er;» . ‘iA?Ä |fp!ub»er 3«. --.Krch 6^e|n. Ss-L öS'HH *•' Üüfch icblug. S'ÄSV” jäti-E* teiXS ®*iNlen. S'O’tfurt &T prfnf- 5- «Mit- i t'? *)or. k* * te '-Meisterschaften. 3m'n ^(anfiurt, 7 erfüllte ^°Ue.- 1. @eib re:1. Kruse, Saat. Zonale Dahn: 1. ^hrenbahnen. .D°mstadt, 71; Becher nbnnmmP6k;®^W n, ’r?\mbur9' 80; Eeb, «1 S enbaL 79; Leitmar, Kowalke Kiel, 76, Tchu. lhelms, Wirselen, je 75. af)n: Otto, Neuyort, unb Wirges, Frankfurt, 92; Elsruhe, je 91 Punkte, au Piehler, Werdau, 58. veig, 76. Schere: Makler, )e ausfallen lassen. Äedea scheinen hierfür Hebet« tozfcn zu sein, die in bet eine Stirling finben, unb regiaung für fine ge« jeiroffenen Mahnahmen iuf Cingrelsm bei fctu' Wirstchaji und Arbeit :ng bieser Vorgänge zu Getreidebörse. 24.3uli. An bet Pro« Internehmungslust klein, igen Witterung unb in Ernte herrschte stärkste chlicher geworbene Ange« zu ermäßigten Preisen waren außer Roggenmchl rückgängig. Es notierten lles übrige ic l00 K'lo« leizcn 197,50 bis 98, 0 intergersle kam echmllg Äotiz, Hafer lo5 bis 160, mit AustauMM 30 tauschweizen 29 bis A,50, entige Ausmahlun 2^5 Säst« 230 Mark, 170 Mark per 50 Kilo« ug einschl. Sack. Lenbenz Geld >ng ’it1 72-21 89,86 34,51 46,95 12,52 3,047 169,Ö 70,« 62,M 72,N 14-y 0,928 2,992 58,49 $,14 16,40 81.0J 35,04 81,57 0,874 0,234 5,195 12,77 47,05 12,54 3,053 169,5 70,67 32,81 72,52 14, 0,932 2,998 58,61 22,18 16,44 81,20 35,1 81,73 0,876 0 236 5,206 12,79 Atonksvrt a.A T* So 2,54 1,053 >9,57 70,27 62.46 72,12 13,99 0,932 2,973 58,61 22,17 16,44 81,13 35,1 81,83 0,876 0,236 5,205 12.71 iknoiem Kr. 171 Lrster Blatt 185. Zahrgang Dienstag, 25.3uli 1955 (tr|d)eini tägltd), nutze, Sonntags und Feiertags Beilagen: Dre Illustriert, ©iefcener Familienblätter Heimat .-g. Rachdruck verboten! „Grüß dich Gott, lieber Dpktor!" Unbewußt, wie er die Frau beim Namen genannt, gebrauchte er jetzt das vertraute Du der Freundschaft. „Hier habe ich dir noch jemanden mitgebracht, der uns helfen will, dich gesund zu pflegen." Er ließ den alten Diener vortreten, der sich zum Handkuß auf die kalten Finger neigte. Und freute stch des abermaligen Aufleuchtens in den blauen Augen. Das hatte er gut gemacht! Beim Klang der tiefen Männerstimme hob Wera von Vandro das Haupt. Kaum weniger bleich war es als das Antlitz des Kranken. Wie aus Marmor gemeißelt schien das schöne Gesicht mit dem starren Ausdruck halber Geistesabwesenheit. Nur das blonde Haar schimmerte und gleißte in aufreizender Lebendigkeit. Fremd, verständnislos sah sie die beiden Manner neben dem Pfleger an der anderen Seite des Bettes an, ohne sich zum Gruß zu erheben — und ließ den Kopf wieder auf die Kissen sinken, die Hand immer noch in die des Kranken geschmiegt. Mit unbeschreiblicher Liebe umfaßte Georg von Vandro die Gestalt seines jungen Weibes — hob dann den Blick zu dem Freunde. Der verstand die stumme Bitte und neigte sich näher. „Dir vermache ich mein Liebstes, Magnus Steinherr! Hüte es — das Leben ist — so — hart!" „Ich trete dein Erbe an, Georg, und werde es ehren und hüten mein Leben lang!" erwiderte der Mann stark und hatte Mühe, die Erschüterung aus feiner Stimme zu bannen. lief, lange ruhten ihre Augen ineinander. Dann versuchte Vandro, die Hand seiner Frau in die des Freundes zu legen, und da es ihm nicht gelang, kniete sich Steinherr neben ihn und ergriff die schmale Hand, an der der Goldreif blinkte. Die Frau merkte es nicht. Alle Empfindung für die Umwelt war erstorben. Und wieder ging ein lichter Freudenschein über des Sterbenden Antlitz, da er die beiden ihm teuersten Menschen vereint an seinem Lager sah. Seine Mission auf Erden war erfüllt, nun würde der Freund seines Amtes walten. und diejenigen Spaniens auf 5 Millionen Unzen jährlich beschränkt, während die Produktionsländer 35 Millionen Unzen jährlich für den gleichen Zeitraum von ihrer Minenerzeugung kaufen. Ministerpräsident Göring hat den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Brigadeführer der SA. Prinz August Wilhelm von Preußen und den ehemaligen deutschnationalen Reichstagsabgeordneten v. Freytagh- Loringhoven in den Preußischen Staats- r a t berufen. Der als Sonderkommissar für Luftfahrtfragen des obersten SA.-Führers verwendete Direktor der Deutschen Verkehrsflugaktiengesellschaft, C r o n e i ß, ist vom Stabschef Röhm unter Beförderung zum Oberführer zum Flugreferentender ober« ste n SA. -Führung ernannt worden. Er wird in der Hauptsache die Verbindung zwischen der obersten SA.-Führung und Luftfahrtminister Gö- ring sowie den übrigen Luftfahrtfragen beschäftigten Dienststellen in Deutschland aufrechterhalten. Der frühere Leiter der Westabteilung im polnischen Außenministerium 3. Lipski wurde zum Gesandten in Berlin ernannt. Der bisherige polnische Gesandte in Berlin Dr. Wysocki wurde zum Botschafter beim Q u i r i n a l in Rom ernannt. Kunst und Wissenschaft. Zusammenschluß der bildenden Künstler. Pg. Professor Max K u t s ch m a n n , kommissarischer Direktor der Vereinigten Staatsschulen (Hochschule für freie und angewandte Kunst), Vorsitzender der Deutschen Kunstgemeinschaft, Fachleiter an der Kulturabteilung des SS.-Rasse- und Siedlungsamtes und Obmann der Gruppe bildende Kunst im Kampfbund für deutsche Kultur e. V., ist bevollmächtigt durch den Leiter des Verbindungsstabes der NSDAP, und in Verbindung mit dem Leiter des Amtes für ständischen Aufbau die Gleichschaltung derdeutschenKünstlerund Kunst- vereine herbeizuführen und sie als Vorbereitung für die kommende Eingliederung aller freien Berufe in den ständischen Aufbau im Reichskartell der bildenden Künste, Berlin C. 2, zusammenzufassen. Das Reichskartell der bildenden Künste ist die einzige von der Reichsleitung der NSDAP, anerkannte Dachorganisation der bildenden Künste. Im Verfolg der ihm übertragenden Aufgabe hat Professor Max Kutschmann, der Präsident des Reichskartells der bildenden Künste, Pg. Hans Freiherrn von Geyer, Schönberg bei Bensheim, zum Vorstandsmitglied des Reichskartells der bildenden Künste berufen, ihn zum kommissarischen Vorsitzenden des Gaues Hessen-Mittelrhein des Reichskartells der bildenden Künste bestellt und beauftragt, die Gleichschaltung und Eingliederung der Künstler und Kunstvereine im Gau Hessen-Mittelrhein des Reichskartells der bildenden Künste durchzuführen. Pg. Hans Frhr. v. Geyer übernimmt von Amts wegen den Vorsitz in allen dem Reichskartell Gau Hessen-Mittelrhein zukünftig unterstehenden Abteilungen (Säulen). Verschollene Fischer auf Kamtschatka geborgen. Nach einem Funkspruch aus Shabarosk sind auf Kamtschatka 28 verschollene russische Fischer von einem Küstenwachboot entdeckt und g e b o r