itnen ld. 1(t> einer 'n auf. hie 1932 wn aü Sucher, ÖÖO ■gt. entfallen 1931, auf 1003 (öen en), auf •8 Atrn- kttoefter. reis Lim« n Kreis kn ist die dem die gestiegen Sommer« iinct Fre« ’O ging lol. 1 ber« herein *k ver. ? Ski- Wat. ’Oe aber ^Hen, [ Falle. le toar 3af)rc Bericht > toutbe, nX wie . berüd- ^rnder hafc kM. ne® e« en ive« ’ beiden I« Verlar. res in 8o- riegsmini» j geboren; ; Mülheim ?n Ländern bei den sdurch eine ich;r, toirt- ng erreicht igfioln« >:t üeffai' nde Fern« 1 Mknz yiü gestellt 3 einer be« 3 der u a. Koblenz be« *. Grund der Menddörfr die Drund« t die Erh> lief). Festere ig des eng' j. 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Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für bei Anzeigenteil i. D. Th.Kümmel sämtlich in (ßiejen. Crichein, täglich, nutzet Sonntags und ßeienags Beilagen: Die Illustrierte Pienener Familienblattei tzeimat m Bild Die Scholle monaB-Be$ugsprtls: Mit 4 Beilagen *R9.t 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei 9lid)ter|d'einen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 5ern|vrechanfchlüste unter Sammelnummer 2251. Anlchrist iür Droh,nach- richren Anzeiger Sietzen. postfchecllonto: fronlfrrt om Main 11686. Sie Organisation der internationalen Rüstungskontrolle. Beschlüsse despräsidiums der Abi üstungskonferenz -Deutschland meldet Generalvorbehalt an Genf. 24. Ian. (I1L) Das Präsidium der Ab- | stellen. Amerikanischen Handelsschiffen fei jeder rüsluvgskönferen; Hal am Dienstag das Abkommen Aufenthalt in der Nähe der Hafenneubauten von den iber die internationale Kontrolle der Rüstungen mit Iapanern untersagt worden. -em darin vorgesehenen „Jnvestigations- verfahren" (militärische Untersuchung) gegen Vertragsbrüchige Staaten angenommen. Die Vertreter von Deutschland. Italien, Iapan und England meldeten den Generalvorbehalt gegen das ge amte Kontrollabkommen an. Botschafter Nadolny machte ausdrücklich die endgültige Stellungnahme Deutschlands zur inter- nationalen Kontrollfrage von dem Ausmaß des allgemeinen künftigen Abrü- flungsabkommens und damit von dem gesamten endgültigen Ergebnis der Abrüstungskonferenz abhängig. In der ab chllehenden Durchberatung des Kon- Zollabkommens wurde vom Präsidium auf ameri- tanischen Wunsch eine Bestimmung angenommen, nach der eine Regierung gegen sich selbst ein ^Jnoestigatiovsversahren" an Ort und Stelle beantragen rann, wenn ihre Haltung Gegenstand öffentlicher Kritik ist. Bolschafler Radolny lehnte diese Bestimmung als zwecklos ab und Ivies auf die damit gegebene Möglichkeit hin, durch unkontrollierbare bestellte Pressefeldzüge eine Regierung unter den moralischen Zwang zur Beantragung eines „Jnoestlgationsversahrens" gegen sich selbst zu sehen. Das Präsidium lehnte jedoch die deutschen Bedenken gegen die Stimmen von Deutschland und Italien ab. weiter nahm das Präsidium das im Abkommen vorgesehene Jnoestigationssystem an, nach dem i m Aal le der Klage einer Regierung wegen Bruches ober drohenden Bruches des Abrü- flungsabkommens ein Jnvestigationsversahren an Lrl und Stelle in dem beklagten Staate durch einen internationalen Kontrollaus- schuß stattfinden muh. Von deutscher Seite wurden gegen dieses neue Investigationssystem die weitgehend st en Bedenken geäußert und verlangt, daß das Investi- gationsversähren als eine außerordentlich ernste schwerwiegende Maßnahme nur nach Erschöpfung aller anderen Mittet und nur unter Einstimmigkeit des gesamten Kontrollaus- schnsses mit Ausnahme des klagenden und des besagten Staates beschlossen werden dürfe. Die von England und Italien geforderte Einstimmigkeit des Böikerbundsrats im Falle eines Investigationsver- sahrens wurde gleichfalls abgelehnt. Das Jnvestigationsversahren kann nach dem Abkommen mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder des kontrollaus'chusses beschlossen wer- den. Aus deutsche Forderung wurde die ursprünglich vorgesehene sofortige uneingeschränkte verössentlichung der Ergebnisse der Anter- suchung von dem Beschluh des Kontrollausschusses abhängig gemacht. Die allgemeine Tendenz der Verhandlungen des Präsidiums über das Inoestigatioiissystem war offensichtlich auf Deutschland abgestellt. Die Vertreter Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten gaben ihre Zustimmung in der sichtlichen Erwägung, dah s ü r sie von ihnen vertretenen Großmächte ein solches Jnvestigationsversahren niemals Anwendung finöen würde. Die | deutsche Abordnung vertrat in den Verhandlungen s den grundsätzlichen Standpunkt, dah die deutsche Regierung bereit fei, im Rahmen der allgemeinen Abrüstung jeglichen Maßnahmen zuzustimmen, je- ! doch nur unter der Voraussetzung der I gleichen ausnahmslosen Anwendung ! aus sämtliche Mächte. spanische U-Bvoi-Stützpuntte in der Südfee. Die Amerikaner fühlen sich betrogt. London, 24. IaN. (TA.) 3n großer Ausmachung meldet „Daily Herold" aus Gens, dah die Japaner geheimell-Boot-Stühpunkte in S a i p a h auf den früher Deutschland gehörenden und jetzt von Japan als Välkerbundsmandat verwalteten Marianeninseln, sowie a u s den Palau-Inseln in der Südsee errichteten. Diese Tatsache sei in der Geheimsihung des Mandatsausschusses enthüllt worden, als die japanischen Vertreter nach einem Kreuzverhör zugaben, daß bereits zwei Millionen Mark für die im Bau befindlichen Häfen an den erwähnten Plätzen ausgegeben worden seien. Die Angelegenheit werde jetzt durch einen Bericht des Mandalsaus- schusses vor den Völkerbundsrat kommen. Die ersten Mitteilungen über die japanischen Bauten seien aus amerikanischer Quelle gekommen, japanische U-Bootstühpunkte in der Südsee würden nicht nur eine Verletzung des Artikels 22 des Völkerbunds- statuts und des Washingtoner viermächteoertrages, londern auch eine direkte Bedrohung der amerikanischen Verbindungslinie zwilchen honolutuund den Philippinen dar- Hilflosigkeit des Völkerbunds im Fernost-Konfllkt. Genf, 23. Jan. (III.) Der Neunzehner. Ausschuß für den japanisch chinesischen Konflikt ist am Montag in die Erörterung des abschließenden Berichts an die Vollversammlung eingetreten, in dem der Zusammenbruch des bisherigen, seit VA Jahren geführten Versah- nungsverfahrens des Völkerbundes feftge- stellt und neue Vorschläge für die Konfliktsregelung auf Grund des Artikels 15 Absatz 4 des Dölkerbunds- paktes ausgearbeitet werden sollen. Es zeigten sich jedoch erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Moskau, 24. Jan. (TU.) Amtlich werden zwei Verordnungen veröfsent.icht, die auf der Linie der von Stalin angekündigten 2lenderung der Bauernpolitik liegen. Nach der ersten wird sowohl den Kollektivwirtschaften wie den Einzelbauern einer ganzen Reihe von Bezirken, darunter West-Sibiriens, Weißrußlands und des europäischen Rordrußlands nach der Erfüllung ihrer Ablieferungspflichten der freihändige Verkauf ihrer Getreideüberfchüsse zu beliebigen Preisen genehmigt. Die zweite Forderung spricht sich außerordentlich scharf über die Widerstände aus, die die Durchführung des Getreideplanes in einem der wichtigsten Drotgebiete im R o rd - k a u k a f u s gefunden hat. Ein besonderer Ausschuß soll die kollektiven Bauernwirtschaften zur Zusammenarbeit mit den Sweibrhörden zwingen. Falls sich für die Durchführung des Aussaat- planes, der unter allen ilmftänöen bis zum 15. 3uni erfüllt sein muh, Schwierigkeiten ergeben, soll der zwangsweise Arbeitsdienst eingeführt werden. Auf Grund des außer- ordentlichen Gesetzes wird außerdem jeder Diebstahl von Saatgut als Gegenrevo- lution betrachtet und mit dem Tode b e - straft. Auch Parteimitglieder, die die Durchführung dieser Beschlüsse hintertreiben, werden als Helfer der Gegenrevolution mit den schwersten Strafen bedroht. Krisis der argentinischen Biehwirtschast. Buenos-Aires, 24. Ian. (ERB.) Die Gcfriersleischanstalt in Puerto Deseado in dem Territorium Santa Cruz, erklärt, dah in dieser Saison nur Hammel geschlachtet würden, für die ein Preis von 12 Cents pro K i l o nach Entfernung aller Ab- fälle gezahlt wird, wirft ein bezeichnen- des Schlaglicht auf die katastrophale Lage der argentinischen Biehzuch t, Berlin, 24. Jan. (LNV.) wie der Genfer Korresponbent der „Germania" seinem Blatt meldet, hat der Resse bes früheren polnischen Außenmini st ers Zaleski, der auch nach dem Rücktritt seines Onkels eine gewisse politi.che Rolle spiele, in Genf eine geheime Denkschrift verloren, deren Versager Zaleski jun. selbst ist und die sich mit den Zielen der polnischen Außenpolitik beschäftigt. Durch Zufall habe man das Dokument entdeckt und daraus entnommen, dah es zu den nächsten Zielen polnischer Außenpolitik gehöre, den Besitz der Provinz O st Preußen sowie der Provinz Schlesien bis zur Oder sich zu sichern. 3m übrigen scheine aus dem gefundenen Dokument Hervorzugeyen, dah die Denk.chrift Zaleski jun. an einen kreis von Vertrauensleuten des polnischen Auhenministeriums verschickt worden sei. Auch Italien zu Schulden- verhanblungen eingelaben. Amerika belohnt die pünktlichen Zahler. Washington, 24. Jan. (WTB.) Die 'Bereinigten Staaten haben an Italien eine amtliche Einladung gerichtet, die Frage der Kriegsschulden zusammen mit der amerikanischen Regierung zu erörtern. Man bittet jedoch, diese Delegation erst herzusenden, nachdem die Verhandlungen mit der britischen Delegation abgeschlossen sind. Dies basiert^auf dem Entschluß Roosevelts, nur mit ben Schuldnern zu verhandeln, die die Dezemberrate zahlten, die Verhandlungen streng getrennt zu halten und jeden Anschein einer europäischen Einheitsfront zu vermeiden. Es wird erwartet, daß (Einige Regierungen, besonders die englische, verlangen, daß die Vorschläge des Lyttonberichtes als die alleinige Grundlage der weiteren Lnt- scheidung angenommen werden, während andere Regierungen darüber hinausgehend die offizielle Feststellung des völligen Scheiterns aller Versöhnungsversuche und eine endgültige Entscheidung des Völkerbundes unabhängig von der japanischen Regierung fordern. Der Ausschuß beschloß daher, zunächst einen engeren neungliedrigen Redaktionsaus» schuh einzusetzen, dem Deutschland, England, Frankreich, Italien, die Schweiz, Tschechos.owakei, Belgien, Spanien und Schweden angehören und der einen Vorschlag für den Bericht ausarbeiten soll. Der vom Generalsekretär des Völkerbundes vorgelegte Entwurf bes Berichtes würde überwiegend als ungenügend angesehen. die infolge des außerordentlichen Preisrückganges für Fleisch und die zunehmende Absperrung vor allem Englands gegen argentinische Fleischerzeugnisse gegenwärtig in eine schwierige Krise geraten ist. Unter den pa- tagonifchen Viehzüchtern hat diese Ankündigung große Entmutigung verursacht, denn der in Aussicht gestellte Preis ist weniger als die Hälfte des Preises, der noch in der vorigen Schlachtsaison erzielt werden konnte. Rimmt man das Gewicht eines geschlachteten und von allen Abfällen gesäuberten Hammels mit zwölf Kilo an, und werden die ilntoften für den Transport uftD. in Abzug gebracht, so erhält der Viehzüchter gerade noch einen Pefo für seinen Hammel, das sind bei dem heutigen Kurs nur 85, Pfennig. Ein kommunistischer Abgeordneter in Sofia erschoffen. So fia, 24. Ian. (TU.) Dienstag nachmittag wurde der kommunistische Abgeordnete. T r a i k o f von unbekannten Attentätern erschossen. Der Mord wurde in einer dunklen Straße in der Nähe des Parlaments begärgen, das der Abgeordnete eben verlassen hatte. Der Ermordete ist Mazedonier und hat zusammen mit dem unlängst bei einem ähnlichen Anschlag schwer verletzten, gleichfalls mazedonischen kommunistischen Abgeordneten Martulkoff besonderen Anteil an der versuchten Bolschewisierung der mazedonischen Flüchtlinge in Bulgarien. Mazedonische Kreise behaupten bekanntlich, dah im illegalen Kamps gegen die mazedonischen Revolutionäre seit neuester Zeit die Komintern eine besondere Rolle spielen soll, so daß anzunehmen ist, daß die Ermordung des kommunistischen Abgeordneten ein Gegenschlag der revolutionären Mazedonier ist. die Tschechoslowakei, Finnland, Lettland und Litauen, die die am 15. Dezember fälligen Kriegsschuldenraten pünkllich bezahlt haben, in Kürze g l e i ch f a 11 s'zu einer Besprechung des Kriegsschuldenproblems eingelaben werden. Verfassungsänderung in den Vere nigten Staaten. Washington, 23. Januar. (WTB.) Reuter. 