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Mitglieder sind ebenso Prcfessoren der Ralurwissenschaft wie der Nationalökonomie und neben Wirtschaftsführern auch ganz unprominente Leute. Auf dem amerikanischen ftonlinent haben die Technokraten eine hitzige Diskussion für oder gegen d i e Maschine entfesselt. Sie selbst vertreten die Grundlehre, dah man der Maschine jedes Recht einräumen und die gesamte Weltwirtschaft noch viel (tarier maschinell, planmäßig und damit rationell gestalten soll. „Richt die Maschine ist schuld an dem Elend der Menschen sondern die Tatsache, dah man die unerhörte Kraft der Maschine nicht auszunutzen verstand und so den Riesen zu einem Golem werden lieh." Auch wir haben eine ganze Reihe von Technokraten, die sich auf den Standpunkt stellen, dah wir in der ganzen Welt mit einem vierstündigen Arbeitstag auskommen und dabei den Lebensstandard aller (Bölter um das Doppelte verbessern könnten, wenn eS gelänge, die Maschinenkraft sinngemäß auszunutzen. Denn, ganz primitiv gedacht, entsteht durch die Maschinenarbeit ja kein Mangel, sondern ein Ueberfluh an Waren, und es käme nur darauf an, bei allgemeiner Verminderung der Arbeitszeit dieses Mehr an Leistung richtig zu verteilen. Die schroffen Gegner der Technokraten und der Entwicklung des Maschinenwesens gehen zunächst von den tatsächlichen Verhältnissen aus. Diese Organisation der Maschinenarbeit, die sich auf dem Papier so schön ausnehme, sei eine Utopie und praktisch nicht zu verwirklichen. 05- wvhl die Maschine den Menschen verdrängt hat, kann fi: sich ihres Sieges nicht freuen. Schätzungsweise stehen heute zwei Drittel aller Maschinen in Deutschlan'd still, — die Anschafsungslosten aber vergrößern und erschwe» Ten unsere Schuldenlast in unvorstellbarem Maße. Rur die Rückkehr zur Handarbeit könne, meint man vielfach, die Fehlleistungen des Maschinenzeitalters wieder ausgleichen und die Arbeitslosigkeit beheben. Es ist kein Geheimnis, daß der Kampf, der zwischen Industrie und Landwirtschaft durchgesochten wird, zum großen Teil ein Kampf um die Maschine ist. Die Industrie sagt: kein Mensch kann die Arbeit der Maschine aufhalten, die billiger und leistungsfähiger ist, das ist schon wegen der Konkurrenz des Auslandes nicht möglich. Die Landwirtschaft erklärt: wir können uns vom Ausland unabhängig machen, wir können durch inländische Maßnahmen, auch durch politischen Zwang, im großen Umfange wieder Menschenarbeit anstelle von Maschinenarbeit sehen. In landwirtschaftlichen Kreisen weist man darauf hin, daß das Elend der Landwirtschaft — mit der Erfindung des Mähdreschers begann, durch die die Welt mit Getreide überschwemmt wurde. Und es fei überall festzustellen, daß jene Länder, die sich am stärksten auf Maschinen umgestellt haben, auch an der Spitze der Weltwirtschaftskrise marschieren. Die deutsche Industrie bestreitet grundsätzlich natürlich die Rotwendigkeit, mit staatlichen Maßnahmen gegen die Maschinen vorzugehen. Trotzdem wird auch auf dieser Seite zugegeben, daß die Wirtschaft an der Maschinenentwicklung Korrekturen vornehmen müsse und durch Unrentabilität gezwungen auch vornehme. Es habe sich nämlich herausgestellt, daß für zahlreiche Einzelbetriebe, in denen Maschinenarbeit vorherrsche, die menschliche Arbeitskraft doch billiger und rentabler sei. Und dieser Rückzug von der Maschine finde in einem Umfange statt, von dem die Oefsentlichkeit gar keine Vorstellung habe. Kaiser Wilhelm hat nun an einen der bedeutendsten Technokraten Amerikas, Gaffney, einen langen (Brief gerichtet, in dem er seine Gedanken über die Arbeitslosigkeit und ihren Zusammenhang mit dem Siegeszug der Maschine niedergelegt hat. Der (Brief wird von einem Berliner Blatt im Wortlaut veröffentlicht. Es heißt darin, die Gründe der Arbeitslosigkeit seien nicht materieller Art, vielmehr sei das Arbeitslosenelend die größte seelische Rot, die seit Jahrtausenden über die Mensa.),): it gekommen ist. Diese Rot könne nur aus höchstem Verantwortungsgefühl der zur Führung 'Berufenen behoben werden. Die These von der Herrschaft der Technik vermag der Kaiser nicht Der Reichskanzler spricht in München. Süddeutschland und das Reich. - Es gibt keine Mainlinie. - Kein Krieg mit den Ländern, aber Einheit des Reichs. München, 24. Febr. (TU.) Reichskanzler Hitler sprach am Freitagabend in den Mün» cyener Ausstellungshallen. Der Riesenbau, der 20 000 Personen fast, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch die benachbarte frühere Lust- schifshalle war von vielen Tausenden gefüllt. Weitere Menschenmassen standen auf den die Ausstellungshallen umgebenden weiten Flächen. Der Reichskanzler führte u. a. folgendes aus: Am 30. Januar hat sich für das deutsche Volk eine geschichtliche Wende vollzogen. Ein ^jähriges Regiment des Unheils und des Unsegens für Deutschland soll und wird nun das Ende finden. Wenn heute die Träger dieses Systems vor der Ration sich plötzlich zum letzten Male erheben und uns als Antläger die Frage vorlegen wollen: Was wird euer Programm s e i n?" dann verkennen sie den Sinn dieser Zeit und verkennen ihre eigene Stellung. Ich könnte mit mehr Recht die Frage zurückgeben: Was war euer Programm? War das, was in Deutschland in diesen 14 Jahren geschehen ist, euer Programm, euer Wille? Wenn ja, dann gibt es keine Strafe für euch, die groß genug wäre. Wenn ihr aber sagt, daß das nicht programmmäßig verlaufen fei, dann seid ihr zu- mindesten als Männer ebenfalls vor der Geschichte gerichtet. Diese Männer haben die einst blühende deutsche Wir.s haft vollkommen zugrunde gerichtet. Sie reden sich jetzt damit heraus, daß Deutschland doch den Krieg verloren habe. Mit erhobener Stimme fuhr der Redner fort: S i e wollten ja nicht, daß Deutschland den Krieg gewinnt, sie wollten nicht, denn sie sagten, dah nur, wenn Deutschland den Krieg verliert, Deutschland frei sei. (Stürmische Ruse „Aufhängen!") Sie waren es ja, die unser Volk damals belogen und gesagt haben, daß niemals die Deutschen siegreich zurückkommen dürft eir, damit Freiheit nach Deutschland komme und soziale Wohlfahrt (lebhafte Pfuirufe). Jetzt wollen sie das nicht mehr wahr haben. Sie versuchen, sich durch Lügen von ihrer Schuld frei zu machen. Gegen dieses System sind wir aufgestanden als ganz kleine Schar, bis wir heute au Trägem der öffentlichen Macht geworden sind (lebhafter Beifall). Entscheidend ist nicht das Programm. Entscheidend ist nur der menschlicheWille.das richtige Sehen, der große Mut, das ehrliche Wollen (Beifall.) Wir werben unerhörte Anstrengungen auf inncr- und außenpolitischem Gebiet machen impfen, aber dahinter muh die klare Erkenntnis einer Ration treten, die weih, dah ihr niemand f)elfen wird, auher sie hilft sich selbst. In diejem Geist ist unsere Bewegung so groh geworden, dah man heute sagen kann, in ihr marschiert der gläubige Teil der deutschen Ration. In seinen weiteren Ausführungen spielte der Reichskanzler auf die jüngsten Differenzen mit der Bayerischen Dolkspartei an. Er sagte dazu: Wenn die deutschen Länder leben wollen, wenn sie ihre Schicksalskämpfe durchführen wollen, so können sie das nur, indem sie s i ch einfügen als Rute in das Rutenbündel, um gemeinsam die Kraft der geeinten Ration auch für sich einzusehen, wenn nicht Alldeutschland für sie eintritt. In dieser Stadt München haben wir unsere Bewegung ins Leben gerufen, die jetzt ganz Deutschland erfaßt hat. Wir haben damit für Ruhm und Ehre Bayerns mehr getan als diejenigen, die nur dauernd in Haß und in der Feindschaft gegen das andere Deutschland ihre einzige Lebensaufgabe erblicken. Ich hänge an München mit grenzenloser Liebe. Ich will diele Stadt daher auch nie verlassen (stürmischer Beifall). Es ist mein Wille, daß. wenn diese Bewegung einmal das ganze deutsche Volk wieder freigemacht haben wird, ihr Sitz aber immer in dieser Stadt bleiben wird. Das soll ein Zeichen dafür sein, bah wir i m Süben beulsch fühlen unb an bem Deutschen Reich hängen unb an seiner Herrlichkeit. 3d) bin nach meiner Herkunft Bajuoare, aber ich fühle mich unzertrennlich oerbunben mit bem Glück des ganzen vaterlanbes. Ich meine, baß nur ein Wahnsinniger es unternehmen kann, uns in bie Rolle eines Oesterreichs etwa hineinzubringen. Angesichts der Millionen, bie bieje Rebe hören, sage ich, wenn auch einer unb bet andere heute meint, eine Mainlinie anbrohen zu können, sie können überzeugt sein, Bayern unb Sübbeutsch- lanb haben bamit nichts zu tun. 3m Gegenteil, wenn bieje Frage austauchen sollte, bann wirb aus Ba;ern selbst ein solcher versuch zerbrochen unb zerschlagen werben (stürmischer Beifall). Seit Bismarck ist jetzt zum erstenmal d i e Reichskanzlerwürde einem Bayern übertragen worden. Ich fühle mich um so mehr dafür verantwortlich, daß nicht unter der Kanzlerschaft eines Bayern die Einheit Deutschlands jemals zerfällt. Es ist gerade unsere Ehrenpflicht als Bayern, daß wir nunmehr d i e Einheit des Reiches wahren. Wir wol- l e n niemand den Kampf ansagen außer dem Marxismus. Ich werde den Kampf gegen diesen Marxismus forlführen, aber wenn jemand es für notwendig erachtet, sich rt»it dem Marxismus zu verbünden, dann möge er überzeugt fein, retten wird er den Marxismus nicht, nur mit ihm zugrunde gehen. (‘Beifall.) 3 a) will keinen xrieg mit den Län - b c r n. Aber wenn man mir den Krieg ansagt, dann antworte ich den Herren: Ich habe jahrelang in der Opposition gezeigt, daß ich mich nicht unterkriegen lassen, die Herren mögen überzeugt sein, daß ich als Träger der staatlichen Gewalt auch die Energie besitzen werde, die Einheit des Reiches in Schuh zu nehmen. (Stürmischer Beifall.) Wenn andere sich unserer Arbeit an- schließen wollen, so würde ich meine Zustimmung nicht versagen. Allerdings etwas müssen sie unterzeichnen: Wer mir in einem Atemzuge sagt, ich möchte mit Ihnen gehen, aber ich nehme mir heraus, auch mit dem Marxismus gehen zu können, dem muß ich antworten: Rein! (Beifall.) Vor allem, ich lasse mich nicht durch Parteien tolerieren, ich wünsche, daß das deutsche Volk mich toleriert und nicht die Parteien. Dem deuljchen Volk will ich Rede und Antwort stehen, nicht den Parteien. Diesem deutschen Vc lk w.