g en worden. Die Fischer waren am 30. Dezember 1932 an der Küste Kamtschatkas zum Fischfang ausgefahren und seitdem verschollen. Man hielt sie längst für tot. Das Küstenwachboot brachte sie nach Petropawlowsk, wo sie überaus herzlich empfangen wurden. Aus der Provinzialhauptstadt. Lindenblüte. Es hat einen eigenartigen Reiz, unter einer blühenden Linde die Haft des Tages in sich verebben zu lassen, wenn die sinkende Sonne ihr letztes Gold über ihrem grünen Scheitel zerstäubt. Dann wird das summende Singen über uns wie zu einem fernen Klang aus maschinendurchstampften Hallen, in denen Tausende von surrenden Rädern der toten Materie die Seelen entlocken, um sie im tdienfte der Menschheit zu wirkendem Wesen umzuformen. In diesem Gingen klingen Romantik und Alltag ineinander, dessen Rhythmus Arbeit heißt und jene sprichwörtliche Bienenemsigkeit, die zum Sinnbild fleißigsten Schaffens wurde. Es mag fein, daß die süßen Träume, die nach dichterischer Ueberlieferung „in ihrem Schatten" geträumt wurdet), einer weniger harten und kämpferischen Vergangenheit, einer ausgerüsteten und noch nicht in weltweites Verwobensein eingespannten Zeit angehörten, in der die Zwiesprache mit dem eigenen Selbst noch ungestörter und ohne große Schwierigkeiten ermöglicht werden konnte. Vielleicht auch hatte der Brunnen vor dem Tore mit seinem plätschernden Wasserstrahl noch eine stärkere bezaubernde Wirkung auf die Menschen in seiner Nähe, die sich von der vorsommerlichen Schwüle narkotisieren ließen. Jedenfalls haben Dichterkünste das.eine wahrgemacht: sie haben um die blühende Linde einen Glorienschein gewoben aus heimatlichem Erdver- bundensein und der Sehnsucht nach dem erlösenden Verschweben in ferne Ewigkeitsnähen. Der Feuerdorn zaubert blendender und der blühende Kastanienbaum stimmt festlich-feierlich. Die blühende Linde ist untheatralisch. Sie verströmt mit natürlichen Selbstverständlichkeit den würzig-schweren Duft, der von ihrem Blätterdach rieselt, so daß man fast den Honig zu schmecken vermeint, der ihren Namen hat. Man atmet diesen herb-süßen Duft tief und erfrischt ein, und versteht es, daß irgendwo, irgendwann einmal ein Irgendjemand in einer linden Sommernacht den Kuß aus unbekannten Sphären empfing. Ein anderer, dem die Welt ein Singen und Klingen war, gab ihm die tönende Seele, die auf Falterflügeln weiterflog, wie alle Volkslieder, von denen niemand weiß, von wannen sie kamen, und heute und immer wird es klingen und fingen: „Am Brunnen vor dem Tore, Da steht ein Lindenbaum .. Raffenhygienischer Schulungskursus. Der von der NS.-Aerzteschaft veranstaltete Rassen- hygienische Schulungskursus fand am Donnerstag der vorigen Woche seine Fortsetzung. Redner des Abends war Dr. Lorenz. Der Redner zeichnete zunächst die geschichtliche Entwicklung des nach Palästina ein- gewanderten semitischen Nomadenstammes der Hebräer. Die Ureinwohner Palästinas seien ein westisch- oorderasiatisches Rassengemisch gewesen, in das von drei Seiten Träger der nordischen Rasse eingewandert seien. Dazu kamen von Altägypten her hamitisch- negerische Einschläge. Dieses Gemengsel habe der reinrassische orientalische Stamm der Hebräer durchdrungen. So sei als Grundlage des Judentums ein vorderasiatisches orientalisches Gemisch mit nordischen, westischen, hamitischen und negerischen Einschlägen entstanden. Es sei falsch, so führte der Redner weiter aus, von einer „jüdischen" oder von einer „deutschen" Rasse zu sprechen. Beide Begriffe bezeichneten das Volkstum. Die rassische Zusammensetzung eines Volkes sei durch das Verhältnis der Mischung der Rassen bestimmt. Jedes europäische Volk stelle ein Rassegemisch der vier europäischen Hauptrassen dar und unterscheide sich von den Nachbarvölkern durch das Mischungsverhältnis dieser Hauptrassen. Auch das jüdische Volk stelle eine Mischung von Rassen dar. Es unterschiede sich grundsätzlich dadurch von europäischen Völkern, daß es aus außereuropäischen Rassen zusammengesetzt sei und so notwendigerweise für uns einen Fremdkörper bilde. Nach der Zerstreuung duöch Titus sei das Judentum in zwei Wanderrichtungen aufgebrochen. So habe sich der ostjüdische Typus durch Beimengungen inner- asiatischer und ostbaltischer Rasse zu dem vorhandenen Gemisch entwickelt, das sich durch stärkere Aufnahme vorderasiatischer Rassebestandteile auszeichne. Der südwestliche Zweig des modernen Judentums habe auf seiner Wanderung mehr westische Elemente in sich aufgenommen, und stelle so, mehr einen Adel des Judentums dar. Das Bild des nach Deutschland eingedrungenen Juden werde fast ausschließlich vom Ostjuden bestimmt. Im Vordergrund stehe dabei die vorderasiatische Rasse, an Hand deren seelischer Eigenschaften der Redner schlaglichtartig einige wichtige politische und kulturelle Erscheinungen des Judentums in Deutschland erläuterte. Beispiele aus Kunst und Wissenschaft rundeten das Bild. Es wurde dabei der Beweis für den nationalsozialistischen Grundsatz erbracht, daß im deutschen Volke nur der deutsche Mensch etwas zu sagen habe, daß Ein Seufzer tiefster Erleichterung. Noch einmal grüßten die schönen, blauen Augen, klar bis zuletzt, den blonden Kopf an seiner Schulter, den Freund, der ihm mit zuckenden Zügen zunickte, als versichere er ihn nochmals seines Gelöbnisses, lächelten den alten Diener und Freund seiner Kindheit an, über dessen faltiges Gesicht jetzt doch die dicken Tränen liefen, den Pfleger, dessen stille Freundlichkeit ihm oft wohlgetan. „Dank euch allen ...!" Es waren seine letzten Worte. Ein feierliches Aufstrahlen — dann schlossen sich die Lider leicht und schmerzlos zum ewigen Schlaf. Und ein unbeschreiblicher Friede lag auf des Toten Gesicht. Regungslos verharrten die Menschen um das Lager. Wie lange? — Keiner wußte es. Die Zeit stand still in ihren Herzen. Endlich erhob sich Steinherr. Er sah grau und verfallen aus. Leise berührte er die Schulter der knienden Frau. „Liebe Frau Wera...!" Herzlich und warm bat seine Stimme. Aber Wera von Vandro rührte sich nicht. Ihre Seele suchte den Weg zum Geliebten und stcknd vor verschlossenem Tor. 30. Kapitel. Was nun? — Ach, diese furchtbare Frage, hinter der die ganze Grausamkeit des Lebens lauerte, die seit Rückkehr des Bewußtseins unablässig in ihrem armen, müden Kopf kreiste, ohne Antwort zu finden. Mit stumpfem Blick starrte die Frau vor sich hin. Wenn nur diese lähmende Apathie nicht gewesen wäre, die, jeden klaren Gedanken verhindernd, bleischwer auf ihr lastete. Sie mußte doch überlegen, wie sich ihre Zukunft nun gestalten sollte, mußte berechnen, was übrigblieb von dem Geld der Verwandten. Wie würde es ihr je gelingen, es