V. ERKÄLTUNG 'ene gesunden Tochter $reube on Ms« ib.Gößmm «•äunS^it l«, । iteiÄ.1 ber sü, is”!'« Wt°ii »Äjjtft L-L-r SQn3ugef)öreneVleJer Innung aeaninx i 1 ®etoem SS ®irb J K'-ÄSS ^untervttmiet-.?°!"'e.kte>i I ‘H des @ebraurhl|l>in tten ein nej. otQud)s der tonnen I '! r4l"*'Sil5ep» ll°n. auch barfiV??6 I um bänqen ff=.l?Ql'cs ” fc"*en Mage, SÄÄ • im Rlaqemeq erzwmyen. iftungen ch lem Staats» öen 25 Oktober WZ ...........„„.Jffff !eWch. Dnmvgen des Landwirts xex in tlimbad) und seiner reihe, geb. Thomas, bajelbft, n 20. Dtiober 1933, 10 Uhr t»5 landwirtschaftliche Ent« fahren eröffnet 6577D igsslelle: Genossenschaftliche i.6. m. b. h. in Zmkfurl M iaer werden aufgefortert, bei •"in § 11 des Gesetzes voni angedrohten Nachteile, chre dis zum OJooember 1933 , ^melden unb bie m iraj fien Lchuldurlunden M n 20. Oktober 1933. fisches Amtsgericht. vl-L, an? fatnoser [st cPrL Er TUeber Sch er°be^ so Adnv^ev-^ woM- [Pt Ibn^ c£ndarck 5^ - *ar??;npelD’an,e '"‘„'fköi^ede iö Mittwoch, 25. Oktober 1955 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien) Nr. 250 Drittes Blatt Schweres EisenbahmmM in Frankreich. D-3u0 Cherbourg-Paris entgleist. - 35 Tote, 50 Verletzte. Absturz von her Gisenbahnbriilke. pari», 24.Ott. (TU.) Ein schweres Eisen, bahnunglück. das nach den letzten Nachrichten 35 Tote und 50 verletzte, darunter mehrere Schwerverletzte, gefordert hat, ereignete sich auf der Strecke Cherbourg-paris am Dienstag um 9.55 Uhr bei St. Lllier in der Nähe von £a Bonneville Der D-3ug 354 Cherbourg—Paris, der Cherbourg um 6.10 Uhr französischer Zeit verlassen hatte, befand sich auf einer Lisenbahnbrücke, die in zehn Meter höhe den Fluß Rouloire überquert, als die Lokomotive, der Tender, der Packwagen und drei anschliehende Personenwagen aus den Schienensprangen und in den Fluh sliirz- t c n. Der Zug hatte im Augenblick des Unglücks eine Stundengeschwindigkeit von 110 Kilometer. Unter den Toten befinden sich der Lokomotivführer und der Heizer. Etwa 50 verletzte, darunter der Präfekt der Provinz und seine Frau, sind in do» Krankenhaus von Lvreux geschafft worden. Die zweigleisige Strecke ist an der Unsallslelle völlig v e r w ü sl e t, die Telegraphenpsoslen umgebrochen, die Schwellen aufgerissen, so dah das Gleis zur Zeit nicht befahrbar ist. Die zuständigen Behörden haben sich sofort nach dem Eintreffen der ersten Meldungen an bk Unglücksstelle begeben. An der LlngwckssteNe. Dar Unglück ereignete sich, als der Zug mit etwa 100 Kilometer Stundengeschwindigkeit über die Eisenbahnbrücke raste. Unter furchtbarem Getöse stürzten die Lokomotive, der nachfolgende Tender, der Gepäckwagen und drei Personenwagen in die Tiefe und bildeten nur noch einen einzigen Trümmerhaufen. Von der Eisenbahnbrücke aus, deren Geländer fortgerissen wurde, bietet sich den Ueberlebenden ein furchtbarer Anblick. Jedesmal, wenn man glaubt, einen Toten geborgen zu haben, zieht man nur zerstückelte Gliedmaßen aus den Trümmern. Die Bergungsarbeiten, die prompt eingesetzt haben, gestalten sich außerordentlich schwierig. Die ersten Leichen, die fast alle bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt sind, wurden im Wartesaal des Bahnhofes von Bonneville aufgebahrt. Inzwischen ist ein 50°Tonnen- Kran eingetroffen, mit dessen Hilfe man d i e Trümmer zu heben versucht, um auf diese Weise die noch eingeschlossenen Leichen freizulegen. Ein gerichtlicher Untersuchungsausschuß ist ebenfalls an der Unglücksstelle erschienen. Die Unglücksstelle. ,U$ievx therbovrq Bonneville Le Havre n J < Rouen Beauvais Man nimmt an, daß das Unglück auf eine Schienensenkung zurückzuführen ist, die auf einer Länge von etwa 10 Meter festgestellt wurde. Der Lokomotivführer und der Heizer, die beide auf der Stelle getötet wurden, haben dies infolge des starken Nebels wahrscheinlich überhaupt nicht oder zu spät bemerkt. Ein Augenzeuge, der sich in einem der letzten Wagen befand, erzählt, daß er im Augenblick des Unglücks einen mächtigen Stoß verspürt habe. Die drei letzten Wagen legten sich auf die Seite oder kippten um und blieben mit den Rädern nach oben liegen. Beide Strecken sind gesverrt und der Verkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Die Aufräumunasarbeiten, die von der Sanitätskolonne, der Polizei und Militär durchgeführt werden, wurden die ganze Nacht bei Scheinwerferlicht fortgesetzt und dürften erst am Mittwochabend oder Donnerstag beendet sein. Die Unglücksstelle bietet einen traurigen Anblick. Drei Personenwagen liegen wie altes Eisen im Flußbett, zwei andere hängen von der Brücke herab und die beiden letzten liegen ineinandergeschoben auf der Brücke. Die Untersuchung hat noch kein endgültiges Ergebnis gezeitigt. Uranfänge des Zeitungsberichtes. Extrablatt von Moßbach -Don der Seeschlange.-Oie ersten Theaterkritiken.