nr.i^6 seüvavSsabe 185. Zahrgcmg Montag, 26.3:mil953 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrv» »nd Otrlag: Briit>IW UiNvtrstlSIr-v-ch, und Stetataderei H. kann» In »teilen. Sdjriftleftnng und <8e|*äftsWene: S»afffralie 7. Unna?)«e von Anzeige» für die Tage« nuniT.tr bta jum ‘Jla-tmittig vorher. Preis (tu 1 mm höhe für Anzeigen do.i 27 mm Bie te örtlich 8, cusmlrts 10 Reichc ps« m.g; jör Re» hlnmcan"-eigen ton 70 mm Vreitc 35 Neichspfenmg, Piatzoorschrisl 20’, mehr. Lhesrrdaht?ur. Dr. Fnedr. Will). Panqe. Verantwortlich sür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. y.Tbyriot; für den übrigen Te.l Ernst Mumschein und für denAn» »eigenlei! i.Ä.TH.Kllmmel inmtlid) in (Biegen. Erlcheini i»glich, autz« Sonntags und Feiertag» 'Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblättei Heimat im DUd Die Scholl» Ulonats Bezugspreis; Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zenisprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Lietzen. Poftfd)edfonto: Rranffurt am Main 11686. Die Einsetzung des Gtaaiskommiffars für die Evangelische Kirche Preußens. Die ersten Verfügungen Kommissar Jägers. — Pfarrer Hoffenfelder von der Glaubensbewegung „Deutsche Christen" kommissarischer Vizepräsident des Oberkirchenrais. — D. von Bodelschwingh gibt seinen Auftrag zurück. Berlin, 24. Juni. (WTB.) Der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen Preußens, Zöger, hat u. a. folgende Verfügung erlassen: Getragen von der Verantwortung gegenüber dem Werk der Reformation und beseelt von dem unbeugsamen Willen, der Zerrissenheit im Kirchenvolk ein Ende zu machen, hat mich der Herr preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zum Kommissar für sämtliche evangelischen Landeskirchen Preußens nut der Vollmacht bestellt, die zur Beseitigung der vorhan- denen Verwirrung und zus Verhütung weiterer Zerreißung und Aufspaltung erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Ich übernehme hierdurch die Führung der Geschäfte der sämtlichen evangelischen Landeskirchen Preußens. Ich beauftrage mit der vorläufigen Wei- Verführung der Geschäfte die bisherigen Stellen. Der Geschäftsverkehr der evangelischen preußischen Landeskirchen mit dem Deutschen Evangelischen Kirchenbund erfolgt ausschließlich über meine Person. Ich beurlaube mit sofortiger Wirkung den Vizepräsidenten des Evangelischen Obcrkirchenrates Hundt in Berlin und den Generalsuperintenden- ten S ch i a n in Breslau. Ich löse mit sofortiger Wirkung sämtliche gewählten kirchlichen Vertret ü n g en in den evangelischen Landeskirchen Preußens auf. Ich bestelle zum kommissarischen Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates der Altpreußischen Union den Rechtsanwalt Stadtrat Dr. Friedrich Werner (Berlin). Gleichzeitig übertrage ich auf den kommissarisches Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates sämtliche Befugnisse des Kirchensenates. Weiter bestelle ich zum k o m - missarischen Geistlichen Vizepräsidcn- t e n des Evangelischen Oberkirchenrates den Pfarrer Joachim H o s s e n f e l d e r (Berlin), zum kommiffarischen Weltlichen Vizepräsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates den Konsistorialrat Dr. 5 ü r 1 e (Breslau). Zu meinen Bevollmächtigten ernenne ich a) für den Bereich der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union u. a. für die Kirchenprovinz Westfalen: den Pfarrer Qlöfcr (Weslarn), für die Kirchenprovinz Rheinprovinz: den Landrat Dr. Krummacher (Gummersbach), b) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover: den Pfarrer Hahn (Elmlohe), c) für den Bereich der Evangelisch-Reformierten Landeskirche der Provinz Hannover: den Universitätsprofessor D. Goeters (Bonn), d) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche Schleswig-Holstein: den Konsistorialrat Dr. Kinder (Kiel), c) für den Bereich der Evangelischen Landeskirche in Hessen -Kassel, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche von Waldeck und Pyrmont: den Stadtrat Dr. P a u l- m a n n (Kassel), f) für den Bereich der Evangelischen Landeskirche in Rasfau, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a. QH.: den Pfarrer Albert Walther (Wiesbaden- Bierstadt). Kommissarische Llebernahme desEvangrlischenpreßverbandes Be r I i n , 24. Juni. (TU.) Dom Evangelischen prchoerband für - Deutschland wird mitgeteilt: Die Herren privakdozent Dr. Hans Michael Müller (Dena) und Stadtverordneter Max Grevemeyer (Berlin) sind kommissarisch mit der Uebernahme der Geschäftsführung des Evangelischen Drehoerbandes für Deutschland e. D. beauftragt. Zunächst werden die Herren Direktor vcosessor Dr. hinderer und Dr. Liepmann mit sofortiger Wirkung beurlaubt. 3 ä g c r, als Kommissar für sämtliche eoangel. Landeskirchen Preußens. Ge;.: Ludwig Müller, der Beauftragte des Reichskanzlers für die Angelegenheiten der evangelischen Kirche. Zur Begründung der Llebernahme des Es. P r e ß v e r b a n d e s wird mitgeteilt: .Die Aktion gegen die bisherige Leitung des Ev. Preß» verbautes für Deutschland ist eine entscheidende Teilhandlung innerhalbder Mn Kommissar Jäger durchgeführ- lenRotmaßnahme. Da der Verband ein eingetragener Verein ist, untersteht die Aktion zugleich dem Bevollmächtigten des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller. Die nationalsozialistische Revolution steht in ihrer vielleicht entscheidenden zweiten klappe. Es geht um die restlose, von unserem Führer Adolf Hitler gerade in der let>- Zeit neu geforderte Einheit von Volk und Staat nicht zuletzt auch in der Evangelischen Kirche. Die hier nach den letzten Vorkommnissen der letzten Woche nun unvermeindlichen Maßnahmen betreffen die Kirche a l s irdische Organisation und völkische Ge mein» schäft. Die Souveränität des Evangeliums und seine freie Verkündung bleibt davon unberührt. Sie sind unantastbar. Es ist der feierliche Wille von Wehrkreispsarrer Müller, daß alle hierher gehörenden Fragen alsbald ihre Klärung vor der breiten Oeffentlichkeit erfahren: Die Stellung der getauften Nichtarier innerhalb der einen christlichen Kirche, der Zusammenhang der deutschen evangelischen Kirche mit den deutschen evangelischen Kirchen außerhalb des Reiches usw. Vielfache Miß- Verständnisse und Tartarennachrichten gehen um. Es ist die dringlichste Aufgabe des neu geleiteten Evangelischen Presseverbandes für Deutschland, restlose Klarheit zu schaffen und die Wege zu der neuen kirchlichen Arbeit abzustecken. Neu wird sie sein, sofern sie zu der gesamtdeutschen Volks- erneuerung gehört. Aber zugleich ist es die eine blei- Berlin, 24. Juni. (TU.) Zu Ehren der ersten Vorkämpfer der NSDAP, in Groß-Berlin fand am Sonntag in Spandau ein von der 1. Norddeutschen Standarte veranstalteter „Tag der alten Garde" statt. Die ganze Stadt Spandau war in ein Meer von Zahnen getaucht. Auch die öffentlichen Gebäude zeigten die Rationalflaggen. Die alte Garde und der Traditionssturm, sowie Abordnungen der Reichswehr und der Polizei traten vormittags vom Marktplatz aus einen gemeinsamen Kirchgang nach der Garnisonki.che an, in der Standortpfarrer Schütz im Rahmen einer mit dem Gottesdienst verbundenen Heldengedenkfeier die Predigt hielt. Während des Glockengeläutes wurde am Ehrenmal durch eine SA.-Abordnung ein Kranz niedergelegt. ilm 14 Ufjr trat dann mit klingendem Spiel die alte Garde zusammen mit dem S.- Eturmbann 14 vom Rathaus aus einen Fest- marsch durch die Stadt an, bejubelt von den Massen, die die Straßen dicht umfäuten. Berechtigte Siegesfreude leuchtete in den Augen der ersten Kämfer um ein deutsches Berlin. Mit der SA. und der zivilen Parteigenossenschaft schritten zahlreiche Teilnehmer an den Kämpfen im Baltikum und in Oberschlesien, sowie Angehörige der ehemaligen Schwarzen Reichs- roehr und des Frontbannes. Reben Staatskommissar und SS-Führer Daluege sah man in dem Zuge auch Staatskommissar Engel Prinz August Wilhelm von Preußen und viele andere Führer der Bewegung. Der Marsch führte wieder zum Rathausvorplah zurück. Hier erfolgte dann die feierliche Uebergabe des Feldzeichens und die Erhebung das S-Eturmbannes 14 zur Standarte. Reichsminister Or. Goebbels hielt dann am Sonntagabend eine Ansprache an die zehntausend« versammelter Mitkämpfer. Magdeburg, 25. Juni. (ERB.) Der Grün- dergau des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, Magdeburg -Anhalt hielt auf dem Dom- Platz einen großen Appell ab. Der Bundesführer Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Seit 1918 steht der Stahlhelm auf der Schanze. Er hat nicht nachgegeben, und heute nun steht der Stahlhelm nicht mehr allein. Ich habe eine Glut der Freude und ein Aufatmen empfunden, als mir der Volkskanzler Adolf Hitler sagte: »Jawohl, so muß es sein, drei Säulen nebeneinander: Braun, Schwarz und Feldgrau: SA., SS. und Stahlhelm." Diele drei Säulen stehen nebeneinander, und ebenso stehen die drei Symbole in Deutschland nebeneinander: Das Symbol des Eisernen Kreuzes, das der alte Feldmarschall während eines ganzen Mbens getragen hat, als zweites Symbol daneben Adolf Hitlers Hakenkreuz, aus dem gleichen Gedanken heraus geboren, aus der Schlammflut der Revolution als Beschwörungszeichen des nationalen Willens entgegengehalten gegen alle Widersacher, das dritte Symbol, das Symbol unseres Stahlhelms. Das f bende, von unseren Vätern übernommene Arbeit im Dienst an der Verkündigung des Evangeliums, das allen Völkern gilt und in Ewigkeit bleibt. D. v. Bodelschwingh zurückgetreten. Berlin, 24. Juni. (ERB.) Der von einem größeren Teil der bisherigen kirchenregicrungen zum Reichsbischof ausersehene Pastor von Bodelschwingh hat heule abend, wie seine Kanzlei milteiM, in einer Sitzung des Deut- schen Evangelischen Kirchenausschusse» folgende Erklärung abgegeben: Durch die Einsetzung eines Staatskommissar» für den Bereich sämtlicher evangelischer Landeskirchen Preußen» ist mir die Möglichkeit genommen, öle mir übertragene Aufgabe durchzuführen. Da» nötigt mich, den mir vom Deutschen Evangelischen Kirchenbund erteilten Auftrag zorückzugeb e n. Mit minutenlangem Jubel