36 Staaten, d. h. die vorgeschriebene Z w e i d r i t - telmehrheit. haben einem ZusatzzurVer- fassung zugestimmt, wonach künftig der alte Kongreß nach der Neuwahl des neuen Kongresses nicht mehr zusammentreten wird. Der neue Kongreß, der im November gewählt wird, wird am 3. Januar zusammentreten. Der neu gewählte Präsident und Vizepräsident werden ihr Amt am 2 0. Januar, statt wie bisher am 4. März, antreten. Diese Regelung, die als 20. Amendement der Verfassung zugefügt werden soll, gilt noch nicht für den gegenwärtigen Kongreß Die Fahne des 3. Garderegiments. Paris, 24. Ian. (CAB.) Heber die wiedergefundene Fahne des 3. Garderegiments, wegen deren Rückgabe an den Reichspräsidenten. v. Hindenburg ehemalige franzö- sifche Frontkämpfer bei der Regierung vorstellig -geworden sind, berichtet „Echo de Paris", ein spanischer Arbeiter habe seinerzeit die Fahne bei Arbeiten an einem Cisenbahn- bamm entdeckt. Er habe sie Dauern über- geben, die nach Kriegsende nach St. Leonard zurückkehrten. Aus Versehen fei ein Teil der Fahne, und zwar eine Ecke in Größe eines Taschentuches, die ein Wappen mit einer Krone und die Initialen des Regiments zeigte, von den Bauern behalten worden. Rachdem sie jetzt durch die Zeitungen erfahren hätten, welche Bedeutung die Trophäe besitzt, hätten sie beschlossen, sie in Reims abzugeben. Sie werde an das Kriegsministerium toeitergeleitct werden. Australien ehrt die Besatzung der alten „Emden". Berlin, 24. Ian. (XH.) Am 29. Januar wird mit dem Motorschiff .Magdeburg" der Hamburg- Amerika-Linie ein Lorbeerkran^ nach Deutschland gebracht, den die eh-emallge^ Besatzung des australischen Kreuzers .Sydney" zu Ehren der .Emden"-Besatzung am Iahrestag des Gefechts der beiden Schiffe am .Emden" -Ge - schütz vor demRegierungsgebäude in Sydney niedergelegt hatte. .Sydney" führte am 9. Rovember 1914 bei den Eocosinseln das Gefecht gegen Kreuzer .Emden", das schließlich zu dessen Untergang nach heldenhafter Gegenwehr führte. Staat und Kirche in Hessen. Darmstadt, 24. Ian. In einer Besprechung zwischen Staatspräsident Dr. Adelung und Der- t tretern des Hes.is^en Landes-Lehrerrereins war zugegeben worden, daß auch in Hessen schon seit Iahren Vorbesprechungen über etn neues Abkommen zwischen dem hessischen Staat und den Kirchen ftattgefun- den hätten. Von dem Staatspräsidenten ist darauf hingewiesen worden, daß durch die neue Reichsverfassung das Verhältnis von Staat und Kirche a,eä n ö e r t und damit Fragen der verschiedensten Art aufgeworfen seien. An ihrer Lösung bestehe ein wesentliches staatliches Interesse. Wegen einer dieser Fragen — der finanziellen Auseinandersetzung — schwebten schon seit Iahren Verhandlunaen mit der evangelischen Kirche: es sei zu hoffen, daß das hierfür in beiderseitigem Einvernehmen eingesetzte Schiedsger ich t seine Arbeit bald zum Abschluß bringe. Es bestehe auch lieberem- ftimmung, daß die noch strittigen Fragen zu gegebener Zeit auf dem Wege gegenseitiger Vereinbarung gelöst werden sollten. Der kommunistische „Hunger- marsch" nach Darmstadt. Darmstadt. 24. Ian. (TU) Obwohl die hessische Regierung es abgelehnt hatte, die von dem kommunistischen Erwerbslosenrat angekündigte Abordnung zu empfangen, veranstalteten die Kommunisten einen „Hungermarsch" nach Darmstadt. Am Dienstagvormittag trafen sich etwa 6000 Menschen auf dem Paradeplatz, die insbesondere aus Starkenburg und Rheinhessen kane.r. Rach verschiedenen an- de en Rednern richtete ein uniformierter angeblicher SA. -Mann aus Alzey (Rheinhessen) he t'.ge Angriffs gegen die RSDAP. Er erklärte, daß er aui ihren Reihen soeben ausgetreten sei, weil die RSDAP. die Arbeiterschaft an das Großkapital verraten habe. Bei seinen Ausführungen kam es zu heftigen Zwischenrufen. Die Demonstranten marschierten dann in mehreren Zügen am Ministerium und dem L-andtagsgebäude vorbei. Sie versuchten eine Abordnung in das Ministerium zu schicken, das polizeilich abgesperrt war. Zu Zusammenstößen ist es nicht gekommen. Die Gaupressestelle der RSDAP. teilt mit: .An dem heute von der KPD. inszenierten Hungermarsch der Erwerbslosen in Darmstadt soll nach Mitteilungen der Presse auch e i n Rationalsoziali st in ©21. -Uniform teilgenommen haben. Wie inzwischen feftgeftellt wurde, handelt es sich hierbei um eine raffiniert eingefädelte Irreführung der öffentlichen Meinung durch die KPD., denn der angebliche Rationalsozialift war ein in ©21.-Uniform eingekleideter Angehöriger der KPD. Auf diese Weise ver- suchten die Kommunisten des öfteren die Bevölkerung zu bluffen. Aber jeder vernünftig denkende Deutsche dürfte sofort den Zweck dieser plumpen Irreführung erkennen. Erneute Llnruhen an der Breslauer Universität. Breslau. 24. Ian. (CR2.) Die Pressestelle der Universität Breslau teilt mit: Als P ofessor Cohn heute seine Vorlesungen wieder aufnahm, versuchten Studenten, die Ruhe des Hauses zu stören. Doch wurden die Vorlesungen des Professors Cohn im juristischen Seminar von den Ruhestörungen nicht betroffen. Wan begnügte sich diesmal nicht mit Singen und Schreien, sondern warf Tränengas - und Stinkbomben und brachte in der Telephonzelle einen Kanonenschlag zur Entzündung. Eine Reihe von Demonstranten wurde feftgeftellt. Kunst und Wissenschaft. Die deutschen Ausgrabungen in Persien. Der Korrespondent der „Morning Post" in Schiras (Persien) meldet: Rach zweijährigen Ausgrabungen ist es der deutschen Expe d i 11 o n unter Dr. Herzfeldt gelungen, die alten Paläste. Säulenhallen. Tempel und Wohnhäuser des alten Persepolis endgültig freizulegen und damit die Pracht und den Glanz der alten Zivilisation zur Zeit von Terxes. Arta- • zerxes und Darius an den Tag zu bringen. Du Gebäude waren von Alexander dem Großen bei seinem Eroberungszuge niedergebrannt worden, DurchWmng des AgrarprogrammS in Rußland Todesstrafe für Siebstahl an Saatgut. - Arbeitsdienstpflicht im Kaukasus. Polen will Ostpreußen und Schlesien. Zaleskr jun. verlier, in Gens eine gehe me Oenkschr.st. Aus der Provinzialhauptstadt zuginge. Ist er also hingefahren. Da haben sie ihm seine Pumpe gezeigt und gesagt, bei der Versteigerung sollte er nur fleißig mitbieten, um den Preis in Aber das ganz große Glück ist noch nicht vollkommen gewesen. Als mein Großvater bei einer Flasche Wein und einer Zigarre nachgedacht hat, wie diesem Segen des Schicksals zu begegnen sei, da ist ein Mann gekommen und hat ein Gesicht gemacht wie die Katze, wenn's blitzt. Cs wäre ein Glend, hat der Mann gesagt, die Welt wäre schlecht, und aus einem Irrtum könnte einem leicht ein Strick gedreht werden. Ob denn aber ein Irrtum nicht etwas ganz Menschliches wäre? »Was für ein Irrtum?" hat mein Großvater wissen wollen. Der mit der Iauchenpumpe. Irrtum —?! Ia doch, wo sie meinem Großvater doch vorhin die verkehrte Pumpe gezeigt hätten, und wo die von ihm auf der Auktion gekaufte doch gar nicht die wäre, die er gewonnen hätte. So ist eS gekommen, daß mein Großvater z w e i Iauchenpumpen sein eigen genannt hat. Uno das ist die Geschichte von dem ganz großen Glück, an die man ihn niemals hat erinnern dürfen. Glück für zwei Taler. Don Karl Lerbs. Ich Weitz fehr genau, wie es ist, wenn daS ganz große Glück zu einem kommt. Meinem Großvater ist s widerfahren. Aber e8 nahm ein trau- riges Ende. Ein schöner alter Mann war er, mein Großvater. Einen ganz weihen, weichen Dollbart hat er gehabt, und weihe Locken, auf die er ein schwarzes Samtkäppchen setzte. In einem großen Hause hat er gewohnt, da- lag in einer sehr engen Gasse einer Hansestadt und hatte einen Giebel, so hoch wie ein Schloß. Sinb wenn der alte Herr mittags zur Börse ging, hat er einen spiegelblanken Zylinder aufgesetzt. Dann war er von einem Senator nicht zu unterscheiden. Der das ganz große Glück gebracht hat, ist ein dicker Mann gewesen mit einem fetten Bauch und einer ebenso fetten Stimme. An einem Nachmittag im Winter war s und schon ganz dunkel. Ich war damals noch ein kleiner Bub, sah auf einem himmelhohen Bock und rechnete an einer furchtbar schweren Aufgabe. Die Lehrlinge kratzten mit ihren Federn in Büchern, fo groß, daß man mich zwischen den Deckeln bequem hätte zerquetschen können. Und mein Großvater stand und drehte eine Kaffeeprobe in einer runden Trommel über einem Gasbrenner. Wenn et Kaffee Proben wollte, brannte er ihn selbst, mein Großvater. Andere machten es ihm nicht zu Dank, sagte er immer. Da ist der dicke Mann ins Kontor gekommen. Schlechte Zeiten wären es, hat er gesagt, und das Reihen hätte er auch bei dem Wetter. „Po- tengram“ nannte er das. Und Lose wollte er verlausen für eine landwirtschaftliche Ausstellung in Oldenburg. Mein Großvater hat ganz bedächtig von der Trommel mit einem Haken den Schieber zurückgezogen, um zu sehen, wie weit es mit dem Kafsee war. Der blaue Qualm ist dem dicken Mann auf den Hals geschlagen, daß er zu allem Elend auch noch den Husten bekam. Unsinn wäre daS, hat mein Großvater gesagt, Darrenkram, und er verdiente sein Geld auf ehrliche Weise. Womit er den Kaffee gemeint hat. Da hat der dicke Mann erst ganz zornig gekollert. und dann hat er allerlei von .großem Oie Kultur in der Wüste. Die Photographien und Kopien der Felszeich- nungen, die der bekannte deutsche Kulturmorpho- löge Geheimrat Professor Leo Frobeniusauf seiner letzten archäologischen Erforschung der ab- gelegenen Cebie e von Fezz n im S d n des italienischen Tripolitanien entuedt hat, sind jetzt zu einer ständigen Ausstellung in Rom vereinigt worden. Wie von dort berichtet wird, erregt diese Schau großes Aufsehen. Legen doch die Zeichnungen an den Dasaltfelsen von Fezzan das anschaulichste Zeugnis dafür ab, daß die jetzige Wüste Sahara einmal der Mittelpunkt einer hoch entwickelten Kultur war. Man kann an diesen Bildern den Aufstieg und Verfall einer Kultur verfolgen, die sehr alt ist. Man schätzt die Entstehung der frühesten Zeichnungen in einer Zelt vor 11000 Iahten, während die jüngsten Beispiele etwa 5000 Iahte alt sind. Die überau» zahlreiche Tierwelt von Rindern, Rehen, Elefanten. Girasfen, Flußpferden. Krokodilen usw., die hier dargestellt ist, die Bilder von Iagden und Ackerbauarbeiten beweisen, daß damals fruchtbares Leben in der Sahara herrschte. „Versuchs-Gerichte" für Studenten. Franzosen, die sich für die politische Laufbahn vorbereiten wollen, können die Versammlungen einer einzigartigen Einrichtung besuchen, nämlich der seit langen Iahren bestehenden „Conference Mole“, deren Sitzungen in ganz derselben Form abgehalten werden, wie die des französischen Abgeordnetenhauses. Dieses dem Unterricht dienende Schein-Parlament wird jetzt beim juristischen Studium nachgeahmt werden. Um den Rechts-Studenten praktische Anleitung für die Leitung und Teilnahme an Prozessen zu gewähren, hat man ein sog. „Versuchs-Gericht" geschaffen, vor dem Verhandlungen zum Schein geführt werden. Als Gerichtssaal ist ein großer Raum in dem Pariser „Studenten-Haus" ausersehen; hier werden Prozesse in den verschiedensten Formen und mit dem verschiedenartigsten Inhalt vorgeführt. Unter Aufsicht eine» Professors, der bisweilen als Staatsanwalt oder Vorsitzender Richter mitwirlt, spielen Studenten Idie Rollen der Richter, Schössen, Rechtsanwälte und Zeugen und üben sich auf diese Weise für ihren zukünftigen Beruf. einer Iauchenpumpe? In dem Brief hat aber noch etwas gestanden: Es wäre nächste Woche eine öffentliche Derstei- gerung, wo man feine Gewinne wieder loswerden mnte. Und mein Großvater sollte nach Oldenburg kommen und sich selbst überzeugen, daß die Sache mit der Pumpe auch mit rechten Dingen Glück" und „leichtsinnig ausschlagen" und zuletzt j «'N^hanseatischer Kolonialwarengroßhändler mit von 5000 Talern erzählt. Mein Großvater schüttete