Die wegebenuher — also die Allgemeinheit — müssen wegeunlerhalkspslichkig werden. Dann kommen wir aus der ewigen Not mit der Aufbringung der kosten heraus und sind nicht Jahr für Jahr auf Almosen angewiesen, sondern Ostpreußen zu dreivierlel frei von Arbeitslosen. Oie Aufnahme jugendlicher Arbeitsloser aus dem 3Retd> in Sicht. Königsberg, 25. Juli. (TU.) Der ost preußische Abwehrkampf gegen bie 21 r - beitslofigteit hat jetzt mit 30 Kreisen flächenmäßig drei viertel der Provinz frei von Arbeitslosen gemacht. Der Rest besteht zur Hauptsache aus städtischen Arbeitslosen, die noch untergebracht werden, und zwar vor allem in den Städten Königsberg und Elbing. 3m Hinblick auf das sich ständig steigernde Tempo läßt sich schon jetzt voraussehen, daß am 1. August Arbeitslose nur noch in diesen beiden Städten vorhanden sein werden. Das Ziel des Kampfes war ursprünglich, bis zum 1. Oktober die Arbeitslosigkeit in ber ganzen Provinz ; u beseitigen. Schon jetzt kann man sagen, daß dieses Ziel bereits am 15. August, d. h. rund 6 Wochen früher erreicht sein wird. Line Ausnahme dürfte lediglich Königsberg bilden; doch auch hier wird bis zum 15. August ber größte Teil der Arbeitslosen untergebracht sein. Die weitere Organisation für die beiden Städte Königsberg und Elbing muß vor allem den technischen Anforderungen Rechnung tragen: Zuggestellungen, Ausrüstung mit Kleidung unb Arbeitsgerät. Die nötigen Anordnunngen hierfür sind bereits getroffen. Die Arbeitslosen werden durch aus- gewählte Führer auf ihre künftige Arbeit vorbereitet. Sie sind mit Heller Begeisterung bei der Sache, Helsen selbst mit, das notwendige Material unb die Ausrüskungsgegenstände zu beschaffen. Schon Ende August wird Offpreufoen in ber Lage fein, größere Transporte jugendlicher Arbeitsloser aus dem Reich ; u übernehmen. Diese sollen durch das Land die Wiederverbindung mit dem Heimatboden bekommen und so in den ostpreuhischen Charakter eingegliebcrt werden. Die von der Arbeitslosigkeit befreiten Kreise sind folgende: Pillkallen, Preuhifch-Lytau, Niederung, Lohen, Johannisburg, Braunsberg, wehlau, Dar- kehmen, Mohrungen, Heiligenbeil, Lyck, Preußisch- holland, Landkreis Elbing, Stuhm, Marienburg, ©erbauen, Neidenburg, Barfenflein, Treuburg, Landkreis Tilsit-Ragnit, Heilsberg, Marienwerder, Angerburg, Landkreis Insterburg, Rosenberg, Rössel, Sensburg, Ofterrobe, StaUupönen, Labiau. Ohne Gondermittel! Die Pressestelle des Oberpräsidiums in Königsberg teilt mit: Es ist in einem Teil der Presse die Meldung verbreitet worden, die bisherige Räumung der Kreise von Erwerbslosen sei in Ostpreußen dadurch ermöglicht worden, daß die ostpreuhischen Banken, insbesondere die öffentlich-rechtlichen ostpreußischen Banken, Vorschüsse gegeben hätten auf Mittel, die von der Renten- oanMeditanstalt oder der Oeffa \\it Ostpreußen zugesagt feien. Diese Meldung ist von A bis Z unrichtig. Die bisher zur Bekämpfung der Erwerbslosigkeit in Ostpreußen in Gang gesetzten Arbeiten find aus keinerlei Sonde r m i t t e l n für Ostpreußen finanziert worden. Auch ist keinerlei Bankvorschuß auf zugesagte Mittel der Rentenbankkreditanstalt oder der Oeffa dafür zur Verfügung gestellt worden. Die ostpreuhischen Arbeiten sind vielmehr aus den normalen Mitteln, insbesondere aus der Reichsanstalt finanziert worden, wie sie jeder anderen Provinz in gleicher Weise zur Verfügung stehen. Frankreich erweitert seinen Kolonialbesitz. Im Chinesischen Meere, etwa 600 Kilometer westlich oon den Philippinen, liegt eine Inselgruppe (fünf kleine Inseln unb ein Korallenriff). Die Welt, so sagt man, sei aufgeteilt, unb bies stimmt wohl auch — bis auf biese Inselgruppe. Keine ber Mächte, bie an ihr ein Interesse haben könnten, erhob Anspruch auf ihren Besitz, bis Frankreich sie 1930 kurzerhand annektierte. Nunmehr, ba sich seitens ber anberen Mächte kein Einspruch erhob, hat Frankreich biese Inbesitznahme sozusagen offiziell gemacht. Die Kriegsmarine unb bie Schulbuchverlage finb ange- rviesen worben, auf Lanbkarten unb in Schulbüchern bie entsprechenben Aenberungen vorzunehmen. Die Inseln Tempest, Loaita, Jtu Aba sowie bie von Chinesen bewohnte Thi-Tu unb bie Zwillings-Insel stehen fortan also unter ber Trikolore. Wirtschaftlich ist bieser neue französische Kolonialbesitz bedeutungslos, s e i n e st r a t e g i s ch e B e d e u t u n g ist dafür um so größer. Bei den kommenben weltpoliti,chen Auseinandersetzungen, wie sie. sich aus den Interessengegensätzen der Mächte im fernen Osten unaufhaltsam entwickeln, wird cs wesentlich auch darauf ankommen, wer sich im Chinesischen Meer behauptet. Frankreich benötigt dort also eine brauchbare Flotte n b a s i s. Die fünf Inseln sind hierfür zwar nicht von Natur gerade geeignet: ein entsprechender Ausbau dürfte erhebliche Geldmittel erfordern. Indcß sind ihre Buchten geradezu ideale Häfen insbesondere für U-Boote unb Wasser- f (u g 3 e u g e , wie auch für kleinere Kriegsschiffe. Frankreich wirb wahrscheinlich alsbalb entsprechenbe Ausbauten vornehmen: es verstärkt bamit seine politische Geltung in jenem Abschnitt der Weltpolitik. Es wirb sich im Falle eines kriegerischen Konfliktes gewiß nicht im Chinesischen Meere vorherrschenb behaupten können, aber es wirb seine auf ben fünf Inseln bereitgestellten Machtmittel in die Waagschale werfen. Oie Juden im früheren Deutschland. Ein amerikanisches Urteil. Berlin, 25. Juli. (WTB.) Der frühere amerikanische Generalkonsul in Deutschland (1905 bis 1915), T. St. John G a f f n e y , hat allen amerikanischen Abgeordneten einen elf Seiten langen Artikel, „Tatsachen über den Kampf der Nationalsozialisten gegen die deutschen Juden und ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluß" zugestellt, in dem er die Haltung des deutschen Volkes in der Iudensrage nachdrücklich verteidigt. Der Generalkonsul kommt zu dem Schluß: „Tatsache ist, daß die Deutschen jahrelang einen Zu st and duldeten, den kein anderes Volk sich hätte gefallen lassen. Amerikaner, die diese Tatsachen mit den Verhältnissen in unserem Lande vergleichen, verstehen ohne Mühe, warum so viele Deutsche, und besonders die deutsche Jugend auf dem Lande, immer mehr zu der Lieberzeugung kamen, daß nur ein Zentraleingriff helfen könnte, nachdem viele schmerzliche Maßnahmen nicht geholfen haben." Generalkonsul G a f f n e h war einer der ersten Amerikaner, die sich nach dem Kriege gegen eine Ratifizierung des Versailler Diktates einsehten, gegen die Lüge von der deutschen Kriegsschuld protestierten und unter persönlichen Opfern in Artikeln und Vorträgen die deutschfeindlichen Kräfte in Amerika bekämpften. Verhinderte Störung des Deutschen Turnfestes. Stuttgart, 25. Juli. (TU.) Von Anhängern ber verbotenen Linksparteien war, wie amtlich mitgeteilt wirb, beabsichtigt, bas Deutsche T u r n f e st zum Anlaß einer besonderen intensiven illegalen Tätigkeit zu benutzen. Es sollten verbotene Schriften zur Verteilung gebracht, darüber hinaus aber auch oon Provokateuren Störungen ber öffentlichen Ruhe unb Drbnung ausgelöst werden. Die politische Polizei hat sich daher veranlaßt gesehen, in ber Nacht zum 25. d. M. rund 200 $ erfonen, bie ber Teilnahme an berartigen Umtrieben verdächtig waren, in Schutzhast zu nehmen. Die Durchführung ber Aktion verlief reibungslos. Es konnten große Mengen von verbotenen Schriften unb eine geringe Anzahl von Waffen beschlagnahmt werben. Die Schutzhästlinge unb bas Material wurden sichergestellt. werden dafür sorgen, daß möglichst aus eine Reihe von Jahren — und zwar fünf bis zehn — ein bestimmter Betrag zur Verfügung steht, so öah wir auf lange Sicht hinaus arbeiten können. Generälinspekteur Todt wies dann darauf hin. daß ein einziger Kilometer der Reichsautobahnen im ganzen genommen 30» bis 40000 Tagesschichten an Arbeit erfordere, einschließlich der an der Bereitung der Rohstoffe beteiligten Industrien. Der dem Bau des ersten Stückes der Reichsautostrahe Hamburg—Basel, der Straße Frankfurt Darm st adt—Heidelberg, werde man auf ein Jahr 20 000 Arbeiter beschäftigen können. Dabei sind allerdings die verarbeitenden Industrien noch nicht mitgerechnet. Die Zahlen der geschaffenen Arbeitsmöglichkeiten sind erheblich höher. Auf 1000 Kilometer der Reichsautostrahen kann man etwa 250 000 Arbeiter beschäftigen, und zwar nur an der Baustelle allein. Diese Arbeitsmöglichkeit besteht serienmäßig eine Reihe von Jahren hindurch. Die indirekte Beschäftigung in den beteiligten Industrien drückt sich auch größtenteils rn Löhnen aus, ebenso wie das für den Dau der Reichsautobahnen benötfgte Kapital zu 70 Prozent für Löhne wieder ausgegeben wird. Zunächst wird die 25 Kilometer lange Strecke Frankfurt—Darmstadt als Probestrecke gebaut. Diese Strecke soll schon im nächsten Jahre fertig fein, da dann zum erstenmal der internationale Stcaßenkongreß in Deutschland tagt. Ulan wird, um dieses Ziel zu erreichen, auch im Winter arbeiten, soweit dies die Witterung irgendwie zuläht. Zur Finanzierung teilte der Generalinspekteur mit, daß das Geld von der Reichsbahn zunächst in Form eines Darlehens gegeben worden sei. Die Gesellschaft für den Bau von Reichs-Autobahnen werde in den nächsten Wochen gebildet werden. Finanzierungsmöglichkeiten seien in großem Maße vorhanden. Es hätten sich bereits Finanzkreise gemeldet, die sich gern daran beteiligen wollten. OashelleLichtneuerHoffnung M ü n ch e n , 25. Juli. (TU.) Zu dem Generalangriff auf die Arbeitslosigkeit schreibt am Dienstag der „Völkische Beobachter" u. a.: „Diese Siegesmeldungen aus der Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit, den gigantischsten Wirtschaftskamps, den Deutschland jemals geführt hat, finden im Volke gewaltigen Widerhall. Zum e r st e n Male ist eine wirkliche Arbeitsbeschaffung Tatsache geworden. Zum ersten Mal tritt in das stumpfe Dunkel der deutschen Not das Helle Licht neuer Hoffnung. Ueberall beginnt das Räderwerk der deutschen Wirtschaft langsam seine Arbeit wiederaufzunehmen. Die Siegesmeldungen werden der Nation ein gewaltiger Ansporn sein, weiterhin alle Kräfte zu sammeln und einzusetzen, um unter der genialen Führung Adolf Hitlers in dieser riesigen Durchbruchsschlacht