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Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 2OV , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An. zeigenteil i. V.TH.Kümmel sämtlich in Giehen. Irlands Weg zur Raüon. Die Sünden der britischen Herrschaft. — Der Kampf um eine neue Wirtschastsstruktur. — Vor großen Zukunstsaufgaben. Bon unserem ^-Korrespondenten. London, August 1933. Es gibt Länder, deren lesen und Erscheinung klar wird aus den Lebensäußerungen des Tages, ohne daß es nötig erscheint, sich näher mit ihrer Geschichte zu befassen. Bei Irland ist eine solche Betrachtungsweise unmöglich, nur an Hand der irischen Geschichte kommt man zur einzig klaren Erkenntnis über dieses Volk. Nichts ging ihm verloren von den Erinnerungen an jene Zeit, da es unter britischer Herrschaft stand und alle Gefühle des Hasses gegen ihren Unter» drücker sind bis aus den heutigen Tag in den Iren lebendig geblieben. Umgekehrt findet man auch heute noch in England eine gefühlsmäßige Einstellung gegen Irland, die die Gegensätze zwischen diesen beiden so nahe benachbarten Ländern als unüberbrückbar erscheinen läßt. Nie hat es der Stolz des Engländers überwinden können, daß er die Iren nicht vollkommen in die Knie zwang, ja. daß er sehen mußte, wie seine ersten Konquistadoren vollkommen irischem Einfluß erlagen und daß sich heute aus der anglo»irischen Gentry — den Nachfolgern jener Konquistadoren — die besten Kämpfer gegen Großbritannien rekrutieren. Diese Einstellung erschwert naturgemäß sehr die Verständigung über die bestehenden (Streitfragen zwischen diesen beiden Ländern. Ne'ch stärker aber sind die objektiv feststellbaren Auswirkungen der britischen Herrschaft auf allen Gebieten des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, religiösen und politischen Lebens, die dem Land sein heutiges Gepräge geben. Dor allem in der wirtschaftlichen Struktur der Insel hat die britische Herrschaft tiefe Spuren hinterlassen. Die Landnot, die Zustände in den Slums, den Elendsvierteln der irischen Großstädte, die dünne Desiedlung her fruchtbarsten Landstriche und die Emigration find Erscheinungen, die lediglich auf Las Schuldkonto der britischen Kolonisationspolitik zu schreiben sind. Dies wird einem nirgends stärker bewußt als vor dem „Treaty Stone , der am User des breiten Shannon in Limerick steht. Hier vollzog sich am 16. Oktober 1691. dem Tage, da Sarsfield nach wochenlangem, hartnäckigen Widerstand vor der Uebcrmacht der Truppen König Wilhelms 111. kapitulieren mußte, dasEnde der irischen Selbständigkeit und damit der Beginn der Emigration. Der Dertragvon L i meri ck ist das Gegenstück zum Edikt von Nantes, mit dem Unterschied, daß er von der englischen Krone nur abgeschlossen wurde, um den kriegerischen Widerstand zu brechen, und daß er Gebrochen wurde, sobald die führende Aristo- ratie und die letzten Truppen das Land verlassen hatten, um unter den Fahnen des französischen Königtums auf dem Kontinent gegen Großbritannien toeiterzukäinpsen. Die Religionsfreiheit für die Katholiken, die im Vertrage garantiert worden war, wurde niemals eingehalten; ja, Strafgesetze wurden erlassen, die die Katholiken, d. h. also die große Mehrheit der irischen Bevölkerung vom Handel, von den akademischen Berufen, den Beamtenstellen ausschlossen und ihnen den Besitz eines Pferdes, einer Waffe oder eigenen Bodens verboten. Jener 16. Oktober lebt immer als schwarzer Tag in der Erinnerung der Iren fort. Machte er doch Irland unbewohnbar für die Iren, war es ihm doch zu danken, daß die Besten der Nation auf fremder Erde und in fremdem Sold verbluteten. Die englischen Beherrscher aber belegten die fruchtbarsten Ländereien mit Beschlag, sie wurden nicht kolonisiert, sondern durch extensive Wirtschaft immer mehr entvölkert. Die Iren, die als entrechtete Landarbeiter oder als kleine Pächter hier zurückblieben — falls sie evangelisch wurden — wurden zur Trägheit und Teilnahmslosigkeit geradezu erzogen, denn wenn jemand fleißig und gut sein Stückchen Land bestellte, so lief er Gefahr, daß es ihm eines Tage- von einem englischen Lord genommen wurde. Nur in der Verwahrlosung seines Ackers sah er ein Mittel, nicht eines Tages vertrieben zu werden. Das erklärt auch, wieso Hungersnöte in dem Ausmaß wie im 19. Jahrhundert möglich waren, die die Bevölkerung von 8 auf 4 Millionen herunterdrückte Wenn d e Balera heute die weitere Bezahlung der Abfindungssummen für den Landrückkauf, der 1885 begann, verweigert, so leitet er das Recht dazu aus der Geschichte des englischen Landbesitzes in Irland ab Er zieht auch noch andere Lehren aus der Geschichte, um die wirtschaftliche Umgestaltung des Landes durchzuführen. Noch ist die Lösung jenes Problems nicht gefunden, das in der Zurückführung des arbeitslosen Proletariats aus den Slums aufs Land bestände. An Boden fehlt es in Irland nicht, aber es ist ein Erziehungsmoment, das ungeheure Ausdauer erfordert, jene Menschen, die jahrhundertelang jeder regelmäßigen Arbeit entwöhnt wurden, wieder zu nützlichen Gliedern der Gesellschaft zu machen. Nur die bewußte Führung durch Generationen hindurch wird jenen Wandel herbeiführen können, der aus anglisierten Iren wieder richtige Galen werden läßt. Die Wiedererweckung der g ä - 1 ischen Sprache in diesen anglisierten Landstrichen wird jetzt als ein erster Schritt unternommen, der dem Volk die Kräfte wieder bewußt zu machen hat, die noch im Stamme jener Iren, die sich niemals unterwarfen, vorhanden sind. Das Verbot der irischen Blauhemden. London, 23. Aug. (WTB.) Zu dem Verbot der irischen Blauhemden und der Einsetzung eines Sondergerichtshofes berichtet der Daily Telegraph daß die fünf Mitglieder des Sondergerichlshofes bereits dem von der Regierung Cosgraoe im Oktober 1931 eingesetzten Gerichtshof angehört hätten, der seinerzeit Anhänger der irischen republikanischen Armee abzuurteilen hatte Als General O ' Dusfy oon dem Verbot seiner Organisation hörte, sagte er nur: „Die Nationalgarde wartet auf d a s U r t e i! d e s V o 1 k e s". Die Bekanntmachung der Regierung hat die Atmosphäre in Dublin heute nacht völlig geändert. Das Gesetz zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit wird nun ernsthaft angewandt und, da es s o viele ftrengc B e - st i m m u n g e n enthält, ist man sich allgemein der Gefahren bewußt, die jede Handlung, die die Regierung als ein Berschen ansehen könnte, nach sich ziehen würde. Der Justizminister Buttledge gab gestern im Senat eine eingehende Begründung für die Maßnahmen der Negierung. Er sagte, die Regierung habe genügend Informationen, aus denen heroor- gche, daß die Nationalgarde schwer bewaffnet sei und Waffen in den Freistaat einführe Die Revolte der französischen Nußschiffer. Unser Bild zeigt die Schiffsbarrikade an der Mündung der Oise in die Seine. Die Mehrzahl der französischen Flußschiffer befindet sich in einem Streik. Um ihren arbeitswilligen Kollegen die Durchfahrt zu verwehren, errichteten sie aus ihren Kähnen eine Barrikade über die Oise an der Mündung in die Seine. Erst nach stundenlangen Verhandlungen und schließlichen Plänkeleien gelang es der Polizei, den Widerstand der Schisser zu brechen. Oer französische Kanalschifferftreik dehnt sich aus. Paris, 23. Aug. (TU.) Der französische Kanalschifferstreik dehnt sich immer weiter aus. Bei Reims haben die Streikenden auf dem Seitenkanal der Aisne und auf dem Verbindungskanal zwischen Aisne und Marne ihre Schleppkähne quer über das Wasser gelegt, um die Verbindung zu unterbrechen. Zu Störungen der Ordnung ist es nicht gekommen, da rechtzeitig Polizeikräfte eingesetzt wurden. Bei Paris wird der Verkehr infolge strenger Ueberwachung aufrechterhalten. An den Ufern der Seine sieht man Patrouillen zu Pferd und zu Fuß und auf dem Fluß mit Marinesoldaten besetzte Schlepper. In Eons, dem Ort der am Dienstag gemeldeten Wasser schlacht, hat der Streikausschuß die Kaufleute aufgefordert, aus Sympathie ihre Läden zu schließen. In der Mündung der Oise haben die Streikenden wieder eine neue Sperrkette über den Fluß gelegt. Es dürfte also dort wahrscheinlich wieder eine kleine Wasserschlacht bevorstehen. An die Emigranten. Oer„Temps"warnt die politischen Flüchtlinge vorMißbrauch derGassfreuntssckaft Paris, 23. Aug. (TU.) Der dem Quai d'Orsay nahestehende „Temps" erteilt den von Frankreich aufgenommenen politischen Flüchtlingen eine deut liche Warnung, die ihnen bereitwilligst gewährte Gastfreundschaft nicht zu mißbrauchen Das Blatt schreibt u. a.: „Es versteht sich oon selbst, daß unsere Gast freundschaft in keinem Falle und unter keinem Borwand ben bestehenden R c - gierungen zum Nachteil gereichen darf. Die Aufnahme eines Berfehmten bedeutet nicht, daß er gegen die öffentliche Gewalt des Landes Stellung nehmen kann, aus dem die Flüchtlinge ausgewiesen worden sind oder aus dem sie sich selbst verbannt haben. Die außenpolitischen Beziehungen der Republik sind eine Sache.