Sorbett x- v^Qlk-ih, V not. ; ®8.bitb 5,Q,,en Äff* 2unkTtaium l^ir.d|UunMan. ,e,c6tÖf[i4 ÄÄff °"'sm, '^Wr: Rr. 198 ^vübauSgabe 185. Jahrgang 8reitag,25.Augustl9ZZ Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein »nd sür den An. zeigenteil i.B. Th.Kümmel sämtlich in Riegen. poftfdfcdfonlo: zranlfurt am Main 11686. Drucf mtö Verlag: vrühl'fche Universttätr-Vuch- und Steinöruderet rr. Lange in Sietzen. Schriftleitung uni) Geschäftsstelle: Zchlllfttatze 7. Eriche»nl täglich, autzei Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustrierte Giehener Familienblätler Heimat im Bild • Die Scholl» monat$:Bejngspret$: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernfpred)anfd?lüffe anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. f’^csenschaft Sgsgs hitr£ ^lrdt1tlnt|ntfl_Ly.hehen5 ZM 35*?* , 6** äSsS tejjs**'V 7 fonnfpn die xqm 5 Um 7?3 toub L ch auch die " Tebieles einer er- fass Süit?oIfaisiÄ „J uHiq gemacht wer. Hausschuh einen'S« Jc,n laufendes Arbchs. -.«gegeben. Im ^onnl Sicibata m folgt.) beit zwischen ' Installateuren handel. üfterium teilt mit: Nus l/ oie das Reichswirt- ,et ^t, ist zwischen der swerte und dem Reichs, ltro-Jnstollateurgewerbrs worden, das Richtlinien 1 fischen den Llettchi- roinslallaieuren aufftedt iings, und Elellroeinzrl- «ch den Richtlinien ange- 1 bietet eine geeignete dnuna des Verhältnisses den Elektroinstallateuren Regelung der Arbeitstei- dem oraanischen Aufbau Das Reichswirtschasts- n an die Landesregierung :rbände gerichteten Erlaß hdrückliche Durchführung ommens ftelll insofern ' (Erfolg bar, als ts im Stelle des gegenteiligen -reffengnippen tt)tt %t* Wohle aller W. ts mtsyme\n\ä)afUn zwi> Mswnl und den inter , CieNrosachhändlern (eh .nbefchadet der Gewerbe- ur Pflicht. Aufgabe der eine inöglichst zuverlässige ng der Bevölkerung mit >n für den Gebrauch der usiellcn, sie sollen ferner .Installateure, soweitdies ir und mehr in den otano junq der Bevölkerung mit nd Einrichtungen zu über- bestimmt, daß olle Maß inschasten der Arbei sb - ung der Energiewirtschaft !N, daß die ^rwirtlichW ■ ruhigen und ungestörten katswirtschaft beitragt. per Siedaktion- 16 bis ir W.5ami,afl M JRanünoien. Deutschland blickt auf den Osten! Mit neuen Augen, mit neuem Willen! Seit jeher war Ostland Schicksalsland. Ter Gang der deutschen Geschichte beweist es immer wieder. So lebensnotwendig der Osten für uns, so wichtig sind wir für ihn. Diese Gegenseitigkeit konnte aber nicht zum lebendigen Wechsclvcr- hältnis gedeihen, weil auf beiden Seiten die Voraussetzungen für ein fruchtbares Verstehen und Zusammenarbeiten fehlten. Nun ist der leere Naum wieder erfüllt, der tote Punkt überwunden. DaS Reich weih um feine Aufgabe, und der Osten hofft, weil jetzt wieder eine Brücke beide verbindet: das Vertrauen des Ostens zum Reich, des Staates Wissen um die Straft des Ostlandes. Das Wert ist im Gange. Der wirtschaftliche Aufbauplan in Ostpreuhen hat die ersten Erfolge gezeitigt. Die Arbeitslosigkeit ist vorbildlich beseitigt. Run soll die Wirtschaft plan- mähig erweitert werden. Die Aufgaben der deutschen Ostmesse find in Angriff genommen. Endziel ist, in dem volksdünnen Raum östlich der Weichsel deutsche Volksgenossen in größerer Zahl dauernd ansässig zu machen. Auf der anderen Seite soll die Produktion im deutschen Osten Deutschland Holsen, sich feinen Anteil an den weiten osteuropäischen Märkten zu sichern. Diese Planung bedeutet einen großen Fortschritt gegenüber den bisherigen Zielsetzungen der deutschen Ostmesse. Früher verstand man unter ost- preußischer Wirtschaft in der Hauptsache die Landwirtschaft, jetzt treffen wir gleichberechtigt die beiden anderen Berufsstände. Industrie und Handwerk, daneben. Aus diese Weise werden die zum Teil stilliegenden Betriebe bald mit neuem Leben erfüllt, denn nach der Werbearbeit der deutschen Ostmesse werden auch bald Aufträge aus dem Reich nach Ostpreußen kommen. Ein r cf auf die große Ausstellung zeigt, wie das Vertrauen in die Kaufkraft des deutschen Ostens stark und überzeugt einsehte. Aus allen Zweigen der Wirtschaft drängen sich deutsche Firmen, die als Aussteller auf der Deutschen Oft- messe wieder für den Absatz ihrer Erzeugnisse in Ostpreußen und jenseits der Grenze in Osteuropa werben wollen. Daß auf solcher Grundlage der Ostpreußen- Aufbauplan der Reichsregicrung sein Ziel erreichen wird, liegt nah. Rotwendig für den Erfolg ist aber die tätige Treue, die das übrige Deutschland zu Ostpreußen verpflichten muh. Roch liegt dieses Land in harten Fesseln. Der Korridor türmt sich wie ein böses Gebirge zwischen Reich und Land. Groh sind die Schwierigkeiten und Hindernisse, die Ostpreuhen aufgezwungen wurden, aber das gegenseitige Vertrauen, das neue Gemeingefühl, unter dessen Mangel die Ostmarkenpolitik schon so oft litt, wird neu aufbauen, was in bösen Iahren liegengelassen wurde. Ganz Deutschland ist mit dem deutschen Osten verbunden. Die Bande eng^r und für das gesamte Volkswohl fruchtbarer zu knüpfen, ist das Gesetz. In diesen lagen veranstalten nun als sichtbaren Beweis dieser Wandlung der Gesinnung gegenüber dem Osten die führenden deutschen Kraftfahroer- bände unter Führung des Nationalsozialistischen Kraftsahrkorps eine Ostlandtreuefahrt, die am 27. und 28. August in großen Kundgebungen am Tannenbergdenkmal und in Königsb :rq gipfeln wird. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Reichspräsidenten von Hindenburg. Das Kraftfahrzeug ermöglicht persönlichste Beziehung und persönlichste Eindrücke. Während früher der einzelne Besucher nur dann zu einem Eindruck gelangte, wenn er mit dem Lande und der Landschaft, den Menschen und den Dingen schon vorher bekannt war, werden jetzt völlig neue Berührungspunkte erschlossen, Ostpreußen wird neu entdeckt Und diese neue Entdeckung kann nur die erfreulichsten Wirkungen auslösen. In Sonderheit wird bei dieser Gelegenheit das Unglück der Zerreißung des Reiches durch den Versailler Frieden, den Teilnehmern un=. mittelbar und eindringlich zum Bewußtsein kommen. Es ist etwas anderes, ob man im Schlafwagen hinter Glas und Tür abgeschlossen durch ein anderes Gebiet reift, als wenn man am Tage mit sehenden Augen über Landstraßen fährt, die ehemals deutsch waren. Die Teilnehmer werden daher einen Eindruck von der Katastrophe erhalten, die den deutschen Osten befallen hat, sie werden aber auch gleichzeitig ein Gefühl dafür bekommen, welch ein Wille zum Leben, zum nationalen Sein in einer Bevölkerung steckt, die sich dadurch nicht entmutigen läßt. Der Höhepunkt dieser Fahrt liegt innerlich natürlich in der Gedächtnisfeier für die schlacht bei Tannenberg. Sie mar die zweite Schlacht, die auf diesem Boden und an dieser Stelle geschlagen worden ist. Tas Tannenberg des Jahres 1410 war das Snmbol der innerlichen Zerstörung der deutschen Nation, das Tannenberg des Jahres 1914 der Auftakt einer neuen Zeit, keine der Schlachten des Weltkrieges ist heute schon so sehr zur nationalen Legende geworden wie gerade diese größte Schlacht des Weltkrieges. So wird die Ostland-Treuefahrt zum Symbol dafür, daß neues Leben im deutschen Osten blüht und daß es gilt, treu zu jenem Geiste zu stehen, der sich eins weiß mit dem wurzelstarken Teutsch- !um, das sich immer dem Fremden wider- letzte, weil es im Eigenen, in Bruder und Schwester im Reich feine Heimat wußte. * Wer kennt nicht das Wort: „Rekord ist Mord!“ In unserem Zeitalter, da der Körperpflege und Iugendertüchtigung wieder mehr Das Werk der Arbeitsbeschaffung. freiwillige©penüen zum Bau einer Rheinbrücke. Gemeinschaftsgeist und Lpfcrsinn als Schrittmacher der Arbeitsbeschaffung. Berlin, 24. Aug. (WTB.) Vom Deutschen Industrie- und Handelstag wird mitgeteilt: Ein Beispiel, wie durch Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Wirtschaftsvertretung die vom Führer eingeleitete große Arbeitsschlacht unterstützt werden kann, wird aus der Stadt Krefeld-Tlerdingen berichtet. Seit langer Zeit hatte sich in Krefeld-Tlerdingen, das über keine Rheinbrücke verfügt und dessen Straßenverbindungen zum Ruhrgebiet denkbar schlechte sind, die Rotwendigkeit eines Brückenschlages erwiesen. Die Stadt Krefeld-älerdingen hat sich entschlossen, durch Einsatz ihrer letzten Reserven diesen Drückenbau zu ermöglichen. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichten jedoch nicht aus, um das Vorhaben restlos zu finanzieren. Die noch fehlenden Mittel wurden durch eine großzügige Werbung der Industrie - und Handelskammer Krefeld unter Führung ihres Präsidenten beschafft. Binnen weniger Tage konnte der Stadt ein Betrag von einer halben Million Mark als freiwillige Spende der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden, die sich neben namhaften Summen großer Betriebe auch aus kleinsten Beträgen zusammenseht. In der letzten Sitzung des Kreditausschusses der Oeffa ist das von Krefeld erbetene Darlehen bewilligt und damit die Durchführung des Vorhabens gesichert worden, durch das gegen 1 000 Arbeiter f ü r mindestens ein Iahr Beschäftigung erhalten. Weitere 25 Mill.RM. aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm bewilligt. Berlin, 24. Aug. (WTB.) In der letzten Kreditausschußsitzung der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. wurden, wie das Reichsarbeilsministerium mitteilt, zum Arbeitsbeschaffungsprogramm vom 1. Iuni 1933 weitere Darlehensanträge im Betrage von rund 25 Millionen Mark bewilligt. Davon entfallen vier Millionen Mark auf den Weiterbau des Mittellandkanals und weitere 2,2 Mill. Mark auf Inangriffnahme der Arbeiten am Elster- Saale-Kanal (Südflügel des Mittellandkanals). Der Freien und Hansestadt Hamburg wurden für Instandsehungs- und Ergänzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden weitere 800 000 Mark bewilligt, der Freien und Hansestadt Bremen für mehrere Maßnahmen rund 1,8 Mill. Mark. Auf das Land Sachsen entfallen Darlehen in Höhe von 5,4 Mill. Mark, davon erhalten die Dresdner Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke 2,2 Mill. Mk. und die Stadt Leipzig rund 1,8 Millionen Mk. An größeren Darlehen wurden weiterhin für Städte der Provinz Sachsen rund 2 Mill. Mk., für die Brücke bei Krefeld-Aerdingen rund 1,8 Mill. Mk., für Las Gebiet Les Landes Baden rund 2,2 Mill. Mk. und für Thüringen rund 600 000 Mark bewilligt. Oer Heichsarbeitsminifter gegen eine Zusammenlegung von Zeitschriften. Berlin, 24. Aug. (BDZ.) In einem Schreiben an den Reichspropagandaminister erklärte der Reichs- arbeitsminister, er teile die Auffassung, daß d i e Zusammenlegung von Zeitschriften, wenn sie in größerem Umfange vorgenommen wurde, sich auf dem Arbeitsmarkt im Buchdruck- gewerbeungünstigauswirken müßte. Der Reichsarbeitsminister bittet den Propagandaminister, auch bei seinen weiteren Maßnahmen in dieser Frage die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und die Notwendigkeit, Entlassungen von Arbeitskräften möglich st zu vermeiden, zu berücksich- tigen. Oie