- Die Montgo fiere. Seitdem es eine Presse gibt, wird jedes Ereignis von Bedeutung in der Zeitung verkündet, besprochen und somit für kommende Generationen festgehalten. Einen Einblick in Zeitungsberichte von den allerersten Anfängen der deutschen Presse bietet das Archiv des Deutschen Instituts für Zeitungskunde in Berlin. Wahre Schätze an treffenden Prophezeiungen, an witzigen Randbemerkungen zur Zeitgeschichte, an beredten Schilderungen großer Ereignisse öffnen sich hier den Nachkommen. Die allerer st e deutsche Zeitung, die man dort in einem Zelluloid-Kuvert eingepackt bewundern kann, stammt aus dem Jahre 1629 und heißt „Wöchentliche Zeithung aus mehrlicher Orther". Sie enthält Berichte aus ganz Europa der damaligen Zeit, aus „Rohm", Venedig, Verona, Prag und Franksurt, hauptsächlich Mitteilungen über Fürstenzusammenkünfte und gesetzliche Maßnahmen des heiligen Römischen Reiches. Mit Ehrfurcht nimmt man die ebenso konservierte Nummer 138 der „Pagdeburgischen Privilegierten Zeitung" vom 17. November anno 1757 in die Hand. Diese Nummer ist eine Art Extrablatt, die „Authentique Relation von dem Siege, welchen seine Königliche Majestät von Preußen den 5. November 1757 bet) Roßbach in Sachsen über die vereinigten Französischen, Österreichischen und sogenannte Reichstrouppen unter Eommando der Prinzen von Hildburghausen und Soubise erhalten". Es ist ein ausführlicher Kriegsbericht, dessen Stil durchaus gegenwartsnahe anmutet und an die Heeresberichte aus dem Weltkrieg erinnert. Zum Schluß der vier Seiten umfassenden „Relation" heißt es: „An Gefangenen haben wir 8 französische Generals, 250 Offiziers von verschiedenem Rang und 6000 Gemeine. Sonst haben wir 63 Eanonen, 15 Standarten, 7 Fahnen und 2 Paar Pauken erobert. Von unserer Seite ist der Obriste von Prig- nitz geblieben. Die Königliche Hoheit der Prinz Heinrich und die Generalmajors von Seydlitz und v. Meinecke sind leicht blessieret. Unser ganzer Verlust an Toten und Verwundeten beläuft sich auf nicht völlig 300 Mann." In der Nummer der „Vossischen Zeitung für Staats- und gelehrte Sachen" vom 16. März 1744 finden wir folgende Notiz, die sich auf die berühmte Tänzerin Barberina bezieht: „Vorgestern morgen erhoben sich Jhro Majestät der König wieder von hier (Berlin) nach Potsdam. Abends zuvor ließ die jüngst aus Italien hier angekommene weit berühmte Tänzerin Donna Barberina bey der französischen Komödie ihre Geschicklichkeit im Tanzen sehen." Die berüchtigte Seeschlange, die früher oft bemüht wurde, und bi<* in Journalistenkreifen zum Schlagwort geworden .st, taucht bereits im Jahre 1749 auf. Ein Bericht — gleichfalls in der Vossi- schen Zeitung — aus diesem Jahre gibt die Erzählung von vier Fischern der Westsee wieder, die ein Ungeheuer, halb Mensch, halb Fisch, gesehen haben wollen. Eine zukunftweisende Notiz scheint die erste Erwähnung einer Erfindung aus dem Jahre 1775 zu fein, die vielleicht den Keim des späteren Film- apparats in sich birgt! Die Notiz lautet: „Ein sich selbst bewegendes, auf einer großen messingenen Expreß dazu verfertigten Platte, sehr schönes Ge- mählde ist aus sreyer Hand zu verkaufen. Dieses rare von einem geschickten Mahler verfertigte Kunststück hat 25 Figuren, wovon eine jede ohne Besteuerung ihre handthierung natürlich treiben kann." Die erste deutsche Theaterkritik stammt aus dem Jahre 1774 und schäftigt sich mit Goethes »Götz von Berlickinge n", für den der Kritiker keineswegs besonders begeistert ist. Er schreibt u. a.: „Weder Einheit der Handlung noch Vorbereitung einer Begebenheit zur anderen, aber dafür viel damalige deutsche Sitten und Denkungsart, als aus manchem deutschen Geschichtsbuch nicht heraus zu kommentieren ist." Während der Kritiker für den Aufbau des Dramas und für den literarischen Wert des Werkes wenig anerkennende Worte findet, lobt er den deutschen Sinn des Theaterstücks. Es heißt weiter: „Trugen diese Deutschinnen (I) keine Ehignons und ellenlange Kleiderschleppen, so hatten sie doch ihren schönen Putz, und sagten die galanten Damen damals nicht wie jetzt mon eher, so sagten sie mein lieberJunge". In eifern ausführlichen literarisch-kritischen Feuilleton aus dem Jahre 1767 wird zum ersten Mal Lessings „M inna von Barnhelm" kritisch besprochen. Der Autor beginnt seinen Aufsatz mit den Worten: „hier ist alles Soldat". Aber auch ausländische Korresponden- t e n senden schon in den Anfängen des Zeitungs- dienftes ihre Berichte nach Deutschland. In einem Pariser Brief vom 31. Oktober des Jahres 1783 heißt es wörtlich: „Die neuesten Versuche, welche Herr M o n t g o l f i e r mit seiner aerostathischen Maschine angestellt hat, setzen es nun außer Zweifel, daß seine Erfindung für die Gesellschaft nützlich seyn kann. Es ist ohne Zweifel, daß diese Maschine vorläufig wird gebraucht werden können, um sehr schwere Lasten mit wenigen Kosten zu großen höhen heraufzubringen, daß man Signale damit wird machen und einen ausgebreiteten Fluß passieren können. Der größte Nutzen aber ist, um den Marsch und die Annäherung einer feindlichen Armee und dasjenige, was in einer belagerten Stadt vorgeht, gewiß zu erfahren und die topographischen Charten eines Landes aufzunehmen." Wie man