den fertigen Kaffee auf ein /blaue» Papier, daß von den Bohnen die kleinen Schalen knisternd aufsprangen und zerteilte den Hausen mit seiner schönen Hand. Was denn so ein Los kostete? Zwei Taler sagte der dicke Mann. Da hat mein Großvater zwei Taler hervorgeholt aus dem großen Geldschrank und das Los sorgfältig weggeschlossen. Darrenkram wäre es ja doch, meinte er, und wenn er nichts gewänne, könnte der dicke Mann sich nur gleich begraben lassen, um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen. Da ist der dicke Mann sehr froh weggegangen und vom Potengram und vom Elend hat er nichts mehr gesagt. Ich konnte vor Aufregung gar nicht mehr rechnen — vorher hatte ich eS allerdings auch nicht gekonnt —, aber mein Großvater hat ganz kühl einen Topf, eine Kaffeemühle und kochendes Wasser in die Wohnung hinaufgeschickt. Wenn er Kaffee proben wollte, goß er ihn selbst auf, mein Großvater. Andere machten eS ihm nicht zu Dank, sagte er immer. Dann sind zwei Wochen hingegangen, in denen ich oft von Goldhaufen geträumt habe, so groß wie deo Pfannkuchenberg im Märchen. Mein Großvater hat gar nichts mehr von der Sache gesagt, nur einmal sprach er noch von einer möglichen Harzreise, von «Darrenkram" und von dem neuen Geldschrcmk, der schon lange nötig wäre. Und bann ist das ganz große Glück gekommen. Es ist ein Dries auS Oldenburg gewesen. Mein Großvater hat so geschwind seine Drille nicht gefunden, und mein Vater mußte den Brief aus- machen. Und bann hat er ganz fonberbar gelächelt. .Vater", sagt er, .du hast waS gewonnen. .Wieviel?" hat mein Großvater gefragt und habet den Gelbschrank fo angesehen, als ob er von ihm Abschieb nehmen wollte. .Eine Iauchenpumpe." .Eine - was??" „Eine Iauchenpumpe." Unb mein Vater hat sich eine Zigarre angesteckt — damit man sein Gesicht nicht genau sehen sollte, glaube ich —. Da hat mein Großvater bas LoS auS dem Schrank geholt unb allerlei vor sich hingemurmelt, was auf Hochdeutsch nicht gut klingt. Und recht hat er gehabt. Denn ich frage jeden: WaS soll für das Auge des Kindes in sich. Wie oft sieht man Kinder bei ganz unzureichendem Licht ihre Schulausgaben machen! Deshalb muß stets auf ausreichende Beleuchtung geachtet werden. Wer so für seine Kinder sorgt, der braucht auch im Winter für ihre Gesundheit mcht au fürchten unb mag die Kleinen unbesorgt teilnehmen lassen an all ben kleinen greuben, bie ihnen bie Winterszeit beschert. NSDAP (SießeN'Süd. Am 21. Januar fand im Hotel Viktoria bie erste Witglieberversammlung bet neugebilbeten Ortsgruppe Giehen-Süb her DSDAP. statt. Die Versammlung war gut besucht, der Saal bis auf ben letzten Platz besetzt. Der Ortsgruppenleiter eröffnete bie Versammlung mit her Bekanntgabe her Umorganisation bet seitherigen Ortgruppe Gießen unb anberer organisatorischer Maßnahmen. Den Hauptteil bes Abenbs füllte ein Vortrag des Parteigenossen ©tubienrat Dr. Henh aus, der — wie wir einem uns zugesandten Bericht entnehmen — über Das nationalsozialistische Aufbau- unb Arbeitsbcschafiungsprogramm sprach. Dach einem Blick auf die gegenwärtige politische Lage, die sich durch ihre völlige Verworrenheit und Unklarheit auszeichne, unb einer Charakteristik bes derzeitigen Reichskanzlers toanbte_ sich her Redner der Erörterung der positiv-schöpferischen Gedanken des nationalsozialistischen Aufbauprogramms zu und legte dar, wie der Ra- tionalsozialismus das Zentralproblem der Gegenwart, die Beseitigung der Arbeitslosigkert, durch ein umfassendes Arbeitsbeschaffungsprogramm zu lösen gewillt ist. Der Redner besprach hierauf eingehend die Methoden einer nationalsozialistischen Wirtschaftsführung, ohne die alle Bestrebungen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit unb zur Belebung der Wirtschaft nutzlos fern würden. Er forderte vor allem Inangriffnahme her großen primären Aufgaben auf dem Gebiete des Straßenbaues, des Hochwasserschutzcs, der Siedlungsarbeit, der Meliorationen, des Ausbaues der Landesverteidigung usw. Sodann erörterte er die Fragen der Finanzierung, insbesondere unter dem Gesichtswinkel der Anleihe unb Zinszahlung, oder der produktiven Kredit« schöpfung. Weiter beschäftigte er sich mit den Fragen der Boden» und Agrarpolitik und der aus diesem Wege möglichen Raumgewinnung, sowie mit den Aufgaben der Uebergangszeit auf technisch-industriellem Gebiete. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Anschließend wurde bekanntgegeben, daß in ben Zell- unb Ortsgruppenversammlungen die wichtigsten Programmpunkte der Partei in gleicher Weise behandelt werden sollen, um Aufklärung über die Deuordnung des Reiches und aber bie Steine sinb unzerstört geblieben unb i geben der Altertumskunde eindrucksvolle Auf- ! tolülfe. Aus aller Well. Rhein, Mosel und Lahn unter GiS. Infolge des andauernden Frostes hat sich seit Dienstag das Treibeis der Mosel bei Lay festgesetzt. Krachend schieben sich die großen Eisblöcke über-, unter- unb nebenem- anber. Der Fluß ist vielfach in seiner ganzen Dreite mit Gis besetzt. Das Treibeis des R h e i n s ist im Flußarm zwischen dem rechten Rheinufer unb der Insel Diederwerth zum Stehen gelom- men. Der DHeinarm zwischen den Inseln Dieder- und Grafenwerth ist — ebenso wie die Lahn zum großen Teile fest zugefroren. Rekordziffern der Kältewelle. In Berlin wurden Dienstag nacht 18 Grad minus in der Stadt und 20 Grad minus in den Außenbezirken gemessen. Die höchsten ^öltetempe- raturen werden aus Königsberg mit 28 Grad minus und aus Stettin mit 25 Grad unter Null gemeldet. Damit sind die Rekordzahlen des denkwürdigen Winters 1928/29 erreicht. Die Kölner Schulen wegen Grippe geschlossen. Die Erkrankungen an Grippe in den Schulen der Stadt Köln haben derart zugenommen, daß vor- sorglichsämtlicheSchulenundKlNder- gärten vom 25. bis einschließlich 31. Januar 1 933 geschloffen worden sind. Lin Zeitbild. Grotesk mutet es an, daß man in Hattingen, einer Gemeinde des Ruhrgebiets, dazu übergehen mußte, wegen Koks mangels die Lolksschulenzufchließen. In unmittelbarer Röhe von Hattingen liegen Millionen Tonnen Kohlen auf den Halden, die Stadtverwaltung hat aber nicht das Geld, um den notwendigen Brennstoff zu kaufen. Die Stadt Hattingen ist dem Staat gegenüber mit Zahlungen weit im Rückstand, und die einkommenden Gelder werden dringend für die Fürsorge sowie für Löhne und Gehälter benötigt. E- dürfte nur eine Frage der Zeit sein, daß die höheren Schulen gleichfalls geschlossen werden müssen. Aufsehen erregende Verhaftung in Göttingen. Wegen bringeate.i Verdachts bes Hochverrats wurde ihr Verwaltungsoberinspeltor an der Göttinger Universität, Ludwig G o h - mann, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft verhaftet. Goßmann, der seit vielen Iahren in der Verwaltung der Universität tätig war und eine Vertraue.isstellung innehatte, war seit längerer Zeit wegen eines Herzleidens dem Dienst fe.ugeblieben. Trotz seines leidenden Zustandes Wurde er jetzt in das Untersuchungsgefängnis nach Hannover übergeführt. Ausdehnung des Rotterfkandal». Das Ermittlungsverfahren gegen die Gebrüder Alfred und Fritz Schale, genannt Rotter, das wegen Untreue, Konkursoerbrechen und Anstiftung zur Unterlassung der Stellung eines Konkursantrages eingeleitet wurde, ist jetzt auf das Vorstands- Mitglied der Firma ^Friedrichstraße 236 Grund- ftücks-AG.", Direktor Apel, den Geschäftsführer Der Rotterbühnen G. m. b. H., Lüvschitz, das Vorstandsmitglied der Deutschen Schauspiel-Betriebs- AG., Hans Schuster, und den Syndikus Glücksmann ausgedehnt worden. Alle Genannten sind verdächtigt, auf Veranlassung der Gebrüder Rotter dic Stellung des Konkursantrages unterlassen zu haben. Bislang ist der Staatsanwaltschaft auf den durch Funk in allen Ländern verbreiteten Steckbrief noch keine Nachricht zugegangen. £ Bei der Staatsanwaltschaft Berlin ist angekundigt worden, daß die Verteidigung der Gebrüder Rotter Fühlung mit der Staatsanwaltschaft nehmen werde, um die Frage zu klären, ob der Staatsanwalt bereit ist, den Gebrüdern Rotter bei einer eventuellen Rückkehr nach Deutschland freies Geleit zuzu- sichern und sie mit der Untersuchungshaft zu ver- schonen. Wenn sich die Staatsanwaltschaft auf derartige Unterhandlungen einlassen wird, fo höchstwahrscheinlich nur dann, brenn die Rotters eine der Sachlage entsprechende hohe Suisme bei der Ge° richtska se als Sicherheit hinterlegen. Die Gesamt chuldenlast der Rotters soll nach einer vor- läufigen Schätzung 5 M i 11 ionen Mark be- tragen. Dieser Summe sollen nach der Meinung der Büchersachverständiaen keinerlei Aktiven gegenüber- sichen. In diesem Zusammenhang muß noch darauf hingewiesen werden, daß entgegen anderslautenden Nachrichten das den Rotters zur Last gelegte Konkursverbrechen ein Auslieferungsdelikt ist, fo daß , sehr wohl die Möglichkeit besteht, daß die Staats- anwaltschaft die Auslieferung der beiden Rotters 1 beantragt, gleichgültig, ob sie sich noch in der Schweiz ober in Italien aufhalten. Siebzehnköpfige Diebesbande verhaftet. Der Delmenhorster Polizei ist es gelungen, eine Diebesbande, bie schon feit längerer Zeit bie Stadt unsicher machte und ihre Diebesfahrten bis ncch Sädolbenburg erstreckte, zu ermitteln unb zu verhaften. Dis jetzt konnten biefer Danbe insgesamt 12 5 Diebstähle nachgewiefen werden, hoch ist mit Sicherheit anzunehmen, baß auf ihr Konto noch eine Reihe weiterer Diebstähle kommt. Die Gauner waren bei ihren Diebsfahrten nicht besonders wählerisch unb stahlen fast alles, was sie nur erreichen tonnten unb was sich irgendwie zu Gelb machen ließ. Schießerei nach einem Tanzvergnügen. In Söhlingen (Hannover) ist es zu einem verhängnisvollen Zusammenstoß zwischen Angehörigen einer Hamburger Iagdgesellschaft unb Dorfbewohnern gekommen. Die Hamburger 3agb- gäste gerieten hort auf einem börslichen Tanzvergnügen mit jungen Durschen in einen Streit, aus dem sich eine Schlägerei entwickelte. Der besonders hart bedrängte Chauffeur her Iagd- gesellschaft zog schließlich seinen Revolver unb gab mehrere Schüsse ab. Der angeblich an dem Vorfall unbeteiligte Dienstknecht Lünzmann aus einem Rachbarborf wurde sofort getötet. Der Gastwirt Möhrmann erlitt so schwere Verletzungen, baß er wenige Stunden nach dem Vorfall starb. Der Chauffeur, her zunächst mit feinem Wagen zu entkommen versuchte, ist verhaftet worden. Wölfe überfallen einen Personenzug. Infolge des außerordentlich starken, seit Tagen andauernden Schneefalles in Rumänien mußte auf etwa 20 Eisenbahnlinien der Verkehr eingestellt werden. In der Dvbrudscha sind mehrere Dörfer und Städte vollkommen vom Verkehr abgeschnitten. Die Lebensmittelverfor- gung ist aufs äußerste gefährdet. Mehrere Güterzüge und zwei Personenzüge sind auf der Strecke im Schnee stecken geblieben und konnten trotz aller Bemühungen nicht freigemacht werden. Ein im Schnce steckengebliebener Personenzug wurde von einem Rudel Wölfe angegriffen. Die Fahrgäste hatten es schwer, sich der Raubtiere zu erwehren. — Auch auf der Donau ist bie Lage sehr kritisch. Zwei Eisbrecher, bie den Verkehr freizumachen versuchten, blieben stecken. Der Schiffsverkehr im Schwarzen Meer ist gleichfalls vollkommen lahmgelegt. Seit mehreren Tagen ist kein Dampfer aus einem rumänischen Hafen ausgelaufen. Verschiedentlich wurden 8 O 8 - R u f e aufgeiwmmen; allein es war nicht möglich, ben in Rot geratenen Schiffen zu Hilfe zu kommen. Riefenbrand in der Hafenstadt Mcsembrija. Nach einer Meldung aus Sofia ist in der Hafenstadt Mesembrija am Schwarzen Meer ein R i fi - len b r a n b ausgebrochrn, ber bie ganze Stabt mit Vernichtung debroht. Es wurden übermenschliche Anstrengungen gemacht, um der Feuersbrunst Herr zu werden, doch war zunächst alles Bemühen vergeblich. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, und bie Bevölkerung wagt es nicht, sich in die Wohnungen zurückzubegeben. Bergwerk-Unglück in Südafrika. — 6 lote, 6 Schwerverletzt*. Durch Absturz eines überhängenden Felsens wurden in einem Bergwerk in Johannesburg (Transvaal) zwei Europäer und vier Eingeborene g e - tötet. Sechs Eingeborene wurden schwer ver- letzt. Opfer eines schrankenlosen Bahnübergangs. An einem schrankenlosen Bahnübergang zwischen ben Stationen Crivitz unb Friedrichsruhe der Berlin—Hamburger Dahn würbe von einem Triebwagenzug ber Reichsbahn ein Lieferauto ber Kölner Firma Siegel & Co. ersaßt unb zer trümmer t. Einer der beiden Autoinsassen ist seinen Verletzungen erlegen. Ein zweiter Insasse wurde schwer verletzt. Lin deutscher Fischdampfer an der norwegischen Küste gesunken. Der deutsche Fischdampfer „Vaterland" aus Lllona, ber nach Vardö unterwegs war, um seinen an Blinbdarmentzündung erkrankten Kapitän an Laub zu setzen, rannte a u f e i ne St 11 p p e bei Svatnevs an ber norwegischen Küste unb sank sofort. Die Mannschaft, 18 Mann, hielt sich mehrere Stunben im Sturmwetter in ben Rettungsbooten, bis ber norwegische Dampfer „Lyn" bie Scpiff- brüdjigen an Bord nahm und an Land brachte. Der deutsche Fischdampfer, der eine volle Fischlabung an Bord hatte, ist völlig verloren. Dürre in Rordostbrasilien. Die schon fast drei Iahre andauernde Dürre in R o r b o st b r a s i l i e n hat bie Lage in diesen Gegenden, besonders im Staate Cearä. neuerdings außerordentlich verschärft, da sich wegen der langen Dauer der Dürre die von der Regierung bisher getroffenen Maßnahmen als unzulänglich erweisen. Don der Regierung werden bereits etwa 200 000 Menschen, die aus den Dürregebieten an bie Küste geflohen sinb, unterhalten. Rach einer Mitteilung beS Der- Unfere Kinder im W nter. Don Dr. med. Wolsgcmg Schmidt. Wenn man eine Umfrage bei unseren Kindern veranstalten könnte, we.che Jahreszeit ihnen nach dem Sommer am liebsten sei —. ich glaube, bann würbe bie meisten Stimmen ber Winter bekommen. Natürlich ber richtige, weiße Winter mit Schnee unb Eisbahn, nicht feine Abart, bie nur Schmutz unb kalte Rässe uns beschert. Wie ist es fo lustig, sich brauhen zu tummeln bei Sch. e:bal schlachten, Sch.-.eemännerbau, Schlitten- unb Schlittschuhfah.ten, ben Röbel unb Schi nicht zu vergessen! Was machen ba kalte Füße unb Oh.en ober eine Beule vom Hinfallen: solange man im Freien ist. spürt man nichts! Anders sieht schon bie besorgte Mutter bie Sache mit dem Winter an! Das atme Kinb wirb sich bestimmt erkälten, beult sie: es wirb beim Ei.lauf ein Dein brechen, beim Schneeball- we.sen einen Stein an ben Kopf bekommen unb andere schreckliche Dinge mehr. Gewiß, all bas ist vorgekommen, aber warum den Kindern den Spaß verderben? Ein wenig aufpassen unb alles ist halb so schlimm! Der Winter ist boch eine Iahre^zeit. in ber ber Lichtmangel. das viele Stubenhocken, bas Fehlen von frischen Gemüsen der Ausbildung der Rachitis ober englischen Krankheit besonberen Vorschub leisten. Cs ist also gefunb, wenn bie Kinder he aus kommen. Abgesehen von besonders rauhen unb stürmischen Tagen sollen auch bie ganz Kleinen, wenigstens währenb der Mittagszeit, etwas an die frische Luft gebracht werden- Ratürlich muß eine Mutter wissen, daß ein Kind, das in der Kälte herumgetollt hat, auch eine geeignete Kost braucht, damit der Körper die nötige Wärme bilden kann. Fett ist ein guter Brennstoff für unseren Körperofen, auch Zucker hat guten Brennwert. Wan muß nur darauf achten, daß des Guten nicht zuviel getan wird, und daß morgens unb abends vor dem Schlafengehen bie Zähne geputzt werben. __ Oft macht ben Eltern bie Kleibung im Winter Kopfzerbrechen. Zum Aufenthalt im Freien, wenn bie Kinber in Bewegung sinb, sollen sie nicht zu bick unb warm angezogen sein, sonst geraten sie leicht in Schweiß unb erkälten sich um so eher. Die vielen gestrickten Wollsachen sinb solange warm, als kein stärkerer Winb geht. Ist bic8 ber Fall, bann friert bas Kind, denn die Wolle läßt ben Winb burch. Hier tut eine Leinenjacke (Winbjacke) guten Dienst. Auf häufigen Wechsel der Strümpfe ist zu achten, besonders wenn das Kind an Fußschweiß leidet. Die Schuhe sollen kein Schneewafser durchlassen. Einfetten mit Tran ober Fett vermag auch etwas porös gewordene Schuhe zu dichten. Die trüben Wintertage bergen auch Gefahren wesen auf weiter Flur. So ist c8 gekommen, daß man ihm seine eigene Pumpe zugeschlagen hat. das hat er nicht berichtet. aber in Oldenburg werden Jle'8 schon verstanden haben. Da sprechen sie nämlich eine ganz ähnliche Sprache, wenn ihnen was verquer geht. kehrsministeriums erreicht jedoch bie Gesamtzahl der Opfer ber Dürre bereits eine Million. Zur Intensivierung bet Hilfeleistung fallen jetzt auch das Gesunbheitsbepartement unb bas Role Kreuz herangezogen werden. ; 3euer auj einem Motorschiff im Hamburger Hafen. An Borb bes im Shamburger Hafen liegenden Motorschiffes „Alsia", bas 5800 Druttoregistcr- tonnen groß ist und ber Ostafiatischen Companie in Kopenhagen gehört, brach aus bisher ungeklärter älrsache in der Ladung ein 5euer aus. das außerordentlich schnell um _fid) griff. Die Hamburger Feuerwehr ist mit fünf Zügen ausgerückt. Die Ladung besteht aus Kopra und Gummi. Der Brand konnte nach mehrstündiger angestrengter Arbeit lokalisiert werden. Das Schiff richtete sich langsam wieder auf. Die Passagiere, bie sich bei Ausbruch bes Brandes mit dem Rot- wendigsten auf bie Kaimauer gerettet hatten, wurden später von einem anderen dänischen Schiff der gleichen Reederei, ber „(Stria“, an Borb genommen und fahren nach Kopenhagen weiter. Außer ber verbrannten Kopramenge, die auf 4003 Sack geschätzt wird, bürsten auch burch bas Wasser in ben Laderäumen große Mengen Reis unb Oelluchen vernichtet worben fein. bie Höhe zu treiben. Das hat er denn auch getan, und er ist eifrig bei ber Sache gewesen. Bis auf breißig Taler hat er bie Pumpe getrieben. Aber bie Dauern, die dabei saßen, waren gar nicht so dumm, wie manche von ihnen aussayen. Sie merkten, weshalb ber alte Herr fo hinter ber d^mpe her war, unb als mein Großvater breißig unb einen halben Taler geboten hat. ist er mit einemmal allein ge» 216 K*»t i"r fen>eine iss- tzeillunk 2°1 - DeuM 5 MaMsen fpietfÄ M fit# Die Hot in tod) sehr gro ben Meiden erleichtern- D bürget dring' Debensmlllt^ wachen. N« (Städtisches ll mit Dank enh _ Tage! - Das 3 gen. Am mvr Mgsarbcit der im Arbeitsamt beteiligten jun in der Tolksh tagsmahlzeit ' rusliche, geisti Verden. " Cßortr agogenin 20.15 llhr, toi; Auvlandstclle, Seminar unb tyodjoLQflj'e un bsche $äbagoc Pwsessor L.W ftunsttvissenscha Strömungen sprechen. Pros fieber der fjj Kchzeitschrift , and Psycholog Wtbt'n und Srziehuni o.ttit Eitvähn nbtt „Sie Zu "ta", das ii ®ii!u|jion herv M Nitruhte l' ch Hfinbet, fädagogj ®la&i ixanlhtu derSaiMg.A ®«nn diele M k" bei S M Kto And tm s*«hb* denn bi t)On Wrlendv. unmet ■ g den EH «Sft 2->er Eli S”»nlungi Heiden. 5 il? W wie Sr» ,chl. Röhren nur RM 189,* (für Gleich' MW EWnS KEN LraJ v 271 HeUkunde, 20.15 Uhr, Realgymnasium, Sitzung. — Deutsches Seminar der Universität, 20 ilf)r, Dvrlesungsgebäude, Hörsaal 44, Dortrag über .Verlagswesen und Literaturwirtschaft". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Tarzan". MtW I Nt ihre & Iteti auf den. der braucht iit nicht »u 'elotgl teil, iteubtn, die lüfte. der MzeA KulturnwrM obenius^ »uns kr j®* d n dcs ita^ sind jetzt ij M tx«N I cd. erregN>E, >vch die Zerch- _ S*-3 -'S : iu*4 herMie- Helft der Winterhilfe! Dir Jlol in vielen Gießener Familien ist immer noch sehr groß. Die Gießener winternolhilse wist den Notleidenden den schweren Daseinskampf etwas erleichtern. Dazu ist die Unterstühung aller Mit- fcürgcr dringend erforderlich. Geld-. Kleider- und Lebensmilteispenden können viel Elend geringer machen. Gaben werden von der winternothUse (Städtisches Wohlfahrtsamt, Gartenstrahe) jederzeit mit Dank entgegengenommen. Zeder fei Helfer! Mu! Mauch 3et hafq, .^flenbtu SW *un- fi* Uet S duflen 7^ und Zlundiger KÄlf ^llagiete, t hatten, feiern ■Botb Q{. ?n weiter eauf4C0D das Das. »ei8 und ein Dortrag Henh aus, dien Bericht listische Aus. . mm ivrnch. ige volitischr Verworrenheit let Tharakte- i wandte sich ositiv-schöpse, v istilchen Aus* wie der Ha« lern der Ee- rbeitslosigleit, 1 kchafsungspro- idner besprach ner national* >hne die alle rbeitslosigkeil nuifaä lein angrisinchme ■ iuf dem ®t* | wafferschuhc-, [ men, des Aus- 1. Sodann er* nzierung, ins* I der Anleihe ktiven Kredit« sich mit den | jütif un) der lewinnung, so« gangszeit auf ixr Dvrtraz genommen, cben, daß m mnlungen die sartei in gw en, um Aul« i Deiches uni ib. Diltoria die eugebildeten d der war gut be* Platz beseht. : Dersamm* Organisation und anderer Stuben fett, fische Lausbah" )2'u‘6Conf-irenCt den >°n gorin W MNS fJf g- nge" 7in «xl *tfe5s Das Jugend - Notwerk in Dietzen. 2lm morgigen Donnerstag soll die Betreu- ungsarbcit des Notwerks der deutschen Jugend im Arbeitsamtsmeldcbezirk Dießen beginnen. Den beteiligten jungen Leuten wird an jedem Mittag in der Dolkshalle eine warme und kräftige Mittagsmahlzeit verabreicht, ferner wird ihnen berufliche. geistige und sportliche Betreuung zuteil werden. Dortrag eines englischen Pädagogen in Dießen. Am Montag, 30. Januar, । 20.15 Uhr, wird auf Einladung der Akademischen AuUanbstclle, in Verbindung mit dem Englischen Seminar und dem Institut für Experimentelle Psychologie und Pädagogik, der bekannte englische Pädagoge der Universität Birmingham, Professor CW. Da lentine, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts über „Moderne Strömungen in der englischen Pädagogik" sprechen. Professor Dalentine ist Herausgeber der führenden englischen pädagogischen Fachzeitschrift „The British Journal of Education and Psychology“, Mitglied staatlicher Prüfungsbehörden und Verfasser verschiedener Bücher über Erziehungsfragen und psychologische Probleme. Erwähnt seien das eben erschienene Werk über „Die Zuverlässigkeit von Prüfungsergeb- Riisien", das in englischen Fachkreisen lebhafte Diskussion hervorrief, und „Die neue Psychologie des Unbewußten". Der Dortrag, der auf Englisch stattfindet, wird sicher die Aufmerksamkeit al.er pädagogisch interessierten Kreise unserer Stadt beanspruchen. Näheres siehe Anzeige in der Samstag-Nummer. •• Wann darf das E i s betreten werden? In jedem Jahr müssen verhältnismäßig viele Menschen, besonders Kinder, ihr Leben lassen, weil sie Eisflächen betreten, die noch nicht tragfähig sind. Da ist es von Interesse, einmal darauf hinzuweisen, welche Stärke Eis haben muß, um betreten werden zu können. Für ein Kind im Alter von zwölf Jahren genügt bereits eine Eisstärke von drei Zentimeter: doch ist es besser, wenn die Kinder warten, bis das Eis stärker geworden ist. Sehr schwere Leute sollten eine Eisstärke von fünf Zentimeter abwarten. Bei den Eisstärken von vier bis sechs Zentimeter muh jedoch immer noch darauf geachtet werden, daß auf den Eisflächen nicht zu viele Menschen zusammenstehen. Schon oft ist eine an sich tragfähige Eisfläche zufammengebrochen, weil die Belastung an einer Stelle zu groß war. Besonders sind Ansammlungen in der Mitte eines Gewässers zu vermeiden. Ist das Cis zehn Zentimeter dick, so ist so gut wie keine Gefahr mehr vorhanden, auch wenn sich eine größere Zahl von Menschen zusammenfindet. Und bei 14 bis 15 Zentimeter starken Eisdecken können bereits schwere Geschütze bar- überfahren. her Wirtschaft nach dem nationalsozialistischen Programm zu schaffen. Mit Heil-Rufen auf hen Führer Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. Tagung k der Oberhessischen Flauenvereine. Dom Dienstag bis Freitag finden sich die Vorstände der F r a u e n v e r e i n e Oberhes - sens, die dem Verband evangelisch-kirchlicher Frauenvereine in Hessen anaeschlossen sind, zu einer Arbeitstagung in Gießen im Heim der Inneren Mission zusammen. Die Tagung wurde gestern abend mit einer Begrüßungsfeier eröffnet, bei der die erste Vorsitzende des Verbandes, Frau Heraeus (Offenbach a.M.) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich begrüßte und der Tagung besten Verlauf wünschte. Der Frauenchor her Petrusgemeinde unter Leitung von Lehrer Kröll verschönte die Feier mit dem Chorvortrag .Mit dem Herrn fang alles an" und zwei weiteren Chören. Fräulein Kühn (Dießen) erfreute mit Liedervorträgen, die von ihrer Schwester am Klavier begleitet wurden. Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater. 19.30 bis nach 22.30 Uhr: .Harn- let". - Oberhess. Gesellschaft für Natur- und Bürgermeister-Tagung in Schotten Wettervoraussage. Einerseits verlagert sich der hohe Druck weiter südwärts nach Rußland hin und anderseits baut die Störungstätigkeit über Skandinavien die Nordfeite des Hochs langsam ab. Wir verbleiben noch im Bereich kontinentaler Luft, die die strenge Kälte, welche durch zeitweiliges Aufklaren noch verschärft wird, vorerst erhält. Aussichten für Donnerstag: Weiterhin strenger Frost, vielfach aufklarend, vorübergehend auch bewölkt, trocken. Aussichten für Freitag: Fortdauer bestärken Frostwetters. Lufttemperaturen am 24. Jan : mittags minus 7,7 Grad Celsius, abends minus 9,7 Grad: am 25. Jan.: morgens minuS 10,9 Grad. Maximum minus 5 Grad, Minimum minus 11,2 Grad. Grd- temperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 24. Januar: abends minus 3,8 Grad, am 25. Jan.: morgens minus 5,1 Grad Celsius. O Heimatbund für Hessen und an- grenzende Gebiete. Der Vorstand des Heimatbundes für Hessen und angrenzende Gebiete hielt eine Sitzung in Darmstadt ab. Es wurde der Arbeitsplan für das Jahr 1933 feft- gelegt. Danach soll die Haupttagung am dritten Pfingsttag in Mainz stattfinden. Als Redner sind gewonnen worden Bamdireltor Dr. Groenin - ger a us Mannheim und Amtsgerichtsrat Schwabe aus Hochheim. Ferner finden wieder in jeder Provinz drei Wochenendtagungen statt, in Oberhessen in diefem Jahre voraussichtlich in Friedberg, Büdingen und Alsfeld. ** Gendarmerie-Personalie. Der Gendarmerie-Hauptwachtmeister auf Probe Johannes Haase zu Friedberg wurde mit Wirkung vom 1. Januar zum Gendarmerie-Hauptwachtmeister ernannt. Oberheffen Fleischpreisvereinbarung zwischen Landwirtschaft und Metzgern. NSR. Alsfeld. 24. Jan. Die kürzlich ge- melbeten erneuten Verhandlungen zwischen Vertretern der Landwirtschaft und der Metzgerinnung im Kreise Alsfeld, bei denen es sich um eine Senkung der Preisspanne zwischen Dieheinkaufs-und Fleischverkauf s- preis handelte und für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen die Landwirtschaft mit der Errichtung einer Genossenschafts- Schlächterei als Selbsthilfemahnahme zur Versorgung der Bevölkerung gedroht hatte, haben jetzt zu einer Vereinbarung beider Verhandlungspartner über den Fleischver- kousspreis geführt. Künftig wird das Pfund Rindfleisch üblicher Art 70 Pf., das Pfund Schweinefleisch 65 Pf., Schweinefleisch zum Braten 80 Pf. kosten. Durch diese Neugestaltung der Preise, die eine Senkung bedeuten, erhofft man sich eine Steigerung des Fleischkonsums zum Vorteil aller Verhandlungsteile. Im Hinblick auf diese Vereinbarung hat sich die Landwirtschaft jetzt auf den Standpunkt gestellt, daß sie bis auf weiteres von den angedrohten Selbsthilfe- mahnahmen Abstand nimmt. C -kreis Gießen. I I Großen-Linden. 24. Jan. Die in den letzten Tagen auf dem hiesigen israelitischen Friedhof verübten Schändungen an Grabdenkmälern haben jetzt ihre Aufklärung gefunden. Als Täter wurden einige Schulbuben im Alter von etwa 13 Jahren durch die Polizei ermittelt. Politische Beweggründe kommen für die Tat nicht in Betracht. -----Watzenborn-Steinberg. 23. Jan. Gestern hielt der hiesige Verein der Geflügelfreunde im Saale des Gasthauses „Zum Goldenen Löwen" eine Lokalausstellung ab. Die Schau war mit rund 150 Nummern beschickt. Preisrichter war Herr O. May (Lang-Göns) für Geflügel und Herr Hllrid) (Gießen» für Kaninchen. Aus der Bewertungsliste seien die erwähnt, die sehr gut (fg) und einen Ehrenpreis (<$£ erhielten. Hühner: Ernst Sommer, fg und E auf weiße Wyanbotten; Erich Grünebaum, fg und E auf schwarze Wyan- betten; Hch. Sommer, 6xsg, 2 E und BE auf Rhodeländer: K. Buß sg u. E auf Dominikaner: W. Peuser, fg u. C, fchw. Rheinländer: R. Ruhl, vierm. fg u. E, fchw.-weiß. Reichshuhn: K. Burk, zweimal fg, schwarze Italiener: O. Damsky, fg und E, schw. Italiener: Ludw. Dern, zweimal fg und E, schw. Italiener: O. Dern, sg auf Gold- brakel: Konr. Meusel, dreimal sg uno zweimal E, rebhuhnsarb. Italiener: bei gleicher Rasse: Wilhelm Hof, zweimal fg und Karl Reuter, fg und E: Italiener, gestreift: Ludw. Heß, dreimal fg und E, L. Schmidt fg und E, Karl Weiß fg; Italiener, gelb: O. Weiß fg; Barnevelder, dopp. gcf.: Wilh. Schwind! sg und E, K. Philipp, zweimal fg und E; Hamburger Silberlack: Georg Jung, zweimal fg und E: schwarz« Hamburger: Otto Dern, zweimal sg und E. Zwerge : Wyandottcs schwarz: Rich. Andermann, zweimal sg und zweimal E. Karl Buh fg; Antw. Dartzwerge: Wilh. Peuser, fg; Deutsche Zwerge, golds.: O. Weiß, zweimal sg und E. Tauben: Altd. Kröpfer. K. Weiß, dreimal fg und E, Steinh. BÜgdetten: O. Sommer, sg; Englische Kröpfer: H. Schmandt, fg; Starenhals: Ludwig Heß, fg und E; Reifebrieftaube: Karl Weiß, fg und C. Bei den ausgestellten Kaninchen erhielten je einen Ehrenpreis: K. May und Ernst Burger auf Weiß« Riesen; Karl Pitz auf Klein- Chinchilla; Wilh. Schmitt auf Weiße Angora; Rich Andermann auf Schwarzloh und Konrad Meusel auf Hasenkaninchen. 2L Reiskirchen. 24. Jan. 3m überfüllten Gundrurnschen Saale hielt am Sonntagnachmittag der hiesige Ges angverein „Harmonie' ein Konzert ab. Der unter Leitung von Chor- meister Nicolai (Großen-Duseck) stehende Verein hatte alles ausgeboten, um seinen Zuhörern einige genußreiche Stunden zu bereiten. Die Mit- wirmng der Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermufikmeister Krauße gab dem Konzert ein besonderes Gepräge. Gesangsvor- träge der GesangSabteilung der 2. Kompanie und des Wickertschen Männerquartetts (Gießen) wechselten mit Chören deS veranstaltenden DereinS und Wusikvorträgen der Kapelle ab. Während des ersten Teils de- reichhaltigen Programms hörte man mehr Darbietungen ernsteren Charakters. während der zweite Teil im Zeichen des Wiener Walzers, des leichteren Chorgesangs und der Musik stand. Den Höhepunkt des Gebotenen bildete der mit Orchesterbegleitung vorgetragene Straußsche Walzer .Rosen auS dem Süden". Der lebhafte Beifall des Publikum- forderte noch manche Zugabe. $ Lollar. 24. Jan. Am Sonntagnachmittag fand im DereinSlokal »Zum Schwanen" die Jahreshauptversammlung deS Veteranen- und KriegervereinS Lollar statt. Den Jahresbericht erstattete der 1. Vorsitzende. Martin Tau- b e r t. Es war ein arbeite- aber auch erfolgreiches Jahr, das neben der Erledigung sonstiger Ausgaben durch Geländeerwerb und den Dau eines Jugendheims seine besondere Bedeutung erhalten hat. Der Mitgliederstand blieb auf der Höhe des DorjahreS und beträgt 108 aktive, vier passive und vier Ehrenmitglieder. Die Rechnungsablage durch den Rechner Friedrich Deibel ergab ein zufriedenstellendes Bild. Anschließend gab für den Bauausschuß der Jugendleiter Karl Brück einen Ueberblid über die Entwickelung des Baues des .Hassia".Jugendheime«. Dem Derein angegliedert ist die .Hassia" - Iu - g e n d. Nach dem Tätigkeitsbericht des Jugendleiters fanden außer den wöchentlichen Heimabenden eine größere Anzahl Wanderungen oder Teilnahme an Geländespielen und mehrere Werbeveranstaltungen an auswärtigen Orten statt. Die Entwickelung der Hassia-Jugendbc- toegung in Lollar ist gut zu nennen. _ ueietttot restlos mich n den Hartnäckig» Fällen loifirtier uni "ar innerb 5-6 To Hühneraugen-rtapid (£ linitl. nui Löwen Drogerie W. Kllblngei Nacht. Seltersweg 69. Halbdaunenbett, mit Kissen 15,—. Preist .gr. Kirsch- berg. Berlin W 30* Nutz- und Arennholzversteigerung am Dienstag, dem 31. Januar, von g Uhr ab, in der IDiUfdjcn w.rtschaft zu Tre.s a. d. Lda. aus verschiedenen Distrikten der Försterei Treis: 557D Stämme, lm.- Liche. N, Kl. 2 6 St. = 2,43, Kl. 3 9 St. - 3,84, Kl. 4 6 St. - 4,21, Kl. 5 1 St. - 0,49; Buche, N: Kl. 4 1 St. - 0,76, Kl. 5 1 St. - 0,49; Kiefer, N: Kl. 1b 4 St. = 1,07, Kl. 2a 22 St. = 8,69, Kl. 2b 7 61 = 4,63, Kl. 3a 5 St. - 3,57, Kl. 3b 1 St. = 1,35; Derbstangen, Stück: Eiche 1 3. Kl., Fichte 402 1. Kl., 127 2. Kl., 63 3. Kl.; Reisstangen. Stück: 33 4. Kl.; Ruhscheiler: Buche 2 rm (gesp., 1,25 m lg), Eiche 10 rm (2,5 m lg., rd.), 2 rm (2,2 m lg., Gartenpfosten), 4 rm (gesp., 1,25m lg.); Brennholz: Scheiter, rin.- Buche 366, Eiche 71 (rund und gesp.), Kiefer 20, Weymouthskiefer 2; Knüppel, rm: Buche 195, Eiche 59, Kiefer 12, Fichte 21; Reisig, rm.- 3. Kl. Astr. Buch? 488, Eiche 5; 4. Kl. Schlagr.: Eiche 16, Fichte 10, Kiefer 5; Stocke, rm: 20 Buche, 3 Eiche, 11 Kiefer. Das Nutzholz wird zuerst ausgeboten. Das zur Versteigerung kommende Stamm« und Brennholz ist blau unterstrichen. Die Stangen werden sämtlich versteigert. Auskunft durch Herrn Förster Bingzu Treis und das Forstamt. Gießen (Moltkestr. 3). 24. Januar 1933. _______Hessisches Forstamt Gießen._______ Holzverkauf aus Revier Reinhardshaln! Dienstag, den 31. Januar. 9 Uhr. bei Gastwirt Erb, Beltershain, aus den Forst- orten Bcllershainerwald, Iungebuchen, Langebuchen, Laubachskopf und Wirber- germaldlache: rm Scheiter: Buche 684, Hainbuche 19, Eiche und Birke 64, Fichte 22, Kiefer 2; Knüppel: Buche 54, Hainbuche 38, Eiche 58, Fichte 8; Reisig: Laub 350 (geschätzt), Fichte 80; Stöcke: Buche 89. Mit S). 21. geschlagene Nummern komm :» nicht zum Ausgebot. 549D hessisches Forstamt Grünberg. ftür in jedem Haushalt unentbehrlichen Gebrauchsartikel, der begeisterte Aufnahme findet, ist der 548V MiMlM für Bezirk Gießen an geschäftsgewandte Persönlichkeit mit einigen hundert Mk. Betriebsm. sofort zu vergeben. 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Eines; •eltersweg ft* Donnerstag Kappen- Abend _ StadtKaffee Nr. 21 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Mittwoch, 2Tlan.iar 1435 Lugend und Hochschule. Als „Schneehase" mit den Ski-Studenten auf Fahrt Mit Jturffarf und Bretteln in 2000 Meter Höhe. artigen Themen beschäftigt hatten, tonnten sie wertvolle Vergleiche zwischen englischer und deutscher Anschauung und Veurteilung der Loge ziehen. Sie muhten über ihre Eindrücke Protokolle anfertigen, aber das waren alles Ausgaben, denen sie sich mit groher Vegeisterung zuwandten, weil es sich nicht um trockene Gelehrsamkeit, sondern um Dinge aus ihrem Leben handelte. Aach vier Wochen und vier Tagen kehrten sie zurück in die Schule, zur Fortsetzung dieses eigenartigen Unterrichtes, um vieles reicher und erfahrener geworden, als es sonst Schülern in den großen Ferien geboten wird. dauernden Aeuschöpfungen selbst verwechselt werden ... Alle diese Maßnahmen sind propädeutisch. Was in ihnen die Aot gebietet, bringt jedesmal auch ein Aeues mit herbei, das sich in Zukunft fruchtbar auswirken kann. Die Hauptsache aber ist die Wiedergesundung der weltwirtschaftlichen Beziehungen. Deutschland wird seinen Anteil daran nicht durch Bodenschätze und nicht durch billige Massenerzeugnisse gewinnen können, sondern nur durch Spitzenleistungen in der Qualitätsarbeit und durch Erfindungen, die in anderen Ländern nicht gelingen. Deshalb ist es für unser zukünftiges Gedeihen von absolut entscheidender Bedeutung, daß wir unser Schul- und Hochschulwesen nicht nur auf der bisherigen Höhe halten, sondern auf seine Höherleistungen alle Kräfte richten. Aus den tief- berechtigten sozialen Ausgleichsbestrebungen der Gegenwart folgt der Ruf nach Anteil auch der Aichtbesitzenden an einer guten Schulbildung. Dafür, d. h. zunächst für eine hochwertige Dolks- schulbildung, muh alles geschehen, auch unter schweren wirtschaftlichen Opfern. Aber es ist und bleibt ein gefährliches Mißverständnis, wenn man dieses Ziel durch Einebnung der Bildung und durch die Aiederhaltung der weiterführenden Bildungsanstalten zu fördern hofft. Genau das Gegenteil muh geschehen: für die den Durchschnitt überragenden Begabungen muß mit vermehrter Intensität gesorgt werden, nicht nur durch jene theoretisch-wissenschaftlich gerichteten Schulformen, die heute bezeichnenderweise in Aorddeutschland „Höhere Schulen" schlechtweg genannt werden, sondern durch ein reich ausgebautes Fachschulwesen mit eigenen, praktischen Bildungsg:dank:n. Bekanntlich gedeiht keine Tech- nik und Industrie ohne eine Mittelschicht gut ausgebildeter, führender Kräfte. Die führenden Köpfe allein genügen nicht. Diese aber müssen auf einer ebenso reich gegliederten Hochschulstufe nicht nur als Köpfe gebildet werden, sondern auch als Führende, das heißt aber: zu aufbauender Pionierarbeit, zu umsichtiger Erkenntnis der Lage und vielseitiger Umstellung, schließlich aber und vor ollem zu verantworllicher Menschenführung im Sinne pflichtbewußten Dolksdienstes. Das wird manche Umwälzung auch im Gesamt- Selbstverständlich, daß neben der nötigen Wäsche und den nötigen Kleidungsstücken auch Nähzeug und Verbandzeug da ist. Auch die Jungens Haven Nähzeug mit, wer heute auf Tour geht als Sportsmann, muß nähen und kochen können. In Zwieselstein im Oetztal hört die Fahrverbindung mit der übrigen Well auf, jetzt kann man nur noch die eigenen Pedale benutzen. Drei Stunden steiler Anstieg auf vereisten Wegen! Uns Schneehasen klopft das Herz, letzt wird's Ernst! Steigeisen werden untergeschnallt. Damit man auf einer glatten Stelle nicht so sachte in den Abgrund rutscht. Alles hat sich schon in Gruppen zusammengefun- den: Jungens und Mädels in froher Kameradschaft. Aber das gibt es nicht, daß etwa ein Kavalier dem Mädel die Bretteln trögt ober den Rucksack; beim Sport heißt es: Selbst ist die Frau ! Drei Stunden Anstieg. Der Mond scheint hell, und der Schnee leuchtet. Ja, wirklich Schnee! Weiß und knirschend — leider ein bißchen hart, das wird schwer werden für uns Anfänger in dem Harsch. Unser Quartier ist erreicht: ein kleines Haus mitten in der Bergwelt! Auch die Zimmer sind winzig klein, aber schon warm! Und Hunger hat man wie ein Wolf! Bratkartoffeln und Rührei gibt es, — ich glaube, feit Wochen hat es keinem von uns so geschmeckt. Und bann gleich zu Bett ... „Morgen um 8 Uhr antreten!" Die erste Nacht schläft man ungewiegt, draußen ist sternenklarer Himmel, morgen wird es schon werden! Antreten am Morgen, jetzt kommt der Ernst des Lebens. Die Gruppen werben eingeteilt: wir haben 40 Ski-Babys. Zuerst eine halbe Stunde Ski- Gymnastik, das macht die Glieder gelenkig. Dann erfolgt der Abmarsch zu den Uebungshügeln, respektlos auch „JDiotenwiefe" genannt — denn die „Meister" gehen schon gleich den ersten Tag auf eine kleine Wanderung. Und wir lernen in den nächsten Stunden, daß Skiläufen viel leichter anzuschauen — als zu erlernen ist. Doch Disziplin ist auch hier alles, wenn man meint, man schaffe es nie, — bann kann man sicher sein, baß es plötzlich Doch geht! Um 12 Uhr Mittagessen, draußen in Sonne und Schnee, und dann eine Stunde Ruhe. Wir haben uns Liegestühle aufgestellt, manche von uns liegen auch einfach auf den Brettern, — verwohnt sind wir alle nicht. Und nachmittags wieder auf Fahrt bis zur Dunkelheit. Wir alle sind glänzender Laune und halten feste Kameradschaft. Wir sprechen nicht über Politik und Parteihader ,— wir fühlen nur, daß wir jung sind, daß wir Kräfte sammeln für bas Leben, das es uns Jungen heute nicht leicht macht! Abends sitzt man zusammen, müde — aber sehr glücklich. Sogar ein Grammophon ist da nebst Radio, daß man den Anschluß an die „große Welt" nicht ganz versäumt. Andauernd guckt einer nach der Wetterecke". So ein bißchen Neuschnee wäre sehr schön; aber der Himmel ist unverändert klar! — 24 Primaner studieren England. Son Max Lenz. 2>e Schüler von heute haben es doch viel besser als wir, die wir vor Jahren die Penne besuchten. WaS wußten wir von Staatsbürgerkunde, Arber- terrecht und ähnlichen Dingen. — und es hätte uns doch im Leben mehr genützt, wenn wir einige Kenntnisse darüber gehabt hätten. Heute hat sich das gewandelt: nunmehr lernen die Schüler Dinge, die sie in ihrem späteren Leben angehen. Am weitesten hat es darin wohl die Unterprima einer Berliner Schule gebracht, die kürzlich eine S t u - dienreise i n s Ausland unternommen hat. Richt um bloß ^draußen gewesen" zu fein,_ nicht um zu zeigen: Seht, was wir uns leisten tonnen, sondern diese Reise, gemeinsam von Lehrern und Schülern unternommen, war ein Bestandteil des Unterrichts. Derartige Studiensahrten find nichts Ungewöhnliches mehr. Sie werden systematisch ausgebaut und beginnen bereits in Unterprima. Erst geht es in die nähere Umgebung der Stadt, damit die Schüler ihre engere Heimat tennenler- nen, und zwar nicht allein geographisch und geschichtlich, sondern auch, um die Lebensverhalt- nisse der Bewohner kümmern sie sich. Dann hat man die Reisen ausgedehnt: nach Ostpreußen, Thüringen, Bayern, um dort an Ort und Stelle einen Einblick in Industrie undLand- wirtschaft zu erhalten. In diesem Jahr hatte sich die Unterprima jedoch ein weiteres Ziel gesteckt. Im Unterricht waren gerade englische Geschichte und die Entwicklung des Bürgerstaates sowie ähnliche Dinge an der Reihe. 3m Minter gab es theoretische Erörterungen darüber; es schien nicht unwichtig, sich nunmehr praktisch mit diesen Fragen zu bewältigen. Dant des Entgegenkommens einer Reederei wurde ein Teil der Fahrt kostenlos gewährt. Mit einem Motorschiss ging es — vierundzwanzig Schüler, Jungens und Mädchen, unter der Führung dreier Lehrer — von Berlin los. Zwei Tage brauchte man bis nach Hamburg. In der Dämmerstunde legte das Schiss an und man übernachtete im Freien. In Hamburg verweilte man zwei Tage, bis das nächste Gratisfchiss fällig war, das die Klasse nach Rotterdam mit- nahm. Eine stürmische Reise, alle zollten der Aordfee ihren Tribut, aber die gute Stimmung verließ sie dennoch nicht. Dann ging es weiter nach Harwich und London. Vierzehn Tage wollte man bleiben, drei Wochen wurden es. Die Engländer bewiesen das größte Entgegenkommen und schraubten die Unkosten für Verpflegung auf ein Mindestmaß herunter. Die Unterbringung erfolgte umsonst. Die Ausgaben wurden übrigens aus einer gemeinsamen Kaff e bestritten. Jeder hatte bei gesteuert, was er konnte ; der Hörste Betrag belief sich auf neunzig, der niedrigste auf fünfzehn Mark. Kinder arbeitsloser Eltern hatte man von der Zahlung entbunden. Sogar das Taschengeld wurde zusammengelegt und gemeinsam verwaltet, so daß es keiner besser als der andere hatte. Die Ferien dienten nicht der Erholung oder gar dem Vergnügen, es hieß vielmehr: arbeiten! Allein wieviel Freude machte diese Arbeit. Die Klasse wurde in Gruppen eingeteilt, deren jede ein bestimmtes Gebiet zu behandeln hatte. Die eine widmete sich z. B. der _2Irt und Herkunft der Rohstoffe", eine andere Arbeitnehmer-, eine dritte Arbeitgebersragen eine weitere Gruppe der Betriebsfürsorge usw. Jede besichtigte dazu die in Betracht kommenden englischen Unternehmen und unterrichtete sich genau über alles Wissenswerte. Zur Erleichterung hatten sie einen Fragebogen m t und konnten sich danach die gewünschten Auskünfte holen. Der Tag war den Besichfigungen. dem ,Studium", Vorbehalten; einmal mutzte die Klasse aber auch um 23 Uhr antreten, um einen Zeitungsbetrieb in Tätigkeit zu sehen. Sonst wurde aber meist abends zwei bis drei Stunden „Schule abgehallen". Die Gruppen mutzten von ihren Erlebnissen und Ersahrungen Nationale Erziehungsfragen unserer Gegenwart. Don Professor Dr. Educrd Cpranger. Der bekannte Philosoph und Pädagoge der Berliner Universität ruft in seinem bei Quelle & Meyer in Leipzig erschienenen neuen Buch „Volk, Staat, Erziehung". das feine gesammelten Reden und Aussätze enthält, zur nationalen Erziehung der Jugend auf. Besonders eindringlich behandelt er die entscheidenden Gegenwartsvroblcme in einer noch nicht vorher veröffentlichten Abhandlung „Gegenwart", der wir einige Abschnitte entnehmen. Ausnahmezustand im höchsten Sinne ist nun Überall da, wo einem Dolle durch äußeren politischen Druck und durch unerträglich gewordene L^bensbedingungcn die Möglichkeit zu einem sittlich wertvollen Dasein und zur Auswirkung seiner sittlich ausbauenden Kräfte genommen ist. Man muß sich darüber [I ~.r fein, daß diese A-t von Aus- nahmezuftand auch Formen politischer Erziehung mit sich bringt, die sich von denen geordneter und ruhiger Zeiten unterscheiden. Dor allem muh einem Volk in solcher Lage immer wieder der Lebenswille gestärkt werden, d. h. es mutz zur nationalen Selbstbesinnung und Selbsterneuerung aufgerufen werden, damit es der Gefahr, sich unter dem Druck von außen selbst zu verlieren, nicht erliegt. Das deutsche Dolk lebt gern in Ideen und ist daher auch empfänglich für politische Ideal- bildungen, die auf einen höheren Völker- verein, auf einen Bund der sich für die Weltpolitik verantwortlich wissenden Staaten gerichtet find. Es muh eb't immer wieder daran erinnert werden, d ß der Sinn dieses Bundes Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der beteiligten Machte ist, nicht die einseitige Dorherrschaft der einen; denn eine solche Dorherrschaft soll ja gerade überwunden werden. 2e schwerer es ist, diese Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zwischen Ungleichen zu erhalten, um so unerläßlicher ist die Dorbedingung für ein großes Volk. erzählen; selbstverständlich tn englischer Sprache. Man widmete sich ferner politischen Fragen. Bei einem Besuch im Londoner Rathaus übernahm der ehemalige Transportminister terbert Morrison die Führung und hielt zum chlutz einen Vortrag über das Kommunalwelen. Rach einem Gang durch das Parlament, bei dem ein Parlamentsmitglied den Gastgeber spielte, begnügte man sich ebenfalls nicht mit dem blohen „Ansehen", sondern bekam auch einen Bericht über das Erziehungswesen. Schließlich sei noch der Einblick in die Munitionsfabrik von Vickers erwähnt. Da die Schüler sich bereits in Berlin mit Der» geift auch der bewährten alten Hochschulen erfordern, von der hier nicht die Rede fein kann. Eine neue Zeit erfordert neue Menschen, also auch einen neuen Lehrertyp auf allen Stufen und in allen Zweigen des nationalen Bildungswesens. Hierbei also handelt es sich nickt mehr um Den pädagogischen Ausnahmezustand, sondern um Zukunftsplanung im ernstesten und stolzesten Sinne. Und eben diese Möglichkeiten sind Dem deutschen Geiste so gemäß, daß wir auf sie zuverlässige Hoffnungen bauen können. Ganz falsch war es, wenn Der pädagogische Ausnahmezustand von manchen Verwaltungen nur im Sinne des „Abbaues" und der Ersparnisse gedeutet wurde. Falsch ist es. wenn man glaubt, gewisse im Moment notwendige Einschränkungen auch im Geistigen, eine z. Z. deutlich spürbare Wendung zu einer primitiven Menschenart. bedeute die Rettung für alle Zeiten. Das ist ein Stadium, durch das wir hin- durchmüssen. ohne den Blick ins Weite zu verlieren, es fei denn, daß wir Die abendländische Kultur bereits verloren geben. Jener auswärts führende Weg aber darf nicht wieder eine bloße Sache des Willens und deS individuellen Wirtschaftskampfes werden. Er ist eine Sache der Gesinnung, und er wird nur Dann zum Ziele führen, wenn er als eine gemeinsame Volksausgabe empfunden wird, bei Der es nur gemeinsam Arbeitende gibt, nicht Gewinner und Enterbte. Deshalb ist es auch mit guten Schulen nicht getan; sondern Der Erziehungsgeist muh das ganze Volksleben durchdringen, alle seine Lebenstreise erfüllen, bis in Den kleinsten Wirtschaftsbetrieb hinein. Die Verantwortung geht nicht nur auf Rentabilität, sondern auf Menschenseelen und in letzter Zielung auf das Doll. Jeder ist Erzieher im Dolk, nicht nur der hier geprüfte und beamtete sogenannte Fachmann. Jeder ist es schon in feinem stummen Dasein durch das, was er ist und tut Er soll es aber auch werden mit Dem vollen Bewußtsein, dah an ihm ein Stück deutscher Zutuns t hängt, weil er mit Menschen zusammen- wirkt. Deren Leistung ihre Qualität und Höhe nur aus ihrem vollen, ungedrückten Menschentum empfangen kann. Denn nur beseelte Arbeit fördert die Kultur des Volkes wie der Menschheit. Volkswirte Welfer des Staates Don den „Gameraiten* zur modernen Volkewinschafislehre. Don Or. Oskar H Nordmeyer, Berlin. 