Miitelftandskredite der Sparkassen Berlin, 24. Aug. (WTB. Funkspruch.) Ein Erlaß des p r e u h i s ch e n W i r t s ch a f t s - ministers, der die Sparkassen ermächtigt, Darlehen gegen Schuldscheine im allgemeinen von tausend Mark, in einigen Fällen bis zu 2000Mark zu geben, ist in den Kreisen des Handwerks vielfach so verstanden worden, als ob jeder auf einen solchen Kredit Anspruch hätte. Das ist irrtümlich. Es bleibt selbstverständlich unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit jeder Sparkasse selbst überlassen, die Höhe des Kredites von sich aus fcstzusehen. Der Runderlaß hat auch für die einzelnen Sparkassen keine rechtliche Wirkung, die Erhöhung der Kreditgrenzen muß vielmehr von jeder Sparkasse selbst beschlossen werden. An solchen Beschlüssen ist aber nach Memung des Reichsstandes dcs deutschen Handwerks nicht zu zweifeln. Sollten dennoch Sparkassen diesem Rund- erlaß nicht nachkommen, so nimmt die Geschäftsstelle des Deutschen Handwerks- und Gewerbc- kammertages, Berlin RW. 7, Beschwerden entgegen. Die zweite Aeichsautobchn Mnchen-Salzburg Oie Schönheiten des oberbayrischen Alpenlandes werden erschlossen. Berlin, 24. Aug. (TU.) Amtlich. Der Ge- neraünfpetlor für das deutsche Slrafeenroefen, Diplomingenieur 'Dr. Todt, hat bestimmt, daß a l s zweite Strecke des geplanten Reichsautobahn- nefjes d i e Straße von München nach Salzburg zur Ausführung kommen soll. Mährend die Ingenieure zwischen Frankfurt und Mannheim die letzten Vermessungen durchführen und während für diese rund 100 Kilometer lange Straße der Grunderwerb zu Lude geführt und die Bauwerke entworfen werden, ist jetzt in Bayern d i e Linienführung für die zweite deutsche Reichs- autobahn München—Salzburg in einer Länge von rund 120 Kilometer projektiert worden. Der Reichskanzler hat sich über die Möglichkeiten der Linienführung wiederholt durch Herrn Dr. Todt berichten lassen und hat die maßgebende Entscheidung über die zu wählende Linie f e l b ft getroffen. Die Strecke verläuft von München in der Richtung nach Rosenheim und von dort an dem bisher nur sehr wenig erschlossenen Südufer des Chiemsees entlang über Siegsdorf nach Salzburg. Bei der Auswahl der Linie, die zunächst in Richtung auf die bayerischen Alpen und dann an diesen entlang führt, wurde besonderer wert daraus gelegt, die Streckenführung so zu wählen, daß die landschaftlichen Schönheiten des bayerischen Landes voll zur Geltung kommen. Die Straße erschließt das deutsche Alpengebiet zwischen Isar, Inn und Salzach. Sie wird den Auftakt bedeuten zu einer vom Führer geplanten großzügigen Erschließung des gesamten deutschen Alpenlandes, die besonders für unseren deutschen Fremdenverkehr von ganz außerordentlicher Bedeutung sein wird. Unter Führung des Reichsinspekteurs Dr. ing. Todt wurde am Mittwoch die geplante Linienführung einer ersten Vorbesichtigung unterzogen. In Bad Reichenhall begrüßte Staalsminister Esser die Teilnehmer und dankte vor allem dem Reichskanzler für die Initiative zu dem Werk, das von großer verkehrspolitischer Bedeutung für das Land Bayern sei und überzwei Jahre Zehntausende von Volksgenossen wieder in den Arbeitsprozeß eingliedern werde, ganz zu schweigen von dem wirtschaftlichen Gewinn für das durch die Reichsautobahn zu erschließende Alpenland. Die Arbeit der Deutschen Arbeitsfront. Das Herbstprogramm Propagandaarbeit in den Betrieben. Berlin, 24. August. (CNB.) Die Deutsche Arbeitsfront wird Mitte September mit ihrer Herbstaktion beginnen. Tas Schwergewicht der Propaganda wird diesmal auf die Betriebe gelegt werden. Es ist daran gedacht, in Betriebsversammlungen die deutschen schaffenden Menschen tiefer in das Gedankengut des Nationalsozialismus einzuführen und die speziellen Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront klarzulegen. Außerdem wird der Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der Politischen Organisation der NSDAP. Dr. R. Ley mit dem Führer des Gesamtverbandes der Deutschen Arbeiter Walter Schuhmann ab Mitte September zahlreiche Betriebe im ganzen Reich besichtigen, um sich an den Stätten der Arbeit von der Lage des schaffenden deutschen Menschen zu überzeugen. Ter Führer der Teutschen Arbeitsfront wird bei dieser Gelegenheit zu den Betriebsangehörigen sprechen. Tagung des Kleinen Arbeckskonvenis. Berlin, 24. Aug. (CNB.) Unter Vorsitz des Führers der Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr. R. Ley trat am Donnerstag der Kleine Arbeitskonvent der Deutschen Arbeitsfron t zu einer Tagung zusammen. Besonders eingehend wurde das Problem der K o n f u in v e r - eine behandelt, die notwendigen Maßnahmen für । die Umgestaltung der Konsumvereine wurden er- 1 örtert. Das soziale Problem wurde eingehend benn früher das Wort gesprochen wurde, ließ es sich naturgemäß nicht verhindern, daß jugendlicher Tatendrang, sportlicher Ehrgeiz die letzten Kräfte anzuspannen suchte, um an die Spitze zu kommen. „Höchstleistung um jeden Preis" hieß der Schrittmacher, und, wie man weih, verdankt die Sieger- und Meisterliste gerade seinem heißen Atem die reiche Ernte der Erfolge. Iugend ist Kraft, Jung sein heißt Wettlauf, Kampf um den Sieg, Nutzung der Talente. Iede Kraftprobe gibt neue Gelegenheit, fick zu bewähren, im Spiel der Kräfte sich zu strecken, die Wette zu gewinnen, die Aufgabe und Ziel stellt. So geschehen liegt die Laufbahn jugendlichen Strebens in gesunder Luft, auf erfrischendem Höhenpfad und leuchtet wie Vorbild. Wenn aber die Entwicklung sich übersteigert, wenn das Streben nach Sieg zur Streberei um jeden Preis wird, dann verliert der hohe Sinn den Glanz der anmutigen und doch straffen Schönheit, dann senkt sich die Kampsbahn in die Riederungen der Sensationsgasse. Das ist nicht ber Sinn des Dienstes an Körper und Kraft,der Pflege des Volksgutes: Gesundheit und Ertüchtigung. Gewiß, Spitzenleistungen müssen sein, ergeben sich von selbst, aber wenn der Wille zum Sieg Hörigkeit schafft, dann wird der Starke zum Sklaven und gibt den Adel des sieghaften Herrschers ab. Aus solcher Ansehung heraus hat der Dolksmund das Urteil über den Rekord gesprochen und setzte ihn gleich mit „Mord". Das heißt, das gesunde Empfinden wehrte sich gegen Unnatur und Uebertreibung. Bittere Erfahrungen rechtfertigten die bittere Auffassung, die den Mißbrauch des gegebenen Gutes damit ablehnte. Rekordwahn ist ein schlechter Dienst an der großen Sache, schädigt das Ansehen des Wettkampfcharakters, und oft genug wurde das Spiel mit den Kräften ein Spiel mit dem Leben. Man kann also verstehen, wenn der ruhige Zeitgenosse von solchen Ueberspitzungen abrückte und nicht ohne Härte das Wortspiel: „Rekord — Mord" erfand. Es hat nichts mehr mit Sport zu tun, wenn z. B., wie es in diesen Tagen vorkam, die Schwimmerin Ruth Litzig im Rheinland nach 79ftünöigem Aufenthalt im Wasser bewußtlos und in höchst bedenklichem Zustand an Land gezogen werden mußte und nach zwei Tagen im Krankenhaus an Erschöpfung starb. Hier kann man nur noch den Kopf schütteln. Selbst der begeistertste Verteidiger solcher Kraftproben kann hier nicht mehr Ja sagen. Das ist kein Sport mehr, das ist Krampf, Wahnsinn. Oder hat das noch mit Sport zu tun, wenn eine Frau vollkommen teilnahmslos im Wasser treibt und nur durch Zurufe, krachende Musikgerausche und anderem Lärm beim Bewußtsein erhalten bleibt? Sicher nicht! Das ist Unfug und schadet dem Ansehen des Sportes nur. Von einer Werbung, vom Dienst am Sport kann keine Rede mehr fein. Wer das Zeug in sich hat, die Spitze zu führen, zur Vorhut in der Kampfbahn zu gehören, dem find Gelegenheiten genug geboten, im Rahmen der Voraussetzungen, die Sport-- und Körperpflege in ihrem Charakter wahren, seinen Mann zu stellen. Voraussetzung gesunder Körperpflege, belebender Arbeit an sich selbst und damit an der großen Aufgabe, seinem Volk zu dienen, dessen Gesundheit zu stärken, ist aber die organische Betreuung der naturgegebenen Talente. Und jeder hat sie, jedem gilt aber auch der Ruf, feine Kraft auszubilden, seine Gesundheit zu pflegen zum Wohle seiner selbst, zum Glück seiner Familie und damit zur Bereicherung des ganzen Volksgutes. Spitzenreiter kann nicht jeder sein, aber nach vorne zu drängen ruft die Pflicht. So gilt es, in gesunder Erkenntnis des Möglichen das Möglichste zu tun, um so auf der goldenen Mittelstraße den Kampf zu bestehen. Dann wird der Wettlauf von Mann zu Mann zur blutvollen Einheit, aus der unseren Nachfahren, unserem Volk das gediegene, gesunde Erbe erwächst. Die Wege zu solcher Volksgesundheit, zum starken Durchschnitt, sind da. Wir kennen ihre fördernde Kraft aus der großen Sportgemeinde Deutschlands, aus all den Vereinen, die ihre Aufgabe darin sehen, gesunde Anlage zu wecken, zu pflegen und zu höhen. Reuerdings traten außerdem die Arbeitslager in die große Reihe, die in systematischem Vorgehen unendliche Kräfte zusammenfaßt, die sonst brach gelegen hätten oder zerstreut liegen blieben. Schichten, denen Ausbildung und Beruf oft nur Stubenluft zutrieb, sind nun auch mit einbe^>gen in den großen Gesundungsprozeß, dec unsere Dolkskraft mit neuem Leben erfüllt. Die Gemeinschaftslager der Referendare sind dafür ein Musterbeispiel. In dem Wort „Kamerad Iurist" sammelt sich treffend der Sinn dieser neuen Bemühungen: einesteils die Einzelnen sich näher zu führen, ihre Kräfte miteinander zu verschlingen, gesundes Wechselrerhältnis von Körper und Geist zu schaffen, andererseits aus frischer Lust erfrischte Gestalten in das Leben der Ration zu stellen, Menschen, die umeinander wissen, körperlich und geistig stark sind und so erfüllt mit Kraft und Aufgabe dem ©an^en dienen werden. Fort mit dem Rekord! Rus unserer Tage und unserer Zukunft ist: Dienet dem Sinn des Lebens, lebt eurer Gesundheit, sie ist die Kraft unserer Zukunft! durchberaten. Weiter wurde die am 15. September beginnende große Propaganda- und Werbeaktion der Deutschen Arbeitsfront besprochen. Dr. Ley machte Mitteilung, daß die Deutsche Arbeitsfront auch ihrerseits mit aller Kraft a m deutschen Arbeitsprogramm tätig mithelfen will. Als eine der ersten positiven Aufgaben in diesem Sinne wird die Arbeitsfront in enger Verbindung mit den zuständigen amtlichen Stellen ein großartiges und großzügiges S i e d - lungswerk in Angriff nehmen. Weiter umriß Dr. Ley die kulturellen Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront, die nach Feierabend den schaffenden deutschen Menschen Gelegenheit geben soll und muß, sich zu belehren und für die schwere Arbeitszeit neue Kraft zu sammeln. Entsprechende Pläne sind in Ausarbeitung. Zum Schluß der Tagung wurde bestimmt, daß am 2. Mai jeden Jahres der Große Arbeitskongreß Zusammentritts während halbjährlich eine Sitzung des Großen Arbeitskonventes stattfindet. Oer Prozeß gegen Oie Reichstagsbrandstister. 