Nr. 224 Erstes Blatt 183. Jahrgang Montag, 25. September 1933 Der Führer spricht zu den Frontsoldaten des Ewigen Ehre" erklang, gespielt einigten Stahlhelmkapellen. Mit den von den oer» die eigene Der Slahlhetmappell vor Seldie und Röhm aus einer die sich nach Gegners zu schauen, sondern auf Kraft zu oertrauen. Der Kampf um Deutschland mußte anderen Welt kommen als der, „ , . it dem Großen Zapfenstreich erhielt der erste Tag der Führertagung seinen Abschluß. Postscheckkonto: Srankfun am Main H686. druck und Verlag: vrühl'sche UnlverfitStL-vllch. unö Zteindruckerei K Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schlllstratze 7. ttonalsozialistische Bewegung und die politischen Kämpfer, Ihnen wurde der Sieg! Ich habe das erkannt und anerkannt, und wir Frontsoldten vom Stahlhelm, die wir 1918 uns selbst das Gesetz gegeben haben, wir folgen auch heute diesem Gesetz und wir dienen diesem Gesetz. Soldatenlos ist es, befehlen zu muffen und zu können, Soldatenschicksal ist es, gehorsam zu sein. Und heute gehorchen wir diesem Schicksal, haben wir im Jloocmber 1918 nach dem Führer ausgeschaut, der den Schick- salsbesehl geben könnte, so haben wir in Ihnen. Herr Volkskanzler Adolf Hitler, den Führer erkannt und gefunden, dem Gott die Fähigkeiten verliehen Hal, den Deutschen Beseht seht und für die Zukunft geben zu können. Darum, meine Kameraden vom Stahlhelm, er- aus »Gießen tag: 5859 c ch — Renate Müller jroß-Ton-Film in Kairo leneUfa-Ton-Woche nberg feier und der ge- im Niederwalddenkmal GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen sKs genbe'Lbocb'u;' KchMng W -SZSt I 56$»* sH d? dem 9. November 1918 in Deutschland breit machte, und er ist aus der Welt des deutschen Soldatentums gekommen. Und so wissen wir es auch ganz genau, keiner von uns würde in Eurem oder in unserem Kleid sein, wenn nicht hinter uns die große Armee gewesen wäre, der wir alle gedient haben. Jeder von uns weiß, was wir sind, das sind wir nur geworden durch die Schule, die wir da draußen durchgemacht haben. Sie hat uns gelehrt, im Selbstvertrauen uns auf die eigene Kraft zu verlassen. Es war die Gefahr vorhanden, daß viele das Gleiche wollten und sich nicht zu einigen vermochten. Wir dürfen alle dem Schicksal dankbar sein, daß es in uns den großen Einigunasgedanken erhalten hat. Euer Führer hat die Größe der geschichtlichen Stunde erkanni und damit eine Einigung herbeigeführt. Wir kämpfen damit nun g e • memfam für dieses neue Reich. Wenn wir die wenigen Monate, in denen wir diesen Kampf durchgefochten haben, an unseren Augen oorüberziehen laßen, dann dürfen wir mit Stolz bekennen, die Vorsehung hat diesen Kampf gesegnet. Daß wir die marxistische Organisation zertrümmert haben, daß wir ihre Parteien aufgelöst haben, daß wir ihre Häuser gesperrt, ihre Führer fortgejagt haben, das ist alles nicht wichtig. Aber das eine, daß wir das Volk gewonnen haben, daß das Volk nun uns gehört, daß Wir bauten ihm dafür von Herzen. Wir wollen mit feiner Genehmigung allen Fahnen des Stahlhelms a-ls Fahnenbänder das Hakenkreuzband geben. Ich gebe diesen Fahnen hiermit noch einmal die Weihe, gleichzeitig auch den neuen Fahnen, die sich hier mit den alten Fahnen vereinigt haben. Ich gebe ihnen den Fahnenspruch: Einigkeit macht stark! (Die Musik intonierte bann auf Befehl bes Bunbesführers bas Lieb vom „Hakenkreuz am Stahlhelm".) Bunbesführer Selbte erinnerte bann an bie Worte bes Führers, baß am Anfang bie lat stehe unb baß alles, was im Staat in Drbnung fein wolle, ein festes Funbament haben müsse. Dieses Funbament sei für freie Männer unb für ben Staat b i e Freiheit. Die Freiheit aber komme aus bem Mut, aus bem Einsatz ber freien unb wehrwilligen Männer. Das fei auch ber Grünbergedanke des Stahlhelms gewesen, der die Wehrhaftmachung freier Männer nicht in dem Schlamm der roten Novemberrevolution verloren gehen lassen wollte. Aber gerade, weil wir frecheitsliebend seien, dürsten wir auch sagen, daß wir friedliebend sind. Unb alle biejenigen, bie glauben, baß bie Aufmärsche ber SA., bes Stahlhelms usw. bas Gegenteil bewiesen, täuschten sich. Mit allen hier versammelten Führern bes Stahlhelms, so betonte ber Bunbesführer mit Nachbruck, bekennen wir noch- msls den Feiebenswilken bet deutsche« Erlcheim tägltd), autza Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle monats-Beingsprets: Mit 4 Beilagen fRUl 1.95 Ohne Illustriert« , 1.80 Zustellgebühr .. . - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. üernsprechanschlüsse ant er S a m m e Inuntmer 225L Anschrift für Drahtnachrichten: Hnjelger Siehe«. Der Führer leitete seine groß angelegte Rede ein mit dem Hinweis daraus, daß bas Zusumme n f i n b e n ber Repräsentanten einer neuen Weltanschauung mit ben Trägern ber beften alten Irabition einst unb jetzt in ber-deutschen Geschichte als ein glücklicher Tag verzeichnet sein werde. Aus diesem Entschluß werde auf spätere Generationen noch Kraft ausftrömen, er werde für immer ein sichtbares Zeichen fein, daß das junge Deutschland entschlossen fei, ber Sünden der Väter zu entsagen. Das sei unser aller Gelöbnis: „Am Anfang unseres Kampfes stand Deutschland, am Ende unseres Kampfes wird wiederum Deutschland stehen!" Der Füh- rer warf dann einen Rückblick auf bas gewaltige Ringen unseres Volkes im Weltkriege unb zeigte bie Gesetze auf, aus benen zwangsläufig bie Nieber^ läge kommen mußte. Im Jahre 1918 sei bie innere Organisation bes beutschen Volkes zusammengebrochen mangels eines tragfähigen weltanschaulichen punbamentes. Das Dorhanbensein einer in ihren wesentlichen Grunbzügen allgemein anerkannten Weltanschauung sei aber bie Voraussetzung für bie Existenz jedes Volkes. Die nationalsozialistische Bewegung habe den Gedanken in das deutsche Volk wieder hineinge- pflanzt, daß es etwas gibt, was sich über die individuelle Freiheit erhebt, nämlich das Leben und die Freiheit aller. Diese Auffassung müsse man unter allen Umständen durchsetzen und wenn nötig aufzwingen. Das Volk sei unglücklich, wenn es keine starke Führung findet. Die Führung müsse den Mut besitzen, ein Gesetz aufzustellen, bas nach höchster Einsicht allen zuträglich ist. Wenn man mir den Vorwurf machte, wie gerade ich dazu komme, eine solche Bewegung zu schaffen, bann antworte ich: „Ich glaube, es gab damals nur einen einzigen, der das Recht hatte, das zu tun, und das war der deutsche Frontsoldat? Der Soldat hatte seine haut zu Markte getragen, nicht damit diese oder jene Auffassung siegt. Dafür ist kein einziger Mann gefallen, sondern damit dieses deutsche Volk wieder an seine Zukunft glaubt Ich habe mich damals als nichts anderes gefühlt als einer von diesen neun Millionen zurückkehrender Frontsoldaten. Dir Frontsoldaten haben gelernt, nicht nach der Zahl des „lith viele $lundtn •Den und gehe". ukWadenkram^u«1 AtoknM 2um di* Beinli sur Kräfb- j Fettansot* Twrssnunil ^Tina-Z* AZI* “ km merbar u .eiarmwaTtn-W^ W1’ ischluß-RefornlhaUS eßen,Se|ter in Treue zu uns selbst zu stehen. Wir denken dabei an diejenigen, die Opfer brachten. Sic sind heute unsere guten Geister. Sie sind die Meister für die Zukunst. Sic marschieren mit in unseren Reihen. Wir alle wissen, daß wir durch sie die Kraft bekommen haben, das Wunder der deutschen Erhebung zu vollziehen. DaSTreugelöbniS deSStahlhelm Auf bie Rebe bes Führers antwortete Bunbes- führer Selbte: Unser Führer Aböls Hitler! Bewegten Herzens haben wir als Frontsoldaten Ihre Worte in uns aufgenommen. Sie haben an ben Sol b a t e n in uns appelliert. An bie besten unb stärksten Eigenschaften bes Solbaten, unb Ihre Worte haben Wieberhall in unseren Herzen gefunben. Darauf kann ich Ihnen im Namen meiner Äameraben nur erroibern: Treue um Treue! Das ist bas Gelöbnis, bas ich in biefer Stunbe namens ber alten Frontfolbaten unseres Stahlhelms ausspreche, bas Gelöbnis ber Treue. Auf unsere Herzen bürfen Sie sich verlassen, in guten unb in schweren Tagen. (Stürmische Heilrufe.) Sie haben uns erlaubt, Ä)" Hoheitsabzeichen unb Symbole zu tragen. Ich barf jetzt um unsere alte Fahne, bie wir in ben ersten Jahren verborgen burch bie Straßen Magbedurgs in ben Tlagbeburger Dom tragen mußten, bas siegreiche Symbol bes Hakenkreuzes winben. Als Solbal barf ich Ihnen als Erinnerung an ben heutigen Tag bas Symbol bes Stahlhelms überreichen unb weiter bie Hit» ler-Selbte-Plakette, bie von berselben Eisengießerei hergestellt ist, bie auch seinerzeit bas Eiserne Kreuz geschaffen hat. (Beifall.) Ehe wir biefe Feierstunbe schließen, fingen mir gemeinsam bie erste Strophe bes Deutschlanbliebes unb bes Horst-Wessel-Liebes unb rufen noch einmal unser altes Frontheil unb Siegheil im Gebauten an unseren Reichspräsibenten unb Heerführer von Hinben« bürg, im Gebanken an unseren Volkskanzler unb an unser liebes beutsches Vaterlanb. (Stürmischer Beifall.) Als ber Erste Bunbesführer geenbet hatte, brückt« Reichskanzler Hitler ihm herzlich bie Hand und verließ unter ben Klängen bes Babenweiler Mar» sches ben Saal. Im Dorraum ber Stabthalle schüttelte ber Kanzler einigen braunen unb felbgrauett Kämpfern herzlich bie Hanb. Wieber erschollen braufenbe Heilrufe, als ber Kanzler ins Freie trat Er bestieg barauf ben Kraftwagen unb fuhr in bie Stabt. Vom Stabion zogen bann nach Schluß ber Kunbgebung 6000 Stahlhelmer in zwei großen Marschkolonnen zum neuen Rathaus, um bort mit ihren Fackeln bas Spalier für ben Großen Zapfenstreich am Abenb zu bilben. Die Ehrengäste fanben sich in ben Repräsentationsräumen bes neuen Rathauses ein, wo ein festlicher Empfang burch bie Bunbesführung ftattfanb. ©er große Zapfenstreich. Im Glanz ber Scheinwerfer ragte ber Kuppelbcnk in ben abendlichen Himmel, vor dem im Viereck die feldgrauen Formationen Aufstellung nahmen. Don ber großen Freitreppe her^b, auf ber bie 2 3 Stanbarten ber Landesverbände Aufstellung genommen haben, begrüßte ber Bunbesführer bie Ehrengäste. Er betonte noch einmal bie Ein« glieberung bes Stahlhelms in ben nationalsozialistischen Staat unb bat ben Vertreter des Führers, Stabschef Röhm, auch von dieser Stelle aus ein Treuegelöbnis für den Reichskanzler Hitler ent« aegenzunehmen. Stabschef Röhm wies in kurzen Sätzen barauf hin, wie die kämpfende braune und graue Front auf verschiedenen Wegen bas ge« meinfame große Ziel erreicht haben und von nun an gemeinsam marschieren werden. Dann traten bie Gäste auf bie große Rathauslaube, wo sich ihnen ein großartiges Schauspiel bot 16 000 Fackeln erhellten bas weite Runb, und aus taufenden Kehlen erscholl bas Bunbeslieb. Beethovens gewaltiger Ehoral „Die Himmel rühmen Der Sonntagmorgen war fo recht geschaffen für ben gewaltigen Aufmarsch ber Stahlhelmkolonnen zu bem Führerappell, ber sich zu einer ber ein- bruckvollsten Kundgebungen für ben nationalen Zusammenschluß gestaltete. Die Zuschauertribünen waren schon frühzeitig bis auf Den letzten Platz gefüllt. Den freubig a«teilnehmenden Zuschauern zeigte sich in ber ganzen Länge bes gelbes ber Stahlhelmaufmarsch, 27 Sanbesoerbänbe in tiefer Staffelung. Vor ber Front erhob sich ein mit der Bundes sahne gefrönter Rednerturm, von dem aus die Führer sprachen. Brausende Heilrufe ertönten. Unter ben Klängen des Präsentiermarsches betrat ber Bunbesführer Selbte ben Kommanboturm. Der Vertreter bes Führers, Stabschef Röhm, würbe mit einem breifachen „Sieg Heil!" begrüßt. Kurz nach 9 Uhr erfolgte der Einmarsch der Fahne n a d o r b n u n a e n ber Lanbesverbänbe unter ben Klängen bes alten Marsches „Preußens Gloria". Den Zug' eröffneten bie alten Stahlhelm-Traditionsfahnen unb bie Fahnenkompaanie ber Ehren- ftanbarte ber SA., benen 11000 Fahnen folgten. Bundesführer Seldle nahm bas Wort. Der Reichskanzler, unser Führer Aböls Hitler, hat uns bas siegreiche Symbol, bas Hakenkreuz und bas Hoheitsabzeichen, verliehst bas Volk in unserer Bewegung die Führung wirklich sieht und anerkennt, das ist das Entscheidende, ist das, was und glücklich macht. Daß uns das Wunder gelungen ist, daß wir unser Volk der Erneuerung entgegenführen konnten, bas verdanken wir zuletzt ber Tatsache, daß wir unser Volk nicht nur mobilisiert, sondern auch organisiert hüben, daß wir diesen disziplinierten Körper geschaffen haben, den die nationalsozialistische Bewegung heute barstellt. Wir wollen in diesem Augenblick derer gedenken, bie uns bas ermöglicht haben. Wir wollen auch des Mannes gedenken, der in seinem hohen Alter uns zu dieser Erneuerung die Möglichkeit gab und ber seinen Namen w i e ein Schutzschild über diese Entwicklung gehalten hat. Wir wollen an diesem Tage aber auch besonders unserer Armee gedenken, denn wir alle wissen genau, wenn das Heer nicht in ben Tagen ber Revolution auf unserer Seite gestanden hätte, dann ständen wir heute nicht hier. Wir können versichern, baß wir dies niemals vergessen werben, baß wir in ihnen bie Träger der Tradition unserer ruhmreichen alten Armee sehen und daß wir mit ganzem Herzen und mit allem, was wir vermögen, uns für den Geist dieser Armee einsetzen werden. Und so baut sich denn dieses neue Deutschland auf auf einer ganzen Reihe von B e - kenntnissen des vertrauens, unb ich finde, es gibt nichts herrlicheres in ber Entwicklungsgeschichte des neuen Deutschlands als die Tatsache, daß in der Zeit seines Werdens wir einander nichts anderes zu geben hatten, als einfach unser gegenseitiges Gelöbnis der Treue und der Kameradschaft und des Willens, zusammenzuarbeiten für unser Volk. Mit innerer Freude und Bewegung bin ich zu diesem Tage hergekommen, der genau ro i e Nürnberg für mich nichts anderes ist als das feierliche Bekennt- nis zu diesem Gelöbnis und zu dieser Gesinnung. Ich bin hierher gekommen, um Ihnen allen zu sagen, daß wir glücklich und entschlossen sind, die große Mission gemeinsam zu erfüllen und warte ich von Ihnen allen, weiter dem Stahl- helmgeseh zu folgen, und darum habe ich Sie offen und ehrlich. Herr volkskanzler Adolf hitter, gefragt, ob Sie uns, die graue Front, haben wollten, und Sie haben uns gewollt und haben in unsre ausgestreckte Hand eingeschtagen. Unb nun stehen wir hier in Hannover, wo bas Bündnis ber Treue besiegelt werben soll, und wo wir Ihnen, dem Frontsoldaten und Volkskanzler, die treue Gefolgschaft desStahlhelms geloben. Wir weihen in Hannover unsere Fahnen neu. Wir gründen ben Stahlhelm neu als (Blieb in unserer gemeinschaftlichen großen Bewegung. Wir wechen in biefer Schicksalsstunde unsere Fahnen unb unsere Herzen. Wir weihen uns selbst als Ihre treuen Mitkämpfer. Wir wechen uns Ihnen, unserem Führer unb bem Führer der beutschen Nation. (Stürmischer Beifall.) Reichskanzler Adolf Hiller nimmt das Treugelöbnis des Stahlhelms entgegen. ©er Führer spricht zu den Frontsoldaten von der nationalen Kampfgemeinschaft für ein neues Reich. Hannover, 23. Sept. (WTB.) In endlosen Zügen bewegten sich mittags die grauen Kolonnen des Stahlhelms zum Stadion und zur Stabthalle, in der bie Führertagung ftottfinbet, bie durch Lautsprecher aus bä5 Stadion übertragen wird. Inzwischen war auf dem Flugplatz der Reichskanz- 11 r in Begleitung seines Stabes eingetroffen. Schon lange vorher wartete eine unübersehbare Menschenmenge auf fein Erscheinen. Als um 13.30 Uhr bie beiden Maschinen aus ber Richtung von Frankfurt über bem Flugplatz erschienen, spielte die ausgestellte Abteilung der SA. den Präsentiermarsch, und die begeisterte Menge jubelte dem Führer zu, ber, nachdem er die Front der SA. ab- aeschritten hatte, ohne weiteren Aufenthalt mit bem Kraftwagen in bie Stadthalle fuhr. Gegen 14 Uhr erschien derKronprinz in der Stahlhelmuniform mit der Mütze seiner Danziger Leibhusaren unb begab sich ebenfalls in bas Stadion. Einige Mi- nuten später folgte unter stürmischer Begrüßung der Menge Vizekanzler von Papen. Nicht endenwollenbe Heilrufe kündigte bas Herannahen des Führerautos an. Als ber Wagen, in dem der Führer und der Bunbesführer des Stahlhelm Selbte saßen, in das Stadion einbog, fteiaerte sich die Begeisterung der Menge in das Ungemessene. Nach einer kurzen Ansprache an bie bort versammelten Stahlhelmer, bie tn ben grauen Kolonnen einen begeisterten Widerhall fand, schritt der Kanzler in schlichter brauner Uniform zwischen einem Meer von Fahnen zu der Stadthalle. Unmittelbar hinter ihm folgte ber Bunbesführer des Stahlhelms Selbte, der Kronprinz mit feinen Brüdern Prinz Oskar und Prinz Eitel und feinem ältesten Sohn, Vizekanzler v. Papen, der stellvertretende Führer der NSDAP. H e ß und Stabschef Rohm. Der Kanzler begab sich bann in das Hauptportal, wo ihm eine kleines Mädchen einen Blumenstrauß überreichte. Inzwischen hatte sich ber Kuppelsaal bis auf ben letzten Platz gefüllt. Bei Erscheinen des Führers intonierte bie Stahlhelmkapelle ben Pro- loa zu ben Meistersingern, während die Anwesenden fia) von ihren Sitzen erhoben. ©ic Begrüßungsansprache des Bundesführers. Bundcshauptmann v. Stephani eröffnete die Tagung und gab das Wort dem ersten Bunbesführer Selbte, ber ausführte, für biefe Reichsführertagung habe er ben Stahlhelm nach Hannover entboten, von wo auch.Hinbenburg 1914 zur Tannenbergfchlacht gefahren fei, Hannover, ber Ge- burtsftabt Scharnhorsts, in besten Geist biefe Tagung ftattfinben solle. Das Thema von Hanno- oer solle ber unentwegte Gebanke bes Aufbaues unb bes Kampfes um eine bessere unb ft arte b e u t f d) e Zukunft fein. Heute steht hier, mit 70 000 Führern vertreten, ber beutsche Stahlhelm vor Aböls Hitler. Daß biefer Durchbruchs gelungen ist, bas banken wir Ihnen, unserem Volkskanzler unb Führer Abolf Hitler. Der Durchbruch ist gelungen, bank Ihrer Ibee, bank Ihrer Fähigkeit, bank Ihres Mutes, unb wie ich auch sagen barf, bank Ihres eisernen Fleißes. Sie, meine Äameraben vom Stahlhelm, haben 15 Jahre in Not unb Tob bem Vaterlanbe bie Treue gehalten. Ich sage Euch, meinen Dank für biefe Treue! 