3m Bildungsgang der Staatsmänner spielte vormals das cameraliflische Studium die entscheidende Nolle. Es ist ein weiter weg, der von den „(Tarne ralicn“ einer früheren Zeit zum heutigen volkswirtschaftlichen Lehrgediet führt, in gleicher Weise charakteristisch für den Wandel im Wesen der Staatskunst wie für das geschichtlich zwar noch junge, seiner Bedeutung nach aber gewaltige Arbeitseid des mo dernen Volkswirts. Kaum ein anderes Wissensgebiet mußte in seiner inneren Entwicklung einen solchen Leidensweg gehen wie die Volkswirtschaft. Dah ein Staat auf Recht und Gesetz angewiesen ist, war schon im Geistes und Wirtschaftsleben des Altertums eine wissen schaftliche Binsenwahrheit. Die Medizin läßt sich als besonders umrahmtes Wissensgebiet soweit zu- rückversolgcn, wie es überhaupt eine Geschichte Der Menschheit gibt. Die Mathematik war in ihrer Existenzberechtigung lange vor ihrem Altvater Pythagoras rückhaltlos anerkannt. Daß aber eine weitausgesponnene und in sich selbst tausendfach oer* ästelte Volkswirtschaft ihre eigene Gesetzmäßigkeit Hot, die nach wissenschaftlicher Durchforschung und der befruchtenden Wechselwirkung von Theorie und Praxis verlangt, dieses Wahrheit bedurfte selbst in Der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts noch einer stattlichen Zahl wissenschaftlicher Vorkämpfer, um sich endlich in schwerem Ringen durchzusetzen. Die Art, wie das gebildete Publikum und ebenso der jeweilige wissenschaftliche Nachwuchs sich zu der jungen Wissenschaft stellte, war noch bis tn die jüngste Zeit hinein den widersprechendsten Aus- fassungen unterworfen. Wenn im Jahre 1905 ein junger Mann feinen Eltern mitteüie, er wollte „Ra tionalötonomie" studieren — diese Bezeichnung war damals besonders in Mode —, so wurde er meist schon mit dieser Erklärung als eine zu neun Zehnteln entgleiste Existenz betrachtet. Andere sahen in dem volkswirtschaftlichen Studium den Startplatz für alles und zugleich für nichts und griffen zur Volkswirtschaft in einer Art von Verlegenheitsgeste. Leider konnte die volkswirtschaftliche Disziplin diese gefühlsmäßigen Unklarheiten auch bis in die heutige Zeit hinein noch nicht völlig abwehren. Die Ursache ist bei der Gesetzgebung zu suchen, die es allen berechtigten Wünschen zum Trotz bis zur Stunde an der unerläßlichen, klaren, staatlichen Normung Des wissenschaftlich und praktisch Durch- gebildeten Volkswirts fehlen ließ. Der Mediziner und der Jurist, der Zahnarzt und der Philologe, sie alle haben chre Approbation bzw. ihr Staatsexamen und in Verbindung damit auch ihre geregelte praktische Ausbildung sowie die vom Staate geschützte Standesbezeichnung. Der erst nach dem Kriege geschaffene akademische Grad „Diplomoolkswirt" wird Dem ganzen Zustandekommen dieser Bezeichnung nach innerhalb wie außerhalb des volkswirtschaftlichen Faches als Titulatur angesehen, die eine sachliche Berufs- und Standesabgrenzung keineswegs ersetzen kann. Mft Recht wird vom Reichsverband der Deutschen Volkswirte an feiner Stelle der „Wirtschafllreferendar" mit dem nachfolgenden „Wirtschaftsassessor" sowie der staatlich anerkannte „Wirtschaftsanwaft" gefordert. Der Reichsverband erhebt auch mit allem Nachdruck die Forderung eines verschärften S'andes- schutzes gegenüber Pseudo-Hochschulen und Pseudo- Volkswirten. Solange noch Die zureichende staatliche Abgrenzung fehlt, muß Der „RDV " hinter dem Wort Volkswirt, Die Zugehörigkeitsbezeichnung zum Reichsoerband Der Deutschen Volkswirte, unteren Behörden, Wirtschaftsorganisationen und jedem kaufmännischen Unternehmen die Gewißheit des vollwertigen Bildungsganges vermitteln. Die Volkswirtschaft als Wissenschaft, die akademische Normung und Durchbildung des in der Praris des Lebens stehenden Volkswirts hat einen weiten Entwicklungsgang hinter sich. Ein gewaltiges Aufgabengebiet steht vor ihr. Denn das volls wirtschaftliche Kräftespiel einer Nation beherrscht heute alle staalliche wie private Lebensgestaltung. So fing es an: mit betrübter Miene hat man in ( der Zeitung die Wetterberichte gelesen und ist all- i mählich zu der Erkenntnis gekommen, daß in diesem ! Jahre die Veilchen wohl eher sprießen werden, ehe ; man eine Schneeflocke zu sehen bekommt. Da geht i plötzlich Das Telephon: .Hier Ski-Kursleitung des Akademischen Sport- * 1 Vereins in M. Sie wollten dock mit uns auf Fahrt ' gehen. Morgen geht es los. Treffpunkt 7 Uhr Haupt- I bahnhof München!" Die Zeitung fliegt in die Ecke, dafür wird der schon bereitliegenbe Rucksack hervorgeholt, die Sli- ftiefel noch einmal geölt, Die Bindung an den Bretteln noch einmal nochgesehen, ein schadhafter Riemen ausgewcchselt, Sonnenbrandkrem eingepackt — und plötzlich sieht der große Rucksack so wohlgesüllt aus, daß man meint, er würde jeden Moment ausein- anderplatzen. Aber einen Koffer mitnehmen kommt nicht in Frage, „auf Fahrt mit den Ski- Studenten" geht man nur mit Rucksack! Um 7 Uhr puf dem Münchner Hauptbahnhof. Alle im Skianzug, alle mit glänzenden, erwartungsfrohen Augen. 150 „Mann" sind wir. Jungens und Mädels, aus allen Fakustäten, Medizener, angehende Juristen Philosophie-Studenten und auch „Zünftige", Die Sportstudenten. Mit ist doch ein wenig bange, Denn ich habe noch nicht oft auf Den Skiern gestanden, aber man wird gleich beruhigt, denn es sind drei Skilehrer mit auf Tour, jeder bekommt eine Gruppe, die Meist.rläufer, die Mittelguten, und die Anfänger, auch „Schneehasen", ,,Ski-Babys" ober „Schneehopper" genannt Ich bin also ein Schneehase. Eine Frage beschäftigte alle: „Wo gibt cs in diesem Jahre Schnee?" „Wir müssen 2000 Meter hoch hinauf, erst da fängt es an!" Ein Waggon steht für uns bereit Wir sind angetreten, Rucksack auf der Schuster, die Bretteln im Arm, schnurgerade ausgerichtet Die drei Skilehrer treten vor: „Ein dreifaches Ski-Heil!" „Ski-Heil! Ski-Heil! Ski-Heik!" Unsere Stimmen füllen die Bahnhofshalle. Grade ist Der Schlafwal nzug aus Berlin gekommen. Fenster schieben sich auf, verschlafene Gesichter schauen uns an, aber alle lächeln, wenn sie uns ent- । decken. Die Fahrt geht los — ms Oetztal nach 1 Gurg 1. Dort ist Professor Piccard mit seinem Sftatosphären-Ballon bei seiiner ersten Fahrt gelandet, auf seinen Spuren werden wir also in der Gletscherwelt wandeln. „Kinder, wie ist denn der Schnee da oben?" Man will es gar nicht glauben, daß es überhaupt Stellen gibt, wo bei diesem frühlingswarmen Wctter Schnee liegt. Die Jagd nach dem Schnee beschäftigt uns alle. Jedes weiße Fleckchen, das man vom Zug aus erspäht, wird mit Jubel begrüßt! Zum erstenmal werden die Rucksäcke aufgeschnürt. Man staunt, was alles in einen Rucksack hineingeht daß es selbst mit der ihm Ankommenden Macht in Den Völkerbund eintrete und nicht als eine Ration minderen Ranges nur geduldet sei. um sich in wichtigen Dingen Übervorteilen zu lassen. E-s war nicht leicht, dem deutschen Volk nach dem tragischen Ausgang seines gewaltigsten Ringens die'es e-läftbelDu' t'e'n. diese Selbstachtung und diesen Glauben wiederzugeben. Jahrelang hat es daran nur zu sehr gefehlt Der Mann, der diese Verzweiflung und diese Sewstwegwer- fung gebannt hat. hat Großes geleistet. Das Ziel hat er mit heroischer Kraftansvannung festgehalten. Schwer ist es. auch den Weg in jeder Wendung richtig zu gehen. Denn Politik ist nicht nur Ethik des Zieles, sondern auch Kunst Der Wegfindung. Das zweite, was in einem solchen potitiicy- pädagogischen Ausnahmezustand durch besondere Maßnahmen gestärkt werden muß, ist der W e h t- teilte. Wehr ist zunächst Abwehr, und diese ist nichts als Wille zur Freiheit. Eine Ration die nicht ihre Freiheit liebt, ist schon halb gestorben. Unter Kulturstaaten, die durch unzählige Interessen verflochten find, herrscht durch eben diese Verflechtung genau so viel Auseinanderangewie- sensein wie ständige Spannung und Kriegsgefahr. Daß Meer trennt und verbindet. Das gleiche gilt von Der Weltwirtschaft: sie ist Konkurrenz und Solidarität. Die fchwerste Bedrohung des Friedens liegt Dann vor. wenn em großes Volk von Den anderen in unwürdigen Daseinsbedingungen gehalten wird. Denn Druck erzeugt Gegendruck ... Das Entsprechende gilt drittens von einer ge- fäbrDetcn W i r t s ch a f t s s i t u a t i o n Des Volkes. Es ist nicht nötig zu schildern w.e sie in der deutschen Gegenwart aussieht. Schreiende Ungleichheit Der Desihverhältnisse hat noch von jeher Die Einheit Des Volksbewuhtseins unD damit Die Festigkeit Des betreffenDen Staates untergraben. Ohne sozialen Ausgleich keine Erneuerung Deutschlands. Wo Millionen nicht einmal Anteil an Der Arbeit Der Volkswirtschaft gegönnt ist, Da ist Die GesamtlebensorDnung bis in Die letzten Wurzeln hinab gestört. Hier muh Der Staat mit AuSnahmemahregeln eingreifen. Die immer auch eine volkserAiHerische Seite haben werben. Aber gerade hier Darf Die augenblicklich gebotene Rotmaßnahme nicht mit zukunftreichen Das internationale Reitturnier in Berlin, i Am 27. Januar beginnt in der Reichshauptstadt das große internationale Reitturnier, an dem die hervorragendsten Reiter Deutschlands und feiner Nachbarländer teilnehmen. Oben links: Reichswehraberleutnant van Mo mm, daneben Oberleutnant Haffe. — Unten von links nach rechts: Oberleutnant Sahla, der holländische Rittmeister de Kruiff, sowie der Führer der deutschen Reichswehroffiziere Major Freiherr von Waldenfels im Gespräch mit der hervorragenden Turnierreiterin Frau von Opel. Wirtschaft. Weitere gute Entlastung derAeichsbank D e r I i n, 25. Jan. (WTB.-Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. Januar hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 113,1 Millionen auf 2762,6 Millionen RM. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Hanbelswech- fein und Schecks um 97,3 Millionen auf 2287,3 Millionen RM., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 12,9 Millionen auf 8,6 Millionen RM. und die Lombardbestände um 3,5 Millionen auf 67,9 Millionen Reichsmark abgenommen. Die Effektenbe- ftä"^ dagegen um 0,6 Millionen auf 398,8 Millio- r ommen. An Reichsbanknoten und Rentenbank, i ,uimnen sind 132,7 Millionen RM. in die Maifen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 127,1 Millionen aus 3143,8 Millionen RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 5,6 Millionen aus 385,7 Millionen RM. verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 41,3 Millionen RM. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 387,2 Millionen RM. eine Zunahme um 33,8 Millionen RM Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 0,2 Millionen auf 921,1 Millionen RM. erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 5.4 Millionen auf 806,5 Millionen RM zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 5,2 Millionen auf 114,6 Millionen RM abgenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungssähige Devisen betrug am 23. Januar 29,3 v. H. gegen 28,2 o. H am Ende der Dorwoche. Berlin günstige (hrundstinnnung. Berlin, 25. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die nach wie vor undurchsichtige innerpolitische Situation wurde an der Börse nicht mehr so wichtig genommen. Die Geschäftsunlust des Publikums blieb im allgemeinen bestehen, und nur für Spezialwerte bestand einiges Interesse. Man beurteilte die Arbeitslosenziffern nicht ungünstig, vor allem trug aber der über Erwarten gute Reichsbankausweis für die dritte Januarwoche zu einer freundlicheren Grundstimmung bei. Montane eröffneten bis zu 1>4 v. H. fester, da Nachrichten über angeblich bevorstehende französische Kohlenkäufe aus Stillhaltegeldern, sowie Verlautbarungen, daß der letzte russische Röhrenauftrag insgesamt etwa 60 Millionen Mark ausmache, anregten. Braunkohlenwerte tendierten uneinheitlich, Ilse fielen durch einen Gewinn von 4 v. H. auf. Kalipapiere, Kabel- und Drahtwerte, Papier- und Zellstoffwerte, sowie Gummi- und Linoleumwerte lagen geschäftslos und ziemlich unverändert, nur dnntigummi waren im Verlaufe mehr als 1 v. S). befestigt. Von chemischen Werten fielen besonders Farben durch lebhafteres Geschäft und festere Haltung auf. Gegen 13 Uhr lag dieses Papier V/< v. H. über dem Vortag. Elektrowerte xogen aus den geplanten Elektroaufträgen des Arbeitsbsschaffungs- Programms, die sich auf 42 Millionen Mark belaufen sollen, Nutzen. Nur Elektrische Werke Schlesien waren auf'kleines Angebot 21/» v. H. gedrückt. Gasaktien, Metallwerte, Bauwerte und die Banken, mit Ausnahme der 1 v. H. schwächeren BEW., waren etwas freundlicher. Autoaktien, Kunstseide- und Tex- tilroerte, Brauereien und Derkehrswerte tendierten uneinheitlich. Stärker gedrückt waren von diesen Werten Stöhr und Hamburg-Süd, die bis zu 1% v. H. verloren. Unter Wasserwerkanteilen fielen Charlottenburger Wasser durch einen Gewinn von VZi v. H. auf. Im übrigen sind Polyphon, Süddeutsche Zucker und Tietz mit Iprozentigen Besserungen zu erwähnen. Maschinenfabriken eröffneten vorwiegend etwas schwächer, konnten sich dann aber erholen. Uederhaupt ergaben sich im Verlaufe unter Schwankungen meist kleine Besserungen. Deutsche Anleihen gewannen bis zu 20 Pf., variable Industrieobligationen zogen bis Yi v. H. an. Die übrigen Renten, darunter Reichsschuldbuchforderungen, lagen bei kleinem Geschäft und wenig veränderten Kursen gut stetig. Von Ausländern lagen Bosnier und Tehuantepec, sowie mexikanische Bewässerung bis 40 Pf. schwächer. Am Geldmarkt machte sich, obwohl die Sätze unverändert blieben, doch angesichts des bevorstehenden Ultimos eine gewisse Versteifung bemerkbar. Am Privatdiskontmarkt lag kleines Angebot vor, die Nachfrage überwog aber. Reichswechsel per 25. April und Reichsschatzanweilunaen per 17. Juli blieben weiter gefragt. vronffurt frcunu-»». Frankfurt, 25. Ian. (WTB. Drahtmeldung.) Im Anschluß an den Abendbörsenverkehr eröffnete auch die heutige Börse in freundlicher Grund st immun g. Das Geschäft war in Anbetracht der noch ungeklärten innerpolitischen Lage zwar sehr klein, doch war man etwas opti- mistischer gestimmt, weil man mit einer Vertagung des Reichstages zu rechnen scheint, was sich auf die Wirtschaft nur günstig auswirken konnte. Von der Kundschaft lagen kleine Kauforders für einige Spezialwerte vor, die dem Gesamtmarkte einige Anregung boten, ebenso wie die Tatsache der relativ günstigen Entwicklung der Arbeitslosenziffern. Die ersten Notierungen tarnen zwar wiederum nur sehr langsam zustande, doch überwogen Befesti- gungen von 0,50 bis 1 o. H. IG., bei denen man mit einem in den nächsten Tagen wahrscheinlich herauskommenden guten Quartalsbericht rechnet, gewannen 0,50 v. H. Fest lagen auch Scheideanstalt, für die anhaltend gute Käufe den Kurs um 1,50 v. H. fester eröffnen ließen. Rütgerswerke zogen 0,75 v. H. an, Metallgefellfchaft blieben behauptet, während Deutsche Erdöl 0,40 v. H. nachgaben. Am Montanmarkt boten die Russenaufträge auf Nebenmaterialien eine gewisse Anregung, und unter Bevorzugung von Stahlverein (plus 1 v. H.) lagen die Kurse von 0,25 bis 0,75 v. H. höher. Am Elektro- markt standen AEG. mit plus 2 v. H. im Vordergrund des Interesses, wobei die Verteilung von 42 Millionen RM. für das Arbeitsdefchaffungspro- gramm an die Elektroindustrie guten Eindruck machte. Lahmeyer gewannen 2 v. H., Siemens auf die bevorstehende Bilanzsitzung, von der man ein relativ günstiges Ergebnis erwartet, 1,50 v. H., Dekalo, Licht und Kraft und Lechwerke lagen 0,25 bis 0,50 o. H. freundlicher. Von Nebenwerten blieben Kunstseibeaktien, Bauunternehmungswerte und Schif- fahrtsaktien behauptet, ebenso Reichsbankanteile und Daimler. Süddeutsche Zucker und Zellstoff Waldhof waren bis zu 1 o. H. fester. Deutsche Anleihen lagen sehr ruhig und behauptet. Späte Reichsschuldbuchsorderungen, Reichsbahnvorzugsaktien und Stahlvereinbonds lagen etwa 0,13 bis 0,25 v. H. hoher. Don fremden Werten eröffneten 4prozentige Einheitsrumänen unverändert. Der festoerzistsliche Markt lag sehr ruhig, die Kurse waren für Gold- und Liquidationspfandbriefe, sowie für Kommunalobligationen meist un- oeränbert, vereinzelt auch 0,34 o. H. höher taxiert. Stadtanleihen, Industrieobligationen, sowie Reichs- und Länderanleihen lagen meist unverändert. Im Verlause war die Stimmung freundlich, tfas Geschäft schrumpfte aber stärker zusammen. Nach vorübergehender leichter Erholung bröckelten die Kurse später auf das Anfangsniveau ab. lagesgelb war zu 3,25 v. H. unverändert und leicht. Schwememarkt in Gießen Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 6 Ferkel zum Verkauf. Da infolge der Kälte keine Käufer erschienen waren, mußte der Besitzer der 6 Ferkel die Tiere wieder heimfahren. frankfurter toetreiöcbörie. Frankfurt a. M., 25. Ian. (WTB Drahtmeldung.) Der Frankfurter Getreidemarkt verkehrte auch heute in sehr stiller Haltung, doch waren die Preise meist unverändert, mit Ausnahme von Weizen, bei dem starkes ßanbangebot vorlag, was ben Preis erneut um 1 bis 2 Mark brückte. Auch bie Mehlpreise würben um Vk für Weizenmehl ermäßigt, Roggenmehl war etwas besser beachtet. Das Kraslfuttergeschäft hat trotz bes anhaltenben Frostwetters nicht bie erwartete Belebung erfahren, boch blieben bie Kurse bes Marktes gut behauptet. Es würben notiert: Weizen 198 bis 199; Roggen 162,50; Sommergerste für Brauzwecke 180 bis 182,50; Hafer (inlänbifcher) 130 bis 135; Weizenmehl (fübbeutsches Spezial 0) 28 bis 28,75; Weizenmehl (nieberrhein.) 28 bis 28,75; Roggenmehl 22,25 bis 23,25; Weizenkleie 7,50: Roggenkleie 7,85 bis 8. — Tenbenz: ruhig. Hücheriisch. — Max Jungickel: Die Meldung. 64 Seiten. Preis: 1 Mk. R. Voigtländers Verlag, Leipzig, 1933. — (449.) — Die kleine Erzählung schildert eine Episode aus den letzten Tagen des Weltkrieges: die Vision des Meldegängers, der nicht sterben kann, ehe er seinen Auftrag erfüllte. - — Erwin Liek: K r e b s v e r b r e i t u n g , Krebsbekämpfung, Krebsverhütung. 252 S. Geh. 5 Ml., Leinen 6,50 Mk. I. F. Leh- manns Verlag, München 1932. (436.) — Der bekannte Danziger Arzt Dr. S. Liek faßt in übersichtlicher und auch für den Laien verständlichen Form den gegenwärtigen Stand der Krebsforschung und Krebsbekämpfung kritisch zusam- Ein Goethe-Gchiller-Museum Das Schlößchen in Leipzig.Gohlis, ein anmutiger Barockbau, soll zu einem Goethe-Schiller Museum umgestaltet werben. Das Schlößchen, bas bisher in Privatbesitz war, steht zur Zeit völlig leer. men; Sinn und Zweck seines Vuches ist weder für ein neues noch für ein altes Krebsmittel zu werben, sondern auf die bisher vernachlässigten Möglichkeiten einer Krebsverhütung hinzuweisen und zu stärkerer Arbeit in dieser Richtung anzuregen. Das Buch verdient wegen seiner eingehenden Materialsammlung, der Gegenüberstellung von Kritik und Antikritik und der Anführung zahlreicher Fälle aus der Praxis das Interesse weiter Kreise. Cs schließt mit den Worten von Prof. August Vier: „Ohne Optimismus kann man kein Arzt sein." — — Hans Possendorf: Gerbergass« Rr.7. Roman. (Verlag Knorr & Hirth, München.) Leinen 3,60 Mk. (531) Das Haus „Gerbergasse Rr. 7" ist ein Spukhaus. Die merkwürdigen Dinge, die sich dort ereignen, sind der Auftakt zu einer Reihe von Ereignissen, welche eine ganze Stadt monatelang in Aufregung versetzen. Die Heldin des Romans ist eine junge Schauspielerin, mit gewissen okkulten Eigenschaften begabt, die der Intendant mit Anträgen verfolgt. In dem von ihr bewohnten Hause Gerbergasfe Rr. 7 beginnt es seit langen Iahrzehnten zum erstenmal wieder zu spuken. Es kommt zu einer Katastrophe an - einem Theaterabend, an welchem die Schauspielerin den Intendanten erschießt. Wie sich dieser Fall nun aufklärt, ist so spannend erzählt, wie es nur Possendorf kann. — Der alte Heim. Ein Familienbuch nach Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, mündlicher unb schriftlicher Ueberlieferung. Mit guten Vollbilbern. Martin Warneck Verlag, W 9. Leinen 5 Mark. — (431.) — Der alte Heim, ber bekannteste unb volkstümlichste Arzt bes alten Berlin, war nicht nur ein Menfchenfreunb voll Derstänbnis unb Hilfsbereitschaft für jebe leibliche unb seelische Not, — seine Briefe unb Tagebuchaufzeichnungen sinb Selbstzeug' nisse voll Originalität unb Humor, voll schlichter Frömmigkeit unb inniger Liebe zu Heimat unb Natur. Es gewährt auch heute noch bem Leser Genuß, sich in sie zu vertiefen. Durch seine Behanblungs- methoben, von benen bie heutige Aerztewelt mit Interesse Kenntnis nehmen wirb, burch ein beispielloses Glück bei allen seinen Kuren würbe Heim zu seiner Zeit ber gesuchteste Arzt in Berlin. — Die Heimatlehre vom Deutschtum unb feiner Natur. Von Universitätsprofessor Dr. K. Guenther. Mit 15 Abbilbungen. Preis 25 Pf., bei Sammelbezug billiger. R. Votgtlänbers Verlag, Leipzig unb Verlag I. Neumann. Neu- bamm. — (448.) — Dieses mit schönen Silbern ausgestattete Heft faßt bie Heimatlehre bes weitge- reiften Naturforschers unb bekannten Heimatfchützers kurz, aber vollstänbig zusammen. Es will ben Nachweis erbringen, baß alles Deutschtum in ber Natur bie tiefste Wurzel hat, unb baß ohne Wiedergewinnung ber notwenbigen Derbinbung bes Volkes mit seiner Heimatnatur kein Aufstieg möglich ist. Dazu müssen wir roteber verstehen, was Meer, Wiese, Walb, bie Tiere unb Pflanzen uns zu sagen haben unb aus Sage, Märchen unb beutscher Kunst bas Lied ber Natur heraus hören, bie seit alter Zeit bie sicherste Quelle ber schöpferischen Volksseele war. L. 6 Stück? 0^/12 Stück 40 H rru£ e£klen<3^ltn-3>kato5 Donnerstag, ben 26. Januar 1933, nad> mittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen' Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 56 ID 1 Registrierkasse, 2 Diwans, 1 Klavier, 2 Kühlschränke, 3 Schreibmaschinen, 1 Schlafzimmer, 1 Warenschrank, 1 Fri- seurtoilette, 3 Sofas, 1 Stänberlampe, 3 Gläserschränke, 1 Wirtschaftsbüsett, 1 Babeofen mit Wanne, 2 Schreibtische 3 Kleiberschränke, 2 Wanbbilber, 1 Korn- mobe, 2 Grammophone, 1 Nähmaschine, 1 Rabioanlage, 1 Vertiko, 2 Büfetts, 1 Nähtisch, 1 Bücherschrank, 1 Krebenz, 1 Opel-Personenwagen, 1 Harmonium, 1 Bohrmaschine. Möll Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstraße 33 — Telephon 3239 Holzversteigerung. Freitag, den 27. Januar 1933, vormittags 10 Uhr, werben in ber Wirtschaft des Philipp Arnolb aus ben Distrikten Haug, Horst, Suhl, Schnabel, Rehstanb unb Finkenholz nochstehenbe Sortimente oerstei- gert: 556D 5 Eichen-Abschnitte = 3,25 fm, 1 Kiefern- Abschnitt = 0,86 fm, 4 Buchen-Abschnilte = 3,87 fm, 2,8 rm Eichen-Nutzscheit, 30 rm Fichten-Nutzscheit, 500 Fichten-Derbstan- gen, 5000 Buchen-, Eichen- unb Fichten- Wellen, 100 rm Buchen-, Eichen- unb Fich- ten-Scheit, 20 rm Buchen-, Eichen- unb Fichten-Knüppel, 20 rm Stockholz. Das Nutzholz kommt zuerst zum Ausgebot. Leihgestern, ben 24. Januar 1933. Bürgermeisterei. 478D 329 rm Eichenscheit 240 rm Eichenknüppel 135 rm Buchenrollen 486 rm Buchenknüppel 8520 Stück Buchenwellen 55 rm Nabelholzknüppel. Sranbobernborf ben 19. Januar 1933. Der Bürgermeister: Stahl. Brennholzversteigerung Freitag, ben 27. Januar 1933, vormittags 10 Uhr anfangenb, werben im Gasthaus „Zum Bahnhof", dahier, folgende Mengen Holz öffentlich versteigert: Distrikt 4, 19a, 19b, 32c. 36a und 40: Wissenschaftliche Werke äonaergoDikt oai BrühVschen Druckerei Besondere Belegenheiten in Schreibmaschinen bei Niederhausen Seltersweg 17.1. Stock v. Kleide1 hauR KdhlerU4gQ | Verkäufe | DUlUUQt mit rromt- futtern!, vernickelte BoofdsmiitiUiinhP Gr.28, zu verkaufen. OB» KirchatraBe 8 Bienenhonig lemfter Oual., Mb 1,20Ml.o.Gl.,verk tolanne Banat 7«?7v Ed. Schäfer, Imker tim Ätaürungsb. 10. l'M-Wi Mtnoagen mit Kastenaufbau, neuro, sehr vreisw Opel. Gießen ,Vrnnffune* Str 52 Nähmaschine^ mit Garantie, aut arbeitend, f. 30 Mk. abaun. Asterweg 441. JlingS 0507 Bienen: Honig gegen Grippe, Asthma. Schleim, Husten Kräuterhaas Jung in d. Schulstraße Fachgeschäft für Honige (Versand nach auswärts!) Kdufqesuciie liiiiiiiilliiiiiiiliillllllllllllllj @«uie Fahrkuh lSimmentalerllioch- tragenb ober frischmelkend,zu tauf.sseo Wilh. 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