die Not und die Arbeitslosigkeit dereinst endgültig zu besiegen. Das in der historischen Revolution der letzten sechs Monate aufgebaute neue Deutschland wird in dieser Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit, die so erfolgreich begonnen worden ist, zeigen, was die geeinte deutsche Nation unter Adolf Hitlers Führung zu vollbringen vermag, wird zeigen, daß diese Revolution wirklich der Anbeginn eines neuen Lebens des deutschen Volkes war." Arbeit für 3000 Mann auf ein Z^hr Berlin, 25. Juli. (WTD.) Im Rahmen der großen Arbeitsschlacht sind soeben durch das Reichsfinanzministerium die Boraussehungen für die Errichtung einer Zinkhütte in Magdeburg durch Giesches Erben geschaffen worden. Staatssekretär Reinhardt hat an den Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt, daß mit dem Bau bereits in den nächsten Tagen begonnen wird. Für ein Jahr würden dadurch 3 0 0 0 Arbeitet Beschäs tigung finden. In dem Telegramm wird ferner darauf hingewiesen, daß durch den neuen Zinkhüttenöau Deutschland vom ausländischen Elektrolyt-Zink unabhängig wird. Ewige Landschaft. Do» deutschen Dichtern beschrieben. Romaniische Aussicht. . . wir traten aus dem dichten Sannen» gebü,ch und standen am Zackenfall — eine ungeheure Wassersäule, die sich in eine unabsehbare Felsenkluft zu senken schien. Run kam es darauf an, herabzusteigen, um den Fall in seiner ganzen Riesengröße von unten herauf zu sehen, da aber die Felsen mit Moos überzogen, sehr glatt und der Erdboden durch den Regen sehr schlüpfrig geworden war, das Heruntersteigen auch überhaupt immer sehr gefährlich ist, so war ich von der Gesellschaft der einzige, der es wagte... Die Größe, die Erhabenheit, das furchtbar Schöne des Anblicks kann ich nicht beschreiben — die ©onne schien auf den Fall und nun glich er geschmolzenem Silber. In dem Wasserstaube, der die Luft umher über dem Felsbecken netzte, bildeten sich tausend Regenbogen in den mannigfaltigsten Farben. — Run ein Blick in die Gegend — von beiden Seiten türmten sich die Felsen auf ihre Wände sind so glatt, daß sie abgemeißelt zu fein scheinen. — In der Ferne entdeckt man die mannigfaltigsten Täler und Berge, die in das Blau-Grau des Aethers halb verhüllt in Sonnenblicken schimmern...“ ®. T. A. Hoffmann in einem Brief. Der Wald. „Die Bäume, hohe stattliche Bäume, auch die jugendlichen, erst vor zehn oder zwanzig Jahren gepflanzten — die umhalste er, herzte und streichelte er wie feine Lieblinge und bewahrheitete m der eigenen Person gleichsam die von ihm an» gespielte Fabelsage, daß die ersten Menschen auf und aus den Bäumen gewachsen feien. Wie oft sind wir an einem Apfelbaum, an einer Lärche oder Tanne unter solchen Zärtlichkeitsanwand» hingen seßhaft geworden! Wobei er denn zu erzählen pflegte, wie er als kleiner Knabe dabei gewesen, als die selige Mutter und Schwester Marianne sie haben pflanzen lassen." Ernst Moritz Arndt über den Freiherrn vom Stein. Der Rhein. „3d) bekam die herrlichen Ufer immer lieber und fühlte es ganz bestimmt, daß ich sie nicht auf Lebenslang zu verlassen glauben kann. Gerade diese Ufer, Die Hügel und Felsen sind es, die mir immer als Phantasie vorschwebten, als ich Mister Seldie über den Arbeitsdienst. Berlin, 25. Juli. (TU.) Reichsarbeitsminister Seldte gewährte dem Berliner Vertreter der einzigen politischen Wochenschau Norwegens „ABC.- Oslo", eine Unterredung über die 6^age des Arbeit sd i e n st e s und der Arbeitsbeschaffung. Der Minister erklärte u. a.: Freiwilligen Arbeitsdienst befinden sich zur Zeit in Deutschland rund 235 000 Mann. Freiwilliger Arbeitsdienst wurde in Deutschland seit Siriegsenbe von den verschiedensten nationalen Verbänden begonnen und weiter ausgebaut. Ob und wann die Einführung derArbeits- d i e n ft p f l i ch t kommt, läßt sich zur Stunde n och nicht ab f eben. Aus der Genfer Debatte über den Arbeitsdienst konnte man mit Schrecken erkennen, daß der Sinn des deutschen Arbeitsdienstes vollkommen verkannt wird. Es liegt der Reichsregierung durchaus fern, durch den Arbeitsdienst eine militärische Vorbildung der Jugend vorzunehmen. Auch das Ausland wird emsehen, daß man nur mit Schippe und Spaten keine Jugend zu guten Soldaten ausbilden kann. Wie man Die Jugend richtig militärisch aus bilden kann, zeigen ausländische Beispiele zur Genüge. Die Hauptaufgaben des Arbeitsdienstes liegen auf erzieherischem und sittlichem, vor allem aber auf sozialem Gebiet. Offenbar will besonders Frankreich immer noch nicht sehen, daß wir in Deutschland über eine Million jugendliche Arbeitslose haben, die keine Beschäftigung finden können. Die Reichsregierung wird sich nicht von ihrer Pflicht abbringen lassen, die deutsche Jugend vor sozialer und sittlicher Verwahrlosung zu schützen. Jrn Freiwilligen Arbeitsdienst gehen wir bewußt eigene, dem deutschen Charakter und den deutschen Notwendigkeiten angepaßte Wege. Natürlich scheuen wir uns nicht, Erfahrungen anderer Länder, wie z. B. Bulgariens, zu verwerten. Der Gedanke des Arbeitsdienstes hat sich in Deutschland durchgesehl und ist Gemeingut weitester Volkskreise geworden. Der Arbeitsdienst hat der deutschen Jugend nutzbringende Arbeit und Brot gegeben. Er war eines der wirksamsten Mittel, den Gedanken des Klassenkampfes in unserem Volke zu ertöten. Die Gefahr, daß der Privatwirtschaft und dem Arbeitsmarkt Arbeitsmöglichkeiten durch den Arbeitsdienst weggenommen werden, besteht nicht: im Gegenteil, durch die Leistungen deS Arbeitsdienstes werden sich viele neue Arbeitsmöglichkeiten öffnen. Der Arbeitsdienst bekommt volkswirtschaftliche Aufgaben zugewiesen, die wir heute mit der freien Wirtschaft nicht zu lösen imstande wären. Wenn der Arbeitsdienst anbaufähiges Land in weiterem 'Umfange schafft, gleichzeitig durch Wegebauten Gebiete an den Berkehr heranführt und die vorbereitenden Arbeiten für Bauernsiedlung usw. durchführt, so schafft er auf diese Weise für* Taufende und Abertausende erst die Möglichkeit, wieder Arbeit zu finden. (Er wird Arbeitssegen bringen und nicht eine weitere Wirtschaftsschrumpfung zur Folge haben. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung zielt darauf abi die Erstarrung, in der sich heute die Wirtschaft befindet, z u lösen. Die Belebung ging früher regelmäßig von der Privatinitiative aus und nahm ihren Ausgang vorzugsweise bei der Bauwirtschaft. Die Hemmungen, Hie heute hier liegen, brauche ich im einzelnen nicht aufzuführen. Diese Lage zwingt aber die Reichsregierung dazu, der Privatwirtschaft dadurch zu Hilfe zu kommen, daß durch Bereitstellung öffentlicherKre- dite neue Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Diese werden sich ihrerseits wieder günstig aus Beschäftigung und Absatz der deutschen Gesamtwirtschaft auswirken. 'Oie Fahndungsaktion im Reich. Zahlreiche steckbrieflich gesuchte Personen sestgenommen. Berlin. 25. Juli. (WTB.) Die Fahndungsaktion des Geheimen Staatspolizeiamts ist in ganz Preußen und in den übrigen Ländern völ - lig reibungslos verlaufen und mustergültig durchgeführt worden. Das geschloffene Vorgehen am heutigen Tag hat den Beweis dafür erbracht, daß die Staats mafd)ineri'e im notwendigen Augenblick schnell arbeitet und z i e ls i ch e r zuzu schlagen versteht. Auch die technische Durchführung der Maßnahmen ist zur vollsten Zufriedenheit ohne die geringste Störung erfolgt. Es wurden, wie wir von zuständiger Seite erfahren, zahlreiche steckbrieflich gesuchte Personen fe ft genommen. An zahlreichen Stellen wurde bei der Einsichtnahme in die Gepäckstücke illegales Schriftenmaterial vargefun- den. Ferner erfolgte die Festnahme bzw. Feststellung verschiedener Personen, die teils unbefugt Schußwaffen führte, teils ohne Führerschein am Steuer von Kraftwagen saßen. Die Aktion, die schlagartig im ganzen Reich um 12 Uhr einsetzte, war, wie vorgesehen, bereits um 12.40 Uhr beendet. Das Ergebnis in Frankfurt. WER. Frankfurt a.M., 25. Juli. Die heute im ganzen Reich durchgeführte Fahndungsaktion ist in Frankfurt völlig reibungslos und ruhig verlaufen. Insgesamt wurden in Frankfurt 43 Personen fest genommen, von denen die Mehrzahl gegen die Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes verstoßen hatte und nach Feststellung ihrer Persomllien wieder freigelassen werden konnte. Bei den übrigen Festgenommenen handelt es sich um Personen, die im Besitz illegaler Schriften waren oder wegen noch trostlos auf immer an Berlin geschmiedet zu sein wähnte. Mag immerhin mein Körper zufällig in jener Wüste geformt sein, meine ganze Seele bekennt die Ufer des Rheins zu ihrem Baterlande. Und ist mir noch ein Wunsch vergönnt, so ist es der, hier die letzten ßebendtag-o zu atmen und hier zu sterben..." Dorothea Schlegel. Wiese. „Ununterbrochen feilten die ®rillen. Georg, zum Abgrunde des Sommers hinabgesunken, lag in der Tiefe des Grillenmeeres. Ueber ihm hoch, in einer schönen Ewigkeit, gab es einen Bormittag, Insel der Sonnenfriedlichkeit, und möglicherweise war es dort, wo sein Leichnam angenehm- ruhte, in jenen farbigen, brodelnden Wiesen, von den unzählbaren Zirpen des unsichtbaren Getiers derart überfüllt, daß alles von ihm zitterte und schwoll wie von einer unsichtbaren, stampfenden Maschine oder als brächten zehntausendc Sonnenstrahlen an den geschliffenen Spitzen der Gräser dieses Geräusch hervor, das fortebbtc und erstarb und schon wieder von anderswo sich erhob und überschwoll und wieder hinsank und in Ewigkeit nicht verstummte, grün, grün, grün — und die flirrenden Stimmen." Albrecht Schaeffer, „Helianth". Gebirge. „Man ahnte im Dunkeln die Entstehung und das Leben dieser seltsamen Felsgestalten. Es mag geschehen sein, wie und wann es wolle, so haben sich diese Massen nach der Schwere und Aehnlichkeit ihrer Teile groß und einfach zusammengesetzt. Was für Revolutionen sie nachher bewegt, getrennt, gespalten haben, so sind auch diese doch nur einzelne Erschütterungen gewesen und selbst der Gedanke einer so ungeheuren De- wegung gibt ein hohes Gefühl von ewiger Festigkeit. Die Zeit hat auch, nach ewigen Gesehen, bald mehr und bald weniger auf sie gewirkt. Sie scheinen innerlich von gelblicher Farbe zu fein; allein das Wetter