15 Jahre marschierten mir burch Deutschlands dunkle Straßen im Heldenkampf mit ber Disziplin ber Frontsoldaten. Dieser Front- folbatengeift ist es gewesen, der uns aus der Tiefe unb aus bem Schoße ber Nation heraus nach diesen Kämpfen den Führer bescherte. Kameraden, wir Frontsoldaten haben in den Rovembertagen 1918, als cs keinen gab, der uns aufrief, als wir uns vergeblich nach dem Führer umschauten, der den Feuerbefehl gegen die rote Meute geben sollte, uns f e l b ft das Gesetz geben müssen, nach dem wir da angetreten sind. Ich selbst habe damals vergeblich nach einem Stern am Himmel aus- gefchaut, und ich habe damals mich und meine Frontsoldaten auf die eine Sache und auf bie eine Karte gestellt: Auf das nie versiegende deustche Frontsoldatentum, und dann habe ich mir gelobt, diese vereinigten deutschen Fronstoldaten, diesen Stahlhelm, Bund der Fronstoldaten, durch nichts zersetzen ober trennen zu lassen, sondern diese freue Mannschaft, koste es, was es wolle, geschlossen zu halten, um sie einmal geschlossen zum Einsatz bringen zu können. Das, meine Kameraden, habe ich erreicht. And heute, meine Kameraden, sehe ich wiederum auf eine Sache, auf eine Karte, auf einen Mann: Ich sehe unsere Sache, die Sache des Stahlhelms, auf Adolf Hitler. (Stürmischer Beifall.) Der Stahlhelm begann ben Vormarsch zur inneren unb äußeren Befreiung, unb gleichzeitig begannen Sie, Herr Volkskanzler Abolf Hiller, Ihren genialen Vormarsch von ber anberen Seite her. Meine Stahl- helmfameraben, bie alten Frontsoldaten wollten nur Solbaten sein. Sie, Abolf Hitler, schufen die na- Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20V, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Emst Blumschein und für den An- zeigenteil i.V.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. wies no* rPlele|i' 'M) ?r fD links, HLf. S "D* «W “lAStaa S’ro"'li' Ur ’-ÄÄS-= oon sES SSBga wger über bie tr1tlW ", unb bieö^^n- erte sie hinüber muett bns -Uft über ben Atlantik Kienen inl taenb. »rimtE lwg voll Innigkeit. chen Menuett spielte sie olle e in weiche Akkorbe unb um. •on perlenden Läusen. madjle, rief Frau von Mallen spielen Cie weiter, Ihre Musik !. Es war ein Frsthlinglieb von nponiften. Ihre Stimme war tief rtsehung folgt.) - Mchsmmister Sr. Goebbels sprich! im Stadion mer und immer wieder i n d a s inun« in der Zeit meines in Deutschland von Ich bin, meine Arbeiter, Kampfes um die Macht Die Irrer des ersten Spatenstiches zur ersten Aeichsaulobahn. Des Reichskanzlers Besuch in Frankfurt.-Oer Arbeiter im neuen Reich.-Oas Werk beginnt Volksgemeinschaft (Beifall), einer Gemeinschaft, die uns als Volk und als Staat das geben wird, was wir mit Recht auf dieser Welt fordern und verlangen dürfen. So bitte ich Sie denn: Gehen Sie jetzt zur Arbeit! Der Ban muß heute beginnen! Das Werk nehme seinen Anfang! Und ehe wieder Jahre vergangen, soll das Riesenwerk zeugen von unserem Dienst, unserem Fleiß, unserer Fähigkeit und unserer Entschlußkraft. Deutsche Arbeiter, an das Werk! Die deuischeLugend der Garant der Einheit und Stärke der Nation. Veichsminister Or. Goebbels spricht am Aiederwald-Oenkmal auf einer Kundgebung für Arbeit und Friede. wir für Volk und Vaterland unsere Aufgabe erfüllen werden, marschieren wir nun in die Zukunft als Träger des ewigen soldatischen Geistes und als die Wahrer der Rechte des So l d a t e n. Was in der rückliegenden Zeit falsch war, daß der Soldat nur als Soldat anzutreten hat, das wird geändert werden: in der Zukunft wird der Soldat auch politischer Sol- d a t sein und in der politischen Gestaltung seines Vaterlandes mitraten und -taten (Beifall), und dessen Geistesträger sind wir. Wir marschieren g e - schlossen, einheitlich und st art und bleiben die einfachen, treuen und schlichten Soldaten Adolf Hitlers. (Lebhafter Beifall.) Und nunmehr bitte ich, mit mir das Lied des revolutionären Soldaten zu singen „Volk ans Gewehr", das das ganze deutsche Volk mit dem soldatischen Geist erfüllen soll, wofür wir Jungen kämpfen und dessen Repräsentanten und Kämpfer auch Sie, Männer vom Stahlhelm, sind! In strammem Paradeschritt defilierten dann die Frontsoldaten vor den beiden Führern Seldte und Röhm, die mit erhobenem Arm die vorüberziehenden Kolonnen grüßten. Und wieder ziehen die ab- rückenden Kolonnen durch die sonntäglichen Straßen, in denen eine dichtgedrängte Menschenmenge den feldgrauen Gästen einen herzlichen Abschieds- aruß zuwinkt. Der Stahlhelmtag von Hannover ist beendet. Nation. Die erste Stufe des Freiheitskampfes, das Erringen der inneren Freiheit, hätten wir erreicht, weil die nationalen Menschen in Deutschland sich zusammengetan und nicht, wie so oft in früheren Zeiten deutscher Geschichte, sich im Bruderkampf gegenübergestanden hätten. Das Ziel sei erreicht worden, weil es gelungen sei, die starken nationalen Kräfte unter die Führung Adolf Hitlers zu stellen. Unter seiner Führung würden wir auch die zweite große Stufe, die äußere Freiheit, wiedergewinnen. Die beiden Bedingungen, die man dafür brauche, seien Hingabe und Begeisterung. Immer geht es um das eine, immer nur um Deutschlands Zukunft. Mit einem drei achen Sieg-Heil! auf Deutschland und seine Zukun t schloß die Rede des Bundes- führers. Gewaltia klang das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lieb auf. Stabschef Röhm führte dann aus: Sie, meine Kameraden vom Stahlhelm, sind zu einem Teil ganz in unsere Reihen eingetreten, nämlich vom Wehrstahlhelm in die SA., und ich als vom Führer bestellter Ehef des Stabes reiche Ihnen die Hand und begrüße Sie in unseren Reihen a l s gleichberechtigte K ä m p sie r. (Lebhafter Beifall.) Als Grenze ist das Alter von 35 Jahren vereinbart worden. Die a l t e n Frontsoldaten sollen in erster Linie in den denen, die selbst vorgaben, Arbeilerinteressen zu verlrelen, oft angegriffen worden mit dem Hinweis auf meine Herkunft. Damals pflegte man zu sagen: Vas will denn der ehemalige Bauarbeiter oder Anstreicher eigentlich? Ich bin glücklich und stolz, daß mich das Schicksal gezwungen hat, diesen Weg zu gehen. So habe ich vielleicht mehr als andere Verständnis bekommen für den deutschen Arbeiter, für fein Vesen, für sein Leid, aber auch für seine Le- bensnotwendigkeiten (Bravorufe). Wenn wir dieses Werk heute beginnen, dann tue ich es aus diesen Gefühlen, aus diesen Erfahrungen meines eigenen Lebens heraus; ich weiß da- her auch, daß das, was heute mit einem Jeff beginnt, für viele hunderltausende Mühe und Schweiß bedeuten wird. Ich weiß, daß dieser Tag des Festes vergeht, daß die Zeiten kommen, da Regen, Frost und Schnee dem Einzelnen die Arbeit sauer und schwer machen werden. Aber es ist notwendig, diese Arbeit muh getan werden; uns hilft niemand, wenn wir uns nicht selbst helfen. Wenn Ihr heute eine schwere Arbeit übernehmt und in den harten Zeiten des Herbstes, des Winters und des Frühjahrs weiter führen müßt, dann sorgt Ihr dafür, daß durch eure gesteigerte Konsumkraft wieder Hunderttausend andere in Fabriken und Werkstätten Arbeit bekommen. Es ist u n s e r Z i e l, d i e Konsumkraft der Massen langsam zu heben, und auf diesem Wege die Produktionsstätten mit Aufträgen zu versehen und die deutsche Wirtschaft wieder in Bewegung zu bringen. Ich bitte euch daher, stets au bedenken, daß es heute nicht in unserem Ermessen steht, welche Arbeit wir zu wählen haben. Ich bitte euch zu bedenken, daß wir in einer Zeit leben, die das Wesent.liche in der Arbeit an sich sieht, daß wir einen Staat aufbauen wollen, der die Arbeit schätzt um ihrer selbst willen und der den Arbeiter achtet, weil er eine Pflicht an der Ration erfüllt, einen Staat, der durch seinen Arbeitsdienst jeden erziehen will, jedes Söhnchen auch hochgeborener Eltern zur Achtung der Arbeit, zum Respekt vor der körperlichen Tätigkeit im Dienste der Volksgemeinschaft. (Beifall.) Wir wollen unser Volk erziehen, daß es sich entfernt von dem Irrsinn der ständischen Ueberhedlichkeit des Standesdünkels, der Einbildung, daß nur die geistige Arbeit zu schätzen märe, daß das Volk begreife, daß jede Arbeit, die notwendig ist, ihre Träger adelt und daß nur etwas schändet, nämlich nichts beizutragen zur Erhaltung der Volksgemeinschaft, nichts beizutragen zur Erhaltung des Volkes. Indem wir Hunderttausende ansetzen für große monumentale, im möchte sagen Ewigkeitswerte in sich tragende Arbeiten werden wir dafür sorgen, daß das Werk sich nicht mehr trennt von Denen, die es geschaffen haben. Man soll in Zukunft nicht nur an die denken, die es projektiert ober die es als Ingenieure in Pläne brachten, sondern auch an die, die durch ihren Fleiß und ihren Schweiß die Pläne und die Gedanken verwirklichen zum Nutzen des ganzen Volkes. So kann ich mir in dieser Stunde nichts Schöneres denken, als daß sie nicht nur eine Stunde der Einleitung zu dem Bau dieses größten Straßennetzes der Welt, sondern daß diese Stunde zugleich wieder ein Markstein sei für den Bau der deutschen morgen nach Genf abfahren muß, um in einer fremden Umgebung die Sorgen, die Röte und Bedrängnisse der deutschen Ration darzulegen und der Welt klar zu machen, daß der Zustand, in dem Deutschland sich augenblicklich befindet, international gesehen f a ft unerträglich ist, daß Deutschland fein Recht auf Arbeit und Brot fordern muß, daß wir den Frieden wollen, daß wir den Krieg zu verhindern bestrebt sind, daß wir nur einen Krieg zu führen uns entschlossen haben: den Krieg gegen die Rot und gegen d i e Arbeitslosigkeit. Von dieser Stunde, in der ich auf diese Rielenmasse herabsehe, empfange ich die Zuversicht, mit Der ich mich wappnen will, wenn ich zum erstenmal als nationaler Sozialist auf internationalem Parkett meines eigenen Volkes zu vertreten beauftragt bin. Das weiß die Regierung allzu gut, jeder Versuch, Volk und Reich zu retten, wäre zur Ergebnislosigkeit verurteilt, wenn hinter diesem Versuch nur die Regierung, nicht aber das Volk stünde. Darum hoben wir um dieses Volk, um sein Herz, um seine Seele gerungen, darum sind wir den schweren Problemen der Zeit nicht ausgewichen, sondern haben Gegenmaßnahmen gegen die Rot getroffen. Und heute können wir feststellen, daß Die Zahl der Arbeitslosen, die, als wir die Macht übernahmen, sieben Millionen betrug, nach und nach auf vier Millionen herabgedrückt wurde. Wenn behauptet wird, daß unsere Gegner das Gleiche hätten erreichen können, wenn sie über die gleichen Mittel verfügt hätten, so müssen wir dem entgegenhalten, daß es ihnen an drei Hauptpunkten gefehlt hat: 1. an Intelligenz, 2. an Mut und 3. an Verachtung der Korruption. Von diesen drei Tugenden hatten unsere Gegner so gut wie nichts» An Intelligenz hatten sie nichts auszuweisen. An Mut gebrach es ihnen vollkommen. Die Korruption lernten sie nicht verachten, sie war ihr Lebens* element. Man macht uns zum Vorwurf, es bestehe! keine Meinungsfreiheit. Die Freiheit der Meinung hat 14 Jahre lang geherrscht, und bei diesem System der Freiheit der Meinung hat sich das Volk für uns entschieden. Warum futtert wir noch einmal von vorn anfangent Die nationalsozialistische Bewegung hat nicht bii Absicht, zu fackeln, wenn es sich um die Belangs des deutschen Volkes handelt. Das deutsche Volk braucht Ruhe, um arbeiten zu ton« nen. Die Arbeit geben wir ihm. Wenn behauptet wird, daß im Winter die Ziffer der Arbeitslosen wieder ansteigen wird, dann erklären wir, daß mir mit allen Kräften.dafür sorgen werden, und es auch bestimmt erreichen werden, daß im Laufs des Winters die Zahl der Arbeitslosen nicht unt einen Kops wieder anwächst. In diesem Winter wird kein Mensch hungern ober frieren. Mit einem dreifachen „Sieg Heil!" auf den Führer, auf bis Bewegung und Das deutsche Volk schloß der Reichs- minifter seine Ausführungen, Rüdesheim, 24. Sept. (Lpd.) Dem Gau Hessen-Nassau gab das 50jährige Bestehen des Nationaldenkmals auf dem Niederwald Gelegenheit zu einer Kundgebung, die als ein Appell an das Volk, der Einheit des Deutschen Reiches zu gedenken und der Welt die Parole des Führers von Arbeit und Friede zu künden. 