f-acM ec-xr ßriMAN W R Ml** kZ | A.MD M^W W K W-^Vtv; ■Sri i'j’.R $/ r j, ''-tfäLjgr ''■'<#$ k« F y*y2.#// y» K- r iÄ/- ' ■äk/yxy >•-,- , •*:« • M Sints: I v ’*’’■a^2 k ■■-'£"* s !Ä... I WM *y "■ vi' :*v* • //' SH» Gebmistag der Kaiserin Auguste Moria Die Wallfahrt zum Antiken Tempel in Porsdam, wo die Kaiserin begraben liegt, rinz begibt sich zu dem Grabe, um an der letzten Ruhestätte seiner Mutter einer — Rechts: Der utter einen Kranz nieder- zulegen. Kanzler (X) bei seiner Friedensrede an der Kehlheimer Befreiungshalle, die vor 70 Jahren zum Gedenken an die Feldzüge 1813 und 1815 errichtet wurde. um dieses Wunderwerk der süßen Architektur zu bauen. Dieses Brandenburger Tor im Taschenformat wiegt 40 Pfund und ist auf der Bäckerei- Ausstellung zu sehen, die in den Hallen am Zoo veranstaltet wird. 4000 Backbetriebe und 50 Konditoreien zeigen dort wahre Spitzenleistungen handwerklichen Schaffens. Es gibt unter diesen Konditoren hervorragende Virtuosen, denen es gelingen würde, die Gebäude der ganzen Welt in Marxipan herzustellen. Großes Aufsehen erregt z. B. der Funkturm, der aus lauter Gebäckstücken zusammengestellt und 5,50 Meter hoch ist. Jener wackere Mann, der dem Volkskanzler zu seinem Geburtstag die riesige Torte gebacken hat, zeigt in Marzipan die Friedenskirche und das Stadtschloß in Potsdam sowie die Feldherrnhalle in München. Die Bedeutung, die solchen Monumenten aus Zucker zukommt, ist freilich eine mehr platonische. Es wird wenig Berliner geben, die Wert darauf legen, zu Haufe auf ihrer Kredenz die Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche aus Marzipan aufzustellen. Die gute alteZeit im Schaufenster Die glänzenden Spiegelscheiben Berlins verkünden den neuen Geist. Selbst die großen luxuriösen Geschäfte, die vielfach einen internationalen Stil aufwiesen, geben sich Mühe, mit der Zeit Schritt zu halten. Motive nationaler Wertarbeit beherrschen sogar die glitzernden Schaufenster des Berliner Westens. Wer am Abend einen Spaziergang durch die Leipziger Straße und durch die belebtesten Nebenstraßen macht, wird überrascht stehen bleiben, um die zahlreichen Läden zu bewundern, in denen das deutsche Handwerk in einer ebenso vornehmen wie einfachen Weise seine kulturelle Sendung dokumentiert. Mancher Berliner, der früher an solchen Geschäften gedankenlos oorübergegangen ist, wird erst heute erkennen, wie groß die Tradition ist, die Nerlin im Spiegel -er Tradition Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstadt. •w hcharbeiitt bes Deutschenholz» " hielt am Sonntag» 1 Tkverkfchaflzhaufes eine Liter K. Letz Men) Wesen der Deutschen ör» l a. folgendes aus: Der ’btmb siehe zur Seit wegen Kamps. Sana iVi Za-rt gewesen, augenblMch sei Larii in Kraft. Die Arbeit h die Verhältnisse In der und. Tie Icdeutung der marMschn Herrschaft fast nirgends Lech! und ! auch besonders bezüglich Umroiljung feien von igen im Gebiet der hie- >00 Im verband gewesen. ben iMomlsoMimui urd) fei ber Jtampf un tsbebmgungen Ä tngcb*cv. te W* u ttttWfr- \\t tXxüxete. 2er tzuhru Wv daß der ürtotit mal soviel taufen tonne, is DirtfchaftrbiG, dar sich In könne. Die vrisklaffen- i LrbeNokberorganifatwnen ! voraeichlogen worden sei, i3c den Lebensverhalt' e!d. Die Lrbeiterstzst fel dem Rammen aln Lu'd^ mter marriftifdjer jenfN nf ab, roröere aber vorn S m der Zeit, mb« ttm nenidjenmürötge Lohne bi hak er bei der Arbeiter- °'k 8* M von wbenen 3R’®onen fc0l,n ’ Arbeitgeber dem n lei 'n btt nur M bai w?1' .xnne was W«r Vorteil itÄö* den Namen mancher Werkstätten mit der ruhmreichen Vergangenheit Preußens verknüpft. Die kleinen Läden der Handwerker in den Nebenstraßen des Berliner Zentrums stehen alle im Zeichen der Wiederweckung alten Kulturgutes. Viele Geschäfte sind bekränzt und mit bunten Girlanden bezogen. Wie ein mahnender Wegweiser in die Zukunft ragt überall das Bild des Führers hervor. Die Gold- und Silberschmiede zeigen ihre Kunst in einer Ausstellung am Potsdamer Platz. Der Laie, der gewohnt ist, mechanisch erzeugte Serienarbeiten als ein selbstverständliches Produkt moderner Zivilisation hinzunehmen, macht sich keinen Begriff davon, wie groß die persönliche Begabung und Phantasie eines Menschen sein muß, um solche Werte zu schaffen, wie sie manche kunstgewerbliche Arbeiten darstellen. Ende der „Gtuttenbörse". Das Berliner Straßenbild hat sich auch in anderer Hinsicht in vielem geändert. Die Bettler, die sich früher in allen belebten Straßen breit gemacht hatten, scheinen sich allmählich zurückzuziehen. Die „S t u l l e n b ö r s e", auf der die routinierten Berliner Bettler ihre Waren gegen Gewinn zu verkaufen oder auszutauschen pflegten, wird bald Pleite machen. Es hat gerade in der letzten Zeit in Berlin erschreckend viele Menschen geaeben, die nicht aus wirklicher Not bettelten, sondern aus Scheu vor redlicher Arbeit. Da der Berliner ein gutes Herz hat, konnten besonders die zahlreichen Charlatane unter den Bettlern, die ein Gebrechen vortäuschten, ein bequemes Leben führen. So wurde in der „Stullenbörse" mit allen möglichen Dingen ein schwunghafter Handel getrieben. Die Bettler, die tagsüber an beiden Seiten des Kurfürstendammes hockten, versammelten sich meist zu später Abendstunde in gemeinsamen Räumen. Da ist so mancher Blinde wieder sehend geworden, und mancher Lahme konnte frisch wie ein Fisch im Wasser umherhüpfen. Es ist klar, daß die Nationalsozialisten diesen Unfug nicht länger dulden konnten. Wer wirklich Not leidet, hat jederzeit die Möglichkeit, in den zahlreichen, glänzend organisierten Wohlfahrtseinrichtungen seinen Hunger zu stillen und braucht nicht durch ein ewiges Schütteln des Kopfes ein Nervenleiden zu markieren. Es gibt gewiß viele alte gebrechliche Männer und Frauen, denen nichts anderes übrig bleibt, als auf den Straßen Berlins Almosen zu heischen. Aber auch in diesen Fällen ist die Berliner Stadtverwaltung entschlossen, Abhilfe zu schaffen. prima Silberrüstung zum ersten, zum zweiten, zum dritten! Wenn etwa ein kleiner älterer Herr mit Schmerbauch die Sehnsucht empfand, auf einem der nächsten Maskenbälle als Lohengrin die Herzen junger Mädchen zu bezaubern, so hatte er in den letzten Tagen dazu die schönste Gelegenheit bei der V er- steigerung eines riesigen Kostüm - und R e q u i s i t e n f u n d u s. Diese verschwenderische Fülle der prachtvollsten Kostüme und Requisiten, die in den hervorragendsten Werkstätten hergestellt wurden, stammen aus einer Zeit, die längst über die deutsche Grenze geflohen ist. Der ehemalige Beherrscher des Schauspielhauses, C h a r e l l, der weit über Berlin hinaus durch feine luxuriösen Inszenierungen seichter Revue-Erzeugnisse bekannt ist, gehört zu den prominenten „Toten" des versunkenen Systems. Mehr als viertausend Kostüme warten darauf, wieder anqezogen zu werden. Ein Flitter im Werte von 700 000 Mark blendet die Augen der Beschauer. 60 000 Mark allein kostete die Ausstattung der berühmten „Drei Musketier e". 