110 Zeugen und Sachverständige geladen. Leipzig, 24. Aug. (TU.) Die Verhandlung gegen die Reichs tagsbrand st ifter wird a m 21. September in Leipzig vor dem Vierten Strafsenat des Reichsgerichts eröffnet. A n g e k l a g t sind wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und anderer Verbrechen der Holländer van der Lübbe, der frühere Reichstagsabgeordnete T o r g l e r , die bulgarischen Staatsangehörigen Dimitroff, P o p o f f und T a n e f f. Van der Lübbe, der Hauptangeklagte, hat gleich bei der Eröffnung der Voruntersuchung voll zugegeben, daß er nicht nur den Reichstag in Brand gesteckt habe, sondern „um Rache am internationalen Kapitalismus zu nehmen" auch schon vorher Brandstiftungen in Berlin verübt habe. So habe er versucht, das Wohlfahrtsamt in Berlin-Neukölln anzuzünden, ebenso das Stadtschloß in Berlin und das Berliner Rathaus. Van der Lübbe ist nach der Brandlegung im Reichstag auf frischer Tat ertappt worden. Man hat ihn festgenommen, als er den Reichstag verlassen wollte. Seine Kleider hatten bei der Brand- stiftung Feuer gefangen. Die Spuren wiesen eindeutig auf seine Täterschaft hin. Sie waren so überzeugend, daß er selbst auch nichts mehr leugnen konnte. Für das Verfahren sind 110 Personen als Zeugen und Sachverständige vorgesehen. Diese Ziffer kann sich noch wesentlich erhöhen. Es wird zunächst eine Woche lang in Leip- z i g verhandelt werden, dann nach der Einvernahme der Zeugen und nach der Lokalbesichtigung in Berlin werden die Schlußvorträge der Anklagebehörde und der Verteidiger wieder in Leipzig zu hören sein. Dem Abgeordneten T o r g l e r wird als Wahlverteidiger Rechtsanwalt Dr. Sack- Berlin zur Seite stehen. Van der Lübbe wird durch den ihm vom Reichsgericht als Pflichtverteidiger beigeordneten Rechtsanwalt S e u f f e r t - Leipzig und die drei weiteren Angeklagten werden durch Rechtsanwalt Dr. T e i ch e r t - Leipzig vertreten. Rückfragen zu schwebenden Hafisachen eine unerwünschte Belastung. Berlin, 24. Aug. (WTB.) Der Chef des Geheimen Staatspolizeiamts hat a n alleReichs - und preuhischenStaats- m i n i st e r i e n folgendes Schreiben gerichtet: In der letzten Zeit haben sich in auffallender Weise die Fälle gemehrt, in denen höhere Staatsbeamte ohne dienstlichen Auftrag Auskunft über den Aufenthaltsort und die Gründe der Festnahme politischer Häftlinge verlangten. Hierbei habe ich feststellen müssen, daß sich diese Anfragen fast ausschließlich nur auf Häftlinge beziehen, die nicht dem Ar- beiterstande angehören. Ich vermag kein Ver- Opferbereitschast. Von Franz Fragner. Die Liebe zu Deutschland. In einem kleinen Ort der englischen Grafschaft Kent stirbt eine alte Dame, Maud Marshall. Man findet in ihrem kleinen Haus die Wände behängt mit Bildern deutscher Soldaten, die Zimmer angefüllt mit Llniformstücken, Achselklappen und Weltkriegswaffen, die nicht englischer, sondern ausnahmslos deutscher Herkunft sind. Niemals ist Maud Marshall in Deutschland gewesen. Aber sie scheint besessen von Liebe zu unserem Lande. Nach ihrem Tod erinnert man sich wieder, daß sie im Krieg vier Jahre schweren Kerkers wegen eines Spionageversuchs zugunsten Deutschlands verbüßt hat. Lange war damals die ganze englische Kriminalistik beschäftigt, die Tlrsache der unheimlichen Treffsicherheit der deutschen Bombengeschwader zu ergründen. Ein Opfer muhte her: und man fand es in Maud Marshall. Sie wohnte damals in einem kleinen Ort, der in der Nähe von London auf der Strecke der deutschen Flugzeuge lag. Man behauptete nun, sie hänge die Wäsche in ihrem Garten so auf, daß in der Anordnung für die darüber hinfliegenden Piloten eine deutliche Orientierung ersichtlich sei. Die Dichtung der Stricke weise nach den nächsten strategischen Stützungspunkten. Die Anzahl der Wäschestücke bedeutete die Kilometerzahl. Aus dem Charakter der einzelnen Bestandteile sei zu ersehen, ob es sich um Fabriken, Kriegsgefangenenlager, Docks, Proviantstationen oder Heeresstützpunkte handle. So phantastisch diese Anklage war, Maud Marshall wurde zu ihrer schweren Strafe verurteilt, da sie keinen Grund dafür angeben konnte, daß sie die Wäsche in eine Phosphorlösung tauchte. Tatsächlich leuchtete die Wäsche in der Nacht. Maud Marshall ließ sich widerspruchslos einsperren. Später kam man darauf, daß man selbst bei einer Höhe von wenigen hundert Meter von der leuchtenden Wäsche nicht das geringste mehr sehen konnte. Die deutschen Bombengeschwader flogen aber hoch über den Wolken. Ob nun Maud Marshall wirklich einen lächerlich untauglichen Versuch machte, einem Land, das sie aus irgendeinem Grunde liebte, zu helfen, oder ob sie, wie sie in späterer Zeit einmal sagte, in der Phosphorlösung ein Mittel zur Konservierung der Wäsche entdeckt hatte, aber nachher sich als Märtyrerin für dies geliebte Land fühlen wollen, ist heute nicht mehr festzustellen. Ein seltsamer Fall, eine Tragikomödie edler, aber nutzloser Hilfsbereitschaft. ständnis dafür aufzubringen, aus welchen Gründen solche Häftlinge eine bevorzugte Behandlung erfahren sollen. Es sei darauf hingewiesen, daß der Herr Neichskanzler Adolf Hitler wiederholt gegen dieses Tlnwesen Stellung genommen hat. -Der Umstand, daß höhere Beamte sich bereitgesunden haben, auf Bitten der Angehörigen der Schutzhästlinge sich für diese einzusehen, ist nicht unbekannt geblieben. Er hat zur Folge, daß neuerdings um Auskunft bittende Personen dazu übergehen, mit Interventionen vonMi- nistern, Staatssekretären und höheren nationalsozialistischen Führern zu drohen, weil sie offenbar glauben, daß diese Ankündigung die Entschließungen meiner Sachberater zu beeinflussen geeignet sei. Es ist dafür Sorge zu tragen, daß alle vom Geheimen Staatspolizeiamt zu untersuchenden Fälle — insbesondere selbstverständliche Haftsachen — ohne Ansehen der Person der Betroffenen mit tunlich si er eschleu- nigung geprüft werden. Cs bedarf daher nicht er st der Ditte um schnelle Bearbeitung. Der baldige Abschluß der Ermittlungen in jedem Falle kann aber nur dann gewährleistet werden, wenn die Dien st- stellen ungestört arbeiten können. Es liegt daher, ganj abgesehen davon, daß es auch aus arbeitstechnischen Gründen^ völlig unmöglich ist, den fernmündlich und mündlich vpr- getragenen Ersuchen nachzukommen, im Interesse der Häftlinge selb st, wenn ich die Anordnung getroffen habe, daß während des Schwebens der Ermittlungen keinerlei Auskunft erteilt werden darf. Ich bitte, meine Anordnung in geeigneter Weise allen Beamten mit dem Ersuchen um Beachtung bekannt zu geben. Das Geheime Staatspolizeiamt weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, daß es eben« fallsalsunstatthaft angesehen wird, wenn sich Angehörige d e r N S D A P. für Schutzhäftlinge verwenden. Strafantrag wegen Beleidigung gegen die Gebrüder Lahusen und Redakteur Bürk. Bremen, 24. Aug. (TU.) Die Iustizpresse- stelle teilt mit: Der Redakteur Georg Dirk hat im April 1933 an den Reichsjustizkom» missar D r. Frank i 1. ein längeres Schreiben gerichtet, das der Rechtfertigung der DrüderCarlundHeinzLahusen dienen sollte. Das Schreiben, dessen Inhalt der Staatsanwaltschaft Bremen erst einige Monate später bekannt wurde, enthielt eine Fülle schwer- ster Äeleidigungen und Deschimp- f u n g e n bremischer Verwaltungsbeamter, Richter und Staatsanwälte. Nachdem die vorgesetzten Stellen für die beleidigten Beamten Straf- an trag gestellt hatten, hat der Tlntersuchungs- richter beim Landgericht Bremen auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Voruntersuchung wegen Beamtenbeleidigung nicht nur gegen den Verfasser des erwähnten Schreibens, sondern auch gegen Carl und Heinz Lahusen eröffnet, die im Verdacht stehen, die Anfertigung und Absendung des Briefes veranlaßt zu haben. Gegen Birk ist am 4. August 1933 von feiten des Untersuchungsrichters auf Antrag der Staatsanwaltschaft H a f t b e f e h l erlassen worden. Dirk ist in Derlin festgenommen und von dort in das Untersuchungsgefängnis in Dremen eingeliefert worden. Eine von ihm erhobene Haftbeschwerde ist durch Deschluh der Strafkammer des Landgerichts Bremen vom 22. August als unbegründet verworfen worden. AnstellungvonKämpferndernationalen Revolution bei den Behörden. Berlin, 24. Aug. (VDZ.-Funkspruch.) Der Reichsinnenminister hat sich im Einvernehmen mit dem Reichswehrminister damit einverstanden erklärt, daß zunächst bis zum 3 0. September 19 3 3 freiwerdende Hilferuf aus dem Aether. In Paris hört ein junger Beamter und Radio- Amateur im Lautsprecher die Mitteilung, daß in einem kleinen Dogesendorf ein krankes Kind unrettbar verloren ist, wenn es nicht binnen ein paar Stunden gelingt, ihm mit einem Diphtherie-Serum zu helfen. Das Dorf heißt Direul. Den jungen Menschen geht es nichts an. Aber er verläßt sich nicht auf die Hilfsbereitschaft anderer Menschen, er stürmt auf die Straße, saust in einer Taxe zur Klinik für Infektionskrankheiten, schildert dem Direktor den Vorfall und regt an, ein Flugzeug abzusenden. Es wird ihm nachgewiesen, daß Vireul eine Apotheke hat, die nach Vorschrift das Serum führt. Ihm genügt das nicht. Er geht auf die Polizeiwachtstube, wird dort nach aufgeregtem Hin und Her an die Luft gesetzt. Er fährt zum Polizeipräsidenten, seine Leidenschaft hat Ueberzeugungskraft. Auf jeden Fall wird ein Flugzeug der staatlichen Heilmitteldepots ausgerüstet. Er ruft inzwischen den Bürgermeister des Dorfes an, um ihm mitzuteilen, Hilfe sei endlich unterwegs, er wird nicht abgeschreckt durch ein grobes Zitat, das er als Antwort erhält. Das Flugzeug geht ab, muß aber zurückgerufen werden, weil das Ministerium nach telephonischem und telegraphischem Hin und Her endlich die Nachricht erhält, daß es in Direul wohl das Serum, jedoch kein krankes Kind gibt. Der junge Mann wird wegen groben Unfugs und Mystifikation staatlicher Aemter unter Anklage gestellt. Er hat im Rundfunk nichts anderes gehört, als einen her- ausgerissenen Sah aus der Straßburger Sendung eines Hörspiels „Das kranke Kind". Der Schrei der Vergangenheit. Wie sonderbar aber wirkt gegenüber diesen Fällen, in denen die Erfüllung der übernommenen Mission nicht außerhalb jeder Möglichkeit liegt, eine Geschichte aus jüngsten Tagen, in der einer alles opfert, um eine Sache aufzuklären, die hundert Jahre vergangen ist. Die Grenzen der Zeit sind unerbittlicher, als die des Raums, keine Hilfe ist mehr möglich. Und trotzdem läßt das erledigte, aber unaufgeklärte Geheimnis einem Menschen unserer Zeit keine Ruhe. An einen portugiesischen Staatsbeamten in Lissabon gelangt ein Hilferuf aus der Vergangenheit. Er opfert Stellung und Vermögen, ihm nachzujagen. Er ist ein spleeniger Narr, ein Fanatiker der absoluten Gerechtigkeit, der das Unrecht wenigstens feststellen will, wenn ihn die Grundbedingungen des menschlichen Daseins auch hindern, in die Vergangenheit einzugreifen. Und das kommt so: Er hat einen Papagei, Ange st eilten st eilen anstatt zu 90 v.H. nur noch zu 50 v.H. mit Versor- gungsan w ä rtern besetzt werden. 