begrüßt, gab der Minister zunächst einen Mcberblid über die Jahre des Kampfes der Berliner Bewegung. Heute stehe die alte Parteigarde vor der Tatsache, daß ihr unerschütterlicher Glaube zum Siege verhalfen habe. Man falle nicht glauben, daß die nationalsozialistische Revolution zu Ende fei. Sie geh« erst dann zu Ende, wenn die REDAP. den ganzen Staat besitze. Es dürfe außer dieser überhaupt keine Partei und keine Organisationen mehr geben. Die nationalsozialistische Bewegung habe niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß sie auf dem Totalstandpunkt steht. „Wir sind die Vollstrecker des Volkswillens. Es braucht niemand Angst zu haben: Es kommt jeder heran. Wir werden auch die Revolution zu Ende führen. Pardon wird nicht gegeben. Die nationalsozialistische Bewegung erhebt den Anspruch, das Reich zu besitzen. Ob die Regierung Erfolg haben wird, hängt nicht allein von ihren Taten, sondern auch von der Gefolgstreue ihrer alten Anhänger ab." Dr. Goebbels gedachte zum Schluß der Toten der nationalsozialistischen Bewegung, die ihre Liebe zu dem Führer mit dem Leben bezahlt hätten und erflärte, daß zwar iiod) viele Parteigenossen heute ohne Arbeit und Brot seien, sie sollten aber nicht glauben, daß der Führer nicht Tag und Rächt darauf (inne, dieses Hebel abzustellen. Seine große Lebensaufgabe bestehe darin, dem deutschen Volk wieder zu Brot und Arbeit zu verhelfen. — Die Rede schloß mit Heilrufen auf die alte Garde, die nationalsozialistische Bewegung und ihren Führer Adolf Hitler. Das Horst-Wessel-Lied schloß die mit gewaltigem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Ministers. dürfen die Träger der drei Symbole für sich in Anspruch nehmen: Alle drei halten heute durch für dasselbe Ziel, und alle drei gehören zusammen. Kein innerer und kein äußerer Feind darf die Kraft und den Erfolg haben, uns, die Eymbolträger, nicht zusammenkommen zu lassen. Mögen sie reden, was sie wollen, mögen sie die braune Front mit Unflat beschmutzen: mögen sie auf den Reichspräsidenten scheel sehen: mögen sie auf Adolf Hitler schimpfen: mögen sie als Provokateure uns, die alten feldgrauen Freiheitskämpfer, als Reaktionäre bezeichnen, all das schütteln wir ab. Ich spreche angesichts dieses Domes, an dieser Stelle der Gründung des Stahlhelms, es noch einmal aus: Ich gelobe für den ganzen Stahlhelm den beiden Männern Hiller unö Hindenburg die Treue, solange ich lebe, und ich gelobe meinen Feinden, sie niederzuschlagen, wo ich sie (reffe. ZBir haben e» erreicht, daß eine nationale Revolution zum Siege getragen wurde, wir verbitten nn» als alte Frontkämpfer, daß man unsere Revolution antaflet wir Kämpfer von 1918 verbitten uns „Oer Tag der allen Garde." Nationalsozialistische Wiedersehensfeier in Spandau. DieEinheilsstonlASDW.llndSlahlhelm Seldtes Treubekenntnis zu Hindenburg und Hitler. —Stahlhelm-Appell in der Gründungsstadt Magdeburg. eine zweite Revolution von Rovemberlingen oder von immer UmgcfaUcnen. Es geht vorwärts in Dcutschlcud und nicht rückwärts. wir geloben der Regierung Treue, wir geloben Treue unserem allen stolzen Freiheitsziel, wir geloben, daß mir nicht ruhen, bis sich die Gedanken, die unser volkskanzler uns oorge- fchlagen hat, durch uns zum Siege durchgerungen haben. Franz Seldte übergab dann den neuen Formationen ihre Fahnen. Unter den Fahnen, die am Domplatz Aufstellung nahmen. war auch eine neue Fahne, die neben drei Stahlhelmen die Siegesrune trägt. Rach dem Lippe!I auf dein Domplay fand ein Dorbeimarf ch tot Franz Seldte und den Ehrengästen statt. Rach dem Vorbeimarsch trafen sich die Ehrengäste zu einem gemütlichen Beisammensein in der Magdeburg .Harmonie", too Re chsr.rbcilsminister Seldte noch einmal erklärte, es sei von außer- ord-entlicher Bedeutung für die Zuk'.mst, daß der Reichskanzler die Bedeutung des- Stahlhelms erkannt habe und sie verbinden wolle mit der politischen Krast feiner Bewegung, die auf den Schienen der Partei und der SA. laufe. So sei das Zusammengehen in teil oberen Schichten eigentlich leicht gewesen. 3n ten unteren Kreisen werde allerdings noch einige Zeit vergehen, es gehöre Geduld dazu, um gewisse Enttäuschungen zu überwinden, doch werde auch das gelingen RSD AP. - Führ e r und Führer des Stahlhelms würden in Berchtesgaden als Gäste des Führers am Samstag nächster Woche zusammenkommen, und dort tolle beschlossen werten, welche endgültige Form man dem Zusammenschluß geben wolle. Dabei müsse aber jeder Vorbehalt ausgeschaltet werten. „3d) schließe das Bündnis mit Adolf Hitler nicht mit irgendeinem Vorbehalt, entweder siegen wir zusammen oder gar nicht." Kronprinz Wilhelm zur Eingliederung desGlahlhelm. Breslau, 24. Juni. (EN2.) Kronprinz Wilhelm hat an Graf P ü ck l e r, den Landes- führer des Stahlhelms des Landes- oerbanbes Schlesien, folgendes Schreiben gerichtet: „Lieber Graf Pückler! In meiner Eigenschaft als Ehrenmitglied des Landesverbandes Schlesien des Stahlhelm, Bund ter Front- falteten, drängt ?s mich. Ihnen ein Wort über die letzt erfolgte Vereinbarung zwüchen dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem Führer des Stahlhelm Franz Seldte zu sagen: Ick) b c • grüße es freudigen Herzens, daß es endlich gelungen ist, die Grundlage für den engen Zusammenschluß auch für die Einheitsfront der im Nationalsozialismus und im Stahlhelm vorhandenen nationalen Kräfte zu fchafien. Ick) sehe darin nicht nur eine Bürgschaft für Oie Sicherung der bisherigen Erfolge, sondern vor allem mich ten^Betveis für die Erkenntnis und den Willen ter Führer, daß zur glücklichen Lösung der vor uns liegenden gewaltig schweren Aufgaben ter Nationalsozialismus ter kraftvollen aktiven Mithilfe des Stahlhelms auf dem Boden voller Gleichwertigkeit bedarf. In Würdigung dieses Gedankens müssen alle Schmie- rigteiten und Hemmnisse überwunden werden, die sich in letzter Zeit an manchen Stellen ergeben haben. Die Größe der Ausgabe und das hohe Ziel verlangen rücksichtslosenEinsatz aller nationalen Kräfte. Daß dabei mich cyif sachlichem und persönlichem Gebiet Opfer gebracht, Wünsche zurückgestellt, hier und te» auch Einschröi. fungen in Kauf genommen werden müssen, ist selbstverständlich. Dem Stahlhelm hat es n o ch n i e a n Opfersinn und Dpfcrfrcuöigfeit gefehlt, wenn es galt, den großen vaterländischen, völkischen Gedanken zu unterstützen. Für die nationalen Verbände heißt es jetzt, ten Beweis dafür zu liefern, daß ter Sinn und Zweck ter großen deutschen Freiheitsbewegung und die ihnen dabei zufallende Rolle an dieser Mitarbeit richtig er- kannt und danach gehandelt wird. Mit herzlichen Grüßen Froncheil! Wilhelm, Kronprinz." Oie Neuordnung beim pommerschen Stahlhelm. Berlin, 24. Juni. (TLl.) Wie ter Amtliche Preußische Pressedienst mitleilt, hat ter Preußische Ministerpräsident Goring an Polizeipräsident Heines, zur Zeit Stettin, folgendes Telegramm gerichtet. .Ich beauftrage Sie hiermit, bis auf weiteres in Pommern zu bleiben und a l s mein Sonderbeauftragter bie ganze Organi* sationdesdvrtigenStahlyclms gemäß den Anordnungen tes Buntesfuhrcrs, Ministers Seldte, und des Stabschefs, Staatssekretärs Röhm, in meinem Auftrage und in Ihrer Eigenschaft als Polizeipräsident zu überwachen und durchzuführen. Ich erwarte, daß Sie diesen Auftrag mit ebenloviel Takt w.e auch, wenn notwendig, mit rücksichtsloser Energie ausführen werten. Mitteilungen an mich unmittelbar. Zur Durchführung dieses Auftrages unter ft e 11 e i ch Ihnen hiermit die gesamten Polizeimittel Pommerns. Der Oberpräsitent von Pommern ist verständigt.- e Auf Abordnung deS thüringischen Innenministeriums wurden mehrere Stahlhelmführer verhaftet. 3n Eisenach wurde der erste Stahl- tehnfübrer Oberstleutnant v. Lindwurm ins Polizeigefängnis eingeliefert Der ehemalige Stahlhelmführer Major a. D. Voigt wurde in Meiningen wegen Beschimpfung des Reichsministers Seldte verhaftet und im Zuchthaus Marsfeld untergebracht. Auch der frühere Stahlhelmgauführer Rechtsanwalt Schönheit in Rudolstadt sowie der Ortsgruppenführer Beth- m a n n und der Ortsgruppengeschäftsführer Grünberg wurden in Schutzhaft genommen. Baldur von Schirach an Admiral von Trotha. Berlin, 24.2uni. (LU.) Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat an den Führer des aufgelösten Großdeutschcn Bundes, Admiral von Trotha, folgendes Schreiben gerichtet: Cw. Exzellenz! Anläßlich der Auflösung des Großdeutschen Bundes drängt es mich, Ew. Exzellenz zu versichern, wie sehr ich es bedauere, daß diese Maßnahme als ein Schritt gegen die Person Ew. Exzellenz mißverstanden werden konnte. 2m Rahmen des Planes der Zusammenfassung und Vereinheitlichung der Jugendarbeit in Deutschland mußte ich zwar die von Cw. Exzellenz geführte Organisation auflösen, aber niemals beabsichtigte ich damit einen persönlichen Eingriff oder auch nur einen persönlichen Borwurf auszusprechen. Den unschätzbaren Leistungen Ew. Exzellenz während des großen Krieges für unser Vaterland bringen besonders meine Kameraden innerhalb der nationalsozialistischen 2ugend eine solche Dankbarkeit und Bewunderung entgegen, daß ich mich verpflichtet fühle, Ew. Exzellenz zugleich im Ramen meiner Kameraden zum Ausdruck zu bringen, daß unsere Tätigkeit niemals gegen die Person Cw. Exzellenz gerichtet war und daß wir es sehr bedauern, wenn vielleicht an irgendeiner Stelle der E i n d r u ck e n t st a n d, als sei die Aktion der Jugend etwas anderes als eine A k - 11 o n der sachlichen Rotwendigkeit. Arbeitsbeschaffung durch die Reichspost. Berlin, 24.2unL (WTD.) Alm das Bestreben der Regierung der nationalen Erhebung, die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu bekämpfen, weitestgehend zu unterstützen, betreibt die Deutsche Reichspost seit Wochen die Durchführung eines neuen und erheblich erweiterten Arbeitsprogramms. Dieses sieht Aufträge in Höhe von 50 Millionen Mark vor, so daß einschließlich der vom Vorjahresprogramm noch ausstehenden restlichen Aufträge im ganzen 76 Millionen Mark zur Linderung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Ob aus -den Geldmitteln für das große Arbeitsbeschaf- fungsprogramm der Reichsregierung auch ein gewisser Teil auf die Reichspost entfallen wird, steht noch nicht fest. Die Reichspost sieht sich daher zur Zeit ganz auf sich selbst gestellt. Die nötigen Schritte zur Finanzierung des Programms sind durch Verhandlungen mit den zuständigen Reichsstellen bereits eingeleitet und werden mit Rachdruck gefördert. -Gelingt es der Deutschen Reichspost, die Mittel aufzubritrgen, so werden durch die Aufträge der Deutschen Reichspost etwa 1 7 000 Arbeitnehmer f ü r ein 2ahr Beschäftigung finden können. Oie christlichen Gewerkschaften durch Sonderbeauftragte der NSBO. übernommen. Berlin, 24. Juni. (CNB.) Wie der Zeitungsdienst meldet, wurde der Gesamtoerband der christlichen Gewerkschaften durch den Sonderbeauftragten der NSBO. Klapper übernommen. Den einzig anwesenden Vorstandsmitgliedern der christlichen Gewerkschaften Otte und K a i s e r wurde erklärt, daß sie sofort das Haus zu verlassen hättet. Beide haben ohne ein Wort der Gegenrede dem Befehl Folge geleistet. Sämtliche Geschäfts- Die kieme Freude. Don Ilse Fahrenholtz. Ich habe lange nicht in meine Sparbüchse aus gehämmertem Silber geschaut, weil sie seit Wochen leer ist. Unb nun finde ich zu meiner Heber» raschung heute ein vergessenes Zehnpsennigstück darin. ;0 Pfennig, die mir als Geschenk des Himmels in bie’ Hänbe fallen, bie außeretatsmäßig sinb unb mit benen ich machen kann, was ich will. Wie schön! 