5000 Mitglieder der NSBO., 5000 Hitlerjungen und Jungvolk versammelten sich am Niederwalddenkmal, die einen als Symbol der Arbeit, die anderen, die Jugend, als Symbol des Friedens. Schon in den frühen Morgenstunden war in den Orten des Rheingaues kein Fenster ohne Flagge, kein Haus ohne Grün. Man erwartete Reichsminister Dr. Goebbels, der vor seiner Reise nach Genf vom Niederwald aus noch einmal der Welt die Ziele des nationalsozialistischen Deutschland verkünden wollte. Reichsstatthalter und Gauleiter S r e n g e r begrüßte die Reichsminister Dr. Goebbels und Walter DarrS, Staatsminister Jung, Als der Kanzler nach Schluß seiner Rede den Spaten ergriff, um ben ersten Wurf vorzu- nehmen, ging am Flaggenmast die Hakenkreuzfahne hoch, und die aus der Arbeitsstelle befindliche Lokomotive gab ein lang anhaltendes Pfelfensianal, mit dem die Sirenen der Mainschiffe und schließlich aller Frankfurter Fabriken sich zu einer gewaltigen Symphonie der Arbeit vereinigten. Nachdem der Reichskanzler die Baustelle eingehend besichtigt und Einblick in die Baupläne genommen hatte, erfolgte d i e Rückfahrt nach Der (Stabt zur feierlichen Weihe des neuen Gauheims. Auf dem Wege dorthin waren die Straßen von dichten Menfchen- massen umsäumt, die dem Führer begeisterte Huldigungen darbrachten. Oie Weihe des Adols-Hiiter-Hauses. Im neuen Gauhaus begrüßte Gauleiter Sprenger ben Führer, biefes Gauhaus fei hervorgegan- gen aus ber Opferwilligkeit ber Parteigenossen. Hier, vor ihm, stäuben sozusagen „b i e alten Knoche n" des Gaues, denen der heutige Tag als ein Höhepunkt ihres Lebens in Erinnerung bleiben werde. Der Gauparteitaa des Gaues Hessen- Nassau stehe im Zeichen der Parole „Arbeit und Friede", im Zeichen der vierjährigen Wiederaufbauarbeit des deutschen Volkes. Darauf überreichte Gauleiter Sprenger dem Führer das Ehrengeschenk des Gaues. Der Führer dankte mit bsn Worten: „Mögen Sie Glück haben, möge Ihr neues Gauhaus ber Befestigung unserer Bewegung bienen und damit ber endgültigen Eroberung unseres deutschen Volkes!" Der Führer verabschiedete sich darauf, um ben Weiterflug nach Hannover zum Stahlhelmtag anzutreten. Darauf marschierte bie „Alte Garde" des Gaues, die Parteigenossen von 1925, mehrere Hundert an der Zahl in den Großen Saal des Gauhelmes zur Entgegennahme des vom Gauleiter Sprenger gestifteten Ehrenzeichens. Darbietungen ber Hitlerjugenb umrahmten den feierlichen Akt. WSN. Frankfurt a. M., 23. Sept. Der Platz, auf dem ber erste Spatenstich zu ber Main-Neckar- Autodahn vollzogen wurde, liegt dicht am Ufer des Mains zwischen Niederrad und Schwanheim. Arbeiterhütten, Feldbahnen, ein ausgestelltes Profil für bie Autobahnbrücke über ben Main, sowie ein einziger Fahnenmast, bas ist ber Platz, auf bem ber feierliche Staatsakt vor sich ging, Schon lange vor Beginn ist ber Platz von einer dichten Menschenkette umsäumt. Aus bem Main fährt, festlich geschmückt, die mit vielen tausend Menschen besetzte Mainflottille auf. Endlich bricht auch die Sonne durch den bis dahin grau verhängten Himmel durch. Um 10 Uhr marschieren unter Vorantritt einer SA-Kapelle b i e 7 0 0 neu ein- g e ft eilten Arbeiter mit Hacke unb Schippe über ben Schultern auf der Arbeitsstätte auf. Ihre Angehörigen gruppieren sich dahinter. Allmählich finden sich bereits mehrere Ehrengäste ein, darunter der Reichsbankpräsident Dr. Schacht und der Führer der deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, ber mit kräftigem Hänbebruck eine ganze Reihe von Arbeitskameraden herzlich begrüßt. Um 10.45 Uhr verkünden Heil-Rufe die Ankunft des Führers. Langsamen Schrittes schreitet er mit feiner Begleitung dem Platze zu unb reicht Dr. Schacht, Dr. Dorpmüller unb vielen anberen bie Hand. Eine Gruppe Kinder überreicht dem Führer prächtige Blumensträuße, für bie er sichtlich bewegt bankt unb jebem ber Kinber bie Hand schüttelt. In der Begleitung des Kanzlers befanden sich ber Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, ber Chef ber Marineleitung Admiral Räder, Staatssekretär Körner als Vertreter des preußischen Ministerpräsidenten, der Stellvertreter des Führers, Heß, der Reichsfinanzminister Graf Schwerin-Krosigk und der Verkehrsminister Frhr. Elz von Rübenach. Nun eröffnet der Leiter der Landesstelle Hessen- Nassau des Reichsprapagandaministeriums, Müller-Scheid, den feierlichen Festakt. Es fei für Frankfurt eine besondere Genugtuung, daß heute hier die erste Reichsautabahn eröffnet werden könne, da ber Gebanke ber Reichsautobahnen schon seit oielep Jahren von einem Frankfurter Partei- ?enossen, Generalbirektor Hof, gepflegt unb ge- örbert worben sei. Der Reichsstatthatter in Hessen, Gauleiter Sprenger, begrüßt ben Führer im Namen aller, bie von jenem Geist erfüllt sinb, ben ber Führer zuerst ge= prebigt habe: Oft sinb Sie zu uns gekommen und haben uns durch Ihr persönliches Beispiel Mut gegeben und uns den^Glauben erhalten, daß letzten Endes Ihr Wille in Deutschland zum Siege gelange, baß bas beutsche Volk sich letzten Enbes zu Ihnen, zum Nationalsozialismus, bekennt. Wir alle sinb uns bewußt, baß sich burch Ihre Tatkraft Millionen Hänbe regen in allen Gauen. Allenthalben dankt bas beutsche Volk es Ihrer Tatkraft, daß es nun ans Werk gehen kann. Wir sind uns bewußt, daß die Autobahn, die heute begonnen wird, ein Denkmal sein wird für den Führer, eine Tat Ihres hohen Willens und ein Ansporn unserer Nachfahren zu neuen Taten. Ich schätze mich glücklich, als Reichsstatthalter in Hessen Ihnen, mein Führer, mitteilen zu dürfen, daß der Grund und Boden zu diesem Werk kostenlos zur Verfügung gestellt wer- den wird. So sollen alle tätigen Anteil haben unb alle in ber Fortsetzung biefes herrlichen Werkes in Arbeit kommen. Daß Sie, meine Volksgenossen, das tun wollen unb in unverbrüchlicher Gefolgschaft und Treue zum Führer stehen, jeher fein bestes einsetzes will, um bas Werk zu vollenben, das schworen wir mit einem dreifachen Sieg-Heil! Hierauf meldete der Generalinspektor für das deutsche Sstaßenwesen D r. To d t dem Führer die Arbeitsbereitschaft der ersten deutschen Reichsautobahn. Die Arbeiter seien angetreten, um auf den Befehl des Führers die Arbeit zu beginnen. Der Vorsitzende des Vorstandes der Reichsautobahn, Generaldirektor ber Reichsbahn Dr. 2) orp müll er, überreichte nun bem Führer ben Ehrenspaten mit folgenben Worten: „Wir stehen beute am Beginn einer sehr großen Arbeit. Sie hat ihre große Bebeutung nicht nur für bas beutsche Verkehrswesen, sondern im weitesten Sinne für bie beutsche Wirtschaft unb wirb erst in späteren Jahrzehnten oollstänbig geroürbigt werben. Ich danke dafür, daß Sie die deutsche Reichsbahn und die deutschen Autobahnen zusammengeschlossen haben zum Nutz und Frommen unseres Vaterlandes." Unter Heilrufen ergriff darauf ber Reichskanzler das Wort. Oie Rede des Führers. Meine Herren Minister, meine Herren Präsidenten ber Reichsbahn unb Reichsbank, meine Herren Statthalter, Gauleiter, Parteigenossen und meine beutschen Arbeiter! Wir stehen heute am Beginn einer gewaltigen Arbeit. Sie wird in ihrer Bedeutung nicht nur für das beutsche Verkehrswesen, sonbern in weitestem Sinne für bie beutsche Wirtschaft erst in späteren Jahrzehnten vollständig gewürdigt werden. Dem Verkehr beginnen wir nunmehr neue Schlag- abernzu bauen! Neue Verkehrswege werden nun sowie die Ehrengäste, unter ihnen ben 85jährigen Graf von K a n i tz, ber vor 50 Jahren bei Der Errichtung bes Denkmals die Ehrenkompagnie befehligte. Reichsminister Or. Goebbels begann dann: Schon dadurch, daß bie Jugend uns begeistert zuruft, wissen wir, daß unsere Aufgabe zum guten Ende geführt wird. Nicht wer die Jugend hat, habe die Zukunft, sondern wer die Zu k u njt hat, her habe bie Jugend, das sei die Gewißheit her Regierung. Der Nationalsozialismus ist geradezu nichts anderes als das politische Bekenntnis der deutschen Jugend zur deutschen Nation. Deswegen ist es auch kein Zufall, daß die Jugend zur Bewegung kam, denn wir haben den Klassenkampf beseitigt, die Streitigkeiten vom Volke genommen unb die Nation zusammen- geschlossen. Wenn Deutschland von Anfang WSN. Frankfurt a. M., 23. Sept. Anläßlich des heutigen ersten Spatenstichs zum Bau der Autobahnstrecke Frankfurt a. M. — Heidelberg und bes Gauparteitags bes Gaues Hessen-Nassau fanb abends im Frankfurter Stadion eine Kundgebung statt, die von etwa 200 000 Menschen besucht war. Oer Reichsstatthatter in Hessen Gauleiter Sprenger eröffnete bie Kunbgebung. Dieser erste Gaupartei- tag nach bem Siege ber nationalsozialistischen Revolution ist zugleich ber erste Gauparteitag des Gaues Hessen-Nassau. Während bes Kampfes haben bie Gaue bis Ende vorigen Jahres nach eine getrennte Marschrichtung gehabt, allerdings geschlagen haben wir immer vereint. Und wir haben in ganz Hessen- Nassau gut geschlagen. Schon vor der Machtergrei- fung war es uns vergönnt, dem Führer eine Gefolgschaft zur Verfügung stellen zu können, die mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung umfaßte. Zur Zeit herrscht nur ein Verfassungsgesetz in Deutschland, das istderWil 1 e unseresFüh- r e r s Adolf Hitler. So wird die Partei Trägerin sein der Politik, und alle Maßnahmen werden vorgezeichnet werden durch die Partei. Wenn wir diesen Grundsätzen treu bleiben, dann, glauben Sie mir, bann ersteht hieraus, aus der Revolution zur Evolution, eine Verfassung, bie burch bie Tat bestätigt ist, und bie Ewigkeitswerte hgben wird. Arbeit und Friede, das ist die Parole dieses ersten Gauparteitages Hessen-Nassau. Sie soll unsere Dauer-Parole bleiben. Jedes kleinliche Gezänk, das wir aus ber Vergangenheit kennen, jede Nioalität ber Städte am Main, gewachsen aus der Rivalität und Engstirnigkeit derer, die diesseits oder jenseits ber preußischen unb hessischen Grenzpfähle regierten, biefes Gkgeneinanber, biese Rivalität, ist unb bleibt verschwunden. Wir haben bie Revolution geführt unb haben sie gewonnen, und nun wissen wir eins schon, wir wollen gemeinsam bie Träger sein des nationalsozialistischen deutschen Volkes und Staates. Wir werden treu zusammenstehen; wo der eine notleibet, wirb ber andere helfen. Solange ich an dieser Stelle stehe, will ich Garant sein unb bleiben bes Auftrags, der mir geworden ist. Treue Fürsorge für alle, die in diesem Gebiet leiden, aber auch Kampf, unerbittlicher Kamps allenGegnern,biedieEinheitjemals wieder stören wollen. Oer Minister für Volksaufklärung und Propaganda Or. Goebbels dankte zunächst bem Gauleiter Sprenger für bas, was er in seinem Gau geleistet habe. Dann fuhr er fort: Wir empfinben es als tief beglücfenb, im- Reihen bes Stahlhelms als Teil ber nationalsozialistischen Bewegung auch unter bem Befehl Adolf Hitlers ihre besondere Ausgabe für das neue Deutschland der Ehre erfüllen. Wir wollen in ber SA. voran bie Jugend bes ganzen deutschen Volkes zum nationalsozialistischen Staat erziehen unb S i e als bie ruhmreichen Frontsolbaten, bie Sie braußen waren, sollen mit uns fämp- f e n und sollen an Ihrer Stelle bie Aufgabe erfüllen, die wir im deutschen Vaterland« von Ihnen verlangen. Vieles, was in den letzten Jahren versäumt und verschüttet worden ist an Soldatentum unb Soldatengeist müssen Sie an Ihrer Stelle wieber heräusholen und für Deutschland als vollwertige Kämpfer auch Ihre Pflicht erfüllen. Unb bann, wenn unsere Aufgaben gegenseitig abgegrenzt find, und wenn jeder einzelne an seinem Platze weiß, was er tun muß, bann kann es auch keinerlei Reibungen und Meinungsverschiedenheiten mehr geben, bann ist bie Einheit auch in dieser Richtung gewährleistet. Sie haben so unendlich viel zu tun, baß Sie uns unsere Aufgabe ruhig überlassen können. In ber einen Kolonne mar- schieren mir mit ber Iugenb, und in der anderen Front marschiert der erfahrene Kämpfer des Weltkrieges. Sie sollen die Tradition weiterbewahren, wir wollen ber deutschen Tradition in unseren Reihen würdig werden. Mit frischem Mut, mit neuer Kraft, stolzer Begeisterung und mit der heiligen Ueberzeugung, baß terzu st eigen, um feine Schmerzen, seine Sehnsüchte unb seine Sorgen kennen zu lernen. Vor allem für mich ist es eine befonbere Freube, ba ich in ber Gestaltung bes beutschen Autostraßenwesens die gebührende unb notwendige Berücksichtigung finden. In Jahrzehnten wird man bann ben Verkehr abhängig sehen von biefen neuen großen Verkehrsstraßen, bie wir nunmehr burch ganz Deutschlanb ziehen wollen. 6400 Kilometer sinb ber erste Beginn biefes Werkes. Ich weiß, baß biese gigantische Arbeit nur benfbar istburch bie Zusammenarbeit vieler, baß biefes Werk nie hätte entstehen können, wenn nicht, angefangen vom Kabinett, ber Reichsregierung, über bie Deutsche Reichsbank unb bie Deutsche Reichsbahn bie Erkenntnis ber Große biefes Werkes Platz gegriffen hätte unb ber Wilke, biefes Werk z u verwirklichen. Wir kämpfen bamit zugleich an gegen bie schwerste Not und das tiefste Unglück, bas über Deutschland im Laufe ber letzten fünfzehn Jahre gekommen ist. Der Fluch ber Arbeitslosigkeit, ber Millionen Menschen au einer unroürbigen unb unmöglichen Lebensfüh- führung oerbammt, muh beseitigt werben. Wir sinb uns herüber klar, baß ber Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit nicht von heute auf morgen zum vollen Erfolg führen kann, aber wir sinb uns auch klar barüber, baß bieser Kampf unter allen Um- stäuben burchgesührt werben muß. Wir sinb entschlossen, es zu tun, benn wir haben ber Nation bas Gelöbnis abgelegt, biese Not zu beseitigen (stürmische Heilrufe). Vier Jahre haben wir uns damals ausgebeten unb wollen biese vier Jahre nützen zum Segen unb Frommen unseres beutschen Volkes unb bamit in erster Linie für ben beutschen Arbeiter • ier ft* lSarde- bes @Que. IIen von 1091 J.l ’ rüLL ^kenzeichens. Darb", lb umr^mten ben jeierlirf/n Äj-inet Wl' 16,52« >>»,, Kwch «nNüÄ Weihe St*».-"» ®M »er' kV, 0»;- „ V«««" M 9e„n,T »»’Cl Vn fr1“ N ^«Uüanbts k5 ,nnerung hlil bfM «i M A>' «eu« g5®5p $e*«*g bl!nÄ? ilmWn. >enj abfahren muß, um in Jung bte Sorgen, bie Nöte unb Elchen Nation barzulegen unb ityn, baß her Zustand, in bem jcnblidli^ befindet, inlernaiio- verträglich ist, baß Deutsch- aus Arbeit unb Brot iir ben Frieben wollen, ju verhinbem bestrebt fmb, bah fieg zu führen uns entschlossen ey gegen bie Not unb ' eitslofigkeit. Don bieser xuf biese Rielenmasse heradsehe, verficht, mit Der ich mich mopp- zum erstenmal als nationaler itionatem Parkett meines eigenen beauftragt bin. ’rung atlßu gut, jeher tßerfuä), tten, märe jur Grgcbnislofiy linier biesem Versuch nut bie das Doll Mbe.Darum DaN, um \tm S)«i, um seine tum smb wir ben schweren t uicht ausgewichen, sondern Mn gegen die Not aetrojen. wir seststellen, bah die Zahl , als wir bie Macht übernahmen, einig, nach unb noch aus vier irüdt würbe. Wenn behauptet meqner bas Gleiche hatten er- nn sie über bie gleichen Mittel müssen wir bem entgegenhalten, irei Hauptpunkten ge* Mut ung r Korruption. Von^ diesen bret nlere Gegner so gut wie iM ÄÄSj-äs ä&ä w'-TÄiS wenn "s'^as deutsche Soll fes h°nd°lt.Dv^ tit , um ar.?2 gnfrmWup/e/ geben wir ® ^beitilof« nler bie Mr wjr, bafi ßSÖBfc« hrungen, an! »er (> Nation, (bsflentmor «uftint -sM -Wß feiner Ge-schichte an eine einheitliche Nation gewesen wäre, jo hätte uns wohl niemand die Weltherrschaft streitig machen können, Deutschland wäre als einiges Volk leicht zum Herrenoolk der Welt geworden Der Garant der Einheit und der Stärke der Nation bleibe die deutsche Jugend. Sie wurde von uns erzogen in neuem Denken, in neuem Fühlen und. Vorwärtsstreben. Die Welt ist heute mißtrauisch. Wenn Deutschland aber stark war, so war sie immer mißtrauisch. Die Arafl der Deutschen liegt in ihrem Lebenswillen f)ätte Deutsch- land Kanonen und Maschinengewehre, aber keinen Lebenswillen, so wäre es schwacher als es heute ist, wo es keine Kanonen und keine Maschinengewehre besitzt. Wenn unsere Gegner sagen, wir hatten das Volk entrechtet, so kann geantwortet werden, daß das deutsche Volk noch niemals f o einig mit seiner Regierung war, wie mit der jetzigen. Das Volk ist der Souverän feines Schick- als, die Regierung nur fein Willensträger. Zwei Aufgaben hatte die Reichsregierung bei der Machtübernahme au erfüllen: Sie mußte dem Volke i m Innern Arbeit und dann nach außen hin Frieden geben. Diese Aufgaben waren sehr schwer und sie sollen auch schwer fein, denn die Regierung hat nicht die Absicht, auf den Ministersesseln ein bequemes Leben au führen, sondern wir haben die Absicht, uns in das Buch der Geschichte einzutragen. Wir haben den Pessimismus und die Verzweiflung beseitigt, wir haben dem Volk den Glauben und das Selb st vertrauen gegeben und sind bann an die Arbeit gegangen. Die Regierung packt mit aller Kraft gerade die Schwierigkeiten der Wirtschaft an. Wir bleiben auch hier immer am Gegner, bis wir siegen. Auch hier versetzt der Glaube Berge und deswegen ist es ?ut, daß wir die Jugend haben. Etwas 3bea» ismus und Selbstvertrauen gehört dazu und so wird die Arbeit künftig die große Tugend des Staates sein. Arbeit ist ein Recht und nicht nur eine Pflicht der Nation, Arbeit können wir aber nur haben, wenn wir in Frieden mit der Welt leben. Eins muß die Welt uns zugeben, nämlich, daß es bei uns vollkommen