zurückzuzahlen in diesen Zeiten der Not, in denen selbst öer größte Fleiß, die größte Begabung nicht imstande war, mehr als das karge tägliche Brot zu fristen? In schwarze Nacht gehüllt lag der Lebensweg vor der verzweifelten Frau — der Weg, den die Güte und Liebe des Heimgegangenen für eine kurze Strecke in Sonne getaucht. So friedlich hatte er da- gelegen, der Geliebte, so ganz der Süße des Schlafs hingegeben — und sie schleppte weiter an der Last 1 ihres elenden Seins... Bwegt sah Magnus Steinherr in das blasse, spitz gewordene Gesicht, da Wera sich schwerfällig erhob, um ihn zu begrüßen. Ihm war, als verblute diese Frauenseele nach innen. Keine Träne war ihr vergönnt worden 3ur Linderung der Dual. Das schlichte weiße Wollkleid, das sie trug, wirkte erschütternder als die tiefste Trauer. Als auf Steinherrs Geheiß schwarze Kleider zur Auswahl ins Sanatorium gesandt wurden, hatte Wera sich geweigert, sie anzulegen. „Georg liebte Helle Farben so sehr", sagte sie leise und sah hinaus in den leuchtenden Sonnenschein. „Alles an ihm war licht und froh. Er wäre traurig, sähe er mich in schwarze Schleier gehüllt, die er nie leiden mochte. Ich darf es nicht, verlangt es mich auch danach. Die Helle tut so weh —" Daran dachte Steinherr, als er die blonde Frau in dem weißen Kleid begrüßte, das nur an Gürtel, Kragen und Manschetten äußere Zeichen der Trauer aufwies. Herzlich war fein Händedruck. „So, Frau Wera — das Geschäftliche wäre nun alles zufriedenstellend erledigt, Sie werden nicht mehr mit leidigen Fragen behelligt, alles ist geregelt und in bester Ordnung. Aber eins gibt es, das ich vor meiner Abreise gern mit Ihnen besprechen möchte: Ihre Zukunft. Er hatte sich einen Stuhl herangezogen. „Haben Sie bestimmte Wünsche für die nächste Zeit? Nein? Dann schlage ich Ihnen vor, die nächsten Wochen oder Monate noch ruhig hierzubleiben, unter der Obhut Werners, dem ein Urlaub sowieso zukommt, und der glücklich wäre, Sie betreuen zu dürfen. In der Fürsorge des guten Alten wüßte ich Sie geborgen." Ein schmerzlicher Zug war um den feinen, schön geschwungenen Mund, den Georg von Vandro so gern geküßt. „Ach wie gern bliebe ich hier, aber ich habe nicht die Mittel dazu, Herr Steinherr." „Aber ja doch!" widersprach er. „Ihr Gutachten auf der Bank weist noch ein ganz stattliches Plus auf/' Sie sah ihn fragend an, krauste nachdenkend die Stirn. „Nein — das kann nicht stimmen. Die letzte Krankheit, das Begräbnis —", ihr Blick verdunkelte sich wieder, wurde stumpf und starr. „Der Rest des Geldes wurde erst dieser Tage ein- gezahlt", erklärte Steinherr. Wieder flatterten ihre Augen unsicher zu ihm empor. Aengstlich, ungläu- der Jude ein Fremdling sei und bleibe. Brücken zum seelischen Verständnis gebe es nicht, da ein Verständnis in Dingen des Gemütes naturwidrig sei. Das sei eine biologische Notwendigkeit. Unsere rassische Ginftellung zu allem Handeln gestatte uns, die Eigenarten des anderen zu achten. Werturteile müsse man ausschließlich vom Standpunkte des eigenen Blutes aus fällen. Der Liberalismus habe sich mit seiner pazifistischen Verbrüderungsidee und der Ablehnung völkischer Gedankengänge selbst betrogen. Seine Betrachtungsweise sei ebensowenig objektiv gewesen, wie die unsere objektiv sei. Es gebe keine Möglichkeit für einen Menschen, wahr- haft objektiv zu sein, da er von seinem Blute abhängig sei. Der Liberalismus fei an der Nichtbeachtung der biologischen Gesetze zugrunde gegangen. Die unparteiische Geschichte werde einst dem Fühker Adolf Hitler danken, daß er, aus der ewigen Quelle des Volkstums kommend, als Prediger in der Wüste des deutschen Volkes sein Volk unter bescheidener Beachtung der Naturgesetze vor dem drohenden Untergang und damit auch das gesamte Abendland vor dem Untergang im bolschewistischen Chaos gerettet habe. (Lebhafter Beifall!) Neue Reichsverbilligungsscheine für Speisefette. WTB. Die Ausgabe eines Reichsverbilligungs- scheins für Speisefette für mehrere Monate hat sich nicht als zweckmäßig erwiesen. Die Reichs- verbilligungsscheine sollen daher monatlich aus- gegeben werden. Der Reichsverbilligungsschein für August besteht aus zwei Abschnitten. Abweichend von den bisherigen Bestimmungen fafnn vom 1. August 1933 an jeder Abschnitt des Der- billigungsscheins schon bei dem Kauf von mindestens einem halben Pfund der für die Verbilligung in Frage kommenden Fettwaren in Zahlung gegeben werden. Gleichschaltung der Bienenzucht. Der Deutsche Imkertag in Bad-Rauheim am 29. Juli wird seine besondere Bedeutung dadurch bekommen, daß an ihm auch die Gleichschaltung der Bienenzucht vorgenommen werden wird. Der Beauftragte der Reichsleitung der RSDAP.. Amt für Agrarpolitik, Landtagsabgeordneter Vetter, Wanfried bei Kassel, ist mit dieser Gleichschaltung beauftragt. Dadurch wird der Deutsche Imkerbund ganz wesentlich der Erfüllung seiner längst erstrebten Wünsche und Ziele nähergebracht. Die bisherige Bundesführung hat ihre Aemter zur Verfügung gestellt. Die Ver- treterrersammlung hat die Wege für die Weiterentwicklung freizumachen. Der neue Bundesführer, ausgerüstet mit allen Vollmachten, kann die Eingliederung der Bienenzucht in die große ständische Front des Landvolks vornehmen und alle nötigen weiteren Entwickelungsmöglichkeiten schassen. Bis zur Herausgabe der Richtlinien für die Gleichschaltung durch den deutschen Im- kenbund sind alle Schritte in dieser Richtung zu unterlassen. Die Ausstellung, die mit der Tagung verbunden ist, hat ein alle Erwartungen übersteigendes Ausmaß angenommen. Bad°Rauheim wird also Ende dieser Woche Bedeutungsvolles erleben. Gietzener Wochenmarktpreise. * Gießen, 25. Juli. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 bis 125, Kochbutter 100, Matte 25 Pf. das Pfund, Käse 4 bis 10, Eier, inländische 8,5 Pf. das Stück, Wirsing, grün, 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 15, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 15 bis 20, gelb 20 bis 25, Erbsen 10 bis 15, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 12, Rhabarber 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln, alte, 3, neue 3—4, Frühäpfel 30, Pfirsiche 30 bis 40, Himbeeren 25 bis 35, Birnen 25 bis 40, Kirschen 20 bis 30, Heidelbeeren 28 bis 30, Stachelbeeren 12 bis 15, Johannisbeeren 12 bis 15, Pflaumen 35 bis 40, Junge Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken 2,5 bis 4, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 20 Pf. das Stück, Radieschen 5 bis 10 Pf. das Bund, Kartoffeln, neue, 3 Mk. per Zentner. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Deutscher Stenographenbund, „Stadt Lich", Beginn der Ferienkurse. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräulein — falsch verbunden!" big forschten sie in dem dunklen Gesicht, das ruhig ihrem Fragen standhielt. „Der Rest", stammelte sie, „das ist doch gar nicht — das ist..." „Das ist das Geld, das Ihnen rechtmäßig zugekommen wäre, hätten Sie durch Ihre Flucht nicht alle Beziehungen zu den Verwandten abgebrochen", vollendete Steinherr betont. „Ihr Vater hätte ein Viertel des Gesamtvermögens des verstorbenen Grafen geerbt. Also nur keinen falschen Stolz. Sie treten nur in Ihr Rechte, das wissen die Verwandten ganz genau, deshalb halfen sie (.uch so willig." Das zarte Gesicht der Frau überzog eine helle Röte. Sie schluckte — würgte. Warum sprang sie nicht auf. .Mein! Ich nehme nichts von jenen Menschen, deren Kalte und Herzlosigkeit mich aus dem Hause trieben. Ich brauche keine Almosen, ich will frei sein von erzwungener Dankbarkeit." Worte, leere Worte. Sie war arm, verlassen, hilflos. Hunger tat weh; sie wußte es allzu gut. „Sie werden es annehmen, Frau Wera?" In der drängenden Frage schwang ein leiser Befehl. Tief sank das blonde Haupt. „Ja!" murmelte sie gehorsam. „Ja!" Steinherr nickte zufrieden. „So ist s recht! Und nun möchte ich Sie ein wenig ipaaieren führen. Um diese Stunde ist es draußen fast leer. Seit vier Tagen sind Sie nicht aus dem Hause gekommen." ängstlich und eigensinnig; aber j?*n Wunsch siegte. Lange gingen sie in der köstlichen Frische des sinkenden Tages, dessen bläuliche Schatten sich schon auf die schneeige Weiße gesenkt. Nur auf den Bergeshöhen zögerte ein letzter heller Sfijein des längst geschwundenen Lichts. Und die -stille war wie eine linde Hand, die sich heilend und tröstend auf Weras wunde Seele legte. Unbewußt hatten sie die Schritte nach dem Friedhof gelenkt, standen lange nebeneinander an dem snsch aufgeworfenen Hügel, der die sterblichen lieber- reffe Georg von Vandros barg. Die Blumen der Kranze waren schon verwelkt; von kurzer Dauer war ihre Pracht gewesen — wie das Glück, das sie deckten, dachte die Frau schwermütig. Steinherr blickte um sich. (Fortsetzung folgt.) .. J.« ssgss ÄS WrySswert« ?(’ f#**f Dem KE Der Gottesdienst, 'MM' Titelkämpfe Wenti 3m SRaljmen des De Montag im Wbolf'fiitl Deutschen Poliz« Turnen und Wettkämo' M Während die T nur totale Erbeutung sterschchskampfen der allen Teilen des Beic wäre wohl noch hvh nicht In den letzten ’ genden Dienst gehah zu einer entsprechen Die Bedingungen waren recht schwer, l der Turner die oorg Meister im Zwölsk wurde der bekannte Wachtmeister Frei kampf (für ältere = Maulen fiel. Die Zwalfkamps- wachimeister Frei meister Schlecht- Wachtmeister Wert Ki>rt>erli ^Gesut braucht d kampt V( Sie die S( ^treib, , äuterku Kräuter, s ^shalb z kannte F£ °NDer' Das Deutsche Turnfest in Stuttgart Der Gottesdienst, der anläßlich des Beginns des großen Festes im Stuttgarter Schloßhof stattfand Körperliche Spannkraft weg 89, und bei allen Fahrkartenausgaben. 1756 U !I!!III!IIIII!IIIIIIIIIIIIIIIk>I!IIII!IIIIIIIIIII!I!!!III!I!!!I!II!IIIIIIII!!!I!IIII!!III!IIIII!IIIIIII!IIIIIII!I So ein Stöffchen frocken-OpeliU lit Opekta M* Pulverten •rd 4754 A Kreuzplatz 10 ........................................................................ [Vermietungen | SH APAG- K-n '------—। ONDERZUGU3J Garage ins BLAUE am 30. Juli lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll am die im und Gesundheit der Nerven — das braucht der Mensch im Lebens- kampt Von Zeit zu Zeit müssen Sie die Schlacken - Stoffe aus dem Blut treiben. 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H„ KÖLN-RIEHL Opekta Aut Fruchten gewotwen Zwei-Drei- und Vierf nicht- Mar mire wohl noch höher gewesen, hätte die Polizei nicht In den letzten Monaten einen derart anstrengenden Dienst gehabt, daß viele Polizeiturner nicht zu einer entsprechenden Vorarbeit kamen Die Bedingungen für die Meisterschaftskämpfe rvaren recht schwer, dennoch konnte der größere Teil der Turner die oorgeschriebene Punktzahl erreichen. Meister im Zwölfkampf (Jahrgänge nach 1900) rvurde der bekannte Stuttgarter Kunstturner Unter- rvachtmeister Frei, während der Titel im Sieben- kämpf (für ältere Jahrgänge) an den Karlsruher Maulen fiel. Die einzelnen Ergebnisse waren: Zwölfkampf: Deutscher Polizeimeister Unter- Wachtmeister Frei- Stuttgart 226 P., 2. Wachtmeister Schlecht- Hildesheim 212 P. , 3 Ober- Wachtmeister W e r t h o l z , Hann.-Münden 211 P. Siebenkampf: 1. und Deutscher Polizei- lit der Tagung deibu» Ortungen übersteigendes öad-Äauheim wird also utungsvolles erleben. enmarktpreise. . kosteten auf dem ’.anbbuttcr 120 dis 125, Ps. das $lfunl>, Käse !,5 Pf. das Stück, Wir- 8 bis 10, Rotkraut \l is 15, Spinat 20, To- m, 15 bis 20, gelb 20 15, Tomaten 20 bis ;er 8, Pilze 25 bis 30, -4, Frühäpfel 30, Psir« ,n 25 bis 35, Birnen 25 , Heidelbeeren 28 bis 30, Johannisbeeren 12 bis ), Junge Hähne 90 bis bis 80 Pf. das Pfund, nenkohl 10 bis 50, Salat )ss 40, Cininachgurlen 2,5 bis 10, Rettich 5 M 20 n 5 Biß 10 Pf. das Bund, per Zentner. otizen. ,»r für Dienstag: Hund, .Stadt Lich'^ 2e- LichtsPielhaus^Dahnhos' lsch verbunden!" meister: Maulen- Karlsruhe 120 P.; 2. Hauptmann Jörg- Augsburg 119 P.; 3. Oberlandjäger Maczmarek - Münster-Maifeld. Llnzelmeisterschaften. Pferd: 1. und Deutscher Polizeimeister Unterwachtmeister Frei- Stuttgart 78 P. Barren: 1. und Deutscher Polizeimeister Ober- Wachtmeister Wertholz - Hann.-Münden 74 P. fR e cf: 1. und Deutscher Polizeimeister Unterwacht- meister Frei- Stuttgart 79,5 P Wirtschaft. Frankfurt befestigt. Frankfurt a. M., 25. 3ult. IWTB. Draht- Meldung.) Die Erholung an der Reuyorker Börse und die Preisbesserungen an den amerikanischen Warenmärkten fanden an der heutigen Börse ein günstige- Echo, ebenso wie der neue Rcichsbank- auSweis, der eine weitere Zunahme der Gold- und Devisenbestände zu verzeichnen hotte. Die günstigen Berichte der letzten Tage aus der Montanindustrie. die infolge der Vorgänge in den Vereinigten Staaten nicht richtig zur Auswirkung körnen, verliehen heute der Gesamtbörse eine nachhaltige Anregung und führten auf der ganzen Linie Kursbesserungen von durchschnittlich ein Prozent herbei. Das Hauptinteresse konzentrierte sich jedoch auf den Montanmarkt, an dem Buderus, Mannesmann. Phönix und Stahlverein je 2, Gelsenkirchen und Aheinstahl je 1 Prozent gewannen und Harpener insgesamt 4 Proz. stiegen. DaS Geschäft war mit Ausnahme des Montan- und Schilfahrtsmarktes. der Kursbesicrungen bis zu 1 Proz. auswies, sehr still. Relativ lebhaft waren noch Reichsbank, die ihre Befestigung um 1.75 Proz. fortfehten. Chemie- und Elektrowerte eröffneten von 0,5 bis 1 Proz. höher, ferner waren AEG. und AG. für Verkehr 0,75 Prozent und Aku 0.38 Proz. freundlicher. Andererseits kamen Zement Heidelberg, Deutsche Linoleum je 1. Daimler, Gesfürel und Zellstoff Waldhof um bis zu 0,5 Proz. niedriger zur Rotiz. Der Verlaus der Börse war geschästSlos und die Kurse blieben nicht immer auf dem erhöhten Riveau behauptet. Etwas fester waren IG., die nochmals 0,89 Prozent anzogen, ferner blieben Schiffahrtsaktien mehr beachtet, auch Süddeutsche Zucker konnten sich um I Prozent befestigen. Reichsbank bröckelten etwas ob. Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen bis zu 0,39 Prozent fester, späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsbahnvor^ugs- aktien waren behauptet. Stahlvereinbonds heften 0,50 Prozent nach. Am Psandbriesmerkt lag überraschend großes Angebot vor. so daft trotz der Aufnahme seitens der Hypothekenbanken Rückgänge von 0.50 bis 1 Prozent eintraten, nur Kommunalobligationen lagen ziemlich unverändert. Stadt- und Staatsanleihen lagen ruhig. Don fremden Werten gaben Anatolier 0,50 Prozent nach. Tagesgeld war zu 3 Prozent unverändert. Jtinöermarff in Gießen. Auf dem heutigen Rinder-Nutzoiehmarkt in Gießen standen 703 Stück Großvieh, 158 Fresser und 197 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 370 Mk.. 2. Qualität 180 bis 240, 3. Qualität 110 bis 140; Schlachtkühe a) 130 bis 250, b 40 bis 100; Rinder, Vi- bis Xjährig 50 bis 110, bis 2jährig 60 ' is 140, tragend 160 bis 280; Kälber, dos Pfund Lebendgewicht 20 bis 25 Pf. Ausgesuchte Tiere über Nouz. Marktoerlauf: flau. Ueberstand- cr ViemziM. men werden wird. Der ntung der A2DM. Landtagsapgevrdneter W. 'st mit dieser L Dadurch wird der J wesentlich der Ersül- . Dünsche und Ziele :'ge Bundessührung hat )ung gestellt. Die Der- e Wege für die Weiter- l- Der neue Bundes- ollen Dollmachten, kann 'icnenzucht in die große nddolks vornehmen und 'twickelimgsmöglichkeiten ^sgabe der Richtlinien lirch den deutschen 3m- lte in dieser Dichtung Sehr schöne, sonnige 2-Zimmer -TVobng. mit Küche, reichlich. Zubehör u. oll. neu- zeitl. Einrichtungen, Zentralb^.,slieftend. Wasser, und in ruh. Lage b. allft. Dame ab 1.Oki.an 1—2P. zu öerm. Sckr.Ang. u.04436 q.d.G.Anz. •• Der Blumenschmuck • Wettbewerb In Gießen Der Lerkehrsverein teilt uns mit, daß die Kommission für die Bewertung der angemeldeten Borgärten, Balkone und Fenster noch Vm Laufe dieses Monats tätig sein wird Man vergesse nicht, die Fensterkasten nachzudüngen und in den Borgärten das Gros mähen zu lassen. •• Seinen schweren Verletzungen er- legen. Der 33 Jahre alte Truppführer Paul Stuberim Arbeitsdienstlager Nidda, der vor etwa acht lagen mit dem Motorrad gestürzt war und dabei einen Schädelbruch daoontrug, ist gestern abend ein der hiesigen Chirurgischen Klinik, wohin man den bedauernswerten Mann verbracht hatte, seinen schweren Verletzungen erlegen. *' „M i t uns hinaus In d i e deutschen Gaue!" Unter diesem Kennwort «veranstaltet her Norddeutsche Lloyd auch in diesem Sommer verschiedene preiswerte Gesellschaftsreisen und Sonderfahrten. In dem Reiseprogramm sind vorgesehen: „Alpenfahrt nach Oberbayern", „Quer durch den Harz", „Somm^rfahrt an die Ostsee" und „An die deutsche Nordsee". Den Reiselustigen wird empfohlen, die Prospekte mit allen wissenswerten Angaben bei Wettervoraussage. Der hohe Druck baut langsam ab und schrumpft zusammen. An seiner Nordseite dauert die Zufuhr feuchter Luft fort, welche sich langsam südwärts über Deutschland ausdehnen dürfte. Wenn sich auch bei uns der Hochdruckeinfluß vorerst noch auswirkl, so wird die feuchte Luft später zeitweise Bewölkung bringen. Aussichten f ü r Mittwoch: Stellenweise dunstig und tagsüber etwas wolkig, jedoch vielfach aufheiternd, warm und trocken. Aussichten für Donnerstag: Zeitweise etwas stärker bewölkt, warm und im nördlichen Teil des Bezirks noch einige gewitterartige Niederschläge wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 24. Juli: mittags 22,3 Grad Celsius, abends 18,3 Grad; am 25. Juli: morgens 15,4 Grad. Maximum 23,8 Grad, Minimum 11 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juli: abends 25,1 Grad; am 25. Juli: morgens 18,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 12% Stunden. traute Forstmeister Arnold! mit der Führung und wies in einer Ansprache aus die Bedeutung der Zugehörigkeit zum NSKK hin. Boller Einsatz von Person und Fahrzeug für die Verwirklichung der hohen Ideen der Bewegung sind die Ziele des Kraft- korps unter freiwilligem Öpfer und Pflege wahrer Kameradschaft. Der Leiter A r n o 1 d i versprach, dem Bezirk im Sinne des großen Führers vorzu- stehen. Anschließend machte er noch Mitteilungen über die nächsten Zusammenkünfte und die Be- schassung der Uniformstücke. Der Korpsbezirk Grün- berg nahm auf der Heimfahrt noch verschiedene Hebungen vor + Grünberg, 24. Juli. Der AufsichtSrat der hiesigen Dezirkssparkasse wählte in seiner Sitzung vom 21. Juli den bisherigen Rechner Diehl zum beamteten Kassenleiter mit der Amtsbezeichnung Direktor und den bisherigen Kontrolleur Conrad zum zweiten Beamten mit der Amtsbezeichnung Rechner. Der seitherige nebenamtliche Direktor, Dekan Schmidt, hatte, um die Regelung beamtenrechtlicher Fragen zu erleichtern, im Interesse der Beamten sein Amt freiwillig niedergelegt. Kreis ^-rievbcrg = Bad Nauheim, 24. Juli. An Stelle des in den Ruhestand getretenen langjährigen verdienten Stadtrechners Stamm wurde der städtische Der- roaltungs-Dberinfpettor Heinrich Wilke, ein geborener Gießener, zum Stadtrechner ernannt. Kreis Büdingen. * Büdingen, 24. Juli. Beim Baden im Seemenbach zwischen Düdelsheim und Orleshausen ist gestern der 26 Jahre alte Arbeiter Karl Seim aus Orleshausen ums Leben gekommen. Der bedauernswerte junge Mann wurde im Wasser von einem Herzschlag ereilt und ging sofort unter. Die Leiche wurde von anderen Badenden geborgen. Der Verunglückte hinterläßt eine junge Frau. Mietgesuche | Aeli.Beamtenehepaar sucht schöne S-Zimm.-Wohno. im 1 oder 2. Stock. Schr. Vinn. u. 04426 a.d.Giest. Anzeiger. Bern fstät.