^ihre Mission als Land des Asyls ist eine andere Sache. Jede Verwechslung in dieser Hinsicht würde nur Nachteile und Gefahren mit sich bringen, die die nationale Vernunft Frankreichs bisher ersparte. Wenn sich aber unser Land, in dem im Zeichen der Demokratie stabile politische Derhältnisie herrschen, bereitfindet, auf das Beste in der Welt denen als Zuflucht zu bienen, bie sich mit Diktaturen nicht abfinben, so versteht es sich von selbst, baß biefe Rolle für Frankreich roeber^eine Belastung noch bie Gefahr einer Storung bes sozialen unb moralischen Gleichgewichts mit s i ch bringen barf. Wenn es unser Berbienst ist, baß wir ben Verfemten Unterkunft bieten, so muß biefes Berbienst von benen, bie baoon Vorteile haben, auch anerkannt werben. Ihre erste Pflicht muß es sein, burch Achtung ber französischen Jbee unb Unter- werfung unter bie republikanische Orbnung bie Wohlfahrten zu vergelten, bie sie diesen beiden verdanken. Es ist recht unnormal, daß auf der gegenwärtigen Tagung der Sozialist i j ch e n Internationale deutsche oder italienische Marxisten in Paris kalt lächelnd über ben Umftu'rj in Frankreich unb über ben Sturz ber Demokratie verhanbeln unter bem Dorwanb, daß sie nicht mehr bas Recht haben, bei s i ch barüber zu reben. Unsere Gäste, bie sich auf bas Naturrecht berufen, haben bie un= bebingte moralische Pflicht, sich an bas französische Recht zu halten. Die Mehrzahl versteht dieses übrigens sehr gut. Hoffen wir, baß es alle verstehen werben." Hetzreden auf dem Pariser Gozialiffenkongreß Paris, 23. Aug. (CNB.) Der Führer der französischen Sozialisten Leon Blum hielt auf dem internationalen Sozialistcnkongreß eine große politische Nede. Sie brachte weder über den internationalen Sozialismus noch über die Spal« tungserscheinungen innerhalb ber französischen Sozialistischen Partei Neues, fontern beschränkte sich auf eine Kampfansage an den Kapitalismus und den Faschismus, insbesondere an das nationalsozialistische Deutschland. Hervorgehoben zu werden verdient das Eingeständnis, daß die sozialistische Bewegung in der Welt zurückgehe. Der nationalen Tendenz innerhalb der sozialistischen Partei Frankreichs, vertreten durch Nenaudel, Marquet und andere, tritt Blum mit der Erklärung entgegen, daß gerade in der heutigen Zeit der Internationalismus stärker gepslegt und die nationale Politik mehr denn je vom internationalen Geist durchdrungen werden müf c. Eine Kompromißlösung zwischen Kapitalismus und Sozialismus sei kategorisch abzulehnen. Blum tritt für den Boykott sämtlicher faschistischen Negierungen ein. Der Schluß ber Sitzung brachte noch eine Hetzrebe bes schwedischen Delegierten Bougt gegen das nationalsozialistische Deutschland und eine nicht minder hes- tige Kampfansage von Aufhäuser. dem ehemaligen Vorsitzenden des Afa-Buntes Dtauen erklärt das memel- ländische Kirchenabkommen für erloschen. Memel. 23. Aug. (WTB.) Das am Zl.Iuli 1925 zwischen dem Direktorium des Memel- gebietes einerseits und dem Evangelischen Oberkirchenrat in Berlin für die Evangelische Kirche der Altpreuhischen Union andererseits geschlossene Abkommen betreffend die Evangelische Kirche des Memel- gebietes ist jetzt von der litauischen Negierung a ls erlös chen bez eichnet worden. obwohl in dem Kirchenabkommen weder eine Kündigung noch eine Außerkraftsetzung vorgesehen ist. In einem Schreiben des Gouverneurs an den Vorsitzenden des Konsistoriums des Memelgebietes wird u. a. mitgeteilt: Der litauische Vertreter in Berlin sei beauftragt worden, den Vorsitzenden des Evangelischen Oberkirchenrates der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union davon in Kenntnis zu setzen. Weiter wird der Vorsitzende ersucht, die erforderlichen Schritte zu tun, die Angelegenheiten der Evangelischen Kirche des Memelgebietes zu regeln, insbesondere in der Hinsicht, daß eine Mitwirkung von öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Dehörden. die sich außerhalb der litauischen Grenze befinden, nicht in Frage kommt. Die litauische Regierung verlangt also von ber Evangelischen Kirche des Memelgebietes, baß sie bie in bem Kirchenabkommen ausdrücklich festgelegte Verbinbung mit Deutschlanb aufqibt. Dieses Ziel verfolgte schon 1924 bas litauische Direktorium Gai 1 ius, mußte aber einen vollen Rückzug antreten. Inzwischen ist schon ber erste Schritt gegen Mitglieber ber Evangelischen Kirche erfolgt. Drei M11g 1 iebern ber Synobe bes Memelgebietes, Konsiftorialrat Reibies, Justizrat Hoffmann unb Besitzer Buttgereit ist vom Gouvernement bas Visum für eine Reise nach Königsberg verweigert worben. Die brei Herren wollten an ber bort heute be- ainnenben O st preußischen Provinzial- Iynobe teilnehmen, wozu sie auch nach bem Kirchenabkommen berechtigt sinb. Bauernsiedlung im Offen. Der ostprcutzische Großgrundbesitz stellt Land zur Verfügung. Königsberg. 23. Aug. (TU.) Der oft» preußische Großgrundbesitz trat am Dienstag in Königsberg zu einer Sitzung zusammen, in der folgender Beschluß gefaßt tourte: Die heute versammelten Vertreter des alteingesessenen Großgrundbesitzes ter Provinz, in Sonderheit die der Fideikommisse, die in alter Tradition und treuer Pflichterfüllung ihren Königen mit Blut und Gut dienten, stehen voll überzeugt hinter demRettungstoerk unteres Reichskanzlers Adolf Hitler. Nachdem die Neubildung des Bauerntums von ber Reichsregierung begonnen würbe, werben wir freudigen Herzens hieran Mitarbeiten und falls e s an Land fehlt, dieses, soweit es an uns liegt, zur Verfügung stellen. In Fortführung alter Ueberlieferung wissen wir, daß Besitz verpflichtet und nur der mit dem Boden Dcrto achsene Land st and nach den Worten unseres Kanzlers das Fundament des nationalsozialistischen Staates nach Innen und Außen sein wird. Für bie Crwei te- rung des Bauernstandes kommen in erster Linie neben den nachgeborenen oft- preußischen Bauernsoh nen unsere a lt - eingesessenen ßanbar beiter, unsere treuesten Mitarbeiter in Krieg unb Frieden in Frage. Mussolini im Manövergelände. Mailand, 23. Aug. (TU.) Im großen Hauptquartier der italienischen großen Manöver inGaressio in den ligurischen Seealpen ist am Dienstagabend auch der König, begleitet vom Unterstaatssekretär Daistrocci, eingetroffen. Mussolini ist am Dienstag am Steuer seines Automobils in das Manövergelände hinausgefahren, too er sich ununterbrochen über 15 Stunden aufhielt. Er stattete den Führern ter einzelnen Formationen seinen Besuch ab und begab sich bann in das eigentliche Kampffeld, too er von den Soldaten und Offizieren, mit denen er im Freien ein einfaches Mahl einnahm, begeistert begrüßt tourte. Am 1. Manövertage nahm Mussolini persönlich an den Truppenübungen teil und führte ein Schützenbatail- l o n (Bersaglieri). Das Manöver begann mit einer Fühlungnahme ter Infanterie, wobei die Blauen die Noten zurückdrängten und die Kavallerie ein bedeutendes Umfassungsmanöver aus- suhrte. Die zum ersten Male eingesetzte faschistische Miliz konnte gut vorrücken. Beginn des Reichsiagsbrandstister- prozeffes am 21. September. Leipzig. 24. Aug. (WTB. Junffprudj.) Der Präsident des vierten Strafsenates hat den Termin zur Hauptverhandlung in der Reichstagsblandsache auf Donnerstag, 2 1. September 1 933, vormittags 9 Uhr, anberaumt. Die hauplverhandlung findet in Leipzig statt, die Beweisaufnahme jedoch mit Rücksicht auf die notwendigen Augenscheinnahmen und darauf, datz die meisten Zeugen in Berlin wohnen, i m Reichstagsgebäude. Hilfswerk Deutscher Techniker. Der Deutsche Techniker ' Verband im Gesamtverband der Deutschen Angestellten erläßt in seiner Verbandszeitschrift „Der Deutsche Techniker" einen Aufruf für das „Hilfswerk Deutscher Techniker", in dem es u. a. heißt: Der Generalangriff der Reichsregiening auf die Arbeitslosigkeit ist in vollem Gange. Erstmalig zeigt der Arbeitsmarkt auch für die Angestellten eine wesentliche Besserung. Trotzdem ist die Arbeitsmarktlage bei den technischen Angestellten leider noch sehr ungünstig. Bei einem Rückgang der Gesamtzahl der Arbeitslosen um rund 30 o. S). ist bei den technischen Angestellten lediglich ein Rückgang um rund 10 v. h. festzustellen. Der DTV. bemüht sich noch um die Unterbringung von 22 000 stellenlosen Mitgliedern. In vielen Betrieben ist wohl die Zahl der Arbeiter erheblich gestiegen. Eine Einstellung von Technikern erfolgte dagegen nur zögernd. Selbst Firmen, die umfangreiche Aufträge im Rahmen des staatlichen Arbeitsbeschaffungsplanes erhalten haben, mußten auf eine Einstellung von Technikern hingewiesen werden. Zum Teil leisteten die technischen Angestellten trotz Kurzarbeit-Bezahlung Ueberstunden, um das geforderte Arbeitspensum erledigen zu können. Stellenweise werden auch Arbeiten von Kaufleuten und Werkmeistern gemacht, die nur der Techniker sachgemäß verrichten kann. Nachdem der Deutsche Techniker-Verband mit jetzt 100 000 Mitgliedern fest fundiert ist, verkündet die Verbandsführung das „H i l f s w e r k Deutscher Techniker", mit dessen Aufbau bereits begonnen worden ist. Es sind u. a. folgende Aufgaben gestellt: 1. Stellenwerbung und Stellenvermittlung, 2. Vergünstigungen für die Stellenlosen, 3. Bildungsarbeit. An erster Stelle steht die Sorge um die Beschaffung neuer Arbeitsplätze. Geeignete Techniker müssen für die Arbeitsbeschaffung — Straßen- und Kanalbau, Siedlungswesen — an die richtige Stelle gebracht werden. Der DTV. liefert seinen arbeitslosen Mitgliedern den „Stellenanzeiger" kostenlos. Nicht alle Techniker werden sofort wieder in Arbeit kommen. Deshalb ist es die Aufgabe des „Hilfswerkes Deutscher Techniker", den Wartenden ihr Los zu erleichtern: Großzügiger technisch-wissenschaftlicher Wie- derholungs- und Ergänzungskursus, Besichtigung technischer Werke, Filmvorführungen und Theaterbesuche fast kostenlos, Sportkurse, kostenlose Lieferung von Bleistiften und Papier, kostenlose Badbenutzung usw. Kleine politische Nachrichten. Der preußische Kultusminister hat die Frist für Vorverlegung von Anträgen auf N achv e r s e t - Su n g von Schülern auf den 30. September . 