anders geworden ist. Früher richtete man in der Not den Appell nicht an das Volk, sondern an die Welt. Wir aber haben den Glauben an uns selbst und an unsere Kraft. Ich halte es für symbolisch, daß heute am Denkmal bes Niederwalbes bie Worte „Arbeit unb Friebe" stehen, auf ben Fabriken die Fahnen bes Nationalismus unb auf ben Denkmälern bie Fahnen bes Sozialismus wehen. Hier am Nieberwalb befunben wir ben Willen nach Recht unb Freiheit, nach Arbeit unb Brot. Ich nehme mir von hier bie Kraft mit nach Genf, wo zum ersten- mal ein Nationalsozialist zur Weltöffentlichkeit auf internationalem Bobcn spricht. Wir haben burch ben Zusammenschluß von Führung unb Gefolgschaft au einer Ibee ben einzigartigen Ausbruch einer Nation ber Welt gezeigt. Das Volk will Frieben, bas Volk will Arbeit. So geloben wir an bieser Stelle, baß ber Rhein niemals Deutschlanbs Grenze, fonbem Deutschlanbs Strom fein soll unb treten ein für bes Reiches Stärke, für bes Volkes Einheit unter ber Führung Abolf Hitlers. Die bulgarischen Angeklagien im Prozeß gegen die Reichstagsbrandstifier. Leipzig, 23. Sept. (WTB.) Am britten Der- handlungstag stellt Präsident Dünger fest, daß er bei ber Erörterung ber persönlichen Verhältnisse zu- nächst mit benen bes Angeklagten D i m i t r o f f beginnen wolle. Rechtsanwalt Dr. Sack: Die Mutter bes Angeklagten lorgler ist heute im Krankenwagen nach Leipzig gebracht worben, um zu sehen, wie cs bem Angeklagten lorgler geht. Ich wäre Ihnen sehr bantbar, Herr Präsident, wenn Sie ber alten Mutter gestatten würden, auch an ber Ber- Handlung teilzunehmen. Präsident Dünger: Ich genehmige diesen Antrag. (In den Augen des Angeklagten lorgler sieht man Tränen aufsteigen.) Rechtsanwalt Dr. Sack: Als der Angeklagte Torgier mir aus bem Untersuchungsgefängnis Moa- bit eine Karte schrieb unb mich bat, ihn zwecks Uebernahme der Derteibigung zu besuchen, da habe ich ihn fragen lassen, wie er zu bem ihm oorgeworsenen Verbrechen stehe, ob er sich un- schulbig fühle und ob er aus seiner politischen Gesinnung heraus niemals Vorteile gezogen habe. Er hat sowohl meinem Sozius, wie auch mir versichert, baß er unschuldig sei und daß er aus seiner inner ft en politischen U e • berzeugung s i ch niemalsirgendwelche Vorteile hat verschaffen wollen. Diese beiden Versicherungen haben mir erst Veranlassung gegeben, nachdem ich Herrn Torgier noch einmal 24 Stunden Bedenkzeit gegeben hatte, endgültig auf seinen Wunsch die Verteidigung zu führen. Der Vorsitzende schreitet bann zur Vernehmung bes bulgarischen Angeklagten Dimitroff Der Angeklagte, ein hochgewachsener Mann mit bithtem graumeliertem Haar, ist 1882 in Radomir in Bulgarien geboren unb lebte bis zu seiner Verhaftung in Berlin-Steglitz als Schriftsteller. Vorsitzender: Sie sind vorbestraft in Bulgarien. Wollen Sie sich darüber äußern? Angeklagter Dimitroff: Ich habe gehört, daß ich in Bulgarien zum Tode verurteilt worden bin. Nähere Erkundigungen habe ich darüber nicht eingezogen, denn Das interessiert m i ch nicht. Vorsitzender: Nach ber Auskunft ber bulgarischen Gesandtschaft find Sie im Januar 1924 zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worben wegen ber A n ft i f t u n g b e s September, aufftanbes in Bulgarien. In einem zweiten Urteil ist bann bie lobesftrafe verhängt morden wegen ber Organisierung eines bewaffneten Aufstands. Dimitroff war bereits lange vor 1923 Mitglied bes Zentralkomitees ber bulgarischen Kommunistischen Part e i. 2In dem Aufstand vom Jahre 1923 habe er aktiv unb führenb teilgenommen. Als ber Aufstanb 'niedergeschlagen war, sei er nach Wien übergefiebeü unb bort Rebakteur an ber „Arbeiterzeitung- geworben. Das Attentat auf ben König unb ber B r a n b ber Äathebralc im Jahre 1924 sei gegen ben Willen ber Kommunistischen Partei durchgeführt unb von ber Partei verurteilt morden. Er selbst sei damals in Moskau gewesen. Dimitroff gibt an, daß er im Jahre 1929 nach Berlin gekommen fei. Er sek niemals polizeilich angemeldet gewesen unb begrühbet bies, baß er verfolgt mürbe. Der Angeklagte bestreitet entschieben, im Besitze eines gefälschten Passes gewesen zu fein, obmohl, mie ber Vorsitzenbe betont, durch Sachverständige festgestellt morden fei, daß es sich um einen Paß einer kommunistischen Paßf älscherzentrale gehandelt habe. Bis 1931 habe er in Adlershof gemahnt, dann ist er bis etwa Juli 1932 in Moskau geroefen. Nach feiner Rückkehr hat Dimitroff von Juli 1932 bis Ende Dezember in Zehlendorf gemahnt. Er habe Berlin gewählt, roeil er dort am f i d) e r ft e n fein Inkognito habe mähren können. In Moskau märe er noch sicherer gewesen, aber er habe in größerer -Nähe von Bulgarien bie Kampagne organisieren müssen, um Zeit unb Gelb au sparen. Der Vorsitzenbe fragt bann ben Angeklagten, wie er sich in Deutschland seinen Unterhalt d e r • bient habe, woraus bieser ermiberte, baß er eine internationale Pressekarrespanbenz in mehreren Sprachen herausgegeben habe. Für feine Reisen sei er von Freunben unterstützt worben. Belege über solche Unterstützungen habe er nicht. Der Vorsitzenbe sucht bann festzustellen, ob Dimitroff m Berlin gar keinen Anschluß an deutsche Kommuni st en gefunden habe. Der Angeklagte erwidert, er habe zwar eine ganze Reihe deutscher Kommunisten in Moskau kennengelernt, wenn bisse an internationalen Tagungen teilnahmen. Trotzbem Haber er aber nur ganz gelegentlich, vielleicht zweimal, bie beutschcn Kommunisten über bulgarische Fragen gesprochen. Varsitzenber: Bei Ihrer Verhaftung sind bet Ihnen T e l e p h o n a d r e s s e n gefunden morden. Eine davon, mit umgestellten Zahlen betraf ben Kommunisten Stöcker. Angeklagter: Das ist ein Irrtum. Vorsitzenber: Weshalb haben Sie benn bie Umstellung ber Zahlen oorgenommen? Angeklagter: Ich wollte bie Leute für ben Fall einer Beschlagnahme keinen Unannehmlichkeiten aussetzen. Der Vorsitzenbe vermesst auf eine Telefonabresse, bie auf ben Namen 111ner lautet unb erklärt, menn man biese Telefonnummer umstelle, ergebe sich bie Telefonabresse ber Russischen Handelsvertretung. Wußten Sie bas nicht? Angeklagter: Nein Vorsitzender: Sie find doch verheiratet? Angeklagter Dimitroff: Verheiratet gewesen. Meine Frau ist im Mai b. I. in Moskau g e • ft o r b e n. In ber Anklageschrift wirb behauptet, baß ich, obwohl verheiratet, unter bem falschen Namen Dr. S ch a s l a - S ch m i b t mich mit einer Dame perlobt unb auch gebrückte Verlobungsanzeigen verschickt hätte. Diese Behauptung ist mir in ber ganzen Voruntersuchung fremb geblieben. Dem Angeklagten wirb bann eine gebrückte Karte vorgelegt mit ber Aufschrift: „Als Verlobte empfehlen sich Anni Krüger, geb. Matzmann, unb Dr. John Schasla-Schmibt, Potsbam". Der Angeklagte Dimitroff erklärt erregt, er sehe biese Karte zum e r ft e n m a l. Er bestreite ganz kategorisch, baß er sich verlobt habe ober solche Karten habe brücken lassen. Trotz ber Ermahnungen bes Dorsitzenben rebet ber Angeklagte sich in eine immer größere Wut hinein. Vorsitzenber: Wenn Sie in biesem Ton fortfahren, Dimitroff, breche ich Ihre Vernehmung ab, unb wir »erben uns barüber schlüssig machen, ob Sie überhaupt noch ber Derhanblung weiter beiwohnen bürfen. lieber bie Derlobungskarte werben wir nachher bie Frau Krüger als Zeugin vernehmen. Damit ist bie Sache für fetzt erlebigL Angeklagter Dimitroff: Ich möchte noch etwas über meine Person erklären: Ich bin ein begeisterter Freunb ber Sowjet-Republik unb Stalins, aber i ch war nie in Deutsch- la n b ober in einem anberen Lanb ein Abgesanbter ber s o w j e t r u s s i f ch e n Kommunisten. Ich beftreite biese Behauptung ber Anklageschrift. Vorsitzenber: Zu solchen Aeußerungen werbe ich Ihnen später ausreichenb Zeit geben. Bisher haben Sie zum Ausbruck gebracht, baß Sic burch unb burch Kommunist unb ein b e g e i ft e r • ter Anhänger bes Kommunismus finb, baß Sie aber Einzelterror ab!ebnen unb behaupten. Sie hätten mit bem Reichstagsbranb nichts zu tun. Angeklagter Dimitroff: Jawohl. Meine einzige Schuld ober gesetzwidrige Handlung in Deutschland war, baß ich unangemelbet in Deutschanb gelebt habe. Auf Fragen bes Oberreichsanwaltes bestätigt Dimitroff, baß er Mitg 1 ieb bes Exekutiv- Komitees ber Internationalen Kommunistischen Partei war. Zur Roten Hilfe in Berlin will er keinerlei Beziehungen unterhalten haben. Der Vorsitzenbe fragt bann ben Angeklagten Dimitroff, wie lange er bie beiben anderen bulgarischen Angeklagten Dane ff und Popoff kenne. Dieser erwidert darauf, daß er sie aus ber Emigration aus Jugoslawien kenne, wie viele anbere Parteigenossen. Er gibt auf fragen auch zu, baß er von Zeit zu Zeit feit bem November 1932 in Berlin mit den beiden Angeklagten zusammen gewesen sei. Hierauf wird ber Berliner Kriminalassistent Bauch über bte Herkunft bes falschen Passes von Dimitroff vernommen. Diesen Paß, ber auf ben Namen Hebiger ausgestellt war, hat ber Zeuge, wie er erklärt, nach kurzer Untersuchung sofort als ein Probukt aus ber großen kommunistischen Paß- sälscherwerkstatt in Wilmersdorf erkannt, bte mit ben raffiniertesten Fälschermethoben arbeitete, • |o baß die Fälschungen nur nach ganz gründlicher Prüfung zu erkennen seien. Das Gericht schreitet dann zur Vernehmung bes Angeklagten Popoff. Er ist im November 1902 in einem Dorf bei Sofia geboren. Er ist verheiratet. Seinfe Frau lebt in Moskau. Bei ber Erörterung feiner Vorstrafen gibt ber Angeklagte zu, baß er im Juni 1932 wegen seiner Mitgliebschaft im Zentralkomitee ber bulgarischen Kommunistischen Partei in seiner Abwesenheit z u zwölfeinhalb Jahren Zuchthaus unb 15 Jahren Ehr- ver 1 ust verurteilt worben sei. An bem bewaffneten Aufttanb von 1923 habe er aber nicht teilgenommen. Er sei besroegen auch nicht verfolgt ober verurteilt worben. Als aber nach diesem Ausstand viele Kommunisten verhaftet wurden, sei er auch aus Bulgarien geflüchtet, weil er fürchtete, daß man ihn als Kommunisten auch verhaften würbe. Er habe bann eine Hanb- lungsgehüfenstellung in Wien angenommen. Von 1925 bis 1929 war er in Moskau. Enbe 1929 würbe Popoff Sekretär ber bulgarischen kommunistischen Jugend unb reifte zu biesem Zweck nach Bulgarien Französisch. italienische Verständigung in der Mstungssrage? Bedingte sofortige Vermehrung der Vefensivwaffen Deutschlands. Paris, 24. Sept. (WTB ) Der römische Aorre- ponbent bes „Matin" berichtet, daß bie Awischen Paris unb Rom geführten Verhanblungen eine Bcrftänbigung über gewisse Punkte gebracht hätten, bie ber englijcd-italienifch-franzö- ischen Einheitsfront in Genf als Grundlage dienen sollten. Zu diesen Punkten gehöre: 1. Beibehaltung bes militärischen Status quo für bie ehemaligen Alliierten. 2. Frankreich unb Italien verpflichten sich, ihre Streitkräfte unb alle Rüstungen währenb einer Probezeit von vier Jahren, bie nunmehr offiziell angenommen werben soll, nicht heraufzusetzen. Wahrend dieser Probezeit würde eine ftänbige automatische t n lerne ti o a l e Kontrolle über bie beutfdjen Rü st ungen ausgeübt werben. 3. Wenn in bieser Probezeit keine Verfehlungen Deutschlanbs feftgefteUt würben, würben bie ehemaligen alliierten Mächte nach Ablauf dieser Frist die progressive Herab- etzung ihrer Rü st ungen auf ber Grundlage bes Plans Macbonalbs vornehmen. 4. D e u t j ch 1 a n b solle bereits jetzt eine Verstärkung feiner befenfioen Gütungen unb feines stehenben Heeres (ugeftanben werben, jeboch nach bem Grunbsatz ber Vereinheitlichung ber Armeetypen. Die Menberungen bes beutschen Heeresstatuts würben im einzelnen in Genf besprochen unb überbics nur etappenweise in bem Maße oorgenommen werden, in dem bie Kontrolle bie strikte Einhaltung ber Verpflichtungen ergebe. 5. Jegliche Herstellung von chemischen ober bakteriologischen, für ben Krieg bestimmten Erzeugnissen solle sofort in allen Län - bem unterfagt werben. Der Korrespondent hebt hervor, daß die S a n k- t i o n s f r a g e noch zu regeln bleibe und weist darauf hin, daß Mussolini gewissen französischen Forderungen nicht aus Sympathie für Frankreich nachgegeben habe, sondern im Bestreben, eine Schiedsrichterrolle einzunehmen. Wie ber „Observerschreibt, spitzen sich bie jetzigen Verhandlungen nach Auffassung englischer Kreise auf die eine Kernfrage zu, ob man die deutsche Regierung dazu bewegen kann, einer vorläufigen Probezeit von 4 Jahren zuzustimmen, in ber das internationale Kontrollsystem ohne nennenswerte Abrüstung der anderen Staaten durchgeführt werden soll. Deutscherseits werde vorgebracht, daß Deutschland 14 Jahre lang auf die internationale Abrüstung gewartet habe und jetzt noch weitere vier Jahre warten solle. Der „Obseroer" spricht bann von dem Zweifel an bem guten Willen der deutschen Gegierung unb jagt, nach englijcher Ansicht jollte man Deutschland etwas wirklich Greifbares anbieten, um es zur Annahme ber Probezeit zu bewegen. Wenn nämlich keine Einigung zustanbekomine, jo werde wahrscheinlich bie Abrüstungskonferenz ihre Arbeit im Oktober nicht wieberausneh- m e n können. Geichsminister Dr. Goebbels in Genf. Genf, 24. Sept. (WTB.) Geichsminister Dr. Goebbels ist heute um 17 Uhr mit einer breimotorigen Junkers-Maschine auf bem Genfer Flugplatz zur Teilnahme an ber morgen beginnenden Völkerbundsversammlung angekommen. Er wurde von den zahlreich erschienenen Deutschen überaus herzlich mit einem dreifachen Siea-Heil! und bem Deutschen Gruß begrüßt. Obwohl oct genaue Zeitpunkt, wann Dr. Goebbels eintreffen mürbe, nicht jeftftanb, hatten sich außer ben beutschen ßanbs- leuten, zahlreiche auslänbifcbe Journalisten auf bem Flugplatz eingefunoen. Die bies- jährige Völkerbunbsversammlung ist die erste nach ber Uebernahme ber Macht durch die NSDAP. Deut chlands. Ihr Zusammentritt ist für ben Geichs- propaganbaminifter eine willkommene Gelegenheit, um sich über bie Arbeitsmethoben ber Genfer Institution zu unterrichten. Aus ber Tatsache seiner Anwesenheit wirb in hiesigen Dölkerbunbskreijen, wohl nicht mit Unrecht, ber Schluß gezogen, daß Dr. Goebbels eine der sich bietenden Gelegenheiten dazu benutzen wird, um vor der Weltöffentlichkeit das Wesen des deutschen Nationalsozialismus unb bie Entwicklung zum nationalsozialistischen Staat zu erläutern und die Einstellung des neuen Deutschland zur Welt barzulegen. Geichsauhenminister Frhr. v. Neurath verbrachte ben Sonntag hauptsächlich in ber Gesellschaft von Dr. Goebbels, mit bem er sich über bie Dispositionen ber nächsten Tage unterhielt. zurück. Enbe Oktober 1931 würbe er eines Morgens aus bem Bett heraus verhaftet. Es gelang ihm aber zu flüchten. Auf biese Weise ist Popoff wieder nach Moskau gekommen. Der Vorsitzende ersucht den Angeklagten um eine Erklärung, warum er bei seinen ersten Vernehmungen andere An- fl a b e n über seinen Aufenthalt gemacht habe als päter. Darauf antwortet Popoff: Es ist mir damals nicht einen Moment möglich erschienen, daß ich des ungeheuren Verbrechens der Geidjstags- branbftiftung angeklagt werden könnte. Ich befürchtete, wenn ich meine Angaben wahrheitsgemäß machte, daß ich bann an bie bulgarischen Beworben ausgeliefert Würbe, ober baß wenigstens meine Aussagen vor ber beutschen Polizei ben bulgarischen Beworben bekannt würben. Ich wollte aber nicht, baß bie bulgarische Polizei von meinem Aufenthalt in Rußland erfährt. Vorsitzender: In der Anklage wird behauptet, es liegen Zeugenaussagen darüber vor, daß Sie schon vorher in Berlin aufgetaucht sind. Angeklagter Popoff: Derartige Behauptungen find unwahr. Auf die Frage, ob er in Berlin in kommunistischen Kreisen verkehrt habe, erwiderte Popoff, daß er mit feinet führenden Persönlichkeit politischer Parteien j e gutem m e n gewesen sei und auch keine kenne. Der Oberreichsanwalt: Warum ist Berlin