sieht, wird hier zum ersten Male über eine welt- umwälzende Erfindung berichtet und dabei die Rolle des Flugwesens im Kriege vorausgeahnt! Am 12. April 1814 verkündet ein richtiges Extrablatt der Vossischen Zeitung in knapper Form die Besetzung von Paris durch die verbündeten Truppen. Die Leipziger Zeitung vom 22. August 1815 bringt einen Bericht aus dem besetzten Paris nach der Flucht und der Gefangennahme Napoleons. Der ausführliche Bericht ist vom 7. August datiert, hat also zwei Wochen gebraucht, um den Weg in die deutsche Presse zu finden. Es heißt dort u. a.: „Das Schloß von Vincennes wird noch immer von den Verbündeten blockiert gehalten. Die Nachrichten aus dem mittäglichen Frankreich sind beruhigend." Lebendiger, unmittelbarer, gegenwartsnaher als jedes Geschichtsbuch — so hat die Zeitung seit Jahrhunderten den Pulsschlag der Völker getreu „con- trollirt und regiftrirt". 0r. v. A. Kunst und Wissenschaft. Der Grundstein zum Neuaufbau der Technik. Die in der Reichsgemeinschaft der technisch wirtschaftlichen Arbeit zufammengefaßten Führer deutscher, technisch wirtschaftlicher Vereine und Verbände traten am 19. Oktober zusammen, um Form und Inhalt der gemeinsamen Arbeit zu beschließen. Die Mitglieder der Reichsgemeinschaft, die ihre volle juristische Selbständigkeit behalten, werden — etwa nach dem Muster der Technischen Hochschulen — z u Fachgruppen zu s a m mengesaß t, Deren jede einen Vertreter in den Vorstand entsendet. Durch Hinzunahme von Persönlichkeiten aus der nationalsozialistischen Bewegung und aus dem öffentlichen Leben, erweitert sich der Vorstand zum Senat. Diesem Senat gehören neben Vertretern der Minister u. a. an: Ingenieur Keppler, Wirtschaftsbeauftragter des Reichskanzlers, Staatsrat Dr. Ley, Führer der Arbeitsfront, Staatssekretär Dr. Ohnesorge und Dr. Bögler. Mit der Durchführung der weiteren Arbeiten der Reichsgemeinschaft wurde der Vorsitzende des Vereins deutscher Ingenieure, Pg. Dr. Schultz, beauftragt. Neues von der Deutschen Verlags-Anstalt. Die Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin, teilt mit: Nach Erscheinen ihres großen Romanwerkes „Das Wunschkind" (das jetzt im 50. Tausend vorliegt) war von Ina Seidel einige Jahre nichts Neues erschienen. Jetzt hat die Dichterin einen neuen Roman „Der Weg ohne Wahl" vollendet. Die Buchausgabe erscheint am 1. November bei der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart. — Unter dem Titel „Begegnung am Abend. Ein Vermächtnis" veröffentlicht Maria Wafer jetzt bei der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart, ein Buch, das in der Darstellung der Persönlichkeit und des Schaffens des berühmten Hirnanatomen Constantin von Monakow das Bild eines ungewöhnlich reichen und schönen Lebens gibt. — „D i e Mutter der Weisheit" nennt sich ein in diesen Tagen bei der Deutschen Verlags-Anstalt erschienener ernstheiterer Roman von Henry Benrath, dem Verfasser von „Ball auf Schloß Kobolno w". Der Lebenskreis einer kleinen deutschen Universitätsstadt hat in ihm dichterische Gestalt gewonnen. Buntes Allerlei. Trauriges Schicksal eines dickenMannes Ein sorgfältig angelegter Plan, durch den 35 Gefangene aus dem Aljuba-Gefängnis in Lissabon ausbrechen wollten, scheiterte an dem allzugroßen Leibesumfang des Führers. Die Verbrecherbande hatte mit unendlichen Mühen und Arbeiten einen Tunnel durch die Gefängnismauer gebrochen, die zwei Meter dick war. Freude schwellte ihre Herzen, als sie endlich das Licht der Freiheit schimmern sahen, und man beschloß, in einer stürmischen Nacht den Ausbruch zu unternehmen. Ehre, wem Ehre gebührt! Nach diesem Grundsatz ließ es sich der Erfinder des Planes und Leiter der Bande nicht nehmen, als erster den Weg durch den engen Gang anzutreten. Aber dieser Beschluß wurde allen verhängnisvoll, denn der Führer, der ungewöhnlich dick war, befand sich kaum innerhalb des Loches, als er feststak und roeoer vorwärts noch rückwärts konnte. Alle verzweifelten Anstrenaungen seiner Genosien, ihn aus feiner peinlichen Lage zu befreien, waren erfolglos, und so blieb schließlich nichts anderes übrig, als die Hilfe der Gefängniswärter in Anspruch zu nehmen. Diese befreiten den Ausbrecher und führten alle wieder in ihre Zellen zurück. Italienische Bergsteiger-Expedition nach Persien. Meldungen, die aus Teheran nach Rom gelangt sind, machen nähere Angaben über eine Expedition, die zur Erforschung und Besteigung der wichtigsten Gebirge Persiens unternommen wurde. Die Expe- bition verließ Mailand im Flugzeug: sie wurde vom Grasen Leonardo Bonzi und Prof. Desto geführt und umfaßte eine Gruppe geübter Bergsteiger. Die Hauptaufgabe bestand in der Ersteigung des Gipfels des Zardek-Kuk-Gebirges westlich von Jspa- Han und der Demawend-Gruppe nördlich von Teheran, die eine höhe von 5670 Meter erreicht. Die Reifenden gelangtn nach einem raschen Flug, bei dem sie alle ihre Ausrüstungsgegenstände und wissenschaftliche Instrumente mitführten, nach Teheran und wurden von der Persischen