50 v. H. der neu zu besetzenden Stellen können demnach vorzugsweise mit bewährten Kämpfern für die nationale Erhebung besetzt werden. OasGtudiumAeichsdeutscher in Oesterreich. Eintaufcndmartfperre für Studierende aufgehoben. Berlin, 24. Aug. (TU.) Die Sonderführung des NSDSTB. erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Das österreichische Unterrichtsministerium hat den Anmeldeschluß für Ausländer, die im kommenden Wintersemester auf österreichischen Hochschulen studieren wollen, auf 1. September 1 93 3 (auf der Universität Wien 15. September) festgesetzt. Wir machen alle Kameraden, die im kommenden Semester beabsichtigen, in Oesterreich zu studieren, daraus aufmerksam, obigen Termin nicht zu versäumen, da eine spätere Anmeldung abgelehnt wird. Die deutsche Regierung hat entgegenkommenderweise die 1000-M a r k - S p e r re für Studierende aufgehoben, um eine wissenschaftliche und geistige Zusammenarbeit der deutschen Stämme zu gewährleisten: auf dieser Basis scheint auch die obige Verordnung des österreichischen Ministeriums für Unterricht zu fußen. Die Anmeldung ist unter Vorlage eines die Hochschulreife erweisenden Dokuments bis spätestens 1. September 1933 (auf der Universität Wien 15. September 1933) bei dem zuständigen Dekanat oorzunehmen, gleichgültig, ob im letzten Sommersemester eine Inskription an der betreffenden Fakultät bereits erfolgte oder nicht. Den Anmeldungen ist die entsprechende Portogebühr für die Rückantwort beizulegen (am besten internationaler Postwertschein — gleiches Porto wie im Reich). Auskünfte über die Studienverhältnisse und Lebensbedingungen durch das Reichsdeutschenamt der DST. Oesterreichs, Wien I, Universität. Aus aller Well. Hauptversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in Liechtenstein. Wie man aus der Kanzlei des Verwaltungsausschusses des Deutschen und Oesterreichischen Alpenoereins erfahren konnte, soll die erst kürzlich auf unbestimmte Zeit verschobene diesjährige Hauptversammlung des Deutschen und Oeste- reichischen Alpenvereins nun doch abgehalten werden. Als Tagungsort ist Vaduz in Liechtenstein in Aussicht genommen. Der Zeitpunkt der Hauptversammlung wurde auf den 24. September festgesetzt. Ursprünglich sollte die diesjährige Hauptversammlung in Bludenz (Vorarlberg) stattfinden, wo sich vor 60 Jahren der Deutsche Alpenoerein mit dem Oesterreichischen Alpenverein zusammengeschlossen hat. Einigung der werbesachleule. Der Reichsführer der nationalsozialistischen Reichsfachschaft deutscher Werbefachleute, Hugo Fischer, hat folgendes Telegramm an Reichsminister Dr. Goebbels gerichtet: „800 in Berlin versammelte Vertreter der Werbefachleute aus dem Deutschen Reich haben den Beitritt in die nationalsozialistische Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute erklärt. Damit ist die Einigung der zehntausend Werbefachleute Deutschlands vollzogen. Sie entbieten Ihnen, als Schirmherrn der deutschen Werbung, Gruß und Gefolgschaft." Das llnwellec in USA. Die schweren Gewitter stürme zerstörten vorübergehend eine große Zahl elektrischer Leitungen in Neuhork. Zum ersten Male seit dem Iahre 1886 erlosch die Fackel der Freiheitsstatue. Die Gesamtzahl der durch das Üntoetter Getöteten wird mit 20 angegeben. Der Sachschaden und der Ernteschaden wird auf viele Millionen Dollar geschätzt. — Don einem heftigen Orkan und tropischen Regengüssen wurden auch New Iersey und der Staat Virginia heimgesucht. Die Schiffahrt ruht. Auch der Verkehr auf dem Lande mußte vielfach unterbrochen werden. Meldungen aus Südvirginia berichten von Ernteschäden, die bereits die Summe von 5 Millionen Dollar erreicht haben. Die Hauptstadt Washington lag längere Zeit infolge Versagens der Straßenbeleuchtung in Dunkel gehüllt. In den Badeorten der Küste sind die Uferpromenaden größtenteils zerstört. Die lieber- seedampfer trafen mit Verspätung ein. — „News Chronicle" meldet, daß 30 000 Menschen im Begriff sind, Ocean City, den Sommerkurort von Maryland, das, wie zahlreiche andere Städte, infolge des letzten Orkans überschwemmt worden ist, zu verlassen. Die Brücke von Ocean City nach dem Festlande, über die die Flüchtlinge der ein hohes Alter auf dem Rücken trägt. Seit Menschengedenken, von jedem früheren Besitzer dem nächsten als Merkwürdigkeit übergeben, sitzt er auf feiner Stange, schrickt von Zeit zu Zeit zusammen und stößt einen gellenden Ruf aus: „Hilfe, Hilfe, Mac". Dann bricht er ab in stummem Entsetzen, als sähe er Fürchterliches. Es ist nicht möglich, ihm sonst auch nur ein einziges Wort beizubringen. Der Portugiese ruht nicht. Sein ganzes kleines Vermögen hat er schon zur Nachforschung verwendet. Er trägt Familiendokumente zusammen, er beauftragt Historiker gegen entsprechendes Honorar, der Sache nachzugehen, er korrespondiert mit Archiven und Bibliotheken. Dann verläßt er feine Stellung, fährt nach Südamerika und kommt dort endlich zum Ergebnis. Aus alten Polizeiakten ersteht die Tragödie, die sich vor mehr als hundert Jahren in Rio, der damaligen Hauptstadt Brasiliens abspielte. Es regierte dort im Jahre 1830 Don Pedro oder vielmehr seine Gemahlin, Juana, die nicht nur den schwachen Kaiser, sondern auch die Ministerien und den Staatsapparat bis ins letzte beherrschte. Nur eine Frau war ihr an Macht und Ansehen ebenbürtig: Noemi, die berühmteste Tänzerin ihrer Zeit, die nicht nur an Tanzkunst, sondern auch an persönlichem Zauber, und damit an politischem Einfluß ihren durch die Weltgeschichte berühmt gewordenen Kolleginnen Fanny Elßler und Lola Montez nahekam. Eines Morgens fand man sie ermordet, vom Täter fehlte jede Spur. Polizeiliche Nachforschungen setzten ein, doch wurde auf Befehl der Kaiserin die Untersuchung ausgesetzt. Der wahre Sachverhalt, zu diesem Zeitpunkt in den Polizeiakten schon festliegend, wurde hinter Schloß und Riegel verwahrt. Erst heute, 1933, kommt er ans Tageslicht, hervorgeholt durch die fanatischen Bemühungen eines kleinen portugiesifchen Beamten, den die Sache nach hundert Jahren wahrlich nichts angeht. Der Papageienschrei hat ihn auf den Weg geschickt. Ein englischer Offizier, Mae Worphy, stand damals zwischen der Kaiserin Juana und der Tänzerin Noemi. Er liebte die Tänzerin, aber kam von der Kaiserin nicht los. Juanas wegen wollte Noemi mit ihm brechen, bedrohte ihn in furchtbarer Eifersucht mit einer Pistole, worauf er sie in Notwehr erstach. Mac Worphy, der sich für Juana entschieden zu haben schien, machte Karriere. Der wahre Sachverhalt, den er bei der ersten Untersuchung der Polizei erzählte, blieb bis heute verborgen. ziehen, droht einzustürzen. Mindestens 50 Menschen sind durch das Unwetter getötet worden. Sämtliche Verbindungen sind unterbrochen, so daß die genauen Verluste an Leben und Eigentum noch nicht feftgestellt werden konnten. Schnellzug Neuyork—Neuorleans entgleist. — 4 Tote, 45 verletzte. Der Schnellzug Neuyork—Neuorleans ist in der Nähe von Washington entgleist. Die Lokomotive und der erste Wagen stürzten vom Eisenbahndamm in den angeschwollenen Potomac« Fluß. Der Lokomotivführer und ein Heizer wurden getötet, 45 Personen verletzt. Das Unglück war eine Folge des Einsturzes der über den östlichen Arm des Potomac-Flusses führenden Eisenbahnbrücke. Der Brückeneinsturz war durch das anhaltende furchtbare Unwetter herbeigeführt worden. Drei Wagen des Zuges stürzten in den Fluß. Nach den bisherigen Feststellungen find vier Personen getötet worden. Zum siebenten Male Branbftiftung auf einem Hofe. Die Ortschaft Maxdorf bei Salzwedel (Provinz Sachsen) wurde in einer der letzten Nächte abermals von einem Grohfeuer heimgesucht. Z u ir siebenten Male brannte es auf dem Hofe des Gutsbesitzers Walter Schulz. Diesmal wurden ein altes Wohnhaus und ein Stallgebäude vollkommen eingeäschert. Die Untersuchung ergab einwandfrei, daß wiederum Brandstiftung vorlag. Gutsbesitzer Schulz befindet sich seit längerer Zeit in Untersuchungshaft, und durch zwei neue Brände nach dieser Zeit ist die Angelegenheit immer noch rätselhafter geworden. Dem Gutsbesitzer gehört der ganze westliche Teil des Ortes, der Brandstelle neben Brandstelle zeigt. Die Erregung unter den Einwohnern ist außerordentlich groß, da es bis jetzt nicht gelungen ist, auch nur eine Spur des geheimnisvollen Brandstifters zu entdecken. Anarchistischer Terror in Spanien. In einer Textilfabrik in Tarrasa (Provinz Barcelona) wurde ein Bombenanschlag verübt. Decken und Wände stürzten ein und begruben drei Arbeiter unter den Trümmern. Cs brach Feuer aus, durch das ein großer Teil der Warenbestände vernichtet wurde. Die Arbeiter konnten nur mit schweren Verletzungen geborgen werden. Der Sachschaden ist sehr groß. Man vermutet einen Sabotageakt. In den Provinzen Cadiz, Huelva und Sevilla sind Brand st iflungen auf Landgüternander Tagesordnung. Die durch die anarchistische Propaganda aufgelegten Landarbeiter und Arbeitslosen richten auf den Feldern und Weiden, sowie an den Erntevorräten den größtem Schaden an, ohne daß die Polizeibehörden in der Lage sind, diesem Terror wirkungsvoll entgegenzutreten. In den Polizeiakten steht, daß ein lebender Zeuge sich in der Mordnacht im Zimmer befand, der Papagei, der den Hilfeschrei aufnahm und ein Jahrhundert lang wiederholte. Die Kaiserin nahm ihn zu sich, wagte nicht, ihn zu töten, bis zu ihrem Tode blieb er eingesperrt. Dann vererbte er sich über den Notar, der den Nachlaß verwaltete, über Großvater und Vater des portugiesischen Beamten auf diesen selber, dem er eine Ausgabe, eine Mission, eine Bemühung verschafft, die zwar weder andern noch ihm etwas nützt, doch ihm das Leben befriedigend erfüllt. Er verlor Vermögen und Stellung, er wurde bettelarm daran, daß er jetzt endlich weiß, was der Ruf des Papageis bedeutet. Was hat er davon? Etwas, das ihn von den andern unterscheidet. Das tragikomische Schicksal eines zwecklosen Helden — doch ein besonderes Schicksal. „Es war einmal ein Musikus .. „ ... der spielte im Cafe, und alle hübschen Mädchen setzten sich in seine Näh'." Das geht nach einer preisgekrönten Tangomelodie von Friedrich Schwarz und ist das musikalische Leitmotiv des neuen Film-Lustspiels der Aafa. Hier wird das seit einiger Zeit beim Tonfilm sehr beliebt gewordene Märchen wieder einmal neu und doch mit einigen Anklängen an den „Gassenhauer" erzählt und gesungen, der vor längerer Zeit schon das hübsche Motiv von der Strahenmusik und von den unternehmungslustigen und begabten jungen Leuten ausgesponnen hatte. Hier spielen außerdem noch eine patentfähige Erfindung gegen Autodiebstahl, eine Gänseherde und die aus zahlreichen Filmen und Romanen, ja sogar aus der rauhen Wirklichkeit bekannte Liebe auf den ersten Blick eine wesentliche Rolle. Eine musikalische Bereicherung stellt ferner ein zweiter Schlager mit dem Refrain „Ist das nicht wundervoll" dar, der ohne weiteres mitgesungen werden kann. Das Ganze ist vom Regisseur Friedrich Z e l n i k mit Humor und Laune arrangiert und ausgestattet. Den Musikus macht mit liebenswürdiger und improvisatorischer Leichtigkeit Victor de K o w a: Szöke S z a k a 11 s stürmisches Temperament und beschwörender Redeschwall erregen wiederum viel Heiterkeit. Die Komiker R. A. Roberts und Falken st ein, Trude Berliner in munterer Schlagfertigkeit, Maria Sörensen und Ernst V e r e b e s vervollständigen die Solostimmen im heiteren Orchester. — Der Filin läuft seit gestern im Lichtspielhaus und« wird durch ein kleines Aafa-Kabarett, die neue Wochenschau und einen Naturfilm ergänzt. M ®laa I 80« I m »^*1 nimmt > Mgcn das un&Är Ult". Oie j &lunJ nbl teiiS wm üon 2 Ef) die MogM i Aufschlagsatz aus 2 I perbesteuer zu err Die Nah en zl CPH. Wie be üft zur Hessischen l Mrschlag und -war Deutsche Christen iinnten gelten nun wählt. Der 2e .Evangelischen Lanc sie Frist M Dc »om 20. bis 26. d. -Mnöefportle Die Siaatspri eit: Lehrer, msbesond- | egen ist, an einem I nen, können sich u I Teilung für Dilin I kvlkstum in Darmsto । mngsrat W. Berg | jräfiöenten mit der l I Liters der Minister! Daten für \ 1744: der Dichter £ I Bohrungen geboren ] tzliedrichs des Groß I torf; — 1800: der | M Hase in Niedersü I horten 1890): - 1 | 3üqem in Nymptfenb Bo — spielhaus, KhrüM. Musikus." " Bureauei Hof st raße. In den, wie der Pol lonnadenbau Echt verübt, wobei es auf Geld abgeseh hältnisse wurden gleichen Täter üi Diethe 3n der Frar umfangreiche Siras m Angriff genom tonen Mark geplc sentliche Arbeiten >en bereits ein von eine Million C Erdings zwischen HtndÄfaIen und Ach die gleich für 500 000 diesen Lagen be ich" Stenge in W tergeffen tocr[ i'° "°ch Mitgmb in ih«"° 5*nSW«l iitnl' Dausparer aus -x Ste §-MlungL ’ SÄ' ?