150 Rüstungen sehnen sich nach Operettenhelden. Es ist vielleicht die größte Kostümversteigerung, die die Welt je gesehen hat. Wiederholen und übertragen. Der Deutsche Sprachverein schreibt: Manche Redner und Erzähler kommen auf eine ihnen wichtige erscheinende Tatsache oder Forderung im Verlauf der Rede zurück mit den Worten: „Ich wiederhole noch einma l". Noch einmal geschieht aber nicht die Wiederholung, sondern die Erklärung: im Wiederholen ist schon das „noch einmal" enthalten. Das Zweifache bedeutet hier keine Verstärkung, sondern eine Veränderung des Sinnes. Denn allerdings könnte jemand einen bedeutungsvollen Gegenstand am Anfang, in der Mitte und am Schlüsse heroorheben. Dann wäre zu unterscheiden: 1. Ich erkläre, 2. ich erkläre noch einmal oder wiederhole, 3. ich erkläre zum drittenmal oder wiederhole noch einmal. Bei der gewöhnlich zweimaligen Hervorhebung darf also „noch einmal" nur dann stehen, wenn ein Ausdruck, wie erklären oder betonen, hinzutritt, der jenen Begriff nicht in sich schließt. Denn sonst würde das Nochmalige eben noch einmal wirksam werden. In den Zeitungen liest man häufig eine gemeinsame Anzeige des Geschäftsoerkäufers und des neuen Inhabers. Dieser bittet dann oft die verehr- liche Einwohnerschaft, das dem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf ihn zu übertragen. Auch soll das Vertrauen aber nicht übertragen, sondern gewährt werden. Denn die einfache Uebertra- gung umfaßt auch schon den Uebernehmer. Ein ganz Findiger könnte vielleicht einwenden, die Bedeutung von „auch" liege darin, daß das Vertrauen, wie es einst vom Vorvorgänger auf den Vorgänger übertragen sei, so a u ch von diesem auf den jetzigen Inhaber übertragen werden solle. Im Ernste wird jedoch daran nicht gedacht, und außerdem hat oft der Vorgänger das Geschäft erst begründet. Das Wort „auch" muß hier also wegbleiben: oder wenn es beibehalten wird, muß ein Ausdruck hinzutreten, der jenen Begriff nicht in sich schließt. Mithin entweder: die Bitte, das Vertrauen auf ihn zu übertragen, oder: die Bitte, das Vertrauen auch ihm entgegenzubringen. R. L. Büchertisch. — Dr. iur. Hans Culemann : Kreditfchutz durch die Branche. Abwehr von Verlusten durch Erfahrungsaustausch. Preis 2,40 Mark. Verlag von Reimar Hobbing in Berlin SW. 61. — (536) — Der Verfasser will mit dieser zeitgemäßen Schrift dem Kreditgeber ein eigenes Urteil darüber ermög- lichen, ob die von den Fachverbänden geschaffenen Kreditkontrollen oder ein Erfahrungsaustausch zwischen Auskunfteien und Auskunftsempfängern praktisch eine größere Sicherheit gegen Kreditverluste gewähren. Seine kritische Untersuchung der heute vorhandenen Kreditkontrollen der Fachverbände gibt wertvolle Anhaltspunkte, um das Zweckmäßige auf dem Gebiete des Kreditschutzes zu erreichen und das Unzweckmäßige zu vermeiden. Culemanns Darstel- lung der bestehenden Kreditorganisationen ist umfassend und lückenlos. Besonders wichtig ist auch die Aufzählung der Kreditkontrollen, die wieder eingegangen sind. — „Guter Rat ist Goldes wert", so lautet ein altes Sprichwort. Für die geplagte Hausfrau gibt es einen Ratgeber, der ihr im Laufe der Zeit viel Geld erspart und nur 120 wutsche Reichspfennige kostet. Es handelt sich um ein Buch im Umfang von 160 Seiten, das im Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W., erschienen ist. Es heißt: „1200 Antworten auf 1200 Fragen (1200 Hausfrauenkniffe). Ein nie versagender, praktischer Ratgeber für Haushalt und Küche", herausgegeben von der bekannten haus- wirtschaftlichen Schriftstellerin Frida Baumgarten, Berlin. Ratschläge zum Fleckenentfernen, zur Rein!» S und Instandhaltung aller Kleidungsstücke, zur itserleichterung bei der Wäsche und allen sonstigen Hausarbeiten, bewährte Küchenkniffe, Ratschläge für die Gesundheit, für Kinderpflege und Hilfe bei kleinen häuslichn Unfällen, sowie Hunderte von erprobten Winken sind in dem Buche enthalten, wie sich eine Hausfrau in den verschiedensten Lagen des täglichen Ledens helfen kann. — (336.) —, Als Abschluß der Reichshandwerkerwoche wurde ein 12 km langer Umzug von 50000 Handwerkern durch die Straßen der Reichshauptstadt veranstaltet. — Unsere Bilder zeigen oben links: Die Schornsteinfeger in voller Tätigkeit. Daneben die Konditoren. — Unten links: Die Fischhändler mit einer riesigen Karpfenattrappe. Daneben eine ernste Mahnung: Wer Schwarzarbeit unterstützt, gehört in den Schuldturm. Handwerkserinnerungen. 3n Berlin gibt es jetzt eine Fülle von Ausstellun- >gn, die den Berlinern den Wert der Tradition und IDii Arbeit ihrer Urgroßväter vor Augen führen 11 Oien- Auf Schritt und Tritt erinnern Wahrzeichen Attest st> «m den unsterblichen Geist preußischer Vergangen- > bt* hn beotW lpe! Allmählich beginnt sich jetzt jener solide, ein- £thaUtf'fl fluid) ;|i)e Lebensstil durchzusetzen, der dem innersten hüt,! rotR. g-fleigerl l. •Btorafter des Berliners entspricht. Eine Ber- s°Ndw°rk-w°ch°, wie sie in diesen e nelunP ^erbem lc JEcpen die öffentliche Atmosphäre Berlins beherrscht, , ÄutR; irOarttH. 3; inire noch vor kurzem kaum möglich gewesen. Die - Lei bcly »BH’eUung „Berliner Handwerkserinnerungen" im ‘ idienbt ^''.Mürlilchen Museum hat nicht nur ein rein histori- / eine °ku , fiinbent ®°, Interesse, sondern sie zeigt in einer anschau- . , e ^Lrbe bet .un^ lehrreichen Weise, mit welchem Fleiß fl_.r|‘^c ■, Unfall aiit welcher Inbrunst die Handwerker der alten h»uie M un’iS81 an *^rer Arbeit hingen. Man findet in dieser ' -ine »lksiellung manch wertvolle Stücke. Besonders :/ xiR. ew sichten. 1eM«ssant ist die Drechselbank Friedrich r n 51ü * :Jnt oMl", ’ 13: l f) e Im 5 I., ein Geschenk des Zaren Peter des " S J jrbtüflJJ io Wielfrtn. Viele wertvolle Gegenstände, die in der m für Str0a''8IIwMung zu sehen sind, legen von der persön- ' ,r. >0 0 $ • -n 90 ° Verbundenheit Zeugnis ab, die in den alten t*®a h,n übrlLr Arbeit'pkeie» zwischen dem Meister und seinem Werk be- ' " ri;i'Ä n 45 f. V™. Es wäre heute z. B. kaum möglich, daß ein " Rk ttlE «xisall') uHrniacher die Geduld und die Ausdauer besitzt, ,jn flcul'bn eurer 21jährigen Arbeit eine astronomische Uhr ’ r ig iRttlsleW-1 'orftruieren, wie sie in dieser Ausstellung gezeigt : MaR»^ < AiH Die Wett aus Marzipan. ■ auch der Rekord dieses Uhrmachers unge- Erna Rr R '‘»wgen blieb, so ist doch auch das Branden- '' r Tor aus Zucker, das ein Ber- Konditor geschaffen hat, eine erstaunliche Lei- L fljirgtift v brauchte ungefähr 100 Arbeitsstunden, • n.°rbiiS'^tlen 9-bM^en en Triften »« uni rief £ ® n9eli|d)in ÄsigÄ IU mähren uSnai”bt ''ch- merbr flub?/^ olki ud) w im iräulein "6 «neuernonnten llt ^eigvereins, Smr?{l’°r9er5 “nfe- ft 5’S**« «A r ®.