Regierung gut ausgenommen. Von einheimischen Führern unterstützt, erstieg eine Gruppe sofort den Gebirgszug westlich von Jspahan und nahm die topographischen und Höhenmessungen vor, die für die Kartierung notwendig waren. Die zweite Gruppe stieß bei der Erklimmung des Gipfels der Nordgruppe des Demo, wend auf große Schwierigkeiten und wurde des Nachts von einem schweren Zyklon überrascht. Die Bergsteiger verbrachten die Nacht in einer höhle, wo sie fast völlig einfdjneiten. Nur unter großen Anstrengungen erreichten sie den Gipfel und führ- i ten hier ihre Forschungsarbeiten durch. Auch die „Wilden" muffen eingegliedert werden! Ein Ausruf des Reichssportführers. Die Pressestelle des R e i ch s s p o r t f ü h - r e r 3 gibt folgenden Runderlah an die Beauftragten des Reichsfportführers und die Führer der Sportverbände bekannt: „Die großen Aufgaben, die dem Sport im neuen Deutschland zufallen, können nur erfüllt werden, wenn er nach einheitlichen Richtlinien zielbewußt geleitet wird. Aus diesem Grunde müssen die außerhalb der anerkannten, also außerhalb der dem Reichsführerring angefchlosfenen Verbände stehenden Vereine und Sportler, die sogenannten „Wilden", ihre Ausgabe verfehlen. Ich mache es des- halb meinen sämtlichen Beauftragten und allen Verbänden nebst ihren Angehörigen zur Pflicht, auf eine beschleunigte Eingliederung der „Wilden" in den zuständigen Fachverband hinzuwirken. Andererseits hat jede Unterstützung der Unorganisierten zu unterbleiben, insbesondere dürfen Angehörige anerkannter Verbände mit ihnen keine Spiele oder Wettkämpfe austragen ober sonstige sportliche Beziehungen pflegen." Der Reichssportführer. (gez.) v. T s ch a m m e r. Bezirks-M innschastskämpse im Kunstturnen. Bezirk Hessen nimmt an der Zwischenrunde feil Nachdem die Vorkämpfe zwischen den 24 Be- zirken des bisherigen Mittelrheinkreises durchgeführt find, wird die Zwischenrunde in drei Gruppen zu je drei Bezirken vorbereitet. Dazu ist, wie wir jetzt erfahren, auch unser Heimatbezirk Hessen, der aus dem Vorkampf mit den Bezirken Main-Offenbach- Hanau und Kinzig als zweiter Sieger hervorge- gangen ist, eingeteilt worden. Der Zwischenkampf wird ausgetragen zwischen den Bezirken Hessen, Frankfurt und Lahn-Dill. Seltene sportliche Tat einer R vH Gertrud Psabe, ein Mitglied der Turngemeinde Frankfurt a. d. O., errang als erste deutsche Frau das Goldene Turn- und Sportabzeichen nach fünfmaliger Wiederholung. Aus dem Gau XIItRoricheff.) DT. Von der Führerschaft. Zu unserer Meldung über die Bildung des Führerrings des neuen Turngaues XII (Nordhessen) der DT. können wir nun noch ergänzend mitteilen, daß Turnoberlehrer Ludwig K l e n k (Friedberg), der von Bensheim an die Friedberger Aufbauschule versetzt worden ist, das ihm vom Gauführer Andrö (Hersfeld) und Gauoberturnwart Paul (Gießen) angetragene Amt des ©aufrauenturnroarts angenommen hat. L. Klenk hat bisher in der Turner- fchaftsführung schon an hervorragender Stelle gestanden. Er war stellvertretender Oberturnwart des bisherigen Gaues (Kreises) Mittelrhein und Kinder- turnroart der Deutschen Turnerschaft und hat als Turnpädagoge einen anerkannten Namen. Ministerialrat Ringshausen (Darmstadt), der Gau- abmann des Gaues Hessen-Nassau des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, hat L. Klenk nun auch für die Gruppe Hessen zum Gauarbeitsleiter der Arbeitsgruppe „Turnen und Volkssport" berufen. Inzwischen ist auch das Amt des Gaufechtwarts besetzt worden. Als solcher wurde Felix Reuter (Kassel) berufen. Den Gau-Hauptausschuß bilden in Zukunft die Gauleitung, der Gau-Turnausschuß, die beiden Bezirksführer, die Kreisführer und je ein verdienter Turner der beiden Bezirke; als solcher wurde für den Südbezirk (Gießen) der bekannte Kölner Turnfestsieger Karl Reuter (Gießen) ernannt. Führertagung des Gaues XII. Die erste große Führertagung des 12. Turngaues (Nordhessen) findet am 5. November in Kassel statt. Außer den Mitgliedern des Gauhaupt- ausschusses (Gauoorstand, Gauturnausschuß, Bezirksführer, Kreisführer) können auch Unterführer und Vereinsführer daran teilnehmen. Gesprochen | wird von der Gauneubildung und der Gliederung des Gaues, von den Aufgaben der DT. im neuen 1 Reiche und von der Aufbauarbeit im neuen Gau. Ein Aufruf des Gauoberturnwarts. Turnoberlehrer R. Paul (Gießen), der bekanntlich als Gauoberturnwart des Turngaues XII (Nord- Hessen) berufen worden ist, wendet sich mit folgendem Aufruf an die ihm unterstellten Vereine: Liebe Turner und Turnerinnen des Gaues Nordhessen! Unser Gauführer, Turnbruder 21 n - dr 6 (Hersfeld), hat mich zum Gauoberturnwart bestimmt. Den neugeschaffenen Gau XII (Nord- Hessen) der Deutschen Turnerschaft zu einem Turngebiet zu bringen, das sich im Rahmen der übrigen Turngaue sehen lassen kann, muh bas Ziel fein, das erreicht werden soll. So sehr ich wünsche. Können, Fertigkeiten, Leistungen auf allen Gebieten unseres so verzweigten deutschen Turnens au sehen, so soll doch erster Grundsatz und oberstes Gesetz