* blete erstreckt Bon den lo Trjii als i?fcn9un( die ha?b?Ä^ur beitsn P?l,latö len Qut ?0n ei JalberSch ?rbeiter d?°tstl bahn ha. ?.^er vc S» 1500 J* "r N24 5,,,.Tonne, N«>de der qjjT ^nnen Salbet 1 Aus der Provinzialhauptstadt lief;) ausfallen. Für die Zeit sei tritt ihn Herr Ministerialrat R gelang der Frage der Erhebung einer l - und Warenhaus st euer für ter 'Heil i a paganda ausgeyehten Land« zlosen richten aus den iden, sowie an den Ernte« l Schaden an, ohne daß die er Lage sind, diesem Terror mutreten. In der Frankfurter Umgebung sink» umfange iche Strahenarbe ten (außer der Hafraba) in Angriff genommen unb in Höhe von elf Mn- Itonen Mark geplant. Der Krebitausschuh für öffentliche Arbeiten hat außerdem für Strahenarber- ten bereits ein Darlehen im Gesamtbetrag von eine Million Mark bewilligt, welcher Betrag allcrbingä zwischen Frankfurt a. M. unb ber Provinz Westfalen unb der Provinz Sachsen »u teilen ift Auch die aleichgeschaltete Main-Gas-AG. hat für 500 000 Mark Aufträge beschlossen. Und wenn in diesen Tagen bekannt wird, dah die Reichsbahn Flugzeuge in ihre Dienste stellt, soll hier nicht vergessen werden, darauf hinzuweisen, dah >ie noch stilliegende Motorenfabrik Frankfurt- Oberursel in ihrer Wiederbelebung eine wichtige Möglichkeit für den Sieg der Arbeitsschlacht des Lhein-Main-Gebietes bedeuten würde. Die Bau- unb Wirtschasts-AG. Bausparkasse i-nMainz gab am 29. Juli als elfte planmähige Zuteilung einen Betrag von 234 000 Mark an Jausparer aus. Bereits im August findet eine erneute Zuteilung statt, der im Oktober die nächste planmähige Zahlung folgen soll. Auch ber rhein-mainische Export kann sich einer Belebung erfreuen, bie sich auf verschiebene Gebiete erstreckt. Bon ben 10 Millionen Mark, welche das Reichs- arbeitäminifterium am 26. Juli dem preussischen Staat für Instandsetzung öffentlicher Gebäude bewilligte, wird unser nassauisches Gebiet bevorzugt mit zu bedenken sein. Allein schon deswegen ist das zu erwarten, weil die kompli- x ertere Struktur unserer Verhältnisse die Zahl ber Wohlfahrtserwerbslosen trotz aller oben angebeuteten Anstrengungen langsamer vermindern läht, als im Reichsburchschnitt. Gleiches ailt auch für die halbe Milliarbe Reichsmark, mit der das A r - Eeit8bcfd>affung8 ■ gjtogtamm d-r Reicksbahn einer Viertelmillivn Volksgenos- Fen auf ein volles Jahr Arbeit und Verdienst schaffen wird. Schon haben allein im W e st e r - Wälder Rotstandsgebiet etwa tauswid Arbeiter wieder volle Beschäftigung. Die Reichsbahn hat die Vereinigung der Westerwalder Basaltkleinbetriebe am 18. Julider Lieferung von 15 003 Tonnen Dasaltkleinschlag Ertragt. Am 24. Juli wurden die Aufträge der Reichsbahn cuf 80 000 Tonnen monatlich erhöht. Em Grohteil ter Westerwälder Erwerbslosen findet so Arbeit unb Lohn bei den dröhnenden Sprengschussen ihrer 2rüche. Sogar die weltberühmten Westerwaloer „Äannebäder“ können wieder kräftig in ihren weifen Ton greifen. Auch die Westerwalder Branntohlengrube Alexandria er- Sein Leben liegt faltenlos und leuchtend ausgebreitet." Dieses Wort Wallensteins über Max Piccolomini hat Jmmermann treffend auf Theodor Körner anaewendet. Wie der jugendliche Held Schillers hat auch er durch ein frühes opfermutiges Sterben die Ansterblichkeit errungen, sein Leben durch seinen Tod mit einer strahlenden Gloriole umwoben. Der Dichter von „Leher und Pfarrhausbaufragen in Klein-Linden * Klein-Linden, 23. Äug. Unsere über 2000 Seelen zählende evangelische Kirchengemeinde bildet bis auf den heutigen Tag eine Filialgemeinde der Pfarrei Großen-Linden Lis zum Jahr 1908 wurde der Kirchendienst von den Pfarrern von Großen- Linden versehen. Mit diesem Zeitpunkt wurde für die Filiale Klein-Linden die Pfarrassistentenstelle mit dem Wohnsitz nach Klein-Linden verlegt. Die Gemeinde mußte einen Zuschuß für den Pfarrer- aehalt leisten, ferner dem Assistenten die Wohnung stellen, und war außerdem zur Zahlung von größeren Beiträgen an die Muttergemeinde verpflichtet. Dor einem Jahr wurde die Äfsistentenstelle einem Pfarrer mit definitiven Rechten übertragen. Die Stelle selbst aber bleibt noch wie vor Assistentenstelle der Pfarrei Großen-Linden. Um dem recht häufigen Wechsel der Geistlichen ein Ende zu bereiten und zu stetiger Arbeit in der Gemeinde zu kommen, trägt man sich schon seit Jahren mit dem Gedanken, ein Pfarrhaus zu errichten und die hiesige Filialgemeinde in eine selbständige Gemeinde mit selbständigem Pfarrer umzuwandeln. Es haben auch schon öfters im Kir- chenvorstand und in der Kirchengemeindevertretung Besprechungen darüber stattgefunden, u. a. auch schon in Gegenwart des Herrn Superintendenten Oberkirchenrat D. Wagner (Gießen). Bei der Feldbereinigung, die im Jahre 1926 zu Ende ging, wurde auch von der Gemeinde in vorsorg- sicher Weise ein Platz für das einmal zu bauende Pfarrhaus in der Hügelstraße bereitgeftellt. Um der Errichtung eines Pfarrhauses näherzukommen, erscheint seit dem Jahre 1931 im Kirchenvoranschlag eine Summe von 500 Mark als Kirchenbaufonds, die am Ende dieses Jahres mit einer Stiftung von 100 Mark von privater Seite und einer weiteren von 10 Mark auf insgesamt 1610 Mark ohne die Zinsen angewachsen ist. Da gegenwärtig die Lage am Baumarkt verhältnismäßig günstig ist und auch allenthalben der Ruf nach Arbeitsbeschaffung laut wird, glaubt man, daß jetzt der günstige Zeitpunkt zur Errichtung eines Pfarrhauses gekommen ist. Auch ist die Schuld der Kirchengemeinde, die vor einigen Jahren noch einige Tausend Mark betrug, infolge der Abtragungen der letzten Jahre bis auf 400 Mark bei der Landeskirchenkasfe getilgt worden, so daß die Kirchensteuer ab 1933 auf 9 o. H. gesenkt werden konnte, wobei allerdings noch mitgespielt hat, daß es den Bemühungen des derzeitigen Pfarrers gelungen war, im Jahre 1931 einen weiteren jährlich zu leistenden Zuschuß der Gemeinde Klein- Linden an Großen-Linden für Pfarrbesoldungs- grundstücke, Gemeindesteuern, land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und Landwirtschasts- fammer mit insgesamt 350 Mark in Wegfall zu bringen. , Man glaubt jetzt, mit den seitherigen Aufwendungen für Miete mit rund 450 Mark und den bis heute noch jährlich zu zahlenden 300 Mark, die als ein Zwölftel der Unterhaltung des ersten Pfarrhau- fes zu Großen-Linden und als Beitrag zur Psarr- besoldung der ersten Pfarrei bortfelbft und für ebendaselbst abgelöste Akzidentien zu entrichten sind, den Bau eines Pfarrhauses finanzieren zu können d h. die aufzunehmenden Kapitalien verzinsen zu können, ohne die derzeitige Kirchensteuer zu er- höhen. Die seither schon im Voranschlag erscheinen- den 5OO Mark für Psarrhausbausonds sollen der jähr- sichen Schuldentilgung dienen. Den Bemühungen des Pfarrers ist es gelungen, die evangelische Sterbevorsorge zur Bereitstellung der Mittel gegen einen angemessenen Zinssatz zu gewinnen. ten sieht, daß ein lebender Nordnacht im Zimmer be- der den »hundert lang wiederholte. i ibn zu sich, wagte nM Am Tode blieb " m ÄÄÄ* HZN- iDii deu.A^'neZ zwei' »in NiM •: •' Lger £ gt ne ‘®QI$Mtnnacn an m-" SSE • siÄe -KM MI- äsSa'. r-LOZ sster?* MK er die Studie irl° wie '"kch bas äyilniile 5' Um Geschichte zu studieren, kommt er 1811 nach Wien, und hier findet er alles, was er ersehnt hatte. Der blende Schimmer der Bühne umfängt ihn und hält ihn magisch fest; die weltbedeutenden Bretter entbinden in ihm die Kräfte des Dramatikers, spenden ihm Ruhm und feste Stellung und schenken ihm „den Engel", den seim Herz gesucht hat. In einem einzigen Jahre reifte er zum Manne. „Wie der letzte Sommer und der jetzige mich so verschieden begrüßen", schreibt er 1812 an den Vater. „Damals war ich krank und schwach und ein roher wilder Bursche obendrein, und jetzt bin ich so stark und frisch und glücklich überdies, und etwas abgeschliffen von Zeit und Menschen." Wie von selbst schließen sich in ihm die Verse nur zu kleinen Szenen zusammen. Es sind anspruchslose Lustspielchen, wie „Die Braut", „Der grüne Domino", später „Der Rachtwächter", „Die Gouvernante", „Der Vetter aus Bremen", Stücke, die auch heute noch ihre heitere Liebenswürdigkeit bewahren. Als er dann nach einer Kleistschen Ro- velle das Drama „Toni" dichtet, meint er selbst bescheiden, das Stück sei voll Theatercoups, in dem Fluß der Jamben hofft er aber weiter gekommen zu sein. In die gräßlichen Tiesen des Schicksals- oramas stürzt er sich mit der „Sühne". Aber alle Versuche erscheinen ihm nur als Vorarbeiten für großes Werk, das übet seinen Beruf zum Dichter entscheiden sollte. Statt des zuerst geplanten „Conradin" wird der „ungarische Leonidas" Zriny sein Held, an dessen dramatische Gestaltung sich dann bald eine zweite Tragödie „Rosamunde" schließt. Eine Fülle von Schöpfungen war in die Arbeit weniger Monate, die durch ein eifriges Gesellschaftsleben noch unterbrochen wurde, zusammengedrängt. Der 2Ojährige trag noch alle Schlacken und Schwächen seines Alters an sich; er war keine frühreife, zeitig fertige Ratur wie etwa die gleichaltrigen Dichter C h a 11 c r t o n und Georg Büchner. Sein Talent bedurfte des langsamen Ausreifens, und das war ihm nicht vergönnt. Körner ließ sein Geschick den Becher des Erfolges in raschen, vollen Zügen schlürfen. Als der Liebling der Götter lebte er im deutschen Volke fort. Körner hatte mit seinen Dramen vielen Beifall beim Publikum; er wurde zum k. t