2ch werbe mir für diese 10 Pfennig ein bißchen Freude kaufen. 10 Pfennig — das ist der Gegenwert von vier russischen Zigaretten, einem Bleistift oder einer Postkarte nach Ungarn. Ober —, es gibt so viele Möglichkeiten. 2ch könnte mir dafür ein ganz großes Brötchen kaufen und die Tauben auf dem Luisenplatz füttern. Mit klatschendem Flügelschlag, in steiler Kurve, ein schimmernder grau-weißer Absturz würden sie aus den Türmen der Donifatiuskirche herabflattern und mir die Brocken fast aus der Hand picken. Beinahe wie vor San Marco: aber eben nur „beinahe"! Es fehlt der Geruch der Lagune, der tiefblaue Himmel. Wiesbaden ist nicht Venedig. Aber Tauben sind Tauben! Ein bunter Luftballon wäre auch nett. Aber mir fällt dabei mein allererster Luftballon ein — ich war vier 2ahre alt —, der mir davonflog. Ich sehe ihn noch über den Bäumen von Heringsdorf immer kleiner und kleiner werden. 2ch weinte ganz fassungslos, weil ich zum ersten- mal den Sinn des Wortes „niemals wieder" begriff. Also lieber keinen Luftballon! Da gibt es in der Stadt einen kleinen Dücher- laden, der etwas lädierte Inselbücher für 10 Pfennig abgibt. Vielleicht sind die Briefe der Marianne Alcoforado darunter ober die Portugiesischen Sonette. Aber — muß man das Schöne denn sicher im Schrank haben, um es zu besitzen? Gehören mir diese Dinge nicht viel mehr, wenn ich sie nur gefühlsmäßig mein eigen nenne? Die Lieder von Brahms oder den Kopf der Rofretete im Alten Museum kann ich mir ja auch nicht kaufen, und doch gehören sie mir ganz. — Ich könnte mir vielleicht in bet Bücherstube eins der neuen Bücher dieses Jahres leihen, das ich schon lange gern lesen wollte. Ich mache mir einen festlichen Abend daraus, tauche tief unter in einer fremden Atmosphäre und kehre, wenn ich es schließlich aus der Hand lege, mit dem Bewußtsein eines inneren Erlebnisses langsam zu mir selbst zurück. Der rote Lustüberfall auf Berlin. Ausreichender Luftschutz Berlin, 24. Juni. (ERB. Funkspruch.) Zu dem Erscheinen kommunistischer Propagandaflugzeuge über Berlin wird amtlich erklärt, daß die Reichsregierung selbstverständlich diesem Vorfall die allerernsteste Bedeutung beimißt und die entsprechenden Maßnahmen ergriffen hat. Infolge der Wetterlage war es nicht möglich, genaueres über Typ, Herkunft und Ziel der Maschinen festzustellen. Man konnte lediglich sehen, daß es sich um Doppeldecker mit verschieden gestellten Tragflächen handelte. Bemerkenswert ist, daß etwa 30 Minuten vor Eintreffen der Flieger in Berlin in Cottbus ebenfalls unbekannte Flugzeuge gesichtet wurden. Zeitlich würde es möglich sein, daß es sich um dieselben Maschinen handelt. Ebenso kann es sich bei den in späteren Abendstunden in Mannheim und der Pfalz gesichteten in Ost-West-Richtung fliegenden Maschinen um die gleichen Flugzeuge handeln. Selbstverständlich ist es aber auch schwer zu sagen, ob wirklich ein Zusammenhang zwischen diesen Apparaten und der AleberfHegung Berlins besteht. Sicher ist, daß dieser Luftanschlag auf Berlin wohl vorbereitet war unb Beziehungen z u irgendwelchen Kreisen in der Reichshaupt stabt selbst hat. Das geht schon baraus hervor, daß zur gleichen Zeit, als bie Flieger über ber Stadt erschienen, von dem B e r o l i n a - H o ch h a u s am A l exanberplah Flugblätter anderen Inhaltes abgeworfen wurden Wenn nun in der Oeffxntlichkeit eindringlich die Frage aufgeworfen wirb, wie derartige Vorfälle zu verhindern find, da man ja auch damit rechnen muß, daß einmal nicht nur Flugblätter, sondern auch Spreng- und Gasbomben abgeworsen werden können, so muß dem leider, wie in unterrichteten Kreisen erklärt wird, geantwortet werden, bah die Möglichkeit irgendeines Schuhes in der Lust für uns nicht vorhanden ist. Deutschland ist das einzige Land, das angesichts seiner boHigen Entwaffnung in ber Luft nicht in ber Lage ist, den Luftraum über sich zu schützen. Wenn wir in diesem Falle mit Maschinengewehren ausgerüstete Polizeiflugzeuge zur Verfügung gehabt hätten, dann wäre es wahrscheinlich ein leichtes gewesen, die geheimnisvollen Flieger zur Landung zu zwingen. Die deutschen Vertreter auf der Abrüstungskoneiu dringendes Erfordernis. ferenz in Genf haben immer wieder bei ihren Forderungen nach Herstellung der Gleichberechtigung auch darauf hingewiesen, daß die a n - deren Mächte in der Luft abrüsten mühten, wenn man überhaupt von einer Gleichberechtigung sprechen soll. Das Attentat kann für die deutsche Regierung nur der unmittelbar letzte Anlah sein, bei den nächste Woche wieder beginnenden Verhandlungen in Gens mit a l - lern Nachdruck die Gleichberechtigung zu fordern. Die Reichshauptftadt fordert Lustschuh. Berlin, 24. Juni. (CNB.) Oberbürgermeister Dr. S a h m hat an den Reichskanzler und an den preußischen Ministerpräsidenten das nachstehende Telegramm gesandt: „Der gestrige Vor- sall, daß ausländische Flugzeuge über der Reichshaupt st adt Flugblätter abwerfen und unerkannt Wied er ent- kommen konnten, hat in der Berliner Bevölkerung größte Beunruhigung hervorgerufen und eindeutig klar gegeigt, in welch bedrohlicher Lage sich Die Reichshaupt- stadt jedem Luftangriff gegenüber befindet. Ra- mens der Reichshauptstadt spreche ich die dringende Bitte aus, alle Möglichkeiten zu erschöpfen, um diesem unmöglichen Zustande a bz u h el f en“ — Weitere Ersuchen um Luftschutz sprachen aus die Städte Breslau und Essen und der Regierungspräsident von Düsseldorf. Oie roten Flugzeuge auch über Thüringen. Weimar, 24. Juni. (CNB.) 6er Referent für das Luftschiffwesen teilt mit, baß die roten Flieger auch über Thüringen geflogen sind unb, wie bie Abgabe von Zetteln auf dem Polizeipräsidium in Weimar beweist, auch hierFlugzettel abgeworfen haben. Reichsstatthalter Saude! hat sofort in zwei Telegrammen nach Berlin an die zuständigen Stellen schärf st en Protest gegen bie Ueberfliegung Thüringens durch ausländische Flieger eingelegt und Schutzmaßnahmen g e - fordert. Die Bevölkerung ist durch bie lieber- sliegung in ft arte Erregung versetzt worden. stellen im Reich wurden gleichfalls von der NSBO. besetzt. Die Eingliederung der christlichen Gewerkschaften in die deutsche Arbeitsfront wird nunmehr in kürzester Zeit erfolgt sein. Die Belange der bisher christlich organisierten Arbeiter werden durch die kräftige Hand der Nationalsozialisten besser gewahrt sein als durch Leute, die jahrelang Arm in Arm durch dick und dünn mit den Marxisten marschiert sind. Kleine politische Nachrichten. Auf Grund der Vereinbarung zwischen Reichskanzler Adolf Hitler und dem Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, haben im Einverständnis mit dem Gauleiter der NSDAP, die dem Stahlhelm angehörigen Senatoren v. P r e f s e n t i n und K l e p p ihren Eintritt in die NSDAP, vollzogen. In einer Rede in Bad Ailbing erklärte Staats- Minister Wagner am Sonntagabend, daß nicht nur alle Führer der Sozialdemokratie, sondern auch alle prominenten Mitglieder der Bayerischen Volkspartei verhaftet seien. Wie das„Bamberger Tageblatt" meldet, wurden in Bamberg Reichstagsabgeordneter Prälat Leicht, Landtagsabgeordneter Meixner, sowie sämtliche Ja, bas wäre wohl bas Schönste. Aber es ist Sommer. Lieber noch kaufe ich mir eine tief- bunkelrote Rosenknospe für meinen Schreibtisch, lasse mich von ihren Duft berücken unb sehe nach- benklich zu, wie sie langsam aufblüht, sich entfaltet uno bann allmählich hinwelkt unb vergeht. Gerabe will ich einen Laben betreten, um sie au kaufen, ba sehe ich ein fast verhungertes Kätzchen, bas sich an ben Häuserreihen entlang brückt. Cs ist ganz heiser, bie kleine Schnauze geht auf unb zu, aber bas Miauen bleibt unhörbar. Kläglich, erbarmungswürbig sieht es zu mir auf. „Warte, mein armes Tier!" Nebenan ist ein Fleischerlaben. Für 10 Pfennig (meine zehn Pfennig) gehacktes Fleisch ist schnell eingepackt. „Da, nun friß!" Cs schlingt unb schluckt, mit Heißhunger zuerst unb bann langsamer. Ich beschütze es, bis es ganz fertig ist. Dann trennen wir uns toieber. ilnb ich bin glücklich — es ist keine Selbstverleugnung, fonbern ehrliche Freube. Ich hätte, beim Anblick ber Rose boch immer an bie Augen bes verhungerten Kätzchens benten müssen ... Ein Geschäft wird getätigt. Lon Ernst Berg. Von weitem habe ich sie schon gesehen. Sie stehen im Eingang meines Hauses und machen ernste Gesichter. Zwei Buben und ein Mädel. So um die Zehn. Anscheinend haben sie sehr Wichtiges zu besprechen. Als ich näher komme, merke ich: jeder hat ein Päckchen Bilder in der Hand. „Aha!" denke ich, „Bilderbörse! So etwas hat man doch auch einmal gemacht." Ich bemühe mich, so unauffällig wie möglich vorbeizukommen: nicht stören in Geschäften! 