und die Luft verändern die Oberfläche in Graublau, daß nur hier und da in Streisen und in frischen Spalten die erste Farbe sichtbar ist. Langsam verwittert der Stein selbst und rundet sich an den Ecken ab, weichere Flecken werden weggezehrt, und so gibt's gar zierlich ausgeschweifte Höhlen und Löcher, die, wenn sie mit scharfen Kanten und Spitzen zusammentreffen, sich seltsam zeichnen. Die Begetation behauptet ihr Recht; auf jedem Vorsprung, Fläche und Spalt fassen Fichten Wurzel, Moos und verwandte Kräuter säumen die Felsen. Man verbotenen Waffenbesitzes in Haft behalten wurden. Wie das Geheime Staatspolizeiamt mitteilt, ist die Aktion im ganzen Regierungsbezirk Wiesbaden vollkommen ruhig und störungslos verlaufen, wie auch die Reichsbahn die Aktion völlig reibungslos durchführen konnte. Funde in märkischen Zeltstädten. Berlin, 25. Juli. (ERB.) Die Schutzpolizei z. b. B. und Beamte des Geheimen Staatspolizeiamtes nahmen heute nördlich von Berlin, bei Summt und Mühlenbeck, eine Durchsuchumg der an den Seen entstandenen Zeltstädte vor. Man fand u. a. fertige Klischees für eine neue Ausgabe der „Roten Zahn e“, zahlreiche kommunistische Handzettel und Waffen. Ein Tistl der Zeltbewohner wurde fest genommen und der Polizei zugeführt. Kommunistische Geheimorganisation in Breslau ausgehoben. Breslau, 25. Juli. (WTD.) Die Beamten der Geheimen Staatspolizei hatten in der Rächt zum 20. Juli im Stadtteil Breslau-Scheit- nig eine bewaffnete Klebekolonne der KPD. nach einem Feuergefecht fest genommen. Die Kolonne hatte versucht, geheim gedruckte hetzerische Flugblätter an den Häusern an» zukleben. Im Laufe der Ermittlungen wurde fest- gestellt, daß es sich um die Terrorgruppe des verbotenen Roten Frontkämpferbundes handelt, die in Breslau die Tätigkeit gegen die Regierung erneut ausgenommen hatte. Die Terrorgruppe bestand nur aus den zuverlässigsten KPD.-Leuten, die rücksichtslos bei Gefahr von der Schußwaffe Gebrauch machen. Cs konnten weiter die Hersteller der Greuelprv- pagandaflugblätter, sowie die Ge - fühlt tief, hier ist nichts Willkürliches, hier wirkt ein alles bewegendes, ewiges Gesetz..." Goethe, Briefe aus der Schweiz. Dünenlandschaften im Weltkriege. „Biel Spaß machen mir meine Ausflüge in die Dünen; bewaffnet mit einem Spazierstock schiebe ich los, immer hübsch frettoeg, bis ich an dev Düne bin, denn auf der Wiese gibt's Schrapnelle. Erst geht's durch die alten Stellungen; zerschossene Gewehre, leere belgische Tornister hinter jeder Erdwelle, aus der die Kerle vor unseren Seebataillonen ausgerissen sind. Hier und da ein einsames Grab im Heidekraut und Dünenkraut, mit dem Seebataillonhelm verziert oder mit der verschossenen Matrosenmütze auf dem verwitterten Holzkreuz. Ab und zu ein Bauernhaus inmitten des fruchtbaren Aeckerchens, das Haus zerschossen, aufgeräumt, Kleiderfehen, Tellerscherben, Unrat in den Stuben und die Keller noch voll Kartoffeln. Die Schränke aufgeriffen, Bildchen, Photographien treibt der Wind umher, ein altes flämisches Gebetbuch mit Riesendruck ist alles, was noch heil ist. Den Küchenherd hat eine Granate direkt auf den Kopf gestellt, die Pumpe ist verbeult und der Wind schmeißt die Ziegelscherben vom Dach zur Stube hinein... Rahebei wandert man über die Sandhalde zur Küste hinab. Da rollen die Schaumkrönchen auf der stahlblauen Flut zu unseren Füßen her, weit spannt sich der wolkenlose Frühjahrshimmel über dem weiten Wasser. Es rauscht und plätschert, der wandernde Sand singt und sirrt, die Sonne liegt in Mittagsglut über der Düne, und der Sturmvogel schießt über die weißen, leise welligen Kuppen herauf und.stößt dann hinaus in die ferne See...“ 2lus den „Kriegsbriefen gefallener Studenten". Sonnenuntergang. ..... nun tritt auch die Erdensonne auf die Erdengebirge und von diesen Felsenstufen in ihr heiliges Grab; die unendliche Erde rückt ihre großen Glieder zum Schlafe zurecht und schließt ein Tausend ihrer Augen nach dem andern zu. Ach, welche Lichter und Schatten, Höhen und Tiefen, Farben und Wolken werden da kämpfen und spielen und den Himmel mit der Erde verknüpfen — sobald ich hinaustrete, so stehen alle Berge von der zerschmolzenen Goldstufe, der Sonne, Überflossen da — Goldadern schwimmen auf den schwarzen Racht- schlacken, unter denen Städte und Taler übergossen liegen — Gebirge schauen mit ihren Gipfeln gen Himmel — Länder schlafen an Ländern und unbewegliche Wälder an Wäldern und über der Schlafstätte der ruhenden Riesin spielt ein Heimdruckerei ermittelt werden. Eine große Anzahl von Mitgliedern und Führern des verbotenen Rotfrontkämpferbundes und der ihm unterstellten Terrorgruppe wurde fest genommen. Kunst und Wissenschaft. Oie Bayreuther Festspiele. Der Wiedergabe des „Parsival" in Bayreuth kam besondere Bedeutung zu. Zunächst war die Aufführung eine Gedenkfeier für die 1882 erfolgte Erstaufführung des Werks; zum andern war nach langer Pause Dr. Richard Strauß wieder am Pult des Bayreuther Orchesters erschienen. Zum ersten Male hat er den „Parsival" in Bayreuth dirigiert. Er wich dabei den von Tosca -- nini vor zwei Jahren allzusehr ausgesponnenen Breiten der Zeitmaße aus, faßte die Partitur straffer und geraffter an und war damit dem dramatischen Ablauf nur dienlich. Sein feines Musizieren trat zutage besonders in der Blumenmäd- chenfzene, die von allen Stimmen getragen, zart gegliedert war. Unter den solistischen Leistungen waren die Kundry der Frieda L e i de r, der Klingsor Gotthold D i 11 e r s hervorragend. Fritz Wolffs Parsival litt unter einer stimmlichen Indisposition. Auch Ivar Andresen (Gurnemanz) war nicht erste Klasse. Der Inszenierung war im ersten und dritten Aufzug die des Jahres 1889 zugrunde gelegt. Der zweite Aufzug wurde in der ihm von Siegfried Wagner seinerzeit gegebenen Form dargebracht. — Strauß wird am Tpdestag Siegfried Wagners, dem 4. August, mit dem Festorchester und Festchor sowie ersten Solisten der Festspiele in Bayreuth die Rennte Symphonie Beethovens Dirigieren. Diese Symphonie ist seit dem Jahre 1872, in dem sie Richard Wagner zur Feier der Grundsteinlegung seines Festspielhauses im Bayreuther Opernhaus dirigierte, nicht mehr in Bayreuth gespielt worden. Die Aufführung der „Walküre" wurde zu einem vollen Erfolg. Unter der sicheren Stabführung von Generalmusikdirektor Karl Eimen- Dorff erreichte bas Orchester eine klangliche Wirkung von höchstem Glanz und eine vorbildliche Verbundenheit mit der Bühne. Die vollkommen neuartige Inszenierung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. T i e t j e n und Preetorius hatten damit ein Meisterwerk geschaffen. Franz Völker gab darstellerisch und stimmlich einen Siegmund vom höchsten künstlerischen Niveau. Eine hochwertige Leistung bot Emanuel L i st als Hunding. Rudolf Bockelmann war ein Wotan von Format und gab einen erhebenden und gewaltigen Götteroater ab. Maria Müller war, wie schon vor Jahren, in der Rolle der Sieglinde unübertrefflich. Ihr heller Sopran und ihr beseeltes Spiel nahmen jeden Zuhörer für sie ein. Frieda Leider war als Brünbilde früheren Darstellerinnen dieser Rolle wie Frau Nanny Larsen-Tydsen vollkommen gleichzustellen. Auch Sigrid Onegin als Fricka konnte sich mit ihrer Leistung dem Gesamtniveau anpassen. Da auch der Chor der Walküre eine erstklassige Besetzung gefunden hatte, wurde die Gesamtaufführung zu einem neuen Ruhmesblatt in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Aus oder Wett. Flugzeugabsturz bei Biarritz. — Zwei lote. Ein Verkehrsflugzeug, das an dem Zehn-Etappen- flug „Rund um Frankreich" teilnimmt, stürzte bei Biarritz ab. Die beiden Insassen wurden getötet. kalifornisches Bombenflugzeug abgeftürzt. — Sieben Tote. Bei dem Absturz eines Bombenflugzeuges in der Nähe von Ocean Side (Kalifornien) fand die gesamte, aus sieben Mann bestehende Besatzung den Tod. Banditen überfallen einen Klub in Lhikago. Fünf mit kurzen Flinten bewaffnete Banditen überfielen den Olympischen Golf-Club in Chikago und plünderten die 63 Mitglieder völlig aus. Ihre Deute betrug 44 100 Dollars. Verantwortlich für Politik: i. 23.: Ernst Blumschein. gaukelnder Rachtschmetterling und ein hüpfendes Licht, und rund um die große Szene zieht sich, wie um unser Leben, ein hoher Rebel." Jean Paul, „Die unsichtbare Loge." Mädchen kämpfen mit einem Krokodil. Ein furchtbares Abenteuer hatte eine Schar von indischen Mädchen, die in der Rähe von Kalkutta badeten. Eins von ihnen, Parul Sen, die Tochter eines Rechtsanwalts, hatte sich von den Gefährtinnen entfernt, als diese plötzlich gellende Hilfeschreie hörten. Sie glaubten zuerst, daß die Freundin von der Strömung fortgerissen werde, aber als sie zu ihr hinausschwammen, fanden sie sie von einem großen Krokodil ergriffen, das sie nach der Mitte des Flusses ziehen wollte. Die anderen Mädchen packten die ausgestreckten Hände der Unglücklichen und zogen aus Leibeskräften; dazu schrien sie, um das Krokodil zu erschrecken, bis dieses seine Beute fahren lieh. Die Freundinnen brachten Miß Sen ans Ufer, wo sie ohnmächtig wurde. Im Krankenhaus zu Kalkutta starb sie dann bald. Sochsckulnachnchten. Der o. Professor für Oeffentliches Recht inIena, Dr. Otto q>K o e 11 r e u t e r , wurde als Nachfolger von Professor Dr. Gerhard Anschütz an die Universität Heidelberg berufen. Professor Dr. Gustav Bebermeyer erhielt den an der Universität Tübingen errichteten ersten deutschen Lehrstuhl für deutsche Volkskunde. Der o. Professor für Deutsches und Bürgerliches Recht in Bonn, Dr. K. A. Eckhardt, wurde auf den Lehrstuhl für germanisches Recht an der Universität Kiel berufen. Der Kieler Gynäkologe Professor Dr. Robert Schröder hat den Rus auf den gynäkologischen Lehrstuhl an der Universität Köln (als Nachfolger von Professor Dr. H. Füth) abgelehnt. Dr. Jens Jessen, Extraordinarius für Wirtschaftswissenschaft in Göttingen, wurde zum Ordinarius und zum Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und Seeverkehr an der Universität Kiel ernannt. Professor Dr. James Franck, der seine ordent» liche Professor für Physik in Göttingen niedergelegt hat, übernimmt im kommenden Wintersemester die Speyer-Gastprofessur an der Unloerst- tat B a 11 i m o r e (USA.). Der o. Professor für physikalische Chemie an der Technischen Hochschule in Breslau, Dr. Franz Simon, hat sein Rücktrittsgesuch eingereicht, um einem Ruf an die Universität Oxford Folge zu leisten. Ml' l Aw w»61* SZS'i- tE'Ublis, M Exieinchause Feldbett M Mbeitsb Es* ssg: Ä«ns't Sä 100 000 Morgen Projektes im go und kultiviert n Sen bei Mit dieser UM™ läge gegeben zur > Grundbesitzes und buftion zum W Dölfcrung. iMe Ausgaben von W Grundbesitz Wertsteigeru ihrer WichchaM beschasfungsprogra Die (Entwarn zweckmäßig angele Feldbereinig ersten Arbeitsgebi den zwölf Gerne 15 300 ha Größe; 8000 ha Wiesen i Entwässerung öri: rung wird durch Netzes von o| die je noch ihrer Messungen in der Grabennetz wird i Einteilung der Ge Zweckmäßigkeitsgrl der Gräben ist die werke verbunden, i Stauanlagen usw. 2 auf rund 400 ha 2ld Sie gesamten litt wand von ranb l Ii für ttaa 15000 Ti Unternehmer vergeb vom Arbeitsamt zur den. Die übrigen i! beitsdienft au noch, daß. im vor' lichen Ried noch 8 werke, sog. Sch Bensheim, Heppen Erni der Bezi Bon der Direkt Gießen wird ui Michlsrat der $ ’J1 n 5 i a S für alle um 0,5 o.h. zu er la6 bereits am 1 war. Zinssatz für Mr °b l.Zli d. kostenbeitrag) 5,5 D in laufender bere Provisionen wer SS'L 8» eine wesentliche sK die beihen 9r amt Zeugs n^lNte wurde ab» h°rd Ä'elnb bi/nJW °°w WMt n>e LimV?eug E'uck ab; rfneQufa W -VW -Derks '4ard 6^nan^tniMt < ^rchesl^ ubdj^ ^.