-l i-) dann nach vier Jahren mich wieder stellen und dann mag es mich kreuzigen, wenn es glaubt, daß ich versagt hätte. Ich will meine Pflicht tun und den Kampf für das Volk fortschen. aber an das Volk richte ich die Mahnung: Stützen Sie das, was für Sie kämpft. Zusammen wollen wir dafür kümpsen, daß aus der jetzigen Rot, dem Elend, dem Jammer und der Verkommenheit wieder erstehen möge ein Deutsches Reich, auf das wir stc>lz zu sein vermögen, ein Reich, das uns gibt das tägliche Brot und damit den Frieden auf E"den. — StÜrm'sch: Be'.fcllekandgebung n folgten d:r Rede. Melanz>erv.PavensersteWÄe n ic Ü n r* ic ch it it is !e. i - m r- e» r- m ’it il- ■c* ä* -er «s- as ür ter »er aci in» iS- r - e n f- ien ei» et- ach rch igd der ige >eir ab- uck iem sich er* er- md ien. ach mb ild, rab ,ens tum cm irg: nm. I S V ri-z-* Vie sittliche Erneuerung nur zu erreichen ist, wenn der katholische Volksteil maßgebenden Anteil daran hat, deshalb werbe ich dafür, daß der deutsche Katholizismus sich in dieser entscheiden- den Stunde in die Front dec nationalen Erhebung eingliedert. Wir erleben einen inneren Werdegang von umstürzender Bedeutung. Wenn nicht am Ende dieser Entwicklung die Zertrümmerung des Parteien st aates steht, werden wir auch die geist'aen Krä-te nicht aufbringcn, um die Fesseln von Be.sailles abzustreifen. Die nationale Erhebung sock der Auftakt einer neuen Epoche sein, und unser letztes Ziel ist der wahre Friede. Aber der Weg dahin ist-Kampf! Wer glaubt, daß nach dem 5. März die nationale Front zusammcnbrechen werde, der gibt sich einer grausamen Enttäuschung hin. (Stürmischer Beifall.) Am 5. März werden wir uns zum Angriff gruppieren wie e nst in den Tagen des großen Krieges, und diese Angriffstruppen werden auf ihr Banner das Wort schreiben: „Der deutschen Zwietracht mitten ins Herzl" Ter Vizekanzler schloß unter stürmischem Beifall mit dem Aufruf „Auf zum Kampf mit Hindenburg, dem alten getreuen Eckart des deutschen Volkes, für das neue Deutsche Reich der besseren Zukunft!" Dem Vizekanzler wurden stürmische Ovationen dargebracht. Oie süddeutschen Besorgnisse. Eine Rede des württembergischen Ltaatspräsidenterl. Stuttgart, 24. Febr. (TU.) In einer Zentrumsoersammlung erklärte Staatspräsident Dr. Bolz u. a.: Man schiebt uns in die Schuhe, daß das Kabel bei der Uebertrogung der Stuttgarter Hitler-Rede unterbrochen worden sei. Man sucht förmlich nach Gründen, um vorgehen zu können, und, was das Bedauerliche dabei ist: daß die Nationalsozialisten, mit ihren Abgeordneten an der Spitze, uns fortgesetzt in Berlin denunzieren, wenn irgendwo in einer Zeitung, in einem Flugblatt und in einem Plakat ein Wort steht, das der Reichsregierung parteipolitisch viel- leicht nicht genehm ist. Und das einem Lande gegenüber, das in jeder Beziehung seine Pflicht gegenüber dem Reiche erfüllt hat, das jetzt und in Zukunft gewillt ist, seine Pflicht dem Reiche gegenüber getreu zu erfüllen. Glaubt man etwa, daß Bayern sich gutwillig einem Reichskommissar fügen würde? Man müßte in Berlin doch ein Empfinden dafür haben, welch einen gewaltigen Widerspruch man bei dem ganzen bayerischen Volk erfahren würde. Warum kommt der Reichskanzler Hitler nicht einmal mit einer Erklärung, die Süddeutschland beruhigen könnte? Warum rückt er als der verantwortliche Staatsmann nicht von dem unverantwortlichen Gerede ab, durch das ganz Süddeutschland in so ernste Unruhe versetzt wird? Statt dessen hört man nur Drohungen. Man droht uns z. B. damit, daß die Kraft der Reichshoheit auch zu Maßnahmen in Süddeutschland ausreiche. Wir machen uns über diese Dinge ernste' Sorgen, aus denen heraus uns die Fackelzüge und Siegesfeiern wie eine Fastnachtskomödie erscheinen. Was unser Volk braucht, ist Ruhe, Brot und Ar- beit. Die Voraussetzungen dafür schafft man aber nicht dadurch, daß man einen Volksteil mit Ausrottung bedroht, daß man die Länder zum Widerspruch herausfordert und alle vorhandenen Schwierigkeiten noch erhöht. Eine Held-Hede in Bamberg. Bamberg, 25. Febr. (ERB. Funkspruch.) Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held betonte in einer Versammlung der Bayerischen. Volkspartei, daß auch der politisch organisierte katholische Lolks- teil Deutschlands durchaus national gesinnt sei. Dr. Held unterstrich, daß er von jeher eine entschiedene Rechtspolitik vertreten habe. Auch die Bayerische Bolkspartei verlange volle Gleichberechtigung in der Abrüstungsfrage. Wie sie den Frieden wolle, so wolle sie auch für Deutschland die Machtmittel und die Wehrhaftigkeit, damit sich Deutschland im Falle der Not und Gefahr mit eigener Kraft fremden Angriffen entziehen könne. Rach polemischen Auseinandersehungen mit verschiedenen Maßnahmen der Reieysregierung erklärte der Redner, es sei ganz gleich, welchen Ramen ein Kabinett führe. Man müsse sichzu - sammenfinden wollen, um mit einander zu arbeiten und das deutsche Elend zu bannen suchen. Aber er müsse sagen, es sei verhängnisvoll zu glauben, man könnte gegenteilige Meinungen durch Gewalt unterdrücken. Bayern halte nicht deswegen am eigenen Staate fest, weil es nicht über die Grenzen sehen könne, sondern weil es der Meinung sei, daß das Prinzip des Föderativstaates dem deutschen politischen Bilde entspreche. Bayern könne keine Vormundschaft ertragen, wenn es auch damit keine Drohung aussprechen wolle. Bayern werde aber wissen, wie es seine Freiheit zu schützen habe. Wir lassen der Reichsregierung ihre Rechte, wünschen, daß sie davon einen möglichst guten Gebrauch mache, und wollen sie bis zum letzten unterstützen. Eine Mahnung an Bayern. Düsseldorf, 23. Febr. (CNB.) Die „Düsseldorfer Nachrichten" schreiben: Der bayerische Löwe erhebt seine Stimme augenblicklich allzu laut. Nicht daß man dem zweitgrößten Bundesstaat des Reiches, dessen föderalistische Grundgesetze anerkannt bleiben und von niemand angetastct werden sollen, das Recht bestritte, in dem Kampfe der Meinungen und Anschauungen, um die es heute mehr geht als je, sich zu äußern oder zu wehren, falls er sich in seiner Stellung bedroht oder benachteiligt fühlt — d i e Form dieser Abwehr scheint leider geeignet, gerade im Auslande Wirkungen zu erzeugen, die auch in München sicherlich nicht gewollt werden. Schließlich handelt es sich um inner- politische Auseinandersetzungen, zu deren Regelung auch ein anderer Weg gefunden werden könnte als die öffentliche Behandlung in Volksversammlungen, in denen die verantwortlichen Lenker der bayerischen Politik sich so gebärden, als gebe es keine Brücken mehr über den Main und der Staat Bayern befände sich bereits in einem offenen Derfasfungskriege mit dem Reich und mit Preußen. Ein solches Auftreten erweckt peinliche Erinnerungen an 1866 und bestärkt dos uns mißgünstige Ausland in Vermutungen und Wünschen, die sich keineswegs im Sinne des deutschen Einheitsgedankens bewegen. Mit dieser Versammlungspolitik ist der deutschen Sache, um die es uns allen, im Westen wie im Osten, im Norden und im Süden, gleich aufrichtig zu tun ist, f e i n g u t e r Dienst erwiesen worden. Nach wie vor ist Deutschland von Feinden umgeben, die nur ihre Methoden, ober nicht ihre Gesinnung geändert haben und in jedem unüberlegten Wort, in jeder mißverständlichen Handlung ein Zeichen der inneren Uneinigkeit und neue Keime der Zwietracht erblicken, auf die sie ihre Hoffnungen setzen. Deutsche Volkspartei und die Kampffront Schwarz-Weiß-Äot Ein Brie wechsel Dmgeldeh—Papen. Berlin, 24. Febr. (CRD.-Funkspruch.) Die Dokumente über d'.e Verhandlungen zur Bildung einer b ü r g e r l i ch ° n a t i on a l e n Front berichten von einer im Anschluß an die Kabinettsbildung am 30. Ianuar und die Auflösung des Reichstages erfolgte Besprechung des vviksparteilichen Darte.führers Dingel- d e y mit dem Vizekanzler v. Papen am 2. Februar. Der Inhalt dieser Besprechung wurde in einem Brief Dingeldeys an den Vizekanzler vom 4. Februar bestätigt, in dem es u. a. heißt: „Auch nach Ihrer Tieberzeugung ist es die selbstverständliche Aufgabe der gegenwärtigen politischen Situation, alle auf nationalem Boden stehenden erreichbaren bürgerlichen Kräfte zusammenzufassen, und den in ihnen verkörperten wirtschaftlichen und staatspolitischen Auffassungen ein genügendes Cewicht bei der kommenden politischen Entwicklung zu sichern. Auf die Frage, ob die Deutsche Bolkspartei grundsätzlich bereit sei, zu diesem Zweck im kommenden Wahlkampf an der Bildung eines großen national- bürgerlichen Blockes unter Verzicht' auf alle parteipolitischen Sonderheiten mitzuwirken, habe ich Ihnen geantwortet, daß ein solches Ziel den Ideen der Deutschen Vollspartei durchaus entspricht, daß die Erreichung dieses Zieles aber selbstverständlich zur Voraussetzung habe, daß alle national-bürgerlichen Gruppen, also auch die Deutschnationale Volkspartei sich in diesem Block unter Verzicht auf irgendwelche Prestigeforderungen e i n f ü g e n." Die deutschnationale Pressestelle habe am 8. Februar in einer Rotiz an die Presse darauf hingewiesen, daß wegen der kurzen Fristen, die bis zur Einreichung der Liften noch gegeben seien, die Möglichkeiten eines Zusammengehens mehrerer Parteien auf einer Liste nicht mehr in Frage komme. Nachdem inzwischen am 10. Februar die Kampffront Schwarz-Weih-Rot gegründet worden war, richtete, wie es in den volksparteilichen Dokumenten weiter heißt, der Parteiführer Dingel- dey am 18. Februar ein neues Schreiben an den Vizekanzler v. Papen, in dem er zunächst um Beantwortung seines Briefes vom 4. Februar bat und weiter Verwahrung gegen die Behauptungen einlegte, daß die Bildung einer national-bürgerlichen Einheitsfront an den übertriebenen Forderungen der Deutschen Volkspartei gescheitert sei. Am 21. Februar gab Vizekanzler v. Papen dem Führer der Volkspartei Dingeldeh eine Antwort, in der es u. a. heißt: Ich darf Ihnen noch einmal bestätigen, daß unser gemeinsamer Wunsch, auch die Deutsche Volkspartei in den großen Block der Kampffront Schwarz-Weiß Rot einzubeziehen, lediglich gescheitert ist an der technischen äln möglich leit, innerhalb der wenigen zur Verfügung stehenden Tage eine Vereinbarung über gemeinsame Listen zu erreichen. Richtsdestoweniger gebe ich mich der Hoffnung hin, daß die Deutsche Volkspartei im Rahmen der nationalen Front positiv mit wirkt und daß wir insbesondere für die Zeit nach den Wahlen zu einem geschlossenen Einsatz aller nationalen Kräfte gelangen. Der Reichswahlvorschlag der NSDAP. Mü n d) e n, 24. Febr. An der Spitze des Reichs- wahloorschlags der NSDAP, steht Reichskanzler Adolf Hitler. An zweiter Stelle folgt Reichsinnenminister Dr. Frick, an dritter Reichsminister ©oering, 4. Dr. Goebbels, 5. Generalleutnant a. D. Ritter von Epp, 6. Hauptschriftleiter Rosenberg, 7. Graf Reoentlow, 8. S t o e h r , Handlungsgehilfe, 9. Heß, Privatsekretär, 10. Amann, Derlagsdirektor, 11. Schwarz, Derwaltungsoberinspektor, 12. B o u h l e r , Reichsgeschäftsführer, 13. Esser, Schriftleiter und Stadtrat, 14. Hierl, Oberst a. D., 15. Buch, Major a. D., 16. H i m m l e r, Dipl.