die Erziehung jenes echten deutschen Turngeistes sein, der in Jahn seinen Urquell und in Adolf Hitler seine Erfüllung hat. Ich bitte um bas Vertrauen aller Turner unb Turnerinnen, denn ich brauche das Vertrauen. Ich hoffe auf die tatkräftige und tatfrohe Unter- ltützung all der Turnbrüder und Turnschwest?rn, Die zur Mitarbeit berufen sind, denn ich brauche diese Mithilfe in weitestem Maße. In treuer Zusammenarbeit wollen wir bestrebt sein, das neue Gaugebiet in jenem Geiste zu führen, der im neuen Deutschland, im DrittenReiche Form und Gestalt gewonnen hat. Zu neuen Taten ruft eine neue Zeit! Zeigen wir, daß im neuen Gau Nordhessen ber alte Turnergeist ber echten Turnbrüderlichkeit, der in der wahren Volksgemeinschaft sich aus- wirkt, lebendig ist, der uns einfügt in die vordersten Reihen der Arbeiter am neuen, national- bewußten, völkischen, deutschen Vaterland. In diesem und nur in diesem Sinne nehmen mir zielstrebig unb entschlossen die turnerische Arbeit auf. Vorwärts! Aufwärts! Gut heil! heil Hiller! ZV. .Teutonia^ Laubach. Laubach I — Grünberg I 12:0 (5:0)1 Das zweite Derbandsspiel in dieser Saison begann zunächst mit einigen schnellen Angriffen der Gäste, die aber von der vorzüglich arbeitenden Laubacher Hintermannschaft abgestoppt wurden. Auf beiden Seiten gab es mehrere Ecken, die aber nichts ein- brachten. Die (Brünberger muhten bald erkennen, dah sie einem erstarkten Gegner, der mit größerer Schnelligkeit, besserer Technik und Ballbehandlung aufwartete, mit Klassenunterschied gegenüberstanden. Das flache Kombinationsspiel der Platzmannschaft zwang die Gäste völlig in ihre Spielhälfte zurück, die sich mit Ausnahme von vereinzelten Durchbrüchen ganz auf die Derteidiguna beschränken mußten. Der Torreigen wurde von Laubach in der 16. Minute eröffnet. Nacheinander konnten die Einheimischen bis zur Halbzeit noch vier I reff er erzielen. In der zweiten Soielhälfte machte sich eine weitere Ermüdung der Gäste bemerkbar: wäh- renb die Laubacher in große Form kamen. Der Erfolg waren sieben weitere Tore zugunsten der Platzmannschaft. Der Sieg der Teutonen war auch in dieser Höhe verdient. (Sporfabfeilung des Tv. Wieseck. wieseck I — Cid) I 0:1. Bei schönstem Herbstwetter standen sich diese beiden Mannschaften zum fälligen Derbandsspiele in Wieseck gegenüber. Das Spiel wurde wuchtig und schnell durchgeführt, ließ jedoch manchmal technische Feinheiten vermissen. Lich konnte in der 7. Minute zu einem Ueberraschungstor kommen, das auch das einzige Tor des Spieles bleiben sollte. Bis Halb- zeit sah man wohl verteiltes Spiel, das allerdings zusehends schärfer wurde. Ein Spieler der Platz- beider mußte ausscheiüen. Nach Settenwechsel wurde Lich fast ganz in seiner Hälfte festgehallen. Die wenigen Durchbrüche wurden vom Schlußtrio Wiesecks gut abgeschlagen. Oesters hina der Aus- gleich in der Luft, doch gelang es Wieseck nicht, zum Torschuß zu kommen. Außerdem befand sich der Gastriorhüler in ausgezeichneter Form. Trotz aller Anstrengungen konnte Wieseck außer einer Anzahl Ecken keinen zählbaren Erfolg erringen und mußte eine unverdiente Niederlage hinnehmen. Vorher standen sich die zweiten Mannschaften beider Vereine gegenüber. Auch hier ging Lich in Führung. Dann aber wurde Wieseck merklich überlegen und fertigte bis Schluß feinen Gegner mit einer 7:1-Niederlage ab. Die Iugendmannschaft war zum ersten Derbandsspiele in Steinberg au Gast und konnte von dort mit einem knappen aber sicheren 2:1-Siege die ersten Punkte nach Hause bringen. Die Handballelf hatte auf eigenem Platze Albach zum Gegner und mußte gegen den technisch besseren und flinkeren Gegner eine 6:4-Niederlage einstecken Kurze Sportnotizen. Wißmar — Nordeck 7:3. 9n dem gestern an letzter Stelle unter dem Titel „Handball im (Bau XII der DI." veröffentlichten Spielbericht mußte es nicht heißen Wieseck — Nordeck, sondern Wißmar — Nordeck. Das Halbzeitergebnis lautete 2:2. Wir gehen in die Betriebe! WSN. Am 15. Tage des Werbefeldzuges der Deutschen Arbeitsfront besichtigte der (Baubetriebs- Wellenleiter Pg. Willi Becker, Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, dieDeutsche-Dunlop- AG. in Hanau. In seiner Begleitung befanden sich sein Stab, die Amtswalter der Verbände und Die Gaufrauenschaftsleiterin Frau Kirch, lieber die Besichtigung berichtet der (Bau-Betriebs- zellenpressewart u. a.: Die Werksleiluna hat einen großen Sportplatz geschaffen. Es besteht eine eigene Sportvereinigung, Dunlop-Chor und Dunlop-Äapclle. Derartige soziale Einrichtungen sind gut, schön und zweckmäßig. Nie- mals aber lassen wir uns durch ihr Vorhandensein dazu verführen, uns über den Kern der Dinge Hinwegtäuschen zu lassen. was uns interessiert, ist einzig und allein das: hat der Arbeiter anständige Cebene- und Arbeitsbedingungen? Der nüchternste Chronist, der auf diese Frage antwortet, ist der L o h n z e 11 e I. Der Lohnzettel eines 23jährigen Arbeiters zeigt einen auszuzah- lenden Lohnbetraa von 9,44 Mark für d i e Woche. In der