Hvfdichter ernannt. Worum Kleist, Arnim und manche andere vergeblich rangen, das ward ihm durch des Vaters Vermittlung zuteil: die Anerkennung Goethes. Vater Körners Lieblingsplan, auf den Goethe sehr lebhaft einging, war es, daß lein Sohn den Olympier zum Lehrmeister ber Dichtung erwähle, und zu ihm nach Weimar gehe. Aber Körner war damals schon durch die stärksten Bande an Wien gefesselt: er hatte in Antonie Adamberger die Erfüllung seiner heißen Liebessehnsucht, die Braut gefunden. In zwei ergreifenden Briefen hat er ein Bekenntnis seines Verlöbnisses abgelegt: „der Kranz der Liebe ist um mich geschlungen, und alle Blütcnr, die ihr mir erzogen habt, hat die Sonnenzeit meines heiligsten Gefühles, hat meine Toni mir aufgeküßt. Ich fordere den auf, der glücklicher sich rühmen kann!" Mitten im hellsten Sonnenglanz aber fielen die Schatten einer dunklen Ahnung auf seinen Weg. Am 6. Januar 1812 hatte er an feinen Vater geschrieben, die Zeiten der Exzesse und Studentenpflichten seien vorbei, doch „werde ich das, was ich glaube und fühle, zu jeder Stunde auch mit dem Blut besiegeln; dazu hast Du mich erzogen". Wenn Preußen den Krieg beginne, werde et seine deutsche Abkunft zeigen und seine Pflicht erfüllen. Ein Jahr darauf spricht er von dem großen Augenblick seines Lebens, der ihn nicht unwürdig finden werde. Kurz danach erklingt in seinem letzten Drama, „Joseph Heyderich oder deutsche Treue" ein leidenschaftlicher Hymnus auf die Ehre des Soldatenstandes, auf den Heldentod in der Schlacht, und einen Monat später folgt er dem Aufruf an mein Volk zur Befreiung des Vaterlandes. Den Heldenjüngling begleitete ein in grüne Seide gebundenes Buch, ein Geschenk von lieber Hand, ins Feld. Auf seine Blätter hat er jene Lieder ausgeschrieben, die zunächst als „Zwölf freie deutsche Lieder" nach feinem Tod erschienen und dann gesammelt vom Vater unter dem Titel „Leyer und Schwert" herausgegeben wurden. Von Feldwacht zu Feldwacht, von Gefecht zu Gefecht quellen ihm Lieder zu; er dichtet sein „Schwertlied"; da werben schon die Trompeten. Er wirft den (Stift weg und ergreift die Waffe, welche er eben besungen; in der Fülle dieses Gefühls tritt ihn der Tod rasch an, rasch, ohne dah er fein Antlitz gesehen hat, und die Brüder geben ihm den Feuer grüß in die Gruft. Er fehlt im Siegeszug, aber er ruht, wie er gehofft hat, in freier Erde und lebt im deutfchen Volke fort von Geschlecht zu Geschlecht: „Denn was berauscht die Leier einst besungen. Das hat des Schwertes freie Tat errungen.“ Der Gauleiter hat inzwischen ganz neue Wege zur Arbeitsbeschaffung .m Rhein-Main-Gebiet eingeschlagen. In Zusammenarbeit mit unserem äußerst rührigen Handelskammerpräsidenten Dr. Luer ist ein „Aus.chuh zur Durchführung der Aebcrwachung der öffentlichen unb privaten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" gebildet worden. Führende Vertreter der Wirtschaft, der Kommunen, des Bankwesens, des Landesarbeitsamtes und der Partei sind vereinigt zum Angriff auf die Arbeitslosigkeit in breitester Front. Besonders soll über die öffentlichen veschaffungs- mahnahmen hinaus die private Initiative verstärkt, die politische Zersplitterung des zusammengehörigen Rhein-Main-Gebiets wirtschaftlich ausgeschaltet und die Unterstützung des Reiches stärker herbeigezogen werden. Wichtig ist, daß dieser Ausschuß auch darüber wacht, welche Auswirkungen die neuen Arbeits- bcschasfungsmaßnahmen haben, alle etwa aus dem Eifer der Arbeitsschlacht auskommende zu riskante oder verfehlte Unternehmungen zu verhindern und besonders den niederträchtigen Preiswucher zu unterbinden, der die Belebung gierig ausbeuten möchte. Wenn wir sehen, wie seit Monaten zu öffentlichen sozialen Sammlungen, Spenden und Opfern aufgerufen wird, und dann erleben, mit welch großartigen Leistungen unser Volk darauf antwortet, so ist auch das für uns Rationalsozialisten eine besondere Verpflichtung. In Hessen zahlte eine kleine Gemeinde von nur ein paar hundert Einwohnern, fast nur Werktätige und Rotstandsarbeiter, die Summe von 300,50 Mk. Ein Arbeitsloser hat für die „Opfer der Arbeit" fast das ganze Sparkonto seiner Familie, nämlich den Betrag von 500 Mk. gezeichnet. Dieses durch Kriegsanleihen, Schieber, Inflation, Deflation, Steuerbolschewismus, Rot und Betrug ausgepreßte, arm gewordene deutsche Volk trägt seine letzten Groschen zu Millionen zusammen in einer weise, daß unsere riesige Arbeitsschlacht hinreichend mit Munition versorgt werden kann. Spenden, Opfer und Lotterien werden ausgeschrieben. Kaum geschehen, fließt schon der heilige Strom des Opfergeistes der geeinten Ration und aus vielen Kleinen wird das Große. Wir aber, die wir als Rationalsozialisten sehende Zeugen dieses heldischen Ringens um den Wiederaufstieg sind, wir wollen täglich neu geloben: Wenn die andern Geld spenden. Geld und immer wieder Geld, dann werden wir nie erlahmen, in der Bereitschaft alles ein- zusehen, was wir sind. Denn keiner aus unsrer Front gehört sich noch selber, weil wir uns bem Siege verschworen haben. Mann für Mann, Schulter an Schulter, Junge und Alte, das erwachte arbeitende deutsche Volk! geht hervor, daß die hessischen Gemeinden Der- > slichtet sind, für 1933 sowohl eine Filial- teuer, als auch eine Warenhaussteuer mit dem Mindestsatz von 100 v. H. der allgemeinen Ge- teerbesteuer zu erheben. Es ist jedoch gesetzlich auch die Möglichkeit geichassen worden, diesen Aufschlagsatz auf 200 v. H. der allgemeinen Ge- tecrbefteuer zu erreichen. Die Wah en zur Landessynove 1933. CPH. Wie bereits bekanntgegeben wurde, ist zur Hessischen Landessynove nur ein Wahl- Vorschlag und zwar von der „Glaubensbewegung Deutsche Christen" eingegangen. Die darauf Genannten gelten nunmehr endgültig a l s gewählt. Der Bevollmächtigte der Hessischen Evangelischen Landeskirche hat angeordnet, daß die Frist zur Wahlanfechtung auf die Woche vom 20. bis 26. d. M. abgekürzt wird. (ddänöefportlebrgang für Junglehrer. Die Staatspresse st eile Darmstadt teilt mit: Lehrer, insbesondere Junglehrer, denen daran gelegen ist, an einem Geländesportlehrgang teilzurnh- men, können sich unmittelbar bei der Ministerial- ibteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und solkstum in Darmstadt schriftlich anmelden. — Regie- rungsrat W. B e r g n er ist vom hessischen Minister- Präsidenten mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Leiters der Tliniftcrialabteilung III beauftragt. Daten für Freitag, 25. August. 1744: der Dichter Johann Gottfried von Herder in Nahrungen geboren (gestorben 1803). — 1758: Sieg Friedrichs des Großen über die Russen bei Zorn- borf; — 1800: der Kirchenhistoriker Kurt August von Hase in Niedersteinbach bei Penig geboren (gestorben 1890); — 1845: König Ludwig II. von Bayern in Nymphenburg geboren (gestorben 1886); Bornotizcn. — Tageskalender für Freitag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es war einmal ein Musikus." •• Bureaueinbrüche in der Bahn- hofstraße. 3n der vergangenen Rächt wurden wie der Polizeibericht meldet, in dem Kolonnadenbau Schwarz mehrere Bureaueinbrüche verübt wobei es die Täter in der Hauptsache auf Geld abgesehen hatten. Fast sämtliche Be- holtnisse wurden erbrochen und durchwühlt. Die gleichen Täter verübten in einem Optikerladen freut sich einer erheblichen Absatzsteigerung. Wenn die vom Gauleiter Sprenger betriebene Wie- dereinführung der Kalkverwendung bei der westdeutschen Schwemmsteinindustrie Erfolg hat, womit zu rechnen ist, kann im Oberlahngebiet und im Freigericht eine Mehrbeschäftigung von mindestens 1000 Arbeitskräften erfolgen, wie die Witab des Gaues (Abt für Wirtschaststechnik und Arbeitsbeschaffung, gutachtlich sestgestellt hat. Aehnliches wird aus der gleichen Initiative für die W e st e r w ä l - der Braun ft einförberung und Erd - farbeninduftrie ungebahnt. Die Presse im ganzen Reichsgebiet hat kürzlich das biesbe^. energische Durchgreifen bes Gauleiters ausführlich bargelegt, wobei auch bie großzügige Aktion gegen bas unsoziale Doppelverbienertum geschildert wurde. Noch immer arbeitet hierfür die vorn Gauleiter eingesetzte Kontro 11ste11 e für Arbeitsbeschaf- f u n g unermüdlich, unb bie Arbeit hat im Reichs- gebiet unb selbst darüber hinaus starken Widerhall gesunden. Die so möglich gewordene Einstellung von 1000 Fachkräften ist gekrönt worden durch weitere 500 Unterbringungen der ältesten Kampfer der Bewegung unseres Großgaues, von denen als Endziel feiner ohne Arbeit unb Einkommen bleiben soll. 3.i biefen Zusammenhängen barf nicht unerwähnt bleiben, baß laut Feststellungen ber Industrie. unb Handelskammer unser Wirtschaftsgebiet im rnapnien des Reichsbeschaffungsprogkamms außerordentlich benachteiligt wurde. Wird diese Benachteiligung, deren Ursachen bie Hanbelskammer kürzlich ver- öffentlidjte, überrounben bzw. ausgeglichen, jo kann bie Wirtschaftsbelebung unseres Gebietes nur noch erfreulichere Fortschritte machen. Anbererseits siegt in biefen beiben Umftänben, also in ber Benachteiligung unseres Gebietes unb ben Aufbaumaßnahmen anberfeits ber erfreuliche Beweis, wie sehr bie eigne Kraft unb bie einheimische Führerini- tiative brauchbare IDege gefunden hat zu Arbeit unb Brot. Nicht vergessen werben sollen hierbei bie ftänbigen Bemühungen unserer nationalsozialistischen Ge- meinbeoertreter unb Landräte, bie auch ihrerseits roieber in einen eblen Wetteifer getreten [mb, im Kampf um Arbeit unb Brot. In dieser Tatsache sowohl, wie in ber täglich erneut zu beobachtenden Opfersreubigkeit des gesamten Volkes liegt für uns alle eine große und heilige Verpflichtung. Wenn wir die täglichen Beweise Dafür sehen, baß wir rhein-mainischen Nationalsozialisten uns auch in wirtschaftlicher Hinsicht auf unsere Führer verlassen können, bann soll bas für leöen em« zelnen von uns ein Ansporn sein, allezeit selbstlos unb freudig allen ihren Anforderungen zu folgen. SJi.-'fport Herbst-Regatta in Gießen. Ein vorzügliches Meldeergebnis. — Erstklassige Mannschaften am Start. Am Sonntag wird auf der Lahn noch einmal wieder sehr lebhafter Betrieb herrschen. Die Herbstregatta, die auch in diesem Jahre wieder vom Verein Rudersport Gießen 1913 durchgeführt wird, steht vor der Tür. Die Regatta hat — wir wiesen bereits in letzter Woche darauf hin — eine ausgezeichnete Besetzung erfahren. 20 Vereine mit insgesamt 71 Booten und 339 Ruderern werden sich am Sonntag auf der Lahn ein Stelldichein geben. Manche bekannte Mannschaft liegt in den Nennen, aber auch die jüngsten unter den Ruderern werden sich auf der Herbst-Regatta zum ersten Male versuchen. Daneben finden wir Mannschaften auS Vereinen vertreten, welche in den früheren Jahren eine bedeutende Rolle spielten. Wir weisen in erster Linie ans den Achter des Mainzer Ruder-Vereins hin, der in diesem Jahre mit der bekannten "Racke - Mannschaft den Georg-Appel-Gedächtnispreis endgültig gewinnen will. Die Zahl der eingegangenen Meldungen macht eine große Anzahl von Vorrennen letwa 22) notwendig, die am Sonntagvormittag ab 8 Uhr in Abständen von durchschnittlich 10 Minuten ausgetragen werden. 