-Landwirt, 17. Dr. Frank II, Rechtsanwalt, 18. Klagges, Staatsminister, 19. Feder, Dipl.-Ingenieur, 20. von Levetzow, Kontreadmiral a. D., Polizeipräsident von Berlin, 21. v. Pfeiffer, Hauptmann a. D. Die Reichsliste enthält im ganzen 41 Namen, darunter an bekannteren noch Dipl.-Landwirt 2) a r r 6, Professor Schulze- Naumburg, Baldur von Schirach und Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont. Oie (Stuttgarter Kanzterrede. Berlin, 24. Febr. (WTB) Zu der Störung der Stuttgarter Rundfunkrede des Herrn Reichskanzlers am 15. Februar teilt das Reichspost- m i n i ft e i u m amtlich mit: Die Untersuchung hat ergeben, daß die Maßnahmen des Telegraphenbauamtes Stuttgart zur Sicherung der Rundfunküber- tragungsleitung nicht ausgereicht haben. Das beteiligte Personal des Bauamtes ist z u r e ch t - gewiesen und der verantwortliche Amtsvorsteher Oberpostdirektor M ö s s i n g e r aus dienstlichen Gründen auf ein anderes Amt versetzt worden. Gegen den Referenten der Oberpostdirektion Stutts gart Postbaurat Feucht und den technischen Betriebsleiter des Südfunks Dr. K o f e s hat die Untersuchung nichts Belastendes ergeben. Beide haben ihre Dienstgeschäfte wieder ausgenommen. / Hilfspolizei in Preußen. Ein Erlaß Görings über Einberufung und Verwendung von.^ilfspol zetkräften. Berlin, 24. Febr. (WTB.) Amtlich. Lieber die Einberufung und Verwendung von Hilfspolizei ist vom Kommissar des Reiches für das preußische Ministerium des Innern folgender Erlaß ergangen: „Die zunehmenden Ausschreitungen von linksradikaler, insbesondere kommunistischer Seite haben zu einer unerträglichen ständigen Bedrohung der öffentlichen Sicherheit, wie des Lebens und Eigentums der staatsbewußten Bevölkerung geführt. Die vorhandenen Polizeikräfte, deren ausreichende Vermehrung zur Zeit nicht angängig ist, werden seit> langem über ihr Leistungsvermögen beansprucht und durch die häufige Notwendigkeit des Einsatzes außerhalb der Dienstorte ihrem eigentlichen Tätigkeitsgebiet oft zur Llnzeit entzogen. Auf die freiwillige Llnterstützung geeigneter, als Hilfs- p o l iz e i b e a m t e r zu verwendender Helfer kann daher rm Rotsalle nicht mehr verzichtet werden. Ausgabe der nur unter Führung der ordentlichen Polizei einzusetzenden Hilfspolizei wird insbesondere sein: 1. Die Entlastung der ordentlichen Polizei a\ durch Unterstützung bei dem Schutz politisch e r V e r s a m m l u n g e n und Auszüge sowie b) bei der Sicherung von lokalen und anderen Einrichtungen politischer Organisationen, c) bei Absperrungen und ilnterstühung der Landjägereistreifen. 2. Im Falle von Llnruhen oder eines anderen polizeilichen Rotstandes a) die allgemeine Unterstützung der ordentlichen Polizei, b) die Lleberuahme des Schuheslebens- wichtiger Betriebe sowie wichtiger int öffentlichen Eigentum stehender oder dem öffentlichen Rutzcn dienender Gebäude, Einrichtungen und Anlagen." Ergänzend sei noch bemerkt, daß zu Hilfspolizei- bcamten nur ehrenhafte, wahlberechtigte. a u f nationalem Boden stehende Deutsche verpflichtet werden dürfen. Die Hilfspolizeibeamten führen einen polizeilichen Ausweis und tragen an ihrer eigenen Kleidung, die auch dieTlniform vonVerbänden sein kann, als Abzeichen eine Weiße, amtlich gestempelte Armbinde mit j)em Ausdruck: Hilfs- Polizei. Sie stehen unter Führung von Polizeioffizieren und haben während der Dauer ihres Dienstes die Befugnisse und Pflichten von planmäßigen Polizei- und Landjägereibeamten. Die Bestellung von Hilsspolizeibeamten bedarf — mit Ausnahme von Berlin, wo der Minister des Innern entscheidet — der Bestätigung des Regierungspräsidenten. e Oie Brüder Rotter in Liechtenstein. V a d u z , 24. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein bittet um Verbreitung folgender Mitteilung: Es wird den LiechtensteinischenBchörden in ausländischenBIät- tern der Vorwurf gemacht, daß d i e Berliner Theaterdirektoren Brüder Rotter (richtig Schaie) sich unbeanstandet in Liechtenstein aufhalten könnten, obwohl in Deutschland ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet sei. Demgegenüber wird ausdrücklich feftgestellt, daß bisher eine Handhabe zu einem Eingreifen seitens Liechtensteins nicht vorliegt, weil von den deutschen Behörden kein Antrag auf Strafverfolgung bei den Liechtensteinischen Strafbehörden eingegangen ist. Sobald ein solcher vorliegt, werden sich die Liechtensteinischen Gerichte mit dem Fall Rotter gemäß den bestehenden Gesetzen befassen. 3n Liechtenstein gilt das österreichische Strafgesetzbuch vom Iahre 1853, das in § 36 auch öie Bestrafung der int Auslande begangenen Straft aten eigener Staatsbürger vorschreibt. Atelierfest in München. Von Käte Brandel-Elschner. 5m finstersten Schwabing, Gartenhaus, fünfter Stock. Das Atelier ist sehr geräumig, aber es hat auch drei Bewohner. Einer allein kann die enorme Miete von 33 Mark im Monat nicht aufbringen. Zuerst wohnten nur Franz und Pepi dort. Doch sie bekamen immer Auseinandersetzungen wegen der Miete. Aus diesem Dilemma rettete sie der Schriftsteller Maurus Lcopoldinger, der aus hier nicht erwähnbaren Gründen plötzlich obdachlos geworden, als Dritter das Atelier bezog. Nun ist die Miet- fumme restlos durch drei teilbar. Jeder bleibt monatlich 11 Mark schuldig. Endlich herrscht Ordnung in den Finanzangelegenheiten. Zu dem bevorstehenden Faschingsfest hatten die drei Freunde Einladungskarten verschickt, schöne bunte Kartenstückchen. „Die Räumlichkeiten werden auf Wunsch geheizt" stand darauf geschrieben. Was für Eingeweihte bedeutet: es sind einige Scheiter Holz mitzubringen! Nach fieberhafter Tätigkeit prangte das Atelier in festlichem Schmuck. Die schrägen Fenster wurden mit schwarzem Papier überklebt, „denn es ist zu desillusionierend", hatte der Franzi gemeint, „wenn es mitten im schönsten Fest draußen anfängt, hell Zu werden!" An einer Schnur baumelten bunte Lampions, fabelhafte Gemälde auf —ismus be- deckten die Wände, die einzige Sitzgelegenheit, der Stolz des Hauses, ein Riesendiwan, nahm sich geradezu prunkvoll aus unter Decken und Kissen. „Speisen und Getränke sind mitzubringen", ist ein alter Grundsatz bei internen Schwabinger Festen. Trotzdem taten die Gastgeber ein klebriges und stellten eine fast neue Kaffeemühle und einen Spirituskocher auf. Während sich Maurus von oben bis unten schwarz angemalt hatte, der Franzi sich mühte, an sein kurzes Trainingshöschen grüne Pleureusen aus Seidenpapier zu nähen und der Pepi noch schimpfend im Malerkittel umherrannte, tarnen schon die ersten Gäste. Die kleine Fanny erschien als Odaliske mit unten eingekräuselten, von ihrem Bruder ausgeliehenen Pyjamahosen. Sie langte sich einen Seidenschai von der Wand und band ihn zur Vervollständigung ihrer Maske als Schärpe um. Dann kümmerte sie sich energisch um die Heizung, denn im Ofen glimmte kläglich ein letztes Brikett. Niemand versuchte hinter den neu erscheinenden Masken einen Sinn zu suchen. Wo die Kleidung nicht ausreichte, war Die Haut bemalt. Wozu war man Künstler, wenn man nicht aus der Tischdecke seiner Wirtin das schönste Kostüm Herstellen konnte! Die mitgebrachten Kalbshaxen und Regensburger, der Leberläs und die Ripperln wurden ausgetauscht, die Flaschen gemeinsam geleert. Das Grammophon spielte unerschütterlich dieselben Sachen, denn das ganze Repertoire bestand aus drei Platten, von denen bei einer die Kehrseite nicht mehr zu gebrauchen mar. Die Kaffeemühle ging herum. Jeder arbeitete fein Teil. Als der „Mokka" seinen Duft verbreitete, zählte man 27 Gäste, und auch das war wieder eine gute Zahl, da genau neun Tassen da waren und so in drei Serien serviert werden konnte. Man tanzte, man sang, man sonnte sich kinder- gläubig in den ewigen Künstlerträumen von Erfolg und Ruhm. Jeder versprach dem andern das Blaue vom Himmel, wenn ... wenn ich mein Buch anbringe, ... wenn ich das große Bild verkaufe, — wenn ich erst meine Villa habe — und den Mercedes. — Wenn der Glaube nicht wäre, der unverbrüchliche Zukurftsglaube! Heute ist jeder überzeugt, daß gerade ihm das Glück hold fein wird, daß feine Arbeit ihn einmal doch herausreiben wird aus der Masse mittelmäßiger Bürger ... Kulturgeschichte,in Pillen gedreht. Don Peter Peppermim. Die Idee der Iunggesellensteuer hat nicht etwa den Reiz der Neuheit. Friedrich Wilhelm I. von Preußen verhängte eine Iungfernfteucr, der jedes junge Mädchen über zwanzig Iahre so lange unterlag, bis es einen Mann gefunden hatte. Die Steuer war nicht unproduktiv: die Zahl der Eheschließungen und dec Geburten stieg tatsächlich. Ein Rundfunkansager in Philadelphia lieh sich vor einiger Zeit seinen Strohhut hoch versichern. Der Grund dafür lag in der Tatsache, daß auf der Krempe dieses Panamahutes die Autogramme von Dempsey, Valentino, Hoover, Suzanne Leng- len und anderen Berühmtheiten verzeichnet waren. In Bukarest gibt es ein Kopfmuseum, in dem sich etwa 40 Köpfe enthaupteter Banditen in Spiritus befinden. Der Mäufeturm in Dingen: na, das ist ja wohl schan allgemein bekannt, daß er mit Mäusen gar nichts zu tun hatte. Vielmehr saßen dort die Zollbeamten, denn es war ein Mauthturm. Mauth bedeutet Zoll. Mäuse gab es vi:ll richt auch darin, aber nach ihnen ist er bestimmt nicht genannt. Ein Student in Amerika schrieb 600 Worte auf die Rückseite einer Briefmarke. Der erste Elefant — ein indischer — wurde in Deutschland im Iahre 1443 gezeigt. Er wurde auf der Frankfurter Messe zur Schau gestellt. Es ist aber anscheinend fast ein Iahrhundert vergangen, bis derartige Schaustellungen häufiger wurden. Erst 1532 hören to t wieder von einem Exemplar auf der Breslauer Iohannismesse. 