eigentlich ein geeigneterer Ort als Moskau, um eine Amnestie abzuwarten? Popoff: Emigranten, bie von Rußsanb bireft nach Bulgarien zurückkehren, würben bort stets verfolgt. Außerbem war es eine birette Anorbnung ber Partei, baß ich nach Berlin gehen unb von hier aus für bie Unterstützung ber bulgarischen (Emigranten sorgen jollte. Damit ist auch bie Vernehmung über bie Person bes Angeklagten Popoff abgeschlosssn. Die Derhanblung wirb auf Montag vertagt. Van der Lubbe übt passive Gesistenz. Leipzig, 23. Sept. (WTB.) Der Haupt- angeklagte im Geichstagsbranbstifterprozeß Marinus van der Lübbe ist am Samstag nach Schluß der Derhanblung durch ben zustänbigen Ge- richtsärzt Obermedizinalrat Dr. Schütz auf feinen Gesundheitszustand untersucht worden. Das Ergebnis der Untersuchung war: van ber ßubbe befinbet sich im Zustanb passiver Resistenz psychischer Abwehr und legt es offenbar darauf an, durch Herbeiführung völliger Entkräftung den Abbruch derDerhandlung zu erzwingen. Ein solches Derhalten stimmt auch überein mit ben Anweisungen, bie benMitgliedern der KPD. für ihr Verhalten vor Ge- richt gegeben worden sind. Vorläufig ist van der ßubbe noch verhandlungsfähig. Er ist auch in der ßage, ber Verhandlung zu folgen. Sollte er aus seinem Abwehrstanb nicht heraustreten, so wird natürlich ber Uebergang zur Zwangser- nährung erwogen werben müssen. Dan ber Lübbe erhalt im Gefängnis Krankenkost. Am Samstag ist ihm beispielsweise ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und Gemüse, dazu Wein unb Pfirsich angeboten morden, er hat aber nichts ange« no m m e n. Auflösung des Tannenbergbundes. Berlin, 23. Sept. (TU.) Amtlich. Auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 m Verbindung mit §14 bes PDG. ist ber Tannenbergbund und bie Organisation bes Deutsch- Volks im Gebiete bes Freistaates Preußen a u f g e • 1 ö st unb verboten worben. Die Gefährlichkeit ber Umtriebe des Tonnenbergbundes für ben heutigen Staat ist schon allein daburch gegeben, daß in auffallenden Massen Anhänger ehemaliger marxistischer und kommuni st ischer Organisationen in beh Reihen des Bundes Auf- nähme gefunden haben in der Hoffnung, hier einen Unterschlupf zu finden, der ihnen ben getarnten politischen Kampf gegen ben nationalsozialistischen Staat ermöglicht. Sonach steht der lannenbcrgbunö im Begriff, sich zu einer Auf- fangorganifation ber oerschiebenen staatsfeindlichen Elemente zu entwickeln unb ist geeignet, ungewollt kommunistischen Bestrebungen Unterstützung zu gewähren. Damit ist bie Möglichkeit einer organisierten unb bewyßten staatsfeindlichen Betätigung aus ben Rechen ber kommunistischen Anhänger in bedrohliche Nähe gerückt. Da der Xannenbergbunb unter diesen Umständen eine unmittelbare Gefahr für bie Sicherheit bes Staates unb ber Bevölkerung bllbet, war eine Auflösung zur Aufrechterhaltung ber öffentlichen Drbnung unb Sicherheit zum Schutze von Volk unb Staat geboten. Wie bas Hessische Staatspolizeiamt mitteilt, würben eoenso wie im Lande Preußen bie Geschäftsstellen bes Tannenbergbunbes in Hessen geschlossen unb ber Bund für a u f g e 1 ö ft erklärt. Der Tannenbergbund hat sich feit langem in Hessen kaum noch betätigt. Sein Mitgliedcrjtand war verschwindend klein. Außer einigen Broschüren unb Büchern würbe nichts Verbächtiges gefunben. Das Haus der Deutschen Erziehung. Feierliche Grundsteinlegung in Bayreuth. Bayreuth, 24. Sept. (TU.) Im Rahmen ber jrofjen Gautagung ber oberfränkischen Erzieher- chaft fanb am Sonntag bie feierliche (3 r u n b • temlegung bes „Hauses der deutschen Erziehung statt. Dem feierlichen Akt ging am Samstag ein Ehrenabend für Kultusminister Schemm, dem Reichsleiter des Nationalsozialistischen Leyrerbundes, vorauf. Am Sonntag fand zunächst in einer Feierstunde die Weihe ber Reichs- fahne statt. Auf bem mit Fahnen geschmückten Luitpolb-Platz, wo bereits SA., Hitler-Iugenb, ber Bunb Deutscher Mäbchen unb der NSLB. auf- marschiert war, wurde dann bie Feier ber Grundsteinlegung des Dauses der Deutschen Erziehung" durch Kultusminister Schemm eröffnet. Oberstadt- schuldirektor Bauer (München), der Vertreter des NSLB. in den norddeutschen Gauen und ber Reichshauptstabt Berlin Dr. Sad 1 otny unb ber Führer ber thüringischen Lehrer sprachen. Kultus- Minister Schemm hielt bann bie Weiherebe. Das Haus solle emporwachsen, wie ein steinerner Imperativ für bie beutsche Erziehung jetzt unb für alle Ankunft. Als Pate bes Hauses ber Deutschen Erziehung feierte ber .Minister hierauf Richarb Wagner. In bem neuen Hause solle ber beutsche Erzieher Gat unb Hilfe finben. Hier sollte bie Erziehung zum völkisch- rassischen Deutschland ihren Oueügrunb haben. Nach diesen Worten trat ber Minister an ben Baustein, ergriff den Hammer unb weihte ben ersten Schlag ber beutschen Mutter, bem Pädagogen ber Liebe: Pestalozzi, ben zweiten Schlag bem beutschen Vater, bem Pädagogen bes Baterlanbes: F ich t e und ben britten Schlag als Eib dem Führer des deutschen Volkes, day sich bie beutsche Lehrerschaft nie zerreißen lassen würbe. Mebersehensfeier ber HUB.-Ceute in Spanbau. Die ehemaligen Angehörigen ber Maschinen- gewehrabtei lu ngen ber alten beutschen Armee trafen sich auf einer Wieber - sehensf eier in Spanbau, bei ber bie Bundes- ftanbarte geweiht wurde, zugleich mit dem neuen Denkmal für die Gefallenen. Neben ber 12. Mcsschi- nengewehrkomvagnie des Spanbauer Bataillons nahmen bie SÄ., SS, ber Kysshäuferbund und zahlreiche Kriegervereine an ber Veranstaltung teil. Unter ben Ehrengästen bemerkte man ben General Grafen Finck von Finkenstein, General von E o n t a r b , General Mayn unb ben Berliner Dizepolizeipräsibenten Mosle. Ein Lied vom Glück. Vornan von Anny von panhuys. 7. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Als Marlene aufstand und ins Nebenzimmer ging, fand sie dort außer Frau von Malten und der Baronesse auch Achim von Malten. Er sah sie an. „Das war schön", lobte er. „Sie haben wenigstens allerlei für unseren Geschmack. Im Radio muß ich, wenn ich gerade mal Musikhunger verspüre, hinnehmen, was man mir bietet. Ost ist's so ein höllischer Jazz, und die Sorte kann weder Mutter noch ich vertragen." Marlene freute sich sehr über die Worte und dachte in diesem Augenblick nicht an den Dolch, den sie tief unten in ihrem Kosfer versteckt hatte. Frau von Malten lächelte ein wenig. „Vielen Dank, liebes Fräulein! Ihre Musik hat auch mir sehr gut getan. Und nun hoffe ich, bald einschlafen zu können. Ich bedarf Ihrer jetzt nicht und rate Ihnen und Fräulein Zabrow, einen kleinen Spaziergang nach dem Dorf zu machen. Damit Sie sich hier ein bißchen orientieren." Marlene sah die Baronesse fragend an, und da diese zustimmend nickte, befanden sich beide eine halbe Stunde später schon im Freien. Die Nachmittagssonne lag über dem dunklen Bergzug, hinter dem das böhmische Land begann. Das Dorf selbst war nahe, man sah die Häuschen, die Kirche, den Friedhof. Der Park und das Gut breiteten sich hinter dem Schlosse aus, vor diesem lief die Landstraße dem Dorfe zu. Die beiden gingen langsam ihres Weges. Die Baronesse lächelle zufrieden. „Gestern wäre ich am liebsten gleich wieder fortgelaufen, und heute ist mir zumute, als müßte ich immer hierbleiben. Sorglos und froh ist meine Stimmung, und ich begreife kaum noch, daß es zankende, geizige Verwandte, leere Geldbörsen und Sorgen auf der Welt gibt. Ich glaube, wir zwei dürfen uns jetzt nicht beklagen. Uebrigens spielen und fingen Sie großartig. Wenn ich das könnte, was Sie können, liefe ich zu einem Agenten und ließe mich engagieren." Marlene schüttelte abwehrend den Kopf. „Für die Oeffentlichkeit langt mein Können noch nicht, ich müßte noch studieren." Die andere lachte. „Konzertsaal oder gar Oper ist langweilig. Sie können aber mit Ihrer Stimme und Ihrem Vortrag beim DarietL oder Kabarett sicher Platz genug finden." Marlene erwiderte kurz: „Das läge mir nicht." Sie dachte an etwas anderes und erzählte von Roberta Olbers, in welchem Ton die zu ihr gesprochen, und wie sie es so rasch bei Frau von Malten durchgesetzt, allein die Bücher aufzustellen. Die Baronesse zuckte die Achseln. „Ich hätte die Arbeit ganz gern weitergemacht, aber es geht auch so. Der Ton gegen Sie war allerdings reichlich unverschämt. Durch die Hilfsarbeit will sich das Mannweib aber hier nur noch beliebter machen, als es schon zu sein scheint." Ein sehr alter Mann kam ihnen entgegen. Er blieb dicht vor ihnen stehen, sah sie mit unverhohlener Neugier an. Sie mußten lächöln und gingen weiter. Im Dorf begegneten sie noch vielen neugierigen Blicken. Es verirrten sich so selten Fremde in diese Gegend, noch dazu im Frühling, der hier immer wieder seinen Schneemantel anzuziehen liebte. In einem Bäckerladen kaufte sich Marlene Pfefferminzbonbons, die sie im Fenster gesehen und für die sie eine große Vorliebe hatte. Die dicke Meisterin sah beide wohlwollend an. „Sie sind sicher die zwei Gesellschafterinnen von der Gnädigen im Schloß. Es hat sich heute morgen schon herumgesprochen im Ort, daß diesmal zwei Damen gekommen sind." Sie verfiel in einen Flüsterton: „Im Schloß bleiben zwei ebensowenig, wie eine bleibt. In der Oede dort hält es kein junger Mensch aus. Dazu spukt es nöch, und in einem Haus, wo ein Mord passiert ist, muß es sowieso höchst ungemütlich sein. Nicht von zehn Pferden ließe ich mich da hineinziehen. Und wer der Mörder ist?" Sie lächelte vielsagend. „Man darf nicht darüber sprechen, weil er freigesprochen wurde, aber jedermann weiß es, und Sie beide werden es auch noch hören." Marlene fühlte heißes Mitleid mit Achim von Malten, in dem man den Mörder sah. Ihre blauen Augen schienen ganz dunkel, und sie gab erregt zurück: „Klatsch ist widerlich und interessiert uns gar nicht." Sie legte die zwanzig Pfennige für die Pfefferminze auf den Derkaufstisch, nahm die kleine Tüte in Empfang und wandte der Frau schroff den Rücken. Olga Zabrow tat dasselbe, und grußlos verließen sie den kleinen Laden, in dem es so angenehm nach frischem Brot duftete. Draußen sagte Olga Zabrow: „In der Gegend hier scheint man wirklich davon überzeugt zu sein, daß Herr von Malten schuldig ist. Aber ich habe ihn heute genau daraufhin betrachtet und kann mir das einfach nicht vorstellen." Marlene schüttelte lebhaft den Kopf. , Zerlegbare Kartoffelgestelle D.R.G.M., für 3 und 6 Zentner empfiehlt billigst m7sa Edgar Borrmann, Eisenhandlung Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 18. September 1933 bei der Firma Gießener Treuhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Das Stammkapital der Gesellschaft ist um 19 000,— RM. erhöht und beträgt jetzt 20 000,— RM. Gießen, den 22. September 1933. __________Hessisches Amtsgericht. 5882D Bekanntmachung. Der städtische Obstoerkaufsplatz am Os- waldsgarten ist ab 1. Dezember d. I. neu 3U verpachten. Angebote mit Angabe des Pachtpreises sind bis zum 10. Oktober 1933 bet der Bürgermeisterei, Bergstraße 20, Zimmer 28, abzugeben. (5874C Gießen, den 23. September 1933. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Dr.Hamm. Kartoffellieferung. Die Lieferung von zirka 1500 Zentner reiner ,Hndustrie-"-Speisekartoffeln, groß- fallende und gelbfleischige Ware, soll im Wege des öffentlichen Anerbietens vergeben werden. 5830D Die Kartoffeln müssen gesund und Hand- verlesen sein. Die Lieferungsbedingungen, die in den Angeboten ausdrücklich anzuerkennen find, können während der Dienststunden hier eingesehen werden oder gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden. Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Kartoffellieferung" bis zum Er- öffnungstermin Dienstag, den 3. Oktober 1933 vormittags 10 Uhr hier einzureichen. Die Lieferanten bleiben 10 Tage an ihr Angebot gebunden. Direktton der Landes-Heil- und '3flegeanf(alt bei Gießen. Will Vater wirklich helfen? Auch „Er“ würde vorher das Werkzeug zum Groß - Reinemachen prüfen: Bohnerbürste, Mop, Leiter, Fenster-Eimer, Besen, Handfeger,Teppichkehrmaschine, SchouerbUrste und Tuch Wo würde „Er“ es kaufen? 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Im MiticlpM han. gswmpie In der Leichtachle. «)t annehmbare Leistungen, tenen Zeit konnten die End- 'Wall nicht mehr durch, den an einem geeignete Xen ooüet «bschluh. portiidjen Wettbewerbe mor- 'der Truppe mit ihren 6pi* in in die Kampfbahn ein. Pie aunhemden wurden vom Pu> Begeisterung begrüßt. Trup. ident Verteile feierte in den Geist, der dich Beran, und schloß mit einem jubelnd |.$)eii!“ auf den Führer. Die as Horst.Wessel'Lied und da; fest in ^ranffurt a. M. hotte 5 gefwfben. hem SSI.'Sporffe/i wurhe pättmarfä burd) hie Sport' « Frankfurter Hotel- und rchgeführt, der von einer larten Zu.fcha.uerM beob- n diefem Mrßch, der durch Tto führte, wurde unter 350 non den Bajuwaren Tliin- Died von der Frankfurter der Ä* k^e-nerX: l? »u ben«n,«L“!* Mr "'len h, Ms !W ’• "°ch Sie BTUni> iWr-tin.,*11 □egen. 11 Ist der Ileberzeugung, daß «nm doch M andere Hima- herrfchm, noch aflerlet 6r immelt iverdm tönnfen, I?« Seoelfluges von Bedeutung Fd-Vs.«»-«-- »- Tropen verlegen. schaff im filmt*' sgjfiss s?Os ^-AZr- len, d°ß° „d obS* nb ein« > herv°rt°6ch; g> un &(g enanSe e . zu verbinden, Iahrhunderte aber noch immer mchl gebaut )5 erwog man den Pian ewet ) an die Leipziger ;L«Kr 15*43?**n8 »r zur W®* t .ug[eid) em hm der E Ä%sS£ ^uen'äuUt worden LrsAhr tzZUS Je flKiL Ei" -Äsender EL Dor; •gSÜ**’ iSffS.se ft ®r2 ibn »er. ***• 1 »on A?chung flott, en°mni*9tiUn6 um 5Mi ÄaÜsni"l- 9sbot| Ä«4far "?>4ä und mQi;,vÄ\0 e%°ft^eÄnÄ ' Lützellinden Ä >JW?KiÜ N. Solle der lebte ® BÄ*v«fc ®Mw im Bezirk Molle- Äse g, ;Ä en wollen, doch Memo. ?h?MS:5lW«' ’iettes gesichert, haupiae- J9«T betonte, dah schon Msgleichsabgabe es richtig Abteilungsleiter schlechten Absatz der Landlgen Futterpreis hin. Die -vllch von dem Markt ganz lchtung der Tenossenschasts. «n Orten des Effenbergs ,eit zuzugreisen. Nach länge- ,r fich alle Anwesenden beberein, daß in der nächsten uernversammlungen abgehnl- denen nach Möglichkeit die st gegründet werden soll. Die . standekommen des vorliegen- gut eWen Landbundes. 