^räu lein sucht möbliert. Zimm, bei aUeinsteh.Tame evtl, für Gegenleist. Schr. Ang.u. 04433 g. d.Gien.Anzeiger. den Vertretungen des Norddeutschen Lloyd (in Gießen Theodor Loos Kirchenplag) anzufordern. Aus die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen "Sonntags-RückfahrkartenzurJm- kertaguna in B a d - N a u h e i m. Die Reichsbahn gibt zu der Tagung des Deutschen Jmkerbundes mit bienenwirtschaftlicher Ausstellung in Bad-Nau- Heim vom 26 bis 31. Juli von allen Bahnhöfen im Umkreis von 50 Kilometer um Dad-Nauheim Sonntags-Rückfahrkarten aus. Diese verbilligten Fahrkarten gelten zur Hinfahrt vom 26. Juli, 0 Uhr, bis 31. Juli, 12 Uhr, zur Rückfahrt vom 29. Juli, 12 Uhr, bis 31. Juli, 24 Uhr (Antritt der Rückfahrt). ** Rach Oberammergau und Kochel am See. Für die Zeit vom 5. bis 15. August ist eine günstige Gelegenheit gegeben, mit einem Sonderzug der Reichsbahn unter sehr vorteilhaften Bedingungen zum Ferienaufenthalt nach Oberammergau bzw. Kochel am See zu fahren. Der Fahrpreis ab Gießen beträgt einschlieftlich iln- terhmft und Verpflegung 78,30 Mk. Für die Rückfahrt ist ein Tag Aufenthalt in München vorgesehen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich vom 5. bis 15. August 1933. Auf der Rückfahrt 1 Tag Aufenthalt in München. Gesamtpreis nur Mk. 78.30 • einschl. Fahrpreis ab Gielien und zurück, Unterkunft und Verpflegung. Prospekte und Anmeldung bei: Mitteleuropäisches Reisebüro Frankfurt am Main (im Hauptbahnhof) — Hapag - Reisebüro Gießen, Selters- dunklen Gesicht, bas ruhig sie, „das ist doch g°r nid>1 . Men rechtmäßig E läMSÄÄ- ■gte. Warum sprang I is von jenen ^5 leit mich aus jrei j Almosen, W ölu 1 Ä-erf * ZS ”or(* 5»’ ae gingen KL Milche M'Z x-SE Kreis Schotten. ~ Schotten, 24. Juli. Arn gestrigen Sonntagnachmittag kam auf der Fahrt von Schotten in Richtung Ridda das Ehepaar W ö r n e r aus Büdesheim, das auf einem Motorrad fuhr, in der Rähe von Rainrod durch Zusammen st oft mit einem Auto schwer zum Sturz. Der Ehemann kam zum Glück mit einer Knieverlehung davon, dagegen erlitt die Ehefrau einen Schädelbruch. Die bedauernswerten Leute wurden mit dem hiesigen Sanitätsauto in das Schottener Krankenhaus verbracht. Das Motorrad wurde zum Teil zertrümmert. Kreis Alsfeld. -er. Homberg, 24. Juli. Am Freitagabend gingen über unserer Stadt und der Umgebung mehrere heftige Gewitter nieder. In kurzen Abständen folgten Blitz auf Blitz und Donner auf Donner. Starker Regen prasselte nieder, füllte die ©offen und überschwemmte die Straßen. Verschiedene Keller liefen voll Wasser. Heftiger Hagel- schlag ging nieder und richtete in den Gärten und Feldern großen Schaden an. Der Wassermesser im Forstgarten zeiate einen Wasserstand von 91 mm an. Die Wasserläufe waren stark angeschwollen. Die Wassermassen trugen viel Schutt und Geröll über die tieferliegenden Wiesen. Tiefgelegene Hosreiten war^n mit Steinen übersät, Straßen wurden stark be|d)ä- digk Der Zug, der am andern Morgen 6.31 Uhr Homberg verlassen sollte, konnte erst passieren, als der Schutt von den Schienen geräumt war. Während des ganzen Samstags war man mit Aufräumungs- arbeiten beschäftigt. Glücklicherweise hatte keiner der vielen Blitze, deren einige auch einschlugen, ge- zündet. Schwere Gewitterschäden, hauptsächlich auf den Feldern durch Hagelschlag veranlaßt, werden aud* vom nahen Maulbach gemeldet preuhen. Kreis Wetzlar. * Bieber, 24. Juli. Im Laufe des gestrigen Tages ereignete sich hier in der Turnhalle ein verhängnisvoller Unfall. Der 7jährige Reinhold Schleenbecker, der sich in der Turnhalle aufhielt, wurde von einer von seinem Bruder beim Kugelstoßen geschleuderten etwa 10 Pfund schweren Kugel getroffen. Der bedauernswerte Junge, der einem unglücklichen Zufall zum Opfer fiel, erlitt eine schwere Schädeloerletzung und mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinik zu Gießen gebracht werden Das Befinden des Knaben ist den Umständen entsprechend befriedigend. Im Rahmen des Deutschen Turnfestes fanden Montag im Adolf Hitler-Stadion zu Stuttgart Deutschen Polizei-Mei st erschaffen Turnen und Wettkämpfe der Stuttgarter Studenten statt Während die Wettbewerbe der Hochschüler nur lokale Bedeutung hatten, nahmen an den Mei- sierschaftskämpsen der Polizei 55 Bewerber aus allen Teilen des Reiches statt Die Teiinehmerzahl ss Blnen WnS 'tL Cs °°n leinÄ^r- ' le> an bträ °b- ° ^gründe?'bea-h. urrde eins, hJÄ«n. 3 er, aus S Nhr "end, Q(5 e-igen olkes fein m,Mr in »atu™*’« “Her 3mit "uch dns ' nette. aus! Eflgenöyme mit Steller u.Äarage im Zentrum zu mieten gesucht. Tchriftl. Ang. unt. O443S an d. G. A. | Stellenangebote | daiDtags-üiäöitien mit gut. Zeugnissen gesucht. Zu erfrag, in b. Geschäftsstelle besGteft.AnzeigerS. (Stellengesuche Stidchen das schon m Stell, war, erfahr, in Kin- bervstege und Haushalt, sucht vafsenben Wirkungskreis. Schr. win. u 04430 a.d. Gieß. Anzeiger. Fahrpreis ** f°( ^n und nm- Mark zurück! Kinder von 4 bis 10 Jahren die Hälfte Fahrkarten im i?iou IIA PzlG-Reisebüro. Sellersweg 89 llllllllllllllllllllllllillllllllillllllllllllllilllllllllllllllllllllllll Oberbeffen. X Wieseck, 24. Juli. Zur Kirchengemein, deoertretungswahl am Sonntag wurde hier kein weiterer Vorschlag eingereicht. Deshalb war eine Wahl unnötig. Beginnend mit dem Namen „Karl Schneider, Lehrer" sind in unserer Gemeinde 50 Kirchengemeindeoertreter und 10 Ersatzleute gewählt. + Londorf, 24. Juli. In der Gastwirtschaft Lich fand die Gründungsversammlung des Korpswartbezirks „Lumdatal" des Nqtio- nalfozialistischenKraftfahrkorps statt. Die 30 Mitglieder waren vollzählig erschienen, als Gäste waren die Mitglieder des NSKK Grünberg anwesend. Korpswart H o f m a n n - Grünberg be- Mit dem Sonderzug der Reichsbahn nach <006 A UMAfliV "Schleier • Modehaus 5®=.: Salomon WKW SessischerLandes-ZeuewehrlaginSchollen (Eigener Bericht des * Schotten, 24. Juli. Wieder prangt Schotten, das Herz des Dogels- berges, die gern besuchte Feststadt, in vollem Schmuck. Fahnen überall, schmuckes Grün an allen Häusern, Ehrenpforten, Freude auf allen Gesichtern der Schottener. Die Ausschüsse zur Vorbereitung des 2 7. Hess. Landes-Feuer- wehrtages hatten wochenlang vorher große Vorarbeit geleistet, die Organisation war mustergültig, so daß die Veranstaltung einen überaus schönen und würdigen Verlauf nahm. Tagung des Landes-Ausschusses. Am Freitag waren bereits die Mitglieder des Landesausschusses, an ihrer Spitze Kreisfeuerwehrinspektor Knaup, sowie sämtliche Kreisfeuerwehrinspektoren und Mitglieder der Feuerwehrfachschule eingetroffen und hielten un Rathaussaal ihre Beratungen ab. Abends fand dort ein Empfang durch die Stadtverwaltung statt. Bürgermeister Mengel entbot den Willkommgruß und ließ perlenden Wein in den Silberbechern der Stadt von zarter Hand kredenzen. c , . Samstag früh wurden die Beratungen fortgesetzt. Inzwischen trafen zahllose Abgeordnete mittels Som dcrzuges und Kraftwagens usw. ein, die mit Musik in die Quartiere geleitet wurden. Um 11 Uhr trafen sich die Feuerwehrleute zur Eröffnung der reichhaltig beschickten Feuerwehr-Ausstellung. Diele bekannte Feuerwehrlicferfirmen zeigten hier die neuesten technischen Fortschritte und Bedarfs- oitikel auf dem