Fahrraddecken-Abteilung sind ausnahmslos Mädchen und Frauen beschäftigt, die im schärfsten Akkord arbeiten. Für 100 Decken gibt es 1,28 Mark. Das im Prämiensystem erreichte Höchstquantum sind 4 0 0 Decken, die aber nur in einem derartigen Arbeitstempo erreicht werden können, daß die betreffende Frau nach einigen Wochen körperlich zusammenbricht und schwere gesundheitliche Schäden erleidet. (Eines der dort beschäftigten Mädchen erzählte dies schluchzend unserer Gaufrauenschaftsleiterin. Die gutherzige Frau Kirch beschloß sofort, dem Mädchen eine 14 tägige Kur zu verschaffen und Gaubetriebszellenleiter Becker entschied, daß das Mädchen, da es die alleinige Ernährerin ihrer (Eltern und Geschwister ist, einen Betrag aus den Mitteln der NSBO. zugewiesen bekommt. Die Direktion hat zuaesagt, im Verein mit unferm (Bau- betriebe,3cl(cnleitcr Becker und dem Treuhänder Dr. ßüer an die M b ft e (I u n g der grob ft en Mängel heranzugehen. In grofoangelegter Rede sprach anschließend an die Besichtigung Pg. Willi Becker zur versammelten Belegschaft. Ausgehend davon, daß wir ein armes Volk geworden find, führte er aus, daß wirtschaflsführer und Wirlschaftsgefolgschafl gemeinsam mit festem guten willen daran gehen müßten, bessere cebensbedingungen zu schassen. Aussührlich behandelte er die Lage des arbeitenden Menschen in Vergangenheit und Zukunft. Es müsse unser zielbewußtes Streben sein, einmal unseren Kindern ein besseres Schicksal zu hinter- lassen, als wir es selbst getragen haben. Abschlie- Jjenö wies Pg. Willi Becker auf die Bedeutung Des 12. November hin. Man müsse der Welt zeigen, daß hier nicht eine Regierung und einige Minister, sondern daß ein 65-Millionen-volk in eiserner Entschlossenheit dafleht, um seine Ehre, sein Brot und seine Gleichberechtigung zu verteidigen und zu gewinnen, wenn wir um die Ehre und um die Gleichberechtigung heute kämpfen, so kämpfen wir damit auch um das Brot, wir kämpfen um den Platz unseres Volkes und damit um den Arbeitsplatz jedes einzelnen. Das ganze deutsche Volk, ganz gleich, ob Arbeiter oder Unternehmer, muh Zusammenhalten. Stürmischer Beifall dankte unferm (Baubetriebs- Wellenleiter, und immer wieder mußte er beim Verlassen des Werkes die Hände der dort beschäftigten Arbeitskameraden schütteln. Am Samstagoormittag fand im Auftrag des Gaubetriebszellenleiters Becker eine Besichtigung des Frankfurter Arbeitsamtes am Vor- fenplatz statt. Darüber wird folgendes berichtet: Dr. Spenden für die NS.-Volkswohlfahri werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen bei der Bezirksfparkasfe Gießen. Frey schilderte, welch einen verzweifelten Kampf er um die Bereit st ellung weiterer Arbeitsplätze führe, wobei er auf die tatkräftige Mitwirkung des Gaubetriebszellenleiters rechne. Ucberall stellten wir fest, daß die alten Kämpfer unserer Bewegung in den Karteien besonders gc- kennzeichnet und bevorzugt vermittelt werden. Es find zur Zeit beim Frankfurter Arbeitsamt 6800 Kaufleute, 1750 Techniker, 4700 weibliche Angestellte und 350 Künstler stellungslos, von denen im Laufe des Monats etwa 450 untergebracht werden konnten. Auf einen Umstand wurden wir befon- ders aufmerksam gemacht, der auch uns sehr beachtlich erscheint. Fast sämtliche Firmen haben zu knapp mit Personal disponiert, um auch ja nicht einen Pfennig ohne Gegenwert auszugeben. Ganz abgesehen davon, daß wir aus Mitglieder- kreisen allgemein hörten, daß alle Angestellten bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, ja sogar häufig noch darüber hinaus, beansprucht wurden, wurde uns diese Tatsache als absolut feststehend vom Arbeitsamt wieder bestätigt. Die meisten Firmen sind infolgedessen nicht imstande, einen Aus- fall durch Krankheit, Beurlaubung usw. aus ihrem eigenen Personalbestand vorübergehend zu ergänzen, sondern müssen diese Lücke erst vom Arbeitsamt ausfüllen lasten. Für die bann vermittelte Kraft ist es auch psychologisch nicht erfreulich, gerade einmal für vielleicht zwei läge Lückenbüßer zu spielen. Es muß daher für alle in den Verbänden und der NSBO. organisierten Mitglieder vornehmste Aufgabe fein, Vorschläge zu machen, wo unter diesem Gesichtspunkt Neueinstellungen noch möglich sind. Wirtschaft rungen in engen Grenzen hielten. — Von deutschen Anleihen blieben Neubesiy (13,10) nicht voll behauptet, dagegen konnten sich Attbesitz um 0,75 auf 7SL o. H. befeftigen. Am Pfandbriefmarkt erhielt sich bei für Gold- und Liquidationspfandbriefen ziemlich unver- änderten Kursen eher Nachfrage. Äommunal-Dbli- gationen waren weiter gesucht und um 0,5 bis 1 v. Sy, Preußische Landespsandbriefanstalt um 2 d. Sy fester. Fest lagen ferner einige Stadtanleihen, so Darmstadter (4- 1,75 o. H), Mainzer ( + 2 v. Sy), Koblenz (4- 2 v H.) und 7 o. H. Stadt Frankfurt (4-1 vH.). Bon Landeranleihen Hetzen von 28 (4-1 v H), von 29 (t 1,5 D. Sy), 1927er Reichsanleihe (4- 0,90 v. H.). Luslandsrenten lagen sehr still. Tap.tsgeld unv. 3,25 d. Sy, ebenso Export- Valuta mit 20,5 v. H. Abendbörse: Renten fest, Aktien flau. An der Abendbors« blieb die f e st e Tendenz für Renten bestehen, doch war die Umsatztätigkeit nicht mehr so lebhaft wie heute mittag, bc nennensroerte ihinbenorbers fehlten und auch die Kulisse sich nicht mehr so stark am Geschäft beteiligte. Immerhin konnten Neubefltz um 15 Pfennig onzie- den, während Altbesitz und späte Schuldbücher (87,50) gut behauptet lagen. Reichsdahn-BA. (100,50) lagen 0,25 o. H. hoher. Kassarenten waren gut behauptet, einzelne Stadtanleihen weiter hoher. Am Aktienmarkt war das Geschäft g e - ring. Die festen Auslandborsen vermochten keinen Einfluß auszuüben. 