Nr. 277 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Samstag, 25. November (935 Geschichten aus aller Wen . " ' - •, __ cya ' v . ---v 1 viiix-n u’uuiuiti2iiuunun uuh uu u. ö). eine Fahrstraße in weitem Vogen umging, an der x genießt. Sein heutiges Gehalt beträgt 18 000 Fran- iHK.onFriirnmHnn FPfiPinniRlrt Pin/> a>-*X»** k... . . < . - ... . v Wegtrümmung regelmäßig eine Autohupe ertönt, sobald ein Wagen herannahte. Prompt verlangsamte der Autofahrer seine Geschwindigkeit, gab ebenfalls Signal und fuhr vorsichtig in die Krümmung — um dann zu seinem Staunen feststellen zu müssen, daß gar kein Auto herannahte. Das ging längere Zeit so. Die Autofahrer schoben die „Schuld" entweder auf ein bisher nicht bemerk- tes Echo, auf eine Sinnestäuschung durch reichlichen Genuß von „Feuerwasser" oder ähnliche Dinge. Vis jetzt ein Automobilist, dem ?s zu Lumm wurde, immer wieder an der Krümmung gefoppt zu werden, der Geschichte auf den Grund ging. Er alarmierte ein Dutzend Leute, verteilte sie in den Hohlweg und fuhr dann langsam mit seinem Wagen heran. Da — hoch auf einem Baum wurde das Autostgnal gegeben. Ein Leieroogel war der Urheber, ein Tier, dem die Natur die Fähigkeit mitgegeben hat, alle Geräusche zu imitieren, ob es sich nun um ein menschliches Lachen handelt oder um eine Autohupe. Ein Vogel — das ist die Lösung des Rätsels von Melbourne. Also auch die abergläubischen Gemüter haben unrecht gehabt, die unerschütterlich behaupteten, daß der „Geist" eines Verunglückten die geheimnisvolle Hupe betätige. ken jährlich, wozu noch eine Entschädigung von 10 000 Franken für Lieferung und Instandhaltung des Guillotinemessers kommt. Als Reisezuschuß gewährt ihm der Staat 20 Centimes je Kilometer, 30 Franken je Uebernachtung im Hotel und 9 Franken je Mahlzeit. Aehnliche Vergütungen erhalten seine Gehilfen. Seit Wochen schon stellten die Automobilisten fest, daß außerhalb von Melbourne, an einem Hügel, den Oie Jugend ist die Zukunst unseres Boltes! Sorgt für sie imWinterhilfswerk! Spenden auf Postscheckkonto Frankfurt TU. 28100 oder auf Girokonto der Nassauischen Landesbank 6200. Mitreisenden in seinem Abteil nie ahnen, welch fürchterlichen Inhalt das unverdächtige Handgepäck ihres schweigsamen Fahrtgenoffen aufweist! Im übrigen ist Deibler sehr sparsam: er nimmt für sich und seine Gehilfen stets ein sog. „Familienbillett", durch das er einen Fahrpreisnachlaß von 50 v. H. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Die australische Geisterhupc. (hk) Melbourne. Italienische Zoll-Komödie. (K) 31 e a p e I. Jieapel hat in letzter Zeit viel über eine Komödie gelacht, die sich zwischen der Militär- und der Zoll- behörde abspielte. Die unschuldige Ursache der mannigfachen Verwicklungen war eine alte Vorderlader- Kanone, die Jahrhunderte auf dem Grunde des Hafens von Neapel geruht hatte. Das alte Geschützrohr wurde bei Baggerungen ans Licht gebracht, die von dem militiärischen Ingenieur-Korps ausgeführt wurden. Die Finder stellten die Kanone der Artille- ^i^.^teilung zur Verfügung, die das historische Stuck den Sehenswürdigkeiten ihres Museums hin- zufügen wollte. Aber da erschien die Zollbehörde auf Dem. Plan und erhob Einspruch. Nach dem Gesetz darf nämlich kein Gegenstand aus dem Hafen entfernt werden, ohne daß Schriftstücke vorgewiesen werden, die über Den Ort der Herkunft, den Bestim- mungsort, den Wert usw. Auskunft geben. Diese Mitteilungen waren in dem Fall Der Kanone nicht gemacht worden. Deshalb verlangten die Herren vom Zoll die Herausgabe. Die Militärbehörde dachte zunächst daß cs sich um einen Scherz handle, aber Der Zollbehörde war es vollkommener Ernst; sie fragte an, wie lange es Dauern würde, bis die „Do- | km auf Den deutschen OWpia-Achter! Neue Maßnahmen des Deutschen Ruder-Verbandes. Der deutsche Rudersport hat bei Den letzten olympischen Spielen in Amsterdam und Los Angeles in Ehren bestanden. Um das Gleiche bei den kommenden Kämpfen 1936 in Berlin zu erreichen, ist eine Zusammenfassung aller Kräfte in einem Maße notwendig, wie es bisher noch nicht leschehen ist. In seinen soeben bekanntgegebenen Anordnungen sagt der Führer der deutschen Ruderer, Regierungspräsident Pauli (Potsdam), darüber folgendes: Die Ausbildung der Olympia- Mannschaften im Einer, Zweier, Doppelzweier und Vierer mit und ohne Steuermann erfolgt vorerst wie bisher durch die einzelnen Vereine. Die Zu- gehörihkeit einer Mannschaft zu einem Verein war die Grundlage für engste Kameradschaft und tärksten Zusammenhalt. Ohne diese innere Ver- chmelzung ist im Ruderwettkampf kein Erfolg möglich. Neben den unbestreitbaren Vorteilen hak dies Verfahren aber den Nachteil, daß die Auswahl aus dem unerschöpflichen, prächtigen Menschen- materlal der deutschen Ruderer beschränkt wird. Diese Auswahl muh — besonders für den Olympia-Achter — erweitert werden. Hierzu wird folgender Weg beschritten: Im ganzen Reichsgebiet werden auf Grund ihrer Leistungen im Jahre 1933 zunächst einzelne Achter ausgewählt, die die Bezeichnung „verbandsachler 1934" erhalten. Zur Vervollkommnung dieser Mannschaf, ten werden unter sämtlichen Ruderern Der in Frage kommenden Städte Must e rungen abgehalten. Ruderer, die zur Er- ganzung und Verbesserung der