3. Sept. 3n einer außer- immtung bei fielfiId)en f)ier ftattfanb unb von Helmolt geleitet wurde, icn formellen Delchlch zur effifchen Lanbbun- en nunmechr von der durch i LtondesvraomMvn aller i, die in Esten unter dem en Dr. Wagner steht 3m er großen Bauernkundgebung ; Landbund endgültig seinen ceis GicKcn. blichen Wetterau, 23. übensclder unserer Te- echend aus. Die Anbauslache Hahr wieder den einzelnen llktienzuckersabrickMüerau AmtSwatter-Tagung der DA? und ASVO geben hat. lin". war. Bonn wirkte als Schauspieler- vor allem in München, Wien und Berlin. Er spielte in seiner letzten Zeit vornehmlich jugendliche Helden, Lieb- verliehen worden, für gerechte Löhne und den Arbeits fried en zu wirken und am sozialen Aufbau mitzuarbeiten. Dr. L ü c r ging sodann kurz auf die zukünftige berufsständische Entwicklung em. Weiter betonte er grundsätzlich, daß er eine Herabsetzung der Löhne niemals g eb e n werde. Er lehne es schärsftens ob, den deutschen Arbeiter vor den Karren einer liberalistischen und reaktionären Elique spannen zu lassen. Das deutsche Problem könne nur durch den deutschen Sozialismus gelöst und die Revolution nur durch den deutschen Arbeiter der Stirn und der Jauft vollendet werden. übrigens auch als Theaterdirektor und als Dramatiker einen gewissen Namen gemacht. Sein Fri- dericus-Schausviel „Der junge Fritz" wurde seinerzeit vom Kaiser verboten. Mehr Erfolg hatte er mit den Detektivstücken „Sherlock Holmes" und „Der 5)und von Baskerville". Persönliche Erinnerungen schrieb Bonn unter dem Titel „Mein Künstlerleben" und „Zwei Jahre Theaterdirektor in Ber- Oie Entdeckung des Klangs. Grundlegende Fortschritte auf dem Gebiet der elektrischen Musik. Don Dipl.'Ing. F. W. Winckel. volle Zusammenarbeit \ rungen Dr. Lüers muri (haft herzlichen Dank aus. Die Versammlung be» chloh weiterhin einstimmig, künftig jedes Mitglied aus der Genossenschaft auszuschliehen, das voni jetzt ab geschäftliche Beziehungen mit Juden unterhalte. m Friedberg vorgeschrieben, die auch bereits Der. einbarungen über die Preisgestaltung für Kaufrüben der kommenden Ernte getroffen hat. Danach erl)Mt ber Pflanzer siir den Dappelzentner reine Rüben den Gegenwert von 7,65 Kilogramm Melis bei einem Melispreis von 34 Mark je Doppelzentner, mithin Rübenpreis 2,60 Mark M Doppelzentner. Dieser Preis kann sich jedoch bis auf 3,26 Mark je Doppelzentner Ruben erhöhen, je nach dem Melispre.s. Als Mel.spre.s g.l das Mittel sämtlicher Notierungen an der Magdeburger Börse in der Zeit vom 1. November 193$ bis 30. Juni 1934. Dabei wird der bei der Ausfuhr von Zucker gehabte Mindererlös zwischen Fabriken und Pflanzern anteilig verrechnet, lieber bas Kontingent hinaus angebaute Ruben werden nicht ab- genommen, Grundbedingung ist, daß alle Ruben nur aus dem Samen gezogen werden, den die Fabrikleitung kostenlos ausgibt, und zwar 14 Pfund pro Normalmorgen. s Utphe, 23. Sept. Dieser Tage feiert einer unserer ältesten Einwohner, der Landwirt und Schmied Johannes Bornmann, seinen 8 8. Geburtstag im Kreise seiner Familie. Der Greis erfreut sich noch verhältnismäßiger Rüstigkeit. — Der hiesige Männergesangverein ,Lore- l e y" wurde aleichgeschaltet. Sein 1. Vorsitzender ist nunmehr Landwirt Wilh. Bornstiann, der 2. Vorsitzende Karl Beltz er, Schriftführer Hermann Sack und Kassenwart Karl Sack. — Der Vorstand des Turnvereins besteht nach seiner Gleichschaltung aus dem 1. Vorsitzenden Otto Lin- bemeier, dem 2. Vorsitzenden ©elfter, dem Schriftführer Wilhelm Eichenauer und dem Rechner Friedrich Bornmann. Kreis Schotten. Preußen. Vom Gondergericht verurteilt WSN. F r a n k f u r t a. M., 24. Sepl. Der Schmied Friedrich Loew war von Mainz auf das Gehöft seines Vaters in Dietenhausen gekommen, wo er sich mit einigen Männern unterhielt. Als die. Sprache auf Politik kam, teilte er mit, daß der Straßburger Sender verbreitet habe, ein Minister der gegenwärtigen Regierung habe mit dreißig SA.-Leuten den Reichstag angezünoet. „Und solche Leute sitzen in der Regierung", fügte er hinzu. Als man ihm sagte, das sei unwahr, gab er die unwahre Behauptung als seine eigene Meinung wieder und setzte hinzu, er lasse sich nicht mehr festnehmen, und wenn sechs SA.-Leute daran glauben müßten. Der Angeklagte machte sich durch das Gerede des Vergehens gegen Paragraph 3 des Gesetzes zur Abwehr heimtückischer -Angriffe gegen die Reichsregierung schuldig. Das Sondergericht verurteilte ihn zu zehn Monaten Gefängnis. Es berücksichtigte mildernd, daß der Angeklagte noch unbestraft ist, daß das Gespräch nicht von ihm ausging, unb daß der Begriff Oeffent- lichkeit nicht vorliege. Der Staatsanwalt hotte ein Jahr Gefängnis beantragt. Der 25jährige Fuhrmann Kurt Mootz wohnt in Wetzlar in einem Hause, in dem auch ein Ber» sicherungsinspektor Mieter ist. Letzterer nahm wiederholt wahr, daß Mootz, der parteilos sein will, verhetzende Reden führte. Bei einem Gespräch am 1. Pfingstfeiertag äußerte sich Mootz in gröblich be» leibigenber Weise über den Reichskanzler. Außerdem behauptete er, daß der Staatskommissar Stefan, auf dessen Auto zwei Schüsse abgegeben worden waren, selbst die Schüsse abgefeuert habe. Der Staats- kommissar stellte Strafantrag gegen den Fuhrmann, der zunächst in Schutzhaft und dann in Unter» suchungshaft gebracht wurde. Das Sondergericht verurteilte M. wegen Vergehens gegen Paragraph 3 des Abwehrgesetzes und Paragraph 186 des StrGB. zuanderthalbJahrenGefängnis. Zusammenschluß von Handelskammern im Rhein-Main-Gebiet. Frankfurt a. M„ 23. Sept. (WTB.-Funk- spruch). Der Zusammenschluß der preußischen Industrie- und Handelskammern für das Rhein- Mai nifche Wirtschaftsgebiet, mit dem Sitz Frankfurt a. M., und der Industrie- und Handelskammern des Volks st gutes Heffenzu einem Rhein-mainifchen Industrie- und Handelstag, Sitz Frankfurt a. M, ist vollzogen. Die erste Sitzung des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstages wird im Kurfürstlichen Schloß i n Mainz ftattfinden. Sie wird vom Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger geleitet und in einem besonders feierlichen Rahmen gehalten werden. Kreis Wetzlar. < Wißmar, 23. Sept. In einer öffentlichen Versammlung sprach der stellverttetende Kreisle,ter der NSDAP., Haus, hier vor vollbesetztem oaal über das Thema „Der Weg zumneuen Deutsch- land". In seinen Ausführungen beschäftigte sich der Redner zunächst mit der unblutigen national,o^a- Frankfurt a.TI., 24. Sept. (WSN.) Anläßlich des Gauparteitags fand am Samstag im großen Faal des neuen Gewerkschaftshauses ein Kongreß sämtlicher führender Amtswalter der NSBO. und der Deutschen Ar- b e i t s f r o n t statt. Zum ersten Male waren gleich- zeitig mit den Kreisbetriebszellenleitern Hessen-Nassaus auch die Derbandsbezirksleiter der 15 Arbeiterund 9 Angeitelltenoerbände Hessens und Hessen- Nassaus versammelt. Erstmalig waren aud) di« Kreisbetriebszellenleiter Hessens anwesend. Dieser bedeutungsvolle Kongreß erhielt durch die Anwesenheit des Treuhänders der Arbeit, Dr. L ü < r , und von Vertretern des Gewerbeaufsichtsamts noch seine befonbere Note. Es waren etwa 200 neue Arbeiterführer unseres Wirtschaftsgebietes versammelt. Gaubetriebszellenleiter Willi Becker, M. d. L. und Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, eröffnete die Sitzung, begrüßte die Erschienenen und gedachte besonoers des verstorbenen Pg. Reinhold Muchow, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. Das Wort erhielt dann der bisherige Gaubetriebszellenleiter Hessen, Fritz Kern, MdR., ber in Zukunft der Stellvertreter des (Baubetriebs- Wellenleiters Willi Becker ist. Er dankte seinen Amtswaltern für ihre Mitarbeit und das bewiesene Vertrauen und bat, beides ohne jeden Vorbehalt dem Pg. Becker zur Verfügung zu stellen. Der deutsche Sozialismus habe die Landesgrenzen aufgehoben. Die weitere Aufgabe fei, das deutsche Arbeiter- tum im ehrlichen wetteifer mit anderen Ständen in die Lage zu versehen, die Säule des neuen Staates zu fein. Die JISBO. müsse arbeiten, der Arbeiterschaft eine neue Führung zu geben, die keinen vorteil für die eigene Person wolle, sondern die Arbeiterschaft den IDlrt- schaftsführern in Industrie und handel charaktermäßig glelchstelle. In der Erfüllung dieser ethischen Ziele fei unser Sozialismus für die Zukunft gewährleistet. Pg. Becker führte darauf aus, daß Hessen und Hessen-Nassau zwar in Zukunft nur noch einen, aber in Wirklichkeit doch zwei Gaubetriebszellenleiter habe, denn sie beide würden stets Schulter an Schulter gehen. Diese Verbundenheit von oben müsse jetzt alle Kreise erfüllen. Die Einheit des deutschen Volkes müsse unüberwindlich sein, so wie es in dem Verhältnis zwischen der DAF. undder NSBO. verkörpert wäre, denn hier wie dort führten nur alte NSBO.-Leute, die eine jahrelange Kampfkamerad- schäft verbinde. Oer Treuhänder der Arbeit Or. Euer Kommunistische Straßenschnnerere, in Darmstadt. Darmstadt, 23. Sept. (WSN.) In der Nacht auf Freitag wurden in der Hochstraße in Darm- ftaot die 2J ü r g er ft e ige mit dem fommunifi- Lhen Schlagwort „R F B. I e b t n o ch o e schmiert. Als Vergeltungsmaßnahme wurden, wie das hessische Staatspolizeiamt mitteilt, b re i ehemalige führende k o mm u n i st t f ch e Funktionäreins Staatsgefängnis ein« geliefert. 53 Kommunisten sestgenommen. Lampertheim, 23. Sept. (WSN.) Seit mehreren Tagen ist in Lampertheim eme u m s a 1 - sende Äktion gegen die Mitglieder der frühe- ren Kommunistischen Partei Gange. Bisher wurden 53 Personen in Haft genommen. Wie verlautet, ist man im fiaufe öer Aktion einem früher geplanten kommuntstischen Anschlag gegen einen nationalsozialistischen Führer in Lampertheim auf die Spur gekommen. Beschlagnahmt wurde in Lampertheim bzw. einem m der Nähe von Lampertheim befindlichen Weiher bei Mörlenbach 2 Granaten, mehrere ®ran^unber, 2 Jagdgewehre, ein Karabiner, eine Anzahl Handgranaten, Jnfanteriemunition, em Motorrad, em Radioapparat mit besonderer Anweisung juwi Cmp fang des Moskauer Senders, Uniformftutfe bes Roten Frontkämpferbundes, zahlreiche Zeltschriften und auch die ^genannte Amerikafahne e.n G - schenk amerikanischer Genossen, 12 Musikinstrumente unb 10 Fahrräder mit einheitlichem blauen Anstrich unb gelber Felge. Warenhaus- und Filialsteuer zwei verschiedene Steuern. M a i n z, 23. Sept. (WSN.) Nach einem früheren Beschoß bes Stabtrats konnten b.eW aren- bau5- unb Filialsteuer entsprechend dem Artikel 27 des Steuerumlagegesetzes nicht gleich zeitig als z w e i v e r j ch l e n d e n e S t e u- cm erhoben werden. Nachdem durch Erlaß eme neuen Gesetzes über die Warenhaus- unb ^tl M- fteuer der Artikel 27 aufgehoben und die Möglichkeit gegeben wurde, die Warenhaus» und Final- steuer nebeneinander als zwei verschiedene Steuern zu erheben, sah sich der Oberbürgermeister veran- in&t eine dringende Stadtratssitzuna einzuberufen, um die kürzlich vom Stadtrat beschlossene Orts- latzung, die nur eine Warenhaus- und Filialsteuer varsah, aufzuheben. Auf Antrag der Stadtoerwal- tuna und nach einer kurzen Begründung durch den kommissarischen Beigeordneten Schloimann wurde die Ortssatzung aufgehoben, so daß neben- einander die Steuer für Warenhaus und Filiale erhoben werden kann. Großfeuer durch Brandstiftung. Darin stadt, 23. Sept. oder hohe Töne verschlucken und andererseits bestimmte Tonbereiche hervorheben. Mit Badwknopfen Schaltern kann man alle diese Umschaltungen vor nehmen. Kein Wunder, daß beim Drehen °n diesen Knöpfen bie seltsamsten Laute hervorkommen, bie noch nie ein Menschenohr vernommen hat. Diese Möglichkeiten bietet bas "Elektro- chorb", bas Oskar Vierling v°ni Hemnch Hertz-Jnstitut entwickelt und A. 8 ° st e r m Lobau gebaut hat. Es ist äußerlich wie mnerlich kaum von einem gewöhnlichen Flügel zu unterscheiden, ab- • Schotten, 24. Sept. Unter ber Leitung von Direktor L i n ck hielt bieser Tage bie Molkereigenossenschaft Hoherodskopf hier eine auherorbentliche Generalversammlung ab, die der Gleichschaltung der Verwaltungsorgane der Genos- senschaft diente. Zu der Versammlung waren neben zahlreichen Mitgliedern auch der Kreisbauernführer August Straub V. (Rainrod) unb als Vertreter des Verbanbes ber Hessischen Lanbwirtschafllichen Genossenschaften Oberrevifor Hartmann (Gie- ßen) erschienen. Kreisbauernführer Straub hielt zunächst eine Ansprache, in ber er ben Sinn unb Zweck ber Gleichschaltung barlegte unb betonte, bah die jetzige Regierung alle Mittel zur Rettung bes Bauernstanbes anwenben werbe. Oberrevisar Hartmann (Gießen) schilberte sobann in seiner Ansprache bie Vorteile ber Gleichschaltung. Zum Führer ber Molkereigenossenschaft würbe Karl L i n ck (Schotten) bestimmt, zu seinem Stellvertreter Kreis- bauernführer August Straub V. (Rainrob). Fuh- rer bes Aufsichtsrats würbe Lubwig Straub (Rubingshain,. Direktor Linck sprach den aus- cheibenben Auftichtsrats- unb Vorstanbsmttgliebern ür ihre treuen Dienste im Interesse ber Genossen» Registern ständigen unb wcchselnben Gebrauch macht, wirb er auch halb bie kontinuierliche ctala aller Klangfarben, bie bie elektrische Musik liefert, erfassen. Es ist möglich, allmählich unb gleichmäßig z. B. von Oboe auf Klarinette überzugehen, beim alle Zwischenfarben zwischen ben bestehen- ben klassischen Instrumenten finb vorhanben. Man wirb zweckmäßig bie Klangfarben in einer Skala numerieren wie man bie Farben bes Lichts in einem Spektrum georbnet hat. Maßgebenb würbe hierbei ber Formant, ber charakteristische Oberton, sein. Man wirb bann nicht mehr von Klavier ober (Beige sprechen, sonbern etwa von ben Klangfarben 51 unb 97, bie auf ben Skastnknöpfen ber elcftri» schen Instrumente einzustellen finb. Es ist anzunehmen, baß bie neu erschlossenen Möglichkeiten ber Rlangfarbenbilbungen bem musikalischen Schassen unserer Zeit einen neuen Impuls geben werben. Es scheint ferner so, als ob | bie elektroakustische Musik, die aus dem Lautsprecher kommt, ein aktiv gestaltendes Element jener anderen Lautsprechermusik, die wir als Rundfunk bezeichnen unb bie uns zu passivem Verhalten zwingt, entgegensetzt. Das freie Gestalten aus ber rohen unb unbearbeiteten Materie, bie bie elektrische Tlufit im Augenblick barstellt, bietet für ben schöpfe- ri chen Menschen einen ungeheuren Anreiz. Die arteigenen Voraussetzungen der Rlangbilbungaus bem Elektrischen werben neue Wege weisen. Wenn bie hier heute noch verborgenen Kräfte sich fruchtbar I auswirken können, stehen wir an einem Wenbe- punft ber Musik, wie wir ihn bisher wohl kaum gesehen bavon, daß der Resonanzboden fehlt. Im ersten Stadium der Versuche, die von Professor I Nernst und von Vierling ausgeführt wurden, setzte man über die Saiten des Flügels kleine I Elektromagnete in Form von Telephonspulen, die die Schwingungen der Saiten in Wechselstrom verwandeln, der im Lautsprecher hörbar gemacht wird.. Neuerdings geschieht die Abnahme der Saitenschwingungen nicht mehr elektromagnetisch, sondern elektrostatisch, was eine erhebliche Vereinfachung zur Folge hat. Quer über die Saiten laufen Metallstege wie beim gewöhnlichen Flügel, die mit den Saiten lauter Kondensatoren bilden. An den Leisten einerseits und an den Saiten andererseits liegt eine elektrische Spannung, die gemäß den Schwingungen der Saiten zu pulsieren beginnt und im Lautsprecher als Ton jener Schwingunaszahl erscheint. Diese Lösung bedeutet infolge des Fortfalles der vielen Spulen usw. einen außerordentlichen Fortschritt in der Entwicklung des elektrischen Flügels. Unter dem Notenpult sind lauter Register zu sehen, die die Schalter für die Klangfarbenschaltung darstellen. Diese ist zusammen mit dem Verstärker und dem Lautsprecher in einem besonderen Gehäuse untergebracht. Auf bem Instrument kann man normal Klavier spielen, bei größerer Der- ftärfung wie auf einem Konzertflügel; man kann ferner auf Orgel, Holzdläferstimmen usw. umschalten. Jebes Klavierstück läßt sich in feiner Eigenart spielen, z. B. eine Bachsche Fuge mit bem Klang eines Bachklaviers, eine Mozart-Sonate auf einem Cembalo usw. Das gestattet also eine vollkommen inbioibuelle Behanblung klassischer Musik. Das Instrument, bas bie Größe eines Stutzflügels hat, wirb zusammen mit bem Lautsprecher nicht mehr als ein guter Konzertflügel kosten. Ein interesiantes Gegenstück hierzu bilbet bas Irautonium, bas zwar schon seit Jahren be- fannt ist, aber bisher noch im Dersuchsstabium war. Es wirb nun als einstimmiges Heim- unb Konzertinstrument herausgebracht werben. Es hanbelt sich hierbei um einen Schwingungserzeuger, bei dem man durch Niederdrücken eines Widerstands- drahtes die Tonhöhe einschaltet und an Drehknöp- sen die Klangfarbe. Es ist möglich, konstinuierlich alle Töne, also auch Vierteltöne wiederzugeben, ben Ton an unb abschwellen zu lassen, chn staccato unb glissando zu erzeugen. Heber bie Klänge hinaus kann man Trommelwirbel, Geräusche, Tierlaute unb noch manches mehr probuzieren. Die gbeiben Instrumente, bas männlich exakte, etwas harte Gepräge bes Flügels unb bas weiblich gefühlvolle, ungebunbene bes Trautoniums ergänzen sich in glücklicher Weise beim Zusammenspiel. Der Musiker steht zunächst fasiungslos vor diesem Heberreichtum an neuen Ausbrucksmöglichkeiten. Die Klangfarbe ist nicht mehr ein Rahmen, innerhalb besten ber Künstler gestaltet, sonbern sie ist selber ein qeftaltenbes Element geworben. Sie ist wie ber Rhythmus, bie Melobie, bie Harmonie unb bie Dynamik ein gleichwertiger variabler Bestandteil der Musik. Bis zu einem gewissen Grad war dies bisher bei ber Orgel ber Fall. Wie ber Künstler auch bei diesem Instrument von den vorhandenen ausgenommen. . In einem kurzen Referat schilderte dann Dr. R e i 6 vom Gewerbeaufsichtsamt, wie sehr (eine Behörde die Mitarbeit der NSBO. unb ihrer Betriebsräte bei ben Aufgaben bes Gewerbeaufsichtsamtes — Ar- beitszeitschutz, Betriebs, und Hnfallschutz und Be- triebshygiene — zu schätzen unb zu würdigen wisse. Gaubetriebszellenleiter Becken ergriff sodann noch zu verschiedenen organisatorischen erlebt haben. _________ Fragen das Wort. Er bezeichnete es als den Ideal- _ wer ’ Cm ™”nn"e‘ Kunst und Wissenschaft. nigt feien. Wo bas nicht möglich (ei,müsse e n g st e (Eine neue Forschungsreise kameradschaftliche Zusammenarbeit von Geheimrat Frobenius. herrschen. Es sei nicht richtig, daß bie weiblichen Der bekannte Ethnologe -unb Kulturmorphologe Mitglieder aus der NSBO. auszuscheiben hätten und Geheimrat Leo Frode nius wirb Anfang Ok- baß jetzt bie Beitragspflicht ber in ben anbern Der- tober mjt 3rocj Automobilen von Kairo zur D u r ch- bänben noch organisierten NSBO.