-^arsivai^^n. ^usehr AivarboS Shit 'S'LZK- a*-4i;5 lk5uaMl889 3U- wt SSk ln ä’S'Ä ^KKL ÄteÄ , 2 asküre" wutde in •r ?er Ucheren Stobfi ’reftor M fffme7, unh/ine na5Iid,e D'r- “no eine DotWity Der, Irr ?e Dont°mmen neu. ^/eionus ballenL Mn. Franz Böller aib S)i)nJmenrc-5le9munb Dom P i l i 6'nc,>Neniqe als hundmg. Mols n Dalan uon Formal und mo gewaltigen ©öttetoater '°r.wie schon vor Fahren, glinde uniiberlreislich. Ihr eseeller Spiel nahmen jeden M L e i d e r war als ’Btün-- innen dieser Rolle wie Frau vollkommen gleichzuslellen. als Frida tonnte sich mit mlniveau anpaflen. Ja auch eine erstklassige Besetzung die Tesamtausführung zu ilatt in der Geschichte der' 1er West. 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Die Staats' Pressestelle schreibt: Die Entwässerung des hessischen Riedes wird jetzt nach den Richtlinien des Reich'schen Meliorationsarbeits- und Liedlungs- programms für Hessen und nach den Richtlinien des General.Äulturplans in Angriff genommen. Die Durchführung der Meliorationsarbeiten geschieht in Verbindung mit der Feldbereinigung in zwölf Gemarkungen des südlichen Riedes, die zusammen das erste Arbeitsgebiet bilden. Es sind die Gemarkungen Bensheim, Biblis, Bobstadt, Bürstadt, Heppenheim, Hofheim, Klein-Haufen, Lampertheim, Lorsch, Nordheim, Viernheim und Wattenheim. Die Feldberei- nigung ist aus Grund des „Gesetzes über Durchführung von Feldbereinigung in Gemeinden zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung" vom 3. Juli d. I. verkündet am 10. Juli) vom Herrn Ministerpräsiden- len angeordnet. Mit der Durchführung der Arbeiten ist der Staatskommissar für Landwirtschaft und Landesbauernschaft Dr. W q g n c r beauftragt, der zum Organisationsleiter den Sachbearbeiter für Arbeitsdienst und Landesplanung, Hans Reich, den Bearbeiter des Meliorationsarbeits- und Siedlungsprogrammes, bestimmt hat. Träger des Rieb- unternehmens ist der hessische Staat, der die Melio- rationsarbeiten und Feldbereinigung ausführt. Die geplanten Maßnahmen sind von einschneiden- der volkswirtschaftlicher Bedeutung. 100 000 Morgen sollen im Rahmen des Gesamt- projektes im ganzen hessischen Ried entwässert und kultiviert werden, rund 250 Morgen werden bereinigt und verbessert. Mit dieser Maßnahme wird dem Bauer die Grundlage gegeben zur intensivsten Bewirtschaftung feines Grundbesitzes und zur Steigerung der Produktion zum Wohle der gesamten deutschen Be- oölkerung. Feldbereinigung und Melioration sind Aufgaben von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, der Grundbesitz erfährt hierdurch eine W e r tst e i g e r u ng. Diese Aufgaben stehen infolge ihrer Wirtschaftlichkeit an erster Stelle im Arbeits- beschaffungsprogramm. Die Entwässerungsanlagen können nur dann zweckmäßig angelegt werden, wenn gleichzeitig Feldbereinigung durchgeführt wird. In dem ersten Arbeitsgebiet erfaßt die Feldbereinigung in den zwölf Gemarkungen Kulturland von rund 15 300 ha Größe: in diesem Gebiet liegen rund 8000 ha Wiesen und Aecker, die einer gründlichen Entwässerung dringend bedürfen. Diese Entwässerung wird durch Anlage eines planmäßigen Netzes von offenen Gräben bewirkt, die je nach ihrer Leistungsfähigkeit bestimmte Abmessungen in der Breite und liefe erhalten. Dos Grabennetz wird ohne Rücksicht auf die derzeitige Einteilung der Gewanne und Parzellen nur nach Zweckmäßigkeitsgründen angelegt. Mit der Anlage der Gräben ist die Errichtung verschiedener Bauwerke verbunden, wie Durchlässe, Brücken, Dürfet, Stauanlagen usw. Auch die Anlage von Dränungen auf rund 400 ha Ackerland ist vorgesehen. Die gesamten Arbeiten erfordern einen Aufwand von rund 360 000 normalen Arbeiter- Tagewerken; für etwa 150 00 Tagewerke sollen Arbeiten an Unternehmer vergeben werden, denen Arbeitslose vom Arbeitsamt zur Beschäftigung zugewiesen werden. Die übrigen Arbeiten sollen durch den A r - b e i t s d i e n st ausgesührt werden. Erwähnt sei noch, daß im vorliegenden Arbeitsgebiet im südlichen Ried noch 8 Entwässerungs-Pumpwerke, sog. Schöpfwerke, an der Weschnitz bei Bensheim, Heppenheim und Lorsch und am Rhein bei Lampertheim, Bürstadt und Hofheim errichtet werden müffen. Diese Schöpfwerke dienen dazu, bei Unterbindung der natürlichen Entwässerung, der Niederungsgebiete infolge hohen Wasferstandes in den Vorfluter durch künstliches Hochheben des Wassers das Gebiet vor Ueberfchwemmung zu bewahren. Andernfalls wäre eine Entwässerung bei Hochwasser unterbunden, das Grund- und Regen- wasser würde sich in den Gräben ansammeln, diese bann so hoch auffüllen, baß bas Wasser über die Ufer tritt, das Land überschwemmt und die Ernten schädigt oder vernichtet. Die ersten an Unternehmer zu vergebenden Arbeiten werden demnächst in Angriff genommen, die Ausschreibung der Arbeiten ist inzwischen schon erfolgt. Bei diesem ersten Teil handelt es sich um eine Erdbewegung von rund 140 000 Kubikmeter. Hinzu kommen die erforderlichen Rafenarbeiten, die Herstellung von Durchlässen und sonstige Nebenarbeiten. Der Einsatz des Arbeitsdienstes erfolgt durch den „Verein zur Förderung des freiwilligen Arbeitsdienstes". Es wurde die Ardeitsdienstgrupoe Star- fenburg-Süb aufgezogen, der Sitz des Gruppenstabes ift in Bensheim. Hier liegt auch eine Arbeitsabteilung in Stärke von 216 Mann; eine zweite Abteilung ist in Heppenheim untergebracht und weitere Abteilungen sollen im Herbst in Lorsch, Biblis, Bürstadt und Lampertheim aufgestellt werden. Die Arbeitsdienslableilung in Heppenheim hat die Ehre, den ersten Spatenstich für die großen Entwässerungsarbeiten auszuführen. Sie wird in der Weschnitzniederung angesetzt und unter Bauleitung des Kulturbauamts Darmstadt ein planmäßiges Grabennetz Herstellen. Die Kostenbeiträge des Bauern für die Durchführung der Feldbereinigung und Meliorationen wer- den durch eine 7,5prozentige Landabgabe abgegolten, der eine Steigerung der Ernteerträge von 20 Prozent und mehr gegenübersteht, ungerechnet die Vorteile, die durch ein zweckmäßig angelegtes Wege- netz und die Durchführung von planmäßigen Ent- Wässerungsanlagen heroorgerusen werden und ungeachtet der durch das zweckmäßige We^netz aufgehobenen Nachteile des Leerlaufes der Gespanne und Arbeitskräfte auf dem Wege vom Dorf zum Acker und vom Acker zum Acker. Das auf diese Weise ausgeschiedene Land, sowie das durch die Kultivierungsarbeiten gewonnene Neuland in Höhe von etwa 1* Prozent wird zur Schaffung von Anliegersiedlungen, bäuerlichen und gärtnerischen Siedlerstellen verwandt. Es entstehen in den von der Wirtschaftsbasis der bäuerlichen Betriebe weit entfernten Gemarkungsteilen neue Dorflagen und Wirtschaftsgebiete; hier ersteht neues Bauerntum; Handwerk und Gewerbe gewinnen neue Existenz auf gewonnenem Neuland. Dank bei Arbeits- unb Verantwortungsfreube unseres Reichsstatthalters, der nationalsozialistischen hessischen Regierung und bank dem unermüdlichen Arbeitseifer des Landesbauernführers Dr. Wag - n e r unb seines Mitarbeiters Reich ist es enblich so weit, daß den kulturwidrigen Zuständen in unserem Ried tatkräftig zu Leibe gegangen wird. Bei dem günstigen Klima und den außerordentlich guten Bodenverhältnissen im Ried ist zu erwarten, daß aus dem Unternehmen für unsere Bauern unb bamit auch für unser Volk ein großer Nutzen erwächst, zumal die Finanzierung mit Hilfe der Siedlung als äußerst glücklich zu bezeichnen ist und die Siedlung selbst unter sehr günstigen Bedingungen erfolgen kann. Aus der Provinzialhauptstadt. Erneuter Zinöabbau der Bezirkssparkaffe Gießen. Von der Direktion der Bezirkssparkasse Gießen wird uns mitgeteilt, daß Vorstand und Aufsichtsrat der Sparkasse beschlossen haben, den Zinssatz für alle Darlehen unb Kredite wiederum um 0,5 o. H. zu ermäßigen, nachdem der Zinssatz bereits am 1. April d.3. herabgesetzt worden war. Der Zinssatz für Hypothekdarlehen beträgt nunmehr ab 1. Juli d.3- (einschließlich Verwaltungs- kostenbeitrag) 5,5 o. H. p. 3., für Gemeindedarlehen ebenfalls 5,5 v. H. unb für sonstige Darlehen unb Kredite in laufender Rechnung 6 v. H. p.3. (besondere Provisionen werden nicht erhoben). Der Zinssatz für Aufwertungshypotheken ift ebenfalls auf 5,5 o. H. p. 3. ermäßigt worden. Diese neue Zinssenkung bedeutet für alle Darlehensnehmer, besonders für den Haus- und Grundbesitz, eine wesentliche Erleichterung. Segelflüge über Gießen. Die Segelsliegergruppe der Ortsgruppe Gießen im Deutschen Luftsport-Verband teilt uns mit: Vorigen Freitag erschien das Segelflugzeug „Geheimrat. König" zweimal im Schlepp eines Motorflugzeugs über unserer Stadt. Die Flüge wurden im Rahmen einer Schleppflugschulung aus» geführt, die am Ende der letzten Woche unter der Leitung von Fluglehrer Maier und dem Segelflieger cand. phiL Karl Schmidt ftattfanb. Es wurden insgesamt vier Flüge durchgeführt, wovon die beiden ersten auf 400 Meter, die letzten auf 500 Meter Höhe führten. Der Führer des Motorflugzeugs war Fluglehrer Maier, das Segelflugzeug wurde abwechselnd von Medizinalpraktikant Gerhard Sande und Sportlehrer Georg König gesteuert, die sich beide überraschend schnell mit der neuen Flugart vertraut machten. Trotz der hohen Kosten sollen auch in dieser Woche mehrere Schleppflüge ausgeführt werden, wobei nach dem Loslösen vom Motorflugzeug der Versuch gemacht werden soll, im Wärmeaufwind über der ©tabt zu segeln. Glück ab! Raffenhygienischer Schulungskursus. Der Abschluß. Der von der NS.