3. begrenzt. Später eingehende Gesuche werden nicht mehr berücksichtigt. * Der „Stiftung für Opfer der Arbeit" haben die Beamten, Angestellten und Arbeiter der preußischen Justizbehörden den Betrag von annähernd 80 000 Mark gespendet. * Wie das Geheime Staatspolizeiamt mitteilt, bestätigt sich die von einigen Blättern gebrachte Meldung, wonach der ehemalige, dem Zentrum angehörende Reichsminister Hermes auf freien Fuß gesetzt worden ist. * Trotz des Eingreifens der französischen Gendarmerie ist in Andorra noch immer keine Ruhe eingetreten. Der durch Verfügung des französischen Präsidenten und wahrscheinlich auch des Bischofs von Urgel, die sich in die Oberhoheit von Andorra teilen, abgesetzte Generalrat verweigert nach wie vor die Auslieferung der Schlüssel. Ans spanischer Quelle verlautet, daß er ein Protest- telegramm an den Völkerbund und den Präsidenten von Frankreich sowie den Bischof von Urgel gerichtet habe. * Ghandi ist bedingungslos in Freiheit gesetzt worben. In Spanisch - Marokko sollen die bedeutendsten Cingebovenenstämme geheim an der Vorbereitung eines allgemeinen panislamischen Aufstandes auch gegen Frankreich arbeiten und alle Derhandlungsvorschläge der spanischen Dehörden abgelehnt haben. Die Unterhändler, die man geschickt hat, sollen gefangen genommen worden sein. Aus aller Welt. Staatsbegräbnis eines verunglückten hitterjungen. Der bei dem Orkan in Oberwiesenfeld tödlich verunglückte Hitlerjunge Walter Bröbstle wurde unter starker Beteiligung in Anterhaching beerdigt. Innenminister Adolf Wagner, der die Beerdigung auf Staatskosten angeordnet hatte, war zusammen mit dem stellvertretenden Gauleiter Ä i p p o l d und Gebietsführer Klein erschienen und richtete eine Ansprache an die Trauerversammlung. (Bnabenerroeis des preußischen Ministerpräsidenten. Die vom Schwurgericht in Glah am 8. März 1933 gegen den Stellenbesitzer Max Kühnel wegen Mordes verhängte Todesstrafe hat der preußische Ministerpräsident im Gnadenwege in eine lebenslängliche Zuchthaus st rafe um» gewandelt. Neuschnee in den Allgäuer Bergen. Der empfindliche Temperatursturz hat im Allgäu am Djenstag Neuschnee gebracht. Die bekannten Allgäuer Berge Hochvogel und Mädelegabel zeigten Mittwoch früh bis auf 1700 Meter herab weißbedeckte Gipfel und Hänge. In den Dorbergen gingen die Niederschläge nur leicht in Schnee über, der aber nicht liegen blieb. Amundsens Flugzeug gefunden. „Aftenposten" meldet aus Tromsö: Der Fischdampfer „Kvitholm" traf von der Bäreninsel kommend hier ein. Der Kapitän und die Mannschaft b e ft ä t i g t e n die Meldung, daß man auf der letzten Fahrt einen großen Gegenstand ins Netz bekommen, aber ehe man ihn über dem Wasserspiegel gehabt habe, sei er wieder versunken. Der Gegenstand wog etwa 200 Kilo und war ungefähr zwei Meter lang. Er war von Heller Farbe, teils weiß, teils metallisch. Anfangs nahm man von der Sache keine Notiz. Erst auf dem Heimweg sprach man davon, daß es vielleicht die R e st e der „L a t h a m" gewesen seien, des Flugzeuges, mit dem Amund- s c n verschollen ist. „Graf Zeppelin" nach Rio de Janeiro unterwegs. Das Luftschiff „G r a f Z e p p e l i n" ist am Mittwochvormittag in Pernambuco nach Rio de Janeiro gestartet. Erfolgreiches Fernsehexperiment in London. Im Gebäude der Britischen Nundsunkgesellschaft in London wurde ein Experiment mit der Fe r n - seh Übertragung zweier Boxkämpfe erfolgreich durchgeführt. Die Dorführungsfläche war allerdings nur 35x20 Zentimeter groß, so daß die Figuren oer Kämpfer zu Proportionen von Liliputanern reduziert waren. Da die Lautübertragung außerordentlich gut war, wurde der Eindruck erweckt, als ob zwerghafte Kämpfer Niesenschläge austauschten. Berliner Feuerwehr auf der Schlangeujagd. Die Berliner Feuerwehr wurde dieser Tage nach dem Stadtteil Wilmersdorf gerufen, wo auf dem Hofe eines Hauses eine zweieinhalb Meter lange Schlange umherkroch. Sie gehört einem Zoologie- studenten, der im 2. Stock des Hauses ein Terrarium unterhält, in dem sich auch Schildkröten, Eidechsen und sogar Krokodile befinden. Die Feuerwehr, die im Sommer fast dauernd auf „Tierjagd" ausgeht, fing die Schlange ein und brachte sie dem Eigentümer zurück. Wie die Schlange aus dem 2. Stock auf den Hof gelangt ist, steht noch nicht fest. Schwere Unwetter in Oberitalien. In ganz Oberitalien sind Dienstag nachmittag schwere Unwetter mebergegangen. Insbesondere im Gebiet des Gardasees sind die Schäden, die durch H a g e l s ch l a g von mehr als Taubeneiergröße angerichtet wurden, sehr erheblich Die Eisenbahn- strecke Novereto—Riva ist unterbrächen. Der Pönale bei Riva ergoß sich mit solcher Gewalt über die Ufer, daß er eine Brücke wegriß. Telephonische und elektrische Leitungen zwischen Riva und Brescia sind völlig außer Betrieb. Schwere Unwetter in USA. Der mit schweren Wolkenbrüchen verbundene Orkan, der die Küste von Virginia und Nordkarolina heimtzesucht hat, wütete auch in Neu- york, wo er eine längere Unterbrechung der Hafen- unb ßuftbienfte verursachte. Ein Schifferboot mit 40 Mann an Bord geriet in Seenot und bat durch Funkspruch um Unterstützung. Ein Funkspruch besagt, daß Salisbury, eine Stadt von 10 000 Einwohnern in Maryland, von dem Sturm so gut wie f vernichtet worden sei. Da alle Verbindungen mit Salisbury unterbrochen sind, war eine Bestätigung der Nachricht nicht zu erlangen. Weitere Alarmmeldungen kommen aus Ocean-City (Maryland!, das ebenfalls schwer mitgenommen sein soll. In Washington wurden in der Nähe des Weißen Hauses Bäume entwurzelt und die Straßen überschwemmt. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Dollar veranschlagt und beträgt allein am Badestrand von Virginiabeach eine Million Dollar. Nächtliches Großseucr in Lörrach. In dem im Mittelpunkt der Stadt Lörrach (Baden) gelegenen drei Stock hohen Hansahaus brach nachts ein Grohfeuer aus. Geschäfte, Büros und Privatwohnungen im Hansahaus wurden durch den Brand zerstört oder durch Wasser unbrauchbar gemacht. Die im 3. und 4. Stockwerk Wohnenden mußten in dunkler Nacht aus 15 Meter Höhe in das von der Feuerwehr bereitgehaltene Sprungtuch hinunterspringen, darunter auch vier Kinder im Alter von etwa 2 bis 10 Jahren. Die jüngeren muhten durch die Eltern, von der Dachrinne aus, wo sie durch Feuer und Nauch mit dem Ersticken bedroht, sich hingeflüchtet hatten, heruntergestoßen werden. Ein 3jähriger Knabe schlug dabei auf die Drähte der elektrischen Straßenbahn und zog sich einen Oberschenkelbruch zu. Eine Frau schlug so unglückl.ch in das Sprungtuch auf; daß sie sich die Lippe durchbiß und sich einen Bluterguß und Rückenverlehungen zuzog. Bewußtlos mußte sie ins Krankenhaus gebracht werden. Das Hansahaus ist bis auf die äußeren Mauern ausgebrannt. „In Frankreich brennen die Wälder, als wenn sie versichert wären!" „Die Wälder brennen in Frankreich, als ob sie versichert wären", sagt ein Pariser Blatt in seiner Karikatur zum Tage. In der Tat werden fortwährend neue Waldbrände gemeldet. Wenn man die nach den Zeitungsmeldungen in der letzten Zeit vernichteten Waldbestände zusammenstellt, ergibt sich eine erschreckende Hektarzahl. Die Bewohner von Colomars bei Nizza mußten nachts die Feuerwehr anfordern, um ihre Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen. 70 Hektar Wald sind dort völlig niedergebrannt. Bei Nouret dehnte sich die Feuersbrunst auf mehrere Kilometer aus. Im Departement Dar sind 50 Hektar abgebrannt. Bei Aixen-Province ist ein Wald von 200 Hektar Größe vom Feuer bedroht. 500 Mann mußten eingesetzt werden, um die benachbarten Gehöfte zu schützen. vom hessischen Lanbesthealer. Walter v.Molos neues Drama „Friedrich List, ein deutsches Prophetenleben" wurde soeben von Generalintendant Dr. Rolf P r a s ch für das Hessische Landestheater zur Uraufführung erworben. Aus Der Provinzialhauptstadt. Rohe Aepfel heilen Oarmkatarrh. Don Dr. med. Otto Bartling. Chronische Katarrhe des Magens und des Darmes sind viel häufiger als man nach den Klagen der Kranken urteilen würde. In den leichten Fällen ist das Wohlbesinden der Kranken meist nur wenig oder gar nicht gestört, und lediglich die akuten Verschlimmerungen werden als krankhaft betrachtet. Die meisten haben schon öfters versucht, mit verschiedensten Mitteln und „leichter Diät" ihre Beschwerden in Ordnung zu bringen, fast immer ohne radikalen Erfolg; in mehr oder weniger längeren Zeitabständen traten wieder neue Störungen auf. Der Arzt pflegte in solchen Fällen immer eine sorgfältige Diät vorzuschreiben mit starker Einschränkung zuckerhaltiger Nahrungsmittel und strikter Qkrmeibung jeder zellulosehaltigen Nahrung, aber bei den geringfügigen Beschwerden will sich niemand gern eine lästige und langdauernde Diät auferlegen. Andererseits führen kleine Diätfehler, wie sie das alltägliche Leben mit sich bringen, leicht zu einem frischen Aufflackern des chronischen Leidens. Dann folgen immer wieder ein bis zwei Fasttage und der Kreislauf beginnt von neuem. Seit einiger Zeit ist nun die Behandlung akuter Verdauungsstörungen mit rohen, geschälten bzw. gut gekauten Aepfeln bekannt geworden. Noch vor einiger Zeit hätte man Obst als zellulosehaltige Nahrung mit größter Energie von jedem Speisezettel eines Darmkranken gestrichen. Die Erfolge der Apfelbehandlung haben die Aerzte aber zu einer Wandlung ihrer Auffassung bestimmt. Heute weiß man, daß auch die chronischen Darmkatarrhe vorzüglich aus die Apselbehandlung reagieren. Am besten geht man so vor, daß man dem Kranken in den ersten zwei Behandlungstagen bloß Aepfel in rohem und gebratenem Zustand verabreicht. Dazu können ein paar Tassen Tee mit Zitrone und ein wenig Zucker genossen werden. Die Aepfel müssen nicht geschabt werden, aber die Kranken müssen besonders sorgfältig auf gutes Kauen achten. Nach zwei reinen Aepseltagen kann man den Speisezettel vorsichtig etwas reichhaltiger gestalten und gekochtes oder gebratenes nicht fettes Fleisch, Fleischsuppen, weißes Röstbrot und etwas Butter hinzunehmen. Die Aepfel werden aber weiter gegeben. Auch Bananen können mit Aepfeln zusammen gereicht werden. Schließlich kommen leichte Mehlgerichte hinzu (Nudeln, Makkaroni) und erst nach zwölf bis vierzehn Tagen vorsichtig etwas Gemüse. Kraut und Hülsenfrüchte dürfen aber noch fange Zeit hindurch nicht gegeben werden. Bei den geringsten Anzeichen einer neuen Verschlimmerung durch die großzügigere Diät schiebt man vorsichtshalber wieder einen Apfel- taa ein. Das ist natürlich nur ein Schema. Man sollte in jedem Falle die Einzelheiten der Verordnung dem Aerzte überlassen, vor allem auch die Erkennung der Krankheit. Wer aber, wie so viele, lange Jahre hindurch von immer