Verbands-Achter- Mannschaften geeignet sind, bleiben zwar Mitglied ihres alten Vereins, stehen jedoch in der nächsten Zeit ausschließlich zur Verfügung des A u s w a h l - A ch t e r s l Das erfordert viele per- lonlidje Opfer und das Zurückstellen Der Interessen Des einzelnen Vereins. Aber Präsident Pauli betont, daß jedem Mann und jedem Verein der am Gelingen des großen Plans für den Olympia- Achter beteiligt ist, die Ehre für feine Mitarbeit gutetl werden soll. Selbstverständlich brauchen die Vereine, die in den anderen Bootsklassen Mann- schäften nut Olympiareife herausbringen können, keine Ruderer an die Verbandsachter abzugeben. Die Verbandsachter 1934 aus dem ganzen Reichs- gebiet werden im nächsten Jahr häufig auf den Regatten Zusammentreffen. Harte Kämpfe werden die rzahigkeiten der verschiedenen Mannschaften unter Beweis stellen. Nach den Ergebnissen der Weltkämpfe 1934 roirö der Plan des Olympia-Achters einer Nachprüfung unterzogen. Insbesondere kann dabei ein Wechsel der Vereine emtreten, die 1935 und 1936 als Verbandsachter. Mannschaften bezeichnet werden. Für Groß-Berlin hat Präsident Pauli zunächst folgende Verbandsachter bestimmt: Den ersten Senior-Achter des Berliner RE., die Junior- Achter des Ruderklub am 2B a n n f e e und des Berliner Ruderoereins von 1876. Schachwettkampf gegen den Schachklub Marburg. Schachintereffenten werden es sich nicht entgehen lassen, diesem Wettbewerb beizuwohnen. Da der Schachklub Gießen über Mitglieder verfügt, die es selbst gegen Den Schachmeister Brinkmann im Simultanspiel mit Erfolg aufnehmen konnten, erwartet man spannende Partien. Der organisatorischeAeuaufbau der OT einheitlich geregelt. Gelegentlich Der Führertagung der DT. am 19. No» Dcmber in Berlin wurde auch der Aufbau der DT. einheitlich geregelt. Für alle 16 Gaue Der DT. gilt das folgende: Der Gau besteht in der Führung aus Dem Gau- stab, Gauführerring und Gauturntag. Der Bezirk ist lediglich eine Zwischeninstanz, die zur Entlastung Des Gauführers dienen soll. Dem Bezirksführer, Der die Gesamtarbeit seiner Turn- kreise zu beobachten und zu fördern hat, steht zur Unterstützung nur ein Turnwart und allenfalls ein Spielobmann zur Seite, die tunlichst aus Den Turn- kreisführungen zu wählen sind. Es bleibt dem Be- zirksführer indessen unbenommen, sich Hilfskräfte zur Erledigung besonderer Aufgaben aus den Kreisen Der Turnkreisführer oder Turnkreisturnwarte zu wählen. Der T u r n f r e i s bildet Die schlagkräftige turnerische Einheit und soll die früheren Gaue ersetzen. Die Bezeichnung „Kreisgruppe", die hier und da gewählt worden ist. Darf von jetzt ab nicht mehr angewendet werden. Das Kreisgebiet stellt dis unterste turnerisch« Einheit dar und entspricht etwa den früheren Be- strken. Es Deckt sich bei uns mit Den politischen Ein praktisches Beispiel aus unserem Heimatgebiet möge Dies erläutern: Verein: Turnv. Wieseck, im Kreisgebiet: Gießen, im lurnf reis : Lahn-Dill, im Bezirk: Gießen, im G a u XII (NorDhessen). 130 Meldungen ru den ersten Deutschen Skirennen. TrotzDem Der Deutsche Ski-Verband Den Teilneh. merfreis für Die am Sonntag auf Dem Z u g s p i tz. platt stattfindenden ersten deutschen Skirennen Des Winters 1933/34 beschränkt hat, sind Doch mehr als 130 Nennungen eingegangen. Wegen Der zur Ver- rugung stehenDen geringen Zeit konnten aber nur 90 Läufer unD Springer zugelassen werden. Wir fin- Den unter ihnen die süddeutsche Extraklasse mit Loisl Kratz er (Rottach), Willy Bogner (Traunstein), Walter Motz (München), Friedel 2 ä über und Alfred Stoll (Berchtesgaden), bekannte Parten» kirchener und Garmischer Läufer wie H. Ost n er, Joni Bader, Schindel u. a. Ferner startet Der gesamte bayerische Nachwuchs, u. a. Franz Mäch. ler (Tölz), Hans Kernser (Partenkirchen), Dietl (München). Der bekannte norwegische Springer Birger Ruud beteiligte sich als Gast ebenfalls. ..Die Schneeoerhältnifse am Zugspitzplatt sind sehr günstig, zumal in Den letzten Tagen noch Neuschnee gefallen ist. Staatsminifter (E ff er. Der mit Dem gesamten Organisationskomitee für Die Olympischen Winterspiele Den Kämpfen beiwohnt, hat sein starkes Interesse Durch Stiftung von Ehrenpreisen für Die Sieger bekundet. Kurze Sportnotizen. Der -Große Autopreis von Frank, reich wird im kommenden Jahr nach einer neuen, von der internationalen abweichenden Formel aus- gefahren werden. Dieser Beschluß Der Sport-Korn- Mission Des Automobil-Klub von Frankreich hat überall großes Aufsehen erregt. Vier neue Automobil .Rekorde stellt« der bekannte Rennfahrer Z e h e n d e r auf der Pa- nfer Autobahn Linas—Monthlery auf. Er ver- besserte die Höchstleistungen über 50 Kilometer 50 Meilen, 100 Kilometer und 100 Meilen. Seine neuen Mordzelten sind: 14:17,04 (50 Kilometer), 22:49,11 (50 Meilen), 28:17,48 (100 Kilometer), 4-5:18,40 (100 Meilen). Zehender fuhr ständig ein Durchschnitts- tempo von 210 bis 213,1 Stundenkilometer. Weltmeister Hans Nüßlein steht in den Tennis-Ranglisten der Berufsspieler vor Tilden und A. B u r f e (Irland) an erster Stelle. In bei. eh? en nimm^ Karel Kozeluh den zweiten Platz * ,Acr ®“r°P^Iu 0 1 934 findet vom 8. bis nn™ mber "ber insgesamt 9500 Kilometer, also 2°00 Kilometer mehr als in diesem