(meinbe eine r »ach lantesoorten an wrnoon Gall sich»» bis Geangelten Sun* jnte, um bas Vertrauen Ben baf uni zu eifriger je Kirche und Ihr Wir- Nr. 249 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Dienstag, 24. Oktober 1955 9er Kanzler spricht an her Sesreiimgshale in Kehlheim. Vom berliner Feflzug der Handwerker. Einzelhandelsamt des Mein Mainischen Industrie- und Handelstages, feierliche Konstituierung in Anwesenheit des I^eichsstatthalters. WSR. F r a n k f u r t a. Ti., 22. Oki. In Forssüh- rung des großen wirtschaftlichen Einigungswerkes unter der Leitung des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger in Hessen und Hessen-Rassau ist gestern abend in Frankfurt o. M di« Gründung eines „Ein-elhandelsamtes des Rhein- Mainischen Industrie- und Handels- tag es" erfolgt. In einer Kundgebung im Frankfurter Hippodrom wurde die Konstituierung durch den Handes- kammerpräsidenten, Treuhänder der Arbeit, Dr. Lüer, vollzogen. Rach der Begrüßung durchs den Vorsitzenden der Einzelhandelsgemeinschaft, Fel» ck « rt, führte der Treuhänder der Arbeit Or. Lüer u. a. aus: In zielbewußter Fortführung der Gründung des Rhein-Mainischen Industrie- und Han- delstages werde ein entscheidender Schritt dadurch getan, daß der Einzelhandel in breiter Front in die Rhein-Mainischc Wirtschaftsfront ein gereiht werde. Er verkünde zu diesem Zweck« die Einsetzung eines Einzelhandelsamtes des Rhein- Maimlchen Industrie- und Handelstages. Das neue Organ sei dazu berufen, in Gemeinschaftsarbeit mit dem Interessenoerband für eine einheitliche Vollstreckung des Willens der Reichsregierung Sorge zu tragen. Reben dem Einzelhandelsamt stehe der freie Einzelhandelsoerband. Die Führer beider Institutionen werden sich gegen- seitig vertreten, so daß die Gewähr für eine har- manische und fruchtbare Zusammenarbeit gegeben sei. Zu Führern des Einzelhandels wurden berufen Franz Stadel und Kart Feickert. Mit feierlichem Handschlag gelobten die beiden neu ernannten Führer getreue Mitarbeit als Vollstrecker des Willens des Reichskanzlers. Auf die Ansprache des Treuhänders der Arbeit erwiderte zunächst der erste Führer des Einzelhandelsamtes franz Stabel: Es sei für ihn selbstverständlich gewesen, daß der Rdein-Mainische Industrie- und Handelstag nicht vollständig sei, wenn nicht auch der Einzelhandel organisch in die einheitliche Form eingegliedert werde. Aber nicht nur aus organisatorischen Grün- den, sondern auch, um das Reben- und Gegeneinander verschiedener Stellen auszuschalten, sei diese Gründung geboten gewesen. Das Einzelhandelsamt werde aus einem Führerrat und 17 Mitgliedern bestehen. Das neue Amt habe zu allen grundsätz- lichen Fragen des Einzelhandels Stellung zu neh- men und die einheitliche Durchführung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen. Der Führer des Gesamt- verbandes des Rhein-Mainischen Einzelhandels Karl Feickert bekannte sich dann zur Idee des Führers: „Äir sind nicht die Konservatoren, sondern wir sind die Liquidatoren der Länder". Die Verschmelzung der Einzelhandelsgemeinschast Hessen-Rassau - Süd mit dem Hessischen Einzelhandelsverband gipfele in dem Einzelhandelsamt, einer Stelle, die in Zusammenarbeit mit dem neuen Gesamtverband eine einheitliche Durchführung von Gesetzen und den Schutz der wirtschaftlichen Belange des Einzelhandels sicher- stelle Während der Kundgebung erschienen, lebhaft begrüßt, Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger und der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. K r e b s. Reichsstatthalter (Sprenger erblickt in dem Zusammenschluß des Einzelhandels ein Zeichen dafür, daß auch für den Handel die Zeit des „Ich" vorbei sei. Der deutsche Handel werde den Weg zurückfinden zum Dienst an der Allgemeinheit, wo der Tüchtige im Mittelpunkte Itehe. Seit dem 5. März seien die inner deut- chen Grenzen ausgelöscht. Die Wirtschaft chließe sich der politischen Entwicklung an, zuerst der Rhein-Mainisch« Industrie- und Handelstag, heute der Einzelhandel, morgen das Handwerk, übermorgen die Bauern. Reichsstallhalter Sprenger ging sodann auf die außenpolitischen Verhältnisse ein. Er betonte mit allem Nachdruck, da» deutsch« Volk wolle Friede und Arbeit, e» bleibe da» Volk der organisierten Arbeit und wolle mit seiner Arbeit allen Völkern voran. schreiten. Arn 12. November gelte es zu bekunden, daß Deutschland sich nicht länger als Ausgestoßener behandeln lasse. Deutschland sei zu jeder Der- Handlung bereit, aber es verlange Gleichberechtigung. Das Ausland werde auch anerkennen müssen, daß der Nationalsozialismus die Welt vor dem Abgrund des Bolschewismus gerettet habe. Der neue Reichstag müsse der Ausdruck der Verbundenheit von Volk und Regierung sein und so der Welt beweisen, daß die autoritäre Regierung in Deutschland zwar nicht mit Worten, sondern dem Inhalt nach die einzige „Demokratie der Tat" sei. Don der Ent- scheiduna des 12. November könne dann auch die innere Kraft zu einer neuen Gestaltung des Lebens der Völker ausgehen. Das Hauptreferat hielt das geschästsfuhrende Vorstandsmitglied der Hauptgemeinschaft des Deut- schen Einzelhandels Or. Hilland-Berlin. Der Redner begrüßte es, daß in dem Rhein-Main- gebiet der erste Zusammenschluß über die inner- deutschen Grenzen hinweg vollzogen worden, und so ein weiterer Schritt auf dem Wege des Führers zum Aufbau eines einheitlichen, nach feinen natürlichen Gliederungen aufgebauten Staatsgefüges getan fei. Heule mehr als je müsse die gesamte wirtschaft hinter dem Führer und Kanzler stehen, um der well ein Beispiel von der Linheil des deutschen Volke» zu geben. Nach fast neun Monaten nationalsozialistischer Aufbauarbeit dürfe und könne auch eine Zwischenbilanz gezogen werden. Allerdings dürfe der Mittelstand nicht nur auf sich allein sehen, nicht nur an seine Gesundung denken, sondern immer im Auge behalten, daß nur eine Gesamtgesundung der Wirtschaft eine dauernde Besserung bringen könne. Aus dieser Erkenntnis heraus habe die Regierung ihre Hauptkraft darauf gerichtet, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Im Frühjahr sei mit einer völlig neuen Steuerordnung zu rechnen, die nur wenige und gerechte Steuern kennen werde. Für den mittelständischen Einzelhandel sei das Zugabeverbot und das gerade jetzt verlängerte Sperr- g e s e tz von besonderer Bedeutung. Durch das Sperrgesetz werde eine Säuberung des Handels vorbereitet, die später durch die Einfiihrmrg der Händlerkarte ihren Abschluß finden werde. Diele Wünsche des Einzelhandels feien allerdings noch nicht erfüllt, so vor allem bestehe das W a • renhausproblem weiter. Durch die Aufklärungsarbeit des Nationalsozialismus hätten sich schon weite Kreise von den Warenhäusern bereits abgewandt, so daß ihr Umsatz um 40 v. H. zurückgegan- gen sei. Die Entwicklung dürfe jedoch nicht allzusehr beschleunigt werden, da sonst eine große Anzahl Arbeitskräfte wieder brotlos würden, die der Einzel- handel nicht auf einmal aufnehmen könne. Auch hinsichtlich der Konsumgenossenschaften seien rigorose Maßnahmen nicht angängig; denn in diesen Unternehmungen steckten so viele Arbeiter- gelber, die nicht verloren gehen dürften. Dagegen sei die allmähliche Ueberführung der Konsum- genossenschaften in mittelständische Betriebe bereits eingeleitet. So zeige sich, daß der Nationalsozialismus nicht die eigene Jnleressenpolitik in den wiilel- jedermann. 