2)as mag kein Mensch gern. Nur so ein Seitenblick: ich sehe, ich habe mich nicht getäuscht. Sie haben Zigarettenbilder und tauschen. Die Backen glühen, die Augen leuchten, die kleinen Fäuste umklammern fest die Bildchen. ' 1 Mensch, Kerl, man kann nie wissen! Da kommt so ein großer Junge, und ehe du einen linken Geraden landest, sind sie futsch, deine Bilder. Außer- dem mußt du aufpassen, daß du nicht betrogen wirst. Es gibt gemeine Menschen. Deshalb die Bilder fest in die Hand. Sie sind zwar schon ein wenig schwarz, die Bilder, und werden dauernd schwärzer, aber das schadet nichts. Erster Grundsatz kindlicher National- öfonomie: „Der Wert der Ware bleibt von dem Schmutz, der ihr anhaftet, völlig unabhängig." Ich denke: „Jetzt machst du die Tür leise zu und verschwindest." Da höre ich die Stimme bes Kleinsten: Stadträte ber Bayerischen Dolksparteifraktionen in Schutzhaft genommen. Die nationalsozialistischen Funkwarte besetzten Samstag nacht die Geschäftsstellen bes in Liquidation befindlichen sozialdemokratischen A r - beiter-Radio-Bundes e. V. Dabei wurde festgestellt, daß der Auflösungsbeschluh vom 26. Mai als Täuschungsmanöver anzusehen ist unb der organisatorische Zusammenhalt der Bundesmitglieder weiterhin aufrechterhalten wurde. Die Auflösung dieser marxistischen Klassenkampforganisation wird nunmehr erfolgen. In Karlsruhe fand die Wahl und Amts- einfübrung des ersten Landesbischoses der Evanglischen Kirche Badens, des Prälaten Dr. K ü h l e w e i n, statt. Kunft und Wiffenschaft. Auszeichnung von Regina Ullmann. Die Schweizerische Schillerstiftung hat soeben die Novellensammlung „Vom Brot der Stillen", von Regina Üllmann, die vor Weihnachten im Eugen-Rentsch-Verlag, Erlenbach- Zürich und Leipzig, erschienen ist, mit einer Ehrengabe von 1000 Fr. ausgezeichnet. ■MBawniiiimmn ■, ii < — „Willst du ein schönes Weib haben?" Nein, bas ist denn doch zu schlimm. Da muß ich zuhören. Hat er wirklich „Schönes Weib" gesagt? Ja, er hat „Schönes Weib" gefugt. An die Tür gelehnt, höre ich, wie der Größere ziemlich verächtlich erwidert: „Was willst du denn dafür haben, Erwin?" „Du könntest mir", lagt Erwin, „einen .Junkers Doppeldecker' dafür geben. Den hast du doch zweimal, Günter!" „Was", schreit Günter auf, „einen ,Junkers Doppeldecker mit drei Motoren' für dein .Schönes Weid!' Du bist wohl . . .!" Ich kann nicht sehen, was er macht, aber ich wette, er bohrt sich ben Zeigefinger tief in die Stirn. „Dann gib mir ein .Wunderliches Affengesicht', sagt Erwin ziemlich kleinlaut, „ein .Wunderliches Affengesicht' kannst du mir doch geben!" Günter besinnt sich einen Augenblick. „Nein", sagt er, „ich kann dir auch kein .Wunderliches Affengesicht' geben. Manche wollen gern ein .Wunderliches Asfengesicht.' Die gehen immer in ben Zoo. Das .Schöne Weib' tauscht mir kein Mensch." Ich höre unb staune. Merkwürdig, wie verschieden bie Ansichten sind. Mir wäre bas .Schöne Weib' lieber als bas ,Wunderliche Asfengesicht'. Aber da kann man nichts machen. Jetzt mischt sich das kleine Mädchen ein. Ich höre ihre Helles Stimmchen. „Günter", sagt sie eifrig, „du hast doch ein .Ungeheuer der Vorzeit' doppelt ... ja, bas ba . . . (sie buchstabiert): ein P ... t... „lusqsb (poq Jiui nq stuuvj svq 'uoqou - va „So", jagt Günter, „und was gibst du mir dafür?" Ich ahne schon, was kommt: sie wird ihm nichts geben. Sie macht das anders. Und richtig. „Ach", mault sie, „du kannst es mir doch s o geben. Du hast es dock) doppelt." „Nein", sagt Günter sehr bestimmt, „nur wenn dir Erwin auch eins schenkt, Eva." Einen Augenblick tiefe Stille. Dann spricht Erwin, unb es klingt wie ein männlicher Entschluß: „Ich will dir bas .Schöne Weib' schenken, Eva." Er will anscheinend bas .Schöne Weib' unter allen Umftänben loswerden. Aber auch Eva will nichts von dem .Schönen Weib' wissen. „Ach", bettelt sie, „gib mir doch den .Soldaten aus ber Zeit Friedrichs des Großen'!" „Na, gib ihn ihr", sagt Günter. „Dann kriegt sie auch mein .Ungeheuer'. Wieder ist es einen Augenblick still. Dann höre ich wie Eva „Danke" sagt. Sie hat zwei Bilder bekommen unb keines dafür gegeben. Ich beschließe einzugreifen. „Zeig mir mal das .Schöne Weib'," sage ich zu Erwin und erscheine Aus aller Wett. Neuer großer Erfolg der Lufthansa im planmäßigen Flugverkehr über den Sübatlantif. Im Rahmen der Vorarbeiten für einen planmäßigen Flugverlehr über den Süd- atlantif wurde von der Deutschen Lufthansa erneut ein großer Erfolg erzielt. In Fortsetzung der Erprobungen wurde jetzt ein Flug unter verkehrsmäßigen Bedingungen von Natal (Südamerika) nach Bathurst (an ber afrikanischen Westküste) durchgeführt. Der Dornier-Wal D. 2068 „Passat". mit zwei BMW.-6-Motoren der Bayerischen Motorenwerke ausgerüstet, startete am 23. Juni um 9.20 Uhr MEZ. von Natal unb lanbete um 17 Uhr MEZ. bei dem von der Deutschen Lufthansa und vom Nordlloyd gecharterten Dampfer „Westfalen" inmitten des Ozeans. Nachdem bie „Westfalen" mit Hilfe des Schleppsegels und des großen Krans auf hoher See bas Flugboot an Bord genommen hatte, setzte sie über Nacht die Reise in ber Flugrichtung fort. Am 24. Juni, 10 Uhr MEZ., wurde ber Wal alsdann mit dem Heinkel-Großkatapult erneut abgeschleudert und flog nach Bathurst weiter, wo er um 16.50 Uhr MEZ. landete. Die Besatzung des Flugbootes bestand aus dem bekannten Flugkapitän der Deutschen Lufthansa, Blankenburg, Flugzeugführer Pohl, Flugmaschinist W i e n t e und Bordfunker Schiller. Der Flug über den Südatlantik wurde somit unter verkehrsmäßigen Bedingungen in 33% Stunden durchgeführt. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß vorläufig im Stadium der Versuche noch keine Nachtflüge unternommen werden und daß nach ben verschiedenen Einzelfliegen von der Küste zum Schiff und von der „Westfalen" zur Küste dies der erste planmäßig angesetzte und durchgeführ'te Flug von Küste zu Küste unter Benutzung bes schwimmenden Stützpunktes war. Schwere Zuchthausstrafen für politische Verbrecher. Die zweitägige , Verhandlung vor dem Kasseler Schwurgericht gegen die Angeklagten Christ und H i ck m a n n wegen Tötung des nationalsozialistischen Stadtverordneten Messerschmidt am 18. Juni 1930 endete mit der Verurteilung der bei- . den Angeklagten wegen schweren Landfriedensbruches in Tateinheit mit Totschlag. Christ wurde zu 15 Jahren unb Hickmann zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt, beide außerdem zu fünf Jahren Ehrenrechtsverlust. In der Begründung wird ausgeführt, daß bas Gericht sich auf das erste Geständnis Christs vor dem Geheimdienst der Standarte 83 stütze, und zwar besonders deshalb, weil die einzelnen Angaben des Christ ausnahmslos von unbeteiligten Zeugen betätigt worden seien. Daß Christ das Geständnis später widerrufen habe, komme für das Gericht nicht in Betracht. Christ war nach seinem eigenen Geständnis derjenige, der dem Stadtverordneten Messerschmidt den todbringenden Stich versetzte. Hickmann war vom Gericht als Rädelsführer bei der Zusammenrottung angesehen worden. Hochwasser im Fulda., Werra-, Lahn- unb Ebergebiel. Uralt il‘ b£ SSy Ss lank", erWtn' Iura geb" Mi «f * -eits de- - träume mcnl' Weit gewbl Neteman chafl. d>e P01 Wißen der «nze ? ’ Das Probl- ler menschlich WsichU M Den Gier .numptiierle Tilg ihn noch W Segendc Seaxilt ber nußte lentba Deutschem das Probl Zeppelin3 auf, seine ■ Krieg on Das £wW cm N die (iDingt die $ tile immer r fnbergeiftes Aber auch ter menschlic ballons, der cegcben. Die shon zu eine Erfindung ix len Weg na shwerer als rische Kraft i Binci ((1452 Sörflin (1850) dem Ingen behalten, ir das probt A fünf Pfennig, unb ich bekomme Miß Deutschland. Infolge des feit einer Woche ununterbrochen niedergegangenen Regens führen Fulda, Werra, Lahn und Eder und die Nebenflüsse Hochwasser. Die Fulda ist bei Niederjossa—Niederaula bereits über die Afer getreten. Auch die Lahn hat stellenweise die niedrig gelegenen Wiesen überflutet. Startes Hochwasier wird aus dem t Wohra-Tal gemeldet, wo die Ohm das Flußbett ' verlassen hat. Klein-Seelheim und Groß-Seelheim-' stehen völlig luntcr Wasser. Die ganze Heuernte muß als vernichtet angesehen werden, dvch ist zu hoffen, daß mit dem Aufhören des Re-' gens das Wasser wieder zurückgeht. Auto rast in eine Marschkolonne. Ein Privatkraftwagen fuhr auf ber Chaussee zwischen Sagarb unb Lietzow (Rügen) in eine Kolonne Des Freiwilligen Arbeitsbienstes aus Lietzow, bie an ber Sonnwendfeier auf Stubbenkammer teilgenommen, hatte unb sich auf dem Heimwege befand. Dabei wurden 10 Mann der Kolonne so schwer verletzt, daß sie in das Krankenhaus nach Bergen geschafft werden mußten, zehn Mann kamen mit leichteren Verletzungen davon. Oie „totgeborene" Brant. Eine sehr unliebsame Wahrnehmung mußte eine 22jährige Dame Pia Cavalazzi in Ravenna machen, als sie sich auf das Standesamt begab, um hier die nötigen Papiere ju bekommen, die das italienische Gesetz für ein Aufgebot vor- schreibt. Sie erfuhr hier zu ihrem größten Erstaunen, daß sie überhaupt keinen Platz als lebendes Wesen in dieser Welt hat, da sie von ihrem eigenen Vater als totgeboren angemeldet und mit diesem Vermerk in das Standesamtsregister eingetragen war. Da sie in stattlicher Leiblichkeit und voller Gesundheit vor dem Beamten stand, so konnte sie sich die Sache nicht erklären, aber das Geheimnis löste sich, als sich die Eltern daran erinnerten, daß sie ohne Lebenszeichen zur Welt gekommen war und ber Arzt infolgedessen einen Schein für ein tot- geborenes Kind ausgestellt hatte. Infolge sorgfältiger Behandlung zeigte das Neugeborene aber bald Lebenszeichen und entwickelte sich zu einem gesunden Baby und zu' einer kräftigen Jungfrau. Der Vater vergaß in feiner Freude über das ihm so unerwartet geschenkte Töchterchen die Anmeldung auf dem Standesamt und verabsäumte, die erste Eintragung streichen und die Geburt eines lebenden Kindes eintragen zu lassen. Die arme Pia hat jetzt den Schaden von der Vergeßlichkeit ihres Erzeugers: denn ihre ersehnte Hochzeit wird dadurch recht lange herausgeschoben werden. Sie muß erst Zeugen beibringen, die bekräftigen, daß sie dieselbe Perlon ist wie das Neugeborene, dessen Leben 24 Stunden, nach dem sein Tod gemeldet war, gerettet wurde. Dieses Zeugnis muß vom Gericht in Ravenna geprüft und anerkannt werden, und dakann Monate dauern. iWr, toofjl M Gcjchma Urteilskraft ^Bescheid« f chöct. Cch, er gJerfönli- M Musik Her Verein Der neue kundcs, Dr. Volkstum ur richtete eine Dll/ÄH in Gängers zur CU3: : -Unsere gi richtet sein, ; allererst e j erleben. Er die Gmeins und innerm aller Eigens: erziehliche A L 2Wig ges ta Musik j Mit frohen Mienen gehen wir auseinander. plötzlich in meiner ganzen Größe vor der kleinen Gesellschaft. Drei glühende Gesichter. Drei offene Münder. Erwin reicht mir langsam das Bild. Ich lese: „Gruppe 5, Serie 2, Bild 16: Die schönsten Frauen der Welt. Miß Deutschland 1931." Schönes Mädchen, ohne Zweifel. Nur ein bißchen schmutzig im Gesicht. Erwin hat seinen Firmenstempel hinterlassen. „Ich gebe bir fünf Pfennig für das Bild", sage ich todernst. „Einverstanden?