20 vereine aus Essen, Saarbrücken, Limburg, Wetzlar, Gießen, Frankfurt, Main;, Offenbach, Rüsselsheim, Bingen und Lahnstein sind vertreten, so daß mit außerordentlichen scharfen und spannenden Nennen zu rechnen ist. Um die Negatta recht flott zur Durchführung zu bringen, wird auch in diesem Jahre wieder der 10 - M i n u t e n - S t a r t beibehalten, und der beim Verein Rudersport eingespielte Apparat bürgt für diese Abwicklung. Von den (Wietzener Vereinen sind naturgemäß zu sehr vielen Rennen Meldungen abgegeben worden. Eine Vorhersage zu den einzelnen Rennen ist nicht möglich, denn gerade auf den Herbst-Regatten hat schon manchesmal eine Außenseiter plötzlich beste Mannschaften an den Start gebracht. Besonders interessante Rennen, um nur einige aus der Fülle herauszugreisen, bringen die sämtlich gut besetzten Achlerrennen. Bereits im Jungmann-Achter kommen nur Neulinge zum ersten Male an den Start. Dieser Preis des Vereins „Aferkritik" wird von den Mannschaften des Gießener Ruderklub Hassia, Saarbrücker Rudergesellschaft Andine und Ruderverein Rüsselsheim bestritten. Auch der Herbst- Achter, der Georg-Appel-Gedächtnispreis, findet drei Bewerber am Start. Die bekannte Racke- Mannschaft des Mainzer Rudervereins trifft hier auf die Mannschaften des Rudervereins Rüsselsheim und Frankfurter Rudergesellschaft Germania. Aber nicht minder interessant wird der Lahn-Achter werden, der von der Gießener Rudergesellschaft 1877, Verein Rudersport Gießen 1913 und dem Limburger Klub belegt wurde. Auch in diesem Rennen wird man nach vorsichtiger Beobachtung ein außerordentlich spannendes Rennen beobachten können. Aber ebenso scharfe und auch spannende Rennen werden in den Vierer-Rennen zu beobachten sein, wie auch die Einer-Rennen im Durchschnitt die gleiche starke Besetzung auf- weisem Die Hauptrennen am Sonntag beginnen um 14.45 Ahr, während die Vorrennen bereits um 8 Ahr gestartet werden. Die Rennstrecke beträgt etwa 1800 Meter. Der Start ist am Felsen, das Ziel liegt etwa 150 Meter unterhalb des Bootshauses des Vereins Rudersport. Deutschlandrundflug 1933. Heerschau der deutschen Luftfahrt. Wenn uns auch die Beschränkungen des Versailler Diktates es verwehren, die Stellung im Flugwesen einzunehmen, die Deutschland entsprechend seinem Anteil an der technischen und sportlichen Entwicklung des Flugwesens gebührt, so soll doch der große deutsche Flugwettbewerb, der Deutschlandflug, der am heutigen Freitag in Berlin beginnt, den Beweis dafür liefern, daß die deutsche Fliegerei nicht stillsteht, sondern von unzerstörbarer Lebensfähigkeit ist. An dem Wettbewerb beteiligen sich alle bekannten deutschen Flugzeugführer. Der Kommandant des Dornier Do X, Ministerialrat Christiansen vom Reichsluftfahrtministerium, führt die Liste an. In ihr fehlen nicht der deutsche Kunstflugmeister Gerhard Fieseler, Übet, der Segelflieger Wolf Hirt, Thea Rasche, der Afrikaflieger Schwabe, Theo O st e r k a m p , Reinhold Post, Amerikaflieger Richter. Und neben dieser Liste glänzender Namen sind alle Chefpiloten der deutschen Flugzeugwerke und die Konstrukteure in Tempelhof anwesend. In Reih' und Glied stehen die Sportflugzeuge, gelbe Klemms und silbergraue Junker und andere. Besonders eindrucksvoll war am Dienstag die Ankunft zweier im Verband fliegender Gruppen. Aus Stuttgart erschien eine Kette von drei rot angestrichenen Klemm- flugzeugen, aus Kassel ein Schwarm von fünf neuen Fieseler-Eindeckern. Der deutsche üunstflugmeister erklärte bei der Meldung vor der Sportleitung, daß er selbst die Fieselerstaffel während des ganzen Deutsch- landfluges als geschlossene Formation führen werde. Bekanntlich sieht die Ausschreibung für das Fliegen im Verbände besondere Gutpunkte vor. Bevor das eigentliche Fliegen beginnt, werden in Tempelhof freiwillige Leistungsprüfungen vorgenommen. Bei einer Nachtlandung gibt es bis zu hundert Gutpunkte zu holen. So liegt der Flughafen während der Nacht im vollen Licht seiner Rand- und Hindernisbeleuchtung. Für die nächtlichen Starts und Landungen sind besondere Einrichtungen getroffen. Jedes Flugzeug, das sich zu dieser'äußerst wichtigen Erprobung stellte, mußte nach einer Vorbereitungszeit pünktlich zur festgesetzten Zeit starten und nach einer Runde innerhalb einer 50 Meter breiten und 350 Meter langen Landungsfläche zum Stehen kommen. Alle Landungen gelangen reibungslos. Immer wieder sah man in der Dunkelheit die grün-weiß-roten Positionslichter der Sportflugzeuge oufsteigen und vom Süden her wieder herannahen. Die Zusammenarbeit zwischen technischer Leitung und Luftpolizei gestaltete sich so gut, daß für jede Maschine kaum mehr als 3 bis 5 Minuten vom Start bis zur Landung gebraucht wurden. An die Landungsprüfung schließt sich die G e - schwindigkeitsprüfung an. Die Strecke der höchsten Geschwindigkeitsprüfung wurde von der Wettbewerbsleitung bis zum letzten Augenblick geheim gehalten. Man wollte vermeiden, daß die früher eingetroffenen Flieger oder die in Berlin beheimateten den später eingetroffenen gegenüber dadurch im Vorteil sind, die Strecke durch vorheriges Abfliegen kennen zu lernen. Die Flieger erhielten am Dienstagabend lediglich die Nachricht von der Sportleitung, daß sie am Donnerstag zwischen sechs und sieben Uhr früh von Tempelhof nach Staaken starten sollten, um sich um 7.30 Uhr dort für die Geschwindigkeitsprüfung zu versammeln. Am heutigen Freitag beginnt nun dann der große Flug. Die Strecke des ersten Tages führt von Berlin über Stettin, Danzig und Königsberg wieder nach Berlin. Das ist der Treuegruß des Reiches an den bedrängten Osten. Am Samstag geht die Reise nach W e» st e n zum deutschen Rhein. Die leichten Flugzeuge wenden bereits in Münster i. W., während die beiden schweren Klassen erst in Düsseldorf wenden. Am dritten Tag geht es nach dem Süden. Die große und die mittlere Klasse müssen in Darmstadt landen, während die leichten Maschinen bereits über Nürnberg und Dresden nach Hause fliegen. In München hat erst die große Klasse ihren südlichsten Punkt erreicht, sie trifft in Nürnberg auf die Route der anderen Maschinen. Die einzelnen Klassen sind farbig gekennzeichnet. Bei den Kleinflugzeugen sind Rumpf und Flügel hellgrün angestrichen, die mittleren Flugzeuge haben rote Farbe, die großen Maschinen sind schwarz. Für die großen Maschinen sind auf jeder Route Abstecher vorgeschrieben. Bei dem Ostflug machen die großen Maschinen einen Abstecher nach Görlitz, beim Westflug nach Wyk auf Föhr und beim Südflug nach Stuttgart und München. Bietet der Westflug durch die Ueberfliegung der Nordsee einige Schwierigkeiten, so wird der Südflug der schwierigste sein, da er über die deutsche Gebirgsgegend und hart an der tschechoslowakischen Grenze vorbeiführt. Zwei Gießener Flieger beteiligen sich am Deutschland-^ftundflug. An den Prüfungen des D«utschland°Rundfluges nehmen, wie md>t anders zu erwarten war, auch zwei Flieger aus unserem Flughafen teil. Erbprinz zu Solms-Lich startet auf seinem Gerner Doppeldecker mit Hirkh 80 PS» Motor. Fluglehrer Ludwig Maier nimmt mit seiner BFW. mit 80 PS Siemens-Motor am Fluge teil. Die beiden Flieger befinden sich bereits seit Beginn, bzw. Mitte der Woche in Berlin. Oie Flieger auf der Strecke. Nachdem die 124 Teilnehmer am Deutschlandflug 1933 am Donnerstag die Geschwindigkeitsprüfung sämtlich glatt erledigt hatten, erfolgte heute der Start zur ersten Etappe. In Reihen von sechs Flugzeugen wurden die Teilnehmer auf die Reise geschickt. Bald nach dem Start zogen die Flugzeuge eine Rechtsoder Linkskurve und flogen dann in Richtung Stettin ab. Kurze Sportnotizen. Nicht weniger als 1 5 2 8 Meldungen wurden für die große Ostland-Treuefahrt vom 27. bis 29. August abgegeben. * B e i der großen Baden-Badener Rennwoche wird der Fürstenberg-Preis ohne ausländische Beteiligung gelaufen werden, da der französische Stall I. E. Widener seinen Starter Magnus zurückgezogen hat. Wirtschaft. Geschästsbelebung in der Landmafchinen-Znduftrie. Wie der Verband der deutschen Landmaschinen- Industrie mitteilt, hat sich die allgemeine Wirtschaftsbelebung, die in der letzten Zeit zu verzeichnen ist, auch beim Absatz landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte bemerkbar gemacht. Der Beschäftigungsgrad war Anfang 1932 auf 15 Prozent gesunken, d. h. die in den Landmaschinenfabriken geleisteten Arbeitsstunden waren — ein beispiel- loser Tiefstand — auf ein Sechstel der Sollzahlen gefallen, die der normalen Beschäftigung entsprachen. Im August o. I. trat zum ersten Male ein Umschwung ein. In diesem Monat erreichte der Beschäftigungsgrad 33 Prozent und hielt sich seitdem ganz erheblich über den Monatsziffern des Vorjahres. Der Beschäftigungsgrad von 46 Prozent im Juni 1933 (34 Prozent im Juni 1932) liegt um 12 Prozent höher als der durchschnittliche Beschäftigungsstand des gesamten Maschinenbaues. Die Belegschaftsstärke der deutschen Landmaschinen-Jn- dustrie war am 1. Juli d. I. um rund ein Viertel höher als am gleichen Zeitpunkt des Jahres 1932. Auf das Inland entfielen im Durchschnitt des Jahres 1932 81 Prozent des Gesamtabsatzes. Während in den Wintermonaten November bis März in den Jahren 1931 und 1932 der Jnkandsabsatz gegenüber der Ausfuhr sehr stark nachließ, hat sich der Jn- landsabsatz Ende 1932 und Anfang 1933 durchschnittlich auf über 80 Prozent erhalten. Die einheimische Landwirtschaft hat hiernach in der letzten Zeit vier Fünftel der deutschen Landmaschinenerzeugung ausgenommen. Die Hauptursache der gesamten Belebung dürfte das wiederkehrende Vertrauen der Landwirtschaft zu den Maßnahmen der Regierung und nicht zuletzt die am 1. Juli 1933 in Kraft getretene Steuererleichterung für Maschinenanschaffungen sein. Wie groß der Bedarf an Land» ma chinen ist, geht daraus hervor, daß die Gesamt- ver orgung der deutschen Landwirtschaft mit Landin a chinen und Geräten im Erntejahr 1927/28 einem Wert von 350 Millionen Mark entsprach, im Erntejahr 1931/32 dagegen wegen mangelnder Kaufkraft auf unter 100 Millionen Mark sank. * * DerZementabsatz i m I u l i. Der Versand an Zement hat sich von 344 000 Tonnen im Juni auf 366 000 Tonnen im Juli erhöht. Im Juli 1932 hatte der Zementversand 330 000 Tonnen und im Juli 1931 452 000 Tonnen betragen. Frankfurter Abendbörse still. Die Abendbörse war fast geschäftslos, da dle Kulisse Zurückhaltung übte. Die Stimmung war zwar etwas beruhigt, zu einer nennenswerten Erholung ist es aber nicht gekommen, zumal Kauforders fast fehlten. Andererseits kam Angebot kaum noch heraus. Die Kurse blieben auf der teilweise etwas erholten Basis des Berliner Schluß behauptet, vereinzelt traten leichte Erhöhungen ein, so bei Dt. Erdöl und JG.