1607 taucht einer in Hamburg auf. Ein sonderbares Testament tauchte im Iahre 1904 auf. Da starb in einer isländischen Kleinstadt ein altes Fräulein, das keine Erben hatte. Bei dec Testamentseröffnung stellte sich heraus, daß sie über eine halbe Million Mark besessen hatte, die sie ifj.ee Heimatstadt für den Bau einer Kirche zur V.rsügung stellte. Allerdings wat daran die Bedingung geknüpft, daß ih.4 Asche in den Mörtel gemischt werde, der zum Bau der Kirch n.nauern verwendet werden würde. Man soll das Geld tatsächlich genommen und die Bedingung erfüllt haben. Die Haarnadel taucht in der deutschen Literatur aum ersten Male im Iahre R68 auf. In der damals erschienenen „Iungfernanatomie" von Amandus Sincerus heißt es: „Das H car muß zimperlich von beidenSeiten hangen. Damit man nicht zu sehr sieht ihre Silberwangen. Da sieht man ohne Zahl ein Haussen Nadelspitzen An dem geputzten Kopfs fein aneinander sitzen: Ein ganzer Nadelbriefs der muß vrrstochen sehn, SechsStundenmüssenauckzumKopff-Gebindeseyn." Die Ritterrüstung Gotzens von Berlichingen wird noch heute in der Burgruine Hornberg gezeigt. * 3n einer Dmterhaltungszeitschrift vom Iahre 1853 ist zu lesen, daß ein gewisser Stadtsekretär Wolff in Braunschweig zugleich auf Bestellungen Gelegenheitsgedichte lieferte. So z. B. einem Kaufmann für ein Transparent anläßlich einer Illumination zu Ehren des Herzogs, wo er dichtete: ..Das Haus der Welfen soll grünen und blüh'n! Hier ist ein großes Tuch-Magazin. Durchlauchtigster Herzog! Belohne die Treu älnd reiß alle Tag ein Paar Hosen entzwei!" Rangliste der Patienten. Der englische Zahnarzt I a m e s teilt seine Besucher in drei Kategorien ein: 1. in Nervöse, denen man gut zuredcn muh, an denen man nur kurze Zeit arbeiten und die Maschine wenig benutzen soll, 2. in Hysterische, denen man mit Strenge entgegentreten muß und bei denen man nicht viel reden darf, 3. in Neugierige, denen man mit der größten Schweigsamkeit begegnen soll. Eine andere Einteilung hat Dr. E. Heinrich in der „Deutschen Zahnärztlichen Wochenschrift" vorgenommen. Er unterscheidet: 1. Gleichgültige, die nur dann zur Behandlung kommen, wenn die Schmerzen sie dazu zwingen. Sie machen meist nur unvollständige Angaben, und es ist schwer, aus ihnen herauszubekommen, was man wissen will: sie find im allgemeinen nicht ängstlich. 2. Gewissenhafte, die regelmäßig ihren Zahnarzt auf such :n, jede Veränderung an ihrem Gebiß bemerken, klare ausführliche Berichte geben, s'ch für alle Einzelheiten der Bebandlung interessieren und ihre Angst zu beherrschen^ verstehen. 3. Tatmenschen, meist besonders kräftige Erscheinungen, auch beim weiblichen Geschlecht die sich mitunter als recht feige erweisen, alles besser wissen wollen und kurze energische Antworten geben. 4. Aengftliche, die nur dann zur Behandlung kommen, wenn sie es vor Schmerzen nicht mehr aushalten. Ihre Krankheitsberichte sind in der Regel unklar, hastig und zeigen die große Angst, die sie haben ... Zeitschriften. — Alexander Kochs „Handarbeiten aller Art", Einzelhe't 18) Mk, V erielsahrspreis bei sechs- wöchentlichem Erscheinen 3,00 Mk. Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart. Eine Spitze — welch Traumgebilde von Duft und Phantasie! In Italiens alter Spitzenftadt Santa Margherita und in einer unter Leitung von Wenter Marini errichteten Schule in Cantu sind sie zu neuem Leben erblüht. In neuen Formen, neuen Mustern, ganz neu zusammengestellten Techniken (mitunter Verbindungen von Häkel-, Klöppel- iknd Räh- spitze) zeigt die Zeitschrift Kragengarnituren. Decken und Deckchen vielfältigster, reizvollster Art. Weniger geschulte Hände aber ftnden reiche Auswahl in schüchteren, wienerisch geschmackvollen Häkel- und Tüllarbeiten, oder auch in fürs Kinderzimmer bestimmten Kreuzsticharbeiten. Aus der Provinzialhaupifladt. Zfalienifche Ehrung -er Universität Giehen. Don der Pressestelle der Landes-Universität wird uns mitgeteill: Fräulein Dr. P a c i n i, Lektor für italienische Sprache an der Universität Gießen, überreichte Deiner Magnifizenz dem Herrn Rektor eine kunstvolle Plakette mit folgendem Schreiben: Im Rainen der italienischen Regierung und im Auftrag des italienischen Generallonsu's in Frankfurt a. M. habe ich heute die ho)e Ehre, Eurer Dlagnifizen; das Bild der Göttin Roma zu überreichen, das heilige Symbol eines Volkes, das in seinen ältesten kulturellen und politischen Traditionen das Selüstbewuhtsein seines Wertes wiedergefunden hat. 2eom, das sogar In den schwersten Jahren seiner Geschichte der ganzen Welt den Schatz seiner altüberlieferten Kultur bereitwillig öffnete, bringt heute, stolz auf seine national-kulturelle Wiedergeburt, selbst über Alpen und Meere den Ruhm seine- Ramens und das ewig leuchtende Licht jener „humanilas“, der Gott keine Grenzen setzte." Die wertvolle Plakette hat ihren Platz an bevorzugter Stelle im Romanischen Seminar erhalten. Spende für die Wrnternothilfe. Don der Geschäftsstelle der Gießener Winternot- hil/e wird uns folgende neue Spende gemeldet: Theodor Loos, Kirchenplatz 13, einen Posten Textilwaren als 3. Rate. Wahlversammlung der NSDAP. Die Ortsgruppe Gießen der RSDAP. hielt am Donnerstagabend im Cafe Leib eine Wahlkund- aebung ab. Aus Franksurt wurde zunächst die Rede des Reichskanzlers Hitler durch Lautsprecher übertragen uno mit lebhaftem Beif..ll ausgenommen. Sodann sprach Reichstagsabgeordneter Oberlindober, München, üder das Thema: „Mit Hiller aufwärts". In der Gegenwart müsse man sich des „Gestern" erinnern, jener Zeit, in der der zurückkehrende Soldat empfinden muhte, daß feine Tat schnell vergessen wurde, in der man den Weltfrieden gekommen glaubte, den Feind abgerüstet wähnte. Run aber müsse man erleben, daß der Feind in Waffen starre, während sich der Deutsche entmannt habe und unter dem Druck feindlicher Flugzeuge glaube, Erfüllungs- Politik treiben zu müssen. Jetzt aber sei die Jugend ausgestanden, um den Kampf zu führen gegen undeutsches Wesen. Das deutsche Doll, das vier Jahre lang die ungeheuersten Opfer an Gut und Blut Gebracht habe, sei nur dadurch nieder- ^uringen gewesen, daß man ihm undeutsches Wesen unter der Firmierung „Zeitgeist" aufdrängte und die Familie zu zerstören versuchte. In der Zeit schwersten moralischen Zusammenbruches hätten sich aber viele junge Menschen zusammengefunden, die unbeugsamen Willens an die Zukunft glaubten und eines Willens seien, wie er sich in Hitlers Rede dokumentierte. Aber zu seiner Freiheit müsse das Dolk auch selbst etwas tun. Es gelte herauszutreten aus unpolitischer Larcheit. Die zwei Millionen deutsche Tote im Weltkrieg seien erst dann wahrhaft geehrt, wenn die Gegenwärtigen die Derpflichtungen der Toten übernommen hätten. Die Toten des Weltkrieges hätten verdient, daß man ihre Hinterbliebenen schütze. Seit der ülebernahme der Kanzlerschaft verlange man von Hitler, daß er in 14 Tagen daS Geschick des Dolles wende, das sei unmöglich. 14 Jahre habe Riedertracht geherrscht, und es gebe kein Gericht, um das wiedergutzumachen, was in 14 Jahren verdorben worden sei. In diesen Tagen sei nun begonnen worden, Wandel zu schaffen. Hitler hätte schon im Juli Kanzler des Reiches sein können, wenn nicht das «Zentrum dagegen gewesen wäre. Das Zentrum werde aber am 5. März bekennen müssen, ob es für oder gegen das deutsche Doll sei. Das Zentrum schwinge das Schwert gegen eine Regierung, die mehr Christentum geübt habe, als je eine Regierung zuvor. Kein Kultusminister habe es früher gewagt, gegen asiatisches Antichristentum aufzutreten. Aust sei es Vorbehalten, die Verhältnisse zu ändern. Mit dem nationalen Teil des Zentrums werde man sich verständigen können, mit dem anderen aber nie. tz) zum 5. März werde man wieder viel Lüge über die RSDAP. ausschütten, aber die Partei werde ihren Kampf mit unbeug-' samem Willen fortführen. Im Osten habe sich eine Arbeiter- und Dauernrepublik iülSSR.) gebildet, in der deutsche Arbeiter ein Arbeiterparadies vermuteten, und die den gleichen Zustand in Deutschland erhofften. Sie erwarteten aber vergeblich Desserung von sowfetrussi^chen Verhältnissen. Man werde dem Dolschewismus mit aller Energie entgegentreten, und die deutsche Jugend werde mit jenen Kräften fertigwerden. Die rote Flut müsse abgehalten werden, die gesamte Vol'straft müsse als lebendige Mauer dagegen aufstehen. Es komme die Stunde, wo Wählerliste einsehens Die Liste liegt bis einschl. Sonntag, 26. Februar, auf. Einzusehen in Gießen, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 14, werktags von 8 bis 13 Uhr und 15 bis 13.31 Uhr, Samstags von 8 bis 13 Uhr, Sonntag von 9 bis 13 Uhr. Wichtig für Insassen vom Arbeitsdienstlagern. Die Insassen von Arbeitsdien st lagern, die sich bei der Gemeindebehörde ihres letzten Aufenthaltsorts abgemeldet haben und in der Gemeinde des Arbeitsdienstlagers nur als Fremde mit vorübergehendem Aufenthalt geführt werden, können sich in die Stimmliste der Gemeinde des Arbeitsdienstlagers aufnehmen lassen, wenn “fic in der Stimmliste ihres letzten Aufenthaltsorts gestrichen sind. Die Insassen von Ar- beitsdiensttagern, die in der Stimmliste ihres letzten Aufenthaltsorts weitergesührt werden, müssen sich von der Gemeindebehörde dieses Orts einen Stimmschein ausstellen lassen, wenn sie am Wahltag nicht in der Lage sind, am letzten Aufenthaltsort ihr Wahlrecht auszuüben. sich jeder zum Kampf stellen müsse, jeder müsse sich zu opfern vermögen, wie der Soldat des Weltkrieges. Die Jugend müsse im Geist der neuen deutschen Jugend in wehrhaftem Sinne erlogen werden. Das deutsche Volk müsse wieder deutsch werden, dann sei schon viel erreicht. Ziel sei, dem deutschen Dolle neue Lebenskraft und neuen Lebensraum zu geben, damit die Kinder einst ein Daterland haben. (Lebhafter Deifalll) Bornotizen. — Aus dem Stadttheaterbüro wird urs geschricbm: H.ute, 20.15 ÜIHr, allster Abonnement zu kleinen Preisen „Großes Zirkus-Kabarett". Ende 22.30 Tlhr. — Sonntag, 26. Februar, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen „Im weihen Rößl". Vor- zugsgutscheine und Schülerkarten haben Gültigkeit. Anfang: 18.30 illjr; Ende: 21.30 Ahr. An- schließend um 22.15 Ahr mit vollkommen neuem Programm unter Wolfgang Kühnes künstlerischer Leitung „Rachtkabarett" mit verstärktem Jazz-Orchester (Kapellmeister M o e h l). Ende nach 24 Ahr. — Montag, 27. Februar, außer Abonnement einmalige Wiederholung des „Großen Zirlusiabaretts". Ende 22.30 Ahr. — D enstag 2d. Februar, zum erstenmal der Schwank: „Da stimmt was nicht" von Franz Arnold. Spielleitung: Heinrich Hub. 21.Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Don 20 bis 22.30 Ahr. — — Eine WahloersammlungderEiser- nen Front findet heute, Samstag, 18 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten statt: Redner Philipp Scheidemann. Der Versammlung soll um 17 Uhr ein Wcrbemarsch durch die Stadt vorausgehen. Geschichten ans aller (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Felix der Bitter. w. — Neuyork. Es ist kein Druckfehler, sondern traurige Wahr» hell — Pat Sullivan, der amerikanische Zeichner, ist hier vor ein paar Tagen der tückischen Grippe erlegen. Er hat ein Alter von nur 43 Jahren erreicht. Sein Name, der den meisten Europäern vielleicht nichts sagen wird, ist unlöslich mit seiner Figur des stummen Filmes verknüpft, die noch lange, lange Zeit in Gedanken der ganzen Welt ihren Erzeuger überleben wird: Felix der Kater, jenes holdselige Geschöpf aus den Bezirken des Trickfilmes. Es gab eine Zeit, da konnte man nicht ein einziges Mal ins Kino gehen, ohne im Vorprogramm Zeuge der verschiedenen tragischen amourosen Abenteuer jenes Felix zu werden, die zum Glück nach kurzer Zeit unter phantastischen Umständen immer 0ut ausliefen. Das war auch weiter kein Wunder, denn Felix war nicht aus dem Leben entsprungen, nicht dem Leben entlehnt oder nachgebildet, sondern durch und durch ausgedacht. Und als Märchengestall hatte er ja gewissermaßen ein Anrecht darauf, daß es ihm ^zum Schluß" gut ging ... Felix jedenfalls war lange Jahre hindurch eine geheime Lieblingsgestalt von uns allen. Wie alle ^ilmhelden, die einen gewissen Grad von Prominenz haben, würde er schnell Aum Begriff, zum Fetisch. Hunderttausende von Felixen aus Holz, mit einem langen, beweglichen Schwanz in Scharnieren kamen auf den Markt und beschützten manches Auto. Dann aber kam ein Tag — da wandte sich die allgemeine Gunst von Felix ab. Man hatte ein geheimes Gebrechen an ihm entdeckt, das man ihm, dem gefeierten Star von gestern, heute auf einmal nicht verzeihen wollte. Felix, müssen Sie wissen, war stumm. U?d seine Nachfolgerin, Micky Maus, konnte nicht nur sprechen, sondern auch fingen und mit den Zahnen klappern ... Felix ist bald darauf gestorben — an gebrochenem Herzen und mangelnder Rentabilität. Sein Erfinder Pat Sullivan hat ihn nur um wenige 2ahre überlebt. Wenn er jetzt auch das Zeitliche gesegnet hat, bann betrauern wir in ihm nicht nur Felix den Vater, sondern auch den Vater des Trickzeichenfilmes im Großen, von dem er während llt seines jungen Lebens eine Quantität gezeichnet hat, die bestimmt, aneinander gelegt, von Neuyork bis Boston reichen würde .. Tcr höfliche Einbrecher. a. — London. Dcr Vater hob seinen Zeigefinger. „Mein Sohn", so sprach er, „vor allem eins: sei höflich. Richts in der Well macht sich besser bezahlt. Gib den Menschen keinen Anlaß zum Mißtrauen, sei freundlich, dann steht dir die Welt offen." Dcr kleine Ereil hörte die Worte seines Da- ters. Sie gingen ihm durch und durch. Er schwor sich und ihm, sie nie in seinem Leben zu ver- gessen. Langsam wuchs er heran und erlernte, als es an der Zeit war, das ehrbare Handwerk dcs Fassadenkletterers. Eines Rachts befand er sich auf einer dienstlichen Tour. Er stand im Dunkeln unter dem Dallon eines Dürgcrhauses in Waysair, das verlockend aussah. Ein paar Klimmzüge, überlegte er sich, und das ganze wäre in wenigen Augenblicken gesch afft. Er gab sich einen Ruck, zog seine Aermel in die Höhe und begann, geschickt auswärtszutur rem Tiefatmend stand er vor dem Fensterbrett des ersten Stocks. 2m Zimmer brannte noch Licht. Eine ältere Dame schickte sich gerade an, zu Dett zu gehen. Der Zufall wollte es, daß sie gerade in diesem Augenblick zum Fenster hinausschaute. Sie riß ihre Augen auf, als sie jenseits des Fensterrahmens eine dunlle Kontur bemerkte. Aber noch ehe sie einen gellenden Schrei aus- stoßen konnte, zog Cecll seine Mütze und sprach: „Entschuldigen S e vielmals, gnädige Frau, es ist mir nicht aufgefallen, daß bei Ihnen noch Licht brannte. Ich wußte tatsächlich nicht, daß Eie gerade ins Dett gehen wollten. Wollen Sie mir bitte gütigst meine Zudringlichkeit vergeben." Die Dame, sprach'os. teils vor Eck»—ck über den ganzen Dorfall, te ls vor Acberr schunz wegen der unerwarteten Höflichkeit des E-.^.cchers, ließ es dabei bewenden. Sie erstattete keine Anzeige. And es war eigentlich nur das besondere Pech Cecils, das ihn bei seinem Abstieg geradeswegs einer Polizeistreife in die Hände fallen ließ. Seine Erklärung, er sei leidenschafllicher Hochtourist und hätte im flachen England nur eine kleine Hebung zu seinem Training abgehalten, wurde ihm leider nicht geglaubt. Aoer scynestttch gab der Amstand, daß bei ihm an diesem Abend nicht eine Spur von Diebesgut gefunden wurde, den Ausschlag. Das Gericht sprach ihn frei: es stellte sich auf den Standpunkt, daß Fassaden- Ilcttcrci nur dann strafbar sei, wenn der Kletterer sie mit einem Diebstahl verbunden hätte. So hat die weise Ermahnung seines Dakers dem höflichen Cecil im Leben etwas genützt ... Um eine Fliege (r) Amsterdam. Wenn auch in der letzten Zeit bas Schicksal ber „Sieben Provinzen" bas holländische Volk fast aus- schließlich in Atem hielt, jo hat darunter doch nicht bie übliche Berichterstattung der Preise aus ben Kolonien gelitten, wo ja auch noch andere Dinge passieren, wie folgende Affäre, bie bas „Soerabaja- Handelsblad" meldet: Da gerieten in einem Dorfe bei Soerakarta (Java) zwei Eingeborene auf ber Straße plötzlich in einen Wortwechsel, ber halb in Tätlichkeiten ausartete, und schließlich stach ber eine den anberen mit bem Messer tot. Politische Meinungsoerschiebenheiten? Um einer Frau willen? Um eine Beleibigung zu rächen? Nichts von allebem. Wegen einer Fliege ... Da gibt es nämlich auf Java unter ben Eingeborenen ein Spiel. Man hockt sich in die Sonne und [egt, jeder für sich, ein Geldstück auf den '.Hoben. Derjenige, auf besten Münze sich zuerst eine Fliege ober ein anderes Insekt niederläßt, darf bie Einlage des ober der anberen einstreichen. Dieses Spiel hatten auch bie beiben Männer in diesem Falle gespielt. Zum Unglück jedoch setzten sich zwei Fliegen gleichzeitig auf beide Münzen, und dieser in ben Spielregeln nicht vorgesehene Zufall führte schließlich zu dem Morb. Bei hinderte Tränen . . (g) Paris. In Frankreichs Derorbnungsblättern ist soeben ein neues Gesetz verkündet worden, bas von ber großen Qefsentlichkeit ganz unbeachtet blieb unb bennoch gerade zur rechten Zeit kam, um eine große Trä- ncnflut zu füllen. Gleichzeitig kann mitgeteilt werden, daß bas neue Gesetz zum ersten Male ange- manbt ist. Also — es war bisher Sitte unb Gesetz, baß bie Kinder bis zu ihrem 25. Lebensjahr zum Standesamt in Frankreich mit ihren Eltern anmarschieren mußten. Ohne die Zustimmung der Eltern mar also, auch wenn das 21. Lebensjahr und damit bie Volljährigkeit erreicht war, eine Eheschließung unmöglich. Das Gesetz stammte noch von Napoleon, ber der Auffassung war, daß man zum Heiraten gar nicht alt unb klug genug fein könne. Um aber zu ber bewußten Geschichte zu kommen, Odette Chartier ist ein reizenbes Mädchen in St. Denis. Odette war in diesem Jahr zur „rosifcre" gewählt worden. Diese „rosibre" ist die alljährliche Wahl- und Tugendkönigin eines bestimmten Be- zirks, biesmal von St. Denis. Odette mußte sich also sehr gut geführt haben. Freilich ist mit der Wahl eine Bedingung verknüpft. Das tugenbfame Mädchen muß im Wahljahr heiraten, sofern es in den Genuß der Mitgift treten will, die in St. Denis von Dom Belloy und Fram-ieres ausgesetzt ist. Die Zeiten sind schwer, und Mitgiften schneit es nicht vom Himmel. So schritt denn Odette bald nach der Wahl am Arm ihres Armand dem Standesamt entgegen. Beide jung unb fröhlich. Die Freunde nicht minder gut gestimmt. Der Standesbeamte unb ber Sürgermeiitcr von St. Denis aber sahen mit scharfen Augen bas Paar an, kontrollierten bie Papiere unb bas Alter unb die Zustimmungen unb Zuckten bedauernd die Schultern. Ausgeschlossen — eine Trauung — wenn nicht die Zustimmung bes Vaters von Herrn Armand oorlag. Diese fehlte wirk lich. Die Braut Nel in eine wohltätige Ohnmacht. Der Bräutigam ließ ben Kopf hängen. Langsam schickte sich ber zum Trauerzug gewordene Freüdenzug an, nach Hause zu schleichen, als ein Hilfsschreiber ganz im Hintergründe einen Jubelschrei ausstieß. „Es geht!" rief er, „es gebt!* Er hatte, um sein eigenes Mitgefühl zu verbergen, im Gesetz- unb Verorb- nungsblatt geblättert, bas ber Briefträger eben gebracht hatte. Unb ba war er auf bie neue Verordnung gestoßen. Es ging wirklich. Man holte bie Braut aus ihrer Ohnmacht unb ben Bräutigam von ber Straße zurück, traute sie, wünschte ihnen Glück unb entließ sie. Das Zustimmungsgejetz ist nämlich aufgehoben. Gibt es nicht manchmal ein Märchen im Alltag? Ein Aßncnfchlotz für fitsten Lire. (A. D.) R o m. Das historische Kastell von Montemale bei Cu neo, italienisches Nationalbenkmal unb seit bem 12. Jahrhundert Feudalsitz der Grafen Saluzzo von Monterosso, kommt demnächst unter den Hammer. Der letzte Sproß dieses ruhmreichen Geschlechts, bas ein Herz im blauen Selbe im Wappen fuhrt, sucht sich von bem Schloß seiner Ahnen nebst dazugehöri gern mageren Weideland zu befreie;, weil cs ihm ein Einkommen von — 30 Centesimi jährlich bringt. Deshalb sah sich Graf Manfred genötigt, fein Stammschloß abzudecken unb einen fchwunghalten Haube! mit Dachpfannen unb Sparren zu eröffnen. Die Bauern benutzten bie Ruine als Steinbruch, bie Vagabunben als Unterschlupf, und eis die Gläubiger des Grafen den Wert des Schlosses von Sachverständigen abschätzen ließen, setzten diese ihn aus ganze 10 Lire fest! Am Tage der Aultion fand sich trotz des lockenden Angebots kein einziger Käufer ein, so daß das Zioiltribunal von Cuneo sich genötigt sah, den Auktionstermin auf ben 15. März festzusetzen. Wirb das historische .Kastell von Monte male nun einen Liebhaber finden? Die Bedingungen sind günstig: Der Auktionspreis beträgt sieben Lire, die Anzahlung ein Zehntel davon, also 70 Centesimi, und das Familiengespenst wird gratis mitgeliefert. Preiswerte Lcihl^mp n flciäliifl? (Avk) SB u b a p e ft. Zeitgemäß-bequeme Ratenzahlungen reichen nicht mehr aus, bie Kaufkraft bes Publikums entsprechend zu steigern. Da tarn eine Budapester Lampenfabrik auf eine originelle Idee. Schließlich: Ohne Erleuchtung mags ja gehen, aber ohne Beleuchtung kaum. Lampen muß der Mensch trotz aller Krise in feiner Wohnung Haden. Nun sollen junge Ehepaare, die sich den Kauf von neuen Beleuchtungskörpern vorerst nicht leisten können, gegen eine minimale Miete „Leihlampen" bekommen. Für nur 50 Heller (kaum 40 Pfennig!) monatlich werden Lampen aller Art im „Abonnement" geliefert. Allenfalls ohne Ansprüche auf ein Eigentumsrecht, dafür ohne Raten Zahlung, nur gegen Leihgebühr. Die neuartige ,.Mehr-Licht"-Propaganda" der geschäftstüchtigen Fabrik soll einen durchschlagenden, einen wahrhaft leuchtenden Erfolg in Ungarn haben . . Rundfunkprogramm. Sonnkag, 26. Februar. 