^ Erwin hat noch immer den Mund offen. Er weiß kein Wort zu sagen. „Nimm sie", flüstert Günter stürmisch. „Ich geb dir meinen ,Junkers Doppeldecker mit drei Motoren' dafür." Das Geschäft wird getätigt. Erwin erhält seine PK W :Men. Es : Nett, um önem zu 2£ ?ks Mg j, "Me fü WGtoigl Je Langes ' Mabe: D 'Übung unb ;SUn9 inner Öfn, fonbt ! Äsenden kui Wen, die L°ussanz dahte b 5 m't uns Ausdruck 5 ungl ,ÄL ce 25.Mi • c r a : g n g a ■Wye 2 Warum Lustfahrt-Werbewoche? Aus der Provinzialhauptstadt AVx. Die gar.« angesehen werden, i Aushören des Ae> und Ldergebiel. che ununterbrochen ccn Fulda, 'Berta, Nebenflüsse Hoch« . Aikderjossa-Ae- getreten. Auch die :ig gelegenen Die- fier toiri) aus dein. )hm das giußbett ni> Trch-Leelhem 3i8 mit uns ringen wollen um eine tiefe Der- Tnetlid/ung des deutschen Wesens, dessen schön- ler Ausdruck das deutsche Lied ist. Dann wird eine unglückliche Zeit vergessen und unwirk- 'cm geworden sein, in der Männer und Frauen rnseres Volkes in Klassenkampfgedanken sich ab- •dten konnten von Den Brüdern und Schwe- t-'m ihres Blutes, in der ein unvolkischer Geist :Iem Deutschen fremd und feind war." 25 Jahre evangelisch-kirchliche Frauenvereine in Gießen. Dieerangelisch-kirchlichenFrauen- {'-'reine in Gießen können in diesem Jahre auf 5jährige Tätigkeit zurückschauen. Aus hn im Juli 1908 gegründeten vier Vereinen sind v't der'Bildung der neuen Gemeinden inzwischen 'chs geworden. Als Ausgabe der Vereine wurde t«. der Gründung in den Satzungen genannt Mitarbeit an den Ausgaben des beme in belebens." In mancherlei Weife faden die Gemeindefrauenvereine in dem abge- hu jenen Vierteljahrhundert dieser Aufgabe ge- ucwt, in Fürsorge für Einsame und Arme, für • inder und Alte, in Veranstaltung von untertich- nnben und das Gewissen schärfenden Vorträgen, acht zuletzt in der Pflege der Gemeinschaft im Hessen den Anfang machen! — zur hauptsächlichen volkstümlichen Trägerin der schlichten inneren Berte, die unserem Streben nach völkischer Voll- trlung innewohnen. Wir wollen also nicht nur , tfixgen, sondern uns bewußt sein, welche verant- e^rout ■ • - "SS***4 ■e zu klomSVr-! ein öd keinen W (ie HM Da l>e in, San fr 1 sich lne , (:• l d-k V M-» L «« C' S-hem jur , W. E 3aieug$^ i da»..... idi “ iu e,n. fitts1 V in ragnnj. etzt > .Unsere gesamte Tätigkeit muß darauf gerichtet sein, zu verinnerlichen. Der Sänger singt .. »zu allererst einmal für sich selbst, für sein inneres I Erleben. Er fühlt sich im Chor eingefügt in it|d)lolonne. Ibie Gemeinschaft; er gibt sein Bestes an Ton uf der Chaussee zwi> »und innerem Dabeisein und begibt sich zugleich im) in eine Kolonne Boller Eigensucht um seiner selbst. Eine ungemein aus "ietzow, die an »erziehliche Arbeit in echt völkischem Sinne! nkammer'feilaenom-1 Dichtig geführt, tritt der Sänger dem Wesen SM Musik immer näher, ersaßt e- recht aus r Solenne soR "'Zener, wohlgeordneter Mitwirkung heraus, er- hns Srnnten r Geschmack, wo der nicht angeboren ist, und !rL nnmten Urteilskraft, und weih doch dann zugleich, toie- Tbnnnm^aDon. Bescheidenheit zu jeder Ausübung der Kunst 1eBun”____— 5 kihört. Erst nach gründlicher innerer Gewinnung • ter Persönlichkeit des einzelnen Sängers für Ge- * lang, Musik und Vollstum überhaupt und nach •kftcr Vereinigung im singenden und Volkstum ' pslcgenden Verein beginnt die Wirksamkeit auch trouhen. Es kommt das „Konzert". Richt das j Konzert, um damit „Sport" zu treiben, um den Verein zu zeigen und die hochgeschwellte Brust jedes Mitgliedes dazu, sondern um zu wirken - int Volke für das Volk, das heißt: für des Volkes Ewigkeit! , Sondcrzug fährt um 6 00 Uhr in Lauterbach, unb der Flügclzug um 7.07 Uhr in Gießen ob und trifft um 9.51 Uhr in Waldeck ein. Bei der Rückfahrt ist in Bad Wildungen ein Aufenthalt von zwei 5tun den vorgesehen. Der Sondcrzug trifft um 21.05 Uhr wieder in Gießen unb um 22.07 Uhr in Lauterbach cm. Nähere Auskunft über Fahrpreise und Abfuhr- Zeiten auf den Einsteigebahnhöfen ufro. erteilen die Bahnhöfe und Fahrkartenausgaben. Ein ungetreuer Stromzähler. WSR. Wetzlar, 25. Juni. 3m benachbarten Waldgirmes hatte ein Stromgelderheber den Stromverbrauch der Einwohner fälschlich höher eingeschrieben und Die dadurch erhaltenen Mehrbeträge für sich bemalten. Insgesamt kassierte er auf diese Weise 1300 Mark für sich ein. Die Sache kam durch einen Rechenfehler heraus, und wegen Llrkundensälschung und Llnterschiagung wurde der ungetreue Erheber für 2'/, Monate insGe- sängnis geschickt. Bücheriisch. — Kameraden der Arbeit. Deutsche Arbeitslager: Stand, Ausgabe und Zukunft. Ginge- leitet durch Reichsarbeitsminister Seldle. Herausgegeben von Friedrich Wilhelm Heinz. Mit 97 Bildern auf Kunstdrucklafeln. Frundsberg • Verlag ®. m. b. H., Berlin 1933. Ganzleinen 5,90 Mark. — (203.) — Das Buch gibt eine erschöpfende Darstellung des Arbeitsdienstes. Wir fahren in die Lager und gewinnen aus der Kameradschaft der Arbeit und aus der sachlichen Leistung den Eindruck, daß sich hier ein Werk anbahnt, das von der gleichen innerlichen Haltung bestimmt wird, wie das Soldatentum der Front. Die Unterschiede in den Arbeitsaufgaben unb in den Arbeitsmethoden werden uns bewußt. Soldatische Arbeitslager des Stahl« heim und der Wehrbünde, die der Bodenverbcsse- runq dienen, wechseln mit Siedlungslagern der deutschen Jugendbewegung, in denen eine bestimmt« nationalpolitische Aufgabe zu lösen versucht wird. Freiwilliger Arbeitsdienst oder Arbeitspslicht, di« Vorschläge der Bünde und Parteien, die Haltung der Gewerkschaften, das Problem des Wehrsports Lustfahrt tut not! und der Freizeit, die Zukunft der ganzen Arbeitsdienstbewegung, all dies ersteht in der scharf beobachtenden und klaren Sprache des Verfassers, der nicht als Theoretiker, sondern als Mann der Praxis und Tat schildert. — Fichte und der Nationalsozialismus. Von Ernst Bergmann, Prosessor an der Universität Leipzig. 1933. 48 Seiten. (Hirts Deutsche Sammlung, Gruppe G VI, Band 1.) Gehes- tet 40 Pf., in Leinen 75 Ps Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. — (169) — Der bekannte Leipziger Philosoph darf als der beste Kenner Fichtes, insbesondere seiner Erziehungslehre, gelten. Sein Büchlein stellt die Niederschrift eines Vortrages im nationalsozialistischen Lehrerbund in Meißen dar. Sic bringt den Kerngehalt der Fichteschen Freiheits-, Bestimmungsund Erziehunaslehre in durchaus verständlicher Weise zur Darstellung Man staunt, wieviel Grundgedanken der nationalsozialistischen Weltanschauung in Fichtes Philosophie, insbesondere in seinem System der Nationalerziehung schon verankert sind. Das neue unb das alte Berlin. Unpoüfitoer Brief aus der Ireichöhauptfladt. Berlins Autopark wächst. Da sage einer: Berlin habe kein Tempo oder es lasse nach. 3m Gegenteil! Jeder Tag rollt neue Räder durch die Stadt, reiht neue Achsen in das Strahengetriebe, läßt mehr Speichen im Dcrkehrsrod spielen. 3a, da staunt man, aber an der Tatsache läßt sich nicht zweifeln. Zum Beweis seien die letzten vier Monate angerollt! Wir hatten am l März SO 152 Kraftfahrzeuge, am 1. April 95961, am l.Mai 105 905, am 1. Juni 112024! Das sind doch Zahlen. Diese Zunahme um 22 ODO Maschinen des Verkehrs ist die Folge der von der Reichsregieruirg geschaffenen großzügigen Erleichterungen für die Kraftfahrzeughalter. Von Monat zu Monat wächst Berlins Kraftwagcn- park. 3m Monat Mai kamen im ganzen 6119 Fahrzeuge, im einzelnen 3749 Personenkraftwagen (davon 850 fabrikneu), 573 Lastkraftwagen, 31 Zugmaschinen und 3165 Krafträder (254 fabrikneu) hinzu. Demgegenüber stehen 1837 Löschungen, und zwar 1168 Personenkraftwagen, 423 Lastkraftwagen, 14 Zugmaschinen und 232 Krafträder. Von diesen wurden insgesamt nur vorübergehend gelöscht: £02 Fahrzeuge, so daß also ein tatsächlicher Reuzugang von 5681 Kraftfahrzeugen im vergangenen Monat zu verzeichnen ist. Bei den Kleinkrafträdern sind im vergangenen Monat ebenfalls wieder 577 neu zugelassen worden; 189 Kleinkrafträder wurden gelöscht, so daß der tatsächliche Reuzugang 438 beträgt. Die Reichshauptstadt besaß somit am 1. Juni insgesamt 112 024 Kraftfahrzeuge, davon 50 795 Personenkraftwagen (einschließlich 6656 Kraftdroschken und 652 Omnibusse), 15 284 Lastkraftwagen, 1495 Zugmaschinen, 23 246 Krafträder und 21 204 Kleinkrafträder. Tie e Zahlen, sehr viel Ziffern, aber man darf sie ruhig als Quittung für die großzügigen Rcuc- rungen niederschreiben, die die Regierung den Kraftfahrzeugbesitzern zur Erleichterung ihrer „laufenden" Sorgen schenkte. Don IA 1 bis 99000. Das Stammbuch der Berliner Autonummern ist eine Sache für sich und interessiert jeden, der Blick für die weißen Schilder im Motorenlärm unseres Strahenbildes hat. Bekannt sind die niedrigen Rummern der Minister, aber wußten Sie schon, wer Autonummer 1A 1 &at? Der Reichspräsident etwa? Ober unser Kanzler gar? Rein — Rudolph H e r h 0 g hat sie. Das ist nicht der bekannte Romanschriftsteller, sondern ein Berliner Privatmann, dessen Wagen als erster um die Jahrhundertwende in Berlin zugelassen wurde. Eine Ausnahme, denn schon von IA 2 an beherrscht das amtliche Leben die Welt der Autonummer. IA 2. 