-Aerzteschaft Oberhesien-Nord veranstaltete Rassenhygienische Kursus, über dessen bisherige Vorträge wir stets berichteten, wurde am Freitag mit einem weiteren Vortrag von Dr. L o - r e n z beschlossen. Thema des Vortrags, der wieder im Hyginischen 3nstitut gehalten wurde, war „Rasse unb Kunst". Der Redner führte u. a. aus: Entgegen der durch die jüdische Kunstkritik verbreiteten Anschauung, daß die Kunst international sei, daß sie von der gesamten Menschheit als die Sprache des Gemüts verstanden werde, die eine Brücke zwischen den Völkern bilde, entgegen dieser zur Propagierung pazifistischer Gedankengänge ge- fillschten Meinung stehe der Nationalsozialismus auf dem Standpunkt, daß die Kunst als Sprache des Gemüts untrennbar von der leidlich-seelischen Verfassung des Künstlers sei, daß sie ihre Wurzeln in der Rasse des schöpferischen Menschen habe. (An Hand von Beispielen der beiden großen Meister Rubens und Rembrandt zeigte der Vortragende, wie unlösbar verknüpft bis in kleinste Einzelheiten die Ausdrucksaestaltung des Gesichts unb anderer Körperteile auf bekannten Gemälden mit dem leiblichen Erscheinungsbild des Künstlers selbst sind). Der Grundsatz bestehe zu Recht, daß „die geistigen Kinder nicht aus dem Blute der Eltern herauskönnten" (Schultze-Naumburg). Kunstgestal- tung sei nur aus der Rasse, also aus dem Blute heraus zu erfassen. Nur die Kunst, die aus gleichem Blute geboren fei, werde unmittelbar zum Volke sprechen und so ihre Aufgabe der seelischen Erhebung in reinere Sphären erfüllen können. Dem ganzen Volke diene die Kunst und daher habe nur die bluteigene Kunst Anspruch darauf als Kunst gewertet zu werden. So zeige nordische Kunstge- staltung grenzenlose Weite, Hingabe an das Motiv der Darstellung, dem alles untergeordnet werde. Diese Weite verliere sich nicht im Uferlosen, sondern sie werde, diszipliniert durch die Strenge der Gestaltung, zu edelster Formensprache gebändigt. Der Mensch werde in die Landschaft gestellt und in unmittelbare Beziehung zu dieser Landschaft gebracht. Westische Kunstgestaltung wende sich bewußt an den Beschauer, getreu der seelischen Eigenschaft, immer etwas Theater nach außen zu spielen, immer eine gewisse elegante Pose zur ©chau zu tragen. Die Madonnenbildnisse der italienischen Renaissance gäben Hunderte von Beispielen für die grundsätzlich verschiedenen Stilrichtungen; sie zeigten auch alle Mischungen zwischen den beiden Gestaltungsarten. Diese Art der Betrachtung, die Kunstwissenschaft der Zukunft, erleichtere die Erklärung der Stilprobleme ganz ungemein. Sie sei der Schlüssel des Kunstver- ständuisses überhaupt. Solchen Gedankengängen vermöchte auch die Masse des Volkes zu folgen, wenn sie bewußt zur Erkenntnis eigener Blutwerte erzogen werde. Das, was zur Zeit nur gefühlsmäßiger Instinkt fei, werde bewußtes Verständnis. Durch artgemäße Kunst, gestaltet von Künstlern gleichen Blutes werde köstliches Kulturgut einst wieder Gemeinbesitz der gesamten Nation, wie es zur Zeit der gotischen Dome gewesen sei. Darauf hinzuarbeiten, sich selbst geistig fortzubilden, sei völkische Pflicht der Gefamtheit gegenüber. Der oerlorengegangene Sinn für die Größe der eigenen Kultur müsse wieder geweckt werden. Die Ausführungen wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und mit großem Beifall ausgenommen. Taten für Mittwoch, 26. Juli. 1835: der Geologe Alfons Stübel in Leipzig geboren (gestorben 1904); — 1856: der irische Schrift- steller George Bernhard Shaw in Dublin geboren; — 1932: Untergang des Segelschulschiffes „Niobe" mit 60 Mann im Fehmarn Belt. ilAornotijcn. — Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Fräulein — falsch^er- bunden!" Semesterfchluß-Gottesdienst der evangelischen Studenten. Heute,Mittwoch, findet um 14.15 Uhr in der Stadtkirche der Semester» schlußgottesdienst der evangelischen Studentenschaft statt. Die Predigt hält Studentenpfarrer Surfer. Die Glieder der evangelischen Gemeinden Gießen sind zu dieser Feierstunde eingeladen. Schwerwiegende Folgen einer Keilerei. Gin Prozeß, der für englische Eltern und Lehrer von großer Wichtigkeit ist, wurde dieser Tag vor einem Londoner Gericht entschieden. In den Internaten. in denen viele Kinder in Groß-Vritannien erzogen werden, steht den Lehrern ein beschränktes Züchtigungsrecht zu, das sie aber selten ausüben. Vielmehr herrscht der Brauch, daß ein Junge, der sich unbeliebt gemacht hat, von den Kameraden .verkeilt" wird, und zwar geschieht dieS oft unter stillschweigender Billigung der Erzieher. Bei einer solchen halboffiziellen .Keilerei" war das Handgelenk des Schülers Laurence Alex schwer verletzt worden, und der Vater hatte den Direktor der Schule, den Rev. Kerridge, auf Schadenersatz verklagt. Bei der Vernehmung ergab sich, daß die Schüler in zwei Gruppen geteilt waren, in die .Grauen" und die .Purpurnen", und Alex, der zu den Purpurnen gehörte, hatte den Unwillen seiner Gefährten auf sich gezogen, weil er bei den Sportkämpfen häusig zur Rieberlage seiner Partei beigetragen hatte. Infolge- besten sollte er gehörig verkeilt werden, und dies führte zu der Verletzung seines Handgelenkes. Der Richter Swilt sagte in dem Ar teil, es bestände nicht der geringste Zweifel daran, daß man den anderen Jungens gestattet habe, ihn zu bestrafen; eine solche Billigung überschreite aber die Befugnisse des Qln- staltsleiters, der bei einer Züchtigung darauf zu achten habe, bah diese von geeigneten Personen und unter geeigneten Bedingungen erfolge. Dem jungen Rier wurde also Schadenersatz für Behandlung und erlittene Schmerzen in Höhe von 3400 Mark zu- gestanden. Nelsons Logbuch. Als ein Geschenk an das englische Volk wurde des Rationalhelden Relson persönliches Logbuch von dem Premierminister dem Brischen Museum übergeben. Der Spender ist Lord W a k e s i e l d, der daS Buch nebst dem von der Stadt London dem Seehelden gestifteten Shrensäbel von der jüngsten und LieblingstochterRelsons, Katharina, erworben hatte. Das Buch enthält die täglichen Aufzeichnungen, die Relson an Bord seines Flagg-Schiffes .Dictory" vom 15. Mai bis zum 20. Oktober 1805 machte. Die letzte Eintragung ist am Tage vor der Schlacht bei Trafalgar, in der er den Heldentod starb, gemacht. Oie siegreichen Teppich-Klopferinnen. Die Pariser Hausfrauen haben nach langem Kamps einen Triumph über den Pariser Polizeipräsidenten Ehiappe errungen. Die Kriegserklärung erfolgte am 20. 3ebr. 1931, und zwar im Zusammenhang mit dem energischen Kampf, den Ehiappe damals gegen allen unnötigen Strahenlörm ausnahm. Unter Öen Bestimmungen, die damals erlassen wurden, befand sich auch der kategorische Satz : .Teppich- klopfen ist unter allen Umständen verboten." Da die gute Hausfrau das geräuschvolle Reinigen der Teppiche und Läufer stets für eine ihrer heiligen Pflichten angesehen hat. so erregte das natürlich einen Aufstand unter der Frauenwelt, und man beschloß, sich an diese Verordnung nicht zu kehren. Das eintönige Gelärm der von träftigen Armen geführten Klopfer erscholl lauter als je zuvor, und hinein mischten sich Rufe des Trotzes und der Empörung, die in höchsten Kehltönen ausgestohen mürben. Als auf diese Weile das gerade Gegenteil von dem erreicht wurde, das beabsichtigt war, beschloß die Polizei ein Stempel zu statuieren, und drei Ubertrcterinnen, die auf frifcher Tat gestellt worden waren, erhielten nicht unbeträchtliche Geldstrafen. Doch die Frauen weigerten sich zu zahlen und riefen die Entscheidung der Gerichte an. Sie erfochten damit einen vollen Sieg. Das erste Urteil erklärte, daß Teppichklopfen nicht als ein Vergehen angesehen werden könne. Die zweite Instanz entschied, daß das Verbot in der apodiktischen Form, in der es erlaßen war, ungesetzlich sei. Rachdem so die Pariserin ihr Recht auf das Teppichklopfen vollkommen durchgeseht hat, wird von ihm auch ausgiebiger Gebrauch gemacht, und alle die. die bei ihrem Morgen- oder Rachmittagsschläfchen ungestörte Ruhe erhofften, sind aus dem Regen in die Traufe gekommen. Frühmorgens Mischen Mch vnd Blumen. Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstadt. Morgenstund Hal-Milch im Mund Man -muß früh ausstehen, wenn man dieses neue Sprichwort erleben will. Berlin in der Frühe ist aber eine eigene Sache, ein Risiko beinahe. Ein Spaziergang durch die Morgenluft bringt manche Uederraschung. Die Lust ift noch ruhig. Häuser und Bäume heben sich reiner vom Himmel ab als später. Die Straßenbahnen bimmeln heller. Die Lokale locken noch nicht, denn vor den Eingängen pendeln Ketten, in den Hotelhallen ist es ruhig, und in den wenigen CafLs, die schon um acht Uhr „gäftebereit" sind, stehen noch zumeist die Stühle auf den Tischen, und die Blicke der aufreizend geschäfti gen Putzsrauen sind nicht gerade freundlich. Also geht man feiner Wege weiter, kreuzt Milchwagen um Milchwagen, sieht zu, wie die schimmernd weiße Flüssigkeit wie „Unschuld vom Lande" in die Ma se perlt und entdeckt schließlich an einer ruhigen Ecke die — Milch-Bar. Das ift das Richtige. Auf hohen Hockern läßt man sich nieder, besser gesagt, höher und bewundert den Milchbetrieb hinter der sauberen Theke. Hier gibt es keinen Alkohol, keinen Korn, keine „Mollen", hier fließt nur Milch oder zittert Pudding. Sanft und ruhig sitzen die „Milchkinder" wie in einer gutgelüfteten Kinderstube. Man lebt hier so richtig das Dasein in der „Milchstraße". Alles ist hell, licht, alles schimmert weiß und blond, ja, die Milch-Bar-Frau ist hochblond, und im übrigen sind die Preise nett und klein. Mit 5 Pfennig schon kann man sich hier ansiedeln, und wer 25 Pfennig ausgibt, kann sich einen Freischein auf langes Leben kaufen, denn dafür bekommt er Zaro Aghas Lebenselixier Poghurt. Die Kundschaft? Die Männerwelt stellt den Hauptteil: Taxichaufseure, viele Junggesellen, die sich hier die erste Grundlage für ihren Tag einverleiben. 