-Farben. Z. T. bröckelten die Kurse auch noch etwas ab (Lahmeyer, Siemens). Metallgesellschaft konnten sich erneut um 1 Prozent befestigen. Renten lagen recht still. Neubesitzanleihe und Reichsschuldbuchforderungen in mittleren und späten Sichten waren 0,13 bis 0,25 Proz. höher, Altbesih gegen Berlin unv., gegen Frankfurt jedoch 0,39 Prozent niedriger. Pfandbriefe waren auf der ermäßigten Basis gehalten. Von Ausländern konnten sich Lissaboner Stadtanleihe seit gestern abend um 2 Prozent befestigen. Schweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 24. Aug. Det heutige Schweinemarkt war stark beschickt, und es verblieb daher großer Ueberftanb. Auftrieb: 886 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: Bis sechs Wochen alte Ferkel 10 bis 12 Mark, sechs bis acht Wochen alte 12 bis 15 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 12 bis 19 Mark. Gewinnauszug 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 13. Ziehungstag 23. August 1933 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II beiden In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« ju 200000 M. 280897 2 Gewinne zu 10000 M. 65241 14 Gewinne zu 5000 Dl. 5674 134288 291014 340623 346596 367188 394256 22 Gewinne,u 3000 M. 2282 2560 12298 13207 81633 191277 194572 203129 228394 293470 393821 44 Gewinne «u 2000 M. 58048 81060 88032 96158 105041 155716 169090 185358 199819 224476 255726 268037 281870 283621 322041 333498 341632 342626 351068 356314 366946 381807 128 Gewinne zu 1000 M. 9848 16748 39783 45747 63225 70144 73448 97919 102063 102851 109229 118486 119420 126382 142412 146020 148744 155775 165841 165918 172394 175943 176918 183242 187571 190043 191575 192560 197851 198768 201692 201694 205044 215520 217606 226268 228939 233512 240520 246594 247288 254552 256123 257346 261247 261742 264181 265975 267212 270883 276483 281986 282171 294534 308913 340899 365543 314528 326964 327463 385498 388036 388415 333941 208 Gewinn« zu 600 M. 618 2784 3376 3516 12397 16788 18134 18513 23939 28305 29118> 31050 39408 40558 44752 45667 46009 56212 56726 63090 65291 i 66583 69696 72189 77037 80697 82487 91699 94787 99152 103296 106106 110366 114763 117889 125418 133922 137871 143311 159559 160389 170200 180513 181956 186248 191401 192513 197651 200624 208532 209871 217172 218568 229700 232338 232695 236387 239065 243382 248156 252765 253000 253764 267134 257151 260765 262743 263108 264600 264772 272409 277974 287022 296377 296481 297092 297156 300406 304590 305505 307431 310564 322584 331202 346937 348976 355986 356711 357262 359423 359663 363905 364054 365467 368377 388559 393608 368548 375299 384449 395289 396296 399223 386310 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn. 8U 10000 M. 140711 8 Gewinne ,u 5000 W. 70460 103984 112668 359544 16 Gewinn. ,u 3000 M. 70382 150445 242200 250751 259142 268765 316406 348217 48 Gewinn« zu 2000 M. 12864 25226 77958 81740 153788 154122 154533 189420 217498 245014 266083 288944 293598 299665 331958 333741 345610 351876 356750 360663 361998 372273 383877 390055 62 Gewinne zu 1000 Dl. 156 13005 33889 49452 86116 93552 103935 106383 114237 114696 121327 154267 154625 213664 216396 224371 242736 253265 259204 263511 270669 276157 276897 278262 300144 302002 303178 306504 311849 320180 376130 150 Gewinne ,u 500 M. 183 25039 27875 30047 33507 34620 47076 47499 53668 54048 60270 66269 76572 94935 96467 105002 112705 113367 126959 132239 147302 147606 151381 151489 158087 158152 163695 181695 182004 188405 193002 193109 209498 210801 213943 215922 218597 220202 224769 233737 236893 241842 241962 243206 246274 252287 255857 257749 264877 277050 280050 280594 293221 296141 306952 315400 326280 335188 342335 343065 345929 360299 361491 366836 367386 367432 370158 370830 375233 383127 387935 388169 392339 393324 399318 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000 und 100 Prämien zu je 8000, 2 Gewinns zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 8 zu je 5< 030, 22 zu ,e 25000, 118 zu je 10000, 268 zu je 5000, 520 zu je 8000, 1584 zu je 2000, 321u zu je 1000, 5181 zu je 500, 15892 zu je 400 M. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Hranksuri a. Ml Serlin Schlußkurs Echlußk. Abend» börse Schluß« kurs Echlußk. Mittag» börse '.Datum 23.8. 24.8. 23-8. 24-8. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 84,4 84 84 84,25 e%ehem.7%Tt.Neichsan1.v.lg2g 6%% Voung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Ant.-Ablöst-Schuld mit 96,5 97,4 96,25 97,13 83,13 84,25 83,5 84,5 Auslos.-Rechten ............. 77,65 77,5 77,3 77,5 Tesgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 9,4 9,55 9,3 9,5 srückzahlb. 102%) ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadl 73,25 73,25 73,75 74,75 Gold R. 12.................. 5/2% Hess. Landes-Hypotheten, baut Darmstadt Liaui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit 81 80,75 80,75 80,75 83,75 83,25 — — Au-los..Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Am 67,5 67,5 — — leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 69,5 69,25 69,25 69,5 Golopfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyo.-Bank 81,25 80,25 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 5’/:% ehem. 4'/t% Franks. Hqp.» Äank-Liqu..Psandbrtese....... 5’/2% ehem. 4'/r% Rheinische 81 80,25 — — 84,5 84 — — Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- 85,25 85 — — briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand» 83 82,75 — — briefanstalt, Pfandbriefe ist. IC 83 83 83 83 Steuergulsch. Verrechnungskurs.. 86,4 86,4 86,4 86,4 4% Oesterreichische Goldrente.... 10,5 10,3 10,6 10,4 4,20% Oesterreichische Silberrente 0,625 0,6 0,75 4% Ungarische Goldrente....... 4,1 4,4 3,85 4,2 4% Ungarische Slaaterente v. 1910 3,75 3,75 4,15 3,65 4%% desgl. von 1913.......... — 4,6 3,8 5% abgest. Goldmexikaner von 99 6 6 6 6 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe 5 5 5 5 Serie I..................... 4,85 — - 4,9 Frankfurt a.M Serlin Schluß» kurs Schluß!. Abend» börsc Schluß» kurS Schlußk. Miltag- börle Datum 23.8. 24.8. 23-8. 24.8. 4% desgl. Serie II ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!48LRumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 *4% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschtff........... o Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Kommerz» und Prlvat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft................ o Dresdner Bank..............o Retchsbank ................12 A.E.G......................0 Bekula...................... Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Llcht und Kraft .............6 Fellen & Guilleaume......... 0 Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schuckert L Co...............5 Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Co............. 10 Buderus ........... 0 Deutsche Erhöl..............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener................... 0 Hocsch Eisen—KöIn»Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ille Bergbau Genüsse........6 Klöckncrwerke ...............0 Mannesmann-Röbren........0 5 3 5 2,4 23,25 11 11,9 41,5 85,25 48,13 52,5 44,4 147,25 18,4 104,75 95 43,5 76,25 89,25 152 114 63,25 97,25 48 86 133 101 52,5 52,9 5 3 5,25 2,5 23,65 11 11,9 40 84,75 48,25 52 44,4 147.5 18 104 80.5 93,5 43 74,75 89,13 148.25 110 60 94,5 48,25 85.65 129 100.5 49,75 52 2,8 5,13 2,35 23,7 10,75 25,75 17 12 41 85,5 48,5 52,5 44,4 147,25 18,25 104,75 81 95 43,5 76,13 75 88,75 152 114,5 60,5 96,65 47,5 85,75 52,13 134 100,65 50,4 52.25 5.05 3 5,4 2.4 23,75 11,13 26,25 17 12 39,4 85 48,5 52 44,4 147 17,75 104,25 80 93,25 43 74,13 76 88,25 149 60,25 93,5 48,5 85 52,5 130 100,5 49,5 51,75 Frantturi a. ML 3erim Schlußkurs Echlußk. Abend» börsc Schluß» lurs Echlußk. Minag- börse Datum 23.8. 24.8. 23.8. 24-8. Mansselder Bergbau...... .. 0 21 21 20,65 21 KokSwerke ............... .. c — — 70 67,75 Phönix Bergbau.......... .. c 32,25 30,75 32 30,65 Rheinische Braunkohlen ... . 10 192 194,75 192,5 195,25 Rheinstahl ............... .. 0 76,75 75,25 76,5 75,25 Bereinigte Stahlwerke..... .. 0 31,5 30 31 30,25 Olavi Minen ............ .. 0 12 11 11 11 Kaliwerke Aschersleben..... .. 5 113 116 113 Kaliwerke Westeregeln..... .. 5 116 115,5 118 114,5 Kaliwerke Salzdetfurth .... IVi 155 158 157 158,5 I. G. Färben-Industrie..... .. 7 128 126,4 127 126,25 Schetdeanstalt............. .. 9 172,5 171 — Goldschmidt .............. .. 0 41,5 38 41,13 38,5 RütgerSwerke............. .. 0 45,5 45,25 45 45,25 Metallgesellschaft........... .. 0 — 54 53 53 Phlltpp Holz mann......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 44,25 40,25 64 58,65 .. 0 77.5 77 Tementwerk Karlstadt....... .. 0 Schultheis Patzenhoser ..... .. 0 — — 104,5 102,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 28,65 28,4 28,4 28,25 Bemberg................. .. 0 45 45 45 45 Zellstoff Waldhos .......... .. 0 — 34,5 33 33,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 21,25 22 21 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 98 95,5 Daimler Motoren.......... .. 0 22,5 22,13 22,5 21,5 Deutsche Linoleum......... .. 0 41,65 40,5 42 40,25 Orenstein & Koppel........ .. 0 —— — 29,5 28 Leonhard Tietz............ .. 0 12 11,13 12,13 11,5 Cbadc.................... ..10 154 153 153,75 152.75 Accumulatoren-Fabrtk...... .. 0 168 167 169 ,167 Conti-Gummi............. .. 0 139,5 140 138,5 139,5 Gritzner.................. .. 0 — Mainkrastwerke Höchst a.M.. .. 4 58,5 59,25 13 Süddeutscher Zucker....... .. 8 152 151 152 Devisenmarkt Berlin - - Frankfurt a. 2TI. 23.August 24.August Amtliche ■Notierung Amtliche Notierung (S'elh Sric Geld Brie HclsingforS.. 6,114 6,126 6,094 6,106 Wien....... 47,95 48,05 47,95 12,42 48,05 • 12,44 Prag....... 12,42 12.44 Budapest ... Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169.58 169,92 169,58 169,92 Lslo....... 69,58 69,72 61,96 69,33 61,64 69,47 61,76 Kopenhagen. 61,84 Stockholm... 71,43 71,57 71,13 71.27 London ..... 13,825 13,865 13,78 13.82 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 3,032 0,932 Reuyork.... 3,067 3,073 3,038 Brüssel..... 58,55 58,67 58,57 58,69 Italien..... 22,09 22,13 22,09 22,13 Paris ...... 16,435 16,475 16,44 16,48 Schweiz .... 80,97 81,13 81,09 81,25 Spanien.... 35,04 35,12 35,01 35,09 Danzig..... 81,62 81,78 81,62 81,78 Japan...... 0,826 0,828 0,824 0,826 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon.... 12,69 12,71 12,66 12,68 Banknoten. Berlin, 24-August Geld Brief Amerikanische Noten.............. Belaische Noten.................. 2,985 58,41 61,38 3,005 58,65 61.62 Dänische Noten .......... Englische Noten .......... 13,74 13.80 Französische Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten......... 16,40 169,16 21,97 69,16 16,46 169,84 22,05 69. dA Norwegische Noten ....... Deutsch Oesterreich, ü 100 Schilling _ Rumänische Noten........ — _ Schwedische Noten........ ...... 70,96 71,24 Schweizer Noten.......... 80,91 81,2i Spanische Noten.......... 34,88 35,02 Ungarische Noten.........