6.35 Uhr: von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Cho- ralblafen, veranstaltet von der Zentra.stelle für Kirchenmusik dcr Evangelischen Landeskirche Franifurt (Main). 8.30: Evangelische Morgenfeier, veranstaltet von der Evangelischen Londeskiichr Franifurt a. M. 9.30: Stunde bes Chorgesangs. 10.30: WieOerholung der Rede des Herrn Reichskanzlers Adost Hiller vom 23. Februar in der Festhalle, Frankfurt a. M. 11.30: von Leipzig: Reichssendung Slanrate von Joh. Seb. Bach. 12: Mannheim: Unterhaltungskonzert. 13: Konzert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde dcr Jugend. 16: Schwäbische Volksmusik zusammengestellt von Gustav Garlich und Martin Lang. 16 55: von London: Konzert der B. B. C. Wireleß Military. 18: Heitere Balladen aus dem alten Wien von Franz Karl Ginzkey. 18.25: „Von der Volksgemeinschaft und Freiheit des einzelnen", Gedanken zur Staatsform von Herbert Kanser. 18.50: Losung. „Deutschland", eine Gemeinschaftssendung Ost—Wcst. 19.35: „Der Raub ber Sabinerinnen", ein luftiges Hörspiel. 20.50: Naß ober Trocken?, eine Faschingsidee bes Südwcst- funks. 22.20 bis 24: Faschingsabend. Montag. 27. Februar. 7.30 Uhr: Frühlonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I (Schallplatten). 13.30: Bach Saal in Düsseldorf: Mittagskonzert II bes Düsseldorfer Symphonie-Orchesters. 14: Mainz: Rosenmontagszug, Hörbericht. 16 20: „Autorität und Freiheit", Vortrag von Dr. Leonore Kühn, Berlin. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Der Himmcl im März unb April. — Das unheimliche Kleine im unfaßbaren Großen", Vortrag von Professor Edm. Sittig. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19 30: Faschingskonzert bes Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 20.30: Konfetti, eine bunte Faschingsfolge. 22.45: Tanzmusik ber Tanzkapelle ber Stuttgarter Philharmoniker. 24 bis 1: von Lonbon: Tanzmusik. Dienstag, 28. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert (Schallplatten). 10.10 bis 10.40 Uhr: Schu.funt: Das Forellen-Ouintett von Franz Schubert. 12: Mittagskonzert I bes Württem- bergijchen Tonkünstlerorchesters. 13.30: Mittagskon- zert II. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nachmittag. 17: Nachmittagskonzert. 17.35 bis 18.15: „Die Narrenfahrt ins Jahr 1933", eine Kölner Karneoalsfigung vor hunbert Jahren mit Musik, Gesang unb Tanz. 18.25: „Gemeinverständliche Wissenschaft", Vortrag von Dr. Hermann von Müller, Breslau. 18.50: Trier: „Die Verwitterung ber Bauten unb Denkmäler in Trier", Vortrag von Dr. Herzberg, Trier. 19.30: „Cloclo", Operette in drei Akten, Musik von Franz Lehär. 21.30: Fasch ngs-Kehraus: Der große Wunjch- abenb bes Sübwcstfunks. 22.45 bis 24: Faschings- Kehraus. Mittwoch, 1. März. 7.30 Uhr: Frühlonzcrt (Schallplatten). 10.20 bis 10.50: Schulfunk: „Die Schleier fallen", Bilder aus der neuen Türkei; Leitung Manfred Marlo. 12: Mit- tagslonzerl I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittags- konzert II. 1515 bis 1615: Stunde der Jugend. 16.15: Zeitfunk: Schulkinder als Gäste der Stabt, ein Hörbericht aus ber stäbtischen Schulkinderspeisung zu Frankfurt a. M. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorch.fters. 18.25: „Vereinigungsbestrebun- gen ber Kirchen", Vortrag von Pfarrer Rens Wallau. 18.50: Zeitfunk. 19.20: Feierstunde: „Stirb unb Werde*. 20: Konzert des Rundfunkolchcsters. 21: Dichter, die wir kennen sollten, eine Folge von Gesprochen. Gefallene Dichter. 21.25: Johs. Brahms, ftammermufii’. 22.35 bis 24 (ab 23 Deutschlandsender) Nachimusik bes Rundfunkorchesters. Donnerstag, 2. 7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 9 bis 9.45: Schu.funt: Grenzland ist Notland, Grenz- lanb Schlesien. 12: Mittags.onzert I des Rundfunk Orchesters. 13.30: Mittags.onzert II. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert. 18.25. Zum 10'chährigen Bestehen der Technischen Lehranstalten Offenbach a. M.: „Eignung fürs Leben — Kunst oder Handwerk". Gespräch zwischen Professor Dr. n. c. Hugo Eberhardt, zwei Mcisterschülern und Walter C. Hanitsch. 18.50: „Das ßuftmeer — Deutsche Fliegerei im Jahre 1933", Vortrag von Max Geisenheyner. 19.20: „Neues aus aller Welt", Vortrag von Professor Dr. Walter Behrmann. 19.35: Wirbel der Notzeit: Bekenntnisse aus ber Krise. 20: von Berlin: Auf Veranlassung der N.ichsregierung Kundgebung im Sportpalast Berlin: Rede des Herrn Reichskanzlers Hitler. 21.15 (Deutschlandsender unb Kurzwellensender): Konzert bes Rundsun.orchisters: Symphonie Nr. II in Es=Dur op. 55 (Erolca) von L. van Beethoven. 22.15 bis 23 (Deutsch'anbsender bis 22.45): Unterhaltungskonzert bes Rundfunkorchesters. Jreitag, 3.2Häq. 7.30 Uhr: Frühkonzert (Schallplatten). 12: Mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittagskonzert II. 17: Nachmittagskonzert: „Eins ins andere . 18.25: „Soll der Junge Kaufmann werden ?", Gespräch zwischen Arno Zacher unb H. Schmitt, Frankfurt a. M. 18.50: Vortrag von Herbert Kayser. 19.20: Selbstanzeige: Walter Bloem spricht über sein Hindetchurg-Buch. 19.30: Selten gehörte Arien. 19.50: Werktag: Die Woche unb bas Jahr, ein schwäbisch- alemannischer Bauernspiegel. 20 30: aus Zur ch, Genf und Lugano: Europäisches Konzert. 22 55: Neuyork: „Worüber man in Amerika spricht", von Kurt G. Sell. 23.10: Nachtmusik. Samstag, 4. IHärj. 7.30 Uhr: Frühkonzert (Schallplatten). 10.10 bis 10.40: Schulfunk: Musikalische Ballaben, Lsitung H. Rosbaub. 12: Konzert der Kapelle Carlo Ranfll. 13.15 bis 14 30: Mittagskonzert 11. 15.30 bis 16 30: Stunbe ber Jugend. 16.30: Besuch bei Frankfurts ältestem Bürger, Gespräch zwischen August Schnitzspahn und Heinz Werner. 17: Nachmittagskonzert erwerbsloser Berussmusiker. 18.10: Stunde der Arbeit: „Können wir uns eine berufsständische Lohnregelung Dorftellen?", Gespräch zwischen Professor Dr. Landauer und Kammersyndikus Spitz. 18 35: „Der geplante Zusammenschluß ber südw.st^eutschen evangelischen Landeskirchen", Dreigespräch. 19: von Neuyork. Hörbericht über bie Parade und Feierlichkeiten anläßlich der Amtseinführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Franklin Roosevelt, von Kurt Sell. 19.30: Kammermusik. 20: non Königsberg: Kundgebung im Haus der Technik: Rede des Herrn Reichskanzlers Hitler. 21.15: Freiburg: „Der Zauberbaum", musikalischer Sckwank von Ehr. W. von Gluck. 23 bis 24: Aeltere Tänze, gespielt vom Rundfunkorchester. 14:21, 21:16, 15:21; Meyer-Dieh! — Gebhardt- AtzbLch-r 23:21, 21:16, 14:21, 21:11; Althaus-Kraft — Iung-Petsch 21:17, 21:12, 18:21, 21:6. Arbeiter-Turn und Svortbund. Am Sonntag ist Giehen l. zum Freundschaftsspiel in Lollar za Gast. Der diesjährige Bezirksmeister dürfte seinen Gästen eine gleichwertige Partie liefern, wird aber den Gegner auf dem unzulänglichen Spielfelde nicht leicht nehmen dürfen. Vorher: Lollar II. — Gießen III. Aaunheim ist mit seiner ersten und Iugend- mannschaft in Gleiberg zu Gast. Wenn auch die Gäste mit reichlichem Ersatz antreten, so sollte ihnen der Sieg in beiden Spielen doch nicht zu nehmen sein. Wieseckll. hat Hausen!, zum Gegner und sollte trotz Ersah Sieger werden. Rodheim I. ist in Launsbach zu Gast und hat die größeren Chancen. Daubringen I. hat Kinzenbach I. zum Gegner. Der Ausgang des Spieles ist offen. Hungen I. ist in Burkhardsfelden zu Gast und wird dort auf einen gleichstarken Gegner treffen. Marburg I. weilt in Fronhausen und sollte der dortigen Elf eine Niederlage bereiten. Grohen- Linden I. hat Lich I. zum Gegner und sollte auf eigenem Platze Sieger werden. Vorher: Großen Linden ll. — Großen-Buseck II. Londorf l. darf in Klein-Linden seinen Gastgeber nicht unterschätzen. Lindenstruth l. wird sich in Vieder- Ohmen anstrengen müssen. Wetzlar II. hat Lang- Göns I. zum Gegner. Ewhockey-Wettmeisterschast in Prag. Die „vier Letzten" ermittelt. Am Donnerstagabend wurden in Prag die Zwischenrundenspiele 3ur Eishockey-Weltmeisterschaft beendet. Zunächst spielte Amerika gegen die Tschechoslowakei, die sich diesmal überhaupt nicht in Form befand und glatt 6:0 (1:0, 4:0, 1:0) geschlagen wurde. Die deutsche Mannschaft spielte zwar gegen Oesterreich wieder ausgezeichnet, mußte sich aber mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) geschlagen bekennen. Damit stehen jetzt die vier Teilnehmer an der Endrunde, die am Samstag beginnt, fest. Es sind Amerika, Kanada, Oesterreich und die Tschechoslowakei, während sich Deutschland jetzt mit den Spielen in der „Trostrunde" begnügen muß. Am Freitag siegten in den ersten Spielen der Trostrunde Rumänien über Belgien glatt mit 3:2 und Lettland etwas unerwartet über Italien mit 2:0. Deutschland hat bisher in diese Kämpfe noch nicht eingegriffen. SJixfpoti Spiele der unteren Mannschaften. Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe erwartet man morgen eine ganz besonders spannende Begegnung zwischen der durch ihre bisherigen Erfolge im besten Sinne bekannt gewordene 1. Elf von Watzenborn-Steinberg und der 2. Mannschaft der Spielvereinigung 1900. Die Dlauweißen werden in diesem Spiele nicht sehr viele Chancen haben, es sei denn, sie ringen sich zu einer außerordentlichen Leistung auf. Jugendspiele. Für die Jugendabteilungen sind folgende Pflichtspiele angesetzt: 1900 A I — Muschenheim, 1900 All — Lich, Wieseck Schüler — 1900 1. Schüler, 1900 2. Schüler — Lollar Schüler. Die Gäste aus Muschenheim sollten der 1. Jugend nicht gefährlich werden können. Die 2. Jugend dürfte bei etwas besserem Spiel wie am vergangenen Sonntag auch den Sieger stellen. Ob die Schülerspiele zum Austrag kommen, steht zur Zeit noch nicht fest, da die Zusagen der Gegner fehlen. Tischtennis. Akademischer Tischlennisklub schlägt Spvg. 1900 7:5. Am Mittwochabend fand im Studentenheim ein Tischtennisturnier zwischen der Tischtennisabtei- luna der Spvg. 1900 und dem ATC. statt. Mit großem Interesse sah man dem Ausgang dieses Kampfes entgegen, zumal beide Mannschaften bisher ungeschlagen waren. Aach Austrag der Einzelspiele stand das Turnier 4:4, so daß erst die Doppelspiele dank des besseren Zusammenspiels der Studenten dem ATC. den Sieg sicherte. Nachstehend die Ergebnisse (ATC. zuerst genannt): Einzelspiele: Wenner-Dietrich 15:21, 14:21, 17:21; Meier-Ebhardt 14:21, 10:21, 10:21; Hamann-Beil 19:21, 17:21, 21:9, 25:27; Günther- Re.chil 21:18, 13:21, 21:11, 21:5; Meyer-Iung 21:23, 26:24, 21:11, 21:18; Althaus-Berger 21:15, 18:21, 21:8, 21:18; Diehl-Petsch 14:21, 19:21, 14:21; Kraft-Alsberger 21:12, 21:12, 21:18. Doppelspiele: Wenner-Günther — Dietrich-Berger 16:21, 21:17, 15:21, 21:16, 21:17; Meier-Hamann — Reichel-Beil 21:14, 19:21, Wirtschaft. Oie Fußball-Kreismeisterschafi des VI. Hochschulkreises. Universität Gießen — Universität Heidelberg 1:5 (nach Verlängerung). Aus den Kreisspielen des Südwestdeutschen Hochschulkreises gingen als Bestreiter der Endrunde Technische Hochschule Stuttgart und die Uniberfitäicn Gießen, Heidelberg, Marburg hervor. Das erste Spiel der Endrunde, die nach dem K.-o.-System durchgeführt wird, fand in Gießen ^^Dem Schiedsrichter Witter (Wetzlar) stellten sich die beiden Mannschaften wie folgt: Universität Heidelberg: Vogt; Metz, Blück; Martin, Krämer, Kamberg; Minges, Hac- berlein, Jung, Layer, Seiter. älniversität Gießen: Hoffmann, Jüngst, Winter, Schmidt. Pflieger; Wagner, Michel, Reih; Erb, Vogelfänger; Schlarb. Giehen hat Anstoß, der aber von Heidelberg abgefangen wird. Das Spiel geht hin und her, wobei die Gäste leicht überlegen sind. So kommen sie in der 20. Minute zum ersten Tor. Gießen drängt für kurze Zeit stark, doch lediglich eine Ecke ist der Erfolg, der nicht ausgenutzt werden kann. Dann kommt Heidelberg wieder auf, wobei der Tormann Schlarb verschiedentlich ein- greifen muß. Zwei Ecken für Heidelberg sind noch die Ausbeute der ersten Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit drängt anfangs die auswärtige Mannschaft, doch bald werden die Hiesigen wieder freier. Sie können die zweite Ecke für sich buchen. In der 60. Minute fällt dann auch durch Schmidt, der einen von der Latte abgeprallten Ball einsendet, der Ausgleich. Das Spiel wogt wieder hin und her. Die Gäste sind leicht überlegen. Doch scheitern ihre Angriffe an der guten Verteidigung und dem vorzüglichen Tormann. B: m Schlußpfiff steht das Spiel 1:1. Da eine Entscheidung herbeigeführt werden muß, wird es zweimal 15 Minuten verlängert. Kurz vor Schluß des regulären Spieles wird ein Spieler der hiesigen Universität vom Platz verwiesen, ein anderer muß verletzt ausscheiden. So blieb die Niederlage nicht aus, zumal noch ein dritter Spieler ausscheiden muhte. Heidelberg kann in gleichen Abständen noch 4 Tore erzielen. Zwei Verbandsspiele ... vfv. I — wallau I. Die 1. Mannschaft des Fuhbattsportvereins Wallau ist auf dem Waldsportplatz zu Gast. Die Aussichten auf die Punkte liegen bei den Grünweißen. Allerdings muß die Mannschaft auf zwei wertvolle Kräfte verzichten: Bingel und Kreß werden nicht dabei sein können. Wallau stellt einen durchaus beachtlichen Gegner dar, der den Plahbesihern die Punkte nicht ohne heftigsten Widerstand überlassen wird. Die Gäste haben in der letzten Zeit gute Ergebnisse erzielt. Vermutlich dürften der morgige Sonntag eine Klärung in der Tabelle bringen. Zuvor erwartet man spannende Kämpfe. Die 3. Mannschaft des VfB. hat in Dutenhofen gegen die dortige 1. Elf zum Verbandsspiel anzutreten. Der Ausgang des Treffens ist nicht vorherzujagen. Die Gastgeber dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Die 1. Iugend bestreitet ein Spiel gegen die kampfkräftige 1. Iugend des Sportvereins Wetzlar. 1900 I in wehlar. Die Spielvereinigung hat noch zwei Derbands- spiele auswärts auszutragen. Morgen fährt die l.Elf nach Wetzlar. Die Gastgeber gingen recht hoffnungsvoll in die Verbandsspiele, denn sie warteten zu Beginn der Runde mit ausgezeichneten Leistungen auf und zeigten auch im Spiel auf dem Waldsportplah eine sehr annehmbare Leistung. Das Glück schien aber der Mannschaft nicht hold. Eine Reihe von Spielen endete äln- entschieden und kostete der Mannschaft Punkte. Gegenwärtig sind sie die vorletzten in der Tabelle, ein Platz, der eigentlich nicht ihrem wahren Können entspricht. Jedenfalls ist die Mannschaft der Gastgeber — eine sehr sympathische Elf übrigens — ein gefährlicher Gegner. Es ist noch fraglich ob die Spielvereinigung den Kampf siegreich beenden wird. Vielmehr ist der Ausgang des Spieles völlig offen und hängt sehr von der Disposition der Mannschaften ab. Hohe Torzahlen dürften aber kaum zu erwarten fein. Die Spiele haben bisher meist mit knappen Ergebnissen geendet. Die Spielvereinigung schickt voraussichtlich die gleiche Elf ins Treffen, die am vergangenen Sonntag gegen Friedberg so ausgezeichnet zu gefallen wußte. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. In Nachwirkung des Dollstreckungsschutzes für die Landwirtschaft zeigte die Getreidebörse schon am Ende der Vorwoche befestigte Tendenz. Teilweise traten erhebliche Preissteigerungen ein. Das Angebot Hot sich stark verringert, dem andererseits aber auch nur mäßig belebte Nachfrage gegenüberstand, so daß die älmsatztätigkeit kein größeres Ausmaß annehmen konnte. Am Drotgetreidemarkt stand Weizen im Vordergrund des Interesses. Der Weizenpreis zog um 8,50 Mk. auf 212,50 Mk. per Tonne an. Roggen hat ebenfalls eine merkliche Befestigung erfahren — der Preis stellte sich mit 167,50 bis 169,00 Mk. um 6 Mk. per Tonne höher —, das Geschäft war hier aber noch kleiner als bei Weizen. Auf die angekündigte Schaffung von Ausfuhrscheinen für Hafer zog der Preis um 5 Mk. per Tonne auf 135,00 bis 140,00 Mk. an, ohne daß der Absatz eine Belebung gebracht hätte. Am Gerstenmarkt wurde Futterg:rste von der Festigkeit des Hafermarktes etwas mitgezogen, dagegen blieb Braugerste stark vernachlässigt und die Notiz blieb mit 177,50 bis 180,00 Mk. per Tonne unverändert. Sehr feste Haltung hatte auch der Kraft- futtermittelmartt. Sojoschrot und Erdnußkuchen zogen je 0,25 Mark, Palmkuchen 0,50 Mark, und Treber sogar 1 Mark je 100 Kilo an, aber auch Mühlennachfabrikate, wie Weizen- und Roggenkleie, waren um 0,25 bis 0,50 Mk. befestigt. Das Geschäft habe sich etwas beleben können. Weizenkleie 7,75 bis 7,85, Roggenkleie 8,25, Sojafchrot 10,25 bis 10,75, Palmkuchen 9,00 bis 9,35, Erdnußkuchen 12,00 bis 12,20, Treber 11,50. Auf Grund der starken Preiserhöhungen für das Rohprodukt haben die Mühlen die Mehl- preise für Weizenmehl um insgesamt 1,50Mk. und für Roggenmehl um 1 Mk. erhöht. Das Geschäft gestaltete sich vorübergehend etwas lebhafter, später nahm es jedoch wieder schleppenden Charakter an. Weizenmehl süddeutscher und niederrheinischer Spezialität 0 mit Austauschweizen 30,00 bis 31,00, Roggenmehl 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 24,75 Mk. Das Kartoffelgeschäft verlief weiterhin außerordentlich ruhig, der Preis für Industriekartoffeln hiesiger Gegend blieb mit 1,65 Mk. bis 1,70 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug jedoch unverändert. Wochenbericht ootn Frankfurter Schlachtviebmarkt Die in der Vorwoche wirksam gewordenen Maßnahmen der Regierung, wie Vollstreckungsschutz und Zollcrhöhungen, ließen die Preise am Schlacht- vichmarkt merklich steigen und führten bei der Landwirtschaft zu verstärkter Zurückhaltung. Wie stets bei solcher Marktgestaltung war der Verkauf lebhaft, und es verblieb kein Ueberstand. Gegen Ende der Woche kam jedoch wider Erwarten größeres Angebot an den Markt, da die Landwirtschaft etwas stärker verkaufte. Die Folge davon war, daß nicht nur der Geschäftsgang eine merkliche Verlangsamung erfuhr, sondern auch ein Teil der erhöhten Notierungen vom Montagsmarkt verloren ging. Am Rindermarki betrug der Gesamtauftrieb 1429 ,gegen 1316) Stück. Nach regem Geschäft wurde ausverkauft, und die Preise zogen durchweg um 2 Mark an. Ochsen Al 27 b:s 30, A2 24 bis 26, Bl 21 bis 23. Bullen 26 bis 29, B 22 bis 25; Kühe A 23 bis 26, B 19 bis 22, C 16 bis 18, D 12 bis 15; Färsen A 28 bis 31, B i5 bis 27, C 22 bis 24. Am Kälbermarkt ergaben sich zunächst noch Erhöhungen von 1 bis 2 Mark, und das Geschäft war sehr lebhaft. Später drückte jedoch das starke Angebot, so daß die vorwöchigen Notierungen nur knapp behauptet blieben und der Handel schleppend war. Kälber B 35 bis 38, C 30 bis 34, D 25 bis 29. Die Zufuhr stellte sich mit 1814 um 315 Stück stärker. Für Schafe erhöhten sich bei mittelmäßigem Geschäft die Preise um 2 Mark, wobei die verringerte Zufuhr (278 gegen 324) den Ausschlag gab. Schafe A 25 bis 28, B 21 bis 24. Am Schweinemarkt zogen die Preise bei lebhaftem Geschäft zunächst um 5 Mar? an. SpS- ter gingen die Preise um 2 Mark zurück, gegen die Vorwoche traten dennoch Besserungen von 3 Mark ein, das Geschäft flaute aber stark ab. Die Gesamtbeschickung betrug 4556 gegen 4362 Stück. Schweine B 43 bis 45, C 43 bis 45, D 41 bis 44. Frankfurter Abendbörse widerstandsfähig. Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Abendbörse verkehrte in ruhiger Haltung. Die Grundstimmung war weiterhin recht widerstandsfähig. Infolge der anhaltenden Schwäche der Auslandsbörfen war die Unternehmungslust der Kulisse aber sehr gering. Im Vergleich zum Berliner Schluß lagen die Kurse gut behauptet. Reichsbank gaben jedoch 1 v. H. nach. Accumulatoren zogen in Anpassung an den hohen Berliner Kurs um 9 v. H. aus 192 v. H. an, da sich die Hoffitungen auf eine Bonuszahlung verstärkt haben. Am Rentenmarkt herrschte Geschäftsstille. Neubesitz gingen in kleinen Beträgen zu 8,95 v. H. um, Altbesitz bröckelten zunächst leicht ab, zogen aber später wieder auf den Schlußkurs von 68 o. H. an. Bon Industrie-Obligationen gaben 6 v. H. Stahl- verein-Bonds um 0,90 v. H. auf 66,25 v. H. nach, ferner lagen Franks. Hyp. Bank-Kommunal Oblig. mit 73,75 v. H. um 0,25 v. H. niedriger. Schutzgebietsanleihe 6,20, Reichsbahn-DA. 94,25, Reichsbank 148, Gelsenkirchen 58,25, Stahlverein 34.50, AEG. 28,25, Conti Gummi 125 75, IG. Farben 109, Schuckert 85,50, Siemens 136,50. Gewknrwuszug 5. Klaffe 40. Preuß-Südbeofch» (266. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verbotet? Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich bebe Gewinne gefallen, und -war je einer aus die Lose gleicher Nummer ie den beiden Abteilungen I und II 14. Ziehungstag 23. Februar 1933» In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen 6 »etotnne im 6000 M. 49335 201409 27322» 16 Gewinne >n 3000 M. 2331 11580 57238 10416» 260723 292598 308042 354827 48 Gewinne >u 2000 M. 34687 45476 45758 47889 74742 100402 114932 120893 140293 182711 193176 197233 218908 268958 299759 325714 337721 339520 347215 352275 356576 367957 371584 387904 126 Gewinn« ,n 1000 M. 1623 20265 21818 35459 35928 37426 40593 42071 54313 62942 65172 66433 66904 70507 80423 98727 102536 120495 125297 127917 129007 129184 130355 142303 142762 159050 161394 172323 174481 187506 188619 197781 197888 203203 218593 232776 236333 240841 243644 244869 260064 262792 263318 281866 282019 2861'92 292162 256 >12 305161 312630 324269 327588 331417 334139 342959 345345 363030 376869 379914 381285 387366 387968 398912 210 G.wmn. .u 600 M. 8738 18978 21Ä71 24334 29822 31095 32542 33856 33924 38397 39272 43215 44666 45118 48004 49908 56669 57552 66765 66563 66628 68722 71306 77117 80727 82502 86721 87068 87824 89833 90445 96450 98749 99678 109644 110818 113726 118669 121617 121706 124785 126632 134630 135452 138556 138688 155320 155984 156630 171165 174108 189042 189431 192108 195175 200627 207435 213486 219960 226738 226749 226837 236932 240644 241457 244210 254664 255256 262080 271165 272349 273742 280535 280891 282075 284839 285169 303270 311860 312329 317777 321059 3222*3 323258 324333 326566 329982 332607 333579 336994 345637 347489 351031 351914 352952 363688 364390 366834 370480 376462 378361 382749 394329 397049 398527 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne in 10000 M. 98006 6 Gewinn, zu 5000 M. 118908 123791 351611 12 Gewinne »n 3000 M. 28952 33343 116050 67197 88049 119401 142660 145659 147052 179723 132359 183618 336276 58 Gewinne *u 2000 M. 6044 10963 43388 66938 18114 40871 50441 68061 265632 267658 269713 315680 316298 322301 392221 381662 74591 75769 103256 112712 119574 120765 106018 149491 216800 122268 151842 218226 123703 174332 233236 272399 322995 395226 129603 153205 186439 232787 262752 304386 347295 394415 236195 317221 379128 92869 136258 206660 123351 132903 163389 197261 240822 270660 334195 375235 127107 137509 167543 197746 252647 275175 341559 378439 127520 144906 179773 199357 258582 281218 344178 384814 127524 157657 182068 213581 259252 289603 347244 386074 124183 185006 264553 285349 331817 122697 130789 161766 187435 240244 263687 312628 351487 394753 136120 200916 264790 297421 356883 207007 223799 269968 278872 366701 370874 19435 31932 35008 35075 36553 39750 40626 43518 45086 45379 51813 53136 53733 60458 72457 72553 180007 194328 206979 236373 249019 267740 338135 343870 357680 76 Gewinne >u 1000 Nk. 375287 ______ ______ ______ 154 Gewinne >n 500 W. 17 2020 8078 9580 17902 397244 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 200000, 4 zu je 100 00, 4 zu je 75000, 6 zu je 5C000, 18 zu je 25000, 98 zu je 10000, 252 zu je 5000, 5-2 zu ie 3000, 1490 zu je 2 x 0, 3000 zu ,e 1000, 4988 zu je 500, 14726 zu je 400, u. 100 Schlußprämien zu je 3000 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. S). Lombardzinsfuß 5 v. H. Jranifuri a. JUL Llerun Schluß« furö ?chluyt. Abendbon Schluß« iur« Schlußk Miitag« bö se *Oatum 23.2 | 24 2. 23.2. | 24-2. fS% Deutsche flefcheaniethe o. 1921 78.25 79 77.75 77,9 6% ehe m.7% Tl.Reichsanl. v. 1929 93,2 93.5 92,9 93,5 5yz% 9)ounfl--2lnleihe oon 1930 .. 78.75 1 79 78,5 79,5 Treuliche Anl.-Ablöi.-Schuld mü Auslos.-Rechten .......... 68 ! 68 68,1 67,75 Tesch, ohne Äuslos.-Rechte...... 1.05 8,95 9,05 8,9 6% ehern. 8% Hess. Bolköstaat 1929 lrückzahlb 102%) ........ 76,5 76,5 Lberhessen Provinz-An leihe mii Ausloi.-Rechien ....... _ Deuriche Komm. Sammelab l.An leibe Serie! mit Aurich.-Rechten 61.5 60,75 61.13 60,75 6% ehern. 8% »tranff. Hup.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 84,5 84,5 6% ehern. 7% Arnulf. Hnv.-Ban! Goldvie. 16 unkündbar bis 1936 84.5 84,25 _ 6H% ebem. 4'/2% Franks- Hyp. Bank-Liau.-Psandbriefe ..... 86 75 86.9 _ _ 6*/*% ehern. 4h% Rheinische Hyv.-Bank-Liau.-Aolvpse. ... 86 36,25 — 6%" ehern. 8% Pr. Landespfand oriefanstall, Pfandbriefe R. 19 83,5 83,7 83.5 6% ehern. 7% Pr. Landespfand brtefanftaJt, Pfandbriefe R. 10 84 84 4% Oeslerreichkiche Kolbrente... 13,5 13,5 13,5 4,20% Lesterreichische Silberrente — 1.25 1,35 4% Ungarllche Goldrenie .... — — <% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — — 4'/2% desgl von 1913 .. .. — — — — 5% abgest. Goldmexlkaner von 99 6,1 6,13 — —- <% Türkische Zollaulethe von 1911 .4 5,325 1,45 5,35 4% Türkische Bagdavbahn-Anlcihe Serie I ............... —- _ 5,95 4% desgl. Serie II ........... 5,9 5,9 6 5,85 6% Runiän. vereinh. Rente v. 190* 6.9 7 — — 4^r"<-Rumän.vereInh.Reniev.1913 10,25 1. ,25 10,9 4% Rumänische vereinh. Rente . 5,4 5,5 5,5 1 ■— 3%% Anatolier............... 25,13 1 25,25 25,13 i 25 ,vian. ur. u. ja. Zlerun Schluß« kurs Sch.ußk. Abend« bdrlc Schluß« kurs Schluß!. 27111104« börse Datum 23-2. 24.2. 23.2. 1 24.2. Hanivurg-Ämertka-Pakc: ..... 1 17 16,9 17,13 17 Hamburg-Süvam. Dampfschiff. 0 — — - 36 Hansa Dampfschiff........... 0 — — — 30 Norddeutscher Lloyd ......... 0 17,6 17,13 17,4 17,25 A K. für Verkehrswesen Akt. .. 0 40 39.75 40,25 39,4 Berliner HandelSgeiellfchasl.... 4 7,5 97.5 97,5 97,25 Commerz- und Privat Bank ... 0 53 53 53,5 53,5 Deutsche Bank und Disronto- Gesellschaft................ 0 71,75 71,75 71,75 71,75 Dresdner Bank.............. 0 61 5 61,5 61,5 61,5 Reichsbank ................. 1 149 148 149 149 SI.E.G...................... 0 29 28 28,65 28,4 Elektr. LiefernngSgefellschaft ... 5 81 80,5 80,5 80,25 Licht und Kraft ........... fi 91,75 91,5 91,75 91,5 Selten & Guilleaume ........ 0 52 51,5 52 51,65 Gesellschaft für Elektrische Unter- 77,5 76,65 nehmungen............... ■1 77,5 77 Rheinische Elektrizität ........ 5 98.5 95 — 97 Schuckeri & Co.............. 0 86.25 85,5 86 85,5 Siemens & Halske........... f 139 136,5 139 136,25 Lahmeoer &tto.............. lö 118,5 118 118,5 117,75 Buderus .................. 0 47 46,5 47 47 Deutsche Erdöl ............ 4 10,25 89 90,25 89,65 Gelsenkirchener............. c 60 58,25 59 58 Harpener................. < 87,5 86 87,29 85,5 Hoesch Esten—Köln-Neuesten. 0 — — 54,75 53,9 Ilse Bergbau ........... 7 — —- 146,25 — stlse Bergbau Genüsse....... .05.5 103,5 105 102,75 Klöcknerwerke .............. 0 14 25 44,5 45 44 Mannromann-Röhren....... 0 60 58.65 59,5 58,75 Marisfelder Bergbau........ ( 24 23,5 24,25 24 Lberschlef. Sokswerke........ 0 - 68,5 68,25 Phbnir Bergbau............ 0 14,65 34.25 34 75 34,25 Rheinische Braunkohlen ..... 1' 200,5 200,5 201,25 202 Rhetnstahi................. 76,5 75,5 76, 'J 74,9 Sranfiun Ä.2JI. Berlin Schlußkurs (sdmtut. Abend« börs Sch uß» kurs Schlugt. Mi lag« hör e '■Datum 23-2. 24.2. 23-2. ! 24.2. Bereinigte Stahlwerke........ II 35,25 34 = 35.4 34.75 Ltavi Minen ............... 0 15 15,25 — 15 Kaliwerke Aschersleben........ 6 114 — 114 111.5 Kaliwerke Westeregeln........ 8 115 115 115,25 115,5 Kaliwerke Salzdetfurth....... 0 171,5 170 172 171 . 3 G- tlarben-Invusttie....... ’ «cheibcanstalt............... ? 109,65 109 109,75 108,9 10 138 156 — Goldschmidt ................ 0 37 36,75 36.65 36,75 43 RütgerHwerke............... 0 43 — 43 Melallgelellschaft............ u 34 34,5 - — Philipp Holzmann.......... 0 49 48,5 49 48,75 Zementwerk Heidelberg ..... Lementwerk Karlstadt........ 4 52 51.5 — — 0 — 58 — — Waytz & Freytag........... 0 4,25 4,25 — Schultheis Patzenhofer....... 0 _ - 100,5 100,13 Aku «Allgemeine Kunstseide).. c 35 34.25 35 34,4 Bemberg ............... 0 40,5 38,5 40 38,75 Zellstoss Waldhof ........... ( 48,5 48 48,13 47,25 Zellstoff Aschaffenburg ...... 0 —— - 25 24,25 Dessauer Gas ............. 7 — - 111,5 111,65 Daimler Motoren........... 0 25 24 24,75 24 Deutsche Linoleum ......... 0 36 35.5 — krenstein & Koppel ......... 0 40 Leonhard Tietz............. ( 36 36 36 36 125,75 121,5 Gritzner ................... . | 26 | 25,5 1 ___ 1 26,4 Malukraftwerke Höchst a.w. .. . < 68 5 i 68,5 1 — — Eüooeutfcher Zucker ........ . - - | 143 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a M 23 - Februar 24. Februar Amtliche Jiotierunu Amtliche Seid Dotierung »ne l»eld 8rie Helsingiors. Wien ..... 6,354 48,45 6.366 48,55 6.354 48.45 6,366 48,55 Prag...... 12.465 12,485 12,465 12,485 Budapest ... Sofia ..... 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland .... Lelo ...... 170,23 73-53 170,62 73,67 170,38 73,58 170,72 73.72 Kopenhagen. Stockholm.. 63,94 76,02 64,06 76,18 63,99 76,07 64,11 76,23 London ..... 14,33 14.37 14,35 14,39 Buenos Aires 0,833 0.837 0,833 0,837 Neunork... 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüiiel.... 59,04 59,16 59,09 59,21 Italien..... 21,51 21,55 21,53 21,57 «Harrs ..... 16.60 16.64 16,60 16,64 Schweiz ... 81,92 82.08 82,02 82,18 Spanien... 34,77 34,83 34,82 34,88 Danzig .... 82,32 82,48 82,37 82,53 Japan ..... 0.859 0 861 0.859 0,861 Kilo de Ian. 0.239 0,241 0.239 0,241 Jugoslawien 5,554 5,566 5,554 5,566 Lissabon... 13,04 13.06 13,06 13.08 Banknoten. yerlln, 24-Februar fl'elb tSrlel__ Amerikanische Noten............. 4 20 4,22 Belgische Noten ................ 58,93 59,17 Dänische Noten ................. 63.62 63,88 Englische Noten ................. 14 31 14,37 Französische Noten............... 16.56 16,62 Holländische Noten............... 170.01 170 69 Italienische Noten................ 21 46 Norwegische Noten .............. 73 40 73,70 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling — Rumänische Noten ............... 2,46 2.43 Schwedische Noten............... 75.90 76 20 81.84 82,16 34,68 34,83 -•*