-Mitglieber auf- q u e r u n g ber Libyschen SB ü ft e bis 3ur höre. Das Gegenteil fei der Fall. I italienischen Oase Kusra ausbrechen. Die technische Nachdem Dr. Lüer sich noch in temperament- Leitung hat Gras A l m a s y, der bekannte (Ent- vollen Ausführungen gegen jeden Pessimismus ge- I betfer ^er Oase Zarzura, übernommen. Als Mit- wandt hatte, indem er erklärte, in zehn Wochen Qrbcjter begleiten Frobenius zwei Assistenten, zwei Millionen Menschen wieder in Arbeit unb I £r Rhotert unb Frau Pauli. Durch diese Brot gebracht zu haben, sei eine Leistung, die nur Unternehmung soll neuerlich Material für die (Be- durch eine unerhörte Zusammenballung von (Blau- tC^te Aegyptens, die schon durch die Funde der ben unb Willen erreicht fei, fuhr Gaubetriebszellen- ^eise von 1932 (nach Fezzan) wesentliche Ausklä- leiter Becker fort, im beutschen Arbeiter steckten runfl „halten hat, erbracht werben. Mussolini bie ebelften (Elemente. Er sei treu, wie kaum ein Frobenius bie Hilfe ber italienischen Regierung anberer Stanb, ja er hätte bie Treue noch bort I na(^ Eintreffen ber Erpebition in Rufra zugesagt, gehalten, wo sie bereits verraten würbe. Die Mittel ber Expebition finb so gering, baß bie Niemals wieder dürfe der Arbeiter enttäuscht I kleine Gruppe ber Forscher auf jede nur denkbare werden. Die Pflege der Treue fei Gemeingut I Entbehrung vorbereitet ist. der NSBO., bie darin allen anderen Organl- Der Schauspieler Ferdinand Bonn f. fationen vorbildlich vorangehen müsse. gn Berlin ist der bekannte Schauspieler Ferdi- fiiHer ift unter Schicksal' Schluß mit dem Hebel der I nand Bonn im Alter von 72 Jahren g e ft o r » unteres b e ^B.onn, El m D°n°u°°rch -eb-en war Führers verkleinern wollen Der Arbeiter em Schuler P o s f a r t s , was noch tm Daryei mußwiederSohnderNationfeinund lungsftil feiner letzten Jahre deutlich zu empfmden die Arbeit muß wieder Platz finden in einem ge- 1 -- """" nU ^"'.imeler- vor allem m sunden geeinten Volk. „Kämpfen wir darum, Karne- raben, beim wir finb bie Pioniere ber Zukunft!" i fnmä. Unter fubelnbem Beifall schloß Pg. Kem tiefen hader unb Lebemänner er war em echt komo Kongreß, der allen Beteiligten Vertrauen und dianttsches Talent, neigte ° ^,^Ss zu Ueb„tre^ kämpferischen Mut für eine kessere Zukunft eilige- Wischen Revolution und mit den Mächtegruppen — Judentum, Marxismus, Kapitalismus —, die in den letzten 30 Jahren planmäßig die Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit^ zu zerstören bemüht gewesen seien. Ichsucht und Profitgier seien damals an deren Stelle getreten. Der Klassenhaß sei hochgezüchtet worden, Religionslosigkeit, Gleichheit der Menschen und internationaler Sozialismus seien gepredigt worden. Das deutsche Volk sei zum Kampfe aller gegen alle gedrängt worden, damit es um so ungestörter habe ausgeraubt werden können. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner besonders mit dem Judentum, um dann auf die große Befreiungstat Adolf Hitlers hinzuweisen, des Volkskanzlers, der die Begriffe Heimat, Treue und Vaterlandsliebe wieder lebendig gemacht habe. Er habe ein trauriges Erbe angetroffen, aber jetzt müsse jeder Volksgenosse mithelfen, im Sinne des Gedankens, daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe. Mit der Jugend wachse eine neue Zukunft herauf. Das Schicksal müsse den Aufstieg für uns bringen. Stützpunktleiter Haibach schloß, nachdem das Horst-Wessel-Lied gesungen worden war, die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler. O Aus dem Kleebachtal, 24. Sept. Nachdem stärkere Regen der harten Boden durchweicht haben, hat man überall mit der Kartoffelernte begonnen. Der Ertrag läßt in vielen Orten zu wünschen übrig. Insbesondere sind es die leichten und mittleren Böden, die große Ausfälle bringen. Die große Trockenheit des Nachsommers hat das Wachstum mehr beeinträchtigt, als man zuerst annahm. Das Ernteergebnis wird vielfach auf die Hälfte der Erntemenge des Vorjahres beziffert. Demgegenüber ist die Oualität der Karlen- sein sehr gut. Die Knollen sind nicht übermäßig dick, aber gesund. — Die Z w e t s ch e n e r n t e ist soweit beendet. Sie brachte einen guten Ertrag. Doch der Absatz war schlecht. Während früher viele Waggons aus dem hiesigen Bezirk verschickt mürben, ist es jetzt sehr schwer, die weit geringeren Mengen unterzubringen. Es wurden für den Zent- ner 3,50 bis 4,50 Mark bezahlt. Die Winter- obsternte fällt sehr knapp aus. Auffallenderweise fallen die besten Sorten — Schöner von Boskop und Goldrenette von Blenheim — ganz aus Dillkreis. < Weidenhausen, 23. Sept. Der allseits beliebte und geschätzte Lehrer i. R. Johannes R u d- l o f f wurde dieser Tage zu Grabe getragen. Der im Alter von 75 Jahren Verstorbene hat in Rönnershauien (wo er 45 Jahre lang als Lehrer tätig war) und in Weidenhausen stets zum Segen der Gemeinden gewirkt. Nach seiner Ruhestandsoersetzung verlegte er seinen Wohnsitz nach Weidenhausen und hatte hier die Jahre bis zu seinem Tode zugebracht. — Die Reichsbahnstation gibt von jetzt ab Sonntagsfahrkarten nach Herborn aus. Unser Bahnhof hat ein freundlicheres Gesicht bekommen, da man die eine Hecke, die am Wege entlang läuft, abgeholzt und dafür einen Bürgersteig mit Geländer angebracht hat. — Die hiesige Freiwillige Feuerwehr unterzog sich einer Nachtübung und legte Zeugnis von ihrem Können ab. Ein. gut markierter Brandangriff auf ein ausgewähltes Wohnhaus mit Scheune diente zur Probeleistung der neuangeschafften Motorspritze. Die Veschästiglmg hcrJnbuflrie im August 1933. Ergebnisse der Zndustneberichterstattung. Die Industrie hat die Sommerflaute vom Juli verhältnismäßig leicht überwunden. Im August hat sich die Belebung wieder beschleunigt fortgesetzt. Dabei wurden nicht nur weitere Arbeitskräfte eingestellt; auch das Arbeitsvolumen der Industrie hat sich beträchtlich erhöht. So ist nach der Jndu- strieberichterstattung des Statistischen Reichsamts die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 47,3 o.f) auf 48,2 v. h. der Arbeiterplahkapazität gestiegen und liegt damit um 17 v. h. über dem Stand des Vorjahrs. Verhältnismäßig stärker, nämlich von 41,5 v. H. auf 42,7 v. H. der Arbeiterstundenkapazität, hat die Zahl der geleisteten Arbeiter st unden ^genommen. Diese Entwicklung verdient deshalb besondere Beachtung, weil sich in den beiden letzten Monaten die Summe der geleisteten Arbeiterstunden kaum verändert hatte und Neueinstellungen von Arbeitern im ganzen nur durch Arbeitsstreckung möglich waren. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit eines Arbeiters hat sich leicht von 7,10 auf 7,14 Stunden erhöht. Die Belebung der industriellen Tätigkeit hat sich in den Produklionsgüterindustrien und in den verbrauchsgütecindustrien fast in gleichem Blaße durchgesehl. Innerhalb der Prvduktionsgüterindu- st r i e n sind vor allem die I n o e st t t i o n s - güterindustrien die Träger der Belebung. Sa ist die Beschäftigung in der Großeisenindustrie, im Maschinenbau, in Den N. E. Metallhütten und Walzwerken und in Teilen der Elektroindustrie gestiegen. Im Baugewerbe hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter fast doppelt so st a r k erhöht wie im Vormonat. Damit hat diese wichtige Schlüsselindustrie bereits den Stand vom August 1931 erreicht. Innerhalb des Baugewerbes haben vor allem die öffentlichen lief- bauarbeiten zugenommen, der gewerbliche Bau bleibt demgegenüber noch beträchtlich zurück. Im Zusammenhang mit. der größeren Bautätigkeit hat sich auch die Beschäftigung in einzelnen B a u - stoffindustrien (Pflasterstein- und Schotterindustrie, Ziegelindustrie, Zementindustrie und Dach- pappenindustrie) weiter gehoben. Im Kraftfahrzeug- und Fahrradbau haben Produktion und Beschäftigung ihren saisonmäßigen Höhepunkt überschritten. Die Einschränkungen sind aber geringer als im Vorjahr. Die Arbeit ist weiter gestreckt, Arbeiterentlassungen sind bisher nur in geringem Umfang vorgenommen worden. 3n den Verbrauchsgüterindustrien haben die Vorbereitungen für das Herbst- und winter- geschäft begonnen; die Beschäftigung ist hier daher auch stärker als im Vormonat gestiegen. So hat sich in einzelnen Zweigen der Beklei - dunasindustrie, vor allem in der Schuh- und Hutindustrie, sowie in Der Erzeugung künstlicher Blumen nicht nur die Zahl der Arbeitskräfte, sondern auch Die Summe Der geleisteten Arbeiterstunden beträchtlich erhöht. Auch in den meisten Industriezweigen, Die Hausrat, sowie Gegenstände für den Wohu - und Kulturbedarf Herstellen, hat die Beschäftigung zugenommen, besonders in der Herstellung von Geschirrsteingut, Weißhohlglas und Uhren. Nur in der Textilindustrie ist Die Belebung im ganzen geringer als im Vormonat. Zwar hat sich Die Zahl Der Arbeitskräfte unD Der geleisteten Arbeiterstunden auch hier in fast allen Zweigen gehoben. Doch roirD Das Ergebnis für Den gesamten Industriezweig Durch Den scharfen Rückgang in Der Wollindustrie unD in Teilen Der WirkwareninDustrie geDrücft. In Den Nahrungs- und Genußmittelin D u st r i e n ist die Beschäftigung fast durchweg gestiegen, nur die Oelmühlen unD Die Obst- unD Gernüsekonseroenindustrie (Der Saison entsprechend) mußten Einschränkungen vornehmen. Garienbauerzeugnisse mit Visitenkarte. Von Charlotte Kloß. Es war einmal, da eroberten sich deutsche Händler den Marktkorb der deutschen Hausfrau mit dem Hinweis, holländische Gurken, zarte französische En- dioien, italienische Kirschen usw. Deutschland erschien reich, übertriebene Rohkostlehrer propagierten besonders im zeitigen Frühjahr Den Genuß von jungem Gemüse, von frischem Obst. Die Hausfrau — oft all- zu leichtgläubig und geschickten Anpreisungen gegenüber mitunter schwach — ließ Mark für Mark aus dem Lande rollen, schaffte Arbeit und Brot für fremde Volksgenossen Im eigenen Ackerland wuchs die Zahl derjenigen, denen keine Beschilft tigung mehr gegeben werden konnte. Insbesondere die deutsche Gartenbauwirtschaft lag — trotz heißer Bemühungen um Konkurrenzfähigkeit auf dem Markt — völlig darnieder. Endlich wurde von nationalbewußten deutschen Hausfrauen Front gemacht gegen die Bevorzugung von ausländischem Obst und Gemüse, gegen Die Anpreisung von Gartenbauerzeugnissen in einer Jahreszeit, in der der deutsche Boden Gurken, Tomaten, Frühkartoffeln u. a. m. noch nicht hergeben konnte. (So ist gegen die übermäßige Verwendung von Bananen, die in der Kleinkinderernährung jahrelang geradezu vergöttert wurden, von national- bewußten Hausfrauen jahrelang ein Kleinkrieg ent- r facht worden.) Seit 1929 stehen führend im Kampf um das deutsche Erzeugnis die städtischen Haus- frauenoereine. Durch ihre -Spitzenorganisation, den Reichsoerband Deutscher Hausfrauen vereine, stets unterrichtet über jeweils eintretende und zu beob- achtende Mißstände auf dem Obst- und Gemüsemarkt, konnte er seine Mitglieder im ganzen Reich schlagartig einsetzen für die Propaganda von be- stimmten Erzeugnissen aus heimischer Scholle und für die erste Abstellung oorkommender Mißstände im Handel. Der Reichsoerband Deutscher Hausfrauenvereine mit seinen zahlreichen Unterverbänden ist es nun auch wieder, der sich dem deutschen Gartenbau sofort zur Verfügung gestellt hat, als kürzlich nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Organi- fationen der Erzeuger und des Handels die Kenn- zeichnungdeutscherGartenbauerzeug- nisse endlich Wirklichkeit wurde. Wenn jetzt vorn Verbraucher ein Druck auf den Obst- und Gemüsehandel ausgeübt wird, d. h. wenn in allen großen und kleinen deutschen Städten die kaufenden Hausfrauen mit ihren Gemüsehändlern über die innerhalb des Berufsstandes der Gartenbauwirtschaft verein- barten Richtlinien, die dem deutschen Erzeugnis in Gemüse- und Obstverkaufsstellen eine bevor- z u g t e Stellung einräumen, diskutieren, so wird in kurzer Zeit die Kennzeichnung „Deutsches Erzeugnis" auch in Dem kleinsten Betrieb selbstverständlich werden. Es gilt jetzt, auch das Gewissen Des Händlers wachzurütteln. Bei dieser schweren Aufgabe, von deren Lösung Sein oder Nichtsein der ^ deutsche 6atUnbftu (Eytugiuffs taufen! - IV • I deutschen Gartenbauwirtschaft abhängt, kann jede einzelne Hausfrau mitwirken. Nicht eine Kundin und noch eine, nein, alle muffen dem Obst- Und Gemüsehändler durch sachkundige Fragen lästia fallen: „Sie sagten, das sind deutsche Tomaten? Die Kiste trägt ja aber einen fremd- sprachiaen Aufdruck! Wie, Sie haben nur einen alten Verpackungsbehälter benutzt? Das deutsche Er- Zeugnis — so ist doch bestimmt worden — soll in Behältern, Die Das Plakat „Deutsches Erzeugnis" tragen, angeboten werden. (Siehe Abbildung.) Ich bin also nur sicher, deutsche Tomaten zu kaufen wenn sie mir aus einer jo gekennzeichneten Kiste verkauft werden." Die Richtlinien jur Die Kennzeichnung oe|timmen weiter, daß für die Auslagen in oder vor dem Einzelhandelsgeschäft und in den Markthallen einheitlich Kennzeichnungsschilder mit dem Aufdruck „Deutsches Erzeugnis" und dem vom deutschen Vvlkswirtschaftsdienst geschaffenen Einheitszeichen für deutsche Ware benutzt werden. (Es ist dies ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln, wie ihn die Abbildung zeigt.) Die Kennzeichnungsschilder müssen also in geeigneter Form sowohl an den Auslagen, als auch an Den im Verkaufsraum aufbewahrten Erzeugnissen angebracht werden. Soweit als möglich, müssen auch die einzelnen Erzeugnisse das Kennzeichen tragen. Diese Abmachung bezieht sich auch auf Den b e u t = schen Blumenhandel. Für die deutsche Topfblume find besondere Anhänger geschaffen worden, die auch auf alle gebündelten Erzeugnisse und als Bänder für Gurken Anwendung finden. Der deutsche Obst- und Gemüsehandel verpflichtet sich, den Hausfrauen zuerst die der Jahreszeit entsprechenden o e u l I ch e n Eczeugnljie anzubieten, worauf unsere Leserinnen in nächster Zeit besonders achten und be*- Hausfrauenberatung Gießen, Wernerwall 45, diesbezügliche negative Erfahrungen mitteilen sollten. Interessant wäre auch Die Feststellung, ob im Deut- ichen Obst- unb Gemüsehanbel in Zukunft bas deutsche Erzeugnis in jebem Falle im Vorbergrund der Auslage gezeigt wird und für eine faufanregenbe Darbietung gesorgt ist. Die beutsche Gartcndauwirtschaft erhofft viel von ber Mitwirkung ber Hausfrau. Von Der Haltung, bie bie Hausfrau bem Obst- unb Gemüsehanbel in Zukunft jeigt, wird es abhängen, ob der deutschen Gortenbauwirtschaft