Jahre, statt. Die Technischen Prüfungen, die Den eigentlichen Flug emleiten, werden vom 28. August bis 7. September Durchgeführt. * Sch melings näch ster Kamps wird chn am 24. Januar in Neuyork mit Tommy Loughran zu- sammenführen. Schmelings Manager, Joe Jacobs, hat den Vertrag bereit» unterzeichnet. Anerkannt wurde von der DSB. der im Vor- jähre in Amsterdam von Helma Rotte (Düsseldorf) aufgestellte Rekord im Hochsprung mit 1,59 Meter. Stadtmannschaft B: Becker (VfB)- Luft MO), Singel (VfL); Langsdorf (lÄ^LroÄ JÄ Schomber (1900); Grünewald (1900), Schmidt (VfB.), Fehling (VfB.). Die B-Mannschaft hat ihre größte Stärke in Der VerteiDigung. Die Läuferreihe sollte ihre Aufgaben erfüllen können. Der Sturm allerbings scheint Das Schmerzenskind Der Mannschaft zu fein. Er wird stch gegen die eifrigen Gegner nur sehr schwer Durchsetzen können. Heuchelheim — Naunheim. Im Rahmen Der morgigen Winterhilfsspiele stehen sich in Heuchelheim Der ehemalige Kreismeister des früheren Arbeiter-Turn- und Sportbundes 2 a-U.V V l*n\£nb ber jetzige Tabellenführer der Kreisklasfe A SV. 1920 Heuchelheim gegenüber. Die Safte, die in Ihren Reihen manchen, weit über die Grenzen ihres Heimatortes hinaus, bekannten Spieler haben, bürgen für ein faires, technisch schö- nes Spiel. Die Heuchelheimer, Die bis jetzt in ihren VerbanDsspielen ungeschlagen finD unb augenblicklich eine annehmbare Form aufweisen, werden alles Daran setzen, ihrem Gegner ein ehrenvolles Jtefulfat abzuringen. Es wäre zu wünschen. Daß lene, die dem Fußballsport nicht gerade wohlwol- lend gegenuberstehen, am morgigen Sonntag ihren Spaziergang nach dem Geiersberg verlegen würden Sie geben durch ihr Erscheinen kund, daß sie wil-' ® . 'l£b,r?em ,?ufe unseres Führers zu folgen: "Kem Volksgenosse darf in diesem Winter hungern und frieren!" denn der gesamte Reinertrag aus diesem Spiel kommt der Winterhilfe zu gute. Mieseck I — Vetzberg-Bieber. Auch auf dem Platz in Wieseck finden zwei Spiele zugunsten der Winterhilfe statt. Die erste Mannschaft der Fuhballabteilung des Tv. Wieseck hat eine kombinierte Elf von Vetzberg-Bieber zum Gegner, während Die zweite Mannschaft gegen Hausen I antritt. • Handball im Gau XII der DT. TV. Lützellinden — TV. Münchholzhausen. Am morgigen Sonntag treffen sich in Lützellinden die beiden obigen Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Nach dem Stärkeverhältnis Der Gegner zu urteilen, Dürfte es einen interessanten Kampf geben, Der erst mit Dem Schlußpfiff Des Schiedsrichters entschieden sein dürfte. Die Einnahmen aus dem Spiel fließen dem Winterhilfswerk zu. Die Frau mit dem Engelsgesicht. (—) London. UeberaU hängen von dieser Frau Bilder. Im Buckingham-Palast, in der Tate-Galerie gleich drei, in der St.-Paul-Kathedrale. Statuen — nach ihr geformt — findet man in Der Royal Exchange und wiederum in Der St.-Paul-Kathedrale. Mary Lloyd durfte wohl eines Der berühmtesten Modelle von London sein. Man nennt sie Die Frau mit Dem Engelskopf. JeDenfalls versinnbildlichte sie am besten Den Engelstyp, den man für Kirchen, Kapellen, alle- gorische Gemälde und ähnliches sucht. Nun hat ein englischer Journalist diese einst, so gesuchte Frau in einem ähnlichen Londoner Hinterhaus aufgestöbert, wo sie ihre Wohnung hat und von wo aus sie zum Reinmachen morgens früh, als 70 Jahre altes, gebeugtes Frauchen sich auf Den Weg macht. Sie stammte aus einer reichen Familie, die später verarmte; sie wurde Modell. Erwarb Reichtümer durch ihre Schönheit. John Millais, Frank Dicksee, der Bildhauer Brock — alle wollten Mary Lloyd als Modell. Lord Leighton, ein intimer Freund Der königlichen Familie, machte König Georg und Königin Maria ein Bild dieser schönen Frau zum Hochzeitsgeschenk. Auch als man ein Denkmal für Lord Leighton schuf, wurde ein Bildwerk Der Miß Lloyd zu seinen Füßen placiert. Sie lebte im lieber- floß. Aber eine Krankheit vor 20 Jahren vernichtete ihre Ersparnisse. Ihr blieb nichts als Das Geben. Nun stopft Die Frau mit Dem Engelskopf Strümpfe unb putzt Treppenhäuser in Der Londoner City. Unb alle, Die sie einst anbeteten, haben sie heute ver- ?>essen. WirD sich London nun wieder ihrer ent» innen? Die sechs Bürgermeister von S-Hertogenbosch. (z) Amsterdam. In 'S-Hertogenbosch wurde dieser Tage eine große Friseur-Ausstellung feierlich eingeweiht. Eine besondere Attraktion Der Einweihungsfeier bildete ein Friseurwettstreit, dessen Teilnehmern die Aufgabe gestellt war, einen ihrer Kunden so herzurich- ten, daß er Die größtmögliche Aehnlichkeit mit Dem Bürgermeister Der Stabt, Mijnheer von Lanschot, bekäme. Sechs Meister vom Barbiermesser beteiligten sich an Dem Wettstreit, und vor Der Jury marschierten demnach sechs Bürgermeister auf, Die Dem echten täuschend ähnlich sahen und einander wie ein Ei Dem anderen glichen Der Jury wurde die Entscheidung sehr schwer, und erst nach langem Hin- und Herraten wurde dem Meister I. Der erste Preis zu- erkannt. Zur allgemeinen Verblüffung erhob sich daraus einer Der sechs Bürgermeister-Imitationen, Die von vornherein als zu flüchtig bezeichnet mürbe, als baß sie in Den engeren Wettbewerb hätte kommen können, unb stellte sich als Der echte Mijnheer von Lanschot vor. Er war es auch tatsächlich und hatte diese