3m allgemeinen blieben die Berliner Schluhkurse geholten, Bekula lagen fester. U. a. notierten: Neubesitz 13,15 bis 13,10 bis 13,20, Altbesitz 79,50, Schutzgebiete alle 7,95, fiproj. Stadt Mainz von 1928 73,50, Reichsbank 155,25, Gelsenkirchen 44,75, Rhein. Braunkohlen 177,75, Stahl- verein 31, Bekula 107,40, Conti Gummi 129,25, IG.-Farben 116,25, Ha pog 9,75. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 24.DH. Auftrieb: 31 Dchsen. 17 Bullen, 459 Kühe, 295 Färsen, 312 Kälber und 13 Schafe. Marktverkauf: Großvieh ruhig, Urberftanb. Kälber ruhig, schleppend, geräumt. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Dchsen al) 25 bis 28, b2) 23 bis 25; Bullen b) 22 bis 25; Kühe a) 23 bis 25, b) 19 bis 22, c) 14 bis 17; Färsen a) 25 bis 29. Kälber a) 28 bis 34, d) 25 bis 28. Schafe nicht notiert. Kölner Bnttermarkt. K o l n, 24. Dkt. Nack dem Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Sroßeinkausspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschließlich Faß in Reichsmark wie folgt: Deutsche Markenbutter 135 bis 138 (zuletzt 135 bis 138), deutsche Tloll er eibutter 1. Dualität 134 (134). Mannheimer «roß-viehmarkt. Man nheim, 24. Dkt. Auftrieb: 228 Dchsen, 162 Bullen, 309 Kühe, 340 Färsen, 740 Kälber. 63 Schafe, 2257 Schweine, 79 Arbeitspferde, 55 Schlachtpferde. Es notierten: Dchsen: junge, voll- fleischige ausgemästete 28 bis 31 Mark^ ältere 22 bis 25, sonstige oollfleischige 24 bis 27; Bullen: jüngere oollfleischige 26 bis 29, sonstige oollfleischige 23 bis 25, fleischige 21 bis 23; Rübe: jüngere voll- fleischige 22 bis 25, sonstioe oollfleischige 17 bis 20, fleischige 15 bis 17, gering oenährte 10 bis 12; Färsen, oollfleischige ausgemästete 29 dis 31. voll- fleischige 26 bis 28, fleischige 23 bis 25; Kälber: Doppellender 40 bis 42, beste Mast- und Saug- kälber 34 bis 38,mittlere Mast- und Saugkälber 29 bis 32, geringe Kälber 22 bis 25; Schafe: beste Tlaftlämmer (Weidemast) 21 bis 26; Schweine- Fettschweine über 300 Pfund 54 bis 56, vollfleischioe von 240 bis 300 Pfund 52 bis 55, von 200 bis 24) Pfund 50 bis 54, von 160 bis 200 Pfund 49 bis 53; Arbeitspferde 300 bis 900; Schlachtpferde 30 bis 125 Mark. — Marktverlauf: In allen Diehgattungen ruhig, Ueberftanb; Arbeitspferde ruhig, Schlachtpferde mittel. In Schuhhast genommen. WSN. F r a n k f u r t a. M., 23. Dkt. Die zu sieben Monaten Gefängnis verurteilten Angeklagten Im Prozeß Mührdel-Marx Pnd nach ihrer Haftentlassung im Interesse ihrer eigenen Sicherheit in Schutzhaft genommen worden. taten für Mittwoch, 25. tHöbet. 1825: der Komponist Johann Strauß (Sohn) in Wien geboren (gestorben 1899); — 1827: der Chemiker Marcellin Berthelot in Paris geboren (geworben 1907); — 1838 der Komponist George Bi,et in Paris geboren (gestorben 1875). — 1865: der Maler Walter Leistikow in Bromberg geboren (gestorben 1908). • Umsatz st eigeruna in der Herren- t o n f e 11 i o n. Die Auauftumsätze im Herrenbe- kleidungseinzelhandel sind nach 'Mitteilung des Reichsoerbandes für Herren- und Knabenkleidung e. 23. gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 6,13 o. H. im Reichsdurchjchnitt geftieaen. Be- sonders günstig entwickelte sich die Umsagoelebung im Rheinland, in Westfalen, Hessen-Nassau, Freistaat Sachsen, Württemberg und Pommern. • Weiter günstige Entwicklung der Ruhrgas-AG-, Essen. Der Absatz der Ruhr- gas-AG., Essen, hat sich auch im letzten Monat weiter günstig entwickeln können. Im September wurden 83 Millionen Kubikmeter (Bas abgesetzl, so daß sich die Gasabgabe in den ersten neun Monaten dieses Iobres auf 774 Millionen Kubikmeter teilt, gegen 604 Millionen Kubikmeter in der strichen Vorjahreszeit. Diese Absatzsteigerung wird ich auf das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft günstig auswirken, so daß in Verwastungskrrisen schon setzt die Hoffnung besteht, für das Geschäfts- fahr 1933 erstmals einen Gewinnabschluß vorlegen zu können. Dies dürste z. T. auch dadurch ermöglicht werden, daß wesentliche Ersparnisse bei den Zinszahlungen für die Amerika-Anleihe durch die Dollarentwertung entstehen. • Elektrizitäts-AG. norm. W. Lahme y e r 8c Co., Frankfurt a. M. Dem Geschäftsbericht der Gesellschaft für 1932/33 ist zu entnehmen, daß bei den ihr nahestehenden Elektrizitätswerken im Jahre 1932 in Stromabsatz und Ein- nahmen ein weiterer Rückgang eintrat. Er rouroe nur kurzzeitig im Herbst 1932 