wiederkehrenden Verdauungsstörungen geplagt wird, dem wird die neue Apfeldiät in den meisten Fällen die ersehnte Befreiung von seinen Beschwerden bringen. Am besten eignen sich zur Apfeldiät möglichst frische Aepfel. Je länger der Apfel lagert, desto weniger zuverlässig ist sein Wirken. In Jahreszeiten, in denen es schwer ist, ein einwandfreies geeignetes Apfelmaterial sich zu verschaffen, vor allem in den Sommermonaten, kann man ein Apfelpulver benutzen, das neuerdings von einer chemischen Fabrik hergestellt wird. Die meisten Aerzte treten dafür ein, daß man nur reife, geschälte, rohe Aepfel in geriebener Form als Brei verwenden soll. Das Hunger- unb Durstgefühl der Kranken wird dabei vollkommen befriedigt. Wie man sich bei den ausgezeichneten Erfolgen die Wirkung vorzustellen hat, Darüber ist man vorläufig leider nur auf Vermutungen angewiesen. Es fehlen noch genaue Kenntnisse über die Stoffe, denen die Wirkung zpzuschreiben ist, aber auch die Kenntnisse über den genaueren Vorgang, der zu einer so schnellen Heilung führt. Ein Beweis dafür, daß die Erfahrung in der praktischen Medizin immer noch die ausschlaggebende Rolle spielt. Krankenkaffen-Beiträge bezahlen! In der letzten Zeit werden die Beitragseingänge bei den gesetzlichen Krankenkassen in Stadt und Kreis Gießen immer geringer. Hierdurch wird die Fortsetzung der im Interesse der Volksgemeinschaft und gerade der bedürftigsten Volksgenossen dringend notwendigen Tätigkeit der Kassen ernstlich gefährdet. Bei aller Würdigung der wirtschaftlichen Notlage einzelner Arbeitgeber muß doch festgestellt werden, daß ein nicht geringer Teil von ihnen offensichtlich aus Abneigung gegen die Krankenkassen die Beiträge zurückhält. Die Beitragspflichtigen können überzeugt feilt, daß unter der heutigen Staatsführung vollste Gewähr für die ordnungsmäßige Verwendung sämtlicher Sozialbeiträge gegeben ist. Wir rufen hiermit die Arbeitgeber auf, sich ihrer sozialen Pflicht bewußt zu sein und durch Pünktliche Zahlung der Beiträge den Krankenkassen die Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Jnteresfe der Volksgenossen zu ermöglichen. Die Arbeitgeber handeln hiermit im Sinne der nationalen Regierung, die ihre Sorge für das tägliche Brot und für die Erfüllung der sozialen Pflichten bei Krankheit für eine ihrer obersten Ausgaben erklärt hat. Wir erwarten von den Arbeitgebern, daß sie sich ihrer gesetzlichen Pflichten bewußt sind und sich auch in ihrem Verhalten gegenüber den Krankenkassen von dem Grundsatz leiten lassen werden: „Gemeinnutz geht vor E i g e n n u tz". Kreisleitung der NSDAP. Gez.: Dr. Harth, M.d.L., Kreisleiter. Der Vorstand der Allgem. Ortskrankenkasse Gießen-Stadt. Gez.: Otto Jung, 1.Vorsitzender. Grundlegende Neugliederung des Kyffhäuserbundes. Der Kyffhäuserbund ist, wie die Kriegerkamerab- schaft Hassia uns mitzuteilen bittet, durch eine Füh- rcranorbnung seines Bundespräsidenten nunmehr auch in seinem organisatorischen Aufbau völlig neugestaltet worden. An Stelle der bisherigen Landesverbände, die zum größten Teil bisher die Bezeichnungen besonderer Bünde führten, ist unter Neugliederung der Bezirke die einheitliche Bezeichnung „Landesverband" eingeführt worden. Zum Führer des Landesverbandes Hessen-Darrn st abt mit dem Sitz in Darmstadt wurde vom Bundespräsidenten Generalleutnant a. D. vonOidtman berufen. Ziehung der HZ-Lotierie. Am Mittwoch hat in Frankfurt a. M. die Ziehung der 1. Hitler-Jugend-Lotterie unter Beurkundung des Notars Rechtsanwalt Dr. Weber- Frankfurt a. M. ftattgefunben. Bei der Ziehung waren anwesend: Der Abteilungsleiter Der Reichsjugendführung Obergebietsführer Alfred Loose, sowie die Leiter der Lotteriegeschäftsstelle und Beauftragte des Polizeipräsidiums Die Lotterie war ein voller Erfolg. Alle 800 000 Lose wurden verkauft. Der 1. Hauptgewinn, eine 8jährige Beisteuer zum Studium in Höhe von 20 000 Mark, die in jährlichen Raten von 2500 Mark ausgezahlt wird, fiel auf die Losnummer Serie D 99 432. Prof. Dr. Ebuard Schwartz, der hervorragende Altertumsforscher in München, erhielt, wie schon gemeldet, anläßlich seines 75. Geburtstages vom Reichspräsidenten in Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft den Adlerschild des Reiches. Die Prämie, ein Kraftwagen im Werte von 5000 Mark, fiel auf die Nr. Serie D 17 641. Die nächsten zwei Gewinne, ebenfalls Kraftwagen, fielen auf die ßosnumern Serie D 76 633, Serie B 161 129. Der Versand der Gewinnlisten erfolgt in zwei Tagen. Die Gewinne müssen drei Monate nach der Ziehung angefordert sein. Die HI. dankt allen Volksgenossen, die sich an dem Verkauf und Kauf der Hitlerjugendlose beteiligt haben. Kirchengemeindeiag zu Gießen. EPH. Im Laufe des September werden von den Synoden der einzelnen Landeskirchen und vor allem von der Synode der Reichskirche wichtige Beschlüsse über den Neuaufbau unserer Evangelischen Kirche gefaßt werden. Darum hält es der „Deutsche Evangelische Gemeindetag" für seine Pflicht, darauf hinzuweisen, daß der Neuaufbau der Kirche nur dann gemäß dem Neuen Testament geschehen und nur dann segensreich sein kann, wenn die evangelischen Kirchengemeinden im Vordergrund des Blickfeldes der Beratenden und Beschließenden stehen werden. Deshalb lädt die Hessische Landesvereinigung dieses Deutschen Evangelischen Gemeindetages zu einer am Sonntag, 17. September, stattfindenden Tagung in die Iohanneskirche nach Gießen ein. Der Vertreter der praktischen Theologie an der Landesuniversität Professor D. Dr. Cordier wird um 14 Ahr das Thema „Die Bedeutung der Gemeinde für den kirchlichen Neuaufbau" behandeln. Nach diesem Vortrag wird Gelegenheit zu eingehender und freimütiger Aussprache gegeben werden. Die Tagung wird am Vormittag durch einen Festgottesdienst eingeleitet; die Festpredigt hat der Superintendent der Provinz Oberhessen Oberkirchenrat D. Wagner übernommen. Anmittelbar nach dem Gottesdienst wird der als geistvoller Künder der Lebensmächte der Innerlichkeit und als Bekenner zu der kirchlichen Gemeinschaft bekannte Schriftsteller W. Michel einen Vortrag über „Die Stunde des Gotteswortes" halten. Es ist Sitte, daß die Kirchengemeinden ihre Abgeordneten zu den Gemeindetagen senden. So ist eine Aussprache zu erwarten, die der Bedeutung dieser nicht bloß in nationaler, sondern auch in kirchlicher Hinsicht entscheidungsvollen Zeit entsprechen und die allen Teilnehmern wichtige Einblicke in die Fragen des kirchlichen Neuaufbaues geben wird. Daten für Donnerstag, 24. August. 1572: Bartholomäusnacht (PariserBluthochzeit) Niedermetzelung zahlreicher Hugenotten. — 1919: der Politiker Friedrich Naumann in Travemünde gestorben (geboren 1860). — 1924: der Zoolog Franz Doflein in Breslau gestorben (geboren 1873). Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 24. Aug. Auf dem heutigen Wochcnmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 bis 1,30 Mark, Kochbutter 1,— Mark, Eier (inländische), das Stück 9 Pf., Käse 4 bis 10, Matte, das Pfund 20 bis 25, Wirsing (grün) 8, Weißkraut 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 10, Rö- mischkohl 5 bis 8, Bohnen (grün) 15 bis 20, Bohnen (gelb) 15 bis 20, Erbsen 20 bis 25, Mischgcmüse 10, Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 10, Kürbis 6, Pilze 25, Kartosfeln 3 Pf., der Zentner 2,30 bis 2,50 Mark, Frühäpfel, das Pfund 15 bis 30, Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 35 bis 40, Preißelbeeren 30 bis 35, Birnen 15 bis 30, Zwetschen 15 bis 20, Mirabellen 20, Reineklaudcn 15, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 50, Blumenkohl 5 bis 30, Salat 5 bis 10, Salatgurken 4 bis 40, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 7 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 5 bis 10 Pf. Bornottzen. — Tageskalender für Donners- t a g: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es war einmal ein Musikus ..." — Gemeinde feier der Markusgemeinde. Am nächsten Sonntag, 27. August, hält die Markusgemeinde wie alljährlich ihre Gemeinüe- seier zusammen mit den Kindern des Kindergottesdienstes auf der Hardt ab. Spiele der Kinder und der Jugendgruppen, Musik und Gesänge mancherlei Art sind vorgesehen und versprechen eine schöne Feier, auf die auch hier nochmals hingewiesen sei. (Siehe heutige Anzeige.) ** Keine Störung von Gottesdiensten durch Aufmärsche. Gauleiter Sprenger macht erneut darauf aufmerksam, daß- Gottesdienste nicht durch Aufmärsche oder dergleichen gestört werden dürfen. ** Zum evangelischen Landesjugendsonntag hat Gauleiter Sprenger angeordnet, daß die evangelischen Jungen, soweit sie nicht zum Reichsparteitag nach Nürnberg fahren und mithin an der Dorbesichtigung nicht teilzunehmen haben, sich geschlossen und in Uniform an dem Landesjugendsonntag am 27. August beteiligen. Hierbei kommt sowohl die Teilnahme am Gottesdienst, wie auch an den übrigen Feierlichkeiten in Betracht. ** Eine Sammlung für das deuts che Iugendherbergswesen findet am 10.September in Oberhessen statt. Nach einer Verfü- $om 9*8,0* W lauplo#6 b MS S-ffM (Ober*) 'e. in Lad W $eraünftiflun9 *« ßin r men. Durch läge vn Rod verschiedenen wegen von d wurde. Der men. Er wu Angeführt. Die Straf die bereits a Handlung ge Rechner 3. • im Kreise 21 aufnahme ei trotz mehrso stcmds- und bestimmten Kredite ein{ Vorstand ge geklagte, de Das Ob 27. August a die sask |dmi punkt oder ii beobachten, 6 neuer chit d herrschend ba: ten Wuchtig!, mag kommen, öuerfi ben W bag er bas 21 dies von ähm V> W mit der MM . gibt er ihm \ Aber es W gewohnt, do achtet denn aus der 2lpi die Mäusbi wohl schon, älteren Ma kirchcnlurm wirken lasse wie eng de verwachsen Unter bie1 bas Oberhes |ung eine ! allen der lie Bilder, die. ihrem Gewi ihnen ragt j ben Federze I'e sind mit ^Schotte omts Schotten Q.mmlunn ÄV Le°j aus ^tQ,Wn °c I”;’ ü. Kreiselte N.und^ «mein eir ter des 2[rb na.chhaU !