kleine Komödie mit einem Der am Wettstreit beteiligten Meister oerabreDet. Man kann sich die Heiterkeit Der Versammlung vorstellen, als so kund murDe, daß Die Imitationen bürgermeisterlicher als Der Bürgermeister selbst gewesen waren ... Der „Herr von Paris". (k) Paris. „Monsieur de Paris", — Das ist Herr Deibler, amtlich „ex6cuteur des Hautes-Oeuvres" genannt, außerhalb Frankreichs vielleicht als Der amtierende Scharfrichter der Republik bekannt. Er tragt schon über siebzig Jahre auf dem Rücken. Wahrend seiner Amtszeit hat er 471 Verbrecher unter seinen Händen gehabt und hätte im vorigen Jahre gerne einen Schlußstrich unter diese „Lebensarbeit" gezogen, wenn nicht infolge Der Sparmaß. nahmen der Regierung Die Scharfrichterpension aus dem Staatshaushalt gestrichen worden wäre. So muß Der alte Mann mit seinen Gehilfen — die alle mit ihm verwandt und ohne Ausnahme Elsässer sind — weiter tätia sein. Die Ruhepausen zwischen seinen staatlichen Aufträgen füllt er als Parfüm- reisender aus Anatoie Detbier yat bisher noch keinem Journa- listen ein Interview gewährt. Die meisten Menschen — Journalisten sind auch nur Menschen! — schrecken vor seinem eiskalte- durchdringenden Blick zurück, und es gibt wenige, die ihn überhaupt einmal haben sprechen hören. Kürzlich jedoch ist es einem Reporter und einem Photographen eines Pariser Blattes gelungen, Monsieur de Paris auf einer feiner behördlichen „Geschäftsreisen" in die Provinz, nach An- aouteme in Der Charente, heimlich zu folgen, ihn bei feiner Tätigkeit zu beobachten und auch im Bilde festzuhalten. Darüber wird nun berichtet. Die Photos jedoch sind in die verschwiegenen Archivschränke Der Schrist- leitung gewandert, wZil sie, wie das Blatt schreibt, zu schrecklich zur Veröffentlichung" wären. Wir erfahren so nur, daß Das Messer Der Guillotine, mit •er Deibler fein Amt ausübt, sein persönlickes Eigentum ist, bas er in einem eleganten Handkoffer auf seinen Reisen mit sich führt. Ein Glück, daß die Handball des Jungvolks. Stamm Geusen — Unferbann 1/116. Am heutigen Samstag werden sich zum ersten Male die Handballmannschaften des Jungvolkstam- mes der Geusen, und die des hiesigen Unterbannes gegenüberstehen. Auf beiden Seiten wirken Spieler Gießener Vereine mit fo daß ein spannender Kampf ZU erwarten ist. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagen. Das Treffen findet um 15 Uhr auf dem Platz des VfB. statt. Schachwetttampf Gießen — Marburg. Der Schachklub Gießen 1858, der in letzter Zeit verschiedentlich mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit trat, veranstaltet am morgigen Sonntagnachmittag im Gewerkschaftshaus einen tumente" abgeliefert werden könnten. Nun wurde die Kanone genauer untersucht, und es stellte sich heraus, daß sie aus Der Zeit stammte, da Neapel sich unter spanischer Herrschaft befand; sie ist etwa ums Jahr 1517 angefertigt worden. „Wir verlangen also Schriftstücke aus Der Zeit Der spanischen Regierung", bestimmte die Zollbürokratie, aber nun wurde es Den Militärs zu bunt unb sie beschwerten sich über Mangel an Achtung. Sie drohten, bie alte Kanone, Die noch am Hafen lag, mit Gewalt fort» zu holen, und um einen langen „Krieg" zu verhindern, mußten sich bie Behörden Der Stadt Neapel ins Mittel legen. Sie erlangten schließlich bas allgemeine Einverständnis Dafür, daß Die Kanone in Dem im Hafen gelegenen Lagerhaus Des Lloyd Irieftino ausgestellt werden sollte, wodurch Die Abgabe nicht KU ermittetnDer „Dokumente" oermieDen wurde. Der lebende Tote. (km) Prag. Den Beamten Des hiesigen Verkehrsamtes fiel in einem großen Güterwagen eine große Kiste auf, die ihnen zumindest verdächtig vorkam. Sie telephonierten deshalb an Den Wilson-Bahnhof, für Den Die Fracht bestimmt war. Im Wilson-Bahnhof wurde nun Die Kiste geöffnet, und zunächst sah man Darin einen Sarg stehen, bei näherer Betrachtung fanD s'ch. daß in Dem Sarg ein Fensterchen eingeschnitten war, Durch Das man einen Mann erblickte. Der seiner Gesichtsfarbe nach kaum tot sein konnte. Der Sarg wurde aufgeschraubt, unD als Der Darin befindliche "Tote" aus einer gewissen Benommenheit wieder zu sich kam, stellte es sich heraus, Daß es sich um einen Artisten aus Dem Oertchen Nußle bei Prag handelte. Der gute Mann hatte eine neue Nummer aufziehen wollen, aber keinen Geldgeber gefunden. Aus Diesem Grunde wettete er mit einem Ingenieur um 15 000 Kronen, daß er acht Stunden in einem hermetisch verschlossenen Sarge zubringen werde. Und großes Pech des armen Teufels wollte es nun, daß ihn die Eisenbahnbeamten nach sieben Stunden entdeckten und aus Dem Sarge nahmen, so daß er zu seiner Qual auch noch Die Wette — wenn auch knapp — verloren hat. Fußball für Die Winterhilfe. Friedberg/Bad-Nauhcim gegen Gießen Stadtmannschaft A. ..Der Sport, insbesondere der Fußballsport stellt stch am morgigen Sonntag in den Dienst der Win- terhilfe^ Der Reinertrag aus den Spielen kommt dem Winterhilfswerk zugute. Hoffentlich ist Den Spulen auch Der gute Besuch beschieDen, Der ihnen in Anbetracht Des guten Zweckes zu wünschen wäre. Für Diese Winterhilfsspiele roerDen von feiten per beiDen Gießener Vereine 1900 unD VfB zwei fombinierte Mannschaften gestellt. Die A-Mann- schäft hat in Friedberg