3 und 4 führt die Reichskanzlei und das Auswärtige Amt, dem Reichspräsidenten dagegen gehört die Rümmer 2990. 2ll> IA 5 bis IA 90 kennzeichnen die Wagen der in Berlin akkreditierten Vertreter der auswärtigen Mächte. Zum Beispiel die Britische Botschaft schmückt ihre Rolls Royce mit IA 10, IA 37 und IA 6; IA 9 hat der französische Botschafter, IA 11 der italienische. Ab 90 beginnt das Gebiet der Reichsminister. Wenn z. B. am Wilhelrnplah vor dem Propagandaministerium ein Wagen mit IA 111 steht, weiß man, daß Dr. Goebbels eben ankam oder gleich ab- fahren wird. Der Reichswehrminister hat IA 95. Bei 125 beginnen die Dienstwagen der preußischen Minister, während in Den dreistelligen Ziffern die Dienstautos des Magistrats erkannt wer- den. Oberbürgermeister Dr. S a h m fährt hier an der Spitze mit IA 560. Run gibt es auch Privatleute, die für ihre Volkstümlichkeit etwas tun müssen. And wo kann man sich auffallender ausdrücken, ohne ein Wort zu sogen, als auf der Visitenkarte seines Wagens? Willy Fritsch läßt sich nicht lumpen und fährt stolz in seinem IA 1111 durch die Straßen. Mehr Ausrufezeichen konnte er kaum ergattern, aber er Hots geschafft, und jeder weiß: oho, das gibt's nur einmal, das ist Willy Fritsch! Die gute 4 sicherte sich Rudi Earacciola und lieh sich die Rümmer IA 4444 geben. Alt-Berlin vom Kremser aus. Rach all diesen schönen unb vielen Zahlen könnte man glauben, baß in Berlin nur Maschinen liefen. O nein, es gibt auch noch Pferde- b r 0 s ch k e n... Diel sind es zwar nicht, aber am 1. Juni zählte man doch noch 67 dieser alten, volkstümlichen Gefährte. Wohin seid ihr entschwunden? Der Lauf Der Welt geht immer schneller, die Zeit ist grausam, sie geht hinweg über das, was ihr nicht paßt. Dorum sand auch Der Pferdedroschkenkutscher im Zeitalter des Benzins und Der PS ein kümmerliches Dasein ilm so erfreulicher berührt dos Bemühen, unseren guten Hafer-Motoren wieder etwas Auftrieb zu geben. Also Droschken und Kremser herbei! Wir wollen Alt-Berlin entdecken. Diesem Ruf, der neulich laut wurde, wurde viel Gehör geschenkt. An einem schönen Abend versammelten sich etwa 50 mit Girlanden und Blumen aeschmückte Gefährte des fast schon vergessenen Berlin. Die alten Droschkenkutscher und ihre treuen Pferdchen hotten einen großen Tag. Cs war ein seltsamer Zug, lang unb langsam ging die gemächliche Runbfahrt vor sich. Kreuz unb quer, burch die engen eiten Gossen und weiten Plätze deS historischen Stobtlerns, ungezählte Fußgänger begleiteten das seltsame Unternehmen. Eine alte Zeit wurde wieder wach: Die Bauten des Köllnischen Gymnasiums, das Märkische Museum mit Dem Roland, der . Wüster- hansische Bär", dann die engen, nichtigen und gichtigen Alt-Berliner Häuschen im Geviert der Parochial-, Petri- und Ricolaikirche, dos Palai- Ephraim unb viele andere historische Köstlichkeiten erzählten von ihrer Zeit. Das Glockenspiel Der Parochialkirche ließ eine Kantate und andere stimmungsvolle Weisen erklingen. Dann ging die Fahrt auf dem holprigen Pflaster weiter, vorbei , am „Tlnf? bäum“, einem bekannten Altberliner Lokal, vorbei an Der Apotheke „Zum Weißen Schwan", wo der junge Fontane gelernt hatte. Eine herrliche Fahrt, ein Besuch vergessenen Berlins, eine Ehrung der Pferdedroschke! Die Rippe an der Wand. Auch ein Stück unbekannten Berlins, dos auf dieser Fahrt wieder bekannt wurde. Diese Rippe, die mit einem riesigen Schulterblatt an einem Haus hängt, ist ein Stück, ein seltener Schmuck aus dem Berliner Märchenbuch. In grauer Vorzeit lag hier die Hütte eines Fischers, der eine schöne Tochter hatte. Dieses Mädchen fand eines Tages die Gelegenheit zu einem Spreebod sehr günstig. Aber da es in jener Zeit noch Riesen gab. echte märkische Riesen, wurde das Bad von einem solchen Anhold jäh unterbrochen. Der Fischer ging mit den Dorfjungen, da die babelustige Göre gar zu lange ausblieb, auf die Suche und muhte alsbald an unheimlichen Fußspuren entdecken, daß die Tochter von einem Riesen entführt worden fei. Was tun? Ein junger Fischer, der die Geraubte liebte, ließ sich nicht zurückhalten und erntete der Liebe Lohn. Er erschlug Den Riesen mit einem Zauberkraut unb führte Die leichtsinnige Fischerstochter wieder heim. Als Siegestrophäe nahm et bem Riesen eine Rippe — sie ist beinahe einen Meter lang — und fein Schulterblatt. Seit dieser Zeit hängt diese seltsame Siegesquittung allen bösen Geistern zur Warnung am Haus. Inzwischen sind viele Häuser über Diesen Platz gegangen, aber Der Rippe ward jeweils ihr Ehrenplatz eingeräumt. Abenteuer eines Hauses. Was man Doch so alles erfahren kann, wenn man mit echten Berlinern durch die Stadt fährt! Berlins größtes Theater, das „Große Schauspielhaus" mit 3300 Plätzen spielt nicht mehr. Deshalb wird der Berliner diese seit al- tersher vertraute Stätte nicht verlieren, denn sie Hot von ihren Uranfängen an schon oft bewegte unb träge Perioden ihres Daseins überstanden und wird auch wieder aufleben trotz dem Konkurs, Der jetzt über ihm hängt. Die Theater- Periode dieses Hauses datiert feit 1918, als es in Reinhardts Besitz überging, der aus dem alten Zirkus ein Massentheater machte. Klassisches Schauspiel wurde von der Operette abgelöst, bann kamen Die Revuen „Schöne Helena", „Hoffmanns „Erzählungen" und als Schlußstein „Der Studentenprinz". Danach folgte bie verhängnisvolle Aera der Brüder Rotter, bie schließlich mit dem „Boll im Sovoy" Fiosko mochte. Lange vor dieser Zeit aber hatte das Haus als Zirkus seine besten Tage. Die Manege unter Albert Schumann feierte ihre Triumphe. Unter bem alten Tenz war hier eine viel besuchte Vergnügungsstätte Berlins. Die berühmtesten Schulreiter, wie Franz Renz, Hager, Loise und der Clown Godlewski waren hier zu Hause. Aber wer weih, daß dieses große Haus zuerst als M a r k t h a l l e gebaut wurde, der Markthollenbetrieb ober in Berlin noch wenig Verständnis fand und die glücklichste Lösung erreicht wurde, als Renz in bie Hallen einzog? Immer ein schwankender Boden! Mußte doch damals zunächst ein Wold von Pfosten eingerammt werden, ehe mit dem Dau begonnen werden konnte. Ein teurer und schwankender Grund, Darauf dieses Haus seine Aberr- teuer erlebte, von Der Markthalle zum Zirkus, zum Theater, zum — Konkurs. S.Ji.-lfpor# (Nachdruä Wirtschaft Mit> (RAK.) ist ver- in Benutzung genommen worden sind. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Banknoten. stellt, seine er gebeten, Artur Ionath durchlief in Dresden die 100 Meter in 10,3 Sekunden. Rüttchen (Erkelenz) auf NSU. fuhr im Grillenburg-Waldrennen die beste Zeit des Tages und sicherte sich durch seinen Sieg in der Klasse bis 1000 ccm bereits die Deutsche Motorrad-Straßen- Meisterschaft seiner Klasse. Auf der Ruder-Regatta in Bad Em; gewann der Kölner Klub für Wassersport den Kaiser- Vierer vor WSV. Godesberg. 360 Stundenkilometer erreichte am Frei» tag das Heinkel-Flugzeug HE. 70 unter Führung von Flugkapitän von Untucht, der auf der gleichen Maschine schon acht Weltrekorde geflogen hat. Die Maschine flog diesmal die 400 Kilometer lang« Strecke Kopenhagen—Berlin in 72 Stunden. Dec Lauf der Damen. der zuerst gestartet wurde, führte die Teilnehmerinnen über eine Strecke von 10)0 Meter, die von neun Läuferinnen bewältigt werden mußte. Die Strecke war aufgeteilt in 4x75, 1 CO) und 4X100 Meter. 2m Wettbewerb lagen lediglich diö Damen der Spielvereinigung 1900 und des VfL. Wetzlar. Die ILOOerinnen führten von Anfang an und hatten während der 4x75 Meter bereits einen Vorsprung von etwa 15 Meter herausgeholt. Auf der CO)-Meter°Strecke fiel die Entscheidung. Frl. S t ö r r i ch (DfL. Wetzlar) überholte Frl. Richtberg II und sicherte sich sogar noch einen Dorsprung, der von den übrigen Läuferinnen aus der Dachbarstadt gehalten wurde. Mit etwa 15 Meter Dorsprung gingen die Damen aus Wetzlar durch das Ziel. Der Lauf in der 8-klasfe. sah vier Mannschaften am Start, und zwar je eine Mannschaft des DHV., der Paddlergilde und der Deutschen Iugendkraft. Außer Konkurrenz lief eine Kombination der Akademischen Turnverbindung „Rheinfranken" und der Spielvereinigung ISO). Die Läufer der Deutschen Jugendkraft bereiteten allen übrigen ausgewiefen. Durch den Pfundsturz hat die Gesellschaft einen Derlust von rund 6 0)0 000 Mk. erlitten. Dach langen Derhandlungen mit der Anglo Persian Oil Co. ist schließlich eine Der- ständigung gefunden worden, wonach die Gesellschaft selbst 60 Prozent des Verlustes zu tragen habe, während die restlichen 40 Prozent von der Anglo Persian Oil Co. übernommen wurden. Hiernach ergebe sich für die Deutschr Petroleum AG. ein Pfundverlust von 3 050000 Mark. Klasse A: 1. Spielvereinigung 1900 6:46,7 Minuten: 2. Männerturnoerein Gießen 6:54,3 Minuten. (Die siegreiche Mannschaft lief in folgender Aufstellung: Grünewald, Betz, Baumstieger, Peters, Koch, Jung, Kilo, Eldracher, Linsemann, Schlarb, Birkenstock, Schmidt.) Deutsches Derby in Hamburg. Favorit „Alchimist" leichter Sieger. Auf der klassischen Dahn in Hamburg-Horn kam am Sonntag das Deutsche Derby zum Austrag. Erwartungsgemäß setzte sich der Favorit „Alchimist" aus dem staatlichen Hauptgestüt Gradiy unter E. Grabs erfolgreich durch und gewann das größte deutsche Zuchtrennen leicht gegen die beiden Außenseiter „Linkenruf" (M. Schmidt) und „Calva" (O. Schmidt) mit einer Länge. Nachdem noch am Samstag der Himmel voller dunkler Wolken hing, klärte es sich am Sonntag auf und Sonnenschein überstrahlte das Horner Moor, das am Dachmittag Ziel Tausender und Abertausender von Zuschauern war. Auch die Deichsregierung war vertreten . In der Ehrenloge bemerkte man Vizekanzler v. Papen, Deichsminister Dr. G o e o b e l s , Reichswehrminister von Blomberg, ferner Reichssportkommissar von Tschammer » Osten, Rennsportkommissar Graf H e l l d o r f, Oberlandstallmeister G. Rau, Staatssekretär Trauert und andere mehr. Gleichschaltung im Sportverein 4920 Heuchelheim. w. Am Mittwochabend fand in der Gastwirtschaft von Ludwig Schäfer eine außerordentliche Generalversammlung des Sportvereins 1 920 zum Zwecke der Gleichschaltung statt. Als Vertreter des WSV. nahm der Fußballfach- toart Hugo Henkel, Gießen, an der Versammlung teil und führte die Gleichschaltung durch. 