€.115 b e t i lei der 3iei Dem Doppe Mene ^dem notki Verdi Deutschland^ Ä fine 91 Qta ei s?,Wusse r « ^r R-d ÄS SÖ > ebi Hi«* en- ftigeS »üti Snteref0^ «B,”®1‘rle »’n 5000 «4fEja* L«Zr N zu Gießen. Gimber werden von ^"^kirchen und vor der Aeichskirche wichtiae 'ausbau unserer Eva^e- den- Dorum hält es der Geme'Mag-. für seine day der Neuaufbau °V dem Reuen Testament -n segensreich sein kan.'. eirchengemeinden im Dor« der Beratenden und Be. m. Deshalb ladt die M dieses Deutschen Svange. u einer am Sonntag, tsindenden Tagung in die iehen ein. üiischen Theologie an der >essor D. Dr. Cordier Thema .Die Bedeutung irchlichen Neuaufbau" be» Vortrag wird Gelegenheit mutiger Aussprache gege- ung wird am Vormittag lenst eingeleitet: die Fest- tendent der Provinz Ober» .Wagner übernommen. Gottesdienst wird der als Lebensmächte der Inner« ter zu der kirchlichen Ge« christsteller W. Wichel Sie Stunbe bei üottci- Kirchengcmemden ih«. meindetagen \vttixiL 6o tworten, die der Bedeu« nativnoier, sondern auch ^cheidungsvollen Zeit ent« Teilnehmern wichtige Ein- s kirchlichen Aeuausbaues erstag, 2^. August. mcht iPariserBIuchoM) scher Hugenotten. - Baumann in Travemunde 30), - 1924: der Zoolog Mau gestorben (geboren chenrnarktpreise. lua Auf dem heutigen Zandbutter, das Wnd K°Mer l,-R°rk. lsund'?« bis ^WrsM RZW bis 95, Bi----« Ml » «Hft? 1 Hähne 80 40 Tauben^fbis SfeVSs .£®‘" d 5 di-1U sonne ti- $4* •* * 'er der ^S^uft U Sonntag, ‘«'• ^meinfie« j&JSfr«** -?sW StiC...; Aschen Wenger n1 TV. ° Wenn Ihr Haar gesund bleiben soll, dann spulen Sie es nach jeder Wäsche mit.Haarglanz" nach. Durch dieses„Neutralisieren" wirb es straff, elastisch und glänzt wundervoll. „Haarglanz" liegt fedem Beutel Schwarzkopf-Schaumpon bei. 4796v Wirkliche Erholung . . . findet nur der gepflegte Äßrper, wobei Mund und Zähne infolge ihrer täglichen Mitarbeit besonders pflegebedürftig sind. Zur richtigen Zahn- und Mundpflege gehören unbedingt die Qualitätserzeugnisse Thlorodont« Zahnpaste, -Mundwafler und -Zahnbürste; sie sind in den lleinsien Orten erMUch. gung der H3.-Oberbannführung falben sich alle ilntergliebcrungen, HI., Jungvolk und DDM. an dieser Sammeltätigkeit zu beteiligen und für die Sammlung eifrige Werbearbeit zu betreiben. •* Gendarmerie-Personalien. Der Gendarmerie-Hauptwachtmeister Fritz aus Hain- stadt (Kreis Erbach) wurde zur Gendarmeriestalion Reiskirchen versetzt. Der Gendarmeriemeister L i tz i u s aus Niederolm (Kreis Mainz) wurde mit der Führung der Geschäfte der Gendarmeriestation Lich beauftragt. *• Dom Hessischen ßanbbunb, Am 15. August ist Herr Z e u l als Geschäftsführer des Hessische Landbundes für die Provinz Oberhessen ernannt worden. Herr Zeul ist aus der ehemaligen Bezirksbauernschaft für Nassau und Kreis Wetzlar heroorgegangen und war zuletzt bei der Krankenhilfe der Bezirksbauernschaft tätig. Da bis zum kommenden Herbst der Hessische Landbund liquidieren soll, um die Eingliederung in den zukünftigen Landesbauernstand zu ermöglichen, wird die Hauptaufgabe von Herrn Zeul fein, die Liquida- tionsarbeiten des Hessischen Landbundes durchzu- führen und gleichzeitig den Neuaufbau der Abtei- lung I des Landesbauernstandes (Hessen-Nassauische Bauernschaft) zu leiten. ** Senkung d e r Kurabgabe in Bad Salzhausen. Man schreibt uns: Bad Salzhausen (Oberhessen) senkt seine Kürabgabe ab 1. September um 50 Prozent. Personen, die bereits am 26. August in Bad Salzhausen eintreffen, fallen unter diese Vergünstigung. ** E i n rabiater Bettler fe ft genommen. Durch die Gendarmerie Gießen wurde dieser Tage in Rödgen ein Bettler festgenommen, der in verschiedenen Fällen sehr rabiat auftrat und deswegen von der Polizei in Kassel steckbrieflich gesucht wurde. Der Bettler reifte unter einem falschen Namen. Er wurde dem hiesigen Landgerichtsgefängnis zugeführt. ©fraffommer Gießen. Die Strafkammer fetzte am gestrigen Vormittag die bereits am Dienstaanachmittag begonnene Verhandlung gegen den Landwirt und ehemaligen Rechner I. Pf. der Spar- und Darlehenskasse Zell im Kreise Alsfeld fort. Die umfangreiche Beweisaufnahme ergab die Tatsache, daß der Angeklagte trotz mehrfacher Warnungen von feiten der Vor- stands' und der Aufsichtsratsmitglieder in einem bestimmten Falle dem Inhaber eines Basaltwerkes Kredite eingeräumt hatte, die weit über das vom Vorstand genehmigte Maß hinausgingen. Der Angeklagte, der in Den Kreisen der Mitglieder der -spar- und Darlehenskasse größtes Vertrauen genoß, mißbrauchte das ihm entgegengebrachte Vertrauen in gröblicher Weife, schädigte dadurch die Genossenschaft in nicht unerheblichem Ausmaß und beeinträchtigte sie außerdem in ihrer Liquidität. Wohl mochte er geglaubt haben, im Interesse der Kasse gehandelt zu haben, wenn er immer neue Kredite für das Unternehmen gab, denn insbesondere gab er sie, um zu verhindern, daß das Unternehmen „umfallen" würde, wenn nicht weitere Kredite gegeben würden und bann das Geld in seiner Gesamtheit verloren gegangen wäre. Als die Vorhaltungen des Vorstandes immer drängender wurden, übernahm er einen Teil des kreditierten Betrages auf fein eigenes Konto. Um aus den drängendsten Schwierigkeiten zu kommen, überschrieb er aus eigener Machtvollkommenheit ein der Kaffe übergebenes Darlehen in Höhe von etwa 8000 Mk. auf fein Konto und gab in der Folge an die erwähnte Firma weitere Kredite Der Angeklagte ließ sich weitere Verfehlung insofern zuschulden kommen, als er eingegangene kleinere Beträge u. a. aber auch einen Betrag von nicht weniger als 4000 Mark nicht unter Einnahmen verbuchte und sie mutmaßlich für sich selbst verbrauchte. Dem Angeklagten, dem während der Beweisaufnahme immer wieder Vorhaltungen gemacht wurden und der über verschiedene Buchungsvorgänge Auskunft geben sollte, gab meist nur sehr unzureichende Antworten und wußte sich auf die einzelnen Vorfälle nicht zu besinnen. Der Staatsanwalt, der einerseits in verschiedenen Fällen den Tatbestand genossenschaftlicher Untreue, sowie den Tatbestand der Unterschlagung als gegeben betrachtete, beantragte eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten und eine Geldstrafe von 150 Mark. Der Verteidiger beftriit in seinen Ausführungen, daß der Angeklagte vorsätzlich zum Schaden der Kasse gehandelt habe, bestritt ferner, daß ihn allein die Schuld treffe, er habe lediglich den Geschäftsbetrieb erweitern wollen, im Interesse der Kasse zu handeln geglaubt, wenn er einem an sich durchaus ausbaufähigen Unternehmen Kredite gegeben Habs. Den Tatbestand der genossenschaftlichen Untreue wie auch den Tatbestand der Untreue könne er nicht als gegeben anerkennen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten nach längerer Beratung wegen Vergehen gegen § 146 des Genosfenschaftsgefetzes zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten und zu einer Geldstrafe von 100 Mark, sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens. Als strafmildernd wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte den der Kaffe entstandenen Schaden durch den Verkauf eines Gutes und anderer Liegenschaften allen entstandenen Schaden mit Zins und Zinseszinsen ersetzt hatte. Kreisdirektor Dr. I a n n sagte zu, daß eine Beschaffung von Geldern gemeinsam unter Mitwirkung des Kreisamts beabsichtigt werden solle. Eine Reihe von gestellten Fragen wurden noch erläutert und geklärt. Kreisdirektor Dr. Iann betonte im Schlußwort, man hoffe auch im Kreis Schotten, der Arbeitslofig- feit Herr zu werden. Zur Zeit werden noch 103 Arbeitslose, 218 Krisenempfänger, 45 Wohlfahrtser- wcrbslofe und 416 Nichtunterstützungsempfänger im Kreis Schotten gezählt. Mit dem Horst-Weffel-Lied wurde die Versammlung geschlossen. Eine kleinere Besprechung der Bürgermeister schloß sich an. Schöffengericht Gießen. Gestern vormittag fand im Landgerichtsgebäude eine Verhandlung des Schöffengerichts statt, vor dem sich einige junge Leute aus der Umgebung von Gießen wegen Verbreitung unwahrer Gerüchte zu verantworten hatten. Es handelte sich durchweg um Vergehen gegen Oos Los zu einer Mark. Die Arbeilsbeschaffungs-cotteric kennt keine Nieten, — denn selbst wenn du nichts gewinnst: bann gewinnen doch bestimmt die, die biß jetzt ohne Arbeit waren. Ist das nicht eine Mark wert? die Verordnung vom 21. März dieses Jahres zum Schutz der Regierung der nationalen Erhebung. 2ln sich ist für derartige Fälle das Sondergericht Darmstadt zuständig. Für die an sich weniger bedeutsamen Vergehen konnte die Zuständigkeit aber auf das Schöffengericht übertragen werden. Einer der Angeklagten konnte freigcsprochen werden. die übrigen drei wurden mit Gefängnisstrafen bis zu vier Monaten belegt. 3m weiteren Verlauf der Verhandlung wurden für einen Diebstahl und eine Urkundenfälschung eine Freiheitsstrafe von 6 Wochen und für einen weiteren Diebstahl eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten ausgesprochen. Auskragung des Skädke-Achkers am 3. September. Gestern abend fand im Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft die Startverlosung zum Städte, achter statt. Zu diesem Rennen haben lediglich die drei Gießener Rudervereine Meldungen abgegeben. Wetzlar beteiligt sich also in diesem Jahre nicht. Das Boot der Gießener Rudergesellschaft startet auf 1, der Achter des Vereins Rudersport 1913 auf Start Nr. 2 und der Achter des Ruderklubs „Hafsia" auf Start Nr. 3. Das große Rennen wird voraussichtlich im Rahmen einer Werbeveranstaltung für den Wassersport ausgetragen, auf deren Einzelheiten wir noch zurückkommen werden. Das Rennen wird gegen 17 Uhr gestartet. 