anzutreten und trifft dort auf eine Mannschaft, die sich aus den beiden Bremen Bad-Nauheim und VfB. Friedberg zusam- mensetzt. Die Friedberger gehören der Oauliga im Xtt an, die Bad-Nauheimer sind die gefähr- Uchen Verbandsspielgegner der Gießener Mann- schäften. Dieser kombinierten Elf stellt Gießen folgende Mannschaft gegenüber: Stab tman nschoft A: Schlarb (1900); Leut- beufer (VfB), Lippert (1900); Fenster (VfB.), Knauß (VfB.), Heindach (1900); Ranft (VfB.), Haupt (VfB.), Roth (1900), Heilmann (1900), Lehr- munb (VfB.) „ Diese Elf verfügt über eine sehr schlagkräftige Verteidigung. Die Läuferreihe ist bestimmt sehr beweglich. Im Sturm stehen bie besten Kräfte aus den beiben Vereinen. Wie ber Kampf ausgehen roirb, ist gar nicht vorherzusagen. Wenn sich ber Kampfgeist, ben die Mannschaft ber Spieloereini» gung am vergangenen Mittwoch gegen Naunheim Zeigte, auf bie Kombination überträgt, bann stehen bie Aussichten gut. Meist kommt es aber gerabe bei solchen Spielen barauf an, wie sich bie Spieler als Mannschaft finben. Gießen Stadtmannschaft B gegen Steinberg-Lollar. Das Spiel ber Stabtmannfdjaft roirb auf Dem Walbsportplatz ausgetragen. Hier erwartet man bie (Säfte aus Watzenborn-Steinberg unb Lollar, bie zusammen eine Mannschaft stellen werben. Der Ausgang bes Kampfes ist, wenn man auch ben Hiesigen einige Chancen geben barf, nicht voraus- zusagen. Die Stabtmannschaft B hat folgenbes Aussehen: Wirtschaft. Wochenbericht vom $ronffurfer Droöuffenmorff. Der Schwerpunkt des Geschäfts am Frankfurter Getreidegroßmarkt lag in der abgelausenen Woche am Roggenmarkt, an dem das Geschäft zeitweise recht befriedigend war. Das Angebot der Landwirtschaft ist sehr klein und stammte weniger aus hiesigem Gebiet, als aus Mitteldeutschland. Das seit der Vorwoche bessere Roggenmehlgeschäft hielt an. Der Roggenpreis konnte sich um 2 Mark auf 164 bis 165 Mark per Tonne erhöhen. Die Roggen- m e h l p r e i s e erhöhten sich für 0- bis Mprozentige Ausmahlung um 0,50 Mark auf 23 bis 23,50 Mark und für südd. Spez. 0 um 0,25 Mk. auf 23,75 Mark je 100 Kilo. Dagegen liegt der Weizenmarkt immer noch stark darnieder. Auch das Mehlgeschäft hat noch nicht die erhoffte Belebung für die Weihnachts- seiertaye erfahren. Trotzdem ist die Grundstimmung auch hier freundlicher, so daß der Weizenpreis um 0,50 Mk. auf 193,50 bis 194 Mark per Tonn« anstieg, während die Mehlpreise gegenüber der Dor- woche unverändert wie folgt notierten: Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 28,75 bis 29,65, das- selbe ohne Austauschweizen 27,25 bis 28,15 Mark je 100 Kilo. Der Gerstenmarkt liegt allgemein etwas ruhiger. Die Preise konnten sich auf dem letzten Niveau behaupten. Allein beste Braugerste, die nur wenig herauskommt, findet zu Spitzenpreisen Unterkommen. Mittlere Brauware wird fast nicht verlangt. Braugerste notierte unverändert 181 bis 183,50 Mark pro Tonne. Der ch a f e r m a r k t konnte sich leicht befestigen, obschon ausreichendes Angebot vorhanden war. Der Preis zog um 2,50 Mark auf 140 bis 142,50 Mark per Tonne an. Die Tendenz des Futtermittelmarktes blieb auf der ganzen Linie fest. Klei« und sonstige Mühlennachprodukte waren nur knapp angeboten und zogen bis zu 0,50 Mark an auch ölhaltige Ar- tikel verzeichneten weitere Erhöhungen bis zu 0,30 Mark je 100 Kilo. Es notierten: Weizenkleie 10,50 bis 10,60, Roggenkleie 9,80 bis 10; Sojaschrot 14,90 bis 15,25; Palmkuchen 14,90; Erdnußkuchen unverändert 16,30 bis 16,70; Treber 16,75 bis 16,85. Das Geschäft am Kartoffelmarkt war mä- ßig- Der Preis blieb mit 2,40 bis 2,45 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug unverändert. Wochenbericht vom Sranffurfer Schlachtviehmarkt Arn Frankfurter Schlachtviehmarkt war auf Grund der überwiegend verringerten Zutriebe in der verflossenen Woche im allgemeinen ein etwas festerer Verlauf zu beobachten. Das Geschäft gestaltete sich befriedigend. Am Rindermarkt entsprach das Angebot (1432 geaen 1538), einigermaßen der Nachfrage, so daß sich für Bullen und Kühe Preisbesserungen um je eine Mark ergaben, während Ochsen und Färsen gut behauptet blieben. Das Geschäft war ruhig, es verblieb jedoch nur geringer Ueberstand. Der Kälber markt zog von der verringerten Zufuhr (1124 gegen 1265) Nutzen um 1 bis 2 Mk.; nach mittelmäßigem Handel wurde ausoerkauft. Für Scho f e hielt der saisonmäßig bedingte Rück- gang der Zufuhr an; es waren wiederum rund 200 Tiere (349 gegen 550) weniger zugeführt. Die Preise zogen um 1 Mark an. Das Geschäft war allerdings schlepoend. Schweine erfuhren einen Rückschlag von 1 bis 4 Mark, (besonders Fettschweine). Das Angebot von 4457 gegen 3931 Stück war für die nur schleppende Nachfrage etwas zu stark. frankfurter Börse. IHittagsbörfe uneinheitlich. Frankfurt a. M., 24. Nov. Nach den Kurssteigerungen der letzten Tage eröffnete die heutige Effektenbörse zunächst infolge einiger Gewinnmitnahmen sowohl seitens der Kundschaft als auch der Kulisse in uneinheitlicher Haltung, doch machte sich bereits nach den ersten Notierungen wieder eine neue Auswärtsbewegung geltend. Die Konsolidierung der inneren Verhältnisse bieten immer wieder Anregung, dazu kam noch die feste Haltung der deutschen Werte im Auslande. Das