3m Gespräch kann man verschiedenes über den Milchverbrauch Berlins erfahren. Das ist nicht wenig. Täglich bezieht die Reichshauptstadt rund 684 000 Liter, das find im 3ahre 250 Millionen Liter Milch. Daß aber auch Berlin eine stattliche „Kuh-Stadt" in seinen Mauern birgt, kann man sich aus den etwa 250 000 Liter Milch „abzapfen", die hier jeden Tag erzeugt werden. Im 3ahre sind das 91,2 Millionen Liter. Demnach braucht Berlin jährlich rund 340 Millionen Liter Milch oder im täglichen Durchschnitt 934 000 Liter. Auf den einzelnen Berliner macht das also im 3ahre rund 80,6 Liter oder für den Tag 0,22 Liter. Slüfenmeer in der Friedrichstraße Auch das ift nur eine Sache für Frühaufsteher! Punkt fünf Uhr wird es in der Blumenmarkthalle lebendig. Händler aus allen Teilen der Stadt treffen zusammen. Seil 3ahrzehnten! 3mmer an derselben Stelle. Gute und' schlechte Zeiten blühten in diesen Hallen und Gängen. Bor wenigen Fahren noch herrschte Morgen für Morgen Hochbetrieb. Aber wie es so geht, alle Tage ist kein Sonntag, der Betrieb ging zurück, das Oebränge vor den Ständen wurde schwächer, immerhin, was heute noch zu sehen ist, zeigt Pracht genug, daß man etwas davor verweilt. Blumen, Blumen, wohin das Auge sieht. 3n- und Ausland bringt seine Erzeugnisse. Mit dem ersten Zug kommen die Händler nach Berlin. Die meisten haben ihre ständigen Plätze, die anderen, die keinen festen Stand haben, sind schon in später Nacht zur ©teile, um sich auf dem Hof einen guten Platz zu sichern. Um 5 Uhr beginnt der Verkehr. Prüfenden Blickes schlendern die Geschästsleute und Straßen- Händler durch die Reihen und wählen mit Kennerblick aus. Wer in der Blumenwelt mitreden will, muß hier dabei fein. Sogar die großen Gärtnereien, die eigene Läden in Berlin unterhalten, kommen ohne die Blumenhalle nicht aus, denn dort gibt es viele Blumen, die sie entweder selbst nicht ziehen, ober aber auch von keiner anderen Stelle bekommen können. Die Einfuhr ausländischer Blumen hat in der letzten Zeit beachtlich nachgelassen. Trotzdem sieht man noch sehr viele holländische und italienische Ro fen und Nelken, die Riesenstrerfen . zurückgelegt Haden. Ost kommen die Blumen schon verwelkt an, und man kann verstehen, daß die Händler, denen das Risiko ihres Geschäftes nur zu gut bekannt ift, nicht immer guter Laune find. Das um fo mehr, als heute teure Blumen gar nicht mehr „gehen", der Berliner will nur billige Ware taufen. Nun ein Spaziergang durch den „Blumenpott" Berlins. Auf dem Hof ist der ganze „'Potsdamer Platz" vertreten. Bekannte Gesichter, die dann in der Frühe des Vormittags den verkehrsreichen Platz zwischen Leipziger- und Potsdamer Straße mit Blumen beleben, kaufen hier ein. Käufer und Verkäufer kennen sich feit langer Zeit. Da find Händler, die schon ein Menschenalter den Blumenplatz Berlins beliefern. 3n der Topfblumenhalle sieht cs aus wie in einem übergroßen Gewächshaus. Riesige Rosenstöcke und Hortensien, „Königinnen der Nacht", mehr als genug. Und dann der Duft, der würzige Geruch, der über dem Ganzen liegt! Eine herrliche Blumenlandschaft blüht da im erwachenden Berlin. Für Freud und Leid wachsen hier Farbenpracht und Blütenduft in den bewegten Tag einer Weltstadt. Kurz nach 7 Uhr verlassen die „Fachleute" die Halle. Das Hauptgeschäft ift zu Ende, nur die kleinen Straßenhändler, die ihre Ware möglichst billig haben wollen, kommen noch. Eine Stunde später sind die Hallen wieder leer, aber am anderen Morgen wogt wieder ein neues Blülenmeer, um seine Wellen in die Viermillionenstadt hineinsluten zu lassen. Kinderhotel. Das ist ein Lachen, Schwatzen, Schnattern, ein quirlendes Durcheinander, wenn die Tür in der Frühe aufgeht, und die kleinen Kerlchen herauskommen. Ein luftiges Völkchen, von dem man zunächst annehmen möchte, es wolle zum Schulausflug, strömt da auf die Straße. Alle haben kleine Rucksäcke, tragen Köfferchen ober haben Botanisiertrom- meln umgeschnallt. Eitel Lust unb Wonne führt die kleine Schar, bie hier nicht etwa aus dem Klassenzimmer stürmt, sondern aus dem Berliner „Hotel der Kinder". So kann man diese Neueinrichtung ungefähr nennen, die jetzt von den vereinigten Kinderheimen eingerichtet wurde. Für die zahlreichen Ferienkinder-Transporte, die die Reisezeit mit sich bringt, ift dieses Kinderhotel gedacht. Nach großen Strecken, die oft zurückgelegt werden müssen, wird diese Ruhestätte für die Kinder, die auf der Durchreise durch Berlin Halt machen müssen, taatäglich fleißig benutzt. Ost gilt es nur, für Stunden Aufenthalt zu nehmen, ein andermal dürfen die kleinen Reisegesellschaften sogar mehrere Tage hier übernachten. Gastliche Pforten, die hier nicht nur den Pfleglingen der eigenen Heime, sondern überhaupt allen Kleinen offenstehen, die allein in der Welt umherreisen und Berlin berühren. Nach dem erquickenden Schlaf wird, wenn Zeit genug da ift, eine kleine Rundreise durch die Reichshauptstadt unternommen. Die Sehenswürdigkeiten werden gezeigt. Man geht ins Zeughaus, verweilt im Ehrenmal, dessen weihevolle Stimmung sogar die Kleinen stille werden läßt. Wie bunt die Gesellschaft zusammengewürfelt ist, erkennt man am besten aus den verschiedenen Mundarten, die hier zusammenklingen. Da dann man neben Schlesisch echtes Thüringisch hören, aber die Kleinen verständigen sich immer ausgezeichnet, sei es nun beim Essen ober im großen Waschsaal. Unb eine Ordnung herrscht hier! Die kleinen Mäbel- chen wissen ihre Sachen herrlich zu ordnen, fein säuberlich aufzuhängen. 3«der Tag bringt neue Transporte, die einen an die Ostsee, die anderen in das Helgoländer Heim, und die Eltern, die ihre Kinder so in die Welt fahren lassen, können unbesorgt sein, denn sie wissen chre Kleinen gut aufgehoben unb wohl betreut. G.Ji.-'fnovt Oie Spielvereinigung 1900 bei den westdeutschen Leichtathletik- Meisterschasten. Die nm Samstag Und Sonntag im Stadion zu Hamm stattgehabtcn Leichtathletikmeisterschaften des Westdeutschen Spielverbandes waren die letzten ihrer Art, aber auch die best beschicktesten. Annähernd fünfhundert Meldungen wurden erfüllt. Wer sich durchsetzen wollte, mußte schon ein kampferprobter Könner sein. Aus diesem Grunde ist das Abschneiden der 1900er Leichtathleten, die einen dritten, vierten, fünften und sechsten Platz belegten, als beachtlich zu bezeichnen. Am wackersten hielt sich der alte Kämpe Gerhardt, der über 10 000 Meter in 34:17,9 Minuten hinter Kelm (Unna) und Siegers (Eschwciler) einen guten dritten Platz belegte. Nicht minder brav lief Eugen E l d r a ch e r die 200 Meter. Hinter den bekannten Sprintern Barch mey er (Bochum), Kremer (Köln) und K ü st e r s (Krefeld) kam er unter etwa 50 Bewerbern auf den vierten Platz. Zeit: 22,8 Sekunden. Beim 100-Meter-Lauf, zu dem sich ein noch stärkeres Feld zusammengefunden hatte, kam er zwar in den Zwischenlauf, hatte aber hier das Pech, mit Ionath und Bo rchmeyer zusammenzustoßen und mußte ausscheiden. Im Diskuswerfen hatte sich Arthur Kilo (1900) mit seiner Vorkamps-Leistung von 41,09 Meter für die Entscheidung qualifiziert, und zwar als Vierter. Leider konnte er sich nicht mehr verbessern, sondern mußte sich noch hinter Altmeister Junghenn, Hessen- Preußen Kassel, der 41,10 Meter warf, mit dem fünften Platz begnügen. Recht gut schlug sich der 1900er Mariel Baumstieger im 3000-Meter- Hindernislauf, einer ihm vollständig neuen Disziplin. In der recht ansprechenden Zeit von 10:26 Minuten belegte er in einem starken Feld den 6. Platz. Weniger glücklich kämpfte Heini Jung. Er kam beim 400-Meter-Hürdenlauf von vornherein nicht in Schwung und mußte im Vorlauf ausscheiden. Verein Rudersport Gießen 1913 in Mainz siegreich. Zu der internationalen Ruderregatta in Mainz entsandte der Verein Rudersport Gießen seine Jungmannen und ließ diese in dem der Jungmann- und Junior-Klasse vorbehaltenen Leichtgewichtsvierer- R^nnen starten. Die Mannschaft, die als Gegner die Stuttgarter RG., Hochheimer RV. und die RG. Wiesbaden hatte, zeigte hier erneut ihr Können, und fuhr das Rennen überlegen mit etwa lj Längen Vorsprung nach Hause. Der Vierer startete in der Besetzung: Siegfr. H a n st e i n, Kurt Schneider, Ludwig Vetter, Heinrich Lehnhardt. Steuer: Willi Günther. Die Mannschaft ist in der Arbeit außerordentlich flüssig, und wurde von Fachleuten sehr günstig beurteilt. Auf Grund der bisherigen Erfolge hat sich der Verein entschlossen, auch auf der am Sonntag in Frankfurt stattfindenden internationalen Regatta nicht nur mit der erwähnten Mannschaft an den Start zu gehen, sondern auch die Achtermannschaft im Preis von'Griesheim starten zu lassen. Für die am 27. August stattfindende Herbstregatta, welche wie auch in den früheren Jahren wieder vom Verein Rudersport durchgeführt wird, sind auch vom Verein in sportlicher Hinsicht die ersten Vorbereitungen getroffen. Er verfügt auch für die Herbst-Rennen noch über Vierer-Mannschaften, und hat in jüngster Zeit infolge der rührigen Tätigkeit seines Amateurtrainer Günther von Seiten der SS. Ruderer bekommen, die erstmalig auf der Herbst-Regatta an den Start gehen werden. Der Bezirk (Gau) Hessen beim 13. Deutschen Turnfest. Lieber 500 Heffenturner fahren nach Stuttgart. An dem großen Fest der Deutschen in Stuttgart nimmt auch unser Heimatbezirk Hessen in stattlicher Zahl teil. Allein der Sonderzug, der am heutigen Mittwoch Gießen verläßt, fährt 500 Turner und Turnerinnen nach der Feststadt. Hervorzuheben ist die außerordentlich starke Beteiligung der Turn- gemeinde Friedberg, die rund 100 Festteilneh- mcr stellt. Es folgen Tv. 1846 Gießen und Tv. Wetzlar mit je etwa 50 Festbesucher. Aber auch viele Landoereine sind verhältnismäßig gut ver- reten. x An den Wettkämpfen nehmen etwa 50 Angehörige des Hessengaues teil. Es ist das für einen Bezirk von rein ländlicher Struktur eine beachtlich