Gebiete des Löjchwesens. Besondere Aufmerksamkeit erregten die Schaumlöschspritzen, die Häuser und Bäume mit einem schneeweißen Guß überzogen. Der Verbandsvorsitzende K n a u p eröffnete die Ausstellung und wies besonders auf die international zur allgemeinen Anerkennung gekommene Leistungsfähigkeit der deutschen Feuerlöschindustrie hin. Die Festrede hielt mit eindrucks- vollen, gedankenreichen Worten Dekan Wid - man n-Schotten. Nachmittags versammelten sich olle Abgeordneten In der festlich geschmückten Stadthalle zur Abgeordneten Sitzung, die von dem Vorsitzenden Knaup geleitet wurde. Andächtige Stimmung herrschte in der Halle, als man der Toten gedachte und das Lied vom guten Kameraden erklang. Begeistert wurde das „Wehr- Heil!" auf das Vaterland ausgenommen. Eine Reihe von Ehrengästen wurden besonders begrüßt: Oberregierungsrat Bornscheuer als Vertreter der Hess. Staatsregierung, Oberregierungsrat Neuling als Vertreter der Brandversicherungskammer, Kreisdirektor Dr. Jan n-Schot- ten, die Regierungsräte Schwan- Schotten, Grein-Gießen, Walter-Dieburg, Schäfer- Darmstadt, Kessel-Lauterbach, Kreisdirektor Dr. Merck- Offenbach, Ober-Inspektor Hofmann- Bensheim u. a. m. Besonderer Gruß galt den Vertretern der benachbarten Verbände von Bayern, Kurhessen, Hessen-Nassau. Oberregierungsrat Bornscheuer überbrachte die Grüße der Staatsregierung und lieh seine Worte in ein „Sieg-Heil!" auf unseren Di'lks- kanzler Adolf Hitler ausklingen: begeistert wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Für die Vrandversicherungskammer und Landesfeuerlöschkasse sprach Oberregierungsrat Reuling. Kreisdirektor Dr. Sann entbot namens des Kreises Schotten und des Vogelsberges den Will- kommgruh. Besonderen Eindruck machten die .Gießener Anzeigers".) Ausführungen des Vertreters des bayerischen Verbandes Geh.-Rat Sage!, Erlangen, der auf die nunmehr vollzogene Einheit aller deutschen Stämme hinwies. Eine Reihe von Auszeichnungen (bayerische, badische und württembergische ChreirkreuzsJ, touröen bon ihm an verdienstvolle Männer der hessischen Wehr so unter anderen an Branddirektor Braubach, Gießen, den Verbandsvorsitzenden Knaup ausgehändigt. Die Branddirektoren Kahl und Grün, Kirchhain, überbrachten Grüße und Glückwünsche ihrer Verbände von Rassau und Kurhessen. Sodann wurde der Tätigkeitsbericht erstattet. Ein Bericht über die Aachen-Münchener Hnterstühungskasse wurde entgegengenommen. Branddirektor Roehl, Mainz, hielt alsdann einen Vortrag über Luftschutz, erklärte die verschiedenen Arten der im Kriege zur Anwendung gekommenen Gase und Bomben, sowie den Schutz gegen ihre Wirkung. Luftschutz tut mehr wie je Rot. Die „Hessische Feuerwehrzeitung" wurde anschließend besprochen. Hm den nächsten Hessischen Landesfeuerwehrtag, der in Rheinhessen stattfindet, hatten sich Bingen, Worms, Alzey, Rieder-Olm beworben. Rachdem die Vertreter dieser Orte die Vorzüge ihrer Heimatgemeinden in lebhaften Worten geschildert hatten, bestimmte der Verbandsvörsihende diktatorisch Rieder-Olm als nächsten Tagungsort in 1936. Eine langweilige Abstimmung wurde dadurch erspart: die Versammlung war mit dieser Lösung einmütig einverstanden. Eine Reihe von Anträgen wurde sodann noch behandelt. Das Silberne Ehrenkreuz der Hessischen Feuerwehr wurde noch ausgehändigt mit anerkennenden Dankesworten an Oberregierungsrat Reuling, Kreisdirektor Dr. Sann, Reg.-Rat Schwan, Oberbrandmeister Stang, Schotten, K. Ehr. K r o m m , Friedr. Süss el, Schotten, u. a. Die erhebend verlaufene Versammlung wurde dann mit Dankesworten an alle Mitarbeiter geschlossen. Große nationale Kundgebung. Hm 20 Hhr fand auf dem Platze vor dem Rathaus eine große nationale Kundgebung statt. Hierbei hielt nach einleitendem Musikvortrag Bürgermeister M e n g e I, Schotten, eine eindrucksvolle Rede, in der er zunächst den Feuerwehrgästen aus allen Teilen des Hessenlandes die herzlichsten Willkommengrüße der Schottener Einwohnerschaft darbrachte und ihnen angenehme Tage in der Feststadt wünschte. Er wies dann darauf hin, daß in Schotten schon immer ecrter Feuerwehrgeist und treudeutscher Bürgersinn geherrscht habe, alle Dürgersöhne der Stadt seit Generationen es sich zur vornehmsten Pflicht machen, das Ehrenkleid der Feuerwehruniform zu tragen, und daß die Schottener Feuerwehr stets die größte Schlagfertigkeit an den Tag legte. Weiter erinnerte er mit stolzer Freude an die innige Heimatverbundenheit der Oberhessen mit allen anderen Gegenden des Hessenlandes. Sodann sagte er u. a.: Landesfeuerwehrlag ist ein Tag der Kameradschaft, der Freundschaft, der Bruderliebe. Landesfeuerwehrtag ist aber noch mehr. Unsere Vogelsberger Wehren wollen zeigen, was sie in ihren Hebungen gelernt haben, unsere Schottener Wehr wird eine Probe ihrer Fähigkeiten ablegen. In der Ausstellung wird der neueste technische Fortschritt gezeigt. Aber darüber hinaus soll doch der Landes- Acuerwehrtag — und gerade der erste im neuen Dritten Reich — ein Treubekenntnis z u Volk und Vaterland in erster Linie sein. Welch gewaltiges geschichtliches Erleben liegt zwischen dem Feuerwehrtag vor drei Jahren und heute. Dort eine Zeit immer größeren Verfalls, ein Sinken der Moral, unserer Wirtschaft, alles politischen Lebens bis hart an den jähen Abgrund. In den letzten Monaten aber ein Umschwung und ein nationaler Aufbruch von erschütternder Macht. Ein gewaltiger Brand, Feuer im Reichstag, mußte erst kommen, um dem deutschen Volk die Augen über sein drohendes Verhängnis, über das Chaos, das tückisch lauerte, zu öffnen. Ein deutscher Held, unser Siegfried, unser von Gott gesandter Retter mußte erst kommen, die wabernde Lohe durchschreiten und die Herzen der Deutschen wachrütteln, uns den alten Iohannisfeuerspruch zurufen: „Flamme empor, leuchtender Schein! Lasset uns schwören am Flam- menaltare, Deutsche zu sein!" Dann auf einmal wurde das Volk wach, es bekam wieder Kraft, Mut, Selbstvertrauen und Glauben an seine Macht und geschichtliche Sendung. Was wir sangen, wurde wahr: „Heilige Flamme glüh, glüh und erlösche nie fürs Vaterland. Wir alle stehen bann mutig für einen Mann!" Heil Hitler! Gerade die beulfdjen Feuerwehren haben diesen nationalen Ausbruch ganz besonders herbei- gesehnl und miterlebt. Echter Feuerwehrgeist war und ist stets nationaler und sozialistischer Geist! Er ist Dienst am deutschen Volkstum, am deutschen Mitmenschen, er ist der Geist der nationalen Disziplin und Unterordnung, deutscher Zucht und Sitte, Geist der Opferbereitschast bis zum Tod, Geist wahren Gemeinsinnes und Gemeinnützigkeit. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! Es ist tiefreligiöser Geist, Opferdienst, tätigste Mitarbeit am Wohl von Volk und Vaterland. Sv wollen wir ein aufrichtiges Treugelöbnis für unser neu erstandenes Reich ablegen. Wir glauben an die Hnvergänglichkeit deutschen Wesens, an die Hrstoffe unseres deutschen Volkes. „Deutsche Freiheit, deutscher Gott, deutscher Glaube ohne Spott, deutsches Herz und deutscher Stahl, sind vier Helden allzumal!'^ Wir glauben an unsere vortrefflichen Führer, an Hindenburg und Hitler, jene leuchtenden Vorbilder von Selbstaufopferung, Arbeit und Dorkämpfer- tum für Volk und Vaterland Mit ihnen in engster Schicksalsgemeinschaft aufwärts für Deutschlands Zukunft und Gröhe. Sn vorderster Linie bei diesem Kampf um unsere Weltgeltung stehen auch die Feuerwehren. Sch weiß, daß es aus allertreuestem deutschen Herzen kommt, wenn Sie jetzt unser Deutschlandlied fingen und zuvor mit mir rufen: „Hnserern neu erstandenen deutschen Volk und Vaterland ein dreifach aufrichtiges Gut Wehr!" Begeistert wurde das Wehr-Heil! auf Volk und Vaterland aufgenommen. öer Kommers. In geschlossenem Zuge ging es dann zum Festplatz, wo ein Kommers stattfand. Die musikalischen Vorträge der einheimischen Kapelle der Wehr, wie die ausgezeichneten Gesangsvorträge des Schottener Männerchors fanden viel Beifall, ebenso die turnerischen Darbietungen der Mädels und Turner, die die neuen Freiübungen des Stuttgarter Turnfestes zeigten. Fackelschwingen der Turner folgte. In ausgezeichneter Stimmung verlief der Abend. Hohe Gäste am Sonntag.-Oer Kestzug. Sonntag früh trafen in ungeheueren Scharen von allen Seiten die auswärtigen Wehren mit Musikkapellen ein. Am Ausgang der Stadt nach Laubach wurden die verschiedenen Hebungen der Wehren von Eichelsdorf, Gedern, Laubach, Schotten vor- geführt. Dabei war der stramme Schneid und die gute Zucht der Wehren zu bewundern. Die Schottener Wehr führte einen Brandangriff unter Anwendung aller modernen Löschmittel, Motorspritze usw. vor. Inzwischen -war Ministerpräsident Dr. Werner mit Familie zu der Hebung und zur Aufstellung der Wehren erschienen. Verbandsvorsitzender Knaup begrüßte ihn mit freudigen Worten und versicherte die stete Mitarbeit der hessischen Wehren am Wiederaufbau des Reiches. Ministerpräsident Dr. W e r • n e r dankte für die Worte und die große Arbeit, die die Feuerwehr im Dienst der Nächstenliebe leiste. Sein Sieg-Heil galt unseren Führern Hindenburg und Hitler. Begeistert wurden das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Bald darauf trafen auch Se. Kgl. Hoheit Groß- Herzog Ernst Lu"dwig, der Schirmherr der hessischen Feueripehren, und der Erbgroßher- zo g nebst Gemahlin ein, die ebenfalls in herzlichen Worten von Verbandsoorsitzenden Knaup, wie von Bürgermeister Menael begrüßt wurden. Die Großherzoglichen Herrschaften fanden überall dankbare Verehrung: sie besichtigten Kirche und Rathaus, sahen auch den Festzug an und verblieben noch geraume Zeit in der Festhalle. Ein ungeheurer Festzug, der etwa 30 Musikkapellen mit sich führte, bewegte sich durch die Straßen der Stadt. Eine kurze Totengedenkfeier fand hierbei statt. In dem Zuge fiel besonders die Niersteiner Feuerwehr auf, die zum Teil in Küfertracht Niersteiner Wein in Riesenflaschen mitführte und schöne Reklame für ihr edles Gewächs machte. Begeistert wurde der Festzug überall begrüßt. Auf dem großen Festplatz herrschte dann reges Leben. In der Festhalle begrüßte Kreisdirektor Dr. Iann die erschienenen Wehren. Hochbefriedi^t schieden die Gäste abends von hier. Oer Ausklang. Am heutigen Montag schlossen sich ein Frühschoppenkonzert, Festzug, Volksfest, abends Brillantfeuerwerk an. Der ganze Hessische Landesfeuerwehrtag verlief in allen Teilen außerordentlich glücklich und glanzvoll. Er war ein starkes Treugelöbnis zu Volk und Vaterland und zur edlen Feuerwehrsache. Das Herz des Vogelsbergs, Schotten, hat wieder seinen alten Ruf als einer gern besuchten Feststadt glänzend gewahrt. Reichöstatthalier Sprenger besichtigt bas Siemenshaus in Bad Homburg. WSR. Bad Homburg. 22. Suli. Reichsstatthalter Sprenger weilte am Freitag mehrere Stunden im Siemenshcrus in Bad Homburg und besichtigte die Organisation des Hauses. Sein besonderes Snteresse erweckte der neukonstruierte Reuroskop-Apparat, ein elektro- diagnostisches Meßverfahren zur Erforschung der Leistungsfähigkeit eines Menschen. Direktor D i ck gab dabei bekannt, daß auf Grund des kürzlich Besuches, deck der SS.-Abschnittsführer Re- dieh dem Siemenshaus abstattete, demnächst sämtliche Führer des SS.-Abschnitts auf ihre Führereigenschaften hin im Siemenshaus untersucht werden. Der Reichsstatthalter dankte für die interessanten Ausführungen und sprach sich über das Gesehene befriedigt aus. Llnterschlagung bei derLandkrankenkaffe Heusenstamm. WSN. Offenbach, 24. Juli. Bei der Zahlstelle Heusenstamm der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Landkreis Offenbach wurden H n t e r s ch l a - gungen von etwa 5 000 Mark Versicherungsgeldern festgestellt. Durch Fälschung der Belege und Bücher konnte die Zahlstellenverwalterin Elisabeth Helm seit 1927 sich unbemerkt diese Summe aneignen und die Unregelmäfjigfeiten verheimlichen, die nun durch einen Zufall aufgedeckt wurden. 4761D Heute mittag entschlief nach schwerem Leiden unsere Hebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Schneider Wwe. geborene Wagner • im Alter von 76 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Stork II. und Familie Fr. Wilhelm Gorr Wwe. und Familie Theodor Löw und Familie Albert Neidei und Familie. Heuchelheim, Atzbach und Reiskirchen, den 24. Juli 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. Juli, 2% Uhr nachmittags, vom Trauerhause Schillerstraße 7 aus statt. o 0 Fleck-Frei beseitigt Harz, Fett, Del usw. schnell u. sicher, ganze Fl. — .85 halbe Fl.—.50 Germania'Drogerie Carl Seibel Frankfurter Str. 39 Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sowie für die vielen Kranzspenden danken wir auf diesem Wege herzlichst. Besonderen Dank dem Postamt Gießen, allen seinen treuen Kameraden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Staubach. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Elise Brunner und Kinder. Grüningen, den 24. Juli 19:33. 47590 Mil uns hinaus in Meulschen Gaue Alpenfahrt nach Oberbayern 23. bis 30. Juli...... Mk. 91.00 Somnierfalirt an die Ostsee 29. Juli bis 6. August . Mk. 89.00 Quer durch den Harz 12. bis 20. August . . . . Mk. 89.00 An die deutsche Nordsee 17wd 12. bis 18. August . Mk. 79.00 LLOYD-REISEBÜRO Theodor Loos, fließen, Kirchenplatz. J«HAL Neuen Bäue 27 Mittwoch, den 26. 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