durch eine Steigerung unterbrochen, die aber wieder zurückging und auch anfangs 1933 infolge der verschärfenden Wirtschaftskrise sich weiter verschlechterte. (Erft im Frühjahr d. I. ist dieser Rückgang zum Stillstand gekommen und einer langsamen Besserung gewichen, die durch eine stärkere Beschäftigung der Industrie verursacht ist. Die Hoffnung auf ein Anhalten dieses Wiederanstiegs und damit einen Ausgleich der Minder- erträgniffe in der ersten Jahreshälfte 1933 scheine begründet, wenngleich der mengenmäßigen Steigerung nicht immer gleiche Mehreinnahmen entsprechen. Zur Unterstützung der Arbeitsbeschaffung wurden den nahestehenden Werken Kredite von einigen Millionen Mark vorübergehend zur Verfügung gestellt. Da erstmals rin wesentlich höheres Aktienkapital zu verzinsen ist, außerdem die Betei- ligungen Mindererirägnisse brachten und die verschiedenen Bavabtrilungen weniger beschäftig waren, wird vorgeschlagen, eine auf 8 (10) v Sy herabgesetzte Dividende aus 2 015 659 (2 155 232) Mark Reingewinn zu verteilen. frankfurter Börse. Wittagsbörse: uneinheitlich. Frankfurt a. M., 24. Dkt. Der Sturz des Kabinetts Dalabier nahm an der heutigen Mittags- börse keinen Einfluß auf die Stimmung und Äurs- gestaltung, dagegen hat er die Zurückhaltung im Hinblick auf die weitere Entwicklung der außenpolitischen Lage verstärkt. Da auch Oer Drberein- gang der Bankkundschaft sich nur auf wenige Spezialpapiere beschränkte, last der Aktienmarkt wieder stark vernachlässigt und sehr ruhig. Dagegen ging es am variablen Rentenmarkt wieder recht lebhaft zu, zumal sich auch die Kulisse in diesen Werten stärker betätigte, und z. T. auch einige Tauschvperativnen oorgenommen worden sein sollen. Besonders Neubesih waren aus nach wie vor unbekannter Urfathe gesucht und lebhaft und zunächst 5 Pf. höher, später zogen sie um 20 Pf. auf 13,20 v. Sy an. Altbesitz gewannen 0,25 v. Sy, späte Reichsschuldbuchsorderungen 0,40 v. Sy und Stahlvereins-Bonds 0,75 v. Sy Reichsbahn-VA. erreichten mit plus 0,13 v. Sy wieder den Paristand. Der Aktienmarkt eröffnete zwar uneinheitlich, jedoch vorwiegend um 0,5 bis 1 v. Sy schwächer. Etwas fester lagen allerdings Elektroaktien ( + 0,25 bis 0,5 d. Sy), besonders Siemens (4- 2,25 d. Sy), Akkumulatoren setzten aber 1,90 v. Sy niedriger ein. Leicht befestigt waren außerdem Bemberg (4- 1 vH ), Holzmann (0,5 o. Sy) und Daimler (4-0,25 v. H). Gement Heidelberg lagen behauptet. Der Montanmarkt lag durchweg von 0,25 bis 1 v. Sy schwächer, nur Rheinstahl konnten sich behaupten. Niedriger eröffneten ferner IG.-Farben, Goldschmidt, Reichsbank mit Rückgängen bis zu 0,40 v. Sy, Allg. Lokal u. Kraft büßten 2,40 v. Sy ein. Auch im Verlaufe bröckelten die Kurse am Aktienmarkt zunächst bei fast stagnierendem Geschäft um 0,25 bis 0,5 v. H. ab, später traten verschiedentlich leichte Erholungen ein. Siemens gaben ihren Anfangsgewinn aber voll her, während Bekula 1 v. Sy, Gelsenkirchen 0,5 v. Sy, Phönix 0,40 v Sy gewannen. IG. Farben unterlagen einigen Schwankungen: 116,65 — 116,5 — 116,75 — 116,40. Fest laaen Rhein. Braunkohlen (4- 3 v. H ), dagegen gaben Conti Gummi 1,5 v. Sy nach. Kassawerte lagen weiter still und uneinheitlich, wobei sich die VerändeKurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskoni 4 o. H- Lombardzinsfuh 5 v. H. Jranhur u. VI 2ter in e»lu»- fort tlbenb- 66rfe ^»li* tun (M'luSt Dlittay b#rfc Datum 23-10. 24-1 - 23-10. 1 24-10. •X Ttutlrfx Retdteanletbe v. 1917 <% eleUI4).|.61e!tr Unttnu^tnuni. b 40.5 41 40.5 41 72 72.75 71,9 72.75 RMniidx -ftriiUdi ........ 5 — 76 76.5 77 ediudeti S tio.............6 85.5 85.65 86 85.75 elernen# A HalUr............7 133 133 132.75 132 £ab ait OH A 6a............. 10 116.75 117,25 114,75 116,5 6n»ne# ................. 0 63.5 63 63 63 TeutlfAe Orb^l ..............4 91.75 91.5 91.75 91.25 ♦elknhrtbtner....... < 46 44,75 45.75 44.5 öarrtnei................< 78 77,25 77.5 77.5 K-d» (Hleu—ffbln-Reurii« .. 0 — — 51.25 51 alk iSerobau ....... ( — 121.5 123.5 dl*« Bergbau ®enu|H........< 91.75 91,5 91.25 52.75 iibdr.ctntetfe ........ < 50.5 50.25 50,5 50 CUsntir-ann.Xbbm UMMn 6 50,5 43 50 1 49,11 Sranttun a. 211. Berlin w in «chiub- tuet C5d>lu».'. Vbcnb* bttf- Datum 23-10- 21.10. 23-10- j 2410- iRanildber Bergbau.........0 lotiroede ........ 0 Tbontr Bergbau.............0 Rbe Inti die Braunkohlen ..... 10 Sbeinftabl.............0 Bereintgte Stahlwerke........0 Ctaut iRtnen ........ 0 Pü.troerfe «ftbetilebn........ 5 Kaliwerke ticütrrfldn........5 Kaliwerke 6aUbetTux4.....7H I.». Farben-InvukM,.......? e.tetbeanltali....... f ................0 Rutgertwerfe ...............0 KeiallOetelliLaN.............® Phllwv Heimann .....J yemeniaed •••••• ® teeeeöned ÄariitaM......— 0 Bdmlibeti ® Äfu (äUfler.eir.e fhiiBNW) .. v eerbere .................• ReL4, 4 100 Itu-rd-iMw Rotem.............. 67,81 68.09 6*eebticbe Roten............... €9,61 80,98 35,01 69.89 SA Vetter Roten................. 6b-*5< Seien................. ...................- 35 J5