3n seiner Ansprache wies Herr Henkel auf die Bedeutung des Tages hin und würdigte besonders die Vergangenheit des Vereins. Die Mannschaften des Sportvereins 1920 seien weit über die Grenzen des Bezirks als fair, spieltechnisch gut und ebenbürtig neben jedem Stadtverein bekannt. Die mustergültige Leitung des Vereins in nationaler und kameradschaftlicher Beziehung sei Pionierarbeit für die wahre Volksgemeinschaft im neuen Staate. Aus diesem Grunde sei auch die Gleichschaltung mehr eine Formsache, da der Vorstand durchweg aus alten Mitgliedern der DSDAP. und der SA. bestehe. Nachdem der gesamte Vorstand sein Amt niedergelegt hatte, übernahm der Ehrenvorsitzende Fritz Sack die Leitung der Versammlung. Als Führer wurde der seitherige langjährige Vorsitzende Hermann Weber vorgeschlagen und Kraftfahrzeuge und Einkommensteuer. Rach dem Gesetz zur Verminderung der Arbeits- losigkeit dürfen bei Ermittlung des Gewinnes für die Einkommen-, Körperschafts- und Gewerbesteuer Aufwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von Maschinen abgezogen werden, wenn der neue Gegenstand inländisches Erzeugnis ist, zwischen dem 30. Juni 1933 und dem 1. Januar 1935 angeschafft ist, einen bisher dem Betrieb dienenden, gleichartigen Gegenstand ersetzt und seine Verwendung nicht zu einer Minderbeschäftigung von Arbeitnehmern führt. * Deutsche Petroleum AG., Berlin. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig die Abschlüsse für die Geschäftsjahre 1931/32 und beschloß die Einziehung von 11 0)0 000 Mk. von der Aütgerswerke AG. zu 70 Prozent erworbenen eigenen Aktien, wodurch das Aktienkapital von 35 000 000 auf 24 000 00 Mk. herabgesetzt wird. Gleichzeitig wurde auch der Reservefonds von 3 730 000 auf 2 400 000 Mk. vermindert. 1931 schloß mit einem Verlust von 30) 000 Mk., der durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahre voll gedeckt wurde. Für das Geschäftsjahr 1932 wird ein auf 130 000 Mk. erhöhter Gewinnvortrag einstimmig gewählt. Der neue Führer übernahm wieder die Leitung der Versammlung und berief, nachdem er von dem Fuhballfachwart verpflichtet war, zum stellvertretenden Führer Hans K r ö ck, . zum Spielausschußobmann Ernst Sack, zum Schristwart Emil M e t j e, zum Kassenwart Otto Kehr, zum Iugendführer Heinrich Hofmann, zum Protokollführer Franz Hahn, zum Wehr- sportwart Ludwig Henkelmann. Herr Henkel sprach in kurzen Worten über die Bedeutung der Gleichschaltung und führte aus, daß nunmehr anstelle der Masse die Persönlichkeit trete. Der Wahlspruch: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz", müsse auch im Sportverein oberste Richtschnur sein. Der Verein müsse im Geiste unseres großen Volkskanzlers Adolf Hit- l e r geführt werden, damit unsere Jugend zu brauchbaren Männern und guten Deutschen erzogen würde. Seine Rede klang aus in einem dreifachen „Sieg-Heil!" für unseren ehrwürdigen Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg und den Volkskanzl» Adolf Hitler, in das die Versammlung geistert einstimmte. Mit dem Gesang des H Wessel-Liedes fand die denkwürdige Dersar lung einen würdigen Abschluß. Kurze Gportnotizeu. Im Städtespiel Stuttgart — Nürnberg-Fürth im neuen Adolf-Hitler-Stadion kamen die Schwaben vor 30 000 Zuschauern zu einem 3:2- (3:1-) Siege. * M ö rVtz (München- konnte mit seiner Viktoria- Beiwagenmaschine in München-Daglfing den vom Reichskanzler Adolf Hitler gestifteten „Goldenen Helm von Deutschland" gewinnen. Das schlechte Wetter, der heftige Regen, der unmittelbar vor der Zeit des Starts zum Lauf um die Anlagen niederging, konnte die Leichtathleten aus den Lagern der Turner und Sportler nicht hindern, zum Wettbewerb anzutreten. Selbst die Damen hatten sich eingefunden und liefen ihre Strecke. Viele Zuschauer säumten die Straßen. Am Stadttheater, dem Platz des Startes und des Zieles, hatten sich viele Interessenten eingefunden, um Zeuge der Endkämpfe zu werden. Allerdings wurden die Zuschauer insofern etwas enttäuscht, als es keine eigentlichen Schluhkämpfe zu sehen, sondern vielmehr recht eindeutige Siege gab, deren Entscheidungen jeweils auf der Strecke fielen. anltrS^ Ais-hnlt pofi(dr zr-nl1vrl°" gönn MF BtlWen: <1, „Rund um die Anlagen." 1900 siegt in der -V-Klasse. — Zn der 8-Klaffe überrascht die DZK. Der Reichsausschuß der Kraftverkehrswirtschaft der Ansicht, daß unter Maschinen im ,77- «ti £ ,78e[* Str,eM‘ W lollt -erbose Mle ?lt bi ob e. Das 6 bieL?un me£ SK Ä. N fJJ Man Nllt lei es der D kJ? tUnN MM je 6S9m schaffung in dem Sinne zu geben, daß als Anschaffung die Lieferung und nicht die Bestellung des betreffenden Gegenstandes zu verstehen ist. Damit soll erreicht werden, daß unter die erleichternd Bestimmungen auch noch Kraftfahrzeuge fallen, die schon vor dem oben angegebenen Zeitraum bestellt, aber erst während dieses Zeitraumes geliefert und Nationalmannschaft £.: Jakob (3af)n 31^ gensburg); Haringer (Bayern München), Busch (Duisburg): Breindl, Goldbrunner (Bayern München), Oehm (1. FC. Nürnberg): Trumpler Eintracht Frankfurt), Lachner (München 60), Rohr (Bayern München), Rohwedder (Eimsbüttel), Lindner (Eintracht Frankfurt). Fortuna/Schalke: Pesch: Trautwein, Bonneseld: Breuer, Bender, Janes (alle Fortuna); Rosen, Czepan, Kuzorra (alle Schalke), Zwola- nowski, Kobierski (beide Fortuna). Die erste Halbzeit dieses großen Kampfes sah beide Gegner ziemlich gleichmäßig im Vorteil. Die Westdeutschen gaben der Nationalelf einen völlig ebenbürtigen Gegner ab, zeilenweise waren sie sogar überlegen. Durch eine Glanzleistung des Linksaußen Lindners kam die Nationalmannschaft in der 17. Minute zum Führungstor. Nach drei Minuten hieß es aber schon 1:1. Kuzorra brachte von der Strafraumgrenze aus einen kurzen und harten Schuß an. In der 26 Minute zeigte Lachner, daß er doch einer der besten Halbrechten ist. Sein Schuß war so raffiniert abgefeuert, daß er kurz vor Pesch aufsprang und über diesen hinweg ins Tor ging. In der 30. Minute konnten die Westdeutschen nochmals ausgleichen. Nach dem Wechsel wurde die Nationalmannschaft überlegen. Sn der 19. Minute erzielte Rohwedder das dritte Tor für die Nationalmannschaft. 3n der letzten Viertelstunde griffen die Westdeutschen noch einmal mit aller Kraft an. 3akob im Verein mit seinen beiden Vorderleuten Busch und Haringer wehrten jedoch alles ab. Die Entscheidung fiel dann in der 38. Minute... zugunsten der Nationalmannschaft. Rohr wurde im Strafraum unfair gestoppt. Den verhängten Elfmeter verwandelte er selbst mit unheimlicher Wucht zum vierten Treffer. 3n der Kritik kommt die Nationalmannschaft sehr gut weg. 3akob, Haringer und Busch bildeten ein hervorragendes Abwehrtrio, die Läuferreihe mit Breindl, Goldbrunner und Oehm war zwar nicht überrägend, aber doch sehr nützlich uno der Sturm harmonierte zusammen, wie schon seit langem in einer deutschen Länderelf nicht mehr. Die Westdeutschen gefielen ebenfalls sehr gut. Nicht so ganz zuverlässig war die Hintermannschaft, dagegen hatte die Läuferreihe in Breuer, Bender und Janes drei wirklich hervorragende Halves. 3m Sturm hätte man ein etwas besseres Verstehen zwischen den Schalke» und Fortuna-Stürmern erwartet. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zutetzi beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdlskont 4 o H.. Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 24. 3uni. Der Eierabsah hat infolge mangelnder Konsumkraft des Publikums weiter abgenommen, das Geschäft war außerordentlich schleppend. Auch die niedrigen Salatpreise, die um diese 3ahreszeit gewöhnlich den Eierkonsum anregen, waren in diesem Sah« bisher ohne Wirkung. Die Preise blieben unverändert. Demnach betrugen die Preise: Deutschr Frischeier Sonderklasse 9,25 bis 9,50, Klasse A 8,25 bis 8,50, Klasse B 7,75 bis 8, Klasse C l bis 7,25, Klasse D 6,60 bis 6,80, Bayerische Landeier 1. Gröhe 7,50 bis 8, 2. Größe 7,25 bis 7,50. Norddeutsche 7,50 bis 7,75. Holländer Sonderklasse 9 bis 9,25, Klasse A 8 bis 8,50, Klasse B 7,25 bis 7,50. Kleine in- und ausländische 6,50 bis 6,75, Enteneier 6,50 bis 7 Ps. per Stück franko Frankfurt a. M. Frankfurter Buttermarkt. F r an k f u r t a. M., 24. 3uni. Der Absatz in Butter war im Vergleich zu den letzten Wochen sehr klein, obwohl die Verkaufspreise, zumindest für ausländische Ware, zurückgingen. Die Preise betrugen einheitlich für deutsche und holländische Butter 120 bis 125 Mk., was bei holländischer Ware eine Ermäßigung um zirka 2 bis 3 M„ bei deutscher eine Erhöhung ym zirka 3 bis 4 Mk. bedeutet. bewerbem und den zahlreichen Zuschauern mit einem überlegenen Sieg eine große Heber» raschung. Mit einem ganz erheblichen Vorsprung gingen sie vor dem DHV. und vor der Paddler- gi.de durch das Ziel. Die Kombination lag weiter zurück. In der ftlaffe A gab es einen sicheren Sieg der Mannschaft der Spielvereinigung 1900. In diesem Lauf (3000 Meter, aufgeteilt in 6 mal 200, 4 mal 100 und 1 mal 1000 Meter) standen sich nur zwei Mannschaften, 1900 und MTV. gegenüber. Beide Vereine liefen mit Ersatz. Noch auf der 400-Meter-Strecke lagen beide Mannschaften auf gleicher Höhe, allmählich schoben sich aber die 1900er vor und auf der 1000-Meter-Strecke, die für die Spieloereinigung von Peters gelaufen wurde, setzte sich der 1900er an die Spitze. Der Vorsprung wurde weiter vergrößert und die Blauweihen konnten das Rennen unangefochten nach Hause laufen. Die zeitlich? Differenz betrug 7,6 Sekunden. Im Anschluß an das Rennen wurden den Vertretern der beteiligten Vereine durch den Leiter des Laufes, den Gauathletiksachbearbeiter Lipp die Preise, prächtige Plaketten in Gold, Silber und Bronze überreicht. Das Rennen nahm ohne jeden Unfall einen recht befriedigenden Verlauf. Die Sa- nitätskolonne stellte sich für den Hilfsdienst zur Verfügung, die Polizei sorgte für die Ordnung im Verkehr. Oie Ergebnisse. Frauen: 1. VfL. Wetzlar 2:40 Minuten; 2. Spielvereinigung 1900 2:41 Minuten. Klasse B: 1. Deutsche Iugendkraft 7:07 Minuten; 2. Deutscher Handlungsgehilfenverband 7:42 Minuten; 3. Paddlergilde Gießen 7:44 Minuten; 4. Rheinfranken/1900 7:57,3 Minuten. Will man London gsSii besteigen. Lei alle Dmnibuil Gefühl des ar oder erst red gemütlich — bon sehen n in bas Elend durchquert a telpunkt die England tiec Gegend woh drängt sich e für Schritt o buchstäblich a Da sieht ma Arbeit gefpai stellten. Mit Noch einmal Straßen, uni Eingangspsor bar kurzer Zc lich wie ausgl man sttaßaus auf weiten E Ganz bejoi dann auf be Lordmayor, Dürfe und d hier war ei der Welt, einfach zu be Museum an Weltw/rt, ■ /Ionen unb 1h den, dann fönr zu berechnende sehr wahrschei vielleicht inner Leuten bestieb ist nicht zu be ziellen Mittel die Finanzmä Frankreich fi fünfte die Wir Punktes, närr wieder Herzust vornherein a u eigenes Rezep Führer unb bi wirst dem ani rr°ge, wenn ni vemühungen n letzten Endes verschärft wirk Msteigt. t Darüber ist derWetlla ar in der Er 'ergehen kann wutz, und das M Behebung 5. einfach j, ?