23on Hans Riebau. Federmann hat ein kleines Haus gcfauft. Feder- mann geht hin und kauft Tapeten für das kleine Haus. „Sind die Zimmer niedrig?" fragt der Verkäufer. „Ja", sagt Federmann. „Leider. „Dann empfehle ich Ihnen", fährt der Verkäufer fort, „längsgestreifte Muster zu nehmen. Längs- geftrciftc Tapeten machen die Zimmer hoher." „Ausgezeichnet", sagt Federmann, dann bekomme ich vielleicht den großen Kleiderschrank doch noch hinein." Federmann fühlt sich nicht gut. „Ich verordne Ihnen die einfachste Medizin, die es gibt", lächelt der Arzt: „Nicht rauchen, wenig trinken und vor allem: Abends mit den Hühnern zu Bett gehen." „Schade, daß ich nicht früher zu Ihnen gekommen bin", Jagte Federmann. „Ausgerechnet vorgestern habe ich meine Hühner verkauft." Dor der Tür steht ein Auto. Das Auto hat Stromlinienform, die Karossieri« ist schneeweiß, und nur die Kotflügel sind flammend rot. Kein Wunder, daß die Leute stehen bleiben und sich da» Auto an- gucken. Auch Federmann bleibt stehen. „Fabelhafter Wogen", sagt er. „Jawohl , nickt der ältere Herr, der neben ihm steht. „Das ist ein Achtznlinder-Ueberkompresior." Dann steigt er, als ob das fo sein mühte, in den Führersitz, erklärt Jedermann die Instrument«, drückt hier auf einen Hebel, tritt da auf ein Pedal, dreht an einer Kurbel, und plötzlich gibt es einen Ruck: Der Motor springt an, und der Wagen setzt sich in Bewegung. „Hilfe!" schreit der ältere Herr und hält sich am Steuerrad fest. »Hilfe, Hilfe! Ich kann ja gamicht Auto fahren!" „Ich auch nicht", ruft Federmann, „aber deswegen fange ich doch nicht gleich ein solche» Geschrei an!" Jedermann sitzt Im v-Zug Plötzlich flammen, am hellen Mittag, di« «lektrischen Glühbirnen auf. Draußen aber wird e« dunkel: Der Zug ist in einen Tunnel eingefahren. Eine Minute vergeht, zwei Minuten vergehen, drei Minuten vergehen, und noch immer brennen die Campen. „Donnerwetter", sagt b«r Herr, der Jedermann gegenüber sitzt, „das ist ja ein ungewöhnlich langer Tunnel." „Kein Wunder", zuckt Jedermann die Achsel, „wir sitzen ja auch im letzteniWagen." e Jedermann hat eine neue Stellung bekommen. Bei Teuerkauf & Co. „Also bann sind wir uns ja einig", sagt der alte Teuerkauf, „morgen früh schon können Sie an- fangen." Federmann zieht einen dicken Kalender aus der Tasche, schlägt nach, vergleicht und rechnet nach. „Das ist leider nicht möglich", sagt er dann. „Äönnte ich nicht übermorgen anfangen?" Der alte Teuerkauf runzelt die Stirn. „Weshalb denn?" fragt er. „Wenn ich morgen bei Ihnen antreten würde", fährt Jedermann fort, „bann hätte ich also morgen in fünfundzwanzig Jahren Jubiläum. Morgen in fünfundzwanzig Jahren aber ist Mittwoch." „3a, und —?" schüttelt der alte Teuerkauf den Kops. „Mittwochs", sagt Jedermann, „Mittwochs habe ich meinen Skatabend." „Gestern habe ich auf der Straße ein Hufeisen gesunden", erzählt Jedermann. „3a, und —?" fragt Mücke, ,chat es Dir Glück gebracht?" „Und ob!" nickt Jedermann. „Äaum habe ich das Hufeisen in die Tasche gesteckt, da fällt mir ein, daß man e» ja über den Kops nach rückwärts werfen muß. Ich werfe es also über den Kops nach rückwärts, und es fliegt — ausgerechnet' — in die Schaufensterscheibe von Biermann 8- Co. Ich, wie ich die Scheide flirren höre, laufe, was ich laufen kann, und der alte Biermann hinter mir her." „Aber erlaube mal! ruft Mücke, „und wo ist das Glück, da» Dir das Hufeisen gebracht haben soll?" „Das Glück war", sagt Jedermann, ,chaß der alte Biermann Rheumatismus hat." Am 1. September hat Jedermann (aus Versehen) zwanzig Mark zu viel Gehalt bekommen. Ader fein Wort sagt er, und niemand, fo fcheint es, hat etwas gemerft. Am 1. Oktober hingegen bekommt Jedermann — der Oberbuchhalter 'muß ja wohl geschlafen haben — fünfzig Mark zu wenig Geholt. Da Wägt Jedermann einen Mordskrach. Die Sache wird untersucht, und nunmehr findet man auch den Fehler vom 1. September." „Hören Eie mal", runzest der Oberbuchhalter di« panft stelle. Jeder, auch der wittelfiSnbsiche Einzelhandel muffe in diesem Dinier weitere Opfer tragen. Zu Preiserhöhungen dürfe niemand feine Hand leihen, am allerwenigsten der Einzelhandel. Es gelte, der Opfer eingedenk zu fein, die die Vorkämpfer des Nationalsozialismus in den letzten Jahren gebracht hätten. An dem Opfermut der SA. und So. müsse sich jeder ein Beispiel nehmen und gleich ihnen be- weisen, was der Nationalsozialismus leisten kann. Oie Organisation des Einzelhandelsamtes. Zur Errichtung des Einzelhandelsamtes sind vom Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag Richtlinien ausgegeben worden, in denen die in den Ansprachen zum Ausdruck gekommenen Gedanken zufammengefaßt sind. Die seitherigen Der- bände (Hessen-Nassau-Süb und Hessen) werden aufgelöst. Die Führer des neuen Gesamtoerbandes ha- den einen Organisationsplan nach folgenden Richt- llnien vorgelegt: Zusammensetzung des Vorstandes» Vereinheitlichung der Fachabteilungen, Erhaltung der bisherigen örtlichen Organisationen, Erhaltung der Geschäftsstellen der bisherigen regionalen Des» bänbe für das gleiche Gebiet wie früher. Der Führerrat besteht aus folgenden Herren« Fran; Stabe! (Mainz), Karl Feickert (Frank« urt a. TI.), Dr. Alexander Mettenheimer (Frank, urt a. M >, Adolf elettner (Mainz), Handelkammcr» yndikus Dr. Schmalz (Frankfurt a. M.), Handels« kammersyndikus Diplomoolkswirt Ringel (Frank« furt a. M). Als Mitglieder gehören dem Ein« zelhandelsamt an die Herren: Georg Bahr (Wetz, lar), Start Kühn (Bingen), Ernst Stegmüller (Darm* ftabt), Friedrich von der Emde (Friedberg), Karl Horst (Gießen), Hugo Brink (Hanau), Max Lange (Fulda), Josef Wurm (Limburg), Willi Ger« Hardt (Wiesbadens, Otto Nicolai (Offenbach), Adolf Lied (Worms), Wilhelm Köhler (Frankfurt a. M.), Fritz Jakob (Frankfurt a. M ), Willy Bal.zar (Frank- furt a. TI.), Jean Bender (Mainz), Adolf Schneides (Darmstadt) und Otto Walter (Worms). Der Ehrentag des Ahein-Minischen Handwerks Reichsstatthalter Sprenger verkündet den Hhein-Mainifchen Handwerkstag. Frankfurt a. M., 22. Okt. (WSN.) Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist getan zur Uebcrwin- düng der innerdeutschen Grenzen. Nach der Verkündung des Rhein-Mainischen Handelstages, nach dem Zusammenschluß der Derkehrsoerbände, der Presse und des Einzelhandels des Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebietes folgte heule einer der wichtigsten Stände, das Handwerk, dieser Entwicklung. Im Kaisersaal des Römers verkündete heute der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, den Zusammenschluß des Rhein-Matmschen Handwerks im Rhein-Mainischen Handwerk s t a g. Zu dem feierlichen Gründungsakt waren die höchsten Vertreter der Reichs-, Staats» und Kommunalbehörden, die Führer der NSDAP., der SA. und SS., sowie die Vertreter der Rhein- Mainischen Wirtschaft und des Kulturlebens. Nach dem Einmarsch der altehrwürdigen Innungsfahnen und der neuen Sturmfahnen begrüßte Oberbürgermeister Or. Krebs die Vertreter der Behörden und Verbände, sowie die übrigen Ehrengäste im Namen der Stadt Frankfurt. Er bezeichnete die Gründung des Rhein-Maini- schen Handwerkstoges als einen bedeutsamen Schritt für das Handwerk und darüber hinaus für das gesamte Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet. Dieser Schritt sei ein Glied in der Kette der vielen Maßnahmen zur Verwirklichung der Bereinigung der Rhcin-TNainischen Wirtschaft. Es erfülle ihn mit besonderer Freude, daß gerade in Frankfurt an dieser historischen Stätte im Romer die Verkündung oorgenommen werde. Wenn das Handwerk wieder seine alte Stellung erringen solle, die ihm gebührt und die ihm Konzerne und Trusts streitig machen wollten, dann müßte ihm auch die Grundlage seiner wirtschaftlichen Existenz gesichert werden. Diele Ausgabe falle dem neugegründeten Rhein-Mainischen Handwerkstag zu, er müsse alle seine Kräfte darauf richten, das Handwerk in jeder Weise zu fordern. Jieichsstatthalter in Hessen, Gauleiter (Sprenger begrüßte zuerst die Vertreter der Regierungs-, der Kommunal- und sonstigen Behörden und ging dann auf die Bedeutung und den Sinn dieser Gründungsfeier ein. Das Handwerk habe einen goldenen Boden, so habe es früher einmal geheißen, zu riner Zeit, als das Handwerk noch in Blüte stand. Wir erlebten diese Zeit nicht mehr. Zu unseren Leb- Zeiten ist das Handwerk bereits im Niedergang begriffen gewesen. Das Zeitalter der M a - s ch i n e hatte bereits begonnen, und je mehr die Maschine an Boden gewann, desto mehr wurde das Handwerk zurückgedrängt. Doch es fehlte auch in diesen Zeiten nicht an Versuchen, die Wiedergesundung des Handwerks herbeizuführen. Auf dem denkwürdigen Handwerker-Kongreß im Jahre 1848 in der Paulskirche habe man einen solchen Versuch unternommen, der aber fehlfchlagen mußte, wett er schon von Anbeginn den Keim zum Bruch innerhalb des Handwerks in sich trug, denn damals habe man den Bruch mit dem Arbeiter vollzogen und so auch den Keim zum Niedergang des Handwerks gelegt. Wir aber, fo sagte der Reichsstatthalter, wollten die Lehren aus dieser Entwicklung ziehen und bestrebt sein, die Brücken zu schlagen vom Handwerk zu den anderen Ständen. Wie der Liberalismus die geistigen Grundlagen der völkischen Zusammenarbeit zerstört habe, so zerstörte der Liberalismus auch die Grundlagen unserer Wirtschaft und da» Zusammenwirken Der Stände. Auch am Handwerk fei diese Entwicklung nicht Dorübergegangen. Dem Nationalsozialismus blieb es Vorbehalten, dem deutschen Volk« neue Grundmauern in sich selbst zu geben. Durch den Führer wurde der Primat der Politik über die Wirtschaft wieder eingeführt und so die Entwicklung' gesichert, die allein dem deutschen Volke gemäß sei. Mit der Wiederherstellung des Nährstandes, des deutschen Bauernstandes, habe der Führer die Grundlage geschaffen für ein gesundes Volkstum, und damit habe er die Existenz aller Stände des deutschen Volke» sichergestellt. Die Idee de» Führer» bringe wieder neue Impulse auch in da» deutsche Handwerk hinein und sichere damit die wiedergesundung diese» Bf- russstanDe». Gauleiter Sprenger betonte bann weiter, daß gerade das deutsche Handwerk stark im Volk« verwurzelt sei; da ein beträchtlicher Teil unsere» Volkes direkt und indirekt vorn Handwerk lebte. Der Weg des Handwerks in die Zukunft sei klar gewiesen. Es werde wieder zurückkehren jju feinen ehernen Grundsätzen, daß feine Werke Leistungen fein müßten der einzelnen Persönlichkeit. Wenn diese Einzelleistungen nicht erreicht würden, wären wir auch niemals in der Lage, uns in der Welt zu behaupten. Deshalb fei auch gerade die beste Jugend gut genug als Nachwuchs de» Handwerk». Den heutigen Meistern müsse es stets vor Augen stehen, welches kostbare Gut sie mit dieser Jugend in Händen hielten. Nach den alten Grundsätzen de» Handwerks, Vorbild zu fein, müßten die jungen Handwerker erzogen werden, und später mühte jeder Handwerker einmal stolz daraus sein können, von einem beul- schen Meister erzogen worben zu sein. Nur so könne bie Grunblage geschaffen werben zu einem wirk- lief) bauernben ©ieberaufftieg be» Hanbwerk» Im Volke sei bereits bie Vorbebingung geschaffen. Immer mehr werd« da» Verständnis für die Qualitätsarbeit des Handwerk, geweckt. Auch Stirn, „warum haben Sie denn damals nichts gesagt, als Sie zwanzig Mark zu viel bekommen haben?" ,Lch kann verstehen", zuckt Jedermann die Achsel, „wenn man mal einen Fehler macht. Aber wenn so etwas gleich zweimal hintereinander vorkommt...!" Verordnungen fürchinesischeLhauffeure Die Kraftwagen-Unfälle haben in Kanton in letzter Zeit so zugenommen, daß sich die Behörden veranlagt gesehen haben, neue Verordnungen für die Wagenführer herauszugeben. Einige Proben seien hier mitgeteilt: Fahrer dürfen ihre Hände nicht von dem Steuerrad fortnehmen, fo lange der Wagen sich in Bewegung befindet; sie Dürfen auch während des Dienstes nicht rauchen und sich nicht mit Vorübergehenden unterhalten. Fahrer dürfen nicht in ihrer Unterkleidung, in Pantoffeln ober barfüßig am Steuer sitzen. Kein Wagen darf «ine Schnelligkeit einschlagcn, bie mehr al» 25 km in der Stunde beträgt, und kein Wagen darf einen anderen, der mit normaler Schnelligkeit fahrt, überholen. 6ocf)fd)ulnod)rid)tcn. Der langjährige Ordinarius für Volkswirtschafts- lehre an der Universität Leipzig, Geh. Hofrat Professor Dr. Wilhelm Stieda, ist im Alter von 81 Jahren g e ft o r b c n. Stieda, am 1. April 1852 in Riga geboren, entstammte einer alten deutschen Gelehrtenfamilie. er wirkte an den Universitäten Straßburg, Dorpat und Rostock, fett 1893 bis au feiner (Emeritierung im Jahre 1923 an der Universi- tat Leipzig. Stiedas eigentliche» Arbeitsgebiet war die spezielle Nationalökonomie; hier ist vor allem zu nennen feine Neubearbeitung be» brüten Ban- bes von Rolchers „Softem der Volkswirtschaft". Heber Handwerksgeschichle, Gewerbe- und Sozialpolitik, Handels- und Hanse-Geschichte hat Stieda eine große Anzahl ausgezeichneter Arbeiten geliefert; auch mit der Entstehung bes deutschen Zunftwesens und der deutschen Hausindustrie hat er sich beschäftigt. Rach seiner (Emeritierung hat Geh. Rat Stieda zumeist auf feinem Lieblingsgebiet, der Ge- lebrtengelchichte. gearbeitet. An dem politischen Leben unterer Zeit nahm, er bis zuletzt mit erstaun« lieber Frisch« Anteil. Stieda war eine ausgesprochene Cehrbegabung. aus seinem Seminar sind eine ganze Reihe von Dolkswirtschaftlern hervorgegangen. die heute selbst im akademischen Lehrberuf stehen. — Unfern Lesern Dürfte Geheimrat Stieda als Mitarbeiter an der „Heimat im Bild" nicht unbekannt fein. Der Kölner Staatswiffenschaftler Professor Dr. Carl Schmi11 hat den Rus an Die Universität Berlin zum Beginn des Wintersemester» angenommen. Der Chefarzt der chirurgischen Abteilung