124 Oeutschlandflieger in Berlin. Auf dem Flughafen Tempelhof herrschte am gestrigen Mittwoch lebhafter Betrieb. Daß sich der gesamte Verkehr mit Einschluß des regelmäßigen Flugverkehrs reibungslos abwickelt, spricht der Organisation bas höchste Lob aus. Die Gesamtsorge ber Organisation liegt auf ben Schultern des Vizepräsidenten des Deutschen Luftsportoerdandes, von Hoeppner, seiner technischen Mitarbeiter Leander und Schultze-Eckhardt sowie der Leiter der Polizeiflugwache Tempelhof, Oberleutnant Baumert und Packe. Am Mittwoch abend fand in ben Räumen des alughafens eine Führerbesprechung statt. Bei biefer elegenheit begrüßte ber Präfibent bes Deutschen Luftsportverdanbes, Pour-lc-m6rite-3lieger Hauptmann a. D. Bruno Loerzer, bie Teilnehmer und gab seiner Freude über die starke Beteiligung Ausdruck. — In ber Nacht zum Donnerstag finben roieber Nachllanbungen statt. Bisher sind in Berlin 124 Flieger eingetragen. Segelflug Wettbewerb in Hirzenhain Die Landesgruppe Vil Südwcst des DLV. veranstaltet vom 10. bis 24. September in Hirzenhain (Kreis Dillenburg) einen ersten Segelflug- Wettbewerb, der in erster Linie als Ermunterungs-Wettbewerb zur Förderung des Segelflugsports in der Landesgruppe Vh gedacht ist. An Preisen stehen 1500 Mk. zur Verfügung. Auskünfte erteilt die Landesgruppe Vh Süd west. Frankfurt a. OIL, Flughafen Rebstock. Oer Stadtkirchenturm 22 Federzeichnungen von Fritz Dunkel. Das Oberhessische Museum stellt vom 27. August an eine Reihe von Federzeichnungen aus, die fast sämtlich Den Stadtkirchenturm zum Mittelpunkt ober im Hintergrund haben. Interessant ist, zu beobachten, daß alle Bilder von Gießen in alter und neuer Zeit den Turm überragend und die Stabt beherrschend barftellen; tatsächlich steht er in feiner breiten Wuchtigkeit so fest und massig da, baß er, man mag kommen, von roeldjer Seite es auch sei, immer unb zuerst ben Blick auf sich zieht. Man darf ruhig sagen, baß er das Wahrzeichen von Gießen ist. Unb wie dies von ihm im Gesamtbild der Stadt gilt, so steht es mit ihm auch als einem Einzelglied Der Altstadt: überall beherrscht er das Straßenbild, gibt er ihm seine besondere Note. Aber es ist sonderbar: man ist so an den Turm gewöhnt, daß man ihn gar nicht mehr sieht. Wer achtet denn darauf, daß man vom Kreuzplatz aus auf der Apothekenseite einen wundervollen Blick in bie Mäusburg und auf den Turm hat? Wer hat wohl schon, wenn er vom Lindenplatz am Ende der älteren Marktlaube über das Einhorn zum Stadt- kirchenturm aufblickte, dessen Mächtigkeit auf sich wirken lassen? Das sind nur einige Beispiele dafür, wie eng ber Turm mit dem Straßenbild ber Stabt verwachsen ist: er gehört eben zu Alt-Gießen. Unter diesem Gesichtspunkt hat Fritz Dunkel für das Oberhessische Museum unb auf dessen Veranlassung eine Reihe von Silbern gezeichnet, in benen allen der liebe, alte Kirchenturm das Leitmotiv bildet, Bilder, die die Straßen unb Dächer ber Altstabt mit ihrem Gewoge und Gen»rr roiebergeben; und über ihnen ragt in ruhiger Würde ber Turm. Es steckt in den Federzeichnungen Dunkels viel Schönheit, denn sie sind mit großer Liebe aufgefafjt unb in heißem Ritz gen geschaffen worben: jebem einzelnen fühlt man bie enge Verbunbenheit seines Schöpfers mit feiner Heimatstabt an; bas Herzblut ist bem Zeichner bei ber Arbeit burch bie Hanb geflossen unb hat ihm den Griffel geführt. Unb babei erkennt man immer roieber, baß Dunkels technische Gewanbtheit stets von I künstlerischem Empfinden geleitet ist: so sind aus seiner Feder Bilder geflossen, in denen sich Natur und Kunst, Technik unb Gefühl in glücklicher Vereinigung die Hand reichen. Eins steht fest: Auch wer unser altes Gießen gut zu kennen glaubt, wird überrascht sein von den eigenartigen Motiven, bie der Künstler gefunden und ausgestaltet hat, und wird sich freuen über bie Schönheiten, die unsere Heimatstadt besitzt. Freilich, so ganz leicht war es nicht immer, den Kirchturm für bie Zeichnung einzufangen, unb Fritz Dunkel hat so manches Dach erklettern unb fo manchen Ueberfall in eine stille Wohnung unternehmen müssen, um dem alten Gesellen beizukommen: aber er hat auch — von wenigen Ausnahmen abgesehen — meist eine offene Tür und freundliche Hilfe gefunden. So bildet der neue und wertvolle Erwerb, der besonders auch bem Entgegenkommen der Stadtverwaltung verdankt wird, eine willkommene Bereicherung bes Bilberschatzes bes Museums. Vor allem aber hat er die Gelegenheit geboten, dem Zeichner bie Möglichkeit zu geben, seine Kunst in ben D i e n st der Heimat zu stellen. Ieber Gießener, ber sich in letzter Zeit an ben schönen unb interessanten Auf sätzen von Regierungsbaurat Steinbach unb Professor Ebel über bas Stabtbilb von Gießen beiftim- menb erfreut hat, wirb ihr unb sein Urteil bestätigt finben, wenn er beim Betrachten der Dunkelschen Federzeichnungen seine Heimatstadt neu erlebt. He. Koniimmalpolitische Tagung in Schotten. I Schotten, 22. Aug. Unter Leitung des Kreis- amts Schotten sand heute im Rathaussaal eine Versammlung der Bürgermeister, politischer Leiter, Fachberater und vieler Vertreter aus Industrie und Gewerbe statt. Die Beratungen galten der bedeutsamen Frage, wie der Kamps gegen bie Arbeitslosigkeit im Kreise Schotten energisch burchgeführt werben könne. Kreisbirektor Dr. Iann begrüßte die Erschienenen unb wies auf ben Zweck der Besprechung hin. In einem eingehenden Referat sprach bann ber Leiter bes Arbeitsamts Gießen Dr. List über eine nachhaltige, wirksame Arbeitslofig- feitsbetämpfung. Kein Rückschlag bürfe jetzt bei der Neubelebung bes Arbeitsmarktes kommen. Dem Doppelverbienertum müsse gesteuert, bie vor- hanbene Arbeit müsse richtig verteilt werben, so daß jedem notleidenden Volksgenossen sein Anteil Arbeit und Verdienst zukomme. Ein Volk ohne Raum sei Deutschland, alles vorhandene Land müsse gewonnen, unzureichender kleinbäuerlicher Besitz müsse aufgerundet werden. Die Privatwirtschaft müsse unterstützt und vor Eingriffen geschützt, bie Initiative ber Privatwirtschaft soll gestärkt werden. Eine richtige Verteilung ber Aufträge an Lieferung unb Arbeit müße vorgenommen werden. Näher verbreitete sich ber Redner über das neue Arbeitsbeschaisungs- programm, das Reinhardtprogramm, bas für bie verschiebenen Arbeiten, wie ^Wohnungs-Gcbäude- instandsetzung, Siedlung, Meliorationen, Flußreou- lierungen, Versorgungsanlagen (Wasser usw.), Tiefbauarbeiten öffentliche Mittel zur Verfügung stelle. Er zeigte, wie die ©emeinben an ihrer Stelle mit- belfen könnten, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Besonders wies er auch auf bie Einführung von Notstanbsardeiten hin, bie die ©emeinben vornehmen sollten. Die Bebingungen, unter benen diese bewilligt würben, seien jetzt für die Gemeinden günstiger geworden. Die Ausführungen fanden großes Interesse. Kreisbirektor Dr. Iann dankte dem Redner unb wies auf die großen in Aussicht genommenen, für die Landesplanung vorgeschlagenen Projekte hin: die Durchführung des Bahnbaues Schotten —Ulrichstein — Alsfeld, sowie auf die Einleitung der Feldbereinigung im ganzen Niddatal von Unter-Schmitten aufwärts bis Schotten—Rudingshain. Bürgermeister M e n g e I, Schotten, führte aus, daß gerade die Gemeinden unter der Arbeitslosigkeit seit Jahren am allermeisten gelitten unb das größte Interesse an einer wirksamen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hätten. Die Bedingungen des Reinhardtprogramms, unter denen die Oeffa (Gesellschaft für öffentliche Arbeiten) für alle vorgeschlagenen Arbeiten Mittel zwar zinslos, aber rückzahlbar gegen Dreimonatsakzepte zur Verfügung stelle, müßten etwas gemildert werden und fetzten gesunde Finanzwirtschaft mit regelrechten Steuereingängen voraus. Die Gemeinden müßten daiu in einzelnen wichtigen Dingen, Umschuldung, Abbau der Soziallasten Erleichterung erfahren. Von größter Bedeutung und eine fühlbare Entlastung fei bas großzügige Werk ber Feldbereinigung des Nidda- tales, bie halb durchgeführt werden müßte. Die Einführung von Notstandsarbeiten wollten die Gemeinden nachprüfen, seither seien diese eine Mehrbelastung für die Gemeinden gewesen. Beigeordneter Stein, Stumpertenrod, wies darauf hin, baß infolge Fehlens von Arbeitskräften bie Felbbereinigung in Stumpertenrod nicht burchgeführt werben können. Für billigen Felbbereini- gungskrebit müsse gesorgt werden. Bürgermeister Hofmann, Ulfa, regte bie Abholzung bes Harbwaldes bei Ulfa und eine Umwandlung in SieblerfteUen an. Der Harbwald eigne sich besonders als vorzüglicher, ebner Boden für landwirtschaftliche Siedlerstellen, man könne hier ein Dorf von zirka 1000 Einwohnern neu schaffen. ■Pfarrer Römer fragte an, ob nicht den verschiedenen Kirchengemeiickien, die an ihren Gotteshäusern Reparaturarbeiten vorzunehmen hätten, durch Geldbeschaffung geholfen werden könne. Reue deutsche Krastsportmeister. Deutschlands beste Ringer und Gewichtheber ermittelten am Sonntag an verschiedenen Plätzen ihre Meister. Dei den drei Veranstaltungen in Berlin, Alsfeld unb Horde gab es durchweg schone Leistungen. 3n Berlin holte sich Straßberger das Stemmen der Schwergewichtsklasse und im Ringen der Halbschwergewichtsklasse setzte sich überraschend der Berliner Seelenbindcr über den Titelverteidiger Heitmann-Hörde hinweg. 3n Hörde (Westfalen) wurden H e l b i g- Plauen und Sperling -Sortmunb neue Meister. Der Plauener verteidigte seine Leichtge- wichts-Meisterfchaft im Gewichtheben mit 900 Psd. gegen den Erfurter Thiersch und im Ringen Der gleichen Klasse triumphierte der ausgezeichnete Dortmunder über Schwarzkopf-Koblenz und Wei- kart-Hörde. 3n dem kleinen Städtchen Alsfeld (Hessen) gab es im (Stemmen der Halb- schwergewichtsklasse einen scharfen Zweikampf zwischen L e o p o l d-Erfurt und Bierwirth-Essen. Der Thüringer siegte schließlich mit 990 Pfund knapp vor Bierwirth mit 980 Pfund. Die Meisterschaft im Mittelgewichts-Ringen holte sich hier Scharfe-Hörde vor Ertl-Rürnberg und Reuh- Essen. Oie Entscheidungskämpfe in Alsfeld Der Verein für Körperkultur 09 Alsfeld hatte es übernommen, einen Teil der Deutschen Meisterschaften 1933 des Deutschen Athletiksportverbandes (Ringen Mittelgewicht, Gewichtheben Halbschwergewicht, ferner für die jüngere Altersklasse Leichtgewicht im Ringen und Gewichtheben) zur Ausrichtung übernommen. Am Samstag vereinigte ein Propaganda-Umzug durch das Städtchen die Athleten. 