°?estänbiqk< {WttiHb, ihren . f’rT,ad)unqen «'"en Slnpji« dt'Ltz Deutschlands beste Fußballer spielen. Zwei Großkämpfe in Frankfurt. Die „Komödie der Irrungen", die um das geplante Frankfurter Länderspiel Deutschland—Oesterreich entstanden war und allerorts Verwirrung gestiftet hatte, fand nun doch noch ein befriedigendes „happy end". Sowohl in sportlicher als auch in finanzieller Beziehung. Zum ersten Spiel Nationalmannschaft B—Frankfurt 4:2 (2:1) stellten sich folgende beiden Mannschaften: Frankfurt: Schmitt (Eintracht): W. May (FSV.), Stubb: Leis (beide Eintracht), Wühler (FSV.), Tiefel (Eintracht); Sadtler, Knapp (FSV.), Möbs (Eintracht), Heldmann, Haderer (FSV.). Nationalelf B: Buchloh (Speldorf); Lorenzer (Phönix-Karlsruhe), Wendl (München 60); Czayka (Essen), Münzenberg (Aachen), Streb (Bayern- München); Fischer (Pforzheim), Haußmann (Speldorf), Hohmann (Benrath), Besnoska (Hamborn), Heidemann (Bonn). Das Spiel begann mit flotten Vorstößen der Nationalmannschaft, die sich viel eher zusammen- fand, als die nur. aus zwei Vereinen zusammengestellte Frankfurter Stadtmannschaft. Schon in Der 7. Minute fiel das erste Tor. Sn der 14. Minute hieß es dann schon 2:0 für die „Nationalen". Die Frankfurter wurden nun etwas besser. Das erste Gegentor konnte aber erst in der 34. Minute erzielt werden. Nach dem Wechsel kamen die Frankfurter immer mehr auf. Der Sturm wurde jetzt sehr mobil und zeigte sich dem der Nationalmannschaft in vielen Dingen überlegen. 3n der 8. Minute konnte Heldmann auf Vorlage von Haderer zum verdienten 2:2 einsenden. Die Nationalelf lieh sich aber dadurch nicht einschüchtern. Allmählich wurde sie wieder überlegen. In der 20. Minute schoß Haußmann das dritte Tor und eine Viertelstunde später stellte Hohmann durch einen vierten Treffer den Sieg endgültig sicher. Nationalmannschaft A — Fortuna Schalke 4:2 (2.2). Auch die Nationalmannschaft A, die anschließend xum Kampf gegen die Endspielgegner aus der Deutschen Meisterschaft Schalke, Fortuna Düsseldorf antrat, hatte noch eine kleine Umstellung erfahren. Sonst spielten die beiden Mannschaften in den vorgesehenen Aufstellungen: Sinne des Gesetzes auch Kraftfahrzeuge zu stehen sind und hat beim RFM. den Antrag ge- Auffassung zu bestätigen. Ferner hat eine (Erläuterung für den Begriff An- Frankfurt a. 3)1. »erlln Srantfun a. M. Lettin Schluß» hird Schluß!. Abendbörse Schluß» kurs Schlußk. Mittag» börle Schluß« kurü Schluß!. Abendbörse Schluß« lurs Schlußk. Mittag» börse Datum 23.6- 24.6. 23-6. 24.6. Batuin 23.6. 24.6. 23.6. 24.6. 4% oeegt. Serie II ............ 6,25 6,5 6,4 6,6 Mansselder Bergbau...... ... 0 22 23,9 22 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 5.5 5,5 5,5 5,5 fiofsroerte .............. ... 0 74,75 33,75 205 90 13,13 73,25 34,5 205,75 88,75 34 45i°LNumän.vereinh.Renteo.lS13 10 10 10,13 10 Phonlr Bergbau......... ... 0 34 34. 4% Rumänische vereinh. Rente . 8%% Anatolier .............. 4,8 28 4,8 28 4,75 27.75 4,7 28,13 Rheinische Braunkohlen .. jRoclnftabi ..... ...10 . .. 0 206 89,25 33,13 206 89 34 Bereinigte Stahlwerte.... ... 0 Hamburg.Amerika-Paket ..... । 15,5 15,75 15,13 15,75 Otavt Minen ............ ... 0 16,75 17 16,9 16,9 Hamburg-Sudam. Dampfschisf. o — 26,5 27,5 Kaliwerke Aschersleben.... ... 6 — 120,5 132 120 Hansa Dampsschiss........... o — — 24,5 24,5 Kaliwerke Westeregeln .... ... 6 123,5 122,5 120 121 Norddeutscher Lloyd .........0 16,5 16,5 16,25 16,5 Kaliwerke Salzdetmrth ... ... 9 170 168,5 169 168,25 81.01. snr BerkehrSwesen 8(tt. .. 0 44 42,5 43,13 44 BerlinerHandelsgesellschaft.... 4 91 91,5 91,25 3 G. Farben-Jn duftete ... Commerz, und Privat-Bank... 0 50,5 50,5 50,75 50,75 ... < 126,13 126 126,25 126 Deutsche Bank und Ti.'.ont» Scheideanstalt........... ...10 169.5 171 Gesellschaft...............o 57,75 57,5 57,75 57,75 Goldschmidt ............ ... 0 45 45,5 45,5 44,5 Dresdner Bank..............0 47 47 47 47 Rütgerswerke ........... ... 0 56 55 55,75 55,5 Reichsbanl ................. i 140 140 140,75 141 Metallgelellschast......... 59 59,5 59 60 a.6.®......................( 21,75 21,25 21,75 21,5. Dhilivv Holzmann........ ... 0 54 78 79 52,5 79 79 53,5 Clekir. LteserungSgesellschast ... b Licht und Kraft .............6 Felten & Guilleaume ........o 90 103,75 49 88,5 103 48,5 89,5 105 48 87,25 100,25 48 Zementwerk Heidelberg ... Cementwerk Karlstadt...... :::i Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen............... i 90 88 90,25 86,75 Schultheis Patzenhoser.... ... 0 — _ 116,65 118 Rheinische Elekrrizität ........b 97,25 97,25 97 97,5 Mu (Allgemeine Kunstseide) ... 0 38,75 21,25 38,75 38 Schuckert & Co..............o 103,75 103,5 104,5 102 Beinberg................ ... 0 44,25 45 44,5 45 Siemens & Halske ........... t 162,75 162,25 162 161,13 Zellstoff Waldhos ........ ... 0 44 44 44 43.5 LahmeherLCo..............io 122 121,5 122 122 Zellstoff Aschaffenburg ... ... 0 20 21,5 19 21 Buderus ................... Deutsche Erdöl ............. 4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................o 70 111,5 54,75 97,5 68,5 107,5 54,25 97,75 69, 5 112,25 54,65 97,5 68,75 107,25 55,25 97,75 Dessauer GaS........... Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum ....... Crenftefn & Koppel ....... Leonhard Tietz.......... Thade.................. ... 7 ... 0 ... 0 ... 0 ... 6 26,75 45,5 20,5 27,5 45,5 20,5 112 27 45 40,9 20,5 109,75 27,65 46 42,5 20,5 Hoesch Eilen—Söln-Neuelsen.. 0 60,65 61,5 179 185 182 186,5 Nie Bergbau ...............7 — — 157,5 gi|e Bergbau Genüsse........7 119 118,5 113 117,25 fflnr.net ... s s 25.5 Klöcknerwerie ...............o 50 51 50 51,5 Mainkraftwerke Höchst a.M. A ManneSmann-Röhre«........0 60,25 60 59,75 62 Süddeutscher Zucker ...... ... 8 — 152,13 154 itranriun a. M. »crlin Schluß» lurd Echlußl. Abend- börfc Schluß« hird Schlußk. Miftag- bötsc Datum 23-6 । '4.6 23-6. 24.6. 6% Deupche ReichSaniethe v. 11121 84,13 84,13 84,5 84,5 6% e!jem.7% Dt. Retchsanl. v. 1929 90,5 89,75 90,65 90,25 Doung Anleihe von 1930 . 77,65 78 78 78 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld ml Auslos.-Rechten ............ — 74,75 75,13 74,9 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... —— 10,8 11,15 10,8 6% cbem. 8% Hess. Bolksstaat 1920 trückzahlb. 102%) ........... 79 — 79 _ Oberdessen Provinz - Anleihe ml Auslos.-Rechten ............ _ _ _ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12....... 81 _ _ 5*/z% Hess. Landes Hupotheken- baut Dannstadt Ligut...... 84,5 84,5 _ _ Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 67,75 67,5 67,75 67,75 6% ehem. 8% Franks. Hyp.»Ban> Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 82,5 81,75 6% ehem. 7% stranls. HNp.-Ban^ (tzoldvfe. 16 unkündbar bis 1936 _ _ — 6Yi% ehem. 4'/,% Nrankf. Hyp. Bank-Ligu.-Psaiidbriese ..... 82,5 83 _ _ 6y,% ehern. 4/z% Rheinische H>)P.-Bank.Liau.-Goldvfe. ... 82,13 82,5 6% ehem. 8% Br. LanbcSpsand brlcfanftalt, Pfandbriefe R. 1!' 83,25 82,75 83,5 82,75 6% ehem. 7% Pr. Landespsand briefanftalt. Pfandbriefe R. 1< 83,5 83,25 83,5 83,5 BerrechnungsknrS 86 86 86 86 4% Oesterreichische fflolbrente... — — _ 4,20% Oesterreichische Eilberrentr 1,25 1,25 — —— 4% Ungarische Goldrente....... — 6,65 6,7 6,65 4°:, Ungarische Staatsrente V. 1910 — 5,6 5,75 5,7 4’/,% desgl. von 1913.......... — 5,6 5,75 5.65 6% abfleft. Goldmexikaner von 99 10,6 10,3 10,75 10 4% Türkische Zollanleihe von 1911 6,1 6,25 6.15 6,2 4% Türkische Baadadbahn-Anleih, Serie 1......4............ — 6,2 l 6,13 23. Juni 24.Juni Amtliche (Selb Dotierung Äriei Amtliche Geld Notierung Brie _ Helsingfors. 6,334 6,346 6,334 6,346 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,54 12,5s 12,54 12,56 Bubavest ... — — — — Sosta..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,88 170,22 166,33 169 67 Oslo....... 72,18 72,32 71,93 72.07 Kopenhagen 63,89 64,01 63,84 63,96 Stockholm.. 73,73 73,87 73,68 73,82 London ..... 14,325 14,365 14,32 14 36 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuvork .... 3,397 3,403 3,397 3,403 Brüssel .... 58,99 59,11 58,94 59,06 Italien..... Paris..... 22,14 22,18 22,15 22,19 16,61 16,65 16,60 16,64 Schweiz ... 81,42 81,58 81,32 81,48 Spanien.... 35,56 35,64 35,31 35,39 Danzig.... 82,37 82,53 82,32 82,48 Japan ..... 0,894 0,896 0,894 0,896 Rio de Ian. 0,229 0,231 0.229 0,231 Jugoslawien «iiiiwon ... 5,195 5,205 5,195 5.205 13,04 13,06 13,03 13,05 Berlin. 24.3unl Meld Bries _ Amerikanische Roten.......... 3,36 3,38 Belgische Noten................. 58,78 59,02 Dänische Noten ............... 63,52 63,78 Englische Noten ................. 14,28 14,34 Französische Noten............... 16,56 16.62 Holländische Noten............... 168,96 169,64 Italienische Noten............... 22,03 22,11 Norwegische Noten .............. 71,76 72,04 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten.............. 73 80 Schweizer Noten................ 81 J4 81,46 Spanische Noten................. 35,32 Ungarische Wetee ................