geholfen werden kann. Die Voraussetzungen sind durch die vereinbarten Richtlinien des Reichsoerbandes des deutschen Gartenbaues geschaffen. Es gilt jetzt, sie Durchzusetzen, und zwar muß von dieser Bewegung die kleinste Verkaufsstelle ersaßt werden. Dazu braucht die deutsche Gartenbauwirtschaft die Hilfe jeder einzelnen Hausfrau Aus aller Well. Nationalsozialistische Gemeinschaft corpsstudentischer Verbände. Berlin, 23. Sept. (TU.) Der K ö s e n e r Senioren-Conventoerband, der Miltenberger Ring, der Naumburger Senioren-Convent, der Rudolf st ädter Senioren-Convent und der Weinheimer Senioren-Convent, haben sich aus dem Willen heraus, die den deutschen Corps and den Verbindungen corpsstudentische. Art innewohnende Kraft und das wertvolle Kulturgut ihrer Geschichte in gemeinsamer Arbeit dem nationalsozialistischen Staat ganz dienstbar zu machen, z u der nationalsozialistischen Gemeinschaft corps studentischer Verbände zusammengeschlossen mit folgendem B e • f e n n t n i s : Wir glauben an unsere Aufgabe, den uns anvertrauten Teil der deutschen studentischen Jugend i n härtester Erziehungsarbeit, Schlichtheit und Ehrenhaftigkeit zu wehrhaften deutschen Männern zu erziehen, die in Treue einander wie jedem deutschen Volksgenossen verbunden, des erneuerten deutschen Reiches und Volkes Soldaten fein wollen. Wir wollen der wahren Einheit der deutschen Studentenschaft dienen, einer Einheit, die sich aus dem gleichgerichteten Streben kraftvoller Einzelglieder ergibt, niemals aber aus gleichmacherischer Einförmigkeit. Wir wollen in gesundem Wetteifer offen und kameradschaftlich mit allen deutschen Studenten in der Deutschen Studentenschaft und mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund Zusammenarbeiten. Wir wollen fest und unerschütterlich an unseren großen Führer Adolf Hitler und fein Werk g la üben und i h m als seine treue st en Soldaten folgen; der einzelne Mann mit dem Wunsch, in der Persönlichkeit des Führers aufzugehen, jeder Einzelführer aber im steten Bemühen, sein Füh- rertum durch doppelte Treue, doppelte Arbeit und doppelte Verantwortlichkeit zu beweisen. Wir wollen die selbsttose Tat und das schlichte, ehrliche Wort, die die Phrasen hassen, die den höchsten Begriff wohlfeil machen. In diesem Geist erziehen wir den charak - terfesten deutschen .Menschen und schulen ihn zum politischen Soldo- t e n. Wir gehen diesen Weg in Dem steten Bemühen, Den anDeren stuDentischen 23er- b ä n D e n in aufrichtigem Vertrauen treue Warner a b e n zu sein, als nationalsozialistische Gemeinschaft CorpsstuDentischer Verbände. Wir wollen dem deutschen Volk und Vaterland dienen, für das unsere Gemeinschaft nur ein Gleichnis ist." Mehr als 200 Mill. AM. Arbeitsbeschaffungs-Kredite bewilligt. Berlin, 22. Sept. (WTB.) Die vom Vorstand und Kreditausschuß der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten A.-G. (Oeffa) ausgesprochenen Darlehensbewilligungen im neuen Arbeitsbeschaffungsprogramm haben nunmehr den Betrag von 200 Millionen R M. bereits überschritten. Allein in dieser Woche wurden neue Kredite in Höhe von rund 21 Millionen RM. bereitgestellt. Hiervon erhielt die N e ck a r - A G. für die Fortführung der Bauarbeiten an den Staustufen Guttenbach, Neckarzimmern und Gundelsheim einen Betrag von 3,6 Millionen RM. Der Stadt Köln wurden für Kanalisationsarbeiten in Köln-Niehl 1 Million RM., der Stadt Altona für die Kanalisation von Blankenese rund 500 000 RM. zugesagt. Zur Finanzierung der Rheinbrücke bei Neuwied wurden 2,5 Millionen RM. bewilligt. Weiter wurden für eine Reihe von Arbeiten in besonders notleidenden Gebieten (Westfalen-Land und Provinz Sachsen und Schlesien) erhebliche Beträge bereit- gestellt. Mit den bisherigen Darlehenszusagen ist etwa die Hälfte der von der Oeffa im neuen Arbeitsbeschaffungsprogramm bereitzustellenden Kredite bewilligt. (Eine neue Dlrbelsturmkataslrophe in Mexiko. Kaum sind die letzte Meldungen mit den endgültigen Ziffern der Opfer der Wirbelsturmkatastrophe in Mexiko eingegangen, so laufen schon wieder Nach- richten über einen neuen Orkan ein, der Mexiko unb die Antillen heimgesucht hat. Sämtliche Ver- binbungen mit Tampico sind unterbrochen. Zahlreiche Häuser sind zerstört, Hunderte von Menschen obdachlos. Der Wirbelsturm, der von'Wolken- b r ü ch e n begleitet war, richtete in Salvador, der Hauptstadt der Republik Salvador, ungeheuren Schaden an. Riesige Aeberfchwemmungen in Slowenien. Wie bie Blätter aus Laibach berichten, haben die U e b e r s ch w e m m u n g e n in Slowenien katastrophalen Umfang angenommen. Die Wasserfluten bringen von ben Beratälern in solchen Massen in bie Ebene ein, wie dies seit hundert Jahren nicht mehr ber Fall war. Das Laibacher Feld bildet einen ungeheuren See, der stellenweise fünf Meter tief ist. Die Bevölkerung ist auf die Berge geflüchtet. Besonders schwer wird auch die de u t s ch e S p r a ch> i n s e l G o t t s ch e e von den Fluten heimgesucht. Die Städte Laibach unb Cilli finb von ber Außen- weit abgeschnitten, auch bie Eisenbahnstrecken stehen an vielen Stellen unter Wasser. Die Save und die Sann reißen eine Brücke nach der andern ein Besonders schlimm ist die Laae in Cilli, wo auch das Elektrizitätswerk unter Wasser gesetzt ist, so daß Licht und Strom versagen. Militär, Feuerwehr und Arbeiterkolonnen arbeiten an ber Rettung gefährdeter Bewohner. In Stein bei Laibach wurde eine Brücke in dem Augenblick eingeriffen, als 17 Personen auf ihr standen. Mehrere Kinder konnten nicht mehr gerettet werben unb e r tr a n t e n. Das Wasser brach so plötzlich herein, baß in vielen Dörfern die Schul- kinber nicht mehr nach Hause geschickt werden tonnten und in vielen Kirchen bie Besucher beim Mvr- gengottesbienft eingeschlvssen würben. — Die Ver- wirrung der Bevölkerung wurde durch ein ziemlich starkes Erdbeben gesteigert, bas in ber Nacht ausbrach. Die Flutwelle wälzt sich, gegen bie troa- ttsche Ebene fort. Der Eisenbahnverkehr zwischen Agram und Susak mußte eingestellt werden. (Ein Gutshvf eingeäschert. In der Ortschaft Erfurtshausen (Reg.-Bez. Kassel) brach ein Groß feuer aus. Ein großer Gutshof wurde bereits völlig eingeäschert und die ganze Ernte vernichtet. Auch brannte die Kirche und das Anwesen eines Landwirts. Mehrere Wehren der Umgebung waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. 5000 Todesopfer einer 2Nalariaepidemi? in Peru. Seit acht Monaten wütet in der Provinz Cuzco in Peru eine Malaria-Epidemie, die bis- her 5000 Todesopfer gefordert hat. Ganze Dörfer sind entvölkert, der Bischof von Cüzco hat feftgeftellt, daß feit Januar über 20 000 Krankheitsfälle zu verzeichnen sind. Die örtlichen Behörden Haden dringend um sofortige finanzielle Hilfe ersucht, sie brauchen ungefähr eine Million Mark, um die Epidemie wirksam zu bekämpfen. Wirtschaft. Berliner Zrühbörse. Berlin, 25. Sept. (WTB.-Funkspruch.)' Angeregt durch die Bewegung am Rentenmarkt scheint auch zu Beginn der neuen Woche eine freundliche Allgemein st immung zu bestehen. Im heutigen Frühverkehr kam das Geschäft zwar wie- der nur zögernd in Gang. Man konnte aber bereits wieder Eingänge von neuen Kundenorders beobachten, die sich neben dem festverzinslichen Markt auf Aktien mit rentenähnlichem Charakter erstreckten. Man rechnet daher in erster Linie mit Spezialbewegungen. Am Devisenmarkt nannte man Pfund gegen Paris mit zirka 79, Mailand 58,90, Spanien 37,00, Amsterdam 7,66, Schweiz 15,95, Kabel zirka 4,7850. Krankfrrrter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Sept. Vorauftrieb: 1205 Rinder (395 Ochsen, 104 Bullen, 361 Kühe, 325 Färsen), 544 Kälber, 93 Schafe, 3714 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen 32 bis 33 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbin- nen) 22 bis 33; Kälber 25 bis 44, Schafe 23 bis 29; Schweine 46 bis 52 Mark. — Marktverkauf: Rinder mittelmäßig, Schweine mittelmäßig, Fettschweine gesucht; Kälber und Schafe langsam. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21t 22. September 23-September Amtliche Dotierung Amtliche Notierung »eld 1 3rie> Geld »de. Helsingsore.. 5,734 5,746 5,729 5,741 Wien....... 47,95 48,05 47,95 48,05 Prag....... 12,39 12,41 12,41 12,43 Budapest ... — — —— —- Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,33 169,67 169,38 169,72 Oslo....... 65,18 65,32 65,13 65,27 Kopenhagen. 57,94 58,06 57,89 58,01 Stockholm... 66,88 67,02 66,83 66,97 London ..... 12,97 13 01 12,96 13,00 Buenos Aires 0,963 0,967 0,963 0,967 Neuyork.... 2,712 2,718 2,707 2,713 Brüssel..... 58,49 58,61 58,52 58,64 Italien..... 22,07 22,11 22,06 22,10 Paris ...... 16,41 16,45 16,41 16,45 Schweiz .... 81,22 81,38 81,12 81,28 Spanten.... 35,11 35,19 35,06 35,14 Danzig..... 81,57 81,73 81,52 81,68 Japan...... 0,759 0,761 0,756 0,758 Rio de Jan. . 0,233 0,235 0,232 0,234 Jugoslawien. Lissabon.... 5,295 5,305 5,295 5,305 12.68 12,70 Bantnoten. 12,68 12,70 Eerlln, 23.September Geld »rief Amerikanische Noten.............. 2,66 2,68 Belgische Noten.................. 58,36 58,60 Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... 16737 HL43 Holländische Noten............... Italienische Noten................ 2L94 22^02 Norwegische Noten .............. 64,97 65,23 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... _ _ Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. 80,94 8L26 Spanische Noten................. 34,93 15,07 Ungarisch? Noten ................ Wettervoraussage. Durch allgemeinen Barvmeteranstieg über Zentraleuropa hat sich einerseits Das norDÜstliche Hoch verstärkt, anDerseits Die westliche Störung abgeflacht. Unser Bezirk liegt im Grenzgebiet zwischen hohem und tiefem Druck und behält daher etwas wechselhaftes, im wesentlichen aber freundliches Wetter. Da verschiedenartige Luftzufuhr herrscht, entsteht zeitweise Bewölkung, die vereinzelt sogar etwas Regen verursacht, doch wird unter dem Einfluß des hohen Drucks wieder Aufheiterung zustande kommen. Aussichten für Dienstag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Temperaturen wenig verändert, nur vereinzelt Neigung zu Niederschlägen. Lufttemperaturen am 24. September: mittags 18 3 Grad Celsius, abends 12,8 Grad; am 25. September: morgens 9,4 Grad. Maximum 18,3 Grad, Minimum 6,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. September: abends 16 Grad; am 25. September: morgens 11,7 Grad Celsius, — Sonnenscheindauer 4 Stunden, «$> L- « — 2 5 e 2- = 2X G 8 L - ed e^E" Q (93 28? *e v w °Q o 55 = 5»t9 8? c EG ss d Ä c e-e r;© 2€ 5$ c» >y e = -es E = ES8> =co$ B L =t s 8« ■e e« B® «»** » " <® •°~g 2 € 3 ■^'^»•E >—»-»- c1— e © CA — -P SM-« 1» W©5 E c® ^*2 e e «« = 55 5^ e « « Sti I 2(9 ©QS*J?:3W Ss;t9S8:G ©NNN(9(9 5 ’ Q 19 =3 e® s s 3««, £ «MQ«-e <9 ‘^a to =5© E •- <® E e M 3(9 E O- ä 'S © T Ed £(9 --»e > e y X3Z SBg OE E 5,729 47,95 12,41 3,047 169,38 65,13 57,89 66,83 12,96 0,963 2,101 58,52 22,06 16,41 81,12 35,06 81,52 0,756 0,232 5,295 12,68 5,741 48,05 12,43 3,053 169,71 65,27 58,01 66,97 13,00 0,967 2,713 58,6t 22,10 16,iS 81,28 35,14 81,68 0,758 0,234 5,305 12,70 0 o'E*- 5^(9 = SSh» 66,93 81.» 35,07 58,36 57,63 12,9 16,37 168,96 21>9| 64,97 ZZ- K -er a£ ,6,67 80,94 34,93 z 3 Sä _ »‘8*. E c " N,ß«Iembkk ämiiitf Sohmnu Ar» 1 ML S 3 E ZK :>£<9gl5© ; **<*$> d.-r: ä iX (9 e> i-, t— d e c ««äa - C 3 ® - -■*: 6« l " 2 « * .6» - - v 'E «. §d 3 2 S s5^ = © S CSX s «a c 'gS =(9yc E QT Es = §g(9S 2,w 58,60 57,«7 12,98 16,43 169,64 22,« 65.23 'S y EA^G 'e öuö — u 2 1 RZ e o(9 E äa^ üi«. "ÄS «| Eg E^dT «E^ o ” Ä » .3 - Ed E, 3 3 EJ<=u -Z-- >- 2. — **- ZKfS^>-- © E E v 2i o «4 F e 3 S o 3 s “ ■ o ZJ <= «< « «d 3 cE Esji d S --- a Li «L=B^ ä « 3 E^E-Sr » ÄS e 3 E(9«-- c«Sm7«2 d2 c ® E — »2f * « 4 _d - öö^og(9^ MKL-LK! 'S - - -.2- K (9 % >2®» 3 B >- =13E 3 ä r-(9g^ «= fi«o ■G '*' E^E§.- — G _y €*£® ds?E =-« 2 e(9ö e 0%^ 3 M E 2 5$ 5 0 _ 0 - (9 2f e-2« Zit O O O 60 üääl ZZ r- »- 3 2 -ex - s e »e ^d§(9 (9LZ^ Rrfigö u3 S«3 E^S ZL . <9 «LS S»=^g §«UsZ« s S sg eS'2ctt__ ZTe§O2« S1ä=®~ *2 o 6) d c— ZFZ LZd -2e1§! % m Q =- 8©’s2 c^-Eegx> «Hoc®" E ä57 sH KZZZ -HHÄ (2 « 'Nen Wby beim Mor. :un9 »ult*?? ^er. ,?s'e>gert, A^emlich ™e walzt fidi n.\ x flacht * eingestellt 7°l elngcäjdjett t“gw i’ra E ta sö; !t ^olariaepidemie In ^ru. ria-Epidemie, bie dis. spser gesordert hat. l d°r Dischos Don inuar übet 20 000 ftran(beit5. llud- Die örllichen Dehörden sosortige finanzielle tzilje er- lgesahr eine Millian Mark, um m zu bekämpsen. irischast. ier Zrühbörse. Pt IMB.-Funkspruch-s 8tue. egung am Nentenmaikl scheint neuen Woche eine sreund-. istimmung zu bestehen. 3m r kam das Geschäft zwar wie- Zang. 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E S 3 ao^ — «e" d S.n H s aE "*»le 6,UffÄ"i*< -r C«o " Zä-E -S *- "«® S o 3 «i2 ®(9 3 Ä 3 — “ _ e m o -(9 q a evÄ' E = 3^ 15) E _ " C 6) xö 19 B« - o»g€ s=z 2 « S*=o .3 3 ~ x>. c — a 2od« _ in •* e-o 0- H 2 £u© 2 D S S (9 (9 <9 2 (9 2 (9 S ^ •* 33y 2.« TS « ” " “ - Z::ZZ§^ S 2*« o ** cyy'- •='= '“^HOC Sonor. ~ ■ « y 2 3 2 " LS 2.» r*o>-2., 6- => y 2. ■ar o o» ■C3'_ 5 ro O: e ,°Z-. er >sh -n — . o-.'-^LZLZ SS8^a=e885@2'=s---- S r.-en2 S«vS'^3 «v 2, « 8 C #-t n D y Qr y to t» <»2 ar ■co ro er o er o Co P r» y ar o y LS er <-s er P: 3 3 n 3 3 3 ,y * **• 23 H SS y o ÄZ rt 5, p a* y o «oTS Ks» ° 5 er «0 ft« «y- o « 533 er _ r» y y y . O" 2 er P: AZ ** o 2 er " rs r» H CO P CP « o O e-.-y? H’o- L§> y S9> y O: er <-! crS p --l Vv «0 p y p *-* *5 g-ö* rp Co^ yM2. y W3 2§ «oy y er y re «o :r_ S 5 T (V>-y?y S « S y s- 2.«' — y ® 8 « is. y 2 »92 S y? p Ä öy y s Bi «0 — CO 3 « 3 3 p y p 3 y y 3®. o O--CO re Co y 2 y y y" y y W w co S= T » » y 2, u v tto 33 3 y 53-^ CD CD — re 3 35 re y _H 3 S p «o 8 88 ä y 3" I 2 y 3 y §)y ry y g- e, y 3 Cr*$o Sm S?S®ky,tO'o‘ 5’2,0 2 re «- HS'S2,Sg co re w y 3 Ö2 7 L _ 3 3 3 c>% *- _ yi „ o J 3 y re g ao re * y ■•So S’S.3-» So: o (5?2 3 V n r» ”3 01 Co* n,3 2 c*ki 1 — 8*yjö Ö 2. • re o Co 2.y»-.8 L"S3 ^2.^0-=;^ y ® gsSS 5 $$ ^/* S. 8 » er s « Co 3 'Z3o „ . ^„.Sd y ^L^WKZZK^A^L?3 re Z s h « 3 y G> «i c:—; O y FLL33T 5^9 er « re y •s' »tcwfSSÄ. o q-2 -ff2.3Zp ffS«c»gÄ 2-^0»-- »y =;& ’S» 3? yLScoS. ,y » y 2 ® S ° 3 " er-8 3 O1®. S-^^S’ ä re Co es --< q- re 2o3(f)^a 3 'Z3L3^ ! 3 re — y. 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Esi neue Deutschland im Ge die bisherige nur gedul Boltes spielen kann. Leu fordernd m die zlrei litik. , n . lieber den Ernst und internationalen Fragen mehr bestehen. Ueöerall lition von feindlichen Krc punkt der außerordentl lungen der nächsten Tag> frage. Eigens hierzu I nisterpräsident Daladi ■ französischen Außenminh Entente, der Kabinettsch antwortlichen Kabinettsm nach Genf. Außerhalb de bundssihungen, in denen Probleme behandelt weri Hotelzimmern die entscheid das weitere Sdjidfat der l ji&n. Sie Segenfäge au sind bekannt, haben sich ji Dvchrn scherardeMch oer' Die hcanMche Dchkvr Spiel. Frankreich M Re gültig sabotieren. Die 1 sind nichts weiter als t der von den alliierten feierlich übernommenen rüstung. Ein geradezu die französische Regier an. Eine fünf- bis ach frist soll eingeschaltet sich erweisen soll, ob da internationalen Konti Kunden mit scharfen Sa wert. Unerfindlich blieb diesen acht Fahren kor ranzostsche Regierung l tet, und erklärt, sie mü Regelung der Abrüstun der nächsten acht Fahr Deutschland kein F"/wafsnungsbe sailler Diktats stattfint ^/ues Kontroll, u zeschasfen. Dies bedeut. £®'Ä ja eine T Lwangsdiktates. AS10^ soll r W- £-a?Äi ssKe» ^erpf[jlt Un9 de l° wird Deutler" V n ' nen Dertr^rr Qnb- w -°S- Ä* werte hPr c ^9>bt sich Kommt keine^Ei^hend lat der am i^'^ng ^brüstunq^!,-' Oktober Wicklung Lferenz bes °uch bQS aj^erme®1 ZE " ***"eti