3m Gasthaus „Vaterland" wurde ein Kommers veranstaltet, zu dem die Sturmbannkapelle konzertierte. Der 1. Führer des Vereins für Körperkultur Alsfeld 09, Herr Schwalm, begrüßte die Mitglieder und Gäste. Bürgermeister Dr. D ö l s i n g hieß die Sportler im Ramen der Stadt willkommen. Die Vertreter des Saarlandes begrüßte er besonders herzlich. Ferner beglückwünschte er den Verein Körperkultur 09 dafür, daß er mit der Austragung eines Teiles der Deutschen Kraftsportmeisterschaften beauftragt worben war. Kreisführer Sauer richtete im Auftrag ber Kreisleitung einige herzliche Worte an bie Versammlung. Am Sonntag früh würbe ein Gepäckmarsch burchgeführt. Der Feftzug bes Nachmittags, an bem neben ber SA. auch bie Vereine ber Stadt teilnahmen, vereinigte alle, bie sich ber Sache bes beutschen Sportes verbunden fühlen. Auf bem Festplatz angenommen, nahmen sodann bie Wettkämpfe ihren Anfang. Das Publikum verfolgte mit großem Interesse bie Kämpfe auf ben beiben Kampfstätten (für Ringen unb Gewichtheben). Die Leistungen lagen naturgemäß weit über bem Durchschnitt. Straft, (Be- wanblheit unb Ausbauer wurden in ben Ringkämp- fen unter Beweis gestellt, hervorragenbe Leistungen gab es auch im Gewichtheben. Am Abend fand in ber Festhalle bie Preisverteilung statt, bei ber sich bie Sieger im Scheinwerferlicht dem Publikum vorstellten unb von braufenbem Beifall überschüttet würben. Die Ergebnisfe. Gepäckmarsch: 1. Abteilung: Gruppen- marsch (10 Gruppen): 1. Preis Gruppe 9 (Koch, Hafenpflug, Sorg, Stork) 1 Stb. 28 Min. — 2. Preis Truppe 8 (Wagner, ©arg, Müller W. II., Birkenstock) 1 otb. 36 Min. — 3. Preis Gruppe 2 (Iant- zen, Schierholz, Ufinger, Benber) 1 Std. 37 Min. — 4. Preis Gruppe 1 (Malkmus K., Kraftzig, Malk- mus F., Müller W.) 1 Stbt. 43 Minuten. Zweite Abteilung: Einzel marsch (11 Bewerber). Außer Konkurrenz mit ber besten Zeit (1 Stb. 2454 Min.) Lausch, Poul. — 1 Preis Roth Hrch., 1 Stb. 29 Min. — 2. Preis Seher, Seibelsdorf, 1 Stb. 32 Min. — 3. Preis Scheuer Hch., 1 Stb. 37 Min. — 4. Preis Schott Hrch., 1 Stb. 38 Min. — 5. Preis Ruckelshaus Ernst, 1 Stb. 39 Min. — 6. Preis Wettläufer Herbert, 1 Stb. 40 Minuten. Gewichtheben (Altersklasse, Leicht- gewicht): 1. Leo Hansmann, Köln (Deutscher Meister). — 2. Eugen Geyger, Osnabrück. — Z. Aug. Moots, Marburg. — 4. Willy Stephan, Magbe- bürg. Halbfchwer, Aktiv: 1. Richard Leopold, Erfurt (Deutscher Meister). — 2. Karl Bierwirth, Essen. — 3. Anton Gietl, München. — 4. Stanislawski, Essen. Ringen, Altersklasse, Leichtgewicht: 1. Willy Schneider, Essen (Deutscher Meister). — 2. Joh. Sindelar, Kirchlinde. — 3. Jakob Hahn, Sergen. — 4. H. Friedrich, Frankfurt. R i n g e n , M i 11 c l g e w i ch t: 1. Hans Scharfe, Horde (Deutscher Meister). — 2. Fritz Erste, Nürn- berg. — 3. Karl Neus, Essen. — 4. Fritz Neul>aus, Essen. — 5. Herbert Kupralh, Berlin. — 6. H. Schedler, Halle. — 7. Ehr. Schultheis, Hanau. — 8. Gustav Falk, Essen. Ergebnisse der neuesten deutschen Krastfahrzeugzählung. Die im Statistischen Reichsamt soeben fertiggestellte Erhebung über den Kraftfahrzeugbestand hat ergeben, daß die Zahl der Kraftfahrzeuge im Deutschen Reich nach dem Rückgang im vergangenen 3ahr wieder zugenommen hat. Am 1.3uli 1933 waren im Verkehr 852 776 Krafträder (gegenüber dem Vorjahr + 4,1 Prozent), 522 209 Personenkraftwagen (-s- 5 Prozent), 155 219 Lastkraftwagen ( |- 1,8 Prozent). Die Gesamtzahl der im Betrieb befindlichen Kraftfahr- zeutze im Deutschen Reich betrug 1 562 823 (+ 4,2 Prozent). Damit ist bei den Personenkraftwagen und den Krafträdern der Stand des 3ahves 1931 wieder erreicht bzw. überschritten Der Bestand an Lastkraftwagen bleibt allerdings noch hinter seinem Höchststand im Jahre 1931 um 3,6 Prozent zurück. Wettervoraussage. Der Kern des Tiefdruckgebietes Hot sich nach Polen verlagert unb dort wesentlich verstärkt. Die kühle Luft feiner Rückseite wirb daher bas Wetter noch wechselhaft gestalten unb neben rasch oorüberziehen- ben Haufenwolken auch weitere Regenschauer bringen. Da jeboch mit ber Zufuhr ber Kaltluft von Westen her Druckanstieg verbunden ist, tritt zeitweise Aufheiterung ein. Eine Wetterberuhigung auf längere Zeit ist allerdings nicht zu erwarten, da über Arland bereits Anzeichen für das Herannahen einer neuen Störung vorhanden sind. Aussichten für Freitag: Etwas ruhiger, doch immer noch veränderlich, wechselnde Bewölkung mit zwischenzeitlicher Aufheiterung, vereinzelte schauer, mäßig warm. Aussichten für Samstag.- Nach vorüber- »ehender Besserung erneute Verschlechterung wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 23. August: mittags 14,2 Grab Celsius, abends 13,2 Grad,- am 24. August: morgens 12,4 Grad. Marimum 16/3 Grad, Minimum 10,8 Grad. — Grdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. August: abends 16 Grad,- am 24. August: morgens 13,7 Wraö Celsius. — Niederschläge 9,3 mm. — Lonnenscheindauer eine Viertelstunde. Das Wunder der Magussi Weiser Vornan von Fr. Lehne. Urheberschutz durch E. Ackermann, Stuttgart. 18. Fortsetzung. Nachdruck verbotenl Aber sobald Kurt von Langen wieder in der Stadt war, würde sie ihm mit dieser außerordentlichen Neuigkeit über die von ihm verehrte Frau dienen. Er hatte ja nie ganz verbergen können, wie groß sein Interesse an Magussi war. Würde es ihn nicht doch kränken und ärgern, wenn er erfuhr, daß ein anderer mehr Glück als er bei ihr gehabt? Doller Groll und Tücke war Lilo gegen die Freundin, die ihr doch gar nichts zugefügt. Aber irgend etwas mußte sie haben, woran sie einen unbestimmten Zorn auslassen konnte: Lust am Zerstören lebte in ihr. Die offenbare Zufriedenheit und das Glück des jungen Paares störte sie. Sie war der Ansicht, ein gutes Werk zu tun, wenn sie Eduard Weiser die Augen öffnete über seine scheinheilige Frau, die sich nicht entblödete, täglich schon am Vormittag geheime Zusammenkünfte mit dem Kapellmeister Halling zu pflegen! — Nur wenige Tage waren es noch bis zur Erstaufführung. Magussi beherrschte im Geiste ihre Rolle bis zur letzten Note — und jeder Stellung, jeder Bewegung war sie sicher: auch der schauspielerische Teil saß — wie der musikalische. Und keine Angst erfüllte sie vor dem Wagnis, das so nahe vor der Tür stand — im Gegenteil, sie sehnte den Tag herbei. Einer Traumwandlerin glich sie, die auf schwankem, schmalem Pfade geht, haarscharf am Abgrund vorbei, ohne sich der Gefährlichkeit ihres Wagnisses bewußt zu werden. Und Bruno Halling war voll froher Hoffnungen: diese ursprüngliche, unerhört begabte Künstlerin mußte seine Oper zum Siege führen: felsenfest war er davon überzeugt. Nein, nein, das konnte, das durfte doch nicht wahr sein, was er da gelesen! Elende Verleumdung! Aber: konnte nicht doch etwas Wahres daran sein? Weckte es nicht auf, was in seinem Unterbewußtsein geschlummert? Wie betäubt saß Eduard Weiser in seinem Privot- kontor, das Schreiben, das ihm die Post gebracht, vor sich auf der Schreibtischplatte. Wer war wohl „Einer,.der es gut meint", wie die Unterschrift lautete? Der mit Maschinenschrift hergestellte Brief gab keinerlei Anhaltspunkte. Jedenfalls mußte er aber genau Bescheid um Magussis Wege wissen. Gehässigkeit sprach nicht aus den Zeilen, nur klare, kühle Sachlichkeit. Mit wenigen Wonen wurde ihm mitgeteilt, daß Frau Magussi Weiser jeden Vormittag einige Stunden im Stadttheater zubringe in Gesellschaft des Kapellmeisters Halling: ebenso sei sie mit diesem Herrn nachmittags in der Steinstraße 20 zu treffen. Er möge ihr nachgehen und werde bann die Bestätigung dieser Angaben finden. Tief und schwer atmete er auf; wie ein Stöhnen aus tiefster Brust klang es. Seine Magussi, deren Liebe er doch so beseligend gefühlt! War es nur Komödie gewesen, ihn sicher zu machen, um desto ungestörter eigene Wege gehen zu können? In ihrer beinahe unnatürlichen Musikbegei- fterung war sie ja wohl fähig, den Gatten zu vergessen und ihm einen anderen vorzuziehen. Doch das wurde gar nicht behauptet, — das dachte er sich ja nur. Aber zwangen ihn die Zeilen nicht dazu, das anzunehmen? War es denn nicht natürlich? Der Kapellmeister, ein berückender, temperamentvoller schöner Mann, ganz aus Musik zusammengesetzt, war es da nicht die selbstverständlichste Sache von der Welt, daß die beiden sich gesunden? Gleiche Interessen verbinden die Menschen, ach — gar zu schnell — und was hatte er in diesem Punkt der über alles geliebten Frau geben können? Sein nüchterner, praktischer Sinn hatte mit dem besten Willen nicht vermocht, sich auf Magussis schwelgende Romantik einzustellen. Und da hatte nun ein anderer ihren Weg gekreuzt, ein anderer, der ihr alles das geben konnte, was sie an seiner, des Gatten, Seite entbehren mußte. Er überlegte, was tun. Seiner ehrlichen Natur widerstrebte es, Magussi heimlich nachzuspüren. Der gerade Weg war der beste, — ihr einfach den verleumderischen Brief zeigen, Aufklärung verlangen und ihr vom Gesicht das Bekenntnis ihrer Schuld — oder ihre gerechte Entrüstung abzulesen. Und zwar heute noch! Nicht ein Tag durfte noch darüber hingehen — oder er würde den Verstand verlieren, — denn zu tief und fest war Magussi in seinem Herzen verankert. 