de, Krankenhauses Bergmannsheil in Bochum, Tro» feflor Dr. Georg Magnus, erhielt einen Ruf an die Chirurgische Universitätsklinik Berlin al» Nachfolger von Geheimrat Bier. Magnus wurde 1883 in Berlin geboren; 1911 trat er in bie chirur- gische Universitätsklinik Marburg ein, an der er , sich 1913 für Chirurgie und Orthopädie habilitiert, j und 1918 den Profeffortitel erhielt; 1920 ging er • als Oberarzt an die chirurgische Universitätsklinik { Jena 1925 wurde er zum Ehefarzt Der chirurgi- • schen Abteilung be» Krankenhauses Bergmannsheil I in Bochum, des größten Unfallkrankenhauses von Europa, ernannt. Der ao. Professor an her Universität Marburg Dr. Gustav Walz hat einen Ruf auf bas Ordinariat für öffentliches Recht an der Universität * Breslau angenommen. Prof. Walz ist Herausgeber des »Handbuches de» Völkerrechts". Sein Spezialgebiet ist Politik, Staatsrecht und Völkerrecht. Der Rundfunkprediger und Gauleiter der Deutschen Christen in Baizern, Pfarrer Wolf Meyer, ist zum ordentlichen Professor der praktischen Theologie an der Universität Jena ernannt worden. Professor Dr. Martin Kirschner, Direktor der chirurgischen Universitätsklinik In Tübingen, hat einen Ruf nach Heidelberg als Nachfolger von Professor E n o e r l e n erhalten. «ui Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums ist dem Privatdozenten an der Universität Heidelbera, Dr. phiL Rudolf Lemberg (Ehemie), die Lehrdefugni, ent- zogen worden. . „ Aui Grund de» Gesetze» zur Wiederherstellung de» Berufsbeamtentum» wurden folgende Dozenten an sächsischen Hochschulen in den Ruhestand versetzt: der em. Prof. Dr. Witkowski, Prof. Dr. Jacobi, beide Universität Leipzig. Die Üchrbefugm» wurde entzogen dem planmäßigen ao. Prof. Dr. Gulkowitsch, Universität Leipzig, dem Ho- norarprofeffor Dr. Goldberg, Technisch« Hoch« schule Dresden, dem Honorarprofessor Rechtsanwalt Dr. Breit Entlassen wurde Professor Dr. W i I b r a n b , Technische Hochschule Dresden. Die Lehrbefugnis wurde entzogen dem nicht plan« mäßigen ao. Prof. Dr. Friedmann, Universität Leipzig. Nach §6 in den Ruhestand versetzt Pros. Dr. Spelt, Universität Leipzig. 30Mrt fr Etzn r ■ti mit ernftu, für I Utsunparbtü beging 1 luilotame vom Rott ■ 66i®«9 ihr 30)01 Oer Oi 4 W „ UM"'"1., i SZ-S- sT» )flU iÄfes feg yrb. g And 1 4 /'M ^"ss'schm SA«" I *kjt deutsch | Ä»»Führer Da ;; sH und dem ^xrWeni dn ß Sri turWrw gleichfalls, Wi voller chmgab beut „jgglf tjiaavf oen, tmmn, » ®- £‘ Präsidenten der 5^ Ulaller. z° gißkiadeleo h«i»verkrlagl pißtnrn bin (stellen MNn Länder Drei Symbolen des Drit de» Zähre . Obcrmtifur Linde I iveck-lammerpräsiden J len Jübrer ffi. 8 2 11 5ie goldene Ulat | Wammen mit einer aizirordentlichen Bi fatotrl 3m Lnfchluß an 1 ltd formierten sich t Jwn Zuge, der uni ttlure und der neue vom Röim F j-g. Ai der ftgg de | rem Ballon des Ri i1® Samstag Derer Mfl Mitgliedern, di IMonne und sshitngc V« Marsch M ft Jke (Blon), von der Jrr persönlichen Li *raujjf mitbergeg ^bonn sprach fyrr mit feinem S VL ® Ende,er tu J?*rbfl1 der 5 ^Jjte unö deren ei ‘"M wurde mit s '.'"er weitere Akg'erunas'MH MW ttKrtn mj" * Vis 6 Musi «hm l-rE' SiiiMt hf/JS «eitere : I Hi, bi, Sä “'I'l * bUher\nMn > der -K>uch MW ME 30 Ähre Freiwillige Samlälskolomie Gießen von Hindenburg und den ie und olonne Die Festansprache hielt Präsident i. R. von Hahn. Er übermittelte die herzlichsten Glückwünsche des Landesvereins und betonte, baß man beim Landesverein wohl wisse, was gerade die Kolonne in Gießen vor, während und nach dem Weltkrieg geleistet habe. Adolf !r Arms). *be' Er wünsche, daß der Geist der Selbstlosigkeit und !>rr Opferbereitschaft, der in der Kolonne lebe, recht large erhalten bleiben möge. Als Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit übergab der Redner dem Kolonnenführer Kratz einige Unterrichtsblätter jum stetigen Gebrauch, die nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zusammengestellt worden voren. In seinen weiteren Ausführungen schilderte Präsident von Hahn im einzelnen die Auf- Jn würdiger Form, mit einem Deutschen Abend und mit ernster, für die Zukunft bedeutsamer Uebungsarbeit beging die hiesige Freiwillige Sani- tatskolonne vom Roten Kreuz am Samstag und Sonntag ihr 30jähriges Bestehen. Oer Deutsche Abend am Samstag vereinigte eine stattliche Anzahl oon Mitgliedern, von Freunden der Sanitäts- kalonne und Ehrengästen im Saale des Cafe Leib. Der Marsch „Alte Kameraden" und die Festouver- tiire (Sion), von der Kapelle der Reichswehr unter der persönlichen Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e wiedergegeben, leiteten den Abend ein. Todann sprach Herr Paul Nieren vom Stadt- iheater mit feinem Verständnis einen Vorspruch, der in vollendeter künstlerischer Form die opferbereite Arbeit der Freiwilligen Sanitätskolonne würdigte und deren edle Mission aufzeichnete. Der Lvrspruch wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Nach einer weiteren musikalischen Darbietung hielt Regierungs-Medizinalrat Dr. C o r t u m die Begrüßungsansprache, in der er besonders die Vertreter der SA., der SS., der Reichswehr, des Stahlhelms, der Polizei, der Feuerwehr, der Technischen Nothilfe, der Behörden, der Zweigvereine, besonders aber den Präsidenten i. R. des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz von Hahn Varmstadt) herzlich willkommen hieß. In seinen weiteren Worten gedachte er all der Toten, die ihr Leben für das Äaterland gegeben haben, besonders aber der Opfer, der Mitglieder der Sanitätskolonnen in den Seuchenlazaretten und bei den verwundeten. Die Musikkapelle spielte das Lied vom guten Kameraden. Der Gesangverein wartete lolann mit einem Gesangsvortrag („Sonnenaufgang") unter der vorzüglichen Leitung von Chor- meister Schüttler auf und trug außerdem — wie auch die Militärkapelle — im Laufe des lltends durch weitere Liedvorträge zur Verschönerung der Veranstaltung bei. der Paulskirche fand bann die eigentliche Feier dieses bedeutsamen Ereignisses statt. Unter den Klängen der Orgel betrat der Zug die historische Stätte, in der das Handwerk bereits 1848 getagt hat. Da$ weite Rund der Kirche war mit den Farben des neuen Reiches geschmückt, vor der Altartreppe stand, flankiert von zwei hohen Kerzen, die alte Jnnungslade. Nach dem „Wach-auf"-Chor und der Schlußansprache des Hans Sachs aus den „Meistersingern", bei denen der Chor des Opernhauses und der Opernsänger Jean Stern mitwirkten, eröffnete Kammerpräsident Gchmidi-Wiesbaden die Feier, indem er nach alter Sitte die Handwerker fragte, ob Ort und Zeit recht gewählt feien. Zwei Handwerker öffneten darauf Die Jnnungslade und reichten dem Präsidenten die alten Zunftgesetze. Nach Verlesung eines allen Handwerkerspruches aus dem Jahre 1459 wandle er sich an Reichs- slallhaller Sprenger. Er betonte, daß das Rhein-Mainische Handwerk in ihm den Vorkämpfer des Handwerks sehe. Deshalb ernenne ihn das Rhein-Mainische Handwerk für seine außerordentlichen