hohe Beteiligungsziffer, zumal die Zulassung nur durch vorausgegangene Ausscheidungskämpfe zu erreichen war, in denen sich unsere Hessen mit den besten mittelrheinischen Kräften messen mußten. Bon den etwa 9000 Turnern und Turnerinnen, die sich in Stuttgart um den Eichenkranz bewerben, entfallen etwa 1500 auf den Zwölfkampf der Männer, der mit Recht als die Krone aller Wettkämpfe bezeichnet wird und allgemein als „d e r" Kampf des ganzen Festes gilt. Von den 183 Teilnehmern, die unser Mittelrheinkreis zu diesem Wettbewerb stellen kann, entfallen 8 auf unfern Heimatbezirk Hessen. Karl Reuter vom To. 1846 Gießen, der bekannte Turnfestsieger beim 14. Deutschen Turnfest 1928 in Köln, wird auch beim diesjährigen Kampf in der Spitzengruppe zu finden sein. Eine Wiederholung des 1. Turnfestsiegers ist bei der langen Zeitspanne, die zwischen zwei Turnfesten liegt, ein Ding der Unmöglichkeit, wie auch die Geschichte der deutschen Turnfeste erwiesen hat. Neben Karl Reuter wird sich Willi S i n n w e 11 vom Tv. 1860 Bad-Nauheim, beim Kölner Turnfeste mit 189 Punkten 16. Sieger bestimmt einen Platz in der Spitzengruppe sichern, denn die diesmal gewählten volkstümlichen Hebungen liegen ihm besonders gut und auch an den Geräten ist er zur Zeit in sehr guter Form. Außer diesen beiden aussichtsreichsten heimischen Bewerbern treten zum Zwölfkampf noch die folgenden Hessenturner an, die zum Teil als Mitglieder der „Hessenriege" bestens bekannt sind: Hrch. D e ch c r t und Richard Künstler von der Tgm. Friedberg, die Zwillingsbrüder Herbert und Karl Schick vom Tv. 1846 Gießen, Willi Hartmann, Tv. 1860, Bad- Nauheim. Im Geräte-Zehnkampf, zu dem unser heimischer Mittelrheinkreis 61 Teilnehmer stellt, be- aegnen wir fünf Hessenturnern, deren Namen als Angehörige der „Hessenriege" alle einen guten Klang haben. Bei ihrem Können werden sie schon ein Wort mitzureden haben. Es sind Adolf A h - re ns von der Tgm. Marburg, Richard Seth, To. Großen-Linden, Alfred Eckhardt, Tv. Nidda, Walter Fink, T.- u. Spv. Marburg, Karl Bet - t i n, Tv. Wieseck. Am Neunkampf der Aelteren nehmen vom Bezirk Hessen teil: Otto Textor, T.- u. Spv. Marburg, Otto Meier und Anton Feuer st ein vom Tv. 1860 Bad-Nauheim, Anton Nies, Tv. Nidda, alle ehemals bewährte Zwölf- oder Zehnkampfsieger bei Gau- und Kreisturnfesten. Von den 450 Wettkämpfern des Zwölfkamp - f e s (Klaffe II) stellt der heimische Mittelrcheinkreis 50; davon gehören unserem Heimatbezirk Hessen an: Wilh. Hofmann, Tv. Krofdorf; Hrch. Keller, Tv. Burgsolms; Gerh. Hermann, Tv. Nidda. lieber 4000 Turner freien in drei Attersklaffen zum volkstümlichen Fünfkampf an. Der Bezirk Hessen stellt in Klasse I nicht weniger als 13 Teilnehmer. Es sind: Karl Schuster, Tv. Wetzlar; Willi Beaupain, T.- u. Spv. Marburg, Ludwig Wagenfeld, Akad. Tv. Marburg; Martin Denker, A. To. Marburg; Theo Koch, Tv. Grebenhain; Karl Ger lach, Tv. Wetzlar; H. Henkel. T.-u. Spv. Marburg, Gustav Bott, Tv. Wetzlar: Konrad Fahne r, Tv. 1860 Bad- Nauheim; Willi Roth, To. 1860 Bad-Nauheim; Karl Hebele, Mtv. Bad-Nauheim, Rolf S ch r a- der, Akad. Tv. Marburg; G. Hofmann, Tv. Grebenhain. Am Fünfkampf der dritten Altersklasse beteiligt sich H. Schimpf vom T.- u. Spv. Marburg. Am Siebenkampf der Turnerinnen (Geräte und volkstümlich) nehmen 1300 Turnerinnen teil. Dazu stellt der Mittelrheinkreis 140. Der Bezirk Hessen ist in diesem Kampf gut vertreten durch die bekannten Turnerinnen: Ria Philipp und Mathilde Koch vom Tv. 1846 Gießen, Elli Langbein, Frieda R u p p e l und Toni Lockert vom T.-u. Spv. Butzbach, Elise Kreßmann, Tgm. Friedberg. 900 Turnerinnen beteiligen sich am volkstümlichen Vierkampf, darunter aus unserem Heimatbezirk Tilli Reinheimer, Tgm. Friedberg, Martha Ara bin, Tv. Wetzlar, Erna Petermann, Tv. Nidda. Bedauerlich ist, daß die hochveranlagte Turnerin Else Bickelhaupt vom Mtv. Gießen, die sichere Aussichten auf einen der ersten Plätze gehabt hätte, infolge eines turnerischen Hnsalls an diesem Kampfe nicht teilnehmen kann. Weiter ist unser Heimatbezirk an den Wettbewerben im Schwimmen beteiligt. An den Aus« scheidungsspielen um die Meisterschaft des Akad. Turnverb, nimmt die Faustball-Mannschaft des ATV. Nheinfranken Gießen nicht ohne Aussicht auf Erfolg teil. Der Sieger ist berechtigt, zu den Meisterschaften um die Würde des Deutschen Turnfest-Meisters anzutreten. Die genannten Einzelwettkämpfer nehmen außerdem an den allgemeinen Sondervorführungen des Kreises Mittelrhein teil. In größerer Zahl sehen wir dann die Turner und Turnerinnen bei den großen Schauvorführungen des Festsonntags, und bis auf wenige Ausnahmen werden unsere 500 Stuttgartfahrer geschlossen am Festzug der 200 000 beteiligt sein. Als Kampfrichter stehen aus unserem Heimatbezirk in der Turnfestarbeit: Geräte (Manner): Gauoberturnwart R. Paul (Gießen), Gauehren- oberturnwart W. Will (Gießen), Gaumänner- turnroart Martin Textor (Marburg); Volksturnen: die Bezirksturnwarte Schüler (Wetzlar), Lang (Lang-Göns), Bastian (Alsfeld); Geräte (Frauen): Gaufrauenturnwart Schneider (Wetzlar); Dolksturnen (Frauen): Gauvolksturnwart M a l k o m e f i u s (Gießen). Als Riegenführer find tätig: Gaugeschäftsführer Wiegand (Gießen), Gauschwimmwart Sauer (Gießen), Luise Schwarz (Friedberg). Kurze Sportnoirzen. AmerikasDavispokal-Mann schatt ist im Jnterzonenfinale in Paris von England mit 4:? geschlagen worden. Zum ersten Male seit 14 Jahren wird Amerika nicht im Endspiel um den Davispokal stehen. Die Heiipusforderungsrunde wird nun von Frankreich und England bestritten. Zwei Leichtathletik-Weltrekords wurden am Sonntag in Deutschland aufgestellt. Der famose Zehnkämpfer Sievert- Hamburg schraubte den Weltrekord im Zehnkampf auf 8467,62 Punkte und in Trier stellten die Damen von Westmark-Trier in der Olympischen Staffel für Frauen mit 3:25 Min. eine neue Weltbestleistung auf. Einen Deutschen Rekord gab es ferner noch durch den Königsberger Polizisten B l a s k im Steinstoßen mit 11,05 Meter. Deutscher Steher-Mei st er wurde beim Entscheidungslauf in Elberfeld überraschend der Dortmunder Metze vor Hille und Schindler. Der Titelverteidiger Möller gab auf. Die Deutsche Fliegermeisterschaft fiel an Richter- Köln vor seinen Landsleuten Engel und Steffes. * 4,03 Meter erzielte Wegener-Halle bei den Mit- - teldeutschen Meisterschaften im Stabhochsprung. * Max Schme 1 ing soll am 24. Heptember in Rom mit Primo Camera um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen kämpfen. Wirtschaft. Der Reichsbankstatus vom 22. Juli. Roch dem Ausweis der Beichsbcmk vom 22. Juli 1933 hat sich in der verflossenen Dankwoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 117,1 Millionen auf 3352,1 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Destände anHandel s- wechseln und -schecks um 99,8 Millionen auf 2968,6 Millionen Mark, die Destände an Reichslchatzwechseln um 6,1 Millionen auf 4,1 Millionen Mark, die Lombardbestände um 11 Millionen auf 59,6 Millionen Mark und die Effektentzeftände um 0,2 Millionen auf 319,8 Millionen Mark abgenommen. An Aeichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 82,5 Millionen Mark in die Kassen der Deichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Deichsbanknoten um 77,3 Millionen auf 3261,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 5,2 Millionen auf 380,7 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 43,2 Millionen auf 1374,3 Millionen Mark ab. Die Destände der Deichsbank an Denten- bankscheinen haben sich dementsprechend auf 28,3 Millionen Mark, diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 0,1 Millionen Mark Deuausprägungen auf 302,6 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 395,8 Millionen Mark eine Zunahme um 38,3 Millionen Mark. Die Destände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 13,9 auf 312,4 Millionen Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände ,um 10,2 Millionen auf 228,4 Millionen Mark und die Destände an dcckungsfähigen Devisen um 3,7 Millionen auf 84 Millionen Mark zugenommen. Die Deckung der Roten betrug am 22.3uli 9,6 Prozent gegen 8,9 Prozent am 15. 3uli d. 3. Künste Durchführungsverordnung zur OevisenbFwirtschastung. Der Reichswirtschaftsminister und der Reichsminister der Finanzen veröffentlichen im gestrigen Reichsanzeiger mit Datum vom 20. Juli 1933 die 5. Verordnung über die Devisenbewirtschaftung. Nach § 1 der neuen Durchführungsverordnung dürfen Geldforten, insbesondere Münzgold, Papiergeld, Banknoten, sowie Gold und Edelmetalle nicht in Postsendungen irgendwelcher Art ins Ausland, in das Saargebiet, oder aus dem Jnlande in die badi- fchen Zollausschlußgebiete versandt werden. Diese Vorschrift findet unbeschadet der Bestimmung des § 12 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung keine Anwendung auf versiegelte Postsendungen mit Wertangabe, auf Einschreibsendungen, die nach zollamtlicher Nachschau mit dem Dienstsiegel einer Zollstelle postfertig verschlossen sind, sowie auf Einschreibsendungen von Devisenbanken, § 2 enthält die Strafandrohungen. Die Freigrenze gilt nach § 3 nicht für Verfügungen über Forderungen in inländischer oder ausländischer Währung einer Person, die nach dem 3. August 1931 Ausländer oder Saarländer geworden ist. Oer deutsche Automobil-Export im ersten Halbjahr 1933. Die deutsche Automobilausfuhr t>at_ sich im ersten Halbjahr 1933 ungefähr auf der Höhe des Dorjahres gehalten. Dieses Ergebnis ist um so bemerkenswerter, als neben den bekannten internationalen Handclshemmnissen für die Automobilindustrie erschwerend hinzukommt, daß nunmehr neben England auch das größte Auto- mobilproduktions- und Exportland, die Bereinigten Staaten von Amerika, die Goldbasis ihrer Währung verlassen haben. Während die Pfundentwertung speziell die Ausfuhr nach den Ländern des britischen Weltreichs und nach den nordischen Staaten in Mitleidenschaft zog, betrifft die Auswirkung der Dollarentwertung die Ausfuhr nach allen nicht selbst produzierenden Ländern der Welt. 3m wesentlich'en ist die Behauptung des deutschen Exports auf Dorjahrshöhe dadurch ermöglicht worden, daß der Auslandsabsatz des größten deutschen Exporteurs, der O p e l - werke, nicht nachlieh, sondern sich im 3unt_ 1933 sogar um 99,2 Prozent gegen den gleichen Dorjahrsmonat steigern konnte. Die Ausfuhr an Opel-Personenwagen stieg um 108,2 Prozent. Da von den Herstellungskosten eines Automobils zirka 90 Prozent auf Löhne entfallen, bedeutet eine Steigerung des Automobilexports in erster Linie Beschaffung von Arbeit, die sich natürlich auch bei den Lieferanten der Automobilfabriken auswirkt. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt a. M., 25. Juli. Auch an der Abendbörse blieb die freundliche Stimmung erhalten. Das Geschäft bewegte sich jedoch mangels neuer Aufträge in denkbar engsten Grenzen, zumal wieder von Newyork die Anregung fehlte. Die Berliner Schlußkurse blieben ober gut behauptet, Montanwerte und JG.-Forben notierten überwiegend etwas höher, während Reichsbankanteile weiter abbröckelten. Trotz der im Verlauf eingetroffenen festeren Anfangskurse Wall-Streets blieb das Geschäft klein und die Kurse waren kaum verändert, nur IG.-Farben zogen nochmals leicht an. Am Renten markt lagen deutsche Anleihen um Bruchteile eines Prozentes fester, wogegen Reichsbahn-VA. 0,25 Prozent verloren. Späte Schuldbuchforderungen nannte man mit unverändert 78,50 bis 78,75 Prozent. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 11,40, Altbesitzanleihe 76,40, Stahl- verein-Bonds 55, Reichsbahn-VA. 99,90 bis 99,75, Schutzgebietsanleihe von 1913/14 6,9250, Reichs- \ bank 154, Buderus 72,50, Harpener 101,50, Man- i nesmann 63,50, Phönix 40,25, Stahlverein 40,25, Bekula 108, Scheideanstalt 171, IG.-Farben 131,25 bis 131,50, Gesfürel 82, Holzmann 52,50, Metall- < gesellschaft 53, Siemens 153, Zellstoff Waldhof 39,50, Hapag 16,25, Norddeutscher Lloyd 17. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Frantiur, u. 2)1. Berlin Schluß, kurs Echlußk. Abend» bSrsc Echluß» kurS Echlußk. Mittag, börse Dalum 24.7. 25.7. 24.7. 25.7. 6% Seutldie Reichsanleihe v. 1921 83 82,75 82,5 82,9 6% ebcm.7% Dl. Reichsanl.v. 1929 b'/r% Dounfl-Anleihe von 1930 .. 95,65 96,13 95,13 95,75 81.5 81,25 81.5 81,25 Deutsche Aill.-Ablös..Schuld ml Auslos. Rechten ............ 76 76,4 76,13' 76,3 Seäfll. ohne AuSios.-Rechte...... 11,2 11,4 11,2 11,25 6% ckem. 8% Hess. Bolkestaat 1929 irüctzahlb. 102%)............ 76,75 76,5 76,75 73,5 Obcrhessen Provinz-Anleihe ml Ausloi.-Rechten ............ 65 65 _ _ 6% Hess. LandeSbank Darmstadt Gold R. 12......... 80 80,25 80 80 6y2% Hell. Landes Hypotheken, bank Darmstadt Liaui..... 85 85 Deutsche Komm. Sammeiab I.An leihe Seriel nitt AuSlos.-Rechten 68,75 68 68,25 68,25 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 82,5 82 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Baw Goidpse. IG unkündbar bis 1936 82,25 81,5 _ _ 6y2% ehem. 414% Franks. Hyp. Bank-Linu.-Psandbriese ..... 86,5 85,25 _ _ 5>/.% ehem. l'/2% Rheinische Hhp.-Banl-Liau..Goldpse. ... 86 86,5 _ 6% ehem. 8% Pr. LandcSpsand briesanstait, Pfandbriefe R. 19 85 85 85 85 6% ehem. 7% Pr. LandcSpsand briesanstait. Pfandbriefe R. 10 84,5 84,5 84,75 84,75 Verrechnungskurs ...... ... 86 86 86 86 4% OeNerreichtsche Goldrente... 12 12 11,8 4,20% Oesterreichilche Cilbcrrente 1,1 1,05 — 1 4% Ungarische Goldrente ....... 5,1 5,2 5 5,3 4% Ungarische Staawrente v. 1910 4,5 _ 4,5 4,5 4,65 4,65 7,9 5% abgest. Goldmerikaner von 99 7,75 7,7 7,7 4% Türkische Zollanleihe von 1911 5 4,95 4,9 — 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.................... — — 4,9 — Franksuri o.M. Berlin Schluß» kurS Echiußt. Abend» börse Schluß, kurs Schluß!. Mitlag« börse Datum 24.7. 25.7. 24.7. 25.7. 4% vesgl. Serie >> ........... 5,1 4,95 4,9 — 6% Rumän. vcrelnh. Rente v. 1903 4,7 —— 4.4 4,25 4'/>%Rumän.vereinh.Rentev.l91S — — 8,25 8,3 i% Rumänische veretnh. Rente 3,925 4 4,05 4,05 8%% Anawlier ............. 23,65 23,25 23,75 23,5 Hamburg-Amertka-Pakel ..... I 15,5 16,25 15,5 16,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — 22,75 19,25 Hansa Dompsschiss........... 0 —- 19,5 19,5 Norddeutscher Lloyd ......... 0 16,4 17 16,5 17,25 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 47 48 47 48 Berliner HandelSgclellschaft.... I 89 89 89 89 Commerz- und Privat-Bank... Deutsche Bant und DiSconto- 0 50 49,75 50 49,75 Gelellschost................ 0 55 55 55 55 Dresdner Bank.............. 0 45,25 45,25 45,25 45,25 Reichsbant ................. 1 154,5 154 154,9 154,5 A.E.G...................... 1 21,65 21,25 21,4 21,25 EIcktr. LicserungSgesellschaft ... L 85 86 84,5 86 Licht und Straft ............. 6 99,75 —. 99 100 Felten S Guilleaume ........ Gesellschaft für Elektrische Unter- O 50 49 49,5 49,25 nchmungen............... 4 83 82 82 82,25 Rheinische Elektrizität ........ b 88,5 86 87,5 86,75 Echuckert & (So.............. O 104 104 104 104,25 Siemens & Halske........... < 153,5 155 154 155,5 Lahmeyer & (So.............. 1Ü 122 122,5 122 122,5 Buderus ................... ( 71,5 72,5 72,25 73 Deutsche ErdSl ............. ■1 — 112,5 111,13 112,75 Gelsenkirchener.............. v 62,25 63 62,25 63,25 Harpener................... 0 97,5 101,5 98 101,4 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 — — 64 66 Ilse Bergbau ............... 7 — — 150 Ilse Bergbau Genüsse........ 7 110,25 110 110,75 110 Klöckncrwcrke ............... 0 55,5 57 55,4 56,9 Mannesmann-Nöbren........ 0 61.5 63.5 61,5 62,9 Aranlfun a. M. Berlin Schluß» kurs Schluß!. Abend- börse Schluß» kurs Schluß!. Minag- börse Datum 24.7. 25-7. 24.7. 25.7. Mansfelder Bergbau......... O 27,5 29 27,4 28,75 Kokswerke .................. O — — 78,5 78 Phönix Bergbau............. 0 38,75 40,25 39 40,13 Rheinische Braunkohlen ...... 10 202 204 202 203 Rbeinktabt ................. 0 90 91,5 90 91,4 Bereinigte Stahlwerke........ 0 38,75 40,25 39,13 40 Otavt Minen ............... 0 13,75 13,5 13,75 14 Kaliwerke Aschersleben........ 6 123,75 — 122 123 Kaliwerke Westeregeln........ 6 — 125 125,5 — Kaliwerke Salzdetfurth....... P 172 172 170 172 3 G. Farben.Induslrte....... <9 129,13 131,5 129,13 131,13 Scheideanslalt............... 10 170,5 171 — — Goldschmidt ................ 0 49,25 49,25 49,25 49 RütgcrSwerte............... 0 57,5 58 57,5 58 Metallgesellschaft............ 52,75 53 53 53,4 Philipp Holzmann........... Zementwerk Heidelberg ...... Eementwerk Karlstadt......... O 51,5 52,5 52 52,75 i 82,75 77 81,75 77 Schultheis Patzenhofer........ 0 — — 118 118,13 Atu (Allgemeine Kunstseide) ... o 34,5 34,5 34,75 34,5 Bemberg................... 0 49,5 — 49 50 Zellstofk Waldhos ............ 0 40 39,5 40 40 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 21,25 — 21,5 20,5 Dessauer Gas ............... 7 — — 106,25 108,65 Daimler Motoren............ 0 29,5 29,25 29,25 29 Deutsche Linoleum .......... 0 44 — 39 43 Crcnfleln & K oppel ......... 0 — — 36 36,25 Leonhard Tietz ............. 6 16,5 —— 16,5 16,13 Chade..................... 12 168,5 168 168,5 168 Gritmer.................... O 21 — 21,5 22 Mainkraftwerke Höchst a.M. .. 4 63,5 63,75 Süddeutscher Zucker ........ e 153 156 155 157 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 24. Juli 25.3uü Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brie> Geld Brie- Helstngfors. 6,194 6,206 6,204 6,216 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,52 12,54 12,49 • 12,51 Budapest ... — — — —— Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169.23 169,57 169,43 169,77 70,53 70,67 70,53 70,67 Kopenhagen. 62,69 32,81 62,75. 62,86 Stockholm.. 72,38 72,52 72,38 72,52 London..... 14,03 14,07 14,03 14,07 Buenos Aire. 0,928 0,932 0,928 0,932 Neunork.... 2,992 2,998 3,002 3.008 Brüssel..... 58,49 58,61 58,59 58.71 Italien..... 22,14 22,18 22,13 22,17 Paris..... 16,40 16,44 16,42 16,46 Echweiz ... 81,04 81,20 81,14 81,30 Spanien.... 35,04 35,12 35,04 35,12 TanAg.... 81.57 81,73 81,57 81.73 Japan..... 0,874 0,876 0,874 0,876 Rio de Jan. 0,234 0,236 0,234 0,236 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon ... 12,77 12,79 12,77 12,79 Banknoten. Berlin, 25-3uli Geld Brief Amerikanische Noten..... ........ 2,955 2,975 Belgische Noten.................. 58,43 58,67 Dänische Noten ... ............. 62,47 62,73 Englische Noten ................. 13,99 14,05 Französische Noten............... 16,38 16,44 Holländische Noten............... 169,01 169,69 Italienische Noten................ 22,01 22,09 Norwegische Noten .............. 70,36 70,64 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schwing .— Rumänische Noten............... — ——- Schwedische Noten............... 72,21 72,49 Schweizer Noten................. 89,96 81,28 Spanische Noten................. 34 qi 35 05 Ungarische Note» ................ Eine „,|Z2 Hl»'1”'i» 3-i,d^ . !S L'S ÄS- Draht"«* Mittwoch . M i j Z Ver national v°-°bschi-d°t M-d- ist deshall> auch M deren in der letzten . ten Gesehen erfolgt, bedeutender2 gemessen wird. Das liehen folgendes. Der erbkrank Eingriffe unfruchl nach den Erfahre schäft mit großer A ist, daß seine Dacht lichen ober geistigen Als Erbkrankheiten angeborener Lchwa läres Irresein, erblu tanz, erbliche Dlinc schwere körperliche Alloholismus. Antragsbere fruchtbar gemacht t amtete Arzt und dei Anstalt für deren 3r Erbgcsundhcitsgericht treffende seinen Ge gesundheitsgericht toi und zwei Aerzten beamteten Arzt und gesundheitsschre befon. fahren ift nidftöffentl miftlungen find anzuj von Leugen und Sacht Las Gericht entscheid ' Tveeisausnahme nach TejchWastung erfolgt Der chirurgstche 6ü - kenanftalten von einei • genommen werden u ' Unfruchtbarmachung - endgültig geworden: 2st die Unfrucht - schlossen, so ist sie a des Unfruchtbt ■ fuhren, sofern nicht 1 stellt. Der beamtete1 lichen Maßnahmen ' • mittelbarer Zwang ; Maßnahmen nicht a Unfruchtbarmachui H Gesetzes, sowie l’t nur dann zulässig ^"^geln d-° Abwendung einer er Gesundheit desjeniae und dessen Einwilügi . beteiligten Z schwiegenheit v Vollzug des Ge Regierungen. Die obe fe”™ E-'h und ^nnen Mitat ‘ö'e Begründe lassen tQnn ^age puppen einb»i.?H erbuno miinD ,e>n, bei ranlentt« N Aufgabe U ?Ufllärun?* berui b'eses tzeseke «^ $( e/b,‘tes^ ?Urlen3iiltt nftni,er®e e,"'sa»iS*'s«*r bi "jJJW »en’ö'" ch-D ««'N U'?r°