Geschäft war auf den meisten Marktgebieten wieder recht lebhaft, lediglich deutsche Anleihen tendierten ruhiger. Altbesitz eröffneten auf Gewinnmitnahmen um 1,13 v. H. niedriger, auch späte Reichsschuldbuchforderungen lagen mit 93 o. H. nur knapp behauptet, während Neubesitz 5 Pfennig gewannen. Stahlverein-Bonds lagen um 0.75 v. H. und Reichsbahn-VA. um 0,50 v. H. fester. Am Aktienmarkt betrugen die durchschnittlichen Veränderungen gegenüber der festen Abendbörse 0,50 bi« 1 o. H., wobei aber Besserungen überwogen. Nur Reichsbank und Licht 8-Kraft mit je minus 2 v. H. waren etwas stärker rückläufig. Am Montanmarkt überwogen Erhöhungen von 0,25 bis 1 o. 5). außer Klöckner (minus 1,25 v. H.) und Stahlverein (minus 1 o. H ). Von Elektroaktien lagen Betula mit plus 2,5 vH. sehr fest, im übrigen ergaben sich Vefesti- gungen von 0,5 bis 1 o. H. JG.-Farben unterlagen mehrfachen Schwankungen, 125 (minus 0,50 o. H.), dann 126 bis 125,50 o. H. Metallgesellschaft lagen um 1 o. H. fester, ferner setzten eine ganze Reche an- derer Papiere von 0,25 bis 0,75 o. H. höher ein, denen nur geringfügige Abschwächungen gegenüber- standen. Nach den ersten Kursen waren besonders Betula und Siemens gesucht und bis zu 3 v. H. fester, auch auf den übrigen Marktgebieten wurden die Anfangsoerluste meist wieder ausgeglichen. Im Verlaufe war die Stimmung unsicher und di« Tendenz wurde überwiegend schwächer. IG.-Jar- den gingen auf 124 o. H. zurück, Betula von 123,25 auf 121,50 v. H., Siemens von 140,50 auf 139, Ges- fürel von 87,25 bis 86 und Reichsbant von 176 auf 173,75 v. H. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die Rückgänge meist 0,50 bis 1 v. H. Kali- aktien kamen gegen gestern bis zu 3 v. H. niedriger zur Notiz. Am Kassamarkt hielt die feste Stimmung an und meist ergaben sich Befestigungen von 1,50 bis 3 v. H. Stärker erhöht waren Rheinmetall mit 104,50 (zuletzt 97 v. H.) auf den günstigen Geschäfts- gang. Ferner hielt die lebhafte Nachfrage nach Groß- bankaktien an, DD-Bank 54 (51) rat., Kommerzbank 47 (44,50), Dresdner Bank 57 (55). Auch am Rentenmarkt gingen die Kurse für deutsche Anleihen zurück, so Altbesitz auf 90,25 nach 91, Neubesitz auf 15,35 nach 15,90 und späte Reichs- schuldbuchforderungen auf 92,65 nach 93 v. H. Goldpfandbriefe lagen ziemlich unverändert, vereinzelt ergaben sich noch Befestigungen von 0,25 bis 0,50 o. H., lediglich Äommunal-Dbligationen der Nass. Landesbank konnten ihre gestern erzielte Steigerung um 1,50 v. H. nicht behaupten. Von Stadtanleihen kamen 6proz. Darmstadt mit 83,50 v. H. (plus 2 v. H.) nach Geldstreichung wieder zur Notiz. Staatsanleihen und Länderanleihen notierten meist noch hoher. Fest lagen auch heute wieder Steuergutscheine. Der Durchschmttskurs hat sich auf 93,70 erhöht. Don Auslandsrenten lagen Türken und Ungarn etwas fester. Tagesgeld blieb zum Satz von 3,25 o. $). unverändert und leicht. Abendbörfe freundlicher. An der Abendbörse war die Stimmung nach den Rückgängen des Mittags wieder freundlicher, doch hielt sich das Geschäft in verhältnismäßig engen Grenzen. Bevorzugt waren IG.-Farben, die zunächst 0,13 o. H. und später weitere 0,75 v. H. über Berliner Schluß eröffneten. Auch die übrigen Marktgebiete wurden hiervon etwas mitgezogen und vermochten meist leichte Besserungen aufzuweisen. Le- diglich Montanaktien waren nur behauptet. Reichs- banfanteilc lagen mit 172 v. H. unverändert. Das Geschäft am Rentenmarkt war bei Eröffnung ebenfalls nur klein, doch zeigten die Kurse Ansätze zu einer Erholung. Im Verlaufe bröckelten IG.-Farben leicht ab, auf den anderen Gebieten des Aktienmarktes ergaben sich kaum Veränderungen gegen den Anfang. Renten traten später mehr hervor, Altbesih stiegen im freien Markt bis auf 89,75 v. H., Neubesitz bis auf 15,45. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen mit 92,65 v. H. unverändert. Am Kassamarkt waren Großbankaktien erneut gesucht, DD-Bank gewannen mit 56 2 o. H. und wurden wiederum nur beschränkt zugeteilt, Commerz- und Dresdner Bank zogen um |e 0,50 o. H. auf 47,50 bzw. 57,50 v. H. an. Pfandbriefe lagen ruhig. Bon Ausländern lagen Schweiz. Bahnanleihen 2 bis 3 v. H. höher. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 15,30 bis 15,40, Altbesitzanl. 89,50, Schutzgebietsanleihe 8,45, 6proz. Stahlverein 54,75, Reichsoahn-VA. 105,75, 4prvz. Schweiz. Bundes- bahn von 1912 123, 3,5prvz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 118, Reichsbank 172, Gelsenkirchen 49,50, Harpener 82, Klvcknerwerke 56,50 bis 56,75, Man- nesmann 59,75, Phönix 38,50, Rheinstahl 83,75, Aku 35,40, AEG. 20, Betula 121,50, Gement Heidelberg 80,75, Scheideanstalt 178,50, Licht & Kraft 98,50, IG.