13. Kapitel. Wie Feuer brannte der Brief in Eduard Weisers Tasche, als er einem Zwang gehorchend, gegen Mittag unter einem Vorwand das Geschäft verließ und nach Hause ging. Trübe und naßkalt war es. Der dicke Nebel, der seit dem frühen Morgen in den Straßen tjirtg, hatte sich in einen feinen Sprühregen aufgelöst. Alles war in einen grauen Schleier gehüllt, und gar trübselig ließen die letzten blühenden Blumen in den Vorgärten der Häuser ihre Köpfe hängen — das frohe Leuchten, das sie noch verbreitet hatten, schien verschwunden. Auf der Straße lagen, durch den Wind von den Bäumen gerissen, welke gelbe Blätter, schmutzig, zertreten. Einen Augenblick zögerte Eduard, in sein Haus zu gehen, ihm war, als hielte ihn eine Hand zurück, als riefe ihm eine Stimme zu: „Zerstöre dir nicht selbst dein Glück! Es ist alles Unsinn!" In der Wohnung war es still. Das Personal war verwundert, daß der Herr zu so ungewohnter Stunde nach Hause kam. Nein, die gnädige Frau sei nicht da! Sie sei ausgegangen, schon frühzeitig; gegen 1 Uhr würde sie zurück sein, habe die gnädige Frau gesagt. Also bis 1 Uhr mußte er noch warten, Folterqualen erdulden. Wie lang würde ihm diese Stunde werden! Er durchschritt die wenigen, mit unendlichem Behagen und großem Geschmack eingerichteten Räume seiner Wohnung, bis er in Magussis Zimmer kam. Der leise Maiglöckchenduft, der sie ganz zart, wie ein Hauch, immer umschwebte, der hing auch in diesem Raum, in dem viele blühende Blumen ein trautes, heimliches Leben verbreiteten. Aus dem Schreibtisch herrschte eine musterhafte Ordnung, kein Blatt Papier lag herum, keine Briefe. In seinen Händen zuckte es, den Briefbeschwerer aus weißem Marmor zu heben; verstohlen um sich blik- kend, wie auf verbotenem Wege, folgte er diesem Drange; es lag nichts von Belang darunter — em paar Kärtchen von Lilo, eine Einladung von der Fürstin und dergleichen Kleinigkeiten — freilich, beschwerende Schriftstücke ließ man nicht offen herumliegen. Er zog an den Schubfächern — sie waren alle verschlossen. Er schämte sich seines Tuns; man spürte keinem heimlich nach, sondern fragte ihn Auge in Auge. Im Musikzimmer lagen auf dem Flügel eine Menge Noten, auch geschriebene, die Bruno Hollings Namen trugen. Ach, was sagte ihm das! Nichts! Eduard ging zu seiner Mutter, die ihn etwas verwundert empfing; es war ja so selten, daß er außer der Zeit nach Hause kam — der Kommerzienrat erlaubte keine Unregelmäßigkeiten. Er gab der Mutter eine glaubhafte Erklärung. „Ah, ich dachte, du seiest unpäßlich! — Und deine Frau ist nicht da —" „Nun, sie wird ja gleich zurückkommen, so daß ich sie noch begrüßen kann, ehe ich wieder gehe." Die Frau Generaldirektor seufzte leicht. Miß- trauisch sah er sie an; sie machte solch eigentümliches Gesicht. Die Mutter war eine sehr vernünftige, kluge Frau, mit der die Schwiegertochter sich gut verstand. Sie redete ihr nicht in den Haushalt hinein und gab nur Rat, wenn sie gefragt wurde. Auch war sie mit ihren Besuchen bei dem jungen Paar sehr sparsam; meistens ließ sie sich erst dazu bitten. ,Mas hast du, Mutter?" fragte er und fügte dann ziemlich unvermittelt hinzu: „Hat Magussi dich gekränkt?" „Aber Eduard, wie kommst du darauf? Nein! An Magussi ist nichts auszusetzen, bis auf ihr vieles Musizieren — den ganzen Tag singen, nichts als fingen — für eine junge Frau gibt es doch noch anderes zu tun! Ich bewundere wirklich deine Nachsicht." „Wenn es dir Freude macht, Mutter, warum nicht?" versetzte er, obwohl er ihr innerlich recht geben mußte, „möchtest du, sie wäre so wie die Kon- silius?" „Um Gottes willen, nein, mein Junge! Hätte deine Frau nicht diesen Musikrausch — so muß ich schon sagen — ich könnte sie mir nicht besser für dich wünschen. Sie ist immer liebenswürdig, freundlich, aufmerksam und eigentlich ganz frei von Launen." Das Lob der Mutter beglückte ihn. Wenn die irgend etwas gemerkt, so würde sie ihm sicher eine Andeutung gemacht haben. Nun, bald würde er Bescheid wissen; bestimmt klärte sich alles auf eine natürliche Weise auf. Er ging wieder hinauf in seine Wohnung. Die scharfen Mutteraugen würden sonst bemerken, daß er innerlich nicht ruhig war; sie würden forschen und fragen, und das hätte er nicht ertragen tönhen. Vom Fenster seines Herrenzimmers überblickte er die Straße. Ungeduldig stand er und wartete. Unter Den wenigen Doruoergeyenoen war Maguffi nicht! Die Wagen fuhren vorbei, bis endlich ein Auto vor der Pforte hiett — Magussi stieg aus; sie zahlte aber nicht; sie wandte sich nochmals zurück, lachte und nickte einer darin sitzenden Person zu, und das war der Kapellmeister Halling, dessen dunkles Gesicht er durch das Wagenfenster ganz deutlich erkannte. Siedendheiß durchlief es ihn. Im Eßzimmer, in dem das Mädchen inzwischen den Tisch gedeckt, wartete er auf seine Frau. Er hörte ihre weiche, freundliche Stimme, dann einen überraschten Ausruf — wahrscheinlich hatte man ihr gesagt, daß er da sei. Schnell kam sie herein. „Du bist schon hier, Eduard? Ist dir nicht gut? Weil du zu einer so ungewohnten Zeit —" Verwunderung und Besorgnis klangen aus ihrer Stimme, während sie ihn ängstlich prüfend ansah. Sie bot ihm zum Begrüßungskuß den Mund, wie sie es imrner zu tun pflegte. Ein Sekundenzogern in dem Gedanken: hatte der andere diesen süßen Mund soeben auch genossen? Dann preßte er seine Lippen auf den rosigen, kühlen Mund, in einer Art Verzweiflung — „vielleicht ist es heute zum letzten Male, daß du sie küßt!" „Ich komme dir wohl sehr überraschend, Magussi?' Die ganz eigene Betonung seiner Frage befremdete sie. „Ich weiß doch, wie streng Papa ist und du so gewissenhaft —" „Ah, und darauf bautest du —" Verständnislos schüttelte sie den Kopf. „Wieso?" Ich verstehe dich nicht!" Eduard fühlte peinigend das Feige, das in feinem Zögern lag, — warum nicht gleich sagen, was ihn herbeigeführt? Langsam nahm er aus seiner Brusttasche das Schreiben, das er entfaltete und ihr überreichte. „Wenn du das gelesen, Magussi, wirst du mich vielleicht eher verstehen — und den Grund meines Herkommens verraten." Er hiett sie fest im Auge, während sie las. Sie wurde glühendrot, und merklich zitterten ihre Hände, — so wurde sie beobachtet? „Diesen Brief habe ich heute morgen bekommen, Magussi — und nun frage ich dich, inwiefern die Mitteilungen auf Wahrheit beruhen." Schwer und zögernd nur rangen sich die Worte von feinen Lippen; er schämte sich ihrer beinahe angesichts dieser reinen Frau, die seinen forschenden Blick groß und offen erwiderte. „Ehe ich dir Antwort gebe, Eduard, möchte ich dir eine Frage vorlegen: Glaubst du, daß ich dich liebe? Glaubst du, daß du mir vertrauen kannst — trotz diesem?" Sie deutete auf den Bries. „Ja, Magussi, ja! — Beseligend fühle ich deine- Liebe! Aber du mußt auch verstehen, daß man Aufklärung haben möchte über Zusammenhänge, die mir dunkel sind, — daß das alles überhaupt nicht auf Wahrheit beruht —" „— wenigstens auf falschen Voraussetzungen und Annahmen, Eduard", entgegnete sie nach kurzem Zögern ruhig und betont. „Aber dennoch auf Wahrheit, Magussi?" fragte er hastig, „sind deine Worte so zu verstehen?" Sie sah ihn groß an. „Ja, Eduard!" (Fortsetzung folgt.) Lichtspielhaus • Gießen Ab heute Donnerstag bis Sonntag: Der große Lustspielschlager nach dem bekannten, preisgekrönten Schlager mit der hervorragenden Besetzung: Ralph Arthur Roberts, Szöke Szakall Ernst Verebes, Trude Berliner Maria Sörensen, Victor de Kowa Regie: Friedrich Zelnik Zwei junge Studenten, die ihr Glück machen — Ein väterlicher Freund, der für alle Schwierigkeiten Rat weiß — Hübsche Mädels und eine genia e Erfindung — Ein Lustspiel mjt Liebe, Musik und von lebensbejahender Fröhlichkeit, das niemand versäumen sollte! Im Beiprogramm: Aafa Kunterbunt III Ein lustiger Kabarettfilm. 5255 c Dazu: Kulturfilm und Ufa-Ton-Woche. Vermietungen Sonnige geräumige 4-ZiGHner-WoliDung mit Bad, Balkon, 1. Stock, zum 1. Oktober zu vermieten. Schr. Ang. u. 04941 an den Gieß. An;. 4-Z.-Wohn., 65 M. 3-Z.-Wohn., 40 M. zu vermieten. Schr. Angebote n. 04943 an den Gieß. Anz. 4-ZimmeF-WohDong Marburger Straße ver 1. 10. zu verm. Schriftl.Anyeb.unt. 04930a.b.Gieß.Anz. 3gr.Zineii.toie sofort zu vermieten. o4S3eWalltorstr.4 II. Garage a.f.Lastw.frei. 04004 Haas, Frankl. Str. 69 | Mietgesuche | iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iihiiliiliiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiii Junges, kinderloses Ehevaar sucht zum 1.10. ob. 1.11. eine 2-3-5Mo|)n. mit Zubehör. Schr. Ang. m. Preis u. 04920 a. d. G.A. 2-3-ZinirWn. evtl.auch möbliert o. kleines Haus i. Garten;.mietengesucht. Schr. Ana. m. Preis u. 04934 a. d. G. A. Stellenangebote Verdienst 210M.1agl.o.Kap. erzielt jed. d. g.Jahr hindurch d. Speisepilzzucht im Freien, i. 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Anitsverkliickiglmgen aus den oberhesMen Kreisen. Kreis Büdingen. Nachdem ein ^Antrag auf Errichtung einer Zwangsinn ung für das Schneider- Handwerk im Strei fe Büdingen gestellt worden Ist, wird zurt Ermittelung der Mehr- heit der beteiligten Handwerker Regie» rungsrat W e b er^ am Kreisamt Büdingen gemäß § 121 der 'Hessischen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung (Fassung vom 16. Mai 19310) zum Kommissar bestellt. 8 5269C jlf.198 S 5<9‘el,3l SS richten: anl< ’„nl( BfN'®1 Sr.*^ K LIL« Ostland ^9}“’ scheu Geichs Nensnotwendv tia ßnd rotI ' konnte abet n hältnis gedeül Voraussetzung« üchen und ö ist der leere Punkt iiberwu Ausgabe, und -er eine Bru trauen de- y Wissen um die Das Wert i Aufbauplan in gezeitigt. Die bildlich beseitig mäßig erweitert schon Ostmes Endziel ist, in der Weichsel c Zahl dauern anderen Seite Osten Deutsch! den weiten os Diese Planung gegenüber den schen Ostmesse, preußischer D Landwirtschaft, beiden andere Handwerk, dan zum Teil stilli Leben erfüllt, deutschen Ostmc aus dem R men. Ein r j wie das Bcnra Ostens stack ur Zweigen der 25 men, die alä 2 messe wieder für Ostpreußen unb. werben wollen. M eus (old TKcMon der reichen wird, lv folg ist aber t Deutschland zu liegt dieses öa dor türmt sich Reich und La und Hindernis wurden, aber neue Gemeinx Ostmarkenpolit bauen, was in Ganz Deutschi verbunden. Ij famte Dolkswi Gesetz. 3n diesen Tc Beweis dieser ' dem Osten die bände unter ; Kraftfahrkorps am 27. und 2( am Tannen bcra JW Sie steh: 8l?stdente, Kraftfahrzeug ei unb Monlidjfte Mae Besucher Qn$ wenn er n &en Menschen und ^'werden setz, S'Ä? 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