Verdienste um das Handwerk zum E h r e n rn e i sl e r des Rhein-Mainischen Handwerks. Präsident Schmidt verlas bann den Ehrenmeisterbrief, der in kunstvoller Arbeit auf echtem Pergament in aufgelegter echter Goldschrift die Ernennung beurkundet. Der Umschlag des Ehrenmeisterbriefes besteht aus Leder und trägt das Hoheitszeichen der Partei, sowie den neuen preußischen Adler und den hessischen Löwen in Silber. Es folgte die Ehrung zweier Altmeister durch Ueberreichung kunstvoll ausgeführter Diplome. Nach altem Zunftbrauch vollzogen die beiden neuen Führer des Rhein-Mainischen Handwerks nun die Freisprechung von je 25 Meistern und Gesellen. Nach der Frage an die Handwerker, ob sie mit der Freisprechung einverstanden seien, ermahnte der Präsident die neuen Meister und Lehrlinge im Sinne der alten Grundsätze des Handwerks ihre Pflicht zu tun, und dies hier zu geloben. Mit der Verleihung der Diplome fand dieser Akt seinen Abschluß. Nach der Arie und dem Chor aus der „Schöpfung" oon Haydn erfolgte die Verleihung von silbernen Amtsketten an zwölf verdienstvolle Obermeister aus Hessen und Hessen-Nassau. Folgende Obermeister erhielten diese Amtskette: Hans Linder (Frankfurt a. M.), Neumann (Schotten), Gg. Sander (Wiesbaden), Fritz Müller (Wiesbaden), Gamer (Worms), Hch. Lob- meyer (Frankfurt a. M.), Schott (Beerfelden), Wiegand (Bad Homburg), Steinmann (Nieder- Ramstadt), Fr. Kaltwasser (Wiesbaden), Wolz (Mainz), Th. Wurster (Frankfurt a. M.). Das Deutsche Gebet, gesungen vom Opernhaus- Chor, und der gemeinsame Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes schlossen nach einer kurzen Totenehrung die denkwürdige Feier ab. Von der Paulskirchenfeier begaben sich die Teilnehmer nach Wiesbaden, wo sie am Abend der Festaufführung der „Meistersinger" beiwohnten. Kolonnenführer Kratz, der sich stets mit seiner ganzen Person für die edle Sache eingesetzt habe. Zur Förderung der weiteren Arbeit der Freiwilligen Sanitätskolonne übermittelte der Redner der Kolonne den Betrag von 100 Mark als Spende, die zur Hälfte vorn Kreisverband und zur anderen Hälfte vorn Zweigverein Gießen des Roten Kreuzes gegeben worden war. Bürgermeister Dr. Hamm sprach als Vertreter der Behörden. Er betonte, daß die Sanitätskolonne auf das engste mit der Geschichte der Stadt Gießen verbunden sei, wies darauf hin, daß es für die Sanitätskolonne feiner Umstellung in ihrer Gesinnung bedurft habe, denn ihre Arbeit habe noch immer unter dem Wahlfpruch gestanden „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Sodann übereichte er den Mitbegründern Heinrich Pfeiffer, Paul Hartmann, Heinrich Kraushaar, Konrad P a u l i ch , Otto H a r i g und Josef Heißler je eine Ehrenurkunde, die von der Stadtverwaltung als Auszeichnung ausgestellt worden war. Im Wort „Sieg Heil!" liege, jo fuhr er dann fort, eine tiefe Symbolik. Es gelte den Sieg über sich selbst und den eigenen Egoismus zu erringen. Der Wahlspruch müsse auch fernerhin lauten: ,',Nichts für uns, alles für das Vaterland!". Frau Prof. Kramer sprach für den Alice- Frauenverein, beglückwünschte die Freiwillige Sanitätskolonne, übermittelte ein Geschenk und wußte in ihren kurzen Ausführungen Interessantes aus den ersten Anfängen der Freiwilligen Sanitätskolonne zu berichten. Der Vertreter des Zweigvereins Darmstadt beglückwünschte die Gießener Kolonne ebenfalls zu ihrem Jubiläum und übergab dem Kolonnenführer einen Sanitätstornister als Geschenk. Branddirektor Braubach sprach im Auftrag der beiden hiesigen Freiwilligen Feuerwehren und wies auf die stete kameradschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Kolonne hin. Kolonnenführer Kratz dankte sodann für alle die Glückwünsche und Geschenke, die der Kolonne aus Anlaß ihres Jubiläums zuteilgeworden waren. Nach einer Dause und nach den begeistert aufgenommenen Märschen für Fanfarentrompeten und Kesselpauken der Reichswehrkapelle gab Kolonnenführer Kratz einen Rückblick auf die Entwicklung der Gießener Freiwilligen Sanitätskolonne. Er erinnerte an den Tag der Gründung, sprach von den Vereinen, die sich für die gute Sache einsetzten, schilderte im einzelnen die Entwicklung im Laufe der Jahre, die Tätigkeit in den Kriegsjahren, er kam auf die weitere Entwicklung nach dem Weltkrieg und die mancherlei Schwierigkeiten und Anfeindungen, denen die Kolonne ausgesetzt gewesen sei, zu sprechen und gedachte schließlich mit Dank der Stadtverwaltung, die in schwerster Zeit immer auf Seiten der Kolonne stand und ihr alle Forderung zuteil werden ließ. Ein aufschlußreiches Bild über die rege Tätigkeit der Sanitätskolonne feit dem Jahre 1921 kam in den folgenden Ziffern zum Ausdruck. An Hilfeleistungen wurden in den letzten zwölf Jahren von Mitgliedern der Kolonne insgesamt 34 473 ausgeführt, davon 15 732 Krankentransporte. Bei den Transporten handelte es sich in 416 Fällen um Jnsektionskranke und In 842 Fällen um den Transport Geistesgestörter. '"öandwerlstag. im gQhte ®irSlla”lt‘Vin9?9 n hi? fu' 0 N* der Ätr ™s * t oom Nbtmf jtiben Standen. „^Wgen @runblagen narbeitjerftort habe, so s auch die Enwdlaaen ,a5 Zusammenwirken bet ’e“ fe* diese Entwicklung -em Nationalsozia- Een, dem deutschen Bolle n.,n jti) feW zu geben. - der Primat der Po- tschast wieder eingefihrt i'gesichert, die allein dem sei. Mit der Mederherstel-, es deutschen Bauernstandes, rundlage Geschäften für tin 1 damit habe er die Wenz hen Bottes sichergestellt. s bringe wieder neue 3m- ckfche Handwerk hinein und iedergesandnng dieser Verstandes. r betonte dann weiter, daß andwerk stark im Bolte ver- nächtlicher Teil unseres Dvl- l vom Handwerk lebte. Der in die Zukunft sei Var ge- ieder zurückkehren zu Srunö/ätzen, daß seine müßten ber einzelnen Per- Qi.hjeßeiftungen nity tr> auch niemals in ber Sage, laupitXL DeÄM \e\ auch tnb %ut genug als .ndroerls. Den heutigen vor Augen stehen, welches eiet Jugend in Händen hiel- Irundsatzen des Handwerks, n die jungen Handwerker er- ater mühte lebet Handwerker ein können, von einem W worden zu sein. Nur so tonne nen werden zu einem Vorbedingung geschah < dar VerflSu-nir für »e Handwerks gewe-kl. ' seien die hemmenden Grenzen zwischen den einzelnen Wirtschaftsgebieten gefallen. Jeder Handwerker habe In jedem Lande dasselbe Recht. Richt irgendwelche Grenzpfähle seien In Zukunft maßgebend, sondern der edle Weilbewerb der Meister allein. Der Führer habe Vorsorge getroffen, daß das Handwerk ungestört seinen weg zum Wiederaufbau gehen könne. Aber jeder Handwerker habe die Pflicht, mit allen Kräften an diesem W rede rauf- bau initzuarbeiten. Vor allem set das Profitstreben zu überwinden, jeder habe die Pflicht, dafür zu sorgen, daß möglichst Die le Volks- qenoffen im Handwerk Arbeit und Brot fänden. Auf dieser Grundlage werde sich die Gründung des Rhein-Mainischen Handwerkstages segensreich auswirken. Mit dieser Gründung beginne im Rhein-Maingebiet und darüber hinaus im ganzen Reich eine neue Entwicklung des Handwerks. Das deutsche Handwerk werde so dazu bei- < nagen, daß Deutschland seine Ehre und die Achtung der Welt wiedererlange. Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, W. G. Schmidt-Wiesbaden dankte dem Gauleiter für diese Worte des Vertrauens zum Handwerk. Das Handwerk sehe in dieser Stunde die Stunde seiner Wiedergeburt. Es gelobe dem Führer treue Gefolgschaft und werde wahrhaft deutsch und sozialistisch Mitarbeiten, iinb so dem Führer das große Ziel erreichen helfen, das er sich und dem deutschen Volke gesetzt habe. Der Präsident derHessischenHandwerks- k immer, Fritz Müller, ' versicherte gleichfalls, daß das Handwerk bereit fei, mit voller Hingabe für die Gesamtheit einzutreten znrn Wohle des deutschen Volkes. Reichsstallhalter Gauleiter Sprenger ernannte hierauf den Präsidenten der Handwerkskammer, W. G. Schmidt (Wiesbaden), und den Präsidenten der Handwerkskammer Hessen, Fritz Müller, zu Führern des neugegründeten Rhein-Mainischen Handwerkstages durch Ueberreichung der goldenen Amtsketten, die mit den Wappen der beiden Länder Preußen und Hessen, mit den Symbolen des Dritten Reiches und dem Bild des Führers geschmückt sind. Obermeister Linder, der stellvertretende Hand- merkskammerpräsident, überreichte dem neu ernann- < len Führer W. G. Schmidt (Wiesbaden) außerdem noch die goldene Nadel des Frankfurter Handwerks zusammen mit einer kunstvollen Urkunde, für seine außerordentlichen Verdienste für das Frankfurter Handwerk. Im Anschluß an den Gründungsakt im Kaiser- fetal formierten sich die Teilnehmer zu einem feierlichen Zuge, der unter Vorantritt des Reichsstatthollers und der neuen Führer des Handwerks vom CRomer zur paulskirche zog. Als der Zug den Paulsplatz betrat, ertönten vorn Balkon des Rathauses Fanfarenklänge. In ^ÄeUmversitätsvinit °°° ALM 8--5"S* ' , h,r Deut* KAM ... .rffi jaben, die den Sanitätskolonnen im Laufe der , mit ® Lahre erwachsen seien. Er schloß mit einem be- folg"" verseht: «eistert aufgenommenen „Sieg Heil!" auf den inir h.n Iaco".'' Reichspräsidenten von Hindenburg und den - ' $r0’’cuhrbÄ1* «olkskanzler Adolf Hitler. Gemeinsam wurden ' vir f vr. Hobann der erste Vers des Deutschland- und des ' ' ^Mgen a?n «fl’ C harst-Wessel-Liedes gesungen. n P,flTT^ ßeiP8\?Jfjie $7, Dberstudiendirektor Dr. Baur (Gießen) sprach ' . q m Auftrag des Zweigvereins Gießen vom Roten r,ratPTOVnf?fior *r‘ £reu3 und übermittelte besten Glückwünfchi • - ?r“6=. @r (tigerte kurz die Tätigkeit der S, t ,^adt und Kreis Gießen und betonte, daß die . n btni n gniDert* ratwicklung der Kolonne nicht möglich gewesen .> i> -Cank Eolbvlr. 15 unkündbar btt 1935 87,5 88 — —— •% ebem. 7% n ran kl Hoo.-Vank »olbple. 16 unkündbar bU 193« 87,5 87,5 —— — »h* ^""ki Banl.lZku.-tOanbtrtrle..... 87 87,5 — »h"„ ehern. 4S% frbrintlrt* Hyo.-Sank-Ltau -atolvple 88.5 88.4 —— — 8% fbem. 8% Pr. l'anbrti’lanb. trirlanflall. Plandbriefe fr. 19 M 88 88 88 »■„ eben. 7% Pr. L'anMyfanb. brirlanflall, Pfandbriefe St. 10 88 88 88 88 Struergutld). Penrdjnungiturl 17.5 1 17.5 87.5 87.5 4% Ctfttnvtdrtlrbe »dbrrnte 10.25 1 18.5 13.7 13.5 4.90% Ccftenelrbtldx €Ubetrmti 0.625 । 0.625 0.65 0.625 4% UngartlAe «olbttnte 3.9 3.9 3.8 3,9 4% Ungnrilrbe Stcatlrrnte e. 1910 3.8 । 3.55 3.7 3.7 M.S, be^iLeon 1913 3,7 3.7 3 75 3.65 » . adgekl. »elbmenlanet von 9» 6.13 — 4% turfmbe ZoUanletbe o 1 i ‘i 1 5 4.45 4.95 4.95 4< lürtllche iüt»babba>«an.'Ux Gerte ...................... 44 1 4,7t 4,9 4,9 Vranffun a.Dl Zlerlm e^chiuft» lurt ^chlußi «brnb- d»ri- Schluß für« ^chlu»k. miliar Wrie Datum 21.10. 23.10. 21.10. 23.10. 4% be*fll. Serie II 4.8 4.9 4.95 5 5°„ «umdn. oetrinb. Renke b. 1903 3.15 3.13 2,9 H%9himiin.oeeelnb.Rentro.l913 4,75 4.65 4.8 5 4 , 9tum4nif*e oerelnb. Rente .. 2.55 2.55 2.75 2.6 8 %% Änatcltef ............... 24,25 24 24.13 *>amburfflmertto.$atet _____o 10,13 10,25 10,4 10.25 )amburg-Subam. 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LtefentnzlqeleMchast... 6 76.65 76.5 76.5 77 Licht unb Uralt _____ 6 85 86.5 85 86 (teilens ®utl!eaume....... 0 40.5 10.5 40.75 40.5 SefelUd) f.tfiefrr Untemebmuna. 5 72.25 72 71.9 71,9 Rhein„che SlekMiilüt ........ 6 75 76 76.5 etbudenfrue.............. 6 85.5 85 5 85 66 etesten* S HaUke............7 129 133 129,5 132.75 LahmeverSLo............. 10 114.5 116.75 114.5 114.75 Pubenti ......... 0 62.5 63.5 _ 63 teutltbe ffrbdl .............. 4 92 91.75 92.25 91.75 leiten httiteitn..............C 46,5 46 46 45.75 Zevener .............C 78.5 78 78.25 77.5 Jxf* öikn-frein.Reueneu .. C — 52.25 5’.25 Ille Versbau ........ « — — 122 121.5 ? 't Bergbau ®eeü||e........ 6 ri^chnertverke........ u 92.25 51.25 91.75 50,5 92 51 91.25 50.5 rUnWBtaas-RAtaw » 50,5 50.5 50,4 50 ^ranttun a. DL Derlm Schlu»- fur< eM>iu»t. Ubenb- bSrie Schlub- hie# ^äüütr JTltna* Wrle Datum 21.10. 23.10. 21.10. 23.10. «anelelder Bergbau .. .......0 22.75 22.25 22 65 22 frokewerke ......... ....... 0 ■■ — 66.4 66.5 Phönix Bergbau...... .......0 34.5 34 34.25 34 Rbeln.lcbe Braunkohlen ..... 10 174 174 174,5 175.75 Rbeinftabl ......... ....... c 72,75 72.5 72.5 77.5 vererntgte Etahlwerie. .......0 32 31.9 31.9 31.65 10 25 10 25 10 10 fraltroerfe «Idterileben. ....... 6 110 108.5 110.5 frallroerfe Westeregeln . .......5 109 109 101.5 —• fralitperfe €aUbetfuti6 .....IS 153 153 153.5 155,75 3. ®. rrftbrnOtiDutate.......7 SAefbeanftaU...............9 »olbtomtbl ................0 WutG'tiTtrte .......... 0 tReiallgefellfMt.............0 16ÜWP Pohtnann...........0 Bttreriioen tObeßetj ......0 ieaienunerl Äatiüabt.........0 €<6ultbtti ®a»enbofrt .......• «tu cMgcmrtEc lunftfdbe) .. 0 Remberg ..... 0 ECafbbof ............0 Aichoffeaburg .......0 •M...............7 Taicitet f;;rerrn............0 teuridbe üuiolrun...........0 CttnIrrte * Äoppei..........0 ercnbaxSXIe» ..............0 BlTd 3relfltrree»^abrt!........0 ..........0 ................o C.j.ntMftDrdr ä-WL... 4 €ibbettii<6et Scto........ » 116.4 116.9 116,5 117.25 172 174.5 d— —• 39.75 39.65 39.5 39,75 45.75 46.5 46.75 46.75 54 53.75 54 53.5 56.25 56-5 563 57,25 72.25 72 — — — — — — 85 81 27.25 77.65 27 27.5 40 39 39 37.75 33.5 33,5 33 33,25 ■■ 19.9 — — — 98.75 99 26 5 26.25 26.4 26.65 40 41.25 40.75 41.25 —— —— 27.25 26.4 15 14,5 15 14.65 152 148 152 146.25 162 163.13 162.25 162.25 126.5 131 121.25 130 15 15 — 58.75 - — 170,5 170,5 170 170,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurl a. Dl. 21 .Cflober 23-C‘ftobtr Brniltche Jtotieruna | 2*rtr vmtliche Jtatwma Wett' | 7»rie ^elNngfeaS.. P-jbapefr ... eolta...... Cdlae» .... C«le....... R ätodbclm... Landon..... ©uena« frtert 9 ZMtf Äsirtttaniidx fron.............. Bet»tWw fron.................. Mntid* freien ............••••• 2.87 58 28 59.63 13.37 2.89 58.52 59.87 13.43 fitaa»b|rtd)# fron............... (^IMnbildx fron............... 16.37 168.86 21.99 v.n 16.43 169.54 22.07 67.48 jtahenlldx fron................ fraa»efltl*<«on ............ $e fron................. Ma — 34,95 35.09