-Farben 124 bis 124,75 bis 124.50, Ges- fürel 84,50, Lahrneyer 113,50, Rhein. Elektro Mannheim 90,50, Siemens 140, Hapag 11,65. Zuchtviehversteigerung in Gießen. Bei der Vorbesichtigung der für die Versteige- rung in Gießen am 7. Dezember gemeldeten Bullen wurden 36 Stück gegenüber 50 gemeldeten zur Versteigerung zugelassen. Die zum Verkauf kom- wenden Bullen halten strengster Beurteilung stand und können zum großen Teil selbst von Hochzuchtgemeinden, die seither in den fortgeschrittenen Zuchten Deutschlands ihre Faseltiere zu erwerben ge- wohnt waren, gekauft werden und dort zuchtfor- bomb wirken. Die Versteigerung bietet für bie Ge- meinben belle Gelegenheit, sich gute Zuchttiere geprüfter Abstammung bei großer Auswahl zu erwerben. Die Käufer werben bestimmt auf ihre Rechnung formten, wie auch der Tierzüchter, der nur zu feiner Orientierung Die Schau besucht, sich an dem schönen Anblick erfreuen wird. Der Gesamt- eindruck wird noch schöner, die Tiere werden noch vollendeter fein, wie auf der letzten Versteigerung in Lauterbach. Die Versteigerung findet in der Eostfchen Hosreite in Gießen, Rod- Heimer Straße 50, statt. Wie üblich, geht der Versteigerung eine Prämiierung voraus, um den kaufenden Gemeinden einen Anhall über den Wert der Zuchttiere auf Grund ihrer äußeren Form zu geben. Die Prämiierung beginnt um 9BO Uhr, die Versteigerung um 10.30 Uhr. Gemeinden, bie bie Bullen vor ber Versteigerung im Stalle ber Züchter besichtigen wollen, werden gebeten, den Katalog bei dem Tierzuchtamt in Gießen anzufordern. Verkäuflich find bie Bullen erst auf der Versteigerung in Gießen. Mainzer Getreidemartt. Mainz, 24. Nov. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis per 100 Kilogramm loko Mainz) in Mark: Weizen 19,35, Roggen rheinhess. 16.60 bis 16,90, Hafer 14 bis 14,25, Braugerste 17,75 bis 18,35, Industriegerste 17 bis 17,25, Malzkeime 12,75 bis 13,50, Weizenmehl südd. Spcz. 0 29,80, Roggen« mehl nordd. 0- bis 60proz. 22,75 bis 23, do. südd. 23,50, Weizenkleie fein 11, do. grob 11,75, Roggen« fkie 10,50 bis 10,75, Biertreber 16.50 bis 17, Soya« schrot 15, Trockenschnitzel 9,25. Tendenz: Weizen un« verändert, Roggen fest und gefragt, Gerste freund« licher. Mühlennachprodukte und Futtermittel fett. Rundfunkprogramm. Sonntag, 26. November. 6.35 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.45: Aus der Leonhordskirche Stuttgart: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde des Schaffenden. 10: Bon Münster in Westfalen: Katholische Morgenfeier. 10.45: Stunde des Ehorgesanys. 11.30: Bon Leipzig: Reichssendung: ,Hch hat viel Bekümmernis", Kantate von Joh. Seb. Bach. 12: Mittagskonzert. 13: Kleines Kapitel ber 3eit. 13.15: Mittagskonzert. 14.20: Zehnminutendienst ber Land- wirtschaftskammern. 14.30: Etunbe bes Lanbes. 15: jtinberftunbe: „Dornröschen unb anbere Äönigs- finber". 16: Aus Danzig: Unterhaltungskonzert. 18: Lyrik des Arbeiterdichters Ludwig Hebold. 18.25: „Das Schicksal des Leutnant Nolan". Nach der dramatischen Ballade von Heinrich Stilling. 18.45: „Zum Tag der Toten", Bortrag von Cattina von Seybolb. 19.15: Abendkonzert. 19.40: „Die lebendige Ahnenbibliothek" (Schloß Laubach in Oberhessen). 20: Aus dem Ulmer Münster: Orgelkonzert. 21.10: Abendmusik des Südfunk-Orchesters. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Nachtmusik. 23: Nachtmusik des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 24 bis 2: Nachtmusik. Montag, 27. November. 6.05 Uhr: Moryenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Bon Leipzig: Mittagskonzert. 14.40: Stunde bes Liebes. Deutschlands Gaue im Bolkslieb. 16: Nachmittagskonzert. 18: Französischer Sprachunterricht. 18.20: „Technik auf der Straße". Bon Dipl.-Ing. Eberhard Hundt. 18.35: „Werkstudent im wilden Westen". Aus dem Tagebuch eines junaen Deutschen. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: „Die Walküre" (1. Akt). 20: Griff ins Heute. 20.10: November 1933. Stegreiferzäylung aus ber Gegenwart. 21: Aus bem großen Saal des Saalbaues, Frankfurt a. TL: des Frankfurter Orchestervereins 3. Montagskvnzert. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Bon Leipzig: Nachtmusik des Funkorchesters. 24 bis 1: Nachtmusik, Franz Schubert. Dienstag, 28. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. Gespielt vom Kleinen Rund- siinkorchester. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung. 16: Nachmittagskonzert. 18: Italienischer Sprachunterricht. 18.20: „Am lausenden Band". — Kleine Berichte unb Gespräche. — 18.35: „Lebendige Bildung". Bortrag von R«nL Wirtz. 19: Born Deutsch- landsender: Reichssendung: Stunde der Nation „Der ewige Bauer". Hörspiel. 20. Bon Berlin: „Die deutsche Arbeiterschaft im Kampfe für gleiches Recht unter den Böltern". Bon Dr. Paul Fleischer. 20.10: Tanzmusik. 21: „Das deutsche Dorf", Hörfolge von Heinrich Süßeier. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Aus London: Englische Studenten singen! 23.30: Allerlei Blasmusik. 24 bis 0.45: Bon deutscher Seele. „Die deutsche Ode", Bortrag von Klaus Jos. Uhl. Mittwoch, 29. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk. Hörbericht aus einem Zeitungsbetrieb. Von Heinz Werner. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.30: Jugendstunde. 16: Nachmittagskonzert. 18: Deullch für Deutsche. Unioersitätslektor Dr. M. Weller: Technik des Sprechens. 18.20: Raste ist entscheidend. 18.35: Zeitfunk. 19: Reichssendung: Stunde ber Nation. Konzert Florestan und Eusebius. Eine musikalische Hörfolge. 20: Griff ins Heute. 2010. ..Welle 00". Ein Potpourri in Wort und Ton. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaktungs- musik. 23: Szenen aus Mo.zarts Leben. Singspiel in einem Akt. 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag, 30. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küch« unb Haus. 12: Mittagskonzert. 13.35: Mittagskonzert. 14.40: Stunde für unsere Kinder. 16: Nackmittagskonzert. 18: Spanischer Sprachunterricht. 18.20: „Verlassene !orJl$e Wohnungen". Bon Pros. Dr. Bast. Schmid. 18.35: „sturm 33." Von Hans Maikowjki. — Bor- lefung von Wolfgang Hermann. 19: Von der Funk- stunde Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation. Konzert: „Der junge Beethoven". 20: Griff ins Heute. 20.10: Stuttgart: Dreiklang der Lyrik: Goethe —Mörike—Heynike. 21: „Fortsetzung folgt.. .* Eine musikalische Unterhaltung ohne Ende. 22.20- Du mußt wissen. 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: „Fortsetzung folgt..." 24 bis 1: Nachtmusik. Freitag, 1. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung. 16: Nachmittagskonzert. 18: Englischer Sprachunter, rkfjt 18.20: „Warum Familienforschung?" 18.35: Lustschutz ist Selbstschutz ! Industrielle Arbeitsordnung. Forderungen und Auf- § oben sozialer Betriebspolitif." Gespräch zwischen ngenieur Heinz Lang und Hch. Mertens, Frankfurt a.M. 19: Von Königsberg: Reichssendung: Stunde der Nation: Musiker unserer Zeit. 20: Griff ins Heute. 20.10: „Reise durch Westfalen", Manu- skriot: Rud. Predeek. 21.10: Tanzmusik. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik. 24: „Nachtgespräch mit einem Mikrophon", Sprecher: Der Intendant bes Sübwestfunks. 0.10 bis 1: Vorn Schicksal bes beulschen Geistes. Samstag, 2. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzeri. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Der erste Berufstag. Ein Gespräch mit Lehrlingen und Angestellten von Gustav Kreuz. 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunde ber Iugenb. 16: Aus Emmerich: Nachmittaaskonzert. 18: Stimme ber Grenze. 18.35: Steareifsenbung. 19: Von Hamburg: Reichssenbung: ötunbe ber Nation. «Leichte Musik." 20: Griff ins Heute. 20.10: Großer Saal bes Funkhauses: Bunter Abenb zugunsten bes Winterhilfswerks. 22.20: Du mußt wissen ... 22/5: Unterhaltungsmusik. 23: Beim Kölner Sechstagerennen. 23.15: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Kirche und (schule. Kreis Büdingen. •!• Echzell, 22. Nov. Pfarrer Lic. Bohn aus Berlin, ber Leiter bes deutsch-evangelischen Vereins zur Forderung der Sittlichkeit unb ber Rettungsarbeit, hielt heute in ber hiesigen Kirche zwei Vorträge. Zum ersten um 13.30 Uhr hatte sich bie männliche unb weibliche Iugenb zahl- reich eingefunben. Bor ihr sprach Pfarrer Bohn über „die sittliche Verantwortung ber Iugenb". Um 20 Uhr dehanbelte er vor ber ganzen Gerneinbe bie Frage: „Wie erziehen wir unsere Kinber zu Willensstärken unb charakterfesten Persönlichkeiten >" Pfarrer Bohn versteht es, in feier Art wertvolle unb anfaffenbe Gedanken zum Wiederaufbau unseres Volkes zu geben. Daten für Samstag, 25. November. 1835: ber amerikanische Großindustrielle Andrew Carnegie in Dunfermlin geboren (gestorben 1919); — 1863: Ludwig Erk, Sammler und Komponist von Volks- und Schulliedern gestorben (geboren 1807); — 1914: Sieg Der Armee Mackensens bei Lodz. Daten für Lonntaq, 26. November. 1822: ber preußische Staatsmann Karl August Fürst von Harbenberg in Genua gestorben (geboren 1750); — 1857: der Dichter Joseph Freiherr von Eichenborff in Neiße gestorben (geboren 1788); — 1928: gestorben der deutsche Admiral Reinhold Scheer, der Sieger in der Skagerrak-Schlacht in Marktredwitz (geboren 1863); — 1930: der Polarforscher Otto Soerdrup in Oslo gestorben (geboren 1854). Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a ZR Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt belchiofsenen DioiDenbe an. — Reichsbankbiskont 4 o H Lombardzinsfuß 6 o H. tranhur u. Dl Sen >n vranftur a. Berlin stramiur- a. Dl Sern । ^chluß- tur« tibcnO- bflrlr CM)lu|- für« C*d)lu|f nitiafl. b»rfe <^chlu9- hirt -Rechte • X ftxm «X «eil. WoIWlaal 1929 lrSchadlb IOT%) • X Ml L'onbeikral tarmfiabt »olb R 18 S» pell Ü-inbrO^Oopuibtttn. bank T«mfiabt LHqui Obtrbfllfn 'Urophu.VlnltUx n(t fludol.-Äetfittn Truljdif Komm Sammelabl. «n- Itl6# (Serif 1 mit Wutlof .Wrmtrn • X «Dem. 8% strankl Hvp-vank Solbp|e. 13 unkündbar bl« 1935 6X ehem. 7% tlronll. Vvp -«ank Soldos» 18 unkündbar bl# IBM •XX rbrrn 4SX zrunks Hop.- Bank-Ligu.-Pkandbnele •HX rtxm «',% «belnllche Hdp.-Bank-Llaii Soldos» «X rbem. 8% tx Landespfand- Drlelanftalt, Bsanddrtele W 19 EX ebem. 7ue Pr l'anbHpfanb- irirlanftaU. Ptanddrieke iK 10 •ituerautitft. tRerrrrfmunffthitf «X CelientuDlldw «vibrante 4.8O*. Celirrrrldjlfttw Silberrrntr «% UngartLtw »vibrante ian|che €iaawrentefc 1910 *S% 6f«ol. von 1913 •% abflfft. Solbmerikaner von 90 •X lürfilctw Zc-llanlfldf von 1911 •XtJrfllOX ®Nki»babn.4XNuman vrrelnh.Sikntrv.lSlS 4% 9htmänlfd>e verein h. Rente . 8 54% Anatolier ..... Oomburg-amertla.'Salrt o 6ütnUurg-SuMm. DomvUchltl 0 twnla-lampffdiifl ...... o 9Jorobeut|er Lloyd ..... 0 <1 S für «erfebreroefen Akt. 0 «rrlinrt tianbeitfleiellfdiaft . 4 Sommer,- und Prlvat-Vank 0 trutfdir Bank und TUcont» Sejelllchalt................ o Drc.'vncr Bank.............. o Äftdiibanl ............... ig A.S.S...................... Bekula..................... o tfleln. 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